diff --git "a/Hochschulgesetz_NRW.html" "b/Hochschulgesetz_NRW.html" --- "a/Hochschulgesetz_NRW.html" +++ "b/Hochschulgesetz_NRW.html" @@ -1,9306 +1,6693 @@ - - - - - - - - - - - - - - - - SGV Inhalt : Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) | RECHT.NRW.DE - - - - - - - - - - -
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Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.)  mit Stand vom 20.11.2025

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Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG)

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Inhaltsverzeichnis:

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Normüberschrift

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Gesetz über die Hochschulen des
-Landes Nordrhein-Westfalen
-(Hochschulgesetz - HG)

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Vom 16. September -2014 (Fn 1)

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(Artikel 1 des -Hochschulzukunftsgesetzes vom 16. September 2014 (GV. NRW. S. 547))

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Inhaltsübersicht (Fn 41)

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§ 1 Geltungsbereich

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Teil 1

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Rechtsstellung, Aufgaben, Finanzierung und Steuerung der -Hochschulen

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§ 2 Rechtsstellung

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§ 3 Aufgaben

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§ 4 Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

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§ 5 Finanzierung und Wirtschaftsführung

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§ 6 Strategische Ziele; Hochschulverträge

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§ 7 Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

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§ 8 Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

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Teil 2

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Mitgliedschaft und Mitwirkung

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§ 9 Mitglieder und Angehörige

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§ 10 Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

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§ 11 Zusammensetzung der Gremien

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§ 11a Mitgliederinitiative

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§ 11b Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

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§ 12 Verfahrensgrundsätze

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§ 13 Wahlen zu den Gremien

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Teil 3

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Aufbau und Organisation der Hochschule

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Kapitel 1

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Die zentrale Organisation der Hochschule

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§ 14 Zentrale Organe

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§ 15 Rektorat

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§ 16 Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

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§ 17 Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die -Hochschulwahlversammlung

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§ 17a Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen -und Hochschullehrer

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§ 18 Die Rektorin oder der Rektor

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§ 19 Die Kanzlerin oder der Kanzler

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§ 20 Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des -Rektorats

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§ 21 Hochschulrat

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§ 22 Senat

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§ 22a Hochschulwahlversammlung

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§ 22b Hochschulkonferenz

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§ 23 Fachbereichskonferenz

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§ 24 Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene -Mittelvergabe

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§ 25 Hochschulverwaltung

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Kapitel 2

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Die dezentrale Organisation der Hochschule

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§ 26 Die Binneneinheiten der Hochschule

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§ 27 Dekanin oder Dekan

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§ 28 Fachbereichsrat

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§ 29 Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten; -Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

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§ 30 Lehrerinnen und Lehrerbildung

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Kapitel 3

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Hochschulmedizin

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§ 31 Fachbereich Medizin

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§ 31a Universitätsklinikum

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§ 31b Finanzierung

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§ 32 Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

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Teil 4

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Das Hochschulpersonal

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Kapitel 1

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Allgemeine dienstrechtliche Regelungen

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§ 33 Beamtinnen und Beamte der Hochschule

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§ 34 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

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Kapitel 2

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Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

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§ 35 Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer

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§ 36 Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen -und Hochschullehrer

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§ 37 Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

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§ 37a Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und -Männern bei der Berufung von Professorinnen und Professoren

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§ 38 Berufungsverfahren

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§ 38a Tenure Track

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§ 39 Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer

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§ 39a Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein -Beamtenverhältnis

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§ 39b Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären -Forschungseinrichtungen

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§ 40 Freistellung und Beurlaubung

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Kapitel 3

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Das sonstige Hochschulpersonal

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§ 41 Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, -Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren

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§ 42 Lehrkräfte für besondere Aufgaben

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§ 43 Lehrbeauftragte

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§ 44 Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen -und Mitarbeiter an Universitäten

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§ 45 Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Fachhochschulen

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§ 46 Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

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§ 46a Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

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§ 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und -Verwaltung

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Teil 5

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Studierende und Studierendenschaft

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Kapitel 1

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Zugang und Einschreibung

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§ 48 Einschreibung

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§ 49 Zugang zum Hochschulstudium

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§ 50 Einschreibungshindernisse

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§ 51 Exmatrikulation

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§ 51a Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

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§ 52 Zweithörerinnen oder Zweithörer, Gasthörerinnen oder -Gasthörer

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Kapitel 2

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Studierendenschaft

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§ 53 Studierendenschaft

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§ 54 Studierendenparlament

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§ 55 Allgemeiner Studierendenausschuss

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§ 56 Fachschaften

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§ 57 Ordnung des Vermögens und des Haushalts

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Teil 6

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Lehre, Studium und Prüfungen

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Kapitel 1

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Lehre und Studium

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§ 58 Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

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§ 58a Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

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§ 59 Besuch von Lehrveranstaltungen

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§ 60 Studiengänge

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§ 61 Regelstudienzeit

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§ 62 Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

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§ 62a Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

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§ 62b Vertretung der Belange von Studierenden mit -Behinderung oder chronischer Erkrankung

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Kapitel 2

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Prüfungen

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§ 63 Prüfungen

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§ 63a Anerkennung von Prüfungsleistungen und -Studienabschlüssen

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§ 64 Prüfungsordnungen

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§ 65 Prüferinnen und Prüfer

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Teil 7

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Grade und Zeugnisse

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§ 66 Hochschulgrade, Leistungszeugnis

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§ 67 Promotion

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§ 67a Kooperative Promotion

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§ 67b Promotionskolleg für angewandte Forschung der -Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen

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§ 68 Habilitation

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§ 69 Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

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Teil 8

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Forschung

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§ 70 Aufgaben und Koordinierung der Forschung, -Veröffentlichung

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§ 71 Forschung mit Mitteln Dritter

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§ 71a Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

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Teil 9

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Anerkennung als Hochschulen und Betrieb nichtstaatlicher -Hochschulen

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§ 72 Voraussetzungen der Anerkennung

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§ 73 Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren; -Gebühren; Kostentragung

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§ 73a Folgen der Anerkennung

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§ 74 Kirchliche Hochschulen

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§ 74a Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

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§ 74b Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

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§ 75 Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von -Hochschulen; Franchising mit Hochschulen

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§ 75a Ordnungswidrigkeiten

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Teil 10

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Ergänzende Vorschriften

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§ 76 Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

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§ 77 Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit -Forschungseinrichtungen

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§ 77a Errichtung juristischer Personen des öffentlichen -Rechts durch Hochschulen

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§ 77b Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität -in Hagen

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§ 77c Landesarbeitsgemeinschaft der -Schwerbehindertenvertretungen

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§ 77d Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem -Lehramtsstudium

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§ 78 Überleitung des wissenschaftlichen Personals

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§ 79 Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

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§ 80 Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei -Stellenbesetzung und Studiengängen

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§ 81 Zuschüsse

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§ 81a Deutsche Hochschule der Polizei

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§ 82 Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von -Gesetzen

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§ 82a Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage -oder einer Katastrophe

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§ 83 Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land -und den verselbständigten Hochschulen

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§ 84 Inkrafttreten, Übergangsregelungen

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§ 1 -(Fn 44)
-Geltungsbereich

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(1) Dieses Gesetz gilt für die Hochschulen des Landes -Nordrhein-Westfalen und nach Maßgabe von Teil 9 für die Anerkennung von -Bildungseinrichtungen als Hochschulen und als Kunsthochschulen, für die -staatlich anerkannten Hochschulen und Kunsthochschulen und für den Betrieb -nichtstaatlicher Hochschulen und Kunsthochschulen in Nordrhein-Westfalen. Für -die Verleihung und Führung von Graden sowie hinsichtlich der Zuständigkeit für -die Bewertung ausländischer Hochschulqualifikationen auf der Basis des -Übereinkommens über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in -der europäischen Region vom 11. April 1997 (BGBl. 2007 II S. 712, 713) gilt -dieses Gesetz nach Maßgabe des § 69. Dieses Gesetz gilt nicht für -Fachhochschulen des Landes, die ausschließlich Ausbildungsgänge für den -öffentlichen Dienst anbieten.

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(2) Folgende Hochschulen sind im Sinne dieses Gesetzes -Universitäten:

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1. die Technische Hochschule Aachen,

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2. die Universität Bielefeld,

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3. die Universität Bochum

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4. die Universität Bonn,

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5. die Technische Universität Dortmund,

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6. die Universität Düsseldorf,

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7. die Universität Duisburg-Essen,

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8. die Fernuniversität in Hagen,

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9. die Universität Köln,

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10 die Deutsche Sporthochschule Köln,

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11. die Universität Münster,

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12. die Universität Paderborn,

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13. die Universität Siegen und

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14. die Universität Wuppertal.

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Folgende Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind im -Sinne dieses Gesetzes Fachhochschulen:

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1. die Fachhochschule Aachen,

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2. die Fachhochschule Bielefeld,

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3. die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gesundheit -Bochum,

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4. die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin,

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5. die Fachhochschule Dortmund,

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6. die Hochschule Düsseldorf,

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7. die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, -Recklinghausen,

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8. die Hochschule Hamm-Lippstadt in Hamm und Lippstadt,

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9. die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn,

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10. die Hochschule Rhein-Waal in Kleve,

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11. die Technische Hochschule Köln,

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12. die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo,

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13. die Hochschule Ruhr-West in Mülheim,

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14. die Fachhochschule Münster und

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15. die Hochschule Niederrhein in Krefeld und -Mönchengladbach.

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(3) Es bestehen Standorte der Fachhochschule Aachen in -Jülich, der Fachhochschule Bielefeld in Minden und in Gütersloh, der Hochschule -Bochum in Velbert/Heiligenhaus, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach und -in Hennef, der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, in Meschede, in Soest und -in Lüdenscheid, der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, der Technischen -Hochschule Köln in Gummersbach und in Leverkusen, der Hochschule -Ostwestfalen-Lippe in Detmold und in Höxter, der Hochschule Ruhr-West in -Bottrop sowie der Fachhochschule Münster in Steinfurt; das Ministerium wird -ermächtigt, durch Rechtsverordnung Standorte zu schließen. Die Grundordnungen -dieser Hochschulen können bestimmen, dass auch am Sitz der Hochschule nach -Absatz 2 ein Standort besteht. Die Hochschulen können im Einvernehmen mit dem -Ministerium Studienorte errichten und aufheben. Die Grundordnung kann -bestimmen, dass in den Standorten oder in den Studienorten aus den -Professorinnen und Professoren des Standorts oder des Studienorts für eine Zeit -von vier Jahren eine Sprecherin oder ein Sprecher dieses Standorts oder des -Studienorts gewählt wird. Der Sitz im Sinne der Vorschriften über den -Gerichtsstand ist für die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, -Recklinghausen die Stadt Gelsenkirchen, für die Hochschule Hamm-Lippstadt die -Stadt Hamm, für die Hochschule Niederrhein die Stadt Krefeld und für die -Universität Duisburg-Essen die Stadt Essen.

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(4) Der Fachbereich Musikhochschule der Universität Münster -steht einer Kunsthochschule gleich. Für ihn gilt § 1 Absatz 4 bis 6 des -Kunsthochschulgesetzes.

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Teil 1

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Rechtsstellung, -Aufgaben, Finanzierung und Steuerung der Hochschulen

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§ 2 -(Fn 11)
-Rechtsstellung

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(1) Die Hochschulen nach § 1 Absatz 2 sind vom Land -getragene, rechtsfähige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Durch Gesetz -können sie auch in anderer Rechtsform errichtet oder in eine andere Rechtsform -umgewandelt oder in die Trägerschaft einer Stiftung überführt werden. Sie haben -das Recht der Selbstverwaltung im Rahmen der Gesetze (Artikel 16 Absatz 1 der -Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen).

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(2) Die Hochschulen nehmen die ihnen obliegenden Aufgaben -als Selbstverwaltungsangelegenheiten wahr. Soweit dieses Gesetz nichts anderes -zulässt, erledigen sie ihre Aufgaben in Forschung, Entwicklung und Kunst, Lehre -und Studium in öffentlich-rechtlicher Weise.

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(3) Das Personal steht im Dienst der jeweiligen Hochschule. -Die Hochschulen besitzen das Recht, Beamte zu haben. Das Land stellt nach -Maßgabe des Landeshaushalts die Mittel zur Durchführung der Aufgaben der -Hochschulen bereit.

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(4) Die Hochschulen erlassen die zur Erfüllung ihrer -Aufgaben erforderlichen Ordnungen sowie nach Maßgabe dieses Gesetzes und -ausschließlich zur Regelung der dort bestimmten Fälle ihre Grundordnung. Alle -Ordnungen sowie zu veröffentlichenden Beschlüsse gibt die Hochschule in einem Verkündungsblatt -bekannt, dessen Erscheinungsweise in der Grundordnung festzulegen ist. Die -Grundordnung kann bestimmen, dass das Verkündungsblatt zusätzlich oder -ausschließlich in Gestalt einer elektronischen Ausgabe erscheint, die über -öffentlich zugängliche Netze angeboten wird. In diesem Fall gilt § 19 Absatz 2 -des E-Government-Gesetzes Nordrhein-Westfalen vom 8. Juli 2016 (GV. NRW. S. 551) in der jeweils geltenden Fassung entsprechend. Die Grundordnung regelt -auch das Verfahren und den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Ordnungen. -Prüfungsordnungen sind vor ihrer Veröffentlichung vom Rektorat auf ihre -Rechtmäßigkeit einschließlich ihrer Vereinbarkeit mit dem -Hochschulentwicklungsplan zu überprüfen.

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(5) Die Hochschulen können sich in ihrer Grundordnung eigene -Namen geben und Wappen und Siegel führen; die die Namensgebung regelnde -Vorschrift der Grundordnung bedarf der Genehmigung des Ministeriums. Die -Hochschulen können zudem im internationalen Verkehr ihre Bezeichnungen in einer -fremdsprachigen Übersetzung führen; bei den Fachhochschulen darf dabei die -Gefahr einer Verwechslung mit der Bezeichnung einer Universität nicht gegeben -sein. Hochschulen ohne eigene Wappen und Siegel führen das Landeswappen und das -kleine Landessiegel.

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(6) Für die Errichtung juristischer Personen des -öffentlichen Rechts durch die Hochschulen gilt § 77a.

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(7) Die Universität Köln und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg -nehmen die öffentlichen Aufgaben an den ihnen seitens des Landes überlassenen -Liegenschaften wahr. Dazu gehören die Bauherreneigenschaft und die -Verantwortlichkeit für sämtliche Baumaßnahmen. Dasselbe gilt für die -Liegenschaften, die sich im Eigentum der Universität Köln befinden und im -Rahmen der Aufgaben nach § 3 genutzt werden und mit Mitteln des Landes -betrieben, baulich unterhalten und weiterentwickelt werden. Die Universität -Köln und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nehmen die Eigentümerverantwortung für -die von ihnen genutzten Liegenschaften wahr. Das Ministerium kann hierzu -Näheres im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium durch -Verwaltungsvorschrift regeln.

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(8) Auf Antrag einer Hochschule soll die -Bauherreneigenschaft und die Eigentümerverantwortung an Teilen oder der -Gesamtheit der ihr seitens des Landes oder seitens des Bau- und Liegenschaftsbetriebs -NRW überlassenen Liegenschaften zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben auf -diese Hochschule übertragen werden, soweit ihr dieses nicht bereits durch -Gesetz zugewiesen ist; § 5 Absatz 2 bleibt unberührt. Die Übertragung der -Bauherreneigenschaft kann insbesondere die Instandhaltung, die Sanierung und -Modernisierung von Bestandsbauten und die Errichtung von Neubauten betreffen. -Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen -Ministerium das Nähere durch Rechtsverordnung. Zu dieser Rechtsverordnung kann -das Ministerium im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium -Verwaltungsvorschriften erlassen.

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§ 3 -(Fn 12)
-Aufgaben

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(1) Die Universitäten dienen der Gewinnung -wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Pflege und Entwicklung der -Wissenschaften durch Forschung, Lehre, Studium, Förderung des -wissenschaftlichen Nachwuchses und Wissenstransfer (insbesondere -wissenschaftliche Weiterbildung, Technologietransfer, Förderung von -Ausgründungen). Zum Zwecke des Wissenstransfers nach Satz 1 können sie -insbesondere die berufliche Selbstständigkeit, auch durch -Unternehmensgründungen, ihrer Studierenden, ihres befristet beschäftigten -Hochschulpersonals sowie ihrer Absolventinnen und Absolventen und ihrer -ehemaligen Beschäftigten für die Dauer von bis zu drei Jahren fördern; die -Förderung darf die Erfüllung der weiteren in diesem Gesetz genannten Aufgaben -nicht beeinträchtigen. Die Universitäten bereiten auf berufliche Tätigkeiten im -In- und Ausland vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und -Methoden erfordern. Sie gewährleisten eine gute wissenschaftliche Praxis. Die -Sätze 1 bis 4 gelten für die Kunst entsprechend, soweit sie zu den Aufgaben der -Universitäten gehört.

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(2) Die Fachhochschulen bereiten durch anwendungsbezogene -Lehre und Studium auf berufliche Tätigkeiten im In- und Ausland vor, die die -Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zu -künstlerischer Gestaltung erfordern. Sie nehmen Forschungs- und -Entwicklungsaufgaben, künstlerisch-gestalterische Aufgaben sowie Aufgaben des -Wissenstransfers (insbesondere wissenschaftliche Weiterbildung, -Technologietransfer, Förderung von Ausgründungen) wahr. Absatz 1 Satz 2 und 4 -gilt entsprechend.

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(3) Die Hochschulen fördern die Entwicklung und den Einsatz -des Fern- und Verbundstudiums und können dabei und beim Wissenstransfer sich -privatrechtlicher Formen bedienen und mit Dritten zusammenarbeiten. Die -Hochschulen sollen ergänzend Lehrangebote in Form elektronischer Information -und Kommunikation (Online-Lehrangebote) sowie Maßnahmen zur Unterstützung der -Lehrangebote durch elektronisch basierte Methoden und Instrumente entwickeln. -Zur Sicherung der Qualität in Studium und Lehre, zur eigenverantwortlichen -Steuerung des Hochschulwesens mit dem Ziel der Stärkung der hochschulischen -Leistungsfähigkeit sowie zur Sicherung des informationellen -Selbstbestimmungsrechts der an Online-Lehrangeboten und den Maßnahmen nach Satz -2 Teilnehmenden kann das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere zur -Erprobung, zur Einführung und zum Umfang der Online-Lehrangebote einschließlich -von Online-Prüfungen sowie der Maßnahmen zur Unterstützung der Lehrangebote -durch elektronisch basierte Methoden und Instrumente regeln. Soweit duale Studien­gänge -und Modellstudiengänge im Gesundheitswesen betroffen sind, bedarf die -Rechtsverordnung des Einvernehmens mit dem für Gesundheit zuständigen -Ministerium.

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(4) Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer -Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und -Männern in der Hochschule und wirken auf die Beseitigung der für Frauen -bestehenden Nachteile hin. Bei allen Vorschlägen und Entscheidungen sind die -geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu beachten (Gender Mainstreaming). Die -Hochschulen tragen der Vielfalt ihrer Mitglieder (Diversity Management) sowie -den berechtigten Interessen ihres Personals an guten Beschäftigungsbedingungen -angemessen Rechnung.

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(5) Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der -Studierenden mit. Sie berücksichtigen mit angemessenen Vorkehrungen die -besonderen Bedürfnisse Studierender und Beschäftigter mit Behinderung oder -chronischer Erkrankung oder mit Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege- -oder Unterstützungsbedarf sowie mit Kindern. Sie fördern die Vereinbarkeit von -Studium, Beruf und Erziehung für die Studierenden und Beschäftigten mit -Kindern, insbesondere durch eine angemessene Betreuung dieser Kinder. Sie -nehmen die Aufgaben der Berufsbildung nach dem Berufsbildungsgesetz in der -Fassung der Bekanntmachung vom 4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) in der jeweils -geltenden Fassung wahr. Sie fördern in ihrem Bereich Sport und Kultur.

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(6) Die Hochschulen fördern die regionale, europäische und -internationale Zusammenarbeit, insbesondere im Hochschulbereich, und den -Austausch zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen; sie berücksichtigen -die besonderen Bedürfnisse ausländischer Studierender.

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(7) Die Grundordnung kann weitere Hochschulaufgaben -vorsehen, soweit diese mit den gesetzlich bestimmten Aufgaben zusammenhängen -und deren Erfüllung durch die Wahrnehmung der weiteren Aufgaben nicht -beeinträchtigt wird.

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§ 4 -(Fn 10)
-Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

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(1) Das Land und die Hochschulen stellen sicher, dass die -Mitglieder der Hochschule bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die durch Artikel 5 -Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes und durch dieses Gesetz verbürgten Rechte in -Lehre und Forschung wahrnehmen können. Die Hochschulen gewährleisten -insbesondere die Freiheit, wissenschaftliche Meinungen zu verbreiten und -auszutauschen.

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(2) Die Freiheit der Forschung umfasst insbesondere -Fragestellung, Methodik sowie Bewertung des Forschungsergebnisses und seine -Verbreitung. Die Freiheit der Lehre umfasst insbesondere die Durchführung von -Lehrveranstaltungen im Rahmen der zu erfüllenden Lehraufgaben und deren -inhaltliche und methodische Gestaltung sowie das Recht auf Äußerung -wissenschaftlicher oder künstlerischer Lehrmeinungen. Die Freiheit des Studiums -umfasst, unbeschadet der Studien- und Prüfungsordnungen, insbesondere die freie -Wahl von Lehrveranstaltungen, das Recht, innerhalb eines Studienganges -Schwerpunkte nach eigener Wahl zu setzen, sowie die Erarbeitung und Äußerung -wissenschaftlicher oder künstlerischer Meinungen auch zu Inhalt, Gestaltung und -Durchführung von Lehrveranstaltungen.

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(3) Die Freiheit der Forschung, der Lehre, der Kunstausübung -und des Studiums entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Entscheidungen -der zuständigen Hochschulorgane sind zulässig, soweit sie sich auf die -Organisation des Forschungsbetriebs sowie des Lehr- und Studienbetriebs sowie -dessen ordnungsgemäße Durchführung beziehen. Darüber hinaus sind sie zulässig, -soweit sie sich auf die Förderung und Abstimmung von Forschungsvorhaben, die -Bildung von Forschungsschwerpunkten und auf die Bewertung der Forschung gemäß § -7 Absatz 2, auf die Aufstellung und Einhaltung von Studien- und -Prüfungsordnungen, die Erfüllung des Weiterbildungsauftrages und auf die -Bewertung der Lehre gemäß § 7 Absatz 2 sowie auf die Gewährleistung eines -ordnungsgemäßen Studiums beziehen. Entscheidungen nach den Sätzen 2 und 3 -dürfen die Freiheit der Forschung und der Lehre nicht beeinträchtigen. Sätze 1 -bis 4 gelten für die Kunst entsprechend.

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(4) Alle an der Hochschule wissenschaftlich Tätigen sowie -die Studierenden sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet. Hierzu -sind die allgemein anerkannten Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis -einzuhalten. Die Hochschulen können das Nähere durch Ordnung regeln. Die -disziplinar-, arbeits- und prüfungsrechtlichen Bestimmungen bleiben unberührt. -Die Hochschulen können ihre Feststellungen im Einzelfall veröffentlichen, wenn -das Fehlverhalten veröffentlichte Schriften oder Forschungsergebnisse betrifft.

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§ 5 -(Fn 10)
-Finanzierung und Wirtschaftsführung

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(1) Die staatliche Finanzierung der Hochschulen orientiert -sich an ihren Aufgaben, den hochschulvertraglich vereinbarten Verpflichtungen -und den erbrachten Leistungen.

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(2) Die Mittel im Sinne des § 2 Absatz 3 Satz 3 werden in -Form von Zuschüssen für den laufenden Betrieb und für Investitionen -bereitgestellt. Die haushaltsrechtliche Behandlung dieser Zuschüsse und des -Körperschaftsvermögens richtet sich ausschließlich nach dem Hochschulgesetz und -den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften. Die Hochschulen führen -ihren Haushalt auf der Grundlage eines ganzheitlichen Controllings, das die -Kosten- und Leistungsrechnung, eine Kennzahlsteuerung und ein Berichtswesen -umfasst. Sie haben ihre Wirtschaftsführung so zu planen und durchzuführen, dass -die stetige Erfüllung ihrer Aufgaben gesichert ist. Bei ihrer -Wirtschaftsführung berücksichtigen sie den Grundsatz der wirtschaftlichen und -effektiven Verwendung ihrer Mittel. Die Hochschulen folgen in -Wirtschaftsführung und Rechnungswesen den Regeln der doppischen -Hochschulrechnungslegung.

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(3) Die Zuschüsse nach Absatz 2 fallen mit ihrer Zuweisung -in das Vermögen der Hochschule, zu dem auch die Erträge sowie das Vermögen der -rechtlich unselbständigen Stiftungen gehören. Ab dem 1. Januar 2016 wird -zwischen dem Land und den Hochschulen ein Liquiditätsverbund hergestellt. Den -Hochschulen werden die Haushaltsmittel nach Absatz 2 weiterhin zur eigenständigen -Bewirtschaftung zugewiesen. Die Zahlung des Landeszuschusses erfolgt -automatisiert über ein Konto der Hochschule. Bis zum Ende des Haushaltsjahres -nicht verausgabte Mittel stehen der Hochschule zur Erfüllung ihrer Aufgaben -überjährig zur Verfügung.

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(4) Nach Ablauf des Haushaltsjahres ist ein Jahresabschluss -zu erstellen. Seine Prüfung erfolgt nach Maßgabe der Grundordnung der -Hochschule. Der Hochschulrat erteilt die Entlastung.

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(5) Die Aufnahme von Krediten zur Deckung der Ausgaben ist -nur dann zulässig, wenn die Hochschule in Wirtschaftsführung und Rechnungswesen -kaufmännischen Grundsätzen folgt und ein testierter Jahresabschluss vorliegt. -Die Kredite dürfen insgesamt den vom Ministerium im Einvernehmen mit dem für -Finanzen zuständigen Ministerium festgelegten Kreditrahmen nicht überschreiten. -Aus Kreditgeschäften der Hochschule kann das Land nicht verpflichtet werden. -Sätze 1 bis 3 gelten entsprechend für die Übernahme von Bürgschaften und -Garantien.

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(6) Wird die Hochschule zahlungsunfähig oder droht sie -zahlungsunfähig zu werden, hat das Rektorat hierüber ohne schuldhaftes Zögern -das Ministerium zu informieren. Das Ministerium bestellt im Einvernehmen mit -dem für Finanzen zuständigen Ministerium im Falle der eingetretenen oder -drohenden Zahlungsunfähigkeit der Hochschule eine staatliche Beauftragte oder -einen staatlichen Beauftragten oder mehrere staatliche Beauftragte, die die -Befugnisse der Gremien, einzelner Mitglieder von Gremien oder von -Funktionsträgerinnen oder Funktionsträgern der Hochschule an deren Stelle -ausüben; das Gleiche gilt im Falle der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit auf -Antrag eines Gläubigers. Der Hochschule steht hinsichtlich der Bestellung ein -Anhörungsrecht zu. Das Ministerium kann im Einvernehmen mit dem Finanzministerium -der Hochschule im Falle ihrer drohenden oder eingetretenen Zahlungsunfähigkeit -als verbindlichen Rahmen für ihre Wirtschaftsführung auch ein -Haushaltssicherungskonzept vorgeben, welches dem Ziel dient, im Rahmen einer -geordneten Haushaltswirtschaft die künftige, dauerhafte Leistungsfähigkeit der -Hochschule zu erreichen; im Falle einer derartigen Vorgabe kann auf die -Bestellung nach Satz 2 verzichtet werden. Wird die Hochschule zahlungsunfähig, -haftet das Land für die Forderungen der Beamtinnen und Beamten aus Besoldung, -Versorgung und sonstigen Leistungen, die die Hochschule ihren Beamtinnen und -Beamten zu erbringen hat. Das Gleiche gilt hinsichtlich der Lohn-, Gehalts- -oder Vergütungsforderungen der Personen, die an der Hochschule beschäftigt sind -oder ausgebildet werden. Soweit das Land Forderungen im Sinne der Sätze 5 und 6 -befriedigt, gehen sie auf das Land über. Die Maßnahmen nach den Sätzen 2 und 4 -werden durch die Haftung nach den Sätzen 5 und 6 nicht ausgeschlossen. Wird die -Hochschule zahlungsunfähig, stellt das Land zudem sicher, dass ihre -Studierenden ihr Studium beenden können.

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(7) Die Hochschulen dürfen ungeachtet der Rechtsform -wirtschaftliche Unternehmen nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern -oder sich daran beteiligen (unternehmerische Hochschultätigkeit), wenn

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1. Zwecke von Forschung und Lehre, des Wissenstransfers, der -Verwertung von Forschungsergebnissen oder sonstige Zwecke im Umfeld der -Aufgaben nach § 3 dies rechtfertigen,

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2. das Unternehmen nach Art und Umfang in einem angemessenen -Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Hochschule und zum voraussichtlichen -Bedarf steht,

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3. die Hochschule einen angemessenen Einfluss in den Organen -des Unternehmens erhält und

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4. die Einlage aus freien Rücklagen der Hochschule erfolgt -und die Einlageverpflichtung und die Haftung der Hochschule auf einen -bestimmten und ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag begrenzt werden.

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Eine unternehmerische Hochschultätigkeit für sonstige Zwecke -im Umfeld der Aufgaben nach § 3 ist darüber hinaus nur zulässig, wenn dieser -Zweck durch andere Unternehmen nicht ebenso gut und wirtschaftlich erfüllt -werden kann. Die unternehmerische Hochschultätigkeit muss darauf gerichtet -sein, dass der Zweck nach Satz 1 Nummer 1 erfüllt wird. Die haushaltsrechtliche -Behandlung der unternehmerischen Hochschultätigkeit richtet sich ausschließlich -nach dem Hochschulgesetz und den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen -Vorschriften; Absatz 9 Satz 3 gilt entsprechend. Gehört der Hochschule oder -dieser zusammen mit einer oder mehreren juristischen Personen des öffentlichen -Rechts die Mehrheit der Anteile, werden der Jahresabschluss, der Lagebericht -und die Wirtschaftsführung von einer Wirtschaftsprüferin oder einem -Wirtschaftsprüfer geprüft. Die Prüfung erfolgt auch nach den für die -Beteiligung der Gebietskörperschaften an privatrechtlichen Unternehmen -geltenden besonderen Prüfungsbestimmungen des § 53 Absatz 1 des -Haushaltsgrundsätzegesetzes.

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(8) Das Ministerium entwickelt ein Reformmodell der staatlichen -Finanzierung der Hochschulen im Sinne einer strategischen Budgetierung. Es kann -zur eigenverantwortlichen Steuerung des Hochschulwesens mit dem Ziel der -Stärkung der hochschulischen Leistungsfähigkeit für die Hochschulen durch -Rechtsverordnung anordnen, das Reformmodell im Sinne des Satzes 1 zu erproben.

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(9) Das Ministerium regelt durch Rechtsverordnung im -Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium das Nähere zur -haushaltrechtlichen Behandlung der staatlichen Zuschüsse und des Hochschulvermögens, -zur Aufnahme von Krediten, der Übernahme von Bürgschaften und Garantien sowie -für den Fall der drohenden oder eingetretenen Zahlungsunfähigkeit. Zu dieser -Rechtsverordnung erlässt das Ministerium im Einvernehmen mit dem für Finanzen -zuständigen Ministerium Verwaltungsvorschriften zur Wirtschaftsführung und zum -Rechnungswesen, zum Nachweis der sachgerechten Verwendung der Mittel sowie zum -Jahresabschluss. Der Landesrechnungshof prüft die Wirtschaftsführung.

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§ 6 -(Fn 13)
-Strategische Ziele; Hochschulverträge

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(1) Zur Steuerung des Hochschulwesens entwickelt das Land -strategische Ziele und kommt damit seiner Verantwortung für ein angemessenes -Angebot an Hochschulleistungen nach. Auf der Grundlage dieser strategischen -Ziele werden die hochschulübergreifenden Aufgabenverteilungen und -Schwerpunktsetzungen und die hochschulindividuelle Profilbildung abgestimmt.

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(2) Das Ministerium schließt mit jeder Hochschule nach -Maßgabe des Haushalts für in der Regel mehrere Jahre geltende -Hochschulverträge. In den Hochschulverträgen werden in der Regel insbesondere -vereinbart:

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1. strategische Entwicklungsziele und

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2. konkrete Leistungsziele oder konkrete finanziell dotierte -Leistungen;

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geregelt werden können auch das Verfahren zur Feststellung -des Stands der Umsetzung des Hochschulvertrags sowie die Folgen bei -Nichterreichen hochschulvertraglicher Vereinbarungen.

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Nach Maßgabe des Haushalts beinhalten die Hochschulverträge -in der Regel auch Festlegungen über die Finanzierung der Hochschulen, -insbesondere hinsichtlich des ihnen für die Erfüllung konkreter Leistungen -gewährten Teils des Landeszuschusses; insbesondere kann geregelt werden, dass -ein Teil des Landeszuschusses an die Hochschulen nach Maßgabe des Erreichens -der hochschulvertraglichen Vereinbarungen zur Verfügung gestellt wird. Der -Inhalt des Hochschulvertrags ist bei der Fortschreibung des -Hochschulentwicklungsplans zu berücksichtigen. Der Abschluss des -Hochschulvertrags unterliegt seitens des Ministeriums den haushaltsrechtlichen -Bestimmungen.

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(3) Wenn und soweit ein Hochschulvertrag nicht zustande -kommt, kann das Ministerium nach Anhörung der Hochschule und im Benehmen mit -dem Hochschulrat Zielvorgaben zu den von der Hochschule zu erbringenden -Leistungen festlegen, sofern dies zur Sicherstellung der Verantwortung des -Landes, insbesondere eines angemessenen Studienangebotes erforderlich ist. -Hinsichtlich der Umsetzung der Zielvorgabe gilt Absatz 2 Satz 4 entsprechend.

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§ 7 (Fn 14)
-Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

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(1) Die Studiengänge sind nach Maßgabe des -Studienakkreditierungsstaatsvertrags vom 12. Juni 2017 (GV. NRW. S. 806) und -der auf seiner Grundlage erlassenen Vorschriften zu akkreditieren und zu -reakkreditieren. Die Aufnahme des Studienbetriebs setzt den erfolgreichen -Abschluss der Akkreditierung voraus; die aus dem Akkreditierungsverfahren -resultierenden Auflagen sind umzusetzen. Ausnahmen von den Sätzen 1 und 2 -bedürfen der Genehmigung durch das Ministerium. Das Ministerium ist zuständige -Landesbehörde im Sinne der Regelungen des Studienakkreditierungstaatsvertrages, -insbesondere im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 bis 5 sowie 16 des -Studienakkreditierungstaatsvertrages.

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(2) Zur Qualitätsentwicklung und -sicherung überprüfen und -bewerten die Hochschulen regelmäßig die Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere -im Bereich der Lehre und im Hinblick auf den Studienerfolg. Die -Evaluationsverfahren regeln die Hochschulen in Ordnungen, die auch Bestimmungen -über Art, Umfang und Behandlung der zu verarbeitenden personenbezogenen Daten -der Mitglieder und Angehörigen enthalten, die zur Bewertung notwendig sind. Die -Evaluation soll auf der Basis geschlechtsdifferenzierter Daten erfolgen. Die -Ergebnisse der Evaluation sind zu veröffentlichen.

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(3) Das Ministerium kann hochschulübergreifende, -vergleichende Begutachtungen der Qualitätssicherungssysteme der Hochschulen -sowie Struktur- und Forschungsevaluationen veranlassen. Die Evaluationsberichte -werden veröffentlicht.

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(4) Alle Mitglieder und Angehörigen der Hochschule haben die -Pflicht, an Akkreditierung und Evaluation im erforderlichen Umfang mitzuwirken.

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(Fn 9

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§ 8 -(Fn 15)
-Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

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(1) Das Ministerium kann insbesondere für Zwecke des -Controllings, der Finanzierung, der Planung, der Evaluierung und der Statistik -anonymisierte Daten bei den Hochschulen anfordern. Personenbezogene Daten der -Studierenden und des Hochschulpersonals dürfen nach Maßgabe der allgemeinen -datenschutzrechtlichen Vorschriften angefordert werden. § 76 Absatz 4 bleibt -jeweils unberührt.

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(2) Daten, die Hochschulen an andere Einrichtungen -übermitteln, und Daten mit Hochschulbezug, die andere Einrichtungen des Landes, -insbesondere staatliche Prüfungsämter, direkt erheben, sind auf Anforderung -auch dem Ministerium zur Verfügung zu stellen. Soweit die Daten an -Einrichtungen des Landes übermittelt werden und dort verarbeitet werden, sind -die diesbezüglichen Ergebnisse von diesen Einrichtungen ebenfalls -uneingeschränkt und, soweit der Verarbeitung kein besonderer Auftrag des -Ministeriums zugrunde lag, kostenfrei dem Ministerium auf dessen Anforderung -zur Verfügung zu stellen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. Das Ministerium -kann veranlassen, dass Daten mit Hochschulbezug im Sinne des Satzes 1, -insbesondere die von den staatlichen Prüfungsämtern erhobenen Daten, zur -Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie zur Überprüfung des Studienerfolgs -unmittelbar auch oder nur den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden und -dort zu diesen Zwecken verarbeitet werden dürfen; das Nähere kann das -Ministerium im Einvernehmen mit dem für die jeweilige Ausbildung zuständigen -Fachministerium durch Rechtsverordnung regeln.

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(3) Die Hochschulen können für sich selbst oder übergreifend -im Verbund mit weiteren Hochschulen und außeruniversitären -Forschungseinrichtungen Forschungsinformationssysteme aufbauen und betreiben. -Sie können zu diesem Zweck auch personenbezogene Daten verarbeiten. Das Nähere -regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung.

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(4) Zur Berechnung und Festlegung von Aufnahmekapazitäten -und zu allgemeinen Planungszwecken kann das Ministerium von den Hochschulen -insbesondere Daten zum Lehrangebot und zur Lehrnachfrage anfordern. Das Nähere -kann das Ministerium durch Rechtsverordnung regeln; diese kann insbesondere -Vorgaben für die Bestimmung des Lehrangebots und der Lehrnachfrage, für die -Berechnung der Aufnahmekapazität und für das übrige Verfahren enthalten.

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(5) Die Hochschulen dürfen personenbezogene Daten ihrer -ehemaligen Mitglieder und Angehörigen verwenden, soweit dies zum Zwecke der -Befragung im Rahmen der Qualitätssicherung und von Evaluationen nach § 7 Absatz -2 oder zur Pflege der Verbindung mit diesen Personen erforderlich ist und diese -nicht widersprechen. Die Befragten sind auf die Freiwilligkeit ihrer Angaben -und ihre Widerspruchsmöglichkeit hinzuweisen. Das Nähere regelt die -Evaluationsordnung.

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(6) Unter der Verantwortung des Rektorats können die -Hochschulen die Öffentlichkeit über die Wahrnehmung ihrer Aufgaben und ihre -Veranstaltungen, auch durch die Dokumentation durch und die Veröffentlichung -von Bild- und Tonaufnahmen, informieren und insbesondere über ihr Informations- -und Bildungsangebot unterrichten (Bildungsmarketing). Sie können die -Presseberichterstattung in geeigneter Weise unterstützen.

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(7) Zur Ermittlung geschlechtsspezifischer Unterschiede in -der Vergütung von Professorinnen und Professoren beauftragt das Ministerium -eine Stelle, jährlich eine standardisierte, Forschungszwecken dienende Abfrage -bei den Hochschulen durchzuführen. Die Hochschulen melden dieser Stelle dazu je -Professur in pseudonymisierter Form Informationen betreffend Geschlecht, -Geburtsjahr, Einstufung, Lehr- und Forschungsbereich, Art des -Dienstverhältnisses sowie Höhe und Art der Leistungsbezüge, nach Maßgabe des -Auftrags des Ministeriums unter Hochrechnung auf eine Vollzeitstelle. Dabei -sind Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge sowie besondere Leistungsbezüge -jeweils aufgeschlüsselt nach befristeten und unbefristeten Bezügen zu -übermitteln. Die von der Hochschule monatlich zu erfassenden Daten eines -Kalenderjahres sind im Februar des Folgejahres als Monatsdurchschnittswerte -mittels eines elektronischen Datenübermittlungsverfahrens bereitzustellen. Die -beauftragte Stelle anonymisiert die Daten und veröffentlicht diese im -Anschluss. Die Primärdaten werden spätestens zwölf Wochen, nachdem die -anonymisierten Daten veröffentlicht wurden, gelöscht.

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(8) Soweit dieses Gesetz keine besonderen Regelungen -enthält, erfolgt die Verarbeitung personenbezogener Daten nach Maßgabe der -allgemeinen datenschutzrechtlichen Vorschriften.

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Teil 2

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Mitgliedschaft und -Mitwirkung

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§ 9 -(Fn 16)
-Mitglieder und Angehörige

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(1) Mitglieder der Hochschule sind die Mitglieder des -Rektorats und des Hochschulrates, die Dekaninnen und die Dekane, das an ihr -nicht nur vorübergehend oder gastweise hauptberuflich tätige Hochschulpersonal, -die nebenberuflichen Professorinnen und Professoren, die entpflichteten oder in -den Ruhestand versetzten Professorinnen und Professoren, die außerplanmäßigen -Professorinnen und Professoren, die Honorarprofessorinnen und -Honorarprofessoren, die Privatdozentinnen und Privatdozenten, die -Doktorandinnen und Doktoranden und die eingeschriebenen Studierenden. -Hauptberuflich ist die Tätigkeit, wenn die Arbeitszeit oder der Umfang der -Dienstaufgaben mindestens die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit umfasst oder -der Hälfte des durchschnittlichen Umfangs der Dienstaufgaben des entsprechenden -vollbeschäftigten Personals entspricht. Nicht nur vorübergehend ist eine -Tätigkeit, die auf mehr als sechs Monate innerhalb eines Jahres angelegt ist, -eine Verringerung dieser Arbeitszeit oder des Umfangs der Dienstaufgaben auf -der Grundlage des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes in der Fassung der -Bekanntmachung vom 27. Januar 2015 (BGBl. I S. 33), das zuletzt durch Artikel 6 -Absatz 9 des Gesetzes vom 23. Mai 2017 (BGBl. I S. 1228) geändert worden ist, -und eine auf dessen Grundlage erfolgte Freistellung von der Beschäftigung sowie -eine Verringerung oder Freistellung auf der Grundlage der entsprechenden -beamtenrechtlichen Bestimmungen bleiben außer Betracht. Soweit nebenberufliche -Professorinnen und Professoren, entpflichtete oder in den Ruhestand versetzte -Professorinnen und Professoren, außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, -Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren, Privatdozentinnen und -Privatdozenten nicht zugleich aus anderen Gründen Mitglieder der Hochschule -sind, nehmen sie an Wahlen nicht teil.

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(2) Einer Person, die die Einstellungsvoraussetzungen einer -Professorin oder eines Professors nach § 36 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 und 6 oder -Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 5 erfüllt, kann die Hochschule die mitgliedschaftliche -Rechtsstellung einer Professorin oder eines Professors einräumen, wenn diese -Aufgaben der Hochschule in Forschung und Lehre selbständig wahrnimmt. Ist diese -Person außerhalb der Hochschule tätig, wird hierdurch kein Dienstverhältnis -begründet.

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(3) Professorenvertreterinnen oder Professorenvertreter (§ -39 Absatz 2) und Professorinnen oder Professoren, die an der Hochschule -Lehrveranstaltungen mit einem Anteil ihrer Lehrverpflichtungen gemäß § 35 -Absatz 2 Satz 4 abhalten, nehmen die mit der Aufgabe verbundenen Rechte und -Pflichten eines Mitglieds wahr. Sie nehmen an Wahlen nicht teil.

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(4) Sofern sie nicht Mitglieder nach den Absätzen 1 oder 2 -sind, gehören der Hochschule an ohne Mitglieder zu sein die nebenberuflich, -vorübergehend oder gastweise an der Hochschule Tätigen, die wissenschaftlichen -Hilfskräfte, die Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger, Ehrensenatorinnen und -Ehrensenatoren sowie die Zweithörerinnen und Zweithörer und Gasthörerinnen und -Gasthörer. Sie nehmen an Wahlen nicht teil. Die Grundordnung kann weitere -Personen, insbesondere ehemalige Studierende, zu Angehörigen bestimmen.

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(5) Angehörige einer vom Land oder auf der Grundlage von -Artikel 91b des Grundgesetzes gemeinsam von Bund und Ländern geförderten -außeruniversitären Forschungseinrichtung können auch Mitglieder der Hochschule -sein, sofern die Angehörigen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung -dienstliche Aufgaben an der Hochschule wahrnehmen und sofern Voraussetzungen -und Zuordnung zu den einzelnen Mitgliedergruppen in der Grundordnung geregelt -sind. Die Mitgliedschaft bedarf der Feststellung durch das Rektorat im -Einzelfall. Die Grundordnung kann vorsehen, dass ihre zwecks Tätigkeit an einer -außeruniversitären Forschungseinrichtung im Sinne des Satzes 1 beurlaubten -Mitglieder weiterhin an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen können; hinsichtlich -der Teilnahmeberechtigung gilt Satz 2 entsprechend.

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§ 10 (Fn 17)
-Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

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(1) Die Mitwirkung an der Selbstverwaltung der Hochschule -gehört zu den Rechten und Pflichten der Mitglieder. Die Übernahme einer -Funktion in der Selbstverwaltung kann nur aus wichtigem Grund abgelehnt werden. -Der Rücktritt kann ebenfalls nur aus wichtigem Grund erfolgen. Die Inhaberinnen -und Inhaber von Funktionen der Selbstverwaltung mit Leitungsfunktion sind im -Falle ihres Rücktritts oder nach Ablauf oder nach einer sonstigen Beendigung -ihrer Amtszeit verpflichtet, ihre Funktion bis zur Ernennung oder Bestellung -einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers weiterzuführen, es sei denn, das -Gremium, welches sie oder ihn gewählt hat, entscheidet, von der Weiterführung -abzusehen. Die Tätigkeit in der Selbstverwaltung ist ehrenamtlich, soweit nicht -gesetzlich etwas anderes bestimmt ist. Während einer Beurlaubung für mehr als -sechs Monate ruhen die Mitgliedschaftsrechte und -pflichten. Bei der -Beurlaubung von Professorinnen und Professoren für die Tätigkeit an außerhalb -der Hochschule stehenden Forschungseinrichtungen bleiben deren -Mitgliedschaftsrechte mit Ausnahme des Wahlrechts bestehen.

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(2) Die Mitglieder der Hochschule dürfen wegen ihrer -Tätigkeit in der Selbstverwaltung nicht benachteiligt werden. Die gewählten -Mitglieder sind als solche an Weisungen nicht gebunden. Mitglieder der -Hochschule, die Aufgaben der Personalvertretung wahrnehmen, können nicht die -Funktion der Gleichstellungsbeauftragten wahrnehmen; im Senat oder im -Fachbereichsrat haben sie in Personalangelegenheiten kein Stimmrecht. -Mitglieder des Hochschulrates können nicht Mitglieder des Rektorats, des Senats -oder des Fachbereichsrates sein oder die Funktionen der Dekanin oder des Dekans -oder der Prodekanin oder des Prodekans wahrnehmen. Mitglieder des Rektorats -können nicht die Funktion der Dekanin oder des Dekans wahrnehmen.

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(3) Die Mitglieder der Hochschule sind zur Verschwiegenheit -in Angelegenheiten verpflichtet, die ihnen als Trägerin oder Träger eines Amtes -oder einer Funktion bekannt geworden sind und deren Vertraulichkeit sich aus -Rechtsvorschriften, auf Grund besonderer Beschlussfassung des zuständigen -Gremiums oder aus der Natur des Gegenstandes ergibt.

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(4) Die Rechte und Pflichten der Angehörigen der Hochschule -regelt die Hochschule. Die Grundordnung kann bestimmen, dass sich Hochschulmitglieder -der Gruppen nach § 11 Absatz 1 zur Wahrnehmung ihrer Angelegenheiten -zusammenschließen und Sprecherinnen oder Sprecher wählen.

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(5) Verletzen Mitglieder oder Angehörige der Hochschule ihre -Pflichten nach den Absätzen 3 oder 4, kann die Hochschule Maßnahmen zur -Wiederherstellung der Ordnung treffen. Das Nähere regelt die Hochschule durch -eine Ordnung.

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§ 11 (Fn 19)
-Zusammensetzung der Gremien

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(1) Für die Vertretung in den Gremien bilden

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1. die Professorinnen und Professoren, Hochschuldozentinnen -und Hochschuldozenten, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren (Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer),

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2. die wissenschaftlichen und künstlerischen -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten und an Fachhochschulen sowie -die Lehrkräfte für besondere Aufgaben (Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen -und Mitarbeiter),

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3. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und -Verwaltung sowie die hauptberuflich an der Hochschule tätigen Personen mit -ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Aufgaben, die auf Grund ihrer -dienstrechtlichen Stellung nicht zur Gruppe nach Satz 1 Nummer 1 oder 2 zählen -(Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung) und

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4. die Doktorandinnen und Doktoranden, soweit sie nicht -Beschäftigte im Sinne von Nummer 2 oder 3 sind, und die Studierenden (Gruppe -der Studierenden)

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jeweils eine Gruppe. Soweit in einem Gremium als -Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe nach Satz 1 Nummer 2 ausschließlich -Lehrkräfte für besondere Aufgaben und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an Fachhochschulen vertreten sein können, soll die Zahl der -jeweiligen Vertreterinnen und Vertreter in einem angemessenen Verhältnis -stehen. Die Grundordnung von Universitäten kann die Bildung einer Gruppe der -Doktorandinnen und Doktoranden für Fachbereiche oder für Organisationseinheiten -im Sinne des § 26 Absatz 5 vorsehen; wenn und soweit die Grundordnung eine -derartige Bildung vorsieht, gelten Absatz 2 Satz 1 mit der Maßgabe, dass eine -Vertretung der fünf Mitgliedergruppen jeweils erforderlich ist, § 26 Absatz 4 -mit der Maßgabe, dass die Doktorandinnen und Doktoranden Mitglied des -Fachbereichs werden, bei dem das Promotionsstudium durchgeführt wird, sowie § -27 Absatz 6 mit der Maßgabe, dass die Amtszeit für ein Mitglied aus der Gruppe -der Doktorandinnen und Doktoranden ein Jahr beträgt.

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(2) Soweit dieses Gesetz keine andere Regelung enthält, -müssen in den Gremien mit Entscheidungsbefugnissen alle Mitgliedergruppen nach -Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 4 vertreten sein; sie wirken nach Maßgabe von Satz -2 grundsätzlich stimmberechtigt an den Entscheidungen der Gremien mit. Art und -Umfang der Mitwirkung der einzelnen Mitgliedergruppen und innerhalb dieser -Mitgliedergruppen der Hochschule sowie die zahlenmäßige Zusammensetzung der -Gremien bestimmen sich nach deren Aufgabe sowie nach der fachlichen Gliederung -der Hochschule und der Qualifikation, Funktion, Verantwortung und Betroffenheit -der Mitglieder der Hochschule; die Grundordnung kann die Bildung von -Untergruppen vorsehen. Die Mitgliedschaft in einem Gremium wird durch einen -Wechsel der Gruppenzugehörigkeit eines Mitglieds nicht berührt; dieses bleibt -Mitglied der Gruppe, für die es gewählt wurde.In Gremien mit -Entscheidungsbefugnissen in Angelegenheiten, die die Lehre mit Ausnahme ihrer -Bewertung (§ 7 Absatz 2) unmittelbar betreffen, verfügen die Vertreterinnen -oder Vertreter der Gruppe nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 mindestens über die -Hälfte der Stimmen, in Angelegenheiten, die die Forschung, Kunst und Berufung -von Professorinnen und Professoren unmittelbar betreffen, über die Mehrheit der -Stimmen der Mitglieder des Gremiums; in Gremien mit Beratungsbefugnissen bedarf -es dieser Stimmenverhältnisse in der Regel nicht. Soweit dieses Gesetz nichts -anderes bestimmt, sind die entsprechenden Regelungen durch die Grundordnung -oder nach Maßgabe der Grundordnung zu treffen.

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(3) In Angelegenheiten der Lehre, Forschung und Kunst mit -Ausnahme der Berufung von Professorinnen und Professoren haben die einem -Gremium angehörenden Mitglieder der Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -in Technik und Verwaltung Stimmrecht, soweit sie entsprechende Funktionen in -der Hochschule wahrnehmen und über besondere Erfahrungen im jeweiligen Bereich -verfügen. Über das Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 entscheidet die -oder der Vorsitzende des Gremiums zu Beginn der Amtszeit des Gremienmitgliedes -und in Zweifelsfällen das Rektorat.

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§ 11a (Fn 18)
-Mitgliederinitiative

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(1) Die Grundordnung kann vorsehen, dass Mitglieder der -Hochschule beantragen können, dass über eine bestimmte Angelegenheit, für die -ein Organ der Hochschule gesetzlich zuständig ist, das zuständige Organ berät -und entscheidet (Mitgliederinitiative der Hochschule). Die Grundordnung kann -zudem vorsehen, dass Mitglieder eines Fachbereichs beantragen können, dass über -eine bestimmte Angelegenheit, für die ein Organ des Fachbereichs oder die -Kommission nach § 28 Absatz 8 gesetzlich zuständig ist, das zuständige Organ berät -und entscheidet oder die Kommission eine Empfehlung abgibt -(Mitgliederinitiative des Fachbereichs).

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(2) Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden und ist -nur zulässig, wenn nicht in derselben Angelegenheit innerhalb der letzten zwölf -Monate bereits ein Antrag gestellt wurde. Er muss ein bestimmtes Begehr sowie -eine Begründung enthalten. Er muss bis zu drei Mitglieder der Hochschule -benennen, die berechtigt sind, die Unterzeichnenden zu vertreten. Die -Hochschule ist in den Grenzen ihrer Verwaltungskraft und der Notwendigkeit -ihren Mitgliedern bei der Einleitung einer Mitgliederinitiative behilflich.

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(3) Der Antrag muss von mindestens vier Prozent der -Mitglieder der Hochschule oder des Fachbereichs oder von mindestens drei -Prozent der Mitglieder der Gruppe der Studierenden der Hochschule oder des -Fachbereichs unterzeichnet sein. Jede Liste mit Unterzeichnungen muss den -vollen Wortlaut des Antrags enthalten. Eintragungen, welche die unterzeichnende -Person nach Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Anschrift oder -Immatrikulationsnummer nicht zweifelsfrei erkennen lassen, sind ungültig. Die -Angaben werden von der Hochschule geprüft.

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(4) Das Nähere zur Mitgliederinitiative regelt die Hochschule -in ihrer Wahlordnung. Die Hochschule kann in ihrer Wahlordnung von den Vorgaben -der Absätze 1 bis 3 abweichen, soweit die Durchführung der Mitgliederinitiative -dadurch erleichtert wird.

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§ 11b (Fn 18)
-Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

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(1) Die Gremien der Hochschule müssen geschlechtsparitätisch -besetzt werden, es sei denn, im Einzelfall liegt eine sachlich begründete -Ausnahme vor. Bei der Aufstellung von Listen und Kandidaturen für Wahlgremien -soll auf die paritätische Repräsentanz geachtet werden. § 21 Absatz 3 Satz 3 -bleibt unberührt. Soweit Gremien nach Gruppen getrennt besetzt werden, kann dem -Gebot der geschlechtsparitätischen Besetzung im Sinne des Satzes 1 dadurch -entsprochen werden, dass der Frauenanteil in der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mindestens dem Frauenanteil -entspricht, der in der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer -ausgewiesen ist, aus deren Kreis die Gremienbesetzung erfolgt, und hinsichtlich -der weiteren Gruppen eine geschlechtsparitätische Besetzung nach Satz 1 -vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass eine geschlechtsparitätische Besetzung -in dieser Gruppe trotz intensiver Bemühungen nicht gelingt. Die Bemühungen sind -entsprechend Absatz 4 Satz 1 aktenkundig zu machen.

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(2) Werden bei mehreren Hochschulen Gremien gebildet oder -wiederbesetzt, müssen die entsendenden Hochschulen ebenso viele Frauen wie -Männer benennen, es sei denn, im Einzelfall liegt eine sachlich begründete -Ausnahme vor. Besteht das Benennungsrecht nur für eine Person, müssen Frauen -und Männer alternierend berücksichtigt werden, es sei denn, im Einzelfall liegt -eine sachlich begründete Ausnahme vor. Bei ungerader Personenzahl gilt Satz 2 -entsprechend für die letzte Position. Die Sätze 1 bis 3 gelten für die -Begründung der Mitgliedschaft in einem Gremium durch Berufungsakt einer -Hochschule entsprechend. Weitergehende Vorschriften bleiben unberührt.

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(3) Absatz 2 gilt entsprechend für die Entsendung von -Vertreterinnen und Vertretern durch Hochschulen in Gremien außerhalb des -Geltungsbereiches dieses Gesetzes.

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(4) Die Ausnahmegründe für ein Abweichen von den -Bestimmungen zur Gremienbesetzung sind in dem einzelnen Abweichungsfall -aktenkundig zu machen. Sind die Ausnahmegründe im Falle der Besetzung des -Rektorats, des Senats, des Fachbereichsrats oder der Berufungskommission nicht -aktenkundig gemacht worden, ist das jeweilige Gremium unverzüglich aufzulösen -und neu zu bilden, es sei denn, die Gründe werden unverzüglich nachträglich -aktenkundig gemacht.

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§ 12 (Fn 20)
-Verfahrensgrundsätze

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(1) Die Organe haben Entscheidungsbefugnisse. Sonstige -Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger haben Entscheidungsbefugnisse -nur, soweit es in diesem Gesetz bestimmt ist. Gremien, Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger mit Entscheidungsbefugnissen können zu ihrer Unterstützung -beratende Gremien (Kommissionen) bilden. Gremien mit Entscheidungsbefugnissen -können darüber hinaus Untergremien mit jederzeit widerruflichen Entscheidungsbefugnissen -für bestimmte Aufgaben (Ausschüsse) einrichten; dem Ausschuss mit -Entscheidungsbefugnissen in Angelegenheiten des Verbundstudiums dürfen auch -Mitglieder des Fachbereichs angehören, die nicht Mitglieder des -Fachbereichsrats sind. Die stimmberechtigten Mitglieder eines Ausschusses -werden nach Gruppen getrennt von ihren jeweiligen Vertreterinnen oder -Vertretern im Gremium aus dessen Mitte gewählt. Die Grundordnung kann -Kommissionen und Ausschüsse vorsehen. Bei der Wahrnehmung von Entscheidungsbefugnissen -ist § 4 zu beachten.

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(2) Die Sitzungen des Senats, der Hochschulwahlversammlung -und des Fachbereichsrates sind grundsätzlich hochschulöffentlich und nach -Maßgabe der jeweiligen Geschäftsordnung öffentlich. Das Nähere regeln die -jeweiligen Geschäftsordnungen; die Geschäftsordnung der -Hochschulwahlversammlung kann insbesondere vorsehen, dass die Vorstellung der -Bewerberinnen und Bewerber und die darauf bezogene Aussprache nichtöffentlich -erfolgen können. Personalangelegenheiten und Prüfungssachen sowie -Habilitationsleistungen werden in nichtöffentlicher Sitzung behandelt. -Entscheidungen in Personalangelegenheiten erfolgen in geheimer Abstimmung. Die -übrigen Gremien tagen grundsätzlich nichtöffentlich. Für diese Gremien sowie -für Senat und Fachbereichsrat kann durch Ordnung oder in der Geschäftsordnung -des Gremiums vorgesehen werden, dass die Sitzungen in elektronischer -Kommunikation stattfinden dürfen und Beschlüsse in elektronischer Kommunikation -oder im Umlaufverfahren gefasst werden dürfen; das Nähere regelt die Ordnung -oder Geschäftsordnung. Satz 6 gilt nicht für die Wahl der Dekanin oder des -Dekans und der Mitglieder des Dekanats. Werden Beschlüsse des Senats oder des -Fachbereichsrats im Umlaufverfahren gefasst, sichert die Hochschule durch -geeignete Maßnahmen, dass die Öffentlichkeit über die Beschlüsse hinreichend -informiert wird. Die Bild- und Tonübertragung von hochschulöffentlich oder -öffentlich stattfindenden Gremiensitzungen ist zulässig.

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(3) Jedes überstimmte Mitglied kann einen abweichenden -Standpunkt in einem schriftlichen Sondervotum darlegen, sofern dieses in der -Sitzung vorbehalten worden ist. Das Sondervotum ist in die Niederschrift -aufzunehmen. Beschlüssen, die anderen Stellen vorzulegen sind, ist das -Sondervotum beizufügen.

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(4) Sitzungen der Gremien finden in regelmäßigen Abständen -und nach Bedarf auch innerhalb der vorlesungsfreien Zeiten statt. In -unaufschiebbaren Angelegenheiten, in denen ein Beschluss des an sich -zuständigen Gremiums nicht rechtzeitig herbeigeführt werden kann, entscheidet -die oder der Vorsitzende des Gremiums. Das gilt nicht für Wahlen. Die oder der -Vorsitzende des Gremiums hat dem Gremium unverzüglich die Gründe für die -getroffene Entscheidung und die Art der Erledigung mitzuteilen.

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(5) Die Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften -dieses Gesetzes oder des Ordnungs- oder des sonstigen autonomen Rechts der -Hochschule kann gegen eine Ordnung der Hochschule nach Ablauf eines Jahres seit -ihrer Bekanntmachung nicht mehr geltend gemacht werden, es sei denn,

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1. die Ordnung ist nicht ordnungsgemäß bekannt gemacht -worden,

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2. das Rektorat hat den Beschluss des die Ordnung -beschließenden Gremiums vorher beanstandet,

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3. der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der -Hochschule vorher gerügt und dabei die verletzte Rechtsvorschrift und die -Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergibt, oder

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4. bei der öffentlichen Bekanntmachung der Ordnung ist auf -die Rechtsfolge des Rügeausschlusses nicht hingewiesen worden. Die -aufsichtsrechtlichen Befugnisse nach § 76 bleiben unberührt.

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(6) Zur Gewährleistung einer sachgerechten Transparenz -innerhalb der Hochschule stellt sie sicher, dass ihre Mitglieder und -Angehörigen in angemessenem Umfang über die Tätigkeit der Gremien unterrichtet -werden.

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§ 13 (Fn 21)
-Wahlen zu den Gremien

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(1) Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedergruppen -im Senat und im Fachbereichsrat werden in unmittelbarer, freier, gleicher und -geheimer Wahl von den jeweiligen Mitgliedergruppen getrennt gewählt; Satz 3 und -4 bleiben unberührt. Das Nähere zur Wahl und zur Stellvertretung der gewählten -Vertreterinnen und Vertreter regelt die Wahlordnung. Die Wahlordnung kann -Briefwahl zulassen oder Regelungen treffen, dass schriftliche Erklärungen in -Wahlangelegenheiten durch einfache elektronische Übermittlung, durch mobile -Medien oder in elektronischer Form abgegeben werden können. Zur Sicherung der -Grundsätze nach Satz 1 regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere -zur Stimmabgabe in elektronischer Form. Sieht die Rechtsverordnung nach Satz 4 -die Möglichkeit der Stimmabgabe in elektronischer Form oder die Wahlordnung -nach Satz 2 die Möglichkeit der Briefwahl vor, hat die wählende Person oder -deren Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form oder bei der -Briefwahl auf dem Wahlschein zu versichern, dass sie die Stimme persönlich oder -als Hilfsperson gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet -habe. Wer die Versicherung nach Satz 5 falsch abgibt, handelt ordnungswidrig. -Zuständige Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und Ahndung von -Ordnungswidrigkeiten nach Satz 6 ist die Kanzlerin oder der Kanzler.

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(2) Treffen bei einem Mitglied eines Gremiums Wahlmandat und -Amtsmandat zusammen, so ruht für die Amtszeit das Wahlmandat. Während dieser -Zeit finden die Stellvertretungsregeln für Wahlmitglieder entsprechende -Anwendung.

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(3) Ist bei Ablauf einer Amts- oder Wahlzeit noch kein neues -Mitglied bestimmt, so übt das bisherige Mitglied sein Amt oder seine Funktion -weiter aus. Das Ende der Amtszeit des nachträglich gewählten Mitgliedes -bestimmt sich so, als ob es sein Amt rechtzeitig angetreten hätte.

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(4) Wird die Wahl eines Gremiums oder einzelner Mitglieder -eines Gremiums nach Amtsantritt für ungültig erklärt, so berührt dieses nicht -die Rechtswirksamkeit der vorher gefassten Beschlüsse und Amtshandlungen; dies -gilt bei einer fehlerhaften Besetzung von Gremien entsprechend.

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(5) Gremien sind auch dann gesetzmäßig zusammengesetzt, wenn -bei einer ordnungsgemäßen Wahl weniger Gremienmitglieder gewählt werden, als -der jeweiligen Mitgliedergruppe Sitze zustehen. Gleiches gilt, wenn -wahlberechtigte Mitglieder einer Mitgliedergruppe nicht vorhanden sind. Verfügt -die Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer im Fachbereichsrat nach -der Wahl nicht über die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums, -bestellt das Rektorat die erforderliche Zahl von Vertreterinnen und Vertretern, -es sei denn, die Grundordnung sieht eine Nachwahl vor; dies gilt auch, wenn bei -Ausscheiden einer Vertreterin oder eines Vertreters der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer wegen des Fehlens eines gewählten -Ersatzmitglieds diese Gruppe nicht mehr über die Mehrheit der Stimmen der -Mitglieder des Fachbereichsrats verfügen würde.

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Teil 3

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Aufbau und -Organisation der Hochschule

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Kapitel 1

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Die zentrale -Organisation der Hochschule

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§ 14
-Zentrale Organe

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(1) Zentrale Organe der Hochschule sind

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1. das Rektorat,

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2. die Rektorin oder der Rektor,

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3. der Hochschulrat,

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4. der Senat,

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5. die Hochschulwahlversammlung.

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(2) Sofern die Grundordnung bestimmt, dass die Hochschule an -Stelle des Rektorats von einem Präsidium geleitet wird, gelten die in diesem -Gesetz getroffenen Bestimmungen über die Rektorin oder den Rektor für die -Präsidentin oder den Präsidenten, über das Rektorat für das Präsidium, über die -Kanzlerin oder den Kanzler für die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten für -den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung und über die sonstigen -Prorektorinnen und Prorektoren für die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten -entsprechend. Die Grundordnung kann zugleich bestimmen, dass im Falle einer -Bestimmung im Sinne des Satzes 1 die Vizepräsidentin oder der Vizepräsident für -den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung die Bezeichnung Kanzlerin -oder Kanzler führt.

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§ 15
-Rektorat

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(1) Dem Rektorat gehören an

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1. hauptberuflich die Rektorin oder der Rektor als -Vorsitzende oder Vorsitzender, die Kanzlerin oder der Kanzler und nach Maßgabe der -Grundordnung weitere Prorektorinnen oder Prorektoren sowie

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2. nichthauptberuflich die sonstigen Prorektorinnen oder -Prorektoren, deren Anzahl der Hochschulrat bestimmt.

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(2) Die Grundordnung kann vorsehen,

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1. dass die Rektorin oder der Rektor unbeschadet des § 19 -die Richtlinien für die Erledigung der Aufgaben des Rektorats festlegen kann,

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2. dass das Rektorat auf Vorschlag der Rektorin oder des -Rektors eine ständige Vertretung und feste Geschäftsbereiche für seine -Mitglieder bestimmen kann, in denen sie unbeschadet des § 19 die Geschäfte der -laufenden Verwaltung in eigener Zuständigkeit erledigen,

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3. dass Beschlüsse des Rektorats nicht gegen die Stimme der -Rektorin oder des Rektors gefasst werden können.

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§ 16 (Fn 10)
-Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

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(1) Das Rektorat leitet die Hochschule. In Ausübung dieser -Aufgabe obliegen ihm alle Angelegenheiten und Entscheidungen der Hochschule, -für die in diesem Gesetz nicht ausdrücklich eine andere Zuständigkeit -festgelegt ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Rektorin oder des -Rektors den Ausschlag. Das Rektorat entscheidet in Zweifelsfällen über die -Zuständigkeit der Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger. Es ist für -die Durchführung der Evaluation nach § 7 Absatz 2 und 3 und für die Ausführung -des Hochschulentwicklungsplans verantwortlich. Es ist im Benehmen mit dem Senat -für den Abschluss von Hochschulverträgen gemäß § 6 Absatz 3 zuständig. Es -bereitet die Sitzungen des Senats vor und führt dessen Beschlüsse und die -Beschlüsse des Hochschulrates aus.

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(1a) Das Rektorat entwirft auf der Grundlage vom Senat -gebilligter Planungsgrundsätze und unter Berücksichtigung der Entwicklungspläne -der Fachbereiche den Hochschulentwicklungsplan einschließlich des Studienangebots, -der Forschungsschwerpunkte sowie der Hochschulorganisation als verbindlichen -Rahmen für die Entscheidungen der übrigen Gremien, Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger und schreibt ihn in angemessenen Zeitabständen fort; die dem -Senat zur Billigung vorgelegten Planungsgrundsätze gelten als gebilligt, wenn -der Senat nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Vorlage Einwände -erhebt. Der Hochschulentwicklungsplan enthält insbesondere die Planungen der -Hochschule zu ihrer strukturellen und fachlichen Entwicklung.

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(2) Das Rektorat ist dem Hochschulrat und dem Senat -gegenüber auskunftspflichtig und hinsichtlich der Ausführung von Beschlüssen -des Hochschulrats und des Senats diesen Gremien jeweils rechenschaftspflichtig.

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(3) Das Rektorat wirkt darauf hin, dass die übrigen Organe, -Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger ihre Aufgaben wahrnehmen und -die Mitglieder und die Angehörigen der Hochschule ihre Pflichten erfüllen. Es -legt dem Hochschulrat jährlich Rechenschaft über die Erfüllung der Aufgaben der -Hochschule ab; dem Senat erstattet es einen jährlichen Bericht. Der -Rechenschaftsbericht wird veröffentlicht.

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(4) Hält das Rektorat Beschlüsse, Maßnahmen oder -Unterlassungen der übrigen Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger -mit Ausnahme des Hochschulrates für rechtswidrig oder nach den Grundsätzen der -Wirtschaftlichkeit für nicht vertretbar, hat es diese zu beanstanden und auf -Abhilfe zu dringen. Die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine -Abhilfe geschaffen, ist der Hochschulrat zu beteiligen. Lässt sich auch nach -Beteiligung des Hochschulrates keine Lösung finden, hat das Rektorat im Falle -für rechtswidrig gehaltener Maßnahmen das Ministerium zu unterrichten. Weigern -sich die Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger im Falle von -nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit für nicht vertretbar gehaltenen -Beschlüssen, Maßnahmen oder Unterlassungen Abhilfe zu schaffen, entscheidet der -Hochschulrat.

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(5) Die übrigen Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger haben dem Rektorat Auskunft zu erteilen. Die Mitglieder des -Rektorats können an allen Sitzungen der übrigen Organe und Gremien mit -beratender Stimme teilnehmen und sich jederzeit über deren Arbeit unterrichten; -im Einzelfall können sie sich dabei durch vom Rektorat benannte Mitglieder der -Hochschule vertreten lassen. Das Rektorat kann von allen übrigen Organen, -Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträgern verlangen, dass sie -innerhalb einer angemessenen Frist über bestimmte Angelegenheiten im Rahmen -ihrer Zuständigkeit beraten und entscheiden. Das Rektorat gibt den -Vertreterinnen oder Vertretern der Gruppe der Studierenden im Senat einmal im -Semester Gelegenheit zur Information und Beratung in Angelegenheiten des Studiums. -Die Sätze 1 bis 3 finden hinsichtlich des Hochschulrates keine Anwendung.

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§ 17 (Fn 22)
-Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die Hochschulwahlversammlung

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(1) Die Mitglieder des Rektorats werden von der -Hochschulwahlversammlung mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des -Gremiums und zugleich mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder innerhalb -ihrer beiden Hälften gewählt. Kommt eine Wahl gemäß Satz 1 nicht zustande, kann -ein zweiter, gegebenenfalls ein dritter Wahlgang stattfinden. Im dritten -Wahlgang ist gewählt, wer die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder -der Hochschulwahlversammlung und zugleich die Mehrheit der Stimmen der -anwesenden Mitglieder ihrer beiden Hälften auf sich vereint. Die Wahl der Prorektorinnen -oder Prorektoren erfolgt auf Vorschlag der Rektorin oder des Rektors oder der -designierten Rektorin oder des designierten Rektors; die Wahl der Kanzlerin -oder des Kanzlers erfolgt in deren oder dessen Benehmen. Die Wahlen der -hauptberuflichen Rektoratsmitglieder setzen voraus, dass die zu besetzende -Stelle zuvor öffentlich ausgeschrieben worden ist. Von dem Erfordernis der -Ausschreibung nach Satz 5 und der Durchführung des Findungsverfahrens nach -Absatz 3 kann im Einvernehmen mit der Gleichstellungsbeauftragten abgesehen -werden, sofern Senat und Hochschulrat die Amtsinhaberin oder den Amtsinhaber -aufgefordert haben, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.

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(2) Die hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats müssen -eine abgeschlossene Hochschulausbildung und eine der Aufgabenstellung -angemessene Leitungserfahrung besitzen. Die nichthauptberuflichen -Prorektorinnen oder Prorektoren müssen vorbehaltlich einer Regelung nach Satz 3 -dem Kreis der Professorinnen und Professoren innerhalb der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer entstammen. Die Grundordnung kann -bestimmen, dass eine nichthauptberufliche Prorektorin oder ein -nichthauptberuflicher Prorektor aus dem Kreis der Juniorprofessorinnen und -Juniorprofessoren, aus der Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter oder aus der Gruppe der Studierenden gewählt werden kann.

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(3) Die Wahlen nach Absatz 1 werden durch eine paritätisch -von Mitgliedern des Senats und des Hochschulrats besetzte Findungskommission -vorbereitet. Die Findungskommission kann der Hochschulwahlversammlung zur Wahl -eine Person oder bis zu drei Personen vorschlagen, über deren Wahl die -Hochschulwahlversammlung in einer von der Findungskommission festgelegten -Reihenfolge abstimmt. Das Nähere zur Findungskommission bestimmt der Senat im -Einvernehmen mit dem Hochschulrat in der Grundordnung.

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(4) Die Hochschulwahlversammlung kann jedes Mitglied des -Rektorats mit der Mehrheit von fünf Achteln ihrer Stimmen abwählen. Satz 1 gilt -nicht, wenn die Grundordnung eine Abwahl nach Maßgabe des § 17a vorsieht. Mit -der Abwahl nach Satz 1 oder nach § 17a ist die Amtszeit des abgewählten -Mitglieds des Rektorats beendet. Die Wahl eines neuen Mitglieds nach Absatz 1 -soll unverzüglich unter Mitwirkung der Findungskommission erfolgen. Das -Verfahren zur Wahl und zur Abwahl nach Satz 1 regelt der Senat im Einvernehmen -mit dem Hochschulrat in der Grundordnung. Für den Beschluss, dass die Abwahl -nach Maßgabe des § 17a erfolgen soll, gilt § 22 Absatz 1 Satz 2 nicht.

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(5) Soweit die Grundordnung keine längeren Amtszeiten -vorsieht, betragen die erste Amtszeit der Mitglieder des Rektorats sechs Jahre -und weitere Amtszeiten vier Jahre; die Grundordnung sieht für Mitglieder, die -der Gruppe der Studierenden angehören, eine kürzere Amtszeit vor. Wiederwahl -ist zulässig. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Amtszeit der -nichthauptberuflichen Prorektorinnen oder Prorektoren spätestens mit der -Amtszeit der Rektorin oder des Rektors endet.

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§ 17a (Fn 23, 45)
-Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer

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(1) Die wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer können das Amt oder die Funktion eines -Mitglieds des Rektorats auf der Grundlage einer Regelung nach § 17 Absatz 4 -Satz 2 durch Abwahl vorzeitig beenden, wenn sie das Vertrauen in seine -Amtsführung verloren haben. Der Vertrauensverlust ist eingetreten, wenn die -Mehrheit nach Absatz 4 erreicht wird. Zur vorzeitigen Beendigung bedarf es -eines Antrags (Abwahlbegehren), der von mindestens 25 Prozent der -wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer, die im Zeitpunkt der Unterzeichnung Mitglied der Hochschule -sind, unterzeichnet sein muss. Das Datum der Unterschrift ist jeweils zu -erfassen. Zwischen erster Unterschrift und Einreichung des Abwahlbegehrens -dürfen nicht mehr als vier Wochen liegen. Das Abwahlbegehren ist binnen drei -Wochen nach seinem Eingang zuzulassen, wenn es vorschriftsmäßig gestellt ist.

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(2) Ist das Abwahlbegehren zugelassen worden, sind drei -aufeinanderfolgende Werktage als Abstimmungstage festzusetzen, die unter -Berücksichtigung des Verfahrens nach Absatz 3 spätestens sechs Wochen nach der -Bekanntmachung der Zulassung liegen müssen.

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(3) Vor der Durchführung der Abstimmung ist eine -hochschulöffentliche Aussprache in einer Sitzung der Hochschulwahlversammlung -anzuberaumen. In dieser Sitzung muss das Mitglied des Rektorats, gegen das sich -der Antrag richtet, Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber der -Hochschulwahlversammlung erhalten. Äußerungen aus der Hochschulöffentlichkeit -können zugelassen werden. Die Hochschulwahlversammlung beschließt eine -Stellungnahme zum Abwahlbegehren, die hochschulöffentlich bekannt gegeben wird; -jede der beiden Hälften der Hochschulwahlversammlung ist berechtigt jeweils -zusätzlich zur Stellungnahme nach Halbsatz 1 eine eigene Stellungnahme -abzugeben.

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(4) Die Abstimmung ist frei, gleich und geheim. Die Abwahl -ist erfolgreich, wenn zwei Drittel der an der Hochschule vorhandenen -wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer für die Abwahl stimmt und diese Mehrheit an mindestens der -Hälfte aller Fachbereiche erreicht wird. Ist eine Hochschule nicht oder nur -teilweise in Fachbereiche gegliedert, tritt hinsichtlich der Zählung nach Satz -2 an die Stelle des Fachbereichs diejenige Organisationseinheit, welche auf der -Grundlage des § 26 Absatz 5 dessen Aufgaben wahrnimmt. Die Hochschulen können -in der Ordnung nach Absatz 6 strengere Voraussetzungen festlegen.

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(5) Die Entscheidung über die Zulassung des Abwahlbegehrens -und die Durchführung des Verfahrens obliegen einem Abwahlausschuss. Der -Abwahlausschuss setzt sich zusammen aus der der Hochschulwahlversammlung -vorsitzenden Person als Vorsitzende oder Vorsitzender und zwei weiteren -Mitgliedern der Hochschulwahlversammlung als Beisitzer, die die -Hochschulwahlversammlung bestimmt. Die Mitglieder des Abwahlausschusses sind hinsichtlich -der Durchführung des Verfahrens den Mitgliedern der Verwaltung der Hochschule -und deren Einrichtungen gegenüber weisungsbefugt. Der Abwahlausschuss kann die -Durchführung des Verfahrens einer Beamtin oder einem Beamten der Hochschule -oder des Landes mit Befähigung zum Richteramt übertragen. Für sie oder ihn gilt -Satz 3 entsprechend.

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(6) Falls die Grundordnung eine Abwahl nach Maßgabe des § -17a vorsieht, regelt sie zugleich die weiteren Einzelheiten des Verfahrens -einschließlich der Briefwahl; hinsichtlich der Versicherung gilt § 13 Absatz 1 -Sätze 5 bis 7 entsprechend. Die Zulassung des Abwahlbegehrens, die -Abstimmungstage und das Ergebnis der Abstimmung sind jeweils unverzüglich -bekannt zu machen. Ein Abwahlbegehren gegen dasselbe Mitglied des Rektorats ist -frühestens sechs Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Abstimmung oder -der Nichtzulassung eines Abwahlbegehrens erneut möglich.

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§ 18
-Die Rektorin oder der Rektor

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(1) Die Rektorin oder der Rektor vertritt die Hochschule -nach außen. Sie oder er wird durch eine Prorektorin oder einen Prorektor -vertreten. In Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten wird sie oder er durch die -Kanzlerin oder den Kanzler vertreten. Die Rektorin oder der Rektor übt das -Hausrecht aus. Sie oder er kann die Ausübung dieser Befugnis nach Maßgabe der -Grundordnung anderen Mitgliedern oder Angehörigen der Hochschule übertragen.

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(2) Die Rektorin oder der Rektor oder ein von ihr oder ihm -beauftragtes sonstiges Mitglied des Rektorats wirkt über die Dekanin oder den -Dekan darauf hin, dass die zur Lehre verpflichteten Personen ihre Lehr- und -Prüfungsverpflichtungen ordnungsgemäß erfüllen; ihr oder ihm steht insoweit -gegen��ber der Dekanin oder dem Dekan ein Aufsichts- und Weisungsrecht zu.

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(3) Das Ministerium ernennt oder bestellt die -hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats. Die Rektorin oder der Rektor ernennt -oder bestellt die sonstigen Mitglieder des Rektorats.

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§ 19
-Die Kanzlerin oder der Kanzler

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(1) Die Bewirtschaftung der Haushaltsmittel obliegt der -Kanzlerin oder dem Kanzler; sie oder er kann die Bewirtschaftung auf die -Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und zentralen -Betriebseinheiten unbeschadet ihrer oder seiner Verantwortung nach den -einschlägigen landesrechtlichen Bestimmungen übertragen.

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(2) Sie oder er kann hinsichtlich der Wirtschaftsführung -Entscheidungen des Rektorats mit aufschiebender Wirkung widersprechen. Kommt -keine Einigung zustande, so berichtet das Rektorat dem Hochschulrat, welcher -eine Entscheidung herbeiführt.

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§ 20 (Fn 3)
-Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats

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(1) Hauptberufliche Mitglieder des Rektorats können in ein -Beamtenverhältnis auf Zeit berufen oder in einem befristeten privatrechtlichen -Dienstverhältnis beschäftigt werden. Die Vorschriften über die Laufbahnen sind -nicht anzuwenden.

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(2) Steht die Gewählte oder der Gewählte in einem -Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu einer der Hochschulen nach § 1 Absatz 2 -oder zum Land, ruhen die Rechte und Pflichten aus dem Beamtenverhältnis auf -Lebenszeit; die Berechtigung zur Forschung und Lehre bleibt unberührt. Steht -sie oder er in einem unbefristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis zu einer -der Hochschulen nach § 1 Absatz 2 oder zum Land, dauert auch dieses Beschäftigungsverhältnis -fort; § 16 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes ist nicht anwendbar. Die Rechte -und Pflichten aus dem privatrechtlichen Dienstverhältnis ruhen; Satz 1 Halbsatz -2 findet entsprechende Anwendung.

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(3) Für hauptberufliche Rektoratsmitglieder, die in ein -Beamtenverhältnis auf Zeit berufen worden sind, gilt § 31 Absatz 3 des -Landesbeamtengesetzes im Fall der Abwahl entsprechend. Das privatrechtliche -Dienstverhältnis, in dem Rechte und Pflichten als hauptamtliches -Rektoratsmitglied geregelt sind, ist im Fall der Abwahl zu kündigen.

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(4) Hauptberufliche Rektoratsmitglieder sind, soweit andere -Gesetze oder Verordnungen nicht etwas anderes bestimmen, im Falle ihres -Rücktritts oder nach Ablauf oder nach einer sonstigen Beendigung ihrer Amtszeit -verpflichtet, das Amt bis zur Ernennung einer Nachfolgerin oder eines -Nachfolgers weiterzuführen. Dies gilt nicht, wenn das Gremium, welches sie oder -ihn gewählt hat, entscheidet, von der Weiterführung abzusehen. Sie sind aus dem -Beamtenverhältnis auf Zeit zu entlassen, wenn sie ihrer Verpflichtung zur -Weiterführung des Amtes nicht nachkommen. § 4 Satz 5 des Landesbeamtengesetzes -bleibt unberührt.

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(5) Die Hochschule kann insbesondere diejenigen, die als -hauptberufliche Rektoratsmitglieder nicht zugleich in einem Beamtenverhältnis -auf Lebenszeit oder einem unbefristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis -gemäß Absatz 2 stehen, nach Beendigung der Amtszeit in den Hochschuldienst -übernehmen. Dies kann auch Gegenstand einer Zusage vor Amtsantritt sein.

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(6) Die Hochschule veröffentlicht jährlich an geeigneter -Stelle die für die Tätigkeit im Haushaltsjahr gewährten Bezüge jedes einzelnen -hauptberuflichen Rektoratsmitglieds unter Namensnennung.

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§ 21 (Fn 24)
-Hochschulrat

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(1) Der Hochschulrat berät das Rektorat und übt die Aufsicht -über dessen Geschäftsführung aus. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

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1. die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der -Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rektorats;

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2. die Zustimmung zum Entwurf des Hochschulvertrags nach § 6 -Absatz 2 sowie zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplans nach § 16 Absatz 1a;

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3. die Zustimmung zum Wirtschaftsplan, zur unternehmerischen -Hochschultätigkeit nach § 5 Absatz 7, zur Errichtung einer Stiftung, einer -Anstalt oder eines Hochschulverbundes nach § 77a Absatz 1, zur Stellung des -Antrags nach § 2 Absatz 8, soweit dieser auf die Übertragung der -Bauherreneigenschaft und der Eigentümerverantwortung an der Gesamtheit der -überlassenen Liegenschaften gerichtet ist, und zur Übernahme weiterer Aufgaben -nach § 3 Absatz 7;

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4. die Aufsicht über die Wirtschaftsführung des Rektorats;

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5. Empfehlungen und Stellungnahmen zum Rechenschaftsbericht -des Rektorats nach § 16 Absatz 3 und zu den Evaluationsberichten nach § 7 -Absatz 2 und 3;

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6. Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der -Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder -zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind;

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7. die Feststellung des Jahresabschlusses, die -Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung -eines Jahresfehlbetrages und die Entlastung des Rektorats.

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(2) Der Hochschulrat kann alle Unterlagen der Hochschule -einsehen und prüfen. Die Wahrnehmung dieser Befugnis kann der Hochschulrat -einzelnen Hochschulratsmitgliedern oder sonstigen sachverständigen Personen -übertragen. Das Rektorat hat dem Hochschulrat mindestens viermal im Jahr im -Überblick über die Entwicklung der Haushalts- und Wirtschaftslage schriftlich -zu berichten. Ergeben sich im Rahmen der Beaufsichtigung des Rektorats -Beanstandungen, wirkt der Hochschulrat auf eine hochschulinterne Klärung hin. -Bei schwerwiegenden Beanstandungen unterrichtet er das Ministerium.

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(3) Der Hochschulrat besteht nach Maßgabe der Grundordnung -aus der vorsitzenden Person sowie mindestens sechs und höchstens zwölf weiteren -Mitgliedern, die in verantwortungsvollen Positionen in der Gesellschaft, -insbesondere Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft, tätig sind oder waren und -auf Grund ihrer hervorragenden Kenntnisse und Erfahrungen einen Beitrag zur -Erreichung der Ziele und Aufgaben der Hochschule leisten können. Die -Grundordnung regelt, dass entweder

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1. sämtliche seiner Mitglieder Externe sind

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oder dass

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2. mindestens die Hälfte seiner Mitglieder Externe sind.

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Mindestens 40 Prozent seiner Mitglieder müssen Frauen sein. -Die Mitglieder des Hochschulrates werden vom Ministerium für eine Amtszeit von -fünf Jahren bestellt.

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(4) Zur Auswahl der Mitglieder des Hochschulrats wird ein -Auswahlgremium gebildet, dem zwei Vertreterinnen oder Vertreter des Senats, die -nicht dem Rektorat angehören, zwei Vertreterinnen oder Vertreter des bisherigen -Hochschulrats und eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministeriums mit zwei -Stimmen angehören. Das Auswahlgremium erarbeitet einvernehmlich eine Liste. -Lässt sich im Gremium kein Einvernehmen über eine Liste erzielen, unterbreiten -die Vertreterinnen oder Vertreter des Senats und die Vertreterin oder der -Vertreter des Ministeriums dem Gremium eigene Vorschläge für jeweils die Hälfte -der Mitglieder. Das Auswahlgremium beschließt sodann die Liste mit der Mehrheit -von zwei Dritteln seiner Stimmen. Die Liste insgesamt bedarf der Bestätigung durch -den Senat mit Stimmenmehrheit sowie sodann der Zustimmung durch das -Ministerium; verweigert der Senat die Bestätigung, wird die Abstimmung auf -Antrag des Rektorats wiederholt. Im Falle des Rücktritts oder der sonstigen -Beendigung der Funktion eines Mitglieds des Hochschulrates gelten für die -Auswahl des ihm nachfolgenden Mitglieds die Sätze 1 bis 5 entsprechend.

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(4a) Der Senat oder der Hochschulrat können mit einer -Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen des jeweiligen Gremiums eine Abberufung -vorschlagen. Auf diesen Vorschlag hin kann das Ministerium ein Mitglied des -Hochschulrates bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, insbesondere bei einer -erheblichen Verletzung einer jenem obliegenden Pflicht, abberufen; mit der -Abberufung ist seine Mitgliedschaft im Hochschulrat beendet.

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(5) Der Hochschulrat ist mindestens viermal im Jahr -einzuberufen und zusätzlich immer dann, wenn mindestens die Hälfte seiner -Mitglieder dies verlangt. Die Mitglieder des Rektorats nehmen an den Sitzungen -des Hochschulrats beratend teil; sie unterliegen im Rahmen einer angemessenen -Berichterstattung keiner Verschwiegenheitspflicht. Verletzt ein -Hochschulratsmitglied seine Pflichten, findet § 48 des Beamtenstatusgesetzes -und § 80 des Landesbeamtengesetzes sinngemäß Anwendung.

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(5a) Der Hochschulrat gibt die Tagesordnung seiner Sitzungen -und seine Beschlüsse in geeigneter Weise hochschulöffentlich bekannt; §§ 8 und -9 des Informationsfreiheitsgesetzes Nordrhein-Westfalen gelten entsprechend. Er -gibt den Vertreterinnen oder Vertretern des Senats, des Allgemeinen -Studierendenausschusses, des Personalrats, des Personalrats gemäß § 105 des -Landespersonalvertretungsgesetzes, der Gleichstellungsbeauftragten, der -Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen sowie der oder dem Beauftragten -für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung mindestens einmal -im Jahr Gelegenheit zur Information und Beratung. Er legt dem Ministerium auf -dessen Verlangen, mindestens jedoch einmal jährlich Rechenschaft über die -Erfüllung seiner Aufgaben ab. Der jährliche Rechenschaftsbericht soll in -geeigneter Weise öffentlich zugänglich gemacht werden.

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(6) Der Hochschulrat wählt die ihm vorsitzende Person aus -dem Personenkreis der Externen im Sinne des Absatzes 3 sowie ihre oder seine -Stellvertretung. Ist die Funktion der oder des Vorsitzenden vakant oder soll in -der Wahrnehmung der Aufgaben und Befugnisse der dienstvorgesetzten Stelle nach -§ 33 Absatz 3 Satz 1 vertreten werden, wird die Vertretung für den Zeitraum -dieser Vakanz oder für das jeweilige Dienstgeschäft der dienstvorgesetzten -Stelle durch das lebensälteste oder durch das in der Geschäftsordnung des -Hochschulrates bestimmte Mitglied aus dem Personenkreis der Externen -wahrgenommen. Bei Abstimmungen gibt bei Stimmengleichheit die Stimme der oder -des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Hochschulrat gibt sich eine -Geschäftsordnung, in der auch das Nähere zur Wahl der vorsitzenden Person -geregelt wird. Die Tätigkeit als Mitglied des Hochschulrates ist ehrenamtlich. -Die Geschäftsordnung kann eine angemessene Aufwandsentschädigung der Mitglieder -vorsehen. Die Gesamtsumme der Aufwandsentschädigungen ist zu veröffentlichen.

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(7) Die Hochschulverwaltung unterstützt den Hochschulrat bei -der Erfüllung seiner Aufgaben.

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(8) Externe im Sinne des Absatzes 3 sind solche Personen, -die weder Mitglieder noch Angehörige der Hochschule sind. Mitglieder des -Hochschulrates, die im Zeitpunkt der Bestätigung nach Absatz 4 Satz 5 Externe -waren, gelten für weitere Auswahlverfahren nach Absatz 4 als Externe, es sei -denn, sie sind auch abgesehen von ihrer Mitgliedschaft im Hochschulrat -Mitglieder oder Angehörige der Hochschule. Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger -sowie Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren und ehemalige Studierende, die die -Hochschule nach § 9 Absatz 4 Satz 3 zu ihren Angehörigen bestimmt hat, gelten -als Externe.

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§ 22 (Fn 25)
-Senat

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(1) Der Senat ist für die nachfolgend aufgeführten -Angelegenheiten zuständig:

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1. die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der -Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rektorats;

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2. Stellungnahme zum jährlichen Bericht des Rektorats;

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3. Erlass und Änderung der Grundordnung, von Rahmenordnungen -und Ordnungen der Hochschule, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt;

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4. Billigung von Planungsgrundsätzen im Sinne von § 16 -Absatz 1a Satz 1;

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5. Empfehlungen und Stellungnahmen zum Entwurf des -Hochschulentwicklungsplans nach § 16 Absatz 1a und des Hochschulvertrags nach § -6 Absatz 2, zu den Evaluationsberichten nach § 7 Absatz 2 und 3, zum -Wirtschaftsplan, zu den Grundsätzen der Verteilung der Stellen und Mittel auf -die Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen, zentralen -Betriebseinheiten und der Medizinischen Einrichtungen;

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6. Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der -Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder -zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind.

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Die Grundordnung wird mit einer Mehrheit von zwei Dritteln -der Stimmen des Gremiums beschlossen. Die Grundordnung kann vorsehen, dass der -Berufungsvorschlag zur Besetzung einer Professur im Sinne des § 38 Absatz 3 der -Zustimmung des Senats bedarf.

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(2) Das Nähere zur Zusammensetzung, zur Amtszeit und zum -Vorsitz regelt die Grundordnung. Nichtstimmberechtigte Mitglieder des Senats -sind die Rektorin oder der Rektor, die Prorektorinnen oder Prorektoren, die -Kanzlerin oder der Kanzler, die Dekaninnen oder Dekane, die Vertrauensperson -der schwerbehinderten Menschen, die oder der Beauftragte für Studierende mit -Behinderung oder chronischer Erkrankung, die oder der Vorsitzende des -Personalrats und des Personalrats nach § 105 des -Landespersonalvertretungsgesetzes und der Vorsitz des Allgemeinen -Studierendenausschusses sowie nach Maßgabe der Grundordnung weitere nichtstimmberechtigte -Mitglieder. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Stimmen der Vertreterinnen -oder Vertreter der Gruppen im Sinne des § 11 Absatz 1 Satz 1 im gleichen -Verhältnis zueinander stehen.

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(3) Soweit der Senat nach diesem Gesetz an Entscheidungen -des Rektorats mitwirkt, können die dem Senat angehörenden Vertreterinnen oder -Vertreter einer Gruppe gemäß § 11 Absatz 1 dem Rektorat ein vom Senatsbeschluss -abweichendes einstimmiges Votum vorlegen, über welches das Rektorat vor seiner -Entscheidung zu beraten hat. Auf Verlangen ist das Votum gemeinsam mündlich zu -erörtern.

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(4) Falls auf der Grundlage einer Regelung in der -Grundordnung die Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Hochschullehrerinnen -und Hochschullehrer im Senat nicht über die Mehrheit der Stimmen verfügen, -verfügen diese Vertreterinnen und Vertreter gleichwohl über die Mehrheit der -Stimmen der Mitglieder des Senats

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1. bei der Wahl der Mitglieder des Senats in der -Findungskommission nach § 17 Absatz 3,

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2. bei der Billigung von Planungsgrundsätzen nach § 16 -Absatz 1a Satz 1,

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3. bei dem Erlass von Ordnungen, die inhaltliche -Rahmenbedingungen der Forschung regeln,

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4. bei dem Beschluss über die Aufforderung nach § 17 Absatz -1 Satz 6,

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5. bei der Beschlussfassung nach § 17 Absatz 4 Satz 2 und

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6. bei der Beschlussfassung nach § 17a Absatz 6.

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Sie verfügen in der Hochschulwahlversammlung über die -Mehrheit der Stimmen derjenigen ihrer Mitglieder, die zugleich stimmberechtigte -Mitglieder des Senats sind. Sie verfügen im Senat mindestens über die Hälfte -der Stimmen seiner Mitglieder beim Erlass von Rahmenprüfungsordnungen. Die -entsprechenden Regelungen zu der Stimmverteilung sind durch die Grundordnung -oder nach Maßgabe der Grundordnung zu treffen.

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§ 22a (Fn 10)
-Hochschulwahlversammlung

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(1) Die Hochschulwahlversammlung besteht in ihrer einen -Hälfte aus sämtlichen Mitgliedern des Senats und in ihrer anderen Hälfte aus -sämtlichen Mitgliedern des Hochschulrats. Die Stimmen der Mitglieder der beiden -Hälften stehen im gleichen Verhältnis zueinander. Die Mitglieder der -Hochschulwahlversammlung, die zugleich Mitglieder des Senats sind, haben -Stimmrecht, wenn sie auch im Senat stimmberechtigt sind. Die Mitglieder der -Hochschulwahlversammlung, die zugleich Mitglieder des Hochschulrates sind, -haben Stimmrecht, wenn sie Externe im Sinne des § 21 Absatz 3 Satz 2 sind.

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(2) Das Nähere, insbesondere zum Vorsitz und zur Umsetzung -des gleichen Stimmverhältnisses, regelt die Grundordnung.

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§ 22b
-Hochschulkonferenz

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(1) Die Grundordnung kann eine Hochschulkonferenz vorsehen, -die mindestens einmal im Jahr über den gegenwärtigen Stand und die künftige -Entwicklungsperspektive sowie das Leitbild der Hochschule berät.

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(2) Mitglieder der Hochschulkonferenz sind die Mitglieder -des Rektorats, des Senats, des Hochschulrats, die Dekaninnen oder Dekane, eine -Vertretung der Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Studierenden in den -Fachbereichsräten, der Allgemeine Studierendenausschuss, die -Gleichstellungsbeauftragte, der Personalrat und der Personalrat gemäß § 105 des -Landespersonalvertretungsgesetzes, die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten -Menschen sowie die oder der Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer -Erkrankung.

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(3) Das Nähere, insbesondere zum Vorsitz und zur Vertretung -der Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Studierenden in den -Fachbereichsräten, regelt die Grundordnung, die auch über den Kreis der in -Absatz 2 genannten Personen hinaus weitere Mitglieder der Hochschule als -Mitglieder der Hochschulkonferenz vorsehen kann.

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§ 23 (Fn 26)
-Fachbereichskonferenz

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(1) Die Grundordnung kann eine Fachbereichskonferenz -vorsehen. Sie muss eine Fachbereichskonferenz vorsehen, wenn sie gemäß § 21 -Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 bestimmt, dass sämtliche Mitglieder des Hochschulrats -Externe sind.

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(2) Die Fachbereichskonferenz berät das Rektorat, den Senat -und den Hochschulrat in Angelegenheiten der Forschung, Kunst, Lehre und des -Studiums, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen oder -von grundsätzlicher Bedeutung sind.

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(3) Mitglieder der Fachbereichskonferenz sind die Dekaninnen -und die Dekane.

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§ 24
-Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene Mittelvergabe

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(1) Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte hat die Belange -der Frauen, die Mitglieder oder Angehörige der Hochschule sind, wahrzunehmen. -Sie wirkt auf die Erfüllung des Gleichstellungsauftrages der Hochschule hin. -Insbesondere wirkt sie auf die Einbeziehung gleichstellungsrelevanter Aspekte -bei der wissenschaftlichen, administrativen und technischen Arbeit, bei der -Entwicklungsplanung, bei Personal- und Strukturmaßnahmen und bei der leistungsbezogenen -Mittelvergabe hin. Sie kann hierzu an den Sitzungen der -Hochschulwahlversammlung, des Senats, des Hochschulrates, des Rektorats, der -Fachbereichsräte, der Berufungskommissionen und anderer Gremien mit Antrags- -und Rederecht teilnehmen; sie ist wie ein Mitglied zu laden und zu informieren.

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(2) Die Hochschule regelt in ihrer Grundordnung insbesondere -Wahl, Bestellung und Amtszeit der zentralen Gleichstellungsbeauftragten und -ihrer Stellvertreterinnen. Wählbar sind alle weiblichen Mitglieder der Hochschule. -Die fachliche Qualifikation der Gleichstellungsbeauftragten soll den -umfassenden Anforderungen ihrer Aufgaben gerecht werden; dies setzt entweder -ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine im Einzelfall nachgewiesene -andere fachliche Qualifikation voraus. Die Funktion ist hochschulöffentlich -auszuschreiben.

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(3) Die Fachbereiche bestellen Gleichstellungsbeauftragte -des Fachbereichs und ihre Stellvertretungen. Die Gleichstellungsbeauftragte des -Fachbereichs wirkt auf die Einbeziehung gleichstellungsrelevanter Aspekte bei -der Erfüllung der Aufgaben des Fachbereichs hin. Sie kann in Stellvertretung -der zentralen Gleichstellungsbeauftragten an Sitzungen der Fachbereichsräte und -der Berufungskommissionen und anderer Gremien der Fachbereiche teilnehmen. Die -Grundordnung kann vorsehen, dass für mehrere Fachbereiche auf der Grundlage -einer Ordnung dieser Fachbereiche eine gemeinsame Gleichstellungsbeauftragte -bestellt werden kann, wenn diese Bestellung mit Rücksicht auf die Aufgaben und -Größe dieser Fachbereiche zweckmäßig ist und im Benehmen mit der -Gleichstellungsbeauftragten erfolgt.

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(4) Die Hochschule richtet eine Gleichstellungskommission -ein. Diese berät und unterstützt die Hochschule und die -Gleichstellungsbeauftragte bei der Erfüllung des Gleichstellungsauftrages. Das -Nähere zur Gleichstellungskommission regelt die Hochschule in ihrer -Grundordnung.

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(5) Bei der Mittelvergabe an die Hochschulen und in den -Hochschulen ist der Gleichstellungsauftrag angemessen zu berücksichtigen. Dies -gilt insbesondere für die leistungsbezogene Mittelvergabe, die Entwicklung -gendergerechter Finanzierungsmodelle und die Ausstattung und Entlastung der -Gleichstellungsbeauftragten.

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(6) Im Übrigen finden die Vorschriften des -Landesgleichstellungsgesetzes Anwendung.

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§ 25
-Hochschulverwaltung

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(1) Die Hochschulverwaltung sorgt für die Erfüllung der -Aufgaben der Hochschule in Planung, Verwaltung und Rechtsangelegenheiten. Dabei -hat sie auf eine wirtschaftliche Verwendung der Haushaltsmittel und auf eine -wirtschaftliche Nutzung der Hochschuleinrichtungen hinzuwirken. Auch die -Verwaltungsangelegenheiten der Organe und Gremien der Hochschule werden -ausschließlich durch die Hochschulverwaltung wahrgenommen. Sie unterstützt -insbesondere die Mitglieder des Rektorats sowie die Dekaninnen und Dekane bei -ihren Aufgaben.

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(2) Als Mitglied des Rektorats leitet die Kanzlerin oder der -Kanzler die Hochschulverwaltung, an der Universität Bochum einschließlich der -Verwaltung der Medizinischen Einrichtungen; sie oder er erledigt die Rechts- -und Verwaltungsangelegenheiten nach den Richtlinien der Rektorin oder des -Rektors. In Angelegenheiten der Hochschulverwaltung von grundsätzlicher -Bedeutung kann das Rektorat entscheiden; das Nähere regelt die Geschäftsordnung -des Rektorats. Falls das Rektorat auf der Grundlage einer Regelung nach § 15 -Absatz 2 Nummer 2 feste Gesch��ftsbereiche für seine Mitglieder bestimmt hat, -kann die Geschäftsordnung insbesondere vorsehen, dass und in welcher Weise die -Hochschulverwaltung sicherstellt, dass die Verantwortung der Mitglieder des -Rektorats für ihre Geschäftsbereiche wahrgenommen werden kann.

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Kapitel 2

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Die dezentrale -Organisation der Hochschule

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§ 26 (Fn 10)
-Die Binneneinheiten der Hochschule

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(1) Die Hochschule gliedert sich vorbehaltlich einer -anderweitigen Regelung nach Absatz 5 in Fachbereiche. Diese sind die -organisatorischen Grundeinheiten der Hochschule.

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(2) Der Fachbereich erfüllt unbeschadet der -Gesamtverantwortung der Hochschule und der Zuständigkeiten der zentralen Hochschulorgane -und Gremien für sein Gebiet die Aufgaben der Hochschule. Er hat die -Vollständigkeit und Ordnung des Lehrangebots sowie die Wahrnehmung der -innerhalb der Hochschule zu erfüllenden weiteren Aufgaben zu gewährleisten. -Fachbereiche fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit und stimmen ihre -Forschungsvorhaben und ihr Lehrangebot, insbesondere dessen Studierbarkeit, -untereinander ab. Der Fachbereich kann eines seiner Mitglieder mit der -Wahrnehmung von Aufgaben insbesondere im Bereich der Studienorganisation, der -Studienplanung und der berufspraktischen Tätigkeiten beauftragen.

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(3) Organe des Fachbereichs sind die Dekanin oder der Dekan -und der Fachbereichsrat. Der Fachbereich regelt seine Organisation durch eine -Fachbereichsordnung und erlässt die sonstigen zur Erfüllung seiner Aufgaben -erforderlichen Ordnungen.

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(4) Mitglieder des Fachbereichs sind die Dekanin oder der -Dekan, das hauptberufliche Hochschulpersonal, das überwiegend im Fachbereich tätig -ist, und die Studierenden, die für einen vom Fachbereich angebotenen -Studiengang eingeschrieben sind. § 9 Absatz 3 gilt entsprechend. Mitglieder der -Gruppen nach § 11 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 können mit Zustimmung der -betroffenen Fachbereiche Mitglied in mehreren Fachbereichen sein.

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(5) Die Grundordnung kann eine von Absatz 1 Satz 1 -abweichende Organisation der dezentralen Gliederung der Hochschule regeln. -Dabei kann sie vorsehen, dass Aufgaben der Fachbereiche auf die Hochschule und -sodann Aufgaben und Befugnisse der Organe der Fachbereiche auf zentrale Organe -verlagert werden. Sie kann auch regeln, dass eine von den Absätzen 1 bis 4 -abweichende Gliederung der Hochschule in nichtfachbereichliche dezentrale -Organisationseinheiten erfolgt. In diesem Falle sieht die Grundordnung vor, -dass Aufgaben der Fachbereiche diesen Organisationseinheiten zugeordnet werden; -sie regelt zudem deren Organe und deren Aufgaben und Befugnisse. Für die -Organisationseinheit und ihre Organe gelten Absatz 3 Satz 2 sowie § 11 Absatz 2 -entsprechend. Absatz 2 Satz 2 gilt für die Organisationseinheit oder die -zentralen Organe entsprechend, falls sie für die Hochschule Aufgaben in Lehre -und Studium erfüllen.

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(6) Wird ein Fachbereich neu gegründet, bestellt das -Rektorat im Einvernehmen mit dem Senat und zeitlich auf die Gründungsphase -begrenzt in der Regel eine Gründungsdekanin oder einen Gründungsdekan, die oder -der übergangsweise auch die Aufgaben des jeweiligen Fachbereichsrats wahrnimmt. -Das Gleiche gilt für Organisationseinheiten im Sinne des Absatzes 5.

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§ 27 (Fn 10)
-Dekanin oder Dekan

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(1) Die Dekanin oder der Dekan leitet den Fachbereich und -vertritt ihn innerhalb der Hochschule. Sie oder er erstellt im Benehmen mit dem -Fachbereichsrat den Entwicklungsplan des Fachbereichs als Beitrag zum -Hochschulentwicklungsplan und ist insbesondere verantwortlich für die -Durchführung der Evaluation nach § 7 Absatz 2 und 3, für die Vollständigkeit -des Lehrangebotes und die Einhaltung der Lehrverpflichtungen sowie für die -Studien- und Prüfungsorganisation; sie oder er gibt die hierfür erforderlichen -Weisungen. Sie oder er verteilt die Stellen und Mittel innerhalb des -Fachbereichs auf der Grundlage der im Benehmen mit dem Fachbereichsrat von ihr -oder ihm festgelegten Grundsätzen der Verteilung, entscheidet über den Einsatz -der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs und wirkt unbeschadet der -Aufsichtsrechte des Rektorats darauf hin, dass die Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger, die Gremien und Einrichtungen des Fachbereichs ihre Aufgaben -wahrnehmen und die Mitglieder und Angehörigen des Fachbereichs ihre Pflichten -erfüllen. Hält sie oder er einen Beschluss für rechtswidrig, so führt sie oder -er eine nochmalige Beratung und Beschlussfassung herbei; das Verlangen nach -nochmaliger Beratung und Beschlussfassung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine -Abhilfe geschaffen, so unterrichtet sie oder er unverzüglich das Rektorat. Sie -oder er erstellt die Entwürfe der Studien- und Prüfungsordnungen. Sie oder er -bereitet die Sitzungen des Fachbereichsrates vor und führt dessen Beschlüsse -aus. Hinsichtlich der Ausführung von Beschlüssen des Fachbereichsrates ist sie -oder er diesem gegenüber rechenschaftspflichtig. Der Dekanin oder dem Dekan -können durch die Grundordnung oder durch Beschluss des Fachbereichsrates -weitere Aufgaben übertragen werden.

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(2) Die Dekanin oder der Dekan wird durch die Prodekanin -oder den Prodekan vertreten.

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(3) Die Dekanin oder der Dekan gibt den Vertreterinnen oder -Vertretern der Gruppe der Studierenden im Fachbereichsrat einmal im Semester -Gelegenheit zur Information und zur Beratung in Angelegenheiten des Studiums.

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(4) Die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der -Prodekan werden vom Fachbereichsrat aus dem Kreis der Professorinnen und -Professoren innerhalb der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer -mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums gewählt. Zur Dekanin -oder zum Dekan kann ebenfalls gewählt werden, wer kein Mitglied des -Fachbereichs ist, jedoch die Voraussetzungen nach § 17 Absatz 2 Satz 1 erfüllt. -Die Wahl nach Satz 1 und 2 bedarf der Bestätigung durch die Rektorin oder den -Rektor. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Dekanin oder der Dekan nach -Ablauf ihrer oder seiner Amtszeit Prodekanin oder Prodekan wird. Die Amtszeit -der Dekanin oder des Dekans und der Prodekanin oder des Prodekans beträgt vier -Jahre, soweit die Grundordnung keine längere Amtszeit vorsieht. Wiederwahl ist -zulässig. Das Rektorat kann im Benehmen mit dem Fachbereichsrat vorsehen, dass -die Dekanin oder der Dekan hauptberuflich tätig ist; für die hauptberuflich -tätige Dekanin oder den hauptberuflich tätigen Dekan gilt § 20 Absatz 1 bis 3 -entsprechend.

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(5) Die Dekanin oder der Dekan wird mit einer Mehrheit von -drei Vierteln der Stimmen des Fachbereichsrates abgewählt, wenn zugleich gemäß -Satz 1 eine neue Dekanin oder ein neuer Dekan gewählt und die oder der Gewählte -durch die Rektorin oder den Rektor bestätigt wird. Die Ladungsfrist zur Abwahl -beträgt mindestens zehn Werktage. Das Verfahren zur Abwahl regelt die -Fachbereichsordnung.

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(6) Die Grundordnung kann zulassen oder vorsehen, dass die -Aufgaben und Befugnisse der Dekanin oder des Dekans von einem Dekanat -wahrgenommen werden, welches aus einer Dekanin oder einem Dekan sowie einer in -der Grundordnung oder in der Fachbereichsordnung festgelegten Anzahl von -Prodekaninnen oder Prodekanen besteht. Von den Mitgliedern des Dekanats -vertritt die Dekanin oder der Dekan den Fachbereich innerhalb der Hochschule; -Beschlüsse des Dekanats können nicht gegen die Stimme der Dekanin oder des -Dekans gefasst werden. Die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der -Prodekan, die oder der die Dekanin oder den Dekan vertritt, müssen dem Kreis -der Professorinnen und Professoren innerhalb der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören oder die Voraussetzungen des -Absatzes 4 Satz 2 erfüllen. Die Grundordnung kann bestimmen, dass höchstens die -Hälfte der Prodekaninnen oder Prodekane anderen Gruppen im Sinne des § 11 Absatz -1 angehört. Soweit die Grundordnung ein Dekanat vorsieht, übernimmt eine -Prodekanin oder ein Prodekan die Aufgaben nach § 26 Absatz 2 Satz 4 -(Studiendekanin oder Studiendekan). Die Mitglieder des Dekanats werden vom -Fachbereichsrat mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums -gewählt. Die Amtszeit der Mitglieder des Dekanats beträgt vier Jahre, sofern -die Grundordnung keine längere Amtszeit vorsieht; die Amtszeit für ein Mitglied -aus der Gruppe der Studierenden beträgt ein Jahr. Hinsichtlich der Abwahl der -Mitglieder des Dekanats gilt Absatz 5 entsprechend. Die Grundordnung kann -vorsehen, dass die Dekanin oder der Dekan sowie die Stellvertreterin oder der -Stellvertreter zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewählt werden, so dass sich -die Amtszeiten überlappen.

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§ 28
-Fachbereichsrat

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(1) Dem Fachbereichsrat obliegt die Beschlussfassung über -die Angelegenheiten des Fachbereichs, für die nicht die Zuständigkeit der -Dekanin oder des Dekans oder eine andere Zuständigkeit bestimmt ist. Er ist -insoweit in allen Forschung, Kunst und Lehre betreffenden Angelegenheiten und -für die Beschlussfassung über die Fachbereichsordnung und die sonstigen -Ordnungen für den Fachbereich zuständig. Er nimmt die Berichte der Dekanin oder -des Dekans entgegen und kann über die Angelegenheiten des Fachbereichs Auskunft -verlangen.

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(2) Stimmberechtigte Mitglieder des Fachbereichsrats sind -insgesamt höchstens 15 Vertreterinnen oder Vertreter der Gruppen im Sinne des § -11 Absatz 1 nach Maßgabe der Grundordnung, die auch die Amtszeit bestimmt.

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(3) Nichtstimmberechtigte Mitglieder des Fachbereichsrates -sind die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der Prodekan, im Fall -des § 27 Absatz 6 das Dekanat.

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(4) Die Grundordnung regelt den Vorsitz im Fachbereichsrat.

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(5) Bei der Beratung über Berufungsvorschläge von -Professorinnen und Professoren sind alle Professorinnen und Professoren -innerhalb der Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer, die Mitglieder des Fachbereichs sind, ohne Stimmrecht teilnahmeberechtigt; -gleiches gilt für alle Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer bei der Beratung über sonstige Berufungsvorschläge und über -Promotionsordnungen. § 38 Absatz 4 bleibt unberührt.

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(6) Für die Entscheidung bestimmter Angelegenheiten, die -mehrere Fachbereiche berühren und eine aufeinander abgestimmte Wahrnehmung -erfordern, sollen die beteiligten Fachbereichsräte gemeinsame Ausschüsse -bilden. Absatz 5 und § 12 Absatz 1 Satz 4 und 5 gelten entsprechend.

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(7) § 22 Absatz 3 gilt entsprechend.

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(8) In Angelegenheiten der Lehre und des Studiums, -insbesondere in Angelegenheiten der Studienreform, der Evaluation von Studium -und Lehre, sowie hinsichtlich des Erlasses oder der Änderung von Prüfungsordnungen, -werden der Fachbereichsrat sowie die Dekanin oder der Dekan von dem -Studienbeirat des Fachbereichs beraten. Der Studienbeirat besteht in seiner -einen Hälfte aus der Person als Vorsitz, die die Aufgaben nach § 26 Absatz 2 -Satz 4 wahrnimmt, und Vertreterinnen und Vertretern der Gruppen im Sinne des § -11 Absatz 1 Satz 1 und 3, soweit sie Lehraufgaben wahrnehmen, sowie in seiner -anderen Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Gruppe im Sinne des § 11 -Absatz 1 Satz 1 Nummer 4. Die Stimmen der beiden Hälften stehen im gleichen -Verhältnis zueinander. Das Nähere zum Studienbeirat, insbesondere zur -Stimmgewichtung, regelt die Fachbereichsordnung.

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§ 29 (Fn 10)
-Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten;
-Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

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(1) Unter der Verantwortung eines Fachbereichs oder mehrerer -Fachbereiche können wissenschaftliche Einrichtungen errichtet werden, soweit -dies zweckmäßig ist. Soweit die Zuordnung zu Fachbereichen nicht zweckmäßig -ist, können zentrale wissenschaftliche Einrichtungen errichtet werden.

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(2) Für Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen -Medien-, Informations- und Kommunikationsmanagement und -technik, für die in -größerem Umfang Personal und Sachmittel ständig bereitgestellt werden müssen, -können Betriebseinheiten errichtet werden, soweit dies zweckmäßig ist. -Betriebseinheiten können im Rahmen ihrer Fachaufgaben mit Dritten auch in -privatrechtlicher Form zusammenarbeiten.

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(3) Der Leitung einer wissenschaftlichen Einrichtung müssen -mehrheitlich an ihr tätige Vertreterinnen oder Vertreter der Gruppe der -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören. Die wissenschaftlichen -Einrichtungen und Betriebseinheiten entscheiden über den Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen -und Mitarbeiter, soweit sie nicht einer Hochschullehrerin oder einem -Hochschullehrer zugeordnet sind, und über die Verwendung der ihnen zugewiesenen -Mittel.

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(4) Für Verwaltungstätigkeiten und Arten der Benutzung der -Einrichtungen für medien-, informations- oder kommunikationstechnische -Dienstleistungen nach Absatz 2 können Gebühren erhoben werden. Besondere -Auslagen sind zu erstatten. Das Ministerium kann im Einvernehmen mit dem für -Finanzen zuständigen Ministerium für Verwaltungstätigkeiten und Benutzungsarten -nach Satz 1 die Gebührentatbestände, die Gebührensätze sowie Ermäßigungs- und -Erlasstatbestände durch Rechtsverordnung regeln. Das Ministerium kann im -Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium durch -Rechtsverordnung die Hochschulen ermächtigen, durch eigene Gebührenordnungen -Gebührentatbestände, Gebührensätze sowie Ermäßigungs- und Erlasstatbestände zu -regeln. Für die Rechtsverordnung nach den Sätzen 3 und 4 und die -Gebührenordnungen nach Satz 4 finden die §§ 3 bis 22, 25 Absatz 1 und 26 bis 28 -des Gebührengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen entsprechende Anwendung, -soweit gesetzlich oder in der Rechtsverordnung nichts anderes bestimmt ist. Die -Sätze 1 bis 5 gelten auch für zentrale Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums.

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(5) Das Rektorat kann eine außerhalb der Hochschule -befindliche Einrichtung, die wissenschaftliche Aufgaben erfüllt, als -Einrichtung an der Hochschule anerkennen. Die Anerkennung soll nur -ausgesprochen werden, wenn die Aufgaben nicht von einer Einrichtung der -Hochschule erfüllt werden können. Die anerkannte Einrichtung wirkt mit der -Hochschule zusammen. Die rechtliche Selbständigkeit der Einrichtung und die -Rechtsstellung der Bediensteten in der Einrichtung werden dadurch nicht -berührt.

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§ 30
-Lehrerinnen- und Lehrerbildung

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(1) Die an der akademischen Phase der Lehrerinnen- und -Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen gewährleisten diese Ausbildungsphase -in eigener Verantwortung. Die lehrerinnen- und lehrerbildenden Universitäten -richten hierzu Zentren für Lehrerbildung als eigenständige -Organisationseinheiten mit Entscheidungs-, Steuerungs- und Ressourcenkompetenz -ein, die diese in enger Abstimmung mit den in der Lehrerinnen- und -Lehrerbildung tätigen Fachbereichen wahrnehmen. Das Zentrum erfüllt unbeschadet -der Gesamtverantwortlichkeit der Hochschule und der Zuständigkeiten der -zentralen Hochschulorgane und Gremien für sein Gebiet die Aufgaben der -Hochschule. Es trägt dazu bei, die Qualität der Lehrerinnen- und Lehrerbildung -zu sichern. Es initiiert, koordiniert und fördert die Lehrerinnen- und -Lehrerbildungsforschung sowie die schul- und unterrichtsbezogene Forschung und -betreut insoweit den wissenschaftlichen Nachwuchs. Es nimmt darüber hinaus -koordinierende und beratende Funktionen wahr. Es arbeitet eng mit den Zentren -für schulpraktische Lehrerausbildung zusammen. Das Nähere zu dieser -Organisationseinheit, insbesondere zur Mitgliedschaft, zur Abstimmung mit den -Fachbereichen und zur Zusammenarbeit mit den Zentren für schulpraktische -Lehrerausbildung regelt die Hochschule durch Ordnung, die auch ein Stimmrecht -von Vertreterinnen oder Vertretern der Zentren für schulpraktische -Lehrerausbildung in den Gremien des Zentrums für Lehrerbildung vorsehen kann. -Die Zusammenarbeit mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung regeln -Hochschule und Zentren durch Kooperationsvertrag. Soweit die Hochschule in der -Lehrerinnen- und Lehrerausbildung mit anderen Hochschulen zusammen arbeitet, -insbesondere mit Hochschulen im Sinne des Kunsthochschulgesetzes, koordiniert -das Zentrum fachlich diese Zusammenarbeit. § 26 Absatz 5 Satz 5 und 6 gilt für -die Organisationseinheit, § 27 Absatz 1 und 4 für ihre Leitung entsprechend. -Für die Regelung des Verfahrens zur Vorbereitung gemeinsamer -Berufungsvorschläge zur Besetzung einer Professur gilt § 38 Absatz 4 -entsprechend.

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(2) Zur Sicherstellung eines ausreichenden Angebots -vereinbaren die Hochschulen mit dem Ministerium im Rahmen der Hochschulverträge -gemäß § 6 Absatz 3 mittelbar und unmittelbar der Lehrerinnen- und Lehrerbildung -dienende Studienkapazitäten einschließlich der Organisation des -Praxissemesters.

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(3) Die Hochschulen können innerhalb der Regelungen des -Lehrerausbildungsgesetzes und einer nach Absatz 2 getroffenen Vereinbarung -Vorgaben für die Fächerkombinationen durch Ordnung regeln; § 80 Absatz 4 findet -Anwendung.

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Kapitel 3

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Hochschulmedizin

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§ 31 (Fn 27)
-Fachbereich Medizin

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(1) Der Fachbereich Medizin wirkt im Rahmen seiner Aufgaben eng -mit dem Universitätsklinikum zusammen. Entscheidungen in Berufungsverfahren und -in anderen Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium erfolgen im -Einvernehmen mit dem Universitätsklinikum, soweit die Krankenversorgung und das -öffentliche Gesundheitswesen betroffen sind. Das Einvernehmen in -Berufungsverfahren darf nur verweigert werden, wenn begründete Zweifel an der -Eignung der oder des Vorgeschlagenen für die im Universitätsklinikum zu -erfüllenden Aufgaben bestehen.

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(2) Der Fachbereich wird durch ein Dekanat geleitet, dem -eine Dekanin oder ein Dekan, eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer -sowie eine durch die Fachbereichsordnung bestimmte Anzahl an Prodekaninnen oder -Prodekanen angehören. Das Universitätsklinikum schafft hierfür die personellen -Voraussetzungen im nichtwissenschaftlichen Bereich. Der Dekan ist insoweit -Fachvorgesetzter des Personals. Dem Dekanat obliegen alle Angelegenheiten und -Entscheidungen des Fachbereichs, für die in diesem Gesetz oder der nach § 31a -zu erlassenden Rechtverordnung nicht ausdrücklich eine andere Zuständigkeit -festgelegt ist. Mitglieder des Dekanats sind auch die Ärztliche Direktorin oder -der Ärztliche Direktor und die Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische -Direktor des Universitätsklinikums mit beratender Stimme; ist die Ärztliche -Direktorin oder der Ärztliche Direktor Mitglied der Universität, so ist sie -oder er stimmberechtigtes Mitglied des Dekanats. Die Dekanin oder der Dekan ist -Vorsitzende oder Vorsitzender des Fachbereichsrats. Die Dekanin oder der Dekan -soll hauptberuflich tätig sein. Bei Stimmengleichheit im Dekanat gibt ihre oder -seine Stimme den Ausschlag. Zur Geschäftsführerin oder zum Geschäftsführer kann -auf Vorschlag der Dekanin oder des Dekans für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt -werden, wer die Voraussetzungen nach § 17 Absatz 2 Satz 1 erfüllt.

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(3) Der Fachbereichsrat des Fachbereichs Medizin ist für die -nachfolgend aufgeführten Angelegenheiten zuständig:

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1. Zustimmung zur Stellungnahme des Dekanats zur -Kooperationsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum,

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2. Beschlussfassung über die Fachbereichsordnung und die -sonstigen Ordnungen für den Fachbereich sowie über den Beitrag zum Lagebericht -des Universitätsklinikums,

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3. Beschlussfassung in den dem Fachbereich obliegenden Angelegenheiten -nach § 38,

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4. Stellungnahme zum Entwicklungsplan des Fachbereichs sowie -zu den Grundsätzen für die Verteilung und Verwendung der Mittel des Landes -einschließlich der Kriterien für die leistungsbezogene Mittelverteilung,

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5. Empfehlungen und Stellungnahmen in sonstigen -Angelegenheiten des Fachbereichs Medizin von grundsätzlicher Bedeutung.

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Die Ärztliche Direktorin oder der Ärztliche Direktor und die -Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische Direktor des -Universitätsklinikums nehmen an den Sitzungen des Fachbereichsrats mit -beratender Stimme teil. Die Pflegedirektorin oder der Pflegedirektor des -Universitätsklinikums soll bei der Beratung von Gegenständen der Pflege mit -beratender Stimme hinzugezogen werden.

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(4) Der Fachbereich Medizin der Universität Bochum bildet -zusammen mit den zentralen Dienstleistungseinrichtungen und den technischen -Betrieben die Medizinischen Einrichtungen der Universität Bochum; sie dienen -der Forschung und Lehre sowie der Krankenversorgung und besonderen Aufgaben des -öffentlichen Gesundheitswesens. Die Medizinischen Einrichtungen sind eine -besondere Betriebseinheit der Universität und haben eine einheitliche Personal- -und Wirtschaftsverwaltung. Sie werden von den Organen des Fachbereichs Medizin -nach Maßgabe der §§ 27 und 28 geleitet. Die in den Medizinischen Einrichtungen -tätigen Bediensteten sind Mitglieder des Fachbereichs Medizin nach Maßgabe des -§ 26 Absatz 4. Die Zulässigkeit der Bildung einer gemeinsamen Einheit nach § 77 -Absatz 2 bleibt unberührt. Zur Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre -wirken auf Grundlage einer öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung der -Fachbereich Medizin und besonders qualifizierte Krankenhäuser zusammen, die zum -Universitätsklinikum der Universität Bochum zusammengefasst sind. Die nach der -Kooperationsvereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur bei dem -jeweiligen Kooperationspartner nachgefragt werden.

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(5) Zur Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre wirken -auf Grundlage einer öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung der -Fachbereich Medizin und besonders qualifizierte Krankenhäuser zusammen, die zum -Universitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe der Universität Bielefeld -zusammengefasst sind. Absatz 4 Satz 7 gilt entsprechend. Für den Fachbereich -Medizin gelten die §§ 26 bis 28. -Die Universität Bielefeld kann nach Maßgabe des § 9 Absatz 2 einer außerhalb -der Universität tätigen Person auch in der Weise die mitgliedschaftliche -Rechtsstellung einer Professorin oder eines Professors einräumen, dass diese -Person an Wahlen nicht teilnimmt.

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(6) Die Zulassung für den neu geschaffenen Modellstudiengang -Humanmedizin an der Universität Bielefeld erfolgt jeweils nur zum -Wintersemester. Die jährliche Zulassungszahl für das Wintersemester 2023/2024 -und für das Wintersemester 2024/2025 wird auf 60 festgesetzt. Die jährliche -Zulassungszahl für das Wintersemester 2025/2026 wird auf 120 festgesetzt. Die -Landesregierung legt dem Landtag zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember -2025 jeweils einen Bericht zur Entwicklung des Studiengangs unter -Berücksichtigung der dann aktuellen Ausbildungskapazitäten und eines möglichen -Aufwuchses der Studienplatzkapazitäten für die folgenden Wintersemester vor.

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§ 31a (Fn 28)
-Universitätsklinikum

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(1) Das Universitätsklinikum wirkt mit dem Fachbereich -Medizin zur Erfüllung seiner Aufgaben in Forschung und Lehre zusammen. Es ist -in der Krankenversorgung einschließlich der Hochleistungsmedizin und im -öffentlichen Gesundheitswesen tätig. Es gewährleistet die Verbindung der -Krankenversorgung mit Forschung und Lehre. Es fördert die ärztliche Fort- und -Weiterbildung und die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals. Es stellt -sicher, dass die Mitglieder der Universität die ihnen durch Artikel 5 Absatz 3 -Satz 1 des Grundgesetzes und durch das Hochschulgesetz verbürgten Rechte -wahrnehmen können.

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(1a) Jedes Universitätsklinikum schließt mit der Universität -am jeweiligen Standort eine öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung, in -der das Nähere über das Zusammenwirken geregelt wird. Das Universitätsklinikum -darf die nach der Kooperationsvereinbarung durch die Universität zu -erbringenden Tätigkeiten nur bei dieser nachfragen; die Universität darf die -nach der Kooperationsvereinbarung durch das Universitätsklinikum zu erbringenden -Tätigkeiten nur bei diesem nachfragen.

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(2) Die Universitätskliniken sind Anstalten des öffentlichen -Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das Nähere regelt das Ministerium -durch Rechtsverordnung. Durch die Rechtsverordnung können die Universitätskliniken -auch in anderer Rechtsform errichtet oder in eine andere Rechtsform umgewandelt -werden. Die Rechtsverordnung bedarf des Einvernehmens mit dem für Finanzen -zuständigen Ministerium und dem für Inneres zuständigen Ministerium und der -Zustimmung des für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ausschusses des -Landtags.

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(2a) Die Universitätskliniken gründen den Arbeitgeberverband -der Universitätskliniken Nordrhein-Westfalen in einer geeigneten Rechtsform des -privaten Rechts. Erklärungen dieses Verbands hinsichtlich des Abschlusses eines -Tarifvertrages bedürfen der Zustimmung des Ministeriums, die des Einvernehmens -des für Finanzen und des für Gesundheit zuständigen Ministeriums bedarf. Für -die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden der Universitätskliniken -finden bis zum Abschluss entsprechend neuer Tarifverträge durch diesen Verband -die für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden des Landes geltenden -Tarifverträge Anwendung.

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(3) Organe des Universitätsklinikums sind der Aufsichtsrat -und der Vorstand. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand, überwacht dessen -Geschäftsführung und entscheidet nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach Absatz -2 Satz 2. Der Vorstand leitet das Universitätsklinikum.

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(4) Dem Aufsichtsrat gehören an:

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1. je eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministeriums, -des für Finanzen zuständigen Ministeriums und des für Gesundheit zuständigen -Ministeriums,

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2. die Rektorin oder der Rektor und die Kanzlerin oder der -Kanzler der Universität,

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3. zwei externe Sachverständige aus dem Bereich der -Wirtschaft,

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4. zwei externe Sachverständige aus dem Bereich der -medizinischen Wissenschaft,

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5. eine Professorin oder ein Professor aus dem Fachbereich -Medizin, die Leiterin oder der Leiter einer klinischen oder medizinisch-theoretischen -Abteilung ist,

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6. eine Vertreterin oder ein Vertreter des -wissenschaftlichen Personals,

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7. eine Vertreterin oder ein Vertreter des Personals des -Universitätsklinikums,

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8. die Gleichstellungsbeauftragte mit beratender Stimme.

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Ist eine gemeinsame Einrichtung nach § 77 Absatz 2 gebildet, -gehören dem Aufsichtsrat auch Vertreterinnen oder Vertreter nach Nummer 2 der -jeweils anderen Universität an. In diesem Fall bleibt es bei insgesamt zwei -Stimmen für diese Vertreterinnen oder Vertreter; der Kooperationsvertrag nach § -77 Absatz 2 legt fest, wie diese Stimmen ausgeübt werden.

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(5) Dem Vorstand gehören an:

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1. die Ärztliche Direktorin oder der Ärztliche Direktor,

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2. die Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische -Direktor,

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3. die Dekanin oder der Dekan des Fachbereichs Medizin und

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4. die Pflegedirektorin oder der Pflegedirektor.

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Die Satzung kann vorsehen, dass die Stellvertretende -Ärztliche Direktorin oder der Stellvertretende Ärztliche Direktor als -stimmberechtigtes Mitglied dem Vorstand angehört.

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(6) In der Rechtsverordnung sind insbesondere Regelungen zu -treffen über

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1. Aufgaben und Bestellung der Organe,

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2. die Wirtschaftsführung nach kaufmännischen Grundsätzen,

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3. die Rechtsnachfolge und den Vermögensübergang im Falle -einer Umwandlung in eine andere Rechtsform nach Absatz 2 Satz 3,

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4. die Dienstherrenfähigkeit, soweit die -Universitätskliniken in öffentlich-rechtlicher Rechtform betrieben werden, und -die Rechtsverhältnisse der Beschäftigten,

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5. die Grundzüge des Zusammenwirkens zwischen dem Universitätsklinikum -und der Universität.

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§ 31b (Fn 51)
-Finanzierung

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(1) Das Land stellt der Universität für Forschung und Lehre -im Fachbereich Medizin einen gesonderten Zuschuss für den laufenden Betrieb zur -Verfügung. Das Universitätsklinikum erhält für Investitionen einschließlich der -Bauunterhaltung und des Erwerbs der benötigten Liegenschaften sowie für -betriebsnotwendige Kosten Zuschüsse nach Maßgabe des Landeshaushaltes; diese -können auch zur Finanzierung von Entgelten für die Nutzung von Grundstücken, -Räumen und Anlagegütern eingesetzt werden, soweit dies einer wirtschaftlichen -Betriebsführung entspricht und der mit der Zuschussgewährung verfolgte Zweck -nicht beeinträchtigt wird. Die haushaltsrechtliche Behandlung der Zuschüsse an -das Universitätsklinikum richtet sich ausschließlich nach den auf Grund dieses -Gesetzes erlassenen Vorschriften. § 6 Absatz 2 findet Anwendung; das -Ministerium beteiligt das für Gesundheit zuständige Ministerium bei der -Verhandlung über den Abschluss von Hochschulverträgen, wenn und soweit es um -Vereinbarungen zur medizinischen Ausbildung mit Bezug zu dem Versorgungsbedarf -der Bevölkerung geht.

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(2) Über die Verwendung des Zuschusses für Forschung und Lehre -entscheidet der Fachbereich Medizin im Rahmen der Festlegungen des -Hochschulentwicklungsplanes; § 19 Absatz 2 gilt entsprechend.

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§ 32  (Fn 10)
-Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

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(1) Geeignete medizinische Einrichtungen außerhalb der -Hochschule können nach Maßgabe vertraglicher Vereinbarungen mit deren Trägern -für Zwecke der Forschung und Lehre genutzt werden. Die Einzelheiten über die -mit der Nutzung zusammenhängenden personellen und sächlichen Folgen sind in der -Vereinbarung zu bestimmen. § 31a Absatz 1a gilt für Vereinbarungen mit anderen -juristischen Personen des öffentlichen Rechts entsprechend.

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(2) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Ministeriums -einer Einrichtung nach Absatz 1 das Recht verleihen, sich als -Hochschuleinrichtung zu bezeichnen, wenn sie den an eine Hochschuleinrichtung -zu stellenden Anforderungen in Forschung und Lehre genügt. Dient eine -Einrichtung außerhalb der Hochschule der praktischen Ausbildung nach Maßgabe -der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte, so kann ihr die Hochschule -eine geeignete Bezeichnung, im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung -„Akademisches Lehrkrankenhaus“, verleihen. Dient eine Einrichtung außerhalb der -Hochschule der praktischen Ausbildung in anderen Gesundheitsbereichen, so kann -ihr die Hochschule mit Zustimmung des Ministeriums eine geeignete Bezeichnung, -im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches Lehrkrankenhaus“ -nebst Nennung der spezifischen fachlichen Ausrichtung, verleihen. § 29 Absatz 4 -Satz 4 gilt für Satz 1 bis 3 entsprechend.

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(3) Für die Organisation des Studiums in Einrichtungen nach -Absatz 1 ist eine Fachbereichskommission zu bilden, in der in einem -ausgeglichenen Verhältnis zu den übrigen Mitgliedern Hochschulmitglieder aus -diesen Einrichtungen vertreten sind. Vorsitzende oder Vorsitzender der -Kommission ist das nach § 26 Absatz 2 Satz 4 beauftragte Mitglied des -Fachbereichs. Satz 1 gilt außer für Einrichtungen im Sinne von Absatz 2 Satz 2 -auch, wenn Prüfungskommissionen oder entsprechende Kommissionen für die -Promotion und Habilitation gebildet und Angehörige der Einrichtungen betroffen -sind.

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Teil 4

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Das -Hochschulpersonal

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Kapitel 1

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Allgemeine -dienstrechtliche Regelungen

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§ 33 (Fn 10)
-Beamtinnen und Beamte der Hochschule

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(1) Auf das beamtete Hochschulpersonal finden die -Vorschriften des Landesbeamtengesetzes und dieses Gesetzes Anwendung.

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(2) Die Rektorin oder der Rektor ernennt die Professorinnen -und Professoren, die Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die -wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Universitäten und Fachhochschulen sowie die Lehrkräfte für besondere Aufgaben. -Die Kanzlerin oder der Kanzler ernennt andere als die in Satz 1 genannten -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Oberste Dienstbehörde im Sinne des § 2 Absatz -1 Satz 1 Nummer 3 des Landesbeamtengesetzes ist der Hochschulrat, es sei denn, -das Ministerium behält sich die Ausübung der Befugnisse der obersten -Dienstbehörde ganz oder zum Teil jederzeit widerruflich vor; der Hochschulrat -kann seine Befugnisse jederzeit widerruflich ganz oder teilweise dem Rektorat -übertragen.

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(3) Dienstvorgesetzte Stelle der hauptberuflichen -Rektoratsmitglieder ist die oder der Vorsitzende des Hochschulrats, es sei -denn, das Ministerium behält sich die Ausübung der Befugnisse der -dienstvorgesetzten Stelle ganz oder zum Teil jederzeit widerruflich vor. -Dienstvorgesetzte Stelle der Professorinnen und Professoren, der -Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, der Dekaninnen und der Dekane, der -wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Universitäten und Fachhochschulen, der Lehrkräfte für besondere Aufgaben, der -wissenschaftlichen Hilfskräfte und der Beamtinnen und Beamten gemäß § 78 Absatz -1 und 3 ist die Rektorin oder der Rektor. Dienstvorgesetzte Stelle anderer als -der in Satz 2 genannten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Kanzlerin oder -der Kanzler. Für die Beamtinnen und Beamte der Hochschulen trifft die dienstvorgesetzte -Stelle die beamtenrechtlichen Entscheidungen über die persönlichen -Angelegenheiten der ihr nachgeordneten Beamtinnen und Beamten. Die -dienstvorgesetzte Stelle im Sinne dieses Gesetzes ist die dienstvorgesetzte -Stelle im Sinne des § 2 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 des Landesbeamtengesetzes; ihr -stehen zudem die im Landesdisziplinargesetz bezeichneten Befugnisse der -dienstvorgesetzten Stelle zu.

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(4) Beamtinnen und Beamte der Hochschulen dürfen -Einrichtungen und Angebote des Landes im gleichen Umfang und zu den gleichen -Bedingungen in Anspruch nehmen wie Beamtinnen und Beamte des Landes.

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(5) Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung -zu regeln, in welchem Umfang hauptberufliches Personal im Rahmen seiner -Dienstaufgaben zur Lehrtätigkeit verpflichtet ist (individuelle -Lehrverpflichtung). In der Rechtsverordnung kann auch die Möglichkeit -vorgesehen werden, die Regellehrverpflichtung einer Gruppe von Professorinnen -und Professoren zusammenzufassen und nach Entscheidung der Dekanin oder des Dekans -abweichend von der Regellehrverpflichtung des einzelnen zu verteilen -(institutionelle Lehrverpflichtung).

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§ 34
-Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

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(1) Die Hochschulen gehören dem Arbeitgeberverband des -Landes an; dessen Beschlüsse sind den Personalräten in den Hochschulen in -geeigneter Form bekannt zu geben. Für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und -Auszubildenden der Hochschulen finden bis zum Abschluss entsprechend neuer -Tarifverträge durch diesen Verband die für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer -und Auszubildenden des Landes geltenden Tarifverträge Anwendung.

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(2) Die bei einer Hochschule in einem Beamten-, Arbeits- -oder Ausbildungsverhältnis zurückgelegten Zeiten werden bei einer -Neueinstellung in den Landesdienst so angerechnet, als ob sie beim Land -zurückgelegt worden wären. Die beim Land oder einer anderen Hochschule in einem -Beamten-, Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zurückgelegten Zeiten werden bei -einer Neueinstellung in den Dienst einer Hochschule so angerechnet, wie wenn -sie bei dieser Hochschule zurückgelegt worden wären.

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(3) § 33 Absatz 4 und 5 gilt für die Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer der Hochschulen entsprechend.

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(4) Betriebsbedingte Kündigungen von Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmern der Hochschulen sind ausgeschlossen. Dies gilt nicht für -Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das Angebot

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1. einer anderen Hochschule oder

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2. einer anderen Landesdienststelle

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auf eine vergleichbare Weiterbeschäftigung an demselben -Dienstort einschließlich seines Einzugsgebietes endgültig ablehnen. Zum Zweck -der Vermittlung von vergleichbaren Beschäftigungsmöglichkeiten wirken die -Hochschulen im Rahmen ihres Personalmanagements zusammen.

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(5) Die Hochschule sichert die rechtlichen und tatsächlichen -Voraussetzungen, die für eine Beteiligungsvereinbarung mit der -Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für alle nach deren Satzung -versicherbaren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erforderlich sind. Die -Hochschule haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer der Hochschule, die daraus folgen, dass eine -Beteiligungsvereinbarung zwischen der VBL und der Hochschule nicht zustande -kommt oder die Hochschule ihrer Sicherungsverpflichtung nach Satz 1 nicht -nachkommt. Der Umfang der Haftung ist höchstens auf die Höhe der Leistungen -beschränkt, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rahmen der -Pflichtversicherung gegenüber der VBL hätten, wenn die Beteiligungsvereinbarung -zwischen der Hochschule und der VBL zum 1. Januar 2007 wirksam werden würde. -Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend für den Zeitraum zwischen dem 31. -Dezember 2006 und dem Tag, der auf den Tag der rechtsgültigen Unterzeichnung -der Beteiligungsvereinbarung folgt.

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(Fn 29)

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Kapitel 2

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Hochschullehrerinnen -und Hochschullehrer

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§ 35 (Fn 4)
-Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

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(1) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer nehmen die -ihrer Hochschule obliegenden Aufgaben in Forschung, Kunst, Lehre und -Weiterbildung nach näherer Ausgestaltung ihres Dienstverhältnisses in ihren -Fächern selbständig wahr und wirken an der Studienberatung mit. Zu ihren -hauptberuflichen Aufgaben gehört es auch, an der Verwaltung der Hochschule -mitzuwirken, Prüfungen abzunehmen und weitere Aufgaben ihrer Hochschule nach § -3 wahrzunehmen, im Bereich der Medizin auch durch Tätigkeiten in der -Krankenversorgung. Die Wahrnehmung von Aufgaben in Einrichtungen der -Wissenschaftsförderung, die überwiegend aus staatlichen Mitteln finanziert -werden, soll auf Antrag der Hochschullehrerin oder des Hochschullehrers zur -Dienstaufgabe erklärt werden, wenn es mit der Erfüllung ihrer oder seiner -übrigen Aufgaben vereinbar ist.

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(2) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sind im -Rahmen der für ihr Dienstverhältnis geltenden Regelungen berechtigt und -verpflichtet, in ihren Fächern in allen Studiengängen und Studienabschnitten zu -lehren und Prüfungen abzunehmen. Zur Lehre zählen auch die Erfüllung des -Weiterbildungsauftrages und die Beteiligung an den in der Prüfungsordnung -vorgesehenen berufspraktischen Studienphasen. Die Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer sind im Rahmen der Sätze 1 und 2 verpflichtet, Entscheidungen -des Fachbereichs, die zur Sicherstellung und Abstimmung des Lehrangebots -gefasst werden, auszuführen. Mit Zustimmung des Fachbereichs können sie -Lehrveranstaltungen in ihren Fächern zu einem Anteil ihrer Lehrverpflichtungen -auch an einer anderen Hochschule des Landes abhalten und die entsprechenden Prüfungen -abnehmen.

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(3) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sind nach -Maßgabe der Ausgestaltung ihres Dienstverhältnisses und im Rahmen der Aufgaben -ihrer Hochschule nach § 3 Absatz 1 oder 2 berechtigt und verpflichtet, in ihren -Fächern zu forschen und die Forschungsergebnisse unbeschadet des § 4 öffentlich -zugänglich zu machen. Für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen oder -für andere wissenschaftliche Veröffentlichungen dürfen Vergütungen angenommen -werden. Für die Kunstausübung gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

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(4) Die Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten nehmen, -unbeschadet weiterer Dienstaufgaben nach dieser Vorschrift, überwiegend -Lehraufgaben wahr. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren haben neben und -im Rahmen ihrer Aufgaben nach Absatz 1 bis 3 die Aufgabe, sich durch die -selbstständige Wahrnehmung der ihrer Universität obliegenden Aufgaben in -Forschung, Kunst, Lehre und Weiterbildung für die Berufung auf eine Professur -an einer Universität zu qualifizieren. Dies ist bei der Ausgestaltung ihres -Dienstverhältnisses und der Funktionsbeschreibung ihrer Stelle zu -gewährleisten.

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(5) Art und Umfang der Aufgaben einer Hochschullehrerin oder -eines Hochschullehrers bestimmen sich unbeschadet einer Rechtsverordnung gemäß -§ 33 Absatz 5 nach der Regelung, die die zuständige Stelle bei der Ernennung -schriftlich getroffen hat. Die Aufgabenbestimmung steht unter dem Vorbehalt -einer Überprüfung in angemessenen Abständen.

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§ 36 (Fn 10)
-Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

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(1) Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und -Hochschullehrer sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen:

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1. Abgeschlossenes Hochschulstudium;

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2. pädagogische Eignung, die durch eine entsprechende -Vorbildung nachgewiesen oder ausnahmsweise im Berufungsverfahren festgestellt -wird; § 122 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes bleibt unberührt;

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3. besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in -der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird;

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4. für Professorinnen und Professoren sowie für -Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten an Universitäten darüber hinaus -zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die ausschließlich und umfassend im -Berufungsverfahren bewertet werden; diese Leistungen werden im Rahmen einer -Juniorprofessur, einer Habilitation oder einer Tätigkeit als wissenschaftliche -Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder -einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder im Rahmen einer -wissenschaftlichen Tätigkeit in Wirtschaft, Verwaltung oder in einem anderen -gesellschaftlichen Bereich im In- oder Ausland erbracht; Halbsatz 2 gilt nur -bei der Berufung in ein erstes Professorenamt;

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5. für Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen -darüber hinaus besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung -wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, die während einer fünfjährigen -berufspraktischen Tätigkeit, von denen mindestens drei Jahre außerhalb des -Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen, auf einem Gebiet erbracht -wurden, das ihren Fächern entspricht; soweit es in besonderen Ausnahmefällen -der Eigenart des Faches und den Anforderungen der Stelle entspricht, können an -die Stelle dieser Voraussetzungen zusätzliche wissenschaftliche Leistungen -gemäß Nummer 4 treten;

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6. für Professorinnen und Professoren mit ärztlichen oder -zahnärztlichen Aufgaben darüber hinaus die Anerkennung als Gebietsärztin oder -Gebietsarzt oder Gebietszahnärztin oder Gebietszahnarzt, soweit für das -betreffende Fachgebiet nach den gesetzlichen Vorschriften eine entsprechende -Weiterbildung vorgesehen ist; Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sollen -die Vorbildungen nach Halbsatz 1 nachweisen.

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(2) In künstlerischen Fächern kann abweichend von Absatz 1 -Nummer 3 bis 5 als Professorin oder Professor eingestellt werden, wer eine -besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und zusätzliche künstlerische -Leistungen nachweist. Der Nachweis der zusätzlichen künstlerischen Leistungen -wird in der Regel durch besondere Leistungen während einer fünfjährigen -künstlerischen Tätigkeit erbracht, von der mindestens drei Jahre außerhalb des -Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen.

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(3) Soweit es der Eigenart des Faches und den Anforderungen -der Stelle entspricht, kann abweichend von Absatz 1 Nummer 1, 3 bis 5 auch -eingestellt werden, wer hervorragende fachbezogene Leistungen in der Praxis -nachweist.

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(4) Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die am 1. April 2000 bereits -Professorinnen oder Professoren an einer Fachhochschule des Landes waren, -gelten die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nummer 3 und Nummer 5 Halbsatz 1 als -erfüllt.

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§ 37 (Fn 10)
-Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

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(1) Die Rektorin oder der Rektor beruft die -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer auf Vorschlag des Fachbereichs. Sie -oder er kann eine Professorin oder einen Professor abweichend von der -Reihenfolge des Vorschlages des Fachbereichs berufen oder einen neuen Vorschlag -anfordern. Ohne Vorschlag des Fachbereichs kann sie oder er eine Professorin -oder einen Professor berufen, wenn der Fachbereich acht Monate nach -Einrichtung, Zuweisung oder Freiwerden der Stelle, bei Freiwerden durch -Erreichen der Altersgrenze drei Monate nach dem Freiwerden der Stelle, keinen -Vorschlag vorgelegt hat, wenn er der Aufforderung zur Vorlage eines neuen -Vorschlages bis zum Ablauf von sechs Monaten nicht nachgekommen ist oder wenn -in dem neuen Vorschlag keine geeigneten Personen benannt sind, deren -Qualifikation den Anforderungen der Stelle entspricht. In den Fällen der Sätze -2 und 3 ist der Fachbereich zu hören.

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(2) Bei der Berufung auf eine Professur können -Juniorprofessorinnen oder Juniorprofessoren der eigenen Hochschule in der Regel -nur berücksichtigt werden, wenn sie nach ihrer Promotion die Hochschule -gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der berufenden Hochschule -wissenschaftlich tätig waren. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter der eigenen Hochschule und das in § 78 Absatz 3 genannte Personal -der eigenen Hochschule können nur in begründeten Ausnahmefällen und wenn -zusätzlich die Voraussetzungen des Satzes 1 vorliegen, berücksichtigt werden, -es sei denn, das Gebot der Bestenauslese nach Artikel 33 Absatz 2 des -Grundgesetzes gebietet die Berufung des Mitglieds der Hochschule.

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(3) Bei einer Berufung dürfen Zusagen über die Ausstattung -des vorgesehenen Aufgabenbereiches nur befristet im Rahmen bereiter -Haushaltsmittel erteilt werden. Zusagen über personelle und sächliche Mittel, -die über die Grundausstattung für Forschung und Lehre hinausgehen, können mit -der Verpflichtung verbunden werden, dass die Professorin oder der Professor für -eine angemessene, im Einzelnen zu bestimmende Zeit an der Hochschule verbleiben -wird. Für den Fall eines von der Professorin oder dem Professor zu vertretenden -vorzeitigen Ausscheidens aus der Hochschule kann eine vollständige oder -teilweise Erstattung der Mittel nach Satz 1 vereinbart werden. Die Erstattung setzt -voraus, dass nach dem Ausscheiden der Professorin oder des Professors eine -anderweitige Nutzung oder Verwertung dieser Mittel nicht oder nur mit -wirtschaftlichem Verlust möglich ist.

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§ 37a
-Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufung -von Professorinnen und Professoren

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(1) Das Rektorat setzt für die in den Fachbereichen -vertretenen Fächergruppen im Einvernehmen mit der Dekanin oder dem Dekan eine -Gleichstellungsquote für in der Regel drei Jahre fest; der Beschluss ist im -Verkündungsblatt zu veröffentlichen. Die Gleichstellungsquote bildet das -Verhältnis zwischen den Frauen und Männern ab, die in der jeweiligen -Fächergruppe innerhalb einer Ausgangsgesamtheit die Einstellungsvoraussetzungen -für Professorinnen und Professoren erfüllen. Bei der Festsetzung der -Gleichstellungsquote bestimmt das Rektorat die Ausgangsgesamtheit, innerhalb -derer das Verhältnis nach Satz 2 ermittelt werden soll, nach sachgerechten, an -dem Ziel der Gewährleistung der Chancengerechtigkeit orientierten Kriterien.

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(2) Die Hochschule strebt an, in den Fächergruppen ein -Verhältnis zwischen Professorinnen und Professoren zu erreichen, welches der -Gleichstellungsquote nach Absatz 1 entspricht. Dies gilt insbesondere -hinsichtlich der Ausgestaltung des Verfahrens zur Vorbereitung der -Berufungsvorschläge, der Beschlussfassungen der Berufungskommissionen und des -Fachbereichsrats über den Berufungsvorschlag sowie hinsichtlich der Berufungen -durch die Rektorin oder den Rektor. Satz 1 findet keine Anwendung, soweit in -der Hochschule in einem Fach oder einer Fächergruppe der Anteil der -Professorinnen im Verhältnis zu dem Anteil der Professoren überwiegt.

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(3) Die Hochschule wirkt darauf hin, dass innerhalb der -Mitglieder der Gruppen nach § 11 Absatz 1, insbesondere innerhalb der Gruppe -der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, das Verhältnis zwischen Frauen -und Männern angemessen ist.

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(4) Das Nähere, insbesondere hinsichtlich der Festsetzung -der Gleichstellungsquote und der Bildung der Fächergruppen, regelt mit Ausnahme -des Verfahrens der Berufung durch die Rektorin oder den Rektor die -Berufungsordnung.

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§ 38 (Fn 5)
-Berufungsverfahren

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(1) Die Stellen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer -sind vom Rektorat auf Vorschlag des Fachbereichs öffentlich auszuschreiben. Die -Ausschreibung muss Art und Umfang der zu erfüllenden Aufgaben angeben. Von der -Ausschreibung einer Professur kann in den folgenden Fällen ausnahmsweise -abgesehen werden:

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1. wenn eine Professorin oder ein Professor in einem -Beamtenverhältnis auf Zeit oder einem befristeten Beschäftigungsverhältnis auf -eine Professur in einem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder einem -unbefristeten Beschäftigungsverhältnis berufen werden soll,

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2. wenn durch das Angebot dieser Stelle die Abwanderung -einer Professorin oder eines Professors verhindert werden kann; dies setzt -voraus, dass ein mindestens gleichwertiger Ruf einer anderen Hochschule -vorliegt,

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3. wenn für die Besetzung einer mit der Besoldungsgruppe W3 -bewerteten Professur eine in besonders herausragender Weise qualifizierte -Persönlichkeit zur Verfügung steht, deren Gewinnung im Hinblick auf die -Stärkung der Qualität und Profilbildung im besonderen Interesse der Hochschule -liegt,

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4. wenn eine Nachwuchswissenschaftlerin oder ein -Nachwuchswissenschaftler, bei der oder dem die Einstellungsvoraussetzungen -einer Juniorprofessorin oder eines Juniorprofessors nach § 36 vorliegen und die -oder der in besonderer Weise fachlich sowohl qualifiziert als auch mit der -berufungswilligen Universität verbunden ist, auf eine Professur in einem -Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder einem unbefristeten -Beschäftigungsverhältnis berufen werden soll; dabei muss die -Nachwuchswissenschaftlerin oder der Nachwuchswissenschaftler ihre oder seine -Funktion nach externer Begutachtung, welche dem Berufungsverfahren auf eine -Juniorprofessor gleichwertig ist, erhalten haben, oder

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5. wenn die Professur, auf die berufen werden soll, aus -einem hochschulübergreifenden Förderprogramm finanziert wird, dessen -Vergabebestimmungen eine Ausschreibung und ein Auswahlverfahren mit externer -Begutachtung vorsehen, welches einem Berufungsverfahren auf eine Professur -gleichwertig ist.

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Die Entscheidung über den Verzicht auf die Ausschreibung nach -Satz 3 trifft das Rektorat auf Vorschlag des Fachbereichs und nach Anhörung der -Gleichstellungsbeauftragten; im Fall von Satz 3 Nummer 3 bedarf die -Entscheidung zusätzlich des Einvernehmens des Hochschulrats. In den Fällen der -Wiederbesetzung entscheidet das Rektorat nach Anhörung der betroffenen -Fachbereiche, ob die Aufgabenumschreibung der Stelle geändert, die Stelle einem -anderen Fachbereich zugewiesen oder nicht wieder besetzt werden soll.

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(2) Der Fachbereich hat der Rektorin oder dem Rektor seinen -Berufungsvorschlag zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens innerhalb der in -§ 37 Absatz 1 Satz 3 genannten Fristen, vorzulegen. Wird eine Stelle frei, weil -die Inhaberin oder der Inhaber die Altersgrenze erreicht, soll der -Berufungsvorschlag spätestens sechs Monate vor diesem Zeitpunkt vorgelegt -werden.

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(3) Der Berufungsvorschlag zur Besetzung einer Professur -soll drei Einzelvorschläge in bestimmter Reihenfolge enthalten und muss diese -insbesondere im Hinblick auf die von der Stelleninhaberin oder dem -Stelleninhaber zu erfüllenden Lehr- und Forschungsaufgaben ausreichend -begründen. Dem Berufungsvorschlag sollen zwei vergleichende Gutachten -auswärtiger Professorinnen oder Professoren beigefügt werden.

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(4) Das Verfahren zur Vorbereitung der Berufungsvorschläge -zur Besetzung einer Professur einschließlich der Hinzuziehung auswärtiger -Sachverständiger sowie das Verfahren zur Berufung der Juniorprofessorinnen und -Juniorprofessoren regelt die vom Senat zu erlassende Berufungsordnung; die -Schwerbehindertenvertretung ist zu beteiligen. Die Berufungsordnung soll -hierbei zur Qualitätssicherung nach Satz 1 insbesondere Regelungen über -Verfahrensfristen, über die Art und Weise der Ausschreibung, über die Funktion -der oder des Berufungsbeauftragten, über die Zusammensetzung der -Berufungskommissionen einschließlich auswärtiger Gutachterinnen und Gutachter, -über die Entscheidungskriterien einschließlich der Leistungsbewertung in den -Bereichen Lehre und Forschung sowie über den vertraulichen Umgang mit -Bewerbungsunterlagen treffen. Der Berufungskommission sollen möglichst -auswärtige Mitglieder angehören. Die Rektorin oder der Rektor kann der -Berufungskommission Vorschläge unterbreiten. Die Berufung von -Nichtbewerberinnen und -bewerbern ist zulässig.

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(5) Die Bewerberin oder der Bewerber hat kein Recht auf -Einsicht in die Akten des Berufungsverfahrens, soweit sie Gutachten über die -fachliche Eignung enthalten oder wiedergeben.

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§ 38a (Fn 23)
-Tenure Track

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(1) Die Universitäten können in begründeten Fällen -Juniorprofessuren so ausgestalten, dass schon bei der Besetzung dieser Stelle -die Berufung auf eine Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder auf -eine Professur in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis unter der -Voraussetzung zugesagt wird, dass vorab festzulegende Qualitäts- und -Leistungsanforderungen während der Juniorprofessur erfüllt werden (Tenure -Track); in diesem Fall muss zuvor eine Ausschreibung nach Absatz 2 erfolgt -sein. Die Entscheidung über die Ausgestaltung nach Satz 1 trifft das Rektorat -auf Vorschlag des Fachbereichs und nach Anhörung der -Gleichstellungsbeauftragten. Im Fall der Tenure-Track-Zusage wird von der -Ausschreibung der unbefristeten Professur abgesehen. Einer Juniorprofessorin -oder einem Juniorprofessor kann in begründeten Fällen ein Tenure Track auch -ohne Ausschreibung nach Absatz 2 zugesagt werden, wenn bei Vorliegen eines -mindestens gleichwertigen Rufs einer anderen Universität auf eine -Juniorprofessur mit Tenure Track durch dieses Angebot eines Tenure Tracks ihre -oder seine Abwanderung verhindert werden kann; die Sätze 2 und 3 gelten -entsprechend.

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(2) Eine Juniorprofessur kann mit der Maßgabe ausgeschrieben -werden, dass im Anschluss an die Juniorprofessur die Berufung auf eine -Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder auf eine Professur in einem -unbefristeten Beschäftigungsverhältnis erfolgen wird, wenn die bei der -Besetzung der Juniorprofessur festgelegten Leistungen erbracht werden und die -sonstigen Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur vorliegen.

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(3) In einem Evaluierungsverfahren, das die Grundlage für -die Berufung auf die Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder in -einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis bildet, wird überprüft, ob die bei -der Besetzung der Juniorprofessur festgelegten Leistungen erbracht wurden. Das -Nähere zu Grundsätzen, Strukturen und Verfahren einschließlich der Hinzuziehung -auswärtiger Sachverständiger regelt die Berufungsordnung; § 38 Absatz 4 Satz 2 -bis 4 gilt entsprechend. Die Berufungsordnung kann regeln, dass das -Evaluierungsverfahren nach Satz 1 und das Berufungsverfahren, welches zudem -angemessen vereinfacht werden kann, in einem Verfahren zusammengeführt werden -können. Für das Evaluierungsverfahren und das zusammengeführte Verfahren nach -Satz 3 gilt § 38 Absatz 5 entsprechend.

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(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für Professuren im -Beamtenverhältnis auf Zeit oder in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis -entsprechend. Die Universität kann eine Zwischenevaluierung der in dieser -Professur erbrachten Leistungen vorsehen.

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(5) Die Universitäten können in begründeten Fällen die -Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher -Mitarbeiter so ausgestalten, dass bei der Besetzung dieser Stelle oder dieser -Beschäftigungsposition die Zusage eines Tenure Track erfolgt. In diesem Fall -muss die wissenschaftliche Mitarbeiterin oder der wissenschaftliche Mitarbeiter -ihre oder seine Funktion in der Regel nach externer Begutachtung, welche dem -Berufungsverfahren auf eine Juniorprofessur gleichwertig ist, erhalten haben. -Absatz 1 Satz 2 bis 4, Absatz 3, Absatz 4 Satz 2 und Absatz 6 Satz 1 gelten -entsprechend.

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(6) Die Universitäten können in begründeten Fällen einer -Nachwuchswissenschaftlerin

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 oder einem Nachwuchswissenschaftler, -die oder den sie nicht als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter -beschäftigt und die oder der eine Funktion innehat, welche aus einem -hochschulübergreifenden Förderprogramm finanziert wird, dessen -Vergabebestimmungen eine Ausschreibung und ein Auswahlverfahren mit externer -Begutachtung vorsehen, das einem Berufungsverfahren auf eine Juniorprofessur -gleichwertig ist, einen Tenure Track zusagen. Absatz 1 Satz 2 und 3, Absatz 3 -und Absatz 4 Satz 2 gelten entsprechend.

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(7) Die Universität entwickelt ein in der Berufungsordnung -festzulegendes Qualitätssicherungskonzept, welches die Bestenauslese in den -Fällen der Absätze 1 bis 6 ebenso absichert wie ein Ausschreibungsverfahren; -das Ministerium kann sich vorbehalten, dass die Universität dieses Konzept und -seine Weiterentwicklung mit ihm abstimmt.

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(8) § 37a gilt entsprechend.

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§ 39 (Fn 6)
-Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

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(1) Professorinnen und Professoren können, Professorinnen -und Professoren, die auch in der Krankenversorgung tätig sind, sollen in einem -privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden. In diesem Falle gelten § -121 Absatz 2, § 122 Absatz 2 und 3, § 123 Absatz 1 Satz 1 bis 3, Absatz 2 bis 4 -sowie § 125 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über den -Sonderurlaub entsprechend.

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(2) Die Hochschule kann übergangsweise bis zur Besetzung der -Stelle für eine Professorin oder einen Professor eine Vertreterin oder einen -Vertreter, die oder der die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder -eines Professors nach § 36 erfüllt, mit der Wahrnehmung der Aufgaben aus der -Stelle beauftragen. Die Professurvertretung ist ein öffentlich-rechtliches -Rechtsverhältnis eigener Art; sie begründet kein Dienstverhältnis.

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(3) Professorinnen und Professoren können im Zusammenhang -mit dem Hauptamt stehende Lehrtätigkeiten im Bereich der Weiterbildung als -Tätigkeit im Nebenamt übertragen werden, wenn die entsprechende Lehrtätigkeit -der Professorin oder des Professors nicht auf ihre oder seine Lehrverpflichtung -angerechnet wird. Die Hochschulen setzen die Höhe der Vergütung für -Lehraufgaben nach Satz 1 im Rahmen der erzielten Einnahmen aus Gebühren und -privatrechtlichen Entgelten fest.

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(4) Wird eine Professorin oder ein Professor zur Ärztlichen -Direktorin oder zum Ärztlichen Direktor eines Universitätsklinikums bestellt, -so ist sie oder er mit dem Tage der Aufnahme der Tätigkeit als Ärztliche -Direktorin oder Ärztlicher Direktor aus dem Amt als Professorin oder Professor -beurlaubt. Die Mitgliedschaftsrechte mit Ausnahme des Wahlrechts bestehen fort. -Die Berechtigung zur Forschung und Lehre bleibt unberührt.

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(5) Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren werden für -die Dauer von drei Jahren zu Beamtinnen oder Beamten auf Zeit ernannt. Das -Beamtenverhältnis der Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors soll mit -ihrer oder seiner Zustimmung im Laufe des dritten Jahres um weitere drei Jahre -verlängert werden, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder -Hochschullehrer bewährt hat; anderenfalls kann das Beamtenverhältnis mit -Zustimmung der Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors um bis zu ein Jahr -verlängert werden. Im Laufe des sechsten Jahres kann das Beamtenverhältnis der -Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors mit ihrer oder seiner Zustimmung um -ein Jahr verlängert werden, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder -als Hochschullehrer bewährt hat. Satz 3 gilt auch für eine Juniorprofessorin -oder einen Juniorprofessor, der oder dem eine Zusage nach § 38a Absatz 1 -erteilt wurde, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder als -Hochschullehrer nicht bewährt hat. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren -können auch in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden. In -diesem Falle gelten Sätze 1 bis 4 sowie § 121 Absatz 2, § 124 Absatz 1 Satz 2 -und 3 und Absatz 2, § 125 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über -den Sonderurlaub entsprechend.

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(5a) Abweichend von Absatz 5 Satz 1 bis 4 soll das -Beamtenverhältnis der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren nach Ablauf -der jeweils insgesamt zulässigen Amtszeit im Einvernehmen mit der Beamtin oder -dem Beamten um weitere sechs Monate verlängert werden, wenn das -Beamtenverhältnis in dem Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. -September 2020 besteht. Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung -die Verlängerung des Beamtenverhältnisses um höchstens weitere sechs Monate zu -regeln, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der -SARS-CoV-2-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geboten erscheint; die -Verlängerungsmöglichkeit ist auch auf Zeitbeamtenverhältnisse zu erstrecken, -die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der Rechtsverordnung -genannten Verlängerungszeitraums begründet werden. Für Juniorprofessorinnen und -Juniorprofessoren, die in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt -werden, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

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(6) Personen mit der Qualifikation einer Professorin oder -eines Professors nach § 36 können nebenberuflich als Professorinnen oder -Professoren in einem privatrechtlichen Beschäftigungsverhältnis eingestellt -werden. Auf sie finden die für die Einstellung, die Dienstaufgaben und die -sonstigen für hauptberufliche Professorinnen und Professoren geltenden Regelungen -Anwendung. Eine Nebenberuflichkeit liegt nur vor, wenn der Professorin oder dem -Professor weniger als die Hälfte der regelmäßigen Dienstaufgaben einer -vollbeschäftigten Professorin oder eines vollbeschäftigten Professors -übertragen wird. Die für die Teilzeitbeschäftigung allgemein geltenden -Vorschriften bleiben unberührt.

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(7) Für Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten gelten -die für die Professorinnen und Professoren geltenden landesgesetzlichen -Vorschriften. Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten führen die akademische -Bezeichnung „Lecturer“.

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§ 39a (Fn 2)
-Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis

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(1) Als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer darf in ein -Beamtenverhältnis eingestellt oder übernommen werden, wer das 50. Lebensjahr -noch nicht vollendet hat.

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(2) Die Höchstaltersgrenze des Absatzes 1 erhöht sich um -Zeiten

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1. der Ableistung einer Dienstpflicht nach Artikel 12a des -Grundgesetzes,

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2. der Teilnahme an Maßnahmen im Sinne des § 34 Absatz 2 der -Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW vom 10. Januar 2012 (GV. NRW. S. 2, ber. S. 92) in der jeweils geltenden Fassung,

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3. der tatsächlichen Betreuung eines minderjährigen Kindes -oder

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4. der tatsächlichen Pflege eines nach § 7 Absatz 3 des -Pflegezeitengesetzes vom 28. Mai 2008 (BGBl. I S. 874, 896) in der jeweils -geltenden Fassung pflegebedürftigen nahen Angehörigen, dessen -Pflegebedürftigkeit nach § 3 Absatz 2 des vorgenannten Gesetzes nachgewiesen -ist.

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In den Fällen des Satzes 1 Nummer 3 und 4 erhöht sich die -Höchstaltersgrenze um jeweils bis zu drei Jahre, bei mehreren Kindern oder -Angehörigen um bis zu sechs Jahre.

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(3) Schwerbehinderte Menschen und ihnen gemäß § 2 Absatz 3 -des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe behinderter -Menschen – vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1046, 1047) in der jeweils geltenden -Fassung gleichgestellte behinderte Menschen dürfen auch dann eingestellt oder -übernommen werden, wenn sie das 53. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. -Absatz 2 findet keine Anwendung.

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(4) Die jeweilige Höchstaltersgrenze erhöht sich, wenn die -Bewerberin oder der Bewerber an dem Tage, an dem sie oder er den Antrag -gestellt hat, die Höchstaltersgrenze nicht überschritten hatte und die -Einstellung oder Übernahme innerhalb eines Jahres nach der Antragstellung -erfolgt.

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(5) Ausnahmen von der jeweiligen Höchstaltersgrenze können -zugelassen werden, wenn

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1. der Dienstherr ein erhebliches dienstliches Interesse -(insbesondere wissenschaftliches oder künstlerisches Interesse) daran hat, -Bewerberinnen oder Bewerber zu gewinnen oder zu behalten oder

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2. sich nachweislich der berufliche Werdegang aus von der -Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu vertretenden Gründen in einem Maß -verzögert hat, welches die Anwendung der Höchstaltersgrenze unbillig erscheinen -ließe.

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Über Ausnahmen nach Satz 1 entscheidet die jeweilige -Hochschule.

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§ 39b (Fn 46)
-Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

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(1) Ist mit der ausgeschriebenen Stelle für -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer die Übernahme einer Leitungsfunktion -bei einer außeruniversitären Forschungseinrichtung im Sinne des § 77 Absatz 6 -Satz 1 verbunden, soll ein gemeinsames Berufungsverfahren der Hochschule und -der außeruniversitären Forschungseinrichtung durchgeführt werden (gemeinsame -Berufung). Für die gemeinsame Berufung gelten die nachstehenden Absätze sowie -die allgemeinen Vorschriften.

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(2) Das Nähere zum Verfahren der gemeinsamen Berufung regeln -Hochschule und außeruniversitäre Forschungseinrichtung vorbehaltlich der -Regelung des Verfahrens zur Vorbereitung der Berufungsvorschläge zur Besetzung -einer Professur durch die Berufungsordnung nach Maßgabe des § 38 Absatz 4 durch -Vereinbarung. Die nach der Vereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur -bei den Vertragspartnern nachgefragt werden.

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(3) Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung kann die Hochschule -die Hochschullehrerin oder den Hochschullehrer ohne Bezüge beurlauben -(gemeinsame Berufung durch Beurlaubung). Die Beurlaubung kann auch in -geringerem Maße als dem vollen Umfang erfolgen (gemeinsame Berufung durch -Teilbeurlaubung). Die Beurlaubung nach den Sätzen 1 und 2 erfolgt im -dienstlichen Interesse und dient öffentlichen Belangen.

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(4) Die Hochschule kann die Hochschullehrerin oder den -Hochschullehrer im Rahmen einer gemeinsamen Berufung nach Maßgabe des § 20 -Absatz 1 des Beamtenstatusgesetzes der außeruniversitären Forschungseinrichtung -zuweisen (gemeinsame Berufung durch Zuweisung).

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(5) Die Ausgestaltung der gemeinsamen Berufung können die -Hochschule und die außeruniversitäre Forschungseinrichtung auch abweichend von -den Absätzen 2 bis 4 nach Maßgabe der allgemeinen Vorschriften vereinbaren.

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§ 40 (Fn 10)
-Freistellung und Beurlaubung

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(1) Die Hochschule kann Professorinnen und Professoren von -ihren Aufgaben in der Lehre und der Verwaltung zugunsten der Dienstaufgaben in -der Forschung oder in der Durchführung künstlerischer Entwicklungsvorhaben -freistellen, wenn die ordnungsgemäße Vertretung des Faches in der Lehre während -dieser Zeit gewährleistet ist. Der Hochschule sollen keine zusätzlichen Kosten -aus der Freistellung entstehen. Falls eine auch teilweise Freistellung -Gegenstand einer Berufungsvereinbarung ist, soll die Freistellung insofern -widerrufbar ausgestaltet werden.

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(2) Die Hochschule kann Professorinnen und Professoren für -die Anwendung und Erprobung künstlerischer oder wissenschaftlicher Erkenntnisse -und Methoden in der beruflichen Praxis sowie zur Gewinnung oder Erhaltung -berufspraktischer Erfahrungen außerhalb der Hochschule beurlauben; Absatz 1 -gilt im Übrigen entsprechend.

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Kapitel 3

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Das sonstige -Hochschulpersonal

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§ 41
-Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Honorarprofessorinnen und -Honorarprofessoren

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(1) Die Bezeichnung „außerplanmäßige Professorin“ oder -„außerplanmäßiger Professor“ kann von Universitäten an Personen verliehen -werden, die die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines -Professors nach § 36 erfüllen und in Forschung und Lehre hervorragende -Leistungen erbringen.

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(2) Die Bezeichnung „Honorarprofessorin“ oder -„Honorarprofessor“ kann Personen verliehen werden, die auf einem an der -Hochschule vertretenen Fachgebiet hervorragende Leistungen in der beruflichen -Praxis bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und -Methoden oder hervorragende Leistungen in Forschung, Kunst und Lehre, -künstlerischen Entwicklungsvorhaben und Kunstausübung erbringen, die den -Anforderungen für hauptberufliche Professorinnen und Professoren entsprechen.

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(3) Die Bezeichnungen werden von der Hochschule verliehen. -Die Verleihung setzt eine in der Regel fünfjährige erfolgreiche selbständige -Lehrtätigkeit voraus, die durch ein Gutachten nachzuweisen ist. Im Falle des -Absatzes 1 beginnt die Frist erst, wenn die Einstellungsvoraussetzungen einer -Professorin oder eines Professors nach § 36 vorliegen. Die Bezeichnungen -begründen weder ein Dienstverhältnis noch den Anspruch auf Übertragung eines -Amtes. Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren sowie -Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren sind befugt, die Bezeichnung -„Professorin“ oder „Professor“ zu führen.

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(4) Das Recht zur Führung der Bezeichnungen ruht, wenn die -oder der Berechtigte die Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ aus einem -sonstigen Grund führen kann. Rücknahme und Widerruf der Bezeichnungen regelt -die Hochschule.

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§ 42 (Fn 2)
-Lehrkräfte für besondere Aufgaben

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(1) Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden ausschließlich -oder überwiegend mit Aufgaben in der Lehre beschäftigt; ihnen obliegt die -Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen, die nicht die -Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer -erfordert. Ihnen können darüber hinaus durch die Dekanin oder den Dekan andere -Dienstleistungen übertragen werden. Die für diese Aufgaben an die Hochschule -abgeordneten Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter und anderen -Angehörigen des öffentlichen Dienstes sind Lehrkräfte für besondere Aufgaben. § -39 Absatz 3 gilt entsprechend.

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(2) Im Übrigen gilt § 44 Absatz 2 und 3 entsprechend.

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§ 43
-Lehrbeauftragte

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Lehraufträge können für einen durch hauptberufliche Kräfte -nicht gedeckten Lehrbedarf erteilt werden. Die Lehrbeauftragten nehmen ihre -Lehraufgaben selbständig wahr. Der Lehrauftrag ist ein öffentlich-rechtliches -Rechtsverhältnis eigener Art; er begründet kein Dienstverhältnis.

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§ 44 (Fn 42)
-Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Universitäten

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(1) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Universitäten sind die den Fachbereichen, den wissenschaftlichen Einrichtungen -oder den Betriebseinheiten der Universitäten zugeordneten Beamtinnen, Beamten, -Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen nach Maßgabe ihres -Dienstverhältnisses prägend wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung, -Lehre, insbesondere bei Bestehen einer Lehrverpflichtung, und Krankenversorgung -oder denen als Ärztinnen und Ärzten Aufgaben in der Krankenversorgung obliegen. -Soweit die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten -dem Aufgabenbereich einer Professorin oder eines Professors zugewiesen sind, -ist diese oder dieser weisungsbefugt. Zu den Aufgaben der wissenschaftlichen -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann neben den prägend wissenschaftlichen -Dienstleistungen auch die Tätigkeit in der Verwaltung der wissenschaftlichen -Einrichtungen oder Betriebseinheiten, in der Studien- und Prüfungsorganisation, -der Studienberatung und in anderen Aufgaben der Hochschule gehören. Die -wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten haben als -wissenschaftliche Dienstleistung die Aufgabe, Studierenden Fachwissen und -praktische Fertigkeiten zu vermitteln und sie in der Anwendung -wissenschaftlicher Methoden zu unterweisen, soweit dies zur Gewährleistung des -Lehrangebots erforderlich ist. Ihnen soll ausreichend Gelegenheit zum Erwerb -weiterer didaktischer und sonstiger Qualifikationen gegeben werden. Der -Fachbereichsrat kann im Benehmen mit den fachlich zuständigen Professorinnen -und Professoren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an -Universitäten auf deren Antrag bestimmte Forschungsaufgaben zur selbständigen -Erledigung übertragen.

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(2) Lehraufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter an Universitäten gemäß Absatz 1 sind nach Gegenstand und Inhalt mit -den für das Fach zuständigen Professorinnen und Professoren abzustimmen und -stehen unbeschadet des Rechts auf Äußerung der eigenen Lehrmeinung unter der -fachlichen Verantwortung einer Professorin oder eines Professors. Lehraufgaben -dürfen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Universitäten zur -selbständigen Wahrnehmung in begründeten Fällen durch den Fachbereichsrat im -Benehmen mit den fachlich zuständigen Professorinnen und Professoren übertragen -werden; sie gelten als Erfüllung der Lehrverpflichtung. § 39 Absatz 3 gilt -entsprechend.

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(3) Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -an Universitäten können im Beamtenverhältnis oder im privatrechtlichen -Dienstverhältnis beschäftigt werden. Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern an Universitäten soll im Rahmen ihrer Dienstaufgaben auch -angemessen Gelegenheit zur Vorbereitung auf eine weitere wissenschaftliche -Qualifikation gegeben werden, wenn sie befristet beschäftigt sind.

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(4) Einstellungsvoraussetzungen für wissenschaftliche -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten sind neben den allgemeinen -dienstrechtlichen Voraussetzungen bei der Einstellung in das Beamtenverhältnis -auf Probe oder auf Lebenszeit oder in ein unbefristetes privatrechtliches -Dienstverhältnis ein den Anforderungen der dienstlichen Aufgaben entsprechendes -abgeschlossenes Hochschulstudium in einem Studiengang mit einer generellen -Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern und, soweit die -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in Betriebseinheiten tätig werden, die -Promotion oder ausnahmsweise eine gleichwertige wissenschaftliche Leistung; -unter Berücksichtigung der Anforderungen der Stelle kann eine zweite -Staatsprüfung an die Stelle der Promotion treten oder ausnahmsweise auf die -Promotion verzichtet werden; in künstlerischen Fächern wird eine Promotion -nicht vorausgesetzt. Das Laufbahnrecht bleibt unberührt.

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(5) Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, -denen Aufgaben übertragen werden, die auch der Vorbereitung einer Promotion -förderlich sind, werden in einem befristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis -beschäftigt. Ihre Einstellung setzt neben den allgemeinen dienstrechtlichen -Voraussetzungen ein den Anforderungen der dienstlichen Aufgaben entsprechendes -abgeschlossenes Hochschulstudium in einem Studiengang mit einer generellen -Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern voraus.

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(6) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, -denen Aufgaben übertragen werden, die auch der Erbringung zusätzlicher -wissenschaftlicher Leistungen förderlich sind, können in ein Beamtenverhältnis -auf Zeit als Akademische Rätin oder Akademischer Rat oder als Akademische -Oberrätin oder Akademischer Oberrat berufen werden oder in einem befristeten -privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden.

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(7) Zur Akademischen Rätin oder zum Akademischen Rat im -Beamtenverhältnis auf Zeit kann ernannt werden, wer die Voraussetzungen des § -45 der Laufbahnverordnung, mit Ausnahme von dessen Absatz 1 Nummer 3, erfüllt. -Zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im Beamtenverhältnis -auf Zeit kann ernannt werden, wer die Einstellungsvoraussetzungen für -Professorinnen und Professoren an Universitäten nachweist.

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(8) Die Akademischen Rätinnen und die Akademischen Räte im -Beamtenverhältnis auf Zeit werden für die Dauer von drei, die Akademischen -Oberrätinnen und Akademischen Oberräte im Beamtenverhältnis auf Zeit für die -Dauer von bis zu vier Jahren ernannt. Das Beamtenverhältnis eines Akademischen -Rats oder einer Akademischen Rätin auf Zeit kann um weitere drei Jahre -verlängert werden. § 122 Absatz 2 Satz 3 und 4 und Absatz 3 des -Landesbeamtengesetzes gelten entsprechend. Eine Akademische Rätin oder ein -Akademischer Rat im Beamtenverhältnis auf Zeit kann nach Ablauf der Amtszeit -zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im Beamtenverhältnis -auf Zeit ernannt werden. Eine erneute Ernennung zur Akademischen Rätin, zum -Akademischen Rat, zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im -Beamtenverhältnis auf Zeit ist ausgeschlossen. Mit Ablauf der Amtszeit ist die Beamtin -oder der Beamte entlassen, § 31 Absatz 3 des Landesbeamtengesetzes findet keine -Anwendung. Die Vorschriften über die Laufbahnen, den einstweiligen Ruhestand -und die Probezeit sind nicht anwendbar.

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(8a) Abweichend von Absatz 8 Satz 1 und 2 soll das -Beamtenverhältnis der Akademischen Rätinnen und Akademischen Räte und der -Akademischen Oberrätinnen und Akademischen Oberräte nach Ablauf der jeweils -insgesamt zulässigen Amtszeit im Einvernehmen mit der Beamtin oder dem Beamten -um weitere sechs Monate verlängert werden, wenn das Beamtenverhältnis in dem -Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht.  Das Ministerium wird ermächtigt, durch -Rechtsverordnung die Verlängerung des Beamtenverhältnisses um höchstens weitere -sechs Monate zu regeln, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der -SARS-CoV-2-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geboten erscheint; die -Verlängerungsmöglichkeit ist auch auf die Zeitbeamtenverhältnisse zu -erstrecken, die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der -Rechtsverordnung genannten Verlängerungszeitraums begründet werden.

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(9) Für die Beschäftigung als wissenschaftliche -Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sinne des Absatzes 6 -in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis gelten Absatz 7, Absatz 8 und -Absatz 8a entsprechend. Darüber hinaus gelten § 121 Absatz 2, § 125 Absatz 2 -und 3 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über den Sonderurlaub -entsprechend.

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(10) Soweit künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Universitäten beschäftigt werden, gelten die Absätze 1 bis 9 sinngemäß.

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§ 45 (Fn 53)
-Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen

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(1) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an -Fachhochschulen sind die den Fachbereichen, wissenschaftlichen Einrichtungen -oder Betriebseinheiten der Fachhochschulen zugeordneten Bediensteten, denen -nach Maßgabe ihres Dienstverhältnisses prägend wissenschaftliche -Dienstleistungen in der Lehre, insbesondere bei Bestehen einer -Lehrverpflichtung, und in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben obliegen.

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(2) Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter -an Fachhochschulen haben als wissenschaftliche Dienstleistung die Aufgabe, die -Studierenden zu betreuen und anzuleiten, insbesondere im Rahmen von Projekten, -Praktika und praktischen Übungen fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu -vermitteln. Ihnen können darüber hinaus Dienstleistungen in der -wissenschaftlichen Lehre übertragen werden; im Falle der Übertragung gilt § 44 -Absatz 2 Satz 1 bis 3 entsprechend. Ihnen soll ausreichend Gelegenheit zum -Erwerb weiterer didaktischer und sonstiger Qualifikationen gegeben werden. Zu -ihren Aufgaben kann neben den prägend wissenschaftlichen Dienstleistungen auch -die Tätigkeit in der Verwaltung der wissenschaftlichen Einrichtungen oder -Betriebseinheiten einschließlich der Betreuung der Ausstattung gehören. Soweit -die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter an Fachhochschulen dem -Aufgabenbereich einer Professorin oder eines Professors zugewiesen sind, ist -diese oder dieser weisungsbefugt.

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(3) Einstellungsvoraussetzung für die wissenschaftlichen -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen ist ein den vorgesehenen -Aufgaben entsprechender Abschluss eines Hochschulstudiums. Soweit es den -Anforderungen der Stelle entspricht, können weitere Voraussetzungen, -insbesondere Erfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit außerhalb der -Hochschule gefordert werden.

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(4) Ein Teil der Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen -und Mitarbeiter an Fachhochschulen kann für befristete -Beschäftigungsverhältnisse gemäß §§ 1 bis 3 des -Wissenschaftszeitvertragsgesetzes eingerichtet werden, insbesondere zum Zwecke -der Weiterbildung sowie zur Mitarbeit in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

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(5) Im Übrigen richten sich die Aufgaben, die -Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung der -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den allgemeinen dienstrechtlichen -Vorschriften.

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§ 46
-Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

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(1) Die wissenschaftlichen Hilfskräfte erfüllen in den -Fachbereichen, den wissenschaftlichen Einrichtungen oder Betriebseinheiten -Dienstleistungen in Forschung und Lehre sowie hiermit zusammenhängende Verwaltungstätigkeiten -unter der Verantwortung einer Hochschullehrerin oder eines Hochschullehrers, -einer anderen Person mit selbständigen Lehraufgaben oder einer -wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder eines wissenschaftlichen Mitarbeiters. -Ihnen kann die Aufgabe übertragen werden, als Tutorin oder Tutor Studierende -und studentische Arbeitsgruppen in ihrem Studium zu unterstützen.

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(2) Die Bestellung als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt -im Einvernehmen mit der Person, unter deren Verantwortung sie steht. Sie wird -mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit des öffentlichen -Dienstes beschäftigt.

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(3) Soweit künstlerische Hilfskräfte an den Hochschulen -beschäftigt werden, gelten die Absätze 1 und 2 sinngemäß.

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§ 46a (Fn 10)
-Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

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(1) Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Studierenden -oder der Senat auf der Grundlage eines Vorschlags der Studierendenschaft eine -Stelle wählt, die nach Maßgabe von Absatz 2 als Beauftragte für die studentischen -Hilfskräfte die Belange von wissenschaftlichen oder künstlerischen Hilfskräften -nach § 46 wahrnimmt, die über kein für ihre Hilfskrafttätigkeit fachlich -einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen. Sieht die Grundordnung -die Wahl nach Satz 1 vor, regelt sie zugleich die Anzahl der Mitglieder der -Stelle, ihre Bestellung und Amtszeit sowie das Nähere zur Wählbarkeit und zur -Wahl. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Mitglieder der Stelle, sofern -sie in einem Dienst- oder Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule stehen, in -einem angemessenen Umfang von ihrer dienstlichen Tätigkeit freigestellt werden.

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(2) Die Stelle überwacht die Beachtung geltenden Rechts bei -der Auswahl und Beschäftigung von studentischen Hilfskräften und wirkt auf eine -angemessene Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen hin. Sie behandelt Beschwerden -von Betroffenen. Beanstandet die Stelle eine Maßnahme, hat die Beanstandung -aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe geschaffen, ist das Rektorat zu -beteiligen.

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(3) Im Rahmen der Aufgaben nach Absatz 2 sind das Rektorat, -die Leitung von wissenschaftlichen Einrichtungen und von Betriebseinheiten -sowie die Fachbereichsleitung der Stelle gegenüber auskunftspflichtig.

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§ 47
-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung

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(1) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und -Verwaltung sind die in der Hochschulverwaltung, den Fachbereichen, den -wissenschaftlichen oder künstlerischen Einrichtungen oder den Betriebseinheiten -tätigen Beamtinnen und Beamten oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen -andere als wissenschaftliche Dienstleistungen obliegen.

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(2) Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche -Stellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung -bestimmen sich nach den allgemeinen dienstrechtlichen Vorschriften.

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Teil 5

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Studierende und -Studierendenschaft

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Kapitel 1

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Zugang und -Einschreibung

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§ 48 (Fn 30)
-Einschreibung

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(1) Eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber wird für -einen oder mehrere Studiengänge eingeschrieben, wenn sie oder er die hierfür -erforderliche Qualifikation und die sonstigen Zugangsvoraussetzungen nachweist -und kein Einschreibungshindernis vorliegt. Die Einschreibung wird in der -Einschreibungsordnung geregelt. Darin trifft die Hochschule auch Bestimmungen -über Art, Umfang und Behandlung der zu erhebenden und zu verarbeitenden -personenbezogenen Daten, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben und insbesondere für -einen mit maschinellen Verfahren und Datenträgern unterstützten Studierendenausweis -erforderlich sind; sie unterrichtet die Studierenden über die -Einsatzmöglichkeiten des Studierendenausweises. Minderjährige erlangen mit der -Einschreibung die Befugnis, im Rahmen ihres Studiums alle -verwaltungsrechtlichen Handlungen vorzunehmen; dies gilt auch für die Nutzung -von Medien und Angeboten der Hochschule nach § 3.

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(2) Eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber kann für -mehrere Studiengänge, für die eine Zulassungsbeschränkung mit Auswahlverfahren besteht, -durch das Studienbewerberinnen und Studienbewerber vom Erststudium -ausgeschlossen werden, nur eingeschrieben werden, wenn dies wegen einer für den -berufsqualifizierenden Abschluss vorgeschriebenen Studiengangkombination -erforderlich ist.

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(3) Ist der von der Studienbewerberin oder dem -Studienbewerber gewählte Studiengang oder sind die gewählten Studiengänge -mehreren Fachbereichen zugeordnet, so hat die Studienbewerberin oder der -Studienbewerber bei der Einschreibung den Fachbereich zu wählen, dem sie oder -er angehören will. Wird zwischen Hochschulen ein gemeinsamer Studiengang im -Sinne des § 77 Absatz 1 Satz 3 vereinbart, so werden die Studienbewerberinnen -und Studienbewerber entsprechend der Vereinbarung nach § 77 Absatz 1 Satz 3 -eingeschrieben.

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(4) Die Einschreibung kann befristet werden, wenn der -gewählte Studiengang an der Hochschule nur teilweise angeboten wird. -Entsprechendes gilt, wenn der gewählte Studiengang Zulassungsbeschränkungen -unterliegt und für einen Teil dieses Studiengangs eine höhere -Ausbildungskapazität als für einen späteren Teil besteht.

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(5) Eine Studierende oder ein Studierender, die oder der -nach Ablauf eines Semesters das Studium in demselben Studiengang fortsetzen -will, hat sich innerhalb der vorgeschriebenen Fristen bei der Hochschule -zurückzumelden. Auf Antrag können Studierende aus wichtigem Grund, auch zum -Zwecke der Gründung eines Unternehmens, vom Studium beurlaubt werden; die -Einschreibungsordnung kann das Nähere regeln. Beurlaubte Studierende sind an -der Hochschule, an der sie eingeschrieben oder als Zweithörerin oder Zweithörer -im Sinne des § 52 Absatz 2 zugelassen sind, nicht berechtigt, Studien- und -Prüfungsleistungen zu erbringen, Teilnahmevoraussetzungen im Sinne des § 64 -Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 oder Leistungspunkte zu erwerben oder Prüfungen -abzulegen. Satz 3 gilt nicht für die Wiederholung von nicht bestandenen -Prüfungen und für Teilnahmevoraussetzungen, die Folge eines Auslands- oder -Praxissemesters selbst sind, für das beurlaubt worden ist. Satz 3 gilt auch -nicht, wenn die Beurlaubung aufgrund der Pflege und Erziehung von Kindern im -Sinne des § 25 Absatz 5 Bundesausbildungsförderungsgesetz sowie aufgrund der -Pflege der Ehegattin oder des Ehegatten, der eingetragenen Lebenspartnerin oder -des eingetragenen Lebenspartners oder eines in gerader Linie Verwandten oder im -ersten Grad Verschwägerten erfolgt.

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(6) Schülerinnen oder Schüler, die nach dem einvernehmlichen -Urteil von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, können im -Einzelfall als Jungstudierende außerhalb der Einschreibungsordnung zu -Lehrveranstaltungen und Prüfungen zugelassen werden. Ihre Studien- und -Prüfungsleistungen werden auf Antrag bei einem späteren Studium angerechnet.

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(7) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Vorbereitung -nach § 66 Absatz 6 können während ihrer Teilnahme an der Vorbereitung und der -Prüfung nach Maßgabe der Einschreibungsordnung als Studierende eingeschrieben -werden; sie nehmen an Wahlen nicht teil.

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(8) Die Hochschule kann in ihrer Einschreibungsordnung -vorsehen, dass eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber auf Antrag in -Teilzeit in einen teilzeitgeeigneten Studiengang im Sinne des § 62a Absatz 2 -eingeschrieben werden kann. Studierende in Teilzeit besitzen die Rechte und -Pflichten eines in Vollzeit Studierenden; § 62a Absatz 4 bleibt unberührt. Die -Einschreibungsordnung kann regeln, dass die in Teilzeit Studierenden an einer -auf das Studium in Teilzeit ausgerichteten Studienberatung teilnehmen müssen.

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(9) Zur Verbesserung des Studienerfolgs und des Übergangs -zwischen Schule und Hochschule kann die Hochschule in der Einschreibungsordnung -bestimmen, dass Studienbewerberinnen und Studienbewerber vor der Einschreibung -an einem Testverfahren, insbesondere einem Online-Self-Assessment zur Reflexion -des eigenen schulischen Wissensstandes und der fachlichen Anforderungen im -angestrebten Studiengang, teilnehmen müssen, in dem ihre Eignung für den -gewählten Studiengang getestet wird. Dies gilt insbesondere für Studiengänge -mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss aus den Fächergruppen -Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik -sowie Rechtswissenschaft. Das Nähere regelt die Einschreibungsordnung; Satz 1 -bleibt unberührt.

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(10) Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die einen -Sprachkurs für den Hochschulzugang besuchen wollen, um den Nachweis nach § 49 -Absatz 10 zu erbringen, oder die eine Vorbereitung der Hochschule auf die -Prüfung zur Feststellung der sprachlichen, fachlichen und methodischen -Voraussetzungen für ein Studium (Feststellungsprüfung) besuchen wollen, können -bis zum Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung als -Studierende eingeschrieben werden. Dies gilt auch für Studienbewerberinnen und -Studienbewerber, die Ergänzungskurse im Sinne des § 49 Absatzes 5 Satz 4 -besuchen wollen. Mit dem Bestehen der Sprach- oder Feststellungsprüfung wird -kein Anspruch auf Einschreibung in den Studiengang erworben. Die Hochschule -kann Lehrveranstaltungen nach Satz 1 auch auf privatrechtlicher Grundlage -anbieten und hierfür Entgelte erheben oder zur Durchführung der -Lehrveranstaltungen mit Bildungseinrichtungen außerhalb des Hochschulbereichs -in privatrechtlicher Form zusammenarbeiten. Die Feststellungsprüfung kann der -Hochschule nach Maßgabe der von dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium -zu erlassenden Prüfungsordnung übertragen werden.

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§ 49 (Fn 31)
-Zugang zum Hochschulstudium

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(1) Zugang zum Studium an Universitäten und Fachhochschulen -hat, wer die allgemeine Hochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife -nachweist; die allgemeine Hochschulreife berechtigt dabei uneingeschränkt zum -Studium, die fachgebundene Hochschulreife nur zum Studium der im Zeugnis -ausgewiesenen Studiengänge. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an -Fachhochschulen. Zur Verbesserung der Chancengleichheit im Zugang zum Studium -an Universitäten kann das Ministerium im Einvernehmen mit dem für das -Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung regeln, dass und nach -welchen Maßgaben die Fachhochschulreife auch zum Studium an Universitäten -berechtigt.

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(2) Das für das Schulwesen zuständige Ministerium regelt im -Einvernehmen mit dem Ministerium durch Rechtsverordnung die Feststellung der -Gleichwertigkeit von schulisch erlangten Vorbildungsnachweisen mit den -Zugangsvoraussetzungen nach Absatz 1.

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(3) Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für das -Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung die Feststellung der -Gleichwertigkeit von hochschulisch erlangten Vorbildungsnachweisen mit den -Zugangsvoraussetzungen nach Absatz 1.

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(4) Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für das -Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung den Zugang zu einem -Hochschulstudium auf Grund einer beruflichen Vorbildung.

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(5) Nach Maßgabe von Hochschulordnungen hat Zugang zu einem -Hochschulstudium, wer nicht über die Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 -bis 4 verfügt, aber nach dem erfolgreichen Besuch einer Bildungseinrichtung im -Ausland dort zum Studium berechtigt ist, und zusätzlich die Zugangsprüfung -einer Hochschule bestanden hat. Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob -die fachliche Eignung und die methodischen Fähigkeiten für das Studium eines -Studienganges oder für das Studium bestimmter fachlich verwandter Studiengänge -bestehen. Die Hochschulen dürfen sich wegen der Zugangsprüfung der -Unterstützung durch Dritte bedienen. Die Hochschulen können für Personen, die -die Zugangsprüfung bestanden haben, Ergänzungskurse anbieten. Das Nähere regelt -das Ministerium im Benehmen mit dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium -durch Rechtsverordnung.

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(6) Zugang zu einem Studiengang, der mit einem Mastergrad -abgeschlossen wird, hat, wer einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss nachweist, -auf dem der Masterstudiengang aufbaut. Abschlüsse von akkreditierten -Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien sind Bachelorabschlüssen von -Hochschulen gleichgestellt. Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass für -einen Studiengang nach Satz 1 ein vorangegangener qualifizierter Abschluss -nachzuweisen ist; es kann dabei nicht bestimmt werden, dass der vorangehende -Abschluss durch eine Gesamtnote in einer bestimmten Höhe qualifiziert sein muss -oder dass die Note einer Modulabschlussprüfung des vorangehenden Studienganges -in einer bestimmten Höhe vorliegen muss, wenn der erfolgreiche Abschluss des -Studienganges, der mit einem Mastergrad abschließt, Voraussetzung für die -Aufnahme oder Ausübung eines reglementierten Berufs im Sinne des § 3 Absatz 5 -des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes NRW vom 28. Mai 2013 (GV. NRW. -S.   272) in der jeweils geltenden Fassung -ist. Die Hochschule kann das Studium bereits vor dem Erwerb der -Zugangsvoraussetzungen nach den Sätzen 1 bis 3 eröffnen, wenn sie die Eignung -insbesondere anhand einer nach den bislang vorliegenden Prüfungsleistungen -ermittelten Durchschnittsnote feststellt. Die Einschreibung erlischt mit -Wirkung für die Zukunft, wenn der Nachweis über die Erfüllung der -Zugangsvoraussetzungen nicht bis zu einer von der Hochschule festgesetzten -Frist eingereicht wird; die Frist darf die Dauer von sechs Monaten, gerechnet -ab dem Zeitpunkt der Einschreibung, nicht überschreiten.

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(6a) Wird die Qualifikation des vorangegangenen -qualifizierten Abschlusses im Sinne des Absatzes 6 Satz 3 an einer Note des -vorangegangenen Abschlusses bemessen, ist Inhaberinnen und Inhabern eines nicht -mit einer Abschlussnote versehenen Akademiebriefs einer Kunsthochschule -Gelegenheit zu einem Einstufungstest zu geben. Wurden diese Inhaberinnen oder -Inhaber zur Meisterschülerin oder zum Meisterschüler ernannt, wird ihnen die im -Bewertungsschema des Studienganges, der zu dem vorangehenden Abschluss führt, -beste Note zugeordnet.

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(7) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass neben den -Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 6 eine studiengangbezogene -besondere Vorbildung, künstlerische oder sonstige Eignung oder praktische -Tätigkeit nachzuweisen ist.

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(8) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass für einen -Studiengang, der ganz oder teilweise in fremder Sprache stattfindet, neben den -Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 7 die entsprechende -Sprachkenntnis nachzuweisen ist. In einem Studiengang, der zu einem ersten -berufsqualifizierenden Abschluss führt, darf keine Sprachkenntnis gefordert -werden, die über eine mögliche schulische Bildung hinausgeht.

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(9) Die Ordnungen der Hochschulen können bestimmen, dass -ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die nicht durch oder auf -Grund völkerrechtlicher Verträge Deutschen gleichgestellt sind, über die -Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 8 hinaus ihre Studierfähigkeit -in einer besonderen Prüfung nachweisen müssen. Bei Studienbewerberinnen und -Studienbewerbern mit einer deutschen Hochschulzugangsberechtigung ist eine -solche Prüfung nicht erforderlich.

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(10) Studienbewerberinnen und Studienbewerber müssen die für -ihren Studiengang erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen. Das -Nähere regeln die Prüfungsordnungen, die für Studiengänge, die mit einer -staatlichen Prüfung abgeschlossen werden, im Einvernehmen mit den jeweils -zuständigen Fachministerien erlassen werden.

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(11) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass von den -Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 5 und 7 ganz oder teilweise -abgesehen werden kann, wenn Studienbewerberinnen oder Studienbewerber eine -studiengangbezogene besondere fachliche Eignung oder besondere -künstlerisch-gestalterische Begabung und eine den Anforderungen der Hochschule -entsprechende Allgemeinbildung nachweisen. Studierende mit einer Qualifikation -gemäß Satz 1, denen die Hochschule anhand von wenigstens der Hälfte aller in -einem Studiengang geforderten Studien- und Prüfungsleistungen den erfolgreichen -Studienverlauf bescheinigt hat, dürfen ihr Studium an einer anderen Hochschule -desselben Typs und dort auch in einem verwandten Studiengang fortsetzen.

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(12) Kenntnisse und Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches -Studium erforderlich sind, aber in anderer Weise als durch ein Studium erworben -wurden, können in einer besonderen Hochschulprüfung (Einstufungsprüfung) -nachgewiesen werden. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung soll die Bewerberin oder -der Bewerber in einem entsprechenden Abschnitt des Studienganges zum Studium -zugelassen werden. Das Nähere regeln die Prüfungsordnungen, die für -Studiengänge, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen werden, im -Einvernehmen mit den jeweils zuständigen Fachministerien erlassen werden.

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§ 50 (Fn 10)
-Einschreibungshindernisse

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(1) Die Einschreibung ist außer im Falle der fehlenden -Qualifikation oder fehlender Nachweise gemäß § 48 Absatz 1 zu versagen,

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1. wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in -einem zulassungsbeschränkten Studiengang nicht zugelassen ist;

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2. wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in -dem gewählten Studiengang an einer Hochschule im Geltungsbereich des -Grundgesetzes eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig -nicht bestanden hat; dies gilt entsprechend für Studiengänge, die eine erhebliche -inhaltliche Nähe zu dem bisherigen Studiengang aufweisen, soweit dies in -Prüfungsordnungen bestimmt ist.

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(2) Die Einschreibung kann versagt werden, wenn die -Studienbewerberin oder der Studienbewerber

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1. an einer Krankheit leidet, durch die sie oder er die -Gesundheit der Hochschulmitglieder, insbesondere der Studierenden, ernstlich -gefährdet oder den ordnungsgemäßen Studienbetrieb ernstlich zu beeinträchtigen -droht,

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2. die für die Einschreibung vorgeschriebenen Formen und -Fristen nicht beachtet hat,

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3. den Nachweis über die Zahlung der zu entrichtenden -Gebühren oder Beiträge nicht erbringt oder

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4. an dem von der Einschreibungsordnung auf der Grundlage -des § 48 Absatz 9 vorgeschriebenen Testverfahren nicht teilgenommen hat.

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(3) Die Zulassung von Studienbewerberinnen und -Studienbewerbern, die ein zeitlich begrenztes Studium ohne abschließende -Prüfung durchführen wollen, kann von der Hochschule abweichend von Absatz 1 -Nummer 1 geregelt werden.

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§ 51
-Exmatrikulation

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(1) Eine Studierende oder ein Studierender ist zu -exmatrikulieren, wenn

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1. sie oder er dies beantragt,

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2. die Einschreibung durch Zwang, arglistige Täuschung oder -eine Straftat herbeigeführt wurde,

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3. sie oder er in dem Studiengang eine nach der Prüfungsordnung -erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden hat oder zur Prüfung endgültig -nicht mehr zugelassen werden kann,

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4. der Bescheid über die Zuweisung eines Studienplatzes -während des Vergabeverfahrens von der für die Zuweisung zuständigen Stelle -zurückgenommen worden ist.

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(2) Soweit nicht eine weitere Hochschulausbildung das -Weiterbestehen der Einschreibung erfordert, sind Studierende nach Aushändigung -des Zeugnisses über den bestandenen Abschluss des Studiengangs zum Ende des -laufenden Semesters zu exmatrikulieren.

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(3) Eine Studierende oder ein Studierender kann -exmatrikuliert werden, wenn

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1. nach der Einschreibung Tatsachen bekannt werden und noch -fortbestehen oder eintreten, die zur Versagung der Einschreibung hätten führen -müssen oder die zur Versagung der Einschreibung führen können,

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2. sie oder er das Studium nicht aufnimmt oder sich nicht -zurückmeldet, ohne beurlaubt worden zu sein,

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3. sie oder er die zu entrichtenden Gebühren oder Beiträge -trotz Mahnung und Fristsetzung mit Androhung der Maßnahme nicht entrichtet,

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4. sie oder er die Erfüllung der Verpflichtungen nach dem -Sozialgesetzbuch gegenüber der zuständigen Krankenkasse nicht nachweist,

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5. ein Fall des § 63 Absatz 5 Satz 6 gegeben ist,

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6. sie oder er ihren oder seinen Anspruch auf Teilnahme an -einer nach der Prüfungsordnung erforderlichen Prüfung verloren hat,

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7. ihr oder sein Wohn- oder Aufenthaltsort nicht ermittelt -werden kann.

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§ 51a (Fn 23)
-Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

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(1) Eine Studierende oder ein Studierender begeht einen -Ordnungsverstoß, wenn sie oder er

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1. durch Anwendung von Gewalt, durch Aufforderung zur -Gewalt, durch Bedrohung mit Gewalt oder durch einen schwerwiegenden oder -wiederholten Verstoß gegen eine rechtmäßige Anordnung im Rahmen des Hausrechts

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a) den bestimmungsgemäßen Betrieb -einer Hochschuleinrichtung, die Tätigkeit eines Hochschulorgans, die -Durchführung einer Hochschulveranstaltung oder in sonstiger Weise den -Studienbetrieb beeinträchtigt, verhindert oder zu verhindern versucht oder

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b) ein Mitglied der Hochschule in -der Ausübung seiner Rechte und Pflichten erheblich beeinträchtigt oder von -dieser Ausübung abhält oder abzuhalten versucht,

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2. wegen einer vorsätzlich begangenen Straftat, die zu -Lasten eines Mitglieds der Hochschule geschehen ist, rechtskräftig verurteilt -worden ist oder ein rechtskräftiger Strafbefehl vorliegt und nach Art der -Straftat eine Behinderung des Studiums oder der sonstigen Tätigkeit dieses -Mitglieds droht,

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3. Einrichtungen der Hochschule zu strafbaren Handlungen -nutzt oder zu nutzen versucht oder

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4. bezweckt oder bewirkt, dass

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a) ein Mitglied der Hochschule -aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der -Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen -Identität in seiner Würde verletzt wird,

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b) damit zugleich ein von -Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder -Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird und

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c) nach Art dieser Würdeverletzung -und dieses geschaffenen Umfelds eine Behinderung des Studiums oder der -sonstigen Tätigkeit dieses Mitglieds droht.

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(2) Gegen Studierende, die einen Ordnungsverstoß nach Absatz -1 begangen haben, können Ordnungsmaßnahmen verhängt werden. Ordnungsmaßnahmen -sind:

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1. der Ausspruch einer Rüge,

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2. die Androhung der Exmatrikulation,

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3. der Ausschluss von der Benutzung von Einrichtungen der -Hochschule,

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4. der Ausschluss von der Teilnahme an einzelnen -Lehrveranstaltungen bis zu einem Semester,

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5. die Exmatrikulation.

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Die Ordnungsmaßnahme nach Satz 2 Nummer 2 kann nur in -Verbindung mit Ordnungsmaßnahmen nach Satz 2 Nummer 1, 3 oder 4 ausgesprochen -werden; die Ordnungsmaßnahmen nach Satz 2 Nummer 1, 3 und 4 können -nebeneinander verhängt werden. Die Ordnungsmaßnahme nach Satz 2 Nummer 5 kann -für einen Ordnungsverstoß nach Absatz 1 Nummer 4 nicht verhängt werden, es sei -denn, es liegt zugleich ein Ordnungsverstoß nach Absatz 1 Nummer 1, 2 oder 3 -vor.

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(3) Das Nähere zum Verfahren zur Verhängung einer Ordnungsmaßnahme -regelt der Senat durch Ordnung; diese bedarf der Genehmigung des Rektorats. In -dem Verfahren hinsichtlich der Entscheidung über die Exmatrikulation nach -Absatz 2 Satz 2 Nummer 5 sind die Vorschriften über das förmliche -Verwaltungsverfahren der §§ 63 bis 71 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das -Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. November 1999 (GV. NRW. S. 602) in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Behörde im -Sinne dieser Vorschriften ist der in der Ordnung nach Satz 1 geregelte -Ordnungsausschuss.

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(4) Mit der Entscheidung über die Exmatrikulation nach -Absatz 2 Satz 2 Nummer 5 kann eine Frist bis zur Dauer von zwei Jahren -festgesetzt werden, innerhalb derer eine erneute Einschreibung an der -Hochschule ausgeschlossen ist.

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§ 52 (Fn 10)
-Zweithörerinnen und Zweithörer, Gasthörerinnen und Gasthörer

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(1) Eingeschriebene und nicht beurlaubte Studierende anderer -Hochschulen können als Zweithörerinnen oder Zweithörer mit der Berechtigung zum -Besuch von Lehrveranstaltungen und zur Ablegung studienbegleitender Prüfungen -zugelassen werden. Die Hochschule kann nach Maßgabe der Einschreibungsordnung -die Zulassung von Zweithörerinnen oder Zweithörern unter den in § 59 genannten -Voraussetzungen beschränken.

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(2) Zweithörerinnen oder Zweithörer können bei Vorliegen der -Voraussetzungen des § 48 Absatz 1 und 2 für das Studium eines weiteren -Studienganges zugelassen werden. Die Zulassung zu mehreren Studiengängen ist im -Rahmen des § 77 Absatz 1 Satz 3 möglich. In den Fällen des § 77 Absatz 1 Satz 3 -ist die Zulassung zum Studium des gemeinsamen Studienganges nach Maßgabe der -Hochschulvereinbarung auch bei der Hochschule von Amts wegen zulässig, bei der -die Studierenden nicht eingeschrieben sind.

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(3) Bewerberinnen und Bewerber, die an einer Hochschule -einzelne Lehrveranstaltungen besuchen wollen, können als Gasthörerinnen oder -Gasthörer oder zur Weiterbildung auch auf privatrechtlicher Grundlage im Rahmen -der vorhandenen Studienmöglichkeiten zugelassen werden. Der Nachweis des -Vorliegens der Zugangsvoraussetzungen nach § 49 ist nicht erforderlich. § 50 -Absatz 2 gilt entsprechend. Gasthörerinnen und Gasthörer sind nicht berechtigt, -Prüfungen abzulegen; § 62 Absatz 4 Satz 1 bleibt unberührt.

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Kapitel 2

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Studierendenschaft

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§ 53 (Fn 10)
-Studierendenschaft

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(1) Die an der Hochschule eingeschriebenen Studierenden -bilden die Studierendenschaft. Die Studierendenschaft ist eine rechtsfähige -Gliedkörperschaft der Hochschule.

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(2) Die Studierendenschaft verwaltet ihre Angelegenheiten -selbst. Sie hat unbeschadet der Zuständigkeit der Hochschule und des -Studierendenwerks die folgenden Aufgaben:

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1. die Belange ihrer Mitglieder in Hochschule und -Gesellschaft wahrzunehmen;

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2. die Interessen ihrer Mitglieder im Rahmen dieses Gesetzes -zu vertreten;

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3. an der Erfüllung der Aufgaben der Hochschulen (§ 3), -insbesondere durch Stellungnahmen zu hochschul- oder wissenschaftspolitischen -Fragen, mitzuwirken;

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4. auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung die -politische Bildung, das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein und die -Bereitschaft zur aktiven Toleranz ihrer Mitglieder zu fördern;

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5. fachliche, wirtschaftliche und soziale Belange ihrer -Mitglieder wahrzunehmen; dabei sind mit angemessenen Vorkehrungen die -besonderen Belange der Studierenden mit Behinderung oder chronischer -Erkrankung, mit Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege- oder -Unterstützungsbedarf sowie mit Kindern zu berücksichtigen;

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6. kulturelle Belange ihrer Mitglieder wahrzunehmen;

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7. den Studierendensport zu fördern;

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8. überörtliche und internationale Studierendenbeziehungen -zu pflegen.

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Die Studierendenschaft und ihre Organe können für die -genannten Aufgaben Medien aller Art nutzen und in diesen Medien auch die -Diskussion und Veröffentlichung zu allgemeinen gesellschaftspolitischen Fragen -ermöglichen. Diskussionen und Veröffentlichungen im Sinne des Satzes 3 sind von -Verlautbarungen der Studierendenschaft und ihrer Organe deutlich abzugrenzen. -Die Verfasserin oder der Verfasser ist zu jedem Beitrag zu benennen; -presserechtliche Verantwortlichkeiten bleiben unberührt.

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(3) Die studentischen Vereinigungen an der Hochschule tragen -zur politischen Willensbildung bei.

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(4) Die Studierendenschaft gibt sich eine Satzung, die vom -Studierendenparlament mit den Stimmen der Mehrheit seiner Mitglieder -beschlossen wird und der Genehmigung des Rektorats bedarf. Die Genehmigung darf -nur aus Rechtsgründen versagt werden. Für die Bekanntgabe der Satzung und der -Ordnungen gilt § 2 Absatz 4 Satz 2 entsprechend; sie treten am Tage nach ihrer -Veröffentlichung in Kraft. Die Satzung regelt insbesondere:

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1. die Zusammensetzung, die Wahl und Abwahl, die -Einberufung, den Vorsitz, die Ausschüsse, die Aufgaben und Befugnisse sowie die -Beschlussfassung der Organe der Studierendenschaft,

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2. die Amtszeit der Mitglieder der Organe der -Studierendenschaft,

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3. die Bekanntgabe der Organbeschlüsse,

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4. die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der -Studierendenschaft,

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5. das Verfahren bei Vollversammlungen und die Dauer der -Abstimmung.

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Die Satzung kann regeln, dass mit Ausnahme der Sitzungen des -Studierendenparlaments die Sitzungen der Gremien der Studierendenschaft in -elektronischer Kommunikation stattfinden dürfen und Beschlüsse in elektronischer -Kommunikation oder im Umlaufverfahren gefasst werden dürfen.

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(5) Organe der Studierendenschaft sind das -Studierendenparlament und der Allgemeine Studierendenausschuss. § 10 Absatz 2 -gilt entsprechend. Die Satzung der Studierendenschaft kann eine schriftliche -Urabstimmung unter allen Mitgliedern der Studierendenschaft vorsehen. -Beschlüsse, die auf Urabstimmungen mit Mehrheit gefasst werden, binden die -Organe der Studierendenschaft, wenn mindestens 20 Prozent der Mitglieder der -Studierendenschaft zugestimmt haben.

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(6) Das Rektorat übt die Rechtsaufsicht über die -Studierendenschaft aus. § 76 Absatz 2 bis 4 finden entsprechende Anwendung.

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(7) Für die Sitzungen des Allgemeinen -Studierendenausschusses und des Studierendenparlaments, die Sprechstunden und -die Erledigung der Geschäfte der laufenden Verwaltung stellt die Hochschule im -Rahmen des Erforderlichen Räume unentgeltlich zur Verfügung.

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§ 54 (Fn 47)
-Studierendenparlament

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(1) Das Studierendenparlament ist das oberste Beschluss -fassende Organ der Studierendenschaft. Seine Aufgaben werden vorbehaltlich -besonderer Regelungen dieses Gesetzes durch die Satzung der Studierendenschaft -bestimmt. Es wird von den Mitgliedern der Studierendenschaft in allgemeiner, -unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt; Absatz 3 Satz 3 und -4 bleibt unberührt.

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(2) Als ständiger Ausschuss des Studierendenparlaments ist -ein Haushaltsausschuss zu bilden, dessen Mitglieder nicht dem Allgemeinen -Studierendenausschuss angehören dürfen. Das Nähere regelt die Satzung der -Studierendenschaft.

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(3) Das Nähere über die Wahl zum Studierendenparlament und -zum Allgemeinen Studierendenausschuss regelt die vom Studierendenparlament zu -beschließende Wahlordnung, die der Genehmigung des Rektorats bedarf; die -Genehmigung darf nur aus Rechtsgründen versagt werden. Auf Antrag der -Studierendenschaft leistet die Hochschulverwaltung Verwaltungshilfe bei der -Durchführung der Wahl. Die Wahlordnung kann Briefwahl zulassen oder Regelungen -treffen, dass schriftliche Erklärungen in Wahlangelegenheiten oder bei einer -Urabstimmung durch einfache elektronische Übermittlung, durch mobile Medien -oder in elektronischer Form abgegeben werden können; das Gleiche gilt für die -Wahl zu demjenigen Organ der Fachschaft, welches in seiner Funktion dem -Studierendenparlament entspricht und von den Mitgliedern der Fachschaft -unmittelbar gewählt wird. Zur Sicherung der Grundsätze nach Absatz 1 Satz 3 -regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere zur Stimmabgabe in -elektronischer Form. Sieht die Rechtsverordnung nach Satz 4 die Möglichkeit der -Stimmabgabe in elektronischer Form oder die Wahlordnung nach Satz 3 die -Möglichkeit der Briefwahl vor, kann in der Rechtsverordnung oder der -Wahlordnung auch bestimmt werden, dass die wählende Person oder deren -Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form oder bei der Briefwahl -auf dem Wahlschein versichern muss, dass sie die Stimme persönlich oder als -Hilfsperson gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet -habe. § 13 Absatz 1 Sätze 6 und 7 gelten entsprechend.

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§ 55 (Fn 10)
-Allgemeiner Studierendenausschuss

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(1) Der Allgemeine Studierendenausschuss vertritt die -Studierendenschaft. Er führt die Beschlüsse des Studierendenparlaments aus und -erledigt die Geschäfte der laufenden Verwaltung der Studierendenschaft.

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(2) Rechtsgeschäftliche Erklärungen, durch die die -Studierendenschaft verpflichtet werden soll, bedürfen der Schriftform. Sie sind -von mindestens zwei Mitgliedern des Allgemeinen Studierendenausschusses zu -unterzeichnen. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für einfache Geschäfte der -laufenden Verwaltung sowie für solche Geschäfte, die eine oder ein für ein -bestimmtes Geschäft oder einen Kreis von Geschäften ausdrücklich in Schriftform -Bevollmächtigte oder Bevollmächtigter abschließt; die Satzung kann Wertgrenzen -für Geschäfte nach Satz 3 Halbsatz 1 vorsehen.

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(3) Der Vorsitz des Allgemeinen Studierendenausschusses hat -rechtswidrige Beschlüsse, Maßnahmen oder Unterlassungen des -Studierendenparlaments und des Allgemeinen Studierendenausschusses zu -beanstanden. Die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe -geschaffen, so hat er das Rektorat zu unterrichten.

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§ 56
-Fachschaften

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(1) Die Studierendenschaft kann sich nach Maßgabe ihrer -Satzung in Fachschaften gliedern. Die Satzung der Studierendenschaft trifft -Rahmenregelungen für die Fachschaften einschließlich der Fachschaftsorgane und -der Grundzüge der Mittelzuweisung an und der Mittelbewirtschaftung durch die -Fachschaften.

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(2) Die Fachschaften können Mittel nach Absatz 1 als -Selbstbewirtschaftungsmittel erhalten und die Studierendenschaften im Rahmen -der der Fachschaft zur Verfügung stehenden Mittel privatrechtsgeschäftlich -vertreten. Das Nähere regelt die Satzung der Studierendenschaft.

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§ 57 (Fn 10)
-Ordnung des Vermögens und des Haushalts

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(1) Die Studierendenschaft hat ein eigenes Vermögen. Die -Hochschule und das Land haften nicht für Verbindlichkeiten der -Studierendenschaft. Die Studierendenschaft erhebt von ihren Mitgliedern die -unter Berücksichtigung ihrer sonstigen Einnahmen zur Erfüllung ihrer Aufgaben -notwendigen Beiträge nach Maßgabe einer Beitragsordnung, die vom -Studierendenparlament beschlossen wird und der Genehmigung des Rektorats -bedarf. Bei der Festsetzung der Beitragshöhe sind die sozialen Verhältnisse der -Studierenden angemessen zu berücksichtigen. Die Beiträge werden von der -Hochschule kostenfrei für die Studierendenschaft eingezogen. Die -Studierendenschaft regelt durch Satzung, dass in den Fällen des § 50 Absatz 2 -Nummer 3 und des § 51 Absatz 3 Nummer 3 für diese Beiträge Ausnahmen in -sozialen Härtefällen zulässig sind. Die Hochschule wirkt bei der Verwaltung von -zweckgebundenen Beiträgen für die Bezahlung des Semestertickets mit.

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(2) Die Haushalts- und Wirtschaftsführung der -Studierendenschaft bestimmt sich nach § 105 Absatz 1 der -Landeshaushaltsordnung, soweit dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, und -unterliegt der Prüfung durch den Landesrechnungshof. Das Ministerium kann unter -Berücksichtigung der Aufgaben, der Rechtsstellung und der Organisation der -Studierendenschaft im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium -durch Rechtsverordnung Ausnahmen von § 105 Absatz 1 der Landeshaushaltsordnung -zulassen oder abweichende und ergänzende Regelungen treffen.

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(3) Der Haushaltsplan und etwaige Nachträge werden unter -Berücksichtigung des zur Erfüllung der Aufgaben notwendigen Bedarfs durch den -Allgemeinen Studierendenausschuss aufgestellt und vom Studierendenparlament -unter vorheriger Stellungnahme durch den Haushaltsausschuss festgestellt. Das -Nähere regelt die Satzung der Studierendenschaft. Der festgestellte -Haushaltsplan ist dem Rektorat innerhalb von zwei Wochen vorzulegen; die -Stellungnahme des Haushaltsausschusses und etwaige Sondervoten der Mitglieder -des Haushaltsausschusses sind beizufügen.

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(4) Das Rechnungsergebnis ist mindestens einen Monat vor -Beschlussfassung des Studierendenparlaments über die Entlastung des Allgemeinen -Studierendenausschusses dem Haushaltsausschuss zur Stellungnahme vorzulegen und -mindestens zwei Wochen vor Beschlussfassung des Studierendenparlaments -hochschulöffentlich bekannt zu geben.

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(5) Verletzt jemand als Mitglied eines Organs der -Studierendenschaft oder einer Fachschaft vorsätzlich oder grob fahrlässig die -ihm obliegenden Pflichten, so hat er der Studierendenschaft den ihr daraus -entstehenden Schaden zu ersetzen.

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Teil 6

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Lehre, Studium und -Prüfungen

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Kapitel 1

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Lehre und Studium

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§ 58 (Fn 32)
-Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

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(1) Lehre und Studium vermitteln den Studierenden unter -Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt und der -fachübergreifenden Bezüge die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten -und Methoden dem jeweiligen Studiengang entsprechend so, dass sie zu -wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit, zur Anwendung wissenschaftlicher -Erkenntnisse und Methoden in der beruflichen Praxis, zur kritischen Einordnung -wissenschaftlicher Erkenntnis und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden. -Die Hochschule ergreift Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs. Sie soll -über ein Leitbild für die Lehre verfügen, das sich in den Curricula ihrer -Studiengänge widerspiegelt.

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(2) Die Hochschule stellt auf der Grundlage einer nach -Gegenstand, Zeit und Ort abgestimmten jährlichen Studienplanung das Lehrangebot -sicher, das zur Einhaltung der Prüfungsordnungen und zur Erfüllung des -Weiterbildungsauftrages erforderlich ist. Dabei sind auch Möglichkeiten des -Selbststudiums zu nutzen und Maßnahmen zu dessen Förderung zu treffen. Die -Hochschulen fördern eine Verbindung von Berufsausbildung oder Berufstätigkeit -mit dem Studium. Sie sind den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Lehre, -insbesondere mit Blick auf die Sicherstellung eines transparenten und -geregelten Lehr- und Prüfungsbetriebs, verpflichtet.

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(2a) Die Hochschulen können im Einvernehmen mit dem -Ministerium Reformmodelle des Studiums insbesondere der Studienanfängerinnen -und Studienanfänger erproben und im Rahmen dieser Reformmodelle insbesondere -Ergänzungskurse anbieten und Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs -vorsehen; bei Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen -werden, ist auch das Einvernehmen mit dem zuständigen Fachministerium -herzustellen. Die Prüfungsordnung kann vorsehen, dass sich für Studierende, die -an Ergänzungskursen teilnehmen, die individualisierte Regelstudienzeit um die -Anzahl der Semester erhöht, die der Arbeitsbelastung dieser Ergänzungskurse -entspricht.

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(3) Die Hochschule stellt für jeden Studiengang einen -Studienplan als Empfehlung an die Studierenden für einen sachgerechten Aufbau -des Studiums auf. Sie wirkt darauf hin, dass der oder dem einzelnen -Studierenden auf ihre oder seine Anforderung hin ein individueller -Studienablaufplan erstellt wird. Inhalt, Aufbau und Organisation des Studiums -sind so zu bestimmen, dass das Studium in der generellen Regelstudienzeit -abgeschlossen werden kann.

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(4) Das Ministerium wird ermächtigt, im Benehmen mit den -einzelnen Hochschulen Beginn und Ende der Vorlesungszeit zu bestimmen.

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(5) Die Hochschulen fördern in der Lehre die Entwicklung von -Methoden und Materialien, die die Verwendung von lebenden oder eigens hierfür -getöteten Tieren verringern oder ganz ersetzen können. Sofern es die mit dem -Studium bezweckte Berufsbefähigung zulässt, andere Lehrmethoden und --materialien einzusetzen, soll in der Lehre auf die Verwendung von eigens -hierfür getöteten Tieren verzichtet werden. Auf begründeten Antrag kann der -Prüfungsausschuss im Einzelfall zulassen, dass einzelne in der Prüfungsordnung -vorgeschriebenen Studien- und Prüfungsleistungen ohne die Verwendung eigens -hierfür getöteter Tiere erbracht werden können.

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(6) Die Hochschulen gewährleisten gemeinsam mit der -Landesregierung eine Lehrerausbildung, die die Bedürfnisse der Schulen -berücksichtigt.

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§ 58a (Fn 23)
-Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

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(1) Die Hochschule berät ihre Studierenden sowie -Studieninteressentinnen und Studieninteressenten, Studienbewerberinnen und -Studienbewerber in allen Fragen des Studiums und der allgemeinen, -hochschulübergreifenden Studienorientierung.

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(2) Die Hochschule kann in der Einschreibungsordnung -bestimmen, dass die Studierenden spätestens bis zum Ende des zweiten Semesters -des von ihnen studierten Studienganges eine Fachstudienberatung besuchen müssen.

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(3) Die Prüfungsordnung kann vorsehen, dass nach Ablauf der -Hälfte der Regelstudienzeit, frühestens drei Monate nach dem Ende des zweiten -Semesters des von ihnen studierten Studienganges, die Teilnahme an -Fachstudienberatungen im Hinblick auf nicht erreichte Studienziele für die -Studierenden zur Förderung eines erfolgreichen Studienverlaufs auf Anforderung -der Hochschule verpflichtend ist, wenn die Studienziele des bisherigen Studiums -zu weniger als einem Drittel der zu erbringenden Leistungspunkte erreicht -wurden. Ziel der Fachstudienberatung nach Satz 1 ist der Abschluss einer -Vereinbarung, in der das weitere Studium geplant wird und sich die oder der -Studierende zu bestimmten Maßnahmen zur Erreichung der Studienziele -verpflichtet und weitere zur Förderung des weiteren Studienverlaufs geeignete -Maßnahmen der Hochschule vereinbart werden (Studienverlaufsvereinbarung).

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(4) Für den Fall, dass eine Studienverlaufsvereinbarung nach -Absatz 3 nicht zustande kommt, kann die Prüfungsordnung weiter vorsehen, dass -als Ergebnis von Fachstudienberatungen nach Absatz 3 Satz 1 die oder der Studierende -verpflichtet wird, innerhalb einer festzulegenden Frist bestimmte -Prüfungsleistungen oder Teilnahmevoraussetzungen von Prüfungsleistungen zu -erbringen. Bei der Festlegung von Verpflichtungen ist die persönliche Situation -der oder des Studierenden angemessen zu berücksichtigen. § 65 Absatz 2 Satz 2 -gilt für das in diesem Absatz genannte Verfahren, welches in seinen -Einzelheiten in der Prüfungsordnung geregelt wird, entsprechend.

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§ 59 (Fn 10)
-Besuch von Lehrveranstaltungen

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(1) Das Recht zum Besuch von Lehrveranstaltungen außerhalb -des gewählten Studienganges kann durch den Fachbereich beschränkt werden, wenn -ohne die Beschränkung eine ordnungsgemäße Ausbildung der für einen Studiengang -eingeschriebenen Studierenden nicht gewährleistet werden kann.

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(2) Ist bei einer Lehrveranstaltung wegen deren Art oder -Zweck oder aus sonstigen Gründen von Forschung, künstlerischen -Entwicklungsvorhaben, Lehre, Kunstausübung und Krankenversorgung eine -Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich und übersteigt die Zahl der -Bewerberinnen und Bewerber die Aufnahmefähigkeit, so regelt die in der Ordnung -nach Satz 2 Halbsatz 2 genannte Funktionsträgerin oder der dort genannte -Funktionsträger die Teilnahme; die Hochschule kann in einer Ordnung die Zahl -der möglichen Teilnahme derselben oder desselben Studierenden an der gleichen -Lehrveranstaltung und an ihren Prüfungen und ihren Teilnahmevoraussetzungen im -Sinne des § 64 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 regeln. Studierende, die im Rahmen -ihres Studienganges auf den Besuch einer Lehrveranstaltung zu diesem Zeitpunkt -angewiesen sind, sind bei der Entscheidung nach Satz 1 Halbsatz 1 vorab zu -berücksichtigen; der Fachbereichsrat regelt in der Prüfungsordnung oder in -einer Ordnung die Kriterien für die Prioritäten; er stellt hierbei im Rahmen -der zur Verfügung stehenden Mittel sicher, dass den Studierenden durch -Beschränkungen in der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Möglichkeit -kein Zeitverlust entsteht.

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(3) Die Zulassung zu bestimmten Lehrveranstaltungen kann im -Übrigen nur nach Maßgabe der Prüfungsordnungen eingeschränkt werden.

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§ 60 (Fn 52)
-Studiengänge

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(1) Studiengänge im Sinne dieses Gesetzes werden durch -Prüfungsordnungen geregelt; Studiengänge, die mit einer staatlichen oder -kirchlichen Prüfung abgeschlossen werden, können ergänzend auch durch Ordnungen -geregelt werden. Sie führen in der Regel zu einem berufsqualifizierenden -Abschluss. Als berufsqualifizierend im Sinne dieses Gesetzes gilt auch der -Abschluss von Studiengängen, durch die die fachliche Eignung für einen -beruflichen Vorbereitungsdienst oder eine berufliche Einführung vermittelt -wird; für diese Studiengänge gilt § 66 Absatz 6 entsprechend.

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(2) Die Hochschulen können fremdsprachige Lehrveranstaltungen -anbieten sowie fremdsprachige Studiengänge sowie gemeinsam mit ausländischen, -insbesondere europäischen Partnerhochschulen internationale Studiengänge -entwickeln, in denen bestimmte Studienabschnitte und Prüfungen an der -ausländischen Hochschule erbracht werden.

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(3) Die Hochschulen können in Kooperation mit Dritten aus -der Ausbildungs- und Berufspraxis (Praxispartner) duale Studiengänge einführen. -In einem dualen Studiengang sind Abschnitte der hochschulischen Lehre und der -fachlich einschlägigen ausbildungs- und berufspraktischen Bildung inhaltlich -und organisatorisch miteinander verbunden. Duale Studiengänge sind so -ausgestaltet, dass sie eine berufliche Bildung, eine Berufstätigkeit oder eine -praktische Tätigkeit integrieren (ausbildungs-, berufs- oder -praxisintegrierende Studiengänge). Die Prüfungsordnung regelt die Verbindung -der Abschnitte im Sinne des Satzes 2. Die Kooperation nach Satz 1 setzt voraus, -dass der Praxispartner in dem mit ihm abzuschließenden Vertrag der nach Satz 4 -geregelten Verbindung zustimmt und diese umsetzt. Unbeschadet der Verantwortung -des Praxispartners für die Abschnitte der fachlich einschlägigen ausbildungs- -und berufspraktischen Bildung trägt die Hochschule für den dualen Studiengang -die Gesamtverantwortung.

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(4) Die Hochschulen strukturieren ihre Studiengänge in -Modulform und führen ein landeseinheitliches Leistungspunktsystem ein. Das -Ministerium kann Ausnahmen für künstlerische Studiengänge vorsehen.

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§ 61 (Fn 45)
-Regelstudienzeit

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(1) Regelstudienzeit ist die Studienzeit, innerhalb der ein -Studiengang abgeschlossen werden kann. Sie schließt integrierte -Auslandssemester, Praxissemester und andere berufspraktische Studienphasen -sowie die Prüfungsleistungen ein. Sie ist maßgebend für die Gestaltung der -Studiengänge durch die Hochschule, für die Sicherstellung des Lehrangebots, für -die Gestaltung des Prüfungsverfahrens sowie für die Ermittlung und Feststellung -der Ausbildungskapazitäten und die Berechnung von Studierendenzahlen bei der -Hochschulplanung.

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(1a) Die Regelstudienzeit berechnet sich nach Maßgabe des -Absatzes 2 Satz 1 bis 4 oder des Absatzes 3 (generelle Regelstudienzeit) oder -nach Maßgabe des § 58 Absatz 2a Satz 3 oder des § 62a Absatz 3 -(individualisierte Regelstudienzeit). Im Falle des § 58 Absatz 2a Satz 2 oder -des § 62a Absatz 3 ist die erhöhte oder die geregelte Regelstudienzeit für die -jeweilige Studierende oder den jeweiligen Studierenden die Regelstudienzeit des -Studienganges im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 und 2.

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(2) Die generelle Regelstudienzeit in Studiengängen, die mit -einem Bachelorgrad abgeschlossen werden und zu einem ersten -berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt mindestens sechs und höchstens -acht Semester. In Studiengängen, die mit einem Mastergrad abgeschlossen werden -und zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt die -generelle Regelstudienzeit mindestens zwei und höchstens vier Semester; ihnen -soll ein mit dem Bachelorgrad abgeschlossener Studiengang vorausgehen. Die -generelle Gesamtregelstudienzeit konsekutiver Studiengänge nach Satz 1 und 2 -sowie von Studiengängen mit dem Abschluss Magister Theologiae beträgt höchstens -zehn Semester. Hinsichtlich der generellen Regelstudienzeit in Studiengängen, -die im Rahmen des Verbundstudiums an Fachhochschulen oder die in Form von -Reformmodellen nach § 58 Absatz 2a durchgeführt werden, können in -Hochschulverträgen von den Sätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen getroffen -werden. § 62a Absatz 3 bleibt jeweils unberührt.

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(3) Die Absätze 1 bis 2 gelten entsprechend für -Studiengänge, die mit einer durch Landesrecht geregelten staatlichen Prüfung -abgeschlossen werden, soweit nicht landes- oder bundesgesetzlich etwas anderes -geregelt ist.

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§ 62
-Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

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(1) Die Hochschulen bieten zur wissenschaftlichen oder -künstlerischen Vertiefung und Ergänzung berufspraktischer Erfahrungen -Weiterbildung in der Form des weiterbildenden Studiums und des weiterbildenden -Masterstudienganges an. An Weiterbildung kann teilnehmen, wer ein -Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen oder die erforderliche Eignung im -Beruf erworben hat. Das Weiterbildungsangebot ist mit den übrigen -Lehrveranstaltungen abzustimmen und soll berufspraktische Erfahrungen -einbeziehen. Die Hochschule regelt die Voraussetzungen und das Verfahren des -Zugangs und der Zulassung. Sie kann die Zulassung insbesondere beschränken, -wenn wegen der Aufnahmefähigkeit oder der Art oder des Zwecks der Weiterbildung -eine Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich ist.

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(2) Wird die Weiterbildung in öffentlich-rechtlicher Weise -angeboten, sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Weiterbildung -Gasthörerinnen und Gasthörer; Absatz 3 Satz 2 bleibt unberührt. Die Hochschule -kann Weiterbildung auch auf privatrechtlicher Grundlage anbieten oder mit -Einrichtungen der Weiterbildung außerhalb des Hochschulbereichs in -privatrechtlicher Form zusammenarbeiten.

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(3) Ein weiterbildender Masterstudiengang ist ein -Studiengang, der neben der Qualifikation nach § 49 das besondere Eignungserfordernis -eines einschlägigen berufsqualifizierenden Studienabschlusses und das besondere -Eignungserfordernis einer einschlägigen Berufserfahrung voraussetzt. Wird der -weiterbildende Studiengang in öffentlich-rechtlicher Weise angeboten, wird die Bewerberin -oder der Bewerber in diesen Studiengang als Weiterbildungsstudierende oder -Weiterbildungsstudierender eingeschrieben. Wird der weiterbildende Studiengang -auf privatrechtlicher Grundlage angeboten, kann die Bewerberin oder der -Bewerber nach Maßgabe der Einschreibungsordnung als Weiterbildungsstudierende -oder Weiterbildungsstudierender eingeschrieben werden. Die Einschreibung nach -Satz 2 und 3 setzt voraus, dass sie oder er die nach Satz 1 erforderliche -Qualifikation und die sonstigen Zugangsvoraussetzungen nachweist und kein -Einschreibungshindernis vorliegt. § 48 Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. -Weiterbildungsstudierende sind berechtigt, wie eingeschriebene Studierende an -Wahlen teilzunehmen und Mitglied der Studierendenschaft zu werden.

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(4) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des weiterbildenden -Studiums erhalten Weiterbildungszertifikate. Das Nähere regelt die -Prüfungsordnung.

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(5) Für die Inanspruchnahme öffentlich-rechtlich erbrachter -Weiterbildungsangebote sind kostendeckende Gebühren festzusetzen und bei -privatrechtlichen Weiterbildungsangeboten Entgelte zu erheben. Mitgliedern der -Hochschule, die Aufgaben in der Weiterbildung übernehmen, kann dies nach -Maßgabe der §§ 39 Absatz 3, 42 Absatz 1 Satz 4, 44 Absatz 2 Satz 2 vergütet -werden.

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§ 62a (Fn 10)
-Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

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(1) Die Hochschule soll das Lehrangebot so organisieren, -dass das Studium auch als Teilzeitstudium erfolgen kann.

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(2) Die Hochschule prüft, ob und inwieweit die von ihr angebotenen -Studiengänge für ein Studium in Teilzeit geeignet sind; Absatz 1 bleibt -unberührt. Die Liste der für ein Studium in Teilzeit geeigneten Studiengänge -ist in geeigneter Weise zu veröffentlichen.

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(3) In der Prüfungsordnung kann für Studierende in Teilzeit -nach § 48 Absatz 8 eine individualisierte Regelstudienzeit in vollen Semestern -geregelt werden, deren Dauer dem Verhältnis der Arbeitsbelastung des -Studierenden in Teilzeit zu der Arbeitsbelastung eines Studierenden in Vollzeit -und damit der generellen Regelstudienzeit dem Verhältnis nach entspricht.

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(4) Die Einschreibungsordnung kann vorsehen, dass -Studierende in Teilzeit nach § 48 Absatz 8 innerhalb ihres gewählten -Studienganges nur entsprechend dem Verhältnis der generellen Regelstudienzeit -zu ihrer individualisierten Regelstudienzeit zum Besuch von Lehrveranstaltungen -berechtigt sind, Studien- und Prüfungsleistungen erbringen können, -Teilnahmevoraussetzungen im Sinne des § 64 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 oder -Leistungspunkte erwerben oder Prüfungen ablegen können; § 59 bleibt ansonsten -unberührt.

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§ 62b (Fn 33)
-Vertretung der Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischer -Erkrankung

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(1) Die Hochschule bestellt eine Person, die nach Maßgabe -des Absatzes 2 als Beauftragte oder Beauftragter für Studierende mit -Behinderung oder chronischer Erkrankung die Belange dieser Studierenden -wahrnimmt. Die Grundordnung regelt Wählbarkeit, Wahl, Bestellung und Amtszeit. -Die Grundordnung kann vorsehen, dass die beauftragte Person, sofern sie in -einem Dienst- oder Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule steht, in einem -angemessenen Umfang von ihrer dienstlichen Tätigkeit freigestellt wird. Auf -Antrag werden die Kosten für den Geschäftsbedarf der beauftragten Person von -der Hochschule entsprechend § 40 des Landespersonalvertretungsgesetzes -übernommen.

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(2) Die beauftragte Person wirkt darauf hin, dass den -besonderen Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung oder chronischer -Erkrankung Rechnung getragen wird und insbesondere die zu ihren Gunsten -geltenden Rechtsvorschriften beachtet werden. Sie wirkt insbesondere bei der -Planung und Organisation der Lehr- und Studienbedingungen und beim -Nachteilsausgleich hinsichtlich des Zugangs und der Zulassung zum Studium, -hinsichtlich des Studiums und hinsichtlich der Prüfungen mit. Sie behandelt -Beschwerden von Betroffenen. Beanstandet die beauftragte Person eine Maßnahme, -hat die Beanstandung aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe geschaffen, ist -das Rektorat zu beteiligen.

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(3) Im Rahmen der Aufgaben nach Absatz 2 sind das Rektorat, -die Leitung von wissenschaftlichen Einrichtungen und von Betriebseinheiten -sowie die Fachbereichsleitung der beauftragten Person gegenüber -auskunftspflichtig. Die beauftragte Person kann gegenüber allen Gremien der -Hochschule Empfehlungen und Stellungnahmen abgeben.

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(4) Die Beauftragten für die Studierenden mit Behinderung -oder chronischer Erkrankung können sich zu einer Arbeitsgemeinschaft -zusammenschließen und sich eine Satzung geben. Die Satzung ist zu veröffentlichen. -Die Kosten für den Geschäftsbedarf dieser Arbeitsgemeinschaft werden vom -Ministerium entsprechend § 40 des Landespersonalvertretungsgesetzes übernommen, -ebenso wie die Kosten einer angemessenen Freistellung.

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Kapitel 2

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Prüfungen

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§ 63 (Fn 10)
-Prüfungen

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(1) Der Studienerfolg wird durch Hochschulprüfungen, -staatliche oder kirchliche Prüfungen festgestellt, die studienbegleitend -abgelegt werden sollen; während der Prüfungen müssen die Studierenden -eingeschrieben sein. Studiengänge, die mit dem Bachelorgrad, dem Mastergrad -oder dem Abschlussgrad „Magister Theologiae“ abgeschlossen werden, sind zu -modularisieren und mit einem Leistungspunktesystem auszustatten, das das -Europäische Credit-Transfer-System (ECTS) einschließt; Module sind in der Regel -mit nur einer Prüfung abzuschließen. Prüfungsleistungen im Rahmen eines -Leistungspunktesystems werden benotet, mit Leistungspunkten versehen und um -eine Bewertung nach der ECTS-Bewertungsskala ergänzt; diese Bewertung nach der -ECTS-Bewertungsskala kann auf die Vergabe der Gesamtnote beschränkt werden. Die -Höhe der zu vergebenden Leistungspunkte gibt den durchschnittlichen -Arbeitsaufwand der Studierenden für alle zum Modul gehörenden Leistungen -wieder.

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(2) Die Prüfungsordnungen können vorsehen, dass Leistungen -von Prüfungen, die im ersten Semester oder in den ersten beiden Semestern -abgelegt worden sind, nicht benotet werden oder dass ihre Benotung nicht in die -Gesamtnote einfließt.

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(3) Prüfungstermine sollen so angesetzt werden, dass infolge -der Terminierung keine Lehrveranstaltungen ausfallen.

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(4) Studierenden des gleichen Studienganges soll bei -mündlichen Prüfungen die Teilnahme als Zuhörerinnen und Zuhörer ermöglicht -werden, sofern nicht eine Kandidatin oder ein Kandidat widerspricht. Die -Teilnahme erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des -Prüfungsergebnisses an die Kandidatinnen und Kandidaten. Das Nähere regelt die -Prüfungsordnung.

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(5) Die Hochschulen und die staatlichen Prüfungsämter können -von den Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten eine Versicherung an Eides -Statt verlangen und abnehmen, dass die Prüfungsleistung von ihnen selbständig -und ohne unzulässige fremde Hilfe erbracht worden ist. Wer vorsätzlich

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1. gegen eine die Täuschung über Prüfungsleistungen -betreffende Regelung einer Hochschulprüfungsordnung oder

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2. gegen eine entsprechende Regelung einer staatlichen oder -kirchlichen Prüfungsordnung

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verstößt, handelt ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit -kann mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden. Die Hochschulen -können das Nähere in einer Ordnung regeln. Zuständige Verwaltungsbehörde für -die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach Satz 2 Nummer 1 ist -die Kanzlerin oder der Kanzler sowie nach Satz 2 Nummer 2 das staatliche -Prüfungsamt. Im Falle eines mehrfachen oder sonstigen schwerwiegenden -Täuschungsversuches kann der Prüfling zudem exmatrikuliert werden.

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(6) Die Prüfungsanforderungen und -verfahren sind so zu -gestalten, dass die letzte Prüfung innerhalb der generellen Regelstudienzeit -vollständig abgelegt werden kann.

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(7) Für den Nachweis der krankheitsbedingten -Prüfungsunfähigkeit reicht eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der -Prüfungsunfähigkeit hin, es sei denn, es bestehen zureichende tatsächliche -Anhaltspunkte, die eine Prüfungsfähigkeit als wahrscheinlich annehmen oder -einen anderen Nachweis als sachgerecht erscheinen lassen. Bestehen derartige -Anhaltspunkte, ist die Hochschule berechtigt, auf ihre Kosten eine ärztliche -Bescheinigung einer Vertrauensärztin oder eines Vertrauensarztes der Hochschule -zu verlangen; die oder der Studierende muss zwischen mehreren -Vertrauensärztinnen oder Vertrauensärzten wählen können. Eine Einholung -amtlicher Bescheinigungen, Zeugnisse oder Gutachten der unteren Gesundheitsbehörden -nach § 19 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes -Nordrhein-Westfalen vom 25. November 1997 (GV. NRW. S. 430), das zuletzt durch -Artikel 2 des Gesetzes vom 30. April 2013 (GV. NRW. S. 202) geändert worden -ist, findet nicht statt.

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(8) Die Grundordnung kann zulassen oder vorsehen, dass in -dem Prüfungsausschuss Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe nach § 11 Absatz -1 Satz 1 Nummer 3 nicht vertreten sein müssen und dass abweichend von § 12 -Absatz 1 Satz 5 dem Prüfungsausschuss auch Mitglieder des Fachbereichs -angehören dürfen, die nicht Mitglieder des Fachbereichsrats sind.

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§ 63a (Fn 34)
-Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen

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(1) Prüfungsleistungen, die in Studiengängen an anderen -staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen, an staatlichen oder -staatlich anerkannten Berufsakademien, in Studiengängen an ausländischen -staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen oder in einem anderen -Studiengang derselben Hochschule erbracht worden sind, werden auf Antrag -anerkannt, sofern hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen kein wesentlicher -Unterschied zu den Leistungen besteht, die ersetzt werden; eine Prüfung der -Gleichwertigkeit findet nicht statt. Das Gleiche gilt hinsichtlich -Studienabschlüssen, mit denen Studiengänge im Sinne des Satzes 1 abgeschlossen -worden sind. Die Anerkennung im Sinne der Sätze 1 und 2 dient der Fortsetzung -des Studiums, dem Ablegen von Prüfungen, der Aufnahme eines weiteren Studiums -oder der Zulassung zur Promotion.

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(2) Es obliegt der antragstellenden Person, die -erforderlichen Informationen über die anzuerkennende Leistung bereitzustellen. -Die Beweislast dafür, dass ein Antrag im Sinne des Absatzes 1 die -Voraussetzungen für die Anerkennung nicht erfüllt, liegt bei der Stelle, die -das Anerkennungsverfahren durchführt.

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(3) Entscheidungen über Anträge im Sinne des Absatzes 1 -werden innerhalb einer von der Hochschule im Voraus festgelegten angemessenen -Frist getroffen.

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(4) Auf der Grundlage der Anerkennung nach Absatz 1 kann und -auf Antrag der oder des Studierenden muss die Hochschule in ein Fachsemester -einstufen, dessen Zahl sich aus dem Umfang der durch die Anerkennung erworbenen -ECTS-Leistungspunkte im Verhältnis zu dem Gesamtumfang der im jeweiligen -Studiengang insgesamt erwerbbaren ECTS-Leistungspunkten ergibt. Ist die -Nachkommastelle kleiner als fünf, wird auf ganze Semester abgerundet, ansonsten -wird aufgerundet.

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(5) Wird die auf Grund eines Antrags im Sinne des Absatzes 1 -begehrte Anerkennung versagt, kann unbeschadet der verfahrens- oder -prozessrechtlichen Fristen die antragstellende Person eine Überprüfung der -Entscheidung durch das Rektorat beantragen, soweit die Anerkennung nicht einen -Studiengang betrifft, der mit einer staatlichen oder kirchlichen Prüfung -abgeschlossen wird; das Rektorat gibt der für die Entscheidung über die -Anerkennung zuständigen Stelle eine Empfehlung für die weitere Behandlung des -Antrags.

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(6) Soweit Vereinbarungen und Abkommen der Bundesrepublik -Deutschland mit anderen Staaten über Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich -(Äquivalenzabkommen) Studierende ausländischer Staaten abweichend von Absatz 1 -begünstigen, gehen die Regelungen der Äquivalenzabkommen vor.

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(7) Auf Antrag kann die Hochschule auf andere Weise als -durch ein Studium erworbene Kenntnisse und Qualifikationen auf der Grundlage -vorgelegter Unterlagen anerkennen, wenn diese Kenntnisse und Qualifikationen -den Prüfungsleistungen, die sie ersetzen sollen, nach Inhalt und Niveau -gleichwertig sind. Sie soll diese Kenntnisse und Qualifikationen bei -Gleichwertigkeit im Sinne des Satzes 1 anerkennen, wenn die Kriterien und das -Verfahren, die oder das für die Anerkennung in der Hochschule gelten, im Rahmen -einer Akkreditierung überprüft worden sind. Die Hochschulen regeln das Nähere -zu Satz 1 in der Prüfungsordnung, insbesondere ob und unter welchen -Voraussetzungen und in welchem Umfang diese Kenntnisse und Qualifikationen -anerkannt werden können. Die Prüfungsordnung kann auch eine Einstufungsprüfung -vorsehen. Die Hochschulen können die Anerkennung der Kenntnisse und -Qualifikationen nach den Sätzen 1 und 2, die durch bestimmte berufliche Aus- -und Fortbildungen vermittelt werden, in allgemeiner Form regeln. Sie -veröffentlichen diese Regelungen. Eine Anerkennung über einen Umfang von bis -zur Hälfte der zu erbringenden Prüfungsleistungen hinaus ist nur dann zulässig, -wenn

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1. die Hochschule für die Anerkennung ein -Qualitätssicherungskonzept entwickelt hat, welches unter Einbezug externen Sachverstands -die einzelnen Anerkennungsentscheidungen insgesamt einem qualitätsgesicherten -Prüfverfahren unterzieht, und

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2. dieses Qualitätssicherungskonzept von einer Agentur im -Sinne des Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 des Studienakkreditierungsstaatsvertrags erfolgreich -begutachtet worden ist.

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(8) Die Hochschulen stellen in Ansehung des gegenseitigen -Vertrauens auf die Qualitätssicherung in den Hochschulen und der erfolgreichen -Akkreditierung von Studiengängen sicher, dass die Verfahren und Kriterien, die -bei der Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen angewendet -werden, durchschaubar, einheitlich und zuverlässig sind.

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§ 64 (Fn 35)
-Prüfungsordnungen

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(1) Hochschulprüfungen werden auf Grund von Prüfungsordnungen -abgelegt, die nach Überprüfung durch das Rektorat vom Fachbereichsrat auf -Vorschlag des Studienbeirats zu erlassen sind. Falls der Fachbereichsrat einem -Vorschlag des Studienbeirats nicht folgen oder ohne einen Vorschlag entscheiden -will, kann er, soweit die Entscheidung organisatorische Regelungen der -Prüfungsordnung betrifft, mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Stimmen -den Vorschlag ersetzen oder ohne einen Vorschlag entscheiden; betrifft der -Entscheidungsgegenstand andere als organisatorische Regelungen, reicht die -Mehrheit seiner Stimmen. Organisatorische Regelungen im Sinne des Satzes 2 sind -die Anzahl der Prüfungen und der Module, das Prüfungsverfahren sowie die -Anordnung einer verpflichtenden Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen -als Teilnahmevoraussetzung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2.

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(2) Hochschulprüfungsordnungen müssen insbesondere regeln:

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1. Das Ziel des Studiums, den zu verleihenden Hochschulgrad -und die Zahl der Module,

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2. den Inhalt, das Qualifikationsziel, die Lehrform, die -Teilnahmevoraussetzungen, die Arbeitsbelastung und die Dauer der -Prüfungsleistungen der Module,

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3. die Voraussetzungen der in den Studiengang integrierten -Auslandssemester, Praxissemester oder anderen berufspraktischen Studienphasen,

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4. die Zahl und die Voraussetzungen für die Wiederholung von -Prüfungsleistungen,

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5. nachteilsausgleichende Regelungen für Studierende, die -auf Grund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung oder auf Grund der -mutterschutzrechtlichen Bestimmungen an der Ableistung einer Prüfung oder dem -Erwerb einer Teilnahmevoraussetzung im Sinne von Nummer 2 in der in der -Prüfungsordnung vorgesehenen Weise gehindert sind,

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6. die Grundsätze der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen -einschließlich der Höchstfristen für die Mitteilung der Bewertung von Prüfungen -und die Anerkennung von in anderen Studiengängen oder an anderen Hochschulen -erbrachten Leistungen,

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7. die Prüfungsorgane und das Prüfungsverfahren,

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8. die Folgen der Nichterbringung von Prüfungsleistungen und -des Rücktritts von einer Prüfung sowie das innerhalb der Hochschule einheitlich -geregelte Nähere zur Art und Weise der Erbringung des Nachweises der -krankheitsbedingten Prüfungsunfähigkeit,

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9. die Folgen von Verstößen gegen Prüfungsvorschriften,

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10. die Einsicht in die Prüfungsakten nach den einzelnen -Prüfungen und die Fertigung einer Kopie oder einer sonstigen originalgetreuen -Reproduktion.

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In der Prüfungsordnung kann geregelt werden, dass -Hochschulprüfungen in elektronischer Form oder in elektronischer Kommunikation -(Online-Prüfungen) abgelegt werden können. Hierbei sind insbesondere -Bestimmungen zum Datenschutz zu treffen.

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(2a) Hinsichtlich des Mutterschutzes gelten die entsprechenden -Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes. Die Regelungen über den -Nachteilsausgleich nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 5 können insbesondere -Abweichungen im Hinblick auf die Ableistung der Prüfung, auch hinsichtlich -ihrer Form, auf die Dauer der Prüfung, auf die Benutzung von Hilfsmitteln oder -Hilfspersonen sowie auf die Zahl und die Voraussetzungen für die Wiederholung -von Prüfungsleistungen vorsehen; der Nachteilsausgleich wird auf Antrag -einzelfallbezogen gewährt. Er soll sich bei Menschen mit Behinderung oder -chronischer Erkrankung, soweit nicht mit einer Änderung des Krankheits- oder -Behinderungsbildes zu rechnen ist, auf alle im Verlauf des Studiums -abzuleistenden Prüfungen erstrecken. Die Sätze 2 und 3 gelten für den Erwerb -einer Teilnahmevoraussetzung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2 -entsprechend.

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(3) Die Hochschulen können durch Prüfungsordnung oder durch -Ordnung regeln, dass die Anmeldung zum Erstversuch einer Prüfung spätestens -drei Semester

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1. nach dem Semester, in dem der Besuch der -Lehrveranstaltung, dem die Prüfung nach dem Studienplan oder dem -Studienablaufplan zugeordnet ist, nach diesen Plänen vorgesehen war, oder

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2. nach dem Besuch dieser Lehrveranstaltung

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erfolgen muss; desgleichen können in der Prüfungsordnung -oder in einer Ordnung Fristen für die Wiederholung der Prüfung festgesetzt -werden. In den Fällen des Satzes 1 verlieren die Studierenden den -Prüfungsanspruch, wenn sie nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes die -Lehrveranstaltung besuchen oder sich zur Prüfung oder zur Wiederholungsprüfung -melden, es sei denn, sie weisen nach, dass sie das Versäumnis der Frist nicht -zu vertreten haben. Vorbehaltlich anderweitiger staatlicher Regelungen oder -Regelungen in Leistungspunktsystemen können die Hochschulen in Hochschulprüfungsordnungen -sowie für Studiengänge mit staatlichen oder kirchlichen Prüfungen in besonderen -Ordnungen vorsehen, dass die Wiederholung von Teilnahmevoraussetzungen im Sinne -des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2 beschränkt werden kann.

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(3a) Die Fristen im Sinne des Absatzes 3 verlängern sich

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1. für die Pflege und Erziehung von minderjährigen Kindern -im Sinne des § 25 Absatz 5 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes um drei -Semester pro Kind,

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2. für die Mitwirkung als gewählte Vertreterin oder -gewählter Vertreter in Organen der Hochschule, der Studierendenschaft, der -Fachschaften der Studierendenschaft oder der Studierendenwerke um insgesamt bis -zu höchstens vier Semester,

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3. für die Wahrnehmung des Amtes der -Gleichstellungsbeauftragten um bis zu höchstens vier Semester,

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4. um die Zeit der studienzeitverlängernden Auswirkungen -einer Behinderung oder einer schweren Erkrankung und

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5. um bis zu drei Semestern für die Zeit, in der Studierende -eine Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wahrnehmen.

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Bei Studierenden in Teilzeit nach § 48 Absatz 8 verlängern -sich die Fristen im Sinne des Absatzes 3 entsprechend dem Verhältnis ihres -Studiums in Teilzeit zum Studium in Vollzeit.

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(4) Vor dem Erlass staatlicher Prüfungsordnungen sind die -betroffenen Hochschulen zu hören. Zu geltenden staatlichen Prüfungsordnungen -können die betroffenen Hochschulen Änderungsvorschläge vorlegen, die mit ihnen -zu erörtern sind. Ordnungen der Hochschule über Zwischenprüfungen oder sonstige -Prüfungen in Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen -werden, bedürfen der Zustimmung des für die Prüfungsordnung zuständigen -Fachministeriums im Einvernehmen mit dem Ministerium.

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§ 65 (Fn 10)
-Prüferinnen und Prüfer

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(1) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind die an der -Hochschule Lehrenden und, soweit dies zur Erreichung des Prüfungszweckes -erforderlich oder sachgerecht ist, die in der beruflichen Praxis und Ausbildung -erfahrenen Personen befugt. Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet -werden, die selbst mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine -gleichwertige Qualifikation besitzen. Die Prüferinnen und Prüfer sind in ihrer -Prüfungstätigkeit unabhängig von Weisungen.

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(2) Prüfungsleistungen in schriftlichen oder mündlichen -Prüfungen, mit denen ein Studiengang abgeschlossen wird, und in -Wiederholungsprüfungen, bei deren endgültigem Nichtbestehen keine -Ausgleichsmöglichkeit vorgesehen ist, sind von mindestens zwei Prüferinnen oder -Prüfern im Sinne des Absatzes 1 zu bewerten. Darüber hinaus sind mündliche -Prüfungen stets von mehreren Prüferinnen oder Prüfern oder von einer Prüferin -oder einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin oder eines -sachkundigen Beisitzers abzunehmen.

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Teil 7

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Grade und Zeugnisse

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§ 66 (Fn 54)
-Hochschulgrade, Leistungszeugnis

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(1) Die Hochschule verleiht auf Grund einer -Hochschulprüfung, mit der ein Studienabschluss in einem Studiengang erworben -wird, einen Bachelorgrad oder einen Mastergrad. Der Grad kann mit einem Zusatz -verliehen werden, der die verleihende Hochschule bezeichnet; er kann auch ohne -diesen Zusatz geführt werden. Auf Grund einer Kooperationsvereinbarung mit -einer ausländischen Hochschule kann die Hochschule deren Grad verleihen. Andere -akademische Grade kann die Hochschule nur in besonderen Fällen verleihen.

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(1a) Die Universität verleiht Studierenden eines -Studiengangs der Rechtswissenschaft, welcher mit einer ersten Prüfung im Sinne -des § 1 des Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 11. März 2003 (GV. NRW. S. 135, ber. S. 431) in der jeweils geltenden Fassung abschließt, einen -Bachelorgrad, wenn sie

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1. die Voraussetzungen für die Zulassung zur staatlichen -Pflichtfachprüfung gemäß § 7 Absatz 1 des Juristenausbildungsgesetzes -Nordrhein-Westfalen erfüllen oder zur staatlichen Pflichtfachprüfung in -Nordrhein-Westfalen zugelassen wurden und

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2. die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung im Sinne des -§ 5 Absatz 1 des Deutschen Richtergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung -vom 19. April 1972 (BGBl. I S. 713), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes -vom 20. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 389) geändert worden ist, an einer -Universität in Nordrhein-Westfalen bestanden haben.

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Die Voraussetzungen nach Satz 1 müssen erstmalig vollständig -zu einem Zeitpunkt gegeben sein, der nach dem 31. März 2017 liegt. Das -Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 Halbsatz 1 prüfen und -bescheinigen die für die staatliche Pflichtfachprüfung nach §§ 3 Absatz 1, 6 -Absatz 1 des Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen zuständigen -Justizprüfungsämter. Deren Entscheidung bindet die Universitäten. Die -Zulassungsbescheinigung zur staatlichen Pflichtfachprüfung ersetzt eine -Bescheinigung nach Satz 3. Der Bachelorgrad nach Satz 1 ist ein Bachelorgrad im -Sinne des Absatzes 1 Satz 1. Die Verleihung nach Satz 1 erfolgt auf Antrag -durch die Universität, an welcher die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung -bestanden oder nach Maßgabe des § 63a anerkannt wurde. Das Nähere zur -Berechnung der Bachelornote regelt die Universität durch Ordnung, welche der -Zustimmung des für die Justiz zuständigen Ministeriums im Einvernehmen mit dem -Ministerium bedarf. Studierende, welche die staatliche Pflichtfachprüfung -endgültig nicht bestanden haben, können das Studium fortsetzen und die -universitäre Schwerpunktbereichsprüfung absolvieren.

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(2) Die Hochschule kann den Mastergrad auch auf Grund einer -staatlichen oder einer kirchlichen Prüfung, mit der ein Studienabschluss -erworben wird, verleihen.

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(3) Urkunden über Hochschulgrade können mehrsprachig -ausgestellt werden; in diesem Fall gilt Entsprechendes für das Führen des -Grades. Den Urkunden über die Verleihung des Hochschulgrades fügen die -Hochschulen eine englischsprachige Übersetzung und eine ergänzende Beschreibung -in englischer und deutscher Sprache (diploma supplement) bei, die insbesondere -die wesentlichen, dem Abschluss zugrunde liegenden Studieninhalte, den -Studienverlauf, die mit dem Abschluss erworbenen Kompetenzen sowie die -verleihende Hochschule enthalten muss.

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(4) Für die Rücknahme der Gradverleihung gilt § 48 Absatz 1 -und 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen. Die -Rücknahme ist nur innerhalb von fünf Jahren seit dem Zeitpunkt der -Gradverleihung zulässig. Der Zeitraum zwischen Einleitung und Beendigung eines -Verwaltungsverfahrens zur Prüfung der Rücknahme der Gradverleihung wird auf die -Fünfjahresfrist nach Satz 2 nicht eingerechnet.

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(5) Studierende, welche die Hochschule ohne Studienabschluss -verlassen, erhalten auf Antrag ein Leistungszeugnis über die insgesamt -erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der erworbenen -ECTS-Leistungspunkte.

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(6) Die Hochschule kann Grade nach Absatz 1 auch verleihen, -wenn eine andere Bildungseinrichtung auf die Hochschulprüfung auf der Grundlage -einer Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule in gleichwertiger Weise -vorbereitet hat (Franchising der Hochschulen in der Trägerschaft des Landes). -Die Gradverleihung nach Satz 1 setzt voraus, dass

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1. von der Bildungseinrichtung nur Bewerberinnen oder -Bewerber aufgenommen werden, die die Voraussetzungen für den Zugang zum Studium -an der Kooperationshochschule erfüllen und

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2. unter der Verantwortung und Kontrolle der -Kooperationshochschule die Qualität und Gleichwertigkeit des Studienangebotes gesichert, -die Prüfungen durchgeführt und die Hochschulgrade verliehen werden.

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Abgesehen von den Fällen des § 62 Absatz 3 darf Träger der -Bildungseinrichtung nicht die Hochschule sein.

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§ 67
-Promotion

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(1) Durch die Promotion wird an Universitäten, auch in -Kooperation mit den Fachhochschulen nach § 67a, eine über das allgemeine -Studienziel gemäß § 58 Absatz 1 hinausgehende Befähigung zu selbständiger -wissenschaftlicher Arbeit nachgewiesen. Die Befähigung wird auf Grund einer -wissenschaftlich beachtlichen schriftlichen Arbeit (Dissertation) und weiterer -Prüfungsleistungen festgestellt. Auf Grund der Promotion wird der Doktorgrad -verliehen; § 66 Absatz 3 Satz 1 und Absatz 6 Satz 1 und 2 gilt entsprechend.

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(2) Im Promotionsstudium sollen die Hochschulen für ihre -Doktorandinnen und Doktoranden forschungsorientierte Studien anbieten und ihnen -den Erwerb von akademischen Schlüsselqualifikationen ermöglichen. Das -Promotionsstudium kann als Studiengang gemäß § 60 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt -und in diesem Fall durch einen vorangehenden Masterabschluss gegliedert werden; -hinsichtlich der generellen Regelstudienzeit gilt § 61 Absatz 2 Satz 2 -entsprechend. Die Hochschulen wirken auf die wissenschaftliche Betreuung ihrer -Doktorandinnen und Doktoranden hin und gewährleisten hierzu den Abschluss einer -Betreuungsvereinbarung.

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(3) Das Promotionsstudium wird vom Fachbereich durchgeführt. -§ 26 Absatz 5 bleibt unberührt. Das Nähere regelt eine Prüfungsordnung -(Promotionsordnung). § 63 Absatz 5 Satz 1 bis 5 sowie § 65 Absatz 1 Satz 2 -gelten entsprechend. Die Bewertung der Promotionsleistungen nach Absatz 1 Satz -2 soll spätestens sechs Monate nach Vorlage der Dissertation abgeschlossen -sein. Die Promotionsordnung kann die Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber -vorsehen.

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(4) Zum Promotionsstudium hat Zugang, wer

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1. einen Abschluss nach einem einschlägigen Hochschulstudium -mit einer generellen Regelstudienzeit von wenigstens acht Semestern, für das -ein anderer Grad als „Bachelor“ verliehen wird, oder

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2. einen Abschluss nach einem einschlägigen Hochschulstudium -mit einer generellen Regelstudienzeit von wenigstens sechs Semestern und daran -anschließende angemessene, auf die Promotion vorbereitende Studien in den -Promotionsfächern oder

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3. einen Abschluss eines Masterstudiengangs im Sinne des § -61 Absatz 2 Satz 2

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nachweist. Die Promotionsordnung soll den Zugang vom -Nachweis eines qualifizierten Abschlusses abhängig machen und kann den Nachweis -weiterer Studienleistungen sowie sonstiger Leistungen, die die Eignung für eine -Promotion erkennen lassen, verlangen. Eine unterschiedliche Behandlung von -Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Abschluss eines Fachhochschulstudiums -einerseits und mit dem Abschluss eines Universitätsstudiums andererseits beim -Zugang zum Promotionsstudium ist nicht zulässig.

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(5) Zugangsberechtigte nach Absatz 4 werden als -Doktorandinnen oder Doktoranden an der Universität eingeschrieben, an der sie -promovieren wollen. Die Einschreibungsordnung kann die Einschreibung unter -Berücksichtigung der generellen Regelstudienzeit in angemessenem Umfang -befristen. Im Übrigen gelten §§ 48, 49 Absatz 12, §§ 50 und 51 entsprechend.

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(6) Die Universitäten entwickeln ihre Systeme der -Qualitätssicherung des Promotionsgeschehens weiter. § 7 Absatz 2 und 3 bleibt -unberührt.

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§ 67a (Fn 10)
-Kooperative Promotion

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(1) Die Universitäten und Fachhochschulen entwickeln in -Kooperation Promotionsstudien im Sinne des § 67, bei denen die Erbringung der -Promotionsleistungen gemeinsam betreut wird. Das Nähere zu diesen Studien und -zur gemeinsamen Betreuung regelt die Promotionsordnung; diese soll dabei -vorsehen, dass Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer an Fachhochschulen an -der Betreuung von Promotionsstudien beteiligt sowie zu Gutachterinnen oder -Gutachtern oder Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden. Die individuellen -Promotionsstudien sind in einer Vereinbarung zwischen einer Hochschullehrerin -oder einem Hochschullehrer an der Universität und einer Hochschullehrerin oder -einem Hochschullehrer an der Fachhochschule festzulegen. Doktorandinnen und -Doktoranden, die im Rahmen eines kooperativen Promotionsstudiums nach Satz 1 in -der Fachhochschule betreut werden, können als Doktorandinnen oder Doktoranden -an dieser Fachhochschule eingeschrieben werden; sie nehmen in der -Fachhochschule an Wahlen nicht teil. Die Einschreibung nach § 67 Absatz 5 -bleibt von der Einschreibung nach Satz 4 unberührt. Im Übrigen gilt § 67 Absatz -5 Satz 2 und 3 entsprechend.

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(2) Das Promotionskolleg für angewandte Forschung der -Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen nach § 67b unterstützt das kooperative -Promotionsstudium, berät die Universitäten, Fachhochschulen und Doktorandinnen -und Doktoranden hinsichtlich seiner Durchführung und berichtet dem Ministerium -regelmäßig über den Stand des kooperativen Promotionsstudiums. Die -Universitäten arbeiten hierzu mit dem Graduierteninstitut zusammen.

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§ 67b (Fn 23)
-Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen in -Nordrhein-Westfalen

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(1) Das Promotionskolleg für angewandte Forschung der -Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen ist als hochschulübergreifende -wissenschaftliche Einrichtung eine Körperschaft des öffentlichen Rechts; für -diese Körperschaft gilt § 77a. Das Promotionskolleg gliedert sich in Fachbereiche. -Für diese Fachbereiche gelten die §§ 26 bis 29 nicht. Das Nähere zur -Organisation des Promotionskollegs regelt die Verwaltungsvereinbarung nach § -77a Absatz 2. Mittel des Landes werden dem Promotionskolleg in Form von -Zuschüssen für den laufenden Betrieb und für Investitionen bereitgestellt. Die -haushaltsrechtliche Behandlung der Zuschüsse erfolgt entsprechend den für -Hochschulen geltenden Regelungen.

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(2) Das Ministerium kann dem Promotionskolleg oder einzelnen -seiner Fachbereiche auf der Grundlage einer Begutachtung durch den -Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung -das Promotionsrecht verleihen, wenn im Verhältnis zum Maßstab der Universitäten -in staatlicher Trägerschaft die wissenschaftliche Gleichwertigkeit entsprechend -des § 67 gewährleistet ist. Die Verleihung kann befristet ausgesprochen und mit -Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen des Satzes 1 -dienen.

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(3) Im Falle der Verleihung des Promotionsrechts nach -Maßgabe des Absatzes 2 gilt § 67 Absatz 1, Absatz 2, Absatz 3 Satz 1 und Satz 3 -bis 5, Absatz 4, Absatz 5 Satz 2 und 3 und Absatz 6 für das Promotionskolleg -entsprechend. Die Verwaltungsvereinbarung regelt, an welcher Fachhochschule -Zugangsberechtigte nach § 67 Absatz 4 als Doktorandinnen oder Doktoranden -eingeschrieben werden. Die Promotionsordnung wird von dem in der -Verwaltungsvereinbarung bestimmten Organ des Promotionskollegs erlassen. Soweit -ein Studiengang nach § 67 Absatz 2 Satz 2 eingerichtet wird, wird dieser -Studiengang an einer Fachhochschule oder nach Maßgabe des § 77 Absatz 1 als -gemeinsamer Studiengang mehrerer Fachhochschulen durchgeführt; die -Verwaltungsvereinbarung kann zu dieser Durchführung das Nähere regeln.

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(4) Das Promotionskolleg wirkt mit den Fachhochschulen zur -Erfüllung seiner Aufgaben zusammen. Die Fachhochschulen wirken mit dem -Promotionskolleg zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre zusammen. -Die Fachhochschulen schließen mit dem Promotionskolleg eine -Kooperationsvereinbarung, in der das Nähere über das Zusammenwirken geregelt -wird; die Kooperationsvereinbarung kann eine Kooperation mit nichtstaatlichen -Hochschulen vorsehen. Die Fachhochschule darf die nach der -Kooperationsvereinbarung durch das Promotionskolleg zu erbringenden Tätigkeiten -nur bei diesem nachfragen; das Promotionskolleg darf die nach der -Kooperationsvereinbarung durch die Fachhochschule zu erbringenden Tätigkeiten -nur bei dieser nachfragen.

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§ 68
-Habilitation

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(1) Die Universität kann Gelegenheit zur Habilitation geben. -Das Nähere regelt der jeweilige Fachbereich durch Satzung, die auch vorsehen -kann, dass mit erfolgreicher Habilitation der Doktorgrad mit dem Zusatz -„habilitatus“ oder einem ähnlichen Zusatz geführt werden kann. § 63 Absatz 5 -Satz 1 bis 5 gilt entsprechend.

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(2) Mit der Habilitation wird die Lehrbefähigung zuerkannt. -Auf Antrag der oder des Habilitierten entscheidet die Hochschule über die -Verleihung der Befugnis, in ihrem oder seinem Fach an der Hochschule -Lehrveranstaltungen selbständig durchzuführen. Auf Grund der Verleihung der -Befugnis zur Durchführung von Lehrveranstaltungen ist die oder der Habilitierte -berechtigt, die Bezeichnung „Privatdozentin“ oder „Privatdozent“ zu führen. Ein -Dienstverhältnis wird damit nicht begründet. Das Nähere zu den Sätzen 2 und 3 -regelt die Hochschule.

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§ 69 (Fn 10)
-Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

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(1) Grade dürfen nur verliehen werden, wenn innerstaatliche Bestimmungen -es vorsehen. Bezeichnungen, die Graden zum Verwechseln ähnlich sind, dürfen -nicht vergeben werden.

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(2) Von einer staatlichen oder staatlich anerkannten -Hochschule in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen -Union einschließlich der Europäischen Hochschulen in Florenz und Brügge sowie -der Päpstlichen Hochschulen in Rom verliehene Hochschulgrade sowie -entsprechende staatliche Grade können im Geltungsbereich dieses Gesetzes in der -verliehenen Form geführt werden. Ein sonstiger ausländischer Hochschulgrad, der -auf Grund einer Prüfung im Anschluss an ein tatsächlich absolviertes Studium -von einer nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannten Hochschule -ordnungsgemäß verliehen wurde, kann in der verliehenen Form unter Angabe der -verleihenden Institution geführt werden. Die verliehene Form des Grades kann -bei anderen als lateinischen Schriftarten in die lateinische Schrift übertragen -werden; ferner kann die im Herkunftsland zugelassene oder, soweit keine solche -besteht, die dort nachweislich allgemein übliche Abkürzung geführt sowie eine -wörtliche Übersetzung in Klammern hinzugefügt werden. Die Sätze 2 und 3 gelten -für ausländische staatliche und kirchliche Hochschulgrade entsprechend. Eine -Umwandlung in einen entsprechenden inländischen Grad ist ausgeschlossen.

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(3) Ein ausländischer Ehrengrad, der von einer nach dem -Recht des Herkunftslandes zur Verleihung berechtigten Hochschule oder einer -anderen zur Verleihung berechtigten Stelle verliehen wurde, kann nach Maßgabe -der für die Verleihung geltenden Rechtsvorschriften in der verliehenen Form -unter Angabe der verleihenden Stelle geführt werden. Absatz 2 Satz 3 bis 5 gilt -entsprechend.

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(4) Die Absätze 2 und 3 gelten für die Führung von -Hochschultiteln und Hochschultätigkeitsbezeichnungen entsprechend.

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(5) Vereinbarungen und Abkommen der Bundesrepublik -Deutschland mit anderen Staaten über Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich und -Vereinbarungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland gehen den Regelungen -in den Absätzen 2 bis 4 vor. Soweit die Regelungen in den Absätzen 2 bis 4 -gegenüber den von der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Vereinbarungen -und Abkommen oder gegenüber den von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland -geschlossenen Vereinbarungen im Einzelfall günstigere Regelungen enthalten, -gehen diese günstigeren Regelungen vor.

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(6) Das Ministerium kann in begründeten Fällen durch -Rechtsverordnung für bestimmte Grade, Institutionen und Personengruppen -Ausnahmen regeln, die Betroffene gegenüber den Absätzen 2 bis 5 begünstigen. -Das Ministerium kann ferner durch Rechtsverordnung für bestimmte Grade eine -einheitliche Schreibweise in lateinischer Schrift, eine einheitliche Abkürzung -sowie eine einheitliche deutsche Übersetzung vorgeben. Das Ministerium kann zudem -durch Rechtsverordnung regeln, dass Grade, Titel, -Hochschultätigkeitsbezeichnungen oder sonstige Bezeichnungen, die inländischen -Graden gleich lauten oder zum Verwechseln ähnlich sind, nur mit einem Zusatz -nach Artikel 54 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des -Rates geführt werden dürfen. Das Ministerium kann ferner durch Rechtsverordnung -regeln, dass Personen eine Bezeichnung führen dürfen, die einer im -Hochschulbereich verwendeten Amtsbezeichnung gleichkommt oder einer solchen ähnelt; -das Ministerium regelt dabei zugleich die Qualitätssicherungserfordernisse der -Führbarkeit.

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(7) Von den Absätzen 2 bis 6 abweichende Grade, Titel, -Ehrengrade, Hochschultitel oder Hochschultätigkeitsbezeichnungen dürfen nicht -geführt werden; das Gleiche gilt, soweit solche Bezeichnungen durch Titelkauf -erworben worden sind. Wer einen Grad, einen Ehrengrad, einen Hochschultitel -oder eine Hochschultätigkeitsbezeichnung führt, hat auf Verlangen der -zuständigen Behörde die Berechtigung hierzu urkundlich nachzuweisen. Das -Ministerium oder die von ihm beauftragte Behörde kann auch Auskunft über Höhe, -Rechtsgrund und Zweckbestimmung von Zahlungen verlangen, die im Zusammenhang -mit dem Erwerb des Grades, des Ehrengrades, des Hochschultitels oder der -Hochschultätigkeitsbezeichnung stehen oder geleistet wurden. Es oder sie kann -von der bezeichnungsführenden Person eine Versicherung an Eides statt über die -Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben nach den Sätzen 2 und 3 verlangen -und abnehmen. Eine von den Absätzen 2 bis 6 abweichende Führung eines Grades, -eines Ehrengrades, eines Hochschultitels oder einer -Hochschultätigkeitsbezeichnung kann vom Ministerium oder einer von ihm -beauftragten Behörde untersagt werden. Wer vorsätzlich gegen Satz 1 oder eine -Anordnung nach Satz 2 bis 5 verstößt, handelt ordnungswidrig. Ordnungswidrig -handelt ferner, wer vorsätzlich Urkunden ausstellt oder beschafft, in denen ein -nach den Absätzen 1 bis 6 sowie Satz 1 nicht führbarer Grad verliehen wird; -dies gilt für Ehrengrade, Hochschultitel und Hochschultätigkeitsbezeichnungen -entsprechend. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 500 000 -Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und -Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach den Sätzen 6 und 7 ist das Ministerium -oder eine von ihm beauftragte Behörde.

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(8) Die Landesregierung kann an Personen, die außerhalb der -Hochschule wissenschaftliche, künstlerische oder kulturelle Leistungen erbracht -haben, die die Anforderungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 und 4, § 36 Absatz 1 -Nummer 3 und 5, § 36 Absatz 2 oder § 36 Absatz 3 erfüllen, den Titel einer -Professorin oder eines Professors verleihen.

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(9) Das Ministerium ist berechtigt, die Bewertung -ausländischer Hochschulqualifikationen auf der Basis des Übereinkommens über -die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen -Region vom 11. April 1997 (BGBl. 2007 II S. 712, 713) auf das Sekretariat der -Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik -Deutschland – Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen – oder auf eine -andere Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt und deren -Sitz auch in einem anderen Bundesland sein kann, zu übertragen. Es wird -ermächtigt, die Einzelheiten der Zuständigkeitsübertragung nach Satz 1 durch -Verwaltungsvereinbarung mit dem jeweiligen Bundesland zu regeln.

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Teil 8

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Forschung

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§ 70
-Aufgaben und Koordinierung der Forschung, Veröffentlichung

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(1) Die Forschung dient der Gewinnung wissenschaftlicher -Erkenntnisse sowie der wissenschaftlichen Grundlegung und Weiterentwicklung von -Lehre und Studium. Gegenstand der Forschung sind unter Berücksichtigung der -Aufgabenstellung der Hochschule alle wissenschaftlichen Bereiche sowie die -Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis einschließlich der -Folgen, die sich aus der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse ergeben -können.

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(2) Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkte werden von -der Hochschule unter Berücksichtigung des Hochschulentwicklungsplans koordiniert. -Zur gegenseitigen Abstimmung von Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkten -sowie zur Planung und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben wirken die -Hochschulen, auch Universitäten und Fachhochschulen, untereinander, mit den -Kunsthochschulen, mit anderen Forschungseinrichtungen und mit Einrichtungen der -überregionalen Forschungsplanung und Forschungsförderung zusammen.

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(3) Die Ergebnisse von Forschungsvorhaben sollen in -absehbarer Zeit nach Durchführung des Vorhabens veröffentlicht werden. Bei der -Veröffentlichung von Forschungsergebnissen ist jede oder jeder, die oder der -einen eigenen wissenschaftlichen oder wesentlichen sonstigen Beitrag geleistet -hat, als Mitautorin oder Mitautor oder Mitarbeiterin oder Mitarbeiter zu -nennen. Ihr oder sein Beitrag ist zu kennzeichnen.

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(4) Die Hochschule berichtet in regelmäßigen Zeitabständen -über ihre Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkte. Die Mitglieder der -Hochschule sind verpflichtet, bei der Erstellung des Berichts mitzuwirken.

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§ 71 (Fn 10)
-Forschung mit Mitteln Dritter

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(1) Die in der Forschung tätigen Hochschulmitglieder sind -berechtigt, im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben auch solche -Forschungsvorhaben durchzuführen, die nicht aus den der Hochschule zur Verfügung -stehenden Haushaltsmitteln, sondern aus Mitteln Dritter finanziert werden. -Mittel Dritter können auch zur Durchführung von Forschungsvorhaben in den -Universitätskliniken und im Bereich der Krankenversorgung der -Universitätskliniken verwendet werden. Die Verpflichtung der in der Forschung -tätigen Hochschulmitglieder zur Erfüllung der übrigen Dienstaufgaben bleibt -unberührt. Die Durchführung von Vorhaben nach den Sätzen 1 und 2 ist Teil der -Hochschulforschung. Die Hochschulen dürfen auf die Personalkosten bezogene -personenbezogene Daten des in den Forschungsvorhaben nach Satz 1 tätigen -Personals verarbeiten und an die Dritten übermitteln, soweit dies für die -Durchführung des Vorhabens erforderlich ist; im Übrigen gelten die -datenschutzrechtlichen Vorschriften.

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(2) Ein Hochschulmitglied ist berechtigt, ein Vorhaben nach -Absatz 1 in der Hochschule durchzuführen, wenn die Erfüllung anderer Aufgaben -der Hochschule, seine Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium -sowie die Rechte und Pflichten anderer Personen dadurch nicht beeinträchtigt -werden und entstehende Folgelasten angemessen berücksichtigt sind; die -Forschungsergebnisse sind in der Regel in absehbarer Zeit zu veröffentlichen.

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(3) Ein Forschungsvorhaben nach Absatz 1 ist dem Rektorat über -die Dekanin oder den Dekan anzuzeigen. Die Inanspruchnahme von Personal, -Sachmitteln und Einrichtungen der Hochschule darf nur untersagt oder durch -Auflagen beschränkt werden, soweit die Voraussetzungen des Absatzes 2 dieses -erfordern. Die Hochschule soll ein angemessenes Entgelt für die Inanspruchnahme -ihres Personals, ihrer Sachmittel und ihrer Einrichtungen verlangen. Falls das -Forschungsvorhaben der wirtschaftlichen Tätigkeit der Hochschule zuzuordnen -ist, ist ein Entgelt für anteilige Beihilfe- und Versorgungsleistungen für -eingesetztes verbeamtetes Personal zu erheben.

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(4) Die Mittel für Forschungsvorhaben, die in der Hochschule -durchgeführt werden, sollen von der Hochschule verwaltet werden. Die Mittel -sind für den von der oder dem Dritten bestimmten Zweck zu verwenden und nach -deren oder dessen Bedingungen zu bewirtschaften, soweit gesetzliche -Bestimmungen nicht entgegenstehen. Treffen die Bedingungen keine Regelung, so -gelten ergänzend das Hochschulgesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen -Vorschriften. Auf Antrag des Hochschulmitgliedes, das das Vorhaben durchführt, -kann von der Verwaltung der Mittel durch die Hochschule abgesehen werden, -sofern es mit den Bedingungen der oder des Dritten vereinbar ist; Satz 3 gilt -in diesem Fall nicht.

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(5) Aus Mitteln Dritter bezahlte hauptberufliche -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Forschungsvorhaben, die in der Hochschule -durchgeführt werden, sollen vorbehaltlich des Satzes 3 als Personal der -Hochschule im privatrechtlichen Dienstverhältnis eingestellt werden. Die -Einstellung setzt voraus, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter von dem -Hochschulmitglied, das das Vorhaben durchführt, vorgeschlagen wird. Sofern es -nach den Bedingungen der oder des Dritten erforderlich ist, kann das Hochschulmitglied -die Arbeitsverträge mit den Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern abschließen.

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(6) Finanzielle Erträge der Hochschule aus -Forschungsvorhaben, die in der Hochschule durchgeführt werden, insbesondere aus -Einnahmen, die der Hochschule als Entgelt für die Inanspruchnahme von Personal, -Sachmitteln und Einrichtungen zufließen, stehen der Hochschule für die -Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung. Einnahmen aus der Erhebung von -anteiligen Beihilfe- und Versorgungsleistungen nach Absatz 3 Satz 3 sind an das -Land abzuführen.

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(7) Die Absätze 1 bis 6 gelten für Entwicklungsvorhaben und -Vorhaben zur Förderung des Wissenstransfers sinngemäß.

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§ 71a
-Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

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(1) Das Rektorat informiert die Öffentlichkeit in geeigneter -Weise über abgeschlossene Forschungsvorhaben nach § 71 Absatz 1.

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(2) Hinsichtlich des Schutzes personenbezogener Daten gelten -die §§ 9 und 10 des Informationsfreiheitsgesetzes entsprechend.

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(3) Eine Information nach Absatz 1 findet nicht statt, -soweit durch die Übermittlung der Information ein Betriebs- oder -Geschäftsgeheimnis offenbart wird und dadurch die Gefahr des Eintritts eines -wirtschaftlichen Schadens entsteht. Der oder dem Dritten ist vorher Gelegenheit -zur Stellungnahme zu geben.

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(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für Entwicklungsvorhaben und -Vorhaben zur Förderung des Wissenstransfers entsprechend.

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(5) Die Aufgabe und Befugnis der Hochschulen, die -Öffentlichkeit über die Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterrichten, bleibt -ansonsten unberührt.

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Teil 9

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Anerkennung als -Hochschulen und Betrieb nichtstaatlicher Hochschulen

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§ 72 (Fn 48)
-Voraussetzungen der Anerkennung

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(1) Bildungseinrichtungen, die nicht in der Trägerschaft des -Landes stehen, können vom Ministerium als Hochschulen staatlich anerkannt -werden.

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(2) Die staatliche Anerkennung kann vom Ministerium erteilt -werden, wenn gewährleistet ist, dass

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1. in der Hochschule die Freiheit von Wissenschaft, -Forschung und Lehre sowie der Kunst sichergestellt ist,

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2. die Hochschule die Aufgaben nach § 3 Absatz 1 oder Absatz -2 dieses Gesetzes oder § 3 Absatz 1 des Kunsthochschulgesetzes wahrnimmt,

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3. das Studium an dem in § 58 Absatz 1, für das Studium an -Kunsthochschulen an dem in § 50 des Kunsthochschulgesetzes genannten Ziel ausgerichtet -ist,

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4. mindestens drei nebeneinander bestehende oder aufeinander -folgende und erfolgreich akkreditierte Studiengänge im Sinne des § 60 Absatz 1 -dieses Gesetzes oder § 52 Absatz 1 des Kunsthochschulgesetzes an der Hochschule -vorhanden oder im Rahmen einer Ausbauplanung vorgesehen sind,

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5. das Studium und die Abschlüsse auf Grund der -Prüfungsordnungen, des tatsächlichen Lehrangebotes unter Einschluss einer -sächlichen Mindestausstattung und des ausreichenden Zugangs zu fachbezogenen -Medien und einer kontinuierlichen internen und externen Qualitätssicherung den -wissenschaftlichen Maßstäben und anerkannten Qualitätsstandards an Hochschulen -in der Trägerschaft des Landes entsprechen; für das Studium an Kunsthochschulen -sind die wissenschaftlichen und künstlerischen Maßstäbe und Qualitätsstandards -an staatlichen Kunsthochschulen maßgebend,

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6. die Studienbewerberinnen und Studienbewerber die -Voraussetzungen für die Aufnahme in eine entsprechende Hochschule in der -Trägerschaft des Landes oder in eine entsprechende staatliche Kunsthochschule -erfüllen,

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7. die Lehraufgaben überwiegend von hauptberuflich Lehrenden -der Hochschule, die
-a) die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach -§ 36 im Falle einer Universität oder einer Fachhochschule oder nach § 29 des -Kunsthochschulgesetzes im Falle einer Kunsthochschule erfüllen und
-b) in einem transparenten, wissenschaftlichen Standards entsprechenden -Verfahren unter maßgeblicher Mitwirkung der hauptberuflich Lehrenden der -Hochschule unter Beteiligung auswärtiger Gutachterinnen und Gutachter -ausgewählt worden sind,
-wahrgenommen werden und alle Lehrenden die Einstellungsvoraussetzungen -erfüllen, die für entsprechende Tätigkeiten an Hochschulen in der Trägerschaft -des Landes oder im Falle einer Tätigkeit an einer Kunsthochschule für -entsprechende Tätigkeiten an staatlichen Kunsthochschulen gefordert werden,

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8. die Mitglieder und Angehörigen der Hochschule an der -Gestaltung des Studiums in sinngemäßer Anwendung der für Hochschulen in -staatlicher Trägerschaft oder staatliche Kunsthochschulen geltenden Grundsätze -mitwirken,

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9. akademische Belange in Forschung, Lehre und Kunst -hinreichend deutlich von den unternehmerischen Interessen abgegrenzt werden,

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10. die den Träger und die Hochschule maßgeblich prägenden -natürlichen Personen die freiheitliche demokratische Grundordnung achten und -die für den Betrieb einer Hochschule erforderliche Sachkunde und -Zuverlässigkeit aufweisen,

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11. der Bestand der Hochschule und des Studienbetriebs sowie -die Stellung des Hochschulpersonals wirtschaftlich und rechtlich dauerhaft -gesichert sind und die Hochschule der alleinige Geschäftsbetrieb ihres Trägers -ist.

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Die Prüfungsordnungen müssen den Ordnungen der Hochschulen -in der Trägerschaft des Landes oder der staatlichen Kunsthochschulen -gleichwertig sein; § 63 Absatz 1, 2 und 5, § 63a, § 64 Absatz 2 sowie § 65 -dieses Gesetzes sowie § 55 Absatz 1, § 56 Absatz 2 sowie § 57 des -Kunsthochschulgesetzes gelten entsprechend.

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§ 73 (Fn 49)
-Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren; Gebühren; Kostentragung

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(1) Das Ministerium spricht auf schriftlichen Antrag die -staatliche Anerkennung aus. Es kann zuvor eine gutachterliche Stellungnahme -durch den Wissenschaftsrat oder durch eine vergleichbare, vom Ministerium -benannte Einrichtung einholen, in der das eingereichte Konzept für die -Hochschule, deren Anerkennung beantragt ist, anhand der in § 72 geregelten -Voraussetzungen bewertet wird (Konzeptprüfung). Die Anerkennung kann befristet -ausgesprochen und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der -Voraussetzungen des § 72 dienen.

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(2) In dem Anerkennungsbescheid werden Hochschulart, Name, -Sitz, Standorte, Studienorte und Träger der Hochschule sowie die Studiengänge -einschließlich der Hochschulgrade, auf die sich die Anerkennung erstreckt, -festgelegt.

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(3) Das Ministerium ist hinsichtlich der staatlich -anerkannten Hochschule befugt, eine gutachterliche Stellungnahme durch den -Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung -einzuholen. Der Anerkennungsbescheid bestimmt, in welchen Fristen eine -derartige Stellungnahme nach Satz 1 eingeholt wird. Satz 1 gilt auch, soweit -die Hochschule unbefristet staatlich anerkannt ist. Wenn und soweit die -Voraussetzungen des § 72 vorliegen, kann der Wissenschaftsrat oder die -vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung auf der Grundlage seiner -oder ihrer Stellungnahme nach Satz 1 die institutionelle Akkreditierung oder -institutionelle Reakkreditierung der staatlich anerkannten Hochschule -aussprechen und zudem die Akkreditierung oder Reakkreditierung von der Behebung -von hinreichend bestimmt benannten Mängeln innerhalb von angemessenen Fristen -abhängig machen; Akkreditierungen und Reakkreditierungen werden in der Regel -auf mindestens fünf Jahre befristet. Ist die Hochschule für die Dauer von zehn -Jahren institutionell reakkreditiert oder verleiht ihr das Ministerium nach -Abschluss des Reakkreditierungsverfahrens für dieselbe Dauer die -institutionelle Anerkennung, wird die Anerkennung nach Absatz 1 in der Regel -unbefristet ausgesprochen.

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(4) Zur Sicherung der Qualität in Studium, Forschung und -Lehre sowie der Grundrechte des Trägers der Hochschule, deren staatliche Anerkennung -beantragt ist oder die staatlich anerkannt ist, regelt das Ministerium das -Nähere zum Verfahren der Konzeptprüfung, der institutionellen Akkreditierung, -der institutionellen Reakkreditierung sowie der Begutachtung betreffend die -Verleihung des Promotions- oder Habilitationsrechts nach § 73a Absatz 3 durch -Rechtsverordnung. In der Rechtsverordnung sind insbesondere Regelungen zu -treffen über

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1. die Mitwirkung des Trägers der Hochschule in den -Verfahren nach Satz 1,

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2. die mehrheitlich mit externen, unabhängigen, fachlich -einschlägig qualifizierten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern besetzte -Gutachterkommission des Wissenschaftsrates oder der vergleichbaren, vom -Ministerium benannten Einrichtung,

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3. die Rechte der Hochschule und ihres Trägers betreffend -die Gelegenheit, vor der abschließenden Entscheidung in den Verfahren nach Satz -1 Stellung zu nehmen,

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4. die Einrichtung einer der Beilegung von Streitfällen -dienenden internen Beschwerdestelle des Wissenschaftsrates oder der -vergleichbaren, vom Ministerium benannten Einrichtung,

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5. die Zustimmung zumindest eines mehrheitlich mit externen -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern besetzen Gremiums des -Wissenschaftsrates oder der vergleichbaren, vom Ministerium Einrichtung als -Voraussetzung für die abschließende Entscheidung in den Verfahren nach Satz 1 -sowie

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6. betreffend die Veröffentlichung des wesentlichen Inhalts -der gutachterlichen Stellungnahme in den Fällen des Absatzes 3 Satz 4 sowie des -§ 73a Absatz 3 Satz 1.

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Bis zum Erlass der Rechtsverordnung nach Satz 1 gelten für -die Verfahren nach Satz 1 die Regelungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes für -das Land Nordrhein-Westfalen.

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(5) In der gutachterlichen Stellungnahme nach Absatz 3 Satz -1 wird gegenüber dem Ministerium ausgeführt, ob und inwieweit die staatlich -anerkannte Hochschule den Voraussetzungen des § 72 oder des § 73a Absatz 3 -entspricht. Die Stellungnahme benennt hinreichend bestimmt die Punkte, in denen -die staatlich anerkannte Hochschule diesen Anforderungen nicht oder nur eingeschränkt -gerecht wird. Sie trägt zur Entscheidungsgrundlage des Ministeriums bei und -nimmt dessen Entscheidung weder ganz noch teilweise vorweg.

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(6) Hinsichtlich der Akkreditierung der Studiengänge gilt § -7 Absatz 1.

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(7) Hinsichtlich der Gebühren für die staatliche Anerkennung -sowie für weitere Amtshandlungen des Ministeriums gilt § 82 Absatz 3. Die -Kosten der internen und externen Qualitätssicherung sind vom Träger der -Hochschule oder der Hochschule selbst zu tragen. Für die in Absatz 3 und § 73a -Absatz 3 genannten Verfahren werden Gebühren oder Auslagen nach dem -Gebührengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen erhoben. Für die Durchführung -der Verfahren kann eine Vorausleistung auf Gebühren oder Auslagen gefordert -werden. Die Durchführung der Verfahren kann von der Vorausleistung abhängig -gemacht werden.

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§ 73a (Fn 36)
-Folgen der Anerkennung

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(1) Nach Maßgabe ihrer Anerkennung haben die staatlich -anerkannten Hochschulen das Recht, die Bezeichnung „Universität“, -„Fachhochschule“, „Kunsthochschule“ oder „Hochschule“ allein oder in einer -Wortverbindung oder eine entsprechende fremdsprachliche Bezeichnung zu führen. -Sie haben nach Maßgabe ihrer Anerkennung das Recht, Hochschulprüfungen -abzunehmen, Hochschulgrade zu verleihen und Zeugnisse zu erteilen. Diese -verleihen die gleichen Berechtigungen wie Hochschulprüfungen, Zeugnisse und -Hochschulgrade vergleichbarer Studiengänge an Hochschulen in staatlicher -Trägerschaft und staatlichen Kunsthochschulen. Das an einer staatlich -anerkannten Hochschule abgeschlossene Studium ist ein abgeschlossenes Studium -im Sinne dieses Gesetzes und des Kunsthochschulgesetzes. § 66 Absatz 1 bis 5 -dieses Gesetzes und § 58 des Kunsthochschulgesetzes gelten entsprechend.

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(2) Zeigt die Hochschule dem Ministerium die Ergebnisse der -erfolgreichen Akkreditierung weiterer Studiengänge an, kann die Anerkennung bei -Erfüllung der Voraussetzungen des § 72 auf weitere Studiengänge erstreckt -werden. Ist die Hochschule auf der Grundlage einer Begutachtung durch den Wissenschaftsrat -oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung durch das -Ministerium als Einrichtung institutionell anerkannt worden, erstreckt sich die -Anerkennung auf weitere Studiengänge, sofern und soweit diese erfolgreich -akkreditiert worden sind; diese Studiengänge sind dem Ministerium unverzüglich -anzuzeigen.

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(3) Das Ministerium kann einer staatlich anerkannten -Hochschule oder einzelnen Fachbereichen der Hochschule auf der Grundlage einer -Begutachtung durch den Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom -Ministerium benannte Einrichtung das Promotionsrecht oder das -Habilitationsrecht verleihen, wenn im Verhältnis zum Maßstab der Universitäten -in staatlicher Trägerschaft oder den staatlichen Kunsthochschulen die -wissenschaftliche Gleichwertigkeit entsprechend den §§ 67 und 68 gewährleistet -ist; für staatlich anerkannte Kunsthochschulen sind die §§ 59 und 60 des -Kunsthochschulgesetzes maßgebend. Die Verleihung kann befristet ausgesprochen -und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen des -Satz 1 dienen.

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(4) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich -anerkannte Hochschule einer oder einem hauptberuflich Lehrenden bei Vorliegen -der Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach § -36 für die Dauer der Tätigkeit an der Hochschule das Recht verleihen, die -Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ oder „Universitätsprofessorin“ oder -„Universitätsprofessor“ zu führen; die Führung einer hiervon abweichenden -Bezeichnung ist unzulässig. Eine hauptberufliche Tätigkeit liegt nur vor, wenn -sie entgeltlich ist, den Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellt und -den überwiegenden Teil der Arbeitskraft beansprucht. Das Ministerium kann -allgemein oder im Einzelfall auf die Ausübung seiner Zustimmung nach Satz 1 -jederzeit widerruflich verzichten. Für Kunsthochschulen gelten die -Einstellungsvoraussetzungen des § 29 des Kunsthochschulgesetzes und die -Qualitätsmaßstäbe des § 31 Absatz 4 des Kunsthochschulgesetzes.

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(4a) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich -anerkannte Hochschule einer hauptberuflichen Professorin oder einem -hauptberuflichen Professor nach Beendigung der Tätigkeit an der Hochschule das -Recht verleihen, die Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ oder -„Universitätsprofessorin“ oder „Universitätsprofessor“ fortzuführen. §§ 77 -Absatz 4 und 123 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes finden entsprechende -Anwendung. Die Zustimmung nach Satz 1 setzt eine in der Regel zehnjährige -hauptberufliche Tätigkeit nach Absatz 4 Satz 1 und 2 voraus. Das Ministerium -kann allgemein oder im Einzelfall auf die Ausübung seiner Zustimmung nach Satz -1 jederzeit widerruflich verzichten.

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(5) Für außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, -Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren gelten § 41 dieses Gesetzes und § -34 des Kunsthochschulgesetzes.

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(6) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich -anerkannte Hochschule einer medizinischen Einrichtung außerhalb der Hochschule -das Recht verleihen, sich als Hochschuleinrichtung zu bezeichnen, wenn sie den -an eine Hochschuleinrichtung zu stellenden Anforderungen in Forschung und Lehre -genügt. Dient eine Einrichtung außerhalb der Hochschule der praktischen -Ausbildung nach Maßgabe der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte, so -kann ihr die Hochschule mit Erlaubnis des Ministeriums eine geeignete -Bezeichnung, im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches -Lehrkrankenhaus“, verleihen. Dient eine Einrichtung außerhalb der Hochschule -der praktischen Ausbildung in nichtmedizinischen Gesundheitsbereichen, so kann -ihr die Hochschule mit Zustimmung des Ministeriums eine geeignete Bezeichnung, -im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches Lehrkrankenhaus“ -nebst Nennung der spezifischen fachlichen Ausrichtung, verleihen. Die staatlich -anerkannte Hochschule hat die erforderlichen Nachweise beizubringen. -Bezeichnungen, die den Bezeichnungen nach Satz 2 und 3 zum Verwechseln ähnlich -sind, dürfen nicht geführt werden. Die Zustimmung kann befristet ausgesprochen -und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen der -Sätze 1, 2 und 3 dienen.

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(7) Auf Antrag ist eine staatlich anerkannte Hochschule in -die zentrale Vergabe von Studienplätzen einzubeziehen. Staatlich anerkannte Hochschulen -können mit Hochschulen in der Trägerschaft des Landes, mit anderen staatlich -anerkannten Hochschulen und mit staatlichen Hochschulen zusammenwirken. § 8 -Absatz 5 findet auf staatlich anerkannte Hochschulen Anwendung.

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(8) Die staatliche Anerkennung begründet keinen Anspruch auf -staatliche Finanzhilfe.

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§ 74 (Fn 10)
-Kirchliche Hochschulen

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(1) Die Theologische Fakultät Paderborn und die Kirchliche -Hochschule Wuppertal/Bethel, Körperschaft des öffentlichen Rechts, sind staatlich -anerkannte Hochschulen im Sinne dieses Gesetzes. Andere kirchliche -Bildungseinrichtungen können nach § 73 Absatz 2 als Hochschulen anerkannt -werden. Dabei können Ausnahmen von den Voraussetzungen des § 72 Absatz 2 Satz 1 -Nummer 4 und 8 zugelassen werden, wenn gewährleistet ist, dass das Studium an -der kirchlichen Bildungseinrichtung dem Studium an einer Hochschule in der -Trägerschaft des Landes gleichwertig ist. Für Bildungseinrichtungen, die durch -eine Kirche mit der Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts -betrieben werden, und für Ordenshochschulen gelten die Voraussetzungen des § 72 -Absatz 2 Satz 1 Nummer 11 als erfüllt.

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(2) Die staatlich anerkannten kirchlichen Hochschulen -unterrichten das Ministerium über die Hochschulsatzung und die Berufung von -Professorinnen und Professoren. In den Bereichen, die der Ausbildung der -Geistlichen dienen, finden § 73a Absatz 4 und § 74a Absatz 2 Satz 1, Absatz 4 -und 5 keine Anwendung.

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(3) Für Studiengänge, die überwiegend der Aus- und Weiterbildung -zu und von Geistlichen oder für kirchliche Berufe dienen, gewährleisten die -Kirchen die Gleichwertigkeit nach § 72 Absatz 2 Satz 1 Nummer 5. § 73a Absatz 1 -Satz 5, Absatz 3 und 5 findet keine Anwendung.

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§ 74a (Fn 45)
-Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

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(1) Das Ministerium führt die Aufsicht über die -nichtstaatlichen Hochschulen; § 76 Absatz 2 gilt entsprechend. Wesentliche, die -Anerkennung nach § 72 Absatz 2 sowie die Erstreckung nach § 73a Absatz 2 -berührende Änderungen sind dem Ministerium anzuzeigen. Zu diesen Änderungen -zählen insbesondere Veränderungen des Studienangebots oder der Studiengänge, -Änderungen der Grundordnung oder der Hochschulstruktur, die Einrichtung oder -Schließung von Standorten, der Wechsel des Trägers oder personelle Änderungen -in der Hochschulleitung. § 74 bleibt unberührt.

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(2) Die Einstellung von hauptberuflich Lehrenden und die -Änderung der mit ihnen abgeschlossenen Verträge sind dem Ministerium -anzuzeigen. Es kann allgemein oder im Einzelfall jederzeit widerruflich von der -Erfüllung der Anzeigepflicht befreien. Lehrende, zu deren Gehalt und -Altersversorgung ein Zuschuss gemäß § 81 Absatz 2 geleistet oder denen im Falle -der Auflösung der staatlich anerkannten Hochschule die Übernahme in den -Landesdienst zugesichert werden soll, bedürfen zur Ausübung der Tätigkeit an -der staatlich anerkannten Fachhochschule der Genehmigung durch das Ministerium.

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(3) Die Promotions- und Habilitationsordnungen bedürfen der -Feststellung der Gleichwertigkeit mit den Ordnungen der Hochschulen in der -Trägerschaft des Landes durch das Ministerium.

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(4) Der Träger sowie die Leiterinnen und Leiter der -nichtstaatlichen Hochschulen sind verpflichtet, dem Ministerium Auskünfte zu -erteilen und alle Unterlagen zugänglich zu machen, die zur Durchführung der -Aufsicht erforderlich sind.

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(5) Zur Wahrnehmung der ihm obliegenden Aufsichtspflichten -sowie zur Feststellung und Sicherung der Voraussetzungen des § 72 und der -Qualitätsstandards an der Hochschule ist das Ministerium befugt, sich über die -Angelegenheiten der nichtstaatlichen Hochschulen zu unterrichten und hierzu -jederzeit sachverständige Dritte hinzu zu ziehen oder zu entsenden. Auf -Verlangen des Ministeriums sind die bei der Erfüllung der Aufgaben erbrachten -Leistungen zu bewerten; § 7 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend. Die Kosten für -die Hinzuziehung, die Entsendung und die Bewertung trägt die Hochschule. Das -Ministerium kann jederzeit Auflagen erteilen, die der Erfüllung der -Voraussetzungen des § 72 dienen.

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§ 74b
-Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

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(1) Die Anerkennung erlischt, wenn die Hochschule

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1. nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntgabe des -Anerkennungsbescheids den Studienbetrieb aufnimmt,

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2. ohne Zustimmung des Ministeriums länger als ein Jahr -nicht betrieben wird oder

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3. der Studienbetrieb endgültig eingestellt wird.

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Die Fristen nach Satz 1 können vom Ministerium angemessen -verlängert werden.

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(2) Die staatliche Anerkennung ist aufzuheben, wenn die Voraussetzungen -für die Anerkennung nach § 72 im Zeitpunkt der Erteilung nicht gegeben waren, -später weggefallen sind oder Auflagen des Ministeriums nicht erfüllt wurden und -diesem Mangel trotz Aufforderung des Ministeriums innerhalb einer gesetzten -Frist nicht abgeholfen wird.

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(3) Eine Rücknahme oder ein Widerruf der Anerkennung nach -den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land -Nordrhein-Westfalen bleibt unberührt.

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(4) Der Träger ist in den Fällen der Absätze 1 bis 3 dazu -verpflichtet, den Studierenden die Beendigung ihres Studiums zu ermöglichen.

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§ 75 (Fn 50)
-Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von Hochschulen; Franchising mit -Hochschulen

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(1) Bildungseinrichtungen, die nicht in der Trägerschaft des -Landes stehen und sich im Rechtsverkehr als Hochschule, Universität, -Fachhochschule, Kunsthochschule oder Kunstakademie oder mit einem Namen -bezeichnen, der die Gefahr einer Verwechslung mit einer der vorgenannten -Bezeichnungen begründet, dürfen nur betrieben werden, wenn sie staatlich -anerkannt sind oder die Anzeige nach Absatz 2 vorliegt. Absatz 2 findet keine -Anwendung auf Niederlassungen von Hochschulen eines Staates, der kein -Mitgliedstaat der Europäischen Union ist.

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(2) Im Geltungsbereich dieses Gesetzes dürfen -Niederlassungen von staatlichen Hochschulen, Hochschulen in staatlicher -Trägerschaft oder staatlich anerkannten Hochschulen aus Mitgliedstaaten der -Europäischen Union oder aus anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland -betrieben werden, wenn

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1. die Niederlassung ausschließlich ihre im Herkunftsstaat -anerkannte, dort zugelassene oder rechtmäßig angebotene Ausbildung anbietet,

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2. die Hochschule der Niederlassung ausschließlich ihre im -Herkunftsstaat anerkannten, dort zugelassenen oder rechtmäßig verliehenen -Hochschulqualifikationen verleiht,

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3. die Hochschule der Niederlassung nach dem Recht des -Herkunftsstaates zur Verleihung der Hochschulqualifikation auch dann berechtigt -ist, wenn die dieser Verleihung zugrundeliegende Ausbildung in der Niederlassung -erfolgt, und

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4. die Qualitätskontrolle durch den Herkunftsstaat -gewährleistet ist.

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Die Einrichtung der Niederlassung ist dem Ministerium -mindestens drei Monate vor Aufnahme des Studienbetriebs anzuzeigen. Mit der -Anzeige ist das Vorliegen der Erfordernisse nach Satz 1 nachzuweisen; ansonsten -ist die Einrichtung unzulässig. Ist nach dem Recht des Herkunftsstaates eine -staatliche Anerkennung oder ein gleichwertiger staatlicher Akt erforderlich, -sind der Wegfall der staatlichen Anerkennung oder dieses Akts oder Änderungen -im Umfang der staatlichen Anerkennung oder dieses Akts durch den Herkunftsstaat -unverzüglich anzuzeigen. Satz 1 gilt nicht für staatliche Hochschulen des -Landes sowie Hochschulen in der Trägerschaft des Landes.

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(3) Bildungseinrichtungen können auf der Grundlage einer -Kooperation mit einer staatlichen Hochschule, einer Hochschule in staatlicher -Trägerschaft oder einer staatlich anerkannten Hochschule aus Mitgliedstaaten -der Europäischen Union oder aus anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland -auf einen Abschluss oder auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation einer -solchen Hochschule vorbereiten (Franchising im europäischen Hochschulraum), -wenn

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1. von der Bildungseinrichtung nur Bewerberinnen oder -Bewerber aufgenommen werden, die die Voraussetzungen für den Zugang zum Studium -in die Kooperationshochschule erfüllen,

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2. unter der Verantwortung und Kontrolle der -Kooperationshochschule die Qualität und Gleichwertigkeit des Studienangebotes -gesichert, die Prüfungen durchgeführt und die Kooperationshochschule ihre im -Herkunftsstaat anerkannten, dort zugelassenen oder rechtmäßig verliehenen -Hochschulqualifikationen verleiht und

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3. die Kooperationshochschule nach dem Recht des -Herkunftsstaates auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung zur Verleihung -der Hochschulqualifikation auch dann berechtigt ist, wenn die diese Verleihung -vorbereitende Ausbildung in Nordrhein-Westfalen erfolgt.

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Die erforderlichen Nachweise sind bei dem Ministerium -mindestens drei Monate vor Aufnahme des Betriebs einzureichen. Dem Antrag ist -eine Garantieerklärung der Kooperationshochschule beizufügen, nach der die -Voraussetzungen nach Satz 1 vorliegen. Die Bildungseinrichtung informiert die -Personen, die an ihrem Bildungsangebot teilnehmen, über Art, Umfang und -Reichweite ihrer Ausbildungsleistung. Der Betrieb der Bildungseinrichtung darf -erst aufgenommen werden, wenn die Voraussetzungen der Sätze 1, 2 und 8 durch -das Ministerium festgestellt worden sind. Satz 1 gilt nicht für staatliche -Hochschulen des Landes sowie Hochschulen in der Trägerschaft des Landes. Für -das Franchising mit Hochschulen in der Trägerschaft des Landes gilt § 66 Absatz -6; für das Franchising mit staatlichen Kunsthochschulen des Landes gilt § 58 -Absatz 7 des Kunsthochschulgesetzes. Im Falle einer Kooperation mit einer -staatlich anerkannten Hochschule ist das Franchising zusätzlich zu den -Erfordernissen nach den Sätzen 1 und 2 nur dann zulässig, wenn

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1. die Hochschule, deren Sitz sich in Nordrhein-Westfalen -befindet, auf der Grundlage einer Begutachtung durch den Wissenschaftsrat oder -eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung durch das Ministerium -als Einrichtung institutionell anerkannt worden ist oder

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2. wenn die Hochschule, deren Sitz sich in einem anderen -Land der Bundesrepublik Deutschland befindet, ein der institutionellen -Anerkennung gleichwertiges Qualitätssicherungsverfahren erfolgreich durchlaufen -hat; die Bildungseinrichtung hat eine hierauf bezogene Garantieerklärung der -Kooperationshochschule vorzulegen.

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Satz 8 findet auf eine Kooperation mit einer kirchlichen -Hochschule keine Anwendung.

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(4) Das Anzeigeverfahren nach Absatz 2 sowie das -Feststellungsverfahren nach Absatz 3 können über den Einheitlichen -Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen nach dem Gesetz zur Bildung -Einheitlicher Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 748) abgewickelt werden. Es gelten die Bestimmungen zum Verfahren über -eine einheitliche Stelle nach §§ 71a bis 71d des Verwaltungsverfahrensgesetzes -für das Land Nordrhein-Westfalen; § 71e des Verwaltungsverfahrensgesetzes für -das Land Nordrhein-Westfalen findet keine Anwendung.

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(5) Das Ministerium kann den Betrieb der Niederlassung nach -Absatz 2 oder die Durchführung der Vorbereitung nach Absatz 3 ganz oder teilweise -untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 2 -bei der Niederlassung oder des Absatzes 3 bei der Vorbereitung nur noch zum -Teil oder nicht mehr vorliegen. Das Ministerium kann den Betrieb der -Niederlassung nach Absatz 2 oder die Durchführung der Vorbereitung nach Absatz -3 zudem untersagen, wenn ohne Anzeige entgegen Absatz 2 Satz 3 oder ohne -Feststellung entgegen Absatz 3 Satz 5 der Betrieb aufgenommen worden ist oder -der staatliche Akt im Sinne des Absatzes 2 Satz 4 weggefallen ist.

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(6) Bildungseinrichtungen können auf der Grundlage einer -Kooperation mit einer Hochschule, deren Sitz sich in einem Staat, der kein -Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist, befindet, auf einen Abschluss oder -auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation einer solchen Hochschule -vorbereiten (Franchising mit Hochschulen außerhalb der Europäischen Union), wenn

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1. diese Vorbereitung nach dem Recht des Sitzlandes der -Kooperationshochschule zulässig ist,

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2. die Bildungseinrichtung die Personen, die an ihrem -Bildungsangebot teilnehmen wollen, vor Abschluss des Ausbildungsvertrages und -vor Aufnahme der Vorbereitung nachweisbar ausführlich und umfassend darüber -informieren, dass
-a) sich die Qualität der Vorbereitung nach Maßgabe des Rechts des Sitzlandes -richtet,
-b) sich diese Qualität daher von den wissenschaftlichen Maßstäben und -anerkannten Qualitätsstandards der Hochschulen in staatlicher Trägerschaft oder -der staatlichen Kunsthochschulen unterscheiden kann und
-c) für die Führung der nach dem Recht des Sitzlandes zulässigerweise -verliehenen Hochschulqualifikation die Regelung des § 69 gilt; die -Bildungseinrichtung klärt über die damit verbundenen Rechtsfolgen ausführlich -und umfassend auf, und

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3. die Bildungseinrichtung die Vorbereitung erst aufnimmt, -wenn in dem Vorbereitungsvertrag mit der Bewerberin oder dem Bewerber die -Inhalte nach Nummer 2 Buchstabe a bis c aufgenommen worden sind.

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Die Bildungseinrichtung ist verpflichtet, vor Aufnahme des -Vorbereitungsbetriebs ihr Bildungsangebot beim Ministerium anzuzeigen. Das -Ministerium kann sich jederzeit darüber informieren, ob die Voraussetzungen des -Satzes 1 vorliegen oder vorlagen. Absatz 2 Satz 4 gilt entsprechend. Für das -Verfahren nach Satz 2 und 3 können Gebühren oder Auslagen nach dem Gebührengesetz -für das Land Nordrhein-Westfalen erhoben werden; § 73 Absatz 7 Sätze 4 und 5 -gelten entsprechend.

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(7) Das Ministerium kann die Durchführung der Vorbereitung -nach Absatz 6 ganz oder teilweise untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn

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1. die Gefahr besteht, dass die die Bildungseinrichtung oder -die Kooperationshochschule maßgeblich prägenden natürlichen Personen sich nicht -zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen oder die für den -Betrieb oder die Durchführung dieser Vorbereitung erforderliche Sachkunde oder -Zuverlässigkeit nicht aufweisen,

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2. gegen die Voraussetzungen oder Verpflichtungen nach -Absatz 6 Satz 1 oder 2 verstoßen worden ist,

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3. die Bildungseinrichtung geschäftlich unlauter handelt oder

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4. die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtung mit der -Kooperationshochschule eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung -darstellt, insbesondere den auswärtigen Interessen des Landes widerspricht.

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(8) Zur Sicherung der Lauterkeit des Hochschulwesens im -Land, der Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der auswärtigen -Interessen des Landes kann das Ministerium das Nähere zu den Absätzen 6 und 7 -durch Rechtsverordnung regeln.

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§ 75a (Fn 45)
-Ordnungswidrigkeiten

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(1) Ordnungswidrig handelt, wer im Geltungsbereich dieses -Gesetzes

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1. eine Einrichtung als nichtstaatliche Hochschule oder eine -Ausbildung als Studiengang ohne die nach diesem Gesetz erforderliche staatliche -Anerkennung gemäß § 73 Absatz 1 oder § 74 Absatz 1 oder ohne Anerkennungserstreckung -nach § 73a Absatz 2 errichtet oder betreibt,

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2. entgegen § 75 Absatz 2 eine Niederlassung einer -ausländischen Hochschule errichtet oder betreibt,

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3. entgegen § 75 Absatz 3 ohne Feststellung eine -Vorbereitung anbietet oder betreibt,

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4. unbefugt die Bezeichnung Universität, Hochschule, -Fachhochschule, Kunsthochschule oder Kunstakademie allein oder in einer -Wortverbindung oder eine entsprechende fremdsprachliche Bezeichnung verwendet -oder einen Namen verwendet, der die Gefahr einer Verwechslung mit einer der -vorgenannten Bezeichnungen begründet,

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5. einer auf Grund dieses Gesetzes erteilten vollziehbaren -Auflage nach § 73 Absatz 1 Satz 3, § 73a Absatz 3 Satz 2, Absatz 6 Satz 4 oder -einer Aufsichtsmaßnahme nach § 74a Absatz 5 nicht nachkommt,

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6. entgegen § 75 Absatz 6 Satz 1 Nummer 2, auch in -Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, die Personen, die an -ihrem Bildungsangebot teilnehmen wollen, nicht ordnungsgemäß informiert,

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7. über das Vorliegen einer Voraussetzung nach § 75 Absatz 6 -Satz 1, jeweils auch in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz -8, täuscht,

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8. entgegen § 75 Absatz 6 Satz 1 Nummer 3 die Vorbereitung -aufnimmt oder der Verpflichtung nach § 75 Absatz 6 Satz 2 oder einer Anordnung -auf der Grundlage des § 75 Absatz 6 Satz 3, jeweils auch in Verbindung mit -einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, zuwiderhandelt oder,

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9. entgegen einer Untersagung nach § 75 Absatz 5 oder Absatz -7, jeweils auch in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, weiterhin -auf einen Abschluss oder auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation -vorbereitet.

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(2) Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 können mit einer -Geldbuße bis zu 500 000 Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde für -die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach Satz 1 ist das -Ministerium.

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Teil 10

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Ergänzende -Vorschriften

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§ 76 (Fn 37)
-Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

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(1) Die Hochschule nimmt ihre Aufgaben unter der Rechtsaufsicht -des Ministeriums wahr. Der Erlass, die Änderung oder die Aufhebung der -Grundordnung ist dem Ministerium unverzüglich nach ihrem Erlass anzuzeigen; die -entsprechende Ordnung darf nicht vor ihrer Anzeige bekannt gemacht werden. Das -Ministerium kann die Bekanntmachung der Ordnung nach Satz 2 untersagen, wenn -die Ordnung gegen Rechtsvorschriften verstößt.

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(2) Das Ministerium kann rechtswidrige Beschlüsse, Maßnahmen -und Unterlassungen der Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger der -Hochschule unbeschadet der Verantwortung des Rektorats sowie der Dekanin oder -des Dekans beanstanden und Abhilfe verlangen; insbesondere kann das Ministerium -mit dem Verlangen eine angemessene Frist setzen, in der die notwendigen -Beschlüsse oder Maßnahmen zu fassen oder zu unterlassen sind. Die Beanstandung -hat aufschiebende Wirkung. Kommt die Hochschule einer Aufsichtsmaßnahme nach -Satz 1 nicht nach, so kann das Ministerium die beanstandeten Beschlüsse oder -Maßnahmen aufheben oder anstelle der Hochschule auf ihre Kosten das -Erforderliche veranlassen oder die Durchführung des Erforderlichen auf Kosten -der Hochschule einem anderen übertragen. Zur Durchführung des Erforderlichen -kann das Ministerium der Hochschule zudem Weisungen erteilen und insbesondere -das Erforderliche auch durch die Hochschule durchführen lassen.

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(3) Sind Gremien dauernd beschlussunfähig, so kann sie das -Ministerium auflösen und ihre unverzügliche Neuwahl anordnen. Sofern und -solange die Befugnisse nach Absatz 2 nicht ausreichen, kann das Ministerium -nach Anhörung der Hochschule Beauftragte bestellen, die die Befugnisse der -Gremien oder einzelner Mitglieder von Gremien in dem erforderlichen Umfang -ausüben. Sätze 1 und 2 gelten für Funktionsträgerinnen und Funktionsträger -entsprechend.

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(4) Das Ministerium kann sich jederzeit, auch durch -Beauftragte, über die Angelegenheiten der Hochschule informieren. Es kann an -den Sitzungen der Hochschulgremien teilnehmen und sich von der Hochschule -mündlich oder schriftlich unterrichten lassen, insbesondere die Prüfung an Ort -und Stelle ermöglichen sowie sich Akten und sonstige Unterlagen vorlegen -lassen.

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(5) Das Ministerium kann die Befugnisse nach den Absätzen 2 -und 3 auf die Rektorin, den Rektor, das Rektorat oder den Hochschulrat -jederzeit widerruflich übertragen.

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(6) Die Hochschule ist bei der Durchführung von -Bundesgesetzen, die das Land im Auftrag des Bundes ausführt, an die Weisungen -des Fachministeriums gebunden. § 13 Absatz 1 und 3 des -Landesorganisationsgesetzes und Absätze 1 bis 4 gelten entsprechend.

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(Fn 29)

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§ 77 (Fn 38)
-Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit Forschungseinrichtungen

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(1) Zur gegenseitigen Abstimmung und besseren Nutzung ihrer -Lehrangebote insbesondere durch gemeinsame Studiengänge und zur Verbesserung -der Studienbedingungen wirken die Hochschulen, auch Universitäten und -Fachhochschulen, und Kunsthochschulen zusammen. Das Nähere über das -Zusammenwirken regeln die beteiligten Hochschulen durch Vereinbarung; Absatz 7 -Satz 2 gilt entsprechend. Wird zwischen Hochschulen ein gemeinsamer Studiengang -vereinbart, so regeln die beteiligten Hochschulen insbesondere die -mitgliedschaftliche Zuordnung der Studierenden des Studiengangs zu einer der -Hochschulen oder zu den beteiligten Hochschulen; im Falle der Einschreibung an -mehreren Hochschulen muss eine der beteiligten Hochschulen als Hochschule der -Ersteinschreibung gekennzeichnet sein. Führen Hochschulen einen Studiengang, -mehrere Studiengänge oder sonstige Studienangebote gemeinsam durch, kann in der -Vereinbarung festgelegt werden, welche der beteiligten Hochschulen die -erforderliche Prüfungsordnung mit Wirkung für und gegen alle beteiligten -Hochschulen erlässt. Staatliche Mitwirkungsrechte bleiben unberührt.

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(2) Mehrere Hochschulen können durch Vereinbarung gemeinsame -Fachbereiche, Organisationseinheiten im Sinne des § 26 Absatz 5, -wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten sowie -Verwaltungseinrichtungen (gemeinsame Einheiten) bei einer oder mehreren der -beteiligten Hochschulen errichten oder Verwaltungsverbünde bilden, wenn es mit -Rücksicht auf die Aufgaben, Größe und Ausstattung dieser Einrichtungen -zweckmäßig ist; Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend. Werden die gemeinsamen -Einheiten bei mehreren der beteiligten Hochschulen errichtet, sind in der -Vereinbarung darüber hinaus die erforderlichen Regelungen über die Aufgaben und -Befugnisse der Rektorate, bei gemeinsamen Fachbereichen oder -Organisationseinheiten nach § 26 Absatz 5 zudem über die Mitwirkung in der -Selbstverwaltung sowie über die mitgliedschaftsrechtliche Zuordnung der -Studierenden zu einer oder zu den beteiligten Hochschulen zu treffen; -hinsichtlich der Beschäftigten arbeiten die Dienststellenleitungen und die -Personalvertretungen vertrauensvoll zusammen. Staatliche Mitwirkungsrechte -bleiben unberührt. Nehmen der Verwaltungsverbund oder die gemeinsame Einheit -Aufgaben der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft wahr, gilt hierfür -Absatz 3 Satz 3 entsprechend.

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(3) Die Hochschule kann andere Hochschulen des Landes, -Behörden des Landes oder sonstige Stellen, die Aufgaben öffentlicher Verwaltung -wahrnehmen, im gegenseitigen Einvernehmen mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im -Bereich der Verwaltung beauftragen oder mit ihnen zur Erfüllung derartiger -Aufgaben zusammenarbeiten. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend. § 91 Absatz 1 bis -3 des Landesbeamtengesetzes bleibt unberührt.

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(4) Die Hochschulen wirken untereinander sowie mit den Kunsthochschulen -bei der Lehre, Forschung und Kunstausübung dienenden dauerhaften Erbringung und -Fortentwicklung der medien-, informations- und kommunikationstechnischen -Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2, des Medien-, Informations- und -Kommunikationsmanagements sowie der Medien-, Informations- und -Kommunikationstechnik zusammen, soweit dies sachlich geboten und unter -organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien möglich ist. Die -Zusammenarbeit dient der effizienten und effektiven Erbringung der -Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2 insbesondere durch die Nutzung und -den Aufbau hochschulübergreifender kooperativer Strukturen. Die Hochschulen -bedienen sich zur Erledigung ihrer Aufgaben in der Erbringung der -Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2 auch der Dienstleistungen des -Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie sollen den -Einsatz der Datenverarbeitung in den Hochschulbibliotheken im Benehmen mit dem -Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen planen. Das Nähere -zu dem Zusammenwirken kann durch öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung -geregelt werden; Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend.

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(5) Soweit dies zweckmäßig ist, kann das Ministerium regeln, -dass Aufgaben im Bereich der Verwaltung der Einrichtungen im Geschäftsbereich -des Ministeriums, insbesondere der Universitätskliniken, von anderen -Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums oder im Einvernehmen mit -anderen Hochschulen, Behörden des Landes oder sonstigen Stellen, die Aufgaben -öffentlicher Verwaltung wahrnehmen, wahrgenommen werden, oder dass die -Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums zur Erfüllung dieser -Aufgaben mit derartigen Stellen mit deren Einvernehmen zusammenwirken. -Tätigkeiten, die Gegenstand einer Regelung nach Satz 1 sind, dürfen nur bei dem -jeweiligen Partner des Zusammenwirkens nachgefragt werden. Besteht die Aufgabe, -deren Wahrnehmung übertragen oder zu deren Erfüllung zusammengewirkt werden -soll, in Aufgaben der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft, -insbesondere in solchen der dienstherrenübergreifenden Bearbeitung oder -Festsetzung der Beihilfe, gilt für die Wahrnehmung oder Erledigung dieser -Aufgabe Absatz 3 Satz 3 entsprechend.

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(6) Mit vom Land oder auf der Grundlage des Artikels 91b des -Grundgesetzes gemeinsam von Bund und Ländern geförderten Einrichtungen der -wissenschaftlichen Forschung außerhalb von Hochschulen (außeruniversitäre -Forschungseinrichtungen) können Hochschulen durch Vereinbarung -Organisationseinheiten im Sinne des § 26 Absatz 5, wissenschaftliche -Einrichtungen und Betriebseinheiten sowie Verwaltungseinrichtungen -(übergreifende gemeinsame Einheiten) bei einer oder mehreren der beteiligten -Hochschulen oder bei einer oder mehreren der beteiligten außeruniversitären -Forschungseinrichtungen errichten oder Verwaltungsverbünde bilden, wenn dies -mit Rücksicht auf die Aufgaben, Größe und Ausstattung dieser Einrichtungen -zweckmäßig ist. Die übergreifende gemeinsame Einheit nimmt Aufgaben nach § 3 -(hochschulische Aufgaben) und die Aufgaben einer außeruniversitären -Forschungseinrichtung (außeruniversitäre Forschungsaufgaben) wahr. Hinsichtlich -der Erfüllung der hochschulischen Aufgabe gelten die Vorschriften dieses -Gesetzes. Die Erfüllung der außeruniversitären Forschungsaufgabe richtet sich -nach den hierfür geltenden Bestimmungen. In der Vereinbarung sind die Aufgaben -der Einheit, ihre Organe, die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe sowie der -Einfluss der Hochschule und der außeruniversitären Forschungseinrichtung auf die -Einheit zu regeln. Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend. Wird die übergreifende -Einheit in Form einer gemeinsamen Organisationseinheit nach § 26 Absatz 5 -errichtet, regelt die Vereinbarung zudem die Mitwirkung in der Selbstverwaltung -sowie die erforderlichen mitgliedschaftsrechtlichen Zuordnungen. Wird die -übergreifende gemeinsame Einheit unter Beteiligung mehrerer Hochschulen -errichtet, sind in der Vereinbarung auch die erforderlichen Regelungen über die -Aufgaben und Befugnisse der Rektorate zu treffen. Hinsichtlich der -Beschäftigten arbeiten die Dienststellenleitungen und die Personalvertretungen -vertrauensvoll zusammen. Staatliche Mitwirkungsrechte bleiben unberührt. Nehmen -der Verwaltungsverbund oder die übergreifende gemeinsame Einheit Aufgaben der -Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft wahr, gilt hierfür Absatz 3 Satz -3 entsprechend.

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(7) Die Hochschulen können mit anderen Hochschulen gemeinsam -Forschungsvorhaben im Sinne der §§ 70 und 71 durchführen; sie können das Nähere -durch öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung regeln. Die nach der -Kooperationsvereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur bei dem -jeweiligen Kooperationspartner oder den jeweiligen Kooperationspartnern -nachgefragt werden.

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§ 77a (Fn 23, 45)
-Errichtung juristischer Personen des öffentlichen Rechts durch Hochschulen

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(1) Die Hochschule ist berechtigt, zur Erfüllung von -Hochschulaufgaben mit anderen Hochschulen oder juristischen Personen des -öffentlichen oder des privaten Rechts auf der Grundlage einer -öffentlich-rechtlichen Verwaltungsvereinbarung oder, im Falle von Nummer 1, -selbst durch Ordnung

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1. Stiftungen oder Anstalten des öffentlichen Rechts mit -eigener Rechtspersönlichkeit sowie

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2. Verbände mit eigener Rechtspersönlichkeit in Form einer -Körperschaft des öffentlichen Rechts (Hochschulverbund)

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zu errichten. Die Ordnung oder die Verwaltungsvereinbarung -muss gewährleisten, dass in der Stiftung oder der Anstalt die sie errichtende -Hochschule oder die sie errichtenden Hochschulen einen beherrschenden Einfluss -besitzen; Absatz 4 bleibt unberührt.

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(2) In der Ordnung oder der Verwaltungsvereinbarung sind -insbesondere Regelungen zu treffen zu

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1. dem Zweck und den Aufgaben der juristischen Person,

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2. ihrem Namen,

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3. ihren Organen sowie deren Zuständigkeit und -Verfahrensregelungen; es ist vorzusehen

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a) ein Vorstand, der die -Vertretung der juristischen Person gegenüber Dritten und die operativen -Aufgaben wahrnimmt, sowie

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b) ein Stiftungs- oder -Anstaltsrat sowie bei dem Hochschulverbund eine Versammlung der -Verbandsmitglieder, die oder der über grundsätzliche Angelegenheiten -entscheidet, den Vorstand wählt und überwacht sowie beim Hochschulverbund -Verbandsordnungen erlässt,

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4. der Finanzierung der Aufgabenwahrnehmung durch die -juristische Person einschließlich der Verteilung von Personal, Vermögen und -Schulden im Falle ihrer Auflösung.

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(3) Der Erlass der Ordnung sowie ihre Änderung oder -Aufhebung bedarf der Zustimmung des Ministeriums. Das Gleiche gilt hinsichtlich -des Abschlusses der Verwaltungsvereinbarung. Die Verwaltungsvereinbarung und -der Zustimmungserlass werden im Ministerialblatt für das Land -Nordrhein-Westfalen bekanntgemacht. Die Stiftung, die Anstalt oder der -Hochschulverbund entsteht mit dem Tag der Bekanntmachung des -Zustimmungserlasses, sofern im Zustimmungserlass nichts anderes bestimmt ist. -Soweit die Stiftung oder die Anstalt durch Ordnung errichtet wird, entsteht sie -mit dem Tag, der in der Ordnung als Errichtungstag geregelt ist.

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(4) Für die ausschließlich durch eine Hochschule errichtete -Stiftung oder Anstalt gelten hinsichtlich der Hinwirkungsbefugnis des Rektorats -§ 16 Absatz 3 Satz 1 entsprechend sowie hinsichtlich der Befugnisse des -Rektorats § 16 Absatz 3, 4 und 5 Satz 1 bis 3 mit der Maßgabe entsprechend, -dass an die Stelle des Hochschulrats nach § 16 Absatz 4 Satz 3 der Stiftungs- -oder der Anstaltsrat tritt. Die Ordnung kann eine weitergehende Aufsicht des -Rektorats vorsehen.

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(5) Die Stiftung, die Anstalt und der Hochschulverbund -untersteht der Rechtsaufsicht des Ministeriums; § 76 Absatz 2 bis 6 gilt -entsprechend. § 5 Absatz 7 Satz 4 gilt für die Stiftung, die Anstalt oder den -Hochschulverbund entsprechend. Das Ministerium kann Verwaltungsvorschriften zur -Haushalts- und Wirtschaftsführung der Stiftung, der Anstalt oder des -Hochschulverbunds erlassen.

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(6) Sofern die juristische Person Aufgaben in Forschung und -Lehre wahrnehmen soll, gelten § 4 und § 11 Absatz 2 und 3 entsprechend. Für die -Gewährleistung dieser Rechte ist durch geeignete organisatorische Regelungen in -der Verwaltungsvereinbarung oder in der die Stiftung oder die Anstalt -errichtenden Ordnung Sorge zu tragen.

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(7) Die Verwaltungsvereinbarung kann vorsehen, dass der -Hochschulverbund das Recht der Selbstverwaltung im Rahmen der Gesetze besitzt. -Im Rahmen der Gesetze und der Verwaltungsvereinbarung in der Form des -Zustimmungserlasses kann der Verbund seine Angelegenheiten durch Satzung regeln.

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(8) Hinsichtlich der Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der -Verwaltung oder des Zusammenwirkens zur Erfüllung derartiger Aufgaben gilt für -die Stiftung, die Anstalt oder den Hochschulverbund § 77 Absatz 3 entsprechend. -Sofern die Hochschule im Rahmen ihrer Aufgaben mit der Stiftung, der Anstalt -oder dem Hochschulverbund oder die Stiftung, die Anstalt oder der -Hochschulverbund im Rahmen ihrer Aufgaben mit einer Hochschule, einer Behörde -oder einer sonstigen Stelle, die Aufgaben öffentlicher Verwaltung wahrnimmt, -auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zusammenwirkt, dürfen die nach -dieser öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung zu erbringenden -Tätigkeiten nur bei dem jeweiligen Kooperationspartner nachgefragt werden.

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§ 77b (Fn 23)
-Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität in Hagen

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(1) Die Fernuniversität in Hagen erfüllt die ihr obliegenden -Aufgaben in Lehre, Studium und Weiterbildung im Wege des Fernstudiums und unter -Berücksichtigung der Anforderungen für ein Lebenslanges Lernen. Zur -Durchführung des Fernstudiums bedient sie sich im Rahmen eines -Blended-Learning-Ansatzes verschiedener Medien. Unbeschadet des Einsatzes -gedruckter Studienmaterialien bedient sie sich insbesondere -Online-Lehrangeboten in Form elektronisch basierter Methoden und Instrumente -und öffnet sich für weitere Zielgruppen.

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(2) Die Fernuniversität in Hagen ergreift Maßnahmen, sich im -Bereich der Lehre, des Studiums und der Weiterbildung zu einer online basierten -Universität weiter zu entwickeln.

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(3) Die Fernuniversität in Hagen kann regeln, dass für eine -Einschreibung in einen Studiengang der Nachweis des Vorliegens der -Zugangsvoraussetzungen nach § 49 nicht erforderlich ist; im Falle einer -derartigen Regelung kann der akademische Grad nur verliehen oder zu einer -staatlichen oder kirchlichen Prüfung nur zugelassen werden, sofern dieser -Nachweis bis zum Abschluss des Studiums erbracht wird. Die Fernuniversität in -Hagen kann zudem regeln, dass auch Gasthörerinnen und Gasthörer berechtigt -sind, Prüfungen abzulegen und auf der Grundlage dieser Prüfungen ein Zertifikat -der Fernuniversität in Hagen zu erhalten.

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(4) Zur Verbesserung des Studienerfolgs und der Entwicklung -und Verwendung von Online-Lehrangeboten sowie zu ihrer Weiterentwicklung kann -die Fernuniversität in Hagen das Nähere zu den Absätzen 1 bis 3 durch Ordnung -regeln und dabei von den Bestimmungen der §§ 48 bis 52, 60 bis 62a sowie 66 -abweichende Regelungen treffen. Werden von diesen Bestimmungen des -Hochschulgesetzes abweichende Regelungen getroffen, bedarf die Ordnung des -Einvernehmens des Ministeriums.

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§ 77c (Fn 23)
-Landesarbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen

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(1) Die nach § 94 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – -Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – gebildeten -Schwerbehindertenvertretungen der Hochschulen und der sonstigen Einrichtungen, -die der Aufsicht des Ministeriums unterstehen, können sich zu einer -Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen und sich eine Satzung geben. Die Satzung -ist zu veröffentlichen.

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(2) Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft gehören die -Koordination der Belange der schwerbehinderten Beschäftigten und die -vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ministerium.

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(3) Die Kosten für den Geschäftsbedarf der -Arbeitsgemeinschaft werden vom Ministerium entsprechend § 40 des -Landespersonalvertretungsgesetzes übernommen, ebenso wie die Kosten einer -erforderlichen Freistellung.

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(4) Reisen zu den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft gelten -als Dienstreisen in Anwendung des Landesreisekostengesetzes.

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§ 77d (Fn 46)
-Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem Lehramtsstudium

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(1) Das Studium, welches für den Erwerb einer Lehrbefähigung -für ein weiteres Fach im Sinne des § 16 des Lehrerausbildungsgesetzes -(Erweiterungsfach) erforderlich ist, erfolgt, soweit ein Abschluss nach § 10 -des Lehrerausbildungsgesetzes bereits erworben wurde oder eine Erste -Staatsprüfung im Sinne des § 17 Absatz 1 des Lehrerausbildungsgesetzes vom 2. -Juli 2002 (GV. NRW. S. 325) in der Fassung des Gesetzes vom 21. April 2009 (GV. NRW. S. 224) erfolgreich abgelegt worden ist, nach Maßgabe

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1. der Absätze 2, 3, 6 und 7, wenn die sich für das Studium -des Erweiterungsfaches bewerbende Person dieses Erweiterungsfach an derjenigen -Hochschule studieren will, an der sie den entsprechenden Studiengang im Sinne -des § 10 des Lehrerausbildungsgesetzes bereits erfolgreich abgeschlossen hat und

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2. der Absätze 4 bis 7, wenn diese Person das -Erweiterungsfach an einer anderen Hochschule als jene im Sinne von Nummer 1 -studieren will.

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(2) Die sich bewerbende Person wird für das Studium des -Erweiterungsfaches so gestellt, als ob sie in den bereits erfolgreich -abgeschlossenen Bachelorstudiengang eingeschrieben wäre. Wenn das Studium des Erweiterungsfaches -im Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen worden ist, gilt das Gleiche für -das Masterstudium. Hinsichtlich der nach § 50 Absatz 1 Nummer 1 erforderlichen -Zulassung ist es hinreichend, wenn für das Studium des Erweiterungsfaches im Bachelorstudium -und im Masterstudium jeweils eine Zulassung vorliegt.

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(3) Aufgrund des erfolgreich abgeschlossenen Studiums des -Erweiterungsfaches wird kein erneuter akademischer Grad verliehen. Die -Hochschule erstellt auf Grund der Hochschulprüfung, mit der das Studium des -Erweiterungsfaches erfolgreich abgeschlossen wird, ein Zeugnis hinsichtlich der -Erweiterung aus. Die Ergebnisse der Hochschulprüfungen, mit der der -Studienabschluss des bereits erfolgreich abgeschlossenen Bachelor- und -Masterstudienganges erworben worden ist, bleiben durch das Studium des -Erweiterungsfaches unberührt.

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(4) Die sich bewerbende Person wird für das Studium des -Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums auf ihren Antrag eingeschrieben. Wenn -das Studium des Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums erfolgreich -abgeschlossen worden ist, gilt das Gleiche für das Studium des -Erweiterungsfaches des Masterstudiums. Absatz 2 Satz 3 sowie Absatz 3 Satz 2 -gelten entsprechend.

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(5) Die Hochschule verleiht auf Grund einer -Hochschulprüfung, mit der das Studium des Erweiterungsfaches erfolgreich -abgeschlossen wird, ein Zeugnis über die Erweiterungsprüfung zur -Bachelorprüfung oder zur Masterprüfung; ein akademischer Grad wird -diesbezüglich nicht verliehen. Mit diesem Zeugnis wird hinsichtlich der im -Studium des Erweiterungsfaches erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen der -Nachweis im Sinne des § 16 Satz 2 des Lehrerausbildungsgesetzes erbracht. Das -auf das Studium des Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums bezogene Zeugnis -eröffnet zudem den Zugang für das Studium des Erweiterungsfaches des -Masterstudiums.

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(6) Für Zwecke der Studium- und Prüfungsverwaltung sowie der -Statistik werden die Studierenden des Erweiterungsfaches so gestellt, als ob -sie für die erforderlichen Teilstudiengänge des der Lehrerausbildung dienenden -Studienganges eingeschrieben wären.

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(7) Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorschriften.

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§ 78
-Überleitung des wissenschaftlichen Personals

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(1) Soweit Beamtinnen, Beamte und Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer nach dem Universitätsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom -3. August 1993 (GV. NRW. S. 532), zuletzt geändert durch Gesetz vom 14. -Dezember 1999 (GV. NRW. S. 670) oder dem Fachhochschulgesetz in der Fassung der -Bekanntmachung vom 3. August 1993 (GV. NRW. S. 564), zuletzt geändert durch -Gesetz vom 9. November 1999 (GV. NRW. S. 590, ber. S. 644) jeweils in der vor -dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung nicht übernommen worden sind, verbleiben -sie in ihrer bisherigen dienstrechtlichen Stellung. Ihre Aufgaben bestimmen sich -nach dem bisher für sie geltenden Recht; dienstrechtliche Zuordnungen zu -bestimmten Hochschulmitgliedern entfallen. Mitgliedschaftsrechtlich sind sie an -Fachhochschulen wie Lehrkräfte für besondere Aufgaben zu behandeln. Soweit an -Fachhochschulen das einer solchen Lehrkraft für besondere Aufgaben übertragene -Lehrgebiet nicht durch eine Professorin oder einen Professor vertreten ist, übt -sie ihre Lehrtätigkeit selbständig aus.

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(2) Für Akademische Rätinnen und Akademische Räte und -Akademische Oberrätinnen und Akademische Oberräte, die in ein neues Amt als -wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder -Lehrkraft für besondere Aufgaben übernommen worden sind, gilt Artikel X § 5 -Absatz 3 des Zweiten Gesetzes zur Vereinheitlichung und Neuregelung des -Besoldungsrechts in Bund und Ländern vom 23. Mai 1975 (BGBl. I S. 1173), das -zuletzt durch Artikel 15 Absatz 46 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. -160) geändert worden ist, entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle des -Kolleggeldpauschales die Lehrvergütung auf Grund der Fußnoten 1 zu den -Besoldungsgruppen H 1 und H 2 der Besoldungsordnung H (Hochschullehrer) tritt. -Die Ausgleichszulage wird nur so lange gewährt, wie Lehraufgaben in dem -bisherigen Umfange wahrgenommen werden. Die Ausgleichszulage wird nicht -gewährt, wenn Lehraufgaben auf Grund eines Lehrauftrages wahrgenommen werden, -der vergütet wird.

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(3) Die am 1. Januar 2005 vorhandenen wissenschaftlichen und -künstlerischen Assistentinnen und Assistenten, Oberassistentinnen und -Oberassistenten, Oberingenieurinnen und Oberingenieure sowie -Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten verbleiben in ihren bisherigen -Dienstverhältnissen. Ihre mitgliedschaftsrechtliche und dienstrechtliche -Stellung bleibt unberührt. Auf sie finden die sie betreffenden Vorschriften des -Hochschulgesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190) weiterhin Anwendung.

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(4) Absatz 3 gilt nicht für beamtete wissenschaftliche -Assistentinnen und Assistenten, die seit dem 23. Februar 2002 ernannt worden -sind und denen im Vorgriff auf die Einführung der Juniorprofessur durch den -Fachbereichsrat die selbständige Wahrnehmung von Aufgaben in Forschung und -Lehre übertragen worden ist.

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§ 79
-Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

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(1) In Gremien mit Entscheidungsbefugnissen in universitären -Angelegenheiten, die Forschung, Kunst und Lehre oder die Berufung von -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer unmittelbar berühren, verfügen die -Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die nicht ausschließlich in -Fachhochschulstudiengängen tätig sind und nicht gemäß § 122 Absatz 2 des -Universitätsgesetzes in seiner vor dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung [Gesetz -vom 20. Oktober 1987 (GV. NRW. S. 366)] übernommen worden sind, über die -Mehrheit der Stimmen.

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(2) Der Leitung einer wissenschaftlichen Einrichtung, die -Aufgaben in universitären Angelegenheiten erfüllt, müssen mehrheitlich an ihr -tätige Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören, die nicht -ausschließlich in Fachhochschulstudiengängen tätig sind.

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(3) In ein privatrechtliches Dienstverhältnis unter -entsprechender Anwendung der Grundsätze des § 122 Absatz 2 des -Universitätsgesetzes in seiner vor dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung [Gesetz -vom 20. Oktober 1987 (GV. NRW. S. 366)] übernommene Professorinnen und -Professoren stehen mitgliedschaftsrechtlich den gemäß dieser Vorschrift -übernommenen Professorinnen und Professoren gleich.

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(4) Dozentinnen oder Dozenten im Beamtenverhältnis auf Widerruf, -die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer bisherigen dienstrechtlichen Stellung an -Universitäten verbleiben, zählen mitgliedschaftsrechtlich zur Gruppe der -Professorinnen und Professoren. Dieses gilt auch für die übrigen Beamtinnen, -Beamten und Angestellten, die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer bisherigen -dienstrechtlichen Stellung an Universitäten verbleiben, wenn sie im Rahmen -ihrer hauptberuflichen Dienstaufgaben mindestens drei Jahre überwiegend -selbständig in Forschung und Lehre im Sinne des § 35 tätig sind und die -Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach § 36 -erfüllen; der Nachweis dieser Tätigkeit und der Erfüllung der -Einstellungsvoraussetzungen gilt als erbracht, wenn der Beamtin oder dem -Beamten oder Angestellten an ihrer oder seiner Universität die Bezeichnung -„außerplanmäßige Professorin“ oder „außerplanmäßiger Professor“ verliehen ist. -Sonstige Beamtinnen, Beamte und Angestellte, die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer -bisherigen dienstrechtlichen Stellung an Universitäten verbleiben, zählen -mitgliedschaftsrechtlich zur Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter.

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§ 80
-Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei Stellenbesetzung und Studiengängen

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(1) Verträge mit den Kirchen werden durch dieses Gesetz nicht -berührt.

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(2) Vor jeder Berufung in ein Professorenamt in -evangelischer oder katholischer Theologie ist die Zustimmung der jeweils -zuständigen Kirche über das Ministerium herbeizuführen. Die Absetzung und die -Umwidmung einer Professur in evangelischer oder katholischer Theologie bedürfen -der Zustimmung des Ministeriums.

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(3) Bei der Besetzung von Stellen für Professorinnen oder -Professoren der evangelischen Theologie und der katholischen Theologie, die -nicht einem Fachbereich für evangelische Theologie oder einem Fachbereich für -katholische Theologie zugeordnet sind, gehören den Gremien, welche die -Berufungsvorschläge vorbereiten, Professorinnen oder Professoren jeweils nur -der evangelischen Theologie oder der katholischen Theologie an. Die weiteren Mitglieder -dieser Gremien müssen im Fach evangelische Theologie oder katholische Theologie -als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter tätig oder als Studierende -eingeschrieben sein und der jeweiligen Kirche angehören. Die Gremien haben das -Recht, sich mit den jeweils zuständigen kirchlichen Stellen ins Benehmen zu -setzen.

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(4) Die Einführung, Änderung oder Aufhebung von -Studiengängen in evangelischer oder katholischer Theologie oder in -evangelischer oder katholischer Religionslehre und von Studiengängen, die den -Erwerb der Befähigung zur Erteilung des Religionsunterrichts ermöglichen, sowie -Änderungen der Binnenorganisation, soweit sie die bestehenden Fachbereiche für -evangelische oder katholische Theologie betreffen, sind nur nach Abschluss der -in den Verträgen mit den Kirchen vorgesehenen Verfahren zulässig und -verpflichtend. Dies gilt auch für den Erlass von Studien-, Prüfungs- und -Habilitationsordnungen in evangelischer Theologie oder in katholischer -Theologie. Beteiligte der Verfahren sind die zuständigen kirchlichen Stellen -und das Ministerium.

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§ 81 (Fn 10)
-Zuschüsse

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(1) Staatlich anerkannte Fachhochschulen, denen nach § 47 -des Gesetzes über die Fachhochschulen im Lande Nordrhein-Westfalen in der -Fassung der Bekanntmachung vom 25. März 1975 (GV. NRW. S. 312) Zuschüsse -gewährt wurden, erhalten zur Durchführung ihrer Aufgaben und zur Erfüllung -ihrer Pflichten in Bildungsbereichen, die bisher nach dieser Vorschrift -bezuschusst wurden, weiterhin Zuschüsse des Landes.

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(2) Die Zuschüsse sind zur Wahrnehmung der Aufgaben der -staatlich anerkannten Fachhochschule nach § 3 sowie zur Sicherung der Gehälter -und der Altersversorgung des Personals zu verwenden.

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(3) Die Höhe der Zuschüsse sowie das Verfahren der -Berechnung und Festsetzung werden durch Vertrag mit dem Land geregelt. Der -Vertrag ist unter Beachtung der Vorschriften zur Ersatzschulfinanzierung des -Schulgesetzes NRW mit Ausnahme von dessen § 106 Absatz 7 abzuschließen. In dem -Vertrag ist zu vereinbaren, dass in dem Haushaltsplan der staatlich anerkannten -Fachhochschule fortdauernde Ausgaben nur in Höhe der entsprechenden -Aufwendungen der Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes nach dem -Verhältnis der Studierendenzahl veranschlagt werden dürfen. Der Vertrag soll die -Festsetzung von Pauschalbeträgen ermöglichen; die Pauschalierung darf sich auch -auf solche Ausgaben erstrecken, für die eine Pauschalierung nach den -Vorschriften zur Ersatzschulfinanzierung nicht vorgesehen ist.

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§ 81a (Fn 7)
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Deutsche Hochschule der Polizei

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Die Deutsche Hochschule der Polizei in Trägerschaft des -Bundes und der Länder ist als Universität eine gemeinsame auf den Polizeidienst -ausgerichtete Hochschule des Bundes und der Länder und zugleich eine -Einrichtung des Landes mit Sitz in Münster. Für die Deutsche Hochschule der -Polizei gilt das Abkommen über die Deutsche Hochschule der Polizei vom 8. -Februar 2006 (GV. NRW. S. 116) in der jeweils geltenden Fassung sowie das -Gesetz über die Deutsche Hochschule der Polizei vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 88) in der jeweils geltenden Fassung.

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§ 82 (Fn 40)
-Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von Gesetzen

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(1) Ministerium im Sinne dieses Gesetzes ist das für -Hochschulen zuständige Ministerium. Es erlässt die zur Ausführung dieses -Gesetzes erforderlichen Verwaltungsvorschriften.

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(2) An den Universitäten, Fachhochschulen und -Universitätskliniken tritt an die Stelle des verfassungsmäßig zuständigen -obersten Organs nach §§ 68 und 69 Absatz 6 des -Landespersonalvertretungsgesetzes das Ministerium. Soweit eine -Arbeitsgemeinschaft nach § 105a Absatz 1 des Landespersonalvertretungsgesetzes -besteht, der der beteiligte Personalrat angehört, soll es diese anhören.

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(3) Für Amtshandlungen des Ministeriums können Gebühren -erhoben werden. Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung -Gebührentatbestände festzulegen und die Gebührensätze zu bestimmen. Die §§ 3 -bis 22 des Gebührengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen finden -entsprechende Anwendung, soweit gesetzlich oder in der Rechtsverordnung nichts -anderes bestimmt ist. Hochschulen in der Trägerschaft des Landes sind von -Gebühren nach Satz 1 befreit, sofern die Amtshandlung nicht ihre -wirtschaftlichen Unternehmen betrifft.

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(4) Soweit das Fachhochschulgesetz öffentlicher Dienst vom -29. Mai 1984 (GV. NRW. S. 303) in der jeweils geltenden Fassung, auf -Vorschriften des Hochschulgesetzes verweist, bezieht es sich auf das Gesetz vom -14. März 2000 (GV. NRW. S. 190) in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2004 (GV. NRW. S. 752), welches insoweit fort gilt.

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§ 82a (Fn 43)
-Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage
-oder einer Katastrophe

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(1) Das Ministerium wird für den Fall, dass

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1. der Deutsche Bundestag auf der Grundlage des -Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch -Artikel 8 Absatz 8 des Gesetzes vom 27. September 2021 (BGBl. I S. 4530) -geändert worden ist, eine epidemische Lage von nationaler Tragweite -festgestellt hat,

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2. der Landtag auf der Grundlage des Infektionsschutz- und -Befugnisgesetzes vom 14. April 2020 (GV. NRW. S. 218b), das zuletzt durch -Gesetz vom 4. Mai 2021 (GV. NRW. S. 566) geändert worden ist, eine epidemische -Lage von landesweiter Tragweite festgestellt hat oder

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3. eine Rechtsverordnung des Landes nach § 32 des -Infektionsschutzgesetzes erlassen worden ist,

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zur Sicherstellung der Lehre, zur Sicherstellung der -Funktionsfähigkeit der Gremien der Hochschule und der Studierendenschaft sowie -zum Schutz der Grundrechte der Hochschulmitglieder und der Studienbewerberinnen -und -bewerber ermächtigt, durch Rechtsverordnung Regelungen betreffend die -Prüfungen, die Anerkennung von Prüfungsleistungen und sonstigen Leistungen, die -Regelstudienzeit, die Verfahrensgrundsätze hinsichtlich der Sitzungen und der -Beschlüsse, die Amtszeit der Gremien der Hochschule und der Studierendenschaft -sowie die Einschreibung zu erlassen und dabei von den Regelungen der § 7 Absatz -1, § 12, § 13, § 48, § 50, § 53 Absatz 4 Satz 4 Nummer 2, § 54 Absatz 3, § 61 -und §§ 63 bis 65 sowie des § 28 Absatz 3 Satz 3, Absatz 4 Satz 1 des -Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen abzuweichen. Soweit von den -Regelungen des § 28 Absatz 3 Satz 3, Absatz 4 Satz 1 des -Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen abgewichen wird, bedarf die -Rechtsverordnung des Einvernehmens des für die Justiz zuständigen Ministeriums. -Soweit duale Studiengänge und Modellstudiengänge im Gesundheitswesen betroffen -sind, bedarf die Rechtsverordnung des Einvernehmens mit dem für Gesundheit -zuständigen Ministerium. Die Rechtsverordnung kann insbesondere vorsehen, dass

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1. die Gremienwahlen der Hochschule und der -Studierendenschaft online stattfinden dürfen, ohne dass die wählende Person -oder deren Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form an Eides -statt versichern muss, dass sie die Stimme persönlich oder als Hilfsperson -gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet habe,

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2. die Sitzungen der Gremien der Hochschule und der -Studierendenschaft in elektronischer Kommunikation oder in Mischformen zwischen -elektronischer Kommunikation und physischer Anwesenheit der Gremienmitglieder -stattfinden und Beschlüsse in elektronischer Kommunikation oder im Umlaufverfahren -gefasst werden dürfen und dass Bild- und Tonübertragung der öffentlichen -Sitzungen der Gremien zulässig sind,

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3.Hochschulprüfungen in elektronischer Form oder in -elektronischer Kommunikation (Online-Prüfungen) abgenommen werden dürfen,

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4. die Anerkennung von Prüfungsleistungen und Leistungen -gegenüber den Regelungen des § 63a erleichtert werden kann und

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5. Regelungen betreffend die Einschreibung, insbesondere -hinsichtlich der Einschreibungsfristen und des Zeitpunkts, bis zu dem das -Vorliegen der Hochschulzugangsberechtigung und der sonstigen -Einschreibevoraussetzungen, insbesondere der Nachweis der künstlerischen -Eignung, nachgewiesen sein müssen, getroffen werden.

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Die Rechtsverordnung kann die Art und Weise der Durchführung -und Organisation von Lehrveranstaltungen, auch in Form online durchgeführter -Lehre, regeln. Die Rechtsverordnung darf vorsehen, dass das Rektorat die -Befugnisse nach Satz 4 Nummer 4 und 5 sowie nach Satz 5 ausübt und in diesem -Falle von den Prüfungsordnungen abweichende Regelungen treffen darf; in diesem -Falle sieht die Rechtsverordnung zugleich vor, dass die Wissenschaftsfreiheit -strukturell nicht gefährdet wird und die Rechte des Senats und der -Fachbereichsräte gewahrt bleiben.

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(2) Das Ministerium ist zum Erlass einer Rechtsverordnung -nach Absatz 1 ab dem Zeitpunkt der Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 -oder 2 oder nach dem Erlass der Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 -ermächtigt. Die Ermächtigung besteht unbeschadet der Sätze 3 und 4 zumindest -für den Zeitraum der jeweiligen Feststellung oder den Zeitraum der Geltung der -jeweiligen Rechtsverordnung und ist unabhängig von der Wirksamkeit der -Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 sowie der Wirksamkeit der -Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3. Wird die Feststellung nach -Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 oder die Geltung der Rechtsverordnung nach -Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 verlängert, verlängert sich entsprechend auch der -Zeitraum der Ermächtigung zum Erlass der Rechtsverordnung nach Absatz 1. Die -Ermächtigung nach Absatz 1 gilt fort bis zum Ende des Semesters, das als -zweites dem Semester folgt, in dem die Feststellung einer epidemischen Lage im -Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 aufgehoben wird oder die Geltung -einer Rechtsverordnung im Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 endet. Ist das -Semester im Sinne des Satzes 4 ein Wintersemester, endet dieses am 31. März des -jeweiligen Jahres; ist das Semester im Sinne des Satzes 4 ein Sommersemester, -endet dieses am 30. September des jeweiligen Jahres. Zur weiteren Bewältigung -der SARS-CoV-2-Pandemie und zur Sicherung des Hochschulbetriebs in dieser -Pandemie und der Grundrechte der Hochschulmitglieder wird das Ministerium -ermächtigt, die Rechtsverordnung nach Absatz 1 oder einzelne Regelungen dieser -Rechtsverordnung mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zu erlassen.

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(3) Wenn durch den Eintritt einer Großeinsatzlage oder einer -Katastrophe im Sinne des § 1 Absatz 2 des Gesetzes über den Brandschutz, die -Hilfeleistung und den Katastrophenschutz vom 17. Dezember 2015 (GV. NRW. S. 886), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (GV. NRW. S. 762) geändert worden ist, an Hochschulen der Lehr- oder Prüfungsbetrieb in -Präsenz eingeschränkt ist, kann das Ministerium zur Sicherstellung der Lehre, -zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Gremien der Hochschule und der -Studierendenschaft und zum Schutz der Grundrechte der Hochschulmitglieder sowie -der Studienbewerberinnen und -bewerber durch Rechtsverordnung Regelungen nach -Absatz 1 erlassen. Beschränken sich die Einschränkungen nach Satz 1 auf eine -einzelne Hochschule, insbesondere auf ihren Sitz, einen Standort oder -Studienort, ist die Rechtsverordnung in ihrem örtlichen Anwendungsbereich -entsprechend einzugrenzen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

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(4) Das Ministerium ist zum Erlass einer Rechtsverordnung -nach Absatz 3 ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Großeinsatzlage oder der -Katastrophe ermächtigt. Die Ermächtigung nach Absatz 3 gilt fort bis zum Ende des -Semesters, das als viertes dem Semester folgt, in dem die Großeinsatzlage oder -die Katastrophe eingetreten ist. Absatz 2 Satz 5 gilt entsprechend.

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(5) Die Geltung der Rechtsverordnungen nach den Absätzen 1 -und 3 ist zu befristen. Die jeweilige Rechtsverordnung tritt spätestens zu dem -Zeitpunkt außer Kraft, an dem das Ministerium nach Absatz 2 oder Absatz 4 nicht -mehr zu ihrem Erlass ermächtigt ist.

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(6) Das Ministerium berichtet dem Landtag hinsichtlich der -Rechtsverordnung nach den Absätzen 1 und 3 unverzüglich und umfassend über den -jeweiligen Sachstand.“

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§ 83 (Fn 8)
-Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land und den -verselbständigten Hochschulen

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(1) Das Land trägt

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1. die Versorgungsleistungen nach § 2 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes -vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310) in der jeweils geltenden Fassung -einschließlich der Zahlung der Emeritenbezüge,

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2. die Ausgleichszahlungen nach dem -Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag oder nach den §§ 94 bis 102 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes,

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3. die Beiträge zur Nachversicherung nach § 8 und §§ 181 bis -186 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung.

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(2) Das Land erstattet den Hochschulen die -Beihilfeleistungen nach § 75 des Landesbeamtengesetzes und die Leistungen nach -den entsprechenden tarifvertraglichen Bestimmungen sowie die sonstigen -Leistungen nach dem Landesbeamtengesetz. Das Land trägt auch die -Beihilfeleistungen für alle zum 31. Dezember 2006 im Ruhestand befindlichen -Beihilfeberechtigten.

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(3) Bemessungsgrundlage für die Erstattung nach den Absätzen -1 und 2 sowie für die Finanzierung der Hochschulen gemäß § 5 sind der Haushalt -2007 und die in den Erläuterungen zum Zuschuss für den laufenden Betrieb -enthaltene Stellenübersicht für Beamtinnen und Beamte und Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer.

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(4) Veränderungen werden insoweit berücksichtigt, als sie -auch ohne Überführung der Besoldungs-, Versorgungs- und Beihilfelast auf die -Hochschulen für das Land entstanden wären; dies gilt auch für neu errichtete -Hochschulen. § 5 Absatz 2 bleibt unberührt.

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(5) Das Ministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem -für Finanzen zuständigen Ministerium eine Rechtsverordnung zu erlassen, mit der -insbesondere Verfahren zur Umsetzung der Maßgaben des Absatzes 4 sowie die -technische Abwicklung der Bezügeverfahren und sonstiger Personalaufwendungen -sowie Angelegenheiten des Kassenwesens geregelt werden. Bis zum Inkrafttreten -dieser Verordnung gelten die diesbezüglich bestehenden Regelungen so weiter; -entsprechendes gilt für die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger -sowie die Emeriti; die Inanspruchnahme des Landesamtes für Besoldung und -Versorgung und der anderen zuständigen Stellen des Landes durch die Hochschulen -erfolgt hierbei unentgeltlich.

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§ 84 (Fn 39)
-Inkrafttreten, Übergangsregelungen

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(1) -Dieses Gesetz tritt am 1. Oktober 2014 in Kraft.

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(2) -Hinsichtlich der Hochschulordnungen, Gremien, Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger gilt Folgendes:

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1. Die -Hochschulordnungen sind unverzüglich den Bestimmungen des Hochschulgesetzes in -der Fassung dieses Gesetzes anzupassen. Regelungen in Grundordnungen treten zum -30. September 2020 außer Kraft, soweit sie dem Hochschulgesetz widersprechen. -Danach gelten die Vorschriften des Hochschulgesetzes in der Fassung dieses -Gesetzes unmittelbar, solange die Hochschule keine Regelung nach Satz 1 -getroffen hat. Soweit nach dem Gesetz ausfüllende Regelungen der Hochschule -notwendig sind, aber nicht getroffen werden, kann das Ministerium nach Anhörung -der Hochschule entsprechende Regelungen erlassen.

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2. -Staatliche Prüfungsordnungen gelten in ihrem bisherigen Anwendungsbereich fort.

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3. -Eine Neubestellung der Gremien sowie der Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger aus Anlass dieses Gesetzes findet nicht statt.

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(3) -Soweit Berufungsvereinbarungen über die personelle und sächliche Ausstattung -der Professuren von den durch dieses Gesetz herbeigeführten Änderungen -betroffen sind, sind sie unter angemessener Berücksichtigung der beiderseitigen -Interessen der neuen Rechtslage anzupassen.

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(4) -Soweit Personen auf der Grundlage des § 42 Absatz 2 Satz 2 oder des § 44 Absatz -2 Satz 4 des Hochschulgesetzes in der Fassung vom 31. Oktober 2006 (GV. NRW. S. 474) oder in der Fassung vom 16. September 2014 (GV. NRW. S. 547) die -akademische Bezeichnung „Lecturer“ verliehen worden ist, kann der -Fachbereichsrat entscheiden, dass diese Personen diese Bezeichnung für eine -Übergangsfrist, die den Zeitraum der Verleihung nicht überschreiten und -höchstens drei Jahre betragen darf, weiterhin führen dürfen.

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(5) § 17a ist erst mit Wirkung -vom 1. Oktober 2020 anwendbar. § 75 Absatz 3 Satz 8 ist erst mit Wirkung ab dem -1. April 2023 anzuwenden. § 77d ist erst mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 -anzuwenden. 

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(5a) Die Mitgliedschaft in einem -Personalrat wird während einer laufenden Amtszeit durch einen Wechsel der -Gruppenzugehörigkeit nach § 11 Absatz 1 eines Mitglieds nicht berührt; dieses -bleibt Mitglied des Personalrats, für den es gewählt wurde.

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(6) Das Ministerium ist -berechtigt, zur Gründung des Arbeitgeberverbands der Universitätskliniken -Nordrhein-Westfalen in Vertretung der Universitätskliniken die erforderlichen -Maßnahmen zu ergreifen.

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(7) Bis zum 31. Dezember 2029 -wird die Einführung des Bachelors im Sinne des § 66 Absatz 1a evaluiert. Der -Landtag soll über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt werden.

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Die Landesregierung
-Nordrhein-Westfalen

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Die Ministerpräsidentin

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- -

Die Ministerin
-für Schule und Weiterbildung

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Der Finanzminister

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Der Minister
-für Wirtschaft, Energie, Industrie,
-Mittelstand und Handwerk

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Der Minister
-für Inneres und Kommunales
-Zugleich für den Justizminister

- -

Der Minister
-für Arbeit, Integration und Soziales

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Der Minister
-für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,
-Natur- und Verbraucherschutz

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Der Minister
-für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr

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Die Ministerin
-für Innovation, Wissenschaft und Forschung

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Die Ministerin
-für Familie, Kinder, Jugend,
-Kultur und Sport

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Die Ministerin
-für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

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-Fußnoten:

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Fn 1

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In Kraft getreten am 1. Oktober 2014 (GV. NRW. S. 547); - geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in - Kraft getreten am 1. Juli 2016; Gesetz vom 15. Dezember 2016 (GV. NRW. S. 1154), in Kraft getreten am 28. Dezember 2016; Artikel 3 und 4 des Gesetzes - vom 7. April 2017 (GV. NRW. S. 414), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. - Juli 2016 und mit Wirkung vom 1. Januar 2017 (Artikel 3) sowie am 1. Januar - 2018 (Artikel 4); Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Oktober 2017 (GV. NRW. S. 806), in Kraft getreten am 1. Januar 2018; Artikel 1 des Gesetzes vom12. Juli - 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; - Artikel 10 des Gesetzes vom 14. April 2020 (GV. NRW. S. 218b), in Kraft - getreten am 15. April 2020; Artikel 2 des Gesetzes vom 1. September 2020 (GV. NRW. S. 890), in Kraft getreten am 23. September 2020; Artikel 1 des Gesetzes - vom 1. Dezember 2020 (GV. NRW. S. 1110), in Kraft getreten am 8. Dezember - 2020; Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft - getreten am 15. April 2021; Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft getreten am 13. November 2021; Artikel 1 des Gesetzes - vom 25. November 2021 (GV. NRW. S. 1210a), in Kraft getreten am 1. Dezember - 2021; Gesetz vom 30. Juni 2022 (GV. NRW. S. 780b), in Kraft getreten am 1. - Juli 2022; Gesetz vom 29. August 2023 (GV. NRW. S. 1072), in Kraft getreten - mit Wirkung vom 1. Januar 2023 (Nummer 2) und am 12. September 2023 (Nummer 1); - Artikel 2 des Gesetzes vom 5. Dezember 2023 (GV. NRW. S. 1278), in Kraft - getreten am 16. Dezember 2023: Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 8. November 2024 (Nummer 1 bis 3 und - 5) und am 7. Mai 2025 (Nummer 4 und 6); Artikel 2 des Gesetzes vom 19. - Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

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Fn 2

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-

§ 42 Absatz 2 geändert und § 39a eingefügt durch - Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten - am 1. Juli 2016.

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Fn 3

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-

§ 20: Absatz 2 geändert, Absatz 4 eingefügt, Absätze 4 - und 5 (alt) umbenannt in Absätze 5 und 6 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. - Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 4 - geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 3 neu gefasst - durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft - getreten am 15. April 2021.

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Fn 4

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-

§ 35: Absatz 4 eingefügt; Absatz 4 (alt) umbenannt in - Absatz 5 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in - Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 4 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019.

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Fn 5

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-

§ 38: Absatz 1a eingefügt durch Artikel 9 des Gesetzes - vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; - Absatz 1 neu gefasst und Absatz 1a aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019.

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-

Fn 6

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-

§ 39: Absatz 1 geändert und Absatz 7 neu gefasst durch - Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten - am 1. Juli 2016; Absatz 5 zuletzt und Absatz 6 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Absatz 5a eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1. - September 2020 (GV. NRW. S. 890), in Kraft getreten am 23. September 2020; - Absatz 5 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

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-

Fn 7

-
-

§ 81a eingefügt durch Gesetz vom 15. Dezember 2016 (GV. NRW. S. 1154), in Kraft getreten am 28. Dezember 2016.

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Fn 8

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-

§ 83 Absatz 1 zuletzt geändert durch Artikel 4 des - Gesetzes vom 7. April 2017 (GV. NRW. S. 414), in Kraft getreten am 1. Januar - 2018 und Absatz 2 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016.

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-

Fn 9

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-

§ 7a aufgehoben durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17. - Oktober 2017 (GV. NRW. S. 806), in Kraft getreten am 1. Januar 2018.

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Fn 10

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-

§ 36 Absatz 1 zuletzt geändert, § 4 Absatz 4, § 5 - Absatz 2, 5, 6, 7, 8 und 9, § 16 Absatz 1a, § 22a Absatz 1, § 26 Absatz 5 und - 6, § 27 Absatz 4 und 6, § 29 Absatz 4, § 32 Absatz 1 und 2, § 33 Absatz 2 und - 3, § 37 Absatz 2, § 40 Absatz 1, § 46a Absatz 1 (neu gefasst), § 50 Absatz 2, - § 52 Absatz 1, § 53 Absatz 2, § 55 Absatz 3, § 57 Absatz 2, § 59 Absatz 2, § - 62a Absatz 4, § 63 Absatz 8 (neu gefasst), § 65 Absatz 2, § 67a Absatz 2 und - Absatz 3 (aufgehoben), § 69 Absatz 7, § 71 Absatz 1, 3 und 6, § 74 Absatz 1, - § 81 Absatz 3 und § 83 Absatz 1 und 5 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019; § 53 Absatz 4 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 3. - November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft getreten am 13. November 2021.

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Fn 11

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-

§ 2: Absatz 2, 4 und 7 geändert, Absatz 5 und 6 neu - gefasst und Absatz 8 angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 12

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§ 3: Absatz 1, 2 und 3 geändert, Absatz 6 (alt) - aufgehoben und Absätze 7 (alt) und 8 (alt) umbenannt in Absätze 6 und 7 durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in - Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 3 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft getreten am 13. - November 2021; Absatz 5 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober - 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 8. November 2024.

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Fn 13

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-

§ 6: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 aufgehoben, - Absatz 2 (alt) umbenannt in Absatz 1 und neu gefasst, Absatz 3 (alt) - umbenannt in Absatz 2 und geändert, Absatz 4 (alt) umbenannt in Absatz 3 und - geändert und Absatz 5 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli - 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 14

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§ 7: Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 3 des Gesetzes - vom 17. Oktober 2017 (GV. NRW. S. 806), in Kraft getreten am 1. Januar 2018; - Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 15

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-

§ 8: Absatz 2 und 5 geändert, Absatz 3 und 6 neu - gefasst und Absatz 7 angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz - 1, 6 und 7 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021; Absatz 7 neu eingefügt und - Absatz 7 (alt) umbenannt in Absatz 8 durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. - Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

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Fn 16

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§ 9: Absatz 1 geändert und Absatz 5 angefügt durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in - Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 17

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§ 10 Absatz 1 zuletzt und Absatz 2 geändert durch Artikel - 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft - getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 18

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§ 11a (alt) aufgehoben und § 11b (alt) und § 11c (alt) - umbenannt in §§ 11a und 11b durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 19

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§ 11: Absatz 1geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom - 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 1a - aufgehoben und Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli - 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; - Absatz 2 neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

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Fn 20

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§ 12: Absatz 5 eingefügt und Absatz 5 (alt) umbenannt - in Absatz 6 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2 geändert durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft - getreten am 13. November 2021; Absatz 2 neu gefasst durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 8. - November 2024.

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Fn 21

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-

§ 13: Absatz 1 und 4 neu gefasst und Absatz 5 angefügt - durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 1 und 5 geändert durch - Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten - am 15. April 2021.

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Fn 22

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-

§ 17: Überschrift, Absatz 1 und 4 neu gefasst und - Absatz 3 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 23

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§ 17a, § 38a, § 51a, § 58a, § 67b, § 77a und § 77b - eingefügt und § 77a (alt) umbenannt in § 77c durch Artikel 1 des Gesetzes vom - 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober - 2019; § 67b Absatz 1 neu gefasst durch Gesetz vom 29. August 2023 (GV. NRW. S. 1072), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. Januar 2023.

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Fn 24

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-

§ 21: Absatz 5 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes - vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; - Absatz 1, 3, 4, 5a und 6 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli - 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; - Absatz 1 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

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Fn 25

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-

§ 22: Absatz 1 und 2 geändert und Absatz 4 neu gefasst - durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 1 zuletzt geändert durch - Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten - am 15. April 2021.

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Fn 26

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§ 23 Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019.

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Fn 27

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§ 31: Absatz 1, 2, 3 und 4 geändert und Absatz 5 - angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 6 angefügt durch - Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten - am 15. April 2021; Absatz 5 und 6 geändert durch Gesetz vom 29. August 2023 (GV. NRW. S. 1072), in Kraft getreten am 12. September 2023; Absatz 6 neu - gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

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Fn 28

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§ 31a: Absatz 1 neu gefasst, Absatz 1a eingefügt und - Absatz 2 und 4 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2 - geändert und Absatz 2a eingefügt durch Gesetz vom 30. Juni 2022 (GV. NRW. S. 780b), in Kraft getreten am 1. Juli 2022; Absatz 4 geändert durch Artikel 2 - des Gesetzes vom 5. Dezember 2023 (GV. NRW. S. 1278), in Kraft getreten am - 16. Dezember 2023.

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Fn 29

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§ 34a, § 76a und § 76b aufgehoben durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019.

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Fn 30

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§ 48: Absatz 5 geändert und Absatz 9 neu gefasst durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in - Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 31

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§ 49: Absatz 6 und 10 geändert, Absatz 6a eingefügt - durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 32

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§ 58: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 und 2a - geändert, Absatz 5 und 7 aufgehoben, Absatz 6 (alt) umbenannt in Absatz 5 und - Absatz 8 (alt) umbenannt in Absatz 6 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. - Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober - 2019; Absatz 2a zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März - 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

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Fn 33

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§ 62b: Absatz 1 geändert und Absatz 4 angefügt durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in - Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 34

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§ 63a: Absatz 1 und 5 geändert und Absatz 7 neu gefasst - durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 35

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§ 64: Absatz 1, 2, 3 und 4 geändert und Absatz 2a neu - gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2 geändert durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft - getreten am 13. November 2021.

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Fn 36

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§ 73a: Absatz 1, 2, 3 und 6 geändert, Absatz 4 zuletzt - geändert und Absatz 4a eingefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli - 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; - Absatz 4 (erneut) und Absatz 4a geändert, Absatz 6 zuletzt geändert durch - Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten - am 15. April 2021.

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Fn 37

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§ 76: Überschrift geändert, Absatz 4 neu gefasst, - Absatz 6 (alt) aufgehoben und Absatz 7 (alt) umbenannt in Absatz 6 durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in - Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 38

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§ 77: Absatz 3 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes - vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; - Absatz 1, 2, 5 und 6 geändert und Absatz 7 angefügt durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Absatz 4 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. - März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

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Fn 39

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§ 84: Absatz 4 angefügt durch Artikel 9 des Gesetzes - vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; - Absatz 5 angefügt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Oktober 2017 (GV. NRW. S. 806), in Kraft getreten am 1. Januar 2018; Absatz 2 geändert und Absatz 5 - neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 6 angefügt durch - Artikel 10 des Gesetzes vom 14. April 2020 (GV. NRW. S. 218b), in Kraft - getreten am 15. April 2020; Absatz 6 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 1. Dezember 2020 (GV. NRW. S. 1110), in Kraft getreten am 8. Dezember - 2020; Absatz 5 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021; Absatz 6 aufgehoben durch - Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft - getreten am 13. November 2021; Absatz 6 angefügt durch Gesetz vom 30. Juni - 2022 (GV. NRW. S. 780b), in Kraft getreten am 1. Juli 2022; Absatz 5a neu - eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025; Absatz 7 angefügt durch Artikel 1 - des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 7. - Mai 2025.

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Fn 40

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§ 82: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 und 4 geändert - und Absatz 5 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

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Fn 41

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Inhaltsübersicht zuletzt geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 3. November 2021 (GV. NRW. S. 1180), in Kraft getreten am 13. - November 2021.

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Fn 42

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§ 44: Absatz 2, 7 und 8 geändert durch Artikel 9 des - Gesetzes vom 14. Juni 2016 (GV. NRW. S. 310), in Kraft getreten am 1. Juli - 2016; Absatz 8a eingefügt und Absatz 9 zuletzt geändert durch Artikel 2 des - Gesetzes vom 1. September 2020 (GV. NRW. S. 890), in Kraft getreten am 23. - September 2020; Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. - Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

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Fn 43

-
-

§ 82a eingefügt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 14. - April 2020 (GV. NRW. S. 218b), in Kraft getreten am 15. April 2020; Absatz 1 - geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Dezember 2020 (GV. NRW. S. 1110), in Kraft getreten am 8. Dezember 2020; aufgehoben durch § 84 Absatz 6, - in Kraft getreten am 1. Oktober 2021; neu eingefügt durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 25. November 2021 (GV. NRW. S. 1210a), in Kraft getreten am 1. - Dezember 2021; Absatz 1 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober - 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 8. November 2024.

-
-

Fn 44

-
-

§ 1: Absatz 2 und 3 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Absatz 2 und 3 zuletzt geändert durch Artikel 2 des - Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April - 2021; Absatz 2 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

-
-

Fn 45

-
-

§§ 17a, 61, 74a, 75a, 77a geändert durch Artikel 2 des - Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April - 2021.

-
-

Fn 46

-
-

§§ 39b und 77d eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes - vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

-
-

Fn 47

-
-

§ 54: Absatz 1 und 3 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Absatz 3 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes - vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

-
-

Fn 48

-
-

§ 72: Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019; Absatz 2 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. - März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

-
-

Fn 49

-
-

§ 73: Absatz 2 und 5 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Überschrift und Absatz 1 geändert, Absatz 3 (alt) ersetzt - durch Absätze 3 bis 5, Absatz 4 (alt) umbenannt in Absatz 6, Absatz 5 (alt) - umbenannt in Absatz 7 und dabei neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom - 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

-
-

Fn 50

-
-

§ 75: Absatz 1 und 3 geändert durch Artikel 1 des - Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten - am 1. Oktober 2019; Absatz 1 und 3 zuletzt geändert, Absatz 2 geändert, - Absätze 5 bis 8 angefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (GV. NRW. S. 331), in Kraft getreten am 15. April 2021.

-
-

Fn 51

-
-

§ 31b: Absatz 1 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019; Absatz 1 geändert durch Gesetz vom 30. Juni 2022 (GV. NRW. S. 780b), in Kraft getreten am 1. Juli 2022.

-
-

Fn 52

-
-

§ 60: Absatz 4 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S. 425, ber. S. 593), in Kraft getreten am 1. - Oktober 2019; Absatz 3 neu eingefügt und Absatz 3 (alt) umbenannt in Absatz 4 - durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft - getreten am 8. November 2024.

-
-

Fn 53

-
-

§ 45 Absatz 1 und 2 neu gefasst durch Artikel 2 des - Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (GV. NRW. S. 1222), in Kraft getreten am 1. - Januar 2025.

-
-

Fn 54

-
-

§ 66 Absatz 1a eingefügt durch Artikel 1 des Gesetzes - vom 29. Oktober 2024 (GV. NRW. S. 704), in Kraft getreten am 7. Mai 2025.

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Geltende Gesetze und Verordnungen (SGV. NRW.)

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mit Stand vom 20.11.2025

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Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG)

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Inhaltsverzeichnis:

+

§ 1(Fn 44) Geltungsbereich

+

§ 2(Fn 11) Rechtsstellung

+

§ 3(Fn 12) Aufgaben

+

§ 4(Fn 10) Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

+

§ 5(Fn 10) Finanzierung und Wirtschaftsführung

+

§ 6(Fn 13) Strategische Ziele; Hochschulverträge

+

§ 7 (Fn 14) Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

+

§ 8(Fn 15) Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

+

§ 9(Fn 16) Mitglieder und Angehörige

+

§ 10 (Fn 17) Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

+

§ 11 (Fn 19) Zusammensetzung der Gremien

+

§ 11a (Fn 18) Mitgliederinitiative

+

§ 11b (Fn 18) Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

+

§ 12 (Fn 20) Verfahrensgrundsätze

+

§ 13 (Fn 21) Wahlen zu den Gremien

+

§ 14 Zentrale Organe

+

§ 15 Rektorat

+

§ 16 (Fn 10) Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

+

§ 17 (Fn 22) Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die Hochschulwahlversammlung

+

§ 17a (Fn 23, 45) Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen undHochschullehrer

+

§ 18 Die Rektorin oder der Rektor

+

§ 19 Die Kanzlerin oder der Kanzler

+

§ 20 (Fn 3) Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats

+

§ 21 (Fn 24) Hochschulrat

+

§ 22 (Fn 25) Senat

+

§ 22a (Fn 10) Hochschulwahlversammlung

+

§ 22b Hochschulkonferenz

+

§ 23 (Fn 26) Fachbereichskonferenz

+

§ 24 Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene Mittelvergabe

+

§ 25 Hochschulverwaltung

+

§ 26 (Fn 10) Die Binneneinheiten der Hochschule

+

§ 27 (Fn 10) Dekanin oder Dekan

+

§ 28 Fachbereichsrat

+

§ 29 (Fn 10) Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten; Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

+

§ 30 Lehrerinnen- und Lehrerbildung

+

§ 31 (Fn 27) Fachbereich Medizin

+

§ 31a (Fn 28) Universitätsklinikum

+

§ 31b (Fn 51) Finanzierung

+

§ 32  (Fn 10) Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

+

§ 33 (Fn 10) Beamtinnen und Beamte der Hochschule

+

§ 34 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

+

§ 35 (Fn 4) Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 36 (Fn 10) Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 37 (Fn 10) Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

+

§ 37a Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufungvon Professorinnen und Professoren

+

§ 38 (Fn 5) Berufungsverfahren

+

§ 38a (Fn 23) Tenure Track

+

§ 39 (Fn 6) Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 39a (Fn 2) Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis

+

§ 39b (Fn 46) Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

+

§ 40 (Fn 10) Freistellung und Beurlaubung

+

§ 41 Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Honorarprofessorinnen undHonorarprofessoren

+

§ 42 (Fn 2) Lehrkräfte für besondere Aufgaben

+

§ 43 Lehrbeauftragte

+

§ 44 (Fn 42) Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anUniversitäten

+

§ 45 (Fn 53) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen

+

§ 46 Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

+

§ 46a (Fn 10) Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

+

§ 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung

+

§ 48 (Fn 30) Einschreibung

+

§ 49 (Fn 31) Zugang zum Hochschulstudium

+

§ 50 (Fn 10) Einschreibungshindernisse

+

§ 51 Exmatrikulation

+

§ 51a (Fn 23) Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

+

§ 52 (Fn 10) Zweithörerinnen und Zweithörer, Gasthörerinnen und Gasthörer

+

§ 53 (Fn 10) Studierendenschaft

+

§ 54 (Fn 47) Studierendenparlament

+

§ 55 (Fn 10) Allgemeiner Studierendenausschuss

+

§ 56 Fachschaften

+

§ 57 (Fn 10) Ordnung des Vermögens und des Haushalts

+

§ 58 (Fn 32) Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

+

§ 58a (Fn 23) Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

+

§ 59 (Fn 10) Besuch von Lehrveranstaltungen

+

§ 60 (Fn 52) Studiengänge

+

§ 61 (Fn 45) Regelstudienzeit

+

§ 62 Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

+

§ 62a (Fn 10) Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

+

§ 62b (Fn 33) Vertretung der Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischerErkrankung

+

§ 63 (Fn 10) Prüfungen

+

§ 63a (Fn 34) Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen

+

§ 64 (Fn 35) Prüfungsordnungen

+

§ 65 (Fn 10) Prüferinnen und Prüfer

+

§ 66 (Fn 54) Hochschulgrade, Leistungszeugnis

+

§ 67 Promotion

+

§ 67a (Fn 10) Kooperative Promotion

+

§ 67b (Fn 23) Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen inNordrhein-Westfalen

+

§ 68 Habilitation

+

§ 69 (Fn 10) Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

+

§ 70 Aufgaben und Koordinierung der Forschung, Veröffentlichung

+

§ 71 (Fn 10) Forschung mit Mitteln Dritter

+

§ 71a Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

+

§ 72 (Fn 48) Voraussetzungen der Anerkennung

+

§ 73 (Fn 49) Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren; Gebühren; Kostentragung

+

§ 73a (Fn 36) Folgen der Anerkennung

+

§ 74 (Fn 10) Kirchliche Hochschulen

+

§ 74a (Fn 45) Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

+

§ 74b Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

+

§ 75 (Fn 50) Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von Hochschulen; Franchising mitHochschulen

+

§ 75a (Fn 45) Ordnungswidrigkeiten

+

§ 76 (Fn 37) Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

+

§ 77 (Fn 38) Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit Forschungseinrichtungen

+

§ 77a (Fn 23, 45) Errichtung juristischer Personen des öffentlichen Rechts durch Hochschulen

+

§ 77b (Fn 23) Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität in Hagen

+

§ 77c (Fn 23) Landesarbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen

+

§ 77d (Fn 46) Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem Lehramtsstudium

+

§ 78 Überleitung des wissenschaftlichen Personals

+

§ 79 Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

+

§ 80 Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei Stellenbesetzung und Studiengängen

+

§ 81 (Fn 10) Zuschüsse

+

§ 81a (Fn 7)

+

Deutsche Hochschule der Polizei

+

§ 82 (Fn 40) Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von Gesetzen

+

§ 82a (Fn 43) Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage

+

oder einer Katastrophe

+

§ 83 (Fn 8) Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land und denverselbständigten Hochschulen

+

§ 84 (Fn 39) Inkrafttreten, Übergangsregelungen

+

Normüberschrift

+

Gesetz über die Hochschulen des

+

Landes Nordrhein-Westfalen

+

(Hochschulgesetz - HG)

+

Vom 16. September

+

2014 (Fn

+

1

+

)

+

(Artikel 1 des

+

Hochschulzukunftsgesetzes vom 16. September 2014 (

+

GV. NRW. S. 547

+

))

+

Inhaltsübersicht (Fn

+

41

+

)

+

§ 1 Geltungsbereich

+

Teil 1

+

Rechtsstellung, Aufgaben, Finanzierung und Steuerung der

+

Hochschulen

+

§ 2 Rechtsstellung

+

§ 3 Aufgaben

+

§ 4 Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

+

§ 5 Finanzierung und Wirtschaftsführung

+

§ 6 Strategische Ziele; Hochschulverträge

+

§ 7 Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

+

§ 8 Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

+

Teil 2

+

Mitgliedschaft und Mitwirkung

+

§ 9 Mitglieder und Angehörige

+

§ 10 Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

+

§ 11 Zusammensetzung der Gremien

+

§ 11a Mitgliederinitiative

+

§ 11b Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

+

§ 12 Verfahrensgrundsätze

+

§ 13 Wahlen zu den Gremien

+

Teil 3

+

Aufbau und Organisation der Hochschule

+

Kapitel 1

+

Die zentrale Organisation der Hochschule

+

§ 14 Zentrale Organe

+

§ 15 Rektorat

+

§ 16 Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

+

§ 17 Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die

+

Hochschulwahlversammlung

+

§ 17a Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen

+

und Hochschullehrer

+

§ 18 Die Rektorin oder der Rektor

+

§ 19 Die Kanzlerin oder der Kanzler

+

§ 20 Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des

+

Rektorats

+

§ 21 Hochschulrat

+

§ 22 Senat

+

§ 22a Hochschulwahlversammlung

+

§ 22b Hochschulkonferenz

+

§ 23 Fachbereichskonferenz

+

§ 24 Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene

+

Mittelvergabe

+

§ 25 Hochschulverwaltung

+

Kapitel 2

+

Die dezentrale Organisation der Hochschule

+

§ 26 Die Binneneinheiten der Hochschule

+

§ 27 Dekanin oder Dekan

+

§ 28 Fachbereichsrat

+

§ 29 Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten;

+

Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

+

§ 30 Lehrerinnen und Lehrerbildung

+

Kapitel 3

+

Hochschulmedizin

+

§ 31 Fachbereich Medizin

+

§ 31a Universitätsklinikum

+

§ 31b Finanzierung

+

§ 32 Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

+

Teil 4

+

Das Hochschulpersonal

+

Kapitel 1

+

Allgemeine dienstrechtliche Regelungen

+

§ 33 Beamtinnen und Beamte der Hochschule

+

§ 34 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

+

Kapitel 2

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 35 Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer

+

§ 36 Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen

+

und Hochschullehrer

+

§ 37 Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

+

§ 37a Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und

+

Männern bei der Berufung von Professorinnen und Professoren

+

§ 38 Berufungsverfahren

+

§ 38a Tenure Track

+

§ 39 Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer

+

§ 39a Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein

+

Beamtenverhältnis

+

§ 39b Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären

+

Forschungseinrichtungen

+

§ 40 Freistellung und Beurlaubung

+

Kapitel 3

+

Das sonstige Hochschulpersonal

+

§ 41 Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren,

+

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren

+

§ 42 Lehrkräfte für besondere Aufgaben

+

§ 43 Lehrbeauftragte

+

§ 44 Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen

+

und Mitarbeiter an Universitäten

+

§ 45 Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Fachhochschulen

+

§ 46 Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

+

§ 46a Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

+

§ 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und

+

Verwaltung

+

Teil 5

+

Studierende und Studierendenschaft

+

Kapitel 1

+

Zugang und Einschreibung

+

§ 48 Einschreibung

+

§ 49 Zugang zum Hochschulstudium

+

§ 50 Einschreibungshindernisse

+

§ 51 Exmatrikulation

+

§ 51a Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

+

§ 52 Zweithörerinnen oder Zweithörer, Gasthörerinnen oder

+

Gasthörer

+

Kapitel 2

+

Studierendenschaft

+

§ 53 Studierendenschaft

+

§ 54 Studierendenparlament

+

§ 55 Allgemeiner Studierendenausschuss

+

§ 56 Fachschaften

+

§ 57 Ordnung des Vermögens und des Haushalts

+

Teil 6

+

Lehre, Studium und Prüfungen

+

Kapitel 1

+

Lehre und Studium

+

§ 58 Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

+

§ 58a Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

+

§ 59 Besuch von Lehrveranstaltungen

+

§ 60 Studiengänge

+

§ 61 Regelstudienzeit

+

§ 62 Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

+

§ 62a Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

+

§ 62b Vertretung der Belange von Studierenden mit

+

Behinderung oder chronischer Erkrankung

+

Kapitel 2

+

Prüfungen

+

§ 63 Prüfungen

+

§ 63a Anerkennung von Prüfungsleistungen und

+

Studienabschlüssen

+

§ 64 Prüfungsordnungen

+

§ 65 Prüferinnen und Prüfer

+

Teil 7

+

Grade und Zeugnisse

+

§ 66 Hochschulgrade, Leistungszeugnis

+

§ 67 Promotion

+

§ 67a Kooperative Promotion

+

§ 67b Promotionskolleg für angewandte Forschung der

+

Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen

+

§ 68 Habilitation

+

§ 69 Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

+

Teil 8

+

Forschung

+

§ 70 Aufgaben und Koordinierung der Forschung,

+

Veröffentlichung

+

§ 71 Forschung mit Mitteln Dritter

+

§ 71a Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

+

Teil 9

+

Anerkennung als Hochschulen und Betrieb nichtstaatlicher

+

Hochschulen

+

§ 72 Voraussetzungen der Anerkennung

+

§ 73 Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren;

+

Gebühren; Kostentragung

+

§ 73a Folgen der Anerkennung

+

§ 74 Kirchliche Hochschulen

+

§ 74a Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

+

§ 74b Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

+

§ 75 Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von

+

Hochschulen; Franchising mit Hochschulen

+

§ 75a Ordnungswidrigkeiten

+

Teil 10

+

Ergänzende Vorschriften

+

§ 76 Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

+

§ 77 Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit

+

Forschungseinrichtungen

+

§ 77a Errichtung juristischer Personen des öffentlichen

+

Rechts durch Hochschulen

+

§ 77b Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität

+

in Hagen

+

§ 77c Landesarbeitsgemeinschaft der

+

Schwerbehindertenvertretungen

+

§ 77d Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem

+

Lehramtsstudium

+

§ 78 Überleitung des wissenschaftlichen Personals

+

§ 79 Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

+

§ 80 Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei

+

Stellenbesetzung und Studiengängen

+

§ 81 Zuschüsse

+

§ 81a Deutsche Hochschule der Polizei

+

§ 82 Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von

+

Gesetzen

+

§ 82a Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage

+

oder einer Katastrophe

+

§ 83 Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land

+

und den verselbständigten Hochschulen

+

§ 84 Inkrafttreten, Übergangsregelungen

+

§ 1(Fn 44) Geltungsbereich

+

§ 1

+

(Fn

+

44

+

)

+

Geltungsbereich

+

(1) Dieses Gesetz gilt für die Hochschulen des Landes

+

Nordrhein-Westfalen und nach Maßgabe von Teil 9 für die Anerkennung von

+

Bildungseinrichtungen als Hochschulen und als Kunsthochschulen, für die

+

staatlich anerkannten Hochschulen und Kunsthochschulen und für den Betrieb

+

nichtstaatlicher Hochschulen und Kunsthochschulen in Nordrhein-Westfalen. Für

+

die Verleihung und Führung von Graden sowie hinsichtlich der Zuständigkeit für

+

die Bewertung ausländischer Hochschulqualifikationen auf der Basis des

+

Übereinkommens über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in

+

der europäischen Region vom 11. April 1997 (BGBl. 2007 II S. 712, 713) gilt

+

dieses Gesetz nach Maßgabe des § 69. Dieses Gesetz gilt nicht für

+

Fachhochschulen des Landes, die ausschließlich Ausbildungsgänge für den

+

öffentlichen Dienst anbieten.

+

(2) Folgende Hochschulen sind im Sinne dieses Gesetzes

+

Universitäten:

+

1. die Technische Hochschule Aachen,

+

2. die Universität Bielefeld,

+

3. die Universität Bochum

+

4. die Universität Bonn,

+

5. die Technische Universität Dortmund,

+

6. die Universität Düsseldorf,

+

7. die Universität Duisburg-Essen,

+

8. die Fernuniversität in Hagen,

+

9. die Universität Köln,

+

10 die Deutsche Sporthochschule Köln,

+

11. die Universität Münster,

+

12. die Universität Paderborn,

+

13. die Universität Siegen und

+

14. die Universität Wuppertal.

+

Folgende Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind im

+

Sinne dieses Gesetzes Fachhochschulen:

+

1. die Fachhochschule Aachen,

+

2. die Fachhochschule Bielefeld,

+

3. die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gesundheit

+

Bochum,

+

4. die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin,

+

5. die Fachhochschule Dortmund,

+

6. die Hochschule Düsseldorf,

+

7. die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt,

+

Recklinghausen,

+

8. die Hochschule Hamm-Lippstadt in Hamm und Lippstadt,

+

9. die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn,

+

10. die Hochschule Rhein-Waal in Kleve,

+

11. die Technische Hochschule Köln,

+

12. die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo,

+

13. die Hochschule Ruhr-West in Mülheim,

+

14. die Fachhochschule Münster und

+

15. die Hochschule Niederrhein in Krefeld und

+

Mönchengladbach.

+

(3) Es bestehen Standorte der Fachhochschule Aachen in

+

Jülich, der Fachhochschule Bielefeld in Minden und in Gütersloh, der Hochschule

+

Bochum in Velbert/Heiligenhaus, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach und

+

in Hennef, der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, in Meschede, in Soest und

+

in Lüdenscheid, der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, der Technischen

+

Hochschule Köln in Gummersbach und in Leverkusen, der Hochschule

+

Ostwestfalen-Lippe in Detmold und in Höxter, der Hochschule Ruhr-West in

+

Bottrop sowie der Fachhochschule Münster in Steinfurt; das Ministerium wird

+

ermächtigt, durch Rechtsverordnung Standorte zu schließen. Die Grundordnungen

+

dieser Hochschulen können bestimmen, dass auch am Sitz der Hochschule nach

+

Absatz 2 ein Standort besteht. Die Hochschulen können im Einvernehmen mit dem

+

Ministerium Studienorte errichten und aufheben. Die Grundordnung kann

+

bestimmen, dass in den Standorten oder in den Studienorten aus den

+

Professorinnen und Professoren des Standorts oder des Studienorts für eine Zeit

+

von vier Jahren eine Sprecherin oder ein Sprecher dieses Standorts oder des

+

Studienorts gewählt wird. Der Sitz im Sinne der Vorschriften über den

+

Gerichtsstand ist für die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt,

+

Recklinghausen die Stadt Gelsenkirchen, für die Hochschule Hamm-Lippstadt die

+

Stadt Hamm, für die Hochschule Niederrhein die Stadt Krefeld und für die

+

Universität Duisburg-Essen die Stadt Essen.

+

(4) Der Fachbereich Musikhochschule der Universität Münster

+

steht einer Kunsthochschule gleich. Für ihn gilt § 1 Absatz 4 bis 6 des

+

Kunsthochschulgesetzes.

+

Teil 1

+

Rechtsstellung,

+

Aufgaben, Finanzierung und Steuerung der Hochschulen

+

§ 2(Fn 11) Rechtsstellung

+

§ 2

+

(Fn

+

11

+

)

+

Rechtsstellung

+

(1) Die Hochschulen nach § 1 Absatz 2 sind vom Land

+

getragene, rechtsfähige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Durch Gesetz

+

können sie auch in anderer Rechtsform errichtet oder in eine andere Rechtsform

+

umgewandelt oder in die Trägerschaft einer Stiftung überführt werden. Sie haben

+

das Recht der Selbstverwaltung im Rahmen der Gesetze (Artikel 16 Absatz 1 der

+

Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen).

+

(2) Die Hochschulen nehmen die ihnen obliegenden Aufgaben

+

als Selbstverwaltungsangelegenheiten wahr. Soweit dieses Gesetz nichts anderes

+

zulässt, erledigen sie ihre Aufgaben in Forschung, Entwicklung und Kunst, Lehre

+

und Studium in öffentlich-rechtlicher Weise.

+

(3) Das Personal steht im Dienst der jeweiligen Hochschule.

+

Die Hochschulen besitzen das Recht, Beamte zu haben. Das Land stellt nach

+

Maßgabe des Landeshaushalts die Mittel zur Durchführung der Aufgaben der

+

Hochschulen bereit.

+

(4) Die Hochschulen erlassen die zur Erfüllung ihrer

+

Aufgaben erforderlichen Ordnungen sowie nach Maßgabe dieses Gesetzes und

+

ausschließlich zur Regelung der dort bestimmten Fälle ihre Grundordnung. Alle

+

Ordnungen sowie zu veröffentlichenden Beschlüsse gibt die Hochschule in einem Verkündungsblatt

+

bekannt, dessen Erscheinungsweise in der Grundordnung festzulegen ist. Die

+

Grundordnung kann bestimmen, dass das Verkündungsblatt zusätzlich oder

+

ausschließlich in Gestalt einer elektronischen Ausgabe erscheint, die über

+

öffentlich zugängliche Netze angeboten wird. In diesem Fall gilt § 19 Absatz 2

+

des E-Government-Gesetzes Nordrhein-Westfalen vom 8. Juli 2016 (

+

GV. NRW. S. 551

+

) in der jeweils geltenden Fassung entsprechend. Die Grundordnung regelt

+

auch das Verfahren und den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Ordnungen.

+

Prüfungsordnungen sind vor ihrer Veröffentlichung vom Rektorat auf ihre

+

Rechtmäßigkeit einschließlich ihrer Vereinbarkeit mit dem

+

Hochschulentwicklungsplan zu überprüfen.

+

(5) Die Hochschulen können sich in ihrer Grundordnung eigene

+

Namen geben und Wappen und Siegel führen; die die Namensgebung regelnde

+

Vorschrift der Grundordnung bedarf der Genehmigung des Ministeriums. Die

+

Hochschulen können zudem im internationalen Verkehr ihre Bezeichnungen in einer

+

fremdsprachigen Übersetzung führen; bei den Fachhochschulen darf dabei die

+

Gefahr einer Verwechslung mit der Bezeichnung einer Universität nicht gegeben

+

sein. Hochschulen ohne eigene Wappen und Siegel führen das Landeswappen und das

+

kleine Landessiegel.

+

(6) Für die Errichtung juristischer Personen des

+

öffentlichen Rechts durch die Hochschulen gilt § 77a.

+

(7) Die Universität Köln und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

+

nehmen die öffentlichen Aufgaben an den ihnen seitens des Landes überlassenen

+

Liegenschaften wahr. Dazu gehören die Bauherreneigenschaft und die

+

Verantwortlichkeit für sämtliche Baumaßnahmen. Dasselbe gilt für die

+

Liegenschaften, die sich im Eigentum der Universität Köln befinden und im

+

Rahmen der Aufgaben nach § 3 genutzt werden und mit Mitteln des Landes

+

betrieben, baulich unterhalten und weiterentwickelt werden. Die Universität

+

Köln und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nehmen die Eigentümerverantwortung für

+

die von ihnen genutzten Liegenschaften wahr. Das Ministerium kann hierzu

+

Näheres im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium durch

+

Verwaltungsvorschrift regeln.

+

(8) Auf Antrag einer Hochschule soll die

+

Bauherreneigenschaft und die Eigentümerverantwortung an Teilen oder der

+

Gesamtheit der ihr seitens des Landes oder seitens des Bau- und Liegenschaftsbetriebs

+

NRW überlassenen Liegenschaften zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben auf

+

diese Hochschule übertragen werden, soweit ihr dieses nicht bereits durch

+

Gesetz zugewiesen ist; § 5 Absatz 2 bleibt unberührt. Die Übertragung der

+

Bauherreneigenschaft kann insbesondere die Instandhaltung, die Sanierung und

+

Modernisierung von Bestandsbauten und die Errichtung von Neubauten betreffen.

+

Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen

+

Ministerium das Nähere durch Rechtsverordnung. Zu dieser Rechtsverordnung kann

+

das Ministerium im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium

+

Verwaltungsvorschriften erlassen.

+

§ 3(Fn 12) Aufgaben

+

§ 3

+

(Fn

+

12

+

)

+

Aufgaben

+

(1) Die Universitäten dienen der Gewinnung

+

wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Pflege und Entwicklung der

+

Wissenschaften durch Forschung, Lehre, Studium, Förderung des

+

wissenschaftlichen Nachwuchses und Wissenstransfer (insbesondere

+

wissenschaftliche Weiterbildung, Technologietransfer, Förderung von

+

Ausgründungen). Zum Zwecke des Wissenstransfers nach Satz 1 können sie

+

insbesondere die berufliche Selbstständigkeit, auch durch

+

Unternehmensgründungen, ihrer Studierenden, ihres befristet beschäftigten

+

Hochschulpersonals sowie ihrer Absolventinnen und Absolventen und ihrer

+

ehemaligen Beschäftigten für die Dauer von bis zu drei Jahren fördern; die

+

Förderung darf die Erfüllung der weiteren in diesem Gesetz genannten Aufgaben

+

nicht beeinträchtigen. Die Universitäten bereiten auf berufliche Tätigkeiten im

+

In- und Ausland vor, die die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und

+

Methoden erfordern. Sie gewährleisten eine gute wissenschaftliche Praxis. Die

+

Sätze 1 bis 4 gelten für die Kunst entsprechend, soweit sie zu den Aufgaben der

+

Universitäten gehört.

+

(2) Die Fachhochschulen bereiten durch anwendungsbezogene

+

Lehre und Studium auf berufliche Tätigkeiten im In- und Ausland vor, die die

+

Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden oder die Fähigkeit zu

+

künstlerischer Gestaltung erfordern. Sie nehmen Forschungs- und

+

Entwicklungsaufgaben, künstlerisch-gestalterische Aufgaben sowie Aufgaben des

+

Wissenstransfers (insbesondere wissenschaftliche Weiterbildung,

+

Technologietransfer, Förderung von Ausgründungen) wahr. Absatz 1 Satz 2 und 4

+

gilt entsprechend.

+

(3) Die Hochschulen fördern die Entwicklung und den Einsatz

+

des Fern- und Verbundstudiums und können dabei und beim Wissenstransfer sich

+

privatrechtlicher Formen bedienen und mit Dritten zusammenarbeiten. Die

+

Hochschulen sollen ergänzend Lehrangebote in Form elektronischer Information

+

und Kommunikation (Online-Lehrangebote) sowie Maßnahmen zur Unterstützung der

+

Lehrangebote durch elektronisch basierte Methoden und Instrumente entwickeln.

+

Zur Sicherung der Qualität in Studium und Lehre, zur eigenverantwortlichen

+

Steuerung des Hochschulwesens mit dem Ziel der Stärkung der hochschulischen

+

Leistungsfähigkeit sowie zur Sicherung des informationellen

+

Selbstbestimmungsrechts der an Online-Lehrangeboten und den Maßnahmen nach Satz

+

2 Teilnehmenden kann das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere zur

+

Erprobung, zur Einführung und zum Umfang der Online-Lehrangebote einschließlich

+

von Online-Prüfungen sowie der Maßnahmen zur Unterstützung der Lehrangebote

+

durch elektronisch basierte Methoden und Instrumente regeln. Soweit duale Studien­gänge

+

und Modellstudiengänge im Gesundheitswesen betroffen sind, bedarf die

+

Rechtsverordnung des Einvernehmens mit dem für Gesundheit zuständigen

+

Ministerium.

+

(4) Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer

+

Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und

+

Männern in der Hochschule und wirken auf die Beseitigung der für Frauen

+

bestehenden Nachteile hin. Bei allen Vorschlägen und Entscheidungen sind die

+

geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu beachten (Gender Mainstreaming). Die

+

Hochschulen tragen der Vielfalt ihrer Mitglieder (Diversity Management) sowie

+

den berechtigten Interessen ihres Personals an guten Beschäftigungsbedingungen

+

angemessen Rechnung.

+

(5) Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der

+

Studierenden mit. Sie berücksichtigen mit angemessenen Vorkehrungen die

+

besonderen Bedürfnisse Studierender und Beschäftigter mit Behinderung oder

+

chronischer Erkrankung oder mit Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege-

+

oder Unterstützungsbedarf sowie mit Kindern. Sie fördern die Vereinbarkeit von

+

Studium, Beruf und Erziehung für die Studierenden und Beschäftigten mit

+

Kindern, insbesondere durch eine angemessene Betreuung dieser Kinder. Sie

+

nehmen die Aufgaben der Berufsbildung nach dem Berufsbildungsgesetz in der

+

Fassung der Bekanntmachung vom 4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) in der jeweils

+

geltenden Fassung wahr. Sie fördern in ihrem Bereich Sport und Kultur.

+

(6) Die Hochschulen fördern die regionale, europäische und

+

internationale Zusammenarbeit, insbesondere im Hochschulbereich, und den

+

Austausch zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen; sie berücksichtigen

+

die besonderen Bedürfnisse ausländischer Studierender.

+

(7) Die Grundordnung kann weitere Hochschulaufgaben

+

vorsehen, soweit diese mit den gesetzlich bestimmten Aufgaben zusammenhängen

+

und deren Erfüllung durch die Wahrnehmung der weiteren Aufgaben nicht

+

beeinträchtigt wird.

+

§ 4(Fn 10) Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

+

§ 4

+

(Fn

+

10

+

)

+

Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

+

(1) Das Land und die Hochschulen stellen sicher, dass die

+

Mitglieder der Hochschule bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die durch Artikel 5

+

Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes und durch dieses Gesetz verbürgten Rechte in

+

Lehre und Forschung wahrnehmen können. Die Hochschulen gewährleisten

+

insbesondere die Freiheit, wissenschaftliche Meinungen zu verbreiten und

+

auszutauschen.

+

(2) Die Freiheit der Forschung umfasst insbesondere

+

Fragestellung, Methodik sowie Bewertung des Forschungsergebnisses und seine

+

Verbreitung. Die Freiheit der Lehre umfasst insbesondere die Durchführung von

+

Lehrveranstaltungen im Rahmen der zu erfüllenden Lehraufgaben und deren

+

inhaltliche und methodische Gestaltung sowie das Recht auf Äußerung

+

wissenschaftlicher oder künstlerischer Lehrmeinungen. Die Freiheit des Studiums

+

umfasst, unbeschadet der Studien- und Prüfungsordnungen, insbesondere die freie

+

Wahl von Lehrveranstaltungen, das Recht, innerhalb eines Studienganges

+

Schwerpunkte nach eigener Wahl zu setzen, sowie die Erarbeitung und Äußerung

+

wissenschaftlicher oder künstlerischer Meinungen auch zu Inhalt, Gestaltung und

+

Durchführung von Lehrveranstaltungen.

+

(3) Die Freiheit der Forschung, der Lehre, der Kunstausübung

+

und des Studiums entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Entscheidungen

+

der zuständigen Hochschulorgane sind zulässig, soweit sie sich auf die

+

Organisation des Forschungsbetriebs sowie des Lehr- und Studienbetriebs sowie

+

dessen ordnungsgemäße Durchführung beziehen. Darüber hinaus sind sie zulässig,

+

soweit sie sich auf die Förderung und Abstimmung von Forschungsvorhaben, die

+

Bildung von Forschungsschwerpunkten und auf die Bewertung der Forschung gemäß §

+

7 Absatz 2, auf die Aufstellung und Einhaltung von Studien- und

+

Prüfungsordnungen, die Erfüllung des Weiterbildungsauftrages und auf die

+

Bewertung der Lehre gemäß § 7 Absatz 2 sowie auf die Gewährleistung eines

+

ordnungsgemäßen Studiums beziehen. Entscheidungen nach den Sätzen 2 und 3

+

dürfen die Freiheit der Forschung und der Lehre nicht beeinträchtigen. Sätze 1

+

bis 4 gelten für die Kunst entsprechend.

+

(4) Alle an der Hochschule wissenschaftlich Tätigen sowie

+

die Studierenden sind zu wissenschaftlicher Redlichkeit verpflichtet. Hierzu

+

sind die allgemein anerkannten Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis

+

einzuhalten. Die Hochschulen können das Nähere durch Ordnung regeln. Die

+

disziplinar-, arbeits- und prüfungsrechtlichen Bestimmungen bleiben unberührt.

+

Die Hochschulen können ihre Feststellungen im Einzelfall veröffentlichen, wenn

+

das Fehlverhalten veröffentlichte Schriften oder Forschungsergebnisse betrifft.

+

§ 5(Fn 10) Finanzierung und Wirtschaftsführung

+

§ 5

+

(Fn

+

10

+

)

+

Finanzierung und Wirtschaftsführung

+

(1) Die staatliche Finanzierung der Hochschulen orientiert

+

sich an ihren Aufgaben, den hochschulvertraglich vereinbarten Verpflichtungen

+

und den erbrachten Leistungen.

+

(2) Die Mittel im Sinne des § 2 Absatz 3 Satz 3 werden in

+

Form von Zuschüssen für den laufenden Betrieb und für Investitionen

+

bereitgestellt. Die haushaltsrechtliche Behandlung dieser Zuschüsse und des

+

Körperschaftsvermögens richtet sich ausschließlich nach dem Hochschulgesetz und

+

den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften. Die Hochschulen führen

+

ihren Haushalt auf der Grundlage eines ganzheitlichen Controllings, das die

+

Kosten- und Leistungsrechnung, eine Kennzahlsteuerung und ein Berichtswesen

+

umfasst. Sie haben ihre Wirtschaftsführung so zu planen und durchzuführen, dass

+

die stetige Erfüllung ihrer Aufgaben gesichert ist. Bei ihrer

+

Wirtschaftsführung berücksichtigen sie den Grundsatz der wirtschaftlichen und

+

effektiven Verwendung ihrer Mittel. Die Hochschulen folgen in

+

Wirtschaftsführung und Rechnungswesen den Regeln der doppischen

+

Hochschulrechnungslegung.

+

(3) Die Zuschüsse nach Absatz 2 fallen mit ihrer Zuweisung

+

in das Vermögen der Hochschule, zu dem auch die Erträge sowie das Vermögen der

+

rechtlich unselbständigen Stiftungen gehören. Ab dem 1. Januar 2016 wird

+

zwischen dem Land und den Hochschulen ein Liquiditätsverbund hergestellt. Den

+

Hochschulen werden die Haushaltsmittel nach Absatz 2 weiterhin zur eigenständigen

+

Bewirtschaftung zugewiesen. Die Zahlung des Landeszuschusses erfolgt

+

automatisiert über ein Konto der Hochschule. Bis zum Ende des Haushaltsjahres

+

nicht verausgabte Mittel stehen der Hochschule zur Erfüllung ihrer Aufgaben

+

überjährig zur Verfügung.

+

(4) Nach Ablauf des Haushaltsjahres ist ein Jahresabschluss

+

zu erstellen. Seine Prüfung erfolgt nach Maßgabe der Grundordnung der

+

Hochschule. Der Hochschulrat erteilt die Entlastung.

+

(5) Die Aufnahme von Krediten zur Deckung der Ausgaben ist

+

nur dann zulässig, wenn die Hochschule in Wirtschaftsführung und Rechnungswesen

+

kaufmännischen Grundsätzen folgt und ein testierter Jahresabschluss vorliegt.

+

Die Kredite dürfen insgesamt den vom Ministerium im Einvernehmen mit dem für

+

Finanzen zuständigen Ministerium festgelegten Kreditrahmen nicht überschreiten.

+

Aus Kreditgeschäften der Hochschule kann das Land nicht verpflichtet werden.

+

Sätze 1 bis 3 gelten entsprechend für die Übernahme von Bürgschaften und

+

Garantien.

+

(6) Wird die Hochschule zahlungsunfähig oder droht sie

+

zahlungsunfähig zu werden, hat das Rektorat hierüber ohne schuldhaftes Zögern

+

das Ministerium zu informieren. Das Ministerium bestellt im Einvernehmen mit

+

dem für Finanzen zuständigen Ministerium im Falle der eingetretenen oder

+

drohenden Zahlungsunfähigkeit der Hochschule eine staatliche Beauftragte oder

+

einen staatlichen Beauftragten oder mehrere staatliche Beauftragte, die die

+

Befugnisse der Gremien, einzelner Mitglieder von Gremien oder von

+

Funktionsträgerinnen oder Funktionsträgern der Hochschule an deren Stelle

+

ausüben; das Gleiche gilt im Falle der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit auf

+

Antrag eines Gläubigers. Der Hochschule steht hinsichtlich der Bestellung ein

+

Anhörungsrecht zu. Das Ministerium kann im Einvernehmen mit dem Finanzministerium

+

der Hochschule im Falle ihrer drohenden oder eingetretenen Zahlungsunfähigkeit

+

als verbindlichen Rahmen für ihre Wirtschaftsführung auch ein

+

Haushaltssicherungskonzept vorgeben, welches dem Ziel dient, im Rahmen einer

+

geordneten Haushaltswirtschaft die künftige, dauerhafte Leistungsfähigkeit der

+

Hochschule zu erreichen; im Falle einer derartigen Vorgabe kann auf die

+

Bestellung nach Satz 2 verzichtet werden. Wird die Hochschule zahlungsunfähig,

+

haftet das Land für die Forderungen der Beamtinnen und Beamten aus Besoldung,

+

Versorgung und sonstigen Leistungen, die die Hochschule ihren Beamtinnen und

+

Beamten zu erbringen hat. Das Gleiche gilt hinsichtlich der Lohn-, Gehalts-

+

oder Vergütungsforderungen der Personen, die an der Hochschule beschäftigt sind

+

oder ausgebildet werden. Soweit das Land Forderungen im Sinne der Sätze 5 und 6

+

befriedigt, gehen sie auf das Land über. Die Maßnahmen nach den Sätzen 2 und 4

+

werden durch die Haftung nach den Sätzen 5 und 6 nicht ausgeschlossen. Wird die

+

Hochschule zahlungsunfähig, stellt das Land zudem sicher, dass ihre

+

Studierenden ihr Studium beenden können.

+

(7) Die Hochschulen dürfen ungeachtet der Rechtsform

+

wirtschaftliche Unternehmen nur errichten, übernehmen, wesentlich erweitern

+

oder sich daran beteiligen (unternehmerische Hochschultätigkeit), wenn

+

1. Zwecke von Forschung und Lehre, des Wissenstransfers, der

+

Verwertung von Forschungsergebnissen oder sonstige Zwecke im Umfeld der

+

Aufgaben nach § 3 dies rechtfertigen,

+

2. das Unternehmen nach Art und Umfang in einem angemessenen

+

Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Hochschule und zum voraussichtlichen

+

Bedarf steht,

+

3. die Hochschule einen angemessenen Einfluss in den Organen

+

des Unternehmens erhält und

+

4. die Einlage aus freien Rücklagen der Hochschule erfolgt

+

und die Einlageverpflichtung und die Haftung der Hochschule auf einen

+

bestimmten und ihrer Leistungsfähigkeit angemessenen Betrag begrenzt werden.

+

Eine unternehmerische Hochschultätigkeit für sonstige Zwecke

+

im Umfeld der Aufgaben nach § 3 ist darüber hinaus nur zulässig, wenn dieser

+

Zweck durch andere Unternehmen nicht ebenso gut und wirtschaftlich erfüllt

+

werden kann. Die unternehmerische Hochschultätigkeit muss darauf gerichtet

+

sein, dass der Zweck nach Satz 1 Nummer 1 erfüllt wird. Die haushaltsrechtliche

+

Behandlung der unternehmerischen Hochschultätigkeit richtet sich ausschließlich

+

nach dem Hochschulgesetz und den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen

+

Vorschriften; Absatz 9 Satz 3 gilt entsprechend. Gehört der Hochschule oder

+

dieser zusammen mit einer oder mehreren juristischen Personen des öffentlichen

+

Rechts die Mehrheit der Anteile, werden der Jahresabschluss, der Lagebericht

+

und die Wirtschaftsführung von einer Wirtschaftsprüferin oder einem

+

Wirtschaftsprüfer geprüft. Die Prüfung erfolgt auch nach den für die

+

Beteiligung der Gebietskörperschaften an privatrechtlichen Unternehmen

+

geltenden besonderen Prüfungsbestimmungen des § 53 Absatz 1 des

+

Haushaltsgrundsätzegesetzes.

+

(8) Das Ministerium entwickelt ein Reformmodell der staatlichen

+

Finanzierung der Hochschulen im Sinne einer strategischen Budgetierung. Es kann

+

zur eigenverantwortlichen Steuerung des Hochschulwesens mit dem Ziel der

+

Stärkung der hochschulischen Leistungsfähigkeit für die Hochschulen durch

+

Rechtsverordnung anordnen, das Reformmodell im Sinne des Satzes 1 zu erproben.

+

(9) Das Ministerium regelt durch Rechtsverordnung im

+

Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium das Nähere zur

+

haushaltrechtlichen Behandlung der staatlichen Zuschüsse und des Hochschulvermögens,

+

zur Aufnahme von Krediten, der Übernahme von Bürgschaften und Garantien sowie

+

für den Fall der drohenden oder eingetretenen Zahlungsunfähigkeit. Zu dieser

+

Rechtsverordnung erlässt das Ministerium im Einvernehmen mit dem für Finanzen

+

zuständigen Ministerium Verwaltungsvorschriften zur Wirtschaftsführung und zum

+

Rechnungswesen, zum Nachweis der sachgerechten Verwendung der Mittel sowie zum

+

Jahresabschluss. Der Landesrechnungshof prüft die Wirtschaftsführung.

+

§ 6(Fn 13) Strategische Ziele; Hochschulverträge

+

§ 6

+

(Fn

+

13

+

)

+

Strategische Ziele; Hochschulverträge

+

(1) Zur Steuerung des Hochschulwesens entwickelt das Land

+

strategische Ziele und kommt damit seiner Verantwortung für ein angemessenes

+

Angebot an Hochschulleistungen nach. Auf der Grundlage dieser strategischen

+

Ziele werden die hochschulübergreifenden Aufgabenverteilungen und

+

Schwerpunktsetzungen und die hochschulindividuelle Profilbildung abgestimmt.

+

(2) Das Ministerium schließt mit jeder Hochschule nach

+

Maßgabe des Haushalts für in der Regel mehrere Jahre geltende

+

Hochschulverträge. In den Hochschulverträgen werden in der Regel insbesondere

+

vereinbart:

+

1. strategische Entwicklungsziele und

+

2. konkrete Leistungsziele oder konkrete finanziell dotierte

+

Leistungen;

+

geregelt werden können auch das Verfahren zur Feststellung

+

des Stands der Umsetzung des Hochschulvertrags sowie die Folgen bei

+

Nichterreichen hochschulvertraglicher Vereinbarungen.

+

Nach Maßgabe des Haushalts beinhalten die Hochschulverträge

+

in der Regel auch Festlegungen über die Finanzierung der Hochschulen,

+

insbesondere hinsichtlich des ihnen für die Erfüllung konkreter Leistungen

+

gewährten Teils des Landeszuschusses; insbesondere kann geregelt werden, dass

+

ein Teil des Landeszuschusses an die Hochschulen nach Maßgabe des Erreichens

+

der hochschulvertraglichen Vereinbarungen zur Verfügung gestellt wird. Der

+

Inhalt des Hochschulvertrags ist bei der Fortschreibung des

+

Hochschulentwicklungsplans zu berücksichtigen. Der Abschluss des

+

Hochschulvertrags unterliegt seitens des Ministeriums den haushaltsrechtlichen

+

Bestimmungen.

+

(3) Wenn und soweit ein Hochschulvertrag nicht zustande

+

kommt, kann das Ministerium nach Anhörung der Hochschule und im Benehmen mit

+

dem Hochschulrat Zielvorgaben zu den von der Hochschule zu erbringenden

+

Leistungen festlegen, sofern dies zur Sicherstellung der Verantwortung des

+

Landes, insbesondere eines angemessenen Studienangebotes erforderlich ist.

+

Hinsichtlich der Umsetzung der Zielvorgabe gilt Absatz 2 Satz 4 entsprechend.

+

§ 7 (Fn 14) Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

+

§ 7

+

(Fn

+

14

+

)

+

Qualitätssicherung durch Akkreditierung und Evaluation

+

(1) Die Studiengänge sind nach Maßgabe des

+

Studienakkreditierungsstaatsvertrags vom 12. Juni 2017 (

+

GV. NRW. S. 806

+

) und

+

der auf seiner Grundlage erlassenen Vorschriften zu akkreditieren und zu

+

reakkreditieren. Die Aufnahme des Studienbetriebs setzt den erfolgreichen

+

Abschluss der Akkreditierung voraus; die aus dem Akkreditierungsverfahren

+

resultierenden Auflagen sind umzusetzen. Ausnahmen von den Sätzen 1 und 2

+

bedürfen der Genehmigung durch das Ministerium. Das Ministerium ist zuständige

+

Landesbehörde im Sinne der Regelungen des Studienakkreditierungstaatsvertrages,

+

insbesondere im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 bis 5 sowie 16 des

+

Studienakkreditierungstaatsvertrages.

+

(2) Zur Qualitätsentwicklung und -sicherung überprüfen und

+

bewerten die Hochschulen regelmäßig die Erfüllung ihrer Aufgaben, insbesondere

+

im Bereich der Lehre und im Hinblick auf den Studienerfolg. Die

+

Evaluationsverfahren regeln die Hochschulen in Ordnungen, die auch Bestimmungen

+

über Art, Umfang und Behandlung der zu verarbeitenden personenbezogenen Daten

+

der Mitglieder und Angehörigen enthalten, die zur Bewertung notwendig sind. Die

+

Evaluation soll auf der Basis geschlechtsdifferenzierter Daten erfolgen. Die

+

Ergebnisse der Evaluation sind zu veröffentlichen.

+

(3) Das Ministerium kann hochschulübergreifende,

+

vergleichende Begutachtungen der Qualitätssicherungssysteme der Hochschulen

+

sowie Struktur- und Forschungsevaluationen veranlassen. Die Evaluationsberichte

+

werden veröffentlicht.

+

(4) Alle Mitglieder und Angehörigen der Hochschule haben die

+

Pflicht, an Akkreditierung und Evaluation im erforderlichen Umfang mitzuwirken.

+

(Fn

+

9

+

)

+

§ 8(Fn 15) Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

+

§ 8

+

(Fn

+

15

+

)

+

Berichtswesen, Datenschutz, Datenverarbeitung

+

(1) Das Ministerium kann insbesondere für Zwecke des

+

Controllings, der Finanzierung, der Planung, der Evaluierung und der Statistik

+

anonymisierte Daten bei den Hochschulen anfordern. Personenbezogene Daten der

+

Studierenden und des Hochschulpersonals dürfen nach Maßgabe der allgemeinen

+

datenschutzrechtlichen Vorschriften angefordert werden. § 76 Absatz 4 bleibt

+

jeweils unberührt.

+

(2) Daten, die Hochschulen an andere Einrichtungen

+

übermitteln, und Daten mit Hochschulbezug, die andere Einrichtungen des Landes,

+

insbesondere staatliche Prüfungsämter, direkt erheben, sind auf Anforderung

+

auch dem Ministerium zur Verfügung zu stellen. Soweit die Daten an

+

Einrichtungen des Landes übermittelt werden und dort verarbeitet werden, sind

+

die diesbezüglichen Ergebnisse von diesen Einrichtungen ebenfalls

+

uneingeschränkt und, soweit der Verarbeitung kein besonderer Auftrag des

+

Ministeriums zugrunde lag, kostenfrei dem Ministerium auf dessen Anforderung

+

zur Verfügung zu stellen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. Das Ministerium

+

kann veranlassen, dass Daten mit Hochschulbezug im Sinne des Satzes 1,

+

insbesondere die von den staatlichen Prüfungsämtern erhobenen Daten, zur

+

Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie zur Überprüfung des Studienerfolgs

+

unmittelbar auch oder nur den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden und

+

dort zu diesen Zwecken verarbeitet werden dürfen; das Nähere kann das

+

Ministerium im Einvernehmen mit dem für die jeweilige Ausbildung zuständigen

+

Fachministerium durch Rechtsverordnung regeln.

+

(3) Die Hochschulen können für sich selbst oder übergreifend

+

im Verbund mit weiteren Hochschulen und außeruniversitären

+

Forschungseinrichtungen Forschungsinformationssysteme aufbauen und betreiben.

+

Sie können zu diesem Zweck auch personenbezogene Daten verarbeiten. Das Nähere

+

regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung.

+

(4) Zur Berechnung und Festlegung von Aufnahmekapazitäten

+

und zu allgemeinen Planungszwecken kann das Ministerium von den Hochschulen

+

insbesondere Daten zum Lehrangebot und zur Lehrnachfrage anfordern. Das Nähere

+

kann das Ministerium durch Rechtsverordnung regeln; diese kann insbesondere

+

Vorgaben für die Bestimmung des Lehrangebots und der Lehrnachfrage, für die

+

Berechnung der Aufnahmekapazität und für das übrige Verfahren enthalten.

+

(5) Die Hochschulen dürfen personenbezogene Daten ihrer

+

ehemaligen Mitglieder und Angehörigen verwenden, soweit dies zum Zwecke der

+

Befragung im Rahmen der Qualitätssicherung und von Evaluationen nach § 7 Absatz

+

2 oder zur Pflege der Verbindung mit diesen Personen erforderlich ist und diese

+

nicht widersprechen. Die Befragten sind auf die Freiwilligkeit ihrer Angaben

+

und ihre Widerspruchsmöglichkeit hinzuweisen. Das Nähere regelt die

+

Evaluationsordnung.

+

(6) Unter der Verantwortung des Rektorats können die

+

Hochschulen die Öffentlichkeit über die Wahrnehmung ihrer Aufgaben und ihre

+

Veranstaltungen, auch durch die Dokumentation durch und die Veröffentlichung

+

von Bild- und Tonaufnahmen, informieren und insbesondere über ihr Informations-

+

und Bildungsangebot unterrichten (Bildungsmarketing). Sie können die

+

Presseberichterstattung in geeigneter Weise unterstützen.

+

(7) Zur Ermittlung geschlechtsspezifischer Unterschiede in

+

der Vergütung von Professorinnen und Professoren beauftragt das Ministerium

+

eine Stelle, jährlich eine standardisierte, Forschungszwecken dienende Abfrage

+

bei den Hochschulen durchzuführen. Die Hochschulen melden dieser Stelle dazu je

+

Professur in pseudonymisierter Form Informationen betreffend Geschlecht,

+

Geburtsjahr, Einstufung, Lehr- und Forschungsbereich, Art des

+

Dienstverhältnisses sowie Höhe und Art der Leistungsbezüge, nach Maßgabe des

+

Auftrags des Ministeriums unter Hochrechnung auf eine Vollzeitstelle. Dabei

+

sind Berufungs- und Bleibeleistungsbezüge sowie besondere Leistungsbezüge

+

jeweils aufgeschlüsselt nach befristeten und unbefristeten Bezügen zu

+

übermitteln. Die von der Hochschule monatlich zu erfassenden Daten eines

+

Kalenderjahres sind im Februar des Folgejahres als Monatsdurchschnittswerte

+

mittels eines elektronischen Datenübermittlungsverfahrens bereitzustellen. Die

+

beauftragte Stelle anonymisiert die Daten und veröffentlicht diese im

+

Anschluss. Die Primärdaten werden spätestens zwölf Wochen, nachdem die

+

anonymisierten Daten veröffentlicht wurden, gelöscht.

+

(8) Soweit dieses Gesetz keine besonderen Regelungen

+

enthält, erfolgt die Verarbeitung personenbezogener Daten nach Maßgabe der

+

allgemeinen datenschutzrechtlichen Vorschriften.

+

Teil 2

+

Mitgliedschaft und

+

Mitwirkung

+

§ 9(Fn 16) Mitglieder und Angehörige

+

§ 9

+

(Fn

+

16

+

)

+

Mitglieder und Angehörige

+

(1) Mitglieder der Hochschule sind die Mitglieder des

+

Rektorats und des Hochschulrates, die Dekaninnen und die Dekane, das an ihr

+

nicht nur vorübergehend oder gastweise hauptberuflich tätige Hochschulpersonal,

+

die nebenberuflichen Professorinnen und Professoren, die entpflichteten oder in

+

den Ruhestand versetzten Professorinnen und Professoren, die außerplanmäßigen

+

Professorinnen und Professoren, die Honorarprofessorinnen und

+

Honorarprofessoren, die Privatdozentinnen und Privatdozenten, die

+

Doktorandinnen und Doktoranden und die eingeschriebenen Studierenden.

+

Hauptberuflich ist die Tätigkeit, wenn die Arbeitszeit oder der Umfang der

+

Dienstaufgaben mindestens die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit umfasst oder

+

der Hälfte des durchschnittlichen Umfangs der Dienstaufgaben des entsprechenden

+

vollbeschäftigten Personals entspricht. Nicht nur vorübergehend ist eine

+

Tätigkeit, die auf mehr als sechs Monate innerhalb eines Jahres angelegt ist,

+

eine Verringerung dieser Arbeitszeit oder des Umfangs der Dienstaufgaben auf

+

der Grundlage des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes in der Fassung der

+

Bekanntmachung vom 27. Januar 2015 (BGBl. I S. 33), das zuletzt durch Artikel 6

+

Absatz 9 des Gesetzes vom 23. Mai 2017 (BGBl. I S. 1228) geändert worden ist,

+

und eine auf dessen Grundlage erfolgte Freistellung von der Beschäftigung sowie

+

eine Verringerung oder Freistellung auf der Grundlage der entsprechenden

+

beamtenrechtlichen Bestimmungen bleiben außer Betracht. Soweit nebenberufliche

+

Professorinnen und Professoren, entpflichtete oder in den Ruhestand versetzte

+

Professorinnen und Professoren, außerplanmäßige Professorinnen und Professoren,

+

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren, Privatdozentinnen und

+

Privatdozenten nicht zugleich aus anderen Gründen Mitglieder der Hochschule

+

sind, nehmen sie an Wahlen nicht teil.

+

(2) Einer Person, die die Einstellungsvoraussetzungen einer

+

Professorin oder eines Professors nach § 36 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 und 6 oder

+

Absatz 1 Nummer 1 bis 3 und 5 erfüllt, kann die Hochschule die mitgliedschaftliche

+

Rechtsstellung einer Professorin oder eines Professors einräumen, wenn diese

+

Aufgaben der Hochschule in Forschung und Lehre selbständig wahrnimmt. Ist diese

+

Person außerhalb der Hochschule tätig, wird hierdurch kein Dienstverhältnis

+

begründet.

+

(3) Professorenvertreterinnen oder Professorenvertreter (§

+

39 Absatz 2) und Professorinnen oder Professoren, die an der Hochschule

+

Lehrveranstaltungen mit einem Anteil ihrer Lehrverpflichtungen gemäß § 35

+

Absatz 2 Satz 4 abhalten, nehmen die mit der Aufgabe verbundenen Rechte und

+

Pflichten eines Mitglieds wahr. Sie nehmen an Wahlen nicht teil.

+

(4) Sofern sie nicht Mitglieder nach den Absätzen 1 oder 2

+

sind, gehören der Hochschule an ohne Mitglieder zu sein die nebenberuflich,

+

vorübergehend oder gastweise an der Hochschule Tätigen, die wissenschaftlichen

+

Hilfskräfte, die Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger, Ehrensenatorinnen und

+

Ehrensenatoren sowie die Zweithörerinnen und Zweithörer und Gasthörerinnen und

+

Gasthörer. Sie nehmen an Wahlen nicht teil. Die Grundordnung kann weitere

+

Personen, insbesondere ehemalige Studierende, zu Angehörigen bestimmen.

+

(5) Angehörige einer vom Land oder auf der Grundlage von

+

Artikel 91b des Grundgesetzes gemeinsam von Bund und Ländern geförderten

+

außeruniversitären Forschungseinrichtung können auch Mitglieder der Hochschule

+

sein, sofern die Angehörigen im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung

+

dienstliche Aufgaben an der Hochschule wahrnehmen und sofern Voraussetzungen

+

und Zuordnung zu den einzelnen Mitgliedergruppen in der Grundordnung geregelt

+

sind. Die Mitgliedschaft bedarf der Feststellung durch das Rektorat im

+

Einzelfall. Die Grundordnung kann vorsehen, dass ihre zwecks Tätigkeit an einer

+

außeruniversitären Forschungseinrichtung im Sinne des Satzes 1 beurlaubten

+

Mitglieder weiterhin an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen können; hinsichtlich

+

der Teilnahmeberechtigung gilt Satz 2 entsprechend.

+

§ 10 (Fn 17) Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

+

§ 10

+

(Fn

+

17

+

)

+

Rechte und Pflichten der Mitglieder und Angehörigen

+

(1) Die Mitwirkung an der Selbstverwaltung der Hochschule

+

gehört zu den Rechten und Pflichten der Mitglieder. Die Übernahme einer

+

Funktion in der Selbstverwaltung kann nur aus wichtigem Grund abgelehnt werden.

+

Der Rücktritt kann ebenfalls nur aus wichtigem Grund erfolgen. Die Inhaberinnen

+

und Inhaber von Funktionen der Selbstverwaltung mit Leitungsfunktion sind im

+

Falle ihres Rücktritts oder nach Ablauf oder nach einer sonstigen Beendigung

+

ihrer Amtszeit verpflichtet, ihre Funktion bis zur Ernennung oder Bestellung

+

einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers weiterzuführen, es sei denn, das

+

Gremium, welches sie oder ihn gewählt hat, entscheidet, von der Weiterführung

+

abzusehen. Die Tätigkeit in der Selbstverwaltung ist ehrenamtlich, soweit nicht

+

gesetzlich etwas anderes bestimmt ist. Während einer Beurlaubung für mehr als

+

sechs Monate ruhen die Mitgliedschaftsrechte und -pflichten. Bei der

+

Beurlaubung von Professorinnen und Professoren für die Tätigkeit an außerhalb

+

der Hochschule stehenden Forschungseinrichtungen bleiben deren

+

Mitgliedschaftsrechte mit Ausnahme des Wahlrechts bestehen.

+

(2) Die Mitglieder der Hochschule dürfen wegen ihrer

+

Tätigkeit in der Selbstverwaltung nicht benachteiligt werden. Die gewählten

+

Mitglieder sind als solche an Weisungen nicht gebunden. Mitglieder der

+

Hochschule, die Aufgaben der Personalvertretung wahrnehmen, können nicht die

+

Funktion der Gleichstellungsbeauftragten wahrnehmen; im Senat oder im

+

Fachbereichsrat haben sie in Personalangelegenheiten kein Stimmrecht.

+

Mitglieder des Hochschulrates können nicht Mitglieder des Rektorats, des Senats

+

oder des Fachbereichsrates sein oder die Funktionen der Dekanin oder des Dekans

+

oder der Prodekanin oder des Prodekans wahrnehmen. Mitglieder des Rektorats

+

können nicht die Funktion der Dekanin oder des Dekans wahrnehmen.

+

(3) Die Mitglieder der Hochschule sind zur Verschwiegenheit

+

in Angelegenheiten verpflichtet, die ihnen als Trägerin oder Träger eines Amtes

+

oder einer Funktion bekannt geworden sind und deren Vertraulichkeit sich aus

+

Rechtsvorschriften, auf Grund besonderer Beschlussfassung des zuständigen

+

Gremiums oder aus der Natur des Gegenstandes ergibt.

+

(4) Die Rechte und Pflichten der Angehörigen der Hochschule

+

regelt die Hochschule. Die Grundordnung kann bestimmen, dass sich Hochschulmitglieder

+

der Gruppen nach § 11 Absatz 1 zur Wahrnehmung ihrer Angelegenheiten

+

zusammenschließen und Sprecherinnen oder Sprecher wählen.

+

(5) Verletzen Mitglieder oder Angehörige der Hochschule ihre

+

Pflichten nach den Absätzen 3 oder 4, kann die Hochschule Maßnahmen zur

+

Wiederherstellung der Ordnung treffen. Das Nähere regelt die Hochschule durch

+

eine Ordnung.

+

§ 11 (Fn 19) Zusammensetzung der Gremien

+

§ 11

+

(Fn

+

19

+

)

+

Zusammensetzung der Gremien

+

(1) Für die Vertretung in den Gremien bilden

+

1. die Professorinnen und Professoren, Hochschuldozentinnen

+

und Hochschuldozenten, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren (Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer),

+

2. die wissenschaftlichen und künstlerischen

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten und an Fachhochschulen sowie

+

die Lehrkräfte für besondere Aufgaben (Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen

+

und Mitarbeiter),

+

3. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und

+

Verwaltung sowie die hauptberuflich an der Hochschule tätigen Personen mit

+

ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Aufgaben, die auf Grund ihrer

+

dienstrechtlichen Stellung nicht zur Gruppe nach Satz 1 Nummer 1 oder 2 zählen

+

(Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung) und

+

4. die Doktorandinnen und Doktoranden, soweit sie nicht

+

Beschäftigte im Sinne von Nummer 2 oder 3 sind, und die Studierenden (Gruppe

+

der Studierenden)

+

jeweils eine Gruppe. Soweit in einem Gremium als

+

Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe nach Satz 1 Nummer 2 ausschließlich

+

Lehrkräfte für besondere Aufgaben und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeiter an Fachhochschulen vertreten sein können, soll die Zahl der

+

jeweiligen Vertreterinnen und Vertreter in einem angemessenen Verhältnis

+

stehen. Die Grundordnung von Universitäten kann die Bildung einer Gruppe der

+

Doktorandinnen und Doktoranden für Fachbereiche oder für Organisationseinheiten

+

im Sinne des § 26 Absatz 5 vorsehen; wenn und soweit die Grundordnung eine

+

derartige Bildung vorsieht, gelten Absatz 2 Satz 1 mit der Maßgabe, dass eine

+

Vertretung der fünf Mitgliedergruppen jeweils erforderlich ist, § 26 Absatz 4

+

mit der Maßgabe, dass die Doktorandinnen und Doktoranden Mitglied des

+

Fachbereichs werden, bei dem das Promotionsstudium durchgeführt wird, sowie §

+

27 Absatz 6 mit der Maßgabe, dass die Amtszeit für ein Mitglied aus der Gruppe

+

der Doktorandinnen und Doktoranden ein Jahr beträgt.

+

(2) Soweit dieses Gesetz keine andere Regelung enthält,

+

müssen in den Gremien mit Entscheidungsbefugnissen alle Mitgliedergruppen nach

+

Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 4 vertreten sein; sie wirken nach Maßgabe von Satz

+

2 grundsätzlich stimmberechtigt an den Entscheidungen der Gremien mit. Art und

+

Umfang der Mitwirkung der einzelnen Mitgliedergruppen und innerhalb dieser

+

Mitgliedergruppen der Hochschule sowie die zahlenmäßige Zusammensetzung der

+

Gremien bestimmen sich nach deren Aufgabe sowie nach der fachlichen Gliederung

+

der Hochschule und der Qualifikation, Funktion, Verantwortung und Betroffenheit

+

der Mitglieder der Hochschule; die Grundordnung kann die Bildung von

+

Untergruppen vorsehen. Die Mitgliedschaft in einem Gremium wird durch einen

+

Wechsel der Gruppenzugehörigkeit eines Mitglieds nicht berührt; dieses bleibt

+

Mitglied der Gruppe, für die es gewählt wurde.In Gremien mit

+

Entscheidungsbefugnissen in Angelegenheiten, die die Lehre mit Ausnahme ihrer

+

Bewertung (§ 7 Absatz 2) unmittelbar betreffen, verfügen die Vertreterinnen

+

oder Vertreter der Gruppe nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 mindestens über die

+

Hälfte der Stimmen, in Angelegenheiten, die die Forschung, Kunst und Berufung

+

von Professorinnen und Professoren unmittelbar betreffen, über die Mehrheit der

+

Stimmen der Mitglieder des Gremiums; in Gremien mit Beratungsbefugnissen bedarf

+

es dieser Stimmenverhältnisse in der Regel nicht. Soweit dieses Gesetz nichts

+

anderes bestimmt, sind die entsprechenden Regelungen durch die Grundordnung

+

oder nach Maßgabe der Grundordnung zu treffen.

+

(3) In Angelegenheiten der Lehre, Forschung und Kunst mit

+

Ausnahme der Berufung von Professorinnen und Professoren haben die einem

+

Gremium angehörenden Mitglieder der Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

+

in Technik und Verwaltung Stimmrecht, soweit sie entsprechende Funktionen in

+

der Hochschule wahrnehmen und über besondere Erfahrungen im jeweiligen Bereich

+

verfügen. Über das Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 entscheidet die

+

oder der Vorsitzende des Gremiums zu Beginn der Amtszeit des Gremienmitgliedes

+

und in Zweifelsfällen das Rektorat.

+

§ 11a (Fn 18) Mitgliederinitiative

+

§ 11a

+

(Fn

+

18

+

)

+

Mitgliederinitiative

+

(1) Die Grundordnung kann vorsehen, dass Mitglieder der

+

Hochschule beantragen können, dass über eine bestimmte Angelegenheit, für die

+

ein Organ der Hochschule gesetzlich zuständig ist, das zuständige Organ berät

+

und entscheidet (Mitgliederinitiative der Hochschule). Die Grundordnung kann

+

zudem vorsehen, dass Mitglieder eines Fachbereichs beantragen können, dass über

+

eine bestimmte Angelegenheit, für die ein Organ des Fachbereichs oder die

+

Kommission nach § 28 Absatz 8 gesetzlich zuständig ist, das zuständige Organ berät

+

und entscheidet oder die Kommission eine Empfehlung abgibt

+

(Mitgliederinitiative des Fachbereichs).

+

(2) Der Antrag muss schriftlich eingereicht werden und ist

+

nur zulässig, wenn nicht in derselben Angelegenheit innerhalb der letzten zwölf

+

Monate bereits ein Antrag gestellt wurde. Er muss ein bestimmtes Begehr sowie

+

eine Begründung enthalten. Er muss bis zu drei Mitglieder der Hochschule

+

benennen, die berechtigt sind, die Unterzeichnenden zu vertreten. Die

+

Hochschule ist in den Grenzen ihrer Verwaltungskraft und der Notwendigkeit

+

ihren Mitgliedern bei der Einleitung einer Mitgliederinitiative behilflich.

+

(3) Der Antrag muss von mindestens vier Prozent der

+

Mitglieder der Hochschule oder des Fachbereichs oder von mindestens drei

+

Prozent der Mitglieder der Gruppe der Studierenden der Hochschule oder des

+

Fachbereichs unterzeichnet sein. Jede Liste mit Unterzeichnungen muss den

+

vollen Wortlaut des Antrags enthalten. Eintragungen, welche die unterzeichnende

+

Person nach Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Anschrift oder

+

Immatrikulationsnummer nicht zweifelsfrei erkennen lassen, sind ungültig. Die

+

Angaben werden von der Hochschule geprüft.

+

(4) Das Nähere zur Mitgliederinitiative regelt die Hochschule

+

in ihrer Wahlordnung. Die Hochschule kann in ihrer Wahlordnung von den Vorgaben

+

der Absätze 1 bis 3 abweichen, soweit die Durchführung der Mitgliederinitiative

+

dadurch erleichtert wird.

+

§ 11b (Fn 18) Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

+

§ 11b

+

(Fn

+

18

+

)

+

Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien

+

(1) Die Gremien der Hochschule müssen geschlechtsparitätisch

+

besetzt werden, es sei denn, im Einzelfall liegt eine sachlich begründete

+

Ausnahme vor. Bei der Aufstellung von Listen und Kandidaturen für Wahlgremien

+

soll auf die paritätische Repräsentanz geachtet werden. § 21 Absatz 3 Satz 3

+

bleibt unberührt. Soweit Gremien nach Gruppen getrennt besetzt werden, kann dem

+

Gebot der geschlechtsparitätischen Besetzung im Sinne des Satzes 1 dadurch

+

entsprochen werden, dass der Frauenanteil in der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mindestens dem Frauenanteil

+

entspricht, der in der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

ausgewiesen ist, aus deren Kreis die Gremienbesetzung erfolgt, und hinsichtlich

+

der weiteren Gruppen eine geschlechtsparitätische Besetzung nach Satz 1

+

vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass eine geschlechtsparitätische Besetzung

+

in dieser Gruppe trotz intensiver Bemühungen nicht gelingt. Die Bemühungen sind

+

entsprechend Absatz 4 Satz 1 aktenkundig zu machen.

+

(2) Werden bei mehreren Hochschulen Gremien gebildet oder

+

wiederbesetzt, müssen die entsendenden Hochschulen ebenso viele Frauen wie

+

Männer benennen, es sei denn, im Einzelfall liegt eine sachlich begründete

+

Ausnahme vor. Besteht das Benennungsrecht nur für eine Person, müssen Frauen

+

und Männer alternierend berücksichtigt werden, es sei denn, im Einzelfall liegt

+

eine sachlich begründete Ausnahme vor. Bei ungerader Personenzahl gilt Satz 2

+

entsprechend für die letzte Position. Die Sätze 1 bis 3 gelten für die

+

Begründung der Mitgliedschaft in einem Gremium durch Berufungsakt einer

+

Hochschule entsprechend. Weitergehende Vorschriften bleiben unberührt.

+

(3) Absatz 2 gilt entsprechend für die Entsendung von

+

Vertreterinnen und Vertretern durch Hochschulen in Gremien außerhalb des

+

Geltungsbereiches dieses Gesetzes.

+

(4) Die Ausnahmegründe für ein Abweichen von den

+

Bestimmungen zur Gremienbesetzung sind in dem einzelnen Abweichungsfall

+

aktenkundig zu machen. Sind die Ausnahmegründe im Falle der Besetzung des

+

Rektorats, des Senats, des Fachbereichsrats oder der Berufungskommission nicht

+

aktenkundig gemacht worden, ist das jeweilige Gremium unverzüglich aufzulösen

+

und neu zu bilden, es sei denn, die Gründe werden unverzüglich nachträglich

+

aktenkundig gemacht.

+

§ 12 (Fn 20) Verfahrensgrundsätze

+

§ 12

+

(Fn

+

20

+

)

+

Verfahrensgrundsätze

+

(1) Die Organe haben Entscheidungsbefugnisse. Sonstige

+

Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger haben Entscheidungsbefugnisse

+

nur, soweit es in diesem Gesetz bestimmt ist. Gremien, Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger mit Entscheidungsbefugnissen können zu ihrer Unterstützung

+

beratende Gremien (Kommissionen) bilden. Gremien mit Entscheidungsbefugnissen

+

können darüber hinaus Untergremien mit jederzeit widerruflichen Entscheidungsbefugnissen

+

für bestimmte Aufgaben (Ausschüsse) einrichten; dem Ausschuss mit

+

Entscheidungsbefugnissen in Angelegenheiten des Verbundstudiums dürfen auch

+

Mitglieder des Fachbereichs angehören, die nicht Mitglieder des

+

Fachbereichsrats sind. Die stimmberechtigten Mitglieder eines Ausschusses

+

werden nach Gruppen getrennt von ihren jeweiligen Vertreterinnen oder

+

Vertretern im Gremium aus dessen Mitte gewählt. Die Grundordnung kann

+

Kommissionen und Ausschüsse vorsehen. Bei der Wahrnehmung von Entscheidungsbefugnissen

+

ist § 4 zu beachten.

+

(2) Die Sitzungen des Senats, der Hochschulwahlversammlung

+

und des Fachbereichsrates sind grundsätzlich hochschulöffentlich und nach

+

Maßgabe der jeweiligen Geschäftsordnung öffentlich. Das Nähere regeln die

+

jeweiligen Geschäftsordnungen; die Geschäftsordnung der

+

Hochschulwahlversammlung kann insbesondere vorsehen, dass die Vorstellung der

+

Bewerberinnen und Bewerber und die darauf bezogene Aussprache nichtöffentlich

+

erfolgen können. Personalangelegenheiten und Prüfungssachen sowie

+

Habilitationsleistungen werden in nichtöffentlicher Sitzung behandelt.

+

Entscheidungen in Personalangelegenheiten erfolgen in geheimer Abstimmung. Die

+

übrigen Gremien tagen grundsätzlich nichtöffentlich. Für diese Gremien sowie

+

für Senat und Fachbereichsrat kann durch Ordnung oder in der Geschäftsordnung

+

des Gremiums vorgesehen werden, dass die Sitzungen in elektronischer

+

Kommunikation stattfinden dürfen und Beschlüsse in elektronischer Kommunikation

+

oder im Umlaufverfahren gefasst werden dürfen; das Nähere regelt die Ordnung

+

oder Geschäftsordnung. Satz 6 gilt nicht für die Wahl der Dekanin oder des

+

Dekans und der Mitglieder des Dekanats. Werden Beschlüsse des Senats oder des

+

Fachbereichsrats im Umlaufverfahren gefasst, sichert die Hochschule durch

+

geeignete Maßnahmen, dass die Öffentlichkeit über die Beschlüsse hinreichend

+

informiert wird. Die Bild- und Tonübertragung von hochschulöffentlich oder

+

öffentlich stattfindenden Gremiensitzungen ist zulässig.

+

(3) Jedes überstimmte Mitglied kann einen abweichenden

+

Standpunkt in einem schriftlichen Sondervotum darlegen, sofern dieses in der

+

Sitzung vorbehalten worden ist. Das Sondervotum ist in die Niederschrift

+

aufzunehmen. Beschlüssen, die anderen Stellen vorzulegen sind, ist das

+

Sondervotum beizufügen.

+

(4) Sitzungen der Gremien finden in regelmäßigen Abständen

+

und nach Bedarf auch innerhalb der vorlesungsfreien Zeiten statt. In

+

unaufschiebbaren Angelegenheiten, in denen ein Beschluss des an sich

+

zuständigen Gremiums nicht rechtzeitig herbeigeführt werden kann, entscheidet

+

die oder der Vorsitzende des Gremiums. Das gilt nicht für Wahlen. Die oder der

+

Vorsitzende des Gremiums hat dem Gremium unverzüglich die Gründe für die

+

getroffene Entscheidung und die Art der Erledigung mitzuteilen.

+

(5) Die Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften

+

dieses Gesetzes oder des Ordnungs- oder des sonstigen autonomen Rechts der

+

Hochschule kann gegen eine Ordnung der Hochschule nach Ablauf eines Jahres seit

+

ihrer Bekanntmachung nicht mehr geltend gemacht werden, es sei denn,

+

1. die Ordnung ist nicht ordnungsgemäß bekannt gemacht

+

worden,

+

2. das Rektorat hat den Beschluss des die Ordnung

+

beschließenden Gremiums vorher beanstandet,

+

3. der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der

+

Hochschule vorher gerügt und dabei die verletzte Rechtsvorschrift und die

+

Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergibt, oder

+

4. bei der öffentlichen Bekanntmachung der Ordnung ist auf

+

die Rechtsfolge des Rügeausschlusses nicht hingewiesen worden. Die

+

aufsichtsrechtlichen Befugnisse nach § 76 bleiben unberührt.

+

(6) Zur Gewährleistung einer sachgerechten Transparenz

+

innerhalb der Hochschule stellt sie sicher, dass ihre Mitglieder und

+

Angehörigen in angemessenem Umfang über die Tätigkeit der Gremien unterrichtet

+

werden.

+

§ 13 (Fn 21) Wahlen zu den Gremien

+

§ 13

+

(Fn

+

21

+

)

+

Wahlen zu den Gremien

+

(1) Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedergruppen

+

im Senat und im Fachbereichsrat werden in unmittelbarer, freier, gleicher und

+

geheimer Wahl von den jeweiligen Mitgliedergruppen getrennt gewählt; Satz 3 und

+

4 bleiben unberührt. Das Nähere zur Wahl und zur Stellvertretung der gewählten

+

Vertreterinnen und Vertreter regelt die Wahlordnung. Die Wahlordnung kann

+

Briefwahl zulassen oder Regelungen treffen, dass schriftliche Erklärungen in

+

Wahlangelegenheiten durch einfache elektronische Übermittlung, durch mobile

+

Medien oder in elektronischer Form abgegeben werden können. Zur Sicherung der

+

Grundsätze nach Satz 1 regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere

+

zur Stimmabgabe in elektronischer Form. Sieht die Rechtsverordnung nach Satz 4

+

die Möglichkeit der Stimmabgabe in elektronischer Form oder die Wahlordnung

+

nach Satz 2 die Möglichkeit der Briefwahl vor, hat die wählende Person oder

+

deren Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form oder bei der

+

Briefwahl auf dem Wahlschein zu versichern, dass sie die Stimme persönlich oder

+

als Hilfsperson gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet

+

habe. Wer die Versicherung nach Satz 5 falsch abgibt, handelt ordnungswidrig.

+

Zuständige Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und Ahndung von

+

Ordnungswidrigkeiten nach Satz 6 ist die Kanzlerin oder der Kanzler.

+

(2) Treffen bei einem Mitglied eines Gremiums Wahlmandat und

+

Amtsmandat zusammen, so ruht für die Amtszeit das Wahlmandat. Während dieser

+

Zeit finden die Stellvertretungsregeln für Wahlmitglieder entsprechende

+

Anwendung.

+

(3) Ist bei Ablauf einer Amts- oder Wahlzeit noch kein neues

+

Mitglied bestimmt, so übt das bisherige Mitglied sein Amt oder seine Funktion

+

weiter aus. Das Ende der Amtszeit des nachträglich gewählten Mitgliedes

+

bestimmt sich so, als ob es sein Amt rechtzeitig angetreten hätte.

+

(4) Wird die Wahl eines Gremiums oder einzelner Mitglieder

+

eines Gremiums nach Amtsantritt für ungültig erklärt, so berührt dieses nicht

+

die Rechtswirksamkeit der vorher gefassten Beschlüsse und Amtshandlungen; dies

+

gilt bei einer fehlerhaften Besetzung von Gremien entsprechend.

+

(5) Gremien sind auch dann gesetzmäßig zusammengesetzt, wenn

+

bei einer ordnungsgemäßen Wahl weniger Gremienmitglieder gewählt werden, als

+

der jeweiligen Mitgliedergruppe Sitze zustehen. Gleiches gilt, wenn

+

wahlberechtigte Mitglieder einer Mitgliedergruppe nicht vorhanden sind. Verfügt

+

die Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer im Fachbereichsrat nach

+

der Wahl nicht über die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums,

+

bestellt das Rektorat die erforderliche Zahl von Vertreterinnen und Vertretern,

+

es sei denn, die Grundordnung sieht eine Nachwahl vor; dies gilt auch, wenn bei

+

Ausscheiden einer Vertreterin oder eines Vertreters der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer wegen des Fehlens eines gewählten

+

Ersatzmitglieds diese Gruppe nicht mehr über die Mehrheit der Stimmen der

+

Mitglieder des Fachbereichsrats verfügen würde.

+

Teil 3

+

Aufbau und

+

Organisation der Hochschule

+

Kapitel 1

+

Die zentrale

+

Organisation der Hochschule

+

§ 14 Zentrale Organe

+

§ 14

+

Zentrale Organe

+

(1) Zentrale Organe der Hochschule sind

+

1. das Rektorat,

+

2. die Rektorin oder der Rektor,

+

3. der Hochschulrat,

+

4. der Senat,

+

5. die Hochschulwahlversammlung.

+

(2) Sofern die Grundordnung bestimmt, dass die Hochschule an

+

Stelle des Rektorats von einem Präsidium geleitet wird, gelten die in diesem

+

Gesetz getroffenen Bestimmungen über die Rektorin oder den Rektor für die

+

Präsidentin oder den Präsidenten, über das Rektorat für das Präsidium, über die

+

Kanzlerin oder den Kanzler für die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten für

+

den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung und über die sonstigen

+

Prorektorinnen und Prorektoren für die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten

+

entsprechend. Die Grundordnung kann zugleich bestimmen, dass im Falle einer

+

Bestimmung im Sinne des Satzes 1 die Vizepräsidentin oder der Vizepräsident für

+

den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung die Bezeichnung Kanzlerin

+

oder Kanzler führt.

+

§ 15 Rektorat

+

§ 15

+

Rektorat

+

(1) Dem Rektorat gehören an

+

1. hauptberuflich die Rektorin oder der Rektor als

+

Vorsitzende oder Vorsitzender, die Kanzlerin oder der Kanzler und nach Maßgabe der

+

Grundordnung weitere Prorektorinnen oder Prorektoren sowie

+

2. nichthauptberuflich die sonstigen Prorektorinnen oder

+

Prorektoren, deren Anzahl der Hochschulrat bestimmt.

+

(2) Die Grundordnung kann vorsehen,

+

1. dass die Rektorin oder der Rektor unbeschadet des § 19

+

die Richtlinien für die Erledigung der Aufgaben des Rektorats festlegen kann,

+

2. dass das Rektorat auf Vorschlag der Rektorin oder des

+

Rektors eine ständige Vertretung und feste Geschäftsbereiche für seine

+

Mitglieder bestimmen kann, in denen sie unbeschadet des § 19 die Geschäfte der

+

laufenden Verwaltung in eigener Zuständigkeit erledigen,

+

3. dass Beschlüsse des Rektorats nicht gegen die Stimme der

+

Rektorin oder des Rektors gefasst werden können.

+

§ 16 (Fn 10) Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

+

§ 16

+

(Fn

+

10

+

)

+

Aufgaben und Befugnisse des Rektorats

+

(1) Das Rektorat leitet die Hochschule. In Ausübung dieser

+

Aufgabe obliegen ihm alle Angelegenheiten und Entscheidungen der Hochschule,

+

für die in diesem Gesetz nicht ausdrücklich eine andere Zuständigkeit

+

festgelegt ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Rektorin oder des

+

Rektors den Ausschlag. Das Rektorat entscheidet in Zweifelsfällen über die

+

Zuständigkeit der Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger. Es ist für

+

die Durchführung der Evaluation nach § 7 Absatz 2 und 3 und für die Ausführung

+

des Hochschulentwicklungsplans verantwortlich. Es ist im Benehmen mit dem Senat

+

für den Abschluss von Hochschulverträgen gemäß § 6 Absatz 3 zuständig. Es

+

bereitet die Sitzungen des Senats vor und führt dessen Beschlüsse und die

+

Beschlüsse des Hochschulrates aus.

+

(1a) Das Rektorat entwirft auf der Grundlage vom Senat

+

gebilligter Planungsgrundsätze und unter Berücksichtigung der Entwicklungspläne

+

der Fachbereiche den Hochschulentwicklungsplan einschließlich des Studienangebots,

+

der Forschungsschwerpunkte sowie der Hochschulorganisation als verbindlichen

+

Rahmen für die Entscheidungen der übrigen Gremien, Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger und schreibt ihn in angemessenen Zeitabständen fort; die dem

+

Senat zur Billigung vorgelegten Planungsgrundsätze gelten als gebilligt, wenn

+

der Senat nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Vorlage Einwände

+

erhebt. Der Hochschulentwicklungsplan enthält insbesondere die Planungen der

+

Hochschule zu ihrer strukturellen und fachlichen Entwicklung.

+

(2) Das Rektorat ist dem Hochschulrat und dem Senat

+

gegenüber auskunftspflichtig und hinsichtlich der Ausführung von Beschlüssen

+

des Hochschulrats und des Senats diesen Gremien jeweils rechenschaftspflichtig.

+

(3) Das Rektorat wirkt darauf hin, dass die übrigen Organe,

+

Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger ihre Aufgaben wahrnehmen und

+

die Mitglieder und die Angehörigen der Hochschule ihre Pflichten erfüllen. Es

+

legt dem Hochschulrat jährlich Rechenschaft über die Erfüllung der Aufgaben der

+

Hochschule ab; dem Senat erstattet es einen jährlichen Bericht. Der

+

Rechenschaftsbericht wird veröffentlicht.

+

(4) Hält das Rektorat Beschlüsse, Maßnahmen oder

+

Unterlassungen der übrigen Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger

+

mit Ausnahme des Hochschulrates für rechtswidrig oder nach den Grundsätzen der

+

Wirtschaftlichkeit für nicht vertretbar, hat es diese zu beanstanden und auf

+

Abhilfe zu dringen. Die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine

+

Abhilfe geschaffen, ist der Hochschulrat zu beteiligen. Lässt sich auch nach

+

Beteiligung des Hochschulrates keine Lösung finden, hat das Rektorat im Falle

+

für rechtswidrig gehaltener Maßnahmen das Ministerium zu unterrichten. Weigern

+

sich die Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger im Falle von

+

nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit für nicht vertretbar gehaltenen

+

Beschlüssen, Maßnahmen oder Unterlassungen Abhilfe zu schaffen, entscheidet der

+

Hochschulrat.

+

(5) Die übrigen Organe, Gremien, Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger haben dem Rektorat Auskunft zu erteilen. Die Mitglieder des

+

Rektorats können an allen Sitzungen der übrigen Organe und Gremien mit

+

beratender Stimme teilnehmen und sich jederzeit über deren Arbeit unterrichten;

+

im Einzelfall können sie sich dabei durch vom Rektorat benannte Mitglieder der

+

Hochschule vertreten lassen. Das Rektorat kann von allen übrigen Organen,

+

Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträgern verlangen, dass sie

+

innerhalb einer angemessenen Frist über bestimmte Angelegenheiten im Rahmen

+

ihrer Zuständigkeit beraten und entscheiden. Das Rektorat gibt den

+

Vertreterinnen oder Vertretern der Gruppe der Studierenden im Senat einmal im

+

Semester Gelegenheit zur Information und Beratung in Angelegenheiten des Studiums.

+

Die Sätze 1 bis 3 finden hinsichtlich des Hochschulrates keine Anwendung.

+

§ 17 (Fn 22) Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die Hochschulwahlversammlung

+

§ 17

+

(Fn

+

22

+

)

+

Wahl der Mitglieder des Rektorats; Abwahl durch die Hochschulwahlversammlung

+

(1) Die Mitglieder des Rektorats werden von der

+

Hochschulwahlversammlung mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des

+

Gremiums und zugleich mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder innerhalb

+

ihrer beiden Hälften gewählt. Kommt eine Wahl gemäß Satz 1 nicht zustande, kann

+

ein zweiter, gegebenenfalls ein dritter Wahlgang stattfinden. Im dritten

+

Wahlgang ist gewählt, wer die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder

+

der Hochschulwahlversammlung und zugleich die Mehrheit der Stimmen der

+

anwesenden Mitglieder ihrer beiden Hälften auf sich vereint. Die Wahl der Prorektorinnen

+

oder Prorektoren erfolgt auf Vorschlag der Rektorin oder des Rektors oder der

+

designierten Rektorin oder des designierten Rektors; die Wahl der Kanzlerin

+

oder des Kanzlers erfolgt in deren oder dessen Benehmen. Die Wahlen der

+

hauptberuflichen Rektoratsmitglieder setzen voraus, dass die zu besetzende

+

Stelle zuvor öffentlich ausgeschrieben worden ist. Von dem Erfordernis der

+

Ausschreibung nach Satz 5 und der Durchführung des Findungsverfahrens nach

+

Absatz 3 kann im Einvernehmen mit der Gleichstellungsbeauftragten abgesehen

+

werden, sofern Senat und Hochschulrat die Amtsinhaberin oder den Amtsinhaber

+

aufgefordert haben, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.

+

(2) Die hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats müssen

+

eine abgeschlossene Hochschulausbildung und eine der Aufgabenstellung

+

angemessene Leitungserfahrung besitzen. Die nichthauptberuflichen

+

Prorektorinnen oder Prorektoren müssen vorbehaltlich einer Regelung nach Satz 3

+

dem Kreis der Professorinnen und Professoren innerhalb der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer entstammen. Die Grundordnung kann

+

bestimmen, dass eine nichthauptberufliche Prorektorin oder ein

+

nichthauptberuflicher Prorektor aus dem Kreis der Juniorprofessorinnen und

+

Juniorprofessoren, aus der Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeiter oder aus der Gruppe der Studierenden gewählt werden kann.

+

(3) Die Wahlen nach Absatz 1 werden durch eine paritätisch

+

von Mitgliedern des Senats und des Hochschulrats besetzte Findungskommission

+

vorbereitet. Die Findungskommission kann der Hochschulwahlversammlung zur Wahl

+

eine Person oder bis zu drei Personen vorschlagen, über deren Wahl die

+

Hochschulwahlversammlung in einer von der Findungskommission festgelegten

+

Reihenfolge abstimmt. Das Nähere zur Findungskommission bestimmt der Senat im

+

Einvernehmen mit dem Hochschulrat in der Grundordnung.

+

(4) Die Hochschulwahlversammlung kann jedes Mitglied des

+

Rektorats mit der Mehrheit von fünf Achteln ihrer Stimmen abwählen. Satz 1 gilt

+

nicht, wenn die Grundordnung eine Abwahl nach Maßgabe des § 17a vorsieht. Mit

+

der Abwahl nach Satz 1 oder nach § 17a ist die Amtszeit des abgewählten

+

Mitglieds des Rektorats beendet. Die Wahl eines neuen Mitglieds nach Absatz 1

+

soll unverzüglich unter Mitwirkung der Findungskommission erfolgen. Das

+

Verfahren zur Wahl und zur Abwahl nach Satz 1 regelt der Senat im Einvernehmen

+

mit dem Hochschulrat in der Grundordnung. Für den Beschluss, dass die Abwahl

+

nach Maßgabe des § 17a erfolgen soll, gilt § 22 Absatz 1 Satz 2 nicht.

+

(5) Soweit die Grundordnung keine längeren Amtszeiten

+

vorsieht, betragen die erste Amtszeit der Mitglieder des Rektorats sechs Jahre

+

und weitere Amtszeiten vier Jahre; die Grundordnung sieht für Mitglieder, die

+

der Gruppe der Studierenden angehören, eine kürzere Amtszeit vor. Wiederwahl

+

ist zulässig. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Amtszeit der

+

nichthauptberuflichen Prorektorinnen oder Prorektoren spätestens mit der

+

Amtszeit der Rektorin oder des Rektors endet.

+

§ 17a (Fn 23, 45) Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen undHochschullehrer

+

§ 17a

+

(Fn

+

23

+

,

+

45

+

)

+

Abwahl der Mitglieder des Rektorats durch die Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer

+

(1) Die wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer können das Amt oder die Funktion eines

+

Mitglieds des Rektorats auf der Grundlage einer Regelung nach § 17 Absatz 4

+

Satz 2 durch Abwahl vorzeitig beenden, wenn sie das Vertrauen in seine

+

Amtsführung verloren haben. Der Vertrauensverlust ist eingetreten, wenn die

+

Mehrheit nach Absatz 4 erreicht wird. Zur vorzeitigen Beendigung bedarf es

+

eines Antrags (Abwahlbegehren), der von mindestens 25 Prozent der

+

wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer, die im Zeitpunkt der Unterzeichnung Mitglied der Hochschule

+

sind, unterzeichnet sein muss. Das Datum der Unterschrift ist jeweils zu

+

erfassen. Zwischen erster Unterschrift und Einreichung des Abwahlbegehrens

+

dürfen nicht mehr als vier Wochen liegen. Das Abwahlbegehren ist binnen drei

+

Wochen nach seinem Eingang zuzulassen, wenn es vorschriftsmäßig gestellt ist.

+

(2) Ist das Abwahlbegehren zugelassen worden, sind drei

+

aufeinanderfolgende Werktage als Abstimmungstage festzusetzen, die unter

+

Berücksichtigung des Verfahrens nach Absatz 3 spätestens sechs Wochen nach der

+

Bekanntmachung der Zulassung liegen m��ssen.

+

(3) Vor der Durchführung der Abstimmung ist eine

+

hochschulöffentliche Aussprache in einer Sitzung der Hochschulwahlversammlung

+

anzuberaumen. In dieser Sitzung muss das Mitglied des Rektorats, gegen das sich

+

der Antrag richtet, Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber der

+

Hochschulwahlversammlung erhalten. Äußerungen aus der Hochschulöffentlichkeit

+

können zugelassen werden. Die Hochschulwahlversammlung beschließt eine

+

Stellungnahme zum Abwahlbegehren, die hochschulöffentlich bekannt gegeben wird;

+

jede der beiden Hälften der Hochschulwahlversammlung ist berechtigt jeweils

+

zusätzlich zur Stellungnahme nach Halbsatz 1 eine eigene Stellungnahme

+

abzugeben.

+

(4) Die Abstimmung ist frei, gleich und geheim. Die Abwahl

+

ist erfolgreich, wenn zwei Drittel der an der Hochschule vorhandenen

+

wahlberechtigten Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer für die Abwahl stimmt und diese Mehrheit an mindestens der

+

Hälfte aller Fachbereiche erreicht wird. Ist eine Hochschule nicht oder nur

+

teilweise in Fachbereiche gegliedert, tritt hinsichtlich der Zählung nach Satz

+

2 an die Stelle des Fachbereichs diejenige Organisationseinheit, welche auf der

+

Grundlage des § 26 Absatz 5 dessen Aufgaben wahrnimmt. Die Hochschulen können

+

in der Ordnung nach Absatz 6 strengere Voraussetzungen festlegen.

+

(5) Die Entscheidung über die Zulassung des Abwahlbegehrens

+

und die Durchführung des Verfahrens obliegen einem Abwahlausschuss. Der

+

Abwahlausschuss setzt sich zusammen aus der der Hochschulwahlversammlung

+

vorsitzenden Person als Vorsitzende oder Vorsitzender und zwei weiteren

+

Mitgliedern der Hochschulwahlversammlung als Beisitzer, die die

+

Hochschulwahlversammlung bestimmt. Die Mitglieder des Abwahlausschusses sind hinsichtlich

+

der Durchführung des Verfahrens den Mitgliedern der Verwaltung der Hochschule

+

und deren Einrichtungen gegenüber weisungsbefugt. Der Abwahlausschuss kann die

+

Durchführung des Verfahrens einer Beamtin oder einem Beamten der Hochschule

+

oder des Landes mit Befähigung zum Richteramt übertragen. Für sie oder ihn gilt

+

Satz 3 entsprechend.

+

(6) Falls die Grundordnung eine Abwahl nach Maßgabe des §

+

17a vorsieht, regelt sie zugleich die weiteren Einzelheiten des Verfahrens

+

einschließlich der Briefwahl; hinsichtlich der Versicherung gilt § 13 Absatz 1

+

Sätze 5 bis 7 entsprechend. Die Zulassung des Abwahlbegehrens, die

+

Abstimmungstage und das Ergebnis der Abstimmung sind jeweils unverzüglich

+

bekannt zu machen. Ein Abwahlbegehren gegen dasselbe Mitglied des Rektorats ist

+

frühestens sechs Monate nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Abstimmung oder

+

der Nichtzulassung eines Abwahlbegehrens erneut möglich.

+

§ 18 Die Rektorin oder der Rektor

+

§ 18

+

Die Rektorin oder der Rektor

+

(1) Die Rektorin oder der Rektor vertritt die Hochschule

+

nach außen. Sie oder er wird durch eine Prorektorin oder einen Prorektor

+

vertreten. In Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten wird sie oder er durch die

+

Kanzlerin oder den Kanzler vertreten. Die Rektorin oder der Rektor übt das

+

Hausrecht aus. Sie oder er kann die Ausübung dieser Befugnis nach Maßgabe der

+

Grundordnung anderen Mitgliedern oder Angehörigen der Hochschule übertragen.

+

(2) Die Rektorin oder der Rektor oder ein von ihr oder ihm

+

beauftragtes sonstiges Mitglied des Rektorats wirkt über die Dekanin oder den

+

Dekan darauf hin, dass die zur Lehre verpflichteten Personen ihre Lehr- und

+

Prüfungsverpflichtungen ordnungsgemäß erfüllen; ihr oder ihm steht insoweit

+

gegenüber der Dekanin oder dem Dekan ein Aufsichts- und Weisungsrecht zu.

+

(3) Das Ministerium ernennt oder bestellt die

+

hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats. Die Rektorin oder der Rektor ernennt

+

oder bestellt die sonstigen Mitglieder des Rektorats.

+

§ 19 Die Kanzlerin oder der Kanzler

+

§ 19

+

Die Kanzlerin oder der Kanzler

+

(1) Die Bewirtschaftung der Haushaltsmittel obliegt der

+

Kanzlerin oder dem Kanzler; sie oder er kann die Bewirtschaftung auf die

+

Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und zentralen

+

Betriebseinheiten unbeschadet ihrer oder seiner Verantwortung nach den

+

einschlägigen landesrechtlichen Bestimmungen übertragen.

+

(2) Sie oder er kann hinsichtlich der Wirtschaftsführung

+

Entscheidungen des Rektorats mit aufschiebender Wirkung widersprechen. Kommt

+

keine Einigung zustande, so berichtet das Rektorat dem Hochschulrat, welcher

+

eine Entscheidung herbeiführt.

+

§ 20 (Fn 3) Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats

+

§ 20

+

(Fn

+

3

+

)

+

Die Rechtsstellung der hauptberuflichen Mitglieder des Rektorats

+

(1) Hauptberufliche Mitglieder des Rektorats können in ein

+

Beamtenverhältnis auf Zeit berufen oder in einem befristeten privatrechtlichen

+

Dienstverhältnis beschäftigt werden. Die Vorschriften über die Laufbahnen sind

+

nicht anzuwenden.

+

(2) Steht die Gewählte oder der Gewählte in einem

+

Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu einer der Hochschulen nach § 1 Absatz 2

+

oder zum Land, ruhen die Rechte und Pflichten aus dem Beamtenverhältnis auf

+

Lebenszeit; die Berechtigung zur Forschung und Lehre bleibt unberührt. Steht

+

sie oder er in einem unbefristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis zu einer

+

der Hochschulen nach § 1 Absatz 2 oder zum Land, dauert auch dieses Beschäftigungsverhältnis

+

fort; § 16 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes ist nicht anwendbar. Die Rechte

+

und Pflichten aus dem privatrechtlichen Dienstverhältnis ruhen; Satz 1 Halbsatz

+

2 findet entsprechende Anwendung.

+

(3) Für hauptberufliche Rektoratsmitglieder, die in ein

+

Beamtenverhältnis auf Zeit berufen worden sind, gilt § 31 Absatz 3 des

+

Landesbeamtengesetzes im Fall der Abwahl entsprechend. Das privatrechtliche

+

Dienstverhältnis, in dem Rechte und Pflichten als hauptamtliches

+

Rektoratsmitglied geregelt sind, ist im Fall der Abwahl zu kündigen.

+

(4) Hauptberufliche Rektoratsmitglieder sind, soweit andere

+

Gesetze oder Verordnungen nicht etwas anderes bestimmen, im Falle ihres

+

Rücktritts oder nach Ablauf oder nach einer sonstigen Beendigung ihrer Amtszeit

+

verpflichtet, das Amt bis zur Ernennung einer Nachfolgerin oder eines

+

Nachfolgers weiterzuführen. Dies gilt nicht, wenn das Gremium, welches sie oder

+

ihn gewählt hat, entscheidet, von der Weiterführung abzusehen. Sie sind aus dem

+

Beamtenverhältnis auf Zeit zu entlassen, wenn sie ihrer Verpflichtung zur

+

Weiterführung des Amtes nicht nachkommen. § 4 Satz 5 des Landesbeamtengesetzes

+

bleibt unberührt.

+

(5) Die Hochschule kann insbesondere diejenigen, die als

+

hauptberufliche Rektoratsmitglieder nicht zugleich in einem Beamtenverhältnis

+

auf Lebenszeit oder einem unbefristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis

+

gemäß Absatz 2 stehen, nach Beendigung der Amtszeit in den Hochschuldienst

+

übernehmen. Dies kann auch Gegenstand einer Zusage vor Amtsantritt sein.

+

(6) Die Hochschule veröffentlicht jährlich an geeigneter

+

Stelle die für die Tätigkeit im Haushaltsjahr gewährten Bezüge jedes einzelnen

+

hauptberuflichen Rektoratsmitglieds unter Namensnennung.

+

§ 21 (Fn 24) Hochschulrat

+

§ 21

+

(Fn

+

24

+

)

+

Hochschulrat

+

(1) Der Hochschulrat berät das Rektorat und übt die Aufsicht

+

über dessen Geschäftsführung aus. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

+

1. die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der

+

Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rektorats;

+

2. die Zustimmung zum Entwurf des Hochschulvertrags nach § 6

+

Absatz 2 sowie zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplans nach § 16 Absatz 1a;

+

3. die Zustimmung zum Wirtschaftsplan, zur unternehmerischen

+

Hochschultätigkeit nach § 5 Absatz 7, zur Errichtung einer Stiftung, einer

+

Anstalt oder eines Hochschulverbundes nach § 77a Absatz 1, zur Stellung des

+

Antrags nach § 2 Absatz 8, soweit dieser auf die Übertragung der

+

Bauherreneigenschaft und der Eigentümerverantwortung an der Gesamtheit der

+

überlassenen Liegenschaften gerichtet ist, und zur Übernahme weiterer Aufgaben

+

nach § 3 Absatz 7;

+

4. die Aufsicht über die Wirtschaftsführung des Rektorats;

+

5. Empfehlungen und Stellungnahmen zum Rechenschaftsbericht

+

des Rektorats nach § 16 Absatz 3 und zu den Evaluationsberichten nach § 7

+

Absatz 2 und 3;

+

6. Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der

+

Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder

+

zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind;

+

7. die Feststellung des Jahresabschlusses, die

+

Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses oder die Behandlung

+

eines Jahresfehlbetrages und die Entlastung des Rektorats.

+

(2) Der Hochschulrat kann alle Unterlagen der Hochschule

+

einsehen und prüfen. Die Wahrnehmung dieser Befugnis kann der Hochschulrat

+

einzelnen Hochschulratsmitgliedern oder sonstigen sachverständigen Personen

+

übertragen. Das Rektorat hat dem Hochschulrat mindestens viermal im Jahr im

+

Überblick über die Entwicklung der Haushalts- und Wirtschaftslage schriftlich

+

zu berichten. Ergeben sich im Rahmen der Beaufsichtigung des Rektorats

+

Beanstandungen, wirkt der Hochschulrat auf eine hochschulinterne Klärung hin.

+

Bei schwerwiegenden Beanstandungen unterrichtet er das Ministerium.

+

(3) Der Hochschulrat besteht nach Maßgabe der Grundordnung

+

aus der vorsitzenden Person sowie mindestens sechs und höchstens zwölf weiteren

+

Mitgliedern, die in verantwortungsvollen Positionen in der Gesellschaft,

+

insbesondere Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft, tätig sind oder waren und

+

auf Grund ihrer hervorragenden Kenntnisse und Erfahrungen einen Beitrag zur

+

Erreichung der Ziele und Aufgaben der Hochschule leisten können. Die

+

Grundordnung regelt, dass entweder

+

1. sämtliche seiner Mitglieder Externe sind

+

oder dass

+

2. mindestens die Hälfte seiner Mitglieder Externe sind.

+

Mindestens 40 Prozent seiner Mitglieder müssen Frauen sein.

+

Die Mitglieder des Hochschulrates werden vom Ministerium für eine Amtszeit von

+

fünf Jahren bestellt.

+

(4) Zur Auswahl der Mitglieder des Hochschulrats wird ein

+

Auswahlgremium gebildet, dem zwei Vertreterinnen oder Vertreter des Senats, die

+

nicht dem Rektorat angehören, zwei Vertreterinnen oder Vertreter des bisherigen

+

Hochschulrats und eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministeriums mit zwei

+

Stimmen angehören. Das Auswahlgremium erarbeitet einvernehmlich eine Liste.

+

Lässt sich im Gremium kein Einvernehmen über eine Liste erzielen, unterbreiten

+

die Vertreterinnen oder Vertreter des Senats und die Vertreterin oder der

+

Vertreter des Ministeriums dem Gremium eigene Vorschläge für jeweils die Hälfte

+

der Mitglieder. Das Auswahlgremium beschließt sodann die Liste mit der Mehrheit

+

von zwei Dritteln seiner Stimmen. Die Liste insgesamt bedarf der Bestätigung durch

+

den Senat mit Stimmenmehrheit sowie sodann der Zustimmung durch das

+

Ministerium; verweigert der Senat die Bestätigung, wird die Abstimmung auf

+

Antrag des Rektorats wiederholt. Im Falle des Rücktritts oder der sonstigen

+

Beendigung der Funktion eines Mitglieds des Hochschulrates gelten für die

+

Auswahl des ihm nachfolgenden Mitglieds die Sätze 1 bis 5 entsprechend.

+

(4a) Der Senat oder der Hochschulrat können mit einer

+

Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen des jeweiligen Gremiums eine Abberufung

+

vorschlagen. Auf diesen Vorschlag hin kann das Ministerium ein Mitglied des

+

Hochschulrates bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, insbesondere bei einer

+

erheblichen Verletzung einer jenem obliegenden Pflicht, abberufen; mit der

+

Abberufung ist seine Mitgliedschaft im Hochschulrat beendet.

+

(5) Der Hochschulrat ist mindestens viermal im Jahr

+

einzuberufen und zusätzlich immer dann, wenn mindestens die Hälfte seiner

+

Mitglieder dies verlangt. Die Mitglieder des Rektorats nehmen an den Sitzungen

+

des Hochschulrats beratend teil; sie unterliegen im Rahmen einer angemessenen

+

Berichterstattung keiner Verschwiegenheitspflicht. Verletzt ein

+

Hochschulratsmitglied seine Pflichten, findet § 48 des Beamtenstatusgesetzes

+

und § 80 des Landesbeamtengesetzes sinngemäß Anwendung.

+

(5a) Der Hochschulrat gibt die Tagesordnung seiner Sitzungen

+

und seine Beschlüsse in geeigneter Weise hochschulöffentlich bekannt; §§ 8 und

+

9 des Informationsfreiheitsgesetzes Nordrhein-Westfalen gelten entsprechend. Er

+

gibt den Vertreterinnen oder Vertretern des Senats, des Allgemeinen

+

Studierendenausschusses, des Personalrats, des Personalrats gemäß § 105 des

+

Landespersonalvertretungsgesetzes, der Gleichstellungsbeauftragten, der

+

Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen sowie der oder dem Beauftragten

+

für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung mindestens einmal

+

im Jahr Gelegenheit zur Information und Beratung. Er legt dem Ministerium auf

+

dessen Verlangen, mindestens jedoch einmal jährlich Rechenschaft über die

+

Erfüllung seiner Aufgaben ab. Der jährliche Rechenschaftsbericht soll in

+

geeigneter Weise öffentlich zugänglich gemacht werden.

+

(6) Der Hochschulrat wählt die ihm vorsitzende Person aus

+

dem Personenkreis der Externen im Sinne des Absatzes 3 sowie ihre oder seine

+

Stellvertretung. Ist die Funktion der oder des Vorsitzenden vakant oder soll in

+

der Wahrnehmung der Aufgaben und Befugnisse der dienstvorgesetzten Stelle nach

+

§ 33 Absatz 3 Satz 1 vertreten werden, wird die Vertretung für den Zeitraum

+

dieser Vakanz oder für das jeweilige Dienstgeschäft der dienstvorgesetzten

+

Stelle durch das lebensälteste oder durch das in der Geschäftsordnung des

+

Hochschulrates bestimmte Mitglied aus dem Personenkreis der Externen

+

wahrgenommen. Bei Abstimmungen gibt bei Stimmengleichheit die Stimme der oder

+

des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Hochschulrat gibt sich eine

+

Geschäftsordnung, in der auch das Nähere zur Wahl der vorsitzenden Person

+

geregelt wird. Die Tätigkeit als Mitglied des Hochschulrates ist ehrenamtlich.

+

Die Geschäftsordnung kann eine angemessene Aufwandsentschädigung der Mitglieder

+

vorsehen. Die Gesamtsumme der Aufwandsentschädigungen ist zu veröffentlichen.

+

(7) Die Hochschulverwaltung unterstützt den Hochschulrat bei

+

der Erfüllung seiner Aufgaben.

+

(8) Externe im Sinne des Absatzes 3 sind solche Personen,

+

die weder Mitglieder noch Angehörige der Hochschule sind. Mitglieder des

+

Hochschulrates, die im Zeitpunkt der Bestätigung nach Absatz 4 Satz 5 Externe

+

waren, gelten für weitere Auswahlverfahren nach Absatz 4 als Externe, es sei

+

denn, sie sind auch abgesehen von ihrer Mitgliedschaft im Hochschulrat

+

Mitglieder oder Angehörige der Hochschule. Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger

+

sowie Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren und ehemalige Studierende, die die

+

Hochschule nach § 9 Absatz 4 Satz 3 zu ihren Angehörigen bestimmt hat, gelten

+

als Externe.

+

§ 22 (Fn 25) Senat

+

§ 22

+

(Fn

+

25

+

)

+

Senat

+

(1) Der Senat ist für die nachfolgend aufgeführten

+

Angelegenheiten zuständig:

+

1. die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der

+

Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rektorats;

+

2. Stellungnahme zum jährlichen Bericht des Rektorats;

+

3. Erlass und Änderung der Grundordnung, von Rahmenordnungen

+

und Ordnungen der Hochschule, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt;

+

4. Billigung von Planungsgrundsätzen im Sinne von § 16

+

Absatz 1a Satz 1;

+

5. Empfehlungen und Stellungnahmen zum Entwurf des

+

Hochschulentwicklungsplans nach § 16 Absatz 1a und des Hochschulvertrags nach §

+

6 Absatz 2, zu den Evaluationsberichten nach § 7 Absatz 2 und 3, zum

+

Wirtschaftsplan, zu den Grundsätzen der Verteilung der Stellen und Mittel auf

+

die Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen, zentralen

+

Betriebseinheiten und der Medizinischen Einrichtungen;

+

6. Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der

+

Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder

+

zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind.

+

Die Grundordnung wird mit einer Mehrheit von zwei Dritteln

+

der Stimmen des Gremiums beschlossen. Die Grundordnung kann vorsehen, dass der

+

Berufungsvorschlag zur Besetzung einer Professur im Sinne des § 38 Absatz 3 der

+

Zustimmung des Senats bedarf.

+

(2) Das Nähere zur Zusammensetzung, zur Amtszeit und zum

+

Vorsitz regelt die Grundordnung. Nichtstimmberechtigte Mitglieder des Senats

+

sind die Rektorin oder der Rektor, die Prorektorinnen oder Prorektoren, die

+

Kanzlerin oder der Kanzler, die Dekaninnen oder Dekane, die Vertrauensperson

+

der schwerbehinderten Menschen, die oder der Beauftragte für Studierende mit

+

Behinderung oder chronischer Erkrankung, die oder der Vorsitzende des

+

Personalrats und des Personalrats nach § 105 des

+

Landespersonalvertretungsgesetzes und der Vorsitz des Allgemeinen

+

Studierendenausschusses sowie nach Maßgabe der Grundordnung weitere nichtstimmberechtigte

+

Mitglieder. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Stimmen der Vertreterinnen

+

oder Vertreter der Gruppen im Sinne des § 11 Absatz 1 Satz 1 im gleichen

+

Verhältnis zueinander stehen.

+

(3) Soweit der Senat nach diesem Gesetz an Entscheidungen

+

des Rektorats mitwirkt, können die dem Senat angehörenden Vertreterinnen oder

+

Vertreter einer Gruppe gemäß § 11 Absatz 1 dem Rektorat ein vom Senatsbeschluss

+

abweichendes einstimmiges Votum vorlegen, über welches das Rektorat vor seiner

+

Entscheidung zu beraten hat. Auf Verlangen ist das Votum gemeinsam mündlich zu

+

erörtern.

+

(4) Falls auf der Grundlage einer Regelung in der

+

Grundordnung die Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Hochschullehrerinnen

+

und Hochschullehrer im Senat nicht über die Mehrheit der Stimmen verfügen,

+

verfügen diese Vertreterinnen und Vertreter gleichwohl über die Mehrheit der

+

Stimmen der Mitglieder des Senats

+

1. bei der Wahl der Mitglieder des Senats in der

+

Findungskommission nach § 17 Absatz 3,

+

2. bei der Billigung von Planungsgrundsätzen nach § 16

+

Absatz 1a Satz 1,

+

3. bei dem Erlass von Ordnungen, die inhaltliche

+

Rahmenbedingungen der Forschung regeln,

+

4. bei dem Beschluss über die Aufforderung nach § 17 Absatz

+

1 Satz 6,

+

5. bei der Beschlussfassung nach § 17 Absatz 4 Satz 2 und

+

6. bei der Beschlussfassung nach § 17a Absatz 6.

+

Sie verfügen in der Hochschulwahlversammlung über die

+

Mehrheit der Stimmen derjenigen ihrer Mitglieder, die zugleich stimmberechtigte

+

Mitglieder des Senats sind. Sie verfügen im Senat mindestens über die Hälfte

+

der Stimmen seiner Mitglieder beim Erlass von Rahmenprüfungsordnungen. Die

+

entsprechenden Regelungen zu der Stimmverteilung sind durch die Grundordnung

+

oder nach Maßgabe der Grundordnung zu treffen.

+

§ 22a (Fn 10) Hochschulwahlversammlung

+

§ 22a

+

(Fn

+

10

+

)

+

Hochschulwahlversammlung

+

(1) Die Hochschulwahlversammlung besteht in ihrer einen

+

Hälfte aus sämtlichen Mitgliedern des Senats und in ihrer anderen Hälfte aus

+

sämtlichen Mitgliedern des Hochschulrats. Die Stimmen der Mitglieder der beiden

+

Hälften stehen im gleichen Verhältnis zueinander. Die Mitglieder der

+

Hochschulwahlversammlung, die zugleich Mitglieder des Senats sind, haben

+

Stimmrecht, wenn sie auch im Senat stimmberechtigt sind. Die Mitglieder der

+

Hochschulwahlversammlung, die zugleich Mitglieder des Hochschulrates sind,

+

haben Stimmrecht, wenn sie Externe im Sinne des § 21 Absatz 3 Satz 2 sind.

+

(2) Das Nähere, insbesondere zum Vorsitz und zur Umsetzung

+

des gleichen Stimmverhältnisses, regelt die Grundordnung.

+

§ 22b Hochschulkonferenz

+

§ 22b

+

Hochschulkonferenz

+

(1) Die Grundordnung kann eine Hochschulkonferenz vorsehen,

+

die mindestens einmal im Jahr über den gegenwärtigen Stand und die künftige

+

Entwicklungsperspektive sowie das Leitbild der Hochschule berät.

+

(2) Mitglieder der Hochschulkonferenz sind die Mitglieder

+

des Rektorats, des Senats, des Hochschulrats, die Dekaninnen oder Dekane, eine

+

Vertretung der Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Studierenden in den

+

Fachbereichsräten, der Allgemeine Studierendenausschuss, die

+

Gleichstellungsbeauftragte, der Personalrat und der Personalrat gemäß § 105 des

+

Landespersonalvertretungsgesetzes, die Vertrauenspersonen der schwerbehinderten

+

Menschen sowie die oder der Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer

+

Erkrankung.

+

(3) Das Nähere, insbesondere zum Vorsitz und zur Vertretung

+

der Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe der Studierenden in den

+

Fachbereichsräten, regelt die Grundordnung, die auch über den Kreis der in

+

Absatz 2 genannten Personen hinaus weitere Mitglieder der Hochschule als

+

Mitglieder der Hochschulkonferenz vorsehen kann.

+

§ 23 (Fn 26) Fachbereichskonferenz

+

§ 23

+

(Fn

+

26

+

)

+

Fachbereichskonferenz

+

(1) Die Grundordnung kann eine Fachbereichskonferenz

+

vorsehen. Sie muss eine Fachbereichskonferenz vorsehen, wenn sie gemäß § 21

+

Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 bestimmt, dass sämtliche Mitglieder des Hochschulrats

+

Externe sind.

+

(2) Die Fachbereichskonferenz berät das Rektorat, den Senat

+

und den Hochschulrat in Angelegenheiten der Forschung, Kunst, Lehre und des

+

Studiums, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen oder

+

von grundsätzlicher Bedeutung sind.

+

(3) Mitglieder der Fachbereichskonferenz sind die Dekaninnen

+

und die Dekane.

+

§ 24 Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene Mittelvergabe

+

§ 24

+

Gleichstellungsbeauftragte; gleichstellungsbezogene Mittelvergabe

+

(1) Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte hat die Belange

+

der Frauen, die Mitglieder oder Angehörige der Hochschule sind, wahrzunehmen.

+

Sie wirkt auf die Erfüllung des Gleichstellungsauftrages der Hochschule hin.

+

Insbesondere wirkt sie auf die Einbeziehung gleichstellungsrelevanter Aspekte

+

bei der wissenschaftlichen, administrativen und technischen Arbeit, bei der

+

Entwicklungsplanung, bei Personal- und Strukturmaßnahmen und bei der leistungsbezogenen

+

Mittelvergabe hin. Sie kann hierzu an den Sitzungen der

+

Hochschulwahlversammlung, des Senats, des Hochschulrates, des Rektorats, der

+

Fachbereichsräte, der Berufungskommissionen und anderer Gremien mit Antrags-

+

und Rederecht teilnehmen; sie ist wie ein Mitglied zu laden und zu informieren.

+

(2) Die Hochschule regelt in ihrer Grundordnung insbesondere

+

Wahl, Bestellung und Amtszeit der zentralen Gleichstellungsbeauftragten und

+

ihrer Stellvertreterinnen. Wählbar sind alle weiblichen Mitglieder der Hochschule.

+

Die fachliche Qualifikation der Gleichstellungsbeauftragten soll den

+

umfassenden Anforderungen ihrer Aufgaben gerecht werden; dies setzt entweder

+

ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine im Einzelfall nachgewiesene

+

andere fachliche Qualifikation voraus. Die Funktion ist hochschulöffentlich

+

auszuschreiben.

+

(3) Die Fachbereiche bestellen Gleichstellungsbeauftragte

+

des Fachbereichs und ihre Stellvertretungen. Die Gleichstellungsbeauftragte des

+

Fachbereichs wirkt auf die Einbeziehung gleichstellungsrelevanter Aspekte bei

+

der Erfüllung der Aufgaben des Fachbereichs hin. Sie kann in Stellvertretung

+

der zentralen Gleichstellungsbeauftragten an Sitzungen der Fachbereichsräte und

+

der Berufungskommissionen und anderer Gremien der Fachbereiche teilnehmen. Die

+

Grundordnung kann vorsehen, dass für mehrere Fachbereiche auf der Grundlage

+

einer Ordnung dieser Fachbereiche eine gemeinsame Gleichstellungsbeauftragte

+

bestellt werden kann, wenn diese Bestellung mit Rücksicht auf die Aufgaben und

+

Größe dieser Fachbereiche zweckmäßig ist und im Benehmen mit der

+

Gleichstellungsbeauftragten erfolgt.

+

(4) Die Hochschule richtet eine Gleichstellungskommission

+

ein. Diese berät und unterstützt die Hochschule und die

+

Gleichstellungsbeauftragte bei der Erfüllung des Gleichstellungsauftrages. Das

+

Nähere zur Gleichstellungskommission regelt die Hochschule in ihrer

+

Grundordnung.

+

(5) Bei der Mittelvergabe an die Hochschulen und in den

+

Hochschulen ist der Gleichstellungsauftrag angemessen zu berücksichtigen. Dies

+

gilt insbesondere für die leistungsbezogene Mittelvergabe, die Entwicklung

+

gendergerechter Finanzierungsmodelle und die Ausstattung und Entlastung der

+

Gleichstellungsbeauftragten.

+

(6) Im Übrigen finden die Vorschriften des

+

Landesgleichstellungsgesetzes Anwendung.

+

§ 25 Hochschulverwaltung

+

§ 25

+

Hochschulverwaltung

+

(1) Die Hochschulverwaltung sorgt für die Erfüllung der

+

Aufgaben der Hochschule in Planung, Verwaltung und Rechtsangelegenheiten. Dabei

+

hat sie auf eine wirtschaftliche Verwendung der Haushaltsmittel und auf eine

+

wirtschaftliche Nutzung der Hochschuleinrichtungen hinzuwirken. Auch die

+

Verwaltungsangelegenheiten der Organe und Gremien der Hochschule werden

+

ausschließlich durch die Hochschulverwaltung wahrgenommen. Sie unterstützt

+

insbesondere die Mitglieder des Rektorats sowie die Dekaninnen und Dekane bei

+

ihren Aufgaben.

+

(2) Als Mitglied des Rektorats leitet die Kanzlerin oder der

+

Kanzler die Hochschulverwaltung, an der Universität Bochum einschließlich der

+

Verwaltung der Medizinischen Einrichtungen; sie oder er erledigt die Rechts-

+

und Verwaltungsangelegenheiten nach den Richtlinien der Rektorin oder des

+

Rektors. In Angelegenheiten der Hochschulverwaltung von grundsätzlicher

+

Bedeutung kann das Rektorat entscheiden; das Nähere regelt die Geschäftsordnung

+

des Rektorats. Falls das Rektorat auf der Grundlage einer Regelung nach § 15

+

Absatz 2 Nummer 2 feste Geschäftsbereiche für seine Mitglieder bestimmt hat,

+

kann die Geschäftsordnung insbesondere vorsehen, dass und in welcher Weise die

+

Hochschulverwaltung sicherstellt, dass die Verantwortung der Mitglieder des

+

Rektorats für ihre Geschäftsbereiche wahrgenommen werden kann.

+

Kapitel 2

+

Die dezentrale

+

Organisation der Hochschule

+

§ 26 (Fn 10) Die Binneneinheiten der Hochschule

+

§ 26

+

(Fn

+

10

+

)

+

Die Binneneinheiten der Hochschule

+

(1) Die Hochschule gliedert sich vorbehaltlich einer

+

anderweitigen Regelung nach Absatz 5 in Fachbereiche. Diese sind die

+

organisatorischen Grundeinheiten der Hochschule.

+

(2) Der Fachbereich erfüllt unbeschadet der

+

Gesamtverantwortung der Hochschule und der Zuständigkeiten der zentralen Hochschulorgane

+

und Gremien für sein Gebiet die Aufgaben der Hochschule. Er hat die

+

Vollständigkeit und Ordnung des Lehrangebots sowie die Wahrnehmung der

+

innerhalb der Hochschule zu erfüllenden weiteren Aufgaben zu gewährleisten.

+

Fachbereiche fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit und stimmen ihre

+

Forschungsvorhaben und ihr Lehrangebot, insbesondere dessen Studierbarkeit,

+

untereinander ab. Der Fachbereich kann eines seiner Mitglieder mit der

+

Wahrnehmung von Aufgaben insbesondere im Bereich der Studienorganisation, der

+

Studienplanung und der berufspraktischen Tätigkeiten beauftragen.

+

(3) Organe des Fachbereichs sind die Dekanin oder der Dekan

+

und der Fachbereichsrat. Der Fachbereich regelt seine Organisation durch eine

+

Fachbereichsordnung und erlässt die sonstigen zur Erfüllung seiner Aufgaben

+

erforderlichen Ordnungen.

+

(4) Mitglieder des Fachbereichs sind die Dekanin oder der

+

Dekan, das hauptberufliche Hochschulpersonal, das überwiegend im Fachbereich tätig

+

ist, und die Studierenden, die für einen vom Fachbereich angebotenen

+

Studiengang eingeschrieben sind. § 9 Absatz 3 gilt entsprechend. Mitglieder der

+

Gruppen nach § 11 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 können mit Zustimmung der

+

betroffenen Fachbereiche Mitglied in mehreren Fachbereichen sein.

+

(5) Die Grundordnung kann eine von Absatz 1 Satz 1

+

abweichende Organisation der dezentralen Gliederung der Hochschule regeln.

+

Dabei kann sie vorsehen, dass Aufgaben der Fachbereiche auf die Hochschule und

+

sodann Aufgaben und Befugnisse der Organe der Fachbereiche auf zentrale Organe

+

verlagert werden. Sie kann auch regeln, dass eine von den Absätzen 1 bis 4

+

abweichende Gliederung der Hochschule in nichtfachbereichliche dezentrale

+

Organisationseinheiten erfolgt. In diesem Falle sieht die Grundordnung vor,

+

dass Aufgaben der Fachbereiche diesen Organisationseinheiten zugeordnet werden;

+

sie regelt zudem deren Organe und deren Aufgaben und Befugnisse. Für die

+

Organisationseinheit und ihre Organe gelten Absatz 3 Satz 2 sowie § 11 Absatz 2

+

entsprechend. Absatz 2 Satz 2 gilt für die Organisationseinheit oder die

+

zentralen Organe entsprechend, falls sie für die Hochschule Aufgaben in Lehre

+

und Studium erfüllen.

+

(6) Wird ein Fachbereich neu gegründet, bestellt das

+

Rektorat im Einvernehmen mit dem Senat und zeitlich auf die Gründungsphase

+

begrenzt in der Regel eine Gründungsdekanin oder einen Gründungsdekan, die oder

+

der übergangsweise auch die Aufgaben des jeweiligen Fachbereichsrats wahrnimmt.

+

Das Gleiche gilt für Organisationseinheiten im Sinne des Absatzes 5.

+

§ 27 (Fn 10) Dekanin oder Dekan

+

§ 27

+

(Fn

+

10

+

)

+

Dekanin oder Dekan

+

(1) Die Dekanin oder der Dekan leitet den Fachbereich und

+

vertritt ihn innerhalb der Hochschule. Sie oder er erstellt im Benehmen mit dem

+

Fachbereichsrat den Entwicklungsplan des Fachbereichs als Beitrag zum

+

Hochschulentwicklungsplan und ist insbesondere verantwortlich für die

+

Durchführung der Evaluation nach § 7 Absatz 2 und 3, für die Vollständigkeit

+

des Lehrangebotes und die Einhaltung der Lehrverpflichtungen sowie für die

+

Studien- und Prüfungsorganisation; sie oder er gibt die hierfür erforderlichen

+

Weisungen. Sie oder er verteilt die Stellen und Mittel innerhalb des

+

Fachbereichs auf der Grundlage der im Benehmen mit dem Fachbereichsrat von ihr

+

oder ihm festgelegten Grundsätzen der Verteilung, entscheidet über den Einsatz

+

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs und wirkt unbeschadet der

+

Aufsichtsrechte des Rektorats darauf hin, dass die Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger, die Gremien und Einrichtungen des Fachbereichs ihre Aufgaben

+

wahrnehmen und die Mitglieder und Angehörigen des Fachbereichs ihre Pflichten

+

erfüllen. Hält sie oder er einen Beschluss für rechtswidrig, so führt sie oder

+

er eine nochmalige Beratung und Beschlussfassung herbei; das Verlangen nach

+

nochmaliger Beratung und Beschlussfassung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine

+

Abhilfe geschaffen, so unterrichtet sie oder er unverzüglich das Rektorat. Sie

+

oder er erstellt die Entwürfe der Studien- und Prüfungsordnungen. Sie oder er

+

bereitet die Sitzungen des Fachbereichsrates vor und führt dessen Beschlüsse

+

aus. Hinsichtlich der Ausführung von Beschlüssen des Fachbereichsrates ist sie

+

oder er diesem gegenüber rechenschaftspflichtig. Der Dekanin oder dem Dekan

+

können durch die Grundordnung oder durch Beschluss des Fachbereichsrates

+

weitere Aufgaben übertragen werden.

+

(2) Die Dekanin oder der Dekan wird durch die Prodekanin

+

oder den Prodekan vertreten.

+

(3) Die Dekanin oder der Dekan gibt den Vertreterinnen oder

+

Vertretern der Gruppe der Studierenden im Fachbereichsrat einmal im Semester

+

Gelegenheit zur Information und zur Beratung in Angelegenheiten des Studiums.

+

(4) Die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der

+

Prodekan werden vom Fachbereichsrat aus dem Kreis der Professorinnen und

+

Professoren innerhalb der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums gewählt. Zur Dekanin

+

oder zum Dekan kann ebenfalls gewählt werden, wer kein Mitglied des

+

Fachbereichs ist, jedoch die Voraussetzungen nach § 17 Absatz 2 Satz 1 erfüllt.

+

Die Wahl nach Satz 1 und 2 bedarf der Bestätigung durch die Rektorin oder den

+

Rektor. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Dekanin oder der Dekan nach

+

Ablauf ihrer oder seiner Amtszeit Prodekanin oder Prodekan wird. Die Amtszeit

+

der Dekanin oder des Dekans und der Prodekanin oder des Prodekans beträgt vier

+

Jahre, soweit die Grundordnung keine längere Amtszeit vorsieht. Wiederwahl ist

+

zulässig. Das Rektorat kann im Benehmen mit dem Fachbereichsrat vorsehen, dass

+

die Dekanin oder der Dekan hauptberuflich tätig ist; für die hauptberuflich

+

tätige Dekanin oder den hauptberuflich tätigen Dekan gilt § 20 Absatz 1 bis 3

+

entsprechend.

+

(5) Die Dekanin oder der Dekan wird mit einer Mehrheit von

+

drei Vierteln der Stimmen des Fachbereichsrates abgewählt, wenn zugleich gemäß

+

Satz 1 eine neue Dekanin oder ein neuer Dekan gewählt und die oder der Gewählte

+

durch die Rektorin oder den Rektor bestätigt wird. Die Ladungsfrist zur Abwahl

+

beträgt mindestens zehn Werktage. Das Verfahren zur Abwahl regelt die

+

Fachbereichsordnung.

+

(6) Die Grundordnung kann zulassen oder vorsehen, dass die

+

Aufgaben und Befugnisse der Dekanin oder des Dekans von einem Dekanat

+

wahrgenommen werden, welches aus einer Dekanin oder einem Dekan sowie einer in

+

der Grundordnung oder in der Fachbereichsordnung festgelegten Anzahl von

+

Prodekaninnen oder Prodekanen besteht. Von den Mitgliedern des Dekanats

+

vertritt die Dekanin oder der Dekan den Fachbereich innerhalb der Hochschule;

+

Beschlüsse des Dekanats können nicht gegen die Stimme der Dekanin oder des

+

Dekans gefasst werden. Die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der

+

Prodekan, die oder der die Dekanin oder den Dekan vertritt, müssen dem Kreis

+

der Professorinnen und Professoren innerhalb der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören oder die Voraussetzungen des

+

Absatzes 4 Satz 2 erfüllen. Die Grundordnung kann bestimmen, dass höchstens die

+

Hälfte der Prodekaninnen oder Prodekane anderen Gruppen im Sinne des § 11 Absatz

+

1 angehört. Soweit die Grundordnung ein Dekanat vorsieht, übernimmt eine

+

Prodekanin oder ein Prodekan die Aufgaben nach § 26 Absatz 2 Satz 4

+

(Studiendekanin oder Studiendekan). Die Mitglieder des Dekanats werden vom

+

Fachbereichsrat mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Gremiums

+

gewählt. Die Amtszeit der Mitglieder des Dekanats beträgt vier Jahre, sofern

+

die Grundordnung keine längere Amtszeit vorsieht; die Amtszeit für ein Mitglied

+

aus der Gruppe der Studierenden beträgt ein Jahr. Hinsichtlich der Abwahl der

+

Mitglieder des Dekanats gilt Absatz 5 entsprechend. Die Grundordnung kann

+

vorsehen, dass die Dekanin oder der Dekan sowie die Stellvertreterin oder der

+

Stellvertreter zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewählt werden, so dass sich

+

die Amtszeiten überlappen.

+

§ 28 Fachbereichsrat

+

§ 28

+

Fachbereichsrat

+

(1) Dem Fachbereichsrat obliegt die Beschlussfassung über

+

die Angelegenheiten des Fachbereichs, für die nicht die Zuständigkeit der

+

Dekanin oder des Dekans oder eine andere Zuständigkeit bestimmt ist. Er ist

+

insoweit in allen Forschung, Kunst und Lehre betreffenden Angelegenheiten und

+

für die Beschlussfassung über die Fachbereichsordnung und die sonstigen

+

Ordnungen für den Fachbereich zuständig. Er nimmt die Berichte der Dekanin oder

+

des Dekans entgegen und kann über die Angelegenheiten des Fachbereichs Auskunft

+

verlangen.

+

(2) Stimmberechtigte Mitglieder des Fachbereichsrats sind

+

insgesamt höchstens 15 Vertreterinnen oder Vertreter der Gruppen im Sinne des §

+

11 Absatz 1 nach Maßgabe der Grundordnung, die auch die Amtszeit bestimmt.

+

(3) Nichtstimmberechtigte Mitglieder des Fachbereichsrates

+

sind die Dekanin oder der Dekan und die Prodekanin oder der Prodekan, im Fall

+

des § 27 Absatz 6 das Dekanat.

+

(4) Die Grundordnung regelt den Vorsitz im Fachbereichsrat.

+

(5) Bei der Beratung über Berufungsvorschläge von

+

Professorinnen und Professoren sind alle Professorinnen und Professoren

+

innerhalb der Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer, die Mitglieder des Fachbereichs sind, ohne Stimmrecht teilnahmeberechtigt;

+

gleiches gilt für alle Mitglieder der Gruppe der Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer bei der Beratung über sonstige Berufungsvorschläge und über

+

Promotionsordnungen. § 38 Absatz 4 bleibt unberührt.

+

(6) Für die Entscheidung bestimmter Angelegenheiten, die

+

mehrere Fachbereiche berühren und eine aufeinander abgestimmte Wahrnehmung

+

erfordern, sollen die beteiligten Fachbereichsräte gemeinsame Ausschüsse

+

bilden. Absatz 5 und § 12 Absatz 1 Satz 4 und 5 gelten entsprechend.

+

(7) § 22 Absatz 3 gilt entsprechend.

+

(8) In Angelegenheiten der Lehre und des Studiums,

+

insbesondere in Angelegenheiten der Studienreform, der Evaluation von Studium

+

und Lehre, sowie hinsichtlich des Erlasses oder der Änderung von Prüfungsordnungen,

+

werden der Fachbereichsrat sowie die Dekanin oder der Dekan von dem

+

Studienbeirat des Fachbereichs beraten. Der Studienbeirat besteht in seiner

+

einen Hälfte aus der Person als Vorsitz, die die Aufgaben nach § 26 Absatz 2

+

Satz 4 wahrnimmt, und Vertreterinnen und Vertretern der Gruppen im Sinne des §

+

11 Absatz 1 Satz 1 und 3, soweit sie Lehraufgaben wahrnehmen, sowie in seiner

+

anderen Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Gruppe im Sinne des § 11

+

Absatz 1 Satz 1 Nummer 4. Die Stimmen der beiden Hälften stehen im gleichen

+

Verhältnis zueinander. Das Nähere zum Studienbeirat, insbesondere zur

+

Stimmgewichtung, regelt die Fachbereichsordnung.

+

§ 29 (Fn 10) Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten;

+

Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

+

§ 29

+

(Fn

+

10

+

)

+

Wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten;

+

Bibliotheksgebühren; Einrichtungen an der Hochschule

+

(1) Unter der Verantwortung eines Fachbereichs oder mehrerer

+

Fachbereiche können wissenschaftliche Einrichtungen errichtet werden, soweit

+

dies zweckmäßig ist. Soweit die Zuordnung zu Fachbereichen nicht zweckmäßig

+

ist, können zentrale wissenschaftliche Einrichtungen errichtet werden.

+

(2) Für Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen

+

Medien-, Informations- und Kommunikationsmanagement und -technik, für die in

+

größerem Umfang Personal und Sachmittel ständig bereitgestellt werden müssen,

+

können Betriebseinheiten errichtet werden, soweit dies zweckmäßig ist.

+

Betriebseinheiten können im Rahmen ihrer Fachaufgaben mit Dritten auch in

+

privatrechtlicher Form zusammenarbeiten.

+

(3) Der Leitung einer wissenschaftlichen Einrichtung müssen

+

mehrheitlich an ihr tätige Vertreterinnen oder Vertreter der Gruppe der

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören. Die wissenschaftlichen

+

Einrichtungen und Betriebseinheiten entscheiden über den Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen

+

und Mitarbeiter, soweit sie nicht einer Hochschullehrerin oder einem

+

Hochschullehrer zugeordnet sind, und über die Verwendung der ihnen zugewiesenen

+

Mittel.

+

(4) Für Verwaltungstätigkeiten und Arten der Benutzung der

+

Einrichtungen für medien-, informations- oder kommunikationstechnische

+

Dienstleistungen nach Absatz 2 können Gebühren erhoben werden. Besondere

+

Auslagen sind zu erstatten. Das Ministerium kann im Einvernehmen mit dem für

+

Finanzen zuständigen Ministerium für Verwaltungstätigkeiten und Benutzungsarten

+

nach Satz 1 die Gebührentatbestände, die Gebührensätze sowie Ermäßigungs- und

+

Erlasstatbestände durch Rechtsverordnung regeln. Das Ministerium kann im

+

Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium durch

+

Rechtsverordnung die Hochschulen ermächtigen, durch eigene Gebührenordnungen

+

Gebührentatbestände, Gebührensätze sowie Ermäßigungs- und Erlasstatbestände zu

+

regeln. Für die Rechtsverordnung nach den Sätzen 3 und 4 und die

+

Gebührenordnungen nach Satz 4 finden die §§ 3 bis 22, 25 Absatz 1 und 26 bis 28

+

des Gebührengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen entsprechende Anwendung,

+

soweit gesetzlich oder in der Rechtsverordnung nichts anderes bestimmt ist. Die

+

Sätze 1 bis 5 gelten auch für zentrale Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums.

+

(5) Das Rektorat kann eine außerhalb der Hochschule

+

befindliche Einrichtung, die wissenschaftliche Aufgaben erfüllt, als

+

Einrichtung an der Hochschule anerkennen. Die Anerkennung soll nur

+

ausgesprochen werden, wenn die Aufgaben nicht von einer Einrichtung der

+

Hochschule erfüllt werden können. Die anerkannte Einrichtung wirkt mit der

+

Hochschule zusammen. Die rechtliche Selbständigkeit der Einrichtung und die

+

Rechtsstellung der Bediensteten in der Einrichtung werden dadurch nicht

+

berührt.

+

§ 30 Lehrerinnen- und Lehrerbildung

+

§ 30

+

Lehrerinnen- und Lehrerbildung

+

(1) Die an der akademischen Phase der Lehrerinnen- und

+

Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen gewährleisten diese Ausbildungsphase

+

in eigener Verantwortung. Die lehrerinnen- und lehrerbildenden Universitäten

+

richten hierzu Zentren für Lehrerbildung als eigenständige

+

Organisationseinheiten mit Entscheidungs-, Steuerungs- und Ressourcenkompetenz

+

ein, die diese in enger Abstimmung mit den in der Lehrerinnen- und

+

Lehrerbildung tätigen Fachbereichen wahrnehmen. Das Zentrum erfüllt unbeschadet

+

der Gesamtverantwortlichkeit der Hochschule und der Zuständigkeiten der

+

zentralen Hochschulorgane und Gremien für sein Gebiet die Aufgaben der

+

Hochschule. Es trägt dazu bei, die Qualität der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

+

zu sichern. Es initiiert, koordiniert und fördert die Lehrerinnen- und

+

Lehrerbildungsforschung sowie die schul- und unterrichtsbezogene Forschung und

+

betreut insoweit den wissenschaftlichen Nachwuchs. Es nimmt darüber hinaus

+

koordinierende und beratende Funktionen wahr. Es arbeitet eng mit den Zentren

+

für schulpraktische Lehrerausbildung zusammen. Das Nähere zu dieser

+

Organisationseinheit, insbesondere zur Mitgliedschaft, zur Abstimmung mit den

+

Fachbereichen und zur Zusammenarbeit mit den Zentren für schulpraktische

+

Lehrerausbildung regelt die Hochschule durch Ordnung, die auch ein Stimmrecht

+

von Vertreterinnen oder Vertretern der Zentren für schulpraktische

+

Lehrerausbildung in den Gremien des Zentrums für Lehrerbildung vorsehen kann.

+

Die Zusammenarbeit mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung regeln

+

Hochschule und Zentren durch Kooperationsvertrag. Soweit die Hochschule in der

+

Lehrerinnen- und Lehrerausbildung mit anderen Hochschulen zusammen arbeitet,

+

insbesondere mit Hochschulen im Sinne des Kunsthochschulgesetzes, koordiniert

+

das Zentrum fachlich diese Zusammenarbeit. § 26 Absatz 5 Satz 5 und 6 gilt für

+

die Organisationseinheit, § 27 Absatz 1 und 4 für ihre Leitung entsprechend.

+

Für die Regelung des Verfahrens zur Vorbereitung gemeinsamer

+

Berufungsvorschläge zur Besetzung einer Professur gilt § 38 Absatz 4

+

entsprechend.

+

(2) Zur Sicherstellung eines ausreichenden Angebots

+

vereinbaren die Hochschulen mit dem Ministerium im Rahmen der Hochschulverträge

+

gemäß § 6 Absatz 3 mittelbar und unmittelbar der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

+

dienende Studienkapazitäten einschließlich der Organisation des

+

Praxissemesters.

+

(3) Die Hochschulen können innerhalb der Regelungen des

+

Lehrerausbildungsgesetzes und einer nach Absatz 2 getroffenen Vereinbarung

+

Vorgaben für die Fächerkombinationen durch Ordnung regeln; § 80 Absatz 4 findet

+

Anwendung.

+

Kapitel 3

+

Hochschulmedizin

+

§ 31 (Fn 27) Fachbereich Medizin

+

§ 31

+

(Fn

+

27

+

)

+

Fachbereich Medizin

+

(1) Der Fachbereich Medizin wirkt im Rahmen seiner Aufgaben eng

+

mit dem Universitätsklinikum zusammen. Entscheidungen in Berufungsverfahren und

+

in anderen Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium erfolgen im

+

Einvernehmen mit dem Universitätsklinikum, soweit die Krankenversorgung und das

+

öffentliche Gesundheitswesen betroffen sind. Das Einvernehmen in

+

Berufungsverfahren darf nur verweigert werden, wenn begründete Zweifel an der

+

Eignung der oder des Vorgeschlagenen für die im Universitätsklinikum zu

+

erfüllenden Aufgaben bestehen.

+

(2) Der Fachbereich wird durch ein Dekanat geleitet, dem

+

eine Dekanin oder ein Dekan, eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer

+

sowie eine durch die Fachbereichsordnung bestimmte Anzahl an Prodekaninnen oder

+

Prodekanen angehören. Das Universitätsklinikum schafft hierfür die personellen

+

Voraussetzungen im nichtwissenschaftlichen Bereich. Der Dekan ist insoweit

+

Fachvorgesetzter des Personals. Dem Dekanat obliegen alle Angelegenheiten und

+

Entscheidungen des Fachbereichs, für die in diesem Gesetz oder der nach § 31a

+

zu erlassenden Rechtverordnung nicht ausdrücklich eine andere Zuständigkeit

+

festgelegt ist. Mitglieder des Dekanats sind auch die Ärztliche Direktorin oder

+

der Ärztliche Direktor und die Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische

+

Direktor des Universitätsklinikums mit beratender Stimme; ist die Ärztliche

+

Direktorin oder der Ärztliche Direktor Mitglied der Universität, so ist sie

+

oder er stimmberechtigtes Mitglied des Dekanats. Die Dekanin oder der Dekan ist

+

Vorsitzende oder Vorsitzender des Fachbereichsrats. Die Dekanin oder der Dekan

+

soll hauptberuflich tätig sein. Bei Stimmengleichheit im Dekanat gibt ihre oder

+

seine Stimme den Ausschlag. Zur Geschäftsführerin oder zum Geschäftsführer kann

+

auf Vorschlag der Dekanin oder des Dekans für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt

+

werden, wer die Voraussetzungen nach § 17 Absatz 2 Satz 1 erfüllt.

+

(3) Der Fachbereichsrat des Fachbereichs Medizin ist für die

+

nachfolgend aufgeführten Angelegenheiten zuständig:

+

1. Zustimmung zur Stellungnahme des Dekanats zur

+

Kooperationsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum,

+

2. Beschlussfassung über die Fachbereichsordnung und die

+

sonstigen Ordnungen für den Fachbereich sowie über den Beitrag zum Lagebericht

+

des Universitätsklinikums,

+

3. Beschlussfassung in den dem Fachbereich obliegenden Angelegenheiten

+

nach § 38,

+

4. Stellungnahme zum Entwicklungsplan des Fachbereichs sowie

+

zu den Grundsätzen für die Verteilung und Verwendung der Mittel des Landes

+

einschließlich der Kriterien für die leistungsbezogene Mittelverteilung,

+

5. Empfehlungen und Stellungnahmen in sonstigen

+

Angelegenheiten des Fachbereichs Medizin von grundsätzlicher Bedeutung.

+

Die Ärztliche Direktorin oder der Ärztliche Direktor und die

+

Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische Direktor des

+

Universitätsklinikums nehmen an den Sitzungen des Fachbereichsrats mit

+

beratender Stimme teil. Die Pflegedirektorin oder der Pflegedirektor des

+

Universitätsklinikums soll bei der Beratung von Gegenständen der Pflege mit

+

beratender Stimme hinzugezogen werden.

+

(4) Der Fachbereich Medizin der Universität Bochum bildet

+

zusammen mit den zentralen Dienstleistungseinrichtungen und den technischen

+

Betrieben die Medizinischen Einrichtungen der Universität Bochum; sie dienen

+

der Forschung und Lehre sowie der Krankenversorgung und besonderen Aufgaben des

+

öffentlichen Gesundheitswesens. Die Medizinischen Einrichtungen sind eine

+

besondere Betriebseinheit der Universität und haben eine einheitliche Personal-

+

und Wirtschaftsverwaltung. Sie werden von den Organen des Fachbereichs Medizin

+

nach Maßgabe der §§ 27 und 28 geleitet. Die in den Medizinischen Einrichtungen

+

tätigen Bediensteten sind Mitglieder des Fachbereichs Medizin nach Maßgabe des

+

§ 26 Absatz 4. Die Zulässigkeit der Bildung einer gemeinsamen Einheit nach § 77

+

Absatz 2 bleibt unberührt. Zur Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre

+

wirken auf Grundlage einer öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung der

+

Fachbereich Medizin und besonders qualifizierte Krankenhäuser zusammen, die zum

+

Universitätsklinikum der Universität Bochum zusammengefasst sind. Die nach der

+

Kooperationsvereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur bei dem

+

jeweiligen Kooperationspartner nachgefragt werden.

+

(5) Zur Erfüllung der Aufgaben in Forschung und Lehre wirken

+

auf Grundlage einer öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung der

+

Fachbereich Medizin und besonders qualifizierte Krankenhäuser zusammen, die zum

+

Universitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe der Universität Bielefeld

+

zusammengefasst sind. Absatz 4 Satz 7 gilt entsprechend. Für den Fachbereich

+

Medizin gelten die §§ 26 bis 28.

+

Die Universität Bielefeld kann nach Maßgabe des § 9 Absatz 2 einer außerhalb

+

der Universität tätigen Person auch in der Weise die mitgliedschaftliche

+

Rechtsstellung einer Professorin oder eines Professors einräumen, dass diese

+

Person an Wahlen nicht teilnimmt.

+

(6) Die Zulassung für den neu geschaffenen Modellstudiengang

+

Humanmedizin an der Universität Bielefeld erfolgt jeweils nur zum

+

Wintersemester. Die jährliche Zulassungszahl für das Wintersemester 2023/2024

+

und für das Wintersemester 2024/2025 wird auf 60 festgesetzt. Die jährliche

+

Zulassungszahl für das Wintersemester 2025/2026 wird auf 120 festgesetzt. Die

+

Landesregierung legt dem Landtag zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember

+

2025 jeweils einen Bericht zur Entwicklung des Studiengangs unter

+

Berücksichtigung der dann aktuellen Ausbildungskapazitäten und eines möglichen

+

Aufwuchses der Studienplatzkapazitäten für die folgenden Wintersemester vor.

+

§ 31a (Fn 28) Universitätsklinikum

+

§ 31a

+

(Fn

+

28

+

)

+

Universitätsklinikum

+

(1) Das Universitätsklinikum wirkt mit dem Fachbereich

+

Medizin zur Erfüllung seiner Aufgaben in Forschung und Lehre zusammen. Es ist

+

in der Krankenversorgung einschließlich der Hochleistungsmedizin und im

+

öffentlichen Gesundheitswesen tätig. Es gewährleistet die Verbindung der

+

Krankenversorgung mit Forschung und Lehre. Es fördert die ärztliche Fort- und

+

Weiterbildung und die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals. Es stellt

+

sicher, dass die Mitglieder der Universität die ihnen durch Artikel 5 Absatz 3

+

Satz 1 des Grundgesetzes und durch das Hochschulgesetz verbürgten Rechte

+

wahrnehmen können.

+

(1a) Jedes Universitätsklinikum schließt mit der Universität

+

am jeweiligen Standort eine öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung, in

+

der das Nähere über das Zusammenwirken geregelt wird. Das Universitätsklinikum

+

darf die nach der Kooperationsvereinbarung durch die Universität zu

+

erbringenden Tätigkeiten nur bei dieser nachfragen; die Universität darf die

+

nach der Kooperationsvereinbarung durch das Universitätsklinikum zu erbringenden

+

Tätigkeiten nur bei diesem nachfragen.

+

(2) Die Universitätskliniken sind Anstalten des öffentlichen

+

Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit. Das Nähere regelt das Ministerium

+

durch Rechtsverordnung. Durch die Rechtsverordnung können die Universitätskliniken

+

auch in anderer Rechtsform errichtet oder in eine andere Rechtsform umgewandelt

+

werden. Die Rechtsverordnung bedarf des Einvernehmens mit dem für Finanzen

+

zuständigen Ministerium und dem für Inneres zuständigen Ministerium und der

+

Zustimmung des für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ausschusses des

+

Landtags.

+

(2a) Die Universitätskliniken gründen den Arbeitgeberverband

+

der Universitätskliniken Nordrhein-Westfalen in einer geeigneten Rechtsform des

+

privaten Rechts. Erklärungen dieses Verbands hinsichtlich des Abschlusses eines

+

Tarifvertrages bedürfen der Zustimmung des Ministeriums, die des Einvernehmens

+

des für Finanzen und des für Gesundheit zuständigen Ministeriums bedarf. Für

+

die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden der Universitätskliniken

+

finden bis zum Abschluss entsprechend neuer Tarifverträge durch diesen Verband

+

die für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Auszubildenden des Landes geltenden

+

Tarifverträge Anwendung.

+

(3) Organe des Universitätsklinikums sind der Aufsichtsrat

+

und der Vorstand. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand, überwacht dessen

+

Geschäftsführung und entscheidet nach Maßgabe der Rechtsverordnung nach Absatz

+

2 Satz 2. Der Vorstand leitet das Universitätsklinikum.

+

(4) Dem Aufsichtsrat gehören an:

+

1. je eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministeriums,

+

des für Finanzen zuständigen Ministeriums und des für Gesundheit zuständigen

+

Ministeriums,

+

2. die Rektorin oder der Rektor und die Kanzlerin oder der

+

Kanzler der Universität,

+

3. zwei externe Sachverständige aus dem Bereich der

+

Wirtschaft,

+

4. zwei externe Sachverständige aus dem Bereich der

+

medizinischen Wissenschaft,

+

5. eine Professorin oder ein Professor aus dem Fachbereich

+

Medizin, die Leiterin oder der Leiter einer klinischen oder medizinisch-theoretischen

+

Abteilung ist,

+

6. eine Vertreterin oder ein Vertreter des

+

wissenschaftlichen Personals,

+

7. eine Vertreterin oder ein Vertreter des Personals des

+

Universit��tsklinikums,

+

8. die Gleichstellungsbeauftragte mit beratender Stimme.

+

Ist eine gemeinsame Einrichtung nach § 77 Absatz 2 gebildet,

+

gehören dem Aufsichtsrat auch Vertreterinnen oder Vertreter nach Nummer 2 der

+

jeweils anderen Universität an. In diesem Fall bleibt es bei insgesamt zwei

+

Stimmen für diese Vertreterinnen oder Vertreter; der Kooperationsvertrag nach §

+

77 Absatz 2 legt fest, wie diese Stimmen ausgeübt werden.

+

(5) Dem Vorstand gehören an:

+

1. die Ärztliche Direktorin oder der Ärztliche Direktor,

+

2. die Kaufmännische Direktorin oder der Kaufmännische

+

Direktor,

+

3. die Dekanin oder der Dekan des Fachbereichs Medizin und

+

4. die Pflegedirektorin oder der Pflegedirektor.

+

Die Satzung kann vorsehen, dass die Stellvertretende

+

Ärztliche Direktorin oder der Stellvertretende Ärztliche Direktor als

+

stimmberechtigtes Mitglied dem Vorstand angehört.

+

(6) In der Rechtsverordnung sind insbesondere Regelungen zu

+

treffen über

+

1. Aufgaben und Bestellung der Organe,

+

2. die Wirtschaftsführung nach kaufmännischen Grundsätzen,

+

3. die Rechtsnachfolge und den Vermögensübergang im Falle

+

einer Umwandlung in eine andere Rechtsform nach Absatz 2 Satz 3,

+

4. die Dienstherrenfähigkeit, soweit die

+

Universitätskliniken in öffentlich-rechtlicher Rechtform betrieben werden, und

+

die Rechtsverhältnisse der Beschäftigten,

+

5. die Grundzüge des Zusammenwirkens zwischen dem Universitätsklinikum

+

und der Universität.

+

§ 31b (Fn 51) Finanzierung

+

§ 31b

+

(Fn

+

51

+

)

+

Finanzierung

+

(1) Das Land stellt der Universität für Forschung und Lehre

+

im Fachbereich Medizin einen gesonderten Zuschuss für den laufenden Betrieb zur

+

Verfügung. Das Universitätsklinikum erhält für Investitionen einschließlich der

+

Bauunterhaltung und des Erwerbs der benötigten Liegenschaften sowie für

+

betriebsnotwendige Kosten Zuschüsse nach Maßgabe des Landeshaushaltes; diese

+

können auch zur Finanzierung von Entgelten für die Nutzung von Grundstücken,

+

Räumen und Anlagegütern eingesetzt werden, soweit dies einer wirtschaftlichen

+

Betriebsführung entspricht und der mit der Zuschussgewährung verfolgte Zweck

+

nicht beeinträchtigt wird. Die haushaltsrechtliche Behandlung der Zuschüsse an

+

das Universitätsklinikum richtet sich ausschließlich nach den auf Grund dieses

+

Gesetzes erlassenen Vorschriften. § 6 Absatz 2 findet Anwendung; das

+

Ministerium beteiligt das für Gesundheit zuständige Ministerium bei der

+

Verhandlung über den Abschluss von Hochschulverträgen, wenn und soweit es um

+

Vereinbarungen zur medizinischen Ausbildung mit Bezug zu dem Versorgungsbedarf

+

der Bevölkerung geht.

+

(2) Über die Verwendung des Zuschusses für Forschung und Lehre

+

entscheidet der Fachbereich Medizin im Rahmen der Festlegungen des

+

Hochschulentwicklungsplanes; § 19 Absatz 2 gilt entsprechend.

+

§ 32  (Fn 10) Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

+

§ 32

+

(Fn

+

10

+

)

+

Medizinische Einrichtungen außerhalb der Hochschule

+

(1) Geeignete medizinische Einrichtungen außerhalb der

+

Hochschule können nach Maßgabe vertraglicher Vereinbarungen mit deren Trägern

+

für Zwecke der Forschung und Lehre genutzt werden. Die Einzelheiten über die

+

mit der Nutzung zusammenhängenden personellen und sächlichen Folgen sind in der

+

Vereinbarung zu bestimmen. § 31a Absatz 1a gilt für Vereinbarungen mit anderen

+

juristischen Personen des öffentlichen Rechts entsprechend.

+

(2) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Ministeriums

+

einer Einrichtung nach Absatz 1 das Recht verleihen, sich als

+

Hochschuleinrichtung zu bezeichnen, wenn sie den an eine Hochschuleinrichtung

+

zu stellenden Anforderungen in Forschung und Lehre genügt. Dient eine

+

Einrichtung außerhalb der Hochschule der praktischen Ausbildung nach Maßgabe

+

der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte, so kann ihr die Hochschule

+

eine geeignete Bezeichnung, im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung

+

„Akademisches Lehrkrankenhaus“, verleihen. Dient eine Einrichtung außerhalb der

+

Hochschule der praktischen Ausbildung in anderen Gesundheitsbereichen, so kann

+

ihr die Hochschule mit Zustimmung des Ministeriums eine geeignete Bezeichnung,

+

im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches Lehrkrankenhaus“

+

nebst Nennung der spezifischen fachlichen Ausrichtung, verleihen. § 29 Absatz 4

+

Satz 4 gilt für Satz 1 bis 3 entsprechend.

+

(3) Für die Organisation des Studiums in Einrichtungen nach

+

Absatz 1 ist eine Fachbereichskommission zu bilden, in der in einem

+

ausgeglichenen Verhältnis zu den übrigen Mitgliedern Hochschulmitglieder aus

+

diesen Einrichtungen vertreten sind. Vorsitzende oder Vorsitzender der

+

Kommission ist das nach § 26 Absatz 2 Satz 4 beauftragte Mitglied des

+

Fachbereichs. Satz 1 gilt außer für Einrichtungen im Sinne von Absatz 2 Satz 2

+

auch, wenn Prüfungskommissionen oder entsprechende Kommissionen für die

+

Promotion und Habilitation gebildet und Angehörige der Einrichtungen betroffen

+

sind.

+

Teil 4

+

Das

+

Hochschulpersonal

+

Kapitel 1

+

Allgemeine

+

dienstrechtliche Regelungen

+

§ 33 (Fn 10) Beamtinnen und Beamte der Hochschule

+

§ 33

+

(Fn

+

10

+

)

+

Beamtinnen und Beamte der Hochschule

+

(1) Auf das beamtete Hochschulpersonal finden die

+

Vorschriften des Landesbeamtengesetzes und dieses Gesetzes Anwendung.

+

(2) Die Rektorin oder der Rektor ernennt die Professorinnen

+

und Professoren, die Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die

+

wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Universitäten und Fachhochschulen sowie die Lehrkräfte für besondere Aufgaben.

+

Die Kanzlerin oder der Kanzler ernennt andere als die in Satz 1 genannten

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Oberste Dienstbehörde im Sinne des § 2 Absatz

+

1 Satz 1 Nummer 3 des Landesbeamtengesetzes ist der Hochschulrat, es sei denn,

+

das Ministerium behält sich die Ausübung der Befugnisse der obersten

+

Dienstbehörde ganz oder zum Teil jederzeit widerruflich vor; der Hochschulrat

+

kann seine Befugnisse jederzeit widerruflich ganz oder teilweise dem Rektorat

+

übertragen.

+

(3) Dienstvorgesetzte Stelle der hauptberuflichen

+

Rektoratsmitglieder ist die oder der Vorsitzende des Hochschulrats, es sei

+

denn, das Ministerium behält sich die Ausübung der Befugnisse der

+

dienstvorgesetzten Stelle ganz oder zum Teil jederzeit widerruflich vor.

+

Dienstvorgesetzte Stelle der Professorinnen und Professoren, der

+

Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, der Dekaninnen und der Dekane, der

+

wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Universitäten und Fachhochschulen, der Lehrkräfte für besondere Aufgaben, der

+

wissenschaftlichen Hilfskräfte und der Beamtinnen und Beamten gemäß § 78 Absatz

+

1 und 3 ist die Rektorin oder der Rektor. Dienstvorgesetzte Stelle anderer als

+

der in Satz 2 genannten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Kanzlerin oder

+

der Kanzler. Für die Beamtinnen und Beamte der Hochschulen trifft die dienstvorgesetzte

+

Stelle die beamtenrechtlichen Entscheidungen über die persönlichen

+

Angelegenheiten der ihr nachgeordneten Beamtinnen und Beamten. Die

+

dienstvorgesetzte Stelle im Sinne dieses Gesetzes ist die dienstvorgesetzte

+

Stelle im Sinne des § 2 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 des Landesbeamtengesetzes; ihr

+

stehen zudem die im Landesdisziplinargesetz bezeichneten Befugnisse der

+

dienstvorgesetzten Stelle zu.

+

(4) Beamtinnen und Beamte der Hochschulen dürfen

+

Einrichtungen und Angebote des Landes im gleichen Umfang und zu den gleichen

+

Bedingungen in Anspruch nehmen wie Beamtinnen und Beamte des Landes.

+

(5) Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung

+

zu regeln, in welchem Umfang hauptberufliches Personal im Rahmen seiner

+

Dienstaufgaben zur Lehrtätigkeit verpflichtet ist (individuelle

+

Lehrverpflichtung). In der Rechtsverordnung kann auch die Möglichkeit

+

vorgesehen werden, die Regellehrverpflichtung einer Gruppe von Professorinnen

+

und Professoren zusammenzufassen und nach Entscheidung der Dekanin oder des Dekans

+

abweichend von der Regellehrverpflichtung des einzelnen zu verteilen

+

(institutionelle Lehrverpflichtung).

+

§ 34 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

+

§ 34

+

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Hochschule

+

(1) Die Hochschulen gehören dem Arbeitgeberverband des

+

Landes an; dessen Beschlüsse sind den Personalräten in den Hochschulen in

+

geeigneter Form bekannt zu geben. Für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und

+

Auszubildenden der Hochschulen finden bis zum Abschluss entsprechend neuer

+

Tarifverträge durch diesen Verband die für die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer

+

und Auszubildenden des Landes geltenden Tarifverträge Anwendung.

+

(2) Die bei einer Hochschule in einem Beamten-, Arbeits-

+

oder Ausbildungsverhältnis zurückgelegten Zeiten werden bei einer

+

Neueinstellung in den Landesdienst so angerechnet, als ob sie beim Land

+

zurückgelegt worden wären. Die beim Land oder einer anderen Hochschule in einem

+

Beamten-, Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zurückgelegten Zeiten werden bei

+

einer Neueinstellung in den Dienst einer Hochschule so angerechnet, wie wenn

+

sie bei dieser Hochschule zurückgelegt worden wären.

+

(3) § 33 Absatz 4 und 5 gilt für die Arbeitnehmerinnen und

+

Arbeitnehmer der Hochschulen entsprechend.

+

(4) Betriebsbedingte Kündigungen von Arbeitnehmerinnen und

+

Arbeitnehmern der Hochschulen sind ausgeschlossen. Dies gilt nicht für

+

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die das Angebot

+

1. einer anderen Hochschule oder

+

2. einer anderen Landesdienststelle

+

auf eine vergleichbare Weiterbeschäftigung an demselben

+

Dienstort einschließlich seines Einzugsgebietes endgültig ablehnen. Zum Zweck

+

der Vermittlung von vergleichbaren Beschäftigungsmöglichkeiten wirken die

+

Hochschulen im Rahmen ihres Personalmanagements zusammen.

+

(5) Die Hochschule sichert die rechtlichen und tatsächlichen

+

Voraussetzungen, die für eine Beteiligungsvereinbarung mit der

+

Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für alle nach deren Satzung

+

versicherbaren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erforderlich sind. Die

+

Hochschule haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmerinnen und

+

Arbeitnehmer der Hochschule, die daraus folgen, dass eine

+

Beteiligungsvereinbarung zwischen der VBL und der Hochschule nicht zustande

+

kommt oder die Hochschule ihrer Sicherungsverpflichtung nach Satz 1 nicht

+

nachkommt. Der Umfang der Haftung ist höchstens auf die Höhe der Leistungen

+

beschränkt, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rahmen der

+

Pflichtversicherung gegenüber der VBL hätten, wenn die Beteiligungsvereinbarung

+

zwischen der Hochschule und der VBL zum 1. Januar 2007 wirksam werden würde.

+

Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend für den Zeitraum zwischen dem 31.

+

Dezember 2006 und dem Tag, der auf den Tag der rechtsgültigen Unterzeichnung

+

der Beteiligungsvereinbarung folgt.

+

(Fn

+

29

+

)

+

Kapitel 2

+

Hochschullehrerinnen

+

und Hochschullehrer

+

§ 35 (Fn 4) Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 35

+

(Fn

+

4

+

)

+

Dienstaufgaben der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

(1) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer nehmen die

+

ihrer Hochschule obliegenden Aufgaben in Forschung, Kunst, Lehre und

+

Weiterbildung nach näherer Ausgestaltung ihres Dienstverhältnisses in ihren

+

Fächern selbständig wahr und wirken an der Studienberatung mit. Zu ihren

+

hauptberuflichen Aufgaben gehört es auch, an der Verwaltung der Hochschule

+

mitzuwirken, Prüfungen abzunehmen und weitere Aufgaben ihrer Hochschule nach §

+

3 wahrzunehmen, im Bereich der Medizin auch durch Tätigkeiten in der

+

Krankenversorgung. Die Wahrnehmung von Aufgaben in Einrichtungen der

+

Wissenschaftsförderung, die überwiegend aus staatlichen Mitteln finanziert

+

werden, soll auf Antrag der Hochschullehrerin oder des Hochschullehrers zur

+

Dienstaufgabe erklärt werden, wenn es mit der Erfüllung ihrer oder seiner

+

übrigen Aufgaben vereinbar ist.

+

(2) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sind im

+

Rahmen der für ihr Dienstverhältnis geltenden Regelungen berechtigt und

+

verpflichtet, in ihren Fächern in allen Studiengängen und Studienabschnitten zu

+

lehren und Prüfungen abzunehmen. Zur Lehre zählen auch die Erfüllung des

+

Weiterbildungsauftrages und die Beteiligung an den in der Prüfungsordnung

+

vorgesehenen berufspraktischen Studienphasen. Die Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer sind im Rahmen der Sätze 1 und 2 verpflichtet, Entscheidungen

+

des Fachbereichs, die zur Sicherstellung und Abstimmung des Lehrangebots

+

gefasst werden, auszuführen. Mit Zustimmung des Fachbereichs können sie

+

Lehrveranstaltungen in ihren Fächern zu einem Anteil ihrer Lehrverpflichtungen

+

auch an einer anderen Hochschule des Landes abhalten und die entsprechenden Prüfungen

+

abnehmen.

+

(3) Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sind nach

+

Maßgabe der Ausgestaltung ihres Dienstverhältnisses und im Rahmen der Aufgaben

+

ihrer Hochschule nach § 3 Absatz 1 oder 2 berechtigt und verpflichtet, in ihren

+

Fächern zu forschen und die Forschungsergebnisse unbeschadet des § 4 öffentlich

+

zugänglich zu machen. Für die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen oder

+

für andere wissenschaftliche Veröffentlichungen dürfen Vergütungen angenommen

+

werden. Für die Kunstausübung gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

+

(4) Die Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten nehmen,

+

unbeschadet weiterer Dienstaufgaben nach dieser Vorschrift, überwiegend

+

Lehraufgaben wahr. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren haben neben und

+

im Rahmen ihrer Aufgaben nach Absatz 1 bis 3 die Aufgabe, sich durch die

+

selbstständige Wahrnehmung der ihrer Universität obliegenden Aufgaben in

+

Forschung, Kunst, Lehre und Weiterbildung für die Berufung auf eine Professur

+

an einer Universität zu qualifizieren. Dies ist bei der Ausgestaltung ihres

+

Dienstverhältnisses und der Funktionsbeschreibung ihrer Stelle zu

+

gewährleisten.

+

(5) Art und Umfang der Aufgaben einer Hochschullehrerin oder

+

eines Hochschullehrers bestimmen sich unbeschadet einer Rechtsverordnung gemäß

+

§ 33 Absatz 5 nach der Regelung, die die zuständige Stelle bei der Ernennung

+

schriftlich getroffen hat. Die Aufgabenbestimmung steht unter dem Vorbehalt

+

einer Überprüfung in angemessenen Abständen.

+

§ 36 (Fn 10) Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 36

+

(Fn

+

10

+

)

+

Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

(1) Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und

+

Hochschullehrer sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen:

+

1. Abgeschlossenes Hochschulstudium;

+

2. pädagogische Eignung, die durch eine entsprechende

+

Vorbildung nachgewiesen oder ausnahmsweise im Berufungsverfahren festgestellt

+

wird; § 122 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes bleibt unberührt;

+

3. besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in

+

der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird;

+

4. für Professorinnen und Professoren sowie für

+

Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten an Universitäten darüber hinaus

+

zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die ausschließlich und umfassend im

+

Berufungsverfahren bewertet werden; diese Leistungen werden im Rahmen einer

+

Juniorprofessur, einer Habilitation oder einer Tätigkeit als wissenschaftliche

+

Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule oder

+

einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder im Rahmen einer

+

wissenschaftlichen Tätigkeit in Wirtschaft, Verwaltung oder in einem anderen

+

gesellschaftlichen Bereich im In- oder Ausland erbracht; Halbsatz 2 gilt nur

+

bei der Berufung in ein erstes Professorenamt;

+

5. für Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen

+

darüber hinaus besondere Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung

+

wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, die während einer fünfjährigen

+

berufspraktischen Tätigkeit, von denen mindestens drei Jahre außerhalb des

+

Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen, auf einem Gebiet erbracht

+

wurden, das ihren Fächern entspricht; soweit es in besonderen Ausnahmefällen

+

der Eigenart des Faches und den Anforderungen der Stelle entspricht, können an

+

die Stelle dieser Voraussetzungen zusätzliche wissenschaftliche Leistungen

+

gemäß Nummer 4 treten;

+

6. für Professorinnen und Professoren mit ärztlichen oder

+

zahnärztlichen Aufgaben darüber hinaus die Anerkennung als Gebietsärztin oder

+

Gebietsarzt oder Gebietszahnärztin oder Gebietszahnarzt, soweit für das

+

betreffende Fachgebiet nach den gesetzlichen Vorschriften eine entsprechende

+

Weiterbildung vorgesehen ist; Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sollen

+

die Vorbildungen nach Halbsatz 1 nachweisen.

+

(2) In künstlerischen Fächern kann abweichend von Absatz 1

+

Nummer 3 bis 5 als Professorin oder Professor eingestellt werden, wer eine

+

besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit und zusätzliche künstlerische

+

Leistungen nachweist. Der Nachweis der zusätzlichen künstlerischen Leistungen

+

wird in der Regel durch besondere Leistungen während einer fünfjährigen

+

künstlerischen Tätigkeit erbracht, von der mindestens drei Jahre außerhalb des

+

Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen.

+

(3) Soweit es der Eigenart des Faches und den Anforderungen

+

der Stelle entspricht, kann abweichend von Absatz 1 Nummer 1, 3 bis 5 auch

+

eingestellt werden, wer hervorragende fachbezogene Leistungen in der Praxis

+

nachweist.

+

(4) Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die am 1. April 2000 bereits

+

Professorinnen oder Professoren an einer Fachhochschule des Landes waren,

+

gelten die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nummer 3 und Nummer 5 Halbsatz 1 als

+

erfüllt.

+

§ 37 (Fn 10) Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

+

§ 37

+

(Fn

+

10

+

)

+

Berufung von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern

+

(1) Die Rektorin oder der Rektor beruft die

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer auf Vorschlag des Fachbereichs. Sie

+

oder er kann eine Professorin oder einen Professor abweichend von der

+

Reihenfolge des Vorschlages des Fachbereichs berufen oder einen neuen Vorschlag

+

anfordern. Ohne Vorschlag des Fachbereichs kann sie oder er eine Professorin

+

oder einen Professor berufen, wenn der Fachbereich acht Monate nach

+

Einrichtung, Zuweisung oder Freiwerden der Stelle, bei Freiwerden durch

+

Erreichen der Altersgrenze drei Monate nach dem Freiwerden der Stelle, keinen

+

Vorschlag vorgelegt hat, wenn er der Aufforderung zur Vorlage eines neuen

+

Vorschlages bis zum Ablauf von sechs Monaten nicht nachgekommen ist oder wenn

+

in dem neuen Vorschlag keine geeigneten Personen benannt sind, deren

+

Qualifikation den Anforderungen der Stelle entspricht. In den Fällen der Sätze

+

2 und 3 ist der Fachbereich zu hören.

+

(2) Bei der Berufung auf eine Professur können

+

Juniorprofessorinnen oder Juniorprofessoren der eigenen Hochschule in der Regel

+

nur berücksichtigt werden, wenn sie nach ihrer Promotion die Hochschule

+

gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der berufenden Hochschule

+

wissenschaftlich tätig waren. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeiter der eigenen Hochschule und das in § 78 Absatz 3 genannte Personal

+

der eigenen Hochschule können nur in begründeten Ausnahmefällen und wenn

+

zusätzlich die Voraussetzungen des Satzes 1 vorliegen, berücksichtigt werden,

+

es sei denn, das Gebot der Bestenauslese nach Artikel 33 Absatz 2 des

+

Grundgesetzes gebietet die Berufung des Mitglieds der Hochschule.

+

(3) Bei einer Berufung dürfen Zusagen über die Ausstattung

+

des vorgesehenen Aufgabenbereiches nur befristet im Rahmen bereiter

+

Haushaltsmittel erteilt werden. Zusagen über personelle und sächliche Mittel,

+

die über die Grundausstattung für Forschung und Lehre hinausgehen, können mit

+

der Verpflichtung verbunden werden, dass die Professorin oder der Professor für

+

eine angemessene, im Einzelnen zu bestimmende Zeit an der Hochschule verbleiben

+

wird. Für den Fall eines von der Professorin oder dem Professor zu vertretenden

+

vorzeitigen Ausscheidens aus der Hochschule kann eine vollständige oder

+

teilweise Erstattung der Mittel nach Satz 1 vereinbart werden. Die Erstattung setzt

+

voraus, dass nach dem Ausscheiden der Professorin oder des Professors eine

+

anderweitige Nutzung oder Verwertung dieser Mittel nicht oder nur mit

+

wirtschaftlichem Verlust möglich ist.

+

§ 37a Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufungvon Professorinnen und Professoren

+

§ 37a

+

Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufung

+

von Professorinnen und Professoren

+

(1) Das Rektorat setzt für die in den Fachbereichen

+

vertretenen Fächergruppen im Einvernehmen mit der Dekanin oder dem Dekan eine

+

Gleichstellungsquote für in der Regel drei Jahre fest; der Beschluss ist im

+

Verkündungsblatt zu veröffentlichen. Die Gleichstellungsquote bildet das

+

Verhältnis zwischen den Frauen und Männern ab, die in der jeweiligen

+

Fächergruppe innerhalb einer Ausgangsgesamtheit die Einstellungsvoraussetzungen

+

für Professorinnen und Professoren erfüllen. Bei der Festsetzung der

+

Gleichstellungsquote bestimmt das Rektorat die Ausgangsgesamtheit, innerhalb

+

derer das Verhältnis nach Satz 2 ermittelt werden soll, nach sachgerechten, an

+

dem Ziel der Gewährleistung der Chancengerechtigkeit orientierten Kriterien.

+

(2) Die Hochschule strebt an, in den Fächergruppen ein

+

Verhältnis zwischen Professorinnen und Professoren zu erreichen, welches der

+

Gleichstellungsquote nach Absatz 1 entspricht. Dies gilt insbesondere

+

hinsichtlich der Ausgestaltung des Verfahrens zur Vorbereitung der

+

Berufungsvorschläge, der Beschlussfassungen der Berufungskommissionen und des

+

Fachbereichsrats über den Berufungsvorschlag sowie hinsichtlich der Berufungen

+

durch die Rektorin oder den Rektor. Satz 1 findet keine Anwendung, soweit in

+

der Hochschule in einem Fach oder einer Fächergruppe der Anteil der

+

Professorinnen im Verhältnis zu dem Anteil der Professoren überwiegt.

+

(3) Die Hochschule wirkt darauf hin, dass innerhalb der

+

Mitglieder der Gruppen nach § 11 Absatz 1, insbesondere innerhalb der Gruppe

+

der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, das Verhältnis zwischen Frauen

+

und Männern angemessen ist.

+

(4) Das Nähere, insbesondere hinsichtlich der Festsetzung

+

der Gleichstellungsquote und der Bildung der Fächergruppen, regelt mit Ausnahme

+

des Verfahrens der Berufung durch die Rektorin oder den Rektor die

+

Berufungsordnung.

+

§ 38 (Fn 5) Berufungsverfahren

+

§ 38

+

(Fn

+

5

+

)

+

Berufungsverfahren

+

(1) Die Stellen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

sind vom Rektorat auf Vorschlag des Fachbereichs öffentlich auszuschreiben. Die

+

Ausschreibung muss Art und Umfang der zu erfüllenden Aufgaben angeben. Von der

+

Ausschreibung einer Professur kann in den folgenden Fällen ausnahmsweise

+

abgesehen werden:

+

1. wenn eine Professorin oder ein Professor in einem

+

Beamtenverhältnis auf Zeit oder einem befristeten Beschäftigungsverhältnis auf

+

eine Professur in einem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder einem

+

unbefristeten Beschäftigungsverhältnis berufen werden soll,

+

2. wenn durch das Angebot dieser Stelle die Abwanderung

+

einer Professorin oder eines Professors verhindert werden kann; dies setzt

+

voraus, dass ein mindestens gleichwertiger Ruf einer anderen Hochschule

+

vorliegt,

+

3. wenn für die Besetzung einer mit der Besoldungsgruppe W3

+

bewerteten Professur eine in besonders herausragender Weise qualifizierte

+

Persönlichkeit zur Verfügung steht, deren Gewinnung im Hinblick auf die

+

Stärkung der Qualität und Profilbildung im besonderen Interesse der Hochschule

+

liegt,

+

4. wenn eine Nachwuchswissenschaftlerin oder ein

+

Nachwuchswissenschaftler, bei der oder dem die Einstellungsvoraussetzungen

+

einer Juniorprofessorin oder eines Juniorprofessors nach § 36 vorliegen und die

+

oder der in besonderer Weise fachlich sowohl qualifiziert als auch mit der

+

berufungswilligen Universität verbunden ist, auf eine Professur in einem

+

Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder einem unbefristeten

+

Beschäftigungsverhältnis berufen werden soll; dabei muss die

+

Nachwuchswissenschaftlerin oder der Nachwuchswissenschaftler ihre oder seine

+

Funktion nach externer Begutachtung, welche dem Berufungsverfahren auf eine

+

Juniorprofessor gleichwertig ist, erhalten haben, oder

+

5. wenn die Professur, auf die berufen werden soll, aus

+

einem hochschulübergreifenden Förderprogramm finanziert wird, dessen

+

Vergabebestimmungen eine Ausschreibung und ein Auswahlverfahren mit externer

+

Begutachtung vorsehen, welches einem Berufungsverfahren auf eine Professur

+

gleichwertig ist.

+

Die Entscheidung über den Verzicht auf die Ausschreibung nach

+

Satz 3 trifft das Rektorat auf Vorschlag des Fachbereichs und nach Anhörung der

+

Gleichstellungsbeauftragten; im Fall von Satz 3 Nummer 3 bedarf die

+

Entscheidung zusätzlich des Einvernehmens des Hochschulrats. In den Fällen der

+

Wiederbesetzung entscheidet das Rektorat nach Anhörung der betroffenen

+

Fachbereiche, ob die Aufgabenumschreibung der Stelle geändert, die Stelle einem

+

anderen Fachbereich zugewiesen oder nicht wieder besetzt werden soll.

+

(2) Der Fachbereich hat der Rektorin oder dem Rektor seinen

+

Berufungsvorschlag zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens innerhalb der in

+

§ 37 Absatz 1 Satz 3 genannten Fristen, vorzulegen. Wird eine Stelle frei, weil

+

die Inhaberin oder der Inhaber die Altersgrenze erreicht, soll der

+

Berufungsvorschlag spätestens sechs Monate vor diesem Zeitpunkt vorgelegt

+

werden.

+

(3) Der Berufungsvorschlag zur Besetzung einer Professur

+

soll drei Einzelvorschläge in bestimmter Reihenfolge enthalten und muss diese

+

insbesondere im Hinblick auf die von der Stelleninhaberin oder dem

+

Stelleninhaber zu erfüllenden Lehr- und Forschungsaufgaben ausreichend

+

begründen. Dem Berufungsvorschlag sollen zwei vergleichende Gutachten

+

auswärtiger Professorinnen oder Professoren beigefügt werden.

+

(4) Das Verfahren zur Vorbereitung der Berufungsvorschläge

+

zur Besetzung einer Professur einschließlich der Hinzuziehung auswärtiger

+

Sachverständiger sowie das Verfahren zur Berufung der Juniorprofessorinnen und

+

Juniorprofessoren regelt die vom Senat zu erlassende Berufungsordnung; die

+

Schwerbehindertenvertretung ist zu beteiligen. Die Berufungsordnung soll

+

hierbei zur Qualitätssicherung nach Satz 1 insbesondere Regelungen über

+

Verfahrensfristen, über die Art und Weise der Ausschreibung, über die Funktion

+

der oder des Berufungsbeauftragten, über die Zusammensetzung der

+

Berufungskommissionen einschließlich auswärtiger Gutachterinnen und Gutachter,

+

über die Entscheidungskriterien einschließlich der Leistungsbewertung in den

+

Bereichen Lehre und Forschung sowie über den vertraulichen Umgang mit

+

Bewerbungsunterlagen treffen. Der Berufungskommission sollen möglichst

+

auswärtige Mitglieder angehören. Die Rektorin oder der Rektor kann der

+

Berufungskommission Vorschläge unterbreiten. Die Berufung von

+

Nichtbewerberinnen und -bewerbern ist zulässig.

+

(5) Die Bewerberin oder der Bewerber hat kein Recht auf

+

Einsicht in die Akten des Berufungsverfahrens, soweit sie Gutachten über die

+

fachliche Eignung enthalten oder wiedergeben.

+

§ 38a (Fn 23) Tenure Track

+

§ 38a

+

(Fn

+

23

+

)

+

Tenure Track

+

(1) Die Universitäten können in begründeten Fällen

+

Juniorprofessuren so ausgestalten, dass schon bei der Besetzung dieser Stelle

+

die Berufung auf eine Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder auf

+

eine Professur in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis unter der

+

Voraussetzung zugesagt wird, dass vorab festzulegende Qualitäts- und

+

Leistungsanforderungen während der Juniorprofessur erfüllt werden (Tenure

+

Track); in diesem Fall muss zuvor eine Ausschreibung nach Absatz 2 erfolgt

+

sein. Die Entscheidung über die Ausgestaltung nach Satz 1 trifft das Rektorat

+

auf Vorschlag des Fachbereichs und nach Anhörung der

+

Gleichstellungsbeauftragten. Im Fall der Tenure-Track-Zusage wird von der

+

Ausschreibung der unbefristeten Professur abgesehen. Einer Juniorprofessorin

+

oder einem Juniorprofessor kann in begründeten Fällen ein Tenure Track auch

+

ohne Ausschreibung nach Absatz 2 zugesagt werden, wenn bei Vorliegen eines

+

mindestens gleichwertigen Rufs einer anderen Universität auf eine

+

Juniorprofessur mit Tenure Track durch dieses Angebot eines Tenure Tracks ihre

+

oder seine Abwanderung verhindert werden kann; die Sätze 2 und 3 gelten

+

entsprechend.

+

(2) Eine Juniorprofessur kann mit der Maßgabe ausgeschrieben

+

werden, dass im Anschluss an die Juniorprofessur die Berufung auf eine

+

Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder auf eine Professur in einem

+

unbefristeten Beschäftigungsverhältnis erfolgen wird, wenn die bei der

+

Besetzung der Juniorprofessur festgelegten Leistungen erbracht werden und die

+

sonstigen Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur vorliegen.

+

(3) In einem Evaluierungsverfahren, das die Grundlage für

+

die Berufung auf die Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder in

+

einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis bildet, wird überprüft, ob die bei

+

der Besetzung der Juniorprofessur festgelegten Leistungen erbracht wurden. Das

+

Nähere zu Grundsätzen, Strukturen und Verfahren einschließlich der Hinzuziehung

+

auswärtiger Sachverständiger regelt die Berufungsordnung; § 38 Absatz 4 Satz 2

+

bis 4 gilt entsprechend. Die Berufungsordnung kann regeln, dass das

+

Evaluierungsverfahren nach Satz 1 und das Berufungsverfahren, welches zudem

+

angemessen vereinfacht werden kann, in einem Verfahren zusammengeführt werden

+

können. Für das Evaluierungsverfahren und das zusammengeführte Verfahren nach

+

Satz 3 gilt § 38 Absatz 5 entsprechend.

+

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für Professuren im

+

Beamtenverhältnis auf Zeit oder in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis

+

entsprechend. Die Universität kann eine Zwischenevaluierung der in dieser

+

Professur erbrachten Leistungen vorsehen.

+

(5) Die Universitäten können in begründeten Fällen die

+

Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher

+

Mitarbeiter so ausgestalten, dass bei der Besetzung dieser Stelle oder dieser

+

Beschäftigungsposition die Zusage eines Tenure Track erfolgt. In diesem Fall

+

muss die wissenschaftliche Mitarbeiterin oder der wissenschaftliche Mitarbeiter

+

ihre oder seine Funktion in der Regel nach externer Begutachtung, welche dem

+

Berufungsverfahren auf eine Juniorprofessur gleichwertig ist, erhalten haben.

+

Absatz 1 Satz 2 bis 4, Absatz 3, Absatz 4 Satz 2 und Absatz 6 Satz 1 gelten

+

entsprechend.

+

(6) Die Universitäten können in begründeten Fällen einer

+

Nachwuchswissenschaftlerin

+

oder einem Nachwuchswissenschaftler,

+

die oder den sie nicht als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter

+

beschäftigt und die oder der eine Funktion innehat, welche aus einem

+

hochschulübergreifenden Förderprogramm finanziert wird, dessen

+

Vergabebestimmungen eine Ausschreibung und ein Auswahlverfahren mit externer

+

Begutachtung vorsehen, das einem Berufungsverfahren auf eine Juniorprofessur

+

gleichwertig ist, einen Tenure Track zusagen. Absatz 1 Satz 2 und 3, Absatz 3

+

und Absatz 4 Satz 2 gelten entsprechend.

+

(7) Die Universität entwickelt ein in der Berufungsordnung

+

festzulegendes Qualitätssicherungskonzept, welches die Bestenauslese in den

+

Fällen der Absätze 1 bis 6 ebenso absichert wie ein Ausschreibungsverfahren;

+

das Ministerium kann sich vorbehalten, dass die Universität dieses Konzept und

+

seine Weiterentwicklung mit ihm abstimmt.

+

(8) § 37a gilt entsprechend.

+

§ 39 (Fn 6) Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

§ 39

+

(Fn

+

6

+

)

+

Dienstrechtliche Stellung der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

(1) Professorinnen und Professoren können, Professorinnen

+

und Professoren, die auch in der Krankenversorgung tätig sind, sollen in einem

+

privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden. In diesem Falle gelten §

+

121 Absatz 2, § 122 Absatz 2 und 3, § 123 Absatz 1 Satz 1 bis 3, Absatz 2 bis 4

+

sowie § 125 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über den

+

Sonderurlaub entsprechend.

+

(2) Die Hochschule kann übergangsweise bis zur Besetzung der

+

Stelle für eine Professorin oder einen Professor eine Vertreterin oder einen

+

Vertreter, die oder der die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder

+

eines Professors nach § 36 erfüllt, mit der Wahrnehmung der Aufgaben aus der

+

Stelle beauftragen. Die Professurvertretung ist ein öffentlich-rechtliches

+

Rechtsverhältnis eigener Art; sie begründet kein Dienstverhältnis.

+

(3) Professorinnen und Professoren können im Zusammenhang

+

mit dem Hauptamt stehende Lehrtätigkeiten im Bereich der Weiterbildung als

+

Tätigkeit im Nebenamt übertragen werden, wenn die entsprechende Lehrtätigkeit

+

der Professorin oder des Professors nicht auf ihre oder seine Lehrverpflichtung

+

angerechnet wird. Die Hochschulen setzen die Höhe der Vergütung für

+

Lehraufgaben nach Satz 1 im Rahmen der erzielten Einnahmen aus Gebühren und

+

privatrechtlichen Entgelten fest.

+

(4) Wird eine Professorin oder ein Professor zur Ärztlichen

+

Direktorin oder zum Ärztlichen Direktor eines Universitätsklinikums bestellt,

+

so ist sie oder er mit dem Tage der Aufnahme der Tätigkeit als Ärztliche

+

Direktorin oder Ärztlicher Direktor aus dem Amt als Professorin oder Professor

+

beurlaubt. Die Mitgliedschaftsrechte mit Ausnahme des Wahlrechts bestehen fort.

+

Die Berechtigung zur Forschung und Lehre bleibt unberührt.

+

(5) Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren werden für

+

die Dauer von drei Jahren zu Beamtinnen oder Beamten auf Zeit ernannt. Das

+

Beamtenverhältnis der Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors soll mit

+

ihrer oder seiner Zustimmung im Laufe des dritten Jahres um weitere drei Jahre

+

verlängert werden, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder

+

Hochschullehrer bewährt hat; anderenfalls kann das Beamtenverhältnis mit

+

Zustimmung der Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors um bis zu ein Jahr

+

verlängert werden. Im Laufe des sechsten Jahres kann das Beamtenverhältnis der

+

Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors mit ihrer oder seiner Zustimmung um

+

ein Jahr verlängert werden, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder

+

als Hochschullehrer bewährt hat. Satz 3 gilt auch für eine Juniorprofessorin

+

oder einen Juniorprofessor, der oder dem eine Zusage nach § 38a Absatz 1

+

erteilt wurde, wenn sie oder er sich als Hochschullehrerin oder als

+

Hochschullehrer nicht bewährt hat. Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren

+

können auch in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden. In

+

diesem Falle gelten Sätze 1 bis 4 sowie § 121 Absatz 2, § 124 Absatz 1 Satz 2

+

und 3 und Absatz 2, § 125 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über

+

den Sonderurlaub entsprechend.

+

(5a) Abweichend von Absatz 5 Satz 1 bis 4 soll das

+

Beamtenverhältnis der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren nach Ablauf

+

der jeweils insgesamt zulässigen Amtszeit im Einvernehmen mit der Beamtin oder

+

dem Beamten um weitere sechs Monate verlängert werden, wenn das

+

Beamtenverhältnis in dem Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30.

+

September 2020 besteht. Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung

+

die Verlängerung des Beamtenverhältnisses um höchstens weitere sechs Monate zu

+

regeln, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der

+

SARS-CoV-2-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geboten erscheint; die

+

Verlängerungsmöglichkeit ist auch auf Zeitbeamtenverhältnisse zu erstrecken,

+

die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der Rechtsverordnung

+

genannten Verlängerungszeitraums begründet werden. Für Juniorprofessorinnen und

+

Juniorprofessoren, die in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt

+

werden, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

+

(6) Personen mit der Qualifikation einer Professorin oder

+

eines Professors nach § 36 können nebenberuflich als Professorinnen oder

+

Professoren in einem privatrechtlichen Beschäftigungsverhältnis eingestellt

+

werden. Auf sie finden die für die Einstellung, die Dienstaufgaben und die

+

sonstigen für hauptberufliche Professorinnen und Professoren geltenden Regelungen

+

Anwendung. Eine Nebenberuflichkeit liegt nur vor, wenn der Professorin oder dem

+

Professor weniger als die Hälfte der regelmäßigen Dienstaufgaben einer

+

vollbeschäftigten Professorin oder eines vollbeschäftigten Professors

+

übertragen wird. Die für die Teilzeitbeschäftigung allgemein geltenden

+

Vorschriften bleiben unberührt.

+

(7) Für Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten gelten

+

die für die Professorinnen und Professoren geltenden landesgesetzlichen

+

Vorschriften. Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten führen die akademische

+

Bezeichnung „Lecturer“.

+

§ 39a (Fn 2) Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis

+

§ 39a

+

(Fn

+

2

+

)

+

Höchstaltersgrenze für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis

+

(1) Als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer darf in ein

+

Beamtenverhältnis eingestellt oder übernommen werden, wer das 50. Lebensjahr

+

noch nicht vollendet hat.

+

(2) Die Höchstaltersgrenze des Absatzes 1 erhöht sich um

+

Zeiten

+

1. der Ableistung einer Dienstpflicht nach Artikel 12a des

+

Grundgesetzes,

+

2. der Teilnahme an Maßnahmen im Sinne des § 34 Absatz 2 der

+

Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW vom 10. Januar 2012 (

+

GV. NRW. S. 2, ber. S. 92

+

) in der jeweils geltenden Fassung,

+

3. der tatsächlichen Betreuung eines minderjährigen Kindes

+

oder

+

4. der tatsächlichen Pflege eines nach § 7 Absatz 3 des

+

Pflegezeitengesetzes vom 28. Mai 2008 (BGBl. I S. 874, 896) in der jeweils

+

geltenden Fassung pflegebedürftigen nahen Angehörigen, dessen

+

Pflegebedürftigkeit nach § 3 Absatz 2 des vorgenannten Gesetzes nachgewiesen

+

ist.

+

In den Fällen des Satzes 1 Nummer 3 und 4 erhöht sich die

+

Höchstaltersgrenze um jeweils bis zu drei Jahre, bei mehreren Kindern oder

+

Angehörigen um bis zu sechs Jahre.

+

(3) Schwerbehinderte Menschen und ihnen gemäß § 2 Absatz 3

+

des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe behinderter

+

Menschen – vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1046, 1047) in der jeweils geltenden

+

Fassung gleichgestellte behinderte Menschen dürfen auch dann eingestellt oder

+

übernommen werden, wenn sie das 53. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

+

Absatz 2 findet keine Anwendung.

+

(4) Die jeweilige Höchstaltersgrenze erhöht sich, wenn die

+

Bewerberin oder der Bewerber an dem Tage, an dem sie oder er den Antrag

+

gestellt hat, die Höchstaltersgrenze nicht überschritten hatte und die

+

Einstellung oder Übernahme innerhalb eines Jahres nach der Antragstellung

+

erfolgt.

+

(5) Ausnahmen von der jeweiligen Höchstaltersgrenze können

+

zugelassen werden, wenn

+

1. der Dienstherr ein erhebliches dienstliches Interesse

+

(insbesondere wissenschaftliches oder künstlerisches Interesse) daran hat,

+

Bewerberinnen oder Bewerber zu gewinnen oder zu behalten oder

+

2. sich nachweislich der berufliche Werdegang aus von der

+

Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu vertretenden Gründen in einem Maß

+

verzögert hat, welches die Anwendung der Höchstaltersgrenze unbillig erscheinen

+

ließe.

+

Über Ausnahmen nach Satz 1 entscheidet die jeweilige

+

Hochschule.

+

§ 39b (Fn 46) Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

+

§ 39b (Fn

+

46

+

)

+

Gemeinsame Berufungen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen

+

(1) Ist mit der ausgeschriebenen Stelle für

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer die Übernahme einer Leitungsfunktion

+

bei einer außeruniversitären Forschungseinrichtung im Sinne des § 77 Absatz 6

+

Satz 1 verbunden, soll ein gemeinsames Berufungsverfahren der Hochschule und

+

der außeruniversitären Forschungseinrichtung durchgeführt werden (gemeinsame

+

Berufung). Für die gemeinsame Berufung gelten die nachstehenden Absätze sowie

+

die allgemeinen Vorschriften.

+

(2) Das Nähere zum Verfahren der gemeinsamen Berufung regeln

+

Hochschule und außeruniversitäre Forschungseinrichtung vorbehaltlich der

+

Regelung des Verfahrens zur Vorbereitung der Berufungsvorschläge zur Besetzung

+

einer Professur durch die Berufungsordnung nach Maßgabe des § 38 Absatz 4 durch

+

Vereinbarung. Die nach der Vereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur

+

bei den Vertragspartnern nachgefragt werden.

+

(3) Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung kann die Hochschule

+

die Hochschullehrerin oder den Hochschullehrer ohne Bezüge beurlauben

+

(gemeinsame Berufung durch Beurlaubung). Die Beurlaubung kann auch in

+

geringerem Maße als dem vollen Umfang erfolgen (gemeinsame Berufung durch

+

Teilbeurlaubung). Die Beurlaubung nach den Sätzen 1 und 2 erfolgt im

+

dienstlichen Interesse und dient öffentlichen Belangen.

+

(4) Die Hochschule kann die Hochschullehrerin oder den

+

Hochschullehrer im Rahmen einer gemeinsamen Berufung nach Maßgabe des § 20

+

Absatz 1 des Beamtenstatusgesetzes der außeruniversitären Forschungseinrichtung

+

zuweisen (gemeinsame Berufung durch Zuweisung).

+

(5) Die Ausgestaltung der gemeinsamen Berufung können die

+

Hochschule und die außeruniversitäre Forschungseinrichtung auch abweichend von

+

den Absätzen 2 bis 4 nach Maßgabe der allgemeinen Vorschriften vereinbaren.

+

§ 40 (Fn 10) Freistellung und Beurlaubung

+

§ 40

+

(Fn

+

10

+

)

+

Freistellung und Beurlaubung

+

(1) Die Hochschule kann Professorinnen und Professoren von

+

ihren Aufgaben in der Lehre und der Verwaltung zugunsten der Dienstaufgaben in

+

der Forschung oder in der Durchführung künstlerischer Entwicklungsvorhaben

+

freistellen, wenn die ordnungsgemäße Vertretung des Faches in der Lehre während

+

dieser Zeit gewährleistet ist. Der Hochschule sollen keine zusätzlichen Kosten

+

aus der Freistellung entstehen. Falls eine auch teilweise Freistellung

+

Gegenstand einer Berufungsvereinbarung ist, soll die Freistellung insofern

+

widerrufbar ausgestaltet werden.

+

(2) Die Hochschule kann Professorinnen und Professoren für

+

die Anwendung und Erprobung künstlerischer oder wissenschaftlicher Erkenntnisse

+

und Methoden in der beruflichen Praxis sowie zur Gewinnung oder Erhaltung

+

berufspraktischer Erfahrungen außerhalb der Hochschule beurlauben; Absatz 1

+

gilt im Übrigen entsprechend.

+

Kapitel 3

+

Das sonstige

+

Hochschulpersonal

+

§ 41 Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Honorarprofessorinnen undHonorarprofessoren

+

§ 41

+

Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Honorarprofessorinnen und

+

Honorarprofessoren

+

(1) Die Bezeichnung „außerplanmäßige Professorin“ oder

+

„außerplanmäßiger Professor“ kann von Universitäten an Personen verliehen

+

werden, die die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines

+

Professors nach § 36 erfüllen und in Forschung und Lehre hervorragende

+

Leistungen erbringen.

+

(2) Die Bezeichnung „Honorarprofessorin“ oder

+

„Honorarprofessor“ kann Personen verliehen werden, die auf einem an der

+

Hochschule vertretenen Fachgebiet hervorragende Leistungen in der beruflichen

+

Praxis bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und

+

Methoden oder hervorragende Leistungen in Forschung, Kunst und Lehre,

+

künstlerischen Entwicklungsvorhaben und Kunstausübung erbringen, die den

+

Anforderungen für hauptberufliche Professorinnen und Professoren entsprechen.

+

(3) Die Bezeichnungen werden von der Hochschule verliehen.

+

Die Verleihung setzt eine in der Regel fünfjährige erfolgreiche selbständige

+

Lehrtätigkeit voraus, die durch ein Gutachten nachzuweisen ist. Im Falle des

+

Absatzes 1 beginnt die Frist erst, wenn die Einstellungsvoraussetzungen einer

+

Professorin oder eines Professors nach § 36 vorliegen. Die Bezeichnungen

+

begründen weder ein Dienstverhältnis noch den Anspruch auf Übertragung eines

+

Amtes. Außerplanmäßige Professorinnen und Professoren sowie

+

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren sind befugt, die Bezeichnung

+

„Professorin“ oder „Professor“ zu führen.

+

(4) Das Recht zur Führung der Bezeichnungen ruht, wenn die

+

oder der Berechtigte die Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ aus einem

+

sonstigen Grund führen kann. Rücknahme und Widerruf der Bezeichnungen regelt

+

die Hochschule.

+

§ 42 (Fn 2) Lehrkräfte für besondere Aufgaben

+

§ 42

+

(Fn

+

2

+

)

+

Lehrkräfte für besondere Aufgaben

+

(1) Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden ausschließlich

+

oder überwiegend mit Aufgaben in der Lehre beschäftigt; ihnen obliegt die

+

Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen, die nicht die

+

Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

+

erfordert. Ihnen können darüber hinaus durch die Dekanin oder den Dekan andere

+

Dienstleistungen übertragen werden. Die für diese Aufgaben an die Hochschule

+

abgeordneten Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter und anderen

+

Angehörigen des öffentlichen Dienstes sind Lehrkräfte für besondere Aufgaben. §

+

39 Absatz 3 gilt entsprechend.

+

(2) Im Übrigen gilt § 44 Absatz 2 und 3 entsprechend.

+

§ 43 Lehrbeauftragte

+

§ 43

+

Lehrbeauftragte

+

Lehraufträge können für einen durch hauptberufliche Kräfte

+

nicht gedeckten Lehrbedarf erteilt werden. Die Lehrbeauftragten nehmen ihre

+

Lehraufgaben selbständig wahr. Der Lehrauftrag ist ein öffentlich-rechtliches

+

Rechtsverhältnis eigener Art; er begründet kein Dienstverhältnis.

+

§ 44 (Fn 42) Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anUniversitäten

+

§ 44

+

(Fn

+

42

+

)

+

Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Universitäten

+

(1) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Universitäten sind die den Fachbereichen, den wissenschaftlichen Einrichtungen

+

oder den Betriebseinheiten der Universitäten zugeordneten Beamtinnen, Beamten,

+

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen nach Maßgabe ihres

+

Dienstverhältnisses prägend wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung,

+

Lehre, insbesondere bei Bestehen einer Lehrverpflichtung, und Krankenversorgung

+

oder denen als Ärztinnen und Ärzten Aufgaben in der Krankenversorgung obliegen.

+

Soweit die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten

+

dem Aufgabenbereich einer Professorin oder eines Professors zugewiesen sind,

+

ist diese oder dieser weisungsbefugt. Zu den Aufgaben der wissenschaftlichen

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann neben den prägend wissenschaftlichen

+

Dienstleistungen auch die Tätigkeit in der Verwaltung der wissenschaftlichen

+

Einrichtungen oder Betriebseinheiten, in der Studien- und Prüfungsorganisation,

+

der Studienberatung und in anderen Aufgaben der Hochschule gehören. Die

+

wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten haben als

+

wissenschaftliche Dienstleistung die Aufgabe, Studierenden Fachwissen und

+

praktische Fertigkeiten zu vermitteln und sie in der Anwendung

+

wissenschaftlicher Methoden zu unterweisen, soweit dies zur Gewährleistung des

+

Lehrangebots erforderlich ist. Ihnen soll ausreichend Gelegenheit zum Erwerb

+

weiterer didaktischer und sonstiger Qualifikationen gegeben werden. Der

+

Fachbereichsrat kann im Benehmen mit den fachlich zuständigen Professorinnen

+

und Professoren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an

+

Universitäten auf deren Antrag bestimmte Forschungsaufgaben zur selbständigen

+

Erledigung übertragen.

+

(2) Lehraufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeiter an Universitäten gemäß Absatz 1 sind nach Gegenstand und Inhalt mit

+

den für das Fach zuständigen Professorinnen und Professoren abzustimmen und

+

stehen unbeschadet des Rechts auf Äußerung der eigenen Lehrmeinung unter der

+

fachlichen Verantwortung einer Professorin oder eines Professors. Lehraufgaben

+

dürfen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Universitäten zur

+

selbständigen Wahrnehmung in begründeten Fällen durch den Fachbereichsrat im

+

Benehmen mit den fachlich zuständigen Professorinnen und Professoren übertragen

+

werden; sie gelten als Erfüllung der Lehrverpflichtung. § 39 Absatz 3 gilt

+

entsprechend.

+

(3) Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

+

an Universitäten können im Beamtenverhältnis oder im privatrechtlichen

+

Dienstverhältnis beschäftigt werden. Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeitern an Universitäten soll im Rahmen ihrer Dienstaufgaben auch

+

angemessen Gelegenheit zur Vorbereitung auf eine weitere wissenschaftliche

+

Qualifikation gegeben werden, wenn sie befristet beschäftigt sind.

+

(4) Einstellungsvoraussetzungen für wissenschaftliche

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten sind neben den allgemeinen

+

dienstrechtlichen Voraussetzungen bei der Einstellung in das Beamtenverhältnis

+

auf Probe oder auf Lebenszeit oder in ein unbefristetes privatrechtliches

+

Dienstverhältnis ein den Anforderungen der dienstlichen Aufgaben entsprechendes

+

abgeschlossenes Hochschulstudium in einem Studiengang mit einer generellen

+

Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern und, soweit die

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in Betriebseinheiten tätig werden, die

+

Promotion oder ausnahmsweise eine gleichwertige wissenschaftliche Leistung;

+

unter Berücksichtigung der Anforderungen der Stelle kann eine zweite

+

Staatsprüfung an die Stelle der Promotion treten oder ausnahmsweise auf die

+

Promotion verzichtet werden; in künstlerischen Fächern wird eine Promotion

+

nicht vorausgesetzt. Das Laufbahnrecht bleibt unberührt.

+

(5) Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

+

denen Aufgaben übertragen werden, die auch der Vorbereitung einer Promotion

+

förderlich sind, werden in einem befristeten privatrechtlichen Dienstverhältnis

+

beschäftigt. Ihre Einstellung setzt neben den allgemeinen dienstrechtlichen

+

Voraussetzungen ein den Anforderungen der dienstlichen Aufgaben entsprechendes

+

abgeschlossenes Hochschulstudium in einem Studiengang mit einer generellen

+

Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern voraus.

+

(6) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

+

denen Aufgaben übertragen werden, die auch der Erbringung zusätzlicher

+

wissenschaftlicher Leistungen förderlich sind, können in ein Beamtenverhältnis

+

auf Zeit als Akademische Rätin oder Akademischer Rat oder als Akademische

+

Oberrätin oder Akademischer Oberrat berufen werden oder in einem befristeten

+

privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden.

+

(7) Zur Akademischen Rätin oder zum Akademischen Rat im

+

Beamtenverhältnis auf Zeit kann ernannt werden, wer die Voraussetzungen des §

+

45 der Laufbahnverordnung, mit Ausnahme von dessen Absatz 1 Nummer 3, erfüllt.

+

Zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im Beamtenverhältnis

+

auf Zeit kann ernannt werden, wer die Einstellungsvoraussetzungen für

+

Professorinnen und Professoren an Universitäten nachweist.

+

(8) Die Akademischen Rätinnen und die Akademischen Räte im

+

Beamtenverhältnis auf Zeit werden für die Dauer von drei, die Akademischen

+

Oberrätinnen und Akademischen Oberräte im Beamtenverhältnis auf Zeit für die

+

Dauer von bis zu vier Jahren ernannt. Das Beamtenverhältnis eines Akademischen

+

Rats oder einer Akademischen Rätin auf Zeit kann um weitere drei Jahre

+

verlängert werden. § 122 Absatz 2 Satz 3 und 4 und Absatz 3 des

+

Landesbeamtengesetzes gelten entsprechend. Eine Akademische Rätin oder ein

+

Akademischer Rat im Beamtenverhältnis auf Zeit kann nach Ablauf der Amtszeit

+

zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im Beamtenverhältnis

+

auf Zeit ernannt werden. Eine erneute Ernennung zur Akademischen Rätin, zum

+

Akademischen Rat, zur Akademischen Oberrätin oder zum Akademischen Oberrat im

+

Beamtenverhältnis auf Zeit ist ausgeschlossen. Mit Ablauf der Amtszeit ist die Beamtin

+

oder der Beamte entlassen, § 31 Absatz 3 des Landesbeamtengesetzes findet keine

+

Anwendung. Die Vorschriften über die Laufbahnen, den einstweiligen Ruhestand

+

und die Probezeit sind nicht anwendbar.

+

(8a) Abweichend von Absatz 8 Satz 1 und 2 soll das

+

Beamtenverhältnis der Akademischen Rätinnen und Akademischen Räte und der

+

Akademischen Oberrätinnen und Akademischen Oberräte nach Ablauf der jeweils

+

insgesamt zulässigen Amtszeit im Einvernehmen mit der Beamtin oder dem Beamten

+

um weitere sechs Monate verlängert werden, wenn das Beamtenverhältnis in dem

+

Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht.

+

Das Ministerium wird ermächtigt, durch

+

Rechtsverordnung die Verlängerung des Beamtenverhältnisses um höchstens weitere

+

sechs Monate zu regeln, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der

+

SARS-CoV-2-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geboten erscheint; die

+

Verlängerungsmöglichkeit ist auch auf die Zeitbeamtenverhältnisse zu

+

erstrecken, die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der

+

Rechtsverordnung genannten Verlängerungszeitraums begründet werden.

+

(9) Für die Beschäftigung als wissenschaftliche

+

Mitarbeiterin oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sinne des Absatzes 6

+

in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis gelten Absatz 7, Absatz 8 und

+

Absatz 8a entsprechend. Darüber hinaus gelten § 121 Absatz 2, § 125 Absatz 2

+

und 3 des Landesbeamtengesetzes und die Vorschriften über den Sonderurlaub

+

entsprechend.

+

(10) Soweit künstlerische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Universitäten beschäftigt werden, gelten die Absätze 1 bis 9 sinngemäß.

+

§ 45 (Fn 53) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen

+

§ 45

+

(Fn

+

53

+

)

+

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen

+

(1) Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an

+

Fachhochschulen sind die den Fachbereichen, wissenschaftlichen Einrichtungen

+

oder Betriebseinheiten der Fachhochschulen zugeordneten Bediensteten, denen

+

nach Maßgabe ihres Dienstverhältnisses prägend wissenschaftliche

+

Dienstleistungen in der Lehre, insbesondere bei Bestehen einer

+

Lehrverpflichtung, und in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben obliegen.

+

(2) Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

+

an Fachhochschulen haben als wissenschaftliche Dienstleistung die Aufgabe, die

+

Studierenden zu betreuen und anzuleiten, insbesondere im Rahmen von Projekten,

+

Praktika und praktischen Übungen fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu

+

vermitteln. Ihnen können darüber hinaus Dienstleistungen in der

+

wissenschaftlichen Lehre übertragen werden; im Falle der Übertragung gilt § 44

+

Absatz 2 Satz 1 bis 3 entsprechend. Ihnen soll ausreichend Gelegenheit zum

+

Erwerb weiterer didaktischer und sonstiger Qualifikationen gegeben werden. Zu

+

ihren Aufgaben kann neben den prägend wissenschaftlichen Dienstleistungen auch

+

die Tätigkeit in der Verwaltung der wissenschaftlichen Einrichtungen oder

+

Betriebseinheiten einschließlich der Betreuung der Ausstattung gehören. Soweit

+

die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter an Fachhochschulen dem

+

Aufgabenbereich einer Professorin oder eines Professors zugewiesen sind, ist

+

diese oder dieser weisungsbefugt.

+

(3) Einstellungsvoraussetzung für die wissenschaftlichen

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Fachhochschulen ist ein den vorgesehenen

+

Aufgaben entsprechender Abschluss eines Hochschulstudiums. Soweit es den

+

Anforderungen der Stelle entspricht, können weitere Voraussetzungen,

+

insbesondere Erfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit außerhalb der

+

Hochschule gefordert werden.

+

(4) Ein Teil der Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

+

und Mitarbeiter an Fachhochschulen kann für befristete

+

Beschäftigungsverhältnisse gemäß §§ 1 bis 3 des

+

Wissenschaftszeitvertragsgesetzes eingerichtet werden, insbesondere zum Zwecke

+

der Weiterbildung sowie zur Mitarbeit in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

+

(5) Im Übrigen richten sich die Aufgaben, die

+

Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche Stellung der

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach den allgemeinen dienstrechtlichen

+

Vorschriften.

+

§ 46 Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

+

§ 46

+

Wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte

+

(1) Die wissenschaftlichen Hilfskräfte erfüllen in den

+

Fachbereichen, den wissenschaftlichen Einrichtungen oder Betriebseinheiten

+

Dienstleistungen in Forschung und Lehre sowie hiermit zusammenhängende Verwaltungstätigkeiten

+

unter der Verantwortung einer Hochschullehrerin oder eines Hochschullehrers,

+

einer anderen Person mit selbständigen Lehraufgaben oder einer

+

wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

+

Ihnen kann die Aufgabe übertragen werden, als Tutorin oder Tutor Studierende

+

und studentische Arbeitsgruppen in ihrem Studium zu unterstützen.

+

(2) Die Bestellung als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt

+

im Einvernehmen mit der Person, unter deren Verantwortung sie steht. Sie wird

+

mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit des öffentlichen

+

Dienstes beschäftigt.

+

(3) Soweit künstlerische Hilfskräfte an den Hochschulen

+

beschäftigt werden, gelten die Absätze 1 und 2 sinngemäß.

+

§ 46a (Fn 10) Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

+

§ 46a

+

(Fn

+

10

+

)

+

Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte

+

(1) Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Studierenden

+

oder der Senat auf der Grundlage eines Vorschlags der Studierendenschaft eine

+

Stelle wählt, die nach Maßgabe von Absatz 2 als Beauftragte für die studentischen

+

Hilfskräfte die Belange von wissenschaftlichen oder künstlerischen Hilfskräften

+

nach § 46 wahrnimmt, die über kein für ihre Hilfskrafttätigkeit fachlich

+

einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen. Sieht die Grundordnung

+

die Wahl nach Satz 1 vor, regelt sie zugleich die Anzahl der Mitglieder der

+

Stelle, ihre Bestellung und Amtszeit sowie das Nähere zur Wählbarkeit und zur

+

Wahl. Die Grundordnung kann vorsehen, dass die Mitglieder der Stelle, sofern

+

sie in einem Dienst- oder Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule stehen, in

+

einem angemessenen Umfang von ihrer dienstlichen Tätigkeit freigestellt werden.

+

(2) Die Stelle überwacht die Beachtung geltenden Rechts bei

+

der Auswahl und Beschäftigung von studentischen Hilfskräften und wirkt auf eine

+

angemessene Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen hin. Sie behandelt Beschwerden

+

von Betroffenen. Beanstandet die Stelle eine Maßnahme, hat die Beanstandung

+

aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe geschaffen, ist das Rektorat zu

+

beteiligen.

+

(3) Im Rahmen der Aufgaben nach Absatz 2 sind das Rektorat,

+

die Leitung von wissenschaftlichen Einrichtungen und von Betriebseinheiten

+

sowie die Fachbereichsleitung der Stelle gegenüber auskunftspflichtig.

+

§ 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung

+

§ 47

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung

+

(1) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und

+

Verwaltung sind die in der Hochschulverwaltung, den Fachbereichen, den

+

wissenschaftlichen oder künstlerischen Einrichtungen oder den Betriebseinheiten

+

tätigen Beamtinnen und Beamten oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen

+

andere als wissenschaftliche Dienstleistungen obliegen.

+

(2) Die Einstellungsvoraussetzungen und die dienstrechtliche

+

Stellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung

+

bestimmen sich nach den allgemeinen dienstrechtlichen Vorschriften.

+

Teil 5

+

Studierende und

+

Studierendenschaft

+

Kapitel 1

+

Zugang und

+

Einschreibung

+

§ 48 (Fn 30) Einschreibung

+

§ 48

+

(Fn

+

30

+

)

+

Einschreibung

+

(1) Eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber wird für

+

einen oder mehrere Studiengänge eingeschrieben, wenn sie oder er die hierfür

+

erforderliche Qualifikation und die sonstigen Zugangsvoraussetzungen nachweist

+

und kein Einschreibungshindernis vorliegt. Die Einschreibung wird in der

+

Einschreibungsordnung geregelt. Darin trifft die Hochschule auch Bestimmungen

+

über Art, Umfang und Behandlung der zu erhebenden und zu verarbeitenden

+

personenbezogenen Daten, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben und insbesondere für

+

einen mit maschinellen Verfahren und Datenträgern unterstützten Studierendenausweis

+

erforderlich sind; sie unterrichtet die Studierenden über die

+

Einsatzmöglichkeiten des Studierendenausweises. Minderjährige erlangen mit der

+

Einschreibung die Befugnis, im Rahmen ihres Studiums alle

+

verwaltungsrechtlichen Handlungen vorzunehmen; dies gilt auch für die Nutzung

+

von Medien und Angeboten der Hochschule nach § 3.

+

(2) Eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber kann für

+

mehrere Studiengänge, für die eine Zulassungsbeschränkung mit Auswahlverfahren besteht,

+

durch das Studienbewerberinnen und Studienbewerber vom Erststudium

+

ausgeschlossen werden, nur eingeschrieben werden, wenn dies wegen einer für den

+

berufsqualifizierenden Abschluss vorgeschriebenen Studiengangkombination

+

erforderlich ist.

+

(3) Ist der von der Studienbewerberin oder dem

+

Studienbewerber gewählte Studiengang oder sind die gewählten Studiengänge

+

mehreren Fachbereichen zugeordnet, so hat die Studienbewerberin oder der

+

Studienbewerber bei der Einschreibung den Fachbereich zu wählen, dem sie oder

+

er angehören will. Wird zwischen Hochschulen ein gemeinsamer Studiengang im

+

Sinne des § 77 Absatz 1 Satz 3 vereinbart, so werden die Studienbewerberinnen

+

und Studienbewerber entsprechend der Vereinbarung nach § 77 Absatz 1 Satz 3

+

eingeschrieben.

+

(4) Die Einschreibung kann befristet werden, wenn der

+

gewählte Studiengang an der Hochschule nur teilweise angeboten wird.

+

Entsprechendes gilt, wenn der gewählte Studiengang Zulassungsbeschränkungen

+

unterliegt und für einen Teil dieses Studiengangs eine höhere

+

Ausbildungskapazität als für einen späteren Teil besteht.

+

(5) Eine Studierende oder ein Studierender, die oder der

+

nach Ablauf eines Semesters das Studium in demselben Studiengang fortsetzen

+

will, hat sich innerhalb der vorgeschriebenen Fristen bei der Hochschule

+

zurückzumelden. Auf Antrag können Studierende aus wichtigem Grund, auch zum

+

Zwecke der Gründung eines Unternehmens, vom Studium beurlaubt werden; die

+

Einschreibungsordnung kann das Nähere regeln. Beurlaubte Studierende sind an

+

der Hochschule, an der sie eingeschrieben oder als Zweithörerin oder Zweithörer

+

im Sinne des § 52 Absatz 2 zugelassen sind, nicht berechtigt, Studien- und

+

Prüfungsleistungen zu erbringen, Teilnahmevoraussetzungen im Sinne des § 64

+

Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 oder Leistungspunkte zu erwerben oder Prüfungen

+

abzulegen. Satz 3 gilt nicht für die Wiederholung von nicht bestandenen

+

Prüfungen und für Teilnahmevoraussetzungen, die Folge eines Auslands- oder

+

Praxissemesters selbst sind, für das beurlaubt worden ist. Satz 3 gilt auch

+

nicht, wenn die Beurlaubung aufgrund der Pflege und Erziehung von Kindern im

+

Sinne des § 25 Absatz 5 Bundesausbildungsförderungsgesetz sowie aufgrund der

+

Pflege der Ehegattin oder des Ehegatten, der eingetragenen Lebenspartnerin oder

+

des eingetragenen Lebenspartners oder eines in gerader Linie Verwandten oder im

+

ersten Grad Verschwägerten erfolgt.

+

(6) Schülerinnen oder Schüler, die nach dem einvernehmlichen

+

Urteil von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, können im

+

Einzelfall als Jungstudierende außerhalb der Einschreibungsordnung zu

+

Lehrveranstaltungen und Prüfungen zugelassen werden. Ihre Studien- und

+

Prüfungsleistungen werden auf Antrag bei einem späteren Studium angerechnet.

+

(7) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Vorbereitung

+

nach § 66 Absatz 6 können während ihrer Teilnahme an der Vorbereitung und der

+

Prüfung nach Maßgabe der Einschreibungsordnung als Studierende eingeschrieben

+

werden; sie nehmen an Wahlen nicht teil.

+

(8) Die Hochschule kann in ihrer Einschreibungsordnung

+

vorsehen, dass eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber auf Antrag in

+

Teilzeit in einen teilzeitgeeigneten Studiengang im Sinne des § 62a Absatz 2

+

eingeschrieben werden kann. Studierende in Teilzeit besitzen die Rechte und

+

Pflichten eines in Vollzeit Studierenden; § 62a Absatz 4 bleibt unberührt. Die

+

Einschreibungsordnung kann regeln, dass die in Teilzeit Studierenden an einer

+

auf das Studium in Teilzeit ausgerichteten Studienberatung teilnehmen müssen.

+

(9) Zur Verbesserung des Studienerfolgs und des Übergangs

+

zwischen Schule und Hochschule kann die Hochschule in der Einschreibungsordnung

+

bestimmen, dass Studienbewerberinnen und Studienbewerber vor der Einschreibung

+

an einem Testverfahren, insbesondere einem Online-Self-Assessment zur Reflexion

+

des eigenen schulischen Wissensstandes und der fachlichen Anforderungen im

+

angestrebten Studiengang, teilnehmen müssen, in dem ihre Eignung für den

+

gewählten Studiengang getestet wird. Dies gilt insbesondere für Studiengänge

+

mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss aus den Fächergruppen

+

Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik

+

sowie Rechtswissenschaft. Das Nähere regelt die Einschreibungsordnung; Satz 1

+

bleibt unberührt.

+

(10) Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die einen

+

Sprachkurs für den Hochschulzugang besuchen wollen, um den Nachweis nach § 49

+

Absatz 10 zu erbringen, oder die eine Vorbereitung der Hochschule auf die

+

Prüfung zur Feststellung der sprachlichen, fachlichen und methodischen

+

Voraussetzungen für ein Studium (Feststellungsprüfung) besuchen wollen, können

+

bis zum Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung als

+

Studierende eingeschrieben werden. Dies gilt auch für Studienbewerberinnen und

+

Studienbewerber, die Ergänzungskurse im Sinne des § 49 Absatzes 5 Satz 4

+

besuchen wollen. Mit dem Bestehen der Sprach- oder Feststellungsprüfung wird

+

kein Anspruch auf Einschreibung in den Studiengang erworben. Die Hochschule

+

kann Lehrveranstaltungen nach Satz 1 auch auf privatrechtlicher Grundlage

+

anbieten und hierfür Entgelte erheben oder zur Durchführung der

+

Lehrveranstaltungen mit Bildungseinrichtungen außerhalb des Hochschulbereichs

+

in privatrechtlicher Form zusammenarbeiten. Die Feststellungsprüfung kann der

+

Hochschule nach Maßgabe der von dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium

+

zu erlassenden Prüfungsordnung übertragen werden.

+

§ 49 (Fn 31) Zugang zum Hochschulstudium

+

§ 49

+

(Fn

+

31

+

)

+

Zugang zum Hochschulstudium

+

(1) Zugang zum Studium an Universitäten und Fachhochschulen

+

hat, wer die allgemeine Hochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife

+

nachweist; die allgemeine Hochschulreife berechtigt dabei uneingeschränkt zum

+

Studium, die fachgebundene Hochschulreife nur zum Studium der im Zeugnis

+

ausgewiesenen Studiengänge. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an

+

Fachhochschulen. Zur Verbesserung der Chancengleichheit im Zugang zum Studium

+

an Universitäten kann das Ministerium im Einvernehmen mit dem für das

+

Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung regeln, dass und nach

+

welchen Maßgaben die Fachhochschulreife auch zum Studium an Universitäten

+

berechtigt.

+

(2) Das für das Schulwesen zuständige Ministerium regelt im

+

Einvernehmen mit dem Ministerium durch Rechtsverordnung die Feststellung der

+

Gleichwertigkeit von schulisch erlangten Vorbildungsnachweisen mit den

+

Zugangsvoraussetzungen nach Absatz 1.

+

(3) Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für das

+

Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung die Feststellung der

+

Gleichwertigkeit von hochschulisch erlangten Vorbildungsnachweisen mit den

+

Zugangsvoraussetzungen nach Absatz 1.

+

(4) Das Ministerium regelt im Einvernehmen mit dem für das

+

Schulwesen zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung den Zugang zu einem

+

Hochschulstudium auf Grund einer beruflichen Vorbildung.

+

(5) Nach Maßgabe von Hochschulordnungen hat Zugang zu einem

+

Hochschulstudium, wer nicht über die Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1

+

bis 4 verfügt, aber nach dem erfolgreichen Besuch einer Bildungseinrichtung im

+

Ausland dort zum Studium berechtigt ist, und zusätzlich die Zugangsprüfung

+

einer Hochschule bestanden hat. Durch die Zugangsprüfung wird festgestellt, ob

+

die fachliche Eignung und die methodischen Fähigkeiten für das Studium eines

+

Studienganges oder für das Studium bestimmter fachlich verwandter Studiengänge

+

bestehen. Die Hochschulen dürfen sich wegen der Zugangsprüfung der

+

Unterstützung durch Dritte bedienen. Die Hochschulen können für Personen, die

+

die Zugangsprüfung bestanden haben, Ergänzungskurse anbieten. Das Nähere regelt

+

das Ministerium im Benehmen mit dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium

+

durch Rechtsverordnung.

+

(6) Zugang zu einem Studiengang, der mit einem Mastergrad

+

abgeschlossen wird, hat, wer einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss nachweist,

+

auf dem der Masterstudiengang aufbaut. Abschlüsse von akkreditierten

+

Bachelorausbildungsgängen an Berufsakademien sind Bachelorabschlüssen von

+

Hochschulen gleichgestellt. Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass für

+

einen Studiengang nach Satz 1 ein vorangegangener qualifizierter Abschluss

+

nachzuweisen ist; es kann dabei nicht bestimmt werden, dass der vorangehende

+

Abschluss durch eine Gesamtnote in einer bestimmten Höhe qualifiziert sein muss

+

oder dass die Note einer Modulabschlussprüfung des vorangehenden Studienganges

+

in einer bestimmten Höhe vorliegen muss, wenn der erfolgreiche Abschluss des

+

Studienganges, der mit einem Mastergrad abschließt, Voraussetzung für die

+

Aufnahme oder Ausübung eines reglementierten Berufs im Sinne des § 3 Absatz 5

+

des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes NRW vom 28. Mai 2013 (GV. NRW.

+

S.

+

272) in der jeweils geltenden Fassung

+

ist. Die Hochschule kann das Studium bereits vor dem Erwerb der

+

Zugangsvoraussetzungen nach den Sätzen 1 bis 3 eröffnen, wenn sie die Eignung

+

insbesondere anhand einer nach den bislang vorliegenden Prüfungsleistungen

+

ermittelten Durchschnittsnote feststellt. Die Einschreibung erlischt mit

+

Wirkung für die Zukunft, wenn der Nachweis über die Erfüllung der

+

Zugangsvoraussetzungen nicht bis zu einer von der Hochschule festgesetzten

+

Frist eingereicht wird; die Frist darf die Dauer von sechs Monaten, gerechnet

+

ab dem Zeitpunkt der Einschreibung, nicht überschreiten.

+

(6a) Wird die Qualifikation des vorangegangenen

+

qualifizierten Abschlusses im Sinne des Absatzes 6 Satz 3 an einer Note des

+

vorangegangenen Abschlusses bemessen, ist Inhaberinnen und Inhabern eines nicht

+

mit einer Abschlussnote versehenen Akademiebriefs einer Kunsthochschule

+

Gelegenheit zu einem Einstufungstest zu geben. Wurden diese Inhaberinnen oder

+

Inhaber zur Meisterschülerin oder zum Meisterschüler ernannt, wird ihnen die im

+

Bewertungsschema des Studienganges, der zu dem vorangehenden Abschluss führt,

+

beste Note zugeordnet.

+

(7) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass neben den

+

Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 6 eine studiengangbezogene

+

besondere Vorbildung, künstlerische oder sonstige Eignung oder praktische

+

Tätigkeit nachzuweisen ist.

+

(8) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass für einen

+

Studiengang, der ganz oder teilweise in fremder Sprache stattfindet, neben den

+

Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 7 die entsprechende

+

Sprachkenntnis nachzuweisen ist. In einem Studiengang, der zu einem ersten

+

berufsqualifizierenden Abschluss führt, darf keine Sprachkenntnis gefordert

+

werden, die über eine mögliche schulische Bildung hinausgeht.

+

(9) Die Ordnungen der Hochschulen können bestimmen, dass

+

ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die nicht durch oder auf

+

Grund völkerrechtlicher Verträge Deutschen gleichgestellt sind, über die

+

Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 8 hinaus ihre Studierfähigkeit

+

in einer besonderen Prüfung nachweisen müssen. Bei Studienbewerberinnen und

+

Studienbewerbern mit einer deutschen Hochschulzugangsberechtigung ist eine

+

solche Prüfung nicht erforderlich.

+

(10) Studienbewerberinnen und Studienbewerber müssen die für

+

ihren Studiengang erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen. Das

+

Nähere regeln die Prüfungsordnungen, die für Studiengänge, die mit einer

+

staatlichen Prüfung abgeschlossen werden, im Einvernehmen mit den jeweils

+

zuständigen Fachministerien erlassen werden.

+

(11) Die Prüfungsordnungen können bestimmen, dass von den

+

Zugangsvoraussetzungen nach den Absätzen 1 bis 5 und 7 ganz oder teilweise

+

abgesehen werden kann, wenn Studienbewerberinnen oder Studienbewerber eine

+

studiengangbezogene besondere fachliche Eignung oder besondere

+

künstlerisch-gestalterische Begabung und eine den Anforderungen der Hochschule

+

entsprechende Allgemeinbildung nachweisen. Studierende mit einer Qualifikation

+

gemäß Satz 1, denen die Hochschule anhand von wenigstens der Hälfte aller in

+

einem Studiengang geforderten Studien- und Prüfungsleistungen den erfolgreichen

+

Studienverlauf bescheinigt hat, dürfen ihr Studium an einer anderen Hochschule

+

desselben Typs und dort auch in einem verwandten Studiengang fortsetzen.

+

(12) Kenntnisse und Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches

+

Studium erforderlich sind, aber in anderer Weise als durch ein Studium erworben

+

wurden, können in einer besonderen Hochschulprüfung (Einstufungsprüfung)

+

nachgewiesen werden. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung soll die Bewerberin oder

+

der Bewerber in einem entsprechenden Abschnitt des Studienganges zum Studium

+

zugelassen werden. Das Nähere regeln die Prüfungsordnungen, die für

+

Studiengänge, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen werden, im

+

Einvernehmen mit den jeweils zuständigen Fachministerien erlassen werden.

+

§ 50 (Fn 10) Einschreibungshindernisse

+

§ 50

+

(Fn

+

10

+

)

+

Einschreibungshindernisse

+

(1) Die Einschreibung ist außer im Falle der fehlenden

+

Qualifikation oder fehlender Nachweise gemäß § 48 Absatz 1 zu versagen,

+

1. wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in

+

einem zulassungsbeschränkten Studiengang nicht zugelassen ist;

+

2. wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in

+

dem gewählten Studiengang an einer Hochschule im Geltungsbereich des

+

Grundgesetzes eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig

+

nicht bestanden hat; dies gilt entsprechend für Studiengänge, die eine erhebliche

+

inhaltliche Nähe zu dem bisherigen Studiengang aufweisen, soweit dies in

+

Prüfungsordnungen bestimmt ist.

+

(2) Die Einschreibung kann versagt werden, wenn die

+

Studienbewerberin oder der Studienbewerber

+

1. an einer Krankheit leidet, durch die sie oder er die

+

Gesundheit der Hochschulmitglieder, insbesondere der Studierenden, ernstlich

+

gefährdet oder den ordnungsgemäßen Studienbetrieb ernstlich zu beeinträchtigen

+

droht,

+

2. die für die Einschreibung vorgeschriebenen Formen und

+

Fristen nicht beachtet hat,

+

3. den Nachweis über die Zahlung der zu entrichtenden

+

Gebühren oder Beiträge nicht erbringt oder

+

4. an dem von der Einschreibungsordnung auf der Grundlage

+

des § 48 Absatz 9 vorgeschriebenen Testverfahren nicht teilgenommen hat.

+

(3) Die Zulassung von Studienbewerberinnen und

+

Studienbewerbern, die ein zeitlich begrenztes Studium ohne abschließende

+

Prüfung durchführen wollen, kann von der Hochschule abweichend von Absatz 1

+

Nummer 1 geregelt werden.

+

§ 51 Exmatrikulation

+

§ 51

+

Exmatrikulation

+

(1) Eine Studierende oder ein Studierender ist zu

+

exmatrikulieren, wenn

+

1. sie oder er dies beantragt,

+

2. die Einschreibung durch Zwang, arglistige Täuschung oder

+

eine Straftat herbeigeführt wurde,

+

3. sie oder er in dem Studiengang eine nach der Prüfungsordnung

+

erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden hat oder zur Prüfung endgültig

+

nicht mehr zugelassen werden kann,

+

4. der Bescheid über die Zuweisung eines Studienplatzes

+

während des Vergabeverfahrens von der für die Zuweisung zuständigen Stelle

+

zurückgenommen worden ist.

+

(2) Soweit nicht eine weitere Hochschulausbildung das

+

Weiterbestehen der Einschreibung erfordert, sind Studierende nach Aushändigung

+

des Zeugnisses über den bestandenen Abschluss des Studiengangs zum Ende des

+

laufenden Semesters zu exmatrikulieren.

+

(3) Eine Studierende oder ein Studierender kann

+

exmatrikuliert werden, wenn

+

1. nach der Einschreibung Tatsachen bekannt werden und noch

+

fortbestehen oder eintreten, die zur Versagung der Einschreibung hätten führen

+

müssen oder die zur Versagung der Einschreibung führen können,

+

2. sie oder er das Studium nicht aufnimmt oder sich nicht

+

zurückmeldet, ohne beurlaubt worden zu sein,

+

3. sie oder er die zu entrichtenden Gebühren oder Beiträge

+

trotz Mahnung und Fristsetzung mit Androhung der Maßnahme nicht entrichtet,

+

4. sie oder er die Erfüllung der Verpflichtungen nach dem

+

Sozialgesetzbuch gegenüber der zuständigen Krankenkasse nicht nachweist,

+

5. ein Fall des § 63 Absatz 5 Satz 6 gegeben ist,

+

6. sie oder er ihren oder seinen Anspruch auf Teilnahme an

+

einer nach der Prüfungsordnung erforderlichen Prüfung verloren hat,

+

7. ihr oder sein Wohn- oder Aufenthaltsort nicht ermittelt

+

werden kann.

+

§ 51a (Fn 23) Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

+

§ 51a

+

(Fn

+

23

+

)

+

Ordnungsverstöße; Ordnungsmaßnahmen

+

(1) Eine Studierende oder ein Studierender begeht einen

+

Ordnungsverstoß, wenn sie oder er

+

1. durch Anwendung von Gewalt, durch Aufforderung zur

+

Gewalt, durch Bedrohung mit Gewalt oder durch einen schwerwiegenden oder

+

wiederholten Verstoß gegen eine rechtmäßige Anordnung im Rahmen des Hausrechts

+

a) den bestimmungsgemäßen Betrieb

+

einer Hochschuleinrichtung, die Tätigkeit eines Hochschulorgans, die

+

Durchführung einer Hochschulveranstaltung oder in sonstiger Weise den

+

Studienbetrieb beeinträchtigt, verhindert oder zu verhindern versucht oder

+

b) ein Mitglied der Hochschule in

+

der Ausübung seiner Rechte und Pflichten erheblich beeinträchtigt oder von

+

dieser Ausübung abhält oder abzuhalten versucht,

+

2. wegen einer vorsätzlich begangenen Straftat, die zu

+

Lasten eines Mitglieds der Hochschule geschehen ist, rechtskräftig verurteilt

+

worden ist oder ein rechtskräftiger Strafbefehl vorliegt und nach Art der

+

Straftat eine Behinderung des Studiums oder der sonstigen Tätigkeit dieses

+

Mitglieds droht,

+

3. Einrichtungen der Hochschule zu strafbaren Handlungen

+

nutzt oder zu nutzen versucht oder

+

4. bezweckt oder bewirkt, dass

+

a) ein Mitglied der Hochschule

+

aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der

+

Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen

+

Identität in seiner Würde verletzt wird,

+

b) damit zugleich ein von

+

Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder

+

Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird und

+

c) nach Art dieser Würdeverletzung

+

und dieses geschaffenen Umfelds eine Behinderung des Studiums oder der

+

sonstigen Tätigkeit dieses Mitglieds droht.

+

(2) Gegen Studierende, die einen Ordnungsverstoß nach Absatz

+

1 begangen haben, können Ordnungsmaßnahmen verhängt werden. Ordnungsmaßnahmen

+

sind:

+

1. der Ausspruch einer Rüge,

+

2. die Androhung der Exmatrikulation,

+

3. der Ausschluss von der Benutzung von Einrichtungen der

+

Hochschule,

+

4. der Ausschluss von der Teilnahme an einzelnen

+

Lehrveranstaltungen bis zu einem Semester,

+

5. die Exmatrikulation.

+

Die Ordnungsmaßnahme nach Satz 2 Nummer 2 kann nur in

+

Verbindung mit Ordnungsmaßnahmen nach Satz 2 Nummer 1, 3 oder 4 ausgesprochen

+

werden; die Ordnungsmaßnahmen nach Satz 2 Nummer 1, 3 und 4 können

+

nebeneinander verhängt werden. Die Ordnungsmaßnahme nach Satz 2 Nummer 5 kann

+

für einen Ordnungsverstoß nach Absatz 1 Nummer 4 nicht verhängt werden, es sei

+

denn, es liegt zugleich ein Ordnungsverstoß nach Absatz 1 Nummer 1, 2 oder 3

+

vor.

+

(3) Das Nähere zum Verfahren zur Verhängung einer Ordnungsmaßnahme

+

regelt der Senat durch Ordnung; diese bedarf der Genehmigung des Rektorats. In

+

dem Verfahren hinsichtlich der Entscheidung über die Exmatrikulation nach

+

Absatz 2 Satz 2 Nummer 5 sind die Vorschriften über das förmliche

+

Verwaltungsverfahren der §§ 63 bis 71 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das

+

Land Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. November 1999 (

+

GV. NRW. S. 602

+

) in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Behörde im

+

Sinne dieser Vorschriften ist der in der Ordnung nach Satz 1 geregelte

+

Ordnungsausschuss.

+

(4) Mit der Entscheidung über die Exmatrikulation nach

+

Absatz 2 Satz 2 Nummer 5 kann eine Frist bis zur Dauer von zwei Jahren

+

festgesetzt werden, innerhalb derer eine erneute Einschreibung an der

+

Hochschule ausgeschlossen ist.

+

§ 52 (Fn 10) Zweithörerinnen und Zweithörer, Gasthörerinnen und Gasthörer

+

§ 52

+

(Fn

+

10

+

)

+

Zweithörerinnen und Zweithörer, Gasthörerinnen und Gasthörer

+

(1) Eingeschriebene und nicht beurlaubte Studierende anderer

+

Hochschulen können als Zweithörerinnen oder Zweithörer mit der Berechtigung zum

+

Besuch von Lehrveranstaltungen und zur Ablegung studienbegleitender Prüfungen

+

zugelassen werden. Die Hochschule kann nach Maßgabe der Einschreibungsordnung

+

die Zulassung von Zweithörerinnen oder Zweithörern unter den in § 59 genannten

+

Voraussetzungen beschränken.

+

(2) Zweithörerinnen oder Zweithörer können bei Vorliegen der

+

Voraussetzungen des § 48 Absatz 1 und 2 für das Studium eines weiteren

+

Studienganges zugelassen werden. Die Zulassung zu mehreren Studiengängen ist im

+

Rahmen des § 77 Absatz 1 Satz 3 möglich. In den Fällen des § 77 Absatz 1 Satz 3

+

ist die Zulassung zum Studium des gemeinsamen Studienganges nach Maßgabe der

+

Hochschulvereinbarung auch bei der Hochschule von Amts wegen zulässig, bei der

+

die Studierenden nicht eingeschrieben sind.

+

(3) Bewerberinnen und Bewerber, die an einer Hochschule

+

einzelne Lehrveranstaltungen besuchen wollen, können als Gasthörerinnen oder

+

Gasthörer oder zur Weiterbildung auch auf privatrechtlicher Grundlage im Rahmen

+

der vorhandenen Studienmöglichkeiten zugelassen werden. Der Nachweis des

+

Vorliegens der Zugangsvoraussetzungen nach § 49 ist nicht erforderlich. § 50

+

Absatz 2 gilt entsprechend. Gasthörerinnen und Gasthörer sind nicht berechtigt,

+

Prüfungen abzulegen; § 62 Absatz 4 Satz 1 bleibt unberührt.

+

Kapitel 2

+

Studierendenschaft

+

§ 53 (Fn 10) Studierendenschaft

+

§ 53

+

(Fn

+

10

+

)

+

Studierendenschaft

+

(1) Die an der Hochschule eingeschriebenen Studierenden

+

bilden die Studierendenschaft. Die Studierendenschaft ist eine rechtsfähige

+

Gliedkörperschaft der Hochschule.

+

(2) Die Studierendenschaft verwaltet ihre Angelegenheiten

+

selbst. Sie hat unbeschadet der Zuständigkeit der Hochschule und des

+

Studierendenwerks die folgenden Aufgaben:

+

1. die Belange ihrer Mitglieder in Hochschule und

+

Gesellschaft wahrzunehmen;

+

2. die Interessen ihrer Mitglieder im Rahmen dieses Gesetzes

+

zu vertreten;

+

3. an der Erfüllung der Aufgaben der Hochschulen (§ 3),

+

insbesondere durch Stellungnahmen zu hochschul- oder wissenschaftspolitischen

+

Fragen, mitzuwirken;

+

4. auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung die

+

politische Bildung, das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein und die

+

Bereitschaft zur aktiven Toleranz ihrer Mitglieder zu fördern;

+

5. fachliche, wirtschaftliche und soziale Belange ihrer

+

Mitglieder wahrzunehmen; dabei sind mit angemessenen Vorkehrungen die

+

besonderen Belange der Studierenden mit Behinderung oder chronischer

+

Erkrankung, mit Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege- oder

+

Unterstützungsbedarf sowie mit Kindern zu berücksichtigen;

+

6. kulturelle Belange ihrer Mitglieder wahrzunehmen;

+

7. den Studierendensport zu fördern;

+

8. überörtliche und internationale Studierendenbeziehungen

+

zu pflegen.

+

Die Studierendenschaft und ihre Organe können für die

+

genannten Aufgaben Medien aller Art nutzen und in diesen Medien auch die

+

Diskussion und Veröffentlichung zu allgemeinen gesellschaftspolitischen Fragen

+

ermöglichen. Diskussionen und Veröffentlichungen im Sinne des Satzes 3 sind von

+

Verlautbarungen der Studierendenschaft und ihrer Organe deutlich abzugrenzen.

+

Die Verfasserin oder der Verfasser ist zu jedem Beitrag zu benennen;

+

presserechtliche Verantwortlichkeiten bleiben unberührt.

+

(3) Die studentischen Vereinigungen an der Hochschule tragen

+

zur politischen Willensbildung bei.

+

(4) Die Studierendenschaft gibt sich eine Satzung, die vom

+

Studierendenparlament mit den Stimmen der Mehrheit seiner Mitglieder

+

beschlossen wird und der Genehmigung des Rektorats bedarf. Die Genehmigung darf

+

nur aus Rechtsgründen versagt werden. Für die Bekanntgabe der Satzung und der

+

Ordnungen gilt § 2 Absatz 4 Satz 2 entsprechend; sie treten am Tage nach ihrer

+

Veröffentlichung in Kraft. Die Satzung regelt insbesondere:

+

1. die Zusammensetzung, die Wahl und Abwahl, die

+

Einberufung, den Vorsitz, die Ausschüsse, die Aufgaben und Befugnisse sowie die

+

Beschlussfassung der Organe der Studierendenschaft,

+

2. die Amtszeit der Mitglieder der Organe der

+

Studierendenschaft,

+

3. die Bekanntgabe der Organbeschlüsse,

+

4. die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der

+

Studierendenschaft,

+

5. das Verfahren bei Vollversammlungen und die Dauer der

+

Abstimmung.

+

Die Satzung kann regeln, dass mit Ausnahme der Sitzungen des

+

Studierendenparlaments die Sitzungen der Gremien der Studierendenschaft in

+

elektronischer Kommunikation stattfinden dürfen und Beschlüsse in elektronischer

+

Kommunikation oder im Umlaufverfahren gefasst werden dürfen.

+

(5) Organe der Studierendenschaft sind das

+

Studierendenparlament und der Allgemeine Studierendenausschuss. § 10 Absatz 2

+

gilt entsprechend. Die Satzung der Studierendenschaft kann eine schriftliche

+

Urabstimmung unter allen Mitgliedern der Studierendenschaft vorsehen.

+

Beschlüsse, die auf Urabstimmungen mit Mehrheit gefasst werden, binden die

+

Organe der Studierendenschaft, wenn mindestens 20 Prozent der Mitglieder der

+

Studierendenschaft zugestimmt haben.

+

(6) Das Rektorat übt die Rechtsaufsicht über die

+

Studierendenschaft aus. § 76 Absatz 2 bis 4 finden entsprechende Anwendung.

+

(7) Für die Sitzungen des Allgemeinen

+

Studierendenausschusses und des Studierendenparlaments, die Sprechstunden und

+

die Erledigung der Geschäfte der laufenden Verwaltung stellt die Hochschule im

+

Rahmen des Erforderlichen Räume unentgeltlich zur Verfügung.

+

§ 54 (Fn 47) Studierendenparlament

+

§ 54

+

(Fn

+

47

+

)

+

Studierendenparlament

+

(1) Das Studierendenparlament ist das oberste Beschluss

+

fassende Organ der Studierendenschaft. Seine Aufgaben werden vorbehaltlich

+

besonderer Regelungen dieses Gesetzes durch die Satzung der Studierendenschaft

+

bestimmt. Es wird von den Mitgliedern der Studierendenschaft in allgemeiner,

+

unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt; Absatz 3 Satz 3 und

+

4 bleibt unberührt.

+

(2) Als ständiger Ausschuss des Studierendenparlaments ist

+

ein Haushaltsausschuss zu bilden, dessen Mitglieder nicht dem Allgemeinen

+

Studierendenausschuss angehören dürfen. Das Nähere regelt die Satzung der

+

Studierendenschaft.

+

(3) Das Nähere über die Wahl zum Studierendenparlament und

+

zum Allgemeinen Studierendenausschuss regelt die vom Studierendenparlament zu

+

beschließende Wahlordnung, die der Genehmigung des Rektorats bedarf; die

+

Genehmigung darf nur aus Rechtsgründen versagt werden. Auf Antrag der

+

Studierendenschaft leistet die Hochschulverwaltung Verwaltungshilfe bei der

+

Durchführung der Wahl. Die Wahlordnung kann Briefwahl zulassen oder Regelungen

+

treffen, dass schriftliche Erklärungen in Wahlangelegenheiten oder bei einer

+

Urabstimmung durch einfache elektronische Übermittlung, durch mobile Medien

+

oder in elektronischer Form abgegeben werden können; das Gleiche gilt für die

+

Wahl zu demjenigen Organ der Fachschaft, welches in seiner Funktion dem

+

Studierendenparlament entspricht und von den Mitgliedern der Fachschaft

+

unmittelbar gewählt wird. Zur Sicherung der Grundsätze nach Absatz 1 Satz 3

+

regelt das Ministerium durch Rechtsverordnung das Nähere zur Stimmabgabe in

+

elektronischer Form. Sieht die Rechtsverordnung nach Satz 4 die Möglichkeit der

+

Stimmabgabe in elektronischer Form oder die Wahlordnung nach Satz 3 die

+

Möglichkeit der Briefwahl vor, kann in der Rechtsverordnung oder der

+

Wahlordnung auch bestimmt werden, dass die wählende Person oder deren

+

Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form oder bei der Briefwahl

+

auf dem Wahlschein versichern muss, dass sie die Stimme persönlich oder als

+

Hilfsperson gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet

+

habe. § 13 Absatz 1 Sätze 6 und 7 gelten entsprechend.

+

§ 55 (Fn 10) Allgemeiner Studierendenausschuss

+

§ 55

+

(Fn

+

10

+

)

+

Allgemeiner Studierendenausschuss

+

(1) Der Allgemeine Studierendenausschuss vertritt die

+

Studierendenschaft. Er führt die Beschlüsse des Studierendenparlaments aus und

+

erledigt die Geschäfte der laufenden Verwaltung der Studierendenschaft.

+

(2) Rechtsgeschäftliche Erklärungen, durch die die

+

Studierendenschaft verpflichtet werden soll, bedürfen der Schriftform. Sie sind

+

von mindestens zwei Mitgliedern des Allgemeinen Studierendenausschusses zu

+

unterzeichnen. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für einfache Geschäfte der

+

laufenden Verwaltung sowie für solche Geschäfte, die eine oder ein für ein

+

bestimmtes Geschäft oder einen Kreis von Geschäften ausdrücklich in Schriftform

+

Bevollmächtigte oder Bevollmächtigter abschließt; die Satzung kann Wertgrenzen

+

für Geschäfte nach Satz 3 Halbsatz 1 vorsehen.

+

(3) Der Vorsitz des Allgemeinen Studierendenausschusses hat

+

rechtswidrige Beschlüsse, Maßnahmen oder Unterlassungen des

+

Studierendenparlaments und des Allgemeinen Studierendenausschusses zu

+

beanstanden. Die Beanstandung hat aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe

+

geschaffen, so hat er das Rektorat zu unterrichten.

+

§ 56 Fachschaften

+

§ 56

+

Fachschaften

+

(1) Die Studierendenschaft kann sich nach Maßgabe ihrer

+

Satzung in Fachschaften gliedern. Die Satzung der Studierendenschaft trifft

+

Rahmenregelungen für die Fachschaften einschließlich der Fachschaftsorgane und

+

der Grundzüge der Mittelzuweisung an und der Mittelbewirtschaftung durch die

+

Fachschaften.

+

(2) Die Fachschaften können Mittel nach Absatz 1 als

+

Selbstbewirtschaftungsmittel erhalten und die Studierendenschaften im Rahmen

+

der der Fachschaft zur Verfügung stehenden Mittel privatrechtsgeschäftlich

+

vertreten. Das Nähere regelt die Satzung der Studierendenschaft.

+

§ 57 (Fn 10) Ordnung des Vermögens und des Haushalts

+

§ 57

+

(Fn

+

10

+

)

+

Ordnung des Vermögens und des Haushalts

+

(1) Die Studierendenschaft hat ein eigenes Vermögen. Die

+

Hochschule und das Land haften nicht für Verbindlichkeiten der

+

Studierendenschaft. Die Studierendenschaft erhebt von ihren Mitgliedern die

+

unter Berücksichtigung ihrer sonstigen Einnahmen zur Erfüllung ihrer Aufgaben

+

notwendigen Beiträge nach Maßgabe einer Beitragsordnung, die vom

+

Studierendenparlament beschlossen wird und der Genehmigung des Rektorats

+

bedarf. Bei der Festsetzung der Beitragshöhe sind die sozialen Verhältnisse der

+

Studierenden angemessen zu berücksichtigen. Die Beiträge werden von der

+

Hochschule kostenfrei für die Studierendenschaft eingezogen. Die

+

Studierendenschaft regelt durch Satzung, dass in den Fällen des § 50 Absatz 2

+

Nummer 3 und des § 51 Absatz 3 Nummer 3 für diese Beiträge Ausnahmen in

+

sozialen Härtefällen zulässig sind. Die Hochschule wirkt bei der Verwaltung von

+

zweckgebundenen Beiträgen für die Bezahlung des Semestertickets mit.

+

(2) Die Haushalts- und Wirtschaftsführung der

+

Studierendenschaft bestimmt sich nach § 105 Absatz 1 der

+

Landeshaushaltsordnung, soweit dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, und

+

unterliegt der Prüfung durch den Landesrechnungshof. Das Ministerium kann unter

+

Berücksichtigung der Aufgaben, der Rechtsstellung und der Organisation der

+

Studierendenschaft im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium

+

durch Rechtsverordnung Ausnahmen von § 105 Absatz 1 der Landeshaushaltsordnung

+

zulassen oder abweichende und ergänzende Regelungen treffen.

+

(3) Der Haushaltsplan und etwaige Nachträge werden unter

+

Berücksichtigung des zur Erfüllung der Aufgaben notwendigen Bedarfs durch den

+

Allgemeinen Studierendenausschuss aufgestellt und vom Studierendenparlament

+

unter vorheriger Stellungnahme durch den Haushaltsausschuss festgestellt. Das

+

Nähere regelt die Satzung der Studierendenschaft. Der festgestellte

+

Haushaltsplan ist dem Rektorat innerhalb von zwei Wochen vorzulegen; die

+

Stellungnahme des Haushaltsausschusses und etwaige Sondervoten der Mitglieder

+

des Haushaltsausschusses sind beizufügen.

+

(4) Das Rechnungsergebnis ist mindestens einen Monat vor

+

Beschlussfassung des Studierendenparlaments über die Entlastung des Allgemeinen

+

Studierendenausschusses dem Haushaltsausschuss zur Stellungnahme vorzulegen und

+

mindestens zwei Wochen vor Beschlussfassung des Studierendenparlaments

+

hochschulöffentlich bekannt zu geben.

+

(5) Verletzt jemand als Mitglied eines Organs der

+

Studierendenschaft oder einer Fachschaft vorsätzlich oder grob fahrlässig die

+

ihm obliegenden Pflichten, so hat er der Studierendenschaft den ihr daraus

+

entstehenden Schaden zu ersetzen.

+

Teil 6

+

Lehre, Studium und

+

Prüfungen

+

Kapitel 1

+

Lehre und Studium

+

§ 58 (Fn 32) Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

+

§ 58

+

(Fn

+

32

+

)

+

Ziel von Lehre und Studium, Lehrangebot

+

(1) Lehre und Studium vermitteln den Studierenden unter

+

Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt und der

+

fachübergreifenden Bezüge die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten

+

und Methoden dem jeweiligen Studiengang entsprechend so, dass sie zu

+

wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit, zur Anwendung wissenschaftlicher

+

Erkenntnisse und Methoden in der beruflichen Praxis, zur kritischen Einordnung

+

wissenschaftlicher Erkenntnis und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden.

+

Die Hochschule ergreift Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs. Sie soll

+

über ein Leitbild für die Lehre verfügen, das sich in den Curricula ihrer

+

Studiengänge widerspiegelt.

+

(2) Die Hochschule stellt auf der Grundlage einer nach

+

Gegenstand, Zeit und Ort abgestimmten jährlichen Studienplanung das Lehrangebot

+

sicher, das zur Einhaltung der Prüfungsordnungen und zur Erfüllung des

+

Weiterbildungsauftrages erforderlich ist. Dabei sind auch Möglichkeiten des

+

Selbststudiums zu nutzen und Maßnahmen zu dessen Förderung zu treffen. Die

+

Hochschulen fördern eine Verbindung von Berufsausbildung oder Berufstätigkeit

+

mit dem Studium. Sie sind den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Lehre,

+

insbesondere mit Blick auf die Sicherstellung eines transparenten und

+

geregelten Lehr- und Prüfungsbetriebs, verpflichtet.

+

(2a) Die Hochschulen können im Einvernehmen mit dem

+

Ministerium Reformmodelle des Studiums insbesondere der Studienanfängerinnen

+

und Studienanfänger erproben und im Rahmen dieser Reformmodelle insbesondere

+

Ergänzungskurse anbieten und Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs

+

vorsehen; bei Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen

+

werden, ist auch das Einvernehmen mit dem zuständigen Fachministerium

+

herzustellen. Die Prüfungsordnung kann vorsehen, dass sich für Studierende, die

+

an Ergänzungskursen teilnehmen, die individualisierte Regelstudienzeit um die

+

Anzahl der Semester erhöht, die der Arbeitsbelastung dieser Ergänzungskurse

+

entspricht.

+

(3) Die Hochschule stellt für jeden Studiengang einen

+

Studienplan als Empfehlung an die Studierenden für einen sachgerechten Aufbau

+

des Studiums auf. Sie wirkt darauf hin, dass der oder dem einzelnen

+

Studierenden auf ihre oder seine Anforderung hin ein individueller

+

Studienablaufplan erstellt wird. Inhalt, Aufbau und Organisation des Studiums

+

sind so zu bestimmen, dass das Studium in der generellen Regelstudienzeit

+

abgeschlossen werden kann.

+

(4) Das Ministerium wird ermächtigt, im Benehmen mit den

+

einzelnen Hochschulen Beginn und Ende der Vorlesungszeit zu bestimmen.

+

(5) Die Hochschulen fördern in der Lehre die Entwicklung von

+

Methoden und Materialien, die die Verwendung von lebenden oder eigens hierfür

+

getöteten Tieren verringern oder ganz ersetzen können. Sofern es die mit dem

+

Studium bezweckte Berufsbefähigung zulässt, andere Lehrmethoden und

+

-materialien einzusetzen, soll in der Lehre auf die Verwendung von eigens

+

hierfür getöteten Tieren verzichtet werden. Auf begründeten Antrag kann der

+

Prüfungsausschuss im Einzelfall zulassen, dass einzelne in der Prüfungsordnung

+

vorgeschriebenen Studien- und Prüfungsleistungen ohne die Verwendung eigens

+

hierfür getöteter Tiere erbracht werden können.

+

(6) Die Hochschulen gewährleisten gemeinsam mit der

+

Landesregierung eine Lehrerausbildung, die die Bedürfnisse der Schulen

+

berücksichtigt.

+

§ 58a (Fn 23) Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

+

§ 58a

+

(Fn

+

23

+

)

+

Studienberatung; Studienverlaufsvereinbarung

+

(1) Die Hochschule berät ihre Studierenden sowie

+

Studieninteressentinnen und Studieninteressenten, Studienbewerberinnen und

+

Studienbewerber in allen Fragen des Studiums und der allgemeinen,

+

hochschulübergreifenden Studienorientierung.

+

(2) Die Hochschule kann in der Einschreibungsordnung

+

bestimmen, dass die Studierenden spätestens bis zum Ende des zweiten Semesters

+

des von ihnen studierten Studienganges eine Fachstudienberatung besuchen müssen.

+

(3) Die Prüfungsordnung kann vorsehen, dass nach Ablauf der

+

Hälfte der Regelstudienzeit, frühestens drei Monate nach dem Ende des zweiten

+

Semesters des von ihnen studierten Studienganges, die Teilnahme an

+

Fachstudienberatungen im Hinblick auf nicht erreichte Studienziele für die

+

Studierenden zur Förderung eines erfolgreichen Studienverlaufs auf Anforderung

+

der Hochschule verpflichtend ist, wenn die Studienziele des bisherigen Studiums

+

zu weniger als einem Drittel der zu erbringenden Leistungspunkte erreicht

+

wurden. Ziel der Fachstudienberatung nach Satz 1 ist der Abschluss einer

+

Vereinbarung, in der das weitere Studium geplant wird und sich die oder der

+

Studierende zu bestimmten Maßnahmen zur Erreichung der Studienziele

+

verpflichtet und weitere zur Förderung des weiteren Studienverlaufs geeignete

+

Maßnahmen der Hochschule vereinbart werden (Studienverlaufsvereinbarung).

+

(4) Für den Fall, dass eine Studienverlaufsvereinbarung nach

+

Absatz 3 nicht zustande kommt, kann die Prüfungsordnung weiter vorsehen, dass

+

als Ergebnis von Fachstudienberatungen nach Absatz 3 Satz 1 die oder der Studierende

+

verpflichtet wird, innerhalb einer festzulegenden Frist bestimmte

+

Prüfungsleistungen oder Teilnahmevoraussetzungen von Prüfungsleistungen zu

+

erbringen. Bei der Festlegung von Verpflichtungen ist die persönliche Situation

+

der oder des Studierenden angemessen zu berücksichtigen. § 65 Absatz 2 Satz 2

+

gilt für das in diesem Absatz genannte Verfahren, welches in seinen

+

Einzelheiten in der Prüfungsordnung geregelt wird, entsprechend.

+

§ 59 (Fn 10) Besuch von Lehrveranstaltungen

+

§ 59

+

(Fn

+

10

+

)

+

Besuch von Lehrveranstaltungen

+

(1) Das Recht zum Besuch von Lehrveranstaltungen außerhalb

+

des gewählten Studienganges kann durch den Fachbereich beschränkt werden, wenn

+

ohne die Beschränkung eine ordnungsgemäße Ausbildung der für einen Studiengang

+

eingeschriebenen Studierenden nicht gewährleistet werden kann.

+

(2) Ist bei einer Lehrveranstaltung wegen deren Art oder

+

Zweck oder aus sonstigen Gründen von Forschung, künstlerischen

+

Entwicklungsvorhaben, Lehre, Kunstausübung und Krankenversorgung eine

+

Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich und übersteigt die Zahl der

+

Bewerberinnen und Bewerber die Aufnahmefähigkeit, so regelt die in der Ordnung

+

nach Satz 2 Halbsatz 2 genannte Funktionsträgerin oder der dort genannte

+

Funktionsträger die Teilnahme; die Hochschule kann in einer Ordnung die Zahl

+

der möglichen Teilnahme derselben oder desselben Studierenden an der gleichen

+

Lehrveranstaltung und an ihren Prüfungen und ihren Teilnahmevoraussetzungen im

+

Sinne des § 64 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 regeln. Studierende, die im Rahmen

+

ihres Studienganges auf den Besuch einer Lehrveranstaltung zu diesem Zeitpunkt

+

angewiesen sind, sind bei der Entscheidung nach Satz 1 Halbsatz 1 vorab zu

+

berücksichtigen; der Fachbereichsrat regelt in der Prüfungsordnung oder in

+

einer Ordnung die Kriterien für die Prioritäten; er stellt hierbei im Rahmen

+

der zur Verfügung stehenden Mittel sicher, dass den Studierenden durch

+

Beschränkungen in der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Möglichkeit

+

kein Zeitverlust entsteht.

+

(3) Die Zulassung zu bestimmten Lehrveranstaltungen kann im

+

Übrigen nur nach Maßgabe der Prüfungsordnungen eingeschränkt werden.

+

§ 60 (Fn 52) Studiengänge

+

§ 60

+

(Fn

+

52

+

)

+

Studiengänge

+

(1) Studiengänge im Sinne dieses Gesetzes werden durch

+

Prüfungsordnungen geregelt; Studiengänge, die mit einer staatlichen oder

+

kirchlichen Prüfung abgeschlossen werden, können ergänzend auch durch Ordnungen

+

geregelt werden. Sie führen in der Regel zu einem berufsqualifizierenden

+

Abschluss. Als berufsqualifizierend im Sinne dieses Gesetzes gilt auch der

+

Abschluss von Studiengängen, durch die die fachliche Eignung für einen

+

beruflichen Vorbereitungsdienst oder eine berufliche Einführung vermittelt

+

wird; für diese Studiengänge gilt § 66 Absatz 6 entsprechend.

+

(2) Die Hochschulen können fremdsprachige Lehrveranstaltungen

+

anbieten sowie fremdsprachige Studiengänge sowie gemeinsam mit ausländischen,

+

insbesondere europäischen Partnerhochschulen internationale Studiengänge

+

entwickeln, in denen bestimmte Studienabschnitte und Prüfungen an der

+

ausländischen Hochschule erbracht werden.

+

(3) Die Hochschulen können in Kooperation mit Dritten aus

+

der Ausbildungs- und Berufspraxis (Praxispartner) duale Studiengänge einführen.

+

In einem dualen Studiengang sind Abschnitte der hochschulischen Lehre und der

+

fachlich einschlägigen ausbildungs- und berufspraktischen Bildung inhaltlich

+

und organisatorisch miteinander verbunden. Duale Studiengänge sind so

+

ausgestaltet, dass sie eine berufliche Bildung, eine Berufstätigkeit oder eine

+

praktische Tätigkeit integrieren (ausbildungs-, berufs- oder

+

praxisintegrierende Studiengänge). Die Prüfungsordnung regelt die Verbindung

+

der Abschnitte im Sinne des Satzes 2. Die Kooperation nach Satz 1 setzt voraus,

+

dass der Praxispartner in dem mit ihm abzuschließenden Vertrag der nach Satz 4

+

geregelten Verbindung zustimmt und diese umsetzt. Unbeschadet der Verantwortung

+

des Praxispartners für die Abschnitte der fachlich einschlägigen ausbildungs-

+

und berufspraktischen Bildung trägt die Hochschule für den dualen Studiengang

+

die Gesamtverantwortung.

+

(4) Die Hochschulen strukturieren ihre Studiengänge in

+

Modulform und führen ein landeseinheitliches Leistungspunktsystem ein. Das

+

Ministerium kann Ausnahmen für künstlerische Studiengänge vorsehen.

+

§ 61 (Fn 45) Regelstudienzeit

+

§ 61 (Fn

+

45

+

)

+

Regelstudienzeit

+

(1) Regelstudienzeit ist die Studienzeit, innerhalb der ein

+

Studiengang abgeschlossen werden kann. Sie schließt integrierte

+

Auslandssemester, Praxissemester und andere berufspraktische Studienphasen

+

sowie die Prüfungsleistungen ein. Sie ist maßgebend für die Gestaltung der

+

Studiengänge durch die Hochschule, für die Sicherstellung des Lehrangebots, für

+

die Gestaltung des Prüfungsverfahrens sowie für die Ermittlung und Feststellung

+

der Ausbildungskapazitäten und die Berechnung von Studierendenzahlen bei der

+

Hochschulplanung.

+

(1a) Die Regelstudienzeit berechnet sich nach Maßgabe des

+

Absatzes 2 Satz 1 bis 4 oder des Absatzes 3 (generelle Regelstudienzeit) oder

+

nach Maßgabe des § 58 Absatz 2a Satz 3 oder des § 62a Absatz 3

+

(individualisierte Regelstudienzeit). Im Falle des § 58 Absatz 2a Satz 2 oder

+

des § 62a Absatz 3 ist die erhöhte oder die geregelte Regelstudienzeit für die

+

jeweilige Studierende oder den jeweiligen Studierenden die Regelstudienzeit des

+

Studienganges im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 und 2.

+

(2) Die generelle Regelstudienzeit in Studiengängen, die mit

+

einem Bachelorgrad abgeschlossen werden und zu einem ersten

+

berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt mindestens sechs und höchstens

+

acht Semester. In Studiengängen, die mit einem Mastergrad abgeschlossen werden

+

und zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt die

+

generelle Regelstudienzeit mindestens zwei und höchstens vier Semester; ihnen

+

soll ein mit dem Bachelorgrad abgeschlossener Studiengang vorausgehen. Die

+

generelle Gesamtregelstudienzeit konsekutiver Studiengänge nach Satz 1 und 2

+

sowie von Studiengängen mit dem Abschluss Magister Theologiae beträgt höchstens

+

zehn Semester. Hinsichtlich der generellen Regelstudienzeit in Studiengängen,

+

die im Rahmen des Verbundstudiums an Fachhochschulen oder die in Form von

+

Reformmodellen nach § 58 Absatz 2a durchgeführt werden, können in

+

Hochschulverträgen von den Sätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen getroffen

+

werden. § 62a Absatz 3 bleibt jeweils unberührt.

+

(3) Die Absätze 1 bis 2 gelten entsprechend für

+

Studiengänge, die mit einer durch Landesrecht geregelten staatlichen Prüfung

+

abgeschlossen werden, soweit nicht landes- oder bundesgesetzlich etwas anderes

+

geregelt ist.

+

§ 62 Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

+

§ 62

+

Wissenschaftliche und künstlerische Weiterbildung

+

(1) Die Hochschulen bieten zur wissenschaftlichen oder

+

künstlerischen Vertiefung und Ergänzung berufspraktischer Erfahrungen

+

Weiterbildung in der Form des weiterbildenden Studiums und des weiterbildenden

+

Masterstudienganges an. An Weiterbildung kann teilnehmen, wer ein

+

Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen oder die erforderliche Eignung im

+

Beruf erworben hat. Das Weiterbildungsangebot ist mit den übrigen

+

Lehrveranstaltungen abzustimmen und soll berufspraktische Erfahrungen

+

einbeziehen. Die Hochschule regelt die Voraussetzungen und das Verfahren des

+

Zugangs und der Zulassung. Sie kann die Zulassung insbesondere beschränken,

+

wenn wegen der Aufnahmefähigkeit oder der Art oder des Zwecks der Weiterbildung

+

eine Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich ist.

+

(2) Wird die Weiterbildung in öffentlich-rechtlicher Weise

+

angeboten, sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Weiterbildung

+

Gasthörerinnen und Gasthörer; Absatz 3 Satz 2 bleibt unberührt. Die Hochschule

+

kann Weiterbildung auch auf privatrechtlicher Grundlage anbieten oder mit

+

Einrichtungen der Weiterbildung außerhalb des Hochschulbereichs in

+

privatrechtlicher Form zusammenarbeiten.

+

(3) Ein weiterbildender Masterstudiengang ist ein

+

Studiengang, der neben der Qualifikation nach § 49 das besondere Eignungserfordernis

+

eines einschlägigen berufsqualifizierenden Studienabschlusses und das besondere

+

Eignungserfordernis einer einschlägigen Berufserfahrung voraussetzt. Wird der

+

weiterbildende Studiengang in öffentlich-rechtlicher Weise angeboten, wird die Bewerberin

+

oder der Bewerber in diesen Studiengang als Weiterbildungsstudierende oder

+

Weiterbildungsstudierender eingeschrieben. Wird der weiterbildende Studiengang

+

auf privatrechtlicher Grundlage angeboten, kann die Bewerberin oder der

+

Bewerber nach Maßgabe der Einschreibungsordnung als Weiterbildungsstudierende

+

oder Weiterbildungsstudierender eingeschrieben werden. Die Einschreibung nach

+

Satz 2 und 3 setzt voraus, dass sie oder er die nach Satz 1 erforderliche

+

Qualifikation und die sonstigen Zugangsvoraussetzungen nachweist und kein

+

Einschreibungshindernis vorliegt. § 48 Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

+

Weiterbildungsstudierende sind berechtigt, wie eingeschriebene Studierende an

+

Wahlen teilzunehmen und Mitglied der Studierendenschaft zu werden.

+

(4) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des weiterbildenden

+

Studiums erhalten Weiterbildungszertifikate. Das Nähere regelt die

+

Prüfungsordnung.

+

(5) Für die Inanspruchnahme öffentlich-rechtlich erbrachter

+

Weiterbildungsangebote sind kostendeckende Gebühren festzusetzen und bei

+

privatrechtlichen Weiterbildungsangeboten Entgelte zu erheben. Mitgliedern der

+

Hochschule, die Aufgaben in der Weiterbildung übernehmen, kann dies nach

+

Maßgabe der §§ 39 Absatz 3, 42 Absatz 1 Satz 4, 44 Absatz 2 Satz 2 vergütet

+

werden.

+

§ 62a (Fn 10) Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

+

§ 62a

+

(Fn

+

10

+

)

+

Studium in Teilzeit; Teilzeitstudium

+

(1) Die Hochschule soll das Lehrangebot so organisieren,

+

dass das Studium auch als Teilzeitstudium erfolgen kann.

+

(2) Die Hochschule prüft, ob und inwieweit die von ihr angebotenen

+

Studiengänge für ein Studium in Teilzeit geeignet sind; Absatz 1 bleibt

+

unberührt. Die Liste der für ein Studium in Teilzeit geeigneten Studiengänge

+

ist in geeigneter Weise zu veröffentlichen.

+

(3) In der Prüfungsordnung kann für Studierende in Teilzeit

+

nach § 48 Absatz 8 eine individualisierte Regelstudienzeit in vollen Semestern

+

geregelt werden, deren Dauer dem Verhältnis der Arbeitsbelastung des

+

Studierenden in Teilzeit zu der Arbeitsbelastung eines Studierenden in Vollzeit

+

und damit der generellen Regelstudienzeit dem Verhältnis nach entspricht.

+

(4) Die Einschreibungsordnung kann vorsehen, dass

+

Studierende in Teilzeit nach § 48 Absatz 8 innerhalb ihres gewählten

+

Studienganges nur entsprechend dem Verhältnis der generellen Regelstudienzeit

+

zu ihrer individualisierten Regelstudienzeit zum Besuch von Lehrveranstaltungen

+

berechtigt sind, Studien- und Prüfungsleistungen erbringen können,

+

Teilnahmevoraussetzungen im Sinne des § 64 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 oder

+

Leistungspunkte erwerben oder Prüfungen ablegen können; § 59 bleibt ansonsten

+

unberührt.

+

§ 62b (Fn 33) Vertretung der Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischerErkrankung

+

§ 62b

+

(Fn

+

33

+

)

+

Vertretung der Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischer

+

Erkrankung

+

(1) Die Hochschule bestellt eine Person, die nach Maßgabe

+

des Absatzes 2 als Beauftragte oder Beauftragter für Studierende mit

+

Behinderung oder chronischer Erkrankung die Belange dieser Studierenden

+

wahrnimmt. Die Grundordnung regelt Wählbarkeit, Wahl, Bestellung und Amtszeit.

+

Die Grundordnung kann vorsehen, dass die beauftragte Person, sofern sie in

+

einem Dienst- oder Beschäftigungsverhältnis zur Hochschule steht, in einem

+

angemessenen Umfang von ihrer dienstlichen Tätigkeit freigestellt wird. Auf

+

Antrag werden die Kosten für den Geschäftsbedarf der beauftragten Person von

+

der Hochschule entsprechend § 40 des Landespersonalvertretungsgesetzes

+

übernommen.

+

(2) Die beauftragte Person wirkt darauf hin, dass den

+

besonderen Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderung oder chronischer

+

Erkrankung Rechnung getragen wird und insbesondere die zu ihren Gunsten

+

geltenden Rechtsvorschriften beachtet werden. Sie wirkt insbesondere bei der

+

Planung und Organisation der Lehr- und Studienbedingungen und beim

+

Nachteilsausgleich hinsichtlich des Zugangs und der Zulassung zum Studium,

+

hinsichtlich des Studiums und hinsichtlich der Prüfungen mit. Sie behandelt

+

Beschwerden von Betroffenen. Beanstandet die beauftragte Person eine Maßnahme,

+

hat die Beanstandung aufschiebende Wirkung. Wird keine Abhilfe geschaffen, ist

+

das Rektorat zu beteiligen.

+

(3) Im Rahmen der Aufgaben nach Absatz 2 sind das Rektorat,

+

die Leitung von wissenschaftlichen Einrichtungen und von Betriebseinheiten

+

sowie die Fachbereichsleitung der beauftragten Person gegenüber

+

auskunftspflichtig. Die beauftragte Person kann gegenüber allen Gremien der

+

Hochschule Empfehlungen und Stellungnahmen abgeben.

+

(4) Die Beauftragten für die Studierenden mit Behinderung

+

oder chronischer Erkrankung können sich zu einer Arbeitsgemeinschaft

+

zusammenschließen und sich eine Satzung geben. Die Satzung ist zu veröffentlichen.

+

Die Kosten für den Geschäftsbedarf dieser Arbeitsgemeinschaft werden vom

+

Ministerium entsprechend § 40 des Landespersonalvertretungsgesetzes übernommen,

+

ebenso wie die Kosten einer angemessenen Freistellung.

+

Kapitel 2

+

Prüfungen

+

§ 63 (Fn 10) Prüfungen

+

§ 63

+

(Fn

+

10

+

)

+

Prüfungen

+

(1) Der Studienerfolg wird durch Hochschulprüfungen,

+

staatliche oder kirchliche Prüfungen festgestellt, die studienbegleitend

+

abgelegt werden sollen; während der Prüfungen müssen die Studierenden

+

eingeschrieben sein. Studiengänge, die mit dem Bachelorgrad, dem Mastergrad

+

oder dem Abschlussgrad „Magister Theologiae“ abgeschlossen werden, sind zu

+

modularisieren und mit einem Leistungspunktesystem auszustatten, das das

+

Europäische Credit-Transfer-System (ECTS) einschließt; Module sind in der Regel

+

mit nur einer Prüfung abzuschließen. Prüfungsleistungen im Rahmen eines

+

Leistungspunktesystems werden benotet, mit Leistungspunkten versehen und um

+

eine Bewertung nach der ECTS-Bewertungsskala ergänzt; diese Bewertung nach der

+

ECTS-Bewertungsskala kann auf die Vergabe der Gesamtnote beschränkt werden. Die

+

Höhe der zu vergebenden Leistungspunkte gibt den durchschnittlichen

+

Arbeitsaufwand der Studierenden für alle zum Modul gehörenden Leistungen

+

wieder.

+

(2) Die Prüfungsordnungen können vorsehen, dass Leistungen

+

von Prüfungen, die im ersten Semester oder in den ersten beiden Semestern

+

abgelegt worden sind, nicht benotet werden oder dass ihre Benotung nicht in die

+

Gesamtnote einfließt.

+

(3) Prüfungstermine sollen so angesetzt werden, dass infolge

+

der Terminierung keine Lehrveranstaltungen ausfallen.

+

(4) Studierenden des gleichen Studienganges soll bei

+

mündlichen Prüfungen die Teilnahme als Zuhörerinnen und Zuhörer ermöglicht

+

werden, sofern nicht eine Kandidatin oder ein Kandidat widerspricht. Die

+

Teilnahme erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des

+

Prüfungsergebnisses an die Kandidatinnen und Kandidaten. Das Nähere regelt die

+

Prüfungsordnung.

+

(5) Die Hochschulen und die staatlichen Prüfungsämter können

+

von den Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten eine Versicherung an Eides

+

Statt verlangen und abnehmen, dass die Prüfungsleistung von ihnen selbständig

+

und ohne unzulässige fremde Hilfe erbracht worden ist. Wer vorsätzlich

+

1. gegen eine die Täuschung über Prüfungsleistungen

+

betreffende Regelung einer Hochschulprüfungsordnung oder

+

2. gegen eine entsprechende Regelung einer staatlichen oder

+

kirchlichen Prüfungsordnung

+

verstößt, handelt ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit

+

kann mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden. Die Hochschulen

+

können das Nähere in einer Ordnung regeln. Zuständige Verwaltungsbehörde für

+

die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach Satz 2 Nummer 1 ist

+

die Kanzlerin oder der Kanzler sowie nach Satz 2 Nummer 2 das staatliche

+

Prüfungsamt. Im Falle eines mehrfachen oder sonstigen schwerwiegenden

+

Täuschungsversuches kann der Prüfling zudem exmatrikuliert werden.

+

(6) Die Prüfungsanforderungen und -verfahren sind so zu

+

gestalten, dass die letzte Prüfung innerhalb der generellen Regelstudienzeit

+

vollständig abgelegt werden kann.

+

(7) Für den Nachweis der krankheitsbedingten

+

Prüfungsunfähigkeit reicht eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der

+

Prüfungsunfähigkeit hin, es sei denn, es bestehen zureichende tatsächliche

+

Anhaltspunkte, die eine Prüfungsfähigkeit als wahrscheinlich annehmen oder

+

einen anderen Nachweis als sachgerecht erscheinen lassen. Bestehen derartige

+

Anhaltspunkte, ist die Hochschule berechtigt, auf ihre Kosten eine ärztliche

+

Bescheinigung einer Vertrauensärztin oder eines Vertrauensarztes der Hochschule

+

zu verlangen; die oder der Studierende muss zwischen mehreren

+

Vertrauensärztinnen oder Vertrauensärzten wählen können. Eine Einholung

+

amtlicher Bescheinigungen, Zeugnisse oder Gutachten der unteren Gesundheitsbehörden

+

nach § 19 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes

+

Nordrhein-Westfalen vom 25. November 1997 (

+

GV. NRW. S. 430

+

), das zuletzt durch

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 30. April 2013 (

+

GV. NRW. S. 202

+

) geändert worden

+

ist, findet nicht statt.

+

(8) Die Grundordnung kann zulassen oder vorsehen, dass in

+

dem Prüfungsausschuss Vertreterinnen und Vertreter der Gruppe nach § 11 Absatz

+

1 Satz 1 Nummer 3 nicht vertreten sein müssen und dass abweichend von § 12

+

Absatz 1 Satz 5 dem Prüfungsausschuss auch Mitglieder des Fachbereichs

+

angehören dürfen, die nicht Mitglieder des Fachbereichsrats sind.

+

§ 63a (Fn 34) Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen

+

§ 63a

+

(Fn

+

34

+

)

+

Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen

+

(1) Prüfungsleistungen, die in Studiengängen an anderen

+

staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen, an staatlichen oder

+

staatlich anerkannten Berufsakademien, in Studiengängen an ausländischen

+

staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen oder in einem anderen

+

Studiengang derselben Hochschule erbracht worden sind, werden auf Antrag

+

anerkannt, sofern hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen kein wesentlicher

+

Unterschied zu den Leistungen besteht, die ersetzt werden; eine Prüfung der

+

Gleichwertigkeit findet nicht statt. Das Gleiche gilt hinsichtlich

+

Studienabschlüssen, mit denen Studiengänge im Sinne des Satzes 1 abgeschlossen

+

worden sind. Die Anerkennung im Sinne der Sätze 1 und 2 dient der Fortsetzung

+

des Studiums, dem Ablegen von Prüfungen, der Aufnahme eines weiteren Studiums

+

oder der Zulassung zur Promotion.

+

(2) Es obliegt der antragstellenden Person, die

+

erforderlichen Informationen über die anzuerkennende Leistung bereitzustellen.

+

Die Beweislast dafür, dass ein Antrag im Sinne des Absatzes 1 die

+

Voraussetzungen für die Anerkennung nicht erfüllt, liegt bei der Stelle, die

+

das Anerkennungsverfahren durchführt.

+

(3) Entscheidungen über Anträge im Sinne des Absatzes 1

+

werden innerhalb einer von der Hochschule im Voraus festgelegten angemessenen

+

Frist getroffen.

+

(4) Auf der Grundlage der Anerkennung nach Absatz 1 kann und

+

auf Antrag der oder des Studierenden muss die Hochschule in ein Fachsemester

+

einstufen, dessen Zahl sich aus dem Umfang der durch die Anerkennung erworbenen

+

ECTS-Leistungspunkte im Verhältnis zu dem Gesamtumfang der im jeweiligen

+

Studiengang insgesamt erwerbbaren ECTS-Leistungspunkten ergibt. Ist die

+

Nachkommastelle kleiner als fünf, wird auf ganze Semester abgerundet, ansonsten

+

wird aufgerundet.

+

(5) Wird die auf Grund eines Antrags im Sinne des Absatzes 1

+

begehrte Anerkennung versagt, kann unbeschadet der verfahrens- oder

+

prozessrechtlichen Fristen die antragstellende Person eine Überprüfung der

+

Entscheidung durch das Rektorat beantragen, soweit die Anerkennung nicht einen

+

Studiengang betrifft, der mit einer staatlichen oder kirchlichen Prüfung

+

abgeschlossen wird; das Rektorat gibt der für die Entscheidung über die

+

Anerkennung zuständigen Stelle eine Empfehlung für die weitere Behandlung des

+

Antrags.

+

(6) Soweit Vereinbarungen und Abkommen der Bundesrepublik

+

Deutschland mit anderen Staaten über Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich

+

(Äquivalenzabkommen) Studierende ausländischer Staaten abweichend von Absatz 1

+

begünstigen, gehen die Regelungen der Äquivalenzabkommen vor.

+

(7) Auf Antrag kann die Hochschule auf andere Weise als

+

durch ein Studium erworbene Kenntnisse und Qualifikationen auf der Grundlage

+

vorgelegter Unterlagen anerkennen, wenn diese Kenntnisse und Qualifikationen

+

den Prüfungsleistungen, die sie ersetzen sollen, nach Inhalt und Niveau

+

gleichwertig sind. Sie soll diese Kenntnisse und Qualifikationen bei

+

Gleichwertigkeit im Sinne des Satzes 1 anerkennen, wenn die Kriterien und das

+

Verfahren, die oder das für die Anerkennung in der Hochschule gelten, im Rahmen

+

einer Akkreditierung überprüft worden sind. Die Hochschulen regeln das Nähere

+

zu Satz 1 in der Prüfungsordnung, insbesondere ob und unter welchen

+

Voraussetzungen und in welchem Umfang diese Kenntnisse und Qualifikationen

+

anerkannt werden können. Die Prüfungsordnung kann auch eine Einstufungsprüfung

+

vorsehen. Die Hochschulen können die Anerkennung der Kenntnisse und

+

Qualifikationen nach den Sätzen 1 und 2, die durch bestimmte berufliche Aus-

+

und Fortbildungen vermittelt werden, in allgemeiner Form regeln. Sie

+

veröffentlichen diese Regelungen. Eine Anerkennung über einen Umfang von bis

+

zur Hälfte der zu erbringenden Prüfungsleistungen hinaus ist nur dann zulässig,

+

wenn

+

1. die Hochschule für die Anerkennung ein

+

Qualitätssicherungskonzept entwickelt hat, welches unter Einbezug externen Sachverstands

+

die einzelnen Anerkennungsentscheidungen insgesamt einem qualitätsgesicherten

+

Prüfverfahren unterzieht, und

+

2. dieses Qualitätssicherungskonzept von einer Agentur im

+

Sinne des Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 des Studienakkreditierungsstaatsvertrags erfolgreich

+

begutachtet worden ist.

+

(8) Die Hochschulen stellen in Ansehung des gegenseitigen

+

Vertrauens auf die Qualitätssicherung in den Hochschulen und der erfolgreichen

+

Akkreditierung von Studiengängen sicher, dass die Verfahren und Kriterien, die

+

bei der Anerkennung von Prüfungsleistungen und Studienabschlüssen angewendet

+

werden, durchschaubar, einheitlich und zuverlässig sind.

+

§ 64 (Fn 35) Prüfungsordnungen

+

§ 64

+

(Fn

+

35

+

)

+

Prüfungsordnungen

+

(1) Hochschulprüfungen werden auf Grund von Prüfungsordnungen

+

abgelegt, die nach Überprüfung durch das Rektorat vom Fachbereichsrat auf

+

Vorschlag des Studienbeirats zu erlassen sind. Falls der Fachbereichsrat einem

+

Vorschlag des Studienbeirats nicht folgen oder ohne einen Vorschlag entscheiden

+

will, kann er, soweit die Entscheidung organisatorische Regelungen der

+

Prüfungsordnung betrifft, mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Stimmen

+

den Vorschlag ersetzen oder ohne einen Vorschlag entscheiden; betrifft der

+

Entscheidungsgegenstand andere als organisatorische Regelungen, reicht die

+

Mehrheit seiner Stimmen. Organisatorische Regelungen im Sinne des Satzes 2 sind

+

die Anzahl der Prüfungen und der Module, das Prüfungsverfahren sowie die

+

Anordnung einer verpflichtenden Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen

+

als Teilnahmevoraussetzung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2.

+

(2) Hochschulprüfungsordnungen müssen insbesondere regeln:

+

1. Das Ziel des Studiums, den zu verleihenden Hochschulgrad

+

und die Zahl der Module,

+

2. den Inhalt, das Qualifikationsziel, die Lehrform, die

+

Teilnahmevoraussetzungen, die Arbeitsbelastung und die Dauer der

+

Prüfungsleistungen der Module,

+

3. die Voraussetzungen der in den Studiengang integrierten

+

Auslandssemester, Praxissemester oder anderen berufspraktischen Studienphasen,

+

4. die Zahl und die Voraussetzungen für die Wiederholung von

+

Prüfungsleistungen,

+

5. nachteilsausgleichende Regelungen für Studierende, die

+

auf Grund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung oder auf Grund der

+

mutterschutzrechtlichen Bestimmungen an der Ableistung einer Prüfung oder dem

+

Erwerb einer Teilnahmevoraussetzung im Sinne von Nummer 2 in der in der

+

Prüfungsordnung vorgesehenen Weise gehindert sind,

+

6. die Grundsätze der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen

+

einschließlich der Höchstfristen für die Mitteilung der Bewertung von Prüfungen

+

und die Anerkennung von in anderen Studiengängen oder an anderen Hochschulen

+

erbrachten Leistungen,

+

7. die Prüfungsorgane und das Prüfungsverfahren,

+

8. die Folgen der Nichterbringung von Prüfungsleistungen und

+

des Rücktritts von einer Prüfung sowie das innerhalb der Hochschule einheitlich

+

geregelte Nähere zur Art und Weise der Erbringung des Nachweises der

+

krankheitsbedingten Prüfungsunfähigkeit,

+

9. die Folgen von Verstößen gegen Prüfungsvorschriften,

+

10. die Einsicht in die Prüfungsakten nach den einzelnen

+

Prüfungen und die Fertigung einer Kopie oder einer sonstigen originalgetreuen

+

Reproduktion.

+

In der Prüfungsordnung kann geregelt werden, dass

+

Hochschulprüfungen in elektronischer Form oder in elektronischer Kommunikation

+

(Online-Prüfungen) abgelegt werden können. Hierbei sind insbesondere

+

Bestimmungen zum Datenschutz zu treffen.

+

(2a) Hinsichtlich des Mutterschutzes gelten die entsprechenden

+

Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes. Die Regelungen über den

+

Nachteilsausgleich nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 5 können insbesondere

+

Abweichungen im Hinblick auf die Ableistung der Prüfung, auch hinsichtlich

+

ihrer Form, auf die Dauer der Prüfung, auf die Benutzung von Hilfsmitteln oder

+

Hilfspersonen sowie auf die Zahl und die Voraussetzungen für die Wiederholung

+

von Prüfungsleistungen vorsehen; der Nachteilsausgleich wird auf Antrag

+

einzelfallbezogen gewährt. Er soll sich bei Menschen mit Behinderung oder

+

chronischer Erkrankung, soweit nicht mit einer Änderung des Krankheits- oder

+

Behinderungsbildes zu rechnen ist, auf alle im Verlauf des Studiums

+

abzuleistenden Prüfungen erstrecken. Die Sätze 2 und 3 gelten für den Erwerb

+

einer Teilnahmevoraussetzung im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2

+

entsprechend.

+

(3) Die Hochschulen können durch Prüfungsordnung oder durch

+

Ordnung regeln, dass die Anmeldung zum Erstversuch einer Prüfung spätestens

+

drei Semester

+

1. nach dem Semester, in dem der Besuch der

+

Lehrveranstaltung, dem die Prüfung nach dem Studienplan oder dem

+

Studienablaufplan zugeordnet ist, nach diesen Plänen vorgesehen war, oder

+

2. nach dem Besuch dieser Lehrveranstaltung

+

erfolgen muss; desgleichen können in der Prüfungsordnung

+

oder in einer Ordnung Fristen für die Wiederholung der Prüfung festgesetzt

+

werden. In den Fällen des Satzes 1 verlieren die Studierenden den

+

Prüfungsanspruch, wenn sie nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes die

+

Lehrveranstaltung besuchen oder sich zur Prüfung oder zur Wiederholungsprüfung

+

melden, es sei denn, sie weisen nach, dass sie das Versäumnis der Frist nicht

+

zu vertreten haben. Vorbehaltlich anderweitiger staatlicher Regelungen oder

+

Regelungen in Leistungspunktsystemen können die Hochschulen in Hochschulprüfungsordnungen

+

sowie für Studiengänge mit staatlichen oder kirchlichen Prüfungen in besonderen

+

Ordnungen vorsehen, dass die Wiederholung von Teilnahmevoraussetzungen im Sinne

+

des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 2 beschränkt werden kann.

+

(3a) Die Fristen im Sinne des Absatzes 3 verlängern sich

+

1. für die Pflege und Erziehung von minderjährigen Kindern

+

im Sinne des § 25 Absatz 5 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes um drei

+

Semester pro Kind,

+

2. für die Mitwirkung als gewählte Vertreterin oder

+

gewählter Vertreter in Organen der Hochschule, der Studierendenschaft, der

+

Fachschaften der Studierendenschaft oder der Studierendenwerke um insgesamt bis

+

zu höchstens vier Semester,

+

3. für die Wahrnehmung des Amtes der

+

Gleichstellungsbeauftragten um bis zu höchstens vier Semester,

+

4. um die Zeit der studienzeitverlängernden Auswirkungen

+

einer Behinderung oder einer schweren Erkrankung und

+

5. um bis zu drei Semestern für die Zeit, in der Studierende

+

eine Verantwortung für nahe Angehörige mit Pflege- und Unterstützungsbedarf wahrnehmen.

+

Bei Studierenden in Teilzeit nach § 48 Absatz 8 verlängern

+

sich die Fristen im Sinne des Absatzes 3 entsprechend dem Verhältnis ihres

+

Studiums in Teilzeit zum Studium in Vollzeit.

+

(4) Vor dem Erlass staatlicher Prüfungsordnungen sind die

+

betroffenen Hochschulen zu hören. Zu geltenden staatlichen Prüfungsordnungen

+

können die betroffenen Hochschulen Änderungsvorschläge vorlegen, die mit ihnen

+

zu erörtern sind. Ordnungen der Hochschule über Zwischenprüfungen oder sonstige

+

Prüfungen in Studiengängen, die mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen

+

werden, bedürfen der Zustimmung des für die Prüfungsordnung zuständigen

+

Fachministeriums im Einvernehmen mit dem Ministerium.

+

§ 65 (Fn 10) Prüferinnen und Prüfer

+

§ 65

+

(Fn

+

10

+

)

+

Prüferinnen und Prüfer

+

(1) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind die an der

+

Hochschule Lehrenden und, soweit dies zur Erreichung des Prüfungszweckes

+

erforderlich oder sachgerecht ist, die in der beruflichen Praxis und Ausbildung

+

erfahrenen Personen befugt. Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet

+

werden, die selbst mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine

+

gleichwertige Qualifikation besitzen. Die Prüferinnen und Prüfer sind in ihrer

+

Prüfungstätigkeit unabhängig von Weisungen.

+

(2) Prüfungsleistungen in schriftlichen oder mündlichen

+

Prüfungen, mit denen ein Studiengang abgeschlossen wird, und in

+

Wiederholungsprüfungen, bei deren endgültigem Nichtbestehen keine

+

Ausgleichsmöglichkeit vorgesehen ist, sind von mindestens zwei Prüferinnen oder

+

Prüfern im Sinne des Absatzes 1 zu bewerten. Darüber hinaus sind mündliche

+

Prüfungen stets von mehreren Prüferinnen oder Prüfern oder von einer Prüferin

+

oder einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin oder eines

+

sachkundigen Beisitzers abzunehmen.

+

Teil 7

+

Grade und Zeugnisse

+

§ 66 (Fn 54) Hochschulgrade, Leistungszeugnis

+

§ 66 (Fn

+

54

+

)

+

Hochschulgrade, Leistungszeugnis

+

(1) Die Hochschule verleiht auf Grund einer

+

Hochschulprüfung, mit der ein Studienabschluss in einem Studiengang erworben

+

wird, einen Bachelorgrad oder einen Mastergrad. Der Grad kann mit einem Zusatz

+

verliehen werden, der die verleihende Hochschule bezeichnet; er kann auch ohne

+

diesen Zusatz geführt werden. Auf Grund einer Kooperationsvereinbarung mit

+

einer ausländischen Hochschule kann die Hochschule deren Grad verleihen. Andere

+

akademische Grade kann die Hochschule nur in besonderen Fällen verleihen.

+

(1a) Die Universität verleiht Studierenden eines

+

Studiengangs der Rechtswissenschaft, welcher mit einer ersten Prüfung im Sinne

+

des § 1 des Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 11. März 2003 (

+

GV. NRW. S. 135, ber. S. 431

+

) in der jeweils geltenden Fassung abschließt, einen

+

Bachelorgrad, wenn sie

+

1. die Voraussetzungen für die Zulassung zur staatlichen

+

Pflichtfachprüfung gemäß § 7 Absatz 1 des Juristenausbildungsgesetzes

+

Nordrhein-Westfalen erfüllen oder zur staatlichen Pflichtfachprüfung in

+

Nordrhein-Westfalen zugelassen wurden und

+

2. die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung im Sinne des

+

§ 5 Absatz 1 des Deutschen Richtergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung

+

vom 19. April 1972 (BGBl. I S. 713), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes

+

vom 20. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 389) geändert worden ist, an einer

+

Universität in Nordrhein-Westfalen bestanden haben.

+

Die Voraussetzungen nach Satz 1 müssen erstmalig vollständig

+

zu einem Zeitpunkt gegeben sein, der nach dem 31. März 2017 liegt. Das

+

Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 1 Halbsatz 1 prüfen und

+

bescheinigen die für die staatliche Pflichtfachprüfung nach §§ 3 Absatz 1, 6

+

Absatz 1 des Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen zuständigen

+

Justizprüfungsämter. Deren Entscheidung bindet die Universitäten. Die

+

Zulassungsbescheinigung zur staatlichen Pflichtfachprüfung ersetzt eine

+

Bescheinigung nach Satz 3. Der Bachelorgrad nach Satz 1 ist ein Bachelorgrad im

+

Sinne des Absatzes 1 Satz 1. Die Verleihung nach Satz 1 erfolgt auf Antrag

+

durch die Universität, an welcher die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung

+

bestanden oder nach Maßgabe des § 63a anerkannt wurde. Das Nähere zur

+

Berechnung der Bachelornote regelt die Universität durch Ordnung, welche der

+

Zustimmung des für die Justiz zuständigen Ministeriums im Einvernehmen mit dem

+

Ministerium bedarf. Studierende, welche die staatliche Pflichtfachprüfung

+

endgültig nicht bestanden haben, können das Studium fortsetzen und die

+

universitäre Schwerpunktbereichsprüfung absolvieren.

+

(2) Die Hochschule kann den Mastergrad auch auf Grund einer

+

staatlichen oder einer kirchlichen Prüfung, mit der ein Studienabschluss

+

erworben wird, verleihen.

+

(3) Urkunden über Hochschulgrade können mehrsprachig

+

ausgestellt werden; in diesem Fall gilt Entsprechendes für das Führen des

+

Grades. Den Urkunden über die Verleihung des Hochschulgrades fügen die

+

Hochschulen eine englischsprachige Übersetzung und eine ergänzende Beschreibung

+

in englischer und deutscher Sprache (diploma supplement) bei, die insbesondere

+

die wesentlichen, dem Abschluss zugrunde liegenden Studieninhalte, den

+

Studienverlauf, die mit dem Abschluss erworbenen Kompetenzen sowie die

+

verleihende Hochschule enthalten muss.

+

(4) Für die Rücknahme der Gradverleihung gilt § 48 Absatz 1

+

und 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen. Die

+

Rücknahme ist nur innerhalb von fünf Jahren seit dem Zeitpunkt der

+

Gradverleihung zulässig. Der Zeitraum zwischen Einleitung und Beendigung eines

+

Verwaltungsverfahrens zur Prüfung der Rücknahme der Gradverleihung wird auf die

+

Fünfjahresfrist nach Satz 2 nicht eingerechnet.

+

(5) Studierende, welche die Hochschule ohne Studienabschluss

+

verlassen, erhalten auf Antrag ein Leistungszeugnis über die insgesamt

+

erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen einschließlich der erworbenen

+

ECTS-Leistungspunkte.

+

(6) Die Hochschule kann Grade nach Absatz 1 auch verleihen,

+

wenn eine andere Bildungseinrichtung auf die Hochschulprüfung auf der Grundlage

+

einer Kooperationsvereinbarung mit der Hochschule in gleichwertiger Weise

+

vorbereitet hat (Franchising der Hochschulen in der Trägerschaft des Landes).

+

Die Gradverleihung nach Satz 1 setzt voraus, dass

+

1. von der Bildungseinrichtung nur Bewerberinnen oder

+

Bewerber aufgenommen werden, die die Voraussetzungen für den Zugang zum Studium

+

an der Kooperationshochschule erfüllen und

+

2. unter der Verantwortung und Kontrolle der

+

Kooperationshochschule die Qualität und Gleichwertigkeit des Studienangebotes gesichert,

+

die Prüfungen durchgeführt und die Hochschulgrade verliehen werden.

+

Abgesehen von den Fällen des § 62 Absatz 3 darf Träger der

+

Bildungseinrichtung nicht die Hochschule sein.

+

§ 67 Promotion

+

§ 67

+

Promotion

+

(1) Durch die Promotion wird an Universitäten, auch in

+

Kooperation mit den Fachhochschulen nach § 67a, eine über das allgemeine

+

Studienziel gemäß § 58 Absatz 1 hinausgehende Befähigung zu selbständiger

+

wissenschaftlicher Arbeit nachgewiesen. Die Befähigung wird auf Grund einer

+

wissenschaftlich beachtlichen schriftlichen Arbeit (Dissertation) und weiterer

+

Prüfungsleistungen festgestellt. Auf Grund der Promotion wird der Doktorgrad

+

verliehen; § 66 Absatz 3 Satz 1 und Absatz 6 Satz 1 und 2 gilt entsprechend.

+

(2) Im Promotionsstudium sollen die Hochschulen für ihre

+

Doktorandinnen und Doktoranden forschungsorientierte Studien anbieten und ihnen

+

den Erwerb von akademischen Schlüsselqualifikationen ermöglichen. Das

+

Promotionsstudium kann als Studiengang gemäß § 60 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt

+

und in diesem Fall durch einen vorangehenden Masterabschluss gegliedert werden;

+

hinsichtlich der generellen Regelstudienzeit gilt § 61 Absatz 2 Satz 2

+

entsprechend. Die Hochschulen wirken auf die wissenschaftliche Betreuung ihrer

+

Doktorandinnen und Doktoranden hin und gewährleisten hierzu den Abschluss einer

+

Betreuungsvereinbarung.

+

(3) Das Promotionsstudium wird vom Fachbereich durchgeführt.

+

§ 26 Absatz 5 bleibt unberührt. Das Nähere regelt eine Prüfungsordnung

+

(Promotionsordnung). § 63 Absatz 5 Satz 1 bis 5 sowie § 65 Absatz 1 Satz 2

+

gelten entsprechend. Die Bewertung der Promotionsleistungen nach Absatz 1 Satz

+

2 soll spätestens sechs Monate nach Vorlage der Dissertation abgeschlossen

+

sein. Die Promotionsordnung kann die Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber

+

vorsehen.

+

(4) Zum Promotionsstudium hat Zugang, wer

+

1. einen Abschluss nach einem einschlägigen Hochschulstudium

+

mit einer generellen Regelstudienzeit von wenigstens acht Semestern, für das

+

ein anderer Grad als „Bachelor“ verliehen wird, oder

+

2. einen Abschluss nach einem einschlägigen Hochschulstudium

+

mit einer generellen Regelstudienzeit von wenigstens sechs Semestern und daran

+

anschließende angemessene, auf die Promotion vorbereitende Studien in den

+

Promotionsfächern oder

+

3. einen Abschluss eines Masterstudiengangs im Sinne des §

+

61 Absatz 2 Satz 2

+

nachweist. Die Promotionsordnung soll den Zugang vom

+

Nachweis eines qualifizierten Abschlusses abhängig machen und kann den Nachweis

+

weiterer Studienleistungen sowie sonstiger Leistungen, die die Eignung für eine

+

Promotion erkennen lassen, verlangen. Eine unterschiedliche Behandlung von

+

Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Abschluss eines Fachhochschulstudiums

+

einerseits und mit dem Abschluss eines Universitätsstudiums andererseits beim

+

Zugang zum Promotionsstudium ist nicht zulässig.

+

(5) Zugangsberechtigte nach Absatz 4 werden als

+

Doktorandinnen oder Doktoranden an der Universität eingeschrieben, an der sie

+

promovieren wollen. Die Einschreibungsordnung kann die Einschreibung unter

+

Berücksichtigung der generellen Regelstudienzeit in angemessenem Umfang

+

befristen. Im Übrigen gelten §§ 48, 49 Absatz 12, §§ 50 und 51 entsprechend.

+

(6) Die Universitäten entwickeln ihre Systeme der

+

Qualitätssicherung des Promotionsgeschehens weiter. § 7 Absatz 2 und 3 bleibt

+

unberührt.

+

§ 67a (Fn 10) Kooperative Promotion

+

§ 67a

+

(Fn

+

10

+

)

+

Kooperative Promotion

+

(1) Die Universitäten und Fachhochschulen entwickeln in

+

Kooperation Promotionsstudien im Sinne des § 67, bei denen die Erbringung der

+

Promotionsleistungen gemeinsam betreut wird. Das Nähere zu diesen Studien und

+

zur gemeinsamen Betreuung regelt die Promotionsordnung; diese soll dabei

+

vorsehen, dass Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer an Fachhochschulen an

+

der Betreuung von Promotionsstudien beteiligt sowie zu Gutachterinnen oder

+

Gutachtern oder Prüferinnen oder Prüfern bestellt werden. Die individuellen

+

Promotionsstudien sind in einer Vereinbarung zwischen einer Hochschullehrerin

+

oder einem Hochschullehrer an der Universität und einer Hochschullehrerin oder

+

einem Hochschullehrer an der Fachhochschule festzulegen. Doktorandinnen und

+

Doktoranden, die im Rahmen eines kooperativen Promotionsstudiums nach Satz 1 in

+

der Fachhochschule betreut werden, können als Doktorandinnen oder Doktoranden

+

an dieser Fachhochschule eingeschrieben werden; sie nehmen in der

+

Fachhochschule an Wahlen nicht teil. Die Einschreibung nach § 67 Absatz 5

+

bleibt von der Einschreibung nach Satz 4 unberührt. Im Übrigen gilt § 67 Absatz

+

5 Satz 2 und 3 entsprechend.

+

(2) Das Promotionskolleg für angewandte Forschung der

+

Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen nach § 67b unterstützt das kooperative

+

Promotionsstudium, berät die Universitäten, Fachhochschulen und Doktorandinnen

+

und Doktoranden hinsichtlich seiner Durchführung und berichtet dem Ministerium

+

regelmäßig über den Stand des kooperativen Promotionsstudiums. Die

+

Universitäten arbeiten hierzu mit dem Graduierteninstitut zusammen.

+

§ 67b (Fn 23) Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen inNordrhein-Westfalen

+

§ 67b

+

(Fn

+

23

+

)

+

Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen in

+

Nordrhein-Westfalen

+

(1) Das Promotionskolleg für angewandte Forschung der

+

Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen ist als hochschulübergreifende

+

wissenschaftliche Einrichtung eine Körperschaft des öffentlichen Rechts; für

+

diese Körperschaft gilt § 77a. Das Promotionskolleg gliedert sich in Fachbereiche.

+

Für diese Fachbereiche gelten die §§ 26 bis 29 nicht. Das Nähere zur

+

Organisation des Promotionskollegs regelt die Verwaltungsvereinbarung nach §

+

77a Absatz 2. Mittel des Landes werden dem Promotionskolleg in Form von

+

Zuschüssen für den laufenden Betrieb und für Investitionen bereitgestellt. Die

+

haushaltsrechtliche Behandlung der Zuschüsse erfolgt entsprechend den für

+

Hochschulen geltenden Regelungen.

+

(2) Das Ministerium kann dem Promotionskolleg oder einzelnen

+

seiner Fachbereiche auf der Grundlage einer Begutachtung durch den

+

Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung

+

das Promotionsrecht verleihen, wenn im Verhältnis zum Maßstab der Universitäten

+

in staatlicher Trägerschaft die wissenschaftliche Gleichwertigkeit entsprechend

+

des § 67 gewährleistet ist. Die Verleihung kann befristet ausgesprochen und mit

+

Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen des Satzes 1

+

dienen.

+

(3) Im Falle der Verleihung des Promotionsrechts nach

+

Maßgabe des Absatzes 2 gilt § 67 Absatz 1, Absatz 2, Absatz 3 Satz 1 und Satz 3

+

bis 5, Absatz 4, Absatz 5 Satz 2 und 3 und Absatz 6 für das Promotionskolleg

+

entsprechend. Die Verwaltungsvereinbarung regelt, an welcher Fachhochschule

+

Zugangsberechtigte nach § 67 Absatz 4 als Doktorandinnen oder Doktoranden

+

eingeschrieben werden. Die Promotionsordnung wird von dem in der

+

Verwaltungsvereinbarung bestimmten Organ des Promotionskollegs erlassen. Soweit

+

ein Studiengang nach § 67 Absatz 2 Satz 2 eingerichtet wird, wird dieser

+

Studiengang an einer Fachhochschule oder nach Maßgabe des § 77 Absatz 1 als

+

gemeinsamer Studiengang mehrerer Fachhochschulen durchgeführt; die

+

Verwaltungsvereinbarung kann zu dieser Durchführung das Nähere regeln.

+

(4) Das Promotionskolleg wirkt mit den Fachhochschulen zur

+

Erfüllung seiner Aufgaben zusammen. Die Fachhochschulen wirken mit dem

+

Promotionskolleg zur Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre zusammen.

+

Die Fachhochschulen schließen mit dem Promotionskolleg eine

+

Kooperationsvereinbarung, in der das Nähere über das Zusammenwirken geregelt

+

wird; die Kooperationsvereinbarung kann eine Kooperation mit nichtstaatlichen

+

Hochschulen vorsehen. Die Fachhochschule darf die nach der

+

Kooperationsvereinbarung durch das Promotionskolleg zu erbringenden Tätigkeiten

+

nur bei diesem nachfragen; das Promotionskolleg darf die nach der

+

Kooperationsvereinbarung durch die Fachhochschule zu erbringenden Tätigkeiten

+

nur bei dieser nachfragen.

+

§ 68 Habilitation

+

§ 68

+

Habilitation

+

(1) Die Universität kann Gelegenheit zur Habilitation geben.

+

Das Nähere regelt der jeweilige Fachbereich durch Satzung, die auch vorsehen

+

kann, dass mit erfolgreicher Habilitation der Doktorgrad mit dem Zusatz

+

„habilitatus“ oder einem ähnlichen Zusatz geführt werden kann. § 63 Absatz 5

+

Satz 1 bis 5 gilt entsprechend.

+

(2) Mit der Habilitation wird die Lehrbefähigung zuerkannt.

+

Auf Antrag der oder des Habilitierten entscheidet die Hochschule über die

+

Verleihung der Befugnis, in ihrem oder seinem Fach an der Hochschule

+

Lehrveranstaltungen selbständig durchzuführen. Auf Grund der Verleihung der

+

Befugnis zur Durchführung von Lehrveranstaltungen ist die oder der Habilitierte

+

berechtigt, die Bezeichnung „Privatdozentin“ oder „Privatdozent“ zu führen. Ein

+

Dienstverhältnis wird damit nicht begründet. Das Nähere zu den Sätzen 2 und 3

+

regelt die Hochschule.

+

§ 69 (Fn 10) Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

+

§ 69

+

(Fn

+

10

+

)

+

Verleihung und Führung von Graden und von Bezeichnungen

+

(1) Grade dürfen nur verliehen werden, wenn innerstaatliche Bestimmungen

+

es vorsehen. Bezeichnungen, die Graden zum Verwechseln ähnlich sind, dürfen

+

nicht vergeben werden.

+

(2) Von einer staatlichen oder staatlich anerkannten

+

Hochschule in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen

+

Union einschließlich der Europäischen Hochschulen in Florenz und Brügge sowie

+

der Päpstlichen Hochschulen in Rom verliehene Hochschulgrade sowie

+

entsprechende staatliche Grade können im Geltungsbereich dieses Gesetzes in der

+

verliehenen Form geführt werden. Ein sonstiger ausländischer Hochschulgrad, der

+

auf Grund einer Prüfung im Anschluss an ein tatsächlich absolviertes Studium

+

von einer nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannten Hochschule

+

ordnungsgemäß verliehen wurde, kann in der verliehenen Form unter Angabe der

+

verleihenden Institution geführt werden. Die verliehene Form des Grades kann

+

bei anderen als lateinischen Schriftarten in die lateinische Schrift übertragen

+

werden; ferner kann die im Herkunftsland zugelassene oder, soweit keine solche

+

besteht, die dort nachweislich allgemein übliche Abkürzung geführt sowie eine

+

wörtliche Übersetzung in Klammern hinzugefügt werden. Die Sätze 2 und 3 gelten

+

für ausländische staatliche und kirchliche Hochschulgrade entsprechend. Eine

+

Umwandlung in einen entsprechenden inländischen Grad ist ausgeschlossen.

+

(3) Ein ausländischer Ehrengrad, der von einer nach dem

+

Recht des Herkunftslandes zur Verleihung berechtigten Hochschule oder einer

+

anderen zur Verleihung berechtigten Stelle verliehen wurde, kann nach Maßgabe

+

der für die Verleihung geltenden Rechtsvorschriften in der verliehenen Form

+

unter Angabe der verleihenden Stelle geführt werden. Absatz 2 Satz 3 bis 5 gilt

+

entsprechend.

+

(4) Die Absätze 2 und 3 gelten für die Führung von

+

Hochschultiteln und Hochschultätigkeitsbezeichnungen entsprechend.

+

(5) Vereinbarungen und Abkommen der Bundesrepublik

+

Deutschland mit anderen Staaten über Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich und

+

Vereinbarungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland gehen den Regelungen

+

in den Absätzen 2 bis 4 vor. Soweit die Regelungen in den Absätzen 2 bis 4

+

gegenüber den von der Bundesrepublik Deutschland geschlossenen Vereinbarungen

+

und Abkommen oder gegenüber den von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland

+

geschlossenen Vereinbarungen im Einzelfall günstigere Regelungen enthalten,

+

gehen diese günstigeren Regelungen vor.

+

(6) Das Ministerium kann in begründeten Fällen durch

+

Rechtsverordnung für bestimmte Grade, Institutionen und Personengruppen

+

Ausnahmen regeln, die Betroffene gegenüber den Absätzen 2 bis 5 begünstigen.

+

Das Ministerium kann ferner durch Rechtsverordnung für bestimmte Grade eine

+

einheitliche Schreibweise in lateinischer Schrift, eine einheitliche Abkürzung

+

sowie eine einheitliche deutsche Übersetzung vorgeben. Das Ministerium kann zudem

+

durch Rechtsverordnung regeln, dass Grade, Titel,

+

Hochschultätigkeitsbezeichnungen oder sonstige Bezeichnungen, die inländischen

+

Graden gleich lauten oder zum Verwechseln ähnlich sind, nur mit einem Zusatz

+

nach Artikel 54 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des

+

Rates geführt werden dürfen. Das Ministerium kann ferner durch Rechtsverordnung

+

regeln, dass Personen eine Bezeichnung führen dürfen, die einer im

+

Hochschulbereich verwendeten Amtsbezeichnung gleichkommt oder einer solchen ähnelt;

+

das Ministerium regelt dabei zugleich die Qualitätssicherungserfordernisse der

+

Führbarkeit.

+

(7) Von den Absätzen 2 bis 6 abweichende Grade, Titel,

+

Ehrengrade, Hochschultitel oder Hochschultätigkeitsbezeichnungen dürfen nicht

+

geführt werden; das Gleiche gilt, soweit solche Bezeichnungen durch Titelkauf

+

erworben worden sind. Wer einen Grad, einen Ehrengrad, einen Hochschultitel

+

oder eine Hochschultätigkeitsbezeichnung führt, hat auf Verlangen der

+

zuständigen Behörde die Berechtigung hierzu urkundlich nachzuweisen. Das

+

Ministerium oder die von ihm beauftragte Behörde kann auch Auskunft über Höhe,

+

Rechtsgrund und Zweckbestimmung von Zahlungen verlangen, die im Zusammenhang

+

mit dem Erwerb des Grades, des Ehrengrades, des Hochschultitels oder der

+

Hochschultätigkeitsbezeichnung stehen oder geleistet wurden. Es oder sie kann

+

von der bezeichnungsführenden Person eine Versicherung an Eides statt über die

+

Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben nach den Sätzen 2 und 3 verlangen

+

und abnehmen. Eine von den Absätzen 2 bis 6 abweichende Führung eines Grades,

+

eines Ehrengrades, eines Hochschultitels oder einer

+

Hochschultätigkeitsbezeichnung kann vom Ministerium oder einer von ihm

+

beauftragten Behörde untersagt werden. Wer vorsätzlich gegen Satz 1 oder eine

+

Anordnung nach Satz 2 bis 5 verstößt, handelt ordnungswidrig. Ordnungswidrig

+

handelt ferner, wer vorsätzlich Urkunden ausstellt oder beschafft, in denen ein

+

nach den Absätzen 1 bis 6 sowie Satz 1 nicht führbarer Grad verliehen wird;

+

dies gilt für Ehrengrade, Hochschultitel und Hochschultätigkeitsbezeichnungen

+

entsprechend. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 500 000

+

Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde für die Verfolgung und

+

Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach den Sätzen 6 und 7 ist das Ministerium

+

oder eine von ihm beauftragte Behörde.

+

(8) Die Landesregierung kann an Personen, die außerhalb der

+

Hochschule wissenschaftliche, künstlerische oder kulturelle Leistungen erbracht

+

haben, die die Anforderungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 und 4, § 36 Absatz 1

+

Nummer 3 und 5, § 36 Absatz 2 oder § 36 Absatz 3 erfüllen, den Titel einer

+

Professorin oder eines Professors verleihen.

+

(9) Das Ministerium ist berechtigt, die Bewertung

+

ausländischer Hochschulqualifikationen auf der Basis des Übereinkommens über

+

die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen

+

Region vom 11. April 1997 (BGBl. 2007 II S. 712, 713) auf das Sekretariat der

+

Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik

+

Deutschland – Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen – oder auf eine

+

andere Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt und deren

+

Sitz auch in einem anderen Bundesland sein kann, zu übertragen. Es wird

+

ermächtigt, die Einzelheiten der Zuständigkeitsübertragung nach Satz 1 durch

+

Verwaltungsvereinbarung mit dem jeweiligen Bundesland zu regeln.

+

Teil 8

+

Forschung

+

§ 70 Aufgaben und Koordinierung der Forschung, Veröffentlichung

+

§ 70

+

Aufgaben und Koordinierung der Forschung, Veröffentlichung

+

(1) Die Forschung dient der Gewinnung wissenschaftlicher

+

Erkenntnisse sowie der wissenschaftlichen Grundlegung und Weiterentwicklung von

+

Lehre und Studium. Gegenstand der Forschung sind unter Berücksichtigung der

+

Aufgabenstellung der Hochschule alle wissenschaftlichen Bereiche sowie die

+

Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis einschließlich der

+

Folgen, die sich aus der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse ergeben

+

können.

+

(2) Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkte werden von

+

der Hochschule unter Berücksichtigung des Hochschulentwicklungsplans koordiniert.

+

Zur gegenseitigen Abstimmung von Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkten

+

sowie zur Planung und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben wirken die

+

Hochschulen, auch Universitäten und Fachhochschulen, untereinander, mit den

+

Kunsthochschulen, mit anderen Forschungseinrichtungen und mit Einrichtungen der

+

überregionalen Forschungsplanung und Forschungsförderung zusammen.

+

(3) Die Ergebnisse von Forschungsvorhaben sollen in

+

absehbarer Zeit nach Durchführung des Vorhabens veröffentlicht werden. Bei der

+

Veröffentlichung von Forschungsergebnissen ist jede oder jeder, die oder der

+

einen eigenen wissenschaftlichen oder wesentlichen sonstigen Beitrag geleistet

+

hat, als Mitautorin oder Mitautor oder Mitarbeiterin oder Mitarbeiter zu

+

nennen. Ihr oder sein Beitrag ist zu kennzeichnen.

+

(4) Die Hochschule berichtet in regelmäßigen Zeitabständen

+

über ihre Forschungsvorhaben und Forschungsschwerpunkte. Die Mitglieder der

+

Hochschule sind verpflichtet, bei der Erstellung des Berichts mitzuwirken.

+

§ 71 (Fn 10) Forschung mit Mitteln Dritter

+

§ 71

+

(Fn

+

10

+

)

+

Forschung mit Mitteln Dritter

+

(1) Die in der Forschung tätigen Hochschulmitglieder sind

+

berechtigt, im Rahmen ihrer dienstlichen Aufgaben auch solche

+

Forschungsvorhaben durchzuführen, die nicht aus den der Hochschule zur Verfügung

+

stehenden Haushaltsmitteln, sondern aus Mitteln Dritter finanziert werden.

+

Mittel Dritter können auch zur Durchführung von Forschungsvorhaben in den

+

Universitätskliniken und im Bereich der Krankenversorgung der

+

Universitätskliniken verwendet werden. Die Verpflichtung der in der Forschung

+

tätigen Hochschulmitglieder zur Erfüllung der übrigen Dienstaufgaben bleibt

+

unberührt. Die Durchführung von Vorhaben nach den Sätzen 1 und 2 ist Teil der

+

Hochschulforschung. Die Hochschulen dürfen auf die Personalkosten bezogene

+

personenbezogene Daten des in den Forschungsvorhaben nach Satz 1 tätigen

+

Personals verarbeiten und an die Dritten übermitteln, soweit dies für die

+

Durchführung des Vorhabens erforderlich ist; im Übrigen gelten die

+

datenschutzrechtlichen Vorschriften.

+

(2) Ein Hochschulmitglied ist berechtigt, ein Vorhaben nach

+

Absatz 1 in der Hochschule durchzuführen, wenn die Erfüllung anderer Aufgaben

+

der Hochschule, seine Freiheit in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Studium

+

sowie die Rechte und Pflichten anderer Personen dadurch nicht beeinträchtigt

+

werden und entstehende Folgelasten angemessen berücksichtigt sind; die

+

Forschungsergebnisse sind in der Regel in absehbarer Zeit zu veröffentlichen.

+

(3) Ein Forschungsvorhaben nach Absatz 1 ist dem Rektorat über

+

die Dekanin oder den Dekan anzuzeigen. Die Inanspruchnahme von Personal,

+

Sachmitteln und Einrichtungen der Hochschule darf nur untersagt oder durch

+

Auflagen beschränkt werden, soweit die Voraussetzungen des Absatzes 2 dieses

+

erfordern. Die Hochschule soll ein angemessenes Entgelt für die Inanspruchnahme

+

ihres Personals, ihrer Sachmittel und ihrer Einrichtungen verlangen. Falls das

+

Forschungsvorhaben der wirtschaftlichen Tätigkeit der Hochschule zuzuordnen

+

ist, ist ein Entgelt für anteilige Beihilfe- und Versorgungsleistungen für

+

eingesetztes verbeamtetes Personal zu erheben.

+

(4) Die Mittel für Forschungsvorhaben, die in der Hochschule

+

durchgeführt werden, sollen von der Hochschule verwaltet werden. Die Mittel

+

sind für den von der oder dem Dritten bestimmten Zweck zu verwenden und nach

+

deren oder dessen Bedingungen zu bewirtschaften, soweit gesetzliche

+

Bestimmungen nicht entgegenstehen. Treffen die Bedingungen keine Regelung, so

+

gelten ergänzend das Hochschulgesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen

+

Vorschriften. Auf Antrag des Hochschulmitgliedes, das das Vorhaben durchführt,

+

kann von der Verwaltung der Mittel durch die Hochschule abgesehen werden,

+

sofern es mit den Bedingungen der oder des Dritten vereinbar ist; Satz 3 gilt

+

in diesem Fall nicht.

+

(5) Aus Mitteln Dritter bezahlte hauptberufliche

+

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Forschungsvorhaben, die in der Hochschule

+

durchgeführt werden, sollen vorbehaltlich des Satzes 3 als Personal der

+

Hochschule im privatrechtlichen Dienstverhältnis eingestellt werden. Die

+

Einstellung setzt voraus, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter von dem

+

Hochschulmitglied, das das Vorhaben durchführt, vorgeschlagen wird. Sofern es

+

nach den Bedingungen der oder des Dritten erforderlich ist, kann das Hochschulmitglied

+

die Arbeitsverträge mit den Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern abschließen.

+

(6) Finanzielle Erträge der Hochschule aus

+

Forschungsvorhaben, die in der Hochschule durchgeführt werden, insbesondere aus

+

Einnahmen, die der Hochschule als Entgelt für die Inanspruchnahme von Personal,

+

Sachmitteln und Einrichtungen zufließen, stehen der Hochschule für die

+

Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung. Einnahmen aus der Erhebung von

+

anteiligen Beihilfe- und Versorgungsleistungen nach Absatz 3 Satz 3 sind an das

+

Land abzuführen.

+

(7) Die Absätze 1 bis 6 gelten für Entwicklungsvorhaben und

+

Vorhaben zur Förderung des Wissenstransfers sinngemäß.

+

§ 71a Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

+

§ 71a

+

Transparenz bei der Forschung mit Mitteln Dritter

+

(1) Das Rektorat informiert die Öffentlichkeit in geeigneter

+

Weise über abgeschlossene Forschungsvorhaben nach § 71 Absatz 1.

+

(2) Hinsichtlich des Schutzes personenbezogener Daten gelten

+

die §§ 9 und 10 des Informationsfreiheitsgesetzes entsprechend.

+

(3) Eine Information nach Absatz 1 findet nicht statt,

+

soweit durch die Übermittlung der Information ein Betriebs- oder

+

Geschäftsgeheimnis offenbart wird und dadurch die Gefahr des Eintritts eines

+

wirtschaftlichen Schadens entsteht. Der oder dem Dritten ist vorher Gelegenheit

+

zur Stellungnahme zu geben.

+

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für Entwicklungsvorhaben und

+

Vorhaben zur Förderung des Wissenstransfers entsprechend.

+

(5) Die Aufgabe und Befugnis der Hochschulen, die

+

Öffentlichkeit über die Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterrichten, bleibt

+

ansonsten unberührt.

+

Teil 9

+

Anerkennung als

+

Hochschulen und Betrieb nichtstaatlicher Hochschulen

+

§ 72 (Fn 48) Voraussetzungen der Anerkennung

+

§ 72

+

(Fn

+

48

+

)

+

Voraussetzungen der Anerkennung

+

(1) Bildungseinrichtungen, die nicht in der Trägerschaft des

+

Landes stehen, können vom Ministerium als Hochschulen staatlich anerkannt

+

werden.

+

(2) Die staatliche Anerkennung kann vom Ministerium erteilt

+

werden, wenn gewährleistet ist, dass

+

1. in der Hochschule die Freiheit von Wissenschaft,

+

Forschung und Lehre sowie der Kunst sichergestellt ist,

+

2. die Hochschule die Aufgaben nach § 3 Absatz 1 oder Absatz

+

2 dieses Gesetzes oder § 3 Absatz 1 des Kunsthochschulgesetzes wahrnimmt,

+

3. das Studium an dem in § 58 Absatz 1, für das Studium an

+

Kunsthochschulen an dem in § 50 des Kunsthochschulgesetzes genannten Ziel ausgerichtet

+

ist,

+

4. mindestens drei nebeneinander bestehende oder aufeinander

+

folgende und erfolgreich akkreditierte Studiengänge im Sinne des § 60 Absatz 1

+

dieses Gesetzes oder § 52 Absatz 1 des Kunsthochschulgesetzes an der Hochschule

+

vorhanden oder im Rahmen einer Ausbauplanung vorgesehen sind,

+

5. das Studium und die Abschlüsse auf Grund der

+

Prüfungsordnungen, des tatsächlichen Lehrangebotes unter Einschluss einer

+

sächlichen Mindestausstattung und des ausreichenden Zugangs zu fachbezogenen

+

Medien und einer kontinuierlichen internen und externen Qualitätssicherung den

+

wissenschaftlichen Maßstäben und anerkannten Qualitätsstandards an Hochschulen

+

in der Trägerschaft des Landes entsprechen; für das Studium an Kunsthochschulen

+

sind die wissenschaftlichen und künstlerischen Maßstäbe und Qualitätsstandards

+

an staatlichen Kunsthochschulen maßgebend,

+

6. die Studienbewerberinnen und Studienbewerber die

+

Voraussetzungen für die Aufnahme in eine entsprechende Hochschule in der

+

Trägerschaft des Landes oder in eine entsprechende staatliche Kunsthochschule

+

erfüllen,

+

7. die Lehraufgaben überwiegend von hauptberuflich Lehrenden

+

der Hochschule, die

+

a) die Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach

+

§ 36 im Falle einer Universität oder einer Fachhochschule oder nach § 29 des

+

Kunsthochschulgesetzes im Falle einer Kunsthochschule erfüllen und

+

b) in einem transparenten, wissenschaftlichen Standards entsprechenden

+

Verfahren unter maßgeblicher Mitwirkung der hauptberuflich Lehrenden der

+

Hochschule unter Beteiligung auswärtiger Gutachterinnen und Gutachter

+

ausgewählt worden sind,

+

wahrgenommen werden und alle Lehrenden die Einstellungsvoraussetzungen

+

erfüllen, die für entsprechende Tätigkeiten an Hochschulen in der Trägerschaft

+

des Landes oder im Falle einer Tätigkeit an einer Kunsthochschule für

+

entsprechende Tätigkeiten an staatlichen Kunsthochschulen gefordert werden,

+

8. die Mitglieder und Angehörigen der Hochschule an der

+

Gestaltung des Studiums in sinngemäßer Anwendung der für Hochschulen in

+

staatlicher Trägerschaft oder staatliche Kunsthochschulen geltenden Grundsätze

+

mitwirken,

+

9. akademische Belange in Forschung, Lehre und Kunst

+

hinreichend deutlich von den unternehmerischen Interessen abgegrenzt werden,

+

10. die den Träger und die Hochschule maßgeblich prägenden

+

natürlichen Personen die freiheitliche demokratische Grundordnung achten und

+

die für den Betrieb einer Hochschule erforderliche Sachkunde und

+

Zuverlässigkeit aufweisen,

+

11. der Bestand der Hochschule und des Studienbetriebs sowie

+

die Stellung des Hochschulpersonals wirtschaftlich und rechtlich dauerhaft

+

gesichert sind und die Hochschule der alleinige Geschäftsbetrieb ihres Trägers

+

ist.

+

Die Prüfungsordnungen müssen den Ordnungen der Hochschulen

+

in der Trägerschaft des Landes oder der staatlichen Kunsthochschulen

+

gleichwertig sein; § 63 Absatz 1, 2 und 5, § 63a, § 64 Absatz 2 sowie § 65

+

dieses Gesetzes sowie § 55 Absatz 1, § 56 Absatz 2 sowie § 57 des

+

Kunsthochschulgesetzes gelten entsprechend.

+

§ 73 (Fn 49) Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren; Gebühren; Kostentragung

+

§ 73

+

(Fn

+

49

+

)

+

Anerkennungsverfahren; Akkreditierungsverfahren; Gebühren; Kostentragung

+

(1) Das Ministerium spricht auf schriftlichen Antrag die

+

staatliche Anerkennung aus. Es kann zuvor eine gutachterliche Stellungnahme

+

durch den Wissenschaftsrat oder durch eine vergleichbare, vom Ministerium

+

benannte Einrichtung einholen, in der das eingereichte Konzept für die

+

Hochschule, deren Anerkennung beantragt ist, anhand der in § 72 geregelten

+

Voraussetzungen bewertet wird (Konzeptprüfung). Die Anerkennung kann befristet

+

ausgesprochen und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der

+

Voraussetzungen des § 72 dienen.

+

(2) In dem Anerkennungsbescheid werden Hochschulart, Name,

+

Sitz, Standorte, Studienorte und Träger der Hochschule sowie die Studiengänge

+

einschließlich der Hochschulgrade, auf die sich die Anerkennung erstreckt,

+

festgelegt.

+

(3) Das Ministerium ist hinsichtlich der staatlich

+

anerkannten Hochschule befugt, eine gutachterliche Stellungnahme durch den

+

Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung

+

einzuholen. Der Anerkennungsbescheid bestimmt, in welchen Fristen eine

+

derartige Stellungnahme nach Satz 1 eingeholt wird. Satz 1 gilt auch, soweit

+

die Hochschule unbefristet staatlich anerkannt ist. Wenn und soweit die

+

Voraussetzungen des § 72 vorliegen, kann der Wissenschaftsrat oder die

+

vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung auf der Grundlage seiner

+

oder ihrer Stellungnahme nach Satz 1 die institutionelle Akkreditierung oder

+

institutionelle Reakkreditierung der staatlich anerkannten Hochschule

+

aussprechen und zudem die Akkreditierung oder Reakkreditierung von der Behebung

+

von hinreichend bestimmt benannten Mängeln innerhalb von angemessenen Fristen

+

abhängig machen; Akkreditierungen und Reakkreditierungen werden in der Regel

+

auf mindestens fünf Jahre befristet. Ist die Hochschule für die Dauer von zehn

+

Jahren institutionell reakkreditiert oder verleiht ihr das Ministerium nach

+

Abschluss des Reakkreditierungsverfahrens für dieselbe Dauer die

+

institutionelle Anerkennung, wird die Anerkennung nach Absatz 1 in der Regel

+

unbefristet ausgesprochen.

+

(4) Zur Sicherung der Qualität in Studium, Forschung und

+

Lehre sowie der Grundrechte des Trägers der Hochschule, deren staatliche Anerkennung

+

beantragt ist oder die staatlich anerkannt ist, regelt das Ministerium das

+

Nähere zum Verfahren der Konzeptprüfung, der institutionellen Akkreditierung,

+

der institutionellen Reakkreditierung sowie der Begutachtung betreffend die

+

Verleihung des Promotions- oder Habilitationsrechts nach § 73a Absatz 3 durch

+

Rechtsverordnung. In der Rechtsverordnung sind insbesondere Regelungen zu

+

treffen über

+

1. die Mitwirkung des Trägers der Hochschule in den

+

Verfahren nach Satz 1,

+

2. die mehrheitlich mit externen, unabhängigen, fachlich

+

einschlägig qualifizierten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern besetzte

+

Gutachterkommission des Wissenschaftsrates oder der vergleichbaren, vom

+

Ministerium benannten Einrichtung,

+

3. die Rechte der Hochschule und ihres Trägers betreffend

+

die Gelegenheit, vor der abschließenden Entscheidung in den Verfahren nach Satz

+

1 Stellung zu nehmen,

+

4. die Einrichtung einer der Beilegung von Streitfällen

+

dienenden internen Beschwerdestelle des Wissenschaftsrates oder der

+

vergleichbaren, vom Ministerium benannten Einrichtung,

+

5. die Zustimmung zumindest eines mehrheitlich mit externen

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern besetzen Gremiums des

+

Wissenschaftsrates oder der vergleichbaren, vom Ministerium Einrichtung als

+

Voraussetzung für die abschließende Entscheidung in den Verfahren nach Satz 1

+

sowie

+

6. betreffend die Veröffentlichung des wesentlichen Inhalts

+

der gutachterlichen Stellungnahme in den Fällen des Absatzes 3 Satz 4 sowie des

+

§ 73a Absatz 3 Satz 1.

+

Bis zum Erlass der Rechtsverordnung nach Satz 1 gelten für

+

die Verfahren nach Satz 1 die Regelungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes für

+

das Land Nordrhein-Westfalen.

+

(5) In der gutachterlichen Stellungnahme nach Absatz 3 Satz

+

1 wird gegenüber dem Ministerium ausgeführt, ob und inwieweit die staatlich

+

anerkannte Hochschule den Voraussetzungen des § 72 oder des § 73a Absatz 3

+

entspricht. Die Stellungnahme benennt hinreichend bestimmt die Punkte, in denen

+

die staatlich anerkannte Hochschule diesen Anforderungen nicht oder nur eingeschränkt

+

gerecht wird. Sie trägt zur Entscheidungsgrundlage des Ministeriums bei und

+

nimmt dessen Entscheidung weder ganz noch teilweise vorweg.

+

(6) Hinsichtlich der Akkreditierung der Studiengänge gilt §

+

7 Absatz 1.

+

(7) Hinsichtlich der Gebühren für die staatliche Anerkennung

+

sowie für weitere Amtshandlungen des Ministeriums gilt § 82 Absatz 3. Die

+

Kosten der internen und externen Qualitätssicherung sind vom Träger der

+

Hochschule oder der Hochschule selbst zu tragen. Für die in Absatz 3 und § 73a

+

Absatz 3 genannten Verfahren werden Gebühren oder Auslagen nach dem

+

Gebührengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen erhoben. Für die Durchführung

+

der Verfahren kann eine Vorausleistung auf Gebühren oder Auslagen gefordert

+

werden. Die Durchführung der Verfahren kann von der Vorausleistung abhängig

+

gemacht werden.

+

§ 73a (Fn 36) Folgen der Anerkennung

+

§ 73a

+

(Fn

+

36

+

)

+

Folgen der Anerkennung

+

(1) Nach Maßgabe ihrer Anerkennung haben die staatlich

+

anerkannten Hochschulen das Recht, die Bezeichnung „Universität“,

+

„Fachhochschule“, „Kunsthochschule“ oder „Hochschule“ allein oder in einer

+

Wortverbindung oder eine entsprechende fremdsprachliche Bezeichnung zu führen.

+

Sie haben nach Maßgabe ihrer Anerkennung das Recht, Hochschulprüfungen

+

abzunehmen, Hochschulgrade zu verleihen und Zeugnisse zu erteilen. Diese

+

verleihen die gleichen Berechtigungen wie Hochschulprüfungen, Zeugnisse und

+

Hochschulgrade vergleichbarer Studiengänge an Hochschulen in staatlicher

+

Trägerschaft und staatlichen Kunsthochschulen. Das an einer staatlich

+

anerkannten Hochschule abgeschlossene Studium ist ein abgeschlossenes Studium

+

im Sinne dieses Gesetzes und des Kunsthochschulgesetzes. § 66 Absatz 1 bis 5

+

dieses Gesetzes und § 58 des Kunsthochschulgesetzes gelten entsprechend.

+

(2) Zeigt die Hochschule dem Ministerium die Ergebnisse der

+

erfolgreichen Akkreditierung weiterer Studiengänge an, kann die Anerkennung bei

+

Erfüllung der Voraussetzungen des § 72 auf weitere Studiengänge erstreckt

+

werden. Ist die Hochschule auf der Grundlage einer Begutachtung durch den Wissenschaftsrat

+

oder eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung durch das

+

Ministerium als Einrichtung institutionell anerkannt worden, erstreckt sich die

+

Anerkennung auf weitere Studiengänge, sofern und soweit diese erfolgreich

+

akkreditiert worden sind; diese Studiengänge sind dem Ministerium unverzüglich

+

anzuzeigen.

+

(3) Das Ministerium kann einer staatlich anerkannten

+

Hochschule oder einzelnen Fachbereichen der Hochschule auf der Grundlage einer

+

Begutachtung durch den Wissenschaftsrat oder eine vergleichbare, vom

+

Ministerium benannte Einrichtung das Promotionsrecht oder das

+

Habilitationsrecht verleihen, wenn im Verhältnis zum Maßstab der Universitäten

+

in staatlicher Trägerschaft oder den staatlichen Kunsthochschulen die

+

wissenschaftliche Gleichwertigkeit entsprechend den §§ 67 und 68 gewährleistet

+

ist; für staatlich anerkannte Kunsthochschulen sind die §§ 59 und 60 des

+

Kunsthochschulgesetzes maßgebend. Die Verleihung kann befristet ausgesprochen

+

und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen des

+

Satz 1 dienen.

+

(4) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich

+

anerkannte Hochschule einer oder einem hauptberuflich Lehrenden bei Vorliegen

+

der Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach §

+

36 für die Dauer der Tätigkeit an der Hochschule das Recht verleihen, die

+

Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ oder „Universitätsprofessorin“ oder

+

„Universitätsprofessor“ zu führen; die Führung einer hiervon abweichenden

+

Bezeichnung ist unzulässig. Eine hauptberufliche Tätigkeit liegt nur vor, wenn

+

sie entgeltlich ist, den Schwerpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellt und

+

den überwiegenden Teil der Arbeitskraft beansprucht. Das Ministerium kann

+

allgemein oder im Einzelfall auf die Ausübung seiner Zustimmung nach Satz 1

+

jederzeit widerruflich verzichten. Für Kunsthochschulen gelten die

+

Einstellungsvoraussetzungen des § 29 des Kunsthochschulgesetzes und die

+

Qualitätsmaßstäbe des § 31 Absatz 4 des Kunsthochschulgesetzes.

+

(4a) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich

+

anerkannte Hochschule einer hauptberuflichen Professorin oder einem

+

hauptberuflichen Professor nach Beendigung der Tätigkeit an der Hochschule das

+

Recht verleihen, die Bezeichnung „Professorin“ oder „Professor“ oder

+

„Universitätsprofessorin“ oder „Universitätsprofessor“ fortzuführen. §§ 77

+

Absatz 4 und 123 Absatz 4 des Landesbeamtengesetzes finden entsprechende

+

Anwendung. Die Zustimmung nach Satz 1 setzt eine in der Regel zehnjährige

+

hauptberufliche Tätigkeit nach Absatz 4 Satz 1 und 2 voraus. Das Ministerium

+

kann allgemein oder im Einzelfall auf die Ausübung seiner Zustimmung nach Satz

+

1 jederzeit widerruflich verzichten.

+

(5) Für außerplanmäßige Professorinnen und Professoren,

+

Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren gelten § 41 dieses Gesetzes und §

+

34 des Kunsthochschulgesetzes.

+

(6) Mit Zustimmung des Ministeriums kann die staatlich

+

anerkannte Hochschule einer medizinischen Einrichtung außerhalb der Hochschule

+

das Recht verleihen, sich als Hochschuleinrichtung zu bezeichnen, wenn sie den

+

an eine Hochschuleinrichtung zu stellenden Anforderungen in Forschung und Lehre

+

genügt. Dient eine Einrichtung außerhalb der Hochschule der praktischen

+

Ausbildung nach Maßgabe der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte, so

+

kann ihr die Hochschule mit Erlaubnis des Ministeriums eine geeignete

+

Bezeichnung, im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches

+

Lehrkrankenhaus“, verleihen. Dient eine Einrichtung außerhalb der Hochschule

+

der praktischen Ausbildung in nichtmedizinischen Gesundheitsbereichen, so kann

+

ihr die Hochschule mit Zustimmung des Ministeriums eine geeignete Bezeichnung,

+

im Falle eines Krankenhauses die Bezeichnung „Akademisches Lehrkrankenhaus“

+

nebst Nennung der spezifischen fachlichen Ausrichtung, verleihen. Die staatlich

+

anerkannte Hochschule hat die erforderlichen Nachweise beizubringen.

+

Bezeichnungen, die den Bezeichnungen nach Satz 2 und 3 zum Verwechseln ähnlich

+

sind, dürfen nicht geführt werden. Die Zustimmung kann befristet ausgesprochen

+

und mit Auflagen versehen werden, die der Erfüllung der Voraussetzungen der

+

Sätze 1, 2 und 3 dienen.

+

(7) Auf Antrag ist eine staatlich anerkannte Hochschule in

+

die zentrale Vergabe von Studienplätzen einzubeziehen. Staatlich anerkannte Hochschulen

+

können mit Hochschulen in der Trägerschaft des Landes, mit anderen staatlich

+

anerkannten Hochschulen und mit staatlichen Hochschulen zusammenwirken. § 8

+

Absatz 5 findet auf staatlich anerkannte Hochschulen Anwendung.

+

(8) Die staatliche Anerkennung begründet keinen Anspruch auf

+

staatliche Finanzhilfe.

+

§ 74 (Fn 10) Kirchliche Hochschulen

+

§ 74

+

(Fn

+

10

+

)

+

Kirchliche Hochschulen

+

(1) Die Theologische Fakultät Paderborn und die Kirchliche

+

Hochschule Wuppertal/Bethel, Körperschaft des öffentlichen Rechts, sind staatlich

+

anerkannte Hochschulen im Sinne dieses Gesetzes. Andere kirchliche

+

Bildungseinrichtungen können nach § 73 Absatz 2 als Hochschulen anerkannt

+

werden. Dabei können Ausnahmen von den Voraussetzungen des § 72 Absatz 2 Satz 1

+

Nummer 4 und 8 zugelassen werden, wenn gewährleistet ist, dass das Studium an

+

der kirchlichen Bildungseinrichtung dem Studium an einer Hochschule in der

+

Trägerschaft des Landes gleichwertig ist. Für Bildungseinrichtungen, die durch

+

eine Kirche mit der Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts

+

betrieben werden, und für Ordenshochschulen gelten die Voraussetzungen des § 72

+

Absatz 2 Satz 1 Nummer 11 als erfüllt.

+

(2) Die staatlich anerkannten kirchlichen Hochschulen

+

unterrichten das Ministerium über die Hochschulsatzung und die Berufung von

+

Professorinnen und Professoren. In den Bereichen, die der Ausbildung der

+

Geistlichen dienen, finden § 73a Absatz 4 und § 74a Absatz 2 Satz 1, Absatz 4

+

und 5 keine Anwendung.

+

(3) Für Studiengänge, die überwiegend der Aus- und Weiterbildung

+

zu und von Geistlichen oder für kirchliche Berufe dienen, gewährleisten die

+

Kirchen die Gleichwertigkeit nach § 72 Absatz 2 Satz 1 Nummer 5. § 73a Absatz 1

+

Satz 5, Absatz 3 und 5 findet keine Anwendung.

+

§ 74a (Fn 45) Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

+

§ 74a (Fn

+

45

+

)

+

Aufsicht über nichtstaatliche Hochschulen

+

(1) Das Ministerium führt die Aufsicht über die

+

nichtstaatlichen Hochschulen; § 76 Absatz 2 gilt entsprechend. Wesentliche, die

+

Anerkennung nach § 72 Absatz 2 sowie die Erstreckung nach § 73a Absatz 2

+

berührende Änderungen sind dem Ministerium anzuzeigen. Zu diesen Änderungen

+

zählen insbesondere Veränderungen des Studienangebots oder der Studiengänge,

+

Änderungen der Grundordnung oder der Hochschulstruktur, die Einrichtung oder

+

Schließung von Standorten, der Wechsel des Trägers oder personelle Änderungen

+

in der Hochschulleitung. § 74 bleibt unberührt.

+

(2) Die Einstellung von hauptberuflich Lehrenden und die

+

Änderung der mit ihnen abgeschlossenen Verträge sind dem Ministerium

+

anzuzeigen. Es kann allgemein oder im Einzelfall jederzeit widerruflich von der

+

Erfüllung der Anzeigepflicht befreien. Lehrende, zu deren Gehalt und

+

Altersversorgung ein Zuschuss gemäß § 81 Absatz 2 geleistet oder denen im Falle

+

der Auflösung der staatlich anerkannten Hochschule die Übernahme in den

+

Landesdienst zugesichert werden soll, bedürfen zur Ausübung der Tätigkeit an

+

der staatlich anerkannten Fachhochschule der Genehmigung durch das Ministerium.

+

(3) Die Promotions- und Habilitationsordnungen bedürfen der

+

Feststellung der Gleichwertigkeit mit den Ordnungen der Hochschulen in der

+

Trägerschaft des Landes durch das Ministerium.

+

(4) Der Träger sowie die Leiterinnen und Leiter der

+

nichtstaatlichen Hochschulen sind verpflichtet, dem Ministerium Auskünfte zu

+

erteilen und alle Unterlagen zugänglich zu machen, die zur Durchführung der

+

Aufsicht erforderlich sind.

+

(5) Zur Wahrnehmung der ihm obliegenden Aufsichtspflichten

+

sowie zur Feststellung und Sicherung der Voraussetzungen des § 72 und der

+

Qualitätsstandards an der Hochschule ist das Ministerium befugt, sich über die

+

Angelegenheiten der nichtstaatlichen Hochschulen zu unterrichten und hierzu

+

jederzeit sachverständige Dritte hinzu zu ziehen oder zu entsenden. Auf

+

Verlangen des Ministeriums sind die bei der Erfüllung der Aufgaben erbrachten

+

Leistungen zu bewerten; § 7 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend. Die Kosten für

+

die Hinzuziehung, die Entsendung und die Bewertung trägt die Hochschule. Das

+

Ministerium kann jederzeit Auflagen erteilen, die der Erfüllung der

+

Voraussetzungen des § 72 dienen.

+

§ 74b Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

+

§ 74b

+

Aufhebung und Erlöschen der staatlichen Anerkennung

+

(1) Die Anerkennung erlischt, wenn die Hochschule

+

1. nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntgabe des

+

Anerkennungsbescheids den Studienbetrieb aufnimmt,

+

2. ohne Zustimmung des Ministeriums länger als ein Jahr

+

nicht betrieben wird oder

+

3. der Studienbetrieb endgültig eingestellt wird.

+

Die Fristen nach Satz 1 können vom Ministerium angemessen

+

verlängert werden.

+

(2) Die staatliche Anerkennung ist aufzuheben, wenn die Voraussetzungen

+

für die Anerkennung nach § 72 im Zeitpunkt der Erteilung nicht gegeben waren,

+

später weggefallen sind oder Auflagen des Ministeriums nicht erfüllt wurden und

+

diesem Mangel trotz Aufforderung des Ministeriums innerhalb einer gesetzten

+

Frist nicht abgeholfen wird.

+

(3) Eine Rücknahme oder ein Widerruf der Anerkennung nach

+

den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land

+

Nordrhein-Westfalen bleibt unberührt.

+

(4) Der Träger ist in den Fällen der Absätze 1 bis 3 dazu

+

verpflichtet, den Studierenden die Beendigung ihres Studiums zu ermöglichen.

+

§ 75 (Fn 50) Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von Hochschulen; Franchising mitHochschulen

+

§ 75

+

(Fn

+

50

+

)

+

Betrieb von Hochschulen; Niederlassungen von Hochschulen; Franchising mit

+

Hochschulen

+

(1) Bildungseinrichtungen, die nicht in der Trägerschaft des

+

Landes stehen und sich im Rechtsverkehr als Hochschule, Universität,

+

Fachhochschule, Kunsthochschule oder Kunstakademie oder mit einem Namen

+

bezeichnen, der die Gefahr einer Verwechslung mit einer der vorgenannten

+

Bezeichnungen begründet, dürfen nur betrieben werden, wenn sie staatlich

+

anerkannt sind oder die Anzeige nach Absatz 2 vorliegt. Absatz 2 findet keine

+

Anwendung auf Niederlassungen von Hochschulen eines Staates, der kein

+

Mitgliedstaat der Europäischen Union ist.

+

(2) Im Geltungsbereich dieses Gesetzes dürfen

+

Niederlassungen von staatlichen Hochschulen, Hochschulen in staatlicher

+

Trägerschaft oder staatlich anerkannten Hochschulen aus Mitgliedstaaten der

+

Europäischen Union oder aus anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

+

betrieben werden, wenn

+

1. die Niederlassung ausschließlich ihre im Herkunftsstaat

+

anerkannte, dort zugelassene oder rechtmäßig angebotene Ausbildung anbietet,

+

2. die Hochschule der Niederlassung ausschließlich ihre im

+

Herkunftsstaat anerkannten, dort zugelassenen oder rechtmäßig verliehenen

+

Hochschulqualifikationen verleiht,

+

3. die Hochschule der Niederlassung nach dem Recht des

+

Herkunftsstaates zur Verleihung der Hochschulqualifikation auch dann berechtigt

+

ist, wenn die dieser Verleihung zugrundeliegende Ausbildung in der Niederlassung

+

erfolgt, und

+

4. die Qualitätskontrolle durch den Herkunftsstaat

+

gewährleistet ist.

+

Die Einrichtung der Niederlassung ist dem Ministerium

+

mindestens drei Monate vor Aufnahme des Studienbetriebs anzuzeigen. Mit der

+

Anzeige ist das Vorliegen der Erfordernisse nach Satz 1 nachzuweisen; ansonsten

+

ist die Einrichtung unzulässig. Ist nach dem Recht des Herkunftsstaates eine

+

staatliche Anerkennung oder ein gleichwertiger staatlicher Akt erforderlich,

+

sind der Wegfall der staatlichen Anerkennung oder dieses Akts oder Änderungen

+

im Umfang der staatlichen Anerkennung oder dieses Akts durch den Herkunftsstaat

+

unverzüglich anzuzeigen. Satz 1 gilt nicht für staatliche Hochschulen des

+

Landes sowie Hochschulen in der Trägerschaft des Landes.

+

(3) Bildungseinrichtungen können auf der Grundlage einer

+

Kooperation mit einer staatlichen Hochschule, einer Hochschule in staatlicher

+

Trägerschaft oder einer staatlich anerkannten Hochschule aus Mitgliedstaaten

+

der Europäischen Union oder aus anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

+

auf einen Abschluss oder auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation einer

+

solchen Hochschule vorbereiten (Franchising im europäischen Hochschulraum),

+

wenn

+

1. von der Bildungseinrichtung nur Bewerberinnen oder

+

Bewerber aufgenommen werden, die die Voraussetzungen für den Zugang zum Studium

+

in die Kooperationshochschule erfüllen,

+

2. unter der Verantwortung und Kontrolle der

+

Kooperationshochschule die Qualität und Gleichwertigkeit des Studienangebotes

+

gesichert, die Prüfungen durchgeführt und die Kooperationshochschule ihre im

+

Herkunftsstaat anerkannten, dort zugelassenen oder rechtmäßig verliehenen

+

Hochschulqualifikationen verleiht und

+

3. die Kooperationshochschule nach dem Recht des

+

Herkunftsstaates auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung zur Verleihung

+

der Hochschulqualifikation auch dann berechtigt ist, wenn die diese Verleihung

+

vorbereitende Ausbildung in Nordrhein-Westfalen erfolgt.

+

Die erforderlichen Nachweise sind bei dem Ministerium

+

mindestens drei Monate vor Aufnahme des Betriebs einzureichen. Dem Antrag ist

+

eine Garantieerklärung der Kooperationshochschule beizufügen, nach der die

+

Voraussetzungen nach Satz 1 vorliegen. Die Bildungseinrichtung informiert die

+

Personen, die an ihrem Bildungsangebot teilnehmen, über Art, Umfang und

+

Reichweite ihrer Ausbildungsleistung. Der Betrieb der Bildungseinrichtung darf

+

erst aufgenommen werden, wenn die Voraussetzungen der Sätze 1, 2 und 8 durch

+

das Ministerium festgestellt worden sind. Satz 1 gilt nicht für staatliche

+

Hochschulen des Landes sowie Hochschulen in der Trägerschaft des Landes. Für

+

das Franchising mit Hochschulen in der Trägerschaft des Landes gilt § 66 Absatz

+

6; für das Franchising mit staatlichen Kunsthochschulen des Landes gilt § 58

+

Absatz 7 des Kunsthochschulgesetzes. Im Falle einer Kooperation mit einer

+

staatlich anerkannten Hochschule ist das Franchising zusätzlich zu den

+

Erfordernissen nach den Sätzen 1 und 2 nur dann zulässig, wenn

+

1. die Hochschule, deren Sitz sich in Nordrhein-Westfalen

+

befindet, auf der Grundlage einer Begutachtung durch den Wissenschaftsrat oder

+

eine vergleichbare, vom Ministerium benannte Einrichtung durch das Ministerium

+

als Einrichtung institutionell anerkannt worden ist oder

+

2. wenn die Hochschule, deren Sitz sich in einem anderen

+

Land der Bundesrepublik Deutschland befindet, ein der institutionellen

+

Anerkennung gleichwertiges Qualitätssicherungsverfahren erfolgreich durchlaufen

+

hat; die Bildungseinrichtung hat eine hierauf bezogene Garantieerklärung der

+

Kooperationshochschule vorzulegen.

+

Satz 8 findet auf eine Kooperation mit einer kirchlichen

+

Hochschule keine Anwendung.

+

(4) Das Anzeigeverfahren nach Absatz 2 sowie das

+

Feststellungsverfahren nach Absatz 3 können über den Einheitlichen

+

Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen nach dem Gesetz zur Bildung

+

Einheitlicher Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen vom 8. Dezember 2009 (

+

GV. NRW. S. 748

+

) abgewickelt werden. Es gelten die Bestimmungen zum Verfahren über

+

eine einheitliche Stelle nach §§ 71a bis 71d des Verwaltungsverfahrensgesetzes

+

für das Land Nordrhein-Westfalen; § 71e des Verwaltungsverfahrensgesetzes für

+

das Land Nordrhein-Westfalen findet keine Anwendung.

+

(5) Das Ministerium kann den Betrieb der Niederlassung nach

+

Absatz 2 oder die Durchführung der Vorbereitung nach Absatz 3 ganz oder teilweise

+

untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 2

+

bei der Niederlassung oder des Absatzes 3 bei der Vorbereitung nur noch zum

+

Teil oder nicht mehr vorliegen. Das Ministerium kann den Betrieb der

+

Niederlassung nach Absatz 2 oder die Durchführung der Vorbereitung nach Absatz

+

3 zudem untersagen, wenn ohne Anzeige entgegen Absatz 2 Satz 3 oder ohne

+

Feststellung entgegen Absatz 3 Satz 5 der Betrieb aufgenommen worden ist oder

+

der staatliche Akt im Sinne des Absatzes 2 Satz 4 weggefallen ist.

+

(6) Bildungseinrichtungen können auf der Grundlage einer

+

Kooperation mit einer Hochschule, deren Sitz sich in einem Staat, der kein

+

Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist, befindet, auf einen Abschluss oder

+

auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation einer solchen Hochschule

+

vorbereiten (Franchising mit Hochschulen außerhalb der Europäischen Union), wenn

+

1. diese Vorbereitung nach dem Recht des Sitzlandes der

+

Kooperationshochschule zulässig ist,

+

2. die Bildungseinrichtung die Personen, die an ihrem

+

Bildungsangebot teilnehmen wollen, vor Abschluss des Ausbildungsvertrages und

+

vor Aufnahme der Vorbereitung nachweisbar ausführlich und umfassend darüber

+

informieren, dass

+

a) sich die Qualität der Vorbereitung nach Maßgabe des Rechts des Sitzlandes

+

richtet,

+

b) sich diese Qualität daher von den wissenschaftlichen Maßstäben und

+

anerkannten Qualitätsstandards der Hochschulen in staatlicher Trägerschaft oder

+

der staatlichen Kunsthochschulen unterscheiden kann und

+

c) für die Führung der nach dem Recht des Sitzlandes zulässigerweise

+

verliehenen Hochschulqualifikation die Regelung des § 69 gilt; die

+

Bildungseinrichtung klärt über die damit verbundenen Rechtsfolgen ausführlich

+

und umfassend auf, und

+

3. die Bildungseinrichtung die Vorbereitung erst aufnimmt,

+

wenn in dem Vorbereitungsvertrag mit der Bewerberin oder dem Bewerber die

+

Inhalte nach Nummer 2 Buchstabe a bis c aufgenommen worden sind.

+

Die Bildungseinrichtung ist verpflichtet, vor Aufnahme des

+

Vorbereitungsbetriebs ihr Bildungsangebot beim Ministerium anzuzeigen. Das

+

Ministerium kann sich jederzeit darüber informieren, ob die Voraussetzungen des

+

Satzes 1 vorliegen oder vorlagen. Absatz 2 Satz 4 gilt entsprechend. Für das

+

Verfahren nach Satz 2 und 3 können Gebühren oder Auslagen nach dem Gebührengesetz

+

für das Land Nordrhein-Westfalen erhoben werden; § 73 Absatz 7 Sätze 4 und 5

+

gelten entsprechend.

+

(7) Das Ministerium kann die Durchführung der Vorbereitung

+

nach Absatz 6 ganz oder teilweise untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn

+

1. die Gefahr besteht, dass die die Bildungseinrichtung oder

+

die Kooperationshochschule maßgeblich prägenden natürlichen Personen sich nicht

+

zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen oder die für den

+

Betrieb oder die Durchführung dieser Vorbereitung erforderliche Sachkunde oder

+

Zuverlässigkeit nicht aufweisen,

+

2. gegen die Voraussetzungen oder Verpflichtungen nach

+

Absatz 6 Satz 1 oder 2 verstoßen worden ist,

+

3. die Bildungseinrichtung geschäftlich unlauter handelt oder

+

4. die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtung mit der

+

Kooperationshochschule eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung

+

darstellt, insbesondere den auswärtigen Interessen des Landes widerspricht.

+

(8) Zur Sicherung der Lauterkeit des Hochschulwesens im

+

Land, der Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der auswärtigen

+

Interessen des Landes kann das Ministerium das Nähere zu den Absätzen 6 und 7

+

durch Rechtsverordnung regeln.

+

§ 75a (Fn 45) Ordnungswidrigkeiten

+

§ 75a (Fn

+

45

+

)

+

Ordnungswidrigkeiten

+

(1) Ordnungswidrig handelt, wer im Geltungsbereich dieses

+

Gesetzes

+

1. eine Einrichtung als nichtstaatliche Hochschule oder eine

+

Ausbildung als Studiengang ohne die nach diesem Gesetz erforderliche staatliche

+

Anerkennung gemäß § 73 Absatz 1 oder § 74 Absatz 1 oder ohne Anerkennungserstreckung

+

nach § 73a Absatz 2 errichtet oder betreibt,

+

2. entgegen § 75 Absatz 2 eine Niederlassung einer

+

ausländischen Hochschule errichtet oder betreibt,

+

3. entgegen § 75 Absatz 3 ohne Feststellung eine

+

Vorbereitung anbietet oder betreibt,

+

4. unbefugt die Bezeichnung Universität, Hochschule,

+

Fachhochschule, Kunsthochschule oder Kunstakademie allein oder in einer

+

Wortverbindung oder eine entsprechende fremdsprachliche Bezeichnung verwendet

+

oder einen Namen verwendet, der die Gefahr einer Verwechslung mit einer der

+

vorgenannten Bezeichnungen begründet,

+

5. einer auf Grund dieses Gesetzes erteilten vollziehbaren

+

Auflage nach § 73 Absatz 1 Satz 3, § 73a Absatz 3 Satz 2, Absatz 6 Satz 4 oder

+

einer Aufsichtsmaßnahme nach § 74a Absatz 5 nicht nachkommt,

+

6. entgegen § 75 Absatz 6 Satz 1 Nummer 2, auch in

+

Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, die Personen, die an

+

ihrem Bildungsangebot teilnehmen wollen, nicht ordnungsgemäß informiert,

+

7. über das Vorliegen einer Voraussetzung nach § 75 Absatz 6

+

Satz 1, jeweils auch in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz

+

8, täuscht,

+

8. entgegen § 75 Absatz 6 Satz 1 Nummer 3 die Vorbereitung

+

aufnimmt oder der Verpflichtung nach § 75 Absatz 6 Satz 2 oder einer Anordnung

+

auf der Grundlage des § 75 Absatz 6 Satz 3, jeweils auch in Verbindung mit

+

einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, zuwiderhandelt oder,

+

9. entgegen einer Untersagung nach § 75 Absatz 5 oder Absatz

+

7, jeweils auch in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach § 75 Absatz 8, weiterhin

+

auf einen Abschluss oder auf die Verleihung einer Hochschulqualifikation

+

vorbereitet.

+

(2) Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 können mit einer

+

Geldbuße bis zu 500 000 Euro geahndet werden. Zuständige Verwaltungsbehörde für

+

die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach Satz 1 ist das

+

Ministerium.

+

Teil 10

+

Ergänzende

+

Vorschriften

+

§ 76 (Fn 37) Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

+

§ 76

+

(Fn

+

37

+

)

+

Aufsicht über staatlich getragene Hochschulen

+

(1) Die Hochschule nimmt ihre Aufgaben unter der Rechtsaufsicht

+

des Ministeriums wahr. Der Erlass, die Änderung oder die Aufhebung der

+

Grundordnung ist dem Ministerium unverzüglich nach ihrem Erlass anzuzeigen; die

+

entsprechende Ordnung darf nicht vor ihrer Anzeige bekannt gemacht werden. Das

+

Ministerium kann die Bekanntmachung der Ordnung nach Satz 2 untersagen, wenn

+

die Ordnung gegen Rechtsvorschriften verstößt.

+

(2) Das Ministerium kann rechtswidrige Beschlüsse, Maßnahmen

+

und Unterlassungen der Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger der

+

Hochschule unbeschadet der Verantwortung des Rektorats sowie der Dekanin oder

+

des Dekans beanstanden und Abhilfe verlangen; insbesondere kann das Ministerium

+

mit dem Verlangen eine angemessene Frist setzen, in der die notwendigen

+

Beschlüsse oder Maßnahmen zu fassen oder zu unterlassen sind. Die Beanstandung

+

hat aufschiebende Wirkung. Kommt die Hochschule einer Aufsichtsmaßnahme nach

+

Satz 1 nicht nach, so kann das Ministerium die beanstandeten Beschlüsse oder

+

Maßnahmen aufheben oder anstelle der Hochschule auf ihre Kosten das

+

Erforderliche veranlassen oder die Durchführung des Erforderlichen auf Kosten

+

der Hochschule einem anderen übertragen. Zur Durchführung des Erforderlichen

+

kann das Ministerium der Hochschule zudem Weisungen erteilen und insbesondere

+

das Erforderliche auch durch die Hochschule durchführen lassen.

+

(3) Sind Gremien dauernd beschlussunfähig, so kann sie das

+

Ministerium auflösen und ihre unverzügliche Neuwahl anordnen. Sofern und

+

solange die Befugnisse nach Absatz 2 nicht ausreichen, kann das Ministerium

+

nach Anhörung der Hochschule Beauftragte bestellen, die die Befugnisse der

+

Gremien oder einzelner Mitglieder von Gremien in dem erforderlichen Umfang

+

ausüben. Sätze 1 und 2 gelten für Funktionsträgerinnen und Funktionsträger

+

entsprechend.

+

(4) Das Ministerium kann sich jederzeit, auch durch

+

Beauftragte, über die Angelegenheiten der Hochschule informieren. Es kann an

+

den Sitzungen der Hochschulgremien teilnehmen und sich von der Hochschule

+

mündlich oder schriftlich unterrichten lassen, insbesondere die Prüfung an Ort

+

und Stelle ermöglichen sowie sich Akten und sonstige Unterlagen vorlegen

+

lassen.

+

(5) Das Ministerium kann die Befugnisse nach den Absätzen 2

+

und 3 auf die Rektorin, den Rektor, das Rektorat oder den Hochschulrat

+

jederzeit widerruflich übertragen.

+

(6) Die Hochschule ist bei der Durchführung von

+

Bundesgesetzen, die das Land im Auftrag des Bundes ausführt, an die Weisungen

+

des Fachministeriums gebunden. § 13 Absatz 1 und 3 des

+

Landesorganisationsgesetzes und Absätze 1 bis 4 gelten entsprechend.

+

(Fn

+

29

+

)

+

§ 77 (Fn 38) Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit Forschungseinrichtungen

+

§ 77

+

(Fn

+

38

+

)

+

Zusammenwirken von Hochschulen und von Hochschulen mit Forschungseinrichtungen

+

(1) Zur gegenseitigen Abstimmung und besseren Nutzung ihrer

+

Lehrangebote insbesondere durch gemeinsame Studiengänge und zur Verbesserung

+

der Studienbedingungen wirken die Hochschulen, auch Universitäten und

+

Fachhochschulen, und Kunsthochschulen zusammen. Das Nähere über das

+

Zusammenwirken regeln die beteiligten Hochschulen durch Vereinbarung; Absatz 7

+

Satz 2 gilt entsprechend. Wird zwischen Hochschulen ein gemeinsamer Studiengang

+

vereinbart, so regeln die beteiligten Hochschulen insbesondere die

+

mitgliedschaftliche Zuordnung der Studierenden des Studiengangs zu einer der

+

Hochschulen oder zu den beteiligten Hochschulen; im Falle der Einschreibung an

+

mehreren Hochschulen muss eine der beteiligten Hochschulen als Hochschule der

+

Ersteinschreibung gekennzeichnet sein. Führen Hochschulen einen Studiengang,

+

mehrere Studiengänge oder sonstige Studienangebote gemeinsam durch, kann in der

+

Vereinbarung festgelegt werden, welche der beteiligten Hochschulen die

+

erforderliche Prüfungsordnung mit Wirkung für und gegen alle beteiligten

+

Hochschulen erlässt. Staatliche Mitwirkungsrechte bleiben unberührt.

+

(2) Mehrere Hochschulen können durch Vereinbarung gemeinsame

+

Fachbereiche, Organisationseinheiten im Sinne des § 26 Absatz 5,

+

wissenschaftliche Einrichtungen und Betriebseinheiten sowie

+

Verwaltungseinrichtungen (gemeinsame Einheiten) bei einer oder mehreren der

+

beteiligten Hochschulen errichten oder Verwaltungsverbünde bilden, wenn es mit

+

Rücksicht auf die Aufgaben, Größe und Ausstattung dieser Einrichtungen

+

zweckmäßig ist; Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend. Werden die gemeinsamen

+

Einheiten bei mehreren der beteiligten Hochschulen errichtet, sind in der

+

Vereinbarung darüber hinaus die erforderlichen Regelungen über die Aufgaben und

+

Befugnisse der Rektorate, bei gemeinsamen Fachbereichen oder

+

Organisationseinheiten nach § 26 Absatz 5 zudem über die Mitwirkung in der

+

Selbstverwaltung sowie über die mitgliedschaftsrechtliche Zuordnung der

+

Studierenden zu einer oder zu den beteiligten Hochschulen zu treffen;

+

hinsichtlich der Beschäftigten arbeiten die Dienststellenleitungen und die

+

Personalvertretungen vertrauensvoll zusammen. Staatliche Mitwirkungsrechte

+

bleiben unberührt. Nehmen der Verwaltungsverbund oder die gemeinsame Einheit

+

Aufgaben der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft wahr, gilt hierfür

+

Absatz 3 Satz 3 entsprechend.

+

(3) Die Hochschule kann andere Hochschulen des Landes,

+

Behörden des Landes oder sonstige Stellen, die Aufgaben öffentlicher Verwaltung

+

wahrnehmen, im gegenseitigen Einvernehmen mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im

+

Bereich der Verwaltung beauftragen oder mit ihnen zur Erfüllung derartiger

+

Aufgaben zusammenarbeiten. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend. § 91 Absatz 1 bis

+

3 des Landesbeamtengesetzes bleibt unberührt.

+

(4) Die Hochschulen wirken untereinander sowie mit den Kunsthochschulen

+

bei der Lehre, Forschung und Kunstausübung dienenden dauerhaften Erbringung und

+

Fortentwicklung der medien-, informations- und kommunikationstechnischen

+

Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2, des Medien-, Informations- und

+

Kommunikationsmanagements sowie der Medien-, Informations- und

+

Kommunikationstechnik zusammen, soweit dies sachlich geboten und unter

+

organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien möglich ist. Die

+

Zusammenarbeit dient der effizienten und effektiven Erbringung der

+

Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2 insbesondere durch die Nutzung und

+

den Aufbau hochschulübergreifender kooperativer Strukturen. Die Hochschulen

+

bedienen sich zur Erledigung ihrer Aufgaben in der Erbringung der

+

Dienstleistungen im Sinne des § 29 Absatz 2 auch der Dienstleistungen des

+

Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie sollen den

+

Einsatz der Datenverarbeitung in den Hochschulbibliotheken im Benehmen mit dem

+

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen planen. Das Nähere

+

zu dem Zusammenwirken kann durch öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung

+

geregelt werden; Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend.

+

(5) Soweit dies zweckmäßig ist, kann das Ministerium regeln,

+

dass Aufgaben im Bereich der Verwaltung der Einrichtungen im Geschäftsbereich

+

des Ministeriums, insbesondere der Universitätskliniken, von anderen

+

Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums oder im Einvernehmen mit

+

anderen Hochschulen, Behörden des Landes oder sonstigen Stellen, die Aufgaben

+

öffentlicher Verwaltung wahrnehmen, wahrgenommen werden, oder dass die

+

Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums zur Erfüllung dieser

+

Aufgaben mit derartigen Stellen mit deren Einvernehmen zusammenwirken.

+

Tätigkeiten, die Gegenstand einer Regelung nach Satz 1 sind, dürfen nur bei dem

+

jeweiligen Partner des Zusammenwirkens nachgefragt werden. Besteht die Aufgabe,

+

deren Wahrnehmung übertragen oder zu deren Erfüllung zusammengewirkt werden

+

soll, in Aufgaben der Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft,

+

insbesondere in solchen der dienstherrenübergreifenden Bearbeitung oder

+

Festsetzung der Beihilfe, gilt für die Wahrnehmung oder Erledigung dieser

+

Aufgabe Absatz 3 Satz 3 entsprechend.

+

(6) Mit vom Land oder auf der Grundlage des Artikels 91b des

+

Grundgesetzes gemeinsam von Bund und Ländern geförderten Einrichtungen der

+

wissenschaftlichen Forschung außerhalb von Hochschulen (außeruniversitäre

+

Forschungseinrichtungen) können Hochschulen durch Vereinbarung

+

Organisationseinheiten im Sinne des § 26 Absatz 5, wissenschaftliche

+

Einrichtungen und Betriebseinheiten sowie Verwaltungseinrichtungen

+

(übergreifende gemeinsame Einheiten) bei einer oder mehreren der beteiligten

+

Hochschulen oder bei einer oder mehreren der beteiligten außeruniversitären

+

Forschungseinrichtungen errichten oder Verwaltungsverbünde bilden, wenn dies

+

mit Rücksicht auf die Aufgaben, Größe und Ausstattung dieser Einrichtungen

+

zweckmäßig ist. Die übergreifende gemeinsame Einheit nimmt Aufgaben nach § 3

+

(hochschulische Aufgaben) und die Aufgaben einer außeruniversitären

+

Forschungseinrichtung (außeruniversitäre Forschungsaufgaben) wahr. Hinsichtlich

+

der Erfüllung der hochschulischen Aufgabe gelten die Vorschriften dieses

+

Gesetzes. Die Erfüllung der außeruniversitären Forschungsaufgabe richtet sich

+

nach den hierfür geltenden Bestimmungen. In der Vereinbarung sind die Aufgaben

+

der Einheit, ihre Organe, die Aufgaben und Befugnisse dieser Organe sowie der

+

Einfluss der Hochschule und der außeruniversitären Forschungseinrichtung auf die

+

Einheit zu regeln. Absatz 7 Satz 2 gilt entsprechend. Wird die übergreifende

+

Einheit in Form einer gemeinsamen Organisationseinheit nach § 26 Absatz 5

+

errichtet, regelt die Vereinbarung zudem die Mitwirkung in der Selbstverwaltung

+

sowie die erforderlichen mitgliedschaftsrechtlichen Zuordnungen. Wird die

+

übergreifende gemeinsame Einheit unter Beteiligung mehrerer Hochschulen

+

errichtet, sind in der Vereinbarung auch die erforderlichen Regelungen über die

+

Aufgaben und Befugnisse der Rektorate zu treffen. Hinsichtlich der

+

Beschäftigten arbeiten die Dienststellenleitungen und die Personalvertretungen

+

vertrauensvoll zusammen. Staatliche Mitwirkungsrechte bleiben unberührt. Nehmen

+

der Verwaltungsverbund oder die übergreifende gemeinsame Einheit Aufgaben der

+

Personalverwaltung oder der Personalwirtschaft wahr, gilt hierfür Absatz 3 Satz

+

3 entsprechend.

+

(7) Die Hochschulen können mit anderen Hochschulen gemeinsam

+

Forschungsvorhaben im Sinne der §§ 70 und 71 durchführen; sie können das Nähere

+

durch öffentlich-rechtliche Kooperationsvereinbarung regeln. Die nach der

+

Kooperationsvereinbarung zu erbringenden Tätigkeiten dürfen nur bei dem

+

jeweiligen Kooperationspartner oder den jeweiligen Kooperationspartnern

+

nachgefragt werden.

+

§ 77a (Fn 23, 45) Errichtung juristischer Personen des öffentlichen Rechts durch Hochschulen

+

§ 77a

+

(Fn

+

23

+

,

+

45

+

)

+

Errichtung juristischer Personen des öffentlichen Rechts durch Hochschulen

+

(1) Die Hochschule ist berechtigt, zur Erfüllung von

+

Hochschulaufgaben mit anderen Hochschulen oder juristischen Personen des

+

öffentlichen oder des privaten Rechts auf der Grundlage einer

+

öffentlich-rechtlichen Verwaltungsvereinbarung oder, im Falle von Nummer 1,

+

selbst durch Ordnung

+

1. Stiftungen oder Anstalten des öffentlichen Rechts mit

+

eigener Rechtspersönlichkeit sowie

+

2. Verbände mit eigener Rechtspersönlichkeit in Form einer

+

Körperschaft des öffentlichen Rechts (Hochschulverbund)

+

zu errichten. Die Ordnung oder die Verwaltungsvereinbarung

+

muss gewährleisten, dass in der Stiftung oder der Anstalt die sie errichtende

+

Hochschule oder die sie errichtenden Hochschulen einen beherrschenden Einfluss

+

besitzen; Absatz 4 bleibt unberührt.

+

(2) In der Ordnung oder der Verwaltungsvereinbarung sind

+

insbesondere Regelungen zu treffen zu

+

1. dem Zweck und den Aufgaben der juristischen Person,

+

2. ihrem Namen,

+

3. ihren Organen sowie deren Zuständigkeit und

+

Verfahrensregelungen; es ist vorzusehen

+

a) ein Vorstand, der die

+

Vertretung der juristischen Person gegenüber Dritten und die operativen

+

Aufgaben wahrnimmt, sowie

+

b) ein Stiftungs- oder

+

Anstaltsrat sowie bei dem Hochschulverbund eine Versammlung der

+

Verbandsmitglieder, die oder der über grundsätzliche Angelegenheiten

+

entscheidet, den Vorstand wählt und überwacht sowie beim Hochschulverbund

+

Verbandsordnungen erlässt,

+

4. der Finanzierung der Aufgabenwahrnehmung durch die

+

juristische Person einschließlich der Verteilung von Personal, Vermögen und

+

Schulden im Falle ihrer Auflösung.

+

(3) Der Erlass der Ordnung sowie ihre Änderung oder

+

Aufhebung bedarf der Zustimmung des Ministeriums. Das Gleiche gilt hinsichtlich

+

des Abschlusses der Verwaltungsvereinbarung. Die Verwaltungsvereinbarung und

+

der Zustimmungserlass werden im Ministerialblatt für das Land

+

Nordrhein-Westfalen bekanntgemacht. Die Stiftung, die Anstalt oder der

+

Hochschulverbund entsteht mit dem Tag der Bekanntmachung des

+

Zustimmungserlasses, sofern im Zustimmungserlass nichts anderes bestimmt ist.

+

Soweit die Stiftung oder die Anstalt durch Ordnung errichtet wird, entsteht sie

+

mit dem Tag, der in der Ordnung als Errichtungstag geregelt ist.

+

(4) Für die ausschließlich durch eine Hochschule errichtete

+

Stiftung oder Anstalt gelten hinsichtlich der Hinwirkungsbefugnis des Rektorats

+

§ 16 Absatz 3 Satz 1 entsprechend sowie hinsichtlich der Befugnisse des

+

Rektorats § 16 Absatz 3, 4 und 5 Satz 1 bis 3 mit der Maßgabe entsprechend,

+

dass an die Stelle des Hochschulrats nach § 16 Absatz 4 Satz 3 der Stiftungs-

+

oder der Anstaltsrat tritt. Die Ordnung kann eine weitergehende Aufsicht des

+

Rektorats vorsehen.

+

(5) Die Stiftung, die Anstalt und der Hochschulverbund

+

untersteht der Rechtsaufsicht des Ministeriums; § 76 Absatz 2 bis 6 gilt

+

entsprechend. § 5 Absatz 7 Satz 4 gilt für die Stiftung, die Anstalt oder den

+

Hochschulverbund entsprechend. Das Ministerium kann Verwaltungsvorschriften zur

+

Haushalts- und Wirtschaftsführung der Stiftung, der Anstalt oder des

+

Hochschulverbunds erlassen.

+

(6) Sofern die juristische Person Aufgaben in Forschung und

+

Lehre wahrnehmen soll, gelten § 4 und § 11 Absatz 2 und 3 entsprechend. Für die

+

Gewährleistung dieser Rechte ist durch geeignete organisatorische Regelungen in

+

der Verwaltungsvereinbarung oder in der die Stiftung oder die Anstalt

+

errichtenden Ordnung Sorge zu tragen.

+

(7) Die Verwaltungsvereinbarung kann vorsehen, dass der

+

Hochschulverbund das Recht der Selbstverwaltung im Rahmen der Gesetze besitzt.

+

Im Rahmen der Gesetze und der Verwaltungsvereinbarung in der Form des

+

Zustimmungserlasses kann der Verbund seine Angelegenheiten durch Satzung regeln.

+

(8) Hinsichtlich der Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der

+

Verwaltung oder des Zusammenwirkens zur Erfüllung derartiger Aufgaben gilt für

+

die Stiftung, die Anstalt oder den Hochschulverbund § 77 Absatz 3 entsprechend.

+

Sofern die Hochschule im Rahmen ihrer Aufgaben mit der Stiftung, der Anstalt

+

oder dem Hochschulverbund oder die Stiftung, die Anstalt oder der

+

Hochschulverbund im Rahmen ihrer Aufgaben mit einer Hochschule, einer Behörde

+

oder einer sonstigen Stelle, die Aufgaben öffentlicher Verwaltung wahrnimmt,

+

auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zusammenwirkt, dürfen die nach

+

dieser öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung zu erbringenden

+

Tätigkeiten nur bei dem jeweiligen Kooperationspartner nachgefragt werden.

+

§ 77b (Fn 23) Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität in Hagen

+

§ 77b

+

(Fn

+

23)

+

Besondere Vorschriften betreffend die Fernuniversität in Hagen

+

(1) Die Fernuniversität in Hagen erfüllt die ihr obliegenden

+

Aufgaben in Lehre, Studium und Weiterbildung im Wege des Fernstudiums und unter

+

Berücksichtigung der Anforderungen für ein Lebenslanges Lernen. Zur

+

Durchführung des Fernstudiums bedient sie sich im Rahmen eines

+

Blended-Learning-Ansatzes verschiedener Medien. Unbeschadet des Einsatzes

+

gedruckter Studienmaterialien bedient sie sich insbesondere

+

Online-Lehrangeboten in Form elektronisch basierter Methoden und Instrumente

+

und öffnet sich für weitere Zielgruppen.

+

(2) Die Fernuniversität in Hagen ergreift Maßnahmen, sich im

+

Bereich der Lehre, des Studiums und der Weiterbildung zu einer online basierten

+

Universität weiter zu entwickeln.

+

(3) Die Fernuniversität in Hagen kann regeln, dass für eine

+

Einschreibung in einen Studiengang der Nachweis des Vorliegens der

+

Zugangsvoraussetzungen nach § 49 nicht erforderlich ist; im Falle einer

+

derartigen Regelung kann der akademische Grad nur verliehen oder zu einer

+

staatlichen oder kirchlichen Prüfung nur zugelassen werden, sofern dieser

+

Nachweis bis zum Abschluss des Studiums erbracht wird. Die Fernuniversität in

+

Hagen kann zudem regeln, dass auch Gasthörerinnen und Gasthörer berechtigt

+

sind, Prüfungen abzulegen und auf der Grundlage dieser Prüfungen ein Zertifikat

+

der Fernuniversität in Hagen zu erhalten.

+

(4) Zur Verbesserung des Studienerfolgs und der Entwicklung

+

und Verwendung von Online-Lehrangeboten sowie zu ihrer Weiterentwicklung kann

+

die Fernuniversität in Hagen das Nähere zu den Absätzen 1 bis 3 durch Ordnung

+

regeln und dabei von den Bestimmungen der §§ 48 bis 52, 60 bis 62a sowie 66

+

abweichende Regelungen treffen. Werden von diesen Bestimmungen des

+

Hochschulgesetzes abweichende Regelungen getroffen, bedarf die Ordnung des

+

Einvernehmens des Ministeriums.

+

§ 77c (Fn 23) Landesarbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen

+

§ 77c

+

(Fn

+

23)

+

Landesarbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen

+

(1) Die nach § 94 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch –

+

Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – gebildeten

+

Schwerbehindertenvertretungen der Hochschulen und der sonstigen Einrichtungen,

+

die der Aufsicht des Ministeriums unterstehen, können sich zu einer

+

Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen und sich eine Satzung geben. Die Satzung

+

ist zu veröffentlichen.

+

(2) Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft gehören die

+

Koordination der Belange der schwerbehinderten Beschäftigten und die

+

vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ministerium.

+

(3) Die Kosten für den Geschäftsbedarf der

+

Arbeitsgemeinschaft werden vom Ministerium entsprechend § 40 des

+

Landespersonalvertretungsgesetzes übernommen, ebenso wie die Kosten einer

+

erforderlichen Freistellung.

+

(4) Reisen zu den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft gelten

+

als Dienstreisen in Anwendung des Landesreisekostengesetzes.

+

§ 77d (Fn 46) Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem Lehramtsstudium

+

§ 77d (Fn

+

46

+

)

+

Studium eines Erweiterungsfaches nach abgeschlossenem Lehramtsstudium

+

(1) Das Studium, welches für den Erwerb einer Lehrbefähigung

+

für ein weiteres Fach im Sinne des § 16 des Lehrerausbildungsgesetzes

+

(Erweiterungsfach) erforderlich ist, erfolgt, soweit ein Abschluss nach § 10

+

des Lehrerausbildungsgesetzes bereits erworben wurde oder eine Erste

+

Staatsprüfung im Sinne des § 17 Absatz 1 des Lehrerausbildungsgesetzes vom 2.

+

Juli 2002 (

+

GV. NRW. S. 325

+

) in der Fassung des Gesetzes vom 21. April 2009 (

+

GV. NRW. S. 224

+

) erfolgreich abgelegt worden ist, nach Maßgabe

+

1. der Absätze 2, 3, 6 und 7, wenn die sich für das Studium

+

des Erweiterungsfaches bewerbende Person dieses Erweiterungsfach an derjenigen

+

Hochschule studieren will, an der sie den entsprechenden Studiengang im Sinne

+

des § 10 des Lehrerausbildungsgesetzes bereits erfolgreich abgeschlossen hat und

+

2. der Absätze 4 bis 7, wenn diese Person das

+

Erweiterungsfach an einer anderen Hochschule als jene im Sinne von Nummer 1

+

studieren will.

+

(2) Die sich bewerbende Person wird für das Studium des

+

Erweiterungsfaches so gestellt, als ob sie in den bereits erfolgreich

+

abgeschlossenen Bachelorstudiengang eingeschrieben wäre. Wenn das Studium des Erweiterungsfaches

+

im Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen worden ist, gilt das Gleiche für

+

das Masterstudium. Hinsichtlich der nach § 50 Absatz 1 Nummer 1 erforderlichen

+

Zulassung ist es hinreichend, wenn für das Studium des Erweiterungsfaches im Bachelorstudium

+

und im Masterstudium jeweils eine Zulassung vorliegt.

+

(3) Aufgrund des erfolgreich abgeschlossenen Studiums des

+

Erweiterungsfaches wird kein erneuter akademischer Grad verliehen. Die

+

Hochschule erstellt auf Grund der Hochschulprüfung, mit der das Studium des

+

Erweiterungsfaches erfolgreich abgeschlossen wird, ein Zeugnis hinsichtlich der

+

Erweiterung aus. Die Ergebnisse der Hochschulprüfungen, mit der der

+

Studienabschluss des bereits erfolgreich abgeschlossenen Bachelor- und

+

Masterstudienganges erworben worden ist, bleiben durch das Studium des

+

Erweiterungsfaches unberührt.

+

(4) Die sich bewerbende Person wird für das Studium des

+

Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums auf ihren Antrag eingeschrieben. Wenn

+

das Studium des Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums erfolgreich

+

abgeschlossen worden ist, gilt das Gleiche für das Studium des

+

Erweiterungsfaches des Masterstudiums. Absatz 2 Satz 3 sowie Absatz 3 Satz 2

+

gelten entsprechend.

+

(5) Die Hochschule verleiht auf Grund einer

+

Hochschulprüfung, mit der das Studium des Erweiterungsfaches erfolgreich

+

abgeschlossen wird, ein Zeugnis über die Erweiterungsprüfung zur

+

Bachelorprüfung oder zur Masterprüfung; ein akademischer Grad wird

+

diesbezüglich nicht verliehen. Mit diesem Zeugnis wird hinsichtlich der im

+

Studium des Erweiterungsfaches erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen der

+

Nachweis im Sinne des § 16 Satz 2 des Lehrerausbildungsgesetzes erbracht. Das

+

auf das Studium des Erweiterungsfaches des Bachelorstudiums bezogene Zeugnis

+

eröffnet zudem den Zugang für das Studium des Erweiterungsfaches des

+

Masterstudiums.

+

(6) Für Zwecke der Studium- und Prüfungsverwaltung sowie der

+

Statistik werden die Studierenden des Erweiterungsfaches so gestellt, als ob

+

sie für die erforderlichen Teilstudiengänge des der Lehrerausbildung dienenden

+

Studienganges eingeschrieben wären.

+

(7) Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorschriften.

+

§ 78 Überleitung des wissenschaftlichen Personals

+

§ 78

+

Überleitung des wissenschaftlichen Personals

+

(1) Soweit Beamtinnen, Beamte und Arbeitnehmerinnen und

+

Arbeitnehmer nach dem Universitätsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom

+

3. August 1993 (GV. NRW. S. 532), zuletzt geändert durch Gesetz vom 14.

+

Dezember 1999 (

+

GV. NRW. S. 670

+

) oder dem Fachhochschulgesetz in der Fassung der

+

Bekanntmachung vom 3. August 1993 (GV. NRW. S. 564), zuletzt geändert durch

+

Gesetz vom 9. November 1999 (

+

GV. NRW. S. 590, ber. S. 644

+

) jeweils in der vor

+

dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung nicht übernommen worden sind, verbleiben

+

sie in ihrer bisherigen dienstrechtlichen Stellung. Ihre Aufgaben bestimmen sich

+

nach dem bisher für sie geltenden Recht; dienstrechtliche Zuordnungen zu

+

bestimmten Hochschulmitgliedern entfallen. Mitgliedschaftsrechtlich sind sie an

+

Fachhochschulen wie Lehrkräfte für besondere Aufgaben zu behandeln. Soweit an

+

Fachhochschulen das einer solchen Lehrkraft für besondere Aufgaben übertragene

+

Lehrgebiet nicht durch eine Professorin oder einen Professor vertreten ist, übt

+

sie ihre Lehrtätigkeit selbständig aus.

+

(2) Für Akademische Rätinnen und Akademische Räte und

+

Akademische Oberrätinnen und Akademische Oberräte, die in ein neues Amt als

+

wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder

+

Lehrkraft für besondere Aufgaben übernommen worden sind, gilt Artikel X § 5

+

Absatz 3 des Zweiten Gesetzes zur Vereinheitlichung und Neuregelung des

+

Besoldungsrechts in Bund und Ländern vom 23. Mai 1975 (BGBl. I S. 1173), das

+

zuletzt durch Artikel 15 Absatz 46 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S.

+

160) geändert worden ist, entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle des

+

Kolleggeldpauschales die Lehrvergütung auf Grund der Fußnoten 1 zu den

+

Besoldungsgruppen H 1 und H 2 der Besoldungsordnung H (Hochschullehrer) tritt.

+

Die Ausgleichszulage wird nur so lange gewährt, wie Lehraufgaben in dem

+

bisherigen Umfange wahrgenommen werden. Die Ausgleichszulage wird nicht

+

gewährt, wenn Lehraufgaben auf Grund eines Lehrauftrages wahrgenommen werden,

+

der vergütet wird.

+

(3) Die am 1. Januar 2005 vorhandenen wissenschaftlichen und

+

künstlerischen Assistentinnen und Assistenten, Oberassistentinnen und

+

Oberassistenten, Oberingenieurinnen und Oberingenieure sowie

+

Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten verbleiben in ihren bisherigen

+

Dienstverhältnissen. Ihre mitgliedschaftsrechtliche und dienstrechtliche

+

Stellung bleibt unberührt. Auf sie finden die sie betreffenden Vorschriften des

+

Hochschulgesetzes in der Fassung des Gesetzes vom 14. März 2000 (

+

GV. NRW. S. 190

+

) weiterhin Anwendung.

+

(4) Absatz 3 gilt nicht für beamtete wissenschaftliche

+

Assistentinnen und Assistenten, die seit dem 23. Februar 2002 ernannt worden

+

sind und denen im Vorgriff auf die Einführung der Juniorprofessur durch den

+

Fachbereichsrat die selbständige Wahrnehmung von Aufgaben in Forschung und

+

Lehre übertragen worden ist.

+

§ 79 Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

+

§ 79

+

Mitgliedschaftsrechtliche Sonderregelungen

+

(1) In Gremien mit Entscheidungsbefugnissen in universitären

+

Angelegenheiten, die Forschung, Kunst und Lehre oder die Berufung von

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer unmittelbar berühren, verfügen die

+

Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die nicht ausschließlich in

+

Fachhochschulstudiengängen tätig sind und nicht gemäß § 122 Absatz 2 des

+

Universitätsgesetzes in seiner vor dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung [Gesetz

+

vom 20. Oktober 1987 (GV. NRW. S. 366)] übernommen worden sind, über die

+

Mehrheit der Stimmen.

+

(2) Der Leitung einer wissenschaftlichen Einrichtung, die

+

Aufgaben in universitären Angelegenheiten erfüllt, müssen mehrheitlich an ihr

+

tätige Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer angehören, die nicht

+

ausschließlich in Fachhochschulstudiengängen tätig sind.

+

(3) In ein privatrechtliches Dienstverhältnis unter

+

entsprechender Anwendung der Grundsätze des § 122 Absatz 2 des

+

Universitätsgesetzes in seiner vor dem 1. Januar 1990 geltenden Fassung [Gesetz

+

vom 20. Oktober 1987 (GV. NRW. S. 366)] übernommene Professorinnen und

+

Professoren stehen mitgliedschaftsrechtlich den gemäß dieser Vorschrift

+

übernommenen Professorinnen und Professoren gleich.

+

(4) Dozentinnen oder Dozenten im Beamtenverhältnis auf Widerruf,

+

die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer bisherigen dienstrechtlichen Stellung an

+

Universitäten verbleiben, zählen mitgliedschaftsrechtlich zur Gruppe der

+

Professorinnen und Professoren. Dieses gilt auch für die übrigen Beamtinnen,

+

Beamten und Angestellten, die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer bisherigen

+

dienstrechtlichen Stellung an Universitäten verbleiben, wenn sie im Rahmen

+

ihrer hauptberuflichen Dienstaufgaben mindestens drei Jahre überwiegend

+

selbständig in Forschung und Lehre im Sinne des § 35 tätig sind und die

+

Einstellungsvoraussetzungen einer Professorin oder eines Professors nach § 36

+

erfüllen; der Nachweis dieser Tätigkeit und der Erfüllung der

+

Einstellungsvoraussetzungen gilt als erbracht, wenn der Beamtin oder dem

+

Beamten oder Angestellten an ihrer oder seiner Universität die Bezeichnung

+

„außerplanmäßige Professorin“ oder „außerplanmäßiger Professor“ verliehen ist.

+

Sonstige Beamtinnen, Beamte und Angestellte, die gemäß § 78 Absatz 1 in ihrer

+

bisherigen dienstrechtlichen Stellung an Universitäten verbleiben, zählen

+

mitgliedschaftsrechtlich zur Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und

+

Mitarbeiter.

+

§ 80 Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei Stellenbesetzung und Studiengängen

+

§ 80

+

Kirchenverträge, kirchliche Mitwirkung bei Stellenbesetzung und Studiengängen

+

(1) Verträge mit den Kirchen werden durch dieses Gesetz nicht

+

berührt.

+

(2) Vor jeder Berufung in ein Professorenamt in

+

evangelischer oder katholischer Theologie ist die Zustimmung der jeweils

+

zuständigen Kirche über das Ministerium herbeizuführen. Die Absetzung und die

+

Umwidmung einer Professur in evangelischer oder katholischer Theologie bedürfen

+

der Zustimmung des Ministeriums.

+

(3) Bei der Besetzung von Stellen für Professorinnen oder

+

Professoren der evangelischen Theologie und der katholischen Theologie, die

+

nicht einem Fachbereich für evangelische Theologie oder einem Fachbereich für

+

katholische Theologie zugeordnet sind, gehören den Gremien, welche die

+

Berufungsvorschläge vorbereiten, Professorinnen oder Professoren jeweils nur

+

der evangelischen Theologie oder der katholischen Theologie an. Die weiteren Mitglieder

+

dieser Gremien müssen im Fach evangelische Theologie oder katholische Theologie

+

als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter tätig oder als Studierende

+

eingeschrieben sein und der jeweiligen Kirche angehören. Die Gremien haben das

+

Recht, sich mit den jeweils zuständigen kirchlichen Stellen ins Benehmen zu

+

setzen.

+

(4) Die Einführung, Änderung oder Aufhebung von

+

Studiengängen in evangelischer oder katholischer Theologie oder in

+

evangelischer oder katholischer Religionslehre und von Studiengängen, die den

+

Erwerb der Befähigung zur Erteilung des Religionsunterrichts ermöglichen, sowie

+

Änderungen der Binnenorganisation, soweit sie die bestehenden Fachbereiche für

+

evangelische oder katholische Theologie betreffen, sind nur nach Abschluss der

+

in den Verträgen mit den Kirchen vorgesehenen Verfahren zulässig und

+

verpflichtend. Dies gilt auch für den Erlass von Studien-, Prüfungs- und

+

Habilitationsordnungen in evangelischer Theologie oder in katholischer

+

Theologie. Beteiligte der Verfahren sind die zuständigen kirchlichen Stellen

+

und das Ministerium.

+

§ 81 (Fn 10) Zuschüsse

+

§ 81

+

(Fn

+

10

+

)

+

Zuschüsse

+

(1) Staatlich anerkannte Fachhochschulen, denen nach § 47

+

des Gesetzes über die Fachhochschulen im Lande Nordrhein-Westfalen in der

+

Fassung der Bekanntmachung vom 25. März 1975 (GV. NRW. S. 312) Zuschüsse

+

gewährt wurden, erhalten zur Durchführung ihrer Aufgaben und zur Erfüllung

+

ihrer Pflichten in Bildungsbereichen, die bisher nach dieser Vorschrift

+

bezuschusst wurden, weiterhin Zuschüsse des Landes.

+

(2) Die Zuschüsse sind zur Wahrnehmung der Aufgaben der

+

staatlich anerkannten Fachhochschule nach § 3 sowie zur Sicherung der Gehälter

+

und der Altersversorgung des Personals zu verwenden.

+

(3) Die Höhe der Zuschüsse sowie das Verfahren der

+

Berechnung und Festsetzung werden durch Vertrag mit dem Land geregelt. Der

+

Vertrag ist unter Beachtung der Vorschriften zur Ersatzschulfinanzierung des

+

Schulgesetzes NRW mit Ausnahme von dessen § 106 Absatz 7 abzuschließen. In dem

+

Vertrag ist zu vereinbaren, dass in dem Haushaltsplan der staatlich anerkannten

+

Fachhochschule fortdauernde Ausgaben nur in Höhe der entsprechenden

+

Aufwendungen der Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes nach dem

+

Verhältnis der Studierendenzahl veranschlagt werden dürfen. Der Vertrag soll die

+

Festsetzung von Pauschalbeträgen ermöglichen; die Pauschalierung darf sich auch

+

auf solche Ausgaben erstrecken, für die eine Pauschalierung nach den

+

Vorschriften zur Ersatzschulfinanzierung nicht vorgesehen ist.

+

§ 81a (Fn 7)

+

Deutsche Hochschule der Polizei

+

§ 81a

+

(Fn

+

7

+

)

+

Deutsche Hochschule der Polizei

+

Die Deutsche Hochschule der Polizei in Trägerschaft des

+

Bundes und der Länder ist als Universität eine gemeinsame auf den Polizeidienst

+

ausgerichtete Hochschule des Bundes und der Länder und zugleich eine

+

Einrichtung des Landes mit Sitz in Münster. Für die Deutsche Hochschule der

+

Polizei gilt das Abkommen über die Deutsche Hochschule der Polizei vom 8.

+

Februar 2006 (

+

GV. NRW. S. 116

+

) in der jeweils geltenden Fassung sowie das

+

Gesetz über die Deutsche Hochschule der Polizei vom 15. Februar 2005 (

+

GV. NRW. S. 88

+

) in der jeweils geltenden Fassung.

+

§ 82 (Fn 40) Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von Gesetzen

+

§ 82

+

(Fn

+

40

+

)

+

Ministerium; Verwaltungsvorschriften; Geltung von Gesetzen

+

(1) Ministerium im Sinne dieses Gesetzes ist das für

+

Hochschulen zuständige Ministerium. Es erlässt die zur Ausführung dieses

+

Gesetzes erforderlichen Verwaltungsvorschriften.

+

(2) An den Universitäten, Fachhochschulen und

+

Universitätskliniken tritt an die Stelle des verfassungsmäßig zuständigen

+

obersten Organs nach §§ 68 und 69 Absatz 6 des

+

Landespersonalvertretungsgesetzes das Ministerium. Soweit eine

+

Arbeitsgemeinschaft nach § 105a Absatz 1 des Landespersonalvertretungsgesetzes

+

besteht, der der beteiligte Personalrat angehört, soll es diese anhören.

+

(3) Für Amtshandlungen des Ministeriums können Gebühren

+

erhoben werden. Das Ministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung

+

Gebührentatbestände festzulegen und die Gebührensätze zu bestimmen. Die §§ 3

+

bis 22 des Gebührengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen finden

+

entsprechende Anwendung, soweit gesetzlich oder in der Rechtsverordnung nichts

+

anderes bestimmt ist. Hochschulen in der Trägerschaft des Landes sind von

+

Gebühren nach Satz 1 befreit, sofern die Amtshandlung nicht ihre

+

wirtschaftlichen Unternehmen betrifft.

+

(4) Soweit das Fachhochschulgesetz öffentlicher Dienst vom

+

29. Mai 1984 (GV. NRW. S. 303) in der jeweils geltenden Fassung, auf

+

Vorschriften des Hochschulgesetzes verweist, bezieht es sich auf das Gesetz vom

+

14. März 2000 (

+

GV. NRW. S. 190

+

) in der Fassung des Gesetzes vom 30. November 2004 (

+

GV. NRW. S. 752

+

), welches insoweit fort gilt.

+

§ 82a (Fn 43) Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage

+

oder einer Katastrophe

+

§ 82a

+

(Fn

+

43

+

)

+

Hochschulbetrieb im Falle einer Epidemie, einer Großeinsatzlage

+

oder einer Katastrophe

+

(1) Das Ministerium wird für den Fall, dass

+

1. der Deutsche Bundestag auf der Grundlage des

+

Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch

+

Artikel 8 Absatz 8 des Gesetzes vom 27. September 2021 (BGBl. I S. 4530)

+

geändert worden ist, eine epidemische Lage von nationaler Tragweite

+

festgestellt hat,

+

2. der Landtag auf der Grundlage des Infektionsschutz- und

+

Befugnisgesetzes vom 14. April 2020 (

+

GV. NRW. S. 218b

+

), das zuletzt durch

+

Gesetz vom 4. Mai 2021 (

+

GV. NRW. S. 566

+

) geändert worden ist, eine epidemische

+

Lage von landesweiter Tragweite festgestellt hat oder

+

3. eine Rechtsverordnung des Landes nach § 32 des

+

Infektionsschutzgesetzes erlassen worden ist,

+

zur Sicherstellung der Lehre, zur Sicherstellung der

+

Funktionsfähigkeit der Gremien der Hochschule und der Studierendenschaft sowie

+

zum Schutz der Grundrechte der Hochschulmitglieder und der Studienbewerberinnen

+

und -bewerber ermächtigt, durch Rechtsverordnung Regelungen betreffend die

+

Prüfungen, die Anerkennung von Prüfungsleistungen und sonstigen Leistungen, die

+

Regelstudienzeit, die Verfahrensgrundsätze hinsichtlich der Sitzungen und der

+

Beschlüsse, die Amtszeit der Gremien der Hochschule und der Studierendenschaft

+

sowie die Einschreibung zu erlassen und dabei von den Regelungen der § 7 Absatz

+

1, § 12, § 13, § 48, § 50, § 53 Absatz 4 Satz 4 Nummer 2, § 54 Absatz 3, § 61

+

und §§ 63 bis 65 sowie des § 28 Absatz 3 Satz 3, Absatz 4 Satz 1 des

+

Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen abzuweichen. Soweit von den

+

Regelungen des § 28 Absatz 3 Satz 3, Absatz 4 Satz 1 des

+

Juristenausbildungsgesetzes Nordrhein-Westfalen abgewichen wird, bedarf die

+

Rechtsverordnung des Einvernehmens des für die Justiz zuständigen Ministeriums.

+

Soweit duale Studiengänge und Modellstudiengänge im Gesundheitswesen betroffen

+

sind, bedarf die Rechtsverordnung des Einvernehmens mit dem für Gesundheit

+

zuständigen Ministerium. Die Rechtsverordnung kann insbesondere vorsehen, dass

+

1. die Gremienwahlen der Hochschule und der

+

Studierendenschaft online stattfinden dürfen, ohne dass die wählende Person

+

oder deren Hilfsperson bei der Stimmabgabe in elektronischer Form an Eides

+

statt versichern muss, dass sie die Stimme persönlich oder als Hilfsperson

+

gemäß dem erklärten Willen der wählenden Person gekennzeichnet habe,

+

2. die Sitzungen der Gremien der Hochschule und der

+

Studierendenschaft in elektronischer Kommunikation oder in Mischformen zwischen

+

elektronischer Kommunikation und physischer Anwesenheit der Gremienmitglieder

+

stattfinden und Beschlüsse in elektronischer Kommunikation oder im Umlaufverfahren

+

gefasst werden dürfen und dass Bild- und Tonübertragung der öffentlichen

+

Sitzungen der Gremien zulässig sind,

+

3.Hochschulprüfungen in elektronischer Form oder in

+

elektronischer Kommunikation (Online-Prüfungen) abgenommen werden dürfen,

+

4. die Anerkennung von Prüfungsleistungen und Leistungen

+

gegenüber den Regelungen des § 63a erleichtert werden kann und

+

5. Regelungen betreffend die Einschreibung, insbesondere

+

hinsichtlich der Einschreibungsfristen und des Zeitpunkts, bis zu dem das

+

Vorliegen der Hochschulzugangsberechtigung und der sonstigen

+

Einschreibevoraussetzungen, insbesondere der Nachweis der künstlerischen

+

Eignung, nachgewiesen sein müssen, getroffen werden.

+

Die Rechtsverordnung kann die Art und Weise der Durchführung

+

und Organisation von Lehrveranstaltungen, auch in Form online durchgeführter

+

Lehre, regeln. Die Rechtsverordnung darf vorsehen, dass das Rektorat die

+

Befugnisse nach Satz 4 Nummer 4 und 5 sowie nach Satz 5 ausübt und in diesem

+

Falle von den Prüfungsordnungen abweichende Regelungen treffen darf; in diesem

+

Falle sieht die Rechtsverordnung zugleich vor, dass die Wissenschaftsfreiheit

+

strukturell nicht gefährdet wird und die Rechte des Senats und der

+

Fachbereichsräte gewahrt bleiben.

+

(2) Das Ministerium ist zum Erlass einer Rechtsverordnung

+

nach Absatz 1 ab dem Zeitpunkt der Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1

+

oder 2 oder nach dem Erlass der Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3

+

ermächtigt. Die Ermächtigung besteht unbeschadet der Sätze 3 und 4 zumindest

+

für den Zeitraum der jeweiligen Feststellung oder den Zeitraum der Geltung der

+

jeweiligen Rechtsverordnung und ist unabhängig von der Wirksamkeit der

+

Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 sowie der Wirksamkeit der

+

Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3. Wird die Feststellung nach

+

Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 oder die Geltung der Rechtsverordnung nach

+

Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 verlängert, verlängert sich entsprechend auch der

+

Zeitraum der Ermächtigung zum Erlass der Rechtsverordnung nach Absatz 1. Die

+

Ermächtigung nach Absatz 1 gilt fort bis zum Ende des Semesters, das als

+

zweites dem Semester folgt, in dem die Feststellung einer epidemischen Lage im

+

Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 aufgehoben wird oder die Geltung

+

einer Rechtsverordnung im Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 endet. Ist das

+

Semester im Sinne des Satzes 4 ein Wintersemester, endet dieses am 31. März des

+

jeweiligen Jahres; ist das Semester im Sinne des Satzes 4 ein Sommersemester,

+

endet dieses am 30. September des jeweiligen Jahres. Zur weiteren Bewältigung

+

der SARS-CoV-2-Pandemie und zur Sicherung des Hochschulbetriebs in dieser

+

Pandemie und der Grundrechte der Hochschulmitglieder wird das Ministerium

+

ermächtigt, die Rechtsverordnung nach Absatz 1 oder einzelne Regelungen dieser

+

Rechtsverordnung mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zu erlassen.

+

(3) Wenn durch den Eintritt einer Großeinsatzlage oder einer

+

Katastrophe im Sinne des § 1 Absatz 2 des Gesetzes über den Brandschutz, die

+

Hilfeleistung und den Katastrophenschutz vom 17. Dezember 2015 (

+

GV. NRW. S. 886

+

), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (

+

GV. NRW. S. 762

+

) geändert worden ist, an Hochschulen der Lehr- oder Prüfungsbetrieb in

+

Präsenz eingeschränkt ist, kann das Ministerium zur Sicherstellung der Lehre,

+

zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Gremien der Hochschule und der

+

Studierendenschaft und zum Schutz der Grundrechte der Hochschulmitglieder sowie

+

der Studienbewerberinnen und -bewerber durch Rechtsverordnung Regelungen nach

+

Absatz 1 erlassen. Beschränken sich die Einschränkungen nach Satz 1 auf eine

+

einzelne Hochschule, insbesondere auf ihren Sitz, einen Standort oder

+

Studienort, ist die Rechtsverordnung in ihrem örtlichen Anwendungsbereich

+

entsprechend einzugrenzen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

+

(4) Das Ministerium ist zum Erlass einer Rechtsverordnung

+

nach Absatz 3 ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Großeinsatzlage oder der

+

Katastrophe ermächtigt. Die Ermächtigung nach Absatz 3 gilt fort bis zum Ende des

+

Semesters, das als viertes dem Semester folgt, in dem die Großeinsatzlage oder

+

die Katastrophe eingetreten ist. Absatz 2 Satz 5 gilt entsprechend.

+

(5) Die Geltung der Rechtsverordnungen nach den Absätzen 1

+

und 3 ist zu befristen. Die jeweilige Rechtsverordnung tritt spätestens zu dem

+

Zeitpunkt außer Kraft, an dem das Ministerium nach Absatz 2 oder Absatz 4 nicht

+

mehr zu ihrem Erlass ermächtigt ist.

+

(6) Das Ministerium berichtet dem Landtag hinsichtlich der

+

Rechtsverordnung nach den Absätzen 1 und 3 unverzüglich und umfassend über den

+

jeweiligen Sachstand.“

+

§ 83 (Fn 8) Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land und denverselbständigten Hochschulen

+

§ 83

+

(Fn

+

8

+

)

+

Regelung betreffend die Finanzströme zwischen dem Land und den

+

verselbständigten Hochschulen

+

(1) Das Land trägt

+

1. die Versorgungsleistungen nach § 2 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes

+

vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

) in der jeweils geltenden Fassung

+

einschließlich der Zahlung der Emeritenbezüge,

+

2. die Ausgleichszahlungen nach dem

+

Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag oder nach den §§ 94 bis 102 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes,

+

3. die Beiträge zur Nachversicherung nach § 8 und §§ 181 bis

+

186 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung.

+

(2) Das Land erstattet den Hochschulen die

+

Beihilfeleistungen nach § 75 des Landesbeamtengesetzes und die Leistungen nach

+

den entsprechenden tarifvertraglichen Bestimmungen sowie die sonstigen

+

Leistungen nach dem Landesbeamtengesetz. Das Land trägt auch die

+

Beihilfeleistungen für alle zum 31. Dezember 2006 im Ruhestand befindlichen

+

Beihilfeberechtigten.

+

(3) Bemessungsgrundlage für die Erstattung nach den Absätzen

+

1 und 2 sowie für die Finanzierung der Hochschulen gemäß § 5 sind der Haushalt

+

2007 und die in den Erläuterungen zum Zuschuss für den laufenden Betrieb

+

enthaltene Stellenübersicht für Beamtinnen und Beamte und Arbeitnehmerinnen und

+

Arbeitnehmer.

+

(4) Veränderungen werden insoweit berücksichtigt, als sie

+

auch ohne Überführung der Besoldungs-, Versorgungs- und Beihilfelast auf die

+

Hochschulen für das Land entstanden wären; dies gilt auch für neu errichtete

+

Hochschulen. § 5 Absatz 2 bleibt unberührt.

+

(5) Das Ministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem

+

für Finanzen zuständigen Ministerium eine Rechtsverordnung zu erlassen, mit der

+

insbesondere Verfahren zur Umsetzung der Maßgaben des Absatzes 4 sowie die

+

technische Abwicklung der Bezügeverfahren und sonstiger Personalaufwendungen

+

sowie Angelegenheiten des Kassenwesens geregelt werden. Bis zum Inkrafttreten

+

dieser Verordnung gelten die diesbezüglich bestehenden Regelungen so weiter;

+

entsprechendes gilt für die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger

+

sowie die Emeriti; die Inanspruchnahme des Landesamtes für Besoldung und

+

Versorgung und der anderen zuständigen Stellen des Landes durch die Hochschulen

+

erfolgt hierbei unentgeltlich.

+

§ 84 (Fn 39) Inkrafttreten, Übergangsregelungen

+

§ 84

+

(Fn

+

39

+

)

+

Inkrafttreten, Übergangsregelungen

+

(1)

+

Dieses Gesetz tritt am 1. Oktober 2014 in Kraft.

+

(2)

+

Hinsichtlich der Hochschulordnungen, Gremien, Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger gilt Folgendes:

+

1. Die

+

Hochschulordnungen sind unverzüglich den Bestimmungen des Hochschulgesetzes in

+

der Fassung dieses Gesetzes anzupassen. Regelungen in Grundordnungen treten zum

+

30. September 2020 außer Kraft, soweit sie dem Hochschulgesetz widersprechen.

+

Danach gelten die Vorschriften des Hochschulgesetzes in der Fassung dieses

+

Gesetzes unmittelbar, solange die Hochschule keine Regelung nach Satz 1

+

getroffen hat. Soweit nach dem Gesetz ausfüllende Regelungen der Hochschule

+

notwendig sind, aber nicht getroffen werden, kann das Ministerium nach Anhörung

+

der Hochschule entsprechende Regelungen erlassen.

+

2.

+

Staatliche Prüfungsordnungen gelten in ihrem bisherigen Anwendungsbereich fort.

+

3.

+

Eine Neubestellung der Gremien sowie der Funktionsträgerinnen und

+

Funktionsträger aus Anlass dieses Gesetzes findet nicht statt.

+

(3)

+

Soweit Berufungsvereinbarungen über die personelle und sächliche Ausstattung

+

der Professuren von den durch dieses Gesetz herbeigeführten Änderungen

+

betroffen sind, sind sie unter angemessener Berücksichtigung der beiderseitigen

+

Interessen der neuen Rechtslage anzupassen.

+

(4)

+

Soweit Personen auf der Grundlage des § 42 Absatz 2 Satz 2 oder des § 44 Absatz

+

2 Satz 4 des Hochschulgesetzes in der Fassung vom 31. Oktober 2006 (

+

GV. NRW. S. 474

+

) oder in der Fassung vom 16. September 2014 (

+

GV. NRW. S. 547

+

) die

+

akademische Bezeichnung „Lecturer“ verliehen worden ist, kann der

+

Fachbereichsrat entscheiden, dass diese Personen diese Bezeichnung für eine

+

Übergangsfrist, die den Zeitraum der Verleihung nicht überschreiten und

+

höchstens drei Jahre betragen darf, weiterhin führen dürfen.

+

(5) § 17a ist erst mit Wirkung

+

vom 1. Oktober 2020 anwendbar. § 75 Absatz 3 Satz 8 ist erst mit Wirkung ab dem

+

1. April 2023 anzuwenden. § 77d ist erst mit Wirkung vom 1. Oktober 2021

+

anzuwenden.

+

(5a) Die Mitgliedschaft in einem

+

Personalrat wird während einer laufenden Amtszeit durch einen Wechsel der

+

Gruppenzugehörigkeit nach § 11 Absatz 1 eines Mitglieds nicht berührt; dieses

+

bleibt Mitglied des Personalrats, für den es gewählt wurde.

+

(6) Das Ministerium ist

+

berechtigt, zur Gründung des Arbeitgeberverbands der Universitätskliniken

+

Nordrhein-Westfalen in Vertretung der Universitätskliniken die erforderlichen

+

Maßnahmen zu ergreifen.

+

(7) Bis zum 31. Dezember 2029

+

wird die Einführung des Bachelors im Sinne des § 66 Absatz 1a evaluiert. Der

+

Landtag soll über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt werden.

+

Die Landesregierung

+

Nordrhein-Westfalen

+

Die Ministerpräsidentin

+

Die Ministerin

+

für Schule und Weiterbildung

+

Der Finanzminister

+

Der Minister

+

für Wirtschaft, Energie, Industrie,

+

Mittelstand und Handwerk

+

Der Minister

+

für Inneres und Kommunales

+

Zugleich für den Justizminister

+

Der Minister

+

für Arbeit, Integration und Soziales

+

Der Minister

+

für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,

+

Natur- und Verbraucherschutz

+

Der Minister

+

für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr

+

Die Ministerin

+

für Innovation, Wissenschaft und Forschung

+

Die Ministerin

+

für Familie, Kinder, Jugend,

+

Kultur und Sport

+

Die Ministerin

+

für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

+

Fußnoten:

+

Fn 1

+

In Kraft getreten am 1. Oktober 2014 (

+

GV. NRW. S. 547

+

);

+

geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Juli 2016; Gesetz vom 15. Dezember 2016 (

+

GV. NRW. S. 1154

+

), in Kraft getreten am 28. Dezember 2016; Artikel 3 und 4 des Gesetzes

+

vom 7. April 2017 (

+

GV. NRW. S. 414

+

), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1.

+

Juli 2016 und mit Wirkung vom 1. Januar 2017 (Artikel 3) sowie am 1. Januar

+

2018 (Artikel 4); Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Oktober 2017 (

+

GV. NRW. S. 806

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2018; Artikel 1 des Gesetzes vom12. Juli

+

2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019;

+

Artikel 10 des Gesetzes vom 14. April 2020 (

+

GV. NRW. S. 218b

+

), in Kraft

+

getreten am 15. April 2020; Artikel 2 des Gesetzes vom 1. September 2020 (

+

GV. NRW. S. 890

+

), in Kraft getreten am 23. September 2020; Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 1. Dezember 2020 (

+

GV. NRW. S. 1110

+

), in Kraft getreten am 8. Dezember

+

2020; Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft

+

getreten am 15. April 2021; Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft getreten am 13. November 2021; Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 25. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1210a

+

), in Kraft getreten am 1. Dezember

+

2021; Gesetz vom 30. Juni 2022 (

+

GV. NRW. S. 780b

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Juli 2022; Gesetz vom 29. August 2023 (

+

GV. NRW. S. 1072

+

), in Kraft getreten

+

mit Wirkung vom 1. Januar 2023 (Nummer 2) und am 12. September 2023 (Nummer 1);

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 5. Dezember 2023 (

+

GV. NRW. S. 1278

+

), in Kraft

+

getreten am 16. Dezember 2023: Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 8. November 2024 (Nummer 1 bis 3 und

+

5) und am 7. Mai 2025 (Nummer 4 und 6); Artikel 2 des Gesetzes vom 19.

+

Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 2

+

§ 42 Absatz 2 geändert und § 39a eingefügt durch

+

Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Juli 2016.

+

Fn 3

+

§ 20: Absatz 2 geändert, Absatz 4 eingefügt, Absätze 4

+

und 5 (alt) umbenannt in Absätze 5 und 6 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14.

+

Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 4

+

geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 3 neu gefasst

+

durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft

+

getreten am 15. April 2021.

+

Fn 4

+

§ 35: Absatz 4 eingefügt; Absatz 4 (alt) umbenannt in

+

Absatz 5 durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 4 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019.

+

Fn 5

+

§ 38: Absatz 1a eingefügt durch Artikel 9 des Gesetzes

+

vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016;

+

Absatz 1 neu gefasst und Absatz 1a aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019.

+

Fn 6

+

§ 39: Absatz 1 geändert und Absatz 7 neu gefasst durch

+

Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Juli 2016; Absatz 5 zuletzt und Absatz 6 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Absatz 5a eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1.

+

September 2020 (

+

GV. NRW. S. 890

+

), in Kraft getreten am 23. September 2020;

+

Absatz 5 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 7

+

§ 81a eingefügt durch Gesetz vom 15. Dezember 2016 (

+

GV. NRW. S. 1154

+

), in Kraft getreten am 28. Dezember 2016.

+

Fn 8

+

§ 83 Absatz 1 zuletzt geändert durch Artikel 4 des

+

Gesetzes vom 7. April 2017 (

+

GV. NRW. S. 414

+

), in Kraft getreten am 1. Januar

+

2018 und Absatz 2 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016.

+

Fn 9

+

§ 7a aufgehoben durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17.

+

Oktober 2017 (

+

GV. NRW. S. 806

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2018.

+

Fn 10

+

§ 36 Absatz 1 zuletzt geändert, § 4 Absatz 4, § 5

+

Absatz 2, 5, 6, 7, 8 und 9, § 16 Absatz 1a, § 22a Absatz 1, § 26 Absatz 5 und

+

6, § 27 Absatz 4 und 6, § 29 Absatz 4, § 32 Absatz 1 und 2, § 33 Absatz 2 und

+

3, § 37 Absatz 2, § 40 Absatz 1, § 46a Absatz 1 (neu gefasst), § 50 Absatz 2,

+

§ 52 Absatz 1, § 53 Absatz 2, § 55 Absatz 3, § 57 Absatz 2, § 59 Absatz 2, §

+

62a Absatz 4, § 63 Absatz 8 (neu gefasst), § 65 Absatz 2, § 67a Absatz 2 und

+

Absatz 3 (aufgehoben), § 69 Absatz 7, § 71 Absatz 1, 3 und 6, § 74 Absatz 1,

+

§ 81 Absatz 3 und § 83 Absatz 1 und 5 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019; § 53 Absatz 4 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 3.

+

November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft getreten am 13. November 2021.

+

Fn 11

+

§ 2: Absatz 2, 4 und 7 geändert, Absatz 5 und 6 neu

+

gefasst und Absatz 8 angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 12

+

§ 3: Absatz 1, 2 und 3 geändert, Absatz 6 (alt)

+

aufgehoben und Absätze 7 (alt) und 8 (alt) umbenannt in Absätze 6 und 7 durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 3 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft getreten am 13.

+

November 2021; Absatz 5 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober

+

2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 8. November 2024.

+

Fn 13

+

§ 6: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 aufgehoben,

+

Absatz 2 (alt) umbenannt in Absatz 1 und neu gefasst, Absatz 3 (alt)

+

umbenannt in Absatz 2 und geändert, Absatz 4 (alt) umbenannt in Absatz 3 und

+

geändert und Absatz 5 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli

+

2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 14

+

§ 7: Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 3 des Gesetzes

+

vom 17. Oktober 2017 (

+

GV. NRW. S. 806

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2018;

+

Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 15

+

§ 8: Absatz 2 und 5 geändert, Absatz 3 und 6 neu

+

gefasst und Absatz 7 angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz

+

1, 6 und 7 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021; Absatz 7 neu eingefügt und

+

Absatz 7 (alt) umbenannt in Absatz 8 durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19.

+

Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 16

+

§ 9: Absatz 1 geändert und Absatz 5 angefügt durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 17

+

§ 10 Absatz 1 zuletzt und Absatz 2 geändert durch Artikel

+

1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft

+

getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 18

+

§ 11a (alt) aufgehoben und § 11b (alt) und § 11c (alt)

+

umbenannt in §§ 11a und 11b durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 19

+

§ 11: Absatz 1geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom

+

14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016; Absatz 1a

+

aufgehoben und Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli

+

2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019;

+

Absatz 2 neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 20

+

§ 12: Absatz 5 eingefügt und Absatz 5 (alt) umbenannt

+

in Absatz 6 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2 geändert durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft

+

getreten am 13. November 2021; Absatz 2 neu gefasst durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 8.

+

November 2024.

+

Fn 21

+

§ 13: Absatz 1 und 4 neu gefasst und Absatz 5 angefügt

+

durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 1 und 5 geändert durch

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten

+

am 15. April 2021.

+

Fn 22

+

§ 17: Überschrift, Absatz 1 und 4 neu gefasst und

+

Absatz 3 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 23

+

§ 17a, § 38a, § 51a, § 58a, § 67b, § 77a und § 77b

+

eingefügt und § 77a (alt) umbenannt in § 77c durch Artikel 1 des Gesetzes vom

+

12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober

+

2019; § 67b Absatz 1 neu gefasst durch Gesetz vom 29. August 2023 (

+

GV. NRW. S. 1072

+

), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. Januar 2023.

+

Fn 24

+

§ 21: Absatz 5 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes

+

vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016;

+

Absatz 1, 3, 4, 5a und 6 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli

+

2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019;

+

Absatz 1 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 25

+

§ 22: Absatz 1 und 2 geändert und Absatz 4 neu gefasst

+

durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 1 zuletzt geändert durch

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten

+

am 15. April 2021.

+

Fn 26

+

§ 23 Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019.

+

Fn 27

+

§ 31: Absatz 1, 2, 3 und 4 geändert und Absatz 5

+

angefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 6 angefügt durch

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten

+

am 15. April 2021; Absatz 5 und 6 geändert durch Gesetz vom 29. August 2023 (

+

GV. NRW. S. 1072

+

), in Kraft getreten am 12. September 2023; Absatz 6 neu

+

gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 28

+

§ 31a: Absatz 1 neu gefasst, Absatz 1a eingefügt und

+

Absatz 2 und 4 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2

+

geändert und Absatz 2a eingefügt durch Gesetz vom 30. Juni 2022 (

+

GV. NRW. S. 780b

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2022; Absatz 4 geändert durch Artikel 2

+

des Gesetzes vom 5. Dezember 2023 (

+

GV. NRW. S. 1278

+

), in Kraft getreten am

+

16. Dezember 2023.

+

Fn 29

+

§ 34a, § 76a und § 76b aufgehoben durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019.

+

Fn 30

+

§ 48: Absatz 5 geändert und Absatz 9 neu gefasst durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 31

+

§ 49: Absatz 6 und 10 geändert, Absatz 6a eingefügt

+

durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 32

+

§ 58: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 und 2a

+

geändert, Absatz 5 und 7 aufgehoben, Absatz 6 (alt) umbenannt in Absatz 5 und

+

Absatz 8 (alt) umbenannt in Absatz 6 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12.

+

Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober

+

2019; Absatz 2a zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März

+

2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 33

+

§ 62b: Absatz 1 geändert und Absatz 4 angefügt durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 34

+

§ 63a: Absatz 1 und 5 geändert und Absatz 7 neu gefasst

+

durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 35

+

§ 64: Absatz 1, 2, 3 und 4 geändert und Absatz 2a neu

+

gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 2 geändert durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft

+

getreten am 13. November 2021.

+

Fn 36

+

§ 73a: Absatz 1, 2, 3 und 6 geändert, Absatz 4 zuletzt

+

geändert und Absatz 4a eingefügt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli

+

2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019;

+

Absatz 4 (erneut) und Absatz 4a geändert, Absatz 6 zuletzt geändert durch

+

Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten

+

am 15. April 2021.

+

Fn 37

+

§ 76: Überschrift geändert, Absatz 4 neu gefasst,

+

Absatz 6 (alt) aufgehoben und Absatz 7 (alt) umbenannt in Absatz 6 durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in

+

Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 38

+

§ 77: Absatz 3 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes

+

vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016;

+

Absatz 1, 2, 5 und 6 geändert und Absatz 7 angefügt durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Absatz 4 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25.

+

März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 39

+

§ 84: Absatz 4 angefügt durch Artikel 9 des Gesetzes

+

vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2016;

+

Absatz 5 angefügt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Oktober 2017 (

+

GV. NRW. S. 806

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2018; Absatz 2 geändert und Absatz 5

+

neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019; Absatz 6 angefügt durch

+

Artikel 10 des Gesetzes vom 14. April 2020 (

+

GV. NRW. S. 218b

+

), in Kraft

+

getreten am 15. April 2020; Absatz 6 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 1. Dezember 2020 (

+

GV. NRW. S. 1110

+

), in Kraft getreten am 8. Dezember

+

2020; Absatz 5 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021; Absatz 6 aufgehoben durch

+

Artikel 1 des Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft

+

getreten am 13. November 2021; Absatz 6 angefügt durch Gesetz vom 30. Juni

+

2022 (

+

GV. NRW. S. 780b

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2022; Absatz 5a neu

+

eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025; Absatz 7 angefügt durch Artikel 1

+

des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 7.

+

Mai 2025.

+

Fn 40

+

§ 82: Überschrift neu gefasst, Absatz 1 und 4 geändert

+

und Absatz 5 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1. Oktober 2019.

+

Fn 41

+

Inhaltsübersicht zuletzt geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 3. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1180

+

), in Kraft getreten am 13.

+

November 2021.

+

Fn 42

+

§ 44: Absatz 2, 7 und 8 geändert durch Artikel 9 des

+

Gesetzes vom 14. Juni 2016 (

+

GV. NRW. S. 310

+

), in Kraft getreten am 1. Juli

+

2016; Absatz 8a eingefügt und Absatz 9 zuletzt geändert durch Artikel 2 des

+

Gesetzes vom 1. September 2020 (

+

GV. NRW. S. 890

+

), in Kraft getreten am 23.

+

September 2020; Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19.

+

Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 43

+

§ 82a eingefügt durch Artikel 10 des Gesetzes vom 14.

+

April 2020 (

+

GV. NRW. S. 218b

+

), in Kraft getreten am 15. April 2020; Absatz 1

+

geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Dezember 2020 (

+

GV. NRW. S. 1110

+

), in Kraft getreten am 8. Dezember 2020; aufgehoben durch § 84 Absatz 6,

+

in Kraft getreten am 1. Oktober 2021; neu eingefügt durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 25. November 2021 (

+

GV. NRW. S. 1210a

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Dezember 2021; Absatz 1 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober

+

2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 8. November 2024.

+

Fn 44

+

§ 1: Absatz 2 und 3 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Absatz 2 und 3 zuletzt geändert durch Artikel 2 des

+

Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April

+

2021; Absatz 2 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1. Januar 2025.

+

Fn 45

+

§§ 17a, 61, 74a, 75a, 77a geändert durch Artikel 2 des

+

Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April

+

2021.

+

Fn 46

+

§§ 39b und 77d eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes

+

vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 47

+

§ 54: Absatz 1 und 3 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Absatz 3 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes

+

vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 48

+

§ 72: Absatz 2 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019; Absatz 2 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25.

+

März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 49

+

§ 73: Absatz 2 und 5 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Überschrift und Absatz 1 geändert, Absatz 3 (alt) ersetzt

+

durch Absätze 3 bis 5, Absatz 4 (alt) umbenannt in Absatz 6, Absatz 5 (alt)

+

umbenannt in Absatz 7 und dabei neu gefasst durch Artikel 2 des Gesetzes vom

+

25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 50

+

§ 75: Absatz 1 und 3 geändert durch Artikel 1 des

+

Gesetzes vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten

+

am 1. Oktober 2019; Absatz 1 und 3 zuletzt geändert, Absatz 2 geändert,

+

Absätze 5 bis 8 angefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. März 2021 (

+

GV. NRW. S. 331

+

), in Kraft getreten am 15. April 2021.

+

Fn 51

+

§ 31b: Absatz 1 geändert durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019; Absatz 1 geändert durch Gesetz vom 30. Juni 2022 (

+

GV. NRW. S. 780b

+

), in Kraft getreten am 1. Juli 2022.

+

Fn 52

+

§ 60: Absatz 4 aufgehoben durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 12. Juli 2019 (

+

GV. NRW. S. 425, ber. S. 593

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Oktober 2019; Absatz 3 neu eingefügt und Absatz 3 (alt) umbenannt in Absatz 4

+

durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. Oktober 2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft

+

getreten am 8. November 2024.

+

Fn 53

+

§ 45 Absatz 1 und 2 neu gefasst durch Artikel 2 des

+

Gesetzes vom 19. Dezember 2024 (

+

GV. NRW. S. 1222

+

), in Kraft getreten am 1.

+

Januar 2025.

+

Fn 54

+

§ 66 Absatz 1a eingefügt durch Artikel 1 des Gesetzes

+

vom 29. Oktober 2024 (

+

GV. NRW. S. 704

+

), in Kraft getreten am 7. Mai 2025.

+

Normverlauf ab 2000:

+

Fassung vom 01.10.2014 bis 30.06.2016

+

Fassung vom 01.07.2016 bis 27.12.2016

+

Fassung vom 28.12.2016 bis 31.12.2016

+

Fassung vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

+

Fassung vom 01.01.2018 bis 30.09.2019

+

Fassung vom 01.10.2019 bis 14.04.2020

+

Fassung vom 15.04.2020 bis 22.09.2020

+

Fassung vom 23.09.2020 bis 07.12.2020

+

Fassung vom 08.12.2020 bis 14.04.2021

+

Fassung vom 15.04.2021 bis 30.09.2021

+

Fassung vom 01.10.2021 bis 12.11.0201

+

Fassung vom 13.11.2021 bis 30.11.2021

+

Fassung vom 01.12.2021 bis 30.06.2022

+

Fassung vom 01.07.2022 bis 31.12.2022

+

Fassung vom 01.01.2023 bis 11.09.2023

+

Fassung vom 12.09.2023 bis 15.12.2023

+

Fassung vom 16.12.2023 bis 07.11.2024

+

Fassung vom 08.11.2024 bis 31.12.2024

+

Fassung vom 01.01.2025 bis 06.05.2025

+

Fassung vom 07.05.2025

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