diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes index c600996a315aabba7913f265d732510a2a84cb23..a428aef90221b23319aecc80811b6b9c5a08409e 100644 --- a/.gitattributes +++ b/.gitattributes @@ -531,3 +531,4 @@ janus/lib/itcl4.2.4/libitcl4.2.4.so filter=lfs diff=lfs merge=lfs -text janus/x86_64-conda-linux-gnu/bin/ld filter=lfs diff=lfs merge=lfs -text janus/x86_64-conda_cos7-linux-gnu/bin/ld filter=lfs diff=lfs merge=lfs -text janus/lib/python3.10/site-packages/numpy/random/mtrand.cpython-310-x86_64-linux-gnu.so filter=lfs diff=lfs merge=lfs -text +janus/lib/tk8.6/demos/images/teapot.ppm filter=lfs diff=lfs merge=lfs -text diff --git a/janus/lib/tk8.6/demos/images/teapot.ppm b/janus/lib/tk8.6/demos/images/teapot.ppm new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..59307eb96ee451f7682034add2d2737673ef04c2 --- /dev/null +++ b/janus/lib/tk8.6/demos/images/teapot.ppm @@ -0,0 +1,3 @@ +version https://git-lfs.github.com/spec/v1 +oid sha256:786f29b88771e439187dd2e86ad4d255dd185e0c1ea3f8c37d21770fd1df253a +size 196623 diff --git a/janus/lib/tk8.6/images/logoLarge.gif b/janus/lib/tk8.6/images/logoLarge.gif new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..b41b8a09800766fa7b915c0f825d79929196c253 --- /dev/null +++ b/janus/lib/tk8.6/images/logoLarge.gif @@ -0,0 +1,3 @@ +version https://git-lfs.github.com/spec/v1 +oid sha256:0f404764d07a6ae2ef9e1e0e8eaac278b7d488d61cf1c084146f2f33b485f2ed +size 11000 diff --git a/janus/share/man/de/man1/lzcat.1 b/janus/share/man/de/man1/lzcat.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..b36fe113e6e5139839cebce93945fe4699e81c23 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/lzcat.1 @@ -0,0 +1,2070 @@ +'\" t +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZ 1 2024\-12\-30 Tukaani XZ\-Dienstprogramme +. +.SH BEZEICHNUNG +xz, unxz, xzcat, lzma, unlzma, lzcat \- .xz\- und .lzma\-Dateien komprimieren +oder dekomprimieren +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxz\fP [\fIOption…\fP] [\fIDatei…\fP] +. +.SH BEFEHLSALIASE +\fBunxz\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress\fP. +.br +\fBxzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.br +\fBlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma\fP. +.br +\fBunlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress\fP. +.br +\fBlzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.PP +Wenn Sie Skripte schreiben, die Dateien dekomprimieren, sollten Sie stets +den Namen \fBxz\fP mit den entsprechenden Argumenten (\fBxz \-d\fP oder \fBxz \-dc\fP) +anstelle der Namen \fBunxz\fP und \fBxzcat\fP verwenden. +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxz\fP ist ein Allzweckwerkzeug zur Datenkompression, dessen +Befehlszeilensyntax denen von \fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1) ähnelt. Das native +Dateiformat ist das \fB.xz\fP\-Format, aber das veraltete, von den +LZMA\-Dienstprogrammen verwendete Format sowie komprimierte Rohdatenströme +ohne Containerformat\-Header werden ebenfalls unterstützt. Außerdem wird die +Dekompression des von \fBlzip\fP verwendeten \fB.lz\fP\-Formats unterstützt. +.PP +\fBxz\fP komprimiert oder dekomprimiert jede \fIDatei\fP entsprechend des +gewählten Vorgangsmodus. Falls entweder \fB\-\fP oder keine Datei angegeben ist, +liest \fBxz\fP aus der Standardeingabe und leitet die verarbeiteten Dateien in +die Standardausgabe. Wenn die Standardausgabe kein Terminal ist, verweigert +\fBxz\fP das Schreiben komprimierter Daten in die Standardausgabe. Dabei wird +eine Fehlermeldung angezeigt und die \fIDatei\fP übersprungen. Ebenso +verweigert \fBxz\fP das Lesen komprimierter Daten aus der Standardeingabe, wenn +diese ein Terminal ist. +.PP +\fIDateien\fP, die nicht als \fB\-\fP angegeben sind, werden in eine neue Datei +geschrieben, deren Name aus dem Namen der Quell\-\fIDatei\fP abgeleitet wird +(außer wenn \fB\-\-stdout\fP angegeben ist): +.IP \(bu 3 +Bei der Kompression wird das Suffix des Formats der Zieldatei (\fB.xz\fP oder +\&\fB.lzma\fP) an den Namen der Quelldatei angehängt und so der Name der +Zieldatei gebildet. +.IP \(bu 3 +Bei der Dekompression wird das Suffix \fB.xz\fP, \fB.lzma\fP oder \fB.lz\fP vom +Dateinamen entfernt und so der Name der Zieldatei gebildet. Außerdem erkennt +\fBxz\fP die Suffixe \fB.txz\fP und \fB.tlz\fP und ersetzt diese durch \fB.tar\fP. +.PP +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird eine Fehlermeldung angezeigt und +die \fIDatei\fP übersprungen. +.PP +Außer beim Schreiben in die Standardausgabe zeigt \fBxz\fP eine Warnung an und +überspringt die \fIDatei\fP, wenn eine der folgenden Bedingungen zutreffend +ist: +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP ist keine reguläre Datei. Symbolischen Verknüpfungen wird nicht +gefolgt und diese daher nicht zu den regulären Dateien gezählt. +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP hat mehr als eine harte Verknüpfung. +.IP \(bu 3 +Für die \fIDatei\fP ist das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt. +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Kompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat bereits +das Suffix des Zieldateiformats (\fB.xz\fP oder \fB.txz\fP beim Komprimieren in +das \fB.xz\fP\-Format und \fB.lzma\fP oder \fB.tlz\fP beim Komprimieren in das +\&\fB.lzma\fP\-Format). +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Dekompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat nicht +das Suffix eines der unterstützten Zieldateiformate (\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, +\&\fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP). +.PP +Nach erfolgreicher Kompression oder Dekompression der \fIDatei\fP kopiert \fBxz\fP +Eigentümer, Gruppe, Zugriffsrechte, Zugriffszeit und Änderungszeit aus der +Ursprungs\-\fIDatei\fP in die Zieldatei. Sollte das Kopieren der Gruppe +fehlschlagen, werden die Zugriffsrechte so angepasst, dass jenen Benutzern +der Zugriff auf die Zieldatei verwehrt bleibt, die auch keinen Zugriff auf +die Ursprungs\-\fIDatei\fP hatten. Das Kopieren anderer Metadaten wie +Zugriffssteuerlisten oder erweiterter Attribute wird von \fBxz\fP noch nicht +unterstützt. +.PP +Sobald die Zieldatei erfolgreich geschlossen wurde, wird die +Ursprungs\-\fIDatei\fP entfernt. Dies wird durch die Option \fB\-\-keep\fP +verhindert. Die Ursprungs\-\fIDatei\fP wird niemals entfernt, wenn die Ausgabe +in die Standardausgabe geschrieben wird oder falls ein Fehler auftritt. +.PP +Durch Senden der Signale \fBSIGINFO\fP oder \fBSIGUSR1\fP an den \fBxz\fP\-Prozess +werden Fortschrittsinformationen in den Fehlerkanal der Standardausgabe +geleitet. Dies ist nur eingeschränkt hilfreich, wenn die +Standardfehlerausgabe ein Terminal ist. Mittels \fB\-\-verbose\fP wird ein +automatisch aktualisierter Fortschrittsanzeiger angezeigt. +. +.SS Speicherbedarf +In Abhängigkeit von den gewählten Kompressionseinstellungen bewegt sich der +Speicherverbrauch zwischen wenigen hundert Kilobyte und mehreren +Gigabyte. Die Einstellungen bei der Kompression einer Datei bestimmen dabei +den Speicherbedarf bei der Dekompression. Die Dekompression benötigt +üblicherweise zwischen 5\ % und 20\ % des Speichers, der bei der Kompression +der Datei erforderlich war. Beispielsweise benötigt die Dekompression einer +Datei, die mit \fBxz \-9\fP komprimiert wurde, gegenwärtig etwa 65\ MiB +Speicher. Es ist jedoch auch möglich, dass \fB.xz\fP\-Dateien mehrere Gigabyte +an Speicher zur Dekompression erfordern. +.PP +Insbesondere für Benutzer älterer Systeme wird eventuell ein sehr großer +Speicherbedarf ärgerlich sein. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, +verfügt \fBxz\fP über eine eingebaute Begrenzung des Speicherbedarfs, die +allerdings in der Voreinstellung deaktiviert ist. Zwar verfügen einige +Betriebssysteme über eingebaute Möglichkeiten zur prozessabhängigen +Speicherbegrenzung, doch diese sind zu unflexibel (zum Beispiel kann +\fBulimit\fP(1) beim Begrenzen des virtuellen Speichers \fBmmap\fP(2) +beeinträchtigen). +.PP +Die Begrenzung des Speicherbedarfs kann mit der Befehlszeilenoption +\fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP aktiviert werden. Oft ist es jedoch bequemer, +die Begrenzung durch Setzen der Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP +standardmäßig zu aktivieren, zum Beispiel +\fBXZ_DEFAULTS=\-\-memlimit=150MiB\fP. Die Begrenzungen können getrennt für +Kompression und Dekompression mittels \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIBegrenzung\fP +und \fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIBegrenzung\fP festgelegt werden. Die Verwendung +einer solchen Option außerhalb der Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP ist kaum +sinnvoll, da \fBxz\fP in einer einzelnen Aktion nicht gleichzeitig Kompression +und Dekompression ausführen kann und \fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP (oder \fB\-M\fP +\fIBegrenzung\fP) lässt sich einfacher in der Befehlszeile eingeben. +.PP +Wenn die angegebene Speicherbegrenzung bei der Dekompression überschritten +wird, schlägt der Vorgang fehl und \fBxz\fP zeigt eine Fehlermeldung an. Wird +die Begrenzung bei der Kompression überschritten, dann versucht \fBxz\fP die +Einstellungen entsprechend anzupassen, außer wenn \fB\-\-format=raw\fP oder +\fB\-\-no\-adjust\fP angegeben ist. Auf diese Weise schlägt die Aktion nicht fehl, +es sei denn, die Begrenzung wurde sehr niedrig angesetzt. Die Anpassung der +Einstellungen wird schrittweise vorgenommen, allerdings entsprechen die +Schritte nicht den Voreinstellungen der Kompressionsstufen. Das bedeutet, +wenn beispielsweise die Begrenzung nur geringfügig unter den Anforderungen +für \fBxz \-9\fP liegt, werden auch die Einstellungen nur wenig angepasst und +nicht vollständig herunter zu den Werten für \fBxz \-8\fP +. +.SS "Verkettung und Auffüllung von .xz\-Dateien" +Es ist möglich, \fB.xz\fP\-Dateien direkt zu verketten. Solche Dateien werden +von \fBxz\fP genauso dekomprimiert wie eine einzelne \fB.xz\fP\-Datei. +.PP +Es ist weiterhin möglich, eine Auffüllung zwischen den verketteten Teilen +oder nach dem letzten Teil einzufügen. Die Auffüllung muss aus Null\-Bytes +bestehen und deren Größe muss ein Vielfaches von vier Byte sein. Dies kann +zum Beispiel dann vorteilhaft sein, wenn die \fB.xz\fP\-Datei auf einem +Datenträger gespeichert wird, dessen Dateisystem die Dateigrößen in +512\-Byte\-Blöcken speichert. +.PP +Verkettung und Auffüllung sind für \fB.lzma\fP\-Dateien oder Rohdatenströme +nicht erlaubt. +. +.SH OPTIONEN +. +.SS "Ganzzahlige Suffixe und spezielle Werte" +An den meisten Stellen, wo ein ganzzahliges Argument akzeptiert wird, kann +ein optionales Suffix große Ganzzahlwerte einfacher darstellen. Zwischen +Ganzzahl und dem Suffix dürfen sich keine Leerzeichen befinden. +.TP +\fBKiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.024 (2^10). \fBKi\fP, \fBk\fP, \fBkB\fP, \fBK\fP und +\fBKB\fP werden als Synonyme für \fBKiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBMiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.048.576 (2^20). \fBMi\fP, \fBm\fP, \fBM\fP und \fBMB\fP +werden als Synonyme für \fBMiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBGiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.073.741.824 (2^30). \fBGi\fP, \fBg\fP, \fBG\fP und +\fBGB\fP werden als Synonyme für \fBGiB\fP akzeptiert. +.PP +Der spezielle Wert \fBmax\fP kann dazu verwendet werden, um den von der +jeweiligen Option akzeptierten maximalen Ganzzahlwert anzugeben. +. +.SS Aktionsmodus +Falls mehrere Aktionsmodi angegeben sind, wird der zuletzt angegebene +verwendet. +.TP +\fB\-z\fP, \fB\-\-compress\fP +Kompression. Dies ist der voreingestellte Aktionsmodus, sofern keiner +angegeben ist und auch kein bestimmter Modus aus dem Befehlsnamen abgeleitet +werden kann (der Befehl \fBunxz\fP impliziert zum Beispiel \fB\-\-decompress\fP). +.IP "" +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +After successful compression, the source file is removed unless writing to +standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-d\fP, \fB\-\-decompress\fP, \fB\-\-uncompress\fP +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +Decompress. After successful decompression, the source file is removed +unless writing to standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-t\fP, \fB\-\-test\fP +prüft die Integrität der komprimierten \fIDateien\fP. Diese Option ist +gleichbedeutend mit \fB\-\-decompress \-\-stdout\fP, außer dass die dekomprimierten +Daten verworfen werden, anstatt sie in die Standardausgabe zu leiten. Es +werden keine Dateien erstellt oder entfernt. +.TP +\fB\-l\fP, \fB\-\-list\fP +gibt Informationen zu den komprimierten \fIDateien\fP aus. Es werden keine +unkomprimierten Dateien ausgegeben und keine Dateien angelegt oder +entfernt. Im Listenmodus kann das Programm keine komprimierten Daten aus der +Standardeingabe oder anderen nicht durchsuchbaren Quellen lesen. +.IP "" +Die Liste zeigt in der Standardeinstellung grundlegende Informationen zu den +\fIDateien\fP an, zeilenweise pro Datei. Detailliertere Informationen erhalten +Sie mit der Option \fB\-\-verbose\fP. Wenn Sie diese Option zweimal angeben, +werden noch ausführlichere Informationen ausgegeben. Das kann den Vorgang +allerdings deutlich verlangsamen, da die Ermittlung der zusätzlichen +Informationen zahlreiche Suchvorgänge erfordert. Die Breite der +ausführlichen Ausgabe übersteigt 80 Zeichen, daher könnte die Weiterleitung +in beispielsweise\& \fBless\ \-S\fP sinnvoll sein, falls das Terminal nicht +breit genug ist. +.IP "" +Die exakte Ausgabe kann in verschiedenen \fBxz\fP\-Versionen und +Spracheinstellungen unterschiedlich sein. Wenn eine maschinell auswertbare +Ausgabe gewünscht ist, dann sollten Sie \fB\-\-robot \-\-list\fP verwenden. +. +.SS Aktionsattribute +.TP +\fB\-k\fP, \fB\-\-keep\fP +verhindert das Löschen der Eingabedateien. +.IP "" +Seit der \fBxz\fP\-Version 5.2.6 wird die Kompression oder Dekompression auch +dann ausgeführt, wenn die Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären +Datei ist, mehr als einen harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder +»sticky«\-Bit gesetzt ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei +kopiert. In früheren Versionen geschah dies nur mit \fB\-\-force\fP. +.TP +\fB\-f\fP, \fB\-\-force\fP +Diese Option hat verschiedene Auswirkungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird diese vor der Kompression oder +Dekompression gelöscht. +.IP \(bu 3 +Die Kompression oder Dekompression wird auch dann ausgeführt, wenn die +Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären Datei ist, mehr als einen +harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt +ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei kopiert. +.IP \(bu 3 +Wenn es zusammen mit \fB\-\-decompress\fP und \fB\-\-stdout\fP verwendet wird und +\fBxz\fP den Typ der Quelldatei nicht ermitteln kann, wird die Quelldatei +unverändert in die Standardausgabe kopiert. Dadurch kann \fBxzcat\fP \fB\-\-force\fP +für Dateien, die nicht mit \fBxz\fP komprimiert wurden, wie \fBcat\fP(1) verwendet +werden. Zukünftig könnte \fBxz\fP neue Dateikompressionsformate unterstützen, +wodurch \fBxz\fP mehr Dateitypen dekomprimieren kann, anstatt sie unverändert +in die Standardausgabe zu kopieren. Mit der Option \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +können Sie \fBxz\fP anweisen, nur ein einzelnes Dateiformat zu dekomprimieren. +.RE +.TP +\fB\-c\fP, \fB\-\-stdout\fP, \fB\-\-to\-stdout\fP +schreibt die komprimierten oder dekomprimierten Daten in die Standardausgabe +anstatt in eine Datei. Dies impliziert \fB\-\-keep\fP. +.TP +\fB\-\-single\-stream\fP +dekomprimiert nur den ersten \fB.xz\fP\-Datenstrom und ignoriert stillschweigend +weitere Eingabedaten, die möglicherweise dem Datenstrom +folgen. Normalerweise führt solcher anhängender Datenmüll dazu, dass \fBxz\fP +eine Fehlermeldung ausgibt. +.IP "" +\fBxz\fP dekomprimiert niemals mehr als einen Datenstrom aus \fB.lzma\fP\-Dateien +oder Rohdatenströmen, aber dennoch wird durch diese Option möglicherweise +vorhandener Datenmüll nach der \fB.lzma\fP\-Datei oder dem Rohdatenstrom +ignoriert. +.IP "" +Diese Option ist wirkungslos, wenn der Aktionsmodus nicht \fB\-\-decompress\fP +oder \fB\-\-test\fP ist. +.TP +\fB\-\-no\-sparse\fP +verhindert die Erzeugung von Sparse\-Dateien. In der Voreinstellung versucht +\fBxz\fP, bei der Dekompression in eine reguläre Datei eine Sparse\-Datei zu +erzeugen, wenn die dekomprimierten Daten lange Abfolgen von binären Nullen +enthalten. Dies funktioniert auch beim Schreiben in die Standardausgabe, +sofern diese in eine reguläre Datei weitergeleitet wird und bestimmte +Zusatzbedingungen erfüllt sind, die die Aktion absichern. Die Erzeugung von +Sparse\-Dateien kann Plattenplatz sparen und beschleunigt die Dekompression +durch Verringerung der Ein\-/Ausgaben der Platte. +.TP +\fB\-S\fP \fI.suf\fP, \fB\-\-suffix=\fP\fI.suf\fP +verwendet \fI.suf\fP bei der Dekompression anstelle von \fB.xz\fP oder \fB.lzma\fP +als Suffix für die Zieldatei. Falls nicht in die Standardausgabe geschrieben +wird und die Quelldatei bereits das Suffix \fI.suf\fP hat, wird eine Warnung +angezeigt und die Datei übersprungen. +.IP "" +berücksichtigt bei der Dekompression zusätzlich zu Dateien mit den Suffixen +\&\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, \fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP auch jene mit dem Suffix +\&\fI.suf\fP. Falls die Quelldatei das Suffix \fI.suf\fP hat, wird dieses entfernt +und so der Name der Zieldatei abgeleitet. +.IP "" +Beim Komprimieren oder Dekomprimieren von Rohdatenströmen mit +\fB\-\-format=raw\fP muss das Suffix stets angegeben werden, außer wenn die +Ausgabe in die Standardausgabe erfolgt. Der Grund dafür ist, dass es kein +vorgegebenes Suffix für Rohdatenströme gibt. +.TP +\fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +liest die zu verarbeitenden Dateinamen aus \fIDatei\fP. Falls keine \fIDatei\fP +angegeben ist, werden die Dateinamen aus der Standardeingabe +gelesen. Dateinamen müssen mit einem Zeilenumbruch beendet werden. Ein +Bindestrich (\fB\-\fP) wird als regulärer Dateiname angesehen und nicht als +Standardeingabe interpretiert. Falls Dateinamen außerdem als +Befehlszeilenargumente angegeben sind, werden diese vor den Dateinamen aus +der \fIDatei\fP verarbeitet. +.TP +\fB\-\-files0\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP], außer dass jeder +Dateiname mit einem Null\-Zeichen abgeschlossen werden muss. +. +.SS "Grundlegende Dateiformat\- und Kompressionsoptionen" +.TP +\fB\-F\fP \fIFormat\fP, \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +gibt das \fIFormat\fP der zu komprimierenden oder dekomprimierenden Datei an: +.RS +.TP +\fBauto\fP +Dies ist die Voreinstellung. Bei der Kompression ist \fBauto\fP gleichbedeutend +mit \fBxz\fP. Bei der Dekompression wird das Format der Eingabedatei +automatisch erkannt. Beachten Sie, dass Rohdatenströme, wie sie mit +\fB\-\-format=raw\fP erzeugt werden, nicht automatisch erkannt werden können. +.TP +\fBxz\fP +Die Kompression erfolgt in das \fB.xz\fP\-Dateiformat oder akzeptiert nur +\&\fB.xz\fP\-Dateien bei der Dekompression. +.TP +\fBlzma\fP, \fBalone\fP +Die Kompression erfolgt in das veraltete \fB.lzma\fP\-Dateiformat oder +akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien bei der Dekompression. Der alternative Name +\fBalone\fP dient der Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen. +.TP +\fBlzip\fP +Akzeptiert nur \fB.lz\fP\-Dateien bei der Dekompression. Kompression wird nicht +unterstützt. +.IP "" +Das \fB.lz\fP\-Format wird in Version 0 und der unerweiterten Version 1 +unterstützt. Dateien der Version 0 wurden von \fBlzip\fP 1.3 und älter +erstellt. Solche Dateien sind nicht sehr weit verbreitet, können aber in +Dateiarchiven gefunden werden, da einige Quellpakete in diesem Format +veröffentlicht wurden. Es ist auch möglich, dass Benutzer alte persönliche +Dateien in diesem Format haben. Die Dekompressionsunterstützung für das +Format der Version 0 wurde mit der Version 1.18 aus \fBlzip\fP entfernt. +.IP "" +\fBlzip\fP\-Versionen ab 1.4 erstellen Dateien im Format der Version 0. Die +Erweiterung »Sync Flush Marker« zur Formatversion 1 wurde in \fBlzip\fP 1.6 +hinzugefügt. Diese Erweiterung wird sehr selten verwendet und wird von \fBxz\fP +nicht unterstützt (die Eingabe wird als beschädigt erkannt). +.TP +\fBraw\fP +Komprimiert oder dekomprimiert einen Rohdatenstrom (ohne Header). Diese +Option ist nur für fortgeschrittene Benutzer bestimmt. Zum Dekodieren von +Rohdatenströmen müssen Sie die Option \fB\-\-format=raw\fP verwenden und die +Filterkette ausdrücklich angeben, die normalerweise in den (hier fehlenden) +Container\-Headern gespeichert worden wäre. +.RE +.TP +\fB\-C\fP \fIPrüfung\fP, \fB\-\-check=\fP\fIPrüfung\fP +gibt den Typ der Integritätsprüfung an. Die Prüfsumme wird aus den +unkomprimierten Daten berechnet und in der \fB.xz\fP\-Datei gespeichert. Diese +Option wird nur bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format angewendet, da das +\&\fB.lzma\fP\-Format keine Integritätsprüfungen unterstützt. Die eigentliche +Integritätsprüfung erfolgt (falls möglich), wenn die \fB.xz\fP\-Datei +dekomprimiert wird. +.IP "" +Folgende Typen von \fIPrüfungen\fP werden unterstützt: +.RS +.TP +\fBnone\fP +führt keine Integritätsprüfung aus. Dies ist eine eher schlechte +Idee. Dennoch kann es nützlich sein, wenn die Integrität der Daten auf +andere Weise sichergestellt werden kann. +.TP +\fBcrc32\fP +berechnet die CRC32\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus IEEE\-802.3 (Ethernet). +.TP +\fBcrc64\fP +berechnet die CRC64\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus ECMA\-182. Dies ist die +Voreinstellung, da beschädigte Dateien etwas besser als mit CRC32 erkannt +werden und die Geschwindigkeitsdifferenz unerheblich ist. +.TP +\fBsha256\fP +berechnet die SHA\-256\-Prüfsumme. Dies ist etwas langsamer als CRC32 und +CRC64. +.RE +.IP "" +Die Integrität der \fB.xz\fP\-Header wird immer mit CRC32 geprüft. Es ist nicht +möglich, dies zu ändern oder zu deaktivieren. +.TP +\fB\-\-ignore\-check\fP +verifiziert die Integritätsprüfsumme der komprimierten Daten bei der +Dekompression nicht. Die CRC32\-Werte in den \fB.xz\fP\-Headern werden weiterhin +normal verifiziert. +.IP "" +\fBVerwenden Sie diese Option nicht, außer Sie wissen, was Sie tun.\fP Mögliche +Gründe, diese Option zu verwenden: +.RS +.IP \(bu 3 +Versuchen, Daten aus einer beschädigten .xz\-Datei wiederherzustellen. +.IP \(bu 3 +Erhöhung der Geschwindigkeit bei der Dekompression. Dies macht sich meist +mit SHA\-256 bemerkbar, oder mit Dateien, die extrem stark komprimiert +sind. Wir empfehlen, diese Option nicht für diesen Zweck zu verwenden, es +sei denn, die Integrität der Datei wird extern auf andere Weise überprüft. +.RE +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-9\fP +wählt eine der voreingestellten Kompressionsstufen, standardmäßig +\fB\-6\fP. Wenn mehrere Voreinstellungsstufen angegeben sind, ist nur die +zuletzt angegebene wirksam. Falls bereits eine benutzerdefinierte +Filterkette angegeben wurde, wird diese durch die Festlegung der +Voreinstellung geleert. +.IP "" +Die Unterschiede zwischen den Voreinstellungsstufen sind deutlicher als bei +\fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1). Die gewählten Kompressionseinstellungen +bestimmen den Speicherbedarf bei der Dekompression, daher ist es auf älteren +Systemen mit wenig Speicher bei einer zu hoch gewählten Voreinstellung +schwer, eine Datei zu dekomprimieren. Insbesondere \fBist es keine gute Idee, blindlings \-9 für alles\fP zu verwenden, wie dies häufig mit \fBgzip\fP(1) und +\fBbzip2\fP(1) gehandhabt wird. +.RS +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-3\fP +Diese Voreinstellungen sind recht schnell. \fB\-0\fP ist manchmal schneller als +\fBgzip \-9\fP, wobei aber die Kompression wesentlich besser ist. Die +schnelleren Voreinstellungen sind im Hinblick auf die Geschwindigkeit mit +\fBbzip2\fP(1) vergleichbar , mit einem ähnlichen oder besseren +Kompressionsverhältnis, wobei das Ergebnis aber stark vom Typ der zu +komprimierenden Daten abhängig ist. +.TP +\fB\-4\fP … \fB\-6\fP +Gute bis sehr gute Kompression, wobei der Speicherbedarf für die +Dekompression selbst auf alten Systemen akzeptabel ist. \fB\-6\fP ist die +Voreinstellung, welche üblicherweise eine gute Wahl für die Verteilung von +Dateien ist, die selbst noch auf Systemen mit nur 16\ MiB Arbeitsspeicher +dekomprimiert werden müssen (\fB\-5e\fP oder \fB\-6e\fP sind ebenfalls eine +Überlegung wert. Siehe \fB\-\-extreme\fP). +.TP +\fB\-7 … \-9\fP +Ähnlich wie \fB\-6\fP, aber mit einem höheren Speicherbedarf für die Kompression +und Dekompression. Sie sind nur nützlich, wenn Dateien komprimiert werden +sollen, die größer als 8\ MiB, 16\ MiB beziehungsweise 32\ MiB sind. +.RE +.IP "" +Auf der gleichen Hardware ist die Dekompressionsgeschwindigkeit ein nahezu +konstanter Wert in Bytes komprimierter Daten pro Sekunde. Anders +ausgedrückt: Je besser die Kompression, umso schneller wird üblicherweise +die Dekompression sein. Das bedeutet auch, dass die Menge der pro Sekunde +ausgegebenen unkomprimierten Daten stark variieren kann. +.IP "" +Die folgende Tabelle fasst die Eigenschaften der Voreinstellungen zusammen: +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0;256 KiB;0;3 MiB;1 MiB +\-1;1 MiB;1;9 MiB;2 MiB +\-2;2 MiB;2;17 MiB;3 MiB +\-3;4 MiB;3;32 MiB;5 MiB +\-4;4 MiB;4;48 MiB;5 MiB +\-5;8 MiB;5;94 MiB;9 MiB +\-6;8 MiB;6;94 MiB;9 MiB +\-7;16 MiB;6;186 MiB;17 MiB +\-8;32 MiB;6;370 MiB;33 MiB +\-9;64 MiB;6;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Spaltenbeschreibungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wörtb.Größe ist die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs. Es ist +Speicherverschwendung, ein Wörterbuch zu verwenden, das größer als die +unkomprimierte Datei ist. Daher ist es besser, die Voreinstellungen \fB\-7\fP … +\fB\-9\fP zu vermeiden, falls es keinen wirklichen Bedarf dafür gibt. Mit \fB\-6\fP +und weniger wird üblicherweise so wenig Speicher verschwendet, dass dies +nicht ins Gewicht fällt. +.IP \(bu 3 +KomprCPU ist eine vereinfachte Repräsentation der LZMA2\-Einstellungen, +welche die Kompressionsgeschwindigkeit beeinflussen. Die Wörterbuchgröße +wirkt sich ebenfalls auf die Geschwindigkeit aus. Während KompCPU für die +Stufen \fB\-6\fP bis \fB\-9\fP gleich ist, tendieren höhere Stufen dazu, etwas +langsamer zu sein. Um eine noch langsamere, aber möglicherweise bessere +Kompression zu erhalten, siehe \fB\-\-extreme\fP. +.IP \(bu 3 +KompSpeich enthält den Speicherbedarf des Kompressors im +Einzel\-Thread\-Modus. Dieser kann zwischen den \fBxz\fP\-Versionen leicht +variieren. +.IP \(bu 3 +DekompSpeich enthält den Speicherbedarf für die Dekompression. Das bedeutet, +dass die Kompressionseinstellungen den Speicherbedarf bei der Dekompression +bestimmen. Der exakte Speicherbedarf bei der Dekompression ist geringfügig +größer als die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs, aber die Werte in der Tabelle +wurden auf ganze MiB aufgerundet. +.RE +.IP "" + Der Speicherbedarf einiger der zukünftigen Multithread\-Modi kann dramatisch +höher sein als im Einzel\-Thread\-Modus. Mit dem Standardwert von +\fB\-\-block\-size\fP benötigt jeder Thread 3*3*Wörtb.Gr plus KompSpeich oder +DekompSpeich. Beispielsweise benötigen vier Threads mit der Voreinstellung +\fB\-6\fP etwa 660 bis 670 MiB Speicher. +.TP +\fB\-e\fP, \fB\-\-extreme\fP +verwendet eine langsamere Variante der gewählten +Kompressions\-Voreinstellungsstufe (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP), um hoffentlich ein etwas +besseres Kompressionsverhältnis zu erreichen, das aber in ungünstigen Fällen +auch schlechter werden kann. Der Speicherverbrauch bei der Dekompression +wird dabei nicht beeinflusst, aber der Speicherverbrauch der Kompression +steigt in den Voreinstellungsstufen \fB\-0\fP bis \fB\-3\fP geringfügig an. +.IP "" +Da es zwei Voreinstellungen mit den Wörterbuchgrößen 4\ MiB und 8\ MiB gibt, +verwenden die Voreinstellungsstufen \fB\-3e\fP und \fB\-5e\fP etwas schnellere +Einstellungen (niedrigere KompCPU) als \fB\-4e\fP beziehungsweise \fB\-6e\fP. Auf +diese Weise sind zwei Voreinstellungen nie identisch. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0e;256 KiB;8;4 MiB;1 MiB +\-1e;1 MiB;8;13 MiB;2 MiB +\-2e;2 MiB;8;25 MiB;3 MiB +\-3e;4 MiB;7;48 MiB;5 MiB +\-4e;4 MiB;8;48 MiB;5 MiB +\-5e;8 MiB;7;94 MiB;9 MiB +\-6e;8 MiB;8;94 MiB;9 MiB +\-7e;16 MiB;8;186 MiB;17 MiB +\-8e;32 MiB;8;370 MiB;33 MiB +\-9e;64 MiB;8;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Zum Beispiel gibt es insgesamt vier Voreinstellungen, die ein 8\ MiB großes +Wörterbuch verwenden, deren Reihenfolge von der schnellsten zur langsamsten +\fB\-5\fP, \fB\-6\fP, \fB\-5e\fP und \fB\-6e\fP ist. +.TP +\fB\-\-fast\fP +.PD 0 +.TP +\fB\-\-best\fP +.PD +sind etwas irreführende Aliase für \fB\-0\fP beziehungsweise \fB\-9\fP. Sie werden +nur zwecks Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen +bereitgestellt. Sie sollten diese Optionen besser nicht verwenden. +.TP +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP +teilt beim Komprimieren in das \fB.xz\fP\-Format die Eingabedaten in Blöcke der +angegebenen \fIGröße\fP in Byte. Die Blöcke werden unabhängig voneinander +komprimiert, was dem Multi\-Threading entgegen kommt und Zufallszugriffe bei +der Dekompression begrenzt. Diese Option wird typischerweise eingesetzt, um +die vorgegebene Blockgröße im Multi\-Thread\-Modus außer Kraft zu setzen, aber +sie kann auch im Einzel\-Thread\-Modus angewendet werden. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus wird etwa die dreifache \fIGröße\fP in jedem Thread zur +Pufferung der Ein\- und Ausgabe belegt. Die vorgegebene \fIGröße\fP ist das +Dreifache der Größe des LZMA2\-Wörterbuchs oder 1 MiB, je nachdem, was mehr +ist. Typischerweise ist das Zwei\- bis Vierfache der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs oder wenigstens 1 MB ein guter Wert. Eine \fIGröße\fP, die +geringer ist als die des LZMA2\-Wörterbuchs, ist Speicherverschwendung, weil +dann der LZMA2\-Wörterbuchpuffer niemals vollständig genutzt werden würde. Im +Multi\-Thread\-Modus wird die Größe der Blöcke wird in den Block\-Headern +gespeichert. Die Größeninformation wird für eine Multi\-Thread\-Dekompression +genutzt. +.IP "" +Im Einzel\-Thread\-Modus werden die Blöcke standardmäßig nicht geteilt. Das +Setzen dieser Option wirkt sich nicht auf den Speicherbedarf aus. In den +Block\-Headern werden keine Größeninformationen gespeichert, daher werden im +Einzel\-Thread\-Modus erzeugte Dateien nicht zu den im Multi\-Thread\-Modus +erzeugten Dateien identisch sein. Das Fehlen der Größeninformation bedingt +auch, dass \fBxz\fP nicht in der Lage sein wird, die Dateien im +Multi\-Thread\-Modus zu dekomprimieren. +.TP +\fB\-\-block\-list=\fP\fIBlöcke\fP +beginnt bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format nach den angegebenen +Intervallen unkomprimierter Daten einen neuen Block, optional mit einer +benutzerdefinierten Filterkette. +.IP "" +Die \fIBlöcke\fP werden in einer durch Kommata getrennten Liste +angegeben. Jeder Block besteht aus einer optionalen Filterkettennummer +zwischen 0 und 9, gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP) und der Größe der +unkomprimierten Daten (diese Angabe ist erforderlich). Überspringen eines +Blocks (zwei oder mehr aufeinander folgende Kommata) ist ein Kürzel dafür, +die Größe und die Filter des vorherigen Blocks zu verwenden. +.IP "" +Falls die Eingabedatei größer ist als die Summe der \fIBlöcke\fP, dann wird der +letzte in \fIVBlöcke\fP angegebene Wert bis zum Ende der Datei wiederholt. Mit +dem speziellen Wert \fB0\fP können Sie angeben, dass der Rest der Datei als +einzelner Block kodiert werden soll. +.IP "" +Eine alternative Filterkette für jeden Block kann in Kombination mit den +Optionen \fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben +werden. Diese Optionen definieren Filterketten mit einem Bezeichner zwischen +1 und 9. Die Filterkette 0 bezeichnet hierbei die voreingestellte +Filterkette, was dem Nichtangeben einer Filterkette gleichkommt. Der +Filterkettenbezeichner kann vor der unkomprimierten Größe verwendet werden, +gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP). Falls Sie beispielsweise +\fB\-\-block\-list=1:2MiB,3:2MiB,2:4MiB,,2MiB,0:4MiB\fP angeben, werden die Blöcke +folgendermaßen erstellt: +.RS +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters1\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters3\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe für jeden Block bis zum Ende +der Eingabe. +.RE +.IP "" +Falls Sie eine Größe angeben, welche die Blockgröße des Encoders übersteigen +(entweder den Vorgabewert im Thread\-Modus oder den mit +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP angegebenen Wert), wird der Encoder zusätzliche +Blöcke erzeugen, wobei die in den \fIBlöcke\fP angegebenen Grenzen eingehalten +werden. Wenn Sie zum Beispiel \fB\-\-block\-size=10MiB\fP +\fB\-\-block\-list=5MiB,10MiB,8MiB,12MiB,24MiB\fP angeben und die Eingabedatei 80 +MiB groß ist, erhalten Sie 11 Blöcke: 5, 10, 8, 10, 2, 10, 10, 4, 10, 10 und +1 MiB. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus werden die Blockgrößen in den Block\-Headern +gespeichert. Dies geschieht im Einzel\-Thread\-Modus nicht, daher wird die +kodierte Ausgabe zu der im Multi\-Thread\-Modus nicht identisch sein. +.TP +\fB\-\-flush\-timeout=\fP\fIZeit\fP +löscht bei der Kompression die ausstehenden Daten aus dem Encoder und macht +sie im Ausgabedatenstrom verfügbar, wenn mehr als die angegebene \fIZeit\fP in +Millisekunden (als positive Ganzzahl) seit dem vorherigen Löschen vergangen +ist und das Lesen weiterer Eingaben blockieren würde. Dies kann nützlich +sein, wenn \fBxz\fP zum Komprimieren von über das Netzwerk eingehenden Daten +verwendet wird. Kleine \fIZeit\fP\-Werte machen die Daten unmittelbar nach dem +Empfang nach einer kurzen Verzögerung verfügbar, während große \fIZeit\fP\-Werte +ein besseres Kompressionsverhältnis bewirken. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist standardmäßig deaktiviert. Wenn diese Option +mehrfach angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. Für die Angabe +der \fIZeit\fP kann der spezielle Wert \fB0\fP verwendet werden, um dieses +Funktionsmerkmal explizit zu deaktivieren. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist außerhalb von POSIX\-Systemen nicht verfügbar. +.IP "" +.\" FIXME +\fBDieses Funktionsmerkmal ist noch experimentell.\fP Gegenwärtig ist \fBxz\fP +aufgrund der Art und Weise, wie \fBxz\fP puffert, für Dekompression in Echtzeit +ungeeignet. +.TP +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Grenze für die Speichernutzung bei der Kompression fest. Wenn +diese Option mehrmals angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. +.IP "" +Falls die Kompressionseinstellungen die \fIGrenze\fP überschreiten, versucht +\fBxz\fP, die Einstellungen nach unten anzupassen, so dass die Grenze nicht +mehr überschritten wird und zeigt einen Hinweis an, dass eine automatische +Anpassung vorgenommen wurde. Die Anpassungen werden in folgender Reihenfolge +angewendet: Reduzierung der Anzahl der Threads, Wechsel in den +Einzelthread\-Modus, falls sogar ein einziger Thread im Multithread\-Modus die +\fIGrenze\fP überschreitet, und schlussendlich die Reduzierung der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs. +.IP "" +Beim Komprimieren mit \fB\-\-format=raw\fP oder falls \fB\-\-no\-adjust\fP angegeben +wurde, wird nur die Anzahl der Threads reduziert, da nur so die komprimierte +Ausgabe nicht beeinflusst wird. +.IP "" +Falls die \fIGrenze\fP nicht anhand der vorstehend beschriebenen Anpassungen +gesetzt werden kann, wird ein Fehler angezeigt und \fBxz\fP wird mit dem +Exit\-Status 1 beendet. +.IP "" +Die \fIGrenze\fP kann auf verschiedene Arten angegeben werden: +.RS +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann ein absoluter Wert in Byte sein. Ein Suffix wie \fBMiB\fP +kann dabei hilfreich sein. Beispiel: \fB\-\-memlimit\-compress=80MiB\fP. +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann als Prozentsatz des physischen Gesamtspeichers (RAM) +angegeben werden. Dies ist insbesondere nützlich, wenn in einem +Shell\-Initialisierungsskript, das mehrere unterschiedliche Rechner gemeinsam +verwenden, die Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP gesetzt ist. Auf diese Weise +ist die Grenze auf Systemen mit mehr Speicher höher. Beispiel: +\fB\-\-memlimit\-compress=70%\fP +.IP \(bu 3 +Mit \fB0\fP kann die \fIGrenze\fP auf den Standardwert zurückgesetzt werden. Dies +ist gegenwärtig gleichbedeutend mit dem Setzen der \fIGrenze\fP auf \fBmax\fP +(keine Speicherbegrenzung). +.RE +.IP "" +Für die 32\-Bit\-Version von \fBxz\fP gibt es einen Spezialfall: Falls die Grenze +über \fB4020\ MiB\fP liegt, wird die \fIGrenze\fP auf \fB4020\ MiB\fP gesetzt. Auf +MIPS32 wird stattdessen \fB2000\ MB\fP verwendet (die Werte \fB0\fP und \fBmax\fP +werden hiervon nicht beeinflusst; für die Dekompression gibt es keine +vergleichbare Funktion). Dies kann hilfreich sein, wenn ein +32\-Bit\-Executable auf einen 4\ GiB großen Adressraum (2 GiB auf MIPS32) +zugreifen kann, wobei wir hoffen wollen, dass es in anderen Situationen +keine negativen Effekte hat. +.IP "" +Siehe auch den Abschnitt \fBSpeicherbedarf\fP. +.TP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für die Dekompression fest. Dies +beeinflusst auch den Modus \fB\-\-list\fP. Falls die Aktion nicht ausführbar ist, +ohne die \fIGrenze\fP zu überschreiten, gibt \fBxz\fP eine Fehlermeldung aus und +die Dekompression wird fehlschlagen. Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +zu möglichen Wegen, die \fIGrenze\fP anzugeben. +.TP +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für Multithread\-Dekompression +fest. Dies beeinflusst lediglich die Anzahl der Threads; \fBxz\fP wird dadurch +niemals die Dekompression einer Datei verweigern. Falls die \fIGrenze\fP für +jegliches Multithreading zu niedrig ist, wird sie ignoriert und \fBxz\fP setzt +im Einzelthread\-modus fort. Beachten Sie auch, dass bei der Verwendung von +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP dies stets sowohl auf den Einzelthread\-als auch auf +den Multithread\-Modus angewendet wird und so die effektive \fIGrenze\fP für den +Multithread\-Modus niemals höher sein wird als die mit +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP gesetzte Grenze. +.IP "" +Im Gegensatz zu anderen Optionen zur Begrenzung des Speicherverbrauchs hat +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP eine systemspezifisch vorgegebene +\fIGrenze\fP. Mit \fBxz \-\-info\-memory\fP können Sie deren aktuellen Wert anzeigen +lassen. +.IP "" +Diese Option und ihr Standardwert existieren, weil die unbegrenzte +threadbezogene Dekompression bei einigen Eingabedateien zu unglaublich +großem Speicherverbrauch führen würde. Falls die vorgegebene \fIGrenze\fP auf +Ihrem System zu niedrig ist, können Sie die \fIGrenze\fP durchaus erhöhen, aber +setzen Sie sie niemals auf einen Wert größer als die Menge des nutzbaren +Speichers, da \fBxz\fP bei entsprechenden Eingabedateien versuchen wird, diese +Menge an Speicher auch bei einer geringen Anzahl von Threads zu +verwnden. Speichermangel oder Auslagerung verbessern die +Dekomprimierungsleistung nicht. +.IP "" +Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP für mögliche Wege zur Angabe der +\fIGrenze\fP. Sezen der \fIGrenze\fP auf \fB0\fP setzt die \fIGrenze\fP auf den +vorgegebenen systemspezifischen Wert zurück. +.TP +\fB\-M\fP \fIGrenze\fP, \fB\-\-memlimit=\fP\fIGrenze\fP, \fB\-\-memory=\fP\fIGrenze\fP +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP. +.TP +\fB\-\-no\-adjust\fP +zeigt einen Fehler an und beendet, falls die Grenze der Speichernutzung +nicht ohne Änderung der Einstellungen, welche die komprimierte Ausgabe +beeinflussen, berücksichtigt werden kann. Das bedeutet, dass \fBxz\fP daran +gehindert wird, den Encoder vom Multithread\-Modus in den Einzelthread\-Modus +zu versetzen und die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs zu reduzieren. Allerdings +kann bei Verwendung dieser Option dennoch die Anzahl der Threads reduziert +werden, um die Grenze der Speichernutzung zu halten, sofern dies die +komprimierte Ausgabe nicht beeinflusst. +.IP "" +Die automatische Anpassung ist beim Erzeugen von Rohdatenströmen +(\fB\-\-format=raw\fP) immer deaktiviert. +.TP +\fB\-T\fP \fIThreads\fP, \fB\-\-threads=\fP\fIThreads\fP +gibt die Anzahl der zu verwendenden Arbeits\-Threads an. Wenn Sie \fIThreads\fP +auf einen speziellen Wert \fB0\fP setzen, verwendet \fBxz\fP maximal so viele +Threads, wie der/die Prozessor(en) im System untestützen. Die tatsächliche +Anzahl kann geringer sein als die angegebenen \fIThreads\fP, wenn die +Eingabedatei nicht groß genug für Threading mit den gegebenen Einstellungen +ist oder wenn mehr Threads die Speicherbegrenzung übersteigen würden. +.IP "" +Die Multithread\- bzw. Einzelthread\-Kompressoren erzeugen unterschiedliche +Ausgaben. Der Einzelthread\-Kompressor erzeugt die geringste Dateigröße, aber +nur die Ausgabe des Multithread\-Kompressors kann mit mehreren Threads wieder +dekomprimiert werden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB1\fP wird den +Einzelthread\-Modus verwenden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf +einen anderen Wert einschließlich \fB0\fP verwendet den Multithread\-Kompressor, +und zwar sogar dann, wenn das System nur einen einzigen Hardware\-Thread +unterstützt (\fBxz\fP 5.2.x verwendete in diesem Fall noch den +Einzelthread\-Modus). +.IP "" +Um den Multithread\-Modus mit nur einem einzigen Thread zu verwenden, setzen +Sie die Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB+1\fP. Das Präfix \fB+\fP hat mit Werten +verschieden von \fB1\fP keinen Effekt. Eine Begrenzung des Speicherverbrauchs +kann \fBxz\fP dennoch veranlassen, den Einzelthread\-Modus zu verwenden, außer +wenn \fB\-\-no\-adjust\fP verwendet wird. Die Unterstützung für das Präfix \fB+\fP +wurde in \fBxz\fP 5.4.0 hinzugefügt. +.IP "" +Falls das automatische Setzen der Anzahl der Threads angefordert und keine +Speicherbegrenzung angegeben wurde, dann wird eine systemspezifisch +vorgegebene weiche Grenze verwendet, um eventuell die Anzahl der Threads zu +begrenzen. Es ist eine weiche Grenze im Sinne davon, dass sie ignoriert +wird, falls die Anzahl der Threads 1 ist; daher wird eine weiche Grenze +\fBxz\fP niemals an der Kompression oder Dekompression hindern. Diese +vorgegebene weiche Grenze veranlasst \fBxz\fP nicht, vom Multithread\-Modus in +den Einzelthread\-Modus zu wechseln. Die aktiven Grenzen können Sie mit dem +Befehl \fBxz \-\-info\-memory\fP anzeigen lassen. +.IP "" +Die gegenwärtig einzige Threading\-Methode teilt die Eingabe in Blöcke und +komprimiert diese unabhängig voneinander. Die vorgegebene Blockgröße ist von +der Kompressionsstufe abhängig und kann mit der Option +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP außer Kraft gesetzt werden. +.IP "" +Eine thread\-basierte Dekompression wird nur bei Dateien funktionieren, die +mehrere Blöcke mit Größeninformationen in deren Headern enthalten. Alle im +Multi\-Thread\-Modus komprimierten Dateien, die groß genug sind, erfüllen +diese Bedingung, im Einzel\-Thread\-Modus komprimierte Dateien dagegen nicht, +selbst wenn \fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP verwendet wurde. +.IP "" +Der Vorgabewert für \fIThreads\fP is \fB0\fP. In \fBxz\fP 5.4.x und älteren Versionen +ist der Vorgabewert \fB1\fP. +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Eine benutzerdefinierte Filterkette ermöglicht die Angabe detaillierter +Kompressionseinstellungen, anstatt von den Voreinstellungen auszugehen. Wenn +eine benutzerdefinierte Filterkette angegeben wird, werden die vorher in der +Befehlszeile angegebenen Voreinstellungsoptionen (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP und +\fB\-\-extreme\fP) außer Kraft gesetzt. Wenn eine Voreinstellungsoption nach +einer oder mehreren benutzerdefinierten Filterkettenoptionen angegeben wird, +dann wird die neue Voreinstellung wirksam und die zuvor angegebenen +Filterkettenoptionen werden außer Kraft gesetzt. +.PP +Eine Filterkette ist mit dem Piping (der Weiterleitung) in der Befehlszeile +vergleichbar. Bei der Kompression gelangt die unkomprimierte Eingabe in den +ersten Filter, dessen Ausgabe wiederum in den zweiten Filter geleitet wird +(sofern ein solcher vorhanden ist). Die Ausgabe des letzten Filters wird in +die komprimierte Datei geschrieben. In einer Filterkette sind maximal vier +Filter zulässig, aber typischerweise besteht eine Filterkette nur aus einem +oder zwei Filtern. +.PP +Bei vielen Filtern ist die Positionierung in der Filterkette eingeschränkt: +Einige Filter sind nur als letzte in der Kette verwendbar, einige können +nicht als letzte Filter gesetzt werden, und andere funktionieren an +beliebiger Stelle. Abhängig von dem Filter ist diese Beschränkung entweder +auf das Design des Filters selbst zurückzuführen oder ist aus +Sicherheitsgründen vorhanden. +.PP +Eine benutzerdefinierte Filterkette kann auf zwei verschiedene Arten +angegeben werden. Die Optionen \fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP ermöglichen die Angabe +einer ganzen Filterkette in einer einzelnen Option gemäß der +Liblzma\-Filterzeichenkettensyntax. Alternativ können Sie eine Filterkette +mit einer oder mehreren individuellen Filteroptionen in der Reihenfolge +angeben, in der sie in der Filterkette verwendet werden sollen. Daher ist +die Reihenfolge der individuellen Filteroptionen wichtig! Beim Dekodieren +von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) muss die Filterkette in der gleichen +Reihenfolge wie bei der Komprimierung angegeben werden. Alle individuellen +Filter\- oder Voreinstellungsoptionen, die \fIvor\fP der vollen +Filterkettenoption (\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP) angegeben werden, werden +verworfen. Individuelle Filter, die \fInach\fP der vollen Filterkettenoption +angegeben werden, setzen die Filterkette zurück +.PP +Sowohl vollständige als auch individuelle Filteroptionen akzeptieren +filterspezifische \fIOptionen\fP in einer durch Kommata getrennten +Liste. Zusätzliche Kommata in den \fIOptionen\fP werden ignoriert. Jede Option +hat einen Standardwert, daher brauchen Sie nur jene anzugeben, die Sie +ändern wollen. +.PP +Um die gesamte Filterkette und die \fIOptionen\fP anzuzeigen, rufen Sie \fBxz \-vv\fP auf (was gleichbedeutend mit der zweimaligen Angabe von \fB\-\-verbose\fP +ist). Dies funktioniert auch zum Betrachten der von den Voreinstellungen +verwendeten Filterkettenoptionen. +.TP +\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP +gibt die vollständige Filterkette oder eine Voreinstellung in einer +einzelnen Option an. Mehrere Filter können durch Leerzeichen oder zwei +Minuszeichen (\fB\-\-\fP) voneinander getrennt werden. Es kann notwendig sein, +die \fIFilter\fP in der Shell\-Befehlszeile zu maskieren, so dass diese als +einzelne Option ausgewertet werden. Um Optionen Werte zuzuordnen, verwenden +Sie \fB:\fP oder \fB=\fP. Einer Voreinstellung kann ein \fB\-\fP vorangestellt werden, +dem keiner oder mehrere Schalter folgen. Der einzige unterstützte Schalter +ist \fBe\fP zum Anwenden der gleichen Optionen wie \fB\-\-extreme\fP. +.TP +\fB\-\-filters1\fP=\fIFilter\fP … \fB\-\-filters9\fP=\fIFilter\fP +gibt bis zu neun optionale Filterketten an, die mit \fB\-\-block\-list\fP +verwendet werden können. +.IP "" +Wenn Sie beispielsweise ein Archiv mit ausführbaren Dateien gefolgt von +Textdateien komprimieren, könnte der Teil mit den ausführbaren Dateien eine +Filterkette mit einem BCJ\-Filter und der Textdateiteil lediglich den +LZMA2\-Filter verwenden. +.TP +\fB\-\-filters\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, welche beschreibt, wie Voreinstellungen und +benutzerdefinierte Filterketten in den Optionen \fB\-\-filters\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&… \& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben werden und +beendet das Programm. +.TP +\fB\-\-lzma1\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-lzma2\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt LZMA1\- oder LZMA2\-Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter können nur +als letzte Filter in der Kette verwendet werden. +.IP "" +LZMA1 ist ein veralteter Filter, welcher nur wegen des veralteten +\&\fB.lzma\fP\-Dateiformats unterstützt wird, welches nur LZMA1 unterstützt. LZMA2 +ist eine aktualisierte Version von LZMA1, welche einige praktische Probleme +von LZMA1 behebt. Das \fB.xz\fP\-Format verwendet LZMA2 und unterstützt LZMA1 +gar nicht. Kompressionsgeschwindigkeit und \-verhältnis sind bei LZMA1 und +LZMA2 praktisch gleich. +.IP "" +LZMA1 und LZMA2 haben die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBpreset=\fP\fIVoreinstellung\fP +setzt alle LZMA1\- oder LZMA2\-\fIOptionen\fP auf die \fIVoreinstellung\fP +zurück. Diese \fIVoreinstellung\fP wird in Form einer Ganzzahl angegeben, der +ein aus einem einzelnen Buchstaben bestehender Voreinstellungsmodifikator +folgen kann. Die Ganzzahl kann \fB0\fP bis \fB9\fP sein, entsprechend den +Befehlszeilenoptionen \fB\-0\fP … \fB\-9\fP. Gegenwärtig ist \fBe\fP der einzige +unterstützte Modifikator, was \fB\-\-extreme\fP entspricht. Wenn keine +\fBVoreinstellung\fP angegeben ist, werden die Standardwerte der LZMA1\- oder +LZMA2\-\fIOptionen\fP der Voreinstellung \fB6\fP entnommen. +.TP +\fBdict=\fP\fIGröße\fP +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs (Chronikpuffers) gibt an, wie viel Byte der +kürzlich verarbeiteten unkomprimierten Daten im Speicher behalten werden +sollen. Der Algorithmus versucht, sich wiederholende Byte\-Abfolgen +(Übereinstimmungen) in den unkomprimierten Daten zu finden und diese durch +Referenzen zu den Daten zu ersetzen, die sich gegenwärtig im Wörterbuch +befinden. Je größer das Wörterbuch, umso größer ist die Chance, eine +Übereinstimmung zu finden. Daher bewirkt eine Erhöhung der \fIGröße\fP des +Wörterbuchs üblicherweise ein besseres Kompressionsverhältnis, aber ein +Wörterbuch, das größer ist als die unkomprimierte Datei, wäre +Speicherverschwendung. +.IP "" +Typische Wörterbuch\-\fIGrößen\fP liegen im Bereich von 64\ KiB bis 64\ MiB. Das +Minimum ist 4\ KiB. Das Maximum für die Kompression ist gegenwärtig 1.5\ GiB +(1536\ MiB). Bei der Dekompression wird bereits eine Wörterbuchgröße bis zu +4\ GiB minus 1 Byte unterstützt, welche das Maximum für die LZMA1\- und +LZMA2\-Datenstromformate ist. +.IP "" +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs und der Übereinstimmungsfinder (\fIÜf\fP) +bestimmen zusammen den Speicherverbrauch des LZMA1\- oder +LZMA2\-Kodierers. Bei der Dekompression ist ein Wörterbuch der gleichen +\fIGröße\fP (oder ein noch größeres) wie bei der Kompression erforderlich, +daher wird der Speicherverbrauch des Dekoders durch die Größe des bei der +Kompression verwendeten Wörterbuchs bestimmt. Die \fB.xz\fP\-Header speichern +die \fIGröße\fP des Wörterbuchs entweder als 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1), +so dass diese \fIGrößen\fP für die Kompression etwas bevorzugt werden. Andere +\fIGrößen\fP werden beim Speichern in den \fB.xz\fP\-Headern aufgerundet. +.TP +\fBlc=\fP\fIlc\fP +gibt die Anzahl der literalen Kontextbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; der Standardwert ist 3. Außerdem darf die Summe von \fIlc\fP und +\fIlp\fP nicht größer als 4 sein. +.IP "" +Alle Bytes, die nicht als Übereinstimmungen kodiert werden können, werden +als Literale kodiert. Solche Literale sind einfache 8\-bit\-Bytes, die jeweils +für sich kodiert werden. +.IP "" +Bei der Literalkodierung wird angenommen, dass die höchsten \fIlc\fP\-Bits des +zuvor unkomprimierten Bytes mit dem nächsten Byte in Beziehung stehen. Zum +Beispiel folgt in typischen englischsprachigen Texten auf einen +Großbuchstaben ein Kleinbuchstabe und auf einen Kleinbuchstaben +üblicherweise wieder ein Kleinbuchstabe. Im US\-ASCII\-Zeichensatz sind die +höchsten drei Bits 010 für Großbuchstaben und 011 für Kleinbuchstaben. Wenn +\fIlc\fP mindestens 3 ist, kann die literale Kodierung diese Eigenschaft der +unkomprimierten Daten ausnutzen. +.IP "" +Der Vorgabewert (3) ist üblicherweise gut. Wenn Sie die maximale Kompression +erreichen wollen, versuchen Sie \fBlc=4\fP. Manchmal hilft es ein wenig, doch +manchmal verschlechtert es die Kompression. Im letzteren Fall versuchen Sie +zum Beispiel auch\& \fBlc=2\fP. +.TP +\fBlp=\fP\fIlp\fP +gibt die Anzahl der literalen Positionsbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; die Vorgabe ist 0. +.IP "" +\fILp\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten beim +Kodieren von Literalen angenommen wird. Siehe \fIpb\fP weiter unten für weitere +Informationen zur Ausrichtung. +.TP +\fBpb=\fP\fIAnzahl\fP +legt die Anzahl der Positions\-Bits fest. Das Minimum ist 0 und das Maximum +4; Standard ist 2. +.IP "" +\fIPb\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten +generell angenommen wird. Standardmäßig wird eine Vier\-Byte\-Ausrichtung +angenommen (2^\fIpb\fP=2^2=4), was oft eine gute Wahl ist, wenn es keine +bessere Schätzung gibt. +.IP "" +Wenn die Ausrichtung bekannt ist, kann das entsprechende Setzen von \fIpb\fP +die Dateigröße ein wenig verringern. Wenn Textdateien zum Beispiel eine +Ein\-Byte\-Ausrichtung haben (US\-ASCII, ISO\-8859\-*, UTF\-8), kann das Setzen +von \fBpb=0\fP die Kompression etwas verbessern. Für UTF\-16\-Text ist \fBpb=1\fP +eine gute Wahl. Wenn die Ausrichtung eine ungerade Zahl wie beispielsweise 3 +Byte ist, könnte \fBpb=0\fP die beste Wahl sein. +.IP "" +Obwohl die angenommene Ausrichtung mit \fIpb\fP und \fIlp\fP angepasst werden +kann, bevorzugen LZMA1 und LZMA2 noch etwas die 16\-Byte\-Ausrichtung. Das +sollten Sie vielleicht beim Design von Dateiformaten berücksichtigen, die +wahrscheinlich oft mit LZMA1 oder LZMA2 komprimiert werden. +.TP +\fBmf=\fP\fIÜf\fP +Der Übereinstimmungsfinder hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit +des Kodierers, den Speicherbedarf und das +Kompressionsverhältnis. Üblicherweise sind auf Hash\-Ketten basierende +Übereinstimmungsfinder schneller als jene, die mit Binärbäumen arbeiten. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab: 0 verwendet \fBhc3\fP, 1\-3 +verwenden \fBhc4\fP und der Rest verwendet \fBbt4\fP. +.IP "" +Die folgenden Übereinstimmungsfinder werden unterstützt. Die Formeln zur +Ermittlung des Speicherverbrauchs sind grobe Schätzungen, die der Realität +am nächsten kommen, wenn \fIWörterbuch\fP eine Zweierpotenz ist. +.RS +.TP +\fBhc3\fP +Hash\-Kette mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB); +.br +\fIdict\fP * 5,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB) +.TP +\fBhc4\fP +Hash\-Kette mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 6,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.TP +\fBbt2\fP +Binärbaum mit 2\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 2 +.br +Speicherverbrauch: \fIdict\fP * 9.5 +.TP +\fBbt3\fP +Binärbaum mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 9,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB ist) +.TP +\fBbt4\fP +Binärbaum mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 10,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.RE +.TP +\fBmode=\fP\fIModus\fP +gibt die Methode zum Analysieren der vom Übereinstimmungsfinder gelieferten +Daten an. Als \fIModi\fP werden \fBfast\fP und \fBnormal\fP unterstützt. Die Vorgabe +ist \fBfast\fP für die \fIVoreinstellungsstufen\fP 0\-3 und \fBnormal\fP für die +\fIVoreinstellungsstufen\fP 4\-9. +.IP "" +Üblicherweise wird \fBfast\fP mit Hashketten\-basierten Übereinstimmungsfindern +und \fBnormal\fP mit Binärbaum\-basierten Übereinstimmungsfindern verwendet. So +machen es auch die \fIVoreinstellungsstufen\fP. +.TP +\fBnice=\fP\fInice\fP +gibt an, was als annehmbarer Wert für eine Übereinstimmung angesehen werden +kann. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, die mindestens diesen +\fInice\fP\-Wert hat, sucht der Algorithmus nicht weiter nach besseren +Übereinstimmungen. +.IP "" +Der \fInice\fP\-Wert kann 2\-273 Byte sein. Höhere Werte tendieren zu einem +besseren Kompressionsverhältnis, aber auf Kosten der Geschwindigkeit. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab. +.TP +\fBdepth=\fP\fITiefe\fP +legt die maximale Suchtiefe im Übereinstimmungsfinder fest. Vorgegeben ist +der spezielle Wert 0, der den Kompressor veranlasst, einen annehmbaren Wert +für \fITiefe\fP aus \fIÜf\fP und \fInice\fP\-Wert zu bestimmen. +.IP "" +Die angemessene \fITiefe\fP für Hash\-Ketten ist 4\-100 und 16\-1000 für +Binärbäume. Hohe Werte für die \fITiefe\fP können den Kodierer bei einigen +Dateien extrem verlangsamen. Vermeiden Sie es, die \fITiefe\fP über einen Wert +von 100 zu setzen, oder stellen Sie sich darauf ein, die Kompression +abzubrechen, wenn sie zu lange dauert. +.RE +.IP "" +Beim Dekodieren von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) benötigt LZMA2 nur die +Wörterbuch\-\fIGröße\fP. LZMA1 benötigt außerdem \fIlc\fP, \fIlp\fP und \fIpb\fP. +.TP +\fB\-\-x86\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-arm\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-armthumb\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-arm64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-powerpc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-ia64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-sparc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-riscv\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt ein »Branch/Call/Jump«\-(BCJ\-)Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter +können nicht als letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Ein BCJ\-Filter wandelt relative Adressen im Maschinencode in deren absolute +Gegenstücke um. Die Datengröße wird dadurch nicht geändert, aber die +Redundanz erhöht, was LZMA2 dabei helfen kann, eine um 10 bis 15% kleinere +\&\fB.xz\fP\-Datei zu erstellen. Die BCJ\-Filter sind immer reversibel, daher +verursacht die Anwendung eines BCJ\-Filters auf den falschen Datentyp keinen +Datenverlust, wobei aber das Kompressionsverhältnis etwas schlechter werden +könnte. Die BCJ\-Filter sind sehr schnell und verbrauchen nur wenig mehr +Speicher. +.IP "" +Diese BCJ\-Filter haben bekannte Probleme mit dem Kompressionsverhältnis: +.RS +.IP \(bu 3 +In einigen Dateitypen, die ausführbaren Code enthalten (zum Beispiel +Objektdateien, statische Bibliotheken und Linux\-Kernelmodule), sind die +Adressen in den Anweisungen mit Füllwerten gefüllt. Diese BCJ\-Filter führen +dennoch die Adressumwandlung aus, wodurch die Kompression bei diesen Dateien +schlechter wird. +.IP \(bu 3 +Falls ein BCJ\-Filter auf ein Archiv angewendet wird, ist es möglich, dass +das Kompressionsverhältnis schlechter als ohne Filter wird. Falls es +beispielsweise ähnliche oder sogar identische ausführbare Dateien gibt, dann +werden diese durch die Filterung wahrscheinlich »unähnlicher« und +verschlechtern dadurch das Kompressionsverhältnis. Der Inhalt +nicht\-ausführbarer Dateien im gleichen Archiv kann sich ebenfalls darauf +auswirken. In der Praxis werden Sie durch Versuche mit oder ohne BCJ\-Filter +selbst herausfinden müssen, was situationsbezogen besser ist. +.RE +.IP "" +Verschiedene Befehlssätze haben unterschiedliche Ausrichtungen: Die +ausführbare Datei muss in den Eingabedateien einem Vielfachen dieses Wertes +entsprechen, damit dieser Filter funktioniert. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +l n l +l n l. +Filter;Ausrichtung;Hinweise +x86;1;32\-Bit oder 64\-Bit x86 +ARM;4; +ARM\-Thumb;2; +ARM64;4;4096\-Byte\-Ausrichtung ist optimal +PowerPC;4;Nur Big Endian +IA\-64;16;Itanium +SPARC;4; +RISC\-V;2; +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Da die BCJ\-gefilterten Daten üblicherweise mit LZMA2 komprimiert sind, kann +das Kompressionsverhältnis dadurch etwas verbessert werden, dass die +LZMA2\-Optionen so gesetzt werden, dass sie der Ausrichtung des gewählten +BCJ\-Filters entsprechen. Beispiele: +.RS +.IP \(bu 3 +Der IA\-64\-Filter hat eine 16\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=4,lp=4,lc=0\fP +für LZMA2 passend (2^4=16). +.IP \(bu 3 +RISC\-V\-Code hat eine 2\-Byte\- oder 4\-Byte\-Ausrichtung, abhängig davon, ob die +Datei 16\-bit\-komprimierte Instruktionen enthält (die C\-Erweiterung). Wenn +16\-bit\-Instruktionen verwendet werden, ist \fBpb=2,lp=1,lc=3\fP oder +\fBpb=1,lp=1,lc=3\fP passend. Wenn keine 16\-bit\-Instruktionen vorhanden sind, +ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am besten. Mit \fBreadelf \-h\fP können Sie überprüfen, ob +»RVC« in der »Flags«\-Zeile auftritt. +.IP \(bu 3 +ARM64 hat stets eine 4\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am +besten. +.IP \(bu 3 +Der x86\-Filter stellt eine Ausnahme dar. Es ist üblicherweise eine gute +Wahl, bei den Voreinstellungen von LZMA2 (\fBpb=2,lp=0,lc=3\fP) zu bleiben, +wenn Sie ausführbare x86\-Dateien komprimieren +.RE +.IP "" +Alle BCJ\-Filter unterstützen die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBstart=\fP\fIVersatz\fP +gibt den Start\-\fIVersatz\fP an, der bei der Umwandlung zwischen relativen und +absoluten Adressen verwendet wird. Der \fIVersatz\fP muss ein Vielfaches der +Filterausrichtung sein (siehe die Tabelle oben). Der Standardwert ist 0. In +der Praxis ist dieser Standardwert gut; die Angabe eines benutzerdefinierten +\fIVersatzes\fP ist fast immer unnütz. +.RE +.TP +\fB\-\-delta\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +fügt den Delta\-Filter zur Filterkette hinzu. Der Delta\-Filter kann nicht als +letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Gegenwärtig wird nur eine einfache, Byte\-bezogene Delta\-Berechnung +unterstützt. Beim Komprimieren von zum Beispiel unkomprimierten +Bitmap\-Bildern oder unkomprimierten PCM\-Audiodaten kann es jedoch sinnvoll +sein. Dennoch können für spezielle Zwecke entworfene Algorithmen deutlich +bessere Ergebnisse als Delta und LZMA2 liefern. Dies trifft insbesondere auf +Audiodaten zu, die sich zum Beispiel mit \fBflac\fP(1) schneller und besser +komprimieren lassen. +.IP "" +Unterstützte \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBdist=\fP\fIAbstand\fP +gibt den \fIAbstand\fP der Delta\-Berechnung in Byte an. Zulässige Werte für den +\fIAbstand\fP sind 1 bis 256. Der Vorgabewert ist 1. +.IP "" +Zum Beispiel wird mit \fBdist=2\fP und der 8\-Byte\-Eingabe A1 B1 A2 B3 A3 B5 A4 +B7 die Ausgabe A1 B1 01 02 01 02 01 02 sein. +.RE +. +.SS "Andere Optionen" +.TP +\fB\-q\fP, \fB\-\-quiet\fP +unterdrückt Warnungen und Hinweise. Geben Sie dies zweimal an, um auch +Fehlermeldungen zu unterdrücken. Diese Option wirkt sich nicht auf den +Exit\-Status aus. Das bedeutet, das selbst bei einer unterdrückten Warnung +der Exit\-Status zur Anzeige einer Warnung dennoch verwendet wird. +.TP +\fB\-v\fP, \fB\-\-verbose\fP +bewirkt ausführliche Ausgaben. Wenn die Standardfehlerausgabe mit einem +Terminal verbunden ist, zeigt \fBxz\fP den Fortschritt an. Durch zweimalige +Angabe von \fB\-\-verbose\fP wird die Ausgabe noch ausführlicher. +.IP "" +Der Fortschrittsanzeiger stellt die folgenden Informationen dar: +.RS +.IP \(bu 3 +Der Prozentsatz des Fortschritts wird angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. Das bedeutet, dass der Prozentsatz in +Weiterleitungen (Pipes) nicht angezeigt werden kann. +.IP \(bu 3 +Menge der erzeugten komprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +verarbeiteten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Menge der verarbeiteten unkomprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +erzeugten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Kompressionsverhältnis, das mittels Dividieren der Menge der bisher +komprimierten Daten durch die Menge der bisher verarbeiteten unkomprimierten +Daten ermittelt wird. +.IP \(bu 3 +Kompressions\- oder Dekompressionsgeschwindigkeit. Diese wird anhand der +Menge der unkomprimierten verarbeiteten Daten (bei der Kompression) oder der +Menge der erzeugten Daten (bei der Dekompression) pro Sekunde gemessen. Die +Anzeige startet einige Sekunden nachdem \fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei +begonnen hat. +.IP \(bu 3 +Die vergangene Zeit im Format M:SS oder H:MM:SS. +.IP \(bu 3 +Die geschätzte verbleibende Zeit wird nur angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist und bereits einige Sekunden vergangen sind, nachdem +\fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei begonnen hat. Die Zeit wird in einem +weniger präzisen Format ohne Doppelpunkte angezeigt, zum Beispiel 2 min 30 +s. +.RE +.IP "" +Wenn die Standardfehlerausgabe kein Terminal ist, schreibt \fBxz\fP mit +\fB\-\-verbose\fP nach dem Komprimieren oder Dekomprimieren der Datei in einer +einzelnen Zeile den Dateinamen, die komprimierte Größe, die unkomprimierte +Größe, das Kompressionsverhältnis und eventuell auch die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit in die Standardfehlerausgabe. Die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit werden nur angezeigt, wenn der Vorgang mindestens ein +paar Sekunden gedauert hat. Wurde der Vorgang nicht beendet, zum Beispiel +weil ihn der Benutzer abgebrochen hat, wird außerdem der Prozentsatz des +erreichten Verarbeitungsfortschritts aufgenommen, sofern die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. +.TP +\fB\-Q\fP, \fB\-\-no\-warn\fP +setzt den Exit\-Status nicht auf 2, selbst wenn eine Bedingung erfüllt ist, +die eine Warnung gerechtfertigt hätte. Diese Option wirkt sich nicht auf die +Ausführlichkeitsstufe aus, daher müssen sowohl \fB\-\-quiet\fP als auch +\fB\-\-no\-warn\fP angegeben werden, um einerseits keine Warnungen anzuzeigen und +andererseits auch den Exit\-Status nicht zu ändern. +.TP +\fB\-\-robot\fP +gibt Meldungen in einem maschinenlesbaren Format aus. Dadurch soll das +Schreiben von Frontends erleichtert werden, die \fBxz\fP anstelle von Liblzma +verwenden wollen, was in verschiedenen Skripten der Fall sein kann. Die +Ausgabe mit dieser aktivierten Option sollte über mehrere +\fBxz\fP\-Veröffentlichungen stabil sein. Details hierzu finden Sie im Abschnitt +\fBROBOTER\-MODUS\fP. +.TP +\fB\-\-info\-memory\fP +zeigt in einem menschenlesbaren Format an, wieviel physischen Speicher (RAM) +und wie viele Prozessor\-Threads das System nach Annahme von \fBxz\fP hat, sowie +die Speicherbedarfsbegrenzung für Kompression und Dekompression, und beendet +das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung mit den am häufigsten genutzten Optionen an und +beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-H\fP, \fB\-\-long\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, die alle Funktionsmerkmale von \fBxz\fP beschreibt +und beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP +zeigt die Versionsnummer von \fBxz\fP und Liblzma in einem menschenlesbaren +Format an. Um eine maschinell auswertbare Ausgabe zu erhalten, geben Sie +\fB\-\-robot\fP vor \fB\-\-version\fP an. +. +.SH ROBOTER\-MODUS +Der Roboter\-Modus wird mit der Option \fB\-\-robot\fP aktiviert. Er bewirkt, dass +die Ausgabe von \fBxz\fP leichter von anderen Programmen ausgewertet werden +kann. Gegenwärtig wird \fB\-\-robot\fP nur zusammen mit \fB\-\-list\fP, +\fB\-\-filters\-help\fP, \fB\-\-info\-memory\fP und \fB\-\-version\fP unterstützt. In der +Zukunft wird dieser Modus auch für Kompression und Dekompression +unterstützt. +. +.SS Listenmodus +\fBxz \-\-robot \-\-list\fP verwendet eine durch Tabulatoren getrennte Ausgabe. In +der ersten Spalte jeder Zeile bezeichnet eine Zeichenkette den Typ der +Information, die in dieser Zeile enthalten ist: +.TP +\fBname\fP +Dies ist stets die erste Zeile, wenn eine Datei aufgelistet wird. Die zweite +Spalte in der Zeile enthält den Dateinamen. +.TP +\fBfile\fP +Diese Zeile enthält allgemeine Informationen zur \fB.xz\fP\-Datei. Diese Zeile +wird stets nach der \fBname\fP\-Zeile ausgegeben. +.TP +\fBstream\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt genau so viele \fBstream\fP\-Zeilen, wie Datenströme in der \fB.xz\fP\-Datei +enthalten sind. +.TP +\fBblock\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt so viele \fBblock\fP\-Zeilen, wie Blöcke in der \fB.xz\fP\-Datei. Die +\fBblock\fP\-Zeilen werden nach allen \fBstream\fP\-Zeilen angezeigt; verschiedene +Zeilentypen werden nicht verschachtelt. +.TP +\fBsummary\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben +wurde. Diese Zeile wird nach allen \fBblock\fP\-Zeilen ausgegeben. Wie die +\fBfile\fP\-Zeile enthält die \fBsummary\fP\-Zeile allgemeine Informationen zur +\&\fB.xz\fP\-Datei. +.TP +\fBtotals\fP +Diese Zeile ist immer die letzte der Listenausgabe. Sie zeigt die +Gesamtanzahlen und \-größen an. +.PP +Die Spalten der \fBfile\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme in der Datei +.IP 3. 4 +Gesamtanzahl der Blöcke in den Datenströmen +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe der Datei +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe der Datei +.IP 6. 4 +Das Kompressionsverhältnis, zum Beispiel \fB0.123\fP. Wenn das Verhältnis über +9.999 liegt, werden drei Minuszeichen (\fB\-\-\-\fP) anstelle des +Kompressionsverhältnisses angezeigt. +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen. Für die +bekannten Überprüfungstypen werden folgende Zeichenketten verwendet: +\fBNone\fP, \fBCRC32\fP, \fBCRC64\fP und \fBSHA\-256\fP. \fBUnbek.\fP\fIN\fP wird verwendet, +wobei \fIN\fP die Kennung der Überprüfung als Dezimalzahl angibt (ein\- oder +zweistellig). +.IP 8. 4 +Gesamtgröße der Datenstromauffüllung in der Datei +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBstream\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Datenstromnummer (der erste Datenstrom ist 1) +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke im Datenstrom +.IP 4. 4 +Komprimierte Startposition +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Startposition +.IP 6. 4 +Komprimierte Größe (schließt die Datenstromauffüllung nicht mit ein) +.IP 7. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 8. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 9. 4 +Name der Integritätsprüfung +.IP 10. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBblock\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der in diesem Block enthaltenen Datenströme +.IP 3. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang des Datenstroms (der erste Block ist 1) +.IP 4. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang der Datei +.IP 5. 4 +Komprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 6. 4 +Unkomprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 7. 4 +Komprimierte Gesamtgröße des Blocks (einschließlich Header) +.IP 8. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 9. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 10. 4 +Name der Integritätsprüfung +.RE +.PD +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wurde, werden zusätzliche Spalten in +die \fBblock\fP\-Zeilen eingefügt. Diese werden mit einem einfachen \fB\-\-verbose\fP +nicht angezeigt, da das Ermitteln dieser Informationen viele Suchvorgänge +erfordert und daher recht langsam sein kann: +.PD 0 +.RS +.IP 11. 4 +Wert der Integritätsprüfung in hexadezimaler Notation +.IP 12. 4 +Block\-Header\-Größe +.IP 13. 4 +Block\-Schalter: \fBc\fP gibt an, dass die komprimierte Größe verfügbar ist, und +\fBu\fP gibt an, dass die unkomprimierte Größe verfügbar ist. Falls der +Schalter nicht gesetzt ist, wird stattdessen ein Bindestrich (\fB\-\fP) +angezeigt, um die Länge der Zeichenkette beizubehalten. In Zukunft könnten +neue Schalter am Ende der Zeichenkette hinzugefügt werden. +.IP 14. 4 +Größe der tatsächlichen komprimierten Daten im Block. Ausgeschlossen sind +hierbei die Block\-Header, die Blockauffüllung und die Prüffelder. +.IP 15. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieses Blocks mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 16. 4 +Filterkette. Beachten Sie, dass die meisten der bei der Kompression +verwendeten Optionen nicht bekannt sein können, da in den \fB.xz\fP\-Headern nur +die für die Dekompression erforderlichen Optionen gespeichert sind. +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBsummary\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieser Datei mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 3. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 4. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBtotals\fP\-Zeile: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 6. 4 +Durchschnittliches Kompressionsverhältnis +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen, die in den +Dateien präsent waren. +.IP 8. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.IP 9. 4 +Anzahl der Dateien. Dies dient dazu, die Reihenfolge der vorigen Spalten an +die in den \fBfile\fP\-Zeilen anzugleichen. +.PD +.RE +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wird, werden zusätzliche Spalten in die +\fBtotals\fP\-Zeile eingefügt: +.PD 0 +.RS +.IP 10. 4 +Maximale Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren der Dateien +mit dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 11. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 12. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Zukünftige Versionen könnten neue Zeilentypen hinzufügen, weiterhin könnten +auch in den vorhandenen Zeilentypen weitere Spalten hinzugefügt werden, aber +die existierenden Spalten werden nicht geändert. +. +.SS Filterhilfe +\fBxz \-\-robot \-\-filters\-help\fP gibt die unterstützten Filter im folgenden +Format aus: +.PP +\fIFilter\fP\fB:\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>,\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>\fP +… +.TP +\fIFilter\fP +Name des Filters +.TP +\fIOption\fP +Name der filterspezifischen Option +.TP +\fIWert\fP +Der numerische \fIWert\fP erscheint als Bereich +\fB<\fP\fIMinimum\fP\fB\-\fP\fIMaximum\fP\fB>\fP. Die Auswahl des +Zeichenketten\-\fIWert\fPs wird in \fB< >\fP eingeschlossen und durch \fB|\fP +getrennt. +.PP +Jeder Filter wird in einer separaten Zeile ausgegeben. +. +.SS "Informationen zur Speicherbedarfsbegrenzung" +\fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP gibt eine einzelne Zeile mit mehreren durch +Tabulatoren getrennten Spalten aus: +.IP 1. 4 +Gesamter physischer Speicher (RAM) in Byte. +.IP 2. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Kompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-compress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 3. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-decompress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 4. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Die Speichernutzung für Multithread\-Dekompression in +Byte (\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP). Dies ist niemals \fB0\fP, da ein +systemspezifischer Vorgabewert (gezeigt in Spalte 5) verwendet wird, falls +keine Grenze ausdrücklich angegeben wurde. Dies ist außerdem niemals größer +als der Wert in in Spalte 3, selbst wenn mit \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP ein +größerer Wert angegeben wurde. +.IP 5. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Eine systemspezifisch vorgegebene Begrenzung des +Speicherverbrauchs, die zur Begrenzung der Anzahl der Threads beim +Komprimieren mit automatischer Anzahl der Threads (\fB\-\-threads=0\fP) und wenn +keine Speicherbedarfsbegrenzung angegeben wurde (\fB\-\-memlimit\-compress\fP) +verwendet wird. Dies wird auch als Standardwert für +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP verwendet. +.IP 6. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Anzahl der verfügbaren Prozessorthreads. +.PP +In der Zukunft könnte die Ausgabe von \fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP weitere +Spalten enthalten, aber niemals mehr als eine einzelne Zeile. +. +.SS Version +\fBxz \-\-robot \-\-version\fP gibt die Versionsnummern von \fBxz\fP und Liblzma im +folgenden Format aus: +.PP +\fBXZ_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.br +\fBLIBLZMA_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.TP +\fIX\fP +Hauptversion. +.TP +\fIYYY\fP +Unterversion. Gerade Zahlen bezeichnen eine stabile Version. Ungerade Zahlen +bezeichnen Alpha\- oder Betaversionen. +.TP +\fIZZZ\fP +Patch\-Stufe für stabile Veröffentlichungen oder einfach nur ein Zähler für +Entwicklungsversionen. +.TP +\fIS\fP +Stabilität. 0 ist Alpha, 1 ist Beta und 2 ist stabil. \fIS\fP sollte immer 2 +sein, wenn \fIYYY\fP eine gerade Zahl ist. +.PP +\fIXYYYZZZS\fP sind in beiden Zeilen gleich, sofern \fBxz\fP und Liblzma aus der +gleichen Veröffentlichung der XZ\-Utils stammen. +.PP +Beispiele: 4.999.9beta ist \fB49990091\fP und 5.0.0 is \fB50000002\fP. +. +.SH EXIT\-STATUS +.TP +\fB0\fP +Alles ist in Ordnung. +.TP +\fB1\fP +Ein Fehler ist aufgetreten. +.TP +\fB2\fP +Es ist etwas passiert, das eine Warnung rechtfertigt, aber es sind keine +tatsächlichen Fehler aufgetreten. +.PP +In die Standardausgabe geschriebene Hinweise (keine Warnungen oder Fehler), +welche den Exit\-Status nicht beeinflussen. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +\fBxz\fP wertet eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Optionen in den +Umgebungsvariablen \fBXZ_DEFAULTS\fP und \fBXZ_OPT\fP aus (in dieser Reihenfolge), +bevor die Optionen aus der Befehlszeile ausgewertet werden. Beachten Sie, +dass beim Auswerten der Umgebungsvariablen nur Optionen berücksichtigt +werden; alle Einträge, die keine Optionen sind, werden stillschweigend +ignoriert. Die Auswertung erfolgt mit \fBgetopt_long\fP(3), welches auch für +die Befehlszeilenargumente verwendet wird. +.TP +\fBXZ_DEFAULTS\fP +Benutzerspezifische oder systemweite Standardoptionen. Typischerweise werden +diese in einem Shell\-Initialisierungsskript gesetzt, um die +Speicherbedarfsbegrenzung von \fBxz\fP standardmäßig zu aktivieren. Außer bei +Shell\-Initialisierungsskripten und in ähnlichen Spezialfällen darf die +Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP in Skripten niemals gesetzt oder außer Kraft gesetzt +werden. +.TP +\fBXZ_OPT\fP +Dies dient der Übergabe von Optionen an \fBxz\fP, wenn es nicht möglich ist, +die Optionen direkt in der Befehlszeile von \fBxz\fP zu übergeben. Dies ist der +Fall, wenn \fBxz\fP von einem Skript oder Dienstprogramm ausgeführt wird, zum +Beispiel GNU \fBtar\fP(1): +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=\-2v tar caf foo.tar.xz foo\fR +.fi +.RE +.RE +.IP "" +Skripte können \fBXZ_OPT\fP zum Beispiel zum Setzen skriptspezifischer +Standard\-Kompressionsoptionen verwenden. Es ist weiterhin empfehlenswert, +Benutzern die Außerkraftsetzung von \fBXZ_OPT\fP zu erlauben, falls dies +angemessen ist. Zum Beispiel könnte in \fBsh\fP(1)\-Skripten Folgendes stehen: +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=${XZ_OPT\-"\-7e"} +export XZ_OPT\fR +.fi +.RE +.RE +. +.SH "KOMPATIBILITÄT ZU DEN LZMA\-UTILS" +Die Befehlszeilensyntax von \fBxz\fP ist praktisch eine Obermenge der von +\fBlzma\fP, \fBunlzma\fP und \fBlzcat\fP in den LZMA\-Utils der Versionen 4.32.x. In +den meisten Fällen sollte es möglich sein, die LZMA\-Utils durch die XZ\-Utils +zu ersetzen, ohne vorhandene Skripte ändern zu müssen. Dennoch gibt es +einige Inkompatibilitäten, die manchmal Probleme verursachen können. +. +.SS "Voreinstellungsstufen zur Kompression" +Die Nummerierung der Voreinstellungsstufen der Kompression ist in \fBxz\fP und +den LZMA\-Utils unterschiedlich. Der wichtigste Unterschied ist die Zuweisung +der Wörterbuchgrößen zu den verschiedenen Voreinstellungsstufen. Die +Wörterbuchgröße ist etwa gleich dem Speicherbedarf bei der Dekompression. +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils +\-0;256 KiB;nicht verfügbar +\-1;1 MiB;64 KiB +\-2;2 MiB;1 MiB +\-3;4 MiB;512 KiB +\-4;4 MiB;1 MiB +\-5;8 MiB;2 MiB +\-6;8 MiB;4 MiB +\-7;16 MiB;8 MiB +\-8;32 MiB;16 MiB +\-9;64 MiB;32 MiB +.TE +.RE +.PP +Die Unterschiede in der Wörterbuchgröße beeinflussen auch den Speicherbedarf +bei der Kompression, aber es gibt noch einige andere Unterschiede zwischen +den LZMA\-Utils und den XZ\-Utils, die die Kluft noch vergrößern: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils 4.32.x +\-0;3 MiB;nicht verfügbar +\-1;9 MiB;2 MiB +\-2;17 MiB;12 MiB +\-3;32 MiB;12 MiB +\-4;48 MiB;16 MiB +\-5;94 MiB;26 MiB +\-6;94 MiB;45 MiB +\-7;186 MiB;83 MiB +\-8;370 MiB;159 MiB +\-9;674 MiB;311 MiB +.TE +.RE +.PP +Die standardmäßige Voreinstellungsstufe in den LZMA\-Utils ist \fB\-7\fP, während +diese in den XZ\-Utils \fB\-6\fP ist, daher verwenden beide standardmäßig ein 8 +MiB großes Wörterbuch. +. +.SS "Vor\- und Nachteile von .lzma\-Dateien als Datenströme" +Die unkomprimierte Größe der Datei kann in den \fB.lzma\fP\-Headern gespeichert +werden. Die LZMA\-Utils tun das beim Komprimieren gewöhnlicher Dateien. Als +Alternative kann die unkomprimierte Größe als unbekannt markiert und eine +Nutzdatenende\-Markierung (end\-of\-payload) verwendet werden, um anzugeben, wo +der Dekompressor stoppen soll. Die LZMA\-Utils verwenden diese Methode, wenn +die unkomprimierte Größe unbekannt ist, was beispielsweise in Pipes +(Befehlsverkettungen) der Fall ist. +.PP +\fBxz\fP unterstützt die Dekompression von \fB.lzma\fP\-Dateien mit oder ohne +Nutzdatenende\-Markierung, aber alle von \fBxz\fP erstellten \fB.lzma\fP\-Dateien +verwenden diesen Nutzdatenende\-Markierung, wobei die unkomprimierte Größe in +den \fB.lzma\fP\-Headern als unbekannt markiert wird. Das könnte in einigen +unüblichen Situationen ein Problem sein. Zum Beispiel könnte ein +\&\fB.lzma\fP\-Dekompressor in einem Gerät mit eingebettetem System nur mit +Dateien funktionieren, deren unkomprimierte Größe bekannt ist. Falls Sie auf +dieses Problem stoßen, müssen Sie die LZMA\-Utils oder das LZMA\-SDK +verwenden, um \fB.lzma\fP\-Dateien mit bekannter unkomprimierter Größe zu +erzeugen. +. +.SS "Nicht unterstützte .lzma\-Dateien" +Das \fB.lzma\fP\-Format erlaubt \fIlc\fP\-Werte bis zu 8 und \fIlp\fP\-Werte bis zu +4. Die LZMA\-Utils können Dateien mit beliebigem \fIlc\fP und \fIlp\fP +dekomprimieren, aber erzeugen immer Dateien mit \fBlc=3\fP und \fBlp=0\fP. Das +Erzeugen von Dateien mit anderem \fIlc\fP und \fIlp\fP ist mit \fBxz\fP und mit dem +LZMA\-SDK möglich. +.PP +Die Implementation des LZMA\-Filters in liblzma setzt voraus, dass die Summe +von \fIlc\fP und \fIlp\fP nicht größer als 4 ist. Daher können \fB.lzma\fP\-Dateien, +welche diese Begrenzung überschreiten, mit \fBxz\fP nicht dekomprimiert werden. +.PP +Die LZMA\-Utils erzeugen nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer Wörterbuchgröße von +2^\fIn\fP (einer Zweierpotenz), aber akzeptieren Dateien mit einer beliebigen +Wörterbuchgröße. Liblzma akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer +Wörterbuchgröße von 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1). Dies dient zum +Verringern von Fehlalarmen beim Erkennen von \fB.lzma\fP\-Dateien. +.PP +Diese Einschränkungen sollten in der Praxis kein Problem sein, da praktisch +alle \fB.lzma\fP\-Dateien mit Einstellungen komprimiert wurden, die Liblzma +akzeptieren wird. +. +.SS "Angehängter Datenmüll" +Bei der Dekompression ignorieren die LZMA\-Utils stillschweigend alles nach +dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom. In den meisten Situationen ist das ein +Fehler. Das bedeutet auch, dass die LZMA\-Utils die Dekompression verketteter +\&\fB.lzma\fP\-Dateien nicht unterstützen. +.PP +Wenn nach dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom Daten verbleiben, erachtet \fBxz\fP +die Datei als beschädigt, es sei denn, die Option \fB\-\-single\-stream\fP wurde +verwendet. Dies könnte die Ausführung von Skripten beeinflussen, die davon +ausgehen, dass angehängter Datenmüll ignoriert wird. +. +.SH ANMERKUNGEN +. +.SS "Die komprimierte Ausgabe kann variieren" +Die exakte komprimierte Ausgabe, die aus der gleichen unkomprimierten +Eingabedatei erzeugt wird, kann zwischen den Versionen der XZ\-Utils +unterschiedlich sein, selbst wenn die Kompressionsoptionen identisch +sind. Das kommt daher, weil der Kodierer verbessert worden sein könnte +(hinsichtlich schnellerer oder besserer Kompression), ohne das Dateiformat +zu beeinflussen. Die Ausgabe kann sogar zwischen verschiedenen Programmen +der gleichen Version der XZ\-Utils variieren, wenn bei der Erstellung des +Binärprogramms unterschiedliche Optionen verwendet wurden. +.PP +Sobald \fB\-\-rsyncable\fP implementiert wurde, bedeutet das, dass die sich +ergebenden Dateien nicht notwendigerweise mit Rsync abgeglichen werden +können, außer wenn die alte und neue Datei mit der gleichen \fBxz\fP\-Version +erzeugt wurden. Das Problem kann beseitigt werden, wenn ein Teil der +Encoder\-Implementierung eingefroren wird, um die mit Rsync abgleichbare +Ausgabe über \fBxz\fP\-Versionsgrenzen hinweg stabil zu halten. +. +.SS "Eingebettete .xz\-Dekompressoren" +Eingebettete \fB.xz\fP\-Dekompressor\-Implementierungen wie XZ Embedded +unterstützen nicht unbedingt Dateien, die mit anderen Integritätsprüfungen +(\fIPrüfung\fP\-Typen) als \fBnone\fP und \fBcrc32\fP erzeugt wurden. Da +\fB\-\-check=crc64\fP die Voreinstellung ist, müssen Sie \fB\-\-check=none\fP oder +\fB\-\-check=crc32\fP verwenden, wenn Sie Dateien für eingebettete Systeme +erstellen. +.PP +Außerhalb eingebetteter Systeme unterstützen die Dekompressoren des +\&\fB.xz\fP\-Formats alle \fIPrüfung\fP\-Typen oder sind mindestens in der Lage, die +Datei zu dekomprimieren, ohne deren Integrität zu prüfen, wenn die bestimmte +\fIPrüfung\fP nicht verfügbar ist. +.PP +XZ Embedded unterstützt BCJ\-Filter, aber nur mit dem vorgegebenen +Startversatz. +. +.SH BEISPIELE +. +.SS Grundlagen +Komprimiert die Datei \fIfoo\fP mit der Standard\-Kompressionsstufe (\fB\-6\fP) zu +\fIfoo.xz\fP und entfernt \fIfoo\fP nach erfolgreicher Kompression: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz foo\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbar.xz\fP in \fIbar\fP dekomprimieren und \fIbar.xz\fP selbst dann nicht löschen, +wenn die Dekompression erfolgreich war: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dk bar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbaz.tar.xz\fP mit der Voreinstellung \fB\-4e\fP (\fB\-4 \-\-extreme\fP) erzeugen, was +langsamer ist als die Vorgabe \fB\-6\fP, aber weniger Speicher für Kompression +und Dekompression benötigt (48\ MiB beziehungsweise 5\ MiB): +.RS +.PP +.nf +\f(CRtar cf \- baz | xz \-4e > baz.tar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Mischung aus komprimierten und unkomprimierten Dateien kann mit einem +einzelnen Befehl dekomprimiert in die Standardausgabe geschrieben werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dcf a.txt b.txt.xz c.txt d.txt.lzma > abcd.txt\fR +.fi +.RE +. +.SS "Parallele Kompression von vielen Dateien" +Auf GNU\- und *BSD\-Systemen können \fBfind\fP(1) und \fBxargs\fP(1) zum +Parallelisieren der Kompression vieler Dateien verwendet werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRfind . \-type f \e! \-name '*.xz' \-print0 \e + | xargs \-0r \-P4 \-n16 xz \-T1\fR +.fi +.RE +.PP +Die Option \fB\-P\fP von \fBxargs\fP(1) legt die Anzahl der parallelen +\fBxz\fP\-Prozesse fest. Der beste Wert für die Option \fB\-n\fP hängt davon ab, wie +viele Dateien komprimiert werden sollen. Wenn es sich nur um wenige Dateien +handelt, sollte der Wert wahrscheinlich 1 sein; bei Zehntausenden von +Dateien kann 100 oder noch mehr angemessener sein, um die Anzahl der +\fBxz\fP\-Prozesse zu beschränken, die \fBxargs\fP(1) schließlich erzeugen wird. +.PP +Die Option \fB\-T1\fP für \fBxz\fP dient dazu, den Einzelthread\-Modus zu erzwingen, +da \fBxargs\fP(1) zur Steuerung des Umfangs der Parallelisierung verwendet +wird. +. +.SS Roboter\-Modus +Berechnen, wie viel Byte nach der Kompression mehrerer Dateien insgesamt +eingespart wurden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-robot \-\-list *.xz | awk '/^totals/{print $5\-$4}'\fR +.fi +.RE +.PP +Ein Skript könnte abfragen wollen, ob es ein \fBxz\fP verwendet, das aktuell +genug ist. Das folgende \fBsh\fP(1)\-Skript prüft, ob die Versionsnummer des +Dienstprogramms \fBxz\fP mindestens 5.0.0 ist. Diese Methode ist zu alten +Beta\-Versionen kompatibel, welche die Option \fB\-\-robot\fP nicht unterstützen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRif ! eval "$(xz \-\-robot \-\-version 2> /dev/null)" || + [ "$XZ_VERSION" \-lt 50000002 ]; then + echo "Your xz is too old." +fi +unset XZ_VERSION LIBLZMA_VERSION\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression mit \fBXZ_OPT\fP setzen, +aber eine bereits gesetzte Begrenzung nicht erhöhen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRNEWLIM=$((123 << 20))\ \ # 123 MiB +OLDLIM=$(xz \-\-robot \-\-info\-memory | cut \-f3) +if [ $OLDLIM \-eq 0 \-o $OLDLIM \-gt $NEWLIM ]; then + XZ_OPT="$XZ_OPT \-\-memlimit\-decompress=$NEWLIM" + export XZ_OPT +fi\fR +.fi +.RE +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Der einfachste Anwendungsfall für benutzerdefinierte Filterketten ist die +Anpassung von LZMA2\-Voreinstellungsstufen. Das kann nützlich sein, weil die +Voreinstellungen nur einen Teil der potenziell sinnvollen Kombinationen aus +Kompressionseinstellungen abdecken. +.PP +Die KompCPU\-Spalten der Tabellen aus den Beschreibungen der Optionen \fB\-0\fP … +\fB\-9\fP und \fB\-\-extreme\fP sind beim Anpassen der LZMA2\-Voreinstellungen +nützlich. Diese sind die relevanten Teile aus diesen zwei Tabellen: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c +n n. +Voreinst.;KomprCPU +\-0;0 +\-1;1 +\-2;2 +\-3;3 +\-4;4 +\-5;5 +\-6;6 +\-5e;7 +\-6e;8 +.TE +.RE +.PP +Wenn Sie wissen, dass eine Datei für eine gute Kompression ein etwas +größeres Wörterbuch benötigt (zum Beispiel 32 MiB), aber Sie sie schneller +komprimieren wollen, als dies mit \fBxz \-8\fP geschehen würde, kann eine +Voreinstellung mit einem niedrigen KompCPU\-Wert (zum Beispiel 1) dahingehend +angepasst werden, ein größeres Wörterbuch zu verwenden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=1,dict=32MiB foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Mit bestimmten Dateien kann der obige Befehl schneller sein als \fBxz \-6\fP, +wobei die Kompression deutlich besser wird. Dennoch muss betont werden, dass +nur wenige Dateien von einem größeren Wörterbuch profitieren, wenn der +KompCPU\-Wert niedrig bleibt. Der offensichtlichste Fall, in dem ein größeres +Wörterbuch sehr hilfreich sein kann, ist ein Archiv, das einander sehr +ähnliche Dateien enthält, die jeweils wenigstens einige Megabyte groß +sind. Das Wörterbuch muss dann deutlich größer sein als die einzelne Datei, +damit LZMA2 den größtmöglichen Vorteil aus den Ähnlichkeiten der aufeinander +folgenden Dateien zieht. +.PP +Wenn hoher Speicherbedarf für Kompression und Dekompression kein Problem ist +und die zu komprimierende Datei mindestens einige Hundert Megabyte groß ist, +kann es sinnvoll sein, ein noch größeres Wörterbuch zu verwenden, als die 64 +MiB, die mit \fBxz \-9\fP verwendet werden würden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-vv \-\-lzma2=dict=192MiB big_foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung von \fB\-vv\fP (\fB\-\-verbose \-\-verbose\fP) wie im obigen Beispiel +kann nützlich sein, um den Speicherbedarf für Kompressor und Dekompressor zu +sehen. Denken Sie daran, dass ein Wörterbuch, das größer als die +unkomprimierte Datei ist, Speicherverschwendung wäre. Daher ist der obige +Befehl für kleine Dateien nicht sinnvoll. +.PP +Manchmal spielt die Kompressionszeit keine Rolle, aber der Speicherbedarf +bei der Dekompression muss gering gehalten werden, zum Beispiel um die Datei +auf eingebetteten Systemen dekomprimieren zu können. Der folgende Befehl +verwendet \fB\-6e\fP (\fB\-6 \-\-extreme\fP) als Basis und setzt die Wörterbuchgröße +auf nur 64\ KiB. Die sich ergebende Datei kann mit XZ Embedded (aus diesem +Grund ist dort \fB\-\-check=crc32\fP) mit nur etwa 100\ KiB Speicher +dekomprimiert werden. +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-check=crc32 \-\-lzma2=preset=6e,dict=64KiB foo\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn Sie so viele Byte wie möglich herausquetschen wollen, kann die +Anpassung der Anzahl der literalen Kontextbits (\fIlc\fP) und der Anzahl der +Positionsbits (\fIpb\fP) manchmal hilfreich sein. Auch die Anpassung der Anzahl +der literalen Positionsbits (\fIlp\fP) könnte helfen, aber üblicherweise sind +\fIlc\fP und \fIpb\fP wichtiger. Wenn ein Quellcode\-Archiv zum Beispiel +hauptsächlich ASCII\-Text enthält, könnte ein Aufruf wie der folgende eine +etwas kleinere Datei (etwa 0,1\ %) ergeben als mit \fBxz \-6e\fP (versuchen Sie +es auch \fBlc=4\fP): +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=6e,pb=0,lc=4 source_code.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung eines anderen Filters mit LZMA2 kann die Kompression bei +verschiedenen Dateitypen verbessern. So könnten Sie eine gemeinsam genutzte +Bibliothek der Architekturen x86\-32 oder x86\-64 mit dem BCJ\-Filter für x86 +komprimieren: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-x86 \-\-lzma2 libfoo.so\fR +.fi +.RE +.PP +Beachten Sie, dass die Reihenfolge der Filteroptionen von Bedeutung +ist. Falls \fB\-\-x86\fP nach \fB\-\-lzma2\fP angegeben wird, gibt \fBxz\fP einen Fehler +aus, weil nach LZMA2 kein weiterer Filter sein darf und auch weil der +BCJ\-Filter für x86 nicht als letzter Filter in der Filterkette gesetzt +werden darf. +.PP +Der Delta\-Filter zusammen mit LZMA2 kann bei Bitmap\-Bildern gute Ergebnisse +liefern. Er sollte üblicherweise besser sein als PNG, welches zwar einige +fortgeschrittene Filter als ein simples delta bietet, aber für die +eigentliche Kompression »Deflate« verwendet. +.PP +Das Bild muss in einem unkomprimierten Format gespeichert werden, zum +Beispiel als unkomprimiertes TIFF. Der Abstandsparameter des Delta\-Filters +muss so gesetzt werden, dass er der Anzahl der Bytes pro Pixel im Bild +entspricht. Zum Beispiel erfordert ein 24\-Bit\-RGB\-Bitmap \fBdist=3\fP, außerdem +ist es gut, \fBpb=0\fP an LZMA2 zu übergeben, um die 3\-Byte\-Ausrichtung zu +berücksichtigen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-delta=dist=3 \-\-lzma2=pb=0 foo.tiff\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn sich mehrere Bilder in einem einzelnen Archiv befinden (zum Beispiel\& +\&\fB.tar\fP), funktioniert der Delta\-Filter damit auch, sofern alle Bilder im +Archiv die gleiche Anzahl Bytes pro Pixel haben. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBxzdec\fP(1), \fBxzdiff\fP(1), \fBxzgrep\fP(1), \fBxzless\fP(1), \fBxzmore\fP(1), +\fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fB7z\fP(1) +.PP +XZ Utils: +.br +XZ Embedded: +.br +LZMA\-SDK: diff --git a/janus/share/man/de/man1/lzcmp.1 b/janus/share/man/de/man1/lzcmp.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..9648102c6724b89101651c17ff4b00ed3720cc93 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/lzcmp.1 @@ -0,0 +1,58 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\" (Note that this file is not based on gzip's zdiff.1.) +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZDIFF 1 "13. Februar 2024" Tukaani XZ\-Dienstprogramme +.SH BEZEICHNUNG +xzcmp, xzdiff, lzcmp, lzdiff \- komprimierte Dateien vergleichen +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxzcmp\fP [\fIOption …\fP] \fIDatei1\fP [\fIDatei2\fP] +.br +\fBxzdiff\fP \&… +.br +\fBlzcmp\fP \&… +.br +\fBlzdiff\fP \&… +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxzcmp\fP und \fBxzdiff\fP vergleichen den unkomprimierten Inhalt zweier +Dateien. Die unkomprimierten Daten und Optionen werden an \fBcmp\fP(1) oder +\fBdiff\fP(1) übergeben, sofern weder \fB\-\-help\fP noch \fB\-\-version\fP angegeben +wird. +.PP +Wenn sowohl \fIDatei1\fP als auch \fIDatei2\fP angegeben sind, können diese +unkomprimierte Dateien oder Dateien in Formaten sein, die \fBxz\fP(1), +\fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), \fBzstd\fP(1) oder \fBlz4\fP(1) +dekomprimieren können. Die erforderlichen Dekomprimierungsbefehle werden aus +den Dateiendungen von \fIDatei1\fP und \fIDatei2\fP abgeleitet. Für eine Datei mit +einer unbekannten Endung wird angenommen, dass sie entweder unkomprimiert +ist oder von \fBxz\fP(1) dekomprimiert werden kann. +.PP +Falls nur ein Dateiname angegeben wird, muss \fIDatei1\fP eine Endung eines +unterstützten Kompressionsformat haben und der Name von \fIDatei2\fP wird aus +\fIDatei1\fP abgeleitet, indem die Endung des Kompressionsformats entfernt +wird. +.PP +Die Befehle \fBlzcmp\fP und \fBlzdiff\fP dienen der Abwärtskompatibilität zu den +LZMA\-Dienstprogrammen. +. +.SH EXIT\-STATUS +Falls ein Dekompressionsfehler auftritt, ist der Exit\-Status +\fB2\fP. Anderenfalls wird der Exit\-Status von \fBcmp\fP(1) oder \fBdiff\fP(1) +verwendet. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBcmp\fP(1), \fBdiff\fP(1), \fBxz\fP(1), \fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), +\fBzstd\fP(1), \fBlz4\fP(1) diff --git a/janus/share/man/de/man1/lzfgrep.1 b/janus/share/man/de/man1/lzfgrep.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..95d96bcb542acd462757c32941ff1527042c93c8 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/lzfgrep.1 @@ -0,0 +1,96 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\" (Note that this file is not based on gzip's zgrep.1.) +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZGREP 1 "13. Februar 2024" Tukaani XZ\-Dienstprogramme +.SH BEZEICHNUNG +xzgrep \- möglicherweise komprimierte Dateien nach Mustern durchsuchen +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxzgrep\fP [\fIOption …\fP] [\fIMusterliste\fP] [\fIDatei …\fP] +.br +\fBxzegrep\fP … +.br +\fBxzfgrep\fP … +.br +\fBlzgrep\fP … +.br +\fBlzegrep\fP … +.br +\fBlzfgrep\fP … +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxzgrep\fP ruft \fBgrep\fP(1) mit dem unkomprimierten Inhalt von Dateien +auf. Die Formate der \fIDateien\fP werden aus den Dateiendungen +abgeleitet. Jede \fIDatei\fP mit einer Endung, die von \fBxz\fP(1), \fBgzip\fP(1), +\fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), \fBzstd\fP(1) oder \fBlz4\fP(1) unterstützt wird, wird +dekomprimiert; für andere Dateien wird angenommen, dass sie bereits in +unkomprimierter Form vorliegen. +.PP +Wenn keine \fIDateien\fP angegeben werden oder \fIDatei\fP als \fB\-\fP angegeben +wird, wird aus der Standardeingabe gelesen. Beim Lesen aus der +Standardeingabe werden nur die von \fBxz\fP(1) unterstützten Dateien +dekomprimiert. Für andere Dateien wird angenommen, dass sie bereits in +unkomprimierter Form vorliegen. +.PP +Die meisten \fIOptionen\fP von \fBgrep\fP(1) werden unterstützt, die folgenden +jedoch nicht: +.IP "" 4 +\fB\-r\fP, \fB\-\-recursive\fP +.IP "" 4 +\fB\-R\fP, \fB\-\-dereference\-recursive\fP +.IP "" 4 +\fB\-d\fP, \fB\-\-directories=\fP\fIAktion\fP +.IP "" 4 +\fB\-Z\fP, \fB\-\-null\fP +.IP "" 4 +\fB\-z\fP, \fB\-\-null\-data\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-include=\fP\fIGlob\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude=\fP\fIGlob\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude\-from=\fP\fIDatei\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude\-dir=\fP\fIGlob\fP +.PP +\fBxzegrep\fP ist ein Alias für \fBxzgrep \-E\fP. \fBxzfgrep\fP ist ein Alias für +\fBxzgrep \-F\fP. +.PP +Die Befehle \fBlzgrep\fP, \fBlzegrep\fP und \fBlzfgrep\fP dienen der +Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen. +. +.SH EXIT\-STATUS +.TP +0 +In mindestens einer der Eingabedateien wurde mindestens ein Treffer +gefunden. Es sind keine Fehler aufgetreten. +.TP +1 +In keiner der Eingabedateien wurde ein Treffer gefunden. Es sind keine +Fehler aufgetreten. +.TP +>1 +Ein oder mehrere Fehler sind aufgetreten. Es ist unbekannt, ob Treffer +gefunden wurden. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +.TP +\fBGREP\fP +Wenn die Umgebungsvariable \fBGREP\fP auf einen nicht\-leeren Wert gesetzt ist, +wird diese anstelle von \fBgrep\fP(1), \fBgrep \-E\fP oder \fBgrep \-F\fP verwendet. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBgrep\fP(1), \fBxz\fP(1), \fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), \fBzstd\fP(1), +\fBlz4\fP(1), \fBzgrep\fP(1) diff --git a/janus/share/man/de/man1/unlzma.1 b/janus/share/man/de/man1/unlzma.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..b36fe113e6e5139839cebce93945fe4699e81c23 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/unlzma.1 @@ -0,0 +1,2070 @@ +'\" t +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZ 1 2024\-12\-30 Tukaani XZ\-Dienstprogramme +. +.SH BEZEICHNUNG +xz, unxz, xzcat, lzma, unlzma, lzcat \- .xz\- und .lzma\-Dateien komprimieren +oder dekomprimieren +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxz\fP [\fIOption…\fP] [\fIDatei…\fP] +. +.SH BEFEHLSALIASE +\fBunxz\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress\fP. +.br +\fBxzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.br +\fBlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma\fP. +.br +\fBunlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress\fP. +.br +\fBlzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.PP +Wenn Sie Skripte schreiben, die Dateien dekomprimieren, sollten Sie stets +den Namen \fBxz\fP mit den entsprechenden Argumenten (\fBxz \-d\fP oder \fBxz \-dc\fP) +anstelle der Namen \fBunxz\fP und \fBxzcat\fP verwenden. +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxz\fP ist ein Allzweckwerkzeug zur Datenkompression, dessen +Befehlszeilensyntax denen von \fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1) ähnelt. Das native +Dateiformat ist das \fB.xz\fP\-Format, aber das veraltete, von den +LZMA\-Dienstprogrammen verwendete Format sowie komprimierte Rohdatenströme +ohne Containerformat\-Header werden ebenfalls unterstützt. Außerdem wird die +Dekompression des von \fBlzip\fP verwendeten \fB.lz\fP\-Formats unterstützt. +.PP +\fBxz\fP komprimiert oder dekomprimiert jede \fIDatei\fP entsprechend des +gewählten Vorgangsmodus. Falls entweder \fB\-\fP oder keine Datei angegeben ist, +liest \fBxz\fP aus der Standardeingabe und leitet die verarbeiteten Dateien in +die Standardausgabe. Wenn die Standardausgabe kein Terminal ist, verweigert +\fBxz\fP das Schreiben komprimierter Daten in die Standardausgabe. Dabei wird +eine Fehlermeldung angezeigt und die \fIDatei\fP übersprungen. Ebenso +verweigert \fBxz\fP das Lesen komprimierter Daten aus der Standardeingabe, wenn +diese ein Terminal ist. +.PP +\fIDateien\fP, die nicht als \fB\-\fP angegeben sind, werden in eine neue Datei +geschrieben, deren Name aus dem Namen der Quell\-\fIDatei\fP abgeleitet wird +(außer wenn \fB\-\-stdout\fP angegeben ist): +.IP \(bu 3 +Bei der Kompression wird das Suffix des Formats der Zieldatei (\fB.xz\fP oder +\&\fB.lzma\fP) an den Namen der Quelldatei angehängt und so der Name der +Zieldatei gebildet. +.IP \(bu 3 +Bei der Dekompression wird das Suffix \fB.xz\fP, \fB.lzma\fP oder \fB.lz\fP vom +Dateinamen entfernt und so der Name der Zieldatei gebildet. Außerdem erkennt +\fBxz\fP die Suffixe \fB.txz\fP und \fB.tlz\fP und ersetzt diese durch \fB.tar\fP. +.PP +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird eine Fehlermeldung angezeigt und +die \fIDatei\fP übersprungen. +.PP +Außer beim Schreiben in die Standardausgabe zeigt \fBxz\fP eine Warnung an und +überspringt die \fIDatei\fP, wenn eine der folgenden Bedingungen zutreffend +ist: +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP ist keine reguläre Datei. Symbolischen Verknüpfungen wird nicht +gefolgt und diese daher nicht zu den regulären Dateien gezählt. +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP hat mehr als eine harte Verknüpfung. +.IP \(bu 3 +Für die \fIDatei\fP ist das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt. +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Kompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat bereits +das Suffix des Zieldateiformats (\fB.xz\fP oder \fB.txz\fP beim Komprimieren in +das \fB.xz\fP\-Format und \fB.lzma\fP oder \fB.tlz\fP beim Komprimieren in das +\&\fB.lzma\fP\-Format). +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Dekompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat nicht +das Suffix eines der unterstützten Zieldateiformate (\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, +\&\fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP). +.PP +Nach erfolgreicher Kompression oder Dekompression der \fIDatei\fP kopiert \fBxz\fP +Eigentümer, Gruppe, Zugriffsrechte, Zugriffszeit und Änderungszeit aus der +Ursprungs\-\fIDatei\fP in die Zieldatei. Sollte das Kopieren der Gruppe +fehlschlagen, werden die Zugriffsrechte so angepasst, dass jenen Benutzern +der Zugriff auf die Zieldatei verwehrt bleibt, die auch keinen Zugriff auf +die Ursprungs\-\fIDatei\fP hatten. Das Kopieren anderer Metadaten wie +Zugriffssteuerlisten oder erweiterter Attribute wird von \fBxz\fP noch nicht +unterstützt. +.PP +Sobald die Zieldatei erfolgreich geschlossen wurde, wird die +Ursprungs\-\fIDatei\fP entfernt. Dies wird durch die Option \fB\-\-keep\fP +verhindert. Die Ursprungs\-\fIDatei\fP wird niemals entfernt, wenn die Ausgabe +in die Standardausgabe geschrieben wird oder falls ein Fehler auftritt. +.PP +Durch Senden der Signale \fBSIGINFO\fP oder \fBSIGUSR1\fP an den \fBxz\fP\-Prozess +werden Fortschrittsinformationen in den Fehlerkanal der Standardausgabe +geleitet. Dies ist nur eingeschränkt hilfreich, wenn die +Standardfehlerausgabe ein Terminal ist. Mittels \fB\-\-verbose\fP wird ein +automatisch aktualisierter Fortschrittsanzeiger angezeigt. +. +.SS Speicherbedarf +In Abhängigkeit von den gewählten Kompressionseinstellungen bewegt sich der +Speicherverbrauch zwischen wenigen hundert Kilobyte und mehreren +Gigabyte. Die Einstellungen bei der Kompression einer Datei bestimmen dabei +den Speicherbedarf bei der Dekompression. Die Dekompression benötigt +üblicherweise zwischen 5\ % und 20\ % des Speichers, der bei der Kompression +der Datei erforderlich war. Beispielsweise benötigt die Dekompression einer +Datei, die mit \fBxz \-9\fP komprimiert wurde, gegenwärtig etwa 65\ MiB +Speicher. Es ist jedoch auch möglich, dass \fB.xz\fP\-Dateien mehrere Gigabyte +an Speicher zur Dekompression erfordern. +.PP +Insbesondere für Benutzer älterer Systeme wird eventuell ein sehr großer +Speicherbedarf ärgerlich sein. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, +verfügt \fBxz\fP über eine eingebaute Begrenzung des Speicherbedarfs, die +allerdings in der Voreinstellung deaktiviert ist. Zwar verfügen einige +Betriebssysteme über eingebaute Möglichkeiten zur prozessabhängigen +Speicherbegrenzung, doch diese sind zu unflexibel (zum Beispiel kann +\fBulimit\fP(1) beim Begrenzen des virtuellen Speichers \fBmmap\fP(2) +beeinträchtigen). +.PP +Die Begrenzung des Speicherbedarfs kann mit der Befehlszeilenoption +\fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP aktiviert werden. Oft ist es jedoch bequemer, +die Begrenzung durch Setzen der Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP +standardmäßig zu aktivieren, zum Beispiel +\fBXZ_DEFAULTS=\-\-memlimit=150MiB\fP. Die Begrenzungen können getrennt für +Kompression und Dekompression mittels \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIBegrenzung\fP +und \fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIBegrenzung\fP festgelegt werden. Die Verwendung +einer solchen Option außerhalb der Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP ist kaum +sinnvoll, da \fBxz\fP in einer einzelnen Aktion nicht gleichzeitig Kompression +und Dekompression ausführen kann und \fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP (oder \fB\-M\fP +\fIBegrenzung\fP) lässt sich einfacher in der Befehlszeile eingeben. +.PP +Wenn die angegebene Speicherbegrenzung bei der Dekompression überschritten +wird, schlägt der Vorgang fehl und \fBxz\fP zeigt eine Fehlermeldung an. Wird +die Begrenzung bei der Kompression überschritten, dann versucht \fBxz\fP die +Einstellungen entsprechend anzupassen, außer wenn \fB\-\-format=raw\fP oder +\fB\-\-no\-adjust\fP angegeben ist. Auf diese Weise schlägt die Aktion nicht fehl, +es sei denn, die Begrenzung wurde sehr niedrig angesetzt. Die Anpassung der +Einstellungen wird schrittweise vorgenommen, allerdings entsprechen die +Schritte nicht den Voreinstellungen der Kompressionsstufen. Das bedeutet, +wenn beispielsweise die Begrenzung nur geringfügig unter den Anforderungen +für \fBxz \-9\fP liegt, werden auch die Einstellungen nur wenig angepasst und +nicht vollständig herunter zu den Werten für \fBxz \-8\fP +. +.SS "Verkettung und Auffüllung von .xz\-Dateien" +Es ist möglich, \fB.xz\fP\-Dateien direkt zu verketten. Solche Dateien werden +von \fBxz\fP genauso dekomprimiert wie eine einzelne \fB.xz\fP\-Datei. +.PP +Es ist weiterhin möglich, eine Auffüllung zwischen den verketteten Teilen +oder nach dem letzten Teil einzufügen. Die Auffüllung muss aus Null\-Bytes +bestehen und deren Größe muss ein Vielfaches von vier Byte sein. Dies kann +zum Beispiel dann vorteilhaft sein, wenn die \fB.xz\fP\-Datei auf einem +Datenträger gespeichert wird, dessen Dateisystem die Dateigrößen in +512\-Byte\-Blöcken speichert. +.PP +Verkettung und Auffüllung sind für \fB.lzma\fP\-Dateien oder Rohdatenströme +nicht erlaubt. +. +.SH OPTIONEN +. +.SS "Ganzzahlige Suffixe und spezielle Werte" +An den meisten Stellen, wo ein ganzzahliges Argument akzeptiert wird, kann +ein optionales Suffix große Ganzzahlwerte einfacher darstellen. Zwischen +Ganzzahl und dem Suffix dürfen sich keine Leerzeichen befinden. +.TP +\fBKiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.024 (2^10). \fBKi\fP, \fBk\fP, \fBkB\fP, \fBK\fP und +\fBKB\fP werden als Synonyme für \fBKiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBMiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.048.576 (2^20). \fBMi\fP, \fBm\fP, \fBM\fP und \fBMB\fP +werden als Synonyme für \fBMiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBGiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.073.741.824 (2^30). \fBGi\fP, \fBg\fP, \fBG\fP und +\fBGB\fP werden als Synonyme für \fBGiB\fP akzeptiert. +.PP +Der spezielle Wert \fBmax\fP kann dazu verwendet werden, um den von der +jeweiligen Option akzeptierten maximalen Ganzzahlwert anzugeben. +. +.SS Aktionsmodus +Falls mehrere Aktionsmodi angegeben sind, wird der zuletzt angegebene +verwendet. +.TP +\fB\-z\fP, \fB\-\-compress\fP +Kompression. Dies ist der voreingestellte Aktionsmodus, sofern keiner +angegeben ist und auch kein bestimmter Modus aus dem Befehlsnamen abgeleitet +werden kann (der Befehl \fBunxz\fP impliziert zum Beispiel \fB\-\-decompress\fP). +.IP "" +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +After successful compression, the source file is removed unless writing to +standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-d\fP, \fB\-\-decompress\fP, \fB\-\-uncompress\fP +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +Decompress. After successful decompression, the source file is removed +unless writing to standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-t\fP, \fB\-\-test\fP +prüft die Integrität der komprimierten \fIDateien\fP. Diese Option ist +gleichbedeutend mit \fB\-\-decompress \-\-stdout\fP, außer dass die dekomprimierten +Daten verworfen werden, anstatt sie in die Standardausgabe zu leiten. Es +werden keine Dateien erstellt oder entfernt. +.TP +\fB\-l\fP, \fB\-\-list\fP +gibt Informationen zu den komprimierten \fIDateien\fP aus. Es werden keine +unkomprimierten Dateien ausgegeben und keine Dateien angelegt oder +entfernt. Im Listenmodus kann das Programm keine komprimierten Daten aus der +Standardeingabe oder anderen nicht durchsuchbaren Quellen lesen. +.IP "" +Die Liste zeigt in der Standardeinstellung grundlegende Informationen zu den +\fIDateien\fP an, zeilenweise pro Datei. Detailliertere Informationen erhalten +Sie mit der Option \fB\-\-verbose\fP. Wenn Sie diese Option zweimal angeben, +werden noch ausführlichere Informationen ausgegeben. Das kann den Vorgang +allerdings deutlich verlangsamen, da die Ermittlung der zusätzlichen +Informationen zahlreiche Suchvorgänge erfordert. Die Breite der +ausführlichen Ausgabe übersteigt 80 Zeichen, daher könnte die Weiterleitung +in beispielsweise\& \fBless\ \-S\fP sinnvoll sein, falls das Terminal nicht +breit genug ist. +.IP "" +Die exakte Ausgabe kann in verschiedenen \fBxz\fP\-Versionen und +Spracheinstellungen unterschiedlich sein. Wenn eine maschinell auswertbare +Ausgabe gewünscht ist, dann sollten Sie \fB\-\-robot \-\-list\fP verwenden. +. +.SS Aktionsattribute +.TP +\fB\-k\fP, \fB\-\-keep\fP +verhindert das Löschen der Eingabedateien. +.IP "" +Seit der \fBxz\fP\-Version 5.2.6 wird die Kompression oder Dekompression auch +dann ausgeführt, wenn die Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären +Datei ist, mehr als einen harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder +»sticky«\-Bit gesetzt ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei +kopiert. In früheren Versionen geschah dies nur mit \fB\-\-force\fP. +.TP +\fB\-f\fP, \fB\-\-force\fP +Diese Option hat verschiedene Auswirkungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird diese vor der Kompression oder +Dekompression gelöscht. +.IP \(bu 3 +Die Kompression oder Dekompression wird auch dann ausgeführt, wenn die +Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären Datei ist, mehr als einen +harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt +ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei kopiert. +.IP \(bu 3 +Wenn es zusammen mit \fB\-\-decompress\fP und \fB\-\-stdout\fP verwendet wird und +\fBxz\fP den Typ der Quelldatei nicht ermitteln kann, wird die Quelldatei +unverändert in die Standardausgabe kopiert. Dadurch kann \fBxzcat\fP \fB\-\-force\fP +für Dateien, die nicht mit \fBxz\fP komprimiert wurden, wie \fBcat\fP(1) verwendet +werden. Zukünftig könnte \fBxz\fP neue Dateikompressionsformate unterstützen, +wodurch \fBxz\fP mehr Dateitypen dekomprimieren kann, anstatt sie unverändert +in die Standardausgabe zu kopieren. Mit der Option \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +können Sie \fBxz\fP anweisen, nur ein einzelnes Dateiformat zu dekomprimieren. +.RE +.TP +\fB\-c\fP, \fB\-\-stdout\fP, \fB\-\-to\-stdout\fP +schreibt die komprimierten oder dekomprimierten Daten in die Standardausgabe +anstatt in eine Datei. Dies impliziert \fB\-\-keep\fP. +.TP +\fB\-\-single\-stream\fP +dekomprimiert nur den ersten \fB.xz\fP\-Datenstrom und ignoriert stillschweigend +weitere Eingabedaten, die möglicherweise dem Datenstrom +folgen. Normalerweise führt solcher anhängender Datenmüll dazu, dass \fBxz\fP +eine Fehlermeldung ausgibt. +.IP "" +\fBxz\fP dekomprimiert niemals mehr als einen Datenstrom aus \fB.lzma\fP\-Dateien +oder Rohdatenströmen, aber dennoch wird durch diese Option möglicherweise +vorhandener Datenmüll nach der \fB.lzma\fP\-Datei oder dem Rohdatenstrom +ignoriert. +.IP "" +Diese Option ist wirkungslos, wenn der Aktionsmodus nicht \fB\-\-decompress\fP +oder \fB\-\-test\fP ist. +.TP +\fB\-\-no\-sparse\fP +verhindert die Erzeugung von Sparse\-Dateien. In der Voreinstellung versucht +\fBxz\fP, bei der Dekompression in eine reguläre Datei eine Sparse\-Datei zu +erzeugen, wenn die dekomprimierten Daten lange Abfolgen von binären Nullen +enthalten. Dies funktioniert auch beim Schreiben in die Standardausgabe, +sofern diese in eine reguläre Datei weitergeleitet wird und bestimmte +Zusatzbedingungen erfüllt sind, die die Aktion absichern. Die Erzeugung von +Sparse\-Dateien kann Plattenplatz sparen und beschleunigt die Dekompression +durch Verringerung der Ein\-/Ausgaben der Platte. +.TP +\fB\-S\fP \fI.suf\fP, \fB\-\-suffix=\fP\fI.suf\fP +verwendet \fI.suf\fP bei der Dekompression anstelle von \fB.xz\fP oder \fB.lzma\fP +als Suffix für die Zieldatei. Falls nicht in die Standardausgabe geschrieben +wird und die Quelldatei bereits das Suffix \fI.suf\fP hat, wird eine Warnung +angezeigt und die Datei übersprungen. +.IP "" +berücksichtigt bei der Dekompression zusätzlich zu Dateien mit den Suffixen +\&\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, \fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP auch jene mit dem Suffix +\&\fI.suf\fP. Falls die Quelldatei das Suffix \fI.suf\fP hat, wird dieses entfernt +und so der Name der Zieldatei abgeleitet. +.IP "" +Beim Komprimieren oder Dekomprimieren von Rohdatenströmen mit +\fB\-\-format=raw\fP muss das Suffix stets angegeben werden, außer wenn die +Ausgabe in die Standardausgabe erfolgt. Der Grund dafür ist, dass es kein +vorgegebenes Suffix für Rohdatenströme gibt. +.TP +\fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +liest die zu verarbeitenden Dateinamen aus \fIDatei\fP. Falls keine \fIDatei\fP +angegeben ist, werden die Dateinamen aus der Standardeingabe +gelesen. Dateinamen müssen mit einem Zeilenumbruch beendet werden. Ein +Bindestrich (\fB\-\fP) wird als regulärer Dateiname angesehen und nicht als +Standardeingabe interpretiert. Falls Dateinamen außerdem als +Befehlszeilenargumente angegeben sind, werden diese vor den Dateinamen aus +der \fIDatei\fP verarbeitet. +.TP +\fB\-\-files0\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP], außer dass jeder +Dateiname mit einem Null\-Zeichen abgeschlossen werden muss. +. +.SS "Grundlegende Dateiformat\- und Kompressionsoptionen" +.TP +\fB\-F\fP \fIFormat\fP, \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +gibt das \fIFormat\fP der zu komprimierenden oder dekomprimierenden Datei an: +.RS +.TP +\fBauto\fP +Dies ist die Voreinstellung. Bei der Kompression ist \fBauto\fP gleichbedeutend +mit \fBxz\fP. Bei der Dekompression wird das Format der Eingabedatei +automatisch erkannt. Beachten Sie, dass Rohdatenströme, wie sie mit +\fB\-\-format=raw\fP erzeugt werden, nicht automatisch erkannt werden können. +.TP +\fBxz\fP +Die Kompression erfolgt in das \fB.xz\fP\-Dateiformat oder akzeptiert nur +\&\fB.xz\fP\-Dateien bei der Dekompression. +.TP +\fBlzma\fP, \fBalone\fP +Die Kompression erfolgt in das veraltete \fB.lzma\fP\-Dateiformat oder +akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien bei der Dekompression. Der alternative Name +\fBalone\fP dient der Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen. +.TP +\fBlzip\fP +Akzeptiert nur \fB.lz\fP\-Dateien bei der Dekompression. Kompression wird nicht +unterstützt. +.IP "" +Das \fB.lz\fP\-Format wird in Version 0 und der unerweiterten Version 1 +unterstützt. Dateien der Version 0 wurden von \fBlzip\fP 1.3 und älter +erstellt. Solche Dateien sind nicht sehr weit verbreitet, können aber in +Dateiarchiven gefunden werden, da einige Quellpakete in diesem Format +veröffentlicht wurden. Es ist auch möglich, dass Benutzer alte persönliche +Dateien in diesem Format haben. Die Dekompressionsunterstützung für das +Format der Version 0 wurde mit der Version 1.18 aus \fBlzip\fP entfernt. +.IP "" +\fBlzip\fP\-Versionen ab 1.4 erstellen Dateien im Format der Version 0. Die +Erweiterung »Sync Flush Marker« zur Formatversion 1 wurde in \fBlzip\fP 1.6 +hinzugefügt. Diese Erweiterung wird sehr selten verwendet und wird von \fBxz\fP +nicht unterstützt (die Eingabe wird als beschädigt erkannt). +.TP +\fBraw\fP +Komprimiert oder dekomprimiert einen Rohdatenstrom (ohne Header). Diese +Option ist nur für fortgeschrittene Benutzer bestimmt. Zum Dekodieren von +Rohdatenströmen müssen Sie die Option \fB\-\-format=raw\fP verwenden und die +Filterkette ausdrücklich angeben, die normalerweise in den (hier fehlenden) +Container\-Headern gespeichert worden wäre. +.RE +.TP +\fB\-C\fP \fIPrüfung\fP, \fB\-\-check=\fP\fIPrüfung\fP +gibt den Typ der Integritätsprüfung an. Die Prüfsumme wird aus den +unkomprimierten Daten berechnet und in der \fB.xz\fP\-Datei gespeichert. Diese +Option wird nur bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format angewendet, da das +\&\fB.lzma\fP\-Format keine Integritätsprüfungen unterstützt. Die eigentliche +Integritätsprüfung erfolgt (falls möglich), wenn die \fB.xz\fP\-Datei +dekomprimiert wird. +.IP "" +Folgende Typen von \fIPrüfungen\fP werden unterstützt: +.RS +.TP +\fBnone\fP +führt keine Integritätsprüfung aus. Dies ist eine eher schlechte +Idee. Dennoch kann es nützlich sein, wenn die Integrität der Daten auf +andere Weise sichergestellt werden kann. +.TP +\fBcrc32\fP +berechnet die CRC32\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus IEEE\-802.3 (Ethernet). +.TP +\fBcrc64\fP +berechnet die CRC64\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus ECMA\-182. Dies ist die +Voreinstellung, da beschädigte Dateien etwas besser als mit CRC32 erkannt +werden und die Geschwindigkeitsdifferenz unerheblich ist. +.TP +\fBsha256\fP +berechnet die SHA\-256\-Prüfsumme. Dies ist etwas langsamer als CRC32 und +CRC64. +.RE +.IP "" +Die Integrität der \fB.xz\fP\-Header wird immer mit CRC32 geprüft. Es ist nicht +möglich, dies zu ändern oder zu deaktivieren. +.TP +\fB\-\-ignore\-check\fP +verifiziert die Integritätsprüfsumme der komprimierten Daten bei der +Dekompression nicht. Die CRC32\-Werte in den \fB.xz\fP\-Headern werden weiterhin +normal verifiziert. +.IP "" +\fBVerwenden Sie diese Option nicht, außer Sie wissen, was Sie tun.\fP Mögliche +Gründe, diese Option zu verwenden: +.RS +.IP \(bu 3 +Versuchen, Daten aus einer beschädigten .xz\-Datei wiederherzustellen. +.IP \(bu 3 +Erhöhung der Geschwindigkeit bei der Dekompression. Dies macht sich meist +mit SHA\-256 bemerkbar, oder mit Dateien, die extrem stark komprimiert +sind. Wir empfehlen, diese Option nicht für diesen Zweck zu verwenden, es +sei denn, die Integrität der Datei wird extern auf andere Weise überprüft. +.RE +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-9\fP +wählt eine der voreingestellten Kompressionsstufen, standardmäßig +\fB\-6\fP. Wenn mehrere Voreinstellungsstufen angegeben sind, ist nur die +zuletzt angegebene wirksam. Falls bereits eine benutzerdefinierte +Filterkette angegeben wurde, wird diese durch die Festlegung der +Voreinstellung geleert. +.IP "" +Die Unterschiede zwischen den Voreinstellungsstufen sind deutlicher als bei +\fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1). Die gewählten Kompressionseinstellungen +bestimmen den Speicherbedarf bei der Dekompression, daher ist es auf älteren +Systemen mit wenig Speicher bei einer zu hoch gewählten Voreinstellung +schwer, eine Datei zu dekomprimieren. Insbesondere \fBist es keine gute Idee, blindlings \-9 für alles\fP zu verwenden, wie dies häufig mit \fBgzip\fP(1) und +\fBbzip2\fP(1) gehandhabt wird. +.RS +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-3\fP +Diese Voreinstellungen sind recht schnell. \fB\-0\fP ist manchmal schneller als +\fBgzip \-9\fP, wobei aber die Kompression wesentlich besser ist. Die +schnelleren Voreinstellungen sind im Hinblick auf die Geschwindigkeit mit +\fBbzip2\fP(1) vergleichbar , mit einem ähnlichen oder besseren +Kompressionsverhältnis, wobei das Ergebnis aber stark vom Typ der zu +komprimierenden Daten abhängig ist. +.TP +\fB\-4\fP … \fB\-6\fP +Gute bis sehr gute Kompression, wobei der Speicherbedarf für die +Dekompression selbst auf alten Systemen akzeptabel ist. \fB\-6\fP ist die +Voreinstellung, welche üblicherweise eine gute Wahl für die Verteilung von +Dateien ist, die selbst noch auf Systemen mit nur 16\ MiB Arbeitsspeicher +dekomprimiert werden müssen (\fB\-5e\fP oder \fB\-6e\fP sind ebenfalls eine +Überlegung wert. Siehe \fB\-\-extreme\fP). +.TP +\fB\-7 … \-9\fP +Ähnlich wie \fB\-6\fP, aber mit einem höheren Speicherbedarf für die Kompression +und Dekompression. Sie sind nur nützlich, wenn Dateien komprimiert werden +sollen, die größer als 8\ MiB, 16\ MiB beziehungsweise 32\ MiB sind. +.RE +.IP "" +Auf der gleichen Hardware ist die Dekompressionsgeschwindigkeit ein nahezu +konstanter Wert in Bytes komprimierter Daten pro Sekunde. Anders +ausgedrückt: Je besser die Kompression, umso schneller wird üblicherweise +die Dekompression sein. Das bedeutet auch, dass die Menge der pro Sekunde +ausgegebenen unkomprimierten Daten stark variieren kann. +.IP "" +Die folgende Tabelle fasst die Eigenschaften der Voreinstellungen zusammen: +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0;256 KiB;0;3 MiB;1 MiB +\-1;1 MiB;1;9 MiB;2 MiB +\-2;2 MiB;2;17 MiB;3 MiB +\-3;4 MiB;3;32 MiB;5 MiB +\-4;4 MiB;4;48 MiB;5 MiB +\-5;8 MiB;5;94 MiB;9 MiB +\-6;8 MiB;6;94 MiB;9 MiB +\-7;16 MiB;6;186 MiB;17 MiB +\-8;32 MiB;6;370 MiB;33 MiB +\-9;64 MiB;6;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Spaltenbeschreibungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wörtb.Größe ist die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs. Es ist +Speicherverschwendung, ein Wörterbuch zu verwenden, das größer als die +unkomprimierte Datei ist. Daher ist es besser, die Voreinstellungen \fB\-7\fP … +\fB\-9\fP zu vermeiden, falls es keinen wirklichen Bedarf dafür gibt. Mit \fB\-6\fP +und weniger wird üblicherweise so wenig Speicher verschwendet, dass dies +nicht ins Gewicht fällt. +.IP \(bu 3 +KomprCPU ist eine vereinfachte Repräsentation der LZMA2\-Einstellungen, +welche die Kompressionsgeschwindigkeit beeinflussen. Die Wörterbuchgröße +wirkt sich ebenfalls auf die Geschwindigkeit aus. Während KompCPU für die +Stufen \fB\-6\fP bis \fB\-9\fP gleich ist, tendieren höhere Stufen dazu, etwas +langsamer zu sein. Um eine noch langsamere, aber möglicherweise bessere +Kompression zu erhalten, siehe \fB\-\-extreme\fP. +.IP \(bu 3 +KompSpeich enthält den Speicherbedarf des Kompressors im +Einzel\-Thread\-Modus. Dieser kann zwischen den \fBxz\fP\-Versionen leicht +variieren. +.IP \(bu 3 +DekompSpeich enthält den Speicherbedarf für die Dekompression. Das bedeutet, +dass die Kompressionseinstellungen den Speicherbedarf bei der Dekompression +bestimmen. Der exakte Speicherbedarf bei der Dekompression ist geringfügig +größer als die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs, aber die Werte in der Tabelle +wurden auf ganze MiB aufgerundet. +.RE +.IP "" + Der Speicherbedarf einiger der zukünftigen Multithread\-Modi kann dramatisch +höher sein als im Einzel\-Thread\-Modus. Mit dem Standardwert von +\fB\-\-block\-size\fP benötigt jeder Thread 3*3*Wörtb.Gr plus KompSpeich oder +DekompSpeich. Beispielsweise benötigen vier Threads mit der Voreinstellung +\fB\-6\fP etwa 660 bis 670 MiB Speicher. +.TP +\fB\-e\fP, \fB\-\-extreme\fP +verwendet eine langsamere Variante der gewählten +Kompressions\-Voreinstellungsstufe (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP), um hoffentlich ein etwas +besseres Kompressionsverhältnis zu erreichen, das aber in ungünstigen Fällen +auch schlechter werden kann. Der Speicherverbrauch bei der Dekompression +wird dabei nicht beeinflusst, aber der Speicherverbrauch der Kompression +steigt in den Voreinstellungsstufen \fB\-0\fP bis \fB\-3\fP geringfügig an. +.IP "" +Da es zwei Voreinstellungen mit den Wörterbuchgrößen 4\ MiB und 8\ MiB gibt, +verwenden die Voreinstellungsstufen \fB\-3e\fP und \fB\-5e\fP etwas schnellere +Einstellungen (niedrigere KompCPU) als \fB\-4e\fP beziehungsweise \fB\-6e\fP. Auf +diese Weise sind zwei Voreinstellungen nie identisch. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0e;256 KiB;8;4 MiB;1 MiB +\-1e;1 MiB;8;13 MiB;2 MiB +\-2e;2 MiB;8;25 MiB;3 MiB +\-3e;4 MiB;7;48 MiB;5 MiB +\-4e;4 MiB;8;48 MiB;5 MiB +\-5e;8 MiB;7;94 MiB;9 MiB +\-6e;8 MiB;8;94 MiB;9 MiB +\-7e;16 MiB;8;186 MiB;17 MiB +\-8e;32 MiB;8;370 MiB;33 MiB +\-9e;64 MiB;8;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Zum Beispiel gibt es insgesamt vier Voreinstellungen, die ein 8\ MiB großes +Wörterbuch verwenden, deren Reihenfolge von der schnellsten zur langsamsten +\fB\-5\fP, \fB\-6\fP, \fB\-5e\fP und \fB\-6e\fP ist. +.TP +\fB\-\-fast\fP +.PD 0 +.TP +\fB\-\-best\fP +.PD +sind etwas irreführende Aliase für \fB\-0\fP beziehungsweise \fB\-9\fP. Sie werden +nur zwecks Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen +bereitgestellt. Sie sollten diese Optionen besser nicht verwenden. +.TP +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP +teilt beim Komprimieren in das \fB.xz\fP\-Format die Eingabedaten in Blöcke der +angegebenen \fIGröße\fP in Byte. Die Blöcke werden unabhängig voneinander +komprimiert, was dem Multi\-Threading entgegen kommt und Zufallszugriffe bei +der Dekompression begrenzt. Diese Option wird typischerweise eingesetzt, um +die vorgegebene Blockgröße im Multi\-Thread\-Modus außer Kraft zu setzen, aber +sie kann auch im Einzel\-Thread\-Modus angewendet werden. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus wird etwa die dreifache \fIGröße\fP in jedem Thread zur +Pufferung der Ein\- und Ausgabe belegt. Die vorgegebene \fIGröße\fP ist das +Dreifache der Größe des LZMA2\-Wörterbuchs oder 1 MiB, je nachdem, was mehr +ist. Typischerweise ist das Zwei\- bis Vierfache der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs oder wenigstens 1 MB ein guter Wert. Eine \fIGröße\fP, die +geringer ist als die des LZMA2\-Wörterbuchs, ist Speicherverschwendung, weil +dann der LZMA2\-Wörterbuchpuffer niemals vollständig genutzt werden würde. Im +Multi\-Thread\-Modus wird die Größe der Blöcke wird in den Block\-Headern +gespeichert. Die Größeninformation wird für eine Multi\-Thread\-Dekompression +genutzt. +.IP "" +Im Einzel\-Thread\-Modus werden die Blöcke standardmäßig nicht geteilt. Das +Setzen dieser Option wirkt sich nicht auf den Speicherbedarf aus. In den +Block\-Headern werden keine Größeninformationen gespeichert, daher werden im +Einzel\-Thread\-Modus erzeugte Dateien nicht zu den im Multi\-Thread\-Modus +erzeugten Dateien identisch sein. Das Fehlen der Größeninformation bedingt +auch, dass \fBxz\fP nicht in der Lage sein wird, die Dateien im +Multi\-Thread\-Modus zu dekomprimieren. +.TP +\fB\-\-block\-list=\fP\fIBlöcke\fP +beginnt bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format nach den angegebenen +Intervallen unkomprimierter Daten einen neuen Block, optional mit einer +benutzerdefinierten Filterkette. +.IP "" +Die \fIBlöcke\fP werden in einer durch Kommata getrennten Liste +angegeben. Jeder Block besteht aus einer optionalen Filterkettennummer +zwischen 0 und 9, gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP) und der Größe der +unkomprimierten Daten (diese Angabe ist erforderlich). Überspringen eines +Blocks (zwei oder mehr aufeinander folgende Kommata) ist ein Kürzel dafür, +die Größe und die Filter des vorherigen Blocks zu verwenden. +.IP "" +Falls die Eingabedatei größer ist als die Summe der \fIBlöcke\fP, dann wird der +letzte in \fIVBlöcke\fP angegebene Wert bis zum Ende der Datei wiederholt. Mit +dem speziellen Wert \fB0\fP können Sie angeben, dass der Rest der Datei als +einzelner Block kodiert werden soll. +.IP "" +Eine alternative Filterkette für jeden Block kann in Kombination mit den +Optionen \fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben +werden. Diese Optionen definieren Filterketten mit einem Bezeichner zwischen +1 und 9. Die Filterkette 0 bezeichnet hierbei die voreingestellte +Filterkette, was dem Nichtangeben einer Filterkette gleichkommt. Der +Filterkettenbezeichner kann vor der unkomprimierten Größe verwendet werden, +gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP). Falls Sie beispielsweise +\fB\-\-block\-list=1:2MiB,3:2MiB,2:4MiB,,2MiB,0:4MiB\fP angeben, werden die Blöcke +folgendermaßen erstellt: +.RS +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters1\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters3\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe für jeden Block bis zum Ende +der Eingabe. +.RE +.IP "" +Falls Sie eine Größe angeben, welche die Blockgröße des Encoders übersteigen +(entweder den Vorgabewert im Thread\-Modus oder den mit +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP angegebenen Wert), wird der Encoder zusätzliche +Blöcke erzeugen, wobei die in den \fIBlöcke\fP angegebenen Grenzen eingehalten +werden. Wenn Sie zum Beispiel \fB\-\-block\-size=10MiB\fP +\fB\-\-block\-list=5MiB,10MiB,8MiB,12MiB,24MiB\fP angeben und die Eingabedatei 80 +MiB groß ist, erhalten Sie 11 Blöcke: 5, 10, 8, 10, 2, 10, 10, 4, 10, 10 und +1 MiB. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus werden die Blockgrößen in den Block\-Headern +gespeichert. Dies geschieht im Einzel\-Thread\-Modus nicht, daher wird die +kodierte Ausgabe zu der im Multi\-Thread\-Modus nicht identisch sein. +.TP +\fB\-\-flush\-timeout=\fP\fIZeit\fP +löscht bei der Kompression die ausstehenden Daten aus dem Encoder und macht +sie im Ausgabedatenstrom verfügbar, wenn mehr als die angegebene \fIZeit\fP in +Millisekunden (als positive Ganzzahl) seit dem vorherigen Löschen vergangen +ist und das Lesen weiterer Eingaben blockieren würde. Dies kann nützlich +sein, wenn \fBxz\fP zum Komprimieren von über das Netzwerk eingehenden Daten +verwendet wird. Kleine \fIZeit\fP\-Werte machen die Daten unmittelbar nach dem +Empfang nach einer kurzen Verzögerung verfügbar, während große \fIZeit\fP\-Werte +ein besseres Kompressionsverhältnis bewirken. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist standardmäßig deaktiviert. Wenn diese Option +mehrfach angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. Für die Angabe +der \fIZeit\fP kann der spezielle Wert \fB0\fP verwendet werden, um dieses +Funktionsmerkmal explizit zu deaktivieren. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist außerhalb von POSIX\-Systemen nicht verfügbar. +.IP "" +.\" FIXME +\fBDieses Funktionsmerkmal ist noch experimentell.\fP Gegenwärtig ist \fBxz\fP +aufgrund der Art und Weise, wie \fBxz\fP puffert, für Dekompression in Echtzeit +ungeeignet. +.TP +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Grenze für die Speichernutzung bei der Kompression fest. Wenn +diese Option mehrmals angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. +.IP "" +Falls die Kompressionseinstellungen die \fIGrenze\fP überschreiten, versucht +\fBxz\fP, die Einstellungen nach unten anzupassen, so dass die Grenze nicht +mehr überschritten wird und zeigt einen Hinweis an, dass eine automatische +Anpassung vorgenommen wurde. Die Anpassungen werden in folgender Reihenfolge +angewendet: Reduzierung der Anzahl der Threads, Wechsel in den +Einzelthread\-Modus, falls sogar ein einziger Thread im Multithread\-Modus die +\fIGrenze\fP überschreitet, und schlussendlich die Reduzierung der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs. +.IP "" +Beim Komprimieren mit \fB\-\-format=raw\fP oder falls \fB\-\-no\-adjust\fP angegeben +wurde, wird nur die Anzahl der Threads reduziert, da nur so die komprimierte +Ausgabe nicht beeinflusst wird. +.IP "" +Falls die \fIGrenze\fP nicht anhand der vorstehend beschriebenen Anpassungen +gesetzt werden kann, wird ein Fehler angezeigt und \fBxz\fP wird mit dem +Exit\-Status 1 beendet. +.IP "" +Die \fIGrenze\fP kann auf verschiedene Arten angegeben werden: +.RS +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann ein absoluter Wert in Byte sein. Ein Suffix wie \fBMiB\fP +kann dabei hilfreich sein. Beispiel: \fB\-\-memlimit\-compress=80MiB\fP. +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann als Prozentsatz des physischen Gesamtspeichers (RAM) +angegeben werden. Dies ist insbesondere nützlich, wenn in einem +Shell\-Initialisierungsskript, das mehrere unterschiedliche Rechner gemeinsam +verwenden, die Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP gesetzt ist. Auf diese Weise +ist die Grenze auf Systemen mit mehr Speicher höher. Beispiel: +\fB\-\-memlimit\-compress=70%\fP +.IP \(bu 3 +Mit \fB0\fP kann die \fIGrenze\fP auf den Standardwert zurückgesetzt werden. Dies +ist gegenwärtig gleichbedeutend mit dem Setzen der \fIGrenze\fP auf \fBmax\fP +(keine Speicherbegrenzung). +.RE +.IP "" +Für die 32\-Bit\-Version von \fBxz\fP gibt es einen Spezialfall: Falls die Grenze +über \fB4020\ MiB\fP liegt, wird die \fIGrenze\fP auf \fB4020\ MiB\fP gesetzt. Auf +MIPS32 wird stattdessen \fB2000\ MB\fP verwendet (die Werte \fB0\fP und \fBmax\fP +werden hiervon nicht beeinflusst; für die Dekompression gibt es keine +vergleichbare Funktion). Dies kann hilfreich sein, wenn ein +32\-Bit\-Executable auf einen 4\ GiB großen Adressraum (2 GiB auf MIPS32) +zugreifen kann, wobei wir hoffen wollen, dass es in anderen Situationen +keine negativen Effekte hat. +.IP "" +Siehe auch den Abschnitt \fBSpeicherbedarf\fP. +.TP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für die Dekompression fest. Dies +beeinflusst auch den Modus \fB\-\-list\fP. Falls die Aktion nicht ausführbar ist, +ohne die \fIGrenze\fP zu überschreiten, gibt \fBxz\fP eine Fehlermeldung aus und +die Dekompression wird fehlschlagen. Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +zu möglichen Wegen, die \fIGrenze\fP anzugeben. +.TP +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für Multithread\-Dekompression +fest. Dies beeinflusst lediglich die Anzahl der Threads; \fBxz\fP wird dadurch +niemals die Dekompression einer Datei verweigern. Falls die \fIGrenze\fP für +jegliches Multithreading zu niedrig ist, wird sie ignoriert und \fBxz\fP setzt +im Einzelthread\-modus fort. Beachten Sie auch, dass bei der Verwendung von +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP dies stets sowohl auf den Einzelthread\-als auch auf +den Multithread\-Modus angewendet wird und so die effektive \fIGrenze\fP für den +Multithread\-Modus niemals höher sein wird als die mit +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP gesetzte Grenze. +.IP "" +Im Gegensatz zu anderen Optionen zur Begrenzung des Speicherverbrauchs hat +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP eine systemspezifisch vorgegebene +\fIGrenze\fP. Mit \fBxz \-\-info\-memory\fP können Sie deren aktuellen Wert anzeigen +lassen. +.IP "" +Diese Option und ihr Standardwert existieren, weil die unbegrenzte +threadbezogene Dekompression bei einigen Eingabedateien zu unglaublich +großem Speicherverbrauch führen würde. Falls die vorgegebene \fIGrenze\fP auf +Ihrem System zu niedrig ist, können Sie die \fIGrenze\fP durchaus erhöhen, aber +setzen Sie sie niemals auf einen Wert größer als die Menge des nutzbaren +Speichers, da \fBxz\fP bei entsprechenden Eingabedateien versuchen wird, diese +Menge an Speicher auch bei einer geringen Anzahl von Threads zu +verwnden. Speichermangel oder Auslagerung verbessern die +Dekomprimierungsleistung nicht. +.IP "" +Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP für mögliche Wege zur Angabe der +\fIGrenze\fP. Sezen der \fIGrenze\fP auf \fB0\fP setzt die \fIGrenze\fP auf den +vorgegebenen systemspezifischen Wert zurück. +.TP +\fB\-M\fP \fIGrenze\fP, \fB\-\-memlimit=\fP\fIGrenze\fP, \fB\-\-memory=\fP\fIGrenze\fP +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP. +.TP +\fB\-\-no\-adjust\fP +zeigt einen Fehler an und beendet, falls die Grenze der Speichernutzung +nicht ohne Änderung der Einstellungen, welche die komprimierte Ausgabe +beeinflussen, berücksichtigt werden kann. Das bedeutet, dass \fBxz\fP daran +gehindert wird, den Encoder vom Multithread\-Modus in den Einzelthread\-Modus +zu versetzen und die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs zu reduzieren. Allerdings +kann bei Verwendung dieser Option dennoch die Anzahl der Threads reduziert +werden, um die Grenze der Speichernutzung zu halten, sofern dies die +komprimierte Ausgabe nicht beeinflusst. +.IP "" +Die automatische Anpassung ist beim Erzeugen von Rohdatenströmen +(\fB\-\-format=raw\fP) immer deaktiviert. +.TP +\fB\-T\fP \fIThreads\fP, \fB\-\-threads=\fP\fIThreads\fP +gibt die Anzahl der zu verwendenden Arbeits\-Threads an. Wenn Sie \fIThreads\fP +auf einen speziellen Wert \fB0\fP setzen, verwendet \fBxz\fP maximal so viele +Threads, wie der/die Prozessor(en) im System untestützen. Die tatsächliche +Anzahl kann geringer sein als die angegebenen \fIThreads\fP, wenn die +Eingabedatei nicht groß genug für Threading mit den gegebenen Einstellungen +ist oder wenn mehr Threads die Speicherbegrenzung übersteigen würden. +.IP "" +Die Multithread\- bzw. Einzelthread\-Kompressoren erzeugen unterschiedliche +Ausgaben. Der Einzelthread\-Kompressor erzeugt die geringste Dateigröße, aber +nur die Ausgabe des Multithread\-Kompressors kann mit mehreren Threads wieder +dekomprimiert werden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB1\fP wird den +Einzelthread\-Modus verwenden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf +einen anderen Wert einschließlich \fB0\fP verwendet den Multithread\-Kompressor, +und zwar sogar dann, wenn das System nur einen einzigen Hardware\-Thread +unterstützt (\fBxz\fP 5.2.x verwendete in diesem Fall noch den +Einzelthread\-Modus). +.IP "" +Um den Multithread\-Modus mit nur einem einzigen Thread zu verwenden, setzen +Sie die Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB+1\fP. Das Präfix \fB+\fP hat mit Werten +verschieden von \fB1\fP keinen Effekt. Eine Begrenzung des Speicherverbrauchs +kann \fBxz\fP dennoch veranlassen, den Einzelthread\-Modus zu verwenden, außer +wenn \fB\-\-no\-adjust\fP verwendet wird. Die Unterstützung für das Präfix \fB+\fP +wurde in \fBxz\fP 5.4.0 hinzugefügt. +.IP "" +Falls das automatische Setzen der Anzahl der Threads angefordert und keine +Speicherbegrenzung angegeben wurde, dann wird eine systemspezifisch +vorgegebene weiche Grenze verwendet, um eventuell die Anzahl der Threads zu +begrenzen. Es ist eine weiche Grenze im Sinne davon, dass sie ignoriert +wird, falls die Anzahl der Threads 1 ist; daher wird eine weiche Grenze +\fBxz\fP niemals an der Kompression oder Dekompression hindern. Diese +vorgegebene weiche Grenze veranlasst \fBxz\fP nicht, vom Multithread\-Modus in +den Einzelthread\-Modus zu wechseln. Die aktiven Grenzen können Sie mit dem +Befehl \fBxz \-\-info\-memory\fP anzeigen lassen. +.IP "" +Die gegenwärtig einzige Threading\-Methode teilt die Eingabe in Blöcke und +komprimiert diese unabhängig voneinander. Die vorgegebene Blockgröße ist von +der Kompressionsstufe abhängig und kann mit der Option +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP außer Kraft gesetzt werden. +.IP "" +Eine thread\-basierte Dekompression wird nur bei Dateien funktionieren, die +mehrere Blöcke mit Größeninformationen in deren Headern enthalten. Alle im +Multi\-Thread\-Modus komprimierten Dateien, die groß genug sind, erfüllen +diese Bedingung, im Einzel\-Thread\-Modus komprimierte Dateien dagegen nicht, +selbst wenn \fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP verwendet wurde. +.IP "" +Der Vorgabewert für \fIThreads\fP is \fB0\fP. In \fBxz\fP 5.4.x und älteren Versionen +ist der Vorgabewert \fB1\fP. +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Eine benutzerdefinierte Filterkette ermöglicht die Angabe detaillierter +Kompressionseinstellungen, anstatt von den Voreinstellungen auszugehen. Wenn +eine benutzerdefinierte Filterkette angegeben wird, werden die vorher in der +Befehlszeile angegebenen Voreinstellungsoptionen (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP und +\fB\-\-extreme\fP) außer Kraft gesetzt. Wenn eine Voreinstellungsoption nach +einer oder mehreren benutzerdefinierten Filterkettenoptionen angegeben wird, +dann wird die neue Voreinstellung wirksam und die zuvor angegebenen +Filterkettenoptionen werden außer Kraft gesetzt. +.PP +Eine Filterkette ist mit dem Piping (der Weiterleitung) in der Befehlszeile +vergleichbar. Bei der Kompression gelangt die unkomprimierte Eingabe in den +ersten Filter, dessen Ausgabe wiederum in den zweiten Filter geleitet wird +(sofern ein solcher vorhanden ist). Die Ausgabe des letzten Filters wird in +die komprimierte Datei geschrieben. In einer Filterkette sind maximal vier +Filter zulässig, aber typischerweise besteht eine Filterkette nur aus einem +oder zwei Filtern. +.PP +Bei vielen Filtern ist die Positionierung in der Filterkette eingeschränkt: +Einige Filter sind nur als letzte in der Kette verwendbar, einige können +nicht als letzte Filter gesetzt werden, und andere funktionieren an +beliebiger Stelle. Abhängig von dem Filter ist diese Beschränkung entweder +auf das Design des Filters selbst zurückzuführen oder ist aus +Sicherheitsgründen vorhanden. +.PP +Eine benutzerdefinierte Filterkette kann auf zwei verschiedene Arten +angegeben werden. Die Optionen \fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP ermöglichen die Angabe +einer ganzen Filterkette in einer einzelnen Option gemäß der +Liblzma\-Filterzeichenkettensyntax. Alternativ können Sie eine Filterkette +mit einer oder mehreren individuellen Filteroptionen in der Reihenfolge +angeben, in der sie in der Filterkette verwendet werden sollen. Daher ist +die Reihenfolge der individuellen Filteroptionen wichtig! Beim Dekodieren +von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) muss die Filterkette in der gleichen +Reihenfolge wie bei der Komprimierung angegeben werden. Alle individuellen +Filter\- oder Voreinstellungsoptionen, die \fIvor\fP der vollen +Filterkettenoption (\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP) angegeben werden, werden +verworfen. Individuelle Filter, die \fInach\fP der vollen Filterkettenoption +angegeben werden, setzen die Filterkette zurück +.PP +Sowohl vollständige als auch individuelle Filteroptionen akzeptieren +filterspezifische \fIOptionen\fP in einer durch Kommata getrennten +Liste. Zusätzliche Kommata in den \fIOptionen\fP werden ignoriert. Jede Option +hat einen Standardwert, daher brauchen Sie nur jene anzugeben, die Sie +ändern wollen. +.PP +Um die gesamte Filterkette und die \fIOptionen\fP anzuzeigen, rufen Sie \fBxz \-vv\fP auf (was gleichbedeutend mit der zweimaligen Angabe von \fB\-\-verbose\fP +ist). Dies funktioniert auch zum Betrachten der von den Voreinstellungen +verwendeten Filterkettenoptionen. +.TP +\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP +gibt die vollständige Filterkette oder eine Voreinstellung in einer +einzelnen Option an. Mehrere Filter können durch Leerzeichen oder zwei +Minuszeichen (\fB\-\-\fP) voneinander getrennt werden. Es kann notwendig sein, +die \fIFilter\fP in der Shell\-Befehlszeile zu maskieren, so dass diese als +einzelne Option ausgewertet werden. Um Optionen Werte zuzuordnen, verwenden +Sie \fB:\fP oder \fB=\fP. Einer Voreinstellung kann ein \fB\-\fP vorangestellt werden, +dem keiner oder mehrere Schalter folgen. Der einzige unterstützte Schalter +ist \fBe\fP zum Anwenden der gleichen Optionen wie \fB\-\-extreme\fP. +.TP +\fB\-\-filters1\fP=\fIFilter\fP … \fB\-\-filters9\fP=\fIFilter\fP +gibt bis zu neun optionale Filterketten an, die mit \fB\-\-block\-list\fP +verwendet werden können. +.IP "" +Wenn Sie beispielsweise ein Archiv mit ausführbaren Dateien gefolgt von +Textdateien komprimieren, könnte der Teil mit den ausführbaren Dateien eine +Filterkette mit einem BCJ\-Filter und der Textdateiteil lediglich den +LZMA2\-Filter verwenden. +.TP +\fB\-\-filters\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, welche beschreibt, wie Voreinstellungen und +benutzerdefinierte Filterketten in den Optionen \fB\-\-filters\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&… \& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben werden und +beendet das Programm. +.TP +\fB\-\-lzma1\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-lzma2\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt LZMA1\- oder LZMA2\-Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter können nur +als letzte Filter in der Kette verwendet werden. +.IP "" +LZMA1 ist ein veralteter Filter, welcher nur wegen des veralteten +\&\fB.lzma\fP\-Dateiformats unterstützt wird, welches nur LZMA1 unterstützt. LZMA2 +ist eine aktualisierte Version von LZMA1, welche einige praktische Probleme +von LZMA1 behebt. Das \fB.xz\fP\-Format verwendet LZMA2 und unterstützt LZMA1 +gar nicht. Kompressionsgeschwindigkeit und \-verhältnis sind bei LZMA1 und +LZMA2 praktisch gleich. +.IP "" +LZMA1 und LZMA2 haben die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBpreset=\fP\fIVoreinstellung\fP +setzt alle LZMA1\- oder LZMA2\-\fIOptionen\fP auf die \fIVoreinstellung\fP +zurück. Diese \fIVoreinstellung\fP wird in Form einer Ganzzahl angegeben, der +ein aus einem einzelnen Buchstaben bestehender Voreinstellungsmodifikator +folgen kann. Die Ganzzahl kann \fB0\fP bis \fB9\fP sein, entsprechend den +Befehlszeilenoptionen \fB\-0\fP … \fB\-9\fP. Gegenwärtig ist \fBe\fP der einzige +unterstützte Modifikator, was \fB\-\-extreme\fP entspricht. Wenn keine +\fBVoreinstellung\fP angegeben ist, werden die Standardwerte der LZMA1\- oder +LZMA2\-\fIOptionen\fP der Voreinstellung \fB6\fP entnommen. +.TP +\fBdict=\fP\fIGröße\fP +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs (Chronikpuffers) gibt an, wie viel Byte der +kürzlich verarbeiteten unkomprimierten Daten im Speicher behalten werden +sollen. Der Algorithmus versucht, sich wiederholende Byte\-Abfolgen +(Übereinstimmungen) in den unkomprimierten Daten zu finden und diese durch +Referenzen zu den Daten zu ersetzen, die sich gegenwärtig im Wörterbuch +befinden. Je größer das Wörterbuch, umso größer ist die Chance, eine +Übereinstimmung zu finden. Daher bewirkt eine Erhöhung der \fIGröße\fP des +Wörterbuchs üblicherweise ein besseres Kompressionsverhältnis, aber ein +Wörterbuch, das größer ist als die unkomprimierte Datei, wäre +Speicherverschwendung. +.IP "" +Typische Wörterbuch\-\fIGrößen\fP liegen im Bereich von 64\ KiB bis 64\ MiB. Das +Minimum ist 4\ KiB. Das Maximum für die Kompression ist gegenwärtig 1.5\ GiB +(1536\ MiB). Bei der Dekompression wird bereits eine Wörterbuchgröße bis zu +4\ GiB minus 1 Byte unterstützt, welche das Maximum für die LZMA1\- und +LZMA2\-Datenstromformate ist. +.IP "" +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs und der Übereinstimmungsfinder (\fIÜf\fP) +bestimmen zusammen den Speicherverbrauch des LZMA1\- oder +LZMA2\-Kodierers. Bei der Dekompression ist ein Wörterbuch der gleichen +\fIGröße\fP (oder ein noch größeres) wie bei der Kompression erforderlich, +daher wird der Speicherverbrauch des Dekoders durch die Größe des bei der +Kompression verwendeten Wörterbuchs bestimmt. Die \fB.xz\fP\-Header speichern +die \fIGröße\fP des Wörterbuchs entweder als 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1), +so dass diese \fIGrößen\fP für die Kompression etwas bevorzugt werden. Andere +\fIGrößen\fP werden beim Speichern in den \fB.xz\fP\-Headern aufgerundet. +.TP +\fBlc=\fP\fIlc\fP +gibt die Anzahl der literalen Kontextbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; der Standardwert ist 3. Außerdem darf die Summe von \fIlc\fP und +\fIlp\fP nicht größer als 4 sein. +.IP "" +Alle Bytes, die nicht als Übereinstimmungen kodiert werden können, werden +als Literale kodiert. Solche Literale sind einfache 8\-bit\-Bytes, die jeweils +für sich kodiert werden. +.IP "" +Bei der Literalkodierung wird angenommen, dass die höchsten \fIlc\fP\-Bits des +zuvor unkomprimierten Bytes mit dem nächsten Byte in Beziehung stehen. Zum +Beispiel folgt in typischen englischsprachigen Texten auf einen +Großbuchstaben ein Kleinbuchstabe und auf einen Kleinbuchstaben +üblicherweise wieder ein Kleinbuchstabe. Im US\-ASCII\-Zeichensatz sind die +höchsten drei Bits 010 für Großbuchstaben und 011 für Kleinbuchstaben. Wenn +\fIlc\fP mindestens 3 ist, kann die literale Kodierung diese Eigenschaft der +unkomprimierten Daten ausnutzen. +.IP "" +Der Vorgabewert (3) ist üblicherweise gut. Wenn Sie die maximale Kompression +erreichen wollen, versuchen Sie \fBlc=4\fP. Manchmal hilft es ein wenig, doch +manchmal verschlechtert es die Kompression. Im letzteren Fall versuchen Sie +zum Beispiel auch\& \fBlc=2\fP. +.TP +\fBlp=\fP\fIlp\fP +gibt die Anzahl der literalen Positionsbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; die Vorgabe ist 0. +.IP "" +\fILp\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten beim +Kodieren von Literalen angenommen wird. Siehe \fIpb\fP weiter unten für weitere +Informationen zur Ausrichtung. +.TP +\fBpb=\fP\fIAnzahl\fP +legt die Anzahl der Positions\-Bits fest. Das Minimum ist 0 und das Maximum +4; Standard ist 2. +.IP "" +\fIPb\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten +generell angenommen wird. Standardmäßig wird eine Vier\-Byte\-Ausrichtung +angenommen (2^\fIpb\fP=2^2=4), was oft eine gute Wahl ist, wenn es keine +bessere Schätzung gibt. +.IP "" +Wenn die Ausrichtung bekannt ist, kann das entsprechende Setzen von \fIpb\fP +die Dateigröße ein wenig verringern. Wenn Textdateien zum Beispiel eine +Ein\-Byte\-Ausrichtung haben (US\-ASCII, ISO\-8859\-*, UTF\-8), kann das Setzen +von \fBpb=0\fP die Kompression etwas verbessern. Für UTF\-16\-Text ist \fBpb=1\fP +eine gute Wahl. Wenn die Ausrichtung eine ungerade Zahl wie beispielsweise 3 +Byte ist, könnte \fBpb=0\fP die beste Wahl sein. +.IP "" +Obwohl die angenommene Ausrichtung mit \fIpb\fP und \fIlp\fP angepasst werden +kann, bevorzugen LZMA1 und LZMA2 noch etwas die 16\-Byte\-Ausrichtung. Das +sollten Sie vielleicht beim Design von Dateiformaten berücksichtigen, die +wahrscheinlich oft mit LZMA1 oder LZMA2 komprimiert werden. +.TP +\fBmf=\fP\fIÜf\fP +Der Übereinstimmungsfinder hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit +des Kodierers, den Speicherbedarf und das +Kompressionsverhältnis. Üblicherweise sind auf Hash\-Ketten basierende +Übereinstimmungsfinder schneller als jene, die mit Binärbäumen arbeiten. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab: 0 verwendet \fBhc3\fP, 1\-3 +verwenden \fBhc4\fP und der Rest verwendet \fBbt4\fP. +.IP "" +Die folgenden Übereinstimmungsfinder werden unterstützt. Die Formeln zur +Ermittlung des Speicherverbrauchs sind grobe Schätzungen, die der Realität +am nächsten kommen, wenn \fIWörterbuch\fP eine Zweierpotenz ist. +.RS +.TP +\fBhc3\fP +Hash\-Kette mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB); +.br +\fIdict\fP * 5,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB) +.TP +\fBhc4\fP +Hash\-Kette mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 6,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.TP +\fBbt2\fP +Binärbaum mit 2\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 2 +.br +Speicherverbrauch: \fIdict\fP * 9.5 +.TP +\fBbt3\fP +Binärbaum mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 9,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB ist) +.TP +\fBbt4\fP +Binärbaum mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 10,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.RE +.TP +\fBmode=\fP\fIModus\fP +gibt die Methode zum Analysieren der vom Übereinstimmungsfinder gelieferten +Daten an. Als \fIModi\fP werden \fBfast\fP und \fBnormal\fP unterstützt. Die Vorgabe +ist \fBfast\fP für die \fIVoreinstellungsstufen\fP 0\-3 und \fBnormal\fP für die +\fIVoreinstellungsstufen\fP 4\-9. +.IP "" +Üblicherweise wird \fBfast\fP mit Hashketten\-basierten Übereinstimmungsfindern +und \fBnormal\fP mit Binärbaum\-basierten Übereinstimmungsfindern verwendet. So +machen es auch die \fIVoreinstellungsstufen\fP. +.TP +\fBnice=\fP\fInice\fP +gibt an, was als annehmbarer Wert für eine Übereinstimmung angesehen werden +kann. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, die mindestens diesen +\fInice\fP\-Wert hat, sucht der Algorithmus nicht weiter nach besseren +Übereinstimmungen. +.IP "" +Der \fInice\fP\-Wert kann 2\-273 Byte sein. Höhere Werte tendieren zu einem +besseren Kompressionsverhältnis, aber auf Kosten der Geschwindigkeit. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab. +.TP +\fBdepth=\fP\fITiefe\fP +legt die maximale Suchtiefe im Übereinstimmungsfinder fest. Vorgegeben ist +der spezielle Wert 0, der den Kompressor veranlasst, einen annehmbaren Wert +für \fITiefe\fP aus \fIÜf\fP und \fInice\fP\-Wert zu bestimmen. +.IP "" +Die angemessene \fITiefe\fP für Hash\-Ketten ist 4\-100 und 16\-1000 für +Binärbäume. Hohe Werte für die \fITiefe\fP können den Kodierer bei einigen +Dateien extrem verlangsamen. Vermeiden Sie es, die \fITiefe\fP über einen Wert +von 100 zu setzen, oder stellen Sie sich darauf ein, die Kompression +abzubrechen, wenn sie zu lange dauert. +.RE +.IP "" +Beim Dekodieren von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) benötigt LZMA2 nur die +Wörterbuch\-\fIGröße\fP. LZMA1 benötigt außerdem \fIlc\fP, \fIlp\fP und \fIpb\fP. +.TP +\fB\-\-x86\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-arm\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-armthumb\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-arm64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-powerpc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-ia64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-sparc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-riscv\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt ein »Branch/Call/Jump«\-(BCJ\-)Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter +können nicht als letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Ein BCJ\-Filter wandelt relative Adressen im Maschinencode in deren absolute +Gegenstücke um. Die Datengröße wird dadurch nicht geändert, aber die +Redundanz erhöht, was LZMA2 dabei helfen kann, eine um 10 bis 15% kleinere +\&\fB.xz\fP\-Datei zu erstellen. Die BCJ\-Filter sind immer reversibel, daher +verursacht die Anwendung eines BCJ\-Filters auf den falschen Datentyp keinen +Datenverlust, wobei aber das Kompressionsverhältnis etwas schlechter werden +könnte. Die BCJ\-Filter sind sehr schnell und verbrauchen nur wenig mehr +Speicher. +.IP "" +Diese BCJ\-Filter haben bekannte Probleme mit dem Kompressionsverhältnis: +.RS +.IP \(bu 3 +In einigen Dateitypen, die ausführbaren Code enthalten (zum Beispiel +Objektdateien, statische Bibliotheken und Linux\-Kernelmodule), sind die +Adressen in den Anweisungen mit Füllwerten gefüllt. Diese BCJ\-Filter führen +dennoch die Adressumwandlung aus, wodurch die Kompression bei diesen Dateien +schlechter wird. +.IP \(bu 3 +Falls ein BCJ\-Filter auf ein Archiv angewendet wird, ist es möglich, dass +das Kompressionsverhältnis schlechter als ohne Filter wird. Falls es +beispielsweise ähnliche oder sogar identische ausführbare Dateien gibt, dann +werden diese durch die Filterung wahrscheinlich »unähnlicher« und +verschlechtern dadurch das Kompressionsverhältnis. Der Inhalt +nicht\-ausführbarer Dateien im gleichen Archiv kann sich ebenfalls darauf +auswirken. In der Praxis werden Sie durch Versuche mit oder ohne BCJ\-Filter +selbst herausfinden müssen, was situationsbezogen besser ist. +.RE +.IP "" +Verschiedene Befehlssätze haben unterschiedliche Ausrichtungen: Die +ausführbare Datei muss in den Eingabedateien einem Vielfachen dieses Wertes +entsprechen, damit dieser Filter funktioniert. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +l n l +l n l. +Filter;Ausrichtung;Hinweise +x86;1;32\-Bit oder 64\-Bit x86 +ARM;4; +ARM\-Thumb;2; +ARM64;4;4096\-Byte\-Ausrichtung ist optimal +PowerPC;4;Nur Big Endian +IA\-64;16;Itanium +SPARC;4; +RISC\-V;2; +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Da die BCJ\-gefilterten Daten üblicherweise mit LZMA2 komprimiert sind, kann +das Kompressionsverhältnis dadurch etwas verbessert werden, dass die +LZMA2\-Optionen so gesetzt werden, dass sie der Ausrichtung des gewählten +BCJ\-Filters entsprechen. Beispiele: +.RS +.IP \(bu 3 +Der IA\-64\-Filter hat eine 16\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=4,lp=4,lc=0\fP +für LZMA2 passend (2^4=16). +.IP \(bu 3 +RISC\-V\-Code hat eine 2\-Byte\- oder 4\-Byte\-Ausrichtung, abhängig davon, ob die +Datei 16\-bit\-komprimierte Instruktionen enthält (die C\-Erweiterung). Wenn +16\-bit\-Instruktionen verwendet werden, ist \fBpb=2,lp=1,lc=3\fP oder +\fBpb=1,lp=1,lc=3\fP passend. Wenn keine 16\-bit\-Instruktionen vorhanden sind, +ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am besten. Mit \fBreadelf \-h\fP können Sie überprüfen, ob +»RVC« in der »Flags«\-Zeile auftritt. +.IP \(bu 3 +ARM64 hat stets eine 4\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am +besten. +.IP \(bu 3 +Der x86\-Filter stellt eine Ausnahme dar. Es ist üblicherweise eine gute +Wahl, bei den Voreinstellungen von LZMA2 (\fBpb=2,lp=0,lc=3\fP) zu bleiben, +wenn Sie ausführbare x86\-Dateien komprimieren +.RE +.IP "" +Alle BCJ\-Filter unterstützen die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBstart=\fP\fIVersatz\fP +gibt den Start\-\fIVersatz\fP an, der bei der Umwandlung zwischen relativen und +absoluten Adressen verwendet wird. Der \fIVersatz\fP muss ein Vielfaches der +Filterausrichtung sein (siehe die Tabelle oben). Der Standardwert ist 0. In +der Praxis ist dieser Standardwert gut; die Angabe eines benutzerdefinierten +\fIVersatzes\fP ist fast immer unnütz. +.RE +.TP +\fB\-\-delta\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +fügt den Delta\-Filter zur Filterkette hinzu. Der Delta\-Filter kann nicht als +letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Gegenwärtig wird nur eine einfache, Byte\-bezogene Delta\-Berechnung +unterstützt. Beim Komprimieren von zum Beispiel unkomprimierten +Bitmap\-Bildern oder unkomprimierten PCM\-Audiodaten kann es jedoch sinnvoll +sein. Dennoch können für spezielle Zwecke entworfene Algorithmen deutlich +bessere Ergebnisse als Delta und LZMA2 liefern. Dies trifft insbesondere auf +Audiodaten zu, die sich zum Beispiel mit \fBflac\fP(1) schneller und besser +komprimieren lassen. +.IP "" +Unterstützte \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBdist=\fP\fIAbstand\fP +gibt den \fIAbstand\fP der Delta\-Berechnung in Byte an. Zulässige Werte für den +\fIAbstand\fP sind 1 bis 256. Der Vorgabewert ist 1. +.IP "" +Zum Beispiel wird mit \fBdist=2\fP und der 8\-Byte\-Eingabe A1 B1 A2 B3 A3 B5 A4 +B7 die Ausgabe A1 B1 01 02 01 02 01 02 sein. +.RE +. +.SS "Andere Optionen" +.TP +\fB\-q\fP, \fB\-\-quiet\fP +unterdrückt Warnungen und Hinweise. Geben Sie dies zweimal an, um auch +Fehlermeldungen zu unterdrücken. Diese Option wirkt sich nicht auf den +Exit\-Status aus. Das bedeutet, das selbst bei einer unterdrückten Warnung +der Exit\-Status zur Anzeige einer Warnung dennoch verwendet wird. +.TP +\fB\-v\fP, \fB\-\-verbose\fP +bewirkt ausführliche Ausgaben. Wenn die Standardfehlerausgabe mit einem +Terminal verbunden ist, zeigt \fBxz\fP den Fortschritt an. Durch zweimalige +Angabe von \fB\-\-verbose\fP wird die Ausgabe noch ausführlicher. +.IP "" +Der Fortschrittsanzeiger stellt die folgenden Informationen dar: +.RS +.IP \(bu 3 +Der Prozentsatz des Fortschritts wird angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. Das bedeutet, dass der Prozentsatz in +Weiterleitungen (Pipes) nicht angezeigt werden kann. +.IP \(bu 3 +Menge der erzeugten komprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +verarbeiteten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Menge der verarbeiteten unkomprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +erzeugten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Kompressionsverhältnis, das mittels Dividieren der Menge der bisher +komprimierten Daten durch die Menge der bisher verarbeiteten unkomprimierten +Daten ermittelt wird. +.IP \(bu 3 +Kompressions\- oder Dekompressionsgeschwindigkeit. Diese wird anhand der +Menge der unkomprimierten verarbeiteten Daten (bei der Kompression) oder der +Menge der erzeugten Daten (bei der Dekompression) pro Sekunde gemessen. Die +Anzeige startet einige Sekunden nachdem \fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei +begonnen hat. +.IP \(bu 3 +Die vergangene Zeit im Format M:SS oder H:MM:SS. +.IP \(bu 3 +Die geschätzte verbleibende Zeit wird nur angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist und bereits einige Sekunden vergangen sind, nachdem +\fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei begonnen hat. Die Zeit wird in einem +weniger präzisen Format ohne Doppelpunkte angezeigt, zum Beispiel 2 min 30 +s. +.RE +.IP "" +Wenn die Standardfehlerausgabe kein Terminal ist, schreibt \fBxz\fP mit +\fB\-\-verbose\fP nach dem Komprimieren oder Dekomprimieren der Datei in einer +einzelnen Zeile den Dateinamen, die komprimierte Größe, die unkomprimierte +Größe, das Kompressionsverhältnis und eventuell auch die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit in die Standardfehlerausgabe. Die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit werden nur angezeigt, wenn der Vorgang mindestens ein +paar Sekunden gedauert hat. Wurde der Vorgang nicht beendet, zum Beispiel +weil ihn der Benutzer abgebrochen hat, wird außerdem der Prozentsatz des +erreichten Verarbeitungsfortschritts aufgenommen, sofern die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. +.TP +\fB\-Q\fP, \fB\-\-no\-warn\fP +setzt den Exit\-Status nicht auf 2, selbst wenn eine Bedingung erfüllt ist, +die eine Warnung gerechtfertigt hätte. Diese Option wirkt sich nicht auf die +Ausführlichkeitsstufe aus, daher müssen sowohl \fB\-\-quiet\fP als auch +\fB\-\-no\-warn\fP angegeben werden, um einerseits keine Warnungen anzuzeigen und +andererseits auch den Exit\-Status nicht zu ändern. +.TP +\fB\-\-robot\fP +gibt Meldungen in einem maschinenlesbaren Format aus. Dadurch soll das +Schreiben von Frontends erleichtert werden, die \fBxz\fP anstelle von Liblzma +verwenden wollen, was in verschiedenen Skripten der Fall sein kann. Die +Ausgabe mit dieser aktivierten Option sollte über mehrere +\fBxz\fP\-Veröffentlichungen stabil sein. Details hierzu finden Sie im Abschnitt +\fBROBOTER\-MODUS\fP. +.TP +\fB\-\-info\-memory\fP +zeigt in einem menschenlesbaren Format an, wieviel physischen Speicher (RAM) +und wie viele Prozessor\-Threads das System nach Annahme von \fBxz\fP hat, sowie +die Speicherbedarfsbegrenzung für Kompression und Dekompression, und beendet +das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung mit den am häufigsten genutzten Optionen an und +beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-H\fP, \fB\-\-long\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, die alle Funktionsmerkmale von \fBxz\fP beschreibt +und beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP +zeigt die Versionsnummer von \fBxz\fP und Liblzma in einem menschenlesbaren +Format an. Um eine maschinell auswertbare Ausgabe zu erhalten, geben Sie +\fB\-\-robot\fP vor \fB\-\-version\fP an. +. +.SH ROBOTER\-MODUS +Der Roboter\-Modus wird mit der Option \fB\-\-robot\fP aktiviert. Er bewirkt, dass +die Ausgabe von \fBxz\fP leichter von anderen Programmen ausgewertet werden +kann. Gegenwärtig wird \fB\-\-robot\fP nur zusammen mit \fB\-\-list\fP, +\fB\-\-filters\-help\fP, \fB\-\-info\-memory\fP und \fB\-\-version\fP unterstützt. In der +Zukunft wird dieser Modus auch für Kompression und Dekompression +unterstützt. +. +.SS Listenmodus +\fBxz \-\-robot \-\-list\fP verwendet eine durch Tabulatoren getrennte Ausgabe. In +der ersten Spalte jeder Zeile bezeichnet eine Zeichenkette den Typ der +Information, die in dieser Zeile enthalten ist: +.TP +\fBname\fP +Dies ist stets die erste Zeile, wenn eine Datei aufgelistet wird. Die zweite +Spalte in der Zeile enthält den Dateinamen. +.TP +\fBfile\fP +Diese Zeile enthält allgemeine Informationen zur \fB.xz\fP\-Datei. Diese Zeile +wird stets nach der \fBname\fP\-Zeile ausgegeben. +.TP +\fBstream\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt genau so viele \fBstream\fP\-Zeilen, wie Datenströme in der \fB.xz\fP\-Datei +enthalten sind. +.TP +\fBblock\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt so viele \fBblock\fP\-Zeilen, wie Blöcke in der \fB.xz\fP\-Datei. Die +\fBblock\fP\-Zeilen werden nach allen \fBstream\fP\-Zeilen angezeigt; verschiedene +Zeilentypen werden nicht verschachtelt. +.TP +\fBsummary\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben +wurde. Diese Zeile wird nach allen \fBblock\fP\-Zeilen ausgegeben. Wie die +\fBfile\fP\-Zeile enthält die \fBsummary\fP\-Zeile allgemeine Informationen zur +\&\fB.xz\fP\-Datei. +.TP +\fBtotals\fP +Diese Zeile ist immer die letzte der Listenausgabe. Sie zeigt die +Gesamtanzahlen und \-größen an. +.PP +Die Spalten der \fBfile\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme in der Datei +.IP 3. 4 +Gesamtanzahl der Blöcke in den Datenströmen +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe der Datei +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe der Datei +.IP 6. 4 +Das Kompressionsverhältnis, zum Beispiel \fB0.123\fP. Wenn das Verhältnis über +9.999 liegt, werden drei Minuszeichen (\fB\-\-\-\fP) anstelle des +Kompressionsverhältnisses angezeigt. +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen. Für die +bekannten Überprüfungstypen werden folgende Zeichenketten verwendet: +\fBNone\fP, \fBCRC32\fP, \fBCRC64\fP und \fBSHA\-256\fP. \fBUnbek.\fP\fIN\fP wird verwendet, +wobei \fIN\fP die Kennung der Überprüfung als Dezimalzahl angibt (ein\- oder +zweistellig). +.IP 8. 4 +Gesamtgröße der Datenstromauffüllung in der Datei +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBstream\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Datenstromnummer (der erste Datenstrom ist 1) +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke im Datenstrom +.IP 4. 4 +Komprimierte Startposition +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Startposition +.IP 6. 4 +Komprimierte Größe (schließt die Datenstromauffüllung nicht mit ein) +.IP 7. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 8. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 9. 4 +Name der Integritätsprüfung +.IP 10. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBblock\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der in diesem Block enthaltenen Datenströme +.IP 3. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang des Datenstroms (der erste Block ist 1) +.IP 4. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang der Datei +.IP 5. 4 +Komprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 6. 4 +Unkomprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 7. 4 +Komprimierte Gesamtgröße des Blocks (einschließlich Header) +.IP 8. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 9. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 10. 4 +Name der Integritätsprüfung +.RE +.PD +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wurde, werden zusätzliche Spalten in +die \fBblock\fP\-Zeilen eingefügt. Diese werden mit einem einfachen \fB\-\-verbose\fP +nicht angezeigt, da das Ermitteln dieser Informationen viele Suchvorgänge +erfordert und daher recht langsam sein kann: +.PD 0 +.RS +.IP 11. 4 +Wert der Integritätsprüfung in hexadezimaler Notation +.IP 12. 4 +Block\-Header\-Größe +.IP 13. 4 +Block\-Schalter: \fBc\fP gibt an, dass die komprimierte Größe verfügbar ist, und +\fBu\fP gibt an, dass die unkomprimierte Größe verfügbar ist. Falls der +Schalter nicht gesetzt ist, wird stattdessen ein Bindestrich (\fB\-\fP) +angezeigt, um die Länge der Zeichenkette beizubehalten. In Zukunft könnten +neue Schalter am Ende der Zeichenkette hinzugefügt werden. +.IP 14. 4 +Größe der tatsächlichen komprimierten Daten im Block. Ausgeschlossen sind +hierbei die Block\-Header, die Blockauffüllung und die Prüffelder. +.IP 15. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieses Blocks mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 16. 4 +Filterkette. Beachten Sie, dass die meisten der bei der Kompression +verwendeten Optionen nicht bekannt sein können, da in den \fB.xz\fP\-Headern nur +die für die Dekompression erforderlichen Optionen gespeichert sind. +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBsummary\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieser Datei mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 3. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 4. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBtotals\fP\-Zeile: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 6. 4 +Durchschnittliches Kompressionsverhältnis +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen, die in den +Dateien präsent waren. +.IP 8. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.IP 9. 4 +Anzahl der Dateien. Dies dient dazu, die Reihenfolge der vorigen Spalten an +die in den \fBfile\fP\-Zeilen anzugleichen. +.PD +.RE +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wird, werden zusätzliche Spalten in die +\fBtotals\fP\-Zeile eingefügt: +.PD 0 +.RS +.IP 10. 4 +Maximale Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren der Dateien +mit dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 11. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 12. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Zukünftige Versionen könnten neue Zeilentypen hinzufügen, weiterhin könnten +auch in den vorhandenen Zeilentypen weitere Spalten hinzugefügt werden, aber +die existierenden Spalten werden nicht geändert. +. +.SS Filterhilfe +\fBxz \-\-robot \-\-filters\-help\fP gibt die unterstützten Filter im folgenden +Format aus: +.PP +\fIFilter\fP\fB:\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>,\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>\fP +… +.TP +\fIFilter\fP +Name des Filters +.TP +\fIOption\fP +Name der filterspezifischen Option +.TP +\fIWert\fP +Der numerische \fIWert\fP erscheint als Bereich +\fB<\fP\fIMinimum\fP\fB\-\fP\fIMaximum\fP\fB>\fP. Die Auswahl des +Zeichenketten\-\fIWert\fPs wird in \fB< >\fP eingeschlossen und durch \fB|\fP +getrennt. +.PP +Jeder Filter wird in einer separaten Zeile ausgegeben. +. +.SS "Informationen zur Speicherbedarfsbegrenzung" +\fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP gibt eine einzelne Zeile mit mehreren durch +Tabulatoren getrennten Spalten aus: +.IP 1. 4 +Gesamter physischer Speicher (RAM) in Byte. +.IP 2. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Kompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-compress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 3. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-decompress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 4. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Die Speichernutzung für Multithread\-Dekompression in +Byte (\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP). Dies ist niemals \fB0\fP, da ein +systemspezifischer Vorgabewert (gezeigt in Spalte 5) verwendet wird, falls +keine Grenze ausdrücklich angegeben wurde. Dies ist außerdem niemals größer +als der Wert in in Spalte 3, selbst wenn mit \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP ein +größerer Wert angegeben wurde. +.IP 5. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Eine systemspezifisch vorgegebene Begrenzung des +Speicherverbrauchs, die zur Begrenzung der Anzahl der Threads beim +Komprimieren mit automatischer Anzahl der Threads (\fB\-\-threads=0\fP) und wenn +keine Speicherbedarfsbegrenzung angegeben wurde (\fB\-\-memlimit\-compress\fP) +verwendet wird. Dies wird auch als Standardwert für +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP verwendet. +.IP 6. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Anzahl der verfügbaren Prozessorthreads. +.PP +In der Zukunft könnte die Ausgabe von \fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP weitere +Spalten enthalten, aber niemals mehr als eine einzelne Zeile. +. +.SS Version +\fBxz \-\-robot \-\-version\fP gibt die Versionsnummern von \fBxz\fP und Liblzma im +folgenden Format aus: +.PP +\fBXZ_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.br +\fBLIBLZMA_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.TP +\fIX\fP +Hauptversion. +.TP +\fIYYY\fP +Unterversion. Gerade Zahlen bezeichnen eine stabile Version. Ungerade Zahlen +bezeichnen Alpha\- oder Betaversionen. +.TP +\fIZZZ\fP +Patch\-Stufe für stabile Veröffentlichungen oder einfach nur ein Zähler für +Entwicklungsversionen. +.TP +\fIS\fP +Stabilität. 0 ist Alpha, 1 ist Beta und 2 ist stabil. \fIS\fP sollte immer 2 +sein, wenn \fIYYY\fP eine gerade Zahl ist. +.PP +\fIXYYYZZZS\fP sind in beiden Zeilen gleich, sofern \fBxz\fP und Liblzma aus der +gleichen Veröffentlichung der XZ\-Utils stammen. +.PP +Beispiele: 4.999.9beta ist \fB49990091\fP und 5.0.0 is \fB50000002\fP. +. +.SH EXIT\-STATUS +.TP +\fB0\fP +Alles ist in Ordnung. +.TP +\fB1\fP +Ein Fehler ist aufgetreten. +.TP +\fB2\fP +Es ist etwas passiert, das eine Warnung rechtfertigt, aber es sind keine +tatsächlichen Fehler aufgetreten. +.PP +In die Standardausgabe geschriebene Hinweise (keine Warnungen oder Fehler), +welche den Exit\-Status nicht beeinflussen. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +\fBxz\fP wertet eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Optionen in den +Umgebungsvariablen \fBXZ_DEFAULTS\fP und \fBXZ_OPT\fP aus (in dieser Reihenfolge), +bevor die Optionen aus der Befehlszeile ausgewertet werden. Beachten Sie, +dass beim Auswerten der Umgebungsvariablen nur Optionen berücksichtigt +werden; alle Einträge, die keine Optionen sind, werden stillschweigend +ignoriert. Die Auswertung erfolgt mit \fBgetopt_long\fP(3), welches auch für +die Befehlszeilenargumente verwendet wird. +.TP +\fBXZ_DEFAULTS\fP +Benutzerspezifische oder systemweite Standardoptionen. Typischerweise werden +diese in einem Shell\-Initialisierungsskript gesetzt, um die +Speicherbedarfsbegrenzung von \fBxz\fP standardmäßig zu aktivieren. Außer bei +Shell\-Initialisierungsskripten und in ähnlichen Spezialfällen darf die +Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP in Skripten niemals gesetzt oder außer Kraft gesetzt +werden. +.TP +\fBXZ_OPT\fP +Dies dient der Übergabe von Optionen an \fBxz\fP, wenn es nicht möglich ist, +die Optionen direkt in der Befehlszeile von \fBxz\fP zu übergeben. Dies ist der +Fall, wenn \fBxz\fP von einem Skript oder Dienstprogramm ausgeführt wird, zum +Beispiel GNU \fBtar\fP(1): +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=\-2v tar caf foo.tar.xz foo\fR +.fi +.RE +.RE +.IP "" +Skripte können \fBXZ_OPT\fP zum Beispiel zum Setzen skriptspezifischer +Standard\-Kompressionsoptionen verwenden. Es ist weiterhin empfehlenswert, +Benutzern die Außerkraftsetzung von \fBXZ_OPT\fP zu erlauben, falls dies +angemessen ist. Zum Beispiel könnte in \fBsh\fP(1)\-Skripten Folgendes stehen: +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=${XZ_OPT\-"\-7e"} +export XZ_OPT\fR +.fi +.RE +.RE +. +.SH "KOMPATIBILITÄT ZU DEN LZMA\-UTILS" +Die Befehlszeilensyntax von \fBxz\fP ist praktisch eine Obermenge der von +\fBlzma\fP, \fBunlzma\fP und \fBlzcat\fP in den LZMA\-Utils der Versionen 4.32.x. In +den meisten Fällen sollte es möglich sein, die LZMA\-Utils durch die XZ\-Utils +zu ersetzen, ohne vorhandene Skripte ändern zu müssen. Dennoch gibt es +einige Inkompatibilitäten, die manchmal Probleme verursachen können. +. +.SS "Voreinstellungsstufen zur Kompression" +Die Nummerierung der Voreinstellungsstufen der Kompression ist in \fBxz\fP und +den LZMA\-Utils unterschiedlich. Der wichtigste Unterschied ist die Zuweisung +der Wörterbuchgrößen zu den verschiedenen Voreinstellungsstufen. Die +Wörterbuchgröße ist etwa gleich dem Speicherbedarf bei der Dekompression. +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils +\-0;256 KiB;nicht verfügbar +\-1;1 MiB;64 KiB +\-2;2 MiB;1 MiB +\-3;4 MiB;512 KiB +\-4;4 MiB;1 MiB +\-5;8 MiB;2 MiB +\-6;8 MiB;4 MiB +\-7;16 MiB;8 MiB +\-8;32 MiB;16 MiB +\-9;64 MiB;32 MiB +.TE +.RE +.PP +Die Unterschiede in der Wörterbuchgröße beeinflussen auch den Speicherbedarf +bei der Kompression, aber es gibt noch einige andere Unterschiede zwischen +den LZMA\-Utils und den XZ\-Utils, die die Kluft noch vergrößern: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils 4.32.x +\-0;3 MiB;nicht verfügbar +\-1;9 MiB;2 MiB +\-2;17 MiB;12 MiB +\-3;32 MiB;12 MiB +\-4;48 MiB;16 MiB +\-5;94 MiB;26 MiB +\-6;94 MiB;45 MiB +\-7;186 MiB;83 MiB +\-8;370 MiB;159 MiB +\-9;674 MiB;311 MiB +.TE +.RE +.PP +Die standardmäßige Voreinstellungsstufe in den LZMA\-Utils ist \fB\-7\fP, während +diese in den XZ\-Utils \fB\-6\fP ist, daher verwenden beide standardmäßig ein 8 +MiB großes Wörterbuch. +. +.SS "Vor\- und Nachteile von .lzma\-Dateien als Datenströme" +Die unkomprimierte Größe der Datei kann in den \fB.lzma\fP\-Headern gespeichert +werden. Die LZMA\-Utils tun das beim Komprimieren gewöhnlicher Dateien. Als +Alternative kann die unkomprimierte Größe als unbekannt markiert und eine +Nutzdatenende\-Markierung (end\-of\-payload) verwendet werden, um anzugeben, wo +der Dekompressor stoppen soll. Die LZMA\-Utils verwenden diese Methode, wenn +die unkomprimierte Größe unbekannt ist, was beispielsweise in Pipes +(Befehlsverkettungen) der Fall ist. +.PP +\fBxz\fP unterstützt die Dekompression von \fB.lzma\fP\-Dateien mit oder ohne +Nutzdatenende\-Markierung, aber alle von \fBxz\fP erstellten \fB.lzma\fP\-Dateien +verwenden diesen Nutzdatenende\-Markierung, wobei die unkomprimierte Größe in +den \fB.lzma\fP\-Headern als unbekannt markiert wird. Das könnte in einigen +unüblichen Situationen ein Problem sein. Zum Beispiel könnte ein +\&\fB.lzma\fP\-Dekompressor in einem Gerät mit eingebettetem System nur mit +Dateien funktionieren, deren unkomprimierte Größe bekannt ist. Falls Sie auf +dieses Problem stoßen, müssen Sie die LZMA\-Utils oder das LZMA\-SDK +verwenden, um \fB.lzma\fP\-Dateien mit bekannter unkomprimierter Größe zu +erzeugen. +. +.SS "Nicht unterstützte .lzma\-Dateien" +Das \fB.lzma\fP\-Format erlaubt \fIlc\fP\-Werte bis zu 8 und \fIlp\fP\-Werte bis zu +4. Die LZMA\-Utils können Dateien mit beliebigem \fIlc\fP und \fIlp\fP +dekomprimieren, aber erzeugen immer Dateien mit \fBlc=3\fP und \fBlp=0\fP. Das +Erzeugen von Dateien mit anderem \fIlc\fP und \fIlp\fP ist mit \fBxz\fP und mit dem +LZMA\-SDK möglich. +.PP +Die Implementation des LZMA\-Filters in liblzma setzt voraus, dass die Summe +von \fIlc\fP und \fIlp\fP nicht größer als 4 ist. Daher können \fB.lzma\fP\-Dateien, +welche diese Begrenzung überschreiten, mit \fBxz\fP nicht dekomprimiert werden. +.PP +Die LZMA\-Utils erzeugen nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer Wörterbuchgröße von +2^\fIn\fP (einer Zweierpotenz), aber akzeptieren Dateien mit einer beliebigen +Wörterbuchgröße. Liblzma akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer +Wörterbuchgröße von 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1). Dies dient zum +Verringern von Fehlalarmen beim Erkennen von \fB.lzma\fP\-Dateien. +.PP +Diese Einschränkungen sollten in der Praxis kein Problem sein, da praktisch +alle \fB.lzma\fP\-Dateien mit Einstellungen komprimiert wurden, die Liblzma +akzeptieren wird. +. +.SS "Angehängter Datenmüll" +Bei der Dekompression ignorieren die LZMA\-Utils stillschweigend alles nach +dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom. In den meisten Situationen ist das ein +Fehler. Das bedeutet auch, dass die LZMA\-Utils die Dekompression verketteter +\&\fB.lzma\fP\-Dateien nicht unterstützen. +.PP +Wenn nach dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom Daten verbleiben, erachtet \fBxz\fP +die Datei als beschädigt, es sei denn, die Option \fB\-\-single\-stream\fP wurde +verwendet. Dies könnte die Ausführung von Skripten beeinflussen, die davon +ausgehen, dass angehängter Datenmüll ignoriert wird. +. +.SH ANMERKUNGEN +. +.SS "Die komprimierte Ausgabe kann variieren" +Die exakte komprimierte Ausgabe, die aus der gleichen unkomprimierten +Eingabedatei erzeugt wird, kann zwischen den Versionen der XZ\-Utils +unterschiedlich sein, selbst wenn die Kompressionsoptionen identisch +sind. Das kommt daher, weil der Kodierer verbessert worden sein könnte +(hinsichtlich schnellerer oder besserer Kompression), ohne das Dateiformat +zu beeinflussen. Die Ausgabe kann sogar zwischen verschiedenen Programmen +der gleichen Version der XZ\-Utils variieren, wenn bei der Erstellung des +Binärprogramms unterschiedliche Optionen verwendet wurden. +.PP +Sobald \fB\-\-rsyncable\fP implementiert wurde, bedeutet das, dass die sich +ergebenden Dateien nicht notwendigerweise mit Rsync abgeglichen werden +können, außer wenn die alte und neue Datei mit der gleichen \fBxz\fP\-Version +erzeugt wurden. Das Problem kann beseitigt werden, wenn ein Teil der +Encoder\-Implementierung eingefroren wird, um die mit Rsync abgleichbare +Ausgabe über \fBxz\fP\-Versionsgrenzen hinweg stabil zu halten. +. +.SS "Eingebettete .xz\-Dekompressoren" +Eingebettete \fB.xz\fP\-Dekompressor\-Implementierungen wie XZ Embedded +unterstützen nicht unbedingt Dateien, die mit anderen Integritätsprüfungen +(\fIPrüfung\fP\-Typen) als \fBnone\fP und \fBcrc32\fP erzeugt wurden. Da +\fB\-\-check=crc64\fP die Voreinstellung ist, müssen Sie \fB\-\-check=none\fP oder +\fB\-\-check=crc32\fP verwenden, wenn Sie Dateien für eingebettete Systeme +erstellen. +.PP +Außerhalb eingebetteter Systeme unterstützen die Dekompressoren des +\&\fB.xz\fP\-Formats alle \fIPrüfung\fP\-Typen oder sind mindestens in der Lage, die +Datei zu dekomprimieren, ohne deren Integrität zu prüfen, wenn die bestimmte +\fIPrüfung\fP nicht verfügbar ist. +.PP +XZ Embedded unterstützt BCJ\-Filter, aber nur mit dem vorgegebenen +Startversatz. +. +.SH BEISPIELE +. +.SS Grundlagen +Komprimiert die Datei \fIfoo\fP mit der Standard\-Kompressionsstufe (\fB\-6\fP) zu +\fIfoo.xz\fP und entfernt \fIfoo\fP nach erfolgreicher Kompression: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz foo\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbar.xz\fP in \fIbar\fP dekomprimieren und \fIbar.xz\fP selbst dann nicht löschen, +wenn die Dekompression erfolgreich war: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dk bar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbaz.tar.xz\fP mit der Voreinstellung \fB\-4e\fP (\fB\-4 \-\-extreme\fP) erzeugen, was +langsamer ist als die Vorgabe \fB\-6\fP, aber weniger Speicher für Kompression +und Dekompression benötigt (48\ MiB beziehungsweise 5\ MiB): +.RS +.PP +.nf +\f(CRtar cf \- baz | xz \-4e > baz.tar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Mischung aus komprimierten und unkomprimierten Dateien kann mit einem +einzelnen Befehl dekomprimiert in die Standardausgabe geschrieben werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dcf a.txt b.txt.xz c.txt d.txt.lzma > abcd.txt\fR +.fi +.RE +. +.SS "Parallele Kompression von vielen Dateien" +Auf GNU\- und *BSD\-Systemen können \fBfind\fP(1) und \fBxargs\fP(1) zum +Parallelisieren der Kompression vieler Dateien verwendet werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRfind . \-type f \e! \-name '*.xz' \-print0 \e + | xargs \-0r \-P4 \-n16 xz \-T1\fR +.fi +.RE +.PP +Die Option \fB\-P\fP von \fBxargs\fP(1) legt die Anzahl der parallelen +\fBxz\fP\-Prozesse fest. Der beste Wert für die Option \fB\-n\fP hängt davon ab, wie +viele Dateien komprimiert werden sollen. Wenn es sich nur um wenige Dateien +handelt, sollte der Wert wahrscheinlich 1 sein; bei Zehntausenden von +Dateien kann 100 oder noch mehr angemessener sein, um die Anzahl der +\fBxz\fP\-Prozesse zu beschränken, die \fBxargs\fP(1) schließlich erzeugen wird. +.PP +Die Option \fB\-T1\fP für \fBxz\fP dient dazu, den Einzelthread\-Modus zu erzwingen, +da \fBxargs\fP(1) zur Steuerung des Umfangs der Parallelisierung verwendet +wird. +. +.SS Roboter\-Modus +Berechnen, wie viel Byte nach der Kompression mehrerer Dateien insgesamt +eingespart wurden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-robot \-\-list *.xz | awk '/^totals/{print $5\-$4}'\fR +.fi +.RE +.PP +Ein Skript könnte abfragen wollen, ob es ein \fBxz\fP verwendet, das aktuell +genug ist. Das folgende \fBsh\fP(1)\-Skript prüft, ob die Versionsnummer des +Dienstprogramms \fBxz\fP mindestens 5.0.0 ist. Diese Methode ist zu alten +Beta\-Versionen kompatibel, welche die Option \fB\-\-robot\fP nicht unterstützen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRif ! eval "$(xz \-\-robot \-\-version 2> /dev/null)" || + [ "$XZ_VERSION" \-lt 50000002 ]; then + echo "Your xz is too old." +fi +unset XZ_VERSION LIBLZMA_VERSION\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression mit \fBXZ_OPT\fP setzen, +aber eine bereits gesetzte Begrenzung nicht erhöhen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRNEWLIM=$((123 << 20))\ \ # 123 MiB +OLDLIM=$(xz \-\-robot \-\-info\-memory | cut \-f3) +if [ $OLDLIM \-eq 0 \-o $OLDLIM \-gt $NEWLIM ]; then + XZ_OPT="$XZ_OPT \-\-memlimit\-decompress=$NEWLIM" + export XZ_OPT +fi\fR +.fi +.RE +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Der einfachste Anwendungsfall für benutzerdefinierte Filterketten ist die +Anpassung von LZMA2\-Voreinstellungsstufen. Das kann nützlich sein, weil die +Voreinstellungen nur einen Teil der potenziell sinnvollen Kombinationen aus +Kompressionseinstellungen abdecken. +.PP +Die KompCPU\-Spalten der Tabellen aus den Beschreibungen der Optionen \fB\-0\fP … +\fB\-9\fP und \fB\-\-extreme\fP sind beim Anpassen der LZMA2\-Voreinstellungen +nützlich. Diese sind die relevanten Teile aus diesen zwei Tabellen: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c +n n. +Voreinst.;KomprCPU +\-0;0 +\-1;1 +\-2;2 +\-3;3 +\-4;4 +\-5;5 +\-6;6 +\-5e;7 +\-6e;8 +.TE +.RE +.PP +Wenn Sie wissen, dass eine Datei für eine gute Kompression ein etwas +größeres Wörterbuch benötigt (zum Beispiel 32 MiB), aber Sie sie schneller +komprimieren wollen, als dies mit \fBxz \-8\fP geschehen würde, kann eine +Voreinstellung mit einem niedrigen KompCPU\-Wert (zum Beispiel 1) dahingehend +angepasst werden, ein größeres Wörterbuch zu verwenden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=1,dict=32MiB foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Mit bestimmten Dateien kann der obige Befehl schneller sein als \fBxz \-6\fP, +wobei die Kompression deutlich besser wird. Dennoch muss betont werden, dass +nur wenige Dateien von einem größeren Wörterbuch profitieren, wenn der +KompCPU\-Wert niedrig bleibt. Der offensichtlichste Fall, in dem ein größeres +Wörterbuch sehr hilfreich sein kann, ist ein Archiv, das einander sehr +ähnliche Dateien enthält, die jeweils wenigstens einige Megabyte groß +sind. Das Wörterbuch muss dann deutlich größer sein als die einzelne Datei, +damit LZMA2 den größtmöglichen Vorteil aus den Ähnlichkeiten der aufeinander +folgenden Dateien zieht. +.PP +Wenn hoher Speicherbedarf für Kompression und Dekompression kein Problem ist +und die zu komprimierende Datei mindestens einige Hundert Megabyte groß ist, +kann es sinnvoll sein, ein noch größeres Wörterbuch zu verwenden, als die 64 +MiB, die mit \fBxz \-9\fP verwendet werden würden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-vv \-\-lzma2=dict=192MiB big_foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung von \fB\-vv\fP (\fB\-\-verbose \-\-verbose\fP) wie im obigen Beispiel +kann nützlich sein, um den Speicherbedarf für Kompressor und Dekompressor zu +sehen. Denken Sie daran, dass ein Wörterbuch, das größer als die +unkomprimierte Datei ist, Speicherverschwendung wäre. Daher ist der obige +Befehl für kleine Dateien nicht sinnvoll. +.PP +Manchmal spielt die Kompressionszeit keine Rolle, aber der Speicherbedarf +bei der Dekompression muss gering gehalten werden, zum Beispiel um die Datei +auf eingebetteten Systemen dekomprimieren zu können. Der folgende Befehl +verwendet \fB\-6e\fP (\fB\-6 \-\-extreme\fP) als Basis und setzt die Wörterbuchgröße +auf nur 64\ KiB. Die sich ergebende Datei kann mit XZ Embedded (aus diesem +Grund ist dort \fB\-\-check=crc32\fP) mit nur etwa 100\ KiB Speicher +dekomprimiert werden. +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-check=crc32 \-\-lzma2=preset=6e,dict=64KiB foo\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn Sie so viele Byte wie möglich herausquetschen wollen, kann die +Anpassung der Anzahl der literalen Kontextbits (\fIlc\fP) und der Anzahl der +Positionsbits (\fIpb\fP) manchmal hilfreich sein. Auch die Anpassung der Anzahl +der literalen Positionsbits (\fIlp\fP) könnte helfen, aber üblicherweise sind +\fIlc\fP und \fIpb\fP wichtiger. Wenn ein Quellcode\-Archiv zum Beispiel +hauptsächlich ASCII\-Text enthält, könnte ein Aufruf wie der folgende eine +etwas kleinere Datei (etwa 0,1\ %) ergeben als mit \fBxz \-6e\fP (versuchen Sie +es auch \fBlc=4\fP): +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=6e,pb=0,lc=4 source_code.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung eines anderen Filters mit LZMA2 kann die Kompression bei +verschiedenen Dateitypen verbessern. So könnten Sie eine gemeinsam genutzte +Bibliothek der Architekturen x86\-32 oder x86\-64 mit dem BCJ\-Filter für x86 +komprimieren: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-x86 \-\-lzma2 libfoo.so\fR +.fi +.RE +.PP +Beachten Sie, dass die Reihenfolge der Filteroptionen von Bedeutung +ist. Falls \fB\-\-x86\fP nach \fB\-\-lzma2\fP angegeben wird, gibt \fBxz\fP einen Fehler +aus, weil nach LZMA2 kein weiterer Filter sein darf und auch weil der +BCJ\-Filter für x86 nicht als letzter Filter in der Filterkette gesetzt +werden darf. +.PP +Der Delta\-Filter zusammen mit LZMA2 kann bei Bitmap\-Bildern gute Ergebnisse +liefern. Er sollte üblicherweise besser sein als PNG, welches zwar einige +fortgeschrittene Filter als ein simples delta bietet, aber für die +eigentliche Kompression »Deflate« verwendet. +.PP +Das Bild muss in einem unkomprimierten Format gespeichert werden, zum +Beispiel als unkomprimiertes TIFF. Der Abstandsparameter des Delta\-Filters +muss so gesetzt werden, dass er der Anzahl der Bytes pro Pixel im Bild +entspricht. Zum Beispiel erfordert ein 24\-Bit\-RGB\-Bitmap \fBdist=3\fP, außerdem +ist es gut, \fBpb=0\fP an LZMA2 zu übergeben, um die 3\-Byte\-Ausrichtung zu +berücksichtigen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-delta=dist=3 \-\-lzma2=pb=0 foo.tiff\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn sich mehrere Bilder in einem einzelnen Archiv befinden (zum Beispiel\& +\&\fB.tar\fP), funktioniert der Delta\-Filter damit auch, sofern alle Bilder im +Archiv die gleiche Anzahl Bytes pro Pixel haben. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBxzdec\fP(1), \fBxzdiff\fP(1), \fBxzgrep\fP(1), \fBxzless\fP(1), \fBxzmore\fP(1), +\fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fB7z\fP(1) +.PP +XZ Utils: +.br +XZ Embedded: +.br +LZMA\-SDK: diff --git a/janus/share/man/de/man1/xzcat.1 b/janus/share/man/de/man1/xzcat.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..b36fe113e6e5139839cebce93945fe4699e81c23 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/xzcat.1 @@ -0,0 +1,2070 @@ +'\" t +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZ 1 2024\-12\-30 Tukaani XZ\-Dienstprogramme +. +.SH BEZEICHNUNG +xz, unxz, xzcat, lzma, unlzma, lzcat \- .xz\- und .lzma\-Dateien komprimieren +oder dekomprimieren +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxz\fP [\fIOption…\fP] [\fIDatei…\fP] +. +.SH BEFEHLSALIASE +\fBunxz\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress\fP. +.br +\fBxzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.br +\fBlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma\fP. +.br +\fBunlzma\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress\fP. +.br +\fBlzcat\fP ist gleichbedeutend mit \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.PP +Wenn Sie Skripte schreiben, die Dateien dekomprimieren, sollten Sie stets +den Namen \fBxz\fP mit den entsprechenden Argumenten (\fBxz \-d\fP oder \fBxz \-dc\fP) +anstelle der Namen \fBunxz\fP und \fBxzcat\fP verwenden. +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxz\fP ist ein Allzweckwerkzeug zur Datenkompression, dessen +Befehlszeilensyntax denen von \fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1) ähnelt. Das native +Dateiformat ist das \fB.xz\fP\-Format, aber das veraltete, von den +LZMA\-Dienstprogrammen verwendete Format sowie komprimierte Rohdatenströme +ohne Containerformat\-Header werden ebenfalls unterstützt. Außerdem wird die +Dekompression des von \fBlzip\fP verwendeten \fB.lz\fP\-Formats unterstützt. +.PP +\fBxz\fP komprimiert oder dekomprimiert jede \fIDatei\fP entsprechend des +gewählten Vorgangsmodus. Falls entweder \fB\-\fP oder keine Datei angegeben ist, +liest \fBxz\fP aus der Standardeingabe und leitet die verarbeiteten Dateien in +die Standardausgabe. Wenn die Standardausgabe kein Terminal ist, verweigert +\fBxz\fP das Schreiben komprimierter Daten in die Standardausgabe. Dabei wird +eine Fehlermeldung angezeigt und die \fIDatei\fP übersprungen. Ebenso +verweigert \fBxz\fP das Lesen komprimierter Daten aus der Standardeingabe, wenn +diese ein Terminal ist. +.PP +\fIDateien\fP, die nicht als \fB\-\fP angegeben sind, werden in eine neue Datei +geschrieben, deren Name aus dem Namen der Quell\-\fIDatei\fP abgeleitet wird +(außer wenn \fB\-\-stdout\fP angegeben ist): +.IP \(bu 3 +Bei der Kompression wird das Suffix des Formats der Zieldatei (\fB.xz\fP oder +\&\fB.lzma\fP) an den Namen der Quelldatei angehängt und so der Name der +Zieldatei gebildet. +.IP \(bu 3 +Bei der Dekompression wird das Suffix \fB.xz\fP, \fB.lzma\fP oder \fB.lz\fP vom +Dateinamen entfernt und so der Name der Zieldatei gebildet. Außerdem erkennt +\fBxz\fP die Suffixe \fB.txz\fP und \fB.tlz\fP und ersetzt diese durch \fB.tar\fP. +.PP +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird eine Fehlermeldung angezeigt und +die \fIDatei\fP übersprungen. +.PP +Außer beim Schreiben in die Standardausgabe zeigt \fBxz\fP eine Warnung an und +überspringt die \fIDatei\fP, wenn eine der folgenden Bedingungen zutreffend +ist: +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP ist keine reguläre Datei. Symbolischen Verknüpfungen wird nicht +gefolgt und diese daher nicht zu den regulären Dateien gezählt. +.IP \(bu 3 +Die \fIDatei\fP hat mehr als eine harte Verknüpfung. +.IP \(bu 3 +Für die \fIDatei\fP ist das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt. +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Kompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat bereits +das Suffix des Zieldateiformats (\fB.xz\fP oder \fB.txz\fP beim Komprimieren in +das \fB.xz\fP\-Format und \fB.lzma\fP oder \fB.tlz\fP beim Komprimieren in das +\&\fB.lzma\fP\-Format). +.IP \(bu 3 +Der Aktionsmodus wird auf Dekompression gesetzt und die \fIDatei\fP hat nicht +das Suffix eines der unterstützten Zieldateiformate (\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, +\&\fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP). +.PP +Nach erfolgreicher Kompression oder Dekompression der \fIDatei\fP kopiert \fBxz\fP +Eigentümer, Gruppe, Zugriffsrechte, Zugriffszeit und Änderungszeit aus der +Ursprungs\-\fIDatei\fP in die Zieldatei. Sollte das Kopieren der Gruppe +fehlschlagen, werden die Zugriffsrechte so angepasst, dass jenen Benutzern +der Zugriff auf die Zieldatei verwehrt bleibt, die auch keinen Zugriff auf +die Ursprungs\-\fIDatei\fP hatten. Das Kopieren anderer Metadaten wie +Zugriffssteuerlisten oder erweiterter Attribute wird von \fBxz\fP noch nicht +unterstützt. +.PP +Sobald die Zieldatei erfolgreich geschlossen wurde, wird die +Ursprungs\-\fIDatei\fP entfernt. Dies wird durch die Option \fB\-\-keep\fP +verhindert. Die Ursprungs\-\fIDatei\fP wird niemals entfernt, wenn die Ausgabe +in die Standardausgabe geschrieben wird oder falls ein Fehler auftritt. +.PP +Durch Senden der Signale \fBSIGINFO\fP oder \fBSIGUSR1\fP an den \fBxz\fP\-Prozess +werden Fortschrittsinformationen in den Fehlerkanal der Standardausgabe +geleitet. Dies ist nur eingeschränkt hilfreich, wenn die +Standardfehlerausgabe ein Terminal ist. Mittels \fB\-\-verbose\fP wird ein +automatisch aktualisierter Fortschrittsanzeiger angezeigt. +. +.SS Speicherbedarf +In Abhängigkeit von den gewählten Kompressionseinstellungen bewegt sich der +Speicherverbrauch zwischen wenigen hundert Kilobyte und mehreren +Gigabyte. Die Einstellungen bei der Kompression einer Datei bestimmen dabei +den Speicherbedarf bei der Dekompression. Die Dekompression benötigt +üblicherweise zwischen 5\ % und 20\ % des Speichers, der bei der Kompression +der Datei erforderlich war. Beispielsweise benötigt die Dekompression einer +Datei, die mit \fBxz \-9\fP komprimiert wurde, gegenwärtig etwa 65\ MiB +Speicher. Es ist jedoch auch möglich, dass \fB.xz\fP\-Dateien mehrere Gigabyte +an Speicher zur Dekompression erfordern. +.PP +Insbesondere für Benutzer älterer Systeme wird eventuell ein sehr großer +Speicherbedarf ärgerlich sein. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, +verfügt \fBxz\fP über eine eingebaute Begrenzung des Speicherbedarfs, die +allerdings in der Voreinstellung deaktiviert ist. Zwar verfügen einige +Betriebssysteme über eingebaute Möglichkeiten zur prozessabhängigen +Speicherbegrenzung, doch diese sind zu unflexibel (zum Beispiel kann +\fBulimit\fP(1) beim Begrenzen des virtuellen Speichers \fBmmap\fP(2) +beeinträchtigen). +.PP +Die Begrenzung des Speicherbedarfs kann mit der Befehlszeilenoption +\fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP aktiviert werden. Oft ist es jedoch bequemer, +die Begrenzung durch Setzen der Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP +standardmäßig zu aktivieren, zum Beispiel +\fBXZ_DEFAULTS=\-\-memlimit=150MiB\fP. Die Begrenzungen können getrennt für +Kompression und Dekompression mittels \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIBegrenzung\fP +und \fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIBegrenzung\fP festgelegt werden. Die Verwendung +einer solchen Option außerhalb der Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP ist kaum +sinnvoll, da \fBxz\fP in einer einzelnen Aktion nicht gleichzeitig Kompression +und Dekompression ausführen kann und \fB\-\-memlimit=\fP\fIBegrenzung\fP (oder \fB\-M\fP +\fIBegrenzung\fP) lässt sich einfacher in der Befehlszeile eingeben. +.PP +Wenn die angegebene Speicherbegrenzung bei der Dekompression überschritten +wird, schlägt der Vorgang fehl und \fBxz\fP zeigt eine Fehlermeldung an. Wird +die Begrenzung bei der Kompression überschritten, dann versucht \fBxz\fP die +Einstellungen entsprechend anzupassen, außer wenn \fB\-\-format=raw\fP oder +\fB\-\-no\-adjust\fP angegeben ist. Auf diese Weise schlägt die Aktion nicht fehl, +es sei denn, die Begrenzung wurde sehr niedrig angesetzt. Die Anpassung der +Einstellungen wird schrittweise vorgenommen, allerdings entsprechen die +Schritte nicht den Voreinstellungen der Kompressionsstufen. Das bedeutet, +wenn beispielsweise die Begrenzung nur geringfügig unter den Anforderungen +für \fBxz \-9\fP liegt, werden auch die Einstellungen nur wenig angepasst und +nicht vollständig herunter zu den Werten für \fBxz \-8\fP +. +.SS "Verkettung und Auffüllung von .xz\-Dateien" +Es ist möglich, \fB.xz\fP\-Dateien direkt zu verketten. Solche Dateien werden +von \fBxz\fP genauso dekomprimiert wie eine einzelne \fB.xz\fP\-Datei. +.PP +Es ist weiterhin möglich, eine Auffüllung zwischen den verketteten Teilen +oder nach dem letzten Teil einzufügen. Die Auffüllung muss aus Null\-Bytes +bestehen und deren Größe muss ein Vielfaches von vier Byte sein. Dies kann +zum Beispiel dann vorteilhaft sein, wenn die \fB.xz\fP\-Datei auf einem +Datenträger gespeichert wird, dessen Dateisystem die Dateigrößen in +512\-Byte\-Blöcken speichert. +.PP +Verkettung und Auffüllung sind für \fB.lzma\fP\-Dateien oder Rohdatenströme +nicht erlaubt. +. +.SH OPTIONEN +. +.SS "Ganzzahlige Suffixe und spezielle Werte" +An den meisten Stellen, wo ein ganzzahliges Argument akzeptiert wird, kann +ein optionales Suffix große Ganzzahlwerte einfacher darstellen. Zwischen +Ganzzahl und dem Suffix dürfen sich keine Leerzeichen befinden. +.TP +\fBKiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.024 (2^10). \fBKi\fP, \fBk\fP, \fBkB\fP, \fBK\fP und +\fBKB\fP werden als Synonyme für \fBKiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBMiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.048.576 (2^20). \fBMi\fP, \fBm\fP, \fBM\fP und \fBMB\fP +werden als Synonyme für \fBMiB\fP akzeptiert. +.TP +\fBGiB\fP +multipliziert die Ganzzahl mit 1.073.741.824 (2^30). \fBGi\fP, \fBg\fP, \fBG\fP und +\fBGB\fP werden als Synonyme für \fBGiB\fP akzeptiert. +.PP +Der spezielle Wert \fBmax\fP kann dazu verwendet werden, um den von der +jeweiligen Option akzeptierten maximalen Ganzzahlwert anzugeben. +. +.SS Aktionsmodus +Falls mehrere Aktionsmodi angegeben sind, wird der zuletzt angegebene +verwendet. +.TP +\fB\-z\fP, \fB\-\-compress\fP +Kompression. Dies ist der voreingestellte Aktionsmodus, sofern keiner +angegeben ist und auch kein bestimmter Modus aus dem Befehlsnamen abgeleitet +werden kann (der Befehl \fBunxz\fP impliziert zum Beispiel \fB\-\-decompress\fP). +.IP "" +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +After successful compression, the source file is removed unless writing to +standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-d\fP, \fB\-\-decompress\fP, \fB\-\-uncompress\fP +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +Decompress. After successful decompression, the source file is removed +unless writing to standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-t\fP, \fB\-\-test\fP +prüft die Integrität der komprimierten \fIDateien\fP. Diese Option ist +gleichbedeutend mit \fB\-\-decompress \-\-stdout\fP, außer dass die dekomprimierten +Daten verworfen werden, anstatt sie in die Standardausgabe zu leiten. Es +werden keine Dateien erstellt oder entfernt. +.TP +\fB\-l\fP, \fB\-\-list\fP +gibt Informationen zu den komprimierten \fIDateien\fP aus. Es werden keine +unkomprimierten Dateien ausgegeben und keine Dateien angelegt oder +entfernt. Im Listenmodus kann das Programm keine komprimierten Daten aus der +Standardeingabe oder anderen nicht durchsuchbaren Quellen lesen. +.IP "" +Die Liste zeigt in der Standardeinstellung grundlegende Informationen zu den +\fIDateien\fP an, zeilenweise pro Datei. Detailliertere Informationen erhalten +Sie mit der Option \fB\-\-verbose\fP. Wenn Sie diese Option zweimal angeben, +werden noch ausführlichere Informationen ausgegeben. Das kann den Vorgang +allerdings deutlich verlangsamen, da die Ermittlung der zusätzlichen +Informationen zahlreiche Suchvorgänge erfordert. Die Breite der +ausführlichen Ausgabe übersteigt 80 Zeichen, daher könnte die Weiterleitung +in beispielsweise\& \fBless\ \-S\fP sinnvoll sein, falls das Terminal nicht +breit genug ist. +.IP "" +Die exakte Ausgabe kann in verschiedenen \fBxz\fP\-Versionen und +Spracheinstellungen unterschiedlich sein. Wenn eine maschinell auswertbare +Ausgabe gewünscht ist, dann sollten Sie \fB\-\-robot \-\-list\fP verwenden. +. +.SS Aktionsattribute +.TP +\fB\-k\fP, \fB\-\-keep\fP +verhindert das Löschen der Eingabedateien. +.IP "" +Seit der \fBxz\fP\-Version 5.2.6 wird die Kompression oder Dekompression auch +dann ausgeführt, wenn die Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären +Datei ist, mehr als einen harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder +»sticky«\-Bit gesetzt ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei +kopiert. In früheren Versionen geschah dies nur mit \fB\-\-force\fP. +.TP +\fB\-f\fP, \fB\-\-force\fP +Diese Option hat verschiedene Auswirkungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wenn die Zieldatei bereits existiert, wird diese vor der Kompression oder +Dekompression gelöscht. +.IP \(bu 3 +Die Kompression oder Dekompression wird auch dann ausgeführt, wenn die +Eingabe ein symbolischer Link zu einer regulären Datei ist, mehr als einen +harten Link hat oder das »setuid«\-, »setgid«\- oder »sticky«\-Bit gesetzt +ist. Die genannten Bits werden nicht in die Zieldatei kopiert. +.IP \(bu 3 +Wenn es zusammen mit \fB\-\-decompress\fP und \fB\-\-stdout\fP verwendet wird und +\fBxz\fP den Typ der Quelldatei nicht ermitteln kann, wird die Quelldatei +unverändert in die Standardausgabe kopiert. Dadurch kann \fBxzcat\fP \fB\-\-force\fP +für Dateien, die nicht mit \fBxz\fP komprimiert wurden, wie \fBcat\fP(1) verwendet +werden. Zukünftig könnte \fBxz\fP neue Dateikompressionsformate unterstützen, +wodurch \fBxz\fP mehr Dateitypen dekomprimieren kann, anstatt sie unverändert +in die Standardausgabe zu kopieren. Mit der Option \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +können Sie \fBxz\fP anweisen, nur ein einzelnes Dateiformat zu dekomprimieren. +.RE +.TP +\fB\-c\fP, \fB\-\-stdout\fP, \fB\-\-to\-stdout\fP +schreibt die komprimierten oder dekomprimierten Daten in die Standardausgabe +anstatt in eine Datei. Dies impliziert \fB\-\-keep\fP. +.TP +\fB\-\-single\-stream\fP +dekomprimiert nur den ersten \fB.xz\fP\-Datenstrom und ignoriert stillschweigend +weitere Eingabedaten, die möglicherweise dem Datenstrom +folgen. Normalerweise führt solcher anhängender Datenmüll dazu, dass \fBxz\fP +eine Fehlermeldung ausgibt. +.IP "" +\fBxz\fP dekomprimiert niemals mehr als einen Datenstrom aus \fB.lzma\fP\-Dateien +oder Rohdatenströmen, aber dennoch wird durch diese Option möglicherweise +vorhandener Datenmüll nach der \fB.lzma\fP\-Datei oder dem Rohdatenstrom +ignoriert. +.IP "" +Diese Option ist wirkungslos, wenn der Aktionsmodus nicht \fB\-\-decompress\fP +oder \fB\-\-test\fP ist. +.TP +\fB\-\-no\-sparse\fP +verhindert die Erzeugung von Sparse\-Dateien. In der Voreinstellung versucht +\fBxz\fP, bei der Dekompression in eine reguläre Datei eine Sparse\-Datei zu +erzeugen, wenn die dekomprimierten Daten lange Abfolgen von binären Nullen +enthalten. Dies funktioniert auch beim Schreiben in die Standardausgabe, +sofern diese in eine reguläre Datei weitergeleitet wird und bestimmte +Zusatzbedingungen erfüllt sind, die die Aktion absichern. Die Erzeugung von +Sparse\-Dateien kann Plattenplatz sparen und beschleunigt die Dekompression +durch Verringerung der Ein\-/Ausgaben der Platte. +.TP +\fB\-S\fP \fI.suf\fP, \fB\-\-suffix=\fP\fI.suf\fP +verwendet \fI.suf\fP bei der Dekompression anstelle von \fB.xz\fP oder \fB.lzma\fP +als Suffix für die Zieldatei. Falls nicht in die Standardausgabe geschrieben +wird und die Quelldatei bereits das Suffix \fI.suf\fP hat, wird eine Warnung +angezeigt und die Datei übersprungen. +.IP "" +berücksichtigt bei der Dekompression zusätzlich zu Dateien mit den Suffixen +\&\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, \fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP oder \fB.lz\fP auch jene mit dem Suffix +\&\fI.suf\fP. Falls die Quelldatei das Suffix \fI.suf\fP hat, wird dieses entfernt +und so der Name der Zieldatei abgeleitet. +.IP "" +Beim Komprimieren oder Dekomprimieren von Rohdatenströmen mit +\fB\-\-format=raw\fP muss das Suffix stets angegeben werden, außer wenn die +Ausgabe in die Standardausgabe erfolgt. Der Grund dafür ist, dass es kein +vorgegebenes Suffix für Rohdatenströme gibt. +.TP +\fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +liest die zu verarbeitenden Dateinamen aus \fIDatei\fP. Falls keine \fIDatei\fP +angegeben ist, werden die Dateinamen aus der Standardeingabe +gelesen. Dateinamen müssen mit einem Zeilenumbruch beendet werden. Ein +Bindestrich (\fB\-\fP) wird als regulärer Dateiname angesehen und nicht als +Standardeingabe interpretiert. Falls Dateinamen außerdem als +Befehlszeilenargumente angegeben sind, werden diese vor den Dateinamen aus +der \fIDatei\fP verarbeitet. +.TP +\fB\-\-files0\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP] +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIDatei\fP], außer dass jeder +Dateiname mit einem Null\-Zeichen abgeschlossen werden muss. +. +.SS "Grundlegende Dateiformat\- und Kompressionsoptionen" +.TP +\fB\-F\fP \fIFormat\fP, \fB\-\-format=\fP\fIFormat\fP +gibt das \fIFormat\fP der zu komprimierenden oder dekomprimierenden Datei an: +.RS +.TP +\fBauto\fP +Dies ist die Voreinstellung. Bei der Kompression ist \fBauto\fP gleichbedeutend +mit \fBxz\fP. Bei der Dekompression wird das Format der Eingabedatei +automatisch erkannt. Beachten Sie, dass Rohdatenströme, wie sie mit +\fB\-\-format=raw\fP erzeugt werden, nicht automatisch erkannt werden können. +.TP +\fBxz\fP +Die Kompression erfolgt in das \fB.xz\fP\-Dateiformat oder akzeptiert nur +\&\fB.xz\fP\-Dateien bei der Dekompression. +.TP +\fBlzma\fP, \fBalone\fP +Die Kompression erfolgt in das veraltete \fB.lzma\fP\-Dateiformat oder +akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien bei der Dekompression. Der alternative Name +\fBalone\fP dient der Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen. +.TP +\fBlzip\fP +Akzeptiert nur \fB.lz\fP\-Dateien bei der Dekompression. Kompression wird nicht +unterstützt. +.IP "" +Das \fB.lz\fP\-Format wird in Version 0 und der unerweiterten Version 1 +unterstützt. Dateien der Version 0 wurden von \fBlzip\fP 1.3 und älter +erstellt. Solche Dateien sind nicht sehr weit verbreitet, können aber in +Dateiarchiven gefunden werden, da einige Quellpakete in diesem Format +veröffentlicht wurden. Es ist auch möglich, dass Benutzer alte persönliche +Dateien in diesem Format haben. Die Dekompressionsunterstützung für das +Format der Version 0 wurde mit der Version 1.18 aus \fBlzip\fP entfernt. +.IP "" +\fBlzip\fP\-Versionen ab 1.4 erstellen Dateien im Format der Version 0. Die +Erweiterung »Sync Flush Marker« zur Formatversion 1 wurde in \fBlzip\fP 1.6 +hinzugefügt. Diese Erweiterung wird sehr selten verwendet und wird von \fBxz\fP +nicht unterstützt (die Eingabe wird als beschädigt erkannt). +.TP +\fBraw\fP +Komprimiert oder dekomprimiert einen Rohdatenstrom (ohne Header). Diese +Option ist nur für fortgeschrittene Benutzer bestimmt. Zum Dekodieren von +Rohdatenströmen müssen Sie die Option \fB\-\-format=raw\fP verwenden und die +Filterkette ausdrücklich angeben, die normalerweise in den (hier fehlenden) +Container\-Headern gespeichert worden wäre. +.RE +.TP +\fB\-C\fP \fIPrüfung\fP, \fB\-\-check=\fP\fIPrüfung\fP +gibt den Typ der Integritätsprüfung an. Die Prüfsumme wird aus den +unkomprimierten Daten berechnet und in der \fB.xz\fP\-Datei gespeichert. Diese +Option wird nur bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format angewendet, da das +\&\fB.lzma\fP\-Format keine Integritätsprüfungen unterstützt. Die eigentliche +Integritätsprüfung erfolgt (falls möglich), wenn die \fB.xz\fP\-Datei +dekomprimiert wird. +.IP "" +Folgende Typen von \fIPrüfungen\fP werden unterstützt: +.RS +.TP +\fBnone\fP +führt keine Integritätsprüfung aus. Dies ist eine eher schlechte +Idee. Dennoch kann es nützlich sein, wenn die Integrität der Daten auf +andere Weise sichergestellt werden kann. +.TP +\fBcrc32\fP +berechnet die CRC32\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus IEEE\-802.3 (Ethernet). +.TP +\fBcrc64\fP +berechnet die CRC64\-Prüfsumme anhand des Polynoms aus ECMA\-182. Dies ist die +Voreinstellung, da beschädigte Dateien etwas besser als mit CRC32 erkannt +werden und die Geschwindigkeitsdifferenz unerheblich ist. +.TP +\fBsha256\fP +berechnet die SHA\-256\-Prüfsumme. Dies ist etwas langsamer als CRC32 und +CRC64. +.RE +.IP "" +Die Integrität der \fB.xz\fP\-Header wird immer mit CRC32 geprüft. Es ist nicht +möglich, dies zu ändern oder zu deaktivieren. +.TP +\fB\-\-ignore\-check\fP +verifiziert die Integritätsprüfsumme der komprimierten Daten bei der +Dekompression nicht. Die CRC32\-Werte in den \fB.xz\fP\-Headern werden weiterhin +normal verifiziert. +.IP "" +\fBVerwenden Sie diese Option nicht, außer Sie wissen, was Sie tun.\fP Mögliche +Gründe, diese Option zu verwenden: +.RS +.IP \(bu 3 +Versuchen, Daten aus einer beschädigten .xz\-Datei wiederherzustellen. +.IP \(bu 3 +Erhöhung der Geschwindigkeit bei der Dekompression. Dies macht sich meist +mit SHA\-256 bemerkbar, oder mit Dateien, die extrem stark komprimiert +sind. Wir empfehlen, diese Option nicht für diesen Zweck zu verwenden, es +sei denn, die Integrität der Datei wird extern auf andere Weise überprüft. +.RE +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-9\fP +wählt eine der voreingestellten Kompressionsstufen, standardmäßig +\fB\-6\fP. Wenn mehrere Voreinstellungsstufen angegeben sind, ist nur die +zuletzt angegebene wirksam. Falls bereits eine benutzerdefinierte +Filterkette angegeben wurde, wird diese durch die Festlegung der +Voreinstellung geleert. +.IP "" +Die Unterschiede zwischen den Voreinstellungsstufen sind deutlicher als bei +\fBgzip\fP(1) und \fBbzip2\fP(1). Die gewählten Kompressionseinstellungen +bestimmen den Speicherbedarf bei der Dekompression, daher ist es auf älteren +Systemen mit wenig Speicher bei einer zu hoch gewählten Voreinstellung +schwer, eine Datei zu dekomprimieren. Insbesondere \fBist es keine gute Idee, blindlings \-9 für alles\fP zu verwenden, wie dies häufig mit \fBgzip\fP(1) und +\fBbzip2\fP(1) gehandhabt wird. +.RS +.TP +\fB\-0\fP … \fB\-3\fP +Diese Voreinstellungen sind recht schnell. \fB\-0\fP ist manchmal schneller als +\fBgzip \-9\fP, wobei aber die Kompression wesentlich besser ist. Die +schnelleren Voreinstellungen sind im Hinblick auf die Geschwindigkeit mit +\fBbzip2\fP(1) vergleichbar , mit einem ähnlichen oder besseren +Kompressionsverhältnis, wobei das Ergebnis aber stark vom Typ der zu +komprimierenden Daten abhängig ist. +.TP +\fB\-4\fP … \fB\-6\fP +Gute bis sehr gute Kompression, wobei der Speicherbedarf für die +Dekompression selbst auf alten Systemen akzeptabel ist. \fB\-6\fP ist die +Voreinstellung, welche üblicherweise eine gute Wahl für die Verteilung von +Dateien ist, die selbst noch auf Systemen mit nur 16\ MiB Arbeitsspeicher +dekomprimiert werden müssen (\fB\-5e\fP oder \fB\-6e\fP sind ebenfalls eine +Überlegung wert. Siehe \fB\-\-extreme\fP). +.TP +\fB\-7 … \-9\fP +Ähnlich wie \fB\-6\fP, aber mit einem höheren Speicherbedarf für die Kompression +und Dekompression. Sie sind nur nützlich, wenn Dateien komprimiert werden +sollen, die größer als 8\ MiB, 16\ MiB beziehungsweise 32\ MiB sind. +.RE +.IP "" +Auf der gleichen Hardware ist die Dekompressionsgeschwindigkeit ein nahezu +konstanter Wert in Bytes komprimierter Daten pro Sekunde. Anders +ausgedrückt: Je besser die Kompression, umso schneller wird üblicherweise +die Dekompression sein. Das bedeutet auch, dass die Menge der pro Sekunde +ausgegebenen unkomprimierten Daten stark variieren kann. +.IP "" +Die folgende Tabelle fasst die Eigenschaften der Voreinstellungen zusammen: +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0;256 KiB;0;3 MiB;1 MiB +\-1;1 MiB;1;9 MiB;2 MiB +\-2;2 MiB;2;17 MiB;3 MiB +\-3;4 MiB;3;32 MiB;5 MiB +\-4;4 MiB;4;48 MiB;5 MiB +\-5;8 MiB;5;94 MiB;9 MiB +\-6;8 MiB;6;94 MiB;9 MiB +\-7;16 MiB;6;186 MiB;17 MiB +\-8;32 MiB;6;370 MiB;33 MiB +\-9;64 MiB;6;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Spaltenbeschreibungen: +.RS +.IP \(bu 3 +Wörtb.Größe ist die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs. Es ist +Speicherverschwendung, ein Wörterbuch zu verwenden, das größer als die +unkomprimierte Datei ist. Daher ist es besser, die Voreinstellungen \fB\-7\fP … +\fB\-9\fP zu vermeiden, falls es keinen wirklichen Bedarf dafür gibt. Mit \fB\-6\fP +und weniger wird üblicherweise so wenig Speicher verschwendet, dass dies +nicht ins Gewicht fällt. +.IP \(bu 3 +KomprCPU ist eine vereinfachte Repräsentation der LZMA2\-Einstellungen, +welche die Kompressionsgeschwindigkeit beeinflussen. Die Wörterbuchgröße +wirkt sich ebenfalls auf die Geschwindigkeit aus. Während KompCPU für die +Stufen \fB\-6\fP bis \fB\-9\fP gleich ist, tendieren höhere Stufen dazu, etwas +langsamer zu sein. Um eine noch langsamere, aber möglicherweise bessere +Kompression zu erhalten, siehe \fB\-\-extreme\fP. +.IP \(bu 3 +KompSpeich enthält den Speicherbedarf des Kompressors im +Einzel\-Thread\-Modus. Dieser kann zwischen den \fBxz\fP\-Versionen leicht +variieren. +.IP \(bu 3 +DekompSpeich enthält den Speicherbedarf für die Dekompression. Das bedeutet, +dass die Kompressionseinstellungen den Speicherbedarf bei der Dekompression +bestimmen. Der exakte Speicherbedarf bei der Dekompression ist geringfügig +größer als die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs, aber die Werte in der Tabelle +wurden auf ganze MiB aufgerundet. +.RE +.IP "" + Der Speicherbedarf einiger der zukünftigen Multithread\-Modi kann dramatisch +höher sein als im Einzel\-Thread\-Modus. Mit dem Standardwert von +\fB\-\-block\-size\fP benötigt jeder Thread 3*3*Wörtb.Gr plus KompSpeich oder +DekompSpeich. Beispielsweise benötigen vier Threads mit der Voreinstellung +\fB\-6\fP etwa 660 bis 670 MiB Speicher. +.TP +\fB\-e\fP, \fB\-\-extreme\fP +verwendet eine langsamere Variante der gewählten +Kompressions\-Voreinstellungsstufe (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP), um hoffentlich ein etwas +besseres Kompressionsverhältnis zu erreichen, das aber in ungünstigen Fällen +auch schlechter werden kann. Der Speicherverbrauch bei der Dekompression +wird dabei nicht beeinflusst, aber der Speicherverbrauch der Kompression +steigt in den Voreinstellungsstufen \fB\-0\fP bis \fB\-3\fP geringfügig an. +.IP "" +Da es zwei Voreinstellungen mit den Wörterbuchgrößen 4\ MiB und 8\ MiB gibt, +verwenden die Voreinstellungsstufen \fB\-3e\fP und \fB\-5e\fP etwas schnellere +Einstellungen (niedrigere KompCPU) als \fB\-4e\fP beziehungsweise \fB\-6e\fP. Auf +diese Weise sind zwei Voreinstellungen nie identisch. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +Voreinst.;Wörtb.Gr;KomprCPU;KompSpeich;DekompSpeich +\-0e;256 KiB;8;4 MiB;1 MiB +\-1e;1 MiB;8;13 MiB;2 MiB +\-2e;2 MiB;8;25 MiB;3 MiB +\-3e;4 MiB;7;48 MiB;5 MiB +\-4e;4 MiB;8;48 MiB;5 MiB +\-5e;8 MiB;7;94 MiB;9 MiB +\-6e;8 MiB;8;94 MiB;9 MiB +\-7e;16 MiB;8;186 MiB;17 MiB +\-8e;32 MiB;8;370 MiB;33 MiB +\-9e;64 MiB;8;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Zum Beispiel gibt es insgesamt vier Voreinstellungen, die ein 8\ MiB großes +Wörterbuch verwenden, deren Reihenfolge von der schnellsten zur langsamsten +\fB\-5\fP, \fB\-6\fP, \fB\-5e\fP und \fB\-6e\fP ist. +.TP +\fB\-\-fast\fP +.PD 0 +.TP +\fB\-\-best\fP +.PD +sind etwas irreführende Aliase für \fB\-0\fP beziehungsweise \fB\-9\fP. Sie werden +nur zwecks Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen +bereitgestellt. Sie sollten diese Optionen besser nicht verwenden. +.TP +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP +teilt beim Komprimieren in das \fB.xz\fP\-Format die Eingabedaten in Blöcke der +angegebenen \fIGröße\fP in Byte. Die Blöcke werden unabhängig voneinander +komprimiert, was dem Multi\-Threading entgegen kommt und Zufallszugriffe bei +der Dekompression begrenzt. Diese Option wird typischerweise eingesetzt, um +die vorgegebene Blockgröße im Multi\-Thread\-Modus außer Kraft zu setzen, aber +sie kann auch im Einzel\-Thread\-Modus angewendet werden. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus wird etwa die dreifache \fIGröße\fP in jedem Thread zur +Pufferung der Ein\- und Ausgabe belegt. Die vorgegebene \fIGröße\fP ist das +Dreifache der Größe des LZMA2\-Wörterbuchs oder 1 MiB, je nachdem, was mehr +ist. Typischerweise ist das Zwei\- bis Vierfache der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs oder wenigstens 1 MB ein guter Wert. Eine \fIGröße\fP, die +geringer ist als die des LZMA2\-Wörterbuchs, ist Speicherverschwendung, weil +dann der LZMA2\-Wörterbuchpuffer niemals vollständig genutzt werden würde. Im +Multi\-Thread\-Modus wird die Größe der Blöcke wird in den Block\-Headern +gespeichert. Die Größeninformation wird für eine Multi\-Thread\-Dekompression +genutzt. +.IP "" +Im Einzel\-Thread\-Modus werden die Blöcke standardmäßig nicht geteilt. Das +Setzen dieser Option wirkt sich nicht auf den Speicherbedarf aus. In den +Block\-Headern werden keine Größeninformationen gespeichert, daher werden im +Einzel\-Thread\-Modus erzeugte Dateien nicht zu den im Multi\-Thread\-Modus +erzeugten Dateien identisch sein. Das Fehlen der Größeninformation bedingt +auch, dass \fBxz\fP nicht in der Lage sein wird, die Dateien im +Multi\-Thread\-Modus zu dekomprimieren. +.TP +\fB\-\-block\-list=\fP\fIBlöcke\fP +beginnt bei der Kompression in das \fB.xz\fP\-Format nach den angegebenen +Intervallen unkomprimierter Daten einen neuen Block, optional mit einer +benutzerdefinierten Filterkette. +.IP "" +Die \fIBlöcke\fP werden in einer durch Kommata getrennten Liste +angegeben. Jeder Block besteht aus einer optionalen Filterkettennummer +zwischen 0 und 9, gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP) und der Größe der +unkomprimierten Daten (diese Angabe ist erforderlich). Überspringen eines +Blocks (zwei oder mehr aufeinander folgende Kommata) ist ein Kürzel dafür, +die Größe und die Filter des vorherigen Blocks zu verwenden. +.IP "" +Falls die Eingabedatei größer ist als die Summe der \fIBlöcke\fP, dann wird der +letzte in \fIVBlöcke\fP angegebene Wert bis zum Ende der Datei wiederholt. Mit +dem speziellen Wert \fB0\fP können Sie angeben, dass der Rest der Datei als +einzelner Block kodiert werden soll. +.IP "" +Eine alternative Filterkette für jeden Block kann in Kombination mit den +Optionen \fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben +werden. Diese Optionen definieren Filterketten mit einem Bezeichner zwischen +1 und 9. Die Filterkette 0 bezeichnet hierbei die voreingestellte +Filterkette, was dem Nichtangeben einer Filterkette gleichkommt. Der +Filterkettenbezeichner kann vor der unkomprimierten Größe verwendet werden, +gefolgt von einem Doppelpunkt (\fB:\fP). Falls Sie beispielsweise +\fB\-\-block\-list=1:2MiB,3:2MiB,2:4MiB,,2MiB,0:4MiB\fP angeben, werden die Blöcke +folgendermaßen erstellt: +.RS +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters1\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters3\fP angegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die durch \fB\-\-filters2\fP angegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 2 MiB Eingabe +.IP \(bu 3 +Die vorgegebene Filterkette und 4 MiB Eingabe für jeden Block bis zum Ende +der Eingabe. +.RE +.IP "" +Falls Sie eine Größe angeben, welche die Blockgröße des Encoders übersteigen +(entweder den Vorgabewert im Thread\-Modus oder den mit +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP angegebenen Wert), wird der Encoder zusätzliche +Blöcke erzeugen, wobei die in den \fIBlöcke\fP angegebenen Grenzen eingehalten +werden. Wenn Sie zum Beispiel \fB\-\-block\-size=10MiB\fP +\fB\-\-block\-list=5MiB,10MiB,8MiB,12MiB,24MiB\fP angeben und die Eingabedatei 80 +MiB groß ist, erhalten Sie 11 Blöcke: 5, 10, 8, 10, 2, 10, 10, 4, 10, 10 und +1 MiB. +.IP "" +Im Multi\-Thread\-Modus werden die Blockgrößen in den Block\-Headern +gespeichert. Dies geschieht im Einzel\-Thread\-Modus nicht, daher wird die +kodierte Ausgabe zu der im Multi\-Thread\-Modus nicht identisch sein. +.TP +\fB\-\-flush\-timeout=\fP\fIZeit\fP +löscht bei der Kompression die ausstehenden Daten aus dem Encoder und macht +sie im Ausgabedatenstrom verfügbar, wenn mehr als die angegebene \fIZeit\fP in +Millisekunden (als positive Ganzzahl) seit dem vorherigen Löschen vergangen +ist und das Lesen weiterer Eingaben blockieren würde. Dies kann nützlich +sein, wenn \fBxz\fP zum Komprimieren von über das Netzwerk eingehenden Daten +verwendet wird. Kleine \fIZeit\fP\-Werte machen die Daten unmittelbar nach dem +Empfang nach einer kurzen Verzögerung verfügbar, während große \fIZeit\fP\-Werte +ein besseres Kompressionsverhältnis bewirken. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist standardmäßig deaktiviert. Wenn diese Option +mehrfach angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. Für die Angabe +der \fIZeit\fP kann der spezielle Wert \fB0\fP verwendet werden, um dieses +Funktionsmerkmal explizit zu deaktivieren. +.IP "" +Dieses Funktionsmerkmal ist außerhalb von POSIX\-Systemen nicht verfügbar. +.IP "" +.\" FIXME +\fBDieses Funktionsmerkmal ist noch experimentell.\fP Gegenwärtig ist \fBxz\fP +aufgrund der Art und Weise, wie \fBxz\fP puffert, für Dekompression in Echtzeit +ungeeignet. +.TP +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Grenze für die Speichernutzung bei der Kompression fest. Wenn +diese Option mehrmals angegeben wird, ist die zuletzt angegebene wirksam. +.IP "" +Falls die Kompressionseinstellungen die \fIGrenze\fP überschreiten, versucht +\fBxz\fP, die Einstellungen nach unten anzupassen, so dass die Grenze nicht +mehr überschritten wird und zeigt einen Hinweis an, dass eine automatische +Anpassung vorgenommen wurde. Die Anpassungen werden in folgender Reihenfolge +angewendet: Reduzierung der Anzahl der Threads, Wechsel in den +Einzelthread\-Modus, falls sogar ein einziger Thread im Multithread\-Modus die +\fIGrenze\fP überschreitet, und schlussendlich die Reduzierung der Größe des +LZMA2\-Wörterbuchs. +.IP "" +Beim Komprimieren mit \fB\-\-format=raw\fP oder falls \fB\-\-no\-adjust\fP angegeben +wurde, wird nur die Anzahl der Threads reduziert, da nur so die komprimierte +Ausgabe nicht beeinflusst wird. +.IP "" +Falls die \fIGrenze\fP nicht anhand der vorstehend beschriebenen Anpassungen +gesetzt werden kann, wird ein Fehler angezeigt und \fBxz\fP wird mit dem +Exit\-Status 1 beendet. +.IP "" +Die \fIGrenze\fP kann auf verschiedene Arten angegeben werden: +.RS +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann ein absoluter Wert in Byte sein. Ein Suffix wie \fBMiB\fP +kann dabei hilfreich sein. Beispiel: \fB\-\-memlimit\-compress=80MiB\fP. +.IP \(bu 3 +Die \fIGrenze\fP kann als Prozentsatz des physischen Gesamtspeichers (RAM) +angegeben werden. Dies ist insbesondere nützlich, wenn in einem +Shell\-Initialisierungsskript, das mehrere unterschiedliche Rechner gemeinsam +verwenden, die Umgebungsvariable \fBXZ_DEFAULTS\fP gesetzt ist. Auf diese Weise +ist die Grenze auf Systemen mit mehr Speicher höher. Beispiel: +\fB\-\-memlimit\-compress=70%\fP +.IP \(bu 3 +Mit \fB0\fP kann die \fIGrenze\fP auf den Standardwert zurückgesetzt werden. Dies +ist gegenwärtig gleichbedeutend mit dem Setzen der \fIGrenze\fP auf \fBmax\fP +(keine Speicherbegrenzung). +.RE +.IP "" +Für die 32\-Bit\-Version von \fBxz\fP gibt es einen Spezialfall: Falls die Grenze +über \fB4020\ MiB\fP liegt, wird die \fIGrenze\fP auf \fB4020\ MiB\fP gesetzt. Auf +MIPS32 wird stattdessen \fB2000\ MB\fP verwendet (die Werte \fB0\fP und \fBmax\fP +werden hiervon nicht beeinflusst; für die Dekompression gibt es keine +vergleichbare Funktion). Dies kann hilfreich sein, wenn ein +32\-Bit\-Executable auf einen 4\ GiB großen Adressraum (2 GiB auf MIPS32) +zugreifen kann, wobei wir hoffen wollen, dass es in anderen Situationen +keine negativen Effekte hat. +.IP "" +Siehe auch den Abschnitt \fBSpeicherbedarf\fP. +.TP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für die Dekompression fest. Dies +beeinflusst auch den Modus \fB\-\-list\fP. Falls die Aktion nicht ausführbar ist, +ohne die \fIGrenze\fP zu überschreiten, gibt \fBxz\fP eine Fehlermeldung aus und +die Dekompression wird fehlschlagen. Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +zu möglichen Wegen, die \fIGrenze\fP anzugeben. +.TP +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP +legt eine Begrenzung des Speicherverbrauchs für Multithread\-Dekompression +fest. Dies beeinflusst lediglich die Anzahl der Threads; \fBxz\fP wird dadurch +niemals die Dekompression einer Datei verweigern. Falls die \fIGrenze\fP für +jegliches Multithreading zu niedrig ist, wird sie ignoriert und \fBxz\fP setzt +im Einzelthread\-modus fort. Beachten Sie auch, dass bei der Verwendung von +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP dies stets sowohl auf den Einzelthread\-als auch auf +den Multithread\-Modus angewendet wird und so die effektive \fIGrenze\fP für den +Multithread\-Modus niemals höher sein wird als die mit +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP gesetzte Grenze. +.IP "" +Im Gegensatz zu anderen Optionen zur Begrenzung des Speicherverbrauchs hat +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP eine systemspezifisch vorgegebene +\fIGrenze\fP. Mit \fBxz \-\-info\-memory\fP können Sie deren aktuellen Wert anzeigen +lassen. +.IP "" +Diese Option und ihr Standardwert existieren, weil die unbegrenzte +threadbezogene Dekompression bei einigen Eingabedateien zu unglaublich +großem Speicherverbrauch führen würde. Falls die vorgegebene \fIGrenze\fP auf +Ihrem System zu niedrig ist, können Sie die \fIGrenze\fP durchaus erhöhen, aber +setzen Sie sie niemals auf einen Wert größer als die Menge des nutzbaren +Speichers, da \fBxz\fP bei entsprechenden Eingabedateien versuchen wird, diese +Menge an Speicher auch bei einer geringen Anzahl von Threads zu +verwnden. Speichermangel oder Auslagerung verbessern die +Dekomprimierungsleistung nicht. +.IP "" +Siehe \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP für mögliche Wege zur Angabe der +\fIGrenze\fP. Sezen der \fIGrenze\fP auf \fB0\fP setzt die \fIGrenze\fP auf den +vorgegebenen systemspezifischen Wert zurück. +.TP +\fB\-M\fP \fIGrenze\fP, \fB\-\-memlimit=\fP\fIGrenze\fP, \fB\-\-memory=\fP\fIGrenze\fP +Dies ist gleichbedeutend mit \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIGrenze\fP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIGrenze\fP \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIGrenze\fP. +.TP +\fB\-\-no\-adjust\fP +zeigt einen Fehler an und beendet, falls die Grenze der Speichernutzung +nicht ohne Änderung der Einstellungen, welche die komprimierte Ausgabe +beeinflussen, berücksichtigt werden kann. Das bedeutet, dass \fBxz\fP daran +gehindert wird, den Encoder vom Multithread\-Modus in den Einzelthread\-Modus +zu versetzen und die Größe des LZMA2\-Wörterbuchs zu reduzieren. Allerdings +kann bei Verwendung dieser Option dennoch die Anzahl der Threads reduziert +werden, um die Grenze der Speichernutzung zu halten, sofern dies die +komprimierte Ausgabe nicht beeinflusst. +.IP "" +Die automatische Anpassung ist beim Erzeugen von Rohdatenströmen +(\fB\-\-format=raw\fP) immer deaktiviert. +.TP +\fB\-T\fP \fIThreads\fP, \fB\-\-threads=\fP\fIThreads\fP +gibt die Anzahl der zu verwendenden Arbeits\-Threads an. Wenn Sie \fIThreads\fP +auf einen speziellen Wert \fB0\fP setzen, verwendet \fBxz\fP maximal so viele +Threads, wie der/die Prozessor(en) im System untestützen. Die tatsächliche +Anzahl kann geringer sein als die angegebenen \fIThreads\fP, wenn die +Eingabedatei nicht groß genug für Threading mit den gegebenen Einstellungen +ist oder wenn mehr Threads die Speicherbegrenzung übersteigen würden. +.IP "" +Die Multithread\- bzw. Einzelthread\-Kompressoren erzeugen unterschiedliche +Ausgaben. Der Einzelthread\-Kompressor erzeugt die geringste Dateigröße, aber +nur die Ausgabe des Multithread\-Kompressors kann mit mehreren Threads wieder +dekomprimiert werden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB1\fP wird den +Einzelthread\-Modus verwenden. Das Setzen der Anzahl der \fIThreads\fP auf +einen anderen Wert einschließlich \fB0\fP verwendet den Multithread\-Kompressor, +und zwar sogar dann, wenn das System nur einen einzigen Hardware\-Thread +unterstützt (\fBxz\fP 5.2.x verwendete in diesem Fall noch den +Einzelthread\-Modus). +.IP "" +Um den Multithread\-Modus mit nur einem einzigen Thread zu verwenden, setzen +Sie die Anzahl der \fIThreads\fP auf \fB+1\fP. Das Präfix \fB+\fP hat mit Werten +verschieden von \fB1\fP keinen Effekt. Eine Begrenzung des Speicherverbrauchs +kann \fBxz\fP dennoch veranlassen, den Einzelthread\-Modus zu verwenden, außer +wenn \fB\-\-no\-adjust\fP verwendet wird. Die Unterstützung für das Präfix \fB+\fP +wurde in \fBxz\fP 5.4.0 hinzugefügt. +.IP "" +Falls das automatische Setzen der Anzahl der Threads angefordert und keine +Speicherbegrenzung angegeben wurde, dann wird eine systemspezifisch +vorgegebene weiche Grenze verwendet, um eventuell die Anzahl der Threads zu +begrenzen. Es ist eine weiche Grenze im Sinne davon, dass sie ignoriert +wird, falls die Anzahl der Threads 1 ist; daher wird eine weiche Grenze +\fBxz\fP niemals an der Kompression oder Dekompression hindern. Diese +vorgegebene weiche Grenze veranlasst \fBxz\fP nicht, vom Multithread\-Modus in +den Einzelthread\-Modus zu wechseln. Die aktiven Grenzen können Sie mit dem +Befehl \fBxz \-\-info\-memory\fP anzeigen lassen. +.IP "" +Die gegenwärtig einzige Threading\-Methode teilt die Eingabe in Blöcke und +komprimiert diese unabhängig voneinander. Die vorgegebene Blockgröße ist von +der Kompressionsstufe abhängig und kann mit der Option +\fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP außer Kraft gesetzt werden. +.IP "" +Eine thread\-basierte Dekompression wird nur bei Dateien funktionieren, die +mehrere Blöcke mit Größeninformationen in deren Headern enthalten. Alle im +Multi\-Thread\-Modus komprimierten Dateien, die groß genug sind, erfüllen +diese Bedingung, im Einzel\-Thread\-Modus komprimierte Dateien dagegen nicht, +selbst wenn \fB\-\-block\-size=\fP\fIGröße\fP verwendet wurde. +.IP "" +Der Vorgabewert für \fIThreads\fP is \fB0\fP. In \fBxz\fP 5.4.x und älteren Versionen +ist der Vorgabewert \fB1\fP. +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Eine benutzerdefinierte Filterkette ermöglicht die Angabe detaillierter +Kompressionseinstellungen, anstatt von den Voreinstellungen auszugehen. Wenn +eine benutzerdefinierte Filterkette angegeben wird, werden die vorher in der +Befehlszeile angegebenen Voreinstellungsoptionen (\fB\-0\fP … \fB\-9\fP und +\fB\-\-extreme\fP) außer Kraft gesetzt. Wenn eine Voreinstellungsoption nach +einer oder mehreren benutzerdefinierten Filterkettenoptionen angegeben wird, +dann wird die neue Voreinstellung wirksam und die zuvor angegebenen +Filterkettenoptionen werden außer Kraft gesetzt. +.PP +Eine Filterkette ist mit dem Piping (der Weiterleitung) in der Befehlszeile +vergleichbar. Bei der Kompression gelangt die unkomprimierte Eingabe in den +ersten Filter, dessen Ausgabe wiederum in den zweiten Filter geleitet wird +(sofern ein solcher vorhanden ist). Die Ausgabe des letzten Filters wird in +die komprimierte Datei geschrieben. In einer Filterkette sind maximal vier +Filter zulässig, aber typischerweise besteht eine Filterkette nur aus einem +oder zwei Filtern. +.PP +Bei vielen Filtern ist die Positionierung in der Filterkette eingeschränkt: +Einige Filter sind nur als letzte in der Kette verwendbar, einige können +nicht als letzte Filter gesetzt werden, und andere funktionieren an +beliebiger Stelle. Abhängig von dem Filter ist diese Beschränkung entweder +auf das Design des Filters selbst zurückzuführen oder ist aus +Sicherheitsgründen vorhanden. +.PP +Eine benutzerdefinierte Filterkette kann auf zwei verschiedene Arten +angegeben werden. Die Optionen \fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&…\& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP ermöglichen die Angabe +einer ganzen Filterkette in einer einzelnen Option gemäß der +Liblzma\-Filterzeichenkettensyntax. Alternativ können Sie eine Filterkette +mit einer oder mehreren individuellen Filteroptionen in der Reihenfolge +angeben, in der sie in der Filterkette verwendet werden sollen. Daher ist +die Reihenfolge der individuellen Filteroptionen wichtig! Beim Dekodieren +von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) muss die Filterkette in der gleichen +Reihenfolge wie bei der Komprimierung angegeben werden. Alle individuellen +Filter\- oder Voreinstellungsoptionen, die \fIvor\fP der vollen +Filterkettenoption (\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP) angegeben werden, werden +verworfen. Individuelle Filter, die \fInach\fP der vollen Filterkettenoption +angegeben werden, setzen die Filterkette zurück +.PP +Sowohl vollständige als auch individuelle Filteroptionen akzeptieren +filterspezifische \fIOptionen\fP in einer durch Kommata getrennten +Liste. Zusätzliche Kommata in den \fIOptionen\fP werden ignoriert. Jede Option +hat einen Standardwert, daher brauchen Sie nur jene anzugeben, die Sie +ändern wollen. +.PP +Um die gesamte Filterkette und die \fIOptionen\fP anzuzeigen, rufen Sie \fBxz \-vv\fP auf (was gleichbedeutend mit der zweimaligen Angabe von \fB\-\-verbose\fP +ist). Dies funktioniert auch zum Betrachten der von den Voreinstellungen +verwendeten Filterkettenoptionen. +.TP +\fB\-\-filters=\fP\fIFilter\fP +gibt die vollständige Filterkette oder eine Voreinstellung in einer +einzelnen Option an. Mehrere Filter können durch Leerzeichen oder zwei +Minuszeichen (\fB\-\-\fP) voneinander getrennt werden. Es kann notwendig sein, +die \fIFilter\fP in der Shell\-Befehlszeile zu maskieren, so dass diese als +einzelne Option ausgewertet werden. Um Optionen Werte zuzuordnen, verwenden +Sie \fB:\fP oder \fB=\fP. Einer Voreinstellung kann ein \fB\-\fP vorangestellt werden, +dem keiner oder mehrere Schalter folgen. Der einzige unterstützte Schalter +ist \fBe\fP zum Anwenden der gleichen Optionen wie \fB\-\-extreme\fP. +.TP +\fB\-\-filters1\fP=\fIFilter\fP … \fB\-\-filters9\fP=\fIFilter\fP +gibt bis zu neun optionale Filterketten an, die mit \fB\-\-block\-list\fP +verwendet werden können. +.IP "" +Wenn Sie beispielsweise ein Archiv mit ausführbaren Dateien gefolgt von +Textdateien komprimieren, könnte der Teil mit den ausführbaren Dateien eine +Filterkette mit einem BCJ\-Filter und der Textdateiteil lediglich den +LZMA2\-Filter verwenden. +.TP +\fB\-\-filters\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, welche beschreibt, wie Voreinstellungen und +benutzerdefinierte Filterketten in den Optionen \fB\-\-filters\fP und +\fB\-\-filters1=\fP\fIFilter\fP \&… \& \fB\-\-filters9=\fP\fIFilter\fP angegeben werden und +beendet das Programm. +.TP +\fB\-\-lzma1\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-lzma2\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt LZMA1\- oder LZMA2\-Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter können nur +als letzte Filter in der Kette verwendet werden. +.IP "" +LZMA1 ist ein veralteter Filter, welcher nur wegen des veralteten +\&\fB.lzma\fP\-Dateiformats unterstützt wird, welches nur LZMA1 unterstützt. LZMA2 +ist eine aktualisierte Version von LZMA1, welche einige praktische Probleme +von LZMA1 behebt. Das \fB.xz\fP\-Format verwendet LZMA2 und unterstützt LZMA1 +gar nicht. Kompressionsgeschwindigkeit und \-verhältnis sind bei LZMA1 und +LZMA2 praktisch gleich. +.IP "" +LZMA1 und LZMA2 haben die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBpreset=\fP\fIVoreinstellung\fP +setzt alle LZMA1\- oder LZMA2\-\fIOptionen\fP auf die \fIVoreinstellung\fP +zurück. Diese \fIVoreinstellung\fP wird in Form einer Ganzzahl angegeben, der +ein aus einem einzelnen Buchstaben bestehender Voreinstellungsmodifikator +folgen kann. Die Ganzzahl kann \fB0\fP bis \fB9\fP sein, entsprechend den +Befehlszeilenoptionen \fB\-0\fP … \fB\-9\fP. Gegenwärtig ist \fBe\fP der einzige +unterstützte Modifikator, was \fB\-\-extreme\fP entspricht. Wenn keine +\fBVoreinstellung\fP angegeben ist, werden die Standardwerte der LZMA1\- oder +LZMA2\-\fIOptionen\fP der Voreinstellung \fB6\fP entnommen. +.TP +\fBdict=\fP\fIGröße\fP +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs (Chronikpuffers) gibt an, wie viel Byte der +kürzlich verarbeiteten unkomprimierten Daten im Speicher behalten werden +sollen. Der Algorithmus versucht, sich wiederholende Byte\-Abfolgen +(Übereinstimmungen) in den unkomprimierten Daten zu finden und diese durch +Referenzen zu den Daten zu ersetzen, die sich gegenwärtig im Wörterbuch +befinden. Je größer das Wörterbuch, umso größer ist die Chance, eine +Übereinstimmung zu finden. Daher bewirkt eine Erhöhung der \fIGröße\fP des +Wörterbuchs üblicherweise ein besseres Kompressionsverhältnis, aber ein +Wörterbuch, das größer ist als die unkomprimierte Datei, wäre +Speicherverschwendung. +.IP "" +Typische Wörterbuch\-\fIGrößen\fP liegen im Bereich von 64\ KiB bis 64\ MiB. Das +Minimum ist 4\ KiB. Das Maximum für die Kompression ist gegenwärtig 1.5\ GiB +(1536\ MiB). Bei der Dekompression wird bereits eine Wörterbuchgröße bis zu +4\ GiB minus 1 Byte unterstützt, welche das Maximum für die LZMA1\- und +LZMA2\-Datenstromformate ist. +.IP "" +Die \fIGröße\fP des Wörterbuchs und der Übereinstimmungsfinder (\fIÜf\fP) +bestimmen zusammen den Speicherverbrauch des LZMA1\- oder +LZMA2\-Kodierers. Bei der Dekompression ist ein Wörterbuch der gleichen +\fIGröße\fP (oder ein noch größeres) wie bei der Kompression erforderlich, +daher wird der Speicherverbrauch des Dekoders durch die Größe des bei der +Kompression verwendeten Wörterbuchs bestimmt. Die \fB.xz\fP\-Header speichern +die \fIGröße\fP des Wörterbuchs entweder als 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1), +so dass diese \fIGrößen\fP für die Kompression etwas bevorzugt werden. Andere +\fIGrößen\fP werden beim Speichern in den \fB.xz\fP\-Headern aufgerundet. +.TP +\fBlc=\fP\fIlc\fP +gibt die Anzahl der literalen Kontextbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; der Standardwert ist 3. Außerdem darf die Summe von \fIlc\fP und +\fIlp\fP nicht größer als 4 sein. +.IP "" +Alle Bytes, die nicht als Übereinstimmungen kodiert werden können, werden +als Literale kodiert. Solche Literale sind einfache 8\-bit\-Bytes, die jeweils +für sich kodiert werden. +.IP "" +Bei der Literalkodierung wird angenommen, dass die höchsten \fIlc\fP\-Bits des +zuvor unkomprimierten Bytes mit dem nächsten Byte in Beziehung stehen. Zum +Beispiel folgt in typischen englischsprachigen Texten auf einen +Großbuchstaben ein Kleinbuchstabe und auf einen Kleinbuchstaben +üblicherweise wieder ein Kleinbuchstabe. Im US\-ASCII\-Zeichensatz sind die +höchsten drei Bits 010 für Großbuchstaben und 011 für Kleinbuchstaben. Wenn +\fIlc\fP mindestens 3 ist, kann die literale Kodierung diese Eigenschaft der +unkomprimierten Daten ausnutzen. +.IP "" +Der Vorgabewert (3) ist üblicherweise gut. Wenn Sie die maximale Kompression +erreichen wollen, versuchen Sie \fBlc=4\fP. Manchmal hilft es ein wenig, doch +manchmal verschlechtert es die Kompression. Im letzteren Fall versuchen Sie +zum Beispiel auch\& \fBlc=2\fP. +.TP +\fBlp=\fP\fIlp\fP +gibt die Anzahl der literalen Positionsbits an. Das Minimum ist 0 und das +Maximum 4; die Vorgabe ist 0. +.IP "" +\fILp\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten beim +Kodieren von Literalen angenommen wird. Siehe \fIpb\fP weiter unten für weitere +Informationen zur Ausrichtung. +.TP +\fBpb=\fP\fIAnzahl\fP +legt die Anzahl der Positions\-Bits fest. Das Minimum ist 0 und das Maximum +4; Standard ist 2. +.IP "" +\fIPb\fP beeinflusst, welche Art der Ausrichtung der unkomprimierten Daten +generell angenommen wird. Standardmäßig wird eine Vier\-Byte\-Ausrichtung +angenommen (2^\fIpb\fP=2^2=4), was oft eine gute Wahl ist, wenn es keine +bessere Schätzung gibt. +.IP "" +Wenn die Ausrichtung bekannt ist, kann das entsprechende Setzen von \fIpb\fP +die Dateigröße ein wenig verringern. Wenn Textdateien zum Beispiel eine +Ein\-Byte\-Ausrichtung haben (US\-ASCII, ISO\-8859\-*, UTF\-8), kann das Setzen +von \fBpb=0\fP die Kompression etwas verbessern. Für UTF\-16\-Text ist \fBpb=1\fP +eine gute Wahl. Wenn die Ausrichtung eine ungerade Zahl wie beispielsweise 3 +Byte ist, könnte \fBpb=0\fP die beste Wahl sein. +.IP "" +Obwohl die angenommene Ausrichtung mit \fIpb\fP und \fIlp\fP angepasst werden +kann, bevorzugen LZMA1 und LZMA2 noch etwas die 16\-Byte\-Ausrichtung. Das +sollten Sie vielleicht beim Design von Dateiformaten berücksichtigen, die +wahrscheinlich oft mit LZMA1 oder LZMA2 komprimiert werden. +.TP +\fBmf=\fP\fIÜf\fP +Der Übereinstimmungsfinder hat einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit +des Kodierers, den Speicherbedarf und das +Kompressionsverhältnis. Üblicherweise sind auf Hash\-Ketten basierende +Übereinstimmungsfinder schneller als jene, die mit Binärbäumen arbeiten. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab: 0 verwendet \fBhc3\fP, 1\-3 +verwenden \fBhc4\fP und der Rest verwendet \fBbt4\fP. +.IP "" +Die folgenden Übereinstimmungsfinder werden unterstützt. Die Formeln zur +Ermittlung des Speicherverbrauchs sind grobe Schätzungen, die der Realität +am nächsten kommen, wenn \fIWörterbuch\fP eine Zweierpotenz ist. +.RS +.TP +\fBhc3\fP +Hash\-Kette mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB); +.br +\fIdict\fP * 5,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB) +.TP +\fBhc4\fP +Hash\-Kette mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 7,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 6,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.TP +\fBbt2\fP +Binärbaum mit 2\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 2 +.br +Speicherverbrauch: \fIdict\fP * 9.5 +.TP +\fBbt3\fP +Binärbaum mit 2\- und 3\-Byte\-Hashing +.br +Minimalwert für \fInice\fP: 3 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 16 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 9,5 + 64 MiB (falls \fIdict\fP > 16 MiB ist) +.TP +\fBbt4\fP +Binärbaum mit 2\-, 3\- und 4\-Byte\-Hashing +.br +Minimaler Wert für \fInice\fP: 4 +.br +Speicherbedarf: +.br +\fIdict\fP * 11,5 (falls \fIdict\fP <= 32 MiB ist); +.br +\fIdict\fP * 10,5 (falls \fIdict\fP > 32 MiB ist) +.RE +.TP +\fBmode=\fP\fIModus\fP +gibt die Methode zum Analysieren der vom Übereinstimmungsfinder gelieferten +Daten an. Als \fIModi\fP werden \fBfast\fP und \fBnormal\fP unterstützt. Die Vorgabe +ist \fBfast\fP für die \fIVoreinstellungsstufen\fP 0\-3 und \fBnormal\fP für die +\fIVoreinstellungsstufen\fP 4\-9. +.IP "" +Üblicherweise wird \fBfast\fP mit Hashketten\-basierten Übereinstimmungsfindern +und \fBnormal\fP mit Binärbaum\-basierten Übereinstimmungsfindern verwendet. So +machen es auch die \fIVoreinstellungsstufen\fP. +.TP +\fBnice=\fP\fInice\fP +gibt an, was als annehmbarer Wert für eine Übereinstimmung angesehen werden +kann. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, die mindestens diesen +\fInice\fP\-Wert hat, sucht der Algorithmus nicht weiter nach besseren +Übereinstimmungen. +.IP "" +Der \fInice\fP\-Wert kann 2\-273 Byte sein. Höhere Werte tendieren zu einem +besseren Kompressionsverhältnis, aber auf Kosten der Geschwindigkeit. Die +Vorgabe hängt von der \fIVoreinstellungsstufe\fP ab. +.TP +\fBdepth=\fP\fITiefe\fP +legt die maximale Suchtiefe im Übereinstimmungsfinder fest. Vorgegeben ist +der spezielle Wert 0, der den Kompressor veranlasst, einen annehmbaren Wert +für \fITiefe\fP aus \fIÜf\fP und \fInice\fP\-Wert zu bestimmen. +.IP "" +Die angemessene \fITiefe\fP für Hash\-Ketten ist 4\-100 und 16\-1000 für +Binärbäume. Hohe Werte für die \fITiefe\fP können den Kodierer bei einigen +Dateien extrem verlangsamen. Vermeiden Sie es, die \fITiefe\fP über einen Wert +von 100 zu setzen, oder stellen Sie sich darauf ein, die Kompression +abzubrechen, wenn sie zu lange dauert. +.RE +.IP "" +Beim Dekodieren von Rohdatenströmen (\fB\-\-format=raw\fP) benötigt LZMA2 nur die +Wörterbuch\-\fIGröße\fP. LZMA1 benötigt außerdem \fIlc\fP, \fIlp\fP und \fIpb\fP. +.TP +\fB\-\-x86\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-arm\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-armthumb\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-arm64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-powerpc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-ia64\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-sparc\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.TP +\fB\-\-riscv\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +.PD +fügt ein »Branch/Call/Jump«\-(BCJ\-)Filter zur Filterkette hinzu. Diese Filter +können nicht als letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Ein BCJ\-Filter wandelt relative Adressen im Maschinencode in deren absolute +Gegenstücke um. Die Datengröße wird dadurch nicht geändert, aber die +Redundanz erhöht, was LZMA2 dabei helfen kann, eine um 10 bis 15% kleinere +\&\fB.xz\fP\-Datei zu erstellen. Die BCJ\-Filter sind immer reversibel, daher +verursacht die Anwendung eines BCJ\-Filters auf den falschen Datentyp keinen +Datenverlust, wobei aber das Kompressionsverhältnis etwas schlechter werden +könnte. Die BCJ\-Filter sind sehr schnell und verbrauchen nur wenig mehr +Speicher. +.IP "" +Diese BCJ\-Filter haben bekannte Probleme mit dem Kompressionsverhältnis: +.RS +.IP \(bu 3 +In einigen Dateitypen, die ausführbaren Code enthalten (zum Beispiel +Objektdateien, statische Bibliotheken und Linux\-Kernelmodule), sind die +Adressen in den Anweisungen mit Füllwerten gefüllt. Diese BCJ\-Filter führen +dennoch die Adressumwandlung aus, wodurch die Kompression bei diesen Dateien +schlechter wird. +.IP \(bu 3 +Falls ein BCJ\-Filter auf ein Archiv angewendet wird, ist es möglich, dass +das Kompressionsverhältnis schlechter als ohne Filter wird. Falls es +beispielsweise ähnliche oder sogar identische ausführbare Dateien gibt, dann +werden diese durch die Filterung wahrscheinlich »unähnlicher« und +verschlechtern dadurch das Kompressionsverhältnis. Der Inhalt +nicht\-ausführbarer Dateien im gleichen Archiv kann sich ebenfalls darauf +auswirken. In der Praxis werden Sie durch Versuche mit oder ohne BCJ\-Filter +selbst herausfinden müssen, was situationsbezogen besser ist. +.RE +.IP "" +Verschiedene Befehlssätze haben unterschiedliche Ausrichtungen: Die +ausführbare Datei muss in den Eingabedateien einem Vielfachen dieses Wertes +entsprechen, damit dieser Filter funktioniert. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +l n l +l n l. +Filter;Ausrichtung;Hinweise +x86;1;32\-Bit oder 64\-Bit x86 +ARM;4; +ARM\-Thumb;2; +ARM64;4;4096\-Byte\-Ausrichtung ist optimal +PowerPC;4;Nur Big Endian +IA\-64;16;Itanium +SPARC;4; +RISC\-V;2; +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Da die BCJ\-gefilterten Daten üblicherweise mit LZMA2 komprimiert sind, kann +das Kompressionsverhältnis dadurch etwas verbessert werden, dass die +LZMA2\-Optionen so gesetzt werden, dass sie der Ausrichtung des gewählten +BCJ\-Filters entsprechen. Beispiele: +.RS +.IP \(bu 3 +Der IA\-64\-Filter hat eine 16\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=4,lp=4,lc=0\fP +für LZMA2 passend (2^4=16). +.IP \(bu 3 +RISC\-V\-Code hat eine 2\-Byte\- oder 4\-Byte\-Ausrichtung, abhängig davon, ob die +Datei 16\-bit\-komprimierte Instruktionen enthält (die C\-Erweiterung). Wenn +16\-bit\-Instruktionen verwendet werden, ist \fBpb=2,lp=1,lc=3\fP oder +\fBpb=1,lp=1,lc=3\fP passend. Wenn keine 16\-bit\-Instruktionen vorhanden sind, +ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am besten. Mit \fBreadelf \-h\fP können Sie überprüfen, ob +»RVC« in der »Flags«\-Zeile auftritt. +.IP \(bu 3 +ARM64 hat stets eine 4\-Byte\-Ausrichtung, daher ist \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP am +besten. +.IP \(bu 3 +Der x86\-Filter stellt eine Ausnahme dar. Es ist üblicherweise eine gute +Wahl, bei den Voreinstellungen von LZMA2 (\fBpb=2,lp=0,lc=3\fP) zu bleiben, +wenn Sie ausführbare x86\-Dateien komprimieren +.RE +.IP "" +Alle BCJ\-Filter unterstützen die gleichen \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBstart=\fP\fIVersatz\fP +gibt den Start\-\fIVersatz\fP an, der bei der Umwandlung zwischen relativen und +absoluten Adressen verwendet wird. Der \fIVersatz\fP muss ein Vielfaches der +Filterausrichtung sein (siehe die Tabelle oben). Der Standardwert ist 0. In +der Praxis ist dieser Standardwert gut; die Angabe eines benutzerdefinierten +\fIVersatzes\fP ist fast immer unnütz. +.RE +.TP +\fB\-\-delta\fP[\fB=\fP\fIOptionen\fP] +fügt den Delta\-Filter zur Filterkette hinzu. Der Delta\-Filter kann nicht als +letzter Filter in der Filterkette verwendet werden. +.IP "" +Gegenwärtig wird nur eine einfache, Byte\-bezogene Delta\-Berechnung +unterstützt. Beim Komprimieren von zum Beispiel unkomprimierten +Bitmap\-Bildern oder unkomprimierten PCM\-Audiodaten kann es jedoch sinnvoll +sein. Dennoch können für spezielle Zwecke entworfene Algorithmen deutlich +bessere Ergebnisse als Delta und LZMA2 liefern. Dies trifft insbesondere auf +Audiodaten zu, die sich zum Beispiel mit \fBflac\fP(1) schneller und besser +komprimieren lassen. +.IP "" +Unterstützte \fIOptionen\fP: +.RS +.TP +\fBdist=\fP\fIAbstand\fP +gibt den \fIAbstand\fP der Delta\-Berechnung in Byte an. Zulässige Werte für den +\fIAbstand\fP sind 1 bis 256. Der Vorgabewert ist 1. +.IP "" +Zum Beispiel wird mit \fBdist=2\fP und der 8\-Byte\-Eingabe A1 B1 A2 B3 A3 B5 A4 +B7 die Ausgabe A1 B1 01 02 01 02 01 02 sein. +.RE +. +.SS "Andere Optionen" +.TP +\fB\-q\fP, \fB\-\-quiet\fP +unterdrückt Warnungen und Hinweise. Geben Sie dies zweimal an, um auch +Fehlermeldungen zu unterdrücken. Diese Option wirkt sich nicht auf den +Exit\-Status aus. Das bedeutet, das selbst bei einer unterdrückten Warnung +der Exit\-Status zur Anzeige einer Warnung dennoch verwendet wird. +.TP +\fB\-v\fP, \fB\-\-verbose\fP +bewirkt ausführliche Ausgaben. Wenn die Standardfehlerausgabe mit einem +Terminal verbunden ist, zeigt \fBxz\fP den Fortschritt an. Durch zweimalige +Angabe von \fB\-\-verbose\fP wird die Ausgabe noch ausführlicher. +.IP "" +Der Fortschrittsanzeiger stellt die folgenden Informationen dar: +.RS +.IP \(bu 3 +Der Prozentsatz des Fortschritts wird angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. Das bedeutet, dass der Prozentsatz in +Weiterleitungen (Pipes) nicht angezeigt werden kann. +.IP \(bu 3 +Menge der erzeugten komprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +verarbeiteten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Menge der verarbeiteten unkomprimierten Daten (bei der Kompression) oder der +erzeugten Daten (bei der Dekompression). +.IP \(bu 3 +Kompressionsverhältnis, das mittels Dividieren der Menge der bisher +komprimierten Daten durch die Menge der bisher verarbeiteten unkomprimierten +Daten ermittelt wird. +.IP \(bu 3 +Kompressions\- oder Dekompressionsgeschwindigkeit. Diese wird anhand der +Menge der unkomprimierten verarbeiteten Daten (bei der Kompression) oder der +Menge der erzeugten Daten (bei der Dekompression) pro Sekunde gemessen. Die +Anzeige startet einige Sekunden nachdem \fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei +begonnen hat. +.IP \(bu 3 +Die vergangene Zeit im Format M:SS oder H:MM:SS. +.IP \(bu 3 +Die geschätzte verbleibende Zeit wird nur angezeigt, wenn die Größe der +Eingabedatei bekannt ist und bereits einige Sekunden vergangen sind, nachdem +\fBxz\fP mit der Verarbeitung der Datei begonnen hat. Die Zeit wird in einem +weniger präzisen Format ohne Doppelpunkte angezeigt, zum Beispiel 2 min 30 +s. +.RE +.IP "" +Wenn die Standardfehlerausgabe kein Terminal ist, schreibt \fBxz\fP mit +\fB\-\-verbose\fP nach dem Komprimieren oder Dekomprimieren der Datei in einer +einzelnen Zeile den Dateinamen, die komprimierte Größe, die unkomprimierte +Größe, das Kompressionsverhältnis und eventuell auch die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit in die Standardfehlerausgabe. Die Geschwindigkeit und +die vergangene Zeit werden nur angezeigt, wenn der Vorgang mindestens ein +paar Sekunden gedauert hat. Wurde der Vorgang nicht beendet, zum Beispiel +weil ihn der Benutzer abgebrochen hat, wird außerdem der Prozentsatz des +erreichten Verarbeitungsfortschritts aufgenommen, sofern die Größe der +Eingabedatei bekannt ist. +.TP +\fB\-Q\fP, \fB\-\-no\-warn\fP +setzt den Exit\-Status nicht auf 2, selbst wenn eine Bedingung erfüllt ist, +die eine Warnung gerechtfertigt hätte. Diese Option wirkt sich nicht auf die +Ausführlichkeitsstufe aus, daher müssen sowohl \fB\-\-quiet\fP als auch +\fB\-\-no\-warn\fP angegeben werden, um einerseits keine Warnungen anzuzeigen und +andererseits auch den Exit\-Status nicht zu ändern. +.TP +\fB\-\-robot\fP +gibt Meldungen in einem maschinenlesbaren Format aus. Dadurch soll das +Schreiben von Frontends erleichtert werden, die \fBxz\fP anstelle von Liblzma +verwenden wollen, was in verschiedenen Skripten der Fall sein kann. Die +Ausgabe mit dieser aktivierten Option sollte über mehrere +\fBxz\fP\-Veröffentlichungen stabil sein. Details hierzu finden Sie im Abschnitt +\fBROBOTER\-MODUS\fP. +.TP +\fB\-\-info\-memory\fP +zeigt in einem menschenlesbaren Format an, wieviel physischen Speicher (RAM) +und wie viele Prozessor\-Threads das System nach Annahme von \fBxz\fP hat, sowie +die Speicherbedarfsbegrenzung für Kompression und Dekompression, und beendet +das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung mit den am häufigsten genutzten Optionen an und +beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-H\fP, \fB\-\-long\-help\fP +zeigt eine Hilfemeldung an, die alle Funktionsmerkmale von \fBxz\fP beschreibt +und beendet das Programm erfolgreich. +.TP +\fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP +zeigt die Versionsnummer von \fBxz\fP und Liblzma in einem menschenlesbaren +Format an. Um eine maschinell auswertbare Ausgabe zu erhalten, geben Sie +\fB\-\-robot\fP vor \fB\-\-version\fP an. +. +.SH ROBOTER\-MODUS +Der Roboter\-Modus wird mit der Option \fB\-\-robot\fP aktiviert. Er bewirkt, dass +die Ausgabe von \fBxz\fP leichter von anderen Programmen ausgewertet werden +kann. Gegenwärtig wird \fB\-\-robot\fP nur zusammen mit \fB\-\-list\fP, +\fB\-\-filters\-help\fP, \fB\-\-info\-memory\fP und \fB\-\-version\fP unterstützt. In der +Zukunft wird dieser Modus auch für Kompression und Dekompression +unterstützt. +. +.SS Listenmodus +\fBxz \-\-robot \-\-list\fP verwendet eine durch Tabulatoren getrennte Ausgabe. In +der ersten Spalte jeder Zeile bezeichnet eine Zeichenkette den Typ der +Information, die in dieser Zeile enthalten ist: +.TP +\fBname\fP +Dies ist stets die erste Zeile, wenn eine Datei aufgelistet wird. Die zweite +Spalte in der Zeile enthält den Dateinamen. +.TP +\fBfile\fP +Diese Zeile enthält allgemeine Informationen zur \fB.xz\fP\-Datei. Diese Zeile +wird stets nach der \fBname\fP\-Zeile ausgegeben. +.TP +\fBstream\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt genau so viele \fBstream\fP\-Zeilen, wie Datenströme in der \fB.xz\fP\-Datei +enthalten sind. +.TP +\fBblock\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP angegeben wurde. Es +gibt so viele \fBblock\fP\-Zeilen, wie Blöcke in der \fB.xz\fP\-Datei. Die +\fBblock\fP\-Zeilen werden nach allen \fBstream\fP\-Zeilen angezeigt; verschiedene +Zeilentypen werden nicht verschachtelt. +.TP +\fBsummary\fP +Dieser Zeilentyp wird nur verwendet, wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben +wurde. Diese Zeile wird nach allen \fBblock\fP\-Zeilen ausgegeben. Wie die +\fBfile\fP\-Zeile enthält die \fBsummary\fP\-Zeile allgemeine Informationen zur +\&\fB.xz\fP\-Datei. +.TP +\fBtotals\fP +Diese Zeile ist immer die letzte der Listenausgabe. Sie zeigt die +Gesamtanzahlen und \-größen an. +.PP +Die Spalten der \fBfile\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme in der Datei +.IP 3. 4 +Gesamtanzahl der Blöcke in den Datenströmen +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe der Datei +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe der Datei +.IP 6. 4 +Das Kompressionsverhältnis, zum Beispiel \fB0.123\fP. Wenn das Verhältnis über +9.999 liegt, werden drei Minuszeichen (\fB\-\-\-\fP) anstelle des +Kompressionsverhältnisses angezeigt. +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen. Für die +bekannten Überprüfungstypen werden folgende Zeichenketten verwendet: +\fBNone\fP, \fBCRC32\fP, \fBCRC64\fP und \fBSHA\-256\fP. \fBUnbek.\fP\fIN\fP wird verwendet, +wobei \fIN\fP die Kennung der Überprüfung als Dezimalzahl angibt (ein\- oder +zweistellig). +.IP 8. 4 +Gesamtgröße der Datenstromauffüllung in der Datei +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBstream\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Datenstromnummer (der erste Datenstrom ist 1) +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke im Datenstrom +.IP 4. 4 +Komprimierte Startposition +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Startposition +.IP 6. 4 +Komprimierte Größe (schließt die Datenstromauffüllung nicht mit ein) +.IP 7. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 8. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 9. 4 +Name der Integritätsprüfung +.IP 10. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBblock\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der in diesem Block enthaltenen Datenströme +.IP 3. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang des Datenstroms (der erste Block ist 1) +.IP 4. 4 +Blocknummer relativ zum Anfang der Datei +.IP 5. 4 +Komprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 6. 4 +Unkomprimierter Startversatz relativ zum Beginn der Datei +.IP 7. 4 +Komprimierte Gesamtgröße des Blocks (einschließlich Header) +.IP 8. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 9. 4 +Kompressionsverhältnis +.IP 10. 4 +Name der Integritätsprüfung +.RE +.PD +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wurde, werden zusätzliche Spalten in +die \fBblock\fP\-Zeilen eingefügt. Diese werden mit einem einfachen \fB\-\-verbose\fP +nicht angezeigt, da das Ermitteln dieser Informationen viele Suchvorgänge +erfordert und daher recht langsam sein kann: +.PD 0 +.RS +.IP 11. 4 +Wert der Integritätsprüfung in hexadezimaler Notation +.IP 12. 4 +Block\-Header\-Größe +.IP 13. 4 +Block\-Schalter: \fBc\fP gibt an, dass die komprimierte Größe verfügbar ist, und +\fBu\fP gibt an, dass die unkomprimierte Größe verfügbar ist. Falls der +Schalter nicht gesetzt ist, wird stattdessen ein Bindestrich (\fB\-\fP) +angezeigt, um die Länge der Zeichenkette beizubehalten. In Zukunft könnten +neue Schalter am Ende der Zeichenkette hinzugefügt werden. +.IP 14. 4 +Größe der tatsächlichen komprimierten Daten im Block. Ausgeschlossen sind +hierbei die Block\-Header, die Blockauffüllung und die Prüffelder. +.IP 15. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieses Blocks mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 16. 4 +Filterkette. Beachten Sie, dass die meisten der bei der Kompression +verwendeten Optionen nicht bekannt sein können, da in den \fB.xz\fP\-Headern nur +die für die Dekompression erforderlichen Optionen gespeichert sind. +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBsummary\fP\-Zeilen: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren dieser Datei mit +dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 3. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 4. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Die Spalten der \fBtotals\fP\-Zeile: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Anzahl der Datenströme +.IP 3. 4 +Anzahl der Blöcke +.IP 4. 4 +Komprimierte Größe +.IP 5. 4 +Unkomprimierte Größe +.IP 6. 4 +Durchschnittliches Kompressionsverhältnis +.IP 7. 4 +Durch Kommata getrennte Liste der Namen der Integritätsprüfungen, die in den +Dateien präsent waren. +.IP 8. 4 +Größe der Datenstromauffüllung +.IP 9. 4 +Anzahl der Dateien. Dies dient dazu, die Reihenfolge der vorigen Spalten an +die in den \fBfile\fP\-Zeilen anzugleichen. +.PD +.RE +.PP +Wenn \fB\-\-verbose\fP zwei Mal angegeben wird, werden zusätzliche Spalten in die +\fBtotals\fP\-Zeile eingefügt: +.PD 0 +.RS +.IP 10. 4 +Maximale Größe des Speichers (in Byte), der zum Dekomprimieren der Dateien +mit dieser \fBxz\fP\-Version benötigt wird. +.IP 11. 4 +\fByes\fP oder \fBno\fP geben an, ob in allen Block\-Headern sowohl die +komprimierte als auch die unkomprimierte Größe gespeichert ist. +.PP +\fISeit\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 12. 4 +Minimale \fBxz\fP\-Version, die zur Dekompression der Datei erforderlich ist +.RE +.PD +.PP +Zukünftige Versionen könnten neue Zeilentypen hinzufügen, weiterhin könnten +auch in den vorhandenen Zeilentypen weitere Spalten hinzugefügt werden, aber +die existierenden Spalten werden nicht geändert. +. +.SS Filterhilfe +\fBxz \-\-robot \-\-filters\-help\fP gibt die unterstützten Filter im folgenden +Format aus: +.PP +\fIFilter\fP\fB:\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>,\fP\fIOption\fP\fB=<\fP\fIWert\fP\fB>\fP +… +.TP +\fIFilter\fP +Name des Filters +.TP +\fIOption\fP +Name der filterspezifischen Option +.TP +\fIWert\fP +Der numerische \fIWert\fP erscheint als Bereich +\fB<\fP\fIMinimum\fP\fB\-\fP\fIMaximum\fP\fB>\fP. Die Auswahl des +Zeichenketten\-\fIWert\fPs wird in \fB< >\fP eingeschlossen und durch \fB|\fP +getrennt. +.PP +Jeder Filter wird in einer separaten Zeile ausgegeben. +. +.SS "Informationen zur Speicherbedarfsbegrenzung" +\fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP gibt eine einzelne Zeile mit mehreren durch +Tabulatoren getrennten Spalten aus: +.IP 1. 4 +Gesamter physischer Speicher (RAM) in Byte. +.IP 2. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Kompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-compress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 3. 4 +Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression in Byte +(\fB\-\-memlimit\-decompress\fP). Ein spezieller Wert von \fB0\fP bezeichnet die +Standardeinstellung, die im Einzelthread\-Modus bedeutet, dass keine +Begrenzung vorhanden ist. +.IP 4. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Die Speichernutzung für Multithread\-Dekompression in +Byte (\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP). Dies ist niemals \fB0\fP, da ein +systemspezifischer Vorgabewert (gezeigt in Spalte 5) verwendet wird, falls +keine Grenze ausdrücklich angegeben wurde. Dies ist außerdem niemals größer +als der Wert in in Spalte 3, selbst wenn mit \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP ein +größerer Wert angegeben wurde. +.IP 5. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Eine systemspezifisch vorgegebene Begrenzung des +Speicherverbrauchs, die zur Begrenzung der Anzahl der Threads beim +Komprimieren mit automatischer Anzahl der Threads (\fB\-\-threads=0\fP) und wenn +keine Speicherbedarfsbegrenzung angegeben wurde (\fB\-\-memlimit\-compress\fP) +verwendet wird. Dies wird auch als Standardwert für +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP verwendet. +.IP 6. 4 +Seit \fBxz\fP 5.3.4alpha: Anzahl der verfügbaren Prozessorthreads. +.PP +In der Zukunft könnte die Ausgabe von \fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP weitere +Spalten enthalten, aber niemals mehr als eine einzelne Zeile. +. +.SS Version +\fBxz \-\-robot \-\-version\fP gibt die Versionsnummern von \fBxz\fP und Liblzma im +folgenden Format aus: +.PP +\fBXZ_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.br +\fBLIBLZMA_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.TP +\fIX\fP +Hauptversion. +.TP +\fIYYY\fP +Unterversion. Gerade Zahlen bezeichnen eine stabile Version. Ungerade Zahlen +bezeichnen Alpha\- oder Betaversionen. +.TP +\fIZZZ\fP +Patch\-Stufe für stabile Veröffentlichungen oder einfach nur ein Zähler für +Entwicklungsversionen. +.TP +\fIS\fP +Stabilität. 0 ist Alpha, 1 ist Beta und 2 ist stabil. \fIS\fP sollte immer 2 +sein, wenn \fIYYY\fP eine gerade Zahl ist. +.PP +\fIXYYYZZZS\fP sind in beiden Zeilen gleich, sofern \fBxz\fP und Liblzma aus der +gleichen Veröffentlichung der XZ\-Utils stammen. +.PP +Beispiele: 4.999.9beta ist \fB49990091\fP und 5.0.0 is \fB50000002\fP. +. +.SH EXIT\-STATUS +.TP +\fB0\fP +Alles ist in Ordnung. +.TP +\fB1\fP +Ein Fehler ist aufgetreten. +.TP +\fB2\fP +Es ist etwas passiert, das eine Warnung rechtfertigt, aber es sind keine +tatsächlichen Fehler aufgetreten. +.PP +In die Standardausgabe geschriebene Hinweise (keine Warnungen oder Fehler), +welche den Exit\-Status nicht beeinflussen. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +\fBxz\fP wertet eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Optionen in den +Umgebungsvariablen \fBXZ_DEFAULTS\fP und \fBXZ_OPT\fP aus (in dieser Reihenfolge), +bevor die Optionen aus der Befehlszeile ausgewertet werden. Beachten Sie, +dass beim Auswerten der Umgebungsvariablen nur Optionen berücksichtigt +werden; alle Einträge, die keine Optionen sind, werden stillschweigend +ignoriert. Die Auswertung erfolgt mit \fBgetopt_long\fP(3), welches auch für +die Befehlszeilenargumente verwendet wird. +.TP +\fBXZ_DEFAULTS\fP +Benutzerspezifische oder systemweite Standardoptionen. Typischerweise werden +diese in einem Shell\-Initialisierungsskript gesetzt, um die +Speicherbedarfsbegrenzung von \fBxz\fP standardmäßig zu aktivieren. Außer bei +Shell\-Initialisierungsskripten und in ähnlichen Spezialfällen darf die +Variable \fBXZ_DEFAULTS\fP in Skripten niemals gesetzt oder außer Kraft gesetzt +werden. +.TP +\fBXZ_OPT\fP +Dies dient der Übergabe von Optionen an \fBxz\fP, wenn es nicht möglich ist, +die Optionen direkt in der Befehlszeile von \fBxz\fP zu übergeben. Dies ist der +Fall, wenn \fBxz\fP von einem Skript oder Dienstprogramm ausgeführt wird, zum +Beispiel GNU \fBtar\fP(1): +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=\-2v tar caf foo.tar.xz foo\fR +.fi +.RE +.RE +.IP "" +Skripte können \fBXZ_OPT\fP zum Beispiel zum Setzen skriptspezifischer +Standard\-Kompressionsoptionen verwenden. Es ist weiterhin empfehlenswert, +Benutzern die Außerkraftsetzung von \fBXZ_OPT\fP zu erlauben, falls dies +angemessen ist. Zum Beispiel könnte in \fBsh\fP(1)\-Skripten Folgendes stehen: +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=${XZ_OPT\-"\-7e"} +export XZ_OPT\fR +.fi +.RE +.RE +. +.SH "KOMPATIBILITÄT ZU DEN LZMA\-UTILS" +Die Befehlszeilensyntax von \fBxz\fP ist praktisch eine Obermenge der von +\fBlzma\fP, \fBunlzma\fP und \fBlzcat\fP in den LZMA\-Utils der Versionen 4.32.x. In +den meisten Fällen sollte es möglich sein, die LZMA\-Utils durch die XZ\-Utils +zu ersetzen, ohne vorhandene Skripte ändern zu müssen. Dennoch gibt es +einige Inkompatibilitäten, die manchmal Probleme verursachen können. +. +.SS "Voreinstellungsstufen zur Kompression" +Die Nummerierung der Voreinstellungsstufen der Kompression ist in \fBxz\fP und +den LZMA\-Utils unterschiedlich. Der wichtigste Unterschied ist die Zuweisung +der Wörterbuchgrößen zu den verschiedenen Voreinstellungsstufen. Die +Wörterbuchgröße ist etwa gleich dem Speicherbedarf bei der Dekompression. +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils +\-0;256 KiB;nicht verfügbar +\-1;1 MiB;64 KiB +\-2;2 MiB;1 MiB +\-3;4 MiB;512 KiB +\-4;4 MiB;1 MiB +\-5;8 MiB;2 MiB +\-6;8 MiB;4 MiB +\-7;16 MiB;8 MiB +\-8;32 MiB;16 MiB +\-9;64 MiB;32 MiB +.TE +.RE +.PP +Die Unterschiede in der Wörterbuchgröße beeinflussen auch den Speicherbedarf +bei der Kompression, aber es gibt noch einige andere Unterschiede zwischen +den LZMA\-Utils und den XZ\-Utils, die die Kluft noch vergrößern: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Stufe;xz;LZMA\-Utils 4.32.x +\-0;3 MiB;nicht verfügbar +\-1;9 MiB;2 MiB +\-2;17 MiB;12 MiB +\-3;32 MiB;12 MiB +\-4;48 MiB;16 MiB +\-5;94 MiB;26 MiB +\-6;94 MiB;45 MiB +\-7;186 MiB;83 MiB +\-8;370 MiB;159 MiB +\-9;674 MiB;311 MiB +.TE +.RE +.PP +Die standardmäßige Voreinstellungsstufe in den LZMA\-Utils ist \fB\-7\fP, während +diese in den XZ\-Utils \fB\-6\fP ist, daher verwenden beide standardmäßig ein 8 +MiB großes Wörterbuch. +. +.SS "Vor\- und Nachteile von .lzma\-Dateien als Datenströme" +Die unkomprimierte Größe der Datei kann in den \fB.lzma\fP\-Headern gespeichert +werden. Die LZMA\-Utils tun das beim Komprimieren gewöhnlicher Dateien. Als +Alternative kann die unkomprimierte Größe als unbekannt markiert und eine +Nutzdatenende\-Markierung (end\-of\-payload) verwendet werden, um anzugeben, wo +der Dekompressor stoppen soll. Die LZMA\-Utils verwenden diese Methode, wenn +die unkomprimierte Größe unbekannt ist, was beispielsweise in Pipes +(Befehlsverkettungen) der Fall ist. +.PP +\fBxz\fP unterstützt die Dekompression von \fB.lzma\fP\-Dateien mit oder ohne +Nutzdatenende\-Markierung, aber alle von \fBxz\fP erstellten \fB.lzma\fP\-Dateien +verwenden diesen Nutzdatenende\-Markierung, wobei die unkomprimierte Größe in +den \fB.lzma\fP\-Headern als unbekannt markiert wird. Das könnte in einigen +unüblichen Situationen ein Problem sein. Zum Beispiel könnte ein +\&\fB.lzma\fP\-Dekompressor in einem Gerät mit eingebettetem System nur mit +Dateien funktionieren, deren unkomprimierte Größe bekannt ist. Falls Sie auf +dieses Problem stoßen, müssen Sie die LZMA\-Utils oder das LZMA\-SDK +verwenden, um \fB.lzma\fP\-Dateien mit bekannter unkomprimierter Größe zu +erzeugen. +. +.SS "Nicht unterstützte .lzma\-Dateien" +Das \fB.lzma\fP\-Format erlaubt \fIlc\fP\-Werte bis zu 8 und \fIlp\fP\-Werte bis zu +4. Die LZMA\-Utils können Dateien mit beliebigem \fIlc\fP und \fIlp\fP +dekomprimieren, aber erzeugen immer Dateien mit \fBlc=3\fP und \fBlp=0\fP. Das +Erzeugen von Dateien mit anderem \fIlc\fP und \fIlp\fP ist mit \fBxz\fP und mit dem +LZMA\-SDK möglich. +.PP +Die Implementation des LZMA\-Filters in liblzma setzt voraus, dass die Summe +von \fIlc\fP und \fIlp\fP nicht größer als 4 ist. Daher können \fB.lzma\fP\-Dateien, +welche diese Begrenzung überschreiten, mit \fBxz\fP nicht dekomprimiert werden. +.PP +Die LZMA\-Utils erzeugen nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer Wörterbuchgröße von +2^\fIn\fP (einer Zweierpotenz), aber akzeptieren Dateien mit einer beliebigen +Wörterbuchgröße. Liblzma akzeptiert nur \fB.lzma\fP\-Dateien mit einer +Wörterbuchgröße von 2^\fIn\fP oder 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1). Dies dient zum +Verringern von Fehlalarmen beim Erkennen von \fB.lzma\fP\-Dateien. +.PP +Diese Einschränkungen sollten in der Praxis kein Problem sein, da praktisch +alle \fB.lzma\fP\-Dateien mit Einstellungen komprimiert wurden, die Liblzma +akzeptieren wird. +. +.SS "Angehängter Datenmüll" +Bei der Dekompression ignorieren die LZMA\-Utils stillschweigend alles nach +dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom. In den meisten Situationen ist das ein +Fehler. Das bedeutet auch, dass die LZMA\-Utils die Dekompression verketteter +\&\fB.lzma\fP\-Dateien nicht unterstützen. +.PP +Wenn nach dem ersten \fB.lzma\fP\-Datenstrom Daten verbleiben, erachtet \fBxz\fP +die Datei als beschädigt, es sei denn, die Option \fB\-\-single\-stream\fP wurde +verwendet. Dies könnte die Ausführung von Skripten beeinflussen, die davon +ausgehen, dass angehängter Datenmüll ignoriert wird. +. +.SH ANMERKUNGEN +. +.SS "Die komprimierte Ausgabe kann variieren" +Die exakte komprimierte Ausgabe, die aus der gleichen unkomprimierten +Eingabedatei erzeugt wird, kann zwischen den Versionen der XZ\-Utils +unterschiedlich sein, selbst wenn die Kompressionsoptionen identisch +sind. Das kommt daher, weil der Kodierer verbessert worden sein könnte +(hinsichtlich schnellerer oder besserer Kompression), ohne das Dateiformat +zu beeinflussen. Die Ausgabe kann sogar zwischen verschiedenen Programmen +der gleichen Version der XZ\-Utils variieren, wenn bei der Erstellung des +Binärprogramms unterschiedliche Optionen verwendet wurden. +.PP +Sobald \fB\-\-rsyncable\fP implementiert wurde, bedeutet das, dass die sich +ergebenden Dateien nicht notwendigerweise mit Rsync abgeglichen werden +können, außer wenn die alte und neue Datei mit der gleichen \fBxz\fP\-Version +erzeugt wurden. Das Problem kann beseitigt werden, wenn ein Teil der +Encoder\-Implementierung eingefroren wird, um die mit Rsync abgleichbare +Ausgabe über \fBxz\fP\-Versionsgrenzen hinweg stabil zu halten. +. +.SS "Eingebettete .xz\-Dekompressoren" +Eingebettete \fB.xz\fP\-Dekompressor\-Implementierungen wie XZ Embedded +unterstützen nicht unbedingt Dateien, die mit anderen Integritätsprüfungen +(\fIPrüfung\fP\-Typen) als \fBnone\fP und \fBcrc32\fP erzeugt wurden. Da +\fB\-\-check=crc64\fP die Voreinstellung ist, müssen Sie \fB\-\-check=none\fP oder +\fB\-\-check=crc32\fP verwenden, wenn Sie Dateien für eingebettete Systeme +erstellen. +.PP +Außerhalb eingebetteter Systeme unterstützen die Dekompressoren des +\&\fB.xz\fP\-Formats alle \fIPrüfung\fP\-Typen oder sind mindestens in der Lage, die +Datei zu dekomprimieren, ohne deren Integrität zu prüfen, wenn die bestimmte +\fIPrüfung\fP nicht verfügbar ist. +.PP +XZ Embedded unterstützt BCJ\-Filter, aber nur mit dem vorgegebenen +Startversatz. +. +.SH BEISPIELE +. +.SS Grundlagen +Komprimiert die Datei \fIfoo\fP mit der Standard\-Kompressionsstufe (\fB\-6\fP) zu +\fIfoo.xz\fP und entfernt \fIfoo\fP nach erfolgreicher Kompression: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz foo\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbar.xz\fP in \fIbar\fP dekomprimieren und \fIbar.xz\fP selbst dann nicht löschen, +wenn die Dekompression erfolgreich war: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dk bar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +\fIbaz.tar.xz\fP mit der Voreinstellung \fB\-4e\fP (\fB\-4 \-\-extreme\fP) erzeugen, was +langsamer ist als die Vorgabe \fB\-6\fP, aber weniger Speicher für Kompression +und Dekompression benötigt (48\ MiB beziehungsweise 5\ MiB): +.RS +.PP +.nf +\f(CRtar cf \- baz | xz \-4e > baz.tar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Mischung aus komprimierten und unkomprimierten Dateien kann mit einem +einzelnen Befehl dekomprimiert in die Standardausgabe geschrieben werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dcf a.txt b.txt.xz c.txt d.txt.lzma > abcd.txt\fR +.fi +.RE +. +.SS "Parallele Kompression von vielen Dateien" +Auf GNU\- und *BSD\-Systemen können \fBfind\fP(1) und \fBxargs\fP(1) zum +Parallelisieren der Kompression vieler Dateien verwendet werden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRfind . \-type f \e! \-name '*.xz' \-print0 \e + | xargs \-0r \-P4 \-n16 xz \-T1\fR +.fi +.RE +.PP +Die Option \fB\-P\fP von \fBxargs\fP(1) legt die Anzahl der parallelen +\fBxz\fP\-Prozesse fest. Der beste Wert für die Option \fB\-n\fP hängt davon ab, wie +viele Dateien komprimiert werden sollen. Wenn es sich nur um wenige Dateien +handelt, sollte der Wert wahrscheinlich 1 sein; bei Zehntausenden von +Dateien kann 100 oder noch mehr angemessener sein, um die Anzahl der +\fBxz\fP\-Prozesse zu beschränken, die \fBxargs\fP(1) schließlich erzeugen wird. +.PP +Die Option \fB\-T1\fP für \fBxz\fP dient dazu, den Einzelthread\-Modus zu erzwingen, +da \fBxargs\fP(1) zur Steuerung des Umfangs der Parallelisierung verwendet +wird. +. +.SS Roboter\-Modus +Berechnen, wie viel Byte nach der Kompression mehrerer Dateien insgesamt +eingespart wurden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-robot \-\-list *.xz | awk '/^totals/{print $5\-$4}'\fR +.fi +.RE +.PP +Ein Skript könnte abfragen wollen, ob es ein \fBxz\fP verwendet, das aktuell +genug ist. Das folgende \fBsh\fP(1)\-Skript prüft, ob die Versionsnummer des +Dienstprogramms \fBxz\fP mindestens 5.0.0 ist. Diese Methode ist zu alten +Beta\-Versionen kompatibel, welche die Option \fB\-\-robot\fP nicht unterstützen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRif ! eval "$(xz \-\-robot \-\-version 2> /dev/null)" || + [ "$XZ_VERSION" \-lt 50000002 ]; then + echo "Your xz is too old." +fi +unset XZ_VERSION LIBLZMA_VERSION\fR +.fi +.RE +.PP +Eine Speicherbedarfsbegrenzung für die Dekompression mit \fBXZ_OPT\fP setzen, +aber eine bereits gesetzte Begrenzung nicht erhöhen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRNEWLIM=$((123 << 20))\ \ # 123 MiB +OLDLIM=$(xz \-\-robot \-\-info\-memory | cut \-f3) +if [ $OLDLIM \-eq 0 \-o $OLDLIM \-gt $NEWLIM ]; then + XZ_OPT="$XZ_OPT \-\-memlimit\-decompress=$NEWLIM" + export XZ_OPT +fi\fR +.fi +.RE +. +.SS "Benutzerdefinierte Filterketten für die Kompression" +Der einfachste Anwendungsfall für benutzerdefinierte Filterketten ist die +Anpassung von LZMA2\-Voreinstellungsstufen. Das kann nützlich sein, weil die +Voreinstellungen nur einen Teil der potenziell sinnvollen Kombinationen aus +Kompressionseinstellungen abdecken. +.PP +Die KompCPU\-Spalten der Tabellen aus den Beschreibungen der Optionen \fB\-0\fP … +\fB\-9\fP und \fB\-\-extreme\fP sind beim Anpassen der LZMA2\-Voreinstellungen +nützlich. Diese sind die relevanten Teile aus diesen zwei Tabellen: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c +n n. +Voreinst.;KomprCPU +\-0;0 +\-1;1 +\-2;2 +\-3;3 +\-4;4 +\-5;5 +\-6;6 +\-5e;7 +\-6e;8 +.TE +.RE +.PP +Wenn Sie wissen, dass eine Datei für eine gute Kompression ein etwas +größeres Wörterbuch benötigt (zum Beispiel 32 MiB), aber Sie sie schneller +komprimieren wollen, als dies mit \fBxz \-8\fP geschehen würde, kann eine +Voreinstellung mit einem niedrigen KompCPU\-Wert (zum Beispiel 1) dahingehend +angepasst werden, ein größeres Wörterbuch zu verwenden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=1,dict=32MiB foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Mit bestimmten Dateien kann der obige Befehl schneller sein als \fBxz \-6\fP, +wobei die Kompression deutlich besser wird. Dennoch muss betont werden, dass +nur wenige Dateien von einem größeren Wörterbuch profitieren, wenn der +KompCPU\-Wert niedrig bleibt. Der offensichtlichste Fall, in dem ein größeres +Wörterbuch sehr hilfreich sein kann, ist ein Archiv, das einander sehr +ähnliche Dateien enthält, die jeweils wenigstens einige Megabyte groß +sind. Das Wörterbuch muss dann deutlich größer sein als die einzelne Datei, +damit LZMA2 den größtmöglichen Vorteil aus den Ähnlichkeiten der aufeinander +folgenden Dateien zieht. +.PP +Wenn hoher Speicherbedarf für Kompression und Dekompression kein Problem ist +und die zu komprimierende Datei mindestens einige Hundert Megabyte groß ist, +kann es sinnvoll sein, ein noch größeres Wörterbuch zu verwenden, als die 64 +MiB, die mit \fBxz \-9\fP verwendet werden würden: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-vv \-\-lzma2=dict=192MiB big_foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung von \fB\-vv\fP (\fB\-\-verbose \-\-verbose\fP) wie im obigen Beispiel +kann nützlich sein, um den Speicherbedarf für Kompressor und Dekompressor zu +sehen. Denken Sie daran, dass ein Wörterbuch, das größer als die +unkomprimierte Datei ist, Speicherverschwendung wäre. Daher ist der obige +Befehl für kleine Dateien nicht sinnvoll. +.PP +Manchmal spielt die Kompressionszeit keine Rolle, aber der Speicherbedarf +bei der Dekompression muss gering gehalten werden, zum Beispiel um die Datei +auf eingebetteten Systemen dekomprimieren zu können. Der folgende Befehl +verwendet \fB\-6e\fP (\fB\-6 \-\-extreme\fP) als Basis und setzt die Wörterbuchgröße +auf nur 64\ KiB. Die sich ergebende Datei kann mit XZ Embedded (aus diesem +Grund ist dort \fB\-\-check=crc32\fP) mit nur etwa 100\ KiB Speicher +dekomprimiert werden. +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-check=crc32 \-\-lzma2=preset=6e,dict=64KiB foo\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn Sie so viele Byte wie möglich herausquetschen wollen, kann die +Anpassung der Anzahl der literalen Kontextbits (\fIlc\fP) und der Anzahl der +Positionsbits (\fIpb\fP) manchmal hilfreich sein. Auch die Anpassung der Anzahl +der literalen Positionsbits (\fIlp\fP) könnte helfen, aber üblicherweise sind +\fIlc\fP und \fIpb\fP wichtiger. Wenn ein Quellcode\-Archiv zum Beispiel +hauptsächlich ASCII\-Text enthält, könnte ein Aufruf wie der folgende eine +etwas kleinere Datei (etwa 0,1\ %) ergeben als mit \fBxz \-6e\fP (versuchen Sie +es auch \fBlc=4\fP): +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=6e,pb=0,lc=4 source_code.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Die Verwendung eines anderen Filters mit LZMA2 kann die Kompression bei +verschiedenen Dateitypen verbessern. So könnten Sie eine gemeinsam genutzte +Bibliothek der Architekturen x86\-32 oder x86\-64 mit dem BCJ\-Filter für x86 +komprimieren: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-x86 \-\-lzma2 libfoo.so\fR +.fi +.RE +.PP +Beachten Sie, dass die Reihenfolge der Filteroptionen von Bedeutung +ist. Falls \fB\-\-x86\fP nach \fB\-\-lzma2\fP angegeben wird, gibt \fBxz\fP einen Fehler +aus, weil nach LZMA2 kein weiterer Filter sein darf und auch weil der +BCJ\-Filter für x86 nicht als letzter Filter in der Filterkette gesetzt +werden darf. +.PP +Der Delta\-Filter zusammen mit LZMA2 kann bei Bitmap\-Bildern gute Ergebnisse +liefern. Er sollte üblicherweise besser sein als PNG, welches zwar einige +fortgeschrittene Filter als ein simples delta bietet, aber für die +eigentliche Kompression »Deflate« verwendet. +.PP +Das Bild muss in einem unkomprimierten Format gespeichert werden, zum +Beispiel als unkomprimiertes TIFF. Der Abstandsparameter des Delta\-Filters +muss so gesetzt werden, dass er der Anzahl der Bytes pro Pixel im Bild +entspricht. Zum Beispiel erfordert ein 24\-Bit\-RGB\-Bitmap \fBdist=3\fP, außerdem +ist es gut, \fBpb=0\fP an LZMA2 zu übergeben, um die 3\-Byte\-Ausrichtung zu +berücksichtigen: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-delta=dist=3 \-\-lzma2=pb=0 foo.tiff\fR +.fi +.RE +.PP +Wenn sich mehrere Bilder in einem einzelnen Archiv befinden (zum Beispiel\& +\&\fB.tar\fP), funktioniert der Delta\-Filter damit auch, sofern alle Bilder im +Archiv die gleiche Anzahl Bytes pro Pixel haben. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBxzdec\fP(1), \fBxzdiff\fP(1), \fBxzgrep\fP(1), \fBxzless\fP(1), \fBxzmore\fP(1), +\fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fB7z\fP(1) +.PP +XZ Utils: +.br +XZ Embedded: +.br +LZMA\-SDK: diff --git a/janus/share/man/de/man1/xzgrep.1 b/janus/share/man/de/man1/xzgrep.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..95d96bcb542acd462757c32941ff1527042c93c8 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/xzgrep.1 @@ -0,0 +1,96 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\" (Note that this file is not based on gzip's zgrep.1.) +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZGREP 1 "13. Februar 2024" Tukaani XZ\-Dienstprogramme +.SH BEZEICHNUNG +xzgrep \- möglicherweise komprimierte Dateien nach Mustern durchsuchen +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxzgrep\fP [\fIOption …\fP] [\fIMusterliste\fP] [\fIDatei …\fP] +.br +\fBxzegrep\fP … +.br +\fBxzfgrep\fP … +.br +\fBlzgrep\fP … +.br +\fBlzegrep\fP … +.br +\fBlzfgrep\fP … +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxzgrep\fP ruft \fBgrep\fP(1) mit dem unkomprimierten Inhalt von Dateien +auf. Die Formate der \fIDateien\fP werden aus den Dateiendungen +abgeleitet. Jede \fIDatei\fP mit einer Endung, die von \fBxz\fP(1), \fBgzip\fP(1), +\fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), \fBzstd\fP(1) oder \fBlz4\fP(1) unterstützt wird, wird +dekomprimiert; für andere Dateien wird angenommen, dass sie bereits in +unkomprimierter Form vorliegen. +.PP +Wenn keine \fIDateien\fP angegeben werden oder \fIDatei\fP als \fB\-\fP angegeben +wird, wird aus der Standardeingabe gelesen. Beim Lesen aus der +Standardeingabe werden nur die von \fBxz\fP(1) unterstützten Dateien +dekomprimiert. Für andere Dateien wird angenommen, dass sie bereits in +unkomprimierter Form vorliegen. +.PP +Die meisten \fIOptionen\fP von \fBgrep\fP(1) werden unterstützt, die folgenden +jedoch nicht: +.IP "" 4 +\fB\-r\fP, \fB\-\-recursive\fP +.IP "" 4 +\fB\-R\fP, \fB\-\-dereference\-recursive\fP +.IP "" 4 +\fB\-d\fP, \fB\-\-directories=\fP\fIAktion\fP +.IP "" 4 +\fB\-Z\fP, \fB\-\-null\fP +.IP "" 4 +\fB\-z\fP, \fB\-\-null\-data\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-include=\fP\fIGlob\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude=\fP\fIGlob\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude\-from=\fP\fIDatei\fP +.IP "" 4 +\fB\-\-exclude\-dir=\fP\fIGlob\fP +.PP +\fBxzegrep\fP ist ein Alias für \fBxzgrep \-E\fP. \fBxzfgrep\fP ist ein Alias für +\fBxzgrep \-F\fP. +.PP +Die Befehle \fBlzgrep\fP, \fBlzegrep\fP und \fBlzfgrep\fP dienen der +Abwärtskompatibilität zu den LZMA\-Dienstprogrammen. +. +.SH EXIT\-STATUS +.TP +0 +In mindestens einer der Eingabedateien wurde mindestens ein Treffer +gefunden. Es sind keine Fehler aufgetreten. +.TP +1 +In keiner der Eingabedateien wurde ein Treffer gefunden. Es sind keine +Fehler aufgetreten. +.TP +>1 +Ein oder mehrere Fehler sind aufgetreten. Es ist unbekannt, ob Treffer +gefunden wurden. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +.TP +\fBGREP\fP +Wenn die Umgebungsvariable \fBGREP\fP auf einen nicht\-leeren Wert gesetzt ist, +wird diese anstelle von \fBgrep\fP(1), \fBgrep \-E\fP oder \fBgrep \-F\fP verwendet. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBgrep\fP(1), \fBxz\fP(1), \fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fBlzop\fP(1), \fBzstd\fP(1), +\fBlz4\fP(1), \fBzgrep\fP(1) diff --git a/janus/share/man/de/man1/xzmore.1 b/janus/share/man/de/man1/xzmore.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..a376a0b5d6e24e8193036e20632a51aec2d7fa2f --- /dev/null +++ b/janus/share/man/de/man1/xzmore.1 @@ -0,0 +1,49 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Andrew Dudman +.\" Lasse Collin +.\" +.\" German translation for xz-man. +.\" Mario Blättermann , 2015, 2019-2020, 2022-2024. +.\" +.\" (Note that this file is based on xzless.1 instead of gzip's zmore.1.) +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZMORE 1 "12. Februar 2024" Tukaani XZ\-Dienstprogramme +.SH BEZEICHNUNG +xzmore, lzmore \- mit xz oder lzma komprimierte (Text\-)Dateien lesen +. +.SH ÜBERSICHT +\fBxzmore\fP [\fIDatei\fP …] +.br +\fBlzmore\fP [\fIDatei\fP …] +. +.SH BESCHREIBUNG +\fBxzmore\fP zeigt Text aus komprimierten Dateien mit Hilfe des Pagers +(Textanzeigeprogramms) \fBmore\fP(1) in einem Terminal an. Von \fBxz\fP(1) +unterstützte Dateien werden dekomprimiert; für andere Dateien wird +angenommen, dass sie bereits in unkomprimierter Form vorliegen. Wenn keine +\fIDateien\fP angegeben werden, liest \fBxzmore\fP aus der Standardeingabe. Im +\fBmore\fP(1)\-Handbuch finden Sie Informationen zu den Tastaturbefehlen. +.PP +Beachten Sie, dass Zurückrollen nicht möglich sein könnte, abhängig von der +Implementierung von \fBmore\fP(1). Das kommt daher, dass \fBxzmore\fP eine Pipe +verwendet, um die dekomprimierten Daten an \fBmore\fP(1) zu +übergeben. \fBxzless\fP(1) verwendet \fBless\fP(1), welches fortgeschrittenere +Funktionen bietet. +.PP +Der Befehl \fBlzmore\fP dient der Abwärtskompatibilität zu den +LZMA\-Dienstprogrammen. +. +.SH UMGEBUNGSVARIABLEN +.TP +\fBPAGER\fP +Falls die Umgebungsvariable \fBPAGER\fP gesetzt ist, wird diese als Pager +(Textanzeigeprogramm) anstelle von \fBmore\fP(1) verwendet. +. +.SH "SIEHE AUCH" +\fBmore\fP(1), \fBxz\fP(1), \fBxzless\fP(1), \fBzmore\fP(1) diff --git a/janus/share/man/ro/man1/unxz.1 b/janus/share/man/ro/man1/unxz.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..2d1bceea8993c43ed9de252d94b10fb0d7cc5872 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/ro/man1/unxz.1 @@ -0,0 +1,2060 @@ +'\" t +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Lasse Collin +.\" Jia Tan +.\" +.\" Romanian translation for xz-man. +.\" Mesajele în limba română pentru manualul pachetului XZ Utils. +.\" Remus-Gabriel Chelu , 2022 - 2024. +.\" Cronologia traducerii fișierului „xz-man”: +.\" Traducerea inițială, făcută de R-GC, pentru versiunea xz-man 5.4.0-pre1. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.0-pre2, făcută de R-GC, dec-2022. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.3, făcută de R-GC, mai-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.4-pre1, făcută de R-GC, iul-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre1, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre2, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea Y, făcută de X, Z(luna-anul). +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZ 1 2024\-12\-30 Tukaani "Utilități XZ" +. +.SH NUME +xz, unxz, xzcat, lzma, unlzma, lzcat \- Comprimă sau decomprimă fișiere .xz +și .lzma +. +.SH REZUMAT +\fBxz\fP [\fIopțiune...\fP] [\fIfișier...\fP] +. +.SH "ALIAS COMENZI" +\fBunxz\fP este echivalent cu \fBxz \-\-decompress\fP. +.br +\fBxzcat\fP este echivalent cu \fBxz \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.br +\fBlzma\fP este echivalent cu \fBxz \-\-format=lzma\fP. +.br +\fBunlzma\fP este echivalent cu \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress\fP. +.br +\fBlzcat\fP este echivalent cu \fBxz \-\-format=lzma \-\-decompress \-\-stdout\fP. +.PP +Când scrieți scripturi care trebuie să decomprime fișiere, este recomandat +să folosiți întotdeauna comanda \fBxz\fP cu argumentele adecvate (\fBxz \-d\fP sau +\fBxz \-dc\fP) în loc de comenzile \fBunxz\fP și \fBxzcat\fP. +. +.SH DESCRIERE +\fBxz\fP este un instrument de comprimare a datelor de uz general cu sintaxă de +linie de comandă similară cu \fBgzip\fP(1) și \fBbzip2\fP(1). Formatul de fișier +nativ este formatul \fB.xz\fP, dar formatul vechi \fB.lzma\fP folosit de LZMA +Utils și fluxurile comprimate brute fără anteturi de format container sunt +de asemenea acceptate. În plus, este acceptată decomprimarea formatului +\&\fB.lz\fP folosit de \fBlzip\fP. +.PP +\fBxz\fP comprimă sau decomprimă fiecare \fIfișier\fP în funcție de modul de +operare selectat. Dacă nu sunt date \fIfișiere\fP sau \fIfișier\fP este \fB\-\fP, +\fBxz\fP citește de la intrarea standard și scrie datele procesate la ieșirea +standard. \fBxz\fP va refuza (afișează o eroare și omite \fIfișier\fP) să scrie +date comprimate la ieșirea standard dacă este un terminal. În mod similar, +\fBxz\fP va refuza să citească datele comprimate de la intrarea standard dacă +este un terminal. +.PP +Cu excepția cazului în care este specificată opțiunea \fB\-\-stdout\fP, +\fIfișierele\fP altele decât \fB\-\fP sunt scrise într\-un fișier nou al cărui nume +este derivat din numele \fIfișierului\fP sursă: +.IP \(bu 3 +La comprimare, sufixul formatului de fișier țintă (\fB.xz\fP sau \fB.lzma\fP) este +atașat la numele fișierului sursă pentru a se obține numele fișierului +țintă. +.IP \(bu 3 +La decomprimare, sufixul \fB.xz\fP, \fB.lzma\fP sau \fB.lz\fP este eliminat din +numele fișierului pentru a se obține numele fișierului țintă. \fBxz\fP +recunoaște și sufixele \fB.txz\fP și \fB.tlz\fP și le înlocuiește cu sufixul +\&\fB.tar\fP. +.PP +Dacă fișierul țintă există deja, este afișată o eroare și \fIfișier\fP este +omis. +.PP +Cu excepția cazului în care scrie la ieșirea standard, \fBxz\fP va afișa un +avertisment și va omite \fIfișier\fPul dacă se aplică oricare dintre +următoarele: +.IP \(bu 3 +\fIFișierul\fP nu este un fișier obișnuit. Legăturile simbolice nu sunt urmate +și, prin urmare, nu sunt considerate fișiere obișnuite. +.IP \(bu 3 +\fIFișierul\fP are mai mult de o legătură dură. +.IP \(bu 3 +\fIFișierul\fP are activat bitul «setuid», «setgid» sau cel lipicios(sticky). +.IP \(bu 3 +Modul de operare este stabilit la comprimare și \fIfișier\fP are deja un sufix +al formatului de fișier țintă (\fB.xz\fP sau \fB.txz\fP când se comprimă în +formatul \fB.xz\fP și \fB.lzma\fP sau \fB.tlz\fP când se comprimă în formatul +\&\fB.lzma\fP). +.IP \(bu 3 +Modul de operare este stabilit la decomprimare și \fIfișierul\fP nu are un +sufix al niciunui format de fișier acceptat (\fB.xz\fP, \fB.txz\fP, \fB.lzma\fP, +\&\fB.tlz\fP, sau \fB.lz\fP). +.PP +După comprimarea sau decomprimarea cu succes a \fIfișierului\fP, \fBxz\fP copiază +proprietarul, grupul, permisiunile, timpul de acces și timpul de modificare +din \fIfișierul\fP sursă în fișierul țintă. Dacă copierea grupului eșuează, +permisiunile sunt modificate astfel încât fișierul țintă să nu devină +accesibil utilizatorilor care nu aveau permisiunea de a accesa \fIfișierul\fP +sursă. \fBxz\fP nu acceptă încă copierea altor metadate, cum ar fi listele de +control al accesului sau atributele extinse. +.PP +Odată ce fișierul țintă a fost închis cu succes, \fIfișierul\fP sursă este +eliminat dacă nu a fost specificată opțiunea \fB\-\-keep\fP. \fIFișierul\fP sursă nu +este niciodată eliminat dacă rezultatul este scris la ieșirea standard sau +dacă apare o eroare. +.PP +Trimiterea unui semnal \fBSIGINFO\fP sau \fBSIGUSR1\fP către procesul \fBxz\fP face +ca acesta să imprime informații despre progres la ieșirea de eroare +standard. Acest lucru are o utilizare limitată, deoarece atunci când ieșirea +de eroare standard este un terminal, folosind opțiunea \fB\-\-verbose\fP va afișa +un indicator de progres de actualizare automată. +. +.SS "Utilizarea memoriei" +Cantitatea de memorie utilizată de \fBxz\fP variază de la câteva sute de +kiloocteți la câțiva gigaocteți, în funcție de opțiunile de +comprimare. Opțiunile utilizate la comprimarea unui fișier determină +cerințele de memorie ale instrumentului de decomprimare. De obicei, +instrumentul de decomprimare are nevoie de 5% până la 20% din cantitatea de +memorie de care a avut nevoie instrumentul de comprimare la crearea +fișierului. De exemplu, decomprimarea unui fișier creat cu \fBxz \-9\fP necesită +în prezent 65Mio de memorie. Totuși, este posibil să aveți fișiere \fB.xz\fP +care necesită câțiva gigaocteți de memorie pentru decomprimare. +.PP +În special utilizatorii de sisteme mai vechi pot considera deranjantă +posibilitatea unei utilizări foarte mari a memoriei. Pentru a preveni +surprizele neplăcute, \fBxz\fP are încorporat un limitator de utilizare a +memoriei, care este dezactivat implicit. În timp ce unele sisteme de operare +oferă modalități de a limita utilizarea memoriei proceselor, bazarea pe +aceasta nu a fost considerată a fi suficient de flexibilă (de exemplu, +utilizarea \fBulimit\fP(1) pentru a limita memoria virtuală tinde să paralizeze +\fBmmap\fP(2)). +.PP +Limitatorul de utilizare a memoriei poate fi activat cu opțiunea din linia +de comandă \fB\-\-memlimit=\fP\fIlimita\fP. Adesea este mai convenabil să activați +limitatorul în mod implicit prin definirea variabilei de mediu +\fBXZ_DEFAULTS\fP, de exemplu, \fBXZ_DEFAULTS=\-\-memlimit=150MiB\fP. Este posibil +să stabiliți limitele separat pentru comprimare și decomprimare folosind +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIlimita\fP și +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIlimita\fP. Utilizarea acestor două opțiuni în afara +\fBXZ_DEFAULTS\fP este foarte rar utilă, deoarece o singură rulare a \fBxz\fP nu +poate face atât comprimarea, cât și decomprimarea și \fB\-\-memlimit=\fP\fIlimita\fP +(sau \fB\-M\fP \fIlimita\fP ) este mai scurt de tastat pe linia de comandă. +.PP +Dacă limita de utilizare a memoriei specificată este depășită la +decomprimare, \fBxz\fP va afișa o eroare și decomprimarea fișierului va +eșua. Dacă limita este depășită la comprimare, \fBxz\fP va încerca să reducă +valorile stabilite astfel încât limita să nu mai fie depășită (cu excepția +cazului în care se utilizează opțiunea \fB\-\-format=raw\fP sau +\fB\-\-no\-adjust\fP). În acest fel, operațiunea nu va eșua decât dacă limita +stabilită este foarte mică. Scalarea valorilor stabilite se face în pași +care nu se potrivesc cu valorile prestabilite ale nivelului de comprimare, +de exemplu, dacă limita este doar puțin mai mică decât cantitatea necesară +pentru \fBxz \-9\fP, valorile stabilite vor fi reduse doar puțin , nu până la +valoarea prestabilită a lui \fBxz \-8\fP. +. +.SS "Concatenare și completare (prin umplere cu octeți nuli) cu fișiere .xz" +Este posibil să concatenați fișierele \fB.xz\fP așa cum sunt. \fBxz\fP va +decomprima astfel de fișiere ca și cum ar fi un singur fișier \fB.xz\fP. +.PP +Este posibil să se introducă umplutură între părțile concatenate sau după +ultima parte. Umplutura trebuie să fie compusă din octeți nuli, iar +dimensiunea umpluturii trebuie să fie un multiplu de patru octeți. Acest +lucru poate fi util, de exemplu, dacă fișierul \fB.xz\fP este stocat pe un +mediu care măsoară dimensiunile fișierelor în blocuri de 512 de octeți. +.PP +Concatenarea și completarea nu sunt permise cu fișierele \fB.lzma\fP sau +fluxurile brute. +. +.SH OPȚIUNI +. +.SS "Sufixe de numere întregi și valori speciale" +În majoritatea locurilor în care este de așteptat un număr întreg ca +argument, un sufix opțional este acceptat pentru a indica cu ușurință +numerele întregi mari. Nu trebuie să existe spațiu între numărul întreg și +sufix. +.TP +\fBKiB\fP +Înmulțește numărul întreg cu 1.024 (2^10). \fBKi\fP, \fBk\fP, \fBkB\fP, \fBK\fP și +\fBKB\fP sunt acceptate ca sinonime pentru \fBKiB\fP. +.TP +\fBMiB\fP +Înmulțește numărul întreg cu 1,048,576 (2^20). \fBMi\fP, \fBm\fP, \fBM\fP, și \fBMB\fP +sunt acceptate ca sinonime pentru \fBMiB\fP. +.TP +\fBGiB\fP +Înmulțește numărul întreg cu 1,073,741,824 (2^30). \fBGi\fP, \fBg\fP, \fBG\fP, și +\fBGB\fP sunt acceptate ca sinonime pentru \fBGiB\fP. +.PP +Valoarea specială \fBmax\fP poate fi utilizată pentru a indica valoarea maximă +întreagă suportată de opțiune. +. +.SS "Mod de operare" +Dacă sunt date mai multe opțiuni de mod de funcționare, ultima dintre ele, +este cea care va avea efect. +.TP +\fB\-z\fP, \fB\-\-compress\fP +Comprimare. Acesta este modul de operare implicit atunci când nu este +specificată nicio opțiune de mod de funcționare și nici un alt mod de +operare nu este implicat din numele comenzii (de exemplu, \fBunxz\fP implică +\fB\-\-decompress\fP). +.IP "" +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +After successful compression, the source file is removed unless writing to +standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-d\fP, \fB\-\-decompress\fP, \fB\-\-uncompress\fP +.\" The DESCRIPTION section already says this but it's good to repeat it +.\" here because the default behavior is a bit dangerous and new users +.\" in a hurry may skip reading the DESCRIPTION section. +Decompress. After successful decompression, the source file is removed +unless writing to standard output or \fB\-\-keep\fP was specified. +.TP +\fB\-t\fP, \fB\-\-test\fP +Testează integritatea \fIfișierelor\fP comprimate. Această opțiune este +echivalentă cu \fB\-\-decompress \-\-stdout\fP cu excepția faptului că datele +decomprimate sunt înlăturate în loc să fie scrise la ieșirea standard. Nu +sunt create sau eliminate fișiere. +.TP +\fB\-l\fP, \fB\-\-list\fP +Afișează informații despre \fIfișiere\fP comprimate. Nu are loc nicio +decomprimare la ieșire și nu sunt create sau eliminate fișiere. În modul +listă, programul nu poate citi datele comprimate din intrarea standard sau +din alte surse care nu pot fi căutate. +.IP "" +Listarea implicită arată informații de bază despre \fIfișiere\fP, câte un +fișier pe linie. Pentru a obține informații mai detaliate, utilizați și +opțiunea \fB\-\-verbose\fP. Pentru și mai multe informații, utilizați opțiunea +\fB\-\-verbose\fP de două ori, dar rețineți că acest lucru poate fi lent, +deoarece obținerea tuturor informațiilor suplimentare necesită multe +căutări. Lățimea ieșirii detaliate depășește 80 de caractere, deci +canalizarea ieșirii către, de exemplu, \fBless\ \-S\fP poate fi convenabilă dacă +terminalul nu este suficient de lat. +.IP "" +Ieșirea exactă poate varia între versiunile \fBxz\fP și diferitele +localizări(configurările regionale). Pentru ieșiri care pot fi citite de +mașină, ar trebui utilizată opțiunea \fB\-\-robot \-\-list\fP. +. +.SS "Modificatori de operare" +.TP +\fB\-k\fP, \fB\-\-keep\fP +Nu șterge fișierele de intrare. +.IP "" +Începând cu \fBxz\fP 5.2.6, această opțiune face ca \fBxz\fP să comprime sau să +decomprime, chiar dacă intrarea este o legătură simbolică către un fișier +obișnuit, are mai mult de\-o legătură dură sau are marcați biții setuid, +setgid sau bitul lipicios. Biții setuid, setgid și bitul lipicios nu sunt +copiați în fișierul țintă. În versiunile anterioare acest lucru se făcea +numai cu ajutorul opțiunii \fB\-\-force\fP. +.TP +\fB\-f\fP, \fB\-\-force\fP +Această opțiune are mai multe efecte: +.RS +.IP \(bu 3 +Dacă fișierul țintă există deja, îl șterge înainte de comprimare sau +decomprimare. +.IP \(bu 3 +Comprimă sau decomprimă chiar dacă intrarea este o legătură simbolică către +un fișier obișnuit, are mai mult de\-o legătură dură sau are marcați biții +setuid, setgid sau bitul lipicios. Biții setuid, setgid și bitul lipicios nu +sunt copiați în fișierul țintă. +.IP \(bu 3 +Când este utilizată cu opțiunile \fB\-\-decompress\fP și \fB\-\-stdout\fP, comanda +\fBxz\fP nu poate recunoaște tipul fișierului sursă, și copiază fișierul sursă +așa cum este la ieșirea standard. Acest lucru permite comenzii \fBxzcat\fP +\fB\-\-force\fP să fie folosită drept comanda \fBcat\fP(1) pentru fișierele care nu +au fost comprimate cu \fBxz\fP. Rețineți că, în viitor, \fBxz\fP ar putea să +accepte noi formate de fișiere comprimate, ceea ce poate face ca \fBxz\fP să +decomprime mai multe tipuri de fișiere în loc să le copieze așa cum sunt la +ieșirea standard. Opțiunea \fB\-\-format=\fP\fIformat\fP poate fi folosită pentru a +restricționa \fBxz\fP să decomprime doar un singur format de fișier. +.RE +.TP +\fB\-c\fP, \fB\-\-stdout\fP, \fB\-\-to\-stdout\fP +Scrie datele comprimate sau decomprimate la ieșirea standard în loc de +într\-un fișier. Aceasta implică \fB\-\-keep\fP. +.TP +\fB\-\-single\-stream\fP +Decomprimă numai primul flux \fB.xz\fP și ignoră în tăcere posibilele date de +intrare rămase în urma fluxului. În mod normal, astfel de resturi rămase +face ca \fBxz\fP să afișeze o eroare. +.IP "" +\fBxz\fP nu decomprimă niciodată mai mult de un flux din fișierele \fB.lzma\fP sau +din fluxurile brute, dar această opțiune face ca \fBxz\fP să ignore posibilele +resturi de date rămase după fișierul \fB.lzma\fP sau fluxul brut. +.IP "" +Această opțiune nu are efect dacă modul de funcționare nu este +\fB\-\-decompress\fP sau \fB\-\-test\fP. +.TP +\fB\-\-no\-sparse\fP +Dezactivează crearea de fișiere dispersate. În mod implicit, dacă decomprimă +într\-un fișier obișnuit, \fBxz\fP încearcă să facă fișierul dispersat dacă +datele decomprimate conțin secvențe lungi de zerouri binare. De asemenea, +funcționează atunci când scrie la ieșirea standard, atâta timp cât ieșirea +standard este conectată la un fișier obișnuit și sunt îndeplinite anumite +condiții suplimentare pentru a o face în siguranță. Crearea de fișiere +dispersate poate economisi spațiu pe disc și poate accelera decomprimarea +prin reducerea cantității de date de In/Ieș pe disc. +.TP +\fB\-S\fP \fI.suf\fP, \fB\-\-suffix=\fP\fI.suf\fP +Când comprimă, utilizează \fI.suf\fP ca sufix pentru fișierul țintă în loc de +\&\fB.xz\fP sau \fB.lzma\fP. Dacă nu scrie la ieșirea standard și fișierul sursă are +deja sufixul \fI.suf\fP, este afișat un avertisment și fișierul este omis. +.IP "" +Când decomprimă, recunoaște fișierele cu sufixul \fI.suf\fP în plus față de +fișierele cu sufixul \fB.xz\fP, \fB.txz\fP, \fB.lzma\fP, \fB.tlz\fP sau \fB.lz\fP. Dacă +fișierul sursă are sufixul \fI.suf\fP, sufixul este eliminat pentru a obține +numele fișierului țintă. +.IP "" +La comprimarea sau decomprimarea fluxurilor brute (\fB\-\-format=raw\fP), sufixul +trebuie să fie întotdeauna specificat, cu excepția cazului în care se scrie +la ieșirea standard, deoarece nu există un sufix implicit pentru fluxurile +brute. +.TP +\fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIfișier\fP] +Citește numele fișierelor de procesat din \fIfișier\fP; dacă \fIfișierul\fP este +omis, numele fișierelor sunt citite de la intrarea standard. Numele de +fișiere trebuie să fie terminate cu caracterul de linie nouă. O liniuță +(\fB\-\fP) este luată ca nume de fișier obișnuit; nu înseamnă intrarea +standard. Dacă numele de fișiere sunt date și ca argumente în linia de +comandă, ele sunt procesate înainte ca numele fișierelor să fie citite din +\fIfișier\fP. +.TP +\fB\-\-files0\fP[\fB=\fP\fIfișier\fP] +Această opțiune este identică cu \fB\-\-files\fP[\fB=\fP\fIfișier\fP], cu excepția +faptului că fiecare nume de fișier trebuie să fie terminat cu caracterul +nul. +. +.SS "Formatul de bază al fișierului și opțiunile de comprimare" +.TP +\fB\-F\fP \fIformat\fP, \fB\-\-format=\fP\fIformat\fP +Specifică \fIformatul\fP fișierului pentru comprimare sau decomprimare: +.RS +.TP +\fBauto\fP +Aceasta este valoarea implicită. La comprimare, \fBauto\fP este echivalent cu +\fBxz\fP. La decomprimare, formatul fișierului de intrare este detectat +automat. Rețineți că fluxurile brute (create cu \fB\-\-format=raw\fP) nu pot fi +detectate automat. +.TP +\fBxz\fP +Comprimă în formatul de fișier \fB.xz\fP sau acceptă numai fișierele \fB.xz\fP +când decomprimă. +.TP +\fBlzma\fP, \fBalone\fP +Comprimă în formatul de fișier \fB.lzma\fP vechi sau acceptă numai fișierele +\&\fB.lzma\fP când decomprimă. Numele alternativ \fBalone\fP este furnizat pentru +compatibilitatea cu versiunile mai vechi de LZMA Utils. +.TP +\fBlzip\fP +Acceptă numai fișierele \fB.lz\fP când decomprimă. Comprimarea nu este +acceptată. +.IP "" +Formatul \fB.lz\fP versiunea 0 și versiunea neextinsă 1 sunt +acceptate. Fișierele versiunea 0 au fost produse de \fBlzip\fP cu versiunea 1.3 +sau mai veche. Astfel de fișiere nu sunt obișnuite, dar pot fi găsite în +arhivele de fișiere, deoarece câteva pachete sursă au fost lansate în acest +format. Oamenii ar putea avea și fișiere personale vechi în acest +format. Suportul de decomprimare pentru versiunea de format 0 a fost +eliminat în \fBlzip\fP 1.18. +.IP "" +\fBlzip\fP 1.4 și versiunile ulterioare creează fișiere în formatul versiunea +1. Extensia „sync flush marker” pentru versiunea 1 de format a fost adăugată +în \fBlzip\fP 1.6. Această extensie este folosită rar și nu este acceptată de +\fBxz\fP (diagnosticată ca intrare coruptă). +.TP +\fBraw\fP +Comprimă sau decomprimă un flux brut (fără anteturi). Acest lucru este +destinat doar utilizatorilor avansați. Pentru a decodifica fluxurile brute, +trebuie să utilizați opțiunea \fB\-\-format=raw\fP și să specificați în mod +explicit lanțul de filtre, care în mod normal ar fi fost stocat în +anteturile containerului. +.RE +.TP +\fB\-C\fP \fIverificarea\fP, \fB\-\-check=\fP\fIverificarea\fP +Specifică tipul verificării integrității. Verificarea este calculată din +datele necomprimate și stocată în fișierul \fB.xz\fP. Această opțiune are efect +numai la comprimarea în format \fB.xz\fP; formatul \fB.lzma\fP nu acceptă +verificări de integritate. Verificarea integrității (dacă există) este +efectuată atunci când fișierul \fB.xz\fP este decomprimat. +.IP "" +Tipuri de \fIverificare\fP acceptate: +.RS +.TP +\fBnone\fP +Nu calculează deloc o verificare a integrității. Aceasta este de obicei o +idee proastă. Acest lucru poate fi util atunci când integritatea datelor +este oricum verificată prin alte mijloace. +.TP +\fBcrc32\fP +Calculează CRC32 folosind polinomul din IEEE\-802.3 (Ethernet). +.TP +\fBcrc64\fP +Calculează CRC64 folosind polinomul din ECMA\-182. Aceasta este valoarea +implicită, deoarece este ceva mai bună decât CRC32 la detectarea fișierelor +deteriorate, iar diferența de viteză este neglijabilă. +.TP +\fBsha256\fP +Calculează SHA\-256. Acest lucru este oarecum mai lent decât CRC32 și CRC64. +.RE +.IP "" +Integritatea antetelor \fB.xz\fP este întotdeauna verificată cu CRC32. Nu este +posibilă modificarea sau dezactivarea acesteia. +.TP +\fB\-\-ignore\-check\fP +Nu efectuează verificarea integrității datelor comprimate la +decomprimare. Valorile CRC32 din antetele \fB.xz\fP vor fi însă verificate +normal. +.IP "" +\fBNu utilizați această opțiune decât dacă știți ce faceți\fP. Motive posibile +pentru a utiliza această opțiune: +.RS +.IP \(bu 3 +Încercarea de a recupera datele dintr\-un fișier .xz corupt. +.IP \(bu 3 +Accelerarea decomprimării. Acest lucru contează mai ales cu SHA\-256 sau cu +fișierele care s\-au comprimat extrem de bine. Este recomandat să nu +utilizați această opțiune în acest scop decât dacă integritatea fișierului +este verificată extern într\-un alt mod. +.RE +.TP +\fB\-0\fP ... \fB\-9\fP +Selectează un nivel prestabilit de comprimare. Valoarea implicită este +\fB\-6\fP. Dacă sunt specificate mai multe niveluri prestabilite, ultimul are +efect. Dacă a fost deja specificat un lanț de filtre personalizat, +specificarea unui nivel prestabilit de comprimare șterge lanțul de filtre +personalizat. +.IP "" +Diferențele dintre valorile prestabilite sunt mai semnificative decât cu +\fBgzip\fP(1) și \fBbzip2\fP(1). Valorile de comprimare selectate determină +cerințele de memorie ale instrumentului de decomprimare, astfel încât +utilizarea unui nivel prea mare prestabilit ar putea face „dureroasă” +decomprimarea fișierului pe un sistem vechi cu puțină memorie RAM. Mai +exact, \fBnu este o idee bună să folosiți orbește \-9 pentru tot\fP așa cum se +întâmplă adesea cu \fBgzip\fP(1) și \fBbzip2\fP(1). +.RS +.TP +\fB\-0\fP ... \fB\-3\fP +Acestea sunt valorile prestabilite oarecum rapide. \fB\-0\fP este uneori mai +rapid decât \fBgzip \-9\fP în timp ce comprimă mult mai bine. Cele mai ridicate +au adesea viteza comparabilă cu \fBbzip2\fP(1) cu un raport de comprimare +comparabil sau mai bun, deși rezultatele depind foarte mult de tipul de date +care sunt comprimate. +.TP +\fB\-4\fP ... \fB\-6\fP +Comprimare bună spre foarte bună, păstrând în același timp utilizarea +memoriei de către instrumentul de decomprimare la un nivel rezonabil chiar +și pentru sistemele vechi. \fB\-6\fP este valoarea implicită, care este de +obicei o alegere bună pentru distribuirea fișierelor care trebuie să poată +fi decomprimate chiar și pe sisteme cu doar 16Mio de memorie RAM. Opțiunile +(\fB\-5e\fP sau \fB\-6e\fP ar putea fi demne de luat în considerare. A se vedea +opțiunea \fB\-\-extreme\fP.) +.TP +\fB\-7 ... \-9\fP +Acestea sunt precum \fB\-6\fP, dar cu cerințe mai mari de memorie pentru +comprimare și decomprimare. Acestea sunt utile numai atunci când comprimați +fișiere mai mari de 8Mio, 16Mio și, respectiv, 32Mio. +.RE +.IP "" +Pe același hardware, viteza de decomprimare este aproximativ un număr +constant de octeți de date comprimate pe secundă. Cu alte cuvinte, cu cât +comprimarea este mai bună, cu atât decomprimarea va fi de obicei mai +rapidă. Aceasta înseamnă, de asemenea, că valoarea de la ieșire a cantității +de date necomprimate produsă pe secundă poate varia foarte mult. +.IP "" +Următorul tabel rezumă caracteristicile valorilor prestabilite: +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +ValPrestab;DimDict;CPUComp;MemComp;MemDec +\-0;256 KiB;0;3 MiB;1 MiB +\-1;1 MiB;1;9 MiB;2 MiB +\-2;2 MiB;2;17 MiB;3 MiB +\-3;4 MiB;3;32 MiB;5 MiB +\-4;4 MiB;4;48 MiB;5 MiB +\-5;8 MiB;5;94 MiB;9 MiB +\-6;8 MiB;6;94 MiB;9 MiB +\-7;16 MiB;6;186 MiB;17 MiB +\-8;32 MiB;6;370 MiB;33 MiB +\-9;64 MiB;6;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Descrieri coloane: +.RS +.IP \(bu 3 +DimDict este dimensiunea dicționarului LZMA2. Este o risipă de memorie să +folosești un dicționar mai mare decât dimensiunea fișierului necomprimat. De +aceea este bine să evitați utilizarea valorilor prestabilite \fB\-7\fP ... \fB\-9\fP +atunci când nu este nevoie cu adevărat de ele. Pentru valoarea prestabilită +\fB\-6\fP sau alta mai mică, cantitatea de memorie irosită este de obicei +suficient de mică pentru a nu conta. +.IP \(bu 3 +CPUComp este o reprezentare simplificată a configurărilor LZMA2 care +afectează viteza de comprimare. Dimensiunea dicționarului afectează și +viteza, așa că, în timp ce CPUComp este aceeași pentru nivelurile \fB\-6\fP +\&... \fB\-9\fP, nivelurile mai mari tind să fie puțin mai lente. Pentru a obține +o comprimare și mai lentă și, astfel, posibil mai bună, consultați opțiunea +\fB\-\-extreme\fP. +.IP \(bu 3 +MemComp conține cerințele de memorie ale comprimării în modul cu un singur +fir de execuție. Poate varia ușor între versiunile \fBxz\fP. +.IP \(bu 3 +MemDec conține cerințele de memorie pentru decomprimare. Adică, +configurările de comprimare determină cerințele de memorie ale +decomprimării. Cantitatea exactă a memoriei utilizate la decomprimare este +puțin mai mare decât dimensiunea dicționarului LZMA2, dar valorile din tabel +au fost rotunjite la următorul Mio. +.RE +.IP "" +Cerințele de memorie ale modului cu mai multe fire de execuție sunt +semnificativ mai mari decât cele ale modului cu un singur fir de +execuție. Cu valoarea implicită a lui \fB\-\-block\-size\fP, fiecare fir are +nevoie de 3*3*DictSize plus MemComp sau MemDec. De exemplu, patru fire de +execuție cu valoarea prestabilită \fB\-6\fP au nevoie de 660\(en670\ Mio de +memorie. +.TP +\fB\-e\fP, \fB\-\-extreme\fP +Utilizează o variantă mai lentă a nivelului prestabilit de comprimare +selectat (\fB\-0\fP ... \fB\-9\fP) pentru a obține un raport de comprimare puțin mai +bun, dar din nefericire, acest lucru îl poate înrăutăți. Utilizarea memoriei +pentru decomprimare nu este afectată, dar utilizarea memoriei la comprimare +crește puțin la nivelurile prestabilite \fB\-0\fP ... \fB\-3\fP. +.IP "" +Deoarece există două valori prestabilite cu dimensiuni ale dicționarului de +4Mio și 8Mio, valorile prestabilite \fB\-3e\fP și \fB\-5e\fP folosesc configurări +puțin mai rapide (CPUComp mai mic) decât \fB\-4e\fP și \fB\-6e\fP, respectiv. În +acest fel, nu există două nivele prestabilite identice. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c c c +n n n n n. +ValPrestab;DimDict;CPUComp;MemComp;MemDec +\-0e;256 KiB;8;4 MiB;1 MiB +\-1e;1 MiB;8;13 MiB;2 MiB +\-2e;2 MiB;8;25 MiB;3 MiB +\-3e;4 MiB;7;48 MiB;5 MiB +\-4e;4 MiB;8;48 MiB;5 MiB +\-5e;8 MiB;7;94 MiB;9 MiB +\-6e;8 MiB;8;94 MiB;9 MiB +\-7e;16 MiB;8;186 MiB;17 MiB +\-8e;32 MiB;8;370 MiB;33 MiB +\-9e;64 MiB;8;674 MiB;65 MiB +.TE +.RE +.RE +.IP "" +De exemplu, există un total de patru nivele prestabilite care folosesc +dicționarul 8Mio, a căror ordine de la cel mai rapid la cel mai lent este +\fB\-5\fP, \fB\-6\fP, \fB\-5e\fP și \fB\-6e\fP . +.TP +\fB\-\-fast\fP +.PD 0 +.TP +\fB\-\-best\fP +.PD +Acestea sunt alias de opțiuni, oarecum înșelătoare pentru \fB\-0\fP și, +respectiv, \fB\-9\fP. Acestea sunt furnizate numai pentru compatibilitatea cu +LZMA Utils. Evitați utilizarea acestor opțiuni. +.TP +\fB\-\-block\-size=\fP\fIdimensiunea\fP +Când comprimă în formatul \fB.xz\fP, împarte datele de intrare în blocuri de +\fIdimensiunea\fP octeți. Blocurile sunt comprimate independent unul de +celălalt, ceea ce ajută în modul cu mai multe fire de execuție și face +posibilă decomprimarea cu acces aleatoriu limitat. Această opțiune este de +obicei folosită pentru a suprascrie dimensiunea implicită a blocului în +modul cu mai multe fire de execuție, dar această opțiune poate fi folosită +și în modul cu un singur fir de execuție. +.IP "" +În modul cu mai multe fire de execuție, aproximativ de trei ori +\fIdimensiunea\fP de octeți vor fi alocați în fiecare fir pentru stocarea +intrării și ieșirii. \fIDimensiunea\fP implicită este de trei ori dimensiunea +dicționarului LZMA2 sau 1Mio, oricare dintre acestea este mai mare. În mod +obișnuit, o valoare bună este de două la patru ori dimensiunea dicționarului +LZMA2 sau de cel puțin 1Mio. Utilizarea unei \fIdimensiuni\fP mai mici decât +dimensiunea dicționarului LZMA2 este o risipă de memorie RAM, deoarece +atunci memoria tampon a dicționarului LZMA2 nu va fi niciodată utilizată pe +deplin. În modul cu mai multe fire de execuție, dimensiunile blocurilor sunt +stocate în anteturile blocurilor. Aceste informații privind dimensiunea sunt +necesare pentru decomprimarea cu mai multe fire. +.IP "" +În modul cu un singur fir de execuție, nicio divizare a blocurilor nu se +face în mod implicit. Folosirea acestei opțiuni nu afectează utilizarea +memoriei. Nu sunt stocate informații despre dimensiune în antetele +blocurilor, astfel încât fișierele create în modul cu un singur fir de +execuție nu vor fi identice cu fișierele create în modul cu mai multe fire +de execuție. Lipsa informațiilor privind dimensiunea înseamnă, de asemenea, +că \fBxz\fP nu va putea decomprima fișierele în modul cu mai multe fire. de +execuție. +.TP +\fB\-\-block\-list=\fP\fIelemente\fP +Când comprimă în formatul \fB.xz\fP, începe un nou bloc cu un lanț de filtre +personalizat opțional după intervalele specificate de date necomprimate. +.IP "" +\fIelementele\fP sunt o listă separată prin virgule. Fiecare element este +format dintr\-un număr opțional de lanț de filtrare între 0 și 9, urmat de +două puncte (\fB:\fP) și de o dimensiune cerută a datelor +necomprimate. Omiterea unui element (două sau mai multe virgule consecutive) +este o prescurtare pentru a utiliza dimensiunea și filtrele din elementul +anterior. +.IP "" +În cazul în care fișierul de intrare este mai mare decât suma dimensiunilor +din \fIelemente\fP, ultimul element se repetă până la sfârșitul fișierului. O +valoare specială de \fB0\fP poate fi utilizată ca ultimă dimensiune pentru a +indica faptul că restul fișierului trebuie să fie codificat ca un singur +bloc. +.IP "" +Un lanț de filtre alternativ pentru fiecare bloc poate fi specificat în +combinație cu opțiunile \fB\-\-filters1=\fP\fIfiltre\fP \&...\& +\fB\-\-filters9=\fP\fIfiltre\fP. Aceste opțiuni definesc lanțuri de filtre cu un +identificator cuprins între 1\(en9. Lanțul de filtre 0 poate fi utilizat +pentru a se referi la lanțul de filtre implicit, ceea ce este același lucru +cu a nu specifica un lanț de filtre. Identificatorul lanțului de filtre +poate fi utilizat înaintea dimensiunii necomprimate, urmat de două puncte +(\fB:\fP). De exemplu, dacă se specifică +\fB\-\-block\-list=1:2MiB,3:2MiB,2:4MiB,,2MiB,0:4MiB\fP, atunci blocurile vor fi +create folosind: +.RS +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre specificat de \fB\-\-filters1\fP și 2 Mio de intrare +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre specificat de \fB\-\-filters3\fP și 2 Mio de intrare +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre specificat de \fB\-\-filters2\fP și 4 Mio de intrare +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre specificat de \fB\-\-filters2\fP și 4 Mio de intrare +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre implicit și 2 MiB de intrare +.IP \(bu 3 +Lanțul de filtre implicit și 4 MiB de intrare pentru fiecare bloc până la +sfârșitul intrării. +.RE +.IP "" +Dacă se specifică o dimensiune care depășește dimensiunea blocului +codificatorului (fie valoarea implicită în modul cu fire de execuție, fie +valoarea specificată cu \fB\-\-block\-size=\fP\fIdimensiune\fP), codificatorul va +crea blocuri suplimentare, păstrând limitele specificate în \fIelemente\fP. De +exemplu, dacă se specifică \fB\-\-block\-size=10MiB\fP +\fB\-\-block\-list=5MiB,10MiB,8MiB,12MiB,24MiB\fP și fișierul de intrare este de +80 MiB, se vor obține 11 blocuri: 5, 10, 8, 10, 10, 2, 10, 10, 10, 4, 10, +10, 10 și 1 Mio. +.IP "" +În modul cu mai multe fire de execuție, dimensiunile blocurilor sunt stocate +în antetele blocurilor. Acest lucru nu se face în modul cu un singur fir de +execuție, astfel încât ieșirea codificată nu va fi identică cu cea a modului +cu mai multe fire de execuție. +.TP +\fB\-\-flush\-timeout=\fP\fItimp_limită\fP +La comprimare, dacă au trecut mai mult de \fItimp_limită\fP milisecunde (un +întreg pozitiv) de la curățarea anterioară și citirea mai multor intrări +s\-ar bloca, toate datele de intrare în așteptare sunt eliminate din +codificator și puse la dispoziție în fluxul de ieșire. Acest lucru poate să +fie util dacă \fBxz\fP este utilizat pentru a comprima datele care sunt +transmise în flux printr\-o rețea. Valorile mici de \fItimp_limită\fP fac datele +disponibile la capătul de recepție cu o mică întârziere, dar valorile mari +de \fItimp_limită\fP oferă un raport de comprimare mai bun. +.IP "" +Această caracteristică este dezactivată în mod implicit. Dacă această +opțiune este specificată de mai multe ori, ultima este cea care se ia în +considerare. Valoarea specială a lui \fItimp_limită\fP de \fB0\fP, poate fi +utilizată pentru a dezactiva în mod explicit această caracteristică. +.IP "" +Această caracteristică nu este disponibilă în sistemele non\-POSIX. +.IP "" +.\" FIXME +\fBAceastă caracteristică este încă experimentală\fP. În prezent, \fBxz\fP este +nepotrivit pentru decomprimarea fluxului în timp real datorită modului în +care \fBxz\fP utilizează memoria tampon. +.TP +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIlimita\fP +Stabilește o limită de utilizare a memoriei pentru comprimare. Dacă această +opțiune este specificată de mai multe ori, ultima va avea efect. +.IP "" +Dacă parametrii de comprimare depășesc \fIlimita\fP, \fBxz\fP va încerca să +ajusteze parametrii scăzând valorile acestora, astfel încât limita să nu mai +fie depășită și va afișa o notificare că ajustarea automată a fost +efectuată. Ajustările se fac în această ordine: reducerea numărului de fire, +trecerea la modul un singur fir de execuție dacă chiar și un singur fir în +modul cu mai multe fire de execuție depășește \fIlimita\fP și, în final, +reducerea dimensiunii dicționarului LZMA2. +.IP "" +Când comprimă cu opțiunea \fB\-\-format=raw\fP sau dacă a fost specificată +opțiunea \fB\-\-no\-adjust\fP, numai numărul de fire poate fi redus, deoarece se +poate face fără a afecta rezultatul comprimării. +.IP "" +Dacă \fIlimita\fP nu poate fi îndeplinită chiar și cu ajustările descrise mai +sus, este afișată o eroare și \fBxz\fP va ieși cu starea de ieșire 1. +.IP "" +\fILimita\fP poate fi specificata în mai multe moduri: +.RS +.IP \(bu 3 +\fILimita\fP poate fi o valoare absolută în octeți. Utilizarea unui sufix +întreg precum \fBMiB\fP poate fi utilă. De exemplu: +\fB\-\-memlimit\-compress=80MiB\fP +.IP \(bu 3 +\fILimita\fP poate fi specificată ca procent din memoria fizică totală +(RAM). Acest lucru poate fi util mai ales atunci când definiți variabila de +mediu \fBXZ_DEFAULTS\fP într\-un script de inițializare shell care este partajat +între diferite calculatoare. În acest fel, limita este automat mai mare pe +sistemele cu mai multă memorie. De exemplu: \fB\-\-memlimit\-compress=70%\fP +.IP \(bu 3 +\fILimita\fP poate fi restabilită la valoarea implicită dându\-i valoarea +\fB0\fP. În prezent, aceasta este echivalentă cu stabilirea \fIlimitei\fP la +\fBmax\fP (fără limită de utilizare a memoriei). +.RE +.IP "" +Pentru \fBxz\fP pe 32 de biți există un caz special: dacă \fIlimita\fP ar fi peste +\fB4020MiB\fP, \fIlimita\fP este stabilită la \fB4020MiB\fP. Pe MIPS32 este +stabilită în schimb la \fB2000MiB\fP; (valorile \fB0\fP și \fBmax\fP nu sunt afectate +de acest lucru \-\- o caracteristică similară nu există pentru +decomprimare). Acest lucru poate fi util atunci când un executabil pe 32 de +biți are acces la un spațiu de adrese de 4Gio (2Gio pe MIPS32), se speră că +nu produce daune în alte situații. +.IP "" +Consultați și secțiunea \fBUtilizarea memoriei\fP. +.TP +\fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIlimita\fP +Stabilește o limită de utilizare a memoriei pentru decomprimare. Acest lucru +afectează și modul \fB\-\-list\fP. Dacă operațiunea nu este posibilă fără a +depăși \fIlimita\fP, \fBxz\fP va afișa o eroare și decomprimarea fișierului va +eșua. Consultați \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIlimita\fP pentru modalitățile +posibile de a specifica \fIlimita\fP. +.TP +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIlimita\fP +Stabilește o limită de utilizare a memoriei pentru decomprimarea cu mai +multe fire de execuție. Acest lucru poate afecta doar numărul de fire de +execuție; acest lucru nu îl va face niciodată pe \fBxz\fP să refuze +decomprimarea unui fișier. Dacă \fIlimita\fP este prea scăzută pentru a permite +orice mod cu mai multe fire de execuție, \fIlimita\fP este ignorată și \fBxz\fP va +continua în modul cu un singur fir de execuție. Rețineți că, dacă se +folosește și opțiunea \fB\-\-memlimit\-decompress\fP, se va aplica întotdeauna +atât modurilor cu un singur fir de execuție, cât și modurilor cu mai multe +fire de execuție și astfel \fIlimita\fP efectivă pentru modul cu mai multe fire +de execuție nu va fi niciodată mai mare decât limita stabilită cu opțiunea +\fB\-\-memlimit\-decompress\fP. +.IP "" +Spre deosebire de celelalte opțiuni de limită de utilizare a memoriei, +opțiunea \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIlimita\fP are o \fIlimită\fP implicită +specifică sistemului. Comanda \fBxz \-\-info\-memory\fP poate fi folosită pentru a +vedea valoarea curentă. +.IP "" +Această opțiune și valoarea ei implicită există deoarece, fără nicio limită, +decomprimarea cu (mai multe) fire de execuție ar putea ajunge să aloce o +cantitate „nebună” de memorie cu unele fișiere de intrare. Dacă \fIlimita\fP +implicită este prea scăzută pe sistemul dumneavoastră, nu ezitați să +creșteți \fIlimita\fP, dar niciodată să nu o stabiliți la o valoare mai mare +decât cantitatea de memorie RAM utilizabilă și cu niște fișiere de intrare +adecvate, \fBxz\fP va încerca să utilizeze acea cantitate de memorie chiar și +cu un număr redus de fire de execuție. Rularea lui \fBxz\fP cu depășirea +cantității de memorie fizice(RAM) sau a celei de interschimb(swap) nu va +îmbunătăți performanța de decomprimare. +.IP "" +Consultați opțiunea \fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIlimita\fP pentru modalități +posibile de a specifica \fIlimita\fP. Stabilirea \fIlimitei\fP la \fB0\fP +restabilește \fIlimita\fP la valoarea implicită specifică sistemului. +.TP +\fB\-M\fP \fIlimita\fP, \fB\-\-memlimit=\fP\fIlimita\fP, \fB\-\-memory=\fP\fIlimita\fP +Aceasta este echivalentă cu specificarea opțiunilor: +\fB\-\-memlimit\-compress=\fP\fIlimita\fP \fB\-\-memlimit\-decompress=\fP\fIlimita\fP +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress=\fP\fIlimita\fP. +.TP +\fB\-\-no\-adjust\fP +Afișează o eroare și iese dacă limita de utilizare a memoriei nu poate fi +îndeplinită fără ajustarea parametrilor care afectează ieșirea +comprimată. Adică, acest lucru împiedică \fBxz\fP să comute codificatorul din +modul cu mai multe fire de execuție în modul cu un singur fir de execuție și +să reducă dimensiunea dicționarului LZMA2. Chiar și atunci când această +opțiune este utilizată, numărul de fire de execuție poate fi redus pentru a +îndeplini limita de utilizare a memoriei, deoarece aceasta nu va afecta +comprimarea. +.IP "" +Ajustarea automată este întotdeauna dezactivată la crearea fluxurilor brute +(\fB\-\-format=raw\fP). +.TP +\fB\-T\fP \fInumăr\fP, \fB\-\-threads=\fP\fInumăr\fP +Specifică numărul de fire de execuție de utilizat. Stabilirea \fInumărului\fP +la valoarea specială \fB0\fP, face ca \fBxz\fP să utilizeze până la atâtea fire de +execuție câte procesoare sunt în sistem. Numărul real de fire de execuție +poate fi mai mic decât \fInumăr\fP dacă fișierul de intrare nu este suficient +de mare pentru a trece la modul cu mai multe fire de execuție cu parametrii +dați, sau dacă folosirea mai multor fire de execuție ar depăși limita de +utilizare a memoriei. +.IP "" +Operațiile de comprimare cu un singur fir de execuție și cele cu mai multe +fire de execuție produc ieșiri diferite. Comprimarea cu un singur fir de +execuție va oferi cea mai mică dimensiune a fișierului, dar numai ieșirea de +la comprimarea cu mai multe fire de execuție poate fi decomprimată folosind +mai multe fire. Stabilirea \fInumărului\fP la \fB1\fP va determina ca \fBxz\fP să +folosească modul cu un singur fir de execuție. Stabilirea \fInumărului\fP la +orice altă valoare, inclusiv \fB0\fP, va determina ca \fBxz\fP să folosească +comprimarea cu mai multe fire de execuție chiar dacă sistemul acceptă doar +un fir hardware; (\fBxz\fP 5.2.x folosește modul cu un singur fir de execuție +în această situație). +.IP "" +Pentru a utiliza modul cu mai multe fire de execuție cu un singur fir, +stabiliți \fInumărul\fP la \fB+1\fP. Prefixul \fB+\fP nu are efect cu alte valori +decât \fB1\fP. O limită de utilizare a memoriei poate face în continuare \fBxz\fP +să treacă în modul cu un singur fir, cu excepția cazului în care este +utilizată opțiunea \fB\-\-no\-adjust\fP. Suportul pentru prefixul \fB+\fP a fost +adăugat în \fBxz\fP 5.4.0. +.IP "" +Dacă a fost solicitat un număr automat de fire și nu a fost specificată +nicio limită de utilizare a memoriei, atunci o limită „maleabilă” implicită +specifică sistemului va fi utilizată pentru a limita eventual numărul de +fire de execuție. Este o limită „maleabilă” în sensul că este ignorată dacă +numărul de fire devine unul, astfel o limită „maleabilă” nu va opri +niciodată \fBxz\fP să comprime sau să decomprime. Această limită „maleabilă” +implicită nu va face \fBxz\fP să treacă de la modul cu mai multe fire de +execuție la modul cu un singur fir de execuție. Limitele active pot fi +văzute rulând comanda \fBxz \-\-info\-memory\fP. +.IP "" +În prezent, singura metodă de procesare cu fire de execuție este împărțirea +intrării în blocuri și comprimarea lor independent unul de +celălalt. Dimensiunea implicită a blocului depinde de nivelul de comprimare +și poate fi înlocuită cu opțiunea \fB\-\-block\-size=\fP\fIdimensiune\fP. +.IP "" +Decomprimarea cu fire de execuție funcționează numai pe fișierele care +conțin mai multe blocuri cu informații despre dimensiune în antetele +blocurilor. Toate fișierele suficient de mari comprimate în modul cu mai +multe fire de execuție îndeplinesc această condiție, dar fișierele +comprimate în modul cu un singur fir de execuție nu o îndeplinesc chiar dacă +a fost folosită opțiunea \fB\-\-block\-size=\fP\fIdimensiune\fP. +.IP "" +Valoarea implicită pentru \fIfire de execuție\fP este \fB0\fP. În \fBxz\fP 5.4.x și +mai vechi, valoarea implicită este \fB1\fP. +. +.SS "Lanțuri de filtrare personalizate pentru instrumentul de comprimare" +Un lanț de filtrare personalizat permite specificarea parametrilor de +comprimare în detaliu, în loc să se bazeze pe cei asociați opțiunilor +prestabilite. Când este specificat un lanț de filtrare personalizat, +opțiunile prestabilite (\fB\-0\fP \&...\& \fB\-9\fP și \fB\-\-extreme\fP) de mai devreme +din linia de comandă sunt uitate. Dacă o opțiune prestabilită este +specificată după una sau mai multe opțiuni de lanț de filtrare personalizat, +noua prestabilire intră în vigoare și opțiunile lanțului de filtrare +personalizat, specificate mai devreme sunt uitate. +.PP +Un lanț de filtrare este comparabil cu conductele din linia de comandă. La +comprimare, intrarea necomprimată merge la primul filtru, a cărui ieșire +merge la următorul filtru (dacă există). Ieșirea ultimului filtru este +scrisă în fișierul comprimat. Numărul maxim de filtre din lanț este de +patru, dar de obicei un lanț de filtrare are doar unul sau două filtre. +.PP +Multe filtre au limitări în ceea ce privește locul în care se pot afla în +lanțul de filtrare: unele filtre pot funcționa doar ca ultimul filtru din +lanț, altele doar ca non\-ultim filtru și unele funcționează în orice poziție +din lanț. În funcție de filtru, această limitare este fie inerentă +proiectării filtrului, fie există pentru a preveni problemele de securitate. +.PP +Un lanț de filtre personalizat poate fi specificat în două moduri +diferite. Opțiunile \fB\-\-filters=\fP\fIfiltre\fP și \fB\-\-filters1=\fP\fIfiltre\fP +\&...\& \fB\-\-filters9=\fP\fIfiltre\fP permit specificarea unui întreg lanț de +filtre într\-o singură opțiune, folosind sintaxa șirului de filtre +liblzma. Alternativ, un lanț de filtre poate fi specificat prin utilizarea +uneia sau mai multor opțiuni de filtrare individuale în ordinea în care sunt +dorite în lanțul de filtre. Adică, ordinea opțiunilor de filtrare +individuale este semnificativă! La decodificarea fluxurilor brute +(\fB\-\-format=raw\fP), lanțul de filtre trebuie să fie specificat în aceeași +ordine în care a fost specificat la comprimare. Orice filtru individual sau +opțiuni presetate specificate înainte de opțiunea de lanț complet +(\fB\-\-filters=\fP\fIfiltre\fP) vor fi uitate. Filtrele individuale specificate +după opțiunea „lanț complet” vor reinițializa lanțul de filtre. +.PP +Atât opțiunile de filtrare completă, cât și cele de filtrare individuală +acceptă \fIopțiuni\fP specifice filtrului sub forma unei liste separate prin +virgule. Se ignoră virgulele suplimentare din \fIopțiuni\fP. Fiecare opțiune +are o valoare implicită, deci specificați\-le pe cele pe care doriți să le +modificați. +.PP +Pentru a vedea întregul lanț de filtre și \fIopțiuni\fP, utilizați \fBxz \-vv\fP +(adică folosiți \fB\-\-verbose\fP de două ori). Acest lucru funcționează și +pentru vizualizarea opțiunilor lanțului de filtre utilizate de valorile +prestabilite. +.TP +\fB\-\-filters=\fP\fIfiltre\fP +Specificați întregul lanț de filtre sau o presetare într\-o singură +opțiune. Fiecare filtru poate fi separat prin spații sau două liniuțe +(\fB\-\-\fP). Este posibil să fie necesar ca \fIfiltrele\fP să fie puse între +ghilimele în linia de comandă a shell\-ului pentru a fi analizate ca o +singură opțiune. Pentru a indica \fIopțiuni\fP, utilizați \fB:\fP sau \fB=\fP. O +presetare poate fi prefixată cu un \fB\-\fP și urmată de zero sau mai multe +indicatoare. Singurul indicator suportat este \fBe\fP pentru a aplica aceleași +opțiuni ca și \fB\-\-extreme\fP. +.TP +\fB\-\-filters1\fP=\fIfiltre\fP ... \fB\-\-filters9\fP=\fIfiltre\fP +Specifică până la nouă lanțuri de filtre suplimentare care pot fi utilizate +cu \fB\-\-block\-list\fP. +.IP "" +De exemplu, atunci când se comprimă o arhivă cu fișiere executabile urmate +de fișiere text, partea executabilă ar putea utiliza un lanț de filtre cu un +filtru BCJ, iar partea de text doar filtrul LZMA2. +.TP +\fB\-\-filters\-help\fP +Afișează un mesaj de ajutor care descrie modul de specificare a presetărilor +și a lanțurilor de filtre personalizate în opțiunile \fB\-\-filters\fP și +\fB\-\-filters1=\fP\fIfiltre\fP \&...\& \fB\-\-filters9=\fP\fIfiltre\fP și iese. +.TP +\fB\-\-lzma1\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-lzma2\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.PD +Adaugă filtrul LZMA1 sau LZMA2 la lanțul de filtre. Aceste filtre pot fi +folosite doar ca ultimul filtru din lanț. +.IP "" +LZMA1 este un filtru vechi, care este acceptat aproape exclusiv datorită +formatului de fișier vechi \fB.lzma\fP, care acceptă numai LZMA1. LZMA2 este o +versiune actualizată a LZMA1 pentru a rezolva unele probleme practice ale +LZMA1. Formatul \fB.xz\fP folosește LZMA2 și nu acceptă deloc LZMA1. Viteza de +comprimare și rapoartele LZMA1 și LZMA2 sunt practic aceleași. +.IP "" +LZMA1 și LZMA2 au același set de \fIopțiuni\fP: +.RS +.TP +\fBpreset=\fP\fIprestabilit\fP +Reconfigurează toate \fIopțiunile\fP LZMA1 sau LZMA2 la +\fIprestabilit\fP. \fIprestabilit\fP constă dintr\-un număr întreg, care poate fi +urmat de modificatori prestabiliți cu o singură literă. Numărul întreg +poate fi de la \fB0\fP la \fB9\fP, potrivindu\-se cu opțiunile liniei de comandă +\fB\-0\fP \&...\& \fB\-9\fP. Singurul modificator acceptat în prezent este \fBe\fP, +care se potrivește cu \fB\-\-extreme\fP. Dacă nu este specificat \fBprestabilit\fP, +valorile implicite ale \fIopțiunilor\fP LZMA1 sau LZMA2 sunt preluate din +prestabilirea \fB6\fP. +.TP +\fBdict=\fP\fIdimensiunea\fP +\fIDimensiunea\fP dicționarului (istoricul memoriei tampon) indică câți octeți +din datele necomprimate recent procesate sunt păstrați în +memorie. Algoritmul încearcă să găsească secvențe de octeți care se repetă +(potriviri) în datele necomprimate și să le înlocuiască cu referințe la +datele aflate în prezent în dicționar. Cu cât dicționarul este mai mare, cu +atât este mai mare șansa de a găsi o potrivire. Astfel, creșterea +\fIdimensiunii\fP dicționarului îmbunătățește de obicei raportul de comprimare, +dar un dicționar mai mare decât fișierul necomprimat este risipă de memorie. +.IP "" +\fIDimensiunea\fPtipică a dicționarului este de la 64Kio până la 64Mio. Minimul +este de 4Kio. Maximul pentru compresie este în prezent de 1,5Gio +(1536Mio). Decomprimarea acceptă deja dicționare cu până la un octet mai +puțin de 4Gio, care este maximul pentru formatele de flux LZMA1 și LZMA2. +.IP "" +\fIDimensiunea\fP dicționarului și găsitorul de potriviri (match finder) → +(\fImf\fP) determină împreună utilizarea memoriei de către codificatorul LZMA1 +sau LZMA2. Aceeași \fIdimensiune\fP a dicționarului (sau mai mare) care a fost +utilizată la comprimare, este necesară pentru decomprimare, astfel încât +utilizarea memoriei de către decodificator este determinată de dimensiunea +dicționarului utilizată la comprimare. Antetele \fB.xz\fP stochează +\fIdimensiunea\fP dicționarului fie ca 2^\fIn\fP, fie ca 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1), deci +aceste \fIdimensiuni\fP sunt oarecum preferate pentru comprimare. Alte +\fIdimensiuni\fP vor fi rotunjite atunci când sunt stocate în anteturile +\&\fB.xz\fP. +.TP +\fBlc=\fP\fIlc\fP +Specifică numărul de biți de context literal. Minimul este 0 și maximul este +4; implicit este 3. În plus, suma \fIlc\fP și \fIlp\fP nu trebuie să depășească +4. +.IP "" +Toți octeții care nu pot fi codificați ca potriviri sunt codificați ca +literali. Adică, literalii sunt pur și simplu octeți de 8 biți care sunt +codificați unul câte unul. +.IP "" +Codificarea literală presupune că cei mai mari biți \fIlc\fP ai octetului +anterior necomprimat se corelează cu octetul următor. De exemplu, în textul +tipic englezesc, o literă mare este adesea urmată de o literă mică, iar o +literă mică este urmată de obicei de o altă literă mică. În setul de +caractere US\-ASCII, cei mai mari trei biți sunt 010 pentru literele mari și +011 pentru literele mici. Când \fIlc\fP este cel puțin 3, codificarea literală +poate profita de această proprietate în datele necomprimate. +.IP "" +Valoarea implicită (3) este de obicei bună. Dacă doriți o comprimare maximă, +testați \fBlc=4\fP. Uneori ajută puțin, iar uneori înrăutățește comprimarea +\&. Dacă o agravează, încercați de\-asemeni cu \fBlc=2\fP. +.TP +\fBlp=\fP\fIlp\fP +Specifică numărul de biți de poziție literală. Minimul este 0 și maximul +este 4; implicit este 0. +.IP "" +\fILp\fP afectează ce fel de aliniere în datele necomprimate este presupusă la +codificarea literalelor. Consultați argumentul \fIpb\fP de mai jos pentru mai +multe informații despre aliniere. +.TP +\fBpb=\fP\fIpb\fP +Specifică numărul de biți de poziție. Minimul este 0 și maximul este 4; +implicit este 2. +.IP "" +\fIPb\fP afectează ce fel de aliniere în datele necomprimate este presupusă în +general. Valoarea implicită înseamnă alinierea pe patru octeți +(2^\fIpb\fP=2^2=4), care este adesea o alegere bună atunci când nu există o +ipoteză mai bună. +.IP "" +Când alinierea este cunoscută, definirea lui \fIpb\fP în mod corespunzător +poate reduce puțin dimensiunea fișierului. De exemplu, cu fișierele text cu +aliniere pe un octet (US\-ASCII, ISO\-8859\-*, UTF\-8), definirea \fBpb=0\fP poate +îmbunătăți ușor comprimarea. Pentru textul UTF\-16, \fBpb=1\fP este o alegere +bună. Dacă alinierea este un număr impar, cum ar fi 3 octeți, \fBpb=0\fP ar +putea fi cea mai bună alegere. +.IP "" +Chiar dacă alinierea presupusă poate fi ajustată cu \fIpb\fP și \fIlp\fP, LZMA1 și +LZMA2 încă favorizează ușor alinierea pe 16 octeți. Ar putea fi demn de luat +în considerare atunci când proiectați formate de fișiere care pot fi adesea +comprimate cu LZMA1 sau LZMA2. +.TP +\fBmf=\fP\fImf\fP +Căutarea potrivirilor are un efect major asupra vitezei codificatorului, +utilizării memoriei și raportului de comprimare. De obicei, găsitorii de +potriviri din lanțul sumelor de control sunt mai rapizi decât găsitorii de +potriviri din arborele binar. Valoarea implicită depinde de \fIprestabilit\fP: +0 folosește \fBhc3\fP, 1\(en3 folosește \fBhc4\fP, iar restul folosește \fBbt4\fP. +.IP "" +Sunt acceptate următoarele opțiuni de căutare de potriviri. Formulele de +utilizare a memoriei de mai jos sunt aproximări estimative, care se apropie +cel mai mult de realitate atunci când \fIdict\fP este o putere a lui doi. +.RS +.TP +\fBhc3\fP +Lanț de sumă de control, cu suma de control de 2 și 3 octeți +.br +Valoarea minimă pentru \fInice\fP: 3 +.br +Utilizarea memoriei: +.br +\fIdict\fP * 7.5 (dacă \fIdict\fP <= 16 Mio); +.br +\fIdict\fP * 5.5 + 64 MiB (dacă \fIdict\fP > 16 Mio) +.TP +\fBhc4\fP +Lanț de sumă de control, cu suma de control de 2, 3 și 4 octeți +.br +Valoarea minimă pentru \fInice\fP: 4 +.br +Utilizarea memoriei: +.br +\fIdict\fP * 7.5 (dacă \fIdict\fP <= 32 Mio); +.br +\fIdict\fP * 6.5 (dacă \fIdict\fP > 32 Mio) +.TP +\fBbt2\fP +Arbore binar cu suma de control de 2 octeți +.br +Valoarea minimă pentru \fInice\fP: 2 +.br +Utilizarea memoriei: \fIdict\fP * 9.5 +.TP +\fBbt3\fP +Arbore binar cu suma de control de 2 și 3 octeți +.br +Valoarea minimă pentru \fInice\fP: 3 +.br +Utilizarea memoriei: +.br +\fIdict\fP * 11.5 (dacă \fIdict\fP <= 16 Mio); +.br +\fIdict\fP * 9.5 + 64 MiB (dacă \fIdict\fP > 16 Mio) +.TP +\fBbt4\fP +Arbore binar cu suma de control de 2, 3 și 4 octeți +.br +Valoarea minimă pentru \fInice\fP: 4 +.br +Utilizarea memoriei: +.br +\fIdict\fP * 11.5 (dacă \fIdict\fP <= 32 Mio); +.br +\fIdict\fP * 10.5 (dacă \fIdict\fP > 32 Mio) +.RE +.TP +\fBmode=\fP\fImod\fP +Comprimarea \fImod\fP specifică metoda de analiză a datelor produse de +găsitorul de potriviri. \fIModurile\fP acceptate sunt \fBfast\fP(rapid) și +\fBnormal\fP. Valoarea implicită este \fBfast\fP pentru \fIprestabiliri\fP 0\(en3 și +\fBnormal\fP pentru \fIprestabiliri\fP 4\(en9. +.IP "" +De obicei, \fBfast\fP este folosit cu instrumentele de căutare de potriviri ale +lanțului de sume de control, și \fBnormal\fP cu instrumentele de căutare de +potriviri din arborele binar. Aceasta este și ceea ce fac \fIprestabiririle\fP. +.TP +\fBnice=\fP\fInice\fP +Specifică ceea ce este considerat a fi o lungime bună(nice) pentru o +potrivire. Odată ce este găsită o potrivire de cel puțin \fInice\fP octeți, +algoritmul nu mai caută după potriviri posibile mai bune. +.IP "" +\fINice\fP poate fi de 2\(en273 octeți. Valorile mai mari tind să ofere un +raport de comprimare mai bun în detrimentul vitezei. Valoarea implicită +depinde de \fIprestabilit\fP. +.TP +\fBdepth=\fP\fIadâncimea\fP +Specifică adâncimea maximă de căutare în găsitorul de potriviri. Valoarea +implicită este valoarea specială de 0, ceea ce face ca instrumentul de +comprimare să determine o \fIadâncime\fP rezonabilă pornind de la valorile +\fImf\fP și \fInice\fP. +.IP "" +\fIAdâncimea\fP rezonabilă pentru lanțuri de sumă de control este 4\(en100 și +16\(en1000 pentru arbori binari. Folosirea unor valori foarte mari pentru +\fIadâncime\fP poate face codificatorul extrem de lent cu unele +fișiere. Evitați să stabiliți \fIadâncimea\fP la valori peste 1000, cu excepția +cazului în care sunteți pregătit să întrerupeți comprimarea în cazul în care +durează prea mult. +.RE +.IP "" +La decodificarea fluxurilor brute (\fB\-\-format=raw\fP), LZMA2 are nevoie doar +de \fIdimensiunea\fP dicționarului. LZMA1 are nevoie de asemenea de \fIlc\fP, +\fIlp\fP și \fIpb\fP. +.TP +\fB\-\-x86\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.PD 0 +.TP +\fB\-\-arm\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-armthumb\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-arm64\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-powerpc\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-ia64\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-sparc\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.TP +\fB\-\-riscv\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +.PD +Adaugă un filtru de ramură/apel/salt (branch/call/jump ⟶ „BCJ”) la lanțul de +filtre. Aceste filtre pot fi utilizate numai ca un filtru care nu este +ultimul din lanțul de filtrare. +.IP "" +Un filtru BCJ convertește adresele relative din codul mașinii în omoloagele +lor absolute. Acest lucru nu modifică dimensiunea datelor, dar crește +redundanța, ceea ce poate ajuta LZMA2 să producă fișier \fB.xz\fP cu 0\(en15\ % +mai mic. Filtrele BCJ sunt întotdeauna reversibile, deci folosind un filtru +BCJ pentru tipul greșit de date nu provoacă nicio pierdere de date, deși +poate înrăutăți puțin raportul de comprimare. Filtrele BCJ sunt foarte +rapide și folosesc o cantitate nesemnificativă de memorie. +.IP "" +Aceste filtre BCJ au probleme cunoscute legate de raportul de comprimare: +.RS +.IP \(bu 3 +Unele tipuri de fișiere care conțin cod executabil (de exemplu, fișiere +obiect, biblioteci statice și module de kernel Linux) au adresele din +instrucțiuni completate cu valori de umplere. Aceste filtre BCJ vor face în +continuare conversia adresei, ceea ce va înrăutăți comprimarea cu aceste +fișiere. +.IP \(bu 3 +Dacă pe o arhivă este aplicat un filtru BCJ, este posibil ca raportul de +comprimare să fie mai rău decât la neutilizarea unui filtru BCJ. De exemplu, +dacă există executabile similare sau chiar identice, filtrarea va face +probabil fișierele mai puțin asemănătoare și astfel comprimarea este mai +proastă. Conținutul fișierelor neexecutabile din aceeași arhivă poate conta +și el. În practică, trebuie să încercați cu și fără filtru BCJ pentru a +vedea care rezultat este mai bun în fiecare situație. +.RE +.IP "" +Seturi de instrucțiuni diferite au o aliniere diferită: fișierul executabil +trebuie aliniat la un multiplu al acestei valori în datele de intrare pentru +ca filtrul să funcționeze. +.RS +.RS +.PP +.TS +tab(;); +l n l +l n l. +Filtru;Aliniere;Note +x86;1;x86 pe 32 de biți +;;sau 64 de biți +ARM;4; +ARM\-Thumb;2; +ARM64;4;alinierea pe 4096\-octeți +;;este cea mai bună +PowerPC;4;Doar big endian +IA\-64;16;Itanium +SPARC;4; +RISC\-V;2; +.TE +.RE +.RE +.IP "" +Deoarece datele filtrate prin BCJ sunt de obicei comprimate cu LZMA2, +raportul de comprimare poate fi ușor îmbunătățit dacă opțiunile LZMA2 sunt +definite pentru a se potrivi cu alinierea filtrului BCJ selectat. Exemple: +.RS +.IP \(bu 3 +Filtrul IA\-64 are o aliniere de 16 octeți, astfel încât \fBpb=4,lp=4,lc=0\fP +este alegere adecvată cu LZMA2 (2^4=16). +.IP \(bu 3 +Codul RISC\-V are o aliniere pe 2 sau 4 octeți, depinzând de faptul că +fișierul conține instrucțiuni comprimate pe 16 biți (extensia C) sau +nu. Atunci când se utilizează instrucțiuni pe 16 biți, \fBpb=2,lp=1,lc=3\fP sau +\fBpb=1,lp=1,lc=3\fP este o alegere bună. Atunci când nu sunt prezente +instrucțiuni pe 16 biți, \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP este cea mai bună +alegere. \fBreadelf \-h\fP poate fi utilizată pentru a verifica dacă „RVC” apare +în linia „Indicatori". +.IP \(bu 3 +ARM64 este întotdeauna aliniat pe 4 octeți, astfel încât \fBpb=2,lp=2,lc=2\fP +este cea mai bună alegere. +.IP \(bu 3 +Filtrul x86 este o excepție. De obicei, este bine să rămâneți la valorile +implicite ale LZMA2 (\fBpb=2,lp=0,lc=3\fP) atunci când comprimați executabile +x86. +.RE +.IP "" +Toate filtrele BCJ acceptă același \fIopțiuni\fP: +.RS +.TP +\fBstart=\fP\fIpoziție\fP +Specifică \fIpoziția\fP de pornire care este utilizată la conversia între +adresele relative și absolute. \fIPoziția\fP trebuie să fie un multiplu al +alinierii filtrului (consultați tabelul de mai sus). Valoarea implicită +este zero. În practică, valoarea implicită este bună; specificarea unei +\fIpoziții\fP personalizate nu este aproape niciodată utilă. +.RE +.TP +\fB\-\-delta\fP[\fB=\fP\fIopțiuni\fP] +Adaugă filtrul Delta în lanțul de filtrare. Filtrul Delta poate fi folosit +doar ca un filtru care nu este ultimul în lanțul de filtrare. +.IP "" +În prezent, este acceptat doar calculul delta simplu de octeți. Poate fi +util la comprimarea, de exemplu, a imaginilor bitmap necomprimate sau a +sunetului PCM necomprimat. Cu toate acestea, algoritmii cu scop special pot +da rezultate semnificativ mai bune decât Delta + LZMA2. Acest lucru este +valabil mai ales în cazul audio, care se comprimă mai repede și mai bine, de +exemplu, cu \fBflac\fP(1). +.IP "" +\fIOpțiuni\fP acceptate: +.RS +.TP +\fBdist=\fP\fIdistanța\fP +Specifică \fIdistanța\fP calculului delta în octeți. \fIDistanța\fP trebuie să fie +1\(en256. Valoarea implicită este 1. +.IP "" +De exemplu, cu \fBdist=2\fP și intrare de opt octeți: A1 B1 A2 B3 A3 B5 A4 B7, +ieșirea va fi: A1 B1 01 02 01 02 01 02. +.RE +. +.SS "Alte opțiuni" +.TP +\fB\-q\fP, \fB\-\-quiet\fP +Suprimă avertismentele și notificările. Specificați acest lucru de două ori +pentru a suprima și erorile. Această opțiune nu are niciun efect asupra +stării de ieșire. Adică, chiar dacă o avertizare a fost suprimată, starea de +ieșire pentru a indica o avertizare este încă utilizată. +.TP +\fB\-v\fP, \fB\-\-verbose\fP +Oferă informații detaliate. Dacă ieșirea de eroare standard este conectată +la un terminal, \fBxz\fP va afișa un indicator de progres. Specificarea +opțiunii \fB\-\-verbose\fP de două ori, va avea ca rezultat oferirea de +informații și mai detaliate. +.IP "" +Indicatorul de progres afișează următoarele informații: +.RS +.IP \(bu 3 +Procentul de completare este afișat dacă se cunoaște dimensiunea fișierului +de intrare. Adică, procentul nu poate fi afișat la procesarea fișierului +prin conducte(pipe). +.IP \(bu 3 +Cantitatea de date comprimate produse (comprimare) sau consumate +(decomprimare). +.IP \(bu 3 +Cantitatea de date necomprimate consumate (comprimare) sau produse +(decomprimare). +.IP \(bu 3 +Raportul de comprimare, care se calculează împărțind cantitatea de date +comprimate procesate până acum la cantitatea de date necomprimate procesate +până acum. +.IP \(bu 3 +Viteza de comprimare sau decomprimare. Aceasta este măsurată drept +cantitatea de date necomprimate consumate (comprimare) sau produse +(decomprimare) pe secundă. Este afișată după ce au trecut câteva secunde de +când \fBxz\fP a început procesarea fișierului. +.IP \(bu 3 +Timpul scurs în format M:SS sau H:MM:SS. +.IP \(bu 3 +Timpul rămas estimat este afișat numai atunci când dimensiunea fișierului de +intrare este cunoscută și au trecut deja câteva secunde de când \fBxz\fP a +început procesarea fișierului. Ora este afișată într\-un format mai puțin +precis, care nu are niciodată două puncte, de exemplu, 2 min 30 s. +.RE +.IP "" +Când ieșirea de eroare standard nu este un terminal, \fB\-\-verbose\fP va face +\fBxz\fP să imprime numele fișierului, dimensiunea comprimată, dimensiunea +necomprimată, raportul de comprimare și, eventual, de asemenea, viteza și +timpul scurs pe o singură linie la ieșirea de eroare standard după +comprimarea sau decomprimarea fișierului. Viteza și timpul scurs sunt +incluse numai atunci când operațiunea a durat cel puțin câteva secunde. Dacă +operațiunea nu s\-a încheiat, de exemplu, din cauza întreruperii din partea +utilizatorului, se imprimă și procentul de completare dacă se cunoaște +dimensiunea fișierului de intrare. +.TP +\fB\-Q\fP, \fB\-\-no\-warn\fP +Nu comută starea de ieșire la 2 chiar dacă a fost detectată o condiție care +merită avertizată. Această opțiune nu afectează nivelul de detaliere al +informațiilor, astfel încât atât \fB\-\-quiet\fP cât și \fB\-\-no\-warn\fP trebuie +folosite pentru a nu afișa avertismente și pentru a nu modifica starea de +ieșire. +.TP +\fB\-\-robot\fP +Afișează mesajele într\-un format care poate fi analizat de mașină. Acest +lucru are scopul de a ușura scrierea interfețelor în care se dorește să se +folosească \fBxz\fP în loc de liblzma, ceea ce poate fi cazul cu diferite +scripturi. Ieșirea cu această opțiune activată este menită să fie stabilă în +toate versiunile \fBxz\fP. Consultați secțiunea \fBMOD ROBOT\fP pentru detalii. +.TP +\fB\-\-info\-memory\fP +Afișează, într\-un format care poate fi citit de om, câtă memorie fizică +(RAM) și câte fire de execuție de procesor \fBxz\fP crede că are sistemul și +limitele de utilizare a memoriei pentru comprimare și decomprimare și iese +cu succes. +.TP +\fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP +Afișează un mesaj de ajutor care descrie opțiunile cele mai frecvent +utilizate și iese cu succes. +.TP +\fB\-H\fP, \fB\-\-long\-help\fP +Afișează un mesaj de ajutor care descrie toate caracteristicile \fBxz\fP și +iese cu succes +.TP +\fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP +Afișează numărul versiunii \fBxz\fP și liblzma într\-un format care poate fi +citit de om. Pentru a obține rezultate analizabile de mașină, specificați +\fB\-\-robot\fP înainte de \fB\-\-version\fP. +. +.SH "MOD ROBOT" +Modul robot este activat cu opțiunea \fB\-\-robot\fP. Face ieșirea lui \fBxz\fP mai +ușor de analizat de către alte programe. În prezent, opțiunea \fB\-\-robot\fP +este acceptată numai împreună cu opțiunile \fB\-\-list\fP, \fB\-\-filters\-help\fP, +\fB\-\-info\-memory\fP, și \fB\-\-version\fP. Va fi acceptată pentru comprimare și +decomprimare în viitor. +. +.SS "Modul listă" +\fBxz \-\-robot \-\-list\fP utilizează o ieșire separată de tabulatori. Prima +coloană a fiecărei linii are un șir care indică tipul de informații găsite +pe acea linie: +.TP +\fBname\fP +Aceasta este întotdeauna prima linie când începe să se listeze un fișier. A +doua coloană de pe linie este numele fișierului. +.TP +\fBfile\fP +Această linie conține informații generale despre fișierul \fB.xz\fP. Această +linie este întotdeauna tipărită după linia \fBname\fP. +.TP +\fBstream\fP +Acest tip de linie este utilizat numai atunci când a fost specificată +opțiunea \fB\-\-verbose\fP. Există tot atâtea linii \fBstream\fP câte fluxuri există +în fișierul \fB.xz\fP. +.TP +\fBblock\fP +Acest tip de linie este utilizat numai atunci când a fost specificată +opțiunea \fB\-\-verbose\fP. Există tot atâtea linii \fBblock\fP câte blocuri există +în fișierul \fB.xz\fP. Liniile \fBblock\fP sunt afișate după toate liniile +\fBstream\fP; tipurile diferite de linii nu sunt intercalate. +.TP +\fBsummary\fP +Acest tip de linie este folosit numai atunci când opțiunea \fB\-\-verbose\fP a +fost specificată de două ori. Această linie este afișată după toate liniile +\fBblock\fP. Ca și linia \fBfile\fP, linia \fBsummary\fP conține informații generale +despre fișierul \fB.xz\fP. +.TP +\fBtotals\fP +Această linie este întotdeauna ultima linie din lista afișată la +ieșire. Aceasta arată numărul total și dimensiunile. +.PP +Coloanele din liniile \fBfile\fP: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Numărul de fluxuri din fișier +.IP 3. 4 +Numărul total de blocuri din fluxuri +.IP 4. 4 +Dimensiunea comprimată a fișierului +.IP 5. 4 +Dimensiunea necomprimată a fișierului +.IP 6. 4 +Raportul de comprimare, de exemplu, \fB0,123\fP. Dacă raportul este peste +9,999, în locul raportului sunt afișate trei liniuțe (\fB\-\-\-\fP). +.IP 7. 4 +Lista de nume de verificare a integrității, separate prin +virgule. Următoarele șiruri sunt utilizate pentru tipurile de verificare +cunoscute: \fBNone\fP, \fBCRC32\fP, \fBCRC64\fP și \fBSHA\-256\fP. Pentru tipurile de +verificări necunoscute, se utilizează \fBNone\-\fP\fIN\fP, unde \fIN\fP este ID\-ul de +verificare ca număr zecimal (una sau două cifre). +.IP 8. 4 +Dimensiunea totală a umpluturii fluxului din fișier +.RE +.PD +.PP +Coloanele din liniile \fBstream\fP: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Numărul fluxului (primul flux este 1) +.IP 3. 4 +Numărul de blocuri din flux +.IP 4. 4 +Poziția de pornire a comprimării +.IP 5. 4 +Poziția de pornire a decomprimării +.IP 6. 4 +Dimensiune comprimată (nu include umplutura fluxului) +.IP 7. 4 +Dimensiune necomprimată +.IP 8. 4 +Raport de comprimare +.IP 9. 4 +Numele verificării de integritate +.IP 10. 4 +Dimensiunea umpluturii fluxului +.RE +.PD +.PP +Coloanele din liniile \fBblock\fP: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Numărul fluxului care conține acest bloc +.IP 3. 4 +Numărul blocului în raport cu începutul fluxului (primul bloc este 1) +.IP 4. 4 +Numărul blocului în raport cu începutul fișierului +.IP 5. 4 +Poziția de pornire a comprimării în raport cu începutul fișierului +.IP 6. 4 +Poziția de pornire necomprimată în raport cu începutul fișierului +.IP 7. 4 +Dimensiunea totală comprimată a blocului (include antetele) +.IP 8. 4 +Dimensiune necomprimată +.IP 9. 4 +Raport de comprimare +.IP 10. 4 +Numele verificării de integritate +.RE +.PD +.PP +Dacă opțiunea \fB\-\-verbose\fP a fost specificată de două ori, coloane +suplimentare sunt incluse pe liniile \fBblock\fP. Acestea nu sunt afișate cu o +singură specificare a opțiunii \fB\-\-verbose\fP, deoarece obținerea acestor +informații necesită multe căutări și, prin urmare, poate fi lentă: +.PD 0 +.RS +.IP 11. 4 +Valoarea verificării integrității în hexazecimal +.IP 12. 4 +Dimensiunea antetului blocului +.IP 13. 4 +Indicatori de bloc: \fBc\fP indică faptul că este prezentă dimensiunea +comprimată, iar \fBu\fP indică faptul că este prezentă dimensiunea +necomprimată. Dacă indicatorul nu este determinat, este afișată o liniuță +(\fB\-\fP) pentru a menține lungimea șirului fixă. Pot fi adăugate noi +indicatoare la sfârșitul șirului, în viitor. +.IP 14. 4 +Dimensiunea datelor comprimate reale din bloc (acest lucru exclude antetul +blocului, umplutura blocului și câmpurile de verificare) +.IP 15. 4 +Cantitatea de memorie (în octeți) necesară pentru a decomprima acest bloc cu +această versiune \fBxz\fP +.IP 16. 4 +Lanț de filtrare. Rețineți că majoritatea opțiunilor utilizate în timpul +comprimării nu pot fi cunoscute, deoarece doar opțiunile necesare pentru +decomprimare sunt stocate în anteturile \fB.xz\fP. +.RE +.PD +.PP +Coloanele din liniile \fBsummary\fP: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Cantitatea de memorie (în octeți) necesară pentru a decomprima acest fișier +cu această versiune \fBxz\fP +.IP 3. 4 +\fByes\fP sau \fBno\fP indicând dacă toate antetele blocurilor au atât dimensiunea +comprimată, cât și dimensiunea necomprimată stocate în ele +.PP +\fIÎncepând cu\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 4. 4 +Versiunea \fBxz\fP minimă necesară pentru a decomprima fișierul +.RE +.PD +.PP +Coloanele din linia \fBtotals\fP: +.PD 0 +.RS +.IP 2. 4 +Numărul de fluxuri +.IP 3. 4 +Numărul de blocuri +.IP 4. 4 +Dimensiunea comprimată +.IP 5. 4 +Dimensiune necomprimată +.IP 6. 4 +Raportul mediu de comprimare +.IP 7. 4 +Lista de nume de verificare a integrității, separate prin virgule, care au +fost prezente în fișiere +.IP 8. 4 +Dimensiunea umpluturii fluxului +.IP 9. 4 +Numărul de fișiere. Aceasta este aici pentru a păstra ordinea coloanelor +anterioare la fel ca pe liniile \fBfile\fP. +.PD +.RE +.PP +Dacă opțiunea \fB\-\-verbose\fP a fost specificată de două ori, pe linia +\fBtotals\fP sunt incluse coloane suplimentare: +.PD 0 +.RS +.IP 10. 4 +Cantitatea maximă de memorie (în octeți) necesară pentru a decomprima +fișierele cu această versiune \fBxz\fP +.IP 11. 4 +\fByes\fP sau \fBno\fP indicând dacă toate antetele blocurilor au atât dimensiunea +comprimată, cât și dimensiunea necomprimată stocate în ele +.PP +\fIÎncepând cu\fP \fBxz\fP \fI5.1.2alpha:\fP +.IP 12. 4 +Versiunea \fBxz\fP minimă necesară pentru a decomprima fișierul +.RE +.PD +.PP +Versiunile viitoare pot adăuga noi tipuri de linii și pot fi adăugate +coloane noi la tipurile de linii existente, dar coloanele existente nu vor +fi modificate. +. +.SS "Ajutor pentru filtrare" +\fBxz \-\-robot \-\-filters\-help\fP afișează filtrele acceptate în următorul +format: +.PP +\fIfiltru\fP\fB:\fP\fIopțiune\fP\fB=<\fP\fIvaloare\fP\fB>,\fP\fIopțiune\fP\fB=<\fP\fIvaloare\fP\fB>\fP... +.TP +\fBfiltru\fP +Numele filtrului +.TP +\fIopțiune\fP +Numele unei opțiuni specifice unui filtru +.TP +\fIvaloare\fP +Intervalele numerice \fIvaloare\fP apar ca +\fB<\fP\fImin\fP\fB\-\fP\fImax\fP\fB>\fP. Alegerile \fIvaloare\fP de tip șir de +caractere sunt afișate în cadrul \fB< >\fP și separate de un caracter +\fB|\fP. +.PP +Fiecare filtru este afișat pe propria linie. +. +.SS "Informații privind limita memoriei" +\fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP afișează o singură linie cu multiple coloane +separate prin tabulatoare: +.IP 1. 4 +Cantitatea totală de memorie fizică (RAM) în octeți. +.IP 2. 4 +Limita de utilizare a memoriei pentru comprimare în octeți +(\fB\-\-memlimit\-compress\fP). O valoare specială de \fB0\fP indică configurarea +implicită, care pentru modul cu un singur fir este la fel ca fără limită. +.IP 3. 4 +Limita de utilizare a memoriei pentru decomprimare în octeți +(\fB\-\-memlimit\-decompress\fP). O valoare specială de \fB0\fP indică configurarea +implicită, care pentru modul cu un singur fir este la fel ca fără limită. +.IP 4. 4 +Începând cu \fBxz\fP 5.3.4alpha: Utilizarea memoriei pentru decomprimarea cu +mai multe fire în octeți (\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP). Acesta nu este +niciodată zero, deoarece o valoare implicită specifică sistemului afișată în +coloana 5 este utilizată dacă nu a fost specificată în mod explicit nicio +limită. De asemenea, aceasta nu este niciodată mai mare decât valoarea din +coloana 3, chiar dacă a fost specificată o valoare mai mare cu +\fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP. +.IP 5. 4 +Începând cu \fBxz\fP 5.3.4alpha: o limită implicită de utilizare a memoriei +specifică sistemului, care este utilizată pentru a limita numărul de fire de +execuție atunci când se comprimă cu un număr automat de fire de execuție +(\fB\-\-threads=0\fP) și nicio limită de utilizare a memoriei nu fost specificată +cu (\fB\-\-memlimit\-compress\fP). Aceasta este, de asemenea, utilizată ca valoare +implicită pentru \fB\-\-memlimit\-mt\-decompress\fP. +.IP 6. 4 +Începând cu \fBxz\fP 5.3.4alpha: numărul de fire de execuție de procesor +disponibile. +.PP +În viitor, rezultatul \fBxz \-\-robot \-\-info\-memory\fP poate avea mai multe +coloane, dar niciodată mai mult de o singură linie. +. +.SS Versiunea +\fBxz \-\-robot \-\-version\fP va afișa numărul versiunii \fBxz\fP și liblzma în +următorul format: +.PP +\fBXZ_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.br +\fBLIBLZMA_VERSION=\fP\fIXYYYZZZS\fP +.TP +\fIX\fP +Versiunea majoră. +.TP +\fIYYY\fP +Versiunea minoră. Numerele pare sunt prezente în versiunile +stabile. Numerele impare sunt prezente în versiunile alfa sau beta. +.TP +\fIZZZ\fP +Nivelul de plasture(patch) pentru versiunile stabile sau doar un contor +pentru versiunile de dezvoltare. +.TP +\fIS\fP +Stabilitate. 0 este alfa, 1 este beta și 2 este stabil. \fIS\fP trebuie să fie +întotdeauna 2 atunci când \fIAAA\fP este par. +.PP +\fIXYYYZZZS\fP sunt aceleași pe ambele linii dacă \fBxz\fP și liblzma sunt din +aceeași versiune XZ Utils. +.PP +Exemple: 4.999.9beta este \fB49990091\fP și 5.0.0 este \fB50000002\fP. +. +.SH "STARE DE IEȘIRE" +.TP +\fB0\fP +Totul este bine. +.TP +\fB1\fP +A apărut o eroare. +.TP +\fB2\fP +A apărut ceva care merită să fie avertizat, dar nu au apărut erori reale. +.PP +Notificările (nu avertismentele sau erorile) afișate la ieșirea de eroare +standard nu afectează starea de ieșire. +. +.SH "VARIABILE DE MEDIU" +\fBxz\fP analizează liste de opțiuni separate prin spații din variabilele de +mediu \fBXZ_DEFAULTS\fP și \fBXZ_OPT\fP, în această ordine, înainte de a analiza +opțiunile din linia de comandă. Rețineți că numai opțiunile sunt analizate +din variabilele de mediu; toate non\-opțiunile sunt ignorate în +tăcere. Analiza se face cu funcția \fBgetopt_long\fP(3) care este folosită și +pentru argumentele liniei de comandă. +.TP +\fBXZ_DEFAULTS\fP +Opțiuni implicite specifice utilizatorului sau la nivelul întregului +sistem. De obicei, acest lucru este specificat într\-un script de +inițializare shell pentru a activa limitatorul de utilizare a memoriei lui +\fBxz\fP implicit. Excluzând scripturile de inițializare shell și cazurile +speciale similare, scripturile nu trebuie niciodată să modifice sau să +dezactiveze \fBXZ_DEFAULTS\fP. +.TP +\fBXZ_OPT\fP +Acest lucru este pentru transmiterea opțiunilor către \fBxz\fP atunci când nu +este posibil să definiți opțiunile direct în linia de comandă a +\fBxz\fP. Acesta este cazul când \fBxz\fP este rulat de un script sau de un +instrument, de exemplu, GNU \fBtar\fP(1): +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=\-2v tar caf foo.tar.xz foo\fR +.fi +.RE +.RE +.IP "" +Scripturile pot folosi \fBXZ_OPT\fP, de exemplu, pentru a configura opțiunile +implicite de comprimare specifice scriptului. Se recomandă totuși să se +permită utilizatorilor să înlocuiască \fBXZ_OPT\fP dacă acest lucru este +rezonabil. De exemplu, în scripturile \fBsh\fP(1) se poate folosi ceva de genul +acesta: +.RS +.RS +.PP +.nf +\f(CRXZ_OPT=${XZ_OPT\-"\-7e"} +export XZ_OPT\fR +.fi +.RE +.RE +. +.SH "COMPATIBILITATE CU LZMA\-UTILS" +Sintaxa liniei de comandă a lui \fBxz\fP este practic o super\-colecție de +\fBlzma\fP, \fBunlzma\fP și \fBlzcat\fP așa cum se găsește în LZMA Utils 4.32.x. În +cele mai multe cazuri, este posibil să înlocuiți LZMA Utils cu XZ Utils fără +a întrerupe scripturile existente. Există totuși unele incompatibilități, +care uneori pot cauza probleme. +. +.SS "Niveluri de comprimare prestabilite" +Numerotarea nivelurilor de comprimare prestabilite nu este identică în \fBxz\fP +și LZMA Utils. Cea mai importantă diferență este modul în care dimensiunile +dicționarului sunt atribuite diferitelor niveluri prestabilite. Dimensiunea +dicționarului este aproximativ egală cu memoria utilizată la decomprimare. +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Nivel;xz;LZMA Utils +\-0;256 KiB;N/A +\-1;1 MiB;64 KiB +\-2;2 MiB;1 MiB +\-3;4 MiB;512 KiB +\-4;4 MiB;1 MiB +\-5;8 MiB;2 MiB +\-6;8 MiB;4 MiB +\-7;16 MiB;8 MiB +\-8;32 MiB;16 MiB +\-9;64 MiB;32 MiB +.TE +.RE +.PP +Diferențele de dimensiune a dicționarului afectează deasemenea cantitatea de +memorie utilizată la comprimare dar există și alte diferențe între LZMA +Utils și XZ Utils, care fac diferența și mai mare: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c c +c n n. +Nivel;xz;LZMA Utils 4.32.x +\-0;3 MiB;N/A +\-1;9 MiB;2 MiB +\-2;17 MiB;12 MiB +\-3;32 MiB;12 MiB +\-4;48 MiB;16 MiB +\-5;94 MiB;26 MiB +\-6;94 MiB;45 MiB +\-7;186 MiB;83 MiB +\-8;370 MiB;159 MiB +\-9;674 MiB;311 MiB +.TE +.RE +.PP +Nivelul prestabilit implicit în LZMA Utils este \fB\-7\fP, în timp ce în XZ +Utils este \fB\-6\fP, deci ambele folosesc un dicționar de 8Mio în mod implicit. +. +.SS "Fișiere .lzma transmise în flux vs. netransmise în flux" +Dimensiunea necomprimată a fișierului poate fi stocată în antetul +\&\fB.lzma\fP. LZMA Utils face asta atunci când comprimă fișiere +obișnuite. Alternativa este să marcați că dimensiunea necomprimată este +necunoscută și să folosiți marcajul de sfârșit de încărcare pentru a indica +unde ar trebui să se oprească decomprimarea. LZMA Utils folosește această +metodă atunci când dimensiunea necomprimată nu este cunoscută, ceea ce este +cazul, de exemplu, când se folosesc conducte. +.PP +\fBxz\fP acceptă decomprimarea fișierelor \fB.lzma\fP cu sau fără marcaj de +sfârșit de încărcare, dar toate fișierele \fB.lzma\fP create de \fBxz\fP vor +folosi marcajul de sfârșit de încărcare și vor avea dimensiunea necomprimată +marcată ca necunoscută în antetul \fB.lzma\fP. Aceasta poate fi o problemă în +unele situații mai puțin frecvente. De exemplu, un instrument de +decomprimare \fB.lzma\fP încorporat într\-un dispozitiv poate funcționa numai cu +fișiere care au dimensiunea necomprimată cunoscută. Dacă întâmpinați această +problemă, trebuie să utilizați LZMA Utils sau LZMA SDK pentru a crea fișiere +\&\fB.lzma\fP cu dimensiunea necomprimată cunoscută. +. +.SS "Fișiere .lzma neacceptate" +Formatul \fB.lzma\fP permite valori \fIlc\fP de până la 8 și valori \fIlp\fP de până +la 4. LZMA Utils poate decomprima fișiere cu orice \fIlc\fP și \fIlp\fP, dar +creează întotdeauna fișiere cu \fBlc=3\fP și \fBlp=0\fP. Crearea de fișiere cu +alte \fIlc\fP și \fIlp\fP este posibilă cu \fBxz\fP și cu LZMA SDK. +.PP +Implementarea filtrului LZMA1 în liblzma necesită ca suma \fIlc\fP și \fIlp\fP să +nu depășească 4. Altfel, fișierele \fB.lzma\fP, care depășesc această limitare, +nu pot fi decomprimate cu \fBxz\fP. +.PP +LZMA Utils creează numai fișiere \fB.lzma\fP care au o dimensiune de dicționar +de 2^\fIn\fP (o putere de 2), dar acceptă fișiere cu orice dimensiune de +dicționar. liblzma acceptă numai fișierele \fB.lzma\fP care au dimensiunea de +dicționar de 2^\fIn\fP sau 2^\fIn\fP + 2^(\fIn\fP\-1). Acest lucru este pentru a +reduce numărul de „fals pozitiv” atunci când se detectează fișiere \fB.lzma\fP. +.PP +Aceste limitări nu ar trebui să fie o problemă în practică, deoarece practic +toate fișierele \fB.lzma\fP au fost comprimate cu opțiuni pe care liblzma le va +accepta. +. +.SS "Resturi rămase" +Când decomprimă, LZMA Utils ignoră în tăcere totul după primul flux +\&\fB.lzma\fP. În majoritatea situațiilor, aceasta este o eroare. Aceasta +înseamnă, de asemenea, că LZMA Utils nu acceptă decomprimarea fișierelor +\&\fB.lzma\fP concatenate. +.PP +Dacă au rămas date după primul flux \fB.lzma\fP, \fBxz\fP consideră că fișierul +este corupt, cu excepția cazului în care a fost utilizată opțiunea +\fB\-\-single\-stream\fP. Acest lucru poate rupe scripturile obscure(scrise +deficitar) care presupun că resturile rămase sunt ignorate. +. +.SH NOTE +. +.SS "Rezultatul comprimării poate varia" +Ieșirea exactă comprimată produsă din același fișier de intrare necomprimat +poate varia între versiunile XZ Utils, chiar dacă opțiunile de comprimare +sunt identice. Acest lucru se datorează faptului că instrumentul codificator +poate fi îmbunătățit (comprimare mai rapidă sau mai bună) fără a afecta +formatul fișierului. Ieșirea poate varia chiar și între compilările diferite +ale aceleiași versiuni XZ Utils, dacă sunt utilizate opțiuni diferite de +compilare. +.PP +Cele de mai sus înseamnă că odată ce opțiunea \fB\-\-rsyncable\fP a fost +utilizată, fișierele rezultate nu vor fi neapărat sincronizate cu rsync +decât dacă atât fișierele vechi, cât și cele noi au fost comprimate cu +aceeași versiune xz. Această problemă poate fi remediată dacă o parte a +implementării codificatorului este înghețată pentru a menține stabilă +ieșirea „rsyncabilă” între versiunile xz. +. +.SS "Instrumente de decomprimare .xz încorporate" +Implementările instrumentului de decomprimare \fB.xz\fP încorporat, cum ar fi +XZ Embedded, nu acceptă neapărat fișiere create cu tipuri de \fIverificare\fP a +integrității, altele decât \fBnone\fP și \fBcrc32\fP. Deoarece valoarea implicită +este \fB\-\-check=crc64\fP, trebuie să utilizați \fB\-\-check=none\fP sau +\fB\-\-check=crc32\fP atunci când creați fișiere pentru sistemele încorporate. +.PP +În afara sistemelor încorporate, toate instrumentele de decomprimare în +format \fB.xz\fP acceptă toate tipurile de \fIverificare\fP sau cel puțin pot +decomprima fișierul fără a efectua verificarea integrității dacă acel tip de +\fIverificare\fP nu este acceptat. +.PP +XZ Embedded acceptă filtre BCJ, dar numai cu poziție de pornire implicită. +. +.SH EXEMPLE +. +.SS Bazice +Comprimă fișierul \fIfoo\fP în \fIfoo.xz\fP folosind nivelul de comprimare +implicit (\fB\-6\fP) și elimină fișierul \fIfoo\fP dacă comprimarea are succes: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz foo\fR +.fi +.RE +.PP +Decomprimă \fIbar.xz\fP în \fIbar\fP și nu elimină \fIbar.xz\fP chiar dacă +decomprimarea este efectuată cu succes: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dk bar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +Creează \fIbaz.tar.xz\fP cu nivelul prestabilit \fB\-4e\fP (\fB\-4 \-\-extreme\fP), care +este mai lent decât nivelul prestabilit implicit \fB\-6\fP, dar necesită mai +puțină memorie pentru comprimare și decomprimare (48Mio și, respectiv, +5Mio): +.RS +.PP +.nf +\f(CRtar cf \- baz | xz \-4e > baz.tar.xz\fR +.fi +.RE +.PP +Un amestec de fișiere comprimate și necomprimate poate fi decomprimat la +ieșirea standard cu o singură comandă: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-dcf a.txt b.txt.xz c.txt d.txt.lzma > abcd.txt\fR +.fi +.RE +. +.SS "Comprimarea în paralel a mai multor fișiere" +În sisteme GNU și *BSD, \fBfind\fP(1) și \fBxargs\fP(1) pot fi utilizate pentru a +paraleliza comprimarea mai multor fișiere: +.RS +.PP +.nf +\f(CRfind . \-type f \e! \-name '*.xz' \-print0 \e + | xargs \-0r \-P4 \-n16 xz \-T1\fR +.fi +.RE +.PP +Opțiunea \fB\-P\fP pentru comanda \fBxargs\fP(1) stabilește numărul de procese +paralele \fBxz\fP. Cea mai bună valoare pentru opțiunea \fB\-n\fP depinde de câte +fișiere trebuie să fie comprimate. Dacă există doar câteva fișiere, valoarea +ar trebui probabil să fie 1; cu zeci de mii de fișiere, 100 sau chiar mai +mult poate să fie valoarea potrivită pentru a reduce numărul de procese +\fBxz\fP pe care \fBxargs\fP(1) le va crea în final. +.PP +Opțiunea \fB\-T1\fP pentru \fBxz\fP este acolo pentru a\-l forța să ruleze în modul +cu un singur fir de execuție, deoarece \fBxargs\fP(1) este folosit pentru a +controla cantitatea de paralelizare. +. +.SS "Modul robot" +Calculează câți octeți au fost salvați în total după comprimarea mai multor +fișiere: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-robot \-\-list *.xz | awk '/^totals/{print $5\-$4}'\fR +.fi +.RE +.PP +Un script poate dori să afle dacă folosește o versiune \fBxz\fP suficient de +nouă. Următorul script \fBsh\fP(1) verifică dacă numărul versiunii +instrumentului \fBxz\fP este cel puțin 5.0.0. Această metodă este compatibilă +cu versiunile beta vechi, care nu acceptau opțiunea \fB\-\-robot\fP: +.RS +.PP +.nf +\f(CRif ! eval "$(xz \-\-robot \-\-version 2> /dev/null)" || + [ "$XZ_VERSION" \-lt 50000002 ]; then + echo "Your xz is too old." +fi +unset XZ_VERSION LIBLZMA_VERSION\fR +.fi +.RE +.PP +Stabilește o limită de utilizare a memoriei pentru decomprimare folosind +variabila de mediu \fBXZ_OPT\fP, dar dacă o limită a fost deja stabilită, nu o +mărește: +.RS +.PP +.nf +\f(CRNEWLIM=$((123 << 20))\ \ # 123 MiB +OLDLIM=$(xz \-\-robot \-\-info\-memory | cut \-f3) +if [ $OLDLIM \-eq 0 \-o $OLDLIM \-gt $NEWLIM ]; then + XZ_OPT="$XZ_OPT \-\-memlimit\-decompress=$NEWLIM" + export XZ_OPT +fi\fR +.fi +.RE +. +.SS "Lanțuri de filtrare personalizate pentru instrumentul de comprimare" +Cea mai simplă utilizare a lanțurilor de filtrare personalizate este +personalizarea unei opțiuni prestabilite LZMA2. Acest lucru poate fi util, +deoarece opțiunile prestabilite acoperă doar un subset al combinațiilor +potențial utile de opțiuni de comprimare. +.PP +Coloanele CPUComp din tabelele de descriere a opțiunilor \fB\-0\fP ... \fB\-9\fP și +\fB\-\-extreme\fP sunt utile atunci când personalizați opțiunilor prestabilite +LZMA2. Iată părțile relevante colectate din aceste două tabele: +.RS +.PP +.TS +tab(;); +c c +n n. +ValPrestab;CPUComp +\-0;0 +\-1;1 +\-2;2 +\-3;3 +\-4;4 +\-5;5 +\-6;6 +\-5e;7 +\-6e;8 +.TE +.RE +.PP +Dacă știți că un fișier necesită un dicționar oarecum mare (de exemplu, +32Mio) pentru a se comprima bine, dar doriți să\-l comprimați mai repede +decât ar face \fBxz \-8\fP, o opțiune prestabilită cu o valoare CPUComp scăzută +(de exemplu, 1) poate fi modificată pentru a utiliza un dicționar mai mare: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=1,dict=32MiB foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Cu anumite fișiere, comanda de mai sus poate fi mai rapidă decât \fBxz \-6\fP în +timp ce comprimă semnificativ mai bine. Cu toate acestea, trebuie subliniat +că doar unele fișiere se beneficiază de un dicționar mare, păstrând în +același timp valoarea CPUComp scăzută. Cea mai evidentă situație, în care un +dicționar mare poate ajuta foarte mult, este o arhivă care conține fișiere +foarte asemănătoare de cel puțin câțiva megaocteți fiecare. Dimensiunea +dicționarului trebuie să fie semnificativ mai mare decât orice fișier +individual pentru a permite LZMA2 să profite din plin de asemănările dintre +fișierele consecutive. +.PP +Dacă utilizarea unei mari cantități de memorie pentru comprimare și +decomprimare este în regulă, iar fișierul comprimat are cel puțin câteva +sute de megaocteți, poate fi util să folosiți un dicționar și mai mare decât +cei 64Mio pe care i\-ar folosi \fBxz \-9\fP: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-vv \-\-lzma2=dict=192MiB big_foo.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Utilizarea opțiunii \fB\-vv\fP (\fB\-\-verbose \-\-verbose\fP) ca în exemplul de mai +sus, poate fi utilă pentru a vedea cerințele de memorie la comprimare și +decomprimare. Amintiți\-vă că utilizarea unui dicționar mai mare decât +dimensiunea fișierului necomprimat este risipă de memorie, de aceea, comanda +de mai sus nu este utilă pentru fișiere mici. +.PP +Uneori, timpul de comprimare nu contează, dar utilizarea memoriei la +decomprimare trebuie menținută la un nivel scăzut, de exemplu, pentru a face +posibilă decomprimarea fișierului pe un sistem încorporat. Următoarea +comandă folosește \fB\-6e\fP (\fB\-6 \-\-extreme\fP) ca bază și fixează dimensiunea +dicționarului la doar 64Kio. Fișierul rezultat poate fi decomprimat cu XZ +Embedded (de aceea există \fB\-\-check=crc32\fP) folosind aproximativ 100Kio de +memorie. +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-check=crc32 \-\-lzma2=preset=6e,dict=64KiB foo\fR +.fi +.RE +.PP +Dacă doriți să stoarceți cât mai mulți octeți posibil, ajustarea numărului +de biți de context literal (\fIlc\fP) și a numărului de biți de poziție (\fIpb\fP) +poate ajuta uneori. Ajustarea numărului de biți de poziție literală (\fIlp\fP) +ar putea ajuta, de asemenea, dar de obicei \fIlc\fP și \fIpb\fP sunt mai +importante. De exemplu, o arhivă de cod sursă conține în mare parte text +US\-ASCII, așa că ceva precum comanda următoare, ar putea oferi un fișier +„mai slăbuț” (aproximativ cu 0,1%) mai mic decât cu \fBxz \-6e\fP (încercați și +fără \fBlc=4\fP): +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-lzma2=preset=6e,pb=0,lc=4 source_code.tar\fR +.fi +.RE +.PP +Utilizarea unui alt filtru împreună cu LZMA2 poate îmbunătăți comprimarea cu +anumite tipuri de fișiere. De exemplu, pentru a comprima o bibliotecă +partajată x86 pe 32 de biți sau x86 pe 64 de biți folosind filtrul BCJ x86: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-x86 \-\-lzma2 libfoo.so\fR +.fi +.RE +.PP +Rețineți că ordinea opțiunilor de filtrare este semnificativă. Dacă \fB\-\-x86\fP +este specificată după \fB\-\-lzma2\fP, \fBxz\fP va da o eroare, deoarece nu poate +exista niciun filtru după LZMA2 și, de asemenea, pentru că filtrul x86 BCJ +nu poate fi utilizat ca ultimul filtru din lanțul de filtrare. +.PP +Filtrul Delta împreună cu LZMA2 pot da rezultate bune cu imagini bitmap. De +obicei, ar trebui să întreacă comprimarea PNG, care are câteva filtre mai +avansate decât delta simplă, dar utilizează Deflate pentru comprimarea +reală. +.PP +Imaginea trebuie să fie salvată în format necomprimat, de exemplu, ca TIFF +necomprimat. Parametrul de distanță al filtrului Delta este fixat să se +potrivească cu numărul de octeți per pixel din imagine. De exemplu, +bitmap\-ul RGB pe 24 de biți necesită \fBdist=3\fP și este, de asemenea, bine să +pasați \fBpb=0\fP la LZMA2 pentru a se adapta alinierii pe trei octeți: +.RS +.PP +.nf +\f(CRxz \-\-delta=dist=3 \-\-lzma2=pb=0 foo.tiff\fR +.fi +.RE +.PP +Dacă mai multe imagini au fost introduse într\-o singură arhivă (de exemplu, +\&\fB.tar\fP), filtrul Delta va funcționa și pe aceasta atâta timp cât toate +imaginile au același număr de octeți per pixel. +. +.SH "CONSULTAȚI ȘI" +\fBxzdec\fP(1), \fBxzdiff\fP(1), \fBxzgrep\fP(1), \fBxzless\fP(1), \fBxzmore\fP(1), +\fBgzip\fP(1), \fBbzip2\fP(1), \fB7z\fP(1) +.PP +XZ Utils: +.br +XZ Embedded: +.br +LZMA SDK: diff --git a/janus/share/man/ro/man1/xzdec.1 b/janus/share/man/ro/man1/xzdec.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..8e71978e6c1915b8f3b680b16a70c7d972e53633 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/ro/man1/xzdec.1 @@ -0,0 +1,98 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Author: Lasse Collin +.\" +.\" Romanian translation for xz-man. +.\" Mesajele în limba română pentru manualul pachetului XZ Utils. +.\" Remus-Gabriel Chelu , 2022 - 2024. +.\" Cronologia traducerii fișierului „xz-man”: +.\" Traducerea inițială, făcută de R-GC, pentru versiunea xz-man 5.4.0-pre1. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.0-pre2, făcută de R-GC, dec-2022. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.3, făcută de R-GC, mai-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.4-pre1, făcută de R-GC, iul-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre1, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre2, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea Y, făcută de X, Z(luna-anul). +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZDEC 1 2024\-04\-08 Tukaani "Utilități XZ" +.SH NUME +xzdec, lzmadec \- Programe de decomprimare mici de fișiere .xz și .lzma +.SH REZUMAT +\fBxzdec\fP [\fIopțiune...\fP] [\fIfișier...\fP] +.br +\fBlzmadec\fP [\fIopțiune...\fP] [\fIfișier...\fP] +.SH DESCRIERE +\fBxzdec\fP este un instrument de decomprimare bazat pe liblzma pentru +fișierele \fB.xz\fP (și numai \fB.xz\fP). \fBxzdec\fP este destinat să funcționeze ca +un înlocuitor pentru \fBxz\fP(1) în cele mai frecvente situații în care un +script a fost scris pentru a utiliza \fBxz \-\-decompress \-\-stdout\fP (și posibil +câteva alte opțiuni frecvent utilizate) pentru a decomprima fișierele +\&\fB.xz\fP. \fBlzmadec\fP este identic cu \fBxzdec\fP cu excepția faptului că +\fBlzmadec\fP acceptă fișierele \fB.lzma\fP în loc de fișierele \fB.xz\fP. +.PP +Pentru a reduce dimensiunea executabilului, \fBxzdec\fP nu acceptă modul cu mai +multe fire de execuție sau localizarea(afișarea mesajelor în limba stabilită +de configurările regionale) și nu citește opțiunile din variabilele de mediu +\fBXZ_DEFAULTS\fP și \fBXZ_OPT\fP. \fBxzdec\fP nu acceptă afișarea informațiilor +intermediare de progres: trimiterea semnalului \fBSIGINFO\fP la \fBxzdec\fP nu +face nimic, iar trimiterea semnalului \fBSIGUSR1\fP încheie procesul în loc să +afișeze informații despre progres. +.SH OPȚIUNI +.TP +\fB\-d\fP, \fB\-\-decompress\fP, \fB\-\-uncompress\fP +Ignorat pentru compatibilitate cu \fBxz\fP(1). \fBxzdec\fP acceptă numai +decomprimarea. +.TP +\fB\-k\fP, \fB\-\-keep\fP +Ignorat pentru compatibilitate cu \fBxz\fP(1). \fBxzdec\fP nu creează sau elimină +niciodată niciun fișier. +.TP +\fB\-c\fP, \fB\-\-stdout\fP, \fB\-\-to\-stdout\fP +Ignorat pentru compatibilitate cu \fBxz\fP(1). \fBxzdec\fP scrie întotdeauna +datele decomprimate la ieșirea standard. +.TP +\fB\-q\fP, \fB\-\-quiet\fP +Specificarea acestui lucru o dată nu face nimic, deoarece \fBxzdec\fP nu +afișează niciodată avertismente sau notificări. Specificați acest lucru de +două ori pentru a suprima erorile. +.TP +\fB\-Q\fP, \fB\-\-no\-warn\fP +Ignorat pentru compatibilitate cu \fBxz\fP(1). \fBxzdec\fP nu folosește niciodată +starea de ieșire 2. +.TP +\fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP +Afișează un mesaj de ajutor și iese cu succes. +.TP +\fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP +Afișează numărul versiunii \fBxzdec\fP și liblzma. +.SH "STARE DE IEȘIRE" +.TP +\fB0\fP +Toate au fost bine. +.TP +\fB1\fP +A apărut o eroare. +.PP +\fBxzdec\fP nu are niciun mesaj de avertizare precum \fBxz\fP(1), astfel că starea +de ieșire 2 nu este folosită de \fBxzdec\fP. +.SH NOTE +Utilizați \fBxz\fP(1) în loc de \fBxzdec\fP sau \fBlzmadec\fP pentru utilizarea +normală de zi cu zi. \fBxzdec\fP sau \fBlzmadec\fP sunt destinate numai +situațiilor în care este important să aveți un instrument de decomprimare +mai mic decât \fBxz\fP(1), cu funcții complete. +.PP +\fBxzdec\fP și \fBlzmadec\fP nu sunt chiar atât de mici. Dimensiunea poate fi +redusă și mai mult prin eliminarea caracteristicilor din liblzma în timpul +compilării, dar acest lucru nu ar trebui să se facă de obicei pentru +executabilele distribuite în distribuții tipice de sisteme de operare +neîncorporate. Dacă aveți nevoie de un instrument de decomprimare \fB.xz\fP cu +adevărat mic, luați în considerare utilizarea XZ Embedded. +.SH "CONSULTAȚI ȘI" +\fBxz\fP(1) +.PP +XZ Embedded: diff --git a/janus/share/man/ro/man1/xzless.1 b/janus/share/man/ro/man1/xzless.1 new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..c97911fc25b5906318cbd31d1a8d1fb767cbd667 --- /dev/null +++ b/janus/share/man/ro/man1/xzless.1 @@ -0,0 +1,57 @@ +.\" SPDX-License-Identifier: 0BSD +.\" +.\" Authors: Andrew Dudman +.\" Lasse Collin +.\" +.\" Romanian translation for xz-man. +.\" Mesajele în limba română pentru manualul pachetului XZ Utils. +.\" Remus-Gabriel Chelu , 2022 - 2024. +.\" Cronologia traducerii fișierului „xz-man”: +.\" Traducerea inițială, făcută de R-GC, pentru versiunea xz-man 5.4.0-pre1. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.0-pre2, făcută de R-GC, dec-2022. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.3, făcută de R-GC, mai-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.4.4-pre1, făcută de R-GC, iul-2023. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre1, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea 5.6.0-pre2, făcută de R-GC, feb-2024. +.\" Actualizare a traducerii pentru versiunea Y, făcută de X, Z(luna-anul). +.\" +.\" (Note that this file is not based on gzip's zless.1.) +.\" +.\"******************************************************************* +.\" +.\" This file was generated with po4a. Translate the source file. +.\" +.\"******************************************************************* +.TH XZLESS 1 "12 februarie 2024" Tukaani "Utilități XZ" +.SH NUME +xzless, lzless \- vizualizează fișierele (text) comprimate xz sau lzma +.SH REZUMAT +\fBxzless\fP [\fIfișier\fP...] +.br +\fBlzless\fP [\fIfișier\fP...] +.SH DESCRIERE +\fBxzless\fP este un filtru care afișează textul din fișierele comprimate pe un +terminal. Fișierele acceptate de \fBxz\fP(1) sunt decomprimate; se presupune +că celelalte fișiere sunt deja în format necomprimat. Dacă nu se dă nici un +\fIfișier\fP, \fBxzless\fP citește de la intrarea standard. +.PP +\fBxzless\fP folosește \fBless\fP(1) pentru a\-și prezenta rezultatul. Spre +deosebire de \fBxzmore\fP, alegerea sa de pager nu poate fi modificată prin +definirea unei variabile de mediu. Comenzile se bazează atât pe \fBmore\fP(1) +cât și pe \fBvi\fP(1) și permit mișcarea înainte și înapoi și +căutarea. Consultați manualul \fBless\fP(1) pentru mai multe informații. +.PP +Comanda numită \fBlzless\fP este furnizată pentru compatibilitatea cu LZMA +Utils. +.SH "VARIABILE DE MEDIU" +.TP +\fBLESSMETACHARS\fP +O listă de caractere speciale pentru shell. Definită de \fBxzless\fP, cu +excepția cazului în care este deja definită în mediu. +.TP +\fBLESSOPEN\fP +Aceasta este definită în linia de comandă pentru a invoca instrumentul de +decomprimare \fBxz\fP(1) pentru preprocesarea fișierelor de intrare pentru +\fBless\fP(1). +.SH "CONSULTAȚI ȘI" +\fBless\fP(1), \fBxz\fP(1), \fBxzmore\fP(1), \fBzless\fP(1) diff --git a/janus/share/zoneinfo/Africa/Banjul b/janus/share/zoneinfo/Africa/Banjul new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..8906e88c819d9ad3b794eb6356a240a74a95ffae Binary files /dev/null and b/janus/share/zoneinfo/Africa/Banjul differ diff --git a/janus/share/zoneinfo/Africa/Casablanca b/janus/share/zoneinfo/Africa/Casablanca new file mode 100644 index 0000000000000000000000000000000000000000..240ebb2bfb22642570a6053445a6e71864e7f48a Binary files /dev/null and b/janus/share/zoneinfo/Africa/Casablanca differ diff --git a/janus/share/zoneinfo/Africa/Douala b/janus/share/zoneinfo/Africa/Douala new file mode 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