diff --git "a/data/IWSLT.TED.dev2010.en-de.de.xml" "b/data/IWSLT.TED.dev2010.en-de.de.xml" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/data/IWSLT.TED.dev2010.en-de.de.xml" @@ -0,0 +1,965 @@ + + + + + http://www.ted.com/talks/al_gore_warns_on_latest_climate_trends + TED Talk Subtitles and Transcript: Al Gore präsentiert aktualisierte Folien aus der ganzen Welt, um Argumente für besorgniserregende Klimaentwicklungen aufzuzeigen, die sogar schlimmeres befürchten lassen, als Forscher vorhersagen, und um seinen Standpunkt zu "sauberer Kohle" klar zu äußern. + talks, Natural resources, alternative energy, climate change, ecology, energy, environment, presentation, science, sustainability, technology + 535 + Al Gore warnt vor den neuesten Klimaentwicklungen + Stephan Ludwig Wirries + Martin Lorch + Letztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. + Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. + In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. + Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. + Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. + Das Dauereis ist mit rot markiert. + Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. + Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. + In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein. + Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. + Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. + Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. + Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. + Video: Wow! Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen. + Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. + Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. + Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. + Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. + Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. + Diese Flüsse nehmen rapide zu. + Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. + Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. + Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. + Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland. + Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. + 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. + In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. + Die Wassermengen haben sich vergrössert. + Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. + In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. + Dies betrifft die Speicherbecken. + Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst. + Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. + Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. + Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. + Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. + Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet. + In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. + Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. + Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. + Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. + Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. + Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen. + Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. + Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. + Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. + Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. + Dieses Bild erinnerte mich an etwas. + Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. + Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. + Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. + Dies passierte um Weihnachten. + Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser. + ♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. + Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. + Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. + Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot. + Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. + Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal. + Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden. + Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. + Dies ist eine, ein Teil von ihr. + Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. + Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. + Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. + Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut + Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. + Überlassen Sie das ruhig uns. + Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. + Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. + Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. + Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. + Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. + Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie. + Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit. + Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. + Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. + Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. + Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre + Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. + Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. + Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus. + Al Gore: Dies ist die letzte. + Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. + Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. + Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. + Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. + Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren. + Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. + Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." + Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. + Vielen Dank. + + + http://www.ted.com/talks/brian_cox_what_went_wrong_at_the_lhc + TED Talk Subtitles and Transcript: In diesem kurzen Vortrag der TED U 2009, präsentiert Brian Cox Neuigkeiten vom CERN Teilchenbeschleuniger. Er spricht über die gegenwärtigen Reparaturen und offenbart, was die Zukunft für das größte wissenschaftliche Experiment der Geschichte bereithält. + talks, astronomy, energy, exploration, physics, science, technology + 531 + Brian Cox: Was am LHC missglückte + Dominik Weickgenannt + Steffen Lewenhardt + Auf der letzten TED Konferenz gab ich eine Einführung zum LHC. + Und ich versprach zurück zu kommen, um Ihnen zu erklären wie die Maschine funktioniert. + Nun ist es also soweit. Und für alle jene die damals nicht da waren, der LHC ist das größte wissenschaftliche Experiment welches je angegangen wurde -- 27 Kilometer im Durchmesser. + Seine Aufgabe ist es, die Bedingungen zu erschaffen, welche weniger als eine Milliardstel Sekunde nach Beginn des Universums existierten -- und das bis zu 600 Millionen Mal innerhalb einer Sekunde. + Es ist einfach nur atemberaubend ehrgeizig. + Dies ist die Maschine unterhalb von Genf. + Wir nehmen Bilder dieser Mini-Urknalle in Detektoren auf. + An diesem arbeite ich. Er nennt sich ATLAS Detektor -- 44 Meter in der Breite, 22 Meter im Durchmesser. + Hier ein spektakuläres Bild des ATLAS in der Konstruktion damit Sie die Größenverhältnisse sehen. + Am 10. September letzen Jahres lief die Maschine zum ersten Mal an. + Und dieses Bild wurde von ATLAS aufgenommen. + Es verursachte immensen Jubel im Kontrollraum. + Es ist ein Bild des ersten Strahlenpartikels welches die gesamte Strecke um den LHC zurücklegte, dann absichtlich mit einem Teil des LHC kollidierte, um einen Regen von Partikeln auf den Detektor prasseln zu lassen. + In anderen Worten, als wir dieses Bild am 10. September sahen, wussten wir, dass die Maschine funktioniert, was ein großer Triumph ist. + Ich weiss nicht, ob dies den größten Jubel erzeugte, oder dies, als jemand die Google Seite besuchte und die Startseite so vorfand. + Es bedeutet, dass wir einen kulturellen Einfluss neben dem wissenschaftlichen erreichten. + Ungefähr eine Woche später gab es ein Problem mit der Maschine welches mit diesen Drähten hier zu tun hatte -- diese goldenen Drähte hier + Diese Drähte leiten 13-tausend Ampere wenn die Maschine auf Hochleistung läuft. + Nun, die Ingenieure unter Ihnen werden sie betrachten und sagen, "Nein das tun sie nicht. Das sind kleine Drähte." + Sie können das leisten, weil wenn man sie sehr weit abkühlt, werden sie zu sogenannten Supraleitern. + Bei minus 271 Grad also, kälter als der Raum zwischen den Sternen, können diese Drähte die Spannung aushalten. + In einer der Verbindungen, zwischen über neuntausend Magneten im LHC, gab es einen Manufakturdefekt. + Dadurch erhitzen sich die Drähte geringfügig und 13-tausend Ampere begegneten plötzlich elektrischem Widerstand. + Dies war das Ergebnis. + Nun, das alles ist noch beeindruckender wenn Sie sich vorstellen, dass die Magneten über 20 Tonnen wiegen und sich um ca. 30 cm verschoben. + Wir beschädigten also ungefähr 50 der Magneten + und mussten sie entfernen, was wir auch taten. + Wir konditionierten sie neu, reparierten sie. + Sie sind nun alle wieder auf ihrem Weg zurück. + Gegen Ende März wird der LHC wieder funktionsfähig sein. + Wir werden ihn anschalten, und erwarten erste Daten im Juni oder Juli sammeln zu können, und setzen unsere Reise fort, um herauszufinden was die Bausteine des Universums sind. + Nun, natürlich, auf eine Art entfachen solche Unfälle erneut die Debatte um den Wert von Wissenschaft und Ingenieurskunst an solchen Grenzen. Es ist leicht, so etwas abzulehnen. + Ich denke die Tatsache, dass es so schwer ist, die Tatsache, dass wir über unsere Grenzen hinaus greifen, bildet den Wert von Dingen wie dem LHC. + Ich werde meine abschließenden Worte einem englischen Wissenschaftler überlassen. Humphrey Davy, der, wie ich vermute, als er die nutzlosen Experimente seines Lehrlings verteidigte, sein Lehrling war Michael Faraday, folgendes sagte: "Nichts ist so gefährlich für die Entwicklung des menschlichen Geistes, als anzunehmen, dass unsere wissenschaftlichen Vorstellungen endgültig sind, dass es keine Mysterien in der Natur gibt, dass unsere Triumphe vollzählig sind, und dass es keine neuen Welten zu erobern gibt." + Vielen Dank. + + + http://www.ted.com/talks/david_merrill_demos_siftables_the_smart_blocks + TED Talk Subtitles and Transcript: MIT-Student David Merrill demonstriert Siftables - Keks-große, computergesteuerte Kacheln, die man mit den Händen stapeln und mischen kann. Dieses Zukunfts-Spielzeug beherrscht Mathematik, spielt Musik und kommuniziert auch mit seinen Freunden. Ist dies die Neuheit des spielerischen Lernens? + talks, art, business, children, computers, design, education, invention, music, technology, toy + 457 + David Merrill demonstriert Siftables, die denkenden Bauklötze + Alexander Klar + Christian Mathias + Ich möchte damit beginnen Sie zu bitten, an die Zeit Ihrer Kindheit zurückzudenken, als Sie mit Bauklötzen spielten. + Während Sie erkannten, wie man die Hände ausstreckt und zugreift, die Klötze aufnimmt und bewegt, lernten Sie tatsächlich, zu überlegen und Probleme durch das Verstehen und Verändern räumlicher Zusammenhänge zu lösen. + Das räumliche Denken ist eng damit verbunden, wie wir einen Großteil unserer Umgebung verstehen. + Als Informatiker - inspiriert von der Art unserer Interaktion mit realen Objekten - zusammen mit meinem Fachberater Patti und meinem Kollegen Jeevan Kalanithi, begann ich mich zu wundern: Was wäre, wenn wir Computer nutzen würden, die anstelle eines Maus-Zeigers, der sich wie eine digitale Fingerspitze auf einer flachen Arbeitsfläche bewegt... ... Was wäre, wenn wir mit beiden Händen eingreifen könnten und Daten physisch ergreifen + und sie so anordnen könnten, wie wir es wollen? + Diese Frage war so ergreifend, dass wir uns zur Erforschung der Antwort entschieden und Siftables entwickelten. + Kurz gesagt, ein Siftable ist ein interaktiver Computer in der Größe eines Kekses. + Sie können mit der Hand bewegt werden, sie können sich gegenseitig wahrnehmen, sie können ihre Bewegungen erfassen und sie haben einen Bildschirm und einen Funkempfänger. + Viel wichtiger: Sind sind körperlich, weshalb man sie wie Bauklötze lediglich durch das Ausstrecken der Hände und Zugreifen bewegen kann. + Und die Siftables sind ein Beispiel einer neuen Generation von Hilfsmitteln zur Manipulation digitaler Daten. + Und wenn diese Hilfsmittel körperlicher werden und ein Bewusstsein für ihre Bewegungen entwickeln, sich gegenseitig erkennen und die Feinheiten unseres Umgangs mit ihnen wahrnehmen, dann können wir mit der Erforschung neuer und unterhaltsamer Interaktionsarten beginnen. + Ich fange mit einigen einfachen Beispielen an. + Dieser Siftable ist für die Videowiedergabe konfiguriert und wenn Ich ihn in eine Richtung kippe, wird das Video vorwärts abgespielt; wenn ich ihn in die andere Richtung kippe, läuft es rückwärts. + Und diese interaktiven Portraits nehmen sich gegenseitig wahr. + Wenn ich sie also nebeneinander lege, weckt das ihr Interesse. + Wenn sie voneinader umgeben sind, bemerken sie das auch und können etwas nervös werden. + Und sie fühlen ebenso ihre Bewegungen und Neigung. + Eine interessante Folge der Interaktionen, die wir zu erkennen begannen, war, dass wir alltägliche Gesten auf Daten anwenden könnten, wie etwa Farben so zu schütten, wie man dies mit Flüssigkeiten tut. + In diesem Fall haben wir drei Siftables als Farbtöpfe konfiguriert und ich kann sie nutzen, um Farbe in den in der Mitte zu gießen, wo sie dann vermischt werden. + Wenn wir es übertreiben, können wir ein wenig zurückschütten. + Es gibt außerdem auch einige nette Möglichkeiten in der Bildung wie Sprachen, Mathematik oder Logikspiele, wo wir den Leuten die Möglichkeit des schnellen Ausprobierens geben und die Ergebnisse sofort sehen wollen. + Hier bin ich... Das ist eine Fibonacci-Folge, die ich mit einem einfachen Gleichungsprogramm erstelle. + Das ist ein Spiel mit Wörtern, das eine Art Mischung aus Scrabble und Boggle ist. + Grundsätzlich bekommt man jede Runde auf jeden Siftable zufällig zugewiesene Buchstaben und während man versucht, Wörter zu bilden, werden diese über ein Wörterbuch geprüft. + Dann, nach ungefähr 30 Sekunden, wird wieder gemischt und man hat eine neue Buchstabenkombination und neue Möglichkeiten auszuprobieren. + Vielen Dank. + Das sind einige Kinder die auf einem Ausflug zum Media Lab kamen. Ich konnte sie dazu bewegen, es auszuprobieren und habe ein Video davon aufgenommen. + Sie haben es wirklich geliebt. + Ein interessanter Umstand bei dieser Art von Anwendungen ist, dass man den Leuten nicht viele Anweisungen geben muss. + Alles was man sagen muss ist "Bildet Wörter" und sie wissen genau, was zu tun ist. + Hier sind noch ein paar Leute, die es testen. + Das ist unser jüngster Beta-Tester dort unten rechts. + Es stellte sich heraus, dass er die Siftables nur stapeln wollte. + Also für ihn waren sie nur Bauklötze. + Dies ist eine interaktive Trickfilmanwendung. + Wir wollten ein Lernmittel für Sprachlerner entwickeln. + Das ist Felix. + Er kann neue Charaktere in die Szene bringen, indem er den Siftable vom Tisch aufhebt, der diese Figur zeigt. + Hier lässt er die Sonne aufgehen. + Jetzt holt er einen Traktor in die Szene. + Gute Arbeit! Ja! + Indem er die Siftables schüttelt und sie nebeneinander legt kann er die Charaktere interagieren lassen... + ...seine eigene Geschichte erfinden. + Es ist eine Geschichte mit offenem Ende und er kann entscheiden, wie sie sich entwickelt. + Das letzte Beispiel, für das ich heute Zeit habe, es zu zeigen, ist ein Musik-Sequencer für Live-Auftritte, das wir kürzlich entwickelt haben und in dem Siftables als Töne, wie Führungsstimme, Bass und Schlagzeug agieren. + Jedes hat vier verschiedene Variationen; Man kann auswählen, welche man nutzen möchte. + Und man kann diese Töne in die Sequenz einspeisen, die man wiederum in beliebigen Mustern anordnen kann. + Und man speist sie ein, indem man einfach einen Ton-Siftable an einen Sequenz-Siftable hält. + Dort sind Effekte, die man live verändern kann, wie z.B. Hall und Filter. + Man verbindet ihn mit einem bestimmten Ton und neigt ihn dann zum Einstellen. + Und dann noch übergeordnete Effekte wie Tempo und Lautstärke, die man auf die gesamte Sequenz anwendet. + Also schauen wir mal. + Wir beginnen, in dem wir die Führungsstimme in zwei Sequenz-Siftable einspeisen und diese in einer Reihe anordnen, sie erweitern und ein bisschen mehr der Stimme hinzufügen. + Jetzt füge ich einen Bass hinzu. + Jetzt werde ich noch etwas Schlagzeug dazu tun. + Und jetzt verbinde ich den Filter mit dem Schlagzeug, damit ich den Effekt live steuern kann. + Ich kann die ganze Sequenz beschleunigen, indem ich das Tempo in die eine oder andere Richtung kippe. + Und jetzt verbinde ich den Filter noch mit dem Bass; für etwas mehr Ausdruck. + Ich kann die Sequenz während sie abläuft umstellen. + Dadurch muss ich sie nicht im Vorfeld planen, sondern kann improvisieren; sie währenddessen verlängern oder verkürzen. + Und abschließend kann ich die ganze Sequenz ausblenden, indem ich den Lautstärke-Siftable nach links neige. + Vielen Dank. + Wie Sie also sehen können, liegt meine Begeisterung darin, neue Mensch-Computer-Schnittstellen zu entwickeln, die besser zu dem passen, wie unsere Gehirne und Körper arbeiten. + Und heute hatte ich Zeit, Ihnen einen Teil dieser neuen Design-Welt und einige der Möglichkeiten dessen zu zeigen, woran wir in unserem Labor arbeiten. + Der Gedanke, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte, ist dass wir an der Schwelle zu dieser neuen Generation von Werzeugen zur Interaktion mit digitalen Medien stehen, die Informationen in unsere Welt bringen, die unseren Anforderungen entspricht. + Vielen Dank, + ich freue mich auf die Gespräche mit Ihnen allen! + + + http://www.ted.com/talks/elizabeth_gilbert_on_genius + TED Talk Subtitles and Transcript: Elizabeth Gilbert grübelt über die unmöglichen Dinge nach, die wir von Künstern und Genies erwarten – und formuliert die radikale Idee, dass eine außergewöhnliche Person kein Genie „ist“, sondern alle von uns ein Genie „haben“. Es ist ein witziger, persönlicher und überraschend bewegender Vortrag. + talks, creativity, culture, entertainment, personality, poetry, work, writing + 453 + Elizabeth Gilbert über Genies + Dominik Weickgenannt + Alexander Klar + Ich bin Schriftstellerin. + Bücher zu schreiben ist mein Beruf, aber es ist natürlich mehr als das. + Es ist auch meine große, lebenslange Liebe und Faszination. + Und ich erwarte nicht, dass sich das je ändern wird. + Allerdings ist kürzliche etwas eigenartiges in meinem Leben und meiner Karriere geschehen, das mich dazu gebracht hat, meinen Bezug zu dieser Arbeit komplett zu überdenken. + Dieses eigenartige Ereignis war, dass ich kürzlich ein Buch geschrieben habe – eine Biografie namens „Eat, Pray, Love“ –, das, entschieden anders als alle meine vorherigen Bücher aus irgendwelchen Gründen in die Welt hinausging und ein großes Mega-Ereignis, internationales Bestseller-Ding wurde. + Das Ergebnis ist, dass ich, egal wohin ich komme, behandelt werde als wäre ich dem Untergang geweiht. + Ernsthaft – dem Untergang geweiht! + Zum Beispiel kommen sie ganz besorgt auf mich zu und sagen: "Fürchten Sie nicht, dass Sie diesen Erfolg niemals übertreffen werden? + Haben Sie keine Angst davor, dass Sie Ihr ganzes Leben weiterschreiben und nie wieder ein Buch erschaffen, das irgendjemanden in der Welt interessiert? Nie wieder?“ + Okay, das macht wirklich Mut. + Es wäre allerdings schlimmer, wenn ich mich nicht daran erinnern würde, dass ich vor über 20 Jahren, als ich als Teenager zum ersten Mal davon erzählte, dass ich Schriftstellerin sein wollte, mit der gleichen Art von angstbesetzter Reaktion konfrontiert worden bin. + Die Leute sagten: „Hast Du keine Angst, niemals Erfolg zu haben? + Hast Du keine Angst, dass Dich die Demütigung einer Absage umbringt? + Hast Du keine Angst, dass Du diesem Handwerk dein Leben lang nachgehst und daraus nie etwas entsteht und dass du auf einem Schrotthaufen geplatzter Träume sterben wirst – Dein Mund gefüllt mit der bitteren Asche des Versagens?“ + So ungefähr, Sie wissen schon. + Die Antwort – die kurze Antwort auf all diese Fragen ist: „Ja.“ + Ja, ich habe Angst vor all diesen Dingen. + Und die hatte ich immer. + Und ich habe vor noch viel mehr Dingen angst, die niemand erahnen würde. Wie Algen – und andere furchteinflößende Dinge. + Aber, wenn es ums Schreiben geht denke ich seit kurzem darüber nach und frage mich: warum? + Ist das vernünftig? + Ist es logisch, dass von jemandem erwartet werden sollte, dass er Angst davor hat, die Arbeit zu tun zu der er sich berufen fühlt? + Und was genau ist mit den kreativen Unternehmungen los, dass sie uns unsicher über den gegenseitigen Geisteszustand machen – in einer Art, wie es andere Berufe nicht tun? + Mein Vater, zum Beispiel, war Chemiker und ich kann mich an keine Situation in seinen 40 Jahren als Chemiker erinnern, in der er gefragt wurde, ob er Angst hätte, Chemiker zu sein. + Mit deiner Chemiker-Blockade, John – wie geht's Dir damit? + Es kam einfach nicht vor, wissen Sie? + Aber um fair zu sein – die Gruppe der Chemiker haben über die Jahrhunderte nicht den Ruf von alkoholsüchtigen manisch-depressive Menschen erhalten. + Wir Schriftsteller scheinen aber diese Art von Ruf zu haben. Aber nicht nur die Schriftsteller, sondern die Kreativen aller Genres, scheinen diesen Ruf zu haben, mental ungeheuer instabil zu sein. + Alles, was Sie tun müssen, ist, sich die bitteren Todeszahlen von wirklich großartigen Köpfen allein aus dem 20. Jahrhundert anzusehen, die jung und oft von eigener Hand starben. + Und selbst diejenigen, die nicht tatsächlich Suizid begingen, schienen von ihren Talenten wirklich vernachlässigt worden zu sein. + Norman Mailer sagte kurz vor seinem Tod in seinem letzten Interview: „Jedes meiner Bücher hat mich ein bisschen weiter getötet.“ + Eine außerordentliche Aussage, die Sie über Ihr Lebenswerk machen können. + Aber wir zucken nicht einmal, wenn wir jemanden so etwas sagen hören, weil wir diese Art von Aussagen seit so langer Zeit kennen. Irgendwie haben wir die Auffassung so verinnerlicht und kollektiv akzeptiert, dass Kreativität und Leid irgendwie natürlich zusammengehören und dass Kunst – am Ende – immer zur Seelenqual führt. + Die Frage, die ich heute jedem hier stellen möchte ist: Ist diese Idee für Sie völlig in Ordnung? + Fühlen Sie sich damit wohl? + Denn mit nur einem Zentimeter Abstand betrachtet... Ich fühle mich mit dieser Auffassung überhaupt nicht wohl. + Ich finde sie abscheulich. + Und ich finde sie gefährlich. Und ich will nicht zusehen, wie sie ins nächste Jahrhundert übernommen wird. + Ich finde es besser, wenn wir unsere großen Kreativen ermuntern zu leben. + Und ich weiß definitiv, dass es für mich – in meiner Situation – sehr gefährlich wäre, anzufangen, diesen dunklen Pfad der Vermutung sozusagen herunterzusickern – besonders in dem Umstand, in dem ich mich in meiner Karriere gerade befinde. + Das heißt – sehen Sie: Ich bin ziemlich jung. Ich bin nur ca. 40 Jahre alt. + Ich habe vielleicht noch weitere 40 Arbeitsjahre in mir. + Und es ist äußerst wahrscheinlich, dass alles, was ich von jetzt an schreiben werde von der Welt als die Arbeit bewertet wird, die nach dem abgefahrenen Erfolg meines letzten Buches kam, richtig? + Ich sage es geradeheraus, denn wir sind hier ja jetzt alle irgendwie Freunde – es ist höchst wahrscheinlich, dass mein größter Erfolg hinter mir liegt. + Oh, Jesus, was für ein Gedanke! + Das sind die Art von Gedanken, die jemanden dazu bringen können, um 9 Uhr morgens anzufangen, Gin zu trinken. Und das will ich nicht. + Ich würde lieber weiterhin diese Arbeit tun, die ich liebe. + Also ist die Frage: wie? + Nach einiger Zeit des Reflektierens scheint mir, dass ich, um weiterhin schreiben zu können, eine Art von schützendem psychologischen Konstrukt entwerfen muss. + Irgendwie muss ich von nun an einen Weg finden, beim Schreiben eine sichere Distanz zu wahren zwischen mir und meiner sehr natürlichen Beklemmung darüber, wie die Reaktion auf das Geschriebene sein wird. + Während ich im vergangenen Jahr nach Modellen dafür gesucht habe, um das zu tun, habe ich auch in der Vergangenheit gesucht und ich habe versucht, andere Gesellschaften zu finden, um zu sehen, ob sie eventuell bessere oder vernünftigere Ideen darüber hatten als wir, wie man Kreativen helfen kann, mit den emotionalen Risiken umzugehen, die mit Kreativität verbunden sind. + Diese Suche führte mich ins alte Griechenland und das alte Rom. + Bitte folgen Sie mir, denn der Kreis wird sich wieder schließen. + Aber im alten Griechenland und Rom haben die Menschen nicht geglaubt, dass Kreativität von Menschen kommt, okay? + Sie glaubten, dass Kreativität eine Art göttlicher Diener-Geist war, der aus einer entfernten, unbekannten Quelle zu den Menschen kommt – aus unerklärlichen, unbekannten Gründen. + Die Griechen nannten diese göttlichen Diener-Geister der Kreativität „Dämonen“. + Von Sokrates ist bekannt, dass er daran glaubte, er hätte einen Dämon, der ihm Weisheiten aus weiter Ferne mitteilte. + Die Römer hatten die gleiche Idee, nannten diese Art von körperlosem kreativem Geist ein „Genie“. + Das ist großartig. Die Römer dachten nicht wirklich, dass ein Genie ein besonders kluges Individuum war. + Sie glaubten, dass ein Genie diese Art magisches göttliches Wesen war, von dem geglaubt wurde, dass es sprichwörtlich in den Wänden eines Künstlerateliers lebt – ungefähr so wie Dobby, der Hauself – der rauskäme und dem Künstler bei der Arbeit gewissermaßen unsichtbar assistierte und das Ergebnis der Arbeit gestalten würde. + Das ist brilliant – da ist es, da ist die Distanz, von der ich sprach – das psychologische Konstrukt, die Dich von den Folgen Deiner Arbeit schützen. + Und jeder wusste, dass es so funktionierte, richtig? + Der Künstler des Altertums war vor gewissen Dingen geschützt, wie, zum Beispiel, zu viel Narzissmus, richtig? + Wenn Deine Arbeit brilliant war konntest Du nicht alles Ansehen für Dich verbuchen. Jeder wusste, dass Du dieses körperlose Genie hattest, das Dir geholfen hat. + Wenn Deine Arbeit floppte – nicht gänzlich Dein Fehler, oder? + Jeder wusste, Dein Genie war etwas lahm. + So haben die Menschen im Westen wirklich lange Zeit über Kreativität gedacht. + Und dann kam die Renaissance und alles änderte sich. Wir hatten diese große Idee. Und diese große Idee war: lasst uns das menschliche Individuum ins Zentrum des Universums stellen – über alle Götter und Mysterien. Und es gibt keinen Raum mehr für mystische Kreaturen, die Befehle vom Göttlichen annehmen. + Es ist der Beginn des rationalen Humanismus und die Menschen begannen zu glaube, dass Kreativität komplett vom eigenen Individuum kam. + Zum ersten Mal in der Geschichte hört man Menschen diesen oder jenen Künstler ein Genie nennen – anstelle davon, dass er ein Genie hat. + Ich muss Ihnen sagen: ich denke, das war ein großer Fehler. + Wissen Sie? Ich denke, einer bloßen Person zu erlauben, dass er denkt, er oder sie sei wie das Gefäß, wie das Becken und die Essenz und die Quelle allen göttlichen, kreativen, unbekanntem, unendlichen Mysteriums ist ein klein bisschen zu viel Verantwortung, um sie einer fragilen, menschlichen Psyche aufzubürden. + Es ist wie jemanden zu bitten, die Sonne zu schlucken. + Das entstellt und verzerrt ganze Egos und es erzeugt all diese unerreichbaren Erwartungen an den Erfolg. + Ich denke, dass dieser Erfolgs-Druck unsere Künstler der letzten 500 Jahre vernichtet hat. + Und, wenn das stimmt, – und ich denke, es stimmt – ist die Frage: + Können wir es ändern? + Vielleicht zu einem altertümlichen Verständnis über die Beziehung zwischen Menschen und dem Mysterium des Kreativen zurückzukehren. + Vielleicht nicht. + Vielleicht können wir das Gedankengut aus 500 Jahren rationalen Humanismus nicht einfach in einem 18-minütigen Vortrag auslöschen. + Und es gibt sicherlich Menschen in diesem Publikum, die wirklich berechtigte wissenschaftliche Zweifel anmelden würden über die Vorstellung von – grundsätzlich – Feen, die Menschen nachfolgen und Feenzauber auf ihre Projekte usw. anwenden. + Ich werde wahrscheinlich nicht alle von Ihnen auf diese Reise mitnehmen können. + Aber die Frage, die ich aufwerfen will ist: Warum nicht? + Warum nicht so darüber denken? + Denn es macht genauso viel Sinn wie alles andere, von dem ich gehört habe, wenn es darum ging, die absolut verrückt machende Launenhaftigkeit des kreativen Prozesses zu erklären. + Ein Prozess, der sich – wie jeder weiß, der es je versucht hat, etwas zu machen – also in anderen Worten: eigentlich jeder hier – nicht immer vernünftig verhält. + In der Tat kann er sich manchmal geradezu paranormal anfühlen. + Ich hatte kürzlich eine solche Begegnung als ich die außerordentliche amerikanische Dichterin Ruth Stone traf, die nun über 90 ist, die aber ihr ganzes Leben lang Dichterin war. Sie erzählte mir, dass sie als Sie im dörflichen Virginia aufwuchs draußen auf den Feldern arbeitete. Sie sagte, sie würde fühlen und hören können wie ein Gedicht über die Landschaft auf sie zukäme. + Sie sagte es wäre wie ein donnernder Zug aus Luft, + der über das Land auf sie zurollen würde. + Sie fühlte, wenn es kam, denn es würde die Erde unter ihren Füßen zum Beben bringen. + Sie wusste, dass sie in einem solchen Moment nur eines tun konnte. Und das war – in ihren Worten – „rennen wie der Teufel“. + Sie rannte wie der Teufel zum Haus während sie von diesem Gedicht verfolgt wurde. Es ging einzig darum, dass sie schnell genug zu einem Blatt Papier und einem Stift gelangen musste, damit sie es, wenn es durch sie hindurch donnerte, einfangen und auf dem Blatt festhalten konnte. + Bei anderen Malen war sie nicht schnell genug. Sie rannte und rannte und rannte, aber sie erreichte das Haus nicht und das Gedicht rollte durch sie hindurch und sie verpasste es. Sie sagte es würde weiter über Land ziehen und – wie sie sagte – „nach einem anderen Dichter suchen“. + Und dann gab es diese Momente – den Teil werde ich nie vergessen – sie sagte, dass es Augenblicke gab in denen sie es fast verpasste. + Also: sie rennt zum Haus und sucht nach dem Papier und das Gedicht fährt durch sie hindurch und sie greift einen Stift gerade als es durch sie hindurchgeht und dann – sagte sie – war es so als würde mit ihrer anderen Hand danach greifen und es zu packen kriegen. + Sie erwischte das Gedicht an seinem Schwanz und zog es zurück in ihren Körper und übernahm es auf das Blatt Papier. + Bei diesen Gelegenheiten kam das Gedicht einwandfrei und intakt auf dem Papier an – aber rückwärts – vom letzten Wort zum ersten. + Als ich das hörte dachte ich „das ist unheimlich – das ist genau, wie mein kreativer Prozess abläuft.“ + Das ist überhaupt nicht wie mein kreativer Prozess – ich bin nicht der Kanal! + Ich bin ein Maultier. Um arbeiten zu können muss ich jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen und schwitzen, mich abmühen und wirklich unangenehm durchquälen. + Aber selbst ich in meiner Maultierart habe manchmal dieses Ding gestreift. + Und ich schätze, dass viele von Ihnen das auch getan haben. + Selbst ich hatte Arbeiten oder Ideen, die aus einer Quelle durch mich hindurchkamen, die ich wirklich nicht identifizieren kann. + Was ist das für ein Ding? + Und wie treten wir damit in Beziehung ohne darüber unseren Verstand zu verlieren, sondern uns im Gegenteil sogar bei geistiger Gesundheit zu halten? + Für mich ist das beste lebende Beispiel, wie man dies schaffen kann der Musiker Tom Waits. Ich durfte ihn vor einigen Jahren für ein Magazin interviewen. + Wir sprachen dabei über dieses Thema. Und wissen Sie was? Die meiste Zeit seines Lebens war Tom die Verkörperung des gepeinigten modernen Künstlers, der versuchte, diese unkontrollierbaren kreativen Impulse, die in ihm wohnten, zu beherrschen und mit ihnen zurechtzukommen. + Aber dann wurde er älter und ruhiger. Er erzählte mir, dass er eines Tages auf einer Schnellstraße in Los Angeles fuhr. Und da änderte sich alles für ihn. + Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit als er plötzlich ein kleines Fragment einer Melodie hört, die, wie es bei Inspirationen oft ist, für ihn quälend schwer greifbar ist. Und er will sie haben. Sie ist prachtvoll. Er lechzt danach, aber er kann sie nicht fassen. + Er hat kein Stück Papier, er hat keinen Stift, er hat keinen Kassettenrekorder. + Er beginnt also, diese alte Beklemmung in ihm aufsteigen, wie z.B. „Ich werde dieses Ding verlieren und werde von diesem Song auf ewig verfolgt werden. + Ich bin nicht gut genug, ich schaffe es nicht.“ + Aber anstatt in Panik zu geraten, hörte er einfach auf. + Er beendete den ganzen Gedankengang und tat etwas komplett Neues. + Er blickte einfach in den Himmel und sagte: „Entschuldigung, kannst Du nicht sehen, dass ich Auto fahre?“ + „Sehe ich so aus als könnte ich gerade einen Song aufschreiben? + Wenn Du wirklich existieren willst, komm zu einem günstigeren Moment wieder, wenn ich mich um Dich kümmern kann. + Wenn nicht, quäle heute jemand anderen. + Geh und quäle Leonard Cohen.“ + Sein ganzer Arbeitsprozess hat sich danach geändert. + Nicht die Arbeit selbst. Die war weiterhin oft so dunkel wie eh und je. + Aber der Prozess und die schwere Beklemmung, die ihn umgibt, war aufgehoben als er das Genie aus sich heraus nahm, wo er nichts als Ärger verursachte und ihn dahin zurückließ wo er sozusagen herkam. Er erkannte, dass es kein verinnerlichtes, quälendes Ding sein musste. + Es konnte eine eigentümliche, wundersame, bizarre Zusammenarbeit geben, eine Art Konversation zwischen Tom und dem fremdartigen, äußerlichen Ding, das nicht ganz Tom war. + Als ich diese Geschichte gehört habe veränderte es auch ein bisschen die Art, wie ich arbeitete und es hat mich schon einmal gerettet. + Diese Idee rettete mich als ich mitten im Schreibprozess von „Eat, Pray, Love“ war. Ich fiel in eine dieser Gruben des Zweifels in die wir alle fallen, wenn wir an etwas arbeiten und es nicht klappt. Du fängst an zu denken, dass es ein Desaster wird. Das wird das schlechteste Buch, das je geschrieben wurde. + Nicht nur schlecht, sondern des schlechteste aller Zeiten. + Ich begann zu denken, ich sollte das Projekt einfach einstampfen. + Aber dann erinnerte ich mich daran, wie Tom in den freien Himmel gesprochen hatte und ich versuchte es. + Ich hob also meinen Blick vom Manuskript und sprach meinen Kommentar in Richtung einer leeren Ecke des Raums. + Ich sprach laut: „Hör zu, Du Ding, Du und ich wissen beide, wenn dieses Buch nicht brillant ist, dass es nicht komplett meine Schuld ist, richtig? + Denn Du siehst ja, dass ich alles, was ich habe, investiere. Ich habe nicht mehr als das. + Wenn Du es also besser haben willst, musst Du hier aufkreuzen und Deinen Anteil der Abmachung einhalten. + Okay. Aber, wenn Du das nicht tust... weißt Du was, dann zum Teufel damit. + Ich werde trotzdem weiter schreiben, denn das ist mein Job. + Und ich möchte bitte zu Protokoll geben, dass ich heute für meinen Teil des Jobs hier war.“ + Denn... ...am Ende ist es wie folgt. Vor Jahrhunderten haben sich in den Wüsten Nordafrikas Menschen zu Mondscheinfesten mit heiligen Tänzen und Musik versammelt, die stundenlang abgehalten wurden – bis zur Morgendämmerung. + Diese Feste waren immer großartig, denn die Tänzer waren professionell und sie waren fantastisch. + Aber hin und wieder, sehr selten, passierte etwas besonderes. Einer der Darsteller wurde tatsächlich überweltlich. + Und ich weiß, dass Sie wissen, was ich meine, denn ich weiß, dass Sie alle in Ihrem Leben schon einmal eine solche Darbietung gesehen haben. + Es war als würde die Zeit stillstehen und der Tänzer durch eine Art Pforte treten. Er tat nichts anders als er es je zuvor getan hat – 1.000 Nächte zuvor. Aber alles fügte sich zusammen. + Und ganz plötzlich erschien er nicht mehr länger rein menschlich. + Er wurde von innen erhellt und von unten erhellt und alles erhellte sich durch ein göttliches Feuer. + Als so etwas damals geschah, wussten die Leute was das war. Sie nannten es bei seinem Namen. + Sie legten die Hände zusammen und begannen zu singen: „Allah, Allah, Allah, Gott, Gott, Gott.“ + Das ist Gott, wissen Sie? + Interessante historische Fußnote: als die Mohren Südspanien eroberten brachten sie diesen Brauch mit. Die Aussprache änderte sich im Laufe der Jahrhunderte von „Allah, Allah, Allah“ zu „Olé, olé, olé“, das man immer noch bei Stierkämpfen und Flamenco-Tänzen hört. + Wenn ein Darsteller in Spanien etwas unmögliches, etwas magisches getan hat: „Allah, olé, olé, Allah, großartig, bravo“ Unfassbar, da ist es: ein flüchtiger Blick auf Gott. + Und das ist großartig, denn wir brauchen das. + Aber, der knifflige Teil folgt am nächsten Morgen, wenn der Tänzer selbst aufwacht und erkennt, dass es 11 Uhr an einem Dienstag ist – und er nicht länger ein Fünkchen von Gott in sich trägt. + Er ist lediglich ein alternder Sterblicher mit schmerzenden Knien. Und vielleicht wird er nie wieder zu diesen Höhen aufsteigen. + Und vielleicht wird nie wieder jemand Gottes Namen rufen, wenn er sich dreht. Aber was soll er dann mit dem Rest seines Lebens anfangen? + Das ist schwer. + Das ist eine der schmerzhaftesten Korrekturen eines kreativen Lebens. + Aber vielleicht muss es nicht ganz so voller Pein sein, wenn Sie von Anfang an nicht geglaubt haben, dass die außergewöhnlichsten Aspekte Ihres Daseins von Ihnen kämen. + Wenn Sie vielleicht nur glauben, dass sie eine Leihgabe sind – von einer unvorstellbaren Quelle für eine erlesene Zeit Ihres Lebens, die an jemand anderen weitergegeben wird, wenn Sie fertig damit sind. + Wenn wir anfangen, so darüber nachdenken, ändert das alles. + So habe ich angefangen zu denken und so denke ich mit Sicherheit in den vergangenen Monaten, während ich an dem Buch arbeitete, das bald erscheinen wird – als der gefährliche, beängstigende, stark erwartete Nachfolger meines abgefahrenen Erfolgs. + Was ich mir ständig selbst sagen muss, wenn ich darüber verrückt werde, ist: hab keine Angst. + Sei nicht entmutigt. Mache einfach Deinen Job. + Sei weiterhin für Deinen Beitrag da, was auch immer er sein möge. + Wenn Dein Job das Tanzen ist, tanze. + Wenn sich das dumme göttliche Genie, das Dir zur Seite gestellt ist, entscheidet, für einen kurzen Moment einen Hauch von Wunder durch Deine Anstrengung zu zeigen, dann „Olé!“ + Und wenn nicht, tanze dennoch Deinen Tanz. + Und „Olé!“ für Dich trotz alledem. + Ich glaube daran und ich habe das Gefühl, wir sollten das lehren. + „Olé!“ für Dich trotz alledem, einfach dafür, dass Du die bloße menschliche Liebe und den Eigensinn hast, dafür da zu sein. + Danke. + Danke. + June Cohen: Olé! + + + http://www.ted.com/talks/craig_venter_is_on_the_verge_of_creating_synthetic_life + TED Talk Subtitles and Transcript: "Können wir neues Leben aus dem digitalen Universum erschaffen?" fragt Craig Venter. Seine Antwort lautet "Ja" -- und sehr bald. Er führt durch seine neuesten Forschungsergebnisse und verspricht, dass wir bald in der Lage sein werden ein künstliches Chromosom herzustellen und dieses zum Leben zu erwecken. + talks, alternative energy, creativity, energy, genetics, global issues, invention, science, technology + 227 + Craig Venter ist kurz davor künstliches Leben zu erschaffen + Dominik Weickgenannt + Andreas Kreuzeder + Sie wissen, ich habe über einige dieser Projekte bereits zuvor gesprochen, über das menschliche Genom und was das bedeuten könnte, und über die Entdeckung neuer Gruppen von Genen. + Tatsächlich starten wir von einem neuen Punkt: Wir haben die Biologie digitalisiert und jetzt versuchen wir vom digitalen Code in eine neue Phase der Biologie zu gelangen indem wir neues Leben gestalten und aufbauen. + Wir haben immer versucht bedeutende Fragen zu stellen. + Was ist Leben? Es ist etwas, wovon ich glaube, dass viele Biologen versucht haben zu verstehen und das auf unterschiedlichen Ebenen. + Wir haben verschiedene Ansätze versucht um es bis auf die minimalen Komponenten zu vereinfachen. + Wir haben nahezu 20 Jahre digitalisiert. Als wir das Humangenom sequenziert haben vollzog sich der Wechsel von der analogen Welt der Biologie zur digitalen Welt der Computer. + Nun versuchen wir zu fragen, ob wir Leben regenerieren können oder ob wir neues Leben erstellen können, aus diesem digitalen Universum? + Das ist die Karte eines kleinen Organismus, Mycoplasma geitalium, der das kleinste Genom einer Spezies besitzt die sich selbst im Labor replizieren kann. Und wir haben versucht ob wir das mit einem noch kleineren Genom erreichen können. + Wir haben es geschafft auf ungefähr einhundert Gene zu verzichten von den 500 oder so, die hier sind. + Aber wenn wir uns diese metabolische Karte ansehen, die sehr simpel ist, im Vergleich zu unserer. Vertrauen Sie mir, das ist simpel. Aber wenn wir uns alle diese Gene ansehen die wir eines nach dem anderen eliminieren können ist es sehr unwahrscheinlich dass dies zu einer lebenden Zelle führen würde. + Daher haben wir uns entschlossen, dass es der einzige Weg nach Vorne ist dieses Chromosom tatsächlich zu synthetisieren was uns erlaubt die einzelnen Komponenten zu variieren und somit einige dieser fundamentalen Fragen zu stellen. + Und so fingen wir an mit der Frage, können wir ein Chromosom synthetisieren? + Ermöglicht es die Chemie diese wirklich großen Moleküle zu erstellen was noch nie zuvor gemacht wurde? + Und, wenn wir das können, können wir das Chromosom starten? + Ein Chromosom ist so nebenbei nur ein Stück inertes chemisches Material. + Unsere Schritte bei der Digitalisierung des Lebens waren exponentiell. + Unsere Fähigkeit genetischen Code zu schreiben hat sich sehr langsam entwickelt aber trotzdem gesteigert. Und unser letzter Punkt würde jetzt auf eine exponentielle Kurve setzen. + Wir haben vor 15 Jahren damit begonnen. + Es dauerte tatsächlich einige Jahre beginnend mit einem bioethischen Review bevor wir die ersten Experimente machten. + Wie sich herausstellte ist DNA-Synthetisierung sehr schwierig. + Es gibt zehntausende Maschinen rund um die Welt die kleine Stücke von DNA herstellen können, 30 bis 50 Buchstaben lang aber es ist ein degenerativer Prozess, also je länger man ein Stück macht, umso mehr Fehler passieren. + Also mussten wir eine neue Methode entwickeln mit der wir diese kleinen Stücke zusammensetzen und die Fehler korrigieren konnten. + Das war unser erster Versuch, beginnend mit der digitalen Information, des Genoms Phi X 174. + Es ist ein kleiner Virus der Bakterien tötet. + Wir erstellten kleine Stücke, machten eine Fehlerkorrektur und hatten ein DNA Molekül von ungefähr 5.000 Buchstaben. + Die spannende Phase kam als wir dieses Stück inerte Chemikalie nahmen und in ein Bakterium gaben, und das Bakterium begann den genetischen Code zu lesen und machte virale Partikel. + Die viralen Partikel wurden dann von den Zellen freigegeben und kamen zurück und töteten E. coli. + Kürzlich habe ich mit der Ölindustrie gesprochen und sie sagten dass sie dieses Modell genau verstünden. + Sie lachten mehr als ihr es hier tut. So denken wir, dass das eine Situation ist in der Software tatsächlich die eigene Hardware bauen kann in einem biologischen System. + Aber wir wollten noch viel weiter gehen. Wir wollten ein gesamtes bakterielles Chromosom bauen. Es hat mehr als 580.000 Buchstaben genetischen Code. So dachten wir uns, wir bauen es in Kassetten von der Größe des Virus womit wir die Größe der Kassetten variieren konnten um zu verstehen was die einzelnen Komponenten einer lebenden Zelle sind. + Design ist der Schlüssel, und wenn man mit digitaler Information im Computer starten will muss diese digitale Information wirklich fehlerfrei sein. + Als wir das Genom erstmals 1995 sequenziert haben war die Fehlerrate bei einem Fehler pro 10.000 Basenpaare. + Wir fanden beim resequenzieren 30 Fehler. Wenn wir die originale Sequenz verwendet hätten wäre es nie möglich gewesen hochzufahren. + Ein Teil des Designs ist es, Stücke zu erstellen die 50 Buchstaben lang sind und die mit anderen 50-Buchstaben Stücken überlappen müssen, um kleinere Sub-Einheiten zu bauen damit diese zusammenpassen. + Wir haben einzigartige Elemente hier eingebaut. + Sie haben vielleicht gehört dass wir Waterzeichen eingebaut haben. + Denken Sie darüber nach: Wir haben einen 4-Buchstaben Code: A, C, G und T. + Triplets dieser Buchstaben -- diese Buchstaben kodieren ungefähr 20 Aminosäuren; und hier gibt es eine einzelne Bestimmung für jede dieser Aminosäuren. + Also können wir den genetischen Code verwenden um unsere Wörter zu schreiben, Sätze, Gedanken. + Anfangs haben wir nur unterschrieben. + Manche Menschen waren enttäuscht dass es keine Poesie war. + Wir haben die Stücke so konstruiert dass wir sie einfach mit Enzymen zerlegen konnten. Es gibt Enzyme die diese reparieren und wieder zusammenfügen. + Und wir haben angefangen Stücke zu erstellen, beginnend mit Stücken die fünf- bis siebentausend Buchstaben enthielten, fügten diese aneinander um 24.000-Buchstaben-Stücke zu machen um diese wieder zusammenzufügen, bis zu 72.000. + In jedem Schritt haben wir diese Stücke im Überschuss produziert damit wir sie sequenzieren konnten, weil wir versuchten einen sehr robusten Prozess zu kreieren was Sie in einer Minute sehen werden. + Wir haben versucht zum Punkt der Automation zu gelangen. + Also, das sieht aus wie ein Basketball-Playoff. + Wenn wir zu diesen richtig großen Stücken gelangen -- mit über 100.000 Basenpaaren -- dann werden diese nicht einfach in E. coli wachsen. Es übersteigt alle Möglichkeiten der modernen Molekularbiologie. Und so wandten wir uns anderen Mechanismen zu. + Wir wussten von einem Mechanismus der homologe Rekombination genannt wird, den die Biologie verwendet um DNA zu reparieren, die solche Stücke zusammenfügen kann. + Hier ist ein Beispiel davon. Es gibt einen Organismus namens Deinococcus radiodurans der drei Millionen Rad an Strahlung übersteht. + Sie sehen im oberen Feld, dass sein Chromosom einfach auseinander fällt. + 12 bis 24 Stunden später, hat sich alles wieder so zusammengefügt wie es war. + Wir haben tausende Organismen die das tun können. + Diese Organismen können total ausgetrocknet werden, sie können sogar im Vakuum leben. + Ich bin absolut sicher dass Leben im Weltraum existieren und sich bewegen kann, auf der Suche nach aquatischen Bedingungen. + Tatsächlich, die NASA hat gezeigt dass es vieles davon dort draußen gibt. + Hier ist eine Gefügeaufnahme von dem Molekül das wir hergestellt haben indem wir diese Prozesse benutzt haben - tatsächlich haben wir nur Hefe-Mechanismen verwendet mit dem richtigen Design der Stücke haben wir sie eingepasst. Hefe fügt diese dann automatisch zusammen. + Das ist keine Elektronenmikroskopaufnahme es ist eine reguläre Mikroskopaufnahme. + Es ist so ein großes Molekül, dass wir es sogar mit dem Lichtmikroskop sehen können. + Das sind Aufnahmen über eine Dauer von 6 Sekunden. + Das ist die Publikation die wir erst kürzlich fertig gestellt haben. + Das sind über 580.000 Buchstaben an genetischem Code. Es ist das größte Molekül mit definierter Struktur das jemals von Menschen erschaffen wurde. + Es hat ein Molekulargewicht von über 300 Millionen. + Wenn wir es mit einer Schriftgröße von 10 und ohne Abstände ausdrucken würden würde es 142 Seiten umfassen, nur um diesen genetischen Code auszudrucken. + Nun, wie starten wir ein Chromosom? Wie aktivieren wir es? + Offensichtlich ist, dass es mit einem Virus sehr simpel ist. Es ist viel komplizierter mit Bakterien umzugehen. + Es ist ebenso einfacher wenn man es in Eukaryonten wie wir es sind tut: man nimmt einfach den Nukleus raus und gibt einen anderen hinein, und das ist genau das was Sie alle über das Klonen gehört haben. + Bei Archaebakterien ist das Chromosom in die Zelle integriert aber erst kürzlich haben wir gezeigt, dass man eine komplette Transplantation eines Chromosoms von einer Zelle zur anderen vornehmen kann und diese aktivieren kann. + Wir reinigten das Chromosom einer Mikrobenspezies. Grob gesagt, sind diese beiden soweit voneinander entfernt wie Menschen und Mäuse. Wir gaben einige Extra-Gene dazu damit wir dieses Chromosom auswählen konnten. Wir zersetzten es mit Enzymen um alle Proteine zu zerstören. Und es war sehr erstaunlich als wir es in eine Zelle gaben -- und Sie werden unsere sehr ausgereiften Graphiken hier schätzen -- + das neue Chromosom ging in die Zelle. + Tatsächlich dachten wir, dass hier das Ende ist, aber wir haben versucht den Prozess etwas weiter zu bringen. + Das ist der Hauptmechanismus der Evolution hier. + Wir finden alle Arten von Spezies hier die ein zweites Chromosom aufgenommen haben oder ein drittes von irgendwoher, jedes Mal tausende Charakteristiken in nur einer Sekunde zu einer Spezies hinzufügend. + Menschen also, die sich Evolution vorstellen als ein Gen das zu einem Zeitpunkt geändert wird haben viel von der Biologie verpasst. + Es gibt Enzyme die Restriktionsenzyme genannt werden die tatsächlich DNA verdauen. + Das Chromosom das in der Zelle war hat keines; die Chromosomen die wir eingefügt haben schon. + Es wurde in der Zelle exprimiert und erkannte das andere Chromosom als fremdes Material verdaute es und so hatten wir am Ende nur eine Zelle mit einem neuen Chromosom. + Es verfärbte sich blau wegen der Gene die wir eingefügt hatten. + Und nach einer sehr kurzen Zeit hatte es alle Charakteristika der Spezies verloren und konvertierte komplett in eine neue Spezies basierend auf der neuen Software die wir in die Zelle gegeben haben. + Alle Proteine änderten sich die Membranen änderten sich -- als wir den genetischen Code lasen, war es genau das was wir transferiert haben. + Es mag wie genomische Alchimie klingen, aber wir können, indem wir die Software-DNA verschieben, Dinge ziemlich dramatisch verändern. + Nun habe ich argumentiert, dass dies nicht die Genesis ist -- das basiert auf 3,5 Milliarden Jahren Evolution + und ich habe argumentiert dass wir möglicherweise dabei sind eine neue Form der Kambrischen Explosion zu erschaffen in der es massive neue Artenbildung basierend auf diesem digitalen Design geben könnte. + Warum sollten wir das tun? + Ich denke es ist ziemlich offensichtlich im Hinblick auf was wir brauchen. + Wir sind dabei von sechseinhalb zu neun Milliarden Menschen in den nächsten 40 Jahre anzuwachsen. + Um es in meinen Zusammenhang zu stellen: Ich wurde im Jahr 1946 geboren. + Heute sind drei Menschen auf diesem Planeten für jeden der im Jahr 1946 existiert hat; innerhalb von 40 Jahren werden es vier sein. + Wir haben Probleme mit Nahrungsmitteln, mit frischem und sauberem Wasser, Medizin, Treibstoff für 6,5 Milliarden Menschen. + Es wird eine Herausforderung das für 9 anzubieten. + Wir brauchen über fünf Milliarden Tonnen Kohle, 30-Plus Milliarden Fässer Öl. Das sind hundert Millionen Fässer am Tag. + Wenn wir über biologische Prozesse nachdenken oder irgendeinen Prozess um das zu ersetzen, wird es eine riesige Herausforderung. + Dann, natürlich, gibt es das ganze CO2 von diesem Material das in der Atmosphäre landet. + Wir haben nun, aus unseren Entdeckungen aus der ganzen Welt, eine Datenbank mit ungefähr 20 Millionen Genen, und ich möchte daran glauben dass diese die Designkomponenten der Zukunft sind. + Die Elektronikindustrie hatte ein Dutzend Komponenten und sehen Sie sich die Vielfalt an die daraus entstand. + Wir stoßen hier in erster Linie an die Grenzen der biologischen Realität und an jene unserer Vorstellung. + Wir haben heute Technologien aufgrund dieser schnellen Synthesemethoden, um das zu tun was wir Kombinatorische Genetik nennen. + Wir haben nun die Möglichkeit einen großen Roboter zu bauen der Millionen von Chromosomen am Tag herstellen kann. + Wenn Sie sich vorstellen diese 20 Millionen unterschiedlichen Gene herzustellen oder diese Prozesse zu optimieren um Oktan herzustellen oder Medikamente neue Impfstoffe, wir können mit einem nur kleinen Team mehr Molekularbiologie verändern als die letzten 20 Jahre Wissenschaft. + Und es ist nur nurmale Selektion. Wir können nach Lebensfähigkeit selektieren, Produktion von Chemikalien oder Treibstoffproduktion Impfstoffproduktion und so weiter. + Das ist eine Aufnahme von wirklicher Design-Software an der wir arbeiten, mit der man sich tatsächlich hinsetzen und neue Spezies am Computer designen kenn + Wissen Sie, wir wissen nicht unbedingt wie es aussehen wird. Wir wissen exakt wie deren genetischer Code aussehen wird. + Wir konzentrieren uns nun auf Treibstoffe der vierten Generation. + Sie haben kürzlich Mais zu Ethanol gesehen was einfach ein schlechtes Experiment ist. + Wir haben Treibstoffe der zweiten- und dritten Generation die relativ bald herauskommen werden die viel höhere Zuckerwertigkeiten haben werden, wie Oktan oder unterschiedliche Arten von Butanol. + Aber, wie wir denken, die einzige Art damit Biologie einen großen Einfluss ohne weitere Steigerung der Kosten auf Nahrungsmittel oder der Einschränkung von deren Verfügbarkeit haben wird ist, wenn wir CO2 als Ausgangsmaterial sehen, und daher arbeiten wir an Zellen die diesen Weg gehen, + und wir denken dass wir die ersten mit Treibstoffen der vierten Generation sein werden, und das in etwa 18 Monaten. + Sonnenlicht und CO2 sind eine Methode -- + -- aber in unserer Entdeckung der Welt, haben wir alle Arten unterschiedlicher Methoden. + Das ist ein Organismus den wir 1996 beschrieben haben. + Er lebt in der Tiefsee, ungefähr ein-einhalb Meilen tief, bei nahezu kochenden Wassertemperaturen. + Es wandelt CO2 in Methan um unter der Verwendung von Wasserstoff als Energiequelle. + Wir untersuchen ob wir gespeichertes CO2 verwenden können, welches einfach zu Produktionsplätzen gebracht werden könnte, konvertieren das CO2 in Treibstoff, um diesen Prozess anzutreiben. + Innerhalb einer kurzen Zeitspanne glauben wir, wir könnten in der Lage sein eine der grundlegenden Fragen des Lebens zu lösen. + Wissen Sie, wir haben wirklich -- moderate Ziele wie dem Ersatz der gesamten Petrochemischen Industrie. Genau. Wenn man das nicht bei TED tun könnte, wo sonst? Eine Hauptquelle der Energie zu werden. + Aber genauso arbeiten wir momentan daran, die gleichen Ansätze für die Entwicklung von Impfstoffen einzusetzen. + Sie haben es dieses Jahr mit der Grippe gesehen, wir sind immer ein Jahr hinten dran und haben einen Dollar zu wenig, wenn es um den richtigen Impfstoff geht. + Ich denke, dass das geändert werden kann indem man rekombinante Impfstoffe im Vorhinein erstellt. + Das ist es, wie die Zukunft möglicherweise aussehen könnte mit Änderungen, kann heute der Evolutionsbaum beschleunigt werden mit synthetischen Bakterien, Archaen, und eventuell Eukaryonten. + Wir sind Lichtjahre davon entfernt Menschen zu verbessern. Unser ziel ist es lediglich, dass wir eine Chance haben lange genug zu überleben um das möglicherweise zu tun. Vielen Dank! + + + http://www.ted.com/talks/blaise_aguera_y_arcas_demos_photosynth + TED Talk Subtitles and Transcript: Blaise Aguera y Arcas gibt eine umwerfende Demonstration von Photosynth, einer Software, die unsere Sicht auf digitale Bilder transformieren könnte. Photos benutzend, die aus dem Web ausgewählt wurden, baut Photosynth atemberaubende Traumgebilde und lässt uns diese navigieren. + talks, collaboration, demo, microsoft, photography, software, technology, virtual reality, visualizations + 129 + Blaise Aguera y Arcas demonstriert Photosynth + Dominik Weickgenannt + Andreas Kreuzeder + Was ich Ihnen zuerst, so schnell wie möglich, zeigen werde, ist die grundlegende Arbeit, eine neue Technologie, die wir Microsoft als Teil einer Übernahme vor genau einem Jahr, übergeben haben. Das ist Seadragon. + Und es ist eine Umgebung, in der Sie entweder lokal oder entfernt mit riesigen Mengen von visuellen Daten umgehen können. + Wir sehen viele, viele Gigabytes an digitalen Fotos hier, die man nahtlos und fortwährend heranholen, schwenken, auf jegliche Weise neu arrangieren kann. + Und es ist egal, wie viele Informationen wir betrachten, wie groß diese Sammlungen sind oder wie groß die Bilder sind. + Die meisten von ihnen sind digitale Photos einer Kamera, aber dieses hier ist zum Beispiel ein Scan von der Kongressbibliothek und es ist in einem Bereich von 300 Megapixeln. + Es macht keinen Unterschied, denn das einzige, was die Leistung eines Systems wie diesem einschränken kann, ist die Anzahl an Pixeln auf Ihrem Bildschirm in + jedem Moment. Es hat auch eine sehr flexible Architektur. + Dies ist ein ganzes Buch, ein Beispiel für Nichtbild-Daten. + Das ist Bleak House von Dickens. Jede Spalte ist ein Kapitel. + Um zu beweisen, dass es sich wirklich um einen Text und nicht um ein Bild handelt, können wir etwas wie das tun, um wirklich zu zeigen, dass diese eine echte Repräsentation des Texts und kein Bild ist. + Vielleicht ist dies eine künstliche Art, ein E-Buch zu lesen. + Ich würde es nicht empfehlen. + Dies ist ein realistischerer Fall. Dies ist eine Ausgabe von The Guardian. + Jedes große Bild ist der Beginn eines Abschnitts. + Und das gibt Ihnen wirklich das Vergnügen und die gute Erfahrung eine echte Papierausgabe einer Zeitschrift oder einer Zeitung zu lesen, was an sich eine Art Medium mit mehreren Größenordnungen ist. + Wir haben auch etwas an der Ecke dieser speziellen Ausgabe des The Guardian gemacht. + Wir haben eine falsche Anzeige mit sehr hoher Resolution entworfen, die viel höher als bei einer normalen Anzeige ist und wir haben zusätzlichen Inhalt hinzugefügt. + Wenn Sie die Funktionen dieses Autos sehen möchten, können Sie sie hier sehen. + Oder andere Modelle, oder sogar technische Spezifikationen. + Und dies greift wirklich diese Ideen auf, diese Beschränkungen für den verfügbaren Platz auf dem Bildschirm abzuschaffen. + Wir hoffen, dass das keine Pop-Ups und anderen Unsinn mehr bedeutet - das sollte nicht notwendig sein. + Natürlich ist das Mapping eine der wirklich offensichtlichen Anwendungen für eine Technologie wie diese. + Und ich möchte hier wirklich nicht viel Zeit verbringen, außer zu sagen, dass wir auch zu diesem Bereich beitragen werden. + Aber dies sind alle Straßen in den U.S.A. + übereinandergelagert oben auf dem erdräumlichen Bild der NASA. + Lassen Sie uns jetzt etwas anderes herausholen. + Das ist jetzt sogar live im Internet. Sie können es nachprüfen. + Dies ist ein Projekt mit dem Namen Photosynth, das wirklich zwei verschiedene Technologien miteinander verbindet. + Die eine ist Seadragon und die andere ist eine sehr gute Forschung über Computervision, die von Noah Snavely, einem Universitätsstudenten der Universität Washington, unter der Beratung von Steve Seitz an der UW + und Rick Szeliski von Microsoft Forschung durchgeführt wurde. Eine sehr gute Zusammenarbeit. + Also dies ist live im Internet. Es wird von Seadragon angetrieben. + Sie können das sehen, wenn wir diese Art von Ansichten kreieren, bei denen wir durch Bilder durchdringen können und diese Erfahrung der mehrfachen Resolution machen. + Aber die räumliche Anordnung der Bilder ist hier in der Tat von Bedeutung. + Die Computervision-Algorithmen haben diese Bilder zusammen festgehalten damit sie dem echten Raum, in dem diese Aufnahmen, die alle in der Nähe der Grassi Lakes in den kanadischen Rockies gemacht wurden, entsprechen. Sie sehen hier Elemente von stabilisierten Dias oder panoramischer Bildverarbeitung und diese Dinge wurden alle räumlich in Beziehung zueinander gesetzt. + Ich weiß nicht genau, ob ich noch Zeit habe Ihnen andere Umgebungen zu zeigen. + Es gibt welche, die viel räumlicher sind. + Ich würde gerne geradewegs einen der originalen Datensätze von Noah zeigen und das ist von einem frühen Prototyp von Photosynth an dem wir erstmals im Sommer gearbeitet haben, um Ihnen das zu zeigen, wovon ich glaube, dass es wirklich die Pointe hinter dieser Technologie, der Photosynth-Technologie ist. Und dies ist nicht unbedingt so offensichtlich, wenn man die Umgebungen betrachtet, die wir auf der Website haben. + Wir mussten uns wegen der Anwälte usw. Sorgen machen. + Dies ist eine Rekonstruktion der Kathedrale Notre Dame, die ausschließlich im Computer + mit Bildern von Flickr erfolgte. Geben Sie einfach Notre Dame in Flickr ein und Sie werden Bilder von Männern in T-Shirts und auf dem Universitätsgelände usw. + erhalten. Jede dieser orangefarbenen Kegel repräsentiert ein Bild, das als zu diesem Modell gehörend entdeckt wurde. + Somit sind dies alles Flickr-Bilder, und sie alle stehen räumlich auf diese Weise in Beziehung zueinander. + Und wir können auf diese sehr einfache Weise navigieren. + . Wissen Sie, ich habe nie geglaubt, dass ich letztendlich bei Microsoft arbeiten werde. + Ich bin sehr dankbar für den Empfang hier. + . Ich vermute, Sie können sehen, dass dies viele verschiedene Arten von Kameras sind: alles ist dabei, von der Handy-Kamera zu professionellen SLRs, eine ziemlich große Anzahl von ihnen, die alle in dieser Umgebung zusammengeflickt wurden. + Und wenn möglich, werde ich einige der Seltsamen finden. Viele von ihnen sind von Gesichtern verdeckt usw. + Irgendwo hier sind eine Reihe von Fotografien - hier sind sie. + Dies ist tatsächlich ein Poster von Notre Dame, das richtig aufgezeichnet wurde. + Wir können von dem Poster zu einer physischen Ansicht dieser Umgebung wechseln. + Der Punkt ist hier, dass wir Dinge mit der sozialen Umgebung anstellen können. Es werden jetzt Daten von allen gesammelt -- + von dem gesamten kollektiven Speicher davon, wie, visuell die Erde aussieht -- und alles wird miteinander verbunden. + All diese Fotos werden miteinander verbunden und es entsteht etwas, das größer ist als die Summe der Teile. + Sie erhalten ein Modell, das aus der ganzen Erde entsteht. + Betrachten Sie dies als die Fortsetzung der Arbeit von Stephen Lawlers an Virtual Earth. + Und das ist etwas, das durch die Komplexität, mit der die Menschen es verwenden, wächst und dessen Nutzen für den Benutzer mit der Anwendung immer größer wird. + Ihre eigenen Fotos werden mit Metadaten beschildert, die eine andere Person eingegeben hat. + Wenn sich jemand die Mühe gemacht hat und all diese Heiligen beschriftet hat und mitteilt, wer sie alle sind, dann wird mein Foto von der Notre Dame-Kathedrale plötzlich mit all diesen Daten angereichert und ich kann sie als Ausgangspunkt benutzen, um in diesen Raum zu tauchen, in diese Metaverse, die Fotos von anderen Personen benutzen und somit eine Art von übergreifender modaler sozialer Erfahrung mit der Nutzung von anderen Anbietern machen. + Und natürlich, Nebenprodukt all dessen sind die immens reichen virtuellen Modelle von jedem interessanten Teil der Erde, die nicht nur durch Überflüge oder Satellitenbilder und so weiter erhalten wurden, sondern durch kollektive Speicher. + Vielen Dank. + . Chris Anderson: Verstehe ich Sie richtig? Ihre Software ermöglicht, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt, innerhalb der nächsten Jahre, alle Bilder, die von jemandem in der Welt gemeinsam benutzt werden im Prinzip miteinander verknüpft werden? + BAA: Ja. Sie macht nichts anderes als Entdecken. Wenn Sie wollen erstellt sie Hyperlinks zwischen den Bildern. + Und sie tut dies aufgrund des Inhalts in den Bildern. + Und das ist wirklich aufregend, wenn Sie an die Fülle der semantischen Informationen denken, die viele dieser Bilder besitzen. + Wie wenn Sie eine Websuche für Bilder vornehmen, wo Sie Sätze eingeben und der Text der Website enthält viele Informationen darüber, welches Bild das ist. + Aber wie wäre es, wenn das Bild Sie mit all Ihren Bildern verknüpft? + Dann ist der Umfang der semantischen Querverbindung und die Fülle, die sich daraus ergibt, wirklich + enorm. Es ist ein klassischer Netzwerkeffekt. + CA: Blaise, das ist wirklich unglaublich. Herzlichen Glückwunsch. BAA: Haben Sie vielen Dank. + + + http://www.ted.com/talks/wade_davis_on_endangered_cultures + TED Talk Subtitles and Transcript: Mit atemberaubenden Fotos und Geschichten feiert der National Geographic- Forschungsreisende Wade Davis, die außergewöhnliche Vielfalt der Ureinwohner der Welt, welche in alarmierender Anzahl von unserem Planeten verschwinden. + talks, anthropology, culture, environment, film, global issues, language, photography + 69 + Wade Davis über gefährdete Kulturen + Dominik Weickgenannt + Andreas Kreuzeder + Wissen Sie, eines der großen Vernügen beim Reisen und eine der Freuden bei der ethnographischen Forschung ist, gemeinsam mit den Menschen zu leben, die sich noch an die alten Tage erinnern können. Die ihre Vergangenheit noch immer im Wind spüren, sie auf vom Regen geglätteten Steinen berühren, sie in den bitteren Blättern der Pflanzen schmecken. + Einfach das Wissen, dass Jaguar-Schamanen noch immer jenseits der Milchstraße reisen oder die Bedeutung der Mythen der Ältesten der Inuit noch voller Bedeutung sind, oder dass im Himalaya die Buddhisten noch immer den Atem des Dharma verfolgen, bedeutet, sich die zentrale Offenbarung der Anthropologie ins Gedächtnis zu rufen, das ist der Gedanke, dass die Welt, in der wir leben, nicht in einem absoluten Sinn existiert, sondern nur als ein Modell der Realität, + als eine Folge einer Gruppe von bestimmten Möglichkeiten der Anpassung die unsere Ahnen, wenngleich erfolgreich, vor vielen Generationen wählten. + Und natürlich teilen wir alle dieselben Anpassungsnotwendigkeiten. + Wir werden alle geboren. Wir bringen Kinder zur Welt. + Wir durchlaufen Initiationsrituale. + Wir müssen uns mit der unaufhaltsamen Trennung durch den Tod auseinandersetzen und somit sollte es uns nicht überraschen, dass wir alle singen, tanzen und und Kunst hervorbringen. + Aber interessant ist der einzigartige Tonfall des Liedes, der Rhythmus des Tanzes in jeder Kultur. + Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Penan in den Wäldern von Borneo handelt, oder die Voodoo-Akolythen in Haiti, oder die Krieger in der Kaisut-Wüste von Nordkenia, die Curanderos in den Anden, oder eine Karawanserei mitten in der Sahara. Dies ist zufällig der Kollege, mit dem ich vor einem Monat in die Wüste gereist bin. Oder selbst ein Yak-Hirte an den Hängen des Qomolangma, + Everest, der Gottmutter der Welt. + All diese Menschen lehren uns, dass es noch andere Existenzmöglichkeiten, andere Denkweisen, andere Wege zur Orientierung auf der Erde gibt. + Und das ist eine Vorstellung, die, wenn man darüber nachdenkt, einen nur mit Hoffnung erfüllen kann. + Zusammen bilden die unzähligen Kulturen der Welt ein Netz aus spirituellem und kulturellem Leben, das die Erde umhüllt und für das Wohl der Erde genauso wichtig ist, wie das biologische Lebensnetz, das man als Biosphäre kennt. + Man kann sich dieses kulturelle Lebensnetz als eine Ethnosphäre vorstellen. Ethnosphäre kann dabei als die Gesamtsumme aller Gedanken und Träume, Mythen Ideen, Inspirationen und Intuitionen, die von der menschlichen Vorstellungskraft seit den Anfängen des Bewusstseins hervorgebracht wurden, definiert werden. + Die Ethnosphäre ist das großartige Vermächtnis der Menschheit. + Sie ist das Symbol all dessen, was wir sind und wozu wir als erstaunlich wissbegierige Spezies fähig sind. + Und genauso wie die Biosphäre stark abgetragen wurde, geschah dies mit der Ethnosphäre -- nur mit noch größerer Geschwindigkeit. + Kein Biologe würde zum Beispiel wagen zu behaupten, dass 50% oder mehr aller Arten kurz vor dem Aussterben sind, da es einfach nicht stimmt. Und doch, dieses -- das apokalyptischste Szenarium auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt -- entspricht kaum dem, was uns als optimistischstes Szenarium auf dem Gebiet der kulturellen Vielfalt bekannt ist. + Und der entscheidende Indikator dafür ist das Aussterben der Sprachen. + Als jeder von Ihnen in diesem Raum geboren wurde, wurden auf der Erde 6000 Sprachen gesprochen. + Nun ist eine Sprache nicht nur die Gesamtheit des Vokabulars oder eine Reihe von Grammatikregeln. + Eine Sprache ist Ausdruck des menschlichen Geistes. + Sie ist ein Mittel, mit der die Seele einer bestimmten Kultur Zugang zu der materiellen Welt findet. + Jede Sprache ist wie ein altbestehender Wald des Geistes, ein Wendepunkt, ein Gedanke, ein Ökosystem spiritueller Möglichkeiten. + Und von diesen 6000 Sprachen werden heute, während wir hier in Monterey sitzen, genau die Hälfte nicht mehr in die Ohren von Kindern geflüstert. + Sie werden Kleinkindern nicht mehr beigebracht. Das heißt, wenn nichts unternommen wird, sind sie tatsächlich bereits tot. + Was könnte einsamer sein, als vom Schweigen umhüllt zu sein, einer der Letzten deines Volkes zu sein, die deine Sprache sprechen, keine Möglichkeit zu haben, die Weisheit der Vorfahren weiterzugeben, oder die Hoffnung Kinder zu erwarten? + Und doch widerfährt dieses schreckliche Schicksal tatsächlich jemandem irgendwo auf der Erde, ca. aller zwei Wochen, denn aller zwei Wochen, stirbt ein älterer Mensch und nimmt die letzten Silben einer alten Sprache mit sich ins Grab. + Und ich weiß, dass einige von Ihnen sagen: "Ist es nicht besser so?" Wäre die Welt nicht ein besserer Ort, wenn wir alle nur eine Sprache sprechen würden?" Und ich sage:"Gut, lass diese Sprache Yoruba sein. Lass sie Kantonesisch sein. + Lass sie Kogi sein." + Und dann würden Sie plötzlich erkennen, wie es wäre, wenn Sie Ihre eigene Sprache nicht sprechen könnten. + Deshalb möchte ich Sie heute gewissermaßen auf eine Reise durch die Ethnosphäre mitnehmen, eine kurze Reise durch die Ethnosphäre, um zu versuchen, Ihnen verständlich zu machen, was tatsächlich verloren gegangen ist. + Nun gibt es einige unter uns, die gewissermaßen vergessen, dass ich, wenn ich sage "verschiedene Möglichkeiten des Seins," wirklich verschiedene Möglichkeiten des Seins meine. + Nehmen Sie zum Beispiel dieses Kind der Barasana im Nordwesten des Amazonas, das Volk der Anakonda, glauben, dass sie mythologisch den Milchfluss vom Osten her im Bauch von heiligen Schlangen heraufkamen. + Das ist ein Volk, welches nicht kognitiv zwischen den Farben blau und grün unterscheidet, da das Himmelszelt dem Wald, von dem die Menschen abhängen, gleichgestellt ist. + Sie haben eine eigenartige Sprache und eine Heiratsvorschrift die linguistische Exogamie genannt wird: Man muss jemanden heiraten, der eine andere Sprache spricht. + All dies wurzelt in der mythologischen Vergangenheit. Das Eigenartige an diesen großen Häusern, in denen aufgrund der Mischehen sechs oder sieben Sprachen gesprochen werden, ist jedoch, dass man niemals jemanden hört, der eine Sprache lernt. + Sie hören nur zu und beginnen dann zu sprechen. + Oder, einer der faszinierendsten Stämme, mit denen ich jemals gelebt habe, die Waorani im Nordosten von Ecuador, ein erstaunliches Volk, das erstmals im Jahr 1958 friedlich kontaktiert wurde. + Im Jahr 1957 versuchten fünf Missionare Kontakt aufzunehmen und machten einen schwerwiegenden Fehler. + Sie warfen glänzende Fotos von sich aus der Luft herab, was wir als freundliche Geste bewerten würden. Dabei vergaßen sie, dass diese Menschen aus dem Regenwald in ihrem Leben noch niemals etwas zweidimensionales gesehen hatten. + Sie hoben diese Fotografien vom Waldboden auf, versuchten hinter das Gesicht oder die Figur zu sehen, fanden nichts und schlussfolgerten, dass dies Visitenkarten des Teufels seien und töteten die fünf Missionare mit dem Speer. + Aber die Waorani töteten nicht nur Außenstehende mit dem Speer. + Sie durchbohrten sich gegenseitig. + 54% der Todesfälle geschahen durch Durchbohrungen. + Wir verfolgten die Geneaologie acht Generationen zurück und fanden zwei Fälle eines natürlichen Todes und als wir die Menschen mit Nachdruck etwas darüber ausfragten, gaben Sie zu, dass einer der Leute so alt geworden war, dass er aufgrund seines Alters starb und wir töteten ihn trotzdem mit dem Speer. Aber gleichzeitig hatten sie eine klare Kenntnis des Waldes, die erstaunlich war. + Ihre Jäger konnten den Urin eines Tieres aus 40 Schritten Entfernung riechen und bestimmen, zu welcher Tierart dieser gehörte. + In den frühen 80iger Jahren bekam ich eine wirklich erstaunliche Aufgabe, als mich mein Professor in Harvard fragte, ob ich daran interessiert wäre, nach Haiti zu gehen und die geheimen Gesellschaften zu infiltrieren, die das Fundament der Stärke von Duvalier und Tonton Macoutes waren und das Gift, das dafür benutzt wurde, um Zombies zu machen, sicherzustellen. + Um dieser Sensation einen Sinn zu geben musste ich natürlich etwas über diesen bemerkenswerten Glauben des Vodoun wissen und Voodoo is kein Kult der schwarzen Magie. + Im Gegenteil, es handelt sich um eine komplexe metaphysische Weltsicht. + Es ist interessant. + Wenn ich Sie fragen würde, die großen Weltreligionen aufzuzählen, was würden Sie sagen? + Christentum, Islam, Buddhismus, Judaismus oder was auch immer. + Ein Kontinent wird immer ausgelassen, denn die Vermutung war, dass es in Schwarzafrika keinen religiösen Glauben gebe. Natürlich gab es einen und Voodoo ist einfach das Überbleibsel dieser sehr tiefgehenden religiösen Gedanken, die während der tragischen Diaspora der Sklavereizeit herüberkamen. + Aber was Voodoo so interessant macht, ist diese lebendige Beziehung zwischen den Lebenden und den Toten. + Die Lebenden gebären die Geister. + Die Geister können von unter dem Großen Wasser heraufbeschwört werden, antworten auf den Rhythmus des Tanzes, um die Seele des Lebenden vorübergehend zu verdrängen, so dass der Akolyth für einen kurzen glänzenden Moment zum Gott wird. + Deshab sagen die Voodooisten gerne, "Ihr Weißen geht in die Kirche und sprecht über Gott. + Wir tanzen im Tempel und werden zu Gott." + Und weil du besessen bist, wirst du von dem Geist eingenommen. Wie kann dir Schaden zugefügt werden? + Sehen Sie diese erstaunlichen Demonstrationen: Voodoo-Akolythen in einem Trancezustand, die glühende Kohle ohne Verbrennung anfassend, eine erstaunliche Veranschaulichung der Fähigkeit des Geistes den Körper so zu beeinflussen, dass dieser es aushält, wenn er in einen Zustand der extremen Erregung versetzt wird. + Nun, von allen Menschen, die ich getroffen habe, waren die Kogi aus der Sierra Nevada de Santa Marta in Nordkolumbien, die Außergewöhnlichsten. + Nachkommen der alten tyrannischen Zivilisation, die die karibische Küstenebene von Kolumbien bevölkerten und in Folge der Eroberung zog sich dieses Volk in ein isoliertes vulkanisches Massiv zurück, das über der karibischen Küstenebene aufsteigt. + In einem blutbefleckten Kontinent, waren diese Menschen die einzigen, die nie von den Spaniern erobert wurden. + Bis zum heutigen Tag, werden sie von einer rituellen Priesterschaft regiert. Die Ausbildung zur Priesterschaft ist jedoch sehr außergewöhnlich. + Die jungen Akolythen werden im Alter von drei und vier Jahren von ihren Familien getrennt und in einer schattenhaften Welt der Finsternis, in Steinhütten am Fuße der Gletscher für 18 Jahre abgeschottet. Zwei Zeiträume von jeweils neun Jahren, absichtlich gewählt, um die neun Monate der Schwangerschaft nachzuahmen, die sie im Schoß ihrer leiblichen Mutter verbrachten, verbringen sie nun metamorphorisch im Schoß der großen Mutter. + Und während dieser ganzen Zeit, werden Sie kulturell in die Werte ihrer Gesellschaft eingeführt. Werte, die die Behauptung aufrechterhalten, dass ihre Gebete und nur ihre Gebete, die kosmische -- oder wir könnten sagen das ökologische -- Gleichgewicht aufrechterhalten. + Am Ende dieser erstaunlichen Initiation werden sie eines Tages plötzlich nach draußen genommen und zum ersten Mal in ihrem Leben, im Alter von 18 Jahren, sehen sie einen Sonnenaufgang. Und in diesem kristallklaren Moment des Bewusstseins des ersten Lichts, wenn die Sonne beginnt auf die Hänge der erstaunlich schönen Landschaft zu strahlen, wird plötzlich alles, was sie im Abstrakten gelernt haben in erstaunlicher Pracht bestätigt. Und der Priester tritt zurück + und sagt, "Seht ihr? Es ist wirklich, wie ich euch erzählt habe. + Es ist so wunderbar. Ihr müsst es beschützen." + Sie nennen sich die älteren Brüder und sagen, dass wir, die wir die jüngeren Brüder sind, für die Zerstörung der Welt verantwortlich sind. + Nun diese Ebene der Intuition wird sehr wichtig. + Immer wenn wir an Eingeborene und Landschaft denken, beschwören wir entweder Rousseau und das alte Gerücht des noblen Wilden herauf, welches in seiner Vereinfachung ein rassistischer Gedanke ist oder andererseits Thoreau und sagen, diese Menschen sind mehr mit der Natur verbunden, als wir. + Also, Eingeborene sind weder sentimental, noch werden sie von der Nostalgie geschwächt. + Es bleibt nicht viel Platz dafür in den malariaverseuchten Sümpfen von Asmat oder den kalten Winden von Tibet, sie haben jedoch trotzdem, durch Zeit und Ritual einen geheimnisvollen Nimbus der Erde geformt, der nicht auf der Idee beruht, ihr bewusst nahe zu sein, sondern auf einer weit subtileren Intuition, der Idee, dass die Erde an sich nur existieren kann, weil sie in das menschliche Bewusstsein hineingeatmet wird. + Nun, was bedeutet das? + Es bedeutet, dass ein kleines Kind aus den Anden, das in dem Glauben aufwächst, dass der Berg ein Apu-Geist ist, der sein oder ihr Schicksal bestimmen, wird ein ganz anderer Mensch werden, und eine andere Beziehung zu dieser Ressource oder diesem Ort haben, als ein kleines Kind aus Montana, das in dem Glauben aufwächst, dass ein Berg ein Haufen Steine ist, der abgetragen werden kann. + Ob er ein Aufenthaltsort eines Geistes oder ein Haufen Erz ist, ist irrelevant. + Das interessante ist die Metapher, welche die Beziehung zwischen dem Individuum und der Natur definiert. + Ich wuchs in den Wäldern von Britisch Kolumbien auf und glaubte, dass diese Wälder dazu da sind, gerodet zu werden. + Das machte mich zu einem anderen Menschen als meine Freunde unter den Kwakiutl, die glauben, dass diese Wälder der Aufenthaltsort von Hukuk und dem gebogenen Himmelsschnabel und den kannibalischen Geister sind, die am Nordende der Welt wohnen, Geister, die sie an ihrer Hamatsa-Initiation beteiligen würden. + Nun, wenn man beginnt, die Idee zu betrachten, dass diese Kulturen verschiedene Realitäten kreieren können, kann man einige ihrer außergewöhnlichen Entdeckungen verstehen. Z.B. diese Pflanze hier. + Es ist ein Foto, das ich erst letzten April im Nordwesten des Amazonas aufnahm. + Dies ist Ayahuasca, von der viele von Ihnen gehört haben, das stärkste psychoaktive Präparat aus dem Repertoire des Schamanen. + Was Ayahuasca so faszinierend macht, ist nicht nur das pharmakologische Potential dieses Präparats, sondern dessen Verarbeitung. Es wird wirklich aus zwei verschiedenen Quellen hergestellt. Auf der einen Seite, gibt es diese hölzerne Liane, die eine Reihe von Betakarbolinen, Harmin, Harmolin, leicht halluzinogen, birgt. Diese Kletterpflanze allein einzunehmen ist ungefähr so als ob sich ein blauer trüber Rauch auf ihr Bewusstsein legt, es wird jedoch mit den Blättern eines Strauchs aus der Familie der Kaffeepflanzen + mit dem Namen Psychotria viridis vermischt. + Diese Pflanze enthält einige sehr starke Tryptamine die dem Serotonin, Dimethyltryptamin-5 und Methoxydimethyltryptamin sehr ähnlich sind. + Falls Sie schon einmal die Yanomami gesehen haben, wie sie dieses Zeug schnupfen, diese Substanz, die sie aus verschiedenen Arten herstellen enthält ebenfalls Methoxydimethyltryptamin. + Dieses Puder zu schnupfen ist ungefähr so wie aus einem Gewehrlauf beschossen zu werden, gesäumt von barocken Gemälden und der Landung auf einem Meer von Elektrizität. Es wird keine Verzerrung der Realität erzeugt, sondern die Auflösung der Realität. + Ich habe sogar mit meinem Professor, Richard Evan Shultes, der Mann, der die psychedelische Ärea mit der Entdeckung der magischen Pilze in Mexiko in den 30iger Jahren eingeleitet hat, darüber diskutiert. Ich behauptete, dass man diese Tryptamine nicht als halluzinogen einordnen konnte, da in dem Moment in dem man die Auswirkungen spürt, man nicht mehr da ist, um eine Halluzination zu erfahren. Aber die Sache mit Tryptaminen ist die, dass sie nicht oral eingenommen werden können, + da sie durch ein im menschlichen Darm natürlich vorkommendes Enzym mit Namen Monoamin-Oxidase, denaturiert werden. + Sie können nur in Verbindung mit einigen anderen Chemikalien oral eingenommen werden, die die MAO denaturieren. + Nun das Faszinierende ist, dass die Betakarboline, die in der Liane enthalten sind, MAO-Inhibitoren von genau der Art sind, die notwendig ist, um die Tryptamine zu potenzieren. Fragen Sie sich also selbst. + Wie können diese Menschen aus einer Flora von 80.000 Arten adstringierender Pflanzen diese zwei morphologisch nicht verwandten Pflanzen finden, die, wenn auf diese Weise kombiniert, eine Art von biochemischer Version schaffen, so dass das Ganze größer als die Summe seiner Teile ist? + Wir verwenden diesen großartigen Euphemismus, Versuch und Fehler, was sich als bedeutungslos herausstellt. + Aber fragt man die Indianer sagen sie: "Die Pflanze spricht zu uns." + Also, was bedeutet das? + Dieser Stamm, die Cofan, haben 17 Varianten an Ayahuasca, die sie alle bei großer Entfernung im Wald erkennen, die für unsere Augen als eine Art erscheinen. + Und dann fragt man sie, wie sie ihre Taxonomie begründen und sie sagen: "Ich dachte du verstehst etwas von Pflanzen. + Ich meine, weißt du überhaupt nichts?" Und ich sagte: "Nein." + Also, es stellt sich heraus, dass man jede der 17 Varianten bei Vollmond mitnimmt und sie singen zu einem in einer verschiedenen Tonlage. + Nun, das bringt Ihnen keinen Doktortitel in Harvard, aber es ist viel interessanter als Stamina zu zählen. Nun, das Problem- das Problem ist, dass selbst diejenigen unter uns, die Sympathie für die schwierige Lage der Eingeborenen haben, sie als orginiell und farbenfroh ansehen, sie jedoch irgendwie auf die Vergangenheit beschränken, während die reale Welt, d.h. unsere Welt, fortschreitet. + Also, Tatsache ist, dass man sich an das 20. Jahrhundert, in 300 Jahren nicht für seine Kriege oder technischen Innovationen erinnern wird, sondern vielmehr als an eine Ära, in der wir zugegen waren und die massive Zerstörung der biologischen und kulturellen Vielfalt auf der Erde entweder aktiv unterstützten oder passiv akzeptierten. Also das Problem ist nicht die Veränderung. + Alle Kulturen haben sich immer wieder an dem Tanz mit neuen Lebenmöglichkeiten beteiligt. + Und das Problem ist nicht die Technologie an sich. + Die Sioux-Indianer hörten nicht weniger auf Sioux zu sein, als sie Bogen und Pfeil aufgaben, als die Amerikaner aufhörten Amerikaner zu sein, als sie Pferd und Pferdewagen aufgaben. + Nicht Veränderung und Technologie bedrohen die Integrität der Ethnosphäre. Es ist Macht. Das hässliche Gesicht der Herrschaft. + Und wo auch immer man sich in der Welt umsieht, man wird entdecken, dass diese Kulturen nicht dem Untergang geweiht sind. Dies sind dynamisch lebende Völker, deren Existenz durch erkennbare Kräfte verdrängt wird die über ihre Kapazität der Anpassung hinausgehen. Ob es sich dabei um die ungeheuerliche Abholzung im Heimatland der Penan handelt, einem Nomadenvolk aus Südostasien, von Sarawak, einem Volk, das vor einer Generation frei in dem Wald lebte, + und jetzt zu Knechtschaft und Prostitution am Flussufer erniedrigt wurde, von wo sie sehen können, dass selbst der Fluss mit dem Schlamm verschmutzt wird, der fast halb Borneo in das Südchinesische Meer wegzuschwemmen scheint. Von wo die japanischen Frachter am Horizont zu sehen sind, die bereit sind, ihre Schiffsräume mit rohen Baumstämmen zu füllen, die sie dem Wald entrissen haben. Oder wie im Fall der Yanomami, + wo es Krankheitsträger sind, die während des Goldrauschs eingeschleppt wurden. + Oder wenn wir in die Berge von Tibet gehen, wo ich neuerlich viel forsche, wird man das hässliche Gesicht der politischen Dominanz sehen. + Wissen Sie, der Genozid, das phyische Aussterben von Menschen wird allgemein verurteilt, aber der Ethnozid, die Zerstörung der Lebensweise der Menschen, wird nicht nur nicht verurteilt, sondern allgemein und vielerorts als Teil einer Entwicklungsstrategie gefeiert. + Und Sie können das Leiden Tibets nicht verstehen, wenn Sie es nicht auf unterster Ebene erlebt haben. + Ich reiste einmal mit einem jungen Kollegen 6000 Meilen von Chengdu in Westchina überland durch Südost-Tibet nach Lhasa und erst als ich nach Lhasa kam sah ich das Gesicht hinter den Statistiken von denen man hört. 6000 heilige Monumente, die in Schutt und Asche verwandelt wurden. 1,2 Millionen Menschen, die während der Kulturrevolution von den Kadern ermordet wurden. + Der Vater dieses jungen Manns wurde als Anhänger des Panchen Lama identifiziert. + Das bedeutete, dass er während der chinesischen Invasion sofort umgebracht wurde. + Sein Onkel floh mit ihrer Heiligkeit in die Diaspora, die Leute nach Nepal brachte. + Seine Mutter wurde eingesperrt, als Bestrafung für -- für das Verbrechen wohlhabend zu sein. + Er wurde im Alter von zwei Jahren in das Gefängnis geschmuggelt, um sich unter ihrem Rockzipfel zu verstecken, da sie ohne ihn nicht leben konnte. + Die Schwester, die diese tapfere Tat beging, wurde in ein Erziehungslager gebracht. + Eines Tages trat sie aus Versehen auf ein Armband Maos und für diese Übertretung musste sie für sieben Jahre in ein schweres Arbeitslager. + Das Leiden Tibets kann unerträglich sein, aber der erlösende Geist der Menschen ist etwas unvergessliches. + Und am Ende stehen wir wirklich vor einer Wahl. Möchten wir in einer monochromatischen Welt der Monotonie oder in einer polychromatischen Welt der Vielfalt leben? + Margaret Mead, die große Anthropologin sagte bevor sie starb, dass es ihre größte Angst ist, dass während wir uns in Richtung einer faden, gestaltlosen, generischen Weltsicht bewegen, wir nicht nur die gesamte Bandbreite der menschlichen Vorstellungskraft auf eine eingeengte Denkweise reduziert sehen würden, sondern dass wir eines Tages aus einem Traum aufwachen, und vergessen haben, dass es jemals anderen Möglichkeiten gab. + Und es ist demütigend daran zu denken, dass unsere Gattung vielleicht seit 600.000 Jahren existiert. + Die neolithische Revolution, die uns die Landwirtschaft brachte, und uns in diesem Moment dem Kult des Saatkorns unterwarf, die Poesie des Schamanen durch die Prosa der Priesterschaft ersetzte und Hierarchie, Spezialisierung und Überschuss schuf -- fand vor lediglich 10.000 Jahren statt. + Die moderne industrielle Welt wie wir sie kennen ist kaum 300 Jahre alt. + Nun, diese oberflächliche Geschichte sagt mir nicht, dass wir alle Antworten auf die Herausforderungen haben, denen wir in den kommenden Jahrtausenden gegenüber stehen. + Wenn wir diese unzähligen Weltkulturen nach der Bedeutung des Menschseins fragen, antworten sie mit 10.000 verschiedenen Stimmen. + Und in diesem Lied werden wir die Möglichkeit wiederentdecken, das zu sein, was wir sind: Menschen mit vollem Bewusstsein, die sich der Wichtigkeit bewusst sind, dass allen Menschen und Gärten ein Raum gedeihen zu können zugesichert werden muss. Und es gibt großartige Momente des Optimismus. + Hier ist ein Foto, das ich am nördlichen Ende der Baffin-Inseln aufnahm, als ich mit Inuits auf die Narwhal-Jagd ging. Und dieser Mann, Olaya, erzählte mir eine wunderbare Geschichte seines Großvaters. + Die kanadische Regierung ist nicht immer sehr gut mit den Inuit umgegangen und während der 50iger Jahre im Zuge der Etablierung unserer Herrschaft, wurden sie gezwungen, in Siedlungen zu ziehen. + Der Großvater dieses alten Mannes weigerte sich. + Die Familie, die Angst um sein Leben hatte, nahm ihm alle Waffen und alle Werkzeuge ab. + Nun müssen Sie wissen, dass die Inuit keine Angst vor der Kälte haben. Sie nutzten sie zu ihrem Vorteil. + Die Gleitschienen ihrer Schlitten wurden ursprünglich aus Fisch, der in Karibu-Haut eingewickelt wurde, hergestellt. + Der Großvater des Mannes fürchtete sich nicht vor der arktischen Nacht oder dem wehenden Sturm. + Er schlüpfte nach draußen, ließ seine Hosen aus Seehundsfell herunter und defäkierte in seine Hand. Und als die Fäkalien zu frieren begannen, formte er sie in die Form eines Messers. + Er sprühte Speichel auf die Seiten des Fäkalien-Messers und als es vollständig gefroren war, erstach er einen Hund damit. + Er enthäutete den Hund und improvisierte ein Geschirr, nahm das Skelett des Hundes und improvisierte einen Schlitten, spannte einen anderen Hund an und entschwand über die Eisschollen mit dem Fäkalien-Messer am Gürtel. + So kann man aus nichts etwas machen. Und dies ist auf vielerlei Weisen ein Symbol für den Widerstand der Inuit und aller Eingeborenen auf der Welt. + Die kanadische Regierung gab den Inuit im April 1999 die vollständige Kontrolle über ein Gebiet zurück, das größer ist als Kalifornien und Texas zusammen. + Es ist unser neues Heimatland und heißt Nunavut. + Es ist ein unabhängiges Gebiet. Sie kontrollieren alle Mineralvorkommen. + Ein erstaunliches Beispiel, wie eine Nation, ein Staat, die Wiedergutmachung mit seinen Einwohnern suchen und erreichen kann. + Und letztendlich, glaube ich, ist es ziemlich offensichtlich, zumindest für diejenigen von uns, die zu diesen entfernten Zielen der Erde gereist sind, zu erkennen, dass sie überhaupt nicht entfernt sind. + Sie sind die Heimatländer von jemandem. + Sie repräsentieren Teile der menschlichen Vorstellungskraft, die in vergangene Zeiten zurückreichen. Und für alle von uns, werden die Träume dieser Kinder, wie die Träume unserer eigenen Kinder Teil der Geographie der Hoffnung. + Was wir bei National Geographic letztendlich versuchen, ist dass wir glauben, dass Politiker niemals etwas erreichen. + Wir glauben, dass Polemik -- wir glauben, dass Polemik nicht überzeugend ist, aber wir glauben, dass Geschichtenerzählen die Welt verändern kann und somit sind wir wahrscheinlich die beste Institution für Geschichtenerzählen in der Welt. Unsere Website erhält 35 Millionen Hits jeden Monat. + 156 Nationen senden unseren Fernsehkanal. + Unsere Zeitschriften werden von Millionen gelesen. + Und wir unternehmen eine Reihe von Reisen in die Ethnosphäre, auf denen wir unser Publikum zu Orten von solch kulturellen Wundern mitnehmen, dass sie von dem Gesehenen geblendet werden. und hoffentlich, werden sie einer nach dem anderen die zentrale Offenbarung der Anthropologie annehmen: dass diese Welt es verdient hat, auf verschiedene Weisen zu existieren, dass wir eine Lebensmöglichkeit in einer wirklich multikulturellen pluralistischen Welt finden können, + bei der die Weisheit von allen Menschen zu unserem gemeinsamen Wohlbefinden beitragen kann. + Vielen Dank. + + + http://www.ted.com/talks/barry_schwartz_on_the_paradox_of_choice + TED Talk Subtitles and Transcript: Psychologe Barry Schwartz behandelt in seiner Rede einen zentraler Aspekt der westlichen Gesellschaften: die Freiheit der Wahl. Nach Schwartz Einschätzung hat uns die Auswahl nicht freier gemacht, sondern gelähmt; nicht glücklicher, aber unzufrieder. + talks, business, choice, culture, decision-making, economics, happiness, personal growth, potential, psychology + 93 + Barry Schwartz über Paradoxon der Wahlmöglichkeiten + Dominik Weickgenannt + Stephan Ludwig Wirries + Ich werde Ihnen einige Dinge aus meinem Buch erzählen die sich mit anderem decken, das Sie bereits gehört haben. Und versuche Verbindungen herzustellen, falls Ihnen diese nicht aufgefallen sind. + Ich möchte mit dem beginnen, was ich "offizielles Dogma" nenne. + Das offizielle Dogma von was? + Der offizielle Glaubenssatz von allen westlichen Industriegesellschaften. + Das offizielle Dogma lautet so: Wenn unser Ziel das Maximieren des Wohlergehens unserer Bürger ist, geht dies vor allem durch die Maximierung der Freiheit des Einzelnen. + Der Grund hierfür ist, dass Freiheit an und für sich gut, wertvoll, sinnvoll und wesentlich für das Menschsein ist. + Wenn Menschen Freiheit haben, dann handelt jeder von uns eigenständig, um die Dinge zu tun, die unser Gemeinwohl maximieren und niemand muss für uns entscheiden. + Der Weg Freiheit zu maximieren, ist Wahlmöglichkeiten zu maximieren. + Je mehr Wahlmöglichkeiten Menschen haben, desto mehr Freiheit. Und je mehr Freiheit sie haben, desto mehr Gemeinwohl haben sie. + Dies ist, denke ich, so tief in uns verwurzelt, dass es keinem in dem Sinn kommen würde, es zu hinterfragen. + Und es ist auch tief in unseren Leben verwurzelt. + Ich gebe Ihnen einige Beispiele, was uns moderner Fortschritt ermöglicht. + Dies ist mein Supermarkt. Kein großer. + Nur kurz etwas zu Salatdressings. + Es gibt 175 Dressings in meinem Supermarkt, wenn Sie die 10 verschiedenen nativen Olivenöle nicht mitzählen und 12 Balsamico-Essigsorten, die Sie kaufen könnten, um eine große Anzahl an eigenen Salat-Dessings herzustellen, in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sie keins der 175 in dem Laden mögen. + So funktioniert also der Supermarkt. + Dann gehen Sie zu einem Elektronikladen, um eine Stereoanlage zusammenzustellen -- Lautsprecher, CD-Player, Kassetten-Rekorder, Radio, Verstärker. Und in diesem einen Elektronikgeschäft gibt es so viele Stereoanlagen. + Wir können 6,5 Millionen verschiedene Stereoanlagen zusammenstellen aus den Komponenten, die in diesem Geschäft angeboten werden. + Sie müssen zugeben, das ist eine große Auswahl. + In anderen Bereichen -- die Welt der Kommunikation. + Es gab eine Zeit, als ich ein Junge war, da bekam man jeden Telefondienst, den man wollte, solange er von Ma Bell kam. + Man mietete das Telefon und kaufte es nicht. + Als eine Folge davon war das Telefon nie kaputt. + Diese Tage sind vorbei. + Wir haben jetzt fast eine unendliche Auswahl an Telefonen, besonders in der Welt der Mobiltelefone. + Dies sind die Mobiltelefone der Zukunft. + Mein Favorit ist der in der Mitte -- MP3-Player-, Nasenhaar-Trimmer und Crème-Brûlée-Flambierer. + Und sollten Sie das bis jetzt noch nicht in Ihrem Geschäft gesehen haben, seien Sie sicher, dass Sie das bald werden. + Es bringt Menschen dazu, in die Geschäfte zu laufen und diese Frage zu stellen. + Kennen Sie die Antwort auf diese Frage? + Die Antwort ist "Nein." + Es ist unmöglich ein Handy zu kaufen, das nicht zu viel tut. + Für andere Lebensbereiche, die viel wichtiger als Einkaufen sind, dasselbe gilt für die Explosion an Auswahlmöglichkeiten. + Gesundheitswesen -- in den Vereinigten Staaten ist es nicht länger der Fall dass man zum Doktor geht und er einem sagt was zu tun ist. + Stattdessen geht man zum Doktor und der Doktor sagt einem: "Wir könnten A machen oder B machen. + A hat diese Vorteile und Risiken. + B hat diese Vorteile und Risiken. Was wollen Sie tun? + Und Sie sagen: "Doktor, was soll ich tun?" + Der Arzt sagt: "A hat diese Vorteile und Risiken und B jene Vorteile und Risiken. + Was wollen Sie tun?" + Und Sie sagen: "Wenn Sie ich wären, Doktor, was würden Sie tun?" + Und der Arzt sagt: "Aber ich bin nicht Sie." + Das Ergebnis nennen wir "Patientenautonomie". Das klingt wie eine gute Sache, aber es verschiebt die Last der Verantwortung für das Treffen von Entscheidungen von jemandem der etwas weiß, nämlich vom Arzt, zu jemandem der nichts weiß und höchstwahrscheinlich krank ist, und daher nicht in der besten Verfassung, um zu entscheiden -- nämlich der Patient. + Es gibt ein enormes Marketing für verschreibungspflichtige Medikamente für Leute wie Sie und mich, was, wenn man nachdenkt, keinen Sinn macht, weil wir Sie nicht kaufen können. + Warum umwerben Sie uns, wenn wir nicht kaufen können? + Weil sie erwarten, dass wir den Arzt am nächsten Morgen anrufen und um eine Änderung der Verschreibung bitten. + Etwas so Tiefgreifendes wie unsere Identität ist nun eine Frage der Wahl, wie diese Folie zeigen soll. + Wir erben keine Identität, wir erfinden sie. + Und wir erfinden uns so oft neu wie wir möchten. + D.h jeden Tag, wenn Sie morgens aufwachen, müssen Sie entscheiden, was für eine Art von Person Sie sein möchten. + In Bezug auf Ehe und Familie war einmal die Standardannahme, fast jeder hatte eine und man heiratete so schnell und bekam so schnell Kinder wie man konnte. + Die einzige wahre Wahl war "wen", nicht wann, und nicht was Sie danach taten. + Heutzutage ist alles einfach zu haben. + Ich unterrichte wunderbar intelligente Studenten, und ich gebe ihnen 20 % weniger Arbeit als früher. + Und das nicht, weil sie weniger schlau sind, oder weil sie weniger sorgfältig sind. + Sondern weil sie mit anderen Dingen beschäftigt sind; sie fragen sich selbst: "Soll ich heiraten oder nicht? Jetzt? + Oder später? Soll ich erst Kinder haben, oder erst Karriere machen?" + Die sind alles einnehmende Fragen. + Und sie werden diese Fragen beantworten, auch wenn sie ihre Aufgaben nicht machen und keine gute Note in meinem Kurs kriegen. + Und sie sollten das in der Tat tun. Das sind wichtige zu beantwortende Fragen. + Arbeit -- wir sind gesegnet, wie Carl verdeutlicht hat, mit der Technologie, die uns ermöglicht, jede Minute jeden Tages von jedem Platz auf dem Planeten zu arbeiten -- bis auf das Randolph Hotel. + Es gibt übrigens eine Ecke, von der ich keinem erzählen werde, an der das WLAN funktioniert. + Ich sag nichts, da ich's nutzen will. + Diese unglaubliche Freiheit der Wahl in Bezug auf Arbeit Entscheidungen zu treffen, wieder und wieder und wieder, ob wir arbeiten sollten oder nicht. + Wir können unseren Kindern beim Fußball spielen zuschauen, mit unserm Handy an der einen Hüfte und unserem Blackberry an anderen Hüfte, und unserem Laptop vermutlich auf unserem Schoß. + Und auch wenn sie alle abgeschaltet sind, jede Minute in der wir unserem Kind beim Verstümmeln eines Fußballspiels zusehen fragen wir uns auch: "Sollte ich diesen Anruf annehmen? + Die Email beantworten? Den Brief schreiben?" + Und auch wenn die Antwort auf die Frage "Nein," ist, wird es Ihre Erfahrung vom Fussballspiels Ihres Kindes prägen, sehr anders als es gewesen wäre. + Überall, wo wir hinsehen, große und kleine Dinge, materielle Dinge und Lebensstil, Leben ist eine Frage der Wahl. + Und die Welt in der wir lebten sah so aus. + Damit will ich sagen, es gab einige Wahlmöglichkeiten, aber nicht alles war eine Frage der Wahl. + Und die Welt in der wir jetzt leben sieht so aus. + Und die Frage ist, sind das gute oder schlechte Nachrichten? + Die Antwort ist "Ja". + Wir wissen alle was gut daran ist, also werde ich darüber was schlecht daran ist. + All diese Auswahlmöglichkeiten haben zwei Effekte, zwei negative Effekte auf Menschen. + Ein Effekt, paradoxer Weise, ist, dass er lähmt statt zu befreien. + Mit so vielen Optionen aus den man wählen kann, fällt es Menschen sehr schwer sich überhaupt zu entscheiden. + Ich werde Ihnen ein weiteres drastisches Beispiel dafür geben, eine Studie über Investitionen in freiwillige Altersvorsorge. + Eine Kollegin von mir hatte Zugriff auf Investitions-Akten von Vanguard, der gigantischen Fondgesellschaft von ungefähr einer Millionen Mitarbeitern und ca. 2000 unterschiedlichen Arbeitsplätzen. + Und was sie fand war pro 10 Investmentfonds die der Arbeitgeber anbot, nahm die Teilnahme um 2 Prozent ab. + Sie bieten 50 Investmentfonds an -- 10 Prozent weniger Mitarbeiter nehmen teil als wenn Sie nur 5 anbieten würde. Warum? + Weil es 50 Investmentfonds sind, die zur Auswahl stehen, ist es so schwer zu entscheiden welchen man wählen soll, dass Sie es auf morgen aufschieben. + Und dann morgen, und dann morgen, und morgen, und morgen, und morgen kommt natürlich nie. + Verstehen Sie, dass das nicht nur heißt, das Menschen Hundefutter essen müssen wenn Sie in den Ruhestand gehen, weil Sie nicht genug Geld zum Zurücklegen haben, es bedeutet auch, das Entscheidungen treffen so schwer ist, dass Sie große Investitionsangebote Ihrer Arbeitgeber verpassen. + Durch die nicht Teilnahme geben Sie bis zu 5000 US$ pro Jahr auf von dem Arbeitsgeber, der glücklich gewesen wäre Ihren Beitrag zu vermehren. + Lähmung ist eine Folge von zu vielen Wahlmöglichkeiten. + Und ich denke es sorgt dafür, dass die Welt so aussieht. Sie wollen die Entscheidung wirklich richtig treffen, wenn es für alle Ewigkeit ist, richtig? + Sie wollen nicht den falschen Investment Fond wählen, oder gar das falsche Salatdressing. + Also das ist der eine Effekt. Der andere Effekt ist, dass selbst wenn wir die Lähmung überwinden und eine Entscheidung treffen, enden wir weniger zufrieden mit dem Ergebnis der Auswahl, als, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten uns zwischen weniger Möglichkeiten zu entscheiden. + Und es gibt mehrere Gründe für dies. + Einer von ihnen ist bedingt durch die große Auswahl unterschiedlicher Salatdressings, wenn Sie eines kaufen, und es ist nicht perfekt -- und, welches Salatdressing ist schon perfekt? Es ist einfach sich vorzustellen, dass Sie eine andere Entscheidung hätten treffen können die besser gewesen wäre. Und was passiert ist diese bildlich vorgestellte Alternative führt dazu, dass Sie die Entscheidung bereuen, und dieses Bereuen wirkt negativ auf die Zufriedenheit, die Sie von Ihrer gemachten Entscheidung hatten, + auch, wenn es eine gute Entscheidung war. + Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto einfacher ist es überhaupt nichts zu bereuen das ist enttäuschend für die Wahl die Sie treffen. + Zweitens, was Ökonomen Oppertunitätskosten nennen. + Dan Gilbert hat einen großen Punkt heute morgen gemacht indem er erzählte wie sehr die Art in der wir Dinge bewerten, davon abhängt zu was wir es vergleichen. + Gut, wenn es sehr viele Alternativen zu bedenken gibt, ist es einfach sich attraktive Eigenschaften vorzustellen von Alternativen, die Sie ausschließen, das macht Sie weniger zufrieden mit den Alternativen, die Sie gewählt haben. + Hier ist ein Beispiel. Für die von Ihnen, die keine New Yorker sind, entschuldige ich mich. + Aber hier ist, was Sie hätten denken sollen. + Hier ist ein Paar auf den Hamptons. + Sehr teure Immobilien. + Wunderschöner Strand. Toller Tag. Sie haben es alles für sich selbst. + Was könnte besser sein? "Verdammt" + der Mann denkt, "Es ist August. Jeder in meiner Manhattener Nachbarschaft ist weg. + Ich könnte direkt vor meinem Haus parken." + Und er verbringt 2 Wochen von dem Gedanken verfolgt das er die Möglichkeit verpasst hat, Tag über Tag, einen tollen Parkplatz zu haben. + Oppertunitätskosten senken die Zufriedenheit, die wir durch unsere Auswahl erhalten, auch, wenn das was wir ausgesucht haben fantastisch ist. + Und je mehr Möglichkeiten es zur Auswahl gibt, desto mehr attraktive Eigenschaften dieser Auswahl werden in den Oppertunitätskosten berücksichtigt. + Hier ist ein weiteres Beispiel. + Nun, dieser Cartoon macht einige Aussagen. + Er macht eine Aussage darüber im jetzt zu leben und vielleicht auch darüber Dinge langsam zu tun. + Aber ein wichtiger Punkt, den er macht ist: Immer wen Sie sich für eine Sache entscheiden, entscheiden Sie sich andere Dinge nicht zu tun. Und diese anderen Dinge mögen viele attraktive Eigenschaften haben, und es wird, was Sie tun werden weniger anziehend machen. + Drittens: Eskalation der Erwartungen. + Dies hat mich getroffen, als ich meine Jeans austauschen wollte. + Ich trage Jeans, fast die ganze zeit. + Und es gab eine Zeit in der es nur Jeans einer Art gab, und Sie haben Sie gekauft, und Sie haben schlecht gepasst, Sie waren unglaublich unkomfortabel und wenn Sie sie lange genug getragen und oft genug gewaschen hatten, haben Sie angefangen sich "OK" anzufühlen. + Also ging um neue Jeans zu kaufen nach vielen Jahren des Tragens der Alten, und ich sagte, "Ich hätte gerne ein paar Jeans, hier ist meine Größe." + Und der Verkäufer sagte, "Wollen Sie schlanke, leicht anliegende oder weite? + Wollen Sie Knöpfe oder Reißverschluss? Stein oder Säure gewaschen? + Wollen Sie Jeans mit löchern? + Möchten Sie unten weit geschnitten, kegelig, blah blah blah ..." und so weiter erzählte er. + Mein Kiefer war unten und nachdem ich mich erholte sagte ich, "I hätte gerne die Art, die früher die einzige Art war." + Er hatte keine Ahnung was das war, also verbrachte ich eine Stunde damit alle diese verdammten Jeans anzuprobieren, und verlies das Geschäft -- und ich sage die Wahrheit -- mit den best passenden Jeans, die ich je hatte. + Ich hatte es besser. All diese Auswahl ermöglichte es mir es besser zu haben. + Aber ich fühlte mich schlechter. + Warum? Ich schrieb ein ganzes Buch um zu versuchen es mir selbst zu erklären. + Der Grund dafür, dass ich mich schlechter fühlte war, mit all diesen verfügbaren Möglichkeiten, meine Erwartungen dafür, was für ein gutes Paar Jeans ausmacht, gingen hoch. + Ich hatte sehr niedrige Erwartungen. Ich hatte keine konkreten Erwartungen, als es sie nur in einer Art gab. + Als Sie in 100 Arten kamen, verdammt, eine von ihnen hätte perfekt sein sollen, + Und was ich bekam war gut, aber es war nicht perfekt. + Und so verglich ich was ich bekommen hatte zu dem was ich erwartete, und was ich hatte war enttäuschend in Vergleich zu dem was ich erwartete. + Das Hinzufügen von Möglichkeiten in das Leben der Menschen erhöht zwangsläufig die Erwartungen die Menschen haben darüber wie gut diese Möglichkeiten sein werden. + Und dies führt zu weniger Zufriedenheit mit den Ergebnissen, auch wenn die Ergebnisse gut sind. + Niemand in der Welt des Marketings weiß dies. + Weil, wenn Sie es würden, wüssten Sie alle nicht worum es hier geht. + Die Wahrheit ist mehr wie das hier. + Der Grund ist, das früher alles besser war als alles schlechter war, als alles schlechter war, war es für die Menschen möglich Erfahrungen zu machen die eine angenehme Überraschung waren. + Heutzutage, in der Welt in der wir leben -- wir wohlhabenden, industrialisierten Bürger, mit Perfektion als Erwartung -- das Beste für das man je hoffen kann ist das Dinge so gut sind wie man es von ihnen erwartet. + Sie werden nie angenehm überrascht. weil Ihre Erwartungen, meine Erwartungen, haushoch sind. + Das Geheimnis zur Glücklichkeit -- das ist wofür Sie alle gekommen sind -- das Geheimnis zur Glücklichkeit sind niedrige Erwartungen. + Ich möchte sagen -- ein kurzer autobiographischer Moment -- das ich mit einer Frau verheiratet bin, und sie ist wirklich sehr wunderbar. + I hätte es nicht besser machen können. Ich habe mich nicht niedergelassen. + Aber niederlassen ist nicht immer so eine schlechte Sache. + Letztendlich, eine Folge des Kaufens einer schlecht sitzenden Jeans wenn es nur eine Art zu kaufen gibt ist, dass wenn Sie unzufrieden sind, und Sie sich fragen warum, wer verantwortlich ist, die Antwort klar ist. + Die Welt ist verantwortlich. Was hätten Sie tun können? + Wenn hunderte von verschiedenen Arten von Jeans verfügbar sind, und Sie kaufen eine die enttäuschend ist, und Sie fragen warum, wer ist verantwortlich? + Ist es ebenso klar, dass die Antwort auf die Frage ist: Sie. + Sie hätten es besser tun können. + Mit 100 unterschiedlichen Arten von Jeans im Schaufenster, gibt es keine Entschuldigung für Fehler. + Und so, wenn Menschen Entscheidungen treffen, und auch wenn die Ergebnisse der Entscheidungen gut sind, fühlen Sie sich enttäuscht darüber, Sie beschuldigen sich selbst. + Klinische Depressionen explodierten in der industriellen Welt in der letzten Generation. + Ich glaube ein signifikanter -- nicht der einzige, aber ein Signifikanter Beiträger zu dieser Explosion der Depression, und auch Selbstmord, ist, dass Menschen Erfahren haben die enttäuschend sind weil Ihre Standards so hoch sind. Und dann, wenn Sie sich diese Erfahrungen selbst erklären müssen, denken sie es wäre ihre schuld. + Und so ist das Bilanzergebnis, dass es uns generell besser geht, objektiv, und wir uns schlechter fühlen. + Also lassen Sie mich Sie erinnern. + Dies ist das offizielle Dogma, das eine das wir alle für richtig halten, komplett falsch ist. Es ist nicht wahr. + Es gibt keine Frage, das etwas Auswahl besser ist als keine, aber es folgt nicht, das mehr Auswahl besser ist als etwas Auswahl. + Es gibt eine magische Menge. Ich weiß nicht was es ist. + Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir diesen Punkt lange verpasst haben an dem Auswahl unser Gemeinwohl verbessert. + Jetzt, als eine Grundsatz Frage -- Ich bin fast fertig -- als eine Grundsatz Frage, die Sache über die nachzudenken ist. Das was all diese Auswahl ermöglicht in den industrialisierten Gesellschaften, ist der Material Reichtum. + Es gibt viele Plätze in der Welt, und wir haben von vielen von ihnen gehört, deren Problem nicht die zu große Auswahl ist. + Ihr Problem ist, dass Sie zu wenig haben. + Also die Dinge über die ich rede sind ein sonderbares Problem der modernen, reichen, westlichen Gesellschaften. + Und was ist so frustrierend und ärgerlich ist: Steve Levitt hat Ihnen gestern erzählt, dass diese teuren und schwer zu befestigenden Kindersitze nicht helfen. + Das ist eine Geldverschwendung. + Ich erzähle Ihnen, dass diese teuren, komplizierten Entscheidungen -- es ist nicht nur so, dass sie nicht helfen. + Sie tun sogar weh. + Sie sorgen dafür, dass wir schlechter da stehen. + Wenn einiges, was den Menschen in unserer Gesellschaft, Entscheidungen ermöglicht in Gesellschaften verschoben würde, in denen Menschen zu wenig Auswahl haben, verbessert sich nicht nur das Leben der Menschen, sondern unseres würde auch verbessert. Ökonomen nennen dies eine Pareto-verbesserungs Bewerbung. + Einkommensumverteilung wird dafür sorgen, dass es allen besser geht -- nicht nur den armen -- weil all diese große Auswahl uns plagt. + Abschließend, lesen Sie bitte diesen Cartoon, und, eine hochentwickelte Person, sagt, "Ah! Was weiß dieser Fisch? + Sie wissen es nichts möglich in diesem Goldfischglas." + Verarmten Phantasie, eine kurzsichtige Sicht der Welt -- und dass ist die Art wie ich es zuerst gelesen habe. + Je mehr ich aber darüber nachdachte, desto mehr kam ich zu der Ansicht, das der Fisch etwas weiß. + Denn die Wahrheit ist, dass wenn Sie das Goldfischglas zerbrechen, so dass alles möglich ist, haben Sie keine Freiheit. Sie haben Lähmung. + Wenn Sie das Goldfischglas zerbrechen, so dass alles möglich ist, senken Sie die Zufriedenheit. + Sie steigern die Lähmung und senken die Zufriedenheit. + Jeder braucht ein Goldfischglas. + Dies ist sicherlich zu begrenzt -- möglicherweise auch für den Fisch, aber definitiv für uns. + Aber das Fehlen eines metaphorischen Goldfischglases ist ein Rezept für Elend, und, ich vermute, Katastrophe. + Vielen Dank. + + +