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<refset setid="iwslt2017-dev2010" srclang="english" trglang="german" refid="ref"> |
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<doc docid="535" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/al_gore_warns_on_latest_climate_trends</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: Al Gore präsentiert aktualisierte Folien aus der ganzen Welt, um Argumente für besorgniserregende Klimaentwicklungen aufzuzeigen, die sogar schlimmeres befürchten lassen, als Forscher vorhersagen, und um seinen Standpunkt zu "sauberer Kohle" klar zu äußern.</description> |
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<keywords>talks, Natural resources, alternative energy, climate change, ecology, energy, environment, presentation, science, sustainability, technology</keywords> |
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<talkid>535</talkid> |
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<title>Al Gore warnt vor den neuesten Klimaentwicklungen</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/237051">Stephan Ludwig Wirries</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/65427">Martin Lorch</translator> |
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<seg id="1"> Letztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. </seg> |
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<seg id="2"> Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. </seg> |
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<seg id="3"> In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. </seg> |
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<seg id="4"> Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. </seg> |
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<seg id="5"> Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. </seg> |
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<seg id="6"> Das Dauereis ist mit rot markiert. </seg> |
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<seg id="7"> Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. </seg> |
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<seg id="8"> Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. </seg> |
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<seg id="9"> In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein. </seg> |
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<seg id="10"> Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. </seg> |
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<seg id="11"> Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. </seg> |
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<seg id="12"> Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. </seg> |
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<seg id="13"> Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. </seg> |
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<seg id="14"> Video: Wow! Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen. </seg> |
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<seg id="15"> Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. </seg> |
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<seg id="16"> Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. </seg> |
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<seg id="17"> Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. </seg> |
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<seg id="18"> Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. </seg> |
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<seg id="19"> Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. </seg> |
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<seg id="20"> Diese Flüsse nehmen rapide zu. </seg> |
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<seg id="21"> Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. </seg> |
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<seg id="22"> Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. </seg> |
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<seg id="23"> Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. </seg> |
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<seg id="24"> Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland. </seg> |
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<seg id="25"> Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. </seg> |
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<seg id="26"> 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. </seg> |
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<seg id="27"> In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. </seg> |
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<seg id="28"> Die Wassermengen haben sich vergrössert. </seg> |
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<seg id="29"> Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. </seg> |
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<seg id="30"> In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. </seg> |
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<seg id="31"> Dies betrifft die Speicherbecken. </seg> |
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<seg id="32"> Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst. </seg> |
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<seg id="33"> Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. </seg> |
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<seg id="34"> Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. </seg> |
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<seg id="35"> Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. </seg> |
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<seg id="36"> Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. </seg> |
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<seg id="37"> Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet. </seg> |
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<seg id="38"> In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. </seg> |
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<seg id="39"> Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. </seg> |
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<seg id="40"> Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. </seg> |
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<seg id="41"> Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. </seg> |
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<seg id="42"> Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. </seg> |
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<seg id="43"> Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen. </seg> |
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<seg id="44"> Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. </seg> |
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<seg id="45"> Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. </seg> |
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<seg id="46"> Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. </seg> |
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<seg id="47"> Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. </seg> |
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<seg id="48"> Dieses Bild erinnerte mich an etwas. </seg> |
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<seg id="49"> Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. </seg> |
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<seg id="50"> Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. </seg> |
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<seg id="51"> Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. </seg> |
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<seg id="52"> Dies passierte um Weihnachten. </seg> |
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<seg id="53"> Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser. </seg> |
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<seg id="54"> ♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. </seg> |
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<seg id="55"> Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. </seg> |
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<seg id="56"> Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. </seg> |
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<seg id="57"> Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot. </seg> |
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<seg id="58"> Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. </seg> |
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<seg id="59"> Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal. </seg> |
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<seg id="60"> Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden. </seg> |
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<seg id="61"> Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. </seg> |
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<seg id="62"> Dies ist eine, ein Teil von ihr. </seg> |
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<seg id="63"> Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. </seg> |
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<seg id="64"> Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. </seg> |
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<seg id="65"> Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. </seg> |
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<seg id="66"> Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut </seg> |
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<seg id="67"> Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. </seg> |
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<seg id="68"> Überlassen Sie das ruhig uns. </seg> |
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<seg id="69"> Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. </seg> |
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<seg id="70"> Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. </seg> |
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<seg id="71"> Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. </seg> |
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<seg id="72"> Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. </seg> |
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<seg id="73"> Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. </seg> |
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<seg id="74"> Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie. </seg> |
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<seg id="75"> Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit. </seg> |
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<seg id="76"> Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. </seg> |
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<seg id="77"> Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. </seg> |
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<seg id="78"> Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. </seg> |
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<seg id="79"> Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre </seg> |
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<seg id="80"> Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. </seg> |
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<seg id="81"> Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. </seg> |
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<seg id="82"> Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus. </seg> |
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<seg id="83"> Al Gore: Dies ist die letzte. </seg> |
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<seg id="84"> Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. </seg> |
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<seg id="85"> Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. </seg> |
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<seg id="86"> Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. </seg> |
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<seg id="87"> Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. </seg> |
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<seg id="88"> Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren. </seg> |
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<seg id="89"> Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. </seg> |
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<seg id="90"> Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." </seg> |
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<seg id="91"> Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. </seg> |
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<seg id="92"> Vielen Dank. </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="531" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/brian_cox_what_went_wrong_at_the_lhc</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: In diesem kurzen Vortrag der TED U 2009, präsentiert Brian Cox Neuigkeiten vom CERN Teilchenbeschleuniger. Er spricht über die gegenwärtigen Reparaturen und offenbart, was die Zukunft für das größte wissenschaftliche Experiment der Geschichte bereithält.</description> |
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<keywords>talks, astronomy, energy, exploration, physics, science, technology</keywords> |
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<talkid>531</talkid> |
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<title>Brian Cox: Was am LHC missglückte</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/237190">Steffen Lewenhardt</translator> |
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<seg id="1"> Auf der letzten TED Konferenz gab ich eine Einführung zum LHC. </seg> |
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<seg id="2"> Und ich versprach zurück zu kommen, um Ihnen zu erklären wie die Maschine funktioniert. </seg> |
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<seg id="3"> Nun ist es also soweit. Und für alle jene die damals nicht da waren, der LHC ist das größte wissenschaftliche Experiment welches je angegangen wurde -- 27 Kilometer im Durchmesser. </seg> |
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<seg id="4"> Seine Aufgabe ist es, die Bedingungen zu erschaffen, welche weniger als eine Milliardstel Sekunde nach Beginn des Universums existierten -- und das bis zu 600 Millionen Mal innerhalb einer Sekunde. </seg> |
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<seg id="5"> Es ist einfach nur atemberaubend ehrgeizig. </seg> |
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<seg id="6"> Dies ist die Maschine unterhalb von Genf. </seg> |
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<seg id="7"> Wir nehmen Bilder dieser Mini-Urknalle in Detektoren auf. </seg> |
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<seg id="8"> An diesem arbeite ich. Er nennt sich ATLAS Detektor -- 44 Meter in der Breite, 22 Meter im Durchmesser. </seg> |
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<seg id="9"> Hier ein spektakuläres Bild des ATLAS in der Konstruktion damit Sie die Größenverhältnisse sehen. </seg> |
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<seg id="10"> Am 10. September letzen Jahres lief die Maschine zum ersten Mal an. </seg> |
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<seg id="11"> Und dieses Bild wurde von ATLAS aufgenommen. </seg> |
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<seg id="12"> Es verursachte immensen Jubel im Kontrollraum. </seg> |
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<seg id="13"> Es ist ein Bild des ersten Strahlenpartikels welches die gesamte Strecke um den LHC zurücklegte, dann absichtlich mit einem Teil des LHC kollidierte, um einen Regen von Partikeln auf den Detektor prasseln zu lassen. </seg> |
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<seg id="14"> In anderen Worten, als wir dieses Bild am 10. September sahen, wussten wir, dass die Maschine funktioniert, was ein großer Triumph ist. </seg> |
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<seg id="15"> Ich weiss nicht, ob dies den größten Jubel erzeugte, oder dies, als jemand die Google Seite besuchte und die Startseite so vorfand. </seg> |
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<seg id="16"> Es bedeutet, dass wir einen kulturellen Einfluss neben dem wissenschaftlichen erreichten. </seg> |
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<seg id="17"> Ungefähr eine Woche später gab es ein Problem mit der Maschine welches mit diesen Drähten hier zu tun hatte -- diese goldenen Drähte hier </seg> |
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<seg id="18"> Diese Drähte leiten 13-tausend Ampere wenn die Maschine auf Hochleistung läuft. </seg> |
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<seg id="19"> Nun, die Ingenieure unter Ihnen werden sie betrachten und sagen, "Nein das tun sie nicht. Das sind kleine Drähte." </seg> |
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<seg id="20"> Sie können das leisten, weil wenn man sie sehr weit abkühlt, werden sie zu sogenannten Supraleitern. </seg> |
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<seg id="21"> Bei minus 271 Grad also, kälter als der Raum zwischen den Sternen, können diese Drähte die Spannung aushalten. </seg> |
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<seg id="22"> In einer der Verbindungen, zwischen über neuntausend Magneten im LHC, gab es einen Manufakturdefekt. </seg> |
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<seg id="23"> Dadurch erhitzen sich die Drähte geringfügig und 13-tausend Ampere begegneten plötzlich elektrischem Widerstand. </seg> |
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<seg id="24"> Dies war das Ergebnis. </seg> |
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<seg id="25"> Nun, das alles ist noch beeindruckender wenn Sie sich vorstellen, dass die Magneten über 20 Tonnen wiegen und sich um ca. 30 cm verschoben. </seg> |
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<seg id="26"> Wir beschädigten also ungefähr 50 der Magneten </seg> |
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<seg id="27"> und mussten sie entfernen, was wir auch taten. </seg> |
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<seg id="28"> Wir konditionierten sie neu, reparierten sie. </seg> |
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<seg id="29"> Sie sind nun alle wieder auf ihrem Weg zurück. </seg> |
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<seg id="30"> Gegen Ende März wird der LHC wieder funktionsfähig sein. </seg> |
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<seg id="31"> Wir werden ihn anschalten, und erwarten erste Daten im Juni oder Juli sammeln zu können, und setzen unsere Reise fort, um herauszufinden was die Bausteine des Universums sind. </seg> |
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<seg id="32"> Nun, natürlich, auf eine Art entfachen solche Unfälle erneut die Debatte um den Wert von Wissenschaft und Ingenieurskunst an solchen Grenzen. Es ist leicht, so etwas abzulehnen. </seg> |
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<seg id="33"> Ich denke die Tatsache, dass es so schwer ist, die Tatsache, dass wir über unsere Grenzen hinaus greifen, bildet den Wert von Dingen wie dem LHC. </seg> |
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<seg id="34"> Ich werde meine abschließenden Worte einem englischen Wissenschaftler überlassen. Humphrey Davy, der, wie ich vermute, als er die nutzlosen Experimente seines Lehrlings verteidigte, sein Lehrling war Michael Faraday, folgendes sagte: "Nichts ist so gefährlich für die Entwicklung des menschlichen Geistes, als anzunehmen, dass unsere wissenschaftlichen Vorstellungen endgültig sind, dass es keine Mysterien in der Natur gibt, dass unsere Triumphe vollzählig sind, und dass es keine neuen Welten zu erobern gibt." </seg> |
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<seg id="35"> Vielen Dank. </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="457" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/david_merrill_demos_siftables_the_smart_blocks</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: MIT-Student David Merrill demonstriert Siftables - Keks-große, computergesteuerte Kacheln, die man mit den Händen stapeln und mischen kann. Dieses Zukunfts-Spielzeug beherrscht Mathematik, spielt Musik und kommuniziert auch mit seinen Freunden. Ist dies die Neuheit des spielerischen Lernens?</description> |
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<keywords>talks, art, business, children, computers, design, education, invention, music, technology, toy</keywords> |
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<talkid>457</talkid> |
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<title>David Merrill demonstriert Siftables, die denkenden Bauklötze</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/146604">Alexander Klar</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/176835">Christian Mathias</translator> |
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<seg id="1"> Ich möchte damit beginnen Sie zu bitten, an die Zeit Ihrer Kindheit zurückzudenken, als Sie mit Bauklötzen spielten. </seg> |
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<seg id="2"> Während Sie erkannten, wie man die Hände ausstreckt und zugreift, die Klötze aufnimmt und bewegt, lernten Sie tatsächlich, zu überlegen und Probleme durch das Verstehen und Verändern räumlicher Zusammenhänge zu lösen. </seg> |
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<seg id="3"> Das räumliche Denken ist eng damit verbunden, wie wir einen Großteil unserer Umgebung verstehen. </seg> |
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<seg id="4"> Als Informatiker - inspiriert von der Art unserer Interaktion mit realen Objekten - zusammen mit meinem Fachberater Patti und meinem Kollegen Jeevan Kalanithi, begann ich mich zu wundern: Was wäre, wenn wir Computer nutzen würden, die anstelle eines Maus-Zeigers, der sich wie eine digitale Fingerspitze auf einer flachen Arbeitsfläche bewegt... ... Was wäre, wenn wir mit beiden Händen eingreifen könnten und Daten physisch ergreifen </seg> |
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<seg id="5"> und sie so anordnen könnten, wie wir es wollen? </seg> |
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<seg id="6"> Diese Frage war so ergreifend, dass wir uns zur Erforschung der Antwort entschieden und Siftables entwickelten. </seg> |
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<seg id="7"> Kurz gesagt, ein Siftable ist ein interaktiver Computer in der Größe eines Kekses. </seg> |
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<seg id="8"> Sie können mit der Hand bewegt werden, sie können sich gegenseitig wahrnehmen, sie können ihre Bewegungen erfassen und sie haben einen Bildschirm und einen Funkempfänger. </seg> |
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<seg id="9"> Viel wichtiger: Sind sind körperlich, weshalb man sie wie Bauklötze lediglich durch das Ausstrecken der Hände und Zugreifen bewegen kann. </seg> |
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<seg id="10"> Und die Siftables sind ein Beispiel einer neuen Generation von Hilfsmitteln zur Manipulation digitaler Daten. </seg> |
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<seg id="11"> Und wenn diese Hilfsmittel körperlicher werden und ein Bewusstsein für ihre Bewegungen entwickeln, sich gegenseitig erkennen und die Feinheiten unseres Umgangs mit ihnen wahrnehmen, dann können wir mit der Erforschung neuer und unterhaltsamer Interaktionsarten beginnen. </seg> |
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<seg id="12"> Ich fange mit einigen einfachen Beispielen an. </seg> |
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<seg id="13"> Dieser Siftable ist für die Videowiedergabe konfiguriert und wenn Ich ihn in eine Richtung kippe, wird das Video vorwärts abgespielt; wenn ich ihn in die andere Richtung kippe, läuft es rückwärts. </seg> |
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<seg id="14"> Und diese interaktiven Portraits nehmen sich gegenseitig wahr. </seg> |
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<seg id="15"> Wenn ich sie also nebeneinander lege, weckt das ihr Interesse. </seg> |
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<seg id="16"> Wenn sie voneinader umgeben sind, bemerken sie das auch und können etwas nervös werden. </seg> |
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<seg id="17"> Und sie fühlen ebenso ihre Bewegungen und Neigung. </seg> |
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<seg id="18"> Eine interessante Folge der Interaktionen, die wir zu erkennen begannen, war, dass wir alltägliche Gesten auf Daten anwenden könnten, wie etwa Farben so zu schütten, wie man dies mit Flüssigkeiten tut. </seg> |
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<seg id="19"> In diesem Fall haben wir drei Siftables als Farbtöpfe konfiguriert und ich kann sie nutzen, um Farbe in den in der Mitte zu gießen, wo sie dann vermischt werden. </seg> |
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<seg id="20"> Wenn wir es übertreiben, können wir ein wenig zurückschütten. </seg> |
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<seg id="21"> Es gibt außerdem auch einige nette Möglichkeiten in der Bildung wie Sprachen, Mathematik oder Logikspiele, wo wir den Leuten die Möglichkeit des schnellen Ausprobierens geben und die Ergebnisse sofort sehen wollen. </seg> |
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<seg id="22"> Hier bin ich... Das ist eine Fibonacci-Folge, die ich mit einem einfachen Gleichungsprogramm erstelle. </seg> |
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<seg id="23"> Das ist ein Spiel mit Wörtern, das eine Art Mischung aus Scrabble und Boggle ist. </seg> |
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<seg id="24"> Grundsätzlich bekommt man jede Runde auf jeden Siftable zufällig zugewiesene Buchstaben und während man versucht, Wörter zu bilden, werden diese über ein Wörterbuch geprüft. </seg> |
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<seg id="25"> Dann, nach ungefähr 30 Sekunden, wird wieder gemischt und man hat eine neue Buchstabenkombination und neue Möglichkeiten auszuprobieren. </seg> |
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<seg id="26"> Vielen Dank. </seg> |
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<seg id="27"> Das sind einige Kinder die auf einem Ausflug zum Media Lab kamen. Ich konnte sie dazu bewegen, es auszuprobieren und habe ein Video davon aufgenommen. </seg> |
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<seg id="28"> Sie haben es wirklich geliebt. </seg> |
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<seg id="29"> Ein interessanter Umstand bei dieser Art von Anwendungen ist, dass man den Leuten nicht viele Anweisungen geben muss. </seg> |
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<seg id="30"> Alles was man sagen muss ist "Bildet Wörter" und sie wissen genau, was zu tun ist. </seg> |
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<seg id="31"> Hier sind noch ein paar Leute, die es testen. </seg> |
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<seg id="32"> Das ist unser jüngster Beta-Tester dort unten rechts. </seg> |
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<seg id="33"> Es stellte sich heraus, dass er die Siftables nur stapeln wollte. </seg> |
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<seg id="34"> Also für ihn waren sie nur Bauklötze. </seg> |
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<seg id="35"> Dies ist eine interaktive Trickfilmanwendung. </seg> |
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<seg id="36"> Wir wollten ein Lernmittel für Sprachlerner entwickeln. </seg> |
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<seg id="37"> Das ist Felix. </seg> |
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<seg id="38"> Er kann neue Charaktere in die Szene bringen, indem er den Siftable vom Tisch aufhebt, der diese Figur zeigt. </seg> |
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<seg id="39"> Hier lässt er die Sonne aufgehen. </seg> |
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<seg id="40"> Jetzt holt er einen Traktor in die Szene. </seg> |
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<seg id="41"> Gute Arbeit! Ja! </seg> |
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<seg id="42"> Indem er die Siftables schüttelt und sie nebeneinander legt kann er die Charaktere interagieren lassen... </seg> |
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<seg id="43"> ...seine eigene Geschichte erfinden. </seg> |
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<seg id="44"> Es ist eine Geschichte mit offenem Ende und er kann entscheiden, wie sie sich entwickelt. </seg> |
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<seg id="45"> Das letzte Beispiel, für das ich heute Zeit habe, es zu zeigen, ist ein Musik-Sequencer für Live-Auftritte, das wir kürzlich entwickelt haben und in dem Siftables als Töne, wie Führungsstimme, Bass und Schlagzeug agieren. </seg> |
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<seg id="46"> Jedes hat vier verschiedene Variationen; Man kann auswählen, welche man nutzen möchte. </seg> |
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<seg id="47"> Und man kann diese Töne in die Sequenz einspeisen, die man wiederum in beliebigen Mustern anordnen kann. </seg> |
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<seg id="48"> Und man speist sie ein, indem man einfach einen Ton-Siftable an einen Sequenz-Siftable hält. </seg> |
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<seg id="49"> Dort sind Effekte, die man live verändern kann, wie z.B. Hall und Filter. </seg> |
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<seg id="50"> Man verbindet ihn mit einem bestimmten Ton und neigt ihn dann zum Einstellen. </seg> |
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<seg id="51"> Und dann noch übergeordnete Effekte wie Tempo und Lautstärke, die man auf die gesamte Sequenz anwendet. </seg> |
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<seg id="52"> Also schauen wir mal. </seg> |
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<seg id="53"> Wir beginnen, in dem wir die Führungsstimme in zwei Sequenz-Siftable einspeisen und diese in einer Reihe anordnen, sie erweitern und ein bisschen mehr der Stimme hinzufügen. </seg> |
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<seg id="54"> Jetzt füge ich einen Bass hinzu. </seg> |
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<seg id="55"> Jetzt werde ich noch etwas Schlagzeug dazu tun. </seg> |
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<seg id="56"> Und jetzt verbinde ich den Filter mit dem Schlagzeug, damit ich den Effekt live steuern kann. </seg> |
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<seg id="57"> Ich kann die ganze Sequenz beschleunigen, indem ich das Tempo in die eine oder andere Richtung kippe. </seg> |
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<seg id="58"> Und jetzt verbinde ich den Filter noch mit dem Bass; für etwas mehr Ausdruck. </seg> |
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<seg id="59"> Ich kann die Sequenz während sie abläuft umstellen. </seg> |
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<seg id="60"> Dadurch muss ich sie nicht im Vorfeld planen, sondern kann improvisieren; sie währenddessen verlängern oder verkürzen. </seg> |
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<seg id="61"> Und abschließend kann ich die ganze Sequenz ausblenden, indem ich den Lautstärke-Siftable nach links neige. </seg> |
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<seg id="62"> Vielen Dank. </seg> |
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<seg id="63"> Wie Sie also sehen können, liegt meine Begeisterung darin, neue Mensch-Computer-Schnittstellen zu entwickeln, die besser zu dem passen, wie unsere Gehirne und Körper arbeiten. </seg> |
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<seg id="64"> Und heute hatte ich Zeit, Ihnen einen Teil dieser neuen Design-Welt und einige der Möglichkeiten dessen zu zeigen, woran wir in unserem Labor arbeiten. </seg> |
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<seg id="65"> Der Gedanke, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte, ist dass wir an der Schwelle zu dieser neuen Generation von Werzeugen zur Interaktion mit digitalen Medien stehen, die Informationen in unsere Welt bringen, die unseren Anforderungen entspricht. </seg> |
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<seg id="66"> Vielen Dank, </seg> |
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<seg id="67"> ich freue mich auf die Gespräche mit Ihnen allen! </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="453" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/elizabeth_gilbert_on_genius</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: Elizabeth Gilbert grübelt über die unmöglichen Dinge nach, die wir von Künstern und Genies erwarten – und formuliert die radikale Idee, dass eine außergewöhnliche Person kein Genie „ist“, sondern alle von uns ein Genie „haben“. Es ist ein witziger, persönlicher und überraschend bewegender Vortrag.</description> |
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<keywords>talks, creativity, culture, entertainment, personality, poetry, work, writing</keywords> |
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<talkid>453</talkid> |
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<title>Elizabeth Gilbert über Genies</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/146604">Alexander Klar</translator> |
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<seg id="1"> Ich bin Schriftstellerin. </seg> |
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<seg id="2"> Bücher zu schreiben ist mein Beruf, aber es ist natürlich mehr als das. </seg> |
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<seg id="3"> Es ist auch meine große, lebenslange Liebe und Faszination. </seg> |
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<seg id="4"> Und ich erwarte nicht, dass sich das je ändern wird. </seg> |
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<seg id="5"> Allerdings ist kürzliche etwas eigenartiges in meinem Leben und meiner Karriere geschehen, das mich dazu gebracht hat, meinen Bezug zu dieser Arbeit komplett zu überdenken. </seg> |
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<seg id="6"> Dieses eigenartige Ereignis war, dass ich kürzlich ein Buch geschrieben habe – eine Biografie namens „Eat, Pray, Love“ –, das, entschieden anders als alle meine vorherigen Bücher aus irgendwelchen Gründen in die Welt hinausging und ein großes Mega-Ereignis, internationales Bestseller-Ding wurde. </seg> |
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<seg id="7"> Das Ergebnis ist, dass ich, egal wohin ich komme, behandelt werde als wäre ich dem Untergang geweiht. </seg> |
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<seg id="8"> Ernsthaft – dem Untergang geweiht! </seg> |
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<seg id="9"> Zum Beispiel kommen sie ganz besorgt auf mich zu und sagen: "Fürchten Sie nicht, dass Sie diesen Erfolg niemals übertreffen werden? </seg> |
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<seg id="10"> Haben Sie keine Angst davor, dass Sie Ihr ganzes Leben weiterschreiben und nie wieder ein Buch erschaffen, das irgendjemanden in der Welt interessiert? Nie wieder?“ </seg> |
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<seg id="11"> Okay, das macht wirklich Mut. </seg> |
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<seg id="12"> Es wäre allerdings schlimmer, wenn ich mich nicht daran erinnern würde, dass ich vor über 20 Jahren, als ich als Teenager zum ersten Mal davon erzählte, dass ich Schriftstellerin sein wollte, mit der gleichen Art von angstbesetzter Reaktion konfrontiert worden bin. </seg> |
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<seg id="13"> Die Leute sagten: „Hast Du keine Angst, niemals Erfolg zu haben? </seg> |
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<seg id="14"> Hast Du keine Angst, dass Dich die Demütigung einer Absage umbringt? </seg> |
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<seg id="15"> Hast Du keine Angst, dass Du diesem Handwerk dein Leben lang nachgehst und daraus nie etwas entsteht und dass du auf einem Schrotthaufen geplatzter Träume sterben wirst – Dein Mund gefüllt mit der bitteren Asche des Versagens?“ </seg> |
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<seg id="16"> So ungefähr, Sie wissen schon. </seg> |
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<seg id="17"> Die Antwort – die kurze Antwort auf all diese Fragen ist: „Ja.“ </seg> |
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<seg id="18"> Ja, ich habe Angst vor all diesen Dingen. </seg> |
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<seg id="19"> Und die hatte ich immer. </seg> |
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<seg id="20"> Und ich habe vor noch viel mehr Dingen angst, die niemand erahnen würde. Wie Algen – und andere furchteinflößende Dinge. </seg> |
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<seg id="21"> Aber, wenn es ums Schreiben geht denke ich seit kurzem darüber nach und frage mich: warum? </seg> |
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<seg id="22"> Ist das vernünftig? </seg> |
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<seg id="23"> Ist es logisch, dass von jemandem erwartet werden sollte, dass er Angst davor hat, die Arbeit zu tun zu der er sich berufen fühlt? </seg> |
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<seg id="24"> Und was genau ist mit den kreativen Unternehmungen los, dass sie uns unsicher über den gegenseitigen Geisteszustand machen – in einer Art, wie es andere Berufe nicht tun? </seg> |
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<seg id="25"> Mein Vater, zum Beispiel, war Chemiker und ich kann mich an keine Situation in seinen 40 Jahren als Chemiker erinnern, in der er gefragt wurde, ob er Angst hätte, Chemiker zu sein. </seg> |
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<seg id="26"> Mit deiner Chemiker-Blockade, John – wie geht's Dir damit? </seg> |
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<seg id="27"> Es kam einfach nicht vor, wissen Sie? </seg> |
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<seg id="28"> Aber um fair zu sein – die Gruppe der Chemiker haben über die Jahrhunderte nicht den Ruf von alkoholsüchtigen manisch-depressive Menschen erhalten. </seg> |
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<seg id="29"> Wir Schriftsteller scheinen aber diese Art von Ruf zu haben. Aber nicht nur die Schriftsteller, sondern die Kreativen aller Genres, scheinen diesen Ruf zu haben, mental ungeheuer instabil zu sein. </seg> |
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<seg id="30"> Alles, was Sie tun müssen, ist, sich die bitteren Todeszahlen von wirklich großartigen Köpfen allein aus dem 20. Jahrhundert anzusehen, die jung und oft von eigener Hand starben. </seg> |
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<seg id="31"> Und selbst diejenigen, die nicht tatsächlich Suizid begingen, schienen von ihren Talenten wirklich vernachlässigt worden zu sein. </seg> |
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<seg id="32"> Norman Mailer sagte kurz vor seinem Tod in seinem letzten Interview: „Jedes meiner Bücher hat mich ein bisschen weiter getötet.“ </seg> |
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<seg id="33"> Eine außerordentliche Aussage, die Sie über Ihr Lebenswerk machen können. </seg> |
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<seg id="34"> Aber wir zucken nicht einmal, wenn wir jemanden so etwas sagen hören, weil wir diese Art von Aussagen seit so langer Zeit kennen. Irgendwie haben wir die Auffassung so verinnerlicht und kollektiv akzeptiert, dass Kreativität und Leid irgendwie natürlich zusammengehören und dass Kunst – am Ende – immer zur Seelenqual führt. </seg> |
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<seg id="35"> Die Frage, die ich heute jedem hier stellen möchte ist: Ist diese Idee für Sie völlig in Ordnung? </seg> |
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<seg id="36"> Fühlen Sie sich damit wohl? </seg> |
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<seg id="37"> Denn mit nur einem Zentimeter Abstand betrachtet... Ich fühle mich mit dieser Auffassung überhaupt nicht wohl. </seg> |
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<seg id="38"> Ich finde sie abscheulich. </seg> |
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<seg id="39"> Und ich finde sie gefährlich. Und ich will nicht zusehen, wie sie ins nächste Jahrhundert übernommen wird. </seg> |
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<seg id="40"> Ich finde es besser, wenn wir unsere großen Kreativen ermuntern zu leben. </seg> |
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<seg id="41"> Und ich weiß definitiv, dass es für mich – in meiner Situation – sehr gefährlich wäre, anzufangen, diesen dunklen Pfad der Vermutung sozusagen herunterzusickern – besonders in dem Umstand, in dem ich mich in meiner Karriere gerade befinde. </seg> |
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<seg id="42"> Das heißt – sehen Sie: Ich bin ziemlich jung. Ich bin nur ca. 40 Jahre alt. </seg> |
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<seg id="43"> Ich habe vielleicht noch weitere 40 Arbeitsjahre in mir. </seg> |
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<seg id="44"> Und es ist äußerst wahrscheinlich, dass alles, was ich von jetzt an schreiben werde von der Welt als die Arbeit bewertet wird, die nach dem abgefahrenen Erfolg meines letzten Buches kam, richtig? </seg> |
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<seg id="45"> Ich sage es geradeheraus, denn wir sind hier ja jetzt alle irgendwie Freunde – es ist höchst wahrscheinlich, dass mein größter Erfolg hinter mir liegt. </seg> |
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<seg id="46"> Oh, Jesus, was für ein Gedanke! </seg> |
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<seg id="47"> Das sind die Art von Gedanken, die jemanden dazu bringen können, um 9 Uhr morgens anzufangen, Gin zu trinken. Und das will ich nicht. </seg> |
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<seg id="48"> Ich würde lieber weiterhin diese Arbeit tun, die ich liebe. </seg> |
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<seg id="49"> Also ist die Frage: wie? </seg> |
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<seg id="50"> Nach einiger Zeit des Reflektierens scheint mir, dass ich, um weiterhin schreiben zu können, eine Art von schützendem psychologischen Konstrukt entwerfen muss. </seg> |
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<seg id="51"> Irgendwie muss ich von nun an einen Weg finden, beim Schreiben eine sichere Distanz zu wahren zwischen mir und meiner sehr natürlichen Beklemmung darüber, wie die Reaktion auf das Geschriebene sein wird. </seg> |
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<seg id="52"> Während ich im vergangenen Jahr nach Modellen dafür gesucht habe, um das zu tun, habe ich auch in der Vergangenheit gesucht und ich habe versucht, andere Gesellschaften zu finden, um zu sehen, ob sie eventuell bessere oder vernünftigere Ideen darüber hatten als wir, wie man Kreativen helfen kann, mit den emotionalen Risiken umzugehen, die mit Kreativität verbunden sind. </seg> |
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<seg id="53"> Diese Suche führte mich ins alte Griechenland und das alte Rom. </seg> |
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<seg id="54"> Bitte folgen Sie mir, denn der Kreis wird sich wieder schließen. </seg> |
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<seg id="55"> Aber im alten Griechenland und Rom haben die Menschen nicht geglaubt, dass Kreativität von Menschen kommt, okay? </seg> |
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<seg id="56"> Sie glaubten, dass Kreativität eine Art göttlicher Diener-Geist war, der aus einer entfernten, unbekannten Quelle zu den Menschen kommt – aus unerklärlichen, unbekannten Gründen. </seg> |
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<seg id="57"> Die Griechen nannten diese göttlichen Diener-Geister der Kreativität „Dämonen“. </seg> |
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<seg id="58"> Von Sokrates ist bekannt, dass er daran glaubte, er hätte einen Dämon, der ihm Weisheiten aus weiter Ferne mitteilte. </seg> |
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<seg id="59"> Die Römer hatten die gleiche Idee, nannten diese Art von körperlosem kreativem Geist ein „Genie“. </seg> |
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<seg id="60"> Das ist großartig. Die Römer dachten nicht wirklich, dass ein Genie ein besonders kluges Individuum war. </seg> |
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<seg id="61"> Sie glaubten, dass ein Genie diese Art magisches göttliches Wesen war, von dem geglaubt wurde, dass es sprichwörtlich in den Wänden eines Künstlerateliers lebt – ungefähr so wie Dobby, der Hauself – der rauskäme und dem Künstler bei der Arbeit gewissermaßen unsichtbar assistierte und das Ergebnis der Arbeit gestalten würde. </seg> |
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<seg id="62"> Das ist brilliant – da ist es, da ist die Distanz, von der ich sprach – das psychologische Konstrukt, die Dich von den Folgen Deiner Arbeit schützen. </seg> |
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<seg id="63"> Und jeder wusste, dass es so funktionierte, richtig? </seg> |
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<seg id="64"> Der Künstler des Altertums war vor gewissen Dingen geschützt, wie, zum Beispiel, zu viel Narzissmus, richtig? </seg> |
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<seg id="65"> Wenn Deine Arbeit brilliant war konntest Du nicht alles Ansehen für Dich verbuchen. Jeder wusste, dass Du dieses körperlose Genie hattest, das Dir geholfen hat. </seg> |
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<seg id="66"> Wenn Deine Arbeit floppte – nicht gänzlich Dein Fehler, oder? </seg> |
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<seg id="67"> Jeder wusste, Dein Genie war etwas lahm. </seg> |
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<seg id="68"> So haben die Menschen im Westen wirklich lange Zeit über Kreativität gedacht. </seg> |
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<seg id="69"> Und dann kam die Renaissance und alles änderte sich. Wir hatten diese große Idee. Und diese große Idee war: lasst uns das menschliche Individuum ins Zentrum des Universums stellen – über alle Götter und Mysterien. Und es gibt keinen Raum mehr für mystische Kreaturen, die Befehle vom Göttlichen annehmen. </seg> |
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<seg id="70"> Es ist der Beginn des rationalen Humanismus und die Menschen begannen zu glaube, dass Kreativität komplett vom eigenen Individuum kam. </seg> |
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<seg id="71"> Zum ersten Mal in der Geschichte hört man Menschen diesen oder jenen Künstler ein Genie nennen – anstelle davon, dass er ein Genie hat. </seg> |
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<seg id="72"> Ich muss Ihnen sagen: ich denke, das war ein großer Fehler. </seg> |
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<seg id="73"> Wissen Sie? Ich denke, einer bloßen Person zu erlauben, dass er denkt, er oder sie sei wie das Gefäß, wie das Becken und die Essenz und die Quelle allen göttlichen, kreativen, unbekanntem, unendlichen Mysteriums ist ein klein bisschen zu viel Verantwortung, um sie einer fragilen, menschlichen Psyche aufzubürden. </seg> |
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<seg id="74"> Es ist wie jemanden zu bitten, die Sonne zu schlucken. </seg> |
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<seg id="75"> Das entstellt und verzerrt ganze Egos und es erzeugt all diese unerreichbaren Erwartungen an den Erfolg. </seg> |
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<seg id="76"> Ich denke, dass dieser Erfolgs-Druck unsere Künstler der letzten 500 Jahre vernichtet hat. </seg> |
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<seg id="77"> Und, wenn das stimmt, – und ich denke, es stimmt – ist die Frage: </seg> |
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<seg id="78"> Können wir es ändern? </seg> |
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<seg id="79"> Vielleicht zu einem altertümlichen Verständnis über die Beziehung zwischen Menschen und dem Mysterium des Kreativen zurückzukehren. </seg> |
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<seg id="80"> Vielleicht nicht. </seg> |
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<seg id="81"> Vielleicht können wir das Gedankengut aus 500 Jahren rationalen Humanismus nicht einfach in einem 18-minütigen Vortrag auslöschen. </seg> |
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<seg id="82"> Und es gibt sicherlich Menschen in diesem Publikum, die wirklich berechtigte wissenschaftliche Zweifel anmelden würden über die Vorstellung von – grundsätzlich – Feen, die Menschen nachfolgen und Feenzauber auf ihre Projekte usw. anwenden. </seg> |
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<seg id="83"> Ich werde wahrscheinlich nicht alle von Ihnen auf diese Reise mitnehmen können. </seg> |
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<seg id="84"> Aber die Frage, die ich aufwerfen will ist: Warum nicht? </seg> |
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<seg id="85"> Warum nicht so darüber denken? </seg> |
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<seg id="86"> Denn es macht genauso viel Sinn wie alles andere, von dem ich gehört habe, wenn es darum ging, die absolut verrückt machende Launenhaftigkeit des kreativen Prozesses zu erklären. </seg> |
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<seg id="87"> Ein Prozess, der sich – wie jeder weiß, der es je versucht hat, etwas zu machen – also in anderen Worten: eigentlich jeder hier – nicht immer vernünftig verhält. </seg> |
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<seg id="88"> In der Tat kann er sich manchmal geradezu paranormal anfühlen. </seg> |
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<seg id="89"> Ich hatte kürzlich eine solche Begegnung als ich die außerordentliche amerikanische Dichterin Ruth Stone traf, die nun über 90 ist, die aber ihr ganzes Leben lang Dichterin war. Sie erzählte mir, dass sie als Sie im dörflichen Virginia aufwuchs draußen auf den Feldern arbeitete. Sie sagte, sie würde fühlen und hören können wie ein Gedicht über die Landschaft auf sie zukäme. </seg> |
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<seg id="90"> Sie sagte es wäre wie ein donnernder Zug aus Luft, </seg> |
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<seg id="91"> der über das Land auf sie zurollen würde. </seg> |
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<seg id="92"> Sie fühlte, wenn es kam, denn es würde die Erde unter ihren Füßen zum Beben bringen. </seg> |
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<seg id="93"> Sie wusste, dass sie in einem solchen Moment nur eines tun konnte. Und das war – in ihren Worten – „rennen wie der Teufel“. </seg> |
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<seg id="94"> Sie rannte wie der Teufel zum Haus während sie von diesem Gedicht verfolgt wurde. Es ging einzig darum, dass sie schnell genug zu einem Blatt Papier und einem Stift gelangen musste, damit sie es, wenn es durch sie hindurch donnerte, einfangen und auf dem Blatt festhalten konnte. </seg> |
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<seg id="95"> Bei anderen Malen war sie nicht schnell genug. Sie rannte und rannte und rannte, aber sie erreichte das Haus nicht und das Gedicht rollte durch sie hindurch und sie verpasste es. Sie sagte es würde weiter über Land ziehen und – wie sie sagte – „nach einem anderen Dichter suchen“. </seg> |
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<seg id="96"> Und dann gab es diese Momente – den Teil werde ich nie vergessen – sie sagte, dass es Augenblicke gab in denen sie es fast verpasste. </seg> |
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<seg id="97"> Also: sie rennt zum Haus und sucht nach dem Papier und das Gedicht fährt durch sie hindurch und sie greift einen Stift gerade als es durch sie hindurchgeht und dann – sagte sie – war es so als würde mit ihrer anderen Hand danach greifen und es zu packen kriegen. </seg> |
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<seg id="98"> Sie erwischte das Gedicht an seinem Schwanz und zog es zurück in ihren Körper und übernahm es auf das Blatt Papier. </seg> |
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<seg id="99"> Bei diesen Gelegenheiten kam das Gedicht einwandfrei und intakt auf dem Papier an – aber rückwärts – vom letzten Wort zum ersten. </seg> |
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<seg id="100"> Als ich das hörte dachte ich „das ist unheimlich – das ist genau, wie mein kreativer Prozess abläuft.“ </seg> |
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<seg id="101"> Das ist überhaupt nicht wie mein kreativer Prozess – ich bin nicht der Kanal! </seg> |
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<seg id="102"> Ich bin ein Maultier. Um arbeiten zu können muss ich jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen und schwitzen, mich abmühen und wirklich unangenehm durchquälen. </seg> |
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<seg id="103"> Aber selbst ich in meiner Maultierart habe manchmal dieses Ding gestreift. </seg> |
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<seg id="104"> Und ich schätze, dass viele von Ihnen das auch getan haben. </seg> |
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<seg id="105"> Selbst ich hatte Arbeiten oder Ideen, die aus einer Quelle durch mich hindurchkamen, die ich wirklich nicht identifizieren kann. </seg> |
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<seg id="106"> Was ist das für ein Ding? </seg> |
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<seg id="107"> Und wie treten wir damit in Beziehung ohne darüber unseren Verstand zu verlieren, sondern uns im Gegenteil sogar bei geistiger Gesundheit zu halten? </seg> |
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<seg id="108"> Für mich ist das beste lebende Beispiel, wie man dies schaffen kann der Musiker Tom Waits. Ich durfte ihn vor einigen Jahren für ein Magazin interviewen. </seg> |
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<seg id="109"> Wir sprachen dabei über dieses Thema. Und wissen Sie was? Die meiste Zeit seines Lebens war Tom die Verkörperung des gepeinigten modernen Künstlers, der versuchte, diese unkontrollierbaren kreativen Impulse, die in ihm wohnten, zu beherrschen und mit ihnen zurechtzukommen. </seg> |
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<seg id="110"> Aber dann wurde er älter und ruhiger. Er erzählte mir, dass er eines Tages auf einer Schnellstraße in Los Angeles fuhr. Und da änderte sich alles für ihn. </seg> |
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<seg id="111"> Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit als er plötzlich ein kleines Fragment einer Melodie hört, die, wie es bei Inspirationen oft ist, für ihn quälend schwer greifbar ist. Und er will sie haben. Sie ist prachtvoll. Er lechzt danach, aber er kann sie nicht fassen. </seg> |
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<seg id="112"> Er hat kein Stück Papier, er hat keinen Stift, er hat keinen Kassettenrekorder. </seg> |
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<seg id="113"> Er beginnt also, diese alte Beklemmung in ihm aufsteigen, wie z.B. „Ich werde dieses Ding verlieren und werde von diesem Song auf ewig verfolgt werden. </seg> |
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<seg id="114"> Ich bin nicht gut genug, ich schaffe es nicht.“ </seg> |
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<seg id="115"> Aber anstatt in Panik zu geraten, hörte er einfach auf. </seg> |
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<seg id="116"> Er beendete den ganzen Gedankengang und tat etwas komplett Neues. </seg> |
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<seg id="117"> Er blickte einfach in den Himmel und sagte: „Entschuldigung, kannst Du nicht sehen, dass ich Auto fahre?“ </seg> |
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<seg id="118"> „Sehe ich so aus als könnte ich gerade einen Song aufschreiben? </seg> |
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<seg id="119"> Wenn Du wirklich existieren willst, komm zu einem günstigeren Moment wieder, wenn ich mich um Dich kümmern kann. </seg> |
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<seg id="120"> Wenn nicht, quäle heute jemand anderen. </seg> |
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<seg id="121"> Geh und quäle Leonard Cohen.“ </seg> |
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<seg id="122"> Sein ganzer Arbeitsprozess hat sich danach geändert. </seg> |
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<seg id="123"> Nicht die Arbeit selbst. Die war weiterhin oft so dunkel wie eh und je. </seg> |
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<seg id="124"> Aber der Prozess und die schwere Beklemmung, die ihn umgibt, war aufgehoben als er das Genie aus sich heraus nahm, wo er nichts als Ärger verursachte und ihn dahin zurückließ wo er sozusagen herkam. Er erkannte, dass es kein verinnerlichtes, quälendes Ding sein musste. </seg> |
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<seg id="125"> Es konnte eine eigentümliche, wundersame, bizarre Zusammenarbeit geben, eine Art Konversation zwischen Tom und dem fremdartigen, äußerlichen Ding, das nicht ganz Tom war. </seg> |
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<seg id="126"> Als ich diese Geschichte gehört habe veränderte es auch ein bisschen die Art, wie ich arbeitete und es hat mich schon einmal gerettet. </seg> |
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<seg id="127"> Diese Idee rettete mich als ich mitten im Schreibprozess von „Eat, Pray, Love“ war. Ich fiel in eine dieser Gruben des Zweifels in die wir alle fallen, wenn wir an etwas arbeiten und es nicht klappt. Du fängst an zu denken, dass es ein Desaster wird. Das wird das schlechteste Buch, das je geschrieben wurde. </seg> |
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<seg id="128"> Nicht nur schlecht, sondern des schlechteste aller Zeiten. </seg> |
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<seg id="129"> Ich begann zu denken, ich sollte das Projekt einfach einstampfen. </seg> |
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<seg id="130"> Aber dann erinnerte ich mich daran, wie Tom in den freien Himmel gesprochen hatte und ich versuchte es. </seg> |
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<seg id="131"> Ich hob also meinen Blick vom Manuskript und sprach meinen Kommentar in Richtung einer leeren Ecke des Raums. </seg> |
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<seg id="132"> Ich sprach laut: „Hör zu, Du Ding, Du und ich wissen beide, wenn dieses Buch nicht brillant ist, dass es nicht komplett meine Schuld ist, richtig? </seg> |
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<seg id="133"> Denn Du siehst ja, dass ich alles, was ich habe, investiere. Ich habe nicht mehr als das. </seg> |
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<seg id="134"> Wenn Du es also besser haben willst, musst Du hier aufkreuzen und Deinen Anteil der Abmachung einhalten. </seg> |
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<seg id="135"> Okay. Aber, wenn Du das nicht tust... weißt Du was, dann zum Teufel damit. </seg> |
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<seg id="136"> Ich werde trotzdem weiter schreiben, denn das ist mein Job. </seg> |
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<seg id="137"> Und ich möchte bitte zu Protokoll geben, dass ich heute für meinen Teil des Jobs hier war.“ </seg> |
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<seg id="138"> Denn... ...am Ende ist es wie folgt. Vor Jahrhunderten haben sich in den Wüsten Nordafrikas Menschen zu Mondscheinfesten mit heiligen Tänzen und Musik versammelt, die stundenlang abgehalten wurden – bis zur Morgendämmerung. </seg> |
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<seg id="139"> Diese Feste waren immer großartig, denn die Tänzer waren professionell und sie waren fantastisch. </seg> |
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<seg id="140"> Aber hin und wieder, sehr selten, passierte etwas besonderes. Einer der Darsteller wurde tatsächlich überweltlich. </seg> |
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<seg id="141"> Und ich weiß, dass Sie wissen, was ich meine, denn ich weiß, dass Sie alle in Ihrem Leben schon einmal eine solche Darbietung gesehen haben. </seg> |
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<seg id="142"> Es war als würde die Zeit stillstehen und der Tänzer durch eine Art Pforte treten. Er tat nichts anders als er es je zuvor getan hat – 1.000 Nächte zuvor. Aber alles fügte sich zusammen. </seg> |
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<seg id="143"> Und ganz plötzlich erschien er nicht mehr länger rein menschlich. </seg> |
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<seg id="144"> Er wurde von innen erhellt und von unten erhellt und alles erhellte sich durch ein göttliches Feuer. </seg> |
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<seg id="145"> Als so etwas damals geschah, wussten die Leute was das war. Sie nannten es bei seinem Namen. </seg> |
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<seg id="146"> Sie legten die Hände zusammen und begannen zu singen: „Allah, Allah, Allah, Gott, Gott, Gott.“ </seg> |
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<seg id="147"> Das ist Gott, wissen Sie? </seg> |
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<seg id="148"> Interessante historische Fußnote: als die Mohren Südspanien eroberten brachten sie diesen Brauch mit. Die Aussprache änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von „Allah, Allah, Allah“ zu „Olé, olé, olé“, das man immer noch bei Stierkämpfen und Flamenco-Tänzen hört. </seg> |
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<seg id="149"> Wenn ein Darsteller in Spanien etwas unmögliches, etwas magisches getan hat: „Allah, olé, olé, Allah, großartig, bravo“ Unfassbar, da ist es: ein flüchtiger Blick auf Gott. </seg> |
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<seg id="150"> Und das ist großartig, denn wir brauchen das. </seg> |
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<seg id="151"> Aber, der knifflige Teil folgt am nächsten Morgen, wenn der Tänzer selbst aufwacht und erkennt, dass es 11 Uhr an einem Dienstag ist – und er nicht länger ein Fünkchen von Gott in sich trägt. </seg> |
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<seg id="152"> Er ist lediglich ein alternder Sterblicher mit schmerzenden Knien. Und vielleicht wird er nie wieder zu diesen Höhen aufsteigen. </seg> |
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<seg id="153"> Und vielleicht wird nie wieder jemand Gottes Namen rufen, wenn er sich dreht. Aber was soll er dann mit dem Rest seines Lebens anfangen? </seg> |
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<seg id="154"> Das ist schwer. </seg> |
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<seg id="155"> Das ist eine der schmerzhaftesten Korrekturen eines kreativen Lebens. </seg> |
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<seg id="156"> Aber vielleicht muss es nicht ganz so voller Pein sein, wenn Sie von Anfang an nicht geglaubt haben, dass die außergewöhnlichsten Aspekte Ihres Daseins von Ihnen kämen. </seg> |
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<seg id="157"> Wenn Sie vielleicht nur glauben, dass sie eine Leihgabe sind – von einer unvorstellbaren Quelle für eine erlesene Zeit Ihres Lebens, die an jemand anderen weitergegeben wird, wenn Sie fertig damit sind. </seg> |
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<seg id="158"> Wenn wir anfangen, so darüber nachdenken, ändert das alles. </seg> |
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<seg id="159"> So habe ich angefangen zu denken und so denke ich mit Sicherheit in den vergangenen Monaten, während ich an dem Buch arbeitete, das bald erscheinen wird – als der gefährliche, beängstigende, stark erwartete Nachfolger meines abgefahrenen Erfolgs. </seg> |
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<seg id="160"> Was ich mir ständig selbst sagen muss, wenn ich darüber verrückt werde, ist: hab keine Angst. </seg> |
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<seg id="161"> Sei nicht entmutigt. Mache einfach Deinen Job. </seg> |
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<seg id="162"> Sei weiterhin für Deinen Beitrag da, was auch immer er sein möge. </seg> |
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<seg id="163"> Wenn Dein Job das Tanzen ist, tanze. </seg> |
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<seg id="164"> Wenn sich das dumme göttliche Genie, das Dir zur Seite gestellt ist, entscheidet, für einen kurzen Moment einen Hauch von Wunder durch Deine Anstrengung zu zeigen, dann „Olé!“ </seg> |
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<seg id="165"> Und wenn nicht, tanze dennoch Deinen Tanz. </seg> |
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<seg id="166"> Und „Olé!“ für Dich trotz alledem. </seg> |
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<seg id="167"> Ich glaube daran und ich habe das Gefühl, wir sollten das lehren. </seg> |
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<seg id="168"> „Olé!“ für Dich trotz alledem, einfach dafür, dass Du die bloße menschliche Liebe und den Eigensinn hast, dafür da zu sein. </seg> |
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<seg id="169"> Danke. </seg> |
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<seg id="170"> Danke. </seg> |
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<seg id="171"> June Cohen: Olé! </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="227" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/craig_venter_is_on_the_verge_of_creating_synthetic_life</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: "Können wir neues Leben aus dem digitalen Universum erschaffen?" fragt Craig Venter. Seine Antwort lautet "Ja" -- und sehr bald. Er führt durch seine neuesten Forschungsergebnisse und verspricht, dass wir bald in der Lage sein werden ein künstliches Chromosom herzustellen und dieses zum Leben zu erwecken.</description> |
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<keywords>talks, alternative energy, creativity, energy, genetics, global issues, invention, science, technology</keywords> |
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<talkid>227</talkid> |
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<title>Craig Venter ist kurz davor künstliches Leben zu erschaffen</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/177723">Andreas Kreuzeder</translator> |
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<seg id="1"> Sie wissen, ich habe über einige dieser Projekte bereits zuvor gesprochen, über das menschliche Genom und was das bedeuten könnte, und über die Entdeckung neuer Gruppen von Genen. </seg> |
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<seg id="2"> Tatsächlich starten wir von einem neuen Punkt: Wir haben die Biologie digitalisiert und jetzt versuchen wir vom digitalen Code in eine neue Phase der Biologie zu gelangen indem wir neues Leben gestalten und aufbauen. </seg> |
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<seg id="3"> Wir haben immer versucht bedeutende Fragen zu stellen. </seg> |
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<seg id="4"> Was ist Leben? Es ist etwas, wovon ich glaube, dass viele Biologen versucht haben zu verstehen und das auf unterschiedlichen Ebenen. </seg> |
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<seg id="5"> Wir haben verschiedene Ansätze versucht um es bis auf die minimalen Komponenten zu vereinfachen. </seg> |
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<seg id="6"> Wir haben nahezu 20 Jahre digitalisiert. Als wir das Humangenom sequenziert haben vollzog sich der Wechsel von der analogen Welt der Biologie zur digitalen Welt der Computer. </seg> |
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<seg id="7"> Nun versuchen wir zu fragen, ob wir Leben regenerieren können oder ob wir neues Leben erstellen können, aus diesem digitalen Universum? </seg> |
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<seg id="8"> Das ist die Karte eines kleinen Organismus, Mycoplasma geitalium, der das kleinste Genom einer Spezies besitzt die sich selbst im Labor replizieren kann. Und wir haben versucht ob wir das mit einem noch kleineren Genom erreichen können. </seg> |
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<seg id="9"> Wir haben es geschafft auf ungefähr einhundert Gene zu verzichten von den 500 oder so, die hier sind. </seg> |
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<seg id="10"> Aber wenn wir uns diese metabolische Karte ansehen, die sehr simpel ist, im Vergleich zu unserer. Vertrauen Sie mir, das ist simpel. Aber wenn wir uns alle diese Gene ansehen die wir eines nach dem anderen eliminieren können ist es sehr unwahrscheinlich dass dies zu einer lebenden Zelle führen würde. </seg> |
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<seg id="11"> Daher haben wir uns entschlossen, dass es der einzige Weg nach Vorne ist dieses Chromosom tatsächlich zu synthetisieren was uns erlaubt die einzelnen Komponenten zu variieren und somit einige dieser fundamentalen Fragen zu stellen. </seg> |
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<seg id="12"> Und so fingen wir an mit der Frage, können wir ein Chromosom synthetisieren? </seg> |
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<seg id="13"> Ermöglicht es die Chemie diese wirklich großen Moleküle zu erstellen was noch nie zuvor gemacht wurde? </seg> |
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<seg id="14"> Und, wenn wir das können, können wir das Chromosom starten? </seg> |
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<seg id="15"> Ein Chromosom ist so nebenbei nur ein Stück inertes chemisches Material. </seg> |
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<seg id="16"> Unsere Schritte bei der Digitalisierung des Lebens waren exponentiell. </seg> |
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<seg id="17"> Unsere Fähigkeit genetischen Code zu schreiben hat sich sehr langsam entwickelt aber trotzdem gesteigert. Und unser letzter Punkt würde jetzt auf eine exponentielle Kurve setzen. </seg> |
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<seg id="18"> Wir haben vor 15 Jahren damit begonnen. </seg> |
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<seg id="19"> Es dauerte tatsächlich einige Jahre beginnend mit einem bioethischen Review bevor wir die ersten Experimente machten. </seg> |
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<seg id="20"> Wie sich herausstellte ist DNA-Synthetisierung sehr schwierig. </seg> |
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<seg id="21"> Es gibt zehntausende Maschinen rund um die Welt die kleine Stücke von DNA herstellen können, 30 bis 50 Buchstaben lang aber es ist ein degenerativer Prozess, also je länger man ein Stück macht, umso mehr Fehler passieren. </seg> |
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<seg id="22"> Also mussten wir eine neue Methode entwickeln mit der wir diese kleinen Stücke zusammensetzen und die Fehler korrigieren konnten. </seg> |
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<seg id="23"> Das war unser erster Versuch, beginnend mit der digitalen Information, des Genoms Phi X 174. </seg> |
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<seg id="24"> Es ist ein kleiner Virus der Bakterien tötet. </seg> |
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<seg id="25"> Wir erstellten kleine Stücke, machten eine Fehlerkorrektur und hatten ein DNA Molekül von ungefähr 5.000 Buchstaben. </seg> |
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<seg id="26"> Die spannende Phase kam als wir dieses Stück inerte Chemikalie nahmen und in ein Bakterium gaben, und das Bakterium begann den genetischen Code zu lesen und machte virale Partikel. </seg> |
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<seg id="27"> Die viralen Partikel wurden dann von den Zellen freigegeben und kamen zurück und töteten E. coli. </seg> |
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<seg id="28"> Kürzlich habe ich mit der Ölindustrie gesprochen und sie sagten dass sie dieses Modell genau verstünden. </seg> |
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<seg id="29"> Sie lachten mehr als ihr es hier tut. So denken wir, dass das eine Situation ist in der Software tatsächlich die eigene Hardware bauen kann in einem biologischen System. </seg> |
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<seg id="30"> Aber wir wollten noch viel weiter gehen. Wir wollten ein gesamtes bakterielles Chromosom bauen. Es hat mehr als 580.000 Buchstaben genetischen Code. So dachten wir uns, wir bauen es in Kassetten von der Größe des Virus womit wir die Größe der Kassetten variieren konnten um zu verstehen was die einzelnen Komponenten einer lebenden Zelle sind. </seg> |
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<seg id="31"> Design ist der Schlüssel, und wenn man mit digitaler Information im Computer starten will muss diese digitale Information wirklich fehlerfrei sein. </seg> |
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<seg id="32"> Als wir das Genom erstmals 1995 sequenziert haben war die Fehlerrate bei einem Fehler pro 10.000 Basenpaare. </seg> |
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<seg id="33"> Wir fanden beim resequenzieren 30 Fehler. Wenn wir die originale Sequenz verwendet hätten wäre es nie möglich gewesen hochzufahren. </seg> |
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<seg id="34"> Ein Teil des Designs ist es, Stücke zu erstellen die 50 Buchstaben lang sind und die mit anderen 50-Buchstaben Stücken überlappen müssen, um kleinere Sub-Einheiten zu bauen damit diese zusammenpassen. </seg> |
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<seg id="35"> Wir haben einzigartige Elemente hier eingebaut. </seg> |
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<seg id="36"> Sie haben vielleicht gehört dass wir Waterzeichen eingebaut haben. </seg> |
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<seg id="37"> Denken Sie darüber nach: Wir haben einen 4-Buchstaben Code: A, C, G und T. </seg> |
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<seg id="38"> Triplets dieser Buchstaben -- diese Buchstaben kodieren ungefähr 20 Aminosäuren; und hier gibt es eine einzelne Bestimmung für jede dieser Aminosäuren. </seg> |
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<seg id="39"> Also können wir den genetischen Code verwenden um unsere Wörter zu schreiben, Sätze, Gedanken. </seg> |
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<seg id="40"> Anfangs haben wir nur unterschrieben. </seg> |
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<seg id="41"> Manche Menschen waren enttäuscht dass es keine Poesie war. </seg> |
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<seg id="42"> Wir haben die Stücke so konstruiert dass wir sie einfach mit Enzymen zerlegen konnten. Es gibt Enzyme die diese reparieren und wieder zusammenfügen. </seg> |
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<seg id="43"> Und wir haben angefangen Stücke zu erstellen, beginnend mit Stücken die fünf- bis siebentausend Buchstaben enthielten, fügten diese aneinander um 24.000-Buchstaben-Stücke zu machen um diese wieder zusammenzufügen, bis zu 72.000. </seg> |
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<seg id="44"> In jedem Schritt haben wir diese Stücke im Überschuss produziert damit wir sie sequenzieren konnten, weil wir versuchten einen sehr robusten Prozess zu kreieren was Sie in einer Minute sehen werden. </seg> |
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<seg id="45"> Wir haben versucht zum Punkt der Automation zu gelangen. </seg> |
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<seg id="46"> Also, das sieht aus wie ein Basketball-Playoff. </seg> |
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<seg id="47"> Wenn wir zu diesen richtig großen Stücken gelangen -- mit über 100.000 Basenpaaren -- dann werden diese nicht einfach in E. coli wachsen. Es übersteigt alle Möglichkeiten der modernen Molekularbiologie. Und so wandten wir uns anderen Mechanismen zu. </seg> |
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<seg id="48"> Wir wussten von einem Mechanismus der homologe Rekombination genannt wird, den die Biologie verwendet um DNA zu reparieren, die solche Stücke zusammenfügen kann. </seg> |
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<seg id="49"> Hier ist ein Beispiel davon. Es gibt einen Organismus namens Deinococcus radiodurans der drei Millionen Rad an Strahlung übersteht. </seg> |
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<seg id="50"> Sie sehen im oberen Feld, dass sein Chromosom einfach auseinander fällt. </seg> |
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<seg id="51"> 12 bis 24 Stunden später, hat sich alles wieder so zusammengefügt wie es war. </seg> |
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<seg id="52"> Wir haben tausende Organismen die das tun können. </seg> |
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<seg id="53"> Diese Organismen können total ausgetrocknet werden, sie können sogar im Vakuum leben. </seg> |
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<seg id="54"> Ich bin absolut sicher dass Leben im Weltraum existieren und sich bewegen kann, auf der Suche nach aquatischen Bedingungen. </seg> |
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<seg id="55"> Tatsächlich, die NASA hat gezeigt dass es vieles davon dort draußen gibt. </seg> |
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<seg id="56"> Hier ist eine Gefügeaufnahme von dem Molekül das wir hergestellt haben indem wir diese Prozesse benutzt haben - tatsächlich haben wir nur Hefe-Mechanismen verwendet mit dem richtigen Design der Stücke haben wir sie eingepasst. Hefe fügt diese dann automatisch zusammen. </seg> |
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<seg id="57"> Das ist keine Elektronenmikroskopaufnahme es ist eine reguläre Mikroskopaufnahme. </seg> |
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<seg id="58"> Es ist so ein großes Molekül, dass wir es sogar mit dem Lichtmikroskop sehen können. </seg> |
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<seg id="59"> Das sind Aufnahmen über eine Dauer von 6 Sekunden. </seg> |
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<seg id="60"> Das ist die Publikation die wir erst kürzlich fertig gestellt haben. </seg> |
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<seg id="61"> Das sind über 580.000 Buchstaben an genetischem Code. Es ist das größte Molekül mit definierter Struktur das jemals von Menschen erschaffen wurde. </seg> |
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<seg id="62"> Es hat ein Molekulargewicht von über 300 Millionen. </seg> |
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<seg id="63"> Wenn wir es mit einer Schriftgröße von 10 und ohne Abstände ausdrucken würden würde es 142 Seiten umfassen, nur um diesen genetischen Code auszudrucken. </seg> |
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<seg id="64"> Nun, wie starten wir ein Chromosom? Wie aktivieren wir es? </seg> |
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<seg id="65"> Offensichtlich ist, dass es mit einem Virus sehr simpel ist. Es ist viel komplizierter mit Bakterien umzugehen. </seg> |
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<seg id="66"> Es ist ebenso einfacher wenn man es in Eukaryonten wie wir es sind tut: man nimmt einfach den Nukleus raus und gibt einen anderen hinein, und das ist genau das was Sie alle über das Klonen gehört haben. </seg> |
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<seg id="67"> Bei Archaebakterien ist das Chromosom in die Zelle integriert aber erst kürzlich haben wir gezeigt, dass man eine komplette Transplantation eines Chromosoms von einer Zelle zur anderen vornehmen kann und diese aktivieren kann. </seg> |
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<seg id="68"> Wir reinigten das Chromosom einer Mikrobenspezies. Grob gesagt, sind diese beiden soweit voneinander entfernt wie Menschen und Mäuse. Wir gaben einige Extra-Gene dazu damit wir dieses Chromosom auswählen konnten. Wir zersetzten es mit Enzymen um alle Proteine zu zerstören. Und es war sehr erstaunlich als wir es in eine Zelle gaben -- und Sie werden unsere sehr ausgereiften Graphiken hier schätzen -- </seg> |
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<seg id="69"> das neue Chromosom ging in die Zelle. </seg> |
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<seg id="70"> Tatsächlich dachten wir, dass hier das Ende ist, aber wir haben versucht den Prozess etwas weiter zu bringen. </seg> |
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<seg id="71"> Das ist der Hauptmechanismus der Evolution hier. </seg> |
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<seg id="72"> Wir finden alle Arten von Spezies hier die ein zweites Chromosom aufgenommen haben oder ein drittes von irgendwoher, jedes Mal tausende Charakteristiken in nur einer Sekunde zu einer Spezies hinzufügend. </seg> |
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<seg id="73"> Menschen also, die sich Evolution vorstellen als ein Gen das zu einem Zeitpunkt geändert wird haben viel von der Biologie verpasst. </seg> |
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<seg id="74"> Es gibt Enzyme die Restriktionsenzyme genannt werden die tatsächlich DNA verdauen. </seg> |
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<seg id="75"> Das Chromosom das in der Zelle war hat keines; die Chromosomen die wir eingefügt haben schon. </seg> |
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<seg id="76"> Es wurde in der Zelle exprimiert und erkannte das andere Chromosom als fremdes Material verdaute es und so hatten wir am Ende nur eine Zelle mit einem neuen Chromosom. </seg> |
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<seg id="77"> Es verfärbte sich blau wegen der Gene die wir eingefügt hatten. </seg> |
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<seg id="78"> Und nach einer sehr kurzen Zeit hatte es alle Charakteristika der Spezies verloren und konvertierte komplett in eine neue Spezies basierend auf der neuen Software die wir in die Zelle gegeben haben. </seg> |
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<seg id="79"> Alle Proteine änderten sich die Membranen änderten sich -- als wir den genetischen Code lasen, war es genau das was wir transferiert haben. </seg> |
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<seg id="80"> Es mag wie genomische Alchimie klingen, aber wir können, indem wir die Software-DNA verschieben, Dinge ziemlich dramatisch verändern. </seg> |
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<seg id="81"> Nun habe ich argumentiert, dass dies nicht die Genesis ist -- das basiert auf 3,5 Milliarden Jahren Evolution </seg> |
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<seg id="82"> und ich habe argumentiert dass wir möglicherweise dabei sind eine neue Form der Kambrischen Explosion zu erschaffen in der es massive neue Artenbildung basierend auf diesem digitalen Design geben könnte. </seg> |
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<seg id="83"> Warum sollten wir das tun? </seg> |
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<seg id="84"> Ich denke es ist ziemlich offensichtlich im Hinblick auf was wir brauchen. </seg> |
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<seg id="85"> Wir sind dabei von sechseinhalb zu neun Milliarden Menschen in den nächsten 40 Jahre anzuwachsen. </seg> |
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<seg id="86"> Um es in meinen Zusammenhang zu stellen: Ich wurde im Jahr 1946 geboren. </seg> |
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<seg id="87"> Heute sind drei Menschen auf diesem Planeten für jeden der im Jahr 1946 existiert hat; innerhalb von 40 Jahren werden es vier sein. </seg> |
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<seg id="88"> Wir haben Probleme mit Nahrungsmitteln, mit frischem und sauberem Wasser, Medizin, Treibstoff für 6,5 Milliarden Menschen. </seg> |
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<seg id="89"> Es wird eine Herausforderung das für 9 anzubieten. </seg> |
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<seg id="90"> Wir brauchen über fünf Milliarden Tonnen Kohle, 30-Plus Milliarden Fässer Öl. Das sind hundert Millionen Fässer am Tag. </seg> |
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<seg id="91"> Wenn wir über biologische Prozesse nachdenken oder irgendeinen Prozess um das zu ersetzen, wird es eine riesige Herausforderung. </seg> |
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<seg id="92"> Dann, natürlich, gibt es das ganze CO2 von diesem Material das in der Atmosphäre landet. </seg> |
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<seg id="93"> Wir haben nun, aus unseren Entdeckungen aus der ganzen Welt, eine Datenbank mit ungefähr 20 Millionen Genen, und ich möchte daran glauben dass diese die Designkomponenten der Zukunft sind. </seg> |
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<seg id="94"> Die Elektronikindustrie hatte ein Dutzend Komponenten und sehen Sie sich die Vielfalt an die daraus entstand. </seg> |
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<seg id="95"> Wir stoßen hier in erster Linie an die Grenzen der biologischen Realität und an jene unserer Vorstellung. </seg> |
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<seg id="96"> Wir haben heute Technologien aufgrund dieser schnellen Synthesemethoden, um das zu tun was wir Kombinatorische Genetik nennen. </seg> |
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<seg id="97"> Wir haben nun die Möglichkeit einen großen Roboter zu bauen der Millionen von Chromosomen am Tag herstellen kann. </seg> |
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<seg id="98"> Wenn Sie sich vorstellen diese 20 Millionen unterschiedlichen Gene herzustellen oder diese Prozesse zu optimieren um Oktan herzustellen oder Medikamente neue Impfstoffe, wir können mit einem nur kleinen Team mehr Molekularbiologie verändern als die letzten 20 Jahre Wissenschaft. </seg> |
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<seg id="99"> Und es ist nur nurmale Selektion. Wir können nach Lebensfähigkeit selektieren, Produktion von Chemikalien oder Treibstoffproduktion Impfstoffproduktion und so weiter. </seg> |
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<seg id="100"> Das ist eine Aufnahme von wirklicher Design-Software an der wir arbeiten, mit der man sich tatsächlich hinsetzen und neue Spezies am Computer designen kenn </seg> |
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<seg id="101"> Wissen Sie, wir wissen nicht unbedingt wie es aussehen wird. Wir wissen exakt wie deren genetischer Code aussehen wird. </seg> |
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<seg id="102"> Wir konzentrieren uns nun auf Treibstoffe der vierten Generation. </seg> |
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<seg id="103"> Sie haben kürzlich Mais zu Ethanol gesehen was einfach ein schlechtes Experiment ist. </seg> |
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<seg id="104"> Wir haben Treibstoffe der zweiten- und dritten Generation die relativ bald herauskommen werden die viel höhere Zuckerwertigkeiten haben werden, wie Oktan oder unterschiedliche Arten von Butanol. </seg> |
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<seg id="105"> Aber, wie wir denken, die einzige Art damit Biologie einen großen Einfluss ohne weitere Steigerung der Kosten auf Nahrungsmittel oder der Einschränkung von deren Verfügbarkeit haben wird ist, wenn wir CO2 als Ausgangsmaterial sehen, und daher arbeiten wir an Zellen die diesen Weg gehen, </seg> |
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<seg id="106"> und wir denken dass wir die ersten mit Treibstoffen der vierten Generation sein werden, und das in etwa 18 Monaten. </seg> |
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<seg id="107"> Sonnenlicht und CO2 sind eine Methode -- </seg> |
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<seg id="108"> -- aber in unserer Entdeckung der Welt, haben wir alle Arten unterschiedlicher Methoden. </seg> |
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<seg id="109"> Das ist ein Organismus den wir 1996 beschrieben haben. </seg> |
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<seg id="110"> Er lebt in der Tiefsee, ungefähr ein-einhalb Meilen tief, bei nahezu kochenden Wassertemperaturen. </seg> |
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<seg id="111"> Es wandelt CO2 in Methan um unter der Verwendung von Wasserstoff als Energiequelle. </seg> |
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<seg id="112"> Wir untersuchen ob wir gespeichertes CO2 verwenden können, welches einfach zu Produktionsplätzen gebracht werden könnte, konvertieren das CO2 in Treibstoff, um diesen Prozess anzutreiben. </seg> |
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<seg id="113"> Innerhalb einer kurzen Zeitspanne glauben wir, wir könnten in der Lage sein eine der grundlegenden Fragen des Lebens zu lösen. </seg> |
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<seg id="114"> Wissen Sie, wir haben wirklich -- moderate Ziele wie dem Ersatz der gesamten Petrochemischen Industrie. Genau. Wenn man das nicht bei TED tun könnte, wo sonst? Eine Hauptquelle der Energie zu werden. </seg> |
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<seg id="115"> Aber genauso arbeiten wir momentan daran, die gleichen Ansätze für die Entwicklung von Impfstoffen einzusetzen. </seg> |
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<seg id="116"> Sie haben es dieses Jahr mit der Grippe gesehen, wir sind immer ein Jahr hinten dran und haben einen Dollar zu wenig, wenn es um den richtigen Impfstoff geht. </seg> |
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<seg id="117"> Ich denke, dass das geändert werden kann indem man rekombinante Impfstoffe im Vorhinein erstellt. </seg> |
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<seg id="118"> Das ist es, wie die Zukunft möglicherweise aussehen könnte mit Änderungen, kann heute der Evolutionsbaum beschleunigt werden mit synthetischen Bakterien, Archaen, und eventuell Eukaryonten. </seg> |
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<seg id="119"> Wir sind Lichtjahre davon entfernt Menschen zu verbessern. Unser ziel ist es lediglich, dass wir eine Chance haben lange genug zu überleben um das möglicherweise zu tun. Vielen Dank! </seg> |
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<doc docid="129" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/blaise_aguera_y_arcas_demos_photosynth</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: Blaise Aguera y Arcas gibt eine umwerfende Demonstration von Photosynth, einer Software, die unsere Sicht auf digitale Bilder transformieren könnte. Photos benutzend, die aus dem Web ausgewählt wurden, baut Photosynth atemberaubende Traumgebilde und lässt uns diese navigieren.</description> |
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<keywords>talks, collaboration, demo, microsoft, photography, software, technology, virtual reality, visualizations</keywords> |
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<talkid>129</talkid> |
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<title>Blaise Aguera y Arcas demonstriert Photosynth</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/177723">Andreas Kreuzeder</translator> |
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<seg id="1"> Was ich Ihnen zuerst, so schnell wie möglich, zeigen werde, ist die grundlegende Arbeit, eine neue Technologie, die wir Microsoft als Teil einer Übernahme vor genau einem Jahr, übergeben haben. Das ist Seadragon. </seg> |
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<seg id="2"> Und es ist eine Umgebung, in der Sie entweder lokal oder entfernt mit riesigen Mengen von visuellen Daten umgehen können. </seg> |
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<seg id="3"> Wir sehen viele, viele Gigabytes an digitalen Fotos hier, die man nahtlos und fortwährend heranholen, schwenken, auf jegliche Weise neu arrangieren kann. </seg> |
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<seg id="4"> Und es ist egal, wie viele Informationen wir betrachten, wie groß diese Sammlungen sind oder wie groß die Bilder sind. </seg> |
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<seg id="5"> Die meisten von ihnen sind digitale Photos einer Kamera, aber dieses hier ist zum Beispiel ein Scan von der Kongressbibliothek und es ist in einem Bereich von 300 Megapixeln. </seg> |
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<seg id="6"> Es macht keinen Unterschied, denn das einzige, was die Leistung eines Systems wie diesem einschränken kann, ist die Anzahl an Pixeln auf Ihrem Bildschirm in </seg> |
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<seg id="7"> jedem Moment. Es hat auch eine sehr flexible Architektur. </seg> |
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<seg id="8"> Dies ist ein ganzes Buch, ein Beispiel für Nichtbild-Daten. </seg> |
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<seg id="9"> Das ist Bleak House von Dickens. Jede Spalte ist ein Kapitel. </seg> |
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<seg id="10"> Um zu beweisen, dass es sich wirklich um einen Text und nicht um ein Bild handelt, können wir etwas wie das tun, um wirklich zu zeigen, dass diese eine echte Repräsentation des Texts und kein Bild ist. </seg> |
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<seg id="11"> Vielleicht ist dies eine künstliche Art, ein E-Buch zu lesen. </seg> |
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<seg id="12"> Ich würde es nicht empfehlen. </seg> |
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<seg id="13"> Dies ist ein realistischerer Fall. Dies ist eine Ausgabe von The Guardian. </seg> |
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<seg id="14"> Jedes große Bild ist der Beginn eines Abschnitts. </seg> |
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<seg id="15"> Und das gibt Ihnen wirklich das Vergnügen und die gute Erfahrung eine echte Papierausgabe einer Zeitschrift oder einer Zeitung zu lesen, was an sich eine Art Medium mit mehreren Größenordnungen ist. </seg> |
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<seg id="16"> Wir haben auch etwas an der Ecke dieser speziellen Ausgabe des The Guardian gemacht. </seg> |
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<seg id="17"> Wir haben eine falsche Anzeige mit sehr hoher Resolution entworfen, die viel höher als bei einer normalen Anzeige ist und wir haben zusätzlichen Inhalt hinzugefügt. </seg> |
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<seg id="18"> Wenn Sie die Funktionen dieses Autos sehen möchten, können Sie sie hier sehen. </seg> |
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<seg id="19"> Oder andere Modelle, oder sogar technische Spezifikationen. </seg> |
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<seg id="20"> Und dies greift wirklich diese Ideen auf, diese Beschränkungen für den verfügbaren Platz auf dem Bildschirm abzuschaffen. </seg> |
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<seg id="21"> Wir hoffen, dass das keine Pop-Ups und anderen Unsinn mehr bedeutet - das sollte nicht notwendig sein. </seg> |
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<seg id="22"> Natürlich ist das Mapping eine der wirklich offensichtlichen Anwendungen für eine Technologie wie diese. </seg> |
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<seg id="23"> Und ich möchte hier wirklich nicht viel Zeit verbringen, außer zu sagen, dass wir auch zu diesem Bereich beitragen werden. </seg> |
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<seg id="24"> Aber dies sind alle Straßen in den U.S.A. </seg> |
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<seg id="25"> übereinandergelagert oben auf dem erdräumlichen Bild der NASA. </seg> |
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<seg id="26"> Lassen Sie uns jetzt etwas anderes herausholen. </seg> |
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<seg id="27"> Das ist jetzt sogar live im Internet. Sie können es nachprüfen. </seg> |
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<seg id="28"> Dies ist ein Projekt mit dem Namen Photosynth, das wirklich zwei verschiedene Technologien miteinander verbindet. </seg> |
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<seg id="29"> Die eine ist Seadragon und die andere ist eine sehr gute Forschung über Computervision, die von Noah Snavely, einem Universitätsstudenten der Universität Washington, unter der Beratung von Steve Seitz an der UW </seg> |
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<seg id="30"> und Rick Szeliski von Microsoft Forschung durchgeführt wurde. Eine sehr gute Zusammenarbeit. </seg> |
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<seg id="31"> Also dies ist live im Internet. Es wird von Seadragon angetrieben. </seg> |
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<seg id="32"> Sie können das sehen, wenn wir diese Art von Ansichten kreieren, bei denen wir durch Bilder durchdringen können und diese Erfahrung der mehrfachen Resolution machen. </seg> |
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<seg id="33"> Aber die räumliche Anordnung der Bilder ist hier in der Tat von Bedeutung. </seg> |
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<seg id="34"> Die Computervision-Algorithmen haben diese Bilder zusammen festgehalten damit sie dem echten Raum, in dem diese Aufnahmen, die alle in der Nähe der Grassi Lakes in den kanadischen Rockies gemacht wurden, entsprechen. Sie sehen hier Elemente von stabilisierten Dias oder panoramischer Bildverarbeitung und diese Dinge wurden alle räumlich in Beziehung zueinander gesetzt. </seg> |
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<seg id="35"> Ich weiß nicht genau, ob ich noch Zeit habe Ihnen andere Umgebungen zu zeigen. </seg> |
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<seg id="36"> Es gibt welche, die viel räumlicher sind. </seg> |
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<seg id="37"> Ich würde gerne geradewegs einen der originalen Datensätze von Noah zeigen und das ist von einem frühen Prototyp von Photosynth an dem wir erstmals im Sommer gearbeitet haben, um Ihnen das zu zeigen, wovon ich glaube, dass es wirklich die Pointe hinter dieser Technologie, der Photosynth-Technologie ist. Und dies ist nicht unbedingt so offensichtlich, wenn man die Umgebungen betrachtet, die wir auf der Website haben. </seg> |
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<seg id="38"> Wir mussten uns wegen der Anwälte usw. Sorgen machen. </seg> |
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<seg id="39"> Dies ist eine Rekonstruktion der Kathedrale Notre Dame, die ausschließlich im Computer </seg> |
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<seg id="40"> mit Bildern von Flickr erfolgte. Geben Sie einfach Notre Dame in Flickr ein und Sie werden Bilder von Männern in T-Shirts und auf dem Universitätsgelände usw. </seg> |
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<seg id="41"> erhalten. Jede dieser orangefarbenen Kegel repräsentiert ein Bild, das als zu diesem Modell gehörend entdeckt wurde. </seg> |
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<seg id="42"> Somit sind dies alles Flickr-Bilder, und sie alle stehen räumlich auf diese Weise in Beziehung zueinander. </seg> |
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<seg id="43"> Und wir können auf diese sehr einfache Weise navigieren. </seg> |
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<seg id="44"> . Wissen Sie, ich habe nie geglaubt, dass ich letztendlich bei Microsoft arbeiten werde. </seg> |
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<seg id="45"> Ich bin sehr dankbar für den Empfang hier. </seg> |
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<seg id="46"> . Ich vermute, Sie können sehen, dass dies viele verschiedene Arten von Kameras sind: alles ist dabei, von der Handy-Kamera zu professionellen SLRs, eine ziemlich große Anzahl von ihnen, die alle in dieser Umgebung zusammengeflickt wurden. </seg> |
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<seg id="47"> Und wenn möglich, werde ich einige der Seltsamen finden. Viele von ihnen sind von Gesichtern verdeckt usw. </seg> |
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<seg id="48"> Irgendwo hier sind eine Reihe von Fotografien - hier sind sie. </seg> |
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<seg id="49"> Dies ist tatsächlich ein Poster von Notre Dame, das richtig aufgezeichnet wurde. </seg> |
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<seg id="50"> Wir können von dem Poster zu einer physischen Ansicht dieser Umgebung wechseln. </seg> |
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<seg id="51"> Der Punkt ist hier, dass wir Dinge mit der sozialen Umgebung anstellen können. Es werden jetzt Daten von allen gesammelt -- </seg> |
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<seg id="52"> von dem gesamten kollektiven Speicher davon, wie, visuell die Erde aussieht -- und alles wird miteinander verbunden. </seg> |
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<seg id="53"> All diese Fotos werden miteinander verbunden und es entsteht etwas, das größer ist als die Summe der Teile. </seg> |
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<seg id="54"> Sie erhalten ein Modell, das aus der ganzen Erde entsteht. </seg> |
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<seg id="55"> Betrachten Sie dies als die Fortsetzung der Arbeit von Stephen Lawlers an Virtual Earth. </seg> |
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<seg id="56"> Und das ist etwas, das durch die Komplexität, mit der die Menschen es verwenden, wächst und dessen Nutzen für den Benutzer mit der Anwendung immer größer wird. </seg> |
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<seg id="57"> Ihre eigenen Fotos werden mit Metadaten beschildert, die eine andere Person eingegeben hat. </seg> |
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<seg id="58"> Wenn sich jemand die Mühe gemacht hat und all diese Heiligen beschriftet hat und mitteilt, wer sie alle sind, dann wird mein Foto von der Notre Dame-Kathedrale plötzlich mit all diesen Daten angereichert und ich kann sie als Ausgangspunkt benutzen, um in diesen Raum zu tauchen, in diese Metaverse, die Fotos von anderen Personen benutzen und somit eine Art von übergreifender modaler sozialer Erfahrung mit der Nutzung von anderen Anbietern machen. </seg> |
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<seg id="59"> Und natürlich, Nebenprodukt all dessen sind die immens reichen virtuellen Modelle von jedem interessanten Teil der Erde, die nicht nur durch Überflüge oder Satellitenbilder und so weiter erhalten wurden, sondern durch kollektive Speicher. </seg> |
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<seg id="60"> Vielen Dank. </seg> |
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<seg id="61"> . Chris Anderson: Verstehe ich Sie richtig? Ihre Software ermöglicht, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt, innerhalb der nächsten Jahre, alle Bilder, die von jemandem in der Welt gemeinsam benutzt werden im Prinzip miteinander verknüpft werden? </seg> |
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<seg id="62"> BAA: Ja. Sie macht nichts anderes als Entdecken. Wenn Sie wollen erstellt sie Hyperlinks zwischen den Bildern. </seg> |
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<seg id="63"> Und sie tut dies aufgrund des Inhalts in den Bildern. </seg> |
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<seg id="64"> Und das ist wirklich aufregend, wenn Sie an die Fülle der semantischen Informationen denken, die viele dieser Bilder besitzen. </seg> |
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<seg id="65"> Wie wenn Sie eine Websuche für Bilder vornehmen, wo Sie Sätze eingeben und der Text der Website enthält viele Informationen darüber, welches Bild das ist. </seg> |
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<seg id="66"> Aber wie wäre es, wenn das Bild Sie mit all Ihren Bildern verknüpft? </seg> |
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<seg id="67"> Dann ist der Umfang der semantischen Querverbindung und die Fülle, die sich daraus ergibt, wirklich </seg> |
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<seg id="68"> enorm. Es ist ein klassischer Netzwerkeffekt. </seg> |
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<seg id="69"> CA: Blaise, das ist wirklich unglaublich. Herzlichen Glückwunsch. BAA: Haben Sie vielen Dank. </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="69" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/wade_davis_on_endangered_cultures</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: Mit atemberaubenden Fotos und Geschichten feiert der National Geographic- Forschungsreisende Wade Davis, die außergewöhnliche Vielfalt der Ureinwohner der Welt, welche in alarmierender Anzahl von unserem Planeten verschwinden.</description> |
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<keywords>talks, anthropology, culture, environment, film, global issues, language, photography</keywords> |
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<talkid>69</talkid> |
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<title>Wade Davis über gefährdete Kulturen</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/177723">Andreas Kreuzeder</translator> |
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<seg id="1"> Wissen Sie, eines der großen Vernügen beim Reisen und eine der Freuden bei der ethnographischen Forschung ist, gemeinsam mit den Menschen zu leben, die sich noch an die alten Tage erinnern können. Die ihre Vergangenheit noch immer im Wind spüren, sie auf vom Regen geglätteten Steinen berühren, sie in den bitteren Blättern der Pflanzen schmecken. </seg> |
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<seg id="2"> Einfach das Wissen, dass Jaguar-Schamanen noch immer jenseits der Milchstraße reisen oder die Bedeutung der Mythen der Ältesten der Inuit noch voller Bedeutung sind, oder dass im Himalaya die Buddhisten noch immer den Atem des Dharma verfolgen, bedeutet, sich die zentrale Offenbarung der Anthropologie ins Gedächtnis zu rufen, das ist der Gedanke, dass die Welt, in der wir leben, nicht in einem absoluten Sinn existiert, sondern nur als ein Modell der Realität, </seg> |
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<seg id="3"> als eine Folge einer Gruppe von bestimmten Möglichkeiten der Anpassung die unsere Ahnen, wenngleich erfolgreich, vor vielen Generationen wählten. </seg> |
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<seg id="4"> Und natürlich teilen wir alle dieselben Anpassungsnotwendigkeiten. </seg> |
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<seg id="5"> Wir werden alle geboren. Wir bringen Kinder zur Welt. </seg> |
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<seg id="6"> Wir durchlaufen Initiationsrituale. </seg> |
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<seg id="7"> Wir müssen uns mit der unaufhaltsamen Trennung durch den Tod auseinandersetzen und somit sollte es uns nicht überraschen, dass wir alle singen, tanzen und und Kunst hervorbringen. </seg> |
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<seg id="8"> Aber interessant ist der einzigartige Tonfall des Liedes, der Rhythmus des Tanzes in jeder Kultur. </seg> |
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<seg id="9"> Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Penan in den Wäldern von Borneo handelt, oder die Voodoo-Akolythen in Haiti, oder die Krieger in der Kaisut-Wüste von Nordkenia, die Curanderos in den Anden, oder eine Karawanserei mitten in der Sahara. Dies ist zufällig der Kollege, mit dem ich vor einem Monat in die Wüste gereist bin. Oder selbst ein Yak-Hirte an den Hängen des Qomolangma, </seg> |
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<seg id="10"> Everest, der Gottmutter der Welt. </seg> |
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<seg id="11"> All diese Menschen lehren uns, dass es noch andere Existenzmöglichkeiten, andere Denkweisen, andere Wege zur Orientierung auf der Erde gibt. </seg> |
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<seg id="12"> Und das ist eine Vorstellung, die, wenn man darüber nachdenkt, einen nur mit Hoffnung erfüllen kann. </seg> |
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<seg id="13"> Zusammen bilden die unzähligen Kulturen der Welt ein Netz aus spirituellem und kulturellem Leben, das die Erde umhüllt und für das Wohl der Erde genauso wichtig ist, wie das biologische Lebensnetz, das man als Biosphäre kennt. </seg> |
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<seg id="14"> Man kann sich dieses kulturelle Lebensnetz als eine Ethnosphäre vorstellen. Ethnosphäre kann dabei als die Gesamtsumme aller Gedanken und Träume, Mythen Ideen, Inspirationen und Intuitionen, die von der menschlichen Vorstellungskraft seit den Anfängen des Bewusstseins hervorgebracht wurden, definiert werden. </seg> |
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<seg id="15"> Die Ethnosphäre ist das großartige Vermächtnis der Menschheit. </seg> |
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<seg id="16"> Sie ist das Symbol all dessen, was wir sind und wozu wir als erstaunlich wissbegierige Spezies fähig sind. </seg> |
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<seg id="17"> Und genauso wie die Biosphäre stark abgetragen wurde, geschah dies mit der Ethnosphäre -- nur mit noch größerer Geschwindigkeit. </seg> |
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<seg id="18"> Kein Biologe würde zum Beispiel wagen zu behaupten, dass 50% oder mehr aller Arten kurz vor dem Aussterben sind, da es einfach nicht stimmt. Und doch, dieses -- das apokalyptischste Szenarium auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt -- entspricht kaum dem, was uns als optimistischstes Szenarium auf dem Gebiet der kulturellen Vielfalt bekannt ist. </seg> |
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<seg id="19"> Und der entscheidende Indikator dafür ist das Aussterben der Sprachen. </seg> |
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<seg id="20"> Als jeder von Ihnen in diesem Raum geboren wurde, wurden auf der Erde 6000 Sprachen gesprochen. </seg> |
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<seg id="21"> Nun ist eine Sprache nicht nur die Gesamtheit des Vokabulars oder eine Reihe von Grammatikregeln. </seg> |
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<seg id="22"> Eine Sprache ist Ausdruck des menschlichen Geistes. </seg> |
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<seg id="23"> Sie ist ein Mittel, mit der die Seele einer bestimmten Kultur Zugang zu der materiellen Welt findet. </seg> |
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<seg id="24"> Jede Sprache ist wie ein altbestehender Wald des Geistes, ein Wendepunkt, ein Gedanke, ein Ökosystem spiritueller Möglichkeiten. </seg> |
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<seg id="25"> Und von diesen 6000 Sprachen werden heute, während wir hier in Monterey sitzen, genau die Hälfte nicht mehr in die Ohren von Kindern geflüstert. </seg> |
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<seg id="26"> Sie werden Kleinkindern nicht mehr beigebracht. Das heißt, wenn nichts unternommen wird, sind sie tatsächlich bereits tot. </seg> |
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<seg id="27"> Was könnte einsamer sein, als vom Schweigen umhüllt zu sein, einer der Letzten deines Volkes zu sein, die deine Sprache sprechen, keine Möglichkeit zu haben, die Weisheit der Vorfahren weiterzugeben, oder die Hoffnung Kinder zu erwarten? </seg> |
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<seg id="28"> Und doch widerfährt dieses schreckliche Schicksal tatsächlich jemandem irgendwo auf der Erde, ca. aller zwei Wochen, denn aller zwei Wochen, stirbt ein älterer Mensch und nimmt die letzten Silben einer alten Sprache mit sich ins Grab. </seg> |
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<seg id="29"> Und ich weiß, dass einige von Ihnen sagen: "Ist es nicht besser so?" Wäre die Welt nicht ein besserer Ort, wenn wir alle nur eine Sprache sprechen würden?" Und ich sage:"Gut, lass diese Sprache Yoruba sein. Lass sie Kantonesisch sein. </seg> |
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<seg id="30"> Lass sie Kogi sein." </seg> |
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<seg id="31"> Und dann würden Sie plötzlich erkennen, wie es wäre, wenn Sie Ihre eigene Sprache nicht sprechen könnten. </seg> |
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<seg id="32"> Deshalb möchte ich Sie heute gewissermaßen auf eine Reise durch die Ethnosphäre mitnehmen, eine kurze Reise durch die Ethnosphäre, um zu versuchen, Ihnen verständlich zu machen, was tatsächlich verloren gegangen ist. </seg> |
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<seg id="33"> Nun gibt es einige unter uns, die gewissermaßen vergessen, dass ich, wenn ich sage "verschiedene Möglichkeiten des Seins," wirklich verschiedene Möglichkeiten des Seins meine. </seg> |
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<seg id="34"> Nehmen Sie zum Beispiel dieses Kind der Barasana im Nordwesten des Amazonas, das Volk der Anakonda, glauben, dass sie mythologisch den Milchfluss vom Osten her im Bauch von heiligen Schlangen heraufkamen. </seg> |
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<seg id="35"> Das ist ein Volk, welches nicht kognitiv zwischen den Farben blau und grün unterscheidet, da das Himmelszelt dem Wald, von dem die Menschen abhängen, gleichgestellt ist. </seg> |
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<seg id="36"> Sie haben eine eigenartige Sprache und eine Heiratsvorschrift die linguistische Exogamie genannt wird: Man muss jemanden heiraten, der eine andere Sprache spricht. </seg> |
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<seg id="37"> All dies wurzelt in der mythologischen Vergangenheit. Das Eigenartige an diesen großen Häusern, in denen aufgrund der Mischehen sechs oder sieben Sprachen gesprochen werden, ist jedoch, dass man niemals jemanden hört, der eine Sprache lernt. </seg> |
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<seg id="38"> Sie hören nur zu und beginnen dann zu sprechen. </seg> |
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<seg id="39"> Oder, einer der faszinierendsten Stämme, mit denen ich jemals gelebt habe, die Waorani im Nordosten von Ecuador, ein erstaunliches Volk, das erstmals im Jahr 1958 friedlich kontaktiert wurde. </seg> |
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<seg id="40"> Im Jahr 1957 versuchten fünf Missionare Kontakt aufzunehmen und machten einen schwerwiegenden Fehler. </seg> |
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<seg id="41"> Sie warfen glänzende Fotos von sich aus der Luft herab, was wir als freundliche Geste bewerten würden. Dabei vergaßen sie, dass diese Menschen aus dem Regenwald in ihrem Leben noch niemals etwas zweidimensionales gesehen hatten. </seg> |
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<seg id="42"> Sie hoben diese Fotografien vom Waldboden auf, versuchten hinter das Gesicht oder die Figur zu sehen, fanden nichts und schlussfolgerten, dass dies Visitenkarten des Teufels seien und töteten die fünf Missionare mit dem Speer. </seg> |
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<seg id="43"> Aber die Waorani töteten nicht nur Außenstehende mit dem Speer. </seg> |
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<seg id="44"> Sie durchbohrten sich gegenseitig. </seg> |
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<seg id="45"> 54% der Todesfälle geschahen durch Durchbohrungen. </seg> |
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<seg id="46"> Wir verfolgten die Geneaologie acht Generationen zurück und fanden zwei Fälle eines natürlichen Todes und als wir die Menschen mit Nachdruck etwas darüber ausfragten, gaben Sie zu, dass einer der Leute so alt geworden war, dass er aufgrund seines Alters starb und wir töteten ihn trotzdem mit dem Speer. Aber gleichzeitig hatten sie eine klare Kenntnis des Waldes, die erstaunlich war. </seg> |
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<seg id="47"> Ihre Jäger konnten den Urin eines Tieres aus 40 Schritten Entfernung riechen und bestimmen, zu welcher Tierart dieser gehörte. </seg> |
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<seg id="48"> In den frühen 80iger Jahren bekam ich eine wirklich erstaunliche Aufgabe, als mich mein Professor in Harvard fragte, ob ich daran interessiert wäre, nach Haiti zu gehen und die geheimen Gesellschaften zu infiltrieren, die das Fundament der Stärke von Duvalier und Tonton Macoutes waren und das Gift, das dafür benutzt wurde, um Zombies zu machen, sicherzustellen. </seg> |
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<seg id="49"> Um dieser Sensation einen Sinn zu geben musste ich natürlich etwas über diesen bemerkenswerten Glauben des Vodoun wissen und Voodoo is kein Kult der schwarzen Magie. </seg> |
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<seg id="50"> Im Gegenteil, es handelt sich um eine komplexe metaphysische Weltsicht. </seg> |
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<seg id="51"> Es ist interessant. </seg> |
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<seg id="52"> Wenn ich Sie fragen würde, die großen Weltreligionen aufzuzählen, was würden Sie sagen? </seg> |
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<seg id="53"> Christentum, Islam, Buddhismus, Judaismus oder was auch immer. </seg> |
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<seg id="54"> Ein Kontinent wird immer ausgelassen, denn die Vermutung war, dass es in Schwarzafrika keinen religiösen Glauben gebe. Natürlich gab es einen und Voodoo ist einfach das Überbleibsel dieser sehr tiefgehenden religiösen Gedanken, die während der tragischen Diaspora der Sklavereizeit herüberkamen. </seg> |
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<seg id="55"> Aber was Voodoo so interessant macht, ist diese lebendige Beziehung zwischen den Lebenden und den Toten. </seg> |
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<seg id="56"> Die Lebenden gebären die Geister. </seg> |
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<seg id="57"> Die Geister können von unter dem Großen Wasser heraufbeschwört werden, antworten auf den Rhythmus des Tanzes, um die Seele des Lebenden vorübergehend zu verdrängen, so dass der Akolyth für einen kurzen glänzenden Moment zum Gott wird. </seg> |
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<seg id="58"> Deshab sagen die Voodooisten gerne, "Ihr Weißen geht in die Kirche und sprecht über Gott. </seg> |
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<seg id="59"> Wir tanzen im Tempel und werden zu Gott." </seg> |
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<seg id="60"> Und weil du besessen bist, wirst du von dem Geist eingenommen. Wie kann dir Schaden zugefügt werden? </seg> |
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<seg id="61"> Sehen Sie diese erstaunlichen Demonstrationen: Voodoo-Akolythen in einem Trancezustand, die glühende Kohle ohne Verbrennung anfassend, eine erstaunliche Veranschaulichung der Fähigkeit des Geistes den Körper so zu beeinflussen, dass dieser es aushält, wenn er in einen Zustand der extremen Erregung versetzt wird. </seg> |
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<seg id="62"> Nun, von allen Menschen, die ich getroffen habe, waren die Kogi aus der Sierra Nevada de Santa Marta in Nordkolumbien, die Außergewöhnlichsten. </seg> |
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<seg id="63"> Nachkommen der alten tyrannischen Zivilisation, die die karibische Küstenebene von Kolumbien bevölkerten und in Folge der Eroberung zog sich dieses Volk in ein isoliertes vulkanisches Massiv zurück, das über der karibischen Küstenebene aufsteigt. </seg> |
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<seg id="64"> In einem blutbefleckten Kontinent, waren diese Menschen die einzigen, die nie von den Spaniern erobert wurden. </seg> |
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<seg id="65"> Bis zum heutigen Tag, werden sie von einer rituellen Priesterschaft regiert. Die Ausbildung zur Priesterschaft ist jedoch sehr außergewöhnlich. </seg> |
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<seg id="66"> Die jungen Akolythen werden im Alter von drei und vier Jahren von ihren Familien getrennt und in einer schattenhaften Welt der Finsternis, in Steinhütten am Fuße der Gletscher für 18 Jahre abgeschottet. Zwei Zeiträume von jeweils neun Jahren, absichtlich gewählt, um die neun Monate der Schwangerschaft nachzuahmen, die sie im Schoß ihrer leiblichen Mutter verbrachten, verbringen sie nun metamorphorisch im Schoß der großen Mutter. </seg> |
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<seg id="67"> Und während dieser ganzen Zeit, werden Sie kulturell in die Werte ihrer Gesellschaft eingeführt. Werte, die die Behauptung aufrechterhalten, dass ihre Gebete und nur ihre Gebete, die kosmische -- oder wir könnten sagen das ökologische -- Gleichgewicht aufrechterhalten. </seg> |
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<seg id="68"> Am Ende dieser erstaunlichen Initiation werden sie eines Tages plötzlich nach draußen genommen und zum ersten Mal in ihrem Leben, im Alter von 18 Jahren, sehen sie einen Sonnenaufgang. Und in diesem kristallklaren Moment des Bewusstseins des ersten Lichts, wenn die Sonne beginnt auf die Hänge der erstaunlich schönen Landschaft zu strahlen, wird plötzlich alles, was sie im Abstrakten gelernt haben in erstaunlicher Pracht bestätigt. Und der Priester tritt zurück </seg> |
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<seg id="69"> und sagt, "Seht ihr? Es ist wirklich, wie ich euch erzählt habe. </seg> |
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<seg id="70"> Es ist so wunderbar. Ihr müsst es beschützen." </seg> |
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<seg id="71"> Sie nennen sich die älteren Brüder und sagen, dass wir, die wir die jüngeren Brüder sind, für die Zerstörung der Welt verantwortlich sind. </seg> |
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<seg id="72"> Nun diese Ebene der Intuition wird sehr wichtig. </seg> |
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<seg id="73"> Immer wenn wir an Eingeborene und Landschaft denken, beschwören wir entweder Rousseau und das alte Gerücht des noblen Wilden herauf, welches in seiner Vereinfachung ein rassistischer Gedanke ist oder andererseits Thoreau und sagen, diese Menschen sind mehr mit der Natur verbunden, als wir. </seg> |
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<seg id="74"> Also, Eingeborene sind weder sentimental, noch werden sie von der Nostalgie geschwächt. </seg> |
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<seg id="75"> Es bleibt nicht viel Platz dafür in den malariaverseuchten Sümpfen von Asmat oder den kalten Winden von Tibet, sie haben jedoch trotzdem, durch Zeit und Ritual einen geheimnisvollen Nimbus der Erde geformt, der nicht auf der Idee beruht, ihr bewusst nahe zu sein, sondern auf einer weit subtileren Intuition, der Idee, dass die Erde an sich nur existieren kann, weil sie in das menschliche Bewusstsein hineingeatmet wird. </seg> |
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<seg id="76"> Nun, was bedeutet das? </seg> |
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<seg id="77"> Es bedeutet, dass ein kleines Kind aus den Anden, das in dem Glauben aufwächst, dass der Berg ein Apu-Geist ist, der sein oder ihr Schicksal bestimmen, wird ein ganz anderer Mensch werden, und eine andere Beziehung zu dieser Ressource oder diesem Ort haben, als ein kleines Kind aus Montana, das in dem Glauben aufwächst, dass ein Berg ein Haufen Steine ist, der abgetragen werden kann. </seg> |
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<seg id="78"> Ob er ein Aufenthaltsort eines Geistes oder ein Haufen Erz ist, ist irrelevant. </seg> |
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<seg id="79"> Das interessante ist die Metapher, welche die Beziehung zwischen dem Individuum und der Natur definiert. </seg> |
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<seg id="80"> Ich wuchs in den Wäldern von Britisch Kolumbien auf und glaubte, dass diese Wälder dazu da sind, gerodet zu werden. </seg> |
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<seg id="81"> Das machte mich zu einem anderen Menschen als meine Freunde unter den Kwakiutl, die glauben, dass diese Wälder der Aufenthaltsort von Hukuk und dem gebogenen Himmelsschnabel und den kannibalischen Geister sind, die am Nordende der Welt wohnen, Geister, die sie an ihrer Hamatsa-Initiation beteiligen würden. </seg> |
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<seg id="82"> Nun, wenn man beginnt, die Idee zu betrachten, dass diese Kulturen verschiedene Realitäten kreieren können, kann man einige ihrer außergewöhnlichen Entdeckungen verstehen. Z.B. diese Pflanze hier. </seg> |
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<seg id="83"> Es ist ein Foto, das ich erst letzten April im Nordwesten des Amazonas aufnahm. </seg> |
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<seg id="84"> Dies ist Ayahuasca, von der viele von Ihnen gehört haben, das stärkste psychoaktive Präparat aus dem Repertoire des Schamanen. </seg> |
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<seg id="85"> Was Ayahuasca so faszinierend macht, ist nicht nur das pharmakologische Potential dieses Präparats, sondern dessen Verarbeitung. Es wird wirklich aus zwei verschiedenen Quellen hergestellt. Auf der einen Seite, gibt es diese hölzerne Liane, die eine Reihe von Betakarbolinen, Harmin, Harmolin, leicht halluzinogen, birgt. Diese Kletterpflanze allein einzunehmen ist ungefähr so als ob sich ein blauer trüber Rauch auf ihr Bewusstsein legt, es wird jedoch mit den Blättern eines Strauchs aus der Familie der Kaffeepflanzen </seg> |
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<seg id="86"> mit dem Namen Psychotria viridis vermischt. </seg> |
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<seg id="87"> Diese Pflanze enthält einige sehr starke Tryptamine die dem Serotonin, Dimethyltryptamin-5 und Methoxydimethyltryptamin sehr ähnlich sind. </seg> |
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<seg id="88"> Falls Sie schon einmal die Yanomami gesehen haben, wie sie dieses Zeug schnupfen, diese Substanz, die sie aus verschiedenen Arten herstellen enthält ebenfalls Methoxydimethyltryptamin. </seg> |
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<seg id="89"> Dieses Puder zu schnupfen ist ungefähr so wie aus einem Gewehrlauf beschossen zu werden, gesäumt von barocken Gemälden und der Landung auf einem Meer von Elektrizität. Es wird keine Verzerrung der Realität erzeugt, sondern die Auflösung der Realität. </seg> |
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<seg id="90"> Ich habe sogar mit meinem Professor, Richard Evan Shultes, der Mann, der die psychedelische Ärea mit der Entdeckung der magischen Pilze in Mexiko in den 30iger Jahren eingeleitet hat, darüber diskutiert. Ich behauptete, dass man diese Tryptamine nicht als halluzinogen einordnen konnte, da in dem Moment in dem man die Auswirkungen spürt, man nicht mehr da ist, um eine Halluzination zu erfahren. Aber die Sache mit Tryptaminen ist die, dass sie nicht oral eingenommen werden können, </seg> |
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<seg id="91"> da sie durch ein im menschlichen Darm natürlich vorkommendes Enzym mit Namen Monoamin-Oxidase, denaturiert werden. </seg> |
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<seg id="92"> Sie können nur in Verbindung mit einigen anderen Chemikalien oral eingenommen werden, die die MAO denaturieren. </seg> |
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<seg id="93"> Nun das Faszinierende ist, dass die Betakarboline, die in der Liane enthalten sind, MAO-Inhibitoren von genau der Art sind, die notwendig ist, um die Tryptamine zu potenzieren. Fragen Sie sich also selbst. </seg> |
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<seg id="94"> Wie können diese Menschen aus einer Flora von 80.000 Arten adstringierender Pflanzen diese zwei morphologisch nicht verwandten Pflanzen finden, die, wenn auf diese Weise kombiniert, eine Art von biochemischer Version schaffen, so dass das Ganze größer als die Summe seiner Teile ist? </seg> |
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<seg id="95"> Wir verwenden diesen großartigen Euphemismus, Versuch und Fehler, was sich als bedeutungslos herausstellt. </seg> |
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<seg id="96"> Aber fragt man die Indianer sagen sie: "Die Pflanze spricht zu uns." </seg> |
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<seg id="97"> Also, was bedeutet das? </seg> |
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<seg id="98"> Dieser Stamm, die Cofan, haben 17 Varianten an Ayahuasca, die sie alle bei großer Entfernung im Wald erkennen, die für unsere Augen als eine Art erscheinen. </seg> |
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<seg id="99"> Und dann fragt man sie, wie sie ihre Taxonomie begründen und sie sagen: "Ich dachte du verstehst etwas von Pflanzen. </seg> |
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<seg id="100"> Ich meine, weißt du überhaupt nichts?" Und ich sagte: "Nein." </seg> |
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<seg id="101"> Also, es stellt sich heraus, dass man jede der 17 Varianten bei Vollmond mitnimmt und sie singen zu einem in einer verschiedenen Tonlage. </seg> |
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<seg id="102"> Nun, das bringt Ihnen keinen Doktortitel in Harvard, aber es ist viel interessanter als Stamina zu zählen. Nun, das Problem- das Problem ist, dass selbst diejenigen unter uns, die Sympathie für die schwierige Lage der Eingeborenen haben, sie als orginiell und farbenfroh ansehen, sie jedoch irgendwie auf die Vergangenheit beschränken, während die reale Welt, d.h. unsere Welt, fortschreitet. </seg> |
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<seg id="103"> Also, Tatsache ist, dass man sich an das 20. Jahrhundert, in 300 Jahren nicht für seine Kriege oder technischen Innovationen erinnern wird, sondern vielmehr als an eine Ära, in der wir zugegen waren und die massive Zerstörung der biologischen und kulturellen Vielfalt auf der Erde entweder aktiv unterstützten oder passiv akzeptierten. Also das Problem ist nicht die Veränderung. </seg> |
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<seg id="104"> Alle Kulturen haben sich immer wieder an dem Tanz mit neuen Lebenmöglichkeiten beteiligt. </seg> |
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<seg id="105"> Und das Problem ist nicht die Technologie an sich. </seg> |
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<seg id="106"> Die Sioux-Indianer hörten nicht weniger auf Sioux zu sein, als sie Bogen und Pfeil aufgaben, als die Amerikaner aufhörten Amerikaner zu sein, als sie Pferd und Pferdewagen aufgaben. </seg> |
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<seg id="107"> Nicht Veränderung und Technologie bedrohen die Integrität der Ethnosphäre. Es ist Macht. Das hässliche Gesicht der Herrschaft. </seg> |
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<seg id="108"> Und wo auch immer man sich in der Welt umsieht, man wird entdecken, dass diese Kulturen nicht dem Untergang geweiht sind. Dies sind dynamisch lebende Völker, deren Existenz durch erkennbare Kräfte verdrängt wird die über ihre Kapazität der Anpassung hinausgehen. Ob es sich dabei um die ungeheuerliche Abholzung im Heimatland der Penan handelt, einem Nomadenvolk aus Südostasien, von Sarawak, einem Volk, das vor einer Generation frei in dem Wald lebte, </seg> |
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<seg id="109"> und jetzt zu Knechtschaft und Prostitution am Flussufer erniedrigt wurde, von wo sie sehen können, dass selbst der Fluss mit dem Schlamm verschmutzt wird, der fast halb Borneo in das Südchinesische Meer wegzuschwemmen scheint. Von wo die japanischen Frachter am Horizont zu sehen sind, die bereit sind, ihre Schiffsräume mit rohen Baumstämmen zu füllen, die sie dem Wald entrissen haben. Oder wie im Fall der Yanomami, </seg> |
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<seg id="110"> wo es Krankheitsträger sind, die während des Goldrauschs eingeschleppt wurden. </seg> |
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<seg id="111"> Oder wenn wir in die Berge von Tibet gehen, wo ich neuerlich viel forsche, wird man das hässliche Gesicht der politischen Dominanz sehen. </seg> |
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<seg id="112"> Wissen Sie, der Genozid, das phyische Aussterben von Menschen wird allgemein verurteilt, aber der Ethnozid, die Zerstörung der Lebensweise der Menschen, wird nicht nur nicht verurteilt, sondern allgemein und vielerorts als Teil einer Entwicklungsstrategie gefeiert. </seg> |
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<seg id="113"> Und Sie können das Leiden Tibets nicht verstehen, wenn Sie es nicht auf unterster Ebene erlebt haben. </seg> |
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<seg id="114"> Ich reiste einmal mit einem jungen Kollegen 6000 Meilen von Chengdu in Westchina überland durch Südost-Tibet nach Lhasa und erst als ich nach Lhasa kam sah ich das Gesicht hinter den Statistiken von denen man hört. 6000 heilige Monumente, die in Schutt und Asche verwandelt wurden. 1,2 Millionen Menschen, die während der Kulturrevolution von den Kadern ermordet wurden. </seg> |
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<seg id="115"> Der Vater dieses jungen Manns wurde als Anhänger des Panchen Lama identifiziert. </seg> |
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<seg id="116"> Das bedeutete, dass er während der chinesischen Invasion sofort umgebracht wurde. </seg> |
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<seg id="117"> Sein Onkel floh mit ihrer Heiligkeit in die Diaspora, die Leute nach Nepal brachte. </seg> |
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<seg id="118"> Seine Mutter wurde eingesperrt, als Bestrafung für -- für das Verbrechen wohlhabend zu sein. </seg> |
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<seg id="119"> Er wurde im Alter von zwei Jahren in das Gefängnis geschmuggelt, um sich unter ihrem Rockzipfel zu verstecken, da sie ohne ihn nicht leben konnte. </seg> |
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<seg id="120"> Die Schwester, die diese tapfere Tat beging, wurde in ein Erziehungslager gebracht. </seg> |
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<seg id="121"> Eines Tages trat sie aus Versehen auf ein Armband Maos und für diese Übertretung musste sie für sieben Jahre in ein schweres Arbeitslager. </seg> |
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<seg id="122"> Das Leiden Tibets kann unerträglich sein, aber der erlösende Geist der Menschen ist etwas unvergessliches. </seg> |
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<seg id="123"> Und am Ende stehen wir wirklich vor einer Wahl. Möchten wir in einer monochromatischen Welt der Monotonie oder in einer polychromatischen Welt der Vielfalt leben? </seg> |
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<seg id="124"> Margaret Mead, die große Anthropologin sagte bevor sie starb, dass es ihre größte Angst ist, dass während wir uns in Richtung einer faden, gestaltlosen, generischen Weltsicht bewegen, wir nicht nur die gesamte Bandbreite der menschlichen Vorstellungskraft auf eine eingeengte Denkweise reduziert sehen würden, sondern dass wir eines Tages aus einem Traum aufwachen, und vergessen haben, dass es jemals anderen Möglichkeiten gab. </seg> |
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<seg id="125"> Und es ist demütigend daran zu denken, dass unsere Gattung vielleicht seit 600.000 Jahren existiert. </seg> |
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<seg id="126"> Die neolithische Revolution, die uns die Landwirtschaft brachte, und uns in diesem Moment dem Kult des Saatkorns unterwarf, die Poesie des Schamanen durch die Prosa der Priesterschaft ersetzte und Hierarchie, Spezialisierung und Überschuss schuf -- fand vor lediglich 10.000 Jahren statt. </seg> |
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<seg id="127"> Die moderne industrielle Welt wie wir sie kennen ist kaum 300 Jahre alt. </seg> |
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<seg id="128"> Nun, diese oberflächliche Geschichte sagt mir nicht, dass wir alle Antworten auf die Herausforderungen haben, denen wir in den kommenden Jahrtausenden gegenüber stehen. </seg> |
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<seg id="129"> Wenn wir diese unzähligen Weltkulturen nach der Bedeutung des Menschseins fragen, antworten sie mit 10.000 verschiedenen Stimmen. </seg> |
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<seg id="130"> Und in diesem Lied werden wir die Möglichkeit wiederentdecken, das zu sein, was wir sind: Menschen mit vollem Bewusstsein, die sich der Wichtigkeit bewusst sind, dass allen Menschen und Gärten ein Raum gedeihen zu können zugesichert werden muss. Und es gibt großartige Momente des Optimismus. </seg> |
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<seg id="131"> Hier ist ein Foto, das ich am nördlichen Ende der Baffin-Inseln aufnahm, als ich mit Inuits auf die Narwhal-Jagd ging. Und dieser Mann, Olaya, erzählte mir eine wunderbare Geschichte seines Großvaters. </seg> |
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<seg id="132"> Die kanadische Regierung ist nicht immer sehr gut mit den Inuit umgegangen und während der 50iger Jahre im Zuge der Etablierung unserer Herrschaft, wurden sie gezwungen, in Siedlungen zu ziehen. </seg> |
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<seg id="133"> Der Großvater dieses alten Mannes weigerte sich. </seg> |
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<seg id="134"> Die Familie, die Angst um sein Leben hatte, nahm ihm alle Waffen und alle Werkzeuge ab. </seg> |
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<seg id="135"> Nun müssen Sie wissen, dass die Inuit keine Angst vor der Kälte haben. Sie nutzten sie zu ihrem Vorteil. </seg> |
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<seg id="136"> Die Gleitschienen ihrer Schlitten wurden ursprünglich aus Fisch, der in Karibu-Haut eingewickelt wurde, hergestellt. </seg> |
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<seg id="137"> Der Großvater des Mannes fürchtete sich nicht vor der arktischen Nacht oder dem wehenden Sturm. </seg> |
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<seg id="138"> Er schlüpfte nach draußen, ließ seine Hosen aus Seehundsfell herunter und defäkierte in seine Hand. Und als die Fäkalien zu frieren begannen, formte er sie in die Form eines Messers. </seg> |
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<seg id="139"> Er sprühte Speichel auf die Seiten des Fäkalien-Messers und als es vollständig gefroren war, erstach er einen Hund damit. </seg> |
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<seg id="140"> Er enthäutete den Hund und improvisierte ein Geschirr, nahm das Skelett des Hundes und improvisierte einen Schlitten, spannte einen anderen Hund an und entschwand über die Eisschollen mit dem Fäkalien-Messer am Gürtel. </seg> |
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<seg id="141"> So kann man aus nichts etwas machen. Und dies ist auf vielerlei Weisen ein Symbol für den Widerstand der Inuit und aller Eingeborenen auf der Welt. </seg> |
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<seg id="142"> Die kanadische Regierung gab den Inuit im April 1999 die vollständige Kontrolle über ein Gebiet zurück, das größer ist als Kalifornien und Texas zusammen. </seg> |
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<seg id="143"> Es ist unser neues Heimatland und heißt Nunavut. </seg> |
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<seg id="144"> Es ist ein unabhängiges Gebiet. Sie kontrollieren alle Mineralvorkommen. </seg> |
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<seg id="145"> Ein erstaunliches Beispiel, wie eine Nation, ein Staat, die Wiedergutmachung mit seinen Einwohnern suchen und erreichen kann. </seg> |
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<seg id="146"> Und letztendlich, glaube ich, ist es ziemlich offensichtlich, zumindest für diejenigen von uns, die zu diesen entfernten Zielen der Erde gereist sind, zu erkennen, dass sie überhaupt nicht entfernt sind. </seg> |
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<seg id="147"> Sie sind die Heimatländer von jemandem. </seg> |
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<seg id="148"> Sie repräsentieren Teile der menschlichen Vorstellungskraft, die in vergangene Zeiten zurückreichen. Und für alle von uns, werden die Träume dieser Kinder, wie die Träume unserer eigenen Kinder Teil der Geographie der Hoffnung. </seg> |
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<seg id="149"> Was wir bei National Geographic letztendlich versuchen, ist dass wir glauben, dass Politiker niemals etwas erreichen. </seg> |
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<seg id="150"> Wir glauben, dass Polemik -- wir glauben, dass Polemik nicht überzeugend ist, aber wir glauben, dass Geschichtenerzählen die Welt verändern kann und somit sind wir wahrscheinlich die beste Institution für Geschichtenerzählen in der Welt. Unsere Website erhält 35 Millionen Hits jeden Monat. </seg> |
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<seg id="151"> 156 Nationen senden unseren Fernsehkanal. </seg> |
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<seg id="152"> Unsere Zeitschriften werden von Millionen gelesen. </seg> |
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<seg id="153"> Und wir unternehmen eine Reihe von Reisen in die Ethnosphäre, auf denen wir unser Publikum zu Orten von solch kulturellen Wundern mitnehmen, dass sie von dem Gesehenen geblendet werden. und hoffentlich, werden sie einer nach dem anderen die zentrale Offenbarung der Anthropologie annehmen: dass diese Welt es verdient hat, auf verschiedene Weisen zu existieren, dass wir eine Lebensmöglichkeit in einer wirklich multikulturellen pluralistischen Welt finden können, </seg> |
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<seg id="154"> bei der die Weisheit von allen Menschen zu unserem gemeinsamen Wohlbefinden beitragen kann. </seg> |
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<seg id="155"> Vielen Dank. </seg> |
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</doc> |
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<doc docid="93" genre="lectures"> |
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<url>http://www.ted.com/talks/barry_schwartz_on_the_paradox_of_choice</url> |
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<description>TED Talk Subtitles and Transcript: Psychologe Barry Schwartz behandelt in seiner Rede einen zentraler Aspekt der westlichen Gesellschaften: die Freiheit der Wahl. Nach Schwartz Einschätzung hat uns die Auswahl nicht freier gemacht, sondern gelähmt; nicht glücklicher, aber unzufrieder.</description> |
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<keywords>talks, business, choice, culture, decision-making, economics, happiness, personal growth, potential, psychology</keywords> |
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<talkid>93</talkid> |
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<title>Barry Schwartz über Paradoxon der Wahlmöglichkeiten</title> |
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<reviewer href="http://www.ted.com/profiles/154067">Dominik Weickgenannt</reviewer> |
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<translator href="http://www.ted.com/profiles/237051">Stephan Ludwig Wirries</translator> |
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<seg id="1"> Ich werde Ihnen einige Dinge aus meinem Buch erzählen die sich mit anderem decken, das Sie bereits gehört haben. Und versuche Verbindungen herzustellen, falls Ihnen diese nicht aufgefallen sind. </seg> |
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<seg id="2"> Ich möchte mit dem beginnen, was ich "offizielles Dogma" nenne. </seg> |
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<seg id="3"> Das offizielle Dogma von was? </seg> |
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<seg id="4"> Der offizielle Glaubenssatz von allen westlichen Industriegesellschaften. </seg> |
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<seg id="5"> Das offizielle Dogma lautet so: Wenn unser Ziel das Maximieren des Wohlergehens unserer Bürger ist, geht dies vor allem durch die Maximierung der Freiheit des Einzelnen. </seg> |
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<seg id="6"> Der Grund hierfür ist, dass Freiheit an und für sich gut, wertvoll, sinnvoll und wesentlich für das Menschsein ist. </seg> |
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<seg id="7"> Wenn Menschen Freiheit haben, dann handelt jeder von uns eigenständig, um die Dinge zu tun, die unser Gemeinwohl maximieren und niemand muss für uns entscheiden. </seg> |
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<seg id="8"> Der Weg Freiheit zu maximieren, ist Wahlmöglichkeiten zu maximieren. </seg> |
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<seg id="9"> Je mehr Wahlmöglichkeiten Menschen haben, desto mehr Freiheit. Und je mehr Freiheit sie haben, desto mehr Gemeinwohl haben sie. </seg> |
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<seg id="10"> Dies ist, denke ich, so tief in uns verwurzelt, dass es keinem in dem Sinn kommen würde, es zu hinterfragen. </seg> |
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<seg id="11"> Und es ist auch tief in unseren Leben verwurzelt. </seg> |
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<seg id="12"> Ich gebe Ihnen einige Beispiele, was uns moderner Fortschritt ermöglicht. </seg> |
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<seg id="13"> Dies ist mein Supermarkt. Kein großer. </seg> |
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<seg id="14"> Nur kurz etwas zu Salatdressings. </seg> |
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<seg id="15"> Es gibt 175 Dressings in meinem Supermarkt, wenn Sie die 10 verschiedenen nativen Olivenöle nicht mitzählen und 12 Balsamico-Essigsorten, die Sie kaufen könnten, um eine große Anzahl an eigenen Salat-Dessings herzustellen, in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sie keins der 175 in dem Laden mögen. </seg> |
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<seg id="16"> So funktioniert also der Supermarkt. </seg> |
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<seg id="17"> Dann gehen Sie zu einem Elektronikladen, um eine Stereoanlage zusammenzustellen -- Lautsprecher, CD-Player, Kassetten-Rekorder, Radio, Verstärker. Und in diesem einen Elektronikgeschäft gibt es so viele Stereoanlagen. </seg> |
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<seg id="18"> Wir können 6,5 Millionen verschiedene Stereoanlagen zusammenstellen aus den Komponenten, die in diesem Geschäft angeboten werden. </seg> |
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<seg id="19"> Sie müssen zugeben, das ist eine große Auswahl. </seg> |
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<seg id="20"> In anderen Bereichen -- die Welt der Kommunikation. </seg> |
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<seg id="21"> Es gab eine Zeit, als ich ein Junge war, da bekam man jeden Telefondienst, den man wollte, solange er von Ma Bell kam. </seg> |
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<seg id="22"> Man mietete das Telefon und kaufte es nicht. </seg> |
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<seg id="23"> Als eine Folge davon war das Telefon nie kaputt. </seg> |
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<seg id="24"> Diese Tage sind vorbei. </seg> |
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<seg id="25"> Wir haben jetzt fast eine unendliche Auswahl an Telefonen, besonders in der Welt der Mobiltelefone. </seg> |
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<seg id="26"> Dies sind die Mobiltelefone der Zukunft. </seg> |
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<seg id="27"> Mein Favorit ist der in der Mitte -- MP3-Player-, Nasenhaar-Trimmer und Crème-Brûlée-Flambierer. </seg> |
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<seg id="28"> Und sollten Sie das bis jetzt noch nicht in Ihrem Geschäft gesehen haben, seien Sie sicher, dass Sie das bald werden. </seg> |
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<seg id="29"> Es bringt Menschen dazu, in die Geschäfte zu laufen und diese Frage zu stellen. </seg> |
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<seg id="30"> Kennen Sie die Antwort auf diese Frage? </seg> |
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<seg id="31"> Die Antwort ist "Nein." </seg> |
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<seg id="32"> Es ist unmöglich ein Handy zu kaufen, das nicht zu viel tut. </seg> |
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<seg id="33"> Für andere Lebensbereiche, die viel wichtiger als Einkaufen sind, dasselbe gilt für die Explosion an Auswahlmöglichkeiten. </seg> |
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<seg id="34"> Gesundheitswesen -- in den Vereinigten Staaten ist es nicht länger der Fall dass man zum Doktor geht und er einem sagt was zu tun ist. </seg> |
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<seg id="35"> Stattdessen geht man zum Doktor und der Doktor sagt einem: "Wir könnten A machen oder B machen. </seg> |
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<seg id="36"> A hat diese Vorteile und Risiken. </seg> |
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<seg id="37"> B hat diese Vorteile und Risiken. Was wollen Sie tun? </seg> |
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<seg id="38"> Und Sie sagen: "Doktor, was soll ich tun?" </seg> |
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<seg id="39"> Der Arzt sagt: "A hat diese Vorteile und Risiken und B jene Vorteile und Risiken. </seg> |
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<seg id="40"> Was wollen Sie tun?" </seg> |
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<seg id="41"> Und Sie sagen: "Wenn Sie ich wären, Doktor, was würden Sie tun?" </seg> |
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<seg id="42"> Und der Arzt sagt: "Aber ich bin nicht Sie." </seg> |
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<seg id="43"> Das Ergebnis nennen wir "Patientenautonomie". Das klingt wie eine gute Sache, aber es verschiebt die Last der Verantwortung für das Treffen von Entscheidungen von jemandem der etwas weiß, nämlich vom Arzt, zu jemandem der nichts weiß und höchstwahrscheinlich krank ist, und daher nicht in der besten Verfassung, um zu entscheiden -- nämlich der Patient. </seg> |
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<seg id="44"> Es gibt ein enormes Marketing für verschreibungspflichtige Medikamente für Leute wie Sie und mich, was, wenn man nachdenkt, keinen Sinn macht, weil wir Sie nicht kaufen können. </seg> |
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<seg id="45"> Warum umwerben Sie uns, wenn wir nicht kaufen können? </seg> |
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<seg id="46"> Weil sie erwarten, dass wir den Arzt am nächsten Morgen anrufen und um eine Änderung der Verschreibung bitten. </seg> |
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<seg id="47"> Etwas so Tiefgreifendes wie unsere Identität ist nun eine Frage der Wahl, wie diese Folie zeigen soll. </seg> |
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<seg id="48"> Wir erben keine Identität, wir erfinden sie. </seg> |
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<seg id="49"> Und wir erfinden uns so oft neu wie wir möchten. </seg> |
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<seg id="50"> D.h jeden Tag, wenn Sie morgens aufwachen, müssen Sie entscheiden, was für eine Art von Person Sie sein möchten. </seg> |
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<seg id="51"> In Bezug auf Ehe und Familie war einmal die Standardannahme, fast jeder hatte eine und man heiratete so schnell und bekam so schnell Kinder wie man konnte. </seg> |
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<seg id="52"> Die einzige wahre Wahl war "wen", nicht wann, und nicht was Sie danach taten. </seg> |
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<seg id="53"> Heutzutage ist alles einfach zu haben. </seg> |
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<seg id="54"> Ich unterrichte wunderbar intelligente Studenten, und ich gebe ihnen 20 % weniger Arbeit als früher. </seg> |
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<seg id="55"> Und das nicht, weil sie weniger schlau sind, oder weil sie weniger sorgfältig sind. </seg> |
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<seg id="56"> Sondern weil sie mit anderen Dingen beschäftigt sind; sie fragen sich selbst: "Soll ich heiraten oder nicht? Jetzt? </seg> |
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<seg id="57"> Oder später? Soll ich erst Kinder haben, oder erst Karriere machen?" </seg> |
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<seg id="58"> Die sind alles einnehmende Fragen. </seg> |
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<seg id="59"> Und sie werden diese Fragen beantworten, auch wenn sie ihre Aufgaben nicht machen und keine gute Note in meinem Kurs kriegen. </seg> |
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<seg id="60"> Und sie sollten das in der Tat tun. Das sind wichtige zu beantwortende Fragen. </seg> |
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<seg id="61"> Arbeit -- wir sind gesegnet, wie Carl verdeutlicht hat, mit der Technologie, die uns ermöglicht, jede Minute jeden Tages von jedem Platz auf dem Planeten zu arbeiten -- bis auf das Randolph Hotel. </seg> |
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<seg id="62"> Es gibt übrigens eine Ecke, von der ich keinem erzählen werde, an der das WLAN funktioniert. </seg> |
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<seg id="63"> Ich sag nichts, da ich's nutzen will. </seg> |
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<seg id="64"> Diese unglaubliche Freiheit der Wahl in Bezug auf Arbeit Entscheidungen zu treffen, wieder und wieder und wieder, ob wir arbeiten sollten oder nicht. </seg> |
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<seg id="65"> Wir können unseren Kindern beim Fußball spielen zuschauen, mit unserm Handy an der einen Hüfte und unserem Blackberry an anderen Hüfte, und unserem Laptop vermutlich auf unserem Schoß. </seg> |
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<seg id="66"> Und auch wenn sie alle abgeschaltet sind, jede Minute in der wir unserem Kind beim Verstümmeln eines Fußballspiels zusehen fragen wir uns auch: "Sollte ich diesen Anruf annehmen? </seg> |
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<seg id="67"> Die Email beantworten? Den Brief schreiben?" </seg> |
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<seg id="68"> Und auch wenn die Antwort auf die Frage "Nein," ist, wird es Ihre Erfahrung vom Fussballspiels Ihres Kindes prägen, sehr anders als es gewesen wäre. </seg> |
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<seg id="69"> Überall, wo wir hinsehen, große und kleine Dinge, materielle Dinge und Lebensstil, Leben ist eine Frage der Wahl. </seg> |
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<seg id="70"> Und die Welt in der wir lebten sah so aus. </seg> |
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<seg id="71"> Damit will ich sagen, es gab einige Wahlmöglichkeiten, aber nicht alles war eine Frage der Wahl. </seg> |
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<seg id="72"> Und die Welt in der wir jetzt leben sieht so aus. </seg> |
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<seg id="73"> Und die Frage ist, sind das gute oder schlechte Nachrichten? </seg> |
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<seg id="74"> Die Antwort ist "Ja". </seg> |
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<seg id="75"> Wir wissen alle was gut daran ist, also werde ich darüber was schlecht daran ist. </seg> |
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<seg id="76"> All diese Auswahlmöglichkeiten haben zwei Effekte, zwei negative Effekte auf Menschen. </seg> |
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<seg id="77"> Ein Effekt, paradoxer Weise, ist, dass er lähmt statt zu befreien. </seg> |
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<seg id="78"> Mit so vielen Optionen aus den man wählen kann, fällt es Menschen sehr schwer sich überhaupt zu entscheiden. </seg> |
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<seg id="79"> Ich werde Ihnen ein weiteres drastisches Beispiel dafür geben, eine Studie über Investitionen in freiwillige Altersvorsorge. </seg> |
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<seg id="80"> Eine Kollegin von mir hatte Zugriff auf Investitions-Akten von Vanguard, der gigantischen Fondgesellschaft von ungefähr einer Millionen Mitarbeitern und ca. 2000 unterschiedlichen Arbeitsplätzen. </seg> |
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<seg id="81"> Und was sie fand war pro 10 Investmentfonds die der Arbeitgeber anbot, nahm die Teilnahme um 2 Prozent ab. </seg> |
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<seg id="82"> Sie bieten 50 Investmentfonds an -- 10 Prozent weniger Mitarbeiter nehmen teil als wenn Sie nur 5 anbieten würde. Warum? </seg> |
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<seg id="83"> Weil es 50 Investmentfonds sind, die zur Auswahl stehen, ist es so schwer zu entscheiden welchen man wählen soll, dass Sie es auf morgen aufschieben. </seg> |
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<seg id="84"> Und dann morgen, und dann morgen, und morgen, und morgen, und morgen kommt natürlich nie. </seg> |
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<seg id="85"> Verstehen Sie, dass das nicht nur heißt, das Menschen Hundefutter essen müssen wenn Sie in den Ruhestand gehen, weil Sie nicht genug Geld zum Zurücklegen haben, es bedeutet auch, das Entscheidungen treffen so schwer ist, dass Sie große Investitionsangebote Ihrer Arbeitgeber verpassen. </seg> |
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<seg id="86"> Durch die nicht Teilnahme geben Sie bis zu 5000 US$ pro Jahr auf von dem Arbeitsgeber, der glücklich gewesen wäre Ihren Beitrag zu vermehren. </seg> |
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<seg id="87"> Lähmung ist eine Folge von zu vielen Wahlmöglichkeiten. </seg> |
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<seg id="88"> Und ich denke es sorgt dafür, dass die Welt so aussieht. Sie wollen die Entscheidung wirklich richtig treffen, wenn es für alle Ewigkeit ist, richtig? </seg> |
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<seg id="89"> Sie wollen nicht den falschen Investment Fond wählen, oder gar das falsche Salatdressing. </seg> |
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<seg id="90"> Also das ist der eine Effekt. Der andere Effekt ist, dass selbst wenn wir die Lähmung überwinden und eine Entscheidung treffen, enden wir weniger zufrieden mit dem Ergebnis der Auswahl, als, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten uns zwischen weniger Möglichkeiten zu entscheiden. </seg> |
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<seg id="91"> Und es gibt mehrere Gründe für dies. </seg> |
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<seg id="92"> Einer von ihnen ist bedingt durch die große Auswahl unterschiedlicher Salatdressings, wenn Sie eines kaufen, und es ist nicht perfekt -- und, welches Salatdressing ist schon perfekt? Es ist einfach sich vorzustellen, dass Sie eine andere Entscheidung hätten treffen können die besser gewesen wäre. Und was passiert ist diese bildlich vorgestellte Alternative führt dazu, dass Sie die Entscheidung bereuen, und dieses Bereuen wirkt negativ auf die Zufriedenheit, die Sie von Ihrer gemachten Entscheidung hatten, </seg> |
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<seg id="93"> auch, wenn es eine gute Entscheidung war. </seg> |
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<seg id="94"> Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto einfacher ist es überhaupt nichts zu bereuen das ist enttäuschend für die Wahl die Sie treffen. </seg> |
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<seg id="95"> Zweitens, was Ökonomen Oppertunitätskosten nennen. </seg> |
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<seg id="96"> Dan Gilbert hat einen großen Punkt heute morgen gemacht indem er erzählte wie sehr die Art in der wir Dinge bewerten, davon abhängt zu was wir es vergleichen. </seg> |
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<seg id="97"> Gut, wenn es sehr viele Alternativen zu bedenken gibt, ist es einfach sich attraktive Eigenschaften vorzustellen von Alternativen, die Sie ausschließen, das macht Sie weniger zufrieden mit den Alternativen, die Sie gewählt haben. </seg> |
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<seg id="98"> Hier ist ein Beispiel. Für die von Ihnen, die keine New Yorker sind, entschuldige ich mich. </seg> |
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<seg id="99"> Aber hier ist, was Sie hätten denken sollen. </seg> |
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<seg id="100"> Hier ist ein Paar auf den Hamptons. </seg> |
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<seg id="101"> Sehr teure Immobilien. </seg> |
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<seg id="102"> Wunderschöner Strand. Toller Tag. Sie haben es alles für sich selbst. </seg> |
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<seg id="103"> Was könnte besser sein? "Verdammt" </seg> |
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<seg id="104"> der Mann denkt, "Es ist August. Jeder in meiner Manhattener Nachbarschaft ist weg. </seg> |
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<seg id="105"> Ich könnte direkt vor meinem Haus parken." </seg> |
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<seg id="106"> Und er verbringt 2 Wochen von dem Gedanken verfolgt das er die Möglichkeit verpasst hat, Tag über Tag, einen tollen Parkplatz zu haben. </seg> |
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<seg id="107"> Oppertunitätskosten senken die Zufriedenheit, die wir durch unsere Auswahl erhalten, auch, wenn das was wir ausgesucht haben fantastisch ist. </seg> |
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<seg id="108"> Und je mehr Möglichkeiten es zur Auswahl gibt, desto mehr attraktive Eigenschaften dieser Auswahl werden in den Oppertunitätskosten berücksichtigt. </seg> |
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<seg id="109"> Hier ist ein weiteres Beispiel. </seg> |
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<seg id="110"> Nun, dieser Cartoon macht einige Aussagen. </seg> |
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<seg id="111"> Er macht eine Aussage darüber im jetzt zu leben und vielleicht auch darüber Dinge langsam zu tun. </seg> |
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<seg id="112"> Aber ein wichtiger Punkt, den er macht ist: Immer wen Sie sich für eine Sache entscheiden, entscheiden Sie sich andere Dinge nicht zu tun. Und diese anderen Dinge mögen viele attraktive Eigenschaften haben, und es wird, was Sie tun werden weniger anziehend machen. </seg> |
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<seg id="113"> Drittens: Eskalation der Erwartungen. </seg> |
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<seg id="114"> Dies hat mich getroffen, als ich meine Jeans austauschen wollte. </seg> |
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<seg id="115"> Ich trage Jeans, fast die ganze zeit. </seg> |
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<seg id="116"> Und es gab eine Zeit in der es nur Jeans einer Art gab, und Sie haben Sie gekauft, und Sie haben schlecht gepasst, Sie waren unglaublich unkomfortabel und wenn Sie sie lange genug getragen und oft genug gewaschen hatten, haben Sie angefangen sich "OK" anzufühlen. </seg> |
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<seg id="117"> Also ging um neue Jeans zu kaufen nach vielen Jahren des Tragens der Alten, und ich sagte, "Ich hätte gerne ein paar Jeans, hier ist meine Größe." </seg> |
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<seg id="118"> Und der Verkäufer sagte, "Wollen Sie schlanke, leicht anliegende oder weite? </seg> |
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<seg id="119"> Wollen Sie Knöpfe oder Reißverschluss? Stein oder Säure gewaschen? </seg> |
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<seg id="120"> Wollen Sie Jeans mit löchern? </seg> |
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<seg id="121"> Möchten Sie unten weit geschnitten, kegelig, blah blah blah ..." und so weiter erzählte er. </seg> |
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<seg id="122"> Mein Kiefer war unten und nachdem ich mich erholte sagte ich, "I hätte gerne die Art, die früher die einzige Art war." </seg> |
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<seg id="123"> Er hatte keine Ahnung was das war, also verbrachte ich eine Stunde damit alle diese verdammten Jeans anzuprobieren, und verlies das Geschäft -- und ich sage die Wahrheit -- mit den best passenden Jeans, die ich je hatte. </seg> |
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<seg id="124"> Ich hatte es besser. All diese Auswahl ermöglichte es mir es besser zu haben. </seg> |
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<seg id="125"> Aber ich fühlte mich schlechter. </seg> |
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<seg id="126"> Warum? Ich schrieb ein ganzes Buch um zu versuchen es mir selbst zu erklären. </seg> |
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<seg id="127"> Der Grund dafür, dass ich mich schlechter fühlte war, mit all diesen verfügbaren Möglichkeiten, meine Erwartungen dafür, was für ein gutes Paar Jeans ausmacht, gingen hoch. </seg> |
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<seg id="128"> Ich hatte sehr niedrige Erwartungen. Ich hatte keine konkreten Erwartungen, als es sie nur in einer Art gab. </seg> |
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<seg id="129"> Als Sie in 100 Arten kamen, verdammt, eine von ihnen hätte perfekt sein sollen, </seg> |
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<seg id="130"> Und was ich bekam war gut, aber es war nicht perfekt. </seg> |
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<seg id="131"> Und so verglich ich was ich bekommen hatte zu dem was ich erwartete, und was ich hatte war enttäuschend in Vergleich zu dem was ich erwartete. </seg> |
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<seg id="132"> Das Hinzufügen von Möglichkeiten in das Leben der Menschen erhöht zwangsläufig die Erwartungen die Menschen haben darüber wie gut diese Möglichkeiten sein werden. </seg> |
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<seg id="133"> Und dies führt zu weniger Zufriedenheit mit den Ergebnissen, auch wenn die Ergebnisse gut sind. </seg> |
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<seg id="134"> Niemand in der Welt des Marketings weiß dies. </seg> |
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<seg id="135"> Weil, wenn Sie es würden, wüssten Sie alle nicht worum es hier geht. </seg> |
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<seg id="136"> Die Wahrheit ist mehr wie das hier. </seg> |
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<seg id="137"> Der Grund ist, das früher alles besser war als alles schlechter war, als alles schlechter war, war es für die Menschen möglich Erfahrungen zu machen die eine angenehme Überraschung waren. </seg> |
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<seg id="138"> Heutzutage, in der Welt in der wir leben -- wir wohlhabenden, industrialisierten Bürger, mit Perfektion als Erwartung -- das Beste für das man je hoffen kann ist das Dinge so gut sind wie man es von ihnen erwartet. </seg> |
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<seg id="139"> Sie werden nie angenehm überrascht. weil Ihre Erwartungen, meine Erwartungen, haushoch sind. </seg> |
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<seg id="140"> Das Geheimnis zur Glücklichkeit -- das ist wofür Sie alle gekommen sind -- das Geheimnis zur Glücklichkeit sind niedrige Erwartungen. </seg> |
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<seg id="141"> Ich möchte sagen -- ein kurzer autobiographischer Moment -- das ich mit einer Frau verheiratet bin, und sie ist wirklich sehr wunderbar. </seg> |
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<seg id="142"> I hätte es nicht besser machen können. Ich habe mich nicht niedergelassen. </seg> |
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<seg id="143"> Aber niederlassen ist nicht immer so eine schlechte Sache. </seg> |
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<seg id="144"> Letztendlich, eine Folge des Kaufens einer schlecht sitzenden Jeans wenn es nur eine Art zu kaufen gibt ist, dass wenn Sie unzufrieden sind, und Sie sich fragen warum, wer verantwortlich ist, die Antwort klar ist. </seg> |
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<seg id="145"> Die Welt ist verantwortlich. Was hätten Sie tun können? </seg> |
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<seg id="146"> Wenn hunderte von verschiedenen Arten von Jeans verfügbar sind, und Sie kaufen eine die enttäuschend ist, und Sie fragen warum, wer ist verantwortlich? </seg> |
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<seg id="147"> Ist es ebenso klar, dass die Antwort auf die Frage ist: Sie. </seg> |
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<seg id="148"> Sie hätten es besser tun können. </seg> |
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<seg id="149"> Mit 100 unterschiedlichen Arten von Jeans im Schaufenster, gibt es keine Entschuldigung für Fehler. </seg> |
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<seg id="150"> Und so, wenn Menschen Entscheidungen treffen, und auch wenn die Ergebnisse der Entscheidungen gut sind, fühlen Sie sich enttäuscht darüber, Sie beschuldigen sich selbst. </seg> |
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<seg id="151"> Klinische Depressionen explodierten in der industriellen Welt in der letzten Generation. </seg> |
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<seg id="152"> Ich glaube ein signifikanter -- nicht der einzige, aber ein Signifikanter Beiträger zu dieser Explosion der Depression, und auch Selbstmord, ist, dass Menschen Erfahren haben die enttäuschend sind weil Ihre Standards so hoch sind. Und dann, wenn Sie sich diese Erfahrungen selbst erklären müssen, denken sie es wäre ihre schuld. </seg> |
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<seg id="153"> Und so ist das Bilanzergebnis, dass es uns generell besser geht, objektiv, und wir uns schlechter fühlen. </seg> |
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<seg id="154"> Also lassen Sie mich Sie erinnern. </seg> |
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<seg id="155"> Dies ist das offizielle Dogma, das eine das wir alle für richtig halten, komplett falsch ist. Es ist nicht wahr. </seg> |
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<seg id="156"> Es gibt keine Frage, das etwas Auswahl besser ist als keine, aber es folgt nicht, das mehr Auswahl besser ist als etwas Auswahl. </seg> |
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<seg id="157"> Es gibt eine magische Menge. Ich weiß nicht was es ist. </seg> |
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<seg id="158"> Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir diesen Punkt lange verpasst haben an dem Auswahl unser Gemeinwohl verbessert. </seg> |
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<seg id="159"> Jetzt, als eine Grundsatz Frage -- Ich bin fast fertig -- als eine Grundsatz Frage, die Sache über die nachzudenken ist. Das was all diese Auswahl ermöglicht in den industrialisierten Gesellschaften, ist der Material Reichtum. </seg> |
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<seg id="160"> Es gibt viele Plätze in der Welt, und wir haben von vielen von ihnen gehört, deren Problem nicht die zu große Auswahl ist. </seg> |
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<seg id="161"> Ihr Problem ist, dass Sie zu wenig haben. </seg> |
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<seg id="162"> Also die Dinge über die ich rede sind ein sonderbares Problem der modernen, reichen, westlichen Gesellschaften. </seg> |
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<seg id="163"> Und was ist so frustrierend und ärgerlich ist: Steve Levitt hat Ihnen gestern erzählt, dass diese teuren und schwer zu befestigenden Kindersitze nicht helfen. </seg> |
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<seg id="164"> Das ist eine Geldverschwendung. </seg> |
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<seg id="165"> Ich erzähle Ihnen, dass diese teuren, komplizierten Entscheidungen -- es ist nicht nur so, dass sie nicht helfen. </seg> |
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<seg id="166"> Sie tun sogar weh. </seg> |
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<seg id="167"> Sie sorgen dafür, dass wir schlechter da stehen. </seg> |
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<seg id="168"> Wenn einiges, was den Menschen in unserer Gesellschaft, Entscheidungen ermöglicht in Gesellschaften verschoben würde, in denen Menschen zu wenig Auswahl haben, verbessert sich nicht nur das Leben der Menschen, sondern unseres würde auch verbessert. Ökonomen nennen dies eine Pareto-verbesserungs Bewerbung. </seg> |
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<seg id="169"> Einkommensumverteilung wird dafür sorgen, dass es allen besser geht -- nicht nur den armen -- weil all diese große Auswahl uns plagt. </seg> |
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<seg id="170"> Abschließend, lesen Sie bitte diesen Cartoon, und, eine hochentwickelte Person, sagt, "Ah! Was weiß dieser Fisch? </seg> |
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<seg id="171"> Sie wissen es nichts möglich in diesem Goldfischglas." </seg> |
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<seg id="172"> Verarmten Phantasie, eine kurzsichtige Sicht der Welt -- und dass ist die Art wie ich es zuerst gelesen habe. </seg> |
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<seg id="173"> Je mehr ich aber darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu der Ansicht, das der Fisch etwas weiß. </seg> |
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<seg id="174"> Denn die Wahrheit ist, dass wenn Sie das Goldfischglas zerbrechen, so dass alles möglich ist, haben Sie keine Freiheit. Sie haben Lähmung. </seg> |
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<seg id="175"> Wenn Sie das Goldfischglas zerbrechen, so dass alles möglich ist, senken Sie die Zufriedenheit. </seg> |
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<seg id="176"> Sie steigern die Lähmung und senken die Zufriedenheit. </seg> |
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<seg id="177"> Jeder braucht ein Goldfischglas. </seg> |
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<seg id="178"> Dies ist sicherlich zu begrenzt -- möglicherweise auch für den Fisch, aber definitiv für uns. </seg> |
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<seg id="179"> Aber das Fehlen eines metaphorischen Goldfischglases ist ein Rezept für Elend, und, ich vermute, Katastrophe. </seg> |
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<seg id="180"> Vielen Dank. </seg> |
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