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12 Michael Beißwenger und Matthias Knopp

ausgestattet werden, die es ihnen erlauben, im Sinne der KMK-Strategie digitale Medien kompetenzförderlich als Instrumente im Fachunterricht einzusetzen und die Effekte sozialer Medien unterrichtlich zu reflektieren. Für die Lehrerinnen und Lehrer der Zukunft bilden Kompetenzen dieser Art einen wichtigen Professionalisierungsbaustein.

Um die Integration sozialer Medien als didaktische Instrumente im sprachbezogenen Fachunterricht systematisch weiterzuentwickeln und die Beschäftigung mit den Effekten sozialer Medien unter den Perspektiven Sprache, Kommunikation, Individuum und Gesellschaft als Unterrichtsgegenstand zu etablieren, bedarf es zum einen fachwissenschaftlich fundierter Problemaufrisse zu einzelnen Aspekten des gesellschaftlichen und sprachlichen Umgangs mit sozialen Medien sowie andererseits fachdidaktisch fundierter Unterrichtsanregungen und Praxisbeispiele, die demonstrieren, wie digitale Medien Unterricht bereichern und wie die auf sie bezogenen Praktiken in Unterrichtskontexten thematisiert und analysiert werden können. Der Bezug auf Forschungsfelder, die sich unter fachwissenschaftlicher Perspektive mit der Analyse von digitalen Lernumgebungen und Social-Media-Phänomenen befassen, ist dabei unabdingbar. Die Medienlinguistik (Schmitz 2015, Journal für Medienlinguistik; Klug/Stöckl 2016), die allgemeine Mediendidaktik (Kerres 2013), die interaktionale Linguistik (Imo 2013; Imo/Lanwer 2019), die Schreibforschung (Jakobs/Lehnen/Schindler 2010; Becker-Mrotzek/Grabowski/Steinhoff 2017), die Analyse internetbasierter Kommunikation (Beißwenger 2016, 2017; Beißwenger/Pappert 2018; Dürscheid/Frick 2016; Marx 2017; Marx/Weidacher 2014; Storrer 2014, 2018 u.a.), die Wikipedia-istik (Gredel/Herzberg/Storrer 2018), Arbeiten zur Netzliteratur (Simanowski 2002; Heibach 2003) sowie zur Nutzung digitaler Methoden und Infrastrukturen in den Geisteswissenschaften (Digital Humanities', Janni-dis/Kohle/Rehbein 2017; Lobin et al. 2018) stellen theoretische Modelle, empirische Befunde und Ressourcen bereit, auf deren Basis fachlich fundierte Unterrichtsmodelle und -materialien entwickelt werden können. Zugleich ist die Linguistik mit ihren theoretischen Konzepten und Methoden zur Modellierung und Analyse interpersonaler Kommunikation bestens aufgestellt, um wertvolle Begleitforschung zur Analyse der Kommunikation in digitalen Lehr-Lern-Settings und damit zur Evaluation von Konzepten des digital gestützten Lernens und zur Weiterentwicklung von Lerntechnologien anzubieten.

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