diff --git "a/rauszoom-AH.json" "b/rauszoom-AH.json" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/rauszoom-AH.json" @@ -0,0 +1,2620 @@ +[ + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Ein ritter so geleret was, daz er an den buchen las, swas er der an geschriben vant. der was Hartman genant, dienstman was er zuo Owe. er nam ime mange schowe an mislichen buochen; der an begunde er suohen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ein Ritter war so gelehrt, dass er an den Büchern lesen konnte, alles, was er daran geschrieben fand. Der war Hartman genannt, dienstverpflichtet war er zu Aue. Er schaute sich vielfältig um in den verschiedenartigsten Büchern; er begann daran zu suchen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ob er iht des fünde, do mit er swere stunde möhte senfter machen und von so gewanten sachen, das gottes eren dohte, Undund do mitte er sich möhte gelieben den lüten. nu beginnet er üch düten", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ob er etwas der Art fände, womit er schwere Stunde sanfter zu machen vermöchte, und von solcherlei Sachen, dass es zu Ehren Gottes taugte, und womit er sich vermöchte bei den Leuten beliebt zu machen. Er beginnt nun, euch zu deuten und zu verdeutschen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ein rede, die geschriben vant. dar umbe hat er sich genant, das er sinre arbeit, die er dar an hat geleit, niht one lan belibe; Und swer nach sinem libe sü höre sagen oder lesen, das er in bittende wese", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eine Erzählung, die er geschrieben fand. Er hat sich deswegen mit Namen genannt, dass er für seine Arbeit, die er hineingesteckt hat, nicht ohne Lohn bliebe, und wenn jemand nach seinem Ableben sie sagen hört oder lesen, dass er für ihn ein Gebet sende" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der selen heil hin ze gotte. men seit, er si sin selbes botte und irlöse sich do mitte, swer über des andern schulde bitte. Er las dis selbe mere, wie ein herre were zuo Swaben gesessen, an dem enwas vergessen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: um das Heil seiner Seele, hinauf zu Gott. Man sagt, der sei sein eigner Bote und erlöse sich damit, wenn jemand für des andern Schuld betet. Er las eben diese Geschichte, wie ein Herr hätte in Schwaben seinen Besitz gehabt. An dem war nichts vergessen worden," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dekeine der tugent, die ein ritter in sinre jugent zuo vollem lobe haben sol. man sprach do nieman also wol in allen den landen. er hatte zuo sinen handen geburt und dar zuo richeit, ouch was sin tugent vil bereit;", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: keine einzige Tugend, die ein Ritter in seiner Jugend, hochzuloben, haben soll. Man sprach damals von niemandem so gut rings in allen Landen. Er hatte zu seiner Verfügung: Geburt und dazu Macht und Reichtum; auch war ihm seine Tugend jederzeit bereit;" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swie ganz sine habe were, an geburt unwandelbere und wol den fürsten gelich, doch was unnach also rich der geburte und des guotes so der eren und des muotes. Sin name waz gar erkenlich und hiez der herre Heinrich", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: aber wie vollkommen alles, was er hatte, auch war – an Geburt ohne jeden Makel und sehr wohl den Fürsten zu vergleichen – so war er doch nicht annähernd so reich und mächtig nach Geburt und Hab und Gut wie an Ehren und an Selbstbewusstsein, Verstand und Gemüt. Sein Name war allgemein bekannt und hieß: der Herr Heinrich," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde waz von der Ouwe geborn. sin herce hette versworn valsch und alle torperheit und behielt ouch vaste den eit stete unz an sin ende, an alle missewende, und stuont sin ere und sin leben. ime waz der rehte wünsch gegeben", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und war von der Aue gebürtig. Sein Herz hatte einen Schwur geleistet gegen Falsch und alles Bäurische und hielt sich auch fest an diesen Eid, stetig, bis an sein Ende, ohne allen Fehltritt, und seine Ehre und sein Leben war stets standhaft. Alles, was man nur wünschen konnte" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: zuo weltlichen eren; die kunde er wol gemeren mit aller hande reiner tugent. er was eine bluome der jugent, der welte fröide ein spiegelglas, steter truwe ein adamas, ein ganze krone der zuht. er was der nothaften fluht,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: zu weltlichen Ehren, war ihm gegeben worden; die wusste er wohl zu mehren mit all der reinen Tugend. Er war eine Blüte der Jugend, ein Spiegelglas der Weltfreude, ein Diamant steter Treue, eine ganze Krone feiner Erziehung. Er war die Zuflucht der Bedrängten," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ein schilt sinre mage, der milte ein geliche wage, ime enwart über noch gebrast. er truog der ersamen last der eren über rüke. er was des rates brüke und sang vil wol von minnen. alsus kunde er wol gewinnen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ein Schutzschild seiner Verwandten, wie eine Waage ausgeglichen in seiner Gebefreude, an ihm ward nichts zuviel, noch fehlte je etwas. Er trug der Ehrsamen Last der Ehren überm Rücken. Er war wie eine Brücke für Rat und Hilfe und sang ganz wunderbar von Minne. Und so wusste er zu gewinnen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der welte lob und pris, er was hübesch und derzuo wis. Do der Heinrich also genietetesich eren und guotes unde fröliches muotes unde weltlicher wünne, er was für alles sin künne", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der Welt Lob und Preis. Ein Mann vom Hof und obendrein von großer Erfahrung. Als der Heinrich sich also derart freuen konnte über Ansehen und Hab und Gut und fröhliches Gemüt und der Welt Wonne – er war über all sein Geschlecht hinaus" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gepriset unde geeret, sin hoher muot wart verkeret in ein leben gar geneiget. an ime wart erzöiget, als ouch an Absolone, das die üppige krone weltlicher süze vellet nider under die füze", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: gepriesen und geehrt –, da wurde sein hohes Selbstbewusstsein verkehrt in ein ganz heruntergebeugtes Leben. An ihm ward gezeigt, wie schon an Absalom, dass die üppig-eitle Krone des süßen Weltlebens herniederfällt unter die Füße," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ab ir besten würdikeit, als uns die geschrift hat geseit. es sprichet an einre stette da: media vita in morte sumus. das bedütet sich alsus, daz wir in dem tode sweben so wir aller bast wenent leben.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: herunter aus ihrer besten Würde, wie uns die Schrift gesagt hat. Es heißt an einer Stelle dort: ›Media vita in morte sumus.‹ Und das deutet sich so: dass wir im Tod dahinschweben, wenn wir bestens zu leben glauben." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Dirre welte veste, ir stete unde ir beste unde ir gröste magenkraft, die stat ane meisterschaft. das müge wir an der kerzen sehen ein wares bilde geschehen, das sü zuo einer eschen wirt enmitten do sü birt.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Diese Welt-Veste und ihre beständige und ihre allerbeste und ihre allergrößte Macht und Kraft, die steht da und ist kein Meisterwerk. An der Kerze vermögen wir zu sehen, wie ihr Geschick ein wahres Abbild davon ist, indem sie zur Asche wird, genau in dem Punkt, da sie gebiert." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wür sint von broeden sachen. nu sehent, wie unser lachen mit weinen erlischet. unser süze ist vermischet mit bitterre gallen. unser bluome, der muos vallen, so er aller grünest wænet sin. an hern Heinrich wart wol schin:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Wir sind aus schwachem Material. Nun seht doch, wie unser Lachen mit Weinen erlischt! Was uns süß ist, ist vermischt mit bittrer Galle. Unsre Blüte, die muss fallen, wenn sie glaubt, im grünsten Grün zu sein. An Herrn Heinrich ward wohl augenscheinlich:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der in dem höhesten werde lebete uf dirre erden, der ist der versmehete vor gotte. er viel von sime gebotte abe sinre besten werdikeit in ein versmeheliches leit: in ergreif die miselsuht. do man die swere gottes zuht", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Der in höchster Wertschätzung auf dieser Erde lebte, der ist der Verschmähte vor Gott. Er fiel durch sein Gebot herab aus seiner allerbesten Würde in ein schmachvolles Leiden: Ihn ergriff der Aussatz. Als man die schwere Züchtigung Gottes" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gesach an sinem libe, man unde wibe wart er do wider zeme. nu sehent, wie gar geneme er e der welte wære, und wart nu alse unmere, das in nieman gerne ansach, als ouch Iobe geschach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: an seinem Leib erblickte – Männern wie Frauen ward er da widerwärtig. Seht doch, wie so angenehm er ehedem aller Welt war – und wurde jetzt, im selben Maß, wie einer, den man nie kannte – so dass ihn niemand freiwillig ansah, wie es schon Hiob geschehen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dem edeln unde dem richen, der ouch vil jemerlichen dem miste wart ze teile, mitteln in sime heile. Unde do der arme Heinrich alrest verstunt sich, daz er der welte widerstuont, als alle sine gelichen tuont,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dem edlen und reichen und mächtigen, der auch höchst jammervoll plötzlich nur noch zum Mist gehörte, mitten auf dem Höhepunkt seines Heils. Und als der arme Heinrich zum ersten Mal an sich verstand, dass er der Welt zuwider war, wie alle, die seinesgleichen sind," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: do schiet in sin bitter leit von Iobes getultikeit, wan es leit Iob, der guote, mit getultigem muote, do es ime zelidene geschach, durch der selen gemach den siechtagen und die swacheit, den er von der welte leit.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: da unterschied ihn sein verbittertes Leiden von Hiobs Geduld, denn es erlitt Hiob, der Gute, mit einem geduldigen Gemüt, als ihm das Leiden zum Schicksal wurde, um der Seele Frieden die Krankheit und die Demütigung, die er von der Welt erlitt." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: des lobet er gott und frowete sich. do tet der arme Heinrich leider niergent also, wan er was trurig und unfro. sin swebendes herce daz verswant, sin swinnende fröide wart ertrant, sin hoffart muoste vallen, sin honig wart zuo gallen.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Dafür lobte er Gott und freute sich. Der arme Heinrich aber tat leider nichts dergleichen: Denn er war traurig und unfroh. Sein hochschwebendes Herz, das schwand dahin, seine hochfliegende Freude ward aufgelöst, sein Emporstreben musste zusammenfallen, sein Honig wurde zu Galle." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ein swinde vinster tunreslag zerbrach ime sin mittentag, ein trübes wolken und dik bedaht ime sinre sunnen blik. er senete sich vil sere, das er so manige ere hinder ime müste lazen. verfluochet unde verwazen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ein heftig finsterer Donnerschlag zerbrach ihm seinen hohen Mittag, ein trübes Gewölk, und dicht, verdeckte ihm seiner Sonne blitzenden Blick. Voll schmerzlicher Sehnsucht wurde ihm bewusst, dass er so manche Ehre nun hinter sich lassen müsste. Verflucht und verwünscht" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wart vil ofte der tag, do sin geburt ane lag. Ein wening frowet sich doch von einme troste dannoch, wan ime wart dike geseit, daz dise selbe siecheit were vil mislich unde etteliche genislich.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ward oftmals der Tag, auf den seine Geburt gefallen war. Ein wenig freute er sich doch immer noch über einen Trost, denn ihm wurde oft gesagt, dass eben diese Krankheit sehr verschiedenartig sei und zuweilen heilbar." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: des wart in vil maniger slahte sin gedinge und sin ahte. er gedahte, daz er were vil lihte genisbere, und fuor also getrate nach der arzate rate gegen Munpasiliere. do vant er vil schiere", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Darüber machte er sich mancherlei Hoffnungen und Beobachtungen zurecht. Er dachte bei sich, er wäre vielleicht doch heilbar, und also reiste er eilends auf den Rat der Ärzte hin nach Montpellier. Dort fand er aber sehr schnell" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nuwent den untrost unde daz er niemer würde erlost. daz horte er gar ungerne und fuor gegen Salerne und suoht ouch da durch genist der wisen arzate list. den besten meister er do vant, der seite ime zehant", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: nichts als den Untrost und dass er niemals mehr erlöst werden würde. Das hörte er höchst ungern und reiste nach Salerno und suchte auch dort für eine Heilung die Kunst der erfahrenen Ärzte. Den besten Gelehrten fand er dort, der gab ihm sogleich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: eine selzene mere, daz er genislich were, und were doch iemer ungenesen. do sprach er, ›wie mag daz wesen? du redest harte unmügelich. bin ich genislich, so genise ich, und swaz mir für wurt geleit von guote oder von erbeit,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eine seltsame Auskunft, dass er nämlich heilbar wäre, und doch immer ungeheilt bleiben würde. Da sprach er: ›Wie kann das sein? Du redest ganz unmöglich! Wenn ich heilbar bin, so werde ich geheilt; und alles, was man von mir verlangt an Hab und Gut oder an Anstrengung," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz truwe ich vollebringen.‹ ›nu lat daz gedingen‹, sprach der meister aber do, ›uwerre sühte ist also – was fromet, daz ich es üch kunt tuo? da höret arzenie zuo, des werent ir genislich. nu enist aber nieman so rich", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das traue ich mich aufzubringen.‹ ›Nun lasst die Hoffnung,‹ sprach darauf der Gelehrte noch einmal. ›Mit eurer Krankheit steht es so – was nützt es, dass ich euch das zur Kenntnis bringe? – da braucht es eine bestimmte Arznei, deswegen könntet ihr geheilt werden. Nun ist aber niemand so reich und mächtig," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: noch von so starken sinnen, der sü müge gewinnen. des sint ir iemer ungenesen, got welle dan der arzat wesen.‹ Do sprach der arme Heinrich: warumbe untröstent ir mich? joch han ich guotes wol die kraft. ir enwellent üwer meisterschaft", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: noch hat er einen so starken Sinn, dass er sie zu beschaffen vermöchte. Deshalb werdet ihr immer ungeheilt bleiben, es sei denn, Gott selber wollte der Arzt sein.‹ Darauf sprach der arme Heinrich: ›Warum nehmt ihr mir den Trost? Wirklich, Hab und Gut besitz ich die Genüge. Wenn ihr nicht gegen eure Wissenschaft" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und uwer reht ouch brechen und darzuo versprechen beide min silber und min golt, ich mache üch mir also holt, das ir mich harte gern ernert.‹ ›mir were der wille unrewert‹, sprach der meister aber do, ›unde were die arzenie also,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und auch gegen euren Eid verstoßen wollt und darüberhinaus mein Silber wie mein Gold verschmähen, dann mache ich euch mir so gewogen, dass ihr mich nur allzugerne rettet.‹ ›Am Willen fehlte es mir nicht‹, erwiderte der Gelehrte darauf, ›und wäre die Arznei der Art," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz man sü veile fünde oder daz man sü kunde mit dekeinen dingen erwerben, ich enlieze üch niht verderben. nu enmag daz leider niht sin. da von muos üch die helfe min durch alle not sin versaget. ir müzent haben eine maget,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass man sie kaufen könnte, oder dass man sie wüsste auf irgendeine Weise zu erwerben, ich ließe euch nicht ins Verderben gehen. Nun ist das leider nicht möglich. Deshalb muss euch meine Hilfe, weil alles dawider ist, versagt bleiben. Ihr müsst eine Jungfrau haben," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die vollen erbere unde ouch des willen were, daz sü den tot durch üch litte. nu enist es niht der lüte sitte, daz es ieman gerne tuo. so hört ouch anders nüt darzuo nuwent der megede bluot, daz were für uwer suht guot.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die in jeder Hinsicht ehrbar und außerdem des festen Willens wäre, den Tod für euch zu erleiden. Nun ist es aber nicht der Menschen Gewohnheit, dass jemand so etwas freiwillig tut. Es braucht nämlich nicht mehr und nicht weniger als das Blut dieser Jungfrau – das wäre für eure Krankheit gut.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Nu erkante der arme Heinrich, daz daz were unmügelich, daz ieman den erwürbe, der gerne für in stürbe. alsus waz im der trost benomen, uffe den er dar was komen. und dar nach für die selbe frist hat er zuo sinre genist", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Nun erkannte der arme Heinrich, dass das unmöglich wäre, jemanden dazu zu bringen, dass er freiwillig für ihn stürbe. So also war ihm der Trost genommen, um dessentwillen er dorthingekommen war. Und ab da, von Stund an, hatte er auf seine Heilung" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dekein gedinge mere. des wart sin herze sere also kreftig und gros, das in des aller meist verdros, ob er langer solte leben. nu fuor er heim und begunde geben sin erbe und ouch sin varnde guot, als in do sin selbes muot", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: keinerlei Hoffnung mehr. Davon ward ihm der Schmerz im Herzen so kräftig und so groß, dass es ihn zutiefst verdross, dass er noch länger leben sollte. Nun reiste er heim und fing an dahinzugeben sein Erbe und all seine bewegliche Habe, wie ihn da sein eigner Gemütszustand" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde wiser rat lerte, do ers aller beste bekerte. er begunde bescheidenlichen sin armen frünt richen und trost ouch frömede armen, daz sich got erbarmen geruohte uber der selen heil. gottes hüsern viel daz ander teil.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und weiser Ratschlag lehrte, und wo es am besten angelegt war. Er fing an, nach genauer Überlegung, seine armen Freunde reich zu machen, und gab auch unbekannten Armen zu ihrem Trost, auf dass sich Gott zu erbarmen geruhte über das Heil seiner Seele. Der andere Teil fiel an Gottes Häuser." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: alsus so tet er sich abe bescheidenliche sinre habe, unz an ein gerüte: dar floch er die lüte. dise jemerliche geschiht, die waz sin eines clage niht: in klageten alle die lant, do er inne was erkant,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: So also tat er von sich seine Habe, nach genauer Überlegung, bis auf ein Stück gerodetes Land. Dorthin floh er vor den Menschen. Über dieses bejammernswerte Schicksal, über das klagte er nicht als einziger: sie klagten um ihn in allen Landen, in denen er bekannt war," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und ouch von den landen, die in nach sage erkanden. der dis gerüte und der es dannoch büte, daz was ein frier buman, der vil selten ie gewan dekein gros ungemach, daz andern geburen doch geschach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und auch in den Ländern, wo man ihn vom Hörensagen kannte. Der dies gerodet hatte und der es immer noch bebaute, das war ein freier Bauer, der kaum jemals irgend größeres Unheil erfahren hatte, wie’s andern Bauern immer wieder geschah," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die wurs geherret waren, und sü do niht verbaren beide mit stüre und mit bette. swaz dirre gebure gerne dette, des duhte sinem herren genuog. dar zuo er in über truog, daz er dekein erbeit von frömdem gewalte leit.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die mit schlechteren Herren versehen waren, und die sie da nicht verschonten mit Steuern und mit Abgaben. Alles, was dieser Bauer freiwillig tat, das dünkte seinen Herrn genug; außerdem sorgte er dafür, dass er keinerlei Übergriffe von fremder Gewalt zu leiden hatte." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: des was dekeinre sin gelich in dem lande also rich. zuo dem zoch sich sin herre der arme Heinrich. swaz er in hette gespart, wie wol daz nu gedienet wart unde wie schöne er sin genos! wan in vil lützel des verdros,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Deshalb war keiner ihm gleich in diesem Lande, was Macht und Reichtum betraf. Zu dem zog sich sein Herr, der arme Heinrich, zurück. Alles, was er ihnen erspart hatte, wie wohl ward das nun verdient und welch schönen Nießnutz hatte er davon! Denn es bereitete ihm den geringsten Verdruss," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swaz im zuo lidende geschach dur in. er hette die trüwe und ouch den sin, daz er vil gewillecliche leit den kumber unde die arbeit, die ime zelidene geschach. er schuof ime rich gemach. Got hette den meiger gegeben nach siner aht ein reines leben.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: was ihm um seinetwillen hinzunehmen geschah. Er besaß die Treue und auch die feste Absicht, dass er ganz mit freiem Willen erlitt allen Kummer und alle Anstrengung, die das Schicksal ihm als Leiden gab: Er schuf ihm reiche Annehmlichkeit. Gott hatte dem Meier geschenkt ein reines Leben, nach Acht und Stand ihm gemäß." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: er hette ein wol erbeiteten lip und ein wol werbendes wip, dar zuo het er schöne kint, die gar des mannes fröide sint, und hette, so men saget, under den kinden eine maget, ein kint von ahte jaren, daz kunde so gebaren", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Er hatte einen Leib, der jede Anstrengung vertrug, und ein Weib, das gut wirtschaftete, dazu hatte er schöne Kinder, die so recht des Mannes Freude sind, und hatte, wie man erzählt, unter den Kindern eine Jungfer, ein Kind von acht Jahren, das wusste sich so richtig," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so rehte gütlichen, die wolte nie untwichen von irme herren einen fuos. umbe sine hulde und sinen gruos so diente sü ime alle wege mit irre gütlichen pflege. sü waz ouch so geneme, daz sü wol gezeme", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so von Grund auf gut zu betragen. Die wollte niemals auch nur einen Fußbreit von ihrem Herrn weichen. Um seine Huld und seinen Gruß diente sie ihm so auf Schritt und Tritt mit ihrer grundgütigen Fürsorge. Auch war sie so ansehnlich, dass sie als Kind gut" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: zuo kinde deme riche an ir, werliche. Die andern hetten den sin, daz zuo rehter maze in gemiden wol kunden. do floch sü zuo allen stunden zuo ime und niergent anderswar. sü waz sin kurze wile gar.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: zu Kaiser und Reich gepasst hätte, wie sie war – bestimmt. Alle andern sannen darauf, wie sie ihn in taktvoller Weise wohl meiden konnten. Sie hingegen flog zu aller Stund zu ihm und und sonst nirgendwo hin. Sie war all seine Kurzweil;" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sü hatte gar ir gemüte mit reiner kindes güte an iren herren gewant, daz man sü zuo allen ziten vant under irs herren füze. sus wonte die süze irme herren ze allen ziten bi, dar zuo so liebet er ouch si,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: sie hatte all ihr Gemüt mit der reinen Güte eines Kindes ihrem Herrn zugewandt, so dass man sie zu jeder Zeit fand zu ihres Herren Füßen. So wohnte die Süße ihrem Herrn zu aller Zeit bei. Und so war er auch lieb zu ihr," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swo mitte er ouch möhte und daz kinden wol dohte zuo irme kintlichen spil, des gap der herre ir vil. ouch half in sere, daz die kint so lihte zuo gewenende sint. er gewan ir, waz er veile vant: spiegel unde harbant", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mit allem, was in seiner Macht lag und was für Mädchen taugte zu ihrem kindlichen Spiel, davon gab ihr der Herr so viel wie möglich. Auch half ihm sehr, dass Kinder so leicht zu gewöhnen sind. Er besorgte ihr, was er kaufen konnte: Spiegel und Haarbänder" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde swaz kinden liep solte sin, gürtel unde vingerlin. mit dienste braht erz uf die vart, daz sü ime also heinlich wart, daz er sü sin gemahel hies. die guote maget in lies bliben selten eine. er duhte sü vil reine.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und was sonst Kindern lieb sein sollte, Gürtel und Fingerringe. Mit seinem Liebesdienst brachte er sie dahin, dass sie ihm so vertraut ward, dass er sie sein Gemahlchen nannte. Das gute Mädchen ließ ihn selten einsam bleiben: Er dünkte sie die Reinheit selbst." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swie stark ir daz geriete die kindesche miete, iedoch geliebet irs allermeist von gottes gebe ein süzer geist. ir dienst waz so gütlich. do do der arme Heinrich drü jar do getwelte und in got gequelte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Wie stark das auch immer kam von dem, was er für das Kind ausgab der tiefste Grund ihrer Liebe war doch ein süßer Geist, den Gott ihr schenkte. So war ihr Dienen von Grund auf gut. Als dann der arme Heinrich drei Jahre dort gewohnt und Gott ihm mit großem Jammer" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mit grozem jamer den lip, nu saz der meiger und sin wip und ir dohter, die maget, von der ich üch e han gesaget, bi im in ir unmüzikeit unde begunde clagen irs herren leit. die klage tet in michel not, wan sü vorhten, daz sin tot", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: seinen Leib gequält hatte, da saß einmal der Meier und sein Weib und ihre Tochter, das Mädchen, von der ich euch schon erzählt habe, bei ihm in ihrer Unruhe, und sie fing an zu klagen über das Leiden ihres Herrn. Zu solcher Klage wurden sie schwer gedrängt, denn sie fürchteten, dass sein Tod" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sü sere solte letzen und vil gar entsetzen eren unde guotes, und daz herters muotes würde ein ander herre. sü gedahten also verre, bitze daz dirre selbe buman alsus fragen began,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ihnen Schmerz und Verletzung zufügen und sie ganz hinausstoßen würde aus Ansehen, Hab und Gut, und dass von härterem Gemüt ein anderer Herr sein würde. Sie hatten so lange darüber hin und her gedacht, bis dass besagter Bauer zu folgender Frage anhob." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Er sprach: ›liber herre min, möht es mit üwern hulden sin, ich fragete vil gerne: so vil zuo Salerne von arzenien meister ist, wie kumet, daz ir dekeines list zuo üwerme ungesunde niht geraten kunde?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Er sprach: ›Mein lieber Herr, wenn es mit eurer Huld möglich ist, so wollt’ ich gerne fragen: Wenn es doch zu Salerno so viele Magister der Arzneikunst gibt, wie kommt es, dass die Gelehrsamkeit von keinem für euren Mangel an Gesundheit irgendeine Abhilfe wusste?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: herre, des wundert mich.‹ do holte der arme Heinrich tieffen süfzen von herzen. mit bitterlichem smerzen, mit solicher ruwe er do sprach, daz ime der süfze daz wort zerbrach: ›ich han disen schemelichen spot vil wol gedienet umbe got,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Herr, das würde ich gern wissen!‹ Darauf holte der arme Heinrich tiefes Seufzen aus dem Herzen. Mit bitterem Schmerz, mit solcher Trauer sprach er dann, dass der Seufzer ihm das Wort zerbrach: ›Ich habe diese beschämende Verspottung um Gottes Willen ganz gewiss verdient!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wan du sehe wol hie vor, daz hoch offen stuont min tor nach weltlicher wünne und daz nieman in sime künne sinen willen baz hette, den ich, und waz daz doch unmügelich, wan ich enhete nüt vil gar. do nam ich sin vil cleine war,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Denn du hast früher gewiss bemerkt, dass mein Tor hoch offen stand für die Wonne der Welt, und dass keiner in seinem Geschlechte mehr seinen Willen hatte als ich. Und doch war das ein Ding der Unmöglichkeit, denn ich hatte eigentlich gar nichts. Damals habe ich nur wenig von dem bemerkt," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der mir daz selbe wünschleben von sinen gnaden hette gegeben. Daz herze mir do also stuont, als alle welt toren tuont, den daz saget ir muot, daz sü ere unde guot ane got mügen han. sus troug ouch mich min tumber wan,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der mir all dies Wunschleben in seiner Gnade geschenkt hat. Das Herz stand mir damals so, wie alle Welt-Toren handeln, denen ihr Bewusstsein eingibt, dass sie Ansehen, Hab und Gut ohne Gott haben können. So trog auch mich meine ahnungslose Vorstellung," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wan ich in lützel ane sach. von der gnaden mir geschach, vil eren und guotes. do do des hohen muotes den hohen portener bedros, die selden porte er mir beslos; do kum ich leider niemer in, daz verwarhte mir min tumber sin.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: denn ich habe nur wenig auf ihn geschaut. Von der Gnade ist mir so viel an Ansehen, Hab und Gut geschehen. Als dann diese hohe Selbsteinschätzung dem hohen Pförtner zum Verdruss wurde, verschloss er die Pforte der Glückseligkeit vor mir; da komm ich leider nimmermehr hinein – das hat mein ahnungsloser Verstand mir verwirkt." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: got hat durch rache an mich geleit ein sus gewante siecheit, die nieman von mir mag erlösen. nu versmahent mich die bösen, die biderben ruochen min niht. swie böse er ist, der mich gesiht, des böser muos ich dannoch sin: sin unwert tuot er mir schin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Gott hat mir zur Strafe eine Krankheit auferlegt, die so geartet ist, dass sie niemand von mir loszumachen vermag. Nun bin ich für die Niedrigen eine Schmach und die Hohen kümmern sich nicht um mich. Wie niedrig der auch ist, der mich ansieht, ich muss ihm noch viel niedriger sein. Seinen Unwert zeigt er an mir:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: er wurfet die ougen abe mir. nü schinet erst an dir dine truwe, die du hast, daz du mich siechen bi dir last unde von mir nüt enflühest; swie du mich nüt enschühest und swie ich nieman liep si dan dir, swie dines heiles ste an mir,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Er wendet die Augen weg von mir. Nun erst zeigt sich an dir deine Treue, die du hast, dass du einen Kranken wie mich bei dir sein lässt und nie vor mir fliehst. Wie du keine Scheu vor mir hast, und wie ich niemandem angenehm bin außer dir, wie sehr dein Heil auch an mir hängt –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du vertrügest doch wol minen tot. nu wes unwert und wes not wart ie zer welte merre? hie vor was ich din herre und bin din dürftige nu. min lieber frünt, nu koufest du und min gemahel und din wip an mir den ewigen lip,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: du würdest doch wohl meinen Tod ertragen! Wessen Geringschätzung und wessen Not ward je größer in dieser Welt? Vordem war ich dein Herr, und jetzt bin ich der, der deiner bedarf. Mein lieber Freund, du erkaufst dir jetzt, und so auch mein Gemahlchen und dein Weib, das ewige Leben an mir," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz du mich siechen bi dir last. des du mich gefraget hast, daz sage ich dir vil gerne: ich kam zu Salerne, do kunde ich kein meister vinden, der sich min underwinden getörste oder wolte, wan do mit ich solte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: indem du mich Kranken bei dir bleiben lässt. Das, was du mich gefragt hast, das will ich dir sehr gern sagen: Ich kam nach Salerno, da konnte ich keinen Magister finden, der sich meiner anzunehmen getraut oder gewollt hätte. Denn das, womit ich hätte sollen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: minre sühte genesen, daz muoste eine soliche sach wesen, die in der welte nieman mit nihte gewinnen kan. Mir wart niht anders do gesaget, wan daz ich müste han eine maget, die volle manbere und ouch des willen were,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: genesen von meiner Krankheit, das hätte eine solche Sache sein müssen, die in dieser Welt niemand und auf keine Art und Weise gewinnen kann. Nichts andres ward mir da gesagt, als dass ich eine Jungfrau haben müsste, die gerade ganz mannbar und außerdem des festen Willens wäre," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü den tot durch mich litte unde man si zuo dem herzen snitte, und mir were niht anders guot wan von irme herzen das bluot. nu ist genuog unmügelich, daz ir dekeine durch mich gerne lide den tot. des muos ich schentliche not", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: den Tod für mich zu erleiden, und man sie bis zum Herzen aufschneiden müsste, und nichts andres wäre für mich gut, als das Blut von ihrem Herzen. Nun ist das aber unmöglich genug, dass eine von ihnen für mich freiwillig den Tod erleiden wollte. Deshalb muss ich diese schändliche Not" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: tragen unz an min ende. daz mirs got schiere sende.‹ daz er dem vatter hatte gesagt, das erhorte ouch die reine magt, wan es hette die vil süze irs lieben herre füze stande in irre schozen. men möhte wol genozen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: bis an mein Ende tragen. Dass Gott mir das bald sende!‹ Was er dem Vater gesagt hatte, das hatte auch die reine Jungfrau gehört; denn es hatte diese Allersüßeste die Füße ihres geliebten Herrn in ihrem Schoße stehen. Es ließe sich wohl vergleichen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ir kintlich gemüte hin zuo der engel güte. sinre rede nam sü war und merkete sü ouch gar, sü enkam von irme herzen nie bitze man des nahtes slaffen gie. do sü zuo irs vatter füzen lag und ouch irre muoter, so sü pflag,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ihr kindliches Gemüt damit, wie gut die Engel sind. Sie nahm alles, was er sagte, wahr und merkte es sich auch gut, es kam nicht mehr aus ihrem Herzen bis man zur Nacht schlafen ging. Als sie zu Füßen ihres Vaters lag, und auch ihrer Mutter, wie sie immer tat," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde sü beide entslieffen, manigen süfzen tieffen holte sü von herzen, umbe irs herren schmerzen wart ir ruwe also groz, daz ir ougenregen begoz der slaffenden füsze. sus erwachete si die süze.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und die beiden eingeschlafen waren, holte sie so manchen tiefen Seufzer aus ihrem Herzen herauf. Um die Schmerzen ihres Herrn ward ihre Trauer so groß, dass ihr Augenregen begoss die Füße der Schlafenden. So weckte die Süße sie auf." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Do sü der trehene enpfunden, sü erwacheten und begunden sü fragen, was ir wære unde welre hande swære sü also stille möhte clagen. nu enwolte sü es in niht sagen, und do ir vatter aber tæte vil manige trou unde bette,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Als sie die Tränen spürten, erwachten sie und fingen an, sie zu fragen, was ihr wäre und über welcherlei Beschwerden sie wohl so stille vor sich hin klagte. Nun wollte sie’s ihnen nicht sagen. Und da ihr Vater sie aber vielmals bedrohte und bat," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü es eime wolle sagen, sü sprach: ›ir möhten mit mir leitclagen. was möht uns me gewerren, den umbe unsern herren? daz wür den süllent verliesen unde mit eime verkiesen, beide guot und ere! wür gewinnent niemer mere", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie’s ihm sagen wolle, sprach sie: ›Ihr solltet mit mir wehklagen! Was könnte uns schlimmer sein als das mit unserm Herrn? Dass wir den verlieren sollen und mit ihm nichts mehr sehen von unserm Hab und Gut und unsrer Ehre! Wir bekommen niemals mehr" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dekeinen herren also guot, der uns tuo, das er uns tuot.‹ Sü sprachent: ›dohter, du hest war. nu frumet uns leider niht ein har unser ruwe und die clage. liebes kint, da von getage; es ist uns also leit so dir. leider nu enmüge wir", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: einen so guten Herrn, der das für uns tut, was er uns tut.‹ Sie sprachen: ›Tochter, du hast recht. Nun hilft uns leider nicht um ein Haar unsre Trauer und die Klage. Liebes Kind, schweig also davon! Es bereitet uns so viel Leid wie dir. Leider können wir ihm nun" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ime zu keinen statten komen. got, der hat in uns benomen. und hete es ieman anders getan, der müsse unsern fluoch han.‹ alsus gesweigeten sü si do. die naht bleip sü unfro und morne allen den tag. swas ieman anders pflag,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mit nichts helfen. Gott, der hat ihn uns genommen – und hätte es jemand anders getan, der müsste unsern Fluch tragen.‹ So brachten sie sie dann zum Schweigen. Die Nacht wurde sie nicht mehr froh, und so auch den ganzen folgenden Tag. Was immer jemand sonst machte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dis enkam von irme herzen nie bitze men des andern nahtes gie slaffen nach gewonheit. do sü sich hette geleit an ir alte bettestat, sü bereitete aber ein bat mit weinenden ougen; wan sü truog tougen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ihr kam dies nie aus dem Herzen, bis man die andere Nacht wie gewöhnlich schlafen ging. Als sie sich niedergelegt hatte an ihrer alten Stelle im Bett, bereitete sie wieder ein Bad mit weinenden Augen; denn insgeheim trug sie," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nahe in ir gemüte die alre meiste güte, die ich von kinde ie vernam. welich kind getet och ie alsam? des einen sü sich gar verwag: gelebete sü morne den tag, daz sü binamen ir leben umbe irn herren wolte geben.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ganz nah in ihrem Gemüt, die allergrößte Güte, die ich je von einem Kinde gehört habe. Welches Kind würde sich auch je so verhalten? Sie sah nur ein Einziges, das ihr wichtig war: Wenn sie den morgigen Tag erleben sollte, dass sie wirklich und wahrhaftig ihr Leben um ihren Herrn geben wollte." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Von den gedanke wart sü do vil ringes muotes und fro und hette dekeine sorge me, wan eine vorhte, die tet ir we: so süz irme herren sagete, daz er dar an verzagete, und swenne süz in allen drin getete kund, daz sü an in", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Von diesem Gedanken ward sie dann ganz leichten Muts und froh und hatte keinerlei Sorgen mehr, bis auf eine Befürchtung, die ihr weh tat: Wenn sie’s ihrem Herrn sagen würde, dass der darüber verzagen könnte, und wenn sie’s ihnen allen dreien bekannt gäbe, dass sie bei ihnen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der gehenge niht enfünde, daz mens ir iht günde. des wart so groz ir ungehabe, das ir vatter dar abe und ir muoter wart erwaht, als ouch an der vörder naht. sü rihten sich uf zuo ir und sprachent: ›sich, was wurret dir?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: keinen willfährigen Zügel finden und man’s ihr nicht vergönnen würde. Davon wurde sie so unruhig, dass ihr Vater davon, und ihre Mutter, geweckt wurden, wie schon in der Nacht zuvor. Sie richteten sich auf zu ihr und sprachen: ›Jetzt schau, was hast du denn Schlimmes?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du bist vil alwere, das du so manige swere von solicher clage hast angenomen, der nieman mag zem ende komen! Warumbe lastu uns niht slaffen?‹ sus begunden sü si straffen, was ir die clage dohte, die nieman doch enmöhte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Du bist doch albern, dass du so viel Beschwerden mit solcher Klage dir auflädst, die doch niemand zu einem Ziel führen kann. Warum lässt du uns nicht schlafen!‹ So begannen sie, sie zu schimpfen: Was ihr denn die Klage brächte, für die doch niemand" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: verenden noch gebüzen. sus wanden sü die süzen gesweigen an der selben stunt. do waz ir wille in vil unkunt. sus entwürtete in die maget: ›als uns min herre hat gesaget, so mag man in vil wol ernern. zwar ir went mirs denne wern,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ein Ziel noch Abhilfe hätte? So glaubten sie, die Süße umgehend zum Schweigen zu bringen. Aber sie wussten nichts von ihrem Willen. So antwortete ihnen also das Mädchen: ›Wie uns mein Herr gesagt hat, so kann man ihn sehr wohl retten. Wahrlich, wenn ihr’s mir nicht verwehren wollt," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so bin ich zuo sinre arzenie guot. ich bin ein maget und han den muot, e ich in sihe verderben, ich wil e für in sterben!‹ Von dirre reden wurden sü do trurig beide und unfro, beide muoter unde vatter. sine dohter die batt er,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dann bin ich für ihn als Arznei gut. Ich bin eine Jungfrau und ich bringe den Mut auf, bevor ich ihn in seinem Verderben sehe, will ich eher für ihn sterben!‹ Von diesem Reden wurden sie da traurig beide und freudlos, beide, Mutter und Vater. Er bat seine Tochter," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü die rede lieze unde ir herren gehieze, daz sü geleisten möhte, wan ir dis niht endohte. er sprach: ›dohter, du bist ein kint unde dine truwe, die sint zuo gros an disen dingen. du enmahtes nüt für bringen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie solche Rede unterlassen solle und ihrem Herrn nur das verheißen, was sie auch zu leisten vermöchte, denn dies hier käme ihr nicht zu. Er sprach: ›Tochter, du bist ein Kind, und deine Treue ist in diesen Dingen allzu groß. Du kannst das nicht aufbringen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: alse du uns hie hast verjehen. du hast des todes niht gesehen: swen es dir komet uf die frist, das des dekein rat ist, du enmüzest sterben, und möhtest du denne erwerben, du lebetest gerner dannoch! wan du enkæme in nie leider loch.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so wie du uns das hier vorgetragen hast. Du hast den Tod nicht gesehen. Wenn es für dich an die Zeit kommt, dass keine Hilfe mehr ist, und du sterben musst, und du könntest irgend erreichen – du würdest leben, viel lieber, trotz allem! Denn in ein schlimmeres Leidensgefängnis bist du nie gekommen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: da von tuo zuo dinen munt. unde wurstu für dise stunt der rede iemer me lut, es got dir uffe dine hut!‹ alsus so wande er sü do bede mit bette und mit dro gesweigen. do enmöhte er. sus antwürtet ime sin tohter:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Halt also darüber den Mund! Und lässt du jetzt noch einmal solche Rede laut werden, dann gibt’s was auf die Haut!‹ Gradso also glaubte er nun, sie mit Bitten und Drohen zum Schweigen zu bringen. Aber das konnte er nicht. Seine Tochter antwortete ihm so:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ›Vatter min, swie tump ich si, mir wonet iedoch die witze bi, das ich von sage wol die not erkenne, daz des libes tot ist stark unde strenge. swer ouch denne die lenge mit erbeiten leben sol, dem ist iedoch niht so wol,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ›Vater mein, wie unerfahren ich auch bin, ich besitze doch soviel Verstand, dass ich vom Hörensagen von der Not weiß, dass der Tod für den Leib schwer und schlimm ist. Wenn einer aber auf die Dauer ein Leben voller Mühsal leben soll, dem ist gewiss auch nicht so wohl." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wanne swen er hie geringet, und uf sin alter bringet den lip mit michelre not, so mus er liden doch den tot. ist ime die sele denne verlorn, so wer er besser ungeborn. es ist mir komen uf daz zil – des ich got iemer loben wil –,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Denn wenn er hier um’s Überleben ringt, und bringt bis ins Alter sein Leben mit großer Not, so muss er den Tod gleichwohl erleiden. Ist ihm aber dann die Seele verloren, so wäre er besser ungeboren. Ich aber sehe das Ziel – und dafür will ich Gott immer loben –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: das ich den jungen lip mag geben umbe das ewige leben. Nu süllent ir mirs nüt leiden. ich wil mir und üch beiden vil harte wol do mitte varn. ich mag üch eine wol bewarn vor schaden und vor leide, als ich üch nu bescheide:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass ich Leib und Leben jung hingeben kann für das ewige Leben. Nun sollt ihr mir’s nicht verleiden! Ich will für mich und für euch zwei einen sehr, sehr guten Weg damit gehen. Ich vermag euch ganz allein wohl zu bewahren vor Schaden und vor Leid; wie, das setze ich euch jetzt auseinander." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ir hant ere und guot, daz meinet mines herren muot, wan er üch leit nie gesprach und ouch das guot nie abe gebrach. die wile, das er leben sol, so stet üwer sache wol. unde laze wür den sterben, so müzen wir verderben.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ihr habt Ansehen und Hab und Gut – das heißt, so wie’s unsers Herrn Absicht ist, indem er euch nie etwas zu Leide gesagt, noch das Hab und Gut je auch nur angetastet hat. So lange er also leben wird, so steht’s um eure Sache gut. Und wenn wir den sterben lassen, so muss das unsrer Verderben sein." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: den wil ich uns fristen mit also schönen listen, do mitte wür alle sint genesen. nu günnet mirs, wan es muos wesen.‹ Die muoter weinende sprach, do sü der tohter ernest ersach: ›gedenke, dohter, liebes kint, wie gros die arbeite sint,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ihn will ich uns erhalten mit einer so schönen Tat, mit der wir alle gerettet sind. Nun gönnt mir’s, denn es muss sein!‹ Die Mutter sprach weinend, als sie den Ernst der Tochter sah: ›Denke daran, Tochter, liebes Kind, wie groß die Mühen sind," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die ich durch dich erlitten han, und lo mich bessern lon enphan, dan ich dich höre sprechen. du wilt mir min herze brechen! senfte mir der rede ein teil. joch wiltu alles din heil an uns verwürken wider got. wan gedenkest du an sin gebot?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die ich um dich erlitten habe, und lass mich bessern Lohn empfangen, als ich dich sagen höre. Du willst mir das Herz brechen! Mach mir deine Rede ein wenig sanfter. Wahrlich, du willst all dein Heil an uns verwirken, gegen Gott. Denkst du denn nicht an sein Gebot?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: joch gebot er und bat er, daz man muoter und vatter minne und ere biete, und geheisset daz zemiete, daz der selen rat werde und lange leben uf der erde. du sprichest, du wellest din leben umbe unser beide fröide geben;", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Hat er doch wahrlich geboten und gebeten, dass man Mutter und Vater Liebe und Ehre erweise, und verheißt das als Gegengabe, dass der Seele Errettung zuteil wird und langes Leben auf der Erde. Du behauptest, du wollest dein Leben um unser beider Freude hingeben;" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du wilt zwar uns beiden das leben vaste leiden. wan daz din vatter und ouch ich gerne lebent, das ist durh dich. joch soltu, liebe dohter min, unser beider fröide sin, gar unsers libes wünne, ein bluome in dime künne,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: du willst uns beiden in Wahrheit das Leben schwerst verleiden. Dass dein Vater und auch ich gerne leben, das ist um deinetwillen! Wahrlich, du sollst, meine liebe Tochter, unser beider Freude sein, nichts als unsers Lebens Wonne, eine Blüte in deinem Geschlecht," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unsers alters ein stap. unde laz uns über din grap gesten von dinen schulden, du muost von gottes hulden iemer sin gescheiden; daz koufest an uns beiden!‹ sü sprach: ›muoter, ich getruwe dir und minen vatter her zuo mir", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ein Stecken und Stab unsers Alters. Und lass uns nur über deinem Grab stehen durch deine eigene Schuld, so musst du von Gottes Hulden für ewig getrennt sein – das erkaufst du an uns beiden!‹ Sie sprach: ›Mutter, ich traue dir und meinem Vater für mich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: aller der gnaden wol, der vatter unde muoter sol leisten irme kinde, als ich es wol bevinde an üch aller tegelich. von üwern gnaden han ich die sele und einen schönen lip. mich lobet man unde wip", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: all die Gnade wohl zu, die ein Vater und eine Mutter ihrem Kind gewähren soll, wie ich das wohl erfahre von euch beiden jeden einzelnen Tag. Von euern Gnaden habe ich die Seele und einen schönen Leib. Mann und Frau rühmt mich," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und alle, die mich sehende sint, sprechent, ich si daz schönste kint, das sü zer welte hant gesehen. wen solt ich der gnaden jehen me dan üch zwein, nach gotte? des sol ich nach üwerm gebotte iemer me vil gerne stan. wie michel reht ich der zuo han!", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und alle, die mich zu sehen bekommen, sprechen, ich sei das schönste Kind, das sie in der Welt gesehen haben. Wem sollte ich solche Gnade danken, mehr als euch zweien, nach Gott? Deshalb soll und werde ich zu eurem Gebot für immer mit allem Begehren stehen. Welch großes Recht muss mir das sein!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Muoter, seliges wip, sit ich nu sele und lip von uwern genaden han, so lant es an uwern hulden stan, das ich ouch die beide von dem tüfel scheide unde mich gotte müze geben. joch ist dirre welte leben", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Mutter, glückselige Frau, weil ich nun Seele und Leib von euern Gnaden habe, so lasst es mit euern Hulden zu, dass ich diese beiden auch vom Teufel fernhalte und mich Gott geben darf. Wahrlich, für diese Welt leben" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nuwent der sele verlust! ouch hette mich weltlich gelust unze her noch niht berüret, der hin zer hellen füret. nu wil ich gotte gnade sagen, daz er in minen jungen tagen mir die sinne hat gegeben, daz ich uf dis bröde leben", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ist nichts als der Verlust der Seele! Auch hat mich weltliches Gelüsten bisher noch nicht angerührt, das da zur Hölle hinführt. Nun will ich Gottes Gnade danken, dass er in meinen jungen Tagen mir solche Sinne gegeben hat, dass ich auf dieses zerbrechliche Leben" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich ��bernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ahte harte cleine. ich wil mich alsus reine entwürten in gottes gewalt. ich vörhte, solt ich werden alt, daz mich der welte süze zuhte under die füze, alse sü vil manigen hat gezogen, den ouch ir süze hat betrogen.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: nur sehr wenig Acht gebe. Ich will mich, rein wie ich bin, in Gottes Walten überantworten. Ich fürchte, sollte ich alt werden, dass mich die Süße der Welt unter ihre Füße zerren würde, wohin sie schon so manchen gezerrt hat, den sie auch mit ihrer Süße betrogen hat." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so wurde ich lihte gotte entsaget. gotte müz es sin geklaget, daz ich unze morne leben sol; mir behaget die welt nüt so wol. ir meiste liep ist herzeleit, daz si üch für war geseit, ir süzer lon ein bitter not, ir lang leben ein bitter tot.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: So würde man mich leicht Gott absprechen. Gott muss es geklagt sein, dass ich bis morgen leben soll – so wohl behagt mir diese Welt nicht! Das meiste ihrer Annehmlichkeit ist Herzeleid, das sei euch fürwahr gesagt, ihr süßer Lohn eine bittere Not, ihr Langleben ein bittrer Tod." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wir hant nüt gewisses me, wanne hüte wol unde morne we und ie ze jüngest der tot. daz ist eine jemerliche not! es enschirmet geburt noch guot, schöne, sterke noch hoher muot, es enfrumet weder tugend noch ere für den tot niht mere", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Wir haben nicht mehr an Gewissheit, als heute wohl und morgen weh und zuletzt immer der Tod – das ist eine jammervolle Not! Es beschirmt einen weder Geburt noch Hab und Gut, Schönheit, Stärke, noch hohes Selbstbewusstsein, es helfen weder Tugend noch Ehre vor dem Tod, nicht mehr" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: den ungeburt und untugent. unser leben unde unser jugent ist ein nebel unde ein roup; unser stete bibent als ein loup. er ist ein vil verschaffen gouch, der gerne in sich vasset den rouch, es si wip oder man, der dis niht wol bedenken kan", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: als Un-Geburt und Untugend. Unser Leben und unsere Jugend ist ein Nebel und ein Raub; unsre Beständigkeiten bibbern wie Laub. Der ist ein missgeschaffner Depp, der freiwillig Gefäß für den Rauch sein will – es sei Frau oder Mann – der dies nicht recht zu bedenken weiß" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und ouch der welte nach volgende ist, wan uns ist über den fulen mist der pfellor hie gespreitet; swen nu der blig verleitet, der ist zuo der hellen geborn und enhet niht me verlorn, wan beide sele und lip. nu gedenkent, seliges wip,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und auch der Welt nachfolgen will; denn uns ist über den faulenden Mist seidenes Tuch hier gespreitet! Wen nun dieser Glanz verleitet, der ist zur Hölle geboren, und er hat nicht mehr verloren, als die Seele und Leib und Leben! Nun gedenkt, glückselige Frau," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: müterlicher truwe unde senftent üwere ruwe, die ir do habent umbe mich, so bedenket ouch der vatter sich; ich weis wol, das er mir heiles gan. er ist ein also bider man, daz er erkennet wol, daz ir unlange doch mit mir", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mütterlicher Treue und besänftigt eure Traurigkeit, die ihr da um mich habt; so bedenkt sich auch der Vater; ich weiß wohl, dass er mir alles Heil gönnt. Er ist so ein aufrechter Mann, dass er sehr wohl erkennt, dass ihr doch nur noch unlange mit mir" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: üwer fröide mügent han, ob ich joch lebende bestan. blib ich ane man bi iü zwei jar oder drü, so ist min herre lihte tot und koment in so groze not vil lihte von armuot, daz ir mir alsoliches guot", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eure Freude haben könnt, wenn ich weiter das Leben bestehe. Bleibe ich ohne Mann bei euch zwei Jahre oder drei, so ist mein Herr wahrscheinlich tot und wir kommen in so große Not, sehr wahrscheinlich, von Armut, dass ihr mir entsprechendes Gut" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: zuo einem manne nüt mügen geben, ich enmüze alse swache leben, daz ich üch lieber were tot. nu verswigen wür aber der not, das uns niht enwerre und uns min liber herre were und also lange lebe, unze das man mich zuo ein manne gebe,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: zu einem Mann nicht zu geben vermögt, oder ich müsste dermaßen jämmerlich leben, dass ich lieber tot wäre. Nun schweigen wir aber von solcher Not, dass uns nichts passiert und uns mein lieber Herr bleibe und so lange lebe, bis dass man mich an einen Mann vergibt," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der riche si unde wert, so ist geschehen, des ir do gert, und wænent, mir si wol geschehen. anders hat min muot verjehen: würt er liep, daz ist ein not, wurt er mir leit, daz ist der tot. wan so han ich iemer leit und bin mit ganzer erbeit", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der reich ist und würdig, dann wird das geschehen sein, was ihr da begehrt, und ihr werdet glauben, mir sei wohl geschehen. Mein Gemüt hat mir jedoch andres gesagt: Wird er mir lieb – das ist eine Not, wird er mir leid – das ist der Tod. Und ich werde immer Leid haben und bin mit nichts als Last" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gescheiden von gemache mit maniger hande sache, die den wiben wirret und sü zuo fröiden irret. Nu setzent mich in den vollen rat, der do niemer zergat. min gert ein frier buman, dem ich wol mines libes gan.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: geschieden von aller Bequemlichkeit mit mancherlei Angelegenheit, die den Frauen nicht zupass kommt und sie von Freuden abbringt. Drum versetzt mich in die Fülle von Haus- und Heirat, die da nimmer vergeht! Mich begehrt ein freier Bauer, dem ich wohl mein Leib und Leben vergönne." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: zwar dem süllent ir mich geben, so ist geschaffet wol min leben. ime get sin pfluog harte wol, sin hof ist alles rates voll, do enstirbet weder ros noch daz rint, do enmügent die weinenden kint, do enist weder ze heis noch ze kalt, do wurt von jaren nieman alt,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Dem, wahrlich, sollt ihr mich geben, So ist mit meinem Leben alles wohl beschaffen. Ihm geht sein Pflug einwandfrei, sein Hof ist voll mit allem, was man braucht, enist da machen keine weinenden Kinder Mühen da ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt, da wird niemand alt an Jahren –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der alte wurt junger, do enist frost noch hunger, do enist dekeinre slahte leit, do ist ganze fröide an arbeit. zuo dem wil ich mich ziehen und solichen bu fliehen, den daz für unde der hagel sleht und der wag abe tweht,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der Alte wird wie ein Junger, da ist kein Frost noch Hunger, da ist kein wie immer geartetes Leid, da ist ganze Freude ohne Last. Bei dem will ich einziehen und all solchen Ackerbau fliehen, den das Feuer und der Hagel schlägt und die Wasserflut wegwäscht," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mit dem men ringet und ie rang. swaz men daz jar alse lang dar uf gearbeiten mag, daz verlüret schiere ein halber tag. den bu den wil ich lazen, er si von mir verwazen. ir minnent mich, das ist billich. nu sihe ich gerne, daz mich", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mit der man ringt und immer gerungen hat. Was man so ein ganzes langes Jahr an Arbeit da aufwenden mag, das verliert im Handumdrehen ein halber Tag. Den Ackerbau will und werde ich lassen, er sei von mir verflucht! Ihr minnt mich, das ist recht und billig – nun seh ich gerne, dass mir" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: uwer minne iht unminne. ob ir üch rehter sinne an mir verstan künnent und ob ir mir günnent beide guotes unde eren, so lant mich keren ze unserme herren Ihesu Crist, des gnade also stete ist,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eure Minne nicht zur Unminne wird. Wenn ihr euch zu rechtem Sinn für mich verstehen könnt und wenn ihr mir vergönnt Hab und Gut wie Ehren, so lasst mich heimkehren zu unserm Herrn Jesu Christ, dessen Gnade so stetig ist," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: das sü niemer zergat unde ouch zuo mir armen hat also groze minne, alse zuo einre küniginne. Ich sol von minen schulden us üwern hulden niemer komen, wil es got. es ist gewisse sin gebot,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie nimmer zergeht, und auch für eine Arme wie mich eine so große Minne bereithält, wie für eine Königin. Ich werde nie schuld daran sein, dass ich aus euren Hulden komme, wenn Gott so will. Gewiss ist es sein Gebot," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz ich üch si undertan, wan ich den lip von üch han. das leist ich ane ruwe. ouch sol ich mine truwe an mir selber nüt brechen. ich horte ie das sprechen, swer den andern frowet so, daz er selber wurt unfro,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass ich euch untertan sei, weil ich Leib und Leben von euch habe – das leiste ich und das reut mich nicht. Doch ich werde auch meine Treue zu mir selber nicht brechen. Ich hörte immer, dass die Leute sagen: wer den andern so erfreut, dass er selber unfroh wird," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde swer den andern krönet unde sich selber hönet, der truwen ist ein teil ze vil. gerne ich üch des volgen wil, daz ich üch truwe leiste, und mir selber doch die meiste. went ir mir wenden min heil, so laz ich üch vil liht ein teil", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und wer den andern krönt und sich selber dabei verhöhnt – solcher Treue ist etwas zuviel. Gerne will ich euch darin folgen, dass ich euch Treue leiste, und mir selber doch die allermeiste! Wollt ihr mir mein Heil fortnehmen, so lasse ich euch womöglich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: e nach mir geweinen, ich enwelle mir erscheinen, wes ich mir selber schuldig bin. ich wil iemer do hin, do ich ganze fröide vinde. ir hant doch me kinde – die lant uwer fröide sin und getröstent ir üch min.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eher um mich weinen, als dass ich mir nicht augenscheinlich machen wollte, was ich mir selber schuldig bin. Ich will für alle Zeit dort hin, wo ich ganze Freude finde. Ihr habt doch mehr Kinder; die lasst eure Freude sein und tröstet ihr euch über mich." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wan mir mag daz nieman erwern, zwar ich enwelle ernern minen herren unde mich. muoter, joch horte ich dich clagen unde sprechen e, es tete dime herzen we, soltestu obe mime grabe stan; des wurstu harte wol erlan:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Denn mir kann das niemand verwehren, wahrhaftig, dass ich retten will und werde meinen Herrn und mich. Mutter, ich hab dich doch gehört, wie du vorhin geklagt und gesprochen hast, es würde deinem Herzen weh tun, solltest du über meinem Grabe stehen. Das wird dir aufs beste erlassen:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du stast obe mime grabe niht, wan do mir der tot geschiht, daz enlat dich nieman sehen. es sol zuo Salerne geschehen, do sol uns viere der tot lösen von der hellen und von den geisten bösen. des todes, des genese wir unde ich doch verre baz dan ir.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Du wirst nicht über meinem Grabe stehn, denn wenn mir der Tod geschieht, das lässt dich niemand sehen. Zu Salerno soll es geschehen, da soll uns vier der Tod erlösen von der Hölle und von den bösen Geistern. Von dem, von eben diesem Tod gehen wir ins Leben und ich doch weit besser denn ihr.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Do sü daz kint do sahen zuo dem tode sa gahen unde es so wisliche sprach unde menslich reht zerbrach, sü begunden ahten under in, daz die wisheit und den sin niemer erzöigen kunde kein zunge von kindes munde.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Als sie das Kind da sahen, wie es so auf den Tod zueilte und wie es so klug und weise sprach und dabei Menschenrecht zerbrach, kamen sie alsbald überein, dass diese Weisheit und diesen Sinn nimmermehr zu zeigen wüsste irgendeine Zunge aus Kindermund." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sü sprachen, daz der heilige geist der rede were ir volleist, der ouch sancten Niclaweses pflag, do er in der wagen lag unde in die wisheit lerte, daz er zuo gotte kerte sine kintliche güte. und dahten in ir gemüte,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Sie sprachen, dass der Heilige Geist dieser Rede ihr Verfasser wäre, der sich auch Sankt Niklauses angenommen hatte, als er in der Wiege lag und die Weisheit ihn lehrte, dass er zu Gotte wendete all das Gute, das in ihm als Kind war. Und dachten in ihrem Gemüte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü niht enwollten sü wenden, noch ensolten, des sü sich hette an genomen; der wille si ir von gotte komen. von jamer erkaltet in der lip. do der meiger und sin wip an den bette sazen und vil gar vergazen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie keinesfalls wollten sie abbringen (und sollten das auch nicht tun), von dem, was sie sich vorgenommen hatte – der Wille sei ihr schließlich von Gott gekommen. Von Jammer wurde ihnen der Leib kalt. Als der Meier und sein Weib an dem Bett saßen, und ganz und gar vergaßen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: durch des kindes minne der zungen unde der sinne, so zuo derselben stunden ir enweders enkunde ein einig wort gesprechen. daz gegihte begunde brechen die muoter von leide. sus gesazen sü beide,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: aus Minne zu dem Kind, auf die Zungen und auf die Sinne, in eben dem selben Moment wusste keins von beiden auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Die Schmerzrede fing an die Mutter aus Leid zu brechen. So saßen sie da beide," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ruwig unde unfro, bitze sü sich bedahtent do, waz in ir truren dohte, so men doch niht enmöhte benemen irn willen und iren muot, so enwere in niht also guot, so daz sü irs wol gunden, wan sü doch niht enkunden", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: trauervoll und unfroh, bis sie sich endlich bedachten, wozu ihr Trauern nütze wäre. Wenn man doch nicht vermöchte, ihr den Willen zu nehmen und ihren Mut, so wäre ihnen nichts zu gut, als dass sie ihr’s nicht wohlvergönnten, weil sie doch nicht wussten," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ir niemer werden ane bas. enphiengen sü der rede has, es möhte in umbe irn herren vil harte wol gewerren; und verviengen anders nüt do mitten. mit vil willeclichen sitten sprachen sü beide do, daz sü der rede werent fro.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie sie sie je besser hergeben könnten. Würden sie mit Abwehr auf des Mädchens Rede reagieren, es könnte ihnen ihres Herren wegen wohl größten Schaden anrichten – und nichts anderes wäre die Wirkung davon. Ganz und gar willfährig geworden sprachen sie beide dann, dass sie über ihre Rede froh wären." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Des frowete sich die reine maget. do es vil kume was getag, do gie sü, do ir herre slief; sin trut gemahel ime rief, sü sprach: ›herre, slaffent ir?‹ ›nein ich, gemahel, sage mir, wie bistu hüte uf so fruo?‹ ›herre, da twinget do mich derzuo", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Darüber freute sich das reine Mädchen. Und kaum war der Tag gekommen, ging sie dahin, wo ihr Herr schlief. Sein Trautgemahl rief ihn an, sie sprach: ›Herr, schlaft ihr?‹ ›Nicht doch, Gemahlchen, sage mir, wie bist du heute so früh auf!‹ ›Herr, da zwingt jetzt mich dazu" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der jamer uwerre siecheit.‹ er sprach: ›gemahel, daz ist dir leit, daz erzöigest du an mir wol, alse es dir gott vergelten sol. nu mag es dekein ander rat sin.‹ ›entruwen, lieber herre min, uwer wurt vil guot rat, sit es alsus umbe üch stat,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der Jammer über eure Krankheit.‹ Er sprach: ›Gemahlchen, das bereitet dir Leid, das erzeigst du so gut an mir, wie nur Gott dir’s vergelten soll. Da ist nun weiter keine Abhilfe möglich.‹ ›Meinertreu, lieber Herr mein, es wird euch eine sehr gute Abhilfe, da es so um euch steht," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz men üch gehelfen mag, ich engesume üch niemer tag. herre, ir hant uns doch gesaget, ob ir hettent eine maget, die gerne den tot durch üch litte, do soltent ir genesen mitte. die wil ich weis gott selber sin. uwer leben ist nüzer dan daz min.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass man euch zu helfen vermag, lasse ich euch keinen Tag mehr versäumen. Herr, ihr habt uns doch gesagt, wenn ihr ein Mädchen hättet, die gerne den Tod für euch leiden würde, da solltet ihr damit genesen. Die will ich, weißgott, selber sein. Euer Leben ist zu mehr nütze als das meine.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Do gnadete ir der herre des willen harte verre und ervolleten im die ougen von jamer also tougen. er sprach: ›gemahel, joch ist der tot ie doch niht eine senfte not, alse du dir lihte hast gedaht. du hest mich des wol innen braht:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Da dankte ihr der Herr für diese Absicht über alle Maßen und die Augen füllten sich ihm von Jammer ganz heimlich. Er sprach: ›Gemahlchen, es ist aber der Tod wahrlich keine so sanfte Not, wie du dir vielleicht gedacht hast. Du hast mir das wohl nahegebracht:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: möhtestu, du hülfest mir. des begnüget mich wol von dir. ich erkenne dinen süzen muot, din wille ist reine und guot. ich ensol ouch nüt me von dir gern. du maht mich des nüt wol gewern, daz du do gesprochen hast. die truwe, die du an mir begast,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Wenn’s dir möglich wäre, würdest du mir helfen – damit hast du weitaus genug für mich getan. Ich erkenne deinen süßen Mut, dein Wille ist rein und gut! Und ich soll und werde nicht mehr von dir begehren. Du kannst mir das beim besten Willen nicht gewähren, wovon du da gesprochen hast. Deine Treue, die du an mir begehst," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die sol dir vergelten got. dis wer der lantlute spot, swaz ich für dise stunde mich arzenien underwünde unde mich doch nüt vervienge, wan als es doch ergienge. gemahel, du tuost alse die kint, die do gehes muotes sint:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die soll dir Gott vergelten. Das brächte uns den Spott der Leute hier: was ich bis diesen Moment mich auf Arzneien eingelassen habe, und wenn die dann bei mir nicht anschlügen und die Dinge ihren bisherigen Gang gingen! Gemahlchen, du tust wie die Kinder, die da spontanen Mutes sind:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swaz den komet in den muot, es si übel oder guot, darzuo ist in allen gach und geruwet si sere dar nach. gemahel, also tuost ouch du: der rede ist dir zemuote nu, der die von dir nemen wolte, so mens denne enden solte,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Was denen ins Gemüt kommt, es sei übel oder gut, da sind sie spontan dafür und danach reut es sie schmerzlich. Gemahlchen, genauso tust du auch. Nach solcher Rede ist dir jetzt zumut, und wenn sie einer von dir annehmen wollte und man es tatsächlich zuende brächte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so geruwes dich vil lihte doch.‹ und daz sü sich ein teil noch bas bedehte, des bat er. er sprach, ›din muoter und din vatter, die enmügent din nüt wol enbern. ich sol ouch niht irs leides gern, die mir ie gnade taten. swaz sü dir beide raten,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dann reut es dich wahrscheinlich doch.‹ Und dass sie sich ein bisschen noch mehr bedächte, darum bat er. Er sprach: ›Deine Mutter und dein Vater, die können dich nicht wohl entbehren. Und ich werde auch nicht deren Leid begehren, die nie etwas andres als gnädig mit mir waren. Was sie beide dir raten," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: liebe gemahel, daz tuo.‹ hie mitte lachete er darzuo, wan er lützel sich versach, das doch sider do geschach. sus sprach er zuo der guoter. der vatter und die muoter sprachent: ›lieber herre, ir hant uns vil verre", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: liebes Gemahlchen, das tu.‹ Und dazu lachte er, denn er wäre kaum auf das gekommen, das doch seither dann geschah. So sprach er zu der Guten. Der Vater und die Mutter sprachen: ›Lieber Herr, ihr habt uns weidlich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: geliebet und geeret; das enwere niht wol bekeret, wir engeltens üch mit guote. unser dohter ist ze muote, daz sü den tot durch üch tol, des günne wir ir harte wol. es ist hüte der dirte tag, das sü uns alles ane lag,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: geliebt und geehrt. Das wäre nun nicht wohlgetan, wenn wir euch das nicht mit allem Guten vergelten. Unserer Tochter ist danach zumut, dass sie den Tod um euretwillen erduldet. Das gönnen wir ihr in jeder Hinsicht. Es ist heute der dritte Tag, dass sie uns immer wieder in den Ohren gelegen hat," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz wür ir sin gunden; nu hat süs an uns funden. nu laz üch got mit ir genesen, wür wellent ir durch üch entwesen.‹ Do ime sin gemahel do gebot für sinen siechtuom irn tot unde man irn ernst ersach, do wart do michel ungemach", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass wir ihr das gönnen sollten. Nun hat sie’s an uns gefunden – nun lasse euch Gott mit ihr genesen. Wir wollen um euretwillen ohne sie sein.‹ Als ihm sein Gemahlchen da geboten hatte ihren Tod für sein Siechtum, und man ihren Ernst wahrnahm, da ward da großes Ungemach" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und jemerliche geberde, manige misliche beswerde huop sich do under in, zwischent den herren und in drin. ir vatter und ir muoter, die erhuoben michel weinen hie, des weinendens tet in michel not umbe irs vil lieben kindes tot.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und jammervolles Gebaren. Manch missliche Beschwernis erhob sich jetzt unter ihnen, zwischen dem Herrn und ihnen dreien. Ihr Vater und ihre Mutter, die erhoben hier großes Weinen. Große Not tat ihnen das Weinen an um den Tod ihres vielgeliebten Kindes." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nu begunde ouch der herre gedenken also verre an des kindes truwe und begreif in ouch ein ruwe, das er sere weinen began und zwifelte vaste der an, weder es besser getan möhte sin oder verlan.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Nun begann auch der Herr ganz nah in sein Denken kommen zu lassen die Treue des Kindes und es ergriff auch ihn ein Traurigsein, dass er schmerzlich zu weinen begann, und zweifelte zutiefst daran, ob es besser getan sein sollte oder unterlassen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: von vorhten weinte ouch die maget, sü wonde, er were daran verzaget. sus waren sü alle unfro, sü gerten keines dankes do. ze jüngest da bedahte sich ir herre, der arme Heinrich, unde begunde sagen in groze gnade allen drin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Aus einer bestimmten Furcht weinte auch das Mädchen: sie glaubte, er wäre daran verzagt. So waren sie alle unfroh, sie begehrten niemands Eingedenken dafür. Am Ende aber bedachte sich ihr Herr, der arme Heinrich, und begann ihnen zu sagen großen Dank, allen dreien," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der truwen und des guotes. die maget wart riches muotes, das ers gevolgete gerne, und bereitete sich zuo Salerne so er schiereste möhte. swaz ouch der megede dohte, daz wart vil schiere bereit: Schone phert und riche kleit,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: für die Treue und für das Gute – das Mädchen ward reich in ihrem Gemüte, dass er alles gern befolgen wollte, und bereitete sich vor für Salerno so schnell es ihm möglich war. Was nun aber das Mädchen brauchte, das ward ganz schnell bereitgestellt: Schöne Reitpferde und reiche Kleider," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die sü getruog nie vor der zit, hermin und semit, den besten zobel, den man vant, daz waz der megde gewant. Nu wer möhte wol gesagen die herze ruwe und daz clagen und ir muoter grimes leit und ouch des vatters erbeit.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie sie sie vor dieser Zeit nie getragen hatte, Hermelin und Samt, den besten Zobel, den man finden konnte, das war das Gewand für das Mädchen. Nun, wer vermöchte wohl zu sagen die Herzenstrauer und das Klagen und ihrer Mutter grimmes Leid und auch des Vaters Last!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: es enwere wol under in beiden ein jemerliches scheiden do sü ir liebes kint von in gefrümeten so gesundes hin, niemer me ze sehende in den tot, wan daz in senftert ir not die reine gottes güete, von der doch das gemüete", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Es wäre wohl für sie beide ein jammervoller Abschied gewesen, als sie ihr vielgeliebtes Kind von sich wegschenkten, so gesund wie es war, auf Nimmerwiedersehen, in den Tod, wenn ihnen nicht ihre Not sanfter gemacht hätte die reine Gottesgüte, von der doch das Gemüt" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ouch dem jungen kinde kam, daz es den tot gerne nam. es waz an irn rat komen; do von wart von irme herzen genomen alle clage und swere, wan es anders wunder were, daz in ir herze niht zerbrach. die liebe wart ir ungemach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: des jungen Mädchens auch den Anstoß bekommen hatte, dass es den Tod gerne auf sich nahm. Das war ohne ihre Mithilfe gekommen; und daher ward von ihrem Herzen genommen alle Klage und alle Schwere, denn sonst wäre es ein Wunder gewesen, dass ihnen das Herz nicht zerbrach. Die Liebe ward ihr Ungemach," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü darnach dekeine not litten umbe des kindes tot. Sus fuor gegen Salerne frölich unde gerne die maget mit irm herren. waz möht ir nu gewerren, waz, das der weg so verre was, daz sü so lange genas?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie danach keinerlei Not litten um den Tod ihres Kindes. So fuhr also gegen Salerno, fröhlich und gerne, das Mädchen mit ihrem Herrn. Was könnte ihr nun noch etwas ausmachen, was, dass der Weg so weit war, dass sie so lange leben blieb?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde do er sü vollebrahte hin, alse er gedahte, und do er sinen meister vant, do wart ime zehant vil frölich gesaget, er hette braht eine maget, die er in gewinnen hies; dar zuo er in sü sehen lies.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Und als er sie endlich hingebracht hatte, so wie er beabsichtigte, und als er seinen studierten Mediziner fand, da ward dem sogleich voll Freude gesagt, er hätte ein Mädchen gebracht, die zu besorgen er ihn geheißen habe. Worauf er ihn sie sehen ließ." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz duhte in ungelöiplich. er sprach: ›kint, weder hestu dich dis willen selber bedaht oder bistu uf die rede braht von bette oder dins herren trou?‹ die maget antwürtet im also, daz sü die selbe rete von ir selbes herzen tæte.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Das dünkte den unglaublich. Er sprach: ›Kind, hast du dich zu diesem Willen selbst bedacht oder bist du auf den Einfall gebracht worden durch Bitten oder deines Herren Drohung?‹ Das Mädchen antwortete ihm dahingehend, dass sie die ganze Angelegenheit aus ihrem eignen Herzen täte." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: des nam in michel wunder und fuorte sü bisunder und beswuor sü vil verre, ob ir iht ir herre die rede hette uz ertrout. er sprach: ›kint, dir ist not, daz du dich beratest bas; und sage dir rehte, umbe waz:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Das nahm ihn groß wunder und er führte sie beiseite und beschwor sie eindringlich, ob ihr nicht doch ihr Herr die Sache herausgedroht hätte. Er sprach: ›Kind, dir ist nötig, dass du dich noch besser bedenkst, und ich sage dir genau, warum:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ob du den tot liden muost unde daz niht vil gerne tuost, so ist din junger lip tot unde frowet uns leider nüt ein brot. Nu enhil mich dines willen niht! ich sage, wie dir geschiht: ich zühe dich uz rehte blos unde wurt dine schame harte groz,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Wenn du den Tod leiden musst und das nicht freiwillig und gerne tust, so ist dein junger Leib tot und freut uns leider nicht die Brotkrume. Verbirg mir also deinen Willen nicht! Ich sage, wie dir geschieht: Ich ziehe dich aus, richtig entblößt, und es wird deine Scham unermesslich groß," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so du von schulden denne hast und naket vor mir stast. ich binde dir bein unde arme. obe dich din lip erbarme, so bedenke disen smerzen: ich snide dich zuo dem herzen und brich es lebende uzer dir. frowelin, nu sage mir,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die du mit Gründen dann hast, wenn du ganz nackt vor mir stehst. Ich binde dir Beine und Arme. Wenn du Erbarmen mit deinem Leib hast, so bedenke diesen Schmerz: Ich schneide dich zum Herzen und breche es lebend aus dir heraus. Mein Fräulein, nun sage mir," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wie din muot dar umbe ste. es engeschach kinde also we, alse dir muoz von mir geschehen. daz ich es tuon sol unde sehen, do han ich michel angest zuo. nu gedenke selber ouch darzuo: geruwet es dich eins hares breit, so han ich min erbeit", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie es in der Hinsicht um deinen Mut steht! Keinem Kind ist dermaßen weh geschehen, wie dir von mir geschehen muss. Dass ich es tun soll und sehen, das macht mir große Angst. Denk also selber noch einmal darüber nach – wenn es dich nur um Haaresbreite reut, so ist für mich die Arbeit" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde du den lip verlorn.‹ vil türe wart sü aber besworn – sü erkante sich vil stete –, daz sü sich es abe tæte. Die maget lachende sprach, wan sü sich des wol versach, ir hülfe des tages der tot uzer weltlicher not:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und für dich Leib und Leben verloren.‹ Hoch und teuer ward sie wieder und wieder beschworen – sie hingegen wusste sich als sicher und beständig –, dass sie dann Abstand davon nehme. Das Mädchen sprach lachend, weil sie fest darauf hoffte, dass ihr noch diesen Tag der Tod hülfe aus aller weltlichen Not:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ›got lone üch, lieber herre, daz ir mir also verre hant die warheit gesaget. entruwen, ich bin ein teil verzaget, mir ist zwifel beschehen. ich wil üch rehte bejehen, wie der zwifel ist getan, den ich nu gewunnen han.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ›Gott lohne euch, lieber Herr, dass ihr mir so weit die Wahrheit gesagt habt. Ehrlich gesagt, ich bin ein bisschen verzagt, mir ist Zweifel gekommen. Ich will euch genau auseinandersetzen, wie der Zweifel beschaffen ist, den ich jetzt bekommen habe:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ich vörhte, daz unser erbeit gar von üwerre zageheit under wegen blibe. uwer rede gezæme einem wibe, ir sint eins hasen genos, uwer angest ist ein teil ze gros dar umbe, daz ich sterben sol. deswar, ir handelnt es nüt wol", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ich fürchte, dass unsere Arbeit aufgrund eurer Zagheit gänzlich unterbleiben könnte. Eure Rede würde gut zu einem Weibe passen, ihr seid ein Hasengenosse; eure Angst ist etwas zu groß, bloß darum, dass ich sterben soll. Wahr ist, ihr handhabt das nicht gut," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mit üwer grozen meisterschaft. ich bin ein wip und han die kraft: getürrent ir mich sniden, ich getar es wol erliden! die engesliche erbeit, die ir mir vor hant geseit, die han ich wol an üch vernomen. zwar ich enwere her niht komen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mitsamt eurer großen Gelehrsamkeit. Ich bin ein Weib und habe die Kraft: Traut ihr euch, mich zu schneiden, ich trau mich wohl, es zu erleiden! Die beängstigende Arbeit, die ihr mir vorhin gesagt habt, davon habe ich von euch und auch ohne euch wohl gehört. Ich wäre wahrlich nicht hergekommen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wan daz ich mich weste des muotes also veste, das ich es wol mag tulden. mir ist, bi üwern hulden, die bröde varwe gar benomen und ein muot also vester komen, daz ich also engesliche stan, als ich ze tanze sülle gan.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wenn ich mich nicht wüsste von so festem Mut, dass ich es gut aushalten kann. Mir ist, bei eurer Huld, der bleiche Teint ganz abhandengekommen und ein so fester Mut hat mich erfasst, dass ich grad so ängstlich dastehe, als sollte ich zum Tanze gehen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Wande kein not so groz ist, die sich in eins tages frist an mime libe geenden mag, mich endunke, daz der eine tag genuog türe si gegeben umbe daz ewige leben, daz do niemer zergat. uch enmag, alse min muot stat,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Denn so groß ist keine Not, die sich in eines Tages Frist an meinem Leib beenden lässt, von der mich nicht dünkt, dass dieser eine Tag teuer genug hingegeben wäre für das ewige Leben, das da nimmermehr zergeht. Euch kann, so wie mir der Mut steht," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: an mir niht gewerren. getruwent mime herren sine gesünde wider geben, und mir das ewige leben. durch got, daz tuont in zit! lont sehen, welich meister ir sit. mich reisset vaste dar zuo. ich weis wol, durch wen ich es tuo:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: an mir nichts fehlen. Traut euch, meinem Herrn seine Gesünde wiederzugeben und mir das ewige Leben. Tut das, umgotteswillen, beizeiten. Lasst sehen, welch Magister ihr seid! Mich reizt heftig dazu – und ich weiß wohl, für wen ich’s tu –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: in des namen es geschehen sol, der erkennet dienst harte wol und lat sin ouch ungelonet niht. ich weis wol, das er selber giht, swer grozen dienst leiste, des lon si ouch der meiste. do von so sol ich disen tot han für ein süze not", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der, in dessen Namen es geschehen soll, der erkennt einen Dienst sehr wohl und lässt ihn auch nicht unbelohnt. Ich weiß wohl, dass er selber feststellt: wer großen Dienst leiste, des Lohn sei auch der meiste! Von daher also werde ich diesen Tod für eine süße Not halten" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nach sus gewissem lone. lies ich die himel krone, so het ich alweren sin, wan ich doch lihtes kunnes bin.‹ Nu vernam er, daz sü were genuog unwandelbere, unde fuorte sü wider dan hin zuo dem siechen man", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: um einen so gewissen Lohn. Ließe ich die Himmelskrone fahren, so hätte ich albernen Sinn und Verstand, wenn ich auch aus leichtgewichtigem Geschlechte bin.‹ Da also vernahm er, dass sie wäre genügend unbeeinflussbar, und führte sie wieder zurück, zu dem kranken Mann hin," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und sprach zuo irme herren: ›uns kan das niht gewerren, uwer maget ensi vollen guot. nu hant frölichen muot, ich mache üch schiere gesunt.‹ hin fuort er sü ze stunt in sin heinlich gemach, do es ir herre niht ensach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und sprach zu ihrem Herrn: ›Es gibt nichts, das uns schaden kann und das an eurem Mädchen nicht voll zufriedenstellend wäre. Nun habt fröhlichen Mut, ich mache euch schnell gesund.‹ Auf der Stelle führte er sie davon, in sein Privatgemach, wo es ihr Herr nicht sah," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde besloz in vor der tür und warf einen rigel für. er enwolte in niht sehen lan, wie ir ende solte ergan. in einer kemenaten, die er vil wol beraten mit sinre arzenien vant, er hiez die maget alzehant", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und schloss ihn aus vor der Tür und warf einen Riegel vor. Er wollte ihn nicht sehen lassen, wie es mit ihrem Ende gehen sollte. In einem Kaminzimmer, das er sehr gut mit seinem Arztwerkzeug ausgestattet fand, hieß er das Mädchen allsogleich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: abeziehen die cleit. des was sü fro unde gemeit, sü zarte die cleider in der nat, schiere stuont sü ane wat unde wart naket und blos; sü schamte sich niht eins hares gros. do sü der meister ane sach, in sime hercen er des jach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die Kleider ausziehen. Darüber war sie froh und bester Laune, sie riss die Kleider geradezu aus den Nähten, gleich stand sie ohne Gewand und ward nackt und bloß; sie schämte sich nicht um eines Haares Dicke. Als der gelehrte Magister sie ansah, gestand er sich in seinem Herzen ein," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: das schoenre creatüre al der welte were türe. gar sere erbarmete sü in, daz ime das herze und der sin vil nach waz dar an verzaget. nu ersach die guote maget einen hohen tisch da stan. do hies sü der meister uf gan.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass schönere créature in der ganzen Welt selten und teuer wäre. Gar schmerzlich erbarmte sie ihn, dass ihm das Herz und der Verstand beinah daran verzagt war. Nun sah das gute Mädchen einen hohen Tisch da stehen. Dort hieß der Magister sie hinaufgehen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dar uf er sü vil vaste bant und begunde nemen in die hand ein scharphes messer, daz do lag, des er zuo solichen dingen pflag. es was lang unde breit, wan daz es so wol niht ensneit, als ime were liep gewesen. do sü niht solte genesen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Da drauf band er sie ganz fest und nahm gleich darauf in die Hand ein scharfes Messer, das da lag, das er zu solchen Zwecken verwendete. Es war lang und breit, nur dass es so gut nicht schnitt, wie ihm wäre lieb gewesen. Da sie nicht am Leben bleiben sollte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: do erbarmete in ir not und wolte ir sanfte tuon den tot. Nu lag do bi in ein ein harte guot wetzestein, do begunde ers ane strichen, harte müzeclichen, da bi ouch wetzen. daz erhorte, der ir fröide storte,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: da erbarmte ihn ihre Not und er wollte ihn ihr sanft machen, den Tod. Nun lag da neben ihnen ein Wetzstein, ein sehr guter. Daran begann er’s zu streichen, sehr regelmäßig. Dabei auch Wetzgeräusch. Das hörte, der ihre Freude störte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der arme Heinrich, hinfür, do er stuont, vor der tür, und erbarmete in vil sere, daz er sü niemer mere lebende solte gesehen. nu begunde er suochen und spehen, untze daz er durch die want ein loch gande vant", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der arme Heinrich, von draußen, wo er stand, vor der Tür, und es erbarmte ihn so recht schmerzlich, dass er sie niemals mehr lebend sehen sollte. Nun fing er an und suchte und spähte, bis dass er durch die Wand ein Loch gehen fand," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und ersach sü durch die schrunden nacket unde gebunden. ir lip, der waz vil minnenclich. nu sach er sü an und sich und gewan einen nuwen muot: in duhte do daz nüt guot, des er do e gedahte, und verkerte vil getrahte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und er erblickte sie durch die Schrunde nackt, und gebunden. Nun sah er sie an und sich – Nun sah er sie an und sich – und geriet in einen völlig neuen Gemütszustand. Ihn dünkte plötzlich das nicht mehr gut, was er bis dahin gedacht hatte, und er kehrte so manche Sicht um," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sin altes gemüte in eine nuwe güte. Nu er sü alse schoene sach, wider sich selber er do sprach: ›du hast einen tumben gedank, das du sunder sinen dank gerst zuo lebende einen tag wider den nieman niht enmag.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: sein altes Gemüt in eine neue Form von ‘gut’. Als er jetzt sah, wie schön sie war, da sprach er zu sich selbst: ›Ein tumber Gedanke, den du da hast, dass du, ohne dass der dir’s dankt, einen einzigen Tag zu leben begehrst, gegen den keiner etwas vermag!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du enweist ouch rehte, waz du tuost, sit du bi namene sterben muost, das du dis lesterliche leben, das dir got hat gegeben, nüt vil gewilleclich entreist unde ouch dar zuo enweist, obe dich dis kindes tot ernert. swaz dir got hat beschert,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Du weißt doch gar nicht recht, was du tust, während du wirklich sterben musst, dass du diese Lebenslast, die dir Gott gegeben hat, nicht einfach willig trägst, und dazu nicht einmal weißt, ob dich dieses Kindes Tod rettet. Was dir Gott beschert hat," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz la dir alles geschehen. ich enwil dis kindes tot niht sehen.‹ Des bewag er sich zehant und begunde bossen an der want, er hies sich lassen dar in. der meister sprach: ›ich enbin nu niht müzig dar zuo, daz ich üch iht uf tuo.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das lass dir alles geschehen – ich will dieses Kindes Tod nicht sehn!‹ Das wurde ihm sogleich zum Entschluss und er begann, an der Wand zu klopfen, er befahl, ihn reinzulassen. Der Magister sprach: ›Ich habe gerade keine Zeit dafür, dass ich auch noch euch aufmache.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ›nein, herre meister, gesprechent mich.‹ ›herre‹, sprach er, ›joch enmag ich. beitent, bitze daz dis erge.‹ ›nein, herre meister, gesprechent mich e.‹ ›nu sagent mirs her dur die want.‹ ›joch ist es nüt also gewant.‹ zehant do lies er in der in. do gie der arme Heinrich hin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ›Nein, Herr Magister, ihr müsst mich sprechen!‹ ›Herr‹, sprach er, ›ich kann wirklich nicht. Wartet, bis das hier vorbei ist!‹ ›Nein, Herr Magister, sprecht vorher mit mir.‹ ›Dann sagt mir’s durch die Wand herein.‹ ›Aber, das geht so nicht!‹ Da ließ er ihn alsbald herein. Da ging der arme Heinrich hin," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: do er die maget gebunden sach. zuo dem meister er do sprach: ›dis kint ist also wunnenclich, zwar joch enmag ich sinen tot niht gesehen. gottes wille müze an mir geschehen. wür süllen si wider uf lazen stan. als ich mit üch gedinget han,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wo er das Mädchen gebunden sah, dann sprach er zu dem Magister: Ihr Leib, der war überaus minniglich. wahrhaftig, ja, es ist mir nicht möglich, seinen Tod mitanzusehen. Gottes Wille möge an mir geschehen. Wir werden sie wieder aufstehen lassen. Was ich mit euch ausgehandelt habe," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Daz silber, daz wil ich üch geben. wir sült die magt lazen leben!‹ do die maget reht ersah, daz ir zuo sterbende niht geschah, do waz ir muot beswæret mitte. sü brach ir zuht und ir sitte, zuo grime zart sü sich und roufte sich. ir geberde wart so jemerlich,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das Silber, das will ich euch geben. Und wir, ihr werdet das Mädchen leben lassen.‹ Als das Mädchen recht wahrnahm, dass es nicht ihr Schicksal war zu sterben, da wurde ihr Gemüt schwer. Sie brach ihre Zucht und ihre Sitte: Voll Ingrimm zerrte sie sich und raufte sich, ihre Gebärde ward so jammervoll," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü nieman hette gesehen, ime were ze weinende geschehen. vil bitterliche sü schre: ›we mir vil armen und owe! wie sol es mir nu gar ergan, muos ich alsus verlorn han die riche himel krone? die wære mir zuo lone", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie niemand hätte anschauen können, ohne dass ihm das Weinen gekommen wäre. Bitterlich, sehr bitterlich schrie sie: ›Weh mir Allerärmsten und Ohweh! Wie wird es mir nun vollends ergehen? Muss ich auf diese Weise verloren haben die reiche Himmelskrone? Die wäre mir zum Lohn" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gegeben umbe dise not. nu bin ich alrest tot! o we, geweltiger Crist, was eren uns benomen ist, minem herren unde mir! nu enbirt er und ich enbir der eren, der uns waz gedaht, ob dis wære volle braht:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: geworden um diese Not. Nun bin ich erst richtig tot! Ohweh, gewaltiger Christ, welche Ehren sind uns benommen, meinem Herrn und mir! Nun entbehrt er und ich entbehre alle Ehren, die uns zugedacht waren, wenn dies vollbracht worden wäre," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so wære ime der lip genesen unde müst ich iemer selig wesen.‹ Sus bat sü genuog umbe den tot. do wart ir nie dernach so not, sü verlüre gar ir bette. do nieman durch sü do niht dæte, do huop sü an ein schelten, si sprach: ›ich muos engelten", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so wäre ihm der Leib genesen und ich würde für alle Zeit selig sein.‹ So bat sie denn immer wieder um den Tod; Da konnte ihr der nie so notwendig werden, als dass nicht ihre Bitte ganz umsonst gewesen wäre. Als da niemand etwas für sie tat, da hob sie ein Schelten an, sie sprach: ›Ich muss bezahlen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mines herren zageheit. mir hant die lüte misseseit, daz han ich selber wol ir sehen. ich horte ie die lüte jehen, ir wærent biderbe und guot unde hettent vesten mannes muot. so helfe mir gott, sü hant gelogen! die welt waz ie an üch betrogen.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: für meines Herrn Zagheit. Mir haben die Leute das Falsche gesagt, das hab ich selbst wohl gesehen. Ständig hörte ich die Leute behaupten, ihr wäret aufrecht und gut und hättet festen Mannesmut – so helfe mir Gott, sie haben gelogen! Die Welt war an euch schon immer betrogen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ir warent ie alle üwer tage und sint ouch noch ein welt zage. das nim ich wol do bi war: daz ich doch liden getar, das engetürrent ir niht tulden. herre, von welhen schulden erschrakent ir, do men mich bant? es was doch ein dike want", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ihr wart seit je und all euer Lebtag und seid auch noch ein Weltfeigling! Das nehm ich ganz gut wahr an dem: Was ich mich doch leiden traue, das traut ihr euch nicht erdulden. Herr, aus welchen Gründen erschrakt ihr, als man mich band? Es war doch eine dichte Wand" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: enzwüschent üch und mir. herre min, getürrent ir einen frömden tot niht vertragen? ich wil üch geheissen und sagen, daz üch nieman nüt entuot und ist üch nütze und guot.‹ swie vil sü fluoche und bet und ouch scheltens getet,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: zwischen euch und mir! Mein Herr, traut ihr euch nicht, einen fremden Tod auszuhalten? Ich will euch verheißen und sagen, dass euch niemand etwas tut, und es ist nütze für euch und gut.‹ Wie viel sie Flüche und Bitten und auch Beschimpfungen von sich gab," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz enmöhte ir nüt frum wesen: sü müste ie doch genesen. swaz do scheltendes ergie, der arme Heinrich es enphie als ein fromer ritter sol, – tügentlichen unde wol –, dem schönre zühte niht gebrast. und do der gnadelose gast", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das konnte ihr nichts frommen – sie musste halt doch am Leben bleiben. Was immer da an Beschimpfungen kam, der arme Heinrich nahm es hin, wie’s ein tüchtig-frommer Ritter soll, tugendhaft und wohlgesittet, dem es an schöner Zucht nicht fehlte. Und als der ohne gnädige Erlösung gebliebene Fremde" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sine maget wider kleite und den arzat bereite, als er gedinget hatte, do fuor er gar getrate wider hein ze lande. wiewol er do erkande, daz er do heime fünde mit gemeinen münde", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: sein Mädchen wieder angekleidet hatte und den Arzt bezahlt, wie er ausgemacht hatte, da reiste er eiligst zurück in sein Heimatland. Wiewohl er sehr gut wusste, dass er daheim würde finden, aus jedermanns Munde," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: nuwent laster und spot, daz lies er lüterlich an got. Nu hette sich die guote magt so verweinet und verclagt, vil nahe hin unz an den tot. do erkande ir truwe und ir not cordis speculator, vor dem dekeines herzen tor", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: nichts als Lästerei und Spott – das überließ er komplett Gott. Nun hatte sich das gute Mädchen so völlig ausgeweint und ausgeklagt, dass es dem Tod ganz nahe war. Da erkannte ihre Treue und ihre Not cordis speculator, vor dem kein Herzenstor" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: für names nüt beslossen ist. sit er durch sinen süzen list an in beiden des geruohte, daz er sü so versuhte reht also völleclichen, sam Iobe den richen, do erzöigete der heilige Crist, wie liep ime trüwe und erbermde ist,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: nicht wirklich verschlossen ist. Seit er durch sein süßes Kunststück an ihnen beiden geruhte, sie derart in Versuchung zu führen, so richtig und vollends wie Hiob, den reichen und mächtigen, da erwies der Heilige Crist, wie lieb ihm Treue und Erbärmde ist," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und schiet sü do beide von allen irme leide und mahte in do ze stunt reine und wol gesunt. Alsus besserte sich der guote herre Heinrich, daz er uffe sinen wege von unsers herren gottes pflege", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und schied sie darauf beide von all ihrem Leide und machte ihn da im Augenblick rein und wohl und gesund. So sehr besserte sichs mit dem guten Herrn Heinrich, dass er auf seinem Wege von der Pflege unsers Herrn und Gottes" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: harte schone worden was, do er vil gar genas und was alse vor zwenzig jaren. do sü sus erfrowet waren, do enbot ers heim zelande, den, die er erkande der selden unde der güte, daz sü in irme gemüte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: überaus schön geworden war, indem er restlos genas, und war wie vor zwanzig Jahren. Als sie solchermaßen erfreut worden waren, da schickte er Botschaft in sein Heimatland, all denen, die er kannte, von der Seligkeit und der Güte, auf dass sie in ihrem Gemüt" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sines gelukes werent fro. von schulden müsten sü do von den gnaden fröide han, die got hat an ime getan. Sine frünt, die besten, die sine kunft westen, die ritten unde giengen, durch das sü in enphiengen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: über sein Glück froh wären. Da hatten sie allen Grund, über solche Gnade Freude zu haben, wie sie Gott an ihm getan hat. Seine Freunde, die besten, die um seine Rückkunft wussten, die ritten und gingen – auf dass sie ihn empfingen –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gegen ime wol drie tage. sü engeloubeten niemans sage, danne ir selbes ougen. sü kusent die gottes tougen an sime schönen libe. dem meiger und sinem wibe, den mag men wol gelouben, man welle sü danne rehtes rouben,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ihm entgegen, gut drei Tage. Sie glaubten niemandes Wort, nur ihren eignen Augen: Sie erblickten die Geheimnisse Gottes an seinem schönen Leib. Dem Meier und seinem Weibe, denen kann man wohl erlauben, wenn man sie nicht ihres Rechts berauben will," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: das sü do heime niht beliben. sü ist iemer ungeschriben, die fröide, die sü hatten, wan sü got hette beraten mit lieber ougenweide: die gabent in do beide, ir tohter und ir herre. es enwart nie fröide merre,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass sie nicht daheim blieben. Sie wird für alle Zeit ungeschrieben sein, die Freude, die sie hatten, denn Gott hatte sie versehen mit angenehmer Augenweide, die ihnen die beiden gaben: Ihre Tochter und ihr Herr. Nie ward mehr Freude," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dan in beiden waz geschen, do sü hatten gesehen, daz sü gesunt warent, sü enwusten, wie sü gebaren. ir gruos wart spehe undersnitten mit vil selzehen sitten: ir herzeliebe wart also gros, daz in das lachen begos", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: als ihnen beiden geschehen war. Als sie gesehen hatten, dass sie gesund waren, wussten sie nicht, wie sich gebärden. Ihr Gruß ward spektakulär gefleckelt mit höchst seltsamem Schneiderwerk: Ihre Herzeliebe ward dermaßen groß, dass ihnen über das Lachen goss" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: der regen von den ougen. die rede ist ane lougen. sü kusten irre dohter munt ettewas me dan dristunt. do enphiengen sü die swabe mit löbelicher gabe, daz was ir gewilleclicher gruos. got weis wol, den swaben muos", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: der Regen von den Augen (diese Rede ist ohne Lüge). Sie küssten ihrer Tochter Mund, achichweißnicht, mehr als dreimal! Da empfingen sie die Schwobe mit löblicher Gobe – nämlich mit ihrem ganz eigenwilligen Gruß. Gottweißwohl, den Schwaben muss" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: iegelich biderman jehen, der sü do heime hat gesehen, daz bessers wille nie enwart als ime an sinre heinvart sin lant lüte enphienge. und wie es dar nach ergienge? was mag ich da von sprechen me? wan er wart richer vil dan e", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ein jeder Biedermann zugestehen, der sie bei sich daheim gesehen hat, dass es bessres an Willen nie gab als ihm bei seiner Heimreise sein Volk zum Empfang bot. Und wie’s danach weitergegangen ist? Was kann ich davon mehr erzählen? Denn er ward viel reicher und mächtiger als zuvor," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: des guotes und der eren. daz begunde er alles keren stetecliche hin ze gotte und wartete sime gebotte Bas dan er e tæte. des ist sin ere stæte. der meiger und die meigerin, die hettent ouch vil wol umbe in", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: an Gut und an Ehren. Das alles fing er an zuzuwenden, regelmäßig, Gott, und achtete auf sein Gebot mehr als er je getan hatte. Darin ist seine Ehre beständig. Der Meier und die Meierin, die hatten auch, mit Recht, um ihn" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: verdienet ere und guot; ouch het er niht so valschen muot, sü hettens harte wol bewant: er gap in ze eigen daz lant, das breite gerüte, die erde unde die lüte, do er do sicher uffe lag. sinre gemaheln er do pflag", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ehre und Gut verdient. Und er war nicht von so falschem Gemüt, dass sie’s nicht recht wohl getroffen hätten: Er gab ihnen das Land zu Eigen, das Gereute in aller Breite, den Grund und Boden und die Leute dazu, wo er damals als Kranker gelegen hatte. Sein Gemahlchen versah er dann" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mit guote unde mit gemache und mit aller slahte sache, alse sinre frowen oder baz. das reht gebot ime ouch das. Nu begunden in die wisen raten unde prisen umb elichen hirat. ungesament was der rat.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mit Gut und mit Annehmlichkeiten und mit allerlei Sachen, grad wie seine Ehefrau oder noch besser. Auch solches gebot ihm das Recht. Nun fingen ihm die Neunmalklugen an, Ratschläge vorzutragen und Lobeshymnen von wegen legaler Verheiratung. Ein Rat kam nicht zusammen." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: er seide in do sinen muot: er wolte, duht es sü gut, nach sinen fründen senden und die rede mit in enden, swa sü es eime rieten. bitten unde gebieten hies er allenthalben dar, die sines wortes næmen war.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Da sagte er ihnen, wie ihm zumute wäre: Er wollte, wenn sie das gut dünkte, nach seinen Freunden senden und die Angelegenheit mit ihnen zu einem Ende bringen, je nach dem, wozu sie ihm rieten. Herbeibitten und aufbieten hieß er allenthalben nach hier alle, die ihm hörig waren." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: do er sü alle dar gewan, beide mage unde man, do tet er in die rede kunt. nu sprach ein gemeinre munt, es wære reht unde zit. hie huop sich ein michel strit an dem rate under in: dirre riet her, der ander riet hin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Als er sie alle hier um sich hatte, Verwandte wie auch Mannen, machte er sie mit der Angelegenheit bekannt. Nun ging die allgemeine Rede, es wäre sowohl Recht wie auch Zeit. An der Stelle erhob sich ein großes Streiten unter ihnen, beim Beraten. Dieser riet her, der andre riet hin," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: als ie die lüte taten, do sü do solten raten umb elichen hirat; ungesament was der rat. do ir rat was so mislich, do sprach der arme Heinrich: ›uch herren ist allen wol kunt, daz ich vor kurzer stunt", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie’s die Leute schon immer machten, da wo sie hätten raten sollen, um legale Verheiratung. Ein Rat kam nicht zusammen. Als ihr Rat so unbrauchbar war, da sprach der arme Heinrich: ›Euch Herren ist allen wohlbekannt, dass ich vor kurzer Zeit" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: was vil ungeneme, den lüten widerzeme. nü enschühet mich weder man noch wip. mir hat gegeben gesunden lip unsers herren gebot. nu raten mir alle durch got, von dem ich die gnade han, die mir got hat getan,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: weit und breit unangenehm war, den Leuten widerwärtig. Jetzt aber scheut mich weder Mann noch Weib. Einen gesunden Leib hat mir gegeben das Gebot unsers Herrn. Nun verhelft mir alle, um Gottes willen, von dem ich die Gnade habe, die Gott mir getan hat –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz ich gesunt worden bin, wie ichs verschulde wider in.‹ sü sprachent: ›nement einen muot, daz ime lip unde guot iemer undertenig si.‹ sin trut gemahel stuont do bi, die er vil gütlich ane sach. er umbevieng sü unde sprach:", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: nämlich, dass ich gesund geworden bin – zu dem, was ich ihm schuldig bin.‹ Sie sprachen: ›Nehmt euch zu Gemüte, dass ihm Leib und Leben und Hab und Gut für immer untertänig sei.‹ Sein Trautgemahl stand dabei und er war ihr herzlich gut, als er sie ansah. Er umarmte sie und sprach:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ›uch herren ist allen wol gesagt, Daz ich von dirre guoten magt minen gesunt wider han, die ir hie sehent bi mir stan. nu ist sü fri alse ich do bin. nu ratet mir daz herze min, daz ich sü ze wibe næme. got gebe, daz es mir gezæme,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ›Euch Herren ist allen wohl gesagt worden, dass ich von diesem guten Mädchen meine Gesundheit wiederhabe, die ihr hier seht neben mir stehen. Und sie ist frei, genau so wie ich es bin. Und so rät mir mein Herz, dass ich sie zum Weibe nehmen soll. Gott gebe, dass das zu mir passt," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so wil ich sü ze wibe han. zwar, mag das nüt ergan, so wil ich sterben ane wip, wan ich ere unde lip han von iren schulden. bi unsers herren hulde wil ich üch bitten alle, daz es üch wol gevalle.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so will ich sie zum Weibe haben. Und, wahrlich, wenn das nicht geht, so will ich sterben ohne Weib. Denn Ehre und Leib und Leben habe ich durch sie. Bei der Huld unsers Herrn will ich euch alle bitten, dass es euch wohlgefällig sei.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Nu sprachent sü alle geliche, bede arm und riche, es wer eine michel fuoge. do warent phaffen genuoge, die gaben sü ime ze wibe. nach süzem lang libe do besazen sü geliche daz ewige riche.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Nun sprachen sie alle gleichermaßen, die Armen wie die Reichen, das wäre ganz nach Fug und Recht. Genügend Geistliche waren da, die gaben sie ihm zum Weibe. Nach süßem Langleben da wohnten sie gleichzeitig im ewigen Reich." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Ein ritter so geleret was, daz er an den buchen las, swas er der an geschriben vant. der was Hartman genant, dienstman was er zuo Owe. er nam ime mange schowe an mislichen buochen; der an begunde er suohen, ob er iht des fünde, do mit er swere stunde möhte senfter machen und von so gewanten sachen, das gottes eren dohte, Undund do mitte er sich möhte gelieben den lüten. nu beginnet er üch düten ein rede, die geschriben vant. dar umbe hat er sich genant, das er sinre arbeit, die er dar an hat geleit, niht one lan belibe; Und swer nach sinem libe sü höre sagen oder lesen, das er in bittende wese der selen heil hin ze gotte. men seit, er si sin selbes botte und irlöse sich do mitte, swer über des andern schulde bitte. Er las dis selbe mere, wie ein herre were zuo Swaben gesessen, an dem enwas vergessen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ein Ritter war so gelehrt, dass er an den Büchern lesen konnte, alles, was er daran geschrieben fand. Der war Hartman genannt, dienstverpflichtet war er zu Aue. Er schaute sich vielfältig um in den verschiedenartigsten Büchern; er begann daran zu suchen, ob er etwas der Art fände, womit er schwere Stunde sanfter zu machen vermöchte, und von solcherlei Sachen, dass es zu Ehren Gottes taugte, und womit er sich vermöchte bei den Leuten beliebt zu machen. Er beginnt nun, euch zu deuten und zu verdeutschen eine Erzählung, die er geschrieben fand. Er hat sich deswegen mit Namen genannt, dass er für seine Arbeit, die er hineingesteckt hat, nicht ohne Lohn bliebe, und wenn jemand nach seinem Ableben sie sagen hört oder lesen, dass er für ihn ein Gebet sende um das Heil seiner Seele, hinauf zu Gott. Man sagt, der sei sein eigner Bote und erlöse sich damit, wenn jemand für des andern Schuld betet. Er las eben diese Geschichte, wie ein Herr hätte in Schwaben seinen Besitz gehabt. An dem war nichts vergessen worden," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dekeine der tugent, die ein ritter in sinre jugent zuo vollem lobe haben sol. man sprach do nieman also wol in allen den landen. er hatte zuo sinen handen geburt und dar zuo richeit, ouch was sin tugent vil bereit; swie ganz sine habe were, an geburt unwandelbere und wol den fürsten gelich, doch was unnach also rich der geburte und des guotes so der eren und des muotes. Sin name waz gar erkenlich und hiez der herre Heinrich unde waz von der Ouwe geborn. sin herce hette versworn valsch und alle torperheit und behielt ouch vaste den eit stete unz an sin ende, an alle missewende, und stuont sin ere und sin leben. ime waz der rehte wünsch gegeben zuo weltlichen eren; die kunde er wol gemeren mit aller hande reiner tugent. er was eine bluome der jugent, der welte fröide ein spiegelglas, steter truwe ein adamas, ein ganze krone der zuht. er was der nothaften fluht,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: keine einzige Tugend, die ein Ritter in seiner Jugend, hochzuloben, haben soll. Man sprach damals von niemandem so gut rings in allen Landen. Er hatte zu seiner Verfügung: Geburt und dazu Macht und Reichtum; auch war ihm seine Tugend jederzeit bereit; aber wie vollkommen alles, was er hatte, auch war – an Geburt ohne jeden Makel und sehr wohl den Fürsten zu vergleichen – so war er doch nicht annähernd so reich und mächtig nach Geburt und Hab und Gut wie an Ehren und an Selbstbewusstsein, Verstand und Gemüt. Sein Name war allgemein bekannt und hieß: der Herr Heinrich, und war von der Aue gebürtig. Sein Herz hatte einen Schwur geleistet gegen Falsch und alles Bäurische und hielt sich auch fest an diesen Eid, stetig, bis an sein Ende, ohne allen Fehltritt, und seine Ehre und sein Leben war stets standhaft. Alles, was man nur wünschen konnte zu weltlichen Ehren, war ihm gegeben worden; die wusste er wohl zu mehren mit all der reinen Tugend. Er war eine Blüte der Jugend, ein Spiegelglas der Weltfreude, ein Diamant steter Treue, eine ganze Krone feiner Erziehung. Er war die Zuflucht der Bedrängten," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ein schilt sinre mage, der milte ein geliche wage, ime enwart über noch gebrast. er truog der ersamen last der eren über rüke. er was des rates brüke und sang vil wol von minnen. alsus kunde er wol gewinnen der welte lob und pris, er was hübesch und derzuo wis. Do der Heinrich also genietetesich eren und guotes unde fröliches muotes unde weltlicher wünne, er was für alles sin künne gepriset unde geeret, sin hoher muot wart verkeret in ein leben gar geneiget. an ime wart erzöiget, als ouch an Absolone, das die üppige krone weltlicher süze vellet nider under die füze ab ir besten würdikeit, als uns die geschrift hat geseit. es sprichet an einre stette da: media vita in morte sumus. das bedütet sich alsus, daz wir in dem tode sweben so wir aller bast wenent leben.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ein Schutzschild seiner Verwandten, wie eine Waage ausgeglichen in seiner Gebefreude, an ihm ward nichts zuviel, noch fehlte je etwas. Er trug der Ehrsamen Last der Ehren überm Rücken. Er war wie eine Brücke für Rat und Hilfe und sang ganz wunderbar von Minne. Und so wusste er zu gewinnen der Welt Lob und Preis. Ein Mann vom Hof und obendrein von großer Erfahrung. Als der Heinrich sich also derart freuen konnte über Ansehen und Hab und Gut und fröhliches Gemüt und der Welt Wonne – er war über all sein Geschlecht hinaus gepriesen und geehrt –, da wurde sein hohes Selbstbewusstsein verkehrt in ein ganz heruntergebeugtes Leben. An ihm ward gezeigt, wie schon an Absalom, dass die üppig-eitle Krone des süßen Weltlebens herniederfällt unter die Füße, herunter aus ihrer besten Würde, wie uns die Schrift gesagt hat. Es heißt an einer Stelle dort: ›Media vita in morte sumus.‹ Und das deutet sich so: dass wir im Tod dahinschweben, wenn wir bestens zu leben glauben." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Dirre welte veste, ir stete unde ir beste unde ir gröste magenkraft, die stat ane meisterschaft. das müge wir an der kerzen sehen ein wares bilde geschehen, das sü zuo einer eschen wirt enmitten do sü birt. wür sint von broeden sachen. nu sehent, wie unser lachen mit weinen erlischet. unser süze ist vermischet mit bitterre gallen. unser bluome, der muos vallen, so er aller grünest wænet sin. an hern Heinrich wart wol schin: der in dem höhesten werde lebete uf dirre erden, der ist der versmehete vor gotte. er viel von sime gebotte abe sinre besten werdikeit in ein versmeheliches leit: in ergreif die miselsuht. do man die swere gottes zuht gesach an sinem libe, man unde wibe wart er do wider zeme. nu sehent, wie gar geneme er e der welte wære, und wart nu alse unmere, das in nieman gerne ansach, als ouch Iobe geschach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Diese Welt-Veste und ihre beständige und ihre allerbeste und ihre allergrößte Macht und Kraft, die steht da und ist kein Meisterwerk. An der Kerze vermögen wir zu sehen, wie ihr Geschick ein wahres Abbild davon ist, indem sie zur Asche wird, genau in dem Punkt, da sie gebiert. Wir sind aus schwachem Material. Nun seht doch, wie unser Lachen mit Weinen erlischt! Was uns süß ist, ist vermischt mit bittrer Galle. Unsre Blüte, die muss fallen, wenn sie glaubt, im grünsten Grün zu sein. An Herrn Heinrich ward wohl augenscheinlich: Der in höchster Wertschätzung auf dieser Erde lebte, der ist der Verschmähte vor Gott. Er fiel durch sein Gebot herab aus seiner allerbesten Würde in ein schmachvolles Leiden: Ihn ergriff der Aussatz. Als man die schwere Züchtigung Gottes an seinem Leib erblickte – Männern wie Frauen ward er da widerwärtig. Seht doch, wie so angenehm er ehedem aller Welt war – und wurde jetzt, im selben Maß, wie einer, den man nie kannte – so dass ihn niemand freiwillig ansah, wie es schon Hiob geschehen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dem edeln unde dem richen, der ouch vil jemerlichen dem miste wart ze teile, mitteln in sime heile. Unde do der arme Heinrich alrest verstunt sich, daz er der welte widerstuont, als alle sine gelichen tuont, do schiet in sin bitter leit von Iobes getultikeit, wan es leit Iob, der guote, mit getultigem muote, do es ime zelidene geschach, durch der selen gemach den siechtagen und die swacheit, den er von der welte leit. des lobet er gott und frowete sich. do tet der arme Heinrich leider niergent also, wan er was trurig und unfro. sin swebendes herce daz verswant, sin swinnende fröide wart ertrant, sin hoffart muoste vallen, sin honig wart zuo gallen. ein swinde vinster tunreslag zerbrach ime sin mittentag, ein trübes wolken und dik bedaht ime sinre sunnen blik. er senete sich vil sere, das er so manige ere hinder ime müste lazen. verfluochet unde verwazen", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dem edlen und reichen und mächtigen, der auch höchst jammervoll plötzlich nur noch zum Mist gehörte, mitten auf dem Höhepunkt seines Heils. Und als der arme Heinrich zum ersten Mal an sich verstand, dass er der Welt zuwider war, wie alle, die seinesgleichen sind, da unterschied ihn sein verbittertes Leiden von Hiobs Geduld, denn es erlitt Hiob, der Gute, mit einem geduldigen Gemüt, als ihm das Leiden zum Schicksal wurde, um der Seele Frieden die Krankheit und die Demütigung, die er von der Welt erlitt. Dafür lobte er Gott und freute sich. Der arme Heinrich aber tat leider nichts dergleichen: Denn er war traurig und unfroh. Sein hochschwebendes Herz, das schwand dahin, seine hochfliegende Freude ward aufgelöst, sein Emporstreben musste zusammenfallen, sein Honig wurde zu Galle. Ein heftig finsterer Donnerschlag zerbrach ihm seinen hohen Mittag, ein trübes Gewölk, und dicht, verdeckte ihm seiner Sonne blitzenden Blick. Voll schmerzlicher Sehnsucht wurde ihm bewusst, dass er so manche Ehre nun hinter sich lassen müsste. Verflucht und verwünscht" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wart vil ofte der tag, do sin geburt ane lag. Ein wening frowet sich doch von einme troste dannoch, wan ime wart dike geseit, daz dise selbe siecheit were vil mislich unde etteliche genislich. des wart in vil maniger slahte sin gedinge und sin ahte. er gedahte, daz er were vil lihte genisbere, und fuor also getrate nach der arzate rate gegen Munpasiliere. do vant er vil schiere nuwent den untrost unde daz er niemer würde erlost. daz horte er gar ungerne und fuor gegen Salerne und suoht ouch da durch genist der wisen arzate list. den besten meister er do vant, der seite ime zehant eine selzene mere, daz er genislich were, und were doch iemer ungenesen. do sprach er, ›wie mag daz wesen? du redest harte unmügelich. bin ich genislich, so genise ich, und swaz mir für wurt geleit von guote oder von erbeit,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ward oftmals der Tag, auf den seine Geburt gefallen war. Ein wenig freute er sich doch immer noch über einen Trost, denn ihm wurde oft gesagt, dass eben diese Krankheit sehr verschiedenartig sei und zuweilen heilbar. Darüber machte er sich mancherlei Hoffnungen und Beobachtungen zurecht. Er dachte bei sich, er wäre vielleicht doch heilbar, und also reiste er eilends auf den Rat der Ärzte hin nach Montpellier. Dort fand er aber sehr schnell nichts als den Untrost und dass er niemals mehr erlöst werden würde. Das hörte er höchst ungern und reiste nach Salerno und suchte auch dort für eine Heilung die Kunst der erfahrenen Ärzte. Den besten Gelehrten fand er dort, der gab ihm sogleich eine seltsame Auskunft, dass er nämlich heilbar wäre, und doch immer ungeheilt bleiben würde. Da sprach er: ›Wie kann das sein? Du redest ganz unmöglich! Wenn ich heilbar bin, so werde ich geheilt; und alles, was man von mir verlangt an Hab und Gut oder an Anstrengung," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz truwe ich vollebringen.‹ ›nu lat daz gedingen‹, sprach der meister aber do, ›uwerre sühte ist also – was fromet, daz ich es üch kunt tuo? da höret arzenie zuo, des werent ir genislich. nu enist aber nieman so rich noch von so starken sinnen, der sü müge gewinnen. des sint ir iemer ungenesen, got welle dan der arzat wesen.‹ Do sprach der arme Heinrich: warumbe untröstent ir mich? joch han ich guotes wol die kraft. ir enwellent üwer meisterschaft und uwer reht ouch brechen und darzuo versprechen beide min silber und min golt, ich mache üch mir also holt, das ir mich harte gern ernert.‹ ›mir were der wille unrewert‹, sprach der meister aber do, ›unde were die arzenie also, daz man sü veile fünde oder daz man sü kunde mit dekeinen dingen erwerben, ich enlieze üch niht verderben. nu enmag daz leider niht sin. da von muos üch die helfe min durch alle not sin versaget. ir müzent haben eine maget,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das traue ich mich aufzubringen.‹ ›Nun lasst die Hoffnung,‹ sprach darauf der Gelehrte noch einmal. ›Mit eurer Krankheit steht es so – was nützt es, dass ich euch das zur Kenntnis bringe? – da braucht es eine bestimmte Arznei, deswegen könntet ihr geheilt werden. Nun ist aber niemand so reich und mächtig, noch hat er einen so starken Sinn, dass er sie zu beschaffen vermöchte. Deshalb werdet ihr immer ungeheilt bleiben, es sei denn, Gott selber wollte der Arzt sein.‹ Darauf sprach der arme Heinrich: ›Warum nehmt ihr mir den Trost? Wirklich, Hab und Gut besitz ich die Genüge. Wenn ihr nicht gegen eure Wissenschaft und auch gegen euren Eid verstoßen wollt und darüberhinaus mein Silber wie mein Gold verschmähen, dann mache ich euch mir so gewogen, dass ihr mich nur allzugerne rettet.‹ ›Am Willen fehlte es mir nicht‹, erwiderte der Gelehrte darauf, ›und wäre die Arznei der Art, dass man sie kaufen könnte, oder dass man sie wüsste auf irgendeine Weise zu erwerben, ich ließe euch nicht ins Verderben gehen. Nun ist das leider nicht möglich. Deshalb muss euch meine Hilfe, weil alles dawider ist, versagt bleiben. Ihr müsst eine Jungfrau haben," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die vollen erbere unde ouch des willen were, daz sü den tot durch üch litte. nu enist es niht der lüte sitte, daz es ieman gerne tuo. so hört ouch anders nüt darzuo nuwent der megede bluot, daz were für uwer suht guot.‹ Nu erkante der arme Heinrich, daz daz were unmügelich, daz ieman den erwürbe, der gerne für in stürbe. alsus waz im der trost benomen, uffe den er dar was komen. und dar nach für die selbe frist hat er zuo sinre genist dekein gedinge mere. des wart sin herze sere also kreftig und gros, das in des aller meist verdros, ob er langer solte leben. nu fuor er heim und begunde geben sin erbe und ouch sin varnde guot, als in do sin selbes muot unde wiser rat lerte, do ers aller beste bekerte. er begunde bescheidenlichen sin armen frünt richen und trost ouch frömede armen, daz sich got erbarmen geruohte uber der selen heil. gottes hüsern viel daz ander teil.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die in jeder Hinsicht ehrbar und außerdem des festen Willens wäre, den Tod für euch zu erleiden. Nun ist es aber nicht der Menschen Gewohnheit, dass jemand so etwas freiwillig tut. Es braucht nämlich nicht mehr und nicht weniger als das Blut dieser Jungfrau – das wäre für eure Krankheit gut.‹ Nun erkannte der arme Heinrich, dass das unmöglich wäre, jemanden dazu zu bringen, dass er freiwillig für ihn stürbe. So also war ihm der Trost genommen, um dessentwillen er dorthingekommen war. Und ab da, von Stund an, hatte er auf seine Heilung keinerlei Hoffnung mehr. Davon ward ihm der Schmerz im Herzen so kräftig und so groß, dass es ihn zutiefst verdross, dass er noch länger leben sollte. Nun reiste er heim und fing an dahinzugeben sein Erbe und all seine bewegliche Habe, wie ihn da sein eigner Gemütszustand und weiser Ratschlag lehrte, und wo es am besten angelegt war. Er fing an, nach genauer Überlegung, seine armen Freunde reich zu machen, und gab auch unbekannten Armen zu ihrem Trost, auf dass sich Gott zu erbarmen geruhte über das Heil seiner Seele. Der andere Teil fiel an Gottes Häuser." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: alsus so tet er sich abe bescheidenliche sinre habe, unz an ein gerüte: dar floch er die lüte. dise jemerliche geschiht, die waz sin eines clage niht: in klageten alle die lant, do er inne was erkant, und ouch von den landen, die in nach sage erkanden. der dis gerüte und der es dannoch büte, daz was ein frier buman, der vil selten ie gewan dekein gros ungemach, daz andern geburen doch geschach, die wurs geherret waren, und sü do niht verbaren beide mit stüre und mit bette. swaz dirre gebure gerne dette, des duhte sinem herren genuog. dar zuo er in über truog, daz er dekein erbeit von frömdem gewalte leit. des was dekeinre sin gelich in dem lande also rich. zuo dem zoch sich sin herre der arme Heinrich. swaz er in hette gespart, wie wol daz nu gedienet wart unde wie schöne er sin genos! wan in vil lützel des verdros,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: So also tat er von sich seine Habe, nach genauer Überlegung, bis auf ein Stück gerodetes Land. Dorthin floh er vor den Menschen. Über dieses bejammernswerte Schicksal, über das klagte er nicht als einziger: sie klagten um ihn in allen Landen, in denen er bekannt war, und auch in den Ländern, wo man ihn vom Hörensagen kannte. Der dies gerodet hatte und der es immer noch bebaute, das war ein freier Bauer, der kaum jemals irgend größeres Unheil erfahren hatte, wie’s andern Bauern immer wieder geschah, die mit schlechteren Herren versehen waren, und die sie da nicht verschonten mit Steuern und mit Abgaben. Alles, was dieser Bauer freiwillig tat, das dünkte seinen Herrn genug; außerdem sorgte er dafür, dass er keinerlei Übergriffe von fremder Gewalt zu leiden hatte. Deshalb war keiner ihm gleich in diesem Lande, was Macht und Reichtum betraf. Zu dem zog sich sein Herr, der arme Heinrich, zurück. Alles, was er ihnen erspart hatte, wie wohl ward das nun verdient und welch schönen Nießnutz hatte er davon! Denn es bereitete ihm den geringsten Verdruss," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: swaz im zuo lidende geschach dur in. er hette die trüwe und ouch den sin, daz er vil gewillecliche leit den kumber unde die arbeit, die ime zelidene geschach. er schuof ime rich gemach. Got hette den meiger gegeben nach siner aht ein reines leben. er hette ein wol erbeiteten lip und ein wol werbendes wip, dar zuo het er schöne kint, die gar des mannes fröide sint, und hette, so men saget, under den kinden eine maget, ein kint von ahte jaren, daz kunde so gebaren so rehte gütlichen, die wolte nie untwichen von irme herren einen fuos. umbe sine hulde und sinen gruos so diente sü ime alle wege mit irre gütlichen pflege. sü waz ouch so geneme, daz sü wol gezeme zuo kinde deme riche an ir, werliche. Die andern hetten den sin, daz zuo rehter maze in gemiden wol kunden. do floch sü zuo allen stunden zuo ime und niergent anderswar. sü waz sin kurze wile gar.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: was ihm um seinetwillen hinzunehmen geschah. Er besaß die Treue und auch die feste Absicht, dass er ganz mit freiem Willen erlitt allen Kummer und alle Anstrengung, die das Schicksal ihm als Leiden gab: Er schuf ihm reiche Annehmlichkeit. Gott hatte dem Meier geschenkt ein reines Leben, nach Acht und Stand ihm gemäß. Er hatte einen Leib, der jede Anstrengung vertrug, und ein Weib, das gut wirtschaftete, dazu hatte er schöne Kinder, die so recht des Mannes Freude sind, und hatte, wie man erzählt, unter den Kindern eine Jungfer, ein Kind von acht Jahren, das wusste sich so richtig, so von Grund auf gut zu betragen. Die wollte niemals auch nur einen Fußbreit von ihrem Herrn weichen. Um seine Huld und seinen Gruß diente sie ihm so auf Schritt und Tritt mit ihrer grundgütigen Fürsorge. Auch war sie so ansehnlich, dass sie als Kind gut zu Kaiser und Reich gepasst hätte, wie sie war – bestimmt. Alle andern sannen darauf, wie sie ihn in taktvoller Weise wohl meiden konnten. Sie hingegen flog zu aller Stund zu ihm und und sonst nirgendwo hin. Sie war all seine Kurzweil;" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sü hatte gar ir gemüte mit reiner kindes güte an iren herren gewant, daz man sü zuo allen ziten vant under irs herren füze. sus wonte die süze irme herren ze allen ziten bi, dar zuo so liebet er ouch si, swo mitte er ouch möhte und daz kinden wol dohte zuo irme kintlichen spil, des gap der herre ir vil. ouch half in sere, daz die kint so lihte zuo gewenende sint. er gewan ir, waz er veile vant: spiegel unde harbant unde swaz kinden liep solte sin, gürtel unde vingerlin. mit dienste braht erz uf die vart, daz sü ime also heinlich wart, daz er sü sin gemahel hies. die guote maget in lies bliben selten eine. er duhte sü vil reine. swie stark ir daz geriete die kindesche miete, iedoch geliebet irs allermeist von gottes gebe ein süzer geist. ir dienst waz so gütlich. do do der arme Heinrich drü jar do getwelte und in got gequelte", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: sie hatte all ihr Gemüt mit der reinen Güte eines Kindes ihrem Herrn zugewandt, so dass man sie zu jeder Zeit fand zu ihres Herren Füßen. So wohnte die Süße ihrem Herrn zu aller Zeit bei. Und so war er auch lieb zu ihr, mit allem, was in seiner Macht lag und was für Mädchen taugte zu ihrem kindlichen Spiel, davon gab ihr der Herr so viel wie möglich. Auch half ihm sehr, dass Kinder so leicht zu gewöhnen sind. Er besorgte ihr, was er kaufen konnte: Spiegel und Haarbänder und was sonst Kindern lieb sein sollte, Gürtel und Fingerringe. Mit seinem Liebesdienst brachte er sie dahin, dass sie ihm so vertraut ward, dass er sie sein Gemahlchen nannte. Das gute Mädchen ließ ihn selten einsam bleiben: Er dünkte sie die Reinheit selbst. Wie stark das auch immer kam von dem, was er für das Kind ausgab der tiefste Grund ihrer Liebe war doch ein süßer Geist, den Gott ihr schenkte. So war ihr Dienen von Grund auf gut. Als dann der arme Heinrich drei Jahre dort gewohnt und Gott ihm mit großem Jammer" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mit grozem jamer den lip, nu saz der meiger und sin wip und ir dohter, die maget, von der ich üch e han gesaget, bi im in ir unmüzikeit unde begunde clagen irs herren leit. die klage tet in michel not, wan sü vorhten, daz sin tot sü sere solte letzen und vil gar entsetzen eren unde guotes, und daz herters muotes würde ein ander herre. sü gedahten also verre, bitze daz dirre selbe buman alsus fragen began, Er sprach: ›liber herre min, möht es mit üwern hulden sin, ich fragete vil gerne: so vil zuo Salerne von arzenien meister ist, wie kumet, daz ir dekeines list zuo üwerme ungesunde niht geraten kunde? herre, des wundert mich.‹ do holte der arme Heinrich tieffen süfzen von herzen. mit bitterlichem smerzen, mit solicher ruwe er do sprach, daz ime der süfze daz wort zerbrach: ›ich han disen schemelichen spot vil wol gedienet umbe got,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: seinen Leib gequält hatte, da saß einmal der Meier und sein Weib und ihre Tochter, das Mädchen, von der ich euch schon erzählt habe, bei ihm in ihrer Unruhe, und sie fing an zu klagen über das Leiden ihres Herrn. Zu solcher Klage wurden sie schwer gedrängt, denn sie fürchteten, dass sein Tod ihnen Schmerz und Verletzung zufügen und sie ganz hinausstoßen würde aus Ansehen, Hab und Gut, und dass von härterem Gemüt ein anderer Herr sein würde. Sie hatten so lange darüber hin und her gedacht, bis dass besagter Bauer zu folgender Frage anhob. Er sprach: ›Mein lieber Herr, wenn es mit eurer Huld möglich ist, so wollt’ ich gerne fragen: Wenn es doch zu Salerno so viele Magister der Arzneikunst gibt, wie kommt es, dass die Gelehrsamkeit von keinem für euren Mangel an Gesundheit irgendeine Abhilfe wusste? Herr, das würde ich gern wissen!‹ Darauf holte der arme Heinrich tiefes Seufzen aus dem Herzen. Mit bitterem Schmerz, mit solcher Trauer sprach er dann, dass der Seufzer ihm das Wort zerbrach: ›Ich habe diese beschämende Verspottung um Gottes Willen ganz gewiss verdient!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: wan du sehe wol hie vor, daz hoch offen stuont min tor nach weltlicher wünne und daz nieman in sime künne sinen willen baz hette, den ich, und waz daz doch unmügelich, wan ich enhete nüt vil gar. do nam ich sin vil cleine war, der mir daz selbe wünschleben von sinen gnaden hette gegeben. Daz herze mir do also stuont, als alle welt toren tuont, den daz saget ir muot, daz sü ere unde guot ane got mügen han. sus troug ouch mich min tumber wan, wan ich in lützel ane sach. von der gnaden mir geschach, vil eren und guotes. do do des hohen muotes den hohen portener bedros, die selden porte er mir beslos; do kum ich leider niemer in, daz verwarhte mir min tumber sin. got hat durch rache an mich geleit ein sus gewante siecheit, die nieman von mir mag erlösen. nu versmahent mich die bösen, die biderben ruochen min niht. swie böse er ist, der mich gesiht, des böser muos ich dannoch sin: sin unwert tuot er mir schin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Denn du hast früher gewiss bemerkt, dass mein Tor hoch offen stand für die Wonne der Welt, und dass keiner in seinem Geschlechte mehr seinen Willen hatte als ich. Und doch war das ein Ding der Unmöglichkeit, denn ich hatte eigentlich gar nichts. Damals habe ich nur wenig von dem bemerkt, der mir all dies Wunschleben in seiner Gnade geschenkt hat. Das Herz stand mir damals so, wie alle Welt-Toren handeln, denen ihr Bewusstsein eingibt, dass sie Ansehen, Hab und Gut ohne Gott haben können. So trog auch mich meine ahnungslose Vorstellung, denn ich habe nur wenig auf ihn geschaut. Von der Gnade ist mir so viel an Ansehen, Hab und Gut geschehen. Als dann diese hohe Selbsteinschätzung dem hohen Pförtner zum Verdruss wurde, verschloss er die Pforte der Glückseligkeit vor mir; da komm ich leider nimmermehr hinein – das hat mein ahnungsloser Verstand mir verwirkt. Gott hat mir zur Strafe eine Krankheit auferlegt, die so geartet ist, dass sie niemand von mir loszumachen vermag. Nun bin ich für die Niedrigen eine Schmach und die Hohen kümmern sich nicht um mich. Wie niedrig der auch ist, der mich ansieht, ich muss ihm noch viel niedriger sein. Seinen Unwert zeigt er an mir:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: er wurfet die ougen abe mir. nü schinet erst an dir dine truwe, die du hast, daz du mich siechen bi dir last unde von mir nüt enflühest; swie du mich nüt enschühest und swie ich nieman liep si dan dir, swie dines heiles ste an mir, du vertrügest doch wol minen tot. nu wes unwert und wes not wart ie zer welte merre? hie vor was ich din herre und bin din dürftige nu. min lieber frünt, nu koufest du und min gemahel und din wip an mir den ewigen lip, daz du mich siechen bi dir last. des du mich gefraget hast, daz sage ich dir vil gerne: ich kam zu Salerne, do kunde ich kein meister vinden, der sich min underwinden getörste oder wolte, wan do mit ich solte minre sühte genesen, daz muoste eine soliche sach wesen, die in der welte nieman mit nihte gewinnen kan. Mir wart niht anders do gesaget, wan daz ich müste han eine maget, die volle manbere und ouch des willen were,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Er wendet die Augen weg von mir. Nun erst zeigt sich an dir deine Treue, die du hast, dass du einen Kranken wie mich bei dir sein lässt und nie vor mir fliehst. Wie du keine Scheu vor mir hast, und wie ich niemandem angenehm bin außer dir, wie sehr dein Heil auch an mir hängt – du würdest doch wohl meinen Tod ertragen! Wessen Geringschätzung und wessen Not ward je größer in dieser Welt? Vordem war ich dein Herr, und jetzt bin ich der, der deiner bedarf. Mein lieber Freund, du erkaufst dir jetzt, und so auch mein Gemahlchen und dein Weib, das ewige Leben an mir, indem du mich Kranken bei dir bleiben lässt. Das, was du mich gefragt hast, das will ich dir sehr gern sagen: Ich kam nach Salerno, da konnte ich keinen Magister finden, der sich meiner anzunehmen getraut oder gewollt hätte. Denn das, womit ich hätte sollen genesen von meiner Krankheit, das hätte eine solche Sache sein müssen, die in dieser Welt niemand und auf keine Art und Weise gewinnen kann. Nichts andres ward mir da gesagt, als dass ich eine Jungfrau haben müsste, die gerade ganz mannbar und außerdem des festen Willens wäre," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: daz sü den tot durch mich litte unde man si zuo dem herzen snitte, und mir were niht anders guot wan von irme herzen das bluot. nu ist genuog unmügelich, daz ir dekeine durch mich gerne lide den tot. des muos ich schentliche not tragen unz an min ende. daz mirs got schiere sende.‹ daz er dem vatter hatte gesagt, das erhorte ouch die reine magt, wan es hette die vil süze irs lieben herre füze stande in irre schozen. men möhte wol genozen ir kintlich gemüte hin zuo der engel güte. sinre rede nam sü war und merkete sü ouch gar, sü enkam von irme herzen nie bitze man des nahtes slaffen gie. do sü zuo irs vatter füzen lag und ouch irre muoter, so sü pflag, unde sü beide entslieffen, manigen süfzen tieffen holte sü von herzen, umbe irs herren schmerzen wart ir ruwe also groz, daz ir ougenregen begoz der slaffenden füsze. sus erwachete si die süze.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: den Tod für mich zu erleiden, und man sie bis zum Herzen aufschneiden müsste, und nichts andres wäre für mich gut, als das Blut von ihrem Herzen. Nun ist das aber unmöglich genug, dass eine von ihnen für mich freiwillig den Tod erleiden wollte. Deshalb muss ich diese schändliche Not bis an mein Ende tragen. Dass Gott mir das bald sende!‹ Was er dem Vater gesagt hatte, das hatte auch die reine Jungfrau gehört; denn es hatte diese Allersüßeste die Füße ihres geliebten Herrn in ihrem Schoße stehen. Es ließe sich wohl vergleichen ihr kindliches Gemüt damit, wie gut die Engel sind. Sie nahm alles, was er sagte, wahr und merkte es sich auch gut, es kam nicht mehr aus ihrem Herzen bis man zur Nacht schlafen ging. Als sie zu Füßen ihres Vaters lag, und auch ihrer Mutter, wie sie immer tat, und die beiden eingeschlafen waren, holte sie so manchen tiefen Seufzer aus ihrem Herzen herauf. Um die Schmerzen ihres Herrn ward ihre Trauer so groß, dass ihr Augenregen begoss die Füße der Schlafenden. So weckte die Süße sie auf." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Do sü der trehene enpfunden, sü erwacheten und begunden sü fragen, was ir wære unde welre hande swære sü also stille möhte clagen. nu enwolte sü es in niht sagen, und do ir vatter aber tæte vil manige trou unde bette, daz sü es eime wolle sagen, sü sprach: ›ir möhten mit mir leitclagen. was möht uns me gewerren, den umbe unsern herren? daz wür den süllent verliesen unde mit eime verkiesen, beide guot und ere! wür gewinnent niemer mere dekeinen herren also guot, der uns tuo, das er uns tuot.‹ Sü sprachent: ›dohter, du hest war. nu frumet uns leider niht ein har unser ruwe und die clage. liebes kint, da von getage; es ist uns also leit so dir. leider nu enmüge wir ime zu keinen statten komen. got, der hat in uns benomen. und hete es ieman anders getan, der müsse unsern fluoch han.‹ alsus gesweigeten sü si do. die naht bleip sü unfro und morne allen den tag. swas ieman anders pflag,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Als sie die Tränen spürten, erwachten sie und fingen an, sie zu fragen, was ihr wäre und über welcherlei Beschwerden sie wohl so stille vor sich hin klagte. Nun wollte sie’s ihnen nicht sagen. Und da ihr Vater sie aber vielmals bedrohte und bat, dass sie’s ihm sagen wolle, sprach sie: ›Ihr solltet mit mir wehklagen! Was könnte uns schlimmer sein als das mit unserm Herrn? Dass wir den verlieren sollen und mit ihm nichts mehr sehen von unserm Hab und Gut und unsrer Ehre! Wir bekommen niemals mehr einen so guten Herrn, der das für uns tut, was er uns tut.‹ Sie sprachen: ›Tochter, du hast recht. Nun hilft uns leider nicht um ein Haar unsre Trauer und die Klage. Liebes Kind, schweig also davon! Es bereitet uns so viel Leid wie dir. Leider können wir ihm nun mit nichts helfen. Gott, der hat ihn uns genommen – und hätte es jemand anders getan, der müsste unsern Fluch tragen.‹ So brachten sie sie dann zum Schweigen. Die Nacht wurde sie nicht mehr froh, und so auch den ganzen folgenden Tag. Was immer jemand sonst machte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dis enkam von irme herzen nie bitze men des andern nahtes gie slaffen nach gewonheit. do sü sich hette geleit an ir alte bettestat, sü bereitete aber ein bat mit weinenden ougen; wan sü truog tougen nahe in ir gemüte die alre meiste güte, die ich von kinde ie vernam. welich kind getet och ie alsam? des einen sü sich gar verwag: gelebete sü morne den tag, daz sü binamen ir leben umbe irn herren wolte geben. Von den gedanke wart sü do vil ringes muotes und fro und hette dekeine sorge me, wan eine vorhte, die tet ir we: so süz irme herren sagete, daz er dar an verzagete, und swenne süz in allen drin getete kund, daz sü an in der gehenge niht enfünde, daz mens ir iht günde. des wart so groz ir ungehabe, das ir vatter dar abe und ir muoter wart erwaht, als ouch an der vörder naht. sü rihten sich uf zuo ir und sprachent: ›sich, was wurret dir?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: ihr kam dies nie aus dem Herzen, bis man die andere Nacht wie gewöhnlich schlafen ging. Als sie sich niedergelegt hatte an ihrer alten Stelle im Bett, bereitete sie wieder ein Bad mit weinenden Augen; denn insgeheim trug sie, ganz nah in ihrem Gemüt, die allergrößte Güte, die ich je von einem Kinde gehört habe. Welches Kind würde sich auch je so verhalten? Sie sah nur ein Einziges, das ihr wichtig war: Wenn sie den morgigen Tag erleben sollte, dass sie wirklich und wahrhaftig ihr Leben um ihren Herrn geben wollte. Von diesem Gedanken ward sie dann ganz leichten Muts und froh und hatte keinerlei Sorgen mehr, bis auf eine Befürchtung, die ihr weh tat: Wenn sie’s ihrem Herrn sagen würde, dass der darüber verzagen könnte, und wenn sie’s ihnen allen dreien bekannt gäbe, dass sie bei ihnen keinen willfährigen Zügel finden und man’s ihr nicht vergönnen würde. Davon wurde sie so unruhig, dass ihr Vater davon, und ihre Mutter, geweckt wurden, wie schon in der Nacht zuvor. Sie richteten sich auf zu ihr und sprachen: ›Jetzt schau, was hast du denn Schlimmes?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du bist vil alwere, das du so manige swere von solicher clage hast angenomen, der nieman mag zem ende komen! Warumbe lastu uns niht slaffen?‹ sus begunden sü si straffen, was ir die clage dohte, die nieman doch enmöhte verenden noch gebüzen. sus wanden sü die süzen gesweigen an der selben stunt. do waz ir wille in vil unkunt. sus entwürtete in die maget: ›als uns min herre hat gesaget, so mag man in vil wol ernern. zwar ir went mirs denne wern, so bin ich zuo sinre arzenie guot. ich bin ein maget und han den muot, e ich in sihe verderben, ich wil e für in sterben!‹ Von dirre reden wurden sü do trurig beide und unfro, beide muoter unde vatter. sine dohter die batt er, daz sü die rede lieze unde ir herren gehieze, daz sü geleisten möhte, wan ir dis niht endohte. er sprach: ›dohter, du bist ein kint unde dine truwe, die sint zuo gros an disen dingen. du enmahtes nüt für bringen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Du bist doch albern, dass du so viel Beschwerden mit solcher Klage dir auflädst, die doch niemand zu einem Ziel führen kann. Warum lässt du uns nicht schlafen!‹ So begannen sie, sie zu schimpfen: Was ihr denn die Klage brächte, für die doch niemand ein Ziel noch Abhilfe hätte? So glaubten sie, die Süße umgehend zum Schweigen zu bringen. Aber sie wussten nichts von ihrem Willen. So antwortete ihnen also das Mädchen: ›Wie uns mein Herr gesagt hat, so kann man ihn sehr wohl retten. Wahrlich, wenn ihr’s mir nicht verwehren wollt, dann bin ich für ihn als Arznei gut. Ich bin eine Jungfrau und ich bringe den Mut auf, bevor ich ihn in seinem Verderben sehe, will ich eher für ihn sterben!‹ Von diesem Reden wurden sie da traurig beide und freudlos, beide, Mutter und Vater. Er bat seine Tochter, dass sie solche Rede unterlassen solle und ihrem Herrn nur das verheißen, was sie auch zu leisten vermöchte, denn dies hier käme ihr nicht zu. Er sprach: ›Tochter, du bist ein Kind, und deine Treue ist in diesen Dingen allzu groß. Du kannst das nicht aufbringen," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: alse du uns hie hast verjehen. du hast des todes niht gesehen: swen es dir komet uf die frist, das des dekein rat ist, du enmüzest sterben, und möhtest du denne erwerben, du lebetest gerner dannoch! wan du enkæme in nie leider loch. da von tuo zuo dinen munt. unde wurstu für dise stunt der rede iemer me lut, es got dir uffe dine hut!‹ alsus so wande er sü do bede mit bette und mit dro gesweigen. do enmöhte er. sus antwürtet ime sin tohter: ›Vatter min, swie tump ich si, mir wonet iedoch die witze bi, das ich von sage wol die not erkenne, daz des libes tot ist stark unde strenge. swer ouch denne die lenge mit erbeiten leben sol, dem ist iedoch niht so wol, wanne swen er hie geringet, und uf sin alter bringet den lip mit michelre not, so mus er liden doch den tot. ist ime die sele denne verlorn, so wer er besser ungeborn. es ist mir komen uf daz zil – des ich got iemer loben wil –,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so wie du uns das hier vorgetragen hast. Du hast den Tod nicht gesehen. Wenn es für dich an die Zeit kommt, dass keine Hilfe mehr ist, und du sterben musst, und du könntest irgend erreichen – du würdest leben, viel lieber, trotz allem! Denn in ein schlimmeres Leidensgefängnis bist du nie gekommen. Halt also darüber den Mund! Und lässt du jetzt noch einmal solche Rede laut werden, dann gibt’s was auf die Haut!‹ Gradso also glaubte er nun, sie mit Bitten und Drohen zum Schweigen zu bringen. Aber das konnte er nicht. Seine Tochter antwortete ihm so: ›Vater mein, wie unerfahren ich auch bin, ich besitze doch soviel Verstand, dass ich vom Hörensagen von der Not weiß, dass der Tod für den Leib schwer und schlimm ist. Wenn einer aber auf die Dauer ein Leben voller Mühsal leben soll, dem ist gewiss auch nicht so wohl. Denn wenn er hier um’s Überleben ringt, und bringt bis ins Alter sein Leben mit großer Not, so muss er den Tod gleichwohl erleiden. Ist ihm aber dann die Seele verloren, so wäre er besser ungeboren. Ich aber sehe das Ziel – und dafür will ich Gott immer loben –" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: das ich den jungen lip mag geben umbe das ewige leben. Nu süllent ir mirs nüt leiden. ich wil mir und üch beiden vil harte wol do mitte varn. ich mag üch eine wol bewarn vor schaden und vor leide, als ich üch nu bescheide: ir hant ere und guot, daz meinet mines herren muot, wan er üch leit nie gesprach und ouch das guot nie abe gebrach. die wile, das er leben sol, so stet üwer sache wol. unde laze wür den sterben, so müzen wir verderben. den wil ich uns fristen mit also schönen listen, do mitte wür alle sint genesen. nu günnet mirs, wan es muos wesen.‹ Die muoter weinende sprach, do sü der tohter ernest ersach: ›gedenke, dohter, liebes kint, wie gros die arbeite sint, die ich durch dich erlitten han, und lo mich bessern lon enphan, dan ich dich höre sprechen. du wilt mir min herze brechen! senfte mir der rede ein teil. joch wiltu alles din heil an uns verwürken wider got. wan gedenkest du an sin gebot?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dass ich Leib und Leben jung hingeben kann für das ewige Leben. Nun sollt ihr mir’s nicht verleiden! Ich will für mich und für euch zwei einen sehr, sehr guten Weg damit gehen. Ich vermag euch ganz allein wohl zu bewahren vor Schaden und vor Leid; wie, das setze ich euch jetzt auseinander. Ihr habt Ansehen und Hab und Gut – das heißt, so wie’s unsers Herrn Absicht ist, indem er euch nie etwas zu Leide gesagt, noch das Hab und Gut je auch nur angetastet hat. So lange er also leben wird, so steht’s um eure Sache gut. Und wenn wir den sterben lassen, so muss das unsrer Verderben sein. Ihn will ich uns erhalten mit einer so schönen Tat, mit der wir alle gerettet sind. Nun gönnt mir’s, denn es muss sein!‹ Die Mutter sprach weinend, als sie den Ernst der Tochter sah: ›Denke daran, Tochter, liebes Kind, wie groß die Mühen sind, die ich um dich erlitten habe, und lass mich bessern Lohn empfangen, als ich dich sagen höre. Du willst mir das Herz brechen! Mach mir deine Rede ein wenig sanfter. Wahrlich, du willst all dein Heil an uns verwirken, gegen Gott. Denkst du denn nicht an sein Gebot?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: joch gebot er und bat er, daz man muoter und vatter minne und ere biete, und geheisset daz zemiete, daz der selen rat werde und lange leben uf der erde. du sprichest, du wellest din leben umbe unser beide fröide geben; du wilt zwar uns beiden das leben vaste leiden. wan daz din vatter und ouch ich gerne lebent, das ist durh dich. joch soltu, liebe dohter min, unser beider fröide sin, gar unsers libes wünne, ein bluome in dime künne, unsers alters ein stap. unde laz uns über din grap gesten von dinen schulden, du muost von gottes hulden iemer sin gescheiden; daz koufest an uns beiden!‹ sü sprach: ›muoter, ich getruwe dir und minen vatter her zuo mir aller der gnaden wol, der vatter unde muoter sol leisten irme kinde, als ich es wol bevinde an üch aller tegelich. von üwern gnaden han ich die sele und einen schönen lip. mich lobet man unde wip", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Hat er doch wahrlich geboten und gebeten, dass man Mutter und Vater Liebe und Ehre erweise, und verheißt das als Gegengabe, dass der Seele Errettung zuteil wird und langes Leben auf der Erde. Du behauptest, du wollest dein Leben um unser beider Freude hingeben; du willst uns beiden in Wahrheit das Leben schwerst verleiden. Dass dein Vater und auch ich gerne leben, das ist um deinetwillen! Wahrlich, du sollst, meine liebe Tochter, unser beider Freude sein, nichts als unsers Lebens Wonne, eine Blüte in deinem Geschlecht, ein Stecken und Stab unsers Alters. Und lass uns nur über deinem Grab stehen durch deine eigene Schuld, so musst du von Gottes Hulden für ewig getrennt sein – das erkaufst du an uns beiden!‹ Sie sprach: ›Mutter, ich traue dir und meinem Vater für mich all die Gnade wohl zu, die ein Vater und eine Mutter ihrem Kind gewähren soll, wie ich das wohl erfahre von euch beiden jeden einzelnen Tag. Von euern Gnaden habe ich die Seele und einen schönen Leib. Mann und Frau rühmt mich," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und alle, die mich sehende sint, sprechent, ich si daz schönste kint, das sü zer welte hant gesehen. wen solt ich der gnaden jehen me dan üch zwein, nach gotte? des sol ich nach üwerm gebotte iemer me vil gerne stan. wie michel reht ich der zuo han! Muoter, seliges wip, sit ich nu sele und lip von uwern genaden han, so lant es an uwern hulden stan, das ich ouch die beide von dem tüfel scheide unde mich gotte müze geben. joch ist dirre welte leben nuwent der sele verlust! ouch hette mich weltlich gelust unze her noch niht berüret, der hin zer hellen füret. nu wil ich gotte gnade sagen, daz er in minen jungen tagen mir die sinne hat gegeben, daz ich uf dis bröde leben ahte harte cleine. ich wil mich alsus reine entwürten in gottes gewalt. ich vörhte, solt ich werden alt, daz mich der welte süze zuhte under die füze, alse sü vil manigen hat gezogen, den ouch ir süze hat betrogen.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und alle, die mich zu sehen bekommen, sprechen, ich sei das schönste Kind, das sie in der Welt gesehen haben. Wem sollte ich solche Gnade danken, mehr als euch zweien, nach Gott? Deshalb soll und werde ich zu eurem Gebot für immer mit allem Begehren stehen. Welch großes Recht muss mir das sein! Mutter, glückselige Frau, weil ich nun Seele und Leib von euern Gnaden habe, so lasst es mit euern Hulden zu, dass ich diese beiden auch vom Teufel fernhalte und mich Gott geben darf. Wahrlich, für diese Welt leben ist nichts als der Verlust der Seele! Auch hat mich weltliches Gelüsten bisher noch nicht angerührt, das da zur Hölle hinführt. Nun will ich Gottes Gnade danken, dass er in meinen jungen Tagen mir solche Sinne gegeben hat, dass ich auf dieses zerbrechliche Leben nur sehr wenig Acht gebe. Ich will mich, rein wie ich bin, in Gottes Walten überantworten. Ich fürchte, sollte ich alt werden, dass mich die Süße der Welt unter ihre Füße zerren würde, wohin sie schon so manchen gezerrt hat, den sie auch mit ihrer Süße betrogen hat." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so wurde ich lihte gotte entsaget. gotte müz es sin geklaget, daz ich unze morne leben sol; mir behaget die welt nüt so wol. ir meiste liep ist herzeleit, daz si üch für war geseit, ir süzer lon ein bitter not, ir lang leben ein bitter tot. wir hant nüt gewisses me, wanne hüte wol unde morne we und ie ze jüngest der tot. daz ist eine jemerliche not! es enschirmet geburt noch guot, schöne, sterke noch hoher muot, es enfrumet weder tugend noch ere für den tot niht mere den ungeburt und untugent. unser leben unde unser jugent ist ein nebel unde ein roup; unser stete bibent als ein loup. er ist ein vil verschaffen gouch, der gerne in sich vasset den rouch, es si wip oder man, der dis niht wol bedenken kan und ouch der welte nach volgende ist, wan uns ist über den fulen mist der pfellor hie gespreitet; swen nu der blig verleitet, der ist zuo der hellen geborn und enhet niht me verlorn, wan beide sele und lip. nu gedenkent, seliges wip,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: So würde man mich leicht Gott absprechen. Gott muss es geklagt sein, dass ich bis morgen leben soll – so wohl behagt mir diese Welt nicht! Das meiste ihrer Annehmlichkeit ist Herzeleid, das sei euch fürwahr gesagt, ihr süßer Lohn eine bittere Not, ihr Langleben ein bittrer Tod. Wir haben nicht mehr an Gewissheit, als heute wohl und morgen weh und zuletzt immer der Tod – das ist eine jammervolle Not! Es beschirmt einen weder Geburt noch Hab und Gut, Schönheit, Stärke, noch hohes Selbstbewusstsein, es helfen weder Tugend noch Ehre vor dem Tod, nicht mehr als Un-Geburt und Untugend. Unser Leben und unsere Jugend ist ein Nebel und ein Raub; unsre Beständigkeiten bibbern wie Laub. Der ist ein missgeschaffner Depp, der freiwillig Gefäß für den Rauch sein will – es sei Frau oder Mann – der dies nicht recht zu bedenken weiß und auch der Welt nachfolgen will; denn uns ist über den faulenden Mist seidenes Tuch hier gespreitet! Wen nun dieser Glanz verleitet, der ist zur Hölle geboren, und er hat nicht mehr verloren, als die Seele und Leib und Leben! Nun gedenkt, glückselige Frau," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: müterlicher truwe unde senftent üwere ruwe, die ir do habent umbe mich, so bedenket ouch der vatter sich; ich weis wol, das er mir heiles gan. er ist ein also bider man, daz er erkennet wol, daz ir unlange doch mit mir üwer fröide mügent han, ob ich joch lebende bestan. blib ich ane man bi iü zwei jar oder drü, so ist min herre lihte tot und koment in so groze not vil lihte von armuot, daz ir mir alsoliches guot zuo einem manne nüt mügen geben, ich enmüze alse swache leben, daz ich üch lieber were tot. nu verswigen wür aber der not, das uns niht enwerre und uns min liber herre were und also lange lebe, unze das man mich zuo ein manne gebe, der riche si unde wert, so ist geschehen, des ir do gert, und wænent, mir si wol geschehen. anders hat min muot verjehen: würt er liep, daz ist ein not, wurt er mir leit, daz ist der tot. wan so han ich iemer leit und bin mit ganzer erbeit", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: mütterlicher Treue und besänftigt eure Traurigkeit, die ihr da um mich habt; so bedenkt sich auch der Vater; ich weiß wohl, dass er mir alles Heil gönnt. Er ist so ein aufrechter Mann, dass er sehr wohl erkennt, dass ihr doch nur noch unlange mit mir eure Freude haben könnt, wenn ich weiter das Leben bestehe. Bleibe ich ohne Mann bei euch zwei Jahre oder drei, so ist mein Herr wahrscheinlich tot und wir kommen in so große Not, sehr wahrscheinlich, von Armut, dass ihr mir entsprechendes Gut zu einem Mann nicht zu geben vermögt, oder ich müsste dermaßen jämmerlich leben, dass ich lieber tot wäre. Nun schweigen wir aber von solcher Not, dass uns nichts passiert und uns mein lieber Herr bleibe und so lange lebe, bis dass man mich an einen Mann vergibt, der reich ist und würdig, dann wird das geschehen sein, was ihr da begehrt, und ihr werdet glauben, mir sei wohl geschehen. Mein Gemüt hat mir jedoch andres gesagt: Wird er mir lieb – das ist eine Not, wird er mir leid – das ist der Tod. Und ich werde immer Leid haben und bin mit nichts als Last" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: gescheiden von gemache mit maniger hande sache, die den wiben wirret und sü zuo fröiden irret. Nu setzent mich in den vollen rat, der do niemer zergat. min gert ein frier buman, dem ich wol mines libes gan. zwar dem süllent ir mich geben, so ist geschaffet wol min leben. ime get sin pfluog harte wol, sin hof ist alles rates voll, do enstirbet weder ros noch daz rint, do enmügent die weinenden kint, do enist weder ze heis noch ze kalt, do wurt von jaren nieman alt, der alte wurt junger, do enist frost noch hunger, do enist dekeinre slahte leit, do ist ganze fröide an arbeit. zuo dem wil ich mich ziehen und solichen bu fliehen, den daz für unde der hagel sleht und der wag abe tweht, mit dem men ringet und ie rang. swaz men daz jar alse lang dar uf gearbeiten mag, daz verlüret schiere ein halber tag. den bu den wil ich lazen, er si von mir verwazen. ir minnent mich, das ist billich. nu sihe ich gerne, daz mich", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: geschieden von aller Bequemlichkeit mit mancherlei Angelegenheit, die den Frauen nicht zupass kommt und sie von Freuden abbringt. Drum versetzt mich in die Fülle von Haus- und Heirat, die da nimmer vergeht! Mich begehrt ein freier Bauer, dem ich wohl mein Leib und Leben vergönne. Dem, wahrlich, sollt ihr mich geben, So ist mit meinem Leben alles wohl beschaffen. Ihm geht sein Pflug einwandfrei, sein Hof ist voll mit allem, was man braucht, enist da machen keine weinenden Kinder Mühen da ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt, da wird niemand alt an Jahren – der Alte wird wie ein Junger, da ist kein Frost noch Hunger, da ist kein wie immer geartetes Leid, da ist ganze Freude ohne Last. Bei dem will ich einziehen und all solchen Ackerbau fliehen, den das Feuer und der Hagel schlägt und die Wasserflut wegwäscht, mit der man ringt und immer gerungen hat. Was man so ein ganzes langes Jahr an Arbeit da aufwenden mag, das verliert im Handumdrehen ein halber Tag. Den Ackerbau will und werde ich lassen, er sei von mir verflucht! Ihr minnt mich, das ist recht und billig – nun seh ich gerne, dass mir" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: uwer minne iht unminne. ob ir üch rehter sinne an mir verstan künnent und ob ir mir günnent beide guotes unde eren, so lant mich keren ze unserme herren Ihesu Crist, des gnade also stete ist, das sü niemer zergat unde ouch zuo mir armen hat also groze minne, alse zuo einre küniginne. Ich sol von minen schulden us üwern hulden niemer komen, wil es got. es ist gewisse sin gebot, daz ich üch si undertan, wan ich den lip von üch han. das leist ich ane ruwe. ouch sol ich mine truwe an mir selber nüt brechen. ich horte ie das sprechen, swer den andern frowet so, daz er selber wurt unfro, unde swer den andern krönet unde sich selber hönet, der truwen ist ein teil ze vil. gerne ich üch des volgen wil, daz ich üch truwe leiste, und mir selber doch die meiste. went ir mir wenden min heil, so laz ich üch vil liht ein teil", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eure Minne nicht zur Unminne wird. Wenn ihr euch zu rechtem Sinn für mich verstehen könnt und wenn ihr mir vergönnt Hab und Gut wie Ehren, so lasst mich heimkehren zu unserm Herrn Jesu Christ, dessen Gnade so stetig ist, dass sie nimmer zergeht, und auch für eine Arme wie mich eine so große Minne bereithält, wie für eine Königin. Ich werde nie schuld daran sein, dass ich aus euren Hulden komme, wenn Gott so will. Gewiss ist es sein Gebot, dass ich euch untertan sei, weil ich Leib und Leben von euch habe – das leiste ich und das reut mich nicht. Doch ich werde auch meine Treue zu mir selber nicht brechen. Ich hörte immer, dass die Leute sagen: wer den andern so erfreut, dass er selber unfroh wird, und wer den andern krönt und sich selber dabei verhöhnt – solcher Treue ist etwas zuviel. Gerne will ich euch darin folgen, dass ich euch Treue leiste, und mir selber doch die allermeiste! Wollt ihr mir mein Heil fortnehmen, so lasse ich euch womöglich" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: e nach mir geweinen, ich enwelle mir erscheinen, wes ich mir selber schuldig bin. ich wil iemer do hin, do ich ganze fröide vinde. ir hant doch me kinde – die lant uwer fröide sin und getröstent ir üch min. wan mir mag daz nieman erwern, zwar ich enwelle ernern minen herren unde mich. muoter, joch horte ich dich clagen unde sprechen e, es tete dime herzen we, soltestu obe mime grabe stan; des wurstu harte wol erlan: du stast obe mime grabe niht, wan do mir der tot geschiht, daz enlat dich nieman sehen. es sol zuo Salerne geschehen, do sol uns viere der tot lösen von der hellen und von den geisten bösen. des todes, des genese wir unde ich doch verre baz dan ir.‹ Do sü daz kint do sahen zuo dem tode sa gahen unde es so wisliche sprach unde menslich reht zerbrach, sü begunden ahten under in, daz die wisheit und den sin niemer erzöigen kunde kein zunge von kindes munde.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: eher um mich weinen, als dass ich mir nicht augenscheinlich machen wollte, was ich mir selber schuldig bin. Ich will für alle Zeit dort hin, wo ich ganze Freude finde. Ihr habt doch mehr Kinder; die lasst eure Freude sein und tröstet ihr euch über mich. Denn mir kann das niemand verwehren, wahrhaftig, dass ich retten will und werde meinen Herrn und mich. Mutter, ich hab dich doch gehört, wie du vorhin geklagt und gesprochen hast, es würde deinem Herzen weh tun, solltest du über meinem Grabe stehen. Das wird dir aufs beste erlassen: Du wirst nicht über meinem Grabe stehn, denn wenn mir der Tod geschieht, das lässt dich niemand sehen. Zu Salerno soll es geschehen, da soll uns vier der Tod erlösen von der Hölle und von den bösen Geistern. Von dem, von eben diesem Tod gehen wir ins Leben und ich doch weit besser denn ihr.‹ Als sie das Kind da sahen, wie es so auf den Tod zueilte und wie es so klug und weise sprach und dabei Menschenrecht zerbrach, kamen sie alsbald überein, dass diese Weisheit und diesen Sinn nimmermehr zu zeigen wüsste irgendeine Zunge aus Kindermund." + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sü sprachen, daz der heilige geist der rede were ir volleist, der ouch sancten Niclaweses pflag, do er in der wagen lag unde in die wisheit lerte, daz er zuo gotte kerte sine kintliche güte. und dahten in ir gemüte, daz sü niht enwollten sü wenden, noch ensolten, des sü sich hette an genomen; der wille si ir von gotte komen. von jamer erkaltet in der lip. do der meiger und sin wip an den bette sazen und vil gar vergazen durch des kindes minne der zungen unde der sinne, so zuo derselben stunden ir enweders enkunde ein einig wort gesprechen. daz gegihte begunde brechen die muoter von leide. sus gesazen sü beide, ruwig unde unfro, bitze sü sich bedahtent do, waz in ir truren dohte, so men doch niht enmöhte benemen irn willen und iren muot, so enwere in niht also guot, so daz sü irs wol gunden, wan sü doch niht enkunden", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Sie sprachen, dass der Heilige Geist dieser Rede ihr Verfasser wäre, der sich auch Sankt Niklauses angenommen hatte, als er in der Wiege lag und die Weisheit ihn lehrte, dass er zu Gotte wendete all das Gute, das in ihm als Kind war. Und dachten in ihrem Gemüte, dass sie keinesfalls wollten sie abbringen (und sollten das auch nicht tun), von dem, was sie sich vorgenommen hatte – der Wille sei ihr schließlich von Gott gekommen. Von Jammer wurde ihnen der Leib kalt. Als der Meier und sein Weib an dem Bett saßen, und ganz und gar vergaßen, aus Minne zu dem Kind, auf die Zungen und auf die Sinne, in eben dem selben Moment wusste keins von beiden auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Die Schmerzrede fing an die Mutter aus Leid zu brechen. So saßen sie da beide, trauervoll und unfroh, bis sie sich endlich bedachten, wozu ihr Trauern nütze wäre. Wenn man doch nicht vermöchte, ihr den Willen zu nehmen und ihren Mut, so wäre ihnen nichts zu gut, als dass sie ihr’s nicht wohlvergönnten, weil sie doch nicht wussten," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ir niemer werden ane bas. enphiengen sü der rede has, es möhte in umbe irn herren vil harte wol gewerren; und verviengen anders nüt do mitten. mit vil willeclichen sitten sprachen sü beide do, daz sü der rede werent fro. Des frowete sich die reine maget. do es vil kume was getag, do gie sü, do ir herre slief; sin trut gemahel ime rief, sü sprach: ›herre, slaffent ir?‹ ›nein ich, gemahel, sage mir, wie bistu hüte uf so fruo?‹ ›herre, da twinget do mich derzuo der jamer uwerre siecheit.‹ er sprach: ›gemahel, daz ist dir leit, daz erzöigest du an mir wol, alse es dir gott vergelten sol. nu mag es dekein ander rat sin.‹ ›entruwen, lieber herre min, uwer wurt vil guot rat, sit es alsus umbe üch stat, daz men üch gehelfen mag, ich engesume üch niemer tag. herre, ir hant uns doch gesaget, ob ir hettent eine maget, die gerne den tot durch üch litte, do soltent ir genesen mitte. die wil ich weis gott selber sin. uwer leben ist nüzer dan daz min.‹", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie sie sie je besser hergeben könnten. Würden sie mit Abwehr auf des Mädchens Rede reagieren, es könnte ihnen ihres Herren wegen wohl größten Schaden anrichten – und nichts anderes wäre die Wirkung davon. Ganz und gar willfährig geworden sprachen sie beide dann, dass sie über ihre Rede froh wären. Darüber freute sich das reine Mädchen. Und kaum war der Tag gekommen, ging sie dahin, wo ihr Herr schlief. Sein Trautgemahl rief ihn an, sie sprach: ›Herr, schlaft ihr?‹ ›Nicht doch, Gemahlchen, sage mir, wie bist du heute so früh auf!‹ ›Herr, da zwingt jetzt mich dazu der Jammer über eure Krankheit.‹ Er sprach: ›Gemahlchen, das bereitet dir Leid, das erzeigst du so gut an mir, wie nur Gott dir’s vergelten soll. Da ist nun weiter keine Abhilfe möglich.‹ ›Meinertreu, lieber Herr mein, es wird euch eine sehr gute Abhilfe, da es so um euch steht, dass man euch zu helfen vermag, lasse ich euch keinen Tag mehr versäumen. Herr, ihr habt uns doch gesagt, wenn ihr ein Mädchen hättet, die gerne den Tod für euch leiden würde, da solltet ihr damit genesen. Die will ich, weißgott, selber sein. Euer Leben ist zu mehr nütze als das meine.‹" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Do gnadete ir der herre des willen harte verre und ervolleten im die ougen von jamer also tougen. er sprach: ›gemahel, joch ist der tot ie doch niht eine senfte not, alse du dir lihte hast gedaht. du hest mich des wol innen braht: möhtestu, du hülfest mir. des begnüget mich wol von dir. ich erkenne dinen süzen muot, din wille ist reine und guot. ich ensol ouch nüt me von dir gern. du maht mich des nüt wol gewern, daz du do gesprochen hast. die truwe, die du an mir begast, die sol dir vergelten got. dis wer der lantlute spot, swaz ich für dise stunde mich arzenien underwünde unde mich doch nüt vervienge, wan als es doch ergienge. gemahel, du tuost alse die kint, die do gehes muotes sint: swaz den komet in den muot, es si übel oder guot, darzuo ist in allen gach und geruwet si sere dar nach. gemahel, also tuost ouch du: der rede ist dir zemuote nu, der die von dir nemen wolte, so mens denne enden solte,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Da dankte ihr der Herr für diese Absicht über alle Maßen und die Augen füllten sich ihm von Jammer ganz heimlich. Er sprach: ›Gemahlchen, es ist aber der Tod wahrlich keine so sanfte Not, wie du dir vielleicht gedacht hast. Du hast mir das wohl nahegebracht: Wenn’s dir möglich wäre, würdest du mir helfen – damit hast du weitaus genug für mich getan. Ich erkenne deinen süßen Mut, dein Wille ist rein und gut! Und ich soll und werde nicht mehr von dir begehren. Du kannst mir das beim besten Willen nicht gewähren, wovon du da gesprochen hast. Deine Treue, die du an mir begehst, die soll dir Gott vergelten. Das brächte uns den Spott der Leute hier: was ich bis diesen Moment mich auf Arzneien eingelassen habe, und wenn die dann bei mir nicht anschlügen und die Dinge ihren bisherigen Gang gingen! Gemahlchen, du tust wie die Kinder, die da spontanen Mutes sind: Was denen ins Gemüt kommt, es sei übel oder gut, da sind sie spontan dafür und danach reut es sie schmerzlich. Gemahlchen, genauso tust du auch. Nach solcher Rede ist dir jetzt zumut, und wenn sie einer von dir annehmen wollte und man es tatsächlich zuende brächte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so geruwes dich vil lihte doch.‹ und daz sü sich ein teil noch bas bedehte, des bat er. er sprach, ›din muoter und din vatter, die enmügent din nüt wol enbern. ich sol ouch niht irs leides gern, die mir ie gnade taten. swaz sü dir beide raten, liebe gemahel, daz tuo.‹ hie mitte lachete er darzuo, wan er lützel sich versach, das doch sider do geschach. sus sprach er zuo der guoter. der vatter und die muoter sprachent: ›lieber herre, ir hant uns vil verre geliebet und geeret; das enwere niht wol bekeret, wir engeltens üch mit guote. unser dohter ist ze muote, daz sü den tot durch üch tol, des günne wir ir harte wol. es ist hüte der dirte tag, das sü uns alles ane lag, daz wür ir sin gunden; nu hat süs an uns funden. nu laz üch got mit ir genesen, wür wellent ir durch üch entwesen.‹ Do ime sin gemahel do gebot für sinen siechtuom irn tot unde man irn ernst ersach, do wart do michel ungemach", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: dann reut es dich wahrscheinlich doch.‹ Und dass sie sich ein bisschen noch mehr bedächte, darum bat er. Er sprach: ›Deine Mutter und dein Vater, die können dich nicht wohl entbehren. Und ich werde auch nicht deren Leid begehren, die nie etwas andres als gnädig mit mir waren. Was sie beide dir raten, liebes Gemahlchen, das tu.‹ Und dazu lachte er, denn er wäre kaum auf das gekommen, das doch seither dann geschah. So sprach er zu der Guten. Der Vater und die Mutter sprachen: ›Lieber Herr, ihr habt uns weidlich geliebt und geehrt. Das wäre nun nicht wohlgetan, wenn wir euch das nicht mit allem Guten vergelten. Unserer Tochter ist danach zumut, dass sie den Tod um euretwillen erduldet. Das gönnen wir ihr in jeder Hinsicht. Es ist heute der dritte Tag, dass sie uns immer wieder in den Ohren gelegen hat, dass wir ihr das gönnen sollten. Nun hat sie’s an uns gefunden – nun lasse euch Gott mit ihr genesen. Wir wollen um euretwillen ohne sie sein.‹ Als ihm sein Gemahlchen da geboten hatte ihren Tod für sein Siechtum, und man ihren Ernst wahrnahm, da ward da großes Ungemach" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: und jemerliche geberde, manige misliche beswerde huop sich do under in, zwischent den herren und in drin. ir vatter und ir muoter, die erhuoben michel weinen hie, des weinendens tet in michel not umbe irs vil lieben kindes tot. nu begunde ouch der herre gedenken also verre an des kindes truwe und begreif in ouch ein ruwe, das er sere weinen began und zwifelte vaste der an, weder es besser getan möhte sin oder verlan. von vorhten weinte ouch die maget, sü wonde, er were daran verzaget. sus waren sü alle unfro, sü gerten keines dankes do. ze jüngest da bedahte sich ir herre, der arme Heinrich, unde begunde sagen in groze gnade allen drin, der truwen und des guotes. die maget wart riches muotes, das ers gevolgete gerne, und bereitete sich zuo Salerne so er schiereste möhte. swaz ouch der megede dohte, daz wart vil schiere bereit: Schone phert und riche kleit,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und jammervolles Gebaren. Manch missliche Beschwernis erhob sich jetzt unter ihnen, zwischen dem Herrn und ihnen dreien. Ihr Vater und ihre Mutter, die erhoben hier großes Weinen. Große Not tat ihnen das Weinen an um den Tod ihres vielgeliebten Kindes. Nun begann auch der Herr ganz nah in sein Denken kommen zu lassen die Treue des Kindes und es ergriff auch ihn ein Traurigsein, dass er schmerzlich zu weinen begann, und zweifelte zutiefst daran, ob es besser getan sein sollte oder unterlassen. Aus einer bestimmten Furcht weinte auch das Mädchen: sie glaubte, er wäre daran verzagt. So waren sie alle unfroh, sie begehrten niemands Eingedenken dafür. Am Ende aber bedachte sich ihr Herr, der arme Heinrich, und begann ihnen zu sagen großen Dank, allen dreien, für die Treue und für das Gute – das Mädchen ward reich in ihrem Gemüte, dass er alles gern befolgen wollte, und bereitete sich vor für Salerno so schnell es ihm möglich war. Was nun aber das Mädchen brauchte, das ward ganz schnell bereitgestellt: Schöne Reitpferde und reiche Kleider," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: die sü getruog nie vor der zit, hermin und semit, den besten zobel, den man vant, daz waz der megde gewant. Nu wer möhte wol gesagen die herze ruwe und daz clagen und ir muoter grimes leit und ouch des vatters erbeit. es enwere wol under in beiden ein jemerliches scheiden do sü ir liebes kint von in gefrümeten so gesundes hin, niemer me ze sehende in den tot, wan daz in senftert ir not die reine gottes güete, von der doch das gemüete ouch dem jungen kinde kam, daz es den tot gerne nam. es waz an irn rat komen; do von wart von irme herzen genomen alle clage und swere, wan es anders wunder were, daz in ir herze niht zerbrach. die liebe wart ir ungemach, daz sü darnach dekeine not litten umbe des kindes tot. Sus fuor gegen Salerne frölich unde gerne die maget mit irm herren. waz möht ir nu gewerren, waz, das der weg so verre was, daz sü so lange genas?", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie sie sie vor dieser Zeit nie getragen hatte, Hermelin und Samt, den besten Zobel, den man finden konnte, das war das Gewand für das Mädchen. Nun, wer vermöchte wohl zu sagen die Herzenstrauer und das Klagen und ihrer Mutter grimmes Leid und auch des Vaters Last! Es wäre wohl für sie beide ein jammervoller Abschied gewesen, als sie ihr vielgeliebtes Kind von sich wegschenkten, so gesund wie es war, auf Nimmerwiedersehen, in den Tod, wenn ihnen nicht ihre Not sanfter gemacht hätte die reine Gottesgüte, von der doch das Gemüt des jungen Mädchens auch den Anstoß bekommen hatte, dass es den Tod gerne auf sich nahm. Das war ohne ihre Mithilfe gekommen; und daher ward von ihrem Herzen genommen alle Klage und alle Schwere, denn sonst wäre es ein Wunder gewesen, dass ihnen das Herz nicht zerbrach. Die Liebe ward ihr Ungemach, dass sie danach keinerlei Not litten um den Tod ihres Kindes. So fuhr also gegen Salerno, fröhlich und gerne, das Mädchen mit ihrem Herrn. Was könnte ihr nun noch etwas ausmachen, was, dass der Weg so weit war, dass sie so lange leben blieb?" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde do er sü vollebrahte hin, alse er gedahte, und do er sinen meister vant, do wart ime zehant vil frölich gesaget, er hette braht eine maget, die er in gewinnen hies; dar zuo er in sü sehen lies. daz duhte in ungelöiplich. er sprach: ›kint, weder hestu dich dis willen selber bedaht oder bistu uf die rede braht von bette oder dins herren trou?‹ die maget antwürtet im also, daz sü die selbe rete von ir selbes herzen tæte. des nam in michel wunder und fuorte sü bisunder und beswuor sü vil verre, ob ir iht ir herre die rede hette uz ertrout. er sprach: ›kint, dir ist not, daz du dich beratest bas; und sage dir rehte, umbe waz: ob du den tot liden muost unde daz niht vil gerne tuost, so ist din junger lip tot unde frowet uns leider nüt ein brot. Nu enhil mich dines willen niht! ich sage, wie dir geschiht: ich zühe dich uz rehte blos unde wurt dine schame harte groz,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Und als er sie endlich hingebracht hatte, so wie er beabsichtigte, und als er seinen studierten Mediziner fand, da ward dem sogleich voll Freude gesagt, er hätte ein Mädchen gebracht, die zu besorgen er ihn geheißen habe. Worauf er ihn sie sehen ließ. Das dünkte den unglaublich. Er sprach: ›Kind, hast du dich zu diesem Willen selbst bedacht oder bist du auf den Einfall gebracht worden durch Bitten oder deines Herren Drohung?‹ Das Mädchen antwortete ihm dahingehend, dass sie die ganze Angelegenheit aus ihrem eignen Herzen täte. Das nahm ihn groß wunder und er führte sie beiseite und beschwor sie eindringlich, ob ihr nicht doch ihr Herr die Sache herausgedroht hätte. Er sprach: ›Kind, dir ist nötig, dass du dich noch besser bedenkst, und ich sage dir genau, warum: Wenn du den Tod leiden musst und das nicht freiwillig und gerne tust, so ist dein junger Leib tot und freut uns leider nicht die Brotkrume. Verbirg mir also deinen Willen nicht! Ich sage, wie dir geschieht: Ich ziehe dich aus, richtig entblößt, und es wird deine Scham unermesslich groß," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so du von schulden denne hast und naket vor mir stast. ich binde dir bein unde arme. obe dich din lip erbarme, so bedenke disen smerzen: ich snide dich zuo dem herzen und brich es lebende uzer dir. frowelin, nu sage mir, wie din muot dar umbe ste. es engeschach kinde also we, alse dir muoz von mir geschehen. daz ich es tuon sol unde sehen, do han ich michel angest zuo. nu gedenke selber ouch darzuo: geruwet es dich eins hares breit, so han ich min erbeit unde du den lip verlorn.‹ vil türe wart sü aber besworn – sü erkante sich vil stete –, daz sü sich es abe tæte. Die maget lachende sprach, wan sü sich des wol versach, ir hülfe des tages der tot uzer weltlicher not: ›got lone üch, lieber herre, daz ir mir also verre hant die warheit gesaget. entruwen, ich bin ein teil verzaget, mir ist zwifel beschehen. ich wil üch rehte bejehen, wie der zwifel ist getan, den ich nu gewunnen han.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: die du mit Gründen dann hast, wenn du ganz nackt vor mir stehst. Ich binde dir Beine und Arme. Wenn du Erbarmen mit deinem Leib hast, so bedenke diesen Schmerz: Ich schneide dich zum Herzen und breche es lebend aus dir heraus. Mein Fräulein, nun sage mir, wie es in der Hinsicht um deinen Mut steht! Keinem Kind ist dermaßen weh geschehen, wie dir von mir geschehen muss. Dass ich es tun soll und sehen, das macht mir große Angst. Denk also selber noch einmal darüber nach – wenn es dich nur um Haaresbreite reut, so ist für mich die Arbeit und für dich Leib und Leben verloren.‹ Hoch und teuer ward sie wieder und wieder beschworen – sie hingegen wusste sich als sicher und beständig –, dass sie dann Abstand davon nehme. Das Mädchen sprach lachend, weil sie fest darauf hoffte, dass ihr noch diesen Tag der Tod hülfe aus aller weltlichen Not: ›Gott lohne euch, lieber Herr, dass ihr mir so weit die Wahrheit gesagt habt. Ehrlich gesagt, ich bin ein bisschen verzagt, mir ist Zweifel gekommen. Ich will euch genau auseinandersetzen, wie der Zweifel beschaffen ist, den ich jetzt bekommen habe:" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: ich vörhte, daz unser erbeit gar von üwerre zageheit under wegen blibe. uwer rede gezæme einem wibe, ir sint eins hasen genos, uwer angest ist ein teil ze gros dar umbe, daz ich sterben sol. deswar, ir handelnt es nüt wol mit üwer grozen meisterschaft. ich bin ein wip und han die kraft: getürrent ir mich sniden, ich getar es wol erliden! die engesliche erbeit, die ir mir vor hant geseit, die han ich wol an üch vernomen. zwar ich enwere her niht komen, wan daz ich mich weste des muotes also veste, das ich es wol mag tulden. mir ist, bi üwern hulden, die bröde varwe gar benomen und ein muot also vester komen, daz ich also engesliche stan, als ich ze tanze sülle gan. Wande kein not so groz ist, die sich in eins tages frist an mime libe geenden mag, mich endunke, daz der eine tag genuog türe si gegeben umbe daz ewige leben, daz do niemer zergat. uch enmag, alse min muot stat,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ich fürchte, dass unsere Arbeit aufgrund eurer Zagheit gänzlich unterbleiben könnte. Eure Rede würde gut zu einem Weibe passen, ihr seid ein Hasengenosse; eure Angst ist etwas zu groß, bloß darum, dass ich sterben soll. Wahr ist, ihr handhabt das nicht gut, mitsamt eurer großen Gelehrsamkeit. Ich bin ein Weib und habe die Kraft: Traut ihr euch, mich zu schneiden, ich trau mich wohl, es zu erleiden! Die beängstigende Arbeit, die ihr mir vorhin gesagt habt, davon habe ich von euch und auch ohne euch wohl gehört. Ich wäre wahrlich nicht hergekommen, wenn ich mich nicht wüsste von so festem Mut, dass ich es gut aushalten kann. Mir ist, bei eurer Huld, der bleiche Teint ganz abhandengekommen und ein so fester Mut hat mich erfasst, dass ich grad so ängstlich dastehe, als sollte ich zum Tanze gehen. Denn so groß ist keine Not, die sich in eines Tages Frist an meinem Leib beenden lässt, von der mich nicht dünkt, dass dieser eine Tag teuer genug hingegeben wäre für das ewige Leben, das da nimmermehr zergeht. Euch kann, so wie mir der Mut steht," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: an mir niht gewerren. getruwent mime herren sine gesünde wider geben, und mir das ewige leben. durch got, daz tuont in zit! lont sehen, welich meister ir sit. mich reisset vaste dar zuo. ich weis wol, durch wen ich es tuo: in des namen es geschehen sol, der erkennet dienst harte wol und lat sin ouch ungelonet niht. ich weis wol, das er selber giht, swer grozen dienst leiste, des lon si ouch der meiste. do von so sol ich disen tot han für ein süze not nach sus gewissem lone. lies ich die himel krone, so het ich alweren sin, wan ich doch lihtes kunnes bin.‹ Nu vernam er, daz sü were genuog unwandelbere, unde fuorte sü wider dan hin zuo dem siechen man und sprach zuo irme herren: ›uns kan das niht gewerren, uwer maget ensi vollen guot. nu hant frölichen muot, ich mache üch schiere gesunt.‹ hin fuort er sü ze stunt in sin heinlich gemach, do es ir herre niht ensach,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: an mir nichts fehlen. Traut euch, meinem Herrn seine Gesünde wiederzugeben und mir das ewige Leben. Tut das, umgotteswillen, beizeiten. Lasst sehen, welch Magister ihr seid! Mich reizt heftig dazu – und ich weiß wohl, für wen ich’s tu – der, in dessen Namen es geschehen soll, der erkennt einen Dienst sehr wohl und lässt ihn auch nicht unbelohnt. Ich weiß wohl, dass er selber feststellt: wer großen Dienst leiste, des Lohn sei auch der meiste! Von daher also werde ich diesen Tod für eine süße Not halten um einen so gewissen Lohn. Ließe ich die Himmelskrone fahren, so hätte ich albernen Sinn und Verstand, wenn ich auch aus leichtgewichtigem Geschlechte bin.‹ Da also vernahm er, dass sie wäre genügend unbeeinflussbar, und führte sie wieder zurück, zu dem kranken Mann hin, und sprach zu ihrem Herrn: ›Es gibt nichts, das uns schaden kann und das an eurem Mädchen nicht voll zufriedenstellend wäre. Nun habt fröhlichen Mut, ich mache euch schnell gesund.‹ Auf der Stelle führte er sie davon, in sein Privatgemach, wo es ihr Herr nicht sah," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: unde besloz in vor der tür und warf einen rigel für. er enwolte in niht sehen lan, wie ir ende solte ergan. in einer kemenaten, die er vil wol beraten mit sinre arzenien vant, er hiez die maget alzehant abeziehen die cleit. des was sü fro unde gemeit, sü zarte die cleider in der nat, schiere stuont sü ane wat unde wart naket und blos; sü schamte sich niht eins hares gros. do sü der meister ane sach, in sime hercen er des jach, das schoenre creatüre al der welte were türe. gar sere erbarmete sü in, daz ime das herze und der sin vil nach waz dar an verzaget. nu ersach die guote maget einen hohen tisch da stan. do hies sü der meister uf gan. dar uf er sü vil vaste bant und begunde nemen in die hand ein scharphes messer, daz do lag, des er zuo solichen dingen pflag. es was lang unde breit, wan daz es so wol niht ensneit, als ime were liep gewesen. do sü niht solte genesen,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: und schloss ihn aus vor der Tür und warf einen Riegel vor. Er wollte ihn nicht sehen lassen, wie es mit ihrem Ende gehen sollte. In einem Kaminzimmer, das er sehr gut mit seinem Arztwerkzeug ausgestattet fand, hieß er das Mädchen allsogleich die Kleider ausziehen. Darüber war sie froh und bester Laune, sie riss die Kleider geradezu aus den Nähten, gleich stand sie ohne Gewand und ward nackt und bloß; sie schämte sich nicht um eines Haares Dicke. Als der gelehrte Magister sie ansah, gestand er sich in seinem Herzen ein, dass schönere créature in der ganzen Welt selten und teuer wäre. Gar schmerzlich erbarmte sie ihn, dass ihm das Herz und der Verstand beinah daran verzagt war. Nun sah das gute Mädchen einen hohen Tisch da stehen. Dort hieß der Magister sie hinaufgehen. Da drauf band er sie ganz fest und nahm gleich darauf in die Hand ein scharfes Messer, das da lag, das er zu solchen Zwecken verwendete. Es war lang und breit, nur dass es so gut nicht schnitt, wie ihm wäre lieb gewesen. Da sie nicht am Leben bleiben sollte," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: do erbarmete in ir not und wolte ir sanfte tuon den tot. Nu lag do bi in ein ein harte guot wetzestein, do begunde ers ane strichen, harte müzeclichen, da bi ouch wetzen. daz erhorte, der ir fröide storte, der arme Heinrich, hinfür, do er stuont, vor der tür, und erbarmete in vil sere, daz er sü niemer mere lebende solte gesehen. nu begunde er suochen und spehen, untze daz er durch die want ein loch gande vant und ersach sü durch die schrunden nacket unde gebunden. ir lip, der waz vil minnenclich. nu sach er sü an und sich und gewan einen nuwen muot: in duhte do daz nüt guot, des er do e gedahte, und verkerte vil getrahte sin altes gemüte in eine nuwe güte. Nu er sü alse schoene sach, wider sich selber er do sprach: ›du hast einen tumben gedank, das du sunder sinen dank gerst zuo lebende einen tag wider den nieman niht enmag.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: da erbarmte ihn ihre Not und er wollte ihn ihr sanft machen, den Tod. Nun lag da neben ihnen ein Wetzstein, ein sehr guter. Daran begann er’s zu streichen, sehr regelmäßig. Dabei auch Wetzgeräusch. Das hörte, der ihre Freude störte, der arme Heinrich, von draußen, wo er stand, vor der Tür, und es erbarmte ihn so recht schmerzlich, dass er sie niemals mehr lebend sehen sollte. Nun fing er an und suchte und spähte, bis dass er durch die Wand ein Loch gehen fand, und er erblickte sie durch die Schrunde nackt, und gebunden. Nun sah er sie an und sich – Nun sah er sie an und sich – und geriet in einen völlig neuen Gemütszustand. Ihn dünkte plötzlich das nicht mehr gut, was er bis dahin gedacht hatte, und er kehrte so manche Sicht um, sein altes Gemüt in eine neue Form von ‘gut’. Als er jetzt sah, wie schön sie war, da sprach er zu sich selbst: ›Ein tumber Gedanke, den du da hast, dass du, ohne dass der dir’s dankt, einen einzigen Tag zu leben begehrst, gegen den keiner etwas vermag!" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: du enweist ouch rehte, waz du tuost, sit du bi namene sterben muost, das du dis lesterliche leben, das dir got hat gegeben, nüt vil gewilleclich entreist unde ouch dar zuo enweist, obe dich dis kindes tot ernert. swaz dir got hat beschert, daz la dir alles geschehen. ich enwil dis kindes tot niht sehen.‹ Des bewag er sich zehant und begunde bossen an der want, er hies sich lassen dar in. der meister sprach: ›ich enbin nu niht müzig dar zuo, daz ich üch iht uf tuo.‹ ›nein, herre meister, gesprechent mich.‹ ›herre‹, sprach er, ›joch enmag ich. beitent, bitze daz dis erge.‹ ›nein, herre meister, gesprechent mich e.‹ ›nu sagent mirs her dur die want.‹ ›joch ist es nüt also gewant.‹ zehant do lies er in der in. do gie der arme Heinrich hin, do er die maget gebunden sach. zuo dem meister er do sprach: ›dis kint ist also wunnenclich, zwar joch enmag ich sinen tot niht gesehen. gottes wille müze an mir geschehen. wür süllen si wider uf lazen stan. als ich mit üch gedinget han,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Du weißt doch gar nicht recht, was du tust, während du wirklich sterben musst, dass du diese Lebenslast, die dir Gott gegeben hat, nicht einfach willig trägst, und dazu nicht einmal weißt, ob dich dieses Kindes Tod rettet. Was dir Gott beschert hat, das lass dir alles geschehen – ich will dieses Kindes Tod nicht sehn!‹ Das wurde ihm sogleich zum Entschluss und er begann, an der Wand zu klopfen, er befahl, ihn reinzulassen. Der Magister sprach: ›Ich habe gerade keine Zeit dafür, dass ich auch noch euch aufmache.‹ ›Nein, Herr Magister, ihr müsst mich sprechen!‹ ›Herr‹, sprach er, ›ich kann wirklich nicht. Wartet, bis das hier vorbei ist!‹ ›Nein, Herr Magister, sprecht vorher mit mir.‹ ›Dann sagt mir’s durch die Wand herein.‹ ›Aber, das geht so nicht!‹ Da ließ er ihn alsbald herein. Da ging der arme Heinrich hin, wo er das Mädchen gebunden sah, dann sprach er zu dem Magister: Ihr Leib, der war überaus minniglich. wahrhaftig, ja, es ist mir nicht möglich, seinen Tod mitanzusehen. Gottes Wille möge an mir geschehen. Wir werden sie wieder aufstehen lassen. Was ich mit euch ausgehandelt habe," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: Daz silber, daz wil ich üch geben. wir sült die magt lazen leben!‹ do die maget reht ersah, daz ir zuo sterbende niht geschah, do waz ir muot beswæret mitte. sü brach ir zuht und ir sitte, zuo grime zart sü sich und roufte sich. ir geberde wart so jemerlich, daz sü nieman hette gesehen, ime were ze weinende geschehen. vil bitterliche sü schre: ›we mir vil armen und owe! wie sol es mir nu gar ergan, muos ich alsus verlorn han die riche himel krone? die wære mir zuo lone gegeben umbe dise not. nu bin ich alrest tot! o we, geweltiger Crist, was eren uns benomen ist, minem herren unde mir! nu enbirt er und ich enbir der eren, der uns waz gedaht, ob dis wære volle braht: so wære ime der lip genesen unde müst ich iemer selig wesen.‹ Sus bat sü genuog umbe den tot. do wart ir nie dernach so not, sü verlüre gar ir bette. do nieman durch sü do niht dæte, do huop sü an ein schelten, si sprach: ›ich muos engelten", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: das Silber, das will ich euch geben. Und wir, ihr werdet das Mädchen leben lassen.‹ Als das Mädchen recht wahrnahm, dass es nicht ihr Schicksal war zu sterben, da wurde ihr Gemüt schwer. Sie brach ihre Zucht und ihre Sitte: Voll Ingrimm zerrte sie sich und raufte sich, ihre Gebärde ward so jammervoll, dass sie niemand hätte anschauen können, ohne dass ihm das Weinen gekommen wäre. Bitterlich, sehr bitterlich schrie sie: ›Weh mir Allerärmsten und Ohweh! Wie wird es mir nun vollends ergehen? Muss ich auf diese Weise verloren haben die reiche Himmelskrone? Die wäre mir zum Lohn geworden um diese Not. Nun bin ich erst richtig tot! Ohweh, gewaltiger Christ, welche Ehren sind uns benommen, meinem Herrn und mir! Nun entbehrt er und ich entbehre alle Ehren, die uns zugedacht waren, wenn dies vollbracht worden wäre, so wäre ihm der Leib genesen und ich würde für alle Zeit selig sein.‹ So bat sie denn immer wieder um den Tod; Da konnte ihr der nie so notwendig werden, als dass nicht ihre Bitte ganz umsonst gewesen wäre. Als da niemand etwas für sie tat, da hob sie ein Schelten an, sie sprach: ›Ich muss bezahlen" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: mines herren zageheit. mir hant die lüte misseseit, daz han ich selber wol ir sehen. ich horte ie die lüte jehen, ir wærent biderbe und guot unde hettent vesten mannes muot. so helfe mir gott, sü hant gelogen! die welt waz ie an üch betrogen. ir warent ie alle üwer tage und sint ouch noch ein welt zage. das nim ich wol do bi war: daz ich doch liden getar, das engetürrent ir niht tulden. herre, von welhen schulden erschrakent ir, do men mich bant? es was doch ein dike want enzwüschent üch und mir. herre min, getürrent ir einen frömden tot niht vertragen? ich wil üch geheissen und sagen, daz üch nieman nüt entuot und ist üch nütze und guot.‹ swie vil sü fluoche und bet und ouch scheltens getet, daz enmöhte ir nüt frum wesen: sü müste ie doch genesen. swaz do scheltendes ergie, der arme Heinrich es enphie als ein fromer ritter sol, – tügentlichen unde wol –, dem schönre zühte niht gebrast. und do der gnadelose gast", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: für meines Herrn Zagheit. Mir haben die Leute das Falsche gesagt, das hab ich selbst wohl gesehen. Ständig hörte ich die Leute behaupten, ihr wäret aufrecht und gut und hättet festen Mannesmut – so helfe mir Gott, sie haben gelogen! Die Welt war an euch schon immer betrogen. Ihr wart seit je und all euer Lebtag und seid auch noch ein Weltfeigling! Das nehm ich ganz gut wahr an dem: Was ich mich doch leiden traue, das traut ihr euch nicht erdulden. Herr, aus welchen Gründen erschrakt ihr, als man mich band? Es war doch eine dichte Wand zwischen euch und mir! Mein Herr, traut ihr euch nicht, einen fremden Tod auszuhalten? Ich will euch verheißen und sagen, dass euch niemand etwas tut, und es ist nütze für euch und gut.‹ Wie viel sie Flüche und Bitten und auch Beschimpfungen von sich gab, das konnte ihr nichts frommen – sie musste halt doch am Leben bleiben. Was immer da an Beschimpfungen kam, der arme Heinrich nahm es hin, wie’s ein tüchtig-frommer Ritter soll, tugendhaft und wohlgesittet, dem es an schöner Zucht nicht fehlte. Und als der ohne gnädige Erlösung gebliebene Fremde" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: sine maget wider kleite und den arzat bereite, als er gedinget hatte, do fuor er gar getrate wider hein ze lande. wiewol er do erkande, daz er do heime fünde mit gemeinen münde nuwent laster und spot, daz lies er lüterlich an got. Nu hette sich die guote magt so verweinet und verclagt, vil nahe hin unz an den tot. do erkande ir truwe und ir not cordis speculator, vor dem dekeines herzen tor für names nüt beslossen ist. sit er durch sinen süzen list an in beiden des geruohte, daz er sü so versuhte reht also völleclichen, sam Iobe den richen, do erzöigete der heilige Crist, wie liep ime trüwe und erbermde ist, und schiet sü do beide von allen irme leide und mahte in do ze stunt reine und wol gesunt. Alsus besserte sich der guote herre Heinrich, daz er uffe sinen wege von unsers herren gottes pflege", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: sein Mädchen wieder angekleidet hatte und den Arzt bezahlt, wie er ausgemacht hatte, da reiste er eiligst zurück in sein Heimatland. Wiewohl er sehr gut wusste, dass er daheim würde finden, aus jedermanns Munde, nichts als Lästerei und Spott – das überließ er komplett Gott. Nun hatte sich das gute Mädchen so völlig ausgeweint und ausgeklagt, dass es dem Tod ganz nahe war. Da erkannte ihre Treue und ihre Not cordis speculator, vor dem kein Herzenstor nicht wirklich verschlossen ist. Seit er durch sein süßes Kunststück an ihnen beiden geruhte, sie derart in Versuchung zu führen, so richtig und vollends wie Hiob, den reichen und mächtigen, da erwies der Heilige Crist, wie lieb ihm Treue und Erbärmde ist, und schied sie darauf beide von all ihrem Leide und machte ihn da im Augenblick rein und wohl und gesund. So sehr besserte sichs mit dem guten Herrn Heinrich, dass er auf seinem Wege von der Pflege unsers Herrn und Gottes" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: harte schone worden was, do er vil gar genas und was alse vor zwenzig jaren. do sü sus erfrowet waren, do enbot ers heim zelande, den, die er erkande der selden unde der güte, daz sü in irme gemüte sines gelukes werent fro. von schulden müsten sü do von den gnaden fröide han, die got hat an ime getan. Sine frünt, die besten, die sine kunft westen, die ritten unde giengen, durch das sü in enphiengen, gegen ime wol drie tage. sü engeloubeten niemans sage, danne ir selbes ougen. sü kusent die gottes tougen an sime schönen libe. dem meiger und sinem wibe, den mag men wol gelouben, man welle sü danne rehtes rouben, das sü do heime niht beliben. sü ist iemer ungeschriben, die fröide, die sü hatten, wan sü got hette beraten mit lieber ougenweide: die gabent in do beide, ir tohter und ir herre. es enwart nie fröide merre,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: überaus schön geworden war, indem er restlos genas, und war wie vor zwanzig Jahren. Als sie solchermaßen erfreut worden waren, da schickte er Botschaft in sein Heimatland, all denen, die er kannte, von der Seligkeit und der Güte, auf dass sie in ihrem Gemüt über sein Glück froh wären. Da hatten sie allen Grund, über solche Gnade Freude zu haben, wie sie Gott an ihm getan hat. Seine Freunde, die besten, die um seine Rückkunft wussten, die ritten und gingen – auf dass sie ihn empfingen – ihm entgegen, gut drei Tage. Sie glaubten niemandes Wort, nur ihren eignen Augen: Sie erblickten die Geheimnisse Gottes an seinem schönen Leib. Dem Meier und seinem Weibe, denen kann man wohl erlauben, wenn man sie nicht ihres Rechts berauben will, dass sie nicht daheim blieben. Sie wird für alle Zeit ungeschrieben sein, die Freude, die sie hatten, denn Gott hatte sie versehen mit angenehmer Augenweide, die ihnen die beiden gaben: Ihre Tochter und ihr Herr. Nie ward mehr Freude," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: dan in beiden waz geschen, do sü hatten gesehen, daz sü gesunt warent, sü enwusten, wie sü gebaren. ir gruos wart spehe undersnitten mit vil selzehen sitten: ir herzeliebe wart also gros, daz in das lachen begos der regen von den ougen. die rede ist ane lougen. sü kusten irre dohter munt ettewas me dan dristunt. do enphiengen sü die swabe mit löbelicher gabe, daz was ir gewilleclicher gruos. got weis wol, den swaben muos iegelich biderman jehen, der sü do heime hat gesehen, daz bessers wille nie enwart als ime an sinre heinvart sin lant lüte enphienge. und wie es dar nach ergienge? was mag ich da von sprechen me? wan er wart richer vil dan e des guotes und der eren. daz begunde er alles keren stetecliche hin ze gotte und wartete sime gebotte Bas dan er e tæte. des ist sin ere stæte. der meiger und die meigerin, die hettent ouch vil wol umbe in", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: als ihnen beiden geschehen war. Als sie gesehen hatten, dass sie gesund waren, wussten sie nicht, wie sich gebärden. Ihr Gruß ward spektakulär gefleckelt mit höchst seltsamem Schneiderwerk: Ihre Herzeliebe ward dermaßen groß, dass ihnen über das Lachen goss der Regen von den Augen (diese Rede ist ohne Lüge). Sie küssten ihrer Tochter Mund, achichweißnicht, mehr als dreimal! Da empfingen sie die Schwobe mit löblicher Gobe – nämlich mit ihrem ganz eigenwilligen Gruß. Gottweißwohl, den Schwaben muss ein jeder Biedermann zugestehen, der sie bei sich daheim gesehen hat, dass es bessres an Willen nie gab als ihm bei seiner Heimreise sein Volk zum Empfang bot. Und wie’s danach weitergegangen ist? Was kann ich davon mehr erzählen? Denn er ward viel reicher und mächtiger als zuvor, an Gut und an Ehren. Das alles fing er an zuzuwenden, regelmäßig, Gott, und achtete auf sein Gebot mehr als er je getan hatte. Darin ist seine Ehre beständig. Der Meier und die Meierin, die hatten auch, mit Recht, um ihn" + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: verdienet ere und guot; ouch het er niht so valschen muot, sü hettens harte wol bewant: er gap in ze eigen daz lant, das breite gerüte, die erde unde die lüte, do er do sicher uffe lag. sinre gemaheln er do pflag mit guote unde mit gemache und mit aller slahte sache, alse sinre frowen oder baz. das reht gebot ime ouch das. Nu begunden in die wisen raten unde prisen umb elichen hirat. ungesament was der rat. er seide in do sinen muot: er wolte, duht es sü gut, nach sinen fründen senden und die rede mit in enden, swa sü es eime rieten. bitten unde gebieten hies er allenthalben dar, die sines wortes næmen war. do er sü alle dar gewan, beide mage unde man, do tet er in die rede kunt. nu sprach ein gemeinre munt, es wære reht unde zit. hie huop sich ein michel strit an dem rate under in: dirre riet her, der ander riet hin,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: Ehre und Gut verdient. Und er war nicht von so falschem Gemüt, dass sie’s nicht recht wohl getroffen hätten: Er gab ihnen das Land zu Eigen, das Gereute in aller Breite, den Grund und Boden und die Leute dazu, wo er damals als Kranker gelegen hatte. Sein Gemahlchen versah er dann mit Gut und mit Annehmlichkeiten und mit allerlei Sachen, grad wie seine Ehefrau oder noch besser. Auch solches gebot ihm das Recht. Nun fingen ihm die Neunmalklugen an, Ratschläge vorzutragen und Lobeshymnen von wegen legaler Verheiratung. Ein Rat kam nicht zusammen. Da sagte er ihnen, wie ihm zumute wäre: Er wollte, wenn sie das gut dünkte, nach seinen Freunden senden und die Angelegenheit mit ihnen zu einem Ende bringen, je nach dem, wozu sie ihm rieten. Herbeibitten und aufbieten hieß er allenthalben nach hier alle, die ihm hörig waren. Als er sie alle hier um sich hatte, Verwandte wie auch Mannen, machte er sie mit der Angelegenheit bekannt. Nun ging die allgemeine Rede, es wäre sowohl Recht wie auch Zeit. An der Stelle erhob sich ein großes Streiten unter ihnen, beim Beraten. Dieser riet her, der andre riet hin," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: als ie die lüte taten, do sü do solten raten umb elichen hirat; ungesament was der rat. do ir rat was so mislich, do sprach der arme Heinrich: ›uch herren ist allen wol kunt, daz ich vor kurzer stunt was vil ungeneme, den lüten widerzeme. nü enschühet mich weder man noch wip. mir hat gegeben gesunden lip unsers herren gebot. nu raten mir alle durch got, von dem ich die gnade han, die mir got hat getan, daz ich gesunt worden bin, wie ichs verschulde wider in.‹ sü sprachent: ›nement einen muot, daz ime lip unde guot iemer undertenig si.‹ sin trut gemahel stuont do bi, die er vil gütlich ane sach. er umbevieng sü unde sprach: ›uch herren ist allen wol gesagt, Daz ich von dirre guoten magt minen gesunt wider han, die ir hie sehent bi mir stan. nu ist sü fri alse ich do bin. nu ratet mir daz herze min, daz ich sü ze wibe næme. got gebe, daz es mir gezæme,", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: wie’s die Leute schon immer machten, da wo sie hätten raten sollen, um legale Verheiratung. Ein Rat kam nicht zusammen. Als ihr Rat so unbrauchbar war, da sprach der arme Heinrich: ›Euch Herren ist allen wohlbekannt, dass ich vor kurzer Zeit weit und breit unangenehm war, den Leuten widerwärtig. Jetzt aber scheut mich weder Mann noch Weib. Einen gesunden Leib hat mir gegeben das Gebot unsers Herrn. Nun verhelft mir alle, um Gottes willen, von dem ich die Gnade habe, die Gott mir getan hat – nämlich, dass ich gesund geworden bin – zu dem, was ich ihm schuldig bin.‹ Sie sprachen: ›Nehmt euch zu Gemüte, dass ihm Leib und Leben und Hab und Gut für immer untertänig sei.‹ Sein Trautgemahl stand dabei und er war ihr herzlich gut, als er sie ansah. Er umarmte sie und sprach: ›Euch Herren ist allen wohl gesagt worden, dass ich von diesem guten Mädchen meine Gesundheit wiederhabe, die ihr hier seht neben mir stehen. Und sie ist frei, genau so wie ich es bin. Und so rät mir mein Herz, dass ich sie zum Weibe nehmen soll. Gott gebe, dass das zu mir passt," + ] + ] + }, + { + "instruction": "Vielen Dank, das ist interessant. Kannst Du mir mehr Informationen zum Verfasser geben?", + "input": "", + "output": "Hartmann von Aue, auch Hartmann von Ouwe († vermutlich zwischen 1210 und 1220) gilt neben Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als der bedeutendste Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Gemeinsam mit Heinrich von Veldeke steht er am Beginn des aus Frankreich übernommenen höfischen Romans. Von ihm sind die Verserzählungen Erec, Gregorius oder Der gute Sünder, Der arme Heinrich, Iwein, ein unter dem Namen Das Klagebüchlein bekanntes allegorisches Streitgespräch, sowie einige Minne- und Kreuzlieder überliefert.", + "history": [ + [ + "Kannst du diese Verse aus dem Mittelhochdeutschen aus dem 'Armen Heinrich' übersetzen: so wil ich sü ze wibe han. zwar, mag das nüt ergan, so wil ich sterben ane wip, wan ich ere unde lip han von iren schulden. bi unsers herren hulde wil ich üch bitten alle, daz es üch wol gevalle.‹ Nu sprachent sü alle geliche, bede arm und riche, es wer eine michel fuoge. do warent phaffen genuoge, die gaben sü ime ze wibe. nach süzem lang libe do besazen sü geliche daz ewige riche.", + "Natürlich, hier die Übersetzung des Verse ins Neuhochdeutsche: so will ich sie zum Weibe haben. Und, wahrlich, wenn das nicht geht, so will ich sterben ohne Weib. Denn Ehre und Leib und Leben habe ich durch sie. Bei der Huld unsers Herrn will ich euch alle bitten, dass es euch wohlgefällig sei.‹ Nun sprachen sie alle gleichermaßen, die Armen wie die Reichen, das wäre ganz nach Fug und Recht. Genügend Geistliche waren da, die gaben sie ihm zum Weibe. Nach süßem Langleben da wohnten sie gleichzeitig im ewigen Reich." + ] + ] + } +] \ No newline at end of file