{"text": "Sie hören Lieblingstochter. Geschrieben von Brianna Labuscus. Gelesen von Anke Reizenstein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000000.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Reed ließ die Gardine los und machte rasch einen Schritt zurück in den Schatten. Der Stoff war so dünn, dass er die Frau immer noch erkennen konnte. Sie nickte wie zur Bestätigung. Dann steuerte sie auf die Treppe zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000001.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Reed wandte sich ab. Er drückte den Rücken an die Wand, ließ sich langsam auf den Boden sinken und wartete auf das Klopfen an der Tür. Das gleich darauf ertönte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000002.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Einmal, noch einmal, dann Stille. Reed tippte mit den Fingern auf den Lauf der Waffe, die er vorsichtig in Händen hielt, seine Stirn ruhte auf den angezogenen Knien.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000003.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "wie hatte es so weit kommen können zwei stockwerke unter ihm wurde die haustür geöffnet", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000004.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Die Frau war clever. Sie wusste, dass er sich nicht mehr verstecken würde. Sie musste sich nicht einmal mit dem Türschloss abmühen. Und sie war nicht der Typ, der sich Gedanken über einen Haftbefehl machte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000005.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "anfangs klangen die schritte zögerlich wurden dann aber schneller und sicherer er spürte das energische stakkato von high heels auf marmor bis in seine kieferknochen und überschlug die sekunden die sie zu ihm brauchen würde", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000006.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Jeder Fehler, jede Liebe, jede Tragödie, jeder Bluterguss, jedes Lachen, jedes Zögern, jedes Mal, wenn er links anstatt rechts abgebogen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000008.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Eines von Milos Plüschtieren hatte sich in Sebastians Bettzeug verheddert und starrte ihn aus gläsernen Augen an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000009.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Ein leises Wimmern entrang sich Reeds Kehle, ein Geräusch, das ihm zu jedem anderen Zeitpunkt peinlich gewesen wäre, und ergriff nach dem Kuscheltier. Dem Bären, der einst in Ehren gehalten worden war, presste das Gesicht an das verschlissene Fell des Bauches und vergewisserte sich, dass sich noch immer Milus Geruch darin befand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000010.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Vielleicht sogar Sebastian's, dass er Kindheit, Unschuld, albernes Kichern und Tränen der Erschöpfung riechen konnte. Drei Sekunden", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000011.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Er ließ das Plüschtier auf den Boden fallen und kam auf die Füße, die Waffe an die Seite seines Oberschenkels gedrückt, furchteinflößend und mächtig zugleich. Eine Sekunde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000012.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Reed atmete ein. Die Schlafzimmertür schwang auf. Kapitel 1 Gretchen Drei Tage vorher", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000013.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "gretchen white konnte nicht leugnen dass sie von den dunklen flecken die sich in lena bukers blutleeren händen bildeten fasziniert war genauso wie von den blassen lippen und der art wie der kopf ihrer freundin auf dem sofakissen ruhte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000014.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Warum überrascht es mich nicht besonders, Sie über eine Leiche gebeugt zu sehen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000015.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Antwortete Gretchen trocken, aber aufrichtig, während sie sich umdrehte und feststellte, dass Detective Patrick Schornessi ihr über die Schulter linste.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000016.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "eine stunde war es her dass gretchen linas feuchtkalte leiche gefunden hatte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000017.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Ich hab's vermasselt, Gretch«, hatte Lina gesagt. »Oder vielmehr gebeichtet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000018.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Eine Mörderin, die ich nicht zu fassen kriege«, wiederholte schon Nessie und zog die Hose hoch, die ihm ständig unter die vom täglichen Konsum mehrerer Pins Bier und frittierten Essens wohlgenährte Wampe rutschte. »Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000019.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Tatsächlich konnte sie sich nicht erinnern, wann sie zuletzt jemandem begegnet war, bei dem sie nicht aufpassen musste, was sie sagte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000021.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Es klang immer noch zu gehässig, um sozialverträglich zu sein, aber da sie um die Leiche von Gretchens Freundin herumstanden, würden die beiden ihr diesen Tonfall vermutlich verzeihen. Chonessi quittierte die Stichelei mit einem Schnauben. Detective Lauren McCorney. Gretchen White.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000022.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Gretchen bedachte ihn mit einem Seitenblick, weil er, nur um sie zu ärgern, ihren Titel weggelassen hatte. »Doktor«.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000023.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Dr. Gretchen White korrigierte sich Schonesse mit irritierendem Nachdruck. Unsere ortsansässige Soziopathin.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000024.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Der Nachsatz war an Detective Marconi gerichtet, die ihre dichten, nicht gezupften Augenbrauen hochzog, sodass sich Falten auf ihrer bislang glatten Stirn bildeten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000025.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "gretchen nahm an dass die frau den kommentar für eine art running gag zwischen ihr und schonesse hielt denn mit dem begriff soziopath warfen die leute heutzutage dermaßen leichtfertig um sich dass er im grunde jede bedeutung verloren hatte aber marconi würde bald verstehen dass schon es sie nicht scherzte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000026.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Gretchen nutzte den Augenblick, um die Frau genauer zu betrachten, die sie anfangs auf Ende 20 geschätzt hatte. Die Fältchen in ihren Augenwinkeln und um den Mund herum legten allerdings nahe, dass sie bereits in den 30ern war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000027.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie trug die Uniform, die die meisten weiblichen Detectives in Boston zu bevorzugen schienen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000028.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "so als könnte diese Kombination sie professionell und gleichzeitig wie jemanden wirken lassen, der sich nicht unterkriegen lässt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000029.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "In Marconis Gesicht war keine Spur von Make-up zu sehen, aber daran war Gretchen gewöhnt. Es war die Ablehnung von Weiblichkeit in der toxischen Altherrenriege, die man in dieser Stadt als Polizeibehörde bezeichnete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000030.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Die Polizistin, die schon Nessie ihr als seriös, knallhart und respektvoll beschrieben hatte, stand dicht hinter seiner linken Schulter.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000031.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Und obwohl sie sich große Mühe gab, konnte sie ihre naturgegebene Schönheit nicht verbergen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000032.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Jene atemberaubende Art von Schönheit, die in Gretchen normalerweise den Wunsch weckte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000033.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Gretchens Augen wurden schmal und sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Schonesse. Der verzog den Mund zu einem Lächeln. »Unsere ortsansässige Soziopathin und geschätzte externe Beraterin«, räumte er ein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000034.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "sie war an der lösung dutzender fälle beteiligt und ist auf antisoziale persönlichkeitsstörungen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000035.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Wenn der Chef an diesem Morgen kleinlich sein wollte, würde sie nicht zögern, sich auf sein Niveau herabzubegeben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000036.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Ich werde gerufen, wenn die Jungs hier nicht mehr aus der Sackgasse herausfinden, in die sie sich selbst hineinmanövriert haben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000037.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Im Grunde waren es nur Neckereien, obwohl Gretchen nicht wusste, ob das für einen außenstehenden Beobachter zu erkennen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000038.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Ihre Inkompetenz hält mich genug auf Trab,« konterte Gretchen, obwohl das nicht ganz richtig war. »Selbst in einer Stadt von der Größe Bostons hielt sich die Anzahl von Tötungsdelikten in Grenzen. Und obwohl sie mehrfach auch vom FBI angefordert worden war, wurde sie nie außerhalb von Massachusetts eingesetzt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000039.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Denn die konnte leicht zu selbstzerstörerischen Verhaltensweisen führen, die sich nicht mit dem Leben vertrugen, an dem sie sich derzeit erfreute.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000040.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Die Mordfälle halfen ihr, ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen. Von den Leichen ging eine morbide Faszination aus, auf die sie nicht verzichten konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000041.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Den Rest ihrer Zeit verbrachte sie mit dem Schreiben von Artikeln für Fachzeitschriften, die niemand lesen würde, die sie jedoch zu einer respektierten Vertreterin ihres Fachgebiets machten, sodass es nach wie vor gerechtfertigt war, wenn die Cops sie zurate zogen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000042.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Gretchen konzentrierte sich wieder auf die Leiche, die auf der 10.000 Dollar teuren maßgefertigten Couch lag, um die Lina geschlagene zwei Monate lang herumgeschlichen war, ehe sie sich zum Kauf entschlossen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000043.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Also, Gretch, was machen Sie hier wirklich?« fragte Shonesi, der nähergekommen war, um besser sehen zu können. Seine Stimme klang nun ernst. Uniformierte strömten in die Wohnung herein und wieder hinaus wie dunkelblaues Wasser, aber Gretchen und Shonesi achteten nicht auf sie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000044.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Ich habe sie gefunden.« Schonesi schnaubte amüsiert. »Wenn man bedenkt, dass sie kein Cop sind, finden sie verdammt viele Leichen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000045.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Sie untersuchte und katalogisierte die Anzeichen der gerade einsetzenden Leichenstarre", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000046.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Nun war die Realität nicht mehr zu verkennen. »Es war eine Überdosis«, sagte sie. Lina hatte in der Vergangenheit mit Schmerzmitteln experimentiert, aber sie hatte immer genug Geld gehabt, um sich gutes Zeug zu besorgen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000047.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Gretchen fragte sich, ob sogar das heutzutage mit Fentanyl verschnitten wurde. Aber vielleicht hatte Lina diesmal einfach nicht aufgepasst. Vielleicht war ihr der Ausgang der Sache egal gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000048.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Eine Überdosis? Kein Suizid?« fragte Marconi, die aus Schonesseys Verhalten offenbar geschlossen hatte, dass Gretchen trotz fehlender Dienstmarke befugt war, an der Ermittlung teilzunehmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000049.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Die Heftigkeit ihres Drangs, die unsinnige Frage mit einem Knurren zu beantworten, erschreckte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000050.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "beinahe an der selbst errichteten eisernen Wand in ihrem Inneren vorbeigeschlichen hätte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000051.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Und warum sind Sie hier?«, fragte Gretchen Schonesi, anstatt Marconis Frage zu beantworten. »Mit dieser Blutgier wurde sie am besten fertig, indem sie sich gewaltsam darüber hinwegsetzte und ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenkte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000052.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Überdosen sind doch gar nicht ihr Ding!« Schonesi betrachtete den Tatort, den die Sanitäter unberührt gelassen hatten. »Ich bin für den Fall Viola Kent zuständig,« sagte er schließlich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000053.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "gretchen verdrehte zwar nicht die augen kehrte ihm allerdings den rücken dessen bin ich mir bewusst lena bucker war viola kent's verteidigerin", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000054.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Fuhr schon Nessie fort, als hätten die Einzelheiten des Falls nicht auf jeder Titelseite der Stadt gestanden, und als wäre Lina Buka nicht der Mensch, den Gretchen am ehesten als Freundin bezeichnen konnte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000055.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "ob sie es glauben oder nicht diese tatsache ist mir nicht entgangen sagte sie gedehnt gretchen wusste dass ihre mine nichts verriet", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000056.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Nichts über die Sprachnachricht, die Lina ihr kurz vor ihrem Tod hinterlassen hatte, nichts über die Akte, die Gretchen neben Lina gefunden hatte, ehe die Rettungssanitäter eintrafen. Auf dem Registerreiter stand Kent Viola.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000057.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Ist das der Grund, warum die Leiche bisher nicht bewegt wurde?« Schonesi zuckte mit den Schultern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000058.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Sowohl der Bürgermeister als auch der Polizeichef wollen sichergehen, dass wir bei diesem Fall besonders sorgfältig arbeiten. Sie können sich vorstellen, was für einen Zirkus es beim geringsten Anzeichen für ein Verbrechen geben würde.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000059.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Ein Todesfall im Zusammenhang mit dem aufsehenerregendsten Mordfall der jüngeren Geschichte? Da war der Vergleich mit dem Zirkus vermutlich eine Untertreibung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000060.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Der Fall Kent war bis ins kleinste Detail zerlegt worden, und Gretchen nahm an, dass die Zuschauer allmählich die Nase voll hatten von dem immer gleichen Thema.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000061.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Fast auf den Tag genau vor einem halben Jahr hatte die 13-jährige Viola Kent ihre Mutter, Claire Kent, im Schlaf erstochen. Unter Druck hatte ihr Vater, Reed Kent, zugegeben, dass Viola zur Gewalttätigkeit neigte und bei einem Psychiater in Behandlung war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000062.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Es dauerte nicht lange, da berichteten Klatschreporter über Tierknochen, die auf dem Grundstück gefunden worden waren,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000063.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Dieser Mord wirkte wie etwas, das jeder in einer solchen Situation vorhersagen könnte. Violas Mordlust war eskaliert, genau wie ihre Eltern es immer befürchtet hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000064.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Obwohl die Öffentlichkeit von der Geschichte fasziniert war, deutete nichts darauf hin, dass der Fall nicht endgültig geklärt sein könnte. Lina hatte sich immer geweigert, die Frage zu beantworten, warum sie eine Mandantin angenommen hatte, von der jeder in der Stadt, ja im ganzen Land wusste, dass sie schuldig war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000065.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Das Gerede darüber würde den Radio- und Fernsehsendern mit Sicherheit weiterhin hohe Einschaltquoten bescheren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000066.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Ganz zu schweigen von dem Druck, den man auf die Polizei ausüben würde, damit auch ja alles ordnungsgemäß gehandhabt wurde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000067.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Die bloße Andeutung eines Skandals, so kurz vor dem Prozess, könnte sie alle in den Abgrund reißen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000068.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Linas leises Schluchzen, ihr unheilvoll stockender Atem kurz vor ihrem Geständnis halten noch in Gretchens Brust nach. »Ich hab's vermasselt, Gretch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000069.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "kapitel 2 read drei monate nach claire kent's tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000070.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Reed starrte immer noch auf den Fernseher, obwohl Ainsley ihn ausgeschaltet hatte und der Bildschirm schwarz geworden war. »Du solltest dir das nicht ansehen«, sagte seine Schwester. Sie ließ die Fernbedienung auf den Couchtisch fallen und setzte sich neben ihn.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000071.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Ainsley hatte recht, das wusste Reed. Dennoch ertappte er sich nach wie vor dabei, dass er die Reportagen, Dokus und frühen Kommentare zum Mord an Claire verschlang, gefolgt von noch mehr geschwätzigen Beiträgen, während Wochen ohne neue Lageberichte von der Polizei vergingen, an denen sich das Publikum ergötzen könnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000072.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Er verfolgte auf geradezu neurotische Weise, wo sich die Jungs aufhielten und was sie taten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000073.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Und dennoch konnte er die nagende Furcht nicht unterdrücken, ihnen könnte in dieser kurzen Zeit etwas zugestoßen sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000074.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Sind beide sofort eingeschlafen?« Ainsley stieß ihn mit der Schulter an. »Und du solltest jetzt auch nach oben gehen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000075.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "reed kratzte sich den fingerknöchel der kreuz und quer von blassem narbengewebe überzogen war er sollte sich über ainsleys vorschlag nicht ärgern seine schwester hatte alles stehen und liegen gelassen um sich um die jungs zu kümmern während der prozess gegen viola vorbereitet wurde", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000076.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Aber Ainsley hatte noch nie gewusst, wann es an der Zeit war, ihn in Ruhe zu lassen. Es nervte ihn, dass sie ihm ständig Anweisungen erteilte. Natürlich nur zu seinem Besten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000077.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Bin nicht müde«, sagte er und brachte es irgendwie fertig freundlich, statt bitter zu klingen. Es stand ihm nicht zu, etwas anderes als Dankbarkeit für ihre Unterstützung zu empfinden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000078.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Trotzdem griff er nach der Fernbedienung und schaltete erneut die Nachrichten ein. Ainsley seufzte, schwieg aber, als Claires zartes, schönes Gesicht in der linken Ecke des Bildschirms erschien und über der Nachrichtensprecherin schwebte, die die ernste Miene zur Schau stellte, die alle beim Thema Claire kennt, aufsetzten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000079.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Reed hatte den Fernseher auf lautlos gestellt, darum hörte er nicht, was die Frau sagte, aber das spielte auch keine Rolle. Er hatte das alles schon sehr oft gehört.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000080.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "ainsley tat immer so als wäre claire bei einem autounfall oder an einer chronischen krankheit gestorben", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000082.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Außerdem war Reed von der unerbittlichen Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit keineswegs überrascht. Der Fall hatte alles, was eine Sensationsschnulze ausmacht. Reiche Familie, gestörte psychopathische Tochter, trauernder, aber noch junger, attraktiver Witwer.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000083.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Kaum auszudenken, wenn ein Reporter den Rest der Geschichte aufdeckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000084.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Dazu wird es nicht kommen«, hatte Lina vor einigen Wochen gesagt, als er seine Bedenken ausgesprochen hatte, weil er ständig darüber nachdenken musste, dass die ganze Sache aus dem Ruder laufen könnte. »Niemand hat die geringste Ahnung, dass wir uns damals schon kannten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000085.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "damit hatte sie recht gehabt hier und da war darüber spekuliert worden warum lina bucker den fall viola kent übernommen hatte aber niemand hatte an den fäden gezogen die im hintergrund verliefen und darum hatte auch niemand herausgefunden wie sie miteinander verwoben waren", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000086.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Niemand ahnte, dass Reed Kent und Lina Booker nur zwei arme Kids aus Southie waren, die es allen Schwierigkeiten zum Trotz geschafft hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000087.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Schließlich bist du auf deine Herkunft nicht gerade stolz«, hatte Lina hinzugefügt wie einen heftigen Stoß in die Rippen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000088.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Er wusste immer noch nicht warum, aber damals hatte er es nicht in Frage gestellt. Seit seiner Geburt hatte er mit den Füßen im Beton von Southie gesteckt, und als Claire ihm einen Ausweg bot, hatte er keinen einzigen Blick zurückgeworfen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000090.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "bereit ihn zu beruhigen ein verhalten an das er inzwischen so gewöhnt war dass er es kaum noch registrierte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000091.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Lieferte die Frau gerade eine detaillierte Darstellung von Violas Gräueltaten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000092.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "kürzlich hatte jemand durchblicken lassen dass an der zimmertür der jungs ein vorhängeschloss angebracht war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000093.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Oder sprach die Frau über die Messerstiche, die Claire zugefügt worden waren,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000094.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Als nächstes tauchte ein Bild von ihm selbst auf. Die Sprecherin legte auf diese traurige, mitleidige Art den Kopf schief, wie es inzwischen jeder tat, wenn es um Reed ging.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000095.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Ainsley versuchte vergeblich, ein weiteres Mal nach der Fernbedienung zu greifen, doch er hielt sie von ihr weg.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000096.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»Was würden all diese Menschen, die ihn mit einer Mischung aus Mitleid und unverhüllter Neugier betrachteten, wohl sagen, wenn sie die Wahrheit erführen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000097.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Ainsley seufzte, bevor sie Reed mit leicht zitternder Hand auf den Oberschenkel klopfte. »Quäl dich nicht länger, okay?« Er grunzte nur.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000098.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "dann seppte er sich durch die kanäle bis er erneut auf clairs gesicht stieß wenn ainsley wirklich glaubte dass er die nachrichten brauchte um sich zu quälen dann kannte sie ihn längst nicht so gut wie sie glaubte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000099.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Kapitel 3 Gretchen Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000100.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Mit verschränkten Armen stand schon Nessie Leben Linas Leiche. Er hob den Kopf und sah Gretchen in die Augen. »Wenn es nicht so offensichtlich wäre, würde ich annehmen, dass dies ihr Werk ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000101.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Gretchen biss die Zähne zusammen, bis Schmerz ihren Kiefer durchzuckte. Dann zählte sie bis zehn, damit die Anspannung nicht auf ihre Stimme abfärben und sie gleichmütig statt feindselig klingen würde. Eine sorgfältig ausgearbeitete Performance wie der allergrößte Teil ihres restlichen Lebens auch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000102.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Sie ist also eine Beraterin? Ist das wahr?«, fragte Marconi leise an Schornessi gewandt. Gretchen achtete nicht auf seine Antwort. Im Lauf der Jahre hatte er diese Erklärung so häufig in ihrer Anwesenheit abgeben müssen, dass sie beide sie auswendig kannten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000103.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Nach dieser ersten erfolgreichen gemeinsamen Ermittlung hatte schon Nessie sie immer wieder angerufen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000104.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Im Lauf dieser etwa zehn Jahre hatte sie bei der Lösung so vieler bedeutender Fälle geholfen, dass man über ihre eigene, recht zweifelhafte Vergangenheit inzwischen bereitwillig hinweg sah.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000105.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "war sie die Hauptverdächtige in Detective Patrick Schonesseys erstem großen Mordfall gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000106.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "und ihm der Bauch noch nicht über den Hosenbund gequollen war, als seine Haare noch blond anstatt nicht vorhanden gewesen waren,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000107.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Das Opfer war Rowan White, Gretchens Tante, und in Schonesseys Kopf war und blieb die Mörderin immer Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000108.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Die Gerüchte, die schon damals über ihre seltsame Art kursierten, und über die Tatsache, dass die Leute in der Nachbarschaft die Straßenseite wechselten und ihren Blicken auswichen, obwohl sie nur ein kleines Mädchen war, untermauerten die Argumente für ihre Unschuld nicht gerade.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000109.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Obwohl schon Nessie inzwischen ein recht fähiger Cop zu sein schien, hatte er damals einen Tunnelblick gehabt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000110.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "nicht bereit auch nur einen gedanken darauf zu verschwenden dass es andere antworten geben könnte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000111.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Dass sich Gretchen an jene Nacht nicht erinnern konnte, hatte schon Nessie lediglich in seiner Überzeugung bestärkt, sie könne Erwachsenen, die sie noch nicht der Bösartigkeit verdächtigten, glaubhaft anlügen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000112.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Schonesi hatte die Leere in ihr von Anfang an gesehen. Und er sorgte dafür, dass sie es niemals vergaß.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000113.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Selbst nachdem der Fall eingefroren worden war, hatte er nicht loslassen können. Gretchen hatte seine Besessenheit interessant, wenn auch störend gefunden, hätte sie nicht gewusst, wie grausam der Griff einer zwanghaften Fixierung war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000114.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "egal wie oft sie ihm erklärte dass es eine untergruppe von nicht gewalttätigen menschen mit antisozialen persönlichkeitsstörungen gab", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000115.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Für ihn würde sie immer das Mädchen mit den leeren Augen sein, das den Blick nicht vom verstümmelten Körper seiner Tante abwenden konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000116.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Als der Fall Viola Kent in den Nachrichten auftauchte, hatte sich Gretchen auf eine dreitägige Sauftour begeben, schockiert, weil ihr der Mord so vertraut vorkam. Ein blutüberströmtes Opfer, ein Messer, ein junges Mädchen als naheliegende Verdächtige.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000117.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Natürlich gab es auch Unterschiede, aber die Übereinstimmungen waren so zahlreich, dass sie Lina mit Fragen nach den Details des Falls gelöchert hatte. Details, die Lina nicht preiszugeben bereit gewesen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000118.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Sie ist wie du.« Es war vier Uhr morgens, als Lina anrief, und Gretchen hatte den Anruf verschlafen, war erst beim Piepen der Mailbox aufgewacht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000119.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Zunächst schien die Nachrichten aus statisch aufgeladenem Schweigen zu bestehen. Hätte jemand anderes sie hinterlassen, hätte Gretchen nicht weiter zugehört, sondern nur das Handy durch den Raum gepfeffert und sich wieder hingelegt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000120.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Linas Stimme war sehr leise, gebrochen fast. »Ich hab's vermuzzelt, Gretch.« Die Worte klangen verwaschen, sogar Gretchins Name klang weich, vermutlich Wein oder irgendwelche Pillen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000121.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Sie ist wie du«, murmelte Lina. »Sie ist, sie ist wie du.« »Wer denn, Liebes?« fragte Gretchen leise, obwohl Lina sie nicht hören konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000122.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Ich hab's vermasselt«, sagte Lina ein weiteres Mal, und ihre Stimme klang hohl, schwach, überhaupt nicht nach ihr. »Du… du musst es für mich in Ordnung bringen, okay?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000123.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Gretchen presste die Lippen zu einer Linie zusammen. Linas Stimme zitterte, ihr Atem ging flach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000124.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Was hatte sie genommen? Die Stille dehnte sich, bis Gretchen sich fragte, ob Lina mit dem Telefon in der Hand ohnmächtig geworden war. Aber dann … »Du kannst immer alles in Ordnung bringen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000125.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Was muss ich in Ordnung bringen?« fragte Gretchen, obwohl sie wusste, dass es zwecklos war. »Viola kennt«, sagte Lina, als hätte sie die Frage gehört. »Gretchen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000126.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "viola kennt ist unschuldig und damit war die sprachnachricht beendet", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000127.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Gretchen hatte überlegt, die 911 zu wählen, weil Linas Stimme so schwach geklungen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000128.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Die Berichte darüber wären in allen Zeitungen erschienen und niemand hätte es verhindern können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000129.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Doch noch im Auto und vor allem, als sie dann durch die Lobby raste und dort endlos auf den Fahrstuhl warten musste,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000130.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Es ging Gretchen nichts an, wenn Lina gelegentlich Erleichterung von ihrem Hochdruckjob suchte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000131.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Nun trat sie über die Schwelle von Linas Schlafzimmer. Abgesehen von einem überquellenden Bücherregal, das den Großteil einer Wand einnahm, war es beinahe so spartanisch eingerichtet wie die restliche Wohnung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000133.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Gretchen näherte sich dem einzigen Foto auf der Kommode.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000134.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Ein Bild von Lina und ihrer Großmutter bei der Abschlussfeier nach dem Jurastudium.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000135.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Die ganze Zeit schon frage ich mich etwas und, ehrlich gesagt, bringt mich die Neugier fast um, ließ sich schon Nessie vom Türrahmen her vernehmen. Seine Partnerin schien er im Wohnzimmer zurückgelassen zu haben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000136.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Gretchen wartete ab, denn sie wusste, dass er ihr erzählen würde, worum es ging, ob sie nur nachfragte oder nicht. Warum hat Lina diesen Fall übernommen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000137.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Die Frage ähnelte ihren eigenen Gedanken so sehr, dass sie sich zu ihm umdrehte und nachdenklich den Kopf schieflegte. »Alle glauben, sie habe es meinetwegen getan.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000138.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Weil Viola kennt offensichtlich eine...« Er winkte Waage in ihre Richtung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000139.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Eine Psychopathin ist«, vervollständigte Gretchen den Satz, leicht amüsiert über sein Zögern. »Sagen Sie es ruhig, es wird Viola nicht herbeirufen.« Schonesi schnaubte. »Glauben Sie etwa, dass Lina den Fall aus einem anderen Grund übernommen hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000140.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Ja«, sagte Gretchen, obwohl Linas Stimme in ihrem Kopf nachhalte, »sie ist wie du.« »Diese Argumentation lässt nämlich eine entscheidende Tatsache außer Acht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000141.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "die da wäre viola kennt ist eine gewalttätige psychopathin", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000142.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Und worin besteht dieser Unterschied?« Marconi stellte die Frage, während sie hinter Schonesi hervortrat. Gretchen musterte sie und überlegte, ob die Frau lange genug bei ihnen bleiben würde, dass sich eine Antwort lohnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000143.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Es war sinnlos, sich mehr als die Namen der wechselnden Figuren zu merken, die schon Nessie als Partner und Partnerinnen einsetzte, aber einige reagierten stärker auf Höflichkeit als andere. Sie bezweifelte, dass Marconi die Mühe wert war. Aber auch schon Nessie beobachtete Gretchen nun, und sie wollte, dass er ihr wohlgesonnen blieb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000144.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Stellen Sie sich Ted Bundy im Vergleich zu«, Gretchen zögerte und rümpfte die Nase, verärgert, dass sie etwas derart Lächerliches sagen musste, »im Vergleich zu einem Typen von der Wall Street vor.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000145.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Versche«, Marconi nickte. »Verstehe.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000146.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Was denken Sie, Gretch?«, fragte Shonesi. »Ich hab's vermasselt.« »Es handelt sich hier nicht um ein Verbrechen«, antwortete sie zögernd. »Wenn man jemanden seit annähernd drei Jahrzehnten kannte, erriet man mühelos die Dinge, die unausgesprochen blieben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000147.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Stimmt«, pflichtete Schonesse ihr leicht hinbei, »aber was verschweigen Sie mir?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000148.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Linas Nachricht hatte keinesfalls dazu geführt, dass Gretchen Viola auf einmal für unschuldig hielt. Jeder Strafverteidiger, der seinen Abschluss wert war, würde mit der Überzeugung ihrer Schuld ins Grab gehen. In diesem Fall wortwörtlich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000149.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Nein. Gretchen war auf Linas leises »Ich hab's vermasselt, Gretch« angesprungen und auf die offen daliegende Akte zum Fall kennt. Das waren die Gründe, warum sie unbedingt Antworten brauchte. Aber ehe sie wusste, was Lina getan oder eben nicht getan hatte, würde sie schon Nessie all das nicht erzählen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000150.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Die geringste Andeutung, dass es andere Verdächtige gab, die er nicht in Betracht gezogen hatte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000151.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Die Suche nach Verbündeten stellte für Gretchen oftmals eine Herausforderung dar, aber in Zeiten wie diesen liebte sie es, welche zu haben. Jemanden mit all seinen Schwächen zu kennen, in all seiner hübschen Unsicherheit und Verletzlichkeit, zu wissen, wie man ihn manipulieren konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000152.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Das verschaffte ihr ein Hai, das ihr nicht einmal die wirksamste Droge schenken konnte. Und von Schonesi kannte sie jeden einzelnen Schwachpunkt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000153.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Lina hat mich angerufen«, sagte Gretchen und verschränkte die Arme über der Brust, als wollte sie sich selbst trösten. Der Detective zog die buschigen Brauen hoch, sie waren ihr immer schon wie ein erstaunlicher Kontrast zu seinem glänzenden Kahlkopf vorgekommen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000154.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Was?« Dies war das Wort, das Gretchen am wenigsten leiden konnte, und schon Nessie wusste es.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000155.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Sie hasste es, weil es ungenau war, und den Befragten oftmals zwang, etwas zu wiederholen, das er klar und deutlich mitgeteilt hatte. Sie hasste den bloßen Klang des Wortes. Also wartete sie ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000156.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Was hat sie gesagt?« korrigierte sich Shonesi, neugierig genug, um das Schweigen zu brechen. »Sie hat mir erzählt, warum sie den Fall übernommen hat,« log Gretchen und sah ihm dabei in die Augen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000157.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Es war wichtig, die Sache dramatisch zu gestalten, damit ihre Enthüllung umso wirkungsvoller war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000158.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Sie wusste, dass Schornessi die Antwort kaum erwarten konnte, denn dass Lina Booker die Verteidigung von Viola Kent übernommen hatte, ergab einfach keinen Sinn.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000159.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Darüber hinaus war allgemein bekannt gewesen, dass Lina nur zwei Sorten von Mandanten übernahm. Ihr wichtigster Arbeitgeber war die Mafia, was die 10.000 Dollar teure Couch erklärte, auf der sie so anmutig gestorben war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000160.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Die zweite Sorte waren arme Kids aus Southie, die sich andernfalls mit einem überlasteten Pflichtverteidiger hätten begnügen müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000161.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Und selbst unter diesen Fällen gab es nur wenige, die Lina interessierten, und wenn sie es taten, dann aus einem besonderen Grund. Auch Viola Kent, Tochter des sagenhaft reichen Ehepaars Reed und Claire Kent, traf keines dieser zwei Kriterien zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000162.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Die Spannung in der Luft war mit Händen zu greifen, als Schonesi und Marconi gleichzeitig einen Schritt auf sie zumachten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000163.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Gretchen hatte die beiden genau da, wo sie sie haben wollte. Die Dramatik war nur gespielt, sollte schon Nessie dazu bringen, Gretchen freie Hand zu lassen, doch noch während sie die Worte aussprach, hatte sie das Gefühl, dass unter der Oberfläche vielleicht ein Körnchen Wahrheit schlummerte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000164.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Lena hielt Viola Kent für unschuldig«, sagte sie schließlich. Sie konnte den Widerspruch schon sehen, der sich in Schonesseys zusammengezogenen Braun abzeichnete. Sie hörte ihn in Marconis rauhem Atemzug. »Und das bedeutet, dass Sie sich mal wieder geirrt haben, Detective.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000165.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Kapitel 4 Reed – Ein Monat nach Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000166.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Dennoch hatte Reed festgestellt, dass man ihm in dieser Zeit mit mehr Nachsicht begegnete als je zuvor.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000168.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "dazu hatte es nur eine tote ehefrau und ein psychopathisches kind gebraucht", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000169.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Und er musste einen Hustenanfall vortäuschen, als Pfarrer Richards bei dem erstickten Geräusch zusammenzuckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000170.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Reed entschuldigte sich bei dem Geistlichen und schob sich durch die Menschenmenge, die in seinem Haus versammelt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000171.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "versuchten aber den Eindruck zu erwecken, als beobachteten sie den Autounfall, der sich vor ihren Augen ereignete, nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000172.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»So geistesabwesend, dass sie sich nicht einmal vergewisserte, ob er ihn zu fassen bekommen hatte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000173.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Eilig floh er vor dem Gerede die Treppe hinauf, Stimmen brachen durch den Boden und füllten den leeren Raum.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000175.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Ich versuche es wenigstens noch«, hatte Claire mit gerektem Kinn gesagt, gleichzeitig herausfordernd, störrisch und gebrochen. »Du hast dir einfach aufgegeben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000176.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Der Vorwurf hatte ihn getroffen, nicht wie ein Schlag ins Gesicht, sondern wie ein Stachel, der sich in die Haut bohrt, sich dort verfängt und festsetzt, und dieser Stachel machte sich jedes Mal bemerkbar, wenn er Viola anschaute, als würde das Mädchen sie alle ruinieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000177.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Bei der Geburt hatten sie kein Handbuch mit Anweisungen erhalten, was sie tun mussten, falls ihre Tochter ein Monster wäre.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000178.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Keine Orientierungshilfe außer einem Psychiater nach dem anderen, der sich die Stelle zwischen den Augen rieb, während er leere Worte und Plattitüden von sich gab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000179.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Sie konnten Viola nicht reparieren. Sie konnten nur warten, bis sie etwas derart Grauenhaftes tat, dass man sie einsperren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000180.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Die Tür wurde geöffnet und wieder geschlossen. Breed unterdrückte das Verlangen, das Einhorn auf denjenigen zu werfen, der es wagte, diesen Raum zu betreten. Viola war vielleicht abscheulich, aber sie war immer noch seine Tochter. Und niemand außer ihm hatte das Recht, hier zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000181.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Aber dann ging Lina vor ihm in die Hocke und legte ihm sanft die Hände auf die Knie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000182.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Sie befanden sich in der Küche der Anwältin, die meisten anderen Uniformierten waren längst weg.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000185.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Lina hatte sich für ein schlichtes, modernes Design entschieden. Darum bestand alles in dem Raum aus glänzendem, unpersönlichem Chrom, der das Deckenlicht einfing und verzerrt zurückwarf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000186.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Aber verlangt man nicht von Ihnen, alles bis ins letzte Detail zu untersuchen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000187.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Ja, schon«, sagte er widerstrebend, als wüsste er, dass er in eine Falle tappte, ohne es jedoch vermeiden zu können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000188.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Politische Spielchen waren sehr einfach gestrickt. Es ging immer um Macht. Und damit kannte sich niemand besser aus als Gretchen. Sie genoss es nicht unbedingt, aber wenn sie mitspielte, gewann sie immer.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000189.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Dann sagen Sie einfach, dass Sie genau das tun«, Gretchen schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. »Sie setzen die Crème de la Crème auf den Fall an.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000190.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Was können wir in ein paar Tagen schon erreichen? Sie wissen doch, mehr Zeit bleibt Ihnen nicht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000191.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Was den zusätzlichen Vorteil hätte, dass Schonesi sich entsetzlich unwohl fühlen würde?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000192.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Wenn es darum ging, etwas zu bekommen, das sie haben wollte, war Gretchens Stolz praktisch nicht existent.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000193.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "würde es sehr viel schwieriger für sie werden, die Türen, die sie aufstoßen musste, auch nur einen Spalt breit zu öffnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000194.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Sie wissen, dass ich Ihnen mächtig auf die Nerven fallen werde, wenn Sie es nicht tun.« »Und inwiefern würde das etwas ändern?« fragte Schonesi und lachte schnaubend. Für einen Moment betrachtete er sie schweigend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000195.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Sie zuckte mit den Schultern, gab sich fast geschlagen. »Das war das Letzte, was sie zu mir gesagt hat, dass Viola Kent unschuldig ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000196.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Als spielte das eine Rolle. Von der Tür her erklang eine Stimme. »Sie werden keinen Zugriff auf den Fall Kent erhalten, auch nicht, wenn wir ihn offen halten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000197.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "die neue partnerin detective marconi gretchen fragte sich was nötig sein würde um diese frau zu vertreiben sie hatte sich noch kein vollständiges bild von ihr machen können aber was sie bislang gesehen hatte gefiel ihr nicht und wenn gretchen schonessies partner nicht mochte quittierten sie meist nach kurzer zeit den dienst", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000198.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Wer sagt, dass ich Zugriff auf den Fall Kent brauche?« Marconi zuckte unter Gretchens Blick nicht zusammen, der, wie sie selbst wusste, kalt und berechnend war. Ein Blick, den sie vor dem Spiegel geübt hatte wie viele andere Gesichtsausdrücke, die sich nicht auf natürliche Weise einstellen wollten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000199.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Weil Sie glauben, dass Lina Buker wegen des Fall Kenz eine Überdosis genommen hat«, sagte Marconi mit gleichmütigem Schulterzucken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000200.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Gretchen neigte zu der Annahme, dass sie genau in der richtigen Stadt für ihre spezielle Art brutaler Ehrlichkeit zur Welt gekommen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000201.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Ich brauche keinen Zugriff«, sagte sie. »Ich brauche nur den Anschein von Rechtmäßigkeit.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000202.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Rechtmäßigkeit in Form ihrer Verbundenheit mit der Bosniner Polizei?«, fragte Marconi, und Gretchen seufzte angesichts der lästigen Fragerei. »War es nicht genau das, was sie gerade gesagt hatte?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000203.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Sie kehrte Marconi den Rücken und richtete ihre Aufmerksamkeit auf Schornessi. »Ein paar Tage nur.« Er musterte sie. Dann huschte sein Blick über ihre Schulter zu Marconi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000204.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Na schön.« »Süßer, süchtig machender Siegesrausch«, überflutete Gretchen, bekam aber rasch einen Dämpfer, als schon Nessie mit einem Wurstfinger in ihre Richtung zeigte und sagte, »Aber Sie brauchen einen Babysitter.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000205.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Marconis leises Stöhnen spiegelte Gretchens eigenes wider, aber sie besaß wenigstens den Anstand, es hinunterzuschlucken. »Das ist Verschwindung von Ressourcen«, setzte Gretchen an, obwohl sie wusste, dass sie sich vergeblich bemühte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000206.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Schon als sie grinste. Er genoss den Schlagabtausch. »Na klar, weil sie immer so gewissenhaft mit unserem ohnehin schon überzogenen Budget umgehen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000207.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Gretchen straffte die Schultern. »Woher wollen Sie wissen, dass ich Ihre Partnerin nicht umbringe?« Wie beabsichtigt verschwand das dämliche, selbstzufriedene Grinsen aus Schonesseys Gesicht. »Marconi wird schon mit Ihnen fertig.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000208.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Mit geübter Sorgfalt ließ Gretchen den Blick über Marconis Körper wandern. Erst nach oben und dann nach unten. Abschätzend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000209.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Schließlich sagte sie schulterzuckend, »Ich würde es genießen, wenn sie es versucht.« Makoni zog die Brauen hoch, erwiderte aber nichts. Es war enttäuschend. Gretchen genoss Geplänkel, egal über welches Thema.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000210.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Sagte Shonesi hinter ihr, und sie glaubte, den Hauch einer Gefühlsregung in seiner Stimme zu hören, die auf erschreckende und unangenehme Art an Mitleid erinnerte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000211.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Nach dem anfänglichen Stöhnen hatte die Frau jegliche Gefühlsregung bezüglich ihrer neuen Aufgabe aus ihrem Gesicht verbannt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000212.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Möge Gott uns helfen«, murmelte schon Nessie und schnippte wie zur Warnung mit den Fingern. Gretchen hätte beim besten Willen nicht sagen können, ob es an sie oder Marconi gerichtet war. Dann verließ er ohne ein weiteres Wort den Raum.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000213.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Wie dramatisch!«, sagte Gretchen gedehnt und Marconi schnaubte. »Tja, so ist er eben, nicht wahr?«, sagte sie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000214.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Interessant. Versuchte die Polizistin auf diese Art eine Bindung aufzubauen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000215.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "In der Vergangenheit hatte Gretchen festgestellt, dass ein gemeinsamer Feind oder zumindest eine geteilte Frustration eine effektive Methode war, um eine Verbindung zu jemandem herzustellen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000216.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Sie selbst wandte diese Taktik sehr häufig an. »Wir brauchen die Akten zum Fall Kent.« Makoni wippte auf den Fersen. »Ich habe nur gesagt...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000217.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»In der Tat, das haben sie,« versetzte Gretchen und steuerte auf das Wohnzimmer zu. »Außerdem müssen wir mit Reed Kent reden.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000218.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Das vorhin war kein Witz, hm?« fragte Marconi, die hinter ihr stehen geblieben war, leise. »Sie sind tatsächlich eine Soziopathin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000219.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Gretchen löste widerwillig den Blick von Linas ausgebreiteten Armen und ging weiter auf die Tür zu. »Sie wissen nichts über mich oder über die Bedeutung dieses Wortes.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000220.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Dann erklären Sie es mir«, drängte Marconi und war auf einmal neben ihr.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000221.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "gewaltlosigkeit hieß schließlich nicht dass sie keinen drang zur gewalt verspürte diesen trieb der sich schnell gegen ein ahnungsloses publikum richten konnte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000222.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "schon nassi gehörte zu den wenigen leuten die das erkannt hatten das hatte sie schon immer an ihm gemocht was steht in den kenntakten das sie nicht bereits wissen fragte marconi als sie in den aufzug stiegen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000223.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "CNN hat über jede Einzelheit des Falls berichtet und ihre Freundin war mit der Verhandlung befasst.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000224.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Soziopathen können durchaus Freundschaften schließen«, sagte Gretchen, die Marconis Zögern gleichzeitig irritierte und belustigte. Sie durchquerten rasch die Eingangshalle und traten auf die Straße hinaus, wo hinter dem gelben Polizeiabsperrband mit sinnloser Dringlichkeit helle Lichter blinkten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000225.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Die Aasgeier krächzten, bettelten um einen Kommentar oder wenigstens einen Blick in ihre Richtung. Sowohl Gretchen als auch Marconi ignorierten sie. »Wieso das?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000226.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Die Frage klang nicht scharf, sondern eher freundlich, neugierig. Gretchen zögerte. Sie betrachtete Marconis Gesicht, aber soweit sie erkennen konnte, war hier keine Feindseligkeit unter dünnem Firnis versteckt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000227.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Wenn Gretchen jemanden kennenlernte, log sie im Allgemeinen gern. Die meisten Menschen waren sehr formbar und leicht zu kontrollieren. Es war kein Problem, sie zum Nachgeben zu bewegen, wenn es nötig war. Diesmal dachte sie, dass sie mit der Wahrheit möglicherweise besser fahren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000228.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Sie hatte mehrere Varianten dieser Antwort ausprobiert und festgestellt, dass sie immer erfolgreich waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000229.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Wir alle brauchen Menschen, die nichts anderes von uns erwarten, als derjenige zu sein, der wir sind«, sagte Gretchen und erkannte, dass Marconi die poetische Formulierung gefiel, die das Gefühl schöner wirken ließ, als es tatsächlich war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000230.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Der Nutzen, den Freundschaften mir bringen, ist den Aufwand, sie aufrecht zu erhalten, wert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000231.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "In Sekundenschnelle war Marconis positive Reaktion verschwunden. Gretchen seufzte. Warum musste sie nur immer einen Schritt zu weit gehen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000232.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Ihr Wagen oder meiner?«, fragte sie, um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. »Immer wissen, wo der Notausgang ist. Das war Regel Nummer eins im Umgang mit normalen Menschen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000233.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Schonesse ist gefahren.« Marconi ließ das Thema kommentarlos fallen, was Gretchen zu schätzen wusste. »Es gab nichts Schlimmeres als Empathen, die immer weiter bohrten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000234.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Gretchen bog um die Ecke in die schmale Straße ein, in der sie ihren feuerwehrroten Porsche geparkt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000235.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Diese vorgefertigten Sprüche, die jeder, vor allem sie selbst, verstand und zu würdigen wusste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000236.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Das interessantere Szenario war der Test, ob jemand kühn genug sein würde, ihr Baby zu stehlen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000237.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Gretchen verstaute es in der mentalen Akte, die sie zu Marconis Sinn für Humor angelegt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000238.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Die entspannt wirkte, obwohl Gretchen gerade aus der Gasse gerast war, ohne auf den Gegenverkehr zu achten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000239.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Soweit sie es beurteilen konnte, arbeitete Marconi an dem Fall nicht mit, dennoch war es möglich, dass sie mit den Fakten vertraut war. Seit einem halben Jahr waren alle in der Stadt von den grauenhaften Details gefesselt, egal wie oft sie wiederholt wurden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000240.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Das bedeutete, dass Marconis Aufforderung vor allem dazu diente, Gretchens Meinung zu dem Mord zu erfahren. Es war nicht die schlechteste Strategie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000241.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Vor etwa einem halben Jahr hat Viola Kent, die einzige Tochter von Reed und Claire Kent, ihre Mutter erstochen an einem Abend, an dem ihr Vater außer Haus war«, betete Gretchen herunter.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000242.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "»Motiv?« fragte Marconi ungeduldig. »Viola ist eine sadistische Psychopathin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000243.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Das Mädchen war eigentlich noch zu jung, um diagnostiziert zu werden, aber Gretchen fand es albern, etwas zu leugnen, das jedem klar war, der auch nur ansatzweise etwas von menschlichem Verhalten verstand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000244.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Sie braucht kein Motiv. Naja, abgesehen davon, dass sie sehen wollte, wie das Blut ihrer Mutter aussieht und vielleicht auch ihre Organe.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000245.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Gretchen hatte die Akte bereits durchgesehen. Marconis großspurige Ankündigung, sie würde keinen Zugriff auf die offiziellen Details erhalten, amüsierte Gretchen, denn sie glaubte das meiste ohnehin bereits zu wissen. Die Tatortfotos mussten verstörend auf jeden Betrachter wirken, der einen schwächeren Magen hatte als sie selbst.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000246.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Ohne auf die schulterzuckend vorgetragene Diagnose einzugehen, fragte Marconi nur, Waffe?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000247.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Schlachtermesser aus der Küche«, antwortete Gretchen, während sie über eine gerade rot gewordene Ampel raste. Wildes Hupen folgte ihnen, genervte Fahrer, die nichts tun konnten, außer mit der Faust aufs Lenkrad zu schlagen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000248.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Aus irgendeinem unlogischen Grund hat Viola das Messer in ihrer Sockenschublade versteckt, als sie fertig war. Unlogisch?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000249.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Als würde man jemand anderen als diese sadistische Psychopathin verdächtigen Claire erstochen zu haben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000250.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Selbst mit Linas Bekenntnis im Kopf konnte sie nicht begreifen, wie ihre Freundin dazu gekommen war, das Mädchen für unschuldig zu halten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000251.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Regt diese Voreingenommenheit Sie auf?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000252.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Gretchen lachte. Die Frage war wirklich zu amüsant. Erstens bin ich, wie bereits gesagt, eine Soziopathin, keine Psychopathin. Zweitens, und bitte glauben Sie mir, ich bin jetzt nicht sarkastisch, war es natürlich Viola, die Claire erstochen hat.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000253.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Gretchen zögerte, dann fuhr sie jedes Wort betonend fort. »Sie ist eine sadistische Psychopathin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000254.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Und was ist mit dem, was Sie zu Schonesi gesagt haben?« drängte Marconi. »Dass er die Falsche erwischt hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000255.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Dies war der Punkt, an dem es sich gegen einen selbst wenden konnte, wenn man jemanden manipulierte, der tatsächlich zuhörte. Und darum hielt sich Gretchen eng an die Wahrheit.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000256.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Dass Lina Viola aus irgendeinem sentimentalen Grund für unschuldig hielt, heißt noch lange nicht, dass sie es auch ist«, fuhr Gretchen fort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000257.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Sicher hatte Lina einen Grund für diese Annahme gehabt, aber das machte sie noch lange nicht zur Realität. Bei Psychopathen lautete die Frage nicht ob, sondern wann.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000258.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Ist das nicht die perfekte Tarnung?«, fragte Marconi. »Wenn jemand Claire Kent umbringen wollte? Der echte Mörder musste das Messer nur in die Kommode des Mädchens legen und – bäm – schon stellt niemand mehr Fragen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000259.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Obwohl Marconi es eher rhetorisch als ernst zu meinen schien, konnte Gretchen nicht anders. Sie antwortete ihr.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000260.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Versuchen Sie, eine Verteidigung für Viola aufzubauen?« »Ich versuche nur herauszufinden, warum Lina Buka es versucht hat. Ist das nicht der Grund, warum wir das hier tun?« versetzte Marconi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000261.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Gretchen musterte sie verstohlen. Lag in dieser Frage eine versteckte Botschaft? Etwa der Verdacht, dass Gretchen ihr etwas verschwieg? Nein, da war nichts.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000262.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Vielleicht würde sie Marconi irgendwann von Linas letzten Worten erzählen. Aber vorläufig sollte sie glauben, dass sie lediglich eine trauernde Freundin mit genug Beziehungen war, um ihre Ressourcen aus einer Laune heraus zu verschwenden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000263.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Marconi trommelte gedankenverloren mit den Fingern auf ihrer Jeans herum. »Lina war nicht zufällig auch eine Soziopathin, oder?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000264.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Darüber musste Gretchen lachen. »Nein, eher das Gegenteil.« »Aber warum?« Marconis Mund zuckte, als sie den Rest der Frage hinunterschluckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000265.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Warum sie mit mir befreundet war?« Es war dermaßen vorhersehbar. »Wie gesagt, sie war sentimental. Solche Leute ziehen uns magnetisch an.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000266.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Erst als Marconis Stimme schärfer wurde, bemerkte Gretchen, wie weich ihre Konsonanten zuvor gewesen waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000267.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Also nicht aus Boston. Nicht, dass es erwähnenswert wäre. Sie war sich sicher, dass Marconi beim nächsten Fall verschwunden sein würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000268.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Es deutet nichts darauf hin, dass er ein Spieler ist«, wiederholte Gretchen ausführlicher aufgrund von Marconis plötzlich angespannter Körpersprache. »Warum war er dann im Encore?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000269.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Sie blickte Marconi für eine Sekunde forschend an. Die Polizistin war in ihrer Achtung leicht gestiegen. »Ein Boxkampf, aber bislang hat ihn niemand gefragt, warum er ausgerechnet an jenem Abend dort war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000270.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Marconi schnaubte. »Und warum nicht?« »Es ist immer der Ehemann!« Gretchen bremste vor dem eleganten Stadthaus, das sie bisher nur vom flüchtigen Blick in Linas Fallakte kannte. Dann drehte sie sich zu Marconi und grinste breit.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000271.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Wissen Sie denn nicht, dass ein sadistischer Psychopath im Teenageralter jeden Ehemann um Längen schlägt? Kapitel 6", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000272.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Viola saß mit dem Rücken zur Tür am Küchentisch, doch sie hatte mitbekommen, dass Reed im Flur war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000273.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Die feinen Härchen auf seinen Arm stellten sich auf, als ihm bewusst wurde, dass sie für einen Sekundenbruchteil sein Spiegelbild in dem Fleischermesser gesehen haben musste, mit dem sie herumspielte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000274.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Wo sind deine Brüder?«, fragte er und versuchte, keine Gefühlsregung zu zeigen. Der Geruch von Angst konnte auf Viola wirken wie Blut im Wasser auf Haie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000275.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Anstatt auszurasten, womit Reed eigentlich gerechnet hatte, zuckte Viola nur mit den Schultern und ließ das Messer senkrecht auf den Tisch fallen, sodass sich die Spitze in die Platte bohrte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000276.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Mami checkt sie gerade. Reed fragte nicht, worauf. Verletzungen, blaue Flecken und ähnliches. Ihren kleinen Körpern konnte eine Menge Schmerz zugefügt werden, selbst wenn er versuchte, so wachsam wie nur möglich zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000277.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "er ging zur küchentheke hinüber wo noch ein rest kaffee übrig war und goss ihn in eine tasse es spielte keine rolle ob er ihn trank oder nicht er wollte einfach nur seine hände beschäftigen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000278.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Wie ist es beim Arzt gelaufen?«, fragte Reed, während er Viola gegenüber Platz nahm. Sie hob den Kopf und zog eine Schulter hoch. Das Mädchen war in einer merkwürdigen Stimmung. Nahezu gedrückt, auf jeden Fall ein bisschen kleinlauter als üblich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000279.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Normalerweise hätte sie auf diese Frage hin die Krallen ausgefahren. »Ich mag ihn nicht«, sagte Viola, »nicht auf die kindliche, bockige Art, sondern eher lässig.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000280.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Denn das hier war nichts Neues. Viola hatte keinen ihrer Psychiater gemocht. Was sie ihr boten, war die Gelegenheit, mit einem Erwachsenen zu spielen. Mit jemandem, der zwar wusste, wie Geist und Seele funktionieren, aber offenbar nicht gut genug, um ein Mädchen in der Vorpubertät daran zu hindern, sich in seinen Kopf hineinzudenken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000281.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Sie hatte auch noch gesagt, dass Könne warten, als Sebastian zu weinen anfing, sobald Viola sich ihm näherte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000282.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Sogar als ein Lehrer nach dem anderen seine Besorgnis darüber äußerte, wie Viola ihre Mitschüler nach Belieben manipulierte, hatte Claire behauptet, ihre Tochter sei eben eine geborene Anführerin und die anderen könnten nur nicht mit ihrer starken Persönlichkeit umgehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000283.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Dann hatte er Viola geschubst, grob, sodass sie sich an der Ecke des Schränkchens unter dem Waschbecken den Kopf stieß. Ein Rinsal Blut war ihr über die Schläfe gelaufen, und sie hatte gelacht und gelacht, während Reed seinen Sohn aus dem Wasser zog.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000284.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Warum hast du das getan?« hatte er sie später gefragt. Viola hatte geschmollt. »Ich wollte sehen, ob er blau anläuft.« Da war sie acht Jahre alt gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000285.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Dabei taten Kinder oft grausame Dinge, so waren sie nun mal. Das war auch der Grund dafür, dass Psychiater bei Kindern in diesem Alter noch keine Diagnose stellen konnten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000287.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Aber deswegen konnten Reed und Claire noch lange nicht zulassen, dass Viola mit ihrer Schreckensherrschaft die gesamte Familie in Geiselhaft nahm. Es macht ihr Spaß, Menschen zu verletzen, Claire.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000288.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Seine Frau wollte nicht, dass ihre Freunde und Bekannten von der Sache erfuhren. Ihr soziales Umfeld sollte nicht mitbekommen, dass Viola jede Woche einen Arzttermin hatte, denn dann würden sie anfangen, Fragen zu stellen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000289.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Für Claire gab es nichts Wichtigeres, als die sorgsam errichtete Fassade aufrechtzuerhalten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000290.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "lange zeit hatte reed seiner frau ihr widerstreben nicht einmal übel genommen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000291.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Wollen wir sie etwa mit Medikamenten zum Zombie machen?«, hatte Claire gefragt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000292.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Er hatte sich bereits damit abgefunden, dass Viola ihn und Claire vernichten würde, sollte sie sich je dazu entschließen. Aber Milo und Sebastian musste er so gut wie möglich beschützen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000293.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Du musst deine Termine wahrnehmen«, sagte Reed, dessen Stimme seine bodenlose Erschöpfung verriet, so sehr er sich auch bemühte, sie zu verbergen. »Wir können einen anderen Arzt für dich suchen, wenn dir dieser nicht gefällt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000294.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Das wäre dann der Sechzehnte. Violas Augen wurden schmal. Aber Mami sagt...", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000295.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Eine todsichere Taktik. Viola spielte Claire und ihn mit der Leichtigkeit einer Wundergeigerin gegeneinander aus, die nur zum Spaß auf einem Instrument herumfiedelt. Eigentlich war es Kinderkram.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000296.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Sogar Kinder ohne Violas Charakterzüge verstanden es, die Tatsache auszunutzen, dass sie zwei Chefs mit unterschiedlich ausgeprägter Disziplin und ungleichem Einfühlungsvermögen hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000297.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie hatte noch nicht gelernt, ihre Reaktionen zu verbergen, die jedes Mal verrieten, welches Spiel sie gerade spielte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000298.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Was wollte er über sie wissen? »Ob ich ihr wehtun will«, sagte Viola in dem aufgesetzt lässigen Tonfall, den er so gut kannte. Sie liebte es, Reaktionen hervorzurufen, indem sie mit gleichmütiger Stimme empörende Dinge sagte. Sie fand das lustig. »Weil ich mit ihm über sie geredet habe.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000299.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Was hast du ihm erzählt?« Viola senkte den Blick auf das Messer, das sie nun in der Tischplatte herumdrehte. »Wusstest du, dass Serienmörder zu einem hohen Prozentsatz als Kind missbraucht wurden?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000300.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Das wusste er in der Tat. Dass er sich in Forschungsarbeiten über antisoziale Persönlichkeitsstörungen und gewalttätiges Verhalten vertieft hatte, war in diesem Haus niemandem entgangen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000301.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Und es stimmte. Das Erbgut lud die Waffe, die Umwelt drückte ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000302.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Dies war auch die Methode, mit der Viola mindestens vier andere Psychiater losgeworden war. Sie hatten Claire allzu durchdringend angestarrt, wenn sie im Wartezimmer saß, sodass sie schließlich die Folgetermine abgesagt und sich nach einem neuen Arzt umgesehen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000303.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Reed hatte nie mit Claire über Violas Taktik gesprochen, hatte ihr nie gesagt, dass sie nach ihrer Pfeife tanzte, wie die Marionette, die ihre Tochter in ihr sah.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000304.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Er war nicht stolz darauf, aber vielleicht hatte er einfach die Nase voll davon, als einziger an Violas Fäden zu hängen. »Hast du ihm gesagt, dass du deiner Mutter wehtun willst?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000305.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Das war der springende Punkt. Reed wusste, wie die Antwort lautete, war aber neugierig, ob sie es einem Fremden gegenüber zugegeben hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000306.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Wahrheit und Lüge wählte Viola aus wie die Schuhe für den jeweiligen Tag, je nachdem, was in der gegebenen Situation am besten funktionierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000307.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Aber wirklich wichtig war nur, was andere Menschen wussten und glaubten. »Veola nickte.« »Ich habe es ihm beschrieben. Die Methoden, über die ich nachgedacht habe.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000308.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Reed schluckte und wandte den Blick ab. »Was hat er dazu gesagt?« »Tu doch nicht so, als wolltest du nicht wissen, wie ich es anstellen würde«, sagte Viola spöttisch. Als er den Kopf wieder hob, starrte sie ihn an. Ihre Augen saugten das Licht aus dem Raum.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000309.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Ich habe mir in der Schulbücherei ein Anatomiebuch angesehen, weißt du?« Als ob sie noch etwas über die verschiedenen Arten lernen müsste, anderen Schmerzen zuzufügen. Sie grinste so zynisch, als hätte er den Gedanken laut ausgesprochen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000310.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "es gibt eine menge möglichkeiten jemanden so zu schneiden dass er ganz langsam ausblutet", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000311.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Sagte Viola, drückte die Messerspitze an ihre Fingerkuppe und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Punkt, an dem sich Haut und Klinge trafen, und auf den rubinroten Tropfen Blut, der sich dort bildete.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000312.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Auch das, was gerade vor sich ging, war nur Show. Allerdings war diese Rolle näher an der echten Viola, die sie herausließ, wenn ihre Handlungen keine Konsequenzen nach sich zogen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000313.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Sie fürchtete sich nicht vor der Strafe an sich, aber sie wusste, dass sie den Zugang zu bestimmten Dingen verlieren würde, auf die sie nicht verzichten wollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000314.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Ihre Brüder, die Außenwelt, die Schule, dies waren ihre Spielplätze, und es war immerhin möglich, dass man sie in ihr Zimmer sperren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000315.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "reed fragte sich oft was passieren würde wenn sie ihr körperlich nicht mehr gewachsen waren wenn ihr klar wurde dass sie tagelang weg bleiben und überleben konnte indem sie einfach ein paar antiquitäten aus ihrem zuhause versetzte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000316.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Wahrscheinlich hatte sie noch nicht ganz begriffen, dass sie dazu in der Lage war. Aber der Tag lag in nicht allzu weiter ferner.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000317.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Kinder betrachteten ihr Zuhause und ihre Eltern als eine Art unvermeidliches Gefängnis. Als Teenager erkannten sie die Illusion als das, was sie war, und bemerkten, dass sich die Tür von beiden Seiten öffnen ließ.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000318.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "»Erzähl mir mehr darüber«, sagte Reed, anstatt das Thema zu wechseln. Manchmal sagte er etwas, um Viola zu schockieren. Sie war nicht die Einzige, die dieses Spiel beherrschte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000319.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Ihr anzügliches Grinsen wirkte so zufrieden, wie er es schon lange nicht mehr bei ihr gesehen hatte. Nachdem sie bis in die scheußlichen Details dargelegt hatte, wie man einen Menschen bei lebendigem Leib häuten konnte, rammte sie das Messer so heftig in die Tischplatte, dass es wackelnd, aber aufrecht stehen blieb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000320.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Sie starrten beide auf die Waffe, die sie wie einen Federhandschuh hingeworfen hatte, dann beugte sich Viola vor, ein selbstgefälliges Lächeln im Gesicht, das weitaus beängstigender war als ihr anfänglicher räuberischer Sieg.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000321.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Keine Sorge«, sagte sie, »ich habe ihm nicht erzählt, dass du es dir auch schon vorgestellt hast.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000322.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Und damit stürmte sie davon. Ihre raschen Schritte auf der Treppe verrieten ihm, dass sie auf dem Weg in den ersten Stock war und damit sehr bald Claires Problem sein würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000323.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Lange Zeit blieb er reglos sitzen und starrte auf die leere Stelle, wo zuvor seine Tochter gewesen war. Wie betäubt stand er auf, umrundete den Tisch und zog das Messer heraus, wobei er sorgfältig darauf achtete, nur die Klingel zu berühren. Er ging zur Spüle und wusch das Blut ab, hielt den Griff aber vom Wasser fern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000324.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Kapitel 7 Gretchen – Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000325.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Zum ersten Mal, seit sie in den Wagen gestiegen war, sah Makoni zum Fenster hinaus. Beim Anblick des imposanten Hauses der Kent's in Beacon Hill stieß sie einen leisen Pfiff aus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000326.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Sie werden Mr. Kent sicher über Linas Tod informieren, oder?« Offensichtlich setzte sie gerade die Puzzleteile zusammen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000327.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Nein«, widersprach Gretchen und dämpfte ihr allzu strahlendes Lächeln. Sie genoss die Situation, aber es war unangebracht, einer Empathin gegenüber diese Art von Entzückung an den Tag zu legen, nachdem sie vor weniger als zwei Stunden Linas Leiche gefunden hatten. »Das übernehmen sie.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000328.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Es sprach für Marconi, dass sie nur mit den Schultern zuckte und sich aus dem Sportsitz auf der Beifahrerseite schälte. »Wollen Sie, dass ich etwas Bestimmtes sage?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000329.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Gretchen beäugte Marconis Rücken, während sie ihr die beeindruckende Treppe hinauffolgte. »Muss ich Ihnen etwa sagen, wie Sie Ihren Job zu machen haben?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000330.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Marconi winkte ab und ballte dieselbe Hand gleich darauf zur Faust, um an die Tür zu klopfen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000331.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Das Gesicht von Reed Kent war seit Monaten auf den Fernsehbildschirmen der Stadt zu sehen, aber die verpixelte Version wurde ihm nicht gerecht. Er war so gut aussehend wie ein Filmstar, und das dachte Gretchen nur sehr selten von jemandem.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000332.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "An Schönheit stellte sie hohe Ansprüche. In der Natur, bei Menschen, Dingen und sich selbst. Und sie neigte dazu, sich am goldenen Schnitt zu orientieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000333.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Kents perfekt symmetrische Gesichtszüge erfüllten diese mathematische Definition von Attraktivität.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000334.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Darüber hinaus war er auf eine Weise anziehend, die über den allgemeinen Begriff von Schönheit hinausging.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000335.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Kann ich Ihnen helfen?«, fragte Reed Kent. Marconi hielt pflichtbewusst ihre Dienstmarke hoch. »Mr. Kent, ich bin Detective Lauren Marconi vom Boston PD. Und das ist Dr. Gretchen White. Sie berät uns in einem Fall.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000336.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»In einem Fall, dem Fall meiner Tochter?« Er vermittelte seine Verwirrung, die leichte Besorgnis, recht geschickt. Feinfühlig und nicht übertrieben. Noch nicht. Wäre Reed Schauspieler, er würde seine Rolle perfekt ausfüllen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000337.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Dürfen wir reinkommen?«, fragte Marconi, schob sich aber wie bei Cops allgemein üblich bereits in die Tür und zwang Reed zurückzutreten, bevor er es überhaupt bemerkte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000338.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "In der nächsten Sekunde waren sie im Haus, und Reed schloss die Tür hinter ihnen. Ein raffinierter kleiner Schach zog. »Kann ich, äh«, Reed schloss kurz die Augen, dann überwand er sein Zögern. »Vielleicht etwas zu trinken für Sie, soll ich Ihnen ein Wasser holen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000339.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Nein, danke.« Marconi hatte inzwischen das vom Flur abgehende Wohnzimmer betreten, Gretchen und Reed folgten ihr.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000340.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Die Polizistin übernahm das Kommando, aber so unauffällig, dass die meisten Menschen es vermutlich nicht bemerkt hätten. »Mr. Kent, bitte setzen Sie sich doch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000341.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "»Sagen Sie mir, was passiert ist.« Reed's Blick huschte zwischen ihnen hin und her, die Hände hatte er in die Hüften gestemmt. »Geht es um meine Tochter? Ist ihr etwas zugestoßen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000342.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Gretchen sehnte sich danach, in diesen Mann einzudringen, in seinem Gehirn herumzustochern,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000343.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Würde ihn irgendetwas davon überraschen, nachdem er sie 13 Jahre lang großgezogen hatte?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000344.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Ihrer Tochter ist nichts passiert«, sagte Marconi, Kenz' Sprachgebrauch imitierend, indem sie das Monster im Raum nicht beim Namen nannte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000345.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Gretchen glaubte, es könnte damit zu tun haben, dass Marconi Kent attraktiv und sympathisch fand und ihn deshalb unbewusst spiegelte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000346.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Dieses Verhalten war bei Empathen allgemein üblich. »Mr. Kent, bitte setzen Sie sich.« Reed begann im Zimmer auf- und abzugehen. »Sagen Sie mir einfach, was los ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000347.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "marconi warf gretchen einen kurzen blick zu ehe sie endlich das pflaster von der wunde riss lena buka wurde heute tot in ihrer wohnung aufgefunden", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000348.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Die Reaktion mancher Menschen ähnelte einer Explosion, alles war wild, die Armbewegungen, der Blick, die Flüche. Andere hingegen implodierten. Alles fiel in sich zusammen und wurde still.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000349.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "und in einer deutlich abgenutzten Spur über das glänzende Hartholz gelaufen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000350.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Doch als er von Linas Tod erfuhr, wurde er still.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000351.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Gretchen erkannte, dass er ihnen nicht zeigen wollte, was er empfand, aber gerade das Nichts, das er zur Schau stellte, zeigte ihr, wie sehr ihn die Nachricht traf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000352.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Tod aufgefunden?«, fragte Reed schließlich mit gut modulierter Stimme, so wie sie ihn im Fernsehen hatte sprechen hören. »Vorsichtig und zurückhaltend.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000353.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Was soll das heißen?« Marconi hatte die Mitteilung klug formuliert und ohne es zu wollen war Gretchen erneut beeindruckt. Nun hatten sie Reed am Haken. Er war neugierig.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000354.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Vielleicht sogar ängstlich?« Gretchen grob sich die Fingernägel in die Handflächen. Nichts wünschte sie sich mehr als seine gelackte Oberfläche aufzukratzen und das darunter wabernde Gift zu sehen. »Eine Überdosis«, sagte Marconi, nachdem sie länger geschwiegen hatte als sozialverträglich war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000355.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Reed atmete durch, ein lautloser Spannungsabbau. »Ich bin... Das ist ja schrecklich, aber...« Er blickte zwischen ihnen hin und her.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000356.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Reed starrte sie an, ohne zu blinzeln, und Gretchen hielt seinem Blick mühelos stand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000357.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Sie gewann jeden Anstarrwettbewerb, weil sie das unangenehme Kribbeln falscher Intimität nicht verspürte, das die anderen dazu brachte, sich abzuwenden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000358.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Wie erwartet, senkte Reed als erster den Blick und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. »Na ja, trotzdem...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000359.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Er nickte. Sein Blick kehrte sich nach innen, als er sich in seinen Gedanken verlor. Marconi spähte zu ihr herüber und Gretchen deutete mit dem Kopf zur Tür. Sie hatte genug gesehen. Vorläufig.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000361.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Reed nahm ihren Aufbruch kaum zur Kenntnis. Gezwungen lächelnd nahm er Marconis Karte an und entließ sie mit einem schlichten Auf Wiedersehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000362.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Makoni blieb neben Gretchen auf dem Bürgersteig stehen, dann drehten sie sich beide halb um und blickten an der Fassade des Hauses hinauf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000363.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Haben Sie bekommen, was Sie wollten?«, fragte Marconi. »Natürlich!« Gretchen grinste selbstzufrieden. »Ich weiß jetzt, warum Lina diesen Fall übernommen hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000364.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Marconi wippte auf den Fersen und Gretchen legte die Geste in ihrem Geist als das Zeichen für Verblüffung ab. »Was?«, fragte Marconi, winkte aber gleich darauf ab. Offenbar hatte sie bereits mitbekommen, dass Gretchen das Wort nicht ausstehen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000365.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Warum?« Im zweiten Stock bewegte sich ein Vorhang, aber Gretchen konnte das Gesicht der Person, die sie beobachtete, nicht erkennen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000366.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Sie hatte viele Stunden ihres Lebens damit verbracht, sich Videos, Shows und Interviews anzusehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000367.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "sodass sie die komplexen Emotionen erkannte, die sie intuitiv nicht erfassen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000368.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Jetzt kommt der interessante Teil. Und der wäre?« Gretchen steuerte auf den Wagen zu. »Herauszufinden, ob sie seine Liebe erwidert hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000369.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Kapitel 8 Reed – ein Monat vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000370.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Bostoner mit einem bestimmten Grad an Wohlstand neigten dazu, sich zusammenzurotten. Reed nahm an, dass dasselbe für die Oberschicht überall in Amerika galt, aber in Boston war es beinahe ein Spiel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000371.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Es gab neues Geld, altes Geld und noch älteres Geld. Und es spielte eine große Rolle, in welche dieser Kategorien man einsortiert wurde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000372.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Darum stand sie nicht auf der Gästeliste der Events, an denen Reed und Claire teilnahmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000373.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Die Firma gehörte zu den wenigen in der Stadt, die ihre Gästeliste nicht auf altes Geld beschränkten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000375.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Die Chance, dass Lina auch dort sein würde. Claire lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf sich, indem sie eine Spur zu heftig seinen Arm drückte. Das Lächeln war inzwischen zum Reflex geworden, und er wusste, wie er seine Rolle zu spielen hatte. Mensch und sonst nichts, war er immerhin gut dressiert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000376.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Ja, Reed weiß nicht recht, was er mit seiner freien Zeit anfangen soll, seit unser Jüngster zur Schule geht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000377.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "und seinen Arm getätschelt, als wäre er eine Hausfrau aus den 50er Jahren, die nicht selbst auf sich aufpassen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000378.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Zwei Frauen nickten vielsagend, während drei beieinanderstehende Männer ihn mit einer Kombination aus Mitleid, Abscheu und Langeweile beäugten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000379.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Und bei solchen Veranstaltungen mit solchen Leuten war er sich immer schon wie der Bengel aus Southie vorgekommen,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000380.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Er legte Claire eine Hand auf den unteren Rücken, ohne weiter darauf zu achten, dass sie unter seinen Fingern erstarrte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000381.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Wie in den ersten Jahren ihrer Ehe neigte er sich zu ihr, bis seine Lippen beinahe ihre Ohrmuschel berührten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000382.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Ihr Glas war halb voll. Sie nickte und entspannte sich, wie sie es inzwischen beide taten, sobald sie der Gegenwart des bzw. der jeweils anderen entkommen konnten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000383.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Er musste ein paar Mal abbiegen, bis er einen Seitenausgang fand, der zu einem schmalen Durchgang führte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000384.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Als ich die Tür hinter ihm erneut öffnete, war er nicht weiter überrascht, dass Lina herauskam,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000385.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Hast du Feuer?« Reed schob die Hände in die Taschen seines Jacketts, lehnte sich an die Backsteinmauer hinter sich und schüttelte den Kopf. »Diese schlechte Angewohnheit habe ich schon vor langer Zeit aufgegeben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000386.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Aber nicht alle schlechten Angewohnheiten, stimmt's?« fragte Lina, während die Zigarette wie durch einen Taschenspielertrick verschwand. »Wie durch Magie.« »Typisch, Lina.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000387.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Er wagte nicht, ihr ins Gesicht zu sehen. Nein. Anstatt zu antworten, machte Lina einen Schritt auf ihn zu. Sie trug einen Hosenanzug mit weitem Bein und eine eng anliegende Weste mit nichts als nackter Haut darunter. Der dunkle Pflaumenton ließ ihre Haare noch voller und ihr Gesicht noch blasser erscheinen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000388.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "die ein ihrem Alter angemessenes Cocktailkleid und diese besonderen Schuhe mit roter Sohle und einem schicken Namen trug, was ihr verlangende Blicke von ihren Freundinnen einbrachte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000389.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Claire würde es im Traum nicht einfallen, in Männerkleidung bei einer Auktion von Grogan & Company aufzutauchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000390.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Berechnend, stark und loyal wie sie waren, hatten beide Frauen ausgeprägte bösartige Züge an sich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000391.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Reed hatte sich oft gefragt, warum sie keine Freundinnen geworden waren, als Claire in jenem Sommer vor dem College in ihr Leben gestolpert war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000392.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "linas entscheidung ihn aus ihrem leben zu streichen war zielgerichtet und erbarmungslos gewesen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000393.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Sie hatte sämtliche Verbindungen zu seiner Vergangenheit ebenso gnadenlos abgeschnitten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000394.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Kaum zwei Wochen nach Tess verschwinden, hatte Reed begonnen, mit Claire auszugehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000395.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Und er wusste noch, wie Lina ihn angesehen hatte, als er ihr von der neuen Beziehung erzählt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000396.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Reed hatte damals nicht bemerkt, dass Lina in jenem Moment bei jenem Gespräch auf den Gedanken gekommen war, dass Reed etwas mit Tess verschwinden zu tun haben könnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000397.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Das war ihm erst klar geworden, nachdem Lina ein halbes Jahr lang versucht hatte, sich in sein Leben einzumischen mit dem einzigen Ziel, Beweise für genau diesen Verdacht zu finden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000398.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Was er jedoch nach sechs Monaten voller Psychospielchen immer noch nicht wusste, war, was sie veranlasst hatte, in einer Vergangenheit zu wühlen, die sie doch beide längst hinter sich gelassen hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000399.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Während Reed seine Herkunft nicht zuletzt dank Claires mächtiger und wohlhabender Familie so gut wie ausgelöscht hatte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000400.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Aber sie hatte keinerlei Verbindung mehr zu ihrer alten Wohngegend und zu den Leuten, mit denen sie aufgewachsen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000401.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Warum also alte Geschichten aufwärmen, wenn Tess Murphy ein Geist war, den die Welt vor ungefähr 20 Jahren vergessen hatte?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000402.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Sie wussten, dass sie die problembeladene Schwester des heutigen Kongressabgeordneten Declan Murphy war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000403.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Das Mädchen, das Declan im Rahmen seiner Wahlkampagne in Werbespots vorstellte, die sich auf soziale Initiativen für Jugendliche in den ärmeren Stadtteilen konzentrierten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000404.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "und das Ganze so inszeniert, dass es wie eine weitere rührselige Geschichte über eine jugendliche Ausreißerin aussah.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000405.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Niemand außer ihm kannte die Wahrheit darüber, was 20 Jahre zuvor passiert war. Doch wie lange würde es noch dabei bleiben?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000406.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Einen müden Mann mit drei Kindern und einer schönen Ehefrau, mit der er Schritt zu halten versuchte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000407.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "In diesem Moment erinnerte er sich daran, wie es früher zwischen ihnen gewesen war, wie sie sich geliebt hatten, als wären sie Bruder und Schwester. Reed zog ruckartig den Kopf zurück, floh vor der zärtlichen Berührung aus Angst, sich allzu sehr an Sanftheit zu gewöhnen, wenn er sich dieser Wonne noch länger hingab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000409.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Er hatte genug von dem Spiel, das sie offenbar spielte, hatte genug von ihren Lügen und Manipulationen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000410.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Nicht nachdem er sie 20 Jahre zuvor verlassen hatte, nicht nachdem ihre Freundschaft sich unter dem Gewicht von Tess' Abwesenheit und durch Claires Einfluss aufgelöst hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000411.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Aber er wusste, dass er nicht alles von dem verdient hatte, was Lina ihm seit einem halben Jahr zumutete, seit sie Jagd auf Geister und Geheimnisse machte und eine Vergangenheit ans Tageslicht zerrte, die besser begraben blieb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000412.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Lina presste die Lippen aufeinander und starrte auf eine Lache Öl, die sich in einem Schlagloch zu ihren Füßen gesammelt hatte. Auf einmal hob sie den Kopf und fragte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000413.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Liebst du sie? Seine Gedanken waren so verworren, dass Reed für einen Moment nicht wusste, von wem Lina sprach. Sie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000414.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Tess? Sie und Reed waren in jenem Sommer miteinander gegangen, in dem Sommer, in dem Tess verschwunden war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000415.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Aber die Beziehung war schwach gewesen, sie hatte keine Substanz gehabt und eher auf zufälliger Nähe und Bequemlichkeit als auf etwas Bedeutungsvollem beruht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000416.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Aber Lina hatte »liebst« gesagt, nicht »liebtest«. Wie sie es getan hätte, ginge es um Tess. Denn nach Linas Überzeugung war Tess gestorben, und zwar durch Reeds Hand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000417.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "dann also viola es wäre unnatürlich wenn er sie als vater nicht lieben würde aber liebte er sie tatsächlich wo die liebe zu seiner tochter sein sollte war nichts als pulsierende dunkelheit und er war sich sicher dass lina das inzwischen erkannt hatte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000418.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Egal, wie sorgfältig er es zu verstecken suchte, schließlich war sie seit Monaten wieder Teil seines Lebens. Sie hatte erkannt, dass seine blauen Flecken durchaus von dem Mädchen hätten stammen können.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000419.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Womit nur noch?« »Claire«, stellte Lina klar, »liebst du sie?« Sein Mund war zu sehr ans Lügen gewöhnt, um zu wissen, wie er die Wahrheit hervorbringen sollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000420.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Sie ist meine Frau. Wie könnte ich sie nicht lieben?« Erneut wandte Lina den Blick ab und er glaubte zu spüren, wie sie sich noch weiter zurückzog. Durch die Tür, die Lobby, zurück auf die Straße, weg von diesem Ort, weg von ihm.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000421.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Typisch Lina Kapitel 9 Gretchen – jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000422.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Danke, Schätzchen, gurrte diese, während sie den Motor hochjagte, um dem attraktiven Officer, der sie rechts rangewunken hatte, Angst einzujagen. Er erschrak, seine Wangen röteten sich und er brachte stotternd eine Entschuldigung vor. Eine angemessene Bestrafung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000424.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Und wie machen Sie das sonst?«, fragte Marconi, die wegen Gretchens Theatralik demonstrativ mit den Augen rollte. »Flirten Sie so lange, bis Sie um den Strafzettel herumkommen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000425.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Oder ich fange an zu weinen«, sagte Gretchen achselzuckend. »Ich bin im herkömmlichen Sinne attraktiv genug, um mich auf die eine oder andere Art aus der Affäre zu ziehen, meistens jedenfalls. Da wir gerade von Attraktivität sprechen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000426.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Reed kennt?« kam Marconi ihr zuvor. Gretchen bedachte sie mit einem anerkennenden Blick den Marconi mit einem trockenen »Ich bin Detective, wissen Sie?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000427.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "beantwortete. »Ja, aber manchmal stellen Sie sehr dumme Fragen«, erklärte Gretchen hilfsbereit. Makoni schnaubte. »Dass Sie nicht verstehen, warum ich Sie stelle, macht Sie doch nicht zu dummen Fragen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000428.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Darauf wusste Gretchen nichts zu erwidern. Etwas Ähnliches hatte sie selbst schon einmal gedacht. Darum legte sie nur den Kopf schief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000429.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Die darunterliegende Beleidigung gefiel ihr nicht, aber sie konnte darüber hinwegsehen. Vielleicht würde McConey länger durchhalten als schon Nessies frühere Partner. »Also gut, Reed kennt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000430.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Nein.« Markoni schien dennoch ein gewisses Zögern in ihrer Stimme wahrzunehmen. »War sie der Typ dafür?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000431.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»In meinem Metier sind solche Kategorien eine notwendige Abkürzung, Dr. White.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000433.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Zum Beispiel neigen Soziopathen zu riskantem Verhalten, egal wie die Konsequenzen aussehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000434.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Oh«, frohlockte Gretchen hämisch, »sagen Sie mal, wann genau hatten Sie eigentlich Zeit, Nachforschungen über mich anzustellen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000435.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Ich habe da meine Methoden«, versetzte Marconi ebenfalls mit einem selbstgefälligen Lächeln. »Und jetzt kommen Sie mal von Ihrem hohen Ross herunter. Lina!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000436.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»War sie jemand, der in bestehende Partnerschaften eindrang?«, fragte Gretchen in einem Ton, der von übertriebenem Anstand durchdrungen war. »Nein, sie ging so gut wie nie mit jemandem aus, schon gar nicht mit einem verheirateten Mann.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000437.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Und warum nicht?« »Arbeit«, sagte Gretchen leicht hin und hielt dann inne, um nachzudenken. »Tatsächlich musste im letzten, keine Ahnung, im letzten Jahr oder so etwas passiert sein. Sie war weniger fokussiert als sonst.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000438.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Fahrig hätte es besser getroffen, aber Gretchen wusste, welche Schlüsse ein Detektiv aus diesem Wort ziehen würde. Und dann war da noch das Tütchen, das Gretchen gefunden hatte und besser das Klo runtergespült hätte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000439.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Ging es vielleicht um einen Prozess?«, fragte Marconi. Gretchen ging im Geiste die Daten der Verhandlungen durch, von denen sie wusste, dass sie in Linas Terminkalender gestanden hatten. In diesem Zeitraum hatte es drei hochkarätige Prozesse gegeben. Aber im Vergleich zum Fall Kent kam ihr keiner davon relevant vor.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000440.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Nicht mehr lange und sie wäre es leid zu erklären, dass auch Soziopathen Freundschaften pflegen konnten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000441.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Genau«, sagte Marconi, und Gretchen erkannte, dass die Frau sie besänftigen wollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000442.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Daraufhin verstärkte sie den Griff ums Lenkrad und nahm die Kurve ein bisschen weiter, sodass sie auf die Spur des Gegenverkehrs geriet. Marconi nahm es hin, ohne mit der Wimper zu zucken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000443.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Was auch immer diese persönliche Sache war, hatte es etwas mit Reed Kent zu tun?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000444.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Das tat es fast immer. Überall hatte sich der Mythos festgesetzt, Leute wie sie hätten keinerlei Kontrolle über ihre Impulse. In Wirklichkeit ging ein großer Prozentsatz von Soziopathen als völlig normal durch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000445.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Vor nicht allzu langer Zeit war ein Wissenschaftler über einen Gehirnscan gestolpert und hatte erkannt, dass dieser definitiv der eines Soziopathen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000446.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Später hatte sich herausgestellt, dass es sich um seinen eigenen handelte. Es stimmte also, dass nicht alle Soziopathen stumpfsinnige Mörder waren. Aber sie brauchten oftmals einen Anker, eine Linie im Sand, irgendetwas, das sie zu angemessenem Verhalten brachte und ihnen erlaubte, in der Gesellschaft zu funktionieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000447.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Für manche war dieser Anker die Religion. Eine Reihe von klaren Leitlinien erwies sich meist als äußerst nützlich. Für andere wiederum war es das Strafgesetzbuch. Sie begingen reihenweise Ordnungswidrigkeiten, hüteten sich aber vor Straftaten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000448.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Gretchen hatte ein paar Jahre Versuch und Irrtum gebraucht und eine kurze Zeit in einer Gemeinschaft, die, wie sie inzwischen wusste, eine Sekte war, um zu erkennen, dass sie immer wieder auf einen Menschen zurückkam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000449.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Schonessi.« Sie mochte den Mann nicht. Mehr als ein wenig Respekt brachte sie nicht für ihn auf. An einem guten Tag vielleicht noch das Eingeständnis, dass ihre Beziehung für beide Seiten vorteilhaft war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000450.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Aber wenn Gretchens Impulse aufluderten und kaum zu unterdrücken waren, sah sie vor ihrem geistigen Auge fast immer schon Nessies Gesicht. Seine Selbstzufriedenheit sollte er sie jemals festnehmen können. Egal weshalb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000451.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Gretchen fragte sich unwillkürlich, was wohl geschehen würde, wenn schon Nessie nicht mehr da war, um ein Gegengewicht zu ihren Trieben zu bilden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000452.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Nur bei wenigen Gelegenheiten hatte der Gedanke an ihn nicht gereicht, um ihre Neigung zu Gewalt einzudämmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000453.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Eines Tages bestellte der Dekan sie in sein Büro und bezichtigte sie eines Täuschungsversuchs.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000454.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Sie wollte ihm die Klinge in die Genitalien rammen und zusehen, wie das Blut herausspritzte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000455.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Auf Gretchens flammenden Zorn wirkte das wie ein Eimer eiskaltes Wasser. Sie zwang sich, die Schere in der Tasche fallen zu lassen, ging mit eingezogenem Kopf um die Sekretärin herum und tauchte in der Menschenmenge im Flur vor seinem Büro unter.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000456.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Hätte sie die Sache durchgezogen, hätte nicht einmal schon Nessie es herausgefunden, davon war sie überzeugt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000457.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Drei Straßenzüge lang herrschte angespannte Stille. Dann fing Marconi an, auf ihrem Oberschenkel herumzutrommeln. Als sie das Wort ergriff, spiegelte ihre Stimme die Anspannung nicht wieder. Vielleicht war sie ihr überhaupt nicht aufgefallen. Vielleicht glaubte sie tatsächlich, sie könnte es im Fall eines Falles mit Gretchen aufnehmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000458.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Was wollen Sie erreichen?« Gretchen versuchte nicht so zu tun, als verstünde sie die Frage nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000459.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Dass Viola womöglich zu Unrecht in Haft saß, kümmerte sie nicht. Wenn davon überhaupt die Rede sein konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000460.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Dieses Mädchen gehörte hinter Gitter, egal, was irgendein dämlicher Anwalt dazu sagte. Nach allem, was Gretchen allein durch Medienberichte mitbekommen hatte, war Viola dazu bestimmt zu morden. Dass sie es noch nicht getan hatte, war lediglich eine Frage der Definition.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000461.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Auch Claire Kent's Tod war Gretchen egal, obwohl sie sich Mühe gab, den gegenteiligen Eindruck zu erwecken. Wenn nötig, würde sie eine Show abziehen, aber bei Marconi schien das überflüssig zu sein. Und da Lina an einer versehentlichen Überdosis gestorben war, bestand auch keine Notwendigkeit, Rachepläne zu schmieden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000462.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Aber ohne ihr grundlegendes Verlangen, Geheimnissen auf die Spur zu kommen, hätte sich Gretchen niemals in den Fall hineinziehen lassen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000463.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Neugierig«, sagte Marconi und lachte leise. »Na super!« In dem darauffolgenden Schweigen fragte sich Gretchen, ob Marconi weiterbohren würde, aber sie schien sich mit der Antwort zufrieden zu geben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000464.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Wohin fahren wir?«, fragte sie nun. Gretchen biss sich auf die Innenseite ihrer Wange, wo sich nach vielen Jahren diese Art von Misshandlung Narben gebildet hatten. Immerhin besser, als anderen Leuten welche zuzufügen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000465.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Nur hin und wieder«, sagte Gretchen, weil sie das zugeben konnte, ohne ihre Freundschaft damit in Frage zu stellen. Lina war ein Profi. Von ihr wurde erwartet, dass sie sich zu den Einzelheiten ihrer Fälle bedeckt hielt. Sie empfand Viola als verstörend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000466.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Marconi schüttelte sich in gespieltem Entsetzen. »Das Mädel hat aber auch gruselige Augen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000467.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Haben Sie mit ihr gesprochen?«, fragte Gretchen. Sie glaubte vor Neugier zu platzen, denn sie hatte selbst mit Viola reden wollen, war aber nicht zu ihr gelassen worden. Jedenfalls bis jetzt. Vielleicht konnte Marconi schon Nessie davon überzeugen, dass eine Befragung des Mädchens unbedingt notwendig war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000468.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Nur einmal«, sagte Marconi. »Die Ermittlungen fanden statt, bevor ich nach Boston gezogen bin, aber wir haben ein paar Folgegespräche geführt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000469.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Sie zögerte. Es war, als würde man dem Bösen ins Auge sehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000470.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Dem Bösen«, murmelte Gretchen, erneut belustigt. »Dieses Wort benutzten alle mit großer Selbstverständlichkeit, dabei wusste kaum jemand, was es tatsächlich bedeutete. Ich habe sie selbst nie begutachtet, aber nach allem, was ich weiß, steht sie auf der Skala für Psychopathie ziemlich weit oben. Ich meine damit das Herrspektrum.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000471.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Gibt es schwere Grade der Psychopathie?«, fragte Marconi. »Die meisten Dinge bewegen sich in einem Spektrum«, versetzte Gretchen, »selbst wenn Leute wie Sie gern glauben, dass es nur Schwarz oder Weiß gibt.« »Leute wie ich?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000472.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Emparten«, sagte Gretchen, die wusste, dass in diesem Wort eine Fülle von Empfindungen wie Verbitterung, Zärtlichkeit und mehrere tausend Spielarten von Gefühlen steckten, die sie nicht einmal ansatzweise verstand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000473.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Marconi schnaubte erneut, aber es klang sanfter als das Geräusch, mit dem sie ihre Belustigung auszudrücken pflegte. Eine weitere Reaktion, die Gretchen in ihrem geistigen Ordner ablegte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000474.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Das Geständnis trug ihr einen durchdringenden Blick von Marconi ein und auf einmal schien sich die Haut zu straff, um ihre Knochen zu spannen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000475.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Das Herr-Spektrum ist eine Checkliste mit 20 Punkten. Die höchste Punktzahl beträgt 40. Zur Info, Ted Bundy erzielte 39.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000476.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Neurotypische Menschen redeten wahnsinnig gern über Ted Bundy. Gretchen wusste das und nutzte es oft aus, obwohl sie den Grund für diese Vorliebe nicht recht verstand. Der Mann hatte sehr viele Frauen gefoltert und ermordet. Und dennoch war jeder vom guten alten Ted fasziniert. Es hätte ihn vermutlich sehr gefreut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000477.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Eine Checkliste«, sagte Makoni nachdenklich, »mit Punkten. Zum Beispiel die Frage, ob jemand das Verlangen hat, Tiere zu töten. Solche Sachen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000478.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Auf dieser speziellen Skala eigentlich nicht«, erwiderte Gretchen. »Es war ein Fehler, der häufig vorkam, deshalb verübelte sie Marconi nicht, dass sie ihn ebenfalls beging. Was sie meinen, nannte man früher die McDonald-Triade. Sie hob eine Hand und zählte an den Fingern ab. Tierquälerei, Brandstiftung und Bettnässen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000479.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Ja«, sagte Marconi und schlug sich mit der flachen Hand auf den Oberschenkel. »Genau. Bettnässen ist natürlich eine große Sache, klar.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000480.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Weiterführende Untersuchungen haben diese Merkmale nicht als Indiz für gewalttätiges Verhalten im Erwachsenenalter bestätigt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000481.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "erklärte Gretchen steif. Sie sah Marconi von der Seite an und fuhr fort. Aber seien wir ehrlich, zumindest das Töten von Tieren kann als Anzeichen betrachtet werden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000482.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Und worum geht es in Herrs Checkliste?« »Mangel an Reue oder Schuldbewusstsein, krankhaftes Lügen, mangelnde Verhaltenssteuerung«, zählte Gretchen auf, »Unfähigkeit für die eigenen Handlungen Verantwortung zu übernehmen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000483.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Makoni schwieg einen Moment, dann räusperte sie sich. »Und bei Ihnen ist das anders?« Gretchen zuckte mit den Schultern, denn die Frage war berechtigt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000484.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Nicht viel. Sie hatte mit ihrer Punktzahl am unteren Ende des Spektrums gelegen, klinisch eigentlich nicht relevant, gerade genug, um diagnostiziert zu werden.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000485.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Psychopathie und Soziopathie gelten als antisoziale Persönlichkeitsstörungen. Psychopathie ist einfach die gefährlichere Version, aber beide sind eigentlich keine Fachbegriffe.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000486.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Allerdings waren sie für Laien leicht verständlich, sehr viel einfacher als die feinen Abstufungen, die mit der Diagnose einhergingen. Darum hatte sich Gretchen vor langer Zeit dabei ertappt, dass sie die umgangssprachlichen Bezeichnungen verwendete. Andernfalls bekamen die Cops nämlich ziemlich schnell glasige Augen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000487.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Sie haben gesagt, dass Viola auch sadistisch ist«, fuhr McConey fort und legte eine Frage in ihre Feststellung. »Es ist ein Klischee, dass die beiden Diagnosen immer gemeinsam auftreten«, stellte Gretchen klar. »Nicht jeder Mensch mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung ist automatisch sadistisch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000488.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Okay, aber Viola ist sadistisch, ja, das glaube ich jedenfalls«, sagte Gretchen. »Um fair zu bleiben, sie ist nicht meine Patientin, ich habe mir nur Aufnahmen ihrer Vernehmungen angesehen.« »Ich denke, ich werde mich vorerst auf Ihre Einschätzung verlassen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000489.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "sagte Marconi und verzog vor Belustigung die Mundwinkel, was Gretchen nicht verstand. Also nahm sie die Worte einfach für bare Münze, wozu sie häufig gezwungen war, wenn ihr die üblichen Untertöne in Gesprächen entgingen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000490.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Erzählen Sie mir etwas über Sadisten!« Gretchen hatte das Bedürfnis, sich mit ihrem Wissen zu diesem Thema zu brüsten, aber ihr war klar, dass sie damit nur Zeit verschwenden würde. Einfach ausgedrückt haben Sadisten Freude daran, anderen wehzutun.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000491.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Das S in BDSM?« Marconis Stimme klang auf einmal ein bisschen gepresst und etwas höher.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000492.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Verlegenheit«, erkannte ein peripherer Teil von Gretchens Verstand. Sie konnte sich immer wieder darüber amüsieren, wie unbehaglich manchen Menschen beim Thema Sex zumute war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000493.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Ja, aber es gibt auch eine Menge geistig gesunder, auf Sicherheit und Einvernehmen bedachter Sadisten da draußen«, sagte sie und verbarg, wie sehr sie Marconis Verlegenheit genoss. »Vielleicht trug Gretchen eine Spur emotionalen Sadismus in sich.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000494.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Marconi entspannte sich so weit, dass sie lachen konnte, wobei sie abwehrend die Hände hob. »Hey, lesen Sie ruhig so viel Fifty Shades of Grey, wie Sie wollen«, sagte sie und verstummte dann, offenbar um sich zu sammeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000495.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Das heißt also, dass nicht alle Sadisten Psychopathen sind. Es handelt sich um zwei verschiedene Störungen und die Bezeichnung sexueller Sadist ist eine noch spezifischere Bezeichnung, erklärte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000496.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Aber man kann durchaus gleichzeitig ein Sadist und ein Psychopath sein, ergo auch Viola kennt.« »Ich habe die Fotos gesehen«, sagte Marconi leise.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000497.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Ganz zu schweigen von den Hunde und anderen Tierknochen, die im Garten vergraben gewesen waren, wo die Polizei sie gefunden hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000498.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Viola hatte diese Familie schon lange vor Claire Cairns Tod terrorisiert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000499.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Gretchen segelte an dem tadellos gekleideten Mann hinter der Anmeldung in der Eingangshalle vorbei.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000500.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Als sie sah, dass Marconi eine Hand in ihre Jacke schob, um ihre Dienstmarke zu zücken, murmelte sie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000501.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Wie um Gretchens Worte zu bestätigen, blätterte Hunter eine Seite des Hochglanz-Magazins um, in dem er gerade las.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000502.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Nach der Empfangshalle kam der Aufzug und dann die sorgfältig polierte Glasscheibe,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000503.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Sie hatte einen Sozius«, sagte Gretchen zu Marconi, die hinter ihr zurückblieb. »Ich frage mich, ob er aus dem Büro gestürmt ist, sobald er die Nachricht vernommen hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000504.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Die Räume wirkten tatsächlich so verlassen wie in einem apokalyptischen Zombiefilm, in dem der halbgegessene Bagel auf dem Teller zurückbleibt, ungelesene E-Mails auf dem Bildschirm zu sehen sind und der Drucker noch lange nach dem Weltuntergang weiterläuft.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000505.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "War es das, was Linas Tod für diese Menschen bedeutete? Der Weltuntergang? Gretchen kannte die Kanzlei gut genug, um über den weißen Teppich direkt auf Linas Büro zuzusteuern und einfach hineinzugehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000506.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Lina Buker verdiente offenbar eine Menge Geld damit, ihre Mandanten vor dem Gefängnis zu bewahren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000507.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Dazu gehörte auch das mangelnde Verständnis sämtlicher Feinheiten des Rechtssystems,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000508.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Lina hatte ihr einen obszön hohen Betrag für ihre Beratung in Rechnung gestellt, woraufhin Gretchen sie sofort sympathisch gefunden hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000509.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "nicht in dem sinn dass selina gemocht hätte das hatte sie nicht so war gretchen nicht gestrickt daran erinnerte sie sich deutlich trotz des rosaroten trauernebels der beziehungen so häufig schöner färbt als sie tatsächlich gewesen waren", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000510.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Danach war ihr eine nicht gewalttätige Soziopathin wie Gretchen vermutlich harmlos vorgekommen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000511.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Lina war nicht die einzige Expertin gewesen, auf die sich Gretchen bei der Beurteilung von Fällen stützte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000512.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Sie traf Lina mit geschwollenen Lidern, verschmierter Wimperntusche und einem entschlossenen Zug um den Mund herum an. »Ich werde mich jetzt besaufen und Sie machen mit,« befahl Lina.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000513.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Gretchen versuchte, Lina mit einer Geste darauf hinzuweisen, dass diese sich in einem äußerst emotionalen Zustand befand. »Das ist nicht gerade meine Stärke.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000514.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Darüber lachte Lina laut und lange. »Ach, nee, was Sie nicht sagen!« Und dann goss sie sündhaft teuren Whisky in zwei Gläser.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000515.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Sie müssen nicht mit mir reden. Sie müssen mir nicht zuhören. Bleiben Sie einfach dort sitzen und trinken Sie.« »Okay, das ist ein Abend nach meinem Geschmack.« Gretchen hob ihr Glas und stieß mit Lina an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000516.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Und an dem Abend, an dem Gretchen und Lina stundenlang schweigend dagesessen und den restlichen Alkohol vernichtet hatten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000517.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Wo bewahrt Lina eigentlich ihre Akten auf?«, unterbrach Marconi ihre Erinnerungen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000518.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Schonessees Partnerin schien ausgesprochen unbehaglich zumute zu sein. Sie hatte die Hände in die Taschen ihrer Jeans geschoben, als befände sie sich in einem Museum oder in einem sündhaft teuren Porzellanladen. Sie stammte also aus der Mittel- oder Unterschicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000519.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Der Aktenschrank in blassem Roségold an der anderen Seite des Raums fügte sich so gut in die Einrichtung ein, dass man ihn auf den ersten Blick übersehen konnte. Gretchen ging darauf zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000520.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Wir haben Glück«, sagte sie, als sie die Schublade herauszog und ihr Blick auf deren Innenleben fiel. »Er ist nicht abgeschlossen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000521.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Was suchen Sie überhaupt?«, fragte Marconi. »Das weiß ich noch nicht«, sagte Gretchen, blätterte mit dem Daumen eine Akte nach der anderen durch und tat jede als irrelevant ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000522.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Als sie damit fertig war, richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf die untere Schublade und das Geheimfach, das, wie sie wusste, in das Schrankgehäuse eingebaut war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000523.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie fuhr mit den Fingern über glattes Metall, bis sie den kleinen Haken fand, der die ebene Fläche unterbrach. Gretchen drückte darauf. Das leise, aber hörbare Knacken war so befriedigend, wie Sex vermutlich für normale Menschen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000524.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Das hier.« Gretchen spürte Marconis Atem heiß in ihrem Nacken und schob sie mit dem Ellbogen ein Stückchen zurück. Ohne weiter darauf zu achten, fragte Marconi, »Was ist das?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000525.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Erneut rückte Marconi ihr auf die Pelle, offensichtlich immun gegen Gretchens Ellbogenstöße. Sie pfiff leise und begann wie so oft auf den Fersen zu wippen. Überrascht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000526.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "vermeldete Gretchens innerer Katalog. »Das ist mehr als das Gehalt für ein halbes Jahr. In einer Summe eingezahlt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000527.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Richtig, genau darum sagte ich A,« fauchte Gretchen, »und passen Sie gefälligst auf Ihren Sprachgebrauch auf. Es handelt sich um ein Honorar.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000528.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Marconi machte sich nicht die Mühe, sich zu wehren. Eine Rate von Zweien. Mit geschürzten Lippen betrachtete Gretchen eine Minute lang die Zahlen, denn sie fand es schrecklich, dass Marconi etwas herausgefunden hatte, das ihr selbst entgangen war. Endlich lenkte sie widerwillig ein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000529.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Warum glauben Sie das?« Marconi tippte mit einem ihrer rundgefeilten, unlackierten Fingernägel auf die Seite. Darauf stand etwas gekritzelt, das Gretchen nicht entziffern konnte. »Da, die Kurzschrift. Sieht man oft bei den Buchhaltern des Mobs.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000530.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Der Mob. Die Mafia.« Lina arbeitete so häufig für sie, dass es durchaus Sinn ergab, dass sie ihre Gewohnheiten übernommen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000531.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Gretchen beschlich der Verdacht, dass etliche Detektives der Sitte irgendwo auf der Haarskala landen würden,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000532.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Sogar Gretchens Babysitterin zu sein war vermutlich besser, als sich mit diesem Haufen abzugeben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000533.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Ihr Blick huschte zum Datum der Einzahlung in Linas Aufzeichnungen. Getätigt vor etwas mehr als einem Jahr, lange bevor Lina von Reed Kent mit Violas Verteidigung beauftragt worden war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000534.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Vielleicht war das unerheblich. Gedankenlos blätterte sie das Buch durch, aber ihr fiel nichts weiter auf. »Wow«, sagte Marconi, die immer noch zu dicht neben ihr stand.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000535.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Es gibt keine zweite Zahlung. Nur eine ist markiert.« Gretchen musste die Daten nicht überprüfen, um zu wissen, dass Marconi recht hatte. »Das heißt, egal wofür das Geld war...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000536.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Lina hat ihren Teil der Abwachung nicht eingehalten, führte Marconi den Gedanken zu Ende. Kapitel 10", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000537.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Read. Zwei Monate vor Claires Tod.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000538.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Reed fragte sich, warum er mit dieser Konfrontation nicht schon gerechnet hatte, als ihm klar geworden war, dass Lina ihn verdächtigte, etwas mit Tess verschwinden zu tun zu haben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000539.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Wie wahrscheinlich war es also, dass sie nicht mit dem Mann über ihre Recherchen gesprochen hatte?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000540.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Umso brisanter war es, dass Declan Tess Geschichte benutzte, um seine eigene Kandidatur für den Kongress zu unterstützen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000541.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Tat er dies stets in der Überzeugung, dass seine Schwester sich ein neues, besseres Leben aufgebaut hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000542.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Reed stand Declan nicht nahe genug, um ihn zu fragen, ob es ihn nicht wunderte, dass Tess in all den Jahren nie Kontakt zu ihrem Bruder aufgenommen hatte. »Du hast sie umgebracht, hab ich recht?« Declans Anschuldigung klang fast wie ein Schluchzen und bestätigte Reeds Vermutung. »Du kranker Scheißkerl!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000543.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Oh, Lena, was hast du getan? Warum hast du damit angefangen?« »Warum nur? Warum dieses Wühlen in der Vergangenheit? Dem Schmerz? Den Geheimnissen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000544.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Reed schluckte hart. Obwohl sie beide regungslos dastanden, fühlte er sich, als lege er auf dem Rücken und als bildeten sich auf seinem Körper bereits Blutergüsse.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000545.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Ich habe Tess nicht umgebracht«, hätte er gern gesagt, was stattdessen aus seinem Mund kam, war. »Aber du glaubst doch, dass sie noch lebt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000546.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Er hätte den zweiten Schlag kommen sehen müssen, doch der Zusammenstoß hatte ihn derart aus dem Gleichgewicht gebracht, dass er ihn nicht rechtzeitig bemerkte. Diesmal knallte er gegen den Beistelltisch, dessen Kante ihn an den unteren Rippen traf. »Du Arroganter!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000547.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Declan kam näher und schubste ihn so heftig, dass Reed auf dem Boden landete. »Ich sollte dich umbringen!« Declan holte mit dem Fuß aus und zielte auf die bereits empfindlich getroffene Stelle an Reeds Seite.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000548.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Seine Stimme hallte durch den Raum und schien Reed einzuhüllen, sodass er glaubte daran, ersticken zu müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000549.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Reed bewegte sich nicht und atmete nicht. »Kämpf wie ein Mann!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000550.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Diesmal klang die Aufforderung animalisch, kehlig, sie kroch in die Hohlräume von Reeds Körper,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000551.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Deckelin ging in die Hocke und beugte sich über ihn. »Wenn ich den geringsten belastbaren Beweis dafür finde, dass du meine Schwester umgebracht hast, musst du keine Angst haben. Du könntest für den Rest deines Lebens hinter Gittern verschwinden.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000552.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Dann stand er auf und stellte einen bestiefelten Fuß exakt auf die Stelle, an der er Reed zweimal getroffen hatte und die vom Aufprall auf den Beistelltisch verletzt war. Er trat zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000553.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Denn vorher lege ich dich um.« Reed bewegte sich nicht und atmete nicht. Der Schmerz ließ sich leicht ertragen, in sich aufnehmen, ignorieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000554.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Die erwartungsvolle Stille lastete auf Reed wie Declans Fuß. Der Schraubstock seiner Verachtung zerquetschte ihm die Lunge. Offenbar glaubte Declan, Reed würde ihn gleich abschütteln, aufstehen und mit voller Wucht auf ihn losgehen oder lautstark seine Unschuld beteuern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000555.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Sogar vor diesem Mann den Feiglingspielen, dessen Ehre weniger wert war als der Speichel auf seiner Wange.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000556.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Als Reed liegen blieb, fluchte Declan, die Verachtung in seiner Stimme war nicht zu überhören.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000557.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Er entspannte einen Muskel nach dem anderen. Zuerst die zu Fäusten geballten Hände, dann die Ellbogen, die er sich schützend über den Kopf hielt, danach die Wirbelsäule, die sich gerundet hatte, als er instinktiv seine weiche, verletzliche Vorderseite zu schützen versucht hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000558.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Endlich atmete er aus und verlagerte das Gewicht, bis er flach auf dem Boden lag, den Blick an die Decke über sich gerichtet, die Aufmerksamkeit auf die neuen Verletzungen gerichtet.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000559.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Da hörte er es. Ein Wimmern. Nein. Langsam, ganz langsam drehte er den Kopf, um zu sehen, woher der Laut kam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000560.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Und da war Sebastian, der ihn mit verweinten Augen ansah. Fast unsichtbar saß er in der Tür zum Arbeitszimmer auf dem Boden, die Knie an die Brust gezogen, die Unterlippe zitternd vor Anstrengung, kein Laut von sich zu geben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000561.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Sebastians stiller Schmerz krallte sich in Reeds Bauch fest wie ein Angelhaken, der brutal am Fleisch zerrt. Schmerzhafter als alles, was Declan ihm jemals hätte antun können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000562.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "An einem bestimmten Punkt in seinem Leben hatte Reed verstanden, dass es nicht immer um Fäuste ging, wenn man ein Mann, ein harter Kerl sein wollte. Manchmal ging es darum, sitzen zu bleiben, damit man später aufstehen und diejenigen beschützen konnte, die noch verletzlicher waren als man selbst.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000563.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Das hatte er sich zumindest eingeredet, wenn er Milo und Sebastian in einer Familie, die allzu oft von Gewalt beherrscht wurde, zu beschützen versuchte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000564.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Aber vielleicht hatte Declan ihn richtig eingeschätzt. Vielleicht war er wirklich schwach.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000565.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "War er jemals stark gewesen? Jemand mit Überzeugungen und Standhaftigkeit? Hatte er womöglich das Potenzial dazu gehabt und man hatte es ihm ausgesaugt?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000566.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Oder war das Selbstüberschätzung? Wenn er Viola in die Augen blickte, sah er Schwärze. Aber in Milos und Sebastians Augen lasse er jedes einzelne Versagen seines Lebens.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000567.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Warum hast du dich nicht gewehrt?« fragte Sebastian in die erdrückende Stille hinein. Reed schloss die Augen, um seinem Sohn nicht länger ins Gesicht sehen zu müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000568.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "darin lag keine angst sondern ekel genau wie in declans mine ich weiß es nicht kumpel sagte er schließlich sein kiefer schmerzte an der stelle an der er auf den marmor geprallt war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000569.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "aber vielleicht ist es an der zeit damit anzufangen kapitel 11 jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000570.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Gretchen saß zwischen Linas gestapelten Akten und hob erst den Blick, als Marconi aufstand und sich die Hände an der Jeans abwischte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000571.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Denn sie fragte sich, was sie wohl tun müsste, damit Marconi ihr Innenleben preisgeben würde wie der Aktenschrank, sodass Gretchen damit spielen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000572.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Das ist der Grund, warum mir niemand glaubt, wenn ich schwöre, dass die Bostoner Polizei nicht der faule Haufen ist, für den ihn alle halten«, sagte Gretchen. Aber Makoni schnaubte nur belustigt. Empathen neigten zu der Annahme, Gretchen zöge sie auf, wenn sie laut aussprach, was sie wirklich dachte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000573.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Es war ein raffinierter Trick, den sie im Lauf der Jahre immer weiter verfeinert hatte, sodass sie ihren Worten genau die richtige Wendung zu geben vermochte, damit sie fröhlich und nicht bösartig wirkten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000574.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Zufrieden lächelnd, wandte sie sich erneut den Akten zu. »Ja, ja«, brummte Marconi nur, »zögerte aber, den Raum zu verlassen. Irgendwas gefunden?« »Nichts Nennenswertes«, sagte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000575.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Darauf folgte Schweigen. »Würden Sie es mir überhaupt sagen?« Daraufhin schaute Gretchen tatsächlich auf. In Polizeiteams gingen die meisten Leute davon aus, dass ihrem Partner die Lösung des Falls am Herzen lag.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000576.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Gretchen gab keine derartigen Versprechen, aber sie war oftmals auf diesen Vertrauensvorschuss angewiesen und wurde auch, abgesehen von Schonesseys halbherzigen Versuchen, nur selten auf das Thema angesprochen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000577.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Darum antwortete sie ehrlich. »Ja, wenn es mir nützt.« Marconi schürzte die Lippen und nickte zustimmend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000578.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Das ergibt Sinn.« Dann hob sie zwei Finger zum Gruß und steuerte ohne ein weiteres Wort auf die Tür zu. Gretchen konnte nicht anders. Sie blickte Marconi nach, bis sie aus ihrem Sichtfeld verschwunden war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000579.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "menschliche Psychologie, Soziologie und eine Reihe anderer Fachgebiete studiert hatte und obwohl sie die Polizei bei allen möglichen Fällen von Brandstiftung bis Mord beriet,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000580.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Und niemand glaubte, dass Gretchens Anwesenheit auf etwas anderem beruhte als darauf, dass ein erfahrener Cop der Laune einer geschätzten Beraterin nachgegeben hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000581.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Und genauso schien niemand Linas Aussage ernst zu nehmen, dass Viola unschuldig war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000582.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Wenn Marconi ihre Babysitterin war, dann war sie nachlässig. Und warum auch nicht? Sie hatte nichts zu verlieren und alles zu gewinnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000583.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "gretchen hatte die frau bereits abschreiben wollen aber sie war nicht zu stur um ihre meinung zu ändern", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000585.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Gretchen richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Aktenmappe auf ihrem Schoß, die zusammen mit Linas Finanzdokumenten versteckt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000586.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Bei dem Fall ging es um eine Ausreißerin aus einer der armen Gegenden Bostons.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000587.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Gefolgt war offenbar eine lustlose Ermittlung, weil keiner der Beteiligten glaubte, dass das Mädchen gefunden werden wollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000588.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "es war nicht unüblich dass lina neben ihren eigenen notizen auch die polizeiakten behielt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000589.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Gretchen wusste nicht, ob das bedeutete, dass sie in letzter Zeit nicht mehr für diesen Mandanten tätig gewesen war, oder ob sie die Dokumente aus einem guten Grund versteckt,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000590.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Gretchen berührte das Foto des Mädchens, das sie anzustarren schien. Tess Murphy.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000591.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Ein hübsches Ding. Sie musste ungefähr 17 sein und sah aus, als wäre sie einer der Teenager-Seifenopern entsprungen, die heutzutage so beliebt waren. Warum hatte Lina diese Akte versteckt? Warum hatte Lina sie überhaupt behalten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000592.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Warum bist du wichtig?« Die Antwort auf diese Frage würde sie nicht finden, indem sie in Linas Büro auf dem Boden saß.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000593.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Sie kam auf die Füße und schob die Akte in ihre Handtasche. Die anderen, die sie durchstöbert hatte, ließ sie auf dem luxuriösen kleinen Teppich verteilt liegen. Irgendjemand würde sie schon aufheben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000594.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Auf dem Weg zum Aufzug wählte sie geistesabwesend Shonesseys Nummer, denn in Gedanken war sie noch bei den Details von Tess Murphys Akte. Shonesse meldete sich mit einem Barschen. »Haben Sie Marconi inzwischen umgebracht?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000595.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Gretchen verdrehte die Augen, obwohl ihr Zielpublikum sie nicht sehen konnte. Sie wusste, dass Shonesse es in ihrer Stimme hören würde. »Eines Tages verletzen Sie noch meine Gefühle, Shonesse.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000596.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Er lachte. »Sie haben keine.« »Erwischt«, sagte sie. Aber es stimmte nicht. Sie hatte sehr Wohlgefühle, sie empfand sie nur anders als Empathen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000597.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»War es, als versuchte sie, einen schwer auffindbaren Radiosender einzustellen, und nicht, als stiege sie in eine unkontrollierbare Flut?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000598.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "es gehörte zu ihrer beziehungs dynamik und sie gab sich große mühe diese aufrecht zu erhalten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000599.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Ist das nicht genau das Gegenteil von dem, was vorgesehen war?« schnauzte Schonesi, aber sie merkte, dass er nicht ganz bei der Sache war. Den Hintergrundgeräuschen nachzuurteilen, war er noch im Büro.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000600.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Was ist los, Grudge?« Sie sparte sich die Mühe, um den heißen Brei herumzureden. »Ich will mit Viola sprechen.« Jetzt hatte sie seine Aufmerksamkeit.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000601.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»Nein.« »Kommen Sie, Sie wollen doch wissen, wie das laufen würde,« insistierte Gretchen. »Ich im Clinch mit einer Psychopathin? Ich bitte Sie...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000602.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Da müssen Sie sich schon einen besseren Grund einfallen lassen«, sagte er, ohne seine Neugier abzustreiten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000603.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Sie grinste. Schon Nessie würde lieber sterben, als es zuzugeben, aber Gretchen wusste, dass er sie hochgradig faszinierend fand. Andernfalls hätte er nicht einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, sie im Auge zu behalten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000604.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Nein, lassen Sie sich lieber einen einfallen«, konterte Gretchen und tat so, als müsse sie laut gehen. »Ich bin todmüde, weil ich den ganzen Tag lang Ihre Arbeit erledige.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000605.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "erneut schnaubte er meine arbeit wurde in lina bukas wohnung erledigt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000606.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "gretchen winkte dem wachmann des kanzleigebäudes zu und trat hinaus in die kühle nachtluft", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000607.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Ohne auf eine Antwort zu warten, beendete Gretchen das Telefonat. Normalerweise kam sie mit diesem Verhalten nicht durch, nicht bei Shonesi, der ihr gern bei jeder Gelegenheit das Leben schwer machte. Aber sie wusste auch, dass er der Versuchung nicht würde widerstehen können, sie im Gespräch mit Viola zu beobachten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000608.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Empathen beschönigten die Dinge gern ein wenig, aber wenn es darauf ankam, ging es immer nur um das Preis-Leistungs-Verhältnis. Schon Nessie würde ihr das Gespräch ermöglichen, weil es ihn kaum etwas kostete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000609.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Wie auf Autopilot fuhr Gretchen durch die Straßen und hielt Jolinas Wohnhaus an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000610.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "An ihre Anwesenheit erinnerte nur noch ein fetzen, strahlend gelbes Absperrband, der sich in einem Gebüsch neben der Treppe verfangen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000611.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Genau wie im Bereich vor dem Haus deutete auch innen fast nichts darauf hin, dass hier noch vor wenigen Stunden eine Leiche gelegen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000612.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "gretchen ging zu der kleinen bar die diskret in einer ecke des wohnzimmers eingerichtet worden war holte ein glas heraus und entkorkte den merlot den lina am vorabend geöffnet haben musste", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000613.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Die dunkelrote Flüssigkeit war in dieser Wohnung das, was Blut am nächsten kam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000614.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Den großzügigen Schluck im Glas schwenkend ging Gretchen auf die Couch zu, auf der Selina gefunden hatte. Sie setzte sich in die flache Kuhle und glaubte beinahe, ihre Wärme zu spüren, obwohl sie wusste, dass das unmöglich war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000615.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Als es dunkler wurde, rief Gretchen die Sprachnachricht auf, die Lina hinterlassen hatte, und spielte sie ab. Dann hörte sie sie noch einmal, ein weiteres Mal, und dann ein letztes Mal, bis sie jede Nuance der Stimme, jedes Zögern, jedes Einatmen und jedes Stocken in sich aufgenommen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000616.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Sie ist wie du.« Die Schlussfolgerung aus diesen leise gemurmelten Worten lautete offensichtlich, dass Viola wie Gretchen war, und Lina hatte von jeher geglaubt, dass Gretchen zu Unrecht beschuldigt worden war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000617.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Unterstellungen regierten die Welt. Sie wurden schnell und leichtfertig geäußert. Sie waren gefährlich, aber unerlässlich für das Funktionieren einer Gesellschaft, in der die überwiegende Mehrheit, das Menschsein mit all seinen Verwicklungen, intuitiv zu begreifen schien.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000618.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Sie ist wie du.« »Was, wenn Gretchen sich geirrt hatte? Was, wenn mit sie überhaupt nicht Viola gemeint war?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000620.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Kapitel 12 Read – Drei Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000621.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "eigentlich hatte reed gar nicht vorgehabt declin murphy zu verfolgen aber der mann machte es ihm einfach zu leicht", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000622.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Da er für ein öffentliches Amt kandidierte, war sein Terminkalender in allen Einzelheiten auf seiner Website nachzulesen. Benefizveranstaltungen, Meet & Greets, Gespräche in Rathäusern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000623.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Zu jenem ersten Event, damals, als alles angefangen hatte, war Reed eingeladen worden. Declan hatte ihm die Hand geschüttelt und leere Versprechungen gemacht, sie würden zusammen etwas trinken gehen und weiter über Tess reden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000624.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Er war losgegangen, um ein paar Lebensmittel zu besorgen, die die Haushälterin vergessen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000625.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Nicht bis zu dem kleinen Grüppchen von Fans, aber doch an den Rand der Veranstaltung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000626.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Am Mittwoch der folgenden Woche hatte er zufällig in der Buchhandlung gegenüber von Declans Büro vorbeischauen müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000627.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Nach zwei Wochen war es Reed zur Gewohnheit geworden, Declans Terminkalender zu checken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000628.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "schließlich mussten biola und die jungs zur schule gefahren werden und wie claire ganz richtig feststellte hatte reed ansonsten nicht viel zu tun seitdem ihr vater ihn vor vielen jahren aus seiner firma entlassen hatte was eine erleichterung gewesen war weil er den job nie gemocht hatte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000629.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Reed dachte in letzter Zeit nur ungern darüber nach, was er tat. Meistens führte es dazu, dass ihn eine dieser immer schlimmer werdenden Panikattacken ergriff. Aber er wusste, es gab keine vernünftige Erklärung dafür, dass er Declan verfolgte. Dass er ihn stalkte, wenn er ehrlich war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000630.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Er sagte sich, dass er alle Beteiligten im Auge behalten musste, um nicht von den Entwicklungen überrollt zu werden, falls Lina tatsächlich versuchen sollte, ihm Tess verschwinden anzuhängen. Aber wirklich glaubhaft war dieses Argument nicht, denn dann müsste er nicht deckeln, sondern Lina folgen. Verfolgen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000631.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "oder stalken allerdings war durchaus das eine oder andere hängen geblieben was er über psychologie gelesen hatte seitdem bei olas gewalttätige neigungen offen zu tage getreten waren an tagen an denen er großzügig mit sich selbst war interpretierte er sein verhalten als wunsch nach kontrolle", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000632.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Meistens hatte er das Gefühl, nur auf das Chaos und die Gewalt reagieren zu können, die ihn umgaben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000633.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Und dann kam Lina mit der Schere daher und schnitt sie ohne Rücksicht auf seine geistige Gesundheit einfach durch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000634.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Wenn er versucht hätte, Lina zu stalken, wäre er im Nullkommanichts entdeckt worden. Hätte er das Gleiche bei Claire versucht und sie hätte ihn erwischt, hätte sie ihn teuer dafür bezahlen lassen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000636.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Also entschied er sich für Declan. Endlich hatte sein Handy Murphys Website geladen. Keine Publikumsveranstaltung an diesem Tag. Gut. Sehr gut sogar. Denn er musste sowieso zu dem Laden an der Ecke von Declans Straße, um sich nach einem Paar Handschuhe zu erkundigen, das er bestellt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000637.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Er schob das Handy zurück in seine Manteltasche und ihm blieb gerade noch Zeit, hinter einem geparkten Auto in Deckung zu gehen, als sich das Tor zu Murphys Grundstück öffnete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000638.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "declin kam heraus in eine gut geschnittene hose und ein eng anliegendes weißes button down hemd gekleidet das die geradezu unanständige wölbung seiner brust und sein bizeps zur schau stellte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000639.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Der Typ blickte auf die dicke Uhr an seinem Handgelenk. Dann schloss er das Tor hinter sich. Mit dem Selbstvertrauen eines Menschen, der es gewohnt ist, angestarrt zu werden, schlenderte er davon. Vermutlich war es für ihn so selbstverständlich, dass er Reed nicht bemerken würde, egal wie nahe dieser ihm kam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000640.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Sie liefen ungefähr zehn Straßen weit, wobei die Wohngegend allmählich in ein Geschäftsviertel überging. Als Declan zum letzten Mal rechts abbog, wusste Reed, wohin sie gingen. Zum Liberty.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000641.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Claire's Lieblingshotel Bestimmt war das nur ein Zufall. Kurz vor der kreisförmigen Auffahrt, lieb Reed plötzlich stehen, denn hier gab es keinen Fußgängerstrom mehr, in dem er untertauchen konnte wie in der Nähe der Stadthäuser.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000642.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Aber jetzt würde er Deckel nicht mehr aus den Augen lassen. Wenn er kein Zimmer für die Nacht reserviert hatte, was angesichts des hochkarätigen Hotels eher unwahrscheinlich war, würde er die Bar ansteuern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000643.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Reed wartete ein paar Minuten, ehe er ihm wie zufällig folgte. Er verabscheute die Tatsache, dass er in solchen Dingen allmählich richtig gut wurde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000644.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Auf der gesamten Fläche des Erdgeschosses waren elegante Sitzgelegenheiten in unterschiedlich großen Gruppen angeordnet.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000645.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Die Theke befand sich an der Seite und bestand aus schwarzem Holz mit modernen Akzenten, die Reed überhaupt nicht gefielen. Theken hatten ramponiert und abgenutzt zu sein und keine eleganten Möbel für reiche Leute.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000646.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Murphy schien sich dort allerdings wie zu Hause zu fühlen. Er schlängelte sich zu einem Hocker durch und bestellte beim Barkeeper etwas, dessen Preis wahrscheinlich dem Wochenlohn der Frau entsprach, die die Zapfhähne bediente.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000647.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Es war beinahe lustig. Hätte Murphy in dieses Leben eingeheiratet, würde er nicht auf die Art angestarrt werden wie Reed, wenn er mit Claire ausging.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000648.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "declin und reed hatten dieselbe herkunft kamen aus derselben gegend aber declin schien für dieses leben geboren zu sein während reed noch nie das gefühl gehabt hatte dazu zu gehören", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000649.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Er entdeckte einen tiefen roten Samtsessel in der Nähe der Theke, nahe genug, um gerade noch Declans Stimme zu hören, aber zu weit weg, um die Worte zu verstehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000650.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Als Claire hereinkam, war er nicht überrascht. Das bernsteinfarbene Licht übergoss ihre markanten Züge und ließ sie warm und weich wirken, anstatt frostig unterkühlt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000651.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Sie trug ein schlichtes, maragdgrünes Kleid, das die Illusion von Kurven und Tälern vermittelte, die, wie Reed aus intimer Anschauung wusste, in Wirklichkeit nicht vorhanden waren. Sie betrat den Raum mit der sinnlichen Haltung eines Panthers auf der Jagd.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000652.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Reeds Brust, sein Bauch und seine Genitalien zogen sich schmerzhaft zusammen, als der Saum ihres Kleides hochrutschte und einen zarten Straps erahnen ließ.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000653.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Das war es, was ihn immer schon angezogen hatte, diese Mischung aus Klasse, Raffinesse und reiner unverfälschter Lust. Im Teenageralter hatte diese Kombination zu einem Kurzschluss in seinem Gehirn geführt. Auch nach so vielen Jahren war er gegen diese Verlockung noch immer nicht immun.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000654.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "claire strich mit einer vertrauten geste über die gerade linie von declans schultern", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000655.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Nah genug, um Reed definitiv klarzumachen, dass er es nicht mit zwei alten Bekannten zu tun hatte, die sich getroffen hatten, um über Politik und Strategie zu diskutieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000656.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "vielleicht hatte declin tatsächlich ein zimmer im liberty gebucht reed versuchte zu erspüren wie sich das für ihn anfühlte ungefähr so wie er nach der blutigen lücke eines fehlenden zahnes tasten würde aber anstelle von bloßliegenden nerven traf er auf verheilte haut", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000657.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Wenn er und Claire sich je geliebt hatten, dann war diese Liebe längst zu etwas Unkenntlichem geschrumpft. Ihn interessierte ausschließlich die Frage, ob die beiden über Tess sprachen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000658.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "denn claire wusste dass lena das verschwinden des mädchens untersuchte die einzig verbleibende frage war ob sie es ihrem liebhaber erzählen würde tess bruder", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000659.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Das Glück war auf Reeds Seite. Sobald Claire ihren Drink bekommen hatte, zogen sie sich von der Theke zurück und ließen sich in Sesseln nieder, die mit dem Rücken zum Raum standen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000660.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Nur zur Sicherheit wartete er ein paar Sekunden. Dann zog er den Kopf ein, stand leise auf und umkreiste einige Sitzgruppen, bis er sich in der direkt hinter ihnen niederließ. Dort angekommen wurde ihm klar, dass er sich die Vorsicht hätte sparen können. Die beiden waren völlig ineinander versunken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000661.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Ich fühle mich, als ob«, sagte Claire gerade mit schwacher, bebender Stimme, die er noch nie an ihr gehört hatte. »Ich weiß einfach nicht mehr weiter, Declan.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000662.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Murphys beruhigendes Brummen war deutlich zu hören, und obwohl er mit dem Rücken zu ihnen saß, ahnte Reed, dass er Claires Hand mit seiner bedeckte. Hat er.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000663.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Hat er dir wehgetan?« Claire lachte, aber es klang nicht ungläubig, sondern nach unterdrückten Tränen. Reed zwang sich, die Fäuste zu öffnen, die er auf den Armlehnen des Sessels geballt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000664.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Er hat auf die Wand eingeschlagen«, sagte Claire leise, beinahe ängstlich. »Als wollte sie es nicht zugeben.« Reed starrte auf die gekräuselte rosige Narbe, die über drei seiner Fingerknöchel verlief, und konnte es nicht einmal leugnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000665.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Declan sog entrüstet die Luft ein. Claire! »Nein, nein«, tat Claire seine offensichtliche Besorgnis ab. »Alles in Ordnung, ich möchte nur, dass es endlich vorbei ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000666.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Was sagt ein Anwalt?« »Dass Reed aufgrund des Ehevertrags Geld zusteht, weil wir so lange zusammen waren«, räumte Claire ein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000667.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Die bloße Vorstellung, sie könnten nicht dazu bestimmt sein, bis ans Ende ihrer Tage miteinander glücklich zu sein, stieß ihn ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000668.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Aber er hatte die Papiere unterzeichnet, weil es die einzige Möglichkeit gewesen war, mit Claire zusammen zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000669.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Es macht mich nervös«, sagte Declan, »dass du mit ihm zusammen in diesem Haus bist.« »Er ist ja nicht nur schlecht«, sagte Claire in geradezu sanftem Tonfall.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000670.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Du bist einfach zu nett«, erwiderte Declan entschieden und mit rauer Stimme.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000671.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Ich möchte nicht... Können wir... Können wir nicht einfach über was anderes reden?«, fragte Claire, widersprach sich aber sofort selbst. »Ich habe Angst, dass er die Jungs nimmt und einfach mit ihnen abhaut.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000672.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Dieser Umstand gehörte zu den wenigen Dingen, die Reed an sein derzeitiges Leben banden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000673.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Claire war die Mutter der Jungen. In den Augen des Gerichts hieß das, dass sie besser in der Lage war, sie großzuziehen als er.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000674.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Nein!« Auf einmal klang ihre Stimme hart und kalt. Für Claire gab es keinen Mittelweg. Wenn er allein von ihnen fortging, würde sie verhindern, dass er die Jungs jemals wieder sah. Doch als sie nun erneut das Wort ergriff, klang sie milder.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000675.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Nein. Nein, ich.« »Declin, er hat auf die Wand eingeschlagen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000676.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Was sie andeutete, war, dass er seinen Zorn auf die Jungen richten würde, obwohl sie wusste,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000677.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Okay«, sagte Declan, »okay, du hast recht. Solche Typen sind tickende Zeitbomben. Aber wir müssen klug vorgehen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000679.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "darauf folgte vielsagendes schweigen sie ist jetzt anwältin und zwar eine verdammt gute", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000680.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Es klang, als versuchte, sie verzweifelt sich zusammenzunehmen, könnte das tränenreiche kleine Geräusch aber nicht zurückhalten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000681.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Flüsterte Declan, und Reed fragte sich, ob er nur ihre Hand genommen oder sogar das Gewicht verlagert hatte, um ihr einen Arm um die Schultern zu legen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000682.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "dass sie schreckliche Dinge über mich denken.« »Hör zu. Du weißt jetzt, was er vorhat,« sagte Declin. »Du weißt, dass er sich zum Kampf rüstet, also musst auch du zum Kämpfen bereit sein.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000683.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "»Das bin ich,« flüsterte Claire so leise, dass es Reed beinahe entgangen wäre.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000684.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Sie blieben noch eine Weile sitzen, sprachen über gemeinsame Bekannte, gesellschaftliche Events, Politik", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000685.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Als sie aufstanden und in Richtung Hotelfoyer gingen, sah Reed, wie sich ihre Fingerknöchel streiften, und er wusste genau, was sie vorhatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000686.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Danach verlor er jedes Zeitgefühl, während er in die künstlichen flackernden Flammen des Kamins neben sich starrte. Konnte man es erkennen, wenn man selbst der Bösewicht in einer Geschichte war?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000687.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "reed hatte sich nicht dafür gehalten aber wie lange konnte er noch leugnen dass ihn offenbar jeder in seinem umfeld in dieser rolle sah das problem war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000688.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "wenn er diese tatsache akzeptierte und ihnen zu glauben begann was würde ihnen dann davon abhalten allen zu beweisen dass sie recht hatten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000689.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Kapitel 13 Gretchen – Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000690.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "viola kent sah absolut nicht aus wie ein monster aber das hatte gretchen auch nicht erwartet nur empathen glaubten dass sich das böse im äußeren manifestierte sie hingegen wusste es besser", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000691.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Seine Stimme war so rau, als wäre er die ganze Nacht aufgeblieben, um dieses kurze Gespräch vorzubereiten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000692.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Einfach nur ein Kind, das 13 Mal auf seine Mutter eingestochen hat«, rief sie ihm erbarmungslos in Erinnerung. »Warum machte es ihr etwas aus, dass er Viola offenbar einen Vertrauensvorschuss gab, den er Gretchen damals vorenthalten hatte? Es war nicht wichtig.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000693.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Er steckte sich die Lutschtablette in den Mund und seine Lippen zuckten, als müsste er ein Lächeln unterdrücken, weil er genau wusste, was sie dachte. Sie starrte ihn zornig an, aber da sein Blick auf Viola hinter dem Einwegspiegel gerichtet war, entging ihm ihre Verärgerung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000694.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Sie verschwenden Ihre Zeit«, sagte Gretchen, verstummte dann aber, weil sie wusste, dass es meistens besser war, einen Gefallen zu würdigen, als ihn wortlos zu übergehen. »Danke, dass Sie das hier ermöglicht haben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000695.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Schon Nessie drehte sich zu ihr. »Liege ich etwa im Sterben?« Erneut starrte Gretchen ihn wütend an. »Sagen Sie mir die Wahrheit, Doc.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000696.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Schonesi versuchte, ernst zu bleiben, amüsierte sich aber so sehr über seinen eigenen Witz, dass es ihm nicht gelang. »Einen anderen Grund kann ich mir für Ihre Höflichkeit nicht vorstellen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000697.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Wie viele Fälle genau habe ich für Sie gelöst?« »Und die entsprechenden Honorarschecks bekommen,« feuerte Schonesi wie üblich zurück.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000698.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Wie oft haben Sie sich bis heute bei mir bedankt?« Da sich die Gelegenheiten vermutlich an einer Hand abzählen ließen, beschloss Gretchen, die Frage zu ignorieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000699.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Eines Tages werden sie noch zugeben, dass sie mich mögen«, prophezeite sie und stürmte aus dem Raum, ohne auf eine Erwiderung zu warten, die er zweifellos lustig sie dagegen nervtötend finden würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000700.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Eine Sekunde später ging Gretchen durch die Tür in den Verhörraum und vergaß Schonesi auf Anheb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000701.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "viola war ein 13 jähriges mädchen wie jedes andere auch und gretchen hätte nicht zufriedener sein können", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000702.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Sie wusste, wie sie selbst im Vergleich zu Viola aussah. Ihr glatter, blonder Bob war zwar das Gegenteil der fließenden Locken, die Promis heutzutage bevorzugten, aber in der Bostoner Szene war er mehr als akzeptabel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000703.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Gretchen sah es in Violas Blick und wusste, dass das Mädchen umso wütender sein würde, weil es so offensichtlich war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000704.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "In diesem Moment war sie froh, dass sie ihren perfekt geschnittenen taubengrauen Hosenanzug und High Heels trug.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000705.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "viola blinzelte dreimal ließ erschrocken die wimpern flattern wie butter ihre stimme war hoch und hell ein mädchen nur ein mädchen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000706.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Ist das Messer nicht stecken geblieben?«, fragte Gretchen, als wüsste sie Bescheid. Dabei war dies hier ihre Art von Gewalt, ihr eigenes Messer, das sie in der Psyche eines anderen versenkte. Sie gierte danach, wie Viola vermutlich nach Blut gierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000707.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»An den unteren Rippen«, sagte Viola leicht hin, nachdem sie die Situation innerhalb weniger Sekunden durchschaut hatte. Gretchen war kein durchschnittlicher Cop, sie war nicht die typische Sozialarbeiterin und nur schwer zu manipulieren. Aber das Messer war scharf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000708.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Vor vielen Jahren war ein Psychiater zu Gretchens Fall hinzugezogen worden. In nasalem Tonfall hatte er vorgetragen, er sei zu einem Schluss gekommen, sie habe ein Messer gewählt, weil es persönlicher, intimer war. Sie habe spüren wollen, wie die Seele ihrer Tante deren Körper verließ.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000709.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Der Mann war ein Quacksalber, das war selbst der Achtjährigen damals klar gewesen, aber sie erinnerte sich noch an Schonesseys Gesichtsausdruck, als er diese spezielle Theorie gehört hatte. Die Frau von heute hätte mit beiden gespielt. Das Mädchen von damals hatte geglaubt, man würde es bald ins Gefängnis stecken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000710.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Sie würde Viola nicht fragen, warum sie ein Messer benutzt hatte. Wahrscheinlich, weil es als Waffe verfügbar war. Nicht alles hatte freudsche Motive.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000711.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Ich wollte wissen, ob Sie dumm genug sind, darauf reinzufallen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000712.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Gretchen unterdrückte ein Grinsen, weil sie an Schonesseys empörten Gesichtsausdruck denken musste. Trotzdem war es eine gute Antwort. Absolut glaubhaft. »Wer?« »Die Polizei?« sagte Viola. Sie ließ den Blick über Gretchen schweifen. »Sie!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000713.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Du weißt, wer ich bin?« Sie war nicht gerade eine Berühmtheit, aber unbekannt war sie in Boston auch nicht. Wenn Viola Zugang zu einem Computer gehabt hatte, solange Lina mit ihr arbeitete, konnte sie durchaus auf Einträge über Gretchen gestoßen sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000714.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Nein, zuckende Hände, eine Lüge.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000715.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Du hast im Netz nach mir gesucht.« »Hab ich nicht«, widersprach Viola, der wahrscheinlich nicht klar war, wie jung sie klang. Sie schluckte, um sich gleich darauf selbst zu widersprechen. »Hier drin gibt es Internet, wissen Sie?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000716.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Wie kindisch es war, so zu tun, als wüsste sie nicht, wer Gretchen war, nur um sich eine Sekunde später durch ihre unverhohlene Bitterkeit zu verraten. Ohne es zu wollen, empfand Gretchen einen Anflug von etwas, das sie an wirklich guten Tagen vielleicht Sympathie nennen würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000718.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Es klang wie eine Feststellung, nicht wie eine Frage. Dennoch ertappte sich Gretchen dabei, wie sie nickte. »Auch darüber, wie du deine Brüder behandelt hast?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000719.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Wieder dieses Blinzeln. Viola hatte ihre Mimik vollständig unter Kontrolle, bis auf das Blinzeln. Ein Wimpernschlag auf blasser Haut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000720.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Sie sind so schwach«, sagte Viola und es klang aufrichtig. »Leichte Beute.« »Waren deine Brüder in jener Nacht da?«, fragte Gretchen, »als du deine Mutter erstochen hast?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000721.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Eingeschlossen«, flüsterte Viola. »Was?« rutschte Gretchen das verhasste Wort heraus. »Die kleinen Lämmchen waren in ihrem Zimmer in Sicherheit«, sagte Viola, und Spott tropfte aus jeder Silbe. Sie öffnete den Mund, schloss ihn wieder, wandte den Blick ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000722.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Dies war fruchtbarer Boden. Psychopathen empfanden zwar keine Zuneigung zu anderen, aber sie zeigten Reaktionen. Gretchen erhöhte den Druck.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000723.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Waren sie deinetwegen dort eingeschlossen?« Die Blutergüsse, die ausgemergelten Gesichter. Gretchen konnte sie sich lebhaft vorstellen, genauso wie sie überall in den Nachrichten gezeigt worden waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000724.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Es gab einen Schlüssel«, sagte Viola. »Vor dir weggesperrt«, wiederholte Gretchen. In Violas Gesicht flackerte Belustigung auf. »Glauben Sie das?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000725.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Hättest du sie umgebracht?« Gretchen ließ ihre Stimme flach und unbeteiligt wirken, das fiel ihr leicht. Sie wünschte den Jungen nicht direkt den Tod, aber es war ihr schlicht egal, ob sie am Leben waren oder nicht. Viola leckte sich die Lippen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000726.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Sebastian hätte ich langsam ausgeweidet. »Den Älteren?« fragte Gretchen gegen ihren Willen fasziniert. »Warum Sebastian und nicht Milo?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000727.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Wie Mr. Petersons Hund«, fuhr Viola fort, ohne auf Gretchens Frage einzugehen. Ihr Blick trübte sich, dann huschte er wieder zu Gretchens Gesicht. »Glauben Sie, Sebastian hätte genauso gewinselt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000728.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Gretchen zuckte nicht mal mit der Wimper. »Hat deine Mutter das getan?« Die Spannung im Raum löste sich, als Viola den Mund verzog. »Mutter würde niemals betteln.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000729.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Hast du es von ihr verlangt?« Vaola legte den Kopf schief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000730.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Ich habe sie im Schlaf getötet.« »Richtig.« Gretchen wusste das, hatte aber noch nicht alle Puzzleteilchen zusammengesetzt. »Warum hast du sie nicht vorher geweckt?« fragte sie. »Ich an deiner Stelle hätte sie schreien hören wollen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000731.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Ein überraschtes Einatmen, das, wie Gretchen wusste, nicht für ihre Ohren bestimmt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000732.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Ich war sauer«, sagte Viola, aber ihre Stimme klang nun weniger selbstsicher als zuvor. »Ein Mädchen. Nur ein Mädchen. Ich habe nicht nachgedacht.« Gretchen lehnte sich auf dem Stuhl zurück und sorgte dafür, dass ihre Körpersprache leicht als unbeeindruckt zu lesen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000733.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Ist sie währenddessen nicht aufgewacht?« »Muss sofort tot gewesen sein«, Viola zuckte mit den Schultern. »War mir egal, ich wollte nur weiter auf sie einstechen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000734.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "wohin hast du zuerst gestochen bei olas augen wurden schmal sie glauben dass ich lüge", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000735.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das tust, sobald du den Mund aufmachst,« konterte Gretchen. »Nein,« sagte Viola, »sie glauben, dass ich Mami nicht getötet habe.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000736.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Darauf folgte langes Schweigen, und Gretchen konnte die Gedanken beinahe durch Violas cleveres Köpfchen schwirren sehen. »Dann sind Sie also hier, um mich zu retten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000737.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Viola beugte sich vor, etwas wie entzückte Schadenfreude im Blick. »Bitte, gute Frau, sagen Sie mir, warum ich nicht wirklich böse bin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000738.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Du weißt, dass ich keine gute Frau bin«, sagte Gretchen. Viola lehnte sich wieder auf dem Stuhl zurück. »Ich weiß, dass Sie das Böse erkennen können. Ist vielleicht wie in den Spiegel zu sehen, hm?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000739.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Gretchen schnaubte. »Wenn du denkst, dass mein Glaubenssystem irgendeine Art von Gut-gegen-Böse-Dualismus beinhaltet, bist du nicht halb so schlau, wie du aussiehst. Du hast die Frage nicht beantwortet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000740.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Ihr kaltes, dunkles Herz«, fauchte Viola wütend und berechnend zugleich, »darauf habe ich mit dem Messer gezielt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000741.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Wie poetisch«, sagte Gretchen gedehnt. Außerdem stimmte es nicht, aber das verschwieg sie. Sonst könnte Viola behaupten, Gretchen habe sie provoziert, um eine Reaktion zu erhalten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000742.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "was war der tropfen der das fast zum überlaufen gebracht hat brauche ich den", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000743.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Nein,« räumte Gretchen ein, »aber immerhin hast du deine Mutter nicht geweckt, um sie zu foltern.« Erneut verschluck es Viola den Atem, aber sie zuckte nicht zurück. »Und?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000744.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Und...« Gretchen zog das Wort in die Länge, ließ es zwischen ihnen in der Luft hängen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000745.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Dieses Verhalten legt nahe, dass du wütend genug warst, um zu reagieren, ohne nachzudenken.« »Sie sind die Einzige, die mich das gefragt hat,« sagte Viola. »Nicht mal diese Anwältin hat das getan.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000746.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Das sie Lina erwähnte, beschloss Gretchen vorläufig zu ignorieren. »Willst du die Frage denn nicht beantworten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000747.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Gretchen persönlich redete gern darüber, wenn ihr jemand Unrecht getan hatte. Es war eins ihrer Lieblingsthemen. Aber Viola saß da und versuchte Zeit zu schinden, anstatt über den Groll zu sprechen, den sie offensichtlich gegen ihre Mutter gehegt hatte. Es schien, als hätte sie keine glaubwürdige Lüge parat.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000748.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Sollen die Leute denn nicht erfahren, was sie dir angetan hat? Ein Verziehen des Mundes, beinahe ein Lächeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000749.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Gut gespielt«, sagte Viola und legte den Kopf schief. »Sie hat mir verboten, ein Kaninchen zu halten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000750.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Warum hast du geglaubt, sie würde es dir erlauben?«, fragte Gretchen, doch sie hatte die Frage kaum ausgesprochen, da wurde ihr klar, dass sie sinnlos war. So dachten Psychopathen nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000751.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Meine Freundin hat ein Kaninchen zum Geburtstag bekommen«, sagte Viola. »Da wollte ich auch eins.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000752.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Und deine Mutter hat es nicht erlaubt.« Gretchen beschloss, dass sie kein Interesse daran hatte, sich noch länger mit diesem speziellen Wunsch zu beschäftigen. Jeder im Raum, und jeder, der dem Gespräch folgte, wusste, was Viola mit dem Tier vorgehabt hatte. »Also hast du sie erstochen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000753.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Gretchen betrachtete Viola aufmerksam, versuchte jedes Zucken in ihrem Gesicht, jeden nonverbalen Hinweis zu entziffern, die Art, wie sie sich entspannte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000754.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Wie eine Zoologin, die untersucht, wie Wölfe ihre Kehlen darbieten und wie Löwen spielen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000755.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Die Signale erschlossen sich ihr nicht auf intuitive Weise, aber das hatte für sie keine Rolle gespielt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000756.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Bei Viola war es komplizierter als bei den meisten Menschen und Gretchen war froh, dass das Gespräch aufgezeichnet wurde und sie es sich später ansehen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000757.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Wie wurde Mr. Pattersons Hund gefunden?« fragte sie schließlich, nachdem sie die Stille in die Länge gezogen hatte. Das schien Viola tatsächlich aus dem Konzept zu bringen, denn nun kehrte das Blinzeln zurück. Der Keller war überschwemmt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000758.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Gretchen schnalzte mit der Zunge. »Pech gehabt. Und der Vogel?« Von dem Vogel hatte inzwischen jeder gehört. »Ein Auto ist aus Versehen in die Steinmauer in unserem Garten gefahren«, sagte Viola. Sie war nicht besonders eifrig, aber doch interessiert, innerlich beteiligt. Sie wollte wissen, worauf die Sache hinauslief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000759.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Ohne diese außergewöhnlichen Ereignisse hätte niemand von den Tieren erfahren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000760.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Violas Blick wanderte nach oben und zur Seite, als versuchte sie Gretchens Denkprozess zuvor zu kommen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000761.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "So unterhaltsam das Gespräch gewesen sein mochte, es war besser, am Ende die Oberhand zu behalten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000762.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "rief Viola, die sofort wusste, was Gretchen gemeint hatte. Wäre Viola tatsächlich die Mörderin, hätte man die Beweise nicht so schnell gefunden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000763.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Gretchen legte die Handflächen auf den Tisch und beugte sich so nah zu dem Mädchen vor, dass sich ihre Kiefer beinahe berührten. »Nein, das hast du nicht«, flüsterte sie ihr ins Ohr. »Aber ich verrate es niemandem.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000764.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Kapitel 14 Read Vier Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000765.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Wie durch eine stillschweigende Übereinkunft erwähnten sie die Kinder den ganzen Tag lang nicht. Während des vierten Innings jauchzte Claire bei einem Homerun und klang dabei wie ihr 18-Jähriges selbst.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000766.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Die Sehnsucht, in die Zeit zurückzukehren, als er noch geglaubt hatte, zu lieben, sei tatsächlich ganz einfach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000767.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Als sie sich widersetzten, verflocht Claire ihre Finger mit seinen, obwohl sie beide schwitzige Hände hatten, etwas, das Claire normalerweise hasste. Beim siebten Inning ergriff sie schließlich das Wort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000768.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Früher hätte er sich für verrückt gehalten, weil er wegen einer einfachen Frage sofort vom Schlimmsten ausging.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000769.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Als er schwieg, weil sein Gehirn darum kämpfte, aus dem Zustand des Behagens auszubrechen,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000770.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "war das lena bucker die ich bei der gala der weatherstones gesehen habe", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000771.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Er schluckte das Knurren hinunter, das ihm beinahe entfahren wäre.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000772.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Du hast sie gesehen?«, fragte Reed. Leugnen war nicht die klügste Strategie, aber sein Mund hatte sich offenbar dafür entschieden. »Sie hat sich in letzter Zeit einen guten Namen gemacht, schätze ich«, sagte Claire und wischte sich die Hände an einer Serviette ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000773.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Ich glaube, als Anwältin, oder?« Reed zuckte beinahe zusammen. Er war dabei, es zu verpfuschen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000774.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Es wäre absurd zu glauben, dass Reed nicht wusste, was Lina aus sich gemacht hatte, zumal sie einander früher so nahe gestanden hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000775.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Ich bin hier zufällig beim Kaffee holen begegnet«, gab er zu. Er hatte gelernt, dass es schwer war, die Wahrheit zu sagen, aber die Alternative war noch schwerer. Dass er Lina in Verdacht hatte, diese erste zufällige Begegnung inszeniert zu haben, verschwieg er wohlweislich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000776.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Ach wirklich?« sagte Claire, klang aber nicht überrascht. »Wie geht es ihr denn?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000777.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Sie hat viel zu tun.« Reed richtete den Blick erneut aufs Spielfeld, dankbar, sich auf etwas anderes als Claires wachsame Augen konzentrieren zu können. »Wir sind nicht groß zum Reden gekommen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000778.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Seltsam«, sagte Claire. Die Stille, die folgte, senkte sich mit ausgefahrenen Krallen auf seine Schultern, kratzte sachte über seine Haut, bereit, sich auf Kommando in ihr zu versenken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000779.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Anfangs hatte Lina so getan, als wollte sie ihn in die Recherchen zu Tess verschwinden mit einbeziehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000781.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Sie hatte ihm sogar vorgeschlagen, sie zu einem Gespräch mit Tess' Tante Fiona zu begleiten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000782.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Das war passiert, ehe er begriffen hatte, dass sie mit ihm spielte. Reed tastete sich an eine Erklärung heran. »Lina hat erwähnt, dass sie sie besuchen wollte. Hat sie das erwähnt, als ihr euch zufällig beim Kaffee holen in die Arme gelaufen seid?« fiel Claire ihm ins Wort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000783.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Er beschloss, sich nicht provozieren zu lassen. »Ja, ich hatte Fiona seit… Himmel, ich hatte sie vermutlich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Erinnerst du dich an sie?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000784.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Wage«, sagte Claire und zuckte andeutungsweise die Schultern. »Und ihr habt einfach ein bisschen über alte Zeiten geplaudert, ja?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000785.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Als er schwieg, winkte Claire ab. »Tut mir leid«, sagte sie lachend. »Hör zu, ich weiß, ich klinge vorwurfsvoll. Tut mir leid, dass ich diesen schönen Tag ruiniere.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000786.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Ihre Körper erinnerten sich an die guten Zeiten, obwohl ihre Herzen längst verbittert waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000787.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "claire erstarrte für eine sekunde und zu spät fiel ihm ein wie sehr sie das wort ehrlich hasste wer tatsächlich ehrlich war musste es nicht eigens erwähnen aber sie ließ das thema fallen und kurz darauf war sie wieder entspannt und bejubelte einen treffer", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000788.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Reed hatte keinen Überblick mehr über das Spiel, und er bezweifelte, dass er sich noch einmal darauf konzentrieren konnte, und sei es nur, um herauszufinden, wer gewonnen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000789.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Wir sollten Lina demnächst mal zum Dinner einladen«, sagte Claire, als wäre ihr der Gedanke in diesem Moment gekommen. »Klar«, stimmte Reed zu und versuchte ruhig zu klingen, obwohl ihn die Panik zu überwältigen drohte, als er an die möglichen Konsequenzen von Claires Wissen dachte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000790.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Das Wissen, das Lina Tess Murphys Leben erforschte und Geheimnisse auszugraben versuchte, die besser für immer verborgen blieben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000791.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Dank jahrelanger Übung gelang es Reed zu lächeln, über einen lahmen Witz des Moderators zu lachen, unauffällig auf die Eiscreme an Claires Kind zu deuten und ihr ein paar Servietten zu reichen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000792.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Aber sein Mund wurde trocken und seine Lunge schien in sich zusammenzufallen. Die Ziffern auf der Anzeigetafel verschwammen und eine entrückte Sekunde lang fragte sich Reed, ob er gleich ohnmächtig werden würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000793.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Aber dann sprang in der dunkelsten, entlegensten Ecke seines Verstandes ein Samenkorn auf und schlang seine Tentakeln um seine schlimmsten Absichten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000794.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Eine Idee, ein Plan, eine Möglichkeit, all seine Probleme aus der Welt zu schaffen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000795.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "vielleicht nicht lena mit ihren fragen und stummen anschuldigungen aber die wusste weniger als sie zu wissen glaubte tiefer", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000796.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Immer tiefer gruben sich die Wurzeln in seinen Geist, während die blutroten Blüten seines Plans zu blühen begannen. Vielleicht hätte es ihm zu denken geben sollen, dass der Samen dem Gedanken an Viola entsprungen war, daran, was seine Tochter in dieser Situation tun würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000797.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Aber wie er zu sagen pflegte, gehörte Viola zu ihm. Von ihm war sie gekommen. Kapitel 15", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000798.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Auch Marconi war dort und trug die Miene zur Schau, die Gretchen als ihren üblichen neutralen Ausdruck erkannt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000799.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "schonesse zeigte mit einem wurstfinger auf gretchens gesicht und sie unterdrückte den drang ihn am knöchel abzubeißen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000800.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Die sprang sofort auf, nach dem ersten gemeinsam verbrachten Tag bereits gut dressiert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000801.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Sie spürte eher, als dass sie hörte, wie die Frau ihr durch den langen, sterilen Flur der Haftanstalt folgte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000802.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Sie glaubte nicht, dass sie es wie Schornessi kaum erwarten konnte zu erfahren, was Viola preisgegeben hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000804.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Andere Menschen vertrauten zu sehr auf Loyalität aus Zuneigung, auf Freundschaften und Partnerschaften, die auf den zarten Banden von Gefühlen beruhten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000805.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "fragte Marconi über Schonesseys Stimme hinweg, der hinter ihn nach Gretchen rief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000806.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Gretchen sparte sich die Mühe, Marconis Frage zu beantworten, während sie gleichzeitig in Betracht zog, die Informationen zurückzuhalten, die sie gerade zusammengetragen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000807.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Am Ende kam sie zu dem Schluss, dass es hilfreicher wäre, Marconi das komplette Bild zu zeigen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000808.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Viola hat Claire nicht getötet«, sagte Gretchen, als sie die Haftanstalt verließen und ins helle Tageslicht hinaustraten. »Lina hatte recht. Aber erzählen Sie es nicht schon, Nessie.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000809.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Markoni blieb stehen. Sie haben ihm bereits gesagt, dass Lina diesen Verdacht hatte. Warum soll er es auf einmal nicht mehr wissen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000810.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Gretchen ging auf ihren Porsche zu, ohne zu checken, ob Marconi diesmal selbst mit im Auto gekommen war. »Ich habe Viola versprochen, ihr Geheimnis zu wahren, und ich breche mein Wort nicht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000811.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Aha, Ganovenehre«, sagte sie nachdenklich, und Gretchen konnte nicht erkennen, ob sie sarkastisch war, ein Witz gemacht oder ihr nur erklärt hatte, worüber sie sich dermaßen amüsierte. »Verstehe. Aber Sie haben es mir erzählt, also haben Sie Ihr Wort ja schon gebrochen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000812.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Sagte Gretchen und fragte sich, warum sie ihr das erklären musste.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000813.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Ich glaube, diese Logik werde ich nie begreifen«, mummelte Marconi ein wenig sarkastischer, als Gretchen es bisher von ihr gehört hatte. »Ehe Gretchen es ganz begreifen konnte,« fuhr Marconi fort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000814.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Und Sie glauben nicht, dass ich es Schonesi trotzdem erzählen werde?« »Vielleicht doch.« Marconi ließ die Worte einen Moment auf sich wirken. »Sie testen mich.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000815.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Gretchen brummte zustimmend. »So könnte man es nennen.« »Genauso nennt man das«, versetzte Marconi. »Ich wollte wissen, ob Sie sich auf Kosten-Nutzen-Verhältnisse oder auf Gefühle verlassen«, sagte Gretchen, »denn Marconi hat er weder ganz recht noch ganz unrecht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000816.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Aha«, Makonis Mundwinkel zuckten. »Sie überprüfen meine soziopathischen Züge?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000817.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Was Gretchen weder bestätigte noch leugnete, aber ihr Schweigen war vermutlich Antwort genug.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000818.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Jeder, der über einen zweistelligen IQ verfügte, konnte sich zusammenreimen, dass Marconi keine Soziopathin war. Aber das ließ viele andere Möglichkeiten der Lebensgestaltung offen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000819.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Für manche Cops war Loyalität wichtiger als alles andere. Sie würden ihrem Partner kaltblütig helfen, eine Leiche verschwinden zu lassen und dasselbe auch von ihm erwarten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000820.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Obwohl Gretchen klar war, welche Vorteile es hätte, wenn so eine Person solche Gefühle für sie hegte, sparte sie sich die Mühe, so zu tun, als würde sie selbst sich je dermaßen für einen anderen verausgaben. Wenn es ihren Zwecken diente, würde Gretchen jeden vor den Bus stoßen, ohne mit der Wimper zu zucken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000821.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Man könnte sagen, dass sie das zu einem schlechten Menschen machte. Aber da sie mit diesem Aspekt ihres Selbst recht offen und ehrlich umging, zog sie eher Menschen an, die wussten, wie sie ihr ausweichen mussten, um nicht unter die Räder zu kommen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000822.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Angesichts der Tatsache, dass Gretchen es bisher nicht schrecklich fand, mit Marconi zu arbeiten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000823.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "war es auf lange Sicht angeraten, nicht wegen jeder Kleinigkeit zu Schonesse zu laufen und zu petzen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000824.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "es wäre gut die sache jetzt zu klären bevor gretchen noch mehr in diese beziehung investierte markoni nickte nachdenklich immer noch entspannt obwohl gretchen bei rot über eine ampel gefahren war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000825.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "macht es nicht jedes objektive ergebnis zunichte wenn sie mir im voraus sagen dass sie meine reaktionen beobachten das könnte man meinen aber nein ich habe festgestellt dass dem nicht so ist", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000826.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Menschen neigten dazu, ihr Verhalten zu ändern, wenn sie sich beobachtet glaubten. Sie verhielten sich dann eher so, wie sie glaubten, dass es von ihnen erwartet wurde und nicht so, wie ihre Natur es eigentlich vorgab. Gretchen hatte ähnliche Tests mit Shonassys anderen Partnern durchgeführt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000827.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Unterdrücken Sie den Drang, es schon Nessie zu erzählen?« Erneut ein Zucken der Lippen. »Nein«, dachte ich mir. »Wohin fahren wir?«, fragte Marconi erneut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000828.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Ich muss Ihnen etwas gestehen«, sagte Gretchen anstelle einer Antwort. »Muss ich mir Sorgen machen?« Gretchen grinste, ließ kurz die Schneidezähne aufblitzen, die, wie sie wusste, raubtierhaft wirkten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000829.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Immer?« Makoni verdrehte nur die Augen. »Hat es etwas mit der Tatsache zu tun, dass es Ihnen egal ist, ob Viola unschuldig ist oder nicht?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000830.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Vor Überraschung schnitt Gretchen eine Kurve und hinter ihnen flog der Seitenspiegel eines geparkten Wagens durch die Luft. Es war eine Schrottkarre, darum verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran. Aber immerhin starrte sie Marconi …", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000831.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "die nicht selbstgefällig zu wirken versuchte ein bisschen zu lange an und musste scharf bremsen um einer fußgängerin mit einem kinderwagen auszuweichen ein winziger teil ihres selbst fragte sich ob das baby genauso lustig durch die luft wirbeln würde wie zuvor der spiegel", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000832.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Fast richtig«, sagte Gretchen, die nicht zugeben wollte, dass Marconi ins Schwarze getroffen hatte. Sie trat aufs Gas und erntete dafür einen bösen Blick von der Mutter. »Es interessiert mich tatsächlich nicht besonders, wer Claire Kent getötet hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000833.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Weil Viola eine Psychopathin und die Welt ein besserer Ort ist, wenn sie hinter Gittern sitzt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000834.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Halten Sie es für möglich, dass sie gar keine Psychopathin ist?« fragte Marconi. »Vielleicht ist es nur ein abgekartetes Spiel, damit die Verleumdung funktioniert.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000835.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Oh nein«, sagte Gretchen, obwohl der Gedanke eigentlich nicht schlecht war. »Doch in diesem Punkt gab es keinen Zweifel.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000836.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Sie ist ganz sicher eine Psychopathin. Ich würde so etwas niemals aus meiner beruflichen Funktion heraus sagen, aber ich würde hohe Beträge darauf setzen, dass sie eines Tages jemanden umbringen wird, wenn sie nicht für den Rest ihres Lebens hinter Gittern landet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000837.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "das klingt nach einem weiteren aber hakte marconi nach", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000838.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Aber das eine schließt das andere nicht aus«, sagte Gretchen. »Sie kann eine Psychopathin und ein bequemer Sündenbock sein. Hätte ich gerade Claire Kent getötet, hätte ich garantiert auch Viola belastet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000839.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Das Ganze klingt vertraut, mhm«, sagte Makoni und hielt sich dabei vermutlich für subtil. »Ein Kind, das beschuldigt wird, nur weil es nicht normal ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000840.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Gretchen umklammerte das Lenkrad und biss sich auf die Innenseite ihrer Wange, bis sie Kupfer schmeckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000841.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»Ich fühle mich geschmeichelt, dass Sie meine Akte so aufmerksam gelesen haben«, sagte sie schließlich. »Leichte Bettlektüre«, versetzte Marconi und klang erneut nicht ängstlich, sondern amüsiert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000842.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Gretchen gefiel das nicht. Ihr gefiel nicht, dass Marconi offenbar nicht bemerkte, wie nah Gretchen an der Grenze ihrer Belastbarkeit war, wie leicht sie darüber hinaus zu treiben war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000843.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Ihr Leben war ein Drahtseilakt. Sie wusste, ein winziger Schritt würde genügen, eine einzige Sekunde, in der sie ihre wilden Impulse nicht unter Kontrolle hielt, und schon Nassie hätte gewonnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000844.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Er bekäme die Gewissheit, dass sie das Monster war, für das er sie hielt. Und Marconi stocherte mit einem spitzen Stock in ihren Wunden herum, ohne einen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000845.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Ich wollte wissen, wie ihr Inneres aussieht«, sagte Gretchen und setzte auf die Schockwirkung, die immer so gut funktionierte, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stand. Marconi musste daran erinnert werden, dass Gretchen nicht harmlos war, nur weil sie die Kunst der Selbstbeherrschung perfekt beherrschte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000846.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Das heißt aber nicht, dass Sie sie aufgeschnitten haben,« versetzte Marconi leicht hin. Gretchen atmete durch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000847.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Da sie über genug Einfluss verfügte, um zu verlangen, dass die Beweise zumindest geprüft wurden.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000849.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Ein Großteil ihres Seelenlebens beruhte auf der Grundvoraussetzung, dass schon Nessie sie für schuldig hielt, ihre Tante getötet zu haben. Sie wusste nicht, wie ihr Leben aussehen würde, wenn sie dieses Fundament zerschlug.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000850.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Und sie mochte ihr Leben. »Wir reden hier nicht über sie«, sagte Marconi. Offenbar schwenkte sie nun vorsichtig die weiße Fahne, vielleicht um anzuerkennen, dass auch Gretchen blutete, wenn sie geschnitten wurde, trotz der mangelnden Verbindung zu ihren Gefühlen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000851.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Warum nimmt Viola die Schuld an dem Mordanklär auf sich?« »Alle werden über mich reden.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000852.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Hochgradiger Narzissmus«, sagte Gretchen. »Sie betrachtet es nicht als Schuldeingeständnis, sondern sieht es als etwas, das ihr Anerkennung bringt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000853.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Marconi ließ die Worte auf sich wirken. »Könnten Sie nicht argumentieren, dass die Polizisten das Messer deshalb so leicht finden konnten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000854.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Sie hat ein paar Mal auf sie eingestochen, damit es nach einem Exzess aussah, und ist dann in ihr Zimmer gegangen, um notdürftig die Waffe zu verstecken und auf die Polizei zu warten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000855.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Sie ist eine Sadistin«, sagte Marconi. »Ergo, wenn sie jemanden töten wollte, hätte sie ihn gequält.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000856.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Dieses Kind hätte Claire Kent auf keinen Fall umgebracht, ohne sie vorher zu wecken,« stimmte Gretchen zu. »Abgesehen von allem anderen bin ich schon deshalb überzeugt, dass sie nicht die wahre Mörderin ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000857.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "möglicherweise war dem mädchen klar dass niemand ihm glauben würde wenn es seine unschuld beteuerte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000858.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Es gab viel stärkere Beweise, die gegen Viola sprachen, als sie es jemals gegen Gretchen gegeben hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000859.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Der Wunsch, frei zu sein, Unheil anzurichten, Zugang zu einer unbegrenzten Anzahl von Opfern zu haben, würde stark sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000860.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "aber bei ola war vermutlich einfallsreich genug um immer ein zielobjekt zu finden egal wo sie war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000861.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "In einer sicheren Einrichtung verwahrt zu werden, städte womöglich eine Herausforderung da, die sie sogar genoss.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000862.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Also, wo kommt nun Lina Buka ins Spiel?«, fragte Marconi. »Das ist es doch, was Sie herauszufinden versuchen, oder nicht?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000863.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Lina.« Gretchen hatte sie beinahe vergessen. Bei der Arbeit an Fällen wie diesen neigte sie dazu, einen Tunnelblick zu entwickeln. Sie glaubte immer noch, dass Linas Tod auf einer Überdosis beruhte. Dennoch konnte es ein Dominoeffekt dieses Mädchens, dieser Familie, dieses Mordes sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000864.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Langeweile war es, die die meisten Soziopathen dazu brachte, auf den Selbstzerstörungsknopf zu drücken, nur um die Explosion zu sehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000865.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Es gab viele Möglichkeiten. Gretchen amüsierte sich, indem sie in Mordfällen ermittelte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000866.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Dieser Fall stellte ein Puzzle dar, dass sie davon abhalten würde, ihren schlimmsten Impulsen nachzugeben, und sei es nur für ein paar Tage. Mehr konnte sie nicht verlangen. Ein paar Tage und dann eine andere Leiche, ein anderer Psychopath, ein anderer Cold Case.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000867.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Sie beendete den Gedankengang, weil diese Schwelgerei sie ebenfalls langweilte. »Also, wo kommt nun Lina Buka ins Spiel?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000868.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Makoni schien vom Ziel ihrer Fahrt absolut nicht überrascht zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000869.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Kapitel 16 Reed Fünf Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000870.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Reed wusste, dass es Leute gab, die in Tess Murphy eher ein Mordopfer als eine Ausreißerin sahen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000871.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Es hatte damals eine Ermittlung gegeben, auch wenn die zuständigen Cops nur ungefähr eine halbe Stunde gebraucht hatten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000872.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "die sich im Lauf der Jahre daran gewöhnt hatten, dass Declan immer wieder von seiner vermissten Schwester sprach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000873.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "murphy selbst hatte es zwar nie als verbrechen bezeichnet aber das konnte die spekulationen der verschwörungstheoretiker nicht aufhalten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000874.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Es bestand die Möglichkeit, dass Tess ihn wegen all der Fehler, die er begangen hatte, heimsuchen würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000875.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Es war ein beliebter Block für Crime-Junkies, den er schon immer als besonders leichtfertig und grob empfunden hatte, weil diejenigen, die dahinter steckten, jeden flüchtigen Hinweis auf eine vermisste Person ausgruben.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000876.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "In dem markierten Post selbst ging es nicht um Reed oder Tess, sondern es handelte sich um Dutzende Kommentare.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000877.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Er fand seinen Namen in einer Antwort, die die Ähnlichkeiten zwischen dem Fall eines vermissten Mädchens und Tess' verschwinden Jahrzehnte zuvor aufgriff.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000878.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Eine Handvoll Leute hatte spöttisch darauf hingewiesen, dass die Fälle nicht miteinander in Verbindung stehen mussten, nur weil die Opfer jung und blond waren und aus dem Nordosten kamen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000879.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Artikel über sie beide standen normalerweise mit Claires Wohltätigkeitsarbeit in Zusammenhang.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000880.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Die Leute kannten ihn nicht, wussten kaum etwas über ihn außer seinem Namen und der Tatsache, dass er und Claire sich in Harvard kennengelernt hatten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000881.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Reed selbst, Claire, vor allem aber ihre Familie hatten alles getan, um dafür zu sorgen. Woher stammte also dieser Kommentar? Der Blogger hatte darauf geantwortet. »Ich habe in letzter Zeit öfter was über Kent gelesen. Machst du die Runde? Bist du ein Troll?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000882.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Diese Fragen waren bislang unbeantwortet geblieben, abgesehen davon, dass sich ein paar Leute eingeschaltet hatten, die der Meinung waren, der Verfasser habe keine Ahnung, wovon er redete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000883.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Reed klickte das Profil des Kommentators an, aber es führte zu einer nicht existenten Seite. Die restlichen Kommentatoren schienen sich der Auffassung des Bloggers anzuschließen, dass es sich um einen Anonymous handelte, der nur Unruhe stiften wollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000884.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»In letzter Zeit öfter machst du die Runde?« Dass dieser Block den Hinweis nicht ernst nahm, bedeutete noch lange nicht, dass andere es auch nicht täten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000885.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Er googelte sich noch einmal selbst für den Fall, dass die Alerts nicht vollständig waren, ohne Erfolg. Wenn dieser Typ tatsächlich die Runde machte, dann tat er es auf eine Art, die von den Suchalgorithmen nicht abgedeckt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000886.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Reed« und »Kent« waren schließlich nicht gerade eindeutige Schlagworte. Reed drückte den Daumen auf seinen Fingerknöchel, dessen rosa Haut noch frisch und empfindlich war, und biss wegen des leichten Schmerzes die Zähne zusammen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000887.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Er erkannte, dass es sich hier um Puzzleteilchen handelte. Er versuchte, sie zusammenzusetzen und klickte schließlich auf den Artikel des Boston Globe, den der mutmaßliche Troll in seiner Antwort verlinkt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000888.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "er hatte mit etwas über sich selbst gerechnet über claire oder declin oder vielleicht sogar über lena", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000889.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Aber was aufpoppte, war ein alter digitalisierter Artikel aus dem Monat von Tess Verschwinden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000890.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Ein Lokalbericht über den ersten Spatenstich zu einem Spielplatz in einem großen Park kurz hinter der Stadtgrenze.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000891.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Auf dem Foto standen Bulldozer bereit, Schaufeln und andere Grabwerkzeuge waren überall verteilt. Reed wusste, wonach dieser Spielplatz aussah. Einem Ort, an dem man mühelos eine Leiche vergraben konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000893.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Die Puzzleteilchen fügten sich ineinander, bis er allmählich ein Muster erkannte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000894.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Nichts davon würde einen Kopf veranlassen, den 20 Jahre alten Fall eines mittellosen Mädchens, das von zu Hause weggelaufen war, wieder aufzunehmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000895.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Leicht benommen und außer Atem sprang er zu dem Blog zurück, zu dem Kommentar mit seinem Namen darin und starrte auf die graue Box.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000896.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Kam das von Lina?« »Aber was wollte sie damit erreichen? Sie untersuchte Tess' Verschwinden doch so offen, dass sie ihn mit einbezogen hatte. Warum sollte sie Gerüchte streuen, die später zu einer Anklage beitragen konnten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000897.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Um die Öffentlichkeit zu erreichen vielleicht? Wenn es genug Aufregung, genug Druck gab, den Fall wieder aufzunehmen, würde die Polizei vielleicht bereitwilliger zuhören, falls Lina später noch auf etwas Wesentliches stoßen sollte. Aber das war im besten Fall weit hergeholt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000898.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Warum sollte sie so viel Aufwand treiben, wenn sie sich nicht sicher sein konnte, überhaupt Beweise gegen ihn zu finden? Reed kehrte zu dem Artikel zurück und betrachtete das Bild von dem Park.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000899.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Er erinnerte sich, dass in weniger als 15 Metern Entfernung eine Bank stand, in deren Holzseine und Tess Initialen geschnitzt waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000900.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Was brauchte ein Staatsanwalt, um Anklage in einem Mordfall zu erheben? Beweise, vielleicht eine Waffe, DNA, wenn die Polizei Glück hatte, oder eine Leiche.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000901.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Er grub einen stumpfen Fingernagel in seinen Knöchel, bis die Kruste auf der Wunde sich öffnete und wünschte sich verzweifelt nicht zu wissen, wie diese Botschaft lautete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000903.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Kapitel 17 Gretchen Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000904.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Die Frau war genauso attraktiv wie Reed und obwohl mancher sie als hübsch bezeichnen würde,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000905.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Gretchen überließ Marconi die Vorstellung, während sie die Frau eingehend betrachtete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000906.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Sagte Ainsley und ließ sich in einen Sessel gegenüber der Couch sinken.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000908.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "So viel Initiative hatte sie noch nie gezeigt und Gretchen lehnte sich zurück, bereit, die Zuschauerin zu spielen, falls dies die ihr zugedachte Rolle war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000909.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Ah.« »Wer ist wir alle?« fragte Marconi wie beiläufig, als beobachte sie Ainsleys Gesicht nicht mit Argus-Augen. »Lina Reed?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000910.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie zögerte. Tess und Declan, auf dem College haben sie sich auseinandergelebt, aber davor hielten sie zusammen wie Pech und Schwefel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000911.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Gretchen konnte sich nicht zurückhalten, obwohl ihr das einen verärgerten Blick von Marconi einbrachte. »Tess?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000912.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Ja, Tess Murphy«, sagte Ainsley geistesabwesend. Sie war eindeutig abgelenkt, und da hörte Gretchen es auch. »Schritte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000913.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Ist das der Grund, warum Lina Violas Fall übernommen hat?« fragte Marconi eilig, wahrscheinlich in der Hoffnung, eine Antwort zu bekommen, ehe Reed in die Befragung platzte. »Weil sie früher befreundet waren?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000914.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Nein«, sagte Ainsley, kurz bevor Reed ins Zimmer gestürmt kam. Seine Miene wirkte freundlich, aber Gretchen spürte die Gewitterwolken, die sich hinter seinen Augen zusammenzogen. »Detectives«, begrüßte er sie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000915.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Doktor«, korrigierte ihn Gretchen mit zuckersüßem Lächeln. Er fuhr sich mit einer Hand durchs Haar. »Noch mehr Fragen zu Lina?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000916.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Gretchen zögerte. Dies war nicht der Zweck ihres Besuchs gewesen, aber nach den Informationen, die Ainsley so achtlos preisgegeben hatte, fragte sie sich, ob es nicht tatsächlich noch eine Menge Fragen gab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000917.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Er deutete auf die Zimmerdecke als wären Claire und Viola nach wie vor im Haus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000918.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Und Tess Murphy?« Als Gretchen den Namen aussprach, Hobreed ruckartig den Kopf und sah ihr in die Augen. »Ist sie auch in derselben Gegend aufgewachsen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000919.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Hatte Lina Tess Akte deshalb aufbewahrt, weil sie eine Kindheitsfreundin war? Vielleicht steckte ja weiter nichts dahinter.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000920.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Gretchen erinnerte sich undeutlich an ein attraktives Gesicht und ein allzu weißes Lächeln, aber hatten das nicht alle jungen Politiker?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000921.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Reed und Ainsley machten Anstalten einander anzuschauen, hielten sich dann aber zurück. Gretchen erkannte die abgebrochene Bewegung an ihren steifen, leicht verdrehten Hälsen. »Verschwunden ist nicht ganz das richtige Wort. Sie war erwachsen und hat die Stadt verlassen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000922.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Sagte Reed mit gemessener Stimme, als gäbe er ein Fernsehinterview.« Gretchen erkannte sie als das, was sie war. Eine Mauer, die er zwischen ihnen hochgezogen hatte. »Verzeihung, aber warum genau sind Sie hier?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000923.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Gretchen könnte weiter in ihn dringen, aber das würde vermutlich nach hinten losgehen, denn wenn die beiden sich komplett verschlossen, würden sie überhaupt nichts erfahren. »Tatsächlich versuche ich mir eine klarere Vorstellung vom zeitlichen Ablauf der Nacht zu machen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000924.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Gretchens Stimme wurde immer leiser. »Die Nacht, in der ihre Frau getötet wurde.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000925.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Verzeihen Sie, ich bin als Beraterin erst seit kurzem an dem Fall beteiligt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000926.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie hatte mit solchen Befragungen genug Erfahrung, um die richtigen Worte zu finden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000927.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "ich weiß dass es ihnen schwer fällt aber für mich wäre es äußerst hilfreich alles aus erster hand zu erfahren", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000928.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Sie spielte ihre Stärken bedenkenlos aus. Darum blickte sie nun unter dichten Wimpern hervor zu ihm auf, in dem Wissen, dass ihre Augen auf diese Art überaus verführerisch wirkten. Sie wusste auch, dass er den Spitzensaum ihres BHs sehen würde, weil sie saß und er über ihr aufragte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000929.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Reed tätschelte Ainsley die Hand. »Also gut, ich helfe gern.« Ainsleys Miene verfinsterte sich, jedes Leben wich aus ihrem Gesicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000930.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Die Verwandlung brachte Gretchen ins Schleudern, denn sie hatte sie zwar bemerkt, verstand aber nicht, was sie zu bedeuten hatte. Manchmal verstand Gretchen in Sachen Körpersprache zwar einzelne Signale, aber die Zusammenhänge blieben ihr unverständlich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000931.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Können Sie uns sagen, was passiert ist?«, fragte sie, als Ainsley sich widersetzte und Reed zu dem Bücherregal am anderen Ende des Raumes ging. Er stützte den Unterarm auf ein Regalbrett und gab eine tragische Figur ab, ob gewollt oder nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000932.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Ich kann es versuchen«, sagte Reed, während sein Blick zu Ainsley huschte. »Sind Sie sich sicher, dass Sie dabei sein möchten?«, fragte Marconi sanft.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000933.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Drei Augenpaare richteten sich mehr oder weniger überrascht auf sie, aber McConeys Aufmerksamkeit galt ausschließlich Ainsley. Gretchen unterdrückte ihren Protest, indem sie sich auf die Innenseite der Wange biss.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000934.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Ja«, sagte Ainsley und nickte energisch. »Es ist schwer an das zu denken, was Viola, wozu sie fähig ist, aber Claire hat Gerechtigkeit verdient.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000935.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»War es nicht bemerkenswert, dass die erste Kent, die Viola beim Namen nannte, die Tante war?« »Standen sie ihr nahe?«, fragte Marconi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000936.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Detective, protestierte Reed und löste sich vom Bücherregal, als wollte er sich ihr trotz der zurückhaltenden Art der Befragung in den Weg stellen. Beschützend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000937.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Gretchen registrierte genau, dass Ainsley beschwichtigend eine Hand hob. »Ich liebe Viola«, sagte Ainsley entschlossen, das Kinn gereckt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000938.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Liebe, Gegenwart, und es war interessant, dass sie es auf das bestimmte Ihr von Marconi hin vorgezogen hatte, über ihre Nichte anstatt über ihre Schwägerin zu sprechen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000939.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Reeds leisem Schnauben nach zu urteilen, war ihm klar, dass sie dies bemerkenswert finden würden. Was war hier los?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000940.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Wir haben uns lange gekannt.« Selbst Gretchen wusste, dass diese ausweichende Antwort ein Schlag ins Gesicht der toten Frau war. Sie mochten sie nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000941.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "manchmal zahlte es sich eben aus wenn einem gesellschaftliche normen scheißegal waren", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000942.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Kein einziges Mal in ihrem Leben war es Gretchen peinlich gewesen, eine Frage zu stellen, mit der sie dem Befragten zu nahe trat.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000943.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Ainsley leckte sich über die Unterlippe, verlagerte das Gewicht und senkte den Blick auf den Boden. Claire stand sehr unter Stress.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000944.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Danach habe ich nicht gefragt«, merkte Gretchen mit möglichst sanfter Stimme an, um drängend, aber nicht feindselig zu klingen. Marconis Blick nachzuurteilen, war sie allerdings übers Ziel hinausgeschossen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000945.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Inzwischen hatte Reed den Raum durchquert und legte Ainsley beruhigend eine Hand auf die Schulter. »Hören Sie, ich will nichts Schlechtes über Claire sagen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000946.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Wir waren uns nur nicht einig, wie am besten mit Violas besonderer Situation umzugehen ist, sagte Ainsley.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000947.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Das war ein hübscher Euphemismus für, wie man am besten mit einer gewalttätigen, sadistischen Psychopathin umgeht«, Gretchen nickte verständnisvoll.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000948.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Gretchen straffte den Rücken. Eine beinahe Expertin, die Viola gut kannte, war mehr, als sie sich hätte wünschen können. »Waren Sie die Erste, die Violas Neigungen bemerkt hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000949.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Sie ist noch zu jung, um diagnostiziert zu werden,« sagte Ainsley ausweichend. »Aber, ja, natürlich habe ich gesehen, wie sie mit ihren Brüdern umgegangen ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000950.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Genau das Thema, das Gretchen interessierte. Vor allem die Frage, warum Viola sich auf Sebastian konzentriert hatte und nicht auf Milo.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000951.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Hat sie an ihnen geübt?« Der Rest des Raums verblasste, als Ainsley ihr in die Augen sah und nickte wie der Profi, der sie war. Ihre Aggression richtete sich hauptsächlich auf Sebastian. Er war der Jüngste in der Familie, bis Milo dazukam, und Sie können sich vorstellen, wie sie das aufgenommen hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000952.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Normalerweise fingen ältere Geschwister an, sich auffällig zu benehmen. Mitunter machten sie sogar Rückschritte in ihrer Entwicklung. Ein Kind mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung würde wütend werden, wenn ein jüngeres, süßeres, verletzlicheres Kind ihm die Aufmerksamkeit der Eltern streitig machte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000953.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Wurde sie handgreiflich?« »Es gab blaue Flecken. Reed hat sie nur selten auf frischer Tarte ertappt«, sagte Ainsley. Er nickte, sein Kiefer malte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000954.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Wir haben versucht, sie voneinander fernzuhalten.« »Ein Vorhängeschloss an der Tür«, sagte Gretchen und dachte an Violas Worte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000955.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Ja«, sagte Reed. Seine Augen waren geweitet, sein Blick wirkte bestürzt. »Nachts war es schwierig, sie zu überwachen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000956.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Das konnte sich Gretchen vorstellen. Dass etwas passierte, ließ sich nur verhindern, wenn man niemals schlief. Oder eben die Tür abschloss.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000957.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Aber sie hat es trotzdem geschafft, an die beiden heranzukommen? Das ausgedehnte Narbengewebe an den kleinen Körpern der Jungen war der Stoff, aus dem die Träume der Moderatoren trashiger Talkshows waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000958.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Meine Tochter kann gut mit dem Messer umgehen«, sagte Reed, und trotz der Art, wie seine Frau umgebracht worden war, fehlte seiner Stimme jede Spur von Ironie.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000959.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Gretchen hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte, war aber überzeugt davon, dass es etwas bedeutete. »Viola hat es besonders genossen, andere zu Gewalttätigkeiten zu zwingen«, sagte Ainsley.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000960.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Sie zählte in professionellem Tonfall die Fakten auf, wirkte dabei aber gequält. Zum Beispiel die Jungen zu zwingen, sich gegenseitig wehzutun.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000961.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Offenbar entsetzt sog Marconi hörbar die Luft ein. Gretchen überlegte, ob sie die Reaktion imitieren sollte, aber sie war nicht im geringsten überrascht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000962.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Wie musste das für ihn gewesen sein, nicht nur eine Psychopathin, sondern auch noch deren Geschwister großzuziehen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000963.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Beschützend«, kam es aus ihrem Geist. Wie hatte Reed Kent diesen Instinkt mit der Notwendigkeit, seine Söhne vor dem Monster zu schützen, unter einen Hut gebracht?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000964.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "vermutlich hatte er sich hilflos gefühlt gefangen in die enge getrieben so etwas führte zu unvorhersehbaren reaktionen die nicht unbedingt sinnvoll sein mussten hatte ihn das auf irgendeine art dazu getrieben claire zu töten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000965.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Den ganzen Abend?« »Ich habe noch etwas getrunken«, sagte er achselzuckend. »Und Sie waren es, der Claire gefunden hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000967.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Ich habe sie nicht.« Er schüttelte den Kopf. Alle schwiegen. Es war so leise, dass sie ihn schlucken, das leise Knacken in seiner Kehle hören konnten. »Anfangs habe ich überhaupt nicht bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Im Zimmer war es dunkel.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000968.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Diese Vorstellung war sogar für Gretchen entsetzlich. Ins Bett zu steigen und nicht zu bemerken, dass der Mensch, der neben einem lag, ausgeweidet war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000969.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Dies überwog bei weitem die Faszination der bloß liegenden Eingeweide und des Blutes. Wie spät war es? Er wurde rot. Ungefähr vier Uhr morgens.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000970.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Was weit außerhalb des Zeitfensters lag, in dem Viola angeblich mit dem Messer auf ihre Mutter losgegangen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000971.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Und war an dem Tag, an dem Abend, ehe sie das Haus verließen, irgendetwas Ungewöhnliches passiert?« fragte Gretchen, um einfühlsam zu wirken. »Ein Streit zwischen Viola und ihrer Mutter zum Beispiel?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000972.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Reeds Blick wirkte ein wenig abwesend, so als liefe vor seinem inneren Auge ein Film ab. Zurück in der Gegenwart schüttelte er nur kurz den Kopf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000973.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Nein, nichts.« »Und Sie waren den ganzen Tag zu Hause?«, fragte Gretchen. Sie versuchte, sich den Zeitstrahl aus Linas Akte zu vergegenwärtigen, konnte sich aber nicht an Reeds Antwort bei der ersten Befragung erinnern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000974.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Ainsley gab ein leises Geräusch von sich, als wollte sie protestieren, und Gretchen zwang sich zu einem kleinen Lächeln. »Tut mir leid, ich versuche mir nur eine Vorstellung davon zu machen, wie der Abend verlaufen ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000977.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Reeds Blick wanderte zu seiner Schwester dann wieder zu Gretchen. »Mit dem Taxi.« »Von hier aus?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000978.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Das wäre leicht zu überprüfen und würde zumindest helfen, das Zeitfenster zu bestimmen, für das Reed tatsächlich ein Alibi hatte. »Ein paar Straßen weiter«, korrigierte Reed. »Hier kommt nur selten eins vorbei.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000979.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Nein, in diesem Viertel mieteten die Bewohner Privatwagen an. Man setzte sich nicht auf die Rückbank eines öffentlichen Taxis. Es mochte verdächtig wirken, dass Reed sich anders entschieden hatte, aber wenn er wie Lina in einer ärmeren Gegend aufgewachsen war, konnte dies seine Wahl erklären.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000980.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Sind Sie je zuvor in diesem Casino gewesen?«, fragte Gretchen und Ainsley sprang ein weiteres Mal auf. Reed warf ihr einen mahnenden Blick zu, dann schüttelte er den Kopf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000981.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "nein derselbe freund hat mir gesagt wohin ich fahren soll sagte er ruhig obwohl ainsley eindeutig aufgeregt war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000982.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Wer ist dieser Freund?« »Äh...« Reed blickte zwischen ihr und Marconi hin und her. Wollte er Zeit schinden?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000983.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Müssen Sie das wirklich wissen?« »Ja«, sagte Marconi. Reed kaute auf seiner Unterlippe. Er sah aus, als würde er gleich seinen Anwalt anrufen. Doch dann straffte er die Schultern und sagte, »Wir sind die Schmerzen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000984.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Ainsley atmete tief durch und ihre Stimme hatte Nuancen, die Gretchen niemals würde entziffern können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000985.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Sie brachte keine Frage, keine Überraschung und keine Ermahnung zum Ausdruck, sondern etwas, das all diese Facetten gleichzeitig beinhaltete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000986.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Ainsley drehte sich wieder zu ihnen und sagte, »Ich glaube, sie sollten jetzt besser gehen.« Ainsley.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000987.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Reeds Stimme klang beinahe flehend, aber er widersprach ihr nicht. »Wenn Sie weitere Fragen an meinen Bruder haben, wenden Sie sich bitte an seinen Anwalt,« sagte Ainsley, die sich mittlerweile zwischen Reed und den beiden Frauen aufgebaut hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000988.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Gretchen versuchte, ihm in die Augen zu sehen, aber er starrte auf den Boden und hatte die Fäuste geballt. »Das werden wir, Miss Kent«, sagte Marconi neben Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000989.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Nur gefühlte Sekunden später standen sie auf dem Gehweg, während hinter ihnen die Tür zugeschlagen wurde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000990.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "murmelte gretchen und hob aus irgendeinem grund den blick zu der gardine im obergeschoss des hauses", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000991.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Sie bewegte sich, genau wie am Tag zuvor, aber sie konnte die Gestalt dahinter nicht erkennen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000992.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Will ich mir das nur ein, oder war sie auf Claire wütender als auf Viola?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000993.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Nicht überrascht, sondern nachdenklich nahm Gretchen zur Kenntnis. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ihr der Tod ihrer Schwägerin das Herz gebrochen hat, stimmte sie zu und deutete mit dem Kinn auf den Porsche.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000994.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "aber panisch wurde sie erst als reed auf deckland zu sprechen kam sagte marconi und ließ sich auf den beifahrersitz fallen und auf das casino", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000995.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Als Gretchen aus der Parklücke in den fließenden Verkehr schoss, sparte sich Marconi die Frage, wohin sie als nächstes fahren würden. Sie wählte einfach die Nummer des Kommissariats und fragte nach der Adresse.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000996.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Kapitel 18 Reed Fünf Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000997.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Als Ainsley für ein paar Wochen zu Besuch kam, fragte Reed sie nicht einmal, woher sie wusste, dass sie gebraucht wurde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000998.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Er genoss einfach die Tatsache, dass sie da war. Auch seine Schwester verlor keine überflüssigen Worte, sondern verkündete nur, sie habe die Kinder vermisst und ohnehin gerade nichts zu tun, sodass es genau die richtige Zeit für einen längeren Besuch sei.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_000999.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Claire bestand weiterhin auf dem sonntäglichen Dinner im Familienkreis.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001001.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Außer für Viola vielleicht, die das Unbehagen der anderen mit einem Entzücken betrachtete,«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001002.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "wie normale Kinder es beim Erkunden eines unbeaufsichtigten Spielzeugladens empfinden würden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001003.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "und sah für alle anderen wie ein ganz gewöhnliches Mädchen an der Schwelle zum Teenageralter aus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001005.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Ainsley legte Viola im Vorbeigehen eine Hand in den Nacken, einfühlsam wie jedem Menschen, besonders aber seinen Kindern gegenüber. Sie bewegte sich niemals hastig, überraschte sie nicht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001006.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Aber wenn sie zu Besuch kam, rief sie ihnen in Erinnerung, dass Berührungen gut, willkommen, normal sein konnten. Manchmal zuckten die Jungs gegen Ende ihrer Besuche nicht einmal mehr zusammen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001007.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Reed bezweifelte, dass es etwas mit einer bisher unbekannten Zuneigung zu Ainsley zu tun hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001008.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Aus irgendeinem Grund schien Viola ihre Tante als langfristiges Projekt zu betrachten,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001009.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Wie läuft's mit der Stiftung, Claire?« fragte Ainsley, als wären sie eine echte Familie, die sich zum Abendessen gesetzt hatte, und nicht Fetzen von zerrissenen Seelen, die die üblichen Formen von Höflichkeit imitierten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001010.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Claire liebte es, den Schein zu wahren. Darum gab es die Stiftung, ihr kleines Königreich. Und als sie ihm vor Jahren vorgeschlagen hatte, eine Rolle darin zu spielen, hatte sie gelacht. Die Vorstellung, dass Reed in der Lage sein könnte, irgendeinen Posten kompetent auszufüllen, kam mir wie ein Witz vor.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001011.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Sehr gut, danke.« Die Antwort war zwar an Ainsley gerichtet, aber Claire blickte Reed an. »Ihre nächsten Worte würden eine Ohrfeige für ihn sein, das wusste er.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001012.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Wir haben gerade beschlossen, Declan Murphy offiziell bei seiner Kandidatur um einen Sitz im Repräsentantenhaus zu unterstützen.« Ainsley warf Reed einen kurzen, aber vernichtenden Blick zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001013.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Dann schien sie zu bemerken, dass ihre Reaktion nicht hilfreich war und wandte sich erneut an Claire. »Ich wusste gar nicht, dass deine Stiftung in politischen Angelegenheiten mitmischt.« »Hin und wieder tun wir das«, sagte Claire.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001014.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "wenn die Sache wichtig genug ist. Violas Blick huschte zwischen den drei Erwachsenen hin und her. Ihr untrüglicher Radar für Dramen schlug offensichtlich aus. Milo und Sebastian hingegen starrten auf ihren Teller.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001015.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Ich wusste nicht, dass Declan Murphy in der Politik eine wichtige Rolle spielt«, sagte Ainsley und zog Declans Namen in die Länge, als hätte sie etwas Ranziges im Mund.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001016.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Endlich blickte Claire sie an. »Ach, stimmt ja, ihr beide wart mal zusammen, nicht wahr?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001017.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Oh, du hast mit ihm gefickt, Tante Enzli?«, fragte Viola, doch niemand reagierte auf ihre derbe Ausdrucksweise. Diese Taktik benutzte sie, seit sie sprechen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001018.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "ohne eigene persönlichkeit sie war einfach das mädchen das ihn nervte das mitkam wenn er es nicht dabei haben wollte und dass ihn in schwierigkeiten brachte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001019.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Er war sich ziemlich sicher, dass sie sich damals für ihn die Fingerknöchel blutig geschlagen hätte, genau so, wie sie jetzt dazu bereit wäre. Und er hätte jeden getötet, der ihr wehtat.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001020.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Aber das hatte wenig damit zu tun, dass sie einander mochten und viel mit der Kultur, in der sie aufgewachsen waren. In ihrem Viertel stand die Familie über allem anderen, egal was man über ihre Mitglieder dachte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001021.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Erst als Erwachsener hatte er angefangen, Ainsley als eigenständige Person kennenzulernen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001022.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Warst du nicht mit Declans Schwester befreundet, Claire?« fragte sie nun, ehe sie einen Schluck Wein nahm, ohne ihre Schwägerin aus den Augen zu lassen. »Sie hieß Tess, nicht wahr?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001023.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Viola war auf dem Stuhl nach vorne gerutscht und stützte die Ellbogen auf den Tisch. Ihre Augen waren geweitet.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001024.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Jungs, ihr könnt aufstehen,« murmelte Reed leise, wirkungsvoll, lange geübt. Milo war verschwunden, ehe die Worte Reeds Mund verlassen hatten. Aber Sebastian blieb sitzen und schob die Unterlippe vor. Der Babyspeck, der sein Kinn gerundet hatte, war verschwunden. Allmählich wurde er widerspenstig.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001025.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Ohne auf Claires Antwort zu warten, fuhr Ainsley fort. »So gut befreundet, dass du dir ihren Freund geschnappt hast, ehe die Laken kalt waren.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001026.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Oh, Mami, du Nutte!« sagte Viola vor Aufregung ganz aus dem Häuschen. »Viola!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001027.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Es war bezeichnend, dass sie auf diese Bemerkung reagierte, denn eigentlich war sie diejenige, die immer darauf bestand, bei Olas schlechtem Benehmen keine Beachtung zu schenken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001028.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Weiolas Miene bekam etwas Verschlagenes, als sie sich auf dem Stuhl zurücklehnte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001029.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Im Licht des teuren Kronleuchters waren die Falten um Claires Augen herum kaum zu sehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001030.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Viel zu oft verfielen sie in Spott, in verbale Sticheleien und passiv-aggressive Einschüchterungsversuche,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001031.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Denn hätten sie auf solche Spitzen verzichtet, mit deren Hilfe sie auf Distanz zueinander gingen,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001032.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Und das war noch nie gut ausgegangen. Mit der Zeit war so ein Muster entstanden, bei dem sie sich gegenseitig verletzten, weil sie beide genau wussten, wie sie es anstellen mussten, und irgendwie war eine Gewohnheit daraus geworden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001033.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Ansley«, sagte Reed genauso leise, wie er kurz zuvor mit den Jungen gesprochen hatte. Und sie verstand genauso schnell.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001034.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Ihr Mund wurde zu einer schmalen Linie, als sie die Worte zurückhielt, die sie gern als Peitsche benutzt hätte, um auf ihn und Claire gleichermaßen einzuprügeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001035.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "reed glaubte nicht dass er von ihrem ärger ausgenommen war aber im gegensatz zu claire hatte ainsley ihn gern", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001036.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Hast du dich jemals gefragt, wie Tess auf die Idee gekommen ist, wegzulaufen?«, fragte Ainsley. »Darüber habe ich in letzter Zeit ziemlich oft nachgedacht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001037.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Und mit dieser abschließenden Bemerkung schob sie ihren Stuhl zurück und stand vom Tisch auf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001038.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Ohne stehen zu bleiben, zog sie Sebastian von seinem Stuhl und ließ nur Claire, Reed und Viola an dem allzu langen Esstisch zurück. Die Teller voller Essen verkündeten ein vernichtendes Urteil.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001039.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "In die Stille hinein fragte Viola, »Wer ist Tess?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001040.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Die rubinrote Flüssigkeit glitt in Richtung Rand, als er ihr dankbar das Glas abnahm.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001041.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Auf eine Art, dass er förmlich sehen konnte, wie sie mit kleinen Gesten Anführungszeichen in die Luft malte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001042.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Ainsley setzte sich in den Sessel neben dem Sofa, auf dem er ausgestreckt lag, zog die langen Beine unter sich und musterte ihn, das Kinn auf die Hand gestützt. Nach gut fünf Minuten brach sie das Schweigen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001043.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Was ist es, das du mir nicht erzählen willst?« Reed fuhr sich mit einer Hand übers Gesicht und trank dann einen großen Schluck von dem Merlot zu 150 Dollar die Flasche.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001044.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Wie Seide glitt er ihm durch die Kehle, und sein Jüngeres selbst hasste ihn dafür, dass er ihn genoss.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001045.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Er fragte sich, was Lina heutzutage trank. Früher hatten sie spottbilligen Wodka und wässriges Bier in sich hineingekippt. Seit dem Teenageralter hatten sie es beide weit gebracht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001046.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Was ist es, das du mir nicht erzählen willst?« »Alles. Am liebsten hätte er ihr alles erzählt. Etwas an der Stille und den Schatten und dem beruhigenden Ticken der Standuhr wirbelte Geheimnisse auf.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001047.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Und auch etwas an Ainsley tat das. »Warum bist du aufgetaucht wie aus dem Nichts?« fragte Reed stattdessen und seine Stimme klang barscher als beabsichtigt. Doch Ainsley ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. »Ich bin nur gekommen, um dir zu helfen. Das weißt du, Reed.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001048.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Natürlich war sie das.« Jetzt, da Viola älter wurde, brauchten sie jede Unterstützung, die sie bekommen konnten. Vielleicht würde Ainsley jetzt endlich wieder nach Boston ziehen. Das wäre einfacher, als ständig die lange Reise hierher anzutreten. Er ließ den Kopf auf die Sofalehne hinter sich sinken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001049.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "ich jage ein gespenst was für ein gespenst ein klopfen an der tür unterbrach sie es war leise zögerlich", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001050.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Milo.« »Komm rein, Liebling«, rief Ainsley, während Reed nur auf das dunkle Holz starrte. Milos Strubbelkopf tauchte im Türspalt auf,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001051.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Er wandte sich knurrend, als wollte er in den Kissen verschwinden. Reed legte ihm eine Hand auf den Kopf, langsam, um ihn nicht zu erschrecken. Wie immer gab sich Milo der Berührung in einer verzweifelten Sehnsucht nach Zärtlichkeit hin. Als Reed in Ainsleys Augen blickte, war ihr Blick stahlhart.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001052.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»So kann es nicht weitergehen, Reed«, sagte sie. Er schluckte heftig und strich Milo zärtlich übers Haar. »Nein.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001053.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Kapitel 19 Gretchen Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001054.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Gretchen mochte Declan Murphy nicht, aber das war nichts Ungewöhnliches, wenn sie jemanden kennenlernte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001055.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Er ragte über ihr und Marconi auf, als er sie in sein Büro führte und seine imposante Größe und muskulöse Statur nutzte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001056.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Er schüttelte den Kopf und verzog kummervoll das Gesicht, obwohl Gretchen nicht sagen konnte,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001057.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Denn sie hatten ihre Masken oftmals genauso gut eingeübt wie sie ihre eigenen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001058.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Das war nicht weiter überraschend, denn die meisten Forschungsergebnisse legten nahe, dass Soziopathen sich von Berufen dieser Art angezogen fühlten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001059.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Diese Vorteile entschädigten sie dafür, dass sie sich häufig mit der Öffentlichkeit abgeben mussten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001060.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "und mit seinen politischen Ambitionen, keine Partnerin zu haben, die ihm half, diese hohen Ziele zu erreichen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001061.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Gretchen wusste noch nicht, ob diese Informationen bedeutsam waren, aber sie registrierte sie auf dieselbe Art, wie sie die meisten Dinge in ihrer Umgebung registrierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001063.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "»Kennen Sie Reed Kent seit ihrer Jugend?«, fragte sie nun. »Ja, genau.« Deckel nickte. »Wir sind Jungs aus Southie, die es zu etwas gebracht haben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001064.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Und haben Sie diese Freundschaft auch als Erwachsene aufrechterhalten?« »Um Himmels Willen nein«, sagte Declan und lachte ungläubig. Als Gretchen die Brauen hochzog, hob er beide Hände.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001065.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Er und Claire haben ihre früheren Wahlkämpfe mit großzügigen Spenden unterstützt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001066.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Meldete sich Marconi zu Wort, und Gretchen tat so, als überraschte sie weder diese Information,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001067.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Declan nickte leicht hin, griff aber nach den Stuhllehnen, als bereite ihm diese Art der Befragung Unbehagen. Reed hat nie vergessen, wo er herkam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001068.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Den Aufnahmen der Überwachungskameras zufolge war Reed Kent den ganzen Abend allein in dem Casino gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001069.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "»Was ich jetzt sage, wird mich wie einen Idioten klingen lassen.« Um ein Haar hätte Gretchen ihm gesagt, dass das nicht weiter schwierig war. »Fahren Sie fort!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001070.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Mit Reed habe ich das letzte Mal ein paar Wochen vor Claires Tod gesprochen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001071.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "sagte Declan ausweichend, seufzte dann aber und ließ sich in seinem Sessel zurücksinken. »Ich habe ihm einen Faustschlag versetzt.« »Warum?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001072.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Declan fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. »Wenn Sie mit Reed Kents Fall beschäftigt sind...« »Okay, wissen Sie über das Verschwinden meiner Schwester Bescheid?« »In groben Zügen«, sagte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001073.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "sagte Declan und aufgrund seiner Formulierung nahm Gretchen an, dass er von ihrer eigenen Verbindung zu Lina nichts wusste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001074.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Unsere Eltern haben sich oft gestritten. Für keinen von uns beiden war das College oder überhaupt etwas Großes vorgesehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001075.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Er zögerte, seine Mundwinkel zuckten, als ihm bewusst zu werden schien, wo sie sich befanden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001076.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Die Einzelheiten stimmten mit denen in Linas Akte überein, brachten sie aber nicht weiter. »Und niemand ist von einem Verbrechen ausgegangen?« »Doch, meine verrückte Tante!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001077.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Declan scrollte sein Handy durch, notierte rasch eine Nummer und schob ihnen den Zettel zu. »Fiona Murphy. Sie unterhält sich sicher gern mit Ihnen. Bezüglich Tess hat sie die eine oder andere Verschwörungstheorie.« Gretchen schob das Stück Papier für später in die Tasche ihres Blazers.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001078.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Und Sie haben keine?« »Fiona postet Sachen im Internet, besucht Blogs über Verbrechen, solches Zeug«, sagte Declan und blickte erneut zum Fenster hinaus. »Nervös, fahrig.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001079.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Wenn sie sich festlegen müsste, würde sie sagen, dass in seiner Stimme so etwas wie liebevolle Irritation lag.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001080.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Sie stachelt die Leute auf. Sie denken, jetzt hätten sie den nächsten Podcast, den sie auf keinen Fall verpassen dürfen. Solcher Unsinn halt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001081.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Sie meinen also True-Crime-Junkies?«, stellte Gretchen klar.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001082.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Tatsächlich halfen ihr die gruseligsten Shows abends beim Einschlafen, indem sie das unendliche Bedürfnis nach Blut und Gewalt in ihrem Inneren besänftigten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001083.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Empathen hingegen schienen ihre Neugierde gern hinter gefälligeren Worten zu verbergen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001084.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»Hat es Leute gegeben, die Tess verschwinden, untersucht haben?« meldete sich Marconi zu Wort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001085.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Jupp«, sagte Declan und ließ den Konsonanten knallen. »Aber bis jetzt hat sie niemand gefunden?« fragte Gretchen, der das unwahrscheinlich vorkam, falls Tess wirklich noch lebte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001086.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Wussten Sie, dass es hunderte Tess Murphys gibt?«, fragte Declan. »Zum Beispiel die reizende 63-jährige fünffache Großmutter, mit der ich inzwischen gut bekannt bin, weil sie sich in Southie niedergelassen hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001087.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Wenn man bedachte, wie fanatisch True-Crime-Junkies sein konnten, erklärte das trotzdem nicht, warum niemand etwas herausgefunden hatte. Oder höchstens Bruchstücke.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001088.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Sie beantworten meine Frage also mit Nein?« »Diese Typen sehen sich den Bericht an, recherchieren ein bisschen auf Google und wenn das nichts ergibt...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001089.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "declin verstummte ein übertriebenes was soll man machen im gesicht aber gretchen dachte an den geldeingang in linas kassenbuch", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001090.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Was, wenn ein reicher True-Crime-Fan weit genug in die Materie eingedrungen war, um herauszufinden, dass es eine Verbindung zwischen Lina Buker, der quasi berühmten Ausnahmeanwältin, und Tess Murphy gab?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001091.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Ausreißerin und Schwester eines Politikers. Und außerdem, was wenn es nicht nur ein Podcast-Fan war? Wenn es sich um jemanden handelte, der Deckeln mit Dreck bewerfen wollte und diese spezielle Ermittlung für fruchtbaren Boden hielt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001092.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Außerdem hatte Deckel die Frage nicht gerade heraus beantwortet. »Sie glauben also, dass sie noch lebt?« »Tja, sie war ein Freigeist, unsere Tess.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001093.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Declans Lächeln verriet eine Mischung aus Nostalgie und Hoffnung. »Ich stelle sie mir gern in San Francisco oder in einer Künstlerkolonie irgendwo in Hippieland vor.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001094.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Das heißt also ja?«, bohrte Gretchen nach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001095.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Sie wusste, wenn sie noch viel länger mit diesem Mann redete, würde sie sich ausmalen müssen, wie sie ihm die Haut abzog, um ihm nicht tatsächlich körperlichen Schaden zuzufügen. Warum wollte er sich bei einer so einfachen Frage nicht festlegen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001096.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Neuerdings ist er wieder von ihr besessen, seit, keine Ahnung, einem Jahr vielleicht?« sagte Declan und zuckte leicht hin mit den Schultern. »Er hat herumgeschnüffelt und mir die gleichen Fragen wie diese Krimiserienfans gestellt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001098.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Haben Sie darum zugeschlagen?«, fragte Marconi. Declan leckte sich über die Unterlippe.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001099.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Nein, als er das erste Mal zu mir kam, habe ich ihm eine Menge altes Zeug von ihr gegeben, ihre Tagebücher, ein paar Bilder, solche Sachen. Danach habe ich nichts mehr von ihm gehört.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001100.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Warum das?« fragte Gretchen. »Sie hat mich auf den Gedanken gebracht, dass es durchaus Reed gewesen sein könnte, der Tess damals etwas angetan hat,« sagte Declan kopfschüttelnd und errötete erneut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001102.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Sie fragte sich, ob sie die Frau überhaupt richtig gekannt hatte, wenn die Antworten auf all diese Fragen immer noch Rätsel für sie waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001103.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Vielleicht waren Tess und Lina gar keine Freundinnen gewesen.« »Was hat sie gesagt?« fragte Gretchen. »Wie hat sie sie davon überzeugt, dass Reed Tess umgebracht hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001104.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Ehrlich gesagt lag es eher am Alkohol, den sie mitgebracht hatte. Declans Grinsen sollte wahrscheinlich schelmisch wirken, aber es weckte in Gretchen den Wunsch, seinen Whisky mit Cyanid zu versetzen. »Und daran, dass alle die alten Erinnerungen heraufbeschworen haben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001105.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Gretchens schlug sofort zu. »Alle? Meinen Sie damit noch jemanden außer Reed und Lina?« Hätte sie Declan nicht genau beobachtet, wäre ihr vermutlich entgangen, dass er zusammenzuckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001106.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Es war nicht heftig, nicht offensichtlich, passierte zwischen zwei Wimpernschlägen. Nein, nur die beiden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001107.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Aber sie hätte hohe Beträge darauf verwettet, dass Declan an eine weitere Person gedacht hatte. An wen? Möglicherweise an diejenige, die Lina ursprünglich engagiert hatte, damit sie Tess' Verschwinden untersuchte?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001108.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Oder hatte Declan sie selbst ins Boot geholt und alles andere war nur Show?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001109.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Hören Sie, ich habe mich bei Reed entschuldigt«, sagte er nun. »Das ist Schnee von gestern. Ich habe ihm eine Loge angeboten, falls er sich mal einen Boxkampf im Encore ansehen wollte. Lina hat sich zurückgezogen und ein paar Wochen später war Claire tot. Seitdem habe ich keinen von ihnen mehr gesehen und das ist alles, was ich ihnen sagen kann.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001110.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Wie war das damals eigentlich?« Gretchen wechselte abrupt das Thema. »Waren Lina, Tess und Reed auf der Highschool miteinander befreundet?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001111.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Claire hat die drei in dem Sommer damals kennengelernt, ich glaube, bei einem Baseballspiel.« Gretchen wusste nicht, was das zu bedeuten hatte, aber die Tatsache, dass Claire und Reed dieses Detail erfolgreich verheimlicht hatten, sagte ihr, dass es etwas bedeuten musste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001112.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Dann war Reed also schon vor dem College mit Claire zusammen?« fragte sie zögerlich, als wäre sie sich nicht sicher, ob dies die richtige Frage war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001113.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Nein, ich glaube, das fing erst an, als sie schon studierten.« Declan zog eine Schulter hoch. »Reed datete damals Tess, darum glaube ich nicht, dass vor Tess Verschwinden etwas zwischen den beiden lief.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001114.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Verzeihung«, meldete sich Marconi zu Wort. »Wollen Sie damit sagen, dass Reed der Freund ihrer Schwester war und nach deren Verschwinden mit Claire zusammenkam?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001115.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "das muster war unschwer zu erkennen fast sofort sagte declin mit undurchdringlicher mine", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001116.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Da war weder Ärger noch Bewunderung, höchstens vielleicht eine seltsame Mischung aus beidem. »Aber nicht bevor Tess weg war, richtig?« hakte Marconi nach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001117.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "declin blinzelte wie um seinem gedächtnis auf die sprünge zu helfen wenn es um die vergangenheit ging war er wesentlich entspannter als wenn er über das hier und jetzt sprach", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001118.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "»Nein, ich glaube nicht, dass zwischen den beiden etwas lief, bevor Tess weg war.« Er beugte sich ein wenig vor.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001119.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Ehrlich gesagt glaube ich, dass er Liebeskummer hatte und dass Claire nur ein Trostpflaster war und dass er dann ein paar Jahrzehnte zu lange behalten hat. Aber man soll ja über Tote nichts Schlechtes sagen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001120.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "»Also keine Liebe auf den ersten Blick?«, fragte Gretchen, obwohl sie Declans Einschätzung der Situation nicht recht traute, weil diese nur voreingenommen sein konnte. »Hm.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001121.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Er hob eine Hand und drehte sie hin und her. »Sie waren älter als ich, wissen Sie? Vielleicht hat der Tess ja betrogen, aber...« »Aber?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001122.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Dennoch schienen Empathen blind für die Fehler der Menschen zu sein, die ihnen am nächsten standen, während sie unfähig waren, Verständnis für diejenigen aufzubringen, die sie nicht kannten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001123.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Hören Sie«, sagte er, nun wieder im Ton des aalglatten Politikers, »wenn Sie wegen Claire gekommen sind, dann … Also diese Sache hat nichts mit Tess zu tun.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001124.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Sie scheinen sich dessen recht sicher zu sein«, bemerkte Gretchen mit aufrichtiger Neugier. »Natürlich stand nicht definitiv fest, dass ein Jahrzehntealter Fall mit dem Tod von Lina und Claire in Verbindung stand. Aber es käme ihr seltsam vor, diese Möglichkeit von vornherein auszuschließen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001125.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Tess hat Claire kaum gekannt«, sagte Declan. »Aber sie kannte Reed und Lina«, stellte Gretchen fest. »Sie sagten, Claire sei in dem Sommer aufgetaucht, in dem Tess verschwand.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001126.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Die Mädels haben sie zu einer Party eingeladen. Ich glaube, anfangs war es nur ein Witz.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001127.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Nicht gerade ein netter Witz, aber na ja, sie war neben Teenager.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001128.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Gretchen erwähnte nicht, dass ihr das Verhalten von Teenagern oft sinnvoller erschien als das von Erwachsenen. Sie schwelgten in ihren soziopathischen Neigungen, in ihrer Grausamkeit, ihrer grundlegenden Natur. »Ich verstehe es immer noch nicht.« Marconi war es, die nun zu antworten versuchte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001129.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Sie sollte sich fehl am Platz fühlen, unbehaglich, damit die anderen sich besser fühlen konnten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001130.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Beim letzten Teil zuckte er erneut zusammen, und wenigstens das war etwas Universelles. Wenn Gretchen Empathen dazu brachte, unangenehme Wahrheiten in aller Ausführlichkeit zu schildern, warf das nur selten ein gutes Licht auf ihre Mitmenschen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001131.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Und war sie das?« Gretchen musste diese Frage stellen, denn sie erkannte frustriert, dass sie mal wieder die Außenseiterin war, die nicht verstand, was sie falsch gemacht hatte. »Ein Witz, meine ich.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001132.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "declin lächelte in sich hinein nicht spöttisch sondern liebevoll stolz claire hat sich in ihrem ganzen leben nicht ein einziges mal zum gespött gemacht", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001133.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Vielleicht hatte Declan nur nach einem Vorwand gesucht, um den Ehemann seiner Geliebten zu verprügeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001134.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Der Fall Kent dominierte seit langem die Nachrichten, aber über die Beziehung zwischen Reed und Claire war kaum gesprochen worden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001135.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Ein paar Quasselstrippen machten angesichts der Persönlichkeitsstörung ihrer Tochter großes Aufhebens über die Stabilität ihrer Ehe.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001136.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Vermutlich wäre für alle sichtbar die schmutzige Wäsche gewaschen worden, die sich in ihrer Ehe definitiv angehäuft hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001137.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Ist das so?« fragte Gretchen leise. Declan richtete sich auf und spielte auf dem Schreibtisch an einem Stift herum. »Ja, sie passte super zu der Gruppe. Sie war ein ziemliches Miststück, aber das waren sie alle.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001138.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Unter ihrem und Marconis durchdringendem Blick räusperte sich Declan kurz und fuhr sich erneut mit der Hand durchs Haar.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001139.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Ich meine nur, sie waren nicht allzu sehr auf Höflichkeit bedacht. Tess und Lina mochten das an Claire. Und Reed hat einfach alles mitgemacht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001140.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Sind Lena und Reed je miteinander ausgegangen?«, fragte Marconi. »Ach was, nein!« Declan schüttelte den Kopf, als hätte sie ihn mit dieser Frage persönlich beleidigt. »Die beiden waren wie Geschwister, das wusste jeder.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001141.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Gretchens Erfahrung nach war der Satz, das wusste jeder, ein Warnsignal. Meistens bedeutete er, dass dem Vertreter einer bestimmten Theorie entging, dass seine Realität nicht allgemeingültig war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001142.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Gretchen erinnerte sich, wie Reed auf Linas Tod reagiert oder vielmehr nicht reagiert hatte. Wie sie das Haus mit der Überzeugung verlassen hatte, dass er in sie verliebt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001143.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Manchmal irrte sie sich. Sie war nicht narzisstisch genug, um es nicht zu bemerken. Aber wenn das, was sie damals gesehen hatte, keine romantische Liebe war, so doch ein Gefühl, das tief in seinem Inneren wurzelte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001144.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Lina lag irgendwo auf dem kalten Tisch eines Gerichtsmediziners und würde sich nie mehr äußern können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001145.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Aber in Gretchen wuchs der Wunsch, Lina hätte im letzten Jahr ein paar Andeutungen darüber fallen lassen, was vor sich ging.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001146.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Sie weigerte sich in Betracht zu ziehen, dass ihre Freundin das möglicherweise getan, Gretchen es aber nicht verstanden hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001147.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Wie kam es zu Dates zwischen Claire und Reed, nachdem ihre Schwester gerade erst verschwunden war?«, fragte sie. Sie bildete sich nicht ein, die Melodramen von Teenagern zu verstehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001148.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Als sie in dem Alter gewesen war, hatte sie an ihrem ersten höheren Abschluss gearbeitet. Das traditionelle öffentliche Bildungswesen hatte sie gemieden, sobald ihr klar geworden war, dass man sie für jemanden hielt, die ungestraft einen kaltblütigen Mord begangen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001149.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Damals hatte sie noch nicht begonnen, wie besessen Seifenopern und Sitcoms zu schauen, um besser zu verstehen, welches Verhalten die Leute von ihr erwarteten. Im Gegensatz zu ihren Altersgenossen hatte sie sich, um es vorsichtig auszudrücken, nie auf Dreiecksbeziehungen und Flirts eingelassen. Declan zuckte mit den Schultern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001150.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "habe sie kaum noch gesehen bis claire und reed einige zeit später gelegentlich bei benefiz veranstaltungen auftauchten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001151.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Wann hat Lena Boker angefangen, Interesse an Tess verschwinden zu zeigen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001152.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Und Sie haben Sie nicht dazu ermutigt?« hakte Gretchen nach. »Man sollte meinen, es handelt sich um Leute, deren Antworten Sie vertrauen können.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001153.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Früher mal«, sagte Declan so leise, dass Gretchen es fast überhört hätte. Dann fuhr er schulterzuckend fort. »Ich, ich möchte nicht, dass noch mehr Leute in Tess' Leben herumstochern.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001154.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Jetzt schrillten die Alarmglocken in Gretchins Kopf richtig laut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001155.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Wenn sich die Polizei einmischt und herumschnüffelt, wird Fiona sauer und die Leute fangen grundlos wieder an zu reden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001156.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Und es könnte sich negativ für Sie auswirken, wenn Sie sich zur Wiederwahl stellen«, sagte Marconi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001157.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Und ja, das würde ihn sicherlich interessieren. Gretchen drehte sich wieder zu Declan, um seine Reaktion auf diese Unterstellung zu beobachten, und tatsächlich überzog leichte Röte seine ausgeprägten Wangenknochen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001158.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Familie ist wichtiger als jede Wahl, sagte er kurz angebunden. Es tut mir leid, aber ich habe jetzt ein Meeting. Wenn ich noch etwas für Sie tun kann, rufen Sie gern meinen Anwalt an, um einen Termin zu vereinbaren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001159.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Gretchen war ein wenig erschrocken, erhob sich aber leichtfüßig. »Das werden wir auf jeden Fall tun.« Sie waren fast an der Tür, da blieb sie stehen und drehte sich um. »Eine Frage noch, bevor wir gehen.« »Ja?« »Haben Sie Ihre Tante je gefragt, wer Tess ihrer Meinung nach umgebracht hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001160.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "Sie hatte festgestellt, dass Menschen, die einen Großteil ihrer Zeit der Aufklärung eines einzigen Mordes widmeten, zwar leicht als verrückt abgestempelt wurden, aber dennoch eine Perspektive einnehmen konnten, die anderen Menschen fehlte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001161.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "declin seufzte und fuhr sich ein weiteres mal mit der hand übers gesicht dann zuckte er müde die schultern sie wissen doch wie es im allgemeinen heißt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001162.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Makoni führte den Gedanken zu Ende. Es ist immer der Partner. Kapitel 20 Read", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001163.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "fünf monate vor clairs tod es lag von natur aus etwas abstoßendes darin das tagebuch eines anderen zu lesen vier tage zuvor hatte declin endlich angerufen und ihm gesagt dass er die kiste mit tess sachen abholen konnte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001164.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Es war nicht schwer gewesen, den Mann, der so sehr davon überzeugt war, dass seine Schwester weggelaufen war, um irgendwo ein besseres Leben zu beginnen, dazu zu überreden, die Sachen rauszurücken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001165.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Er war keinem Faustkampf aus dem Weg gegangen, dabei wog er mit Klamotten gerade mal 90 Pfund.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001166.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Schon mit zehn konnte er jedes Schimpfwort im Wörterbuch und durch seine Adern floss reines Southie-Blut.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001167.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "jetzt war ein arschloch das sich mehr für umfrageergebnisse als für seine schwester interessierte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001168.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Hatte keiner von ihnen die Tatsache erwähnt, dass Declan das Verschwinden seiner Schwester inzwischen nutzte?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001169.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Ich weiß, alles spricht dagegen, dass sie irgendwo da draußen ein glückliches Leben führt, aber ich kann doch wohl an meiner Hoffnung festhalten, oder?« hatte Declan auf Reeds Frage nach Tess geantwortet.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001170.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Es spielte keine Rolle. Reed hatte bekommen, was er wollte. Tess' persönliche Sachen. Eine greifbare Erinnerung daran, dass sie gelebt, gefühlt, geweint, dass sie geliebt, getanzt und geatmet hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001171.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Nun erinnerte er sich, wie Tess es lachend an ihre Brust gedrückt hatte, als er es ihr zu entreißen versuchte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001173.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Er erinnerte sich, wie sie beide auf ihrem Bett gelandet waren und Tess das Tagebuch hatte fallen lassen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001174.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Das war nur ein Trick gewesen, um ihr so nahe zu kommen, dass er sich mit ihr in den Kissen wälzen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001175.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "vermutlich ja obwohl er es inzwischen befremdlich fand in die intimen gedanken eines anderen eindringen zu wollen in tess meinungen ihre realität die unweigerlich weit von seiner eigenen entfernt sein musste", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001176.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Die Jugend ließ Geheimnisse als etwas Köstliches erscheinen, anstatt den fauligen Unrat zu erkennen, den man im fortgeschrittenen Alter in ihnen sah.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001177.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Du kennst sowieso all meine Geheimnisse, Reed«, sagte Tess, als er seine Nase an ihrer Schläfe rieb.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001178.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Sie hatte die Waden um Reeds geschlungen, fuhr mit dem Daumen über die Narbe an seinem Schlüsselbein, als er sich zurücklehnte, um sie anzulächeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001179.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Hingebungsvoll. Es kostete ihn all seine Willenskraft angesichts der Tiefe ihrer unverhohlen zur Schau gestellten Gefühle nicht zurückzuzucken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001180.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Panik überkam ihn, hielt ihn fest im Griff, sodass sein Geist noch leerer wurde und jedes Fitzelchen in Formation über Tess plötzlich verschwunden war. Stattdessen sah er dort Claires Lächeln, als sie ihm erklärte, dass sie Erdbeeren nur im Juli aß, weil sie ihr andernfalls Unglück bringen würden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001181.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Mochte Tess Erdbeeren? Seine Zunge war schwer, unbeholfen, bereit, Worte hervorzubringen, die er nie mehr würde zurücknehmen können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001182.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Er liebte Tess, wirklich. Aber vielleicht nicht so, wie sie ihn liebte. Wann war das zur schlimmsten Erkenntnis seines Lebens geworden?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001183.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Die freudige Erwartung in ihrer Miene war längst verblasst. Sie war von einem neugierig schiefgelegten Kopf ersetzt worden, von Augen, in denen er nicht mehr lesen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001184.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Ich muss jetzt los«, brachte er mühsam heraus. Sie hielt ihn nicht zurück. Reed drückte eine Fingerkuppe auf die scharfe Kante ihres Tagebuchs und fragte sich, warum sie es zurückgelassen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001185.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Okay, Ausreißer reisten naturgemäß mit leichtem Gepäck. Aber waren solche heimlichen Gedanken nicht der wohlgehütete Schatz jedes Teenagers? Hätte sie das Buch nicht eher zerstört, als zu riskieren, dass es in die falschen Hände geriet?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001186.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Zum Beispiel in seine.« »Die Tess, die er damals gekannt hatte, hätte nicht gewollt, dass er all das jetzt las?« Reed blätterte zur ersten Seite.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001187.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Linas und sein eigener Name tauchten häufig auf, was nicht weiter überraschend war. Sie drei waren praktisch von Geburt an unzertrennlich gewesen, hatten immer und ganz besonders in jenem Sommer förmlich aneinandergeklebt. Denn damals waren Tess und er ein Paar geworden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001188.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "andernfalls würde man nie wieder umkehren wollen, wenn man einmal auf den Geschmack von etwas gekommen war, das weniger als perfekt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001189.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Reed trank Bier und rauchte ein oder zwei Zigaretten. Er war anders als die meisten Jungs in seinem Alter in der Gegend. Er hatte keine größenwahnsinnigen Vorstellungen. Er hoffte nach dem Abschluss einen Job auf dem Bau zu bekommen, bei einem Freund seines Onkels.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001190.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "tess war ein durch und durch anständiges mädchen keine drogen kein sex nur sehr selten alkohol manchmal fragte sich reed warum sie überhaupt zeit mit ihnen verbrachte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001191.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Aber dann sagte Lina etwas Empörendes, Bissiges, Cleveres, und Tess warf lachend den Kopf zurück, sodass Reed dachte, dass er sie vielleicht gar nicht richtig kannte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001192.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Ihre Wangen waren gerötet, die Schläfen leicht verschwitzt. Reed wollte sie küssen, weil sie aussah wie mitten im Vorspiel und er zu der Zeit mit keiner anderen zusammen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001193.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "lena war bei ihrer eroberung geblieben darum war er nun mit tess allein die leicht torkelte und bei jedem schritt kicherte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001195.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Du bist betrunken«, er lachte beinahe ungläubig. Tess betrank sich nie. »Flüssiger Mut«,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001196.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Bei jedem Wort stieß sie triumphierend die Faust in die Luft. Und dann hörte sie auf, und er wusste, was kommen würde. Er wusste es. Und er hielt sie nicht davon ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001197.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Tess drückte ihre Lippen auf seine, ihre noch leicht klebrig von dem überzuckerten Getränk, seine rissig und wahrscheinlich nach Bier schmeckend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001198.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Es gab kein Erdbeben, kein Feuerwerk. Aber als sie sich von ihm löste, wirkte ihre Mine verträumt. »Ich glaube, jetzt bist du mein fester Freund«, leillte sie, ehe sie auf das Gebüsch zutorkelte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001199.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Später hatte Tess zugegeben, dass Lina sie überredet hatte, es bei Reed zu versuchen, anstatt ihn noch länger anzuschmachten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001200.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Reed hatte nur gelacht, weil er es inzwischen gar nicht übel fand, in einer Beziehung zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001201.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Bei Sex zog Tess die Grenze, doch immerhin knutschten sie ziemlich viel herum.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001202.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "War der Kuss mit Tess wie ein kaum merkliches Kräuseln der Wasseroberfläche gewesen,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001203.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "erlaubte ihnen, dem Genörgel ihrer Eltern von wegen sie sollten sich miese Jobs besorgen zu entgehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001204.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Dort löse sich die feste Klassenstruktur auf, die überall sonst bestand, wie die blaue und rosa Zuckerwatte, die durch die Menschenmenge wogte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001205.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Was machte es schon, dass Claire über ein Saisonticket für eine klimatisierte VIP-Lounge mit so viel Champagner und edlem Fingerfood verfügte, wie sie wollte?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001206.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Damals war sie in ihren frischen, weißen Klamotten und mit einer Basecap, deren Schirm sich nicht im geringsten bog, eine Fremde gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001207.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Vor dem Imbissstand belehrte Claire die Freundin, die sich von ihr hatte mitschleppen lassen,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001208.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "reed hatte sie ausgelacht gemein spöttisch er konnte nicht aufhören weil er ein ungehobelter teenager war der clairs aufmerksamkeit wollte und nicht wusste wie er sie sonst bekommen konnte darum machte er sich über alles an dem mädchen lustig was sich irgendwie dazu anbot", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001209.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "und ein paar abfällige Kommentare von Lina geerntet hatten, als sie Anstalten machten, zu ihrer Klimaanlage zurückzukehren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001210.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "War das nicht lustig, dass das Erdbeben einer Person ausgerechnet von derjenigen unbemerkt blieb, die das Beben am stärksten hätte spüren müssen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001211.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "kapitel 21 jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001212.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Ich bin am Verhungern. Essen Sie auch etwas?«, fragte Gretchen, als sie Declan Murphys Büro verließen, winkte aber gleich darauf ab. »Natürlich essen Sie.« »Das tun die meisten Leute.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001213.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Marconis Stimme war staubtrocken. »Ja, aber sie besonders«, sagte Gretchen, ohne zu wissen, warum sie es aussprechen musste. »Italienisch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001214.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Ich könnte das als Beleidigung auffassen«, sagte Makoni gedehnt, »aber Sie haben nicht ganz Unrecht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001215.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Das habe ich nur selten«, versicherte ihr Gretchen, die bereits die Umgebung in Augenschein nahm. Marconi folgte ihr die Straße hinunter. »Was halten Sie von all dem?«, fragte Marconi. »Sie kluge Frau.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001216.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Eine derartige Bemerkung aus dem Mund eines Partners von John Nessie hatte üblicherweise einen bitteren Unterton, aber …", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001217.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Sie bogen um die Ecke, und Gretchen verzichtete auf eine Antwort, um stattdessen die Tür zu ihrem Lieblingsrestaurant in dieser Gegend aufzustoßen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001218.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Max küsste Gretchen auf beide Wangen. »Dr. White, wie schön Sie zu sehen!« »Ist noch Platz?«, fragte Gretchen den vogelähnlichen Oberkellner der Tatsache zum Trotz, dass kein einziger Tisch besetzt war. Darauf kam es nicht an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001219.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Für sie immer«, versicherte ihr Max mit einem frechen Augenzwinkern. In seinem europäischen Gesicht wirkte es beinahe fehl am Platz, aber Gretchen hatte schon öfter festgestellt, dass es ein Fehler war, irgendwelche Mutmaßungen über Max anzustellen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001220.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Wahrscheinlich war es das einzige friedliche, wenn auch stillschweigende Abkommen seit Jahrzehnten zwischen den beiden Organisationen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001221.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "sagte Gretchen und nahm das kleine Glas Wodka entgegen, das ihr ein nervöser Kellner in die Hand drückte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001222.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Gretchen kippte ihren Wodka in einem Zug, was ihr einen anerkennenden Blick des jungen Mannes einbrachte, der kaum älter als 19 sein konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001223.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Ich glaube, man hat Kops schon für weniger erschossen als dafür, dass sie in eine Mafia-Zentrale wie diese hineinplatzen,« sagte Marconi klugerweise mit gesenkter Stimme.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001224.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Was wäre das Leben ohne Risiko?«, fragte Gretchen und schnappte sich den Wodka, den Marconi, wie sie wusste, im Dienst nicht anrühren würde. »Er schmeckte köstlich.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001225.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "widerstandslos glitt er ihr durch die kehle und hatte es definitiv verdient getrunken und nicht ignoriert zu werden nur zu gern trug gretchen ihren teil dazu bei als sie fertig war deutete sie mit einem kopfnicken auf marconis handy", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001226.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Suchen Sie mal ein paar Seiten von diesen bekloppten Crime-Junkies raus.« »Oh, ja, ich glaube, so werden diese Leute offiziell genannt,« murmelte Marconi, tippte aber bereits auf ihrem Handy herum. Wie schon Nessie schien auch Marconi niemand zu sein, der sich ins eigene Fleisch schnitt. Gute Detectives wollten Fälle aufklären.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001227.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Und sie ließen sich von Gretchens Kommentaren nicht von ihrem zielstrebigen Vorgehen abbringen, jedenfalls nicht die Cleveren. Der Rest konnte gern irgendwo verrotten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001228.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Naserümpfend scrollte Marconi die Seiten durch, die sie gefunden hatte. »Da ist nichts. Ich kann einfach nicht glauben, dass niemand etwas über das Mädchen herausgefunden hat«, sagte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001229.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Erneut fragte sie sich, ob hinter Tess Verschwinden etwas Geheimnisvolles steckte. Hatte Lina das tatsächlich geglaubt? Oder hatte sie einfach ihre alte Freundin vermisst? Sah Gretchen Gespenster, wo keine waren?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001230.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Ich hab's vermasselt, Gretch. Du musst es in Ordnung bringen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001231.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Meinte Lina damit Tess Murphys Verschwinden oder die Nachforschungen zum Mordanklär kennt?« »Wenn sie Linas letzten Anruf für bare Münze nehmen konnte, deutete rein gar nichts auf Tess Murphy hin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001232.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Aber Gretchen war noch mit den dünnen Verbindungslinien zwischen diesen Menschen beschäftigt, die im letzten halben Jahr, während die Presse das Leben der Kent's auseinandernahm, verheimlicht hatten, dass sie einander überhaupt kannten. Das musste sie Mühe gekostet haben, und es war definitiv Absicht gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001233.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Zumal offenbar jeder, der sich mit dem Fall befasst, gute Gründe hat, etwas herausfinden zu wollen, stimmte Marconi zu und begann erneut zu tippen. Dieser Bruder, der Kongressabgeordneter ist und so.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001234.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Verschwörungstheorien appellieren an die niederen Instinkte des Menschen«, lautete Gretchens müßiger Kommentar, während sie Ausschau nach dem Essen hielt. Als Makoni mit einem kleinen Grinsen den Kopf hob, wurden Gretchens Augen schmal. »Was ist?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001235.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Die Art, wie sie Menschen sagen. Sie konnte ihre Belustigung nicht verbergen. Dann schüttelte sie den Kopf und scrollte weiter. Es klingt, als gehörten sie nicht dazu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001236.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Gretchen schluckte. Ihre Kehle war auf einmal wie ausgetrocknet. Sie würde lieber sterben, als zuzugeben, dass Marconi recht hatte, dass sie tatsächlich glaubte, nicht zum Rest der Menschheit zu passen. Der Augenblick in Declan Murphys Büro, als ihr unverständlich geblieben war, was die beiden anderen sofort klar erfasst hatten, war eine schmerzliche Erinnerung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001237.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Nun, ich stehe definitiv über all dem.« »Definitiv«, sagte Marconi, und es klang nicht gemein. Was Gretchen allerdings nicht immer erkannte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001238.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Aber nein, sie fand nicht, dass es gehässig klang. Als die Küchentür sich schwungvoll öffnete, seufzte sie erleichtert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001239.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Zwei korpulente Männer kamen heraus, beide mit Tabletts voller Essen in den Händen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001240.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Marconi steckte ihr Handy weg und ließ den Anblick des Festmahls auf sich wirken. Sobald die Kellner sich zurückzogen, entschied sie sich, wie von Gretchen vorhergesehen, zunächst für Pyrogi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001241.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Sieht so aus, als beruht er alles in diesen Foren bestenfalls auf Hörensagen«, sagte Marconi mit vollem Mund. »Vielleicht passiert in Wirklichkeit gar nichts Verdächtiges.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001242.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Aber hätte man Tess Murphy da nicht längst gefunden?«, fragte Gretchen, die unablässig um diese Frage kreiste, ohne zu wissen, warum. Makoni zuckte mit den Schultern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001243.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "»Die Leute unterschätzen, wie leicht es ist, zu verschwinden, und gleichzeitig überschätzen sie es.« »Oh, das ist natürlich sehr hilfreich,« spottete Gretchen. »Für solche Erkenntnis legt der Steuerzahler natürlich gern jede Menge Geld auf den Tisch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001244.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Makoni gab ein paar Kraftausdrücke von sich, klang aber nicht verärgert. Außerdem wurde die Wirkung von der Soße, die ihr über Kinn und Handgelenk lief, komplett untergraben. Sie versuchte, sie abzulecken, aber Gretchen hätte ihr gleich sagen können, dass sie diesen Kampf verlieren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001245.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Warum hätte sie das tun sollen, wenn sie nicht an ein Verbrechen geglaubt hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001246.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "»Vielleicht hätte ich auf diese Frage eine Antwort, wenn ich sie nicht vor zehn Sekunden zum ersten Mal gehört hätte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001247.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Gretchen überging die unausgesprochene Kritik, sie habe wichtige Informationen zurückgehalten. Daran würde Marconi sich gewöhnen müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001248.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Und ich dachte immer, ihr Detectives wärt stolz auf eure Fähigkeit, schnell und entschlossen zu handeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001249.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Schonessis Partnerin sah aus, als trüge sie einen Kampf mit sich selbst aus, und Gretchen unterdrückte ein Grinsen. Wenn Makoni jetzt weiter stritt, würde es aussehen, als könnte sie mit überraschenden Informationen nicht umgehen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001250.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Nach einer Minute angespannten Schweigens seufzte Marconi, ein resigniertes Ausatmen, das nach einem Sieg für Gretchen klang. Diese kleinen Siege waren es, die sie immer weitermachen ließen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001251.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Vielleicht hat Lina die Akte wegen ihrer persönlichen Verbindung zu Tess behalten«, sagte Marconi. »Schon möglich«, gab Gretchen zu. »Komisch, dass die alle miteinander verwickelt sind«, sagte die Polizistin, während sie sich den Rest einer gefüllten Teigtasche in den Mund schob.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001252.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Das entsprach so sehr Gretchens eigenen Überlegungen, dass sie anerkennend nickte. »Und dann stirbt die Ehefrau«, fügte sie hinzu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001253.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Schweigend beobachteten sie, wie die Teller mit dem nächsten Gang gebracht wurden. Makoni starrte schnaubend auf das üppige Mal, zuckte dann aber mit den Schultern und griff erneut zu.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001254.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Erzählen Sie mir etwas über Verschwörungstheorien, Doc«, sagte sie, als sie die Terrine mit dem Borschtsch zu sich heranzog. »Tun Sie so, als hätte ich keine Ahnung davon. Das dürfte nicht weiter schwierig sein.« »Jetzt machen Sie es sich aber zu leicht«, sagte Marconi tadelnd, und Gretchen gab ihr innerlich recht.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001255.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "»Es gibt Gehirne, die besonders anfällig für die falsche Wahrnehmung von Mustern sind«, setzte sie an, anstatt Marconi zuzustimmen. »Sie neigen dazu, Zusammenhänge in nicht miteinander verknüpften Daten zu sehen. Sie sind einfach so gepolt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001256.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Solche Leute sehen also Verschwörungen, wo nur Zufall herrscht«, fasste Marconi zusammen. Gretchen nickte, während sie die Reste auf den Tellern beäugte. »Aber das ist nicht bei jedem so, oder?« hakte Marconi nach. »Ich meine, die meisten Leute glauben doch an mindestens eine wilde Theorie, oder?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001257.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "JFK, Pearl Harbor, Tupac Shakur ist noch am Leben und so weiter und so fort, die haben doch nicht alle einen zu hohen Dopaminspiegel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001258.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Das ist ein hochtrabendes Wort für die menschliche Neigung, Bedeutung zu vermuten, wo es keine gibt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001259.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Gretchen verstummte, blickte auf und beobachtete Marconi eine Weile.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001260.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "»Können Sie mir noch folgen?« »Ja, solange Sie mich am Ende nicht abfragen«, sagte sie leicht bekiert. »Also, warum neigen Menschen zu solchen Dingen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001261.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Überleben«, antwortete Gretchen achselzuckend, anstatt darauf hinzuweisen, dass Marconi die wissenschaftlichen Bezeichnungen bereits vergessen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001262.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "sehr viele menschen glaubten ihr handeln komplett unter kontrolle zu haben aber ein großer teil menschlichen verhaltens war durch die evolution festgelegt sie könnten es nicht ändern selbst wenn sie wollten ein mann geht durch den wald und hört ein geräusch", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001263.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Wenn er annimmt, dass es ein Tiger ist und wegrennt, überlebt er mit höherer Wahrscheinlichkeit, als wenn er ein Geräusch hört, aber keine Vermutungen anstellt, was es sein könnte. Die Kinder des Überlebenden besitzen ein Gen, das sie zufälligen Geräuschen gegenüber misstrauisch sein und Zusammenhänge herstellen lässt, auch wenn es keine gibt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001264.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Das ist auch der Grund, warum Menschen religiöse Gesichter in unbelebten Objekten erkennen können.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001265.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Und warum man seinen Namen hört, wenn er in einer lauten Menschenmenge gerufen wird.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001266.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Sie sehen Muster, wo sie anderen entgehen. Aber Vorsicht! Schizophrenie ist der Punkt, an dem die Fähigkeit zur Diagnose wird.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001268.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Okay, wir sehen in diesem Fall also Muster, die es nicht gibt«, lenkte Marconi geschickt zum eigentlichen Thema zurück. Gretchen verkniff sich ein anerkennendes Brummen, damit Marconi nicht zu viel Vertrauen in ihre Partnerschaft zu setzen begann. »Sind wir auch in diese Falle getreten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001269.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Mit ziemlicher Sicherheit«, sagte Gretchen und nahm anmutig das Dessert von dem jungen Mann entgegen, der ihre Karte an sich genommen hatte. Sie blinzelte ihm zu und als er den Rückzug antrat, stolperte er. »Aber das hat noch nie jemanden aufgehalten. Warum also uns?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001270.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Kapitel 22 Reed – 5 Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001271.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "reed und lena trafen sich vor einem hotdogwagen in der nähe der fernoy hall niemand der mit claire zu tun hatte würde sich je in diese gegend verirren geschweige denn etwas bei einem straßenimbiss bestellen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001272.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "lena gab wie üblich senf auf ihren hotdog ehe sie abbiss lächelte sie in sich hinein", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001273.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Ihre Miene rief Reed in Erinnerung, wie er sich fühlte, wenn er sich ein dummes, aber aus irgendeinem Grund reizvolles Vergnügen gönnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001274.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Anstatt sie damit aufzuziehen, gab er seinerseits einen Löffel Relish auf seinen Hotdog.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001275.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Blickte nur liebevoll auf den letzten Bissen Hotdog in ihrer Hand, ehe sie ihn sich in den Mund schob.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001276.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Die beiden Mädchen waren sehr verschieden und einander dennoch von Anfang an sehr nah gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001277.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Obwohl Reed und Lina ihr mühsam klargemacht hatten, dass sie intelligent genug dafür war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001278.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Aber sie hatte nur gelacht und gefragt, wer das bezahlen sollte. Das brachte sie jedes Mal zum Schweigen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001279.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Und obwohl Tess ordentliche Noten hatte, waren sie für diese Art von Unterstützung nicht gut genug.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001280.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Lina war es, die immer befürchtet hatte, ihr kleines Dreiergespann würde auseinanderfallen, sobald sie durch neue Erfahrungen voneinander getrennt wurden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001281.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Was sie tatsächlich befürchtet hatte, war, verdrängt zu werden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001282.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "»Wie konnten die anderen mit jemandem befreundet bleiben, die nach Harvard ging? Was wusste dieser Mensch von ihrem Alltag, den Verletzungen und Kämpfen, dem Humor und den Schmerzen der Leute, die er zurückgelassen hatte? Vielleicht hatte das Wühlen in der Vergangenheit mit einer Art fortbestehendem Schuldgefühl zu tun?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001283.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Ich habe eine E-Mail bekommen«, sagte Lina, und ihre rauchige Stimme wurde leise, obwohl mit Sicherheit niemand in der näheren Umgebung sie belauschen konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001284.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Von jemandem, der mich einstellen will.« »Willst du mir nicht sagen, wer es ist?« fragte Reed erwartungsvoll.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001285.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Nein«, sagte Lina mit einem charmanten Lächeln, das den Hieb mildern sollte. »Aber das kann doch nicht alles sein«, drängte Reed. »Du hast eine E-Mail bekommen? Und darauf stützt du all das?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001286.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Lina blickte stur geradeaus. Die E-Mail war sehr überzeugend. »Hey«,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001287.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "sagte sie, blieb unvermittelt stehen und fasste ihn am Arm. »Erinnerst du dich an dein letztes Gespräch mit Tess?« Obwohl er die Falle ahnte, tappte Reed hinein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001288.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Conny Island«, die Lüge kam ihm mühelos über die Lippen. »Was?« Er zog den Kopf ein, als schämte er sich. »Sie wollte immer schon mal hin. Wir planten eine Reise.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001289.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Hm«, brummte Lina, wich seinen Blick aber aus und er fragte sich, was wohl in dieser E-Mail gestanden hatte. »Hey«, Reed konnte nicht anders. »Wenn du glaubst, dass Tess ermordet wurde, wer ist es dann deiner Meinung nach gewesen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001290.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Als Lina zu ihm aufblickte, waren ihre Pupillen stecknadelkopfgroß, ihre Augen dunkelgrün und wachsam. Ihre Zunge blitzte hervor und befeuchtete ihre Unterlippe.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001291.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Tage später schlug Reed mit der Faust eine Wand ein, weil er immer noch an die Anschuldigung in Linas Blick denken musste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001293.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Und der scharfe Schmerz war ihm fast willkommen im Vergleich zu dem dumpfen Pochen, das darauf hindeutete, dass er sich bei dem leichtsinnigen Faustheb etwas gebrochen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001294.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Rote Streifen verschmierten das Porzellan des Waschbeckens im Badezimmer. Sehr viel Blut. Deutlich mehr als nach Declans Faustschlag. Reed wischte sich mit dem Handrücken über die Nase. Sie war nass.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001295.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Bitte, ja, ja, bitte.« Erst als ihm ein stechender Schmerz in den Oberschenkelmuskel fuhr, fiel ihm auf, dass absolute Stille herrschte. Er saß auf dem Boden in dem kleinen Spalt zwischen Toilette und Wand, die Arme um die Knie geschlungen, die er an die Brust gezogen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001296.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Wie lange saß er schon hier? Er wusste nicht mehr, wie er in den engen Zwischenraum gelangt war, erinnerte sich nicht, wann das Licht, das zum Fenster herein, viel schwächer geworden war. War er etwa schon seit Stunden hier eingeschlossen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001297.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Er atmete durch und stellte fest, dass auch seine Wangen feucht waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001298.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Wollte nicht zulassen, dass die Angst, die ihm durch die Brust strömte, sich in seiner Kehle zu einem Knoten verdichtete, der ihn am Schlucken hinderte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001299.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Der Schmerz beim Aufprall seiner gebrochenen Fingerknöchel auf dem Porzellan der Toilettenschüssel", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001300.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Er tastete nach seinem Handy. Ihm wurde schwarz vor Augen, doch er klammerte sich mit den Fingerkuppen an den Rand seines Bewusstseins. Fast sofort fand er die gesuchte Nummer.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001301.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Wer hat dich engagiert?«, fragte Reed, sobald sich Lina meldete.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001302.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Das Schlurfen, die Hintergrundgeräusche am anderen Ende der Leitung wurden leiser. Als Lina widersprach, erkannte er, dass sie sich an einen abgeschiedenen Ort begeben hatte. »Reed, ist alles in Ordnung? Brauchst du Hilfe?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001303.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Er presste die Lippen zusammen, denn er wusste, dass sie seine Fragen nicht beantworten würde. Weder die erste, noch die nun folgende. »Was willst du von mir?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001304.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Lina schwieg. Er kannte sie, sah sie vor seinem inneren Auge in ihren schicken Klamotten in einem eleganten Sessel sitzen, ganz die reiche Frau, die sie selbst zu einer anderen Zeit ihres Lebens mit Schimpfworten bedacht hätte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001305.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Tess hat Coney Island gehasst«, sagte Lina, »und es dauerte einen Moment, bis er begriff, was sie gesagt hatte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001306.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "beinahe hätte er laut geflucht du hast behauptet darum sei es bei eurem letzten gespräch gegangen dass sie nach coney island wollte aber sie war als kind mal mit ihrer tante da und damals hat sie sich verirrt fast eine ganze nacht lang", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001307.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Natürlich,« jetzt erinnerte er sich. »Es gab einen Grund dafür, dass ihm beim Gedanken an diesen Ort immer auch Tess einfiel. Lina.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001308.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Sie redete einfach weiter. »Du kannst dir also vorstellen, welche Fragen ich mir darauf hingestellt habe, Reed.« Er starrte das Blut auf der Fliese an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001309.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Erinnerst du dich nur nicht an euer letztes Gespräch?« fuhr Lina fort, freundlich wie immer. »Oder kannst du es mir nicht sagen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001310.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Reed löste das Handy vom Ohr und legte auf. Kapitel 23 Gretchen – Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001311.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Fiona Murphy lud Gretchen zu sich nach Hause ein, bevor sie ihr sagen konnte, warum sie überhaupt anrief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001312.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Das erzählte sie zumindest Gretchen und Marconi, während sie ihnen Oreo-artige Kekse einer Billigmarke servierte, die nach Pappe und Enttäuschung schmeckten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001313.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Noch ein Vorteil, wenn man eine Partnerin hatte, die sich dem Diktat der Höflichkeit beugte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001314.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "unterbrach Gretchen Fiona, die sich wortreich darüber beklagte, immer mit dem Archiv verbunden zu werden, wenn sie die Polizei anrief.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001315.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Als sie Declan erwähnte, wurden Fionas Augen schmal, ohne dass sie wirklich böse aussah. Gretchen hatte das Gefühl, dass sie gern so gewirkt hätte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001316.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "»Na, das war sicher nett.« Ihre Stimme klang bitter genug, um Gretchens Vermutung zu bestätigen. »Reden Sie nicht mehr mit ihm?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001317.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Der Junge ist größenwahnsinnig geworden,« murmelte Fiona in ihre Teetasse. »Glaubt, ich hätte Wahnvorstellungen. Will mich von der Presse fernhalten. Aber wenn ich einfach mal mit einem Journalisten sprechen könnte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001318.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Sie verstummte, auch wenn ihre Lippen sich weiter bewegten, ohne dass ein Ton herauskam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001319.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Beim Sprechen flog ihr Speichel aus dem Mund und landete auf der Tischplatte zwischen ihnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001321.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Die Frage, warum Declan sie vor der Öffentlichkeit versteckt hielt, stellte sich nicht. Ein Interview mit Fiona Murphy und seine Gegner würden jubeln.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001322.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Was würden Sie einem Journalisten denn erzählen?«, fragte Gretchen. »Wenn Tess nach dieser langen Zeit noch nicht gefunden worden oder von selbst wieder aufgetaucht war, könnte ein Artikel im Boston Globe daran wirklich etwas ändern?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001323.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "»Ich würde mit ihm über die Inkompetenz der Leute reden, die uns beschützen sollen«, sagte Fiona mit geweiteten Augen und wildem Blick. Dann lehnte sie sich zurück, als würde ihr gerade klar werden, mit wem sie sprach. »Oh«.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001324.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Es tut mir leid, dass Ihre Bedenken einfach abgetan wurden, Miss Murphy«, sagte Marconi und klang aufrichtig. »Ich bedauere, dass man Sie schlecht behandelt hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001325.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Daraufhin richtete sich Fiona auf und reckte die Brust. Ihre knittrigen Wangen röteten sich vor Freude.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001326.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Wenn es mehr nicht brauchte, um die Wogen zu glätten, warum hat das nicht schon längst jemand in der Telefonzentrale des Boston PD getan?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001327.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "denn manchmal hatte sie das Gefühl, dass schon Nessie der einzige halbwegs brauchbare Cop dort war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001328.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Ihr Blick glitt zu Marconi. Okay, vielleicht gab es zwei, aber das war's dann auch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001329.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Na ja«, sagte Fiona und spielte an einem der Knöpfe ihrer Bluse herum, offensichtlich überwältigt von dem bisschen Freundlichkeit.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001330.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Gretchen rief sich in Erinnerung, dass sie nicht hergekommen waren, um Psychospielchen mit einer paranoiden alten Dame zu veranstalten, so verlockend das auch sein mochte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001331.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "»Können Sie uns sagen, warum Sie glauben, dass Tess nicht weggelaufen ist, sondern ermordet wurde?« fragte sie, um das Gespräch wieder auf Kurs zu bringen. »Meine Tess hat mich geliebt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001332.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "sagte Fiona mit der Überzeugung eines Menschen, dem kein lebender Verwandter zu widersprechen wagt. »Wenn sie noch am Leben wäre, hätte sie sich mit mir in Verbindung gesetzt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001333.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Aber sie schienen bereits bei der ersten Befragung durch die Polizei davon überzeugt zu sein, dass man sie umgebracht hat, hakte Gretchen nach. Und das war, bevor sie vernünftigerweise annehmen konnten, dass Tess sich bei ihnen gemeldet hätte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001334.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Fiona öffnete den Mund und schloss ihn wieder. »Äh, also.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001335.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Fuhr Gretchen fort, die versuchte, sich die Verärgerung nicht anmerken zu lassen, und weiterhin freundlich zu klingen wie Marconi, die sich für etwas entschuldigt hatte, wofür sie absolut nichts konnte. Was hat sie 24 Stunden nach dem Verschwinden ihrer Nichte auf den Gedanken gebracht, dass es ein Verbrechen gewesen sein muss?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001336.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Ich wusste nur, dass dieser Junge, dieser Reed Kent, etwas damit zu tun hatte,« sagte Fiona und ihre Augen wurden schmal.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001337.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Lena dachte das auch. Sie hat es mir erzählt.« Gretchen zwang sich zur Ruhe. »Lena glaubte, dass Reed Tess umgebracht hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001338.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Und das war erst vor kurzem?« Fiona blinzelte. »Ungefähr vor einem Jahr. Sie hat mich ein paar Mal besucht. Und einmal hat sie den jungen Mann mitgebracht.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001340.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Sie haben ihn ins Haus gelassen?« Das schien Marconi zu überraschen. Gretchen sah sie an, weil sie den Grund für die Frage nicht verstand, aber Marconi hielt den Blick auf Fiona gerichtet.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001341.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Die alte Dame beugte sich vor, als wollte sie ihnen ein Geheimnis erzählen. »Lina hat mich darum gebeten. Tatsächlich hat sie mich noch um viel mehr gebeten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001342.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Zum Beispiel?« fragte Gretchen so freundlich wie möglich, damit Fiona sich nicht erschrecken und aufhören würde, ihr Wissen mit ihnen zu teilen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001343.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Ich sollte ihm etwas zeigen«, sagte die alte Dame und klopfte sich geistesabwesend auf die Taschen, als trüge sie den fraglichen Gegenstand mit sich herum. »Sie wolle sehen, wie er reagiert«, hat sie gesagt. »Ich sollte bei dem kleinen Stück mitspielen, das sie sich ausgedacht hatte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001344.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "Gretchen und Marconi saßen regungslos da. »Was haben sie ihm gezeigt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001345.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Der zerstreute Ausdruck fiel von Fiona ab wie ein Schleier. Auf einmal war ihr Blick scharf und konzentriert. »Lena hat gesagt, ich soll mit niemandem darüber reden. Sie hat mich zur Geheimhaltung verpflichtet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001346.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Gretchen kaute auf der Innenseite ihrer Wange, zog die Quadratwurzel aus der höchsten Zahl, die sie kannte, und stellte sich vor, wie sie ihre Daumen in Fionas Augenhöhlen drückte, bis der weißglühende Zorn sich so schnell wieder auflöste, wie er entstanden war. Sie atmete durch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001347.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "tatsächlich war lena eine gute freundin von mir ich glaube sie hätte gewollt dass ich es erfahre", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001348.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Fiona musterte sie beide mit geschürzten Lippen, bis ihr Blick an Marconi hängen blieb, an der Brusttasche mit der Dienstmarke. »Nein, sie hat gesagt niemand.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001349.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Gretchen lehnte sich auf dem Sofa zurück, um nichts Idiotisches zu tun, wie zum Beispiel sich über den kleinen Couchtisch hinweg auf Jona zu stürzen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001350.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "meldete sich Marconi zu Wort, wie bisher jedes Mal, wenn Gretchen an ihre Grenze gelangt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001351.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Und wenn Lina wirklich geglaubt hatte, dass Reed Tessmörder war, warum hatte sie dann später für ihn gearbeitet?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001352.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Warum schien alles so viel komplizierter, als man auf den ersten Blick glauben würde?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001353.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Tess hat sich immer heimlich mit ihm davongeschlichen«, sagte Fiona und schniefte leise. »Irgendwann würde er sie in Schwierigkeiten bringen, das war so gut wie sicher.« Ihre Augen begannen zu leuchten. »Vielleicht hatte sie deshalb umgebracht.« »Sie hat gemerkt, dass sie schwanger war und er wollte nicht zu ihr stehen und die Verantwortung übernehmen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001354.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Sie war schwanger?«, fragte Gretchen. »Nicht, dass ich wüsste«, sagte Fiona, als redete sie mit jemandem, der dem Gespräch nicht folgen konnte. »Aber es könnte ein Motiv sein.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001355.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Gretchen seufzte. Diese Frau hatte keine Ahnung, was Tess zugestoßen war. Makoni neben ihr verlagerte das Gewicht, und ein Blick auf ihr Gesicht verriet ihr, dass sie zu derselben Schlussfolgerung gekommen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001356.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Standen sich Lina und Tess als Kinder sehr nahe?«, fragte Gretchen und drehte sich leicht zur Seite. Etwas an der Dynamik dieser kleinen Gruppe weckte den Wunsch, in ihr tiefer zu graben, um auf das unter der Oberfläche verborgene Chaos zu stoßen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001357.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Gretchen zögerte, als sie merkte, dass sie Claires Mädchennamen nicht kannte. Ein Fehler, den sie bei nächster Gelegenheit korrigieren musste. »Reeds Frau, haben Sie die mal kennengelernt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001359.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "fionas struppige augenbrauen zogen sich zu einem steilen v zusammen tess wusste dass das mädel hinter reed her war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001360.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Hat sie sie deswegen zur Rede gestellt?«, fragte Gretchen. »Nein. Tess war sanftmütig.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001361.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "sagte fiona und ihre stimme nahm etwas verträumtes an sie hat nie jemanden angeschrien aber sie war möglicherweise vor ihren problemen davon gelaufen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001362.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Eine zerrüttete Familie, ein Freund, der sich von einem hübschen Mädchen den Kopf verdrehen ließ. Was hätte Tess an diesem Ort gehalten? Vielleicht hatten die Leute recht und sie war einfach abgehauen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001363.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Gretchen stand auf, nicht bereit, noch mehr Zeit zu verschwenden. Danke, Miss Murphy. Es war nett, von Ihnen mit uns zu reden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001364.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "Fiona ließ die Schultern hängen. »Sie klingen wie alle anderen auch.« Marconi gab ein mitfühlendes Brummen von sich, stand aber ebenfalls auf. »Wir werden uns der Sache annehmen, versprochen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001365.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Das erregte Fionas Aufmerksamkeit, und sie starrte Marconi an, als wäre die gerade vom Himmel herabgestiegen. Dann erhob sie sich und führte sie eilig zur Tür. »Und sagen Sie, Detective Schonesi, nur weil Kent verwitwet ist, darf er noch lange nicht aufhören, gegen ihn zu ermitteln.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001366.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Gretchen blieb stehen, einen Fuß schon auf der Treppe, den anderen noch im Haus. Sie drehte sich um. »Detective Shonesse?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001367.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Fiona nickte. »Ja, er hat den Fall vor Jahren übernommen.« Gretchen unterdrückte ein Grinsen. »Ach, das ist ja praktisch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001368.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Kapitel 24 Reed Sechs Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001369.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Ein alter, gebeugt wirkender Mann beobachtete ihn von der anderen Straßenseite aus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001371.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Reed erschrak nicht, als jemand an das Fenster auf der Beifahrerseite seines SUVs klopfte. »Miss Murphy wird dir die Polizei auf den Hals hetzen«, sagte Lina beim Einsteigen. »Wahrscheinlich glaubt sie, du bist von der Mafia.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001372.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Im Gegensatz zu ihrer Begegnung im Starbucks vor einer Woche sah Lina heute fast so aus wie als Teenager.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001373.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Als Lina lachte, wandte Reed den Blick ab. »Ja, und sie glaubt, dass ich mich mit Drogendealern herumtreibe.« »Ich dachte mit der Mafia«, sagte Reed, dessen Mundwinkel zuckten. »Es war eine Weile her, dass er sich über etwas amüsiert hatte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001374.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000184.wav"} {"text": "versetzte Lina und ließ auf eine Art die Haare fliegen, die so typisch für sie war, dass er vor Kummer über die lange Trennung fast weinen musste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001375.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Er schüttelte den Kopf und räusperte sich. »Sie erwartet uns, oder?« Lina nickte. »Wir haben telefoniert. Ich habe ihr gesagt, dass du mitkommst.« Sie zögerte. »Ähm...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001376.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Sie...« »Sie mag mich nicht besonders,« beendete er belustig den Satz. »Als Tess bei ihr wohnte, hat sie mich mal erwischt, wie ich zum Fenster rein bin.« »Und wie ist die Sache für dich ausgegangen?« »Mit dem Rücken auf dem Rasen, in den Lauf ihrer Schrotflinte blickend.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001377.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Er übertrieb nur leicht. Ein kleines Lächeln erschien auf Linas Gesicht. »Ich möchte Miss Murphy sein, wenn ich erwachsen bin.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001378.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Ich möchte auch Miss Murphy sein, wenn ich erwachsen bin«, stimmte Reed zu und stellte den Motor aus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001379.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Nach allem, was er gehört hatte, war Lina ziemlich gut in ihrem Job. Sie wusste, wie man Leute dazu brachte, unachtsam zu werden. Er schüttelte den Gedanken ab. Es spielte keine Rolle.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001380.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Seine Mauern waren so dick, dass die Tricks, die Lina auf Lager hatte, nicht reichen würden, sie zu durchbrechen. Und das war alles, was er wollte. Seine Geheimnisse waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001381.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "»Was glaubt eigentlich deine bessere Hälfte, wo du bist?«, fragte Lina, während sie auf die Haustür zuging. Reed zögerte, verwundert über die Frage. Dann schimpfte er mit sich selbst, weil er so paranoid war. »Sie glaubt überhaupt nichts. Sie ist bei einem Benefizessen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001382.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Hätten Sie in einem Haus an dieser Straße gelebt, ähnlich dem, das Sie gleich betreten würden?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001383.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "Wäre Viola mit ihrem unendlich komplizierten, herausfordernden Wesen vielleicht nie geboren worden?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001384.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Hätte es sich gelohnt, dieses Schicksal zu vermeiden, wenn dafür seine Freundschaft mit Lina genauso in die Brüche gegangen wäre wie seine Beziehung zu Claire?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001385.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Vielleicht war tatsächlich er der gemeinsame Nenner oder das Problem, wie Claire immer sagte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001386.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Schule«, erwiderte er kurz angebunden. »Ach ja, natürlich«, sagte Lina kopfschüttelnd und lachte über sich selbst. »Sie hatte keine Kinder. Ihr Leben drehte sich einzig und allein um sie selbst. Für einen atemlosen Moment wünschte sich Reed aus vollem Herzen, er könnte dasselbe von sich behaupten.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001387.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Lina zog ihn am Arm und sie stiegen die Treppen hinauf. Fiona begrüßte Lina mit einer festen Umarmung, hielt sie ein wenig zu lange in den molligen Armen und ihre rosa verschmierten Lippen landeten sage und schreibe dreimal auf Linas Wangen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001388.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Für Reed hatte sie nur ein flüchtiges Nicken übrig, ehe sie die beiden in ihr Wohnzimmer schob.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001389.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "Das Haus war ihm von innen so vertraut wie von außen, und er lächelte, als er Platz nahm und den Plastiküberzug des Sofas unter sich knistern hörte. Er und Tess waren nie fähig gewesen, darauf herumzumachen, selbst wenn Fiona nicht von der Küche aus zugesehen, aber so getan hätte, als wäre sie nicht da.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001390.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Ich weiß nicht, was ich euch erzählen soll«, sagte Fiona. »Ich habe versucht, die Polizei zum Handeln zu bewegen. Ich rufe immer noch an jedem Jahrestag dort an.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001391.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Du hast immer gesagt, du warst dir immer sehr sicher, dass Tess nicht einfach die Stadt verlassen hat«, sagte Lina. Mit leiserer Stimme fuhr sie fort.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001392.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Was glaubst du, was ihr zugestoßen ist?« Fionas Blick huschte zu Reed. Ihre dunkelbraunen Augen waren wachsam und auf einmal war er wieder sechzehn und starrte in den Lauf von Tante Fionas Gewehr.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001393.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "ich glaube einfach nicht dass testo mir nichts dir nichts verschwunden sein soll", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001394.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Diese Begründung machte ihm klar, warum sie bei den Cops auf taube Ohren gestoßen war. Im Hafen von Boston trieben täglich Leichen herum, und hier war eine Tante, die einfach nicht wahrhaben wollte, dass ihre Nichte eine Ausreißerin war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001395.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Sie haben mich Dumm und Schlimmeres genannt, also was auch immer ihr von mir denken mögt, ich habe es schon mal gehört«, sagte Fiona Barsch. »Tess war an jenem Abend bei mir, in der Nacht, in der sie verschwand.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001396.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "Das war nicht weiter überraschend. Tess' Eltern hatten sich ständig gestritten. Aber in den Sommern, als sie noch zur Highschool ging, war es am schlimmsten gewesen. Wenn sie das Geschrei nicht mehr ertrug, hatte sie bei ihm geschlafen. Nur übernachtet. Das Haus ihrer Tante war eine weitere Zuflucht für Tess gewesen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001397.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Sie hat sich in jener Nacht hinausgeschlichen«, sagte Fiona. »Ich habe sie gehört, aber ich habe nicht versucht, sie aufzuhalten. Ich war auch mal jung, falls ihr euch das vorstellen könnt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001398.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Glaubst du, sie hat sich mit jemandem getroffen?«, fragte Lina. Erneut huschte Fionas Blick zu Reed.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001399.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Hoffentlich auf nimmer Wiedersehen«, sagte Fiona und Reed beschlich der Verdacht, dass sie ausgespuckt hätte, wenn sie damit nicht den makellos sauberen Teppich verdorben hätte. »Danny liegt auf dem Friedhof. Die Frau lebt irgendwo in Palm Beach und geht für ihren vierten oder fünften Ehemann einkaufen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001400.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Glaubst du, dass Tess Weggang etwas mit dem Streit ihrer Eltern zu tun hatte?«, wollte Lina wissen. Fiona schürzte die Lippen. »Sie ist nicht weggegangen. Sie hätte sich längst bei mir gemeldet.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001401.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Gerade als ihm dieser Gedanke kam, betrachtete Fiona ihn durchdringend. »Du warst für sie kein Grund, hier zu bleiben,« sagte sie. »Hast du dich darüber nie gewundert, dass sie es überflüssig fand, sich von dir zu verabschieden?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001402.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Reed schluckte und schwieg. Er brachte kein Wort über die Lippen. »Da stellt man sich doch die Frage, wie sehr du das Mädchen wirklich geliebt hast,« sagte Fiona wie eine Schlange, die zurückweicht, ehe sie zubeißt. »Man fragt sich, ob der verzweifelte Freund tatsächlich so verzweifelt war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001403.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Es hatte für Gerede bei seinen Freunden und den Eltern gesorgt, dass Claire und er, kurz nachdem Tess die Stadt verlassen hatte, miteinander auszugehen begannen. Und da war es wieder, das Gerede. Jahrzehnte später.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001404.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Auch Lina sah ihn an, den Kopf leicht schiefgelegt, als wäre ihr gerade eingefallen, dass sie damals nicht vor Ort gewesen war, um es mitzuerleben. Die Sache war die …", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001405.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "reed schämte sich er war jung gewesen ein dummer teenager abgelenkt von einem hübschen gesicht und am ende hatte er ein mädchen verletzt mit dem er so viele jahre befreundet gewesen war dass er sie nicht einmal mehr zählen konnte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001406.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "»Als gäbe es sie nicht, als würde sie verschwinden oder wäre überhaupt nie dagewesen, wenn er sie nicht sofort zu fassen bekäme.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001407.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Er war nicht stolz auf seine Taten. Er wünschte fast, Tess wäre da und würde ihm die Hölle heiß machen, weil er sich wie ein Idiot benommen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001408.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000584.wav"} {"text": "Normalerweise hätte er eine Maske in Form eines verständnisvollen Lächelns getragen, um die Wogen zu glätten. Stattdessen senkte er das Kinn, kratzte sich an der Nase und rundete die Schultern, sodass seine Körperhaltung Reue zum Ausdruck brachte. Eine nonverbale Entschuldigung, die vermutlich keiner der beiden Frauen entgehen würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001409.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Hat sie dir wirklich nichts gesagt, Reed?« fragte Lina. »Keine großen Pläne, die sie wochenlang ausgeheckt hat? Sie hat nichts von gehortetem Geld erzählt oder so?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001410.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000286.wav"} {"text": "Nein. Er rang die Hände im Schoß, drückte den Daumennagel in den Fingerknöchel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001411.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "»Ich bezweifle, dass er damals besonders aufmerksam war,« murmelte Fiona unbarmherzig. »Die Sache ist die, Tessa hat sich in jener Nacht aus dem Haus geschlichen, was nicht weiter unüblich war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001412.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Aber sie hat nichts mitgenommen. Reed und Lina starrten sie an. Lina fand als erste die Stimme wieder. Nichts?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001413.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Nur, was sie am Körper trug und ihre Handtasche«, sagte Fiona. »Ich habe sie vom Fenster aus beobachtet, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001414.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Lina tippte unregelmäßig mit dem Fuß auf. »Das ergibt keinen Sinn.« »Das sage ich doch die ganze Zeit«, versetzte Fiona mit übertriebenem Nachdruck. »Aber das ist noch nicht das Schlimmste.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001415.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "»Noch etwas?« Lina zog die Brauen hoch. Fiona nickte und stemmte sich mit einer Hand aus dem Sessel hoch, während sie mit der anderen ihre Lesebrille aufsetzte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001416.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Reed kratzte sich noch immer am Fingerknöchel. In seinen Ohren klingelte es. Er wusste nicht, warum er sich auf einen Schlag gefasst machte. Etwas, das er oft genug getan hatte, um zu wissen, wie sein Körper in diesem Fall reagierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001417.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Als Fiona zu ihnen zurückgeschlurft kam, hielt sie eine Plastiktüte mit Reißverschluss in der Hand. Darin befand sich ein Stück Papier. »Das habe ich auf dem Schreibtisch in dem Zimmer gefunden, in dem sie immer geschlafen hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001418.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Und ein Teil von Reed selbst erinnerte sich, wie nahe die Mädchen einander gestanden hatten und dass es zwischen ihnen keine Eifersucht gegeben hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001419.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Nun atmete sie tief durch und las die kurze Nachricht. Sie machte anstalten, den Zettel an Reed weiterzugeben, zögerte aber und ließ den Blick über sein Gesicht wandern, ehe sie ihm das Stück Papier tatsächlich reichte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001420.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Auf der aus einem Notizbuch herausgerissenen Seite las er sein eigenes vertrautes Gekritzel. Komm heute Abend um 10 zu unserer Lieblingsstelle.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001421.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Kapitel 25 Gretchen Jetzt", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001422.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Tess Murphy«, sagte Gretchen, als sie Schonesseys Büro betrat. Jemand stand vor seinem Schreibtisch, einen Aktenordner in der Hand, und ihr Erscheinen hatte ihn definitiv mitten im Satz unterbrochen. Aber nach einem strengen Blick von Gretchen huschte der Junge brav aus dem Raum. »Wer, wo, was?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001423.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Wenn Sie glauben, dass mir der Name Tess Murphy etwas sagt, stelle ich Ihnen gern mehrere Stadtteile voller Ehren vor.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001424.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "»Herzchen, Sie tun so, als wäre jeder, der Ihnen über den Weg läuft, der bemerkenswerteste Mensch, dem Sie je begegnet sind. Aber an eine 17-Jährige, die zu einem Cold Case geworden ist, können Sie sich nicht erinnern?« fragte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001425.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Sie setzte absichtlich auf Scham und Schuldgefühle, denn beides waren verlässliche Manipulationstaktiken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001426.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "und die etwas mit der Tatsache zu tun haben mussten, dass gerade ihre engste Freundin gestorben war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001427.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Denn damit verringerte sich die Zahl der Menschen, die sie verstanden, auf einen tragisch geringen Wert.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001428.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "»Nichts, das sie auf den Gedanken gebracht hätte, es könnte sich um etwas anderes als eine ganz normale Ausreißerin handelten?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001430.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "»Nein.« Schonesse lehnte sich zurück und faltete die Hände auf den Bauch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001431.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "»Solche Fälle gibt es wie Sand am Meer. Familien glauben nie, dass ihr Kind einfach ausgerissen ist, also müssen wir jedes Mal das ganze Programm abspulen. Aber es gab keinerlei Beweise, dass sie etwas anderes war als ein Problemkind, das aussteigen wollte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001432.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Sogar Marconi nickte die ganze Zeit. »Also nicht die leiseste Andeutung, dass es sich um Mord handeln könnte,« hakte Gretchen nach.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001433.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Hm.« Schonesi zog eine Schulter hoch. »Soweit ich mich erinnere, nicht. Die Tante war überzeugt, dass der Freund das Mädchen getötet hat, aber wir haben nie eine Leiche gefunden. Und Jungs im Teenager-Alter sind nicht gerade für sorgfältige Arbeit bekannt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001434.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "Gretchen nahm an, dass Schonesse bei diesem kurzen Überblick einen wichtigen Namen übersehen hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001435.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Und wenn ich Ihnen nun sage, dass dieser Freund Reed Kent war?« Der Detective setzte sich so plötzlich auf, dass sein Stuhl aus Protest aufjaulte. Er beugte sich über den Schreibtisch und blickte Gretchen durchdringend an.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001436.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Er steht mit zwei verschiedenen Morden in Verbindung? Was für ein Zufall! Und zwar über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten, meldete sich Marconi zu Wort.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001437.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "»Also, was glauben wir, dass Reed Kent sein Highschool-Liebchen und dann seine Ehefrau umgebracht hat?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001438.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Marconi zuckte zusammen, Gretchen hingegen verdrehte nur die Augen und schickte ihr Versprechen an Viola zum Teufel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001439.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "»Und mit mindestens drei Todesfällen, wenn man Lina Buka mitzählt?«, fügte Marconi hinzu. »Okay, die Sache mit Claire Kent werde ich vorläufig ignorieren«, sagte schon Nessie, zögerte dann aber, als wollte er das Thema doch nicht fallen lassen. Er schüttelte sich wie ein Hund und konzentrierte sich wieder.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001440.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "Ich habe ein bisschen im Leben des Jungen, ach verdammt, ich meine natürlich in Reed Kents Leben herumgestochert, als mir der Fall damals übergeben wurde. Außer der Tante hielt ihn niemand für den Mörder. Es gab einfach keinen anderen brauchbaren Verdächtigen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001441.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Keinen anderen brauchbaren Verdächtigen.« Die Worte waren Gretchen so vertraut, als wären sie ihr in die Haut gebrannt. »Das war's, was im Fall ihrer Tante Rowan immer über sie selbst gesagt worden war.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001442.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Ein anderer brauchbarer Verdächtiger war nicht aufzutreiben, also hatte die Achtjährige herhalten müssen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001443.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Was machte es schon, dass diese Annahme besagter Achtjähriger lebenslange Verdächtigungen aufgebürdet hatte, dazu einen Ruf, den sie nie ganz abschütteln konnte, obwohl sie sich später als überaus rechtschaffende Bürgerin erwies?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001444.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001320.wav"} {"text": "Selbst wenn er etwas mit dem Verschwinden seiner Highschool-Freundin zu tun hatte, müssen sie zugeben, dass er für den Mord an seiner Frau ein belastbares Alibi hat.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001445.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "dass er oder declin murphy oder beide zusammen organisiert haben", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001446.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "Reed Kent war an jenem Abend in dem Casino, weil der Bruder seines verschwundenen Highschool-Diebchens ihm befohlen hatte, dorthin zu fahren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001447.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "teilte Gretchen ihm mit, wobei sie versuchte, sich mit dem gerade ausgespielten Ass nicht allzu sehr zu brüsten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001448.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "relativierte Marconi Gretchens Worte, die daraufhin einen verdrossenen Blick auf sie abschoss.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001449.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Reed Kent hat sich vielleicht einfach ein bequemes Alibi zurechtgelegt, mit dem Declan womöglich gar nichts zu tun hat.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001450.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "»Ein bisschen zu bequem, um zufällig zu sein, oder?« fragte Gretchen gedehnt. Shonesi zupfte an seiner Unterlippe. »Setzen Sie mich ins Bild. Was geht hier vor?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001451.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000678.wav"} {"text": "Aber die Kunst, Bullshit zu erzählen bisher überzeugend klang, beherrschte sie so gut wie jeder andere auch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001452.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Aber Tess Murphy, Lina Bucher und Reed Kent schienen der Dreh- und Angelpunkt zu sein.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001453.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Claire stieß erst später dazu. »Declaine Murphy und Ainsley Kent sind die jüngeren Geschwister«, sagte Gretchen, »aber deswegen können sie trotzdem eine Rolle in dem Geschehen gespielt haben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001454.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "»Sie lassen es verdächtiger erscheinen, als es ist«, sagte schon Nessie. »Kent ist also mit Declan Murphy befreundet geblieben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001455.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Sie sind nicht befreundet. Die Cents waren bestenfalls sporadische Geldgeber, das war's. Keine Freunde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001456.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "Und Deckelin wurde sichtlich nervös, als wir zu gründlich nachfragten, warum er nicht wollte, dass wir den Fall wieder aufnehmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001457.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Anwalt?« Schonesi setzte sich etwas aufrechter hin. »Na ja, er hat höflich vorgeschlagen, wir mögen uns an seinen Anwalt wenden«, sagte Gretchen. »Aber das ist ja dasselbe in grün.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001458.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "»Und davor hat er offen mit ihnen geredet?« fragte Shonesi. Marconi bewegte eine Hand hin und her und Gretchen zog eine Schulter hoch. »Keine Ahnung, ob er gelogen hat, aber im Großen und Ganzen wirkte er uns gegenüber nicht verschlossen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001459.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "»Sie haben miteinander gevögelt?«, fragte Schonesi, und sein lupenreiner Bostoner Akzent setzte sich durch. Gretchen grinste. »Den Eindruck hatte ich auch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001461.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Missglückte Affäre?« »Ich weiß es nicht«, sagte Gretchen. »Ungefähr zwei Monate vor Claires Tod sind Declan und Reed mit den Fäusten aufeinander losgegangen. Könnte etwas damit zu tun haben.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001462.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Schon Nessie stieß einen leisen Pfiff aus. »Na, das ist ja interessant.« Laut Declan Murphy kam es dazu, weil Lina ihn überzeugt hatte, dass Reed damals Tess umgebracht hat, sagte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001463.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Nur zu gern hätte sie gewusst, warum Lena Declan von Reeds Schuld überzeugen wollte. Gretchen war sich nach wie vor sicher, dass Lena für Reed Kent mindestens wichtig gewesen war. Was hatte sie also dazu gebracht, sich gegen ihn zu wenden? Die Beweise mussten erdrückend gewesen sein. Und warum die Show mit Fiona Murphy?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001464.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "»Wahrscheinlich hatte die Frau Reed mit einem Beweis konfrontiert, der ihm ein schlechtes Gewissen machen musste, wenn er der Mörder war. Was war zwischen jenem Besuch und dem Zeitpunkt, zu dem Lina Violas Fall übernommen hatte, geschehen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001465.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "also lena buker und reed kent fangen beide an in den umständen des verschwindens ihrer freundin herumzustochern und am ende ist reeds frau tot", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001466.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Einen Moment saßen sie schweigend da, dann deutete Gretchen mit dem Kinn auf Shonessys Computer. »Haben Sie den Bericht des Gerichtsmediziners über Claire kennt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001467.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»Ja, wenn ich ein bisschen suche,« sagte schon Essie und tippte bereits auf die Maus. »Was denken Sie?« »Gab es eine Zeitspanne um den Todeszeitpunkt herum, für die Reed Kents Aufenthaltsort nicht belegt ist?« fragte Gretchen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001468.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Stille senkte sich auf das Büro, während Schonesi tippte. »Okay, der Todeszeitpunkt lag zwischen 10 Uhr abends und 2 Uhr nachts.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001469.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Und wann ist er zum ersten Mal auf dem Video zu sehen?« Die Tastatur klapperte unter Schonesseys ungeschickten Wurstfingern. »Um 22.06 Uhr.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001470.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Zeitfenster heißen nicht grundlos so«, sagte Marconi, aber es klang nicht überzeugend. »Spielen wir es mal durch«, sagte Gretchen. »Sagen wir, der Gerichtsmediziner hat sich um eine halbe Stunde vertan, was plausibel wäre.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001471.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Aber unwahrscheinlich«, murmelte schon Essie. »Trotzdem, plausibel ist es«, sagte Gretchen mit Nachdruck und wartete auf sein widerwilliges Nicken, ehe sie fortfuhr. Reed sagt, er habe wenige Straßen von zu Hause entfernt ein Taxi genommen. »Wie weit ist es vom Casino zum Stadthaus der Kents?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001472.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "»Ungefähr zwanzig Minuten, je nach Verkehr.« Schonesi zuckte mit den Schultern. »Er hätte sie erstechen, die Treppe hinunterrennen und ein Taxi anhalten müssen, und alles hätte reibungslos funktionieren müssen, damit die Zeitangabe stimmt,« fasste Gretchen zusammen. »Das wäre riskant gewesen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001473.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Die Stichwunden hätten Reed so sehr besudelt, dass er sich hätte umziehen und seine Kleidung verstecken müssen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001474.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Das Zeitfenster sollte so unwahrscheinlich wirken, dass niemand auf die Idee käme, es zu hinterfragen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001475.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Nun, es ist unwahrscheinlich,« stellte schon Nessie fest. »Aber nicht unmöglich,« sagte Gretchen leise, obwohl es enger war, als sie geglaubt hatte. »Haben Sie sich bei dem Taxiunternehmen erkundigt?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001476.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "Schon Nessie bedachte sie mit einem missmutigen Blick, den sie mit Schulterzucken quittierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001477.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "»Die von Reed angegebenen Zeiten stimmen mit den Fahrtenbüchern der Fahrer überein,« antwortete er.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001478.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "»Das Taxi könnte ebenfalls Teil des Plans gewesen sein, um das Alibi so weit wie möglich auszudehnen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001479.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Das wäre eine weitaus bessere Wahl gewesen als die Interaktion mit jemandem, der garantiert von der Polizei befragt werden würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001480.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "»Das sagt er jedenfalls.« Schonesi hob beide Hände. »Kein Grund, es zu bezweifeln.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001481.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "Gretchen schluckte den scharfen Tadel hinunter, der ihr vor zehn Jahren vermutlich noch herausgerutscht wäre. Inzwischen hatte sie sich besser unter Kontrolle und ließ nur innerlich Dampf ab.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001482.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Selbst in einem eindeutigen Fall wie diesem war es reine Faulheit, keinen bestätigten Zeitplan vom Ehemann des Opfers zu beschaffen. Gretchen atmete durch, zählte von 20 bis 0 und rollte die Schultern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001483.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "ok dann gibt es zwei optionen abgesehen von der offensichtlichen", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001484.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001097.wav"} {"text": "»Glaubhaft«, sagte Marconi. »Oder Declan Murphy wollte Reed aus dem Haus haben, um es selbst zu tun.« Schornessi schürzte die Lippen und sie erkannte, dass er von dieser Möglichkeit fasziniert war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001485.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Claire wollte ihren Mann nicht für ihn verlassen. Declan wird eifersüchtig und sorgt dafür, dass Reed nicht zu Hause ist.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001486.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Das würde erklären, warum Ainsley bei der Erwähnung von Declan so angespannt war, falls sie von der Untreue gewusst hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001487.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "und warum Declan seinen Anwalt ins Spiel gebracht hatte, als er spürte, dass sie um seine Verbindung zu Reed Kent zu kreisen begannen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001488.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Konnte er wissen, dass Viola der perfekte Sündenbock sein würde? Dennis hatte den Anschein, als hätten die Kents alles daran gesetzt, dass niemand von Violas Persönlichkeitsstörung erfuhr. Hatte Claire wirklich mit ihrem Liebhaber über Violas Neigung zur Gewalt gesprochen? Hätte Declan dieses Wissen zu seinem Vorteil genutzt?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001489.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Die Cops wussten, dass sie in Violas Schublade nachsehen mussten. »Stimmt«, sagte Marconi, die Gretchins Gedankengang zu folgen schien. »Wer hat die Kollegen am Tatort darüber informiert?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001490.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "Sie blickten beide Schornessi an, der auf seiner Unterlippe kaute. »Höchstwahrscheinlich Reed kennt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001491.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Damit schien ausgeschlossen, dass Reed komplett unschuldig war. Wenn er nichts mit dem Mord zu tun hatte, warum hätte er sie dann auffordern sollen, im Zimmer seiner Tochter nach Beweisen zu suchen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001492.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Andererseits hatte er ein nahezu wasserdichtes Alibi. »Dann bleibt wohl nur die Option mit dem Komplizen«, fasste Marconi zusammen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001493.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Schonesi hustete, verlagerte das Gewicht in seinem Sessel und blickte Marconi an, als wüsste Gretchen nicht genau, was er dachte. Trotzdem würde sie ihm nicht dabei helfen, es zu formulieren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001494.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Ich hab's vermasselt, Gretch.« Die Schlussfolgerung lag auf der Hand. Er brauchte länger als erwartet, um endlich hervorzubringen. »Okay, und wo kommt hier Lina Buka ins Spiel?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001495.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Bringen Sie mich noch einmal mit Viola zusammen«, sagte Gretchen und stand auf, ohne seine Antwort abzuwarten. »Was sie jetzt brauchte, war ein Joker, und sie wusste genau, wo sie ihn herbekommen würde.« Marconi erhob sich, aber Gretchen schüttelte den Kopf. »Ich nehme mir für den Rest des Tages frei.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001497.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000167.wav"} {"text": "Schon Nessie und Marconi tauschten skeptische Blicke, denen Gretchen keine Beachtung schenkte. »Wenn Sie mir zu folgen versuchen, schlitze ich Ihnen die Reifen auf.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001498.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Trellerte sie fröhlich und segelte zur Tür hinaus. Sie hörte schon Nessie hinter sich seufzen. »Stellen Sie Dr. White nicht auf die Probe. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie so etwas tut.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001499.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "Kapitel 26 Read Sechs Monate vor Claires Tod", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001500.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "reed wusste dass frauen ihn gern anschauten ihr interesse ließ meistens nach sobald sie mit ihm geschlafen hatten aber es wäre eine lüge gewesen zu behaupten er wolle dass sie sich in ihn verliebten", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001501.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Zwei Wochen nachdem Lina durch eine zufällige Begegnung bei Starbucks wieder in sein Leben getreten war,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001502.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "ließ sie sich ihm gegenüber in seinem Lieblingsrestaurant für heimliche Vergnügen in die Sitznische gleiten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001503.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000374.wav"} {"text": "sondern jenes, das den gesamten Fernsehbildschirm an der Wand am anderen Ende des Lokals einnahm.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001504.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Eine Glocke läutete und eine Sekunde später wurden buttrige Eier und knuspriger Speck vor seiner Nase abgestellt.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001505.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Es hatte etwas Erfrischendes, jemandem zu begegnen, der dem Scham widerstehen konnte, den er so mühelos verströmte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001506.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Es waren ihre ersten Worte, seit sie Platz genommen hatte. Hör mal, ich...« Reed wusste nicht, was er sagen sollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001507.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Er war sich ziemlich sicher, dass er sich mit »Ich fühle mich geschmeichelt« eine Ohrfeige einhandeln würde. Er fuhr sich mit einer Hand übers Gesicht. Für so etwas war er einfach zu müde. Linas ungläubiges Lachen klang hell und scharf. »Mein Gott, diese Arroganz, das hatte ich ganz vergessen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001508.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000020.wav"} {"text": "»Ich habe keineswegs vor, mich dir an den Hals zu werfen.« Belustigung, Spott und etwas, das an Zuneigung erinnerte, lag in ihren Worten, und Reed atmete hörbar und verlegen durch.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001510.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "»Ist das etwa meine Schuld? Zwanzig Jahre lang habe ich dich nicht gesehen und jetzt zweimal in zwei Wochen?« Lina musterte ihn über den Rand ihres Kaffeebechers hinweg.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001511.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Okay, in Ordnung. Ich brauche deine Hilfe.« Vor Überraschung ließ Reed die Gabel auf halbem Weg zum Mund in der Luft schweben. »Es war lange her, dass ihn jemand um Hilfe gebeten hatte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001512.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Wobei?« »Tess Murphy«, sagte Lina, und ihre Stimme hatte einen Unterton, den er nicht deuten konnte. »Du erinnerst dich doch an sie, oder?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001513.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Hätte jemand anderes die Frage gestellt, hätte er es für Sarkasmus gehalten. Aber Lina milderte sie mit einer verhaltenen Version des Lächelns ab, das bis eben auf sämtlichen Fernsehbildschirmen zu sehen gewesen war. Das gab ihm einen Moment Zeit, sich von der Wirkung dieses Namens zu erholen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001514.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "lena rümpfte die nase angesichts seiner ausbleibenden reaktion und wandte den blick ab ihr arm lag über der rückenlehne der sitzbank", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001515.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Reed zuckte nicht zusammen, sondern schaufelte sich weiterhin das Essen in den Mund, obwohl es inzwischen nur noch nach Staub schmeckte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001516.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001000.wav"} {"text": "Reed spürte ihren Blick wie ein großes Gewicht auf seinem ganzen Körper. Seit sie Tess erwähnt hatte, brachte er es nicht fertig, ihr in die Augen zu sehen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001517.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Sein Körper schmerzte, weil er still und starr dasaß und seine gleichmütige Miene aufrecht erhielt, während Lina ihm erzählte, was sie herausgefunden hatte, was nicht viel war, und mit wem sie als nächstes zu sprechen gedachte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001518.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Als Lina gegangen war, haute ihn die Erleichterung fast um. Sogar Melli kam zu ihm und fragte, »Alles okay, Schätzchen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001519.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "ried nahm an dass er ja gesagt und beim aufstehen geld auf den tisch gelegt hatte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001520.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Aber alles war verschwommen und nur noch schwarz-weiß, während eine neue Panikwelle durch seine Adern jagte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001521.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Aber in seiner Erinnerung hatte er beim nächsten Wimpernschlag schon auf den staubigen Bodenbrettern des Dachbodens gekniet,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001522.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "und mit blutleeren Fingern Steppdecken und Fotobücher beiseite geschoben auf der Suche nach...", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001523.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Nach«. »Ah«. Seine Hand schloss sich um eine Schachtel und er zog daran. Erst sträubte sie sich, doch als sie schließlich nachgab, fiel er durch den plötzlichen Schwung nach hinten und prallte mit dem Rücken gegen einen freiliegenden Balken.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001524.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001004.wav"} {"text": "Die Luft um ihn herum war dünn, aber vielleicht lag es auch an seiner Lunge. Trotzdem zwang er sich, die Schachtel zu öffnen, von der er geglaubt hatte, sie würde nie wieder ans Tageslicht kommen. Und dann konnte er nichts anderes tun, als blinzelnd auf die Stelle zu spähen, an der ein Armband hätte liegen sollen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001525.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001339.wav"} {"text": "Kapitel 27", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001526.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Die Tür auf der Beifahrerseite ihres Porsche wurde in dem Augenblick aufgerissen, als Gretchen das Gaspedal durchtreten wollte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001527.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Gretchen grinste definitiv nicht, als sie vom Parkplatz des Polizeireviers raste.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001528.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Sie erklärte nicht, warum sie tief nach Southie hineinfuhr, auch nicht, warum sie sich dort so gut auskannte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001530.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Sie hielt einfach vor einem Pub an, das dermaßen irisch aussah, dass es nicht einmal einen Namen brauchte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001531.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "Eine Flagge und ein Neonschild mit einem dreiblättrigen Kleeblatt genügten, damit jeder wusste, um was für eine Art Lokal es sich handelte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001532.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Die Leute glaubten, weil Gretchen im Wohlstand aufgewachsen war, wüsste sie nicht, wie es auf dieser Seite der Stadt aussah.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001533.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "Marconi gab ein paar Laute von sich, aber Gretchen streifte sich bereits ein schwarzes Stretch-T-Shirt über.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001534.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»Entgegnete Gretchen, während sie sich mit etwas Gel, das sie immer dabei hatte, die Haare aus dem Gesicht strich.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001535.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "Mit der ausgeblichenen Jeans würde sie den erforderlichen Look genau treffen, da war sie zuversichtlich.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001536.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "murmelte Marconi hinter ihr, woraufhin sich Gretchen umdrehte und ihr ein strahlendes Lächeln schenkte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001537.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Gretchen hielt nach Jeonesseys Lakaien-Ausschau, die an mindestens drei Abenden der Woche hier mit ihm zusammen anzutreffen waren.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001538.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "In einer Nische im hinteren Teil des Lokals über etwas gebeugt, das nur Ergebnislisten von Pferderennen sein konnten.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001539.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001267.wav"} {"text": "»Hast du mich vermisst?«, fragte Gretchen, während sie sich in die Bank ihm gegenüber schob. »Wie verrückt, Süße!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001540.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Sie wusste, dass dieser Akzent mit jedem pinnt, dass er sich einverleibte, stärker werden würde,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001541.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "und war ein bisschen enttäuscht, weil er auf seinem nächtlichen Weg in den Vollrausch noch nicht sehr weit gekommen war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001542.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "«Detective Lauren Marconi», sagte eben jene, sie hielt sich an ihrem Titel fest.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001543.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "Das war lustig, denn Kelly hatte wahrscheinlich noch nie im Leben ernsthaft über die Stränge geschlagen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001545.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001572.wav"} {"text": "Seine einzigen Schwächen waren Alkohol und Glücksspiel, und wer wollte ihm diese Laster bei seinem ach so harten Leben schon verübeln?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001546.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "Makoni schwieg, und Gretchen wurde klar, dass dies ihr Modus operandi in Situationen war, die sie nicht ganz verstand. Stille Beobachtung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001547.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001358.wav"} {"text": "Nicht gerade Gretchens Lieblingsmethode, aber sie musste zugeben, dass sie wahrscheinlich wirkungsvoll war. »Kelly, dein Glas ist ja fast leer!«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001548.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000174.wav"} {"text": "rief sie nun, obwohl es noch halb voll war. Seine Mundwinkel zuckten auf die für ihn typische Art und ertrank das Guinness diese dunkle Brühe in einem Zug aus.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001549.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000423.wav"} {"text": "»Du hattest für sowas schon immer ein gutes Auge, Gretch«, sagte Kelly, knallte das schwere Glas auf den Tisch und winkte eine Kellnerin heran. »Ridget liebes, wenn du einen Moment Zeit hast?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001550.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Die Kellnerin verdrehte die Augen, nickte aber, während sie zu den Jungs im vorderen Teil des kleinen dunklen Pubs ging, um deren Bestellungen aufzunehmen. Kelly seufzte leicht verstimmt wegen der Rennergebnisse, faltete die Zeitung dann aber zusammen und schob sie sich unter den Hintern.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001551.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000408.wav"} {"text": "»Sie ist entzückt, da bin ich mir sicher.« Kelly nahm bereitwillig das neue Guinness entgegen, das die Kellnerin ihm in die Hand drückte und blinzelte nicht mal, als ihm das Bier aufs Handgelenk spritzte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001552.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Damals war er frisch von der Journalistenschule gekommen, in dem Glauben, er würde Großes bewerkstelligen und mit seinen Recherchen berühmte Leute zu Fall bringen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001553.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "ihm war jedoch schnell klar geworden dass der crier nichts anderes als eine gedruckte daily soap war", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001554.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "Seine Unbekümmertheit nahm Gretchen für ihn ein, er wiederum fand ihre brutale Ehrlichkeit amüsant.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001555.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Wie jede andere in dieser Stadt und in Gretchens Leben war es eine parasitäre Beziehung.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001556.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Und Kelly erzählte ihr den Klatsch von der Straße, was Gretchen ihm wiederum mit Guinness entlohnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001557.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "»Berichtet ihr über den Tod von Claire Kent?«, fragte Gretchen. Kelly wischte sich lachend einen Schaumbart aus dem Gesicht. »Ich glaube, im Foyer des Cryer steht zurzeit eine Statue von ihr.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001558.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Oder von Viola«, sagte Gretchen. Kelly fasste sich an die Nase und zeigte dann auf sie, als hätte sie die Lage auf den ersten Blick erfasst.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001559.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001062.wav"} {"text": "»Hast recht, Gretchen. Wie immer. Gibt es Gerüchte, dass dieser Tod etwas anderes sein könnte, als er zu sein scheint?« fragte Gretchen, die wusste, dass Kelly über eine Fülle von Informationen verfügte, die sie jederzeit abrufen konnte. »Aber nur, wenn sie die richtigen Fragen stellte.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001560.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "»Du meinst, dass jemand anders als diese 13-jährige Irre dahinter steckt?« fragte Kelly zurück. »Ne, alle glauben, dass sie es war. Sie verkauft sich gut.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001561.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000089.wav"} {"text": "Gretchen nickte und fragte sich, wie wohl damals die Berichterstattung über Rowans Tod ausgesehen hatte. »Irgendwelche Gerüchte über… außereheliche Aktivitäten bei den Kents?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001562.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "fragte Gretchen so behutsam, wie sie nur konnte. Aber Kellys Augen weiteten sich auf eine Art, die nahelegte, dass es nicht behutsam genug gewesen war. »Dieser miese Scheißkerl! Hat er sie betrogen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001563.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Dann hältte seine Miene sich auf. Oder, verdammt, hat sie etwa ihn betrogen? Die Leute würden die Story verschlingen. Nicht, dass ich wüsste, gab Gretchen zu und ertappte sich dabei, dass sie sich dem Drama selbst gern hingegeben hätte. Also gibt es keinen Klatsch über die beiden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001564.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "»Tragödie eines Harvard-Liebespaars«, sagte Kelly. »Und der Ehemann ist nicht der Mörder?« Die Fernsehproduzenten schlagen bereits Zelte vor seiner Tür auf, um ihn für die nächste Staffel von »The Bachelor« unter Vertrag zu nehmen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001565.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001172.wav"} {"text": "Als weder Gretchen noch Marconi lachten, murmelte er etwas von kulturellen Snobs, die ihn unterschätzten, in sein Glas. »Was ist mit Declan Murphy?«, fragte Marconi.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001566.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "»Hat er eine Prostituierte ermordet?«, fragte Kelly mit leidenschaftlichem Interesse zurück, die Unterarme auf den Tisch gestützt. Sein Blick wanderte rasch zwischen ihnen hin und her. »Wenn ja, habe ich 20 Dollar gewonnen.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001567.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Warum hast du Geld darauf gesetzt, dass er eine Sexarbeiterin umgebracht hat?«, fragte Gretchen. Declan hatte nicht gewaltbereit auf sie gewirkt, selbst in dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass er ein Soziopath war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001568.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Falls er nicht irgendwie mit diesem Mord in Verbindung stand, prophezeite sie ihm eine lange Karriere im Kongress.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001569.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»So perfekt kann man eigentlich nicht sein, oder?« Kelly zog eine Schulter hoch. »Ich warte nur darauf, dass jemand seine Leichen aus dem Keller holt.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001570.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"} {"text": "Aber Gretchen überlegte bereits, wie sie ihn für seine Dreistigkeit bezahlen lassen würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001571.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000132.wav"} {"text": "Das konnte Gretchen nicht leugnen. Natürlich bestand immer die Möglichkeit, dass er nichts für sie hatte, aber meistens hatte er irgendwelche Gerüchte aufgeschnappt, von denen kein Kop je erfahren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001573.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001509.wav"} {"text": "Anstatt das zuzugeben, beugte sich Gretchen vor in dem Wissen, was dabei mit dem Ausschnitt ihres schwarzen Shirts passieren würde.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001574.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000717.wav"} {"text": "Genauer gesagt wusste sie, dass sie damit den Blick auf ihren Spitzen-BH und auf die Schatten freigab, die noch mehr versprachen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001575.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Und wenn du mich um einen Gefallen bitten würdest?«, zog ihn Gretchen mit einem zweideutigen Unterton in der Stimme auf. »Was würdest du mir im Austausch für eine kleine...«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001576.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "»Aufmerksamkeit verraten.« »Oh Gott,« flüsterte Marconi. »Kelly ließ Gretchen nicht aus den Augen. Ich würde dir erzählen, dass deine hübsche kleine Anwaltsfreundin an dem Abend, an dem Reed Kens Frau starb, mit ihm zum Dinner ausgegangen ist.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001577.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "Gretchen war so überrascht, dass sie zu Schauspielern vergaß. »Lina?« »Jupp.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001578.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001101.wav"} {"text": "Die erwartungsvolle Atmosphäre, die zwischen ihnen entstanden war, löste sich in Luft auf.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001579.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Sie hatten bereits ein- oder zweimal miteinander geschlafen, und eigentlich brauchten sie diese lästigen Spielchen nicht, damit es dazu kam.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001580.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001601.wav"} {"text": "»Hemel«, flüsterte Marconi und schlug mit dem Kopf leicht gegen die Wand. »Wie konnten wir das auf der Zeitachse nur übersehen?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001581.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001429.wav"} {"text": "»War wohl eher eine verpasste Abzweigung als eine Sackgasse, hm?« Kelly musterte sie mit diesem gierigen Blick, der ihn zu Gretchens Favoriten gemacht hatte, und seither dafür sorgte, dass er mit gutem Bier und schönen Krawatten versorgt war.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001582.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "und machte sich im Geist eine Notiz, ihm für diese wertvolle Information etwas Besonderes zukommen zu lassen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001583.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000619.wav"} {"text": "»Erinnerst du dich an den Namen des Restaurants?«, fragte Gretchen. Kelly war so gut in solchen Details, so gut, dass er vermutlich eine Art fotografisches Gedächtnis besaß, obwohl er das nie bestätigt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001584.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000892.wav"} {"text": "»La Mer«, sagte er mit einem arroganten kleinen Lächeln, weil er wusste, wie gut er war und dass sie ihm nun eine Menge schuldig war. Gretchen war sich ziemlich sicher, dass das »La Mer« in der Nähe des Kenshin-Hauses lag.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001585.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "Vor ihrem geistigen Auge konnte sie beinahe sehen, wie sie vor wenigen Stunden daran entlanggefahren war. Gretchen packte die vorbeigehende Kellnerin am Handgelenk. »Bridget, für den Rest des Abends gehen seine Getränke auf meine Rechnung.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001586.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Glückspilz«, sagte Bridget, die Kreditkarte entgegennehmend.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001587.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001370.wav"} {"text": "Die meisten Menschen begegneten Dummheit mit Nachsicht, und warum sollte sie das nicht ausnutzen?", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001588.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "»Das Dinner fand nicht heimlich statt«, sagte Kelly und taxierte das letzte Viertel seines Bieres, ehe er es in einem Zug austrank. Er zeigte beim Lächeln die Zähne, als Bridget mit Gretchens Karte und Nachschub zurückkam. »So etwas fällt nur durch Heimlichtuerei auf, das weißt du doch.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001589.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000081.wav"} {"text": "er stach gretchen mit seinem langen zeigefinger beinahe ins gesicht", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001590.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Diesen Augenblick nutzte sie, um ihn daran zu erinnern, dass sie ein derartiges Verhalten nicht tolerierte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001591.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001496.wav"} {"text": "Kelly zog die Hand gerade noch rechtzeitig zurück, ehe sie ihm die Zähne ins Fleisch graben konnte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001592.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "Im nächsten Augenblick presste Marconi ihm eine Handkante an den Hals, direkt unterhalb des Kiefers, die perfekte Stelle, um jemandem die Luftzufuhr abzuschneiden.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001593.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Gretchen lehnte sich zur Seite, um besser sehen zu können, schwindelig vor Aufregung angesichts dieser neuen Entwicklung. »Wenn ich noch einmal an deinen Schwanz denken muss, reiße ich dir die Eier ab.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001594.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000007.wav"} {"text": "sagte Marconi seelenruhig, was ihre Worte umso wirkungsvoller machte. »Kapiert?«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001595.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000976.wav"} {"text": "»Ja, Ma'am«, brachte Kelly mit einer Stimme heraus, die nahelegte, dass die Situation ihm nicht beängstigend erschien, ganz im Gegenteil. Makoni drückte noch fester zu, bis er nickte, diesmal schweigend und mit ernster Miene.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001596.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "Dann drehte sie sich um und ging ohne ein weiteres Wort an Gretchen vorbei, die mühsam den Drang zu applaudieren unterdrückte. Kelly rieb sich den Hals und lächelte schon wieder. »Das hier sage ich dir nur, weil du bald für ein ordentliches Besäufnis bezahlen wirst.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001597.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001529.wav"} {"text": "»Ja, was denn?« fragte Gretchen. »Sprich mit Penny Langford.«", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001598.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000803.wav"} {"text": "Kellys Stimme klang noch ein bisschen rau. Sie war die Nummer zwei in Clare-Kentz Stiftung, wenn jemand etwas weiß.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001599.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000183.wav"} {"text": "»Dann sie«, murmelte Gretchen. Als sie Anstalten machte, zur Tür zu gehen, hielt Kelly sie zurück. »Hey, Gretch«, erwartete, bis sie sich vollständig zu ihm umgedreht hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001600.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001460.wav"} {"text": "was sie ihm verschwieg war dass es ihr ähnlich ging kapitel 28 read", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001602.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001194.wav"} {"text": "Die Berührung war sanft, aber sein Körper schien in letzter Zeit ständig mit Schlägen zu rechnen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001603.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000848.wav"} {"text": "Sie drückte Überraschung angesichts seiner Überraschung aus und Mitleid.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001604.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000907.wav"} {"text": "»Tut mir leid, ich wollte nur...« »Read?« Die melodische, aber rauchige Klangfarbe der Stimme erkannte er eher als das Gesicht, eher als ihm der Name einfiel.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001605.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000966.wav"} {"text": "»Reed Kent, habe ich recht? Dachte ich mir doch, dass du es bist.« »Lina«. Er drehte sich um und setzte ein Lächeln auf, das sich etwas weniger falsch anfühlte als üblich. »Lina Buka«.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001606.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000780.wav"} {"text": "Ein himmelweiter Unterschied zu dem burschikosen Mädchen aus Southie, das er früher einmal gekannt hatte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001607.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000902.wav"} {"text": "das Mädchen mit den krausen Haaren, das Schlammspritzer und blutige Schrammen getragen hatte wie Ehrenabzeichen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001608.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001544.wav"} {"text": "Das Erdbeerblond ihrer Haare hatte sich, aufgrund ihres Alters oder durch einen Besuch beim Friseur,", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001609.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000432.wav"} {"text": "ihr herzförmiges gesicht war so blass wie eh und je obwohl die sommersprossen die er so gemocht hatte nicht mehr zu sehen waren während reed sie betrachtete bewegte sich lina auf ihn zu wie sie es auch früher getan hatte", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001610.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000635.wav"} {"text": "weil er ein so verdammt feiger, erbärmlicher, schwacher Angsthase war, dass er es nicht ertrug, wenn ihn jemand in der Öffentlichkeit überraschend berührte.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001611.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000975.wav"} {"text": "Er würde nicht zulassen, dass die Anspannung sich festsetzte. Nicht zwischen ihm und Lina Buka. Wenn sie jetzt steif miteinander umgingen, würde er womöglich zusammenbrechen und heulen.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001612.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_000360.wav"} {"text": "Also schloss er sie in die Arme. Auf eine vertrautere und ungezwungenere Art, als es zwischen zwei Kindheitsfreunden, die sich seit dem Teenageralter nicht mehr gesehen hatten, angemessen war. Aber er konnte der Versuchung nicht widerstehen, sie an sich zu drücken, als wäre sie der rettende Hafen im Sturm, mitten in diesem überfüllten Starbucks.", "audio": "de/s6/audio/de_s6_001613.wav", "voice_prompts": "de/s6/audio/de_s6_001292.wav"}