diff --git "a/data/test/1600-1699/glauber_opera02_1659.jsonl" "b/data/test/1600-1699/glauber_opera02_1659.jsonl" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/data/test/1600-1699/glauber_opera02_1659.jsonl" @@ -0,0 +1,5966 @@ +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":0,"date":1659,"orig":"JOHANNIS RUDOLPHI GLAUBERI Philoſophi & Medici Celeberrimi Continuatio OPERUM CHYMI- CORUM, Buͤcher vnd Schrifften/ ſo viel deren von jhme bißhero an Tag gegeben worden.","norm":"JOHANNIS RUDOLPHI GLAUBERI Philosophie & Medici Celeberrimi Continuatio OPERUM CHYMI-CORUM, Bücher und Schriften / so viel deren von ihm bisher an Tag gegeben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1,"date":1659,"orig":"Jetzo von newem mit Fleiß uͤberſehen/ auch mit etlichen newen Tractaten vermehret/ vnd vmb mehrer Bequemlichkeit willen/ in dieſe Form zuſammen getragen/ ſampt ein darzu verfertigten vollkommenen Regiſter.","norm":"Jetzt von neuem mit Fleiß übersehen / auch mit etlichen neuen Traktaten vermehret / und um mehrerer Bequemlichkeit Willen / in diese Form zusammen getragen / samt ein dazu verfertigten vollkommenen Register.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809700012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2,"date":1659,"orig":"Mit Churf. Saͤchſ. als Vicarii, Reichs-Privilegio.","norm":"Mit Churf . Sächs . als Vicarii, Reichsprivilegio.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.688300132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3,"date":1659,"orig":"Franckfurt am Maͤyn / Jn Verlegung Thomæ-Matthiæ Goͤtzens . Jm Jahr M.DC.LIX .","norm":"Frankfurt am Mäyn / In Verlegung Thomae-Matthiae Götzens . Im Jahr M. DC . LIX.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.18779993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4,"date":1659,"orig":"Vorꝛede/ An den gewiſſenhafften/ Gott- vnd Natur-liebenden Leſer.","norm":"Vorrede / An den gewissenhaften / Gott- und Natur-liebenden Leser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.446300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5,"date":1659,"orig":"ZWey dinge werden in der Welt inſonderheit fuͤr allen andern gefunden/ welche einen Mann bey dapffern Leuthen erheben/ vnd bey denſelben lieb vnd werthe machen; Kunſt vnd Tugend.","norm":"Zwei Dinge werden in der Welt in Sonderheit für allen anderen gefunden / welche einen Mann bei tapferen Leuten erheben / und bei denselben lieb und werte machen; Kunst und Tugend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.546999931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":6,"date":1659,"orig":"Nun ſind der Kůnſten viel vnd mancherley/ welche der All-weiſeſte Gott/ deſſen Geiſt in allem iſt/ alles leben vnd weben machet/ durch die Menſchen/ deren hertzen er in ſeiner Hand hat/ vnd ſie lencket/ wohin Er wil/ vnd deren Verſtand wann ſie jhm gelaſſen ſind vnd ſtille halten/ wie dann ein leydendes ding gegen dem wuͤrckenden beſchaffen ſeyn ſoll/ Er zu ſeiner Werckſtatt erkieſet vnd gebraucht.","norm":"Nun sind der Künsten viel und mancherlei / welche der Allweiseste Gott / dessen Geist in allem ist / alles leben und weben macht / durch die Menschen / deren Herzen er in seiner Hand hat / und sie lenket / wohin er will / und deren Verstand wann sie ihm gelassen sind und stille halten / wie dann ein leidendes Ding gegen dem wirkenden beschaffen sein soll / Er zu seiner Werkstatt erkieset und gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":7,"date":1659,"orig":"Jhme zu Ehren/ vnd den Menſchen zu jhrer Nottuͤrfftigen vnterhaltung gnaͤdig offenbahret; vnd diß zu ſeiner beſtimpten zeit:","norm":"Ihm zu Ehren / und den Menschen zu ihrer notdürftigen Unterhaltung gnädig offenbaret; und dies zu seiner bestimmten Zeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845600128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":8,"date":1659,"orig":"Dieſe Kunſt zu dieſer zeit vnd durch dieſen Menſchen/ eine Kunſt zu einer andern zeit/ vnd durch einen andern Menſchen; nach dem Er einen vnd den andern von den guͤtigen influͤſſen des geſtirns geneygt findet; wie der vortrefliche Teutſche Philoſophus Philippus Paracelſus (welchen Arnd im vierdten Buch des wahren Chriſtenthumbs pag. 53. citirt) recht vnd Chriſtlich meynet.","norm":"Diese Kunst zu dieser Zeit und durch diesen Menschen / eine Kunst zu einer anderen Zeit / und durch einen anderen Menschen; nach dem Er einen und den anderen von den gütigen Einflüssen des Gestirns geneigt findet; wie der vortreffliche Deutsche Philosophus Philippus Paracelsus (welchen Arnd im vierten Buch des wahren Christentums pag. 53. zitiert) recht und christlich meinet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.745500087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":9,"date":1659,"orig":"Auß den Sternen/ ſpricht Er/ kommen die groſſen kuͤnſtler vnd natuͤrlichen Meiſter in allerley Kuͤnſten vnd Jnventionen.","norm":"Aus den Sternen / spricht er / kommen die großen Künstler und natürlichen Meister in allerlei Künsten und Inventionen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.490799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":10,"date":1659,"orig":"Dann die Natur treibet die gemuͤther ſolcher Leuthe/ den Kuͤnſten mit hefftigem Nachſinnen vnd Arbeiten obzuliegen/ auf daß Gottes wercke offenbahr vnd herfuͤr gebracht werden zu Gottes Ehren/ vnd dem Menſchen zu Nutz.","norm":"Dann die Natur treibet die Gemüter solcher Leute / den Künsten mit heftigem Nachsinnen und Arbeiten zuliegen / auf dass Gottes Werke offenbar und herfür gebracht werden zu Gottes Ehren / und dem Menschen zu Nutz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.187300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":11,"date":1659,"orig":"Dann ſo hats Gott geordnet/ vnd in dem Himmel ſolche natuͤrliche Schaͤtze gelegt als in ſeine verborgene theſauros, auf daß er zu ſeiner zeit ſolches alles an tag vnd ans liecht braͤchte durch den Menſchen/ vnd theilet dieſelbe auß/ wann/ wo/ wie/ vnd wem Er wil.","norm":"Dann so hat es Gott geordnet / und in dem Himmel solche natürliche Schätze gelegt als in seine verborgene thesauros, auf dass er zu seiner Zeit solches alles an tag und ans Licht brächte durch den Menschen / und teilet dieselbe aus / wann / wo / wie / und wem Er will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.925000190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":12,"date":1659,"orig":"Die Menſchen ſind nicht Inventores retum, ſondern nur werckzeuge:","norm":"Die Menschen sind nicht Inventores retum, sondern nur Werkzeuge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.274700164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":13,"date":1659,"orig":"ſo iſts auch der Himmel nicht fůr ſich ſelbſten/ ſondern es ſind auch Theſauri Gottes/ Schatzkaͤſten am Himmel/ in welche Gott der oberſte Schatzmeiſter vnd Herꝛ ſeine Schaͤtze gelegt hat/ theilet ſie auch hernach auß denen/ ſo es werth ſeyn/ vnd die Er dazu verſehen hat:","norm":"so ist es auch der Himmel nicht für sich selbst / sondern es sind auch Thesauri Gottes / Schatzkästen am Himmel / in welche Gott der oberste Schatzmeister und Herr seine Schätze gelegt hat / teilet sie auch hernach aus denen / so es wert sein / und die Er dazu versehen hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7434000968933105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":14,"date":1659,"orig":"Siehe alſo kommen alle gute gaben/ vnd alle vollkommene gaben auch mediatè von oben herab Jacob.","norm":"Siehe also kommen alle gute gaben / und alle vollkommene gaben auch mediate von oben herab Jacob.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.384599685668945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":15,"date":1659,"orig":"1. Syrac. 1. vom Vatter des Liechtes.","norm":"1. Syrac. 1. vom Vater des Lichtes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.523600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":16,"date":1659,"orig":"Alle Weißheit iſt von Gott/ vnd iſt bey jhm ewiglich:","norm":"Alle Weisheit ist von Gott / und ist bei ihm ewiglich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6346001625061035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":17,"date":1659,"orig":"Er theilet ſie aber mit mediate oder natuͤrlicher weiſe/ oder immediatè, uͤbernatůrlicher weiſe.","norm":"Er teilet sie aber mit mediate oder natürlicherweise / oder immediate, übernaturlicher weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.105400085449219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":18,"date":1659,"orig":"Daher koͤmpt verſtand in allen natuͤrlichen dingen/ weltchliche Gerechtigkeit/ Kunſt der Artzney; daher kommen artige Poeten/ liebliche Muſici, klůge Redner/ kuͤnſtliche Werckmeiſter in allerley Arbeit/ in Holtz/ in Metallen/ in Steinen; daher kom̃en weltliche Regenten/ Kriegsleuthe; vnd in ſumma/ daher kommen einem jeden ſeine natůrliche Gaben/ wie ſie jhm Gott außtheilet.","norm":"Daher kommt verstand in allen natürlichen Dingen / weltchliche Gerechtigkeit / Kunst der Arznei; daher kommen artige Poeten / liebliche Musici, kluge Redner / künstliche Werkmeister in allerlei Arbeit / in Holz / in Metallen / in Steinen; daher kommen weltliche Regenten / Kriegsleute; und in summa / daher kommen einem jeden seine naturliche Gaben / wie sie ihm Gott austeilet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200699806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":19,"date":1659,"orig":"Daher koͤmpts/ daß ein jeder Menſch natůrlich begehret ein ding zuwiſſen vnd zuerforſchen/ vnd iſt manchem ſo bang darnach/ hat eine ſolche hitzige begirde nach Kuͤnſten/ daß er nicht dafuͤr ruhen kan.","norm":"Daher kömpts / dass ein jeder Mensch naturlich begehret ein Ding zuwissen und zuerforschen / und ist manchem so bang danach / hat eine solche hitzige Begierde nach Künsten / dass er nicht dafür ruhen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020999908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":20,"date":1659,"orig":"Dann gleicher weiß als der leib des Menſchen auß den vnterſten Elementen geſpeiſet vnd erhalten wird/ nemblich auß der Erden vnd Waſſer/ vnd kan ohn dieſelbe nicht leben: Alſo die Sinne/ Gedancken/ vnd Geiſt des Menſchen haben jhre Speiſe vom Geſtirn.","norm":"Dann gleicher weiß als der Leib des Menschen aus den untersten Elementen gespeist und erhalten wird / nämlich aus der Erden und Wasser / und kann ohne dieselbe nicht leben: Also die Sinne / Gedanken / und Geist des Menschen haben ihre Speise vom Gestirn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":21,"date":1659,"orig":"Dann alle ſinnreiche Menſchen haben jhren Einfluß vnd Einfaͤlle vom Geſtirn/ vnd iſt gleichſam jhre Speiſe.","norm":"Dann alle sinnreiche Menschen haben ihren Einfluss und Einfälle vom Gestirn / und ist gleichsam ihre Speise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.237599849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":22,"date":1659,"orig":"Bißhieher Paracelſus.","norm":"Bißhieher Paracelsus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.7916998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":23,"date":1659,"orig":"Keine Kunſt aber verdienet den nahmen vnd ruhm einiger vollkommenheit zuhaben als welche nothwendig/ nuͤtzlich/ vnd lieblich iſt.","norm":"Keine Kunst aber verdienet den nahmen und Ruhm einiger Vollkommenheit zuhaben als welche notwendig / nützlich / und lieblich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230599880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":24,"date":1659,"orig":"Dieſe drey Eygenſchafften beſitzet zugleich die Hoch-Edle Chymia oder Scheydekunſt; andere ſind entweder einer oder der andern Eygenſchafft beraubet/ vnd derhalben mit dieſer im geringſten nicht zuvergleichen.","norm":"Diese drei Eigenschaften besitzet zugleich die Hochedle Chymia oder Scheidekunst; andere sind entweder einer oder der anderen Eigenschaft beraubet / und derethalben mit dieser im Geringsten nicht zuvergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300899982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":25,"date":1659,"orig":"Auß dieſer ſind entſproſſen viel ſchoͤne Inventionen/ ſo der Welt zu einer groſſen Zierde gereichet/ vnd den Kuͤnſtlern zu einem groſſen gewinn; darauß iſt entſprungen das Glas-machen/ eine ſolche ſchoͤne wiſſenſchafft als man eine finden mag; darauß iſt gefloſſen die Kunſt allerley farben zuwegen zubringen/ als da ſind/ Sublimat/ Zinober/ Arſenic/ die Purpurina/ vnd andere mehr zierliche Inventionen; neben den herꝛlichen vnd kraͤfftigen Eſſentien/ ſo beydes innerlich vnd aͤuſſerlich in der Menſchen Schwachheiten/ Wunden/ Geſchwaͤren/ Graͤtze/ Laͤhme/ ꝛc. nothwendig erfordert/ vnd zur Geſundheit nůtzlich gebraucht werden.","norm":"Aus dieser sind entsprossen viel schöne Inventionen / so der Welt zu einer großen Zierde gereichet / und den Künstlern zu einem großen Gewinn; daraus ist entsprungen das Glas- machen / eine solche schöne Wissenschaft als man eine finden mag; daraus ist geflossen die Kunst allerlei Farben zuwegen zubringen / als da sind / Sublimat / Zinnober / Arsenik / die Purpurine / und andere mehr zierliche Inventionen; neben den herrlichen und kräftigen Essenz / so beides innerlich und äußerlich in der Menschen Schwachheiten / Wunden / Geschwäre / Grätze / Lähme / etc. notwendig erfordert / und zur Gesundheit nützlich gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038700103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":26,"date":1659,"orig":"Ja es wird einer durch fleiſſige uͤbung dieſer Kunſt ſo hoch vnd weit gebracht/ daß er Gott ſeinen Schoͤpffer in den Creaturen lehrnet erkeñen/ vñ dadurchgetrieben wird/ denſelben inniglich im grunde ſeiner Seelen zuloben vnd zupreiſen/ wegen der groſſen guͤtigkeit/ ſo in allen ſeinen wercken vnd geſchoͤpffen den vnverdroſſenen Nachforſchern derſelben augenſcheinlich erhellet.","norm":"Ja es wird einer durch fleißige Übung dieser Kunst so hoch und weit gebracht / dass er Gott seinen Schöpfer in den Kreaturen lernet erkennen / und dadurchgetrieben wird / denselben inniglich im Grunde seiner Seelen zuloben und zupreisen / wegen der großen Gütigkeit / so in allen seinen Werken und Geschöpfen den unverdrossenen Nachforschern derselben augenscheinlich erhellet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":27,"date":1659,"orig":"Inſonderheit wird man in dem Articul von der aufferſtehung der Toden/ vñ der verklaͤrung vnſerer Leiber/ durch anleytung dieſer hohen Kunſt bekraͤfftiget.","norm":"Insonderheit wird man in dem Artikel von der Auferstehung der Toden / und der Verklärung unserer Leiber / durch Anleitung dieser hohen Kunst bekräftiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":28,"date":1659,"orig":"Hiervon ſchreibet Arnd im vierdten Buch des Wahren Chriſtenthumbs pag. 11. alſo; zuwiſſen/ daß der guͤtige Schoͤpffer ein reines/ ſchoͤnes vnd anmuͤthiges liecht allen dingen eyngeſchloſſen hab/ wie die wiſſen/ ſo die natuͤrliche ſeparation verſtehen/ vnd die reinigkeit aller ding/ recht Philoſophiſch ſcheyden koͤnnen/ von der vnreinigkeit vnd finſternus/ vnd alſo koͤnnen alle ding natuͤrlich perficirt werden in jhre klarheit/ dann das iſt jhre natuͤrliche verklaͤrung; vnd ein herꝛlich augenſcheinlich zeugnuͤs (NB) der verklaͤrung vnſerer Leiber am Juͤngſten tage/ wann die vnſauberkeit von Leib vnd Seel hindan wird geſcheyden ſeyn.","norm":"Hiervon schreibet Arnd im vierten Buch des Wahren Christentums pag. 11. also; zuwissen / dass der gütige Schöpfer ein reines / schönes und anmutiges Licht allen Dingen eingeschlossen habe / wie die wissen / so die natürliche Separation verstehen / und die reinigkeit aller Ding / recht philosophisch scheiden können / von der Unreinigkeit und Finsternis / und also können alle Ding natürlich perficirt werden in ihre Klarheit / dann das ist ihre natürliche Verklärung; und ein herrlich augenscheinlich Zeugnis (NB) der Verklärung unserer Leiber am jüngsten Tage / wann die Unsauberkeit von Leib und Seele hintan wird gescheiten sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277900218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":29,"date":1659,"orig":"An einem andern orth nemoͤlich pag. 26. fuͤhrt er dieſe rede:","norm":"An einem anderen Ort nemölich pag. 26. führt er diese rede:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.962900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":30,"date":1659,"orig":"Wo du nicht allein die aͤuſſerliche Form vnd Signatur erkenneſt/ ſondern die innerliche verborgene Form/ vnd dieſelbe offenbar macheſt durch die Kunſt der Scheydung/ daß du herauß zieheſt die krafft/ in welcher die rechte Artzney liegt/ die pur-lauter Eſſentz vnd helles Liecht auß jhrem Schalen-Haͤußlein vnd Kaͤſtlein/ darinn ſie Gott der Herꝛ gelegt hat:","norm":"Wo du nicht allein die äußerliche Form und Signatur erkennst / sondern die innerliche verborgene Form / und dieselbe offenbar machest durch die Kunst der Scheidung / dass du herausziehest die Kraft / in welcher die rechte Arznei liegt / die purlauter Essenz und helles Licht aus ihrem Schalen-Häuslein und Kästlein / darin sie Gott der Herr gelegt hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.189599990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":31,"date":1659,"orig":"ſo wirſtu erſt die guͤte des Schoͤpffers ſchmaͤcken in ſeinem werck/ vnd jhn von Hertzen preiſen/ daß Er den bloͤden elenden Menſchen in ſeinen gebrechen vnd ſchmertzlichen Kranckheiten ſolche linderung/ huͤlffe vnd ſuͤſſigkeit geſchaffen hat.","norm":"so wirst du erst die Güte des Schöpfers schmecken in seinem Werk / und ihn von Herzen preisen / dass er den blöden elenden Menschen in seinen gebrechen und schmerzlichen Krankheiten solche Linderung / Hilfe und Süßigkeit geschaffen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844699859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":32,"date":1659,"orig":"Drelincourt, in ſeinem/ Troſt der glaubigen Seelen wider die Schrecken des Todes/ intitulirtem Buch/ hat in dem Diſcurs von der vernewrung der Welt ſolche oder dergleichen Wort/ uͤber den ſpruch/ die Erde wird mit Fewer verbrennet werden:","norm":"Drelincourt, in seinem / Trost der gläubigen Seelen wider die Schrecken des Todes / intitulirtem Buch / hat in dem Diskurs von der vernewrung der Welt solche oder dergleichen Wort / über den Spruch / die Erde wird mit Feuer verbrennet werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.359799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":33,"date":1659,"orig":"Hierauß folget nicht daß die Erde werde gar zu nicht gemacht werden/ dann ein anders iſt/ verbrennen/ ein anders/ gar zu nichte werden:","norm":"Hieraus folget nicht dass die Erde werde gar zu nicht gemacht werden / dann ein anders ist / verbrennen / ein anders / gar zunichte werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918600082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":34,"date":1659,"orig":"Die Maſſa zu den Glaͤſern gehet auch durch das Fewer/ vnd verbrennet/ jedoch wird ein ſchoͤnes/ durchleuchtendes Gefaͤß darauß.","norm":"Die Massa zu den Gläsern geht auch durch das Feuer / und verbrennet / jedoch wird ein schönes / durchleuchtendes Gefäß daraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172900199890137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":35,"date":1659,"orig":"Alſo bedienet ſich dieſer Lehrer zu mehrer beſtaͤtigung einer ſo hohen Wahrheit dieſer Kunſt/ vnd deren dingen ſo darauß gefloſſen; wer Er noch Erfahrner vnd geuͤbter in dieſer Kunſt geweſen/ vnd geſehen was dem Quercetano einem Frantzoͤſiſchen Koͤniglichen Medico, von einem Medico zu Krackaw/ in der aſchen von den Roſen/ vnd vom Herꝛen de Luynes einem Koͤniglichen Conſiliario in Franckreich/ in der aſchen von den Neſſeln gezeigt worden/ davon zu leſen in ſeinem Buch contrà Anonymum, pag. 292. 293. & ſeq. haͤtte Er denſelben Diſcurs wie auch den von der aufferſtehung der Todten/ mit natuͤrlichen Gruͤnden beſſer zieren koͤnnen/ wiewol er herꝛlich vnd nach der genuͤge auß der H. Schrifft bewieſen worden.","norm":"Also bedienet sich dieser Lehrer zu mehrerer Bestätigung einer so hohen Wahrheit dieser Kunst / und deren Dingen so daraus geflossen; wer Er noch erfahrener und geübter in dieser Kunst gewesen / und gesehen was dem Quercetano einem französischen Königlichen Medico, von einem Medico zu Krackaw / in der Aschen von den Rosen / und vom Herren de Luynes einem Königlichen Consiliario in Frankreich / in der Aschen von den Nesseln gezeigt worden / davon zu lesen in seinem Buch contra Anonymum, pag. 292. 293. & seq. hätte er denselben Diskurs wie auch den von der Auferstehung der Toten / mit natürlichen Gründen besser zieren können / wiewohl er herrlich und nach der genüge aus der H. Schrift bewiesen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":36,"date":1659,"orig":"In dieſer hohen Kunſt ſind erfahren geweſen/ vnd haben davon geſchrieben/ vnter den Arabern/ Geber/ Alphidius, Moriennus, &c. vnter den Griechen/ Theophilus Sineſius, Apuleius, &c.","norm":"In dieser hohen Kunst sind erfahren gewesen / und haben davon geschrieben / unter den Arabern / Geber / Alphidius, Moriennus, & c. unter den Griechen / Theophilus Sinesius, Apuleius, etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":37,"date":1659,"orig":"In Latein haben davon geſchrieben Bernhardus, Iſaacus Holandus, Rogerius Biccho, vnd andere.","norm":"In Latein haben davon geschrieben Bernhardus, Isaacus Holandus, Rogerius Biccho, und andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94789981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":38,"date":1659,"orig":"Frantzoͤſiſch/ Flammel, de Nayſement: Teutſch/ Paracelſus, Baſilius Valentinus; vnd zu dieſen vnſern zeiten der Author dieſes Wercks/ welcher dieſe nothwendige/ nuͤtzliche/ vnd liebliche Kunſt nicht allein mit ſonderbahren/ kurtzen/ vnkoſtbaren handgriffen gezieret/ ſondern auch mit newen geheimnůſſen gemehret/ dergleichen hiebevor nicht geſchehen.","norm":"Französisch / Flammel, de Naysement: Deutsch / Paracelsus, Basilius Valentinus; und zu diesen unsern Zeiten der Autor dieses Werks / welcher diese notwendige / nützliche / und liebliche Kunst nicht allein mit sonderbaren / kurzen / unkostbaren Handgriffen geziert / sondern auch mit neuen geheimnussen gemehrt / dergleichen hiervor nicht geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813399791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":39,"date":1659,"orig":"In dem erſten vnd andern Theil der Philoſophiſchen Oefen/ wie auch im Troſt der Seefahrenden/ lehret er den Spiritum Salis in copiá zu zielen/ auß welchem beydes in der Haußhaltung/ vnd in der Artzney groſſer nutzen zu ſchoͤpffen/ dann dadurch kan jhm ein fleiſſiger Oeconomus einen ſolchen guten/ lieblichen/ geſunden Tranck machen/ ſich ſampt den ſeinigen damit zuergaͤtzen ſo wol als mit dem beſten Wein; ligt nur daran daß man dem Honig damit ſeinen vnlieblichen geſchmack benehme durch einen beſondern Handgriff/ ehe er mit dem Waſſer vermiſcht vnd damit geſotten wird.","norm":"In dem ersten und anderen Teil der philosophischen Öfen / wie auch im Trost der Seefahrenden / lehrt er den Spiritum Salis in copia zu zielen / aus welchem beides in der Haushaltung / und in der Arznei großer nutzen zu schöpfen / dann dadurch kann ihm ein fleißiger Oeconomus einen solchen guten / lieblichen / gesunden Trank machen / sich samt den seinigen damit zuergätzen so wohl als mit dem besten Wein; liegt nur daran dass man dem Honig damit seinen unlieblichen Geschmack benehme durch einen besonderen Handgriff / ehe er mit dem Wasser vermischt und damit gesotten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259799957275391} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":40,"date":1659,"orig":"Wann er nun allen ſchaum von ſich geworffen/ vnd darinnen ſeinen vnangenehmen geruch vnd geſchmack/ ſo hat der corꝛigirte Honig natůrlich einen geruch vnd geſchmack als wie ein eyngeſottener Traubenſafft; auß welchem darnach mit zuthun einer Eſſentiæ vini, davon der Author in ſeinen Apologetiſchen Schrifften meldung thut/ ein ſolcher lieblicher/ geſunder/ vnd weinichter Tranck kan gemacht werden.","norm":"Wann er nun allen Schaum von sich geworfen / und darinnen seinen unangenehmen Geruch und Geschmack / so hat der korrigierte Honig naturlich einen Geruch und Geschmack als wie ein eingesottene Traubensaft; aus welchem danach mit Zutun einer Essentiae vini, davon der Autor in seinen apologetischen Schriften Meldung tut / ein solcher lieblicher / gesunder / und weiniger Trank kann gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.146299839019775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":41,"date":1659,"orig":"Durch dieſen Spiritum lehret er allerley diſtillirte olea in jhre hoͤchſte reinigkeit zubringen/ daß ſie ſich mit jhrem Spiritu ardente alcoliſato vereinigen/ vnd zu einer kraͤfftigen Eſſentz werden.","norm":"Durch diesen Spiritum lehrt er allerlei destillierte olea in ihre höchste reinigkeit zubringen / dass sie sich mit ihrem Spiritu ardente alcolisato vereinigen / und zu einer kräftigen Essenz werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823200225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":42,"date":1659,"orig":"Inſonderheit lehret er in ſei- Spagiriſchen Pharmacop. das oleum vini damit zuverbeſſern/ daß es darnach von ſeinem Saliniſchen Mercurio auffgenommen wird/ vnd eine uͤberauß kraͤfftige/ wolriechende/ koͤſtliche Eſſentiam gibt/ dadurch alle ſchwache Weine koͤnnen verſtaͤrcket werden.","norm":"Insonderheit lehrt er in sei-Spagirischen Pharmacop . das oleum vini damit zuverbessern / dass es danach von seinem Salinischen Mercurio aufgenommen wird / und eine überaus kräftige / wohlriechende / köstliche Essentiam gibt / dadurch alle schwache Weine können verstärkt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.362500190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":43,"date":1659,"orig":"Iſt dieſes nun nicht beydes einem Medico vnd einem frommen Oeconomo ein nothwendig-nuͤtzliches vnd angenehmes ſtuͤck; anderer groſſer Tugenden mehr welche er beſitzet/ vnd davon an ſeinen gehoͤrigen orthen meldung geſchichet/ zugeſchweigen?","norm":"Ist dieses nun nicht beides einem Medico und einem frommen Oeconomo ein notwendig-nützliches und angenehmes Stück; anderer großer Tugenden mehr welche er besitzet / und davon an seinen gehörigen Orten Meldung geschiegt / zugeschwiegen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.164100170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":44,"date":1659,"orig":"Was ſoll ich von dem fewrigen Aſtraliſchen liquore ſagen/ ſo auß dem Nitro, vnd welches er in ſeinen Apologetiſchen Sehrifften zumachen gelehret?","norm":"Was soll ich von dem feurigen Astralischen liquore sagen / so aus dem Nitro, und welches er in seinen Apologetischen Sehrifften zumachen gelehrt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.941299915313721} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":45,"date":1659,"orig":"Es iſt ein rechtes wunder der Natur vnd der Kunſt/ ein jrꝛdiſche Sonn/ eine helle Fontina, dadurch alle Vegetab. Animal.","norm":"Es ist ein rechtes Wunder der Natur und der Kunst / ein irdische Sonne / eine helle Fontina, dadurch alle Vegetab . Animal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.187300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":46,"date":1659,"orig":"vnd Mineral. wann ſie Sulphuriſch/ gereiniget/ gezeitiget/ vnd verbeſſert; ja wann ſie gifftig/ jhr Gifft getoͤdet/ vnd in eine heilſame Artzney verwandelt vnd vmbgekehrt werden; ſo daß ſie alle miteinander jhr beſtes herauſſer geben muͤſſen/ jhr innerſtes vnbeflecktes weſen/ jhren himmliſchen Sulphur, darinnen die wahre Medicin der vhralten Weiſen verborgen ligt.","norm":"und Mineral . wann sie Sulphurisch / gereinigt / gezeitigt / und verbessert; ja wann sie giftig / ihr Gift getötet / und in eine heilsame Arznei verwandelt und umgekehrt werden; so dass sie alle miteinander ihr Bestes herausgeben müssen / ihr innerstes unbeflecktes Wesen / ihren himmlischen Sulphur, darinnen die wahre Medizin der uralten Weisen verborgen liegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8765997886657715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":47,"date":1659,"orig":"Fuͤr allen andern Mineraliſchen vnd Metalliſchen ſubſtantien aber iſt das Antimonium mit dieſem zarten guͤldiſchen Sulphure hoch von dem allweiſen Schoͤpffer begabet worden.","norm":"Für allen anderen Mineralischen und Metallischen substantien aber ist das Antimonium mit diesem zarten güldischen Sulphure hoch von dem allweisen Schöpfer begabt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2677001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":48,"date":1659,"orig":"Quercetanus in libro contrà Anonymump.","norm":"Quercetanus in libro contra Anonymump.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":7.523099899291992} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":49,"date":1659,"orig":"200. 201. 203. hat dieſe wort.","norm":"200. 201. 203. hat diese Wort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.022299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":50,"date":1659,"orig":"Die Philoſophi nennen es jhre Magneſiam:","norm":"Die Philosophie nennen es jhre Magnesiam:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.401800155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":51,"date":1659,"orig":"es haͤlt in ſich die drey principia einer empfindlichſten wirckung vñ durchdringendeſten krafft fuͤr allen andern voll.","norm":"es hält in sich die drei principia einer empfindlichsten Wirkung und durchdringendsten Kraft für allen anderen voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666999816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":52,"date":1659,"orig":"Paracelſus hat vnter allen Chymiſchen Philoſophen ſo vor jhm gelebet am fleiſſigſten ſeine principia, theilen/ natur/ eygenſchafften/ kraͤfften/ vnd wirckungen durchgeſuchet: deſſen Subſtantz er uͤber alle Metalliſche Subſtantien erhoben vnd geprieſen; vnd inſonderheit ſeinen Mercurium: auß vnd durch welchem als einem vornembſtem ſubiecto vnd edelſter materiâ er die ſchoͤnſte vnd auſſerkeſeneſte Wercke erarbeytet hat.","norm":"Paracelsus hat unter allen chemischen Philosophen so vor ihm gelebt am fleißigsten seine principia, teilen / Natur / Eigenschaften / Kräften / und Wirkungen durchgesucht: Dessen Substanz er über alle Metallische Substantien erhoben und gepriesen; und in Sonderheit seinen Mercurium: aus und durch welchem als einem vornehmstem subiecto und edelster materia er die schönste und außerkesseste Werke erarbeitet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.739299774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":53,"date":1659,"orig":"Er vergleichet es mit dem primo Ente auri; vnd ſpricht:","norm":"Er vergleicht es mit dem primo Ente auri; und spricht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.72790002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":54,"date":1659,"orig":"Gleich wie es der hoͤchſte vnd vollkommeneſte Reiniger des Goldes iſt: alſo iſt es auch der Menſchen.","norm":"Gleich wie es der höchste und vollkommenste Reiniger des Goldes ist: also ist es auch der Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.479800224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":55,"date":1659,"orig":"Sein Mercurius erzeigt in dem Regulo; was ein Saltz anlanget; kan daſſelbige auch von jhm geſeheyden werden/ in welchem die vis vomitiva ſtecket.","norm":"Sein Mercurius erzeigt in dem Regulo; was ein Salz anlanget; kann dasselbe auch von ihm geseheyden werden / in welchem die vis Vomitive stecket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.165500164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":56,"date":1659,"orig":"Sein Sulphur iſt gantz Solariſch/ ſo daß er die aͤuſſere geſtalt des Silbers verguͤlden kan.","norm":"Sein Sulphur ist ganz Solarisch / so dass er die äußere Gestalt des Silbers vergülden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"tr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.632999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":57,"date":1659,"orig":"In dieſem Solariſchen Sulphure ligt die Hoch-Edle Panacęa verborgen: welchen in wenigen ſtunden den aſtraliſche liquor Nitri fixi herauſſer zihet/ als ſein rechter vnd zugeeygneter Magnet; vnd wer die Handgriff ſo darzu gehoͤren weiß/ der kan zu einer groſſen copia gelangen.","norm":"In diesem Solarischen Sulphure liegt die Hochedle Panacea verborgen: Welchen in wenigen Stunden den astralische liquor Nitri fixi herausziehet / als sein rechter und zugeeigneter Magnet; und wer die Handgriff so dazugehören weiß / der kann zu einer großen copia gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.288899898529053} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":58,"date":1659,"orig":"Dieſe Panacęam lehret der Author in ſeinem Miraculo Mundi machen/ durch deſſen anleytung ein gewiſſenhaffter Medicus gar bald zu ſeinem vorgeſtecktem Ziel/ welches iſt das heil vnd geſundheit des Naͤchſten/ kommen kan; Item jhre rechte doſin, jhren gebrauch/ vnd jhre kraͤfften in vielen ſonſten vnheilbar geachteten Kranckheiten.","norm":"Diese Panaceam lehrt der Autor in seinem Miraculo Mundi machen / durch dessen Anleitung ein gewissenhafter Medikus gar bald zu seinem vorgestecktem Ziel / welches ist das heil und Gesundheit des Nächsten / kommen kann; Item ihre rechte dosen, ihren Gebrauch / und ihre Kräften in vielen sonsten unheilbar geachteten Krankheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.207200050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":59,"date":1659,"orig":"Dieſe herꝛliche Medicin darff keiner Rhetoriſcher lobſprůchen/ ſie ruͤhmet ſich ſelbſten gleich mit der that vnd warheit; wann die Kranck-geweſene kommen vnd ſprechen/ man hat mich verlaſſen/ vnd mir geſagt/ ich ſchleppe einen mangel vnd gebreſten an mir ſo nicht zu heylen/ nun bin ich durch Gottes gnad/ vnd huͤlfe dieſer Artzney wieder zu recht gebracht worden/ vnd wol zu Paß.","norm":"Diese herrliche Medizin darf keiner Rhetorischer Lobspruchen / sie rühmet sich selbst gleich mit der tat und Wahrheit; wann die Krank-gewesene kommen und sprechen / man hat mich verlassen / und mir gesagt / ich schleppe einen Mangel und Gebresten an mir so nicht zu heilen / nun bin ich durch Gottes Gnade / und hülfe dieser Arznei wieder zu Recht gebracht worden / und wohl zu Pass.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489999771118164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":60,"date":1659,"orig":"Hoͤret was Baſilius Valentinus in ſeinem Triumphwagen von dem Antimonio, darauß dieſe herꝛliche Medicin bereytet wird/ ſchreibet:","norm":"Höret was Basilius Valentinus in seinem Triumphwagen von dem Antimonio, daraus diese herrliche Medizin bereitet wird / schreibet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3403000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":61,"date":1659,"orig":"Antimonium iſt ein runder vnendlicher Circkel:","norm":"Antimonium ist ein runder unendlicher Zirkel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.480100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":62,"date":1659,"orig":"Antimonium iſt die hoͤch- Gifft/ vnter welchem die hoͤchſte Artzney verborgen:","norm":"Antimonium ist die höch-Gift / unter welchem die höchste Arznei verborgen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.368100166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":63,"date":1659,"orig":"Antimonium hat alle qualitates in ſich:","norm":"Antimonium hat alle qualitates in sich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.574100017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":64,"date":1659,"orig":"Antimonium iſt eines der ſieben Wunderwerck der Welt:","norm":"Antimonium ist eines der sieben Wunderwerk der Welt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":65,"date":1659,"orig":"Antimonio muß ſein Gifft gaͤntzlich benommen werden; das geſchiehet durch dieſes Authoris Alkaheſt oder fewriges Waſſer/ darinnen alle gifftige ſubjecta vmbgekehret vnd in heylſame Medicamenten verwandelt werden koͤnnen.","norm":"Antimonio muss sein Gift gänzlich benommen werden; das geschieht durch dieses Authoris Alkahest oder feuriges Wasser / darinnen alle giftige subjecta umgekehrt und in heilsame Medikamenten verwandelt werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.825699806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":66,"date":1659,"orig":"Ferner ſpricht gemeldter Baſilius:","norm":"Ferner spricht gemeldeter Basilius:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.184200286865234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":67,"date":1659,"orig":"Arcana Antimonii ſtecken tieff verborgen: im Antimonio werden wie im Mercurio alle Farben gefunden: ♁ hat gleiche wirckung mit dem ☉: Antimonium gehet vielen hauptſachen der Artzney weit vor: auß dem Antimonio gleiche Artzeneyen zumachen/ ſo im ☉ vnd ☿. ſtecken:","norm":"Arcana Antimonii stecken tief verborgen: im Antimonio werden wie im Mercurio alle Farben gefunden: ♁ hat gleiche Wirkung mit dem ☉: Antimonium geht vielen Hauptsachen der Arznei weit vor: aus dem Antimonio gleiche Arzneien zumachen / so im ☉ und ☿. stecken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.49809980392456} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":68,"date":1659,"orig":"Antimonium hat aller Edelgeſteinen/ auch aller Metallen farben/ vnd alſo jhre tugenden in ſich.","norm":"Antimonium hat aller Edelgesteinen / auch aller Metallen Farben / und also ihre Tugenden in sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.858399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":69,"date":1659,"orig":"Sehet/ ein ſolch vnvergleichliches lob hat dieſes Edele ſubiectum von den fleiſſigſten durchforſchern der Natur/ auß welchem nach anleytung dieſes durch ſeine ſchoͤne Buͤcher vnd Tractaͤtlein hier gegenwaͤrtigen/ ſinnreichen/ vnd in Philoſophiâ Hermeticâ Hoch-erleuchteten Mannes/ ein ſolche fuͤrtreffliche/ durchtringende/ vnd in allen Kranckheiten groſſen nutzen zur geſundheit ſchaffende Medicin/ ſo wol die guͤldiſche Purpurfarbe/ als die gemeyne braun-rothe Panacæa zubereytet werden kan.","norm":"Sehet / ein solch unvergleichliches Lob hat dieses Edle subiectum von den fleißigsten Durchforschern der Natur / aus welchem nach Anleitung dieses durch seine schöne Bücher und Traktätlein hier gegenwärtigen / sinnreichen / und in Philosophia Hermetik Hocherleuchteten Mannes / ein solche fürtreffliche / durchdringende / und in allen Krankheiten großen nutzen zur Gesundheit schaffende Medizin / so wohl die güldische Purpurfarbe / als die gemeine braunrote Panacaea zubereitet werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.66540002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":70,"date":1659,"orig":"Welcher gewiſſenhaffter Medicus ſolte dann dieſes uͤberauß tugend-reiche ſubiectum nicht lieb gewinnen?","norm":"Welcher gewissenhafter Medikus sollte dann dieses überaus tugendreiche subiectum nicht lieb gewinnen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.44350004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":71,"date":1659,"orig":"Welcher die traͤgheit meydender Medicus ſolte ſich nicht tag vnd nacht bewerben/ vmb ein ſolches Kleynod/ ein ſolch ſchoͤnes Perlein/ mit einem fewrigen Hammer her auſſer zutreiben?","norm":"Welcher die Trägheit meidender Medikus sollte sich nicht tag und Nacht bewerben / um ein solches Kleinod / ein solch schönes Perllein / mit einem feurigen Hammer her außer zutreiben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.646100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":72,"date":1659,"orig":"Vmb dieſes Klynod ſoll man buhlen/ nach dieſem Perlem ſoll man ringen.","norm":"Um dieses Kleinod soll man buhlen / nach diesem Perlem soll man ringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.26140022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":73,"date":1659,"orig":"Wer ſolte dañ endlich das gluͤck jhm alſo entgegen haben/ vnd in ſeinen vielfaͤltigen embſigen laboribus, nicht auf eine gute ſpuhr kommen/ ſolche zur geſundheit dienende Kleynodier in zimlicher menge zuerlangen/ vnd ſelbige frewdig zubeſitzen?","norm":"Wer sollte dann endlich das Glück ihm also entgegen haben / und in seinen vielfältigen emsigen laboribus, nicht auf eine gute Spur kommen / solche zur Gesundheit dienende Kleynodier in ziemlicher Menge zuerlangen / und selbige freudig zubesitzen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703199863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":74,"date":1659,"orig":"Vnd wann er ſie erworben/ wird er befinden/ wie groß vnrecht die jenigen haben/ die da ſprechen/ es weren ſo vnd ſo viel vnheilbare Kranckheiten/ da doch eine jegliche jhre von Gott durch die Natur beſtimpte Artzney hat/ welche aber nicht in dem groben Coͤrper/ ſondern in der in dem geſcheydenen ſale ſulphurato eyngewickelten animâ beſtehet.","norm":"Und wann er sie erworben / wird er befinden / wie groß Unrecht diejenigen haben / die da sprechen / es wären so und so viel unheilbare Krankheiten / da doch eine jegliche ihre von Gott durch die Natur bestimmte Arznei hat / welche aber nicht in dem groben Körper / sondern in der in dem Geschiedenen sale sulphurato eingewickelten anima bestehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2540998458862305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":75,"date":1659,"orig":"Dyke ein Engliſcher Theolog. fuͤhret ſolche wort:","norm":"Dicke ein Englischer Theolog. führt solche Wort:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.756100177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":76,"date":1659,"orig":"Sind doch wol Aertzte gefunden worden/ vnd werden villeicht noch gefunden/ welche/ weil ſie der Natur gruͤndlicher nachforſchen/ als andere/ in der that befinden vnd erweiſen/ daß keine leibliche Kranckheit ſey/ die ein Gott- vnd Naturweiſer Artzt/ durch Gottes huͤlffe nicht heylen koͤnne:","norm":"Sind doch wohl Ärzte gefunden worden / und werden vielleicht noch gefunden / welche / weil sie der Natur gründlicher nachforschen / als andere / in der Tat befinden und erweisen / dass keine leibliche Krankheit sei / die ein Gott- und Naturweiser Arzt / durch Gottes Hilfe nicht heilen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643799781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":77,"date":1659,"orig":"Von welchem ſale ſulphurato dieſer Author in ſeinen Apologetiſchen Schrifften weiß- vnd klaͤrlich genug lehret/ daß man darzu durch einen geheymen gantz Philoſophiſchen weg darzu gelangen muß/ nemblich durch eine ſehr kuͤnſtliche vmbkehrung oder Faͤulnuͤs/ ſo wol der Vegetabilien/ als Animalien vnd Mineralien.","norm":"Von welchem sale sulphurato dieser Autor in seinen apologetischen Schriften weiß- und klärlich genug lehrt / dass man dazu durch einen geheimen ganz Philosophischen weg dazu gelangen muss / nämlich durch eine sehr künstliche Umkehrung oder Fäulnis / so wohl der Vegetabilien / als Animaleien und Mineralien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.586699962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":78,"date":1659,"orig":"Dieſen Diſcurſum von der Secreten weiſe der Faͤulnuͤs ſo innerhalb dreyer ſtunden ſoll geſchehen koͤnnen/ halte ich fuͤr den Kern aller anderer ſeiner herꝛlichen vnd nutzen bringenden Schrifften; dann in warheit iſt dieſes die gezeigte Thůr zu dem hohen Arcano der vhralten Weiſen/ welche fuͤr allen dingen die erwůnſchete putrefactionem, ohne welcher nichts zu einem Fewerbeſtaͤndigem weſen vnd alſo zur hoͤchſten Medicin auf Menſchen vnd Metallen kan gebracht werden/ jederzeit recht vnd billich geprieſen haben.","norm":"Diesen Discursum von der Sekreten weise der Fäulnis so innerhalb dreier Stunden soll geschehen können / halte ich für den Kern aller anderer seiner herrlichen und nutzen bringenden Schriften; dann in Wahrheit ist dieses die gezeigte Thur zu dem hohen Arcano der uralten Weisen / welche für allen Dingen die erwünschte putrefactionem, ohne welcher nichts zu einem Feuerbeständigem Wesen und also zur höchsten Medizin auf Menschen und Metallen kann gebracht werden / jederzeit recht und billig gepriesen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.347099781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":79,"date":1659,"orig":"Keiner aber hat es deutlicher zuverſtehen gegeben/ als dieſer Newe vnvergleichliche Teutſche Philoſophus.","norm":"Keiner aber hat es deutlicher zu verstehen gegeben / als dieser Neue unvergleichliche Deutsche Philosophus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809000015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":80,"date":1659,"orig":"Er weiſetja mit Fingern drauff/ daß nemblich/ alles/ alles/ ſag ich/ in den dreyen Reichen der Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien/ an der recht-Philoſophiſchen Reduction ad primam materiam, in welcher die drey principia nicht zerſtoͤret werden/ gelegen.","norm":"Er weisetja mit Fingern drauf / dass nämlich / alles / alles / sage ich / in den drei Reichen der Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien / an der recht-Philosophischen Reduktion ad primam materiam, in welcher die drei principia nicht zerstöret werden / gelegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752299785614014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":81,"date":1659,"orig":"Man moͤchte aber eynwerffen vnd ſprechen/ der Alten materia zu jhrem hohen werck ſeye nicht ein vegetabile, animale, oder minerale geweſen/ ſondern etwas anders/ das noch zu keinem vnter den dreyen worden iſt: Darauff iſt dieſe antwort/ daß auch die Alten jhre materiam Vegetabiliſch/ Animaliſch/ vnd Mineraliſch gennent haben; wird ſie nun auß keinem Vegetabili, auß keinem animali, auß keinem minerali genommen/ vnd iſt doch vegetabiliſch/ animaliſch/ vnd mineraliſch wie muß man ſie dann verſtehen/ wann ſie ſo ſcheinbar- vnd doch in warheit nicht widereinander lauffende worte fuͤhren?","norm":"Man möchte aber einwerfen und sprechen / der Alten materia zu ihrem hohen Werk sei nicht ein vegetabile, animale, oder minerale gewesen / sondern etwas anders / das noch zu keinem unter den drei worden ist: Darauf ist diese Antwort / dass auch die Alten ihre materiam Vegetabilisch / Animalisch / und mineralisch gennent haben; wird sie nun Aus keinem Vegetabile, aus keinem animali, aus keinem minerali genommen / und ist doch vegetabilisch / animalisch / und mineralisch wie muss man sie dann verstehen / wann sie so scheinbar- und doch in Wahrheit nicht widereinander laufende Worte führen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.925300121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":82,"date":1659,"orig":"Ihre materia iſt kein vegetabile, das vegatabile ſpecificè oder in der Eygenheit ſeiner natur betrachtet; iſt kein animale, auch kein minerale, ein jegliches gleicher maſſen betrachtet.","norm":"Ihre materia ist kein vegetabile, das vegatabile specifice oder in der Eigenheit seiner Natur betrachtet; ist kein animale, auch kein minerale, ein jegliches Maßen betrachtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46150016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":83,"date":1659,"orig":"Hingegen iſt auch recht was ſie ſchreiben; Vnſere materia iſt Vegetabiliſch/ Animaliſch/ vnd Mineraliſch.","norm":"Hingegen ist auch recht was sie schreiben; unsere materia ist Vegetabilisch / Animalisch / und mineralisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.560400009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":84,"date":1659,"orig":"Wann nemblich ein vegetabile, animale, minerale, auß ſeiner naturâ ſpecificâ entbunden/ befreyet/ vnd auf eine recht Philoſophiſche weiſe ad ſal ſulphuratũ gebracht worden/ ſo iſts hernach zugleich vegetabiliſch/ animaliſch/ vnd mineraliſch; hat ſeine grobe eygenheit außgezogen/ wircket nicht mehr allein vegetabiliter, nicht mehr allein animaliter, nit mehr allein mineraliter, ſondern univerſaliter, vegetabiliſch animaliſch mineraliſch zugleich auf einmal/ als ein Lebendiger Balſam voller Himmliſcher vnd Irꝛdiſcher Kraͤfften.","norm":"Wann nämlich ein vegetabile, animale, minerale, aus seiner natura Spezifika entbunden / befreiet / und auf eine recht Philosophische weise ad soll Sulfurast gebracht worden / so ist es hernach zugleich vegetabilisch / animalisch / und mineralisch; hat seine grobe Eigenheit ausgezogen / wirket nicht mehr allein vegetabiliter, nicht mehr allein animaliter, nicht mehr allein Mineralliter, sondern universaliter, vegetabilisch animalisch mineralisch zugleich auf einmal / als ein lebendiger Balsam voller Himmlischer und irdischer Kräften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.74370002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":85,"date":1659,"orig":"Hiervon redet Petrus Severinus in Idæâ Medicinæ Philoſophicæ pag. 30. 35. alſo; Medicina morborum omnium, ab Altiſſimo creata eſt, & in Naturâ collocata, quæ debitè præparata, & ab Elementis im putitatibusque admixtis ſeparata, poteſtate & vitali robore, univerſos humani corporis languores auferre poteſt: idque non calefaciendo, refrigerando, humectando, ſic cando, non abſtergendo, incidendo, penetratione, ſed longè altiore actionum proprietate: fundaturque in vitali Principio, ſemine, Balſamo, Vegetabilium, Mineralium & Animalium: cui omnium actionum in Naturâ principium acceptum referimus: adeoque legitima hujus Naturæ præparatio & adminiſtratio Medicam conſtituit ſcientiam, & Medicos rectè appellat.","norm":"Hiervon redet Petrus Severinus in Idaea Medicinae Philosophicae pag. 30. 35. also; Medicina morborum omnium, ab Altissimo creata est, & in Natura collocata, quae debite praeparata, & ab Elementis im putitatibusque admixtis separata, potestate & vitali robore, universos humani corporis languores auferre potest: idque non calefaciendo, refrigerando, humectando, sic cando, non abstergendo, incidendo, penetratione, sed longe altiore actionum proprietate: fundaturque in vitali Prinzip, semine, Balsamo, Vegetabilium, Mineralium & Animalium: cui omnium actionum in Natura principium acceptum referimus: adeoque legitima hujus Naturae praeparatio & administratio Medicam constituit scientiam, & Medicos recte appellat.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.06689977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":86,"date":1659,"orig":"Quia verò actionum omnium naturalium fundamenta, in materia illa radicali, Balſamo, & vitali ſulphure continentur, debet Medicus proprietates, differentias, proprietates & adminiſtrationes hujus Naturæ omni ſe dulitate, cura & diligentia inveſtigare.","norm":"Quia vero actionum omnium naturalium fundamenta, in materia illa radicali, Balsamo, & vitali sulphure continentur, debet Medikus proprietates, differentias, proprietates & administrationes hujus Naturae omni se dulitate, cura & diligentia investigare.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.673500061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":87,"date":1659,"orig":"Was iſt vitale Principium, ſemen, Balſamum, materia radicalis, vitale Sulphur, anders als die Anima in ſale ſulphurato eines Vegetabilis, die Anima in ſale ſulphurato eines Animalis, die Anima in ſale ſulphurato eines Mineralis, welche Anima (eine jedwedere fuͤr ſich) Vegetabiliſch/ Animaliſch/ vnd Mineraliſch zugleich auf einmal iſt/ nicht mehr particulariter, ſondern univerſaliter wuͤrcket?","norm":"Was ist vitale Prinzip, semen, Balsamum, materia radicalis, vitale Sulphur, anders als die Anima in sale sulphurato eines Vegetabiles, die Anima in sale sulphurato eines Animalis, die Anima in sale sulphurato eines Mineralis, welche Anima (eine jedweder für sich) Vegetabilisch / Animalisch / und mineralisch zugleich auf einmal ist / nicht mehr particulariter, sondern universaliter wirket?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.011099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":88,"date":1659,"orig":"Dergleichen diſcurſum fuͤhret der Author im andern Theil Pharmacopæa Spagyr. im erſten Theil Teutſchlands Wohlfarts/ in continuatione Miraculi Mundi, im Tractaͤtlein de tinctura Auri, im Tractaͤtlein de natura Salium.","norm":"Dergleichen discursum führt der Autor im anderen Teil Pharmacopaea Spagyr . im ersten Teil Deutschlands Wohlfarts / in continuatione Miraculi Mundi, im Traktätlein de tinctura Auri, im Traktätlein de natura Salium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8171000480651855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":89,"date":1659,"orig":"Hat alſo dieſer Mann/ von der aller-nothwendigſten/ nuͤtzlichſten/ vnd lieblichſten kunſt Chymia nicht nur allein ſehr ſinnreich/ ſondern auch aufrichtig vnd trewhertzig geſchrieben/ vnd viel klaͤrer/ als andere/ ſo vor jhme gelebet haben: Derohalben ſind ſeine Schrifften in hohen ehren vnd werth zuhalten/ als durch derer anleytung ein gewiſſenhaffter Medicus zu einer in vielen vnheilbar-geachteten Schwachheiten erſprießlichen/ heylſamen/ kraͤfftigſten Artzney/ ein frommer Haußvatter aber zu ſolchen mitteln/ ſich vnd die ſeinigen ehrlich vnd in der ſtille fortzubringen/ gelangen kan.","norm":"Hat also dieser Mann / von der allernotwendigsten / nützlichsten / und lieblichsten Kunst Chymia nicht nur allein sehr sinnreich / sondern auch aufrichtig und treuherzig geschrieben / und viel klarer / als andere / so vor ihm gelebt haben: Derohalben sind seine Schriften in hohen ehren und wert zuhalten / als durch derer Anleitung ein gewissenhafter Medikus zu einer in vielen unheilbar-geachteten Schwachheiten ersprießlichen / heilsamen / kräftigsten Arznei / ein frommer Hausvater aber zu solchen mitteln / sich und die seinigen ehrlich und in der stille fortzubringen / gelangen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9704999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":90,"date":1659,"orig":"Nicht aber alſo gemeynet/ als wann das bloſſe leſen ſolcher Schrifften/ oder das davon diſcuriren vnd ſchwaͤtzen ſolches ſolte zuwegen bringen; O nein: es heiſſet; Im ſchweiß deines angeſichts ſoltu dein Brod eſſen: Dieſes iſt allen Menſchen geſagt/ vnd ſoll ſich niemand der Hand-Arbeit ſchaͤmen/ er ſey auch wer Er wolle; Was der verſtandt durch Gottes gnaͤdige erleuchtung/ vnd richtiges anleyten gegenwaͤrtiger nuͤtzlicher Tractaͤtlein ergriffen/ das muͤſſen die Haͤnde vnverzagt angreiffen/ vnverdroſſen fortfuͤhren/ vnd zu einem erwuͤnſchten ende bringen/ die Fruͤchten hernach zugenieſſen; Vnd gruͤndlich von der Sach zureden/ nicht nur nach eygenem Gutduͤncken/ ſondern auß der Erfahrenheit/ ſo eine Meyſterin iſt aller Kuͤnſten.","norm":"Nicht aber also gemeint / als wann das bloße Lesen solcher Schriften / oder das davon diskurieren und schwätzen solches sollte zuwegen bringen; O nein: Es heißt; im schweiß deines angesichts sollst du dein Brot essen: Dieses ist allen Menschen gesagt / und soll sich niemand der Handarbeit schämen / er sei auch wer Er wolle; was der Verstand durch Gottes gnädige Erleuchtung / und richtiges anleiten gegenwärtiger nützlicher Traktätlein ergriffen / das müssen die Hände unverzagt angreifen / unverdrossen fortführen / und zu einem erwünschten Ende bringen / die Früchten hernach zugenießen; und gründlich von der Sache zureden / nicht nur nach eigenem Gutdünken / sondern aus der Erfahrenheit / so eine Meisterin ist aller Künsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.391200065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":91,"date":1659,"orig":"Wie will einr von der wuͤrckung/ krafft/ vnd tugend der Panacææ mit grund vnd warheit ſprechen oder ſchreiben/ der ſie nimmer angewendet hat/ bey denen von den gemeynen Artzten verlaſſenen Krancken; wie will er ſie aber anwenden/ wann er ſie nicht kan/ wie es gehoͤret/ zubereyten?","norm":"Wie will einer von der Wirkung / Kraft / und Tugend der Panacaeae mit Grund und Wahrheit sprechen oder schreiben / der sie nimmer angewendet hat / bei denen von den gemeinen Ärzten verlassenen Kranken; wie will er sie aber anwenden / wann er sie nicht kann / wie es gehöret / zubereiten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315800189971924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":92,"date":1659,"orig":"Wie will er ſie zubereyten wann er es nicht gelehrnet?","norm":"Wie will er sie zubereiten wann er es nicht gelernt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.920199871063232} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":93,"date":1659,"orig":"Wie will er es lehrnen/ wann er kein luſt vnd liebe darzu hat? ſondern dieſe Edle Mediein auß einer albern vnwiſſenheit verachtet/ ja ſie anfeindet/ nicht anders/ als ein gifftiger Wurm/ vorgebende/ wann die Panacæa veraltet/ ſo verliehre ſie jhrt krafft vnd nehme wiederumb eine boͤſe gifftige Natur an ſich.","norm":"Wie will er es lernen / wann er kein Lust und liebe dazu hat? sondern diese Edle Mediein aus einer albern Unwissenheit verachtet / ja sie anfeindet / nicht anders / als ein giftiger Wurm / vorgebende / wann die Panacaea veraltet / so verliere sie jhrt Kraft und nehme wiederum eine böse giftige Natur an sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.150499820709228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":94,"date":1659,"orig":"Ach wie ein kindiſcher/ ja thoͤrichter Eynwurff iſt doch dieſer?","norm":"Ach wie ein kindischer / ja törichter Einwurf ist doch dieser?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464799880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":95,"date":1659,"orig":"Wie kan man von einem ding eygentlich ſprechen/ daß es veralte/ welches keiner veraͤnderung vnterworffen iſt; daß es ſeine krafft verlichre/ welches ſelbſten eine lautere krafft iſt/ eine boͤſe gifftige Natur wieder an ſich nehme/ welches einmal gebuͤhrlicher weiß durch ſeinen rechten Magneten von dem ſchaͤdlichen Gifft entbunden/ vnd befreyet worden.","norm":"Wie kann man von einem Ding eigentlich sprechen / dass es veralte / welches keiner Veränderung unterworfen ist; dass es seine Kraft verlichre / welches selbst eine lautere Kraft ist / eine böse giftige Natur wieder an sich nehme / welches einmal gebührlicher weiß durch seinen rechten Magneten von dem schädlichen Gift entbunden / und befreiet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":96,"date":1659,"orig":"Woher wird die einmal von dem Gifft erloͤſete Panacæa, eine boͤſe gifftige Eygenſchafft an ſich nehmen nicht auß der Lufft/ wann ſie ſchon derſelben ſolte auffgedecket/ dar geſetzt werden/ auß welcher ſie nur das gute als jhres gleichen ziehen/ ſich damit vermehren/ vnd in jhrer guten heylſamen krafft verſtaͤrcken wuͤrde; bleibet ſie vor der Lufft zugedecket/ ſo iſt ſie uͤber viel Jahren ſo gut/ ſo kraͤfftig/ ſo heylſam/ als den erſten tag.","norm":"Woher wird die einmal von dem Gift erlöste Panacaea, eine böse giftige Eigenschaft an sich nehmen nicht aus der Luft / wann sie schon derselben sollte aufgedeckt / dar gesetzt werden / aus welcher sie nur das gute als ihresgleichen ziehen / sich damit vermehren / und in ihrer guten heilsamen Kraft verstärken würde; bleibt sie vor der Luft zugedeckt / so ist sie über viel Jahren so gut / so kräftig / so heilsam / als den ersten tag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.265500068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":97,"date":1659,"orig":"Auf welche weiſe ſoll ſie dann von jhren kraͤfften kommen/ vnd eine boͤſe gifftige Eygenſchafft wiederumb an ſich nehmen?","norm":"Auf welche weise soll sie dann von ihren Kräften kommen / und eine böse giftige Eigenschaft wiederum an sich nehmen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502900123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":98,"date":1659,"orig":"Vnmoͤglich iſt es/ daß ein reiner Mineraliſcher Sulphur, vnd der noch darzu guͤldiſch/ koͤnne veraͤndert vnd verderbt werden; bleiben doch die ſalia, die olea, die ſpiritus ardentes auß den Vegetabilien eine ſo lange zeit vor der verderbnis bewahret/ warumb ſolte dann eine Eſſentia Mineralis, die einer viel beſtaͤndigern Natur iſt/ verderben/ vnd jhre kraͤfften verliehren?","norm":"unmöglich ist es / dass ein reiner Mineralischer Sulphur, und der noch dazu güldisch / könne verändert und verderbt werden; bleiben doch die salia, die olea, die spiritus ardentes aus den Vegetabilien eine so lange Zeit vor der Verderbnis bewahret / warum sollte dann eine Essenz Mineralis, die einer viel beständigeren Natur ist / verderben / und ihre Kräften verlieren?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948500156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":99,"date":1659,"orig":"Was fuͤr herꝛliche/ ſchoͤn- vnd nuͤtzliche Wercke hat der Author, beneficio Reguli ♁nii, in miraculo mundi, in continuatione miraculi mundi vnd an andern orthen zu machen gelehret/ der concentration des Weins/ Korns/ vnd Holtzes zugeſchweigen?","norm":"Was für herrliche / schön- und nützliche Werke hat der Autor, beneficio Reguli ♁ nie, in miraculo mundi, in continuatione miraculi mundi und an anderen Orten zu machen gelehrt / der Konzentration des Weins / Korns / und Holzes zugeschwiegen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169000148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":100,"date":1659,"orig":"Erlangt alſo dieſer Mann bey allen dapffern Leuthen einen vnſterblichen Ruhm/ nicht allein wegen ſeiner guten Wiſſenſchafften vnd Kunſt/ ſondern auch wegen ſeiner Tugend/ nemblich der liebe/ ſo ein Cron aller Tugenden; daß er ſolche der Welt zu jhrer Zeitlichen wohlfart geoffenbahret vnd mitgetheilet hat.","norm":"Erlangt also dieser Mann bei allen tapferen Leuten einen unsterblichen Ruhm / nicht allein wegen seiner guten Wissenschaften und Kunst / sondern auch wegen seiner Tugend / nämlich der liebe / so ein Krone aller Tugenden; dass er solche der Welt zu ihrer zeitlichen Wohlfahrt geoffenbart und mitgeteilt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792399883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":101,"date":1659,"orig":"Gott befohlen/ geneigter Leſer.","norm":"Gott befohlen / geneigter Leser.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.4456000328063965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":102,"date":1659,"orig":"New-Hanaw/ den 3. Martii 1659.","norm":"New-Hanaw / den 3. Martii 1659.","lang_fastText":"eb","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"sv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.379300117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":103,"date":1659,"orig":"J. M. D.","norm":"J. M. D.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":2.846100091934204} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":104,"date":1659,"orig":"FURNI NOVI PHILOSOPHICI Oder Beſchreibung einer New-erfundenen Diſtillir- Kunſt:","norm":"FURNI NOVI PHILOSOPHICI Oder Beschreibung einer Neuerfundenen Distillir-Kunst:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.87939977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":105,"date":1659,"orig":"Auch was fuͤr Spiritus, Olea, Flores, vnd andere dergleichen Vegetabiliſche/ Animaliſche/ vnd Mineraliſche Medicamenten/ damit auff eine ſonderbare Weiſe gantz leichtlich/ mit groſſem Nutzen/ koͤnnen zugericht vnd bereitet werden.","norm":"Auch was für Spiritus, Olea, Flores, und andere dergleichen Vegetabilische / Animalische / und Mineralische Medikamenten / damit auf eine sonderbare Weise ganz leichtlich / mit großem Nutzen / können zugerichtet und bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192800045013428} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":106,"date":1659,"orig":"Auch wozu ſolche dienen/ vnd in Medicina, Alchimia, vnd anderen Kuͤnſten koͤnnen gebraucht werden.","norm":"Auch wozu solche dienen / und in Medicina, Alchimie, und anderen Künsten können gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132100105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":107,"date":1659,"orig":"Phiſoſophiſcher Oefen Erſter Theil.","norm":"Phisosophischer Öfen Erster Teil.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.134300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":108,"date":1659,"orig":"Vorꝛede an den guͤnſtigen Leſer.","norm":"Vorrede an den günstigen Leser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.065800189971924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":109,"date":1659,"orig":"NAch dem ich vor etlichen Jahren/ durch embſige vnd fleiſſige Speculation vnd Suchen/ etliche ſonderliche compendioſè Oefen vnd Modos diſtillandi erfunden/ mit welchen man viel groſſe Dinge/ die ſonſten durch die gemeine vnd bekandte Diſtillirkunſt vnmuͤglich zu thun/ verꝛichten kan.","norm":"Nachdem ich vor etlichen Jahren / durch emsige und fleißige Spekulation und Suchen / etliche sonderliche compendiose Öfen und Modos distillandi erfunden / mit welchen man viel große Dinge / die sonsten durch die gemeine und bekannte Distillirkunst unmöglich zu tun / verrichten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314700126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":110,"date":1659,"orig":"Alſo hab ich ſolche herꝛliche Invention bißhero allzeit in geheim gehalten.","norm":"Also habe ich solche herrliche Invention bisher allzeit in geheim gehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.34689998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":111,"date":1659,"orig":"Nach deme ich aber betrachtet/ daß ſolche Edle Kunſt vielen gebrechlichen Menſchen zu Dienſt vnd Nutzen gereichen koͤnte/ hab ich ſolche wegen Chriſtlicher Liebe gegen meinen Naͤchſten/ nicht laͤnger verhalten wollen; Bin alſo bewogen worden/ dieſelbe zu beſchreiben vnd an Tag zu geben/ damit alle die jenige/ welche in Arte Spagyrica etwas thun wollen/ guten vnd gruͤndlichen Bericht in dieſer New-erfundenen Dillir-Kunſt haben moͤchten/ damit ſie nicht jhre Zeit vnd Koͤſten in langwirigen vnd muͤhſeligen laboribus zubraͤchten/ ſondern auff naͤhere vnd beſſere Wege viel gutes mit dieſen meinen Oefen verꝛichten koͤnten.","norm":"Nachdem ich aber betrachtet / dass solche Edle Kunst vielen gebrechlichen Menschen zu Dienst und Nutzen gereichen könnte / habe ich solche wegen christlicher Liebe gegen meinen Nächsten / nicht länger verhalten wollen; bin also bewogen worden / dieselbe zu beschreiben und an Tag zu geben / damit alle diejenige / welche in Arte Spagyrica etwas tun wollen / guten und gründlichen Bericht in dieser Neuerfundenen Dillir-Kunst haben möchten / damit sie nicht ihre Zeit und Kosten in langwierigen und mühseligen laboribus zubrächten / sondern auf nähere und bessere Wege viel Gutes mit diesen meinen Öfen verrichten könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279300212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":112,"date":1659,"orig":"Vnd ſoll dieſes Buch in 5. Theile getheilet werden.","norm":"Und soll dieses Buch in 5. Teile geteilt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.493899822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":113,"date":1659,"orig":"Im erſten Theil wird gelehret ein ofen zu bawen/ in welchem ſolche Dinge ſollen diſtilliret oder ſublimirt werden/ welcher Spiritus im Fewer nicht verbrennen/ vnd durch Retorten, oder andere bekandte Diſtillir-Zeug nicht koͤnnen gethan werden.","norm":"Im ersten Teil wird gelehrt ein offen zu bauen / in welchem solche Dinge sollen destillieret oder sublimiert werden / welcher Spiritus im Feuer nicht verbrennen / und durch Retorten, oder andere bekannte Distillirzeug nicht können getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.246600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":114,"date":1659,"orig":"Die Mineralia vnd Metalla dadurch in Spiritus, Flores vnd Olea zu bereiten/ vnd worzu ſolche dienen.","norm":"Die Mineralia und Metalla dadurch in Spiritus, Flores und Olea zu bereiten / und wozu solche dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.544700145721435} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":115,"date":1659,"orig":"Im zweyten Theil wird ein anderer Ofen zu machen gelehrt/ in welchem alle verbreunliche Vegetabilia, Animalia vnd Mineralia diſtilliret/ vnd in die hoͤchſte Subtilitaͤt gebracht werden/ dardurch viel fuͤrtrefliche vnd koͤſtliche Medicamenta zu Abwendung vieler ſchwerer verlaſſenen/ vnd gantz vnheilbar geachteten Zufaͤllen vnd Gebrechen des Menſchen koͤnnen zugerichtet werden.","norm":"Im zweiten Teil wird ein anderer Ofen zu machen gelehrt / in welchem alle bräunliche Vegetabilia, Animalia und Mineralia destillieret / und in die höchste Subtilität gebracht werden / dadurch viel fürtreffliche und köstliche Medikamente zu Abwendung vieler schwerer verlassenen / und ganz unheilbar geachteten Zufällen und Gebrechen des Menschen können zugerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.43720006942749} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":116,"date":1659,"orig":"Im dritten Theil wird ein kůnſtliche Invention, die noch bißhero nicht bekant/ an Tag geben/ dadurch man allerhand Spiritus ardentes von Wein/ Korn/ Fruͤchten/ Blumen/ Kraͤutern/ vnd Wurtzeln/ wie auch gemeine Waſſer/ auß allen Vegetabiliſchen vnd Animaliſchen dingen in groſſer menge mit kleinem Koſten/ kurtzer Zeit vnd wenig Kolen/ ſehr compendiosè diſtilliren kan.","norm":"Im dritten Teil wird ein kunstliche Invention, die noch bisher nicht bekannt / an Tag geben / dadurch man allerhand Spiritus ardentes von Wein / Korn / Früchten / Blumen / Kräutern / und Wurzeln / wie auch gemeine Wasser / aus allen Vegetabilischen und Animalischen Dingen in großer Menge mit kleinem Kosten / kurzer Zeit und wenig Kohlen / sehr compendiose destillieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.343900203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":117,"date":1659,"orig":"Deßgleichen Bierbrawen/ Meeth vnd Wein machen/ vnd alle andere Arbeit/ welche ſonſten in groſſen kuͤpfferen oder eyſernen Keſſeln muß geſchehen/ allhier nur in hoͤltzern Gefaͤſſen/ durch Huͤlffe eines kleinen kuͤpfferen oder eyſernen Inſtruments/ welches kaum 2. oder 3. Pfund wieget/ ohne Ofen leichtlich kan gethan werden.","norm":"Desgleichen Bierbrauen / Met und Wein machen / und alle andere Arbeit / welche sonsten in großen küpfferen oder eisernen Kesseln muss geschehen / allhier nur in hölzern Gefäßen / durch Hilfe eines kleinen küpfferen oder eisernen Instruments / welches kaum 2. oder 3. Pfund wieget / ohne Ofen leichtlich kann getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.820899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":118,"date":1659,"orig":"Auch vnterſchiedene Chymiſche labores, als putrificiren, digeriren, circuliren, extrahiren, abſtrahiren, cohibiren, figiren vnd dergleichen.","norm":"Auch unterschiedene chemische labores, als putrificiren, digerieren, zirkulieren, extrahieren, abstrahieren, kohibieren, figieren und dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.338099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":119,"date":1659,"orig":"Sehr dienſtlich allen jungen anfangenden Chymicis vnd Laboranten:","norm":"Sehr dienstlich allen jungen anfangenden Chymicis und Laboranten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.639200210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":120,"date":1659,"orig":"Dann ſie zu jhrem Brandtenwein/ Kraͤuter-waſſer/ Extracta vnd Medicamenta zu machen/ nicht ſo viel Oefen/ kůpfferne/ eyſerne/ zinnerne/ erdene/ vnd glaͤſerne Inſtrumenten von noͤthen haben/ ſondern allhier gelehret werden/ wie ſie alle oberzehlte labores nur durch ein einiges klein von Kupffer oder Eyſen gemachtes Inſtrument/ mit zuthun hoͤltzeren Geſchirꝛen eben ſo wol thun koͤnnen/ als durch viel vnterſchiedene Keſſel/ Blaſen/ vnd andere Gefaͤſſe.","norm":"Dann sie zu ihrem Brantwein / Kräuterwasser / Extracta und Medikamente zu machen / nicht so viel Öfen / kupferne / eiserne / zinnerne / erdene / und gläserne Instrumenten vonnöten haben / sondern allhier gelehrt werden / wie sie alle oberzählte labores nur durch ein einiges klein von Kupfer oder Eisen gemachtes Instrument / mit zutun hölzern Geschirren eben so wohltun können / als durch viel unterschiedene Kessel / Blasen / und andere Gefäße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.215400218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":121,"date":1659,"orig":"Dadurch viel Geld erſparet wird/ welches man ſonſten an kuͤpfferne Keſſel vnd andern Diſtillir- Zeug wenden muß.","norm":"Dadurch viel Geld ersparet wird / welches man sonsten an kupferne Kessel und anderen Distillir-Zeug wenden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88730001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":122,"date":1659,"orig":"Im vierdten Theil/ ein ſonderlicher auch bißhero vnbekandter Ofen/ in welchem man alle Chymiſche labores gar leichtlich thun kan.","norm":"Im vierten Teil / ein sonderlicher auch bisher unbekannter Ofen / in welchem man alle Chemische labores gar leichtlich tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.14709997177124} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":123,"date":1659,"orig":"Sehr dienſtlich aller Mineralien/ Metallen/ vnd anderer Berg-arten vnd Aertzen Eigenſchafften vnd Naturen dadurch zu erlernen.","norm":"Sehr dienstlich aller Mineralien / Metallen / und anderer Bergarten und Ätzen Eigenschaften und Naturen dadurch zu erlernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5518999099731445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":124,"date":1659,"orig":"Auch dieſelbe auff ein beſondere vnd viel beſſere Weiſe zu probiren vnd examiniren/ ſchmeltzen vnd abtreiben/ auch eins von dem andern ſcheiden/ daß nichts verlohren gehet/ gantz kuͤrtzlich vnd compendiosè mit groſſem Nutzen/ deßgleichen noch von niemand beſchrieben worden.","norm":"Auch dieselbe auf ein besondere und viel bessere Weise zu probieren und examinieren / schmelzen und abtreiben / auch eins von dem anderen scheiden / dass nichts verloren geht / ganz kürzlich und compendiose mit großem Nutzen / desgleichen noch von niemand beschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":125,"date":1659,"orig":"Im Fůnfften Theil ſoll gelehret werden/ wie man alle Inſtrumenta von Eyſen/ Erden/ Glas/ vnd dergleichen Materialien zu den 4. Oefen gehoͤrig/ zurichten vnd formiren ſoll/ neben mehr andern noͤtigen vnd nuͤtzlichen Handgriffen.","norm":"Im fünften Teil soll gelehrt werden / wie man alle Instrumenta von Eisen / Erden / Glas / und dergleichen Materialien zu den 4. Öfen gehörig / zurichten und formieren soll / neben mehr anderen nötigen und nützlichen Handgriffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":126,"date":1659,"orig":"Nun in dieſem erſten Theil will ich/ nach dem ich die Zubereitung des erſten Ofens beſchrieben hab/ auch offenbahren/ wie die Spiritus, Olea, Flores, vnd dergleichen andere gute Medicamenten damit oder darin zugerichtet vnd bereitet/ auch wozu ſolche dienen/ vnd gebraucht koͤnnen werden/ ſo viel ſich geziemet gemein zu machen/ trewlich ohn alles hinterhalten.","norm":"Nun in diesem ersten Teil will ich / nach dem ich die Zubereitung des ersten Ofens beschrieben habe / auch offenbaren / wie die Spiritus, Olea, Flores, und dergleichen andere gute Medikamenten damit oder darin zugerichtet und bereitet / auch wozu solche dienen / und gebraucht können werden / so viel sich geziemet gemein zu machen / treulich ohne alles hinterhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.28439998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":127,"date":1659,"orig":"Vnd zweiffelt mir nicht/ die jenigen welche dieſes Werck recht verſtehen/ werden ſolches mit groſſem Genůgen auff vnd annehmen:","norm":"Und zweifelt mir nicht / diejenigen welche dieses Werk recht verstehen / werden solches mit großem Genügen auf und annehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.090199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":128,"date":1659,"orig":"Hergegen andere Naſeweiſen/ die ſolche newe vnd zuvor niemals geſehene Diſtillation in jhren Koͤpffen nicht begreiffen koͤnnen/ verachten.","norm":"Hergegen andere Naseweisen / die solche neue und zuvor niemals gesehene Destillation in ihren Köpfen nicht begreifen können / verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.952400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":129,"date":1659,"orig":"Dann man pflegt zu ſagen/ wer ein Hauß an den Weg bawet/ muß viel Nachredens hoͤren/ dann dem einen iſt es hier/ vnd dem andern dort nicht recht gemacht/ inſonderheit am allermehrſten von ſolchem ſchlechten Voͤlcklein/ die ſelbſten nicht ein Huͤtlein wiſſen auffzuſetzen.","norm":"Dann man pflegt zu sagen / wer ein Haus an den Weg bat / muss viel Nachredens hören / dann dem einen ist es hier / und dem anderen dort nicht recht gemacht / in Sonderheit am allermeisten von solchem schlechten Völklein / die selbst nicht ein Hütlein wissen aufzusetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.272500038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":130,"date":1659,"orig":"Solche aber ſolten zuvor etwas beſſers an tag geben/ ehe ſie eines andern Muͤhe vnd Fleiß verachteten.","norm":"Solche aber sollten zuvor etwas Besseres an tag geben / ehe sie eines anderen Mühe und Fleiß verachteten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.319600105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":131,"date":1659,"orig":"Derohalben wolle niemand daruͤber ein vnzeitig Vrtheil faͤllen/ biß daß er zuvor genugſamen Grund deſſelben erfahren/ dann zweiffelt mir nicht/ das Werck wird beſtehen koͤnnen/ vnd ſeinen Meiſter loben.","norm":"Derohalben wolle niemand darüber ein unzeitig Urteil fällen / bis dass er zuvor genugsamen Grund desselben erfahren / dann zweifelt mir nicht / das Werk wird bestehen können / und seinen Meister loben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.650599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":132,"date":1659,"orig":"Vnd wann einer oder der ander etwan ſolchen Ofen zugerichtet/ darinnen arbeitet/ vnd nicht alſobald alles nach ſeinem Wunſch findet/ ſo muß er dencken/ daß er jrꝛgents an etwas gefehlet hat/ (dann das Werck iſt vnbekand/ vnd derohalben gar leichtlich an etwas kan geirꝛet werden) vnd nicht alſobalde auf den Auctorem fulminiren, gleich als wann er daran ſchuldig wer/ vnd nicht deutlich genug geſchrieben haͤtte/ ſondern ſolche/ ſeiner Vnwiſſenheit zurechnen/ des Autoris Meinung recht lernen verſtehen/ vnd ſich darinn ůben/ dann zweiffelt mir nicht/ es werde jhme darnach beſſer gelingen.","norm":"Und wann einer oder der ander etwan solchen Ofen zugerichtet / darinnen arbeitet / und nicht alsobald alles nach seinem Wunsch findet / so muss er denken / dass er Irrgents an etwas gefehlt hat / (dann das Werk ist unbekannt / und derohalben gar leichtlich an etwas kann geirrt werden) und nicht alsobald auf den Auctorem fulminiren, gleich als wann er daran schuldig wer / und nicht deutlich genug geschrieben hätte / sondern solche / seiner Unwissenheit zurechnen / des Autors Meinung recht lernen verstehen / und sich darin üben / dann zweifelt mir nicht / es werde ihm danach besser gelingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.633399963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":133,"date":1659,"orig":"Dazu ich jederman Glůck vnd Segen wuͤnſche/ Amen.","norm":"Dazu ich jedermann Gluck und Segen wünsche / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cs","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.72730016708374} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":134,"date":1659,"orig":"Philoſophiſcher Oefen Erſter Theil.","norm":"Philosophischer Öfen Erster Teil.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.4008002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":135,"date":1659,"orig":"CAPUT I.","norm":"CAPUT I.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.127200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":136,"date":1659,"orig":"Von Bereitung des Erſten Ofens.","norm":"Von Bereitung des ersten Ofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":137,"date":1659,"orig":"WAs anbelangt den Erſten Ofen/ kan man ſolchen gros oder klein machen/ nach dem man in einem Tag viel oder wenig damit thun/ oder machen will.","norm":"Was anbelangt den ersten Ofen / kann man solchen groß oder klein machen / nach dem man in einem Tag viel oder wenig damit tun / oder machen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241899967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":138,"date":1659,"orig":"Vnd kan ſolcher Ofen auff vnterſchiedliche Weiß vnd Form gemacht werden.","norm":"Und kann solcher Ofen auf unterschiedliche Weiß und Form gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.794300079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":139,"date":1659,"orig":"Entweder von einem Stuͤck durch den Haffner auff einem Rad gedrehet vnd gebrand; oder aber von gebackenen Ziegel-ſteinen/ viereckicht oder rund/ nach eines jedwedern Gefallen auffgebawet.","norm":"Entweder von einem Stück durch den Haffner auf einem Rad gedreht und Gebrand; oder aber von gebackenen Ziegelsteinen / viereckig oder rund / nach eines jedweden Gefallen aufgebaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.009900093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":140,"date":1659,"orig":"Vnd wann der Ofen inwendig einer Spannenweit iſt/ ſo muß er in allem vier Spannen hoch ſeyn; nemlich/ eine von vnten biß zu dem Roſt/ eine von dem Roſt biß zu dem mitlern Kohlen-Loch/ zwo von dem Kohlen-Loch biß uͤber die Roͤhren/ welche auffs wenigſte eine gute Spanne fuͤr den Ofen muß außgehen/ damit die Recipienten nicht nahe bey den Ofen kommen zu ſtehen/ vnd warm werden.","norm":"Und wann der Ofen inwendig einer Spannenweit ist / so muss er in allem vier Spannen hoch sein; nämlich / eine von unten bis zu dem Rost / eine von dem Rost bis zu dem mittleren Kohlenloch / zwei von dem Kohlenloch bis über die Röhren / welche aufs wenigste eine gute Spanne für den Ofen muss ausgehen / damit die Rezipienten nicht nahe bei den Ofen kommen zu stehen / und warm werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":141,"date":1659,"orig":"Auch muß die Roͤhre zu forderſt ein dritten Theil ſo weit ſeyn als der Ofen inwendig/ vñ zu hinderſt an dem Ofen etwas weiter als fornen.","norm":"Auch muss die Röhre zu forderst ein dritten Teil so weit sein als der Ofen inwendig / und zu hinderst an dem Ofen etwas weiter als vorne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.592899799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":142,"date":1659,"orig":"Der Roſt des Ofens muß alſo liegen/ daß man denſelben kan außnehmen/ vnd rein machen wann man will/ ſo er von eingetragenen Materien iſt verſtopfft worden/ welches leichtlich geſchicht/ wann man Salia diſtillirt/ daß die Kolen ſampt den Salien zuſammen ſchmeltzen/ die Lufft zuruͤck halten/ daß das Fewer nicht brennen kan/ vnd die Diſtillation dardurch verhindert wird.","norm":"Der Rost des Ofens muss also liegen / dass man denselben kann ausnehmen / und rein machen wann man will / so er von eingetragenen Materien ist verstopft worden / welches leichtlich geschieht / wann man Salia destilliert / dass die Kohlen samt den Salien zusammen schmelzen / die Luft zurückhalten / dass das Feuer nicht brennen kann / und die Destillation dadurch verhindert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":143,"date":1659,"orig":"Oder/ man kan zwey dicke eyſerne Staͤbe uͤberzwerch in den Ofen feſt legen/ auff welchen andere 4. oder 5. kleine Staͤblein liegen koͤnnen/ eines Fingers dick weit voneinander/ welche etwas fuͤr den Ofen außgehen/ damit ſie/ wann ſie verſtopfft ſeyn/ miteiner Zangenbewegt/ damit die außgebrandte Materi durchfallen/ vnd wieder zu recht geleget werden koͤnnen.","norm":"Oder / man kann zwei dicke eiserne Stäbe überzwerch in den Ofen festlegen / auf welchen andere 4. oder 5. kleine Stäblein liegen können / eines Fingers dick weit voneinander / welche etwas für den Ofen ausgehen / damit sie / wann sie verstopft sein / Miteiner Zangenbewegt / damit die ausgebrannte Materie durchfallen / und wieder zu Recht gelegt werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.170100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":144,"date":1659,"orig":"Dahero der Ofen vnter dem Roͤſter forne offen ſeyn muß/ daß man deſto beſſer zum Roſt kommen kan/ ſolchen ſchoͤn zu machen.","norm":"Daher der Ofen unter dem Röster vorne offen sein muss / dass man desto besser zum Rost kommen kann / solchen schönzumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.826099872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":145,"date":1659,"orig":"Vnd muß oben auff dem Ofen ein Deckel von Stein oder Erden gemacht werden/ welcher in der Mitte ein Loch mit einem Faltz habe/ darein man Sand leget/ vnd ſich ein kleiner Deckel darauff ſchlieſſe/ alſo daß man/ wann mandadurch eintraͤgt/ wieder geheeb zumachen kan/ daß die Spiritus nicht oben außſchlagen koͤnnen/ ſondern gezwungen ſeyn durch die Roͤhren in die Recipienten zu gehen.","norm":"Und muss oben auf dem Ofen ein Deckel von Stein oder Erden gemacht werden / welcher in der Mitte ein Loch mit einem Falts habe / darein man Sand leget / und sich ein kleiner Deckel darauf schließe / also dass man / wann mandadurch einträgt / wieder geheb zumachen kann / dass die Spiritus nicht oben ausschlagen können / sondern gezwungen sein durch die Röhren in die Rezipienten zu gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.090700149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":146,"date":1659,"orig":"CAPUT II.","norm":"CAPUT II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mi","lang_de":0,"norm_lmscore":6.295400142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":147,"date":1659,"orig":"Von den Recipienten.","norm":"Von den Rezipienten.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.571599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":148,"date":1659,"orig":"DIe Recipienten muͤſſen gemacht werden von Glas/ oder guter Erden/ welche die Spiritus halten/ als da iſt/ die Waldenburgiſche/ Heſſiſche/ vnd Sieburger oder Frechheimer:","norm":"Die Rezipienten müssen gemacht werden von Glas / oder guter Erden / welche die Spiritus halten / als da ist / die Waldenburgische / Hessische / und Sieburger oder Frechheime:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368100166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":149,"date":1659,"orig":"Wo man aber eine Glashuͤtte nahe bey der Hand hat/ kan man ſolche fein dick vnd ſtarck blaſen laſſen/ vnd wo ſie ſich ineinander ſchlieſſen/ koͤnnen ſie mit Schmiergel zuſammen geſchliffen werden/ ſo darff man ſie nicht lutiren/ (wie aber ſolches ſchleiffen geſchicht/ wird zu Ende dieſs Buchs im Fuͤnfften Theil/ welches von Handgriffen handelt/ gelehret werden/) ſondern halten/ daß kein Spiritus darzwiſchen kan außgehen:","norm":"Wo man aber eine Glashütte nahe bei der Hand hat / kann man solche fein dick und stark blasen lassen / und wo sie sich ineinander schließen / können sie mit Schmirgel zusammen geschliffen werden / so darf man sie nicht lutiren / (wie aber solches schleifen geschieht / wird zu Ende dies Buchs im fünften Teil / welches von Handgriffen handelt / gelehrt werden /) sondern halten / dass kein Spiritus dazwischen kann ausgehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156000137329102} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":150,"date":1659,"orig":"So man aber ſo viel Muͤhe nicht thun will/ ſo muͤſſen die Fugen verlutirt werden/ mit einem Luto, welches die Spiritus nicht durchgehen laͤſſet/ (wie im Buch der Handgriffen gefunden wird:)","norm":"So man aber so viel Mühe nicht tun will / so müssen die Fugen verlutirt werden / mit einem Luto, welches die Spiritus nicht durchgehen lässt / (wie im Buch der Handgriffen gefunden wird:)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.483699798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":151,"date":1659,"orig":"Die Form vnd Geſtalt der Recipienten wirſt du im Abriß finden:","norm":"Die Form und Gestalt der Rezipienten wirst du im Abriss finden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298500061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":152,"date":1659,"orig":"Was die Groͤſſe anbelanget/ iſt zu wiſſen/ daß ſolche nicht koͤnnen zu gros feyn/ dann jegroͤſſer/ je weniger man derſelbigen bedarff.","norm":"Was die Größe anbelanget / ist zu wissen / dass solche nicht können zu groß fein / dann jegrösser / je weniger man derselbigen Bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8429999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":153,"date":1659,"orig":"Doch kan man das Werck mit kleinen auch verꝛichten/ aber deſto mehr muͤſſen ſolcher ſeyn.","norm":"Doch kann man das Werk mit kleinen auch verrichten / aber desto mehr müssen solcher sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.216100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":154,"date":1659,"orig":"Das ober Mundloch muß etwas weiter ſeyn als das vntere/ damit ſich ein ander Recipient mit ſeinem vntern Theil darauff ſchlieſſe:","norm":"Das oder Mundloch muss etwas weiter sein als das untere / damit sich ein ander Recipient mit seinem unteren Teil darauf schließe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.525599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":155,"date":1659,"orig":"Das vnter Loch vngefaͤhr dreyer zwerch Finger weit/ nach Proportion des beygeſetzten Ofens/ welcher einer Spannen weit iſt.","norm":"Das unter Loch ungefähr dreier zwerch Finger weit / nach Proportion des beigesetzten Ofens / welcher einer Spannen weit ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.351799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":156,"date":1659,"orig":"Wann aber der Ofen groͤſſer gemacht wuͤrde/ ſo muͤſten auch die Loͤcher an dem Ofen vnd Recipienten groͤſſer gemacht werden/ damit das Fewer ſeine Lufft dadurch nehmen koͤnne.","norm":"Wann aber der Ofen größer gemacht würde / so müssten auch die Löcher an dem Ofen und Rezipienten größer gemacht werden / damit das Feuer seine Luft dadurch nehmen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783699989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":157,"date":1659,"orig":"Oder/ ſo der Ofen weiter inwendig als ein Spanne were/ ſo muͤſte man zwey oder drey Roͤhren auß dem Ofen gehen laſſen/ welche in allem den dritten Theil ſo viel Lufft vnd Weite haͤtten/ als der Ofen iſt/ (dann ſo viel Lufft gehoͤret zu dem Fewer/ wann es vnverhindert brennen ſoll) vnd daran Recipienten legen/ nach ſolcher Proportion/ wie geſagt/ damit das Fewer nicht verſtickt wuͤrde.","norm":"Oder / so der Ofen weiter inwendig als ein Spanne wäre / so müsste man zwei oder drei Röhren aus dem Ofen gehen lassen / welche in allem den dritten Teil so viel Luft und Weite hätten / als der Ofen ist / (dann so viel Luft gehöret zu dem Feuer / wann es unverhindert brennen soll) und daran Rezipienten legen / nach solcher Proportion / wie gesagt / damit das Feuer nicht verstickt würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793700218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":158,"date":1659,"orig":"Wie nun die Recipienten zuſammen gefuͤgt/ vnd an den Ofen geſetzt werden/ wird die beygeſetzte Figur gnugſamb vnterꝛichten.","norm":"Wie nun die Rezipienten zusammen gefügt / und an den Ofen gesetzt werden / wird die beigesetzte Figur genugsam unterrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.136199951171875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":159,"date":1659,"orig":"Der Erſte Recipient ſiehet auff einem Dreyfuß/ oder Stuͤlgen/ in der Mitten mit einem Loch/ dadurch der Halß des erſten Recipienten gehen kan/ daran das Schaͤlge mit dem Roͤhrlein geſetzet wird/ die abfallende Spiritus zu empfangen/ darauff der ander/ vnd ſo fort an/ alle auff ein ander an einer Wand oder Leiter auffgericht/ ſo viel man deren hat/ der oͤberſte muß auch offen ſeyn/ gleich als die andern/ vnd vnter dem vnter ſten/ wie geſagt/ muß ein Schale mit einem Roͤhrlein geſetzt werden/ darinn ſich die Spiritus ſamblen/ vnd durch das Roͤhrlein in ein ander vntergeſetzt Glas rinnen koͤnnen/ welches ſo es voll iſt worden/ wird abgenommen/ vnd ein anders vorgelegt/ dann ſie nur los vnd vngelutirt vorſtehen/ darumb ſie leichtlich abgenommen werden koͤnnen/ vnd ein anders an den Platz geſtellt; es ſey dann/ daß man etwas anders diſtilliren will/ ſo nimbt man ſolche ab/ macht dieſelben rein/ vnd ſetzt ſie wiederumb vor/ vnd gantz genaw vnd dicht an den Halß des vntern Recipienten/ damit kein Spiritus darneben mag außgehen.","norm":"Der Erste Recipient sieht auf einem Dreifuß / oder Stühlen / in der Mitten mit einem Loch / dadurch der Hals des ersten Rezipienten gehen kann / daran das Schälge mit dem Röhrlein gesetzt wird / die abfallende Spiritus zu empfangen / darauf der ander / und so fort an / alle auf ein ander an einer Wand oder Leiter aufgerecht / so viel man deren hat / der oberste muss auch offen sein / gleich als die anderen / und unter dem unter sten / wie gesagt / muss ein Schale mit einem Röhrlein gesetzt werden / darin sich die Spiritus samblen / und durch das Röhrlein in ein ander untergesetzt Glas rinnen können / welches so es voll ist worden / wird abgenommen / und ein anders vorgelegt / dann sie nur los und vngelutirt vorstehen / darum sie leichtlich abgenommen werden können / und ein anders an den Platz gestellt; es sei dann / dass man etwas anders destillieren will / so nimmt man solche ab / macht dieselben rein / und setzt sie wiederum vor / und ganz genau und dicht an den Hals des unteren Rezipienten / damit kein Spiritus daneben mag ausgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9695000648498535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":160,"date":1659,"orig":"So die Schale mit dem Roͤhrlein aber ſo genaw vnd dicht nicht koͤnte angeſetzt werden/ daß ſie den Rauch hielte/ ſo thue ein Loͤffel voll Waſſers darein/ das ſchleuſt vnd lutiret wol/ vnd ſchadet doch keinem Spiritus, dann es in der rectification wiederumb darvon kompt.","norm":"So die Schale mit dem Röhrlein aber so genau und dicht nicht könnte angesetzt werden / dass sie den Rauch hielte / so tue ein Löffel voll Wassers darein / das schleust und lutiret wohl / und schadet doch keinem Spiritus, dann es in der Rektifikation wiederum davon kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384200096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":161,"date":1659,"orig":"Allhier kan auch dieſer Ofen/ dienen/ welcher in dem Buͤchlein/ darinn von außziehen des Goldes auß dem Kißlingſtein gehandelt wird/ zu der Diſtillation des Spiritus Salis, vnd Sublimirung der Metallen gebranchet worden: Iſt beſſer zu etlichen laboribus als dieſer/ weil er keinen Ro̊ſter hat/ vnd die Materi alſo nicht kan durchfallen.","norm":"Allhier kann auch dieser Ofen / dienen / welcher in dem Büchlein / darin von Ausziehen des Goldes aus dem Kißlingstein gehandelt wird / zu der Destillation des Spiritus Salis, und Sublimierung der Metallen gebranchet worden: Ist besser zu etlichen laboribus als dieser / weil er keinen Roster hat / und die Materie also nicht kann durchfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467800140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":162,"date":1659,"orig":"Dahin ich will gewieſen haben/ vnd ſollen auch die receptacula wol tieff genug gerichtet werden/ auff daß ſich die Spiritus vnd flores-ſtoſſen koͤnnen/ vnd deſto leichter gefangen werden.","norm":"Dahin ich will gewiesen haben / und sollen auch die receptacula wohl tief genug gerichtet werden / auf dass sich die Spiritus und Flores-Stossen können / und desto leichter gefangen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557700157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":163,"date":1659,"orig":"Dann ſo dieſelbe recht uͤber ſich/ vnd nicht wieder vnter ſich/ nidriger/ als das Fewer liget/ gerichtet werden/ ſo hat das Fewer zu groſſe Macht/ vnd fuͤhret die Spiritus, oder flores gantz hinweg/ alſo daß wenig davon behalten oder gefangen wird:","norm":"Dann so dieselbe recht über sich / und nicht wieder unter sich / niedriger / als das Feuer liegt / gerichtet werden / so hat das Feuer zu große Macht / und führt die Spiritus, oder flores ganz hinweg / also dass wenig davon behalten oder gefangen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71589994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":164,"date":1659,"orig":"Wie ich dann ſolchen Irꝛthumb bey vielen geſehen hab/ die ſolchen nicht haben remediren wiſſen/ hergegen aber der Spiritus oder flores, ſo ſie nidriger gefuͤhret werden/ als das Fewer im Ofen ligt/ ſo muͤſſen ſie ſich ergeben vnd bleiben.","norm":"Wie ich dann solchen Irrtum bei vielen gesehen habe / die solchen nicht haben remedieren wissen / hingegen aber der Spiritus oder flores, so sie niedriger geführt werden / als das Feuer im Ofen liegt / so müssen sie sich ergeben und bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.584400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":165,"date":1659,"orig":"Welches wol ſoll in acht genommen werden.","norm":"Welches wohl soll in Acht genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.879499912261963} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":166,"date":1659,"orig":"CAPUT III.","norm":"CAPUT III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":6.44290018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":167,"date":1659,"orig":"Von den Sublimir Haͤfen.","norm":"Von den Sublimier Häfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.556700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":168,"date":1659,"orig":"DIe Sublimir Haͤfen doͤrffen nicht von Glas/ oder anderer guter Erden die Spiritus zu halten/ wie oben geſagt/ gemacht werden/ ſondern nur von gemeinem Thon/ vavon man die Kochhaͤfen macht/ vnd inwendig verglaſuret/ in ſolcher Geſtalt wie im Abriß zu ſehen.","norm":"Die Sublimier Häfen dürfen nicht von Glas / oder anderer guter Erden die Spiritus zu halten / wie oben gesagt / gemacht werden / sondern nur von gemeinem Ton / vavon man die Kochhäfen macht / und inwendig verglasiert / in solcher Gestalt wie im Abriss zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.983799934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":169,"date":1659,"orig":"Es muß aber gleichwol Erde ſeyn/ welche das Fewer leyden kan/ dann die vnterſten Haͤfen werden von dem Fewer heiß/ vnd wuͤrden vor der Hitze brechen/ wann ſie nicht von Fewer beſtaͤndiger Erden gemacht weren.","norm":"Es muss aber gleichwohl Erde sein / welche das Feuer leiden kann / dann die untersten Häfen werden von dem Feuer heiß / und würden vor der Hitze brechen / wann sie nicht von Feuer beständiger Erden gemacht wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462299823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":171,"date":1659,"orig":"Wie nun in dieſem Ofen in gemein diſtillirt wird/ wil ich jetzunder kuͤrtzlich beſchreiben/ doch bey einer jedwedern Diſtillation ſeine zugehoͤrige Handtgrieffe auch vermelden:","norm":"Wie nun in diesem Ofen in gemein destilliert wird / will ich jetzund kürzlich beschreiben / doch bei einer jedweden Destillation seine zugehörige Handgriffe auch vermelden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.93179988861084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":172,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Und geschieht solches also.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.934199810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":173,"date":1659,"orig":"CAPUT IV.","norm":"CAPUT IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hi-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":6.6880998611450195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":174,"date":1659,"orig":"Modus Diſtillandi.","norm":"Modus Distillandi.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"is","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":9.164400100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":175,"date":1659,"orig":"LEge erſtlich etliche gluͤende Kohlen in den Ofen/ darauff ſo viel andere/ biß der Ofen beynahe voll iſt/ zu der Roͤhren/ vnd laß den obern Deckel von dem Ofen (auff daß die Hitze vnd der Rauch durch das ober Loch/ vnd nicht durch die Roͤhren in die Recipienten/ ſolche warm zu machen/ welches ein Hindernuß der Diſtillation ſeyn wuͤrde/ außgehen kan/) ſo lang biß das Fewer wol iſt angangen/ vnd der Ofen wol warm worden iſt.","norm":"Lege erstlich etliche glühende Kohlen in den Ofen / darauf so viel andere / bis der Ofen beinahe voll ist / zu der Röhren / und lass den oberen Deckel von dem Ofen (auf dass die Hitze und der Rauch durch das oder Loch / und nicht durch die Röhren in die Rezipienten / solche warmzumachen / welches ein Hindernis der Destillation sein würde / ausgehen kann /) so lang bis das Feuer wohl ist angegangen / und der Ofen wohl warm worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":176,"date":1659,"orig":"Dann trage mit einem eiſernen Loͤffel von deiner zugerichten Materi die du diſtilliren wilt/ ſo viel hinein/ daß die Kolen damit bedeckt ſeyn/ vnd mache den Ofen dicht zu/ welches geſchicht/ wann du den obern Deckel in ſeinen Faltz/ darinnen Sand lieget/ hart eindruͤckeſt/ oder reibeſt.","norm":"Dann trage mit einem eisernen Löffel von deiner zugereichten Materie die du destillieren willst / so viel hinein / dass die Kohlen damit bedeckt sein / und mache den Ofen dicht zu / welches geschieht / wann du den oberen Deckel in seinen Falts / darinnen Sand liegt / hart eindrückest / oder reibest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5518999099731445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":177,"date":1659,"orig":"Wiltu aber durch das mitler Loch eintragen/ ſo muß der Stein/ welcher geheeb darein ſchlieſſen ſoll/ allzeit wiederumb nach dem eintragen fuͤr geſteckt werden/ alſo kan nichts außgehen/ ſondern muß alles durch die Roͤhren des Ofens in die Recipienten als ein dicker Nebel mit Gewalt gehen/ vnd ſich daſelbſten in einen Spiritum oder Oleum acidum reſolviren, vnd in die vnter geſetzte Schalen abfallen/ auß welchem Roͤhrlein er dann in ein vorgelegt Gias rinnen kan.","norm":"Willst du aber durch das Mittler Loch eintragen / so muss der Stein / welcher geheb darein schließen soll / allzeit wiederum nach dem Eintragen für gesteckt werden / also kann nichts ausgehen / sondern muss alles durch die Röhren des Ofens in die Rezipienten als ein dicker Nebel mit Gewalt gehen / und sich daselbst in einen Spiritum oder Oleum acidum resolvieren, und in die unter gesetzte Schalen abfallen / aus welchem Röhrlein er dann in ein vorgelegt Gias rinnen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783400058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":178,"date":1659,"orig":"Wann nun die Kolen verbrand ſeyn/ vnd keine Spiritus mehr gehen/ ſo muß man mehr Kohlen eintragen/ vnd wiederumb Materi drauff/ vnd ſolches eintragen der Kolen vnd Materi ſo lang continuiren/ biß man Spiritus genug hat:","norm":"Wann nun die Kohlen verbrannt sein / und keine Spiritus mehr gehen / so muss man mehr Kohlen eintragen / und wiederum Materie drauf / und solches eintragen der Kohlen und Materie so lang kontinuieren / bis man Spiritus genug hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":179,"date":1659,"orig":"Auch kan man auffhoͤren vnd wieder anfangen/ wann man will/ hindert nichts in der Diſtillation.","norm":"Auch kann man aufhören und wieder anfangen / wann man will / hindert nichts in der Destillation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9293999671936035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":180,"date":1659,"orig":"Vnd wann man den Ofen rein machen will/ zeucht man die kleine Staͤnglein/ welche los auff den Zwerch-ſtangen liegen/ herauß/ ſo faͤllt das Caput Mortuum odes Feces vnten in den Ofen/ welche man mit einem Kruͤcklein oder Schuͤppen herauß nimpt/ vnd legt die Staͤngiem wieder hinein/ auff die beyde dickere Zwerch-ſtangen/ erſtlich lebendige/ darnach ſo viel todte Kohlen darauff als vonnoͤthen/ wann ſolche ſeynd angangen/ traͤgt man Materi darauff/ vnd laͤßt gehen.","norm":"Und wann man den Ofen rein machen will / zieht man die kleine Stänglein / welche los auf den Zwergstangen liegen / heraus / so fällt das Caput Mortuum Odes Fezes unten in den Ofen / welche man mit einem Krücklein oder Schippen herausnimmt / und legt die Stängiem wieder hinein / auf die beide dickere Zwergstangen / erstlich lebendige / danach so viel tote Kohlen darauf als vonnöten / wann solche sind angegangen / trägt man Materie darauf / und lässt gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321100234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":181,"date":1659,"orig":"Die Recipienten aber rein zu machen/ wann man etwas anders diſtilliren will/ darff man ſolche nicht abnehmen/ ſondern man ſchuͤttet nur oben rein Waſſer hinein/ vnd låßt es durchlauffen.","norm":"Die Rezipienten aber reinzumachen / wann man etwas anders destillieren will / darf man solche nicht abnehmen / sondern man schüttet nur oben rein Wasser hinein / und lasst es durchlaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33620023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":182,"date":1659,"orig":"Auff dieſe Weiſe kan man nicht allein auß den fluͤchtigen Vegetabilibus oder Mineralibus, (doch vnverbrennlichen) ſondern auch auß den fixeſten Metallen/ oder Lapidibus wunderbarlicher Weiſe/ gantz leichtlich viel Spiritus, Olea vnd Flores muchen/ welches ſonſten gantz vnmoͤglich durch die gemeine vnd bekandte Diſtillir-Kunſt zu thun were.","norm":"Auf diese Weise kann man nicht allein aus den flüchtigen Vegetabilibus oder Mineralibus, (doch unverbrennlichen) sondern auch aus den fixesten Metallen / oder Lapidibus wunderbarlicher Weise / ganz leichtlich viel Spiritus, Olea und Flores machen / welches sonsten ganz unmöglich durch die gemeine und bekannte Distillirkunst zu tun wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.66510009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":183,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen in dieſem Ofen nur allein ſolche Dinge diſtilliret werden/ welche eine vnverbrennliche Feuchtigkeit von ſich geben/ als Sal commune, Vitriolum Alumen, vnd alle andere Mineralien vnd Metallen/ doch zu einem jedwedern ein beſonderer Handgriff gehoͤrig/ wie hernach ſoll gelehrt werden.","norm":"Und können in diesem Ofen nur allein solche Dinge destillieret werden / welche eine unverbrennliche Feuchtigkeit von sich geben / als Soll commune, Vitriolum Alumen, und alle andere Mineralien und Metallen / doch zu einem jedweden ein besonderer Handgriff gehörig / wie hernach soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348499774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":184,"date":1659,"orig":"Weiln dann in dieſem Ofen ſolche Dinge/ welche man diſtilliren will/ auff gluͤende Kolen muͤſſen getragen werden/ vnd derohalben nicht dienlich iſt zu verbrennlichen Dingen welche ſich auzuͤnden/ ſo will ich im Zweyten Theil einen andern Ofen lehren machen/ dieſem gantz vngleich/ ſondern viel kleiner vnd bequaͤmer/ in welchem alle verbrennliche Dinge/ welche fluͤchtige vnd ſubtile Spiritus geben/ koͤnnen diſtilliret vnd behalten werden/ als da iſt Tartarus, Cornu Cervi, Succinum, Sal Armoniacum, Urina.","norm":"Weil dann in diesem Ofen solche Dinge / welche man destillieren will / auf glühende Kohlen müssen getragen werden / und derohalben nicht dienlich ist zu Verbrennlichen Dingen welche sich auzünden / so will ich im zweiten Teil einen anderen Ofen lehren machen / diesem ganz ungleich / sondern viel kleiner und bequemer / in welchem alle verbrennliche Dinge / welche flüchtige und subtile Spiritus geben / können destillieret und behalten werden / als da ist Tartarus, Cornu Cervi, Succinum, Soll Armoniacum, Urina.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017099857330322} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":185,"date":1659,"orig":"Auch werden die aller-ſubtileſte ſulphuriſche Spiritus volatiles Salium & Mineralium damit gemacht/ als Salis Communis, Vitrioli, Aluminis, Nitri, Antimonii, vnd all anderer Mineralien vnd Metallen/ welche ſonſt vnmoͤglich recht zu machen ſind auſſerhalb ſolches Ofens/ damit groß Wunder in Medicina, & Alchymia, kan gethan werden/ wie im Zweyten Theil diſes Buchs weitlaͤufftig davon ſoll gehandelt werden.","norm":"Auch werden die allersubtileste sulphurische Spiritus volatiles Salium & Mineralium damit gemacht / als Salis Communis, Vitriole, Aluminis, Nitri, Antimonii, und all anderer Mineralien und Metallen / welche sonst unmöglich recht zu machen sind außerhalb solches Ofens / damit groß Wunder in Medicina, & Alchimie, kann getan werden / wie im zweiten Teil dieses Buchs weitläufig davon soll gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241600036621094} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":186,"date":1659,"orig":"Nun will ich andere Recipienten lehren machen/ zu dieſem erſten Ofen gehoͤrig/ welche zu etlichen laboribus bequaͤmer ſind als die vorigen:","norm":"Nun will ich andere Rezipienten lehren machen / zu diesem ersten Ofen gehörig / welche zu etlichen laboribus bequemer sind als die vorigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.974899768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":187,"date":1659,"orig":"Zu etlichen andern Dingen aber ſeynd die erſten beſſer/ darumb jhme einer ſolche kan machen laſſen/ welche jhm am beſten gefallen/ vnd zu ſeinem Wercke dienen.","norm":"Zu etlichen anderen Dingen aber sind die ersten besser / darum ihm einer solche kann machen lassen / welche ihm am besten gefallen / und zu seinem Werke dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33050012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":188,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun die vorige Recipienten an einer Wand oder Leiter/ recht auffrichtig auffeinander appliciret ſind/ dadurch der Spiritus von dem einen zu dem andern/ ſo lang auffſteigt/ biß daß er iſt kalt worden/ vnd zuſammen rinnend wiederumb von oben herab laufft in die vntergeſetzte Schalen.","norm":"Gleich wie nun die vorige Rezipienten an einer Wand oder Leiter / recht aufrichtig aufeinander applizieret sind / dadurch der Spiritus von dem einen zu dem anderen / so lang aufsteigt / bis dass er ist kalt worden / und zusammen rinnend wiederum von oben herab lauft in die untergesetzte Schalen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283999919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":189,"date":1659,"orig":"Hergegen aber dieſe Recipienten auffrichtig/ einer neben dem andern in einem Zuber mit kaltem Waſſer ſtehen/ damit ſich die Spiritus deſto lieber an den kalten Recipienten condenſiren vnd gerinnen/ dahero man ſolcher Recipienten deſto weniger vonnoͤthen hat.","norm":"Hergegen aber diese Rezipienten aufrichtig / einer neben dem anderen in einem Zuber mit kaltem Wasser stehen / damit sich die Spiritus desto lieber an den kalten Rezipienten kondensieren und gerinnen / daher man solcher Rezipienten desto weniger vonnöten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032999992370605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":190,"date":1659,"orig":"Es muͤſſen aber dieſe Recipienten anders geformbt ſeyn als die vorigen/ dann ſie muͤſſen nicht vnten vnd oben offen ſeyn/ ſondern nur oben allein/ gleich als ein Kochhafen; doch je tieffer vnd groͤſſer ſolche/ je beſſer ſie ſeyn/ vnd muͤſſen mit erdinen Roͤhren copuliret ſeyn/ alſo mit einem Vnterſcheid darzwiſchen/ auff daß die Spiritus nicht ſtracks von einem zu dem andern vnabgekuͤhlet lauffen/ ſondern durch den Mittelſcheid in der Roͤhren gezwungen ſind in jedwederm Recipienten hinunter auff den Boden zu ſteigen/ vnd dann wiederumb her auß in die andere Roͤhren/ dadurch ſie dann in einen andern Recipienten/ gleich wie der vorige/ mit einem zweyfachen Deckel fahren/ vnd alſo ſich ſtoſſen/ auff dem kalten Grunde ſich abkuͤhlen vnd bleiben.","norm":"Es müssen aber diese Rezipienten anders geformt sein als die vorigen / dann sie müssen nicht unten und oben offen sein / sondern nur oben allein / gleich als ein Kochhafen; doch je tiefer und größer solche / je besser sie sein / und müssen mit erdienen Röhren kopulieret sein / also mit einem Unterschied dazwischen / auf dass die Spiritus nicht stracks von einem zu dem anderen unabgekühlt laufen / sondern durch den Mittelscheide in der Röhren gezwungen sind in jedwedem Rezipienten hinunter auf den Boden zu steigen / und dann wiederum her aus in die andere Röhren / dadurch sie dann in einen anderen Rezipienten / gleich wie der vorige / mit einem zweifachen Deckel fahren / und also sich stoßen / auf dem kalten Grunde sich abkühlen und bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7459001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":191,"date":1659,"orig":"Dieſer Recipienten hat man genug an 3. oder 4. da man ſonſt der vorigen 12. oder 15. auch wol mehr/ nach dem ſie klein ſind/ haben muß.","norm":"Dieser Rezipienten hat man genug an 3. oder 4. da man sonst der vorigen 12. oder 15. auch wohl mehr / nach dem sie klein sind / haben muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.509699821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":192,"date":1659,"orig":"Die Geſtalt vnd Form dieſer Recipienten/ vnd wie ſie zuſammen geſetzet werden/ kanſtu an beygeſetzter Figur erlernen.","norm":"Die Gestalt und Form dieser Rezipienten / und wie sie zusammen gesetzt werden / kannst du an beigesetzter Figur erlernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.356599807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":193,"date":1659,"orig":"Wann man aber nicht viel diſtilliren will/ ſo kan man wol nur mit einem genug haben.","norm":"Wann man aber nicht viel destillieren will / so kann man wohl nur mit einem genug haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.803500175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":194,"date":1659,"orig":"Inſonderheit wann die Materi/ welche ſoll diſtilliret werden/ nicht thewer oder koͤſtlich iſt.","norm":"Insonderheit wann die Materie / welche soll destillieret werden / nicht teuer oder köstlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.678999900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":195,"date":1659,"orig":"Nemblich/ man legt nur eine krumme erdene Roͤhre/ mit dem einen Arm an die Roͤhren/ welche auß dem Ofen gehet/ der ander Armrecht vnterſich in den Recipienten/ biß in die Helffte/ vnd wird alſo nur oben offen gelaſſen:","norm":"nämlich / man legt nur eine krumme erdene Röhre / mit dem einen Arm an die Röhren / welche aus dem Ofen geht / der ander Armrecht untersiech in den Rezipienten / bis in die Hälfte / und wird also nur oben offen gelassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269899845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":196,"date":1659,"orig":"Wann dann die Materi nicht thewer iſt/ ſo iſt auch ſo gros nicht angelegen/ wann etwas darvon verꝛaucht.","norm":"Wann dann die Materie nicht teuer ist / so ist auch so groß nicht angelegen / wann etwas davon verraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086900234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":197,"date":1659,"orig":"Alſo kan man alle Stund vnderſchiedliche Spiritus vnd Flores mit einem Ofen vnd Recipienten machen.","norm":"Also kann man alle Stunde unterschiedliche Spiritus und Flores mit einem Ofen und Rezipienten machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685400009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":198,"date":1659,"orig":"Doch muß man allezeit/ wann man einen andern Spiritum machen will/ den Recipienten mit Waſſer außwaſchen/ wieder vnter die Roͤhre ſetzen/ vnd ſein Materi in den Ofen tragen/ vnd ſolches ſo lang thun/ biß daß man Spiritus genug hat.","norm":"Doch muss man allezeit / wann man einen anderen Spiritum machen will / den Rezipienten mit Wasser auswaschen / wieder unter die Röhre setzen / und sein Materie in den Ofen tragen / und solches so lang tun / bis dass man Spiritus genug hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":199,"date":1659,"orig":"Vnd dienet inſonderheit dieſe Weiſe zu diſtilliren/ denen/ welche vieler vnterſchiedlicher Mineralien Naturen erlernen wollen/ zu probiren/ was fuͤr Spiritus oder Flores dieſelbe im Fewer von ſich geben.","norm":"Und dient in Sonderheit diese Weise zu destillieren / denen / welche vieler unterschiedlicher Mineralien Naturen erlernen wollen / zu probieren / was für Spiritus oder Flores dieselbe im Feuer von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.236000061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":200,"date":1659,"orig":"Welches viel zu muͤhſelig fallen wuͤrde/ wann man zu einer jewedern Prob einen beſondern Retorten haben muͤſte; vnd wuͤrde manchem die Luſt zu diſtilliren vergehen/ wann er durch Retorten alle Tag nur eine Prob thun ſolte oder koͤnte:","norm":"Welches viel zu mühselig fallen würde / wann man zu einer jewedern Probe einen besonderen Retorten haben müsste; und würde manchem die Lust zu destillieren vergehen / wann er durch Retorten alle Tag nur eine Probe tun sollte oder könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.816699981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":201,"date":1659,"orig":"Auch wuͤrde es viel Koſten vnd Zeit wegnehmen/ welches dann manchen Liebhaber wuͤrde ſchrecken vnd abhalten.","norm":"Auch würde es viel Kosten und Zeit wegnehmen / welches dann manchen Liebhaber würde schrecken und abhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.884300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":202,"date":1659,"orig":"In dieſem Ofen aber bedarff man keiner Retorten/ ſolche zu beſchlagen/ den Recipienten darfuͤr lutiren/ vnd mit dergleichen Schmierwercken vmbgehen/ vnd dann auch ſtaͤtig dabey bleiben/ vnd zuſehen ob das Fewer nicht zu gros oder zu klein ſey/ dadurch Schaden an den Retorten vnd Recipienten geſchehe/ vnd alſo Hopffen vnd Maltz verlohren werde.","norm":"In diesem Ofen aber bedarf man keiner Retorten / solche zu beschlagen / den Rezipienten dafür lutiren / und mit dergleichen Schmierwerken umgehen / und dann auch stetig dabei bleiben / und zusehen ob das Feuer nicht zu groß oder zu klein sei / dadurch Schaden an den Retorten und Rezipienten geschehe / und also Hopfen und Malz verloren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9517998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":203,"date":1659,"orig":"Dieſe vnd dergleichen verdrießliche labores hat man allhier nicht zu erwarten/ ſondern man wirfft ſein Materi nur auff die Kohlen/ decket den Ofen zu/ ſo kom̃en alſo bald die Spiritus vñ Flores, in ſolcher Geſtalt/ als das Mineral pflegt von ſich zu geben:","norm":"Diese und dergleichen verdrießliche labores hat man allhier nicht zu erwarten / sondern man wirft sein Materie nur auf die Kohlen / deckt den Ofen zu / so kommen also bald die Spiritus und Flores, in solcher Gestalt / als das Mineral pflegt von sich zu geben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":204,"date":1659,"orig":"Vnd wann man deren ſo viel hat als man begehrt/ ſo zeucht man die Eyſen darauff die Kohlen ligen/ auß dem Ofen/ ſo fallen die Kohlen herab/ welche man außne mpt; vnd weil der Ofen noch warm iſt/ ſteckt man alſobald dieſelben wieder eyn/ legt Kohlen darauff/ ſo zuͤnden ſie ſich an dem heiſſen Ofen ſelbſten an:","norm":"Und wann man deren so viel hat als man begehrt / so zieht man die Eisen darauf die Kohlen liegen / aus dem Ofen / so fallen die Kohlen herab / welche man außne mpt; und weil der Ofen noch warm ist / steckt man alsobald dieselben wieder ein / legt Kohlen darauf / so zünden sie sich an dem heißen Ofen selbst an:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82420015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":205,"date":1659,"orig":"Vnterdeſſen nimpt man den Recipienten von der Roͤhren/ macht ſolchen rein von der uͤbergeſtiegenen Matert (oder ſetzt einen andern/ der rein iſt/ vnter) wirfft etwas anders auff/ vnd fangt alſo was uͤber-gehet.","norm":"Unterdessen nimmt man den Rezipienten von der Röhren / macht solchen rein von der übergestiegenen Matert (oder setzt einen anderen / der rein ist / unter) wirft etwas anders auf / und fangt also was über-gehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882199764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":206,"date":1659,"orig":"Auff dieſe Weiß kan man in einer Stund mit dieſem Ofen/ vnterſchiedliche Dinge in kleinem diſtilliren oder ſublimiren.","norm":"Auf diese Weiß kann man in einer Stunde mit diesem Ofen / unterschiedliche Dinge in kleinem destillieren oder sublimieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437900066375732} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":207,"date":1659,"orig":"Will man dann in groſſem etliche Dinge diſtilliren oder ſublimiren/ ſo ſetzt man deren Haͤfen 3. oder 4. nacheinander/ damit die Spiritus von einem in den andern gehen koͤnnen/ auff daß nichts verlohren werde.","norm":"Will man dann in großem etliche Dinge destillieren oder sublimieren / so setzt man deren Häfen 3. oder 4. nacheinander / damit die Spiritus von einem in den anderen gehen können / auf dass nichts verloren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8059000968933105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":208,"date":1659,"orig":"Vnd darff man bey ſolcher Diſtillation nicht allezeit dabey ſitzen vnd auffpaſſen; ſondern man kan darvon gehen/ auffhoͤren/ vnd wieder anfangen wann man will:","norm":"Und darf man bei solcher Destillation nicht allezeit dabei sitzen und aufpassen; sondern man kann davon gehen / aufhören / und wieder anfangen wann man will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374599933624268} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":209,"date":1659,"orig":"Dieweilen kein Retort oder Recipient brechen kan.","norm":"Dieweilen kein Retorte oder Recipient brechen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.358399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":210,"date":1659,"orig":"Wer dann nun mit dieſem Ofen recht weiß uͤmbzugehen/ der kan in kurtzem viel ſchoͤne Dinge damit thun/ vnd erſparet viel Koſten vnd Zeit.","norm":"Wer dann nun mit diesem Ofen recht weiß umzugehen / der kann in kurzem viel schöne Dinge damit tun / und ersparet viel Kosten und Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.795599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":211,"date":1659,"orig":"Damit man kan in einer Stund mehr damit thun/ als ſonſten durch andere bekandte vnd gemeine Weg in 24. Stunden/ auch werden viel Kohlen erſparet/ dieweilen man mit 10. Pfund Kohlen mehr thun kan/ als anders mit 100.","norm":"Damit man kann in einer Stunde mehr damit tun / als sonsten durch andere bekannte und gemeine Weg in 24. Stunden / auch werden viel Kohlen ersparet / dieweilen man mit 10. Pfund Kohlen mehr tun kann / als anders mit 100.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":212,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel:","norm":"Als zum Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.274099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":213,"date":1659,"orig":"So man fleiſſig damit uͤmbgehet/ kan in einer Stund mit 3. 4. oder 5. Pfund Kohlen/ 1. Pfund Spiritus Salis gemacht werden/ da man ſonſten per Retortam zu machen/ wol 50. oder 60. auch wol mehr Pfund Kohlen haben muß; vnd auffs wenigſt 20. oder 30. Stunden zu fewren hat/ welches dann gar ein verdrießliche Arbeit iſt.","norm":"So man fleißig damit ümbgehet / kann in einer Stunde mit 3. 4. oder 5. Pfund Kohlen / 1. Pfund Spiritus Salis gemacht werden / da man sonsten per Retortam zu machen / wohl 50. oder 60. auch wohl mehr Pfund Kohlen haben muss; und aufs wenigste 20. oder 30. Stunden zu fewren hat / welches dann gar ein verdrießliche Arbeit ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403800010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":214,"date":1659,"orig":"Alſo koͤnnen auch Flores der Mineralien vnd Metallen/ gantz leichtlich in groſſer Menge/ in kurtzer Zeit/ mit wenig Koſten gemacht werden.","norm":"Also können auch Flores der Mineralien und Metallen / ganz leichtlich in großer Menge / in kurzer Zeit / mit wenig Kosten gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257900238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":215,"date":1659,"orig":"Alſo daß man auch in einer Stund mit drey oder 4. Pfund Kohlen/ 1. Pf. Flor. Antimonii machen kan/ welches dann gewißlich ein groſſer Vortheil iſt/ einem der etwas in Medicina oder Alchymia thun will; vnd kan ein ſolches Oefelein viel Jahr nacheinander gebraucht werden/ ehe es bricht/ vnd ſo es gebrochen/ wiederumb mit wenig Koſten auffgebawet.","norm":"Also dass man auch in einer Stunde mit drei oder 4. Pfund Kohlen / 1. Pf. Flor. Antimonii machen kann / welches dann gewisslich ein großer Vorteil ist / einem der etwas in Medicina oder Alchimie tun will; und kann ein solches Öflein viel Jahr nacheinander gebraucht werden / ehe es bricht / und so es gebrochen / wiederum mit wenig Kosten aufgebaut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422200202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":216,"date":1659,"orig":"Alſo darff man nur die Species oder Materi zum diſtilliren anwenden/ weilen man keine Retorten vonnoͤthen hat/ vnd die Recipienten auch kein Gefahr leyden/ dadurch dann viel Koſten erſparet werden.","norm":"Also darf man nur die Species oder Materie zum Destillieren anwenden / weilen man keine Retorten vonnöten hat / und die Rezipienten auch kein Gefahr leiden / dadurch dann viel Kosten ersparet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":217,"date":1659,"orig":"Vber dieſe oberzehlte Weiß vnd Weg zu diſtilliren vnd ſublimiren/ iſt mir noch ein anderer bekant/ welcher viel leichter vnd compendioſer iſt/ als die vorigen/ dadurch man in kleiner Zeit vnglaͤublich viel Spiritus Salium, & Flores Mineralium, & Metallorum machen kan.","norm":"Über diese oberzählte Weiß und Weg zu destillieren und sublimieren / ist mir noch ein anderer bekannt / welcher viel leichter und kompendiöser ist / als die vorigen / dadurch man in kleiner Zeit unglaublich viel Spiritus Salium, & Flores Mineralium, & Metallorum machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71560001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":218,"date":1659,"orig":"Weiln mich aber duͤnckt auff dißmal genug offenbaret zu haben/ ſoll es bernhen biß auff ein andere Zeit.","norm":"Weil mich aber dünkt auf diesmal genug offenbaret zu haben / soll es bernhen bis auf ein andere Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.219099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":219,"date":1659,"orig":"Vermeine es werden ſich wol fleiſſige Spagyrici finden/ welche meinem erfundenen vnd gezeigten Weg werden nachgehen/ ſolche Ding finden/ welche mir ſelbſten vnbekand ſeyn; dann es viel leichter iſt/ das gefundene zu vermehren/ als etwas zu erfinden.","norm":"Vermeine es werden sich wohl fleißige Spagyrici finden / welche meinem erfundenen und gezeigten Weg werden nachgehen / solche Ding finden / welche mir selbst unbekannt sein; dann es viel leichter ist / das gefundene zu vermehren / als etwas zu erfinden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308700084686279} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":220,"date":1659,"orig":"Weilen ich nun den Ofen ſampt den Recipienten deutlich genug/ nach meiner meynung/ zu machen gelehret habe/ wil ich auch anfangen zu beſchreiben/ wie man ſolchen gebrauchen/ vnd damit diſtilliren vnd ſublimiren ſoll.","norm":"Weilen ich nun den Ofen samt den Rezipienten deutlich genug / nach meiner Meinung / zu machen gelehrt habe / will ich auch anfangen zu beschreiben / wie man solchen gebrauchen / und damit destillieren und sublimieren soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054200172424316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":221,"date":1659,"orig":"Vnd wo vielleicht etwas were/ oder wuͤrde zu tunckel beſchrieben/ (welches doch meine Meynung nit iſt) ſo wird doch ein Proceß den andern lehren vnd expliciren/ vnd in der Arbeit ſich wol ſchicken/ wann man nur den Dingen fleiſſig nachdenckt/ vnd auch ſich die Muͤhe nicht verdrieſſen laͤßt/ ſondern das Werck mit Verſtand angreifft/ ſo weiß ich gewiß/ es werde ſich alles ſo finden/ gleich ich geſchrieben hab.","norm":"Und wo vielleicht etwas wäre / oder würde zu dunkel beschrieben / (welches doch meine Meinung nicht ist) so wird doch ein Prozess den anderen lehren und explizieren / und in der Arbeit sich wohl schicken / wann man nur den Dingen fleißig nachdenkt / und auch sich die Mühe nicht verdrießen lässt / sondern das Werk mit Verstand angreift / so weiß ich gewiss / es werde sich alles so finden / gleich ich geschrieben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087200164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":222,"date":1659,"orig":"Darzu ich allen frommen Spagyricis Gluͤck/ Gedeyen/ vnd Gottes Segen wuͤntſche/ Amen.","norm":"Dazu ich allen frommen Spagyricis Glück / Gedeihen / und Gottes Segen wünsche / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793300151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":223,"date":1659,"orig":"CAPUT V.","norm":"CAPUT V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hi-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":6.624300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":224,"date":1659,"orig":"Wie man einen Spiritum Salis diſtilliren oder machen ſoll.","norm":"Wie man einen Spiritum Salis destillieren oder machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.235099792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":225,"date":1659,"orig":"DAß ich erſtlich einen Anfang mache mit dem Spiritu Salis, vnd nicht zuvor die Spiritus Vegetabilium lehre machen/ iſt die Vrſach; weiln dieſer Spiritus der geringſte nicht iſt vnter allen die mir bekant ſeyn/ vnd in dieſem erſten Ofen gemacht werden koͤnnen:","norm":"Dass ich erstlich einen Anfang mache mit dem Spiritu Salis, und nicht zuvor die Spiritus Vegetabilium Lehre machen / ist die Ursache; weil dieser Spiritus der geringste nicht ist unter allen die mir bekannt sein / und in diesem ersten Ofen gemacht werden können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554100036621094} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":226,"date":1659,"orig":"Dann wenig zu finden/ welche jhm in Tugend vnd Kraͤfften vorgehen/ darumb ich jhme auch die Ehre gelaſſen/ vnd oben an geſetzt habe:","norm":"Dann wenig zu finden / welche ihm in Tugend und Kräften vorgehen / darum ich ihm auch die Ehre gelassen / und oben angesetzt habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.614799976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":227,"date":1659,"orig":"Auch iſt kein Spiritus acidus vnter allen/ welcher den Chymicis mehr Muͤhe vnd Arbeit zu machen gebracht hat/ als eben dieſer/ darumb er auch der thewerſte vnd koͤſtlichſte vnter allen iſt gehalten worden/ ſolche Thewrung hat die groſſe Muͤhe zn machen verurſachet.","norm":"Auch ist kein Spiritus acidus unter allen / welcher den Chymicis mehr Mühe und Arbeit zu machen gebracht hat / als eben dieser / darum er auch der teuerste und köstlichste unter allen ist gehalten worden / solche Teuerung hat die große Mühe zn machen verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1894001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":228,"date":1659,"orig":"Dann etliche haben das Saltz mit Toͤpfer-Erden zu Globulis gemacht/ getrucknet/ vnd per Retortam zu einem Spiritu getrieben:","norm":"Dann etliche haben das Salz mit Töpfererden zu Globulis gemacht / getrocknet / und per Retortam zu einem Spiritu getrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.96619987487793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":229,"date":1659,"orig":"Etliche haben das Saltz mit Bolo, etliche mit Ziegelmaͤhl/ oder gebrandtem Alaim vermiſcht/ vnd alſo diſtilliret.","norm":"Etliche haben das Salz mit Bolo, etliche mit Ziegelmehl / oder gebrandetem Alaim vermischt / und also destillieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462200164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":230,"date":1659,"orig":"Etliche habens compendioſer zu thun vermeynt/ vnd haben das Saltz in einem Retorten flieſſen laſſen/ welche hinden vnd vorne eine Roͤhre gehabt/ durch die oͤbere haben ſie Tropffenweiſe kalt Waſſer auff das gefloſſen Saltz laſſen fallen/ welches die ſchweren Spiritus mit ſich fuͤhren ſolte; durch die hinder-Roͤhren haben ſie mit einem Blaßbalg den Spiritum in den Recipienten getrieben:","norm":"Etliche habens kompendiöser zu tun vermeint / und haben das Salz in einem Retorten fließen lassen / welche hinten und vorne eine Röhre gehabt / durch die obere haben sie Tropfenweise Kaltwasser auf das geflossen Salz lassen fallen / welches die schweren Spiritus mit sich führen sollte; durch die Hinder-Röhren haben sie mit einem Blassbalg den Spiritum in den Rezipienten getrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554699897766113} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":231,"date":1659,"orig":"Welches zwar kein boͤſer Modus iſt/ aber ſo bald das Saltz eine Zeitlang iſt gefloſſen geweſen/ hat es den Retorten zertrieben/ vnd nicht laͤnger wollen außhalten/ ſondern durchgefloſſen/ vnd alſo der Diſtillation ein Ende gemacht.","norm":"Welches zwar kein böser Modus ist / aber so bald das Salz eine Zeitlang ist geflossen gewesen / hat es den Retorten trieben / und nicht länger wollen aushalten / sondern durchgeflossen / und also der Destillation ein Ende gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":232,"date":1659,"orig":"Andere habens in eyſern Retorten thun wollen; aber die Spiritus haben ſich an dem Eyſen/ welches ſie dann gern angreiffen/ tod gefreſſen/ vnd iſt alſo an ſtatt des Spiritus nur ein Phlegma uͤbergangen:","norm":"Andere habens in eisern Retorten tun wollen; aber die Spiritus haben sich an dem Eisen / welches sie dann gern angreifen / tot gefressen / und ist also anstatt des Spiritus nur ein Phlegma übergangen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.42519998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":233,"date":1659,"orig":"Solche vnd dergleichen viel andere muͤhſame Proceſſen ſeynd auff den Spiritum Salis zu machen erfunden worden:","norm":"Solche und dergleichen viel andere mühsame Prozessen sind auf den Spiritum Salis zu machen erfunden worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.007199764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":234,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſie den allerbeſten Modum gebraucht/ haben ſie in 24. oder 30. ſtunden mit 50. 60. oder gar 100. Pfund Kohlen kaum 1. Pf. Spiritus machen koͤnnen.","norm":"Und wann sie den allerbesten Modum gebraucht / haben sie in 24. oder 30. Stunden mit 50. 60. oder gar 100. Pfund Kohlen kaum 1. Pf. Spiritus machen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850800037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":235,"date":1659,"orig":"Solches hat verurſachet/ daß wenig damit iſt verſucht worden/ auch ſolcher herꝛlicher Spiritus, bey wenigen gut iſt gefunden worden/ vnd alſo ſeine Tugend vnbekant blieben.","norm":"Solches hat verursachet / dass wenig damit ist versucht worden / auch solcher herrlicher Spiritus, bei wenigen gut ist gefunden worden / und also seine Tugend unbekannt blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":236,"date":1659,"orig":"Dieſes hab ich nur ein wenig wollen melden/ anff daß man ſehe/ wie thewer vnd koͤſtlich es zuvor geweſen/ vnd jetzt durch meine Invention ſo haͤuffig/ mit wenig Koſten/ Muͤhe vnd Zeit/ kan zu wegen gebracht werden: vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Dieses habe ich nur ein wenig wollen melden / auf dass man sehe / wie teuer und köstlich es zuvor gewesen / und jetzt durch meine Invention so häufig / mit wenig Kosten / Mühe und Zeit / kann zu wegen gebracht werden: und geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7916998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":237,"date":1659,"orig":"Zuvoren iſt geſagt/ daß alles/ ſo man in dieſem Ofen diſtilliren will/ auff das bloſſe Fewer muß geworffen werden:","norm":"Zuvoren ist gesagt / dass alles / so man in diesem Ofen destillieren will / auf das bloße Feuer muss geworfen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.881400108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":238,"date":1659,"orig":"So iſt gleichwol darinnen ein Vnterſchetd zu halten/ wiewol etliche Dinge mir allein/ wie ſie an jhnen ſelber ſepnd/ ohne vorhergehende Præparation koͤnnen auffgetragen vnd præpariret werden/ als hernach gelehret wird.","norm":"So ist gleichwohl darinnen ein Vnterschetd zu halten / wiewohl etliche Dinge mir allein / wie sie an ihnen selber sepnd / ohne vorhergehende Präparation können aufgetragen und präparieret werden / als hernach gelehrt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781700134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":239,"date":1659,"orig":"Alſo aber iſts nicht mit allen Dingen/ dann bey etlichen muß ein Handgriff gebraucht werden/ gleich allhier bey dem Saltz.","norm":"Also aber ist es nicht mit allen Dingen / dann bei etlichen muss ein Handgriff gebraucht werden / gleich allhier bei dem Salz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.888599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":240,"date":1659,"orig":"Dann ſo Saltz nur allein alſo blos/ wie es an jhm ſelber iſt/ auff die gluͤende Kohlen getragen wuͤrde/ wuͤrde es nicht allein keinen Spiritum geben/ ſondern ſo lang auff den heiſſen Kohlen huͤpffen vnd ſpringen/ biß es zwiſchen dieſe ben durch vnd in das vnterſte Theil des Ofens fallen wuͤrde.","norm":"Dann so Salz nur allein also bloß / wie es an ihm selber ist / auf die glühende Kohlen getragen würde / würde es nicht allein keinen Spiritum geben / sondern so lang auf den heißen Kohlen hüpfen und springen / bis es zwischen diese ben durch und in das unterste Teil des Ofens fallen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172699928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":241,"date":1659,"orig":"Solchem nun vor zu kommen/ kan auff vnterſchtedliche.","norm":"Solchem nun vorzukommen / kann auf vnterschtedliche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.374500274658203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":242,"date":1659,"orig":"Weiß vnd Wege geſchehen:","norm":"Weiß und Wege geschehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.38129997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":243,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich alſo.","norm":"Und erstlich also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sk","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.138700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":244,"date":1659,"orig":"Man ſolvirt Saltz in gemeinem Waſſer/ vnd ſteckt gluͤende Holtz-kohlen darein/ ſo lang biß ſie ſich gantz voll getruncken haben/ dann außgenommen/ davon in den Ofen getragen vnd verbrennen laſſen/ alſo/ erſtlich zu vnterſtauff dem Roſt ein wenig lebendige Kohlen gelegt/ darnach von den andern/ welche voll Saltz ſind/ den Ofen bis oben an gefuͤllt/ vnd brennen laſſen/ in dem nun die Kohlen verbrennen/ ſo muß das Saltz groſſe Hitze leyden vnd zu einem Spiritu werden.","norm":"Man solviert Salz in gemeinem Wasser / und steckt glühende Holzkohlen darein / so lang bis sie sich ganz voll getrunken haben / dann ausgenommen / davon in den Ofen getragen und verbrennen lassen / also / erstlich zu vnterstauff dem Rost ein wenig lebendige Kohlen gelegt / danach von den anderen / welche voll Salz sind / den Ofen bis oben an gefüllt / und brennen lassen / in dem nun die Kohlen verbrennen / so muss das Salz große Hitze leiden und zu einem Spiritu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.131999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":245,"date":1659,"orig":"Aber das iſt zu mercken/ wann man einen Spiritum Salis auff dieſe Weiſe will machen/ ſo muß man glaͤſerne Recipienten haben/ dann er iſt ſo ſubtil/ daß er alle erdene Inſtrumenta, in dem er alſo warm auffaͤhrt/ durchgehet; vnd er iſt gantz lieblich vnd annehmlich am Geſchmack.","norm":"Aber das ist zu merken / wann man einen Spiritum Salis auf diese Weise will machen / so muss man gläserne Rezipienten haben / dann er ist so subtil / dass er alle erdene Instrumenta, in dem er also warm auffährt / durchgehet; und er ist ganz lieblich und annehmlich am Geschmack.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":246,"date":1659,"orig":"Weiln man aber nicht allenthalben glaͤſerne Recipienten haben kan/ will ich einen andern Modum lehren/ welcher in erdenen Recipienten kan getrieben werden vnd geſchicht alſo.","norm":"Weil man aber nicht allenthalben gläserne Rezipienten haben kann / will ich einen anderen Modum lehren / welcher in erdenen Rezipienten kann getrieben werden und geschieht also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164199829101562} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":247,"date":1659,"orig":"Man nimpt gemein koch Saltz/ vnd miſchet etwas gemein Vitriol oder Alaun darunter/ reibt ſolche beyde Stuͤcke in einem Morſel oder anderßwo zuſammen/ vnd je beſſer die Species vntereinander gerieben werden/ je mehr ſie Spiritus geben.","norm":"Man nimmt gemein Koch Salz / und mischet etwas gemein Vitriol oder Alaun darunter / reibt solche beide Stücke in einem Morsel oder anderswo zusammen / und je besser die Species untereinander gerieben werden / je mehr sie Spiritus geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.758699893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":248,"date":1659,"orig":"Darnach traͤgt man von ſolcher Mixtur mit einem eyſernen Loͤffel auff die gluͤende Kohlen ſo viel/ bis ſie damit bedeckt ſeyn/ vnd laͤßt es gehen/ ſo kompt der Spiritus mit groſſer Gewalt in die Reciptenten/ coagulirt ſich daſeleſten/ vnd faͤllt alſo herunter in die Schalen/ auß deren er in das vorgeſetzte Geſchirꝛ tropffet.","norm":"Danach trägt man von solcher Mixtur mit einem eisernen Löffel auf die glühende Kohlen so viel / bis sie damit bedeckt sein / und lässt es gehen / so kommt der Spiritus mit großer Gewalt in die Reciptenten / koaguliert sich daselesten / und fällt also herunter in die Schalen / aus deren er in das vorgesetzte Geschirr tropfet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006199836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":249,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man recht damit weiß uͤmbzugehen/ ſo laufft das Roͤhrlein an der Schalen ſtaͤtig/ als ein Strohhalm dick/ vnd kan alſo reichlich alle Stunden 1. Pfund Spiritus außlauffen.","norm":"Und so man recht damit weiß umzugehen / so lauft das Röhrlein an der Schalen stetig / als ein Strohhalm dick / und kann also reichlich alle Stunden 1. Pfund Spiritus auslaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.375699996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":250,"date":1659,"orig":"Vnd iſt diß die Vrſach/ daß man mehr Spiritus bekompt auff dieſe Weiſe/ als auff die vorige/ weilen Vitriol oder Alann zugeſetzt wird/ ſchmiltzt es alſo balden/ wann es die Hitz empfindet/ vnd kan nicht durch die Kohlen fallen/ ſondern haͤngt ſich daran/ vnd gehet faſt alles in ein Spiritum; nur ein braun-rotes Caput mortuum faͤllt leichtlich mit der Aſchen durch den Roſt/ welches nicht mehr zu diſtilliren taug/ ſondern es kan mit Waſſer ein weiß vnd ſix Saltz davon außgelaugt/ vnd zu einem Fluß der Metallen gebraucht werden.","norm":"Und ist dies die Ursache / dass man mehr Spiritus bekommt auf diese Weise / als auf die vorige / weilen Vitriol oder Alan zugesetzt wird / schmilzt es also bald / wann es die Hitze empfindet / und kann nicht durch die Kohlen fallen / sondern hängt sich daran / und geht fast alles in ein Spiritum; nur ein braun-rotes Caput mortuum fällt leichtlich mit der Aschen durch den Rost / welches nicht mehr zu destillieren taug / sondern es kann mit Wasser ein weiß und six Salz davon ausgelaugt / und zu einem Fluss der Metallen gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047900199890137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":251,"date":1659,"orig":"In warm Waſſer ſolvirt/ vnd ein Cliſtir darvon geſetzt/ purgirt die Daͤrme/ vnd toͤdet die Wuͤrme.","norm":"In Warmwasser solviert / und ein Klistier davon gesetzt / purgiert die Därme / und tötet die Würmer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":252,"date":1659,"orig":"Nun moͤchte jemand ſagen/ dieſer Spiritus Salis, mit zuthun Vitriol oder Alaun gemacht/ kan fuͤr keinen puren Spiritum Salis gehalten werden/ dann der Spiritus Vitrioli oder Aluminis ſteigt auch zugleich mit uͤber/ vnd iſt alſo ein Spiritus mixtus, ſeu compoſitus.","norm":"Nun möchte jemand sagen / dieser Spiritus Salis, mit zutun Vitriol oder Alaun gemacht / kann für keinen puren Spiritum Salis gehalten werden / dann der Spiritus Vitriole oder Aluminis steigt auch zugleich mit über / und ist also ein Spiritus mixtus, seu compositus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447999954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":253,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ daß im geringſten kein Spiritus Vitrioli oder Aluminis auff dieſe Weiſe mit uͤbergehet/ welches ich zum oͤfftern probiret habe/ vnd Vitriolum oder Alaun per ſe in dieſen Ofen getragen/ iſt gantz kein Spiritus davon uͤberkommen/ die vrſach iſt dieſe/ daß ein Spiritus Vitrioli oder Aluminis viel ſchwerer iſt als ein Spiritus Salis, vnd alſo hoch/ nemblich dreyer Spannen nicht ſteigen kan/ ſondern verbraͤnd ſich in dem Ofen/ vnd kompt nur allein ein bloſſe vngeſchmacke Phlegma uͤber/ welches ich nicht geglaubt/ wann ich ſolches nicht vielmal probiret haͤtte.","norm":"Darauf ich antworte / dass im Geringsten kein Spiritus Vitriole oder Aluminis auf diese Weise mit übergehet / welches ich zum Öfteren probieret habe / und Vitriolum oder Alaun per se in diesen Ofen getragen / ist ganz kein Spiritus davon überkommen / die Ursache ist diese / dass ein Spiritus Vitriole oder Aluminis viel schwerer ist als ein Spiritus Salis, und also hoch / nämlich dreier Spannen nicht steigen kann / sondern Brände sich in dem Ofen / und kommt nur allein ein bloße Ungeschmack Phlegma über / welches ich nicht geglaubt / wann ich solches nicht vielmal probieret hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.074900150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":254,"date":1659,"orig":"Derohalben dieſer Spiritus auff ſolche Weiſe mit Zuſatz Vitrioli oder Aluminis gemacht/ kein Spiritus mixtus iſt/ ſondern ein reiner ſpiritus ſalis, ſo gut am Geſchmack vnd Kraͤfften/ als dieſer per ſe gemacht:","norm":"Derohalben dieser Spiritus auf solche Weise mit Zusatz Vitriole oder Aluminis gemacht / kein Spiritus mixtus ist / sondern ein reiner spiritus salis, so gut am Geschmack und Kräften / als dieser per se gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.822800159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":255,"date":1659,"orig":"Weilen kein ſpiritus Vitrioli oder Aluminis in dieſem Ofen kan gemacht werden/ es ſey dann/ daß die Roͤhre auß dem Ofen ſo niedrig von dem Roſt an herauß gehe (wie im Abriß zu ſehen) ſonſten gibts kein ſpiritus.","norm":"Weilen kein spiritus Vitrioli oder Aluminis in diesem Ofen kann gemacht werden / es sei dann / dass die Röhre aus dem Ofen so niedrig von dem Rost an heraus gehe (wie im Abriss zu sehen) sonsten gibt es kein spiritus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56790018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":256,"date":1659,"orig":"Dahero auch/ ſolche ſpiritus zu machen/ im andern Theil gelehret werden/ vnd nicht in dieſem Erſten.","norm":"Daher auch / solche spiritus zu machen / im anderen Teil gelehrt werden / und nicht in diesem Ersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.118800163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":257,"date":1659,"orig":"Vnd geſetzt/ es ſtiege ein wenig von dem ſpiritu Vitrioli mit dem ſpiritu ſalis uͤber/ welches doch vnmoͤglich/ vnd nicht geſchehen kan/ welches die Erfahrung bezengen wird/ was ſolte oder koͤnte doch ſolches hinderen/ ſo wo zur Solvirung der Metallen/ als in Medicina?","norm":"Und gesetzt / es stiege ein wenig von dem spiritu Vitriole mit dem spiritu salis über / welches doch unmöglich / und nicht geschehen kann / welches die Erfahrung bezeigen wird / was sollte oder könnte doch solches hinteren / so wo zur Solvierung der Metallen / als in Medicina?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82420015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":258,"date":1659,"orig":"Derhalben man keinen Argwohn haben darff/ als were der ſpiritus nicht pur auff ſolche Weiſe hereyt/ vnd ſolchen darumb ſchewen zu gebrauchen.","norm":"Derethalben man keinen Argwohn haben darf / als wäre der spiritus nicht pur auf solche Weise hereyt / und solchen darum scheuen zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032199859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":259,"date":1659,"orig":"Welcher aber ſolches nicht glauben kan/ dem will ich dannoch genug thun/ vnd einen andern modum ſetzen/ wie man einen ſpiritum ſalis in copia per ſe machen ſoll/ ſine additione Vitrioli vel Aluminis:","norm":"Welcher aber solches nicht glauben kann / dem will ich dennoch genug tun / und einen anderen modum setzen / wie man einen spiritum salis in copia per se machen soll / sine additione Vitriole vel Aluminis:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627099990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":260,"date":1659,"orig":"Vnd ſolches im zweyten Theil dieſes Buchs/ da ich werde machen lehren einen Ofen/ darinnen ein ſpiritus Nitri, Aqua Fort, vnd andere verbrennliche Dinge/ als Olea Vegetabilium, & Pinguedines Animalium, vnd andere dergleichen ſubtile Dinge/ welche in dieſem Ofen nicht koͤnnen gemacht werden/ diſtilliret wird; damit gleichwol der jenige/ welchem dieſe Weiſe zu machen nicht anſteht/ durch einen andern Modum zu frieden geſtellt werde.","norm":"Und solches im zweiten Teil dieses Buchs / da ich werde machen lehren einen Ofen / darinnen ein spiritus Nitri, Aqua Fort, und andere verbrennliche Dinge / als Olea Vegetabilium, & Pinguedines Animalium, und andere dergleichen subtile Dinge / welche in diesem Ofen nicht können gemacht werden / destillieret wird; damit gleichwohl derjenige / welchem diese Weise zu machen nicht ansteht / durch einen anderen Modum zu Frieden gestellt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683700084686279} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":261,"date":1659,"orig":"Allhier kan ich nicht vnterlaſſen zu erinneren/ wie dieſes allein die Vrſach geweſen ſey/ daß jhrer viel keinen ſpiritum ſalis haben machen koͤnnen/ weilen ſie geſchencht Vitriol dazu zu nehmen/ vnd vergebliche Muͤhe vnd Arbeit gethan.","norm":"Allhier kann ich nicht unterlassen zu erinnern / wie dieses allein die Ursache gewesen sei / dass ihrer viel keinen spiritum salis haben machen können / weilen sie geschenkt Vitriol dazuzunehmen / und vergebliche Mühe und Arbeit getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.780799865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":262,"date":1659,"orig":"Dann ſo kein Vitriol zu dem Saltz genommen wird/ ſo hat daſſelbe keine Feuchtigkeit/ dardurch es auffgefuͤhret werde/ vnd kan keine ſpiritus geben.","norm":"Dann so kein Vitriol zu dem Salz genommen wird / so hat dasselbe keine Feuchtigkeit / dadurch es aufgeführt werde / und kann keine spiritus geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.181099891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":263,"date":1659,"orig":"Je mehr man Vitriol darzu nimbt/ je mehr ſpiritus man erlanget/ vnd wird doch eben ſo gut vnd ſtarck/ als jener/ welcher mit wenig Vitriol gemacht iſt.","norm":"Je mehr man Vitriol dazu nimmt / je mehr spiritus man erlanget / und wird doch ebenso gut und stark / als jener / welcher mit wenig Vitriol gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155799865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":264,"date":1659,"orig":"Vnd dient dieſe Erinnerung ſonderlich/ wann man viel ſpiritus ſalis machen will/ wie man dann deſſelben ein gute Quantitaͤt vonnoͤthen hat/ wann man auß Kißlingſtein vnd Sand das Gold außziehen will/ wie im ſelben Tractaͤtlein zu ſehen iſt.","norm":"Und dient diese Erinnerung sonderlich / wann man viel spiritus salis machen will / wie man dann desselben ein gute Quantität vonnöten hat / wann man aus Kißlingstein und Sand das Gold ausziehen will / wie im selben Traktätlein zu sehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4928998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":265,"date":1659,"orig":"Weilen aber nicht allezeit glaͤſerne Recipienten zu bekommen/ ſondern man ſich offtermals mit Erdenen behelffen muß/ welche den ſpiritum ſalis auff die obbeſchriebene Weiſe zu machen nicht halten; Alſo koͤnte ich allhier nur einen kleinen Handgriff offenbaren/ durch deſſen Huͤlff ſolcher in groſſer Quantitaͤt auch in Erdenen Gefaͤſſen kan gefangen werden.","norm":"Weilen aber nicht allezeit gläserne Rezipienten zu bekommen / sondern man sich öftermals mit Erdenen behelfen muss / welche den spiritum salis auf die obbeschriebene Weise zu machen nicht halten; also könnte ich allhier nur einen kleinen Handgriff offenbaren / durch dessen Hilfe solcher in großer Quantität auch in Erdenen Gefäßen kann gefangen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458700180053711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":266,"date":1659,"orig":"Wird aber allhier wegen ſonderlicher Vrſachen nicht gelehret/ ſondern biß in den zweyten nachfoſgenden Theil dieſes Buchs behalten.","norm":"Wird aber allhier wegen sonderlicher Ursachen nicht gelehrt / sondern bis in den zweiten nachfosgenden Teil dieses Buchs behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.37529993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":267,"date":1659,"orig":"Will es derhalben nur bey dieſer Erinnerung bleiben laſſen/ vnd anfangen zu beſchreiben/ worzu dieſer ſpiritus diene/ vnd gebraucht werden koͤnne/ ſo wol zu Alchymy als zur Medicin/ vnd andern Mechaniſchen Kuͤnſten.","norm":"Will es derethalben nur bei dieser Erinnerung bleiben lassen / und anfangen zu beschreiben / wozu dieser spiritus diene / und gebraucht werden könne / so wohl zu Alchimie als zur Medizin / und anderen mechanischen Künsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229199886322021} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":268,"date":1659,"orig":"CAPUT VI. De Uſu Spiritus Salis.","norm":"CAPUT VI. De Usu Spiritus Salis.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":7.397200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":269,"date":1659,"orig":"WAs anbelangt den Nutzen dieſes ſpiritus ſalis, vnd worzu er koͤnne gebraucht werden/ meritirt er ſehr wol/ daß ſein Lob nicht verſchwiegen bleibe.","norm":"Was anbelangt den Nutzen dieses spiritus salis, und wozu er könne gebraucht werden / meritiert er sehr wohl / dass sein Lob nicht verschwiegen bleibe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.164999961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":270,"date":1659,"orig":"Dieweiln aber faſt alle Chymiſche Buͤcher davon melden/ will ichs darbey beruhen laſſen/ vnd den Leſer an ſolche Buͤcher/ die weitlaͤufftig davon tractiren/ gewieſen haben/ außgenommen von et was wenigs/ davon andere nichts gedacht oder gewuſt/ ſchreiben.","norm":"Dieweilen aber fast alle chemische Bücher davon melden / will ich es dabei beruhen lassen / und den Leser an solche Bücher / die weitläufig davon traktieren / gewiesen haben / ausgenommen von et was weniges / davon andere nichts gedacht oder gewusst / schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059199810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":271,"date":1659,"orig":"Es wird von allen Chymicis dafuͤr gehalten/ daß der ſpiritus ſalis per ſe ein herꝛliche Medicin/ gantz ſicher inn- vnd aͤuſſerlich zu gebrauchen ſey:","norm":"Es wird von allen Chymicis dafür gehalten / dass der spiritus salis per se ein herrliche Medizin / ganz sicher inn- und äußerlich zu gebrauchen sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.842299938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":272,"date":1659,"orig":"Daß er den Durſt in hitzigen Kranckheiten loͤſche/ den Schleim im Magen ledig mache/ vnd verzehre/ einen guten Appetit zum eſſen befoͤrdere/ ſey auch gut den Hydropicis, Calculofis & Podagricis, vnd dergleichen in vielen andern Kranckheiten dienſtlich.","norm":"Dass er den Durst in hitzigen Krankheiten lösche / den Schleim im Magen ledig mache / und verzehre / einen guten Appetit zum Essen befördere / sei auch gut den Hydropicis, Calculofis & Podagricis, und dergleichen in vielen anderen Krankheiten dienstlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.369699954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":273,"date":1659,"orig":"Weiters ſage ich/ iſt er ein Menſtruum, welches allen andern fuͤrgehet in Solvirung der Metallen.","norm":"Weiters sage ich / ist er ein Menstruum, welches allen anderen fürgehet in Solvierung der Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.819499969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":274,"date":1659,"orig":"Dann es koͤnnen alle Metalla vnd Mineralia, excepta Luna, auch faſt alle Lapides (wann er zuvor iſt wol rectificirt, vnd von ſeiner phlegmate entbunden worden) damit ſolvirt/ vnd in vnterſchiedliche gute Medicamenten bereytet werden.","norm":"Dann es können alle Metalla und Mineralia, excepta Luna, auch fast alle Lapides (wann er zuvor ist wohl rektifiziert, und von seiner phlegmate entbunden worden) damit solviert / und in unterschiedliche gute Medikamenten bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.024199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":275,"date":1659,"orig":"Auch kan man viel ſchoͤne vnd nuͤtzliche Dinge in Mechanicis damit thun.","norm":"Auch kann man viel schöne und nützliche Dinge in Mechanicis damit tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.379899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":276,"date":1659,"orig":"Deßgleichen in der Kuͤchen iſt ſein Gebrauch nit zu verachten dann viel annehmliche vnd liebliche Speiſen fuͤr Geſunde vnd Krancke damit koͤnnen zugericht vnd bereytet werden/ viel beſſer vnd wolgeſchmackter/ als mit Eſſig vnd andern Saͤurigkeiten.","norm":"Desgleichen in der Küchen ist sein Gebrauch nicht zu verachten dann viel annehmliche und liebliche Speisen für Gesunde und Kranke damit können zugerichtet und bereitet werden / viel besser und wolgeschmackter / als mit Essig und anderen Säurigkeiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428299903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":277,"date":1659,"orig":"Dann ein kleine Quantitaͤt mehr thut als viel Eſſig:","norm":"Dann ein kleine Quantität mehr tut als viel Essig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.076399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":278,"date":1659,"orig":"Vnd dienet inſonderheit dieſer ſpiritus in ſolche Laͤnder/ da kein guter Weineſſig zu bekommen iſt.","norm":"Und dient in Sonderheit dieser spiritus in solche Länder / da kein guter Weinessig zu bekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113900184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":279,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſolchen an ſtatt eines agreſtis, oder vnzeitigen Traubenſaffts gebrauchen; wie auch an Platz eines Limonien-Saffts: Koſtet auch viel weniger/ wann er auff meine Weiſe durchs offen Fewer getrieben wird/ als ein gemeiner Eſſig oder Limonien-ſafft/ vnd verdirbet nicht/ gleich als ſolche außgepreßte Saͤffte/ ſondern haͤlt ſich vnveraͤnderlich/ vnd wird je laͤnger je beſſer.","norm":"Auch kann man solchen anstatt eines agrestis, oder unzeitigen Traubensafts gebrauchen; wie auch an Platz eines Limonien-Saffts: Kostet auch viel weniger / wann er auf meine Weise durchs offen Feuer getrieben wird / als ein gemeiner Essig oder Limonien-safft / und verdirbt nicht / gleich als solche ausgepresste Säfte / sondern hält sich unveränderlich / und wird je länger je besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.558499813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":280,"date":1659,"orig":"Mit Zucker vermiſcht/ gib er ein annehmliche Salſe auff alles Gebratens Man kan auch allerley Fruͤchte damit eynmachen/ vnd viel Jahr darinnen gut bewahren.","norm":"Mit Zucker vermischt / gib er ein annehmliche Salse auf alles Gebratens Man kann auch allerlei Früchte damit einmachen / und viel Jahr darinnen gut bewahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.815199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":281,"date":1659,"orig":"Wann man Roſinen oder auffgetroͤgte Weintrauben darein legt/ ſo ſchwellen ſie wiederumb auff/ vnd werden ſo gros/ als ſie vor der Vertrocknung waren/ (doch muß man ein wenig gemein Waſſer beygieſſen/ ſonſten werden die Trauben zu ſawer) ſeynd anmuͤthig in Kranckheiten/ den Magen damit zu erfriſchen/ auch Fleiſch vnd Fiſch-Speiſen damit ab zu ſtofen:","norm":"Wann man Rosinen oder auffgetrögte Weintrauben darein legt / so schwellen sie wiederum auf / und werden so groß / als sie vor der Vertrocknung waren / (doch muss man ein wenig gemein Wasser beygiessen / sonsten werden die Trauben zu sauer) sind anmutig in Krankheiten / den Magen damit zu erfrischen / auch Fleisch und Fischspeisen damit ab zu Stoffen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432300090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":282,"date":1659,"orig":"Inſonderheit denen dienſtlich/ welche gern ſawre Speiſe eſſen/ dann alles ſo damit zugericht wird/ als junge Huͤner/ Tauben/ Kalbfleiſch/ vnd dergleichen/ viel lieblicher ſchmaͤckt/ als mit Eſſig gethan.","norm":"Insonderheit denen dienstlich / welche gern saure Speise essen / dann alles so damit zugerichtet wird / als junge Hühner / Tauben / Kalbfleisch / und dergleichen / viel lieblicher schmeckt / als mit Essig getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879199981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":283,"date":1659,"orig":"Auch kan man Rindfleiſch damit einbeitzen/ wird in wenig Tagen ſo muͤrb/ als haͤtte es lang in Eſſig gelegen.","norm":"Auch kann man Rindfleisch damit einbeizen / wird in wenig Tagen so mürb / als hätte es lang in Essig gelegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.11329984664917} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":284,"date":1659,"orig":"Solche vnd dergleichen Dinge viel koͤnnen damit gethan werden/ wie hernach ſoll gelehrt werden.","norm":"Solche und dergleichen Dinge viel können damit getan werden / wie hernach soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.135200023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":285,"date":1659,"orig":"CAPUT VII.","norm":"CAPUT VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.434100151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":286,"date":1659,"orig":"Olea Vegetabilium zu diſtilliren daß man mehr bekompt/ als per Veſicam.","norm":"Olea Vegetabilium zu destillieren dass man mehr bekommt / als per Vesicam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.942699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":287,"date":1659,"orig":"ALle Diſtillatores haben bißhero keinen naͤheren vnd beſſern Weg gehabt/ die Olea Aromatum, Lignorum & Seminum zu machen/ als per Veſicam, mit zuthun vieles Waſſers.","norm":"Alle Destillattores haben bisher keinen näheren und besseren Weg gehabt / die Olea Aromatum, Lignorum & Seminum zu machen / als per Vesicam, mit Zutun vieles Wassers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6844000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":288,"date":1659,"orig":"Wiewol per Retortam ſolches auch kan geſchehen/ aber es will Fleiß darbey gebraucht ſeyn/ ſonſten werden ſie roth vnd braͤntzlecht.","norm":"Wiewohl per Retortam solches auch kann geschehen / aber es will Fleiß dabei gebraucht sein / sonsten werden sie rot und bräntzlecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.58489990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":289,"date":1659,"orig":"Darumb von allen modis dieſer per Veſicam der beſte iſt gehalten worden:","norm":"Darum von allen modis dieser per Vesicam der beste ist gehalten worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.968100070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":290,"date":1659,"orig":"Solches zwar iſt ein guter Weg bey ſolchen Vegetabilien/ welche nicht viel koſten/ vnd auch viel Oel von ſich geben.","norm":"Solches zwar ist ein guter Weg bei solchen Vegetabilien / welche nicht viel kosten / und auch viel Öl von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446700096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":291,"date":1659,"orig":"Koͤſtliche Aromata aber/ vnd andere thewere Dinge/ als Cinnamomum, Macer, Crocus, &c. koͤnnen nicht per Veſicam mit Nutzen gemacht werden/ dieweilen viel Waſſer zugethan/ vnd in groſſen Gefaſſen muß diſtillirt werden/ als bleibet allenthalben etwas hangen/ wird alſo beynahe die Helffte dadurch verlohren/ welches zwar nicht wird in acht genommen bey ſolchen Vegetabilien/ welche viel Oel geben/ als Semen Aniſi, Feniculi, Carvi, &c. Bey andern Dingen aber/ welche nicht viel Oel geben/ oder ſehr thewer muͤſſen erkaufft werden/ als Cinnamomum, Lignum Rhodii, Caſſia Lignea, oder dergleichen/ kan man genug ſpůren/ was man fuͤr Abgang in ſolcher Diſtillation leydet.","norm":"Köstliche Aromata aber / und andere teuere Dinge / als Cinnamomum, Mager, Crocus, & c. können nicht per Vesicam mit Nutzen gemacht werden / dieweilen viel Wasser zugetan / und in großen Gefasse muss destilliert werden / als bleibt allenthalben etwas hängen / wird also beinahe die Hälfte dadurch verloren / welches zwar nicht wird in Acht genommen bei solchen Vegetabilien / welche viel Öl geben / als Semen Anisi, Feniculi, Carvi, & c. Bei anderen Dingen aber / welche nicht viel Öl geben / oder sehr teuer müssen erkauft werden / als Cinnamomum, Lignum Rhodii, Cassia Lignea, oder dergleichen / kann man genug spuren / was man für Abgang in solcher Destillation leidet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103000164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":292,"date":1659,"orig":"Auch iſt es vnmoͤglich alles auf ſolche Weiſe herauß zu bringen/ dann ein ziemlicher Theil deſſelben wird durch das kochen zaͤhe als ein Gummi, vnd will mit dem Waſſer nicht uͤberſteigen.","norm":"Auch ist es unmöglich alles auf solche Weise herauszubringen / dann ein ziemlicher Teil desselben wird durch das Kochen zähe als ein Gummi, und will mit dem Wasser nicht übersteigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488999843597412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":293,"date":1659,"orig":"Solchem allem nun vorzukommen/ will ich einen ſchoͤnen Modum lehren/ wie man durch Huͤlff des ſpiritus ſalis, auß koͤſtlichen vnd thewren Aromatibus, all jhr in ſich habendes Oelohne Verluſt vnd Abgang erlangen ſoll/ vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Solchem allem nun vorzukommen / will ich einen schönen Modum lehren / wie man durch Hilfe des spiritus salis, aus köstlichen und teuren Aromatibus, all ihr in sich habendes Oelohne Verlust und Abgang erlangen soll / und geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.382199764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":294,"date":1659,"orig":"Fuͤlle einen glaͤfernen Kolben voll an/ mit Cinnamomo, oder einem andern Holtz/ oder Samen/ vnd gieß darauff ſo viel ſpiritus ſalis, daß er das Lignum bedecke/ ſetze ſolchen mit ſeinem Alembick in ein Sand-Capell/ vnd gib Fewer daß der ſpiritus ſalis koche/ ſo ſteigt mit wenig Phlegmate alles Oel uͤber/ dann der ſpiritus ſalis durchdringet wegen ſeiner Schaͤrpffe das Lignum, macht das Oel ledig/ daß es deſto lieber uͤberſteiget.","norm":"Fülle einen gläsernen Kolben voll an / mit Cinnamomo, oder einem anderen Holz / oder Samen / und gieße darauf so viel spiritus salis, dass er das Lignum bedecke / setze solchen mit seinem Alembick in ein Sandkapelle / und gib Feuer dass der spiritus salis koche / so steigt mit wenig Phlegmate alles Öl über / dann der spiritus salis durchdringet wegen seiner Schärfe das Lignum, macht das Öl ledig / dass es desto lieber übersteiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.825500011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":295,"date":1659,"orig":"Alſo wird auff ſolche Weiſe das Oel nicht wegen groſſer Menge des Waſſers in kuͤpffern Gefaſſen verſchmieret vnd verlohren/ ſondern in kleinen Glaͤſern mit wenig Waſſer auffgefangen vnd ſepariret.","norm":"Also wird auf solche Weise das Öl nicht wegen großer Menge des Wassers in kupfern Gefasse verschmieret und verloren / sondern in kleinen Gläsern mit wenig Wasser aufgefangen und separieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8780999183654785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":296,"date":1659,"orig":"Nach geſchehener Diſtillation geuſt man den ſpiritum ſalis von dem Holtz oder Samen ab/ welcher kan wieder zu dergleichen Arbeit gebraucht werden/ iſt er aber dick vnd vnrein von dem Holtz worden/ ſo kan er rectiſicirt werden.","norm":"Nach geschehener Destillation geust man den spiritum salis von dem Holz oder Samen ab / welcher kann wieder zu dergleichen Arbeit gebraucht werden / ist er aber dick und unrein von dem Holz worden / so kann er rectisicirt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186399936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":297,"date":1659,"orig":"Den uͤbrigen ſpiritum aber/ welcher in dem Holtz ſteckt/ kan man alſo wiederumb erlangen/ man wirfft ſolches Holtz in obbeſchriebenen Ofen auff die Kohlen/ ſo ſteigt alſobald der ſpiritus ſalis davon klar uͤber/ vnd leydet man alſo kleinen Verluſt oder Abgang des ſpiritus ſalis.","norm":"Den übrigen spiritum aber / welcher in dem Holz steckt / kann man also wiederum erlangen / man wirft solches Holz in obbeschriebenen Ofen auf die Kohlen / so steigt alsobald der spiritus salis davon klar über / und leidet man also kleinen Verlust oder Abgang des spiritus salis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.927599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":298,"date":1659,"orig":"Auff ſolche Weiſe mit dem ſpiritu ſalis kan man auß allen thewerbaren Vegetabilibus jhr liebliches Oel mit Nutzen machen/ welches in keiner Veſica geſchehen kan.","norm":"Auf solche Weise mit dem spiritu salis kann man aus allen teuerbaren Vegetabilibus ihr liebliches Öl mit Nutzen machen / welches in keiner Vesica geschehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.502799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":299,"date":1659,"orig":"Deßgleichen koͤnnen auch alle Gummi vnd Hartzen in klare Olea durch Huͤlff des ſpiritus ſalis diſtillirt werden/ als folget.","norm":"Desgleichen können auch alle Gummi und Harzen in klare Olea durch Hilfe des spiritus salis destilliert werden / als folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8358001708984375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":300,"date":1659,"orig":"CAPUT VIII. Ein ſchoͤn hell vnd klar Oel vom Maſtyx vnd Weyrauch zu diſtilliren.","norm":"CAPUT VIII. Ein schön hell und klar Öl vom Mastix und Weihrauch zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":301,"date":1659,"orig":"PVlveriſir Maſtix oder Weyrauch/ welches du wilt/ klein/ vnd fuͤlle ein glaͤſerne beſchlagene Retorten beynahe auff den dritten Theil voll an/ darauff ſchuͤtte ſo viel ſpiritus ſalis, daß noch Raum genug ſey/ vnd nicht uͤberlauffe wann er kocht: Setze ſolchen in ein Sand-Capell/ gib per gradus Fewer/ ſo ſteigt erſtlich ein wenig phlegma uͤber/ darnach kompt ein ſchoͤn hell vnd klar Oleum, mit dem ſpiritu ſalis, welches beſonder muß gefangen werden/ hernach kompt ein gelbes/ welches auch beſonder muß behalten werden/ zuletzt ſteigt auch ein rotes uͤber/ welches auch gut iſt/ aber dem erſten nicht zuvergleichen:","norm":"Pvlverisir Mastix oder Weihrauch / welches du willst / klein / und fülle ein gläserne beschlagene Retorten beinahe auf den dritten Teil voll an / darauf schütte so viel spiritus salis, dass noch Raum genug sei / und nicht überlaufe wann er kocht: Setze solchen in ein Sandkapelle / gib per gradus Feuer / so steigt erstlich ein wenig Phlegma über / danach kommt ein schön hell und klar Oleum, mit dem spiritu salis, welches besondere muss gefangen werden / hernach kommt ein gelbes / welches auch besondere muss behalten werden / zuletzt steigt auch ein rotes über / welches auch gut ist / aber dem ersten nicht zuvergleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447800159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":302,"date":1659,"orig":"Kan derhalben aͤuſſerlich zu Salben oder Pflaſtern gebraucht werden/ darzu es gar gut iſt/ vnd ſchnell heylet/ ſo wol in alten Schaͤden/ als in friſchen Wunden:","norm":"Kann derethalben äußerlich zu Salben oder Pflastern gebraucht werden / dazu es gar gut ist / und schnell heilet / so wohl in alten Schäden / als in frischen Wunden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403600215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":303,"date":1659,"orig":"Das erſte aber iſt ſehr ſubtil vnd penetrirend/ inſonderheit wann es noch einmal rectificirt wird/ iſt es ſo durchdringend als ein ſpiritus Vini, vnd iſt ſehr gut inn- vnd außwendig zu gebrauchen/ in allen verkalten Geſuͤchten/ inſonderheit wann die Sehnen durch kalte Fluͤſſe/ oder andere Zufaͤlle verhartet ſind/ davon die Glieder lahm werden:","norm":"Das erste aber ist sehr subtil und penetrierend / in Sonderheit wann es noch einmal rektifiziert wird / ist es so durchdringend als ein spiritus Vini, und ist sehr gut inn- und auswendig zu gebrauchen / in allen kalten Gefügen / in Sonderheit wann die Sehnen durch kalte Flüsse / oder andere Zufälle verharrtet sind / davon die Glieder lahm werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832799911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":304,"date":1659,"orig":"Erſtlich das lahme Glied mit einem warmen Tuch ſo lang gerieben/ bis daß es wol erwaͤrmt/ darnach von dieſem Oleo darauff geſtrichen/ vnd mit einer warmen Hand hineyn gerieben: thut Wunder in dergleichen kalten Gebrechen der Sehnen vnd Nerven.","norm":"Erstlich das lahme Glied mit einem warmen Tuch so lang gerieben / bis dass es wohl erwärmt / danach von diesem Oleo darauf gestrichen / und mit einer warmen Hand hineingerieben: tut Wunder in dergleichen kalten Gebrechen der Sehnen und Nerven.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4944000244140625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":305,"date":1659,"orig":"Auff ſolche Weiß/ gleich allhier mit dem Maſtix vnd Weyrauch geſchehen/ kan man von einem jedwedern Gummi ein liebliches Oel diſtilliren/ vnd zu ſeinem Gebrauch anwenden.","norm":"Auf solche Weiß / gleich allhier mit dem Mastix und Weihrauch geschehen / kann man von einem jedweden Gummi ein liebliches Öl destillieren / und zu seinem Gebrauch anwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521699905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":306,"date":1659,"orig":"Gleicher weiß mit dem ſpiritu ſalis koͤnnen alle rote/ zaͤhe vnd uͤbel riechende Olea, als Tartari, Cornu Cervi, Succini, vnd dergleichen/ welche zuvor auff gemeine Weiſe ohne Zuſatz durch Retorten diſtilliret worden/ rectificiret, daß ſolche ſchoͤn hell vnd klar werden/ vnd allen Geſtanck oder Empyreuma, welches ſie in der diſtillation empfangen haben/ verlieren.","norm":"Gleicher weiß mit dem spiritu salis können alle rote / zähe und übel riechende Olea, als Tartari, Cornu Cervi, Succini, und dergleichen / welche zuvor auf gemeine Weise ohne Zusatz durch Retorten destillieret worden / rektifizieret, dass solche schön hell und klar werden / und allen Gestank oder Empyreum, welches sie in der Destillation empfangen haben / verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":307,"date":1659,"orig":"Die Vrſache/ warumb etliche Olea in der Diſtillation, rothbraun/ oder ſchwartz vnd uͤbel riechend uͤbergehen/ iſt dieſe/ nemblich ein Sal Volatile, welches bey etlichen Vegetabilibus ſo wol als bey den Animalibus gefunden wird:","norm":"Die Ursache / warum etliche Olea in der Destillation, rotbraun / oder schwarz und übel riechend übergehen / ist diese / nämlich ein Soll volatile, welches bei etlichen Vegetabilibus so wohl als bei den Animalibus gefunden wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764400005340576} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":308,"date":1659,"orig":"Solches Sal Volatile hat die Eygenſchafft/ daß es ſich gern mit dem Oleo vermiſchet/ vnd wann ſolches geſchicht/ ſo kan es nicht fehlen/ das Oleum muß davon ſchwartzroth werden.","norm":"Solches Soll volatile hat die Eigenschaft / dass es sich gern mit dem Oleo vermischet / und wann solches geschieht / so kann es nicht fehlen / das Oleum muss davon schwarzrot werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46589994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":309,"date":1659,"orig":"Dann ein jedwoder Sal Volatile, es komme gleich von Urin, Tartaro, Succino, Cornu Cervi, oder dergleichen Vegetabilien oder Animalien/ iſt der Natur/ daß es die Sulphuriſche Dinge in jhrer Farb erhoͤhet vnd alteriret/ entweder in eine Verbeſſerung/ oder in eine Verboͤſerung; gemeiniglich aber macht es die Olea truͤb/ ſchwartz vnd uͤbelriechend/ gleich wie bey dem Succino, Cornu Cervi, oder Tartaro zu ſehen iſt.","norm":"Dann ein jedwoder Soll volatile, es komme gleich von Urin, Tartaro, Succino, Cornu Cervi, oder dergleichen Vegetabilien oder Animaleien / ist der Natur / dass es die Sulphurische Dinge in ihrer Farbe erhöhet und alterieret / entweder in eine Verbesserung / oder in eine Verböserung; gemeiniglich aber macht es die Olea trüb / schwarz und übelriechend / gleich wie bei dem Succino, Cornu Cervi, oder Tartaro zu sehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":310,"date":1659,"orig":"Weilen man dann nun weiß/ wovon die Olitaͤten ſolchen Geſtanck vnd Schwaͤrtze bekommen/ ſo iſt leichtlich zu helffen/ daß ſolches in der Diſtillation nicht geſchicht/ vnd ſo es geſchehen/ wiederumb zu remediren/ durch eine Rectification mit Spiritu Salis.","norm":"Weilen man dann nun weiß / wovon die Olitäten solchen Gestank und Schwärze bekommen / so ist leichtlich zu helfen / dass solches in der Destillation nicht geschieht / und so es geschehen / wiederum zu remedieren / durch eine Rektifikation mit Spiritu Salis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313499927520752} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":311,"date":1659,"orig":"Dann ein jedweder Sàl Volatile iſt einem jedwedern Spiritui acido entgegen/ vnd ein Spiritus acidus dem Sali volatili, welches Naturam ſalis Tartari hat.","norm":"Dann ein jedweder Sal volatile ist einem jedweden Spiritui acido entgegen / und ein Spiritus acidus dem Sali volatili, welches Naturam salis Tartari hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.189300060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":312,"date":1659,"orig":"Dann mit einem Spiritu Urinæ, oder einem andern Spiritu ex ſale volatili diſtillato kan man eben ſo wol die Metallen/ welche in ſpiritibus acidis ſolvirt ſeyn/ præcipitiren/ gleich als mit Liquore ſalis Tartari.","norm":"Dann mit einem Spiritu Urinae, oder einem anderen Spiritu ex sale volatili distillato kann man eben so wohl die Metallen / welche in spiritibus acidis solvirt sein / praecipitiren / gleich als mit Liquore salis Tartari.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.742499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":313,"date":1659,"orig":"Welches hernach im 2. Thel dieſes Buchs ſoll gelehret werden.","norm":"Welches hernach im 2. Tele dieses Buchs soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.787600040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":314,"date":1659,"orig":"Weiln dann gehoͤrt/ daß ein jedweder ſaurer Spiritus, er ſey gleich von Saltz/ Vitriol/ Alaun oder Eſſig/ das ſal volatile toͤde/ vnd jhm ſeine Krafft nehme/ daß es nicht mehr volatiliſch bleibt/ ſondern figirt wird/ dadurch es geſchwaͤcht/ vnd das jenige fahren laͤßt/ zu welchem es ſich geſellet hatte/ vnd ſolche Schwaͤrtze verurſachet.","norm":"Weil dann gehört / dass ein jedweder saurer Spiritus, er sei gleich von Salz / Vitriol / Alaun oder Essig / das soll volatile töte / und ihm seine Kraft nehme / dass es nicht mehr volatilisch bleibt / sondern figiert wird / dadurch es geschwächt / und dasjenige fahren lässt / zu welchem es sich gesellet hatte / und solche Schwärze verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.829599857330322} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":315,"date":1659,"orig":"Alſo iſt von noͤthen/ daß es allhier mit dieſen ſtinckenden Oleis auch alſo geſchehen muß auff folgende Weiſe.","norm":"Also ist vonnöten / dass es allhier mit diesen stinkenden Oleis auch also geschehen muss auf folgende Weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550300121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":316,"date":1659,"orig":"Man nimbt das truͤbe vnd ſchwartze Oleum Succini, Tartari, oder ein anders/ welches man klar haben will/ thut ſolches in glaͤſerne Retorten/ daß das vierdte Theil daron kaum voll ſey/ vnd geuſt Tropffenweiß einen guten ſpiritum ſalis darauff/ ſo faͤngt es an zu ſieden vnd brauſen/ gleich als wann man ein Aquafort auff ein Sal Tartari ſchuͤttet/ darumb man nur ein wenig auff einmal von dem ſpiritu ſalis auff das Oleum gieſſen muß/ auff daß das Glas nicht von Hitze breche oder uͤberlauffe/ wann dann ſo viel ſpiritus iſt bey gegoſſen/ daß es nicht mehr brauſet oder ſteiget/ ſo iſts ein Zeichen/ daß alles ſal volatile in dem Oleo getoͤdet iſt/ derohalben man auffhoͤren muß mit zugieſſen des ſpiritus, vnd alſo den Retorten in ein Sand-Capel ſetzen/ vnd anfangen zu fewren/ gleich als wann man etwas anders das gern ſteigt/ rectificiren wolter So kompt erſtlich ein uͤbelriechend Waſſer/ darnach ein ſchoͤn/ weiß/ klar/ vnd wolriechend Oleum, hernach ein gelbes/ welches auch klar iſt/ vnd lieblich reucht/ aber nicht ſo wol/ als das erſte/ darumb man den Recipienten veraͤndern muß/ wann man ein jedweders Oleum beſonder haben will/ vnd koͤnnen ſolche Olea viel bequemer eyngenommen werden/ als die ſtinckende/ ſchwartze/ gleich wie ſie in den Apotheken jetziger Zeit verkaufft werden.","norm":"Man nimmt das trübe und schwarze Oleum Succini, Tartari, oder ein anders / welches man klar haben will / tut solches in gläserne Retorten / dass das vierte Teil daran kaum voll sei / und geust Tropfenweise einen guten spiritum salis darauf / so fängt es an zu sieden und brausen / gleich als wann man ein Aquafort auf ein Soll Tartari schüttet / darum man nur ein wenig auf einmal von dem spiritu salis auf das Oleum gießen muss / auf dass das Glas nicht von Hitze breche oder überlaufe / wann dann so viel spiritus ist bei gegossen / dass es nicht mehr brauset oder steiget / so ist es ein Zeichen / dass alles soll volatile in dem Oleo getötet ist / derohalben man aufhören muss mit Zugießen des spiritus, und also den Retorten in ein Sand-Capel setzen / und anfangen zu fewren / gleich als wann man etwas anders das gern steigt / rektifizieren wollte so kommt erstlich ein übelriechend Wasser / danach ein schön / weiß / klar / und wohlriechend Oleum, hernach ein gelbes / welches auch klar ist / und lieblich reicht / aber nicht so wohl / als das erste / darum man den Rezipienten verändern muss / wann man ein jedwedes Oleum besondere haben will / und können solche Olea viel bequemer eingenommen werden / als die stinkende / schwarze / gleich wie sie in den Apotheken jetziger Zeit verkauft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0894999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":317,"date":1659,"orig":"Vnd bleiben ſolche Olea allzeit ſchoͤn klar/ werden nicht zaͤh/ oder roth/ wie lang ſie auch ſtehen/ dann die Vrſach davon die Roͤthe kompt/ iſt jhnen durch den ſpiritum ſalis benommen; im Retorten bleibet das ſal volatile bey dem ſpiritu ſalis ſchwartz ligen/ kan davon ſublimirt werden/ am Geſchmack gleich als ein Sal Armoniacum, vnd hat keinen Geruch:","norm":"Und bleiben solche Olea allzeit schön klar / werden nicht zäh / oder rot / wie lang sie auch stehen / dann die Ursache davon die Röte kommt / ist ihnen durch den spiritum salis benommen; im Retorten bleibt das soll volatile bei dem spiritu salis schwarz liegen / kann davon sublimiert werden / am Geschmack gleich als ein Soll Armoniacum, und hat keinen Geruch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019899845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":318,"date":1659,"orig":"Der ſpiritus ſalis hat auch ſeine Saͤure verlohren/ vnd iſt durch das ſal volatile coaguliret worden/ an Geſtalt als ein Tartarus vitriolatus, welcher auch zu beſondern laboribus kan gebraucht werden/ wie im nachfolgenden Theil bey dem Spiritu Urinæ zu finden.","norm":"Der spiritus salis hat auch seine Säure verloren / und ist durch das soll volatile koagulieret worden / an Gestalt als ein Tartarus vitriolatus, welcher auch zu besonderen laboribus kann gebraucht werden / wie im nachfolgenden Teil bei dem Spiritu Urinae zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":319,"date":1659,"orig":"Alſo koͤnnen auch andere Olea, welche durch lange Zeit ſind roth vnd zaͤh worden/ (welches dann etlichen gern geſchicht/ als dem Oleo Cinnamomi, Macis, Caryophyllorum, vnd andern mehr) mit ſpiritu ſalis uͤbergoſſen/ vnd per Retortam rectificirt werden/ dann ſie ſind ſo klar vnd gut/ als weren ſie erſt gemacht worden.","norm":"Also können auch andere Olea, welche durch lange Zeit sind rot und zäh worden / (welches dann etlichen gern geschieht / als dem Oleo Cinnamomi, Macis, Caryophyllorum, und anderen mehr) mit spiritu salis übergossen / und per Retortam rektifiziert werden / dann sie sind so klar und gut / als wären sie erst gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203800201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":320,"date":1659,"orig":"Allhier kan ich nicht vnterlaſſen/ vielen Kranckheiten zum beſten/ ein wenig zu vermelden/ wie daß doch jetziger Zeit bey vielen Medicis, nicht bey den Galenicis, welche ſolcher Dingen keinen Verſtand haben/ noch ſich darumb bekuͤmmern/ ſondern bey denen welche fuͤr groſſe Philoſophi vnd Spagyrici gehalten wollen ſeyn/ ſo gar wenig Verſtand vnd Fleiß gebraucht wird/ in Bereytung etlicher Chymiſchen Medicamenten.","norm":"Allhier kann ich nicht unterlassen / vielen Krankheiten zum besten / ein wenig zu vermelden / wie dass doch jetziger Zeit bei vielen Medicis, nicht bei den Galenicis, welche solcher Dingen keinen Verstand haben / noch sich darum bekümmern / sondern bei denen welche für große Philosophie und Spagyrici gehalten wollen sein / so gar wenig Verstand und Fleiß gebraucht wird / in Bereitung etlicher chemischen Medikamenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":321,"date":1659,"orig":"Dann viel ſind der Meynug/ wann ſie nur dem Spiritui vnd Oleo Tartari, Cornu Cervi, vnd dergleichen/ jhren Geſtanck benehmen koͤnten/ ſo haͤtten ſie ein Medicin/ welche alle obſtructiones radicaliter wegnehmen koͤnte.","norm":"Dann viel sind der Meynug / wann sie nur dem Spiritui und Oleo Tartari, Cornu Cervi, und dergleichen / ihren Gestank benehmen könnten / so hätten sie ein Medizin / welche alle obstructiones radicaliter wegnehmen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.579500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":322,"date":1659,"orig":"Iſt zwar wol gemeynt/ aber nicht wol getroffen:","norm":"Ist zwar wohl gemeint / aber nicht wohl getroffen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.775400161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":323,"date":1659,"orig":"Dann etliche haben ſolche Spiritus vnd Olea, uͤber calcionirten Vitriol rectificirt/ vnd dadurch etlicher maſſen jhnen die Epyreuma benommen/ aber zugleich auch die Kraͤfften:","norm":"Dann etliche haben solche Spiritus und Olea, über calcionirten Vitriol rektifiziert / und dadurch etlicher Maßen ihnen die Epyreuma benommen / aber zugleich auch die Kräften:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.276299953460693} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":324,"date":1659,"orig":"Welches etliche gemercket/ vnd geſagt/ man muͤſſe ſolchem Spiritui vnd Oleo ſeinen Geſtanck nicht benehmen/ dann jhre Tugend verliere ſich dadurch/ vnd haben vlſo vermeynt die Krafft beſtehe in dem Geſtanck/ welches doch gros geirꝛet iſt/ weilen der Geſtanck dem Hertzen vnd Hirn gantz entgegen iſt/ wie kan dann etwas guts vnd kraͤfftiges darinn beſtehen?","norm":"Welches etliche gemerkt / und gesagt / man müsse solchem Spiritui und Oleo seinen Gestank nicht benehmen / dann ihre Tugend verliere sich dadurch / und haben vlso vermeint die Kraft bestehe in dem Gestank / welches doch groß geirrt ist / weilen der Gestank dem Herzen und Hirn ganz entgegen ist / wie kann dann etwas Gutes und kräftiges darin bestehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706699848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":325,"date":1659,"orig":"Aber ſo viel iſt daran/ in deme ſie den Geſtanck benehmen wollen/ toͤden ſie zugleich den ſpiritum vnd Oleum in jhren Kraͤfften vnd Tugenden.","norm":"Aber so viel ist daran / in dem sie den Gestank benehmen wollen / töten sie zugleich den spiritum und Oleum in ihren Kräften und Tugenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":326,"date":1659,"orig":"So moͤchte jemand ſagen/ wie ſoll mans dann machen/ daß man den Geſtanck benehme/ vnd doch die Kraͤfften nicht dadurch verkleinere?","norm":"So möchte jemand sagen / wie soll man es dann machen / dass man den Gestank benehme / und doch die Kräften nicht dadurch verkleinere?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741499900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":327,"date":1659,"orig":"Soll man ſie mit ſpiritu ſalis rectificiren/ gleich wie du nun gelehret haſt/ bey den ſchwartzen Oleis?","norm":"Soll man sie mit spiritu salis rektifizieren / gleich wie du nun gelehrt hast / bei den Schwarzen Oleis?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487199783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":328,"date":1659,"orig":"Nein/ gantz vnd gar nicht.","norm":"Nein / ganz und gar nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":329,"date":1659,"orig":"Ich habe zwar geſchrieben/ daß man die Olea durch den ſpiritum ſalis klar machen ſoll/ aber nicht darbey geſagt/ daß ſolche Klar-machung jhre Verbeſſerung ſey:","norm":"Ich habe zwar geschrieben / dass man die Olea durch den spiritum salis klarmachen soll / aber nicht dabei gesagt / dass solche Klarmachung ihre Verbesserung sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501699924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":330,"date":1659,"orig":"Lieblich vnd wolgeſchmack werden ſie wol dadurch/ vnd iſt ein guter Weg/ wann man keinen naͤhern weiß.","norm":"Lieblich und Wohlgeschmack werden sie wohl dadurch / und ist ein guter Weg / wann man keinen nähern weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.151500225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":331,"date":1659,"orig":"Wie man aber ſolchen uͤbel riechenden Oleis vnd ſpiritibus jhren Geſtanck benehmen ſoll/ daß ſie klar vnd lieblich werden/ vnd doch nichts an jhren Kraͤfften verlieren/ ſondern vielfaͤltig dadurch vermehret werden/ gehoͤret allhie nicht zu beſchreiben/ weiln es in dieſem Ofen nicht kan gethan werden.","norm":"Wie man aber solchen übel riechenden Oleis und spiritibus ihren Gestank benehmen soll / dass sie klar und lieblich werden / und doch nichts an ihren Kräften verlieren / sondern vielfältig dadurch vermehret werden / gehöret allhier nicht zu beschreiben / weil es in diesem Ofen nicht kann getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":332,"date":1659,"orig":"Sondern will den Liebhaber in das zweyte Theil gewieſen haben/ daſelbſten wird er finden/ wie man ſolche ſpiritus ohne Verluſt jhrer Kraͤfften machen vnd rectificiren ſoll; welche/ ſo ſie alſo bereytet/ wol fuͤr eine der vier Haupt-Saͤulen der gantzen Medicin koͤnnen gehalten werden.","norm":"Sondern will den Liebhaber in das zweite Teil gewiesen haben / daselbst wird er finden / wie man solche spiritus ohne Verlust ihrer Kräften machen und rektifizieren soll; welche / so sie also bereitet / wohl für eine der vier Haupt-Säulen der ganzen Medizin können gehalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361100196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":333,"date":1659,"orig":"Dieſes habe ich zur Nachrichtung ein wenig anzeigen wollen; verhoffe es werde mir nicht uͤbel auffgenommen werden/ weilen es ſchuldige Liebe vnd Pflicht gegen den Naͤchſten betreffen thut.","norm":"Dieses habe ich zur Nachrichtung ein wenig anzeigen wollen; verhoffe es werde mir nicht übel aufgenommen werden / weilen es schuldige Liebe und Pflicht gegen den Nächsten betreffen tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.306300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":334,"date":1659,"orig":"CAPUT IX.","norm":"CAPUT IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg","lang_de":0,"norm_lmscore":7.384300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":335,"date":1659,"orig":"Quintam Eſſentiam omnium Vegetabilium zu extrahiren.","norm":"Quintam Essentiam omnium Vegetabilium zu extrahiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.112100124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":336,"date":1659,"orig":"VBergieſſe Aromata, Semina, Ligna, Radices, Flores, oder dergleichen/ welche du wilt/ mit einem dephlegmirten Spiritu Vini, las in digeſtione extrahiren/ bis ſie keine Feces mehr von ſich geben/ ſondern jhr gantze Eſſentia in den ſpiritum Vini gangen iſt; ſolchem ſpriritui Vini imprægnato ſchuͤtte einen ſtarcken ſpiritum ſalis bey/ vnd digerire beyde in Balneo zuſammen/ ſo lang bis daß ſich ein Oleum oben auffſetzet/ vnd ſich von dem ſpiritu Vini geſchieden hat/ welches mit einem Trichter kan ſepariret werden.","norm":"Übergieße Aromata, Semina, Ligna, Radices, Flores, oder dergleichen / welche du willst / mit einem dephlegmierten Spiritu Vini, las in Digestion extrahieren / bis sie keine Fezes mehr von sich geben / sondern ihr ganze Essenz in den spiritum Vini gegangen ist; solchem spriritui Vini impraegnato schütte einen starken spiritum salis bei / und digeriere beide in Balneo zusammen / so lang bis dass sich ein Oleum oben aufsetzet / und sich von dem spiritu Vini geschieden hat / welches mit einem Trichter kann separieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.369200229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":337,"date":1659,"orig":"Oder/ man kan den ſpiritum Vini in Balneo davon abſtrahiren/ ſo ſteigt das Oleum klar uͤber; So aber der ſpiritus Vini davon nicht abſtrahiret wird/ ſo bleibt das Oel blut-roth/ vnd iſt die wahre Quinta Eſſentia deſſen Vegetabilis davon ſie extrahiret iſt worden.","norm":"Oder / man kann den spiritum Vini in Balneo davon abstrahieren / so steigt das Oleum klar über; so aber der spiritus Vini davon nicht abstrahieret wird / so bleibt das Öl blutrot / und ist die wahre Quinta Essenz dessen Vegetabiles davon sie extrahieret ist worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.529099941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":338,"date":1659,"orig":"CAPUT X. Quinta Eſſentia omnium Metallorum & Mineralium.","norm":"CAPUT X. Quinta Essenz omnium Metallorum & Mineralium.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.5833001136779785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":339,"date":1659,"orig":"SOlvire welches Metall du wilt in einem ſtarcken ſpiritu ſalis, (außgenommen Luna ſolvirt ſich nicht darinn/ ſondern muß in Aqua fort geſchehen/) vnd abſtrahire die Phlegma in Balneo davon/ darnach ſchuͤtte einen wol dephlegmirten ſpiritum Vini darauff/ vnd laß digeriren/ ſo lang biß ſich oben auf die ſolution ein rothes Oel geſetzt hat/ welches die Tinctura oder Quinta Eſſentia des Metalls iſt/ ein koͤſtlicher Schatz in Medicina.","norm":"Solviere welches Metall du willst in einem starken spiritu salis, (ausgenommen Luna solviert sich nicht darin / sondern muss in Aqua fort geschehen /) und abstrahiere die Phlegma in Balneo davon / danach schütte einen wohl dephlegmierten spiritum Vini darauf / und lass digerieren / so lang bis sich oben auf die Solution ein rotes Öl gesetzt hat / welches die Tinctura oder Quinta Essenz des Metalls ist / ein köstlicher Schatz in Medicina.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.818900108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":340,"date":1659,"orig":"CAPUT XI.","norm":"CAPUT XI.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.529300212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":341,"date":1659,"orig":"Ein ſuͤſſes vnd blut-rothes Oleum von den Metallen vnd Mineralien.","norm":"Ein süßes und blutrotes Oleum von den Metallen und Mineralien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.867000102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":342,"date":1659,"orig":"SOlvire das Metall oder Mineral in ſpiritu ſalis, deßgleichen ſolvire auch ſo ſchwer als des Metalls geweſen iſt/ ſalis Vini Eſſenſificati; gieß beyde ſolutiones zuſammen/ vnd treibs per Retortam erſtlich lind/ darnach ſtaͤrcker/ ſo gehet mit dem ſpiritu ſalis uͤber/ ein blutrotes vnd liebliches Oleum, vnd der Hals des Retorten vnd Recipienten faͤrben ſich zu Zeiten als ein Pfawen-Schwantz von vielen ſchoͤnen Farben/ an etlichen Orthen als ein pur lauter Gold anzuſehen.","norm":"Solviere das Metall oder Mineral in spiritu salis, desgleichen solviere auch so schwer als des Metalls gewesen ist / salis Vini Essensificati; gieße beide solutiones zusammen / und treib es per Retortam erstlich lind / danach stärker / so geht mit dem spiritu salis über / ein blutrotes und liebliches Oleum, und der Hals des Retorten und Rezipienten färben sich zu Zeiten als ein Pfawen-Schwantz von vielen schönen Farben / an etlichen Orten als ein pur lauter Gold anzusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913300037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":343,"date":1659,"orig":"Weilen allhier in dieſer Beſchreibung kein Vnterſcheid in der Diſtillation zwiſchen den Metallen gebraucht wird/ habe ich alle Metallen vnter einem Proceß in ſuͤſſe Olea zu bringen begriffen.","norm":"Weilen allhier in dieser Beschreibung kein Unterschied in der Destillation zwischen den Metallen gebraucht wird / habe ich alle Metallen unter einem Prozess in süße Olea zu bringen begriffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.050600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":344,"date":1659,"orig":"Will man aber die Lunam in eine liebliche Eſſentiam bringen/ ſo muß man ſolche in ſpiritu Nitri ſolviren/ vnd welters damit procediren/ gleich wie von andern Metallen gelehrt worden.","norm":"Will man aber die Lunam in eine liebliche Essentiam bringen / so muss man solche in spiritu Nitri solvieren / und welters damit prozedieren / gleich wie von anderen Metallen gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.371099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":345,"date":1659,"orig":"Was anbelanget den Uſum deren Eſſentien/ iſt nicht noͤthig viel davon zu ſchreiben/ dann wer ſolche wird machen koͤnnen/ dem wird jhr Gebrauch auch bekant werden.","norm":"Was anbelanget den Usum deren Essenz / ist nicht nötig viel davon zu schreiben / dann wer solche wird machen können / dem wird ihr Gebrauch auch bekannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.236599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":346,"date":1659,"orig":"CAPUT XII.","norm":"CAPUT XII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.999199867248535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":347,"date":1659,"orig":"Olea Corroſiva Mineralium: & Metallorum.","norm":"Olea Corrosiva Mineralium: & Metallorum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"fi","lang_de":0,"norm_lmscore":9.316100120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":348,"date":1659,"orig":"WEilen die Corroſiviſche Olea nicht vnter einem Proceß koͤnnen gemacht werden/ alſo iſt vonnoͤthen/ daß man ein jedweders fuͤr ſich allein beſchriebe.","norm":"Weilen die Corrosivische Olea nicht unter einem Prozess können gemacht werden / also ist vonnöten / dass man ein jedwedes für sich allein beschriebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.194699764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":349,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich.","norm":"Und erstlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.33459997177124} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":350,"date":1659,"orig":"CAP. XIII.","norm":"CAP. XIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.52269983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":351,"date":1659,"orig":"Oleum ſeu Liquorem Solis zu machen.","norm":"Oleum seu Liquorem Solis zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.004700183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":352,"date":1659,"orig":"SOlvire einen Calcem ſolis in ſpiritu ſalis, (welcher aber ſehr ſtarck ſeyn muß/ ſonſten will er nicht angreiffen) ſo man aber kein ſolchen ſtarcken ſpiritum ſalis hat/ ſo kan man ein wenig guten gelaͤuterten Salpeter darzu thun/ ſo greifft er gern an/ aber beſſer iſt das Oleum, wann es mit ſpiritu ſalis perſe gemacht wird.","norm":"Solviere einen Calcem solis in spiritu salis, (welcher aber sehr stark sein muss / sonsten will er nicht angreifen) so man aber kein solchen starken spiritum salis hat / so kann man ein wenig guten geläuterten Salpeter dazutun / so greift er gern an / aber besser ist das Oleum, wann es mit spiritu salis perse gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10669994354248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":353,"date":1659,"orig":"Wann nun das Gold alſo ſolvirt iſt/ ſo abſtrahire die Helffte von der ſolution, ſo bleibt ein Corroſiviſch Oleum, auff ſolches ſchuͤtte einen außgeſpreßten Limonien-Safft/ ſo wird die ſolution gruͤn/ vnd fallen etliche Feces zu Boden/ welche doch gut ſeyn/ wann fie geſchmoltzen werden:","norm":"Wann nun das Gold also solviert ist / so abstrahiere die Hälfte von der Solution, so bleibt ein Corrosivisch Oleum, auf solches schütte einen außgespreßten Limoniensafft / so wird die Solution grün / und fallen etliche Fezes zu Boden / welche doch gut sein / wann fie geschmolzen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.966100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":354,"date":1659,"orig":"Den gruͤnen Liquorem ſetze in ein warmes Balneum, vnd laß die phlegma davon gehen/ das hinderbleibende nimb herauß/ leg es auff ein Glaslafel oder Schalen/ ſetze es an ein feuchten vnd kalten Orth/ ſo zerſteuſt es in ein rotes Oleum: Kan ſicher vnd ohne Gefahr in Leib genommen werden/ bringt ſolche widerumb zu recht/ welche mit dem Mercurio verderbt ſind.","norm":"Den grünen Liquorem setze in ein warmes Balneum, und lass die Phlegma davon gehen / das hinderbleibende nimm heraus / leg es auf ein Glaslafel oder Schalen / setze es an ein Feuchten und kalten Ort / so zersteust es in ein rotes Oleum: Kann sicher und ohne Gefahr in Leib genommen werden / bringt solche wiederum zu Recht / welche mit dem Mercurio verderbt sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497000217437744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":355,"date":1659,"orig":"Aber am allerbeſten dienet es zu alten Schaͤden des Mundes/ Zungen/ vnd Halſes/ welche entweder von Morbo Gallico, Lepra, Scorbuto, oder dergleichen entſprungen/ da man ſonſten andere Olea Metallica nicht ſicher gebrauchen kan.","norm":"Aber am allerbesten dient es zu alten Schäden des Mundes / Zungen / und Halses / welche entweder von Morbo Gallico, Lepra, Scorbuto, oder dergleichen entsprungen / da man sonsten andere Olea Metallice nicht sicher gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.979599952697754} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":356,"date":1659,"orig":"Wann dann ein ſolche Exulceration vorhanden/ daß die Glandulæ geſchwollen/ vnd Loͤcher hineyn fallen/ oder die Zungen vnd Zahnfleiſch voller Blattern vnd Wunden ſeynd/ ſo iſt kein beſſere Medicin die ſchneller reiniget/ vnd heilet als dieſes Oleum, Doch/ daß darbey gute Miner altſche Purgantia, vnd Sudorifera gebraucht werden:","norm":"Wann dann ein solche Exulzeration vorhanden / dass die Glandulae geschwollen / und Löcher hineinfallen / oder die Zungen und Zahnfleisch voller Blattern und Wunden sind / so ist kein bessere Medizin die schneller reiniget / und heilet als dieses Oleum, doch / dass dabei gute Miner altsche Purgantia, und Sudorifera gebraucht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8059000968933105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":357,"date":1659,"orig":"Sonſten wann ſchon der Schade heil were/ ſo wuͤrde er doch wieder auff brechen/ wann nicht die Wurtzel davon ſolche entſprungen/ auch hinweg genomme: wuͤrde.","norm":"Sonsten wann schon der Schade heil wäre / so würde er doch wieder aufbrechen / wann nicht die Wurzel davon solche entsprungen / auch hinweg Genome: würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.520699977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":358,"date":1659,"orig":"Vnd darff man ſich nicht beſorgen/ wann man den Schaden mit dieſem Oleo duͤpfft/ vnd davon auch etwas in den Leib kompt/ daß es ſchaden koͤnne/ gleich wie bey andern Medicamentis vnd Gargariſmis, welche bey ſolchen Schaͤden pflegen gebraucht zu werden/ zu befoͤrchten/ ſondern man kan es alle Tage ohne Sorge auffs wenigſte dreymal gebrauchen/ ſo wird man Wunder ſpuͤren in ſeiner ſchnellen Heilung.","norm":"Und darf man sich nicht besorgen / wann man den Schaden mit diesem Oleo düpfft / und davon auch etwas in den Leib kommt / dass es schaden könne / gleich wie bei anderen Medicamentis und Gargarismis, welche bei solchen Schäden pflegen gebraucht zu werden / zu befürchten / sondern man kann es alle Tage ohne Sorge aufs wenigste dreimal gebrauchen / so wird man Wunder spüren in seiner schnellen Heilung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.459099769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":359,"date":1659,"orig":"CAPUT XIV.","norm":"CAPUT XIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sq","lang_de":0,"norm_lmscore":7.609600067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":360,"date":1659,"orig":"Oleum Martis.","norm":"Oleum Martis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.128799915313721} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":361,"date":1659,"orig":"SOlvire duͤnn laminirten Stahl in einem rectiftcirten ſpiritu ſalis, ſo bekompſtu ein ſuͤſſe vnd gruͤne Solution, welche uͤbel nach Sulphure reucht/ ſolche filtrire durch ein Pappier/ auff daß der gelbe Schleim zuruͤck bleibe/ dieſe Solution thue in ein glaͤſern Koͤlblein/ vnd abſtrahire in arena alle Feuchtigkeit mit lindem Fewer davon/ welche gantz ſuͤß uͤbergehet/ nicht viel anders/ als Regenwaſſer am Geſchmack/ dann alles Corroſiv wird bey dem Marte wegen ſeiner Troͤckene behalten:","norm":"Solviere dünn laminierten Stahl in einem rectiftcirten spiritu salis, so bekompstu ein süße und grüne Solution, welche übel nach Sulphure reicht / solche filtriere durch ein Papier / auf dass der gelbe Schleim zurückbleibe / diese Solution tue in ein gläsern Kolblein / und abstrahiere in arena alle Feuchtigkeit mit lindem Feuer davon / welche ganz süß übergehet / nicht viel anders / als Regenwasser am Geschmack / dann alles Korrosiv wird bei dem Marte wegen seiner Trockene behalten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192200183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":362,"date":1659,"orig":"In fundo bleibt eine blutrote Maſſa, welche ſo hitzig als ein Fewer auff der Zungen iſt.","norm":"In fundo bleibt eine blutrote Massa, welche so hitzig als ein Feuer auf der Zungen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":363,"date":1659,"orig":"Damit kan man gantz ſicherlich alles ſchwammicht-wild vnd feucht Fleiſch in verdorbenen Wunden hinweg etzen/ muß aber in einem Glas vor der Lufft wol bewahrt werden/ ſonſten fleuſt es in ein gelb Oleum.","norm":"Damit kann man ganz sicherlich alles schwammig-wild und feucht Fleisch in verdorbenen Wunden hinweg ätzen / muss aber in einem Glas vor der Luft wohl bewahrt werden / sonsten fließt es in ein gelb Oleum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.238399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":364,"date":1659,"orig":"So man aber ein Oel davon haben will/ ſo legt man ſolche Maſſam nur auff ein Schalen/ ſetzt ſolche in feuchten Keller/ ſo zerfleuſt es in einem Tag/ alles in ein ſchoͤn roth-gelbes Oel/ welches in allen uͤmb ſich freſſenden Schaͤden/ als in Fiſtulis, Cancro, vnd dergleichen/ ein ſonderbarer Schatz iſt zu reinigen vnd conſolidiren/ dem wenig andere vorgehen.","norm":"So man aber ein Öl davon haben will / so legt man solche Massam nur auf ein Schalen / setzt solche in feuchten Keller / so flust es in einem Tag / alles in ein schön rotgelbes Öl / welches in allen um sich fressenden Schäden / als in Fistulis, Cancro, und dergleichen / ein sonderbarer Schatz ist zu reinigen und konsolidieren / dem wenig andere vorgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":365,"date":1659,"orig":"Sonſten iſt es auch ſehr gut vnter gemein Waſſer gemiſcht/ vnd die offene Schaͤden an den Schenckeln/ welche wegen vieler Feuchtigkeit dick geſchwollen ſeyn/ vnd uͤbel riechen/ warm gemacht/ vnd darin gebadet/ vertrucknet die uͤbrige Feuchtigkeit/ reinigt vnd heilet bald; Doch purgantia darneben gebrauchte Heilet auch allerley Graͤtzen vnd Schaͤbigkeit der Haut/ damit gewaſchen oder darinn gebadet.","norm":"Sonsten ist es auch sehr gut unter gemein Wasser gemischt / und die offene Schäden an den Schenkeln / welche wegen vieler Feuchtigkeit dick geschwollen sein / und übel riechen / warm gemacht / und darin gebadet / vertrocknet die übrige Feuchtigkeit / reinigt und heilet bald; doch purgantia daneben gebrauchte Heilet auch allerlei Grätzen und Schäbigkeit der Haut / damit gewaschen oder darin gebadet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809700012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":366,"date":1659,"orig":"Wann man ſolche rothe Maſſam, ehe ſie in ein Olcum zerfloſſen/ in ein Oleum Arenæ vel Silicum (welche im andern Theil zu machen gelehret werden) leget/ ſo waͤchſt in einer oder zwey Stunden ein Baum darauß mit Wurtzeln/ Stamm/ vielen Aeſten vnd Zweigen/ wunderbarlich anzuſehen.","norm":"Wann man solche rote Massam, ehe sie in ein Olcum zerflossen / in ein Oleum Arenae vel Silicum (welche im anderen Teil zu machen gelehrt werden) leget / so wächst in einer oder zwei Stunden ein Baum daraus mit Wurzeln / Stamm / vielen Ästen und Zweigen / wunderbarlich anzusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634500026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":367,"date":1659,"orig":"Wann man ſolchen Baum hernach außnimpt/ vnd auff der Capellen probiret/ gibt er gut Gold/ welches der Baum auß der Erden/ nemlich Oleo arenæ gezogen hat.","norm":"Wann man solchen Baum hernach ausnimmt / und auf der Kapellen probieret / gibt er gut Gold / welches der Baum aus der Erden / nämlich Oleo arenae gezogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.057700157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":368,"date":1659,"orig":"Dencke jhm nach was weiter damit zu thun ſey.","norm":"denke ihm nach was weiter damit zu tun sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":369,"date":1659,"orig":"CAP. 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XV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ms","lang_de":0,"norm_lmscore":6.498600006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":370,"date":1659,"orig":"Oleum Veneris.","norm":"Oleum Veneris.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.754000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":371,"date":1659,"orig":"DEr ſpiritus ſalis will die Venerem nicht ſo gern angreiffen/ gleich wie den Martem, es ſey dann daß man einen Calcem darauß mache/ welches alſo geſchicht.","norm":"Der spiritus salis will die Venerem nicht so gern angreifen / gleich wie den Martem, es sei dann dass man einen Calcem daraus mache / welches also geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.526500225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":372,"date":1659,"orig":"Man nimpt Kupffer-Blech/ gluͤet ſolche in einem verdeckten Tiegel auß/ vnd loͤſcht dieſelben in einem kalten Waſſer ab/ ſo fallen rote Squamæ davon/ dann ſolche laminas wiederumb gegluͤet/ vnd in kalt Waſſer geworffen/ ſo geben ſie mehr/ vnd ſolches gluͤen vnd außloͤſchen ſo offt gethan/ biß man Calcis genug hat/ ſolchen getruͤcknet/ pulveriſiret/ vnd mit rectificirtem ſpiritu ſalis in arena ſo lang digeriret/ bis der ſpiritus gruͤn genug worden iſt/ dann abgoſſen/ filtrirt/ vnd die uͤbrige Feuchtigkeit davon abſtrahirt/ ſo bleibt zuruͤck ein hoch dunckel gruͤnes Oleum, welches in allen Ulceribus, inſonderheit in Veneriſchen Schaͤden ein kraͤfftige Medicin iſt/ aͤuſſerlich gebraucht.","norm":"Man nimmt Kupferblech / glüht solche in einem verdeckten Tiegel aus / und löscht dieselben in einem kalten Wasser ab / so fallen rote Squamae davon / dann solche laminas wiederum geglüht / und in Kaltwasser geworfen / so geben sie mehr / und solches glühen und auslöschen so oft getan / bis man Calcis genug hat / solchen getrocknet / pulverisieret / und mit rektifiziertem spiritu salis in arena so lang digerieret / bis der spiritus grün genug worden ist / dann abgossen / filtriert / und die übrige Feuchtigkeit davon abstrahiert / so bleibt zurück ein hoch dunkelgrünes Oleum, welches in allen Ulceribus, in Sonderheit in Venerischen Schäden ein kräftige Medizin ist / äußerlich gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":373,"date":1659,"orig":"CAP. 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XVII. Oleum Mercurii.","norm":"CAP. XVII. Oleum Mercurii.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6595001220703125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":379,"date":1659,"orig":"DEr Mercurius will ſich auch nicht gern mit ſpiritu ſalis laſſen ſolviren/ wann er aber zuvorn mit Vitriol vnd Saltz iſt ſublimirt worden/ ſo wird er hernach leichtlich damit auffgeloͤſt/ vnd gibt gar ein Corroſwiſch Oleum, welches mit Verſtand muß gebraucht werden/ vnd iſt nicht rathſamb/ ſolches leichtlich zu gebrauchen/ man koͤnte dann kein anders haben.","norm":"Der Mercurius will sich auch nicht gern mit spiritu salis lassen solvieren / wann er aber zuvor mit Vitriol und Salz ist sublimiert worden / so wird er hernach leichtlich damit aufgelöst / und gibt gar ein Corroswisch Oleum, welches mit Verstand muss gebraucht werden / und ist nicht ratsam / solches leichtlich zu gebrauchen / man könnte dann kein anders haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.165299892425537} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":380,"date":1659,"orig":"Dann ich geſehen/ daß ein Chirurgus ein ſolches Oleum einem Weibe auff einen Cancroſiſchen Schaden/ welchen ſie an den Bruͤſten hatte/ geleget/ vnd iſt die Gifft alſobalden dem Hertzen zugangen/ vnd alſo das Weib getoͤdet:","norm":"Dann ich gesehen / dass ein Chirurg ein solches Oleum einem Weibe auf einen Cancrosischen Schaden / welchen sie an den Brüsten hatte / gelegt / und ist die Gift alsobald dem Herzen zugegangen / und also das Weib getötet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.838699817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":381,"date":1659,"orig":"Wiewol ſonſten ein ſolches Oleum ein herꝛliches Secretum iſt/ im uͤmb ſich freſſenden vnd reitenden Wurm/ ſo man nur weißlich damit uͤmbgehet/ ſolchen damit zu toͤden/ vnd radicitus zu exſtirpiren.","norm":"Wiewohl sonsten ein solches Oleum ein herrliches Secretum ist / im um sich fressenden und reitenden Wurm / so man nur weißlich damit ümbgehet / solchen damit zu töten / und radicitus zu exstirpieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.562900066375732} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":382,"date":1659,"orig":"CAP. XVIII. Oleum Antimonii.","norm":"CAP. XVIII. Oleum Antimonii.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.796500205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":383,"date":1659,"orig":"DAs Antimonium crudum, welches noch nicht im Fewer iſt geweſen/ laͤßt ſich nicht gern ſolviren in ſpiritu ſalis, deßgleichen auch ſein Regulus, doch wann ſolcher klein pulveriſirt/ vnd der ſpiritus ſalis ſtarck iſt/ kan es geſchehen.","norm":"Das Antimonium crudum, welches noch nicht im Feuer ist gewesen / lässt sich nicht gern solvieren in spiritu salis, desgleichen auch sein Regulus, doch wann solcher klein pulverisiert / und der spiritus salis stark ist / kann es geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.290800094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":384,"date":1659,"orig":"Das Vitrum welches davon gemacht iſt/ laͤßt ſich lieber ſolviren/ aber am allerliebſten die Flores, welche auff ſolche Weiſe gemacht/ wie hernach ſoll gelehrt werden.","norm":"Das Vitrum welches davon gemacht ist / lässt sich lieber solvieren / aber am allerliebsten die Flores, welche auf solche Weise gemacht / wie hernach soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450200080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":385,"date":1659,"orig":"Wiewol das ſchwere vnd dicke Oleum Antimonii, welches man Butyrum nennet/ vnd vom Mercurio ſublimato vnd Antimonio iſt gemacht worden/ nichts anders iſt als ein ſpiritus ſalis, darinn der Regulus Antimonii ſolvirt iſt.","norm":"Wiewohl das schwere und dicke Oleum Antimonii, welches man Butyrum nennt / und vom Mercurio sublimato und Antimonio ist gemacht worden / nichts anders ist als ein spiritus salis, darin der Regulus Antimonii solviert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.040900230407715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":386,"date":1659,"orig":"Tann wann der Mercurius ſublimatus mit Antimonio vermiſcht/ die Hitze empfind/ ſo greiffen die ſpiritus welche bey dem Mercurio ſublimato ſeynd/ den Antimonium lieber an/ vnd laſſen alſo den Mercurium wieder fallen/ vnd ſteigt alſo ein dick Oleum uͤber:","norm":"Tann wann der Mercurius sublimatus mit Antimonio vermischt / die Hitze empfinde / so greifen die spiritus welche bei dem Mercurio sublimato sind / den Antimonium lieber an / und lassen also den Mercurium wieder fallen / und steigt also ein dick Oleum über:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216800212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":387,"date":1659,"orig":"Der Sulphur Antimonii aber conjungirt ſich mit dem Mercurio vivo, vnd gibt einen Cinnober/ welcher im Hals des Retorten bleibet/ der uͤbrige Mercurius bleibt zum theil zuruck/ bey dem Capite Mortuo, zum theil ſteigt mit uͤber/ doch wenig:","norm":"Der Sulphur Antimonii aber konjungiert sich mit dem Mercurio vivo, und gibt einen Zinnober / welcher im Hals des Retorten bleibt / der übrige Mercurius bleibt zum Teil zurück / bei dem Capite Mortuo, zum Teil steigt mit über / doch wenig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487500190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":388,"date":1659,"orig":"Vnd wer wol weiß damit uͤmbzugehen/ der kan ſein gantzes Gewicht des Mercurii wieder bekommen.","norm":"Und wer wohl weiß damit umzugehen / der kann sein ganzes Gewicht des Mercurii wieder bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.757500171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":389,"date":1659,"orig":"Dieſes hab ich darumb angezeigt/ weilen viel der Meynung ſeynd/ als wann es ein Oleum Mercurii were/ vnd nennen alſo das weiſſe Pulver/ welches ſie machen/ wann ſie viel Waſſer auff das Butyrum ſchuͤtten/ vnd ſich das Antimonium wieder von den ſpiritibus ſcheydet/ vnd als ein weiß Pulver zu Boden faͤllt/ einen Mercurium vitæ, da doch kein Mercurius darbey iſt/ gleich als nun bewieſen/ ſondern ein lauter Regulus Antimonii, welches man alſo erfahren kan/ wann man ſolches abgeſuͤßte weiſſe Pulver in einem Tiegel ſchmeltzet/ ſo geht ein Theil in ein gelb Vitrum, das ander wird ein Regulus, vnd findet ſich kein Mercurius.","norm":"Dieses habe ich darum angezeigt / weilen viel der Meinung sind / als wann es ein Oleum Mercurii wäre / und nennen also das weiße Pulver / welches sie machen / wann sie viel Wasser auf das Butyrum schütten / und sich das Antimonium wieder von den spiritibus scheidet / und als ein weiß Pulver zu Boden fällt / einen Mercurium vitae, da doch kein Mercurius dabei ist / gleich als nun bewiesen / sondern ein lauter Regulus Antimonii, welches man also erfahren kann / wann man solches abgesüßte weiße Pulver in einem Tiegel schmelzet / so geht ein Teil in ein gelb Vitrum, das ander wird ein Regulus, und findet sich kein Mercurius.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172900199890137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":390,"date":1659,"orig":"Darauß zu ſchlieſſen/ daß ſolches dicke Oleum nichts anders ſey/ als ein Solutio Antimonii cum ſpiritu ſalis: Weilen der ſpiritus ſalis vnd Flores Antimonii eben ein ſolches dicke Oleum oder Butyrum geben/ in allem gleich dem vorigen/ welches vom Mercurio Sublimato gemacht iſt worden/ vnd gleich ſo wol durch Zugieſſung vieles Waſſers/ ein ſolch weiß Pulver/ welches Mercurius Vitæ genennet wird/ davon kan gemacht werden.","norm":"Daraus zu schließen / dass solches dicke Oleum nichts anders sei / als ein Solutio Antimonii cum spiritu salis: Weilen der spiritus salis und Flores Antimonii eben ein solches dicke Oleum oder Butyrum geben / in allem gleich dem vorigen / welches vom Mercurio Sublimato gemacht ist worden / und gleich so wohl durch Zugießung vieles Wassers / ein solch weiß Pulver / welches Mercurius Vitae genannt wird / davon kann gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502500057220459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":391,"date":1659,"orig":"Auch von dem Oleo durch Abſtrahirung eines Spiritus Nitri ein Bezoarticum Minerale, welches auch nichts anders iſt/ dann ein Antimonium Diaphorcticum.","norm":"Auch von dem Oleo durch Abstrahierung eines Spiritus Nitri ein Bezoarticum Minerale, welches auch nichts anders ist / dann ein Antimonium Diaphorcticum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.96999979019165} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":392,"date":1659,"orig":"Ob nun ſolches Diaphoreticum durch den Spiritum Nitri, oder durch das Nitrum corporale ſey worden/ iſt in gleichen Kraͤfften befunden/ wiewol der mehrentheil davor haͤlt/ daß das erſte beſſer ſey/ welches doch faſt ein Ding iſt.","norm":"Ob nun solches Diaphoreticum durch den Spiritum Nitri, oder durch das Nitrum corporale sei worden / ist in gleichen Kräften befunden / wiewohl der Mehranteil davor hält / dass das erste besser sei / welches doch fast ein Ding ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.849299907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":393,"date":1659,"orig":"Darumb hab ich meine Meynung auch hieher geſetzt/ vnd ſolche bewieſen.","norm":"Darum habe ich meine Meinung auch hierher gesetzt / und solche bewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472899913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":394,"date":1659,"orig":"Wer nun ſolches nicht glauben will/ kan bey der ſeinigen bleiben dann ich ſolches nicht gethan/ als wann ichs alle in beſſer verſtuͤnde als andere/ ſondern nur darumb/ auff daß die Warheit an Tag komme.","norm":"Wer nun solches nicht glauben will / kann bei der seinigen bleiben dann ich solches nicht getan / als wann ich es alle in besser verstünde als andere / sondern nur darum / auf dass die Wahrheit an Tag komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.863399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":395,"date":1659,"orig":"Daß ich nun wieder zu meinem Fuͤrhaben ſchreitte/ ein Oleum mit ſpiritu ſalis auß dem Antimonio zu machen/ geſchicht ſolches alſo.","norm":"Dass ich nun wieder zu meinem Vorhaben schreite / ein Oleum mit spiritu salis aus dem Antimonio zu machen / geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60830020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":397,"date":1659,"orig":"Wie folgt:","norm":"Wie folgt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.6445999145507812} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":398,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":399,"date":1659,"orig":"XIX. 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Flores Antimonii Vomitive Albi.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.03380012512207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":400,"date":1659,"orig":"℞ SOlches Butyri ſo viel du wilt/ thue es in ein groſſen Kolben oder ander Glas/ vnd ſchuͤtte ſo viel gemein Waſſer zu/ bis keine weiſſe Flores mehr fallen wollen/ dann gieß das Waſſer ab von den Floribus, ſuͤſſe dieſelbe mit warmem Waſſer auß/ vnd truͤckne ſolche an einer linden Waͤrme/ ſo bekompt man ein weiß Pulver.","norm":"℞ Solches Butyri so viel du willst / tue es in ein großen Kolben oder ander Glas / und schütte so viel gemein Wasser zu / bis keine weiße Flores mehr fallen wollen / dann gieße das Wasser ab von den Floribus, süße dieselbe mit warmem Wasser aus / und trückne solche an einer linden Wärme / so bekommt man ein weiß Pulver.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690400123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":401,"date":1659,"orig":"Solches zu 1. 2. 3. bis auff 8. oder 10. Grana, nach Gelegenheit der Perſon/ nuͤchtern mit ein wenig Wein/ (welcher uͤber Nacht daruͤber geſtanden hat) eingeben/ purgirt vnterſich vnd uͤberſich.","norm":"Solches zu 1. 2 . 3. bis auf 8. oder 10. Grana, nach Gelegenheit der Person / nüchtern mit ein wenig Wein / (welcher über Nacht darüber gestanden hat) eingeben / purgiert untersiech und über sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.728600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":402,"date":1659,"orig":"Doch muß man ſich vorſehen/ daß mans keinen gar jungen Kindern oder alten Leuthen/ oder andern ſchwachen Menſchen gebrauche: Sondern denen bekompt es am beſten/ welche ſtarck von Leib ſeyn/ vnd ſich leichtlich brechen koͤnnen.","norm":"Doch muss man sich vorsehen / dass man es keinen gar jungen Kindern oder alten Leuten / oder anderen schwachen Menschen gebrauche: Sondern denen bekommt es am besten / welche stark von Leib sein / und sich leichtlich brechen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":403,"date":1659,"orig":"Vnd wann man ſolche eingenommen/ vnd einem ſehr uͤbel davon wird/ vnd doch nicht zum brechen kommen kan/ ſo muß man einen Finger in den Hals ſtecken/ vnd alſo einen Fortgang machen/ ſonſten bleiben ſie ligen/ operiren nicht/ vnd machen nur ſehr kranck/ daß die Leute nicht anders meynen/ ſie muͤſſen ſterben.","norm":"Und wann man solche eingenommen / und einem sehr übel davon wird / und doch nicht zum Brechen kommen kann / so muss man einen Finger in den Hals stecken / und also einen Fortgang machen / sonsten bleiben sie liegen / operieren nicht / und machen nur sehr krank / dass die Leute nicht anders meinen / sie müssen sterben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.779600143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":404,"date":1659,"orig":"Wann man aber merckt daß ſie zu ſtarck operiren wollen/ kan man einen Trunck lawlecht Bier/ oder nur warm Waſſer/ iſt beſſer/ darinnen ein wenig Koͤrbel oder Peterſil geſotten iſt/ einnehmen/ ſo hoͤrt es auff/ vnd operirt etwas linder/ wer es aber auß-ſtehen kan/ der wehre es nicht/ dann man wird nur deſto geſůnder hernach/ vnd ſie purgiren die Gall wol/ vnd nehmen den Schleim auß dem Magen/ welche andere purgationes ligen laſſen/ oͤffnen alle obſtructiones, reſiſtiren ſanguinis putredini, davon viel Kranckheiten entſtehen/ als allerhand Fieber/ langwieriges Hauptwehe/ bekommen wol den Leproſis, Scorbuticis, Melancholicis, Hypochondriacis, auch denen welche einen Huren-lohn empfangen haben/ vnd wann ſie bey Zeit gebraucht werden/ ſeynd ſie in Peſte nicht boͤs.","norm":"Wann man aber merkt dass sie zu stark operieren wollen / kann man einen Trunk lawlecht Bier / oder nur Warmwasser / ist besser / darinnen ein wenig Körbel oder Petersilie gesotten ist / einnehmen / so hört es auf / und operiert etwas linder / wer es aber ausstehen kann / der wehre es nicht / dann man wird nur desto gesunder hernach / und sie purgieren die Gall wohl / und nehmen den Schleim aus dem Magen / welche andere purgationes liegen lassen / öffnen alle obstructiones, resistieren sanguinis putredini, davon viel Krankheiten entstehen / als allerhand Fieber / langwieriges Hauptwehe / bekommen wohl den Leprosis, Scorbuticis, Melancholicis, Hypochondrieakis, auch denen welche einen Hurenlohn empfangen haben / und wann sie bei Zeit gebraucht werden / sind sie in Peste nicht bös.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2967000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":405,"date":1659,"orig":"In Summa/ ſie ſuchen gar genaw/ vnd richten viel guts auß.","norm":"In Summa / sie suchen gar genau / und richten viel Gutes aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.481200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":406,"date":1659,"orig":"Aber ſo man ſolche genommen/ muß man ſich denſelben Tag im Bett behalten/ oder auffs wenigſte nicht auß dem Hauß in die Lufft gehen/ ſonſten bekommen ſie einem nicht wol.","norm":"Aber so man solche genommen / muss man sich denselben Tag im Bett behalten / oder aufs wenigste nicht aus dem Haus in die Luft gehen / sonsten bekommen sie einem nicht wohl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":407,"date":1659,"orig":"Weiln aber ſolche Flores etwas vehement wuͤrcken/ vnd von vielen nicht gern darumb genommen/ ſondern gewaltig darumb gehaßt werden; So will ich den Krancken zu lieb andere lehren machen im 4. Theil dieſes Buchs/ welche viel ſicherer zu gebrauchen ſeynd/ vnd mehr vnterſich als uͤberſich operiren/ machen gantz gelinde Vomitus, vnd koͤnnen kleinen Kindern vnd alten Leuten ohne Schaden adminiſtriret werden/ doch mir Beſcheydenheit/ nach Gelegenheit der Kranckheit/ Alters oder Jugend des Patienten.","norm":"Weil aber solche Flores etwas vehement wirken / und von vielen nicht gern darum genommen / sondern gewaltig darum gehasst werden; so will ich den Kranken zu lieb andere lehren machen im 4. Teil dieses Buchs / welche viel sicherer zu gebrauchen sind / und mehr untersiech als über sich operieren / machen ganz gelinde Vomitus, und können kleinen Kindern und alten Leuten ohne Schaden administrieret werden / doch mir Bescheidenheit / nach Gelegenheit der Krankheit / Alters oder Jugend des Patienten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.888000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":408,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":409,"date":1659,"orig":"XX. Antimonii Flores Diaphoretici.","norm":"XX. Antimonii Flores Diaphoretici.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.514900207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":410,"date":1659,"orig":"WAnn man ſolche Flores in einen gefloſſenen Nitrum traͤgt/ vnd ein wenig damit flieſſen laͤßt/ ſo werden ſie fix/ purgiren nicht mehr/ ſondern operiren nur durch den Schweiß.","norm":"Wann man solche Flores in einen geflossenen Nitrum trägt / und ein wenig damit fließen lässt / so werden sie fix / purgieren nicht mehr / sondern operieren nur durch den Schweiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":411,"date":1659,"orig":"Das ſawre Waſſer/ davon die Flores geſchieden/ kan man laſſen abrauchen/ ſo bleibt ein guter ſpiritus ſalis, welchen man zu dergleichen/ oder einer andern Arbeit wiederumb gebrauchen kan.","norm":"Das saure Wasser / davon die Flores geschieden / kann man lassen abrauchen / so bleibt ein guter spiritus salis, welchen man zu dergleichen / oder einer anderen Arbeit wiederum gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.722400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":412,"date":1659,"orig":"CAP. XXI.","norm":"CAP. XXI.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.079100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":413,"date":1659,"orig":"Von dem aͤuſſerlichen Gebrauch des Oler Antimonii Corroſivi.","norm":"Von dem äußerlichen Gebrauch des Oler Antimonii korrosive.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.877600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":414,"date":1659,"orig":"DIeſes Corroſiviſche Oleum iſt lange Zeit her im Brauch geweſen bey den Chirmgis, wann ſie einen Schaden haben gehabt/ welcher keine Heylung hat wollen annehmen/ haben ſie ſolches mit einem Federlein darauff geſtrichen/ das vnreine davon geſchieden/ vnd einen guten Grund zur Heylung damit gemacht/ auff daß andere Medicamenta hernach darauff haben wuͤrcken koͤnnen/ welches dann gut darzu iſt.","norm":"Dieses Corrosivische Oleum ist lange Zeit her im Brauch gewesen bei den Chirmgis, wann sie einen Schaden haben gehabt / welcher keine Heilung hat wollen annehmen / haben sie solches mit einem Federlein darauf gestrichen / das unreine davon geschieden / und einen guten Grund zur Heilung damit gemacht / auf dass andere Medikamente hernach darauf haben wirken können / welches dann gut dazu ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752099990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":415,"date":1659,"orig":"Aber viel beſſer iſt es/ wann man ſolches mit ſpiritu ſalis miſchet/ dann ſie ſich gern vereinigen/ vnd wird alſo etwas linder zu gebrauchen/ daß es nicht ſo ſehr beiſſet vnd brennet.","norm":"Aber viel besser ist es / wann man solches mit spiritu salis mischet / dann sie sich gern vereinigen / und wird also etwas linder zu gebrauchen / dass es nicht so sehr beißet und brennet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":416,"date":1659,"orig":"Vnd miſchet ſich dieſes Butyrum ſonſten mit keinem andern ſpiritu, als mit ſpiritu ſalis, man haͤtte dann einen gar ſtarcken Spiritum Nitri, welcher ſich auch damit vereiniget/ aber den Chirurgis nicht gut zu gebrauchen:","norm":"Und mischet sich dieses Butyrum sonsten mit keinem anderen spiritu, als mit spiritu salis, man hätte dann einen gar starken Spiritum Nitri, welcher sich auch damit vereiniget / aber den Chirurgis nicht gut zu gebrauchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.884399890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":417,"date":1659,"orig":"Vnd wann der Spiritus Nitri nicht ſehr ſtarck iſt/ ſo præcipitirt er das Butyrum, wie zu ſehen/ wann man das Bezoarticum Minerale macht.","norm":"Und wann der Spiritus Nitri nicht sehr stark ist / so präzipitiert er das Butyrum, wie zu sehen / wann man das Bezoarticum Minerale macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":418,"date":1659,"orig":"Wann man aber einen ſolchen ſtarcken Spiritum Nitri hat/ daß er das Butyrum auffſolviret/ ſo hat man ein blutrote ſolution/ damit ſeltzame Dinge koͤnnen gethan werden in Metallicis, aber hieher nicht gehoͤrig.","norm":"Wann man aber einen solchen starken Spiritum Nitri hat / dass er das Butyrum auffsolviret / so hat man ein blutrote Solution / damit seltsame Dinge können getan werden in Metallice, aber hierher nicht gehörig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.427000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":419,"date":1659,"orig":"Sonſten durch die Diſtillation davon gezogen/ bleibt das Antimonium auff einmal fix vnd diaphoretiſch/ welcher ſonſten zu 2. oder dreymalen davon abſtrahirt muß werden/ wann er ſo ſtarck nicht iſt/ daß er das Butyrum ohne Præcipitation kan auffloͤſen.","norm":"Sonsten durch die Destillation davon gezogen / bleibt das Antimonium auf einmal fix und diaphoretisch / welcher sonsten zu 2. oder Dreimalen davon abstrahiert muss werden / wann er so stark nicht ist / dass er das Butyrum ohne Präzipitation kann auflösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.708600044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":420,"date":1659,"orig":"Dieſes Bezoarticum iſt ein gutes Diaphoreticum in allen Kranckheiten ſicher zu gebrauchen/ da ſchwitzens vonnoͤthen iſt/ als in Peſte, Morbo Gallico, Febribus, Scorbuto, Lepra, vnd dergleichen/ von 6. 8. 10. bis auff 20. grana, mit bequemen vehiculis genommen/ durchſuchet den Leib/ vnd alles boͤſe/ das ſonſten durch ſchwitzen kan benommen werden/ treibt es durch den Schweiß vnd Urin auß.","norm":"Dieses Bezoarticum ist ein gutes Diaphoreticum in allen Krankheiten sicher zu gebrauchen / da Schwitzens vonnöten ist / als in Peste, Morbo Gallico, Febribus, Scorbuto, Lepra, und dergleichen / von 6. 8. 10. bis auf 20. grana, mit bequemen vehiculis genommen / durchsuchet den Leib / und alles böse / das sonsten durch Schwitzen kann benommen werden / treibt es durch den Schweiß und Urin aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":421,"date":1659,"orig":"CAPUT XXII. Oleum Arſenici & Auripigmenti.","norm":"CAPUT XXII. Oleum Arsenici & Auripigmenti.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.956099987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":422,"date":1659,"orig":"GLeich wie der ſpiritus ſalis das Antimonium crudum nicht gern angreifft/ wegen ſeines vielen vnzeitigen Schwefels/ es ſey dann daß es zuvor in Flores werde gebracht/ dadurch ein Theil ſolches Sulphurs verbrant wird; Alſo geſchicht allhier auch mit dem Arſenico vnd Auripigmento, die wollen ſich nicht gern ſolviren laſſen/ wann ſie nicht zuvorn in Flores ſublimiret ſeynd; doch iſts muͤglich mit einem ſehr ſtarcken ſpiritu ſalis zuthun.","norm":"Gleich wie der spiritus salis das Antimonium crudum nicht gern angreift / wegen seines vielen unzeitigen Schwefels / es sei dann dass es zuvor in Flores werde gebracht / dadurch ein Teil solches Sulfurs verbrannt wird; also geschieht allhier auch mit dem Arsenico und Auripigmento, die wollen sich nicht gern solvieren lassen / wann sie nicht zuvor in Flores sublimieret sind; doch ist es möglich mit einem sehr starken spiritu salis zutun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302199840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":423,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſolche ſind auffgeloͤßt/ koͤnnen ſie per retortam, gleich wie das Antimonium in ein dick vnd ſchwer Oleum diſtillirt werden.","norm":"Und wann solche sind aufgelöst / können sie per retortam, gleich wie das Antimonium in ein dick und schwer Oleum destilliert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.42519998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":424,"date":1659,"orig":"Welches gebrauch aͤuſſerlich zu verdorbenen/ inſonderheit in Cancroſiſchen gifftigen vnd uͤmb ſich freſſenden Schaͤden noch beſſer iſt als das Oleum Antimonii, ſolche damit zu toͤden/ reinigen/ vnd das gute vom boͤſen zu ſcheiden.","norm":"Welches Gebrauch äußerlich zu verdorbenen / in Sonderheit in Cancrosischen giftigen und um sich fressenden Schäden noch besser ist als das Oleum Antimonii, solche damit zu töten / reinigen / und das gute vom bösen zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963600158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":425,"date":1659,"orig":"Auff ſolche Weiſe mit ſpiritu ſalis koͤnnen auß allen Realgaribus corroſiviſche Olea, aͤuſſerlich zugebrauchen gemacht werden.","norm":"Auf solche Weise mit spiritu salis können aus allen Realgaribus corrosivische Olea, äußerlich zu gebrauchen gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9028000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":426,"date":1659,"orig":"CAPUT XXIII. Oleum Lapidis Calaminaris.","norm":"CAPUT XXIII Oleum Lapidis Calaminaris.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.859499931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":427,"date":1659,"orig":"NImb guten Ackiſchen Gallmey/ welcher ſchoͤn gelb oder roth iſt/ mach ſolchen zu einem zarten Pulver/ thu ſolches in ein Kolben-Glas/ vnd gieß 5. oder 6. mal ſo viel/ dann ſeiner iſt/ guten rectificirten ſpiritum ſalis darauff/ ſchwencke vnd miſche ſolchen wol mit dem Gallmey/ laß es nicht lang ſtehen/ ſondern ſchuͤttele vnd ſchwencke das Glas bald wieder/ vnd ſolches muß zum oͤfftern geſchehen/ ſonſten wann man ſolches nicht thut/ ſo wird ein harter Stein auß dem Gallmey in dem Glas/ welcher ſich nicht mehr will erweichen oder ſolviren laſſen/ welchem man dann mit offt ſchuͤtteln vorkommen kan/ ehe ſolches geſchicht.","norm":"Nimm guten Ackischen Gallmey / welcher schön gelb oder rot ist / mache solchen zu einem zarten Pulver / tue solches in ein Kolbenglas / und gieße 5. oder 6. Mal so viel / dann seiner ist / guten rektifizierten spiritum salis darauf / schwenke und mische solchen wohl mit dem Gallmey / lass es nicht lang stehen / sondern schüttele und schwenke das Glas bald wieder / und solches muss zum Öfteren geschehen / sonsten wann man solches nicht tut / so wird ein harter Stein aus dem Gallmey in dem Glas / welcher sich nicht mehr will erweichen oder solvieren lassen / welchem man dann mit oft schütteln vorkommen kann / ehe solches geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.034999847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":428,"date":1659,"orig":"Vnd wann er in der Kaͤlte nicht mehr ſolviren will/ ſo ſetze das Glas in einen warmen Sand/ vnd laß ſo lang ſtehen/ bis der ſpiritus ſalis hoch gelb davon worden iſt/ dann gieß ſolchen ab/ vnd einen andern darauff/ ſchwencke es vntereinander/ vnd ſtelle es wieder zu extrahiren/ vnd vergeſſe des ſchuͤttelns nicht.","norm":"Und wann er in der Kälte nicht mehr solvieren will / so setze das Glas in einen warmen Sand / und lass so lang stehen / bis der spiritus salis hoch gelb davon worden ist / dann gieße solchen ab / und einen anderen darauf / schwenke es untereinander / und stelle es wieder zu extrahieren / und vergesse des Schüttelns nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.837100028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":429,"date":1659,"orig":"Wann er nun genug ſolviret hat/ vnd nicht mehr angreiffen will/ ſo filtrire die Solution, das uͤbrige wirff hinweg/ welches ein tode Erden iſt.","norm":"Wann er nun genug solvieret hat / und nicht mehr angreifen will / so filtriere die Solution, das Übrige wirf hinweg / welches ein Tode Erden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026000022888184} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":430,"date":1659,"orig":"Die Solution ſetze in einem Kolben in Sand/ vnd gib Fewer/ ſo ſteigt beynahe ⅔ des geweſenen ſpiritus ſalis uͤber/ als Brunnen-waſſer am Geſchmack/ iſt ein lautere phlegma, wiewol der ſpiritus ſalis zuvor wol rectificirt vnd dephlegmirt iſt geweſen.","norm":"Die Solution setze in einem Kolben in Sand / und gib Feuer / so steigt beinahe 2 / 3 des gewesenen spiritus salis über / als Brunnenwasser am Geschmack / ist ein lautere Phlegma, wiewohl der spiritus salis zuvor wohl rektifiziert und dephlegmiert ist gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611100196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":431,"date":1659,"orig":"Die Vrſach ſolcher Scheydung iſt dieſe/ weilen der Gallmey ſehr truckner Natur iſt/ ſo hat der ſpiritus ſalis, deſto groͤſſere Gemeinſchafft mit jhme/ vnd will ſich davon nicht gern ſcheyden laſſen.","norm":"Die Ursache solcher Scheidung ist diese / weilen der Gallmey sehr truckner Natur ist / so hat der spiritus salis, desto größere Gemeinschaft mit ihm / und will sich davon nicht gern scheiden lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.00570011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":432,"date":1659,"orig":"Dann mir kein Mineral oder Metall vnter allen (außgenommen Zinek) bekant iſt/ welches truckener were als der Gallmey.","norm":"Dann mir kein Mineral oder Metall unter allen (ausgenommen Zink) bekannt ist / welches trockener wäre als der Gallmey.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.427599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":433,"date":1659,"orig":"Wann nun in arena kein phlegma mehr will uͤbergehen/ ſo laß das Fewer abgehen vnd erkalten/ vnd nimb das Glas auß dem Sand/ ſo wirſtu finden ein dickes vnd rotes Oleum, ſo fett anzugreiffen/ als Baumoͤl/ auch nicht ſonderlich corꝛoſiviſch; dann der ſpiritus ſalis hat ſich an dem Gallmey matt gefreſſen/ vnd alſo ſeine Schaͤrpffe dadurch verlohren.","norm":"Wann nun in arena kein Phlegma mehr will übergehen / so lass das Feuer abgehen und erkalten / und nimm das Glas aus dem Sand / so wirst du finden ein dickes und rotes Oleum, so fett anzugreifen / als Baumöl / auch nicht sonderlich corrosivisch; dann der spiritus salis hat sich an dem Gallmey matt gefressen / und also seine Schärfe dadurch verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4054999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":434,"date":1659,"orig":"Dieſes Oleum muß fuͤr der Lufft wol bewahret werden/ ſonſten es in wenig Tagen viel Lufft an ſich zeucht/ vnd in Waſſer macht/ dadurch das Oel geſchwaͤchet wird.","norm":"Dieses Oleum muss für der Luft wohl bewahret werden / sonsten es in wenig Tagen viel Luft an sich zieht / und in Wasser macht / dadurch das Öl geschwächt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589499950408935} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":435,"date":1659,"orig":"Dieſes Oel hat ein wunderbare Krafft/ ſo wol innerlich als aͤuſſerlich zu gebrauchen:","norm":"Dieses Öl hat ein wunderbare Kraft / so wohl innerlich als äußerlich zu gebrauchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.171599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":436,"date":1659,"orig":"Vnd nimbt mich wunder/ daß bißhero in ſo langer Zeit niemand im Gallmey geſucht/ vnd von ſeiner Natur geſchrieben hat/ da er doch ein lauter guͤldiſcher Sulphur iſt (welches ich im vierdten Theil dieſes Buchs beweiſen will.)","norm":"Und nimmt mich Wunder / dass bisher in so langer Zeit niemand im Gallmey gesucht / und von seiner Natur geschrieben hat / da er doch ein lauter güldischer Sulphur ist (welches ich im vierten Teil dieses Buchs beweisen will.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.322100162506103} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":437,"date":1659,"orig":"Dann wañ durch geſchickte Hanggriffe eines Kuͤnſtlers/ ſeine terꝛeſtritaͤt davon geſchieden wird/ ſo offenbahret ſich ein pur lauter Gold; Aber der mehrer Theil bey jhm iſt fluͤchtig vnd vnzeitig/ vnd laͤßt ſich mit ſchmeltzen nicht gern in ein Corpus bringen/ darumb er von den Chymicis ſo wenig iſt geacht worden:","norm":"Dann wann durch geschickte Hanggriffe eines Künstlers / seine terrestrität davon geschieden wird / so offenbaret sich ein pur lauter Gold; Aber der mehrerer Teil bei ihm ist flüchtig und unzeitig / und lässt sich mit schmelzen nicht gern in ein Corpus bringen / darum er von den Chymicis so wenig ist geachtet worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4145002365112305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":438,"date":1659,"orig":"Welche jhn aber recht kennen/ die halten viel darvon.","norm":"Welche ihn aber recht kennen / die halten viel davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.339099884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":439,"date":1659,"orig":"CAPUT XXIV. Uſus Olei Lapidis Calaminaris.","norm":"CAPUT XXIV. Usus Olei Lapidis Calaminaris.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.442399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":440,"date":1659,"orig":"VOn dieſem Oel 1. 2. 3. biß auff 10. oder 15. Tropffen mit bequemen Vehiculis genommen/ purgirt Hydropem, Lepram, Podagram, vnd ander fixe humores nocivos, welche den Vegetabiliſchen Purgantibus nicht weichen wollen.","norm":"Von diesem Öl 1. 2 . 3. bis auf 10. oder 15. Tropfen mit bequemen Vehiculis genommen / purgiert Hydropem, Lepram, Podagram, und ander fixe Humores nocivos, welche den Vegetabilischen Purgantibus nicht weichen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.047200202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":441,"date":1659,"orig":"Davon lieſe weiter im andern Theil/ da vom Spiritu Urinæ vnd Salis Tartari gehandelt wird.","norm":"Davon Liese weiter im anderen Teil / da vom Spiritu Urinae und Salis Tartari gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.289199829101562} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":442,"date":1659,"orig":"Euſſerlich iſt es ein guter Mineraliſcher Wund-Balſam/ deme wenige zuvergleichen find; nicht allein in allen verdorbenen Wunden/ ſolche wieder zurecht zu bringen/ ſondern auch in friſchen Schaͤden/ dann er gewaltig trucknet/ reiniget vnd zuſammen zeucht.","norm":"Äußerlich ist es ein guter mineralischer Wundbalsam / dem wenige zuvergleichen finde; nicht allein in allen verdorbenen Wunden / solche wieder zurechtzubringen / sondern auch in frischen Schäden / dann er gewaltig trocknet / reiniget und zusammen zieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.562699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":443,"date":1659,"orig":"Auch iſt es in der Hauß-haltung zu gebrauchen/ dann wann man einen gemeinen Holtz-leim damit auffſolvirt/ ſo gibts ein zaͤhe Materi/ damit man Voͤgel/ Maͤuſe vnd ander Vngeziefer fangen/ vnd auß dem Hauſe vnd Garten vertreiben kan.","norm":"Auch ist es in der Haushaltung zu gebrauchen / dann wann man einen gemeinen Holtzleim damit auffsolvirt / so gibt es ein zähe Materie / damit man Vögel / Mäuse und ander Ungeziefer fangen / und aus dem Hause und Garten vertreiben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021900177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":444,"date":1659,"orig":"Dann wo er hingeſtrichen wird/ bleibt er allzeit gut/ vertrucknet nicht in der Sonnen hitz/ vnd ſchadet jhm auch kein Froſt.","norm":"Dann wo er hingestrichen wird / bleibt er allzeit gut / vertrocknet nicht in der Sonnen Hitze / und schadet ihm auch kein Frost.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.938799858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":445,"date":1659,"orig":"Derhalben Sommers vnd Winters zu gebrauchen/ vnd alles klein Gethier/ ſo daran ruͤhret/ bleibt hangen.","norm":"Derethalben Sommers und Winters zu gebrauchen / und alles klein Getier / so daran rühret / bleibt hängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.885700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":446,"date":1659,"orig":"Vnd wann man ein Schnur damit beſtreicht/ vnd uͤmb den Stamm eines Baums bindet/ ſo kan kein Spinn/ Raupen/ oder ander Vngeziefer hinauff kriechen/ vnd die Frucht davon beſchadigen/ welches ein guter Haußwirth nicht entrathen ſolte.","norm":"Und wann man ein Schnur damit bestreicht / und um den Stamm eines Baums bindet / so kann kein Spinne / Raupen / oder ander Ungeziefer hinauf kriechen / und die Frucht davon beschaden / welches ein guter Hauswirt nicht entraten sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163899898529053} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":447,"date":1659,"orig":"Dieſes Oel hat auch die Natur/ wann ſchou viel Waſſer darzu wird gegoſſen/ daß es gleichwol gut bleibt/ vnd ſich der Galmey nicht davon præcipitiret/ gleich wie das Antimonium thut:","norm":"Dieses Öl hat auch die Natur / wann Schau viel Wasser dazu wird gegossen / dass es gleichwohl gut bleibt / und sich der Galmey nicht davon präzipitieret / gleich wie das Antimonium tut:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2677001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":448,"date":1659,"orig":"Darumb man ſolches zu vielen Dingen gebrauchen kan.","norm":"Darum man solches zu vielen Dingen gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8902997970581055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":449,"date":1659,"orig":"Wann man gemeinen gelben pulveriſirten Sulphur damit kocht/ mit ſtarckem Fewer/ daß der Sulphur ſchmeltzet/ ſo ſchwim̃t er darauff gleich als Fett auff Waſſer/ vnd wird ſo rein davon/ daß man dadurch ſehen kan/ als durch ein gelb durchſichtig Glas/ vnd hernach beſſer zur Medicin zu gebrauchen/ als die Flores Sulpheris auff gemeine Weiſe gemacht.","norm":"Wann man gemeinen gelben pulverisierten Sulphur damit kocht / mit starkem Feuer / dass der Sulphur schmelzet / so schwimmt er darauf gleich als Fett auf Wasser / und wird so rein davon / dass man dadurch sehen kann / als durch ein gelb durchsichtig Glas / und hernach besser zur Medizin zu gebrauchen / als die Flores Sulpheris auf gemeine Weise gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.077899932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":450,"date":1659,"orig":"Solches Oleum, kan auch noch zu viel mehr andern Sachen dienen/ welche zu lang alle zu erzehlen.","norm":"Solches Oleum, kann auch noch zu viel mehr anderen Sachen dienen / welche zu lang alle zu erzählen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.931099891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":451,"date":1659,"orig":"Sonſten wann man dieſes Oleum mit reinem Sande verſetzet vnd durch einen Retorten treibt mit ſtarckem Fewer/ (anders will der ſpiritus ſalis nicht vom Galmey weichen/) ſo gehet ein Spiritus uͤber/ als ein lauter Fewer/ vnd der Galmey bleibt zuruͤck.","norm":"Sonsten wann man dieses Oleum mit reinem Sande versetzet und durch einen Retorten treibt mit starkem Feuer / (anders will der spiritus salis nicht vom Galmey weichen /) so geht ein Spiritus über / als ein lauter Feuer / und der Galmey bleibt zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654399871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":452,"date":1659,"orig":"Solcher Spiritus iſt ſo ſtarck/ daß man jhn ſchier nicht bewahren kan/ loͤßt alle Metallen/ auch faſt alle Mineralien/ (ohne Lunam vnd Sulphur) gern auff/ dadurch viel ſchoͤne Medicamenten koͤnnen bereytet werden/ welches mit einem gemeinen ſpiritu ſalis (wie ſtarck er auch ſonſt gemacht iſt) nicht geſchehen kan:","norm":"Solcher Spiritus ist so stark / dass man ihn schier nicht bewahren kann / löst alle Metallen / auch fast alle Mineralien / (ohne Lunam und Sulphur) gern auf / dadurch viel schöne Medikamenten können bereitet werden / welches mit einem gemeinen spiritu salis (wie stark er auch sonst gemacht ist) nicht geschehen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269999980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":453,"date":1659,"orig":"Dann ob er ſchon offt rectificirt wird/ ſo behaͤlt er doch noch allezeit viel phlegma bey ſich/ welche durch die Rectification nicht kan geſchieden werden/ gleich wie allhier durch Huͤlffe des Galmeys geſchicht.","norm":"Dann ob er schon oft rektifiziert wird / so behält er doch noch allezeit viel Phlegma bei sich / welche durch die Rektifikation nicht kann geschieden werden / gleich wie allhier durch Hilfe des Galmeys geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137400150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":454,"date":1659,"orig":"Mit dieſem ſtarcken Spiritu oder Oleo Salis, koͤnnen viel ſchoͤne Dinge verꝛichtet werden/ ſo wol in Medicina, als in Alchymia, vnd andern Kuͤnſten/ wie ein Verſtaͤndiger wol erachten kan/ will ſich aber die Gelegenheit auff dißmal nicht præſentiren weiters davon zu ſchreiben.","norm":"Mit diesem starken Spiritu oder Oleo Salis, können viel schöne Dinge verrichtet werden / so wohl in Medicina, als in Alchimie, und anderen Künsten / wie ein Verständiger wohl erachten kann / will sich aber die Gelegenheit auf diesmal nicht präsentieren weiteres davon zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895400047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":455,"date":1659,"orig":"Doch noch ein ſchoͤn Medicinaliſch Stuͤcklein/ will ich uͤmb der Krancken willen offenbahren/ dergleichen wenig gefunden werden/ wiewol der Proceß kurtz vnd ſchlecht anzuſehen iſt/ daran ſich doch der Verſtaͤndige nicht kehren wird/ vnd iſt dieſes:","norm":"Doch noch ein schön Medicinalisch Stücklein / will ich um der Kranken willen offenbaren / dergleichen wenig gefunden werden / wiewohl der Prozess kurz und schlecht anzusehen ist / daran sich doch der Verständige nicht kehren wird / und ist dieses:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552800178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":456,"date":1659,"orig":"Wann man zu einem ſolchen ſtarcken Spiritu Salis einen dephlegmirten Spiritum Vini geuſt/ vnd ein Zeitlang digerirt/ ſo macht er bey dem Spiritu Vini eine Scheidung/ toͤdet ſein Sal Volatile, daß ein liebliches klares Oleum Vini oben auff ſchwimbt/ welches das geringſte Cordiale nicht iſt/ inſonderheit/ wann zuvorn mit Spiritu Vini etliche kraͤfftige Aromatæ extrahiret/ vnd auch im ſpiritu ſalis Gold ſolviret iſt; dann zuſammen gegoſſen vnd digerirt/ ſo nimbt das Oleum Vini in der Scheidung zugleich auch zu ſich die Eſſentiam Specierum Cordialium, oder anderer Vegetabilien/ welche zuvor mit Spiritu Vini extrahiret waren/ wie auch Tincturam Auri, vnd gibt ein ſolche kraͤfftige Medicin/ deren wenig gefunden werden/ in allen Kranckheiten univerſaliter zu gebrauchen/ das Humidum radicale dadurch alſo zu ſtaͤrcken/ daß es maͤchtig genug iſt/ ſeine Feinde von ſich zu treiben.","norm":"Wann man zu einem solchen starken Spiritu Salis einen dephlegmierten Spiritum Vini geust / und ein Zeitlang digeriert / so macht er bei dem Spiritu Vini eine Scheidung / tötet sein Soll volatile, dass ein liebliches klares Oleum Vini oben aufschwimmt / welches das geringste Kordiale nicht ist / in Sonderheit / wann zuvor mit Spiritu Vini etliche kräftige Aromatae extrahieret / und auch im spiritu salis Gold solvieret ist; dann zusammen gegossen und digeriert / so nimmt das Oleum Vini in der Scheidung zugleich auch zu sich die Essentiam Specierum Cordialium, oder anderer Vegetabilien / welche zuvor mit Spiritu Vini extrahieret waren / wie auch Tincturam Auri, und gibt ein solche kräftige Medizin / deren wenig gefunden werden / in allen Krankheiten universaliter zu gebrauchen / das Humidum radikale dadurch also zu stärken / dass es mächtig genug ist / seine Feinde von sich zu treiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403600215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":457,"date":1659,"orig":"Darfuͤr GOTT hochgelobet ſey der vns vnwuͤrdigen vnd vndanckbaren Menſchen ſolche Secreta offenbaret.","norm":"Dafür GOTT hochgelobt sei der uns unwürdigen und undankbaren Menschen solche Secreta offenbaret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.883800029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":458,"date":1659,"orig":"CAP. XXV.","norm":"CAP. XXV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.973999977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":459,"date":1659,"orig":"Vom Gebrauch des gemeinen Spiritus Salis, in der Kuͤchen vnd Haußhaltung.","norm":"Vom Gebrauch des gemeinen Spiritus Salis, in der Küchen und Haushaltung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815000057220459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":460,"date":1659,"orig":"OBen hab ich geſagt/ daß der gemeine ſpiritus ſalis auch in der Kuͤchen vnd Haußhaltung zu etlichen Speiſen/ an ſtatt eines Eſſigs/ Agreſts oder Limonien-Saffts koͤnne gebraucht werden.","norm":"Oben habe ich gesagt / dass der gemeine spiritus salis auch in der Küchen und Haushaltung zu etlichen Speisen / anstatt eines Essigs / Agrests oder Limonien-Saffts könne gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.769700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":461,"date":1659,"orig":"Nun iſt noch uͤbrig zu lehren/ wie ſolches geſchehe.","norm":"Nun ist noch übrig zu lehren / wie solches geschehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44980001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":462,"date":1659,"orig":"Weilen dann ſo wol den Geſunden als Krancken damit gedient wird/ ſoll es nicht verſchwiegen bleiben.","norm":"Weilen dann so wohl den Gesunden als Kranken damit gedient wird / soll es nicht verschwiegen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":463,"date":1659,"orig":"Wann man ein jung Huͤnlein/ ein par Tauben/ oder ein Stuͤck Kalbfleiſch damit wil abſtofen/ ſo muß man ſo viel Waſſer/ Butter vnd Gewuͤrtze darzu thun/ als man darbey haben will/ dann hernach den ſpiritum ſalis beygieſſen/ viel oder wenig/ nach dem man gern ſawer iſſet.","norm":"Wann man ein jung Hühnlein / ein par Tauben / oder ein Stück Kalbfleisch damit will abstufen / so muss man so viel Wasser / Butter und Gewürze dazutun / als man dabei haben will / dann hernach den spiritum salis beygiessen / viel oder wenig / nach dem man gern sauer isst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5243000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":464,"date":1659,"orig":"Vnd wird alſo auff dieſe Weiſe das Fleiſch viel eher muͤrb oder gar/ als ſonſten ohne den ſpiritum ſalis:","norm":"Und wird also auf diese Weise das Fleisch viel eher mürb oder gar / als sonsten ohne den spiritum salis:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.066400051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":465,"date":1659,"orig":"Vnd wann es ſchon ein alte Haͤnne/ oder Kuͤhfleiſch were/ wird es doch ſo muͤrb als ein jung Huͤnlein.","norm":"Und wann es schon ein alte Henne / oder Kühfleisch wäre / wird es doch so mürb als ein jung Hühnlein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.841100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":466,"date":1659,"orig":"Wann man ſolchen an ſtatt eines Limonien-ſaffts bey dem Gebratens/ oder andern Speiſen zu gebrauchen/ haben will/ ſo legt man nur Limonien-Schalen darein/ vnd ſtellets hin/ verdirbt nimmermehr.","norm":"Wann man solchen anstatt eines Limoniensaffts bei dem Gebratens / oder anderen Speisen zu gebrauchen / haben will / so legt man nur Limonienschalen darein / und stellet hin / verdirbt nimmermehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.995500087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":467,"date":1659,"orig":"An ſtatt eines Agreſts nur alſo allein gebraucht; ſo er aber zu ſawer iſt/ ein wenig Zucker darein gethan.","norm":"Anstatt eines Agrests nur also allein gebraucht; so er aber zu sauer ist / ein wenig Zucker darein getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.360300064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":468,"date":1659,"orig":"Will man Ochſen-fleiſch damit einbeitzen/ daß es muͤrb werden als ein jung Hirſch- oder Reh-fleiſch/ ſo ſolvire zuvor Weinſtein/ vnd ein wenig Saltz darein/ befeuchte das Fleiſch damit/ leg es hin/ verdirbt nicht/ ſondern wird muͤrb vnd gut.","norm":"Will man Ochsen-Fleisch damit einbeizen / dass es mürb werden als ein jung Hirsch- oder Rehfleisch / so solviere zuvor Weinstein / und ein wenig Salz darein / befeuchte das Fleisch damit / leg es hin / verdirbt nicht / sondern wird mürb und gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999100208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":469,"date":1659,"orig":"Soll es aber lang damit verwahret werden/ ſo muß man etwas Waſſer beythun/ vnd das Fleiſch mit Gewicht beſchweren/ auff daß die Sultze ſolches bedecke:","norm":"Soll es aber lang damit verwahret werden / so muss man etwas Wasser beitun / und das Fleisch mit Gewicht beschweren / auf dass die Sulze solches bedecke:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":470,"date":1659,"orig":"Alſo kan es ſo lang man will fuͤr verderben bewahret werden.","norm":"Also kann es so lang man will für Verderben bewahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":471,"date":1659,"orig":"Deßgleichen koͤnnen auch alle Fruͤchten vnd Gaͤrten-gewaͤchſe/ als Cucummern/ Purcell/ Fenchelu/ Ginſtern/ deutſche Capern/ vnd dergleichen damit eingemacht werden/ verderben nicht/ vnd ſind viel beſſer als mit Eſſig gethan.","norm":"Desgleichen können auch alle Früchten und Gerten-Gewächse / als Kukumern / Purcell / Fenchelu / Ginstern / deutsche Kapern / und dergleichen damit eingemacht werden / verderben nicht / und sind viel besser als mit Essig getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":472,"date":1659,"orig":"Auch kan man allerley Blumen vnd Kraͤuter gruͤn darinn verwahren lange Zeit/ alſo daß man den Winter Roſen vnd andere Blumen zeigen kan.","norm":"Auch kann man allerlei Blumen und Kräuter grün darin verwahren lange Zeit / also dass man den Winter Rosen und andere Blumen zeigen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.768400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":473,"date":1659,"orig":"In Wein ein wenig davon gethan/ erhaͤlt denſelben fuͤr Verderben lange Zeit.","norm":"In Wein ein wenig davon getan / erhält denselben für Verderben lange Zeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.5233001708984375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":474,"date":1659,"orig":"In Milch ein wenig gegoſſen/ præcipitiret den Kaͤß/ ſolcher wann er recht zuſammen gemacht wird/ verdirbt nimmermehr; kan auf Parmaſan Art gemacht werden/ das Kaͤß-Waſſer ſolviret Eyſen: darinn gebadet/ heilet allerley Graͤtzen vnd vnreine Haut.","norm":"In Milch ein wenig gegossen / präzipitieret den Käse / solcher wann er recht zusammen gemacht wird / verdirbt nimmermehr; kann auf Parmasan Art gemacht werden / das Käßwasser solvieret Eisen: darin gebadet / heilet allerlei Grätzen und unreine Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.091599941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":475,"date":1659,"orig":"Durch Huͤlff des ſpiritus ſalis kan von Honig oder Zucker ein guter Getranck gemacht werden/ dem Wein nicht vngleich.","norm":"Durch Hilfe des spiritus salis kann von Honig oder Zucker ein guter Getränk gemacht werden / dem Wein nicht ungleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609300136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":476,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan man von etlichen Garten-fruͤchten mit zu-thun ſpiritus ſalis einen lieblichen Eſſig/ einem Rheiniſchen gleich/ machen.","norm":"Desgleichen kann man von etlichen Gartenfrüchten mit zutun spiritus salis einen lieblichen Essig / einem Rheinischen gleich / machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.413400173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":477,"date":1659,"orig":"Solche vnd dergleichen noch viel nuͤtzlicher Dinge koͤnte ich allhier ſetzen/ welche mit dem ſpiritu ſalis gethan koͤnnen werden/ will ſich aber nicht geziemen alles gemein zu machen.","norm":"Solche und dergleichen noch viel nützlicher Dinge könnte ich allhier setzen / welche mit dem spiritu salis getan können werden / will sich aber nicht geziemen alles gemein zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487800121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":478,"date":1659,"orig":"Neben dieſem oberzehlten Gebrauch deſſelben iſt er auch ein ſonderbahres Mittel/ das Gold auß dem Kißlingſtein/ Sand/ vnd andern Goldhaltenden Bergarten leichtlich/ vnd mit groſſem Nutzen vieler Menſchen/ herauß zu zichen/ fix/ vnd Corporaliſch zu machen.","norm":"Neben diesem oberzählten Gebrauch desselben ist er auch ein sonderbares Mittel / das Gold aus dem Kißlingstein / Sand / und anderen Goldhaltenden Bergarten leichtlich / und mit großem Nutzen vieler Menschen / heraus zu zechen / fix / und Körperlich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8867998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":479,"date":1659,"orig":"Davon ein abfonderlichs Buͤchlein geſchrieben/ darinn ſich der guͤnſtige Leſer erſehen kan.","norm":"Davon ein absonderliches Büchlein geschrieben / darin sich der günstige Leser ersehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.590199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":480,"date":1659,"orig":"Allhier hab ich nun etlicher maſſen erzehlt/ was man mit dem ſpiritu ſalis thun kan/ muß aber nicht verſtanden werden/ als wann er ſonſten zu nichts anders mehr diente/ vnd gebraucht koͤnte werden/ als was ich allhier erzehlt vnd beſchrieben habe/ dann ich uͤmb der Kuͤrtze vnd anderer Vrſachen halben viel behalten:","norm":"Allhier habe ich nun etlicher Maßen erzählt / was man mit dem spiritu salis tun kann / muss aber nicht verstanden werden / als wann er sonsten zu nichts anders mehr diente / und gebraucht könnte werden / als was ich allhier erzählt und beschrieben habe / dann ich um der Kürze und anderer Ursachen halben viel behalten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":481,"date":1659,"orig":"Vnd kan auch wol erachtet werden/ daß mir nicht alles wiſſend vnd bekant iſt: Hab aber gleichwol ſo viel Anleytung geben/ daß andere dadurch koͤnnen weiter kom̃en.","norm":"Und kann auch wohl erachtet werden / dass mir nicht alles wissend und bekannt ist: Hab aber gleichwohl so viel Anleitung geben / dass andere dadurch können weiter kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.997900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":482,"date":1659,"orig":"Wer aber alles/ ſo damit koͤute gethan werden/ beſchreiben wolte vnd doͤrffte/ haͤtte ein groſſes Buch von thun/ welches dann zu machen jetzunder meine Gelegenheit nicht iſt.","norm":"Wer aber alles / so damit köute getan werden / beschreiben wollte und dürfte / hätte ein großes Buch von tun / welches dann zu machen jetzund meine Gelegenheit nicht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.303199768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":483,"date":1659,"orig":"Es koͤnte aber die Zeit ſolches villeicht auff einandermal zulaſſen:","norm":"Es könnte aber die Zeit solches vielleicht auf ein andermal zulassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":484,"date":1659,"orig":"Sollen aber doch noch etliche ſchoͤne Arcana, welche durch Huͤlff dieſes Spiritus koͤnnen gemacht/ im andern Theil dieſes Buchs offenbaret werden:","norm":"Sollen aber doch noch etliche schöne Arcana, welche durch Hilfe dieses Spiritus können gemacht / im anderen Teil dieses Buchs offenbaret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.901599884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":485,"date":1659,"orig":"Wie nemblich derſelbe dulcificirt wird/ daß er dem Gold vnd andern Metallen jhre Tinetur nur allein extrahirt/ vnd laͤßt das Corpus weiß vnd vnauff ſolvirt ligen/ welche Tincturen dann die geringſten Medicamenta nicht ſeyn.","norm":"Wie nämlich derselbe dulcificirt wird / dass er dem Gold und anderen Metallen ihre Tinetur nur allein extrahiert / und lässt das Corpus weiß und vnauff solviert liegen / welche Tinkturen dann die geringsten Medikamente nicht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.552199840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":486,"date":1659,"orig":"Weiln dann nun offentlich am Tag iſt/ daß uͤberauß viel ſchoͤne Dinge damit koͤnnen gethan werden/ wer wolte dann nicht gern mit einer guten Quantitaͤt ſolches hochnuͤtzlichen Spiritus in fuͤrfallenden Occaſionen zu gebrauchen/ in ſeinem Hauß verſehen ſeyn?","norm":"Weil dann nun öffentlich am Tag ist / dass überaus viel schöne Dinge damit können getan werden / wer wollte dann nicht gern mit einer guten Quantität solches hochnützlichen Spiritus in vorfallenden Occasionen zu gebrauchen / in seinem Haus versehen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.778900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":487,"date":1659,"orig":"Inſonderheit weil derſelbige auff obbeſchriebene Weiſe ſo leichtlichr zu erlangen iſt.","norm":"Insonderheit weil derselbige auf obbeschriebene Weise so leichtlicher zu erlangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660999774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":488,"date":1659,"orig":"CAP. XXVI.","norm":"CAP. XXVI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.448599815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":489,"date":1659,"orig":"Wie man einen ſauren Spiritum oder Acetum von allen Vegetabiliſchen Dingen/ als Kraͤutern/ Hoͤltzern/ Wurtzeln/ Saamen vnd dergleichen machen ſoll.","norm":"Wie man einen sauren Spiritum oder Acetum von allen Vegetabilischen Dingen / als Kräutern / Hölzern / Wurzeln / Samen und dergleichen machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2428998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":490,"date":1659,"orig":"LEge erſtlich ein wenig gluͤende Kolen in den Ofen/ darnach das Holtz darauff/ welches du diſtilliren wilt/ vnd las ſolches brennen:","norm":"Lege erstlich ein wenig glühende Kohlen in den Ofen / danach das Holz darauf / welches du destillieren willst / und las solches brennen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.937699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":491,"date":1659,"orig":"In dem das Holtz verbrennet/ ſo gehet ſein Spiritus Acidus davon/ wird in den Recipienten condenſirt/ vnd in dem vntergeſetzten Geſchirꝛ auffgefangen:","norm":"Indem das Holz verbrennet / so geht sein Spiritus Acidus davon / wird in den Rezipienten kondensiert / und in dem untergesetzten Geschirr aufgefangen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908299922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":492,"date":1659,"orig":"Welcher am Geſchmack nicht viel anders iſt/ als ein gemeiner Eſſig/ darumb er auch Acetum Lignorum genañt wird.","norm":"Welcher am Geschmack nicht viel anders ist / als ein gemeiner Essig / darum er auch Acetum Lignorum genannt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":493,"date":1659,"orig":"Vnd kan man auff ſolche Weiß von allen Hoͤltzern/ vnd andern Vegetabiliſchen Gewaͤchſen/ ohne allen Koſten/ einen ſauren Spiritum in groſſer Quantitaͤt machen/ dann es koſtet gantz kein Fewer/ wann nur erſtlich das Holtz mit ein wenig Kohlen wird brennend gemacht/ ſo zuͤnd hernach immer ein Holtz das ander an/ vnd koſtet alſo ein ſolcher Spiritus nicht mehr als das Holtz allein/ welches ein groſſer Vnderſcheyd iſt bey einer gemeinen Diſtillation welche per Rctortam geſchicht.","norm":"Und kann man auf solche Weiß von allen Hölzern / und anderen Vegetabilischen Gewächsen / ohne allen Kosten / einen sauren Spiritum in großer Quantität machen / dann es kostet ganz kein Feuer / wann nur erstlich das Holz mit ein wenig Kohlen wird brennend gemacht / so zünde hernach immer ein Holz das ander an / und kostet also ein solcher Spiritus nicht mehr als das Holz allein / welches ein großer Unterscheid ist bei einer gemeinen Destillation welche per Rctortam geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258900165557861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":494,"date":1659,"orig":"Dann erſtlich der Vnkoſten zum Retorten/ darnach zum Fewer muß gethan werden:","norm":"Dann erstlich der Unkosten zum Retorten / danach zum Feuer muss getan werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.011300086975098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":495,"date":1659,"orig":"Vnd wann man auß einem groſſen Retorten einen Brand thut/ ſo bekompt man vngefaͤhr 1. Pfund Spiritus, darzu man zum wenigſten 5. oder 6. Stunde zu machen haben muß.","norm":"Und wann man aus einem großen Retorten einen Brand tut / so bekommt man ungefähr 1. Pfund Spiritus, dazu man zum wenigsten 5. oder 6. Stunde zu machen haben muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.718599796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":496,"date":1659,"orig":"Allhier aber darff ich das Holtz nicht klein machen/ ſondern nur ein Stuͤck nach dem andern hineyn in den Ofen legen; wann ſolches verbraͤnd iſt/ mehr nachgetragen/ vnd ſolches ſo lang continuiret/ bis man Aceti genug hat:","norm":"Allhier aber darf ich das Holz nicht klein machen / sondern nur ein Stück nach dem anderen hinein in den Ofen legen; wann solches Brände ist / mehr nachgetragen / und solches so lang kontinuiert / bis man Aceti genug hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":497,"date":1659,"orig":"Deſſen man in einem Tag ohn allen Koſten vnd Muͤhe mehr als 20. oder 30. Pfund machen kan/ vnd iſt ſolches Acetum zu vielen operationibus Chymicis nuͤtzlich vnd gut/ dann wann er rectificirt wird/ ſo greifft er gar gerne an alle lapides der Thieren vnd Fiſchen/ als Krebs-Augen/ Karpffen vnd Barſchen-Stein/ Corallen/ Perlen/ vnd dergleichen/ ſo gut zu ſolcher Arbeit als ein Acetum Vini.","norm":"Dessen man in einem Tag ohne allen Kosten und Mühe mehr als 20. oder 30. Pfund machen kann / und ist solches Acetum zu vielen operationibus Chymicis nützlich und gut / dann wann er rektifiziert wird / so greift er gar gerne an alle lapides der Tieren und Fischen / als Krebsaugen / Karpfen und Barschenstein / Korallen / Perlen / und dergleichen / so gut zu solcher Arbeit als ein Acetum Vini.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.379899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":498,"date":1659,"orig":"Auch kan man die Vitra Metallorum, als Saturni, Jovis, Antimonii, damit ſolviren vnd extrahiren/ vnd in gute ſuͤſſe Olea bringen.","norm":"Auch kann man die Vitra Metallorum, als Saturni, Jovis, Antimonii, damit solvieren und extrahieren / und in gute süße Olea bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871200084686279} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":499,"date":1659,"orig":"Sonſten iſt ſolcher Eſſig fuͤr ſich allein gut eingenommen/ macht ſehr ſchwitzen/ in vielen Kranckheiten zu gebrauchen/ inſonderheit der von Eychen/ Eben/ Buxſen/ Guajaco, Junipero, vnd andern ſchweren Hoͤltzern gemacht.","norm":"Sonsten ist solcher Essig für sich allein gut eingenommen / macht sehr schwitzen / in vielen Krankheiten zu gebrauchen / in Sonderheit der von Eichen / Eben / Buxsen / Guajaco, Junipero, und anderen schweren Hölzern gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":500,"date":1659,"orig":"Dann je ſchwerer die Hoͤltzer ſind/ je ſaͤwrer vnd ſtaͤrcker jhre Spiritus davon werden.","norm":"Dann je schwerer die Hölzer sind / je säwrer und stärker ihre Spiritus davon werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.836599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":501,"date":1659,"orig":"Auch reinigt ſolcher Eſſig aͤuſſerlich alle Wunden vnd offene Schaͤden/ laͤßt ſolche nicht vnrein werden/ vnd heylet darbey/ loͤſcht den Brand vom Fewer/ heylet die ſchaͤbigte vnd kraͤtzigte Haut/ ſonderlich wann man darinn ſein eygen Holtz zuvor kocht ehe mans gebraucht.","norm":"Auch reinigt solcher Essig äußerlich alle Wunden und offene Schäden / lässt solche nicht unrein werden / und heilet dabei / löscht den Brand vom Feuer / heilet die schäbige und krätzige Haut / sonderlich wann man darin sein eigen Holz zuvor kocht ehe man es gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.407000064849853} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":502,"date":1659,"orig":"Vnter warm Waſſer gemiſcht/ vnd den gantzen vntern Leib darinn gebadet/ heylet verborgene Kranckheiten der Weiber/ auch boͤſe loͤchrichte Schenckel/ vnd dergleichen mehr.","norm":"Unter Warmwasser gemischt / und den ganzen unteren Leib darin gebadet / heilet verborgene Krankheiten der Weiber / auch böse löchrige Schenkel / und dergleichen mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963699817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":503,"date":1659,"orig":"Were derhalben ein ſolcher Spiritus wol wuͤrdig/ daß man jhm eine Stelle in der Apotheken goͤnnete/ inſonderheit weiln man auff ſolchen zu machen/ keinen Koſten anwenden darff.","norm":"Wäre derethalben ein solcher Spiritus wohl würdig / dass man ihm eine Stelle in der Apotheken gönnte / in Sonderheit weil man auf solchen zu machen / keinen Kosten anwenden darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.604000091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":504,"date":1659,"orig":"Wann man Abſinthium, oder ein ander Kraut oder Holtz alſo in einen Spiritum diſtilliret bat/ ſo bleibt die Aſchen vnten im Ofen liegen/ welche man mit warmem Waſſer kan außlaugen/ verkochen zu einem Saltz/ hernach ſolches Saltz noch einmal mit ſeinem eygenen Spiritu oder Eſſig auffſolviren/ filtriren/ dephlegmiren/ vnd an einen kalten Orth laſſen criſtalliſiren/ ſo bekompt man ein ſchoͤnhell vnd klar Saltz/ nicht laugachtig/ ſondern lieblich am Geſchmack/ welches ſich hernach nimmer in der Lufft ſolvirt/ gleich andere Salia thun/ wird auch viel kraͤfftiger/ weilen es mit ſeinem eygen Spiritu in Criſtallos iſt gebracht/ als wann es mit Sulphure, Aquafort, Oleo Vitrioli, vnd dergleichen frembden Spiritibus, wie viel Laboranten vnd Apotheker im Brauch haben/ gethan were.","norm":"Wann man Absinthium, oder ein ander Kraut oder Holz also in einen Spiritum destillieret bat / so bleibt die Aschen unten im Ofen liegen / welche man mit warmem Wasser kann auslaugen / verkochen zu einem Salz / hernach solches Salz noch einmal mit seinem eigenen Spiritu oder Essig auffsolviren / filtrieren / dephlegmieren / und an einen kalten Ort lassen kristallisieren / so bekommt man ein schönhell und klar Salz / nicht laugachtig / sondern lieblich am Geschmack / welches sich hernach nimmer in der Luft solviert / gleich andere Salia tun / wird auch viel kräftiger / weilen es mit seinem eigen Spiritu in Cristallos ist gebracht / als wann es mit Sulphure, Aquafort, Oleo Vitriole, und dergleichen fremden Spiritibus, wie viel Laboranten und Apotheker im Brauch haben / getan wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":505,"date":1659,"orig":"CAP. 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XXVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.282599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":506,"date":1659,"orig":"Ein Spiritum von Pappier vnd Leinwand zu machen.","norm":"Ein Spiritum von Papier und Leinwand zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732399940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":507,"date":1659,"orig":"WAnn man kleine abſchrepflein von leinen Tuch/ welche man bey den Kleydermachern kan verſamblen laſſen/ alſo auff die gluͤende Kohlen traͤgt/ ſo geben ſie einen gantz ſcharpffen vnd hitzigen Spiritum, welcher die Haut/ Naͤgel vnd Haar gelb faͤrbet.","norm":"Wann man kleine abschrepflein von leinen Tuch / welche man bei den Kleidermachern kann versamblen lassen / also auf die glühende Kohlen trägt / so geben sie einen ganz scharfen und hitzigen Spiritum, welcher die Haut / Nägel und Haar gelb färbet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.504899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":508,"date":1659,"orig":"Iſt ſehr gut erfrorne Glieder wiederumb damit zu recht zu bringen/ wie auch in Gangræna vnd kaltem Brand: Deßgleichen in Eryſipelate oder Roͤthe/ Tuͤcher darinn genetzt vnd uͤbergeſchlagen/ vnd ſonſten noch zu andern Dingen mehr.","norm":"Ist sehr gut erfrorene Glieder wiederum damit zu recht zu bringen / wie auch in Gangraena und kaltem Brand: Desgleichen in Erysipelata oder Röte / Tücher darin genetzt und übergeschlagen / und sonsten noch zu anderen Dingen mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.961100101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":509,"date":1659,"orig":"Deßgleichen Wuͤrckung iſt auch der Spiritus von Pappier/ darzu man die Abſchnitzel bey den Buchbindern nehmen kan.","norm":"Desgleichen Wirkung ist auch der Spiritus von Papier / dazu man die Abschnitzel bei den Buchbindern nehmen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":510,"date":1659,"orig":"CAP. XXVIII. Ein Spiritum von Seyden zu machen.","norm":"CAP. XXVIII. Ein Spiritum von Seide zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8979997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":511,"date":1659,"orig":"GLeicher maſſen wie die Leinen/ alſo auch die von Seyden hingeworffene Stuͤcklein koͤnnen diſtillirt werden/ geben einen Spiritum welcher nicht ſehr ſcharpff iſt/ auch nicht die Haut faͤrbet/ wie dieſe vom Pappier vnd leinen Thuch/ ſondern iſt heylſamb in friſchen vnd alten Wunden/ macht eine glatte Haut nach geſchehener Heylung.","norm":"Gleichermaßen wie die Leinen / also auch die von Seide hingeworfene Stücklein können destilliert werden / geben einen Spiritum welcher nicht sehr scharf ist / auch nicht die Haut färbet / wie diese vom Papier und leinen Tuch / sondern ist heilsam in frischen und alten Wunden / macht eine glatte Haut nach geschehener Heilung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09119987487793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":512,"date":1659,"orig":"CAP. XXIX.","norm":"CAP. XXIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6296000480651855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":513,"date":1659,"orig":"Ein Spiritum von Menſchen-Haar/ vnd andern Thieren-Haaren oder Hoͤrnern.","norm":"Ein Spiritum von Menschenhaar / und anderen Thieren-Haaren oder Hörnern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":514,"date":1659,"orig":"VOn den Haaren oder Hoͤrnern der Thieren wird auch ein Spiritus gemacht/ welcher aber ſehr uͤbel ſtinckt/ daß man denſelben nicht wol gebrauchen darff:","norm":"Von den Haaren oder Hörnern der Tieren wird auch ein Spiritus gemacht / welcher aber sehr übel stinkt / dass man denselben nicht wohl gebrauchen darf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58650016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":515,"date":1659,"orig":"Sonſten iſt er auch zu vnterſchiedlichen Kuͤnſten dienſtlich.","norm":"Sonsten ist er auch zu unterschiedlichen Künsten dienstlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.313600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":516,"date":1659,"orig":"Wann er rectificirt wird/ ſo wird er ſchoͤn klar/ am Geruch gleich einem Spiritu Urinæ: Solvirt den gemeinen Sulphur, vnd gibt ein Waſſer/ welches alle Kraͤtzen ſchnell heylet an allen Orthen des Leibes.","norm":"Wann er rektifiziert wird / so wird er schön klar / am Geruch gleich einem Spiritu Urinae: Solviert den gemeinen Sulphur, und gibt ein Wasser / welches alle Krätzen schnell heilet an allen Orten des Leibes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670300006866455} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":517,"date":1659,"orig":"Solche zu machen/ dienen am beſten darzu/ der Schneider hingeworffene Lappen von newem vngefaͤrbten wuͤllen Tuch/ deren man viel auff einmal in den Ofen ſtecken kan.","norm":"Solche zu machen / dienen am besten dazu / der Schneider hingeworfene Lappen von neuem ungefärbten wollen Tuch / deren man viel auf einmal in den Ofen stecken kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.417699813842773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":518,"date":1659,"orig":"Wann man Tuͤcher darein netzet/ vnd auff Pfaͤlen in den Weinbergen vnd Kornaͤckern auffhencket/ ſo gehet kein Hirſch oder wild Schwein hineyn Schaden zu thun/ dann ſie fuͤrchten ſich fuͤr dem Geruch/ welchen ſie weit riechen/ vnd vermeynen/ es ſey ein Jaͤger bey der Hand/ von welchem ſie geſchoſſen moͤchten werden.","norm":"Wann man Tücher darein netzet / und auf Pfählen in den Weinbergen und Kornäckern aufhenket / so geht kein Hirsch oder wild Schwein hinein Schaden zu tun / dann sie fürchten sich für dem Geruch / welchen sie weit riechen / und vermeinen / es sei ein Jäger bei der Hand / von welchem sie geschossen möchten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.540999889373779} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":519,"date":1659,"orig":"CAPUT XXX. Eſſig/ Honig vnd Zucker in ein Spiritum zu diſtilliren.","norm":"CAPUT XXX. Essig / Honig und Zucker in ein Spiritum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50600004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":520,"date":1659,"orig":"WAnn man fluͤſſige Dinge/ als Eſſig/ Honig/ Zucker vnd dergleichen diſtilliren will/ ſo muß man Kohlen gluͤend machen/ vnd alſo gluͤend in den Eſſig werffen/ der Zucker vnd Honig muß zuvor mit Waſſer ſolvirt ſeyn/ daß er von den Kohlen kan eingeſchluckt werden/ darnach muͤſſen ſolche Kohlen/ welche ſich von dem liquore voll getruncken haben/ außgenommen/ vnd alſo ein Theil nach dem andern in dem Ofen verbrant werden/ in dem nun die Kohlen verbrennen/ ſo muß das uͤbrige vnverbrennliche uͤbergehen.","norm":"Wann man flüssige Dinge / als Essig / Honig / Zucker und dergleichen destillieren will / so muss man Kohlen glühend machen / und also glühend in den Essig werfen / der Zucker und Honig muss zuvor mit Wasser solviert sein / dass er von den Kohlen kann eingeschluckt werden / danach müssen solche Kohlen / welche sich von dem liquore voll getrunken haben / ausgenommen / und also ein Teil nach dem anderen in dem Ofen verbrannt werden / in dem nun die Kohlen verbrennen / so muss das übrige unverbrennliche übergehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.536799907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":521,"date":1659,"orig":"Vnd kan man alſo auff dieſe Weiſe alles was fluͤſſig iſt/ in groſſer Quantitaͤt diſtilliren.","norm":"Und kann man also auf diese Weise alles was flüssig ist / in großer Quantität destillieren.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":4.382100105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":522,"date":1659,"orig":"Der Eſſig iſt eben ſolcher Natur vnd Eygenſchafft/ als wann er in verſchloſſenen Geſchirꝛen were diſtilliret worden.","norm":"Der Essig ist eben solcher Natur und Eigenschaft / als wann er in verschlossenen Geschirren wäre destillieret worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.780799865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":523,"date":1659,"orig":"Der Honig vnd Zucker aber wird etwas alteriret in ſeiner Krafft/ vnd bekompt andere Tugenden auff ſolche Weiß diſtillirt.","norm":"Der Honig und Zucker aber wird etwas alterieret in seiner Kraft / und bekommt andere Tugenden auf solche Weiß destilliert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.094200134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":524,"date":1659,"orig":"Wie aber Honig vnd Zucker ſollen diſtilliret werden/ daß jhr Volatiſcher Spiritus darbey bleibt/ ſoll im andern Theil gelehrt werden.","norm":"Wie aber Honig und Zucker sollen destillieret werden / dass ihr Volatischer Spiritus dabei bleibt / soll im anderen Teil gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.776700019836426} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":525,"date":1659,"orig":"Sonſten werden auff dieſe weiſe alle fluͤſſige liquores diſtilliret: Neinblich in gluͤende Kohlen getraͤnckt/ vnd alſo auffgetragen.","norm":"Sonsten werden auf diese Weise alle flüssige liquores destillieret: Neinblich in glühende Kohlen getränkt / und also aufgetragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5503997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":526,"date":1659,"orig":"Vom Gebrauch des diſtillirten Eſſigs were viel zu ſchreiben/ weilen aber alle Chymiſche Buͤcher davon voll ſind/ will ichs weiter nicht repetiren/ vnd die zeit damit verſaͤumen.","norm":"Vom Gebrauch des destillierten Essigs wäre viel zu schreiben / weilen aber alle chemische Bücher davon voll sind / will ich es weiter nicht repetieren / und die Zeit damit versäumen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32289981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":527,"date":1659,"orig":"Doch iſt dieſes zu mercken/ daß ein ſcharffer Eſſig mit etlichen Metallen groſſe Gemeinſchafft hat/ ſolche zu extrahiren oder zu ſolviren/ vnd in gute Medicamenten zu bringen:","norm":"Doch ist dieses zu merken / dass ein scharfer Essig mit etlichen Metallen große Gemeinschaft hat / solche zu extrahieren oder zu solvieren / und in gute Medikamenten zu bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8003997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":528,"date":1659,"orig":"Deren dann ſehr viel durch Huͤlff eines Eſſigs koͤnnen gemacht werden/ wie in den Chymiſchen Buͤchern weitlaͤufftig vnd vielfaͤltig gefunden wird.","norm":"Deren dann sehr viel durch Hilfe eines Essigs können gemacht werden / wie in den chemischen Büchern weitläufig und vielfältig gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.757500171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":529,"date":1659,"orig":"Weiters iſt noch ein anderer Eſſig/ davon viel vnd offtmals in Philoſophiſchen Buͤchern gedacht wird/ damit wunderbarliche Dinge in metallicis koͤnnen gethau werden/ deſſen Namen die Alten Allzeit mit fleiß verſchwiegen haben/ davon ich aber allhier nichts ſchreiben werde/ weilen ſolcher in dieſem Ofen nicht kan gemacht werden/ ſoll aber im 2. Theil dieſes Buchs zu lehren nicht vergeſſen werden/ doch alſo auff daß ich mich der Philoſophorum malediction nicht theilhafftig macht.","norm":"Weiters ist noch ein anderer Essig / davon viel und oftmals in philosophischen Büchern gedacht wird / damit wunderbarliche Dinge in metallicis können gethau werden / dessen Namen die Alten Allzeit mit Fleiß verschwiegen haben / davon ich aber allhier nichts schreiben werde / weilen solcher in diesem Ofen nicht kann gemacht werden / soll aber im 2. Teil dieses Buchs zu lehren nicht vergessen werden / doch also auf dass ich mich der Philosophorum malediction nicht teilhaftig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58650016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":530,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXI.","norm":"CAPUT XXXI.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.282000064849853} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":531,"date":1659,"orig":"Wie man auß Sale Tartari, Tartaro Vitriolato, Spiritu Salis Tartariſato, vnd dergleichen fixen Salien, Spiritus machen ſoll.","norm":"Wie man aus Sale Tartari, Tartaro Vitriolato, Spiritu Salis Tartarisato, und dergleichen fixen Salien, Spiritus machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.418000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":532,"date":1659,"orig":"ES haben bißhero faſt alle Chymici darfuͤr gehalten/ daß man nicht wol vom Sale Tartari, oder dergleichen fixen Salien einen Spiritum machen koͤnte; welches dann auch die Experientz beweiſet/ wann man ſolche durch einen Retorten diſtilliren will/ daß man wenig oder gar nichts bekompt/ welches mir mehr als einmal wiederfahren iſt/ ehe ich dieſen Ofen erfunden hahe.","norm":"Es haben bisher fast alle Chymici dafür gehalten / dass man nicht wohl vom Sale Tartari, oder dergleichen fixen Salien einen Spiritum machen könnte; welches dann auch die Experientz beweiset / wann man solche durch einen Retorten destillieren will / dass man wenig oder gar nichts bekommt / welches mir mehr als einmal widerfahren ist / ehe ich diesen Ofen erfunden hahe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.58650016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":533,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſes die Vrſach/ weiln man Sand/ Erden/ bolum, Ziegel-Maͤhl/ oder dergleichen Dinge hinzu geſetzt hat/ in Meynung den zuſammen Fluß Salis Tartari dardurch zu wehren/ daß es alſo zertheilt deſto eher in einen Spiritum gehen ſolte.","norm":"Und ist dieses die Ursache / weil man Sand / Erden / bolum, Ziegel-Mähl / oder dergleichen Dinge hinzugesetzt hat / in Meinung den zusammen Fluss Salis Tartari dadurch zu wehren / dass es also zerteilt desto eher in einen Spiritum gehen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.590400218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":534,"date":1659,"orig":"Iſt aber auß Vnverſtand herkommen derer/ die davon geſchrieben haben/ welche die Natur vnd Eygenſchafft des Salis Tartari nicht gekant haben.","norm":"Ist aber aus Unverstand herkommen derer / die davon geschrieben haben / welche die Natur und Eigenschaft des Salis Tartari nicht gekannt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.555300235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":535,"date":1659,"orig":"Dann wann dem Sali Tartari ein ſteinaͤchtige Materi als Sand/ Kißling/ bolus, oder dergleichen zugeſetzt wird/ vnd zuſammen die Waͤrme empfinden vnd gluͤen/ ſo haͤlt der Sand das ſal Tartari, vnd vermiſcht ſich alſo mit jhme ſo faͤſt/ daß es vnmoͤglich iſt/ daß vom ſale Tartari ein ſpiritus kan uͤbergehen/ ſondern wird ein harter Stein darauß.","norm":"Dann wann dem Sali Tartari ein steinnächtige Materie als Sand / Kißling / bolus, oder dergleichen zugesetzt wird / und zusammen die Wärme empfinden und glühen / so hält der Sand das soll Tartari, und vermischt sich also mit ihm so fest / dass es unmöglich ist / dass vom sale Tartari ein spiritus kann übergehen / sondern wird ein harter Stein daraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.771599769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":536,"date":1659,"orig":"Dann Sand vnd ſeines gleichen mit ſale Tartari eine groſſe Gemeinſchafft haben/ vnd ſich zuſammen ſehr lieben/ alſo daß keins von dem andern gern will weichen.","norm":"Dann Sand und seinesgleichen mit sale Tartari eine große Gemeinschaft haben / und sich zusammen sehr lieben / also dass keins von dem anderen gern will weichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.204299926757812} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":537,"date":1659,"orig":"Doch iſt es muͤglich mit einem beſondern Hand-griff durch zuthun eines reinen Sands oder Kießlings/ daß das gantze Corpus ſalis Tartari in 1. oder 2. Stunden in einen ſpiritum ſich verwandelt/ vnd uͤberſteigt/ wie im andern Theil dieſes Buchs zu finden iſt: Derſelbe gehet allen andern Medicamenten im Calculo & Podagra weit fuͤr.","norm":"Doch ist es möglich mit einem besonderen Handgriff durch Zutun eines reinen Sands oder Kiesslings / dass das ganze Corpus salis Tartari in 1. oder 2. Stunden in einen spiritum sich verwandelt / und übersteigt / wie im anderen Teil dieses Buchs zu finden ist: Derselbe geht allen anderen Medikamenten im Calculo & Podagra weit für.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399600028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":538,"date":1659,"orig":"Vnd wann er darnach diſponiret wird/ daß ein Caput Mortuum uͤberbleibt/ ſo reſolviret ſich daſſelbe in der Lufft in einen klaren liquorem, in welchem alle Metalla, ſo ſie bereytet/ darein gelegt werden/ in wenig Stunden putreſciren vnd ſchwartz werden/ vnd auffwachſen als Baͤume mit Staͤmmen vnd Aeſten/ wunderbarlicher Weiſe: vnd je laͤnger ſolche darinn wachſen/ je mehr ſich ſolche verbeſſern.","norm":"Und wann er danach disponieret wird / dass ein Caput Mortuum überbleibt / so resolvieret sich dasselbe in der Luft in einen klaren liquorem, in welchem alle Metalla, so sie bereitet / darein gelegt werden / in wenig Stunden putreszieren und schwarz werden / und aufwachsen als Bäume mit Stämmen und Ästen / wunderbarlicher Weise: und je länger solche darin wachsen / je mehr sich solche verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":539,"date":1659,"orig":"Auß einem pallirten Calce Saturni vnd ſale Tartari, wird ein graduirender ſpiritus diſtillirt wunderbarlicher Art vnd Eygenſchafft/ ſo wol zur Mediein als zur Alchymy.","norm":"Aus einem ballerten Calce Saturni und sale Tartari, wird ein graduierender spiritus destilliert wunderbarlicher Art und Eigenschaft / so wohl zur Mediein als zur Alchimie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.643400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":540,"date":1659,"orig":"Auß dem Capite Mortuo wird per deliquium ein gruͤner liquor, damit Wunderding koͤnnen gethan werden.","norm":"Aus dem Capite Mortuo wird per deliquium ein grüner liquor, damit Wunderding können getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.49809980392456} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":541,"date":1659,"orig":"Dadurch bewieſen wird/ daß Saturnus der geringſte vnter den Planeten nicht ſey.","norm":"Dadurch bewiesen wird / dass Saturnus der geringste unter den Planeten nicht sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.456299781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":542,"date":1659,"orig":"Sapienti ſatis.","norm":"Sapienti satis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.450699806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":543,"date":1659,"orig":"Et ſic fit Lac Virginis & Sanguis Draconis Ph.","norm":"Et sic fit Lac Virginis & Sanguis Draconis Ph.","lang_fastText":"eb","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.927299976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":544,"date":1659,"orig":"Dieſe Solution des pallirten Calcis Saturni, mit ſale Tartari, iſt im erſten Druck in meinem Abweſen ohne meinen Willen hierein geſetzet worden.","norm":"Diese Solution des ballerten Calcis Saturni, mit sale Tartari, ist im ersten Druck in meinem Abwesen ohne meinen Willen hierein gesetzt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.539299964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":545,"date":1659,"orig":"Weilen aber ſolches geſchehen/ ſo thue ich zu beſſerem Vnterꝛicht zu wiſſen/ daß ein ſehr groſſes Geheimnuß darinn verborgen ſey/ welches der Feder nicht zu vertrawen iſt.","norm":"Weilen aber solches geschehen / so tue ich zu besserem Unterricht zu wissen / dass ein sehr großes Geheimnis darin verborgen sei / welches der Feder nicht zu vertrauen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40850019454956} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":546,"date":1659,"orig":"Weme es Gott goͤnnet/ der hat es/ darzu ich auch noch dieſes ſetze/ deſto eher etwas gutes darmit außzurichten: Nemblich/ daß alle vnfixe Mineralien darmit koͤnnen gezeitiget vnd figiret werden/ daß ſie hernach viel Gold vnd Silber von ſich geben:","norm":"Wem es Gott gönnet / der hat es / dazu ich auch noch dieses setze / desto eher etwas Gutes damit auszurichten: nämlich / dass alle unfixe Mineralien damit können gezeitigt und figiert werden / dass sie hernach viel Gold und Silber von sich geben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361800193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":547,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen weiters auch noch viel wunderbarliche vnd nuͤtzliche Dinge darmit gethan werden/ welches in acht zu nehmen iſt.","norm":"Und können weiteres auch noch viel wunderbarliche und nützliche Dinge damit getan werden / welches in Acht zu nehmen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.926700115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":548,"date":1659,"orig":"Die Pallirung des Calcis Saturni, iſt nichts anders als ein Vitrificatio, ſie geſchehen gleich per ſe oder mit Kißling.","norm":"Die Pallirung des Calcis Saturni, ist nichts anders als ein Vitrificatio, sie geschehen gleich per se oder mit Kißling.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117099761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":549,"date":1659,"orig":"Doch wann ſolcher in einen liquorem durch das ſal Tartari ſoll gebracht werden/ ſo muß das Vitrum mit Sand oder Kißling gemacht ſeyn.","norm":"Doch wann solcher in einen liquorem durch das soll Tartari soll gebracht werden / so muss das Vitrum mit Sand oder Kißling gemacht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7621002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":550,"date":1659,"orig":"Doch wird zu Zeiteu ein Erde oder Bolus gefunden/ welche kein Gemeinſchafft mit ſale Tartari hat/ vnd damit verſetzt in einen ſpiritum kan getrieben werden/ aber ſehr ſchwerlich.","norm":"Doch wird zu Zeiteu ein Erde oder Bolus gefunden / welche kein Gemeinschaft mit sale Tartari hat / und damit versetzt in einen spiritum kann getrieben werden / aber sehr schwerlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.867499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":551,"date":1659,"orig":"In dieſem Ofen aber iſt nichts ſo fix/ es kann darinn auffgetrieben werden/ dann die Species werden nit verſchloſſen/ ſondern wann ſie auff die Kohlen getragen werden/ zertheilen ſie ſich/ vnd werden von der Lufft durch das Fewer uͤber ſich getrieben/ welche ſich in den Recipienten abkuͤhlen/ vnd alſo behalten werden/ welches in einem verſchloſſenen Retorten nicht geſchehen kan.","norm":"In diesem Ofen aber ist nichts so fix / es kann darin aufgetrieben werden / dann die Species werden nicht verschlossen / sondern wann sie auf die Kohlen getragen werden / zerteilen sie sich / und werden von der Luft durch das Feuer über sich getrieben / welche sich in den Rezipienten abkühlen / und also behalten werden / welches in einem verschlossenen Retorten nicht geschehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76140022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":552,"date":1659,"orig":"Wann man dann einen ſpiritum von ſale Tartari machen will/ ſo darff man nichts zuſetzen/ ſondern den Tartarum nur zuvoren außgluͤen/ daß ſein ſtinckendes Oel verbrenne/ vnd darnach alſo auff die gluͤende Kohlen tragen/ ſo geht alles in einen ſpiritum:","norm":"Wann man dann einen spiritum von sale Tartari machen will / so darf man nichts zusetzen / sondern den Tartarum nur zuvoren ausglühen / dass sein stinkendes Öl verbrenne / und danach also auf die glühende Kohlen tragen / so geht alles in einen spiritum:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259399890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":553,"date":1659,"orig":"Aber man muß glaͤſerne Recipienten haben/ ſoll er behalten werden/ ſonſten gehet er durch.","norm":"Aber man muss gläserne Rezipienten haben / soll er behalten werden / sonsten geht er durch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245200157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":554,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun die Weiß ſolche fixe Salis in dem erſten Ofen zu diſtilliren:","norm":"Dieses ist nun die Weiß solche fixe Salis in dem ersten Ofen zu destillieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.347000122070312} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":555,"date":1659,"orig":"Im andern aber welcher hernach folgen ſoll/ kan es leichter vnd beſſer geſchehen/ da dann auch der Uſus neben der Bereytung ſolches Spiritus mit ſoll offenbaret werden.","norm":"Im anderen aber welcher hernach folgen soll / kann es leichter und besser geschehen / da dann auch der Usus neben der Bereitung solches Spiritus mit soll offenbaret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.494800090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":556,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXII. Spiritus, Flores vnd Salia Mineralium & Lapidum.","norm":"CAPUT XXXII. Spiritus, Flores und Salia Mineralium & Lapidum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.675600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":557,"date":1659,"orig":"AVff dieſe Weiſe kan man auß allen Mineralien vnd Lapidibus ohne Zuſatz einen Spiritum diſtilliren/ nemblich/ daß man nur das Mineral oder Stein/ es ſey ein Kießling/ Cryſtall/ Talcum, Gallmey/ Marcaſita, Antimonium, oder dergleichen/ klein pulveriſiere/ vnd mit einem Loͤffel davon auff die Kohlen trage.","norm":"Avff diese Weise kann man aus allen Mineralien und Lapidibus ohne Zusatz einen Spiritum destillieren / nämlich / dass man nur das Mineral oder Stein / es sei ein Kießling / Kristall / Talkum, Gallmey / Markasite, Antimonium, oder dergleichen / klein pulverisiere / und mit einem Löffel davon auf die Kohlen trage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400700092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":558,"date":1659,"orig":"So ſteigt zugleich ein ſawrer Spiritus, ein Saltz/ vnd auch Flores, welche nach der Diſtillation mit Waſſer auß den Glaͤſern muͤſſen geſchwenckt/ vnd filtrirt werden/ ſo bleiben die Flores zuruͤcke in dem Pappier/ vnd das Waſſer behaͤlt den ſawren ſpiritum vnd ſal, welche durch die Rectification von einander koͤnnen geſchieden/ vnd ein jedweders zu ſeinem Gebrauch verwahret werden.","norm":"So steigt zugleich ein saurer Spiritus, ein Salz / und auch Flores, welche nach der Destillation mit Wasser aus den Gläsern müssen geschwenkt / und filtriert werden / so bleiben die Flores zurück in dem Papier / und das Wasser behält den sauren spiritum und soll, welche durch die Rektifikation voneinander können geschieden / und ein jedwedes zu seinem Gebrauch verwahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.273600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":559,"date":1659,"orig":"Aber diß iſt zu mercken/ wann die Mineralia auff dieſe Weiſe ſollen einen ſpiritum geben/ ſo muͤſſen ſie nicht in dem Fewer geweſen ſeyn/ ſondern alſo genommen gleich wie ſie auß der Erden kommen.","norm":"Aber dies ist zu merken / wann die Mineralia auf diese Weise sollen einen spiritum geben / so müssen sie nicht in dem Feuer gewesen sein / sondern also genommen gleich wie sie aus der Erden kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360099792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":560,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXIII. Wie man alle Metallen vnd Mineralien in Flores. ſublimiren ſoll:","norm":"CAPUT XXXIII. Wie man alle Metallen und Mineralien in Flores . sublimieren soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.953400135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":561,"date":1659,"orig":"Vnd worzu ſolche dienen.","norm":"Und wozu solche dienen.","lang_fastText":"et","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.051899909973145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":562,"date":1659,"orig":"DIe Flores der Metallen vnd Mineralien ſeynd bißhero noch nicht im Gebrauch geweſen/ außgenommen die Flores Antimonii vnd Sulphuris, welche gern ſteigen/ ſeynd von den Chymicis gemacht worden.","norm":"Die Flores der Metallen und Mineralien sind bisher noch nicht im Gebrauch gewesen / ausgenommen die Flores Antimonii und Sulphuris, welche gern steigen / sind von den Chymicis gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":563,"date":1659,"orig":"Andere fixere Mineralia vnd Metalla aber haben ſie ſich nicht vnderſtanden zu ſublimiren/ ſondern haben dieſelbe in Corꝛoſiviſchen Waſſern auffgeloͤßt/ vnd mit einem contrario Menſtruo, oder liquore ſalis Tartari præcipitiret, edulcoriret vnd getrucknet; Solches haben ſie Flores Metallorum genant.","norm":"Andere fixere Mineralia und Metalla aber haben sie sich nicht unterstanden zu sublimieren / sondern haben dieselbe in Korrosiveschen Wassern aufgelöst / und mit einem contrario Menstruo, oder liquore salis Tartari präzipitieret, edulcoriret und getrocknet; solches haben sie Flores Metallorum genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.075099945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":564,"date":1659,"orig":"Meine Flores aber davon ich ſchreibe/ werden fuͤr ein ſolche Materi verſtanden/ welche nemlich ohne addition, durch Gewalt des Fewers uͤberſich getrieben in ein leicht/ ſubtil vnd zart Pulver/ welches zwiſchen den Zaͤhnen nicht knirſt/ noch in den Augen geſpuͤret wird; welches meines erachtens fuͤr Flores koͤnnen angenommen werden/ hergegen die andern mehr corporaliſch ſind/ vnd koͤnnen ſo wol nicht außgeſuͤßt werden/ ſiẽ behalten noch eine Saltzigkeit bey ſich/ welches auß dem gewachſenen Gewichte nach der Bereytung kan gemerckt werden/ derohalben vntuͤchtig in die Augen/ oder andere zarte Oerter zu gebrauchen.","norm":"Meine Flores aber davon ich schreibe / werden für ein solche Materie verstanden / welche nämlich ohne Addition, durch Gewalt des Feuers über sich getrieben in ein leicht / subtil und zart Pulver / welches zwischen den Zähnen nicht knirrst / noch in den Augen gespürt wird; welches meines Erachtens für Flores können angenommen werden / hingegen die anderen mehr körperlich sind / und können so wohl nicht ausgesüßt werden / sie behalten noch eine Salzigkeit bei sich / welches aus dem gewachsenen Gewichte nach der Bereitung kann gemerkt werden / derohalben untüchtig in die Augen / oder andere zarte Orte zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.52869987487793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":565,"date":1659,"orig":"Hergegen aber dieſe/ welche durch Gewalt des Fewers ſeynd ſublimirt worden/ haben nicht allein kein Saltzigkeit bey ſich/ ſondern ſind auch darbey ſo rein vnd zart/ wann ſie in den Leib werden genommen/ daß ſie alſobalden jhre Krafft von ſich geben/ vnd ſchnell operiren/ nach dem ſie darzu ordiniret ſeyn.","norm":"Hergegen aber diese / welche durch Gewalt des Feuers sind sublimiert worden / haben nicht allein kein Salzigkeit bei sich / sondern sind auch dabei so rein und zart / wann sie in den Leib werden genommen / dass sie alsobald ihre Kraft von sich geben / und schnell operieren / nach dem sie dazu ordinieret sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.997499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":566,"date":1659,"orig":"Vnd koſten auch nicht ſo viel zu machen als die andern/ vnd wird auch das Metall oder Mineral in ſolcher Sublimation viel verbeſſert vnd gezeitiget/ vnd deſto ſicherer zu gebrauchen: Hergegen die andere durch die Salia oder Corꝛoſiven mehr verboͤſert/ wie die Erfahrung außweiſt.","norm":"Und kosten auch nicht so viel zu machen als die anderen / und wird auch das Metall oder Mineral in solcher Sublimation viel verbessert und gezeitigt / und desto sicherer zu gebrauchen: Hergegen die andere durch die Salia oder korrosiven mehr verbösert / wie die Erfahrung ausweist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5756001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":567,"date":1659,"orig":"Wie nun ſolche Flores gemacht werden/ will ich ordentlich von einem Metall zum andern beſchreiben/ auff daß der Kunſtſuchende deſto weniger im machen fehlen vnd irten kan.","norm":"Wie nun solche Flores gemacht werden / will ich ordentlich von einem Metall zum anderen beschreiben / auf dass der Kunstsuchende desto weniger im Machen fehlen und irrten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.071499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":568,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich:","norm":"Und erstlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.602099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":569,"date":1659,"orig":"CAP. XXXIV.","norm":"CAP. XXXIV.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.633399963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":570,"date":1659,"orig":"Vom Gold vnd Silber.","norm":"Vom Gold und Silber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"kk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.163000106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":571,"date":1659,"orig":"GOld vnd Silber in Flores zu bringen/ welches ſchier vnmuͤglich ſcheinet zu thun/ weilen ſie von jederman darvor gehalten werden/ als gienge jhnen im Fewer nichts ab/ inſonderheit dem Gold/ wann es gleich ewig darinn ſtuͤnde.","norm":"Gold und Silber in Flores zu bringen / welches schier unmöglich scheinet zu tun / weilen sie von jedermann davor gehalten werden / als ginge ihnen im Feuer nichts ab / in Sonderheit dem Gold / wann es gleich ewig darin stünde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374800205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":572,"date":1659,"orig":"Wahr iſt es/ wann ſchon das Gold ein lange Zeit im Fewer ſtehet in einem Tiegel/ es gehet jhme nichts ab/ vnd dem Silber nicht viel/ es ſey dann Kupffer/ oder ein ander Zuſatz darbey/ welcher dann mit der Zeit davon verꝛaucht.","norm":"Wahr ist es / wann schon das Gold ein lange Zeit im Feuer steht in einem Tiegel / es geht ihm nichts ab / und dem Silber nicht viel / es sei dann Kupfer / oder ein ander Zusatz dabei / welcher dann mit der Zeit davon verraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.91949987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":573,"date":1659,"orig":"Nun iſt es gleichwol moͤglich zu thun/ wann ſolche Metallen nur zuvor zerbrochen/ vnd klein gemacht/ alſo daß ſie koͤnnen auff das Fewer gezettelt werden/ ſo ſeyn ſie zertheilt/ vnd das Fewer hat Gewalt darein zu wuͤrcken/ darzu der Lufft das ſeinige auch thut/ koͤnnen alſo in Flores ſublimirt werden.","norm":"Nun ist es gleichwohl möglich zu tun / wann solche Metallen nur zuvor zerbrochen / und klein gemacht / also dass sie können auf das Feuer gezettelt werden / so sein sie zerteilt / und das Feuer hat Gewalt darein zu wirken / dazu der Luft das seinige auch tut / können also in Flores sublimiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.376699924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":574,"date":1659,"orig":"Weilen aber das Metall koͤſtlich/ vnd der Ofen mit ſeinen Recipienten weitlaͤuffig iſt/ ſo will ich niemand rathen/ daß er ſein Gold alſo hinwerffe/ dann es vnmoͤglich iſt alles wiederumb zu bekommen.","norm":"Weilen aber das Metall köstlich / und der Ofen mit seinen Rezipienten weitläufig ist / so will ich niemand raten / dass er sein Gold also hinwerfe / dann es unmöglich ist alles wiederum zu bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3495001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":575,"date":1659,"orig":"Wer aber Luſt darzu hat ſolche Flores zu machen/ der wird im 2. Theil einen andern modum finden/ wie ſolche ohne Abgang vnd Verluſt des Metalls koͤnnen gemacht werden.","norm":"Wer aber Lust dazu hat solche Flores zu machen / der wird im 2. Teil einen anderen modum finden / wie solche ohne Abgang und Verlust des Metalls können gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406700134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":576,"date":1659,"orig":"Soll derhalben allhier darbey beruhen.","norm":"Soll derethalben allhier dabei beruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.611299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":577,"date":1659,"orig":"Dann dieſer Ofen dienet nur allein zu ſolchen Metallen vnd Mineralien welche nicht thewer ſeynd/ alſo daß man ſo groſſen Schaden nicht leydet/ wann etwas verlohren gehet.","norm":"Dann dieser Ofen dient nur allein zu solchen Metallen und Mineralien welche nicht teuer sind / also dass man so großen Schaden nicht leidet / wann etwas verloren geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.92110013961792} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":578,"date":1659,"orig":"Iſt ſolches nur darumb angezeiget worden/ auff daß man ſehen koͤnne/ daß das Gold vnd Silber ſo fix nicht iſt/ es kan noch ſublimirt werden.","norm":"Ist solches nur darum angezeigt worden / auf dass man sehen könne / dass das Gold und Silber so fix nicht ist / es kann noch sublimiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797500133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":579,"date":1659,"orig":"Andere Metallen aber laſſen ſich gar gern ſublimiren/ doch eines lieber als das ander/ vnd wird bey den andern Metallen keine Vorbereytung gemacht/ dann wann ſolche nur granuliret vnd auffgetragen werden/ ſo geben ſie Flores.","norm":"Andere Metallen aber lassen sich gar gern sublimieren / doch eines lieber als das ander / und wird bei den anderen Metallen keine Vorbereitung gemacht / dann wann solche nur granulieret und aufgetragen werden / so geben sie Flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610599994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":580,"date":1659,"orig":"CAP. XXXV. Flores Martis & Veneris.","norm":"CAP. XXXV. Flores Martis & Veneris.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.726799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":581,"date":1659,"orig":"NImb Eyſen oder Kupfferfeylig/ zettel ſolche mit einem eyſern Loͤffel auff die gluͤende Kohlen/ ſo ſteigt ein roter Rauch von dem Marte, vnd von Venere ein gruͤner/ vnd hencket ſich an die Sublimirhaͤfen/ vnd wann das Fewer bald verbrand iſt/ ſo wirff mehr Kohlen nach/ vnd darnach wieder Eyſen oder Kupfferfeylig/ vnd continnire ſolches ſo lang mit aufftragen/ bis daß du vermeynſt Flores genug zu haben/ dann laß das Fewer abgehen/ vnd den Ofen kalt werden:","norm":"Nimm Eisen oder Kupfferfeylig / zettel solche mit einem eisern Löffel auf die glühende Kohlen / so steigt ein roter Rauch von dem Marte, und von Venere ein grüner / und henket sich an die Sublimierhäfen / und wann das Feuer bald verbrannt ist / so wirf mehr Kohlen nach / und danach wieder Eisen oder Kupfferfeylig / und continnire solches so lang mit auftragen / bis dass du vermeinst Flores genug zu haben / dann lass das Feuer abgehen / und den Ofen kalt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":582,"date":1659,"orig":"Nimb die Vaſa diſtillatoria ab/ kehre die Flores mit einer Feder herauß/ vnd verwahre ſolche/ dann ſie ſind treflich gut vnter Unguenta vnd Emplaſtra.","norm":"Nimm die Vasa distillatoria ab / kehre die Flores mit einer Feder heraus / und verwahre solche / dann sie sind trefflich gut unter Unguenta und Emplastra.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82889986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":583,"date":1659,"orig":"Innerlich gebraucht machen ſie Vomitus & Sedes; doch beſſer in der Wund-Artzeney zu gebrauchen/ denen nichts kan verglichen werden.","norm":"Innerlich gebraucht machen sie Vomitus & Sedes; doch besser in der Wundarznei zu gebrauchen / denen nichts kann verglichen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.962699890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":584,"date":1659,"orig":"Wann man Venerem in ſpiritu ſalis auffloͤſt/ vnd mit Oleo Vitrioli præcipltirt/ abſuͤßt/ trucknet vnd ſublimirt/ ſo bekompt man Flores, welche ſo bald ſie kalt werden/ in der Lufft in einen ſchoͤnen gruͤnen Balſamum flieſſen/ zu allen verderbten Wunoben vnd offenen Schaͤden/ wie ſie auch moͤgen genant werden/ ein koͤſtlicher Schatz.","norm":"Wann man Venerem in spiritu salis auflöst / und mit Oleo Vitriole praecipltirt / absüßt / trocknet und sublimiert / so bekommt man Flores, welche so bald sie kalt werden / in der Luft in einen schönen grünen Balsamum fließen / zu allen verderbten Wunoben und offenen Schäden / wie sie auch mögen genannt werden / ein köstlicher Schatz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.402400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":585,"date":1659,"orig":"CAP. XXXVI. Flores Saturni & Jovis.","norm":"CAP. XXXVI. Flores Saturni & Jovis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.845200061798096} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":586,"date":1659,"orig":"SAturnum & Jovem darff man nicht feylen/ ſondern man legt nur davon ein Stuͤck auff die Kohlen/ ſetzt eine verglaſurte erdene Schuͤſſel mit Waſſer vnter den Roſt/ was durchfaͤllt/ hebt man mit einem eyſern Loͤffel wiederumb auff/ traͤgt es auff die Kohlen/ ſo offt vnd viel/ bis das Metall gantz vnd gar in Flores iſt ſublimirt worden/ dann laſſen erkalten/ vnd außgenommen/ gleich wie oben bey Marte vnd Venere gelehrt iſt.","norm":"Saturnum & Jovem darf man nicht feilen / sondern man legt nur davon ein Stück auf die Kohlen / setzt eine verglasiert erdene Schüssel mit Wasser unter den Rost / was durchfällt / hebt man mit einem eisern Löffel wiederum auf / trägt es auf die Kohlen / so oft und viel / bis das Metall ganz und gar in Flores ist sublimiert worden / dann lassen erkalten / und ausgenommen / gleich wie oben bei Marte und Venere gelehrt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23769998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":587,"date":1659,"orig":"Dieſe Flores ſeynd ſehr heylſam in newen vnd alten Wunden/ zu gebrauchen vnter emplaſtra vnd unguenta, dann ſie trucknen viel mehr als wann das Metall in ein Calcem were gebracht/ welches auß dem Gebrauch befunden wird.","norm":"Diese Flores sind sehr heilsam in neuen und alten Wunden / zu gebrauchen unter emplastra und unguenta, dann sie trocknen viel mehr als wann das Metall in ein Calcem wäre gebracht / welches aus dem Gebrauch befunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.970799922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":588,"date":1659,"orig":"CAP. XXXVII. De Mercurio.","norm":"CAP. XXXVII. De Mercurio.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.08430004119873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":589,"date":1659,"orig":"DEn Mercurium in Flores zu machen iſt keine Kunſt/ dann er gar gern ſteigt/ aber auff oberzehlte Weiſe laͤßt er ſich nicht ſublimiren/ ſondern ſpringt vnd faͤllt durch die Kohlen.","norm":"Den Mercurium in Flores zu machen ist keine Kunst / dann er gar gern steigt / aber auf oberzählte Weise lässt er sich nicht sublimieren / sondern springt und fällt durch die Kohlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10230016708374} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":590,"date":1659,"orig":"Wann man aber ja Flores davon wolte haben/ ſo muͤſte man ſolchen zuvor mit Sulphure toͤden/ daß er koͤnte pulveriſiret/ vnd alſo auffgetragen werden.","norm":"Wann man aber ja Flores davon wollte haben / so müsste man solchen zuvor mit Sulphure töten / dass er könnte pulverisieret / und also aufgetragen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.196199893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":591,"date":1659,"orig":"Wann man aber einen Tiegel in den Ofen ſetzt/ vnd ſolchen gluͤen laͤßt/ dann ein wenig Mercurii vivi nach dem andern mit einem Loͤffel hineyn getragen/ ſo fleugt er ſchnell darvon/ vnd ein Theil deſſelben gehet in ein ſawer Waſſer/ welches ich viel beſſer achte als Flores:","norm":"Wann man aber einen Tiegel in den Ofen setzt / und solchen glühen lässt / dann ein wenig Mercurii vivi nach dem anderen mit einem Löffel hineingetragen / so fliegt er schnell davon / und ein Teil desselben geht in ein sauer Wasser / welches ich viel besser achte als Flores:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.83650016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":592,"date":1659,"orig":"Der uͤbrige Mercurius welcher nicht zu Waſſer wird/ laufft wieder lebendig in das receptaculum:","norm":"Der übrige Mercurius welcher nicht zu Wasser wird / lauft wieder lebendig in das receptaculum:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.151400089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":593,"date":1659,"orig":"Vnd muͤſſen glaͤſerne Vaſa diſtillatoria ſeyn/ dann in den Erdenen verlieret ſich das Waſſer/ vnd wird keines erlangt.","norm":"Und müssen gläserne Vasa distillatoria sein / dann in den Erdenen verlieret sich das Wasser / und wird keines erlangt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.063600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":594,"date":1659,"orig":"Mit ſolchem Mercurial-Waſſer/ welches alſo per ſe gemacht/ were etwas zu kuͤnſtlen/ vnd ſolte villeicht auch etwas guts darinn gefunden werden.","norm":"Mit solchem Merkurialwasser / welches also per se gemacht / wäre etwas zu künstle / und sollte vielleicht auch etwas Gutes darin gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698800086975098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":595,"date":1659,"orig":"Sonſten kan man ſolches aͤuſſerlich in allerhand Graͤtzen vnd Veneriſchen Schaͤden gebrauchen.","norm":"Sonsten kann man solches äußerlich in allerhand Grätzen und Venerischen Schäden gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8572998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":596,"date":1659,"orig":"CAP. XXXVIII. Flores vom Zinck.","norm":"CAP. XXXVIII. Flores vom Zink.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vo","lang_cld3":"lv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.139699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":597,"date":1659,"orig":"DEr Zinck/ ſonſt Spenter genant/ iſt gar ein wunder Metall/ vnd befindet ſich in ſeiner Anatomirung/ daß es ein lauter vnzeitiger/ reiner/ guͤldiſcher Schwefel iſt.","norm":"Der Zink / sonst Spender genannt / ist gar ein Wunder Metall / und befindet sich in seiner Anatomierung / dass es ein lauter unzeitiger / reiner / güldischer Schwefel ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6697998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":598,"date":1659,"orig":"Wann er auff die Kohlen gelegt wird/ fleugt er alſo balden gantz vnd gar davon/ zuͤnd ſich auch an/ vnd verbraͤnd ſich auch zum Theil gleich als ein gemeiner Sulphur, doch mit einer andern Farb/ nemblich einer guͤldiſchen Pupur-Flamm/ vnd gibt gar ſchoͤne weiſe vnd leichte Flores.","norm":"Wann er auf die Kohlen gelegt wird / fliegt er also bald ganz und gar davon / zünde sich auch an / und Brände sich auch zum Teil gleich als ein gemeiner Sulphur, doch mit einer anderen Farbe / nämlich einer güldischen Pupur-Flamm / und gibt gar schöne weise und leichte Flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450500011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":599,"date":1659,"orig":"CAP. XXXIX. Uſus.","norm":"CAP. XXXIX. Usus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.296800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":600,"date":1659,"orig":"VOn dieſen Floribus 4. 5. 6. bis auff 12. grana eyngenommen/ treiben den Schweiß ſtarck/ zu Zeiten aber machen ſie auch Vomitus vnd Sedes, nach dem ſie etwas der Natur widerwaͤrtiges finden.","norm":"Von diesen Floribus 4. 5 . 6. bis auf 12. grana eingenommen / treiben den Schweiß stark / zu Zeiten aber machen sie auch Vomitus und Sedes, nach dem sie etwas der Natur widerwärtiges finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.012599945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":601,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber iſt ſeine Wuͤrckung vnd Krafft uͤber die maſſen gros/ dann kein heylſamere Flores vnter allen koͤnnen gefunden werden/ welche nicht allein in friſchen Wunden ſchnell zuſammen ziehen/ vnd mit Beſtand heylen/ ſondern auch in alten Waͤſſerichten/ vnd allzeit rinnenden Ulceribus allen andern Mecicamentis weit vorgehen:","norm":"Äußerlich aber ist seine Wirkung und Kraft über die Maßen groß / dann kein heilsamere Flores unter allen können gefunden werden / welche nicht allein in frischen Wunden schnell zusammen ziehen / und mit Bestand heilen / sondern auch in alten Wässerigen / und allzeit rinnenden Ulceribus allen anderen Mecicamentis weit vorgehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":602,"date":1659,"orig":"Dann ſie ſind einer ſolchen groſſen Truͤckne/ mit einer heylſamen Art/ daß ſie auch mehr thun/ als man glauben ſolte.","norm":"Dann sie sind einer solchen großen Trückne / mit einer heilsamen Art / dass sie auch mehr tun / als man glauben sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472099781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":603,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen auff vnterſchiedliche Weiſe gebraucht werden/ entweder alſo trucken allein hineyn geſtrewet/ vnd ein Emplaſtrum ſticticum darauff/ oder mit gelaͤutertem Honig zu einem Saͤlblein gemacht/ vnd davon in die Wunden gelegt/ in tieffen Stichen vnd Wunden/ ſolches hart gekocht/ Zaͤpfflein darauß gemacht/ vnd in die Wunden geſteckt/ mit einem Emplaſtro bedeckt/ vnd fuͤr der Lufft bewahret/ heylet auß der Tieffen herauß.","norm":"Und können auf unterschiedliche Weise gebraucht werden / entweder also trocken allein hineingestreut / und ein Emplastrum sticticum darauf / oder mit geläutertem Honig zu einem Salblein gemacht / und davon in die Wunden gelegt / in tiefen Stichen und Wunden / solches hart gekocht / Zäpfflein daraus gemacht / und in die Wunden gesteckt / mit einem Emplastro bedeckt / und für der Luft bewahret / heilet aus der tiefen heraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223999977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":604,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſolche Flores vnter Emplaſtra miſchen vnd malaxiren/ thun mehr als man meynet.","norm":"Auch kann man solche Flores unter Emplastra mischen und malaxiren / tun mehr als man meinet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"id","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.325900077819824} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":605,"date":1659,"orig":"Solche Flores in ein Glaͤßlein mit Roſenwaſſer gethan/ oder nur in Regenwaſſer/ vntereinander geſchwenckt/ bis daß das Waſſer die Flores hat angenommen; Davon alle Tage etlich mal mit einer Feder in rothe/ hitzige vnd rinnende Augen gethan/ bringet ſolche bald zu recht/ welche ſonſten nach andern Ophtalmicis nicht haben lauſtern wollen.","norm":"Solche Flores in ein Gläslein mit Rosenwasser getan / oder nur in Regenwasser / untereinander geschwenkt / bis dass das Wasser die Flores hat angenommen; davon alle Tage etlich Mal mit einer Feder in rote / hitzige und rinnende Augen getan / bringt solche bald zu Recht / welche sonsten nach anderen Ophtalmicis nicht haben lausten wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":606,"date":1659,"orig":"Dieſer Florum ein wenig in ein rein Tuͤchlein gebunden/ vnd den kleinen Kindern/ wann ſie von dem Urin ſind fratt vnd wund gebiſſen/ zuvoren mit Waſſer abgewaſchen/ vnd darein gebeutelt/ macht ein gantze Haut.","norm":"Dieser Florum ein wenig in ein rein Tüchlein gebunden / und den kleinen Kindern / wann sie von dem Urin sind fratt und wund gebissen / zuvoren mit Wasser abgewaschen / und darein gebeutelt / macht ein ganze Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.776599884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":607,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wann ſich Krancke haben loͤchericht gelegen/ daß die Haut durch iſt/ davon ſie viel Schmertzen leyden/ mit ſolchen Floribus geſtrewt/ heylet bald/ vnd macht ein harte Haut.","norm":"Desgleichen wann sich Kranke haben löcherig gelegen / dass die Haut durch ist / davon sie viel Schmerzen leiden / mit solchen Floribus gestreut / heilet bald / und macht ein harte Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.38129997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":608,"date":1659,"orig":"Dieſe Flores laſſen ſich in allen Corꝛoſiviſchen Waſſern lieber ſolviren als kein Metall oder Mineral vnter allen/ vnd wollen die Spiritus in der Waͤrme nicht wieder davon/ ſondern laſſen nur ein phlegma fahren/ der Spiritus aber bleibt bey dem Metall/ vnd gibt alſo ein dick vnd fett Oel/ gleich wie oben bey dem Lapide Calaminari:","norm":"Diese Flores lassen sich in allen Korrosiveschen Wassern lieber solvieren als kein Metall oder Mineral unter allen / und wollen die Spiritus in der Wärme nicht wieder davon / sondern lassen nur ein Phlegma fahren / der Spiritus aber bleibt bei dem Metall / und gibt also ein dick und fett Öl / gleich wie oben bei dem Lapide Calaminari:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":609,"date":1659,"orig":"Vnd kan ſolches Oel in allem gebraucht werden/ darzu diß vom Gallmey/ doch viel kraͤfftiger.","norm":"Und kann solches Öl in allem gebraucht werden / dazu dies vom Gallmey / doch viel kräftiger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.397600173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":610,"date":1659,"orig":"Vnd wann man dann durch Gewalt des Fewers ſolchen Spiritum wieder davon zeucht/ ſo iſt er ſo ſtarck/ daß man ſolchen bald nirgends bewahren kan.","norm":"Und wann man dann durch Gewalt des Feuers solchen Spiritum wieder davon zieht / so ist er so stark / dass man solchen bald nirgends bewahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.05210018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":611,"date":1659,"orig":"Vnd kan nicht allein ein Spiritus Salis, wie oben davon geſagt/ alſo ſtarck damit gemacht werden/ ſondern auch ein Aqua fort, oder Aqua regis, daß man Wunderdinge damit außrichten kan/ inſonderheit in Scheydung der Metallen/ allhier zu beſchreiben nicht gehoͤrig; ſoll aber im 4. Theil dieſes Buchs geſchehen.","norm":"Und kann nicht allein ein Spiritus Salis, wie oben davon gesagt / also stark damit gemacht werden / sondern auch ein Aqua fort, oder Aqua regis, dass man Wunderdinge damit ausrichten kann / in Sonderheit in Scheidung der Metallen / allhier zu beschreiben nicht gehörig; soll aber im 4. Teil dieses Buchs geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.572999954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":612,"date":1659,"orig":"Auch darff man nicht allein die Flores zu ſolcher Arbeit haben/ weiln ſolches auch mit dem corporaliſchen Zinck kan gethan weren/ aber bey weitem nicht ſo wol als mit den Floribus: Dahero zu ſehen/ daß das Metall in der ſublimation einen hoͤhern Grad der Truckne uͤber kompt/ als er zuvoren gehabt.","norm":"Auch darf man nicht allein die Flores zu solcher Arbeit haben / weil solches auch mit dem körperlichen Zink kann getan wären / aber bei weitem nicht so wohl als mit den Floribus: Daher zu sehen / dass das Metall in der Sublimation einen höheren Grad der Trockne überkommt / als er zuvoren gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.343800067901611} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":613,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":614,"date":1659,"orig":"XL. Flores Antimonii.","norm":"XL. Flores Antimonii.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.682400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":615,"date":1659,"orig":"DAs Antimonium crudum in Flores zu bringen iſt keine groſſe Kunſt/ dann ſolche ein lange Zeit bey den Chymicis zu machen im Brauch ſind geweſen/ doch ziemlich thewer verkaufft worden/ weiln ſie bey jhnen ſehr muͤheſelig zu machen waren:","norm":"Das Antimonium crudum in Flores zu bringen ist keine große Kunst / dann solche ein lange Zeit bei den Chymicis zu machen im Brauch sind gewesen / doch ziemlich teuer verkauft worden / weil sie bei ihnen sehr müheselig zu machen waren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":616,"date":1659,"orig":"Hat derhalben ſich niemand vnterſtehen wollen etwas anders zu verſuchen/ ſondern iſt darbey geblieben/ daß man ſolche nur allein zum vomiren gebraucht; davon 1. 2. 3. 4. bis auff 8. oder 10. Grana geben hat/ in Magen vnd Haupt-Kranckheiten erſprießlich befunden/ wie auch in allen Fiebern/ Peſte, Morbo Gallico, vnd dergleichen Kranckheiten mehr:","norm":"Hat derethalben sich niemand unterstehen wollen etwas anders zu versuchen / sondern ist dabei geblieben / dass man solche nur allein zum vomieren gebraucht; davon 1. 2. 3 . 4. bis auf 8. oder 10. Grana geben hat / in Magen und Hauptkrankheiten ersprießlich befunden / wie auch in allen Fiebern / Peste, Morbo Gallico, und dergleichen Krankheiten mehr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.701200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":617,"date":1659,"orig":"Sonſten haben ſie nichts mehr mit jhnen wiſſen zu thun/ noch weiters darinn zu ſuchen ſich vnterſtanden.","norm":"Sonsten haben sie nichts mehr mit ihnen wissen zu tun / noch weiteres darin zu suchen sich unterstanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9842000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":618,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches kein Wunder/ Weilen noch heutiges Tages jhnen viel eynbilden/ es koͤnne nichts mehr gefunden werden/ weil die Alten/ vnſere Voraͤltern/ ſo verſtaͤndige vnd geſchickte Leuhe geweſen/ vnd ſo etwas mehres were zu erfinden geweſt/ haͤtte es nicht auff vns gewartet/ ſondern waͤre ſchon vor laͤngſt an Tag kommen:","norm":"Und ist solches kein Wunder / Weilen noch heutiges Tages ihnen viel einbilden / es könne nichts mehr gefunden werden / weil die Alten / unsere Voreltern / so verständige und geschickte Leihe gewesen / und so etwas mehr wäre zu erfinden gewesen / hätte es nicht auf uns gewartet / sondern wäre schon vor längst an Tag kommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.359499931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":619,"date":1659,"orig":"Welches doch eine gantz naͤrꝛiſche vnd vnfundirte Meynung iſt/ als Wann GOTT der Allmaͤchtige alle ſeine Gaben auff einmal herauß auff die Alten geſchuͤttet/ vnd den Nachkommelitzgen nichts haͤtte behalten wollen.","norm":"Welches doch eine ganz närrische und unfundierte Meinung ist / als Wann GOTT der Allmächtige alle seine Gaben auf einmal heraus auf die Alten geschüttet / und den Nachkommelitzen nichts hätte behalten wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":620,"date":1659,"orig":"Vnd erkennen ſolche Leuthe auch nicht die Natur in jhrer Arbeit/ welche nicht muͤd oder verdroſſen wird/ ſondern immer eins das ander fort treibt/ vnd iſt alſo kein Auffhoͤren ſolcher Veraͤnderung.","norm":"Und erkennen solche Leute auch nicht die Natur in ihrer Arbeit / welche nicht müde oder verdrossen wird / sondern immer eins das ander fort treibt / und ist also kein Aufhören solcher Veränderung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":621,"date":1659,"orig":"Es ſey nun dieſem allem wie es wolle: Kuͤndlich iſt es/ daß nun GOTT der Allmaͤchtige in dieſen letzten Zeiten ſolche Dinge offenbaret/ die zuvorn verborgen waren/ vnd wird ſolches nicht auffhoͤren bis zu dem Juͤngſten Tag.","norm":"Es sei nun diesem allem wie es wolle: Kindlich ist es / dass nun GOTT der Allmächtige in diesen letzten Zeiten solche Dinge offenbaret / die zuvor verborgen waren / und wird solches nicht aufhören bis zu dem Jüngsten Tag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7631001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":622,"date":1659,"orig":"Daß ich nun wiederumb zu meinem propoſito komme/ vnd beſchreibe/ wie man auff eine viel naͤhere Weiſe koͤnne Flores Antimonii machen/ auff daß man ſolche zu mehrerm vnd anderm Gebrauch/ als allein zum vomiren haben koͤnne/ ſo geſchicht ſolches alſo.","norm":"Dass ich nun wiederum zu meinem proposito komme / und beschreibe / wie man auf eine viel nähere Weise könne Flores Antimonii machen / auf dass man solche zu mehrerem und anderem Gebrauch / als allein zum vomieren haben könne / so geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":623,"date":1659,"orig":"℞ Antimonii crudi pulveriſati ſo viel du wilt/ mach erſtlich den Ofen wol heiß/ vnd gluͤend/ darnach trage mit einem eyſern Loͤffel davon/ auff einmal ein Pfund mehr oder weniger/ ſein von einander/ auff die gluͤende Kohlen gezettelt/ hineyn:","norm":"℞ Antimonii crudi pulverisati so viel du willst / mache erstlich den Ofen wohl heiß / und glühend / danach trage mit einem eisern Löffel davon / auf einmal ein Pfund mehr oder weniger / sein voneinander / auf die glühende Kohlen gezettelt / hinein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.208300113677978} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":624,"date":1659,"orig":"So wird alſobalden daſſelbige flieſſen/ ſich zwiſchen die gluͤende Kohlen vermengen/ vnd alſo wegen der groſſen Hitze durch die Lufft in die Recipienten getrieben/ in Geſtalt eines weiſſen Nebels/ welcher ſich dann daſelbſten coagulirt in weiſſe Flores.","norm":"So wird alsobald dasselbe fließen / sich zwischen die glühende Kohlen vermengen / und also wegen der großen Hitze durch die Luft in die Rezipienten getrieben / in Gestalt eines weißen Nebels / welcher sich dann daselbst koaguliert in weiße Flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.101500034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":625,"date":1659,"orig":"Doch hat man dieſes zu mercken/ wann die erſten Kohlen verbrand ſeyn/ vnd man mehr hernach legen muß uͤmb die Sublimation zu continuiren/ daß man ſolche allezeit zuvor anzuͤnde/ vnd gluͤend in den Ofen lege/ dann ſo ſolches nicht geſchehe/ wuͤrden die Flores von dem kleinen Kohlen Geſtuͤbe/ welches mit den Kohlen in den Ofen kompt/ vnd zugleich mit den Floribus durch die Lufft erhaben wird/ etwas grawlicht werden.","norm":"Doch hat man dieses zu merken / wann die ersten Kohlen verbrannt sein / und man mehr hernach legen muss um die Sublimation zu kontinuieren / dass man solche allezeit zuvor anzünde / und glühend in den Ofen lege / dann so solches nicht geschehe / würden die Flores von dem kleinen Kohlen Gestübe / welches mit den Kohlen in den Ofen kommt / und zugleich mit den Floribus durch die Luft erhaben wird / etwas gräulich werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6595001220703125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":626,"date":1659,"orig":"So man aber ſolche Flores alſo perſe zu vomiren nicht gebrauchen vnd verwahren will/ ſo iſt nicht daran gelegen/ ob ſie etwas graw ſind/ darumb ſie nicht deſto geringer/ weilen die Grawheit jhnen nur von einem Kohlenrauch herkompt/ vnd derhalben zu anderm Gebrauch nicht zu ſchewen.","norm":"So man aber solche Flores also perse zu vomieren nicht gebrauchen und verwahren will / so ist nicht daran gelegen / ob sie etwas grau sind / darum sie nicht desto geringer / weilen die Grauheit ihnen nur von einem Kohlenrauch herkommt / und derethalben zu anderem Gebrauch nicht zu scheuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908299922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":627,"date":1659,"orig":"Wer aber darinnen ein Bedencken hat/ kan die Kohlen zuvor gluͤend machen/ ehe er ſolche in den ſublimir Ofen leget/ ſo wird er ſchoͤne weiſſe Flores bekommen.","norm":"Wer aber darinnen ein Bedenken hat / kann die Kohlen zuvor glühend machen / ehe er solche in den sublimier Ofen leget / so wird er schöne weiße Flores bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":628,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſes auch zu obſerviren/ daß man das mitler Kohlen-Loch/ dadurch die Kohlen vnd Antimonium eyngetragen werden/ nimmer zu macht/ auff daß das Fewer genugſamb brennen kan/ ſonſt wuͤrden die Flores in den oberſten ſublimir-Haͤfen gelb vnd roͤtlicht werden/ wegen des Sulphuris Antimonii, welther hoͤher fleugt als der Regulus, welches man nicht zu beſorgen hat/ ſo man Lufft genug gibt.","norm":"Und ist dieses auch zu observieren / dass man das Mittler Kohlenloch / dadurch die Kohlen und Antimonium eingetragen werden / nimmer zu macht / auf dass das Feuer genugsam brennen kann / sonst würden die Flores in den obersten Sublimierhäfen gelb und rötlich werden / wegen des Sulphuris Antimonii, welther höher fliegt als der Regulus, welches man nicht zu besorgen hat / so man Luft genug gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611000061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":629,"date":1659,"orig":"Vnd kan alſo auff dieſe Weiß mit 3. 4. oder 5. Pfund Kohlen in einer Stund ein Pfund Florum gemacht werden/ geht dem Antimonio gantz wenig ab/ nur allein von ſeinem anzuͤndlichen Schwefel wird etwas verbrand/ das uͤbrige geht alles in Flores:","norm":"Und kann also auf diese Weiß mit 3. 4. oder 5. Pfund Kohlen in einer Stunde ein Pfund Florum gemacht werden / geht dem Antimonio ganz wenig ab / nur allein von seinem Anzündlichen Schwefel wird etwas verbrannt / das Übrige geht alles in Flores:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649799823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":630,"date":1659,"orig":"Doch muß man ſublimir-Haͤfen genug auffeinander ſetzen/ damit die Flores Raum genug haben/ vnd uͤberſich fleigen koͤnnen.","norm":"Doch muss man Sublimierhäfen genug aufeinander setzen / damit die Flores Raum genug haben / und über sich fliegen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026700019836426} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":631,"date":1659,"orig":"Alſo auff dieſe weiſe koſten die Flores gantz wenig/ auch ein gantz Pfund nicht ſo viel als ſonſten nur ein Loth/ welche in verſchloſſenen ſublimir-Gefaͤſſen durch die bekandte Weiß ſeynd gemacht worden.","norm":"Also auf diese Weise kosten die Flores ganz wenig / auch ein ganz Pfund nicht so viel als sonsten nur ein Lot / welche in verschlossenen Sublimier-Gefässen durch die bekannte Weiß sind gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":632,"date":1659,"orig":"Vnd ſeynd dieſe im freyen Fewer gemacht/ auch viel beſſer vnd ſicherer zu gebrauchen/ als die andern:","norm":"Und sind diese im freien Feuer gemacht / auch viel besser und sicherer zu gebrauchen / als die anderen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.091700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":633,"date":1659,"orig":"Dann dieſe nicht ſo vehemente Vomitus machen als die andern/ ja auch die jenigen/ welche in den vnterſten Haͤſen geſamlet ſeyn/ gantz vnd garkeine/ ſondern ſeynd diaphoretiſch/ gleich als wann ſie mit Nitro weren verpufft worden/ alſo werden ſie durch das Fewer corꝛigiret/ vnd kan man alſo in einer ſublimation Flores von vnterſchiedlichen Wuͤrckungen außnehmen:","norm":"Dann diese nicht so vehemente Vomitus machen als die anderen / ja auch diejenigen / welche in den untersten Hasen gesammelt sein / ganz und garkeine / sondern sind diaphoretisch / gleich als wann sie mit Nitro wären verpufft worden / also werden sie durch das Feuer korrigieret / und kann man also in einer Sublimation Flores von unterschiedlichen Wirkungen ausnehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5543999671936035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":634,"date":1659,"orig":"Dann die in den vnterſten Haͤfen ſeynd diaphoretiſch/ in den mitlern vomitiviſch/ in den oͤbern ſtarck vomirend.","norm":"Dann die in den untersten Häfen sind diaphoretisch / in den mittleren vomitivisch / in den Obern stark vomierend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":635,"date":1659,"orig":"Dann nach dem ſie ſtarck Fewer gelitten haben/ vnd hoch geſtiegen/ nach dem ſeynd ſie corꝛigirt/ vnd alſo vnterſchiedene Kraͤfften erlangt/ davon dann ein jedweder Art beſonder kan bewahrt werden/ als nemlich die oberſten vnter emplaſtra, oder kan ein dick Butyrum, oder andere Olea ſuͤß vnd corꝛowiſch/ wie hernach gelehret wird/ darauß gemacht werden.","norm":"Dann nach dem sie stark Feuer gelitten haben / und hochgestiegen / nach dem sind sie korrigiert / und also unterschiedene Kräften erlangt / davon dann ein jedweder Art besondere kann bewahrt werden / als nämlich die obersten unter emplastra, oder kann ein dick Butyrum, oder andere Olea süß und corrowisch / wie hernach gelehrt wird / daraus gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.104700088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":636,"date":1659,"orig":"Die mitlern zum Vomiren vnd Purgiren; vnd die vnterſten zum ſchwitzen; darzu ſie dann viel beſſer ſind als das Bezoarticum Minerale, oder Antimonium Diaphoreticum cum Nitro verpufft.","norm":"Die mittleren zum Vomieren und Purgieren; und die untersten zum Schwitzen; dazu sie dann viel besser sind als das Bezoarticum Minerale, oder Antimonium Diaphoreticum cum Nitro verpufft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":637,"date":1659,"orig":"Vnd glaube ich nicht/ daß ein naͤherer Weg mit ſo wenig koſten Vomitiviſche vnd Diaphoretiſche Flores zu machen koͤnte erfunden werden/ als dieſer.","norm":"Und glaube ich nicht / dass ein näherer Weg mit so wenig kosten Vomitivische und Diaphoretische Flores zu machen könnte erfunden werden / als dieser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.004700183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":638,"date":1659,"orig":"Was nun anbelangt jhren Gebrauch/ iſt zu wiſſen/ daß die vomirende Flores nur ſtarcken Leuthen/ welche das vomiren vertragen koͤnnen/ muͤſſen gebraucht werden; Kindern vnd Alten aber mit Bedachtſamkeit/ gleich wie oben gelehrt/ davon dem Butyro Antimonii geſchrieben worden.","norm":"Was nun anbelangt ihren Gebrauch / ist zu wissen / dass die vomierende Flores nur starken Leuten / welche das vomieren vertragen können / müssen gebraucht werden; Kindern und Alten aber mit Bedachtsamkeit / gleich wie oben gelehrt / davon dem Butyro Antimonii geschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.394700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":639,"date":1659,"orig":"Die Schweißtreibende aber koͤnnen ohn alle Sorg vnd Bedencken/ Alten vnd Jungen/ Krancken vnd Geſunden/ in allen Kranckheiten/ da Schwitzen vonnoͤthen iſt/ cyngegeben werden.","norm":"Die Schweißtreibende aber können ohne alle Sorge und Bedenken / Alten und Jungen / Kranken und Gesunden / in allen Krankheiten / da Schwitzen vonnöten ist / cyngegeben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":640,"date":1659,"orig":"Als in Peſte, Morbo Gallico, Scorbuto, Lepra, Febribus vnd dergleichen:","norm":"Als in Peste, Morbo Gallico, Scorbuto, Lepra, Febribus und dergleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"it","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.260000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":641,"date":1659,"orig":"Iſt gantz kein Gefahr darbey zu erwarten.","norm":"Ist ganz kein Gefahr dabei zu erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.592299938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":642,"date":1659,"orig":"Doſis von 3. 6. 9. 12. bis auff 24. grana, mit einem bequemen vehiculo genommen/ vnd im Betth wol zugedeckt/ darauff geſchwitzt/ treibt viel boͤſes durch den Schweiß vnd Vrin auß dem leib.","norm":"Dosis von 3. 6 . 9. 12. bis auf 24. grana, mit einem bequemen vehiculo genommen / und im Bett wohl zugedeckt / darauf geschwitzt / treibt viel Böses durch den Schweiß und Vrin aus dem Leib.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671500205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":643,"date":1659,"orig":"Weil aber der pur girenden Florum gemeinlich mehr ſeyn als der Schweißtreibenden/ vnd man ſolcher nicht viel von noͤthen hat/ weil man viel doſes von 1. oder 2. Vntzen machen kan/ hergegen die Schweißtreibende viel mehr gebraucht werden/ ſo iſt vonnoͤthen/ daß man lehre/ wie man auß den purgirenden Schweißtreibende machen ſoll:","norm":"Weil aber der pur gierenden Florum gemeinlich mehr sein als der Schweißtreibenden / und man solcher nicht viel vonnöten hat / weil man viel dose von 1. oder 2. Unzen machen kann / hingegen die Schweißtreibende viel mehr gebraucht werden / so ist vonnöten / dass man Lehre / wie man aus den purgierenden schweißtreibende machen soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105599880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":644,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches auff dreyerley Weiſe/ die zweyerley habe ich oben gelehrt/ da ich von dem Butyro geſchrieben/ welches mit Spiritu Salis auß den Floribus gemacht wird.","norm":"Und geschieht solches auf dreierlei Weise / die zweierlei habe ich oben gelehrt / da ich von dem Butyro geschrieben / welches mit Spiritu Salis aus den Floribus gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.301599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":645,"date":1659,"orig":"Die dritte Weiſe iſt dieſe/ daß man die Flores nur ohn allen Zuſatz in einen Tiegel thue/ ſolchen zudecke/ doch nicht verlutire/ auff daß keine Vureinigkeit hineyn falle/ ſolchen in ein lind gluͤ-Fewer geſetzt/ alſo daß ſie nicht ſchmeltzen/ ſondern nur dunckel gluͤen etiliche Stunden lang/ dann erkalten laſſen/ ſo ſind ſie fix vnd diaphoretiſch:","norm":"Die dritte Weise ist diese / dass man die Flores nur ohne allen Zusatz in einen Tiegel tue / solchen zudecke / doch nicht verlutire / auf dass keine Voreinigkeit hinein falle / solchen in ein lind glü-Fewer gesetzt / also dass sie nicht schmelzen / sondern nur dunkel glühen etiliche Stunden lang / dann erkalten lassen / so sind sie fix und diaphoretisch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.767300128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":646,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſolche ſchon gelb oder graw weren/ werden ſie doch ſchoͤn weiß/ fix vnd ſchweißtreibend durch eine ſolche außgluͤung.","norm":"Und wann solche schon gelb oder grau wären / werden sie doch schön weiß / fix und schweißtreibend durch eine solche außglüung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.132100105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":647,"date":1659,"orig":"Weiters koͤnnen auch ſolche Flores gebraucht werden vnter Emplaſtra Stictica, dazu ſie dann ſehr gut ſeyn/ wegen jhrer trucknen Natur vnd Eygenſchafft.","norm":"Weiters können auch solche Flores gebraucht werden unter Emplastra Stictica, dazu sie dann sehr gut sein / wegen ihrer trocknen Natur und Eigenschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.453199863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":648,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſolche ſchmeltzen in ein gelb durchſichtig Vitrum, vnd iſt kein leichterer Weg das Antimonium per ſe in ein durchſichtig Vitrum zu bringen als dieſer/ nemblich daß man das Antimonium crudum erſtlich ſublimire/ vnd darnach zu einem Vitro ſchmeltze.","norm":"Auch kann man solche schmelzen in ein gelb durchsichtig Vitrum, und ist kein leichterer Weg das Antimonium per se in ein durchsichtig Vitrum zu bringen als dieser / nämlich dass man das Antimonium crudum erstlich sublimiere / und danach zu einem Vitro schmelze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.84060001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":649,"date":1659,"orig":"Die Sublimation iſt allhier loco Calcinationis, vnd koͤnnen alſo leichtlicher zwantzig Pfund ſublimiret werden/ als ſonſten ein Pfund durch ſtaͤtig ruͤhren zu einer Aſchen gemacht:","norm":"Die Sublimation ist allhier loco Calcinationis, und können also leichtlicher zwanzig Pfund sublimieret werden / als sonsten ein Pfund durch stetig rühren zu einer Aschen gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":650,"date":1659,"orig":"Vnd hat man allhier in meiner Aſcherung gantz im geringſten keine Gefahr wegen des Rauchs außzuſtehen/ weil man nur das Antimonium auff die Kohlen legt/ vnd geht davon/ laͤßt es ſublimiren/ welches ein geſchwinde vnd ſichere Calculation iſt: Hergegen man aber bey der andern/ welche durch uͤmbruͤhren geſchicht/ allezeit mit der Naſen darbey ſeyn/ vnd wann es ſich conglobiret/ wiederumb klein reiben/ vnd alſo viel Wercks damit haben muß/ bis mans weiß bekompt.","norm":"Und hat man allhier in meiner Ascherunge ganz im Geringsten keine Gefahr wegen des Rauchs auszustehen / weil man nur das Antimonium auf die Kohlen legt / und geht davon / lässt es sublimieren / welches ein geschwinde und sichere Kalkulation ist: Hergegen man aber bei der anderen / welche durch Umrühren geschieht / allezeit mit der Nasen dabei sein / und wann es sich conglobiret / wiederum klein reiben / und also viel Werks damit haben muss / bis man es weiß bekommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":651,"date":1659,"orig":"Allhier aber wird es auff einmal in der Sublimation weiß genug/ vnd noch viel weiſſer als wann es durch bekandte Weiß mit ſtaͤtigem uͤmbruͤhren/ vnd offtermals reiben geſchehen were.","norm":"Allhier aber wird es auf einmal in der Sublimation weiß genug / und noch viel weißer als wann es durch bekannte Weiß mit stetigem umrühren / und öftermals reiben geschehen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.704500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":652,"date":1659,"orig":"Vermeyne derhalben dem jenigen/ welcher ein Vitrum Antimonii machen will/ einen guten Weg gewieſen zu haben/ welcher noch niemals iſt an Tag kommen.","norm":"Vermeine derethalben demjenigen / welcher ein Vitrum Antimonii machen will / einen guten Weg gewiesen zu haben / welcher noch niemals ist an Tag kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.569200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":653,"date":1659,"orig":"Nun ich aber ſolchen habe offenbahret/ zweiffelt mir nicht/ es werde niemand ſo naͤrꝛiſch ſeyn/ daß er ſich laͤnger nach der Alten vnd lang bekandten Weiß mit uͤmbruͤhren/ vnd reiben/ ſchleppen vnd martelen werde/ ſondern meine gute Lehre in acht nehmen/ vnd derſelben nachkommen.","norm":"Nun ich aber solchen habe offenbaret / zweifelt mir nicht / es werde niemand so närrisch sein / dass er sich länger nach der Alten und lang bekannten Weiß mit umrühren / und reiben / schleppen und martelen werde / sondern meine gute Lehre in Acht nehmen / und derselben nachkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5142998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":654,"date":1659,"orig":"Auff dieſe Weiſe kan jhm ein Medicus gar leichtlich ohne groſſe Muͤhe vnd Koſten/ ſeine Flores vomitorios & diaphoreticos, wie auch ein Vitrum per ſe auß Antimonio machen.","norm":"Auf diese Weise kann ihm ein Medikus gar leichtlich ohne große Mühe und Kosten / seine Flores vomitorios & diaphoreticos, wie auch ein Vitrum per se aus Antimonio machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.901199817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":655,"date":1659,"orig":"Auß dieſen Floribus kan man auch liebliche vnd ſuͤſſe/ wie auch corꝛoſiviſche Olea, vnd andere gute Medicamenta machen; wie oben bey dem Spiritu Salis, vnd auch weiters im 2. Theil dieſes Buchs zu finden iſt.","norm":"Aus diesen Floribus kann man auch liebliche und süße / wie auch corrosivische Olea, und andere gute Medikamente machen; wie oben bei dem Spiritu Salis, und auch weiteres im 2. Teil dieses Buchs zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405300140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":656,"date":1659,"orig":"Will nun jemand Flores auß dem Regulo machen/ welche dann ſchoͤner vnd beſſer ſind als dieſe auß dem Antimonio crudo gemacht/ ſo kan er nur denſelben pulveriſiren/ vnd gleich wie oben gelehrt/ weiters damit procediren/ gibt gar ſchoͤne Flores, vnd ſteigen eben ſo gern als die erſten.","norm":"Will nun jemand Flores aus dem Regulo machen / welche dann schöner und besser sind als diese aus dem Antimonio crudo gemacht / so kann er nur denselben pulverisieren / und gleich wie oben gelehrt / weiteres damit prozedieren / gibt gar schöne Flores, und steigen ebenso gern als die ersten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5767998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":657,"date":1659,"orig":"Wie nun ſolcher Regulus compendiose ſoll gemacht werden/ wirſtu im 4. Theil beſchrieben finden.","norm":"Wie nun solcher Regulus compendiose soll gemacht werden / wirst du im 4. Teil beschrieben finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.166999816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":658,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen die Schlacken auch in Flores ſublimiret werden/ alſo daß gantz nichts verlohren gehet.","norm":"Und können die Schlacken auch in Flores sublimieret werden / also dass ganz nichts verloren geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.072400093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":659,"date":1659,"orig":"So man aber Flores will machen/ welche ſich in der Lufft in ein Oleum oder Liquorem ſolviren/ ſo ſetze man nur calcionirten Tartarum, oder ein ander Sal fixum Vegetabile bey/ ſo bekompt man Flores, welche ſich in allen Liquoribus ſolviren.","norm":"So man aber Flores will machen / welche sich in der Luft in ein Oleum oder Liquorem solvieren / so setze man nur calcionirten Tartarum, oder ein ander Soll fixum Vegetabile bei / so bekommt man Flores, welche sich in allen Liquoribus solvieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457900047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":660,"date":1659,"orig":"Will man aber rote Flores machen/ ſo wol diaphoretiſche als pur girende/ ſo ſetze man nur dem Antimonio Martem zu/ ſo werden ſie beynahe/ ſo ſchoͤn als ein Zinober.","norm":"Will man aber rote Flores machen / so wohl diaphoretische als pur gierende / so setze man nur dem Antimonio Martem zu / so werden sie beinahe / so schön als ein Zinnober.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.28819990158081} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":661,"date":1659,"orig":"Will man gruͤne Flores haben/ ſo ſetze man Venerem bey.","norm":"Will man grüne Flores haben / so setze man Venerem bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.666600227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":662,"date":1659,"orig":"So aber Gallmey zugeſetzt wird/ gibts ſchoͤne Purpurfarbe Flores.","norm":"So aber Gallmey zugesetzt wird / gibt es schöne Purpurfarbe Flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.111400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":663,"date":1659,"orig":"Auff dieſe Weiſe kan man Flores machen/ von allen Mineraliſchen Geſchlechten/ ſie ſind fluͤchtig oder fix/ ſie muͤſſen ſteigen/ wann ſie auff das bloſſe Fewer kommen.","norm":"Auf diese Weise kann man Flores machen / von allen mineralischen Geschlechtern / sie sind flüchtig oder fix / sie müssen steigen / wann sie auf das bloße Feuer kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514400005340576} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":664,"date":1659,"orig":"Vnd ſind ſolche Flores in Chirurgia vielfaͤltig zu gebrauchen vnter Emplaſtra vnd Unguenta, dann ſie ſehr trocknen vnd zuſammen ziehen/ inſonderheit dieſe von Gallmey gemacht:","norm":"Und sind solche Flores in Chirurgia vielfältig zu gebrauchen unter Emplastra und Unguenta, dann sie sehr trockenen und zusammen ziehen / in Sonderheit diese von Gallmey gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.222799777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":665,"date":1659,"orig":"Von Marcaſita Aurea, & Argentea auch nicht boͤs.","norm":"Von Markasite Aurea, & Argentea auch nicht bös.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.822800159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":666,"date":1659,"orig":"Von Arſenico vnd Auripigmento, wegen jhrer gifftigen Natur nicht zu gebrauchen/ aber ſchoͤne Mahler-Farben werden drauß.","norm":"Von Arsenico und Auripigmento, wegen ihrer giftigen Natur nicht zu gebrauchen / aber schöne Malerfarben werden daraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9218997955322275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":667,"date":1659,"orig":"So man aber zuvoren das Arſenicum oder Auripigmentum mit Nitro verpufft/ vnd hernach ſublimirt/ ſo ſeynd ſie ſicher im Leib zu gebrauchen/ damit durch purgiren vnd ſchwitzen alles verborgene Gifft auß dem Leib zu treiben.","norm":"So man aber zuvoren das Arsenicum oder Auripigmentum mit Nitro verpufft / und hernach sublimiert / so sind sie sicher im Leib zu gebrauchen / damit durch purgieren und schwitzen alles verborgene Gift aus dem Leib zu treiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057499885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":668,"date":1659,"orig":"Dann ſie bekommen zwey Correctiones, eine durch das Nitrum, vnd die ander in der Sublimation durch das ſtarcke Fewer.","norm":"Dann sie bekommen zwei Correctiones, eine durch das Nitrum, und die ander in der Sublimation durch das starke Feuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.492599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":669,"date":1659,"orig":"Seynd derowegen gantz nicht zu ſchewen noch zu meyden/ weil ſie zuvoren Gifft waren/ dann Antimonium iſt fuͤr ſeiner Bereytung auch Gifft:","norm":"Sind derowegen ganz nicht zu scheuen noch zu meiden / weil sie zuvoren Gift waren / dann Antimonium ist für seiner Bereitung auch Gift:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.504499912261963} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":670,"date":1659,"orig":"Vnd je groͤſſer die Gifft iſt fuͤr der Bereytung/ je groͤſſer iſt die Mediein nach der Bereytung.","norm":"Und je größer die Gift ist für der Bereitung / je größer ist die Mediein nach der Bereitung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991000175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":671,"date":1659,"orig":"Flores Sulphuris werden im 2. Theil gelehrt zu machen/ doch koͤnnen ſie allhier auch gemacht werden/ wann man zuvor des Ofens Art vnd Natur hat lernen kennen/ vnd darinn geuͤbet iſt zu ſublimiren/ anders wuͤrde der Sulphur verbrennen/ vnd keine Flores geben.","norm":"Flores Sulphuris werden im 2. Teil gelehrt zu machen / doch können sie allhier auch gemacht werden / wann man zuvor des Ofens Art und Natur hat lernen kennen / und darin geübt ist zu sublimieren / anders würde der Sulphur verbrennen / und keine Flores geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.492700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":672,"date":1659,"orig":"Alſo kan man auch die Lapides, ſo ſie zuvoren darzu bereytet ſeyn/ in Flores ſublimiren.","norm":"Also kann man auch die Lapides, so sie zuvoren dazu bereitet sein / in Flores sublimieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.243500232696533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":673,"date":1659,"orig":"Vnd was ſolcher Dingen mehr ſeynd/ nicht noͤthig mehr davon zu ſchreiben:","norm":"Und was solcher Dingen mehr sind / nicht nötig mehr davon zu schreiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.120699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":674,"date":1659,"orig":"Dann wer Luſt darzu hat/ wird den Sachen wol weiter nachdencken vnd ſuchen.","norm":"Dann wer Lust dazu hat / wird den Sachen wohl weiter nachdenken und suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.48960018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":675,"date":1659,"orig":"Nun vermeyne ich/ daß ich klaͤrlich genug geſchrieben/ wie man auß meinem erſten Ofen diſtilliren vnd ſublimiren ſoll: Wills derohalben darbey beruhen laſſen:","norm":"Nun vermeine ich / dass ich klärlich genug geschrieben / wie man aus meinem ersten Ofen destillieren und sublimieren soll: Will es derohalben dabei beruhen lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":676,"date":1659,"orig":"Wer mich nu verſteht/ vnd den Ofen wol wird auffbawen vnd gebrauchen/ (darzu jhm der Abriß dienen muß) der wird gewißlich ſehen vnd befinden/ daß ich ein gut Werck gethan hab/ vnd meinen Fleiß vnd Muͤhe/ welche ich daran gewand/ nicht verachten.","norm":"Wer mich nun versteht / und den Ofen wohl wird aufbauen und gebrauchen / (dazu ihm der Abriss dienen muss) der wird gewisslich sehen und befinden / dass ich ein gut Werk getan habe / und meinen Fleiß und Mühe / welche ich daran Gewand / nicht verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229700088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":677,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun der beſte Weg/ ſolche Dinge zu diſtilliren vnd ſublimiren/ welche nicht verbrennen koͤnnen.","norm":"Dieses ist nun der beste Weg / solche Dinge zu destillieren und sublimieren / welche nicht verbrennen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116000175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":678,"date":1659,"orig":"Hernach im anderen Theil aber wirſtu finden/ wie man alle Dinge in einem beſondern Ofen diſtilliren ſoll/ welche verbraͤnnlich ſeynd/ vnd ſubtile Spiritus von ſich geben.","norm":"Hernach im anderen Teil aber wirst du finden / wie man alle Dinge in einem besonderen Ofen destillieren soll / welche verbrännlich sind / und subtile Spiritus von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":679,"date":1659,"orig":"Es kan zwar dieſer erſte Ofen noch zu mehr andern Operationibus gebraucht werden; Nemblich alle Metalla damit zu Anatomiren vnd zerlegen/ purum ab impuro ſeparare, vnd jhr Sal Centrale oder Humidum Radicale dadurch zu erlangen.","norm":"Es kann zwar dieser erste Ofen noch zu mehr anderen Operationibus gebraucht werden; nämlich alle Metalla damit zu Anatomieren und zerlegen / purum ab impuro separare, und ihr Soll Centrale oder Humidum radikale dadurch zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.104300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":680,"date":1659,"orig":"Weiln es aber nicht auff ſolche Weiſe hergehet/ nur auff brennende Kohlen geworffen/ gleich wie von Floribus vnd Spiritibus gehoͤrt/ ſondern auff ein gantz andere Philoſophiſche Art/ durch ein geheim vnd Secret-Fewer; vnd auch ſolches von den Philoſophis allezeit verborgen iſt gehalten worden/ will ich auch der jenige nicht ſeyn/ ſolches Secretum ſo klein achten/ vnd jedermann ſo leichtlich offenbaren vnd an Tag geben/ ſondern andere auch laſſen ſuchen/ iſt genug daß ich den Weg gezeiget habe.","norm":"Weil es aber nicht auf solche Weise hergehet / nur auf brennende Kohlen geworfen / gleich wie von Floribus und Spiritibus gehört / sondern auf ein ganz andere philosophische Art / durch ein geheim und Secret-Fewer; und auch solches von den Philosophis allezeit verborgen ist gehalten worden / will ich auch derjenige nicht sein / solches Secretum so klein achten / und jedermann so leichtlich offenbaren und an Tag geben / sondern andere auch lassen suchen / ist genug dass ich den Weg gezeigt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7754998207092285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":681,"date":1659,"orig":"Ende deß Erſten Theils.","norm":"Ende des ersten Teils.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.153700113296509} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":682,"date":1659,"orig":"A. Der Ofen mit ſeinem einge maüreken eiſernē Diſtlier gefäs daran ein Recipienſ iſt accomodirt B.","norm":"A. Der Ofen mit seinem einige maüreken eiserne Distlier Gefäß daran ein Recipiens ist akkomodiert B.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.432199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":683,"date":1659,"orig":"Der Diſtillirer welcher mit der lincken hand den Dekel abnim̄t vnd mit der rechten ſeine Zugerichte Materi einträgt.","norm":"Der Destillierer welcher mit der linken Hand den Deckel abnimmt und mit der rechten seine Zugerichte Materie einträgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.356200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":684,"date":1659,"orig":"C. Geſkaldt des Diſtillier Gefäſſes D.","norm":"C. Geskaldt des Destillier Gefäßes D.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.982800006866455} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":685,"date":1659,"orig":"Wie daſſelbige inwendig an zuſehen iſt. E.","norm":"Wie dasselbe inwendig anzusehen ist . E.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.478799819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":686,"date":1659,"orig":"Ein anders, welches nicht eingemaůret ſondern nůr aůff Kohlen ſtehel.","norm":"Ein anders, welches nicht eingemauert sondern nur auf Kohlen stehel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.624899864196777} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":687,"date":1659,"orig":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder Philoſophiſcher Oefen/ Ander Theil:","norm":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder philosophischer Öfen / Ander Teil:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.204899787902832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":688,"date":1659,"orig":"Darinnen beſchrieben wird des zweyten Ofens Eygenſchafft/ dardurch/ oder damit man alle fluͤchtige ſubtile vnd verbrennliche Dinge diſtilliren kan; Es ſeyen gleich Vegetabilia, Animalia oder Mineralia, auff eine vnbekandte Weiſe/ ſehr compendioſè; dardurch nichts verlohren wird/ ſondern die allerſubtilſte Spiritus damit koͤnnen gefangen vnd erhalten werden/ welches ſonſten/ ohne dieſen Ofen/ durch Retorten/ oder ander bekandte Diſtillir- Zeug vnmuͤglich zu thun iſt.","norm":"Darinnen beschrieben wird des zweiten Ofens Eigenschaft / dadurch / oder damit man alle flüchtige subtile und verbrennliche Dinge destillieren kann; es seien gleich Vegetabilia, Animalia oder Mineralia, auf eine unbekannte Weise / sehr compendiose; dadurch nichts verloren wird / sondern die subtilste Spiritus damit können gefangen und erhalten werden / welches sonsten / ohne diesen Ofen / durch Retorten / oder ander bekannte Distillir-Zeug unmöglich zu tun ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720399856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":689,"date":1659,"orig":"CAPUT PRIMUM.","norm":"CAPUT PRIMUM.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.1875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":690,"date":1659,"orig":"Von Vorbereytung des Ofens.","norm":"Von Vorbereitung des Ofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.703999996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":691,"date":1659,"orig":"DAs Diſtillir-Gefaͤß muß bereytet werden auß Eyſen/ oder guter Erden/ welche in dem Fewer halten kan/ wie im 5. Theil dieſes Buchs ſoll gelehret werden.","norm":"Das Destilliergefäß muss bereitet werden aus Eisen / oder guter Erden / welche in dem Feuer halten kann / wie im 5. Teil dieses Buchs soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":692,"date":1659,"orig":"Vnd auch ſo gros oder ſo klein als man will/ nach dem man ſolches von noͤthen hat; vnd kan das eyſerne am bequemſten gebraucht werden/ zu ſolchen Spiritibus, welche nicht ſehr ſcharpff oder corꝛoſiviſch ſeyn/ dardurch das Gefaͤß zerfreſſen wird:","norm":"Und auch so groß oder so klein als man will / nach dem man solches vonnöten hat; und kann das Eiserne am bequemsten gebraucht werden / zu solchen Spiritibus, welche nicht sehr scharf oder corrosivisch sein / dadurch das Gefäß zerfressen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541399955749512} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":693,"date":1659,"orig":"Das erdene kan gebraucht werden zu ſolchen Dingen/ welche das Eyſen angreiffen vnd ſchmeltzen machen/ als Sulphur, Antimonium, vnd dergleichen/ darumb man von ſolchen Gefaͤſſen zwey haben muß/ nemblich ein eyſernes vnd ein erdenes/ auff daß man zu einer jedern Art Materialien zu diſtilliren/ ſie ſeyen corꝛoſiviſch oder nicht/ ſeinen behoͤrlichen Ofen hab/ vnd nicht durch widerwaͤrtige vnd ſchaͤdliche dinge verderbt werde.","norm":"Das erdene kann gebraucht werden zu solchen Dingen / welche das Eisen angreifen und schmelzen machen / als Sulphur, Antimonium, und dergleichen / darum man von solchen Gefäßen zwei haben muss / nämlich ein eisernes und ein erdenes / auf dass man zu einer jeden Art Materialien zu destillieren / sie seien corrosivisch oder nicht / seinen Behörlichen Ofen habe / und nicht durch widerwärtige und schädliche Dinge verderbt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.725500106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":694,"date":1659,"orig":"Vnd iſt das Gefaͤß alſo geſtaltet/ gleich wie beygefůgte Figur zeigen wird/ nemlich vnten etwas weiter als oben/ vnd zweymal ſo hoch als weit/ oben mit einem Faltz darein der Deckel ſchleuſt eines guten Zwerg-Fingers tieff; der Deckel muß ein Ohr haben/ welches man mit einer Zangen faſſen/ vnd alſo damit abnehmen/ vnd wie derumb drauff decken kan/ wann man will; vnd muß ein ſolcher Deckel auch ein Zarg haben/ damit er in den Faltz des vntern Theils ſchlieſſe/ der vnter Theil muß 3. Zapffen an der Seyten haben/ damit er auff der Mawren des Ofens ligen kan/ welcher Ofen nicht anderſt als ein ander gemeiner Diſtillir-Ofen geſtaltet iſt/ darinnen das Diſtillir-Gefaͤß ligt/ gleich als ein Sand-Capell wie im Abriß zu ſehen iſt: Will man aber ſolches nicht einmawren/ ſondern nur hinſtellen vnd Kohlen darumb legen/ ſo darff es der Zapffen nicht/ ſondern muß zu vnterſt platt ſeyn/ oder Fuͤſſe haben/ auff daß es ſtehen koͤnne: vnd gehet vnter dem Faltz ein Roͤhr herauß einer Spannen lang/ vnd ein oder zwey zwerch-Finger weit/ fornen etwas ſpitziger als hinden/ dardurch die Spiritus gehen koͤnnen.","norm":"Und ist das Gefäß also gestaltet / gleich wie beigefügte Figur zeigen wird / nämlich unten etwas weiter als oben / und zweimal so hoch als weit / oben mit einem Falts darein der Deckel schleust eines guten Zwerg-Fingers tief; der Deckel muss ein Ohr haben / welches man mit einer Zangen fassen / und also damit abnehmen / und wie darum drauf decken kann / wann man will; und muss ein solcher Deckel auch ein Zarge haben / damit er in den Falts des unteren Teils schließe / der unter Teil muss 3. Zapfen an der Seiten haben / damit er auf der Mauern des Ofens liegen kann / welcher Ofen nicht anders als ein ander gemeiner Destillierofen gestaltet ist / darinnen das Destilliergefäß liegt / gleich als ein Sandkapelle wie im Abriss zu sehen ist: Will man aber solches nicht einmauere / sondern nur hinstellen und Kohlen darum legen / so darf es der Zapfen nicht / sondern muss zu unterst platt sein / oder Füße haben / auf dass es stehen könne: und geht unter dem Falts ein Röhr heraus einer Spannen lang / und ein oder zwei Zwergfinger weit / vorne etwas spitziger als hinten / dadurch die Spiritus gehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":695,"date":1659,"orig":"CAP. II. Modus diſtillandi.","norm":"CAP. II. Modus distillandi.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":7.508999824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":696,"date":1659,"orig":"WAnn man nun diſtilliren will/ ſo macht man Fewer in den Ofen/ auff daß das Diſtillier-Geſchirꝛ wol heiß werde; Iſt es aber nicht eingemawret/ ſo ſetzt man ſolches auff einen Roſt/ vnd leget Steine darumb/ dann Kohlen darzwiſchen/ vnd laͤßt es warm werden/ vnd leget gefloſſen Bley in den Faltz/ auff daß/ wann der Deckel darauff wird geſetzt/ er darein dicht ſchlieſſe/ vnd keine Spiritus darneben außgehen koͤnnen:","norm":"Wann man nun destillieren will / so macht man Feuer in den Ofen / auf dass das Destilliergeschirr wohl heiß werde; ist es aber nicht eingemauert / so setzt man solches auf einen Rost / und leget Steine darum / dann Kohlen dazwischen / und lässt es warm werden / und leget geflossen Blei in den Falts / auf dass / wann der Deckel darauf wird gesetzt / er darein dicht schließe / und keine Spiritus daneben ausgehen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877699851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":697,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ ſo traͤgt man von der Materi/ welche man diſtilliren will/ ein wenig auff einmal hineyn/ ſetzt den Deckel drauff/ ſo iſt anderſt kein Außbang als durch die Roͤhren/ an welcher ein groſſer Recipient muß lutiret ſeyn.","norm":"Wann solches geschehen / so trägt man von der Materie / welche man destillieren will / ein wenig auf einmal hinein / setzt den Deckel drauf / so ist anders kein Außbang als durch die Röhren / an welcher ein großer Recipient muss lutiret sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":698,"date":1659,"orig":"So nun die eingetragene ſpecies warm werden/ laſſen ſie jhren Spiritum von ſich/ welcher dann in den vorgelegten Recipienten gehet; vnd weiln der eingetragenen Materiwenig geweſen/ ſo hat ſie keinen Gewalt durch das Lutum zu dringen/ oder den Recipienten zu zerſprengen/ ſondern muß ſich alſo ſetzen.","norm":"So nun die eingetragene species warm werden / lassen sie ihren Spiritum von sich / welcher dann in den vorgelegten Rezipienten geht; und weil der eingetragenen Materiwenig gewesen / so hat sie keinen Gewalt durch das Lutum zu dringen / oder den Rezipienten zu zersprengen / sondern muss sich also setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.689499855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":699,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ ſo trag wiederumb ein wenig von deiner Materi hineyn/ decke wieder zu/ vnd laß alſo gehen/ biß ſich die Spiritus geſetzt haben:","norm":"Wann solches geschehen / so trage wiederum ein wenig von deiner Materie hinein / decke wieder zu / und lass also gehen / bis sich die Spiritus gesetzt haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.768199920654297} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":700,"date":1659,"orig":"Solches continuire mit eintragen/ ſo lang/ bis du Spiritus genug haſt:","norm":"Solches kontinuiere mit eintragen / so lang / bis du Spiritus genug hast:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.838099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":701,"date":1659,"orig":"Aber ſiehe zu/ daß du nicht mehr auff einmal eintraͤgſt/ als der Recipient vertragen koͤnne/ ſonſt wuͤrde er zerbrechen:","norm":"Aber siehe zu / dass du nicht mehr auf einmal einträgst / als der Recipient vertragen könne / sonst würde er zerbrechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":702,"date":1659,"orig":"Vnd wann dein Gefaͤß voll iſt/ von der eingetragenen Materi/ vnd mehr Spiritus haben wilt/ ſo hebe den Deckel ab/ nimb das Caput mortuum mit einem eyſernen Loͤffel herauß/ vnd fang wiederumb an einzutragen/ allezeit nur ein wenig auff einmal/ vnd ſolches thue ſo lang du wilt.","norm":"Und wann dein Gefäß voll ist / von der eingetragenen Materie / und mehr Spiritus haben willst / so hebe den Deckel ab / nimm das Caput mortuum mit einem eisernen Löffel heraus / und fange wiederum an einzutragen / allezeit nur ein wenig auf einmal / und solches tue so lang du willst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7179999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":703,"date":1659,"orig":"Alſo kanſtu in einem Tage mit einem kleinen Geſchirꝛ mehr diſtilliren/ als mit einem groſſen Retorten/ vnd darffſt dich nicht beſorgen/ daß dir etwas von dem ſubtilen Spiritu verꝛieche/ oder dein Recipient von der Menge der Spirituum breche; vnd kanſt auch auffhoͤren vnd wiederumb anfangen wann du wilt/ kan auch das Fewer nicht zu ſtarck getrieben werden/ daß Schaden dardurch geſchehe/ ſondern kanſt alſo die allerſubtilſte Spiritus machen/ welches durch keinen Retorten zu thun muͤglich iſt.","norm":"Also kannst du in einem Tage mit einem kleinen Geschirr mehr destillieren / als mit einem großen Retorten / und darfst dich nicht besorgen / dass dir etwas von dem subtilen Spiritu verrieche / oder dein Recipient von der Menge der Spirituum breche; und kannst auch aufhören und wiederum anfangen wann du willst / kann auch das Feuer nicht zu stark getrieben werden / dass Schaden dadurch geschehe / sondern kannst also die subtilste Spiritus machen / welches durch keinen Retorten zu tun möglich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039599895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":704,"date":1659,"orig":"Dann wann man einen ſubtilen Spiritum durch Retorten diſtilliren will/ es ſey von Tartaro, Cornu Cervi, Sale Armoniaco, oder dergleichen/ vnd wann auch nur einhalb Pfund der Materi darinnen were/ vnd anfaͤngt zu gehen/ ſo kommen die allerſubtilſte Spiritus mit Gewalt/ welche dann ſich nicht ſtracks in den Recipienten legen koͤnnen/ ſuchen derhalben durch das Lutum zu dringen/ wann ſolches nicht gut iſt/ ſo gehet er darvon/ wann es aber gut iſt/ daß der Spiritus nicht dadurch kan/ ſo muß der Recipient brechen/ dann es vnmuͤglich iſt/ ſo viel auff einmal ſolcher ſubtiler Geiſter zu fangen.","norm":"Dann wann man einen subtilen Spiritum durch Retorten destillieren will / es sei von Tartaro, Cornu Cervi, Sale Armoniaco, oder dergleichen / und wann auch nur einhalb Pfund der Materie darinnen wäre / und anfängt zu gehen / so kommen die subtilste Spiritus mit Gewalt / welche dann sich nicht stracks in den Rezipienten legen können / suchen derethalben durch das Lutum zu dringen / wann solches nicht gut ist / so geht er davon / wann es aber gut ist / dass der Spiritus nicht dadurch kann / so muss der Recipient brechen / dann es unmöglich ist / so viel auf einmal solcher subtiler Geister zu fangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.86899995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":705,"date":1659,"orig":"Dann wann er anfaͤngt zu kommen/ ſo kompt er ſo ſtarck/ mit einem ſolchen Gewalt/ daß der Recipient ſolche nicht faſſen kan/ vnd derowegen ſpringen muß/ oder durch das Lutum gehen laſſen/ welches aber allhier nicht geſchehen kan/ weilen man nur ein wenig auff einmal eintraͤgt/ welches dañ ſo viel Spiritus nicht geben kan/ daß ſie den Recipienten zerſtoſſen/ vnd wann keine Spiritus mehr gehen/ ſo traͤgt man wieder eyn/ vnd ſolches ſo lang vnd viel/ bis man Spiritus genug hat.","norm":"Dann wann er anfängt zu kommen / so kommt er so stark / mit einem solchen Gewalt / dass der Recipient solche nicht fassen kann / und derowegen springen muss / oder durch das Lutum gehen lassen / welches aber allhier nicht geschehen kann / weilen man nur ein wenig auf einmal einträgt / welches dann so viel Spiritus nicht geben kann / dass sie den Rezipienten zerstoßen / und wann keine Spiritus mehr gehen / so trägt man wieder ein / und solches so lang und viel / bis man Spiritus genug hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.82420015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":706,"date":1659,"orig":"Darnach nimpt man den Recipienten ab/ gieſſet den Spiritum darauß in ein ſolches Glas/ gleich wie bey den Handgriffen des 5. Theils dieſes Buchs gezeiget wird/ darinnen er ſich halten kan/ vnd vnverꝛochen bleiben muß.","norm":"Danach nimmt man den Rezipienten ab / gießet den Spiritum daraus in ein solches Glas / gleich wie bei den Handgriffen des 5. Teils dieses Buchs gezeigt wird / darinnen er sich halten kann / und vnverrochen bleiben muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.989200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":707,"date":1659,"orig":"Allhier kan ich auch nicht verſchweigen/ wie daß etliche fleiſſige Maͤnner dieſer Diſtillation weiters nach gedacht vnd befunden haben/ daß viel gutes darmit koͤnte außgericht werden/ wann ſie wol angeſtellet wuͤrde.","norm":"Allhier kann ich auch nicht verschweigen / wie dass etliche fleißige Männer dieser Destillation weiteres nach gedacht und befunden haben / dass viel Gutes damit könnte ausgerecht werden / wann sie wohl angestellt würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.439700126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":708,"date":1659,"orig":"Derohalben mit ſonderbarem Fleiß ſolche Inſtrumenten haben machen laſſen/ vnd hie vnd dort etwas zuverbeſſern vermeynet/ das Diſtillir-Gefaͤß veraͤndern/ aber gleichwol wieder zu meiner Beſchreibung endlich tretten muͤſſen.","norm":"Derohalben mit sonderbarem Fleiß solche Instrumenten haben machen lassen / und hie und dort etwas zuverbessern vermeinet / das Destilliergefäß verändern / aber gleichwohl wieder zu meiner Beschreibung endlich treten müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.081500053405762} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":709,"date":1659,"orig":"Alſo daß ich auch ſelber bis auff dieſe Stund ſolches noch nicht habe verbeſſern koͤnnen/ darbey es dann auch geblieben iſt.","norm":"Also dass ich auch selber bis auf diese Stunde solches noch nicht habe verbessern können / dabei es dann auch geblieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.689300060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":710,"date":1659,"orig":"Auff ſolche Weiſe koͤnnen alle Dinge/ ſie ſeyen Vegetabiliſch/ Animaliſch oder Mineraliſch in dieſem Ofen viel beſſer als durch Retorten diſtilliret werden:","norm":"Auf solche Weise können alle Dinge / sie seien Vegetabilisch / Animalisch oder Mineralisch in diesem Ofen viel besser als durch Retorten destillieret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464900016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":711,"date":1659,"orig":"Inſonderheit ſolche ſubtile Spiritus, welche ſonſten nicht koͤnnen in der Diſtillation behalten werden/ vnd durch das Lutum gehen/ werden allhier gefangen/ welche dann viel beſſer ſeyn als die ſchwere Olea, welche fuͤr Spiritus gehalten werden/ vnd doch keine Spiritus ſeynd/ ſondern nur corꝛoſiviſche Waͤſſer.","norm":"Insonderheit solche subtile Spiritus, welche sonsten nicht können in der Destillation behalten werden / und durch das Lutum gehen / werden allhier gefangen / welche dann viel besser sein als die schwere Olea, welche für Spiritus gehalten werden / und doch keine Spiritus sind / sondern nur corrosivische Wässer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.852399826049805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":712,"date":1659,"orig":"Dann ein Spiritus muß ein ſolche Natur haben/ daß er gantz volatiliſch/ durchtringend vnd ſubtil ſey:","norm":"Dann ein Spiritus muss ein solche Natur haben / dass er ganz volatilisch / durchdringend und subtil sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.511000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":713,"date":1659,"orig":"Welches bey dem Spiritu Salis, Vitrioli, Aluminis vnd Nitri, gleich wie ſie in den Apotheken verbraucht werden/ nicht hefunden wird/ dann ſie nur ſchwere Olea ſeynd/ welche auch in der Waͤrme nicht verꝛiechen oder erhaliren.","norm":"Welches bei dem Spiritu Salis, Vitrioli, Aluminis und Nitri, gleich wie sie in den Apotheken verbraucht werden / nicht hefunden wird / dann sie nur schwere Olea sind / welche auch in der Wärme nicht verriechen oder erhaliren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.213099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":714,"date":1659,"orig":"Ein wahrer Spiritus aber/ der etwas in Medicina thun ſoll/ muß vor der Phlegmate ſteigen/ vnd nicht hernach/ dann/ alles was ſchwerer iſt als ein Phlegma, iſt kein Spiritus Volatilis, ſondern ein ſchwerer Spiritus, oder (beſſer genant) Oleum acidum.","norm":"Ein wahrer Spiritus aber / der etwas in Medicina tun soll / muss vor der Phlegmate steigen / und nicht hernach / dann / alles was schwerer ist als ein Phlegma, ist kein Spiritus Volatilis, sondern ein schwerer Spiritus, oder (besser genannt) Oleum acidum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":715,"date":1659,"orig":"Dahero man auch ſiehet/ daß der Apotheker Spiritus Vitrioli keine Epilepſiam curiren will; welches jhm doch zu thun zugeſchrieben wird/ vnd billig:","norm":"Daher man auch sieht / dass der Apotheker Spiritus Vitriole keine Epilepsiam kurieren will; welches ihm doch zu tun zugeschrieben wird / und billig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.066100120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":716,"date":1659,"orig":"Ein wahrer Spiritus Vitrioli aber thut ſolches bald.","norm":"Ein wahrer Spiritus Vitriole aber tut solches bald.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.716000080108643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":717,"date":1659,"orig":"Deßgleichen jhr Spiritus Tartari, wie ſie jhn nennen kein Spiritus iſt/ ſondern nur ein ſtinckend Phlegma, oder Eſſig.","norm":"Desgleichen ihr Spiritus Tartari, wie sie ihn nennen kein Spiritus ist / sondern nur ein stinkend Phlegma, oder Essig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985499858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":718,"date":1659,"orig":"Wie man aber ſpiritus machen ſoll/ welche lebendig/ vnd mit der That beweiſen daß ſie ſpiritus ſeyn/ will ich nicht vnterlaſſen zu beſchreiben/ weiln ſehr viel guts in allen Kranckheiten damit kan gethan werden.","norm":"Wie man aber spiritus machen soll / welche lebendig / und mit der Tat beweisen dass sie spiritus sein / will ich nicht unterlassen zu beschreiben / weil sehr viel Gutes in allen Krankheiten damit kann getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.667200088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":719,"date":1659,"orig":"Vnd dienet dieſe Weiſe zu diſtilliren nur denen/ welche gute Medicamenta ſuchen.","norm":"Und dient diese Weise zu destillieren nur denen / welche gute Medikamente suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.351799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":720,"date":1659,"orig":"Andere aber/ welchen nicht gros an gelegen iſt/ ob jhre Medicin wol oder uͤbel bereytet ſey/ duͤrffen ſo viel Muͤhe nicht anwenden/ ein ſolch Oefelein zu bawen/ vnd jhre Spiritus ſelbſten zu machen/ ſondern koͤnnen allezeit uͤmb ein klein Geld viel tode vnd krafftloſe ſpiritus bey deu gemeinen Laboranten vnd Apothekern erkauffen.","norm":"Andere aber / welchen nicht groß angelegen ist / ob ihre Medizin wohl oder übel bereitet sei / dürfen so viel Mühe nicht anwenden / ein solch Öflein zu bauen / und ihre Spiritus selbst zu machen / sondern können allezeit um ein Kleingeld viel Tode und kraftlose spiritus bei den gemeinen Laboranten und Apothekern erkaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.615600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":721,"date":1659,"orig":"Dahero es auch kein Wunder iſt/ daß ſo wenig jetziger Zeit mit Chymiſchen Medicamentis außgerichtet wird/ da ſie doch von Rechts wegen alle Galleniſche Compoſitiones an Guͤte vnd Kraͤfften weit uͤbertreffen ſolten.","norm":"Daher es auch kein Wunder ist / dass so wenig jetziger Zeit mit Chemischen Medicamentis ausgerichtet wird / da sie doch von Rechts wegen alle Galenische Compositiones an Güte und Kräften weit übertreffen sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.498899936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":722,"date":1659,"orig":"Iſt aber/ leyder/ ſo weit kommen/ daß ſich ein wahrer Spagyrus, vnd frommer Flius Hermetis ſchier ſchaͤmen muß/ wann von Chymiſchen Medicamentis geſprochen wird/ weilen ſie ſolche Miracula nicht thun/ wie von jhnen außgegeben wird.","norm":"Ist aber / leider / so weit kommen / dass sich ein wahrer Spagyrus, und frommer Flies Herrmetis schier schämen muss / wann von Chemischen Medicamentis gesprochen wird / weilen sie solche Miracula nicht tun / wie von ihnen ausgegeben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.070499897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":723,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches uͤbeln nachredens niemands mehr ſchuldig/ als vnachtſame Medici, welche zwar Chymica Medicamenta gebrauchen (dardurch mehr als andere zu wiſſen wollen angeſehen ſeyn) aber jhre Kuͤchen jhnen mehr angelegen ſeyn laſſen/ als der Krancken Wolfahrt; vnd uͤbel bereyte Medicamenten von vnerfahrnen Laboranten erkauffen/ auch dieſelben noch darzu vnfuͤrſichtiglich gebrauchen/ dardurch ſie offtermals mehr Schaden als Frommen den Krancken zufuͤgen/ vnd alſo der Edlen Kunſt Chymiæ einen Schand flecken anhaͤngen.","norm":"Und ist solches üblen Nachredens niemandes mehr schuldig / als unachtsame Medici, welche zwar Chymica Medikamente gebrauchen (dadurch mehr als andere zu wissen wollen angesehen sein) aber ihre Küchen ihnen mehr angelegen sein lassen / als der Kranken Wohlfahrt; und übel bereite Medikamenten von unerfahrenen Laboranten erkaufen / auch dieselben noch dazu unvorsichtig gebrauchen / dadurch sie öftermals mehr Schaden als Frommen den Kranken zufügen / und also der Edlen Kunst Chymiae einen Schande Flecken anhängen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":724,"date":1659,"orig":"Ein fleiſſiger Medicus aber ſchaͤmet ſich nicht ſeiner Medicamenta (ſo es muͤglich iſt) ſelber zu machen/ oder/ auffs wenigſte/ durch gute vnd geuͤbte Laboranten zuzurichten:","norm":"Ein fleißiger Medikus aber schämet sich nicht seiner Medikamente (so es möglich ist) selber zu machen / oder / aufs wenigste / durch gute und geübte Laboranten zuzurichten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296500205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":725,"date":1659,"orig":"Darauff er ſich dann beſſer verlaſſen/ vnd mehr Ehr eynlegen kan als ein ander/ welcher ſelber nicht weiß/ wovon oder wie ſeine Medicin/ die er den Krancken adminiſtriret/ zugerichtet ſey.","norm":"Darauf er sich dann besser verlassen / und mehr Ehre einlegen kann als ein ander / welcher selber nicht weiß / wovon oder wie seine Medizin / die er den Kranken administrieret / zugerichtet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":726,"date":1659,"orig":"Aber ſolche vnbarmhertzige Prieſter vnd Leviten werden einsmahls ſehr kahl fuͤr dem Vrtheil des gerechten Samariters beſtehen koͤnnen.","norm":"Aber solche unbarmherzige Priester und Leviten werden einsmals sehr kahl für dem Urteil des gerechten Samariters bestehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":727,"date":1659,"orig":"CAP. III. Oleum acidum, & Spiritum Vitrioli volatilem zu machen.","norm":"CAP. III. Oleum acidum, & Spiritum Vitrioli volatilem zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.159999847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":728,"date":1659,"orig":"NVnmehr habe ich gelehrt/ wie man in gemein diſtilliren/ vnd die ſubtile Spiritus fangen ſoll.","norm":"Nunmehr habe ich gelehrt / wie man in gemein destillieren / und die subtile Spiritus fangen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651199817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":729,"date":1659,"orig":"Jetzt iſt noch uͤbrig zu beſchreiben/ was fuͤr Hand-griffe/ oder Vorbereytungen zu einer jedwedern Materi gehoͤren/ vnd Erſtlich:","norm":"Jetzt ist noch übrig zu beschreiben / was für Handgriffe / oder Vorbereitungen zu einer jedweden Materie gehören / und Erstlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.126999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":730,"date":1659,"orig":"CAP. 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IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.231599807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":731,"date":1659,"orig":"Von dem Vitriolo.","norm":"Von dem Vitriolo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.803500175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":732,"date":1659,"orig":"DEn Vitriol zu diſtilliren/ darff man keiner andern Vorbereytung/ als daß man ſolchen wol beſehe/ vnd durchleſe/ ob villeicht Vnreinigkeit darein kommen were/ vnd nicht ſolche zugleich mit in das Diſtillir-Geſchirꝛ gethan/ dadurch der Spiritus verunreiniget wuͤrde.","norm":"Den Vitriol zu destillieren / darf man keiner anderen Vorbereitung / als dass man solchen wohl besehe / und durchlese / ob vielleicht Unreinheit darein kommen wäre / und nicht solche zugleich mit in das Distillir-Geschirr getan / dadurch der Spiritus verunreiniget würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128399848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":733,"date":1659,"orig":"Wer aber noch reiner damit will uͤmbgehen/ kan ſolchen in reinem Waſſer ſolviren/ filtriren/ vnd das Waſſer wieder davon laſſen abrauchen bis auff ein Haͤutlein/ darnach an einem kalten Orth/ wiederumb in einen Vitriol ſchieſſen laſſen/ ſo weiß man gewiß daß kein Vnreinigkeit darinnen iſt.","norm":"Wer aber noch reiner damit will ümbgehen / kann solchen in reinem Wasser solvieren / filtrieren / und das Wasser wieder davon lassen abrauchen bis auf ein Häutlein / danach an einem kalten Ort / wiederum in einen Vitriol schießen lassen / so weiß man gewiss dass kein Unreinheit darinnen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303999900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":734,"date":1659,"orig":"Wann dann dein Geſchirꝛ heiß vnd gluͤend iſt/ ſo wirff mit einem eyſern Loͤffel/ von deinem Vitriol 1. oder 2. Vutzen auff einmal hineyn/ ſetze den Deckel darauff/ ſo gehen alſobalde die Spiritus mit der Phlegmate uͤber in den Recipienten als ein weiſſer Nebel/ wann nun derſelbe etwas vergangen/ vnd ſich die Spiritus zum theil geſetzet haben/ ſo trag mehr Vitriol hernach/ vnd ſolches thue ſo lang/ bis dein Gefaͤß voll iſt/ vnd kein Vitriolum mehr hineyn kan.","norm":"Wann dann dein Geschirr heiß und glühend ist / so wirf mit einem eisern Löffel / von deinem Vitriol 1. oder 2. Vutzen auf einmal hinein / setze den Deckel darauf / so gehen alsobald die Spiritus mit der Phlegmate über in den Rezipienten als ein weißer Nebel / wann nun derselbe etwas vergangen / und sich die Spiritus zum Teil gesetzt haben / so trage mehr Vitriol hernach / und solches tue so lang / bis dein Gefäß voll ist / und kein Vitriolum mehr hinein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.977200031280518} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":735,"date":1659,"orig":"Dann hebe den Deckel davon/ vnd greiff mit einer Zangen oder eyſernen Loͤffel hineyn/ nimb das Caput mortuum herauß/ vnd trag mehr eyn/ ſolches kanſtu ſo lang thun/ als du wilt/ vnd wann das Geſchirꝛ voll iſt/ muß es allzeit außgelaͤhrt/ vnd wiederumb von newem eyngetragen werden/ ſo offt vnd viel/ bis du Spiritus genug zu haben vermeyneſt.","norm":"Dann hebe den Deckel davon / und greif mit einer Zangen oder eisernen Löffel hinein / nimm das Caput mortuum heraus / und trage mehr ein / solches kannst du so lang tun / als du willst / und wann das Geschirr voll ist / muss es allzeit ausgeleert / und wiederum von neuem eingetragen werden / so oft und viel / bis du Spiritus genug zu haben vermeinest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.383699893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":736,"date":1659,"orig":"Dann las das Fewr außgehen/ vnd den Ofen kalt werden:","norm":"Dann las das Feuer ausgehen / und den Ofen kalt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.433400154113769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":737,"date":1659,"orig":"Nimb den Recipienten davon/ vnd gieſſe das uͤbergeſtiegene in einen Retorten/ lege ſolchen in eine Sand-Capell/ vnd diſtillir fein mit gelindem Fewr den Spiritum volatilem von dem ſchweren Oleo:","norm":"Nimm den Rezipienten davon / und gieße das übergestiegene in einen Retorten / lege solchen in eine Sandkapelle / und destillier fein mit gelindem Feuer den Spiritum volatilem von dem schweren Oleo:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0346999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":738,"date":1659,"orig":"Alſo/ daß der Recipient/ welcher den Spiritum volatilem empfangen ſoll/ wol an dem Retorten mit einem guten Luto verſehen ſey/ welcher ſolche ſubtile Spiritus halten kan/ wie bey den Hand-griffen im 5. Theil dieſes Buchs zu machen ſoll gelehrt werden.","norm":"Also / dass der Recipient / welcher den Spiritum volatilem empfangen soll / wohl an dem Retorten mit einem guten Luto versehen sei / welcher solche subtile Spiritus halten kann / wie bei den Handgriffen im 5. Teil dieses Buchs zu machen soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.386899948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":739,"date":1659,"orig":"Wann nun der Volatiliſche Spiritus aller uͤber iſt/ welches zu mercken/ wann groͤſſere Tropffen beginnen zu fallen/ ſo nimb den Recipienten darvon/ vnd vermach ſolchen mit Wachs gar wol/ daß der Spiritus nicht darvon fliehe/ vnd lege einen andern vor/ doch nicht lutirt/ vnd fange das Phlegma auch beſonder/ ſo bleibt in dem Retorten ein ſchwartzes vnd ſchweres Corꝛoſiviſches Oleum, welches/ ſo man will/ man auch mir ſtorcken Fewr uͤbertreiben vnd rectificiren kan/ ſo wird es klar/ wo nicht/ ſo las den Ofen kalt werden/ nimb deinen Retorten mit dem ſchwartzen Oleo herauß/ vnd gieſſe den Spiritum volatilem, welcher in der Rectiſication zu erſt iſt uͤbergangen/ wiederumb darauff/ ſetze ſolchen in den Sand/ vnd lege einen Recipienten fuͤr/ vnd gib gar gelind Fewr/ ſo ſteigt nur allein der Spiritus volatilis uͤber/ vnd laͤßt ſeine Phlegma bey dem Oleo, welches dann ſolches/ wegen ſeiner Trockene/ gern behaͤlt; Alſo wird der Spiritus von aller Phlegmate entbunden/ vnd iſt ſo ſtarck als ein lauter Fewer/ doch nicht Corroſiviſch.","norm":"Wann nun der Volatilische Spiritus aller über ist / welches zu merken / wann größere Tropfen beginnen zu fallen / so nimm den Rezipienten davon / und vermach solchen mit Wachs gar wohl / dass der Spiritus nicht davon fliehe / und lege einen anderen vor / doch nicht lutirt / und fange das Phlegma auch besondere / so bleibt in dem Retorten ein schwarzes und schweres Corrosivisches Oleum, welches / so man will / man auch mir starken Feuer übertreiben und rektifizieren kann / so wird es klar / wo nicht / so las den Ofen kalt werden / nimm deinen Retorten mit dem schwarzen Oleo heraus / und gieße den Spiritum volatilem, welcher in der Rectisication zuerst ist übergangen / wiederum darauf / setze solchen in den Sand / und lege einen Rezipienten für / und gib gar gelind Feuer / so steigt nur allein der Spiritus volatilis über / und lässt seine Phlegma bei dem Oleo, welches dann solches / wegen seiner Trockene / gern behält; also wird der Spiritus von aller Phlegmate entbunden / und ist so stark als ein lauter Feuer / doch nicht Corrosivisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021999835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":740,"date":1659,"orig":"Vnd wann man ſolchen Spiritum nicht durch ſein eygen Oel rectificirt/ ſo bleibt er nicht gut/ ſondern es ſchlaͤgt ſich ein rotes Pulver davon nieder/ wann er eine Zeulang geſtanden hat/ vnd verliert der Spiritus all ſeine Kraͤffte/ alſo daß er nicht anders als ein gemeines Waſſer zu erkennen iſt/ welches nicht geſchicht/ wann er rectificirt worden iſt.","norm":"Und wann man solchen Spiritum nicht durch sein eigen Öl rektifiziert / so bleibt er nicht gut / sondern es schlägt sich ein rotes Pulver davon nieder / wann er eine Zulang gestanden hat / und verliert der Spiritus all seine Kräfte / also dass er nicht anders als ein gemeines Wasser zu erkennen ist / welches nicht geschieht / wann er rektifiziert worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798299789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":741,"date":1659,"orig":"Vnd iſt die Vrſach ſolches Niederſchlags nichts anders/ als die Schwachheit des ſpiritus, weiln ſolcher noch zu viel Waſſer bey ſich hat/ vnd nicht ſo ſtarck iſt/ ſeinen ſulphur bey ſich zu halten/ ſondern denſelben muß fallen laſſen/ welchen er aber hernacher wol halten kan/ wann er durch ſein eygen Oel rectificirt worden/ dardurch jhme ſein uͤbrige Feuchtigkeit benommen worden iſt.","norm":"Und ist die Ursache solches Niederschlags nichts anders / als die Schwachheit des spiritus, weil solcher noch zu viel Wasser bei sich hat / und nicht so stark ist / seinen sulphur bei sich zu halten / sondern denselben muss fallen lassen / welchen er aber hernach wohl halten kann / wann er durch sein eigen Öl rektifiziert worden / dadurch ihm sein übrige Feuchtigkeit benommen worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":742,"date":1659,"orig":"Das rote Pulver aber/ iſt darumb nicht zu verwerffen/ ſondern fleiſſig zu bewahren/ dann es nicht geringer iſt/ als der ſpiritus. ſelbſten.","norm":"Das rote Pulver aber / ist darum nicht zu verwerfen / sondern fleißig zu bewahren / dann es nicht geringer ist / als der spiritus . selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.614299774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":743,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches Pulver anderſt nichts/ als ein ſulphur volatilc Vitrioli; hat wunderbarliche Tugenden/ davon etliche ſollen erzehlt werden.","norm":"Und ist solches Pulver anders nichts / als ein sulphur volatilc Vitriole; hat wunderbarliche Tugenden / davon etliche sollen erzählt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.467400074005127} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":744,"date":1659,"orig":"CAP. V. Uſus & doſis ſulphuris narcotici Vitrioli.","norm":"CAP. V. Usus & dosis sulphuris narcotici Vitriole.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.267300128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":745,"date":1659,"orig":"VOn dieſem ſulphure 1. 2. 3. 4. oder mehr grana, auff einmal nach Gelegenheit des Patienten/ ſtillet alle Schmertzen/ bringt einen ruͤhigen Schlaf/ nicht auff ſolche Weiſe als Opium, Hyoſciamus, vnd dergleichen andere ſoporifera ſtupefactiva, ſondern er thut das ſeinige gantz mild vnd ruͤhig/ alſo/ daß man dabey im geringſten keine Gefahr/ gleich wie bey den Optatis, zugewarten hat:","norm":"Von diesem sulphure 1. 2. 3 . 4. oder mehr grana, auf einmal nach Gelegenheit des Patienten / stillet alle Schmerzen / bringt einen ruhigen Schlaf / nicht auf solche Weise als Opium, Hyosciamus, und dergleichen andere soporifera stupefactiva, sondern er tut das seinige ganz mild und ruhig / also / dass man dabei im Geringsten keine Gefahr / gleich wie bei den Optatis, zugewarten hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.604599952697754} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":746,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen dadurch ſchwere Kranckheiten curiret werden:","norm":"Und können dadurch schwere Krankheiten kurieret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.653900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":747,"date":1659,"orig":"Davon Paracelſus ſehr viel gehalten; wie zu ſehen iſt/ das er de ſulphure embryonato ſchreibet.","norm":"Davon Paracelsus sehr viel gehalten; wie zu sehen ist / das er de sulphure embryonato schreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298900127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":748,"date":1659,"orig":"CAP. VI. De uſu & virtute Spiritus Volatilis Vitrioli.","norm":"CAP. VI De usu & virtute Spiritus Volatilis Vitriole.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.983099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":749,"date":1659,"orig":"DIeſer ſpiritus volatilis Vitrioli ſulphureus, iſt einer ſehr ſubtilen vnd durchdringenden Eygenſchafft wunderbarlicher Wuͤrckungen/ dann/ ſo man darvon etliche Tropffen eynnimbt/ vnd darauff ſchwitzet/ ſo durch ſuchet er den gantzen Leib/ oͤffnet alle Obſtructiones, verzehrt das boͤſe im Leibe gleich wie Fewr das Holtz; Iſt ein fuͤrtreffliche Medicin in Epilepſia, mania, ſuffocatione matricis, ſcorbuto, Melancholia hypochondriaca, vnd andern Kranckheiten/ welche von obſtructionibus vnd putredine ſanguinis herkommen:","norm":"Dieser spiritus volatilis Vitriole sulphureus, ist einer sehr subtilen und durchdringenden Eigenschaft wunderbarlicher Wirkungen / dann / so man davon etliche Tropfen einnimmt / und darauf schwitzet / so durchsuchet er den ganzen Leib / öffnet alle Obstructiones, verzehrt das böse im Leibe gleich wie Feuer das Holz; ist ein fürtreffliche Medizin in Epilepsia, Manie, suffocatione matricis, scorbuto, Melancholie Hypochondrieace, und anderen Krankheiten / welche von obstructionibus und putredine sanguinis herkommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19189977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":750,"date":1659,"orig":"Iſt auch gut in peſte, vnd allen andern Febern zu gebrauchen:","norm":"Ist auch gut in peste, und allen anderen Febern zu gebrauchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546999931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":751,"date":1659,"orig":"Mit einem ſpiritu Vini vermiſchet/ vnd taͤglich davon genuͤtzet/ thut wunder in allen aͤuſſerlichen Zufaͤllen:","norm":"Mit einem spiritu Vini vermischet / und täglich davon genützt / tut Wunder in allen äußerlichen Zufällen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.785099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":752,"date":1659,"orig":"Auch in Apoplexia, Contractura vnd andern Kranckheiten der Nerven/ das ſchadhaffte Glied damit gerieben/ penetriret bis auf das Marck in den Beinen; erwaͤrmet vnd erquicket die verkalte vnd verſtarꝛete Senen:","norm":"Auch in Apoplexia, Contractura und anderen Krankheiten der Nerven / das schadhafte Glied damit gerieben / penetrieret bis auf das Mark in den Beinen; erwärmet und erquicket die kalte und verstarrete Sehnen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.276000022888184} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":753,"date":1659,"orig":"In colica, neben innerlichem Gebrauch/ ein wenig mit einem Cliſtier applicirt/ hilfft alſobald: Machet ſchlaffen/ eyngenommen/ oder nur daran gerochen:","norm":"In colica, neben innerlichem Gebrauch / ein wenig mit einem Klistier appliziert / hilft alsobald: Macht schlafen / eingenommen / oder nur daran gerochen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6433000564575195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":754,"date":1659,"orig":"Euſſerlich auff das ſchmertzhaffte Podagra geſtrichen/ legt die Schmertzen/ vertreibt alle Geſchwulſten vnd inflammationes:","norm":"Äußerlich auf das schmerzhafte Podagra gestrichen / legt die Schmerzen / vertreibt alle Geschwülsten und inflammationes:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.711299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":755,"date":1659,"orig":"Heylet die kraͤtzige Haut vor allen andern Medicamenten/ vertreibt Flechten/ Zitrachten/ vnd was dergleichen mehr fuͤr kriechende/ vnd uͤmb ſich greiffende Maͤngel der Haut ſeynd:","norm":"Heilet die krätzige Haut vor allen anderen Medikamenten / vertreibt Flechten / Zitrachten / und was dergleichen mehr für kriechende / und um sich greifende Mängel der Haut sind:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7993998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":756,"date":1659,"orig":"Heylet friſche Wunden/ vnd alte Schaͤden/ als Fiſteln/ Krebs/ Wolff/ vnd wie ſie Nahmen haben moͤgen:","norm":"Heilet frische Wunden / und alte Schäden / als Fisteln / Krebs / Wolff / und wie sie Namen haben mögen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.768199920654297} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":757,"date":1659,"orig":"Loͤſchet allen Brand/ vertreibet gangrænam, diſſipirt vnd conſumirt die Knoten vnd Gewaͤchſe der Haut.","norm":"Löschet allen Brand / vertreibet gangraenam, dissipiert und konsumiert die Knoten und Gewächse der Haut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.616700172424316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":758,"date":1659,"orig":"In ſumma, dieſer ſpiritus, welcher von den alten Weiſen/ ſulphur Philoſophorum geneñet worden/ wuͤrcket univerſaliter in allen Kranckheiten/ vnd iſt ſeine Krafft nicht genugſamb zu loben vnd außzuſprechen:","norm":"In summa, dieser spiritus, welcher von den alten Weisen / sulphur Philosophorum genannt worden / wirket universaliter in allen Krankheiten / und ist seine Kraft nicht genugsam zu loben und auszusprechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.301400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":759,"date":1659,"orig":"Aber hoͤchlich zu verwundern/ daß eine ſolche herꝛliche Medicin/ jetziger Zeit ſo gar bey niemanden gefunden wird.","norm":"Aber höchlich zu verwundern / dass eine solche herrliche Medizin / jetziger Zeit so gar bei niemanden gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902599811553955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":760,"date":1659,"orig":"Vnter Brunn-Waſſer gemiſcht/ macht ſolches lieblich/ ſaͤurlich/ vnd am Geſchmack vnd Kraͤfften/ den natuͤrlichen Saur-Brunnen gleich.","norm":"Unter Brunnenwasser gemischt / macht solches lieblich / säurlich / und am Geschmack und Kräften / den natürlichen Saurbrunnen gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6234002113342285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":761,"date":1659,"orig":"Auch kan man durch dieſen ſpiritum in ſeinem Hauß viel Kranckheiten/ welche ſonſten in den Wild-Baͤdern curirt werden/ vertrieben.","norm":"Auch kann man durch diesen spiritum in seinem Haus viel Krankheiten / welche sonsten in den Wildbädern kuriert werden / vertrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.201700210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":762,"date":1659,"orig":"Ich koͤndte wol allhier einen Proceß ſetzen/ wie man ſolchen ſpiritum in groſſer Menge zu Baͤdern zu gebrauchen ohne Diſtillation erlangen koͤnte/ wunder Dinge damit außzurichten/ ſoll aber/ wegen der vndanckbaren Menſchen willen/ auff ein ander Zeit bewahret bleiben.","norm":"Ich könnte wohl allhier einen Prozess setzen / wie man solchen spiritum in großer Menge zu Bädern zu gebrauchen ohne Destillation erlangen könnte / Wunder Dinge damit auszurichten / soll aber / wegen der undankbaren Menschen Willen / auf ein ander Zeit bewahret bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.179599761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":763,"date":1659,"orig":"Weilen dieſer ſpiritus in Copia zu machen vielen Kracken dienen kan/ alſo habt ich auff Anhalten vieler denſelben auch nicht laͤnger verſchweigen koͤnnen/ vnd wird alſo bereytet:","norm":"Weilen dieser spiritus in Copia zu machen vielen Kracken dienen kann / also habt ich auf Anhalten vieler denselben auch nicht länger verschweigen können / und wird also bereitet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.96019983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":764,"date":1659,"orig":"Man fuͤllet ein glaͤſerne oder erdene Retorten/ vngefehr den halben Theil mit Eyſen feylig an/ vnd ſchuͤtter von nachfolgender Mixtur oder Waſſer ein halb Ppfund darauff/ vnd legt den Retorten/ oder kuͤpffern Kugel mitten in den Schwitzkaſten/ ſo gehet auß eygener Krafft ein ſehr penetrirlicher vnd ſubtiler ſpiritus auß der Mixtur in den Kaſten/ welcher eben ſo wol ſolche Krafft beweiſet an dem Patienten/ als wann er zuvoren diſtilliret vnd rectificiret in die Kugel were gethan worden:","norm":"Man füllt ein gläserne oder erdene Retorten / ungefähr den halben Teil mit Eisen feylig an / und schütter von nachfolgender Mixtur oder Wasser ein halb Pfund darauf / und legt den Retorten / oder kupfern Kugel mitten in den Schwitzkasten / so geht aus eigener Kraft ein sehr penetrirlicher und subtiler spiritus aus der Mixtur in den Kasten / welcher eben so wohl solche Kraft beweiset an dem Patienten / als wann er zuvoren destillieret und rektifizieret in die Kugel wäre getan worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152699947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":765,"date":1659,"orig":"Vnd darff man alſo keine Muͤhe anwenden/ ſolchen zu rectificiren/ ſondern kauffet nur 1. Pfund gemein Olcum Vitrioli, vnd ſchuͤttet 2. Pfund Waſſer darein/ vnd gebrauchet ſolches auff Eyſenfeylig zu ſchuͤtten. NB.","norm":"Und darf man also keine Mühe anwenden / solchen zu rektifizieren / sondern kaufet nur 1. Pfund gemein Olcum Vitriole, und schüttet 2. Pfund Wasser darein / und gebraucht solches auf Eysenfeylig zu schütten . NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.179599761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":766,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſolches auff die Eyſenfeylig geſchuͤttet wird/ ſo arbeitet es darauff/ vnd wird gantz heiß/ vnd gibt alſo ein ſpiritum von ſich/ vnd wird der Retorten/ oder kuͤpfferne/ oder eyſerne Kugel gantz heiß davon/ welches ein Zeichen iſt/ daß die Mixtur darauff arbeitet. NB.","norm":"Und wann solches auf die Eysenfeylig geschüttet wird / so arbeitet es darauf / und wird ganz heiß / und gibt also ein spiritum von sich / und wird der Retorten / oder kupferne / oder eiserne Kugel ganz heiß davon / welches ein Zeichen ist / dass die Mixtur darauf arbeitet . NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6331000328063965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":767,"date":1659,"orig":"Vnd wann der Retort oder Kugel weiter anfangt kalt zu werden/ ſo muß man mehr aquam Vitrioli zugieſſen/ vnd weiter arbeiten laſſen/ ſolches ſo offt repet irt mit zugieſſen des ſpiritus Vitrioli, ſo lang der Patient in den Kaſten ſitzet/ auf daß der Retort allzeit warm bleibe/ vnd das Eyſen ſpiritus von ſich gebe.","norm":"Und wann der Retorte oder Kugel weiter anfangt kalt zu werden / so muss man mehr aquam Vitriole zugießen / und weiter arbeiten lassen / solches so oft repet irrt mit Zugießen des spiritus Vitriole, solang der Patient in den Kasten sitzet / auf dass der Retorte allzeit warm bleibe / und das Eisen spiritus von sich gebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250100135803223} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":768,"date":1659,"orig":"Vnd wann der Patient auß dem Bad iſt/ ſo nimbt man den Retorten oder Kugel auch von dem Kaſten/ vnd gieſſet die Naſſigkeit davon/ gibt es nach Exhalirung der uͤbrigen Feuchtigkeit/ einen Vitriolum, einem gemeinen Goßlariſchen gantz gleich.","norm":"Und wann der Patient aus dem Bad ist / so nimmt man den Retorten oder Kugel auch von dem Kasten / und gießet die Nassigkeit davon / gibt es nach Exhalierung der übrigen Feuchtigkeit / einen Vitriolum, einem gemeinen Goßlarischen ganz gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.975200176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":769,"date":1659,"orig":"Die Eyſenfeylig aber/ welche in dem Retorten geblieben iſt/ kan man nur darinn laſſen/ vnd zu dergleichen Gebrauch bewahren/ wann man wieder haden will.","norm":"Die Eysenfeylig aber / welche in dem Retorten geblieben ist / kann man nur darin lassen / und zu dergleichen Gebrauch bewahren / wann man wieder haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.203199863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":770,"date":1659,"orig":"CAP. VII.","norm":"CAP. VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.617499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":771,"date":1659,"orig":"Von des Corꝛoſiviſchen Olei Vitrioli Tugend vnd Gebrauch.","norm":"Von des Korrosiveschen Olei Vitriole Tugend und Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.276500225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":772,"date":1659,"orig":"DIeſes Oleum wird nicht viel in Medicina gebraucht/ wiewol ſolches faſt in allen Apotheken gefunden wird/ damit ſie jhre kuͤhlende Syrupen vnd Conſerven bißweilen etwas ſaͤuerlicht machen.","norm":"Dieses Oleum wird nicht viel in Medicina gebraucht / wiewohl solches fast in allen Apotheken gefunden wird / damit sie ihre kühlende Sirupen und Konserven bisweilen etwas säuerlich machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33050012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":773,"date":1659,"orig":"Sonſten kan es vnter rein Brunnenwaſſer gegoſſen/ vnd davon in hitzigen Kranckheiten genoſſen werden/ loͤſchet den vnnatuͤrlichen Durſt/ vnd kuͤhlet die innerliche Glieder des Leibs.","norm":"Sonsten kann es unter rein Brunnenwasser gegossen / und davon in hitzigen Krankheiten genossen werden / löschet den unnatürlichen Durst / und kühlet die innerliche Glieder des Leibs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.31879997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":774,"date":1659,"orig":"Euſſerlich reiniget es alle vnreine Schaͤden/ mit einer Feder darauff geſtrichen/ ſcheydet das Boͤſe von dem Guten/ vnd macht einen reinen Grund zur Heylung.","norm":"Äußerlich reiniget es alle unreine Schäden / mit einer Feder darauf gestrichen / scheidet das Böse von dem Guten / und macht einen reinen Grund zur Heilung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076799869537353} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":775,"date":1659,"orig":"Weiters koͤnnen auch etliche Metalla, (ſo es zuvoren rectificirt worden) damit ſolvirt/ vnd in jhre Vitriola gebracht werden/ Inſonderheit Mars vnd Venus, doch muß gemein Waſſer beygethan werden/ ſonſten will es nicht gern angreiffen.","norm":"Weiters können auch etliche Metalla, (so es zuvoren rektifiziert worden) damit solviert / und in ihre Vitriole gebracht werden / Insonderheit Mars und Venus, doch muss gemein Wasser beigetan werden / sonsten will es nicht gern angreifen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":776,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches alſo:","norm":"Und geschieht solches also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.820199966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":777,"date":1659,"orig":"CAP. VIII. Vitriolum Martis & Veneris zu machen.","norm":"CAP. VIII. Vitriolum Martis & Veneris zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.86359977722168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":778,"date":1659,"orig":"NImb von deinem ſchweren Oleo, wie es uͤbergeſtiegen iſt/ mit ſampt ſeinem Phlegmate, (doch daß zuvor der volatiliſche Spiritus davon diſtillirt ſey) ſo viel du wilt/ vnd thue in einem Kolben oder andern Glas laminas Veneris vel Martis hineyn/ ſtell es in einen warmen Sand/ zu kochen/ ſo lang/ bis das Oleum von dem Metall nichts mehr ſolviren will/ dann gieß die Solution von dem uͤbergebliebenen Metall/ las ſolches durch ein graw Pappier lauffen/ vnd ſetze ſolche wiederumb in einen kurtz-abgenommenen Kolben/ in ein Sand-Capell/ las das Phlegma davon rauchen/ bis ein Haͤutlein oben auffkompt/ dann las das Fewr außgehen/ vnd das Glas erkalten/ ſtelle ſolches an einen kalten Orth/ ſo werden in etlichen Tagen ſchoͤne gruͤne Cryſtallen ſchieſſen/ von Kupffer etwas hlawlecht/ ſolche nimb auß/ las dieſelbe auff einem Maculatur-Pappier trucknen/ das uͤbrige/ welches zu einem Vitriol nicht geſchoſſen iſt/ kan wiederumb zu exhaliren in Sand geſetzt werden/ vnd alſo ſchieſſen laſſen/ ſo muß ſolches ſo offt repetirt werden/ bis alle ſolution zu einem Vitriolo worden iſt.","norm":"Nimm von deinem schweren Oleo, wie es übergestiegen ist / mit samt seinem Phlegmate, (doch dass zuvor der volatilische Spiritus davon destilliert sei) so viel du willst / und tue in einem Kolben oder anderen Glas laminas Veneris vel Martis hinein / stelle es in einen warmen Sand / zu kochen / so lang / bis das Oleum von dem Metall nichts mehr solvieren will / dann gieße die Solution von dem übergebliebenen Metall / las solches durch ein grau Papier laufen / und setze solche wiederum in einen kurzabgenommenen Kolben / in ein Sandkapelle / las das Phlegma davon rauchen / bis ein Häutlein oben aufkommt / dann las das Feuer ausgehen / und das Glas erkalten / stelle solches an einen kalten Ort / so werden in etlichen Tagen schöne grüne Kristallen schießen / von Kupfer etwas hlawlecht / solche nimm aus / las dieselbe auf einem Makulaturpair trocknen / das übrige / welches zu einem Vitriol nicht geschossen ist / kann wiederum zu exhalieren in Sand gesetzt werden / und also schießen lassen / so muss solches so oft repetiert werden / bis alle Solution zu einem Vitriolo worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302199840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":779,"date":1659,"orig":"Solcher Vitriol nun/ iſt viel reiner vnd beſſer/ als eingemeiner/ dann er einen beſſern Spiritum volatilem gibt als der gemeine/ derentwegen allhier der Modus zu machen geſetzt iſt.","norm":"Solcher Vitriol nun / ist viel reiner und besser / als eingemeiner / dann er einen besseren Spiritum volatilem gibt als der gemeine / derentwegen allhier der Modus zu machen gesetzt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85699987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":780,"date":1659,"orig":"Mankau auch wol einen guten Vitriolum auß dieſen beyden Metallen/ durch gemeinen gelben Schwefel machen/ weiln er aber muͤhſamer als dieſer zu machen iſt/ achte ich vnnoͤthig ſeine Bereytung zu beſchreiben.","norm":"Mankau auch wohl einen guten Vitriolum aus diesen beiden Metallen / durch gemeinen gelben Schwefel machen / weil er aber mühsamer als dieser zu machen ist / achte ich unnötig seine Bereitung zu beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.085100173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":781,"date":1659,"orig":"CAPUT IX.","norm":"CAPUT IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg","lang_de":0,"norm_lmscore":7.384300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":782,"date":1659,"orig":"Wie man einen ſchoͤnen blawen Vitriolum auß Luna machen ſoll.","norm":"Wie man einen schönen blauen Vitriolum aus Luna machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.067800045013428} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":783,"date":1659,"orig":"SOlvire Raſuram Lunæ mit einem rectificirten Oleo Vitrioli, mit zuthun Waſſers/ doch nicht ſo viel als bey dem Marte vnd Venere geſchehen:","norm":"Solviere Rasuram Lunae mit einem rektifizierten Oleo Vitriole, mit zutun Wassers / doch nicht so viel als bei dem Marte und Venere geschehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.439199924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":784,"date":1659,"orig":"Oder/ welches noch beſſer iſt/ ſolvire einen Calcem Lunæ, welcher auß dem Aqua forti entweder mit Kupffer oder Saltz-Waſſer præcipitirt iſt.","norm":"Oder / welches noch besser ist / solviere einen Calcem Lunae, welcher aus dem Aqua forti entweder mit Kupfer oder Salzwasser präzipitiert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.118000030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":785,"date":1659,"orig":"Wann nun dein Oleum genug ſolvirt hat/ vnd nicht mehr augreiffen will/ ſo gieſſe es ab/ vnd filtrir ſolches/ darnach gieſſe Tropffen weiſe einen Spiritum Urinæ oder Salis armoniaci hineyn/ ſo lang es brauſet/ ſo wird ſich dardurch beynahe alles Silber wiederumb auß dem Oleo præcipitiren/ vnd alſo ein weiß Pulver zu Boden fallen; Solches niedergeſchlagene Silber mit ſampt dem liquore, gieß in ein Phiol-Glas/ ſetze ſolches zu kochen 24. Stunden in ein Sand- Capell/ ſo wird der liquor den gefallenen Silber-Kalck bey nahe allen wieder auff ſolviren/ vnd gantz blaw davon werden:","norm":"Wann nun dein Oleum genug solviert hat / und nicht mehr augreifen will / so gieße es ab / und filtrier solches / danach gieße tropfenweise einen Spiritum Urinae oder Salis armoniaci hinein / so lang es brauset / so wird sich dadurch beinahe alles Silber wiederum aus dem Oleo präzipitieren / und also ein weiß Pulver zu Boden fallen; solches niedergeschlagene Silber mit samt dem liquore, gieße in ein Phiol-Glas / setze solches zu kochen 24. Stunden in ein Sand-Kapelle / so wird der liquor den gefallenen Silberkalk bei nahe allen wieder auf solvieren / und ganz blau davon werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.902500152587891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":786,"date":1659,"orig":"Solche Solution gieſſe ab/ filtrir dieſelbe durch ein graw Pappier/ vnd abſtrahir die Feuchtigkeit davon ad cuticulam, las in der Kaͤlte zu einem Vitriol ſchieffen/ mit dem uͤbrigen liquore verfahre weiters/ gleich wie oben bey der Bereytung Vitrioli Martis & Veneris gelehrt worden.","norm":"Solche Solution gieße ab / filtrier dieselbe durch ein grau Papier / und abstrahier die Feuchtigkeit davon ad cuticulam, las in der Kälte zu einem Vitriol schiefen / mit dem übrigen liquore verfahre weiteres / gleich wie oben bei der Bereitung Vitriole Martis & Veneris gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.131800174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":787,"date":1659,"orig":"Auff dieſe Weiſe bekompt man auß dem Silber einen herꝛlichen Vitriolum, welcher fuͤr ſich allein zu 4. 5. 6. bis auff 10. Gran eyngeben/ ein gut Purgans iſt/ ſonderlich in allen Hirn-Kranckheiten zu gebrauchen.","norm":"Auf diese Weise bekommt man aus dem Silber einen herrlichen Vitriolum, welcher für sich allein zu 4. 5 . 6. bis auf 10. Gran eingeben / ein gut Purgans ist / sonderlich in allen Hirnkrankheiten zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.73390007019043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":788,"date":1659,"orig":"So man aber deſſen viel hat/ vnd einen Spiritum davon diſtilliret/ ſo bekompt man nicht allein einen Spiritum acidum, ſondern auch einen Volatilem, welcher dann in Gebrechen des Hirus nicht zu verachten iſt/ vnd kan das jenige/ welches in der Diſtillation zuruͤck bleibt/ wiederumb in ein Corpus reducirt werden/ alſo/ daß man von dem Silber nichts verlieret/ als was davon in einen Spiritum gangen iſt.","norm":"So man aber dessen viel hat / und einen Spiritum davon destillieret / so bekommt man nicht allein einen Spiritum acidum, sondern auch einen Volatilem, welcher dann in Gebrechen des Hirus nicht zu verachten ist / und kann dasjenige / welches in der Destillation zurückbleibt / wiederum in ein Corpus reduziert werden / also / dass man von dem Silber nichts verlieret / als was davon in einen Spiritum gegangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.523200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":789,"date":1659,"orig":"Ferners præcipitirt ein Oleum acidum Vitrioli communis alles/ es ſeyen Metalla oder Lapides der Thieren vnd Fiſchen/ oder Perlen vnd Corallen/ welche in ſpiritu ſalis oder Nitri ſolvirt ſeyn/ vnd machet ſchoͤne leichte Pulver darauß/ welche von den Apothekern Magiſteria genennt werden/ viel ſchoͤner/ als wann ſie mit Sale Tartari weren præcipitirt worden.","norm":"Ferners präzipitiert ein Oleum acidum Vitriole communis alles / es seien Metalla oder Lapides der Tieren und Fischen / oder Perlen und Korallen / welche in spiritu salis oder Nitri solviert sein / und macht schöne leichte Pulver daraus / welche von den Apothekern Magisteria genannt werden / viel schöner / als wann sie mit Sale Tartari wären präzipitiert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":790,"date":1659,"orig":"Inſonderheit wird auß den Corallen vnd Perlen/ ein ſo ſchoͤn leicht vnd glaͤntzend zart Pulver/ deßgleichen von Perlen-mutter/ oder andern Schnecken haͤuſern eben ſo ſchoͤn an Glantz/ als die ſchoͤnſte Orientaliſchen Perlen; welcher modus bißher noch nicht gemein worden iſt/ ſondern nur von etlichen in groſſer geheim/ als ein ſonderbare Kunſt gehalten worden/ weiln ſolche Magiſteria in gemein/ auß dem Aceto nur durch Sal Tartari ſeynd niedergeſchlagen worden/ welche dann bey weitem dieſen an Leichte/ Weiſſe/ vnd ſchoͤnen Glantz nicht zuvergleichen ſeyn:","norm":"Insonderheit wird aus den Korallen und Perlen / ein so schön leicht und glänzend zart Pulver / desgleichen von Perlenmutter / oder anderen Schnecken Häusern eben so schön an Glanz / als die schönste orientalischen Perlen; welcher modus bisher noch nicht gemein worden ist / sondern nur von etlichen in großer geheim / als ein sonderbare Kunst gehalten worden / weil solche Magisteria in gemein / aus dem Aceto nur durch Soll Tartari sind niedergeschlagen worden / welche dann bei weitem diesen an Leichte / Weiße / und schönen Glanz nicht zuvergleichen sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91349983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":791,"date":1659,"orig":"So man aber an ſtatt eines Olei Vitrioli ein Oleum Sulphuris nimpt/ ſo werden ſolche Pulver noch einmal ſo ſchoͤn als durch Oleum Vitrioli, alſo/ daß ſie auch die ſchwartzt Haut/ als ein Coſmeticum darauff geſtrichen/ weiß zu machen gebraucht werden koͤnnen.","norm":"So man aber anstatt eines Olei Vitriole ein Oleum Sulphuris nimmt / so werden solche Pulver noch einmal so schön als durch Oleum Vitriole, also / dass sie auch die schwartzt Haut / als ein Kosmetikum darauf gestrichen / weiß zu machen gebraucht werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.601900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":792,"date":1659,"orig":"Allhier kan ich nicht vnterlaſſen/ weiln der Magiſterien gedacht wird/ einen groſſen Mißbrauch/ vnd Irꝛthumb/ welcher in Bereytung ſolcher Magiſterien eyngeriſſen/ ein wenig zu entdecken.","norm":"Allhier kann ich nicht unterlassen / weil der Magisterin gedacht wird / einen großen Missbrauch / und Irrtum / welcher in Bereitung solcher Magisterin eingerissen / ein wenig zu entdecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.980999946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":793,"date":1659,"orig":"Paracelſus lehret in ſeinen Archidoxis Magiſteria machen/ welche er extrahirte Magiſteria nennet:","norm":"Paracelsus lehrt in seinen Archidoxis Magisteria machen / welche er extrahierte Magisteria nennt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.72160005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":794,"date":1659,"orig":"Seine Diſcipuli zum theil aber/ lehren præcipitirte Magiſteria machen/ welche den vorigen in allen gantz vngleich ſeyn.","norm":"Seine Discipuli zum Teil aber / lehren präzipitierte Magisteria machen / welche den vorigen in allen ganz ungleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.0100998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":795,"date":1659,"orig":"Paracelſus iſt vil einer andern Meynung in Bereytung ſeiner Magiſterien/ als andere in der jhrigen ſeyn:","norm":"Paracelsus ist viel einer anderen Meinung in Bereitung seiner Magisterin / als andere in der ihrigen sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.659200191497803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":796,"date":1659,"orig":"Ohne zweiffel ſeynd Paracelſi Magiſteria gute hertz ſtaͤrckende lebendige Medicamenta geweſen/ hergegen die andere tode Corpora.","norm":"Ohne Zweifel sind Paracelsi Magisteria gute Herz stärkende lebendige Medikamente gewesen / hingegen die andere Tode Corpora.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.512599945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":797,"date":1659,"orig":"Vnd ob ſolche noch ſo ſchoͤn/ weiß vnd glaͤntzend ſeyn/ dennoch nur als ein grobe jrꝛdiſche krafftloſe Materi befunden werden.","norm":"Und ob solche noch so schön / weiß und glänzend sein / dennoch nur als ein grobe irdische kraftlose Materie befunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":798,"date":1659,"orig":"Ich bin nicht dargegen/ daß gute Medicamenta auß Perlen vnd Corallen/ wie ich ſelber/ derſelben etliche zu machen beſchreibe/ koͤnnen gezogen werden; Aber auff ſolche Weiſe vnd Wege gantz nicht.","norm":"Ich bin nicht dagegen / dass gute Medikamente aus Perlen und Korallen / wie ich selber / derselben etliche zu machen beschreibe / können gezogen werden; Aber auf solche Weise und Wege ganz nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.313199996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":799,"date":1659,"orig":"Dann/ was fuͤr eine Verbeſſerung ſolte man doch in ſolcher Præparation zu erwarten haben/ wann man ein ſteinichte Materi in Corꝛoſiviſchen Waſſern auffloͤſet/ vnd wiederumb zu einem Stein præcipitirt?","norm":"Dann / was für eine Verbesserung sollte man doch in solcher Präparation zu erwarten haben / wann man ein steinige Materie in Korrosiveschen Wassern auflöset / und wiederum zu einem Stein präzipitiert?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.819699764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":800,"date":1659,"orig":"Solte wol ſeine Krafft auff ſolche Weiſe koͤnnen vermehret werden?","norm":"Sollte wohl seine Kraft auf solche Weise können vermehret werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7221999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":801,"date":1659,"orig":"Im geringſten nicht/ ſondern nur dardurch verboͤſert.","norm":"Im Geringsten nicht / sondern nur dadurch verbösert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.411200046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":802,"date":1659,"orig":"Dann bekand genug iſt/ daß die Corꝛoſiviſche Spiritus etliche Ding/ gleich als Fewer verbrennen; dann nicht alle Ding in Fewer oder Corꝛoſiven verbeſſert werden/ ſondern der mehren Theil darinn verdorben wird.","norm":"Dann bekannt genug ist / dass die Corrosivische Spiritus etliche Ding / gleich als Feuer verbrennen; dann nicht alle Ding in Feuer oder Korrosiven verbessert werden / sondern der mehren Teil darin verdorben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.835100173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":803,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen/ ſolche Bereytung der Magiſterien geſchicht nur darumb/ daß/ ſie/ nemblich in ein deſto zarteres Pulver gebracht werden/ deſto geſchwinder jhre Operation zu vollbringen.","norm":"Möchte jemand sagen / solche Bereitung der Magisterin geschieht nur darum / dass / sie / nämlich in ein desto zarteres Pulver gebracht werden / desto geschwinder ihre Operation zu vollbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.681300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":804,"date":1659,"orig":"Darauff ich widerumb antworte; daß Perlen/ Corallen/ vnd andere dergleichen Dinge/ ſo ſie einmal mit Corꝛoſiviſchen Waſſern auffgeloͤſet/ præcipitirt vnd abgeſuͤſſet werden/ ſich nimmer/ oder aber ſchwerlich mit dergleichen Spiritibus acidis wieder wollen laſſen auffloͤſen.","norm":"Darauf ich wiederum antworte; dass Perlen / Korallen / und andere dergleichen Dinge / so sie einmal mit Korrosiveschen Wassern aufgelöst / präzipitiert und abgesüßt werden / sich nimmer / oder aber schwerlich mit dergleichen Spiritibus acidis wieder wollen lassen auflösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3403000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":805,"date":1659,"orig":"Dahero zu ſehen/ daß dieſelben durch ſolche Bereytung nicht verbeſſert oder auffgeſchloſſen/ ſondern vielmehr verboͤſer: oder zugeſchloſſen worden ſeynd.","norm":"Daher zu sehen / dass dieselben durch solche Bereitung nicht verbessert oder aufgeschlossen / sondern vielmehr verböser: oder zugeschlossen worden sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.793499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":806,"date":1659,"orig":"Vnd wir auch taͤglich erfahren/ daß ſolche Magiſteria nicht thun was jhnen zugeſchrieben wird.","norm":"Und wir auch täglich erfahren / dass solche Magisteria nicht tun was ihnen zugeschrieben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.367300033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":807,"date":1659,"orig":"Darauß genugfamb zu ſpuͤren/ daß ſolche viel weniger als die vnbereyte Corallen vnd Perlen vom archæo ſtomachi angenommen werden:","norm":"Daraus genugfamb zu spüren / dass solche viel weniger als die unbereite Korallen und Perlen vom archaeo stomachi angenommen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.216599941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":808,"date":1659,"orig":"Hergegen aber/ die gemeine vnbereyte Corallen vnd Perlen (welchen jhre zarte Eſſentia noch nicht durch Corꝛoſiven verbrand) offtermal viel gutes außrichten.","norm":"Hergegen aber / die gemeine unbereite Korallen und Perlen (welchen ihre zarte Essenz noch nicht durch korrosiven verbrannt) oftmals viel Gutes ausrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.511099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":809,"date":1659,"orig":"Dann die Alten/ vnſere Vorfahren/ haben den Corailen vnd Perlen zugeſchrieben/ daß ſie das vnreine vnd corꝛumpirte Gebluͤt/ im gantzen Leibe reinigen/ Melancholiam vnd alle Trawrigkeiten vertreiben/ das Hertz ſtaͤrcken/ vndden Menſchen froͤlich machen ſolten/ welches ſie dann auch kraͤfftig verꝛichten:","norm":"Dann die Alten / unsere Vorfahren / haben den Corailen und Perlen zugeschrieben / dass sie das unreine und korrumpierte Geblüt / im ganzen Leibe reinigen / Melancholiam und alle Traurigkeiten vertreiben / das Herz stärken / vndden Menschen fröhlich machen sollten / welches sie dann auch kräftig verrichten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":810,"date":1659,"orig":"Hergegen aber die Magiſteria nicht.","norm":"Hergegen aber die Magisteria nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.58050012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":811,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches die Vrſach/ daß die vnbereyte Corallen/ Perlen/ vnd Fiſchſteine beſſer wuͤrcken/ als die verbrandte Magiſteria.","norm":"Und ist solches die Ursache / dass die unbereite Korallen / Perlen / und Fischsteine besser wirken / als die verbrannte Magisteria.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.182499885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":812,"date":1659,"orig":"Dann offenbar/ vnd genugſamb bewuſt iſt/ daß ocerzehlte Kranckheiten mehrentheils von obſtructionibus lienis herkommen; welche obſtructiones dann nichts anders ſeyn/ als ein ſuccus tartareus, oder pituita acida, welcher die viſcera interna eyngenommen/ vnd erfuͤllet/ vnd ſich darinn coaguliret hat.","norm":"Dann offenbar / und genugsam bewusst ist / dass ocerzehlte Krankheiten mehrenteils von obstructionibus lienis herkommen; welche obstructiones dann nichts anders sein / als ein succus tartareus, oder pituita acida, welcher die viscera interna eingenommen / und erfüllet / und sich darin koagulieret hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644400119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":813,"date":1659,"orig":"Durch welche verſtopffung dann/ nicht allein Haupt-Pein/ Schwindel/ Hertzbochen/ Zittern der Glieder/ laſſitudo ſpontanea, viel vomitus, vnnatuͤrlicher Hunger/ auch Vnluſt/ vnd Begierd zum Eſſen/ bald Kaͤlte/ bald fliegende Hitze/ vnd dergleichen viel wunderbarliche Symptomata entſtehen: Sondern auch die gantze maſſa ſanguinea, in die aller-ſchaͤdlichſte putredinem & corruptionem gebracht wird/ davon lepra, ſcorbutus, vnd andere abſchewliche Kraͤtzen herkommen.","norm":"Durch welche Verstopfung dann / nicht allein Haupt-Pein / Schwindel / Herzbogen / Zittern der Glieder / lassitudo spontanea, viel vomitus, unnatürlicher Hunger / auch Unlust / und Begierde zum Essen / bald Kälte / bald fliegende Hitze / und dergleichen viel wunderbarliche Symptomata entstehen: Sondern auch die ganze massa sanguinea, in die allerschädlichste putredinem & corruptionem gebracht wird / davon lepra, scorbutus, und andere abscheuliche Krätzen herkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571199893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":814,"date":1659,"orig":"Vnd iſt alſo dieſes Vnheyls/ wie gehoͤrt/ nur allein die Vrſach/ ein tartarus crudus acidus, durch welchen ſo viel ſchwere Kranckheiten entſpringen.","norm":"Und ist also dieses Unheils / wie gehört / nur allein die Ursache / ein tartarus crudus acidus, durch welchen so viel schwere Krankheiten entspringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.477099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":815,"date":1659,"orig":"Daß ſolches wahr ſey/ iſt gut zu beweiſen.","norm":"Dass solches wahr sei / ist gut zu beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.303999900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":816,"date":1659,"orig":"Dann bekand genug iſt/ daß von den melancholicis hypochondriacis vnd andern/ offtermals ein ziemliche Quantitaͤt humoris acidi evomiret wird/ welcher ſo ſcharpff/ daß auch kein Eſſig dargegen zuvergleichen/ davon jhnen die Zaͤhn vnbraͤuchlich werden/ gleich als wann ſie viel ſauer vnd vnreyffes Obſt geſſen haͤtten.","norm":"Dann bekannt genug ist / dass von den melancholicis Hypochondrieakis und anderen / öftermals ein ziemliche Quantität humoris acidi evomiret wird / welcher so scharf / dass auch kein Essig dagegen zuvergleichen / davon ihnen die Zähne vnbräuchlich werden / gleich als wann sie viel sauer und unreifes Obst gegessen hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":817,"date":1659,"orig":"Was Rath nun?","norm":"Was Rat nun?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":10.127599716186523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":818,"date":1659,"orig":"Sublata cauſa tollitur morbus.","norm":"Sublata causa tollitur morbus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"id","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.661499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":819,"date":1659,"orig":"Koͤnte man ſolche materiam peccantem durch purgiren hinweg nehmen/ das were gut/ darnach ſie aber nicht ſehr lauſtert: per vomitus kan noch etlicher maſſen/ ſolche evacuirt vnd vermindert werden.","norm":"könnte man solche materiam peccantem durch purgieren hinwegnehmen / das wäre gut / danach sie aber nicht sehr laustet: per vomitus kann noch etlicher maßen / solche evakuiert und vermindert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.50029993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":820,"date":1659,"orig":"Weil aber nicht ein jeder das vomiren vertragen kan/ ſo iſt es auch nicht rathſamb auß auß einem uͤbel ein groͤſſers zu machen.","norm":"Weil aber nicht ein jeder das vomieren vertragen kann / so ist es auch nicht ratsam aus aus einem übel ein größeres zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":821,"date":1659,"orig":"Soll man dann ſolchen tartarum mit contrariis toͤden/ vnd zu nicht machen?","norm":"Soll man dann solchen tartarum mit contrariis töten / und zu nicht machen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3144001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":822,"date":1659,"orig":"Welches zwar etlicher maſſen geſchehen kan; Als wann man Vegetabilia oder Animalia gebrauchet/ welcher Krafft in einem ſale volatili beſtehet:","norm":"Welches zwar etlicher maßen geschehen kann; als wann man Vegetabilia oder Animalia gebraucht / welcher Kraft in einem sale volatili bestehet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.71999979019165} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":823,"date":1659,"orig":"Als da ſeyn alle geſchlechte der Kreſſen/ Senf-ſaamen/ Meerꝛetich/ Loͤffeltraut/ auch Spiritus Tartari, Cornu Cervi, Urinæ, vnd dergleichen mehr/ welche wegen jhrer penetrirenden Krafft/ alle meatus durchgehen/ vnd etlicher maſſen den tartarum in microcoſmo angreiffen/ vnd zugleich als contraria jhre Feinde/ die acida ſuchen zu toͤden/ vnd in ſolchem Fechten entſtehet von beyden widerwaͤrtigen Naturen ein groſſe Entzuͤndung/ darvon der gantze Leib erwaͤrmet/ vnd zum Schwitzen gebracht wird/ vnd ſo offt ein Schweiß durch dergleichen contrarien gemacht wird/ ſo offt auch etwas von dem ſchaͤdlichen Tartaro getoͤdet wird.","norm":"Als da sein alle Geschlecht der Kressen / Senf-saamen / Meerrettich / Löffeltraut / auch Spiritus Tartari, Cornu Cervi, Urinae, und dergleichen mehr / welche wegen ihrer penetrierenden Kraft / alle meatus durchgehen / und etlicher maßen den tartarum in microcosmo angreifen / und zugleich als contraria ihre Feinde / die acida suchen zu töten / und in solchem Fechten entstehet von beiden widerwärtigen Naturen ein große Entzündung / davon der ganze Leib erwärmet / und zum Schwitzen gebracht wird / und so oft ein Schweiß durch dergleichen contrarien gemacht wird / so oft auch etwas von dem schädlichen Tartaro getötet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100299835205078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":824,"date":1659,"orig":"Weilen aber auff einmvl nur ein wenig ſolches humoris acidi durch widerwaͤrtige Volatiliſche Spiritus kan getoͤdet/ vnd ſuͤß gemacht werden/ vnd derhalben ſolches offt muͤſte geſchehen/ wann aller tartarus ſolte getoͤdet vnd außgetrieben werden; weilen auch/ wie geſagt/ allezeit ein ſtarcker Schweiß in der Operation entſtehet/ dardurch die natuͤrliche Geiſter ſehr geſchwaͤcht werden/ vnd alſo der Patient ſolches die laͤnge nicht wuͤrde vertragen koͤnnen/ ſondern durch Weg nehmung des einen uͤbels/ jhme ein anders vnd groͤſſers moͤchte entſtehen/ welches dann auch der beſte Weg nicht iſt.","norm":"Weilen aber auf einmvl nur ein wenig solches humoris acidi durch widerwärtige Volatilische Spiritus kann getötet / und süß gemacht werden / und derethalben solches oft müsste geschehen / wann aller tartarus sollte getötet und ausgetrieben werden; weilen auch / wie gesagt / allezeit ein starker Schweiß in der Operation entstehet / dadurch die natürliche Geister sehr geschwächt werden / und also der Patient solches die Länge nicht würde vertragen können / sondern durch Weg Nehmung des einen Übels / ihm ein anders und größeres möchte entstehen / welches dann auch der beste Weg nicht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":825,"date":1659,"orig":"Muͤſſen derohalben ſolchem hungerigen humori acido dergleichen Ding dargeworffen werden/ daran er ſich tod frißt/ vnd ſein Corꝛoſiviſche Art dardurch verlieret vnd ſuͤß wird.","norm":"Müssen derohalben solchem hungrigen humori acido dergleichen Ding dargeworffen werden / daran er sich tot frisst / und sein Corrosivische Art dadurch verlieret und süß wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.342899799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":826,"date":1659,"orig":"Doch muͤſſens auch ſolche Ding ſeyn/ welche dem Menſchen nicht entgegen oder ſchaͤdlich ſeyn/ vnd ſonderlich groſſe Lieb vnd Gemeinſchafft mit den acidis haben/ als da ſeyn/ die Corallen vnd Perlen.","norm":"Doch Müssens auch solche Ding sein / welche dem Menschen nicht entgegen oder schädlich sein / und sonderlich große Liebe und Gemeinschaft mit den acidis haben / als da sein / die Korallen und Perlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.111100196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":827,"date":1659,"orig":"Dann vnter allen ſteinichten vnd Mineraliſchen Dingen ich keines kenne/ welches ſich lieber mit kleiner Corroſiv aufloͤſen laͤßt/ als die Perlen/ Corallen/ Krebs-augen/ vnd andere Stein der Fiſch.","norm":"Dann unter allen steinigen und mineralischen Dingen ich keines kenne / welches sich lieber mit kleiner Korrosiv auflösen lässt / als die Perlen / Korallen / Krebsaugen / und andere Stein der Fisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.915999889373779} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":828,"date":1659,"orig":"Daß es aber wahr ſey/ daß ſich ein jedweder Corꝛoſiv an den Perlen vnd Corallen tod freſſe/ vnd dadurch ſuͤß werden koͤnne; darneben auch/ wie daß ein ſaurer tartarus coagulatus durch Huͤlff der Corallen oder Perlen/ wiederumb in ein ſuͤſſen liquorem, vnd der Menſchlichen Natur eine gantz annehmliche Medicin/ welche nimmer wiederumb zu coaguliren moͤglich/ koͤnne gebracht werden/ ſoll kurtz hernach/ da ich von dem Tartaro ſchreibe/ bewieſen vnd gelehrt werden.","norm":"Dass es aber wahr sei / dass sich ein jedweder Korrosiv an den Perlen und Korallen tot fresse / und dadurch süß werden könne; daneben auch / wie dass ein saurer tartarus coagulatus durch Hilfe der Korallen oder Perlen / wiederum in ein süßen liquorem, und der menschlichen Natur eine ganz annehmliche Medizin / welche nimmer wiederum zu koagulieren möglich / könne gebracht werden / soll kurz hernach / da ich von dem Tartaro schreibe / bewiesen und gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364999771118164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":829,"date":1659,"orig":"Wann dann nun eine ſolche Kranckheit vorhanden/ an welcher geſpuͤret wird/ daß ein pituita acida den andern humoribus prædominirt/ dardurch coagulationes tartareæ vnd obſtructiones viſcerum entſtehen/ ſo iſt kein beſſers remedium, als allt Tag nuͤchtern mit laͤhrem Magen/ à ſcrupulo ſemis ad drachmam unam, nach Gelegenheit des Patienten/ mehr oder weniger/ corall.","norm":"Wann dann nun eine solche Krankheit vorhanden / an welcher gespürt wird / dass ein pituita acida den anderen humoribus prädominiert / dadurch coagulationes tartareae und obstructiones viscerum entstehen / so ist kein besseres remedium, als allt Tag nüchtern mit lährem Magen / à scrupulo semis ad drachmam unam, nach Gelegenheit des Patienten / mehr oder weniger / corall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.782599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":830,"date":1659,"orig":"rub. vel perlarum pulver. eyngenommen/ vnd 2. oder 3. Stund darauff gefaſtet/ vnd ſolches continuirt bis zur Beſſerung: Dadurch dann der ſchaͤdliche humor acidus ſich an den Corallen tod arbeitet/ alle ſeine ſchaͤrpffe verlieret vnd ſuͤß wird/ vnd genugſamb von der Natur hernach kan uͤberwunden vnd außgetrieben werden/ dardurch die obſtructiones eroͤffnet/ vnd die Kranckheit benommen wird.","norm":"rub . vel perlarum pulver . eingenommen / und 2. oder 3. Stunde darauf gefastet / und solches kontinuiert bis zur Besserung: Dadurch dann der schädliche humor acidus sich an den Korallen tot arbeitet / alle seine Schärfe verlieret und süß wird / und genugsam von der Natur hernach kann überwunden und ausgetrieben werden / dadurch die obstructiones eröffnet / und die Krankheit benommen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":831,"date":1659,"orig":"Dieſe meine Meynung vom Mißbrauch der Magiſterien vnd gutem Brauch der Corallen/ hab ich zu beſchreiben nicht koͤnnen vnterlaſſen/ wiewol ich gewiß weiß/ daß es von dem wenigern Theil (weil es jhnen frembd wird fuͤrkommen) angenommen werden wird:","norm":"Diese meine Meinung vom Missbrauch der Magisterin und gutem Brauch der Korallen / habe ich zu beschreiben nicht können unterlassen / wiewohl ich gewiss weiß / dass es von dem wenigeren Teil (weil es ihnen fremd wird vorkommen) angenommen werden wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149400234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":832,"date":1659,"orig":"Gleichwol moͤchten noch einige ſeyn/ welche die Warheit zu vnterſuchen keinen Verdruß haben/ den Dingen weiter nach-dencken/ vnd endlich finden werden/ daß die Sache ſo frembd nicht iſt/ als ſie zu ſeyn ſcheinet:","norm":"Gleichwohl möchten noch einige sein / welche die Wahrheit zu untersuchen keinen Verdruss haben / den Dingen weiter nachdenken / und endlich finden werden / dass die Sache so fremd nicht ist / als sie zu sein scheinet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111700057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":833,"date":1659,"orig":"Wer es aber nicht glauben oder begreiffen kan/ der mag bey ſeinen magiſteriis bleiben.","norm":"Wer es aber nicht glauben oder begreifen kann / der mag bei seinen magisteriis bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.809299945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":834,"date":1659,"orig":"Will es dann ja jemand frembd zu ſeyn beduͤncken/ daß pulveriſirte Corallen oder Perlen im Magen zerſchmeltzen/ vnd jhre Krafft beweiſen ſollen?","norm":"Will es dann ja jemand fremd zu sein Bedünken / dass pulverisierte Korallen oder Perlen im Magen zerschmelzen / und ihre Kraft beweisen sollen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2947998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":835,"date":1659,"orig":"Was wuͤrde er dann ſagen/ wann ich beweiſe/ daß vnpulveriſirte Perlen vnd Krebſen-ſtein/ wie auch runde Koͤrner von Corallen eyngenommen/ gantz vnd gar von dem humore melancholico verzehret werden/ alſo/ daß davon mit den excrementii nichts wiederumb außkompt?","norm":"Was würde er dann sagen / wann ich beweise / dass unpulverisierte Perlen und Krebsenstein / wie auch runde Körner von Korallen eingenommen / ganz und gar von dem humore melancholico verzehret werden / also / dass davon mit den excrementii nichts wiederum auskommt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":836,"date":1659,"orig":"Vnd was noch mehr iſt/ auch harte vnd compacta metalla, als Eyſen vnd Speanter oder Zinck nicht dargegen beſtehen koͤnnen:","norm":"Und was noch mehr ist / auch harte und compacta metalla, als Eisen und Speanter oder Zink nicht dagegen bestehen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.629300117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":837,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht aber ſolches nur allein bey den Melancholicis:","norm":"Und geschieht aber solches nur allein bei den Melancholicis:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.680500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":838,"date":1659,"orig":"bey den Sanguineis vnd Phlegmaticis aber ſo viel nicht/ welche es auch ſelten pflegen vonnoͤthen zu haben.","norm":"bei den Sanguineis und Phlegmaticis aber so viel nicht / welche es auch selten pflegen vonnöten zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052999973297119} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":839,"date":1659,"orig":"Dann ich vielmal geſehen/ daß ſtarcken Leuten/ gegen obſtructiones, à ſerupulo ſemis ad drachmam unam, auff einmal Raſuræ Martis iſt eyngegeben worden/ welchen es uͤber die maſſen wol bekommen iſt/ vnd vielmehr Huͤlff (als durch andere thewre Medicamenta der Apotheker/ deren ſie zuvoren viel vergeblich genoſſen hatten) dardurch erlanget haben/ vnd ſeynd die excrementa kolſchwartz von jhnen kom̃en/ gleich wie bey denen geſchicht/ welche die medicinaliſchen Sawerbrunnen gebrauchen/ die durch Eyſenberg lauffen/ vnd ein ſpiritualiſche mineraliſche Krafft dadurch erlangt haben.","norm":"Dann ich vielmal gesehen / dass starken Leuten / gegen obstructiones, à serupulo semis ad drachmam unam, auf einmal Rasurae Martis ist eingegeben worden / welchen es über die Maßen wohl bekommen ist / und vielmehr Hilfe (als durch andere teure Medikamente der Apotheker / deren sie zuvoren viel vergeblich genossen hatten) dadurch erlanget haben / und sind die excrementa kolschwartz von ihnen kommen / gleich wie bei denen geschieht / welche die Medizinaleschen Sauerbrunnen gebrauchen / die durch Eisenberg laufen / und ein spiritualische mineralische Kraft dadurch erlangt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.089000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":840,"date":1659,"orig":"Wann dann nun ſolche Raſura Martis im Magen nicht verzehret wuͤrde/ wovon ſolten dann die excrementa ſchwartz worden ſeyn?","norm":"Wann dann nun solche Rasura Martis im Magen nicht verzehret würde / wovon sollten dann die excrementa schwarz worden sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.966700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":841,"date":1659,"orig":"Dahero genugſamb bewieſen/ daß auch ein hartes vnbereytes Metall im Magen kan verzehret werden:","norm":"Daher genugsam bewiesen / dass auch ein hartes unbereites Metall im Magen kann verzehret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.34600019454956} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":842,"date":1659,"orig":"Warumb dann nicht auch weiche Perlen vnd Corallen?","norm":"Warum dann nicht auch weiche Perlen und Korallen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.867099761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":843,"date":1659,"orig":"Welches auch bey den Kindern zu ſehen/ welche Wuͤrm haben/ wann jhnen reine Abfeylich von Stahl oder Eyſen zu 4. 6. 8. bis auf 12. oder 16. Gran eyngeben wird/ daß jhnen alle Wuͤrm un Leibe davon getoͤdet/ vnd Magen vnd Daͤrm davon ſauber gereinigt werden/ auch kol-ſchwartze ſedes davon haben.","norm":"Welches auch bei den Kindern zu sehen / welche Wurm haben / wann ihnen reine Abfeylich von Stahl oder Eisen zu 4. 6 . 8. bis auf 12. oder 16. Gran eingeben wird / dass ihnen alle Wurm un Leibe davon getötet / und Magen und Därme davon sauber gereinigt werden / auch kol-schwartze sedes davon haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":844,"date":1659,"orig":"Dieſes aber muß bey den Kindern gemerckt werden/ wann die Wuͤrm getoͤdet/ vnd dannoch in den Daͤrmen ligen bleiben/ weilen Mars in kleiner doſi nicht ſtarck genug operirt ſolche auß-zutreiben/ ſondern nur allein laxirt/ ſo kan man darauff ein purgans gebrauchen/ auff daß ſolche auch außgefuͤhret werden/ vnd nicht ligen bleiben/ darauß dann andere wiederumb wachſen:","norm":"Dieses aber muss bei den Kindern gemerkt werden / wann die Wurm getötet / und dennoch in den Därmen liegen bleiben / weilen Mars in kleiner dose nicht stark genug operiert solche auszutreiben / sondern nur allein laxiert / so kann man darauf ein purgans gebrauchen / auf dass solche auch ausgeführt werden / und nicht liegen bleiben / daraus dann andere wiederum wachsen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.780399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":845,"date":1659,"orig":"Bey alten Menſchen aber kan man den doſin deſto ſtaͤrcker geben/ als à ſcrupulo uno ad drachmam unam, auff daß die Wuͤrm auch zugleich außgefuͤhrt werden/ welche es dann auch beſſer/ als die kleine Kinder vertragen koͤnnen/ ob ſchon ein Vomitus mit vnter laufft/ ſchadet jhnen nichts/ ſondern werden nur deſto geſunder darauff.","norm":"Bei alten Menschen aber kann man den dosen desto stärker geben / als à scrupulo uno ad drachmam unam, auf dass die Wurm auch zugleich ausgeführt werden / welche es dann auch besser / als die kleine Kinder vertragen können / ob schon ein Vomitus mitunter lauft / schadet ihnen nichts / sondern werden nur desto gesunder darauf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6981000900268555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":846,"date":1659,"orig":"Kan alſo Mars nicht allein gegen Wuͤrme/ bey Jungen vnd Alten/ ſondern auch gegen alle Magenfieber/ Haupt-pein/ vnd obſtructiones des gantzen Leibs/ ohn alle Gefahr/ als eine der natur gantz annehliche Medicin/ gluͤcklich adhibirt werden/ (dann er gewaltig magnetiſcher Weiſe das boͤſe im Leibe zu ſich ziehet/ vnd mit ſich außfuͤhret:","norm":"Kann also Mars nicht allein gegen Würmer / bei Jungen und Alten / sondern auch gegen alle Magenfieber / Haupt-Pein / und obstructiones des ganzen Leibs / ohne alle Gefahr / als eine der Natur ganz annehliche Medizin / glücklich adhibiert werden / (dann er gewaltig magnetischer Weise das böse im Leibe zu sich ziehet / und mit sich ausführet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705900192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":847,"date":1659,"orig":"Von deſſen wunderbarlichen Krafft vnd Natur/ in meinem Buͤchlein de Sympathia & Antipathia rerum, weitlaͤufftiger gehandelt wird) welches etliche Medici gemercket/ vnd ſolchen durch Kunſt zu verbeſſern gemeynet/ aber ſolchen dagegen verdorben vnd krafftlos gemacht haben.","norm":"Von dessen wunderbarlichen Kraft und Natur / in meinem Büchlein de Sympathie & Antipathia rerum, weitläufiger gehandelt wird) welches etliche Medici gemerkt / und solchen durch Kunst zu verbessern gemeint / aber solchen dagegen verdorben und kraftlos gemacht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.397200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":848,"date":1659,"orig":"In deme ſie ein Stuͤck Stahl gantz fewrig gemacht/ vnd gegen ein Stuͤck gemein Schwefel gehalten/ dadurch der Stahl fluͤſſig worden/ vnd Tropffen-weiſe in ein Geſchirꝛ mit Waſſer gefuͤllt/ empfangen/ geſamblet/ getrucknet/ pulveriſirt/ vnd gegen obſtructiones gebraucht worden/ aber meiſt vergeblich/ dann der Mars durch den Sulphur alſo veraͤndert/ vnd in ein vnſolvirlich Weſen/ (welches nicht geſchehen ſollen) iſt gebracht worden/ darumb es nicht hat operiren koͤnnen:","norm":"Indem sie ein Stück Stahl ganz feurig gemacht / und gegen ein Stück gemein Schwefel gehalten / dadurch der Stahl flüssig worden / und Tropfenweise in ein Geschirr mit Wasser gefüllt / empfangen / gesamblet / getrocknet / pulverisiert / und gegen obstructiones gebraucht worden / aber meist vergeblich / dann der Mars durch den Sulphur also verändert / und in ein vnsolvirlich Wesen / (welches nicht geschehen sollen) ist gebracht worden / darum es nicht hat operieren können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5731000900268555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":849,"date":1659,"orig":"Haͤtten ſie aber den Stahl ſolvirlicher gemacht/ da ſie jhn vnſolvirlicher als er zuvorn war machten/ dann haͤtten ſie ein gut Werck gethan/ dann/ wer den Sulphur kennet/ der wird wol wiſſen/ daß er mit keinem aqua forti, oder aqua regis kan ſolviret werden:","norm":"Hätten sie aber den Stahl solvirlicher gemacht / da sie ihn vnsolvirlicher als er zuvor war machten / dann hätten sie ein gut Werk getan / dann / wer den Sulphur kennet / der wird wohl wissen / dass er mit keinem aqua forti, oder aqua regis kann solvieret werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":850,"date":1659,"orig":"Wie wolte er dann durch einen Animaliſchen humorem verzehret werden koͤnnen?","norm":"Wie wollte er dann durch einen Animalischen humorem verzehret werden können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.265500068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":851,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug bewieſen/ daß bey etlichen Menſchen/ inſonderheit bey den Melancholicis, ein humor acidus ſey/ welcher alle leicht ſolvirliche Metallen vnd lapides genugſam ſolviren koͤnne/ vnd derhalben nicht noͤthig ſey/ daß Perlen/ Corallen/ oder jhres gleichen/ zuvorn durch Corꝛoſiviſche Waſſer gemartelt/ ehe ſie adminiſtrirt werden: Sondern/ daß der Archæus ſtomachi uͤber ſolche leicht ſolvirliche Dinge/ dieſelben zu erlegen/ das jenige das jhm dienet/ zu ſich zu nehmen/ vnd das uͤbrige von ſich zu ſtoſſen/ durch huͤlff offtermeldter Humoren/ Meiſter genug ſey.","norm":"Dieses sei nun genug bewiesen / dass bei etlichen Menschen / in Sonderheit bei den Melancholicis, ein humor acidus sei / welcher alle leicht solvirliche Metallen und lapides genügsam solvieren könne / und derethalben nicht nötig sei / dass Perlen / Korallen / oder ihresgleichen / zuvor durch Corrosivische Wasser gemartelt / ehe sie administriert werden: Sondern / dass der Archaeus stomachi über solche leicht solvirliche Dinge / dieselben zu erlegen / dasjenige das ihm dient / zu sich zu nehmen / und das übrige von sich zu stoßen / durch Hilfe offtermeldter Homoren / Meister genug sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530700206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":852,"date":1659,"orig":"Daß es aber mit allen Metallen vnd lapidibus alſo muͤſſe verſtanden werden/ iſt meine meynung allhier nicht/ ſondern mir wol bewuſt/ daß andere Metallen vnd Steine (etliche außgenommen) ohne vorhergehender Præparation/ zur Mediein vntuͤchtig/ ſondern ehe ſolche den Krancken adminiſtrirt werden/ erſtlich darzu bequem gemacht werden muͤſſen.","norm":"Dass es aber mit allen Metallen und lapidibus also müsse verstanden werden / ist meine Meinung allhier nicht / sondern mir wohl bewusst / dass andere Metallen und Steine (etliche ausgenommen) ohne vorhergehender Präparation / zur Mediein untüchtig / sondern ehe solche den Kranken administriert werden / erstlich dazu bequem gemacht werden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7245001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":853,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches nur darumb angezeigt/ daß man ſehen kan/ wie bißweilen ein gutes Weſen (ſolches in Meynung zu verbeſſern) von Leuten/ welche der Natur/ vnd jhrem Vermoͤgen nicht gruͤndlich nach-dencken/ verboͤſert vnd verderbt wird.","norm":"Und ist solches nur darum angezeigt / dass man sehen kann / wie bisweilen ein gutes Wesen (solches in Meinung zu verbessern) von Leuten / welche der Natur / und ihrem Vermögen nicht gründlich nachdenken / verbösert und verderbt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.410299777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":854,"date":1659,"orig":"Will verhoffen/ es werde mir ſolche Erimmerung niemand fuͤr uͤbel auffnehmen/ dann ich ſolches nicht/ dardurch eine eytele Ehr/ ſondern meines Nechſten Nutzen zu ſuchen gethan habe.","norm":"Will verhoffen / es werde mir solche Erimmerung niemand für übel aufnehmen / dann ich solches nicht / dadurch eine Eitele Ehre / sondern meines Nächsten Nutzen zu suchen getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.640100002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":855,"date":1659,"orig":"Laſſet vns nun wiederumb zum Vitriolo ſchreiten.","norm":"Lasst uns nun wiederum zum Vitriolo schreiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02839994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":856,"date":1659,"orig":"CAPVT X. De Oleo Vitrioli dulci.","norm":"CAPVT X. De Oleo Vitrioli dulci.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"uz","lang_de":0,"norm_lmscore":6.23960018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":857,"date":1659,"orig":"ES wird bey den Alten eines ſuͤſſen gruͤnen Olei Vitrioli gedacht/ welches Epilepſiam curiren/ auch die Wuͤrme toͤden/ vnd andere gute Tugenden vnd Kraͤfften mehr haben ſoll:","norm":"Es wird bei den Alten eines süßen grünen Olei Vitriole gedacht / welches Epilepsiam kurieren / auch die Würmer töten / und andere gute Tugenden und Kräften mehr haben soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.923799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":858,"date":1659,"orig":"Auch ſolte ſolches oleum per deſcenſum, wie ſie ſchreiben/ deſtillirt werden.","norm":"Auch sollte solches oleum per descensum, wie sie schreiben / destilliert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3007001876831055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":859,"date":1659,"orig":"Solches Oleum zu erlangen/ haben die juͤngere Medici viel Fleiß angewandet/ aber alles vergeblich:","norm":"Solches Oleum zu erlangen / haben die jüngere Medici viel Fleiß angewandt / aber alles vergeblich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.154300212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":860,"date":1659,"orig":"Dann ſie der Alten Meynung/ in Bereytung dieſes Olei, im geringſten nicht verſtanden/ ſondern geſucht/ ſolches durch Gewalt des Fewers zu diſtilliren/ haben aber kein ſuͤſſes Oleum, ſondern ein ſehr ſaures vnd Corꝛoſwiſches bekommen/ welches dem vorigen an Geſchmack/ Krafft vnd Tugenden gantz nicht zu vergleichen war.","norm":"Dann sie der Alten Meinung / in Bereitung dieses Olei, im Geringsten nicht verstanden / sondern gesucht / solches durch Gewalt des Feuers zu destillieren / haben aber kein süßes Oleum, sondern ein sehr saures und Corroswisches bekommen / welches dem vorigen an Geschmack / Kraft und Tugenden ganz nicht zu vergleichen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.547299861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":861,"date":1659,"orig":"Eben wol haben ſie dem jhrigen ſolche Tugenden zugeſchrieben (doch faͤlſchlich) wie die Alten dem jhrigen mit Warheit gethan haben.","norm":"Eben wohl haben sie dem ihrigen solche Tugenden zugeschrieben (doch fälschlich) wie die Alten dem ihrigen mit Wahrheit getan haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.893700122833252} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":862,"date":1659,"orig":"Aber die taͤgliche Erfahrung weiſet vns/ daß ſolches Oleum Vitrioli, wie es in gemeyn gefunden wird/ keine Epilepſiam curirt/ noch die lumbricos toͤdet; hergegen dieſes/ ſolches ſchnell vnd bald verrichtet.","norm":"Aber die tägliche Erfahrung weiset uns / dass solches Oleum Vitriole, wie es in gemein gefunden wird / keine Epilepsiam kuriert / noch die lumbricos tötet; hingegen dieses / solches schnell und bald verrichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.130199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":863,"date":1659,"orig":"Dahero zu ſehen/ daß jenes dem wahren medicinaliſchen Oleo Vitrioli im geringſten nicht gleich iſt.","norm":"Daher zu sehen / dass jenes dem wahren Medizinaleschen Oleo Vitriole im Geringsten nicht gleich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.964300155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":864,"date":1659,"orig":"Ich muß zwar bekennen/ daß per deſcenſum, auß dem gemeinen Vitriolo, durch Gewalt des Fewers/ ein gruͤnlechtes Oleum kan getrieben werden/ welches aber darumb nicht beſſer als ein anders; weilen es eben von ſolchem ſcharpffen Geſchmack vnd etzender Krafft/ als were es durch Retorten diſtillirt/ befunden wird.","norm":"Ich muss zwar bekennen / dass per descensum, aus dem gemeinen Vitriolo, durch Gewalt des Feuers / ein Grünleges Oleum kann getrieben werden / welches aber darum nicht besser als ein anders; weilen es eben von solchem scharfen Geschmack und ätzender Kraft / als wäre es durch Retorten destilliert / befunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":865,"date":1659,"orig":"Die jenigen aber/ die ſolches gefunden/ als Paracelſus, Baſilius, vnd noch andere wenige mehr/ allzeit ſehr viel darvon gehalten/ vnd als eine der vier Haupt-ſaͤulen der gantzen Medicin billich geacht haben.","norm":"Diejenigen aber / die solches gefunden / als Paracelsus, Basilius, und noch andere wenige mehr / allzeit sehr viel davon gehalten / und als eine der vier Hauptsäulen der ganzen Medizin billig geachtet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":866,"date":1659,"orig":"Dahero Paracelſus außtruͤcklich meldet/ in ſeinen Schrifften/ daß jhme ſeine gruͤne durchs Fewer (welches ein kleine Waͤrme thun kan) nicht muß benommen werden/ dann (ſagt Er) ſo jhme ſeine gruͤne benommen wird/ ſo wird jhme auch zugleich ſeine Krafft vnd liebliche Eſſentia entzogen.","norm":"Daher Paracelsus ausdrücklich meldet / in seinen Schriften / dass ihm seine grüne durchs Feuer (welches ein kleine Wärme tun kann) nicht muss benommen werden / dann (sagt er) so ihm seine grüne benommen wird / so wird ihm auch zugleich seine Kraft und liebliche Essenz entzogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8628997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":867,"date":1659,"orig":"Darauß genugſamb zu mercken/ daß ein ſolches ſuͤſſe gruͤnes Oleum, nicht durch Gewalt des Fewers muͤſſe gemacht werden/ wie bißhero von vielen vergeblich geſchehen iſt.","norm":"Daraus genugsam zu merken / dass ein solches süße grünes Oleum, nicht durch Gewalt des Feuers müsse gemacht werden / wie bisher von vielen vergeblich geschehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.428500175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":868,"date":1659,"orig":"Auch iſt wol zu glauben/ daß die Alten/ welche das Oleum Vitrioli ſo hoch geruͤhmet/ villeicht von ſolcher deſtillation, wie nun bey vns im Brauch iſt/ nichts gewuſt:","norm":"Auch ist wohl zu glauben / dass die Alten / welche das Oleum Vitriole so hoch gerühmt / vielleicht von solcher Destillation, wie nun bei uns im Brauch ist / nichts gewusst:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765100002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":869,"date":1659,"orig":"dann ſie mir ſchlecht vnd gerecht der Natur nach gangen/ vnd ſo vielerley ſubtile vnd kuͤnſtliche inventiones, vnd Modos deſtillandi nicht gehabt haben.","norm":"dann sie mir schlecht und gerecht der Natur nach gegangen / und so vielerlei subtile und künstliche inventiones, und Modos destillandi nicht gehabt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4791998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":870,"date":1659,"orig":"Dieſes nun alles hindan geſetzt/ gleichwol iſt es gewiß/ daß ein ſolch ſuͤſſes vnd gruͤnes Oleum auß dem Vitriolo durch Gewalt des Fewers nicht kan gemacht werden/ ſondern vielmehr durch purlficiren auff eine ſonderbare Weiß muͤſſe geſchehen; weilen die Alten offtermals ein purification an ſtatt einer deſtillation genommen haben:","norm":"Dieses nun alles hintan gesetzt / gleichwohl ist es gewiss / dass ein solch süßes und grünes Oleum aus dem Vitriolo durch Gewalt des Feuers nicht kann gemacht werden / sondern vielmehr durch purlficiren auf eine sonderbare Weiß müsse geschehen; weilen die Alten öftermals ein Purifikation anstatt einer Destillation genommen haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.119500160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":871,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen/ wann ſie ſagen/ deſtilla per filtrum, ſive chartam emporeticam:","norm":"Wie zu sehen / wann sie sagen / destilla per filtrum, sive chartam emporeticam:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.07229995727539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":872,"date":1659,"orig":"Welches bey vns fuͤr kein deſtillation gehalten wird/ bey jhnen aber gleichwol dafuͤr gehalten worden.","norm":"Welches bei uns für kein Destillation gehalten wird / bei ihnen aber gleichwohl dafür gehalten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.60860013961792} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":873,"date":1659,"orig":"Es ſey nun dem allem/ wie jhm wolle/ gewiß vnd wahr iſt es/ daß ein groſſer Schatz zur Geſundheit des Menſchen im Vitriolo verborgen ſtecket:","norm":"Es sei nun dem allem / wie ihm wolle / gewiss und wahr ist es / dass ein großer Schatz zur Gesundheit des Menschen im Vitriolo verborgen stecket:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.761000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":874,"date":1659,"orig":"Aber nicht in dem gemeynen/ wie er allenthalben verkaufft wird/ vnd ſchon die Hitze des Fewers erlitten hat; ſondern in ſeiner Minera, gleich wie ſie in der Erden gefunden wird.","norm":"Aber nicht in dem gemeinen / wie er allenthalben verkauft wird / und schon die Hitze des Feuers erlitten hat; sondern in seiner Minera, gleich wie sie in der Erden gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.650300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":875,"date":1659,"orig":"Dann ſo bald ſie an den Tag kompt/ kan derſelben durch eine warme Sonnen-Hitz jhr ſubtiler vnd penetrirlicher Geiſt benommen/ vnd krafftlos gemacht werden.","norm":"Dann so bald sie an den Tag kommt / kann derselben durch eine warme Sonnenhitze ihr subtiler und penetrirlicher Geist benommen / und kraftlos gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":876,"date":1659,"orig":"Welcher Geiſt dann/ ſo er durch Kunſt davon gebracht wird/ viel lieblicher als Biſam vnd Ambra raͤucht/ darob ſich zum hoͤchſten zu verwundern iſt/ daß in einem ſo vnachtſamen mineraliſchen groben Weſen/ (gleich es von den Vnverſtaͤndigen geacht wird/) eine ſolche Koͤnigliche Medicin zu finden ſey.","norm":"Welcher Geist dann / so er durch Kunst davon gebracht wird / viel lieblicher als Bisam und Ambra raucht / darob sich zum höchsten zu verwundern ist / dass in einem so unachtsamen mineralischen groben Wesen / (gleich es von den Unverständigen geachtet wird /) eine solche königliche Medizin zu finden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372300148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":877,"date":1659,"orig":"Solche Bereytung nun/ gehoͤret hieher nicht/ inſonderheit/ weilen allhier nur von Spiritibus, welche mit Gewalt des Fewers muͤſſen uͤber-getrieben werden/ gehandlet wird.","norm":"Solche Bereitung nun / gehöret hierher nicht / in Sonderheit / weilen allhier nur von Spiritibus, welche mit Gewalt des Feuers müssen über-getrieben werden / gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.070899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":878,"date":1659,"orig":"Deßgleichen gehoͤret auch nicht hieher die præparation des gruͤnen vnd ſuͤſſen.","norm":"Desgleichen gehöret auch nicht hierher die Präparation des grünen und süßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.863800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":879,"date":1659,"orig":"Oels/ dann es ohne zuthun des Fewers gemacht wird.","norm":"Öls / dann es ohne Zutun des Feuers gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":880,"date":1659,"orig":"Weil aber derſelben allhier erwehnet worden/ will ich ſolches/ das ich doch allezeit in geheim gehalten/ den armen Krancken zu lieb allhie an Tag geben/ verhoffentlich/ es werde manchem Krancken zum beſten gedeyen.","norm":"Weil aber derselben allhier erwähnt worden / will ich solches / das ich doch allezeit in geheim gehalten / den armen Kranken zu lieb allhier an Tag geben / verhoffentlich / es werde manchem Kranken zum besten gedeihen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.891499996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":881,"date":1659,"orig":"Dann es/ ſoes wol bereytet iſt/ nicht allein ein jedwedere Epilepſiam, bey Jungen vnd Alten von Grund auß curirt/ oder auch alle Wuͤrme/ in- vnd auſſer dem Leibe/ ſchnell ohne Faͤhler toͤdet/ gleich jhme von den Alten mit Warheit zugeſchrieben iſt; ſondern es koͤnnen auch noch viel langwuͤrige/ vnheilbare geachte Kranckheiten/ damit gluͤcklich vertrieben werden:","norm":"Dann es / soes wohl bereitet ist / nicht allein ein jedweder Epilepsiam, bei Jungen und Alten von Grund aus kuriert / oder auch alle Würmer / in- und außer dem Leibe / schnell ohne Fehler tötet / gleich ihm von den Alten mit Wahrheit zugeschrieben ist; sondern es können auch noch viel langwierige / unheilbare geachtete Krankheiten / damit glücklich vertrieben werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.522900104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":882,"date":1659,"orig":"Als peſtis, pleuritis, allerhand febres, wie ſie auch Namen haben/ Haupt-pein/ colica, Auffſteigen der Mutter/ wie auch alle obſtructiones des gantzen Leibes/ inſonderheit des Miltzes vnd der Leber/ dardurch melancholia hypochondriaca, ſcorbutus, vnd viel andere vnleydliche Kranckheiten entſtehen; Auch wird das Gebluͤt im gantzen Leib damit corꝛigirt/ vnd renovirt/ dadurch die abſchewliche Kranckheiten/ als morbus gallicus, lepra, vnd andere dergleichen Beſchmeiſſungen des Gebluͤts entſtehen/ leichtlich curirt werden:","norm":"Als pestis, Pleuritis, allerhand febres, wie sie auch Namen haben / Haupt-Pein / colica, aufsteigen der Mutter / wie auch alle obstructiones des ganzen Leibes / in Sonderheit des Miltzes und der Leber / dadurch Melancholie Hypochondrieace, scorbutus, und viel andere unleidliche Krankheiten entstehen; auch wird das Geblüt im ganzen Leib damit korrigiert / und renoviert / dadurch die abscheuliche Krankheiten / als morbus gallicus, lepra, und andere dergleichen Beschmeissungen des Geblüts entstehen / leichtlich kuriert werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9644999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":883,"date":1659,"orig":"Deßgleichen heylet es auch alle offene Schaͤden/ als ſtinckende fiſtulirte ulcera, am gantzen Leibe/ wovon ſie auch entſtanden ſeynd/ gantz ſicherlich; wann nemblich/ dieſelben damit beſtrichen werden/ vnd auch dabey innerlich gebraucht wird/ mit Verwunderung.","norm":"Desgleichen heilet es auch alle offene Schäden / als stinkende fistulierte ulcera, am ganzen Leibe / wovon sie auch entstanden sind / ganz sicherlich; wann nämlich / dieselben damit bestrichen werden / und auch dabei innerlich gebraucht wird / mit Verwunderung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9721999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":884,"date":1659,"orig":"Solche vnd andere Kranckheiten mehr (allhier vnnoͤtig zu erzehlen) koͤnnen gluͤcklich mit dieſem ſuͤſſen Oleo curirt werden; inſonderheit/ wann es ohne Verlierung ſeiner ſuͤſſe/ in die roͤthe gebracht wird/ dann thut es mehr als man ſchreiben darff/ vnd kan wol/ als ein Panacea in allen Kranckheiten beſtehen.","norm":"Solche und andere Krankheiten mehr (allhier unnötig zu erzählen) können glücklich mit diesem süßen Oleo kuriert werden; in Sonderheit / wann es ohne Verlierung seiner süße / in die Röte gebracht wird / dann tut es mehr als man schreiben darf / und kann wohl / als ein Panacea in allen Krankheiten bestehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.829699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":885,"date":1659,"orig":"Folget nun die Bereytung deſſelben.","norm":"Folget nun die Bereitung desselben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.969799995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":886,"date":1659,"orig":"CAPUT XI. Præparatio Olei Vitrioli dulcis.","norm":"CAPUT XI. Praeparatio Olei Vitriole dulcis.","lang_fastText":"et","lang_py3langid":"nn","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.106800079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":887,"date":1659,"orig":"ES wird gemeiniglich in allen fetten Laͤtten oder Erden/ inſonderheit in der weiſſen/ ein Art eines Steins gefunden/ an Geſtalt rund oder langlecht/ an Groͤſſe gleich Tauben oder Huͤner-Eyer/ auch wol kleiner/ gleich wie ein Glied eines Fingers/ außwendig ſchwartz anzuſehen/ darumb er auch nicht geachtet/ wann er darinn gefunden/ ſondern als ein vnachtſamer Stein verworffen wird.","norm":"Es wird gemeiniglich in allen fetten Letten oder Erden / in Sonderheit in der weißen / ein Art eines Steins gefunden / an Gestalt rund oder langlegt / an Größe gleich Tauben oder Hühnereier / auch wohl kleiner / gleich wie ein Glied eines Fingers / auswendig schwarz anzusehen / darum er auch nicht geachtet / wann er darin gefunden / sondern als ein unachtsamer Stein verworfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508800029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":888,"date":1659,"orig":"Welcher/ wann er von der Erden rein gemacht vnd zerſchlagen wird/ inwendig ſchoͤn gelb/ vnd ſpiſſig/ als ein Marcaſita aurea, oder reiches Gold-ertz zu ſeyn pflegt/ anzuſehen iſt/ aber kein ander Geſchmack darinn geſpuͤret wird/ als an einem andern gemeinen Stein/ vnd ob man ſchon ſolchen pulveriſirt/ vnd lang im Waſſer kochet/ doch im geringſten nicht veraͤndert wird/ auch am Waſſer/ noch der Geſchmack oder Farb anders/ als es darauff goſſen worden/ kan geſpuͤret werden.","norm":"Welcher / wann er von der Erden reingemacht und zerschlagen wird / inwendig schön gelb / und spießig / als ein Markasite aurea, oder reiches Goldertz zu sein pflegt / anzusehen ist / aber kein ander Geschmack darin gespürt wird / als an einem anderen gemeinen Stein / und ob man schon solchen pulverisiert / und lang im Wasser kochet / doch im Geringsten nicht verändert wird / auch am Wasser / noch der Geschmack oder Farbe anders / als es darauf gossen worden / kann gespürt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047500133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":889,"date":1659,"orig":"Solcher Stein nun/ iſt nichts anders/ als die beſte vnd reineſte minera des Vitriols/ oder ein Samen der Metallen/ dann jhn die Natur rund/ einem vegetabiliſchen Samen gleich/ formiret/ vnd in die Erden geſaͤet hat/ darauß ein herꝛliche Medicin kan gemacht werden/ wie folgt.","norm":"Solcher Stein nun / ist nichts anders / als die beste und reinste Minera des Vitriols / oder ein Samen der Metallen / dann ihn die Natur rund / einem vegetabilischen Samen gleich / formiert / und in die Erden gesät hat / daraus ein herrliche Medizin kann gemacht werden / wie folgt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007199764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":890,"date":1659,"orig":"Lege dieſes Ertz in Stuͤcken vonemander geſchlagen/ ein Zeitlang an eine kuͤhle Lufft/ ſo wird es innerhalb 20. oder 30. Tagen auß der Lufft/ magnetiſcher Weiſe/ eine ſonderbahre geſaltzene Feuchtigkeit zu ſich ziehen/ vnd wird ſchwer davon/ endlich zerfallet es zu einem ſchwartzen Pulver/ welches noch ſo lang muß ligen bleiben/ bis es weißlecht wird/ vnd ſuͤß auff der Zungen/ auff vitrioliſch Art ſchmaͤcket; darnach thut man es in ein glaͤſern Geſchirꝛ/ gießt ſo viel ſauber Regen-waſſer darauff/ daß es 1. oder 2. zwerch-Finger breyt daruͤber ſtehe; ruͤhret vnd beweget das pulver alle Tag etlich mal uͤmb/ vnd nach etlichen Tagen wird ſich das Waſſer ſchoͤn gruͤn gefaͤrbet haben/ welches man ab/ vnd ein anders wieder darauff gieſſen muß/ vnd wieder alſo mit oͤffterm uͤmbruͤhren damit procedirt/ bis daſſelbe auch gruͤn worden; ſolches muß ſo offt vnd vielmals gethan werden/ bis ſich kein Waſſer darauff mehr farben will.","norm":"Lege dieses Erz in Stücken vonemander geschlagen / ein Zeitlang an eine kühle Luft / so wird es innerhalb 20. oder 30. Tagen aus der Luft / magnetischer Weise / eine sonderbare gesalzene Feuchtigkeit zu sich ziehen / und wird schwer davon / endlich zerfallet es zu einem schwarzen Pulver / welches noch so lang muss liegen bleiben / bis es weißlecht wird / und süß auf der Zungen / auf vitriolisch Art schmecket; danach tut man es in ein gläsern Geschirr / gießt so viel sauber Regenwasser darauf / dass es 1. oder 2. Zwergfinger breit darüber stehe; rühret und beweget das pulver alle Tag etlich Mal um / und nach etlichen Tagen wird sich das Wasser schön grün gefärbt haben / welches man ab / und ein anders wieder darauf gießen muss / und wieder also mit öfterem umrühren damit prozediert / bis dasselbe auch grün worden; solches muss so oft und vielmals getan werden / bis sich kein Wasser darauf mehr Farben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.12060022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":891,"date":1659,"orig":"Darnach laͤßt man alle abgegoſſene gruͤne Waſſer durch ein filtrirt Pappier lauffen/ daß ſie rein werden/ vnd laͤßt ſolche in einem kurtz abgenommenen Kolben/ bis auff ein Haͤutlein abrauchen/ dann an einen kalten Orth geſtellet/ ſo ſchieſſen gruͤne Steinlein/ welche nichts anders ſeyn als ein reiner Vitriol:","norm":"Danach lässt man alle abgegossene grüne Wasser durch ein filtriert Papier laufen / dass sie rein werden / und lässt solche in einem kurz abgenommenen Kolben / bis auf ein Häutlein abrauchen / dann an einen kalten Ort gestellt / so schießen grüne Steinlein / welche nichts anders sein als ein reiner Vitriol:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551799774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":892,"date":1659,"orig":"Das uͤbrige gruͤne Waſſer muß man wiederumb abrauchen/ vnd ſchieſſen laſſen/ wie oben geſagt:","norm":"Das übrige grüne Wasser muss man wiederum abrauchen / und schießen lassen / wie oben gesagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.210299968719482} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":893,"date":1659,"orig":"Solches abrauchen vnd Criſtalliſiren muß ſo offt geſchehen/ bis kein Vitriol mehr ſchieſſen will/ ſondern in der Waͤrme vnd Kaͤlte allzeit ein hochgruͤner/ lieblicher/ ſuͤſſer Safft bleibt:","norm":"Solches abrauchen und Kristallisieren muss so oft geschehen / bis kein Vitriol mehr schießen will / sondern in der Wärme und Kälte allzeit ein hochgrüner / lieblicher / süßer Saft bleibt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307300090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":894,"date":1659,"orig":"Welches das wahre Oleum vitrioli dulce viride, vnd mit ſolchen Tugenden begabt iſt/ allermaſſen/ wie oberzehlt worden.","norm":"Welches das wahre Oleum Vitriole dulce viride, und mit solchen Tugenden begabt ist / allermaßen / wie oberzählt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.892499923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":895,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolches gruͤne Oleum weiters ohne Fewer in ein blut-rotes/ ſuͤſſes/ vnd liebliches Oleum, nach Erſcheinung vieler ſchoͤner Farben/ ſoll gebracht werden/ welches das gruͤne an Lieblichkeit vnd Kraͤfften weit uͤbertrifft/ vnd gleich als ein zeitiger Weintrauben/ gegen einem vnzeitigen zu vergleichen iſt/ kann vielleicht auff ein ander Zeit geſchehen/ dann jetz under mehrers davon zu melden/ die Gelegenheit vnd Zeit nicht leyden will.","norm":"Wie aber solches grüne Oleum weiteres ohne Feuer in ein blut-rotes / süßes / und liebliches Oleum, nach Erscheinung vieler schöner Farben / soll gebracht werden / welches das Grüne an Lieblichkeit und Kräften weit übertrifft / und gleich als ein zeitiger Weintrauben / gegen einem unzeitigen zu vergleichen ist / kann vielleicht auf ein ander Zeit geschehen / dann jetzt unter mehreres davon zu melden / die Gelegenheit und Zeit nicht leiden will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50600004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":896,"date":1659,"orig":"Wolle derohalben der kunſtſuchende Leſer auff dißmal mit dem gruͤnen jhme genuͤgen laſſen/ ſolches wol vnd fleiſſig bereyten/ vnd mit reyffem Verſtand gebrauchen/ dann es iſt kein Zweyffel/ er werde mehr Ehre mit eynlegen/ als mit dem ſauren vnd Corꝛoſiviſchen bißhero geſchehen.","norm":"Wolle derohalben der kunstsuchende Leser auf diesmal mit dem grünen ihm genügen lassen / solches wohl und fleißig bereiten / und mit reifem Verstand gebrauchen / dann es ist kein Zweifel / er werde mehr Ehre mit einlegen / als mit dem sauren und Korrosiveschen bisher geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889500141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":897,"date":1659,"orig":"Dieſe mineram Vitrioli, davon in dieſem Capitel gehandelt wird/ habe ich kuͤtzlich auff meiner Reyß durch Heſſen bey einem Dorff Almanroth genant/ ein Meilwegs von Caſſel gelegen/ da die Schmaͤltztigel in groſſer Menge gemacht werden/ haͤuffig geſunden/ welche von den Tiegelmachern auß der Weiſſen.","norm":"Diese mineram Vitriole, davon in diesem Kapitel gehandelt wird / habe ich kitzlich auf meiner Reis durch Hessen bei einem Dorf Almanroth genannt / ein Meilwegs von Kassel gelegen / da die Schmältztigel in großer Menge gemacht werden / häufig gesunden / welche von den Tiegelmachern aus der Weißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.322100162506103} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":898,"date":1659,"orig":"Erden geſuchet wird/ da man allzeit ſo viel man will daſelbſt haben kan.","norm":"Erden gesucht wird / da man allzeit so viel man will daselbst haben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.825500011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":899,"date":1659,"orig":"CAPUT XII.","norm":"CAPUT XII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.999199867248535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":900,"date":1659,"orig":"Uſus & doſis Vitrioli dulcis.","norm":"Usus & dosis Vitriole dulcis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"eo","lang_de":0,"norm_lmscore":5.787199974060059} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":901,"date":1659,"orig":"VOn dieſem gruͤnen Oleo kan auff einmal genommen werden/ von 1. 2. 4. 8. bis auff 10. oder 12. Tropffen/ nach Gelegenheit der Perſon vnd Kranckheit/ in bequemen vehiculis, oder nur in Wein oder Bier/ nuͤchtern/ gleich wie man andere Medicamenta pflegt zu nehmen/ auch die doſis vermehrt oder vermindert/ vnd ſo offt wiederholt kan werden/ als die Kranckheit erfordern wird.","norm":"Von diesem grünen Oleo kann auf einmal genommen werden / von 1. 2. 4 . 8. bis auf 10. oder 12. Tropfen / nach Gelegenheit der Person und Krankheit / in bequemen vehiculis, oder nur in Wein oder Bier / nüchtern / gleich wie man andere Medikamente pflegt zu nehmen / auch die Dosis vermehrt oder vermindert / und so oft wiederholt kann werden / als die Krankheit erfordern wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250199794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":902,"date":1659,"orig":"Vnd treibt dieſes Oleum alles boͤſe/ nicht allein per ſedes, vnd vomitus, ſondern auch perurinam vnd ſudorem, nach deme es uͤberfluͤſſigkeit findet/ ohne Gefaͤhrlichkeit/ gantz ſicherlich auß dem Leibe: Dardurch viel ſchwere Kranckheiten radicitus curiret werden.","norm":"Und treibt dieses Oleum alles böse / nicht allein per sedes, und vomitus, sondern auch perurinam und sudorem, nach dem es Überflüssigkeit findet / ohne Gefährlichkeit / ganz sicherlich aus dem Leibe: dadurch viel schwere Krankheiten radicitus kurieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813700199127197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":903,"date":1659,"orig":"Vnd darff ſich niemand verwundern/ daß ich dieſem Oleo ſolche groſſe Kraͤffte zuſchreibe/ weilen es nur von einem ſo gar vnachtſamen Stein herkompt/ auch ſeine Bereytung nicht kuͤnſtlich vnd muͤhſamlich zu thun iſt/ gleich wie nun allenthalben groſſe Buͤcher voll/ ſolcher verwirꝛeten/ verfuͤhriſchen vnd betriegeriſchen Proceſſen gefunden werden/ dadurch des Menſchen Leben muͤhſamblich verſchliſſen wird:","norm":"Und darf sich niemand verwundern / dass ich diesem Oleo solche große Kräfte zuschreibe / weilen es nur von einem so gar unachtsamen Stein herkommt / auch seine Bereitung nicht künstlich und mühsamlich zu tun ist / gleich wie nun allenthalben große Bücher voll / solcher verwirrten / verführerischen und betrügerischen Prozessen gefunden werden / dadurch des Menschen Leben mühsamblich verschlissen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.214300155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":904,"date":1659,"orig":"Doch es iſt kein Wunder/ daß ſolche falſche vnd koſtbare Proceſſen geliebet werden/ dann der mehrentheil der Menſchen nicht glaubet/ daß etwas guts in geringſchaͤtzigen Dingen zu finden ſey/ ſondern nur allein auff thewre Dinge/ welche von weitem hergebracht werden/ vnd lange Zeit vnd viel Muͤhe zu laboriren bedoͤrffen/ viel halten.","norm":"Doch es ist kein Wunder / dass solche falsche und kostbare Prozessen geliebt werden / dann der Mehranteil der Menschen nicht glaubet / dass etwas Gutes in geringschätzigen Dingen zu finden sei / sondern nur allein auf teure Dinge / welche von weitem hergebracht werden / und lange Zeit und viel Mühe zu laborieren bedürfen / viel halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":905,"date":1659,"orig":"Solche Menſchen glauben vnd trawen dem Wort Gottes nicht/ nemblich/ daß Gott kein Anſehen der Perſon trage/ ſondern daß jhme alle Menſchen (die jhn fuͤrchten vnd lieben) angenehm ſeyn.","norm":"Solche Menschen glauben und trauen dem Wort Gottes nicht / nämlich / dass Gott kein Ansehen der Person trage / sondern dass ihm alle Menschen (die ihn fürchten und lieben) angenehm sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267499923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":906,"date":1659,"orig":"Wann nun das wahr iſt/ (daran dann ein frommer Chriſt nicht zweyfeln wird) ſo muß man auch glauben/ daß Gott die Medicin/ oder materiam medicinæ, ſo wol fuͤr die Armen als Reichen erſchaffen hat.","norm":"Wann nun das wahr ist / (daran dann ein frommer Christ nicht Zweifeln wird) so muss man auch glauben / dass Gott die Medizin / oder materiam medicinae, so wohl für die Armen als Reichen erschaffen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039999961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":907,"date":1659,"orig":"Iſt nun ſolche dann auch fuͤr die Armen erſchaffen/ ſo wird dieſelbe auch alſo beſchaffen ſeyn/ daß ſie auch von jhnen kan erlangt/ vnd leichtlich zum Gebrauch bereytet werden.","norm":"Ist nun solche dann auch für die Armen erschaffen / so wird dieselbe auch also beschaffen sein / dass sie auch von ihnen kann erlangt / und leichtlich zum Gebrauch bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.210100173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":908,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen daß Gott der Allmaͤchtige/ nicht allein in der groſſen Herꝛen Hoͤfen/ vnd auff jhren Guͤtern vnd Gruͤnden/ gute Vegetabilia, Animalia, & Mineralia, zur Abwendung menſchlicher Schwachheit/ laͤßt herfuͤr wachſen; ſondern ſie werden auch allenthalben gefunden.","norm":"Wie zu sehen dass Gott der Allmächtige / nicht allein in der großen Herren Höfen / und auf ihren Gütern und Gründen / gute Vegetabilia, Animalia, & Mineralia, zur Abwendung menschlicher Schwachheit / lässt herfür wachsen; sondern sie werden auch allenthalben gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468400001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":909,"date":1659,"orig":"Dahero zu ſehen/ daß auch Gott will/ daß ſolche von allen Menſchen erkant/ vnd Er allein/ als ein Schoͤpffer alles guten/ auch von allen Menſchen moͤchte geprieſen vnd gelobet werden.","norm":"Daher zu sehen / dass auch Gott will / dass solche von allen Menschen erkannt / und er allein / als ein Schöpfer alles guten / auch von allen Menschen möchte gepriesen und gelobet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.718100070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":910,"date":1659,"orig":"Mir zweyfelt nicht/ es werden ſich nas-weiſe Spoͤtter finden/ welche dieſes vnachtſame Subjectum werden verachten/ als wann nichts gutes darauß koͤndte gemacht werden/ weilen ſie nichts darinnen haben finden koͤnnen.","norm":"Mir zweifelt nicht / es werden sich nas-weise Spötter finden / welche dieses unachtsame Subjectum werden verachten / als wann nichts Gutes daraus könnte gemacht werden / weilen sie nichts darinnen haben finden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.517199993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":911,"date":1659,"orig":"Solche aber ſollen wiſſen/ daß mir vnd jhnen nicht alles offenbahret iſt worden/ ſondern vns noch viel der Natur Wunder-werck vnbekand ſeyn:","norm":"Solche aber sollen wissen / dass mir und ihnen nicht alles offenbaret ist worden / sondern uns noch viel der Natur Wunderwerk unbekannt sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":912,"date":1659,"orig":"Darzu bin ich der erſte nicht/ welcher von dem Vitriolo vnd ſeiner Medicin ſchreibet.","norm":"Dazu bin ich der erste nicht / welcher von dem Vitriolo und seiner Medizin schreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.714799880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":913,"date":1659,"orig":"Dann vnſere Vor-Eltern/ die lieben Alten/ von dem Vitriolo allzeit ſehr viel gehalten haben/ wie dieſer Verß beweiſet/ der alſo lautet:","norm":"Dann unsere Voreltern / die lieben Alten / von dem Vitriolo allzeit sehr viel gehalten haben / wie dieser Vers beweiset / der also lautet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594299793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":914,"date":1659,"orig":"Viſitabis Interiora Terræ, Rectificando Invenies Occultum Lapidem, Veram Medicinam.","norm":"Visitabis Interiora Terrae, Rectificando Invenies Occultum Lapidem, Veram Medicinam.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.081900119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":915,"date":1659,"orig":"Hierdurch haben ſie wollen zu erkennen geben/ daß eine wahre Mediein darinn zu finden ſey.","norm":"Hierdurch haben sie wollen zu erkennen geben / dass eine wahre Mediein darin zu finden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.642000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":916,"date":1659,"orig":"Deßgleichen haben auch die newere Philoſophi ſolchen gekant:","norm":"Desgleichen haben auch die neuere Philosophie solchen gekannt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.107900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":917,"date":1659,"orig":"Dann Baſilius vnd Paracelſus ſolchen allezeit geprieſen haben/ wie in jhren Buͤchern zu finden iſt.","norm":"Dann Basilius und Paracelsus solchen allezeit gepriesen haben / wie in ihren Büchern zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":918,"date":1659,"orig":"Es iſt zu verwundern/ daß dieſes Ertz/ oder metalliſche Samen/ welchen man billich ein Aurum Medicorum, (weilen eine ſolche gute Medicin darauß zu bereyten iſt/) nennen ſolte/ in der Erden ſich nicht veraͤndert/ gleich andere Gewaͤchſe/ ſondern allezeit ſeine Geſtalt vnd Form behaͤlt/ ſo lang bis er an die Lufft kompt/ welche ſeine Erde iſt/ darinnen er putrifieirt vnd waͤchſet.","norm":"Es ist zu verwundern / dass dieses Erz / oder metallische Samen / welchen man billig ein Aurum Medicorum, (weilen eine solche gute Medizin daraus zu bereiten ist /) nennen sollte / in der Erden sich nicht verändert / gleich andere Gewächse / sondern allezeit seine Gestalt und Form behält / so lang bis er an die Luft kommt / welche seine Erde ist / darinnen er putrifieirt und wächst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191100120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":919,"date":1659,"orig":"Dann erſtlich/ ſchwilt er auff/ vnd wird gros/ gleich als ein vegetabiliſcher Samen in der Erden thut: Nimbt alſo auß der Lufft ſeine Vermehrung/ vnd Wachsthumb/ nicht anders als ein Samen/ eines Krauts in der Erden/ vnd iſt die Lufft nicht allein ſeine Matrix, darinnen er waͤchſet/ vnd zunimmet/ gleich wie ein Vegetabile, ſondern iſt auch ſeine Sonne/ die jhn reyff vnd zeitig machet.","norm":"Dann erstlich / schwillt er auf / und wird groß / gleich als ein vegetabilischer Samen in der Erden tut: nimmt also aus der Luft seine Vermehrung / und Wachstum / nicht anders als ein Samen / eines Krauts in der Erden / und ist die Luft nicht allein seine Matrix, darinnen er wächst / und zunimmt / gleich wie ein Vegetabile, sondern ist auch seine Sonne / die ihn reif und zeitig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.405399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":920,"date":1659,"orig":"Dann innerhalb 4. Wochen auffs laͤngſte/ putrificirt er/ vnd wird ſchwartz:","norm":"Dann innerhalb 4. Wochen aufs längste / putrificirt er / und wird schwarz:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.747300148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":921,"date":1659,"orig":"Vngefaͤhr vierzehen Tage/ darnach wird er weiß/ dann gruͤn/ ſo viel allhier beſchrieben worden:","norm":"Ungefähr vierzehn Tage / danach wird er weiß / dann grün / so viel allhier beschrieben worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.29610013961792} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":922,"date":1659,"orig":"So man aber weiters Philoſophicè damit procedirt/ ſo kompt endlich die allerſchoͤnſte Roͤte vnd lieblichſte Medicin an Tag/ dafuͤr Gott gelobet ſey in alle Ewigkeit/ Amen.","norm":"So man aber weiteres Philosophice damit prozediert / so kommt endlich die allerschönste Röte und lieblichste Medizin an Tag / dafür Gott gelobet sei in alle Ewigkeit / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":923,"date":1659,"orig":"CAPUT. XIII. De Spiritu Sulphureo Volatili & Acido, Salis communis, & Aluminis.","norm":"CAPUT. XIII. De Spiritu Sulphureo Volatili & Acido, Salis communis, & Aluminis.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.869900226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":924,"date":1659,"orig":"GLeich wie nun der Spiritus volatilis vom Vitriolo iſt zu machen gelehrt worden; Alſo muͤſſen auch dieſe vom gemeinen Koch-Saltz vnd Alaun gemacht werden.","norm":"Gleich wie nun der Spiritus volatilis vom Vitriolo ist zu machen gelehrt worden; also müssen auch diese vom gemeinen Kochsalz und Alaun gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217299938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":925,"date":1659,"orig":"CAPUT XIV.","norm":"CAPUT XIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sq","lang_de":0,"norm_lmscore":7.609600067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":926,"date":1659,"orig":"Modus præparandi","norm":"Modus praeparandi","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":8.962699890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":927,"date":1659,"orig":"DEr Alaun wird alſo nur per ſe eyngetragen/ als er an jhm ſelber iſt; das Saltz aber muß mit Bolo, oder einer andern Erden vermiſcht werden/ damit es nicht zuſammen flieſſen moͤge:","norm":"Der Alaun wird also nur per se eingetragen / als er an ihm selber ist; das Salz aber muss mit Bolo, oder einer anderen Erden vermischt werden / damit es nicht zusammen fließen möge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.865799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":928,"date":1659,"orig":"Vnd gehet zugleich auch uͤber mit dem Spiritu volatili ein Spiritus acidus, deſſen Krafft vnd Tugend in dem Erſten Theil beſchrieben iſt.","norm":"Und geht zugleich auch über mit dem Spiritu volatili ein Spiritus acidus, dessen Kraft und Tugend in dem ersten Teil beschrieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596199989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":929,"date":1659,"orig":"Das Oleum Aluminis aber hat faſt gleiche Wuͤrckung mit dem Oleo Vitrioli:","norm":"Das Oleum Aluminis aber hat fast gleiche Wirkung mit dem Oleo Vitriole:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.521399974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":930,"date":1659,"orig":"Wie auch beyder Spiritus volatilis eben ſolcher Natur vnd Eygenſchafft iſt/ als dieſer vom Vitriolo gemacht:","norm":"Wie auch beider Spiritus volatilis eben solcher Natur und Eigenschaft ist / als dieser vom Vitriolo gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6579999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":931,"date":1659,"orig":"Vnd gibt das gemeine Koch-ſaltz vnd Alaun ſo viel nicht/ als der vom Vitriol/ es ſey dann/ daß man beyde/ nemlich den Alaun vnd Saltzzuſammen miſche/ vnd einen Spiritum darauß diſtillire.","norm":"Und gibt das gemeine Kochsalz und Alaun so viel nicht / als der vom Vitriol / es sei dann / dass man beide / nämlich den Alaun und Saltzzusammen mische / und einen Spiritum daraus destilliere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452600002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":932,"date":1659,"orig":"CAP XV. De Spiritu volatili Sulphureo Mineralium & Metallorum, eotumque præparatione.","norm":"CAP XV. De Spiritu volatili Sulphureo Mineralium & Metallorum, eotumque praeparatione.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.093999862670898} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":933,"date":1659,"orig":"ES kan auch ein ſolcher penetrirlicher Sulphuriſcher Spiritus von den Mineralien vnd Metallen gemacht werden/ welcher an Kraͤfften den Spiritum Vitrioli, Salis communis & Aluminis uͤbertrifft.","norm":"Es kann auch ein solcher penetrirlicher Sulphurischer Spiritus von den Mineralien und Metallen gemacht werden / welcher an Kräften den Spiritum Vitrioli, Salis communis & Aluminis übertrifft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.708099842071533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":934,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches auff dieſe Weiſe.","norm":"Und geschieht solches auf diese Weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.184800148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":935,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":936,"date":1659,"orig":"XVI. Spiritus volatilis Metallorum præparatio.","norm":"XVI. Spiritus volatilis Metallorum praeparatio.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.189199924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":937,"date":1659,"orig":"MAn ſolviret Martem, Venerem, Saturnum oder Jovem, mit Spiritu Vitrioli oder Salis communis acido; abſtrahiret die Feuchte davon/ darnach treibt man den Spiritum acidum wiederumb von dem Metall/ ſo fuͤhret er einen Spiritum volatilem mit ſich/ welcher durch die Rectification/ von dem Corroſiviſchen muß geſchieden werden/ vnd ſeynd ſolche Metalliſche Spiritus den Menſchen zu gebrauchen/ noch kraͤfftiger als die jenige/ welche von den Salien gemacht ſeyn worden.","norm":"Man solvieret Martem, Venerem, Saturnum oder Jovem, mit Spiritu Vitriole oder Salis communis acido; abstrahieret die Feuchte davon / danach treibt man den Spiritum acidum wiederum von dem Metall / so führt er einen Spiritum volatilem mit sich / welcher durch die Rektifikation / von dem Korrosiveschen muss geschieden werden / und sind solche metallische Spiritus den Menschen zu gebrauchen / noch kräftiger als diejenige / welche von den Salien gemacht sein worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":938,"date":1659,"orig":"CAP. XVII. Spiritus volatilis mineralium præparatio.","norm":"CAP. XVII. Spiritus volatilis mineralium praeparatio.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.396599769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":939,"date":1659,"orig":"NImb klein pulveriſirtes Antimonii, Marcaſitæ aureæ, oder eines andern Sulphuriſchen Minerals/ welches du wilt/ 2. Theil/ darzu miſche 1. Theil guten gelaͤuterten Salpeter/ vnd trag davon immer ein wenig nach dem andern eyn/ ſe gehet ein Spiritus uͤber/ welcher dem vorigem nichts bevor gibt/ an Staͤrcke vnd Kraͤfften/ muß aber auch wol rectificirt ſeyn.","norm":"Nimm klein pulverisiertes Antimonii, Markasite aureae, oder eines anderen Sulfurrischen Minerals / welches du willst / 2. Teil / dazu mische 1. Teil guten geläuterten Salpeter / und trage davon immer ein wenig nach dem anderen ein / se geht ein Spiritus über / welcher dem vorigem nichts bevor gibt / an Stärke und Kräften / muss aber auch wohl rektifiziert sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448999881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":940,"date":1659,"orig":"CAP. XVIII. Alius Modus.","norm":"CAP. XVIII. Alius Modus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.066500186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":941,"date":1659,"orig":"CImentire welches laminirte oder granulirte Metall du wilt/ (außgenommen Gold/) mit halb ſo ſchwer gemeinem Schwefel/ verſchloſſen in einem ſtarcken Tigel/ welcher den Schwefel nicht laͤßt durchgehen/ auff ein halbe Stund/ bis der Sulphur die laminas metallorum wol durchgangen/ vnd bruͤchig gemacht hat:","norm":"Zimentiere welches laminierte oder granulierte Metall du willst / (ausgenommen Gold /) mit halb so schwer gemeinem Schwefel / verschlossen in einem starken Tiegel / welcher den Schwefel nicht lässt durchgehen / auf ein halbe Stunde / bis der Sulphur die laminas metallorum wohl durchgegangen / und brüchig gemacht hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.296999931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":942,"date":1659,"orig":"Solche pulveriſirt/ vnd mit gleichem Gewicht gemeines Saltz vermiſchet vnd diſtillirt/ wie oben von den andern gelehret worden/ gibt einen ſehr kraͤfftigen Spiritum volatilem::","norm":"Solche pulverisiert / und mit gleichem Gewicht gemeines Salz vermischet und destilliert / wie oben von den anderen gelehrt worden / gibt einen sehr kräftigen Spiritum volatilem::","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":943,"date":1659,"orig":"Vnd kan ein jedweder/ nach deme er von einem Metall gemacht iſt worden/ zu ſeinem eygenen Glied/ als Luna zum Hirn/ vnd Jupiter zur Lungen/ Saturnus zum Miltz/ vnd ſo fort an gebrauchet werden.","norm":"Und kann ein jedweder / nach dem er von einem Metall gemacht ist worden / zu seinem eigenen Glied / als Luna zum Hirn / und Jupiter zur Lungen / Saturnus zum Milz / und so fort an gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":944,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":945,"date":1659,"orig":"XIX. Spiritus vom Zinck.","norm":"XIX. Spiritus vom Zink.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vo","lang_cld3":"lv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.710899829864502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":946,"date":1659,"orig":"VOm Zinck wird ein Spiritus volatilis vnd acidus zugleich diſtillirt/ dem Hertzen dienſtlich/ er ſey gleich durch Spiritum Vitrioli, Salis oder Aluminis, oder durch Huͤlff des Sulphuris, gemacht; dann der Zinck einer guͤldiſchen Natur iſt.","norm":"Vom Zink wird ein Spiritus volatilis und acidus zugleich destilliert / dem Herzen dienstlich / er sei gleich durch Spiritum Vitriole, Salis oder Aluminis, oder durch Hilfe des Sulphuris, gemacht; dann der Zink einer güldischen Natur ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.857100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":947,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":948,"date":1659,"orig":"XX. Spiritus Volatilis von der Schlacken Reguli Martis.","norm":"XX. Spiritus Volatilis von der Schlacken Reguli Martis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0914998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":949,"date":1659,"orig":"DIe ſchwartzen Schlacken vom Regulo Martis, wann ſie zuvoren in der Lufft zerfallen iſt/ gibt auch einen ſehr ſtarcken Sulphuriſchen Spiritum volatilem, welcher den vorigen an Kraͤfften nicht vngleich iſt.","norm":"Die schwarzen Schlacken vom Regulo Martis, wann sie zuvoren in der Luft zerfallen ist / gibt auch einen sehr starken Sulfurrischen Spiritum volatilem, welcher den vorigen an Kräften nicht ungleich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.348599910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":950,"date":1659,"orig":"Solche vnd dergleichen Sulphuriſche Spiritus volatiles koͤnnen auch auß andern Mineralien gemacht werden/ welcher Beſchreibung (weilen ſie faſt einerley Kraffe vnd Tugend haben/) uͤmb der Kuͤrtze willen/ vnterlaſſen iſt.","norm":"Solche und dergleichen Sulphurische Spiritus volatiles können auch aus anderen Mineralien gemacht werden / welcher Beschreibung (weilen sie fast einerlei Kraffe und Tugend haben /) um der Kürze willen / unterlassen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.348400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":951,"date":1659,"orig":"CAP. XXI.","norm":"CAP. XXI.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.079100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":952,"date":1659,"orig":"Wie man einen Spiritum acidum album & volatilem rubeum ex Sale nitro machen ſoll.","norm":"Wie man einen Spiritum acidum album & volatilem rubeum ex Sale nitro machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":953,"date":1659,"orig":"NImb Aluminis 2. Theil/ vnd Salis nitri ein Theil/ pulveriſir beyde Species, vnd miſche ſolche wol/ v. e. a. vnd trage davon allzeit ein wenig nach dem andern eyn/ gleich oben bey andern Spiritibus gelehret worden/ ſo gehet zugleich ein Spiritus acidus mit dem Spiritu volatili uͤber/ vnd muß zu jedwederm Pfund ſpecies, ein Pfund Waſſer vorgeſchlagen werden/ damit die fluͤchtige Spiritus deſto beſſer gefangen vnd behalten werden koͤnnen/ welche beyde Spiritus dann nach geendter Diſtillation/ durch eine linde Rectification in Balneo koͤnnen geſchieden werden; vnd muß man wol zuſehen/ daß man den Spiritum volatilem rein aufffange/ vnd zu rechter Zeit den Vorlag veraͤndere/ auff daß kein phlegma mit vnter den Spiritum rubeum komme/ dadurch er geſchwaͤcht/ vnd weiß wuͤrde werden/ vnd kan ſolches alſo gemercket werden: Nemblich/ wann der volatiliſche gehet/ ſo iſt der Recipient gantz dunckel roth; darnach wann das phlegma kompt/ wird er wieder gantz weiß/ endlich/ wann der ſchwere Spiritus acidus gehet/ ſo wird der Recipient wieder roth/ aber nicht alſo/ gleich wie bey dem erſten volatiliſchen.","norm":"Nimm Aluminis 2. Teil / und Salis nitri ein Teil / pulverisier beide Species, und mische solche wohl / v. e. a. und trage davon allzeit ein wenig nach dem anderen ein / gleich oben bei anderen Spiritibus gelehrt worden / so geht zugleich ein Spiritus acidus mit dem Spiritu volatili über / und muss zu jedwedem Pfund species, ein Pfund Wasser vorgeschlagen werden / damit die flüchtige Spiritus desto besser gefangen und behalten werden können / welche beide Spiritus dann nach geendeter Destillation / durch eine linde Rektifikation in Balneo können geschieden werden; und muss man wohl zusehen / dass man den Spiritum volatilem rein auffange / und zu rechter Zeit den Vorlag verändere / auf dass kein Phlegma mit unter den Spiritum rubeum komme / dadurch er geschwächt / und weiß würde werden / und kann solches also gemerkt werden: nämlich / wann der volatilische geht / so ist der Recipient ganz dunkelrot; danach wann das Phlegma kommt / wird er wieder ganz weiß / endlich / wann der schwere Spiritus acidus geht / so wird der Recipient wieder rot / aber nicht also / gleich wie bei dem ersten volatileschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956699848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":954,"date":1659,"orig":"Es kan auch dieſer Spiritus noch auff andere Weiſe vnd Wege/ nemblich/ das Nitrum mit zweymal ſo viel bolo, oder Ziegelmaͤhl vermiſchet/ oder mit Letten in globulos formiret/ (dadurch der Fluß verhindert wird) diſtillirt vnd bereytet werden: Iſt aber keiner ſo gut als der erſte/ inſvnderheit/ wann man den roten vnd volatiliſchen haben will.","norm":"Es kann auch dieser Spiritus noch auf andere Weise und Wege / nämlich / das Nitrum mit zweimal so viel bolo, oder Ziegelmehl vermischet / oder mit Letten in globulos formiert / (dadurch der Fluss verhindert wird) destilliert und bereitet werden: Ist aber keiner so gut als der erste / insvnderheit / wann man den roten und volatileschen haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.65500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":955,"date":1659,"orig":"CAP. XXII. De Uſu Spiritus volatilis rubei.","norm":"CAP. XXII. De Usu Spiritus volatilis rubei.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.802700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":956,"date":1659,"orig":"DIeſer volatiliſche Spiritus, welcher/ (ſo er wol dephlegmiret iſt) allzeit roth bleibet/ vnd als ein Blut anzuſehen iſt/ kan in allem/ den vorigen ſulphuriſchen an Kraͤfften gleich geachtet werden/ inſonderheit/ in Loͤſchung des heiſſen vnd kalten Brands/ ein groſſer Schatz iſt/ Tuͤcher darein genetzet/ vnd darauff gelegt:","norm":"Dieser volatilische Spiritus, welcher / (so er wohl dephlegmieret ist) allzeit rot bleibt / und als ein Blut anzusehen ist / kann in allem / den vorigen sulfurischen an Kräften gleich geachtet werden / in Sonderheit / in Löschung des heißen und kalten Brands / ein großer Schatz ist / Tücher darein genetzt / und darauf gelegt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":957,"date":1659,"orig":"Deßgleichen uͤbertrifft er bey nahe alle andere Medicamenten in eriſypelate vnd colica:","norm":"Desgleichen übertrifft er bei nahe alle andere Medikamenten in erisypelate und colica:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.548600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":958,"date":1659,"orig":"Wie auch das gerunnen Blut im Leib/ (welches durch fallen oder ſchlagen entſtanden) ſo wol aͤuſſerlich mit bequemen Waſſern auffgelegt/ als innerlich gebrauchet/ dadurch zertheilt/ vnd außgetrieben wird:","norm":"Wie auch das geronnen Blut im Leib / (welches durchfallen oder schlagen entstanden) so wohl äußerlich mit bequemen Wassern aufgelegt / als innerlich gebraucht / dadurch zerteilt / und ausgetrieben wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.883699893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":959,"date":1659,"orig":"Vnd wann er mit Spiritu volatili urinæ gemiſchet wird/ ein wunderbarliches Saltz gibt/ wie hernach ſoll gelehret werden.","norm":"Und wann er mit Spiritu volatili urinae gemischt wird / ein wunderbarliches Salz gibt / wie hernach soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.434999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":960,"date":1659,"orig":"CAP. XXIII. De Uſu Spiritus Nitri acidi albi.","norm":"CAP. XXIII De Usu Spiritus Nitri acidi albi.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.11899995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":961,"date":1659,"orig":"DIe ſchwere vnd Corꝛoſiviſche Spiritus Nitri aber wird nicht viel in medicina gebrauchet/ wiewol er bey nahe in allen Apotheken gefunden/ vnd in ſolchem Gebrauch behalten wird/ gleich oben bey dem Spiritu Vitrioli geſagt worden; nemblich/ jhre Conſerven vnd Kuͤhltraͤnck damit ſaͤurlich zu machen.","norm":"Die schwere und Corrosivische Spiritus Nitri aber wird nicht viel in medicina gebraucht / wiewohl er bei nahe in allen Apotheken gefunden / und in solchem Gebrauch behalten wird / gleich oben bei dem Spiritu Vitriole gesagt worden; nämlich / ihre Konserven und Kühltränke damit säurlich zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.154699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":962,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wird er auch von etlichen in Colica gebrauchet/ aber iſt viel zu Corꝛoſiviſch vnd plump darzu; wiewol jhme ſein Corꝛoſiv/ mit zuthun Waſſers/ etlicher maſſen kan gebrochen werden/ dannoch er an Guͤte vnd Kraͤfften dem volatiliſchen bey weitem nicht zu vergleichen iſt/ ſondern gleich wie weiß vnd ſchwartz gegeneinander/ wegen jhrer Tugenden erkant werden:","norm":"Desgleichen wird er auch von etlichen in Colica gebraucht / aber ist viel zu Corrosivisch und plump dazu; wiewohl ihm sein Korrosiv / mit zutun Wassers / etlicher Maßen kann gebrochen werden / dennoch er an Güte und Kräften dem volatileschen bei weitem nicht zu vergleichen ist / sondern gleich wie weiß und schwarz gegeneinander / wegen ihrer Tugenden erkannt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53380012512207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":963,"date":1659,"orig":"Darumb jener in medicina, dieſer aber in Handlung der Metallen vnd Mineralien/ dieſelben in jhre vitriola, calces, flores vnd crocos zu bringen/ am bequemſten gebraucht werden kan.","norm":"Darum jener in medicina, dieser aber in Handlung der Metallen und Mineralien / dieselben in ihre Vitriole, calces, flores und crocos zu bringen / am bequemsten gebraucht werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467400074005127} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":964,"date":1659,"orig":"CAP. XXIV. Aqua Regis.","norm":"CAP. XXIV. Aqua Regis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"ca","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.324699878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":965,"date":1659,"orig":"WAnn man mit dieſem Spiritu Nitri acido außgegluͤet gemein Koch-Saltz ſolvirt/ vnd durch ein glaͤſern Retorten im Sand mit ſtarckem Fewer rectificirt/ ſo wird er ſo ſtarck/ daß er das Gold vnd alle andere Metalla vnd Mineralien (außgenommen Lunam vnd Sulphur) auffſolviren kan/ damit etliche Metallen zerleget/ vnd Anatomirt koͤnnen werden/ viel beſſer/ als mit Aqua Regis, welches mit zuthun Salis armoniaci gemacht worden iſt:","norm":"Wann man mit diesem Spiritu Nitri acido ausgeglüht gemein Kochsalz solviert / und durch ein gläsern Retorten im Sand mit starkem Feuer rektifiziert / so wird er so stark / dass er das Gold und alle andere Metalla und Mineralien (ausgenommen Lunam und Sulphur) auffsolviren kann / damit etliche Metallen zerleget / und Anatomiert können werden / viel besser / als mit Aqua Regis, welches mit zutun Salis armoniaci gemacht worden ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8003997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":966,"date":1659,"orig":"So man aber ſolchen uͤber Galmey oder Zinck rectificirt/ ſo wird er noch ſtaͤrcker/ daß er auch alle Metallen vnd Mineralia (Luna & ſulphure exceptis) auffloͤſen kan/ damit dann vielmehr in Handlung der Metallen/ als mit einem gemeinen Spiritu nitri, oder Aqua forti, wie hernach gelehret wird: kan außgerichtet werden/ vnd Erſtlich in Bereytung des Goldes.","norm":"So man aber solchen über Galmey oder Zink rektifiziert / so wird er noch stärker / dass er auch alle Metallen und Mineralia (Luna & sulphure exceptis) auflösen kann / damit dann vielmehr in Handlung der Metallen / als mit einem gemeinen Spiritu nitri, oder Aqua forti, wie hernach gelehrt wird: kann ausgerichtet werden / und Erstlich in Bereitung des Goldes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.66480016708374} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":967,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":968,"date":1659,"orig":"XXV. Præparatio Auri Tonitruantis.","norm":"XXV. Praeparatio Auri Tonitruantis.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":7.930500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":969,"date":1659,"orig":"REcipe Auri puri granulati vel laminati, es ſey gleich durch Antimonium oder Aqua fort gereinigt/ ſo viel du wilt: Schuͤtte in einem Scheidkoͤlblein 4. oder 5. mal ſo viel Aqua Regis darauff/ ſetze ſolches mit einem Pappier zugeſtopffet auff einen warmen Sand/ ſo wird das A.R. innerhalb ein oder zwey ſtunden/ das Gold gantz zu einem gelben Waſſer auffſolviren:","norm":"Recipe Auri puri granulati vel Laminate, es sei gleich durch Antimonium oder Aqua fort gereinigt / so viel du willst: Schütte in einem Scheidkolblein 4. oder 5. Mal so viel Aqua Regis darauf / setze solches mit einem Papier zugestopft auf einen warmen Sand / so wird das A. R. innerhalb ein oder zwei Stunden / das Gold ganz zu einem gelben Wasser auffsolviren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.558499813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":970,"date":1659,"orig":"Wann ſolches nicht geſchehen/ ſo iſts ein Zeichen/ daß das Waſſer nicht ſtarck genug/ oder zu wenig geweſen iſt/ ſolches auffzuloͤſen.","norm":"Wann solches nicht geschehen / so ist es ein Zeichen / dass das Wasser nicht stark genug / oder zu wenig gewesen ist / solches aufzulösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335100173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":971,"date":1659,"orig":"Dann gieſſe die Solution von dem Gold/ welches noch nicht auffgeloͤſet iſt/ ab/ in ein ander Glas/ vnd gieſſe mehr friſches Aquæ Regis drauff:","norm":"Dann gieße die Solution von dem Gold / welches noch nicht aufgelöst ist / ab / in ein ander Glas / und gieße mehr frisches Aquae Regis drauf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310400009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":972,"date":1659,"orig":"Setze es wieder zu ſolviren auff ein warmen Sand oder Aſchen/ ſo wird das uͤbrige Gold auch davon ſolvirt werden/ vnd ein wenig weiſſer Kalck zuruͤck ligen bleiben/ welches nichts anders als Silber iſt/ das von dem Aq. Reg. nicht hat ſolvirt werden koͤnnen.","norm":"Setze es wieder zu solvieren auf ein warmen Sand oder Aschen / so wird das übrige Gold auch davon solviert werden / und ein wenig weißer Kalk zurückliegen bleiben / welches nichts anders als Silber ist / das von dem Aq. Reg. nicht hat solviert werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134900093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":973,"date":1659,"orig":"(Dann ein A.R. es ſey gleich auff gemeine Weiß mit ſale armoniaco, oder ſale communi gemachet/ kein Silber ſolviret/) deßgleichen ſolvirt auch ein gemein A.F. oder Spiritus nitri kein Gold/ aber alle andere Metallen werden ſo wol von einem ſtarcken A.F. als A.R. auffgeloͤſet.","norm":"(Dann ein A. R. es sei gleich auf gemeine Weiß mit sale armoniaco, oder sale communi gemacht / kein Silber solvieret /) desgleichen solviert auch ein gemein A.F. oder Spiritus nitri kein Gold / aber alle andere Metallen werden so wohl von einem starken A.F. als A. R. aufgelöst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5920000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":974,"date":1659,"orig":"Darumb man zuſehen muß/ daß man Gold nehme/ daruntur kein Kupffer ſey/ dardurch das Werck verderbet wuͤrde:","norm":"Darum man zusehen muss / dass man Gold nehme / daruntur kein Kupfer sei / dadurch das Werk verderbet würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.405399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":975,"date":1659,"orig":"Dann ſo Kupffer dabey were/ wuͤrde ſolches auch mit dem Gold auffſolvirt/ vnd damit præcipitirt werden; welches ein Hindernus des anzuͤndens oder ſchlagens ſeyn wuͤrde:","norm":"Dann so Kupfer dabei wäre / würde solches auch mit dem Gold auffsolvirt / und damit präzipitiert werden; welches ein Hindernis des Anzündens oder Schlagens sein würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.922999858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":976,"date":1659,"orig":"Vnd/ ſo man kein Gold haben kan/ das ohne Kupffer iſt/ ſo nehme man nur Ducaten oder Roſenobel/ dabey kein Kupffer/ ſondern nur ein wenig Silber ſeyn ſoll/ welches keinen Schaden bringet/ weilen es mit A.R. nicht auffgeloͤſet kan werden/ ſondern als ein weiſſes Pulver liegen bleibet/ vnd gluͤe ſolche auß/ biege dieſelben in Rollen zuſammen/ vnd wirff ſie in das A.R. zu ſolviren:","norm":"Und / so man kein Gold haben kann / das ohne Kupfer ist / so nehme man nur Dukaten oder Rosenobel / dabei kein Kupfer / sondern nur ein wenig Silber sein soll / welches keinen Schaden bringt / weilen es mit A. R. nicht aufgelöst kann werden / sondern als ein weißes Pulver liegen bleibt / und glüh solche aus / biege dieselben in Rollen zusammen / und wirf sie in das A. R. zu solvieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":977,"date":1659,"orig":"Wann nun alles Gold zu einem gelben Waſſer worden vnd abgegoſſen iſt/ ſo ſchuͤtte Tropffenweiß ein reines Oleum Salis Tartari, welches per deliquium gemacht iſt/ darauff/ ſo wird ſich das Gold als ein braungelbes Pulver/ von dem widerwaͤrtigen liquore Salis tartari niederſchlagen/ vnd die ſolution hell vnd klar werden; du muſt aber zuſehen/ daß du nicht mehr Olei tartari zuſchuͤtteſt/ als zu der præcipitation vonnoͤthen iſt/ ſonſten wuͤrde ſich das nidergeſchlagene Gold zum theil wiederumb auffſolviren vnd Schaden bringen.","norm":"Wann nun alles Gold zu einem gelben Wasser worden und abgegossen ist / so schütte Tropfenweise ein reines Oleum Salis Tartari, welches per deliquium gemacht ist / darauf / so wird sich das Gold als ein braungelbes Pulver / von dem widerwärtigen liquore Salis tartari niederschlagen / und die Solution hell und klar werden; du musst aber zusehen / dass du nicht mehr Olei tartari zuschüttest / als zu der Präzipitation vonnöten ist / sonsten würde sich das niedergeschlagene Gold zum Teil wiederum auffsolviren und Schaden bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244800090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":978,"date":1659,"orig":"Wann nun das Gold wol niedergeſchlagen iſt/ ſo gieſſe das klare Waſſer/ welches darauff ſtehet/ per inclinationem von dem Gold-kalck/ vnd gieſſe ein warm Regen/ vnd ander ſuͤß Waſſer wiederumb drauff/ ruͤhre ſolches mit einem reinen Hoͤltzlein vntereinander/ vnd ſtelle ſolches an ein warmen Orth/ ſo lang bis ſich das Gold geſetzet/ vnd das Waſſer wieder klar darauff ſtehet:","norm":"Wann nun das Gold wohl niedergeschlagen ist / so gieße das klare Wasser / welches darauf steht / per inclinationem von dem Goldkalk / und gieße ein warm Regen / und ander Süßwasser wiederum drauf / rühre solches mit einem reinen Hölzlein untereinander / und stelle solches an ein warmen Ort / so lang bis sich das Gold gesetzt / und das Wasser wieder klar darauf steht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241899967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":979,"date":1659,"orig":"Solches muß man wieder ab/ vnd ein anders darauff gieſſen/ vnd die Saltzigkeit von dem Gold-kalck laſſen extrahiren; vnd muß ſolches auff-vnd abgieſſen mit friſchem Waſſer ſo offt wiederholet werden/ bis kein Schaͤrpffe oder Saltzigkeit mehr in dem abgegoſſenen Waſſer geſpuͤret wird:","norm":"Solches muss man wieder ab / und ein anders darauf gießen / und die Salzigkeit von dem Goldkalk lassen extrahieren; und muss solches auffvnd abgießen mit frischem Wasser so oft wiederholet werden / bis kein Schärfe oder Salzigkeit mehr in dem abgegossenen Wasser gespürt wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107999801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":980,"date":1659,"orig":"Dann ſetzet man das abgeſuͤßte Gold an die Sonnen/ oder an ein ander warm Orth/ daß es trucken werde.","norm":"Dann setzet man das abgesüßte Gold an die Sonnen / oder an ein ander warm Ort / dass es trocken werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627399921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":981,"date":1659,"orig":"Aber wol in acht zu nehmen/ daß es kein groͤſſere Waͤrme leyde/ als die Sonn im Mayen oder Junio ſcheinet/ ſonſten wuͤrde es ſich entzuͤnden/ vnd mit Gefahr des Gehoͤrs der beyſtehenden (inſonderheit wann deſſelben viel were) einen gewaltigen Donnerſchlag geben/ darumb ich warne/ daß man vorſichtiglich damit uͤmbgehe/ auff daß man ſein Gold vnd Geſundheit nicht dardurch verliere.","norm":"Aber wohl in Acht zu nehmen / dass es kein größere Wärme leide / als die Sonne im Maien oder Junio scheinet / sonsten würde es sich entzünden / und mit Gefahr des Gehörs der beistehenden (in Sonderheit wann desselben viel wäre) einen gewaltigen Donnerschlag geben / darum ich warne / dass man vorsichtig damit ümbgehe / auf dass man sein Gold und Gesundheit nicht dadurch verliere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553400039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":982,"date":1659,"orig":"Oder man kan auff ein andere Weiſe/ das niedergeſchlagene Gold abſuͤſſen: Nemblich/ man gieſſet ſolches mit ſampt dem geſaltzenen liquore in einen Trechter/ welcher mit doppeltem grawen Pappier gefuͤttert iſt/ laͤßt das Waſſer durchlauffen in ein glaͤſernen Geſchirꝛ/ darauff der Trechter ruhet/ vnd gieſſet ander warm Waſſer darauff/ laͤßt ſolches auch durchlauffen vnd ſo offt gethan/ bis das Waſſer ſo ſuͤß/ als es darauff gegoſſen/ wiederumb dadurch lauffet.","norm":"Oder man kann auf ein andere Weise / das niedergeschlagene Gold absüßen: nämlich / man gießet solches mit samt dem gesalzenen liquore in einen Träger / welcher mit doppeltem Gran Papier gefüttert ist / lässt das Wasser durchlaufen in ein gläsernen Geschirr / darauf der Träger ruhet / und gießet ander Warmwasser darauf / lässt solches auch durchlaufen und so oft getan / bis das Wasser so süß / als es darauf gegossen / wiederum dadurch lauft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":983,"date":1659,"orig":"Dann nimbt man das Pappier/ mit dem abgeſuͤßten Gold-kalck/ auß dem Trechter/ leget ſolches mit dem Pappier auff ander graw Pappier/ welches vielfaͤltig auffeinander ligt/ ſo wird das truckene Pappier auff die Naͤſſigkeit alle auß dem Gold-kalck zu ſich ziehen/ vnd alſo das Gold deſto eher koͤnnen getrucknet werden.","norm":"Dann nimmt man das Papier / mit dem abgesüßten Goldkalk / aus dem Träger / leget solches mit dem Papier auf ander grau Papier / welches vielfältig aufeinander liegt / so wird das trockene Papier auf die Nässigkeit alle aus dem Goldkalk zu sich ziehen / und also das Gold desto eher können getrocknet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405099868774414} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":984,"date":1659,"orig":"Welches dann/ ſo es trucken iſt/ auß dem Maculatur genommen/ vnd in ein ander reines gethan/ vnd zu ſeinem Gebrauch hin gelegt/ vnd verwahret werden muß.","norm":"Welches dann / so es trocken ist / aus dem Makulatur genommen / und in ein ander reines getan / und zu seinem Gebrauch hin gelegt / und verwahret werden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":985,"date":1659,"orig":"Das durchgelauffene geſaltzen.","norm":"Das durchgelaufene gesalzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":986,"date":1659,"orig":"Waſſer kan man in einem glaͤſernen Koͤlblein auß einem Sand ad ſiccitatem Salis laſſen abduͤnſten/ vnd daſſelbe vor der Lufft bewahren; dann es auch in der Mediein kan gebraucht werden/ weilen noch ein guͤldiſche Krafft darinnen verborgen iſt:","norm":"Wasser kann man in einem gläsernen Kolblein aus einem Sand ad siccitatem Salis lassen abdünsten / und dasselbe vor der Luft bewahren; dann es auch in der Mediein kann gebraucht werden / weilen noch ein güldische Kraft darinnen verborgen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.274700164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":987,"date":1659,"orig":"Wiewol man ſich ſolches nicht verſehen ſolte/ weilen es ſo ſchoͤn/ hell vnd klar iſt/ welches aber kan wargenommen werden/ wann man ſolches in einem reinen verdeckten Tigel ſchmeltzet/ oder flieſſen laͤſſet/ vnd in einem reinen kuͤpffern Moͤrſel oder Becken/ welches zuvor warm gemacht ſeyn ſoll/ gieſſet/ ſo bekompt man ein Saltz/ welches etwas Purpurfarb iſt/ davon auff einmal 6. 9. 12. bis auff 24. Grana eingeben/ reiniget vnd purgiret den Magen vnd Darm; inſonderheit in febribus vnd andern Magen Kranckheiten gut zu gebrauchen.","norm":"Wiewohl man sich solches nicht versehen sollte / weilen es so schön / hell und klar ist / welches aber kann wahrgenommen werden / wann man solches in einem reinen verdeckten Tiegel schmelzet / oder fließen lässt / und in einem reinen kupfern Mörser oder Becken / welches zuvor warm gemacht sein soll / gießet / so bekommt man ein Salz / welches etwas Purpurfarben ist / davon auf einmal 6. 9. 12. bis auf 24. Grana eingeben / reiniget und purgieret den Magen und Darm; in Sonderheit in febribus und anderen Magen Krankheiten gut zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041399955749512} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":988,"date":1659,"orig":"In dem Tigel aber/ darauß das Saltz goſſen iſt/ findet ſich ein irꝛdifch Weſen/ welches ſich von dem Saltz geſchieden hat/ gelblecht anzuſehen; ſolches außgenommen/ vnd in einem kleinen Tigel mit ſtarckem Fewer geſchmoltzen/ wird es zu einem gelben Glas/ welches mit einer Tinctura Solis imprægnirt iſt/ vnd gibt ein Koͤrnlein Silber von ſich/ in allem anſehen/ einem gemeinen cupellirten Silber gleich/ darinnen kein Gold gefunden wird/ welches zu verwundern iſt.","norm":"In dem Tiegel aber / daraus das Salz gossen ist / findet sich ein irrdifch Wesen / welches sich von dem Salz geschieden hat / gelblecht anzusehen; solches ausgenommen / und in einem kleinen Tiegel mit starkem Feuer geschmolzen / wird es zu einem gelben Glas / welches mit einer Tinctura Solis imprägniert ist / und gibt ein Körnlein Silber von sich / in allem ansehen / einem gemeinen cupellirten Silber gleich / darinnen kein Gold gefunden wird / welches zu verwundern ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.961900234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":989,"date":1659,"orig":"Weilen alle Chymici dafuͤrhalten/ daß ein A.R. Silber nicht ſolviren koͤnne/ welches dann auch wahr iſt.","norm":"Weilen alle Chymici dafürhalten / dass ein A. R. Silber nicht solvieren könne / welches dann auch wahr ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.344299793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":990,"date":1659,"orig":"Iſt nun die Frage/ wovon/ oder/ wie dann dieſes Silber/ in das Saltz kommen ſey/ wann ein A.R. keines auffloͤſet?","norm":"Ist nun die Frage / wovon / oder / wie dann dieses Silber / in das Salz kommen sei / wann ein A. R. keines auflöset?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.997200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":991,"date":1659,"orig":"Darauff mancher antworten moͤchte/ es muͤſſe in dem Oleo tartari geweſen ſeyn/ weilen von vielen geglaubt wird/ daß auch die Salia in Metalla koͤnnen verwandelt werden/ welches ich nicht wider ſtreitte/ ſondern nur widerlege/ daß ſolches allhier nicht hat geſchehen koͤnnen/ dann/ ſo Silber in dem A.R. oder Sale tartari geweſen were (da doch ein A. R. keins leydet/) ſo were es doch auch zugleich mit dem Gold præcipitiret worden.","norm":"Darauf mancher antworten möchte / es müsse in dem Oleo tartari gewesen sein / weilen von vielen geglaubt wird / dass auch die Salia in Metalla können verwandelt werden / welches ich nicht widerstreite / sondern nur widerlege / dass solches allhier nicht hat geschehen können / dann / so Silber in dem A. R. oder Sale tartari gewesen wäre (da doch ein A. R. keins leidet /) so wäre es doch auch zugleich mit dem Gold präzipitieret worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006800174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":992,"date":1659,"orig":"Daß es aber kein gemein Silber/ ſondern Gold geweſen/ vnd erſt nach benommener Tinctur zu Silber worden ſey/ will ich mit wenig Worten beweiſen.","norm":"Dass es aber kein gemein Silber / sondern Gold gewesen / und erst nach benommener Tinktur zu Silber worden sei / will ich mit wenig Worten beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":993,"date":1659,"orig":"Dann ſolches geſaltzen Waſſer vom A.R. vnd Sale tartari, darvon das Gold præcipitirt iſt worden/ ſolche Natur hat/ ehe es zu einem Saltz coagulirt wird/ ob es ſchon gantz hell vnd weiß iſt/ daß es ein Feder/ die darein geſtecket wird/ in etlichen Tagen Purpur faͤrbet/ welche Purpur-farbe von dem Gold/ vnd nicht von dem Silber herkompt dann Silber faͤrbet roth/ oder ſchwartz; darauß zu ſpuͤren/ daß ſolches geſaltzen Waſſer/ noch etwas Goͤldiſch behalten hat.","norm":"Dann solches gesalzen Wasser vom A. R. und Sale tartari, davon das Gold präzipitiert ist worden / solche Natur hat / ehe es zu einem Salz koaguliert wird / ob es schon ganz hell und weiß ist / dass es ein Feder / die darein gesteckt wird / in etlichen Tagen Purpur färbet / welche Purpurfarbe von dem Gold / und nicht von dem Silber herkommt dann Silber färbet rot / oder schwarz; daraus zu spüren / dass solches gesalzen Wasser / noch etwas Göldisch behalten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914599895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":994,"date":1659,"orig":"Moͤchte nun jemand fragen:","norm":"Möchte nun jemand fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7967000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":995,"date":1659,"orig":"Hat dann ſolches geſaltzen Waſſer etwas Gold bey ſich behalten/ warumb kompt dann nicht auch Gold im ſchmeltzen/ ſondern Silber herauß?","norm":"Hat dann solches gesalzen Wasser etwas Gold bei sich behalten / warum kommt dann nicht auch Gold im Schmelzen / sondern Silber heraus?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.176400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":996,"date":1659,"orig":"Darauff ich berichte/ daß etliche Salia ſolcher Natur ſeyn/ daß ſie dem Gold im ſchmeltzen die Farb vnd Animam nehmen/ welche/ ſo ſie dem Gold warhafftig entzogen iſt/ daſſelbe hinfuͤrter kein Gold mehr iſt/ oder ſeyn kan/ auch kein Silber/ ſondern bleibet nur ein vntuͤchtig vnd fluͤchtig ſchwartz Corpus, welches auch viel vnfixer als ein gemeines Bley erkand wird/ vnd im geringſten kein Gewalt des Fewers (will geſchweigen die Capellen) erleyden kan.","norm":"Darauf ich berichte / dass etliche Salia solcher Natur sein / dass sie dem Gold im Schmelzen die Farbe und Animam nehmen / welche / so sie dem Gold wahrhaftig entzogen ist / dasselbe hinfort kein Gold mehr ist / oder sein kann / auch kein Silber / sondern bleibt nur ein untüchtig und flüchtig schwarz Corpus, welches auch viel unfixer als ein gemeines Blei erkannt wird / und im Geringsten kein Gewalt des Feuers (will geschweigen die Kapellen) erleiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":997,"date":1659,"orig":"Sondern gleich als ein Mercurius oder Arſenicum, in kleiner Hitz dahin fleugt.","norm":"Sondern gleich als ein Mercurius oder Arsenicum, in kleiner Hitze dahin fliegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.689899921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":998,"date":1659,"orig":"(Daher zu beweiſen/ daß des Goldes Fixitet in ſeiner Anima, oder Tinctura, vnd nicht im Coͤrper beſtehet.","norm":"(Daher zu beweisen / dass des Goldes Fixitet in seiner Anima, oder Tinctura, und nicht im Körper bestehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":999,"date":1659,"orig":"Darumb zu glauben iſt/ daß man das Gold zerlegen/ ſein beſte Theil von dem groͤbern ſcheyden/ vnd zu einer tingirenden Medicin bereyten koͤnne.)","norm":"Darum zu glauben ist / dass man das Gold zerlegen / sein beste Teil von dem gröberen scheiden / und zu einer tingierenden Medizin bereiten könne.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.835599899291992} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1000,"date":1659,"orig":"Daß aber ſolches der rechte Weg ſey/ dardurch der Alten Philoſophen univerſal Medicin/ damit alle Metallen in Gold verwandelt koͤnnen werden/ zu erlangen ſey/ will ich nicht diſputiren/ glaube aber/ daß noch villeicht ein ander Subjectum ſeyn koͤnne/ welches mit einer viel hoͤhern Tinctur begabet ſey/ als das Gold/ welches nicht mehr von der Natur erlanget/ als es ſelbſten zu ſeiner fixitet von noͤthen hat.","norm":"Dass aber solches der rechte Weg sei / dadurch der Alten Philosophen universal Medizin / damit alle Metallen in Gold verwandelt können werden / zu erlangen sei / will ich nicht disputieren / glaube aber / dass noch vielleicht ein ander Subjectum sein könne / welches mit einer viel höheren Tinktur begabt sei / als das Gold / welches nicht mehr von der Natur erlanget / als es selbst zu seiner fixitet vonnöten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.97629976272583} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1001,"date":1659,"orig":"Doch iſt es auch ſicherlich zu glauben/ daß ein wahre anima oder tinctura auri, ſo ſie wol von ſeinem vnreinen ſchwartzen Coͤrper geſchieden iſt/ in ſeiner Farb koͤnne exaltirt vnd verbeſſert werden.","norm":"Doch ist es auch sicherlich zu glauben / dass ein wahre anima oder tinctura auri, so sie wohl von seinem unreinen schwarzen Körper geschieden ist / in seiner Farbe könne exaltiert und verbessert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719600200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1002,"date":1659,"orig":"Damit auch hernach mehr corporis imperfecti, als deſſen davon ſie gezogen iſt/ verbeſſert/ vnd zur perfection des Goldes koͤnne gebracht werden.","norm":"Damit auch hernach mehr corporis imperfecti, als dessen davon sie gezogen ist / verbessert / und zur Perfektion des Goldes könne gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5630998611450195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1003,"date":1659,"orig":"Dieſes nun alles in ſeinem Werth bleiben laſſen.","norm":"Dieses nun alles in seinem Wert bleiben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.158100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1004,"date":1659,"orig":"Gewiß vnd warhafftig iſt es/ ſo dem Gold ſeine wahre Tinctur entzogen wird/ daß das hinderſtaͤllige corpus kein Gold mehr ſeyn kan: Wie in meinem Tractaͤtlein de Auro potabili vero, weitlaͤufftiger bewieſen wird; habe ſolches nur darumb hieher geſetzt/ daß der Kunſtliebende (wann villeicht jhme in ſeiner Arbeit ein ſolches weiſſe Korn zu Handen kaͤme) wiſſen moͤge/ wovon es kommen ſey.","norm":"Gewiss und wahrhaftig ist es / so dem Gold seine wahre Tinktur entzogen wird / dass das hinderställige corpus kein Gold mehr sein kann: Wie in meinem Traktätlein de Auro potabili vero, weitläufiger bewiesen wird; habe solches nur darum hierher gesetzt / dass der Kunstliebende (wann vielleicht ihm in seiner Arbeit ein solches weiße Korn zu Händen käme) wissen möge / wovon es kommen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3831000328063965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1005,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte zwar auch die præparation des Schlag-Goldes/ Pappier vnd Zeit zu erſparen/ dieweilen ſolche von andern beſchrieben iſt/ koͤnnen vngemeldet laſſen:","norm":"Ich hätte zwar auch die Präparation des Schlaggoldes / Papier und Zeit zu ersparen / dieweilen solche von anderen beschrieben ist / können ungemeldet lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.701499938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1006,"date":1659,"orig":"Weilen ich aber im Erſten Theil verheiſſen hab/ Flores auß Gold zu machen/ vnd ſolche auß einem auro fulminante muͤſſen bereytet werden/ hat mich gut geduͤnckt deſſelben præparation auch hieher zu ſetzen/ auff daß der Liebhaber nicht erſt ein ander Buch/ ſolche Bereytung darauß zu erlernen/ auffſchlagen doͤrff/ ſondern vollkoͤmlichen Bericht in dieſem meinem Buch zur Bereytung der Goldblumen haben moͤge.","norm":"Weilen ich aber im ersten Teil verheißen habe / Flores aus Gold zu machen / und solche aus einem auro fulminante müssen bereitet werden / hat mich gut gedünkt desselben Präparation auch hierher zu setzen / auf dass der Liebhaber nicht erst ein ander Buch / solche Bereitung daraus zu erlernen / aufschlagen dörff / sondern vollkömlichen Bericht in diesem meinem Buch zur Bereitung der Goldblumen haben möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1007,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun der gemeine Weg/ welcher faſt allen Chymicis bekand iſt/ ein aurum fulminans zu machen/ weilen aber auff dieſe Weiſe leichtlich ein Irꝛthumb kan begangen werden/ entweder/ daß man zu viel liquoristartari zuſchuͤttet/ ſonderlich/ wann es nicht rein genug iſt/ daß ſich das Gold nicht alles davon niederſchlaͤgt/ vnd ein Theil deſſelben in der ſolution bleibet/ dadurch Schaden geſchicht; oder aber/ daß ſich das Gold in ein ſchweren calcem faͤllet/ welcher nicht wol ſchlaͤgt/ vnd in flores zu ſublimiren vndienſtlich iſt.","norm":"Dieses ist nun der gemeine Weg / welcher fast allen Chymicis bekannt ist / ein aurum fulminans zu machen / weilen aber auf diese Weise leichtlich ein Irrtum kann begangen werden / entweder / dass man zu viel liquoristartari zuschüttet / sonderlich / wann es nicht rein genug ist / dass sich das Gold nicht alles davon niederschlägt / und ein Teil desselben in der Solution bleibt / dadurch Schaden geschieht; oder aber / dass sich das Gold in ein schweren calcem fället / welcher nicht wohl schlägt / und in flores zu sublimieren undienstlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1008,"date":1659,"orig":"Alſo will ich allhier noch einen andern vnd viel beſſern modum ſetzen/ welchen ich noch bißhero bey keinem geſehen hab/ dadurch das Gold auß dem A.R. gantz vnd gar ohne Verluſt deſſelben/ ſchoͤn/ leicht vnd gelb/ welches zweymal ſtaͤrcker ſchlaͤgt/ als das erſte/ kan gefaͤllet werden.","norm":"Also will ich allhier noch einen anderen und viel besseren modum setzen / welchen ich noch bisher bei keinem gesehen habe / dadurch das Gold aus dem A. R. ganz und gar ohne Verlust desselben / schön / leicht und gelb / welches zweimal stärker schlägt / als das erste / kann gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3917999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1009,"date":1659,"orig":"Vnd iſt vnter dieſer vnd erſten gemeinen Bereytung gantz kein vnderſchied/ als daß man an ſtatt eines Olei Tartari, einen Spiritum urinæ oder Salis armoniaci, das ſolvirte Gold damit zu præcipitiren/ nehme/ davon dann das Gold/ wie geſagt viel reiner/ als von dem liquore ſalis tartari, niedergeſchlagen wird/ vnd muß ſolches darnach abgeſuͤßt vnd getrucknet werden/ gleich wie oben bey der erſten Bereytung gelehret worden.","norm":"Und ist unter dieser und ersten gemeinen Bereitung ganz kein Unterschied / als dass man anstatt eines Olei Tartari, einen Spiritum urinae oder Salis armoniaci, das solvierte Gold damit zu präzipitieren / nehme / davon dann das Gold / wie gesagt viel reiner / als von dem liquore salis tartari, niedergeschlagen wird / und muss solches danach abgesüßt und getrocknet werden / gleich wie oben bei der ersten Bereitung gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1010,"date":1659,"orig":"CAP. XXVI. De Uſu Auri fulminantis.","norm":"CAP. XXVI. De Usu Auri fulminantis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.30810022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1011,"date":1659,"orig":"VOm Gebrauch dieſes Schlag-Goldes in Medicina, iſt wenig zu ſchreiben/ dann weilen es nicht auffgeſchloſſen/ ſondern nur ein grober/ vnd des Menſchen Natur vnannemblicher Kalck iſt/ kan es kein Miracul thun.","norm":"Vom Gebrauch dieses Schlaggoldes in Medicina, ist wenig zu schreiben / dann weilen es nicht aufgeschlossen / sondern nur ein grober / und des Menschen Natur unannehmlicher Kalk ist / kann es kein Mirakel tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.713699817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1012,"date":1659,"orig":"Wiewol ſolches alſo per ſe von etlichen zu 6. 8. 12. gran bis auff Э j. den Schweiß in peſtè, vnd andern gifftigen Febern dadurch zu erwecken/ eyngeben wird/ hat es doch niemals ſo wol ſuccedirt als man gemeynet.","norm":"Wiewohl solches also per se von etlichen zu 6. 8. 12. Gran bis auf Э j. den Schweiß in peste, und anderen giftigen Febern dadurch zu erwecken / eingeben wird / hat es doch niemals so wohl sukzediert als man gemeint.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.549200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1013,"date":1659,"orig":"Etliche haben ſolches mit gleich ſchwer gemeinem Schwefel vermiſchet/ vnd außgegluͤet/ dadurch jhme ſein ſchlagende Krafft benommen worden/ vnd alſo ein beſſere Medicin/ dadurch zu erlangen vermeynet/ aber alles vergeblich/ dann der Gold-kalck in ſolcher groben Bereytung kein Beſſerung hat wollen annehmen.","norm":"Etliche haben solches mit gleich schwer gemeinem Schwefel vermischet / und ausgeglüht / dadurch ihm sein schlagende Kraft benommen worden / und also ein bessere Medizin / dadurch zu erlangen vermeinet / aber alles vergeblich / dann der Goldkalk in solcher groben Bereitung kein Besserung hat wollen annehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1014,"date":1659,"orig":"Wie aber nun eine gute Medicin auß ſolchem Schlaggold koͤnne gemacht werden/ daß man ſehen koͤnne/ daß das Gold zur Medicin kein vntuͤchtig vnd todes corpus ſey/ ſondern daß es koͤnne lebendig vnd bequem gemacht werden/ ſeine von Gott eynverleibte Kraͤfften zu beweiſen; will ich kuͤrtzlich entdecken.","norm":"Wie aber nun eine gute Medizin aus solchem Schlaggold könne gemacht werden / dass man sehen könne / dass das Gold zur Medizin kein untüchtig und Todes corpus sei / sondern dass es könne lebendig und bequem gemacht werden / seine von Gott einverleibte Kräften zu beweisen; will ich kürzlich entdecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1015,"date":1659,"orig":"Laſſe dir erſtlich ein ſolches Inſtrument/ gleich wie oben gelehret/ darauß man die ſubtile Spiritus diſtilliret/ von Kupffer zurichten/ doch nicht ſo gros/ auch oben mit keinem Deckel/ ſondern nur mit einer Roͤhren/ daran man einen Recipienten legen kan/ doch nicht verlutirt/ ſondern daß nur die Roͤhren tieff hineyn in den Bauch des Vorlags reyche/ vnd vnten mit einem ebenen Boden/ daß es ſtehen koͤnne:","norm":"Lasse dir erstlich ein solches Instrument / gleich wie oben gelehrt / daraus man die subtile Spiritus destillieret / von Kupfer zurichten / doch nicht so groß / auch oben mit keinem Deckel / sondern nur mit einer Röhren / daran man einen Rezipienten legen kann / doch nicht verlutirt / sondern dass nur die Röhren tief hinein in den Bauch des Vorlag reiche / und unten mit einem ebenen Boden / dass es stehen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1016,"date":1659,"orig":"Vber dem Boden muß ein klein Loch mit einem Thuͤrlein/ welches wol vnd behaͤb ſchlieſſe/ gemacht werden/ vnd auch zwey kleine Schalen oder Schuͤſſelein von Silber oder Kupffer/ ſo gros als ein Nagel eines Fingers/ damit man das Aurum fulminans hineyn ſetzet:","norm":"Über dem Boden muss ein klein Loch mit einem Türlein / welches wohl und beheb schließe / gemacht werden / und auch zwei kleine Schalen oder Schüsselein von Silber oder Kupfer / so groß als ein Nagel eines Fingers / damit man das Aurum fulminans hinein setzet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60290002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1017,"date":1659,"orig":"Vnd muß das kuͤpffern Gefaͤs auff einem Dreyfuß ſtehen/ darunter man etliche gluͤende Kohlen leget/ daß der Bodem davon warm werden kan.","norm":"Und muss das kupfern Gefäß auf einem Dreifuß stehen / darunter man etliche glühende Kohlen leget / dass der Boden davon warm werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1018,"date":1659,"orig":"Wann nun ſolches Gefaͤß ſampt einem glaͤſern Recipienten vnbeweglich geſtellet/ vnd der Bodem deſſelben mit Fewer warm gemacht worden iſt/ ſo muß man mit einem kleinen Zaͤnglein/ ein Schuͤſſelein/ darinn 2. 3. 4. grana Auri fulminantis gethan ſeyn/ hineyn auff den warmen Boden ſetzen/ vnd das Thuͤrlein zumachen/ ſo nun das Gold die Hitz empfindet/ ſo entzuͤndet ſich ſolches/ vnd gibt einen Knall von ſich/ vnd wird ein Scheydung vnd ſonderbahre Auffſchlieſſung des Goldes/ dann ſo bald der Schlag geſchehen/ gehet das Gold’ durch die Roͤhren/ als ein purpurfarber Rauch in den Recipienten/ vnd leget ſich darinnen allenthalben als ein purpurfarbes Pulver an; wann der Rauch vergangen/ welches bald geſchicht/ nimbt man das laͤhre Schuͤſſelein auß dem Ofen/ vnd ſetzet dargegen das andere mit dem Gold hineyn/ welches dann auch ſchlaͤgt/ vnd ſeine flores von ſich gibt; vnrerdeſſen iſt das erſte kalt worden/ welches dann wieder gefuͤllet/ vnd gegen das laͤre hineyn geſetzt wird.","norm":"Wann nun solches Gefäß samt einem gläsern Rezipienten unbeweglich gestellt / und der Boden desselben mit Feuer warm gemacht worden ist / so muss man mit einem kleinen Zänglein / ein Schüsselein / darin 2. 3 . 4. grana Auri fulminantis getan sein / hinein auf den warmen Boden setzen / und das Türlein zumachen / so nun das Gold die Hitze empfindet / so entzündet sich solches / und gibt einen Knall von sich / und wird ein Scheidung und sonderbare Aufschließung des Goldes / dann so bald der Schlag geschehen / geht das Gold durch die Röhren / als ein Purpurfarbe Rauch in den Rezipienten / und leget sich darinnen allenthalben als ein Purpurfarbe Pulver an; wann der Rauch vergangen / welches bald geschieht / nimmt man das Lehre Schüsselein aus dem Ofen / und setzet dagegen das andere mit dem Gold hinein / welches dann auch schlägt / und seine flores von sich gibt; vnrerdessen ist das erste kalt worden / welches dann wieder gefüllt / und gegen das Lehre hineingesetzt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1019,"date":1659,"orig":"Solches Schlaͤge eines uͤmb das ander hineyn geſetzet muß ſo lange continuiret werden/ bis man flores genug hat:","norm":"Solches Schläge eines um das ander hineingesetzt muss so lange kontinuiert werden / bis man flores genug hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.048099994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1020,"date":1659,"orig":"Vnd nach vollendter ſublimation laͤßt man das kuͤpffern Geſchirꝛ kalt werden/ vnd kehret das Gold-pulver/ welches ſich nicht ſublimiret hat/ mit einem Haſenfuß/ oder Gaͤnſefeder herauß/ welches zu nichts anders dienet/ als mit einem wenig borras zuſammen geſchmeltzet/ iſt wiederumb gut Gold/ nur daß es etwas bleicher/ als es zuvoren geweſen/ ehe es zu einem Schlag-Golde gemacht worden iſt.","norm":"Und nach vollendeter Sublimation lässt man das kupfern Geschirr kalt werden / und kehret das Goldpulver / welches sich nicht sublimieret hat / mit einem Hasenfuß / oder Gänsefeder heraus / welches zu nichts anders dient / als mit einem wenig borras zusammen geschmältst / ist wiederum gut Gold / nur dass es etwas bleicher / als es zuvoren gewesen / ehe es zu einem Schlaggolde gemacht worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1021,"date":1659,"orig":"Die Flores aber in dem Recipienten laſſen ſich alſo nicht außkehren/ ſonderlich/ wann ſie mit Zuſatz Salis nitri eyngetragen worden/ wie bey den floribus Lunæ folgends gelehret wird/ dann ſie etwas feucht ſeynd.","norm":"Die Flores aber in dem Rezipienten lassen sich also nicht auskehren / sonderlich / wann sie mit Zusatz Salis nitri eingetragen worden / wie bei den floribus Lunae folgendes gelehrt wird / dann sie etwas feucht sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.440599918365478} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1022,"date":1659,"orig":"Gieſſe derohalben ſo viel reinen dephlegmirten Spiritum Vini tartariſatum hineyn/ daß du meyneſt genug zu ſeyn/ die flores damit durch uͤmbſchwencken los zu machen; welches/ ſo es geſchehen/ geuſt man den Spiritum Vini ſampt dem verbrandten alten Phœnice orientali herauß in ein rein Glas/ mit einem langen Hals/ ſetzt ſolches/ (doch daß es zuvorn mit einem guten luteo wol verwahret ſey/) in ein lindes Balneum, oder ſonſten in eine warme Aſche/ etliche Tage/ ſo wird ſich vnterdeſſen der Spiritus Vini ſchoͤn rotlecht faͤrben/ welchen man ab/ vnd einen andern wieder drauff gieſſen/ vnd in die Waͤrm zu extrahiren ſtellen muß; wann ſich derſelbe auch gefaͤrbet/ muß man beyde Extracta zuſammen in ein glaͤſern Koͤlblein thun/ vnd den Spiritum Vini in Balneo von der Tinctura abſtrahiren/ welcher zwar wenig ſeyn wird/ aber ſehr hoch von Farbe/ vnd lieblich von Geſchmack/ die uͤbrige flores, davon die Tinctura extrahirt iſt/ koͤnnen mit Waſſer auß dem Glas geſchwencket/ getrucknet vnd geſchmeltzt werden/ geben ein wenig bleich Gold/ vnd der mehrer Theil gehet in ein braun Vitrum, auß welchem auch noch etwas guts kan gemacht werden/ welches mir aber bißhero noch nicht bekand iſt worden.","norm":"Gieße derohalben so viel reinen dephlegmierten Spiritum Vini tartarisatum hinein / dass du meinest genug zu sein / die flores damit durch Umschwenken loszumachen; welches / so es geschehen / geust man den Spiritum Vini samt dem verbrannten alten Phoenice orientali heraus in ein rein Glas / mit einem langen Hals / setzt solches / (doch dass es zuvor mit einem guten luteo wohl verwahret sei /) in ein lindes Balneum, oder sonsten in eine warme Asche / etliche Tage / so wird sich unterdessen der Spiritus Vini schön rotlecht färben / welchen man ab / und einen anderen wieder drauf gießen / und in die Wärme zu extrahieren stellen muss; wann sich derselbe auch gefärbt / muss man beide Extracta zusammen in ein gläsern Kolblein tun / und den Spiritum Vini in Balneo von der Tinctura abstrahieren / welcher zwar wenig sein wird / aber sehr hoch von Farbe / und lieblich von Geschmack / die übrige flores, davon die Tinctura extrahiert ist / können mit Wasser aus dem Glas geschwenkt / getrocknet und geschmältst werden / geben ein wenig bleich Gold / und der mehrerer Teil geht in ein braun Vitrum, aus welchem auch noch etwas Gutes kann gemacht werden / welches mir aber bisher noch nicht bekannt ist worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168700218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1023,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1024,"date":1659,"orig":"Wann man das Aur. fulm. zu vorn mit ein wenig Nitri miſchet/ ehe mans eyntraͤgt/ ſo werden die Flores ſolvirlicher/ vnd geben jhr Tinctur lieber von ſich/ als per ſe: Vnd ſo man will/ kan mal dreymal ſo ſchwer Nitri zuſetzen/ vnd dieſelbe (gleich wie hernach bey der Luna gelehret wird) in Flores ſublimiren.","norm":"Wann man das Aur. fulm. zu vorn mit ein wenig Nitri mischet / ehe man es einträgt / so werden die Flores solvirlicher / und geben ihr Tinktur lieber von sich / als per se: Und so man will / kann mal dreimal so schwer Nitri zusetzen / und dieselbe (gleich wie hernach bei der Luna gelehrt wird) in Flores sublimieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1025,"date":1659,"orig":"CAP. XXVII.","norm":"CAP. XXVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.282599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1026,"date":1659,"orig":"Uſus Tincturæ Solis vel Auri.","norm":"Usus Tincturae Solis vel Auri.","lang_fastText":"no","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.9969000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1027,"date":1659,"orig":"DIe extrahirte Farb aber/ iſt eine von den fuͤrnembſten Medicinen/ welche des Menſchen Hertz ſtaͤrcken vnd erfrewen/ das vnreine Gebluͤt im gantzen Leibe erjuͤngern vnd vernewern/ dardurch viel abſchewliche Kranckheiten/ als lepra, morbus gallicus, vnd dergleichen koͤnnen vertrieben werden.","norm":"Die extrahierte Farbe aber / ist eine von den fürnehmsten Medizinen / welche des Menschen Herz stärken und erfreuen / das unreine Geblüt im ganzen Leibe erjüngern und erneuern / dadurch viel abscheuliche Krankheiten / als lepra, morbus gallicus, und dergleichen können vertrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.95989990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1028,"date":1659,"orig":"Ob aber auch eine ſolche Tinctur weiters in ein fixes Weſen koͤnne durchs Fewer gebracht werden/ iſt mir vnbewuſt/ dann ich nicht weiters damit gangen bin/ als ich hier beſchrieben hab.","norm":"Ob aber auch eine solche Tinktur weiteres in ein fixes Wesen könne durchs Feuer gebracht werden / ist mir unbewusst / dann ich nicht weiteres damit gegangen bin / als ich hier beschrieben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.684800148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1029,"date":1659,"orig":"CAP. XXVIII. De floribus Lunæ, & ejusdem Medicina.","norm":"CAP. XXVIII. De floribus Lunae, & ejusdem Medicina.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.9868998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1030,"date":1659,"orig":"WEeilen ich im erſten Theil dieſes Buchs cap. 34. bey Bereytung der Metalliſchen Florum verſprochen habt/ auch Flores von Gold vnd Silber im zweyten Theil lehren zu machen/ vnd nun von Sole ſolches allbereyt geſchehen iſt.","norm":"Weilen ich im ersten Teil dieses Buchs cap. 34 . bei Bereitung der Metallischen Florum versprochen habt / auch Flores von Gold und Silber im zweiten Teil lehren zu machen / und nun von Sole solches allbereyt geschehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.624899864196777} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1031,"date":1659,"orig":"So folget nun nach dem Golde das Silber mit ſeiner Bereytung:","norm":"So folget nun nach dem Golde das Silber mit seiner Bereitung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241600036621094} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1032,"date":1659,"orig":"Welches alſo geſchehen muß.","norm":"Welches also geschehen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.801599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1033,"date":1659,"orig":"Nimb duͤnn laminirt/ oder klein granulirt fein Silber/ ſo viel du wilt/ gieſſe in ein Scheyde-Koͤlblein zweymahl ſo ſchwer rectificirten Spiritum Nitri darauff/ ſo wird alſobald der Spiritus Nitri an dem Silber anfangen zu arbeiten/ vnd das Silber auffloͤſen.","norm":"Nimm dünn laminiert / oder klein granuliert fein Silber / so viel du willst / gieße in ein Scheide-Kolblein zweimal so schwer rektifizierten Spiritum Nitri darauf / so wird alsobald der Spiritus Nitri an dem Silber anfangen zu arbeiten / und das Silber auflösen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.677499771118164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1034,"date":1659,"orig":"Wann es aber nicht mehr in der Kaͤlte angreiffen vnd arbeiten will/ ſo ſetze das Koͤlblein auff einen warmen Sand/ oder Aſchen/ ſo wird das Waſſer alſobald wieder anfangen zu wuͤrcken/ vnd las das Glas mit dem Silber auff der warinen Aſchen ſtehen/ bis alles Silber darinn zergangen vnd auffgeloͤſet iſt.","norm":"Wann es aber nicht mehr in der Kälte angreifen und arbeiten will / so setze das Kolblein auf einen warmen Sand / oder Aschen / so wird das Wasser alsobald wieder anfangen zu wirken / und las das Glas mit dem Silber auf der warinen Aschen stehen / bis alles Silber darin zergangen und aufgelöst ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521699905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1035,"date":1659,"orig":"Darnach gieß die Solution auß dem Koͤlblein in ein anders/ welches abgenommen iſt/ vnd ſetze ein Helmlein darauff/ abſtrahire in arena die Helffte des Spiritus Nitri, von dem ſolvirten Silber/ vnd las das Koͤlblein mit der Solution in dem Sande erkalten/ darnach n mb es auß vnd las es noch ein Tag vnd Nacht ſtill ſtehen/ ſo wird ſich das Silber in weiſſe gepletterte Cryſtallen begeben/ von welchen man die uͤbrige Solution, die nicht geſchoſſen iſt/ abgieſſen muß/ vnd wiederumb davon die Helffte Spiritus abſtrahiren/ vnd in der Kaͤlte ſchieſſen laſſen/ vnd ſolches ſo offt mit abſtrahiren/ vnd Cryſtalliſiren wiederholet/ bis beynahe alles Silber zu Cryſtallen worden iſt/ welche man auß dem Glas nehmen/ auff Maculatur Pappier zu trucknen legen/ vnd zu fernerm Gebrauch/ wie bald hernach gelehret wird/ behalten muß.","norm":"Danach gieße die Solution aus dem Kolblein in ein anders / welches abgenommen ist / und setze ein Helmlein darauf / abstrahiere in arena die Hälfte des Spiritus Nitri, von dem solvierten Silber / und las das Kolblein mit der Solution in dem Sande erkalten / danach n mm es aus und las es noch ein Tag und Nacht still stehen / so wird sich das Silber in weiße geplättete Kristallen begeben / von welchen man die übrige Solution, die nicht geschossen ist / abgießen muss / und wiederum davon die Hälfte Spiritus abstrahieren / und in der Kälte schießen lassen / und solches so oft mit abstrahieren / und Kristallisieren wiederholet / bis beinahe alles Silber zu Kristallen worden ist / welche man aus dem Glas nehmen / auf Makulatur Papier zu trocknen legen / und zu fernerem Gebrauch / wie bald hernach gelehrt wird / behalten muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9172000885009775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1036,"date":1659,"orig":"Die uͤbrige Solution, welche nicht Cryſtalliſiret iſt/ kan man in einem kuͤpffern Gefaͤs/ mit zuthun ſuͤß Waſſer/ auff dem Fewer/ in einen calcem præcipitiren/ abſuͤſſen/ trucknen/ vnd zu anderem Gebrauch bewahren/ oder wieder in ein corpus ſchmeltzen.","norm":"Die übrige Solution, welche nicht Kristallisieret ist / kann man in einem kupfern Gefäß / mit zutun Süßwasser / auf dem Feuer / in einen calcem präzipitieren / absüßen / trocknen / und zu anderem Gebrauch bewahren / oder wieder in ein corpus schmelzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.139999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1037,"date":1659,"orig":"Oder man kan dieſelbe mit Saltzwaſſer niederſchlagen/ abſuͤſſen/ vnd trucknen/ gibt einen calcem, welcher mit gelindem Fewer ſchmeltzet/ einer ſonderbaren Eygenſchafft/ der ſich in Spiritu urinæ, ſalis armoniaci, cornu cervi, ſuccini, fuliginis, & capillorum, gern auffſolviren/ vnd in gute medicamenta bereyten laͤßt/ gleich wie bey Spiritu urinæ kurtz hernach ſoll gelehret werden.","norm":"Oder man kann dieselbe mit Salzwasser niederschlagen / absüßen / und trocknen / gibt einen calcem, welcher mit gelindem Feuer schmelzet / einer sonderbaren Eigenschaft / der sich in Spiritu urinae, salis armoniaci, cornu cervi, succini, fuliginis, & capillorum, gern auffsolviren / und in gute medicamenta bereiten lässt / gleich wie bei Spiritu urinae kurz hernach soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.295000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1038,"date":1659,"orig":"Oder aber/ man kan die uͤberbliebene Solution des Silbers nicht præcipitiren/ ſondern mit Spiritu urinæ ein herꝛliche Tinctur darauß extrahiren/ wie hernach gelehret wird.","norm":"Oder aber / man kann die übergebliebene Solution des Silbers nicht präzipitieren / sondern mit Spiritu urinae ein herrliche Tinktur daraus extrahieren / wie hernach gelehrt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685299873352051} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1039,"date":1659,"orig":"CAP XXIX. De Uſu Cryſtallorum Lunæ.","norm":"CAP XXIX. De Usu Crystallorum Lunae.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":6.460499763488769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1040,"date":1659,"orig":"DIeſe Cryſtallen/ ſeynd fuͤr ſich alſo allein in medicina ſicherlich zu gebrauchen/ davon 3. 6. 9. 12. grana, nach des Patienten Alter/ mit einem wenig Zucker vermiſchet/ oder in Pillen formiret/ eyngeben/ purgiren ohne Gefahr/ gantz lind/ ſeynd aber jhrer Bitterkeit halben nicht wol zu nehmen/ auch faͤrben ſie die Lippen/ Zungen vnd Mund/ (wann ſie nicht in forma pillularum genommen werden/) gantz ſchwartz (was aber ſolcher Schwaͤrtze Vrſach ſey/ gehoͤret hieher nicht zu beſchreiben/ ſoll aber bald hernach folgen.)","norm":"Diese Kristallen / sind für sich also allein in medicina sicherlich zu gebrauchen / davon 3. 6 . 9. 12. grana, nach des Patienten Alter / mit einem wenig Zucker vermischet / oder in Pillen formiert / eingeben / purgieren ohne Gefahr / ganz lind / sind aber ihrer Bitterkeit halben nicht wohl zu nehmen / auch färben sie die Lippen / Zungen und Mund / (wann sie nicht in forma pillularum genommen werden /) ganz schwarz (was aber solcher Schwärze Ursache sei / gehöret hierher nicht zu beschreiben / soll aber bald hernach folgen.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1041,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wann ſie Metallen beruͤhren/ als Silber/ Kupffer vnd Zin/ machen ſie dieſelben auch ſchwartz vnd haͤßlich/ darumb ſie nicht gern gebraucht werden.","norm":"Desgleichen wann sie Metallen berühren / als Silber / Kupfer und Zin / machen sie dieselben auch schwarz und hässlich / darum sie nicht gern gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80210018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1042,"date":1659,"orig":"So man aber in die Solution des Silbers/ ehe dann ſie in Cryſtallen gebracht worden iſt/ die Helffte ſo viel als des Silbers geweſen iſt/ Mercurii Vivi leget/ vnd mit auffſolviret/ vnd dann zuſammen ſchieſſen laͤſſet/ ſo werden ſchoͤne wuͤrfflichte Steinlein dem Alaun gleich darauß/ welche in der Lufft nicht wie die vorige gepletterte/ zerſchmeltzen/ auch nicht ſo bitter ſeyn/ vnd darueben geſchwinder vnd beſſer purgiren/ als die jenigen welche von Silber allein gemacht worden ſeyn.","norm":"So man aber in die Solution des Silbers / ehe dann sie in Kristallen gebracht worden ist / die Hälfte so viel als des Silbers gewesen ist / Mercurii Vivi leget / und mit auffsolviret / und dann zusammen schießen lässt / so werden schöne würfelige Steinlein dem Alaun gleich daraus / welche in der Luft nicht wie die vorige geplättete / zerschmelzen / auch nicht so bitter sein / und darueben geschwinder und besser purgieren / als diejenigen welche von Silber allein gemacht worden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1043,"date":1659,"orig":"CAPUT XXX.","norm":"CAPUT XXX.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.918000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1044,"date":1659,"orig":"Wie man die Cryſtallos Lunæ in flores ſublimiren, vnd auß den floribus eine gute Medicin machen ſoll.","norm":"Wie man die Crystallos Lunae in flores sublimieren, und aus den floribus eine gute Medizin machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19789981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1045,"date":1659,"orig":"NImb der gepletterten Cryſtallorum Lunæ, ſo viel du wilt/ reibe auff einem warm gemachten Stein/ ſo viel reines vnd wolgetrucknetes Salpeters darunter/ vnd lege in dein eyſernes Diſtillir.","norm":"Nimm der geplätteten Crystallorum Lunae, so viel du willst / reibe auf einem warm gemachten Stein / so viel reines und wolgetrucknetes Salpeters darunter / und lege in dein eisernes Destillier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.877200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1046,"date":1659,"orig":"Gefaͤs/ vor deſſen Roͤhren ein groſſer Recipient verlutiret ligen ſoll/ zween zwerch Finger hoch gepulverte Kohlen/ vnd mach Fewer darunter/ daß das Geſchirꝛ allenthalben ſampt den Kohlen/ welche darinn ligen/ gluͤen.","norm":"Gefäß / vor dessen Röhren ein großer Recipient verlutiret liegen soll / zweien zwerch Finger hoch gepulverte Kohlen / und mache Feuer darunter / dass das Geschirr allenthalben samt den Kohlen / welche darin liegen / glühen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.117199897766113} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1047,"date":1659,"orig":"Darnach hebe den Deckel davon/ vnd wirff von deinen zugerichten Cryſtallis Lunæ mit einem Loͤffel auff einmal drachmam unam, auch mehr oder weniger/ nach deme dein Recipient gros oder klein iſt/ vnd vertragen kan/ hineyn; wann ſolches geſchehen/ ſo ſetze alſo bald den Deckel darauff/ ſo wird ſich der Salpeter mit den Cryſtallis Lunæ von den Kohlen (welche auff dem Boden des Geſchirꝛs) ligen/ entzuͤnden/ vnd ein Weiſſer Silberꝛauch durch die Roͤhren in den Recipienten gehen.","norm":"Danach hebe den Deckel davon / und wirf von deinen zugereichten Crystallis Lunae mit einem Löffel auf einmal drachmam unam, auch mehr oder weniger / nach dem dein Recipient groß oder klein ist / und vertragen kann / hinein; wann solches geschehen / so setze also bald den Deckel darauf / so wird sich der Salpeter mit den Crystallis Lunae von den Kohlen (welche auf dem Boden des Geschirrs) liegen / entzünden / und ein Weißer Silberrauch durch die Röhren in den Rezipienten gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.767000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1048,"date":1659,"orig":"Vnd uͤber ein Weil/ wann der Nebel in dem Recipienten vergangen iſt/ ſo trage mehr eyn/ vnd thue ſolches ſo lang/ bis all dein zugerichtes Silber iſt eyngetragen; darnach las ſolches erkalten/ nimb den Recipienten davon/ gieſſe einen guten Spiritum Vini alcoliſatum dareyn/ vnd ſchwencke deine Flores damit auß dem Recipienten/ vnd procedire in allem damit/ gleich wie oben bey dem Gold gelehret worden/ ſo wirſt du einen gruͤnlichten liquorem bekommen/ welcher dem Hirn ſehr dienſtlich iſt.","norm":"Und über ein Weil / wann der Nebel in dem Rezipienten vergangen ist / so trage mehr ein / und tue solches so lang / bis all dein Zugerichtes Silber ist eingetragen; danach las solches erkalten / nimm den Rezipienten davon / gieße einen guten Spiritum Vini alcolisatum darein / und schwenke deine Flores damit aus dem Rezipienten / und prozediere in allem damit / gleich wie oben bei dem Gold gelehrt worden / so wirst du einen grünlichen liquorem bekommen / welcher dem Hirn sehr dienstlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.544600009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1049,"date":1659,"orig":"Die Kohlen aber nimb auß dem Vaſe diſtillatorio, pulveriſire ſolche klein/ vnd ſchleime dieſelbe mit Waſſer/ auff daß das leichte Kohlengeſtuͤb davon komme/ ſo wirſt du noch viel kleine Silberkoͤrnlein finden welche der Salpeter nicht hat uͤbertreiben koͤnnen/ ſolche kanſt du reduciren/ iſt wieder gut Silber.","norm":"Die Kohlen aber nimm aus dem Vase distillatorio, pulverisiere solche klein / und schleime dieselbe mit Wasser / auf dass das leichte Kohlengestübe davon komme / so wirst du noch viel kleine Silberkörnlein finden welche der Salpeter nicht hat übertreiben können / solche kannst du reduzieren / ist wieder gut Silber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779399871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1050,"date":1659,"orig":"Weiter kan auß den Cryſtallis Lunæ noch eine ſehr kraͤfftige Medicin gemacht werden/ welche der vorigen an Guͤte wenig nachgeben will/ dadurch des Hirns Kranckheiten vnd Maͤngeln wuͤrcklich kan begegnet werden.","norm":"Weiter kann aus den Crystallis Lunae noch eine sehr kräftige Medizin gemacht werden / welche der vorigen an Güte wenig nachgeben will / dadurch des Hirns Krankheiten und Mängeln wirklich kann begegnet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69320011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1051,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Und geschieht solches also.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.934199810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1052,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXI. Oleum viride ex Luna zu machen.","norm":"CAPUT XXXI. Oleum viride ex Luna zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.625800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1053,"date":1659,"orig":"VBergieſſe Cryſtallos Lunæ mit zwey oder dreymal ſo ſchwer des allerſtaͤrckſten Spiritus Salis Armoniaci, ſtelle ſolches in einem Glas mit einem langen Hals wol vermacht/ in ein gar linde Waͤrme 8. oder 14. Tage zu digeriren/ ſo wird ſich der Spiritus ſalis armoniaci ſchoͤn blaw von dem Silber faͤrben/ ſolchen gieſſe ab/ vnd filtrir jhn durch ein Pappir/ daß er rein werde/ vnd thue ſolchen in ein klein glaͤſern Retoͤrtlein oder Koͤlblein/ vnd abſtrahire mit lindem Fewer in Balneo beynahe allen Spiritum ſalis armoniaci, (welcher wieder gut zu gebrauchen iſt/) davon/ ſo bleibet in fundo ein gras gruͤner liquor, welchen man zur Medicin bewahren kan.","norm":"Übergieße Crystallos Lunae mit zwei oder dreimal so schwer des stärksten Spiritus Salis Armoniaci, stelle solches in einem Glas mit einem langen Hals wohl vermacht / in ein gar linde Wärme 8. oder 14. Tage zu digerieren / so wird sich der Spiritus salis armoniaci schön blau von dem Silber färben / solchen gieße ab / und filtrier ihn durch ein Papier / dass er rein werde / und tue solchen in ein klein gläsern Retortlein oder Kolblein / und abstrahiere mit lindem Feuer in Balneo beinahe allen Spiritum salis armoniaci, (welcher wieder gut zu gebrauchen ist /) davon / so bleibt in fundo ein Gras grüner liquor, welchen man zur Medizin bewahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.316699981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1054,"date":1659,"orig":"Wofern aber uͤberſehen wuͤrde/ daß man von der Tinctura Lunæ zu viel Spiritus abſtrahirte/ vnd dieſelbe gantz were vertrucknet/ vnd zu einem gruͤnen Saltz worden/ ſo muß man ſo viel Spiritus ſalis armoniaci wieder darauff ſchuͤtten/ daß das gruͤne Saltz wiederumb davon in einen gruͤnen liquorem koͤnne ſolviret werden.","norm":"Sofern aber übersehen würde / dass man von der Tinctura Lunae zu viel Spiritus abstrahierte / und dieselbe ganz wäre vertrocknet / und zu einem grünen Salz worden / so muss man so viel Spiritus salis armoniaci wieder darauf schütten / dass das grüne Salz wiederum davon in einen grünen liquorem könne solvieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195499897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1055,"date":1659,"orig":"Wann man aber ſolche Tinctur noch reiner haben will/ kan man alle Feuchtigkeit davon abſtrahiren/ bis ein truckener Stein bleibet/ vnd auff ſolchen einen guten Spiritum Vini gieſſen/ davon der Stein bald auffſolviret wird/ dann filtriret, ſo bleiben feces zuruͤck/ vnd wird die Tinctur ſchoͤner/ davon der mehrentheil Spiritus Vini kan abſtrahiret werden/ ſo wird die Tinctur deſto hoͤher an Farb vnd Krafften.","norm":"Wann man aber solche Tinktur noch reiner haben will / kann man alle Feuchtigkeit davon abstrahieren / bis ein trockener Stein bleibt / und auf solchen einen guten Spiritum Vini gießen / davon der Stein bald auffsolviret wird / dann filtrieret, so bleiben Fezes zurück / und wird die Tinktur schöner / davon der Mehranteil Spiritus Vini kann abstrahieret werden / so wird die Tinktur desto höher an Farbe und Krafften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.260700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1056,"date":1659,"orig":"Wann man aber will/ kan man ſolches gruͤne Saltz oder Stein/ (ehe er noch einmal mit Spiritu vini extrahiret wird) in einem glaͤſern Retoͤrtlein diſtilliren/ gibt einen ſubtilen Spiritum vnd ein ſcharpffes Oleum, vnd bleibet in fundo des Retorten ein gautz fluͤſſig Silber/ welches nicht hat uͤbergehen koͤnnen.","norm":"Wann man aber will / kann man solches grüne Salz oder Stein / (ehe er noch einmal mit Spiritu vini extrahieret wird) in einem gläsern Retortlein destillieren / gibt einen subtilen Spiritum und ein scharfes Oleum, und bleibt in fundo des Retorten ein gautz flüssig Silber / welches nicht hat übergehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910799980163574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1057,"date":1659,"orig":"Es iſt zu verwundern/ wann man auff ſolchen Stein einen Spiritum ſalis armoniaci, oder Spiritum vini zu ſolviren geuſt/ daß das Glas ſo kalt davon wird/ daß man ſolches nicht wol lang in der Hand leyden kan.","norm":"Es ist zu verwundern / wann man auf solchen Stein einen Spiritum salis armoniaci, oder Spiritum vini zu solvieren geust / dass das Glas so kalt davon wird / dass man solches nicht wohl lang in der Hand leiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1058,"date":1659,"orig":"Welche kaͤlte dann meines erachtens von nichts anders enſtehet/ als von der wol auffgeſchloſſenen Luna, welche von Natur kalt iſt.","norm":"Welche Kälte dann meines Erachtens von nichts anders entstehet / als von der wohl aufgeschlossenen Luna, welche von Natur kalt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.109499931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1059,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXII. Uſus liquoris viridis in Alchymia & Mechanicis.","norm":"CAPUT XXXII. Usus liquoris viridis in Alchymia & Mechanicis.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.43779993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1060,"date":1659,"orig":"VNd dienet dieſer gruͤne liquor nicht allein zur Medicin/ ſondern auch noch zu mehr andern operationibus Chymicis (dann Kupffer vnd Glas damit leichtlich kan ſchoͤn verſilbert werden.) Denen dienſtlich/ welch curieus ſeynd mit einem ſchoͤnen Haußrath zu pruncken/ dann wann man Schuͤſſeln/ Teller/ Saltzfaͤſſer/ Schaalen/ Trinckbecher vnd andere Geſchirꝛ von Glas machen laͤßt/ auff ſolche Geſtalt/ gleich wie ſie von Silber pflegen gemacht zu werden/ kan man dieſelben gantz leichtlich/ ohne ſonderbaren koſten/ damit/ in-vnd außwendig verſilbern/ alſo daß ſolche durchs Geſicht nicht anders als fuͤr gute ſilberne Gefaͤſſe koͤnnen erkand werden.","norm":"und dient dieser grüne liquor nicht allein zur Medizin / sondern auch noch zu mehr anderen operationibus Chymicis (dann Kupfer und Glas damit leichtlich kann schön versilbert werden .) Denen dienstlich / welch curieus sind mit einem schönen Hausrat zu prunken / dann wann man Schüsseln / Teller / Salzfässer / Schalen / Trinkbecher und andere Geschirr von Glas machen lässt / auf solche Gestalt / gleich wie sie von Silber pflegen gemacht zu werden / kann man dieselben ganz leichtlich / ohne sonderbaren kosten / damit / in-vnd auswendig versilbern / also dass solche durchs Gesicht nicht anders als für gute silberne Gefäße können erkannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674099922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1061,"date":1659,"orig":"Vber dieſe oberzehlte gute Medicamenten/ kan noch etwas ſonderlichs auß den Cryſtallis Lunæ gemachet werden/ nemlich daß man ſolche mit dem allgemeinen Waſſer/ welches von der Natur iſt diſtilliret worden/ vnd jederman kennet/ auffſolviret/ vnd ſeine Zeit damit digeriret/ ſo wird ſich nach Kochung einer kleinen Zeit/ nach Verwechſelung etlicher Farben/ eine liebliche Eſſentia finden/ welche ſo bitter nicht mehr iſt/ als der obbeſchriebene gruͤne liquor, welcher noch nicht die Waͤrme zur ſuͤſſen Reyffe vnd Zeitigung gebracht worden iſt.","norm":"Über diese oberzählte gute Medikamenten / kann noch etwas Sonderliches aus den Crystallis Lunae gemacht werden / nämlich dass man solche mit dem allgemeinen Wasser / welches von der Natur ist destillieret worden / und jedermann kennet / auffsolviret / und seine Zeit damit digerieret / so wird sich nach Kochung einer kleinen Zeit / nach Verwechselung etlicher Farben / eine liebliche Essenz finden / welche so bitter nicht mehr ist / als der obbeschriebene grüne liquor, welcher noch nicht die Wärme zur süßen Reife und Zeitigung gebracht worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.183599948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1062,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1063,"date":1659,"orig":"In dieſem ſuͤſſen Menſtruo univerſali koͤnnen auch alle andere Metallen in kleiner Hitze/ durch langer Zeit Kochung gezeitiget/ vnd zur Medicin bequem gemacht werden (wann ſie zuvorn in jhre Vitriola vnd Salia gebracht worden ſeyn/) dann ſeynd ſie nicht mehr tode corpora, ſondern haben in ſolcher Bereytung wiederumb ein new Leben empfangen/ vnd ſeynd nicht mehr metalla der Geitzigen/ ſondern koͤnnen metalla Phiſophorum & Medicorum genennet werden.","norm":"In diesem süßen Menstruo universali können auch alle andere Metallen in kleiner Hitze / durch langer Zeit Kochung gezeitigt / und zur Medizin bequem gemacht werden (wann sie zuvor in ihre Vitriole und Salia gebracht worden sein /) dann sind sie nicht mehr Tode corpora, sondern haben in solcher Bereitung wiederum ein neu Leben empfangen / und sind nicht mehr metalla der Geizigen / sondern können metalla Phisophorum & Medicorum genannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999899864196777} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1064,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXIII. Auſſer der Medicin.","norm":"CAPUT XXXIII. Außer der Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.003499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1065,"date":1659,"orig":"ZVm letzſten vnd Beſchluß kan man mit den Cryſtallis Lunæ auſſerhalb der Medicin noch viel abentheuriſche Ding verꝛichten/ nemblich/ wann man ſolche mit gemeinem ſuͤſſen Regenwaſſer auffſolviret/ kan man den Bart/ Haar/ Haut/ vnd Naͤgel der Menſchen/ wie auch der Thieren/ leibfarb/ roth/ braun vñ ſchwartz faͤrben/ nach deme man viel oder wenig davon vnter Waſſer gethan hat/ oder nach deme man die Haar offt oder wenigmal damit angefeuchtet hat/ dardurch der Menſchen vnd Thieren Geſtalt/ (welches bißweilen in etlichen Faͤllen wol zu Paß kompt/) veraͤndert/ vnd vnerkaͤndlich gemachet werden kan.","norm":"Zum letzten und Beschluss kann man mit den Crystallis Lunae außerhalb der Medizin noch viel abentheurische Ding verrichten / nämlich / wann man solche mit gemeinem süßen Regenwasser auffsolviret / kann man den Bart / Haar / Haut / und Nägel der Menschen / wie auch der Tieren / leibfarb / rot / braun und schwarz färben / nach dem man viel oder wenig davon unter Wasser getan hat / oder nach dem man die Haar oft oder wenigmal damit angefeuchtet hat / dadurch der Menschen und Tieren Gestalt / (welches bisweilen in etlichen Fällen wohl zu Pass kommt /) verändert / und vnerkändlich gemacht werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297100067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1066,"date":1659,"orig":"Vnd kan ſolche Faͤrbung eben ſo wol mit Saturno oder Mercurio gethan werden/ als mit Luna, welche aber etwas anders/ als mit Luna geſchehen/ wie im vierdten Theil zu ſehen iſt/ muͤſſen zubereytet werden.","norm":"Und kann solche Färbung eben so wohl mit Saturn oder Mercurio getan werden / als mit Luna, welche aber etwas anders / als mit Luna geschehen / wie im vierten Teil zu sehen ist / müssen zubereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.091800212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1067,"date":1659,"orig":"Nunmehr hab ich gelehret/ wie man durch Huͤlffe des Spiritus nitri acidi, flores vnd tincturas von Gold vnd Silber machen ſoll/ deren Medicamenten zwar noch viel vnd mancherley darauß zu machen koͤnten gelehret werden/ will ſich aber allhier an dieſem Orth nicht wol ſchicken/ ſoll doch in dieſem zweyten/ vnd hernach in den folgenden Theilen weiters davon gehandelt werden.","norm":"Nunmehr habe ich gelehrt / wie man durch Hilfe des Spiritus nitri acidi, flores und tincturas von Gold und Silber machen soll / deren Medikamenten zwar noch viel und mancherlei daraus zu machen könnten gelehrt werden / will sich aber allhier an diesem Ort nicht wohl schicken / soll doch in diesem zweiten / und hernach in den folgenden Teilen weiteres davon gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.396299839019775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1068,"date":1659,"orig":"Gleicherweiß/ wie durch einen Spiritum nitri auß Gold vnd Silber gute Medieamenten koͤnnen zugerichtet werden/ alſo kan es auch auß andern ſchlechtern Metallen geſchehen.","norm":"Gleicherweiß / wie durch einen Spiritum nitri aus Gold und Silber gute Medieamenten können zugerichtet werden / also kann es auch aus anderen schlechteren Metallen geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.386099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1069,"date":1659,"orig":"Weilen aber derſelben Bereytung ſich in andern Orthen dieſes Buchs/ beſſer zu beſchreiben ſchicket/ ſoll es allhier damit beruhen/ doch hat mich gut gedaͤucht/ von jedwederm Metall nur eine præparation zu beſchreiben/ vnd folget nach dem Silber das Kupffer.","norm":"Weilen aber derselben Bereitung sich in anderen Orten dieses Buchs / besser zu beschreiben schicket / soll es allhier damit beruhen / doch hat mich gut gedäucht / von jedwedem Metall nur eine Präparation zu beschreiben / und folget nach dem Silber das Kupfer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.770400047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1070,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXIV.","norm":"CAPUT XXXIV.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.418399810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1071,"date":1659,"orig":"Ein Medicin aͤuſſerlich zu gebrauchen auß Kupffer.","norm":"Ein Medizin äußerlich zu gebrauchen aus Kupfer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.459600448608398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1072,"date":1659,"orig":"SOlvire außgegluͤete laminas Veneris in ſpiritu nitri, vnd abſtrahire die ſpiritus wieder davon/ bis auff die truckene/ doch nit gar zu hart/ ſo bleibet ein dunckel gruͤne maſſa zuruͤck/ ſolche kan man einzelich eyntragen vnd diſtilliren/ gleich wie von der Luna gelehret worden/ gibt einen ſtarcken vnd kraͤfftigen ſpiritum, wie auch viel flores aͤuſſerlich zu gebrauchen in verderbten Wunden einen guten Grund zur Heylung damit zu machen.","norm":"Solviere ausgeglühte laminas Veneris in spiritu nitri, und abstrahiere die spiritus wieder davon / bis auf die trockene / doch nicht gar zu hart / so bleibt ein dunkelgrüne massa zurück / solche kann man Einzelich eintragen und destillieren / gleich wie von der Luna gelehrt worden / gibt einen starken und kräftigen spiritum, wie auch viel flores äußerlich zu gebrauchen in verderbten Wunden einen guten Grund zur Heilung damit zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.839600086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1073,"date":1659,"orig":"CAPVT XXXV. Medicina ex Marte.","norm":"CAPVT XXXV. Medicina ex Marte.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.029799938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1074,"date":1659,"orig":"ALſo vnd auff dieſe Weiſe kan auch mit Marte procediret werden/ vnd bleibet ein guter Crocus davon zuruͤck einer groſſen ſtictitet, ſonderlich von Marte; koͤnnen mit.","norm":"Also und auf diese Weise kann auch mit Marte prozedieret werden / und bleibt ein guter Crocus davon zurück einer großen stictitet, sonderlich von Marte; können mit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.432499885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1075,"date":1659,"orig":"Nutzen vnter unguenta vnd emplaſtra gebraucht werden.","norm":"Nutzen unter unguenta und emplastra gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.380999565124512} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1076,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXVI. De Jove & Saturno.","norm":"CAPUT XXXVI. De Jove & Saturn.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.488900184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1077,"date":1659,"orig":"WAnn Jupiter vnd Saturnus darinn ſolviret werden/ ſchieſſen ſolche nach Abſtrahirung eines Theils Spiritus, in ſchoͤne klare vnd ſuͤſſe Cryſtallos.","norm":"Wann Jupiter und Saturnus darin solvieret werden / schießen solche nach Abstrahierung eines Teils Spiritus, in schöne klare und süße Crystallos.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7754998207092285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1078,"date":1659,"orig":"Jupiter aber laͤßt ſich ſo gern nit als Saturnus ſolviren/ vnd giebet auch nicht ſo ſuͤſſe Cryſtallos als Saturnus, koͤnnen aber beyde ſicherlich zur Medicin gebrauchet werden.","norm":"Jupiter aber lässt sich so gern nicht als Saturnus solvieren / und gibt auch nicht so süße Crystallos als Saturnus, können aber beide sicherlich zur Medizin gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415699958801269} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1079,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen ſpiritus vnd flores darauß diſtilliret werden.","norm":"Auch können spiritus und flores daraus destillieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.289000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1080,"date":1659,"orig":"Nicht noͤthig weitlaͤufftig die Bereytung zu wiederholen/ dann wie mit Luna zu thun gelehret iſt/ alſo auch von andern Metallen verſtanden werden muß.","norm":"Nicht nötig weitläufig die Bereitung zu wiederholen / dann wie mit Luna zu tun gelehrt ist / also auch von anderen Metallen verstanden werden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.161200046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1081,"date":1659,"orig":"CAPUT XXXVII. Uſus Cryſtallorum Saturni & Jovis.","norm":"CAPUT XXXVII. Usus Crystallorum Saturni & Jovis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.444499969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1082,"date":1659,"orig":"DIe Cryſtalli Saturni koͤnnen/ mit Verwunderung in peſte den Gchweiß zu befoͤrdern/ vnd das Gifft dadurch auß dem Leibe zu bringen/ wie auch in dyſenteria mit Lob gebrauchet werden.","norm":"Die Crystalli Saturni können / mit Verwunderung in peste den Gchweiß zu befördern / und das Gift dadurch aus dem Leibe zu bringen / wie auch in dysenteria mit Lob gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1083,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber in Waſſer ſolviret/ vnd mit Tuͤchern ſo darein genetzet/ auffgeleget/ kuͤhlen vnd loͤſchen ſie alle Entzuͤndungen vnd inflammationes der Glieder/ es ſey am Leibe wo es wolle/ gewaltiglich.","norm":"Äußerlich aber in Wasser solvieret / und mit Tüchern so darein genetzt / aufgelegt / kühlen und löschen sie alle Entzündungen und inflammationes der Glieder / es sei am Leibe wo es wolle / gewaltig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.603600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1084,"date":1659,"orig":"Deßgleichen thut auch ſein ſpiritus per ſe, (die flores vnter unguenta vermiſche) das jhrige genugſamb.","norm":"Desgleichen tut auch sein spiritus per se, (die flores unter unguenta vermische) das ihrige genugsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.040200233459473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1085,"date":1659,"orig":"An den Cryſtallen Jovis aber/ wird eine ſolche ſchnelle Operation nicht gemercket/ doch thun ſie das jhrige auch/ vnd ſeynd auch lieblicher/ als die von Saturno gemachet/ dann bey dem Jove ein reiner Sulphur auri befunden wird/ bey dem Saturno aber ein weiſſer ſulphur argenti, wie in meinem Buch de Generatione, & Naturâ Metallorum bewieſen wird.","norm":"An den Kristallen Jovis aber / wird eine solche schnelle Operation nicht gemerkt / doch tun sie das ihrige auch / und sind auch lieblicher / als die von Saturn gemacht / dann bei dem Jove ein reiner Sulphur auri befunden wird / bei dem Saturn aber ein weißer sulphur argenti, wie in meinem Buch de Generatione, & Natura Metallorum bewiesen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.539400100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1086,"date":1659,"orig":"CAP. XXXVIII. De Mercurio.","norm":"CAP. XXXVIII. De Mercurio.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.081500053405762} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1087,"date":1659,"orig":"WAnn man Mercurium vulgi, in ſpiritu nitri rectificato ſolviret/ vnd den ſpiritum wieder davon abſtrahiret/ ſo bleibt ein ſchoͤner leibfarber/ glaͤntzender præcipitat zuruͤck/ wann aber der ſpiritus nicht rectificiret iſt/ wird er nicht ſo ſchoͤn/ dann die Vnſauberkeit des ſpiritus bleibet bey dem Mercurio, vnd macht ſolchen vnrein.","norm":"Wann man Mercurium vulgi, in spiritu nitri rectificato solviret / und den spiritum wieder davon abstrahieret / so bleibt ein schöner Leibfarbe / glänzender praecipitat zurück / wann aber der spiritus nicht rektifizieret ist / wird er nicht so schön / dann die Unsauberkeit des spiritus bleibt bei dem Mercurio, und macht solchen unrein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340400218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1088,"date":1659,"orig":"Dieſer Mercurius calcinatus, wird von etlichen Mercurius præcipitatus, von andern Turbith minerale, genennet/ damit die Chirurgi, vnd auch bißweilen etliche vngeſchickte Medici, morbum Gallicum curiren/ geben davon auff einmal 6. 8. 10. mehr vnd weniger grana, (nach deme er zugerichtet iſt/ vnd ſtarck operiret/) den Patienten eyn/ dann ſo man den ſpiritum ſo gar hart nicht davon abſtrahiret/ ſo wuͤrcket er viel ſtaͤrcker/ als wann er mit ſtarckem Fewer gaͤntzlich davon geſchieden iſt/ dann die ſpiritus die dabey bleiben/ machen den Mercurium lebendig vnd operirend/ welches er ohne ſpiritibus ſonſten nicht thun koͤnte.","norm":"Dieser Mercurius calcinatus, wird von etlichen Mercurius praecipitatus, von anderen Turbit minerale, genannt / damit die Chirurgi, und auch bisweilen etliche ungeschickte Medici, morbum Gallicum kurieren / geben davon auf einmal 6. 8. 10. mehr und weniger grana, (nach dem er zugerichtet ist / und stark operiret /) den Patienten ein / dann so man den spiritum so gar hart nicht davon abstrahieret / so wirket er viel stärker / als wann er mit starkem Feuer gänzlich davon geschieden ist / dann die spiritus die dabei bleiben / machen den Mercurium lebendig und operierend / welches er ohne spiritibus sonsten nicht tun könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5584001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1089,"date":1659,"orig":"Gleich wie auch die andere Metallen/ welche ſo ſie nit durch ſalia oder ſpiritus dahin gebracht/ daß ſie ſolvirlich ſeyn/ keine oder aber wenig Operation thun koͤnnen/ es were dann Zinck oder Eyſen/ welche leicht ſolvirlich ſeyn/ vnd alſo ohne vorhergehende Auffloͤſung/ (gleich wie oben bey dem Oleo Vitrioli bewieſen iſt) wuͤrcken koͤnnen.","norm":"Gleich wie auch die andere Metallen / welche so sie nicht durch salia oder spiritus dahin gebracht / dass sie solvirlich sein / keine oder aber wenig Operation tun können / es wäre dann Zink oder Eisen / welche leicht solvirlich sein / und also ohne vorhergehende Auflösung / (gleich wie oben bei dem Oleo Vitriole bewiesen ist) wirken können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.746200084686279} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1090,"date":1659,"orig":"Daß aber die ſcharpffen ſpiritus ſolcher Operation Vrſach ſeyn/ kan alſo gemercket werden.","norm":"Dass aber die scharfen spiritus solcher Operation Ursache sein / kann also gemerkt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.019100189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1091,"date":1659,"orig":"Dann wann man ſchon ein gantzes Loth Mercurii currentis in den Magen ſchuͤttet/ wuͤrde er doch keine ſonderbare Bewegung machen/ ſondern alſo vnten/ gleich wie er oben hineyn kommen/ wieder herauß lauffen/ hergegen aber/ ſo er mit ſpiritibus oder ſalien zugerichtet iſt/ ſeiner nur etliche grana ſtarck wuͤrcken/ vnd je ſolvirlicher er bereytet iſt/ je ſtaͤrcker er auch operiret/ wie zu ſehen iſt/ wann er durch Saltz vnd Vitriol ſublimiret wird/ daß er dadurch ſo ſtarck wird/ daß auch ein Gran mehr vnd ſtaͤrcker/ als 8. oder 10. grana Turbith mineralis wuͤrcket/ vnd 3. oder 4. grana deſſelben einen Menſchen wegen ſeiner groſſen Staͤrcke toͤden koͤnnen.","norm":"Dann wann man schon ein ganzes Lot Mercurii currentis in den Magen schüttet / würde er doch keine sonderbare Bewegung machen / sondern also unten / gleich wie er oben hinein kommen / wieder herauslaufen / hingegen aber / so er mit spiritibus oder salien zugerichtet ist / seiner nur etliche grana stark wirken / und je solvirlicher er bereitet ist / je stärker er auch operiret / wie zu sehen ist / wann er durch Salz und Vitriol sublimieret wird / dass er dadurch so stark wird / dass auch ein Gran mehr und stärker / als 8. oder 10. grana Turbit mineralis würcket / und 3. oder 4. grana desselben einen Menschen wegen seiner großen Stärke töten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169700145721435} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1092,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wuͤrcket er ſtarck/ ja auch noch viel ſtaͤrcker als der ſublimat, wann er in ſpiritu nitri ſolviret vnd cryſtalliſiret iſt/ alſo/ daß man jhn ohne gefahr nicht wol auff die Zunge nehmen darff.","norm":"Desgleichen wirket er stark / ja auch noch viel stärker als der sublimat, wann er in spiritu nitri solvieret und kristallisieret ist / also / dass man ihn ohne Gefahr nicht wohl auf die Zunge nehmen darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.832200050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1093,"date":1659,"orig":"Welches etliche gemercket/ vnd das Aqua fort nur mit linder Hitz haben davon riechen laſſen/ daß der Mercurius gelb geblieben iſt/ welcher jhnen in kleinerm doſi mehr als der rote/ davon die ſpiritus verꝛochen ſeyn/ gewuͤrcket hat.","norm":"Welches etliche gemerkt / und das Aqua fort nur mit linder Hitze haben davon riechen lassen / dass der Mercurius gelb geblieben ist / welcher ihnen in kleinem dose mehr als der rote / davon die spiritus verrochen sein / gewirkt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.324699878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1094,"date":1659,"orig":"Dann ſie ſolchen nicht allein aͤuſſerlich in vnreine Schaͤden geſtraͤwet/ das boͤſe Fleiſch damit hinweg zu etzen/ nicht ohne groſſen Schmertzen des Patienten gebrauchet hvben/ ſondern auch denſelben ohne Vnderſcheyd bey Jungen vnd Altten/ damit zu purgiren/ in den Leib geben/ welche Purgation eine von den allerſchaͤdlichſten iſt/ die gebraucht werden kan.","norm":"Dann sie solchen nicht allein äußerlich in unreine Schäden gestreut / das böse Fleisch damit hinweg zu ätzen / nicht ohne großen Schmerzen des Patienten gebraucht hupen / sondern auch denselben ohne Unterscheid bei Jungen und alten / damit zu purgieren / in den Leib geben / welche Purgation eine von den schädlichsten ist / die gebraucht werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.953000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1095,"date":1659,"orig":"Dann dieſer boͤſe Gaſt/ er ſey gleich bereytet wie er woͤlle/ ſeine Tuͤcke ſchaden zu thun nicht laſſen kan/ es ſey dann/ daß er in ein ſolches Weſen gebracht wuͤrde/ welches nimmermehr in einen lauffenden Mercurium kan reduciret werden/ dann kan man ohne allen Schaden vnd Nachtheil des Menſchen Geſundheit viel gutes in medicina damit außrichten/ davon an einem andern Orth etwas mehrers villeicht moͤchte gehandelt werden.","norm":"Dann dieser böse Gast / er sei gleich bereitet wie er wolle / seine Tücke schaden zu tun nicht lassen kann / es sei dann / dass er in ein solches Wesen gebracht würde / welches nimmermehr in einen laufenden Mercurium kann reduzieret werden / dann kann man ohne allen Schaden und Nachteil des Menschen Gesundheit viel Gutes in medicina damit ausrichten / davon an einem anderen Ort etwas mehreres vielleicht möchte gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473700046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1096,"date":1659,"orig":"Ich kan nicht vnterlaſſen den kleinen vnſchuldigen Kindern zum beſten/ einen gewaltigen eyngeriſſenen Mißbrauch zu entdecken.","norm":"Ich kann nicht unterlassen den kleinen unschuldigen Kindern zum besten / einen gewaltigen eingerissenen Missbrauch zu entdecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.21999979019165} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1097,"date":1659,"orig":"Dann es ſchier bey allen denen/ welche mit der Medicin uͤmbgehen/ ſo gemeyn worden iſt/ daß/ ſo bald einem kleinen Kinde etwas mangelt/ ehe man noch gewiß weiß/ ob es von wuͤrmen oder von etwas anders kranck iſt/ laufft man alſobald zu dem Mercurio, in Meynung/ weil ſolcher keinen Geſchmack habe/ er deſto beſſer/ die Wuͤrme damit zu toͤden/ den Kindern beyzubringen ſey/ kennen aber ſolche Leuthe ſeine ſchaͤdliche Natur nicht/ die er gegen die Sehnen oder Nerven erzeyget.","norm":"Dann es schier bei allen denen / welche mit der Medizin ümbgehen / so gemein worden ist / dass / so bald einem kleinen Kinde etwas mangelt / ehe man noch gewiss weiß / ob es von Würmern oder von etwas anders krank ist / lauft man alsobald zu dem Mercurio, in Meinung / weil solcher keinen Geschmack habe / er desto besser / die Würmer damit zu töten / den Kindern beizubringen sei / kennen aber solche Leute seine schädliche Natur nicht / die er gegen die Sehnen oder Nerven erzeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162099838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1098,"date":1659,"orig":"Dann etliche meynen/ wann ſie den Mercurium alſo wiſſen zu bereyten/ daß er in groͤſſerem doſi eyngeben werden koͤnne/ (gleich wie bey dem Mercurio ſublimato dulci zu ſehen iſt/) ſo ſeye er uͤber die maſſen wol zugerichtet/ welches aber groͤblich geirꝛet iſt/ vnd were viel beſſer/ daß er ſo wol nicht zubereytet were/ deſto weniger Schaden wuͤrde dadurch dem Menſchen zugefuͤget/ weilen ſie denſelben in ſo groſſer doſi nicht eyngeben doͤrfften:","norm":"Dann etliche meinen / wann sie den Mercurium also wissen zu bereiten / dass er in größerem dose eingeben werden könne / (gleich wie bei dem Mercurio sublimato dulci zu sehen ist /) so sei er über die Maßen wohl zugerichtet / welches aber gröblich geirrt ist / und wäre viel besser / dass er so wohl nicht zubereitet wäre / desto weniger Schaden würde dadurch dem Menschen zugefügt / weilen sie denselben in so großer dose nicht eingeben dürften:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.926799774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1099,"date":1659,"orig":"Dann ſo er gebrauchet wird bey alten vnd erwachſenen Menſchen in morbo gallico, welcher mit Aquafort, oder Spiritu nitri bereytet iſt/ kan er noch ſo viel nicht ſchaden/ weilen er in kleiner doſi geben wird/ vnd auch bey jhnen eine Bewegung macht.","norm":"Dann so er gebraucht wird bei alten und erwachsenen Menschen in morbo gallico, welcher mit Aquafort, oder Spiritu nitri bereitet ist / kann er noch so viel nicht schaden / weilen er in kleiner dose geben wird / und auch bei ihnen eine Bewegung macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.953999996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1100,"date":1659,"orig":"Dadurch die Natur Huͤlff erlangt/ ſolches ſchaͤdliche Gifft zu uͤberwinden/ vnd von ſich zu ſtoſſen; vnd wird deſſen malignitet ſonderlich durch das ſtarcke ſaliviren gebrochen/ welches die vorſichtige Natur jhme eyngepflantzet hat/ dadurch ſo viel Vnheils nicht kommen kan/ als durch den Mercurium dulcem, welcher den kleinen ſchwachen Kindern von 10. bis auff 30. grana, auff einmal eyngegeben wird/ der dann gemeiniglich bey jhnen/ (wofern ſie nicht ſtarcker Natur ſeyn/ vnd ſolches verwachſen/) eine Schwachheit vnd Schlappichkeit der Glieder verurſachet/ daran ſie dann eine lange Zeit (wo ſie nicht gantz lahm werden/) zu uͤberwinden haben.","norm":"Dadurch die Natur Hilfe erlangt / solches schädliche Gift zu überwinden / und von sich zu stoßen; und wird dessen Malignität sonderlich durch das starke saliviren gebrochen / welches die vorsichtige Natur ihm eingepflanzt hat / dadurch so viel Unheils nicht kommen kann / als durch den Mercurium dulcem, welcher den kleinen schwachen Kindern von 10. bis auf 30. grana, auf einmal eingegeben wird / der dann gemeiniglich bei ihnen / (sofern sie nicht starker Natur sein / und solches verwachsen /) eine Schwachheit und Schlappigkeit der Glieder verursachet / daran sie dann eine lange Zeit (wo sie nicht ganz lahm werden /) zu überwinden haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.074699878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1101,"date":1659,"orig":"Deßgleichen irꝛen auch die jenigen/ welche den Mercurium mit Waſſer oder Bier ſo lange ſchuͤttelen/ bis daſſelbe truͤb von dem Mercurio worden iſt/ geben alſo ſolches Waſſer oder Bier den kleinen Kindern fuͤr die Wuͤrme zu trincken/ vnd ſagen/ ſie geben den Mercurium nicht corporaliſch/ ſondern nur ſeine Krafft eyn.","norm":"Desgleichen irren auch diejenigen / welche den Mercurium mit Wasser oder Bier so lange schüttele / bis dasselbe trüb von dem Mercurio worden ist / geben also solches Wasser oder Bier den kleinen Kindern für die Würmer zu trinken / und sagen / sie geben den Mercurium nicht körperlich / sondern nur seine Kraft ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878200054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1102,"date":1659,"orig":"So ſie aber ſolches truͤbe Waſſer eine Zeitlang hinſtelleten/ wuͤrden ſie befinden/ daß ſich ein lauffender Mercurius davon zu Boden ſetzen wuͤrde.","norm":"So sie aber solches trübe Wasser eine Zeitlang hinstellten / würden sie befinden / dass sich ein laufender Mercurius davon zu Boden setzen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1103,"date":1659,"orig":"Iſt alſo eine ſolche Bereytung nicht beſſer/ als haͤtten ſie einen lauffenden Mercurium eyngeben:","norm":"Ist also eine solche Bereitung nicht besser / als hätten sie einen laufenden Mercurium eingeben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.397200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1104,"date":1659,"orig":"Auch habe ich noch niemal geſehen/ daß eine gute Operation auff Gebrauch des Mercurii dulcis oder truͤben Waſſers in Toͤdung der Wuͤrme erfolget were.","norm":"Auch habe ich noch niemals gesehen / dass eine gute Operation auf Gebrauch des Mercurii dulcis oder trüben Wassers in Tötung der Würmer erfolget wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779600143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1105,"date":1659,"orig":"Es iſt aber wol zu glauben/ daß ſolches durch den gelben oder roten præcipitat, weilen er ſtarck wuͤrcket/ geſchehen koͤnne.","norm":"Es ist aber wohl zu glauben / dass solches durch den gelben oder roten praecipitat, weilen er stark wirket / geschehen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1106,"date":1659,"orig":"Wer wolte aber ſeinem Kinde alſo feind ſeyn/ vnd ſolches mit einer ſo ſchaͤdlichen vnd moͤrderiſchen Medicinen (weilen man andere haben kan/ welche den Kindern keinen Schaden zufuͤgen/ gleich wie bey Marte vnd Oleo Vitrioli dulci zu finden iſt/) plagen vnd martelen?","norm":"Wer wollte aber seinem Kinde also Feind sein / und solches mit einer so schädlichen und mörderischen Medizinen (weilen man andere haben kann / welche den Kindern keinen Schaden zufügen / gleich wie bei Marte und Oleo Vitriole dulci zu finden ist /) plagen und martelen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17549991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1107,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug von dem Mißbrauch des Mercurii gemeldet: Verhoffe/ es werde jhme mancher ſolches zu einer Warnung laſſen geſagt ſeyn/ vnd nicht alſo leichtlich ſolchen tyranniſchen Gaſt bey andern eynloſiren/ vnd zu Hauß ſenden/ dardurch nichts anders als eine Ruin des Gebaͤwes erfolgen muß.","norm":"Dieses sei nun genug von dem Missbrauch des Mercurii gemeldet: Verhoffe / es werde ihm mancher solches zu einer Warnung lassen gesagt sein / und nicht also leichtlich solchen tyrannischen Gast bei anderen eynlosiren / und zu Haus senden / dadurch nichts anders als eine Ruin des Gebäudes erfolgen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.317999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1108,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolche Cur gantz nicht zu loben/ durch welche das eine Glied geſund/ vnd 2. oder 3. andere wieder kranck dagegen gemacht werden.","norm":"Und ist solche Kur ganz nicht zu loben / durch welche das eine Glied gesund / und 2. oder 3. andere wieder krank dagegen gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.061399936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1109,"date":1659,"orig":"Gleich wie zu ſehen/ wann von den Hurenpocken ein einiges inficirtes Glied durch den Mercurium vnbeſtaͤndig geheylet daß hergegen der uͤbrige gantze Leib in ein kuͤnfftig vnheyl geſetzet wird.","norm":"Gleich wie zu sehen / wann von den Hurenpocken ein einiges infiziertes Glied durch den Mercurium unbeständig geheilt dass hingegen der übrige ganze Leib in ein künftig Unheil gesetzt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.406400203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1110,"date":1659,"orig":"Derenthalben es viel beſſer were/ daß man ſolche vnzeitige Roßartzneyen von guten medicamentis abſonderte/ vnd dargegen ſolche gebrauchte/ welche beſtaͤndig vnd ohne Gefahr vnd Nachtheil anderer Glieder curirten; deren dann mancherley in dieſem Buch zu machen gelehret werden.","norm":"Derenthalben es viel besser wäre / dass man solche unzeitige Rossarzneien von guten medicamentis absonderte / und dagegen solche gebrauchte / welche beständig und ohne Gefahr und Nachteil anderer Glieder kurierten; deren dann mancherlei in diesem Buch zu machen gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.943399906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1111,"date":1659,"orig":"Wofern aber einer oder der ander/ durch einen ſolchen uͤbel bereyteten Mercurium were verdorben worden/ ſo iſt kein beſſer Remedium ſolchen wieder zu recht zu bringen/ als durch metalliſche Medicamenten, mit welchen der Mercurius groſſe Gemeinſchafft hat/ als von Gold vnd Silber/ wann ſolche offt vnd vielmal gebrauchet werden/ ziehen ſie den Mercurium auß den Gliedern an ſich/ vnd fuͤhren ſolchen mit ſich auß/ dardurch der Leib deſſelben wiederumb entbunden/ vnd davon frey gemacht wird.","norm":"Sofern aber einer oder der ander / durch einen solchen übel bereiteten Mercurium wäre verdorben worden / so ist kein besser Remedium solchen wieder zu Recht zu bringen / als durch metallische Medikamenten, mit welchen der Mercurius große Gemeinschaft hat / als von Gold und Silber / wann solche oft und vielmal gebraucht werden / ziehen sie den Mercurium aus den Gliedern an sich / und führen solchen mit sich aus / dadurch der Leib desselben wiederum entbunden / und davon frei gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1112,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber kan der Mercurius præcipitatus etwas ſicherlicher als inwendig gebrauchet werden/ wo man ſonſten nichts anders haben koͤnte.","norm":"Äußerlich aber kann der Mercurius praecipitatus etwas sicherlicher als inwendig gebraucht werden / wo man sonsten nichts anders haben könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134699821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1113,"date":1659,"orig":"Nemblich wild Fleiſch damit auß den Wunden zu etzen.","norm":"nämlich wild Fleisch damit aus den Wunden zu ätzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.647200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1114,"date":1659,"orig":"So man aber an deſſen ſtatt ein Oleum corroſivum Antimonii, Vitrioli, Aluminis oder Salis communis gebrauchte/ were es viel beſſer/ vnd wuͤrde auch die Heylung viel ſchneller darauff erfolgen.","norm":"So man aber an dessen statt ein Oleum corrosivum Antimonii, Vitriole, Aluminis oder Salis communis gebrauchte / wäre es viel besser / und würde auch die Heilung viel schneller darauf erfolgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1115,"date":1659,"orig":"Aber noch beſſer were es/ daß man anfaͤnglich zu friſchen Wunden gute Medicamenten gebrauchte/ vnd ſolche nicht durch Vnachtſamkeit in eine ſolche Vnart kommen lieſſe/ welche hernach mit etzen ſchmertzlich muß benommen werden.","norm":"Aber noch besser wäre es / dass man anfänglich zu frischen Wunden gute Medikamenten gebrauchte / und solche nicht durch Unachtsamkeit in eine solche Unart kommen ließe / welche hernach mit ätzen schmerzlich muss benommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1116,"date":1659,"orig":"Solcher Mercurius aber koͤndte am allerbeſten dienen den Soldaten/ Bettlern/ vnd Kindern die in die Schul gehen/ dann wo er hin geſtrewet wird/ ſo wol in den Kleydern als auffden Koͤpffen der Kinder/ keine Lauß bleibet/ er mußaber nicht auff die Roͤthe/ ſondern auff die Gelbe bereytet ſeyn.","norm":"Solcher Mercurius aber könnte am allerbesten dienen den Soldaten / Bettlern / und Kindern die in die Schule gehen / dann wo er hingestreut wird / so wohl in den Kleidern als auffden Köpfen der Kinder / keine Laus bleibt / er Mußaber nicht auf die Röte / sondern auf die Gelbe bereitet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.029200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1117,"date":1659,"orig":"Doch muß man auch vorſichtig damit uͤmbgehen/ vnd nicht zu dick auffſtrewen/ auff daß man nicht/ in Meynung die Laͤuß zu toͤden/ das Fleiſch verwunde vnd auffetze/ dadurch ein groſſer Schaden entſtehen moͤchte.","norm":"Doch muss man auch vorsichtig damit ümbgehen / und nicht zu dick aufstreuen / auf dass man nicht / in Meinung die Läuse zu töten / das Fleisch verwunde und auffetze / dadurch ein großer Schaden entstehen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.197000026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1118,"date":1659,"orig":"CAP. XXXIX. De Aqua Forti.","norm":"CAP. XXXIX. De Aqua Forti.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.985899925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1119,"date":1659,"orig":"AVß Salpeter vnd Vitriol, entweder gleiches Gewichts/ oder aber ſo das Waſſer nicht ſtarck ſeyn ſoll/ zwey Theilen Vitriol gegen ein Theil Salpeter genommen/ vnd darauß ein Waſſer diſtilliret/ iſt gut zu gebrauchen die Metallen damit auffzuloͤſen/ vnd voneinander zu ſcheyden/ als Gold von dem Silber/ vnd Silber vom Gold/ welches im vierdten Theil uͤmbſtaͤndlich ſoll gelehret werden.","norm":"Aus Salpeter und Vitriol, entweder gleiches Gewichts / oder aber so das Wasser nicht stark sein soll / zwei Teilen Vitriol gegen ein Teil Salpeter genommen / und daraus ein Wasser destillieret / ist gut zu gebrauchen die Metallen damit aufzulösen / und voneinander zu scheiden / als Gold von dem Silber / und Silber vom Gold / welches im vierten Teil umständlich soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1120,"date":1659,"orig":"Soſten dienet auch ſolches Starckwaſſer zu vielen andern operationibus Chymicis, die Metallen damit zu ſolviren/ vnd bequem zu machen/ deſto leichter in Medicamenten zu bringen:","norm":"Soßten dient auch solches Starkwasser zu vielen anderen operationibus Chymicis, die Metallen damit zu solvieren / und bequem zu machen / desto leichter in Medikamenten zu bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.918000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1121,"date":1659,"orig":"Weilen aber ein Spiritus Nitri, vnd Aqua-fort beynahe ein Ding ſeyn/ vnd gleiche Wuͤrckung haben/ dann ſo ein Aqua-fort dephlegmiret vnd rectificiret wird/ eben dasjenige damit kan außgerichtet werden/ welches dem Spiritu Nitri zu thun moͤglich iſt.","norm":"Weilen aber ein Spiritus Nitri, und Aqua-fort beinahe ein Ding sein / und gleiche Wirkung haben / dann so ein Aqua-fort dephlegmieret und rektifizieret wird / eben dasjenige damit kann ausgerichtet werden / welches dem Spiritu Nitri zu tun möglich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409299850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1122,"date":1659,"orig":"Vnd hergegen ein Spiritus Nitri alles einem Aqua-fort gleich thun kan/ darumb es allhier dabey beruhen/ vnd in dem Vierdten Theil weiter davon gehandelt werden ſoll.","norm":"Und hingegen ein Spiritus Nitri alles einem Aqua-fort gleich tun kann / darum es allhier dabei beruhen / und in dem vierten Teil weiter davon gehandelt werden soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8343000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1123,"date":1659,"orig":"Nun weiß ich gewiß/ daß ich allhier von vnerfahrnen Laboranten/ (welche all jhr Werck auß Gewonheit alſo dahin thun/ vnd im geringſten nichts gruͤndlich betrachten) ein Ketzer ſeyn muß (weilen ich lehre/ daß ein Aqua-fort von Vitriol vnd Salpeter gemacht/ eben ſolcher Natur ſey/ als ein Spiritus Nitri, welcher ohne Vitriol gemacht worden iſt/) vnd ſagen/ daß ein Aqua-fort auch eines Spiritus Vitrioli theilhafftig ſey/ weilen Vitriol in der Bereytung dazu gebraucht wird.","norm":"Nun weiß ich gewiss / dass ich allhier von unerfahrenen Laboranten / (welche all ihr Werk aus Gewohnheit also dahin tun / und im Geringsten nichts gründlich betrachten) ein Ketzer sein muss (weilen ich lehre / dass ein Aqua-fort von Vitriol und Salpeter gemacht / eben solcher Natur sei / als ein Spiritus Nitri, welcher ohne Vitriol gemacht worden ist /) und sagen / dass ein Aqua-fort auch eines Spiritus Vitriole teilhaftig sei / weilen Vitriol in der Bereitung dazu gebraucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6458001136779785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1124,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ ob ſchon Vitriol zu der Bereytung genommen wird/ dan- noch von ſeinem Spiritu nichts/ oder aber ſehr wenig mit dem Spiritu Nitri in der Diſtillation uͤbergehet/ vnd dem Spiritu Nitri gleich/ ſo hoch nicht mit ſo kleiner Hitze ſteygen kan/ vnd wird der Vitriol nur zu dem Salpeter genommen/ daß er deſſelben Zuſammenfluß verhindere/ vnd deſto beſſer vnd leichter in einen Spiritum koͤnne getrieben werden.","norm":"Darauf ich antworte / ob schon Vitriol zu der Bereitung genommen wird / dan- noch von seinem Spiritu nichts / oder aber sehr wenig mit dem Spiritu Nitri in der Destillation übergehet / und dem Spiritu Nitri gleich / so hoch nicht mit so kleiner Hitze steigen kann / und wird der Vitriol nur zu dem Salpeter genommen / dass er desselben Zusammenfluss verhindere / und desto besser und leichter in einen Spiritum könne getrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335700035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1125,"date":1659,"orig":"Vnd weiters zu beweiſen/ kan der Vnglaubige vnter einem Spiritu Nitri, welcher per ſe gemacht iſt worden/ ein wenig Olei Vitrioli thun/ welches auch per ſe gemacht ſeye/ vnd damit verſuchen verguͤldes Silber zu ſolviren/ ſo wird er befinden/ daß ſein Spiritus Nitri durch den Spiritum Vitrioli vntuͤchtig zum ſcheyden worden ſeye/ dann es das Gold mercklich raubet/ welches ein Aqua-fort nicht thut.","norm":"Und weiteres zu beweisen / kann der Ungläubige unter einem Spiritu Nitri, welcher per se gemacht ist worden / ein wenig Olei Vitriole tun / welches auch per se gemacht sei / und damit versuchen vergolde Silber zu solvieren / so wird er befinden / dass sein Spiritus Nitri durch den Spiritum Vitriole untüchtig zum Scheiden worden sei / dann es das Gold merklich raubet / welches ein Aqua-fort nicht tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1126,"date":1659,"orig":"CAP. XL. De Spiritu Nitri Sulphurato.","norm":"CAP. XL. De Spiritu Nitri Sulphurato.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.251500129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1127,"date":1659,"orig":"ES kan auch ein Spiritus Nitri durch Schwefel gemacht werden/ welches noch bey vielen im Gebrauch iſt/ daß ſie in einem ſtarcken erdenen Retorten/ welcher in einem Ofen eingemauret/ Salpeter haben laſſen flieſſen/ welcher Retort oben eine Roͤhre gehabt/ dadurch ſie auff den gefloſſenen vnd gluͤenden Salpeter immer ein Stuͤcklein Schwefel einer Erbeiß gros nach dem andern hineyn geworffen/ der ſich darauff hat angezuͤnd/ vnd alſo zugleich dem Nitro einen Spiritum geben.","norm":"Es kann auch ein Spiritus Nitri durch Schwefel gemacht werden / welches noch bei vielen im Gebrauch ist / dass sie in einem starken erdenen Retorten / welcher in einem Ofen eingemauert / Salpeter haben lassen fließen / welcher Retorte oben eine Röhre gehabt / dadurch sie auf den geflossenen und glühenden Salpeter immer ein Stücklein Schwefel einer Erbeiß groß nach dem anderen hineingeworfen / der sich darauf hat Angezünde / und also zugleich dem Nitro einen Spiritum geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.52239990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1128,"date":1659,"orig":"Welches etliche einen Spiritum Nitri, andere ein Oleum Sulphuris genennet haben; iſt aber keines von beyden/ dann man die Metallen damit nicht/ gleich wie mit einem andern Spiritu Nitri oder Sulphuris, ſolviren kan.","norm":"Welches etliche einen Spiritum Nitri, andere ein Oleum Sulphuris genannt haben; ist aber keines von beiden / dann man die Metallen damit nicht / gleich wie mit einem anderen Spiritu Nitri oder Sulphuris, solvieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538300037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1129,"date":1659,"orig":"Auch iſt er zur Medicin nicht ſonderlich dienſtlich/ welcher/ ſo er zu einigen operationibus Chymicis gut were/ derſelbe durch mein Inſtrumentum Diſtillatorium allhier leichtlich in groſſer Quantitaͤt zu machen koͤnte gelehret werden.","norm":"Auch ist er zur Medizin nicht sonderlich dienstlich / welcher / so er zu einigen operationibus Chymicis gut wäre / derselbe durch mein Instrumentum Distillatorium allhier leichtlich in großer Quantität zu machen könnte gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.573200225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1130,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1131,"date":1659,"orig":"So aber Salpeter mit Sulphure in rechter Proportion vermiſchet/ vnd in den erſten Ofen auff gluͤende Kohlen getragen wird/ ſo wird alles verbrand/ vnd gehet ein wunderbarlicher Spiritus uͤber/ deſſen Tugenden allhier zu beſchreiben nicht noͤthig iſt/ ſondern an einem andern Orth mehrers davon gemeldet werden ſoll.","norm":"So aber Salpeter mit Sulphure in rechter Proportion vermischet / und in den ersten Ofen auf glühende Kohlen getragen wird / so wird alles verbrannt / und geht ein wunderbarlicher Spiritus über / dessen Tugenden allhier zu beschreiben nicht nötig ist / sondern an einem anderen Ort mehreres davon gemeldet werden soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188099861145019} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1132,"date":1659,"orig":"CAP. XLI. De Cliſſo.","norm":"CAP. XLI. De Clisso.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.133800029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1133,"date":1659,"orig":"ES wird bey den neweren Medicis eines Spiritus gedacht/ welchen ſie von Antimonio, Sulphure vnd Nitro, gleiches Gewichts machen/ vnd ſolchen Cliſſum nennen/ den ſie in hohen Ehren halten/ vnd nicht ohne Vrſach/ dann er viel gutes thun kan/ ſo er wol bereytet iſt.","norm":"Es wird bei den neueren Medicis eines Spiritus gedacht / welchen sie von Antimonio, Sulphure und Nitro, gleiches Gewichts machen / und solchen Clissum nennen / den sie in hohen Ehren halten / und nicht ohne Ursache / dann er viel Gutes tun kann / so er wohl bereitet ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310200214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1134,"date":1659,"orig":"Vnd hat der Inventor ſolchen zu machen einen Retorten mit einer Roͤhren dazu gebrauchet/ gleich wie bey dem Spiritu Nitri Sulphurato gemeldet worden/ dadurch er ſeine Mixtur hineyn geworffen hat.","norm":"Und hat der Inventor solchen zu machen einen Retorten mit einer Röhren dazu gebraucht / gleich wie bei dem Spiritu Nitri Sulphurato gemeldet worden / dadurch er seine Mixtur hineingeworfen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.687699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1135,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches ein guter Weg/ ſo man keinen beſſern weiß/ ſo aber dem auctori meine invention vnd Modus diſtillandi bekand geweſen were/ zweiffele ich nicht/ er wuͤrde ſeinen geſchnaͤbelten Retorten an ein Seyten geſetzet/ vnd den meinigen gebrauchet haben.","norm":"Und ist solches ein guter Weg / so man keinen besseren weiß / so aber dem auctori meine Invention und Modus distillandi bekannt gewesen wäre / zweifele ich nicht / er würde seinen geschnäbelten Retorten an ein Seiten gesetzt / und den meinigen gebraucht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893899917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1136,"date":1659,"orig":"Die Species zwar ſeyn gut/ aber das Gewicht nicht:","norm":"Die Species zwar sein gut / aber das Gewicht nicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.029500007629394} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1137,"date":1659,"orig":"Dann was dienet ſo viel Sulphuris dabey welcher doch mit ſo wenigem Nitro ſich nicht verbrennen kan?","norm":"Dann was dient so viel Sulphuris dabei welcher doch mit so wenigem Nitro sich nicht verbrennen kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.013299942016602} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1138,"date":1659,"orig":"Wann er aber nicht verbrennet/ vnd ſich nur allein ſublimiret/ den Hals des Retorten verſtopffet/ dadurch die Diſtillation verhindert wird/ wie kan er dann Kraͤffte von ſich geben?","norm":"Wann er aber nicht verbrennet / und sich nur allein sublimieret / den Hals des Retorten verstopfet / dadurch die Destillation verhindert wird / wie kann er dann Kräfte von sich geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782299995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1139,"date":1659,"orig":"Darumb ſo viel Sulphuris nicht dazu ſolte genommen werden/ ſondern nicht mehr als zu dem anzuͤnden des Salpeters gehoͤrig iſt.","norm":"Darum so viel Sulphuris nicht dazu sollte genommen werden / sondern nicht mehr als zu dem Anzünden des Salpeters gehörig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8678998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1140,"date":1659,"orig":"Nemblich zu einem Pfund Salpeter 8. Loth/ weilen aber auch Antimonium dazu kompt/ der dann auch viel Sulphuris hat/ (dann kein Antimonium ſo rein gefunden wird/ welcher nicht viel brennenden Sulphurs bey ſich hat) wie im Vierdten Theil dieſes Buchs bewieſen wird; darumb vnnoͤtig iſt/ daß man ſo viel Sulphur zu Antimonio ſetze/ ſolchen brennend zu machen/ weilen er ſelbſten genug bey ſich fuͤhret.","norm":"nämlich zu einem Pfund Salpeter 8. Lot / weilen aber auch Antimonium dazukommt / der dann auch viel Sulphuris hat / (dann kein Antimonium so reingefunden wird / welcher nicht viel brennenden Sulfurs bei sich hat) wie im vierten Teil dieses Buchs bewiesen wird; darum unnötig ist / dass man so viel Sulphur zu Antimonio setze / solchen brennend zu machen / weilen er selbst genug bei sich führt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114799976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1141,"date":1659,"orig":"Will derohalben meine Compoſition allhier ſetzen/ welche ich beſſer als die erſte befunden hab.","norm":"Will derohalben meine Komposition allhier setzen / welche ich besser als die erste befunden habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.46589994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1142,"date":1659,"orig":"Nimb Antimonii ℔ j. Salis Nitri ℔ ij. Sulphuris uncias iij. die ſpecies muͤſſen klein pulveriſiret/ vnd wol vntereinander vermiſchet werden/ vnd davon auff einmal ein oder zwo Vntzen mit einem Loͤffel eyngetragen/ ſo wird davon ein ſulphuriſcher Spiritus acidus Antimonii uͤbergehen/ welcher ſich in das vorgeſchlagene Waſſer im Recipienten ſetzen wird.","norm":"Nimm Antimonii ℔ j. Salis Nitri ℔ ij. Sulphuris uncias iij. die species müssen klein pulverisieret / und wohl untereinander vermischet werden / und davon auf einmal ein oder zwei Unzen mit einem Löffel eingetragen / so wird davon ein sulphurischer Spiritus acidus Antimonii übergehen / welcher sich in das vorgeschlagene Wasser im Rezipienten setzen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231100082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1143,"date":1659,"orig":"Der nach vollendter Diſtillation außgenommen vnd wol verwahret/ zu ſeinem gebrauch behalten werden kan.","norm":"Der nach vollendeter Destillation ausgenommen und wohl verwahret / zu seinem Gebrauch behalten werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1697998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1144,"date":1659,"orig":"Iſt ein nuͤtzliches Sudoriferum, inſonderheit in allen febribus, peſte, epilepſiâ, vnd allen andern Kranckheiten da ſchwitzens vonnoͤten iſt/ das Caput mortuum kan in dem Ofen des erſten Theils in flores ſublimiret werden.","norm":"Ist ein nützliches Sudoriferum, in Sonderheit in allen febribus, peste, epilepsia, und allen anderen Krankheiten da Schwitzens vonnöten ist / das Caput mortuum kann in dem Ofen des ersten Teils in flores sublimieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093299865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1145,"date":1659,"orig":"CAP. XLII. De Spiritu Nitri Tartariſato.","norm":"CAP. XLII. De Spiritu Nitri Tartarisato.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":8.290800094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1146,"date":1659,"orig":"EBen auff ſolche Weiſe kan auch auß Nitro vnd Tartaro, gleiches Gewichts ein Schweißtreibender guter Spiritus diſtilliret werden/ welcher in peſte vnd febribus malignis zu gebrauchen ſehr gut iſt.","norm":"Eben auf solche Weise kann auch aus Nitro und Tartaro, gleiches Gewichts ein Schweißtreibender guter Spiritus destillieret werden / welcher in peste und febribus malignis zu gebrauchen sehr gut ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.484899997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1147,"date":1659,"orig":"Das Caput mortuum iſt ein guter Fluß die calces metallorum damit zu reduciren/ oder aber in humido, zu einem Oleo Tartari flieſſen laſſen.","norm":"Das Caput mortuum ist ein guter Fluss die calces metallorum damit zu reduzieren / oder aber in humido, zu einem Oleo Tartari fließen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.59089994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1148,"date":1659,"orig":"CAP. XLIII. De Spiritu Antimonii Tartariſato.","norm":"CAP. XLIII. De Spiritu Antimonii Tartarisato.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.096099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1149,"date":1659,"orig":"NOch ein viel kraͤfftiger Spiritus kan von Tartaro Nitro, vnd Antimonio, eins ſo viel als des andern/ vnd vntereinander pulveriſiret/ genommen vnd bereytet werden/ welcher zwar ſo lieblich nicht zu nehmen/ darumb er aber nicht zu ſchewen iſt.","norm":"Noch ein viel kräftiger Spiritus kann von Tartaro Nitro, und Antimonio, eins so viel als des anderen / und untereinander pulverisieret / genommen und bereitet werden / welcher zwar so lieblich nicht zu nehmen / darum er aber nicht zu scheuen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288000106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1150,"date":1659,"orig":"Dann er nicht allein in Peſte vnd Febribus, ſondern in allen obſtructionibus, vnd putredine ſanguinis mit Verwunderung ſeiner ſchnellen Huͤlff kan gebraucht werden.","norm":"Dann er nicht allein in Peste und Febribus, sondern in allen obstructionibus, und putredine sanguinis mit Verwunderung seiner schnellen Hilfe kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.058800220489502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1151,"date":1659,"orig":"Das Caput mortuum kan außgenommen/ vnd in einem Tiegel geſchmoltzen werden/ gibt einen Regulum, deſſen Gebrauch in dem vierdten Theil beſchrieben iſt.","norm":"Das Caput mortuum kann ausgenommen / und in einem Tiegel geschmolzen werden / gibt einen Regulum, dessen Gebrauch in dem vierten Teil beschrieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1152,"date":1659,"orig":"Auß den Schlacken kan mit Spiritu Vini eine rote Tinctur extrahiret werden/ welche in vielen Kranckheiten zu gebrauchen ſehr dienſtlich iſt.","norm":"Aus den Schlacken kann mit Spiritu Vini eine rote Tinktur extrahieret werden / welche in vielen Krankheiten zu gebrauchen sehr dienstlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.423600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1153,"date":1659,"orig":"Ehe aber dieſelbe mit Spiritu Vini extrahiret wird/ kan man darauß mit ſuͤſſen Waſſer ein rotes Lixivium ſolviren/ welches aͤuſſerlich zu Maͤngeln der Haut dieſelbe von Kraͤtzen zu befreyen kan gebraucht werden.","norm":"Ehe aber dieselbe mit Spiritu Vini extrahieret wird / kann man daraus mit süßen Wasser ein rotes Lixivium solvieren / welches äußerlich zu Mängeln der Haut dieselbe von Krätzen zu befreien kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7204999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1154,"date":1659,"orig":"Sonſten kan man ſolches Lixivium mit Aceto, oder einem andern Spiritu acido uͤbergieſſen/ ſo faͤllt ſich ein rothes Pulver darauß/ welches/ ſo es abgeſuͤſſet vnd getrucknet werden/ zur Medicin kan gebraucht werden.","norm":"Sonsten kann man solches Lixivium mit Aceto, oder einem anderen Spiritu acido übergießen / so fällt sich ein rotes Pulver daraus / welches / so es abgesüßt und getrocknet werden / zur Medizin kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.832499980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1155,"date":1659,"orig":"Wird von etlichen Sulphur Auratum Diaphoreticum genennet/ iſt aber nicht Diaphoretiſch/ ſondern macht noch ſtarcke Vomitus, kan derohalben im Fall der Noth/ wann nichts beſſers vorhanden iſt/ pro Vomitorio, à gran. 6. 7. 9. ad 15. gebraucht werden.","norm":"Wird von etlichen Sulphur Auratum Diaphoreticum genannt / ist aber nicht Diaphoretisch / sondern macht noch starke Vomitus, kann derohalben im Fall der Not / wann nichts Besseres vorhanden ist / pro Vomitorio, à gran. 6. 7 . 9. ad 15. gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.944200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1156,"date":1659,"orig":"Auch kan außden Schlacken mit Spiritu Urinæ ein ſchoͤner Sulphur darauß extrahiret/ vnd uͤber den Helm gefuͤhret werden/ welcher zu allen Kranckheiten der Lungen ſehr dienſtlich iſt.","norm":"Auch kann außden Schlacken mit Spiritu Urinae ein schöner Sulphur daraus extrahieret / und über den Helm geführt werden / welcher zu allen Krankheiten der Lungen sehr dienstlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.691400051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1157,"date":1659,"orig":"CAP. 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XLIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.452899932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1158,"date":1659,"orig":"Von den Steinkohlen.","norm":"Von den Steinkohlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.438700199127197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1159,"date":1659,"orig":"SO man Steinkohlen mit gleich ſchwer Salis Nitri vermiſchet vnd diſtilliret/ gibt einen wunderbarlichen ſpiritum, zu aͤuſſerlichen Schaͤden ſehr gut zu gebrauchen/ dann er reiniget vnd zeucht die Wunden zuſammen gewaltiglich/ vnd gehet auch zugleich ein metalliſche Krafft uͤber/ in forma pulveris rubei, welche man von dem ſpiritu ſcheyden/ vnd zu ſeinem Gebrauch bewahren muß:","norm":"So man Steinkohlen mit gleich schwer Salis Nitri vermischet und destillieret / gibt einen wunderbarlichen spiritum, zu äußerlichen Schäden sehr gut zu gebrauchen / dann er reiniget und zieht die Wunden zusammen gewaltig / und geht auch zugleich ein metallische Kraft über / in forma pulveris rubei, welche man von dem spiritu scheiden / und zu seinem Gebrauch bewahren muss:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113200187683105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1160,"date":1659,"orig":"So man aber Steinkohlen alſo per ſe eyntraͤgt/ vnd diſtilliret/ ſo gehet nicht allein ein ſcharpffer ſpiritus, ſondern auch ein hitziges vnd blutrotes Oleum uͤber/ welches alle feuchte Ulcera gewaltig trucknet vnd heylet:","norm":"So man aber Steinkohlen also per se eynträgt / und destillieret / so geht nicht allein ein scharfer spiritus, sondern auch ein hitziges und blutrotes Oleum über / welches alle feuchte Ulcera gewaltig trocknet und heilet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.327899932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1161,"date":1659,"orig":"Inſonderheit heylet es den Erbgrind vor all andern Medicinen/ vnd conſumiret alle feuchte vnd ſchwamhafftige Gewaͤchs der Haut/ ſie ſeyen wo ſie auch wollen/ ſo man aber Steinkohlen in dem Ofen des erſten Theils ſublimiret/ ſo gehen neben einem metalliſchen ſauren ſpiritu auch viel ſchwartze leichte flores uͤber/ welche alles Blut ſchnell ſtillen/ vnd auch vnter emplaſtra zu malaxiren/ nicht geringer ſeyn als andere metalliſche flores.","norm":"Insonderheit heilet es den Erbgrind vor all anderen Medizinen / und konsumieret alle feuchte und schwamhafftige Gewächs der Haut / sie seien wo sie auch wollen / so man aber Steinkohlen in dem Ofen des ersten Teils sublimieret / so gehen neben einem metallischen sauren spiritu auch viel schwarze leichte flores über / welche alles Blut schnell stillen / und auch unter emplastra zu malaxiren / nicht geringer sein als andere metallische flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.74429988861084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1162,"date":1659,"orig":"CAP. XLV. De Spiritu Nitri vel Aqua-forti Sulphureis.","norm":"CAP. XLV. De Spiritu Nitri vel Aqua-forti Sulphureis.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.714799880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1163,"date":1659,"orig":"WAnn man von einem Theil Schwefel/ zwey Theilen Salpeter/ vnd drey Theilen Vitriol, ein Waſſer diſtilliret/ ſo bekompt man ein gradirend Scheidewaſſer/ welches ſtarck nach Schwefel raͤucht/ dann der ſulphur durch Nitrum vnd Vitriolum, volatiliſch gemacht wird/ iſt beſſer zum ſcheiden der Metallen als ein gemeines:","norm":"Wann man von einem Teil Schwefel / zwei Teilen Salpeter / und drei Teilen Vitriol, ein Wasser destillieret / so bekommt man ein gradierend Scheidewasser / welches stark nach Schwefel raucht / dann der sulphur durch Nitrum und Vitriolum, volatilisch gemacht wird / ist besser zum Scheiden der Metallen als ein gemeines:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7667999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1164,"date":1659,"orig":"Silbel darein geleget/ wird ſchwartz/ aber nicht fix/ etwas davon in ſolutionem Lunæ gegoſſen/ faͤllt viel ſchwartzer Kalck zu Boden/ beſtehet aber noch nicht die Proben.","norm":"Silbel darein gelegt / wird schwarz / aber nicht fix / etwas davon in solutionem Lunae gegossen / fällt viel schwarzer Kalk zu Boden / bestehet aber noch nicht die Proben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.234700202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1165,"date":1659,"orig":"Vnd kan per rectificationem davon ein ſtarcker ſpiritus volatilis ſulphureus abſtrahiret werden/ welcher gleiche Tugenden hat/ ſo wol innerlich als außwendig zu Baͤdern/ vnd gleich wie ein ſpiritus volatilis Vitrioli oder Aluminis gebrauchet werden kan.","norm":"Und kann per rectificationem davon ein starker spiritus volatilis sulphureus abstrahieret werden / welcher gleiche Tugenden hat / so wohl innerlich als auswendig zu Bädern / und gleich wie ein spiritus volatilis Vitrioli oder Aluminis gebraucht werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39300012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1166,"date":1659,"orig":"CAP. XLVI. De Spiritu Arſenici Nitroſo.","norm":"CAP. XLVI. De Spiritu Arsenici Nitroso.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":7.894400119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1167,"date":1659,"orig":"ARſenicum album vnd Nitrum purum zuſammen gleiches Gewichts/ klein gerieben vnd diſtillirt/ gibt einen blawen ſpiritum, welcher ſehr ſtarck iſt/ es muß aber kein Waſſer vorgeſchlagen werden/ ſonſten wuͤrde er weiß werden/ dann das Arſenicum, davon die blawe kompt/ wird durch das Waſſer præcipitiret/ dieſer ſpiritus ſolviret vnd gradiret/ das Kupffer weiß als Silber/ auch geſchmeidig/ aber nicht fix.","norm":"Arsenicum album und Nitrum purum zusammen gleiches Gewichts / klein gerieben und destilliert / gibt einen blauen spiritum, welcher sehr stark ist / es muss aber kein Wasser vorgeschlagen werden / sonsten würde er weiß werden / dann das Arsenicum, davon die blaue kommt / wird durch das Wasser präzipitieret / dieser spiritus solvieret und gradieret / das Kupfer weiß als Silber / auch geschmeidig / aber nicht fix.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344500064849853} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1168,"date":1659,"orig":"Das zuruͤck bleibende Caput mortuum machet das Kupffer auch weiß/ ſo es damit cimentiret wird/ aber gantz bruͤchig vnd vngeſchmeidig/ wie aber auß dem Arſenico gut Silber mit Nutzen kan geſeigert werden/ wirſtu im vierdten Theil finden.","norm":"Das zurück bleibende Caput mortuum macht das Kupfer auch weiß / so es damit zimentieret wird / aber ganz brüchig und ungeschmeidig / wie aber aus dem Arsenico gut Silber mit Nutzen kann geseigert werden / wirst du im vierten Teil finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2118000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1169,"date":1659,"orig":"In medicina dienet der blawe ſpiritus zu allen uͤmbſichfreſſenden cancroſichſen Schaͤden/ dieſelben damit angeſtrichen/ werden getoͤdet/ vnd zur Heylung bequem gemacht.","norm":"In medicina dient der blaue spiritus zu allen ümbsichfressenden cancrosichsen Schäden / dieselben damit angestrichen / werden getötet / und zur Heilung bequem gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9679999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1170,"date":1659,"orig":"CAP XLVII.","norm":"CAP XLVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.495999813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1171,"date":1659,"orig":"Von Sulphure, Tartaro crudo vnd Nitro einen Spiritum zu machen.","norm":"Von Sulphure, Tartaro crudo und Nitro einen Spiritum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.547800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1172,"date":1659,"orig":"SO man ein Theil Sulphuris, 2. Theil Tartari crudi, vnd 4. Theil Nitri zuſammen reibet/ vnd Philoſophicè diſtilliret/ ſo kompt ein wunderbarlicher ſpiritus uͤber/ welcher das ſeine in Medicina vnd Alchymia wol thun kan.","norm":"So man ein Teil Sulphuris, 2. Teil Tartari crudi, und 4. Teil Nitri zusammen reibet / und Philosophice destillieret / so kommt ein wunderbarlicher spiritus über / welcher das seine in Medicina und Alchimie wohltun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481900215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1173,"date":1659,"orig":"Aber ich will niemand rathen/ daß er ſolchen in einem Retorten zu diſtilliren vnterſtehe/ dann dieſe Mixtur/ wann ſie von vnten auff warm wird/ gleich als ein Buͤchſenpulver ſchlaͤget/ ſo ſie aber von oben mit einer gluͤenden Kohlen angezuͤndet wird/ fulminiret dieſelbe nicht/ ſonder brennet nur als ein ſchnell Fewer hinweg; koͤnnen Metalla damit reduciret vnd geſchmoltzen werden.","norm":"Aber ich will niemand raten / dass er solchen in einem Retorten zu destillieren unterstehe / dann diese Mixtur / wann sie von unten auf warm wird / gleich als ein Büchsenpulver schlägt / so sie aber von oben mit einer glühenden Kohlen angezündet wird / fulminiret dieselbe nicht / sonder brennet nur als ein schnell Feuer hinweg; können Metalla damit reduzieret und geschmolzen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156899929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1174,"date":1659,"orig":"CAPUT XLVIII.","norm":"CAPUT XLVIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":7.143499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1175,"date":1659,"orig":"Von Sale Tartari, Sulphure, vnd Nitro einen Spiritum zu machen.","norm":"Von Sale Tartari, Sulphure, und Nitro einen Spiritum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.488699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1176,"date":1659,"orig":"WAnn 1. Theil ſalis tartari, 1½ Theil ſulphuris mit 3. Theil ſalis nitri zuſammen gerieben werden/ wird ein Compoſition darauß/ welche fulminirt/ gleich wie ein Aurum tonitruans, vnd kan dieſelbe auch auff ſolche Weiſe/ gleich wie oben bey dem Golde gelehret worden/ in Flores vnd Spiritus diſtilliret werden.","norm":"Wann 1. Teil salis tartari, 11/2 Teil sulphuris mit 3. Teil salis nitri zusammen gerieben werden / wird ein Komposition daraus / welche fulminirt / gleich wie ein Aurum tonitruans, und kann dieselbe auch auf solche Weise / gleich wie oben bei dem Golde gelehrt worden / in Flores und Spiritus destillieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355999946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1177,"date":1659,"orig":"Welche nicht ohne ſonderbahre Wuͤrckung ſeyn.","norm":"Welche nicht ohne sonderbare Wirkung sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7108001708984375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1178,"date":1659,"orig":"Nam unius corruptio alterius generatio eſt.","norm":"Nam unius corruptio alterius generatio est.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.599299907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1179,"date":1659,"orig":"CAP. XLIX.","norm":"CAP. XLIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.416500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1180,"date":1659,"orig":"Wie man von Saͤgſpaͤhn/ Schwefel/ vnd Salpeter einen Spiritum machen ſoll.","norm":"Wie man von Sägespähne / Schwefel / und Salpeter einen Spiritum machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.237599849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1181,"date":1659,"orig":"SO man eine Mixtur machet/ von 1. Theil Saͤgſpaͤhn von Linden Holtz gemacht/ vñ 2. Theilen guten Schwefel/ vnd 9. Theilen gelaͤuterten vnd wol getruckneten Salpeter/ davon immer ein wenig nach dem andern eyntraͤgt/ ſo gehet ein ſaurer ſpiritus uͤber/ welcher aͤuſſerlich/ vnreine Wunden damit zu reinigen/ kan gebrauchet werden.","norm":"So man eine Mixtur macht / von 1. Teil Sägespähne von Linden Holz gemacht / und 2. Teilen guten Schwefel / und 9. Teilen geläuterten und wohl getrockneten Salpeter / davon immer ein wenig nach dem anderen einträgt / so geht ein saurer spiritus über / welcher äußerlich / unreine Wunden damit zu reinigen / kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121300220489502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1182,"date":1659,"orig":"So man aber vnter dieſe Compoſition klein pulveriſirte Mineralia, oder Metalla miſchet/ vnd dann alſo mit eyntragen diſtilliret/ ſo gehet nicht allein ein kraͤfftiger ſpiritus Metallicus, ſondern auch viel Flores, nach Art des Minerals mit uͤber/ nicht kleiner Tugenden/ dann die Mineralia vnd Metalla durch dieſes ſchnelle Fewer zerſtoͤret/ vnd gleichſamb ein Verbeſſerung erlangen/ davon viel zu ſchreiben were/ aber nicht rathſamb alles zu offenbaren/ betrachte dieſen Spruch der Philoſ. Eſt impoſſibile Sulphur ſine flamma delere.","norm":"So man aber unter diese Komposition klein pulverisierte Mineralia, oder Metalla mischet / und dann also mit eintragen destillieret / so geht nicht allein ein kräftiger spiritus Metallicus, sondern auch viel Flores, nach Art des Minerals mit über / nicht kleiner Tugenden / dann die Mineralia und Metalla durch dieses schnelle Feuer zerstöret / und gleichsam ein Verbesserung erlangen / davon viel zu schreiben wäre / aber nicht ratsam alles zu offenbaren / betrachte diesen Spruch der Philos. Est impossibile Sulphur sine flamma delere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6975998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1183,"date":1659,"orig":"Calcis aduſtibile quod præſtat foſſa mineræ.","norm":"Calcis adustibile quod praestat fossa minerae.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":6.31059980392456} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1184,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen auch alle fluͤſſige Mineralien vnd Metallen in momento auff einem Tiſch in einer Hand oder in einer Nußſchalen nicht allein geſchmoltzen/ ſondern auch cupelliret werden/ dardurch ſonderbare Proben der Ertze vnd Metallen viel beſſer als auff Cupellen tractiret/ koͤnnen gethan werden/ davon weiters im Vierdten Theil.","norm":"Und können auch alle flüssige Mineralien und Metallen in momento auf einem Tisch in einer Hand oder in einer Nussschalen nicht allein geschmolzen / sondern auch cupelliret werden / dadurch sonderbare Proben der Erze und Metallen viel besser als auf Cupellen traktiert / können getan werden / davon weiteres im vierten Teil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585700035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1185,"date":1659,"orig":"Allhier iſt vns eine Thuͤr zu hohen Dingen eroͤffnet/ wird vns der eyngang geſtattet vnd zugelaſſen/ ſo doͤrffen wir weiters keine Buͤcher mehr/ die Kunſt darinnen zu ſuchen.","norm":"Allhier ist uns eine Tür zu hohen Dingen eröffnet / wird uns der Eingang gestattet und zugelassen / so dürfen wir weiteres keine Bücher mehr / die Kunst darinnen zu suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.670000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1186,"date":1659,"orig":"CAP. L.","norm":"CAP. L.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.7993998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1187,"date":1659,"orig":"Durch Huͤlff des Salpeters vnd Leinentuch/ Metalliſche Spiritus vnd Flores zu machen.","norm":"Durch Hilfe des Salpeters und Leinentuch / Metallische Spiritus und Flores zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48769998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1188,"date":1659,"orig":"SO Metalla in jhren menſtruis appropriatis ſolviret vnd in der ſolution/ darin ein behoͤrlich Gewicht Salpeter zerlaſſen iſt/ reine Leinentuͤcher genetzet/ vnd getrucknet werden/ ſo hat man ein zubereytes Metall/ welches ſich anzuͤnden laͤßt/ vnd gleich wie oben bey den Saͤgſpaͤnen gemeldet/ durch Verbrennung jhres ſulphuris ſuperflui die Mercurialiſche ſubſtantia des Metalls offenbaret wird.","norm":"So Metalla in ihren menstruis appropriatis solvieret und in der Solution / darin ein behörlich Gewicht Salpeter zerlassen ist / reine Leinentücher genetzt / und getrocknet werden / so hat man ein zubereite Metall / welches sich anzünden lässt / und gleich wie oben bei den Sägspänen gemeldet / durch Verbrennung ihres sulphuris superflui die Mercurialische substantia des Metalls offenbaret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80049991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1189,"date":1659,"orig":"Vnd nach geſchehener Diſtillation wird ein ſonderbarer purificirter Calx gefunden/ welcher durch anreiben andere metalla faͤrbet/ als von Gold verguͤldet er Silber/ ein Silber Calx verſilbert Kupffer/ ein Kupffer Calx, verkuͤpffert Eyſen/ ꝛc.","norm":"Und nach geschehener Destillation wird ein sonderbarer purifizierter Calx gefunden / welcher durch Anreiben andere metalla färbet / als von Gold vergüldet er Silber / ein Silber Calx versilbert Kupfer / ein Kupfer Calx, verkupfert Eisen / etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.64900016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1190,"date":1659,"orig":"Welche Faͤrbung zwar keinen ſonderbaren Nutzen geben kan/ iſt nur die Moͤglichkeit zu ſehen beſchrieben worden/ doch moͤchte vielleicht auch noch etwas gutes dahinden ſtecken/ welches nicht jederman zu wiſſen gegeben iſt.","norm":"Welche Färbung zwar keinen sonderbaren Nutzen geben kann / ist nur die Möglichkeit zu sehen beschrieben worden / doch möchte vielleicht auch noch etwas gutes dahinten stecken / welches nicht jedermann zu wissen gegeben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.760200023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1191,"date":1659,"orig":"CAP. LI.","norm":"CAP. LI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":4.88040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1192,"date":1659,"orig":"Von dem Buͤchſen-Pulver.","norm":"Von dem Büchsenpulver.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186999797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1193,"date":1659,"orig":"VOn der ſchaͤdlichen Compoſition/ vnd teuffeliſchen Mißbrauch des Buͤchſen- Pulvers were viel zu ſchreiben/ weilen aber die jetzige Welt nur jhren Luſt daran hat/ vnſchuldig Blut zu vergieſſen/ vnd nicht hoͤren mag/ daß man das Vnrecht verachte/ vnd das Gute lobe/ ſo iſt es am allerſicherſten davon geſchwiegen/ vnd einen jedwedern ſelber ſein Thun verantworten laſſen/ wann die Zeit der Rechenſchafft vnſerer Haußhaltung/ (welche vielleicht nicht weit iſt) einmal kommen wird/ da dann ein Scheydung gutes vnd boͤſes durch den Hertzenprobierer (gleich wie Gold im Fewer von ſeiner Schlacken gereinigt) angeſtellet wird.","norm":"Von der schädlichen Komposition / und teuflischen Missbrauch des Büchsen-Pulvers wäre viel zu schreiben / weilen aber die jetzige Welt nur ihren Lust daran hat / unschuldig Blut zu vergießen / und nicht hören mag / dass man das Unrecht verachte / und das Gute lobe / so ist es am allersichersten davon geschwiegen / und einen jedweden selber sein Tun verantworten lassen / wann die Zeit der Rechenschaft unserer Haushaltung / (welche vielleicht nicht weit ist) einmal kommen wird / da dann ein Scheidung gutes und böses durch den Herzenprobierer (gleich wie Gold im Feuer von seiner Schlacken gereinigt) angestellt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1194,"date":1659,"orig":"Dann wird man ſehen was fuͤr Chriſten wir geweſen ſeyn/ wir haben zwar alle den Nahmen/ beweiſen aber ſolches mit der That nicht/ will immer einer beſſer als der ander ſeyn/ vnd uͤmb eines Worts wegen/ welches dieſer anders als jener verſtehet (daran die Seligkeit doch nicht gelegen iſt) verfluchet vnd verdammet einer den andern/ verfolgen vnd beſtreiten einander bis in den Tod/ welches vns Chriſtus nicht gelehret hat/ ſondern ernſtlich befohlen iſt/ daß wir vns vntereinander lieben ſollen/ boͤſes mit gutem/ vnd nicht gutes mit boͤſem bezahlen/ wie leyder jetzunder uͤberall im Schwang gehet/ vnd bey allen Menſchen gemeyn iſt/ ein jedweder will nur ſein eygen Reputation nacht nehmen/ Gottes Ehr vnd Gebott aber wird hergegen nicht geacht/ ſondern mit Fuͤſſen getretten/ vnd hat der ſchaͤndliche Hoffart/ eyteler Ehrgeitz/ vnd Phariſeiſche Scheinheiligkeit bey den (boͤß) Gelaͤhrten alſo Vberhand genommen/ daß auch niemand von ſeiner Halsſtarꝛigkeit weichen will/ vnd ſolte auch die gantze Welt dadurch uͤmbgekehret werden.","norm":"Dann wird man sehen was für Christen wir gewesen sein / wir haben zwar alle den Namen / beweisen aber solches mit der Tat nicht / will immer einer besser als der ander sein / und um eines Worts wegen / welches dieser anders als jener verstehet (daran die Seligkeit doch nicht gelegen ist) verfluchet und verdammet einer den anderen / verfolgen und bestreiten einander bis in den Tod / welches uns Christus nicht gelehrt hat / sondern ernstlich befohlen ist / dass wir uns untereinander lieben sollen / böses mit gutem / und nicht gutes mit bösem bezahlen / wie leider jetzund überall im Schwang geht / und bei allen Menschen gemein ist / ein jedweder will nur sein eigen Reputation Nacht nehmen / Gottes Ehre und Gebot aber wird hingegen nicht geachtet / sondern mit Füßen getreten / und hat der schändliche Hoffart / Eiteler Ehrgeiz / und Pharisäische Scheinheiligkeit bei den (böse) Gelehrten also überhandgenommen / dass auch niemand von seiner Halsstarrigkeit weichen will / und sollte auch die ganze Welt dadurch umgekehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916399955749512} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1195,"date":1659,"orig":"Das las mir einer Chriſten ſeyn/ an jhren Fruͤchten ſolt jhr ſie erkennen/ vnd nicht an jhren Worten.","norm":"Das las mir einer Christen sein / an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen / und nicht an ihren Worten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.513299942016602} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1196,"date":1659,"orig":"Die Woͤlffe ſeynd nun ſo mit Schaffskleydern bedecket vnd uͤberzogen/ daß man ſchier keine mehr finden kan/ Wolffsthaten aber werden allenthalben geſpuͤret.","norm":"Die Wölfe sind nun so mit Schafskleidern bedecket und überzogen / dass man schier keine mehr finden kann / Wolfstaten aber werden allenthalben gespürt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89769983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1197,"date":1659,"orig":"Alle gute Sitten werden in boͤſe verkehret/ die Weiber werden nun Maͤnner/ die Maͤnner ſtellen ſich als Weiber/ gantz gegen Gottes vnd der Natur Eynſetzung.","norm":"Alle gute Sitten werden in böse verkehret / die Weiber werden nun Männer / die Männer stellen sich als Weiber / ganz gegen Gottes und der Natur Einsetzung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8659000396728525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1198,"date":1659,"orig":"In Summa die Welt gehet auff Gteltzen.","norm":"In Summa die Welt geht auf Gteltzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.586999893188477} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1199,"date":1659,"orig":"Wann nun Heraclitus vnd Democritus einmal dieſe gegenwaͤrtige Welt ſehen moͤchten/ ich meyne ſie wuͤrden dieſelbe zu beſchreyen vnd zu verlachen Vrſach genug finden: Iſt derohalben nicht zuverwundern/ daß Gott uͤber vns boͤſe Menſchen eine ſolche ſchroͤckliche Ruthen des Buͤchſenpulvers geſchickt hat; vnd iſt glaͤublich/ wann auff ſolche kein Beſſerung erfolget/ daß noch eine groͤſſere uͤber vns/ nemblich Donner vnd Plitz vom Himmel herab/ dadurch die Welt uͤmbgekehret/ vnd einmal allem Hoffart/ Eygennutz/ Ehrgeitz/ Betrug vnd Eytelkeit derſelben ein Ende zu machen/ kommen werde.","norm":"Wann nun Heraclitus und Democritus einmal diese gegenwärtige Welt sehen möchten / ich meine sie würden dieselbe zu beschreien und zu verlachen Ursache genug finden: Ist derohalben nicht zuverwundern / dass Gott über uns böse Menschen eine solche schreckliche Ruten des Büchsenpulvers geschickt hat; und ist glaublich / wann auf solche kein Besserung erfolget / dass noch eine größere über uns / nämlich Donner und Blitz vom Himmel herab / dadurch die Welt umgekehrt / und einmal allem Hoffart / Eigennutz / Ehrgeiz / Betrug und Eitelkeit derselben ein Ende zu machen / kommen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536099910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1200,"date":1659,"orig":"Darnach alle Creaturen/ einwal von derſelben Dienſtbarkeit auffgeloͤſet zu werden/ ſich hertzlich ſehnen vnd Verlangen tragen.","norm":"Danach alle Kreaturen / Einwal von derselben Dienstbarkeit aufgelöst zu werden / sich herzlich sehnen und Verlangen tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.806399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1201,"date":1659,"orig":"Solche Bereytung nun/ welche das allerſchaͤdlichſte Gifft/ ein Schrecken aller Lebendigen/ iſt nichts anders als ein Fulmen terreſtre, welches vns den Zorn vnb Zukunfft des Herrn verkuͤndiget.","norm":"Solche Bereitung nun / welche das schädlichste Gift / ein Schrecken aller Lebendigen / ist nichts anders als ein Fulmen terrestre, welches uns den Zorn vnb Zukunft des Herrn verkündigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.822000026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1202,"date":1659,"orig":"Dann weilen Chriſtus (die Welt zu richten) mit Donner vnd Plitz kommen ſoll/ dieſer jrꝛdiſche Donner aber vielleicht gegeben iſt/ vns dadurch des zukuͤnfftigen in forcht zu erinneren/ ſo wird doch ſolches nicht in acht genommen/ ſondern nur zur allergrewlichſten vnd ſchroͤcklichſten Plag vnd Verderben des menſchlichen Geſchlechts (wie jederman wol bekand iſt) zugerichtet vnd bereytet.","norm":"Dann weilen Christus (die Welt zu richten) mit Donner und Blitz kommen soll / dieser irdische Donner aber vielleicht gegeben ist / uns dadurch des zukünftigen in fürchtet zu erinnern / so wird doch solches nicht in Acht genommen / sondern nur zur greulichsten und schrecklichsten Plagen und Verderben des menschlichen Geschlechts (wie jedermann wohl bekannt ist) zugerichtet und bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111499786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1203,"date":1659,"orig":"Dann niemand laͤugnen kan/ daß kein ſchneller Gifft zu finden ſey/ als eben dieſes Pulver.","norm":"Dann niemand leugnen kann / dass kein schneller Gift zu finden sei / als eben dieses Pulver.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.782199859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1204,"date":1659,"orig":"Von dem Baſiliſco wird geſchrieben/ daß er die Menſchen mit ſeinem Geſicht toͤden ſolle/ davon man ſich noch huͤten vnd bewahren kan/ vnd auch derſelben (wann deren auch ſeyn) gar ſelten gefunden werden/ dieſes Gifft aber wird nun an allen Orthen vnd Enden zubereytet vnd gefunden.","norm":"Von dem Basilisco wird geschrieben / dass er die Menschen mit seinem Gesicht töten solle / davon man sich noch hüten und bewahren kann / und auch derselben (wann deren auch sein) gar selten gefunden werden / dieses Gift aber wird nun an allen Orten und Enden zubereitet und gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.586599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1205,"date":1659,"orig":"Wie offtermals geſchicht es/ daß der Donner in einen Thurn ſchlaͤgt/ dadurch er das Pulver/ ſeins gleiches entzuͤndet/ vnd in einem Augenblick alles ſo darumb iſt/ in die Lufft jaget/ dafuͤr ſich niemand verſehen/ oder dazu bereytet hat/ welches ſchroͤcklich zu hoͤren iſt.","norm":"Wie öftermals geschieht es / dass der Donner in einen Turm schlägt / dadurch er das Pulver / seins Gleiches entzündet / und in einem Augenblick alles so darum ist / in die Luft jaget / dafür sich niemand versehen / oder dazu bereitet hat / welches schrecklich zu hören ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098899841308594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1206,"date":1659,"orig":"Deßgleichen geſchicht auch/ wann eine Stadt von den Feinden belaͤgert/ miniret/ oder vntergraben wird/ dadurch ein gros Stuͤck derſelben in momento, mit allen die es begreiffet/ ploͤtzlich vnd jaͤmmerlich zum Tode bringet/ vnd was dergleichen viel andere Gefaͤhrligkeiten/ welche dadurch entſtehen koͤnnen/ mehr ſeyn.","norm":"Desgleichen geschieht auch / wann eine Stadt von den Feinden belagert / minieret / oder untergraben wird / dadurch ein groß Stück derselben in momento, mit allen die es begreifet / plötzlich und jämmerlich zum Tode bringt / und was dergleichen viel andere Gefährlichkeiten / welche dadurch entstehen können / mehr sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.21150016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1207,"date":1659,"orig":"Wie koͤndte doch ein ſchnellers vnd gefaͤhrlichers Gifft erdacht werden?","norm":"Wie könnte doch ein Schnellers und gefährlicheres Gift erdacht werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01639986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1208,"date":1659,"orig":"Ich vermeyne niemand zu ſeyn/ welcher dieſes nicht dafuͤr erkennen werde.","norm":"Ich vermeine niemand zu sein / welcher dieses nicht dafür erkennen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4253997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1209,"date":1659,"orig":"Weilen dann von den alten Philoſophis vnd Chymicis allzeit dafuͤr gehalten worden/ je groͤſſer ein Gifft ſey/ je groͤſſere vnd beſſere Medicin/ nach benommenem Gifft darauß koͤnne bereytet werden/ welches dann auch von vns Nachkoͤm̃lichen wahr zu ſeyn/ vielfaͤltig befunden iſt:","norm":"Weilen dann von den alten Philosophis und Chymicis allzeit dafür gehalten worden / je größer ein Gift sei / je größere und bessere Medizin / nach benommenem Gift daraus könne bereitet werden / welches dann auch von uns Nachkommlichen wahr zu sein / vielfältig befunden ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948500156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1210,"date":1659,"orig":"Wie bey dem Antimonio, Arſenico, Mercurio, vnd andern Mineralibus zu ſehen/ welche ohne Bereytung lauter Gifft ſeyn/ hergegen aber durch gute Bereytung/ in die allerbeſte vnd kraͤfftigſte Medicamenten koͤnnen verwandelt werden/ welches zwar nicht jederman begreiffen vnd glauben kan/ den Spagiris aber ſolches zu thun nicht frembd iſt.","norm":"Wie bei dem Antimonio, Arsenico, Mercurio, und anderen Mineralibus zu sehen / welche ohne Bereitung lauter Gift sein / hingegen aber durch gute Bereitung / in die allerbeste und kräftigste Medikamenten können verwandelt werden / welches zwar nicht jedermann begreifen und glauben kann / den Spagiris aber solches zu tun nicht fremd ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1211,"date":1659,"orig":"Weilen ich dann nun in dieſem Theil von medicinaliſchen Spiritibus vnd andern guten Medicamenten tractire vnd handele/ vnd befunden/ daß dieſe/ welche auß dem Buͤchſenpulver gemacht wird/ die geringſte nicht ſey/ habeich alſo derſelben Bereytung/ ſo viel es thunlich iſt/ etlicher maſſen zu beſchreiben nicht uͤmbgehen wollen/ vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Weilen ich dann nun in diesem Teil von Medizinaleschen Spiritibus und anderen guten Medikamenten traktiere und handele / und befunden / dass diese / welche aus dem Büchsenpulver gemacht wird / die geringste nicht sei / habeich also derselben Bereitung / so viel es tunlich ist / etlicher Maßen zu beschreiben nicht ümbgehen wollen / und geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.299499988555908} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1212,"date":1659,"orig":"CAP. LIII.","norm":"CAP. LIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.89169979095459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1213,"date":1659,"orig":"Einen Spiritum auß Buͤchſenpulver zu machen.","norm":"Einen Spiritum aus Büchsenpulver zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.363500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1214,"date":1659,"orig":"WAnn man das Diſtillir-Gefaͤß warm gemacht/ vnd einen groſſen Recipienten/ darinnen ſuͤß Waſſer iſt/ vnd die Roͤhren vnverlutiret accommodiret hat/ ſo ſetzet man eine Schale/ dareyn vngefaͤhr zwoͤlff oder fuͤnffzehen Granen gemeyn Buͤchſenpulver gethan ſey/ nach dem andern/ gleich wie oben bey dem Golde gelehret worden/ hineyn/ vnd nicht mehr/ dann ſo man zu viel auff einmal hineyn thaͤte/ wuͤrde es zu viel Wind machen/ vnd den Recipienten zerſtoſſen/ vnd mache alſobald das Thuͤrlein wieder zu/ ſo wird ſich das Schießpulver entzuͤnden/ vnd einen Blaſt von ſich geben/ davon der Recipient beweget wird/ vnd auch ein weiſſer Nebel in den Vorlag ſteigen/ ſo bald aber das Pulver verbrand iſt/ kan man mehr eyntragen/ vnd darff man nicht warten/ bis ſich der Nebel geſetzet habe/ welches zu viel Zeit zu der Diſtillation erforderen wuͤrde/ vnd kan man nur immer nacheinander eyntragen/ ſo lang bis man meynet Spiritus genug zu haben.","norm":"Wann man das Destilliergefäß warm gemacht / und einen großen Rezipienten / darinnen Süßwasser ist / und die Röhren vnverlutiret akkommodieret hat / so setzet man eine Schale / darein ungefähr zwölf oder fünfzehn Granen gemein Büchsenpulver getan sei / nach dem anderen / gleich wie oben bei dem Golde gelehrt worden / hinein / und nicht mehr / dann so man zu viel auf einmal hineintäte / würde es zu viel Wind machen / und den Rezipienten zerstoßen / und mache alsobald das Türlein wieder zu / so wird sich das Schießpulver entzünden / und einen Blast von sich geben / davon der Recipient beweget wird / und auch ein weißer Nebel in den Vorlag steigen / so bald aber das Pulver verbrannt ist / kann man mehr eintragen / und darf man nicht warten / bis sich der Nebel gesetzt habe / welches zu viel Zeit zu der Destillation erfordern würde / und kann man nur immer nacheinander eintragen / so lang bis man meinet Spiritus genug zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.789299964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1215,"date":1659,"orig":"Dann laͤßt man das Fewer außgehen/ vnd den Ofen erkalten/ nimbt den Recipiemen ab/ vnd geuſſet den uͤbergeſtiegenen Spiritum ſampt dem vorgeſchlagenen Waſſer/ (ſo zuvorn die flores allenthalben/ damit abgeſchwencket ſeyn/) auß dem Recipienten in einem glaͤſernen Kolben/ vnd rectificiret ſolches per Alembicum in Balneo, ſo ſteyget ein truͤb Waſſeruͤber/ welches etwas nach Schwefel raͤucht vnd ſchmaͤcket/ ſolches verwahre.","norm":"Dann lässt man das Feuer ausgehen / und den Ofen erkalten / nimmt den Recipiemen ab / und gießet den übergestiegenen Spiritum samt dem vorgeschlagenen Wasser / (so zuvor die flores allenthalben / damit abgeschwenkt sein /) aus dem Rezipienten in einem gläsernen Kolben / und rektifizieret solches per Alembicum in Balneo, so steiget ein trüb Wasserüber / welches etwas nach Schwefel raucht und schmecket / solches verwahre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212299823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1216,"date":1659,"orig":"Im Kolben wirſtu ein weiß Saltz finden/ welches du auch in dem Kolben bewahren ſolſt.","norm":"Im Kolben wirst du ein weiß Salz finden / welches du auch in dem Kolben bewahren sollst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582699775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1217,"date":1659,"orig":"Das Caput mortuum, welches in vaſe diſtillatorio geblieben/ vnd als ein graw Saltz anzuſehen/ iſt nimb/ vnd gluͤe ſolches in einem verdeckten Tiegel wol auß/ daß es weiß werde/ aber nicht ſchmeltze/ auff ſolches außgegluͤete Saltz gieſſe das ſtinckende Waſſer/ welches per Alembicum uͤbergangen iſt/ vnd ſolvire das außgegluͤete weiſſe Saltz damit auff/ die feces, welche ſich nicht ſolviren laſſen/ wirff hinweg.","norm":"Das Caput mortuum, welches in vase distillatorio geblieben / und als ein grau Salz anzusehen / ist nimm / und glüh solches in einem verdeckten Tiegel wohl aus / dass es weiß werde / aber nicht schmelze / auf solches ausgeglühte Salz gieße das stinkende Wasser / welches per Alembicum übergangen ist / und solviere das ausgeglühte weiße Salz damit auf / die Fezes, welche sich nicht solvieren lassen / wirf hinweg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8628997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1218,"date":1659,"orig":"Die ſolution filtrire, vnd gieſſe ſolche auff das behalten weiſſe Saltz/ welches im Kolben geblieben/ davon der ſulphuriſche Spiritus zuvorn abſtrahiret iſt/ vnd ſetze den Kolben mit ſeinem verlutirten Helm/ in ein Sand-Capell/ vnd abſtrahire das ſulphuriſche Waſſer davon/ welches etwas gelb ſeyn/ vnd auch mehr nach Schwefel als zuvorn riechen wird.","norm":"Die Solution filtriere, und gieße solche auf das Behalten weiße Salz / welches im Kolben geblieben / davon der sulphurische Spiritus zuvor abstrahieret ist / und setze den Kolben mit seinem verluderten Helm / in ein Sandkapelle / und abstrahiere das sulphurische Wasser davon / welches etwas gelb sein / und auch mehr nach Schwefel als zuvor riechen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047999858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1219,"date":1659,"orig":"Solches Waſſer/ wann es zu etlich malen von dem Saltz abſtrahiret wird/ bekompt es eine weiſſe/ ſchier einer Milch gleich/ welches nicht mehr nach ſulphur ſchmaͤcket/ ſondern lieblich vnd ſuͤß iſt.","norm":"Solches Wasser / wann es zu etlich malen von dem Salz abstrahieret wird / bekommt es eine weiße / schier einer Milch gleich / welches nicht mehr nach sulphur schmecket / sondern lieblich und süß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088300228118896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1220,"date":1659,"orig":"Sehr dienſtlich in allen Lungen-Kranckheiten zu gebrauchen.","norm":"Sehr dienstlich in allen Lungenkrankheiten zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5980000495910645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1221,"date":1659,"orig":"Auch verguͤldet es Silber damit angeſtrichen/ doch nicht beſtaͤndig/ kan durch Digerirung in eine beſſere Medicin gezeitiget werden.","norm":"Auch vergüldet es Silber damit angestrichen / doch nicht beständig / kann durch Digerierung in eine bessere Medizin gezeitigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.363100051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1222,"date":1659,"orig":"Dem Saltz aber/ welches in dem Kolben geblieben iſt/ gieb ſtaͤrcker Fewer alſo daß der Sand/ darinn das Glas ſtehet/ gluͤe/ ſo wird ſich ein ſchoͤn weiß Saltz in den Helm ſublimiren/ am Geſchmack ſchier wie ein ſalarmoniacum, aber in mittel des Kolbens findet ſich ein anders/ welches gelblecht iſt/ auffgeſtiegen/ ſchmaͤcket mineraliſch/ vnd iſt ſehr hitzig auff der Zungen.","norm":"Dem Salz aber / welches in dem Kolben geblieben ist / gib stärker Feuer also dass der Sand / darin das Glas steht / glüh / so wird sich ein schön weiß Salz in den Helm sublimieren / am Geschmack schier wie ein salarmoniacum, aber in Mittel des Kolbens findet sich ein anders / welches gelblecht ist / aufgestiegen / schmecket mineralisch / und ist sehr hitzig auf der Zungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.57420015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1223,"date":1659,"orig":"Dieſe ſublimirte Salia, ſo wol das weiſſe welches in den Helm geſtiegen/ als das gelbe welches im Kolben geblieben iſt/ ſeynd gut zu gebrauchen in Peſte, Febribus malignis, vnd andern Kranckheiten da ſchwitzens vonnoͤthen iſt/ dann ſie den Schweiß gewaltig treiben/ ſtaͤrcken vnd reinigen den Magen/ vnd machen auch bißweilen linde ſedes.","norm":"Diese sublimierte Salia, so wohl das weiße welches in den Helm gestiegen / als das gelbe welches im Kolben geblieben ist / sind gut zu gebrauchen in Peste, Febribus malignis, und anderen Krankheiten da Schwitzens vonnöten ist / dann sie den Schweiß gewaltig treiben / stärken und reinigen den Magen / und machen auch bisweilen linde sedes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706900119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1224,"date":1659,"orig":"Was aber ſonſten weiters in Medicina damit kan gethan werden/ iſt mir noch vnbekand.","norm":"Was aber sonsten weiteres in Medicina damit kann getan werden / ist mir noch unbekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1225,"date":1659,"orig":"In Alchymia aber haben ſie auch jhren Gebrauch/ welches hieher nicht gehoͤrt.","norm":"In Alchimie aber haben sie auch ihren Gebrauch / welches hierher nicht gehört.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486700057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1226,"date":1659,"orig":"Auff das hinderſtellige Saltz/ welches ſich nicht ſublimiret hat/ kan man Regenwaſſer gieſſen/ vnd damit in den Kolben auffſolviren (wann er gantz geblieben iſt) ſo er aber gebrochen were kan man das Saltz alſo trucken außnehmen vnd ſolviren/ filtriren/ vnd wieder coaguliren/ dadurch viel feces ſeparirt werden/ ſolches gereinigte Saltz/ welches etwas gelb ſeyn wird/ muß man in einem verdeckten Tiegel wol vnd rein flieſſen laſſen/ ſo wird es durchauß blutroth werden/ vnd ſo hitzig auff der Zungen/ als ein lauter Fewer; welches mit ſuͤſſem Waſſer wiederumb muß ſolvirt/ filtriret vnd coagulirt werden.","norm":"Auf das hinderstellige Salz / welches sich nicht sublimieret hat / kann man Regenwasser gießen / und damit in den Kolben auffsolviren (wann er ganz geblieben ist) so er aber gebrochen wäre kann man das Salz also trocken ausnehmen und solvieren / filtrieren / und wieder koagulieren / dadurch viel Fezes separiert werden / solches gereinigte Salz / welches etwas gelb sein wird / muss man in einem verdeckten Tiegel wohl und reinfließen lassen / so wird es durchaus blutrot werden / und so hitzig auf der Zungen / als ein lauter Feuer; welches mit süßem Wasser wiederum muss solviert / filtrieret und koaguliert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962399959564209} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1227,"date":1659,"orig":"In welcher Arbeit daſſelbe ſehr rein vnd klar gemacht wird; vnd iſt die ſolution gantz gruͤn/ ehe ſie coaguliret wird/ vnd ſo fewrig als das rote Saltz zuvoren geweſen/ ehe es ſolviret worden iſt.","norm":"In welcher Arbeit dasselbe sehr rein und klargemacht wird; und ist die Solution ganz grün / ehe sie koagulieret wird / und so feurig als das rote Salz zuvoren gewesen / ehe es solvieret worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559800148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1228,"date":1659,"orig":"Wann nun ſolche grasgruͤne ſolution wiederumb in ein roth fewrig Saltz coaguliret iſt/ kan es noch einmal in einem reinen guten beſtaͤndigen Tiegel geſchmoltzen werden/ ſo wird es noch viel roͤter vnd hitziger.","norm":"Wann nun solche grasgrüne Solution wiederum in ein rot feurig Salz koagulieret ist / kann es noch einmal in einem reinen guten beständigen Tiegel geschmolzen werden / so wird es noch viel röter und hitziger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.104599952697754} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1229,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1230,"date":1659,"orig":"Vnd iſt zu verwundern/ daß im flieſſen deſſelben viel fewrige Funcken davon ſpringen/ welche doch nicht anzuͤnden/ gleich als andere Fewerfuncken von Kohlen oder Holtz zu thun pflegen.","norm":"Und ist zu verwundern / dass im Fließen desselben viel feurige Funken davon springen / welche doch nicht anzünden / gleich als andere Feuerfunken von Kohlen oder Holz zu tun pflegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.784900188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1231,"date":1659,"orig":"Wann nun ſolches wol gereinigte rote Saltz an ein kalt vnd feucht Orth gelegt wird/ ſo zerfleußt es in ein blutrotes Oleum, welches in digeſtione Gold auffſolviret/ vnd das Silber ligen laͤßt/ die Solution kan coaguliret/ vnd zur Alchymia, vnd deſſen Gebrauch bewahret werden.","norm":"Wann nun solches wohl gereinigte rote Salz an ein kalt und feucht Ort gelegt wird / so zerfließt es in ein blutrotes Oleum, welches in Digestion Gold auffsolviret / und das Silber liegen lässt / die Solution kann koagulieret / und zur Alchimie, und dessen Gebrauch bewahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349599838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1232,"date":1659,"orig":"Auch kan man mit Spiritu Vini alcoliſato eine koͤſtliche Tinctur darauß extrahiren/ welche Silber verguͤldet aber nicht beſtaͤndig:","norm":"Auch kann man mit Spiritu Vini alcolisato eine köstliche Tinktur daraus extrahieren / welche Silber vergüldet aber nicht beständig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.332099914550781} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1233,"date":1659,"orig":"Zur Medicin aber/ kan ſolche als ein fuͤrtrefflicher Schatz zum Gebrauch wol verwahret werden/ ſo man aber das rote fewrige Saltz mit Spiritu Vini extrahiret/ ehe Gold damit auffſolviret worden iſt/ gibt es auch eine ſchoͤne rote Tinctur/ aber nicht ſo kraͤfftig zur Medicin/ als diejenige/ da Gold zugenommen worden iſt; vnd kan auch ſolche Tinctur weiters in Alchymia gebrauchet werden/ welches hieher nicht gehoͤret/ wetlen nur von medicamentis gehandelt wird.","norm":"Zur Medizin aber / kann solche als ein fürtrefflicher Schatz zum Gebrauch wohl verwahret werden / so man aber das rote feurige Salz mit Spiritu Vini extrahieret / ehe Gold damit auffsolviret worden ist / gibt es auch eine schöne rote Tinktur / aber nicht so kräftig zur Medizin / als diejenige / da Gold zugenommen worden ist; und kann auch solche Tinktur weiteres in Alchimie gebraucht werden / welches hierher nicht gehöret / wetlen nur von medicamentis gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5131001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1234,"date":1659,"orig":"CAP. 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LIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.89169979095459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1235,"date":1659,"orig":"Vom Gebrauch des Buͤchſen-Pulvers Medicin oder Tinctur.","norm":"Vom Gebrauch des Büchsenpulvers Medizin oder Tinktur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.198299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1236,"date":1659,"orig":"DIeſe Tinctura, ſo wol mit als ohne Gold auß dem roten Saltz gemacht/ iſt eine von den fuͤrnembſten/ die mir zu machen bekand ſeyn.","norm":"Diese Tinctura, so wohl mit als ohne Gold aus dem roten Salz gemacht / ist eine von den fürnehmsten / die mir zu machen bekannt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.766300201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1237,"date":1659,"orig":"Wann man nur recht damit uͤmbgehet/ vnd ſolche wol 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werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44980001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1239,"date":1659,"orig":"Vnd iſt zu verwundern/ daß auß einem ſo ſchaͤdlichen Weſen/ eine ſolche gute vnd nuͤtzliche Medicin kan bereytet werden.","norm":"Und ist zu verwundern / dass aus einem so schädlichen Wesen / eine solche gute und nützliche Medizin kann bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.86929988861084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1240,"date":1659,"orig":"Were derohalben viel beſſe/ daß man gute Medicamenta dar auß verfertigte/ die armen Krancken damit geſund zu machen/ als daß man die Geſunden damit ermordet vnd uͤmbs Leben bringet.","norm":"Wäre derohalben viel besse / dass man gute Medikamente dar aus verfertigte / die armen Kranken damit gesundzumachen / als dass man die Gesunden damit ermordet und ums Leben bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065800189971924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1241,"date":1659,"orig":"Ich kenne einen Chymicum, welcher viel Zeit vnd Koſten in dieſem gifftigen Drachen zu ſuchen/ auffgewendet hat/ in Meynung der alten Philoſophen jhren lapidem oder univerſal Medicin darauß zu machen.","norm":"Ich kenne einen Chymicum, welcher viel Zeit und Kosten in diesem giftigen Drachen zu suchen / aufgewendet hat / in Meinung der alten Philosophen ihren lapidem oder universal Medizin daraus zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.900199890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1242,"date":1659,"orig":"Sonderlich darumb/ weilen er ſahe/ daß ſich ſolche wunderbarliche Veraͤnderungen der Farben ſehen lieſſen/ davon bey der Philoſophorum Medicina vnd jhrer Bereytung Meldung geſchicht.","norm":"Sonderlich darum / weilen er sah / dass sich solche wunderbarliche Veränderungen der Farben sehen ließen / davon bei der Philosophorum Medicina und ihrer Bereitung Meldung geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.754899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1243,"date":1659,"orig":"Als Drachenblut/ Jungfrawmilch/ gruͤne vnd rote Leo, nigrum, nigrius, nigro, album, albius, albo, vnd was dergleichen Dingen viel mehr ſeyn/ nicht noͤtig zu erzehlen/ welche einen Baldglaubenden leichtlich jrꝛ machen koͤnnen/ wie dann jhme auch damit geſchehen iſt.","norm":"Als Drachenblut / Jungfraumilch / grüne und rote Leo, nigrum, nigrius, nigro, album, albius, albo, und was dergleichen Dingen viel mehr sein / nicht nötig zu erzählen / welche einen Baldglaubenden leichtlich irr machen können / wie dann ihm auch damit geschehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281400203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1244,"date":1659,"orig":"Hernach aber iſt er gewahr worden/ daß ſein ſubjectum darauff er ſeine Hoffnung geſtellet hatte/ leproſiſch/ vnd nicht rein genug war/ ſondern einen ſolchen tingirenden Stein (Menſchen vnd Metallen dadurch zu verbeſſern) darauß zu machen/ vnmoͤglich were/ hat alſo mit einer guten Particular Medicin vor lieb nehmen/ vnd das uͤbrige Gott heimſtellen muͤſſen.","norm":"Hernach aber ist er gewahr worden / dass sein subjectum darauf er seine Hoffnung gestellt hatte / leprosisch / und nicht rein genug war / sondern einen solchen tingierenden Stein (Menschen und Metallen dadurch zu verbessern) daraus zu machen / unmöglich wäre / hat also mit einer guten partikular Medizin vor lieb nehmen / und das übrige Gott heimstellen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9319000244140625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1245,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey min genug geſagt/ von dem gifftigen Drachen/ dem Buͤchſenpulver/ vnd ſeiner Medicin.","norm":"Dieses sei mein genug gesagt / von dem giftigen Drachen / dem Büchsenpulver / und seiner Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948999881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1246,"date":1659,"orig":"Daß aber nicht noch ein anderer vnd reinerer Drach ſey/ davon die Philoſophi viel vnd offtermals Meldung gethan/ will ich nicht verneynen/ dann die Natur gewaltig reich iſt/ vnd viel Arcana durch Gottes Zulaſſen vns offenbaren koͤndte.","norm":"Dass aber nicht noch ein anderer und reinerer Drach sei / davon die Philosophie viel und öftermals Meldung getan / will ich nicht verneinen / dann die Natur gewaltig reich ist / und viel Arcana durch Gottes Zulassen uns offenbaren könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.248700141906738} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1247,"date":1659,"orig":"Weilen wir aber nur groſſe Ehr/ vnd Reichthumb ſuchen/ vnd dagegen der Armen vergeſſen/ iſt es nicht vnbillich/ daß ſolche den Gottloſen verborgen bleiben.","norm":"Weilen wir aber nur große Ehre / und Reichtum suchen / und dagegen der Armen vergessen / ist es nicht unbillig / dass solche den Gottlosen verborgen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025199890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1248,"date":1659,"orig":"CAP. 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LIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.619200229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1249,"date":1659,"orig":"Auß Salpeter vnd Kohlen Spiritus vnd Flores zu machen.","norm":"Aus Salpeter und Kohlen Spiritus und Flores zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.416100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1250,"date":1659,"orig":"WAnn man guten gelaͤuterten Salpeter/ welcher wol von ſeinem vnnuͤtzen vnd hinderlichen Saltz gereinigt iſt/ mit guten Kohlen diſtilliret/ ſo verbreñet ſich der Egyptiſche Sonnenvogel/ vnd ſchwitzet auß jhme ein ſonderbar Waſſer/ welches den Menſchen vnd Metallen dienſtlich.","norm":"Wann man guten geläuterten Salpeter / welcher wohl von seinem unnützen und hinderlichen Salz gereinigt ist / mit guten Kohlen destillieret / so verbrennet sich der ägyptische Sonnenvogel / und schwitzet aus ihm ein sonderbar Wasser / welches den Menschen und Metallen dienstlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162399768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1251,"date":1659,"orig":"Sein verbrandte Aſche aber einem calcinirten Tartaro gleich/ vnd zu der Metallen Reinigung nicht zu verwerffen iſt.","norm":"Sein verbrannte Asche aber einem kalzinierten Tartaro gleich / und zu der Metallen Reinigung nicht zu verwerfen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1252,"date":1659,"orig":"CAP. LV.","norm":"CAP. LV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.550600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1253,"date":1659,"orig":"Auß Kißling/ Cryſtallen oder Sand/ mit Zuthun Kohlen vnd Salpeter/ Flores vnd Spiritus zu machen.","norm":"Aus Kißling / Kristallen oder Sand / mit Zutun Kohlen und Salpeter / Flores und Spiritus zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.881199836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1254,"date":1659,"orig":"NImb ein Theil Kißling oder Sand/ vnd drey Theil Linden-Kohlen/ mit ſechs Theilen guten Salpeter/ vntereinander gemenget/ vnd davon eyngetragen/ ſo entzuͤndet ſich der verbrennliche Sulphur in den Silicibus, durch das durchdringende vnd vehemente Fewer des Salpeters/ vnd macht eine Scheydung/ fuͤhret ein Theil davon mit ſich uͤber/ in ſpiritus vnd flores, welche per filtrationem voneinander muͤſſen geſchieden werden.","norm":"Nimm ein Teil Kißling oder Sand / und drei Linden-Kohlen / mit sechs Teilen guten Salpeter / untereinander gemengt / und davon eingetragen / so entzündet sich der verbrennliche Sulphur in den Silicibus, durch das durchdringende und vehemente Feuer des Salpeters / und macht eine Scheidung / führt ein Teil davon mit sich über / in spiritus und flores, welche per filtrationem voneinander müssen geschieden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1255,"date":1659,"orig":"Der Spiritus ſchmaͤcket gleich als were er von Sale Tartari vnd Silicibus gemacht worden/ hat auch ſolche Natur vnd Eygenſchafft/ deßgleichen auch das zuruͤck gebliebene Caput mortuum ein ſolches Oel oder liquorem giebet/ deme in allem gleich/ welches von Sale Tartari vnd arena herkompt.","norm":"Der Spiritus schmecket gleich als wäre er von Sale Tartari und Silicibus gemacht worden / hat auch solche Natur und Eigenschaft / desgleichen auch das zurück gebliebene Caput mortuum ein solches Öl oder liquorem gibt / dem in allem gleich / welches von Sale Tartari und arena herkommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098999977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1256,"date":1659,"orig":"Darumb allhier ſein Tugend nicht beſchrieben wird/ ſondern bey dem Spiritu Salis Tartari cum ſilicibus gemacht/ zu finden iſt.","norm":"Darum allhier sein Tugend nicht beschrieben wird / sondern bei dem Spiritu Salis Tartari cum silicibus gemacht / zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.466400146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1257,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1258,"date":1659,"orig":"LVI. Spiritum & Oleum ex Talco mit Salpeter zu machen.","norm":"LVI. Spiritum & Oleum ex Talco mit Salpeter zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.942399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1259,"date":1659,"orig":"NImb ein Theiliklein pulveriſirt Talcum, vnd zwey Theil Linden-Kohlen/ mit 5. oder 6. Theil guten Salpeter vermiſchet/ vnd davon eyngetragen/ immer ein Loͤffel voll nach dem andern/ ſo gehet ein Spiritus vnd wenig Flores uͤber/ welche voneinander muͤſſen ſeparirt werden/ gleich oben bey den ſilicibus gelehret worden.","norm":"Nimm ein Theiliklein pulverisiert Talkum, und zwei Linden-Kohlen / mit 5. oder 6. Teil guten Salpeter vermischet / und davon eingetragen / immer ein Löffel voll nach dem anderen / so geht ein Spiritus und wenig Flores über / welche voneinander müssen separiert werden / gleich oben bei den silicibus gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.729300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1260,"date":1659,"orig":"Der Spiritus iſt nicht vngleich dem ſpiritu arenæ, das caput mortuum, welches grawlecht ſeyn wird/ muß man in einem Tiegel wol außgluͤen/ oder aber flieſſen laſſen vnd außgieſſen/ gibt eine durchſichtige weiſſe Maſſam, gleich wie die Silices vnd Cryſtallen, welche an einem kalten vnd feuchten Keller in einen dicken liquorem fleußt/ viel fetter anzugreiffen/ als ein Oleum arenæ, iſt etwas ſcharpff/ einem Oleo Tartari gleich/ reiniget die Haut/ Haar vnd Naͤgel/ vnd macht dieſelbe weiß/ der Spiritus kan innerlich zum Schweiß treiben/ vnd den Vrin zu befoͤrdern gebraucht werden/ aͤuſſerlich reiniget er die Wunden/ vnd heylet alle Kraͤtze am Leibe bald vnd ſchleunig.","norm":"Der Spiritus ist nicht ungleich dem spiritu arenae, das caput mortuum, welches grawlecht sein wird / muss man in einem Tiegel wohl ausglühen / oder aber fließen lassen und ausgießen / gibt eine durchsichtige weiße Massam, gleich wie die Silices und Kristallen, welche an einem kalten und feuchten Keller in einen dicken liquorem fließt / viel fetter anzugreifen / als ein Oleum arenae, ist etwas scharf / einem Oleo Tartari gleich / reiniget die Haut / Haar und Nägel / und macht dieselbe weiß / der Spiritus kann innerlich zum Schweiß treiben / und den Vrin zu befördern gebraucht werden / äußerlich reiniget er die Wunden / und heilet alle Krätze am Leibe bald und schleunig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.109000205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1261,"date":1659,"orig":"Was weiters damit kan gethan werden/ iſt mir noch vnbekand:","norm":"Was Weiteres damit kann getan werden / ist mir noch unbekannt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.965199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1262,"date":1659,"orig":"Wie aber Talcum, Silices vnd dergleichen ſteinichte Dinge mehr/ dahin koͤnnen gebracht werden/ daß dieſelbe mit Spiritu Vini. ſolviret/ vnd in gute medicamenta koͤnnen gebracht werden/ ſoll. im vierdten Theil gelehret werden.","norm":"Wie aber Talkum, Silices und dergleichen steinige Dinge mehr / dahin können gebracht werden / dass dieselbe mit Spiritu Vini . solvieret / und in gute medicamenta können gebracht werden / soll . im vierten Teil gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.267199993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1263,"date":1659,"orig":"CAP. LVII. Spiritus, Flores vnd ein Oleum auß Zinn zu machen.","norm":"CAP. LVII. Spiritus, Flores und ein Oleum aus Zinn zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1264,"date":1659,"orig":"WAnn man zu einem Theil guten Salpeter/ zwey Theil klein gefeylet Zinn miſchet/ vnd ſolches eyntraͤgt/ gleich bey andern Dingen gelehret worden/ ſo zuͤnd das Sulphur Jovis den Salpeter an/ vnd machet eine Flamm/ gleich als were es durch einen gemeinen Sulphur geſchehen/ vnd macht eine Scheydung/ alſo daß ein Theil von dem Zinn in Flores vnd Spiritus uͤbergehet/ der Reſt davon zuruͤck liegen bleibt/ welcher/ ſo er wird außgenommen/ in feuchter Lufft etwas davon in einen liquorem oder oleum fleuſſet/ welches aͤuſſerlich in ulceribus, ſolche zu reinigen nuͤtzlich kan gebraucht werden/ weiters hat es Krafft/ alle Farben der Vegetabilien vnd Animalien ſo es wol dazu gebrauchet wird/ wunderbarlicher Weiß zu erhoͤhen vnd zu verbeſſern/ welches den Lakenfaͤrbern nicht vndienſtlich iſt/ der Spiritus treibet den Schweiß gewaltig/ die flores koͤnnen abgeſuͤßt/ vnd vnter Emplaſtra gebrauchet werden/ trucknen vnd heylen ſchnell.","norm":"Wann man zu einem Teil guten Salpeter / zwei Teil klein gefeilt Zinn mischet / und solches einträgt / gleich bei anderen Dingen gelehrt worden / so zünde das Sulphur Jovis den Salpeter an / und macht eine Flamm / gleich als wäre es durch einen gemeinen Sulphur geschehen / und macht eine Scheidung / also dass ein Teil von dem Zinn in Flores und Spiritus übergehet / der Rest davon zurückliegen bleibt / welcher / so er wird ausgenommen / in feuchter Luft etwas davon in einen liquorem oder oleum fließet / welches äußerlich in ulceribus, solche zu reinigen nützlich kann gebraucht werden / weiteres hat es Kraft / alle Farben der Vegetabilien und Animaleien so es wohl dazu gebraucht wird / wunderbarlicher Weiß zu erhöhen und zu verbessern / welches den Lakenfärbern nicht undienstlich ist / der Spiritus treibet den Schweiß gewaltig / die flores können abgesüßt / und unter Emplastra gebraucht werden / trocknen und heilen schnell.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536099910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1265,"date":1659,"orig":"CAP. LVIII.","norm":"CAP. LVIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.916999816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1266,"date":1659,"orig":"Einen Spiritum, Flores & Liquorem auß dem Zinck oder Spiauter zu machen.","norm":"Einen Spiritum, Flores & Liquorem aus dem Zink oder Spiauter zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.218500137329102} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1267,"date":1659,"orig":"GLeich jetzt bey dem Zinn gelehret worden/ alſo kan auch mit dem Zinck procediret werden/ giebet viel flores, auch einen Spiritum vnd Oleum, beynahe ſolcher Kraͤfften als die von Jove gemacht:","norm":"Gleich jetzt bei dem Zinn gelehrt worden / also kann auch mit dem Zink prozedieret werden / gibt viel flores, auch einen Spiritum und Oleum, beinahe solcher Kräften als die von Jove gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.878699779510498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1268,"date":1659,"orig":"Vnd ſeynd dieſe Flores beſſer corꝛigiret durch das Nitrum, als die jenige/ welche per ſe im Erſten Theil zu machen ſeynd gelehret worden.","norm":"Und sind diese Flores besser korrigieret durch das Nitrum, als diejenige / welche per se im ersten Teil zu machen sind gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.163099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1269,"date":1659,"orig":"CAP. LIX. Ex Lapide Calaminari, Spiritum Flores & Oleum zu machen.","norm":"CAP. LIX. Ex Lapide Calaminari, Spiritum Flores & Oleum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.614699840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1270,"date":1659,"orig":"ZV einem Theil pulveriſirten Galmey 2. Theil Nitri, gemiſchet/ vñ eyngetragen giebt einen ſcharpffen Spiritum, welcher in Scheydung der Metallen ſehr gut iſt/ vnd kommen ein wenig gelbe Flores mit uͤber.","norm":"Zu einem Teil pulverisierten Galmey 2. Teil Nitri, gemischt / und eingetragen gibt einen scharfen Spiritum, welcher in Scheidung der Metallen sehr gut ist / und kommen ein wenig gelbe Flores mit über.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.723199844360352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1271,"date":1659,"orig":"Das uͤbrige bleibt zuruͤck als ein dunckel gruͤne Maſſa, gantz fewrig auff der Zungen/ gleich als ein Sal Tartari, wann es außgelaugt wird mit Regenwaſſer/ ſo giebt es eine grasgruͤne ſolution, welche ſo ſie nicht bald in ein Saltz coaguliret wird/ ſcheydet ſich die Gruͤne von dem Nitro fixo, vnd faͤllt als ein zart rot Pulver zu Boden/ welches ſo es abgeſuͤßt vnd getrucknet wird/ von einem Gran bis auff 10. oder 12. eyngeben/ macht ſolches linde ſedes vnd vomitus, beſſer als ein zubereytes Antimonium Vomitivum, dann der Galmey vnd Zinck guͤldiſcher Natur ſeyn/ wie im vierdten Theil bewieſen wird/ das weiſſe lixivium, davon die Gruͤne gefaͤllet/ kan in ein weiß Saltz/ dem Sali Tartari gleich/ coaguliret werden/ ſo man aber die Gruͤne ſolution coaguliret/ ehe ſich die Gruͤne von dem Nitro geſchieden hat/ ſo bekompt man ein ſchoͤn hochgruͤnes Saltz/ viel fewriger als ein Sal Tartari, damit ſonderbare Dinge in Alchymia koͤnnen gethan werden/ welches hieher nicht gehoͤret.","norm":"Das Übrige bleibt zurück als ein dunkelgrüne Massa, ganz feurig auf der Zungen / gleich als ein Soll Tartari, wann es ausgelaugt wird mit Regenwasser / so gibt es eine grasgrüne Solution, welche so sie nicht bald in ein Salz koagulieret wird / scheidet sich die Grüne von dem Nitro fixo, und fällt als ein zart rot Pulver zu Boden / welches so es abgesüßt und getrocknet wird / von einem Gran bis auf 10. oder 12. eingeben / macht solches linde sedes und vomitus, besser als ein zubereite Antimonium Vomitivum, dann der Galmey und Zink güldischer Natur sein / wie im vierten Teil bewiesen wird / das weiße lixivivm, davon die Grüne gefällt / kann in ein weiß Salz / dem Sali Tartari gleich / koagulieret werden / so man aber die Grüne Solution koagulieret / ehe sich die Grüne von dem Nitro geschieden hat / so bekommt man ein schön hochgrünes Salz / viel feuriger als ein Soll Tartari, damit sonderbare Dinge in Alchimie können getan werden / welches hierher nicht gehöret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962200164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1272,"date":1659,"orig":"So nun jemand ſolche gruͤne fixe Saltz in Alchymia zu gebrauchen machen wil/ darff er ſo viel Muͤhe nicht auffwenden/ erſt einen Spiritum auß der mixtur zu diſtilliren/ ſondern kan nur zu 1. Theil Galmey 3. oder 4. Theile guten Salpeter miſchen/ vnd ſolche mixtur in einen guten Tiegel/ in einen Wind-Ofen zuſammen kochen/ ſo lang/ bis ſich das Nitrum gruͤn von dem Galmey gefaͤrbet hat/ dann außgegoſſen/ vnd das gruͤne guͤldiſche Saltz davon geſchieden/ vnd ſo gut gebrauchet als man weiß.","norm":"So nun jemand solche grüne fixe Salz in Alchimie zu gebrauchen machen will / darf er so viel Mühe nicht aufwenden / erst einen Spiritum aus der Mixtur zu destillieren / sondern kann nur zu 1. Teil Galmey 3. oder 4. Teile guten Salpeter mischen / und solche Mixtur in einen guten Tiegel / in einen Windofen zusammen kochen / so lang / bis sich das Nitrum grün von dem Galmey gefärbt hat / dann ausgegossen / und das grüne güldische Salz davon geschieden / und so gut gebraucht als man weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020899772644043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1273,"date":1659,"orig":"Will man aber eine gute Tinctur vnd Medicin darauß extrahiren/ ſo kan man ſolches pulveriſiren/ vnd mit Spiritu Vini extrahiren/ giebt eine blutrote Tinctur/ nicht allein in Medicina, ſondern auch in Alchymia nicht zu verachten.","norm":"Will man aber eine gute Tinktur und Medizin daraus extrahieren / so kann man solches pulverisieren / und mit Spiritu Vini extrahieren / gibt eine blutrote Tinktur / nicht allein in Medicina, sondern auch in Alchimie nicht zu verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469900131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1274,"date":1659,"orig":"Weiters iſt dis in acht zu nehmen/ daß vnter allen Metallen vnd Mineralien/ welche mir bekand ſeyn/ (Gold vnd Silber außgenommen/) keines gefunden wird/ auß welchem kan ein Fewerbeſtaͤndige Gruͤne extrahiret werden/ als eben auß dem guͤldiſchen Galmey welches wol nachdenckens werth iſt.","norm":"Weiters ist dies in Acht zu nehmen / dass unter allen Metallen und Mineralien / welche mir bekannt sein / (Gold und Silber ausgenommen /) keines gefunden wird / aus welchem kann ein feuerbeständige Grüne extrahieret werden / als eben aus dem güldischen Galmey welches wohl Nachdenkens wert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577199935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1275,"date":1659,"orig":"CAP LX.","norm":"CAP LX.","lang_fastText":"zh","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.885000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1276,"date":1659,"orig":"Von Salpeter/ Schwefel/ vnd gemeinem Kochſaltz einen Spiritum zu machen.","norm":"Von Salpeter / Schwefel / und gemeinem Kochsalz einen Spiritum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.390100002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1277,"date":1659,"orig":"NImb ein Theil Saltz/ zwey Theil Schwefel/ vnd vier Theil Salpeter/ dieſe Species vntereinander gerieben/ vnd davon immer ein Loͤffel voll nach dem andern eyngetragen vnd diſtilliret/ giebt einen gelben ſcharpffen Spiritum, welcher/ ſo er vnter gemein Waſſer geſchuͤttet wird/ alſo/ daß das Waſſer nicht zu ſcharpff davon werde/ iſt ein gut Bad zu vielen Kranckheiten dienſtlich/ inſonderheit heylet es ein jedweder Scabiem bald.","norm":"Nimm ein Teil Salz / zwei Teilschwefel / und vier Teil Salpeter / diese Species untereinander gerieben / und davon immer ein Löffel voll nach dem anderen eingetragen und destillieret / gibt einen gelben scharfen Spiritum, welcher / so er unter gemein Wasser geschüttet wird / also / dass das Wasser nicht zu scharf davon werde / ist ein gut Bad zu vielen Krankheiten dienstlich / in Sonderheit heilet es ein jedweder Scabiem bald.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634799957275391} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1278,"date":1659,"orig":"Das Caput mortuum kan auch im Waſſer ſolviret/ vnd vnter Baͤder gebrauchet werden/ iſt auch gut/ aber der Spiritus iſt durchdringender vnd operirt ſchneller in contracturis, vnd andern Maͤngeln der Sehnen/ von ſolcher Art Baͤdern im Dritten Theil weiters gehandelt wird.","norm":"Das Caput mortuum kann auch im Wasser solvieret / und unter Bäder gebraucht werden / ist auch gut / aber der Spiritus ist durchdringender und operiert schneller in contracturis, und anderen Mängeln der Sehnen / von solcher Art Bädern im Dritten Teil weiteres gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5142998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1279,"date":1659,"orig":"Auch in Alchymia iſt das hinderbliebene fixe gelbe Saltz auch gut zu gebrauchen/ dann es die Lunam durch Cimenten etlicher maſſen verbeſſert.","norm":"Auch in Alchimie ist das Hinterbliebene fixe gelbe Salz auch gut zu gebrauchen / dann es die Lunam durch Zementen etlicher Maßen verbessert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.44980001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1280,"date":1659,"orig":"CAP. LXI. Ex Nitro & Regulo Martis, Spiritus, Flores & Oleum zu machen.","norm":"CAP. LXI. Ex Nitro & Regulo Martis, Spiritus, Flores & Oleum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.928699970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1281,"date":1659,"orig":"NImb 1. Theil Reguli Martis ſtellati, welcher von 1. Theil Martis, vnd 3. Theilen Antimonii gemacht iſt/ deſſen Bereytung im Vierdten Theil beſchrieben wird/ vnd 3. Theil reinen Salpeter/ miſche vnd reib beyde Species wol vnterein ander/ vnd trag davon ein Theil nach dem andern eyn zu diſtilliren/ ſo gehet ein Spiritus mit einem weiſſen ſublimat uͤber/ welche mit Waſſer voneinander muͤſſen geſchieden werden/ wie oben bey andern floribus iſt gelehret worden; vnd dienet ſo wol der Spiritus als die Flores, den Schweiß damit zu beforderen.","norm":"Nimm 1. Teil Reguli Martis stellati, welcher von 1. Teil Martis, und 3. Teilen Antimonii gemacht ist / dessen Bereitung im vierten Teil beschrieben wird / und 3. Teil reinen Salpeter / mische und reib beide Species wohl unterrein ander / und trage davon ein Teil nach dem anderen ein zu destillieren / so geht ein Spiritus mit einem weißen sublimat über / welche mit Wasser voneinander müssen geschieden werden / wie oben bei anderen floribus ist gelehrt worden; und dient so wohl der Spiritus als die Flores, den Schweiß damit zu befördere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1282,"date":1659,"orig":"Das hinderbliebene Caput mortuum (wie es pfleget genennet zu werden) iſt nicht tod/ ſondern lauter Krafft vnd Leben/ damit viel gutes in Medicina vnd Alchymia kan gethan werden/ wie folget.","norm":"Das Hinterbliebene Caput mortuum (wie es pflegt genannt zu werden) ist nicht tot / sondern lauter Kraft und Leben / damit viel Gutes in Medicina und Alchimie kann getan werden / wie folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1283,"date":1659,"orig":"Die hinderbliebene Maſſa, welche weiß anzuſehen/ vnd ſehr ſcharpff vnd fewrig ſeyn wird/ (ſo der Regulus rein geweſen iſt/ wo nicht wird dieſelbe gelblicht ſeyn) kan mit ſuͤſſem Waſſer außgelauget werden/ giebt eine lixivium in allem gleich/ als ein calcinirter Tartarus, doch ſchaͤrpffer vnd reiner/ vnd kan beynahe zu allen operationibus an ſtatt eines Salis tartari gebrauchet werden (doch muß zuvorn der Regulus Antimonii mit Waſſer davon gefaͤllet ſeyn) vnd darnach in ein Saltz coaguliret/ vnd zu ſeinem Gebrauch bewahret werden; das abgeſuͤßte/ wie auch das mit Waſſer gefallte Antimonium iſt ein weiß vnd zart Pulver/ dienſtlich in Peſte, Febribus, vnd andern Kranckheiten den Schweiß damit zu befuͤrderen/ gantz ſicherlich zu gebrauchen: Obwol bißweilen/ ſo die Doſis etwas groͤſſer als gebraͤuchlich/ geben wird/ ein Vomitus mit vnterlaufft/ kan es doch keinen Schaden thun.","norm":"Die Hinterbliebene Massa, welche weiß anzusehen / und sehr scharf und feurig sein wird / (so der Regulus rein gewesen ist / wo nicht wird dieselbe gelblich sein) kann mit süßem Wasser ausgelaugt werden / gibt eine lixivivm in allem gleich / als ein calcinierter Tartarus, doch schärpffer und reiner / und kann beinahe zu allen operationibus anstatt eines Salis tartari gebraucht werden (doch muss zuvor der Regulus Antimonii mit Wasser davon gefällt sein) und danach in ein Salz koagulieret / und zu seinem Gebrauch bewahret werden; das abgesüßte / wie auch das mit Wasser gefallt Antimonium ist ein weiß und zart Pulver / dienstlich in Peste, Febribus, und anderen Krankheiten den Schweiß damit zu befördern / ganz sicherlich zu gebrauchen: Obwohl bisweilen / so die Dosis etwas größer als gebräuchlich / geben wird / ein Vomitus mit unterlauft / kann es doch keinen Schaden tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524899959564209} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1284,"date":1659,"orig":"Iſt gut zu nehmen/ weilen es keinen Geſchmack hat.","norm":"Ist gut zu nehmen / weilen es keinen Geschmack hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.878900051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1285,"date":1659,"orig":"Den Kindern von 3. 4. bis auff 12. Gran/ alten von 1. halb Scrupel/ ad 1. halb Drachmam eyngeben/ operiren gluͤcklich in allen Kranckheiten da ſchwitzens vonnoͤthen iſt.","norm":"Den Kindern von 3. 4. bis auf 12. Gran / alten von 1. halb Skrupel / ad 1. halb Drachmam eingeben / operieren glücklich in allen Krankheiten da Schwitzens vonnöten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.259099960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1286,"date":1659,"orig":"Solches Antimonium Diaphoreticum kan auch in ein Vitrum geſchmoltzen vnd extrahiret/ auch mit ſpiritu ſalis ſolviret/ vnd in vnterſchiedene gute Medicamenten bereytet werden/ welches zu viel Zeit erfordern wuͤrde/ wann man alles nach der Laͤnge ſo damit kan gethan werden/ beſchreiben ſolte.","norm":"Solches Antimonium Diaphoreticum kann auch in ein Vitrum geschmolzen und extrahieret / auch mit spiritu salis solviret / und in unterschiedene gute Medikamenten bereitet werden / welches zu viel Zeit erfordern würde / wann man alles nach der Länge so damit kann getan werden / beschreiben sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.623199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1287,"date":1659,"orig":"Das lixivium aber ſo es coaguliret wird/ hat wunderbarliche Eygenſchafften/ welche ſo ſie beſchrieben wuͤrden/ bald niemand glauben ſolte/ weilen daſſelbige nicht auß koſtbaren Dingen iſt gemachet worden/ vnd iſt deß Menſchen Leben zu kurtz zu erfahren/ was darinnen verborgen iſt/ vnd wuͤrde den hoffaͤrtigen Narꝛen nur ein Spott ſeyn/ wann man ſolches offenbarete/ darumb beſſer geſchwiegen/ als Vnruhe gemacht.","norm":"Das lixivium aber so es koagulieret wird / hat wunderbarliche Eigenschaften / welche so sie beschrieben würden / bald niemand glauben sollte / weilen dasselbe nicht aus kostbaren Dingen ist gemacht worden / und ist des Menschen Leben zu kurz zu erfahren / was darinnen verborgen ist / und würde den hoffärtigen Narren nur ein Spott sein / wann man solches offenbarte / darum besser geschwiegen / als Unruhe gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.479800224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1288,"date":1659,"orig":"Baſilius Valentinus in ſeinem Triumphwagen/ da er vom Signatſtern ſchreibet/ hat ſolches genug zu verſtehen geben/ wird aber von den wenigſten in acht genommen.","norm":"Basilius Valentinus in seinem Triumphwagen / da er vom Signatestern schreibet / hat solches genug zu verstehen geben / wird aber von den wenigsten in Acht genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.731299877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1289,"date":1659,"orig":"Deßgleichen Paracelſus hin vnd her in ſeinen Buͤchern/ vnter einem vnbekandten Namen vielmahl davon meldung thut:","norm":"Desgleichen Paracelsus hin und her in seinen Büchern / unter einem Unbekannten Namen vielmal davon Meldung tut:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.01639986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1290,"date":1659,"orig":"Seine rechte Bereytung vnd Gebrauch aber niemalen uͤmb der vndanckbaren Menſchen/ von den Philoſophis iſt beſchrieben worden/ ſolches zur Nachrichtung ſoll den Frommen geſagt ſeyn.","norm":"Seine rechte Bereitung und Gebrauch aber niemals um der undankbaren Menschen / von den Philosophis ist beschrieben worden / solches zur Nachrichtung soll den Frommen gesagt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1291,"date":1659,"orig":"Ehe man den verpufften Regulum außlangt/ kan mit Spiritu Vini eine gute medicinaliſche Tinctur auß jhme extrahiret werden/ vnd ſo man denſelben in Spiritu Salis ſolviret/ ſcheußt davon ein geblaͤtterter weiſſer Tale an/ dem Bergtale gantz gleich:","norm":"Ehe man den verpufften Regulum auslangt / kann mit Spiritu Vini eine gute Medizinalesche Tinktur aus ihm extrahieret werden / und so man denselben in Spiritu Salis solvieret / scheust davon ein geblätterter weißer Tale an / dem Bergtale ganz gleich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.47160005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1292,"date":1659,"orig":"Auß welchem ein Liquor kan gemacht werden/ welcher die Haut ſchoͤn weiß machet; ſo aber dieſer Calx viva Antimonii, ehe er mit Spiritu Vini extrahiret/ vnd mit Spiritu Salis iſt ſolviret worden/ klein pulveriſiret/ an eine feuchte Lufft geleget wird/ ſo zerfleuß er auch in einen fetten Liquorem, welcher/ ob er ſchon etwas ſcharpff iſt/ dannoch der Haut/ ſo er wol gebrauchet wird/ keinen Schaden zufuͤget/ ſondern dieſelbe/ wie auch die Naͤgel vnd Haar uͤber alle andere Dinge ſchoͤn reiniget/ ſo bald aber ſolcher liquor zur Reinigung der Haut/ Haar oder Naͤgel iſt gebraucht worden/ muß man darnach ſolchen mit Waſſer wieder wol davon abwaſchen/ ſonſten wuͤrde er nicht allein die ſchwartze vnd grobe vnreine Haut hinweg nehmen/ ſondern auch endlich die zarte vnd weiſſe Haut angreiffen vnd Schaden thun/ darumb ich warne/ daß man ſolchen mit Verſtand gebrauche/ dann das Sprichwort lautet/ man kan dem guten auch zu viel thun.","norm":"Aus welchem ein Likör kann gemacht werden / welcher die Haut schön weiß macht; so aber dieser Calx viva Antimonii, ehe er mit Spiritu Vini extrahieret / und mit Spiritu Salis ist solvieret worden / klein pulverisieret / an eine feuchte Luft gelegt wird / so zerfließ er auch in einen fetten Liquorem, welcher / ob er schon etwas scharf ist / dennoch der Haut / so er wohl gebraucht wird / keinen Schaden zufüget / sondern dieselbe / wie auch die Nägel und Haar über alle andere Dinge schön reiniget / so bald aber solcher liquor zur Reinigung der Haut / Haar oder Nägel ist gebraucht worden / muss man danach solchen mit Wasser wieder wohl davon abwaschen / sonsten würde er nicht allein die schwarze und grobe unreine Haut hinwegnehmen / sondern auch endlich die zarte und weiße Haut angreifen und Schaden tun / darum ich warne / dass man solchen mit Verstand gebrauche / dann das Sprichwort lautet / man kann dem guten auch zu viel tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1293,"date":1659,"orig":"Wann man davon etwas in warm Waſſer thut vnd ſich darin badet/ ſo ſchaͤlet ſich uͤber den gantzen Leib die grobe Haut hinweg/ daß der Menſch gleichſamb ein ander Menſch zu ſeyn ſcheinet:","norm":"Wann man davon etwas in Warmwasser tut und sich darin badet / so schälet sich über den ganzen Leib die grobe Haut hinweg / dass der Mensch gleichsam ein ander Mensch zu sein scheinet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.198500156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1294,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches Bad ſonſten auch zu vielen Kranckheiten ſehr gut/ dann es die poros gewaltig oͤffnet/ dadurch das Gebluͤt im gantzen Leibe ſehr gereinigt wird/ weilen viel boͤſe Feuchtigkeiten damit auß dem Leibe gezogen werden/ davon der Menſch gantz leicht vnd ſtarck wird/ in ſonderheit/ wann man zuvoren/ ehe man darinn badet/ purgiret hat/ den melancholicis, ſcorbuticis, vnd leproſis uͤber die maſſen dienſtlich/ ſonderlich wann die rote Tinetur/ welche mit Spiritu Vini darauß gezogen/ darneben alle Tage gebrauchet wird:","norm":"Und ist solches Bad sonsten auch zu vielen Krankheiten sehr gut / dann es die poros gewaltig öffnet / dadurch das Geblüt im ganzen Leibe sehr gereinigt wird / weilen viel böse Feuchtigkeiten damit aus dem Leibe gezogen werden / davon der Mensch ganz leicht und stark wird / in Sonderheit / wann man zuvoren / ehe man darin badet / purgieret hat / den melancholicis, scorbuticis, und leprosis über die Maßen dienstlich / sonderlich wann die rote Tinetur / welche mit Spiritu Vini daraus gezogen / daneben alle Tage gebraucht wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.63070011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1295,"date":1659,"orig":"Iſt auch gut/ ein Fußbad damit angeſtellet/ denen welche Huͤneraugen/ oder andere Gewaͤchſe an den Fuͤſſen haben/ oder harte Naͤgel/ die in das Fleiſch wachſen/ erweichet dieſelbigen/ daß man ſie ſchneiden vnd handeln kan/ gleich als Wachs.","norm":"Ist auch gut / ein Fußbad damit angestellt / denen welche Hühneraugen / oder andere Gewächse an den Füßen haben / oder harte Nägel / die in das Fleisch wachsen / erweichet dieselbigen / dass man sie schneiden und handeln kann / gleich als Wachs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1296,"date":1659,"orig":"Dann kein Ding vnter der Sonnen bekand iſt/ welches die harte Haut/ Haar/ Naͤgel/ vnd Gewaͤchs mehr erweichet/ als dieſes Oleum: Dieſes habe ich darumb hieher geſetzet/ weilen ich wol weiß/ daß viel Menſchen alſo damit geplaget ſeyn/ daß ſie die Schuhe nicht wol an den Fuͤſſen Leyden koͤnnen/ ſo man aber ſolches Oleum in ein Saltz coaguliret/ vnd in einem Tiegel ſchmaͤltzet vnd außgeuſſet in ein flach Meſſing Becken/ daß es in die Breyte fleußt/ vnd zerbrochen kan werden/ ſo hat man das beſte Cauſticum, damit die Haut/ wo es vonnoͤthen thut/ kan geoͤffnet werden:","norm":"Dann kein Ding unter der Sonnen bekannt ist / welches die harte Haut / Haar / Nägel / und Gewächs mehr erweichet / als dieses Oleum: Dieses habe ich darum hierher gesetzt / weilen ich wohl weiß / dass viel Menschen also damit geplagt sein / dass sie die Schuhe nicht wohl an den Füßen Leiden können / so man aber solches Oleum in ein Salz koagulieret / und in einem Tiegel schmälzet und außgeusset in ein flach Messing Becken / dass es in die Breite fließt / und zerbrochen kann werden / so hat man das beste Causticum, damit die Haut / wo es vonnöten tut / kann geöffnet werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201600074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1297,"date":1659,"orig":"Wann man Tartarum crudum damit auffſolviret vnd zuſammen coaguliret/ ſo bekompt man ein Saltz/ zu vielen Chymiſchen operationibus nuͤtzlich/ vnd kan auch darauß mit Spritu Vini ein blutrote Tinctur gezogen werden/ welche gegen alle obſtructiones kraͤfftig befunden worden.","norm":"Wann man Tartarum crudum damit auffsolviret und zusammen koagulieret / so bekommt man ein Salz / zu vielen Chemischen operationibus nützlich / und kann auch daraus mit Spritu Vini ein blutrote Tinktur gezogen werden / welche gegen alle obstructiones kräftig befunden worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.376500129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1298,"date":1659,"orig":"Es kan auch ein jedweder verbrennlicher Sulphur damit leichtlich ſolviret/ vnd vnter Baͤder gebraucht werden/ thutdas ſeinige mit Verwunderung/ wann man Olea aromatum damit kochet/ ſo ſolviret ſich das Oleum darinn/ vnd giebt zuſammen einen Balſamum, welcher ſich mit Waſſer miſchet/ iſt gut in Leib zu nehmen/ fuͤr etliche Gebrechen; ſchwangere Weiber aber muͤſſen ſich davor huͤten/ dann es die Frucht abtreibet.","norm":"Es kann auch ein jedweder verbrennlicher Sulphur damit leichtlich solvieret / und unter Bäder gebraucht werden / thutdas seinige mit Verwunderung / wann man Olea aromatum damit kochet / so solvieret sich das Oleum darin / und gibt zusammen einen Balsamum, welcher sich mit Wasser mischet / ist gut in Leib zu nehmen / für etliche Gebrechen; schwangere Weiber aber müssen sich davor hüten / dann es die Frucht abtreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418600082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1299,"date":1659,"orig":"Nach der Geburt aber iſt er gut/ ſecundinam vnd andere Reliquien damit fort zu treiben.","norm":"Nach der Geburt aber ist er gut / secundinam und andere Reliquien damit fortzutreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1300,"date":1659,"orig":"So man Oleum lignum rodii mit dieſem liquore vnd Roſen-Waſſer ſo lang kochet/ bis das Oleum ſich mit dem Liquore vnd Waſſer vereyniget/ vnd darnach die uͤbrigen Feuchtigkeiten davon ſcheydet/ ſo bekompt man eine ſchneeweiſſe Saͤyfen/ welche man gebrauchen kan/ die Haͤnde damit zu waſchen/ raͤuchet ſehr wol:","norm":"So man Oleum lignum rodii mit diesem liquore und Rosenwasser so lang kochet / bis das Oleum sich mit dem Liquore und Wasser vereiniget / und danach die übrigen Feuchtigkeiten davon scheidet / so bekommt man eine schneeweiße Säyfen / welche man gebrauchen kann / die Hände damit zu waschen / rauchet sehr wohl:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1301,"date":1659,"orig":"Auch kan man das Haupt damit zwagen/ ſtaͤrcket das Hirn/ vnd reiniget das Haupt vnd Haar vor allen andern Dingen.","norm":"Auch kann man das Haupt damit zwagen / stärket das Hirn / und reiniget das Haupt und Haar vor allen anderen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5971999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1302,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſolche Saͤyfen diſtilliren/ giebt ein durchdringendes Oel/ welches den Sehnen gar gut iſt.","norm":"Auch kann man solche Säyfen destillieren / gibt ein durchdringendes Öl / welches den Sehnen gar gut ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.181399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1303,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun dieſer Liquor Reguli Antimonii die Haut/ Naͤgel/ Haar/ Federn/ Hoͤrner vnd dergleichen Dinge/ vor allen andern Waſſern erweichet vnd ſolviret:","norm":"Gleich wie nun dieser Likör Reguli Antimonii die Haut / Nägel / Haar / Federn / Hörner und dergleichen Dinge / vor allen anderen Wassern erweichet und solvieret:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866300106048584} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1304,"date":1659,"orig":"Alſo hat er auch Macht/ nicht allein die Metalla, ſondern auch die allerhaͤrteſte Steine zu ſolviren/ aber nicht auff ſolche Weiß mit kochen/ gleich wie bey dem Sulphure geſagt worden/ ſondern auff eine andere Weiß/ welche hieher zu ſetzen ſich auff dismal nicht ſchicket.","norm":"Also hat er auch Macht / nicht allein die Metalla, sondern auch die härteste Steine zu solvieren / aber nicht auf solche Weiß mit kochen / gleich wie bei dem Sulphure gesagt worden / sondern auf eine andere Weiß / welche hierher zu setzen sich auf diesmal nicht schicket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22760009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1305,"date":1659,"orig":"Iſt genug daß ich Anleyrung darzu geben habe.","norm":"Ist genug dass ich Anleierung dazugeben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.852200031280518} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1306,"date":1659,"orig":"Mit Spiritu Salis, oder nur aceto diſtillato, kan das fewrige nitrum fixum ſolviret/ vnd in eine terram foliatam ſublimiret werden.","norm":"Mit Spiritu Salis, oder nur aceto distillato, kann das fewrige nitrum fixum solviret / und in eine terram foliatam sublimiret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.672399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1307,"date":1659,"orig":"Was ſonſten noch weiters damit gethan wird/ gehoͤrethieher nicht/ moͤchte villeicht an einem andern Orth mehrers davon gedacht werden.","norm":"Was sonsten noch weiteres damit getan wird / gehörethieher nicht / möchte vielleicht an einem anderen Ort mehreres davon gedacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.438799858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1308,"date":1659,"orig":"CAP. LXII. Ex Antimonio, Sale communi, & Vitriolo, ein Butyrum diſtilliren/ dem jenigen gleich/ welches auß Antimonio vnd Mercurio ſublimato gemacht iſt worden/ ꝛc.","norm":"CAP. LXII. Ex Antimonio, Sale communi, & Vitriolo, ein Butyrum destillieren / demjenigen gleich / welches aus Antimonio und Mercurio sublimato gemacht ist worden / etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1309,"date":1659,"orig":"NImb 1. Theil Antimonii crudi, 2. Theil gemein Kochſaltz/ vnd 4. Theil auff Weiß calcinirten Vitriol, pulveriſir dieſe ſpecies, vnd miſche ſolche wol vntereinander/ vnd trag davon eyn/ gleich wie bey andern Materialien gelehret iſt worden/ ſo wird ein dickes Oleum Antimonii, einer Butter gleich/ uͤbergehen/ welches reetificiret kan werden/ gleich wie ein anders/ welches auff gemeyne Weiß mit Mercurio ſublimato iſt gemacht worden.","norm":"Nimm 1. Teil Antimonii crudi, 2. Teil gemein Kochsalz / und 4. Teil auf Weiß kalzinierten Vitriol, pulverisier diese species, und mische solche wohl untereinander / und trage davon ein / gleich wie bei anderen Materialien gelehrt ist worden / so wird ein dickes Oleum Antimonii, einer Butter gleich / übergehen / welches reetificiret kann werden / gleich wie ein anders / welches auf gemeine Weiß mit Mercurio sublimato ist gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292900085449219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1310,"date":1659,"orig":"Vnd kan auch zu allem gleich das gemeyne/ gebrauchet werden.","norm":"Und kann auch zu allem gleich das gemeine / gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.443299770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1311,"date":1659,"orig":"Deſſen Gebrauch im erſten Theil zu finden iſt.","norm":"Dessen Gebrauch im ersten Teil zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.83459997177124} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1312,"date":1659,"orig":"Kan auch ſolches im erſten Theil viel beſſer/ vnd in groͤſſerer Quantitaͤt mit wenigern Kohlen vnd Zeit durch das Fewer (weilen es groͤſſere Hitze leydet) als in dieſem Ofen gemacht werden.","norm":"Kann auch solches im ersten Teil viel besser / und in größerer Quantität mit wenigeren Kohlen und Zeit durch das Feuer (weilen es größere Hitze leidet) als in diesem Ofen gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1313,"date":1659,"orig":"CAP. LXIII. Ex Arſenico & Auripigmento ein Butyrum oder dickes Oel zu diſtilliren.","norm":"CAP. LXIII. Ex Arsenico & Auripigmento ein Butyrum oder dickes Öl zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.656499862670898} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1314,"date":1659,"orig":"GLeicherweiß wie von dem Antimonio gelehret/ alſo auch vom Arſenico oder Auripigmento kan mit Saltz vnd Vitriol ein dick Oel diſtilliret werden/ welches nicht allein aͤuſſerlich/ ſondern auch gantz ſicherlich inwendig zu gebrauchen/ kan corꝛigiret werden/ alſo daß es dem Butyro Antimonii an Kraͤfften im geringſten nichts nachgiebt/ ſondern demſelben noch vorgehet.","norm":"Gleicherweiß wie von dem Antimonio gelehrt / also auch vom Arsenico oder Auripigmento kann mit Salz und Vitriol ein dick Öl destillieret werden / welches nicht allein äußerlich / sondern auch ganz sicherlich inwendig zu gebrauchen / kann korrigieret werden / also dass es dem Butyro Antimonii an Kräften im Geringsten nichts nachgibt / sondern demselben noch vorgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1315,"date":1659,"orig":"Welches manchem vnmoͤglich zu ſeyn ſcheinen wird.","norm":"Welches manchem unmöglich zu sein scheinen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001800060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1316,"date":1659,"orig":"Wer aber der Mineralien Natur vnd Eygenſchafft kennet/ dem werden meine Wort nicht frembd vorkommen/ ſondern als ein Liecht im finſtern leuchten.","norm":"Wer aber der Mineralien Natur und Eigenschaft kennet / dem werden meine Wort nicht fremd vorkommen / sondern als ein Licht im finsteren Leuchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.333600044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1317,"date":1659,"orig":"CAP. LXIV.","norm":"CAP. LXIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zh","lang_de":0,"norm_lmscore":5.347499847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1318,"date":1659,"orig":"Einen ſonderbaren Spiritum Vitrioli zu machen.","norm":"Einen sonderbaren Spiritum Vitriole zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5802001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1319,"date":1659,"orig":"SO man gemeinen Vitriol in Waſſer ſolviret/ vnd darinn granulirt Zinck leget vnd kochet/ ſo ſchlaͤgt ſich alles Metall vnd Schwefel in dem Vitriol an den Zinck nieder/ vnd wird die ſolution weiß/ der niedergefaͤllte Schlamm iſt nichts an ders als Eyſen/ Kupffer vnd Schwefel/ welches das Sal Vitrioli hat bey ſich gefůhret/ vnd nun durch den Zinck jhme iſt benommen worden/ was nun die Vrſach ſey/ daß ſich das Metall auß dem Saltz an den Zinck faͤlle/ gehoͤret in das Vierdte Theil/ da ſolcher Faͤllung Vrſach genugſamb erklaͤret wird/ die weiſſe ſolution davon der metalliſche Schlamm geſchieden iſt/ muß ad ſiccitatem ſalis coaguliret/ vnd alſo per ſe darauß ein ſpiritus diſtilliret werden/ ſteigt gar gern/ vnd iſt am Geſchmack vnd Kraͤfften dem gemeinen Oleo Vitrioli nicht vngleich/ nur daß dieſes etwas reiner als der gemeyne erfunden wird.","norm":"So man gemeinen Vitriol in Wasser solvieret / und darin granuliert Zink leget und kochet / so schlägt sich alles Metall und Schwefel in dem Vitriol an den Zink nieder / und wird die Solution weiß / der niedergefällte Schlamm ist nichts an des als Eisen / Kupfer und Schwefel / welches das Soll Vitriole hat bei sich geführt / und nun durch den Zink ihm ist benommen worden / was nun die Ursache sei / dass sich das Metall aus dem Salz an den Zink fälle / gehöret in das vierte Teil / da solcher Fällung Ursache genugsam erkläret wird / die weiße Solution davon der metallische Schlamm geschieden ist / muss ad siccitatem salis coaguliret / und also per se daraus ein spiritus destillieret werden / steigt gar gern / und ist am Geschmack und Kräften dem gemeinen Oleo Vitriole nicht ungleich / nur dass dieses etwas reiner als der gemeine erfunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1320,"date":1659,"orig":"Allhie moͤchte mancher eynwerffen vnd ſagen/ du nimmeſt dem Vitriolo ſeine Gruͤne/ welches vns Paracelſus nicht lehret/ ſondern ſolche behalten heiſſet.","norm":"Allhier möchte mancher einwerfen und sagen / du nimmst dem Vitriolo seine Grüne / welches uns Paracelsus nicht lehrt / sondern solche behalten heißt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.403500080108643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1321,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ daß allhier kein oleum dulce rubeum Vitrioli, davon Paraoelſus geſchrieben/ zu machen gelehret wird/ ſondern nur ein oleum album acidum, welches eben ſo gut vnd noch viel beſſer iſt/ als das gemeyne/ welches auß dem gemeynen vnd vnreinen Vitriol gemacht iſt worden/ was kan es helffen/ daß man einen gruͤnen Vitriol zu diſtilliren eynſetze/ da doch die gruͤne nicht mit uͤbergehet?","norm":"Darauf ich antworte / dass allhier kein oleum dulce rubeum Vitriole, davon Paraoelsus geschrieben / zu machen gelehrt wird / sondern nur ein oleum album acidum, welches ebenso gut und noch viel besser ist / als das gemeine / welches aus dem gemeinen und unreinen Vitriol gemacht ist worden / was kann es helfen / dass man einen grünen Vitriol zu destillieren Einsätze / da doch die grüne nicht mit übergehet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.800000190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1322,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſchon ſolche gruͤne mit uͤbergienge/ warumb ſolte daſſelbe Oleum beſſer ſeyn als ein weiſſes?","norm":"Und wann schon solche grüne mit übergienge / warum sollte dasselbe Oleum besser sein als ein weißes?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.208799839019775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1323,"date":1659,"orig":"Weilen die gruͤne bey dem gemeynen Vitriol nichts anders iſt als Kupffer vnd Eyſen/ welches das Saltzwaſſer/ da es durch ſolcher Metallen Gaͤnge gelauffen/ ſolviret/ vnd zu ſich genommen hat.","norm":"Weilen die grüne bei dem gemeinen Vitriol nichts anders ist als Kupfer und Eisen / welches das Salzwasser / da es durch solcher Metallen Gänge gelaufen / solvieret / und zu sich genommen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1324,"date":1659,"orig":"Vnd ſo bald ein ſolcher gruͤner Vitriol das Fewer empfindet alſobald die gruͤne ſich in eine roͤthe verwandelt/ welche nichts anders als ein caleinirt/ Eyſen oder Kupffer iſt/ welches durch reduciren mit ſtarckem Fewer vnd Fluß ſich offenbaret.","norm":"Und so bald ein solcher grüner Vitriol das Feuer empfindet alsobald die grüne sich in eine röte verwandelt / welche nichts anders als ein caleinirt / Eisen oder Kupfer ist / welches durch Reduzieren mit starkem Feuer und Fluss sich offenbaret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.077300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1325,"date":1659,"orig":"Paracelſus hat vns nicht gelehret/ daß wir die gruͤne mit Gewalt des Fewers ſollen uͤbertreiben in ein roth vnd ſuͤß oleum, ſondern vns einen andern Weg gezeiget/ welcher von wenigen gefunden wird/ davon allbereit im Anfang dieſes andern Theils iſt gehandelt worden.","norm":"Paracelsus hat uns nicht gelehrt / dass wir die grüne mit Gewalt des Feuers sollen übertreiben in ein rot und süß oleum, sondern uns einen anderen Weg gezeigt / welcher von wenigen gefunden wird / davon allbereits im Anfang dieses anderen Teils ist gehandelt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784200191497803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1326,"date":1659,"orig":"Dieſer Spiritus oder Oleum acidum, welches auß dem gereinigten Vitriol iſt diſtilliret worden/ iſt einer annehmlichen Saͤure/ vnd kan zu allem gebrauchet werden/ gleich als oben bey dem Vitriolo iſt beſchrieben worden.","norm":"Dieser Spiritus oder Oleum acidum, welches aus dem gereinigten Vitriol ist destillieret worden / ist einer annehmlichen Säure / und kann zu allem gebraucht werden / gleich als oben bei dem Vitriolo ist beschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850299835205078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1327,"date":1659,"orig":"Vnd iſt nur darumb dieſer Proceß hieher geſetzt worden/ daß man ſehen koͤnne/ wann der Vitriol von ſeinem Schlamm entbunden/ daß er ſich lieber diſtilliren laſſe/ vnd auch einen lieblichern Spiritum gebe/ als wann er noch damit vermiſchet iſt.","norm":"Und ist nur darum dieser Prozess hierher gesetzt worden / dass man sehen könne / wann der Vitriol von seinem Schlamm entbunden / dass er sich lieber destillieren lasse / und auch einen lieblicheren Spiritum gebe / als wann er noch damit vermischet ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.913599967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1328,"date":1659,"orig":"Zu beweiſen/ daß eine ſolche Reinigung des Vitriols nichts anders als eine Faͤllung des Metalls ſey/ welches das Saltz/ wie geſagt/ im durchlauffen zu ſich genommen hat/ kanſt du alſo probiren: Solvire welches Metall du wilt in ſeinem gehoͤrigen menſtruo, es geſchehe gleich mit diſtillirten ſpiritibus acidis, oder ſcharpffen ſalien mit zuthun gemeines Waſſers/ oder im Fewer trucknen in einem Tiegel/ wie du wilt/ vnd lege darnach in eine ſolche ſolution ein ander Metall/ welches das ſolvens lieber angreifft als dasjenige/ welches daſſelbe zu ſich genommen hatte/ ſo wirſt du befinden/ daß das ſolvens das angenommene Metall oder Mineral fallen laͤſſet/ vnd das ander/ welches es lieber angreiffet/ antaſten vnd ſolviren wird.","norm":"Zu beweisen / dass eine solche Reinigung des Vitriols nichts anders als eine Fällung des Metalls sei / welches das Salz / wie gesagt / im Durchlaufen zu sich genommen hat / kannst du also probieren: Solviere welches Metall du willst in seinem gehörigen menstruo, es geschehe gleich mit destillierten spiritibus acidis, oder scharfen salien mit zutun gemeines Wassers / oder im Feuer trocknen in einem Tiegel / wie du willst / und lege danach in eine solche Solution ein ander Metall / welches das solvens lieber angreift als dasjenige / welches dasselbe zu sich genommen hatte / so wirst du befinden / dass das solvens das angenommene Metall oder Mineral fallen lässt / und das ander / welches es lieber angreift / antasten und solvieren wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.109899997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1329,"date":1659,"orig":"Von welcher præcipitation im Vierdten Theil mehrers gehandelt ſoll werden.","norm":"Von welcher Präzipitation im vierten Teil mehreres gehandelt soll werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.3454999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1330,"date":1659,"orig":"Dieſes aber iſt noch allhier zu mercken/ daß kein Metall ſolvirlicher iſt vnter allen/ als der Zinck/ darumb ſich auch alle andere/ ſo wol im trucknen/ als im naſſen Weg darvon niederfaͤllen/ vnd in leichte Calces damit koͤnnen gebracht werden/ alſo/ daß ein Calx Solis vel Lunæ auff ſolche Weiß gefaͤllet/ (ſo man anders wol damit uͤmbgehet) ſeinen Glantz behaͤlt/ vnd gleich als ein zartes Pulver damit man auß der Feder ſchreiben kan/ erfunden wird.","norm":"Dieses aber ist noch allhier zu merken / dass kein Metall solvirlicher ist unter allen / als der Zink / darum sich auch alle andere / so wohl im Trocknen / als im nassen Weg davon niederfallen / und in leichte Calces damit können gebracht werden / also / dass ein Calx Solis vel Lunae auf solche Weiß gefällt / (so man anders wohl damit ümbgehet) seinen Glanz behält / und gleich als ein zartes Pulver damit man aus der Feder schreiben kann / erfunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736499786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1331,"date":1659,"orig":"CAP. 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LXV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.500800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1332,"date":1659,"orig":"Einen ſubtilen Spiritum, vnd liebliches Oleum auß dem Zinck zu machen.","norm":"Einen subtilen Spiritum, und liebliches Oleum aus dem Zink zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.878399848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1333,"date":1659,"orig":"WEilen ich allhier des Zinckes gedacht/ finde ich gut/ einen penetrirlichen Geiſt/ vnd heylſames Oleum mit Eſſig darauß zu machen:","norm":"Weilen ich allhier des Zinkes gedacht / finde ich gut / einen Penetrierlichen Geist / und heilsames Oleum mit Essig daraus zu machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.635300159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1334,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches alſo:","norm":"Und geschieht solches also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.820199966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1335,"date":1659,"orig":"Nimb die flores, welche im erſten Theil zu machen gelehret ſeyn/ 1. Theil/ vnd gieſſe in ein digerir-Glas 8. oder 10. Theil guten ſcharpffen Eſſig von Honig gemacht/ darauff/ vnd in Manglung dieſes ſo nimb Weineſſig/ vnd ſetze ſolches Glas mit den floribus vnd Eſſig an ein warm Orth zu ſolviren/ vnd gieſſe nach der ſolution das klare/ welches gelb ſeyn wird/ ab/ vnd abſtrahire nach der filtration die phlegma, ſo wird ein roter Liquor oder Balſamus zuruͤck bleiben/ welchen man mit außgegluͤetem reinem Sand verſetzen vnd diſtilliren muß/ ſo gehet erſtlich ein vngeſchmackte phlegma, darnach ein ſubtiler ſpiritus, vnd endlich ein gelb vnd roth Oleum, welches von dem Spiritu beſonder muß behalten werden/ als ein Schatz in allen Wunden ſchnelle Heylung zu machen.","norm":"Nimm die flores, welche im ersten Teil zu machen gelehrt sein / 1. Teil / und gieße in ein digerir-Glas 8. oder 10. Teil guten scharfen Essig von Honig gemacht / darauf / und in Manglung dieses so nimm Weinessig / und setze solches Glas mit den floribus und Essig an ein warm Ort zu solvieren / und gieße nach der Solution das klare / welches gelb sein wird / ab / und abstrahiere nach der Filtration die Phlegma, so wird ein roter Likör oder Balsammus zurückbleiben / welchen man mit ausgeglühtem reinem Sand versetzen und destillieren muss / so geht erstlich ein vngeschmackte Phlegma, danach ein subtiler spiritus, und endlich ein gelb und rot Oleum, welches von dem Spiritu besondere muss behalten werden / als ein Schatz in allen Wunden schnelle Heilung zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.266900062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1336,"date":1659,"orig":"Der ſpiritus iſt nicht geringer als das Oleum, nicht allein innerlich gebrauchet/ den Schweiß damit zu befoͤrderen/ ſondern auch aͤuſſerlich/ allen Brand vnd inflammationes damit zu loͤſchen; vnd iſt ohne Zweyffel dieſer ſpiritus vnd oleum noch zu vielmehr andern Kranckheiten dienſtlich/ weilen aber ſolches bishero mir noch nicht bekand iſt/ will ich auch nichts davon ſchreiben/ ſondern andern zu verſuchen heimſtellen.","norm":"Der spiritus ist nicht geringer als das Oleum, nicht allein innerlich gebraucht / den Schweiß damit zu befördere / sondern auch äußerlich / allen Brand und inflammationes damit zu löschen; und ist ohne Zweifel dieser spiritus und oleum noch zu vielmehr anderen Krankheiten dienstlich / weilen aber solches bisher mir noch nicht bekannt ist / will ich auch nichts davon schreiben / sondern anderen zu versuchen heimstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277999877929687} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1337,"date":1659,"orig":"CAP. LXVI.","norm":"CAP. LXVI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.089200019836426} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1338,"date":1659,"orig":"Einen Spiritum vnd Oleum auß dem Bley zu diſtilliren.","norm":"Einen Spiritum und Oleum aus dem Blei zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606299877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1339,"date":1659,"orig":"GLeichermaſſen wie bey dem Zinck gelehret/ alſo kan auch auß dem Bley ein ſubtiler ſpiritus vnd ſuͤſſes Oleum diſtilliret werden/ vnd geſchicht alſo: Vbergieſſe ein Minium, oder einen andern Calcem Saturni, welcher per ſe vnd nicht mit ſulphure gemacht ſey/ mit einem ſtarcken Eſſig/ vnd las ſolchen in arena, oder warmer Aſchen digeriren vnd ſolviren/ ſo lang bis ſich der Eſſig gelb von dem Saturno gefaͤrbet hat/ vnd gantz ſuͤß davon worden iſt.","norm":"Gleichermaßen wie bei dem Zink gelehrt / also kann auch aus dem Blei ein subtiler spiritus und süßes Oleum destillieret werden / und geschieht also: Übergieße ein Minium, oder einen anderen Calcem Saturni, welcher per se und nicht mit sulphure gemacht sei / mit einem starken Essig / und las solchen in arena, oder warmer Aschen digerieren und solvieren / so lang bis sich der Essig gelb von dem Saturn gefärbt hat / und ganz süß davon worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118100166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1340,"date":1659,"orig":"Darnach gieſſe die klare ſolution ab/ vnd einen andern Eſſig darauff/ vnd las ſolchen auch ſolviren/ dieſes wiederhole ſo offt/ bis der Eſſig nicht mehr ſolviren vnd ſuͤß werden will/ dann nimb alle ſolutiones, vnd las alle Feuchtigkeit davon rauchen/ ſo bleibet ein dicker ſuͤſſer gelber Safft/ dem Honig gleich/ wann der Eſſig nicht iſt diſtilliret geweſen/ ſo er aber iſt diſtilliret vnd klar gemacht geweſen/ ſo bleibet kein liquor, ſondern ein weiſſes ſuͤſſes Saltz.","norm":"Danach gieße die klare Solution ab / und einen anderen Essig darauf / und las solchen auch solvieren / dieses wiederhole so oft / bis der Essig nicht mehr solvieren und süß werden will / dann nimm alle solutiones, und las alle Feuchtigkeit davon rauchen / so bleibt ein dicker süßer gelber Saft / dem Honig gleich / wann der Essig nicht ist destillieret gewesen / so er aber ist destillieret und klargemacht gewesen / so bleibt kein liquor, sondern ein weißes süßes Salz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.082300186157227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1341,"date":1659,"orig":"Dieſes Saltz oder liquor kan dann wie bey dem Zinck gelehret iſt/ diſtilliret werden/ ſagehet nicht allein ein penetrirlicher/ ſubtiler Geiſt uͤber/ ſondern auch ein gelbes Oleum, welches aber nicht viel/ doch ſehr kraͤfftig iſt/ in allem zu gebrauchen/ gleich wie von dem Spiritu vnd Oleo vom Zinck gelehret worden.","norm":"Dieses Salz oder liquor kann dann wie bei dem Zink gelehrt ist / destillieret werden / sagehet nicht allein ein penetrirlicher / subtiler Geist über / sondern auch ein gelbes Oleum, welches aber nicht viel / doch sehr kräftig ist / in allem zu gebrauchen / gleich wie von dem Spiritu und Oleo vom Zink gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4039998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1342,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1343,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt zu mercken/ daß man zu dieſem ſpiritu vnd oleo zu machen/ keinen diſtillirten Eſſig vonnoͤthen hat/ ſondern kan eben ſo wol mit einem vndiſtillirten gethan werden/ vnd giebt ein vndiſtillirter Eſſig auch mehr Oel/ als ein diſtilliter.","norm":"Dieses ist zu merken / dass man zu diesem spiritu und oleo zu machen / keinen destillierten Essig vonnöten hat / sondern kann eben so wohl mit einem undestillierten getan werden / und gibt ein undestillierter Essig auch mehr Öl / als ein Distelliter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1344,"date":1659,"orig":"So man aber ein weiß vnd klar Saltz ſuchet/ ſo muß der Eſſig diſtilliret ſeyn/ ſonſten ſcheußt es nicht in Cryſtallen/ ſondern bleibt ein gelber liquor dem Honig in allem gantz gleich/ vnd iſt auch nicht vonnoͤthen/ daß die Solution in Glaͤſern durch langer Zeit Digerirung geſchehe/ ſondern kan auch wol nur in einem erden verglaſurten Pottgethan werden/ nemblich/ daß man das Minium in dem Hafen mit Eſſig uͤberſchuͤttet/ vnd ſolchen auff einem Kohlfewer kochen laſſe/ dann nicht zu foͤrchten iſt/ daß erwas von dem Cſſig da von rieche/ weilen das Bley alle ſpiritus bey ſich behaͤlt/ vnd laͤßt nur ein vngeſchmackte phlegma weg gehen.","norm":"So man aber ein weiß und klar Salz suchet / so muss der Essig destillieret sein / sonsten scheust es nicht in Kristallen / sondern bleibt ein gelber liquor dem Honig in allem ganz gleich / und ist auch nicht vonnöten / dass die Solution in Gläsern durch langer Zeit Digerierung geschehe / sondern kann auch wohl nur in einem Erden verglasierten Pottgetan werden / nämlich / dass man das Minium in dem Hafen mit Essig überschüttet / und solchen auf einem Kohlfeuer kochen lasse / dann nicht zu fürchten ist / dass etwas von dem Cßig davon rieche / weilen das Blei alle spiritus bei sich behält / und lässt nur ein vngeschmackte Phlegma weg gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.346799850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1345,"date":1659,"orig":"Auch muß man den Saturnum ſtaͤtig mit einem hoͤltzernen Loͤffel oder Spatteluͤmbruͤhren/ ſonſten wuͤrde ein harter Stein darauß werden/ vnd ſich nicht ſolviren laſſen; deßgleichen muß geſchehen/ wann die Solution in Glaͤſern geſchicht/ vnd kan alſo auff dieſe Weiß ſolche Solution innerhalb 3. oder 4. Stunden geſchehen/ welche durch digerirn in Glaͤſern kaum in 3. oder 4. Tagen gethan werden koͤndte/ vnd wann beyde ſolutiones gethan ſeyn/ ſo iſt kein Vnderſcheyd darinnen Derohalben ich rathſamb finde/ was man in einer Stunde thun kan/ daß man keinen antzen Tag darzu gebrauche.","norm":"Auch muss man den Saturnum stetig mit einem hölzernen Löffel oder Spatelumrühren / sonsten würde ein harter Stein daraus werden / und sich nicht solvieren lassen; desgleichen muss geschehen / wann die Solution in Gläsern geschieht / und kann also auf diese Weiß solche Solution innerhalb 3. oder 4. Stunden geschehen / welche durch digerieren in Gläsern kaum in 3. oder 4. Tagen getan werden könnte / und wann beide solutiones getan sein / so ist kein Unterscheid darinnen Derohalben ich ratsam finde / was man in einer Stunde tun kann / dass man keinen antzen Tag dazu gebrauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05620002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1346,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man dieſen Spiritum vnd Oleum kraͤfftiger vnd beſſer haben will/ kan manvnter ein Pfund Saturni ſoluti & depurati unciam unam Tartari crudi pulveriſati miſchen/ vnd diſtilliren in allem gleich als es per ſe zu diſtilliren iſt gelehret worden/ ſo wird man einen viel ſubtileren Spiritum, vnd ein beſſer Oleum als were es per ſe gemacht/ uͤberkommen.","norm":"Und so man diesen Spiritum und Oleum kräftiger und besser haben will / kann manvnter ein Pfund Saturni soluti & depurati unciam unam Tartari crudi pulverisati mischen / und destillieren in allem gleich als es per se zu destillieren ist gelehrt worden / so wird man einen viel subtileren Spiritum, und ein besser Oleum als wäre es per se gemacht / überkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550099849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1347,"date":1659,"orig":"CAP. LXVII.","norm":"CAP. LXVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.141600131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1348,"date":1659,"orig":"Ex Tartaro crudo einen ſubtilen Spiritum vnd Oleum zu diſtilliren.","norm":"Ex Tartaro crudo einen subtilen Spiritum und Oleum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.513999938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1349,"date":1659,"orig":"VOn Weinſtein einen Spiritum zu machen/ laſſen jhnen viel traͤumen/ als wann es gar ein geringe Kunſt were/ weilen man zu ſolchem gar leichtlich kommen koͤnne/ dann ſie vermeynen/ wann ſie nur den Weinſtein in eine Retorten thun/ legen einen Recipienten vor/ vnd diſtilliren mit ſtarckem Fewer ein Waſſer uͤber/ ſo haben ſie ſchon was ſie begehren/ vnd mercken ſolche Leuthe nicht/ daß ſie an ſtatt eines lieblichen vnd ſubtilen Spiritus, nur einen ſtinckenden Eſſig oder phlegma bekommen/ vnd der liebliche Spiritus durchgangen iſt.","norm":"Von Weinstein einen Spiritum zu machen / lassen ihnen viel träumen / als wann es gar ein geringe Kunst wäre / weilen man zu solchem gar leichtlich kommen könne / dann sie vermeinen / wann sie nur den Weinstein in eine Retorten tun / legen einen Rezipienten vor / und destillieren mit starkem Feuer ein Wasser über / so haben sie schon was sie begehren / und merken solche Leute nicht / dass sie an statt eines lieblichen und subtilen Spiritus, nur einen stinkenden Essig oder Phlegma bekommen / und der liebliche Spiritus durchgegangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.124499797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1350,"date":1659,"orig":"Solches haben nun etliche Laboranten gemercket/ haben jhnen ſehr groſſe Recipienten machen laſſen/ in Meynung ſolchen zu erlangen.","norm":"Solches haben nun etliche Laboranten gemerkt / haben ihnen sehr große Rezipienten machen lassen / in Meinung solchen zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.626100063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1351,"date":1659,"orig":"Wann ſie nun nach geſchehener Diſtillation jhren ſpiritum ſampt der Remanentz gewogen/ haben ſie befunden/ daß ſie einen groſſen Abgange gelitten/ dahero vermeynet/ daß es vnmoͤglich ſey allen ſpiritum zu fangen/ vnd keinen laſſen verlohren gehen.","norm":"Wann sie nun nach geschehener Destillation ihren spiritum samt der Remanenz gewogen / haben sie befunden / dass sie einen großen Abgang gelitten / daher vermeinet / dass es unmöglich sei allen spiritum zu fangen / und keinen lassen verloren gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451700210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1352,"date":1659,"orig":"Welches dann auch durch einen Retorten nicht wol geſchehen kan Dann wann man ſchon einen groſſen Vorlag fuͤr einen kleinen Retorten leget/ darinn auch nur ein wenig Tartari iſt/ vnd die Fugen wol lutiret ſeyn/ daß nichts dardurch gehen kan/ vnd fewret auch ſo langſamb/ als immer moͤglich iſt/ in Meynung ſolchen alſo zu fangen/ ſo muß man gleichwol Gefahr außſtehen.","norm":"Welches dann auch durch einen Retorten nicht wohl geschehen kann dann wann man schon einen großen Vorlag für einen kleinen Retorten leget / darin auch nur ein wenig Tartari ist / und die Fugen wohl lutiret sein / dass nichts dadurch gehen kann / und fewret auch so langsam / als immer möglich ist / in Meinung solchen also zu fangen / so muss man gleichwohl Gefahr ausstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595600128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1353,"date":1659,"orig":"Wann zuletzt der Retort anfaͤngt zu gluͤen/ vnd das ſchwartze Oleum gehet/ ſo kommen erſt die allerſubtileſten Spiritus; welche entweder durch die Fugen entfliehen/ oder den Retorten/ oder Recipienten brechen/ weilen ſie mit der Maͤnge kommen/ vnd ſich nicht gern ſetzen.","norm":"Wann zuletzt der Retorte anfängt zu glühen / und das schwarze Oleum geht / so kommen erst die subtilsten Spiritus; welche entweder durch die Fugen entfliehen / oder den Retorten / oder Rezipienten brechen / weilen sie mit der Menge kommen / und sich nicht gern setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106900215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1354,"date":1659,"orig":"Weilen dann nun ein ſolcher Spiritus (ſo er wol gemacht) eine fuͤrtreffliche Medicin iſt/ vnd man ſolchen nicht gern in einer guten Apotheken entrathen will/ ſo wil ich ſolchen auff meme Weiſe lehren machen/ daß auch im geringſten nichts verlohren gehet/ vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Weilen dann nun ein solcher Spiritus (so er wohl gemacht) eine fürtreffliche Medizin ist / und man solchen nicht gern in einer guten Apotheken entraten will / so will ich solchen auf meme Weise lehren machen / dass auch im Geringsten nichts verloren geht / und geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.669600009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1355,"date":1659,"orig":"CAP. LXVIII. Præparatio & Uſus Spiritus Tartari.","norm":"CAP. LXVIII. Praeparatio & Usus Spiritus Tartari.","lang_fastText":"et","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.174600124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1356,"date":1659,"orig":"NImb gutenreinen Weinſtein/ er ſey gleich roth oder weiß/ mache jhn zu einem kleinen Pulver/ vnd wann der Ofen gluͤet/ ſo trag auff einmal nicht mehr als ein Loth mit einem Loͤffel eyn/ vnd ſo bald ſich die Spiritus geſetzet haben/ ſo trag wieder ein Loth eyn/ vnd ſolches continnire/ bis du Spiritus genug haſt/ darnach nimb das reſiduum, welches ſchwartz ſeyn wird/ herauß/ vnd gluͤe ſolches in einem Tiegel wol auß/ thue es in einen glaͤſern Retorten/ vnd gieß den uͤbergeſtiegenen Spiritum mit ſampt dem ſchwartzen Oleo darauff/ treib es in arena erſtlich feinlind/ ſo ſteiget der ſubtileſte Spiritus uͤber/ darnach die phlegma, zu letzt ein ſaurer Eſſig/ mit dem Oel/ von welchem ein jedweders beſonder gefangen werden muß.","norm":"Nimm gutenreinen Weinstein / er sei gleich rot oder weiß / mache ihn zu einem kleinen Pulver / und wann der Ofen glüht / so trage auf einmal nicht mehr als ein Lot mit einem Löffel ein / und so bald sich die Spiritus gesetzt haben / so trage wieder ein Lot ein / und solches continnire / bis du Spiritus genug hast / danach nimm das residuum, welches schwarz sein wird / heraus / und glüh solches in einem Tiegel wohl aus / tue es in einen gläsern Retorten / und gieße den übergestiegenen Spiritum mit samt dem schwarzen Oleo darauf / treibe es in arena erstlich feinlind / so steiget der subtilste Spiritus über / danach die Phlegma, zuletzt ein saurer Essig / mit dem Öl / von welchem ein jedwedes besondere gefangen werden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.864500045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1357,"date":1659,"orig":"Will man den ſubtilen Spiritum, welcher von erſt geſtiegen vnd gefangen worden/ noch durchdringender haben/ ſo muß man das Caput mortuum, (wie es vnbillich von andern genennet wird) vnd in dem Retorten geblieben iſt/ in einem Tiegel wol außgluͤen/ vnd denſelben noch einmal davon abſtrahiren/ ſo behaͤlt der Caleinirte Tartarus die uͤbrige Feuchtigkeit oder phlegma bey ſich/ vnd ſteiget nur allein der allerſubtileſte Spiritus uͤber/ dieſer Spiritus in einer gantz penetrirender Eygenſchafft/ davon ein halb Scrupel bis auff ein Vntz/ mit Wein/ oder mit einem and eren Liquore eyngenommen/ macht uͤber die maſſen ſchnell vnd ſtarck ſchwitzen/ iſt eine kraͤfftige Medicin in allen obſtructionibus, auch in peſte, vnd anderen febribus malignis ein bewaͤhrtes/ offt probirtes/ vnd gut befundeneo remedium, in ſcorbuto, melancholia, hypochondriaca, colica, contractura, epilepſia, vnd dergleichen Kranckheiten mehr/ nuͤtzlich vnd gut zu gebrauchen.","norm":"Will man den subtilen Spiritum, welcher von erst gestiegen und gefangen worden / noch durchdringender haben / so muss man das Caput mortuum, (wie es unbillig von anderen genannt wird) und in dem Retorten geblieben ist / in einem Tiegel wohl ausglühen / und denselben noch einmal davon abstrahieren / so behält der Caleinirte Tartarus die übrige Feuchtigkeit oder Phlegma bei sich / und steiget nur allein der subtilste Spiritus über / dieser Spiritus in einer ganz penetrierender Eigenschaft / davon ein halb Skrupel bis auf ein Vntz / mit Wein / oder mit einem and ehren Liquore eingenommen / macht über die Maßen schnell und stark schwitzen / ist eine kräftige Medizin in allen obstructionibus, auch in peste, und anderen febribus malignis ein bewährtes / oft probiertes / und gut befundeneo remedium, in scorbuto, Melancholie, Hypochondrieace, colica, contractura, epilepsia, und dergleichen Krankheiten mehr / nützlich und gut zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0345001220703125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1358,"date":1659,"orig":"Alſo daß nicht allein dieſen oberzehlten Kranckheiten kraͤfftiglich damit kan begegnet werden/ ſondern auch noch viel andere mehr/ welche ron vnreinem verdorbenem Gebluͤt herkommen/ (ſo es Gottes will iſt) gluͤcklich koͤnnen damit curiret werden.","norm":"Also dass nicht allein diesen oberzählten Krankheiten kräftiglich damit kann begegnet werden / sondern auch noch viel andere mehr / welche Ron unreinem verdorbenem Geblüt herkommen / (so es Gottes will ist) glücklich können damit kurieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.229100227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1359,"date":1659,"orig":"Das Phlegma wird (als vntuͤchtig) hinweg geworffen/ der Eſſig reiniget die Wunden/ vnd offene Schaͤden.","norm":"Das Phlegma wird (als untüchtig) hinweggeworfen / der Essig reiniget die Wunden / und offene Schäden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861700057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1360,"date":1659,"orig":"Das Oleum leget die Geſchwulſt vnd Schmertzen/ heylet die Kraͤtze vertreibet die auffgefahrene Knotten/ vnd andere Gewaͤchs der Haut/ wann man ſolches beyzeit gebrauchet/ beſtaͤndiglich.","norm":"Das Oleum leget die Geschwulst und Schmerzen / heilet die Krätze vertreibet die aufgefahrene Knoten / und andere Gewächs der Haut / wann man solches beyzeit gebraucht / beständig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8028998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1361,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1362,"date":1659,"orig":"Wann wan das ſchwartze ſtinckende Oleum uͤber das außgegluͤete Caput mortuum, rectificiret/ ſo wird es klar vnd ſubtil/ welches nicht allein alle podagriſche Schmertzen ſchnell ſtillet/ ſondern auch den conglobirten Sand in renibus zu diſſipiren/ vnd fort zu treiben/ in forma Emplaſtri vel unguenti auffgeleget/ deß gleichen den coagulirten Tartarum in Haͤnden/ Knyen vnd Fuͤſſen/ zu ſolviren vnd extrahiren/ (davon das Glied dadurch entbunden/ vnd geſund gemacht wird) Macht hat.","norm":"Wann wann das schwarze stinkende Oleum über das ausgeglühte Caput mortuum, rektifizieret / so wird es klar und subtil / welches nicht allein alle podagrische Schmerzen schnell stillet / sondern auch den conglobirten Sand in renibus zu dissipieren / und fortzutreiben / in forma Emplastri vel unguenti aufgelegt / des gleichen den koagulierten Tartarum in Händen / Knien und Füßen / zu solvieren und extrahieren / (davon das Glied dadurch entbunden / und gesund gemacht wird) Macht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1363,"date":1659,"orig":"Dann in ſolchem vnachtſamen Oleo ein Sal volatile, groſſer Kraͤfften verborgen iſt.","norm":"Dann in solchem unachtsamen Oleo ein Soll volatile, großer Kräften verborgen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.813000202178955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1364,"date":1659,"orig":"Wiltu aber wiſſen/ ob deme alſo ſey/ ſo gieſſe auff das ſchwartze ſtinckende Oleum einen Spiritum acidum, als Salis communis, Vitrioli, Salis nitri, oder nur einen Acetam diſtillatum, ſo wird ſich das Oleum erwaͤrmen/ brauſen vnd auffſteigen/ gleich als wann man ein Aqua-fort auf ein Sal tartari geſchuͤttet haͤtte/ vnd der Spiritus Acidus dadurch getoͤdet/ vnd zu einem Saltz werden: vnd ſolviret vnd extrahiret ſolches wol gereinigte Oleum den Tartarum auß den Gliedern (wofern er noch nicht zu einem ſteinichten Weſen erhartet iſt) auff ſolche Weiß/ gleich wie eine Saͤyfe den Schmutz vnd Vnreinigkeit auß einem Tuch außwaͤſchet/ oder noch beſſer zu verſtehen/ gleich/ wie gleich ſeines gleichen gern annimbt/ ſich damit vermiſchet vnd liebet/ hergegen gleich mit einem vngleichen/ oder ſolcher Materien/ welche kein Gemeinſchafft mit jhme hat/ nicht vermiſchen will.","norm":"Willst du aber wissen / ob dem also sei / so gieße auf das schwarze stinkende Oleum einen Spiritum acidum, als Salis communis, Vitriole, Salis nitri, oder nur einen Acetam distillatum, so wird sich das Oleum erwärmen / brausen und aufsteigen / gleich als wann man ein Aqua-fort auf ein Soll tartari geschüttet hätte / und der Spiritus Acidus dadurch getötet / und zu einem Salz werden: und solvieret und extrahieret solches wohl gereinigte Oleum den Tartarum aus den Gliedern (sofern er noch nicht zu einem steinigen Wesen erharrtet ist) auf solche Weiß / gleich wie eine Säyfe den Schmutz und Unreinheit aus einem Tuch auswäscht / oder noch besser zu verstehen / gleich / wie gleich seinesgleichen gern annimmt / sich damit vermischet und liebet / hingegen gleich mit einem ungleichen / oder solcher Materien / welche kein Gemeinschaft mit ihm hat / nicht vermischen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206900119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1365,"date":1659,"orig":"Als wann man Pech oder Hartz auß einem Kleyd mit Waſſer wolte außwaͤſchen/ welches doch nicht wegen der beyden widerwaͤrtigen Naturen geſchehen wuͤrde/ dann gemeyn ſchlecht Waſſer/ kein Gemeynſchafft mit Pech oder andern Fettigkeiten hat/ auch nimmermehr damit/ ohne einen Mitler/ welcher beyder Naturen/ nemblich/ des Pechs vnd Waſſers/ als da ſind Salia ſulphurea, Nitroſa, ſive ſint fixa, ſive volatilia, zugleich theilhafftig ſeye/ kan vereynigt werden.","norm":"Als wann man Pech oder Hartz aus einem Kleid mit Wasser wollte auswaschen / welches doch nicht wegen der beiden widerwärtigen Naturen geschehen würde / dann gemein schlecht Wasser / kein Gemeinschaft mit Pech oder anderen Fettigkeiten hat / auch nimmermehr damit / ohne einen Mittler / welcher beider Naturen / nämlich / des Pechs und Wassers / als da sind Salia sulphurea, Nitrose, sive sint fixa, sive volatilia, zugleich teilhaftig sei / kann vereinigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600599765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1366,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen iſt bey den Saͤyfenſiedern/ welche gemeyn Waſſrr/ durch Huͤlff der ſulphuriſchen ſallen mit fetten Dingen als Vnſchlit vnd Oel vereynigen.","norm":"Wie zu sehen ist bei den Säyfensiedern / welche gemein Wassrr / durch Hilfe der sulfurischen sollen mit fetten Dingen als Unschlitt und Öl vereinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.89300012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1367,"date":1659,"orig":"Wann man aber auff das harte Pech oder Hartz ein warm Oel/ oder eine andere duͤnne Fettigkeit thut/ ſo nimb das Oel/ als gleich ſeines gleichen gern an ſich/ vnd wird alſo das Pech ſolviret/ vnd auß dem Tuch gebracht/ welche uͤberbliebene Fettigkeit des Oels auch dem Tuch mit Laugen/ vnd endlich auch die Laugen oder Saͤgſpaͤhn mit gemeynem Waſſer (alſo daß das Tuch ſeine vorige geſtalt vnd Reinigkeit wiederumb erlanget/) kan außgewaſchen werden Gleich wie nun allhier mit den ſulphuriſchen Dingen/ alſo auch mit den Mercurialiſchen geſchicht.","norm":"Wann man aber auf das harte Pech oder Hartz ein warm Öl / oder eine andere dünne Fettigkeit tut / so nimm das Öl / als gleich seinesgleichen gern an sich / und wird also das Pech solvieret / und aus dem Tuch gebracht / welche übergebliebene Fettigkeit des Öls auch dem Tuch mit Laugen / und endlich auch die Laugen oder Sägespähne mit gemeinem Wasser (also dass das Tuch seine vorige Gestalt und Reinheit wiederum erlanget /) kann ausgewaschen werden gleich wie nun allhier mit den sulfurischen Dingen / also auch mit den Merkurialischen geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244400024414062} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1368,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel/ wann man Fleiſch oder Fiſch/ welches lange Zeit im Saltz gelegen/ wolte mit Laugen außſuͤſſen/ ſo ſolte ſolches nicht geſchehen koͤnnen/ dann beyde widerwaͤrtige Naturen/ als Salis nitroſi, & acidi, einander entgegen ſeyn/ vnd kein Gemeynſchafft oder Liebe zuſammen tragen.","norm":"Als zum Exempel / wann man Fleisch oder Fisch / welches lange Zeit im Salz gelegen / wollte mit Laugen aussüßen / so sollte solches nicht geschehen können / dann beide widerwärtige Naturen / als Salis Nitrose, & acidi, einander entgegen sein / und kein Gemeinschaft oder Liebe zusammen tragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8403000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1369,"date":1659,"orig":"So man aber auff ein ſolches geſaltzen Fleiſch oder Fiſch/ ein Waſſer/ darinn etwas von deßgleichen Saltz/ damit das Fleiſch eyngeſaltzen war/ ſolviret iſt/ ſchuͤttet/ ſo extrahiret ſolches Saltzwaſſer das Saltz in dem Fleiſch/ als ſeines gleichen/ viel lieber auff/ als ein gemeyn ſuͤß Waſſer/ darinnen kein Saltz iſt.","norm":"So man aber auf ein solches gesalzen Fleisch oder Fisch / ein Wasser / darin etwas von desgleichen Salz / damit das Fleisch eingesalzen war / solvieret ist / schüttet / so extrahieret solches Salzwasser das Salz in dem Fleisch / als seinesgleichen / viel lieber auf / als ein gemein Süßwasser / darinnen kein Salz ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1370,"date":1659,"orig":"Alſo vnd auff ſolche Weiß/ koͤnnen auch die allerhaͤrteſte Dinge/ als ein Stein vnd Metallen mit gemeyn Waſſer conjungiret werden/ davon mehrers in meinen andern Buͤchern gehandelt wird/ vnd allhier nicht noͤthig weyters davon zu ſchreiben.","norm":"Also und auf solche Weiß / können auch die härteste Dinge / als ein Stein und Metallen mit gemein Wasser konjungieret werden / davon mehreres in meinen anderen Büchern gehandelt wird / und allhier nicht nötig weiters davon zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.245999813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1371,"date":1659,"orig":"Iſt nur darumb ein wenig angeruͤhret worden/ uͤmb zu beweiſen/ daß allezeit gleich mit ſeines gleichen muͤſſe extrahiret werden.","norm":"Ist nur darum ein wenig angerührt worden / um zu beweisen / dass allezeit gleich mit seinesgleichen müsse extrahieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.818399906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1372,"date":1659,"orig":"Es kan zwar ein contrarium das ander toͤden/ vnd ſein corꝛoſitet benehmen/ dadurch die Schmertzen eine Zeitlang gelindert werden/ daß aber auch dadurch das malum ſolte benommen ſeyn/ empfinden diejenigen/ welche vnter ſolchem Schmier- vnd Sudelwerck liegen/ mehr als jhnen lieb iſt.","norm":"Es kann zwar ein contrarium das ander töten / und sein corrositet benehmen / dadurch die Schmerzen eine Zeitlang gelindert werden / dass aber auch dadurch das malum sollte benommen sein / empfinden diejenigen / welche unter solchem Schmier- und Sudelwerk liegen / mehr als ihnen lieb ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.326000213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1373,"date":1659,"orig":"Allhier moͤchte jemand fuͤrwerffen vnd ſagen/ ich machte Vnderſcheyd der Salien, vnd nennet ein Theil Sulphuriſch/ vnd das ander Theil Mercurialiſch/ da doch in beyden noch Sulphur vnd Mercurius augenſcheinlich geſpuͤret wird/ wahr iſt es/ daß derjenige/ welcher die Natur der Salien nicht verſtehet vnd kennet/ ſolches nicht begreiffen kan.","norm":"Allhier möchte jemand vorwerfen und sagen / ich machte Unterscheid der Salien, und nennt ein Teil Sulphurisch / und das ander Teil Mercurialisch / da doch in beiden noch Sulphur und Mercurius augenscheinlich gespürt wird / wahr ist es / dass derjenige / welcher die Natur der Salien nicht verstehet und kennet / solches nicht begreifen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752399921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1374,"date":1659,"orig":"Iſt auch meine Gelegenheit allhier nicht mich laͤnger damit auffzuhalten/ ſondern wird in meinem Buch de Natura Salium, daß ein Theil derſelben Sulphuriſch/ vnd der ander Merenrialiſch ſey/ weitlaͤufftig bewieſen/ wer aber noch beſſeren Bericht davon haben will/ der leſe meine Schrifften de Sympathia & Antipathia rerum, darim er genugſamen Vnterꝛicht finden wird/ wie daß von Erſchaffung der Welt her/ bis auff dieſe gegenwaͤrtige Zeit/ immer zwo widerwaͤrtige Naturen vnd Eygenſchafften gegeneinander geſtritten/ vnd weiters ſtreitten werden/ ſo lang/ bis daß der Mitler zwiſchen GOTT vnd den Menſchen Jeſus Chriſtus/ ſolchem Streitte ein Ende zu machen/ vnd das boͤſe von dem guten zu ſcheyden einmal kommen wird/ durch welches Blitzen vnd Fewerflamm/ der hoffaͤrtige vnd ſchaͤdliche Sulphur ſuperfluum angezuͤndet vnd conſumiret/ hergegen aber das Mercurialiſche Centrum des guten geſaͤubert/ vnd behalten werden moͤge.","norm":"Ist auch meine Gelegenheit allhier nicht mich länger damit aufzuhalten / sondern wird in meinem Buch de Natura Salium, dass ein Teil derselben Sulphurisch / und der ander Merenrialisch sei / weitläufig bewiesen / wer aber noch besseren Bericht davon haben will / der lese meine Schriften de Sympathie & Antipathia rerum, darim er genugsamen Unterricht finden wird / wie dass von Erschaffung der Welt her / bis auf diese gegenwärtige Zeit / immer zwei widerwärtige Naturen und Eigenschaften gegeneinander gestritten / und weiteres streiten werden / so lang / bis dass der Mittler zwischen GOTT und den Menschen Jesus Christus / solchem Streite ein Ende zu machen / und das böse von dem guten zu scheiden einmal kommen wird / durch welches Blitzen und Fewerflamm / der hoffärtige und schädliche Sulphur superfluum angezündet und konsumieret / hingegen aber das Mercurialische Zentrum des guten gesäubert / und behalten werden möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1375,"date":1659,"orig":"CAP. LXIX.","norm":"CAP. LXIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.453100204467773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1376,"date":1659,"orig":"Wie man auß dem Tartaro mit zuthun etlicher Metallen vnd Mineralien koͤſtliche Spiritus vnd Olea machen ſoll.","norm":"Wie man aus dem Tartaro mit Zutun etlicher Metallen und Mineralien köstliche Spiritus und Olea machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861000061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1377,"date":1659,"orig":"SO man welches Metall oder Mineral man will/ in ſeinem eygenen menſtruo ſolviret/ vnd das gebuͤhrliche Gewicht Tartari Crudi darunter miſchet/ alſo/ daß auß der Solution vnd Tartaro pulveriſato ein pulmentum werde/ dann auff einmal ein Eßloͤffel voll eyngetragen/ vnd in einen Spiritum vnd Oleum diſtilliret.","norm":"So man welches Metall oder Mineral man will / in seinem eigenen menstruo solvieret / und das gebührliche Gewicht Tartari Crudi darunter mischet / also / dass aus der Solution und Tartaro pulverisato ein pulmentum werde / dann auf einmal ein Esslöffel voll eingetragen / und in einen Spiritum und Oleum destillieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.001399993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1378,"date":1659,"orig":"Welche nach der Diſtillation per rectificationem muͤſſen geſchieden werden/ auff daß der Spiritus zu ſeinem Gebrauch/ vnd das Oleum auch dazu es dienſtlich/ koͤnne angewendet werden.","norm":"Welche nach der Destillation per rectificationem müssen geschieden werden / auf dass der Spiritus zu seinem Gebrauch / und das Oleum auch dazu es dienstlich / könne angewendet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026800155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1379,"date":1659,"orig":"CAP. 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LXX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.988399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1380,"date":1659,"orig":"Uſus Spiritus & Olei Tartari Metalliſati.","norm":"Usus Spiritus & Olei Tartari Metallisati.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.902100086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1381,"date":1659,"orig":"DEr Spiritus von einem Metallo Tartariſato, hat ſolche Eygenſchafften/ daß er ſchnell vnd bald ſeine Operation vollbringet/ nachdeme das Metall oder Mineral/ nachdeme auch die Kraͤfften des Spiritus ſeyn/ dann ein Spiritus vnd Oleum von Sole & Tartaro, iſt Kraͤfftig das Hertz zu ſtaͤrcken/ vnd ſeine Feind abzuwenden.","norm":"Der Spiritus von einem Metallo Tartarisato, hat solche Eigenschaften / dass er schnell und bald seine Operation vollbringet / nachdem das Metall oder Mineral / nachdem auch die Kräften des Spiritus sein / dann ein Spiritus und Oleum von Sole & Tartaro, ist kräftig das Herz zu stärken / und seine Feind abzuwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.671299934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1382,"date":1659,"orig":"Von Luna & Tartaro, dienet dem Hirn/ vom Mercurio & Tartaro, der Leber/ vom Saturno & Jove, dem Miltz vnd Lungen/ vom Marte & Venere, den Nieren vnd Geburrgliedern/ von Antimonio & Tartaro, allen Zufaͤllen vnd Gebrechen des gantzen Leibs/ vnd treiben ſolche Metalliſche Spiritus, welche mit Tartaro gemacht ſeyn/ den Schweiß gewaltig/ dardurch viel boͤſes auß dem Leibe getrieben wird:","norm":"Von Luna & Tartaro, dient dem Hirn / vom Mercurio & Tartaro, der Leber / vom Saturn & Jove, dem Milz und Lungen / vom Marte & Venere, den Nieren und Geburgliedern / von Antimonio & Tartaro, allen Zufällen und Gebrechen des ganzen Leibs / und treiben solche metallische Spiritus, welche mit Tartaro gemacht sein / den Schweiß gewaltig / dadurch viel Böses aus dem Leibe getrieben wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1383,"date":1659,"orig":"Deßgleichen thut auch das Oleum, wiewol ſolches von etlichen Metallen gemacht/ als vom Mercurio vnd Venere, nicht wol innerlich zu gebrauchen ſeyn/ weilen dieſelben/ ſalivationem vnd ſtarcke vomitus machen.","norm":"Desgleichen tut auch das Oleum, wiewohl solches von etlichen Metallen gemacht / als vom Mercurio und Venere, nicht wohl innerlich zu gebrauchen sein / weilen dieselben / salivationem und starke vomitus machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.04010009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1384,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber ſeyn dieſelbe ſehr gut/ alle ulcera putrida zu reinigen/ vnd zur Heylung einen guten vnd beſtaͤndigen Grund zu machen.","norm":"Äußerlich aber sein dieselbe sehr gut / alle ulcera putrida zu reinigen / und zur Heilung einen guten und beständigen Grund zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850399971008301} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1385,"date":1659,"orig":"Die Remanentz/ davon der Spiritus vnd Oleum iſt diſtilliret worden/ kan außgemommen/ vnd in einem Tiegel wiederumb zu einem Metall reduciret werden/ auff daß dasjenige/ welches nicht uͤbergangen iſt/ gleichwol nicht verlohren/ ſondern wiederumb koͤnne zu Nutz gemachet werden.","norm":"Die Remanenz / davon der Spiritus und Oleum ist destillieret worden / kann außgemommen / und in einem Tiegel wiederum zu einem Metall reduzieret werden / auf dass dasjenige / welches nicht übergangen ist / gleichwohl nicht verloren / sondern wiederum könne zu Nutz gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277500152587891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1386,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun gelehret worden/ mit Zuthun Tartari crudi auß ſolvirten Metallen Spiritus vnd Olea zu diſtilliren/ alſo geſchicht es auch auß dem gemeynen Vitriol vnd Weinſtein/ nemblich alſo/ nimb zu einem Theil Tartari pulveriſati 2. Theil guten reinen Vitriol, miſche beyde ſpecies wol vntereinander/ vnd diſtillire davon einen Spiritum, welcher zwar etwas vnfreundlich zu nehmen/ hergegen er aber in allen obſtructionibus, & putredine ſanguinis nicht zu verachten iſt/ ſondern das ſeinige mit gutem Lob außrichtet/ ſonderlich/ wann er uͤber ſein eygen Caput mortuum rectificiret vnd dephlegmiret iſt/ vnd auch ſeine beſte Krafft/ welche in der volatilitet beſtehet/ in diiſtillatione nicht verlohren iſt worden.","norm":"Gleich wie nun gelehrt worden / mit Zutun Tartari crudi aus solvierten Metallen Spiritus und Olea zu destillieren / also geschieht es auch aus dem gemeinen Vitriol und Weinstein / nämlich also / nimm zu einem Teil Tartari pulverisati 2. Teil guten reinen Vitriol, mische beide species wohl untereinander / und destilliere davon einen Spiritum, welcher zwar etwas unfreundlich zu nehmen / hingegen er aber in allen obstructionibus, & putredine sanguinis nicht zu verachten ist / sondern das seinige mit gutem Lob ausrichtet / sonderlich / wann er über sein eigen Caput mortuum rektifizieret und dephlegmieret ist / und auch seine beste Kraft / welche in der Volatilität bestehet / in diistillatione nicht verloren ist worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.17579984664917} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1387,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1388,"date":1659,"orig":"So man aber dieſen Spiritum noch kraͤfftiger haben will/ ſo kan man den Tartarum vnd Vitriolum mit gemeyn Waſſer im kochen conjungiren/ cryſtalliſtiren/ darnach eyntragen vnd diſtilliren/ ſo gehet davon ein viel reinerer/ vnd penetrirender Spiritus uͤber/ weilen in ſolutione & coagulatione beyder ſpecierum viel feces ſeyn gefallen/ vnd ſich abgefondert haben/ ſo man aber zu einem theil Vitrioli 2. theil Tartari nimbt/ vnd zuſammen ſolviret/ filtriret vnd coaguliret/ ſo ſcheußt der Tartarus mit dem Vitriolo nicht mehr an/ ſondern bleibet ein dicker Safft einem Honig gleich/ auß welchem mit Spiritu Vini eine gute Tinetur gegen obſtructiones kan extrahirt werden.","norm":"So man aber diesen Spiritum noch kräftiger haben will / so kann man den Tartarum und Vitriolum mit gemein Wasser im Kochen konjungieren / crystallistiren / danach eintragen und destillieren / so geht davon ein viel reinerer / und penetrierender Spiritus über / weilen in solutione & coagulatione beider specierum viel Fezes sein Gefallen / und sich abgesondert haben / so man aber zu einem Teil Vitriole 2. Teil Tartari nimmt / und zusammen solvieret / filtrieret und koagulieret / so scheust der Tartarus mit dem Vitriolo nicht mehr an / sondern bleibt ein dicker Saft einem Honig gleich / aus welchem mit Spiritu Vini eine gute Tinetur gegen obstructiones kann extrahiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277699947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1389,"date":1659,"orig":"Solcher Safft/ ſo davon ein Scrup. ad ein Drachm. wird eyngeben/ ſo purgiret er gantz lind/ doch machet er auch beßweilen einen Vomitum, ſonderlich wann der Vitriol nicht rein vnd gut geweſen iſt.","norm":"Solcher Saft / so davon ein Scrub . ad ein Drachme . wird eingeben / so purgieret er ganz lind / doch macht er auch beßweilen einen Vomitum, sonderlich wann der Vitriol nicht rein und gut gewesen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9857001304626465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1390,"date":1659,"orig":"Vnd kan auch in einen Spiritum, dem vorigen an Kraͤfften vnd Tugenden nicht vngleich/ diſtilliret werden.","norm":"Und kann auch in einen Spiritum, dem vorigen an Kräften und Tugenden nicht ungleich / destillieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594699859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1391,"date":1659,"orig":"Vber dieſe oberzehlte Weiſe einen Spiritum Tartari metalliſatum zu diſtilliren/ iſt noch ein anderer modus, durch welchen etliche metalla vnd mineralia in viel lieblicher vnd kraͤfftiger Spiritus vnd Olea koͤnnen gebracht werden/ vnd geſchicht ſolches auff dieſe Weiſe.","norm":"Über diese oberzählte Weise einen Spiritum Tartari metallisatum zu destillieren / ist noch ein anderer modus, durch welchen etliche metalla und mineralia in viel lieblicher und kräftiger Spiritus und Olea können gebracht werden / und geschieht solches auf diese Weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.037300109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1392,"date":1659,"orig":"Nimb einen pulveriſirten weiſſen Rheiniſchen Weinſtein/ vnd uͤbergieſſe ſolchen mit ſuͤſſem Fließ- oder Regenwaſſer/ alſo/ daß vngefaͤhr zu 1. Pfund 10. oder 12. Pfund Waſſer kommen/ oder ſo viel/ daß der Tartarus darinnen im kochen ſolviret kan werden/ koche ſolchen mit dem Waſſer in einem verzinneten Keſſel oder beſſer im verglaſurten Hafen/ ſo lang bis er gantz vnd gar im Waſſer zergangen iſt/ vnterdeſſen hebe allzeit den Schaum/ welcher oben auff den Sud kommet/ mit einem hoͤltzernen Schaumloͤffel fleiſſig ab/ vnd wann kein Schaum mehr auffſteiget/ vnd aller Tartarus ſolviret iſt/ ſo gieſſe die Solution alſo heiß durch ein leinen Tuch/ welches uͤber ein erden verglaſurt Geſchirꝛ geſpannet ſey/ auff daß der uͤbrige Schlamm/ welcher nicht auffgeſtiegen/ vnd weggeſchaͤumet hat werden koͤnnen/ auch zuruͤck bleibe/ vnd laſſe darnach das durchgelauffene Weinſtrinwaſſer gantz ſtill vnd vnbewegt ſtehen 24. oder 30. Stunden/ ſo wird ſich an den Waͤnden des Gſchirꝛs ein Tartarus cryſtalliſatus anhaͤncken/ welchen nach abgieſſen des Waſſers kan außgenommen/ vnd mit kaltem reinem Waſſer abgewaſchen vnd getrucknet werden.","norm":"Nimm einen pulverisierten weißen rheinischen Weinstein / und übergieße solchen mit süßem Fließ- oder Regenwasser / also / dass ungefähr zu 1. Pfund 10. oder 12. Pfund Wasser kommen / oder so viel / dass der Tartarus darinnen im Kochen solvieret kann werden / koche solchen mit dem Wasser in einem verzinnten Kessel oder besser im verglasierten Hafen / so lang bis er ganz und gar im Wasser zergangen ist / unterdessen hebe allzeit den Schaum / welcher oben auf den Sud kommet / mit einem hölzernen Schaumlöffel fleißig ab / und wann kein Schaum mehr aufsteiget / und aller Tartarus solvieret ist / so gieße die Solution also heiß durch ein leinen Tuch / welches über ein Erden verglasiert Geschirr gespannt sei / auf dass der übrige Schlamm / welcher nicht aufgestiegen / und weggeschäumt hat werden können / auch zurückbleibe / und lasse danach das durchgelaufene Weinstrinwasser ganz still und unbewegt stehen 24. oder 30. Stunden / so wird sich an den Wänden des Geschirrs ein Tartarus crystallisatus anhäncken / welchen nach Abgießen des Wassers kann ausgenommen / und mit kaltem reinem Wasser abgewaschen und getrocknet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.950099945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1393,"date":1659,"orig":"Dieſen gereinigten Tartarum bewahre/ ſo lang bis ich lehre/ was weiters damit kan gethan werden.","norm":"Diesen gereinigten Tartarum bewahre / so lang bis ich lehre / was Weiteres damit kann getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.204800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1394,"date":1659,"orig":"Dieſer Tartarus nun iſt rein genug zu ſolcher Arbeit/ die Metalla in Olco damit zu bringen/ wie bald folgen wird.","norm":"Dieser Tartarus nun ist rein genug zu solcher Arbeit / die Metalla in Olco damit zu bringen / wie bald folgen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.562300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1395,"date":1659,"orig":"Auch iſt er gut/ alſo per ſe eyngenommen/ als ein abſtergens damit zu laxiren.","norm":"Auch ist er gut / also per se eingenommen / als ein abstergens damit zu laxieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.900400161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1396,"date":1659,"orig":"Welcher aber ſolchen noch weiſſer vnd ſchoͤner/ in Geſtalt groſſer Cryſtallen haben will/ der thue jhm alſo.","norm":"Welcher aber solchen noch weißer und schöner / in Gestalt großer Kristallen haben will / der tue ihm also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411099910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1397,"date":1659,"orig":"Es iſt zu wiſſen/ daß alle Salia, wann ſie in groſſe Cryſtallen ſchieſſen ſollen/ daß auch derſelben eine groſſe Quantitaͤt zugleich ſeyn muͤſſen/ dann von wenig kompt wenig.","norm":"Es ist zu wissen / dass alle Salia, wann sie in große Kristallen schießen sollen / dass auch derselben eine große Quantität zugleich sein müssen / dann von wenig kommt wenig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128200054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1398,"date":1659,"orig":"Will man dann ſchoͤne groſſe weiſſe Cryſtallos Tartari machen/ welche zwar nicht beſſer/ als die vorige ſeyn/ doch aber den Augen angenehmer/ ſo muß man auff dieſe Weiſe zu Werck gehen.","norm":"Will man dann schöne große weiße Crystallos Tartari machen / welche zwar nicht besser / als die vorige sein / doch aber den Augen angenehmer / so muss man auf diese Weise zu Werk gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1399,"date":1659,"orig":"Nimb weiſſen pulveriſirten Weinſtein/ vngefaͤhr 20. 30. mehr oder weniger Pfund/ vnd gieſſe daruͤber ſo viel Waſſers/ als zum ſolviren deſſelben vonnoͤthen iſt/ vnd koche mit ſtarckem Fewer denſelben in einem verzinneten Keſſel ſo lang/ bis aller Weinſtein im Waſſer zergangen iſt/ welches man mit einem hoͤltzern Loͤffel erfahren kan/ vnd ſchaͤume auch die Vnreinigkeit/ welche ſich oben auff das Waſſer begiebet/ fleiſſig davon/ vnd muß auch wol in acht genommen werden/ daß des Waſſers nicht zu viel oder zu wenig dazu genommen werde/ dann wann deſſelben zu wenig genommen wird/ ſo bleibet ein Theil des Weinſteins im Keſſel vnauffgeloͤſet liegen/ welcher mit dem Schlamm hinweg geworffen vnd verlohren wird/ vnd ſo deſſelben zu viel genommen wird/ ſo iſt der Tartarus zu weit im Waſſer zertheilet/ vnd kan nicht wol anſchieſſen vnd gehet auch verlohren/ indeme er hernach mit dem Waſſer hinweg geſchuͤttet wird- Dann ich manchen habe klagen hoͤren/ daß er nicht viel von einem Pfund bekommen/ vnd vermeynet der Weinſtein ſey nicht gut geweſen/ da es doch nicht des Weinſteins/ ſondern des Laboranten Schuld/ welcher nicht wol damit uͤmbgehen koͤnnen/ (Indeme er mehr als die Helffte mit dem Waſſer/ welche nicht angeſchoſſen/ hingeſchuͤttet hat) geweſen iſt:","norm":"Nimm weißen pulverisierten Weinstein / ungefähr 20. 30. mehr oder weniger Pfund / und gieße darüber so viel Wassers / als zum solvieren desselben vonnöten ist / und koche mit starkem Feuer denselben in einem verzinnten Kessel so lang / bis aller Weinstein im Wasser zergangen ist / welches man mit einem hölzern Löffel erfahren kann / und schäume auch die Unreinheit / welche sich oben auf das Wasser begibt / fleißig davon / und muss auch wohl in Acht genommen werden / dass des Wassers nicht zu viel oder zu wenig dazu genommen werde / dann wann desselben zu wenig genommen wird / so bleibt ein Teil des Weinsteins im Kessel unaufgelöst liegen / welcher mit dem Schlamm hinweggeworfen und verloren wird / und so desselben zu viel genommen wird / so ist der Tartarus zu weit im Wasser zerteilet / und kann nicht wohl anschießen und geht auch verloren / indem er hernach mit dem Wasser hinweg geschüttet wird-Dann ich manchen habe klagen hören / dass er nicht viel von einem Pfund bekommen / und vermeinet der Weinstein sei nicht gut gewesen / da es doch nicht des Weinsteins / sondern des Laboranten Schuld / welcher nicht wohl damit ümbgehen können / (Indem er mehr als die Hälfte mit dem Wasser / welche nicht angeschossen / hingeschüttet hat) gewesen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.497900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1400,"date":1659,"orig":"So man aber wol damit verfahret/ ſo geben vier Pfund gemeynen Weinſtein 3. Pfund reine vnd ſehr weiſſe Cryſtallen.","norm":"So man aber wohl damit verfahret / so geben vier Pfund gemeinen Weinstein 3. Pfund reine und sehr weiße Kristallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.953800201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1401,"date":1659,"orig":"Wann nun die Solution wol gemacht iſt/ vnd kein Schaum mehr oben auffkommet/ ſo decke den Keſſel zu/ vnd las denſelben alſo auff der Waͤrme erkalten/ welches innerhalb 3. oder 4. Tagen geſchicht/ wann er gros iſt.","norm":"Wann nun die Solution wohl gemacht ist / und kein Schaum mehr oben aufkommet / so decke den Kessel zu / und las denselben also auf der Wärme erkalten / welches innerhalb 3. oder 4. Tagen geschieht / wann er groß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5903000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1402,"date":1659,"orig":"Doch muß das Fewer vnter dem Keſſel weg gethan werden/ vnd alſo vnbewegt dieſe Zeit ſtehen bleiben/ vnterdeſſen wird ſich der Weinſtein an den Waͤnden des Keſſels aneryſtalliſiren/ welche Cryſtallen nach verlauffener Zeit/ vnd Abgteſſung des Waſſers muͤſſen außgenommen/ gewaſchen/ vnd wieder mit friſchem reinem Waſſer gekochet/ geſchaͤumet/ vnd cryſtalliſiret werden/ vnd ſolche Arbeit ſo offt wiederholet (welches im dritten oder vierdten mal geſchicht) bis daß die Cryſtallen weiß genug worden ſeyn/ dann außgenommen/ getrucknet/ vnd zum Gebrauch bewahret/ davon auff eimal mit Wein/ Bier/ Waſſer/ Warmen Fleiſchbruͤen/ oder etwas anders/ Drachma j. ad Unciam 1. pulveriſiret eyngenommen/ erꝛeget etliche linde Sedes, denen dienſtlich/ welche keine ſtarcke purgationes vertragen koͤnnen/ man kan auch ſolchen Tart. mit Diagridio, oder andern purgirenden Dingen acuiren/ auff daß man ſolches/ ſo viel auff einmal nicht nehmen doͤrffe/ ſondern in kleinerem Doſi debrauchen koͤnne.","norm":"Doch muss das Feuer unter dem Kessel weggetan werden / und also unbewegt diese Zeit stehen bleiben / unterdessen wird sich der Weinstein an den Wänden des Kessels anerystallisiren / welche Kristallen nach verlaufener Zeit / und Abgtessung des Wassers müssen ausgenommen / gewaschen / und wieder mit frischem reinem Wasser gekocht / geschäumt / und kristallisieret werden / und solche Arbeit so oft wiederholet (welches im dritten oder vierten Mal geschieht) bis dass die Kristallen weiß genug worden sein / dann ausgenommen / getrocknet / und zum Gebrauch bewahret / davon auf eimal mit Wein / Bier / Wasser / Warmen Fleischbrünne / oder etwas anders / Drachma j. ad Unciam 1. pulverisieret eingenommen / erreget etliche linde Sedes, denen dienstlich / welche keine starke purgationes vertragen können / man kann auch solchen Tarte . mit Diagridio, oder anderen purgierenden Dingen acuiren / auf dass man solches / so viel auf einmal nicht nehmen dürfe / sondern in kleinerem Dose debrauchen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385900020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1403,"date":1659,"orig":"So man aber keine groſſe Cryſtallen ſuchet/ ſondern nur einen wol deputirten Weinſtein/ ſo kan man dieſen folgenden Handgriff gebrauchen/ ſo bekompt man uͤberauß ſchoͤne glaͤntzende kleine Cryſtallen/ welche keines pulveriſirens bedoͤrffen/ ſondern durch die Arbeit ſo rein vnd zart werden/ als weren dieſelben auff einem Stein gerieben/ aber nicht als ein tod Pulver/ ſondern ſehr glaͤntzend/ alſo/ daß es einem glaͤntzenden kleinen Schnee/ welcher in groſſer Kaͤlte gefallen iſt/ gleich ſcheinet.","norm":"So man aber keine große Kristallen suchet / sondern nur einen wohl Deputierten Weinstein / so kann man diesen folgenden Handgriff gebrauchen / so bekommt man überaus schöne glänzende kleine Kristallen / welche keines Pulverisierens bedürfen / sondern durch die Arbeit so rein und zart werden / als wären dieselben auf einem Stein gerieben / aber nicht als ein tot Pulver / sondern sehr glänzend / also / dass es einem glänzenden kleinen Schnee / welcher in großer Kälte gefallen ist / gleich scheinet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0594000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1404,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht alſo: Wann die Cryſtallen etlich mal mit ſolviren vnd coaguliren rein genug worden ſeyn/ ſo ſolvire dieſelbe noch einmal in reinem Waſſer/ vnd gieſſe die Solution in ein rein hoͤltzernes/ kuͤpffernes/ oder irꝛdin verglaſurtes Geſchirꝛ/ vnd laß daſſelbe nicht ſtill ſtehen/ gleich wie oben bey den groſſen Cryſtallen iſt gelehret worden/ ſondern ſo bald dieſelbe außgegoſſen iſt/ ſo ruͤhre mit einem reinen Holtz ohne auff hoͤren/ ſo lang darinn/ bis daß alles kalt worden iſt/ welches in einer halben ſtund geſchehen wird.","norm":"Und geschieht also: Wann die Kristallen etlich Mal mit solvieren und koagulieren rein genug worden sein / so solviere dieselbe noch einmal in reinem Wasser / und gieße die Solution in ein rein hölzernes / kupfernes / oder irrdin verglasiertes Geschirr / und lass dasselbe nicht still stehen / gleich wie oben bei den großen Kristallen ist gelehrt worden / sondern so bald dieselbe ausgegossen ist / so rühre mit einem reinen Holz ohne aufhören / so lang darin / bis dass alles kalt worden ist / welches in einer halben stand geschehen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.100100040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1405,"date":1659,"orig":"In ſolchem Bewegen hat der Tartarus keine Zeit ſich in Cryſtallen anzuhaͤncken/ ſondern coaguliret ſich ins allerkleineſte zwitzerende Pulver/ welches mit Luſt anzuſehen iſt/ vnd als ein gefrorner Schnee ſich auff den Boden des Geſchirꝛs ſetzet/ davon man das Waſſer abgieſſen/ vnd das Pulver trucknet/ vnd zu ſeinem Gebrauch bewahren muß.","norm":"In solchem Bewegen hat der Tartarus keine Zeit sich in Kristallen anzuhäncken / sondern koagulieret sich ins kleinste zwitzernde Pulver / welches mit Lust anzusehen ist / und als ein gefrorener Schnee sich auf den Boden des Geschirrs setzet / davon man das Wasser abgießen / und das Pulver trocknet / und zu seinem Gebrauch bewahren muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.971099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1406,"date":1659,"orig":"Die abgegoſſene Waſſer/ welche noch etwas Weinſtein bey ſich gehalten/ die von andern als vntuͤchtig außgeſchuͤttet werden/ koͤnnen eyngekocht/ vnd der Tartarus darinn behalten werden/ auff daß nichts verlohren gehe/ vnd wird auff dieſe Weiſe vnd Weg/ nicht allein ein jedweder weiſſer Weinſtein in klare vnd helle Cryſtallen gebracht/ ſondern auch ein jeglicher rother/ ſo er etlichmal ſolviret vnd Cryſtalliſiret wird/ ſeine Roͤthe verleuret/ vnd ſchoͤn weiß vnd klar wird/ uͤber dieſes were wol noch ein anderer modus den Tartarum auff einmal in groſſe weiſſe Cryſtallen/ durch einen Niederſchlag zu bringen/ weilen aber dieſe obbeſchriebene erſte zu meinem Werck/ nemblich auß den Metallen gute Medicamenten zu machen/ gut genug ſeyn/ ſo haltich fuͤr vnnoͤthig/ mehr Zeit damit zu verlieren/ ſondern will es bey dieſem beruhen laſſen.","norm":"Die abgegossene Wasser / welche noch etwas Weinstein bei sich gehalten / die von anderen als untüchtig ausgeschüttet werden / können eingekocht / und der Tartarus darin behalten werden / auf dass nichts verloren gehe / und wird auf diese Weise und Weg / nicht allein ein jedweder weißer Weinstein in klare und helle Kristallen gebracht / sondern auch ein jeglicher roter / so er etliche Mal solvieret und Kristallisieret wird / seine Röte verlieret / und schön weiß und klar wird / über dieses wäre wohl noch ein anderer modus den Tartarum auf einmal in große weiße Kristallen / durch einen Niederschlag zu bringen / weilen aber diese obbeschriebene erste zu meinem Werk / nämlich aus den Metallen gute Medikamenten zu machen / gut genug sein / so haltig für unnötig / mehr Zeit damit zu verlieren / sondern will es bei diesem beruhen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1407,"date":1659,"orig":"CAP LXXI.","norm":"CAP LXXI.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.566800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1408,"date":1659,"orig":"Wie man auff eine andere Weiß einen Spiritum Tartari metalliſatum machen ſoll.","norm":"Wie man auf eine andere Weiß einen Spiritum Tartari metallisatum machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.477499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1409,"date":1659,"orig":"NImb Tartari purificati, welcher nur einmal ſolvirt vnd coagulirt iſt/ ſo viel du wilt/ gieſſe ſo viel Regen oder ander ſuͤß Waſſer darzu/ daß er damit koͤnne auffſolviret werden/ in welcher Solution man laminas metallorum ſo lang kochen muß/ bis der Tartarus genugſam davon ſolviret hat/ vnd nicht mehr angreiffen will/ welches ein Zeichen iſt/ wann die Solution ſich hoch von dem Metall gefaͤrbet hat/ vnd muß man in werendem kochen offtermals das weggediſtillirte Waſſer/ mit anderen erſtatten/ auff daß der Tartarus nicht zu trucken werde/ vnd verbrenne/ vnd kan ſolche Solution am fuͤglichſten in Metalliſchen Gefaͤſſen geſchehen/ als wann man ſolutionem ♂ machen will/ kan man ſolches in einem eyſernen Hafen thun/ vnd zu Venere einen kuͤpffernen Keſſel nehmen/ vnd alſo mit andern Metallen verſtanden muß werden.","norm":"Nimm Tartari purificati, welcher nur einmal solviert und koaguliert ist / so viel du willst / gieße so viel Regen oder ander Süßwasser dazu / dass er damit könne auffsolviret werden / in welcher Solution man laminas metallorum so lang kochen muss / bis der Tartarus genügsam davon solvieret hat / und nicht mehr angreifen will / welches ein Zeichen ist / wann die Solution sich hoch von dem Metall gefärbt hat / und muss man in wehrendem kochen öftermals das weggedistillirte Wasser / mit anderen erstatten / auf dass der Tartarus nicht zu trocken werde / und verbrenne / und kann solche Solution am füglichsten in metallischen Gefäßen geschehen / als wann man solutionem ♂ machen will / kann man solches in einem eisernen Hafen tun / und zu Venere einen kupfernen Kessel nehmen / und also mit anderen Metallen verstanden muss werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302800178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1410,"date":1659,"orig":"Doch iſt zu wiſſen/ daß Gold/ Silber/ vnd Mercurius crudus, ohne vorhergehende Præparation/ alſo nicht wie Mars vnd Venus, koͤnnen ſolviret werden/ ſo dieſelbe aber zuvoren bequaͤm gemacht ſeyn/ werden ſie auch auffſolviret/ deßgleichen muͤſſen etliche Mineralien zuvoren bereytet werden/ ehe ſie ſich mit Tartaro vnd Waſſer wollen auffſolviren laſſen.","norm":"Doch ist zu wissen / dass Gold / Silber / und Mercurius crudus, ohne vorhergehende Präparation / also nicht wie Mars und Venus, können solvieret werden / so dieselbe aber zuvoren bequem gemacht sein / werden sie auch auffsolviret / desgleichen müssen etliche Mineralien zuvoren bereitet werden / ehe sie sich mit Tartaro und Wasser wollen auffsolviren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4797000885009775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1411,"date":1659,"orig":"So man aber gute Glaͤſer/ oder verglaſurte erdene Geſchirꝛ haben kan/ ſo koͤnnen dieſelben zu allen Metallen vnd Mineralien/ ſolche zu ſolviren/ gebrauchet werden/ vnd kan ſolche Solution nicht allein alſo per ſe zur Mediein gebrauchet/ ſondern auch dieſelbe weiters in einen ſehr kraͤfftigen Spiritum vnd Oleum diſtilliret werden/ als folget.","norm":"So man aber gute Gläser / oder verglasiert erdene Geschirr haben kann / so können dieselben zu allen Metallen und Mineralien / solche zu solvieren / gebraucht werden / und kann solche Solution nicht allein also per se zur Mediein gebraucht / sondern auch dieselbe weiteres in einen sehr kräftigen Spiritum und Oleum destillieret werden / als folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.940700054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1412,"date":1659,"orig":"CAP. LXXII.","norm":"CAP. LXXII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.401100158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1413,"date":1659,"orig":"Einen Spiritum & Oleum von Saturno vnd Jove zu diſtilliren.","norm":"Einen Spiritum & Oleum von Saturn und Jove zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.046199798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1414,"date":1659,"orig":"KOche Raſuram Saturni vel Jovis mit aqua Tartari, ſo lang in einem bleyeren oder Zinneren Gefaͤs/ bis daß der Weinſtein vom Waſſer ſuͤß worden iſt/ vnd nicht mehr angreiffen will/ welches vngefaͤhr innerhalb 24. Stunden geſchicht/ dann dieſe beyde Metallen ſich zwar ſolviren laſſen/ aber nicht gern/ ſondern ſehr langſamb/ ſo man aber die Solution eher vollbringen will/ ſo muͤſſen dieſelbe zuvorn in einen ſolvirlichen Calcem gebracht werden/ da koͤnnen ſie eher/ als in einer ſtund auffgeloͤſet werden.","norm":"Koche Rasuram Saturni vel Jovis mit aqua Tartari, solang in einem bleiern oder Zinnern Gefäß / bis dass der Weinstein vom Wasser süß worden ist / und nicht mehr angreifen will / welches ungefähr innerhalb 24. Stunden geschieht / dann diese beide Metallen sich zwar solvieren lassen / aber nicht gern / sondern sehr langsam / so man aber die Solution eher vollbringen will / so müssen dieselbe zuvor in einen Solvierlichen Calcem gebracht werden / da können sie eher / als in einer stand aufgelöst werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019899845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1415,"date":1659,"orig":"Nach geſchehener Solution muß dieſelbe filtriret/ vnd in Balneo alle Feuchtigkeit bis auff Honig dick davon abſtrahiret werden/ ſo bleibet zuruͤck ein lieblicher ſuͤſſer Liquor, welcher alſo ohne fernere Præparation, ſicher im Leib kan gebraucht werden/ zu allen den Kranckheiten/ dazu ſonſten andere Medicamenta von dieſen Metallen gemacht/ dienſtlich ſeyn.","norm":"Nach geschehener Solution muss dieselbe filtrieret / und in Balneo alle Feuchtigkeit bis auf Honig dick davon abstrahieret werden / so bleibt zurück ein lieblicher süßer Likör, welcher also ohne fernere Präparation, sicher im Leib kann gebraucht werden / zu allen den Krankheiten / dazu sonsten andere Medikamente von diesen Metallen gemacht / dienstlich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.013000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1416,"date":1659,"orig":"Inſonderheit thut der ſuͤſſe Liquor Saturni & Jovis in peſte viel gutes/ nicht allein durch den Schweiß/ die Gifft von dem Hertzen zu treiben/ ſondern auch daß die vnleydliche groſſe Hitz dardurch gebrochen wirdt/ alſo daß eine gluͤckliche Cur darauff erfolget.","norm":"Insonderheit tut der süße Likör Saturni & Jovis in peste viel Gutes / nicht allein durch den Schweiß / die Gift von dem Herzen zu treiben / sondern auch dass die unleidliche große Hitze dadurch gebrochen wird / also dass eine glückliche Kur darauf erfolget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622700214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1417,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber kan dieſer Liquor Saturni, nuͤtzlich zu allen inflammationibus gebrauchet werden/ auch heylet er vnglaublich ſchnell/ nicht allein friſche Wunden/ ſondern auch alte fiſtulirte Ulcera, dann der Tartarus remiget/ vnd machet einen guten Grund/ Saturnus zeucht zuſammen/ darauff die Heylung folget.","norm":"Äußerlich aber kann dieser Likör Saturni, nützlich zu allen inflammationibus gebraucht werden / auch heilet er unglaublich schnell / nicht allein frische Wunden / sondern auch alte fistulierte Ulcera, dann der Tartarus remiget / und macht einen guten Grund / Saturnus zieht zusammen / darauf die Heilung folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797699928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1418,"date":1659,"orig":"Der Liquor Jovis iſt beſſer innerlich/ als aͤuſſerlich zu gebrauchen/ deſſen eygentliche Wuͤrckung noch nicht ſo bekand/ als des Saturni iſt.","norm":"Der Likör Jovis ist besser innerlich / als äußerlich zu gebrauchen / dessen eigentliche Wirkung noch nicht so bekannt / als des Saturni ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1419,"date":1659,"orig":"Wiltu aber einen Spiritum darauß diſtilliren/ ſo trage mit einem Loͤffel immer ein wenig nach dem andern davon eyn/ gleich wie bey andern diſtillationibus oben vielmahl iſt gelehret worden/ ſo gehet davon ein uͤberauß ſubtiler Spiritus Tartari, welcher die Krafft vnd beſte Eſſentz des Metalls mit ſich fuͤhret/ vnd derohalben viel kraͤfftiger/ als ein gemeiner Spiritus Tartari, welcher per ſe gemacht iſt/ befunden wird/ vnd kan ein ſolcher Spiritus, ſo er zuvorn wol dephlegmiret iſt/ als ein groſſer Schatz/ ſo wol der von Jove als Saturno gemachet/ in allen obſtructionibus, infonderheit des Miltzes gebrauchet werden/ deme wenig andere Medicamenten fuͤrgehen/ doch daß auch gute purgantia, ſo es vonnoͤthen thut/ darbey genommen werden/ vnd gehet auch mit dem Spiritu ein Oel uͤber/ welches in ſchneller Wuͤrckung iſt/ ſonderlich in allen Angenwunden vnd Schaͤden/ da man ſonſten nicht fuͤglich andere unguenta vnd emplaſtra gebrauchen kan/ dann es nicht allein alle Hitz/ die allzeit zu den Augenwunden ſchlaͤgt/ bald benimmet/ ſondern auch alle andere Zufaͤlle verhindert/ vnd zuruͤck haͤlt/ welches wenig andere Medicinen thun koͤnnen/ vnd wann man hernach die Remanentz mit dem ſtaͤrckſten Fewer weiters treibet/ ſo gehet ein ſublimat uͤber/ welcher in der Lufft/ in ein Oel zerfleuſſet/ welches auch ſeine Wuͤrckung/ nicht allein zur Medicin/ ſondern auch in Alchymia kraͤfftig beweiſet.","norm":"Willst du aber einen Spiritum daraus destillieren / so trage mit einem Löffel immer ein wenig nach dem anderen davon ein / gleich wie bei anderen distillationibus oben vielmal ist gelehrt worden / so geht davon ein überaus subtiler Spiritus Tartari, welcher die Kraft und beste Essenz des Metalls mit sich führt / und derohalben viel kräftiger / als ein gemeiner Spiritus Tartari, welcher per se gemacht ist / befunden wird / und kann ein solcher Spiritus, so er zuvor wohl dephlegmieret ist / als ein großer Schatz / so wohl der von Jove als Saturn gemacht / in allen obstructionibus, in Sonderheit des Miltzes gebraucht werden / dem wenig andere Medikamenten Vorgehen / doch dass auch gute purgantia, so es vonnöten tut / dabei genommen werden / und geht auch mit dem Spiritu ein Öl über / welches in schneller Wirkung ist / sonderlich in allen Angenwunden und Schäden / da man sonsten nicht füglich andere unguenta und emplastra gebrauchen kann / dann es nicht allein alle Hitze / die allzeit zu den Augenwunden schlägt / bald benimmt / sondern auch alle andere Zufälle verhindert / und zurück hält / welches wenig andere Medizinen tun können / und wann man hernach die Remanenz mit dem stärksten Feuer weiteres treibet / so geht ein sublimat über / welcher in der Luft / in ein Öl zerfließet / welches auch seine Wirkung / nicht allein zur Medizin / sondern auch in Alchimie kräftig beweiset.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.97790002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1420,"date":1659,"orig":"Vnd fleuſt der Saturnus zuſammen/ in einen ſchoͤnen weiſſen Koͤnig/ welcher viel weiſſer/ reiner vnd ſchoͤner iſt/ als ein ander gemein Bley/ Tartarus aber behaͤlt die Schwaͤrtze/ vnd ſetzet ſich als ein fluͤſſige Schlacken oben auff/ welche von dem ſulphure Saturni imprægniret iſt/ damit man Haar/ Bein/ Federn vnd dergleichen/ braun vnd ſchwartz beſtaͤndig faͤrben kan.","norm":"Und fließt der Saturnus zusammen / in einen schönen weißen König / welcher viel weißer / reiner und schöner ist / als ein ander gemein Blei / Tartarus aber behält die Schwärze / und setzet sich als ein flüssige Schlacken oben auf / welche von dem sulphure Saturni imprägnieret ist / damit man Haar / Bein / Federn und dergleichen / braun und schwarz beständig färben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200300216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1421,"date":1659,"orig":"Ich habe einmal eine ſolche Diſtillation in einem eyſern Geſchirꝛ gethan/ davon daſſelbe inwendig von dem gereinigten Saturno alſo geweiſſet worden/ daß dem feinen Silber/ an Schoͤne gleich war/ habe aber ſolches hernach mehr thun wollen/ iſt aber alſo ſchoͤn nicht worden als das erſte/ vnd muß man dieſes ſo frembd zu ſeyn nicht achten/ dann ich wol etwas mehrers von dem Tartaro, wann es ſich geziembte/ ſchreiben koͤnte/ weilen ich wol weiß/ was damit kan gethan werden/ wann ich nicht die Spoͤtter foͤrchtet/ welche alles/ das ſie nicht verſtehen/ verachten/ ich wolte mich vnterſtehen/ den Tartarum ſaponem ſapientum zu nennen/ dann ich in Reinigung etlicher Metallen/ wunderbarliche Eygenſchafften in jhm durch langer Zeit Vbung gefunden hab/ aber alſo muß es nicht verſtanden werden/ als wann ich ſolchen fuͤr den wahren azoth univerſalem philoſophorum, damit ſie jhren latonem waſchen/ halten ſolte/ daß er aber darumb particulariter etliche metalla nicht waſchen vnd ſaͤuberen ſolte/ kan ich nicht verneynen/ dann er gegen die Metallen mit wunderbarlichen Eygenſchafften begabet iſt/ davon an andern Orthen mehr ſoll gehandelt werden.","norm":"Ich habe einmal eine solche Destillation in einem eisern Geschirr getan / davon dasselbe inwendig von dem gereinigten Saturn also geweißt worden / dass dem feinen Silber / an Schöne gleich war / habe aber solches hernach mehr tun wollen / ist aber also schön nicht worden als das erste / und muss man dieses so fremd zu sein nicht achten / dann ich wohl etwas mehreres von dem Tartaro, wann es sich geziemte / schreiben könnte / weilen ich wohl weiß / was damit kann getan werden / wann ich nicht die Spötter fürchtet / welche alles / das sie nicht verstehen / verachten / ich wollte mich unterstehen / den Tartarum saponem sapientum zu nennen / dann ich in Reinigung etlicher Metallen / wunderbarliche Eigenschaften in ihm durch langer Zeit Übung gefunden habe / aber also muss es nicht verstanden werden / als wann ich solchen für den wahren azoth universalem philosophorum, damit sie ihren latonem waschen / halten sollte / dass er aber darum particulariter etliche metalla nicht waschen und säubere sollte / kann ich nicht verneinen / dann er gegen die Metallen mit wunderbarlichen Eigenschaften begabt ist / davon an anderen Orten mehr soll gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4029998779296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1422,"date":1659,"orig":"CAP. LXXIII. Wie man auß Marte vnd Venere einen Spiritum vnd Oleum Tartariſatum machen ſoll.","norm":"CAP. LXXIII. Wie man aus Marte und Venere einen Spiritum und Oleum Tartarisatum machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.492400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1423,"date":1659,"orig":"WIltu auß Eyſen oder Kupffer/ mit Tartaro eine gute Medicin machen/ ſo nehme zu Eyſen einen eyſernen/ vnd zu Kupffer einen kuͤpffernen Keſſel/ mache dieſelbe von allem Schmutz/ ſchoͤn rein vnd ſauber/ vnd thue darein raſuram Martis vel Veneris, welches du wilt/ vnd zweymal ſo ſchwer Tartari puri pulveriſati, vnd ſo viel Waſſers/ daß der Tartarus im kochen wol darinnen zergehen kan/ vnd koche alſo das Metall mit dem Weinſteinwaſſer ſo lang/ bis daſſelbe hoch von dem Metall gefaͤrbet iſt/ als vom Eyſen roth/ vnd vom Kupffer hochgruͤn/ vnd wann das Waſſer im kochen exhaliret/ ſo muß man anders allzeit wieder hernach gieſſen/ auff daß der Tartarus nicht verbrenne/ vnd zu nicht werde/ dann allzeit ſo viel Waſſers dabey ſeyn muß/ daß kein Haut von dem Weinſtein ſich darauff ſetze/ ſondern allzeit offen bleibe/ doch muß auch nicht zu viel Waſſer dazu genommen werden/ auff daß es nicht zu ſuͤß ſey/ vnd das Metall damit nicht koͤnne ſolviret werden.","norm":"Willst aus Eisen oder Kupfer / mit Tartaro eine gute Medizin machen / so nehme zu Eisen einen eisernen / und zu Kupfer einen kupfernen Kessel / mache dieselbe von allem Schmutz / schön rein und sauber / und tue darein rasuram Martis vel Veneris, welches du willst / und zweimal so schwer Tartari puri pulverisati, und so viel Wassers / dass der Tartarus im Kochen wohl darinnen zergehen kann / und koche also das Metall mit dem Weinsteinwasser so lang / bis dasselbe hoch von dem Metall gefärbt ist / als vom Eisen rot / und vom Kupfer hochgrün / und wann das Wasser im Kochen exhalieret / so muss man anders allzeit wieder hernach gießen / auf dass der Tartarus nicht verbrenne / und zu nicht werde / dann allzeit so viel Wassers dabei sein muss / dass kein Haut von dem Weinstein sich darauf setze / sondern allzeit offen bleibe / doch muss auch nicht zu viel Wasser dazu genommen werden / auf dass es nicht zu süß sei / und das Metall damit nicht könne solvieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.489200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1424,"date":1659,"orig":"Wann nun die Solution von Marte roth vnd ſuͤß/ auff Vitrioliſch am Geſchmack/ vnd von Venere gruͤn vnd bitter worden iſt/ ſo gieſſe dieſelben ab per inclinationem, alſo warm in ein ander rein Gſchirꝛ/ vnd las ſolches noch ſo lang auff gar linder Kohlenwaͤrme ſtehen/ bis alles Waſſer bey nahe davon geduͤnſtet iſt/ vnd das ſolvirte Metall mit dem Weinſtein/ als ein Honigdicker Safft ligen bleibet.","norm":"Wann nun die Solution von Marte rot und süß / auf Vitriolisch am Geschmack / und von Venere grün und bitter worden ist / so gieße dieselben ab per inclinationem, also warm in ein ander rein Geschirr / und las solches noch so lang auf gar linder Kohlenwärme stehen / bis alles Wasser bei nahe davon gedünstet ist / und das solvierte Metall mit dem Weinstein / als ein Honigdicker Saft liegen bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.020199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1425,"date":1659,"orig":"Welchen Metalliſchen Safft/ man alſo wol innerlich/ als aͤuſſerlich (inſonderheit den von Eyſen) gebrauchen kan/ dieſer von Eyſen purgiret lind/ vnd benimmet die obſtructiones hepatis & lienis, reiniget den Magen/ vnd toͤdet die Wuͤrme; aͤuſſerlich iſt er ein guter Wundbalſam/ welcher den Vegetabiliſchen weit vorgehet/ nicht allein friſche/ ſondern auch alte verdorbene/ vnd fiſtulirte Schaͤden damit zu reinigen vnd zu heylen/ ein ſonderbarer Schatz; der Liquor Veneris aber iſt innerlch ſo ſicher nicht zu gebrauchen/ dann er nicht allein gantz vnannehmlich am Geſchmack iſt/ ſondern machet auch ſehr vehementes vomitus, darumb ich nicht rathe/ daß man ſolchen leichtlich gebrauche/ man wolte dann bey ſtarcken Leuthen die Wuͤrme damit toͤden/ dazu er dann ſonderlich gut iſt/ vnd allen andern medicamentis, wie ſie auch Namen haben moͤgen/ weit vorgehet/ kleinen Kindern aber/ wolle man nichts davon eyngeben/ dann es viel zu kraͤfftig wuͤrcket.","norm":"Welchen metallischen Saft / man also wohl innerlich / als äußerlich (in Sonderheit den von Eisen) gebrauchen kann / dieser von Eisen purgieret lind / und benimmt die obstructiones hepatis & lienis, reiniget den Magen / und tötet die Würmer; äußerlich ist er ein guter Wundbalsam / welcher den Vegetabilischen weit vorgehet / nicht allein frische / sondern auch alte verdorbene / und fistulierte Schäden damit zu reinigen und zu heilen / ein sonderbarer Schatz; der Likör Veneris aber ist innerlich so sicher nicht zu gebrauchen / dann er nicht allein ganz unannehmlich am Geschmack ist / sondern macht auch sehr vehementes vomitus, darum ich nicht rate / dass man solchen leichtlich gebrauche / man wollte dann bei starken Leuten die Würmer damit töten / dazu er dann sonderlich gut ist / und allen anderen medicamentis, wie sie auch Namen haben mögen / weit vorgehet / kleinen Kindern aber / wolle man nichts davon eingeben / dann es viel zu kräftig wirket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083199977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1426,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1427,"date":1659,"orig":"Vnd wann man ſolchen ja bey ſtarcken Leuthen gegen die Wuͤrm/ oder Magen fieber gebrauchen will/ ſo muß man dieſes in acht nehmen/ daß der Patient/ ſo es nicht fort wolte/ einen Finger in den hals ſtecke/ vnd zum vomirenhelffe/ auff daß es nicht liegen bleibe/ ſondern wieder auß dem Leibe komme/ ſo ſolches geſchicht/ ſo folget die Geſundheit darnach/ wo nicht/ ein Nauſea, mehr davon zu gebrauchen.","norm":"Und wann man solchen ja bei starken Leuten gegen die Wurm / oder Magen fieber gebrauchen will / so muss man dieses in Acht nehmen / dass der Patient / so es nicht fort wollte / einen Finger in den Hals stecke / und zum vomirenhelffe / auf dass es nicht liegen bleibe / sondern wieder aus dem Leibe komme / so solches geschieht / so folget die Gesundheit danach / wo nicht / ein Nausea, mehr davon zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.167300224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1428,"date":1659,"orig":"Darumb man wol zuſehen muß/ daß es wol gebraucher werde/ vnd weilen ſolcher Liquor ſehr bitteriſt/ ſo kan man denſelben mit Zucker etwas vermiſchen/ auff daß er zu nehmen ſey/ dieſer auß Eyſen aber darff ſolcher Corꝛectur nicht/ ſondern iſt ſuͤß genug zu gebrauchen/ darumb ich mehr zu dēſelben als zu dieſem rathe.","norm":"Darum man wohl zusehen muss / dass es wohl gebraucher werde / und weilen solcher Likör sehr Bitterist / so kann man denselben mit Zucker etwas vermischen / auf dass er zu nehmen sei / dieser aus Eisen aber darf solcher Korrektur nicht / sondern ist süß genug zu gebrauchen / darum ich mehr zu desselben als zu diesem rate.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.894700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1429,"date":1659,"orig":"So man aber ja dieſen von Kupffer gebrauchet/ (weilen er ſo ſtarck wuͤrcket) ſo muß man denſelben Tag ſich vor kalter Lufft huͤten/ auch nicht alſobalde nach der Operation den Magen mit ſtarcken Getraͤncken/ vnd uͤbrigem Cſſen beladen/ ſondern ſich mit einem warmen Suͤplein vnd Truͤncklein Wein oder Bier genuͤgen laſſen/ ſo wird jhine den folgenden Tag das Eſſen vnd Trincken deſto beſſer ſchmaͤcken/ vnd bekommen.","norm":"So man aber ja diesen von Kupfer gebraucht / (weilen er so stark wirket) so muss man denselben Tag sich vor kalter Luft hüten / auch nicht alsobald nach der Operation den Magen mit starken Getränken / und übrigem Cssen beladen / sondern sich mit einem warmen Süplein und Trünklein Wein oder Bier genügen lassen / so wird jhine den folgenden Tag das Essen und trinken desto besser schmecken / und bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.942299842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1430,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber iſt dieſer Liquor in allem (gleich wie bey dem Marte geſagt worden) zu gebrauchen viel kraͤfftiger vnd viel ſchneller in ſeiner Heylung.","norm":"Äußerlich aber ist dieser Likör in allem (gleich wie bei dem Marte gesagt worden) zu gebrauchen viel kräftiger und viel schneller in seiner Heilung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.401500225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1431,"date":1659,"orig":"Were derohalben gut/ daß alle Chirurgi ſolchen wuͤſten zu machen/ vnd denſelben an ſtatt jhrer Salben/ mit welchen ſo viel/ leicht curirliche friſche Wunden/ verſaͤumet/ verderbet/ vnd in abſchewliche ulcera gebracht werden/ inſonderheit weil er wenig Koſten vnd Muͤhe zu machen erfordert/ gebraucheten.","norm":"Wäre derohalben gut / dass alle Chirurgi solchen wüsten zu machen / und denselben anstatt ihrer Salben / mit welchen so viel / leicht kurierliche frische Wunden / versäumet / verderbet / und in abscheuliche ulcera gebracht werden / in Sonderheit weil er wenig Kosten und Mühe zu machen erfordert / gebrauchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.760700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1432,"date":1659,"orig":"Will man aber dieſe Liquores reiner haben/ ſo muß man dieſelben mit Spiritu Vini uͤbergieſſen vnd extrahiren/ geben jhre Tinetur gern von ſich/ vnd laſſen viel feces zuruͤck liegen/ welche vntuchtig ſeyn/ die Tinctur aber wird deſto beſſer/ reiner vnd kraͤfftiger/ alſo daß man deren nur 4. oder 5. Tropffen zum purgiren vonnoͤthen hat/ da man anders des groben zu 4. 6. 8. bis auff 12. oder 16. haben muß/ vnd wuͤrcket dieſe extrahirte Tinctur aͤuſſerlich viel beſſer/ vnd haͤltet ſich auch laͤnger/ als der Balſamus oder Liquor thut/ welcher mit der Zeit ſchimlich vnd weiß oben auff wird/ das Extractum aber nimmermehr verdirbet.","norm":"Will man aber diese Liquores reiner haben / so muss man dieselben mit Spiritu Vini übergießen und extrahieren / geben ihre Tinetur gern von sich / und lassen viel Fezes zurückliegen / welche untüchtig sein / die Tinktur aber wird desto besser / reiner und kräftiger / also dass man deren nur 4. oder 5. Tropfen zum purgieren vonnöten hat / da man anders des groben zu 4. 6 . 8. bis auf 12. oder 16. haben muss / und wirket diese extrahierte Tinktur äußerlich viel besser / und helltet sich auch länger / als der Balsammus oder Likör tut / welcher mit der Zeit schimmlig und weiß oben auf wird / das Extractum aber nimmermehr verdirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1433,"date":1659,"orig":"Wann man aber den Liquorem oder Balſamum diſtilliren will/ ſo iſt es nicht noͤthig/ daß er extrahiret werde/ ſondern kan alſo/ wie er durch das kochen gemacht worden/ diſtilliret werden/ auff ſolche Weiß vnd Wege/ gleich wie oben bey dem Saturno iſt gelehret worden/ ſo gehet vom Marte ein gelber/ vnd vom Venere ein gruͤnlicher Spiritus vnd Oleum uͤber/ dieſer Spiritus vnd Oleum vom Marte kan ſicher in peſte, febribus, obſtructionibus, vnd corruptione languinis à ſcrupulo 1. ad drachmam j. gebrancht werden/ iſt vielbequaͤmer den Schweiß damit zu befoͤrdern/ als derjenige/ welcher von Tartaro Crudo ohne Zuthun eines Metalls iſt bereytet worden/ deßgleichen thut auch derjenige/ welcher von Kupffer gemacht iſt/ aber viel kraͤfftiger/ vnd machet bißweilen auch einen Vomitum, wann er in groͤſſerer Doſi als gehoͤrlich gedrauchet wird.","norm":"Wann man aber den Liquorem oder Balsamum destillieren will / so ist es nicht nötig / dass er extrahieret werde / sondern kann also / wie er durch das Kochen gemacht worden / destillieret werden / auf solche Weiß und Wege / gleich wie oben bei dem Saturn ist gelehrt worden / so geht vom Marte ein gelber / und vom Venere ein grünlicher Spiritus und Oleum über / dieser Spiritus und Oleum vom Marte kann sicher in peste, febribus, obstructionibus, und corruptione languinis à scrupulo 1. ad drachmam j. gebrancht werden / ist vielbequemer den Schweiß damit zu befördern / als derjenige / welcher von Tartaro Crudo ohne Zutun eines Metalls ist bereitet worden / desgleichen tut auch derjenige / welcher von Kupfer gemacht ist / aber viel kräftiger / und macht bisweilen auch einen Vomitum, wann er in größerer Dose als gehörlich gedrauchet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138899803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1434,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1435,"date":1659,"orig":"Wiewol das Kupffer in guͤte dem Eyſen von den Chymicis, als ein beſtaͤndiger vnd zeitiger Metall vorgezogen wird/ ſo befindet ſich gleichwol in Experientia, daß der Mars in allem zur innerlichen Medicur/ wegen ſeiner Suͤſſigkeit/ beſſer zu gebrauchen/ als die Venus iſt.","norm":"Wiewohl das Kupfer in Güte dem Eisen von den Chymicis, als ein beständiger und zeitiger Metall vorgezogen wird / so befindet sich gleichwohl in Experientia, dass der Mars in allem zur innerlichen Medicur / wegen seiner Süßigkeit / besser zu gebrauchen / als die Venus ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1436,"date":1659,"orig":"Euſſerlich aber die Venus als ein appropriata Medicina (ſo dieſelbe wol zugerichtet iſt) aller ulceren oder offnen Schaͤden an allen Orten des Leibes/ ſo derſelbe darneben auch innerlich durch bequaͤme purgantia rein gehalten wird/ den Preiß erhaͤlt.","norm":"Äußerlich aber die Venus als ein appropriata Medicina (so dieselbe wohl zugerichtet ist) aller ulceren oder offenen Schäden an allen Orten des Leibes / so derselbe daneben auch innerlich durch bequeme purgantia rein gehalten wird / den Preis erhält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.006899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1437,"date":1659,"orig":"Dann nicht nur allein dieſe jetztbeſchriebene Medicin/ ſondern noch viel andere mehr auß dem Kupffer in andern Orthen meiner Buͤcher/ zu machen gelehret.","norm":"Dann nicht nur allein diese jetztbeschriebene Medizin / sondern noch viel andere mehr aus dem Kupfer in anderen Orten meiner Bücher / zu machen gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.475500106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1438,"date":1659,"orig":"Eine Bauren Artzney vnd Purgation/ damit ſtarcke Leuth im Fall der Noth/ welche weit von den Apotheken abwohnen/ oder nicht viel Geld bey denſelben Artzeneyen abzukauffen vermoͤgen muß ich weiters auß dem Eyſen oder Kupffer zu machen lehren/ damit ſie jhre verſchleimte/ vnd durch vnordentlich Eſſen vnd Trincken verdorbene Maͤgen/ durch welche Hauptpein/ Wuͤrme/ febres, vnd andere Kranckheiten entſtanden/ reinigen vnd außbutzen koͤnnen/ doch will ich gewarnet haben/ daß ſich dafuͤr huͤten gar zu junge/ oder alte/ oder andere abgematte ſchwache Menſchen/ welche nicht maͤchtig genug ſeyn/ eine ſolche ſtarckwuͤrckende Purgation außzuſtehen vnd zu vertragen/ auff daß ſie nicht zugleich mit den Wuͤrmen/ auch das Leben toͤden/ vnd außjagen/ diejenige aber/ welche ſtarck von Leib/ eines mittelmaͤſſigen Alters vnd geſunden Hertzens ſeyn/ moͤgen dieſe Purgation wol vnd ſicherlich gebrauchen/ dardurch die Magenfieber/ alle Bauchwuͤrme/ vnd viel andere verborgene Kranckheiten/ gluͤcklich koͤnnen vertrieben werden/ vnd geſchicht die Bereytung alſo: Nimb ein Loch pulvertſirten reinen Weinſtein/ vnd 1. oder 2. Loth Zucker oder Honig/ vnd 10. oder 12. Loth gemein Brunnen- oder Regenwaſſer/ thue dieſe beyde/ als Weinſtein/ Zucker/ ſampt dem Waſſer in ein kupfferen rein Geſchirꝛ/ welches nicht fett oder ſchmutzig ſey/ vnd koche uͤber einem Kohlfewer ſolches/ vngefaͤhr ſo lang/ oder etwas laͤnger/ als man ein Ey zu kochen pfleget/ oder auffs allerlaͤngſte ein halb viertel Stund/ vnd nimb den Schaum im kochen oben ab/ ſetze ſolches hin/ ſo lang bis es law/ vnd zu trincken bequaͤm worden iſt/ dann gieb ſolchen Tranck/ welcher nicht viel anderſt/ als ein warm gemachter gezuckerter Wein ſchmaͤcket/ dem Patienten zu trincken/ vnd las jhn darauff faſten/ ſo wird dieſelbe innerhalb ½ Stunde anfangen zu wuͤrcken oben vnd vnden/ daran man ſich nicht kehren darff/ ſondern den Leib nur warm halten/ ſo wird in einer Stunde alles gethan ſeyn.","norm":"Eine Bauern Arznei und Purgation / damit starke Leute im Fall der Not / welche weit von den Apotheken abwohnen / oder nicht viel Geld bei denselben Arzneien abzukaufen vermögen muss ich weiteres aus dem Eisen oder Kupfer zu machen lehren / damit sie ihre verschleimte / und durch unordentlich Essen und trinken verdorbene Mägen / durch welche Hauptpein / Würmer / febres, und andere Krankheiten entstanden / reinigen und außbutzen können / doch will ich gewarnt haben / dass sich dafür hüten gar zu junge / oder alte / oder andere Abgematte schwache Menschen / welche nicht mächtig genug sein / eine solche starkwirkende Purgation auszustehen und zu vertragen / auf dass sie nicht zugleich mit den Würmern / auch das Leben töten / und ausjagen / diejenige aber / welche stark von Leib / eines mittelmäßigen Alters und gesunden Herzens sein / mögen diese Purgation wohl und sicherlich gebrauchen / dadurch die Magenfieber / alle Bauchwürme / und viel andere verborgene Krankheiten / glücklich können vertrieben werden / und geschieht die Bereitung also: Nimm ein Loch pulvertsirten reinen Weinstein / und 1. oder 2. Lot Zucker oder Honig / und 10. oder 12. Lot gemein Brunnen- oder Regenwasser / tue diese beide / als Weinstein / Zucker / samt dem Wasser in ein kupfere rein Geschirr / welches nicht fett oder schmutzig sei / und koche über einem Kohlfeuer solches / ungefähr so lang / oder etwas länger / als man ein Ei zu kochen pflegt / oder aufs allerlängste ein halb viertel Stunde / und nimm den Schaum im Kochen oben ab / setze solches hin / so lang bis es law / und zu trinken bequem worden ist / dann gib solchen Trank / welcher nicht viel anders / als ein warm gemachter gezuckerter Wein schmecket / dem Patienten zu trinken / und las ihn darauf fasten / so wird dieselbe innerhalb ½ Stunde anfangen zu wirken oben und unten / daran man sich nicht kehren darf / sondern den Leib nur warm halten / so wird in einer Stunde alles getan sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923900127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1439,"date":1659,"orig":"So man aber kleine Kinder die Wuͤrme zu vertreiben purgiren will/ ſo nehme man nur an ſtatt eines kuͤpffernen Geſchins/ ein rein eyſernes/ vnd thue etwas minder Weinſtein/ Zucker vnd Waſſer darein zu kochen/ vnd geb es jhnen/ operiret nur vnterſich/ doch machet es bisweilen auch einen linden Vomitum, welcher jhnen nicht ſchadet/ ſondern nur den Magen deſto beſſer reiniget.","norm":"So man aber kleine Kinder die Würmer zu vertreiben purgieren will / so nehme man nur an statt eines kupfernen Geschins / ein rein eisernes / und tue etwas minder Weinstein / Zucker und Wasser darein zu kochen / und gebe es ihnen / operiret nur untersiech / doch macht es bisweilen auch einen linden Vomitum, welcher ihnen nicht schadet / sondern nur den Magen desto besser reiniget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254199981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1440,"date":1659,"orig":"So aber dieſer Tranck zu ſchwach were/ vnd kein Operation thaͤte/ ſo kan derſelbe den andern Tag darnach noch einmal (doch daß man der ingredientien etwas mehr nehme/ oder dieſelbe laͤnger kochen laſſe) gebrauchet werden/ vnd iſt kein Gefahr dabey zu erwarten/ wann man wol damit uͤmbgehet/ vnd viel lieblicher zu nehmen/ als der bittere Wurmſamen/ damit die Kinder gemeinlich ſolchen eynzunehmen/ geplaget werden.","norm":"So aber dieser Trank zu schwach wäre / und kein Operation täte / so kann derselbe den anderen Tag danach noch einmal (doch dass man der Ingredientien etwas mehr nehme / oder dieselbe länger kochen lasse) gebraucht werden / und ist kein Gefahr dabei zu erwarten / wann man wohl damit ümbgehet / und viel lieblicher zu nehmen / als der bittere Wurmsamen / damit die Kinder gemeinlich solchen einzunehmen / geplagt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1441,"date":1659,"orig":"Die Vrſach nun/ daß dieſes decoctum alſo wuͤrcket/ iſt nichts anders/ als daß der Weinſtein vnd Zucker die Metallen/ wann ſie mit Waſſer darinn kochen/ angreiffen/ vnd alſo ein Krafft darauß ziehen/ dardurch dann das vomiren vnd purgiren (dazu der Weinſtein auch hilffet) entſtehet/ dieſes ſey ſtarcken Menſchen zu thun gelehret/ ſchwache Perſonen aber wollen ſich dafuͤr huͤten.","norm":"Die Ursache nun / dass dieses decoctum also wirket / ist nichts anders / als dass der Weinstein und Zucker die Metallen / wann sie mit Wasser darin kochen / angreifen / und also ein Kraft daraus ziehen / dadurch dann das vomieren und purgieren (dazu der Weinstein auch hilft) entstehet / dieses sei starken Menschen zu tun gelehrt / schwache Personen aber wollen sich dafür hüten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1442,"date":1659,"orig":"CAP. 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LXXIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.351200103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1443,"date":1659,"orig":"Einen Spiritum Mercurii Tartariſatum zu machen.","norm":"Einen Spiritum Mercurii Tartarisatum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.515999794006348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1444,"date":1659,"orig":"DEr Mercurius Vulgi laͤßt ſich nicht alſo/ gleich die vorige Metallen/ ohne vorhergehende Præparation mit Weinſtein vnd Waſſer ſolviren/ ſondern wil zuvorn mit Saltz vnd Vitriol ſublimiret/ oder mit Aqua-forti cryſtalliſiret ſeyn/ dann laͤßt er ſich mit Tartaro vnd Waſſer im kochen auffſolviren/ vnd in einen Balſamum, gleich als andere Metallen bringen/ iſt aber nicht in den Leib zu nehmen/ es were dann daß er auff ſeine Zeit digerirt/ dadurch jhme ſeine Wildigkeit benommen wuͤrde/ doch iſt er ſicherlich aͤuſſerlich in allen verdorbenen/ ſonderlich Veneriſchen Schaͤden/ als eine kraͤfftige vnd nuͤtzliche Medicin zu gebrauchen.","norm":"Der Mercurius Vulgi lässt sich nicht also / gleich die vorige Metallen / ohne vorhergehende Präparation mit Weinstein und Wasser solvieren / sondern will zuvor mit Salz und Vitriol sublimieret / oder mit Aquaforti kristallisieret sein / dann lässt er sich mit Tartaro und Wasser im Kochen auffsolviren / und in einen Balsamum, gleich als andere Metallen bringen / ist aber nicht in den Leib zu nehmen / es wäre dann dass er auf seine Zeit digeriert / dadurch ihm seine Wildigkeit benommen würde / doch ist er sicherlich äußerlich in allen verdorbenen / sonderlich Venerischen Schäden / als eine kräftige und nützliche Medizin zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240699768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1445,"date":1659,"orig":"In Alchymia aber iſt er am allernuͤtzlichſten/ wiewol jhn wenig kennen/ dann er ſich nicht von jederman ſehen laͤßt.","norm":"In Alchimie aber ist er am nützlichsten / wiewohl ihn wenig kennen / dann er sich nicht von jedermann sehen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1446,"date":1659,"orig":"Der Spiritus, welcher per diſtillationein davon gehet/ iſt nicht allein in Medicina, ſondern auch in Alchymia, ein wunderbarlicher Gaſt/ doch muß man ſich wol fuͤrſehen/ daß man nicht fuͤr einen Freund einen groſſen Feind beherberge/ dann ſeine Krafft vnd Gewalt ſehr gros vnd maͤchtig iſt.","norm":"Der Spiritus, welcher per distillationein davon geht / ist nicht allein in Medicina, sondern auch in Alchimie, ein wunderbarlicher Gast / doch muss man sich wohl vorsehen / dass man nicht für einen Freund einen großen Feind beherberge / dann seine Kraft und Gewalt sehr groß und mächtig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.928899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1447,"date":1659,"orig":"CAP. LXXV.","norm":"CAP. LXXV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.207799911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1448,"date":1659,"orig":"Wie man einen Spiritum Auri & Lunæ Tartariſatum machen ſoll.","norm":"Wie man einen Spiritum Auri & Lunae Tartarisatum machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.604899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1449,"date":1659,"orig":"GOld vnd Silber laͤßt ſich auch im geringſten mit Tartaro im naſſen Weg nicht ſolviren/ im trucknen aber mit Zuthun ſeines Helffers thut ers gern/ gehoͤrt aber hieher nicht/ ſo man aber ja einen Spiritum dar auß machen will/ ſo muß das Gold oder das Silber durch ſolviren vnd coaguliren in Cryſtallen gebracht ſeyn/ vnd darnach mit reinem Tartaro vnd Waſſer auffſolviret/ ſo bekompt man vom Gold eine gelbe/ vnd vom Silber eine weiſſe/ auff gruͤn geneygte ſolution, welche ad mellaginem gebracht/ gantz ſicherlich ohne Schew kan gebrauchet werden.","norm":"Gold und Silber lässt sich auch im Geringsten mit Tartaro im nassen Weg nicht solvieren / im Trocknen aber mit Zutun seines Helfers tut er es gern / gehört aber hierher nicht / so man aber ja einen Spiritum dar aus machen will / so muss das Gold oder das Silber durch solvieren und koagulieren in Kristallen gebracht sein / und danach mit reinem Tartaro und Wasser auffsolviret / so bekommt man vom Gold eine gelbe / und vom Silber eine weiße / auf grün geneigte Solution, welche ad mellaginem gebracht / ganz sicherlich ohne Scheu kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148900032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1450,"date":1659,"orig":"Die vom Gold laxiret/ vnd haͤlt einen offnen Leib/ ſtaͤrcket den Magen/ Hertz/ Lungen vnd Leber/ ſampt andern principalen Gliedern/ kraͤfftiglich:","norm":"Die vom Gold laxieret / und hält einen offenen Leib / stärket den Magen / Herz / Lungen und Leber / samt anderen Prinzipalen Gliedern / kräftiglich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.329500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1451,"date":1659,"orig":"Die vom Silber purgiret zimblich ſtarck/ nach deme ſie geben wird/ als ein ander Purgantz/ doch ohne Schaden vnd Gefahr/ alſo/ daß ſie zu allen Kranckheiten da purgirens vonnoͤthen iſt/ ſicherlich von einem Scrupel ad unc ſemis kan gebrauchet werden.","norm":"Die vom Silber purgieret ziemlich stark / nach dem sie geben wird / als ein ander Purgantz / doch ohne Schaden und Gefahr / also / dass sie zu allen Krankheiten da Purgierens vonnöten ist / sicherlich von einem Skrupel ad unc semis kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.241000175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1452,"date":1659,"orig":"Das Gold aber wird in kleinerer Doſi gebrauchet/ vnd were eben ſo wol dieſer Safft vom Gold/ als vom Silber/ aͤuſſerlich ſehr heylſamb zu gebrauchen/ weilen man aber ſolches durch geringere Metallen verꝛichten kan/ ſo iſt es nicht noͤthig mit koſtbaren zu thun.","norm":"Das Gold aber wird in kleinerer Dose gebraucht / und wäre eben so wohl dieser Saft vom Gold / als vom Silber / äußerlich sehr heilsam zu gebrauchen / weilen man aber solches durch geringere Metallen verrichten kann / so ist es nicht nötig mit kostbaren zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218699932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1453,"date":1659,"orig":"Die Spiritus aber/ welche per diſtillationem davon getrieben werden/ ſeyn mit groſſen Kraͤfften begabet/ da dñas Volatiliſche Theil des Metalls gehet mit dem Spiritu Tartari conjungiret/ uͤber/ die Remanentz kan reduciret werden/ gleich oben bey andern Metallen gelehret worden.","norm":"Die Spiritus aber / welche per distillationem davon getrieben werden / sein mit großen Kräften begabt / da dnnas Volatilische Teil des Metalls geht mit dem Spiritu Tartari conjungiret / über / die Remanenz kann reduzieret werden / gleich oben bei anderen Metallen gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.157800197601318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1454,"date":1659,"orig":"Dieſer Spiritus, inſonderheit der vom Gold/ iſt in peſte vnd andern Kranckheiten/ da ſchwitzens vonnoͤthen iſt/ uͤber die maſſen gut/ dann er nicht allein alles boͤſe durch den Schweiß von dem Hertzen gewaltig treibet/ ſondern auch daſſelbe ſtarcket/ vnd fuͤr allen boͤſen Zufaͤllen wuͤrcklich præſerviret/ vnd beſchuͤtzet.","norm":"Dieser Spiritus, in Sonderheit der vom Gold / ist in peste und anderen Krankheiten / da Schwitzens vonnöten ist / über die Maßen gut / dann er nicht allein alles böse durch den Schweiß von dem Herzen gewaltig treibet / sondern auch dasselbe starcket / und für allen bösen Zufällen wirklich präservieret / und beschützet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571100234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1455,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auch dieſer vom Silber/ ſonderlich wann er zuvorn uͤber ſein Caput mortuum, wie oben bey Bereytung des gemeinen Spiritus Tartari gelehret iſt, wol dephlegmiret worden/ lobens werth iſt.","norm":"Desgleichen auch dieser vom Silber / sonderlich wann er zuvor über sein Caput mortuum, wie oben bei Bereitung des gemeinen Spiritus Tartari gelehrt ist, wohl dephlegmieret worden / Lobens wert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026899814605713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1456,"date":1659,"orig":"Dann ein jedweder in Chymia erffahrner Medicus wol dencken kan was ein wol rectificirter/ vnd mit guldiſchen Kraͤfften imprægnirter Spiritus Tartari außrichten koͤnne.","norm":"Dann ein jedweder in Chymia erfahrener Medikus wohl Denken kann was ein wohl rektifizierter / und mit guldischen Kräften imprägnierter Spiritus Tartari ausrichten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.427700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1457,"date":1659,"orig":"Darumb nicht noͤthig mehrers davon zu melden/ ſondern der proba ſoll heimgeſtellet werden.","norm":"Darum nicht nötig mehreres davon zu melden / sondern der proba soll heimgestellt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.981100082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1458,"date":1659,"orig":"CAP. LXXVI.","norm":"CAP. LXXVI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.4197998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1459,"date":1659,"orig":"Von Antimonio & Tartaro einen Spiritum zu machen.","norm":"Von Antimonio & Tartaro einen Spiritum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.39739990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1460,"date":1659,"orig":"DAs Antimonium crudum kan nicht auff obbeſchriebene Weiß ſolviret werden/ ſo es aber zuvorn in Flores, oder in ein Vitrum iſt bereytet worden/ giebt es ſeine Krafft im kochen gern von ſich/ vnd geſchicht alſo:","norm":"Das Antimonium crudum kann nicht auf obbeschriebene Weiß solvieret werden / so es aber zuvor in Flores, oder in ein Vitrum ist bereitet worden / gibt es seine Kraft im Kochen gern von sich / und geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.33519983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1461,"date":1659,"orig":"Nimb zu einem Theil Florum, oder klein geriebenes per ſe gemachten Vitri Antimonii, 3. Theil Tartari puri, vnd 12. oder 15. Theil gemein rein Waſſer/ vnd koche das Antimonium mit dem Weinſtein vnd Waſſer/ in einem verglaſurten Hafen/ 3. oder 4. Stunden lang/ vnd muß vnterdeſſen das verrochene Waſſer mit anderem erſtattet werden/ auff daß der Weinſtein nicht durch Manglung deſſelben verbrenne/ auch muß bisweilen das Vitrum (die Flores welche leicht ſeyn/ haben es nicht vonnoͤthen) mit einem hoͤltzernen Spattel umbgeruͤhret werden/ wami ſolches geſchicht/ ſo faͤrbet ſich das Weinſteinwaſſer/ von dem Antimonio hoch roth/ vnd laͤßt das uͤbrige Antimonium liegen/ von welchem die ſolution abgoſſen/ (welche nach der filtration vnd exhaltation des Waſſers/) noch einmal mit Spiritu Vini muß extrahiret werden/ ſo bekompt man ein blutrotes Extractum, davon auff einmal 1. 2. 3. bis auff 10. oder 12. Tropffen eingeben/ machet linde vomitus vnd ſedes, welches Jungen vnd Alten in allen Kranckheiten da purgirens vonnoͤthen iſt/ ſicherlich kan gebrauchet werden/ dann im geringſten kein Gefahr dabey zu befurchten iſt/ vnd mir kein Vomitivum bekand iſt/ welches linder purgirt als dieſes/ vnd ſo man will/ operirt es nur allein per inferiora, vnd macht keine vomitus, nemblich alſo/ wann man dieſes extractum, oder ein ander Antimonium Vomitivum eingenommen hat/ vnd haben will/ daß es allein vnter ſich wuͤrcken ſoll/ ſo muß man ein hart geroͤſte Schnitte Brods alſo heiß fuͤr die Naſen vnd Mund halten/ vnd ſo dieſes beynahe kalt worden iſt/ alſobald ein ander warnes bey der Hand haben/ vnd ſolches eines nach dein andern/ ſo lang abgewechſelt/ bis man kein nauſeam mehr ſpuͤret/ vnd die Krafft des Antimonii vnter ſich gewuͤrcket hat/ welches ein gut Stuͤcklein iſt fuͤr diejenigen/ welche das Antimonium gern gebraucheten/ vnd ſich fuͤr dem vomiren ſchewen/ oder ſolches nicht vertragen koͤnnen.","norm":"Nimm zu einem Teil Florum, oder klein geriebenes per se gemachten Vitri Antimonii, 3. Teil Tartari puri, und 12. oder 15. Teil gemein rein Wasser / und koche das Antimonium mit dem Weinstein und Wasser / in einem verglasierten Hafen / 3. oder 4. Stunden lang / und muss unterdessen das gerochene Wasser mit anderem erstattet werden / auf dass der Weinstein nicht durch Manglung desselben verbrenne / auch muss bisweilen das Vitrum (die Flores welche leicht sein / haben es nicht vonnöten) mit einem hölzernen Spatel umgerührt werden / wami solches geschieht / so färbet sich das Weinsteinwasser / von dem Antimonio hochrot / und lässt das übrige Antimonium liegen / von welchem die Solution abgossen / (welche nach der Filtration und exhaltation des Wassers /) noch einmal mit Spiritu Vini muss extrahieret werden / so bekommt man ein blutrotes Extractum, davon auf einmal 1. 2 . 3. bis auf 10. oder 12. Tropfen eingeben / macht linde vomitus und sedes, welches Jungen und Alten in allen Krankheiten da Purgierens vonnöten ist / sicherlich kann gebraucht werden / dann im Geringsten kein Gefahr dabei zu befürchten ist / und mir kein Vomitivum bekannt ist / welches linder purgiert als dieses / und so man will / operiert es nur allein per inferiore, und macht keine vomitus, nämlich also / wann man dieses extractum, oder ein ander Antimonium Vomitivum eingenommen hat / und haben will / dass es allein unter sich wirken soll / so muss man ein hart Geröste Schnitte Brots also heiß für die Nasen und Mund halten / und so dieses beinahe kalt worden ist / alsobald ein ander warne bei der Hand haben / und solches eines nach dein anderen / so lang abgewechselt / bis man kein nauseam mehr spüret / und die Kraft des Antimonii unter sich gewirkt hat / welches ein gut Stücklein ist für diejenigen / welche das Antimonium gern gebrauchten / und sich für dem vomieren scheuen / oder solches nicht vertragen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022999763488769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1462,"date":1659,"orig":"So man aber ſo viel Muͤhe auff ein ſolches extractum zu machen nicht wenden will/ ſo kan man thun gleich oben bey dem Kupffer iſt gelehret worden/ vnd thun 10. oder 12. Grana Antimonii præparati (fuͤr einen alten Menſchen/ fuͤr junge 5. 6. mehr oder weniger/ nach Gelegenheit der Perſon) mit ein oder anderthalb Loth reinen Weinſtein/ vnd 8. oder 10. Loth Waſſers in einen kleinen Hafen/ vnd koche ſolches ¼ Stund lang/ gieſſe die laͤre ſolution ab in einen Becher/ ein wenig Zucker darein zerſchmoltzen/ dadurch die Saͤurigkeit des Weinſteins etwas gebrochen wird/ vnd trincke ſolches decoctum alſo warm auß/ vnd verhalte dich darauff nach der Gebuͤhr fein warm/ ſo wird es viel beſſer wuͤrcken/ als wann Wein uͤber Nacht daruͤber geſtanden haͤtte/ welcher nicht ſo wol von jederman nuͤchtern kan getruncken werden/ dieſes decoctum aber/ weil es einem warmen vnd ſuͤſſen Wein gleich ſchmaͤcket/ viel lieblicher zu nehmen iſt.","norm":"So man aber so viel Mühe auf ein solches extractum zu machen nicht wenden will / so kann man tun gleich oben bei dem Kupfer ist gelehrt worden / und tun 10. oder 12. Grana Antimonii praeparati (für einen alten Menschen / für junge 5. 6. mehr oder weniger / nach Gelegenheit der Person) mit ein oder anderthalb Lot reinen Weinstein / und 8. oder 10. Lot Wassers in einen kleinen Hafen / und koche solches ¼ Stunde lang / gieße die Lehre Solution ab in einen Becher / ein wenig Zucker darein zerschmolzen / dadurch die Säurigkeit des Weinsteins etwas gebrochen wird / und trinke solches decoctum also warm aus / und verhalte dich darauf nach der Gebühr fein warm / so wird es viel besser wirken / als wann Wein über Nacht darüber gestanden hätte / welcher nicht so wohl von jedermann nüchtern kann getrunken werden / dieses decoctum aber / weil es einem warmen und süßen Wein gleich schmecket / viel lieblicher zu nehmen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868000030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1463,"date":1659,"orig":"So du dann wilt/ daß es nur vnterſich wuͤrcken ſoll/ ſo gebrauche das goroͤſte Brod/ ſonſten macht er Vomitus.","norm":"So du dann willst / dass es nur untersiech wirken soll / so gebrauche das Georöste Brot / sonsten macht er Vomitus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.418499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1464,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1465,"date":1659,"orig":"Es iſt zu verwundern/ daß ein wolbereytes Antimonium nimmer vergeblich gebrauchet wird/ dann wann es ſchon in gar kleinem Doſi wird eyngeben/ alſo daß es weder vomitus noch ſedes machen kan/ ſo thut es das ſeinige doch vnſichtbarer Weiſe/ nemblich/ reinigt das Gebluͤt/ treibet viel boͤſes durch den Schweiß hinweg/ alſo daß ſchwere Kranckheiten damit ohne merckliche Operation koͤnnen vertrieben werden.","norm":"Es ist zu verwundern / dass ein wohlbereites Antimonium nimmer vergeblich gebraucht wird / dann wann es schon in gar kleinem Dose wird eingeben / also dass es weder vomitus noch sedes machen kann / so tut es das seinige doch unsichtbarer Weise / nämlich / reinigt das Geblüt / treibet viel Böses durch den Schweiß hinweg / also dass schwere Krankheiten damit ohne merkliche Operation können vertrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.522200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1466,"date":1659,"orig":"Welches mir vielmal begegnet iſt/ vnd Anleytung geben hat/ ſolchem weiters nachzudencken/ habe derohalben geſucht/ wie man ein Antimonium zurichten moͤchte/ welches taͤglich ohne Vomitus vnd Stulgaͤnge zu machen koͤndte gebraucht werden/ welches ich dann ins Werck geſtellt vnd gut befunden habe/ wie hernach folget.","norm":"Welches mir vielmal begegnet ist / und Anleitung geben hat / solchem weiteres nachzudenken / habe derohalben gesucht / wie man ein Antimonium zurichten möchte / welches täglich ohne Vomitus und Stuhlgänge zu machen könnte gebraucht werden / welches ich dann ins Werk gestellt und gut befunden habe / wie hernach folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6585001945495605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1467,"date":1659,"orig":"Mache dir von dieſer ſolution, nemblich auß den Floribus vnd Tartaro, eine gute Quantitaͤt/ vnd nach Exhalirung des Waſſers diſtillir einen Spiritum darauß/ mit welchem auch ein ſchwartz Oel uͤbergehet/ das von dem Spiritu geſcheyden/ vnd per ſe rectificiret muß werden/ thut nicht allein aͤuſſerlich Wunder in allem/ gleich wie oben dem Oleo Tartari ſimplici zugeſchrieben iſt/ ſondern noch viel mehr/ dann die beſte Eſſentia Antimonii ſich damit in diſtillatione conjungiret hat/ welche die Kraͤfften des Olei Tartari verdoppelt/ vnd kan ſolches Oleum nicht allein zu allen Podagriſchen tumoribus ſolche ſchnell zulegen vnd lindern/ mit Ehren gebrauchet werden/ ſondern wegen ſeiner groſſen Truͤckne conſumiret es auch alle andere von Waſſer oder Wind entſtandene Geſchwulſten am gantzen Leib/ dann das Sal Volatile, wegen ſeiner Subtilitaͤt/ fuͤhret die Krafft des Antimonii in die innerſte Theile des Leibes/ (wofern ſolches geſuchet wird) wunderbarlicher vnd vnglaublicher weiß/ dardurch in Chirurgia viel gutes außgerichtet kan werden.","norm":"Mache dir von dieser Solution, nämlich aus den Floribus und Tartaro, eine gute Quantität / und nach Exhalierung des Wassers destillier einen Spiritum daraus / mit welchem auch ein schwarz Öl übergehet / das von dem Spiritu gescheiten / und per se rektifizieret muss werden / tut nicht allein äußerlich Wunder in allem / gleich wie oben dem Oleo Tartari simplici zugeschrieben ist / sondern noch viel mehr / dann die beste Essenz Antimonii sich damit in distillatione konjungieret hat / welche die Kräften des Olei Tartari verdoppelt / und kann solches Oleum nicht allein zu allen Podagrischen tumoribus solche schnell zulegen und lindern / mit Ehren gebraucht werden / sondern wegen seiner großen Trückne konsumieret es auch alle andere von Wasser oder Wind entstandene Geschwülsten am ganzen Leib / dann das Soll volatile, wegen seiner Subtilität / führt die Kraft des Antimonii in die innerste Teile des Leibes / (sofern solches gesucht wird) wunderbarlicher und unglaublicher weiß / dadurch in Chirurgia viel Gutes ausgerichtet kann werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1468,"date":1659,"orig":"Der Spiritus aber kan nicht allein in peſte, morbo gallico, ſcorbuto, melancholia, hypochondriaca, febribus vnd allen obſtructionibus vnd putredine ſanguinis, als ein bewaͤhrte Medicin/ mit Ehren gebrauchet werden/ ſondern/ wann man davon etwas in newen Wein oder Bier thut/ vnd damit jaͤhren laͤßt/ ſo wird das Bier oder Wein davon alſo kraͤfftig/ daß es (ſo man ſolches taͤglich gebrauchet) alle zufallende von uͤbriger Feuchtigkeit/ vnd verdorbenem Gebluͤt/ entſtandene Kranckheiten verhindert vnd zuruͤck haͤlt/ alſo daß weder peſtis, lepra, ſcorbutus, melancholia, hypochondriaca, vnd andere dergleichen Kranckheiten/ bey denen die es taͤglich gebrauchen/ einwurtzelen kan/ welches jhme kein Metall oder Mineral (außgenommen Gold) nachthun kan.","norm":"Der Spiritus aber kann nicht allein in peste, morbo gallico, scorbuto, Melancholie, Hypochondrieace, febribus und allen obstructionibus und putredine sanguinis, als ein bewährte Medizin / mit Ehren gebraucht werden / sondern / wann man davon etwas in neuen Wein oder Bier tut / und damit jähren lässt / so wird das Bier oder Wein davon also kräftig / dass es (so man solches täglich gebraucht) alle Zufallende von übriger Feuchtigkeit / und verdorbenem Geblüt / entstandene Krankheiten verhindert und zurückhält / also dass weder pestis, lepra, scorbutus, Melancholie, Hypochondrieace, und andere dergleichen Krankheiten / bei denen die es täglich gebrauchen / einwurzele kann / welches ihm kein Metall oder Mineral (ausgenommen Gold) nachtun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826600074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1469,"date":1659,"orig":"So man aber kein Gelegenheit/ ein ſolchen Spiritum zu machen haͤtte/ vnd gern ein ſolchen Medicinaliſchen Tranck von dem Antimonio haben wolte/ der nehme nur die mit Weinſtein gemachte Solution, ehe ſie diſtilliret iſt worden/ vnd thue davon vngefaͤhr vnter ein Ohm newen Wein oder Bier ein oder anderthalb Pfund deſſelben/ vnd laſſe ſolches damit jaͤhren/ ſo wird die Krafft des Antimonii durch die fermentation des Weins noch Volatiliſcher vnd kraͤfftiger zu wuͤrcken.","norm":"So man aber kein Gelegenheit / ein solchen Spiritum zu machen hätte / und gern ein solchen Medizinaleschen Trank von dem Antimonio haben wollte / der nehme nur die mit Weinstein gemachte Solution, ehe sie destillieret ist worden / und tue davon ungefähr unter ein Ohm neuen Wein oder Bier ein oder anderthalb Pfund desselben / und lasse solches damit jähren / so wird die Kraft des Antimonii durch die Fermentation des Weins noch Volatilischer und kräftiger zu wirken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1470,"date":1659,"orig":"So man aber keinen newen Wein haben koͤndte/ (weilen ſolcher nicht allenthalben waͤchſet) ſo kan man von Honig/ Zucker/ Bieren/ Feygen/ Kirſchen oder dergleichen Fruͤchten/ einen zurichten/ wie im folgenden Dritten Theil gelehret wird/ welcher an ſtatt eines natuͤrlichen Weins genommen kan werden/ vnd dienen ſolche medicinaliſche Weine als ein gewiſſes vnd ſicheres præſervativ, nicht allem vielen Kranckheiten vorzukommen/ ſondern auch denſelben/ ſo ſie den Leib ſchon eingenommen haben/ wuͤrcklich zu begegnen vnd zu vertreiben.","norm":"So man aber keinen neuen Wein haben könnte / (weilen solcher nicht allenthalben wächst) so kann man von Honig / Zucker / Bieren / Feigen / Kirschen oder dergleichen Früchten / einen zurichten / wie im folgenden Dritten Teil gelehrt wird / welcher anstatt eines natürlichen Weins genommen kann werden / und dienen solche Medizinalesche Weine als ein gewisses und sicheres präservativ, nicht allem vielen Krankheiten vorzukommen / sondern auch denselben / so sie den Leib schon eingenommen haben / wirklich zu begegnen und zu vertreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1471,"date":1659,"orig":"Auch werden dadurch alle aͤuſſerliche alte offne Schaͤden/ nur alle Tag davon getruncken/ (welche von den Pflaſtern vnd anderm Schmierwerck kein Huͤlff haben erlangen koͤnnen) von Grund auß geheylet.","norm":"Auch werden dadurch alle äußerliche alte offene Schäden / nur alle Tag davon getrunken / (welche von den Pflastern und anderem Schmierwerk kein Hilfe haben erlangen können) von Grund aus geheilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.298399925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1472,"date":1659,"orig":"Dann nicht allein Baſilius Valentinus vnd Theophraſtus Paracelſus, ſondern auch noch viel andere mehr vor vñ nach jhnen ſolches gewuſt/ vnd viel gutes davon geſchrieben haben/ iſt aber von wenigen (weilen jhre Beſchreibung etwas dunckel ware/) angenommen/ ſondern als ein Vnwarheit veracht worden/ deßgleichen vnd noch viel mehr moͤchte auch dieſes mein Schreiben klein geacht werden/ weilen ich keine langwuͤrige vnd koſtbare Proceſſen vnderweiſe/ ſondern nur nach der Warheit in Einfalt meinem Naͤchſten zu dienen ſuche/ welches der hoffaͤrtigen Welt nicht wol in den Ohren klinget/ ſondern ſich nur mit vnnuͤtzen vnd eytelen Proceſſen lieber ſchleppen vnd kitzelen/ als die Warheit hoͤren will/ vnd iſt kein Wunder/ daß Gott ſolche Menſchen/ welche nur nach hohen Dingen trachten/ vnd die niedrigen allzeit verachten/ in Irꝛthumb ſtecken laͤßt.","norm":"Dann nicht allein Basilius Valentinus und Theophrastus Paracelsus, sondern auch noch viel andere mehr vor und nach ihnen solches gewusst / und viel Gutes davon geschrieben haben / ist aber von wenigen (weilen ihre Beschreibung etwas dunkel war /) angenommen / sondern als ein Unwahrheit verachte worden / desgleichen und noch viel mehr möchte auch dieses mein Schreiben klein geachtet werden / weilen ich keine langwierige und kostbare Prozessen unterweise / sondern nur nach der Wahrheit in Einfalt meinem Nächsten zu dienen suche / welches der hoffärtigen Welt nicht wohl in den Ohren klinget / sondern sich nur mit unnützen und Eitelen Prozessen lieber schleppen und kitzele / als die Wahrheit hören will / und ist kein Wunder / dass Gott solche Menschen / welche nur nach hohen Dingen trachten / und die niedrigen allzeit verachten / in Irrtum stecken lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866799831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1473,"date":1659,"orig":"Warumb ſuchen wir durch viel kopffbrechen vnd ſubtile langwuͤrige Arbeit vnſere Medicin/ da doch Gott durch die ſchlechte Natur vns anders lehret?","norm":"Warum suchen wir durch viel Kopfbrechen und subtile langwierige Arbeit unsere Medizin / da doch Gott durch die schlechte Natur uns anders lehrt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6367998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1474,"date":1659,"orig":"Were es nicht beſſer/ daß wir vns von der einfaͤltigen Natur vnderweiſen lieſſen?","norm":"Wäre es nicht besser / dass wir uns von der einfältigen Natur unterweisen ließen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7284998893737793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1475,"date":1659,"orig":"Gewißlich/ ſo wir geringe Dinge liebeten/ wuͤrden wir groſſe finden.","norm":"Gewisslich / so wir geringe Dinge liebten / würden wir große finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1476,"date":1659,"orig":"Weilen aber faſt alle Menſchen nur nach groſſen vnd hohen Dingen trachten/ wird jhnen auch das kleine enthalten.","norm":"Weilen aber fast alle Menschen nur nach großen und hohen Dingen trachten / wird ihnen auch das kleine enthalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561999797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1477,"date":1659,"orig":"Darumb es gar gut were/ daß wir vns ein Ding eynbilden koͤnten/ daß auch geringſchaͤtzige Ding etwas thun koͤnnen/ gleich wie allhter bey dem Weinſtein vnd veraͤchtlichen Antimonio zu ſehen iſt/ ſo wuͤrden nicht allein ſo viel Kohlen/ Glaͤſer/ Materialien vnd andere Dinge/ ſondern auch die edle Zeit alſo vnnuͤtzlich in Bereytung der Medicamenten nicht verſchwendet werden/ dann nicht alles was glaͤntzet Gold iſt/ ſondern offtermals vnter einem vnanſehlichen Kleyde etwas herꝛliches verborgen iſt/ darauff man mercken muß.","norm":"Darum es gar gut wäre / dass wir uns ein Ding einbilden könnten / dass auch geringschätzige Ding etwas tun können / gleich wie Alter bei dem Weinstein und verächtlichen Antimonio zu sehen ist / so würden nicht allein so viel Kohlen / Gläser / Materialien und andere Dinge / sondern auch die edle Zeit also unnützlich in Bereitung der Medikamenten nicht verschwendet werden / dann nicht alles was glänzet Gold ist / sondern öftermals unter einem vnansehlichen Kleide etwas Herrliches verborgen ist / darauf man merken muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.302800178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1478,"date":1659,"orig":"Es moͤchte jemand ſagen/ warumb ich lehre/ daß man erſtlich das Antimonium mit dem Tartaro durch Huͤlff gemeines Waſſers (ehe man ſolches mit Wein jaͤhren laſſe) vereinigen muͤſſe/ ob es nicht ſo gut were/ daß mans nur alſo in forma pulveris hineyn thaͤte/ oder nur in Spiritu Salis ſolvirte/ welches leichter als mit Tartaro zu thun iſt/ vnd arbeyten lieſſe.","norm":"Es möchte jemand sagen / warum ich lehre / dass man erstlich das Antimonium mit dem Tartaro durch Hilfe gemeines Wassers (ehe man solches mit Wein jähren lasse) vereinigen müsse / ob es nicht so gut wäre / dass man es nur also in forma pulveris hinein täte / oder nur in Spiritu Salis solvierte / welches leichter als mit Tartaro zu tun ist / und arbeiten ließe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258399963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1479,"date":1659,"orig":"Darauff ich berichte/ daß ein jaͤhrender Wein oder Tranck/ kein Metalliſchen Calcem oder Solution annehme/ als diejenige/ welche mit Weinſtein oder Spiritu Vini gemacht ſeyn.","norm":"Darauf ich berichte / dass ein jährender Wein oder Trank / kein Metallischen Calcem oder Solution annehme / als diejenige / welche mit Weinstein oder Spiritu Vini gemacht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.63700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1480,"date":1659,"orig":"Dann wann man ſchon Antimonium, oder ein ander Mineral oder Metall in Spiritu Salis, Vitrioli, Nitri, oder einem andern Spiritu Acido ſolviret/ vnd mit Wein/ oder einem andern Tranck wolte jaͤhren laſſen/ ſo wuͤrde es nicht angehen/ dann der Spiritus Acidus wuͤrde die fermentation verhindiren/ das ſolvirte Metall fallen laſſen/ vnd das Werck verderben/ vnd iſt auch ein Weinſtein vnder allen Getraͤncken zu gebrauchen/ vnd zu vertragen viel lieblicher vnd annehmlicher/ als ein Spiritus Corroſivus.","norm":"Dann wann man schon Antimonium, oder ein ander Mineral oder Metall in Spiritu Salis, Vitriole, Nitri, oder einem anderen Spiritu Acido solviret / und mit Wein / oder einem anderen Trank wollte jähren lassen / so würde es nicht angehen / dann der Spiritus Acidus würde die Fermentation verhindere / das solvierte Metall fallen lassen / und das Werk verderben / und ist auch ein Weinstein unter allen Getränken zu gebrauchen / und zu vertragen viel lieblicher und annehmlicher / als ein Spiritus Corrosivus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.158599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1481,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun allhier mit dem Antimonio geſchehen iſt/ alſo koͤnnen auch andere Mineralien vnd Metallen vnder Wein/ oder ander Getraͤnck fuͤglich gebracht werden/ vnd iſt der Gebrauch eines ſolches Vini Antimoniati, dieſer/ nemblich/ daß man ſolchen nicht anderſt als bey Eſſen vnd zwiſchen der Mahlzeit/ gleich als einen andern gemeinen Tranck/ den Durſt damit zu loͤſchen/ gebrauche/ doch alſo in ſolcher Quantitaͤt/ als die Natur vertragen kan; dann ſo man denſelben vnmaͤſſig trincken wolte/ ſo wuͤrde er Vomitus erꝛegen/ welches nicht ſeyn ſoll/ ſondern nur alſo/ daß er vnmercklicher weiß operire/ wann ſolches geſchicht/ ſo præſerviret er nicht allein den Leib vor allen Kranckheiten/ welche von corꝛumpirten vnd vnreinem Gebluͤt herkommen/ als peſtis, lepra, morbus gallicus, ſcorbutus vnd der gleichen mehr/ ſondern wegen ſeiner verborgenen Waͤrme/ durch welche er alle uͤbrige boͤſe vnd geſaltzene Feuchtigkeiten (gleich wie die Sonn eine Pfuͤtz mit Waſſer vertrocknet) verzehret/ vnd durch den Schweiß vnd Vrin außtreibet/ (dadurch das Gebluͤt ſolcher ſcharpffen vnd ſchaͤdlichen humorum entlediget wird) nicht allein die oberzehlte morbos, ſondern auch alle offene Schaͤden oder fiſtulirte Ulcera, welche wegen vieler geſaltzenen Feuchte keine Heylung koͤnnen annehmen/ in kurtzer Zeit vnglaͤublicher weiß beſtaͤndig curiret.","norm":"Gleich wie nun allhier mit dem Antimonio geschehen ist / also können auch andere Mineralien und Metallen unter Wein / oder ander Getränk füglich gebracht werden / und ist der Gebrauch eines solches Vini Antimoniati, dieser / nämlich / dass man solchen nicht anders als bei Essen und zwischen der Mahlzeit / gleich als einen anderen gemeinen Trank / den Durst damit zu löschen / gebrauche / doch also in solcher Quantität / als die Natur vertragen kann; dann so man denselben unmäßig trinken wollte / so würde er Vomitus erregen / welches nicht sein soll / sondern nur also / dass er unmerklicher weiß operiere / wann solches geschieht / so präservieret er nicht allein den Leib vor allen Krankheiten / welche von korrumpierten und unreinem Geblüt herkommen / als pestis, lepra, morbus gallicus, scorbutus und der gleichen mehr / sondern wegen seiner verborgenen Wärme / durch welche er alle übrige böse und gesalzene Feuchtigkeiten (gleich wie die Sonne eine Pfütze mit Wasser vertrocknet) verzehret / und durch den Schweiß und Vrin austreibet / (dadurch das Geblüt solcher scharfen und schädlichen humorum entlediget wird) nicht allein die oberzählte morbos, sondern auch alle offene Schäden oder fistulierte Ulcera, welche wegen vieler gesalzenen Feuchte keine Heilung können annehmen / in kurzer Zeit unglaublicher weiß beständig kurieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9816999435424805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1482,"date":1659,"orig":"Alſo daß nicht allein ſolcher Tranck den Krancken/ ſondern auch den Geſunden den (doch in kleinerer Doſi) weilen er den gantzen Leib gewaltig ſaͤubert vnd reiniget/ dienſtlich zu trincken iſt/ vnd darff man ſich nicht beſorgen/ daß das geringſte Vuheil dem Menſchen/ er ſey jung oder alt kranck oder geſund/ dadurch entſtehen moͤchte.","norm":"Also dass nicht allein solcher Trank den Kranken / sondern auch den Gesunden den (doch in kleinerer Dose) weilen er den ganzen Leib gewaltig säubert und reiniget / dienstlich zu trinken ist / und darf man sich nicht besorgen / dass das geringste Vuheil dem Menschen / er sei jung oder alt krank oder gesund / dadurch entstehen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.449399948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1483,"date":1659,"orig":"Vnd wolle ſich niemand daran ſtoſſen/ daß von vielen vnverſtaͤndigen Menſchen das Antimonium fuͤr Gifft außgeruffen/ vnd zu gebrauchen verbotten wird/ kenneten ſie ſolches/ ſie wuͤrden es nicht thun/ weilen ſolche Leut aber nichts mehr wiſſen/ als was ſie von leſen/ oder hoͤren ſagen haben/ faͤllen ſie ein falſch Vrtheil/ vnd koͤndte jhnen gleich wie Apelles dem Schuhemacher hat gethan/ Sutor ne ultra crepidam, geantwortet werden/ was ſoll man aber dazu thun/ Non omnis fert omnia tellus, wann ein Eſel nach ſeinem tod verfaulet/ ſo wachſen Kaͤfern darauß/ welche hoͤher fliegen koͤnnen/ als der Eſel davon ſie kommen ſeyn/ gethan hat/ ſolches wollen wir auch von den Haͤſſern des Koͤniglichen Geſchlechts Antimonii verſtanden haben:","norm":"Und wolle sich niemand daran stoßen / dass von vielen unverständigen Menschen das Antimonium für Gift ausgerufen / und zu gebrauchen verboten wird / kennten sie solches / sie würden es nicht tun / weilen solche Leute aber nichts mehr wissen / als was sie von lesen / oder hören sagen haben / fällen sie ein falsch Urteil / und könnte ihnen gleich wie Apelles dem Schuhemacher hat getan / Sutor ne ultra crepidam, geantwortet werden / was soll man aber dazutun / Non omnis fert omnia tellus, wann ein Esel nach seinem Tod verfaulet / so wachsen Käfern daraus / welche höher fliegen können / als der Esel davon sie kommen sein / getan hat / solches wollen wir auch von den Hassern des königlichen Geschlechts Antimonii verstanden haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38670015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1484,"date":1659,"orig":"Nemblich alſo/ daß jhre Nachkoͤmlingen einmal ſehend werden/ vnd dasjenige/ was ſie nicht kennen/ alſo zu verachten eynſtellen moͤchten.","norm":"nämlich also / dass ihre Nachkömmlingen einmal sehend werden / und dasjenige / was sie nicht kennen / also zu verachten einstellen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.95359992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1485,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen/ ſo das Antimonium nicht wol iſt bereytet worden/ vnd darzu noch vnvorſichtig von vnerfahrnen Leuten gebrauchet wird/ daß es/ wie gleich ſo wol auch andere vegetabilia, dem Menſchen an ſeiner Geſundheit wol Schaden zufuͤgen koͤnne.","norm":"Ich muss bekennen / so das Antimonium nicht wohl ist bereitet worden / und dazu noch unvorsichtig von unerfahrenen Leuten gebraucht wird / dass es / wie gleich so wohl auch andere vegetabilia, dem Menschen an seiner Gesundheit wohl Schaden zufügen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594799995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1486,"date":1659,"orig":"Daß man aber darumb ſolches wegen des Mißbrauchs ſolte verwerffen/ were vnweißlich gethan/ gleich als wann etwa ein Kind ein ſcharpffſchneidend Meſſer in die Haͤnde bekompt/ vnd jhme/ oder andern (weilen es kein Verſtand hat/ ſolches zu gebrauchen) ſchaden thut/ ſolte man darumb das Meſſer/ an ſich ſelbſten gut iſt/ entweder verachten/ oder auch denen erwachſenen zu gebrauchen verbieten/ gute ſcharpffe Waffen machen einen guten Arbeiter/ gute ſchnellwuͤrckende vnd kraͤfftige Medicamenten/ machen einen guten Medicum, vnd je ſchaͤrpffer die Waſſen/ je geſchwinder ein Bildſchnitzer oder ander Handwercksmann ſein Arbeit durch einen Fehlſchnidt verderben/ vnd zu nicht machen kan: Alſo auch mit der Medicin muß verſtanden werden/ ſo man dieſelbe aber mit Verſtand nach der Kunſt behoͤrlich gebrauchet/ ſo kan in kurtzer Zeit mehr gutes damit gethan werden/ als ſonſten in langer Zeit mit krafftloſen Medicamenten zu thun moͤglich iſt.","norm":"Dass man aber darum solches wegen des Missbrauchs sollte verwerfen / wäre unweißlich getan / gleich als wann etwa ein Kind ein scharpffschneidend Messer in die Hände bekommt / und ihm / oder anderen (weilen es kein Verstand hat / solches zu gebrauchen) schaden tut / sollte man darum das Messer / an sich selbst gut ist / entweder verachten / oder auch denen erwachsenen zu gebrauchen verbieten / gute scharfe Waffen machen einen guten Arbeiter / gute schnellwirkende und kräftige Medikamenten / machen einen guten Medicum, und je schärpffer die Wassen / je geschwinder ein Bildschnitzer oder ander Handwerksmann sein Arbeit durch einen Fehlschnitt verderben / und zu nicht machen kann: Also auch mit der Medizin muss verstanden werden / so man dieselbe aber mit Verstand nach der Kunst behörlich gebraucht / so kann in kurzer Zeit mehr gutes damit getan werden / als sonsten in langer Zeit mit kraftlosen Medikamenten zu tun möglich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.51200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1487,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun zu einem ſcharpffen Waffen/ ein guter Werckmeiſter gehoͤret/ alſo gehoͤret auch zu einer kraͤfftigen Medicin/ ein verſtaͤndiger vnd gewiſſenhaffter Medicus, welcher nach Gelegenheit der Perſon vnd Kranckheit/ die Medicin zu verſtaͤrcken oder zu verſchwaͤchen/ Wiſſenſchafft habe/ vnd nicht alſo vnverſtaͤndig ohne Vnterſcheyd ſein Medicin dar reiche.","norm":"Gleich wie nun zu einem scharfen Waffen / ein guter Werkmeister gehöret / also gehöret auch zu einer kräftigen Medizin / ein verständiger und gewissenhafter Medikus, welcher nach Gelegenheit der Person und Krankheit / die Medizin zu verstärken oder zu schwächen / Wissenschaft habe / und nicht also unverständig ohne Unterscheid sein Medizin dar reiche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.474800109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1488,"date":1659,"orig":"Wolle ſich auch niemand vermundern/ daß ich dem Antimonio (welcher mit primo ente auri haͤuffig begabet iſt) ſolche groſſe Kraͤfften zuſchreibe/ thaͤte ich noch zehenmahl ſo viel/ ich luͤge nicht daran/ ſein Lob iſt mit keiner Zungen außzuſprechen/ in Reinigung des Gebluͤts iſt jhme kein Mineral gleich/ dann es den gantzen Menſchen (ſo es zuvorn wol bereytet iſt/ vnd auch verſtaͤndig gebrauchet wird) auff den hoͤchſten Grad ſaͤubert vnd reiniget/ dann es des Goldes beſter vnd nechſter Freund iſt/ welches durch daſſelbe auch von allem Zuſatz vnd Vnreinigkeit/ gleich als allhier von Menſchen geſagt worden/ frey vnd ledig gemacht wird/ vnd kompt ein jedweder Antimonium mehrentheils mit dem Gold vnd ſeiner Medicin uͤbereyn/ dann auß dem Antimonio durch Kunſt gut vnd beſtaͤndig Gold/ wie im vierdten Theil gelehret wird/ durch ſeygern kan herauß gebracht werden.","norm":"Wolle sich auch niemand Mundern / dass ich dem Antimonio (welcher mit primo ente auri häufig begabt ist) solche große Kräften zuschreibe / täte ich noch zehnmal so viel / ich lüge nicht daran / sein Lob ist mit keiner Zungen auszusprechen / in Reinigung des Geblüts ist ihm kein Mineral gleich / dann es den ganzen Menschen (so es zuvor wohl bereitet ist / und auch verständig gebraucht wird) auf den höchsten Grad säubert und reiniget / dann es des Goldes bester und nächster Freund ist / welches durch dasselbe auch von allem Zusatz und Unreinheit / gleich als allhier von Menschen gesagt worden / frei und ledig gemacht wird / und kommt ein jedweder Antimonium mehrenteils mit dem Gold und seiner Medizin überein / dann aus dem Antimonio durch Kunst gut und beständig Gold / wie im vierten Teil gelehrt wird / durch seigern kann herausgebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.990699768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1489,"date":1659,"orig":"Vnd was mehr iſt/ wird durch lange Digerirung ein gut Theil deſſelben in Gold verwandelt/ daher zu ſehen/ daß es Goldes Natur vnd Eygenſchafft habe/ vnd noch beſſer als das Gold ſelbſten zur Medicin koͤnne gehrauchet werden/ weilen in dieſem die guͤldiſche Krafft noch Volatiliſch/ in jenem aber ſchon compact vnd fix geworden iſt/ vnd als ein alter vnbaͤndiger Menſch gegen ein jung Kind/ welches man fuͤhren vnd leyten kan wohin man will/ kan verglichen werden.","norm":"Und was mehr ist / wird durch lange Digerierung ein gut Teil desselben in Gold verwandelt / daher zu sehen / dass es Goldes Natur und Eigenschaft habe / und noch besser als das Gold selbst zur Medizin könne geraucht werden / weilen in diesem die güldische Kraft noch Volatilisch / in jenem aber schon kompakt und fix geworden ist / und als ein alter unbändiger Mensch gegen ein jung Kind / welches man führen und leiten kann wohin man will / kann verglichen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321700096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1490,"date":1659,"orig":"Darumb mein Rath were/ daß man in dem Antimonio ſein Medicin ſuchte/ in welchem ſie reichlich verborgen ſtecket/ vnd nicht ſein Zeit vnd Anlag in eytelen vnd krafftloſen Dingen verſpielte.","norm":"Darum mein Rat wäre / dass man in dem Antimonio sein Medizin suchte / in welchem sie reichlich verborgen stecket / und nicht sein Zeit und anlag in Eitelen und kraftlosen Dingen verspielte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464099884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1491,"date":1659,"orig":"Vnd weiters iſt dieſes zu mercken/ ſo man die Krafft des Antimonii, oder eines andern Mineralls/ oder Metalls noch enger zuſammen bringen will/ als oben mit dem Tartaro zu thun iſt gelehret worden/ der mache ſolche Solution durch Exhalirung der uͤbrigen Feuchtigkeit in Balneo zu einem Honigdicken Safft/ vnd gieſſe einen Spiritum Vini darauff zu extrahiren/ ſo wird derſelbe in wenig Tagen ſchoͤn roth davon werden/ ſolchen ab/ vnd einen andern wiedrumb darauff goſſen/ vnd als den erſten extrahiren laſſen/ ſo offt vnd viemal wiederholet/ bis der Spiritus Vini kein Farb mehr außziehen will oder kan/ dann allen den gefaͤrbten Spiritum Vini zuſammen in ein Glas mit einem langen Hals gethan/ vnd in Balneo tepido ſo lang digeriret/ bis ſich die Farb oder beſte Eſſentia Antimonii von dem Spiritu Vini ſcheydet/ vnd als ein blutroth dickes vnd fettes Oleum ſich zu Boden ſetzet/ vnd der Spiritus Vini wieder weiß geworden iſt/ welcher von dem ſchoͤnen vnd lieblichen Oleo Antimonii, das ohne alle corrofiv gemachet iſt/ muß ſeparirt/ vnd als ein groſſer Schatz/ zur Medicina bewahret werden.","norm":"Und weiteres ist dieses zu merken / so man die Kraft des Antimonii, oder eines anderen Minerals / oder Metalls noch enger zusammen bringen will / als oben mit dem Tartaro zu tun ist gelehrt worden / der mache solche Solution durch Exhalierung der übrigen Feuchtigkeit in Balneo zu einem Honigdicken Saft / und gieße einen Spiritum Vini darauf zu extrahieren / so wird derselbe in wenig Tagen schön rot davon werden / solchen ab / und einen anderen wiederum darauf gossen / und als den ersten extrahieren lassen / so oft und viemal wiederholet / bis der Spiritus Vini kein Farbe mehr ausziehen will oder kann / dann allen den gefärbten Spiritum Vini zusammen in ein Glas mit einem langen Hals getan / und in Balneo tepido so lang digerieret / bis sich die Farbe oder beste Essenz Antimonii von dem Spiritu Vini scheidet / und als ein blutrot dickes und fettes Oleum sich zu Boden setzet / und der Spiritus Vini wieder weiß geworden ist / welcher von dem schönen und lieblichen Oleo Antimonii, das ohne alle corrofiv gemacht ist / muss separiert / und als ein großer Schatz / zur Medicina bewahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866799831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1492,"date":1659,"orig":"Der Spiritus Vini behaͤlt auch noch etwas von den Kraͤfften des Antimonii, vñ kan fuͤr ſich allein in vielen innerlichen vnd aͤuſſerlichen Faͤllen feuchtbarlich gebrauchet werden/ die Tinctur aber thut als ein panacea in allen Kranckheiten das jhrige mit Verwunderung/ darauff man ſich verlaſſen darff.","norm":"Der Spiritus Vini behält auch noch etwas von den Kräften des Antimonii, und kann für sich allein in vielen innerlichen und äußerlichen Fällen feuchtbarlich gebraucht werden / die Tinktur aber tut als ein panacea in allen Krankheiten das ihrige mit Verwunderung / darauf man sich verlassen darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177999973297119} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1493,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun allhier mit dem Antimonio geſchehen/ alſo koͤnnen auch alle Metalla ohne Diſtillation/ durch Huͤlff des Tartari vnd Spiritus Vini, in liebliche vnd ſuͤſſe Olea gebracht werden/ welche die geringſten in Medicina nicht ſeyn/ dann ein jedweder verſuchter oder erfahrner Chymicus wol zulaſſen wird/ daß ein ſolches Metalliſches Oleum, welches ohne alle corꝛoſiv auß dem groben Metall in eine liebliche Eſſentiam iſt gebracht/ nicht ohne ſonderbare groſſe Kraͤfften ſeyn kan.","norm":"Gleich wie nun allhier mit dem Antimonio geschehen / also können auch alle Metalla ohne Destillation / durch Hilfe des Tartari und Spiritus Vini, in liebliche und süße Olea gebracht werden / welche die geringsten in Medicina nicht sein / dann ein jedweder versuchter oder erfahrener Chymicus wohl zulassen wird / dass ein solches Metallisches Oleum, welches ohne alle korrosiv aus dem groben Metall in eine liebliche Essentiam ist gebracht / nicht ohne sonderbare große Kräften sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59060001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1494,"date":1659,"orig":"CAP LXXVII.","norm":"CAP LXXVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.244800090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1495,"date":1659,"orig":"Wie man auß Perlen/ Corallen/ Krebsaugen/ vnd andern leicht ſolvirlichen Steinen der Thier vnd Fiſche gute Spiritus vnd Olea machen ſoll.","norm":"Wie man aus Perlen / Korallen / Krebsaugen / und anderen leicht Solvierlichen Steinen der Tier und Fische gute Spiritus und Olea machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.543900012969971} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1496,"date":1659,"orig":"NImb zu einem Theil kleine pulveriſirten Perlen/ oder Corallen/ 3. oder 4. Theilreinen Weinſtein/ vnd ſo viel Waſſers/ daß der Tartarus im kochen darinn kan ſolviret werden/ vnd thue die Corallen/ Weinſtein vnd Waſſer zuſammen in einen glaͤſern Kolben/ welcher im Sande ſtehen ſoll/ vnd gieb ſo ſtarck Fewer/ daß das Waſſer mit dem Tartaro im Kolben koche/ vnd die Corallen ſolviren koͤnne (es kan ſolche Solution auch nur in einem reinen jrꝛdenen verglaſurten Hafen geſchehen/ vnd muß das außgeduͤnſte Waſſer mit andern/ wie oben bey den Metallen gelehret worden/ erſtattet werden) wann die Corallen ſolvirt ſeyn/ ſo las erkalten/ filtrir die Solution, vnd abſtrahire in Balneo alle Feuchtigkeit davon/ ſo bleibet ein lieblicher Honigdicker Safft/ welcher alſo per ſe, oder zuvorn noch einmal mit Spiritu Vini extrahirt vnd purificirt oder diſtillirt/ gleich wie bey den Metallen zu finden/ in Medicina kan gebrauchet werden/ das Extractum oder Tinctura iſt beſſer als der Liquor, vnd der Spiritus beſſer als das Extractum, doch ſeynd alle 3 ſicher vnd wol zu gebrauchen/ ſtaͤrcken das Hertz vnd Hirn/ inſonderheit dieſe von Perlen vnd Corallen gemacht/ treiben den Vrin/ vnd halten einen offenen Leib/ dieſe von Krebsaugen/ Baͤrſchen vnd anderen Fiſchen/ oͤffnen vnd ſaͤubern die Harngaͤnge von allem Schlamm vnd Vnreinigkeit/ vnd treiben den Calculum in Nieren vnd Blaſen kraͤfftiglich.","norm":"Nimm zu einem Teil kleine pulverisierten Perlen / oder Korallen / 3. oder 4. Teilreinen Weinstein / und so viel Wassers / dass der Tartarus im Kochen darin kann solvieret werden / und tue die Korallen / Weinstein und Wasser zusammen in einen gläsern Kolben / welcher im Sande stehen soll / und gib so stark Feuer / dass das Wasser mit dem Tartaro im Kolben koche / und die Korallen solvieren könne (es kann solche Solution auch nur in einem reinen irdenen verglasierten Hafen geschehen / und muss das Ausgedünste Wasser mit anderen / wie oben bei den Metallen gelehrt worden / erstattet werden) wann die Korallen solviert sein / so las erkalten / filtrier die Solution, und abstrahiere in Balneo alle Feuchtigkeit davon / so bleibt ein lieblicher Honigdicker Saft / welcher also per se, oder zuvor noch einmal mit Spiritu Vini extrahiert und purifiziert oder destilliert / gleich wie bei den Metallen zu finden / in Medicina kann gebraucht werden / das Extractum oder Tinctura ist besser als der Likör, und der Spiritus besser als das Extractum, doch sind alle 3 sicher und wohl zu gebrauchen / stärken das Herz und Hirn / in Sonderheit diese von Perlen und Korallen gemacht / treiben den Vrin / und halten einen offenen Leib / diese von Krebsaugen / Barschen und anderen Fischen / öffnen und säubern die Harngänge von allem Schlamm und Unreinheit / und treiben den Calculum in Nieren und Blasen kräftiglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.018300056457519} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1497,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1498,"date":1659,"orig":"Der Spiritus diſtillatus von Corallen/ ſo wol rectificirt iſt/ dienet den epilepticis, melancholicis, vnd apoplecticis uͤber die maſſen wol/ vnd treibet alles Gifft durch ſchwitzen vom Hertzen/ dann er guͤldiſcher Natur iſt/ davon an einem andern Orth mehrers ſoll tractiret werden.","norm":"Der Spiritus distillatus von Korallen / so wohl rektifiziert ist / dient den epilepticis, melancholicis, und apoplecticis über die Maßen wohl / und treibet alles Gift durch Schwitzen vom Herzen / dann er güldischer Natur ist / davon an einem anderen Ort mehreres soll traktiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1499,"date":1659,"orig":"CAP. LXXVIII. Ex Sale Tartari & Tartaro crudo einen Spiritum zu diſtilliren.","norm":"CAP. LXXVIII. Ex Sale Tartari & Tartaro crudo einen Spiritum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.5329999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1500,"date":1659,"orig":"WAnn man Tartari crudi vnd Salis Tartari gleiches Gewichts mit reinem Waſſer auffſolviret/ verſchaͤumet/ vnd wiederumb erkalten laͤſſet/ ſo ſchieſſen weiſſe Cryſtallen/ welche ſo ſie diſtilliret werden/ gleich als ein gemeiner Weinſtein/ ſo geben ſie einen viel reineren/ ſubtileren vnd lieblicheren Spiritum als ein Tartarus crudus thut/ in allem zu gebrauchen/ wie oben bey dem Spiritu Tartari ſimplici gelehret worden iſt/ darumb nicht noͤtig ſeinen Gebrauch allhier zu beſchreiben.","norm":"Wann man Tartari crudi und Salis Tartari gleiches Gewichts mit reinem Wasser auffsolviret / verschäumet / und wiederum erkalten lässt / so schießen weiße Kristallen / welche so sie destillieret werden / gleich als ein gemeiner Weinstein / so geben sie einen viel reineren / subtileren und lieblicheren Spiritum als ein Tartarus crudus tut / in allem zu gebrauchen / wie oben bei dem Spiritu Tartari simplici gelehrt worden ist / darum nicht nötig seinen Gebrauch allhier zu beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.520199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1501,"date":1659,"orig":"Ehe man aber einen Spiritum darauß diſtilliret/ koͤnnen ſolche Cryſtallen an ſtatt eines Tartari Vitriolati zum purgiren gebrauchet werden/ machen linde ſedes, vnd treiben zugleich auch den Vrin vnd Calculum, ſeyn nicht vnlieblich zu nehmen/ Doſis j. Scrupel ad Drachmam j. in aquis appropriatis:","norm":"Ehe man aber einen Spiritum daraus destillieret / können solche Kristallen anstatt eines Tartari Vitriolati zum purgieren gebraucht werden / machen linde sedes, und treiben zugleich auch den Vrin und Calculum, sein nicht unlieblich zu nehmen / Dosis j. Skrupel ad Drachmam j. in aquis appropriatis:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.010000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1502,"date":1659,"orig":"Auch reiniget dieſes Saltz mit Waſſer ſolvirt/ die Metallen/ dieſelbe darinn gekocht/ werden viel ſchoͤner als ein gemeiner Weinſtein allein thut.","norm":"Auch reiniget dieses Salz mit Wasser solviert / die Metallen / dieselbe darin gekocht / werden viel schöner als ein gemeiner Weinstein allein tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.502999782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1503,"date":1659,"orig":"CAP. LXXIX.","norm":"CAP. LXXIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.316699981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1504,"date":1659,"orig":"Wie durch Huͤlff eines reinen Sandes oder Kißlings/ auß Sale Tartari ein kraͤfftiger Spiritus kan erlanget werden.","norm":"Wie durch Hilfe eines reinen Sandes oder Kißlings / aus Sale Tartari ein kräftiger Spiritus kann erlanget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.585000038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1505,"date":1659,"orig":"IM erſten Theil dieſes Buchs hab ich gelehret/ einen ſolchen Spiritum zu machen/ weilen man aber daſelbſten alles was man diſtilliren will/ auff die Kohlen werffen muß/ vnd das zuruͤck bleibende dardurch verunreiniget/ vnd verlohren wird/ auch ein jedweder einen ſolchen Ofen/ (der mehr Raum als dieſer zu ſetzen haben will) auffzubawen keine Gelegenheit hat.","norm":"IM ersten Teil dieses Buchs habe ich gelehrt / einen solchen Spiritum zu machen / weilen man aber daselbst alles was man destillieren will / auf die Kohlen werfen muss / und das zurück bleibende dadurch verunreiniget / und verloren wird / auch ein jedweder einen solchen Ofen / (der mehr Raum als dieser zu setzen haben will) aufzubauen keine Gelegenheit hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15939998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1506,"date":1659,"orig":"Alſo will ich allhier lehren/ wie man in dieſem kleinen Ofen/ ohne Verluſt der Remanentz (welche nicht geringer als der Spiritus ſelbſt iſt) ſolchen leichtlich erlangen koͤnne/ vnd geſchicht alſo:","norm":"Also will ich allhier lehren / wie man in diesem kleinen Ofen / ohne Verlust der Remanenz (welche nicht geringer als der Spiritus selbst ist) solchen leichtlich erlangen könne / und geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328999996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1507,"date":1659,"orig":"Mache dir von gebrandaͤm Weinſtein/ durch ſolviren/ filtriren vnd coaguliren ein ſchoͤn weiß Saltz/ pulveriſire ſolches in einem warm gemachten Moͤrſel/ vnd ſetze jhme ¼ theil klein pulveriſirten Cryſtall/ Kißling/ oder nur rein gewaſchenen kleinen Sand zu/ miſche es wol vntereinander/ vnd trage davon auff einmal einen Eßloͤffel voll in dein gluͤend Geſchirꝛ (welches von Erden gemacht ſeyn ſoll) vnd decke zu/ ſo wird die mixtur, ſo bald ſie iſt gluͤend worden/ auffſteigen vnd kochen/ gleich wie ein gemeiner Alaun thut/ wann er in gaͤhlinge Hitz kommet/ vnd einen dicken vnd ſchweren weiſſen Spiritum von ſich geben/ wann ſolches auffhoͤret zu gehen/ vnd ſich die mixtur, welche im gluͤen hochſteiget/ geſetzet hat/ ſo wirff wiederumb einen Loͤffel voll hineyn/ vnd erwarte ſeine Zeit/ dann wieder ein Theil/ ſo lange bis alle deine mixtur hineyn getragen iſt/ vnd wann nun kein Spiritus mehr gehet/ ſo hebe den Deckel von dem diſtillir Gefaͤs/ vnd greiffe mit einem reinen eyſern loͤſſel hineyn/ vnd hebe das zuruͤck gebliebene (weilen es noch gluͤend vnd weich iſt/ vnd einem durchſichtigen/ klaren/ weiſſen fluͤſſigem Glas gleich ſeyn wird/ herauß/ vnd verwahre ſolches vor der Lufft/ (dann es darinn zerflieſſer) ſo lang/ bis ich lehren werde/ was man damit thun ſoll.","norm":"Mache dir von gebrandäm Weinstein / durch solvieren / filtrieren und koagulieren ein schön weiß Salz / pulverisiere solches in einem warm gemachten Mörser / und setze ihm ¼ Teil klein pulverisierten Kristall / Kißling / oder nur rein gewaschenen kleinen Sand zu / mische es wohl untereinander / und trage davon auf einmal einen Esslöffel voll in dein glühend Geschirr (welches von Erden gemacht sein soll) und decke zu / so wird die Mixtur, sobald sie ist glühend worden / aufsteigen und kochen / gleich wie ein gemeiner Alaun tut / wann er in gelinge Hitze kommet / und einen dicken und schweren weißen Spiritum von sich geben / wann solches aufhöret zu gehen / und sich die Mixtur, welche im Glühen hochsteiget / gesetzt hat / so wirf wiederum einen Löffel voll hinein / und erwarte seine Zeit / dann wieder ein Teil / so lange bis alle deine Mixtur hineingetragen ist / und wann nun kein Spiritus mehr geht / so hebe den Deckel von dem destillier Gefäß / und greife mit einem reinen eisern lössel hinein / und hebe das zurück gebliebene (weilen es noch glühend und weich ist / und einem durchsichtigen / klaren / weißen flüssigem Glas gleich sein wird / heraus / und verwahre solches vor der Luft / (dann es darin Zerfliesser) so lang / bis ich lehren werde / was man damit tun soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826099872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1508,"date":1659,"orig":"Der uͤbergangene Spiritus kan alſo verwahret/ oder in arena durch einen glaͤſern Retorten rectificirt/ vnd zur Medicin gebrauchet werden/ iſt viel eines andern Geſchmacks/ als ein Spiritus ſalis communis oder Vitrioli, dann er ſo ſcharpff nicht iſt/ hat einen Geruch nach dem Kißling auff Schweffelart/ vnd iſt Vrinoſiſch am Geſchmack/ dienet den podagricis, calculoſis, vnd phthiſicis, uͤber die maſſen wol/ dann er den Schweiß vnd Vrin ſehr befuͤrdert/ vnd machet (weilen er den Magen reimget vnd ſtaͤrcket) einen guten appetit zum eſſen.","norm":"Der übergangene Spiritus kann also verwahret / oder in arena durch einen gläsern Retorten rektifiziert / und zur Medizin gebraucht werden / ist viel eines anderen Geschmacks / als ein Spiritus salis communis oder Vitriole, dann er so scharf nicht ist / hat einen Geruch nach dem Kißling auf Schwefelart / und ist Vrinosisch am Geschmack / dient den podagricis, calculosis, und phthisicis, über die Maßen wohl / dann er den Schweiß und Vrin sehr befördert / und macht (weilen er den Magen reimget und stärket) einen guten appetit zum Essen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2993998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1509,"date":1659,"orig":"Was er ſonſten mehr thun kan/ iſt mir noch vnbekandt/ aber wol zu glauben/ daß er das ſeinige in noch viel anderen Kranckheiten mehr beweiſen koͤnne/ welches einem jedwedern zu verſuchen heimbgeſtellt ſey.","norm":"Was er sonsten mehr tun kann / ist mir noch unbekannt / aber wohl zu glauben / dass er das seinige in noch viel anderen Krankheiten mehr beweisen könne / welches einem jedweden zu versuchen heimgestellt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651599884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1510,"date":1659,"orig":"Meines erachtens/ weilen ein Spiritus Salis Tartari per ſe in calculo gut zu gebrauchen iſt/ vnd er allhier durch die ſilices oder arenam, (welche ſignaturam calceli microcoſmici haben) geſtaͤrcke iſt/ jhme ſchwerlich ein ander particular Medicin vorgehen koͤnne/ doch einem jedwedern ſeine Meynung vnd experientz vorbehalten.","norm":"Meines Erachtens / weilen ein Spiritus Salis Tartari per se in calculo gut zu gebrauchen ist / und er allhier durch die silices oder arenam, (welche signaturam calceli microcosmici haben) Gestärke ist / ihm schwerlich ein ander partikular Medizin vorgehen könne / doch einem jedweden seine Meinung und experientz vorbehalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.174399852752685} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1511,"date":1659,"orig":"Euſſerlich gebrauchet/ loͤſchet er den Brand/ vnd machet ein reine Haut/ ꝛc.","norm":"Äußerlich gebraucht / löschet er den Brand / und macht ein reine Haut / etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.358399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1512,"date":1659,"orig":"Die Remanentz/ welche ich zu verwahren befohlen/ vnd ſich einem durchſichtigen hellen Glas vergleichet/ iſt nichts anders als das fixeſte Theil des Salis Tartari vnd Kißlings/ welche ſich in der Hitze alſo conjungiret haben/ vnd zu einem ſolvirlichen Glaß worden ſeyn/ darinn ein groſſe Hitz vnd Fewer verborgen ſtecket/ ſo lang es trucken ohne Lufft behalten wird/ kan es nicht an jhme geſpuͤret werden/ ſo man aber Waſſer darauff geuſſet/ ſo wird ſein verborgene Hitze Offenbahr.","norm":"Die Remanenz / welche ich zu verwahren befohlen / und sich einem durchsichtigen hellen Glas vergleicht / ist nichts anders als das fixeste Teil des Salis Tartari und Kißlings / welche sich in der Hitze also konjungieret haben / und zu einem Solvierlichen Glas worden sein / darin ein große Hitze und Feuer verborgen stecket / so lang es trocken ohne Luft behalten wird / kann es nicht an ihm gespürt werden / so man aber Wasser darauf gießet / so wird sein verborgene Hitze offenbar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1513,"date":1659,"orig":"Wann man ſolches in einem warmen Moͤrſel klein pulveriſiret/ vnd an ein feuchte Lufft leget/ ſo zerfleußt es in ein dick vnd fett Oleum, vnd laͤßt etliche feces oder Vnreinigkeiten zuruͤck.","norm":"Wann man solches in einem warmen Mörser klein pulverisieret / und an ein feuchte Luft leget / so zerfließt es in ein dick und fett Oleum, und lässt etliche Fezes oder Unreinigkeiten zurück.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1514,"date":1659,"orig":"Dieſes fette Oleum oder Liquor Silicum, Arenæ vel Cryſtallorum kan nicht allein in-vnd aͤuſſerlich zur Medicin alſo per ſe, ſondern auch die Mineralien vnd Metallen zu guten Medicamenten zu bereyten/ oder dieſelbe in beſſere per artem Chymicam zu verwandeln/ gebrauchet werden.","norm":"Dieses fette Oleum oder Likör Silicum, Arenae vel Crystallorum kann nicht allein in-vnd äußerlich zur Medizin also per se, sondern auch die Mineralien und Metallen zu guten Medikamenten zu bereiten / oder dieselbe in bessere per artem Chymicam zu verwandeln / gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.137800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1515,"date":1659,"orig":"Dann viel groſſe Heimligkeiten in dem vnachtſamen Kißling oder Sand verborgen ſtecken/ welches ein vnerfahrner/ ſo mans offenbahrte/ nicht glauben wuͤrde/ dann die jetzige Welt iſt nun alſo ſehr von dem Teuffel mit dem verfluchten vnd ſchaͤndlichen Geitz eyngenommen/ daß man nichts anders ſuchet/ als nur Geld/ Geld/ ehrliche vnd kuͤnſtliche Wiſſenſchafften aber dagegen nicht geacht werden/ darumb vns Gott die Augen zuhaͤlt/ daß wir nicht ſehen koͤnnen/ was vor den Augen lieget/ vnd von vns mit Fuͤſſen getretten wird.","norm":"Dann viel große Heimlichkeiten in dem unachtsamen Kißling oder Sand verborgen stecken / welches ein unerfahrener / so man es offenbarte / nicht glauben würde / dann die jetzige Welt ist nun also sehr von dem Teufel mit dem verfluchten und schändlichen Geiz eingenommen / dass man nichts anders suchet / als nur Geld / Geld / ehrliche und künstliche Wissenschaften aber dagegen nicht geachtet werden / darum uns Gott die Augen zuhält / dass wir nicht sehen können / was vor den Augen liegt / und von uns mit Füßen getreten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.794099807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1516,"date":1659,"orig":"Der thewre Mann Paracelſus hat vns ſolches genug zu verſtehen geben/ da er ſpricht in ſeinem Vexir-Buch der Alchymiſten/ daß offtermals ein vnachtſamer Kißlingſtein beſſer als ein Kuh ſey/ nicht allein darumb/ daß man Gold darauß ſchmeltzen koͤnne/ ſondern auch daß man andere geringe Metalla damit ſaͤubern koͤnne/ daß ſie dem beſten Gold vnd Silber in allen Proben gleich ſeyn/ ob ich ſchon ſolches mit groſſem Nutzen niemals gethan/ gleichwol die Moͤglichkeit vnd Warheit mehr als einmal darinn geſehen hab/ welches auch an ſeinem behoͤrlichen Orth ſoll gelehret werden.","norm":"Der teure Mann Paracelsus hat uns solches genug zu verstehen geben / da er spricht in seinem Vexir-Buch der Alchimisten / dass öftermals ein unachtsamer Kißlingstein besser als ein Kuh sei / nicht allein darum / dass man Gold daraus schmelzen könne / sondern auch dass man andere geringe Metalla damit säubern könne / dass sie dem besten Gold und Silber in allen Proben gleich sein / ob ich schon solches mit großem Nutzen niemals getan / gleichwohl die Möglichkeit und Wahrheit mehr als einmal darin gesehen habe / welches auch an seinem Behörlichen Ort soll gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.933800220489502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1517,"date":1659,"orig":"Dieſer Liquor Silicum iſt ſolcher Natur gegen die Metallen/ daß er dieſelbe uͤber die maſſen ſchoͤn machet/ nicht aber alſo/ daß dieſelbe nur gleich wie die Weiber jhr Gefaͤs von Zinn/ Kupffer/ Eyſen/ oder andern Metallen mit einer ſcharpffen Laugen vnd kleinem Sand ſchewren vnd reiben/ ſo lang bis aller Ruß vnd Vnſauberkeit davon kompt/ vnd einen ſchoͤnen hellen Glantz erlangen:","norm":"Dieser Likör Silicum ist solcher Natur gegen die Metallen / dass er dieselbe über die Maßen schön macht / nicht aber also / dass dieselbe nur gleich wie die Weiber ihr Gefäß von Zinn / Kupfer / Eisen / oder anderen Metallen mit einer scharfen Laugen und kleinem Sand scheure und reiben / so lang bis aller Ruß und Unsauberkeit davon kommt / und einen schönen hellen Glanz erlangen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715099811553955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1518,"date":1659,"orig":"ſondern die Metallen muͤſſen durch die Chymiſche Kunſt darinn auffſolviret/ vnd dann entweder im naſſen/ oder im trocknen Weg ſein Zeit darinn digeriret werden/ welches Paracolſus wieder in Mutterleib gangen/ vnd auffs new geboren heiſſet oder nennet/ wann ein ſolches rechtmaͤſſig geſchicht/ ſo wird die Mutter ein reines Kind an Tag gebaͤren.","norm":"sondern die Metallen müssen durch die chemische Kunst darin auffsolviret / und dann entweder im nassen / oder im trockenen Weg sein Zeit darin digerieret werden / welches Paracolsus wieder in Mutterleib gegangen / und aufs neu geboren heißt oder nennt / wann ein solches rechtmäßig geschieht / so wird die Mutter ein reines Kind an Tag gebären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.010200023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1519,"date":1659,"orig":"Alle Metallen werden im Sand oder Stein generirt/ dahero ſie ein Mutter der Metallen billich genennet werden kan/ vnd je reiner die Mutter/ je reiner vnd geſunderes Kind daraus gebohren wird/ vnd wird vnter allen Steinen keiner gefunden/ welcher reiner ſey als ein Kißling/ Cryſtall/ oder Sand/ die einer Natur ſeyn/ (wofern ſie eynfach/ vnd nicht mit Metallen imprægniret ſeyn) darumb der Kißling oder Sand am bequembſten (ein Bad die Metallen damit zu waſchen) befunden wird.","norm":"Alle Metallen werden im Sand oder Stein generiert / daher sie ein Mutter der Metallen billig genannt werden kann / und je reiner die Mutter / je reiner und gesünderes Kind daraus geboren wird / und wird unter allen Steinen keiner gefunden / welcher reiner sei als ein Kißling / Kristall / oder Sand / die einer Natur sein / (sofern sie einfach / und nicht mit Metallen imprägnieret sein) darum der Kißling oder Sand am bequemsten (ein Bad die Metallen damit zu waschen) befunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26579999923706} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1520,"date":1659,"orig":"Daß aber mancher meynen moͤchte/ daß dieſes Bad der Philoſophen jhr geheimes menſtruum, damit ſie den Koͤnig auff die hoͤchſte Reinigkeit gebracht haben/ ſeyn ſolte/ iſt nicht/ dann jhr Balneum den Koͤnig gern vnd lieber zu ſich nimbt/ weilen es ſeines Gebluͤts iſt/ als andere Metallen/ dieſes aber andere lieber als das Gold/ ſolviret.","norm":"Dass aber mancher meinen möchte / dass dieses Bad der Philosophen ihr geheimes menstruum, damit sie den König auf die höchste Reinheit gebracht haben / sein sollte / ist nicht / dann ihr Balneum den König gern und lieber zu sich nimmt / weilen es seines Geblüts ist / als andere Metallen / dieses aber andere lieber als das Gold / solvieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1521,"date":1659,"orig":"Darauß zu ſpuͤren iſt/ daß es Bernhardi Fontina nicht ſeyn kan/ ſondern nur fuͤr ein particular Reinigung der Metallen muß gehalten werden.","norm":"Daraus zu spüren ist / dass es Bernhardi Fontina nicht sein kann / sondern nur für ein partikular Reinigung der Metallen muss gehalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.139999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1522,"date":1659,"orig":"Dieſes nun hindan geſetzt/ vnd in ſeinem Werth bleiben laſſen/ wer Zeit vnd Gelegenheit hat/ kan ſich darinn uͤben vnd verſuchen/ was damit koͤnne gethan werden.","norm":"Dieses nun hintan gesetzt / und in seinem Wert bleiben lassen / wer Zeit und Gelegenheit hat / kann sich darin üben und versuchen / was damit könne getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329899787902832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1523,"date":1659,"orig":"Laßt vns weiters vernehmen/ wie dieſer Liquor in Medicina koͤnne gebrauchet werden/ derentwillen dieſes Buch gemacht iſt.","norm":"Lasst uns weiteres vernehmen / wie dieser Likör in Medicina könne gebraucht werden / derentwillen dieses Buch gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.573999881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1524,"date":1659,"orig":"Was geſagt/ iſt nur darumb geſchehen/ auf daß man mercken koͤnne/ daß nicht allzeit auff thewre vnd koſtbare Dinge muß geſehen werden/ ſondern auch offtermals viel gutes in vnachtſamen/ als Sand vnd Kißling zu finden ſey.","norm":"Was gesagt / ist nur darum geschehen / auf dass man merken könne / dass nicht allzeit auf teure und kostbare Dinge muss gesehen werden / sondern auch öftermals viel Gutes in unachtsamen / als Sand und Kißling zu finden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117899894714355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1525,"date":1659,"orig":"CAP. LXXX.","norm":"CAP. LXXX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.945099830627441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1526,"date":1659,"orig":"Wie man ein blutrote Tinctur mit Spiritu Vini auß dem Liquore Silicum ziehen ſoll.","norm":"Wie man ein blutrote Tinktur mit Spiritu Vini aus dem Liquore Silicum ziehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.131999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1527,"date":1659,"orig":"WAnn du wilt eine Tinctur zu der Medicin/ oder Alchymi auß den ſilicibus extrahiren/ ſo nimbt an ſtatt eines weiſſen/ einen ſchoͤnen gelben/ gruͤnen/ oder blawen Kißling/ er halte gleich fix oder fluͤchtig Gold/ vnd diſtillir erſtlich mit Sale Tartari ſeinen Spiritum davon/ oder ſo du ſolchen nicht ſucheſt/ ſo ſchmeltze die Mixtur in einem verdeckten Tiegel/ zu einem durchſichtigen/ ſolvirlichen/ vnd fluͤſſigen Glas/ mache ſolches in einem warmen Moͤrſel zu einem kleinen Pulver/ vnd uͤbergieſſe ſolches in einem langhaͤlfigen Glas/ mit einem reetificirten Spiritu Vini (er darff nicht dephlegmiret ſeyn/ hindert nicht/ wann er nur rein iſt) vnd las ſolchen ſo lang in linder Waͤrme darauff ſtehen/ bis daß er ſchoͤn roth worden iſt/ (doch daß offtermahls das Glas mit dem bereyten Kißling uͤmbgeruͤhret/ auff daß der Kißling zertheilet werde/ vnd der Spiritus Vini darauff wuͤrcken koͤnne) darnach gieſſe den gefaͤrbten Spiritum Vini ab/ vnd einen andern darauff/ vnd las ſolchen auch roth werden/ dieſes ab-vnd auffgieſſen muß ſo offt geſchehen/ bis ſich der Spiritus Vini nicht mehr darauff faͤrben will/ dann alle den abgegoſſenen tingirten Spiritum Vini zuſammen in Balneo, peralembicum von der Tinctur abſtrahiret/ welche in fundo concurbitæ, als ein rother Safft wird liegen bleiben/ darnach ſolchen außgenommen/ vnd zu ſeinem Gebrauch bewahret.","norm":"Wann du willst eine Tinktur zu der Medizin / oder Alchymi aus den silicibus extrahieren / so nimmt an statt eines weißen / einen schönen gelben / grünen / oder blauen Kißling / er halte gleich fix oder flüchtig Gold / und destillier erstlich mit Sale Tartari seinen Spiritum davon / oder so du solchen nicht suchest / so schmelze die Mixtur in einem verdeckten Tiegel / zu einem durchsichtigen / Solvierlichen / und flüssigen Glas / mache solches in einem warmen Mörser zu einem kleinen Pulver / und übergieße solches in einem langhälfigen Glas / mit einem reetificirten Spiritu Vini (er darf nicht dephlegmieret sein / hindert nicht / wann er nur rein ist) und las solchen so lang in linder Wärme darauf stehen / bis dass er schön rot worden ist / (doch dass öftermals das Glas mit dem bereiten Kißling umgerührt / auf dass der Kißling zerteilet werde / und der Spiritus Vini darauf wirken könne) danach gieße den gefärbten Spiritum Vini ab / und einen anderen darauf / und las solchen auch rot werden / dieses ab-vnd aufgießen muss so oft geschehen / bis sich der Spiritus Vini nicht mehr darauf färben will / dann alle den abgegossenen tingierten Spiritum Vini zusammen in Balneo, peralembicum von der Tinktur abstrahieret / welche in fundo concurbitae, als ein roter Saft wird liegen bleiben / danach solchen ausgenommen / und zu seinem Gebrauch bewahret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.046800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1528,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXI.","norm":"CAP. LXXXI.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.432600021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1529,"date":1659,"orig":"Uſus Tincturæ Silicum in Medicina.","norm":"Usus Tincturae Silicum in Medicina.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.52370023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1530,"date":1659,"orig":"DIeſe Tinctur/ wann ſie von guͤldiſchen Kißlingen oder Sand gemacht iſt/ eine von den geringſten Medicinen nicht ſol gehalten werden/ dann dieſelben allen ſolvirlichen tartariſchen coagulationibus in Haͤnden/ Knyen/ Fuͤſſen/ Nieren/ vnd Blaſen kraͤfftiglich widerſtehet/ vnd wann dieſelbe ſchon in Mangelung der Goldhaltigen/ nur von gemeinen weiſſen extrahiret iſt/ thut ſie gleichwol das jhrige auch/ doch nicht ſo wol als die erſte/ vnd darff ſich niemand verwundern/ daß ein Sand oder Kißling/ ſo er potabilis gemacht iſt/ ſolche Kraͤfften haben koͤnne/ dann nicht alles allen bekandt iſt/ vnd iſt eine ſolche Tinctur noch kraͤfftiger/ wann zuvorn Gold mit dem Liquore Silicum vor der extraction iſt ſolviret worden.","norm":"Diese Tinktur / wann sie von güldischen Kißlingen oder Sand gemacht ist / eine von den geringsten Medizinen nicht soll gehalten werden / dann dieselben allen Solvierlichen tartarischen coagulationibus in Händen / Knien / Füßen / Nieren / und Blasen kräftiglich widerstehet / und wann dieselbe schon in Mangelung der Goldhaltigen / nur von gemeinen weißen extrahieret ist / tut sie gleichwohl das ihrige auch / doch nicht so wohl als die erste / und darf sich niemand verwundern / dass ein Sand oder Kißling / so er potabilis gemacht ist / solche Kräften haben könne / dann nicht alles allen bekannt ist / und ist eine solche Tinktur noch kräftiger / wann zuvor Gold mit dem Liquore Silicum vor der Extraktion ist solvieret worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694799900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1531,"date":1659,"orig":"Auch wolle jhm niemand eynbilden/ als wann ſolche Tinctur von dem Sale Tartari (welches zur Bereytung des Olei Arenæ genommen wird/ weilen daſſelbe den Spiritum Vini auch faͤrbet) herkomme/ im geringſten nicht/ dann ein groſſer vnterſchied zwiſchen dieſer Tinctnr vnd derjenigen/ welche auß dem Sale Tartari extrahiret iſt/ gefunden wird/ dann ſo man dieſelbe in einem glaͤſernen Koͤlblein oder Retoͤrtſein diſtilliret/ ſo gehet erſtlich ein klarer Spiritus Vini, darnach eine vngeſchmackte phlegma, vnd bleibet ein Saltz/ in allem/ einem gemeinen Sali Tartari gleich zuruͤck/ in welchem nach der Außgluͤung im geringſten keine Farb geſpuͤret wird/ vnd weilen auch keine uͤber iſt gangen/ wo iſt dann dieſelbe geblieben/ moͤcht man fragen?","norm":"Auch wolle ihm niemand einbilden / als wann solche Tinktur von dem Sale Tartari (welches zur Bereitung des Olei Arenae genommen wird / weilen dasselbe den Spiritum Vini auch färbet) herkomme / im Geringsten nicht / dann ein großer Unterschied zwischen dieser Tinctnr und derjenigen / welche aus dem Sale Tartari extrahieret ist / gefunden wird / dann so man dieselbe in einem gläsernen Kolblein oder Retörtsein destillieret / so geht erstlich ein klarer Spiritus Vini, danach eine vngeschmackte Phlegma, und bleibt ein Salz / in allem / einem gemeinen Sali Tartari gleich zurück / in welchem nach der Außglüung im Geringsten keine Farbe gespürt wird / und weilen auch keine über ist gegangen / wo ist dann dieselbe geblieben / möchte man fragen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1532,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ daß es kein Vera Tinctura geweſen ſey/ ſondern daß nur der Sulphur in Spiritu Vini durch das corporaliſche Sal Tartari erhoͤher ſeye/ vnd eine rote Farbe erlanget habe/ welche er ſo jhme das Sal Tartari benommen wird/ verlieret/ vnd ſeine vorige weiſſe Farb wiederumb annimbt/ gleich wie auch geſchicht/ wann man ein Sal Urinæ, Cornu Cervi, Fuliginis, oder ein ander dergleichen Vrinoſiſch Saltz mit Spiritu Vini digeriret/ er davon roth wird/ aber nicht beſtaͤndig/ ſondern gleich wie mit dem Sale Tartari geſchicht/ muß verſtanden werden/ dann ſo man daſſelbe durch die rectiſication wieder von dem Spiritu Vini ſcheydet/ ein jedweder (nemblich das Saltz vnd Spiritus Vini) ſeine vorige Geſtalt wiederumb erlanget/ darauß zu ſpuͤren/ daß es (wie oben geſagt) keine wahre Tinctur geweſen ſey/ wer ſolches nicht glaubet/ der ſolvire nur 1. Vntz gemeinen weiſſen Salis Tartari in einem Pfund Spiritus Vini, ſo wird derſelbe roth davon werden/ gleich als were er uͤber viel Pfund blaw oder gruͤn calcinirten Salis Tartari lange Zeit geſtanden/ vnd wann ich ſolches nicht etlich mal probiret/ vnd alſo befunden haͤtte/ were ich auch ſolcher Meynung geblieben/ weilen ich aber anders befunden/ hab ich auch nicht vnterlaſſen koͤnnen/ meine Meynung hieher zu ſetzen/ wiewol ich weiß/ daß ich Vndanck bey etlichen verdienen werde/ ſonderlich bey denen/ welche lieber mit dem groͤſſeren Hauffen jrꝛgehen/ als mit dem kleineren die Warheit erkennen vnd bekennen wollen.","norm":"Darauf ich antworte / dass es kein Vera Tinctura gewesen sei / sondern dass nur der Sulphur in Spiritu Vini durch das körperliche Soll Tartari Erhöher sei / und eine rote Farbe erlanget habe / welche er so ihm das Soll Tartari benommen wird / verlieret / und seine vorige weiße Farbe wiederum annimmt / gleich wie auch geschieht / wann man ein Soll Urinae, Cornu Cervi, Fuliginis, oder ein ander dergleichen Vrinosisch Salz mit Spiritu Vini digerieret / er davon rot wird / aber nicht beständig / sondern gleich wie mit dem Sale Tartari geschieht / muss verstanden werden / dann so man dasselbe durch die rectisication wieder von dem Spiritu Vini scheidet / ein jedweder (nämlich das Salz und Spiritus Vini) seine vorige Gestalt wiederum erlanget / daraus zu spüren / dass es (wie oben gesagt) keine wahre Tinktur gewesen sei / wer solches nicht glaubet / der solviere nur 1. Vntz gemeinen weißen Salis Tartari in einem Pfund Spiritus Vini, so wird derselbe rot davon werden / gleich als wäre er über viel Pfund blau oder grün kalzinierten Salis Tartari lange Zeit gestanden / und wann ich solches nicht etlich Mal probieret / und also befunden hätte / wäre ich auch solcher Meinung geblieben / weilen ich aber anders befunden / habe ich auch nicht unterlassen können / meine Meinung hierher zu setzen / wiewohl ich weiß / dass ich Undank bei etlichen verdienen werde / sonderlich bei denen / welche lieber mit dem größeren Haufen Irrgehen / als mit dem kleineren die Wahrheit erkennen und bekennen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083300113677978} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1533,"date":1659,"orig":"Daß aber darumb ſolche vermeynte Tinctura Salis Tartari krafftlos ſeyn ſol/ ſage ich nicht/ dann ich wol weiß/ daß dieſelbe in vielen Kranckheiten erſprießlich befunden wird/ dann das rein eſte Theil Salis Tartari, der Spiritus Vini (davon er alſo gefaͤrbet iſt) ſolviret hat/ darumb man ſolchen gefaͤrbten Spiritum Vini wol vnd fuͤglich gebrauchen kan.","norm":"Dass aber darum solche vermeinte Tinctura Salis Tartari kraftlos sein soll / sage ich nicht / dann ich wohl weiß / dass dieselbe in vielen Krankheiten ersprießlich befunden wird / dann das rein este Teil Salis Tartari, der Spiritus Vini (davon er also gefärbt ist) solvieret hat / darum man solchen gefärbten Spiritum Vini wohl und füglich gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1534,"date":1659,"orig":"Mit dieſer Tinctur aber welche auß dem bereyten Kißling extrahiret iſt/ hat es viel eine andere Gelegenheit/ dann ſo man den Spiritum Vini davon abſtrahiret/ ſo gehet er zwar auch weiß uͤber/ aber zuruͤck bleibet ein hoch tingirtes Saltz/ welches Farb auch in dem ſtaͤrckſten Fewer beſtaͤndig bleibt/ vnd derohalben fuͤr eine wahre Tinctur kan geurtheilt werden.","norm":"Mit dieser Tinktur aber welche aus dem bereiten Kißling extrahieret ist / hat es viel eine andere Gelegenheit / dann so man den Spiritum Vini davon abstrahieret / so geht er zwar auch weiß über / aber zurückbleibt ein hoch tingiertes Salz / welches Farbe auch in dem stärksten Feuer beständig bleibt / und derohalben für eine wahre Tinktur kann geurteilt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.811399936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1535,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXII. Wie durch Huͤlff dieſes Liquoris auß dem Gold ſein Farb kan gezogen werden/ daß es weiß bleibet.","norm":"CAP. LXXXII. Wie durch Hilfe dieses Liquoris aus dem Gold sein Farbe kann gezogen werden / dass es weiß bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.740200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1536,"date":1659,"orig":"DIeſes Oleum oder Liquor Silicum hat die Natur/ daß er alle Metalla, die in Corroſiviſchen menſtruis ſolviret ſeyn/ præcipitiret/ aber nit auff ſolche weiß/ gleich wie ein Sal Tartari thut/ dann der Calx metallorum, welcher mit dieſem Liquore iſt niedergeſchlagen/ viel ſchwerer davon (weilen ſich die Silices damit vermiſchen) worden iſt/ als wann er nur mit Sale Tartari allein were præcipitiret.","norm":"Dieses Oleum oder Likör Silicum hat die Natur / dass er alle Metalla, die in Korrosiveschen menstruis solvieret sein / präzipitieret / aber nicht auf solche weiß / gleich wie ein Soll Tartari tut / dann der Calx metallorum, welcher mit diesem Liquore ist niedergeschlagen / viel schwerer davon (weilen sich die Silices damit vermischen) worden ist / als wann er nur mit Sale Tartari allein wäre präzipitieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.984799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1537,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel/ ſolvire in aqua regis ſo viel Gold du wilt/ vnd gieſſe dieſes Liquoris ſo viel darauff/ bis alles Gold in Form eines gelben Pulvers zu Boden gefallen vnd die Solution weiß vnd klar worden iſt/ welche du abgieſſen vnd das gefaͤllte Gold mit ſuͤſſem Waſſer abſuͤſſen vnd trucknen ſolſt/ (gleich oben bey dem Auro fulminante geſchehen) vnd darffſt dich nicht foͤrchten daß es ſich im trucknen entzuͤnde vnd ſchlage/ als were es mit Sale Tartari oder Spiritu Urinæ niedergeſchlagen/ ſondern magſt es kuͤhnlich bey dem Fewer trucken machen/ welches einer gelben Erden gleich ſehen/ vnd noch einmal ſo ſchwer wiegen wird/ als das Gold vor der Solution gewogen hat/ welches Gewichts Vrſach die ſilices ſeyn/ die ſich zugleich mit dem Gold præcipitiret haben.","norm":"Als zum Exempel / solviere in aqua regis so viel Gold du willst / und gieße dieses Liquoris so viel darauf / bis alles Gold in Form eines gelben Pulvers zu Boden gefallen und die Solution weiß und klar worden ist / welche du abgießen und das gefällte Gold mit süßem Wasser absüßen und trocknen sollst / (gleich oben bei dem Auro fulminante geschehen) und darfst dich nicht fürchten dass es sich im Trocknen entzünde und schlage / als wäre es mit Sale Tartari oder Spiritu Urinae niedergeschlagen / sondern magst es kühnlich bei dem Feuer trocken machen / welches einer gelben Erden gleich sehen / und noch einmal so schwer wiegen wird / als das Gold vor der Solution gewogen hat / welches Gewichts Ursache die silices sein / die sich zugleich mit dem Gold präzipitieret haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169000148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1538,"date":1659,"orig":"Dann das Aqua regis hat durch ſein aciditaͤt das Sal Tartari getoͤdet/ vnd krafftlos gemachet/ daß es ſein angenommene Kißling oder Sand hat muͤſſen fallen laſſen/ hergegen hat auch das Sal Tartari bey dem Liquore ſilicum die ſchaͤrpffe des Aquæ regis zu nicht gemacht/ daß es ſein bey ſich genommenes ☉ nicht laͤnger hat halten koͤnnen/ dadurch alſo zugleich das ☉ vnd Kißling/ von jhrem ſolvente entiediget ſeyn.","norm":"Dann das Aqua regis hat durch sein Acidität das Soll Tartari getötet / und kraftlos gemacht / dass es sein angenommene Kißling oder Sand hat müssen fallen lassen / hingegen hat auch das Soll Tartari bei dem Liquore silicum die Schärfe des Aquae regis zu nicht gemacht / dass es sein bei sich genommenes ☉ nicht länger hat halten können / dadurch also zugleich das ☉ und Kißling / von ihrem solvente entiediget sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334199905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1539,"date":1659,"orig":"Dieſes wol abgeſuͤßte vnd getrucknete gelbe Pulver/ thue in einen reinen Tiegel/ vnd ſetze denſelben zwiſchen gluͤende Kohlen/ daß es beginne zu gluͤen/ aber nicht lang/ ſo wird ſich die gelbe in die allerſchoͤnſte Purpurfarb verwandeln/ welches mit Luſt zu ſehen iſt/ ſo du aber ſolches laͤnger ſtehen laͤßt/ ſo vergehet die Purpur/ vnd wird braun oder Ziegelfarb darumb (ſo man ein ſchoͤn Purpurfarbgold haben will) muß mans von dem Fewer nehmen/ wann es ſeine Farb erlanget hat/ vnd nicht laͤnger ſtehen laſſen/ dardurch dieſelbe wieder verlohren wird.","norm":"Dieses wohl abgesüßte und getrocknete gelbe Pulver / tue in einen reinen Tiegel / und setze denselben zwischen glühende Kohlen / dass es beginne zu glühen / aber nicht lang / so wird sich die gelbe in die allerschönste Purpurfarben verwandeln / welches mit Lust zu sehen ist / so du aber solches länger stehen lässt / so vergehet die Purpur / und wird braun oder Ziegelfarbe darum (so man ein schön Purpurfarbgold haben will) muss man es von dem Feuer nehmen / wann es seine Farbe erlanget hat / und nicht länger stehen lassen / dadurch dieselbe wieder verloren wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.485000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1540,"date":1659,"orig":"Dieſes ſchoͤne Goldpulver kan von den Reichen (welche es bezahlen koͤnnen/ à Scrupulo Semis, ad drachmam j. mit bequaͤmen vehiculis in allen Kranckheiten/ da ſchwitzens vonnoͤthen iſt/ fuͤglich gebraucht werden/ dann es nicht allein neben dem Schweißtreiben/ auch das Hertz ſtaͤrcket/ ſondern treibet auch auß Krafft des Kißlings zugleich den Nieren vnd Blaſenſtein/ (ſo er noch nicht gaͤntzlich erhartet iſt) einem Sand gleich mit dem Vrin auß.","norm":"Dieses schöne Goldpulver kann von den Reichen (welche es bezahlen können / à Scrupulo Semis, ad drachmam j. mit bequemen vehiculis in allen Krankheiten / da Schwitzens vonnöten ist / füglich gebraucht werden / dann es nicht allein neben dem Schweißtreiben / auch das Herz stärket / sondern treibet auch aus Kraft des Kißlings zugleich den Nieren und Blasenstein / (so er noch nicht gänzlich erharrtet ist) einem Sand gleich mit dem Vrin aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8018999099731445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1541,"date":1659,"orig":"Alſo daß es ſo wol præſervativè als curativè in peſte, podagra vnd calculo nuͤtzlich zu gebrauchen iſt.","norm":"Also dass es so wohl präservative als kurative in peste, podagra und calculo nützlich zu gebrauchen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"co","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.622900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1542,"date":1659,"orig":"Wie weiters auß dieſem Purpurfarben Gold ein ſolvirlicher Rubin zur Medicin dienſtlich ſoll gemachet werden/ wird im vierdten Theil gelehret/ dann weilen ſolches durch ſtarck Fewer in einem Tiegel geſchehen muß/ gehoͤret es hieher nicht/ ſondern an ſein Ort/ da dergleichen Medicamenten zu machen mehr gelehret werden.","norm":"Wie weiteres aus diesem Purpurfarben Gold ein solvirlicher Rubin zur Medizin dienstlich soll gemacht werden / wird im vierten Teil gelehrt / dann weilen solches durch stark Feuer in einem Tiegel geschehen muss / gehöret es hierher nicht / sondern an sein Ort / da dergleichen Medikamenten zu machen mehr gelehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.317999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1543,"date":1659,"orig":"So du nun auß dem niedergeſchlagenen Golde ſeine Farbe extrahiren wilt/ ſo uͤbergieſſe daſſelbe/ ehe es außgegluͤet iſt/ mit dem allerſtaͤrckeſten Spiritu Salis, ſo wird derſelbe in linder Waͤrme das Gold zum theil auffloͤſen/ viel ſchoͤner vnd hoͤher von Farb/ als wann es mit Aqua regis gethan were/ auff dieſe Solution gieſſe 5. oder 6. mal ſo viel dephlegmirten Spiritus Vini, vnd digerir beyde ſeine Zeit zuſammen/ ſo wird durch langer Zeit Digerirung ein Theil des Goldes auß der Solution als ein ſchneeweiß Pulver zu Boden fallen/ welches mit Borꝛas oder Salpeter vnd Weinſtein kan reduciret werden/ iſt weiß gleich als Silber/ aber ſchwer als ander Gold/ kan auch ſein Farb leichtlich durch das Antimonium wieder erlangen Das uͤbrige aber/ darauß das weiſſe Gold gefallen iſt/ nemblich der Spiritus Salis mit dem Spiritu Vini vermiſchet/ muß von der Tinctur abſtrahirt werden/ ſo bleibet ein annehmlicher ſauberer von Gold gefaͤrbter Safft zuruͤck am Boden des Koͤlbleins/ welcher beynahe ſolcher Kraͤfften/ als oben von andern Farben des Goldes iſt gelehret worden.","norm":"So du nun aus dem niedergeschlagenen Golde seine Farbe extrahieren willst / so übergieße dasselbe / ehe es ausgeglüht ist / mit dem stärksten Spiritu Salis, so wird derselbe in linder Wärme das Gold zum Teil auflösen / viel schöner und höher von Farbe / als wann es mit Aqua regis getan wäre / auf diese Solution gieße 5. oder 6. Mal so viel dephlegmierten Spiritus Vini, und digerier beide seine Zeit zusammen / so wird durch langer Zeit Digerierung ein Teil des Goldes aus der Solution als ein schneeweiß Pulver zu Boden fallen / welches mit Borras oder Salpeter und Weinstein kann reduzieret werden / ist weiß gleich als Silber / aber schwer als ander Gold / kann auch sein Farbe leichtlich durch das Antimonium wieder erlangen das übrige aber / daraus das weiße Gold gefallen ist / nämlich der Spiritus Salis mit dem Spiritu Vini vermischet / muss von der Tinktur abstrahiert werden / so bleibt ein annehmlicher sauberer von Gold gefärbter Saft zurück am Boden des Kolbleins / welcher beinahe solcher Kräften / als oben von anderen Farben des Goldes ist gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075699806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1544,"date":1659,"orig":"Inſonderheit aber ſtaͤrcket dieſer Liquor Solis das Hertz/ Hirn vnd Magen.","norm":"Insonderheit aber stärket dieser Likör Solis das Herz / Hirn und Magen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.477799892425537} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1545,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1546,"date":1659,"orig":"Bißweilen ſteiget mit dem Spiritu Vini uͤber dem Helm ein wenig roth Oel/ welches der ſtarcke Spiritus Salis von dem Spiritu Vini geſchieden hat/ iſt mit Tinctura auri imprægniret/ ein fuͤrtreffliches Cordial/ deme wenig gleich gefunden werden/ damit ſchwache/ durch Kranckheit oder Alter außgezehrte Menſchen ſich lange zeit/ taͤglich etliche Troͤpfflein davon eingenommen/ erhalten koͤnnen/ welche ſonſten auß Mangel des humidi radicalis das Leben fuͤr den Tod geben muͤſſen.","norm":"Bisweilen steiget mit dem Spiritu Vini über dem Helm ein wenig rot Öl / welches der starke Spiritus Salis von dem Spiritu Vini geschieden hat / ist mit Tinctura auri impraegniret / ein fürtreffliches Kordial / dem wenig gleich gefunden werden / damit schwache / durch Krankheit oder Alter ausgezehrte Menschen sich lange Zeit / täglich etliche Tröpflein davon eingenommen / erhalten können / welche sonsten aus Mangel des humidi radikales das Leben für den Tod geben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.198299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1547,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand fragen/ ob dann nun dieſe Medicin fuͤr ein wahre Tinctur auri anzunehmen/ oder noch eine beſſere zu finden ſey?","norm":"Möchte jemand fragen / ob dann nun diese Medizin für ein wahre Tinktur auri anzunehmen / oder noch eine bessere zu finden sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.264699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1548,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ daß zwar ſolches von vielen dafuͤr gehalten/ vnd auch allhier von mir alſo genennet wird/ kan aber nicht dafuͤr beſtehen, dann ob ſchon dem Gold durch ſolche Weiß etwas von ſeiner Krafft entzogen wird/ ſo behaͤlt gleichwol daſſelbe noch ſein Leben/ ob es ſchon ſchwach vnd bleich worden iſt/ weilen es ſeine vorige geſunde Farb/ von einem vnachtſamen Mineralleichtlich wider erlangen kan/ ſo ſein wahre Tinctur oder Anima von jhme gewichen were/ fuͤrwar ein geringes Mineral wuͤrde daſſelbe nicht wieder lebendig machen koͤnnen/ ſondern muͤſte durch etwas geſchehen/ welches nit allein nur ſo viel Leben bey ſich hat/ als es ſelbſten vonnoͤthen/ ſondern muͤſte uͤberfluͤſſige Macht haben andern toden Dingen das Leben zu geben.","norm":"Darauf ich antworte / dass zwar solches von vielen dafür gehalten / und auch allhier von mir also genannt wird / kann aber nicht dafür bestehen, dann ob schon dem Gold durch solche Weiß etwas von seiner Kraft entzogen wird / so behält gleichwohl dasselbe noch sein Leben / ob es schon schwach und bleich worden ist / weilen es seine vorige gesunde Farbe / von einem unachtsamen Mineralleichtlich wieder erlangen kann / so sein wahre Tinktur oder Anima von ihm gewichen wäre / fürwahr ein geringes Mineral würde dasselbe nicht wieder lebendig machen können / sondern müsste durch etwas geschehen / welches nicht allein nur so viel Leben bei sich hat / als es selbst vonnöten / sondern müsste überflüssige Macht haben anderen Toden Dingen das Leben zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0920000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1549,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen iſt bey einem Menſchen oder andern empfindlichen Thier/ wann ſolches durch Widerwaͤrtigkeit von ſeiuen Kraͤfften gebracht/ alſo daß ſchier kein Leben mehr darinn zu ſpuͤren iſt/ ſo kan daſſelbe durch dienliche Medicamenten wiederumb gelabet/ vnd zu voriger Geſundheit gebracht werden/ alſo daß an jhme ſeine vorige Kranckheit nicht mehr kan geſpuͤrt werden.","norm":"Wie zu sehen ist bei einem Menschen oder anderen empfindlichen Tier / wann solches durch Widerwärtigkeit von seiuen Kräften gebracht / also dass schier kein Leben mehr darin zu spüren ist / so kann dasselbe durch dienliche Medikamenten wiederum gelabt / und zu voriger Gesundheit gebracht werden / also dass an ihm seine vorige Krankheit nicht mehr kann gespürt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.393899917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1550,"date":1659,"orig":"So aber ſein Seele davon gewichen/ ſo iſt dem Leib als einem toden cadaver nimmermchr durch Medicamenten zu helffen/ daß er wiederumb leben koͤnne/ ſondern muß ſo lang tod bleiben/ bis daß derjeuige/ in deſſen Macht vnd Gewalt es ſtehet/ zu geben oder zu nehmen/ ſich uͤber jhn erbarmet.","norm":"So aber sein Seele davon gewichen / so ist dem Leib als einem Toden cadaver nimmermchr durch Medikamenten zu helfen / dass er wiederum leben könne / sondern muss so lang tot bleiben / bis dass derjeuige / in dessen Macht und Gewalt es steht / zu geben oder zu nehmen / sich über ihn erbarmet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10699987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1551,"date":1659,"orig":"Alſo kan es auch mit dem Gold verſtanden werden/ wann nemblich jhme ſein ſchoͤne Farb entzogen/ vnd doch das Leben noch gelaſſen wird/ ſo kan dieſelbe hernach gar leichtlich jhme durch das Antimonium, als ſein Medicin/ wie auch durch Eyſen vnd Kupffer wiederumb geben vnd erſtattet werden/ alſo daß es ſein vorige ſchoͤne Farb wiederumb erlanget/ daß man auch im geringſten daran nicht ſehen kan/ daß jhme etwas zuvorn gemangelt haͤtte","norm":"Also kann es auch mit dem Gold verstanden werden / wann nämlich ihm sein schöne Farbe entzogen / und doch das Leben noch gelassen wird / so kann dieselbe hernach gar leichtlich ihm durch das Antimonium, als sein Medizin / wie auch durch Eisen und Kupfer wiederum geben und erstattet werden / also dass es sein vorige schöne Farbe wiederum erlanget / dass man auch im Geringsten daran nicht sehen kann / dass ihm etwas zuvor gemangelt hätte","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098700046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1552,"date":1659,"orig":"So aber jhme ſein Leben gaͤntzlich von dem Coͤrper geſchieden wird/ ſo iſt es vnmoͤglich/ daß es jhme durch gemeine Metallen oder Mineralien wiederumb gegeben kan werden/ ſondern muß durch etwas geſchehen/ welches mehr iſt als das Gold ſelbſten geweſen.","norm":"So aber ihm sein Leben gänzlich von dem Körper geschieden wird / so ist es unmöglich / dass es ihm durch gemeine Metallen oder Mineralien wiederum gegeben kann werden / sondern muss durch etwas geschehen / welches mehr ist als das Gold selbst gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.132100105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1553,"date":1659,"orig":"Dann gleich wie ein lebendiger Menſch dem Toden kein Leben geben kan/ ſondern muß von Gott geſchehen/ der den Menſchen erſchaffen hat/ alſo kan das Gold einem getoͤdten vnd abgeſtorbenen anderm Gold ſein benommenes Leben auch nicht geben/ wie wolte es dann von einem vnfixen Mineral geſchehen koͤnnen/ ſondern muß von einem wahren Philoſopho (welcher gute Erkaͤndnuͤs des Goldes/ vnd ſeiner Zuſammenſetzung hat) geſchehen.","norm":"Dann gleich wie ein lebendiger Mensch dem Toden kein Leben geben kann / sondern muss von Gott geschehen / der den Menschen erschaffen hat / also kann das Gold einem getöteten und abgestorbenen anderem Gold sein benommenes Leben auch nicht geben / wie wollte es dann von einem unfixen Mineral geschehen können / sondern muss von einem wahren Philosopho (welcher gute Erkändnüs des Goldes / und seiner Zusammensetzung hat) geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11899995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1554,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun gehoͤret/ daß gleich ſeinem gleichen nicht helffen koͤnne/ ſondern derjenige/ der helffen ſoll/ mehr ſeyn muͤſſe/ als dieſer der Huͤlffe von jhm ſuchet/ darauß zu mercken iſt/ daß ein ſolche Tinctur/ deſſen hinderbleibende corpus, (davon dieſelbe gezogen) noch Gold iſt/ kein vera Tinctura ſeyn kan/ dann ſoll es ein wahre Tinctur ſeyn/ ſo muß dieſelbe in jhren tribus principiis beſtehen/ wie kan dieſelbe darinn beſtehen/ ſo das corpus darauß ſie kommen/ noch lcbet/ vnd jhre tria principia noch vnzertrennlich beſitzet?","norm":"Gleich wie nun gehöret / dass gleich seinem gleichen nicht helfen könne / sondern derjenige / der helfen soll / mehr sein müsse / als dieser der Hilfe von ihm suchet / daraus zu merken ist / dass ein solche Tinktur / dessen hinderbleibende corpus, (davon dieselbe gezogen) noch Gold ist / kein vera Tinctura sein kann / dann soll es ein wahre Tinktur sein / so muss dieselbe in ihren tribus principiis bestehen / wie kann dieselbe darin bestehen / so das corpus daraus sie kommen / noch lcbet / und ihre tria principia noch unzertrennlich besitzet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35830020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1555,"date":1659,"orig":"Wie kan einem Menſchen ſein Seel genommen werden/ vnd gleichwol noch leben?","norm":"Wie kann einem Menschen sein Seele genommen werden / und gleichwohl noch leben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.073299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1556,"date":1659,"orig":"Es muͤſſe dann jemand ſolches alſo deuten wolen vnd ſprechen:","norm":"Es müsse dann jemand solches also deuten wollen und sprechen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.629499912261963} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1557,"date":1659,"orig":"Es koͤnte gleichwol dieſes fuͤr ein wahre Tinctur gehalten werden/ ob ſchon das corpus noch Gold geblieben were/ vnd ſein Leben noch behalten haͤtte/ gleich wie einer ein theil Blut auß ſeinem Leibe entrathen kan/ davon er zwar bleich wird/ aber den- noch lebet/ vnd jhme das benommene Blut durch gute Speiß vnd Tranck wiederumb kan erſtattet werden.","norm":"Es könnte gleichwohl dieses für ein wahre Tinktur gehalten werden / ob schon das corpus noch Gold geblieben wäre / und sein Leben noch behalten hätte / gleich wie einer ein Teil Blut aus seinem Leibe entraten kann / davon er zwar bleich wird / aber den- noch lebet / und ihm das benommene Blut durch gute Speise und Trank wiederum kann erstattet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314499855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1558,"date":1659,"orig":"Ach was fuͤr lahme Eynwuͤrffe ſeynd doch dieſes/ wer ſolte doch ſo ſchlecht ſeyn/ vnd ein Handvoll Blut dem Leben eines Menſchen vergleichen wolle?","norm":"Ach was für lahme Einwürfe sind doch dieses / wer sollte doch so schlecht sein / und ein Handvoll Blut dem Leben eines Menschen vergleichen wolle?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.812699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1559,"date":1659,"orig":"Ich glaube niemand der weiß iſt.","norm":"Ich glaube niemand der weiß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047299861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1560,"date":1659,"orig":"Ob ſchon das Leben mit dem Blut außgehet/ ſo iſt doch das Blut das Leben ſelbſten nicht/ ſonſten wuͤrde man die Toden damit koͤnnen aufferwecken/ wann man jhnen einen Becher voll davon eingoͤſſe/ wo iſt aber ſolches jemals gehoͤret/ oder gefehen worden?","norm":"Ob schon das Leben mit dem Blut ausgehet / so ist doch das Blut das Leben selbst nicht / sonsten würde man die Toden damit können auferwecken / wann man ihnen einen Becher voll davon eingösse / wo ist aber solches jemals gehöret / oder gesehen worden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.969600200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1561,"date":1659,"orig":"Mit ſolchen vngegruͤndten Meynungen doͤrffen ſich noch einige vnterſtehen/ die Warheit/ welche ich in meinem Tractaͤtlein de Auro potabili vero dargethan/ zu tadelen/ vnd ſagen/ Geber vnd Lullius weren auch der Meynung/ daß wol ein wahre Tinctur auß dem Gold koͤnte extrahiret werden/ vnd daſſelbe gleichwol noch gut Gold bleibe/ was hat es dann verlohren/ were zu fragen/ daß es noch gut geblieben iſt/ vnd gleichwol eine gute Tinctur von ſich geben hat?","norm":"Mit solchen ungegrünten Meinungen dürfen sich noch einige unterstehen / die Wahrheit / welche ich in meinem Traktätlein de Auro potabili vero dargetan / zu tadele / und sagen / Geber und Lullius wären auch der Meinung / dass wohl ein wahre Tinktur aus dem Gold könnte extrahieret werden / und dasselbe gleichwohl noch gut Gold bleibe / was hat es dann verloren / wäre zu fragen / dass es noch gut geblieben ist / und gleichwohl eine gute Tinktur von sich geben hat?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250500202178955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1562,"date":1659,"orig":"Allhier wird niemand zu Hauß ſeyn/ der darauff antworten ſoll/ was hab ich mit Gebers vnd Lullii ſeinen Schrifften zu thun/ was ſie geſchrieben haben/ verachte ich nicht/ ſeynd hocherleuchte vnd erfahrne Philoſophi geweſen/ ſie wuͤrden jhre Schrifften genug vertheidigen/ ſo ſie noch lebten/ was ich ſchreib/ kan ich auch wol vertheidigen/ wollen ſolche Leute meynen/ daß Gebri vnd Lullii Schrifften/ alſo nach dem bloſſen Buchſtaben zu verſtehen ſeyn ſolten/ zeig mir eine Tincturam ☉ die auß Gebri oder Lullii Schrifften gemacht iſt?","norm":"Allhier wird niemand zu Haus sein / der darauf antworten soll / was habe ich mit Gebers und Lullii seinen Schriften zu tun / was sie geschrieben haben / verachte ich nicht / sind hocherlauchte und erfahrene Philosophie gewesen / sie würden ihre Schriften genug verteidigen / so sie noch lebten / was ich schreibe / kann ich auch wohl verteidigen / wollen solche Leute meinen / dass Gebri und Lullii Schriften / also nach dem bloßen Buchstaben zu verstehen sein sollten / zeige mir eine Tincturam ☉ die aus Gebri oder Lullii Schriften gemacht ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177899837493896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1563,"date":1659,"orig":"Wann dieſes were/ ſo wuͤrde ein jedweder Idiot oder Bachant/ der nur Latein leſen koͤnte/ nicht allein eine Tincturam Auri, ſondern auch den Lapidem ſelbſten auß jhren Schrifften/ davon ſie weitlaͤufftig geſchrieben/ machen koͤnnen/ welches nicht folget/ weilen man durch taͤgliche Erfahrung ſiehet/ daß auch die aller Weltgelaͤhrteſten/ viel Jahr lang mit vnſaͤglichem Koſten Muͤhe vnd Arbeit/ in jhren Buͤchern Tag vnd Nacht ſtudiret vnd geſuchet/ aber im geringſten nicht darinnen gefunden haben.","norm":"Wann dieses wäre / so würde ein jedweder Idiot oder Bachant / der nur Latein lesen könnte / nicht allein eine Tincturam Auri, sondern auch den Lapidem selbst aus ihren Schriften / davon sie weitläufig geschrieben / machen können / welches nicht folget / weilen man durch tägliche Erfahrung sieht / dass auch die aller Weltgelehrtesten / viel Jahr lang mit unsäglichem Kosten Mühe und Arbeit / in ihren Büchern Tag und Nacht studiert und gesucht / aber im Geringsten nicht darinnen gefunden haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464300155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1564,"date":1659,"orig":"Wann dann ſolche Philoſophi nach dem Buchſtaben zu verſtehen weren geweſen/ ohne Zweiffel es wuͤrden ſo viel verdorbene Alchymiſten nicht gefunden/ darumb man ſolcher thewren Maͤnner Schrifften nicht nur nach dem Buchſtaben/ ſondern nach dem darinn verborgenen Verſtande vrtheilen muß.","norm":"Wann dann solche Philosophie nach dem Buchstaben zu verstehen wären gewesen / ohne Zweifel es würden so viel verdorbene Alchimisten nicht gefunden / darum man solcher teuren Männer Schriften nicht nur nach dem Buchstaben / sondern nach dem darin verborgenen Verstande urteilen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1565,"date":1659,"orig":"Weilen aber die Warheit in jhren Buchern mit ſo viel verfuͤhriſchen vnd Sophiſtiſchen Proceſſen verdunckelt iſt/ wird ſchwerlich jemand dieſelbe vnder ſo viel Verleytungen herauß klauben/ oder finden koͤnnen/ es were dann jhme zuvorn von Gott ein Liecht gegeben/ durch welches er die finſtere Schrifften ſolcher Philoſophen durchſuchen/ vnd das deutliche von dem verbluͤmb. ten zu vnterſcheyden wuͤßte/ oder aber es moͤchte ein frommer Chymicus durch Gnade Gottes in ſeinen laboribus auff eine gute Spur kommen/ vnd doch daran zweiffeln/ ob er auff dem rechten Wege ſey oder nicht/ welcher dann hernach guter warhafftigen Philoſophen Buͤcher durchleſen/ vnd endlich die beſtaͤndige Warheit darauß folgends erlernen koͤnte; anders wird ſchwerlich auß jhren Buͤchern jemand ſein Begehren erlangen/ ſondern viel mehr durch Verſchwendung der edlen Zeit/ vnd aller ſeiner Guͤter vnd Geſundheit/ endlich den Bettelſtab in die Haͤnde nehmen muͤſſen.","norm":"Weilen aber die Wahrheit in ihren Buchern mit so viel verführerischen und Sophistischen Prozessen verdunkelt ist / wird schwerlich jemand dieselbe unter so viel Leitungen heraus klauben / oder finden können / es wäre dann ihm zuvor von Gott ein Licht gegeben / durch welches er die finstere Schriften solcher Philosophen durchsuchen / und das deutliche von dem verblüm . ten zu unterscheiden wüsste / oder aber es möchte ein frommer Chymicus durch Gnade Gottes in seinen laboribus auf eine gute Spur kommen / und doch daran zweifeln / ob er auf dem rechten Wege sei oder nicht / welcher dann hernach guter wahrhaftigen Philosophen Bücher durchlesen / und endlich die beständige Wahrheit daraus folgendes erlernen könnte; anders wird schwerlich aus ihren Büchern jemand sein Begehren erlangen / sondern viel mehr durch Verschwendung der edlen Zeit / und aller seiner Güter und Gesundheit / endlich den Bettelstab in die Hände nehmen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.165800094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1566,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wann dem ♀ ſeine wahre Tinctur benommen wird/ ſo iſt das uͤbrige kein Metall mehr/ kan mit keiner Kunſt oder Gewalt des Fewers wiederumb in ein metalliſch Weſen gebracht werden.","norm":"Desgleichen wann dem ♀ seine wahre Tinktur benommen wird / so ist das übrige kein Metall mehr / kann mit keiner Kunst oder Gewalt des Feuers wiederum in ein metallisch Wesen gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.763899803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1567,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1568,"date":1659,"orig":"So jhme aber etwas Tinctur gelaſſen wird/ ſo kan es in ein bruͤchig gram corpus reducirt werden/ dem Eyſen gleich/ doch bruͤchig.","norm":"So ihm aber etwas Tinktur gelassen wird / so kann es in ein brüchig Gram corpus reduziert werden / dem Eisen gleich / doch brüchig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324399948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1569,"date":1659,"orig":"CAP LXXXIII.","norm":"CAP LXXXIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.746099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1570,"date":1659,"orig":"Noch auf ein andere Weiß/ durch Huͤlff des Liquoris Arenæ vel Silicum eine gute Tinctur auß dem Gold zu extrahiren.","norm":"Noch auf ein andere Weiß / durch Hilfe des Liquoris Arenae vel Silicum eine gute Tinktur aus dem Gold zu extrahieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1571,"date":1659,"orig":"NImb dieſes Goldkalcks/ welcher mit dem Oleo Arenæ iſt præcipitiret worden/ Theil/ vnd 3. oder 4. Theil liquoris Cryſtallorum vel Arenæ, miſche den Goldkalck in einem guten Tiegel wol vnter den Liquorem, vnd ſetze denſelben in eine gelinde Waͤrme/ auff daß die Feuchtigkeit von dem Oleo Arenæ hinweg rieche/ welches nicht gern geſchicht/ dann der Silex oder Sand/ wegen ſeiner Truckne die Feuchtigkeit bey ſich behaͤlt/ vnd nicht gern von ſich laſſen will/ vnd ſteiget in dem Tiegel auff/ gleich als wann man Borax oder Alaun calciniren wolte/ derentwegen man den Tiegel nicht uͤber die helffte voll machen muß/ auff daß der Liquor mit dem Gold raum genug habe/ vnd nicht auß dem Tiegel lauffe/ wann es nicht mehr ſteiget/ ſo ſtaͤrcke das Fewer/ bis daß der Tiegel gluͤet/ ſo dann die Mixtur ſtill ſtehet/ ſo ſetze einen Deckel darauff/ welcher wol ſchlieſſe/ auff daß kein Kohlen/ Aſchen/ oder andere Vnreinigkeiten darein fallen/ vnd gieb jhm in einem guten Wind-Ofen/ ſo ſtarck Fewer/ daß der Liquor mit dem Goldkalck flieſſe als Waſſer/ vnd erhalte ſolches ſo lang im Fluß/ bis daß der Liquor vnd Goldkalck zuſammen/ einem durchſichtigen ſchoͤnen Rubin gleich worden ſeyn/ welches vngefaͤhr in einer Stund geſchicht/ dann gieſſe es auß in einen reinen kuͤpffernen Moͤrſel/ las erkalten/ pulveriſir ſolches/ vnd uͤbergieſſe es mit Spiritu Vini zu extrahiren/ vnd abſtrahire den Spiritum Vini von dem Extracto, welches einem duͤnnen Blut an Geſtalt gleich ſeyn wird/ iſt in allem kraͤfftiger zu gebrauchen/ als die obenbeſchriebene Tincturen.","norm":"Nimm dieses Goldkalks / welcher mit dem Oleo Arenae ist präzipitieret worden / Teil / und 3. oder 4. Teil liquoris Crystallorum vel Arenae, mische den Goldkalk in einem guten Tiegel wohl unter den Liquorem, und setze denselben in eine gelinde Wärme / auf dass die Feuchtigkeit von dem Oleo Arenae hinweg rieche / welches nicht gern geschieht / dann der Silex oder Sand / wegen seiner Trockne die Feuchtigkeit bei sich behält / und nicht gern von sich lassen will / und steiget in dem Tiegel auf / gleich als wann man Borax oder Alaun kalzinieren wollte / derentwegen man den Tiegel nicht über die Hälfte voll machen muss / auf dass der Likör mit dem Gold Raum genug habe / und nicht aus dem Tiegel laufe / wann es nicht mehr steiget / so stärke das Feuer / bis dass der Tiegel glüht / so dann die Mixtur still steht / so setze einen Deckel darauf / welcher wohl schließe / auf dass kein Kohlen / Aschen / oder andere Unreinigkeiten darein fallen / und gib ihm in einem guten Windofen / so stark Feuer / dass der Likör mit dem Goldkalk fließe als Wasser / und erhalte solches so lang im Fluss / bis dass der Likör und Goldkalk zusammen / einem durchsichtigen schönen Rubin gleich worden sein / welches ungefähr in einer Stunde geschieht / dann gieße es aus in einen reinen kupfernen Mörser / las erkalten / pulverisier solches / und übergieße es mit Spiritu Vini zu extrahieren / und abstrahiere den Spiritum Vini von dem Extracto, welches einem dünnen Blut an Gestalt gleich sein wird / ist in allem kräftiger zu gebrauchen / als die obbeschriebene Tinkturen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509399890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1572,"date":1659,"orig":"Allhier bey Bereytung der Tinctur des Goldes hat man wol in acht zu nehmen/ daß man den rechten Grad des Fewers im ſchmeltzen gebrauche/ dann wann man gar zu ſchnell das Fewer mehret/ ſo kan der Liquor Silicum den Calcem Solis nicht ſolviren/ vnd zu ſich nehmen/ ſondern wird wieder davon reducirt/ vnd ſo man gar zu langſam ſchmeltzet/ ſo verꝛaucht das Sal Tartari, vnd laͤßt die Silices trucken liegen/ welche das Gold auch nicht zu ſich nehmen koͤnnen.","norm":"Allhier bei Bereitung der Tinktur des Goldes hat man wohl in Acht zu nehmen / dass man den rechten Grad des Feuers im Schmelzen gebrauche / dann wann man gar zu schnell das Feuer mehret / so kann der Likör Silicum den Calcem Solis nicht solvieren / und zu sich nehmen / sondern wird wieder davon reduziert / und so man gar zu langsam schmelzet / so verraucht das Soll Tartari, und lässt die Silices trocken liegen / welche das Gold auch nicht zu sich nehmen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031300067901611} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1573,"date":1659,"orig":"Darumb man wol zuſehen muß/ daß man im ſchmeltzen einen rechten gradum gebrauche/ vnd wann der uͤberſehen wuͤrde/ daß das Sal Tartari abnehme/ vnd der Fluß dardurch krafftlos waͤre worden/ ſo kan man gleichwol durch zuthun eines andern Salis Tartari ſolches weiter remediren/ alſo daß die Arbeit dardurch nicht verhindert werde; wann aber das Fewer zu ſchnell iſt/ vnd der Goldkalck ſchmeltzet/ ſo iſt kein ander remedium, als das reducirte Gold wieder auffs new zu einem Calce gemachet/ vnd ferner behutſamb darmit procediret/ als beſchrieben iſt/ ſo kan es auch noch weiter gut werden.","norm":"Darum man wohl zusehen muss / dass man im Schmelzen einen rechten gradum gebrauche / und wann der übersehen würde / dass das Soll Tartari abnehme / und der Fluss dadurch kraftlos wäre worden / so kann man gleichwohl durch Zutun eines anderen Salis Tartari solches weiter remedieren / also dass die Arbeit dadurch nicht verhindert werde; wann aber das Feuer zu schnell ist / und der Goldkalk schmelzet / so ist kein ander remedium, als das reduzierte Gold wieder aufs neu zu einem Calce gemacht / und ferner behutsam damit prozedieret / als beschrieben ist / so kann es auch noch weiter gut werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381400108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1574,"date":1659,"orig":"Die Remanentz davon die Tinctur iſt extrahiret worden/ muß man mit Bley anſieden/ gleich wie man den Ertzen thut/ niederſchlagen/ vnd abtreiben/ ſo bekompt man das uͤbrige Gold/ welches nicht in den Spiritum Vini gangen iſt/ wieder/ iſt aber gantz bleich/ dein Silber an der Farb gleich worden/ welches ſo es durchs Antimonium wird goſſen/ es ſeine vorige Farb wiederumb ohne groſſen Abgang des Gewichts erlanget.","norm":"Die Remanenz davon die Tinktur ist extrahieret worden / muss man mit Blei ansieden / gleich wie man den Erzen tut / niederschlagen / und abtreiben / so bekommt man das übrige Gold / welches nicht in den Spiritum Vini gegangen ist / wieder / ist aber ganz bleich / dein Silber an der Farbe gleich worden / welches so es durchs Antimonium wird gossen / es seine vorige Farbe wiederum ohne großen Abgang des Gewichts erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3653998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1575,"date":1659,"orig":"Wie das ſchmeltzen in Tiegeln/ vnd anſieden des zuruͤckbleibenden Goldes geſchicht/ wirſt du in dem vierdten Theil deutlicher beſchrieben finden.","norm":"Wie das Schmelzen in Tiegeln / und ansieden des zurückbleibenden Goldes geschieht / wirst du in dem vierten Teil deutlicher beschrieben finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1576,"date":1659,"orig":"Ich wuͤſte wol noch vnterſchiedene ſchoͤne Proceſſen/ wie man auß dem Gold leichtlich ſeine Farb extrahiren koͤnne/ zu beſchreiben/ weilen aber das Gold erſtlich durch ſchmeltzen/ in Tiegeln bequaͤm dazu muß gemacht werden/ vnd ſolches allhier in dieſem zweyten Theil ſich nicht wil thun laſſen/ alſo ſoll es bis in den vierdten Theil zu beſchreiben verwahret werden/ da dann weitlaͤufftig vnderwieſen wird/ wie man nicht allein das Gold/ Antimonium vnd andere Mineralien zum extrahiren bereyten/ ſondern auch wie man dieſelbe zu einem durchſichtigen/ ſolvirlichen vnd Fewerbeſtaͤndigen Rubin (welche fuͤr die geringſte Medicamenten/ nicht zu achten ſcyn) machen ſoll.","norm":"Ich wüste wohl noch unterschiedene schöne Prozessen / wie man aus dem Gold leichtlich seine Farbe extrahieren könne / zu beschreiben / weilen aber das Gold erstlich durch Schmelzen / in Tiegeln bequem dazu muss gemacht werden / und solches allhier in diesem zweiten Teil sich nicht will tun lassen / also soll es bis in den vierten Teil zu beschreiben verwahret werden / da dann weitläufig unterwiesen wird / wie man nicht allein das Gold / Antimonium und andere Mineralien zum Extrahieren bereiten / sondern auch wie man dieselbe zu einem durchsichtigen / Solvierlichen und Feuerbeständigen Rubin (welche für die geringste Medikamenten / nicht zu achten scyn) machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331399917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1577,"date":1659,"orig":"Wie nun allhier mit dem Golde geſchehen/ alſo kan auch mit andern Metallen vnd Mineralien/ jhre Farb zu extrahiren/ procediret werden/ iſt derohalben nicht noͤthig/ eines jedwedern Metalls Tinctur à part zu beſchreiben/ ſoll alſo jhr aller Proceß vnter einem/ nemblich des Goldes/ offenbaret ſeyn/ dann wann eines jeden Metalls Bereytung/ beſonder ſolte beſchrieben werden (welches ich vnnoͤtig achte) wuͤrde das Buch zu gros werden.","norm":"Wie nun allhier mit dem Golde geschehen / also kann auch mit anderen Metallen und Mineralien / ihre Farbe zu extrahieren / prozedieret werden / ist derohalben nicht nötig / eines jedweden Metalls Tinktur à part zu beschreiben / soll also ihr aller Prozess unter einem / nämlich des Goldes / offenbaret sein / dann wann eines jeden Metalls Bereitung / besondere sollte beschrieben werden (welches ich unnötig achte) würde das Buch zu groß werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424099922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1578,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug geſagt/ wie man in dieſem zweyten Theil auß dem Gold/ auff gemeine Weiß/ ſeine Farb außziehen ſoll.","norm":"Dieses sei nun genug gesagt / wie man in diesem zweiten Teil aus dem Gold / auf gemeine Weiß / seine Farbe ausziehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285299777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1579,"date":1659,"orig":"Welche zwar gute Medicamenten/ aber in Alchymia meines Wiſſens nicht zu gebrauchen ſeyn.","norm":"Welche zwar gute Medikamenten / aber in Alchimie meines Wissens nicht zu gebrauchen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928800106048584} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1580,"date":1659,"orig":"Wer aber eine warhafftige Tincturam auß dem Golde zu haben ſuchet/ der befleiſſe ſich erſtlich/ das Gold durch den Mercurium univerſalem zu zerſtoͤren/ vnd ſein innerſt herauß/ vnd ſein aͤuſſerſt hineyn zu kehren/ vnd procedire dann weiters nach der Kunſt/ ſo wird ſich die anima auri gern mit dem Spiritu Vini conjungiren/ vnd zu einer guten Medicin machen laſſen.","norm":"Wer aber eine wahrhaftige Tincturam aus dem Golde zu haben suchet / der befleiße sich erstlich / das Gold durch den Mercurium universalem zu zerstören / und sein innerst heraus / und sein äußerst hinein zu kehren / und prozediere dann weiteres nach der Kunst / so wird sich die anima auri gern mit dem Spiritu Vini konjungieren / und zu einer guten Medizin machen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588600158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1581,"date":1659,"orig":"Davon weiters in meinem Tractaͤtlein de auro potabili vero gehandelt wird:","norm":"Davon weiteres in meinem Traktätlein de auro potabili vero gehandelt wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.253900051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1582,"date":1659,"orig":"Wer den Chalibem Sendivogii kennete (zu bekommen were er wol) der wuͤrde mit wenig Muͤhe vnd Arbeit bald eine gute Mediein erlangen koͤnnen/ weilen wir aber vns gegen dem lieben GOTT allzeit nur als vndanckbare Kinder erzeigen/ ſo iſt es kein Wunder/ daß er ſeine Hand von vns abwendet/ vnd vns in dem Irꝛthumb ſtecken laͤſſet.","norm":"Wer den Chalibem Sendivogii kennte (zu bekommen wäre er wohl) der würde mit wenig Mühe und Arbeit bald eine gute Mediein erlangen können / weilen wir aber uns gegen dem lieben GOTT allzeit nur als undankbare Kinder erzeigen / so ist es kein Wunder / dass er seine Hand von uns abwendet / und uns in dem Irrtum stecken lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1583,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXIV. Was weiter mit dem Liquore Silicum zu thun ſey.","norm":"CAP. LXXXIV. Was weiter mit dem Liquore Silicum zu tun sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.569200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1584,"date":1659,"orig":"ES koͤnnen noch viel nuͤtzliche Ding/ ſo wol in Alchymia als Medicina weiters mit dem Oleo des Sandes oder Kißlings gethan werden/ als nemblich/ wie man ſchoͤne Mahlerfarben auß den Metallen/ welche in allen Elementen beſtaͤndig ſeyn/ deßgleichen wie man allerhand ſchoͤne durchſichtige harte Stein auß Eryſtall/ welche den natuͤrlichen an ſchoͤne gleich/ oder bisweilen noch ſchoͤner ſeyn/ auch wie man vielerley ſchoͤne amauſen, vnd was dergleichen nuͤtzliche Kuͤnſten mehr ſeyn/ damit machen ſoll/ gehoͤret aber in dieſem zweyten Theil nicht zu beſchreiben/ ſondern ſoll in dem vierdten Theil vmbſtaͤndig zu thun/ deutlich genug, gelehret werden:","norm":"Es können noch viel nützliche Ding / so wohl in Alchimie als Medicina weiteres mit dem Oleo des Sandes oder Kißlings getan werden / als nämlich / wie man schöne Malerfarben aus den Metallen / welche in allen Elementen beständig sein / desgleichen wie man allerhand schöne durchsichtige harte Stein aus Erystall / welche den natürlichen an schöne gleich / oder bisweilen noch schöner sein / auch wie man vielerlei schöne amausen, und was dergleichen nützliche Künsten mehr sein / damit machen soll / gehöret aber in diesem zweiten Teil nicht zu beschreiben / sondern soll in dem vierten Teil vmbständig zu tun / deutlich genug, gelehrt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634399890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1585,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXV.","norm":"CAP. LXXXV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.379300117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1586,"date":1659,"orig":"Wie man in dieſem Liquore von allen Metallen in wenig Stunden Baͤume mit Farben ſoll wachſen machen.","norm":"Wie man in diesem Liquore von allen Metallen in wenig Stunden Bäume mit Farben soll wachsen machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.404200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1587,"date":1659,"orig":"Wiewol dieſer Proceß ſonderlich in Medicina nichts thun moͤchte/ weilen er aber einem Medico Chymico, gute Erkaͤndnuͤß vnd Eygenſchafften der natuͤrlichen Dingen Veraͤnderung zeiget/ hab ich nicht vnderlaſſen koͤnnen ſolchen hieher zu ſetzen/ vnd verhaͤlt ſich alſo.","norm":"Wiewohl dieser Prozess sonderlich in Medicina nichts tun möchte / weilen er aber einem Medico Chymico, gute Erkändnüß und Eigenschaften der natürlichen Dingen Veränderung zeiget / habe ich nicht unterlassen können solchen hierher zu setzen / und verhält sich also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.757299900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1588,"date":1659,"orig":"NImb dieſes obbeſchriebenen von Sand/ Kißling/ oder Cryſtall gemachten Oels/ ſo viel du wilt/ dazu ſchuͤtte vngefaͤhr ſo viel Lixivii Tartari als deſſelben geweſen/ vnd ſchuͤttel oder ſchwencke beyde wol vntereinander/ alſo daß man den dicken Liquorem in dem Lixivio Tartari nicht ſpuͤren koͤnne/ ſondern gaͤntzlich ſich damit vereiniget habe/ vnd auß beyden ein duͤnne Solution worden ſey/ ſo haſt du das Waſſer bereitet/ in welchem die Metallen wachſen.","norm":"Nimm dieses obbeschriebenen von Sand / Kißling / oder Kristall gemachten Öls / so viel du willst / dazu schütte ungefähr so viel Lixivii Tartari als desselben gewesen / und schüttele oder schwenke beide wohl untereinander / also dass man den dicken Liquorem in dem Lixivio Tartari nicht spüren könne / sondern gänzlich sich damit vereiniget habe / und aus beiden ein dünne Solution worden sei / so hast du das Wasser bereitet / in welchem die Metallen wachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.53439998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1589,"date":1659,"orig":"Die Metallen aber muͤſſen in jhren behoͤrigen menſtruis corroſivis auffſolviret/ vnd das menſtruum gantz wieder davon abſtrahiret werden/ doch nicht zu hart/ auff daß der Calx Metalli nicht gluͤe/ dardurch jhme ſeine wachſende Krafft benommen wuͤrde/ dann auß dem Koͤlblein genommen/ vnd in Stuͤcklein als Erbſen/ groͤſſer vnd kleiner gebrochen/ welche man in obbeſchriebenen Liquorem legen muß/ doch alſo daß der Liquor in einem hellen Glas ſeye/ dadurch man das wachſen der Metallen wol ſehen koͤnne/ vnd muͤſſen die bereytete Metallen/ ſo bald dieſelbe auß dem Koͤlblein genommen/ vor der Lufft bewahret werden/ ſonſten verlieren ſie jhre Natur zu wachſen.","norm":"Die Metallen aber müssen in ihren gehörigen menstruis corrosivis auffsolviret / und das menstruum ganz wieder davon abstrahieret werden / doch nicht zu hart / auf dass der Calx Metalli nicht glüh / dadurch ihm seine wachsende Kraft benommen würde / dann aus dem Kolblein genommen / und in Stücklein als Erbsen / größer und kleiner gebrochen / welche man in obbeschriebenen Liquorem legen muss / doch also dass der Likör in einem hellen Glas sei / dadurch man das Wachsen der Metallen wohl sehen könne / und müssen die bereitete Metallen / so bald dieselbe aus dem Kolblein genommen / vor der Luft bewahret werden / sonsten verlieren sie ihre Natur zu wachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.638899803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1590,"date":1659,"orig":"Muͤſſen derohalben alſo trucken in Stuͤcklein gebrochen/ eines zwerch-Fingersbreyt voneinander auff den Boden des Glaſes/ darinn der Liquor iſt/ vnd nicht zuſammen auff einen Orth geleget werden.","norm":"Müssen derohalben also trocken in Stücklein gebrochen / eines zwerch-Fingersbreyt voneinander auf den Boden des Glases / darin der Likör ist / und nicht zusammen auf einen Ort gelegt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.87060022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1591,"date":1659,"orig":"Vnd mu�� das Glas an einem ſtillen Ort vnbeweglich hingeſtellet werden ſo wird alſobalden das Metall darinn auffſchwellen/ vnd einen oder etliche Staͤmme außſtoſſen/ von welchen wieder andere kleine Nebenzweige außgewachſen/ alſo artlich/ daß man ſich daruͤber zu verwundern hat/ vnd darff jhm niemand eynbilden/ als wann dieſes wachſen nur allein einen Luſt daran zu ſehen angezeiget were/ gantz nicht/ dann etwas ſonderlichs darunder verborgen iſt/ dann ein jedweder Sand oder Kißling/ ob er ſchon gantz weiß iſt/ eine verborgene Tinctur oder guͤldiſche Sulphur vnſichtbarlich bey ſich fuͤhret/ welches niemand ohne Erfahrung wol wird glauben koͤnnen/ dann ſo man reinen geſchabten Saturnum darinn ſein Zeit digerirt/ ſo haͤnget ſich außwendig an denſelben Gold/ (welches ſich zwar mit Waſſer laͤßt abwaſchen) nicht anderſt als were er verguͤldet.","norm":"Und muss das Glas an einem stillen Ort unbeweglich hingestellt werden so wird alsobald das Metall darin aufschwellen / und einen oder etliche Stämme ausstoßen / von welchen wieder andere kleine Nebenzweige ausgewachsen / also artlich / dass man sich darüber zu verwundern hat / und darf ihm niemand einbilden / als wann dieses wachsen nur allein einen Lust daran zu sehen angezeigt wäre / ganz nicht / dann etwas Sonderliches darunter verborgen ist / dann ein jedweder Sand oder Kißling / ob er schon ganz weiß ist / eine verborgene Tinktur oder güldische Sulphur unsichtbarlich bei sich führt / welches niemand ohne Erfahrung wohl wird glauben können / dann so man reinen geschabten Saturnum darin sein Zeit digeriert / so hänget sich auswendig an denselben Gold / (welches sich zwar mit Wasser lässt abwaschen) nicht anders als wäre er vergüldet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.632299900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1592,"date":1659,"orig":"Solches Gold dann nirgends anders iſt herkommen/ als auß dem Sand oder Kißling/ wiewol er weiß vnd klar geweſen iſt/ vnd in jhme ſolches nicht zu ſehen ware.","norm":"Solches Gold dann nirgends anders ist herkommen / als aus dem Sand oder Kißling / wiewohl er weiß und klar gewesen ist / und in ihm solches nicht zu sehen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418399810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1593,"date":1659,"orig":"Deßgleichen beweißt er auch ſeine verbeſſerende Krafft/ wann die Metallen darinn wachſen/ vnd eine Zeitlang damit digeriret werden.","norm":"Desgleichen beweist er auch seine verbessernde Kraft / wann die Metallen darin wachsen / und eine Zeitlang damit digerieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.780200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1594,"date":1659,"orig":"Dann man augenſcheinlich mercken kan/ daß die Metallen im wachſen ſich auß dem Liquore vermehren/ vnd das jenige/ was jhnen dienet/ zu ſich ziehen/ welches auch daran kan geſpuͤret werden/ wann einer Erbſengros darinn waͤchſet/ ſo wird wol 2. oder dreymal mehr darauß/ welches Nachdenckens werth iſt/ auch ſeyn die Kißlingſtein oder Sandſtein natuͤrliche matrices der Metallen/ da dann zwiſchen denfelben ein groſſe ſympathia geſpuͤret wird/ inſonderheit zviſchen den vnzeitigen/ gleich als wann die Natur ſagen wolte/ zu ſolchen vnaußgekochten Metallen/ gehe wieder in deiner Mutter Leib/ vnd verbleibe deine behoͤrliche Zeit darinnen/ bis daß du deine vollkoͤmliche Reiffe darinnen erlangethaſt/ dann du viel zu fruͤh darauß mit Gewalt gegen meinen Willen genommen biſt.","norm":"Dann man augenscheinlich merken kann / dass die Metallen im Wachsen sich aus dem Liquore vermehren / und dasjenige / was ihnen dient / zu sich ziehen / welches auch daran kann gespürt werden / wann einer Erbsengros darin wächst / so wird wohl 2. oder dreimal mehr daraus / welches Nachdenkens wert ist / auch sein die Kißlingstein oder Sandstein natürliche matrices der Metallen / da dann zwischen denselben ein große Sympathie gespürt wird / in Sonderheit zvischen den unzeitigen / gleich als wann die Natur sagen wollte / zu solchen unausgekochten Metallen / gehe wieder in deiner Mutter Leib / und verbleibe deine behörliche Zeit darinnen / bis dass du deine vollkömliche Reife darinnen erlangethast / dann du viel zu früh daraus mit Gewalt gegen meinen Willen genommen bist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1595,"date":1659,"orig":"Weiters kan auß dieſem Liquore ein guter Borras die Metallen damit zu redueiren gemacht werden.","norm":"Weiters kann aus diesem Liquore ein guter Borras die Metallen damit zu redueiren gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.067999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1596,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſchoͤne/ glaſurte vnd beſtaͤndige Farben auff jrꝛdene Geſchirꝛ/ dem Porcellan gleich/ damit machen.","norm":"Auch kann man schöne / glasurte und beständige Farben auf irdene Geschirr / dem Porzellan gleich / damit machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501500129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1597,"date":1659,"orig":"Wie auch mit Waſſer durch kochen/ ein zart vnbegreiffliche ſchnceweiſſe Erden darauß niedergeſchlagen wird/ auß welchem Geſchirꝛe dem natuͤrlichen Porcellan nicht ſehr vngleich koͤnnen formiret werden.","norm":"Wie auch mit Wasser durch Kochen / ein zart unbegreifliche schnceweisse Erden daraus niedergeschlagen wird / aus welchem Geschirre dem natürlichen Porzellan nicht sehr ungleich können formiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.046000003814697} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1598,"date":1659,"orig":"Vnd noch viel andere nuͤtzliche Ding in mechanicis, welche allhier zu beſchreiben nicht noͤtig ſeyn/ damit gethan werden koͤnnen.","norm":"Und noch viel andere nützliche Ding in mechanicis, welche allhier zu beschreiben nicht nötig sein / damit getan werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.226099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1599,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen die vnzeitige vnd fluͤchtige Mineralien damit gebunden vnd gezcitiget werden/ alſo/ daß dieſelbe nicht allein zur Medicin bequaͤmer zu gebrauchen/ ſondern auch jhr bey ſich habendes fluͤchtiges Gold vnd Silber dardurch zu erhalten gemacht werden.","norm":"Auch können die unzeitige und flüchtige Mineralien damit gebunden und gezeitigt werden / also / dass dieselbe nicht allein zur Medizin bequemer zu gebrauchen / sondern auch ihr bei sich habendes flüchtiges Gold und Silber dadurch zu erhalten gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472799777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1600,"date":1659,"orig":"Davon im vierdten Theil mehrers gehandelt wird.","norm":"Davon im vierten Teil mehreres gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.272299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1601,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1602,"date":1659,"orig":"Hieher gehoͤret der Proceß des Spiritus Saturni vnd Jungfraw-Milch/ vnd Drachen Bluts.","norm":"Hierher gehöret der Prozess des Spiritus Saturni und Jungfraumilch / und Drachen Bluts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657800197601318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1603,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXVI. De Spiritu Urinæ oder Salis Armoniaci Volatili.","norm":"CAP. LXXXVI. De Spiritu Urinae oder Salis Armoniaci Volatili.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ro","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.714700222015381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1604,"date":1659,"orig":"AVß dem Vrin oder Saimiac/ kan auff vnderſchiedliche Weiß ein ſehr kraͤfftiger vnd durchdringender Spiritus gemacht werden/ welcher nicht allein in Medicina zu vielen Kranckheiten zu gebrauchen/ ſondern auch in Mechanicis vnd operationibus Chymicis ſehr dienſtlich erfunden worden/ vnd geſchicht die Bereytung alſo:","norm":"Aus dem Vrin oder Saimiac / kann auf unterschiedliche Weiß ein sehr kräftiger und durchdringender Spiritus gemacht werden / welcher nicht allein in Medicina zu vielen Krankheiten zu gebrauchen / sondern auch in Mechanicis und operationibus Chymicis sehr dienstlich erfunden worden / und geschieht die Bereitung also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.619200229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1605,"date":1659,"orig":"Samble dir in einem Faß/ von geſunden Manns-Perſonen/ eine gute Quantitaͤt Vrin zuſammen/ las ſeine Zeit ſtehen zu putrificiren/ vnd diſtillire davon einem Spiritum, welcher darnach in einem groſſen glaͤſern Retorten mit einem weiten Hals/ uͤber gebrandten Weinſtein muß rectificiret werden/ vnd kan allzeit derjenige/ welcher zu erſt uͤber gehet/ allein gefangen werden/ deßglichen der ander vnd dritte/ auff daß man den ſtaͤrckſten zur Bereytung metalliſcher Medicamenten/ vnd den Schwaͤchern zur Medicin alſo per ſe mit bequemen vehiculis vermiſchet/ gebrauchen koͤnne/ vnd kan das Saltz/ welches in der Rectification mit dem ſtaͤrckſten Spiritu uͤbergehet/ zu dem ſchwaͤchſten/ denſelben damit zu verſtaͤrcken/ gethan/ vnd alſo per ſe zu einem wolverwahrten Glas/ beſonder auffgehalten werden.","norm":"Sample dir in einem Fass / von gesunden Mannspersonen / eine gute Quantität Vrin zusammen / las seine Zeit stehen zu putrificiren / und destilliere davon einem Spiritum, welcher danach in einem großen gläsern Retorten mit einem weiten Hals / über gebrandeten Weinstein muss rektifizieret werden / und kann allzeit derjenige / welcher zuerst übergeht / allein gefangen werden / desgleichen der ander und dritte / auf dass man den stärksten zur Bereitung metallischer Medikamenten / und den Schwächeren zur Medizin also per se mit bequemen vehiculis vermischet / gebrauchen könne / und kann das Salz / welches in der Rektifikation mit dem stärksten Spiritu übergehet / zu dem schwächsten / denselben damit zu verstärken / getan / und also per se zu einem wohlverwahrten Glas / besondere aufgehalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.394599914550781} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1606,"date":1659,"orig":"Weilen aber dieſer Spiritus auß dem Vrin/ wie jetzt gelehret/ ſehr muͤhſam zu machen iſt/ ſo will ich auch vnderweiſen/ wie man denſelben auß dem Salmiac viel leichter machen/ vnd erlangen koͤnne.","norm":"Weilen aber dieser Spiritus aus dem Vrin / wie jetzt gelehrt / sehr mühsam zu machen ist / so will ich auch unterweisen / wie man denselben aus dem Salmiak viel leichter machen / und erlangen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1607,"date":1659,"orig":"Vnd verhaͤlt ſich die Bereytung alſo:","norm":"Und verhält sich die Bereitung also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sk","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.418900012969971} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1608,"date":1659,"orig":"Nimb Salis Armoniaci vnd Lapidis Calaminaris, eines ſo viel als des andern/ pulveriſire jedweders beſonder/ vnd miſche beyde zuſammen/ vnd trag davon auff einmal nicht mehr als ein oder zwey Loth in das gluͤende Geſchirꝛ/ daran ein groſſer Recipient liegen ſoll/ dann dieſer Spiritus gehet mit ſolcher Gewalt vnd Macht/ daß es vnmoͤglich were durch einen Retorten ohne Schaden ſolchen zu diſtilliren/ dann ich mehr als einen Recipienten damit zerbrochen/ ehe ich dieſes Inſtrument erfunden habe.","norm":"Nimm Salis Armoniaci und Lapidis Calaminaris, eines so viel als des anderen / pulverisiere jedwedes besondere / und mische beide zusammen / und trage davon auf einmal nicht mehr als ein oder zwei Lot in das glühende Geschirr / daran ein großer Recipient liegen soll / dann dieser Spiritus geht mit solcher Gewalt und Macht / dass es unmöglich wäre durch einen Retorten ohne Schaden solchen zu destillieren / dann ich mehr als einen Rezipienten damit zerbrochen / ehe ich dieses Instrument erfunden habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389500141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1609,"date":1659,"orig":"Wann ſich nun die Spiritus im Recipienten wol geſetzet haben/ ſo trage wieder ein wenig von deiner Mixtur eyn/ vnd las ſich die Spiritus ſetzen/ ſolches continuire ſo lang/ bis alle deine Materi eyngetragen iſt/ dann nimb den Recipienten ab/ vnd gieſſe den Spiritum in ein ſtarck Glas/ welches oben wol verwahret ſeyn muß/ aber nicht mit Wachs vnd Blaſen/ dann er das Wachs weich machet/ vnd die Blaſen durchgehet/ ſondern erſtlich mit einem Pappier zugeſtopffet/ vnd darauff mit lacca oder Schwefel zugefloͤſt/ ſo kan derſelbe nicht durchgehen/ vnd verlohren werden/ wem aber mehr daran gelegen iſt/ der laſſe jhme ſolche Glaͤſer machen/ gleich wie im fuͤnfften Theil/ alle ſubtile Spiritus zu behalten gelehret wird/ ſo iſt man verſichert/ daß derſelbe bleiben muß/ vnd gantz nicht exhaliren koͤnne.","norm":"Wann sich nun die Spiritus im Rezipienten wohl gesetzt haben / so trage wieder ein wenig von deiner Mixtur ein / und las sich die Spiritus setzen / solches kontinuiere so lang / bis alle deine Materie eingetragen ist / dann nimm den Rezipienten ab / und gieße den Spiritum in ein stark Glas / welches oben wohl verwahret sein muss / aber nicht mit Wachs und Blasen / dann er das Wachs weich macht / und die Blasen durchgehet / sondern erstlich mit einem Papier zugestopft / und darauf mit lacke oder Schwefel zugeflößt / so kann derselbe nicht durchgehen / und verloren werden / wem aber mehr daran gelegen ist / der lasse ihm solche Gläser machen / gleich wie im fünften Teil / alle subtile Spiritus zu behalten gelehrt wird / so ist man versichert / dass derselbe bleiben muss / und ganz nicht exhalieren könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831099987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1610,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolcher Spiritus, wann jhme kein Waſſer iſt fuͤrgeſchlagen worden/ ſtarck genug/ darff keines rectifieirens/ wer aber denſelben noch ſtaͤrcker haben will/ kan ſolchen durch einen glaͤſern Retorten rectificiren/ vnd zu ſeinem Gebrauch verwahren.","norm":"Und ist solcher Spiritus, wann ihm kein Wasser ist vorgeschlagen worden / stark genug / darf keines rectifieirens / wer aber denselben noch stärker haben will / kann solchen durch einen gläsern Retorten rektifizieren / und zu seinem Gebrauch verwahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1611,"date":1659,"orig":"Dieſes nun iſt der beſte Weg auß dem Salmiac einen ſtarcken Spiritum zu machen/ deßgleichen geſchicht auch wann man geraſpelt/ oder gefeylet Zinck/ an ſtatt Galmei nimmet/ vnd kan ſolches auch mit Zuſatz Salis Tartari, Holtzlaugen-Saltz/ vngeloͤſchten Kalck/ vnd dergleichen Dingen gethan werden/ giebt aber bey weitem einen ſo ſtarcken Spiritum nicht/ (wiewol auch alles dem vorigen gleich damit kan gethan werden) als der jenige/ welcher mit Galmei oder Zinck gemacht iſt.","norm":"Dieses nun ist der beste Weg aus dem Salmiak einen starken Spiritum zu machen / desgleichen geschieht auch wann man geraspelt / oder gefeilt Zink / anstatt Galmei nimmt / und kann solches auch mit Zusatz Salis Tartari, Holtzlaugen-Saltz / ungelöschten Kalk / und dergleichen Dingen getan werden / gibt aber bei weitem einen so starken Spiritum nicht / (wiewohl auch alles dem vorigen gleich damit kann getan werden) als derjenige / welcher mit Galmei oder Zink gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.444499969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1612,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1613,"date":1659,"orig":"Allhter kan ich nicht laſſen den guͤnſtigen Leſer zu berichten/ wie daß ich zu End der 5. Theilen meiner kuͤnſtlichen Oefen einen appendicem gemachet/ in welchem von vielen nuͤtzlichen vngemeinen vnd kuͤnſtlichen Secreten gehandelt worden/ vnter welchen auch in dem 17. paragrapho gedacht/ daß man auff eine beſondere geheime Weiß auß dem Vrin einen Spiritum volarilem in groſſer copia leichtleich koͤndte zurichten/ alſo daß auch 20. oder 30. ℔. deſſelben keinen Thaler zu ſtehen kaͤmen.","norm":"Alter kann ich nicht lassen den günstigen Leser zu berichten / wie dass ich zu Ende der 5. Teilen meiner künstlichen Öfen einen appendicem gemacht / in welchem von vielen nützlichen ungemeinen und künstlichen Sekreten gehandelt worden / unter welchen auch in dem 17. paragrapho gedacht / dass man auf eine besondere geheime Weiß aus dem Vrin einen Spiritum volarilem in großer copia leichtlich könnte zurichten / also dass auch 20. oder 30. ℔. desselben keinen Taler zu stehen kämen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.127399921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1614,"date":1659,"orig":"Weil aber ſolches ſchier bey allen/ die es geleſen/ wie auch andere Secreten die in demſelben appendice begriffen/ vnglaublich geſchienen/ vnd fuͤr ein Vnwarheit gehalten worden/ vnd denſelben appendicem (auff daß er deſto beſſer von vngeuͤbten vnd vermeinten Philoſophis, Medicis vnd Chymicis moͤchte geglaubt vnd angenommen werden) ein wenig außzulegen/ vnd zu expliciren auch Vrſach gegeben hat/ in welcher explication ich bekennet/ daß nicht allein dasjenige wahr ſey/ was ich in dem appendice geſchrieben/ nemblich daß man 20. oder 30. ℔. Spiritus urinæ, ſondern wol 100. ℔ fuͤr einen Thaler/ vnd ſolches ohne Fewer/ vnd bekandte Diſtillirgefaͤſſe/ allein in hoͤltzern Faͤſſern/ zeugen oder bereyten koͤnne; zu dem Ende/ auff daß man die Moͤglichkeit der Natur vnd Kunſt dardurch erfahren moͤchte.","norm":"Weil aber solches schier bei allen / die es gelesen / wie auch andere Sekreten die in demselben appendice begriffen / unglaublich geschienen / und für ein Unwahrheit gehalten worden / und denselben appendicem (auf dass er desto besser von ungeübten und vermeinten Philosophis, Medicis und Chymicis möchte geglaubt und angenommen werden) ein wenig auszulegen / und zu explizieren auch Ursache gegeben hat / in welcher Explikation ich bekennet / dass nicht allein dasjenige wahr sei / was ich in dem appendice geschrieben / nämlich dass man 20. oder 30. ℔. Spiritus urinae, sondern wohl 100. ℔ für einen Taler / und solches ohne Feuer / und bekannte Distillirgefässe / allein in hölzern Fässern / zeugen oder bereiten könne; zu dem Ende / auf dass man die Möglichkeit der Natur und Kunst dadurch erfahren möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.082600116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1615,"date":1659,"orig":"Aber was hat es gefruchtet? gantz nichts:","norm":"Aber was hat es gefruchtet? ganz nichts:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.185500144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1616,"date":1659,"orig":"Dann gleich wie das erſte nicht iſt geglaubet worden/ alſo iſt es auch dem andern wiederfahren/ vnd endlich von den nasweiſen vnd vnerfahrnen Spoͤttern vnd Laͤſtermaͤnlern gantz fuͤr vnmoͤglich vnd vnnatuͤrlich als ein Lugen außgeruffen.","norm":"Dann gleich wie das erste nicht ist geglaubt worden / also ist es auch dem anderen widerfahren / und endlich von den nasweisen und unerfahrenen Spöttern und Lästermänlern ganz für unmöglich und unnatürlich als ein Lügen ausgerufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1617,"date":1659,"orig":"Welches/ nachdem es mir zu Ohren kommen/ mich nicht wenig verdroſſen/ vnd ſehr gerewet hat/ daß ich meine Inventiones, welche mir ſo manchen ſchweiß/ wie auch manchen Pfenning/ in Erfahrung derſelben/ außgejaget/ nun in ſolche Verachtung bey boͤſen vnd vnwiſſenden Menſchen gerathen ſolten/ vnd viemal gewuͤntſchet/ daß ich niemal zu ſchreiben haͤtte angefangen/ welches auch/ wann es nicht geſchehen/ nimmer geſchehen wuͤrde.","norm":"Welches / nachdem es mir zu Ohren kommen / mich nicht wenig verdrossen / und sehr gereuet hat / dass ich meine Inventiones, welche mir so manchen schweiß / wie auch manchen Pfennig / in Erfahrung derselben / ausgejagt / nun in solche Verachtung bei bösen und unwissenden Menschen geraten sollten / und viemal gewünscht / dass ich niemals zu schreiben hätte angefangen / welches auch / wann es nicht geschehen / nimmer geschehen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1618,"date":1659,"orig":"Gleichwol auff daß die Fommen/ die es wuͤrdig ſeyn moͤchten/ ſolche Secreten zu wiſſen/ auch ſehen/ daß ich nicht zu viel/ ſondern die lautere Warheit geſchrieben habe/ vnd auch ſolches darthun vnd beweiſen koͤnne/ ſo hab ich nicht vnterlaſſen koͤnnen ſolchen Secretum jedermaͤuniglich/ ſonderlich uͤmb der Krancken willen/ welchen es viel gutes thun kan/ zu offenbaren.","norm":"Gleichwohl auf dass die Fommen / die es würdig sein möchten / solche Sekreten zu wissen / auch sehen / dass ich nicht zu viel / sondern die lautere Wahrheit geschrieben habe / und auch solches dartun und beweisen könne / so habe ich nicht unterlassen können solchen Secretum jedermäuniglich / sonderlich um der Kranken willen / welchen es viel Gutes tun kann / zu offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314300060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1619,"date":1659,"orig":"Vnd geſchiehet ſolche vnbekandte/ vnd von den vnwiſſenden Menſchen vngeglaubte kuͤnſtliche Diſtillation auff dieſe Weiß: Nemblich/ man ſamblet eine gute Quantitaͤt Vrin in ein Faß zuſammen/ vnd bewahret ſolchen zum diſtilliren/ wie allhier folget;","norm":"Und geschieht solche Unbekannte / und von den unwissenden Menschen ungeglaubte künstliche Destillation auf diese Weiß: nämlich / man sammelt eine gute Quantität Vrin in ein Fass zusammen / und bewahret solchen zum Destillieren / wie allhier folget;","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80079984664917} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1620,"date":1659,"orig":"Erſtlich ſoll man haben 2. Faͤſſer in gleicher Groͤſſe/ vngefaͤhr ein Ohm/ wenig oder mehr/ haltende/ nachdem man viel Spiritus machen will/ vnd die oͤbern Boͤden herauß nehmen/ alsdann zwey Hoͤltzer/ welche 2. oder 3. zwerg-Finger dick ſeyn/ auff den vntern Boden legen/ auff welche Hoͤltzer man einen geloͤcherten Boden legen/ vnd mit Naͤgeln ein wenig anhaͤfften ſoll/ auff daß derſelbe/ wann der Miſt vnd Vrin hineyn geſchuͤttet wird/ ſich nicht verꝛucken/ vnd das Werck verhindern koͤnne; darnach ſoll man die Faͤſſer bis auff ein zwerg-Hand nahe voll Pferdskoth/ welches allein Habern gefreſſen hat/ fuͤllen/ vnd die oͤbern Boͤden auch wieder hineyn ſetzen/ welche Loͤcher haben ſollen/ dadurch man den Vrin auff den Miſt durch einen Trechter gieſſen koͤnne.","norm":"Erstlich soll man haben 2. Fässer in gleicher Größe / ungefähr ein Ohm / wenig oder mehr / haltende / nachdem man viel Spiritus machen will / und die Obern Böden herausnehmen / alsdann zwei Hölzer / welche 2. oder 3. Zwergfinger dick sein / auf den unteren Boden legen / auf welche Hölzer man einen gelöcherten Boden legen / und mit Nägeln ein wenig anheften soll / auf dass derselbe / wann der Mist und Vrin hineingeschüttet wird / sich nicht verrücken / und das Werk verhindern könne; danach soll man die Fässer bis auf ein Zwerg-Hand nahe voll Pferdskot / welches allein Habern gefressen hat / füllen / und die Obern Böden auch wieder hineinsetzen / welche Löcher haben sollen / dadurch man den Vrin auf den Mist durch einen Träger gießen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8770999908447275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1621,"date":1659,"orig":"Wann nun beyde Faͤſſer alſo vnten mit geloͤcherten Boͤden zugerichtet/ vnd mit Miſt gefuͤllet ſeyn/ ſo ſoll man dieſelbe auff einen Banck oder Stuhl nebeneinander ſetzen/ vñ ein jedweder Faß vnten zwiſchen die beyden Boͤden/ nemblich den gantzen vnd geloͤcherten/ ein Loch bohren/ vnd ein hoͤltzern Gran hineyn ſtecken/ dardurch man den Vrin/ wann es noͤtig/ von dem Miſt/ wie du hernach hoͤren wirſt/ abzapffen kan.","norm":"Wann nun beide Fässer also unten mit gelöcherten Böden zugerichtet / und mit Mist gefüllt sein / so soll man dieselbe auf einen Bank oder Stuhl nebeneinander setzen / und ein jedweder Fass unten zwischen die beiden Böden / nämlich den ganzen und gelöcherten / ein Loch bohren / und ein hölzern Gran hineinstecken / dadurch man den Vrin / wann es nötig / von dem Mist / wie du hernach hören wirst / abzapfen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1622,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſoll men auch in jedweder Faß/ recht vnter dem oͤbern Boden uͤber dem Miſt ein Loch bohren zweyer oder dreyer Finger weit/ vnd ein hoͤltzerne Roͤhren 1. oder 2. Spannen lang dareyn ſtecken; darnach ſoll man zu den 2. Faͤſſern darinn der Miſt iſt/ auch noch ein ander Faß ſtellen/ welches etwas groͤſſer ſey als diejenige/ welche mit dem Miſt gefuͤllet/ durch welches Mitte eine Roͤhr von gutem feinem Zinn ſoll eyngeſteckt werden/ alſo oder auff ſolche Weiß/ gleich wie die Brandtenwein-Brenner jhre Kuͤhlfaͤſſer zurichten; auch ſoll dieſelbe Roͤhren alſo mit einer Zwiefel zugerichtet ſeyn/ daß ſie die beyde hoͤltzerne oder zinnerne Roͤhren/ welche auß den beyden Faͤſſern gehen/ da der Vrin inn iſt/ eynverleibe/ vnd die Spiritus, welche herauß ſteigen/ zugleich empfangen vnd abkuͤhlen moͤge/ vnd ſoll daſſelbe Faß allezeit mit kaltem Waſſer gefuͤllet erhalten werden:","norm":"Desgleichen soll men auch in jedweder Fass / recht unter dem Obern Boden über dem Mist ein Loch bohren zweier oder dreier Finger weit / und ein hölzerne Röhren 1. oder 2. Spannen lang darein stecken; danach soll man zu den 2. Fässern darin der Mist ist / auch noch ein ander Fass stellen / welches etwas größer sei als diejenige / welche mit dem Mist gefüllt / durch welches Mitte eine Röhr von gutem feinem Zinn soll eingesteckt werden / also oder auf solche Weiß / gleich wie die Brandtenwein-Brenner ihre Kühlfässer zurichten; auch soll dieselbe Röhren also mit einer Zwiebel zugerichtet sein / dass sie die beide hölzerne oder zinnerne Röhren / welche aus den beiden Fässern gehen / da der Vrin in ist / einverleibe / und die Spiritus, welche heraussteigen / zugleich empfangen und abkühlen möge / und soll dasselbe Fass allezeit mit kaltem Wasser gefüllt erhalten werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.110599994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1623,"date":1659,"orig":"Zu hinderſt aber des Faſſes/ da die zinnerne Roͤhren herauß gehet/ ſoll ein Glas/ darinn ſich der Spiritus urinæ ſamble/ geleget/ vnd verlutirt werden.","norm":"Zu hinderst aber des Fasses / da die zinnerne Röhren herausgeht / soll ein Glas / darin sich der Spiritus urinae samble / gelegt / und verlutirt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1624,"date":1659,"orig":"Wann nun ſolches alles wol augeſtellet iſt/ ſo gieſſet man das eine Faß von den zweyen darinn der Pferdmiſt iſt/ bis obenan voll des geſambleten Vrins/ doch nicht gar zu voll/ auff daß der Vrin nicht durch die Roͤhren herauß lauffe/ vnd laͤßt ſolchen einen Tag daruͤber ſtehen.","norm":"Wann nun solches alles wohl augestellet ist / so gießet man das eine Fass von den zweien darin der Pferdmist ist / bis obenan voll des gesambleten Vrins / doch nicht gar zu voll / auf dass der Vrin nicht durch die Röhren heraus laufe / und lässt solchen einen Tag darüber stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535299777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1625,"date":1659,"orig":"Mitlerweil wird der Miſt in dem andern Faß gantz heiß/ wann ſolches geſchehen/ ſo zapffe den Vrin durch den hoͤltzern Granen von dem einen Faß/ vnd gieſſe denſelben auff den heiſſen Miſt/ ſo kuͤhlet er ſich wieder ab/ vnd bleibet gut/ ſonſt wuͤrde er verbrennen/ vnd zu dieſer Diſtillation nicht koͤnnen gebrauchet werden.","norm":"Mittlerweile wird der Mist in dem anderen Fass ganz heiß / wann solches geschehen / so zapfe den Vrin durch den hölzern Granen von dem einen Fass / und gieße denselben auf den heißen Mist / so kühlet er sich wieder ab / und bleibt gut / sonst würde er verbrennen / und zu dieser Destillation nicht können gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1626,"date":1659,"orig":"Indem nun der Vrin auff dem warmen Miſt ſtehet/ ſo wird der ander Miſt in dem erſten Faß/ daruͤber der Vrin geſtanden/ auch heiß/ vnd duͤnſtet oder diſtilliret auß eygener Krafft einen Spiritum urinæ durch die Roͤhren in den Recipienten:","norm":"Indem nun der Vrin auf dem warmen Mist steht / so wird der ander Mist in dem ersten Fass / darüber der Vrin gestanden / auch heiß / und dünstet oder destillieret aus eigener Kraft einen Spiritum urinae durch die Röhren in den Rezipienten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.591400146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1627,"date":1659,"orig":"Vnd wann du merckeſt daß der Miſt gar zu heiß werden will/ ſolſtu den Vrin vom andern Faß auch abzapffen/ vnd uͤber den warmen Miſt gieſſen/ vnd alſo ſolche Arbeit des gieſſens von einem Faß auff das andere ſo lang vnd offt wiederholen/ bis daß du Spiritus genug haſt.","norm":"Und wann du merkest dass der Mist gar zu heiß werden will / sollst du den Vrin vom anderen Fass auch abzapfen / und über den warmen Mist gießen / und also solche Arbeit des Gießens von einem Fass auf das andere so lang und oft wiederholen / bis dass du Spiritus genug hast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.897299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1628,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1629,"date":1659,"orig":"Wann der Vrin ſich mindert/ vnd den Warmen Miſt nicht bedecken kan/ ſo muß man andern zugieſſen/ alſo daß derſelbe allzeit uͤber dem Miſt außgehen/ ſolchen befeuchten vnd abkuͤhlen moͤge.","norm":"Wann der Vrin sich mindert / und den warmen Mist nicht bedecken kann / so muss man anderen zugießen / also dass derselbe allzeit über dem Mist ausgehen / solchen befeuchten und abkühlen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790800094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1630,"date":1659,"orig":"Vnd wann du Spiritus genug diſtilliret vnd geſamlet haſt/ ſo kanſtu deine Diſtillation eynſtellen/ vnd die Faͤſſer mit dem Miſt mit Vrin uͤberſchuͤtten/ auff daß ſie nicht erwarmen vnd verderben/ vnd alſo ſtehen laſſen/ ſo lang bis du mehr Spiritus vonnoͤthen haſt; oder du kanſt den Miſt hinweg werffen/ vnd wann du wieder mehr Spiritus machen wilt/ andere in die Faͤſſer fuͤllen/ mit Vrin uͤbergieſſen/ vnd denſelben davon diſtilliren/ wie gelehret iſt.","norm":"Und wann du Spiritus genug destillieret und gesammelt hast / so kannst du deine Destillation einstellen / und die Fässer mit dem Mist mit Vrin überschütten / auf dass sie nicht erwarmen und verderben / und also stehen lassen / so lang bis du mehr Spiritus vonnöten hast; oder du kannst den Mist hinwegwerfen / und wann du wieder mehr Spiritus machen willst / andere in die Fässer füllen / mit Vrin übergießen / und denselben davon destillieren / wie gelehrt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.99589991569519} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1631,"date":1659,"orig":"Solcher Spiritus aber/ wiewol er zimlich ſtarck auff dieſe Weiß uͤbergehet/ kan hernach/ wann man will/ in Glaͤſern weiters rectificirt/ vnd zu ſeinem Gebrauch bewahret vnd angewendet werden.","norm":"Solcher Spiritus aber / wiewohl er ziemlich stark auf diese Weiß übergehet / kann hernach / wann man will / in Gläsern weiteres rektifiziert / und zu seinem Gebrauch bewahret und angewendet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1632,"date":1659,"orig":"Alſo vnd auff gleiche Weiſe kan man auch ohne Fewer einen Eſſig diſtilliren/ aber nicht uͤber Miſt/ ſondern uͤber Wein-Trebern den Eſſig von einem Faß zum andern geſchuͤttet/ wie allhier bey dem Spiritu urinæ gelehret worden iſt.","norm":"Also und auf gleiche Weise kann man auch ohne Feuer einen Essig destillieren / aber nicht über Mist / sondern über Weintrebern den Essig von einem Fass zum anderen geschüttet / wie allhier bei dem Spiritu urinae gelehrt worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242099761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1633,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan auch ohne Fewer ein Spiritus Vini, oder Brandtewein in ſehr groſſer Menge diſtilliret werden/ alſo/ daß mans taͤglich/ wann die Faͤſſer gros ſeyn/ mehr als ein gantze Ohm/ mit groſſem Nutzen ſolte machen koͤnnen/ ſoll aber nicht uͤber Miſt/ oder Trebern/ ſondern uͤber eine ſolche Materi/ welche den Brandtewein uͤbertreibt/ vnd doch nicht alterirt/ diſtilliret werden.","norm":"Desgleichen kann auch ohne Feuer ein Spiritus Vini, oder Branntwein in sehr großer Menge destillieret werden / also / dass man es täglich / wann die Fässer groß sein / mehr als ein ganze Ohm / mit großem Nutzen sollte machen können / soll aber nicht über Mist / oder Trebern / sondern über eine solche Materie / welche den Branntwein übertreibt / und doch nicht alteriert / destillieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632800102233887} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1634,"date":1659,"orig":"Alſo haſtu nun gehoͤret/ du Holluncke vnd Veraͤchter der Warheit/ daß ich nicht zu viel geſchrieben/ ſondern wann es die Noth erforderte (welches aber nicht rathſam were die Perlen fuͤr die Schwein zu werffen) koͤnte ich alle meine Schrifften alſo vertheidigen/ vnd dir vnd deines gleichen/ als vngeſchickten neydiſchen Spoͤttern/ das Maul damit zu ſtopffen.","norm":"Also hast du nun gehöret / du Holluncke und Verächter der Wahrheit / dass ich nicht zu viel geschrieben / sondern wann es die Not erforderte (welches aber nicht ratsam wäre die Perlen für die Schwein zu werfen) könnte ich alle meine Schriften also verteidigen / und dir und deines gleichen / als ungeschickten neidischen Spöttern / das Maul damit zu stopfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.077300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1635,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXVII. Folget der Proceß.","norm":"CAP. LXXXVII. Folget der Prozess.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.51609992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1636,"date":1659,"orig":"NImb ein Pfund Salis Armoniaci pulveriſati, vnd auch ſo viel Salis Tartari, miſche beyde ſpecies mit einer Laugen von Weinſtein/ oder nur gemein Waſſer einem Papp gleich zuſammen/ vnd trag davon auff einmal einen Eßloͤffel voll eyn/ vnd las den Spiritum gehen/ dann mehr/ ſo lang bis du Spiritus genug haſt.","norm":"Nimm ein Pfund Salis Armoniaci pulverisati, und auch so viel Salis Tartari, mische beide species mit einer Laugen von Weinstein / oder nur gemein Wasser einem Papp gleich zusammen / und trage davon auf einmal einen Esslöffel voll ein / und las den Spiritum gehen / dann mehr / so lang bis du Spiritus genug hast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.947500228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1637,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1638,"date":1659,"orig":"Man kan auch wol das Sal Tartari trucken ohne Laugen oder Waſſer mit dem Salmiac miſchen/ vnd diſtilliren/ iſt aber nicht ſo gut/ als wann die Mixtur angefeuchtet iſt/ dann alſo trucken gehet der Spiritus in forma Salis volatilis uͤber/ naß aber der meiſte theil in Geſtalt eines fewrigen vnd brennendes Geiſtes/ deßgleichen kan auch die Mixtur von Kalck vnd Salmiac mit Laugen angefeuchtet werden/ giebt mehr Spiritus als trucken gediſtilliret.","norm":"Man kann auch wohl das Soll Tartari trocken ohne Laugen oder Wasser mit dem Salmiak mischen / und destillieren / ist aber nicht so gut / als wann die Mixtur angefeuchtet ist / dann also trocken geht der Spiritus in forma Salis volatilis über / nass aber der meiste Teil in Gestalt eines feurigen und brennendes Geistes / desgleichen kann auch die Mixtur von Kalk und Salmiak mit Laugen angefeuchtet werden / gibt mehr Spiritus als trocken gedistilliret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881499767303467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1639,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand fragen/ warumb muß dem Salmiac, Galmei, Zinck/ vngeloͤſchter Kalck/ gebrandter Weinſtein/ Saltz von Holtzaͤſchen/ fixer Salpeter/ oder dergleichen durchs Fewer bereyte Dinge/ zugeſetzet werden/ iſt es nicht gleich viel/ ob ich einen Bolum, oder ein andere Erden/ (gleich bey andern Salien geſchicht) zuſetze/ vnd einen Spiritum davon diſtillire/ warumb muͤſſen es eben dieſe obbeſchriebene Mineralien vnd Salia fixa ſeyn?","norm":"Möchte jemand fragen / warum muss dem Salmiak, Galmei, Zink / ungelöschter Kalk / gebrandeter Weinstein / Salz von Holzäschen / fixer Salpeter / oder dergleichen durchs Feuer bereite Dinge / zugesetzt werden / ist es nicht gleich viel / ob ich einen Bolum, oder ein andere Erden / (gleich bei anderen Salien geschieht) zusetze / und einen Spiritum davon destilliere / warum müssen es eben diese obbeschriebene Mineralien und Salia fixa sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333199977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1640,"date":1659,"orig":"Darauff berichte ich/ daß in dem Sal Armoniac zweyerley Salien ſeyn/ nemblich ein Sal Acidum, commune, vnd ein Sal Volatile Urinæ, welche beyde ohne des einen Toͤdung nicht wol zu ſcheyden ſeyn/ dann ſo ſie die Hitze fuͤhlen/ fuͤhret das Sal Urinæ Volatile zugleich auch das Sal Acidum mit ſich in die Hoͤhe/ vnd giebt zuſamen einen ſublimat, eben ſolcher Kraͤfften vnd Weſens als ein gemeiner Salmiac, welcher nicht ſublimiret iſt/ außgenommen daß der ſublimirte Salmiac reiner als der gemeine iſt.","norm":"Darauf berichte ich / dass in dem Soll Armoniac zweierlei Salien sein / nämlich ein Soll Acidum, commune, und ein Soll volatile Urinae, welche beide ohne des einen Tötung nicht wohl zu scheiden sein / dann so sie die Hitze fühlen / führt das Soll Urinae Volatile zugleich auch das Soll Acidum mit sich in die Höhe / und gibt zusamen einen sublimat, eben solcher Kräften und Wesens als ein gemeiner Salmiak, welcher nicht sublimieret ist / ausgenommen dass der sublimierte Salmiak reiner als der gemeine ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892099857330322} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1641,"date":1659,"orig":"Vnd wuͤrde gantz kein Spiritus davon uͤbergehen/ wann man denſelben mit Bolo, Ziegelmaͤhl/ Sand/ oder einer andern krafftloſen Erden vermiſchen/ vnd diſtilliren wolte/ ſondern nur das gantze Saltz/ gleich es an ſich ſelber iſt/ mit Hinderlaſſung ſeiner terꝛeſtriret/ alſo trucken ſich auffſublimiren/ daß aber ſolches mit Galmei (welcher auch einer Erden gleich iſt) nicht geſchicht/ ſondern eine Scheydung der Salien giebt/ vnd ein Volatiliſcher Spiritus uͤbergehet/ iſt dieſe Vrſach/ nemblich/ weilen der Galmei oder Zinck ſolcher Natur iſt/ daß er groſſe Gemeynſchafft mit allen acidis hat/ dieſelbe ſehr liebet/ vnd auch von jhnen geliebet wird/ (wie etlicher maſſen im Erſten Theil davon erwehnet worden) alſo haͤncket ſich das ſal acidum in der Waͤrme an denſelben/ verbindet ſich damit/ dadurch das Sal Volatile ledig gemacht/ vnd zu einem ſubtilen Spiritu diſtilliret wird.","norm":"Und würde ganz kein Spiritus davon übergehen / wann man denselben mit Bolo, Ziegelmehl / Sand / oder einer anderen kraftlosen Erden vermischen / und destillieren wollte / sondern nur das ganze Salz / gleich es an sich selber ist / mit Hinderlassung seiner terrestriret / also trocken sich auffsublimiren / dass aber solches mit Galmei (welcher auch einer Erden gleich ist) nicht geschieht / sondern eine Scheidung der Salien gibt / und ein Volatilischer Spiritus übergehet / ist diese Ursache / nämlich / weilen der Galmei oder Zink solcher Natur ist / dass er große Gemeinschaft mit allen acidis hat / dieselbe sehr liebet / und auch von ihnen geliebt wird / (wie etlicher Maßen im ersten Teil davon erwähnt worden) also henket sich das soll acidum in der Wärme an denselben / verbindet sich damit / dadurch das Soll volatile ledig gemacht / und zu einem subtilen Spiritu destillieret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1642,"date":1659,"orig":"Welches nicht geſchehen haͤtte koͤnnen/ wann nicht Sal acidum durch den Galmei oder Zinck zuruͤck gehalten were.","norm":"Welches nicht geschehen hätte können / wann nicht Soll acidum durch den Galmei oder Zink zurückgehalten wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7778000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1643,"date":1659,"orig":"Daß aber ein Spiritus uͤbergehet/ wann Salia fixa zugeſetzet werden/ geſchicht darumb.","norm":"Dass aber ein Spiritus übergehet / wann Salia fixa zugesetzt werden / geschieht darum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.836299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1644,"date":1659,"orig":"Weilen die Salia fixa den Acidis entgegen ſeyn/ vnd dieſelbe ſo ſie die uͤberhand haben/ toͤden/ vnd jhnen jhre Krafft benehmen.","norm":"Weilen die Salia fixa den Acidis entgegen sein / und dieselbe so sie die überhand haben / töten / und ihnen ihre Kraft benehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.42609977722168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1645,"date":1659,"orig":"Dardurch dasjenige/ damit ſie vermiſchet ſeyn/ von ſeinem Band entlediget wird/ alſo geſchicht auch allhier bey dem Salmiac, wann nemblich durch Zuthun eines Vegetabiliſchen fixen Saltzes/ die ariditaͤt bey dem Salmiac getoͤdet wird/ dardurch das Sal Urinæ, welches zuvorn damit gebunden war/ ſeine vorige Freyheit vnd Krafft ſich in die Hoͤhe zu ſchwingen/ vnd in einen Spiritum zu gehen/ erlanget.","norm":"Dadurch dasjenige / damit sie vermischet sein / von seinem Band entlediget wird / also geschieht auch allhier bei dem Salmiak, wann nämlich durch Zutun eines Vegetabilischen fixen Salzes / die aridität bei dem Salmiak getötet wird / dadurch das Soll Urinae, welches zuvor damit gebunden war / seine vorige Freiheit und Kraft sich in die Höhe zu schwingen / und in einen Spiritum zu gehen / erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.30210018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1646,"date":1659,"orig":"Welches nicht geſchehen haͤtte koͤnnen/ wann dem Salmiac an ſtatt eines Salis Tartari ein Sal commune were beygethan worden/ dann das Sal Urinæ, dardurch (als noch von einem groͤſſern Feind) viel mehr getoͤdet/ vnd zuruͤck gehalten were/ vnd keinen Spirtum haͤtte geben koͤnnen.","norm":"Welches nicht geschehen hätte können / wann dem Salmiak anstatt eines Salis Tartari ein Soll commune wäre beigetan worden / dann das Soll Urinae, dadurch (als noch von einem größeren Feind) viel mehr getötet / und zurück gehalten wäre / und keinen Spirtum hätte geben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.354899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1647,"date":1659,"orig":"Dieſes habe ich den Vnwiſſenden ein wenig bedeuten vnd anzeigen muͤſſen/ welche es ſchon gewuſt haben/ denen wird es nichts ſchaden/ vnd andern welche es nicht wiſſen/ viel Nutzen bringen/ vnd zu andern laboribus ein Liecht ſeyn/ dann ich vielmal geſehen/ vnd noch taͤglich erfahre/ daß der mehrertheil Laboranten/ alles das ſie thun/ ſie habens gleich auß leſen/ ſehen oder hoͤren/ gleich als ein Handwerck dahin ſudeln/ wiſſen im geringſten jhres Thuns/ warumb dis oder jenes geſchicht/ oder geſchehen muͤſſe/ kein rationes, oder gruͤndliche Reden darzu thun/ ſuchen nicht der Salien/ Mineralien/ vnd anderer Materialien Naturen vnd Eygenſchafften zu erlernen/ ſondern behelffen ſich nur mit dem recipe.","norm":"Dieses habe ich den Unwissenden ein wenig bedeuten und anzeigen müssen / welche es schon gewusst haben / denen wird es nichts schaden / und anderen welche es nicht wissen / viel Nutzen bringen / und zu anderen laboribus ein Licht sein / dann ich vielmal gesehen / und noch täglich erfahre / dass der Mehrerteil Laboranten / alles das sie tun / sie habens gleich aus lesen / sehen oder hören / gleich als ein Handwerk dahin sudeln / wissen im Geringsten ihres Tuns / warum dies oder jenes geschieht / oder geschehen müsse / kein rationes, oder gründliche Reden dazutun / suchen nicht der Salien / Mineralien / und anderer Materialien Naturen und Eigenschaften zu erlernen / sondern behelfen sich nur mit dem recipe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23859977722168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1648,"date":1659,"orig":"Alſo hat dieſer oder jener geſchrieben/ ſo muß es ſeyn/ vnd bey Leib nicht anderſt/ da doch offtermahls ſolche Buͤcher nur zuſammen gelappte Stuͤckwerck auß vielen Scribenten ſeyn.","norm":"Also hat dieser oder jener geschrieben / so muss es sein / und bei Leib nicht anders / da doch öftermals solche Bücher nur zusammen gelappte Stückwerk aus vielen Skribenten sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1649,"date":1659,"orig":"Die jenige auch/ welche ſich alſo an viel Buͤcher haͤncken/ ſelten zu etwas gutes kommen koͤnnen/ ſondern werden nur von einem Irꝛgarten in den andern gefuͤhret/ ſo lang bis ſie jhr Leben muͤhſamblich/ in viel Wachen/ Geſtanck/ vnd Sorgen hinſchleiſſen/ wann ſie aber den Dingen erſtlich fleiſſig nachdaͤchten/ die Natur erkennen lerneten/ vnd dann das Werck in die Hand nehmen/ ſo wuͤrden ſie eher zu guter Erkandnuͤs kommen koͤnnen.","norm":"Diejenige auch / welche sich also an viel Bücher henken / selten zu etwas Gutes kommen können / sondern werden nur von einem Irrgarten in den anderen geführt / so lang bis sie ihr Leben mühsamblich / in viel Wachen / Gestank / und Sorgen hinschleissen / wann sie aber den Dingen erstlich fleißig nachdächten / die Natur erkennen lernten / und dann das Werk in die Hand nehmen / so würden sie eher zu guter Erkandnüs kommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308499813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1650,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey im vorbeygehen geſagt/ verhoffe der jrꝛende werde es jhme gefallen laſſen/ der es zuvorn weiß/ mag es dem Vnwiſſenden mit mir goͤnnen/ vnd ſich daruͤber nicht beſchweren.","norm":"Dieses sei im Vorbeigehen gesagt / verhoffe der irrende werde es ihm gefallen lassen / der es zuvor weiß / mag es dem Unwissenden mit mir gönnen / und sich darüber nicht beschweren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823599815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1651,"date":1659,"orig":"Die Remanentz nach geſchehener Diſtillation iſt auch noch zu gebrauchen/ wann der Zuſatz mit Sale Tartari iſt geſchehen/ ſo kan man einen Fluß die Calces Metallorum damit zu reduciren daraus machen.","norm":"Die Remanenz nach geschehener Destillation ist auch noch zu gebrauchen / wann der Zusatz mit Sale Tartari ist geschehen / so kann man einen Fluss die Calces Metallorum damit zu reduzieren daraus machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.400700092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1652,"date":1659,"orig":"Vom Galmei aber oder Zinck/ giebt es per deliquium ein klar weiß/ vnd ſchwer ſcharpff Olcum, dann das ſcharpffe Theil Salis Armoniaci, welches nicht zu Spiritu worden iſt/ hat den Galmei ſolviret, iſt ſchier ſolcher Kraͤfften aͤnſſerlich in Chirurgia zu gebrauchen/ als das jenige/ welches oben im Erſten Theil auß dem Galmei vnd Spiritu Salis zu machen iſt gelehret worden/ nur daß dieſes in der Diſtillation kein ſolchen ſtarcken Spiritum als jenes/ ſondern nur einen ſcharpffen Sublimat giebet.","norm":"Vom Galmei aber oder Zink / gibt es per deliquium ein klar weiß / und schwer scharf Olcum, dann das scharfe Teil Salis Armoniaci, welches nicht zu Spiritu worden ist / hat den Galmei solvieret, ist schier solcher Kräften änsserlich in Chirurgia zu gebrauchen / als dasjenige / welches oben im ersten Teil aus dem Galmei und Spiritu Salis zu machen ist gelehrt worden / nur dass dieses in der Destillation kein solchen starken Spiritum als jenes / sondern nur einen scharfen Sublimat gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.056600093841553} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1653,"date":1659,"orig":"CAP LXXXVIII. De Uſu & Virtute Spiritus Salis Armoniaci.","norm":"CAP LXXXVIII. De Usu & Virtute Spiritus Salis Armoniaci.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.704800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1654,"date":1659,"orig":"DIeſer Spiritus, iſt einer ſehr ſcharpffen vnd durchdringenden Eygenſchafft/ luͤfftiger/ feuchter vnd warmer Natur/ derohalben er in vielen Kranckheiten mit Ehren kan gebraucht werden/ ſo davon 8.10.12. mehr oder weniger Tropffen/ mit bequemen vehiculis eingenommen wird/ ſo durchgehet er den Leib alſobalden/ als ein durchdringendes Weſen/ macht ſchnell ſchwitzen/ benimpt die obſtructiones lienis, oͤffnet/ zertheilet/ vnd treibet viel boͤſes durch den Schweiß auß dem Blut/ curiret Quartanam, Colicam, Suffocationem matricis, vnd andere Kranckheiten mehr.","norm":"Dieser Spiritus, ist einer sehr scharfen und durchdringenden Eigenschaft / luftiger / feuchter und warmer Natur / derohalben er in vielen Krankheiten mit Ehren kann gebraucht werden / so davon 8.10. 12 . mehr oder weniger Tropfen / mit bequemen vehiculis eingenommen wird / so durchgehet er den Leib alsobald / als ein durchdringendes Wesen / macht schnell schwitzen / benimmt die obstructiones lienis, öffnet / zerteilet / und treibet viel Böses durch den Schweiß aus dem Blut / kurieret Quartanam, Colicam, Suffocationem matricis, und andere Krankheiten mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.165500164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1655,"date":1659,"orig":"In Summa/ dieſer Spiritus iſt eine ſichere Medicin/ alle zaͤhe/ grobe vnd gifftige humores, ſchnell vnd kraͤfftiglich zu zertheilen vnd außzufuͤhren.","norm":"In Summa / dieser Spiritus ist eine sichere Medizin / alle zähe / grobe und giftige Humores, schnell und kräftiglich zu zerteilen und auszuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.035699844360352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1657,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auch in verhaltenen Monatszeiten der Weiber/ durch ein bequem Inſtrumentlein ſpiritualiſcher weiß applicirt/ oͤffnet bald/ reiniget die Mutter/ vnd macht fruchtbar/ alſo daß man ſich uͤber ſeine ſchnelle Operation verwundern muß.","norm":"Desgleichen auch in verhaltenen Monatszeiten der Weiber / durch ein bequem Instrumentlein spiritualischer weiß appliziert / öffnet bald / reiniget die Mutter / und macht fruchtbar / also dass man sich über seine schnelle Operation verwundern muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014299869537353} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1658,"date":1659,"orig":"Mit gemein Waſſer vermiſchet/ vnd in den Mund gehalten/ ſtillet das Zahnweh (ſo ſcharpffe Fluͤß darein gefallen.)","norm":"Mit gemein Wasser vermischet / und in den Mund gehalten / stillet das Zahnweh (so scharfe Fluss darein gefallen.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.690499782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1659,"date":1659,"orig":"Ein wenig mit einem Cliſtir geben/ toͤdet die Wuͤrm im Leib/ vnd ſtillet Colicam.","norm":"Ein wenig mit einem Klistier geben / tötet die Wurm im Leib / und stillet Colicam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128699779510498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1660,"date":1659,"orig":"Weiters kan auch dieſer Spiritus zu vielen andern Sachen gebrauchet werden/ inſonderheit kan man damit viel herꝛliche vnd kraͤfftige Medicamenten auß den Metallen, vnd Mineralien zurichten/ davon etliche ſollen beſchrieben werden/ wie folget.","norm":"Weiters kann auch dieser Spiritus zu vielen anderen Sachen gebraucht werden / in Sonderheit kann man damit viel herrliche und kräftige Medikamenten aus den Metallen, und Mineralien zurichten / davon etliche sollen beschrieben werden / wie folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.030200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1661,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1662,"date":1659,"orig":"Es iſt noch eine andere Materi/ welche allenthalben gefunden wird/ vnd zu allen Zeiten/ von jedermann ohne Diſtillation vnd Koſten kan erlanget werden/ vnd eben ſo gut iſt in oberzehlten Kranckheiten/ als der diſtillirte Spiritus, vnd wann alle Menſchen ſolches wuͤſten/ wuͤrden nicht allenthalben ſo viel Krancke/ Apotheker vnd Doctores gefunden werden/ welche den Krancken zu Liebe hieher geſetzet iſt.","norm":"Es ist noch eine andere Materie / welche allenthalben gefunden wird / und zu allen Zeiten / von jedermann ohne Destillation und Kosten kann erlanget werden / und ebenso gut ist in oberzählten Krankheiten / als der destillierte Spiritus, und wann alle Menschen solches wüssten / würden nicht allenthalben so viel Kranke / Apotheker und Doctores gefunden werden / welche den Kranken zuliebe hierher gesetzt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.747600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1663,"date":1659,"orig":"Was dieſes fuͤr eine Materi ſey/ darnach ſo viel ſeithero ich ſolcher gedacht/ iſt getrachtet worden/ will ich uͤmb der Krancken willen/ welchen ſie viel dienen kan/ nit laͤnger verhalten.","norm":"Was dieses für eine Materie sei / danach so viel seither ich solcher gedacht / ist getrachtet worden / will ich um der Kranken willen / welchen sie viel dienen kann / nicht länger verhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.906300067901611} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1664,"date":1659,"orig":"Wann man die jetzige Welt wol anſihet vnd betrachtet/ ſo findet man nichts anders/ als ein pur lauter verkehrt/ vnd verdorben Weſen/ vnd vom Teuffel durch Hoffart/ Eygennutz/ Ehrgeitz/ vnd andern Laſtern eingenommene boͤſe Menſchen/ welche zu allem guten Thun blind vnd la hm/ zum boͤs Thun aber ſcharpffſichtig als ein Lux oder Adler/ vnd ſchneller als ein Tiger/ welches ohne Zweiffel dem lieben vnd gerechten Gott ein Grewel iſt anzuſehen:","norm":"Wann man die jetzige Welt wohl ansehet und betrachtet / so findet man nichts anders / als ein pur lauter verkehrt / und verdorben Wesen / und vom Teufel durch Hoffart / Eigennutz / Ehrgeiz / und anderen Lastern eingenommene böse Menschen / welche zu allem guten Tun blind und la hm / zum bös Tun aber scharfsichtig als ein Lux oder Adler / und schneller als ein Tiger / welches ohne Zweifel dem lieben und gerechten Gott ein Gräuel ist anzusehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1665,"date":1659,"orig":"Vnd dannoch bilden jhn ſolche hoffaͤrtige boͤſe Menſchen eyn/ daß ſie auff einem guten Weg ſeyn/ verachten jhre Neben-Chriſten/ vnd will ein jedweder der Reichſte/ Gelaͤhrſte/ vnd Groͤſte ſeyn/ vergeſſen vnd achten gantz nicht der lieben Demuth/ darmit vns Chriſtus als ein Vorgaͤnger vnd Fuͤhrer zum ewigen Leben den Weg gewieſen hat.","norm":"Und dennoch bilden ihn solche hoffärtige böse Menschen ein / dass sie auf einem guten Weg sein / verachten ihre Nebenchristen / und will ein jedweder der Reichste / Gelährste / und größte sein / vergessen und achten ganz nicht der lieben Demut / damit uns Christus als ein Vorgänger und Führer zum ewigen Leben den Weg gewiesen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089600086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1666,"date":1659,"orig":"Stellen vnſere Gedancken allein auff das Zeitliche/ vnd verlieren das ewige muthwilliger weiſe dardurch/ welches fuͤrwar zu beklagen iſt:","norm":"Stellen unsere Gedanken allein auf das Zeitliche / und verlieren das ewige mutwilliger weise dadurch / welches fürwahr zu beklagen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026800155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1667,"date":1659,"orig":"Derohalben vns Gott auch im finſtern zappeln laͤßt.","norm":"Derohalben uns Gott auch im finsteren zappeln lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041800022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1668,"date":1659,"orig":"So wir aber die Ehre Gottes/ vnd Liebe gegen vnſerm Naͤchſten beſſer in acht nehmen/ ſo were gantz kein zweiffel/ das Fell fuͤr vnſeren Augen wiederumb wuͤrde weggeruckt/ daß wir die Natur beſſer erkenneten/ als wir jetzunder thun koͤnnen.","norm":"So wir aber die Ehre Gottes / und Liebe gegen unserem Nächsten besser in Acht nehmen / so wäre ganz kein Zweifel / das Fell für unseren Augen wiederum würde weggeruckt / dass wir die Natur besser erkennten / als wir jetzund tun können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.653299808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1669,"date":1659,"orig":"Dann allhier ſolches klaͤrlich zu ſpuͤren iſt bey dieſem Subjecto oder Medicina, welche allenthalben/ da nur Menſchen ſeyn/ haͤuffig gefunden/ vnd doch nicht erkant wird.","norm":"Dann allhier solches klärlich zu spüren ist bei diesem Subjecto oder Medicina, welche allenthalben / da nur Menschen sein / häufig gefunden / und doch nicht erkannt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69950008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1670,"date":1659,"orig":"Gott hat nichts vergeblich erſchaffen/ welches dem Menſchen nicht dienen koͤnte/ wann wirs nur wuͤſten/ wie dann auch vnſere eygene Excrementen ſolches bezeugen/ davon dieſe herꝛliche vnd uͤberauß kraͤfftige Medicin bereytet wird/ als folget:","norm":"Gott hat nichts vergeblich erschaffen / welches dem Menschen nicht dienen könnte / wann wir es nur wüsten / wie dann auch unsere eigene Excrementen solches bezeugen / davon diese herrliche und überaus kräftige Medizin bereitet wird / als folget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.90500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1671,"date":1659,"orig":"℞.","norm":"℞.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.127200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1672,"date":1659,"orig":"Deines eygenen Excrementi etliche ℔. vnd thue ſolches in einen erdenen verdeckten Hafen/ ſetze denſelben zwiſchen ein gut Kohlfewer/ vnd las denſelben ſo lang darinn ſtehen/ bis alle Feuchtigkeit/ Fettigkeit vnd Geſtanck davon verꝛochen/ vnd der Hafen mit der Materi durchauß gluͤe/ dann leg das Fewer ab/ vnd las den Hafen mir dem jenigen/ was uͤbrig darinn geblieben/ erkalten.","norm":"Deines eigenen Excrementi etliche ℔ . und tue solches in einen erdenen verdeckten Hafen / setze denselben zwischen ein gut Kohlfeuer / und las denselben so lang darin stehen / bis alle Feuchtigkeit / Fettigkeit und Gestank davon verrochen / und der Hafen mit der Materie durchaus glüh / dann leg das Feuer ab / und las den Hafen mir demjenigen / was übrig darin geblieben / erkalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.038899898529053} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1673,"date":1659,"orig":"Nimb es auß/ wird einer gruͤnen Aſchen gleich ſeyn.","norm":"Nimm es aus / wird einer grünen Aschen gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.750800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1674,"date":1659,"orig":"Dieſes bewahre in einem beheben Geſchirꝛ vor der Lufft/ zu ſeinem Gebrauch/ alsbald hernach folgen ſoll.","norm":"Dieses bewahre in einem beheben Geschirr vor der Luft / zu seinem Gebrauch / alsbald hernach folgen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.468200206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1675,"date":1659,"orig":"Darnach ſamble von deinem Vrin auch ein gut Theil/ vnd duͤnſte ſolchen in einem offnen Hafen uͤber dem Fewer auß/ alſo daß nur ein dicker Safft uͤberbleibet/ welchen du auch bewahren ſolſt/ bis du ſeiner vonnoͤthen haſt.","norm":"Danach samble von deinem Vrin auch ein gut Teil / und dünste solchen in einem offenen Hafen über dem Feuer aus / also dass nur ein dicker Saft überbleibet / welchen du auch bewahren sollst / bis du seiner vonnöten hast.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9274001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1676,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1677,"date":1659,"orig":"In dieſem Safft oder Liquore iſt die Krafft des Vrins vollkoͤmblich beyſammen; dann wann der Vrin noch friſch iſt/ ſo giebt er gantz kein Spiritum von ſich/ wie auch der newe vnd ſuͤſſe Moſt thut/ wann er noch nicht fermentiret; ſo aber der Vrin lang geſtanden/ vnd in ſich ſelber fermentiret/ ſo kehret er ſich uͤmb/ vnd giebet darnach in der Diſtillation einen ſtarcken Spiritum:","norm":"In diesem Saft oder Liquore ist die Kraft des Vrins vollkommen beisammen; dann wann der Vrin noch frisch ist / so gibt er ganz kein Spiritum von sich / wie auch der neue und süße Most tut / wann er noch nicht fermentieret; so aber der Vrin lang gestanden / und in sich selber fermentieret / so kehret er sich um / und gibt danach in der Destillation einen starken Spiritum:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.541299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1678,"date":1659,"orig":"Welches er aber nicht thut/ wann er noch friſch iſt: darumb man ſolchen friſchen eynkochen ſoll/ auff daß er ſeine Kraͤfften behalte/ welche man dann hernach erwecken oder auffinuntern kan/ wann man ſelber will/ oder ſeiner vonnoͤthen hat.","norm":"Welches er aber nicht tut / wann er noch frisch ist: darum man solchen frischen einkochen soll / auf dass er seine Kräften behalte / welche man dann hernach erwecken oder auffinuntern kann / wann man selber will / oder seiner vonnöten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203199863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1679,"date":1659,"orig":"Wie man ſolches auch bey dem newen vnd ſuͤſſen Moſt ſicht/ wann man ſolchen auff die Honigdicke eynduͤnſtet vnd bewahret/ hernach wann man will/ durch Zuthun eines gemeinen Waſſers wieder in die Fermentation bringen/ vnd zu einem guten Wein machen kan.","norm":"Wie man solches auch bei dem neuen und süßen Most Sicht / wann man solchen auf die Honigdicke eindünstet und bewahret / hernach wann man will / durch Zutun eines gemeinen Wassers wieder in die Fermentation bringen / und zu einem guten Wein machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229499816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1680,"date":1659,"orig":"Folget der Gebrauch dieſer Medicin.","norm":"Folget der Gebrauch dieser Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.510700225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1681,"date":1659,"orig":"2. Wann du nun dieſer Medicin noͤthig haſt/ ſo nimb 1.2. oder 3. Loͤffel voll deines Calcinirten Stercoris, vnd miſche auch ſo viel deines eyngekochten Vrins darunter/ oder ſo viel/ daß auß beyden ein dick muͤßlein werde/ vnd gebrauch es/ wie gelehret.","norm":"2. Wann du nun dieser Medizin nötig hast / so nimm 1.2. oder 3. Löffel voll deines Calcinierten Stercoris, und mische auch so viel deines Eingekochten Vrins darunter / oder so viel / dass aus beiden ein dick Müsslein werde / und Gebrauch es / wie gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1682,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1683,"date":1659,"orig":"So bald dieſe 2. Stuͤcke vntereinander gemiſchet werden/ ſo erhebt ſich das Sal volatile des Vrins mit dem Sale volatili ſtercoris, vnd penetriret uͤber die maſſen ſtarck/ thut alles/ ja mehr/ als ein gemeyner Spiritus Urinæ thun kan.","norm":"So bald diese 2. Stücke untereinander gemischt werden / so erhebt sich das Soll volatile des Vrins mit dem Sale volatili stercoris, und penetrieret über die Maßen stark / tut alles / ja mehr / als ein gemeiner Spiritus Urinae tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814799785614014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1684,"date":1659,"orig":"Alſo darffſtu kein Spiritum Urinæ durch die Diſtillation machen (wiewol ſolcher durch ein beſonder Handgriff nur in einem hoͤltzern Faß ohn alles Fewer in groſſer Copia ohne Koſten kan erlanget werden/ davon allbereit an andern Orthen iſt gemeldet worden/) ſondern die beyde.","norm":"Also darfst du kein Spiritum Urinae durch die Destillation machen (wiewohl solcher durch ein besondere Handgriff nur in einem hölzern Fass ohne alles Feuer in großer Copia ohne Kosten kann erlanget werden / davon allbereits an anderen Orten ist gemeldet worden /) sondern die beide.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.344200134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1685,"date":1659,"orig":"Stuͤcke/ nemblich das Sal ſtercoris vnd eyngekochte Vrin/ wann ſie zuſammen gemiſchet werden/ auß eygener Krafft alſobalden jhren Spiritum von ſich geben/ welchen man ſoll zu Appliciren wiſſen oder lernen.","norm":"Stücke / nämlich das Soll stercoris und Eingekochte Vrin / wann sie zusammen gemischt werden / aus eigener Kraft alsobald ihren Spiritum von sich geben / welchen man soll zu Applizieren wissen oder lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.754700183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1686,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen:","norm":"Möchte jemand sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833199977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1687,"date":1659,"orig":"Ey pfuy/ wer mag mit ſolchem vureinen vnd ſtinckenden Weſen uͤmbgehen/ hat man doch andere Ding/ die ſolches verꝛichten/ darmit man lieber zu thun hat/ als mit dieſem vnreinen ſubjecto.","norm":"Ei pfui / wer mag mit solchem voreinen und stinkenden Wesen ümbgehen / hat man doch andere Ding / die solches verrichten / damit man lieber zu tun hat / als mit diesem unreinen subjecto.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.14769983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1688,"date":1659,"orig":"Mein lieber/ woher weiſtu es/ daß noch andere ſubjecten feyn/ die ſolches verꝛichten was dieſe vermoͤgen?","norm":"Mein lieber / woher weist es / dass noch andere Subjekten fein / die solches verrichten was diese vermögen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.094799995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1689,"date":1659,"orig":"Darzu wann ſolche ſchon weren/ ſo haſtu gleichwol dieſelbe nicht allezeit bey dir/ vnd muſt darzu Geld darfuͤr außlegen/ dieſes aber kanſtu allzeit uͤmb ſonſt die Fuͤlle haben?","norm":"Dazu wann solche schon wären / so hast du gleichwohl dieselbe nicht allezeit bei dir / und musst dazu Geld dafür auslegen / dieses aber kannst du allzeit um sonst die Fülle haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.83459997177124} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1690,"date":1659,"orig":"Scheweſtu dich ſo ſehr vor einem ſolchen Ding/ welches von deinem eygenen.","norm":"Scheuest dich so sehr vor einem solchen Ding / welches von deinem eigenen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.05079984664917} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1691,"date":1659,"orig":"Leib herkompt/ vnd wann man ſich ja darmit beſudelte/ durch das Waſſer wieder rein werden kan?","norm":"Leib herkommt / und wann man sich ja damit besudelte / durch das Wasser wieder rein werden kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1692,"date":1659,"orig":"3. Vnd haſt keinen Abſchew von der Suͤnd/ die du taͤglich begeheſt/ vnd von dem Teuffel herkompt/ dardurch deine Seele beſudelt/ vnd vor Gott ein grewel wird?","norm":"3. Und hast keinen Abscheu von der Sünde / die du täglich begehest / und von dem Teufel herkommt / dadurch deine Seele besudelt / und vor Gott ein Gräuel wird?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.407800197601318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1693,"date":1659,"orig":"Ach wir armen Menſchen/ was bilden wir vns doch eyn/ das wir ſeyn?","norm":"Ach wir armen Menschen / was bilden wir uns doch ein / das wir sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737800121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1694,"date":1659,"orig":"Iſt doch vnſer erſter Anfang nur Dreck/ wir leben von Dreck/ vnd muͤſſen auch endlich wieder zum Dreck werden/ da hilfft nichts vor/ wir ſind gleich klein oder gros/ die Natur behaͤlt jhr recht.","norm":"Ist doch unser erster Anfang nur Dreck / wir leben von Dreck / und müssen auch endlich wieder zum Dreck werden / da hilft nichts vor / wir sind gleich klein oder groß / die Natur behält ihr recht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216300010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1695,"date":1659,"orig":"Warumb ſoll man ſeinen eygenen Miſt mehr ſchewen/ als der Ochſen/ Kuͤhen/ Schafen/ Schwein/ vnd andern Thieren/ davon vnſere Gaͤrten geduͤnget werden/ daß vnſere Leckerbislein deſto fetter vnd wolgeſchmacker werden?","norm":"Warum soll man seinen eigenen Mist mehr scheuen / als der Ochsen / Kühen / Schafen / Schwein / und anderen Tieren / davon unsere Gärten gedüngt werden / dass unsere Leckerbisslein desto fetter und Wohlgeschmacke werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212500095367432} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1696,"date":1659,"orig":"Ja/ moͤchte man ſagen/ in der Erden verlieret ſolcher Miſt ſein Geſtanck/ vnd zieht vnſer Gewaͤchs/ das wir eſſen/ nur das reineſte darauß; das iſt wahr; alſo verwandelt auch das Fewer den Geſtanck deſſelben/ vnd durch die Miſchung beyder Stuͤcken gehet nur das reineſte davon/ welches wir zu vnſerer Medicin genieſſen/ wie ich allhier gelehret.","norm":"Ja / möchte man sagen / in der Erden verlieret solcher Mist sein Gestank / und zieht unser Gewächs / das wir essen / nur das reinste daraus; das ist wahr; also verwandelt auch das Feuer den Gestank desselben / und durch die Mischung beider Stücken geht nur das reinste davon / welches wir zu unserer Medizin genießen / wie ich allhier gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.147299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1697,"date":1659,"orig":"Vber dieſes/ iſt es nichts ſeltzams/ daß die ſtercora animalium alſo rohe vnd vnbereit von den alten Medicis zur Medicin gebrauchet worden/ vnd noch taͤglich gebrauchet/ vnd in den Apotheken gefunden werden.","norm":"Über dieses / ist es nichts seltsam / dass die stercora animalium also rohe und unbereit von den alten Medicis zur Medizin gebraucht worden / und noch täglich gebraucht / und in den Apotheken gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1698,"date":1659,"orig":"Als der weiſſe Hundsdreck/ græcum album in den Apotheken genant/ wird er nicht gut befunden in allerley Halskranckheiten?","norm":"Als der weiße Hundsdreck / graecum album in den Apotheken genannt / wird er nicht gut befunden in allerlei Halskrankheiten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.234799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1699,"date":1659,"orig":"Der Wolffsdreck in eim vnverdaͤwlichen Magen?","norm":"Der Wolfsdreck in einem unverdaulichen Magen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982699871063232} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1700,"date":1659,"orig":"Der Daubenmiſt in Calculo?","norm":"Der Daubenmist in Calculo?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"es","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.743199825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1701,"date":1659,"orig":"Schwalbendreck in Epilepſia?","norm":"Schwalbendreck in Epilepsia?","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":5.234399795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1702,"date":1659,"orig":"Storchendreck in der gifftigen Peſtilentz?","norm":"Storchendreck in der giftigen Pestilenz?","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.419000148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1703,"date":1659,"orig":"Vnd noch viel andere dergleichen mehr.","norm":"Und noch viel andere dergleichen mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831500053405762} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1704,"date":1659,"orig":"Diſt illiren die Apotheker nicht ein Waſſer von Kuͤhdreck/ welches ſie allerley Bluͤmleinwaſſer nennen?","norm":"Deist illiren die Apotheker nicht ein Wasser von Kühdreck / welches sie allerlei Blümleinwasser nennen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.305600166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1705,"date":1659,"orig":"Vnd was dergleichen Dinge viel mehr ſeynd/ die ich uͤmb der kuͤrtze willen verſchweige.","norm":"Und was dergleichen Dinge viel mehr sind / die ich um der Kürze willen verschweige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.173900127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1706,"date":1659,"orig":"Deßgleichen beweiſen auch die Stercora Animalium, vnd ſonderlich des Menſchen/ jhre Kraͤfften gantz wunderbarlich.","norm":"Desgleichen beweisen auch die Stercora Animalium, und sonderlich des Menschen / ihre Kräften ganz wunderbarlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.18209981918335} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1707,"date":1659,"orig":"4. Euſſerlich an dem Menſchen/ davon ein groſſes Buch koͤndte geſchrieben werden.","norm":"4. äußerlich an dem Menschen / davon ein großes Buch könnte geschrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.251800060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1708,"date":1659,"orig":"Was ſeyn der thewre Cibet/ Biſem/ vnd Ambra/ welche dem Gold gleich ſchwer verkaufft werden/ anders als Excrementen der Thier?","norm":"Was sein der teure Cibet / Bisem / und Ambra / welche dem Gold gleich schwer verkauft werden / anders als Excrementen der Tier?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.850599765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1709,"date":1659,"orig":"Kan doch auß dem Marterdreck mit Spiritu Vini ein wolriechend Extractum gemachet werden/ darauß Cibet formirt wird.","norm":"Kann doch aus dem Marterdreck mit Spiritu Vini ein wohlriechend Extractum gemacht werden / daraus Cibet formiert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.693299770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1710,"date":1659,"orig":"Vnd wann man wolte Fleiß anwenden/ ſo were es nicht vnmoͤglich/ auch auß einem ſtinckenden Menſchen-Koth Cibet vnd Biſem zu machen.","norm":"Und wann man wollte Fleiß anwenden / so wäre es nicht unmöglich / auch aus einem stinkenden Menschenkot Cibet und Bisem zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.914100170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1711,"date":1659,"orig":"Warumb ſchewet man dann dieſen alſo/ vnd jene nicht?","norm":"Warum scheuet man dann diesen also / und jene nicht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.050399780273437} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1712,"date":1659,"orig":"Darumb/ weilen vns ſeine Krafft nicht bekandt iſt.","norm":"Darum / weilen uns seine Kraft nicht bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.977099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1713,"date":1659,"orig":"Es verdreußt mich nichts mehrers/ als daß ich keine Zeit habe/ allhier ein mehrers von den Excrementis animalium zu ſchreiben/ darmit man Wunderding in Medicina thun kan/ ja mehr als mit all den frembden Wurtzeln/ Kraͤutern/ vnd andern thewren Gewaͤchſen/ welche auß Oſt-oder Weſt-Indien zu vns gebracht/ vñ ſehr thewer verkaufft werden.","norm":"Es verdrießt mich nichts mehreres / als dass ich keine Zeit habe / allhier ein mehreres von den Excrementis animalium zu schreiben / damit man Wunderding in Medicina tun kann / ja mehr als mit all den fremden Wurzeln / Kräutern / und anderen teuren Gewächsen / welche aus Ost- oder Westindien zu uns gebracht / und sehr teuer verkauft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.733799934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1714,"date":1659,"orig":"Aber auff dißmal genug davon.","norm":"Aber auf diesmal genug davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9008002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1715,"date":1659,"orig":"Auff daß der Dreck nicht zu ſehr geruͤhret/ vnd nur Feindſchafft dardurch erwecket werde.","norm":"Auf dass der Dreck nicht zu sehr gerührt / und nur Feindschaft dadurch erwecket werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1716,"date":1659,"orig":"Wiltu nun mir nicht glauben/ vnd dein Geld erſparen/ ſo ſey vnd bleib der du biſt/ es iſt dir nicht zu helffen.","norm":"Willst du nun mir nicht glauben / und dein Geld ersparen / so sei und bleibe der du bist / es ist dir nicht zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593599796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1717,"date":1659,"orig":"Noch ein mehrers kan ich auch nicht vnterlaſſen zu beſchreiben/ wie daß man auff einen noch naͤhern Weg zu einer ſolchen Medicin/ davon oben vermeldet/ ohne Diſtillation gelangen moͤge/ wann man ja ſeine eygene Excrementen ſchewet zu gebrauchen/ vnd lieber ſein Geld außgeben will.","norm":"Noch ein mehreres kann ich auch nicht unterlassen zu beschreiben / wie dass man auf einen noch nähern Weg zu einer solchen Medizin / davon oben vermeldet / ohne Destillation gelangen möge / wann man ja seine eigene Excrementen scheuet zu gebrauchen / und lieber sein Geld ausgeben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860499858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1718,"date":1659,"orig":"Nemblich alſo.","norm":"nämlich also.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.936399936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1719,"date":1659,"orig":"Mache dir eine Laugen von Holtzaſchen/ vnd koche dieſelbe zu einem Saltz/ vnd gebrauche ſolches an ſtatt deſſen ſo auß deinem Koth gebrand iſt/ thut eben daſſelbige/ deßgleichen thut auch ein jedweder vngeloͤſchter Kalck/ wann man kein Saltz von Laugen hat.","norm":"Mache dir eine Laugen von Holzaschen / und koche dieselbe zu einem Salz / und gebrauche solches anstatt dessen so aus deinem Kot Gebrand ist / tut eben dasselbe / desgleichen tut auch ein jedweder ungelöschter Kalk / wann man kein Salz von Laugen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.710899829864502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1720,"date":1659,"orig":"Am beſten aber iſt das Saltz von Weinſtein oder Weinhaͤfen gebrand.","norm":"Am besten aber ist das Salz von Weinstein oder Weinhäfen Gebrand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.676000118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1721,"date":1659,"orig":"Vnd wann du ſo viel Muͤhe deinen Vrin eynzukochen nicht thun wilt/ ſo kauffe ein Sal arnonicum, welches auch ein gekochtes Saltz auß Vrin gemachtiſt/ pulveriſiere daſſelbe beſonder/ vnd auch das Sal fixum, (es ſey gleich von welcher Aſchen gemacht als es wolle) auch beſonder/ vnd wann du ſolche gebrauchen wilſt/ ſo muſtu zuvorn alle Ding fertig haben/ dann ſo bald dieſe beyde Stuͤck zuſammen gemacht werden/ ſo fangen ſie alſobalden an zu arbeiten/ vnd geben ein uͤber die maſſen ſubtilen Spiritum von ſich/ ja immer ſo kraͤfftig/ als wann er auß dem Vrin were diſtilliret worden/ darumb du ſolche mixtur alſobalden in des Inſtrumentleins Bauch/ welches in der Mitte ſich voneinander ſchrauben laſſe/ in ein rein Tuͤchlein gebunden thun ſolſt/ vnd wieder zuſammen ſchrauben vnd Appliciren an ſolche Orth darzu es geſucht wird/ operiret wunderbarlicher Weiß/ vnd beweiſet ſeine Krafft vnd Tugend ſcheinbarlich/ in allen ſolchen Kranckheiten ſo wol innerlich als aͤuſſerlich/ davon oben bey dem gediſtillirten Spiritu Urinæ gemeldet worden/ alſo daß nicht noͤthig iſt/ wann man nicht will/ ſolchen Spiritum durch die Diſtillation zu aͤuſſerlichem Gebrauch zu bereyten/ ſondern kan dieſe mixtur immer ſo fuͤglich an deſſelben Platz gebraucher werden.","norm":"Und wann du so viel Mühe deinen Vrin einzukochen nicht tun willst / so kaufe ein Soll arnonicum, welches auch ein gekochtes Salz aus Vrin gemachtest / pulverisiere dasselbe besondere / und auch das Soll fixum, (es sei gleich von welcher Aschen gemacht als es wolle) auch besondere / und wann du solche gebrauchen willst / so musst du zuvor alle Ding fertig haben / dann so bald diese beide Stück zusammen gemacht werden / so fangen sie alsobald an zu arbeiten / und geben ein über die Maßen subtilen Spiritum von sich / ja immer so kräftig / als wann er aus dem Vrin wäre destillieret worden / darum du solche Mixtur alsobald in des Instrumentleins Bauch / welches in der Mitte sich voneinander schrauben lasse / in ein rein Tüchlein gebunden tun sollst / und wieder zusammen schrauben und Applizieren an solche Ort dazu es gesucht wird / operiret wunderbarlicher Weiß / und beweiset seine Kraft und Tugend scheinbarlich / in allen solchen Krankheiten so wohl innerlich als äußerlich / davon oben bei dem gedistillirten Spiritu Urinae gemeldet worden / also dass nicht nötig ist / wann man nicht will / solchen Spiritum durch die Destillation zu äußerlichem Gebrauch zu bereiten / sondern kann diese Mixtur immer so füglich an desselben Platz gebraucher werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426300048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1722,"date":1659,"orig":"6. Alſo haſtu nun gehoͤret/ wie auß trucknen vnd gantz geringen Dingen/ durch Zuſammenmiſchung derſelben auß eygener Krafft ohne Fewer eben eine ſolche medicinaͤliſche Krafft koͤnne erwecket werden/ gleich als wann ſie durch die Diſtillation bereitet were.","norm":"6. Also hast du nun gehöret / wie aus trocknen und ganz geringen Dingen / durch Zusammenmischung derselben aus eigener Kraft ohne Feuer eben eine solche medicinälische Kraft könne erwecket werden / gleich als wann sie durch die Destillation bereitet wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690700054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1723,"date":1659,"orig":"In verhaltenen vnd verſtopfften Monats-Kranckheiten der Weiber/ durch welche ſehr viel troſtlos ſterben muͤſſen/ iſt dieſer Medicin auff der Welt nichts gleich gefunden/ dann wann ſie mit einem ſolchen Inſtrumentlein/ wie beygeſetzte Figur weiſet ad matricem applicirt wird/ ſo eroͤffnet ſie die verſtopffte Adern/ vnd macht dem boͤſem Gebluͤt ſeinen Gang/ dardurch der Patient alſobalden geneſet/ welches ſonſten kein Medicin/ wie gut ſie auch ſeyn moͤchte/ oben eyngenommen/ verꝛichten kan.","norm":"In verhaltenen und verstopften Monats-Krankheiten der Weiber / durch welche sehr viel trostlos sterben müssen / ist dieser Medizin auf der Welt nichts gleich gefunden / dann wann sie mit einem solchen Instrumentlein / wie beigesetzte Figur weiset ad matricem appliziert wird / so eröffnet sie die verstopfte Adern / und macht dem bösem Geblüt seinen Gang / dadurch der Patient alsobald geneset / welches sonsten kein Medizin / wie gut sie auch sein möchte / oben eingenommen / verrichten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.359899997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1724,"date":1659,"orig":"7. Auff dieſe Weiß koͤnnen viel ſchwere Kranckheiten der Weiber/ welche auß der Mutter jhren Vrſprung haben/ ſchnell vnd gluͤcklich curiret werden/ da ſonſten nichts dargegen helffen will/ dann ſie reinigt/ erwaͤrmet vnd oͤffnet die kalte verſtopffte Mutter/ bringt ſolche in wenig Tagen wieder zu recht/ daruͤber man ſich verwundern muß.","norm":"7. Auf diese Weiß können viel schwere Krankheiten der Weiber / welche aus der Mutter ihren Ursprung haben / schnell und glücklich kurieret werden / da sonsten nichts dagegen helfen will / dann sie reinigt / erwärmet und öffnet die kalte verstopfte Mutter / bringt solche in wenig Tagen wieder zu Recht / darüber man sich verwundern muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1725,"date":1659,"orig":"Dann kein Medicin in der gantzen Welt kan gefunden werden/ welche alle Weiberkranckheiten ſo gewaltig widerſteht/ als eben dieſe/ welches mich die Erfahrenheit verſichert hat.","norm":"Dann kein Medizin in der ganzen Welt kann gefunden werden / welche alle Weiberkrankheiten so gewaltig widersteht / als eben diese / welches mich die Erfahrenheit versichert hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.082099914550781} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1726,"date":1659,"orig":"Auff daß man aber ſolche recht wiſſe zu gebrauchen/ weilen ſo viel daran gelegen iſt/ ſo kan ich nicht vnterlaſſen etwas deutlicher darvon zu melden.","norm":"Auf dass man aber solche recht wisse zu gebrauchen / weilen so viel daran gelegen ist / so kann ich nicht unterlassen etwas deutlicher davon zu melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.585599899291992} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1727,"date":1659,"orig":"Das Inſtrumentlein ſoll bereytet ſeyn von einem harten vnd glatten Holtz/ vnd von zweyen oder dreyen Stuͤcken/ nemblich die Kugel welche eines Huͤnereyes gros/ in der Mitte ſich auff vnd zuſchrauben laſſe/ auff daß man das Tuͤchlein darinn die mixtur iſt/ wann es noͤthig/ auß-vnd eyn thun moͤge/ vnd ſoll das ober Theil der Kugel noch ein Loch haben eines Figers dick weit/ dareyn man das Roͤhrlein/ welches vngefaͤhr 8. oder 10. Daumen breit lang/ vnd inwendig hohl/ vnd forn glatt zugetraͤht ſeyn ſoll/ darein ſchrauben koͤnne.","norm":"Das Instrumentlein soll bereitet sein von einem harten und glatten Holz / und von zweien oder drei Stücken / nämlich die Kugel welche eines Hühnereies groß / in der Mitte sich auf und zuschrauben lasse / auf dass man das Tüchlein darin die Mixtur ist / wann es nötig / auß-vnd ein tun möge / und soll das oder Teil der Kugel noch ein Loch haben eines Fegers dick weit / darein man das Röhrlein / welches ungefähr 8. oder 10. Daumen breit lang / und inwendig hohl / und Foren glatt zugedreht sein soll / darein schrauben könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1728,"date":1659,"orig":"Wann du dann ſolches gebrauchen wilſt/ ſo ſchraube die Kugel des Inſtrumentleins voneinander/ vnd lege die obenbeſchriebene mixtur der Salien in ein Tuͤchlein gebunden darein/ vnd ſchraube es wieder zu.","norm":"Wann du dann solches gebrauchen willst / so schraube die Kugel des Instrumentleins voneinander / und lege die obbeschriebene Mixtur der Salien in ein Tüchlein gebunden darein / und schraube es wieder zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234399795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1729,"date":1659,"orig":"Lange es der Patientin/ welche ſo ſie auff dem Rucken liegt/ ſolches ſelber bis an die Kugel in die Mutter appliciren kan/ vnd alſo vngefaͤhr eine halbe Stund darinnen laſſe/ ſo wird in waͤhrender Zeit die Krafft der Medicin das Roͤhrlein des Inſtruments in die Mutter ſteigen/ dieſelbe durchgehen/ erwaͤrmen/ die Vnreinigkeit darinnen erweichen vnd reduciren/ alſo daß hernach die Natur ſolche außereiben/ vnd die Mutter von aller Vnreinigkeit ſaͤubern kan/ darauff die Geſundheit vnd Fruchtbarkeit folgen muß.","norm":"Lange es der Patientin / welche so sie auf dem Rucken liegt / solches selber bis an die Kugel in die Mutter applizieren kann / und also ungefähr eine halbe Stunde darinnen lasse / so wird in währender Zeit die Kraft der Medizin das Röhrlein des Instruments in die Mutter steigen / dieselbe durchgehen / erwärmen / die Unreinheit darinnen erweichen und reduzieren / also dass hernach die Natur solche außereiben / und die Mutter von aller Unreinheit säubern kann / darauf die Gesundheit und Fruchtbarkeit folgen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9928998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1730,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1731,"date":1659,"orig":"Man kan auch an ſtatt der Salien, einen ſtarcken Spiritum Urinæ in ein Schwaͤmlein imbibiren/ vnd in die Kugel legen/ verꝛichtet ſolches auch/ vnd operiret ſchier ſtaͤrcker als die Salien.","norm":"Man kann auch anstatt der Salien, einen starken Spiritum Urinae in ein Schwämmlein imbibieren / und in die Kugel legen / verrichtet solches auch / und operiret schier stärker als die Salien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.897600173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1732,"date":1659,"orig":"Vnd ſoll die Patientin ſolche application taͤglichs zweymal gebrauchen/ erſtlich Morgens fruͤhe ehe ſie auß dem Beth gehet/ vnd Abends wann ſie wieder zu Beth gangen iſt.","norm":"Und soll die Patientin solche Applikation tägliches zweimal gebrauchen / erstlich Morgens frühe ehe sie aus dem Bett geht / und Abends wann sie wieder zu Bett gegangen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501699924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1733,"date":1659,"orig":"Vnd etliche Tage nacheinander wann es die Notturfft erfordert/ aber nimmer laͤnger als ein halbe Stund auff einmal.","norm":"Und etliche Tage nacheinander wann es die Notdurft erfordert / aber nimmer länger als ein halbe Stunde auf einmal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.399199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1734,"date":1659,"orig":"Wann aber der Krancke ſo ſchwach were/ daß er allzeit muͤſte zu Beth liegen/ ſo kan es nicht ſchaden/ daß er auch des Mittags ſolche application gebrauche/ ſonſten aber iſt es genug Morgens vnd Abends gebrauchet.","norm":"Wann aber der Kranke so schwach wäre / dass er allzeit müsste zu Bett liegen / so kann es nicht schaden / dass er auch des Mittags solche Applikation gebrauche / sonsten aber ist es genug Morgens und Abends gebraucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.94189977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1735,"date":1659,"orig":"Alſo vnd auff dieſe Weiß/ wann du recht darmit uͤmbgeheſt/ wirſtu gros Wunder ſpuͤren/ vnd gantz vnverhoffte vnd vnglaubliche Curen darmit thun koͤnnen.","norm":"Also und auf diese Weiß / wann du recht damit ümbgehest / wirst du groß Wunder spüren / und ganz unverhoffte und unglaubliche Kuren damit tun können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.285900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1736,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1737,"date":1659,"orig":"Wann du es haben kanſt/ ſo laſſe dir ſolche Inſtrumenten von Silber machen/ ſeyn beſtaͤndiger/ vnd auch ſaͤuberer als von Holtz gemacht/ doch weilen ein jedwedere Fraw lieber jhr eygen Inſtrument haͤtte/ ſo kan man auch hoͤltzerne machen laſſen/ das beſte Holtz darzu iſt/ Buchsbaumen/ Hollunderbaumen/ Bieren vnd Pflaumenbaum holtz/ auch Nußbaumen laͤßt ſich ſchoͤn glatt draͤhen.","norm":"Wann du es haben kannst / so lasse dir solche Instrumenten von Silber machen / sein beständiger / und auch Säuberer als von Holz gemacht / doch weilen ein jedweder Frau lieber ihr eigen Instrument hätte / so kann man auch hölzerne machen lassen / das beste Holz dazu ist / Buchsbaumen / Holunderbaumen / Bieren und Pflaumenbaum Holz / auch Nußbaumen lässt sich schön glatt drehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1738,"date":1659,"orig":"Von Kupffer kan man ſolche Inſtrumenten auch machen laſſen/ halten aber nicht lang/ dann dieſer Spiritus groſſe Gemeynſchafft darmit hat/ vnd ſolches bald durchfriſſet/ welches mir wiederfahren iſt.","norm":"Von Kupfer kann man solche Instrumenten auch machen lassen / halten aber nicht lang / dann dieser Spiritus große Gemeinschaft damit hat / und solches bald durchfrisst / welches mir widerfahren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.832799911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1739,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1740,"date":1659,"orig":"Fuͤr dieſer Mediein aber ſollen ſich huͤten ſchwangere Weiber/ dann ſie treibet die Frucht ab.","norm":"Für dieser Mediein aber sollen sich hüten schwangere Weiber / dann sie treibet die Frucht ab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.26800012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1741,"date":1659,"orig":"CAP. LXXXIX. Durch Huͤlff des Spiritus Urinæ von Vitriolo ein blut-rothes Oleum zu diſtiliren.","norm":"CAP . LXXXIX . Durch Hilfe des Spiritus Urinae von Vitriolo ein blutrotes Oleum zu distiliren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.052700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1742,"date":1659,"orig":"SOlvir einen Vngariſchen/ oder andern guten Vitriol in gemeynem Waſſer/ vñ laſſe jhn durch ein Pappier lauffen/ darauff gieſſe von dieſem Spiritu ſo viel/ bis alle gruͤne vergangen/ das Waſſer klar vnd hell worden/ vnd ſich ein gelber Sulphur geſetzet hat/ dann gieſſe das klare oben ab/ das uͤbrige truͤbe gieſſe zuſammen in ein pappieren Trechter/ auff daß die Feuchtigkeit davon rinne/ vnd die Terra Vitrioli im Pappier bleibe/ ſolchen mache trucken/ vnd diſtillire denſelben zu einem blutroten vnd kraͤfftigen Oleo, welches alle obſtructiones des gantzen Leibes eroͤffnet/ vnd Epilepſiam radicitus curiret.","norm":"Solvir einen ungarischen / oder anderen guten Vitriol in gemeinem Wasser / und lasse ihn durch ein Papier laufen / darauf gieße von diesem Spiritu so viel / bis alle grüne vergangen / das Wasser klar und hell worden / und sich ein gelber Sulphur gesetzt hat / dann gieße das klare oben ab / das Übrige trübe gieße zusammen in ein Papieren Träger / auf dass die Feuchtigkeit davon rinne / und die Terra Vitriole im Papier bleibe / solchen mache trocken / und destilliere denselben zu einem blutroten und kräftigen Oleo, welches alle obstructiones des ganzen Leibes eröffnet / und Epilepsiam radicitus kurieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.421599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1743,"date":1659,"orig":"Das klare Waſſer davon der Sulphur Vitrioli geſchieden/ ad ſiccitatem laſſen abrauchen/ ſo bleibet ein Saltz zuruͤck/ welches per diſtillationem einen wunderbarlicheu Spiritum giebet/ vor der diſtillation iſt es ein Specificum Purgans, davon zu 8.10.12. bis auff 24. Grana eyngeben/ in allen Kranckheiten ſicherlich zu gebrauchen.","norm":"Das klare Wasser davon der Sulphur Vitriole geschieden / ad siccitatem lassen abrauchen / so bleibt ein Salz zurück / welches per distillationem einen wunderbarlicheu Spiritum gibt / vor der Destillation ist es ein Spezifikum Purgans, davon zu 8.10. 12 . bis auf 24. Grana eingeben / in allen Krankheiten sicherlich zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192299842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1744,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1745,"date":1659,"orig":"XC. Tinctura Vegetabilium.","norm":"XC. 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XCII. Tinctura Tartari Crudi.","norm":"CAP. XCII. Tinctura Tartari Crudi.","lang_fastText":"id","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":7.347899913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1751,"date":1659,"orig":"GEmeynen rohen pulveriſirten Weinſtein/ damit in digeſtionem geſetzet/ extrahiret ein blutrote Tinctur/ ſo der Spiritus davon abſtrahiret wird/ ſo bleibet ein liebliches rotes Oleum, nicht kleiner Kraͤfften vnd Tugenden.","norm":"gemeinen rohen pulverisierten Weinstein / damit in digestionem gesetzt / extrahieret ein blutrote Tinktur / so der Spiritus davon abstrahieret wird / so bleibt ein liebliches rotes Oleum, nicht kleiner Kräften und Tugenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3790998458862305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1752,"date":1659,"orig":"CAP. XCIII. Olea vel Liquores Lapidum zu machen.","norm":"CAP. XCIII. Olea vel Liquores Lapidum zu machen.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"eu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.351200103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1753,"date":1659,"orig":"AVch ſolviret dieſer Spiritus die Cryſtallen/ vnd andere Lapides, wann dieſelbe zuvorn ſolviret/ præcipitiret/ vnd in vnbegreiffliche pulveres gebracht ſeyn/ vnd bringet ſolche in Olea vnd Liquores, ſo wol in Alchymia als Medicina nuͤtzlich zu gebrauchen.","norm":"Avch solvieret dieser Spiritus die Kristallen / und andere Lapides, wann dieselbe zuvor solvieret / präzipitieret / und in unbegreifliche pulveres gebracht sein / und bringt solche in Olea und Liquores, so wohl in Alchimie als Medicina nützlich zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.829500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1754,"date":1659,"orig":"CAP. XCIV.","norm":"CAP. XCIV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.499599933624268} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1755,"date":1659,"orig":"Alle Metalla damit zu præcipitiren.","norm":"Alle Metalla damit zu präzipitieren.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.595099925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1756,"date":1659,"orig":"WElches Metall in Spiritu Acido ſolviret iſt/ kan damit viel beſſer vnd reiner/ als mit Liquore Salis Tartari præbicitiret werden/ dann das Gold/ welches damit niedergeſchlagen iſt/ fulminiret viel haͤrter/ als wann es durch ein Oleum Tartari gethan were.","norm":"Welches Metall in Spiritu Acido solvieret ist / kann damit viel besser und reiner / als mit Liquore Salis Tartari praebicitiret werden / dann das Gold / welches damit niedergeschlagen ist / fulminiret viel härter / als wann es durch ein Oleum Tartari getan wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.171800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1757,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1758,"date":1659,"orig":"Wann man vnder Solutionem auri, ehe man ſolches præcipitiret/ etwas von Succo Limoniorum thut/ ſo ſchlaͤgt ſich nicht alles Gold nieder/ ſondern bleibet ein Theil deſſelben in der Solution, vnd ſchieſſen mit der Zeit viel kleiner gruͤne Steinlein/ einem gemeynen Vitriolo gleich/ purgieren in kleinem Doſi alle ſchaͤdliche humores im Menſchen.","norm":"Wann man unter Solutionem auri, ehe man solches präzipitieret / etwas von Succo Limoniorum tut / so schlägt sich nicht alles Gold nieder / sondern bleibt ein Teil desselben in der Solution, und schießen mit der Zeit viel kleiner grüne Steinlein / einem gemeinen Vitriolo gleich / purgieren in kleinem Dose alle schädliche Humores im Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8506999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1759,"date":1659,"orig":"CAP. XCV.","norm":"CAP. XCV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.872499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1760,"date":1659,"orig":"Oleum & Vitriolum Lunæ.","norm":"Oleum & Vitriolum Lunae.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"is","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.861100196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1761,"date":1659,"orig":"LUnam in Aqua forti ſolviret/ vnd dieſes Spiritus ſo viel hineyn goſſen/ bis es nicht mehr brauſet/ ſo ſchlaͤgt ſich ein wenig Silber davon zu Boden/ in Geſtalt eines ſchwartzen Pulvers/ das uͤbrige Silber bleibet in dem Liquore, davon die phlegma in Balneo ad cuticulam abſtrahiret/ vnd an einen kalten Ort geſtellet/ ſo wachſen weiſſe Cryſtallen darinn/ welche außgenommen vnd getrucknet/ ſeynd in Mania, Hydropiſi, Febribus, vnd andern Kranckheiten mehr eine gute Purgans/ welches Jungen vnd Alten ohne Gefahr kan gebrauchet werden.","norm":"Lunam in Aqua forti solviret / und dieses Spiritus so viel hineingossen / bis es nicht mehr brauset / so schlägt sich ein wenig Silber davon zu Boden / in Gestalt eines schwarzen Pulvers / das übrige Silber bleibt in dem Liquore, davon die Phlegma in Balneo ad cuticulam abstrahiret / und an einen kalten Ort gestellt / so wachsen weiße Kristallen darin / welche ausgenommen und getrocknet / sind in Mania, Hydropisi, Febribus, und anderen Krankheiten mehr eine gute Purgans / welches Jungen und Alten ohne Gefahr kann gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1762,"date":1659,"orig":"Der uͤbrige Liquor, welcher ſich nicht Cryſtalliſiret hat/ kan mit Spiritu Vini extrahiret werden/ ſo bleiben wieder Feces zuruͤck/ vnd die Exaction wird lieblicher/ den Spiritum Vini davon abſtrahiret/ ſo bleibet ein grasgruͤner Safft/ in allen Hirn-Kranckheiten/ die geringſte Medicin mit nichten.","norm":"Der übrige Likör, welcher sich nicht Kristallisieret hat / kann mit Spiritu Vini extrahieret werden / so bleiben wieder Fezes zurück / und die Exaction wird lieblicher / den Spiritum Vini davon abstrahieret / so bleibt ein grasgrüner Saft / in allen Hirnkrankheiten / die geringste Medizin mit nichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447500228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1763,"date":1659,"orig":"CAP. XCVI.","norm":"CAP. XCVI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.02239990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1764,"date":1659,"orig":"Eine rote Tinctur auß dem Antimonio, oder gemeynem Schwefel zu extrahiren.","norm":"Eine rote Tinktur aus dem Antimonio, oder gemeinem Schwefel zu extrahieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.786799907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1765,"date":1659,"orig":"KOche Schwefel/ oder Antimonium pulveriſatum, ſo lang in einem Lixivio Salis Tartari, bis die Laugen roth worden iſt/ darauff gieſſe dieſen Spiritum, vnd diſtillire gelinde in Balneo, ſo ſteiget eine ſchoͤne Tinctur mit dem Spiritu-Volatili uͤber/ welche Silber damit angeſtrichen/ verguͤldet/ doch nicht beſtaͤndig.","norm":"Koche Schwefel / oder Antimonium pulverisatum, solang in einem Lixivio Salis Tartari, bis die Laugen rot worden ist / darauf gieße diesen Spiritum, und destilliere gelinde in Balneo, so steiget eine schöne Tinktur mit dem Spiritu-Volatili über / welche Silber damit angestrichen / vergüldet / doch nicht beständig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.021599769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1766,"date":1659,"orig":"Dienet zu allen Lungen- Kranckheiten.","norm":"Dient zu allen Lungen-Krankheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.560800075531006} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1767,"date":1659,"orig":"CAP. XCVII.","norm":"CAP. XCVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":5.76639986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1768,"date":1659,"orig":"Wie man Antimonium vnd Sulphur commune zeitigen ſoll/ daß vielerley der Vegetabilien davon entſtehe.","norm":"Wie man Antimonium und Sulphur commune zeitigen soll / dass vielerlei der Vegetabilien davon entstehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.280600070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1769,"date":1659,"orig":"SOlvire Antimonium oder Sulphur in Liquore Silicum vel Arenæ, coagulir die Solution in eine rothe Maſſam/ darauff ſchuͤtte einen Spiritum Urinæ, vnd las in linder Waͤrme extrahiren/ wann der Spiritus ſchoͤn roth gefaͤrbet iſt/ ſo gieß denſelben ab/ vnd einen andern darauff/ vnd las jhn auch extrahiren/ ſolches ſo offt wiederholet/ bis der Spiritus keine Tinctur mehr extrahiren will/ dann alle Extracta zuſammen goſſen/ vnd in Balneo per alembicum den Spiritum Urinæ davon abſtrahiret/ ſo dletbet ein blutroter Safft/ wann man darnach einen Spiritum Vini darauff gieſſet/ ſo extrahiret er noch eine ſchoͤnere Tinctur als die erſte/ vnd laͤßt Feces zuruͤck liegen/ ſolche Tinctur raͤucht einem Knoblauch nicht vngleich/ wann aber dieſelbe in kleiner Waͤrme 3. oder 4. Wochen digeriret wird/ ſo bekompt dieſelbe einen ſehr lieblichen Geruch/ den gelben Pflaumen oder Spillingen gleich/ ſo aber ſolche noch laͤnger ſtehen bleibet/ ſo erlanget ſie einen Geruch/ welcher dem Biſem vnd Ambra nichts bevor giebet.","norm":"Solviere Antimonium oder Sulphur in Liquore Silicum vel Arenae, koagulier die Solution in eine rote Massam / darauf schütte einen Spiritum Urinae, und las in linder Wärme extrahieren / wann der Spiritus schön rot gefärbt ist / so gieße denselben ab / und einen anderen darauf / und las ihn auch extrahieren / solches so oft wiederholet / bis der Spiritus keine Tinktur mehr extrahieren will / dann alle Extracta zusammen gossen / und in Balneo per alembicum den Spiritum Urinae davon abstrahieret / so dletbet ein blutroter Saft / wann man danach einen Spiritum Vini darauf gießet / so extrahieret er noch eine schönere Tinktur als die erste / und lässt Fezes zurückliegen / solche Tinktur raucht einem Knoblauch nicht ungleich / wann aber dieselbe in kleiner Wärme 3. oder 4. Wochen digerieret wird / so bekommt dieselbe einen sehr lieblichen Geruch / den gelben Pflaumen oder Spillingen gleich / so aber solche noch länger stehen bleibt / so erlanget sie einen Geruch / welcher dem Bisem und Ambra nichts bevor gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098199844360352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1770,"date":1659,"orig":"Vnd nachdeme man ſolche Tinctur lang digerirt/ nachdeme ſie auch vnderſchiedliche Geruch bekommet/ vnd nicht allein wird dieſelbe an dem lieblichen Geruch vnd Geſchmack/ ſondern auch an den Kraͤfften mercklicher weiß durch das Fewer vermehret/ dann ſo viel vnd mancherley liebliche Geruͤche daran geſpuͤrt werden/ daß man ſich daruͤber verwundern muß/ welcher Vnterſchied vnd Verbeſſerung deſſelben/ nur allein auß Krafft des reinen vnd zeitigmachenden Spiritus Urinæ herkompt/ dann in demſelben kein zerſtoͤrends/ ſondern ein erhaltendes/ vnd alle Farben verhoͤhendes Fewer verborgen iſt/ davon an einem andern Orth mehrers ſoll geſchrieben werden.","norm":"Und nachdem man solche Tinktur lang digeriert / nachdem sie auch unterschiedliche Geruch bekommet / und nicht allein wird dieselbe an dem lieblichen Geruch und Geschmack / sondern auch an den Kräften merklicher weiß durch das Feuer vermehret / dann so viel und mancherlei liebliche Geruche daran gespürt werden / dass man sich darüber verwundern muss / welcher Unterschied und Verbesserung desselben / nur allein aus Kraft des reinen und zeitigmachenden Spiritus Urinae herkommt / dann in demselben kein zerstörendes / sondern ein erhaltendes / und alle Farben verhöhntes Feuer verborgen ist / davon an einem anderen Ort mehreres soll geschrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3719000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1771,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1772,"date":1659,"orig":"Zwiſchen dem Spiritu Urinæ vnd Venere animali & minerali wird ein groſſe Sympathia geſpuͤret/ dann er das ♀ nicht allein vor allen andern Metallen liebet/ ſich gern damit vermiſchet/ vnd daſſelbe uͤber die maſſen ſchoͤn machet/ in Chymicis zu gebrauchen/ ſondern auch dardurch alſo zur Medicin bereytet wird/ daß es alle Veneriſche Schaͤden/ ſo wol in- als aͤuſſerlich zu gebrauchen/ wie ſehr dieſelbe auch in das Gebluͤt gewurtzelt ſeyn/ ohne Zuthun anderer Medicamenten/ radicitus curiret/ macht fruchtbar vnd vnfruchtbar/ nach deme es gebrauchet wird/ reiniget die Mutter/ wehret vnd vertreibet jhr Auffſteigen/ vnd befoͤrdert die verhaltene Weiber-kranckheit vor allen andern Medicamenten/ wie ſie auch Namen haben moͤgen/ keine auß genommen/ wunderbarlicher weiß.","norm":"Zwischen dem Spiritu Urinae und Venere animali & minerali wird ein große Sympathie gespürt / dann er das ♀ nicht allein vor allen anderen Metallen liebet / sich gern damit vermischet / und dasselbe über die Maßen schön macht / in Chymicis zu gebrauchen / sondern auch dadurch also zur Medizin bereitet wird / dass es alle Venerische Schäden / so wohl in- als äußerlich zu gebrauchen / wie sehr dieselbe auch in das Geblüt gewurzelt sein / ohne Zutun anderer Medikamenten / radicitus kurieret / macht fruchtbar und unfruchtbar / nach dem es gebraucht wird / reiniget die Mutter / wehret und vertreibet ihr aufsteigen / und befördert die verhaltene Weiberkrankheit vor allen anderen Medikamenten / wie sie auch Namen haben mögen / keine aus genommen / wunderbarlicher weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.380000114440918} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1773,"date":1659,"orig":"Wann man dieſen Spiritum mit dem Volatiliſchen/ aber nicht Corꝛoſiviſchen Spiritu Vitrioli oder Salis communis vermiſchet/ ſo wird ein Saltz darauß/ deme an Fluͤſſigkeit keines vorgehet/ zu der Alchymia vnd Medicina dienſtlich.","norm":"Wann man diesen Spiritum mit dem Volatileschen / aber nicht Korrosiveschen Spiritu Vitrioli oder Salis communis vermischet / so wird ein Salz daraus / dem an Flüssigkeit keines vorgehet / zu der Alchimie und Medicina dienstlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813799858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1774,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1775,"date":1659,"orig":"Ein Liquor Salis Tartari vnd ein Spiritus Vini nehmen einander ohne Waſſer/ als ein medium, daß beyder Naturen theilhafftig iſt/ nicht an/ vnd ſo man einen Spiritum Urinæ darzu thut/ ſo behaͤlt er auch ſeinen beſondern Ort/ alſo daß dieſe dreyerley Feuchtigkeiten in einem Glas/ wie hart vnd offt auch dieſelbe vntereinander geſchwencket oder geſchuͤttelt werden/ dannoch keines ſich mit dem andern vermiſchet/ vnd bleibet der Liquor Salis Tartari auff dem Boden/ darauff der Spiritus Urinæ, vnd zu oberſt der Spiritus Vini ſich ſetzet/ vnd ſo man ein diſtilliret Oleum darauff ſchuͤttet/ bleibet ſolches zu alleroberſt/ alſo daß viererley in einem Glas vnvermiſchet koͤnnen behalten werden.","norm":"Ein Likör Salis Tartari und ein Spiritus Vini nehmen einander ohne Wasser / als ein medium, dass beider Naturen teilhaftig ist / nicht an / und so man einen Spiritum Urinae dazutut / so behält er auch seinen besonderen Ort / also dass diese dreierlei Feuchtigkeiten in einem Glas / wie hart und oft auch dieselbe untereinander geschwenkt oder geschüttelt werden / dennoch keines sich mit dem anderen vermischet / und bleibt der Likör Salis Tartari auf dem Boden / darauf der Spiritus Urinae, und zu oberst der Spiritus Vini sich setzet / und so man ein destillieret Oleum darauf schüttet / bleibt solches zu oberst / also dass viererlei in einem Glas unvermischt können behalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.887899875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1776,"date":1659,"orig":"Ob ſchon dieſes keinen ſonderlichen Nutzen bringen kan/ ſo iſt es doch darumb angezeiget/ daß man den Vnterſchied der Geiſter erkennen lerne.","norm":"Ob schon dieses keinen sonderlichen Nutzen bringen kann / so ist es doch darum angezeigt / dass man den Unterschied der Geister erkennen lerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057799816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1777,"date":1659,"orig":"CAP. XCVIII. De Spiritu & Oleo Cornu Cervi.","norm":"CAP. XCVIII. De Spiritu & Oleo Cornu Cervi.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.379300117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1778,"date":1659,"orig":"HIrſchhoͤrner mit einer Saͤgen zu Stuͤcken geſchnitten/ eines Fingers lang/ davon eines auff einmal eyngetragen/ wann ſich die Spiritus geſetzet haben/ noch eins/ vnd ſo viel nach einander/ bis man Spiritus genug hat/ vnd wann das Gefaͤs voll iſt/ von den eyngetragenen Hoͤrnern/ ſo greiff mit einer Zangen hineyn/ nimb ſie alle herauß/ vnd trage andere hernach/ das thue ſo offt/ als es vonnoͤthen iſt.","norm":"Hirschhörner mit einer Sägen zu Stücken geschnitten / eines Fingers lang / davon eines auf einmal eingetragen / wann sich die Spiritus gesetzt haben / noch eins / und so viel nach einander / bis man Spiritus genug hat / und wann das Gefäß voll ist / von den eingetragenen Hörnern / so greif mit einer Zangen hinein / nimm sie alle heraus / und trage andere hernach / das tue so oft / als es vonnöten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846799850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1779,"date":1659,"orig":"Nach gethaner Diſtillation nimb den Recipienten davon/ vnd gieß einen dephlegmirten Spiritum Vini hineyn/ welcher das Sal Volatile zu ſich nimmet/ gieß alſo zugleich das Oleum mit dem Spiritu vnd Sale Volatili in ein naß gemacht filtrirꝛ-Pappier in einen Trechter/ ſo laufft der Spiritus Vini ſampt dem Spiritu Cornu Cervi, vnd Sale Volatili durch das Pappier/ vnd das rote ſchwartze Oleum bleibet zuruͤck/ muß aber bald außgegoſſen werden/ ſonſten laufft es auch hernach.","norm":"Nach getaner Destillation nimm den Rezipienten davon / und gieße einen dephlegmierten Spiritum Vini hinein / welcher das Soll Volatile zu sich nimmt / gieße also zugleich das Oleum mit dem Spiritu und Sale Volatili in ein nass gemacht filtrirr-Pappier in einen Träger / so lauft der Spiritus Vini samt dem Spiritu Cornu Cervi, und Sale Volatili durch das Papier / und das rote schwarze Oleum bleibt zurück / muss aber bald ausgegossen werden / sonsten lauft es auch hernach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3024001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1780,"date":1659,"orig":"Den Spiritum mit dem Sale Volatili rectificirt man durch einen Retorten/ ſo ſteiget der beſte Spiritus vnd Sal Volatile mit dem Spiritu Vini zugleich uͤber/ vnd wann das phlegma kommen will/ ſo nimb den uͤbergangenen Spiritum ab/ auff daß die vnnuͤtze phlegma nicht darunder komme/ vnd verwahre ſolchen wol/ dann er ſehr fluͤchtig iſt/ das Oleum kan durch einen glaͤſernen Retorten mit Sale Tartari vermiſchet vnd rectificiret werden/ ſo wird es klar/ will mans ſchoͤner haben/ ſo muß mans per Spiritum ſalis rectificiren.","norm":"Den Spiritum mit dem Sale Volatili rektifiziert man durch einen Retorten / so steiget der beste Spiritus und Soll volatile mit dem Spiritu Vini zugleich über / und wann das Phlegma kommen will / so nimm den übergangenen Spiritum ab / auf dass die unnütze Phlegma nicht darunter komme / und verwahre solchen wohl / dann er sehr flüchtig ist / das Oleum kann durch einen gläsernen Retorten mit Sale Tartari vermischet und rektifizieret werden / so wird es klar / will man es schöner haben / so muss man es per Spiritum salis rektifizieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.660399913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1781,"date":1659,"orig":"Das erſte aber mit Sale Tartari gethan/ iſt kraͤfftiger/ curiret Quartanam, macht ſehr ſchwitzen/ heylet alle innerliche Wunden vnd Schmertzen/ welche von Fallen, Schlagen/ oder auff andere Weiß entſtanden ſeyn moͤgen.","norm":"Das erste aber mit Sale Tartari getan / ist kräftiger / kurieret Quartanam, macht sehr schwitzen / heilet alle innerliche Wunden und Schmerzen / welche von Fallen, Schlagen / oder auf andere Weiß entstanden sein mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.405200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1782,"date":1659,"orig":"Davon auff einmal zu 6.8.10. bis auff 20. Tropffen in Wein eyngeben/ vnd darauff im Beth geſchwitzet/ der Spiritus iſt gar gut in allen obſtructionihus des gantzen Leibes/ von Scrup.","norm":"Davon auf einmal zu 6.8. 10 . bis auf 20. Tropfen in Wein eingeben / und darauf im Bett geschwitzt / der Spiritus ist gar gut in allen obstructionihus des ganzen Leibes / von Scrub.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149499893188477} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1783,"date":1659,"orig":"Semis ad Dragm.","norm":"Semis ad Dragm.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"et","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":8.453300476074219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1784,"date":1659,"orig":"(mit bequemen vehiculis) zu gebrauchen/ movirt urinam, treibet die verhaltene menſes der Weiber kraͤfftiglich reiniget das Gebluͤt/ vnd macht ſtarck ſchwitzen/ in peſte, morbo gallico, lepra, ſcorbuto, melancholia hypochondriaca, febribus malignis vnd dergleichen Kranckheiten/ da Schwitzens vonnoͤthen iſt.","norm":"(mit bequemen vehiculis) zu gebrauchen / moviert urinam, treibet die verhaltene menses der Weiber kräftiglich reiniget das Geblüt / und macht stark schwitzen / in peste, morbo gallico, lepra, scorbuto, Melancholie Hypochondrieace, febribus malignis und dergleichen Krankheiten / da Schwitzens vonnöten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.384600162506103} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1785,"date":1659,"orig":"CAP. XCIX.","norm":"CAP. XCIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.9172000885009775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1786,"date":1659,"orig":"Eine herꝛliche Medicin von Menſchen-Haar einen Spiritum zu machen","norm":"Eine herrliche Medizin von Menschenhaar einen Spiritum zu machen","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.781199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1787,"date":1659,"orig":"AVff dieſe Weiß koͤnnen auß allen Hoͤrnern/ Klawen der Thiere/ Spiritus gemacht werden/ weilen aber ſolche wegen jhres vnlieblichen Geruchs in Medicina zu gebrauchen/ geſchewet werden/ da dieſelbe doch in etlichen ſchweren Kranckheiten/ als in ſuffocatione Matricis, vnd Epilepſia das jhrige mit Verwunderung verꝛichten/ alſo mag es darbey beruhen/ doch iſt zu mercken/ daß derjenige/ welcher von Menſchenhaaren gemacht worden/ in metallicis nicht zu verwerffen iſt/ dann er den gemeynen Sulphur auffloͤſet/ vnd bringet denſelben in eine Milch welche in Blut kan gezeitiget werden/ welches jhme kein anderer Spiritus gleich thut.","norm":"Avff diese Weiß können aus allen Hörnern / Klan der Tiere / Spiritus gemacht werden / weilen aber solche wegen ihres unlieblichen Geruchs in Medicina zu gebrauchen / gescheut werden / da dieselbe doch in etlichen schweren Krankheiten / als in suffocatione Matricis, und Epilepsia das ihrige mit Verwunderung verrichten / also mag es dabei beruhen / doch ist zu merken / dass derjenige / welcher von Menschenhaaren gemacht worden / in metallicis nicht zu verwerfen ist / dann er den gemeinen Sulphur auflöset / und bringt denselben in eine Milch welche in Blut kann gezeitigt werden / welches ihm kein anderer Spiritus gleich tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218299865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1788,"date":1659,"orig":"Wiewol derſelbe alſo per ſe ohne addition des Schwefels in eine Rubin kan figiret werden/ ſo iſt dieſer doch beſſer/ welcher mit Sulphure iſt gezeitigt worden/ vnd wann er ſo weit durchs Fewer gebracht/ daß er ſeinen Geſtanck verloren/ vnd fix geworden iſt/ ſo kan er die Muͤhe vnd Kohlen/ welche daran gewendet/ genugſamb bezahlen.","norm":"Wiewohl derselbe also per se ohne Addition des Schwefels in eine Rubin kann figiert werden / so ist dieser doch besser / welcher mit Sulphure ist gezeitigt worden / und wann er so weit durchs Feuer gebracht / dass er seinen Gestank verloren / und fix geworden ist / so kann er die Mühe und Kohlen / welche daran gewendet / genugsam bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304299831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1789,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1790,"date":1659,"orig":"Hieher gehoͤret der Proceß/ die Metalla Soluta uͤber gefeylet Hirſchhorn/ geſchuͤttet vnd diſtilliret.","norm":"Hierher gehöret der Prozess / die Metalla Soluta über gefeilt Hirschhorn / geschüttet und destillieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.61959981918335} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1791,"date":1659,"orig":"CAP. C. De Oleo Succini.","norm":"CAP. C. De Oleo Succini.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.95989990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1792,"date":1659,"orig":"DEr Agſtein giebet ein ſehr liebliches vnd kraͤfftiges Oleum, inſonderheit das weiſſe/ das gelbe iſt nicht ſo gut/ vnd das ſchwartze noch ſchlechter/ dann es wegen ſeiner Vnreinigkeit auch nicht wol innerlich kan gebrauchet werden/ vnd gehet zugleich auch mit uͤber ein Sal Volatile, vnd ſaͤuerlich Waſſer/ welche voneinander muͤſſen geſchieden werden/ das Waſſer hat (ſo viel mir bewuſt) wenig Krafft/ das Sal, wann es von Sale Tartari ſublimiret vnd rein gemacht wird/ iſt ein gut diureticum, in calculo, vnd podagra, ſo wol aͤuſſerlich als innerlich nuͤtzlich zu gebrauchen/ das Oleum wann es rectificiret iſt/ ſonderlich dasjenige/ welches zu erſt uͤbergehet/ nicht allein davon zu 6.8.10. bis auff 20. Tropffen/ auff einmal gegen peſtem, epilepſiam, ſuffocationem matricis vnd hemicraniam eyngenommen/ ſondern auch aͤuſſerlich gebrauchet/ als daran gerochen/ vnd vnder die Naſen geſtrichen/ eine herꝛliche vnd kraͤfftige Medicin iſt/ vnd iſt zu mercken/ wann es durch einen Spiritum Salis rectificiret iſt worden/ daß es viel klarer iſt/ als per ſe gethan ohne addition, ſo es aber mit Sale Tartari geſchicht/ wird es viel kraͤfftiger/ ob es ſchon nicht ſo hell vnd klar wird/ als durch den Spiritum Salis.","norm":"Der Agstein gibt ein sehr liebliches und kräftiges Oleum, in Sonderheit das weiße / das gelbe ist nicht so gut / und das schwarze noch schlechter / dann es wegen seiner Unreinheit auch nicht wohl innerlich kann gebraucht werden / und geht zugleich auch mit über ein Soll volatile, und säuerlich Wasser / welche voneinander müssen geschieden werden / das Wasser hat (so viel mir bewusst) wenig Kraft / das Soll, wann es von Sale Tartari sublimieret und reingemacht wird / ist ein gut Diuretikum, in calculo, und podagra, so wohl äußerlich als innerlich nützlich zu gebrauchen / das Oleum wann es rektifizieret ist / sonderlich dasjenige / welches zuerst übergehet / nicht allein davon zu 6.8. 10 . bis auf 20. Tropfen / auf einmal gegen pestem, epilepsiam, suffocationem matricis und hemicraniam eingenommen / sondern auch äußerlich gebraucht / als daran gerochen / und unter die Nasen gestrichen / eine herrliche und kräftige Medizin ist / und ist zu merken / wann es durch einen Spiritum Salis rektifizieret ist worden / dass es viel klarer ist / als per se getan ohne Addition, so es aber mit Sale Tartari geschieht / wird es viel kräftiger / ob es schon nicht so hell und klar wird / als durch den Spiritum Salis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1793,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1794,"date":1659,"orig":"So man ſolches uͤber ein ſehr ſtarck Aqua Regis rectificiret/ nach deme es zuvorn ſchon einmal per Spiritum Salis iſt rectificiret worden/ ſo wird es ſo ſubtil/ daß es auch Martem vnd Venerem etlicher maſſen auffſolviren/ vnd in gute Medicamenten bringen kan/ vnd gehet in ſolcher zweyten Rectification nicht alles uͤber/ ſondern wird ein Theil davon durch das corꝛoſiviſch Waſſer figiret/ vnd wird dick/ einem ſchoͤnen Maſtix gleich/ welches in der Waͤrme weich iſt/ vnd ſich mit den Fingern handeln laͤßt/ als Wachs/ in der Kaͤlte aber ſo hart iſt daß mans brechen vnd pulveriſiren kan/ ſo ſchoͤn glaͤntzend an der Farb/ als Gold.","norm":"So man solches über ein sehr stark Aqua Regis rektifizieret / nach dem es zuvor schon einmal per Spiritum Salis ist rektifizieret worden / so wird es so subtil / dass es auch Martem und Venerem etlicher Maßen auffsolviren / und in gute Medikamenten bringen kann / und geht in solcher zweiten Rektifikation nicht alles über / sondern wird ein Teil davon durch das corrosivisch Wasser figiert / und wird dick / einem schönen Mastix gleich / welches in der Wärme weich ist / und sich mit den Fingern handeln lässt / als Wachs / in der Kälte aber so hart ist dass man es brechen und pulverisieren kann / so schön glänzend an der Farbe / als Gold.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1795,"date":1659,"orig":"CAP. CI. De Oleo Fuliginis.","norm":"CAP. CI. De Oleo Fuliginis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.071599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1796,"date":1659,"orig":"VOn Ruß/ welcher auß den Rauchfaͤngen/ da nichts anders als Holtz gebrand wird/ geſamblet iſt/ kan ein ſcharpff Sal Volatile, vnd ein hitzig Oleum diſtilliret werden.","norm":"Von Ruß / welcher aus den Rauchfängen / da nichts anders als Holz Gebrand wird / gesamblet ist / kann ein scharf Soll volatile, und ein hitzig Oleum destillieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1797,"date":1659,"orig":"Das Saltz iſt an Kraͤfften demjenigen/ welches von Hirſchhoͤrnern oder Succino gemacht iſt/ nicht vngleich/ vnd loͤſchet den Brand/ er komme wovon er wolle/ kraͤfftiglich/ das Oleum kan alſo ohne Rectification aͤuſſerlich in allen abſchewlichen Kraͤtzen/ wie auch zum Erbgrind auff dem Haupt/ vor allen anderen Medicinen/ fruchtbarlich gebrauchet werden.","norm":"Das Salz ist an Kräften demjenigen / welches von Hirschhörnern oder Succino gemacht ist / nicht ungleich / und löschet den Brand / er komme wovon er wolle / kräftiglich / das Oleum kann also ohne Rektifikation äußerlich in allen abscheulichen Krätzen / wie auch zum Erbgrind auf dem Haupt / vor allen anderen Medizinen / fruchtbarlich gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.52839994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1798,"date":1659,"orig":"So es aber rectificiret wird/ gleich bey dem Oleo.","norm":"So es aber rektifizieret wird / gleich bei dem Oleo.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.561999797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1799,"date":1659,"orig":"Tartari, Succini, vnd Cornu Cervi gelehret iſt worden/ ſo kan es ſicher in Leib genommen/ vnd in allen Kranckheiten/ gleich als die obbeſchriebene Olea gebrauchet werden/ dann es nicht allein ſo gut/ ſondern auch zu etlichen Faͤllen kraͤfftiger befunden wird.","norm":"Tartari, Succini, und Cornu Cervi gelehrt ist worden / so kann es sicher in Leib genommen / und in allen Krankheiten / gleich als die obbeschriebene Olea gebraucht werden / dann es nicht allein so gut / sondern auch zu etlichen Fällen kräftiger befunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.931700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1800,"date":1659,"orig":"CAP. CII.","norm":"CAP. CII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.394700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1801,"date":1659,"orig":"Wie ein gut Oel auß dem Ruß ohne Diſtillation kan gemachet werden.","norm":"Wie ein gut Öl aus dem Ruß ohne Destillation kann gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837299823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1802,"date":1659,"orig":"KOche den Ruß mit gemeynem Waſſer/ ſo lang/ biß daſſelbe blutroth davon worden iſt/ (Vrin iſt beſſer als Waſſer) vnd ſetze ſolche Solution in einen jrꝛden-Hafen im Winter in die aller groͤſte Kaͤlte/ ſo lang bis alles in dem Pott zu einem Stuͤck gefroren/ vnd weiß worden iſt/ dann zerſchlage den Hafen vnd das Eyß/ ſo wirſtu in der Mitte deſſelben das hitzige Oleum vngefroren/ vnd fluͤſſig einem Blut gleich an der Farbe finden/ welches dem diſtillirten an Kraͤfften nicht viel bevor giebet/ doch kan es hernach auch rectificiret/ vnd in ſeinen Kraͤfften erhoͤhet werden/ wann man will/ vnd iſt zu mercken/ daß ſolche Scheydung nur in der allergroͤſten Kaͤlte geſchicht/ vnd ſonſten nicht angehen will.","norm":"Koche den Ruß mit gemeinem Wasser / so lang / bis dasselbe blutrot davon worden ist / (Vrin ist besser als Wasser) und setze solche Solution in einen jrrden-Hafen im Winter in die allergrößte Kälte / so lang bis alles in dem Pott zu einem Stück gefroren / und weiß worden ist / dann zerschlage den Hafen und das Eis / so wirst du in der Mitte desselben das hitzige Oleum ungefroren / und flüssig einem Blut gleich an der Farbe finden / welches dem destillierten an Kräften nicht viel bevor gibt / doch kann es hernach auch rektifizieret / und in seinen Kräften erhöhet werden / wann man will / und ist zu merken / dass solche Scheidung nur in der allergrößten Kälte geschieht / und sonsten nicht angehen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069499969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1803,"date":1659,"orig":"CAP. CIII. De Spiritu & Oleo Mellis.","norm":"CAP. CIII. De Spiritu & Oleo Mellis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.790900230407715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1804,"date":1659,"orig":"VOn Honig kan ein ſubtiler Spiritus, vnd ſaurer Eſſig gemacht werden/ nemblich/ mit zweymal ſo ſchwer reinem vnd außgegluͤetem Sand vermiſchet vnd diſtillirt/ aber noch viel beſſer mit Floribus Antimonii, welche im Erſten Theil zu machen gelehret ſeyn/ dardurch der Spiritus in ſeinen Kraͤfften vermehret/ vnd auch das uͤberlauffen verhindert wird/ vnd dann diſtilliret/ ſo gehet ein lieblicher Spiritus, ein ſcharpffer Eſſig/ vnd etwas rothen Oels zugleich uͤber/ welche muͤſſen voneinander geſchieden werden/ der Spiritus wird innerlich nach der Rectification gehrauchet/ iſt gut in allen Kranckheiten der Lungen/ macht Raum uͤmb die Bruſt/ ſtaͤrcket das Hertz/ benimmet alle obſtructiones der Leber vnd Miltzes/ ſolviret vnd treibet den Calculum, widerſtehet aller Faͤulung des Gebluͤts/ præſerviret vnd curiret peſtem, alle febres, hydropiſin, vnd noch viel andere Kranckheiten mehr/ taͤglich davon à Scrup.","norm":"Von Honig kann ein subtiler Spiritus, und saurer Essig gemacht werden / nämlich / mit zweimal so schwer reinem und ausgeglühtem Sand vermischet und destilliert / aber noch viel besser mit Floribus Antimonii, welche im ersten Teil zu machen gelehrt sein / dadurch der Spiritus in seinen Kräften vermehret / und auch das Überlaufen verhindert wird / und dann destillieret / so geht ein lieblicher Spiritus, ein scharfer Essig / und etwas roten Öls zugleich über / welche müssen voneinander geschieden werden / der Spiritus wird innerlich nach der Rektifikation geraucht / ist gut in allen Krankheiten der Lungen / macht Raum um die Brust / stärket das Herz / benimmt alle obstructiones der Leber und Miltzes / solvieret und treibet den Calculum, widerstehet aller Fäulung des Geblüts / präservieret und kurieret pestem, alle febres, hydropisin, und noch viel andere Krankheiten mehr / täglich davon à Scrub.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.649700164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1805,"date":1659,"orig":"j. ad Dragmam j. mit bequemen Kraͤuter-waſſern vermiſchet vnd eyngenommen/ thut das ſeinige mit groſſer Verwunderung/ der ſaure Eſſig faͤrbet die Haar vnd Naͤgel Gold-gelb/ vertreibet das Juͤcken vnd Kraͤtze der Haut/ reiniget vnd heylet alte vnd newe Wunden/ dieſelbe damit gewaſchen vnd gebadet.","norm":"j. ad Dragmam j. mit bequemen Kräuterwassern vermischet und eingenommen / tut das seinige mit großer Verwunderung / der saure Essig färbet die Haar und Nägel Goldgelb / vertreibet das Jücken und Krätze der Haut / reiniget und heilet alte und neue Wunden / dieselbe damit gewaschen und gebadet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.824100017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1806,"date":1659,"orig":"Das rote Oleum iſt fuͤr ſich allein zu ſtarck zu gebrauchen/ kan mit dem ſubtilen Spiritu, welcher zu erſt iſt uͤbergangen/ vermiſchet vnd gebrauchet werden/ machet denſelben in ſeiner Tugend kraͤfftiger.","norm":"Das rote Oleum ist für sich allein zu stark zu gebrauchen / kann mit dem subtilen Spiritu, welcher zuerst ist übergangen / vermischet und gebraucht werden / macht denselben in seiner Tugend kräftiger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1807,"date":1659,"orig":"CAP. 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De Oleo & Spiritu Sacliari.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.7957000732421875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1808,"date":1659,"orig":"GLeich wie von dem Honig geſagt/ alſo wird auch von dem Zucker ein Spiritus vnd Oleum gemachet/ nemblich nur mit reinem Sand verſetzet/ oder aber (welches beſſer iſt) mit Floribus Antimonii, vnd nach der Kunſt/ immer ein Loͤffel-voll nach dem andern/ dieſer Mixtur eyngetragen/ giebt einen gelben Spiritum, vnd etwas wenig rotes Oels/ welche nach der Diſtillation in Balneo zuſammen/ ſo lang muͤſſen digerirt werden/ bis der Spiritus das Oleum zu ſich genommen hat/ vnd davon gantz roth geworden iſt/ darff nicht rectificiret werden/ ſondern kan alſo per ſe, oder mit bequemen vehiculis taͤglich gebrauchet werden/ iſt in allem demjenigen/ welcher von Honig gemachet/ an Tugenden gleich/ doch iſt dieſer von Zucker lieblicher als jener/ renoviret vnd reſtauriret das gantze Gebluͤt im Menſchen/ dann er groſſe Kraͤfften von den diaphoriſchen Floribus Antimonii empfangen hat/ vnd kan ſolcher Spiritus ohne Schew/ in allen Kranckheiten ſicherlich gebrauchet werden/ kan kein Vbel thun/ ſo wol in kaltem als hitzigem/ ſtehet der Natur gewaltig bey/ vnd thut viel gutes/ welches mancher hinder jhme nicht ſuchen oder glauben moͤchte.","norm":"Gleich wie von dem Honig gesagt / also wird auch von dem Zucker ein Spiritus und Oleum gemacht / nämlich nur mit reinem Sand versetzet / oder aber (welches besser ist) mit Floribus Antimonii, und nach der Kunst / immer ein Löffelvoll nach dem anderen / dieser Mixtur eingetragen / gibt einen gelben Spiritum, und etwas wenig Rotes Öls / welche nach der Destillation in Balneo zusammen / so lang müssen digeriert werden / bis der Spiritus das Oleum zu sich genommen hat / und davon ganz rot geworden ist / darf nicht rektifizieret werden / sondern kann also per se, oder mit bequemen vehiculis täglich gebraucht werden / ist in allem demjenigen / welcher von Honig gemacht / an Tugenden gleich / doch ist dieser von Zucker lieblicher als jener / renovieret und restaurieret das ganze Geblüt im Menschen / dann er große Kräften von den diaphorischen Floribus Antimonii empfangen hat / und kann solcher Spiritus ohne Scheu / in allen Krankheiten sicherlich gebraucht werden / kann kein Übel tun / so wohl in kaltem als hitzigem / steht der Natur gewaltig bei / und tut viel Gutes / welches mancher hinter ihm nicht suchen oder glauben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.784999847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1809,"date":1659,"orig":"Inſonderheit wann derſelbe continuirlich ein Zeitlang à Scrupul.","norm":"Insonderheit wann derselbe kontinuierlich ein Zeitlang à Scrupul.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.377799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1810,"date":1659,"orig":"1. ad Dragmam j. taͤglich genommen wird/ ſo wird man ſpuͤren/ daß ich jhme ſolches Lob nicht vnwuͤrdig geben habe.","norm":"1. ad Dragmam j. täglich genommen wird / so wird man spüren / dass ich ihm solches Lob nicht unwürdig geben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.413099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1811,"date":1659,"orig":"Das hinderbliebene iſt gantz ſchwartz/ kan zu gleichem Gebrauch/ ander Honig oder Zucker damit zu verſetzen/ verwahret werden/ oder aber man kan daſſelbe im Ofen des Erſten Theils wieder in Flores ſublimiren/ oder im Ofen des vierdten Theils dieſes Buchs mit Zuſatz Eyſen oder Weinſtein vnd Salpeter in einen Regulum:","norm":"Das Hinterbliebene ist ganz schwarz / kann zu gleichem Gebrauch / ander Honig oder Zucker damit zu versetzen / verwahret werden / oder aber man kann dasselbe im Ofen des ersten Teils wieder in Flores sublimieren / oder im Ofen des vierten Teils dieses Buchs mit Zusatz Eisen oder Weinstein und Salpeter in einen Regulum:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470600128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1812,"date":1659,"orig":"Alſo daß nichts verlohren gehet.","norm":"Also dass nichts verloren geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.438399791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1813,"date":1659,"orig":"CAP. CV.","norm":"CAP. CV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.509900093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1814,"date":1659,"orig":"Von Corallen vnd Zucker einen kraͤfftigen Spiritum, vnd blutrote Tinctur zu diſtilliren.","norm":"Von Korallen und Zucker einen kräftigen Spiritum, und blutrote Tinktur zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.892499923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1815,"date":1659,"orig":"WAnn man den Zucker mit pulveriſirten roten Corallen vermiſchet vnd diſtilliret/ ſo gehet neben dem Spiritu eine blutrote Tinctur/ in Form eines ſchweren Oels uͤber/ welche mit dem Spiritu per digeſtionem in Balneo muß conjungiret werden/ iſt ſo kraͤfftig/ als immer derjenige/ welcher mit Zuſatz Antimonii Diaphoretici iſt gemacht worden/ curiret Epilepſiam von Grund auß/ bey Jungen vnd Alten beſtaͤndig/ vnd reiniget das Gebluͤt von allen Vnſauberkeiten/ dardurch die allerabſchewlichſte Kranckheit Lepra mit jhren Geſchlechten kan vertrieben werden/ vnd iſt ſeind Gebrauch alſo gleich wie oben bey dem Spiritu Sachari Antimoniato gemeldet worden.","norm":"Wann man den Zucker mit pulverisierten roten Korallen vermischet und destillieret / so geht neben dem Spiritu eine blutrote Tinktur / in Form eines schweren Öls über / welche mit dem Spiritu per digestionem in Balneo muss konjungieret werden / ist so kräftig / als immer derjenige / welcher mit Zusatz Antimonii Diaphoretici ist gemacht worden / kurieret Epilepsiam von Grund aus / bei Jungen und Alten beständig / und reiniget das Geblüt von allen Unsauberkeiten / dadurch die abscheulichste Krankheit Lepra mit ihren Geschlechtern kann vertrieben werden / und ist sind Gebrauch also gleich wie oben bei dem Spiritu Sachari Antimoniato gemeldet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35230016708374} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1816,"date":1659,"orig":"CAP. CVI. De Spiritu Muſti.","norm":"CAP. CVI. De Spiritu Musti.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":7.013800144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1817,"date":1659,"orig":"AVß dem ſuͤſſen Moſt/ oder Weintrauben-Safft/ ſo bald er außgepreßt iſt/ muß er in Honigdicke verkocht werden/ vnd darnach mit Sand/ Corallen/ (Flores Antimonii ſeyn beſſer) vermiſchet vnd diſtilliret/ giebt eben einen ſolchen Spiritum, welcher demjenigen/ der von Honig oder Zucker diſtillirt/ gleich iſt; doch iſt dieſer etwas ſaͤurer/ als der von Honig gemacht/ vnd koͤnnen mit Honig/ Zucker/ vnd Traubenſafft etliche Metallrn im kochen ſolviret/ vnd in vnderſchiedene Medicamenten/ durch/ vnd ohne Diſtillation bereytet werden/ auff ſolche Weiß/ gleich oben bey dem Tartaro iſt gelehret worden/ dann der Honig/ Zucker vnd Traubenſafft/ nichts anders/ als ein ſuͤſſes Saltz iſt/ welches durch die fermentation in einen ſauren Tartarum mit ſaurem Zuſatz kan verwandelt werden/ in allem demjenigen gleich/ welcher auß den Weinfaſſen geſamblet wird.","norm":"Aus dem süßen Most / oder Weintrauben-Saft / so bald er ausgepresst ist / muss er in Honigdicke verkocht werden / und danach mit Sand / Korallen / (Flores Antimonii sein besser) vermischet und destillieret / gibt eben einen solchen Spiritum, welcher demjenigen / der von Honig oder Zucker destilliert / gleich ist; doch ist dieser etwas Säurer / als der von Honig gemacht / und können mit Honig / Zucker / und Traubensaft etliche Metallern im Kochen solvieret / und in unterschiedene Medikamenten / durch / und ohne Destillation bereitet werden / auf solche Weiß / gleich oben bei dem Tartaro ist gelehrt worden / dann der Honig / Zucker und Traubensaft / nichts anders / als ein süßes Salz ist / welches durch die Fermentation in einen sauren Tartarum mit saurem Zusatz kann verwandelt werden / in allem demjenigen gleich / welcher aus den Weinfassen gesamblet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7870001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1818,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan auch ein Tartarus auß Kirſchen/ Birꝛn/ Oepffeln/ Feygen/ vnd allen andern Fruͤchten/ welchen einen ſuͤſſen Safft geben/ wie auch auß allem Korn/ als Rocken/ Weitzen/ Haber/ Gerſten/ vnd dergleichen gemachet werden/ davon im dritten Theil ein mehrers.","norm":"Desgleichen kann auch ein Tartarus aus Kirschen / Birrn / Oepffeln / Feigen / und allen anderen Früchten / welchen einen süßen Saft geben / wie auch aus allem Korn / als Rocken / Weizen / Hafer / Gersten / und dergleichen gemacht werden / davon im dritten Teil ein mehreres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811200141906738} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1819,"date":1659,"orig":"Dann ein jedweder ſuͤſſer Safft der Vegetabilien/ ſo er durch die Fermentation uͤmbgekehret wird/ zu einem natuͤrlichen ſauren Tartaro werden kan/ vnd iſt gantz falſch/ wie etliche meynen/ daß nur in dem Wein ein ſolcher Tartarus, welcher durch taͤglichen Gebrauch mit dem nutrimento (bey denen welche Wolff hungerig ſeyn/) vngeſchieden in die Glieder gangen/ vnd daſelbſten zu einem ſteinichten Weſen worden ſeyn/ wañ ſolches wahr were/ ſo wuͤrde man in den kalten Laͤndern/ da kein Wein getruncken wird/ keine podagricos vnd calculoſos finden/ wird aber das Gegentheil taͤglich geſpuͤret.","norm":"Dann ein jedweder süßer Saft der Vegetabilien / so er durch die Fermentation umgekehrt wird / zu einem natürlichen sauren Tartaro werden kann / und ist ganz falsch / wie etliche meinen / dass nur in dem Wein ein solcher Tartarus, welcher durch täglichen Gebrauch mit dem nutrimento (bei denen welche Wolff hungrig sein /) ungeschieden in die Glieder gegangen / und daselbst zu einem steinigen Wesen worden sein / wann solches wahr wäre / so würde man in den kalten Ländern / da kein Wein getrunken wird / keine podagricos und calculosos finden / wird aber das Gegenteil täglich gespürt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270800113677978} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1820,"date":1659,"orig":"Doch muß ich bekennen/ daß vnder allen Vegegetabilien keines mehr als der Weinſtock giebet/ vnd iſt ſolches die Vrſach die ſaͤure/ welche mit vnterlaufft/ dardurch die ſuͤſſe in einen Tartarum verwandelt wird/ dann je ſaͤurer die Weine ſeyn/ je mehr Tartarum dieſelbe von ſich geben/ vnd je ſuͤſſer/ je weniger.","norm":"Doch muss ich bekennen / dass unter allen Vegegetabilien keines mehr als der Weinstock gibt / und ist solches die Ursache die säure / welche mit unterlauft / dadurch die süße in einen Tartarum verwandelt wird / dann je Säurer die Weine sein / je mehr Tartarum dieselbe von sich geben / und je süßer / je weniger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.293799877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1821,"date":1659,"orig":"Auß dieſem Diſcurs wird ein fleiſſiger Chymicus, des Weinſteins herkommen/ Natur vnd Weſen genug erlernen/ vnd auch in Manglung des Weins denſelben auß andern Vegetabilen/ genugſamb bereyten koͤnnen/ mit Honig/ Zucker oder Sapa, kan Sal commune, oder Sal Tart. diſtilliret werden/ giebt ſo ſtarcke Spiritus, daß Metallen darinn ſolviret koͤnnen werden/ zur Medicin vnd Alchymia nicht zu verwerffeu.","norm":"Aus diesem Diskurs wird ein fleißiger Chymicus, des Weinsteins herkommen / Natur und Wesen genug erlernen / und auch in Manglung des Weins denselben aus anderen Vegetabilen / genugsam bereiten können / mit Honig / Zucker oder Sapa, kann Soll commune, oder Soll Tarte . destillieret werden / gibt so starke Spiritus, dass Metallen darin solvieret können werden / zur Medizin und Alchimie nicht zu verwerffeu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.126100063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1822,"date":1659,"orig":"CAP. CVII. De Oleo Olivarum.","norm":"CAP. CVII. De Oleo Olivarum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":6.75439977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1823,"date":1659,"orig":"AVß allen außgepreßten Oelen/ als Baumoͤl/ Ruͤboͤl/ Nuͤßoͤl/ Hauff/ Leinoͤl vnd dergleichen/ kan ein ſehr penetrirend Oel diſtilliret/ vnd nicht allein aͤuſſerlich/ ſondern auch innerlich gebrauchet werden/ vnd geſchicht alſo:","norm":"Aus allen Ausgepressten ölen / als Baumöl / Rüböl / Nüßöl / Hauff / Leinöl und dergleichen / kann ein sehr penetrierend Öl destillieret / und nicht allein äußerlich / sondern auch innerlich gebraucht werden / und geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.966599941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1824,"date":1659,"orig":"Nimb ein gemeyn Toͤpffererden ohne Sand vermiſchet/ formire darauß globulos, ſo gros als Tauben- oder Huͤner-Eyer/ brenne oder gluͤe dieſelbe auß/ doch nicht zu ſtarck/ daß ſie zu einem harten Stein werden/ vnd kein Oel anziehen wollen/ vnd wann ſie niche mehr gluͤen/ aber doch ziemlich heiß ſeynd/ ſo wuͤrff dieſelbe in ein Baumoͤl/ welches das beſte dazu iſt/ dann ſo dieſelbe gluͤend/ (wie etliche pflegen zu thun) hineyn geworffen werden/ ſo wird das Oel braͤntzelt davon/ vnd las ſolche ſo lang darinn liegen/ bis dieſelbe ſich gantz voll davon getruncken haben/ welches innerhalb 2. oder 3. Stunden geſchicht.","norm":"Nimm ein gemein Töpfererden ohne Sand vermischet / formiere daraus globulos, so groß als Tauben- oder Hühnereier / brenne oder glüh dieselbe aus / doch nicht zu stark / dass sie zu einem harten Stein werden / und kein Öl anziehen wollen / und wann sie nicht mehr glühen / aber doch ziemlich heiß sind / so würfe dieselbe in ein Baumöl / welches das Beste dazu ist / dann so dieselbe glühend / (wie etliche pflegen zu tun) hineingeworfen werden / so wird das Öl brenzelt davon / und las solche so lang darin liegen / bis dieselbe sich ganz voll davon getrunken haben / welches innerhalb 2. oder 3. Stunden geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349400043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1825,"date":1659,"orig":"Darnach nimb dieſelbe auch/ vnd wuͤrff davon eins oder zwey auff einmal hineyn/ in den gluͤenden Ofen/ vnd las gehen/ uͤber eine Weil trag wieder eins oder zwey hernach/ vnd thue ſolches ſo offt vnd lang/ bis du Oel genug zu haben vermeyneſt/ vnd wann vnder deſſen das Geſchirꝛ von den globulis voll iſt worden/ ſo nimb ſolche mit einer Zangen oder Loͤffel herauß/ auff daß du vnverhindert in der Diſtillation forfahren koͤnneſt/ vnd darffeſt dich nicht beſorgen/ daß auff dieſe Weiß dein Retort oder Reeipient zerſpringe/ das Oel ſich entzuͤnde vnd brand oder ander Schaden dardurch entſtehe.","norm":"Danach nimm dieselbe auch / und würfe davon eins oder zwei auf einmal hinein / in den glühenden Ofen / und las gehen / über eine Weil trage wieder eins oder zwei hernach / und tue solches so oft und lang / bis du Öl genug zu haben vermeinest / und wann unter dessen das Geschirr von den globulis voll ist worden / so nimm solche mit einer Zangen oder Löffel heraus / auf dass du unverhindert in der Destillation Vorfahren könnest / und darfst dich nicht besorgen / dass auf diese Weiß dein Retorte oder Reeipient zerspringe / das Öl sich entzünde und Brand oder ander Schaden dadurch entstehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285799980163574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1826,"date":1659,"orig":"Nach geſchehener Diſtillation/ nimb den Recipienten ab/ gieß das uͤbergeſtiegene Oleum in ein glaͤſern Retorten/ vnd rectificire ſolches uͤber calcionirten Alaun oder Vitriol, ſo behaͤlt der Alau die Schwaͤrtze vnd Geſtanck/ welche in der Diſtillation mit iſt uͤbergangen/ bey ſich/ vnd ſteigt alſo das Oel klar uͤber/ welches dannoch ein oder zweymal/ nach deme mans penetrirend haben will/ mit friſchem calcinirten Alaun muß rectificiret werden/ vnd allzeit was erſt uͤbergehet/ allein gefangen/ ſo bekompt man ein ſchoͤn hell vnd klar Oleum, welches uͤber die maſſen ſubtil iſt/ das aber hernach kompt iſt etwas gelb/ vnd auch ſo prnetrirend nicht als das erſte/ derenthalben nur aͤuſſerlich zu gebrauchen/ Blumen vnd Kraͤuter damit extrahirt/ giebt herꝛlich Balſama zu kalten vnd feuchten Schaͤden/ auch kan man Succinum, Maſtix/ Weyrauch/ vnd dergleichen attrahirende ſpecies ſolviren/ vnd mit Wachs vnd Colophonia zu einem Emplaſtro machen/ ſehr gut in vergifften Schaͤden vnd Beulen die Gifft herauß zu ziehen vñ bald zu heylen/ gemeynen gelben pulveriſirten Schwefel darinn ſolviret/ giebt einen blutroten Balſam/ welcher ein jedweder Scabiem, vnd andere dergleichen Vnreinigkeit der Haut bald vertreibet/ inſonderheit wann darzu addiret wird/ gereinigtes Spaniſchgruͤn/ vnd zu hitzigen Schaͤden Sacharum Saturni, welche dann gern auff linder Hitz mit ſtaͤtigem uͤmbruͤhren darinn verſchmeltzen/ vnd ſich damit vermiſchen/ iſt nicht noͤtig daß es eben in Glaͤſern geſchehe/ ſondern kan bald nur in einem Kochhafen gethan werden.","norm":"Nach geschehener Destillation / nimm den Rezipienten ab / gieße das übergestiegene Oleum in ein gläsern Retorten / und rektifiziere solches über calcionirten Alaun oder Vitriol, so behält der Alau die Schwärze und Gestank / welche in der Destillation mit ist übergangen / bei sich / und steigt also das Öl klar über / welches dennoch ein oder zweimal / nach dem man es penetrierend haben will / mit frischem kalzinierten Alaun muss rektifizieret werden / und allzeit was erst übergehet / allein gefangen / so bekommt man ein schön hell und klar Oleum, welches über die Maßen subtil ist / das aber hernach kommt ist etwas gelb / und auch so prnetrirend nicht als das erste / derenthalben nur äußerlich zu gebrauchen / Blumen und Kräuter damit extrahiert / gibt herrlich Balsama zu kalten und feuchten Schäden / auch kann man Succinum, Mastix / Weihrauch / und dergleichen attrahierende species solvieren / und mit Wachs und Colophonia zu einem Emplastro machen / sehr gut in Vergiften Schäden und Beulen die Gift herauszuziehen und bald zu heilen / gemeinen gelben pulverisierten Schwefel darin solvieret / gibt einen blutroten Balsam / welcher ein jedweder Scabiem, und andere dergleichen Unreinheit der Haut bald vertreibet / in Sonderheit wann dazu addieret wird / gereinigtes Spanischgrün / und zu hitzigen Schäden Sacharum Saturni, welche dann gern auf linder Hitze mit stetigem umrühren darin verschmelzen / und sich damit vermischen / ist nicht nötig dass es eben in Gläsern geschehe / sondern kann bald nur in einem Kochhafen getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1827,"date":1659,"orig":"CAP. CVIII.","norm":"CAP. CVIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.060299873352051} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1828,"date":1659,"orig":"Uſus Olei Benedicti.","norm":"Usus Olei Benedicti.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.34689998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1829,"date":1659,"orig":"DAs erſte vnd klare iſt einer ſehr penetrirender Natur vnd Eygenſchafft/ davon etliche Tropffen mit ein wenig gebrandten Wein eyngeben/ ſtillet alſobald die Colicam, welche von verhaltenen Winden entſtanden/ deßgleichen das Auffſteigen der Mutter/ ſonderlich wann man auch etwas auff den Nabel ſchmieret/ vnd wann ein kalter Fluß auff die Nerven gefallen/ davon ſolche erſtarꝛet vnd lahm worden ſeyn/ von dieſem Oleo darauff geſtrichen/ vnd mit einer warmen Hand hineyn gerieben/ bringt dieſelbe bald wieder zu recht/ vnd derohalben wegen ſeiner ſchnellen Huͤlff die es beweiſet/ billich Oleum Sanctum mag genennet werden.","norm":"Das erste und klare ist einer sehr penetrierender Natur und Eigenschaft / davon etliche Tropfen mit ein wenig gebrandeten Wein eingeben / stillet alsobald die Colicam, welche von verhaltenen Winden entstanden / desgleichen das Aufsteigen der Mutter / sonderlich wann man auch etwas auf den Nabel schmieret / und wann ein kalter Fluss auf die Nerven gefallen / davon solche erstarret und lahm worden sein / von diesem Oleo darauf gestrichen / und mit einer warmen Hand hineingerieben / bringt dieselbe bald wieder zu Recht / und derohalben wegen seiner schnellen Hilfe die es beweiset / billig Oleum Sanctum mag genannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850200176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1830,"date":1659,"orig":"Vnd wann man in dieſem Oleo Laminas Martis oder Veneris extrahiret/ wird es hoch roth oder gruͤn an der Farb/ vnd iſt zu allen kalten vnd feuchten Schaͤden/ ſolche zu erwaͤrmen vnd zu trucknen/ das beſte Mittel/ conſumiret die uͤbrige Feuchte der Wunden vnd Glieder-ſchwaͤrn/ ſo wol auch die Gewaͤchs auff gantzer Haut/ heylet die Flechten an dem Leib/ vnd den Erbgrind auff dem Haupt/ vnd was dergleichen mehr Schaͤden/ welche von uͤbriger Feuchte vnd Kaͤlte entſtanden ſeyn.","norm":"Und wann man in diesem Oleo Laminas Martis oder Veneris extrahiret / wird es hochrot oder grün an der Farbe / und ist zu allen kalten und feuchten Schäden / solche zu erwärmen und zu trocknen / das beste Mittel / konsumieret die übrige Feuchte der Wunden und Gliederschwären / so wohl auch die Gewächs auf ganzer Haut / heilet die Flechten an dem Leib / und den Erbgrind auf dem Haupt / und was dergleichen mehr Schäden / welche von übriger Feuchte und Kälte entstanden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373300075531006} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1831,"date":1659,"orig":"Auch kan man Euphorbium vnd andere hitzige Gummi darinn ſolviren/ vnd gegen die groſſe Kaͤlte gebrauchen/ dann welches Glied damit wird angeſtrichen/ keine Kaͤlte ſchaden thun kan/ wie gros dieſelbe auch ſeyn moͤge.","norm":"Auch kann man Euphorbium und andere hitzige Gummi darin solvieren / und gegen die große Kälte gebrauchen / dann welches Glied damit wird angestrichen / keine Kälte schaden tun kann / wie groß dieselbe auch sein möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6493000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1832,"date":1659,"orig":"Es koͤnnen auch dieſe Balſama, welche mit Gummi oder Sulphure gemacht ſeyn/ noch einmal per Retortam diſtilliret werden/ ſeynd in etlichen Faͤllen beſſer/ als der vndiſtillirte Balſam zu gebrauchen.","norm":"Es können auch diese Balsama, welche mit Gummi oder Sulphure gemacht sein / noch einmal per Retortam destillieret werden / sind in etlichen Fällen besser / als der undestillierte Balsam zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.538700103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1833,"date":1659,"orig":"CAP CIX. De Oleo Ceræ.","norm":"CAP CIX. De Oleo Cerae.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":7.541100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1834,"date":1659,"orig":"ALſo vnd auff dieſe Weiß kan auch das Oleum von Wachs diſtilliret werden/ iſt dem vorigen in allem gleich zu gebrauchen/ zu allen kalten Gebrechen der Sehnen/ aber dieſes noch kraͤfftiger befunden worden iſt.","norm":"Also und auf diese Weiß kann auch das Oleum von Wachs destillieret werden / ist dem vorigen in allem gleich zu gebrauchen / zu allen kalten Gebrechen der Sehnen / aber dieses noch kräftiger befunden worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.774099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1835,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1836,"date":1659,"orig":"CX. 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Spiritus contra Calculum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.233699798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1837,"date":1659,"orig":"AVß den Kernen die man in den Weintrauben findet/ wird ein ſaurer Spiritus diſtilliret/ welcher ein gewiſſes ſpecificum gegen den Nieren- vnd Blaſenſtein/ wie auch alle podagriſche Schmertzen erfunden iſt.","norm":"Aus den Kernen die man in den Weintrauben findet / wird ein saurer Spiritus destillieret / welcher ein gewisses Spezifikum gegen den Nieren- und Blasenstein / wie auch alle podagrische Schmerzen erfunden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.96120023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1838,"date":1659,"orig":"Nicht allein innerlich taͤglich davon gebrauchet/ ſondern auch aͤuſſerlich mit Tuͤchern auff das ſchmertzhaffte Orth geleget/ ſtillet vnd vertreibet die Schmertzen.","norm":"Nicht allein innerlich täglich davon gebraucht / sondern auch äußerlich mit Tüchern auf das schmerzhafte Ort gelegt / stillet und vertreibet die Schmerzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.512199878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1839,"date":1659,"orig":"CAP. CXI. De Spiritu vel Oleo Sulphuris acido.","norm":"CAP. CXI. De Spiritu vel Oleo Sulphuris acido.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.956399917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1840,"date":1659,"orig":"DEn Schwefel in einen ſauren Spiritum oder Oleum zu bringen/ iſt von vielen geſucht/ aber von wenigen gefunden worden/ dann bißhero der mehrertheil Laboranten denſelben mit Glaͤſern-klocken gemachet/ dardurch ſie gar wenig bekommen haben/ weilen dieſelbe bald warm worden/ vnd das Oleum nicht haben halten koͤnnen/ welches dann in Rauchweiß jhnen entflogen iſt; andere haben ſolches durch diſtilliren/ andere durch ſolviren dahin bringen wollen/ hat aber auf keine weiß gegluͤckt/ darumb daſſelbe jetziger Zeit beynahe nirgends auffrichtig gefunden wird/ dann gemeyniglich nur ein Oleum Vitrioli dafuͤr bey den Materialiſten vnd Apothekern verkaufft wird/ welches doch in Tugenden vnd Kraͤfften dem Oleo Sulphuris bey weitem nicht zu vergleichen iſt/ dann dieſes nicht allein an ſaͤure viel lieblicher/ ſondern auch an ſeinem Weſen viel kraͤfftiger befunden wird/ weilen daſſelbe dann in Medicina vnd Alchymia vielfaͤltig kan gebrauchet werden/ nemblich in allen hitzigen Kranckheiten/ den Tranck des Patienten bis auff ein annehmliche ſaͤure vermiſchet/ dardurch den vnleydlichen Durſt zubenehmen/ den Magen zu ſtaͤrcken/ Lungen vnd Leber zu exfriſchen/ auch aͤuſſerliche Kaͤlte vnd heiſſen Brand damit zu loͤſchen vnd heylen/ vnd etliche Metallen damit cryſtalliſiren/ vnd in liebliche Vitriola damit zu bringen/ welche ſo wol zur Alchymia als Medicina gebraucht werden koͤnnen.","norm":"Den Schwefel in einen sauren Spiritum oder Oleum zu bringen / ist von vielen gesucht / aber von wenigen gefunden worden / dann bisher der Mehrerteil Laboranten denselben mit Gläsern-klocken gemacht / dadurch sie gar wenig bekommen haben / weilen dieselbe bald warm worden / und das Oleum nicht haben halten können / welches dann in Rauchweiß ihnen entflogen ist; andere haben solches durch Destillieren / andere durch solvieren dahin bringen wollen / hat aber auf keine weiß geglückt / darum dasselbe jetziger Zeit beinahe nirgends aufrichtig gefunden wird / dann gemeiniglich nur ein Oleum Vitriole dafür bei den Materialisten und Apothekern verkauft wird / welches doch in Tugenden und Kräften dem Oleo Sulphuris bei weitem nicht zu vergleichen ist / dann dieses nicht allein an säure viel lieblicher / sondern auch an seinem Wesen viel kräftiger befunden wird / weilen dasselbe dann in Medicina und Alchimie vielfältig kann gebraucht werden / nämlich in allen hitzigen Krankheiten / den Trank des Patienten bis auf ein annehmliche säure vermischet / dadurch den unleidlichen Durst zubenehmen / den Magen zu stärken / Lungen und Leber zu exfrischen / auch äußerliche Kälte und heißen Brand damit zu löschen und heilen / und etliche Metallen damit kristallisieren / und in liebliche Vitriole damit zu bringen / welche so wohl zur Alchimie als Medicina gebraucht werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093400001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1841,"date":1659,"orig":"Alſo hab ichs fuͤr gur angeſehen/ dieſelbe bereytung hieher zu ſetzen/ wiewol ſolche durch dieſen Diſtillir-Ofen nicht geſchicht/ ſondern auff einen andern weg nur mit anzuͤnden vnd verbrennen deſſelben wie folget:","norm":"Also habe ich es für Gur angesehen / dieselbe Bereitung hierher zu setzen / wiewohl solche durch diesen Destillierofen nicht geschieht / sondern auf einen anderen weg nur mit anzünden und verbrennen desselben wie folget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.72130012512207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1842,"date":1659,"orig":"Mache dir ein Oefelein mit einem Roſt/ uͤber welchem ein ſtarcker Tiegel auff zwo Stangen ſoll cyngemawret werden/ alſo daß das Fewer ſeinen Rauch nicht oben/ nebem dem Tiegel/ ſondern auf der Seyten des Ofens durch eine Roͤhren beyſeits geleitet werde/ vnd muß der Tiegel voll Schwefel geleget/ vnd mit einem Kohlfewer ohne Flamm zum brennen gebracht vnd erhalten werden/ vnd ſoll uͤber dem brennenden Sulphur ein Geſchirꝛ von guter ſteinichter Erden/ einer flachen Schuͤſſel gleich/ mit einem hohen Rand/ darinn allzeit kalt Waſſer ſeye/ accommodiret werden/ daran dann der brennende Sulphur flamm/ indeme nun derſelbe verbrennet/ ſo wird ſeine Fettigkeit conſumiret/ vnd das Sal acidum entbunden/ vnd an das kalte Geſchirꝛ ſublimiret/ daſelbſten es dann von der Lufft ſolviret/ vnd in geſtalt eines ſcharpffen Oels von dem holen Gefaͤß in das receptaculum rinnet/ welches man dann bisweilen abnehmen/ vnd auch mehr Sulphur beylegen ſoll/ auff daß der Sulphur im Tiegel allzeit brenne/ vnd mit der flamm an den kalten Helm ſchlage/ ſo wird man in wenig tagen ein groſſe Quantitaͤt Olei erlangen/ welches ſonſt per campanam in viel Wochen nicht geſchehen haͤtte koͤnnen.","norm":"Mache dir ein Öflein mit einem Rost / über welchem ein starker Tiegel auf zwei Stangen soll cyngemawret werden / also dass das Feuer seinen Rauch nicht oben / nebem dem Tiegel / sondern auf der Seiten des Ofens durch eine Röhren beiseite geleitet werde / und muss der Tiegel voll Schwefel gelegt / und mit einem Kohlfeuer ohne Flamm zum Brennen gebracht und erhalten werden / und soll über dem brennenden Sulphur ein Geschirr von guter steiniger Erden / einer flachen Schüssel gleich / mit einem hohen Rand / darin allzeit Kaltwasser sei / akkommodieret werden / daran dann der brennende Sulphur flamm / indem nun derselbe verbrennet / so wird seine Fettigkeit konsumieret / und das Soll acidum entbunden / und an das kalte Geschirr sublimieret / daselbst es dann von der Luft solvieret / und in Gestalt eines scharfen Öls von dem holen Gefäß in das receptaculum rinnet / welches man dann bisweilen abnehmen / und auch mehr Sulphur beilegen soll / auf dass der Sulphur im Tiegel allzeit brenne / und mit der flamm an den kalten Helm schlage / so wird man in wenig Tagen ein große Quantität Olei erlangen / welches sonst per campanam in viel Wochen nicht geschehen hätte können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1843,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1844,"date":1659,"orig":"Es kan auch ein ſolcher ſaurer Spiritus, oder Oleum per diſtillationem neben den Floribus erlanget werden/ alſo/ wann nemblich immer ein ſtuͤck Schwefel eines Huͤner-eyes gros nach dem andern in das gluͤende Diſtillir-gefaͤß geworffen wird/ ſo gehet neben den floribus ein ſaures Oleum zugleich in den Recipienten uͤber/ welches mit Waſſer von den Blumen muß außgezogen werden/ davon das Waſſer dann durch Extrahirung zu ſcheyden iſt/ ſo bleibet in fundo concurbitæ das Oleum, welches am Geſchmack vnd Tugenden dem vorigen gleich iſt/ kan aber bey weitem ſo viel nicht auff dieſe weiß/ als durch die obere erlanget werden/ vnd ſo man das Oleum nicht ſuchet/ kan es bey den floribus bleiben/ ſeynd wegen jhrer lieblichen ſaͤure viel annehmlicher/ als andere gemeyne zu gebrauchen.","norm":"Es kann auch ein solcher saurer Spiritus, oder Oleum per distillationem neben den Floribus erlanget werden / also / wann nämlich immer ein Stück Schwefel eines Hünereyes groß nach dem anderen in das glühende Distillir-gefäß geworfen wird / so geht neben den floribus ein saures Oleum zugleich in den Rezipienten über / welches mit Wasser von den Blumen muss ausgezogen werden / davon das Wasser dann durch Extrahierung zu scheiden ist / so bleibt in fundo concurbitae das Oleum, welches am Geschmack und Tugenden dem vorigen gleich ist / kann aber bei weitem so viel nicht auf diese weiß / als durch die obere erlanget werden / und so man das Oleum nicht suchet / kann es bei den floribus bleiben / sind wegen ihrer lieblichen säure viel annehmlicher / als andere gemeine zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783699989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1845,"date":1659,"orig":"Ende deß Andern Theils.","norm":"Ende des anderen Teils.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.994500160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1846,"date":1659,"orig":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder Philoſophiſcher Oefen/ Dritter Theil:","norm":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder philosophischer Öfen / Dritter Teil:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.51200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1847,"date":1659,"orig":"Darinnen beſchrieben wird deß Dritten Ofens Eygenſchafft/ da durch oder damit man ohne Veſic, Kolben/ oder andere Kuͤpfferne/ Zinnerne/ oder Bleyerne Inſtrumenten vielerhand Vegetabiliſche ſpiritus ardentes, extracta, olea, ſalia, vnd dergleichen:","norm":"Darinnen beschrieben wird des Dritten Ofens Eigenschaft / da durch oder damit man ohne Vesic, Kolben / oder andere Kupferne / Zinnerne / oder bleierne Instrumenten vielerhand Vegetabilische spiritus ardentes, extracta, olea, salia, und dergleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1848,"date":1659,"orig":"Nur durch ein einiges von Kupffer gemachtes kleines Inſtrument/ durch Huͤlff hoͤltzerner Gefaͤſſen.","norm":"Nur durch ein einiges von Kupfer gemachtes kleines Instrument / durch Hilfe hölzerner Gefäßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.763700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1849,"date":1659,"orig":"CAPUT PRIMUM.","norm":"CAPUT PRIMUM.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.1875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1850,"date":1659,"orig":"Von Bereytung deß Kuͤpffernen Inſtruments vnd Ofens.","norm":"Von Bereitung des kupfernen Instruments und Ofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279600143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1851,"date":1659,"orig":"DAs Inſtrument wird von ſtarckem kuͤpffernen Blech geformiret; vnd ſolches folgender Geſtalt.","norm":"Das Instrument wird von starkem kupfernen Blech geformiret; und solches folgender Gestalt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.624499797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1852,"date":1659,"orig":"Es werden zwey halbe Sphæræ, oder Kugeln von ſtarckem rotem oder gelben Kupffer-blech gemacht/ vngefehr eines Menſchen-Haupt gros/ vnd beyde halbe Kugeln mit harter Solitur, vnd nicht mit Zinn zuſammen geloͤdet/ doch muß an das eine halbe Theil eine Roͤhre gemacht ſeyn/ in Form eines Kranen/ welchen man in die Wein-Faͤſſer pfleget zu ſtellen/ nemblich hinden an der Kugel weiter vnd dicker als vornen/ vnd ſolche auffs wenigſte einer Spannen lang/ vnd nach groͤſſe der Kngel muß die Roͤhre auch weit vnd eng ſeyn: Welche auch faͤſt an die halbe Kugel muß geloͤdet werden/ vnd muß die Roͤhre der Kugel wol rund ſeyn/ auff daß dieſelbige ein rund gebohrtes Loch/ wann ſolches darein geſtellet wird/ dieſer Groͤſſe vngefehr/ vorn zwey zwerg Finger weit/ gleich es einem kuͤpffernen Weinkranen zugehoͤret/ vnd keine Naͤſſe darneben herauß rinnen laſſe.","norm":"Es werden zwei halbe Sphaerae, oder Kugeln von starkem rotem oder gelben Kupferblech gemacht / ungefähr eines Menschenhaupt groß / und beide halbe Kugeln mit harter Solitur, und nicht mit Zinn zusammen gelötet / doch muss an das eine halbe Teil eine Röhre gemacht sein / in Form eines Kranen / welchen man in die Weinfässer pflegt zu stellen / nämlich hinten an der Kugel weiter und dicker als vorne / und solche aufs wenigste einer Spannen lang / und nach Größe der Kngel muss die Röhre auch weit und eng sein: Welche auch fest an die halbe Kugel muss gelötet werden / und muss die Röhre der Kugel wohl rund sein / auf dass dieselbige ein rund gebohrtes Loch / wann solches darein gestellt wird / dieser Größe ungefähr / vorn zwei Zwergfinger weit / gleich es einem kupfernen Weinkranen zugehöret / und keine Nässe daneben herausrinnen lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1853,"date":1659,"orig":"Vnd muß zu ſolcher Kugel ein beſonder Oefelein von dickem eyſernen Harniſch oder kuͤpffernen Blech gemacht/ vnd inwendig mit Stein gefuͤttert/ oder mit guter Erden beſchlagen werden/ darinn man das kuͤpfferne Inſtrument lege/ gleich wie man eine Retorte zum diſtilliren pflegt eynzurichten; Nemblich/ daß ſolches uͤber den Roͤſter oder Kohlen-loch ein oder anderthalb Spanne hoch auff zwey eyſernen Stangen ruhet/ vnd der Hals deſſelben auffs wenigſt eine Spanne vor dem Ofen außgehe/ auch muß der Ofen vnten mit einem Aſchen-Loch/ vnd oben mit einem Deckel vnd Lufftroͤhren/ (dardurch der Rauch gehen/ vnd das Fewer damit regieret werden moͤge/ gleich als beygeſetzte Figur außweiſet) formiret ſeyn/ vnd ſoll auch ſolches Oefelein vnten drey Fuͤſſe haben/ daß es faͤßt ſtehen koͤnne/ mit zwey Handhaben/ damit man daſſelbe von einem Ort zu dem andern tragen moͤge:","norm":"Und muss zu solcher Kugel ein besondere Öflein von dickem eisernen Harnisch oder kupfernen Blech gemacht / und inwendig mit Stein gefüttert / oder mit guter Erden beschlagen werden / darin man das kupferne Instrument lege / gleich wie man eine Retorte zum Destillieren pflegt einzurichten; nämlich / dass solches über den Röster oder Kohlenloch ein oder anderthalb Spanne hoch auf zwei eisernen Stangen ruhet / und der Hals desselben aufs wenigste eine Spanne vor dem Ofen ausgehe / auch muss der Ofen unten mit einem Aschenloch / und oben mit einem Deckel und Luftröhren / (dadurch der Rauch gehen / und das Feuer damit regieret werden möge / gleich als beigesetzte Figur ausweiset) formiert sein / und soll auch solches Öflein unten drei Füße haben / dass es fest stehen könne / mit zwei Handhaben / damit man dasselbe von einem Ort zu dem anderen tragen möge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.912700176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1854,"date":1659,"orig":"Dann ſolches nothwendig iſt/ weil man daſſelbige nicht allein zum diſtilliren der Spirituum ardentium durch hoͤltzerne Faͤſſer/ welche an ſtatt kuͤpfferner Veſiken genommen werden/ ſondern auch zu diſtilliren vnd digeriren in Kolben/ Phiolen/ vnd andern/ glaͤſernen/ ſteinernen/ kuͤpffernen/ zinnernen vnd dergleichen Inſtrumenten/ welche ins Balneum geſetzet werden/ wie auch zu anderen hoͤltzernen Geſchirꝛen/ darinn man Bier/ Meth/ Wein/ oder ander Getraͤnck brawen oder kochen will/ haben muß.","norm":"Dann solches notwendig ist / weil man dasselbe nicht allein zum Destillieren der Spirituum ardentium durch hölzerne Fässer / welche anstatt kupferner Vesiken genommen werden / sondern auch zu destillieren und digerieren in Kolben / Phiolen / und anderen / gläsernen / steinernen / kupfernen / zinnernen und dergleichen Instrumenten / welche ins Balneum gesetzt werden / wie auch zu anderen hölzernen Geschirren / darin man Bier / Met / Wein / oder ander Getränk brauen oder kochen will / haben muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1855,"date":1659,"orig":"CAPUT II.","norm":"CAPUT II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mi","lang_de":0,"norm_lmscore":6.295400142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1856,"date":1659,"orig":"Von den hoͤltzern Geſchirꝛen/ welche an ſtatt kuͤpfferner Veſiken/ Balneorum vnd anderer Keſſeln gebraucht werden.","norm":"Von den hölzern Geschirren / welche anstatt kupferner Vesiken / Balneorum und anderer Kesseln gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.195000171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1857,"date":1659,"orig":"VNd erſtlich von den Faͤſſern/ welche an ſtatt kuͤpfferner Brenn-Keſſeln genommen koͤnnen werden/ darinn man allerhand Spiritus ardentes von Wein/ Bier/ Haͤfen/ Maltz/ Korn/ Maͤhl/ Wurtzeln/ Kraͤutern/ Blumen/ Samen/ vnd andern Vegetabiliſchen Dingen/ wie auch jhre Olea diſtilliren vnd machen kan.","norm":"und erstlich von den Fässern / welche anstatt kupferner Brennkesseln genommen können werden / darin man allerhand Spiritus ardentes von Wein / Bier / Häfen / Malz / Korn / Mähl / Wurzeln / Kräutern / Blumen / Samen / und anderen Vegetabilischen Dingen / wie auch ihre Olea destillieren und machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1858,"date":1659,"orig":"Laſſe dir von gutem Eychen Holtz ein Faß machen/ einem andern Wein oder Bierfaß gleich/ ſolcher Groͤſſe/ als durch das kuͤpfferne Inſtrument zum Kochen kan gebraucht werden/ dann die kuͤpfferne Kugel vnd Faß/ darinnen man diſtilliren will/ muͤſſen auffeinander corꝛeſpondiren/ dann ſo das Faß groͤſſer were als es ſolte/ ſo wuͤrde gar zu viel Zeit dazu gehoͤren/ ſolches durch die Kugel ins kochen zu bringen/ vnd einen Verdruß verurſachen.","norm":"Lasse dir von gutem Eichen Holz ein Fass machen / einem anderen Wein oder Bierfass gleich / solcher Größe / als durch das kupferne Instrument zum Kochen kann gebraucht werden / dann die kupferne Kugel und Fass / darinnen man destillieren will / müssen aufeinander korrespondieren / dann so das Fass größer wäre als es sollte / so würde gar zu viel Zeit dazugehören / solches durch die Kugel ins Kochen zu bringen / und einen Verdruss verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.028900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1859,"date":1659,"orig":"Eine groͤſſere Kugel kan wol zu einem kleinern Faß/ aber ein groͤſſer Faß nicht zu einer kleinern Kugel genommen werden.","norm":"Eine größere Kugel kann wohl zu einem kleineren Fass / aber ein größer Fass nicht zu einer kleineren Kugel genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8024001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1860,"date":1659,"orig":"Dann/ je groͤſſer die Kugel vnd je kleiner das Faß iſt/ deſte eher das Werck kan befoͤrdert werden.","norm":"Dann / je größer die Kugel und je kleiner das Fass ist / deste eher das Werk kann befördert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607699871063232} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1861,"date":1659,"orig":"Weil aber dieſe Invention darumb befunden/ vieler kuͤpffernen Keſſel/ Oefen/ vnd anderer Gebaͤw vnd Vnkoſten dadurch zu erſparen/ alſo iſt es nicht rathſamb/ daß man die Kugel gar zu gros mache/ darzu dann auch ein groſſer Ofen gehoͤrete/ vnd ſo leichtlich nicht von einem Orth zum andern zu verſetzen were/ (ſonderlich wann er inwendig mit Steinen belegt iſt) als wann ſie nur eben ſo gros/ als zum warm machen oder kochen des Zeugs im Faß gehoͤrig/ gemachet iſt.","norm":"Weil aber diese Invention darum befunden / vieler kupfernen Kessel / Öfen / und anderer Gebäude und Unkosten dadurch zu ersparen / also ist es nicht ratsam / dass man die Kugel gar zu groß mache / dazu dann auch ein großer Ofen gehörte / und so leichtlich nicht von einem Ort zum anderen zu versetzen wäre / (sonderlich wann er inwendig mit Steinen belegt ist) als wann sie nur eben so groß / als zum warm machen oder kochen des Zeugs im Fass gehörig / gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.954699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1862,"date":1659,"orig":"Will derohalben dem kunſtliebenden Leſer die Proportione/ ſo wol der Kugel als des Faſſes/ welche zuſammen gehoͤren/ kuͤrtzlich vnd deutlich entwerffen/ darnach ein jedweder ſich in der Diſtillation zu verhalten/ vnd ſeine Inſtrumenta anzugeben wiſſe.","norm":"Will derohalben dem kunstliebenden Leser die Proportione / so wohl der Kugel als des Fasses / welche zusammen gehören / kürzlich und deutlich entwerfen / danach ein jedweder sich in der Destillation zu verhalten / und seine Instrumenta anzugeben wisse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106500148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1863,"date":1659,"orig":"Vnd wird ſolches alſo verſtanden.","norm":"Und wird solches also verstanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.563700199127197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1864,"date":1659,"orig":"Ein Kugel eines gemeynen Mannes Haupt gros/ darinn vngefaͤhr/ drey oder vier Kannen gehen/ die Kanne zu vier Pfund ſchwer gerechnet/ kan gar wol ein Faß von 30.40.50.60. oder auch wol von 100. Maſſen ans kochen bringen.","norm":"Ein Kugel eines gemeinen Mannes Haupt groß / darin ungefähr / drei oder vier Kannen gehen / die Kanne zu vier Pfund schwer gerechnet / kann gar wohl ein Fass von 30.40 . 50.60 . oder auch wohl von 100. Massen ans kochen bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1865,"date":1659,"orig":"Je naͤher aber 30. je baͤlder/ vnd je naͤher 100. je langſamer/ doch wann es einmal kochet/ ſo kans leichtlich/ ſo lang man will/ darinn erhalten werden.","norm":"Je näher aber 30. je bälder / und je näher 100 . je langsamer / doch wann es einmal kochet / so kann es leichtlich / so lang man will / darin erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1866,"date":1659,"orig":"Iſt aber mein Rath nicht/ daß man allzu ein gros Faß zu einer kleinen Kugel nehme/ dann weil es langſamb zum kochen kan gebracht werden/ verdrießlich ſeyn wuͤrde.","norm":"Ist aber mein Rat nicht / dass man allzu ein groß Fass zu einer kleinen Kugel nehme / dann weil es langsam zum Kochen kann gebracht werden / verdrießlich sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.707900047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1867,"date":1659,"orig":"Iſt nicht noͤthig/ daß mans gar zu genaw ſuche/ es iſt genug/ daß man mit einem kleinen kuͤpffern Geſchirꝛ ſo viel thun kan/ als mit vnterſchiedlichen andern von vielerhand geſtalten kuͤpffernen Keſſeln.","norm":"Ist nicht nötig / dass man es gar zu genau suche / es ist genug / dass man mit einem kleinen kupfern Geschirr so viel tun kann / als mit unterschiedlichen anderen von vielerhand gestalten kupfernen Kesseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.118000030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1868,"date":1659,"orig":"Dann allhier viel leichter ein hoͤltzerner Brenn-keſſel/ Braw-keſſel/ oder Balneum, kan zuwegen gebracht werden/ als ſo viel Vnkoſten anzulegen zu vnterſchiedlichen kuͤpffernen Inſtrumenten ins Laboratorium gehoͤrig.","norm":"Dann allhier viel leichter ein hölzerner Brennkessel / Braw-kessel / oder Balneum, kann zuwegen gebracht werden / als so viel Unkosten anzulegen zu unterschiedlichen kupfernen Instrumenten ins Laboratorium gehörig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4573001861572275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1869,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſe Invention nicht allein gut/ die Koſten zu ſparen/ welche man ſonſten an kuͤpfferne Geſchirꝛe legen muͤſte/ ſondern es wird auch viel Raum vnd Platz damit erhalten/ alſo/ daß man ſo viel Oefen ins Laboratorium nicht bawen darff/ dann wann man allhier das eine hoͤltzerne Geſchirꝛ/ es ſey gleich ein Faß zum diſtilliren/ oder ein Balneum gebrauchet/ vnd nicht mehr vonnoͤthen hat/ ſo ſetzet man ſolches auff eine Seyte/ ſo lange bis man ſeiner wieder bedarff/ welches man aber an den eyngemawerten Keſſeln nicht thun kan; deßgleichen dienet dieſe Invention auch an ſolche Oerter/ da man keine gute Arbeiter oder Handwercks-Leuth haben kan/ kuͤpfferne Inſtrumenta zu machen/ dann man viel leichtter ein hoͤltzernes Faß/ als einen kuͤpffernen Keſſel kan machen laſſen.","norm":"Und ist diese Invention nicht allein gut / die Kosten zu sparen / welche man sonsten an kupferne Geschirre legen müsste / sondern es wird auch viel Raum und Platz damit erhalten / also / dass man so viel Öfen ins Laboratorium nicht bauen darf / dann wann man allhier das eine hölzerne Geschirr / es sei gleich ein Fass zum Destillieren / oder ein Balneum gebraucht / und nicht mehr vonnöten hat / so setzet man solches auf eine Seite / so lange bis man seiner wieder bedarf / welches man aber an den eingemauerten Kesseln nicht tun kann; desgleichen dient diese Invention auch an solche Orte / da man keine gute Arbeiter oder Handwerksleute haben kann / kupferne Instrumenta zu machen / dann man viel leichter ein hölzernes Fass / als einen kupfernen Kessel kann machen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.591899871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1870,"date":1659,"orig":"Es iſt auch gut ſein Werck durch eine ſolche Kugel zu verꝛichten/ wo man etwas Secrets thun will/ daß nicht ein jedweder daruͤber lauffen koͤnne.","norm":"Es ist auch gut sein Werk durch eine solche Kugel zu verrichten / wo man etwas Sekrets tun will / dass nicht ein jedweder darüber laufen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335100173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1871,"date":1659,"orig":"Dann man kan an einem Orth den Ofen mit der Kugel/ vnd an einem andern Orth oder Kammer/ (welche etwan den Ofen mit einer wand vnterſcheydet vnd abgeſchloſſen hat) ſein Balneum oder Braw-keſſel ſtehen haben:","norm":"Dann man kann an einem Ort den Ofen mit der Kugel / und an einem anderen Ort oder Kammer / (welche etwan den Ofen mit einer Wand unterscheidet und abgeschlossen hat) sein Balneum oder Braw-kessel stehen haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39139986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1872,"date":1659,"orig":"Alſo/ daß derjenige/ welcher das Fewer ſchuͤret/ nicht ſehen kan/ was damit gethan wird/ dann man offtermal das Fewer im Nothfall durch vnachtſame Jungen oder Maͤgde muß ſchuͤren laſſen/ welche bisweilen einem auß Vnvorſichtigkeit ein Glas zerſtoſſen/ daß die Mediein darinnen verſchuͤttet wird/ daran man offe viel Koſten vnd Muͤhe gewendet/ welches allhier nicht zu befoͤrchten iſt.","norm":"Also / dass derjenige / welcher das Feuer schüret / nicht sehen kann / was damit getan wird / dann man oftmals das Feuer im Notfall durch unachtsame Jungen oder Mägde muss schüren lassen / welche bisweilen einem aus Unvorsichtigkeit ein Glas zerstoßen / dass die Mediein darinnen verschüttet wird / daran man off viel Kosten und Mühe gewendet / welches allhier nicht zu befürchten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.044099807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1873,"date":1659,"orig":"Vmb dieſer oberzehlten Vrſachen willen/ iſt eine ſolche kuͤpfferne Kugel vnd hoͤltzern Geſchirꝛ bequemer/ als kuͤpfferne Keſſel zu gebrauchen.","norm":"Um dieser oberzählten Ursachen Willen / ist eine solche kupferne Kugel und hölzern Geschirr bequemer / als kupferne Kessel zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1874,"date":1659,"orig":"Dieſes aber iſt auch dabey zu wiſſen/ daß eine ſolche Diſtillation durch eine kuͤpfferne Kugel etwas langſamer von ſtatten gehet/ als durch gemeyne Keſſel/ derowegen auch etwas mehr Brand erfordert/ als jene: Derohalben zu rathen/ wer die Vnkoſten thun kan/ vnd Raum genug in ſeinem laboratorio hat/ daß er zu gemeynen Dingen vnterſchiedliche Oefen vnd Keſſel habe/ denen aber die keinen geraumen Orth zum laboriren/ vnd die Koſten an die kuͤpfferne Keſſel zu legen/ entweder nicht haben oder anlegen wollen/ oder auß Mangel der Handwercks- Leute ſolche nicht koͤnnen bereyten laſſen/ iſt rathſamer ein ſolches Inſtrument zu gebrauchen/ dann ob ſchon etwas mehr Brand dazu vonnoͤthen iſt/ als zu andern/ ſo hat man hergegen wiederumb dieſen Vortheil/ daß man ſo viel Oefen vnd Keſſel nicht machen laſſen vnd vnderhalten darff/ welches dem Brand weit vorſchlagen wuͤrde/ wann beyde Modi gegeneinander in einer Wage ſolten auffgezogen werden.","norm":"Dieses aber ist auch dabei zu wissen / dass eine solche Destillation durch eine kupferne Kugel etwas langsamer von statten geht / als durch gemeine Kessel / derowegen auch etwas mehr Brand erfordert / als jene: Derohalben zu raten / wer die Unkosten tun kann / und Raum genug in seinem laboratorio hat / dass er zu gemeinen Dingen unterschiedliche Öfen und Kessel habe / denen aber die keinen geraumen Ort zum Laborieren / und die Kosten an die kupferne Kessel zu legen / entweder nicht haben oder anlegen wollen / oder aus Mangel der Handwercks-Leute solche nicht können bereiten lassen / ist ratsamer ein solches Instrument zu gebrauchen / dann ob schon etwas mehr Brand dazu vonnöten ist / als zu anderen / so hat man hingegen wiederum diesen Vorteil / dass man so viel Öfen und Kessel nicht machen lassen und unterhalten darf / welches dem Brand weit vorschlagen würde / wann beide Modi gegeneinander in einer Waage sollten aufgezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9085001945495605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1875,"date":1659,"orig":"Dieſen nun/ die ſolches nicht begreiffen koͤnnen/ ſtehet frey an die gewoͤhnliche Keſſel ſich zu halten/ zweiffelt mir aber nicht/ es werden einige gefunden werden/ welche den Vnterſchied in der Arbeit finden/ vnd meine Invention der andern vorziehen vnd gebrauchen wollen.","norm":"Diesen nun / die solches nicht begreifen können / steht frei an die gewöhnliche Kessel sich zu halten / zweifelt mir aber nicht / es werden einige gefunden werden / welche den Unterschied in der Arbeit finden / und meine Invention der anderen vorziehen und gebrauchen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193600177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1876,"date":1659,"orig":"Iſt mehrentheils uͤmb der armen Laboranten/ Weinbrenner vnd Haußhalter willen geſchrieben/ welche offtermal gern etwas laboriren/ diſtilliren/ vnd brawen oder kochen wolten/ vnd ſolches wegen Mangel der Keſſel abzuſtellen gezwungen werden.","norm":"Ist mehrenteils um der armen Laboranten / Weinbrenner und Haushalter Willen geschrieben / welche oftmals gern etwas laborieren / destillieren / und brauen oder kochen wollten / und solches wegen Mangel der Kessel abzustellen gezwungen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.016900062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1877,"date":1659,"orig":"Denen viel leichter drey oder vier Pfund kupffer zu bezahlen ſeyn/ als 60. 80. oder 100. vnd auch leichter ein hoͤltzern Faß laſſen machen/ als einen Ofen bawen/ da mancher offt wenig Raum zu hat/ wolte er ſchon die Koſten daran legen/ mag derhalben ein jeder das beſte daß jhm anſtehet herauß leſen vnd folgen.","norm":"Denen viel leichter drei oder vier Pfund Kupfer zu bezahlen sein / als 60. 80. oder 100 . und auch leichter ein hölzern Fass lassen machen / als einen Ofen bauen / da mancher oft wenig Raum zu hat / wollte er schon die Kosten daran legen / mag derethalben ein jeder das beste dass ihm anstehet herauslesen und folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1878,"date":1659,"orig":"Das ich allhier beſchreibe vnd lehre/ iſt mehr den Armen als Reichen zu gefallen geſchehen; doch wolle ſich kein reicher Laborant ſchaͤmen/ ob er ſchon Raum genug in ſeinem Laboratorio hat/ vnd die Koſten an kuͤpfferne Keſſel zu wenden nicht ſchewen darff/ dieſem Weg zu folgen/ dann jedermann frey ſtehet/ zu ſeinem Vorhaben den kuͤrtzten Wege zu ſuchen/ es were dann/ daß mancher lieber auf gebahntem Weg wolte weit uͤmbgehen/ als durch einen vngebahnten leichtlicher zu ſeinem Fuͤrhaben gelangen.","norm":"Das ich allhier beschreibe und Lehre / ist mehr den Armen als Reichen zu gefallen geschehen; doch wolle sich kein reicher Laborant schämen / ob er schon Raum genug in seinem Laboratorio hat / und die Kosten an kupferne Kessel zu wenden nicht scheuen darf / diesem Weg zu folgen / dann jedermann frei steht / zu seinem Vorhaben den kürzten Wege zu suchen / es wäre dann / dass mancher lieber auf gebahntem Weg wollte weit ümbgehen / als durch einen ungebahnten leichtlicher zu seinem Vorhaben gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1879,"date":1659,"orig":"Der alſo geſinnet iſt/ kan hierinn keine Huͤlff finden.","norm":"Der also gesinnt ist / kann hierin keine Hilfe finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640100002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1880,"date":1659,"orig":"Ich fuͤr mein Perſon contentire mich darinn/ daß ich vermeynet/ daß es meinem Naͤchſten zum guten offenbahret/ es ſey nun wol oder uͤbel angelegt/ ſo iſt es gleichwol auß gutem Hertzen vnd Meynung geſchehen/ vnd bin verſichert/ daß mehr gutes als boͤſes dadurch zuwegen kan gebracht werden; Der nun ſo wol die hoͤltzerne als kuͤpfferne Inſtrumenta wird anzugeben vnd zu bereyten/ auch dieſelbe recht zu gebrauchen wiſſen/ den wird ſein Thun nicht gerewen.","norm":"Ich für mein Person kontentiere mich darin / dass ich vermeinet / dass es meinem Nächsten zum guten offenbaret / es sei nun wohl oder übel angelegt / so ist es gleichwohl aus gutem Herzen und Meinung geschehen / und bin versichert / dass mehr gutes als böses dadurch zuwegen kann gebracht werden; der nun so wohl die hölzerne als kupferne Instrumenta wird anzugeben und zu bereiten / auch dieselbe recht zu gebrauchen wissen / den wird sein Tun nicht gereuen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696400165557861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1881,"date":1659,"orig":"CAPUT III. Folget nun weiter die Bereytung des Faſſes.","norm":"CAPUT III. Folget nun weiter die Bereitung des Fasses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644199848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1882,"date":1659,"orig":"WAnn das Faß vollendet/ ſo ſetzet man ſolches an den einen Boden auff ein Geſtaͤll darzu gemacht/ vñ bohret vnten recht uͤber dem Boden ein Loch hineyn/ ſo gros/ daß des kuͤpffernen Inſtruments Hals oder Roͤhre hineyn moͤge.","norm":"Wann das Fass vollendet / so setzet man solches an den einen Boden auf ein Gestell dazu gemacht / und bohret unten recht über dem Boden ein Loch hinein / so groß / dass des kupfernen Instruments Hals oder Röhre hinein möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.460899829864502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1883,"date":1659,"orig":"Welche auch ſo man darauß diſtilliren will/ zuvorn mit einem Leinen Tuͤchlein uͤmbwunden/ darinn geſteckt/ vnd accommodiret werden muß.","norm":"Welche auch so man daraus destillieren will / zuvor mit einem Leinen Tüchlein umwunden / darin gesteckt / und akkommodieret werden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.136099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1884,"date":1659,"orig":"Auff der andern Seyten des Faſſes wird auch ein Loch uͤber dem Boden gemacht/ darinn man ein Zapffen (oder welches beſſer iſt) einen hoͤltzernen oder kuͤpffernen Krahn ſtecken kan/ dardurch nach der Diſtillation das bleibende kan herauß gelaſſen werden.","norm":"Auf der anderen Seiten des Fasses wird auch ein Loch über dem Boden gemacht / darin man ein Zapfen (oder welches besser ist) einen hölzernen oder kupfernen Kran stecken kann / dadurch nach der Destillation das bleibende kann herausgelassen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.682400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1885,"date":1659,"orig":"Im obern Boden des Faſſes muß ein groſſes Loch/ vngefaͤhr einer guten Spannenweit hineyn gebohrt werden/ dadurch man den Zeug zum diſtilliren durch einen Traͤchter hineyn gieſſen koͤnne/ vnd recht vnter dem obern Boden wird auch ein Loch gebohret/ vngefaͤhr drey oder vier zwerch-Finger weit/ daran man eine Roͤhren von Kupffer einer Spannen lang faͤßt naͤglen muß/ an welche kurtze Roͤhren ein ander hoͤltzern Faß mit einem kuͤpffernen Schlangen/ dareynkalt Waſſer/ einem gemeynen Rifrigeratorio gantz gleich/ koͤnne accommodiret werden.","norm":"Im oberen Boden des Fasses muss ein großes Loch / ungefähr einer guten Spannenweit hineingebohrt werden / dadurch man den Zeug zum Destillieren durch einen Träger hineingießen könne / und recht unter dem oberen Boden wird auch ein Loch gebohrt / ungefähr drei oder vier Zwergfinger weit / daran man eine Röhren von Kupfer einer Spannen lang fest Nägeln muss / an welche kurze Röhren ein ander hölzern Fass mit einem kupfernen Schlangen / dareynkalt Wasser / einem gemeinen Rifrigeratorio ganz gleich / könne akkommodieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.656599998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1886,"date":1659,"orig":"Welche Fugen/ nemblich der kurtzen Roͤhren des Faſſes/ dareyn der Zeug zum diſtilliren iſt/ vnd der kuͤpffernen Schlangen im Kuͤhl-faß/ ſich wol ineinander ſchlieſſen oder fuͤgen/ vnd in der Diſtillation koͤnnen verlutirt werden.","norm":"Welche Fugen / nämlich der kurzen Röhren des Fasses / darein der Zeug zum Destillieren ist / und der kupfernen Schlangen im Kühl-Fass / sich wohl ineinander schließen oder fügen / und in der Destillation können verlutirt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7652997970581055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1887,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun die Form oder Geſtalt des hoͤltzernen Faſſes oder Inſtruments/ welches man an ſtatt einer kuͤpffernen Veſit oder Brawkeſſels/ allerhand Spiritus ardentes, vnd Olea darauß zu diſtilliren/ gebrauchen kan.","norm":"Dieses ist nun die Form oder Gestalt des hölzernen Fasses oder Instruments / welches man anstatt einer kupfernen Vesit oder Braukessels / allerhand Spiritus ardentes, und Olea daraus zu destillieren / gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1888,"date":1659,"orig":"Allhier moͤchte jemand eynwerffen vnd ſagen/ daß ein ſolches hoͤltzern Gefaͤß/ in der Diſtillation viel Spiritus vnd Olea verſchlucken ſolte/ weilen es nur von einem poroſiſchen Holtz/ vnd nicht von einem compacten Metall gemacht.","norm":"Allhier möchte jemand einwerfen und sagen / dass ein solches hölzern Gefäß / in der Destillation viel Spiritus und Olea verschlucken sollte / weilen es nur von einem porosischen Holz / und nicht von einem kompakten Metall gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1889,"date":1659,"orig":"Deme geb ich zur Antwort/ daß ein Spiritus nicht ſuche durch ein Holtz mit gewalt zu dringen/ wann er die geringſte Oeffnung findet.","norm":"Dem gebe ich zur Antwort / dass ein Spiritus nicht suche durch ein Holz mit Gewalt zu dringen / wann er die geringste Öffnung findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.924699783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1890,"date":1659,"orig":"Weilen dann allhier die Roͤhren den erwaͤrmbten Spiritum durch zu laſſen/ Lufft vnd Raum genug geben kan/ alſo hat man ſich nicht zu beſorgen/ daß der Spiritus ſolche nicht finden/ ſondern durch das gantze vnd dichte Holtz zu gehen ſuchen moͤchte/ auch bleibt kein Oleum daran hangen/ dann was das heiſſe vnd ſiedende Waſſer von den Aramotibus oder Seminibus kan ſepariren vnd ledig machen/ das kan es auch weiters durch die Roͤhren vollends hinuͤber in das Refrigeratorium treiben:","norm":"Weilen dann allhier die Röhren den erwärmten Spiritum durchzulassen / Luft und Raum genug geben kann / also hat man sich nicht zu besorgen / dass der Spiritus solche nicht finden / sondern durch das ganze und dichte Holz zu gehen suchen möchte / auch bleibt kein Oleum daran hängen / dann was das heiße und siedende Wasser von den Aramotibus oder Seminibus kann separieren und ledig machen / das kann es auch weiteres durch die Röhren vollends hinüber in das Refrigeratorjam treiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6880998611450195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1891,"date":1659,"orig":"Vnd gehet alſo nicht mehr verlohren/ als wann die Diſtillation in einer kuͤpffernen Veſic geſchehen were.","norm":"Und geht also nicht mehr verloren / als wann die Destillation in einer kupfernen Vesic geschehen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.939199924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1892,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen auch nach der Diſtillation die Spiritus durch dieſes hoͤltzern Gefaͤß (ſo es zuvorn rein gemacht iſt) rectificiret werden/ eben ſo wol vnd gut als in kuͤpffernen Keſſeln.","norm":"Und können auch nach der Destillation die Spiritus durch dieses hölzern Gefäß (so es zuvor reingemacht ist) rektifizieret werden / eben so wohl und gut als in kupfernen Kesseln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.776899814605713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1893,"date":1659,"orig":"CAPUT IV.","norm":"CAPUT IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"hi-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":6.6880998611450195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1894,"date":1659,"orig":"Wie man von Holtz ein Gefaͤß zubereyten ſoll/ welches man an ſtatt eines kuͤpffernen oder bleyernen Keſſels/ zum Waſſerbad/ Glaͤſer hineyn zu ſetzen/ darinn zu diſtilliren oder digeriren/ gebrauchen kan.","norm":"Wie man von Holz ein Gefäß zubereiten soll / welches man anstatt eines kupfernen oder bleiernen Kessels / zum Wasserbad / Gläser hineinzusetzen / darin zu destillieren oder digerieren / gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874000072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1895,"date":1659,"orig":"LAs dir von Eychen-Holtz ein Gefaͤß zurichten/ ſo gros oder klein/ als du vonnoͤthen haſt/ nachdeme du groſſe oder kleine Glaͤſer/ viel oder wenig hineyn ſetzen wilſt/ vngefaͤhr zwey oder drey Spannen hoch/ oben etwas enger als vnten/ mit einem Abſatz/ darauff ein hoͤltzern/ kuͤpffern vnd bleyernen Deckel behaͤb ſchlieſſe/ in welchem Deckel nach Groͤſſe der Kolben/ oder anderer Glaͤſer/ die du dareyn ſetzen wilt/ die Loͤcher muͤſſen geſchnitten werden/ gleich wie man ſonſten bey einem kuͤpffernen Balneo zu thun pflegt/ vnd auch allhier in beygeſetzter Figur zu ſehen iſt/ vnd muß ein Banck oder Stuhl dazu gemacht werden/ darauff der Zucker oder Balneum ſtehet/ vngefaͤhr einer Elen hoch von der Erden/ oder ſo hoch als die kuͤpfferne Kugel in dem Oefelein lieget/ alſo daß ſich daſſelbe zu vnterſt an dem Balneo, da ein Loch ſoll gebohret ſeyn/ mit ſeiner Roͤhren in das Loch ſchicke/ daß man leichtlich beyde/ nemblich das Balneum vnd kuͤpfferne Kugel zuſammen fuͤgen/ vnd accommodiren koͤnne.","norm":"Las dir von Eigenholz ein Gefäß zurichten / so groß oder klein / als du vonnöten hast / nachdem du große oder kleine Gläser / viel oder wenig hineinsetzen willst / ungefähr zwei oder drei Spannen hoch / oben etwas enger als unten / mit einem Absatz / darauf ein hölzern / kupfern und bleiernen Deckel beheb schließe / in welchem Deckel nach Größe der Kolben / oder anderer Gläser / die du darein setzen willst / die Löcher müssen geschnitten werden / gleich wie man sonsten bei einem kupfernen Balneo zu tun pflegt / und auch allhier in beigesetzter Figur zu sehen ist / und muss ein Bank oder Stuhl dazu gemacht werden / darauf der Zucker oder Balneum steht / ungefähr einer Elen hoch von der Erden / oder so hoch als die kupferne Kugel in dem Öflein liegt / also dass sich dasselbe zu unterst an dem Balneo, da ein Loch soll gebohrt sein / mit seiner Röhren in das Loch schicke / dass man leichtlich beide / nämlich das Balneum und kupferne Kugel zusammen fügen / und akkommodieren könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.957699775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1896,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man in der Eyl ein Balneum vonnoͤthen haͤtte/ oder aber ſo viel koſten (die doch klein ſeyn) an ein ſolches Gefaͤß zu machen/ nicht wenden will/ ſo kan man nur ein Wein oder Bierfaß in der Mitte voneinander ſchneiden/ vnten uͤber dem Boden ein Loch/ da die kuͤpfferne Kugel mit jhrem Hals hineyn koͤnne/ bohren/ vnd einen geloͤcherten Deckel von Holtz darauff legen/ ſo iſt das Balneum fertig.","norm":"Und so man in der Eile ein Balneum vonnöten hätte / oder aber so viel kosten (die doch klein sein) an ein solches Gefäß zu machen / nicht wenden will / so kann man nur ein Wein oder Bierfass in der Mitte voneinander schneiden / unten über dem Boden ein Loch / da die kupferne Kugel mit ihrem Hals hinein könne / bohren / und einen gelöcherten Deckel von Holz darauf legen / so ist das Balneum fertig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.83459997177124} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1897,"date":1659,"orig":"Der aber curioſer in ſeinem Werck iſt/ kan ſolches beſonder nach ſeinem Sinn vnd Willen dazu machen laſſen/ wie es einem jedwedern geliebet.","norm":"Der aber kurioser in seinem Werk ist / kann solches besondere nach seinem Sinn und Willen dazu machen lassen / wie es einem jedweden geliebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.895199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1898,"date":1659,"orig":"CAP. V.","norm":"CAP. V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.958899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1899,"date":1659,"orig":"Wie man ein Geſchirꝛ von Holtz machen ſoll/ darinn man Bier/ Meth/ Eſſig/ vnd andere Getraͤnck kochen vnd brawen moͤge/ eben ſo wol vnd gut/ als were es in kuͤpffernen/ eyſernen/ oder zinnernen Keſſeln geſchehen.","norm":"Wie man ein Geschirr von Holz machen soll / darin man Bier / Met / Essig / und andere Getränk kochen und brauen möge / eben so wohl und gut / als wäre es in kupfernen / eisernen / oder zinnernen Kesseln geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.773900032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1900,"date":1659,"orig":"LAs dir ein Gefaͤß machen/ welches etwas hoͤher als weit iſt/ oben entweder enger als vnten/ nachdem du ſolches vonnoͤthen haſt/ oder gebranchen wilſt/ vnd kan auch wol nur ein Wein- oder Bier-Faß in der Mitte voneinander geſchnitten werden/ vnd vnten uͤber dem Boden ein Loch hineyn gemacht/ darinn man des kuͤpffernen Inſtruments Roͤhren fuͤgen koͤnne/ vnd oben nur mit Brettern zugedecket/ kan alſo alle Kocherey/ ſo wol als in Keſſeln darinn fuͤglich gethan werden.","norm":"Las dir ein Gefäß machen / welches etwas höher als weit ist / oben entweder enger als unten / nachdem du solches vonnöten hast / oder gebranchen willst / und kann auch wohl nur ein Wein- oder Bierfass in der Mitte voneinander geschnitten werden / und unten über dem Boden ein Loch hineingemacht / darin man des kupfernen Instruments Röhren fügen könne / und oben nur mit Brettern zugedeckt / kann also alle Kocherei / so wohl als in Kesseln darin füglich getan werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.156799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1901,"date":1659,"orig":"CAP. VI.","norm":"CAP. VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.315199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1902,"date":1659,"orig":"Wie man ein Gefaͤß bereyten ſoll/ darinn man gemeyne oder mineraliſche Waſſer in ſtaͤter Waͤrmbde ſo lang man will (zur Geſundheit dienſtlich ſich darinn zu baden) erhalten koͤnne.","norm":"Wie man ein Gefäß bereiten soll / darin man gemeine oder mineralische Wasser in steter Wärmte so lang man will (zur Gesundheit dienstlich sich darin zu baden) erhalten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.231800079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1903,"date":1659,"orig":"MAn muß ein hoͤltzernen langlechten Zuber bereyten laſſen/ darinn ſich ein Menſch/ wann er darinn ſitzet/ wol ſtrecken koͤnne:","norm":"Man muss ein hölzernen langlegen Zuber bereiten lassen / darin sich ein Mensch / wann er darin sitzet / wohl strecken könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.810500144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1904,"date":1659,"orig":"Vnd ſolches auff ein Geſtell ſetzen/ auff daß der Boden deſſelben mit der Hoͤhe dem Halſe der kuͤpffernen Kugel/ welche in dem Oefel ein liegt/ gleich komme/ welche oben bey der Diſtillation gemeldet/ vnd kan man auch einen Deckel daruͤber machen laſſen/ welcher den gantzen Zuber bedecke/ doch alſo/ daß man oben bey dem Haupt denſelben voneinander ſchieben/ vnd den Kopff (wie der Abriß zeiget) herauß behalten koͤnne.","norm":"Und solches auf ein Gestell setzen / auf dass der Boden desselben mit der Höhe dem Halse der kupfernen Kugel / welche in dem Oefel ein liegt / gleich komme / welche oben bei der Destillation gemeldet / und kann man auch einen Deckel darüber machen lassen / welcher den ganzen Zuber bedecke / doch also / dass man oben bei dem Haupt denselben voneinander schieben / und den Kopf (wie der Abriss zeiget) heraus behalten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1905,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man will/ kan man hoͤltzerne Spruͤgel daruͤber machen/ auff welche man Decken legen koͤnne/ vnd alſo das Haupt nicht darinn bleibe/ ſonderlich/ wann man nur in einem warmen Schwadein/ von gemeynem oder medicinaliſchen ſuͤſſen Waſſern ſich baden wolte/ oder man kan einen dichten vnd behaͤben hohen Deckel von Holtz daruͤber machen laſſen/ daß entweder das Haupt darinn oder herauſſen bleibe/ vnd alſo trucken darinnen ſchwitze/ wie der Abriß zeiget.","norm":"Und so man will / kann man hölzerne Sprüchel darüber machen / auf welche man Decken legen könne / und also das Haupt nicht darin bleibe / sonderlich / wann man nur in einem warmen Schwatein / von gemeinem oder Medizinaleschen süßen Wassern sich baden wollte / oder man kann einen dichten und beheben hohen Deckel von Holz darüber machen lassen / dass entweder das Haupt darin oder heraußen bleibe / und also trocken darinnen schwitze / wie der Abriss zeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.951300144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1906,"date":1659,"orig":"CAP. VII.","norm":"CAP. VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.617499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1907,"date":1659,"orig":"Wie man die obbeſchriebene hoͤltzerne Gefaͤſſe zum diſtilliren/ kochen/ brawen/ vnd baden/ gebrauchen ſolle.","norm":"Wie man die obbeschriebene hölzerne Gefäße zum Destillieren / kochen / brauen / und baden / gebrauchen solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.880000114440918} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1908,"date":1659,"orig":"Vnd Erſtlich:","norm":"Und Erstlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.133600234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1909,"date":1659,"orig":"Von dem Diſtillir-Faß.","norm":"Von dem Destillierfass.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"az","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.30019998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1910,"date":1659,"orig":"WAnn man in dem obbeſchriebeuen Diſtillir-Faß Num. 1. Spiritus ardentes, von Wein/ Meth/ vnd Bier/ Butter/ Item, von Maltz/ Korn/ Maͤhl/ Obſt/ auch allerhand/ Baum-Fruͤchten/ als Kirſchen/ Aepfel/ Biren/ Feygen/ Pflaumen/ ꝛc.","norm":"Wann man in dem obbeschriebeuen Destillierfass Num . 1. Spiritus ardentes, von Wein / Met / und Bier / Butter / Item, von Malz / Korn / Mähl / Obst / auch allerhand / Baumfrüchten / als Kirschen / Äpfel / Bieren / Feigen / Pflaumen / etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1911,"date":1659,"orig":"Wie auch auß allen Blumen/ Samen/ Kraͤutern/ Wurtzeln/ vnd andern vegetabiliſchen Dingen diſtilliren will/ ſo muß man ſolche zuvoren darzu bereyten/ vnd zurichten/ auff daß dieſelbigen auch jhre Spiritus in der Diſtillation von ſich geben koͤnnen.","norm":"Wie auch aus allen Blumen / Samen / Kräutern / Wurzeln / und anderen vegetabilischen Dingen destillieren will / so muss man solche zuvoren dazu bereiten / und zurichten / auf dass dieselbigen auch ihre Spiritus in der Destillation von sich geben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76609992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1912,"date":1659,"orig":"Derenthalben es noͤthig iſt/ von eines jedwedern Gewaͤchſes Vorbereytung etwas zu ſagen/ auff daß wol vnd recht wiſſe damit uͤmbzugehen/ vnd einem jedwedern Ding ſein Recht beweiſe/ ſonſten wuͤrde man wenig Nutzen damit erlangen/ ſondern vielmehr Vnruhe vnd eytele Arbeit verꝛichten/ vnd wie das taͤgliche Spruͤchwort lautet:","norm":"Derenthalben es nötig ist / von eines jedweden Gewächses Vorbereitung etwas zu sagen / auf dass wohl und recht wisse damit umzugehen / und einem jedweden Ding sein Recht beweise / sonsten würde man wenig Nutzen damit erlangen / sondern vielmehr Unruhe und Eitele Arbeit verrichten / und wie das tägliche Sprüchwort lautet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.637400150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1913,"date":1659,"orig":"Hopffen vnd Maltz velohren ſeyn.","norm":"Hopfen und Malz velohren sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.952899932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1914,"date":1659,"orig":"CAP. VIII.","norm":"CAP. VIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.807400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1915,"date":1659,"orig":"Vnd Erſtlich von Vorbereytung aller Haͤfen oder Mutter von Wein/ Meth/ Bier/ vnd andern Getraͤncken.","norm":"Und Erstlich von Vorbereitung aller Häfen oder Mutter von Wein / Met / Bier / und anderen Getränken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7967000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1916,"date":1659,"orig":"DIe Mutter/ feces, oder ſedimentum des Meths/ Biers/ oder anderer Getraͤncke/ bedoͤrffen gantz keiner Vorbereytung/ ſondern geben alſo/ wie dieſelbe an ſich ſelber ſeyn/ in der Diſtillation jhre Spiritus gar gerne von ſich:","norm":"Die Mutter / Fezes, oder sedimentum des Mets / Biers / oder anderer Getränke / bedürfen ganz keiner Vorbereitung / sondern geben also / wie dieselbe an sich selber sein / in der Destillation ihre Spiritus gar gerne von sich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82859992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1917,"date":1659,"orig":"Es were dann/ daß von ſolchen zuvor die Naͤſſigkeit/ als Wein/ Meth oder Bier/ davon gepreßt worden/ vnd ſolche gantz trocken weren/ dann iſt es noͤthig/ daß man dieſelbe wiederumb mit gemeynem Waſſer zertreibe/ vnd duͤnn mache/ auff daß ſolche in der Diſtillation nicht in dem Keſſel hangen bleiben vnd verbrennen:","norm":"Es wäre dann / dass von solchen zuvor die Nässigkeit / als Wein / Met oder Bier / davon gepresst worden / und solche ganz trocken wären / dann ist es nötig / dass man dieselbe wiederum mit gemeinem Wasser treibe / und dünn mache / auf dass solche in der Destillation nicht in dem Kessel hängen bleiben und verbrennen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1918,"date":1659,"orig":"Wie in der Diſtillation derſelben weiter davon gelehret wird:","norm":"Wie in der Destillation derselben weiter davon gelehrt wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.893199920654297} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1919,"date":1659,"orig":"Aber die Blumen/ Kraͤuter/ Wurtzeln/ Samen/ Fruͤchte/ vnd alles Obſt/ kan ohne vorhergehende præparation nicht diſtillirt werden/ ſondern muͤſſen zuvor darzu bequem gemacht werden/ als folget.","norm":"Aber die Blumen / Kräuter / Wurzeln / Samen / Früchte / und alles Obst / kann ohne vorhergehende Präparation nicht destilliert werden / sondern müssen zuvor dazu bequem gemacht werden / als folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.607600212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1920,"date":1659,"orig":"CAPUT IX.","norm":"CAPUT IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg","lang_de":0,"norm_lmscore":7.384300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1921,"date":1659,"orig":"Wie man alles Korn/ als Rocken/ Gerſten/ Habern/ Waͤytzen vnd dergleichen bereyten ſoll/ daß dieſelben der Diſtillation einen Spiritum ardentem von ſich geben.","norm":"Wie man alles Korn / als Rocken / Gersten / Habern / Wäytzen und dergleichen bereiten soll / dass dieselben der Destillation einen Spiritum ardentem von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.313099861145019} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1922,"date":1659,"orig":"ERſtlich muß das Korn gemaltzet werden/ gleich als wann man Bier davon brawen wolte.","norm":"Erstlich muss das Korn gemaltst werden / gleich als wann man Bier davon brauen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.675600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1923,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolches Maltz-machen geſchicht/ iſt faſt jederman bekandt/ vnd nicht noͤthig/ daß man viel davon ſchreibe/ dann gemeyniglich in ſolchen Laͤndern/ da kein Wein waͤchßt/ ſchier in allen Haͤuſern Maltz gemacht vnd Bier gebrawet wird/ alfo/ daß das Maltz machen nun keine Kunſt iſt/ vnd ſo wol bey Buͤrgern vnd Bauren viel gethan wird.","norm":"Wie aber solches Maltz- machen geschieht / ist fast jedermann bekannt / und nicht nötig / dass man viel davon schreibe / dann gemeiniglich in solchen Ländern / da kein Wein wächst / schier in allen Häusern Malz gemacht und Bier gebraut wird / also / dass das Malz machen nun keine Kunst ist / und so wohl bei Bürgern und Bauern viel getan wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.988900184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1924,"date":1659,"orig":"Doch iſt zu wiſſen/ daß ein groſſer Vnterſchied im Maltz-machen gefunden iſt/ dann nicht alle die lange Meſſer tragen/ gute Koͤche ſind/ nicht alle gute Wein-trincker gute Wein-ziehler ſeyn: Alſo auch im Maltz-machen zu verſtehen iſt.","norm":"Doch ist zu wissen / dass ein großer Unterschied im Maltz- machen gefunden ist / dann nicht alle die lange Messer tragen / gute Köche sind / nicht alle gute Weintrinker gute Wein-ziehler sein: Also auch im Maltz- machen zu verstehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.197199821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1925,"date":1659,"orig":"Dann der mehrertheil Menſchen jhnen eynbilden/ wann ſie nur alſo thun gleich wie ſie von jhren Eltern oder Vorfahren geſehen haben/ den Sachen ſchon meynen genug gethan zu haben/ (ob ſie ſchon weit gefehlet) vnd ſonderlich ſolche Menſchen/ welche von niemanden lernen woͤllen.","norm":"Dann der Mehrerteil Menschen ihnen einbilden / wann sie nur also tun gleich wie sie von ihren Eltern oder Vorfahren gesehen haben / den Sachen schon meinen genug getan zu haben / (ob sie schon weit gefehlt) und sonderlich solche Menschen / welche von niemanden lernen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7104997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1926,"date":1659,"orig":"Iſt derowegen noͤthig/ daß man von den Vnterſchieden des Maltzes etwas melde.","norm":"Ist derowegen nötig / dass man von den unterschieden des Malzes etwas melde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.811699867248535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1927,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen/ daß ich niemals weder ein Maltz macher/ Bierbraͤwer/ oder Weinbrenner geweſen/ vnd auch noch zur Zeit nicht bin/ gleichwol/ ſo es eine Wettung goͤlte/ ich von dem beſten Brenner vnd Brawer uͤberwunden zu werden mich nicht foͤrchte.","norm":"Ich muss bekennen / dass ich niemals weder ein Malz Macher / Bierbräwer / oder Weinbrenner gewesen / und auch noch zur Zeit nicht bin / gleichwohl / so es eine Wettung gölte / ich von dem besten Brenner und Brauer überwunden zu werden mich nicht fürchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582300186157227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1928,"date":1659,"orig":"Dann ich viemals mit Verwunderung angeſehen/ die Schlechtigkeit der Menſchen in jhrem Thun/ ſonderlich/ das noch deſto mehr zu verwundern/ in ſolchen Dingen/ da ſie alle Tage mit uͤmbgehen/ vnd lebten ſolche Leute etliche 100. Jahre/ wuͤrden ſie doch nicht trachten jhr Thun vnd Handwerck im geringſten zu verbeſſern/ ſondern ſeyn vnd bleiben zu frieden mit demjenigen/ welches ſie ſchon vorlaͤngſt geſehen/ vnd zu thun gewohnt waren.","norm":"Dann ich viemals mit Verwunderung angesehen / die Schlechtigkeit der Menschen in ihrem Tun / sonderlich / das noch desto mehr zu verwundern / in solchen Dingen / da sie alle Tage mit ümbgehen / und lebten solche Leute etliche 100. Jahre / würden sie doch nicht trachten ihr Tun und Handwerk im Geringsten zu verbessern / sondern sein und bleiben zu Frieden mit demjenigen / welches sie schon vorlängst gesehen / und zu tun gewohnt waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23199987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1929,"date":1659,"orig":"Ach was fuͤr ſchlechte Leuth findet man jetziger Zeit im Gut-thun/ oder etwas guts zu erfinden/ oder das erfundene zu verbeſſern Hergegen aber im Boͤs thun vnd betriegen/ wird Tag vnd Nacht nicht gefeyert ins Werck zu ſtellen/ vnd ein Meiſter darinn zu werden:","norm":"Ach was für schlechte Leute findet man jetziger Zeit im Guttun / oder etwas Gutes zu erfinden / oder das erfundene zu verbessern Hergegen aber im Bös tun und betrügen / wird Tag und Nacht nicht gefeiert ins Werk zu stellen / und ein Meister darin zu werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3024001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1930,"date":1659,"orig":"Nun ſucht ſchier ein jedweder nur reich zu werden/ es geſchehe gleich mit Gott oder ohne Gott/ ehrlich oder vnehrlich/ haben iſt haben/ ſagt mancher/ gilt jhme gleich wie ers hat/ wann ers nur in ſeinem Sack hat/ vnd dencken ſolche Leuth nicht/ das vnrecht Gut nicht fafelt oder Wurtzel bekompt/ auch an das dritte Glied ſeiner Erben nicht gelanget/ ja auch das mit Recht gewonnene zugleich damit verſchlungen wird/ auſſerhalb der zeitlichen vnd ewigen Straffen/ die noch daruͤber zu erwarten ſtehen.","norm":"Nun sucht schier ein jedweder nur reich zu werden / es geschehe gleich mit Gott oder ohne Gott / ehrlich oder unehrlich / haben ist haben / sagt mancher / gilt ihm gleich wie er es hat / wann er es nur in seinem Sack hat / und denken solche Leute nicht / das Unrecht Gut nicht fafelt oder Wurzel bekommt / auch an das dritte Glied seiner Erben nicht gelangt / ja auch das mit Recht gewonnene zugleich damit verschlungen wird / außerhalb der zeitlichen und ewigen Strafen / die noch darüber zu erwarten stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249100208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1931,"date":1659,"orig":"Haͤtten vnſere Voraͤltern auch alſo gethan/ vnd weren ſo vnfleiſſig im ſuchen vnd beſchreiben guter ehrlicher vnd nuͤtzlicher Kuͤnſten geweſen/ was wuͤrden wir doch nun wiſſen oder koͤnnen?","norm":"Hätten unsere Voreltern auch also getan / und wären so unfleißig im Suchen und beschreiben guter ehrlicher und nützlicher Künsten gewesen / was würden wir doch nun wissen oder können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313799858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1932,"date":1659,"orig":"Alſo weit iſt es gekommen/ daß das gute ſich ſehr vermindert/ vnd das boͤſe vermehret hat.","norm":"Also weit ist es gekommen / dass das gute sich sehr vermindert / und das böse vermehret hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1933,"date":1659,"orig":"CAP. X.","norm":"CAP. X.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.121099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1934,"date":1659,"orig":"Vom Vnterſcheyd des Maltz machens.","norm":"Vom Unterscheid des Malz machen es.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.372600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1935,"date":1659,"orig":"DEr Vnterſcheyd vom Maltz machen/ daß eines beſſer oder wolgeſchmackter Bier oder Brandteæ ein geb/ als das ander/ beſtehet gemeiniglich mir in der Bereytung/ dann ſo ſolches nur auff die gemeine Weiſe gemachet wird/ ſo behaͤlt es ſeinen Geſchmack/ daß dann keinen lieblichen Spiritum, noch gut vnd wolgeſchmackt Bier geben kan/ welches von vielen nicht geachtet wird/ derhalben ſie auch keinen lieblichen Spiritum von Korn machen koͤnnen.","norm":"Der Unterscheid vom Malz machen / dass eines besser oder wolgeschmackter Bier oder brannte ein gebe / als das ander / bestehet gemeiniglich mir in der Bereitung / dann so solches nur auf die gemeine Weise gemacht wird / so behält es seinen Geschmack / dass dann keinen lieblichen Spiritum, noch gut und wolgeschmackt Bier geben kann / welches von vielen nicht geachtet wird / derethalben sie auch keinen lieblichen Spiritum von Korn machen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387499809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1936,"date":1659,"orig":"Dann was fuͤr einen Geſchmack vnd Geruch das Maltz hat/ ſolchen fuͤhret es auch mit ſich in der Diſtillation uͤber/ derhalben dann kein lieblicher vnd guter Spiritus vom Korn gemacht wird/ da es doch nicht des Korns/ ſondern vielmehr des Brenners oder Maltzmachers Schuld iſt/ dann ſo nach der Kunſt wol mit dem Maltzmachen/ anſetzen/ diſtilliren/ rectificiren verfahren wird/ das Korn einen ſehr lieblichen Spiritum von ſich giebet/ welcher in allen Tugenden/ ſo wol auch am Geruch vnd Geſchmack/ demjenigen/ welchervon Wein mutter gebrand/ wenig oder aber gar nichts bevor giebt/ ob es ſchon nicht von jederman kan gethan werden/ ſo folget darumb nicht/ daß ſolches nicht zu thun moͤglich ſeye/ daß aber ſolche Diſtillation dadurch er einem Spiritui Vini gleich werde/ auf gemeyne Weiß (gleich wie allhier gelehret wird) hergehe/ ſag ich nicht/ dann etwas ſubtiler damit muß procediret werden/ ſoll es einem guten Spiritui Vini am Geruch/ Geſchmack/ vnd andern Tugenden gleich ſeyn.","norm":"Dann was für einen Geschmack und Geruch das Malz hat / solchen führt es auch mit sich in der Destillation über / derethalben dann kein lieblicher und guter Spiritus vom Korn gemacht wird / da es doch nicht des Korns / sondern vielmehr des Brenners oder Malzmachers Schuld ist / dann so nach der Kunst wohl mit dem Malzmachen / ansetzen / destillieren / rektifizieren verfahren wird / das Korn einen sehr lieblichen Spiritum von sich gibt / welcher in allen Tugenden / so wohl auch am Geruch und Geschmack / demjenigen / welchervon Wein Mutter Gebrand / wenig oder aber gar nichts bevor gibt / ob es schon nicht von jedermann kann getan werden / so folget darum nicht / dass solches nicht zu tun möglich sei / dass aber solche Destillation dadurch er einem Spiritui Vini gleich werde / auf gemeine Weiß (gleich wie allhier gelehrt wird) hergehe / sage ich nicht / dann etwas subtiler damit muss prozedieret werden / soll es einem guten Spiritui Vini am Geruch / Geschmack / und anderen Tugenden gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.819300174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1937,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt zu wiſſen/ daß ein Spiritus ardens auß allen vegetabiliſchen Dingen kan gemacht werden/ daß aber am Geruch vnd Geſchmack darunter ein Vnterſcheyd/ iſt nicht der Spiritus ſchuldig daran/ ſondern das Kraut/ Samen/ Korn oder anders/ darauß der Spiritus gemacht iſt/ welches dem Spiritui ſeinen Geſchmack/ Geruch/ vnd Kraͤffte in der Diſtillation hat mitgetheilet/ dardurch ein ſolcher Spiritus doppelter vnd nicht eynfacher Natur iſt/ ſonſten iſt ein Spiritus ardens (wann er rein von allem phlegmate geſaͤubert) er ſey gleich von welchem ſimplici gemachet/ als er wolle/ gleicher Kraͤfften in allem zu verꝛichten mit dem Spiritu Vini, ob ſchon ſolches von dem wenigern Theil erkant vnd geglaubt wird.","norm":"Dieses ist zu wissen / dass ein Spiritus ardens aus allen vegetabilischen Dingen kann gemacht werden / dass aber am Geruch und Geschmack darunter ein Unterscheid / ist nicht der Spiritus schuldig daran / sondern das Kraut / Samen / Korn oder anders / daraus der Spiritus gemacht ist / welches dem Spiritui seinen Geschmack / Geruch / und Kräfte in der Destillation hat mitgeteilt / dadurch ein solcher Spiritus doppelter und nicht einfacher Natur ist / sonsten ist ein Spiritus ardens (wann er rein von allem phlegmate gesäubert) er sei gleich von welchem simplici gemacht / als er wolle / gleicher Kräften in allem zu verrichten mit dem Spiritu Vini, ob schon solches von dem wenigeren Teil erkannt und geglaubt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207699775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1938,"date":1659,"orig":"Daß aber ein ſimplex vor dem andern nicht mehr oder weniger lieblichen oder ſonderlichen Spiritum auff gemeyne Weiſe geben ſolte/ vermeyne ich auch nicht/ dann je lieblicher vnd wolgeſchmackter ein Wein iſt/ je lieblicher vnd wolgeſchmackter er einen Spiritum von ſich giebet/ vnd wird auch von einem jedwedern klaren Wein ein beſſerer Spiritus gemacht als von ſeiner eygenen Hefen oder Mutter/ wiewol ſie beyde in einem Faß gelegen/ ſolches Vnderſcheyds Vrſach iſt/ weilen der Wein/ klar/ lieblich vnd ohne Vnreinigkeit iſt/ derhalben auch einen lieblichen Spiritum von ſich giebt/ hergegen die Hefen allerhand Vnreinigkeiten bey ſich hat/ welche in dem ableſen/ außpreſſen/ vnd anders hineyn kommen/ davon der Spiritus (welcher an ſich ſelber ſonſten lieblich iſt) in der Diſtillation einen frembden Geruch vnd Geſchmack erlanget.","norm":"Dass aber ein simplex vor dem anderen nicht mehr oder weniger lieblichen oder sonderlichen Spiritum auf gemeine Weise geben sollte / vermeine ich auch nicht / dann je lieblicher und wolgeschmackter ein Wein ist / je lieblicher und wolgeschmackter er einen Spiritum von sich gibt / und wird auch von einem jedweden klaren Wein ein besserer Spiritus gemacht als von seiner eigenen Hefen oder Mutter / wiewohl sie beide in einem Fass gelegen / solches Unterscheid Ursache ist / weilen der Wein / klar / lieblich und ohne Unreinheit ist / derethalben auch einen lieblichen Spiritum von sich gibt / hingegen die Hefen allerhand Unreinigkeiten bei sich hat / welche in dem ablesen / auspressen / und anders hineinkommen / davon der Spiritus (welcher an sich selber sonsten lieblich ist) in der Destillation einen fremden Geruch und Geschmack erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.636000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1939,"date":1659,"orig":"Alſo/ daß jhme mit recht derjenige/ welcher von einem reinen vnd wolgeſchmackten klaren vnd guten Wein kompt/ kan vorgezogen werden/ weil er ſimplex vnd eynfach/ hergegen aber jener auß der Mutter accidentaliter verunedelt.","norm":"Also / dass ihm mit recht derjenige / welcher von einem reinen und wolgeschmackten klaren und guten Wein kommt / kann vorgezogen werden / weil er simplex und einfach / hingegen aber jener aus der Mutter accidentaliter verunedlt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.234300136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1940,"date":1659,"orig":"Alſo muß auch von allen vegetabiliſchen Spiritibus verſtanden werden.","norm":"Also muss auch von allen vegetabilischen Spiritibus verstanden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.861299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1941,"date":1659,"orig":"Dieſes habe ich ein wenig anregen muͤſſen/ nur darumb/ weil ſich viel uͤberꝛeden laſſen/ als wann ſie jhre operationes mit Spiritu frumenti ſo wol nicht verꝛichten koͤndten/ als mit Spiritu Vini, da ich doch niemals in meinen laboribus, ſo wol in extrahiren der mineralien vnd Metallen/ als vegetabilien Vnterſcheyd darinnen gefunden.","norm":"Dieses habe ich ein wenig anregen müssen / nur darum / weil sich viel überreden lassen / als wann sie ihre operationes mit Spiritu frumenti so wohl nicht verrichten könnten / als mit Spiritu Vini, da ich doch niemals in meinen laboribus, so wohl in Extrahieren der Mineralien und Metallen / als Vegetabilien Unterscheid darinnen gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7906999588012695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1942,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun meine Meynung vnd Erfahrung/ der es nicht glauben oder begreiffen kan/ der mag bey ſeyner Meynung bleiben/ mit dem ich zu ſtreitten nicht geſinnet bin.","norm":"Dieses ist nun meine Meinung und Erfahrung / der es nicht glauben oder begreifen kann / der mag bei seiner Meinung bleiben / mit dem ich zu streiten nicht gesinnt bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.791100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1943,"date":1659,"orig":"Wann es niemand Schaden thaͤte/ vnd auch noͤthig were/ koͤnte ich allhier mit wenig Worten anzeigen/ wie man auß allem Korn einen lieblichen Spiritum, dem auß Weinhefen gemacht/ gantz gleich/ ohne alles Maltzmachen/ Mahlen/ oder vorhergehende Muͤhe vnd Koſten mit groſſem Vortheil vnd Nutzen diſtilliren koͤnte/ ſoll aber auff dißmal bleiben/ vnd bis auff ein andere Zeit verſparet werden.","norm":"Wann es niemand Schaden täte / und auch nötig wäre / könnte ich allhier mit wenig Worten anzeigen / wie man aus allem Korn einen lieblichen Spiritum, dem aus Weinhefen gemacht / ganz gleich / ohne alles Malzmachen / Malen / oder vorhergehende Mühe und Kosten mit großem Vorteil und Nutzen destillieren könnte / soll aber auf diesmal bleiben / und bis auf ein andere Zeit versparet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636499881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1944,"date":1659,"orig":"Dann dieſes Buͤchlein nur wegen einer beſondern Weiſe zu diſtilliren/ vnd nicht alle Secreten zu offenbahren/ gemacht wird.","norm":"Dann dieses Büchlein nur wegen einer besonderen Weise zu destillieren / und nicht alle Sekreten zu offenbaren / gemacht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102200031280518} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1945,"date":1659,"orig":"Dieſes aber iſt zu wiſſen/ ſo ein lieblicher Spiritus dem Weingeiſt gleich/ von Korn oder Honig ſoll gemacht werden/ daß das Korn zuvor auff eine beſondere Weiſſe muͤſſe gemaltzet werden/ deßgleichen muß auch dem Honig ſein vnlieblicher Geſchmack zuvor benommen werden/ ehe er zur Diſtillation durch fermentiren vnd heben bereytet wird/ ſonſten wann ſolches nicht geſchehe/ wuͤrde ein gantz vnlieblicher Spiritus, gleich wie auß dem gemeynen Maltz auch geſchicht/ welcher freylich im geringſten keinem Spiritui Vini nicht vergleichen/ davon kommen.","norm":"Dieses aber ist zu wissen / so ein lieblicher Spiritus dem Weingeist gleich / von Korn oder Honig soll gemacht werden / dass das Korn zuvor auf eine besondere Weiße müsse gemaltst werden / desgleichen muss auch dem Honig sein unlieblicher Geschmack zuvor benommen werden / ehe er zur Destillation durch fermentieren und heben bereitet wird / sonsten wann solches nicht geschehe / würde ein ganz unlieblicher Spiritus, gleich wie aus dem gemeinen Malz auch geschieht / welcher freilich im Geringsten keinem Spiritui Vini nicht vergleichen / davon kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205999851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1946,"date":1659,"orig":"Beſtehet derohalben die gantze Kunſt der Dinge/ auß welchen man einen lieblichen Spiritum diſtilliren will in der Vorbereytung:","norm":"Bestehet derohalben die ganze Kunst der Dinge / aus welchen man einen lieblichen Spiritum destillieren will in der Vorbereitung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.224100112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1947,"date":1659,"orig":"Dann ein vnliebliches Weſen kan durch Kunſt/ verbeſſert vnd lieblich/ auch ein liebliches deßgleichen durch Vngeſchickligkeit verderbet/ vnd vnlieblich gemacht werden.","norm":"Dann ein unliebliches Wesen kann durch Kunst / verbessert und lieblich / auch ein liebliches desgleichen durch Ungeschicklichkeit verderbet / und unlieblich gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945000171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1948,"date":1659,"orig":"Welches zur Nachrichtung gemeldet ſey.","norm":"Welches zur Nachrichtung gemeldet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9344000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1949,"date":1659,"orig":"CAP XI.","norm":"CAP XI.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":8.095100402832031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1950,"date":1659,"orig":"Von Anſetzen des Maltzes.","norm":"Von Ansetzen des Malzes.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.402200222015381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1951,"date":1659,"orig":"WAnn nun das Maltz geſchroten/ vnd klein gemacht iſt/ ſo thue ſo viel davon als du zu diſtilliren vermeyneſt/ in ein Faß/ welches auffrecht auff einem Boden ſtehet/ oder in ein ander hoͤltzern Geſchirꝛ/ vnd gieſſe ſo viel kalt Waſſer dazu/ daß es damit wol kan befeuchtiget/ gemengt vnd zertrieben werden/ darnach gieſſe vom Warmen auch noch ſo viel dazu/ daß der Satz zimlich duͤnn davon werde/ vnd zuſammen laulecht/ vnd nicht heiß oder kalt ſeye/ dann miſche etwas jungen Biergeſt oder Haͤfel darunter/ decke das Faß mit Decken oben zu/ vnd las es alſo in der Waͤrme ſtehen/ ſo wird es bald anfangen zu heben vnd ſteigen/ darumb daß Faß nicht voll muß gemacht ſeyn/ las ſolches alſo in der Fermentation ſo lang ſtehen/ bis es nicht mehr traͤget/ ſondern ſich wieder nieder ſetzet/ welches vngefehr den dritten Tag geſchicht/ ſo ſolches geſchehen/ ſo iſt das Maltz fertig/ vnd bereytet zum diſtilliren.","norm":"Wann nun das Malz Geschrote / und klein gemacht ist / so tue so viel davon als du zu destillieren vermeinest / in ein Fass / welches aufrecht auf einem Boden steht / oder in ein ander hölzern Geschirr / und gieße so viel Kaltwasser dazu / dass es damit wohl kann befeuchtiget / gemengt und trieben werden / danach gieße vom Warmen auch noch so viel dazu / dass der Satz ziemlich dünn davon werde / und zusammen laulecht / und nicht heiß oder kalt sei / dann mische etwas jungen Biergest oder Häfel darunter / decke das Fass mit Decken oben zu / und las es also in der Wärme stehen / so wird es bald anfangen zu heben und steigen / darum dass Fass nicht voll muss gemacht sein / las solches also in der Fermentation so lang stehen / bis es nicht mehr trägt / sondern sich wieder nieder setzet / welches ungefähr den dritten Tag geschieht / so solches geschehen / so ist das Malz fertig / und bereitet zum Destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8850998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1952,"date":1659,"orig":"CAP. XII.","norm":"CAP. XII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.480100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1953,"date":1659,"orig":"Von Anſetzen des Honigs.","norm":"Von Ansetzen des Honigs.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.725399971008301} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1954,"date":1659,"orig":"DEr Honig bedarff auch keiner ſonderlichen Kunſt anzuſetzen/ ſondern wird nur mit 6.7.","norm":"Der Honig bedarf auch keiner sonderlichen Kunst anzusetzen / sondern wird nur mit 6.7.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.200200080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1955,"date":1659,"orig":"8. oder 10. mahl ſo viel warmen Waſſers zertrieben vnd vermengt/ vnd mit Gaͤſt angeſetzet/ gleich bey dem Maltz gelehret/ vnd zugedeckt in der Waͤrmbde alſo heben laſſen/ vnd ſo es außgehoben/ iſt er bequem zu diſtilliren.","norm":"8. oder 10. Mal so viel warmen Wassers trieben und vermengt / und mit Gäste angesetzt / gleich bei dem Malz gelehrt / und zugedeckt in der Wärmte also heben lassen / und so es ausgehoben / ist er bequem zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1956,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1957,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt aber zu wiſſen/ wann man den Satz zu fett von Honig lieſſe/ daß er wol etliche Wochen oder Monden zehren ſolte.","norm":"Dieses ist aber zu wissen / wann man den Satz zu fett von Honig ließe / dass er wohl etliche Wochen oder Monden zehren sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1958,"date":1659,"orig":"Darumb ich allhier lehre viel Waſſer dazu zu nehmen/ auff daß die Fermentation deſto eher geſchehe/ wiewol er ſonſten viel Spiritus giebt/ aber auch ſehr vngeſchmackt/ derhalben niemand rathen will/ wann er jhme ſeine Vnlieblichkeit nicht zu benehmen weiß/ daß er einen Spiritum davon diſtilliren ſolle/ dann er nichts guts davon erlangen wuͤrde.","norm":"Darum ich allhier Lehre viel Wasser dazuzunehmen / auf dass die Fermentation desto eher geschehe / wiewohl er sonsten viel Spiritus gibt / aber auch sehr vngeschmackt / derethalben niemand raten will / wann er ihm seine Unlieblichkeit nicht zu benehmen weiß / dass er einen Spiritum davon destillieren solle / dann er nichts Gutes davon erlangen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.539000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1959,"date":1659,"orig":"CAP. XIII.","norm":"CAP. XIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.52269983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1960,"date":1659,"orig":"Von Vorbereytung der Fruͤchten/ Samen/ Blumen/ Kraͤutern/ Wurtzeln/ vnd andern vegetabiliſchen Dingen.","norm":"Von Vorbereitung der Früchten / Samen / Blumen / Kräutern / Wurzeln / und anderen vegetabilischen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448999881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1961,"date":1659,"orig":"DIe Baum-Fruͤchte/ als Kirſchen/ Pflaumen/ Aepffel/ Biren/ Feygen/ Wachholderbeer/ Holderbeer/ Himbeer/ Maulbeer/ Brumbeer/ vnd andere dergleichen Fruͤchte/ werden mit hoͤltzern Stoͤſſeln/ in von Holtz darzu gemachten Troͤgen/ gequetſcht/ mit warm Waſſer uͤbergoſſen/ mit Geſt angeſetzet/ vnd ſeine Zeit fermentiren laſſen/ wie oben bey dem Maltz iſt gelehret worden/ die Saamen werden gemahlen/ die Blumen/ Kraͤuter/ vnd Wurtzeln klein gehackt/ vnd mit warm Waſſer vnd Geſt zur fermentation gebracht.","norm":"Die Baumfrüchte / als Kirschen / Pflaumen / Äpfel / Bieren / Feigen / Wacholderbeere / Holderbeer / Himbeere / Maulbeer / Brumbeer / und andere dergleichen Früchte / werden mit hölzern Stösseln / in von Holz dazu gemachten Trögen / gequetscht / mit Warmwasser übergossen / mit Gest angesetzt / und seine Zeit fermentieren lassen / wie oben bei dem Malz ist gelehrt worden / die Samen werden gemahlen / die Blumen / Kräuter / und Wurzeln klein gehackt / und mit Warmwasser und Gest zur Fermentation gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.463799953460693} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1962,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1963,"date":1659,"orig":"XIV. Annotatio oder Anmerckung.","norm":"XIV. Annotatio oder Anmerckung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.6427998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1964,"date":1659,"orig":"EHe man nun dieſe oder dergleichen obbeſchriebene/ durch die fermentation zugerichte vegetabiliſche Dinge diſtilliren will/ ſo muß man zuvorn wol zuſehen/ ob das angeſetzte Werck wol gehoben vnd gearbeitet habe/ dann bißweilen durch Vnachtſambkeit/ entweder/ daß mans zu heiß oder zu kalt angeſtellet/ oder nicht wol zugedeckt/ daß die kalte Lufft hineyn ſchlaͤgt/ dadurch das fermentiren verhindert wird/ vnd hernach in der diſtillation kein Spiritus gehen kan: Dann durch die fermentation wird der Spiritus ardens der vegetabilien entbunden/ ohne welche keiner kan gemacht werden/ auch giebt es bisweilen Hindernuͤs/ wann man zu fruͤhe oder ſpat das angeſetzte außnimpt vnd diſtilliret.","norm":"Ehe man nun diese oder dergleichen obbeschriebene / durch die Fermentation Zugerichte vegetabilische Dinge destillieren will / so muss man zuvor wohl zusehen / ob das angesetzte Werk wohl gehoben und gearbeitet habe / dann bisweilen durch Unachtsamkeit / entweder / dass man es zu heiß oder zu kalt angestellt / oder nicht wohl zugedeckt / dass die kalte Luft hineinschlägt / dadurch das fermentieren verhindert wird / und hernach in der Destillation kein Spiritus gehen kann: Dann durch die Fermentation wird der Spiritus ardens der Vegetabilien entbunden / ohne welche keiner kann gemacht werden / auch gibt es bisweilen Hindernis / wann man zu frühe oder spät das angesetzte ausnimmt und destillieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.97160005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1965,"date":1659,"orig":"Dann ſo man zu fruͤhe anfaͤngt/ vnd die voͤllige fermentation noch nit geſchehen iſt/ ſo giebt es wenig Spiritus vñ wird die beſte Krafft offtermals von dieſer Kunſt vngeuͤbten/ als vnachtſamb hinweg fuͤr die Schwein geworffen/ welches zwar ſo groſſer Schade nicht iſt/ wanns von Korn geſchicht/ vnd die Schweine fett dadurch gemacht werden/ ſo es aber andere vegetabiliſche Dinge ſeyn/ die den Schweinen nicht zu Nutz kommen/ ſo geſchicht Schaden.","norm":"Dann so man zu frühe anfängt / und die völlige Fermentation noch nicht geschehen ist / so gibt es wenig Spiritus und wird die beste Kraft öftermals von dieser Kunst ungeübten / als unachtsam hinweg für die Schwein geworfen / welches zwar so großer Schade nicht ist / wann es von Korn geschieht / und die Schweine fett dadurch gemacht werden / so es aber andere vegetabilische Dinge sein / die den Schweinen nicht zu Nutz kommen / so geschieht Schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.295599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1966,"date":1659,"orig":"Deßgleichen/ wann man das fermentiren zu lang ſtehen/ vnd ſawer werden laͤßt ehe mans diſtillirt/ giebt es auch wenig/ wie dann ſolches gar gemeyn iſt/ daß man die angeſetzte Kraͤuter oder Blumen auß Vnverſtand zu 3.4.","norm":"Desgleichen / wann man das fermentieren zu lang stehen / und sauer werden lässt ehe man es destilliert / gibt es auch wenig / wie dann solches gar gemein ist / dass man die angesetzte Kräuter oder Blumen aus Unverstand zu 3.4.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333199977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1967,"date":1659,"orig":"5. oder mehr Wochen ſtehen laͤßt/ ehe man ſolches diſtillirt/ dadurch der meiſte theil des Spiritus ſich uͤmbkehret/ vnd zu Eſſig wird/ wiewol ſolches auch noch wol hingienge/ wann ſolche Leuth das hinderbleibende Weſen wuͤſten zu clarificiren/ vnd vollends ſawer zu machen/ ſo gieng auch nichts verlohren/ dann der Eſſig von den Blumen/ Kraͤutern/ Samen vnd Wurtzeln/ auch nicht zu verwerffen iſt.","norm":"5. oder mehr Wochen stehen lässt / ehe man solches destilliert / dadurch der meiste Teil des Spiritus sich umkehret / und zu Essig wird / wiewohl solches auch noch wohl hingienge / wann solche Leute das hinderbleibende Wesen wüsten zu clarificiren / und vollends sauer zu machen / so ging auch nichts verloren / dann der Essig von den Blumen / Kräutern / Samen und Wurzeln / auch nicht zu verwerfen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1968,"date":1659,"orig":"Wird derohalben offtermals der beſte Theil auß Vngeſchicklichkeit hinweg geworffen/ vnd mehr zu beklagen/ wann ſolches in koͤſtlichen Aromatibus, oder andern lieblichen Samen vnd Kraͤutern/ als Zimmer vnd Naͤgelin/ welche thewer muͤſſen erkaufft werden/ geſchicht. Habe derenthalben allhier zur Warnung etwas davon berichten muͤſſen/ auff daß man den Sachen deſto fleiſſiger nachdencken moͤge/ vnd ſo man ja den Kopff daruͤber nicht zerbrechen will/ bey die Bauren vnd ſchlechte einfaͤltige Leuthlein in die Schul gehen/ vnd lernen wie man Spiritus diſtilliren ſoll/ welche jhr Korn vnd Maltz nicht erſt ſawer oder ſchimlicht vnd ſtinckend werden laſſen/ ehe ſie es diſtilliren/ ſondern ſo bald es auffhoͤret zu ziehen (welches vngefehr den 3. oder 4. Tag geſchicht) daß man zu diſtilliren anfange.","norm":"Wird derohalben öftermals der beste Teil aus Ungeschicklichkeit hinweggeworfen / und mehr zu beklagen / wann solches in köstlichen Aromatibus, oder anderen lieblichen Samen und Kräutern / als Zimmer und Nägelin / welche teuer müssen erkauft werden / geschieht . Habe derenthalben allhier zur Warnung etwas davon berichten müssen / auf dass man den Sachen desto fleißiger nachdenken möge / und so man ja den Kopf darüber nicht zerbrechen will / bei die Bauern und schlechte einfältige Leutlein in die Schule gehen / und lernen wie man Spiritus destillieren soll / welche ihr Korn und Malz nicht erst sauer oder schimmlig und stinkend werden lassen / ehe sie es destillieren / sondern so bald es aufhöret zu ziehen (welches ungefähr den 3. oder 4. Tag geschieht) dass man zu destillieren anfange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845099925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1969,"date":1659,"orig":"Es moͤchte mir aber vorgeworffen werden (weilen ich lehre/ daß man Geſt oder Hefel zuſetzen ſolle/ dadurch die vegetabilien bald zur fermentation gebracht werden) daß mein Spiritus nicht pur vnd rein fuͤr ein Kraͤuter-Geiſt koͤnte erkant werden (weilen der Haͤfel auch ſeine Spiritus von ſich giebet/ der ſoll wiſſen/ daß man ſo viel nicht zuſetzet/ daß der Kraͤuter-Geiſt dadurch koͤnte verunedelt werden/ dann ob man ſchon einer gantzen Tonnen etliche Loͤffel voll Geſt zuſetzet/ welche kaum etliche Tropffen Spiritus von ſich geben/ was kan ſo wenig Tropffen vnter ſo viel Kannen voll andern Spiritus hindern oder ſchaden? gantz nicht; Ich habe vielmal geſehen/ daß etliche/ welche mehr als andere vermeynten zu wiſſen/ vnd keine Geſt oder Haͤfel vnter jhren Kraͤuter-Geiſt haben wolten/ vnd ſetzten demſelben an ſtatt des Haͤfels/ Zucker oder Honig bey/ vermeynten alſo dadurch die fermentation zuwegen zu bringen/ vnd einen guten pur lautern reinen Spiritum zu erlangen/ vnd dachten nicht daß Zucker vnd Honig auch Spiritus von ſich geben/ wann ſie fermentirt haben/ ja ein Loͤffel voll mehr als 10. oder 20. des Haͤfels/ vnd iſt dabey zu wiſſen/ daß weder Honig noch Zucker von ſich ſelber nicht wol gehen vnd heben will/ wie ſoll er dann etwas anders zum heben helffen koͤnnen?","norm":"Es möchte mir aber vorgeworfen werden (weilen ich lehre / dass man Gest oder Hefel zusetzen solle / dadurch die Vegetabilien bald zur Fermentation gebracht werden) dass mein Spiritus nicht pur und rein für ein Kräutergeist könnte erkannt werden (weilen der Häfel auch seine Spiritus von sich gibt / der soll wissen / dass man so viel nicht zusetzet / dass der Kräutergeist dadurch könnte verunedlt werden / dann ob man schon einer ganzen Tonnen etliche Löffel voll Gest zusetzet / welche kaum etliche Tropfen Spiritus von sich geben / was kann so wenig Tropfen unter so viel Kannen voll anderen Spiritus hindern oder schaden? ganz nicht; Ich habe vielmal gesehen / dass etliche / welche mehr als andere vermeinten zu wissen / und keine Gest oder Häfel unter ihren Kräutergeist haben wollten / und setzten demselben anstatt des Häfels / Zucker oder Honig bei / vermeinten also dadurch die Fermentation zuwegen zu bringen / und einen guten pur lauteren reinen Spiritum zu erlangen / und dachten nicht dass Zucker und Honig auch Spiritus von sich geben / wann sie fermentiert haben / ja ein Löffel voll mehr als 10. oder 20. des Häfels / und ist dabei zu wissen / dass weder Honig noch Zucker von sich selber nicht wohl gehen und heben will / wie soll er dann etwas anders zum Heben helfen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1970,"date":1659,"orig":"Welche dann auch ſolches befunden vnd geſpuͤhret/ daß jhr Zuſatz oder fermentum vntauglich geweſen/ indeme jhre Blumen vnd Kraͤuter etliche Wochen geſtanden/ ehe ſie von ſich ſelber haben ans heben gelangen koͤnnen/ ja offtermahls gantz ſauer/ ſchimlicht vnd ſtinckend worden ſeyn/ iſt allein daher kommen/ weilen ſie jhren Kraͤutern kein bequem ferment zu zuſetzen wuſten.","norm":"Welche dann auch solches befunden und gespürt / dass ihr Zusatz oder fermentum untauglich gewesen / indem ihre Blumen und Kräuter etliche Wochen gestanden / ehe sie von sich selber haben ans Heben gelangen können / ja öftermals ganz sauer / schimmlig und stinkend worden sein / ist allein daher kommen / weilen sie ihren Kräutern kein bequem Ferment zuzusetzen wussten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823599815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1971,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen/ daß etliche Baum-Fruͤchte/ welche einen fetten vnd ſuͤſſen Safft geben/ als Weintrauben/ Kirſchen/ Biren/ Aepffel/ Feygen vnd dergleichen/ keines Anſetzens mit Haͤfel bedoͤrffen/ ſondern von Natur jhr fermentum mit ſich bringen/ daß aber ſolches darumb auch bey allen magern vegetabilien/ als Blumen/ Kraͤutern vnd Wurtzeln geſchehen ſolle/ beſind ſich in der Erfahrung viel anders.","norm":"Ich muss bekennen / dass etliche Baumfrüchte / welche einen fetten und süßen Saft geben / als Weintrauben / Kirschen / Bieren / Äpfel / Feigen und dergleichen / keines Ansetzens mit Häfel bedürfen / sondern von Natur ihr fermentum mit sich bringen / dass aber solches darum auch bei allen mageren Vegetabilien / als Blumen / Kräutern und Wurzeln geschehen solle / besend sich in der Erfahrung viel anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392300128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1972,"date":1659,"orig":"Iſt derohalben nicht allein ſehr gut/ ſondern gantz noͤthig/ daß man der fermentation mit etwas Haͤfels zu Huͤlff komme/ auff daß die Kraͤuter vnd Blumen deſto eher außziehen/ nicht ſo lang ſtehen/ vnd jhren Spiritum durch exhaliren verlieren doͤrfften.","norm":"Ist derohalben nicht allein sehr gut / sondern ganz nötig / dass man der Fermentation mit etwas Häfels zu Hilfe komme / auf dass die Kräuter und Blumen desto eher ausziehen / nicht so lang stehen / und ihren Spiritum durch exhalieren verlieren dürften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1973,"date":1659,"orig":"Dieſes habe ich zu vermelden nicht vnterlaſſen koͤnnen/ hoffe daß es manchem zum beſten gereichen werde/ ſonderlich denen/ die gute Medicamenten lieben/ vnd dergleichen ardentes Spiritus darzu appliciren muͤſſen/ dann nicht allein ſolches als ein gut aqua vitæ zu vielen kalten Kranckheiten/ ſo wol aͤuſſerlich als innerlich/ wann es etwan von guten Hertzen vnd Hirn-ſtaͤrckenden Kraͤutern bereytet iſt/ alſo per ſe kan nuͤtzlich taͤglich genoſſen werden/ ſondern es koͤnnen auch derſelben Kraͤuter diſtillirte eygene Olea damit conjungiret/ vnd bey vielen ſchwachen vnd krancken Perſonen/ nicht ohne ſonderbare augenſcheinliche Huͤlffe mit Ehren gebrauchet werden.","norm":"Dieses habe ich zu vermelden nicht unterlassen können / hoffe dass es manchem zum besten gereichen werde / sonderlich denen / die gute Medikamenten lieben / und dergleichen ardentes Spiritus dazu applizieren müssen / dann nicht allein solches als ein gut aqua vitae zu vielen kalten Krankheiten / so wohl äußerlich als innerlich / wann es etwan von guten Herzen und Hirnstärkenden Kräutern bereitet ist / also per se kann nützlich täglich genossen werden / sondern es können auch derselben Kräuter destillierte eigene Olea damit konjungieret / und bei vielen schwachen und kranken Personen / nicht ohne sonderbare augenscheinliche Hilfe mit Ehren gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784299850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1974,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun von Bereytung deren vegetabiliſchen Dingen/ welche einen Spiritum ardentem von ſich geben/ genugſamb geſaget.","norm":"Dieses sei nun von Bereitung deren vegetabilischen Dingen / welche einen Spiritum ardentem von sich geben / genugsam gesagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7657999992370605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1975,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1976,"date":1659,"orig":"XV. Folget der Modus diſtillandi in Genere.","norm":"XV. Folget der Modus distillandi in Genere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.501500129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1977,"date":1659,"orig":"WAnn man nun diſtilliren will/ ſo ruͤhret man die fermentirte Fruͤchte/ Blumen/ oder Kraͤuter/ mit einem Stock in dem Faß darinn ſie ſtehen/ wol durcheinander/ auf daß das duͤnnere ſich mit dem dicken Theil vermiſche/ vnd ſchoͤpffet davon in ſein hoͤltzern Diſtillir-Faß/ welches auff einem drey- oder vier-Fuß ſtehet/ darinn das kuͤpfferne Inſtrument mit dem Oefelein accommodiret ſey/ deß gleichen muß auch anff der andern ſeyten da das refrigeratorium an das diſtillir-Faß gerichtet/ mit naſſen Ochſen-blaſen/ oder nur mit Steiff fell vnd Pappier (auff daß kein Spiritus darzwiſchen außgehe) verbunden werden/ welches aͤuſſerſte Theil der Roͤhren inwendig im diſtillir- Faß mit einem kuͤpffern oder hoͤltzern Koͤrblein muß verwahret ſeyn/ damit keine Kraͤuter/ oder anders dicke Weſen durch dieſelbe zuruͤck in die Kugel komme/ ſondern nur allein das Naſſe durch das Koͤrblein hineyn ſeigern koͤnne/ vnd ſoll auch das ober-Loch/ dadurch die Kraͤuter vnd Fruͤchte eyngethan werden/ mit ſeinem dazu gehoͤrigen Zapffen/ welcher mit naſſen lemen Tuͤchern uͤmbwunden iſt/ gleich wie man den Spritzen thut/ welche zu den Weinfaͤſſern gebrauchet/ ſolche damit behaͤb zu ſchlieſſen/ nicht vergeſſen werden.","norm":"Wann man nun destillieren will / so rühret man die fermentierte Früchte / Blumen / oder Kräuter / mit einem Stock in dem Fass darin sie stehen / wohl durcheinander / auf dass das dünnere sich mit dem dicken Teil vermische / und schöpfet davon in sein hölzern Destillierfass / welches auf einem drey- oder Vierfuß steht / darin das kupferne Instrument mit dem Öflein akkommodieret sei / des gleichen muss auch auf der anderen Seiten da das Refrigeratorjam an das distillir-Faß gerichtet / mit nassen Ochsenblasen / oder nur mit steif Fell und Papier (auf dass kein Spiritus dazwischen ausgehe) verbunden werden / welches äußerste Teil der Röhren inwendig im distillir-Faß mit einem kupfern oder hölzern Körblein muss verwahret sein / damit keine Kräuter / oder anders dicke Wesen durch dieselbe zurück in die Kugel komme / sondern nur allein das Nasse durch das Körblein hinein seigern könne / und soll auch das Ober-Loch / dadurch die Kräuter und Früchte eingetan werden / mit seinem dazugehörigen Zapfen / welcher mit nassen lähmen Tüchern umwunden ist / gleich wie man den Spritzen tut / welche zu den Weinfässern gebraucht / solche damit beheb zu schließen / nicht vergessen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.885300159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1978,"date":1659,"orig":"Vnd dann in Gottes Namen das Fewer ins Oefelein vnter die Kugel anmachen/ vnd jhme ſo lang Zeit laſſen/ dadurch das gantze Faß ins kochen gebracht wird/ ſo wird der Spiritus ardens ſich erheben/ in die Kuͤhlung ſteigen/ vnd ſich daſelbſt eben alſo/ als wann er durch einen kuͤpffernen Keſſel getrieben/ in einen ſubtilen Spiritum condenſiren/ vnd in ein vorgeſetzt Glas rinnen/ vnd muß man ſolche Diſtillation ſo lang continuiren/ bis kein Spiritus mehr gehet/ ſondern ein vngeſchmack phlegma kommet/ welches durch offtermals Verſuchung des außlauffenden Spiritus kan erfahren werden.","norm":"Und dann in Gottes Namen das Feuer ins Öflein unter die Kugel anmachen / und ihm so lang Zeit lassen / dadurch das ganze Fass ins Kochen gebracht wird / so wird der Spiritus ardens sich erheben / in die Kühlung steigen / und sich daselbst eben also / als wann er durch einen kupfernen Kessel getrieben / in einen subtilen Spiritum kondensieren / und in ein vorgesetzt Glas rinnen / und muss man solche Destillation so lang kontinuieren / bis kein Spiritus mehr geht / sondern ein Ungeschmack Phlegma kommet / welches durch öftermals Versuchung des auslaufenden Spiritus kann erfahren werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240399837493896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1979,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſpuͤret/ ſo laͤßt man das Fewer im Oefelein außgehen/ vnd die Kraͤuter/ oder zuruͤckgebliebene Remanentz durch den weiten Kran vnten auß dem Faß außlauffen/ vnd kan ſolches dem Viehe geben/ oder zu andern vnd beſſern Nutzen/ ſo gut ein jedweder weiß vnd gelernet hat/ angewendet werden.","norm":"Wann solches gespürt / so lässt man das Feuer im Öflein ausgehen / und die Kräuter / oder zurückgebliebene Remanenz durch den weiten Kran unten aus dem Fass auslaufen / und kann solches dem Viehe geben / oder zu anderen und besseren Nutzen / so gut ein jedweder weiß und gelernt hat / angewendet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783400058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1980,"date":1659,"orig":"Der uͤbergeſtiegene Spiritus, welcher ſchwach ſeyn wird/ kan in demſelben hoͤltzern Diſtillir-Faß/ nachdeme es zuvorn ſampt der kuͤhl-Schlang iſt ſauber vnd rein gemacht/ auff ſolche Prob/ oder ſo ſtarck als man jhn haben will/ auch rectificiret werden.","norm":"Der übergestiegene Spiritus, welcher schwach sein wird / kann in demselben hölzern Destillierfass / nachdem es zuvor samt der kühlschlang ist sauber und reingemacht / auf solche Probe / oder so stark als man ihn haben will / auch rektifizieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378900051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1981,"date":1659,"orig":"Vnd iſt zu mercken/ daß bisweilen bey dein phlegmate, wann der Spiritus davon iſt rectificirt worden/ ein fett vnd leicht Oleum gefunden wird/ welches dann von demſelben Krant oder Gewaͤchs davon der Spiritus gemacht iſt/ herkommen/ vnd erſtlich in der erſten diſtillation anß dem rauhen mit ſtarckem Fewer mit uͤbergetrieben iſt/ hernach aber in der rectification mit lindem Fewer nicht weiter mit dem Spiritu hat uͤberſteigen koͤnnen/ ſondern zuruͤck bey dem vngeſchmackten phlegma hat bleiben muͤſſen/ ſolches Oleum hat auch ſeine ſonderbare Wuͤrckung/ ſonderlich/ wann es in ein glaͤſern Kolben mit Spiritu ſalis in B. rectificirt/ vnd klar gemacht wird/ vnd erlangt man faſt von allen Kraͤutern/ Blumen/ Samen vnd Fruͤchten ein ſolches Oleum, doch von einem/ nach deme es hitziger oder kalter Natur iſt/ mehr als von einem andern.","norm":"Und ist zu merken / dass bisweilen bei dein phlegmate, wann der Spiritus davon ist rektifiziert worden / ein fett und leicht Oleum gefunden wird / welches dann von demselben Krant oder Gewächs davon der Spiritus gemacht ist / herkommen / und erstlich in der ersten Destillation ans dem rauen mit starkem Feuer mit übergetrieben ist / hernach aber in der Rektifikation mit lindem Feuer nicht weiter mit dem Spiritu hat übersteigen können / sondern zurück bei dem vngeschmackten Phlegma hat bleiben müssen / solches Oleum hat auch seine sonderbare Wirkung / sonderlich / wann es in ein gläsern Kolben mit Spiritu salis in B. rektifiziert / und klargemacht wird / und erlangt man fast von allen Kräutern / Blumen / Samen und Früchten ein solches Oleum, doch von einem / nach dem es hitziger oder kalter Natur ist / mehr als von einem anderen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1982,"date":1659,"orig":"Vnd giebt inſonderheit die Wein-mutter ſolches oͤls ein zimliche Quantitaͤt die zur Mediein nicht zu verwerffen/ dann es iſt ein wahres Oleum vini iſt/ bekompt aber ſeinen lieblichen Geſchmack erſt nach der Rectification/ ein herꝛliches cordiale, wiewol ſolches meines wiſſens bis dato noch von wenigen/ oder gar niemands iſt obſervirt worden.","norm":"Und gibt in Sonderheit die Weinmutter solches Öls ein ziemliche Quantität die zur Mediein nicht zu verwerfen / dann es ist ein wahres Oleum vini ist / bekommt aber seinen lieblichen Geschmack erst nach der Rektifikation / ein herrliches kordiale, wiewohl solches meines Wissens bis dato noch von wenigen / oder gar niemandes ist observiert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748600006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1983,"date":1659,"orig":"Alſo iſt nun gelehrt/ wie ins gemeyn Spiritus ardentes in dem obbeſchriebenen hoͤltzern diſtillir-Gefaͤß ſollen gemacht werden.","norm":"Also ist nun gelehrt / wie ins gemein Spiritus ardentes in dem obbeschriebenen hölzern distillirgefäß sollen gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.060500144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1984,"date":1659,"orig":"Folget nun:","norm":"Folget nun:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"uk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.224800109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1985,"date":1659,"orig":"CAP. XVI.","norm":"CAP. XVI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.540599822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1986,"date":1659,"orig":"Wie man die Olea aromatum, ſeminum, florum, herbarum, radicum lignorum, vnd dergleichen vegetabilien machen ſoll.","norm":"Wie man die Olea aromatum, seminum, florum, herbarum, radicum lignorum, und dergleichen vegetabilien machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107600212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1987,"date":1659,"orig":"ERſtlich/ muͤſſen die Samen gemahlen/ die Blumen/ Kraͤuter vnd Wurtzeln klein gehacket/ die Hoͤltzer klein getraͤhet oder geraſpelt/ vnd mit ſo viel Waſſer angefuͤllet werden/ daß dieſelbe wol darinnen ſchwimmen vnd maceriren koͤnnen/ vnd noch Feuchtigkeit genug nach der Diſtillation dabey verbleiben moͤge/ auf daß dieſelbe in der diſtillation durch Mangel des Waſſers nicht verbrennen/ vnd an ſtatt eines lieblichen Oels/ ein braͤntzlendes vnd ſtinckendes erlanget werde/ doch auch nicht zu viel Waſſer/ ſondern nicht mehr/ als daß die Kraͤuter oder Blumen vnverbrennt in der Diſtillation jhr Oleum von ſich geben koͤnnen/ vnd koͤnnen die gruͤne Kraͤuter/ Blumen/ Fruͤchte/ Samen vnd Wurtzeln/ alſobalden ohne vorhergehende Macerirung mit jhren zugehoͤrigen Waſſern eyngethan vnd diſtilliret werden/ truckene Samen/ Blumen/ Kraͤuter/ Wurtzeln vnd Hoͤltzer muͤſſen zuvoren etliche Tage in dem Waſſer ſtehen/ vnd ſich erbeitzen/ ehe ſie koͤnnen diſtilliret werden/ vñ muß auch das Waſſer zu den truckenen Speciebus wol geſaltzen werden/ dadurch dieſelben erweichen/ vnd jhre Olea deſto lieber von ſich geben/ zu denen noch gruͤnen Gewaͤchſen iſt es nicht noͤtig; doch kan es auch nichts ſchaden/ dann das Waſſer kan durch Huͤlffe des Saltzes deſto heiſſer werden/ dadurch die Olea deſto lieber ſteigen/ vnd hilfft auch viel dazu/ wann man Weinſtein vnd Alaun zu thut/ welche der Diſtillation nicht wenig Befoͤrdernuͤs thun/ wann mans recht zu gebrauchen weiß.","norm":"Erstlich / müssen die Samen gemahlen / die Blumen / Kräuter und Wurzeln klein gehackt / die Hölzer klein geträhet oder geraspelt / und mit so viel Wasser angefüllt werden / dass dieselbe wohl darinnen schwimmen und mazerieren können / und noch Feuchtigkeit genug nach der Destillation dabei verbleiben möge / auf dass dieselbe in der Destillation durch Mangel des Wassers nicht verbrennen / und anstatt eines lieblichen Öls / ein bräntzlendes und stinkendes erlanget werde / doch auch nicht zu viel Wasser / sondern nicht mehr / als dass die Kräuter oder Blumen unverbrannt in der Destillation ihr Oleum von sich geben können / und können die grüne Kräuter / Blumen / Früchte / Samen und Wurzeln / alsobald ohne vorhergehende Macerirung mit ihren zugehörigen Wassern eingetan und destillieret werden / trockene Samen / Blumen / Kräuter / Wurzeln und Hölzer müssen zuvoren etliche Tage in dem Wasser stehen / und sich erbeißen / ehe sie können destillieret werden / und muss auch das Wasser zu den trockenen Speciebus wohl gesalzen werden / dadurch dieselben erweichen / und ihre Olea desto lieber von sich geben / zu denen noch grünen Gewächsen ist es nicht nötig; doch kann es auch nichts schaden / dann das Wasser kann durch Hilfe des Salzes desto heißer werden / dadurch die Olea desto lieber steigen / und hilft auch viel dazu / wann man Weinstein und Alaun zu tut / welche der Destillation nicht wenig Befördernüs tun / wann man es recht zu gebrauchen weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638800144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1988,"date":1659,"orig":"Wann dann die ſpecies jhre Zeit in dem geſaltzenen Waſſer geſtanden/ vnd wol durchbiſſen ſeyn/ ſo thut man dieſelbe oben durch einen Traͤchter in das Diſtillir- Faß/ vnd ſchuͤrt Fewer vnter/ gleich oben bey dem Spiritu ardente gelehret worden/ ſo gehet mit dem Waſſer wann es kochet deſſelben Krauts Samens- oder Holtzes-oͤhlheruͤber/ vnd wiewol auff dieſe Weiſe/ durch Huͤlff des Saltzes vielmehr uͤbergehet/ als mit ſuͤſſem Waſſer allein/ gleich wie bishero faſt allenthalben die Olea aromatum gemacht worden ſeyn/ ſo bleibt doch noch viel zuruͤck/ welches vom Waſſer nicht hat ledig gemacht/ vñ uͤber getrieben werden koͤnnen.","norm":"Wann dann die species ihre Zeit in dem gesalzenen Wasser gestanden / und wohl durchbissen sein / so tut man dieselbe oben durch einen Träger in das Distillir-Fass / und schürt Feuer unter / gleich oben bei dem Spiritu ardente gelehrt worden / so geht mit dem Wasser wann es kochet desselben Krauts Samens- oder Holtzes-öhlherüber / und wiewohl auf diese Weise / durch Hilfe des Salzes vielmehr übergehet / als mit süßem Wasser allein / gleich wie bisher fast allenthalben die Olea aromatum gemacht worden sein / so bleibt doch noch viel zurück / welches vom Wasser nicht hat ledig gemacht / und über getrieben werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33489990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1989,"date":1659,"orig":"Derohalben der beſte Weg iſt/ ſolche Oleo mit nutzen zu machen/ wie ich in dem erſten Tracat dieſes Buchs durch den Spiritum ſalis zu thun/ hab lehren machen/ kan derohalben nun ein jedweder denjenigen/ welcher jhme am beſten zu ſeyn duͤncket/ gebrauchen/ vnd ins Werck richten.","norm":"Derohalben der beste Weg ist / solche Oleo mit nutzen zu machen / wie ich in dem ersten Trassat dieses Buchs durch den Spiritum salis zu tun / habe lehren machen / kann derohalben nun ein jedweder denjenigen / welcher ihm am besten zu sein dünket / gebrauchen / und ins Werk richten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.856800079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1990,"date":1659,"orig":"Wann nun die Diſtillation vollendet/ vnd kein Oleum mehr uͤbergehet/ welches man durch Abwechslung der Recipienten vernehmen kan/ ſo laͤßt man das Fewer außgehen/ vnd nimbt den außgebrandten Zeug herauß/ ſind es Samen/ Kraͤuter vnd Fruͤchte/ ſo kan man dieſelben/ weilen ſie noch warm ſeyn (ſo man wil) mit Geſt anſtellen vnd fermentiren laſſen/ vnd hernach noch einen Spiritum darauß diſtilliren/ doch giebts ſo viel nicht/ als wann jhr Oleum noch dabey were/ dann ein jedweder Spirit. ardens viel Olei in ſich hat/ von welches Natur vnd Weſen hernach etwas mehrers ſoll gehandelt werden/ vnd muß auch bey den vegetabilien davon jhr Oel diſtilliret/ vnd einen Spiritum hernach geben ſoll/ kein Saltz ſeyn/ dann das Saltz verhindert die fermentation/ ohn welche kein Spirit. ardens werden kan.","norm":"Wann nun die Destillation vollendet / und kein Oleum mehr übergehet / welches man durch Abwechslung der Rezipienten vernehmen kann / so lässt man das Feuer ausgehen / und nimmt den ausgebrannten Zeug heraus / sind es Samen / Kräuter und Früchte / so kann man dieselben / weilen sie noch warm sein (so man will) mit Gest anstellen und fermentieren lassen / und hernach noch einen Spiritum daraus destillieren / doch gibt es so viel nicht / als wann ihr Oleum noch dabei wäre / dann ein jedweder Spirit . ardens viel Olei in sich hat / von welches Natur und Wesen hernach etwas mehreres soll gehandelt werden / und muss auch bei den Vegetabilien davon ihr Öl destillieret / und einen Spiritum hernach geben soll / kein Salz sein / dann das Salz verhindert die Fermentation / ohne welche kein Spirit . ardens werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.909599781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1991,"date":1659,"orig":"Das uͤbergeſtiegene Waſſer mit dem Oel ſetzet man hin an ein laulichten Orth/ ſo lang bis ſich das Oel oben auffſetzet/ welches man durch ein ſpitziges Scheyde-Glas/ welches Geſtalt im fuͤnfften Theil zu finden/ kan davon ſeparirt werden/ doch ſetzen ſich auch etlich Olea zu Boden/ vnd ſchwimmen nicht auf dem Waſſer/ welche gleicher maſſen durch obgemeldtes Glas koͤnnen geſchieden/ vnd zum Gebrauch bewahret werden; wie man ſolche Olea lange Zeit/ ſchoͤn klar vnd lauter ohne zaͤh werden/ bewahren ſoll/ findeſtu im fuͤnfften Theil/ vnd wann ſie durch Laͤnge der Zeit ſind zaͤhe worden/ wie dieſelben wiederumb ſollen klar gemacht werden/ iſt im erſten Theil zu finden/ vnd nicht noͤthig/ weiters allhier davon zu ſchreiben.","norm":"Das übergestiegene Wasser mit dem Öl setzet man hin an ein laulichen Ort / so lang bis sich das Öl oben aufsetzet / welches man durch ein spitziges Scheide-Glas / welches Gestalt im fünften Teil zu finden / kann davon separiert werden / doch setzen sich auch etlich Olea zu Boden / und schwimmen nicht auf dem Wasser / welche Maßen durch obgemeldetes Glas können geschieden / und zum Gebrauch bewahret werden; wie man solche Olea lange Zeit / schön klar und lauter ohne zäh werden / bewahren soll / findest du im fünften Teil / und wann sie durch Länge der Zeit sind zähe worden / wie dieselben wiederum sollen klargemacht werden / ist im ersten Teil zu finden / und nicht nötig / weiteres allhier davon zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216800212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1992,"date":1659,"orig":"CAP. XVII.","norm":"CAP. XVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.327499866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1993,"date":1659,"orig":"Wie man die diſtillirte Olea in Balſama coaguliren ſolle.","norm":"Wie man die destillierte Olea in Balsama koagulieren solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"af","lang_cld3":"tr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.354700088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1994,"date":1659,"orig":"DIe Olea aromatum in Balſama zu bringen/ iſt ſchon vorlaͤngſt bekant geweſen/ vnd im Schwange gangen/ vnd hats immer einer beſſer als der ander wiſſen wollen/ iſt aber alles nichts anders als ein recht ſchmierwerck bis auff den heutigen Tag zu geblieben:","norm":"Die Olea aromatum in Balsama zu bringen / ist schon vorlängst bekannt gewesen / und im Schwange gegangen / und hat es immer einer besser als der ander wissen wollen / ist aber alles nichts anders als ein recht Schmierwerk bis auf den heutigen Tag zu geblieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.479800224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1995,"date":1659,"orig":"Haben gantz nicht in Leib zu nehmen gedienet/ ſondern nur allein zum Geruch/ das Hirn vnd Hertz dadurch zu ſtaͤrcken/ koͤnnen gebraucht werden.","norm":"Haben ganz nicht in Leib zu nehmen gedient / sondern nur allein zum Geruch / das Hirn und Herz dadurch zu stärken / können gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353300094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1996,"date":1659,"orig":"Der Weg ſolche Olea hart zu machen/ daß dieſelben in zinnern/ ſilbern vnd helffenbeynen gedraͤhten Buͤchslein bey ſich zu tragen/ iſt mancherley/ etliche haben nur die Olea mit jungen Laͤmmerfett in der Waͤrme zuſammen geſchmaͤltzt/ vnd ein Salbe darauß gemacht/ ſolches auch mit beſondern Farben gefaͤrbet/ als die Olea von gruͤnen Kraͤntern gemacht/ als Roßmarin/ Majoran/ Lavendel/ Rauten/ Salbey/ vnd andere dergleichen haben ſie mit Spaniſchgruͤn gefaͤrbet/ welches doch dem Hirn vnd Hertzen ein ſchaͤdlich Gifft iſt/ was alſo das eine als das Oel gut gemacht/ das ander als Spaniſchgruͤn wiederumb verderbet hat.","norm":"Der Weg solche Olea hartzumachen / dass dieselben in zinnern / silbern und Helfenbeinen getreten Büchslein bei sich zu tragen / ist mancherlei / etliche haben nur die Olea mit jungen Lämmerfett in der Wärme zusammen geschmältst / und ein Salbe daraus gemacht / solches auch mit besonderen Farben gefärbt / als die Olea von grünen Kränteeren gemacht / als Rossmarin / Majoran / Lavendel / Rauten / Salbei / und andere dergleichen haben sie mit Spanischgrün gefärbt / welches doch dem Hirn und Herzen ein schädlich Gift ist / was also das eine als das Öl gut gemacht / das ander als Spanischgrün wiederum verderbet hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1997,"date":1659,"orig":"Die Balſama von ligno Rodio vnd Cinamomo, haben ſie mit dem vergifften Mercurial-Gifft Zinnober/ roth gefaͤrbet.","norm":"Die Balsama von ligno Rodio und Cinamomo, haben sie mit dem vergiften Mercurial-Gifft Zinnober / rot gefärbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.572199821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1998,"date":1659,"orig":"Etliche aber/ welche den Sachen beſſer nach gedacht/ haben die Olea mit extrahirten Farben der Kraͤuter gefaͤrbet/ welche Balſama zwar beſſer vnd ſicher genug zu gebrauchen weren/ wolten ſich aber gleichwol nicht lang halten/ ſondern wurden zaͤhe vnd garſtig am Geruch/ darumb ſie endlich weiß Wachs/ die Olea damit zn haͤrten/ gebraucht haben/ welches zwar nicht ſo garſtig oder alt-riechend/ gleichwol in kurtzer Zeit zaͤhe wird/ alſo wann man dieſelbe auff die Hand geſtrichen/ ſich ſolche gewelgert/ vnd wegen des Wachſes nicht eyngehen wollen.","norm":"Etliche aber / welche den Sachen besser nach gedacht / haben die Olea mit extrahierten Farben der Kräuter gefärbt / welche Balsama zwar besser und sicher genug zu gebrauchen wären / wollten sich aber gleichwohl nicht lang halten / sondern wurden zähe und garstig am Geruch / darum sie endlich weiß Wachs / die Olea damit zn härten / gebraucht haben / welches zwar nicht so garstig oder altriechend / gleichwohl in kurzer Zeit zähe wird / also wann man dieselbe auf die Hand gestrichen / sich solche gewälgert / und wegen des Wachses nicht eingehen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531499862670898} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":1999,"date":1659,"orig":"Auffs letzte hat man noch ein beſſers erfunden/ vnd die Olea mit einem außgepreßten Oleo nucis muſcatæ, davon zuvor die Farb vnd Geruch mit S. V. extrahiret war/ welches ſie matrem balſamorum nenneten/ gehaͤrtet.","norm":"aufs letzte hat man noch ein besseres erfunden / und die Olea mit einem ausgepressten Oleo nucis muscatae, davon zuvor die Farbe und Geruch mit S. V. extrahieret war / welches sie matrem balsamorum nenneten / gehärtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8246002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2000,"date":1659,"orig":"Welche Kunſt die Apotheker lange Zeit ſehr geheimb gehalten/ bis daß endlich dieſelbe gemeyn worden/ vnd nun zur Zeit auff ſolche Weiſe faſt in allen Apotheken alſo zubereytet werden/ wiewol dieſer modus dem vorigen fuͤrzuziehen/ ſo iſt doch auch nichts beſtaͤndiges daran/ weilen kein Saltz dabey iſt/ vnd mit der Zeit auch riechicht werden.","norm":"Welche Kunst die Apotheker lange Zeit sehr geheim gehalten / bis dass endlich dieselbe gemein worden / und nun zur Zeit auf solche Weise fast in allen Apotheken also zubereitet werden / wiewohl dieser modus dem vorigen vorzuziehen / so ist doch auch nichts Beständiges daran / weilen kein Salz dabei ist / und mit der Zeit auch riechicht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452700138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2001,"date":1659,"orig":"Wiewol ich ſolche darumb nicht will veracht haben/ dann weren ſie beſſer zu machen bekant geweſen/ ſie weren beſſer gemacht worden/ niemand kan mehr geben als er hat/ oder mehr thun als er kan/ das iſt allen Menſchen verbotten.","norm":"Wiewohl ich solche darum nicht will verachte haben / dann wären sie besser zu machen bekannt gewesen / sie wären besser gemacht worden / niemand kann mehr geben als er hat / oder mehr tun als er kann / das ist allen Menschen verboten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.806099891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2002,"date":1659,"orig":"Derohalben diejenige nicht allein entſchuldigt/ die ſolche mit dem Hammel-fett/ Wachs/ vnd Muſcaten-Oel haben zugerichtet/ ſondern auch noch lobens werth ſind/ weilen ſie das jenige was ſie gehabt/ geben haben.","norm":"Derohalben diejenige nicht allein entschuldigt / die solche mit dem Hammelfett / Wachs / und Muskatöl haben zugerichtet / sondern auch noch Lobens wert sind / weilen sie dasjenige was sie gehabt / geben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.122900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2003,"date":1659,"orig":"Weilen aber ſolche oberzehlte Balſama in Leib zu nehmen vntuͤchtig/ vnd aͤuſſerlich zu gebrauchen fertig vnd ſchmirig ſeyn/ iſt den Sachen weiters nachgedacht vnd gut erfunden/ daß man die Olea mit jhren eygenen fixen ſalien coagulire/ welche dann nicht allein nicht rautzig oder zaͤh werden/ ſondern ſich in Wein/ Bier/ Waſſer/ vnd andern liquoribus ſolviren/ zertreiben/ oder vermiſchen laſſen/ derohalben nicht allein gut in Leib zu nehmen/ ſondern auch beſſer als die vorigen uͤmb Geruchs willen anzuſtreichen/ welche ſo man will/ wieder mit Waſſer abwaͤſchen kan/ vnd machen ſolche Balſama nicht allein die Haut wolriechend/ ſondern auch wegen jhres fixen Saltzes/ welches naturam ſalis Tart. hat/ ſchoͤn/ rein/ weiß vnd ſauber.","norm":"Weilen aber solche oberzählte Balsama in Leib zu nehmen untüchtig / und äußerlich zu gebrauchen fertig und schmierig sein / ist den Sachen weiteres nachgedacht und gut erfunden / dass man die Olea mit ihren eigenen fixen salien koaguliere / welche dann nicht allein nicht rautzig oder zäh werden / sondern sich in Wein / Bier / Wasser / und anderen liquoribus solvieren / treiben / oder vermischen lassen / derohalben nicht allein gut in Leib zu nehmen / sondern auch besser als die vorigen um Geruchs Willen anzustreichen / welche so man will / wieder mit Wasser abwaschen kann / und machen solche Balsama nicht allein die Haut wohlriechend / sondern auch wegen ihres fixen Salzes / welches naturam salis Tarte . hat / schön / rein / weiß und sauber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166200160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2004,"date":1659,"orig":"Derohalben ſehr gut/ in rein Waſſer ſolvirt/ vnd das Haupt/ Haar vnd Angeſicht damit gewaͤſchen/ machet nicht allein ſolches rein/ ſondern ſtaͤrcket/ wegen deſſelben Geruchs/ das Hirn trefflich:","norm":"Derohalben sehr gut / in rein Wasser solviert / und das Haupt / Haar und Angesicht damit gewaschen / macht nicht allein solches rein / sondern stärket / wegen desselben Geruchs / das Hirn trefflich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.349899768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2005,"date":1659,"orig":"Welches man mit keinem fetten vnd oͤhlichten Balſam thun kan.","norm":"Welches man mit keinem fetten und öligen Balsam tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.836100101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2006,"date":1659,"orig":"Iſt derohalben dieſer modus den andern weit vorzuziehen.","norm":"Ist derohalben dieser modus den anderen weit vorzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.294400215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2007,"date":1659,"orig":"Doch einem jedwedern ſeine Meynung gelaſſen/ dann ich wol weiß/ daß newe Dinge nicht ſo leichtlich von jederman angenommen werden/ ſonderlich/ wann dieſelben etwas frembd vorkommen/ vnd nicht alſobalden koͤnnen. begriffen werden/ zweiffelt mir aber nicht/ die Zeit die alles aͤndert/ werde ſolches gut zu ſeyn confirmiren.","norm":"Doch einem jedweden seine Meinung gelassen / dann ich wohl weiß / dass neue Dinge nicht so leichtlich von jedermann angenommen werden / sonderlich / wann dieselben etwas fremd vorkommen / und nicht alsobald können . begriffen werden / zweifelt mir aber nicht / die Zeit die alles ändert / werde solches gut zu sein konfirmieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.814199924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2008,"date":1659,"orig":"CAP. XVIII.","norm":"CAP. XVIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.512800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2009,"date":1659,"orig":"Vnd iſt die Bereytung alſo.","norm":"Und ist die Bereitung also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.094500064849853} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2010,"date":1659,"orig":"NImb das Reſiduum, davon der Spirit. ardens iſt diſtillirt worden/ auß dein diſtillir-Faß/ preſſe in einem haͤnffen-Sack das Waſſer davon/ vnd helffe jhm/ daß ein guter ſawrer vnd lieblicher Eſſig darauß werde/ wann du Roſen diſt lliret haſt/ ſo wird ein Roſen-Eſſig darauß den man auff der Speyſe in der Haußhaltung verbrauchen kan/ das truckene nimb auß dem Sack/ las ſolches in einem Hafners Ofen zu einer weiſſen Aſchen brennen/ vnd gieſſe die phlegma, daron der Spiritus ardens ſepariret/ darauff/ ziehe das Saltz damit auß der Aſchen/ verkoche in einem Erden-verglaſurten Hafen die Feuchtigkeit von dem Saltz/ ſolches gluͤe in einem ſaubern Tiegel lind auß/ ſo wird ſolches gantz weiß/ ſchmaͤcket auff der Zungen als ein Sal Tartari, uͤber welches du etlich malen den abgezogenen Spiritum ardentem abſtrahiren ſolt/ doch allezeit nach der Abſtrahirung das Saltz wieder außgegluͤet/ ſo wird auff ſolche Weiſe der Spiritus ardens ſo ſtarck von ſeinem eygenen ſale fixo, daß er ſein eygen Oel/ ſo es darauff goſſen/ alſobalden zu ſich nimpt/ ſich damit vermiſchet/ alſo/ daß ſolches nit in dem Spirit. kan erkennet werden/ ſondern immer ſo klar/ als er zuvor war/ bleibet/ wañ ſolches geſchehen/ ſo gluͤe das fixe ſal noch einmal im Tiegel wol auß/ vnd ſolvire ſo viel mit ſeiner eygenen phlegmate, als zum Oel zu coaguliren noͤthig iſt/ thue alſo ſolche ſolution/ mit ſampt dem Spiritu ardente, der mit dem Oel zuvoren vermiſchet in eine phiol mit einem langen Halſe/ ſetze dieſelbe in ein Balneum, vnd las die miytur zuſammen kochen/ doch oben das Glas wol bewahret/ daß der Spiritus ardens nicht verꝛieche/ ſo wird in kurtzer Zeit/ oder wenig Stunden die mixtur einander annehmen/ vnd weiß als Milch werden.","norm":"Nimm das Residuum, davon der Spirit . ardens ist destilliert worden / aus dein distillir-Faß / presse in einem hänffensack das Wasser davon / und helfe ihm / dass ein guter saurer und lieblicher Essig daraus werde / wann du Rosen dist lliret hast / so wird ein Rosenessig daraus den man auf der speise in der Haushaltung verbrauchen kann / das trockene nimm aus dem Sack / las solches in einem Hafners Ofen zu einer weißen Aschen brennen / und gieße die Phlegma, daran der Spiritus ardens separieret / darauf / ziehe das Salz damit aus der Aschen / verkoche in einem Erden-verglasurten Hafen die Feuchtigkeit von dem Salz / solches glüh in einem sauberen Tiegel lind aus / so wird solches ganz weiß / schmecket auf der Zungen als ein Soll Tartari, über welches du etlich malen den abgezogenen Spiritum ardentem abstrahieren sollt / doch allezeit nach der Abstrahierung das Salz wieder ausgeglüht / so wird auf solche Weise der Spiritus ardens so stark von seinem eigenen sale fixo, dass er sein eigen Öl / so es darauf gossen / alsobald zu sich nimmt / sich damit vermischet / also / dass solches nicht in dem Spirit . kann erkennt werden / sondern immer so klar / als er zuvor war / bleibt / wann solches geschehen / so glüh das fixe soll noch einmal im Tiegel wohl aus / und solviere so viel mit seiner eigenen phlegmate, als zum Öl zu koagulieren nötig ist / tue also solche Solution / mit samt dem Spiritu ardente, der mit dem Öl zuvoren vermischet in eine Phiole mit einem langen Halse / setze dieselbe in ein Balneum, und las die miytur zusammen kochen / doch oben das Glas wohl bewahret / dass der Spiritus ardens nicht verrieche / so wird in kurzer Zeit / oder wenig Stunden die Mixtur einander annehmen / und weiß als Milch werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.176599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2011,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ ſo las das Glas erkalten/ ſo hat ſich der S. vnd Olea mit jhrem Sal conjungiret/ alſo/ daß keins vor dem andern zu erkennen iſt/ welches man in einen glaſierten weiten Mund gieſſen ſoll/ ſo wird es in der Kälte geſtehen als eine ſchneeweiſſe Salbe welche ſich ſchmieren laͤßt/ vnd im Waſſer zergehet/ raͤucht uͤber die maſſen wol/ kan auch bequemlich in Leib genommen werden/ vnd aͤuſſerlich zum Anſtrich/ die Haut ſchoͤn/ weiß/ zart/ vnd wolriechend damit zu machen/ vnd fuͤr Weibsbilder vnd groſſe Herꝛen ein lieblicher vnd geſunder Balſam: vnd ſeynd alſo die drey principia des Gewaͤchſes geſcheyden/ vereinigt/ vnd wieder zuſammen geſetzet/ darinn die Krafft/ Geruch/ vnd Geſchmack des Gewaͤchſes erfunden.","norm":"Wann solches geschehen / so las das Glas erkalten / so hat sich der S. und Olea mit ihrem Soll konjungieret / also / dass keins vor dem anderen zu erkennen ist / welches man in einen glasierten weiten Mund gießen soll / so wird es in der Kälte gestehen als eine schneeweiße Salbe welche sich schmieren lässt / und im Wasser zergehet / raucht über die Maßen wohl / kann auch bequemlich in Leib genommen werden / und äußerlich zum Anstrich / die Haut schön / weiß / zart / und wohlriechend damit zu machen / und für Weibsbilder und große Herren ein lieblicher und gesunder Balsam: und sind also die drei principia des Gewächses gescheiten / vereinigt / und wieder zusammen gesetzt / darin die Kraft / Geruch / und Geschmack des Gewächses erfunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2012,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2013,"date":1659,"orig":"So man aber dem Balſam eine Farb geben will/ kan man mit dem Sp. V. auß vegetabilien ſolche extrahiren/ vnd mit laſſen coaguliren.","norm":"So man aber dem Balsam eine Farbe geben will / kann man mit dem Sp. V. aus Vegetabilien solche extrahieren / und mit lassen koagulieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2014,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen alſo auff dieſe Weiſe auß allen Kraͤutern/ Blumen/ oder andern Gewaͤchſen die Spir. ol. vnd Salia geben/ ſolvirliche/ wolriechende Balſama, ohne Zuthun frembder Dingen/ gemacht werden/ welche meines beduͤnckens nicht vnannehmlich ſeyn ſolten.","norm":"Und können also auf diese Weise aus allen Kräutern / Blumen / oder anderen Gewächsen die Spir. ol. und Salia geben / solvirliche / wohlriechende Balsama, ohne Zutun fremder Dingen / gemacht werden / welche meines Bedünkens nicht unannehmlich sein sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.254000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2015,"date":1659,"orig":"Weilen aber allhier gelehrt/ auß Roſen einen wolriechenden Balſam zu machen/ vnd doch die Roſen wenig Oel geben/ ohne welches kein Balſam kan gemacht werden/ ſo iſt zu wiſſen/ daß die Roſen-blaͤtter freylich wenig/ oder ſchier gar kein Oel geben/ ſolches aber zu erlangen/ muß man die Blaͤtter nicht allein/ ſondern die Knoͤpff daran die Blaͤtter geſtanden/ mitnehmen/ dann das Gelbe ſo daran iſt/ hat das Oel/ vnd nicht die Blaͤtter/ derohalben man ſolche nicht wegwerffen ſoll/ wann man ein Oel davon haben wil/ dieſes ſey nun geſagt von meiner Bereytung der Balſamen/ von welchen/ ſo ſie wol gemacht/ ich viel halte/ vnd verachte gleichwol die andern/ welche ohne Saltz gemacht ſeyn/ auch nicht/ wer nun etwas beſſers hat/ der gebs auch herauß/ vnd tadele nichts bis daß ers zuvor kennet.","norm":"Weilen aber allhier gelehrt / aus Rosen einen wohlriechenden Balsam zu machen / und doch die Rosen wenig Öl geben / ohne welches kein Balsam kann gemacht werden / so ist zu wissen / dass die Rosenblätter freilich wenig / oder schier gar kein Öl geben / solches aber zu erlangen / muss man die Blätter nicht allein / sondern die Knöpf daran die Blätter gestanden / mitnehmen / dann das Gelbe so daran ist / hat das Öl / und nicht die Blätter / derohalben man solche nicht wegwerfen soll / wann man ein Öl davon haben will / dieses sei nun gesagt von meiner Bereitung der Balsamen / von welchen / so sie wohl gemacht / ich viel halte / und verachte gleichwohl die anderen / welche ohne Salz gemacht sein / auch nicht / wer nun etwas Besseres hat / der gebe es auch heraus / und tadele nichts bis dass er es zuvor kennet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2016,"date":1659,"orig":"Will hiemit vnter einem Proceß alſo begriffen haben/ wie man auß den vegetabilien in einem hoͤltzernen Geſchirꝛ kraͤfftlge Spir. ard. vnd Olea diſtilliren ſoll.","norm":"Will hiermit unter einem Prozess also begriffen haben / wie man aus den Vegetabilien in einem hölzernen Geschirr kräfftlge Spir. ard. und Olea destillieren soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.472300052642822} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2017,"date":1659,"orig":"Vnd wie dieſelben durch Huͤlff jhres eygenen Saltzes wiederumb zuſammen conjungiret oder vermiſchet werden.","norm":"Und wie dieselben durch Hilfe ihres eigenen Salzes wiederum zusammen konjungieret oder vermischet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.06190013885498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2018,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte wol etwas von weiterm Nutzen vnd Gebrauch des Sp. V. vnd der wolriechenden vegetabiliſchen Oliteten melden ſollen/ weilen aber jhre Tugenden von vnterſchiedlichen weitlaͤufftig beſchrieben/ habe ichs fuͤr vnnoͤthig geacht/ ſolches zu wiederholen/ ſondern nur von einer jedwedern Arbeit ein einigen Proceß zu beſchreiben vorgenommen.","norm":"Ich hätte wohl etwas von weitem Nutzen und Gebrauch des Sp. V. und der wohlriechenden vegetabilischen Oliteten melden sollen / weilen aber ihre Tugenden von unterschiedlichen weitläufig beschrieben / habe ich es für unnötig geachtet / solches zu wiederholen / sondern nur von einer jedweden Arbeit ein einigen Prozess zu beschreiben vorgenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918799877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2019,"date":1659,"orig":"Darnach man ſich in andern genug wird wiſſen zu richten.","norm":"Danach man sich in anderen genug wird wissen zu richten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.81790018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2020,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2021,"date":1659,"orig":"XIX. Folget nun wie man das zweyte hoͤltzerne Geſchirꝛ/ welches an ſtatt eines kuͤpffernen oder bleyernen Keſſels/ Kolben darinn zu ſetzen/ vnd darauß zu diſtilliren/ vnd auch zum digeriren/ extrahiren vnd figiren gebrauchen koͤnne.","norm":"XIX. Folget nun wie man das zweite hölzerne Geschirr / welches anstatt eines kupfernen oder bleiernen Kessels / Kolben darin zu setzen / und daraus zu destillieren / und auch zum digerieren / extrahieren und figieren gebrauchen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.18310022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2022,"date":1659,"orig":"WAnn dieſes Geſchirꝛ zugerichtet/ wie es oben fol. 13. zu thun gelehret iſt/ ſo darff man nichts weiters darzu/ als daß man das Oefelein mit der Kugel daran accommodire/ vnd das Waſſer darinn ſo heiß als man will/ durch Regierung des Fewers im Oefelein mache/ vnd in welchem Grad als man will erhalte/ vnd kan alſo darinnen alles/ das ſonſten in eim andern Balneo gethan wird/ auch gemacht werden/ iſt derohalben im geringſten kein Vnterſcheyd darinnen/ als daß dieſes Geſchirꝛ von Holtz/ vnd andere von Kupffer/ Bley/ oder Eyſen gemacht ſeyn/ vnd daß man zu dieſem eben daſſelbige Oefelein vnd kuͤpffern Inſtrument/ welches oben zu der Diſtillation iſt gebraucht worden/ auch gebrauchen kan/ iſt derohalben nit noͤthig/ daß man etwas darinn zu machen lehre/ weilen allenthalben kein gemeynere Diſtillation/ als ein Waſſerbad gefunden wird/ ſoll derohalben auff dißmal bey dem Gebrauch des kuͤpffernen Inſtruments verbletben.","norm":"Wann dieses Geschirr zugerichtet / wie es oben fol. 13. zu tun gelehrt ist / so darf man nichts Weiteres dazu / als dass man das Öflein mit der Kugel daran akkommodiere / und das Wasser darin so heiß als man will / durch Regierung des Feuers im Öflein mache / und in welchem Grad als man will erhalte / und kann also darinnen alles / das sonsten in einem anderen Balneo getan wird / auch gemacht werden / ist derohalben im Geringsten kein Unterscheid darinnen / als dass dieses Geschirr von Holz / und andere von Kupfer / Blei / oder Eisen gemacht sein / und dass man zu diesem eben dasselbe Öflein und kupfern Instrument / welches oben zu der Destillation ist gebraucht worden / auch gebrauchen kann / ist derohalben nicht nötig / dass man etwas darin zu machen Lehre / weilen allenthalben kein gemeinere Destillation / als ein Wasserbad gefunden wird / soll derohalben auf diesmal bei dem Gebrauch des kupfernen Instruments verbletben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.800899982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2023,"date":1659,"orig":"Gleichwol hab ichs fuͤr gut angeſehen/ etliche Vnbekandte zur Medicin ſehr dienſtliche Extracten darinn lehren zu machen/ welche ſo ſie wol zu bereytet/ in den mehrentheil Kranckheiten groſſe vnd vnverhoffte Huͤlffe beweiſen koͤnnen.","norm":"Gleichwohl habe ich es für gut angesehen / etliche Unbekannte zur Medizin sehr dienstliche Extrakten darin lehren zu machen / welche so sie wohl zu bereitet / in den Mehranteil Krankheiten große und unverhoffte Hilfe beweisen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.570499897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2024,"date":1659,"orig":"CAPUT XX. Vnd erſtlich vom Extracto Vomitivo.","norm":"CAPUT XX. Und erstlich vom Extracto Vomitivo.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.756100177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2025,"date":1659,"orig":"REcipe zu einer unc.","norm":"Recipe zu einer unk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.314599990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2026,"date":1659,"orig":"Florum Antimonii, 2. unc. Tartari purgati, vnd 6. unc. Sacch.","norm":"Florum Antimonii, 2. unc. Tartari purgati, und 6. unc. Sacch.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.993599891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2027,"date":1659,"orig":"Candi, vnd gemeyn Regenwaſſer 2. ℔ thue dieſe ſpecies zuſammen in eine ſtarcke glaͤſern Phiol/ vnd ſetze dieſelbe in das Balneum, vnd las alſo angehen vnd ſtarck kochen 10. oder 12. Stunden lang/ dann las das Balneum kalt werden/ nimb dein Glas herauß/ vnd gieſſe was darinn gekocht hat/ in einen Traͤchter/ darinn filtrir Pappier liege/ vnd las alſo das duͤnne oder naſſe dadurch lauffen/ welches etwas roͤtlicht ſeyn wird/ vnd keinen andern geſchmack/ als ein gezuckert Waſſer/ doch etwas ſaͤuerlich/ haben wird/ das uͤbrige/ welches nicht durch das Pappier laufft/ wirff hinweg/ vnd nimme das durchgelauffene/ gieſſe es in ein klein glaͤſern Koͤlblein/ laſſe im linden Balneo alle Feuchtigkeit davon gehen/ ſo bleibet auff dem Boden des Koͤlbleins ein Honig-dicker brauner Safft/ gieſſe ſolchen in ein Phiol mit eim langen Halſe/ vnd 1. Pfund des beſten Spir. V. darauff/ ſetze das Glas mit dem Extract vnd Spir. V. in das Balneum, vnd las ſolches vngefaͤhr in zimlicher Waͤrmbde 8. oder 16. Stunden ſtehen/ ſo geſchicht wieder eine Scheydung/ vnd der Spir. V. nimpt das beſte vnd reineſte auß dem extracto an ſich/ vnd laͤßt vie feces liegen/ welche ſo das Glas mit dem extracto erkaltet/ durch Filtrirung eines doppelten grawen Pappiers von der Tinctur muͤſſen geſchieden werden/ die Tinctur welche ſchoͤn roth ſeyn wird/ thue in ein glaͤſern Koͤlblein/ vnd abſtrahire in lindem Baln. den Sp. V. beynahe allen davon/ ſo bleibt zuruͤck in dem Koͤlblein ein lieblicher/ ſuͤſſer/ vnd gantz annehmlicher Safft/ ſolchen nimb auß/ vnd verwahre denſelben als das allerbeſte vomitivum in vielen Krancken/ da alle purgantia nichts thun wollen/ iſt ein koͤſtlicher Schatz.","norm":"Candi, und gemein Regenwasser 2. ℔ tue diese species zusammen in eine starke gläsern Phiole / und setze dieselbe in das Balneum, und las also angehen und stark kochen 10. oder 12. Stunden lang / dann las das Balneum kalt werden / nimm dein Glas heraus / und gieße was darin gekocht hat / in einen Träger / darin filtrier Papier liege / und las also das dünne oder nasse dadurch laufen / welches etwas rötlich sein wird / und keinen anderen Geschmack / als ein gezuckert Wasser / doch etwas säuerlich / haben wird / das übrige / welches nicht durch das Papier lauft / wirf hinweg / und nimm das durchgelaufene / gieße es in ein klein gläsern Kolblein / lasse im linden Balneo alle Feuchtigkeit davon gehen / so bleibt auf dem Boden des Kolbleins ein Honigdicker brauner Saft / gieße solchen in ein Phiole mit einem langen Halse / und 1. Pfund des besten Spir . V. darauf / setze das Glas mit dem Extrakt und Spir . V. in das Balneum, und las solches ungefähr in ziemlicher wärmte 8. oder 16. Stunden stehen / so geschieht wieder eine Scheidung / und der Spir . V. nimmt das beste und reinste aus dem extracto an sich / und lässt vie Fezes liegen / welche so das Glas mit dem extracto erkaltet / durch Filtrierung eines doppelten Gran Papiers von der Tinktur müssen geschieden werden / die Tinktur welche schön rot sein wird / tue in ein gläsern Kolblein / und abstrahiere in lindem Baln . den Sp . V. beinahe allen davon / so bleibt zurück in dem Kolblein ein lieblicher / süßer / und ganz annehmlicher Saft / solchen nimm aus / und verwahre denselben als das allerbeste vomitivum in vielen Kranken / da alle purgantia nichts tun wollen / ist ein köstlicher Schatz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2028,"date":1659,"orig":"Dañ dieſe Medicin gantz lind operirt/ vñ kan gantz ohne Gefahr kleinen Kindern von einem halben Jahr ohne Schew/ wie auch alten Leuthen eyngeben werden/ purgiret alle humores, zeucht alle boͤſe Feuchtigkeit auß dem Gebluͤt vnd Schnen/ oͤffnet die verſtopffte Leber/ Lung/ Miltz vnd Nieren/ dadurch viel ſchwere Kranckheiten koͤnnen curiret werden/ in Summa/ vnter allen vomitivis ich keins gefunden/ welches im geringſten dieſem were gleich geweſen/ dann es ohne ſonderbare Beſchwerung das ſeinige bald verꝛichtet.","norm":"Dann diese Medizin ganz lind operiert / und kann ganz ohne Gefahr kleinen Kindern von einem halben Jahr ohne Scheu / wie auch alten Leuten eingeben werden / purgieret alle Humores, zieht alle böse Feuchtigkeit aus dem Geblüt und Schnen / öffnet die verstopfte Leber / Lunge / Milz und Nieren / dadurch viel schwere Krankheiten können kurieret werden / in Summa / unter allen Vomitive ich keins gefunden / welches im Geringsten diesem wäre gleich gewesen / dann es ohne sonderbare Beschwerung das seinige bald verrichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2029,"date":1659,"orig":"Doſis von 1. 2. 3. 4. bis auff 20. oder 30. Tropffen nach Gelegenheit des Alters vnd Kranckheit/ mit Wein/ Bier/ oder nur alſo per ſe eyngeben/ faͤngt in einer viertel Stund an zu operiren/ vnd iſt in 1. oder 2. Stunden alles gethall/ macht bisweilen gantz kein erbrechen/ ſondern wuͤrcket nur vnter ſich/ dazu man auch helffen kan wann man will/ nemblich daß man zuvorn ein Cliſtier nur von warm geſaltzen Waſſer mit 2. oder 3. Eßloͤffel voll Baumoͤl warm ſetze/ vnd alſobald die Medicin darauff nehme/ ſo macht das Cliſtier einen Weg vnter ſich/ vnd operirt alſo das Vomitivum gar ſelten uͤberſich/ vnd kan der Patient auch nach dem eynnehmen ein warm gebaͤhte ſchnitte Brod fuͤr den Mund nehmen/ hilfft ſolches auch zuruͤck halten/ daß es vnter ſich wuͤrcket/ wiewol viel beſſer were/ daß man der Medicin jhren eygenen Willen/ vnd vor ſich ſelber einen Weg ſuchen lieſſe/ dann das vomiren vielen heſſer bekompt als per ſeceſſum purgiren/ iſt fuͤr den/ welcher das vomiren nicht vertragen kan/ vnd gleichwol per eſſentiam Antimonii purgiren wolte/ welches bey mir das beſte/ ſicherſte vnd lieblichſte purgans vnter allen die mir jemals bekant geweſen/ erfunden worden/ dann es den Leib fuͤr allen andern purgantibus durchſuchet/ ſaͤubert/ vnd von vielen verborgenen Kranckheiten reiniget/ welches allen vegetabiliſchen purgantibus jhme nachzuthun vnmoͤglich iſt:","norm":"Dosis von 1. 2. 3 . 4. bis auf 20. oder 30. Tropfen nach Gelegenheit des Alters und Krankheit / mit Wein / Bier / oder nur also per se eingeben / fängt in einer viertel Stunde an zu operieren / und ist in 1. oder 2. Stunden alles gethall / macht bisweilen ganz kein erbrechen / sondern wirket nur unter sich / dazu man auch helfen kann wann man will / nämlich dass man zuvor ein Klistier nur von warm gesalzen Wasser mit 2. oder 3. Esslöffel voll Baumöl warm setze / und alsobald die Medizin darauf nehme / so macht das Klistier einen Weg unter sich / und operiert also das Vomitivum gar selten über sich / und kann der Patient auch nach dem Einnehmen ein warm gebähte schnitte Brot für den Mund nehmen / hilft solches auch zurückhalten / dass es unter sich wirket / wiewohl viel besser wäre / dass man der Medizin ihren eigenen Willen / und vor sich selber einen Weg suchen ließe / dann das vomieren vielen Hesse bekommt als per secessum purgieren / ist für den / welcher das vomieren nicht vertragen kann / und gleichwohl per essentiam Antimonii purgieren wollte / welches bei mir das beste / sicherste und lieblichste purgans unter allen die mir jemals bekannt gewesen / erfunden worden / dann es den Leib für allen anderen purgantibus durchsuchet / säubert / und von vielen verborgenen Krankheiten reiniget / welches allen vegetabilischen purgantibus ihm nachzutun unmöglich ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191999912261963} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2030,"date":1659,"orig":"Dann bey dem Antimon. hat man auch noch dieſes vor andern/ daß es keinen ſchaden dem Leib zufuͤgt wie andere purgantia, welche/ wann ſolche zu gering geben werden/ liegen bleiben/ vnd nicht operiren/ dann ob ſchon dieſes entweder/ wegen Schwachheit des Doſis oder hartbeweglicher Natur des Patienten/ keine vomitus oder ſedes machet/ ſo iſt es doch dem Leibe nicht ſchaͤdlich/ ſondern thut gleichwol noch das ſeinige/ entweder per ſudorem oder urinam, alſo/ daß der Uſus eines wolbereyteten Antimonii nimmer ohne Frucht abgehet.","norm":"Dann bei dem Antimon . hat man auch noch dieses vor anderen / dass es keinen schaden dem Leib zufügt wie andere purgantia, welche / wann solche zu gering geben werden / liegen bleiben / und nicht operieren / dann ob schon dieses entweder / wegen Schwachheit des Dosis oder hartbeweglicher Natur des Patienten / keine vomitus oder sedes macht / so ist es doch dem Leibe nicht schädlich / sondern tut gleichwohl noch das seinige / entweder per sudorem oder urinam, also / dass der Usus eines wohlbereiteten Antimonii nimmer ohne Frucht abgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773499965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2031,"date":1659,"orig":"Hergegen aber die vegetabiliſche purgantia, ſo dieſelbe zu ſchwach geben werden/ vnd liegen bleiben/ ob ſchon nicht allzeit der Leib davon auffſchſwillt/ vnd ſichtliche Kranckheiten vervrſachet/ dannoch vnſichtlich demſelben ſchaden zugefuͤget wird/ dieſes aber nicht allem kein Schaden/ ſondern vnſichtbarlich dem Leibe zum beſten ſeine Wuͤrckung verꝛichtet/ iſt derohalben gar ein groſſer Vnterſcheyd vnter mineral: vnd vegetabiliſchen Purganten.","norm":"Hergegen aber die vegetabilische purgantia, so dieselbe zu schwach geben werden / und liegen bleiben / ob schon nicht allzeit der Leib davon auffschswillt / und sichtliche Krankheiten verursachet / dennoch unsichtlich demselben Schaden zugefügt wird / dieses aber nicht allem kein Schaden / sondern unsichtbarlich dem Leibe zum besten seine Wirkung verrichtet / ist derohalben gar ein großer Unterscheid unter Mineral: und vegetabilischen Purganten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.006800174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2032,"date":1659,"orig":"Dieſe werden in gantz kleinen vnd lieblichem Doſi, den Krancken fuͤglich zu jhrem frommen ohne Widerwillen vnd Ekel beygebracht/ jene aber mit gantzen Potten voll mit groſſem Vnluſt/ vnd vielmals groſſem Nachtheil des Krancken mit Gewalt eyngeſchwaͤlgert.","norm":"Diese werden in ganz kleinen und lieblichem Dose, den Kranken füglich zu ihrem frommen ohne Widerwillen und Ekel beigebracht / jene aber mit ganzen Botten voll mit großem Unlust / und vielmals großem Nachteil des Kranken mit Gewalt eyngeschwälgert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.485400199890137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2033,"date":1659,"orig":"Daß auch ſolcher Widerwillen/ den ſie gegen eynnehmen ſo groſſe Becher voll vnlieblicher Getraͤncke ertragen muͤſſen/ jhnen nicht offtermals vielmehr Schaden/ vnd Kranckheit/ als der Tranck ſelber zufuͤgen ſolte/ kan man leichtlich ermeſſen.","norm":"Dass auch solcher Widerwillen / den sie gegen einnehmen so große Becher voll unlieblicher Getränke ertragen müssen / ihnen nicht öftermals vielmehr Schaden / und Krankheit / als der Trank selber zufügen sollte / kann man leichtlich ermessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443900108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2034,"date":1659,"orig":"Es were zu wuͤntſchen uͤmb der armen Krancken willen/ daß einmal die Zeit kaͤme/ daß ſolche Sudel-Koͤcherey abgeſchafft/ vnd lieblieche Extracta vegetabilium, vnd gute Eſſentiæ mineralium dargegen geſtellet wuͤrden.","norm":"Es wäre zu wünschen um der armen Kranken willen / dass einmal die Zeit käme / dass solche Sudel-Köcherey abgeschafft / und liebliche Extracta vegetabilium, und gute Essentiae mineralium dagegen gestellt würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.322800159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2035,"date":1659,"orig":"CAP. XXI.","norm":"CAP. XXI.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.079100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2036,"date":1659,"orig":"Ein Extractum purgans zu machen.","norm":"Ein Extractum purgans zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.344099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2037,"date":1659,"orig":"REcipe Rad.","norm":"Recipe Rad.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.974800109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2038,"date":1659,"orig":"Helleb. nigri zu rechter Zeit geſamblet/ vnd in der Lufft getrucknet/ 1. Pf. Rad.","norm":"Helleb . nigri zu rechter Zeit gesamblet / und in der Luft getrocknet / 1. Pf. Rad.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.020500183105469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2039,"date":1659,"orig":"Mechoacæ Jalappæ ana unc. iiij. Cinnam. ſem. aniſi, fænic.","norm":"Mechoacae Jalappae ana unc. iiij. Cinnam. sem. anisi, faenic.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.400000095367432} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2040,"date":1659,"orig":"ana unc. j. Croci Britannici dr. j.","norm":"ana unc. j. Croci Britannici dr. j.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"hr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.588699817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2041,"date":1659,"orig":"Dieſe ſpecies mache zu einem Pulver/ vnd uͤbergieſſe dieſelbe in einem glaͤſern hohen Kolben/ mit einem guten dephlegmirten Spir. V. ſetze einen blinden Helm darauff/ vnd digerire ſolche in lidem Baln. ſo lang/ bis der Spir. V. ſich daruͤber hoch roth gefaͤrbet hat/ ſolchen gieſſe ab/ vnd einen andern darauff/ las ſolchen auch ſo lang damit digeriren/ bis er gefaͤrbet iſt/ dann auch ab/ vnd wieder friſchen darauff gegoſſen vnd extrahiren laſſen/ ſo lang bis der Spir. V. ſich nicht mehr daran faͤrben will/ welches gemeynlich zu dreymalen geſchicht/ ſolche gefaͤrbte Spirit. muͤſſen filtrirt/ vnd zuſammen in ein glaͤſern Kolben in einem Balneo von der Tinctur gantz lind abſtrahiret werden/ ſo bleibet am Boden des Kolbens ein Honig-dicker/ braun-ſchwartzer lieblicher Safft/ welchen man alſo warm auß dem Kolben nehmen/ vnd zum Gebrauch in einem reinem Glaſe verwahren kan.","norm":"Diese species mache zu einem Pulver / und übergieße dieselbe in einem gläsern hohen Kolben / mit einem guten dephlegmierten Spir . V. setze einen blinden Helm darauf / und digeriere solche in lidem Baln . so lang / bis der Spir . V. sich darüber hochrot gefärbt hat / solchen gieße ab / und einen anderen darauf / las solchen auch so lang damit digerieren / bis er gefärbt ist / dann auch ab / und wieder frischen darauf gegossen und extrahieren lassen / so lang bis der Spir . V. sich nicht mehr daran färben will / welches gemeinlich zu Dreimalen geschieht / solche gefärbte Spirit . müssen filtriert / und zusammen in ein gläsern Kolben in einem Balneo von der Tinktur ganz lind abstrahieret werden / so bleibt am Boden des Kolbens ein Honigdicker / braunschwarzer lieblicher Saft / welchen man also warm aus dem Kolben nehmen / und zum Gebrauch in einem reinem Glase verwahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168399810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2042,"date":1659,"orig":"Der Spir. V. welcher von dem Extracto iſt abſtrahiret worden/ kan zn dergleichen Gebrauch bewahret werden.","norm":"Der Spir. V. welcher von dem Extracto ist abstrahieret worden / kann zn dergleichen Gebrauch bewahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.608399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2043,"date":1659,"orig":"Das Extractum kan à gr. 3. 6. 9. 12. bis auff drag.","norm":"Das Extractum kann à gr. 3. 6 . 9. 12. bis auf drag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.054999828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2044,"date":1659,"orig":"j. nach Gelegenheit der Perſon vnd Alters/ mit Zucker vermiſcht vnd eyngenommen werden/ hat keinen vnangenehmen Geſchmack/ vnd purgiret gar lind/ iſt auch kein Gefahr dabey zu foͤrchten/ wann der Doſis nit zu ſtarck geben wird.","norm":"j. nach Gelegenheit der Person und Alters / mit Zucker vermischt und eingenommen werden / hat keinen unangenehmen Geschmack / und purgieret gar lind / ist auch kein Gefahr dabei zu fürchten / wann der Dosis nicht zu stark geben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.699999809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2045,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man dieſes Extractum in forma pillular. haben will/ kan man unc. j. Aloës Lucidæ, vnd unc. ſem. Diagrid. pulveriſati, warm darunter miſchen in ein maſſam pillul. redigiren/ vnd zum Gebrauch bewahren/ davon die Doſis à gran. j. ad ſcr. j. purgiret auch ſehr wol alle uͤberfluͤſſige humores auß dem Leibe/ aber bey weitem dem auß dem Antimonio gemachten Extracto nicht gleich.","norm":"Und so man dieses Extractum in forma pillular . haben will / kann man unc. j. Aloes Lucidae, und unc. sem. Diagrid . pulverisati, warm darunter mischen in ein massam Pillul . redigieren / und zum Gebrauch bewahren / davon die Dosis à gran. j. ad scr. j. purgieret auch sehr wohl alle überflüssige Humores aus dem Leibe / aber bei weitem dem aus dem Antimonio gemachten Extracto nicht gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2046,"date":1659,"orig":"Hab dieſes nur darumb (welches bey mir noch eines von den beſten auß vegetabiliſchen purgirenden Dingen gemachtes Extractum gehalten wird/) zu Huͤlff vnd Dienſte denjenigen die ſich von den mineralien ſchewen/ vnd kein vomiren vertragen koͤnnen/ hieher geſetzet.","norm":"Hab dieses nur darum (welches bei mir noch eines von den besten aus vegetabilischen purgierenden Dingen gemachtes Extractum gehalten wird /) zu Hilfe und Dienste denjenigen die sich von den Mineralien scheuen / und kein vomieren vertragen können / hierher gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17549991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2047,"date":1659,"orig":"CAP. XXII.","norm":"CAP. XXII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.149700164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2048,"date":1659,"orig":"Ein Schweiß-treibend Extractum zu machen.","norm":"Ein Schweißtreibend Extractum zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.982399940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2049,"date":1659,"orig":"REcipe Lign. ſaſſafras, ſalſa parillæ ana unc. vj. zinzib.","norm":"Recipe Lign . sassafras, salsa parillae ana unc . vj . zinzib.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":6.343999862670898} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2050,"date":1659,"orig":"Galangæ, Zeduariæ ana unc. iij.","norm":"Galangae, Zeduariae ana unc. iij.","lang_fastText":"id","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.816299915313721} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2051,"date":1659,"orig":"pip. longi, Cerdam.","norm":"pip . Longe, Cerdam.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"sn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.12600040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2052,"date":1659,"orig":"Cubeb.","norm":"Cubeb.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.035900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2053,"date":1659,"orig":"ana unc. j. Cinam. macis.","norm":"ana unc. j. Cinam . Macis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"bs","lang_de":0,"norm_lmscore":6.945799827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2054,"date":1659,"orig":"ana unc. ſemis.","norm":"ana unc. semis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"sw","lang_de":0,"norm_lmscore":6.18179988861084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2055,"date":1659,"orig":"Croci Britan. nucum M. Caryophyl. ana dragm.","norm":"Croci Britan . nucum M. Caryophyl. ana dragm.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ms","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.888000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2056,"date":1659,"orig":"j. die Hoͤltzer geraſpelt/ die Wurtzeln vnd Aromata pulverſirt/ muͤſſen mit Spiritu V. im Baln. gleich oben bey dem Extracto purgante gelehret/ extrahiret/ vnd in einen Honig-dicken Safft per abſtractionem Spirit. V. gebracht werden.","norm":"j. die Hölzer geraspelt / die Wurzeln und Aromata pulverisiert / müssen mit Spiritu V. im Baln . gleich oben bei dem Extracto purgante gelehrt / extrahieret / und in einen Honigdicken Saft per abstractionem Spirit . V. gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.42080020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2057,"date":1659,"orig":"Solcher wird zum Gebrauch bewahret/ welcher in peſte, febribus, ſcorbuto, lepra, morbo Gallico, vnd andern von vnreinem Gebluͤt entſtandenen Kranckheiten/ da Schwitzens vonnoͤthen iſt/ à ſcr. ad dragm.","norm":"Solcher wird zum Gebrauch bewahret / welcher in peste, febribus, scorbuto, lepra, morbo Gallico, und anderen von unreinem Geblüt entstandenen Krankheiten / da Schwitzens vonnöten ist / à scr. ad dragm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2058,"date":1659,"orig":"j. mit bequemen vehiculis gebrauchet/ befoͤrdert den Schweiß gewaltig/ treibt die gifftige vnd ſchaͤdliche Duͤnſte von dem Hertzen/ vnd macht ein rein Gebluͤt.","norm":"j. mit bequemen vehiculis gebraucht / befördert den Schweiß gewaltig / treibt die giftige und schädliche Dünste von dem Herzen / und macht ein rein Geblüt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815400123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2059,"date":1659,"orig":"Dieſes ſudorificum vegetabile thut das ſeinige genugſamb/ wiewol es den ſubtilen Spiritibus mineralium, davon im andern Tractat gehandelt/ nicht zu vergleichen/ deßgleichen thun auch die animaliſche ſudorifera, als caro viperina, vnd ſal aranearum, & Bufonum fixum das jhrige auff eine beſondere Weiſe/ will aber ein jedweder ſein eygen Meiſter ſeyn/ vnd das ſeine allein verꝛichten:","norm":"Dieses sudorificum vegetabile tut das seinige genugsam / wiewohl es den subtilen Spiritibus mineralium, davon im anderen Traktat gehandelt / nicht zu vergleichen / desgleichen tun auch die animalische sudorifera, als caro viperina, und soll aranearum, & Bufonum fixum das ihrige auf eine besondere Weise / will aber ein jedweder sein eigen Meister sein / und das seine allein verrichten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2060,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſchicken ſich auch nicht die mineraliſche/ als Bezoart: minerale, antimon: diaphor. merc.","norm":"Desgleichen schicken sich auch nicht die mineralische / als Bezoart: minerale, Antimon: diaphor . merk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.549699783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2061,"date":1659,"orig":"vnd aur. diaphor. bey die vegetabiliſche animaliſche ſudorifera.","norm":"und aur . diaphor . bei die vegetabilische animalische sudorifera.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.952000141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2062,"date":1659,"orig":"CAP. XXIII. Extractum Diureticum.","norm":"CAP. XXIII Extractum Diureticum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.9096999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2063,"date":1659,"orig":"REcipe Seminis ſaxifragiæ, carvi, fænic. petroſel. urticæ ana unc. iij. Rad.","norm":"Recipe Seminis saxifragiae, carvi, faenic . petrosel . urticae ana unc. iij. Rad.","lang_fastText":"id","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":7.025300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2064,"date":1659,"orig":"Glycyrthizæ, lappæ majoris, ana unc. j. pulveris millepedum unc. ſemis.","norm":"Glycyrthizae, lappae majoris, ana unc. j. pulveris millepedum unc. semis.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":4.8302998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2065,"date":1659,"orig":"Dieſe Wurtzeln vnd Samen zerſtoſſen/ muͤſſen mit Sp. jun. nach der Kunſt extrahiret/ vnd zu dem Extracto hernach weiter gethan werden folgende ſtuͤck. R.","norm":"Diese Wurzeln und Samen zerstoßen / müssen mit Sp. jun. nach der Kunst extrahieret / und zu dem Extracto hernach weiter getan werden folgende stück. R.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.869999885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2066,"date":1659,"orig":"Salis ſuccini, fuliginis, urinæ, ana unc. ſemis, Nitri purgati unc. j. dieſe Stuͤck muͤſſen pulveriſirt/ vnter das Extractum gemiſchet/ vnd znm Gebrauch bewahret werden.","norm":"Salis succini, fuliginis, urinae, ana unc. semis, Nitri purgati unc. j. diese Stück müssen pulverisiert / unter das Extractum gemischet / und znm Gebrauch bewahret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.75570011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2067,"date":1659,"orig":"Doſis? ſcr. ad dragm.","norm":"Dosis? scr. ad dragm.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.049799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2068,"date":1659,"orig":"ij. in aqua petroſel. fæniculi oder dergleichen.","norm":"ij. in aqua petrosel . faeniculi oder dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.198999881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2069,"date":1659,"orig":"Dieſes Extractum treibet urinam, oͤffnet die ureteres, oder Harn-gaͤng/ reiniget die Nieren vnd Blaſen von allem Schleim/ davon ſich der ſchmertzhaffte Tartarus coaguliret vnd generiret/ wann es bey Zeiten gebraucht wird/ ſonſten iſt auch nicht boͤs ein reiner Sp. ſalis, darinn ſilices oder Cryſtallen ſolvirt ſeyn.","norm":"Dieses Extractum treibet urinam, öffnet die ureteres, oder Harn-gäng / reiniget die Nieren und Blasen von allem Schleim / davon sich der schmerzhafte Tartarus koagulieret und generieret / wann es beizeiten gebraucht wird / sonsten ist auch nicht bös ein reiner Sp . salis, darin silices oder Kristallen solviert sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.126999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2070,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſeynd noch beſſer die ſalia, welche auß den Herbis nephriticis per expreſſionem & cryſtalliſationem, vnd nicht per calcinationem gemacht ſeyn/ deren Beſchreibung aber hieher nicht gehoͤret/ ſondern an einem andern bequemern Ort hernach geſchehen ſoll.","norm":"Desgleichen sind noch besser die salia, welche aus den Herbis nephriticis per expreßionem & crystallisationem, und nicht per calcinationem gemacht sein / deren Beschreibung aber hierher nicht gehöret / sondern an einem anderen bequemeren Ort hernach geschehen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.47629976272583} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2071,"date":1659,"orig":"CAP. XXIV. Extractum Somniferum.","norm":"CAP. XXIV. Extractum Somniferum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.963600158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2072,"date":1659,"orig":"REcipe Opii Thebaici, unc. iiij. Sp. Salis unc. ij. Tartari purgati unc. j.","norm":"Recipe Opii Thebaici, unc. iiij. Sp. Salis unc. ij. Tartari purgati unc. j.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.841700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2073,"date":1659,"orig":"Miſche dieſe 3. Stuͤcke zuſammen/ vnd las ſolche in eim glaͤſern Geſchirꝛ im linden Balneo Tag vnd Nacht wol zuſammen erbeitzen/ ſo wird der Sp. ſalis mit dem Tart. das opium auffſchlieſſen/ auch muͤrb vnd zum extrahiren bequem machen/ auff ſolches opium gieſſe lib. ſemis des beſten Spir. V. ſetze ſolches zu extrahiren in ein laulicht Baln. den tingirten Spir. V. gieß ab/ vnd einen andern darauff/ las ſolchen auch faͤrben/ ſolche extracta oder gefaͤrbte Spirit. thu zuſammen in ein glaͤſern Kolben/ vnd thu auch weiters dazu drag.","norm":"Mische diese 3. Stücke zusammen / und las solche in einem gläsern Geschirr im linden Balneo Tag und Nacht wohl zusammen erbeißen / so wird der Sp. salis mit dem Tarte . das opium aufschließen / auch mürb und zum Extrahieren bequem machen / auf solches opium gieße lib. semis des besten Spir. V. setze solches zu extrahieren in ein laulich Baln . den tingierten Spir. V. gieße ab / und einen anderen darauf / las solchen auch färben / solche extracta oder gefärbte Spirit . tue zusammen in ein gläsern Kolben / und tue auch weiteres dazu trag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.760499954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2074,"date":1659,"orig":"ij. Croci optimi, dr. j. olei cariophyl. vnd abſtrahire in Baln. allen Sp. V. davon/ ſo bleibt in fundo des Koͤlblins ein ſchwartz dicker Safft/ welchen man außnehmen/ vnd in einem reinen glaͤſernen Geſchirꝛ verwahren ſoll.","norm":"ij. Croci optime, dr. j. olei cariophyl . und abstrahiere in Baln . allen Sp. V. davon / so bleibt in fundo des Kölblins ein schwarz dicker Saft / welchen man ausnehmen / und in einem reinen gläsernen Geschirr verwahren soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.096399784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2075,"date":1659,"orig":"Doſis à gran. j. ad 5. vel 6. den Alten/ den Kindern aber ⅙ oder ⅛ eines Grans auff einmal/ dienet in allen hitzigen Kranckheiten ohne Schew zu gebrauchen/ macht einen ruͤhigen vnd milden Schlaff/ ſtillet die ſo wol aͤuſſerlich als innerliche ſchmertzen/ treibet den Schweiß dabey kraͤfftiglich.","norm":"Dosis à gran. j. ad 5. vel 6. den Alten / den Kindern aber 1/6 oder 1/8 eines Grans auf einmal / dient in allen hitzigen Krankheiten ohne Scheu zu gebrauchen / macht einen ruhigen und milden Schlaf / stillet die so wohl äußerlich als innerliche Schmerzen / treibet den Schweiß dabei kräftiglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2076,"date":1659,"orig":"Inſonderheit iſt dieſe Mediein ein offt bewaͤhrtes Stuͤck bey allen newgebohrnen Kinderkranckheit/ die ein Genus Epilepſiæ iſt:","norm":"Insonderheit ist diese Mediein ein oft bewährtes Stück bei allen Neugeborenen Kinderkrankheit / die ein Genus Epilepsiae ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848499774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2077,"date":1659,"orig":"Dann ſo bald man jhnen/ ſo es an denſelben geſpuͤret wird/ nur ein ⅛ eines Granes/ mit ein wenig Wein zertrieben/ oder Mutter-Milch eyngiebet/ ſo faugen ſie alſobalden an zu ruhen/ vnd einen guten Schlaff zu thun/ darbey der Schweiß nicht auſſen bleibt/ durch welchen viel boͤſes auß dem Leibe kompt/ vnterdeſſen erheben ſie ſich/ fangen an zu eſſen vnd trincken/ vnd wird hinfoͤrder dergleichen nicht mehr an jhnen geſpuͤret/ vnd wann ja ſchon ſich ſolche ſymptomata uͤber etliche Tage wieder mercken lieſſen/ kan man ſolchen Doſin noch einmal geben/ dadurch die ſchwache Kinder uͤber die maſſen geſtaͤrcket/ vnd zu recht gebracht werden/ welche ſonſten ohne Huͤlff dahin ſterben muͤſſen/ deren ich viel mit dieſer Medicin naͤchſt Gott erhalten habe.","norm":"Dann so bald man ihnen / so es an denselben gespürt wird / nur ein 1 / 8 eines Granes / mit ein wenig Wein trieben / oder Muttermilch eingibt / so Faun sie alsobald an zu ruhen / und einen guten Schlaf zu tun / dabei der Schweiß nicht außen bleibt / durch welchen viel Böses aus dem Leibe kommt / unterdessen erheben sie sich / fangen an zu essen und trinken / und wird hinfördere dergleichen nicht mehr an ihnen gespürt / und wann ja schon sich solche symptomata über etliche Tage wieder merken ließen / kann man solchen Dosen noch einmal geben / dadurch die schwache Kinder über die Maßen gestärkt / und zu Recht gebracht werden / welche sonsten ohne Hilfe dahin sterben müssen / deren ich viel mit dieser Medizin nächst Gott erhalten habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4166998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2078,"date":1659,"orig":"Weiters iſt auch der Sp. Volatilis vitrioli, aluminis, Antimonii, vnd andere mineralien/ ein kraͤfftige vnd ſchnellwuͤrckende Ruhe-machende Medicin.","norm":"Weiters ist auch der Sp . Volatilis Vitriole, aluminis, Antimonii, und andere Mineralien / ein kräftige und schnellwirkende Ruhemachende Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628399848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2079,"date":1659,"orig":"Deme neben dem Sulphure vitrioli narcotico, welcher auß dem Sp. volatili gefaͤllet meines wiſſens nichts bevor gehet/ davon im andern Tractat gehandelt worden. cap. 4. & 5.","norm":"Dem neben dem Sulphure Vitriole narcotico, welcher aus dem Sp. volatili gefällt meines Wissens nichts bevor geht / davon im anderen Traktat gehandelt worden . cap. 4. & 5.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.38100004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2080,"date":1659,"orig":"CAPUT XXV. Extractum Cordiale.","norm":"CAPUT XXV. Extractum Cordiale.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.719900131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2081,"date":1659,"orig":"REcipe Roſar. rubearum unc. iiij. Lilior. conval. unc. ij. flor. borrag. roriſm. ſalv.","norm":"Recipe Rosar . rubearum unc. iiij. Lilior . conval. unc. ij. flor. borrag . rorism . salv.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":5.939000129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2082,"date":1659,"orig":"ana unc. j. Cinnam. electi, Ligni aloes ana unc. ij. Cariopyllor. macis, nucis muſcatæ, Galang.","norm":"ana unc. j. Cinnam . electi, Ligni aloes ana unc. ij. Cariopyllor . macis, nucis muscatae, Galang.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.636000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2083,"date":1659,"orig":"Cardam. minoris, ana unc. ſemis, raſuræ eboris, cornu cervi ana unc. j. Croci Britan. dragm.","norm":"Cardam . minoris, ana unc. semis, rasurae eboris, cornu cervi ana unc. j. Croci Britan . dragm.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6149001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2084,"date":1659,"orig":"j. Kraͤen-aͤuglein dragm.","norm":"j. Kräen-äuglein dragm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lv","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.245100021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2085,"date":1659,"orig":"j. Hirſchbrunſt dragm.","norm":"j. Hirschbrunst dragm.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":7.326900005340576} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2086,"date":1659,"orig":"j. ſemis.","norm":"j. semis.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.902100086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2087,"date":1659,"orig":"Dieſe ſpecies muͤſſen klein pulveriſirt/ vnd mit Spir. V. die Tinctur im Baln. darauß extrahiret werden/ davon man den Sp. V. wieder bis auff die gebuͤhrliche dicke abſtrahiren muß/ vnd das Extractum behalten.","norm":"Diese species müssen klein pulverisiert / und mit Spir. V. die Tinktur im Baln . daraus extrahieret werden / davon man den Sp. V. wieder bis auf die gebührliche dicke abstrahieren muss / und das Extractum behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.157700061798096} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2088,"date":1659,"orig":"Kan fuͤglich in allen Ohnmachten vnd Schwachheiten des Leibes wann kein Hitz vorhanden gebraucht werden/ doſis à gran. 3. 6. 9. bis auff Scr. j. mit bequemen vehiculis offt geben/ erquicket die Geiſter/ ſtaͤrcket das Hertz/ Hirn/ vnd andere Glieder des Leibes kraͤfftiglich.","norm":"Kann füglich in allen Ohnmachten und Schwachheiten des Leibes wann kein Hitze vorhanden gebraucht werden / Dosis à gran. 3. 6 . 9. bis auf Scr. j. mit bequemen vehiculis oft geben / erquicket die Geister / stärket das Herz / Hirn / und andere Glieder des Leibes kräftiglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796999931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2089,"date":1659,"orig":"Doch muß ich bekennen/ wann die metalliſche Eſſentien, inſonderheit des Goldes damit vereiniget werden/ vielmehr Krafft darinn geſpuͤret wird/ gleich oben im erſten Tractat de Auri ol. dulci zu finden iſt.","norm":"Doch muss ich bekennen / wann die metallische Essenz, in Sonderheit des Goldes damit vereiniget werden / vielmehr Kraft darin gespürt wird / gleich oben im ersten Traktat de Auri ol. dulci zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56879997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2090,"date":1659,"orig":"CAP. XXVI. De Extracto Odorifero.","norm":"CAP. XXVI. De Extracto Odorifero.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":7.139699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2091,"date":1659,"orig":"AVß den Vegetabilien ein liebliches oder wolriechendes Extract zu machen/ iſt nicht noͤthig viel davon zu ſchreiben/ weilen kurtz oben gelehret/ wie man auß wolriechenden Kraͤutern/ Blumen vnd Samen/ ein Oel diſtilliren ſoll/ welches dann des Krauts beſte vnd lieblichſte eſſentia iſt/ durch welches Geruch/ Hirn vnd Hertz ſehr geſtaͤrcket wird/ vnd koͤnnen dieſelben/ wann ſie zuvorn in Balſama coaguliret/ fuͤglich bey ſich getragen werden. Koͤnnen derohalben meines erachtens nicht wol exttacta, die beſſer an Geruch weren/ als die diſtillirte olea, auß den vegetabilien gemacht werden.","norm":"Aus den Vegetabilien ein liebliches oder wohlriechendes Extrakt zu machen / ist nicht nötig viel davon zu schreiben / weilen kurz oben gelehrt / wie man aus wohlriechenden Kräutern / Blumen und Samen / ein Öl destillieren soll / welches dann des Krauts beste und lieblichste essentia ist / durch welches Geruch / Hirn und Herz sehr gestärkt wird / und können dieselben / wann sie zuvor in Balsama koagulieret / füglich bei sich getragen werden . Können derohalben meines Erachtens nicht wohl exttacta, die besser an Geruch wären / als die destillierte olea, aus den Vegetabilien gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.999499797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2092,"date":1659,"orig":"Es ſey dann daß man diejenigen extracta, welche mit dem Sp. V. auß den aromatib. gezogen mit metalliſchen ſolutionibus conjungire vnd digerire/ alsdann ſepariret ſich auß dem Extracto ein ſehr wolriechendes Oel/ welches deme/ das per diſtillationem gemacht/ im geringſten nichts bevor giebt/ ja auch noch lieblicher vnd kraͤfftiger erfunden wird/ weilen zugleich auch die ſpiritualiſche Krafft des Metalls/ ſonderlich von Gold vñ Silber/ welches in dem menſtruo acido ſolvirt/ dem Ol. aromatum mitgetheilet wird.","norm":"Es sei dann dass man diejenigen extracta, welche mit dem Sp. V. aus den aromatib . gezogen mit metallischen solutionibus konjungiere und digeriere / alsdann separieret sich aus dem Extracto ein sehr wohlriechendes Öl / welches dem / das per distillationem gemacht / im Geringsten nichts bevor gibt / ja auch noch lieblicher und kräftiger erfunden wird / weilen zugleich auch die spiritualische Kraft des Metalls / sonderlich von Gold und Silber / welches in dem menstruo acido solviert / dem Ol. aromatum mitgeteilt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.91349983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2093,"date":1659,"orig":"Weiter kan auch ein jedweder Ol. vegetabile durch den Spirit. urinæ oder Salis armoniaci in ſeiner Krafft vnd lieblichen Geruch exaltiret werden/ ja nicht allein ſolche Olea die zuvoren ſchon wolriechend/ ſondern auch diejenigen/ an denen gantz kein Geruch geſpuͤret wird/ ſo ſie jhre Zeit mit dem Sp. urinæ digeriren/ erlangen ſie einen lieblichen Geruch/ vñ was noch mehr iſt/ kan ein jedweder mineraliſcher oder metalliſcher Sulph. an deme doch ſein Geruch hart verſchloſſen iſt/ dadurch eroͤffnet/ vnd in eine liebliche vnd wolriechende eſſentiam durch lange Zeit digeriren/ gebracht werden/ dann durch die urinoſiſche Geiſter werden die Sulph. am Geruch vnd Farb erhoͤhet/ durch acida hergegen gereiniget/ aber am Geruch vnd Farb veraͤndert.","norm":"Weiter kann auch ein jedweder Ol. vegetabile durch den Spirit . urinae oder Salis armoniaci in seiner Kraft und lieblichen Geruch exaltieret werden / ja nicht allein solche Olea die zuvoren schon wohlriechend / sondern auch diejenigen / an denen ganz kein Geruch gespürt wird / so sie ihre Zeit mit dem Sp. urinae digerieren / erlangen sie einen lieblichen Geruch / und was noch mehr ist / kann ein jedweder mineralischer oder metallischer Sulph . an dem doch sein Geruch hart verschlossen ist / dadurch eröffnet / und in eine liebliche und wohlriechende essentiam durch lange Zeit digerieren / gebracht werden / dann durch die urinosische Geister werden die Sulph . am Geruch und Farbe erhöhet / durch acida hingegen gereinigt / aber am Geruch und Farbe verändert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.231200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2094,"date":1659,"orig":"Zibet vnd Biſem erlangen jhren ſtarcken vnd lieblichen Geruch durch der Katzen ſubtileſten urin-Geiſt/ durch welchen ein beſondere Fettigkeit in jhren Leibern alſo digeriret/ vnd in eine ſolche wolriechende Materi gebracht wird.","norm":"Zibet und Bisem erlangen ihren starken und lieblichen Geruch durch der Katzen subtilsten Urin-Geist / durch welchen ein besondere Fettigkeit in ihren Leibern also digerieret / und in eine solche wohlriechende Materie gebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.696499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2095,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug von den Extractis geſagt/ ſie haͤtten wol koͤnnen vnbeſchrieben bleiben/ weilen ſchon vnzehliche Buͤcher vol ſolcher extracten hin vnd wieder in allen Sprachen beſchrieben/ gefunden werden/ ſeynd aber nur darumb hieher geſetzt/ auff daß dieſes dritte Tractaͤtlein neben Eroͤffnung der vnbekanten diſtillir-Kunſt auch nicht gar ohne etliche Medicamenten erfunden wuͤrde.","norm":"Dieses sei nun genug von den Extractis gesagt / sie hätten wohl können unbeschrieben bleiben / weilen schon unzählige Bücher voll solcher Extrakten hin und wieder in allen Sprachen beschrieben / gefunden werden / sind aber nur darum hierher gesetzt / auf dass dieses dritte Traktätlein neben Eröffnung der Unbekannten distillir-Kunst auch nicht gar ohne etliche Medikamenten erfunden würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.173600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2096,"date":1659,"orig":"CAP. XXVII.","norm":"CAP. XXVII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.282599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2097,"date":1659,"orig":"Von den Baͤdern.","norm":"Von den Bädern.","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.001999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2098,"date":1659,"orig":"OBen im 16. Blat iſt ein Zuber beſchrieben/ darinn man baden koͤnne.","norm":"Oben im 16. Blatt ist ein Zuber beschrieben / darin man baden könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107999801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2099,"date":1659,"orig":"In welchem man nicht allein mit dem gantzen Leibe doch ohne den Kopff in warmen/ gemeynen oder medicinaliſchen vnd mineraliſchen Waſſern ſitzen koͤnne/ ſondern auch ohne Waſſer/ nemblich/ daß das Geſchirꝛ nur mit warmen Duͤnſten/ ſie ſeyen gleich von ſuͤſſen oder mineraliſchen Waſſern/ koͤnne erwaͤrmet werden/ welche Baͤder/ dann ein jedweder der ſolche noͤthig in ſeinem eygenen Hauſe zurichten vnd gebrauchen kan/ dadurch eben ſo wol ſolche Kranckheiten/ gleich ſonſten in den wild-Baͤdern koͤnnen vertrieben vnd genaͤſen werden/ alſo/ daß man die Krancken ſo weit nicht uͤber Land mit groſſem Koſten zu den Wild-Baͤdern fuͤhren doͤrffe/ ſondern eben daſſelbe in jhrem Hauß gantz gemaͤchlich vnd ruͤhlich verꝛichten/ darneben jhren Geſchaͤfften abwarten/ bey jhren Weib vnd Kindern bleiben koͤnnen; dann mancher die Baͤder wol noͤthig haͤtte/ wolte auch dieſelbe gern gebrauchen/ aber offtermals ſein Stand vnd Beruff einen ſolchen weiten Weg in frembde Laͤnder den Baͤdern nach zuziehen/ Weib vnd Kind/ ja gantze Haußhaltung mit groſſem Koſten zuruͤck zu ſetzen/ vnd ſein Ampt vnd Beruff zu verſaͤumen nit zulaſſen will.","norm":"In welchem man nicht allein mit dem ganzen Leibe doch ohne den Kopf in warmen / gemeinen oder Medizinaleschen und mineralischen Wassern sitzen könne / sondern auch ohne Wasser / nämlich / dass das Geschirr nur mit warmen Dünsten / sie seien gleich von süßen oder mineralischen Wassern / könne erwärmet werden / welche Bäder / dann ein jedweder der solche nötig in seinem eigenen Hause zurichten und gebrauchen kann / dadurch eben so wohl solche Krankheiten / gleich sonsten in den Wild-Bädern können vertrieben und genäsen werden / also / dass man die Kranken so weit nicht über Land mit großem Kosten zu den Wildbädern führen dürfe / sondern eben dasselbe in ihrem Haus ganz gemächlich und rühlich verrichten / daneben ihren Geschäften abwarten / bei ihren Weib und Kindern bleiben können; dann mancher die Bäder wohl nötig hätte / wollte auch dieselbe gern gebrauchen / aber öftermals sein Stand und Beruf einen solchen weiten Weg in fremde Länder den Bädern nach zuziehen / Weib und Kind / ja ganze Haushaltung mit großem Kosten zurückzusetzen / und sein Amt und Beruf zu versäumen nicht zulassen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.092800140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2100,"date":1659,"orig":"Weilen dann vnlaugbar/ daß durch die mineraliſche Baͤder viel ſchwere/ von allen Medicis verlaſſene Kranckheiten offtermals gluͤcklich vertrieben werden.","norm":"Weilen dann unlaugbar / dass durch die mineralische Bäder viel schwere / von allen Medicis verlassene Krankheiten öftermals glücklich vertrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.210299968719482} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2101,"date":1659,"orig":"Alſo hab ich meinem Naͤchſten zu lieb vnd beſten dieſes Inſtrument/ mit Bereytung der mineraliſchen Waſſern offenbaren wollen:","norm":"Also habe ich meinem Nächsten zu lieb und besten dieses Instrument / mit Bereitung der mineralischen Wassern offenbaren wollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.291999816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2102,"date":1659,"orig":"Zweiffele nicht/ es werde manchem wol bekommen/ vnd viel Gntes damit außgerichtet werden.","norm":"Zweifele nicht / es werde manchem wohl bekommen / und viel Gutes damit ausgerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.896500110626221} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2103,"date":1659,"orig":"Will derohalben auffs einfaͤltigſt vnd kuͤrtzeſte vnterweiſen/ wie man die mineraliſche Waſſer/ wie auch nur gemeyne ſuͤſſe Waſſer zurichten/ vnd in dieſem Bad-kaſten gebrauchen ſolle.","norm":"Will derohalben aufs einfältigst und kürzeste unterweisen / wie man die mineralische Wasser / wie auch nur gemeine süße Wasser zurichten / und in diesem Badkasten gebrauchen solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.934599876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2104,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich:","norm":"Und erstlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.602099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2105,"date":1659,"orig":"CAP. XXVIII. Von ſuͤſſen oder gemeynen Baͤdern.","norm":"CAP. XXVIII. Von süßen oder gemeinen Bädern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.400499820709228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2106,"date":1659,"orig":"ANbelangend die gemeyne vnd fuͤſſe Baͤder/ koͤnnen dieſelbe gar leicht ins Werck geſtellet werden/ vnd darff man wenig Kunſt darzu:","norm":"Anbelangend die gemeine und Füße Bäder / können dieselbe gar leicht ins Werk gestellt werden / und darf man wenig Kunst dazu:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.437099933624268} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2107,"date":1659,"orig":"Dann man ſchoͤpffet das Bade-geſchirꝛ ſo weit als es noͤthig/ voll Fließ- oder in Manglung deſſen Regen-waſſer/ laͤßt das Fewer angehen/ ſo wird daſſelbe durch die kuͤpfferne Kugel erwaͤrmbt/ wann es dann ſo warm iſt/ daß man ſolches wol erleyden kan/ ſo ſitzet der Patient hineyn/ leget den Deckel darauff/ auff daß der warme Schwadem darinn bleibe/ vnd auch keine kalte Lufft an den Leib ſchlage/ leget oben ein rein Tuch uͤmb den Hals/ da der Deckel zuſammen ſchleußt/ daß kein Dunſt vom warmen Waſſer herauß moͤge/ vnd ſitzet 1. 2. 3. Stund darinn/ oder ſo lang es der Patient vertragen kan/ vnd ſolches zu der Kranckheit noͤthig iſt/ vnter deſſen muß das Bad allezeit in rechter Waͤrmbde durch die kuͤpfferne Kugel erhalten werden.","norm":"Dann man schöpfet das Bade-Geschirr so weit als es nötig / voll Fließ- oder in Manglung dessen Regenwasser / lässt das Feuer angehen / so wird dasselbe durch die kupferne Kugel erwärmt / wann es dann so warm ist / dass man solches wohl erleiden kann / so sitzet der Patient hinein / leget den Deckel darauf / auf dass der warme Schwadem darin bleibe / und auch keine kalte Luft an den Leib schlage / leget oben ein rein Tuch um den Hals / da der Deckel zusammen schließt / dass kein Dunst vom warmen Wasser heraus möge / und sitzet 1. 2 . 3. Stunde darin / oder so lang es der Patient vertragen kann / und solches zu der Krankheit nötig ist / unter dessen muss das Bad allezeit in rechter Wärmte durch die kupferne Kugel erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177899837493896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2108,"date":1659,"orig":"Vnd ſo der Patient in waͤrendem baden Durſt bekaͤme/ muß man demſelben ſeinen eygenen/ zu ſeiner Kranckheit diſtillirten Tranck reichen/ davon ich allhier nicht viel ſchreiben werde/ dann ich willens/ ins kuͤnfftige ein eygen Buͤchlein vom Baden an Tag kommen zu laſſen/ vnd allhier nur den Uſum des kuͤpffernen Inſtruments beſchreiben/ damit die Baͤder fuͤglich gewaͤrmet/ vnd in ſolcher Waͤrmbde als es noͤthig ſeine Zeit bequemlich koͤnnen erhalten werden.","norm":"Und so der Patient in währendem baden Durst bekäme / muss man demselben seinen eigenen / zu seiner Krankheit destillierten Trank reichen / davon ich allhier nicht viel schreiben werde / dann ich Willens / ins Künftige ein eigen Büchlein vom Baden an Tag kommen zu lassen / und allhier nur den Usum des kupfernen Instruments beschreiben / damit die Bäder füglich gewärmt / und in solcher Wärmte als es nötig seine Zeit bequemlich können erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893099784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2109,"date":1659,"orig":"Soll gleichwol von etlichen Baͤdern/ vnd jhren vnterſchiedenen Wuͤrckungen/ auff das wenigſte weilen nicht vollkoͤmblich allhier in dieſem Tractaͤtlein davon gehandelt wird/ kuͤrtzlicher Vnterꝛicht geſchehen.","norm":"Soll gleichwohl von etlichen Bädern / und ihren unterschiedenen Wirkungen / auf das wenigste weilen nicht vollkommen allhier in diesem Traktätlein davon gehandelt wird / kürzlicher Unterricht geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170300006866455} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2110,"date":1659,"orig":"CAP. XXIX.","norm":"CAP. XXIX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.6296000480651855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2111,"date":1659,"orig":"Von Natur/ Art vnd Eygenſchafften der Warmen Baͤder.","norm":"Von Natur / Art und Eigenschaften der warmen Bäder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.209400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2112,"date":1659,"orig":"ES iſt zu wiſſen/ daß der mehrentheil heilſamer Waſſer/ welche in Teutſchland/ vnd andern Laͤndern zum Baden gebrauchet werden/ ſie kommen gleich kalt oder warm auß der Erden/ ein ſpiritual. ſulphuriſche Saͤure/ vnd doch nicht eynerley/ ſondern immer eines ſaͤurer/ geiſtreicher vnd ſulphuriſcher als das ander mit ſich fuͤhren/ in welcher ſpiritualiſcher ſulphuriſcher ſaure die Krafft vnd Wuͤrckung des Waſſers beſtehet/ vnd wann ſolchem Waſſer durch Exhalirung der ſubtilen Geiſter der Geſchmack vnd Geruch entgangen/ ſo iſt daſſelbe auch alſobalden ſeiner Kraͤfften beraubet/ wiewol auch Waſſer gefunden werden/ welche nicht allein mit einem ſpiritualiſchen Sulphure, ſondern auch mit einem corporaliſchen/ mit Vitriolo oder alumine vermiſchtem Minerall oder Metall/ imprægniret ſeyen/ deren Krafft dann nicht allein in ſpiritualitate, ſondern auch corporalitate beſtehet/ dieſe Imprægnirung nun von nichts anders/ als von den mineraliſchen Gaͤngen/ dadurch das Gemeyne ſuͤſſe Waſſer ſeinen Lauff genommen/ jhren Vrſprung vnd Herkommen hat:","norm":"Es ist zu wissen / dass der Mehranteil heilsamer Wasser / welche in Deutschland / und anderen Ländern zum Baden gebraucht werden / sie kommen gleich kalt oder warm aus der Erden / ein spiritual . sulphurische Säure / und doch nicht einerlei / sondern immer eines Säurer / geistreicher und sulphurischer als das ander mit sich führen / in welcher spiritualischer sulphurischer saure die Kraft und Wirkung des Wassers bestehet / und wann solchem Wasser durch Exhalierung der subtilen Geister der Geschmack und Geruch entgangen / so ist dasselbe auch alsobald seiner Kräften beraubet / wiewohl auch Wasser gefunden werden / welche nicht allein mit einem spiritualeschen Sulphure, sondern auch mit einem körperlichen / mit Vitriolo oder alumine vermischtem Mineral oder Metall / imprägnieret seien / deren Kraft dann nicht allein in spiritualitate, sondern auch corporalitate bestehet / diese Imprägnierung nun von nichts anders / als von den mineralischen Gängen / dadurch das gemeine süße Wasser seinen Lauf genommen / ihren Ursprung und Herkommen hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.697999954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2113,"date":1659,"orig":"Deßgleichen find man auch heilſame Baͤder/ welcher Krafft vnd Tugend weder in eim ſpiritualiſchen Sulph. noch corporaliſchen Metall vnd Sale, ſondern allein in eim ſpiritualiſchen Sale, mit einer ſubtilen/ doch fixen/ terꝛeſtritaͤt vermiſchet/ beſtehet/ welche Waſſer dann nicht gleich wie die oben benante durch metalliſche Gaͤnge/ ſondern vielmehr durch das centraliſche Fewer außgebrandte kalckſteinig Gebuͤrg/ davon ſie zugleich die Waͤrme/ ſubtile Saͤure/ vnd vngeſchmackte terreſtritatem erlanget/ jhren Lauff nehmen.","norm":"Desgleichen finde man auch heilsame Bäder / welcher Kraft und Tugend weder in einem spiritualeschen Sulph . noch körperlichen Metall und Sale, sondern allein in einem spiritualeschen Sale, mit einer subtilen / doch fixen / terrestrität vermischet / bestehet / welche Wasser dann nicht gleich wie die oben benannte durch metallische Gänge / sondern vielmehr durch das centralische Feuer ausgebrannte kalksteinig Gebirge / davon sie zugleich die Wärme / subtile Säure / und vngeschmackte terrestritatem erlanget / ihren Lauf nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.609600067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2114,"date":1659,"orig":"Daß nun ſolches wahr ſeye/ wird niemand/ welcher Erkaͤntnuͤs der fluͤchtigen vnd fixen Salien/ Mineralien vnd Metallen traͤget/ laͤugnen koͤnnen/ welches ich wol dentlicher vnd weitlaͤufftiger mit vielen greifflichen vnd beweißlichen Vmbſtaͤnden darthun koͤnte/ wills aber auff dißmal die Gelegenheit nicht leyden/ ſondern ſoll hernach/ wann Gott will/ in eim beſonderm Tractaͤtlein/ wie oben geſetzet/ vollkoͤmblich geſchehen.","norm":"Dass nun solches wahr sei / wird niemand / welcher Erkenntnis der flüchtigen und fixen Salien / Mineralien und Metallen trägt / leugnen können / welches ich wohl dentlicher und weitläufiger mit vielen greiflichen und beweislichen Umständen dartun könnte / will es aber auf diesmal die Gelegenheit nicht leiden / sondern soll hernach / wann Gott will / in einem besonderem Traktätlein / wie oben gesetzt / vollkommen geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428400039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2115,"date":1659,"orig":"Will derowegen allhier nur Anleytung geben/ wie man auß den bekandten Salien/ Mineralien vnd Metallen dergleichen Baͤder durch Kunſt/ welche den obgemeldten nicht allein in allen Tugenden vnd Kraͤfften gantz gleich ſondern auch noch etlicher maſſen kraͤfftiger vnd durchdringender/ ohne groſſe Muͤhe vnd Arbeit leichtlich erlangen koͤnne/ vnd in ſeinem eygenen Hauß gemaͤchlich vnd fuͤglich/ zur Abwendung vieler Kranckheiten/ vnd Wiederbringung der verlohrnen Geſundheit brauchen koͤnne:","norm":"Will derowegen allhier nur Anleitung geben / wie man aus den bekannten Salien / Mineralien und Metallen dergleichen Bäder durch Kunst / welche den obgemeldeten nicht allein in allen Tugenden und Kräften ganz gleich sondern auch noch etlicher Maßen kräftiger und durchdringender / ohne große Mühe und Arbeit leichtlich erlangen könne / und in seinem eigenen Haus gemächlich und füglich / zur Abwendung vieler Krankheiten / und Wiederbringung der verlorenen Gesundheit brauchen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715799808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2116,"date":1659,"orig":"Vnd ob ich ſchon ins kuͤnfftige in einem beſondern Tractaͤtlein/ von Herkommen vnd Vrſprung der Warmen- Baͤder/ ſampt jhrem Nutzen vnd Gebrauch weitlaͤufftig zu handeln vorgenommen/ kan ich gleichwol allhier nicht uͤmbgehen etwas weniges/ doch gruͤndliches davon zu melden/ vnd ſonderlich darumb/ weilen ſo viel Gelaͤhrte vnderſchiedene opiniones was die Vrſach derſelben ſey/ doch mehrentheil vngruͤndlich/ an Tag geben/ auch meine/ auß der Natur vnd experientia gegruͤndete Meynung hieher zu ſetzen.","norm":"Und ob ich schon ins Künftige in einem besonderen Traktätlein / von Herkommen und Ursprung der Warmen-Bäder / samt ihrem Nutzen und Gebrauch weitläufig zu handeln vorgenommen / kann ich gleichwohl allhier nicht ümbgehen etwas weniges / doch gründliches davon zu melden / und sonderlich darum / weilen so viel Gelehrte unterschiedene opiniones was die Ursache derselben sei / doch Mehranteil ungründlich / an Tag geben / auch meine / aus der Natur und experientia gegründete Meinung hierher zu setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2117,"date":1659,"orig":"Den Vrſprung vnd Herkommen nun ſo wol der volatiliſchen vnd corporaliſchen Saͤure als der Waͤrme der mineraliſchen Waſſer anbelangend/ ſo iſt dieſes zu mercken/ daß die Waͤrme vnd Kraͤfften derſelben nicht nur einen Vrſprung haben/ dann/ ſo dieſes were/ muͤſten ſie auch nur mit einerley wuͤrckung begabet ſeyn/ welches aber nicht befunden wird/ weilen die taͤgliche Erfahrung vns viel ein anders weiſet vnd lehret.","norm":"Den Ursprung und Herkommen nun so wohl der volatileschen und körperlichen Säure als der Wärme der mineralischen Wasser anbelangend / so ist dieses zu merken / dass die Wärme und Kräften derselben nicht nur einen Ursprung haben / dann / so dieses wäre / müssten sie auch nur mit einerlei Wirkung begabt sein / welches aber nicht befunden wird / weilen die tägliche Erfahrung uns viel ein anders weiset und lehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551700115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2118,"date":1659,"orig":"Dann genugſamb bewuſt iſt/ daß dieſes Badwaſſer vielen Kranckheiten dienſtlich vnd nuͤtzlich/ hergegen andern ſchaͤdlich erfunden werde/ welches nur allein die vnterſchiedliche Krafft/ Eygenſchafft vnd Wuͤrckung der Waſſer/ nach deme dieſelbe mit mineraliſchen Kraͤfften geſchwaͤngert ſeyn/ verurſachet.","norm":"Dann genugsam bewusst ist / dass dieses Badwasser vielen Krankheiten dienstlich und nützlich / hingegen anderen schädlich erfunden werde / welches nur allein die unterschiedliche Kraft / Eigenschaft und Wirkung der Wasser / nach dem dieselbe mit mineralischen Kräften geschwängert sein / verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.072500228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2119,"date":1659,"orig":"Vnd kuͤrtzlich davon zu reden/ ſo nehmen die ſuͤſſe Waſſer in dem Gebuͤrg jhre Waͤrme/ Krafft vnd Eygenſchafft von etlichen Metallen vnd mineralien/ deren dann mancherley in der Erden gefunden/ welche von Natur mit einem ſcharpffen Saltzgeiſt begabet/ als da ſeynd vielerley ſpecies vnd Geſchlechte der Mareaſiten vnd Schwefelkiß/ die zum theil auch Eyſen vñ Kupffer halten/ vnd bisweilen auch Silber/ Gold vnd andere Metallen/ auch alle vitrioliſche vnd alauniſche Bergarten/ welche von den alten Bergleuthen Miſii, Karii, Chalcitis, Melanteria vnd Pyrites genennet worden/ welche theils Gangweiß als Metallen/ theils zertheilet in fetter Letten/ in runder Geſtalt kleinen vnd groſſen Stuͤcken gefunden wird/ wann nun ein ſuͤſſes Waſſer ſeinen Lauff uͤber ein ſolchen Schwefel vnd Saltzhaltenden Bergart nimmet/ vnd ſolche befeuchtet/ ſo bekompt der Saltzgeiſt ein vehiculum vnd Huͤlffe die Bergart anzugreiffen vnd zu ſolviren/ vnd in ſolcher Solvirung erwaͤrmet ſich das Waſſer/ gleich als wann es uͤber einem vngeloͤſchten Kalckſtein ſtuͤnde/ oder ein Waſſer mit Spir. ſalis oder vitrioli vermiſcht/ auff ein Eyſen oder ander Metall geſchuͤttet were/ vnd friſſet alſo von Tag zu Tag im durchlauffen etwas von der Bergart/ vnd fuͤhret ſolches mit ſich an den Tag/ nach deme nun die Bergart von Natur vnd Eygenſchafften geweſen/ ſolche Kraͤffte das Waſſer mit ſich fuͤhret/ dahero ſo mancherley Art der Baͤder oder Waſſer/ weilen ſo mancherley Bergarten in der Erden/ davon die Waſſer erwaͤrmet/ gefunden werden.","norm":"Und kürzlich davon zu reden / so nehmen die süße Wasser in dem Gebirge ihre Wärme / Kraft und Eigenschaft von etlichen Metallen und Mineralien / deren dann mancherlei in der Erden gefunden / welche von Natur mit einem scharfen Salzgeist begabt / als da sind vielerlei species und Geschlecht der Mareasiten und Schwefelkiß / die zum Teil auch Eisen und Kupfer halten / und bisweilen auch Silber / Gold und andere Metallen / auch alle vitriolische und alaunische Bergarten / welche von den alten Bergleuten Misii, Karii, Chalcitis, Melanteria und Pyrits genannt worden / welche teils Gangweiß als Metallen / teils zerteilet in fetter Letten / in runder Gestalt kleinen und großen Stücken gefunden wird / wann nun ein süßes Wasser seinen Lauf über ein solchen Schwefel und Salzhaltenden Bergart nimmt / und solche befeuchtet / so bekommt der Salzgeist ein vehiculum und Hilfe die Bergart anzugreifen und zu solvieren / und in solcher Solvierung erwärmet sich das Wasser / gleich als wann es über einem ungelöschten Kalkstein stünde / oder ein Wasser mit Spir. salis oder Vitriole vermischt / auf ein Eisen oder ander Metall geschüttet wäre / und frisst also von Tag zu Tag im Durchlaufen etwas von der Bergart / und führt solches mit sich an den Tag / nach dem nun die Bergart von Natur und Eigenschaften gewesen / solche Kräfte das Wasser mit sich führt / daher so mancherlei Art der Bäder oder Wasser / weilen so mancherlei Bergarten in der Erden / davon die Wasser erwärmet / gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.065100193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2120,"date":1659,"orig":"Der nun dieſes nicht glauben kan/ der nehme ein Stuͤck von dergleichen Bergarten/ vnd lege ſolches in ein naßgemachtes Tuch/ las ſolches ein wenig liegen/ ſo wird er befinden/ daß ſolcher Stein ſich von dem Waſſer entzuͤnden/ vnd ſo heiß werden wird/ als haͤtte er im Fewer gelegen/ alſo daß man ſolchen nicht fuͤr Hitze in der Hand wird halten koͤnnen/ auch das Waſſer darauff kochen moͤchte/ ſo lang bis der Stein gantz als ein gemeyner Kalckſtein zerfallen/ vnd von dem Waſſer verzehret iſt.","norm":"Der nun dieses nicht glauben kann / der nehme ein Stück von dergleichen Bergarten / und lege solches in ein nassgemachtes Tuch / las solches ein wenig liegen / so wird er befinden / dass solcher Stein sich von dem Wasser entzünden / und so heiß werden wird / als hätte er im Feuer gelegen / also dass man solchen nicht für Hitze in der Hand wird halten können / auch das Wasser darauf kochen möchte / so lang bis der Stein ganz als ein gemeiner Kalkstein zerfallen / und von dem Wasser verzehret ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.753799915313721} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2121,"date":1659,"orig":"Dieſe meine Meynung vom Vrſprung der Warmen Baͤder/ habe ich kuͤrtzlich hieher ſetzen woͤllen/ bin aber ins kuͤnfftige/ wann GOTT will/ ſolche deutlicher vnd klaͤrlicher zu beſchreiben geſinnet/ wiewol dem Krancken nicht ſo viel daran gelegen/ wo ſolche Waſſer jhren Vrſprung vnd Kraͤffte hergenommen/ wann ſie nur dieſelbe haben/ vnd zu jhrer Kranckheit zu gebrauchen wiſſen/ im uͤbrigen moͤgen ſich die Philoſophi oder Naturkuͤndiger ſchleppen vnd zancken/ gleichwol keiner den Grund beſſer treffen wird/ als ein wolverſuchter Chymicus, der die Natur der Bergarten/ Metallen vnd Salien/ durch langer Zeit Vbung genugſam erler net vnd erfahren hat.","norm":"Diese meine Meinung vom Ursprung der warmen Bäder / habe ich kürzlich hierhersetzen wollen / bin aber ins Künftige / wann GOTT will / solche deutlicher und klärlicher zu beschreiben gesinnt / wiewohl dem Kranken nicht so viel daran gelegen / wo solche Wasser ihren Ursprung und Kräfte hergenommen / wann sie nur dieselbe haben / und zu ihrer Krankheit zu gebrauchen wissen / im Übrigen mögen sich die Philosophie oder Naturkündiger schleppen und zanken / gleichwohl keiner den Grund besser treffen wird / als ein wohlversuchter Chymicus, der die Natur der Bergarten / Metallen und Salien / durch langer Zeit Übung genügsam Erler net und erfahren hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.785200119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2122,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2123,"date":1659,"orig":"XXX. Vnd erſtlich von den Sulphuriſchen mit einer ſubtilen Saͤure/ vermiſchten Waſſern vnd Baͤdern.","norm":"XXX. Und erstlich von den Sulfurrischen mit einer subtilen Säure / vermischten Wassern und Bädern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.726200103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2124,"date":1659,"orig":"OBen in dem 2. Tractat habe ich gelehret/ wie man auß Sale communi, vitriolo, alumine, nitro, ſulphure, antimonio, vnd dergleichen Salien/ Mineralien vnd Metallen/ auff vnterſchiedliche Weiſe vnd Wege/ einen gantz fluͤchtigen/ ſubtilen/ vnd penetrirlichen Sp. Sulph. zubereyten ſolle/ deſſen Kraͤffte/ innerlich zu gebrauchen/ auch etlicher maſſen beſchrieben.","norm":"Oben in dem 2. Traktat habe ich gelehrt / wie man aus Sale communi, vitriolo, alumine, nitro, sulphure, antimonio, und dergleichen Salien / Mineralien und Metallen / auf unterschiedliche Weise und Wege / einen ganz flüchtigen / subtilen / und Penetrierlichen Sp. Sulph . zubereiten solle / dessen Kräfte / innerlich zu gebrauchen / auch etlicher maßen beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172699928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2125,"date":1659,"orig":"Nun ſoll allhier vnterwieſen werden/ wie man ſolche Spir.","norm":"Nun soll allhier unterwiesen werden / wie man solche Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.723400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2126,"date":1659,"orig":"zun Baͤdern gebrauchen koͤnne.","norm":"zun Bädern gebrauchen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.481500148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2127,"date":1659,"orig":"Weilen dann genug bewuſt/ da man ſchon allbereit etwas vermeldet/ daß die krafft etlicher Baͤder/ in der volatilitaͤt der ſubtilen Saltz-vnd Schwefelgeiſter/ vnd nicht in dem gemeynen vngeſchmackten Waſſer beſtehe/ vnd doch gleichwol ſolcher penetrirliche vnd erwaͤrmende mineraliſche Geiſt ohne gemeyn vnd ſuͤſſe Waſſer dem Menſchen zur Geſundheit Baͤderweiß zu gebrauchen/ wegen ſeiner allzu hitzigen vnd verzehrenden Natur vñ Eygenſchafft die er alſo per ſe ohne Waſſer erweiſen wuͤrde/ nicht allein nicht gut/ ſondern gantz ſchaͤdlich ſeyn ſolte/ alſo hat Gott der Allmaͤchtige ſeine Vaͤtterliche vnd Goͤttliche Vorſorge vnd Liebe gegen vns (leyder vnwuͤrdig-vnd vndanckbaren Menſchen) zu offenbaren vnd bekant zu machen/ wie ſie nemblich der Menſch vertragen/ vnd zu Abwendung ſeiner Schwachheit gebrauchen moͤge/ zurichten laſſen/ welche kuͤnſtliche Natur als eine Dienerin Gottes/ deſſen willen ſie gehorſamblich/ vnd vnauffhoͤrlich vollbringet/ vnd noch taͤglich/ vns allerhand diſtillationes, transmutationes, vnd generationes zu machen lehret vnd vnterweiſet.","norm":"Weilen dann genug bewusst / da man schon allbereits etwas vermeldet / dass die Kraft etlicher Bäder / in der Volatilität der subtilen Saltz-vnd Schwefelgeister / und nicht in dem gemeinen vngeschmackten Wasser bestehe / und doch gleichwohl solcher penetrirliche und erwärmende mineralische Geist ohne gemein und süße Wasser dem Menschen zur Gesundheit Bäderweiß zu gebrauchen / wegen seiner allzu hitzigen und verzehrenden Natur und Eigenschaft die er also per se ohne Wasser erweisen würde / nicht allein nicht gut / sondern ganz schädlich sein sollte / also hat Gott der Allmächtige seine väterliche und göttliche Vorsorge und Liebe gegen uns (leider vnwürdig-vnd undankbaren Menschen) zu offenbaren und bekannt zu machen / wie sie nämlich der Mensch vertragen / und zu Abwendung seiner Schwachheit gebrauchen möge / zurichten lassen / welche künstliche Natur als eine Dienerin Gottes / dessen Willen sie Gehorsamblech / und unaufhörlich vollbringet / und noch täglich / uns allerhand distillationes, transmutationes, und generationes zu machen lehrt und unterweiset.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242300033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2128,"date":1659,"orig":"Von dieſem Lehrmeiſter wir auch alle vnſer Kunſt vnd Wiſſenſchafft/ ſo wir anders gruͤndlich- vnd vnfehlbaren Vnterꝛicht ſuchen/ gleichſamb auß einem groſſen vnauß-leßlichen Buch/ welches durch die Hand Gottes gemachet/ voll groſſer Wunder mit ſeinem Finger geſchrieben/ ſuchen vnd hernehmen muͤſſen.","norm":"Von diesem Lehrmeister wir auch alle unser Kunst und Wissenschaft / so wir anders gründlich- und unfehlbaren Unterricht suchen / gleichsam aus einem großen vnaußleßlichen Buch / welches durch die Hand Gottes gemacht / voll großer Wunder mit seinem Finger geschrieben / suchen und hernehmen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2129,"date":1659,"orig":"Vnd gehet ſolche Lehr vnd Wiſſenſchafft viel ſicherer als derer Zeugen/ welche durch lauter vngruͤndlich/ eytel/ verfuͤhriſch vnd vnnuͤtz Geſchwaͤtze jhre vermeynte Philoſophy erlanget.","norm":"Und geht solche Lehre und Wissenschaft viel sicherer als derer Zeugen / welche durch lauter ungründlich / eitel / verführisch und unnütz Geschwätze ihre vermeinte Philosophie erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.571899890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2130,"date":1659,"orig":"Meyneſtu daß man uͤmb 100. Thaler die wahre Philoſoph. erkauffen koͤnne?","norm":"Meinest dass man um 100. Taler die wahre Philosoph . erkaufen könne?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.536800384521484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2131,"date":1659,"orig":"Wie kan einer vrtheilen von etwas das in der Erde verborgen iſt/ vnd nicht geſehen wird/ der doch dasjenige/ das am Tag vor ſeinen Augen liegt/ nicht kennet/ vnd auch ſolches nicht will kennen/ ja ſich ſchaͤmet daſſelbe erkennen zu lernen.","norm":"Wie kann einer urteilen von etwas das in der Erde verborgen ist / und nicht gesehen wird / der doch dasjenige / das am Tag vor seinen Augen liegt / nicht kennet / und auch solches nicht will kennen / ja sich schämet dasselbe erkennen zu lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.671500205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2132,"date":1659,"orig":"Wiewol wuͤrd es ſtehen/ wann die Wiſſenſchafft dem Namen gleich were? der das Fewer nicht kennet/ wie kan er wiſſen/ was dadurch gemacht oder zerbrochen wird.","norm":"Wiewohl würde es stehen / wann die Wissenschaft dem Namen gleich wäre? der das Feuer nicht kennet / wie kann er wissen / was dadurch gemacht oder zerbrochen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2133,"date":1659,"orig":"Durch das Fewer werden vns viel Dinge offenbar/ dadurch wir gleichſamb als in einem Spiegel die verborgenſte Dinge erkennen lernen.","norm":"Durch das Feuer werden uns viel Dinge offenbar / dadurch wir gleichsam als in einem Spiegel die verborgenste Dinge erkennen lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7519001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2134,"date":1659,"orig":"Des Fewers Krafft weiſet vns deutlich/ wie alle Waſſer/ Salia, mineralia vnd Metallen/ neben andern vnzaͤhlichen Gewaͤchſen in der Erden durch das aſtraliſche vnd centraliſche Fewer per reflexionem generiret werden.","norm":"Des Feuers Kraft weiset uns deutlich / wie alle Wasser / Salia, mineralia und Metallen / neben anderen unzähligen Gewächsen in der Erden durch das astralische und centralische Feuer per reflexionem generieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992000102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2135,"date":1659,"orig":"Vnd ohne Erkaͤntnuͤs des Fewers bleibt die gantze Natur verhuͤllet/ verdecket vnd zugeſchloſſen.","norm":"Und ohne Erkenntnis des Feuers bleibt die ganze Natur verhüllet / verdecket und zugeschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.846099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2136,"date":1659,"orig":"Das Fewer (davon alle wahre Philoſophi allzeit viel gehalten) iſt ein Schluͤſſel zu den allergroͤſten Geheimnuſſen/ vnd mit einem Wort zu ſagen/ wer das Fewer nicht kennt/ der kennt auch die Natur vnd jhre Fruͤchten nicht/ ſondern weiß nicht mehr/ als was er geleſen vnd gehoͤret/ da doch das Sprichwort lautet:","norm":"Das Feuer (davon alle wahre Philosophie allzeit viel gehalten) ist ein Schlüssel zu den allergrößten Geheimnissen / und mit einem Wort zu sagen / wer das Feuer nicht kennt / der kennt auch die Natur und ihre Früchten nicht / sondern weiß nicht mehr / als was er gelesen und gehöret / da doch das Sprichwort lautet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.657199859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2137,"date":1659,"orig":"Von hoͤren ſagen laͤugt man gern/ auch ſo man nichts weiß/ ſo hat muß man jederman glauben/ er rede gleich die Warheit oder Vnwarheit/ dann er keinen Vuterſcheyd darinn.","norm":"Von hören sagen laugt man gern / auch so man nichts weiß / so hat muss man jedermann glauben / er rede gleich die Wahrheit oder Unwahrheit / dann er keinen Vuterscheyd darin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.159599781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2138,"date":1659,"orig":"Was weiſtu/ der du ſo leichtlich im finſtern glaubeſt ob dein Lehrmeiſter auß der Experientz/ oder Leſung anderer Buͤcher geſchrieben habe?","norm":"Was weist / der du so leichtlich im finsteren glaubest ob dein Lehrmeister aus der Experientz / oder Lesung anderer Bücher geschrieben habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.653200149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2139,"date":1659,"orig":"Oder ob ſeine Schrifften durch viel verloffene Zeiten/ vnd vielem nachſchreiben nicht corꝛumpiret vnd veraͤndert ſeyn?","norm":"Oder ob seine Schriften durch viel verloffene Zeiten / und vielem nachschreiben nicht korrumpieret und verändert sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.927999973297119} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2140,"date":1659,"orig":"Oder ob du auch die Meynung ſolcher Schrifften recht verſteheſt?","norm":"Oder ob du auch die Meinung solcher Schriften recht verstehest?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.044099807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2141,"date":1659,"orig":"Darumb viel beſſer iſt/ wiſſen als meynen.","norm":"Darum viel besser ist / wissen als meinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.871600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2142,"date":1659,"orig":"Durch das meynen werden viel verfuͤhret/ durch glauben vnd nichts wiſſen wird mancher redlich beſchiſſen.","norm":"Durch das Meinen werden viel verführet / durch Glauben und nichts wissen wird mancher redlich beschissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.278299808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2143,"date":1659,"orig":"Es wolte mancher gern etwas koͤnnen vnd geſehen ſeyn/ wanns nichts koſtete/ weilen aber die Kohlen ſo ſchwartz/ vnd die eyſerne Zaugen ſo ruͤſtig ſeyn/ nimbt mancher lieber eine Zitter oder Fidel in die Haͤnde/ vnd lernet ein Taͤntzlein darauff ſpielen/ als daß er ſolte ſeine Hand in die Kohlen ſtecken/ dadurch etwas zu erlernen/ vnd koͤnnen ſolche Leute dem Juͤngling/ beym Matth. am 19. Cap. verglichen werden/ welcher wol gern die Warheit von Chriſto gelernet haͤtte/ wolte aber in Muͤhe vnd Arbeit Chriſto nicht folgen/ ſondern lieber ſein Reichthumb vnd gute Tage behalten/ blieb alſo der er war.","norm":"Es wollte mancher gern etwas können und gesehen sein / wann es nichts kostete / weilen aber die Kohlen so schwarz / und die eiserne Zaun so rüstig sein / nimmt mancher lieber eine Zither oder Fidel in die Hände / und lernet ein Tänzlein darauf spielen / als dass er sollte seine Hand in die Kohlen stecken / dadurch etwas zu erlernen / und können solche Leute dem Jüngling / beim Matth . am 19. Cap . verglichen werden / welcher wohl gern die Wahrheit von Christo gelernt hätte / wollte aber in Mühe und Arbeit Christo nicht folgen / sondern lieber sein Reichtum und gute Tage behalten / blieb also der er war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026599884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2144,"date":1659,"orig":"Es kompt nimmer von einem hoffaͤrtigen Pfawen/ oder ſchwaͤtzhafften Papegeyen anders als ein vnannemblich bey Tag vnd Nacht verdrießliches ruffen vnd ſchreyen.","norm":"Es kommt nimmer von einem hoffärtigen Pfauen / oder schwätzhaften Papageien anders als ein unannehmlich bei Tag und Nacht verdrießliches rufen und schreien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.258299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2145,"date":1659,"orig":"Wie manches klein vnd vnachtſam Voͤgelein aber erfrewet hingegen mit ſeinem lieblichen vnd hellen Stimmlein die zuhoͤrer?","norm":"Wie manches klein und unachtsam Vögelein aber erfreuet hingegen mit seinem lieblichen und hellen Stimmlein die Zuhörer?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2146,"date":1659,"orig":"Iſt alſo Jammer vnd zu beklagen/ daß der Menſchen Sinne alſo verkehret ſeyn/ vnd mehr der eyteln Welt mit jhrem ſchaͤdlichen vnd vergaͤnglichen Geſchmuͤck ſo leichtfertig anhangen/ als ernſthafft-ehrlichen Tugenden vnd Kuͤnſten nachtrachten.","norm":"Ist also Jammer und zu beklagen / dass der Menschen Sinne also verkehret sein / und mehr der eyteln Welt mit ihrem schädlichen und vergänglichen Geschmücke so leichtfertig anhängen / als ernsthafft-ehrlichen Tugenden und Künsten nachtrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404399871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2147,"date":1659,"orig":"Da doch nichts edlers/ lieblichers vnd nuͤtzlichers (naͤchſt dem ſeeligmachenden Wort Gottes/ dadurch Gottes Wille im Dienſte ſeines Naͤchſten erfuͤllet) als guter Kuͤnſte Wiſſenſchafft/ kan erfunden werden.","norm":"Da doch nichts Edleres / lieblicheres und nützlicheres (nächst dem seligmachenden Wort Gottes / dadurch Gottes Wille im Dienste seines Nächsten erfüllet) als guter Künste Wissenschaft / kann erfunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.042600154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2148,"date":1659,"orig":"Dieſes hab ich uͤmb der Jugend willen geſchrieben/ ſolche zu erinnern/ daß ſie doch ſo vnachtſam jhre Jugend in uͤppigen Dingen nicht alſo verſchlieſſen/ ſondern in dem Fewer zu ſuchen/ ohne welches man zur wahren Erkantnuͤs natuͤrlicher Din gen nicht gelangen kan/ ſich nicht ſchaͤmen oder verdrieſſen laſſen wollen.","norm":"Dieses habe ich um der Jugend willen geschrieben / solche zu erinnern / dass sie doch so unachtsam ihre Jugend in üppigen Dingen nicht also verschließen / sondern in dem Feuer zu suchen / ohne welches man zur wahren Erkenntnis natürlicher Dein gen nicht gelangen kann / sich nicht schämen oder verdrießen lassen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.204500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2149,"date":1659,"orig":"Zweiffelt mir nicht/ ob es ſchon in der Jugend hart eyngehet/ gleichwol im Alter/ wann der Verſtand kompt/ euch die Muͤhe nicht gerewen werde.","norm":"zweifelt mir nicht / ob es schon in der Jugend hart eyngehet / gleichwohl im Alter / wann der Verstand kommt / euch die Mühe nicht gereuen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2150,"date":1659,"orig":"CAP. XXXI. Folget die Bereytung oder Miſchung der mineraliſchen vnd metalliſchen ſubtilen geſaltzenen Geiſter mit dem gemeynen ſuͤſſen Waſſer.","norm":"CAP. XXXI. Folget die Bereitung oder Mischung der mineralischen und metallischen subtilen gesalzenen Geister mit dem gemeinen süßen Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.263999938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2151,"date":1659,"orig":"ANbelangend das Gewicht oder Maſſe der ſubtilen Schwefelgeiſter/ welche man dem ſuͤſſen Waſſer zuſetzen/ vnd jhme damit die Natur vnd Eygenſchafft eines natuͤrlichen Wildbalds zu geben vermoͤge/ iſt es alſo damit beſchaffen/ vnd muß alſo verſtanden werden/ weilen ſolche Geiſter oben im andern Tractat auff vnterſchiedliche Weiſe zu machen gelehret ſeyn/ vnd immer einer kraͤfftiger vnd ſtaͤrcker als der ander erfunden/ alſo iſt das Gewicht ſo eygentlich nicht zu ſetzen/ ſondern muß ſich nach Staͤrcke vnd Guͤte der Geiſter vnd Conſtitution des Patienten/ welcher darinn baden ſoll/ gerichtet werden/ vnd erſtlich vnter ein Badwanne voll ſuͤß Waſſer/ nur ein oder 2. ℔. Spir. miſchen/ vnd den Patienten darinn zu baden/ ſeine Krafft empfinden laſſen/ iſt es zu ſchwach/ kan mans den folgenden Tag verſtaͤrcken/ iſt es zu ſtarck/ verſchwaͤchen/ davon in meiner Badekunſt weitlaͤufftiger ſoll gehandelt werden.","norm":"Anbelangend das Gewicht oder Masse der subtilen Schwefelgeister / welche man dem süßen Wasser zusetzen / und ihm damit die Natur und Eigenschaft eines natürlichen Wildbalds zu geben vermöge / ist es also damit beschaffen / und muss also verstanden werden / weilen solche Geister oben im anderen Traktat auf unterschiedliche Weise zu machen gelehrt sein / und immer einer kräftiger und stärker als der ander erfunden / also ist das Gewicht so eigentlich nicht zu setzen / sondern muss sich nach Stärke und Güte der Geister und Konstitution des Patienten / welcher darin baden soll / gerichtet werden / und erstlich unter ein Badwanne voll Süßwasser / nur ein oder 2. ℔ . Spir . mischen / und den Patienten darin zu baden / seine Kraft empfinden lassen / ist es zu schwach / kann man es den folgenden Tag verstärken / ist es zu stark / schwächen / davon in meiner Badekunst weitläufiger soll gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23769998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2152,"date":1659,"orig":"Dieſes aber iſt allhier zu mercken/ daß man die Baͤder erſtlich zimlich ſchwach/ dann etwas ſtaͤrcker/ vnd je laͤnger je ſtaͤrcker machen ſoll/ ſo kan ſich die Natur des Patienten deſto beſſer darinn ſchicken/ vnd ſolches allgemach gewohnen zu vertragen/ vnd von erſt den Krancken ſo ſtarck damit nicht antaſten/ welches nicht allein nichts gutes/ ſondern auch mehr Schwachheit verurſachen wuͤrde/ derohalben in Nutzung deſſelben guter Verſtaͤndnus gebraucht werden/ will derohalben dem guͤnſtigen Leſer meine Badkunſt recommendiren/ darinn er genugſamb Vnterꝛicht von allem dazu noͤtig/ finden wird/ vnd allhier mit kurtzen Worten nur den Gebrauch der kuͤpffernen Kugel/ die Baͤder damit warm zu machen/ erklaͤren/ daß ſich der Patient mit dieſem wenigen ſo lang/ bis ein mehrers folget/ behelffen moͤge.","norm":"Dieses aber ist allhier zu merken / dass man die Bäder erstlich ziemlich schwach / dann etwas stärker / und je länger je stärker machen soll / so kann sich die Natur des Patienten desto besser darin schicken / und solches allgemach gewohnen zu vertragen / und von erst den Kranken so stark damit nicht antasten / welches nicht allein nichts Gutes / sondern auch mehr Schwachheit verursachen würde / derohalben in Nutzung desselben guter Verständnis gebraucht werden / will derohalben dem günstigen Leser meine Badkunst rekommendieren / darin er genugsam Unterricht von allem dazu nötig / finden wird / und allhier mit kurzen Worten nur den Gebrauch der kupfernen Kugel / die Bäder damit warm zu machen / erklären / dass sich der Patient mit diesem wenigen so lang / bis ein mehreres folget / behelfen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506199836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2153,"date":1659,"orig":"CAP. XXXII.","norm":"CAP. XXXII.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":4.671000003814697} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2154,"date":1659,"orig":"Wie man die koͤſtliche Schwefelbaͤder brauchen ſoll.","norm":"Wie man die köstliche Schwefelbäder brauchen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.678500175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2155,"date":1659,"orig":"ACcommodire dein Oefelein mit der kuͤpffernen Kugel an die Badewanne/ wie oben vermeldet/ vnd ſchuͤtte ſo viel gemeyn ſuͤß Waſſer dareyn als noͤthig/ las ſolches durch die Kugel warm werden/ wann das Waſſer auff ſolche Waͤrmbde (als der Patient vertragen kan) kommen iſt/ ſo las denſelben hineyn ſitzen/ vnd ſchuͤtte ſo viel deines zugerichteten Schwefelgeiſtes hineyn zu dem ſuͤſſen Waſſer/ als du vermeyneſt genug zu ſeyn/ mache deinen Badkaſten allenthalben genaw zu/ daß der Spir. volatil. nicht verrieche/ vnd las alſo durch Erhaltung des Waſſers in bequemer Waͤrme den Patienten ſeine Zeit darinn ſitzen.","norm":"Akkommodiere dein Öflein mit der kupfernen Kugel an die Badewanne / wie oben vermeldet / und schütte so viel gemein Süßwasser darein als nötig / las solches durch die Kugel warm werden / wann das Wasser auf solche Wärmte (als der Patient vertragen kann) kommen ist / so las denselben hineinsitzen / und schütte so viel deines zugerichteten Schwefelgeistes hinein zu dem süßen Wasser / als du vermeinest genug zu sein / mache deinen Badkasten allenthalben genau zu / dass der Spir . volatil . nicht verrieche / und las also durch Erhaltung des Wassers in bequemer Wärme den Patienten seine Zeit darin sitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553100109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2156,"date":1659,"orig":"Vnd muß allzeit ſo offt man baden will/ friſch Waſſer vnd auch andere Spir. genommen werden.","norm":"Und muss allzeit so oft man baden will / Frischwasser und auch andere Spir . genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.76230001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2157,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt der eygentliche Gebrauch der kuͤpffernen Kugel zu den Baͤder waͤrmen/ ſie ſeyen gleich von gemeynem/ ſuͤſſen vnd gekraͤuterten/ oder von der Natur/ oder kunſtbereyteten Schwefelwaſſern/ ſo giebt die taͤgliche Erfahrung/ daß viel vnleydliche langwierigen Kranckheiten dadurch gluͤcklich abgewendet werden.","norm":"Dieses ist der eigentliche Gebrauch der kupfernen Kugel zu den Bäder wärmen / sie seien gleich von gemeinem / süßen und gekrauteten / oder von der Natur / oder kunstbereiteten Schwefelwassern / so gibt die tägliche Erfahrung / dass viel unleidliche langwierigen Krankheiten dadurch glücklich abgewendet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2158,"date":1659,"orig":"Sey derohalben allhier in dieſem Tractaͤtlein genug vom Gebrauch des kůpffernen Inſtruments zu den naſſen Baͤdern gehandelt.","norm":"Sei derohalben allhier in diesem Traktätlein genug vom Gebrauch des kupfernen Instruments zu den nassen Bädern gehandelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657100200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2159,"date":1659,"orig":"CAP. XXXIII. Folget nun wie man ſolche Kugel zu den truckenen Baͤdern/ welche den naſſen in vielen Kranckheiten nicht allein gleich/ ſondern auch denſelben/ wegen jhrer beweißlichen Kraͤfften/ ſehr weit ſind vorzuziehen/ gebrauchen ſoll.","norm":"CAP. XXXIII. Folget nun wie man solche Kugel zu den trockenen Bädern / welche den nassen in vielen Krankheiten nicht allein gleich / sondern auch denselben / wegen ihrer beweislichen Kräften / sehr weit sind vorzuziehen / gebrauchen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.772799968719482} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2160,"date":1659,"orig":"ES haͤtte wol dieſe Beſchreibung der truckenen Baͤder/ bis in den beſondern Tractat/ da weitlaͤufftig davon gehandelt wird/ koͤnnen auffgeſchoben werden/ weilen aber leichtlich ein Hindernuͤs moͤchte fuͤrfallen/ daß daſſelbe offterwehnte Tractaͤtlein vielleicht ſo bald noch nicht herauß kommen moͤchte/ vnd ich doch allbereyt ſchon etwas von Baͤdern gemeldet/ als hab ich allhier kuͤrtzlich von denen nicht allein ſubtilen vnd truckenen Schwefel/ ſondern auch von andern vegetabiliſchen vnd animaliſchen medicinaliſchen durchdringenden Geiſtern vnd jhrem Gebrauch/ inſonderheit weilen dieſelbe viel bequemer als die naſſen in den mehrentheils Kranckheiten zu gebrauchen ſeyn/ etwas Vnterꝛicht zu thun/ nicht vnterlaſſen koͤnnen.","norm":"Es hätte wohl diese Beschreibung der trockenen Bäder / bis in den besonderen Traktat / da weitläufig davon gehandelt wird / können aufgeschoben werden / weilen aber leichtlich ein Hindernis möchte vorfallen / dass dasselbe oft erwähnte Traktätlein vielleicht so bald noch nicht herauskommen möchte / und ich doch allbereyt schon etwas von Bädern gemeldet / als habe ich allhier kürzlich von denen nicht allein subtilen und trockenen Schwefel / sondern auch von anderen vegetabilischen und animalischen Medizinaleschen durchdringenden Geistern und ihrem Gebrauch / in Sonderheit weilen dieselbe viel bequemer als die nassen in den mehrenteils Krankheiten zu gebrauchen sein / etwas Unterricht zu tun / nicht unterlassen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.600200176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2161,"date":1659,"orig":"So man dann ohne Waſſer als trucken durch ſubtile Spir. ſchwitzen will/ ſo muß der Kaſten darnach gemacht ſeyn/ alſo daß der Patient fein gemaͤchlich dariñ auff einer durchloͤcherten Blancke ſitze welches man hoch vnd niedrig/ nach dem man will/ (wie auch die Bretlein/ darauff die Arm vnd Fuͤſſe ruhen (richten koͤnne.","norm":"So man dann ohne Wasser als trocken durch subtile Spir . schwitzen will / so muss der Kasten danach gemacht sein / also dass der Patient fein gemächlich darin auf einer durchlöcherten Blanke sitze welches man hoch und niedrig / nach dem man will / (wie auch die Brettlein / darauf die Arm und Füße ruhen (richten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142899990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2162,"date":1659,"orig":"Vnd muß der Kaſten neben der groſſen Thuͤr/ dadurch man eyngehet/ auch zu vnterſt ein klein Thuͤrlein haben/ dadurch man eine Lampe mit Sp. V. oder nur eine Teſt mit Holtzkolen/ den Kaſten damit zu erwaͤrmen/ hineyn ſetzen koͤnne/ wann nun der Kaſten durch die Kolen wol erwaͤrmet/ ſo ſetzet man den Patienten hineyn/ macht allenthalben rings herumb dichte zu/ vnd accom̃odiret das kuͤpfferne Inſtrument mit ſeinem Oefelein vnten an den Kaſten/ legt ein wenig Fewer darunter/ daß der Spir. volat. erwaͤrme/ ſo gehet er als ein ſubtiler vnd penetrirlicher Dunſt in den Kaſten an den Patienten/ weilen aber dieſer Spiritus ſo viel nicht geben kan/ daß der Kaſten dadurch in ſtaͤter Waͤrmbde koͤnte erhalten werden/ ſo muß man allezeit entweder eine Lampe mit Sp. V. oder eine Teſt mit Holtzkohlen (die beſten ſeyn von Wachholderſtauden oder Weinreben/ jhre Wurtzeln ſind noch beſſer/ welcher Kohlen lang dauren/ vnd in dem Kaſten wegen des duͤnſtigen Spir. nicht außgehen) darinn ſtehen laſſen/ auff daß der Patient nicht erkalte/ vnd der Spir. deſto beſſer den Leib penetriren koͤnne/ die Lampe zum Spir. V. aber muß ein Tocht haben/ von dem allerfeineſten vnd zarteſten Golddrat welcher nimmer verbrennet/ ſondern allzeit in ſeinem Weſen bleibet/ davon in der Schwitz- vnd Badkunſt ein mehrers zu ſehen.","norm":"Und muss der Kasten neben der großen Tür / dadurch man eyngehet / auch zu unterst ein klein Türlein haben / dadurch man eine Lampe mit Sp. V. oder nur eine Test mit Holtzkolen / den Kasten damit zu erwärmen / hineinsetzen könne / wann nun der Kasten durch die Kohlen wohl erwärmet / so setzet man den Patienten hinein / macht allenthalben rings herum dichte zu / und akkommodieret das kupferne Instrument mit seinem Öflein unten an den Kasten / legt ein wenig Feuer darunter / dass der Spir. volat. erwärme / so geht er als ein subtiler und penetrirlicher Dunst in den Kasten an den Patienten / weilen aber dieser Spiritus so viel nicht geben kann / dass der Kasten dadurch in steter Wärmte könnte erhalten werden / so muss man allezeit entweder eine Lampe mit Sp. V. oder eine Test mit Holzkohlen (die besten sein von Wachholderstauden oder Weinreben / ihre Wurzeln sind noch besser / welcher Kohlen lang dauern / und in dem Kasten wegen des dunstigen Spir . nicht ausgehen) darin stehen lassen / auf dass der Patient nicht erkalte / und der Spir. desto besser den Leib penetrieren könne / die Lampe zum Spir. V. aber muss ein Docht haben / von dem feinsten und zartesten Golddraht welcher nimmer verbrennet / sondern allzeit in seinem Wesen bleibt / davon in der Schwitz- und Badkunst ein mehreres zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8805999755859375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2163,"date":1659,"orig":"In waͤhrender Zeit durch dringet/ durchſuchet vnd erwaͤrmet der Spir. volat. alle Glieder des gantzen Leibs/ vnd thut des ſeinige in etlichen Kranckheiten viel beſſer/ als wann er mit Waſſer vermiſcht iſt.","norm":"In währender Zeit durch dringet / durchsuchet und erwärmet der Spir. volat. alle Glieder des ganzen Leibs / und tut des seinige in etlichen Krankheiten viel besser / als wann er mit Wasser vermischt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.688199996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2164,"date":1659,"orig":"Wann dann der Patient ſeine Zeit darinn geſeſſen/ vnd genugſam darinn geſchwitzet hat/ ſo laͤßt man jhn außgehen/ vnd legt denſelben in ein warm gemacht Beth/ darinn er fein gemaͤchlich folgends außſchwitzen kan.","norm":"Wann dann der Patient seine Zeit darin gesessen / und genügsam darin geschwitzt hat / so lässt man ihn ausgehen / und legt denselben in ein warm gemacht Bett / darin er fein gemächlich folgendes ausschwitzen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350100040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2165,"date":1659,"orig":"Vnd ehe man in den Kaſten ſitzet/ kan ein Doſis deſſelben Spir. volatilis auch innerlich gebraucht werden/ kompt dem aͤnſſer lichen zu Huͤlff ſeine Operation deſto baͤlder zuverꝛichten.","norm":"Und ehe man in den Kasten sitzet / kann ein Dosis desselben Spir . volatilis auch innerlich gebraucht werden / kommt dem änsser Lichen zu Hilfe seine Operation desto bälder zuverrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.065899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2166,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen alſo ohne Waſſer zum ſchwitzen vnd baden nicht allein alle Sulphuriſche Spir. volat. der Salien/ Mineralten vnd Metallen/ ſondern auch viel er vegetabilien/ als ſeminis ſynapi, naſturtii hortenſis, Tart. crudi, wie auch der animalien/ als cornu Cervi, urinæ, ſalis armoniaci, vnd dergleichen mehr mit groſſen vnglaublichen Nutzen/ wegen jhrer ſchnellen Operation/ in vielen gantz verlaſſenen Schwachheiten vnd vnheilbaren Kranckheiten gluͤcklich vnd ſicherlich gebrauchet werden.","norm":"Und können also ohne Wasser zum Schwitzen und baden nicht allein alle Sulphurische Spir. volat. der Salien / Minealten und Metallen / sondern auch viel er Vegetabilien / als seminis synapi, nasturtii hortensis, Tarte . crudi, wie auch der animalien / als cornu Cervi, urinae, salis armoniaci, und dergleichen mehr mit großen unglaublichen Nutzen / wegen ihrer schnellen Operation / in vielen ganz verlassenen Schwachheiten und unheilbaren Krankheiten glücklich und sicherlich gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6880998611450195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2167,"date":1659,"orig":"Vnd werden bey obgedachten Spir. vnterſchiedliche Wuͤrckungen gefunden/ dann diejenige/ welche anß den Salien/ Mineralien vnd Metallen gemacht werden/ gantz eine andere Natur haben/ als diejenigen/ der vegetabilien oder animalien.","norm":"Und werden bei obgedachten Spir . unterschiedliche Wirkungen gefunden / dann diejenige / welche ans den Salien / Mineralien und Metallen gemacht werden / ganz eine andere Natur haben / als diejenigen / der Vegetabilien oder animalien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.682300090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2168,"date":1659,"orig":"Weilen dieſe in einem ſulphuriſchen vnd fewrigen/ jene aber in einem mercurialiſchen vnd luͤfftigen Weſen beſtehen/ vnd auch beyde Geſchlechte beſonderlich muͤſſen gebraucht werden.","norm":"Weilen diese in einem sulfurischen und feurigen / jene aber in einem merkurialischen und luftigen Wesen bestehen / und auch beide Geschlecht besonderlich müssen gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3480000495910645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2169,"date":1659,"orig":"Dann in etlichen Kranckheiten die ſulphuriſche/ mineraliſche/ in andern aber die vegetabiliſche vnd animaliſche den Preiß behalten/ darinn ſo wol die Kranckheit/ als die Natur der Baͤder muß erkant werden/ daß nicht widerwaͤrtige Naturen/ dadurch mehr uͤbels als gutes entſtehen moͤchte/ gegen einander gebranchet werden.","norm":"Dann in etlichen Krankheiten die sulphurische / mineralische / in anderen aber die vegetabilische und animalische den Preis behalten / darin so wohl die Krankheit / als die Natur der Bäder muss erkannt werden / dass nicht widerwärtige Naturen / dadurch mehr Übels als gutes entstehen möchte / gegen einander gebranchet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3414998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2170,"date":1659,"orig":"Dann faſt alle Wildbaͤder/ wie auch alle Spir. volat. der Salien/ Mineralien vnd Metallen eines ſubtilen/ durchdringenden/ erwaͤrmenden vnd truckenenden ſchwefelhafftigen Saltzgeiſt/ jene aber der vegetabil. vnd animalien einer ſubtilen durchdringenden/ warmen/ eroͤffnenden/ zertheilenden vnd duͤnn machenden urinoſiſchen oder nitroſiſchen Fluͤchtigkeit/ welche den obern entgegen ſeyn; wie zu ſehen/ wann man einen Spirit. volat. ſulphureum, er ſey gleich auß vitriol, gemeyn Saltz/ Alaun/ oder Mineral.","norm":"Dann fast alle Wildbäder / wie auch alle Spir. volat. der Salien / Mineralien und Metallen eines subtilen / durchdringenden / erwärmenden und trocknenden schwefelhaften Salzgeist / jene aber der vegetabil . und animalien einer subtilen durchdringenden / warmen / eröffnenden / zerteilenden und dünn machenden urinosischen oder Nitrofischen Flüchtigkeit / welche den oberen entgegen sein; wie zu sehen / wann man einen Spirit . volat . sulphureum, er sei gleich aus Vitriol, gemein Salz / Alaun / oder Mineral.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.457399845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2171,"date":1659,"orig":"vnd Metallen gemacht/ zu einem wol rectificirten Spir. urinæ, oder Saliarmon. ſchuͤttet/ daß alſobalden einer den andern wird toͤden/ vnd ſeine volatilitaͤt vnd durchdringende Krafft benehmen/ alſo/ daß auß beyden den aller durch dringenſten vnd ſubtileſten Geiſtern/ doch zweyer widerwaͤrtigen Naturen/ ein Saltz ohne Geruch/ vnd Empfindlichkeit einiger Kraͤfften/ werden wird/ dahero zu ſehen/ daß nicht alle ſubtile Geiſter gleicher Natur vnd Weſens ſeyn/ vnd zu gleichen Kranckheiten koͤnnen gebraucht werden/ darumb derjenige/ der mit Geiſtern uͤmbgehen will/ ſich wol fuͤrſehen muß/ was er thue/ weilen groſſe Gewalt vnd Krafft dahinder ſtecket/ auff daß er nicht einen Feind fuͤr einem Freund gebrauche/ ſondern derſelben Natur/ Krafft vnd Weſen zuvor wol erfahre/ ehe er ſolche zur Mediein gebrauche.","norm":"und Metallen gemacht / zu einem wohl rektifizierten Spir . urinae, oder Saliarmon . schüttet / dass alsobald einer den anderen wird töten / und seine Volatilität und durchdringende Kraft benehmen / also / dass aus beiden den aller durch dringensten und subtilsten Geistern / doch zweier widerwärtigen Naturen / ein Salz ohne Geruch / und Empfindlichkeit einiger Kräften / werden wird / daher zu sehen / dass nicht alle subtile Geister gleicher Natur und Wesens sein / und zu gleichen Krankheiten können gebraucht werden / darum derjenige / der mit Geistern ümbgehen will / sich wohl vorsehen muss / was er tue / weilen große Gewalt und Kraft dahinter stecket / auf dass er nicht einen Feind für einem Freund gebrauche / sondern derselben Natur / Kraft und Wesen zuvor wohl erfahre / ehe er solche zur Mediein gebrauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487500190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2172,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand fragen/ wo iſt dann beyder ſpirituum groſſe Krafft in einem Augenblick hinkommen?","norm":"Möchte jemand fragen / wo ist dann beider spirituum große Kraft in einem Augenblick hinkommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.698400020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2173,"date":1659,"orig":"Iſt ſolche in dem zuſammen gieſſen in jhrem fechten vnd ſtreiten verꝛaucht vnd außgedunſtet?","norm":"Ist solche in dem zusammen gießen in ihrem fechten und streiten verraucht und ausgedunstet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.280799865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2174,"date":1659,"orig":"Nein/ gantz nicht/ jhre Krafft iſt nicht hinweg geflogen/ ſondern hat ſich auß der Geiſtlichkeit in ein Corporalitaͤt verwandelt/ vnd iſt alſo auß dem allerꝛeineſten/ mineraliſchen ſulph. vnd aller fluͤchtigſten vnd durchdringenſten animaliſchen Mercurio, ein wunderbarlich corporaliſch Saltz worden/ welches man wol aquilam philoſophicam nennen moͤchte.","norm":"Nein / ganz nicht / ihre Kraft ist nicht hinweggeflogen / sondern hat sich aus der Geistlichkeit in ein Corporalität verwandelt / und ist also aus dem reinsten / mineralischen sulph . und aller flüchtigsten und durchdringensten animalischen Mercurio, ein wunderbarlich körperlich Salz worden / welches man wohl aquilam philosophicam nennen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44290018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2175,"date":1659,"orig":"Weilen es mit linder Hitze als ein Saltz auffſteiget.","norm":"Weilen es mit linder Hitze als ein Salz aufsteiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.348899841308594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2176,"date":1659,"orig":"Darinn groſſe Geheimnuͤſſen verborgen ſtecken/ in deme die Metallen/ vnd ſonderlich das Gold wunderbarlicher Weiſe damit kan anatomiret/ vnd ſolches auch allein fuͤr ſich ohne Metall in eine uͤberauß traͤfftige Mediein kan gezeitiget werden/ davon allhier nicht mehrers dienet zu ſchreiben/ iſt nur darumb etwas davon gemeldet worden/ auff daß man der Geiſter Natur wol in acht nehmen/ vnd erkennen lerne/ daß dieſelbe/ ob ſie ſchon einen andern Leib annehmen/ dannoch fuͤr keine Toͤdung/ ſondern vielmehr fuͤr eine Verbeſſerung derſelben ſolten geachtet werden.","norm":"Darin große Geheimnissen verborgen stecken / in dem die Metallen / und sonderlich das Gold wunderbarlicher Weise damit kann anatomieret / und solches auch allein für sich ohne Metall in eine überaus träfftige Mediein kann gezeitigt werden / davon allhier nicht mehreres dient zu schreiben / ist nur darum etwas davon gemeldet worden / auf dass man der Geister Natur wohl in Acht nehmen / und erkennen lerne / dass dieselbe / ob sie schon einen anderen Leib annehmen / dennoch für keine Tötung / sondern vielmehr für eine Verbesserung derselben sollten geachtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.061299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2177,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug geſagt/ wie man mit den Geiſtern alſo trucken ohne Waſſer ſchwitzen/ vnd viel Kranckheiten vertreiben koͤnne/ zu welcher Kranckheit aber ein jedweder Geiſt diene/ wird der guͤnſtige Leſer in einem beſondern Tractat/ wie vielmal erwehnet/ hernacher geliebts Gott finden.","norm":"Dieses sei nun genug gesagt / wie man mit den Geistern also trocken ohne Wasser schwitzen / und viel Krankheiten vertreiben könne / zu welcher Krankheit aber ein jedweder Geist diene / wird der günstige Leser in einem besonderen Traktat / wie vielmal erwähnt / hernach geliebtes Gott finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264200210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2178,"date":1659,"orig":"Doch ſo viel kuͤrtzlich zu wiſſen/ daß die ſulphuriſchen Spir. ſie ſeyn gleich auß den Salien/ Mineralien/ oder Metallen gemacht/ gegen alle Verſtopffung der innerlichen Glider/ als Miltz/ Lungen vnd Leber/ Vnd Erkaltung der Sehnen vor andern zu preiſen ſeyn/ weilen ſie gewaltig erwaͤrmen/ erweichen/ zertheilen/ außtreiben vnd reinigen/ derenthalben in Contracturis, Paralyſi, Epilepſia, Scorbuto, Melancholia Hypochondriaca, morbo Gallico, Scabie, vnd andern fiſtulirten vnd uͤmbſichfreſſenden ulceribus, wie ſie auch Namen haben/ eine trefliche Medicin vnd Huͤlffe iſt.","norm":"Doch so viel kürzlich zu wissen / dass die sulfurischen Spir . sie sein gleich aus den Salien / Mineralien / oder Metallen gemacht / gegen alle Verstopfung der innerlichen Glider / als Milz / Lungen und Leber / Und Erkaltung der Sehnen vor anderen zu preisen sein / weilen sie gewaltig erwärmen / erweichen / zerteilen / austreiben und reinigen / derenthalben in Contracturis, Paralysi, Epilepsia, Scorbuto, Melancholie Hypochondrieace, morbo Gallico, Scabie, und anderen fistulierten und ümbsichfressenden ulceribus, wie sie auch Namen haben / eine treffliche Medizin und Hilfe ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.345900058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2179,"date":1659,"orig":"Die andere Art aber/ welche auß dem Tartaro.","norm":"Die andere Art aber / welche aus dem Tartaro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7129998207092285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2180,"date":1659,"orig":"Corn.","norm":"Korn.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zh","lang_de":0,"norm_lmscore":5.160999774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2181,"date":1659,"orig":"Cerv. ſal. armon. urina, vnd dergleichen gemacht/ iſt auch zimblicher warmer Natur/ doch nicht alſo trucken/ ſondern neben der Waͤrmbde einer penetrirender/ erweichender/ zertheilender/ ledigmachender vnd auß fuͤhrender Eygenſchafft/ derentwegen er auch in allen obſtructionibus der innerlichen Theilen des Leibes/ wie auch der aͤuſſerlichen Theilen mit Verwunderung wuͤrcket/ dann er die poros der Haut/ vor allen andern Dingen eroͤffnet vnd erweichet/ den Schweiß mit Gewalt befoͤrdert/ deßgleichen erweichet vnd eroͤffnet er auch die Hæmorrhoides, vnd verhaltene menſes der Weiber/ bey Alten vnd Iungen/ reiniget vnd erwaͤrmet die Mutter/ giebt Vrſach zur Fruchtbarkeit/ erwaͤrmet/ reiniget/ vnd entlediget das erkalte vnd verꝛoͤtzte Hirn/ macht ein guten Verſtand vnd Gedaͤchtnuͤs.","norm":"Cerv. sal. armon. urina, und dergleichen gemacht / ist auch ziemlicher warmer Natur / doch nicht also trocken / sondern neben der Wärmte einer penetrierender / erweichender / zerteilender / ledigmachender und aus führender Eigenschaft / derentwegen er auch in allen obstructionibus der innerlichen Teilen des Leibes / wie auch der äußerlichen Teilen mit Verwunderung wirket / dann er die poros der Haut / vor allen anderen Dingen eröffnet und erweichet / den Schweiß mit Gewalt befördert / desgleichen erweichet und eröffnet er auch die Hämorrhoide, und verhaltene menses der Weiber / bei Alten und Jungen / reiniget und erwärmet die Mutter / gibt Ursache zur Fruchtbarkeit / erwärmet / reiniget / und entlediget das erkalte und rötste Hirn / macht ein guten Verstand und Gedächtnis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.07889986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2182,"date":1659,"orig":"Doch ſollen ſich dafuͤr huͤten ſchwangere Weiber/ vnd diejenigen/ welche ein offene Haut haben/ dieſe vnd dergleichen noch vielmehr guter Tugenden koͤnnen mit Warheit dieſem Spir. zugeſchrieben werden/ welche allhier uͤmb der Kuͤrtze willen vngemeidet bleiben- Dieſe zwey oberzehlte Weiſe zu baden/ nemblich/ daß man mit dem gantzen Leib in ein warm Waſſer/ welches mit ſubtilen Geiſtern imprægniret iſt/ ſitze/ vnd darinn ſeine Zeit verbleibe vnd ſchwitze/ oder aber/ daß die Geiſter durch das obbeſchriebene Inſtrument in eim trucknen Kaſten an den Patienten getrieben werden/ welche dann den Leib durchgehen/ vnd jhre Operation eben ſo wol vnd auch wol beſſer vollbringen/ als vnter Waſſer gemiſcht/ ſeynd die geringſte Mittel vnd Wege nicht/ die verlohrne Geſundheit widederumb zu erlangen/ dieweil vnglaubliche Dinge damit außgerichtet werden.","norm":"Doch sollen sich dafür hüten schwangere Weiber / und diejenigen / welche ein offene Haut haben / diese und dergleichen noch vielmehr guter Tugenden können mit Wahrheit diesem Spir . zugeschrieben werden / welche allhier um der Kürze willen vngemeidet bleiben-Diese zwei oberzählte Weise zu baden / nämlich / dass man mit dem ganzen Leib in ein Warmwasser / welches mit subtilen Geistern imprägnieret ist / sitze / und darin seine Zeit verbleibe und schwitze / oder aber / dass die Geister durch das obbeschriebene Instrument in einem trocknen Kasten an den Patienten getrieben werden / welche dann den Leib durchgehen / und ihre Operation eben so wohl und auch wohl besser vollbringen / als unter Wasser gemischt / sind die geringste Mittel und Wege nicht / die verlorene Gesundheit widederumb zu erlangen / dieweil unglaubliche Dinge damit ausgerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.738800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2183,"date":1659,"orig":"Weilen aber dieſe Spir. davon Meldung geſchehen/ vnd zun Baͤdern gebraucht/ in den gemeynen Apotheken nicht gefunden werden/ vnd auch nicht ein jedweder nach Lehre meines zweyten Tractats ſolche zu bereyten vermag vnd kan; alſo offenbare ich hiemit/ daß noch ein andere mineraliſche Materi geſunden werde/ welche man nicht diſtilliren doͤrffe/ ſondern dieſelbe nur in das kuͤpfferne Inſtrument lege/ ſo gehet von eygener Krafft ohne Fewer eben ein ſolcher ſulphuriſcher/ penetrirender Spiritus haͤuffig in den Schwitzkaſten/ uͤmb den Patienten/ gleicher Natur vnd Kraͤfften/ denen/ welche oben im andern Tractat auß den Salien/ Metallen vnd Mineralien zu machen gelehret ſeyn/ vnd wuͤrcket in allem ſo wol vnd kraͤfftig/ daß ſich daruͤber zu verwundern iſt.","norm":"Weilen aber diese Spir . davon Meldung geschehen / und zun Bädern gebraucht / in den gemeinen Apotheken nicht gefunden werden / und auch nicht ein jedweder nach Lehre meines zweiten Traktats solche zu bereiten vermag und kann; also offenbare ich hiermit / dass noch ein andere mineralische Materie gesunden werde / welche man nicht destillieren dürfe / sondern dieselbe nur in das kupferne Instrument lege / so geht von eigener Kraft ohne Feuer eben ein solcher sulphurischer / penetrierender Spiritus häufig in den Schwitzkasten / um den Patienten / gleicher Natur und Kräften / denen / welche oben im anderen Traktat aus den Salien / Metallen und Mineralien zu machen gelehrt sein / und wirket in allem so wohl und kräftig / dass sich darüber zu verwundern ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2184,"date":1659,"orig":"Deßgleichen hat die Natur vns auch noch eine ander materi bereytet/ welche allenthalben gefunden/ vnd ebener maſſen nur alſo wie ſie iſt in das Inſtrument gethan/ einen ſolchen Spir. ohne Fewer/ auß eygener Krafft gern vnd willig von ſich giebet/ gleicher Krafft vnd Wuͤrckung/ als dieſer vom Tartaro crudo, ſal. armon. fuligine, urina, vnd dergleichen/ welche oben im andern Tractat zu machen gelehret ſeyn/ vnd thut dasjenige eben ſo kraͤfftig/ als jener welcher durch viel Muͤhe vnd Koſten durch die diſtillation erlanget iſt. Koͤnnen alſo dieſe zwey vnterſchiedliche Materien genugſamb alles zum baden vnd ſchwitzen verꝛichten/ was oberzehlten/ ſo wol ſulphuriſchen/ mineraliſchen/ als mercurialiſchen/ animaliſchen Spiritibus zu thun moͤglich iſt.","norm":"Desgleichen hat die Natur uns auch noch eine ander Materie bereitet / welche allenthalben gefunden / und ebener maßen nur also wie sie ist in das Instrument getan / einen solchen Spir . ohne Feuer / aus eigener Kraft gern und willig von sich gibt / gleicher Kraft und Wirkung / als dieser vom Tartaro crudo, sal. armon. fuligine, urina, und dergleichen / welche oben im anderen Traktat zu machen gelehrt sein / und tut dasjenige eben so kräftig / als jener welcher durch viel Mühe und Kosten durch die Destillation erlanget ist . Können also diese zwei unterschiedliche Materien genugsam alles zum Baden und schwitzen verrichten / was oberzählten / so wohl sulfurischen / mineralischen / als merkurialischen / animalischen Spiritibus zu tun möglich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.479499816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2185,"date":1659,"orig":"Was aber dieſes fuͤr materialia ſeyn/ welche man ſo leichtlich ohne Koſten erlangen/ vnd ſo viel gutes in allen Kranckheiten damit verꝛichten koͤnne/ ſolte wol jederman gern wiſſen wollen/ welches ich auch gern den Frommen goͤnnete/ weilen aber der groͤſſere Hauff allzeit vndanckbar/ vnd ſolcher groſſen Mediein vnwuͤrdig erfunden wird/ alſo finde ich nicht rathſam die Perlin fuͤr die Schweine zu werffen/ die Frommen aber/ denen es Gott goͤnnet/ werden ſolche Materi auß meinen andern Schrifften leichtlich erlernen vnd finden koͤnnen.","norm":"Was aber dieses für materialia sein / welche man so leichtlich ohne Kosten erlangen / und so viel Gutes in allen Krankheiten damit verrichten könne / sollte wohl jedermann gern wissen wollen / welches ich auch gern den Frommen gönnte / weilen aber der größere Hauff allzeit undankbar / und solcher großen Mediein unwürdig erfunden wird / also finde ich nicht ratsam die Perlen für die Schweine zu werfen / die Frommen aber / denen es Gott gönnet / werden solche Materie aus meinen anderen Schriften leichtlich erlernen und finden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467899799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2186,"date":1659,"orig":"CAP. XXXIV. Folget nun wie man in einem hoͤltzern Zuber oder Faß/ in Mangel eines Keſſels/ allerhand Dinge kochen/ Bier/ Meth/ vnd Eſſig brawen koͤnne.","norm":"CAP. XXXIV. Folget nun wie man in einem hölzern Zuber oder Fass / in Mangel eines Kessels / allerhand Dinge kochen / Bier / Met / und Essig brauen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513500213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2187,"date":1659,"orig":"ALlhier findet ſich eine Materi/ davon ſehr viel zu ſagen were/ wiewol allenthalben Leue gefunden werden/ welche auß Korn Maltz/ vnd auß Maltz hernach Bier vnd Eſſig brawen/ dannoch ſo gemeyn es auch bey jedermann iſt/ were noch viel daran zu verbeſſern/ weilen aber mein Vorhaben allhier nicht iſt/ ſolche Dinge zu lehren/ ſo bleibt es nur bey dem Gebrauch des Inſtruments/ ein jedweder/ der kein Keſſel hat/ kan jhm gleichwol noch dieſe Invention zu nutz machen/ vnd ſolches durch eine ſolche kuͤpfferne Kugel mit eim Faß verꝛichten/ gleich oben bey andern operationibus gelehret/ vnd ſein Bier ſo gut machen/ als er gelehrnet hat vnd gewohnet iſt.","norm":"Allhier findet sich eine Materie / davon sehr viel zu sagen wäre / wiewohl allenthalben Leue gefunden werden / welche aus Korn Malz / und aus Malz hernach Bier und Essig brauen / dennoch so gemein es auch bei jedermann ist / wäre noch viel daran zu verbessern / weilen aber mein Vorhaben allhier nicht ist / solche Dinge zu lehren / so bleibt es nur bei dem Gebrauch des Instruments / ein jedweder / der kein Kessel hat / kann ihm gleichwohl noch diese Invention zu Nutz machen / und solches durch eine solche kupferne Kugel mit einem Fass verrichten / gleich oben bei anderen operationibus gelehrt / und sein Bier so gut machen / als er gelernt hat und gewohnt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2188,"date":1659,"orig":"Weiters koͤndte ich allhie manchem mit wenig Worten zu ſehr nuͤtzlichen vnd ſchoͤnen Kuͤnſten helffen/ wie man nemblich dem Honig ſeinen Geſchmack vnd uͤbelen Geruch durch ein Niederſchlag benehmen/ vnd hernach einen lieblichen Spir. deme/ welcher/ auß Wein gebrandt nicht weichende/ machen koͤnte/ deßgleichen/ wie ein guter wolgeſchmackter/ lieblicher/ klarer/ vnd waͤrhafftiger Wein/ dem beſten Malvaſier gleich/ darauß koͤnne zugerichtet werden.","norm":"Weiters könnte ich allhier manchem mit wenig Worten zu sehr nützlichen und schönen Künsten helfen / wie man nämlich dem Honig seinen Geschmack und üblen Geruch durch ein Niederschlag benehmen / und hernach einen lieblichen Spir. dem / welcher / aus Wein gebrandet nicht weichende / machen könnte / desgleichen / wie ein guter wolgeschmackter / lieblicher / klarer / und wahrhaftiger Wein / dem besten Malvasier gleich / daraus könne zugerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283899784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2189,"date":1659,"orig":"Item/ wie man nach ſeiner Laͤuterung denſelben kan machen anſchieſſen vnd candiſiren/ ſo lieblich vnd gut am Geſchmack als Zucker.","norm":"Item / wie man nach seiner Läuterung denselben kann machen anschießen und candisiren / so lieblich und gut am Geschmack als Zucker.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.898499965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2190,"date":1659,"orig":"Item/ wie man ſeine ſuͤſſe koͤnne uͤmbkehren/ vnd zu Weinſtein machen/ deme in allem gleich/ welcher in den Weinfaſſen gewachſen iſt.","norm":"Item / wie man seine süße könne umkehren / und zu Weinstein machen / dem in allem gleich / welcher in den Weinfassen gewachsen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.867800235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2191,"date":1659,"orig":"Item/ wie man auß allen Baumfruͤchten/ als Kirſchen/ Biren/ Aepffeln vnd dergleichen einen waͤhrhafften vnd viel-Jahr-beſtaͤndigen/ guten vnd wolſchmaͤckenden Wein/ welcher von deme auß Trauben gemachtem Wein an Geſchmack/ Farb/ Tugend vnd Kraͤfften nicht vnterſchieden iſt/ machen koͤnne.","norm":"Item / wie man aus allen Baumfrüchten / als Kirschen / Bieren / Äpfeln und dergleichen einen wehrhaften und viel-Jahr-beständigen / guten und wohlschmeckenden Wein / welcher von dem aus Trauben gemachtem Wein an Geschmack / Farbe / Tugend und Kräften nicht unterschieden ist / machen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.949100017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2192,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auß den vnzeitigen ſauren Trauben/ welche in kalten Landen/ oder ſonſt bey kaltem Wetter gewachſen/ vnd nicht reyff genug ſind/ durch Verwandlung jhrer ſaͤure in ein ſuͤſſe/ die beſte Wein darauß zu machen welche dem Rheiniſchen im geringſten nichts bevor geben.","norm":"Desgleichen aus den unzeitigen sauren Trauben / welche in kalten Landen / oder sonst bei kaltem Wetter gewachsen / und nicht reif genug sind / durch Verwandlung ihrer Säure in ein süße / die beste Wein daraus zu machen welche dem Rheinischen im Geringsten nichts bevor geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.330399990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2193,"date":1659,"orig":"Auch wie man von Sauerampffer/ vnd andern vegetabilien einen ſchoͤnen Weinſtein/ des beſten Rheiniſchen Geſchmacks/ in Farb/ Tugenden/ vnd allen Proben gantz gleich/ in groſſer copia mit ſehr kleinen Koſten machen koͤnne.","norm":"Auch wie man von Sauerampfer / und anderen Vegetabilien einen schönen Weinstein / des besten rheinischen Geschmacks / in Farbe / Tugenden / und allen Proben ganz gleich / in großer copia mit sehr kleinen Kosten machen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443399906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2194,"date":1659,"orig":"Item/ wie man auß Korn ohne Maltzmachen oder mahlen/ einen Brandewein/ klaren vnd lieblichen Eſſig dem Rheiniſchen gleich machen koͤnne:","norm":"Item / wie man aus Korn ohne Malzmachen oder malen / einen Branntwein / klaren und lieblichen Essig dem Rheinischen gleich machen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.331999778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2195,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auß dem gemahlnen Korn oder Maͤhl einen guten Spir. diſtilliren/ vnd das Maͤhl noch gut vnd wolgeſchmackig/ geſund Brod gebe.","norm":"Desgleichen aus dem gemahlenen Korn oder Mähl einen guten Spir. destillieren / und das Mähl noch gut und wohlgeschmackig / gesund Brot gebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6930999755859375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2196,"date":1659,"orig":"Dieſe vnd dergleichen noch viel ſchoͤne vnd nuͤtzliche Veraͤnderung vnd Verbeſſerung der Gewaͤchſen/ dadurch viel Nutzen zu ſchaffen/ koͤnten ſich hieher wol ſchicken/ weilen aber nicht gut iſt alles auff einmal gemeyn zu machen/ vnd das Buch gegen meinen Willen viel zu gros werden wuͤrde/ ſo wollen wir es jetzuuder bey der Anregung/ daß ſolche vnd dergleichen bishero noch vnbekandte ſchoͤne Wiſſenſchafften der Natur moͤglich ſeyn/ beruhen laſſen/ vnd dieſen Dritten Theil hiemit beſchlieſſen, Hoffentlich/ ſo klein es auch iſt/ derſelbe noch manchem zu ſeinem Vorhaben dienen werde.","norm":"Diese und dergleichen noch viel schöne und nützliche Veränderung und Verbesserung der Gewächsen / dadurch viel Nutzen zu schaffen / könnten sich hierher wohl schicken / weilen aber nicht gut ist alles auf einmal gemein zu machen / und das Buch gegen meinen Willen viel zu groß werden würde / so wollen wir es jetzuuder bei der Anregung / dass solche und dergleichen bisher noch Unbekannte schöne Wissenschaften der Natur möglich sein / beruhen lassen / und diesen Dritten Teil hiermit beschließen, hoffentlich / so klein es auch ist / derselbe noch manchem zu seinem Vorhaben dienen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55019998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2197,"date":1659,"orig":"GOTT dem Herren befohlen.","norm":"GOTT dem Herren befohlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.633800029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2198,"date":1659,"orig":"Ende des Dritten Theils.","norm":"Ende des Dritten Teils.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.842299938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2199,"date":1659,"orig":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder Philoſophiſcher Oefen/ Vierdter Theil:","norm":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder philosophischer Öfen / Vierter Teil:","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.617599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2200,"date":1659,"orig":"Darinnen beſchrieben wird des Vierdten Ofens Eygenſchafft/ mit welchem man alle Berg-arten/ Mineralia vnd Metallen/ auff eine viel naͤhere vnd beſſere Weiſe/ als bishero bekant geweſen/ probieren/ vnd jhren Halt finden:","norm":"Darinnen beschrieben wird des vierten Ofens Eigenschaft / mit welchem man alle Bergarten / Mineralia und Metallen / auf eine viel nähere und bessere Weise / als bisher bekannt gewesen / probieren / und ihren Halt finden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.061200141906738} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2201,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auch/ wie man ein Metall von dem andern durch den Guß kuͤnſtlich ſepariren vnd ſcheiden/ vnd ſonſten vielerley kuͤnſtliche Arbeit durchs Schmeltzen verrichten koͤnne.","norm":"Desgleichen auch / wie man ein Metall von dem anderen durch den Guss künstlich separieren und scheiden / und sonsten vielerlei künstliche Arbeit durchs Schmelzen verrichten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.686100006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2202,"date":1659,"orig":"CAPUT PRIMUM.","norm":"CAPUT PRIMUM.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.1875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2203,"date":1659,"orig":"Von Bereytung des Ofens.","norm":"Von Bereitung des Ofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259900093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2204,"date":1659,"orig":"DEr Ofen kan ſo gros oder klein gemacht werden/ als man wil/ nachdeme man auf einmal viel oder wenig darinn ſchmeltzen will/ oder nachdem man ſolchen zu ſeinem Werck gros oder klein vonnoͤthen hat: Wann der Ofen inwendig eines Werckſchuchs weit iſt/ ſo kan man einen Tiegel dareyn ſetzen/ der vngefaͤhr 4. 5. oder 6. Marck haͤlt:","norm":"Der Ofen kann so groß oder klein gemacht werden / als man will / nachdem man auf einmal viel oder wenig darin schmelzen will / oder nachdem man solchen zu seinem Werk groß oder klein vonnöten hat: Wann der Ofen inwendig eines Werckschuchs weit ist / so kann man einen Tiegel darein setzen / der ungefähr 4. 5. oder 6. Mark hält:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.732600212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2205,"date":1659,"orig":"So man aber groͤſſere Tiegel wolte eynſetzen/ muͤſte auch der Ofen deſto groͤſſer oder weiter darzu gemacht werden.","norm":"So man aber größere Tiegel wollte einsetzen / müsste auch der Ofen desto größer oder weiter dazu gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.486999988555908} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2206,"date":1659,"orig":"Vnd muß derſelbe von guten Fewer-beſtaͤndigen Steinen vnd Luto viereckicht auffgeſetzt werden/ von der Erden 1. oder 2. Fuß hoch/ ehe man den Roͤſter leget/ welcher alſo gemacht ſeyn muß/ daß man denſelben/ wann er von uͤbergelauffenen Tiegeln/ Schlacken/ oder anderm Vnrath/ welcher mit den Kohlen hineyn kommen/ moͤge reinigen:","norm":"Und muss derselbe von guten Feuerbeständigen Steinen und Luto viereckig aufgesetzt werden / von der Erden 1. oder 2. Fuß hoch / ehe man den Röster leget / welcher also gemacht sein muss / dass man denselben / wann er von übergelaufenen Tiegeln / Schlacken / oder anderem Unrat / welcher mit den Kohlen hineinkommen / möge reinigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.733099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2207,"date":1659,"orig":"Oder/ er ſoll gemacht ſeyn/ gleich dieſer oben im Erſten Theil/ erſtlich zwo dicke Stangen zwerchs in dem Ofen faͤſt eyngemawret/ mit Faltzen geſchnitten/ dareyn andere 5. 6. oder 7. kleinere/ nemblich in den Faltzen faͤſt vnd vnbeweglich liegen koͤnnen/ welche/ ſo ſie verſchlacket vnd verſtopffet/ koͤnnen bewegt/ oder außgenommen werden/ vnd ſoll auch vnter dem Roͤſter/ am vorder-Theil des Ofens/ auff dem Boden ein Loch gelaſſen werden/ vngefehr einer kleinen Spannen weit vnd hoch/ mit einer Thuͤr von Eyſen oder Kupffer/ welche man beheb/ wann es vonnoͤthen iſt/ ſchlieſſen koͤnne/ vnd auff einer oder andern Seyten recht vnter dem Roͤſter auch eines/ dadurch man den Wind eynlaſſen/ vnd durch ein Regiſter/ welches man auff- vnd zu ſchieben kan/ das Fewer regieren moͤge.","norm":"Oder / er soll gemacht sein / gleich dieser oben im ersten Teil / erstlich zwei dicke Stangen zwerch in dem Ofen fest eingemauert / mit Falzen geschnitten / darein andere 5. 6. oder 7. kleinere / nämlich in den Falzen fest und unbeweglich liegen können / welche / so sie verschlacket und verstopfet / können bewegt / oder ausgenommen werden / und soll auch unter dem Röster / am Vorderteil des Ofens / auf dem Boden ein Loch gelassen werden / ungefähr einer kleinen Spannen weit und hoch / mit einer Tür von Eisen oder Kupfer / welche man beheb / wann es vonnöten ist / schließen könne / und auf einer oder anderen Seiten recht unter dem Röster auch eines / dadurch man den Wind einlassen / und durch ein Register / welches man auff- und zu schieben kann / das Feuer regieren möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2208,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſoll auch ein Loch einer zwerchen-hand breyt u��ber dem Roͤſter gemacht ſeyn/ dardurch man den Tiegel auß- vnd eynſetzen/ deßgleichen Kohlen eyntragen koͤnne/ vnd ſolches nach Groͤſſe des Ofens proportioniret/ als nemblich/ wann der Ofen inwendig eines Werckſchuchs weit iſt/ ſo muß das Kohlen-loch eines halben Werckſchuchs weit/ vnd beynah eines gantzen hoch ſeyn/ auff daß man deſto fuͤglicher den Tiegel auß vnd eynſetzen/ deßgleichen mit einer Schuͤpp die Kohlen eynwerffen koͤnne/ vnd ſoll fuͤr daſſelbige Loch ein Fewer-beſtaͤndige/ ſteinerne oder eyſerne mit gutem luto beſchlagene Thuͤr gemacht werden/ welche man beheb vnd dicht zuſchlieſſen moͤge/ auff daß wann der Tiegel in der Glut ſtehet/ das Fewer kein Lufft dardurch nehmen moͤge/ ſondern ſolche auß dem Neben-Loch vnter dem Roͤſter allein zu ſich ziehen muͤſſe; vnd muß der Ofen ober dem Kohlenloch noch ein gute Spannen hoch hoͤher auffgemawret werden/ daruͤber ein Gewoͤlb mit einem runden Loch/ vngefehr einen dritten Theil ſo weit als der Ofen iſt/ durch welches die Flamm vnd Rauch ſpielen moͤge/ vnd ſo man mit groſſer Gewalt ſchmeltzen will/ kan man auff das Loch ein Roͤhre von ſtarckem Eyſenblech gemacht ſetzen/ vngefehr 5. 6. 8. oder 12. Schuch hoch/ vnd je ſtaͤrcker das Fewer brennen/ vnd Hitz geben ſoll/ je hoͤher ſoll auch die Roͤhren ſeyn:","norm":"Desgleichen soll auch ein Loch einer Zwergenhand breit über dem Röster gemacht sein / dadurch man den Tiegel auß- und einsetzen / desgleichen Kohlen eintragen könne / und solches nach Größe des Ofens proportionieret / als nämlich / wann der Ofen inwendig eines Werckschuchs weit ist / so muss das Kohlenloch eines halben Werckschuchs weit / und beinahe eines ganzen hoch sein / auf dass man desto füglicher den Tiegel aus und einsetzen / desgleichen mit einer Scheu die Kohlen einwerfen könne / und soll für dasselbe Loch ein Feuerbeständige / steinerne oder eiserne mit gutem luto beschlagene Tür gemacht werden / welche man beheb und dicht zuschließen möge / auf dass wann der Tiegel in der Glut steht / das Feuer kein Luft dadurch nehmen möge / sondern solche aus dem Nebenloch unter dem Röster allein zu sich ziehen müsse; und muss der Ofen oder dem Kohlenloch noch ein gute Spannen hoch höher aufgemauert werden / darüber ein Gewölbe mit einem runden Loch / ungefähr einen dritten Teil so weit als der Ofen ist / durch welches die Flamm und Rauch spielen möge / und so man mit großer Gewalt schmelzen will / kann man auf das Loch ein Röhre von starkem Eisenblech gemacht setzen / ungefähr 5. 6 . 8. oder 12. Schuh hoch / und je stärker das Feuer brennen / und Hitze geben soll / je höher soll auch die Röhren sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7621002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2209,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man will/ kan man uͤber das Gewoͤlb 1. 2. oder 3. Kammern mit jhren Thuͤren/ die man ſchlieſſen kan/ auffeinander bawen/ auff daß ſich die Flamm darinnen fange/ vnd zu gut komme/ in welchen Kammern man nach Gelegenheit vnterſchiedliche operationes verꝛichten kan; welche Kammern auch vnterſchiedliche gradus des Fewershaben; dann die vnterſte wird ſo heiß/ daß man darinnen leichtfluͤſſige Metallen/ Mineralien vnd Salien im Fluß halten kan; deßgleichen kan man darinn cimentiren/ calciniren/ vnd reverberiren.","norm":"Und so man will / kann man über das Gewölbe 1. 2. oder 3. Kammern mit ihren Türen / die man schließen kann / aufeinander bauen / auf dass sich die Flamm darinnen fange / und zu gut komme / in welchen Kammern man nach Gelegenheit unterschiedliche operationes verrichten kann; welche Kammern auch unterschiedliche gradus des Feuershaben; dann die unterste wird so heiß / dass man darinnen leichtflüssige Metallen / Mineralien und Salien im Fluss halten kann; desgleichen kann man darin zimentieren / kalzinieren / und reverberiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.196100234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2210,"date":1659,"orig":"Auch kan man ſeine Tiegel/ vnd andere nothduͤrfftige erdene Geſchirꝛ/ die man ſelbſten von guter Erden gemachet/ (wie im Fuͤnfften Theil gelehret wird) darinn brennen/ glaſiren/ backen/ auch kan man im fall der Noth darinn abtreiben/ verblaſen/ vnd roͤſten.","norm":"Auch kann man seine Tiegel / und andere notdürftige erdene Geschirr / die man selbst von guter Erden gemacht / (wie im fünften Teil gelehrt wird) darin brennen / glasieren / backen / auch kann man im Fall der Not darin abtreiben / verblasen / und rösten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2211,"date":1659,"orig":"In der andern Kammer/ welche etwas weniger Hitze hat/ als die Erſte/ kan man auch Ertz vnd Bergarten roͤſten; die Calces Metallorum, als Bley/ Zinn/ Eyſen/ vnd Kupffer/ welche man zu den Wercken vonnoͤthen hat/ darinn bereyten vnd zurichten:","norm":"In der anderen Kammer / welche etwas weniger Hitze hat / als die Erste / kann man auch Erz und Bergarten rösten; die Calces Metallorum, als Blei / Zinn / Eisen / und Kupfer / welche man zu den Werken vonnöten hat / darin bereiten und zurichten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7677001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2212,"date":1659,"orig":"Auch kan man Tartarum crudum, vnd andere vegetabiliſche Dinge (jhr Saltz darauß zu ziehen/ welches zu den laboribus Chymicis nicht zu entrathen:) Deßgleichen die Hoͤrner vnd Beiner/ welche man zu den Capellen braucht/ wie auch geſchleimte Holtz-aſchen: darinnen calciniren/ vnd zum Gebrauch bereyten.","norm":"Auch kann man Tartarum crudum, und andere vegetabilische Dinge (ihr Salz daraus zu ziehen / welches zu den laboribus Chymicis nicht zu entraten:) Desgleichen die Hörner und Beiner / welche man zu den Kapellen braucht / wie auch geschleimte Holzaschen: darinnen kalzinieren / und zum Gebrauch bereiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.943999767303467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2213,"date":1659,"orig":"In der Dritten Kammer/ welche viel lindere Hitze hat/ als die Zweyte/ koͤnnen die zubereyte Tiegel/ Ciment-Buͤchſen/ Deckel/ vnd andere Inſtrumenten/ die man von guter Erden zum Gebrauch hat zugerichtet/ fein wol durchauß truckenen/ vnd zum brennen/ ſo in der Erſten Kammer geſchicht/ vorbereyten/ vnd was ſonſten mehr nothduͤrfftige Dinge vorfallen/ in dieſen 3. Kammern wol verꝛichten/ alſo daß man kein beſonder Fewer derentwegen anmachen/ vnd viel Kohlen verbrennen doͤrffe.","norm":"In der Dritten Kammer / welche viel lindere Hitze hat / als die Zweite / können die zubereite Tiegel / Ciment-Büchsen / Deckel / und andere Instrumenten / die man von guter Erden zum Gebrauch hat zugerichtet / fein wohl durchaus trockenen / und zum Brennen / so in der ersten Kammer geschieht / vorbereiten / und was sonsten mehr notdürftige Dinge vorfallen / in diesen 3. Kammern wohl verrichten / also dass man kein besondere Feuer derentwegen anmachen / und viel Kohlen verbrennen dürfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.413599967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2214,"date":1659,"orig":"Vnd weiters/ ſo dieſer Ofen auffs allerſtaͤrckſte treiben vnd ſchmeltzen ſolle/ ſo muß man ein langen Windfang oder Canal vnten an das Lufftloch/ da das Regiſter an iſt/ accommodiren/ auff daß das Fewer ſeine Lufft auß der weite vnd ferne her zu holen gezwungen ſey.","norm":"Und weiteres / so dieser Ofen aufs stärkste treiben und schmelzen solle / so muss man ein langen Windfang oder Kanal unten an das Luftloch / da das Register an ist / akkommodieren / auf dass das Feuer seine Luft aus der weite und ferne herzuholen gezwungen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2215,"date":1659,"orig":"Dann je ferner das Fewer ſeine Lufft muß holen/ vnd je hoͤher es auch ſpielen muß/ ehe es einen Außgang oder Lufft wieder findet/ je ſtaͤrcker es ſchmeltzen vnd Hitz geben kan: Derentwegen vnten der lange Windfang/ vnd oben die hohe Roͤhren vonnoͤthen.","norm":"Dann je ferner das Feuer seine Luft muss holen / und je höher es auch spielen muss / ehe es einen Ausgang oder Luft wieder findet / je stärker es schmelzen und Hitze geben kann: Derentwegen unten der lange Windfang / und oben die hohe Röhren vonnöten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420400142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2216,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man eine gelegene Kammer hat/ in welcher neben deſſen Schornſtein noch ein anderer von vnten herauff gehet/ ſo kan man den Ofen vnter den ober Schornſtein ſetzen/ vnd ein Loch durch die Mauer brechen/ ein Regiſter daran accommodiren/ dardurch das Fewer ſeine Lufft auß der tieffe des Neben-Schornſteins holen muͤſſe/ alſo darff man keines beſondern Windfangs/ vnd thut man nur in der vnter Kammern eine Thuͤr oder Fenſter auff/ auff daß die Lufft in den Schornſtein gehen moͤge/ ſo zieht das Fewer den Wind auß dem Neben- Schornſtein alſo kraͤfftig zu ſich/ daß ſich darob hoͤchlich zuverwundern iſt/ vnd jhme kein Balg gleich thut/ alſo/ daß auch der Ofen/ ſo er nicht von Fewer beſtaͤndiger Erden gemacht were/ dahin ſchmeltzen wuͤrde/ wie dann offtermals die beſte Tiegel/ ſo dieſelbe lang in dem groſſen Fewer ſtehen/ nicht beſtehen/ ſondern zuſammen fallen vnd ſchmeltzen/ derentwegen das Regiſter ordiniret/ auf daß man das Fewer damit regieren/ vnd ſo viel oder wenig/ als man ſelber will/ Hitze geben koͤnne.","norm":"Und so man eine gelegene Kammer hat / in welcher neben dessen Schornstein noch ein anderer von unten herauf geht / so kann man den Ofen unter den oder Schornstein setzen / und ein Loch durch die Mauer brechen / ein Register daran akkommodieren / dadurch das Feuer seine Luft aus der Tiefe des Neben-Schornsteins holen müsse / also darf man keines besonderen Windfangs / und tut man nur in der unter Kammern eine Tür oder Fenster auf / auf dass die Luft in den Schornstein gehen möge / so zieht das Feuer den Wind aus dem Neben-Schornstein also kräftig zu sich / dass sich darob höchlich zuverwundern ist / und ihm kein Balg gleich tut / also / dass auch der Ofen / so er nicht von Feuer beständiger Erden gemacht wäre / dahin schmelzen würde / wie dann öftermals die beste Tiegel / so dieselbe lang in dem großen Feuer stehen / nicht bestehen / sondern zusammen fallen und schmelzen / derentwegen das Register ordinieret / auf dass man das Feuer damit regieren / und so viel oder wenig / als man selber will / Hitze geben könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693299770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2217,"date":1659,"orig":"Dieſer Ofen nun/ ſo ſchlecht er im erſten vorkompt/ iſt/ naͤchſt Gott/ das einige Mittel/ dardurch ich alle meine beſte Wiſſenſchafften erlangt habe.","norm":"Dieser Ofen nun / so schlecht er im ersten vorkommt / ist / nächst Gott / das einige Mittel / dadurch ich alle meine beste Wissenschaften erlangt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.554900169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2218,"date":1659,"orig":"Dann zuvor hab ich mich von Jugend auff bey andern vnd hernach bey mir ſelber/ elendiglich mit den kurtzen gemeynen Windoͤfen vnd Blasbaͤlgen marteln vnd quaͤlen muͤſſen/ welches mir nicht wenig an meiner Geſundheit geſchadet/ indeme man ſich vor dem Stanbe vnd gifftigen Rauch gantz nicht bewahren/ oder huͤten kan; allhier aber darff man ſich gantz vnd gar nicht allein keines gifftigen Geſtancks/ Rauchs/ vnd Staubs/ ſondern auch keiner vnleydlichen Hitze befoͤrchten:","norm":"Dann zuvor habe ich mich von Jugend auf bei anderen und hernach bei mir selber / elendiglich mit den kurzen gemeinen Windöfen und Blasebälgen marteln und quälen müssen / welches mir nicht wenig an meiner Gesundheit geschadet / indem man sich vor dem Stanbe und giftigen Rauch ganz nicht bewahren / oder hüten kann; allhier aber darf man sich ganz und gar nicht allein keines giftigen Gestanks / Rauchs / und Staubs / sondern auch keiner unleidlichen Hitze befürchten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.944900035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2219,"date":1659,"orig":"Dann dieſer Ofen im geringſten keinen Rauch/ als oben hinauß von ſich giebet/ ja ziehet auch ſo ſtarck an ſich/ wann man die Thuͤr auffthut/ Tiegel auß vnd eynſetzet/ oder Kohlen hineyn wirfft/ daß auch ein ander Rauch/ wann er ſchon ein halbe Ehlen von dem Ofen were/ mit Gewalt durch des Fewers Krafft wird zu ſich gezogen/ vnd weilen das Fewer ſo kraͤfftig an ſich ziehet/ ſo behaͤlt es auch ſein eygen Hitze bey ſich/ alſo daß man ſich nicht dabey verbrennet/ doch iſt vonnoͤthen/ daß man einen dreyfachen leinen naſſen Handſchuh an dieſe Hand ziehe/ mit welcher man die Zange halte/ vnd in die andere einen Schirm von Holtz/ dardurch man in das Fewer ſihet/ ſein Geſicht vor dem hellen Glantz zu bewahren/ nehme/ ſonſten hat man ſich darbey weiter fuͤr gifftigen Duͤnſten der Kohlen/ vnd ſolches Zeugs/ den man ſchmeltzet/ wie auch keiner Hitze im geringſten nicht zubefahren/ welches fuͤrwar einem Laboranten ein groſſe Wolthat iſt.","norm":"Dann dieser Ofen im Geringsten keinen Rauch / als oben hinaus von sich gibt / ja ziehet auch so stark an sich / wann man die Tür auftut / Tiegel aus und einsetzet / oder Kohlen hineinwirft / dass auch ein ander Rauch / wann er schon ein halbe Ehlen von dem Ofen wäre / mit Gewalt durch des Feuers Kraft wird zu sich gezogen / und weilen das Feuer so kräftig an sich ziehet / so behält es auch sein eigen Hitze bei sich / also dass man sich nicht dabei verbrennet / doch ist vonnöten / dass man einen dreifachen leinen nassen Handschuh an diese Hand ziehe / mit welcher man die Zange halte / und in die andere einen Schirm von Holz / dadurch man in das Feuer sieht / sein Gesicht vor dem hellen Glanz zu bewahren / nehme / sonsten hat man sich dabei weiter für giftigen Dünsten der Kohlen / und solches Zeugs / den man schmelzet / wie auch keiner Hitze im Geringsten nicht zubefahren / welches fürwahr einem Laboranten ein große Wohltat ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.884200096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2220,"date":1659,"orig":"Ich bekenne rund auß/ ſo ich dieſen Ofen nicht gefunden haͤtte/ den ich auch uͤber 4. Jahr noch nicht gehabt/ ich haͤtte die gantze Alchymiam mit all jhrer muͤhſeligen Arbeit/ Geſtanck vnd Sudelen/ mit groſſem Verdruß vnd Schaden auffgeben/ dann ich allbereyt ſo viel Jahr lang mit allerhand gefaͤhrlichem Schmierwerck/ vnd verdrießlicher Kocherey/ mein Leben in Muͤh/ Arbeit/ Wachen vnd Geſtanck/ vnd vielen Sorgen zugebracht/ alſo/ daß es mir ein Grewel war/ vnd die Haar zu Berge ſtunden/ wañ ich in mein Laboratoriũ gienge/ vnd ſo vielerhand Materialien vnd Species in Pappiren/ Schachteln/ vnd Geſchirꝛen/ wie auch ſo mancherley gantze vnd gebrochene erdene/ glaͤſerne/ kuͤpfferne/ vnd eyſerne Inſtrumenten/ da liegen ſahe/ daß ich mich auch vielmals vngluͤcklich achtete/ weilen ich mich in ein ſolche elende Sclaverey begeben hatte/ ſonderlich auch darumb/ weilen ich klaͤrlich ſahe vnd merckte/ daß jhrer baͤlder 100. durch die Alchymiam verduͤrben/ als einer (deren ich auch einer war) damit nawlich ſeine Koſt gewinnen koͤnte:","norm":"Ich bekenne rund aus / so ich diesen Ofen nicht gefunden hätte / den ich auch über 4. Jahr noch nicht gehabt / ich hätte die ganze Alchymiam mit all ihrer mühseligen Arbeit / Gestank und Sudeln / mit großem Verdruss und Schaden aufgeben / dann ich allbereyt so viel Jahr lang mit allerhand gefährlichem Schmierwerk / und verdrießlicher Kocherei / mein Leben in Mühe / Arbeit / Wachen und Gestank / und vielen Sorgen zugebracht / also / dass es mir ein Gräuel war / und die Haar zu Berge standen / wann ich in mein Laboratoriu ginge / und so vielerhand Materialien und Species in Papieren / Schachteln / und Geschirren / wie auch so mancherlei ganze und gebrochene erdene / gläserne / kupferne / und eiserne Instrumenten / da liegen sah / dass ich mich auch vielmals unglücklich achtete / weilen ich mich in ein solche elende Sklaverei begeben hatte / sonderlich auch darum / weilen ich klärlich sah und merkte / dass ihrer bälder 100. durch die Alchymiam verdürben / als einer (deren ich auch einer war) damit nawlich seine Kost gewinnen könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.045000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2221,"date":1659,"orig":"Solcher beweglicher vrſachen halben ich mir gaͤntzlich fuͤrgenommen/ weiters damit nicht mehr uͤmbzugehen/ ſondern mich an die Medicin vnd Chirurgiam, da ich niemalen vngluͤcklich geweſen/ zu halten/ vnd mein Nahrung hinfuͤrder/ ſo gut ich konte/ darinn zu ſuchen:","norm":"Solcher beweglicher Ursachen halben ich mir gänzlich vorgenommen / weiteres damit nicht mehr umzugehen / sondern mich an die Medizin und Chirurgiam, da ich niemals unglücklich gewesen / zu halten / und mein Nahrung hinfürder / so gut ich konnte / darin zu suchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918300151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2222,"date":1659,"orig":"Da ich aber nach gutem Rathſchluß/ ſolches ins Werck zu ſtellen gedachte/ vnd alle Bruͤllen von Potten/ Glaͤſern/ vnd allerhand Inſtrumenten/ meynte hinweg zu werffen/ fand en ſich vnter andern auch noch etliche gebrochene Tiegel/ darinn Gold vnd Silber geſchmoltzen ware/ vnd noch voller Koͤrner hiengen/ welche ich zuſammen laſe/ vnd neben anderm Kretz vnd Zuſammen-fegſel fuͤrname zu ſchmeltzen/ vnd zurecht zu bringen:","norm":"Da ich aber nach gutem Ratschluss / solches ins Werk zu stellen gedachte / und alle Brüllen von Botten / Gläsern / und allerhand Instrumenten / meinte hinweg zu werfen / fand en sich unter anderen auch noch etliche gebrochene Tiegel / darin Gold und Silber geschmolzen war / und noch voller Körner hingen / welche ich zusammen las / und neben anderem Kretz und Zusammen-fegsel Vorname zu schmelzen / und zurechtzubringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513999938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2223,"date":1659,"orig":"Da ich aber allbereyt mein Blasbaͤlge ſchon verkaufft hatte/ vnd mir vnmoͤglich auff andere Weg vnd Weiſe ſolchen hartfluͤſſigen Zeug zu ſchmeltzen/ gedachte ich den Sachen beſſer nach/ vnd fande alſo dieſen Ofen/ bawet ſolchen alſobalden auff/ vnd probiret denſelben/ vnd fand jhn ſo kraͤfftig vñ gut/ daß ich wiederumb ein Muth ſchoͤpffte/ vnd einen andern Sinn vnd Meynung bekam:","norm":"Da ich aber allbereyt mein Blasebälge schon verkauft hatte / und mir unmöglich auf andere Weg und Weise solchen hartflüssigen Zeug zu schmelzen / gedachte ich den Sachen besser nach / und fand also diesen Ofen / bat solchen alsobald auf / und probieret denselben / und fand ihn so kräftig und gut / dass ich wiederum ein Mut schöpfte / und einen anderen Sinn und Meinung bekam:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2224,"date":1659,"orig":"In dem ich ſpuͤrete/ wie leichtlich vnd compendiosè man das ſchmeltzen damit verꝛichten koͤnte/ fienge derohalben wieder an zu ſuchen vnd ſchmeltzen/ vnd fand von Tag zu Tag je laͤnger je mehr ſchoͤne Secreten vnd Heimlichkeiten der Natur/ welche mich nicht wenig erfreweten/ lieſſe alſo nicht ab/ vnd ſuchte ſo lang/ bis daß mir Gott endlich die Augen auffthaͤt/ vnd zeygte/ woran ich ſo lange Zeit vergeblich gearbeitet hatte; merckte gleichwol ſo viel dabey/ wann ich zuvor ſchon mehrers gewuſt haͤtte/ gleichwol ohne dieſen Ofen ſchwerlich haͤtte zurecht kommen koͤnnen: Hab alſo hinfuͤrter durch die Gnade Gottes/ mit Huͤlff dieſes Ofens von Tag zu Tag mehr vnd mehr gefunden/ dafuͤr ich dem Allmaͤchtigen vnd guͤtigen Gott all mein Lebenlang ſchuldigen Danck erzeigen/ vnd auch meinem Naͤheſten ſolche herr;- lich Invention des Ofens trewlich zu communiciren nicht vnterlaſſen ſoll.","norm":"Indem ich spürte / wie leichtlich und compendiose man das Schmelzen damit verrichten könnte / finge derohalben wieder an zu suchen und schmelzen / und fand von Tag zu Tag je länger je mehr schöne Sekreten und Heimlichkeiten der Natur / welche mich nicht wenig erfreuten / ließe also nicht ab / und suchte so lang / bis dass mir Gott endlich die Augen auftäte / und zeigte / woran ich so lange Zeit vergeblich gearbeitet hatte; merkte gleichwohl so viel dabei / wann ich zuvor schon mehreres gewusst hätte / gleichwohl ohne diesen Ofen schwerlich hätte zurecht kommen können: Hab also hinfort durch die Gnade Gottes / mit Hilfe dieses Ofens von Tag zu Tag mehr und mehr gefunden / dafür ich dem Allmächtigen und gütigen Gott all mein Leben lang schuldigen Dank erzeigen / und auch meinem Nähesten solche Herr;- lich Invention des Ofens treulich zu kommunizieren nicht unterlassen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.984600067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2225,"date":1659,"orig":"Nun will ichs einem jedweder/ der im Fewer kuͤnſtelt/ heimbſtellen/ vnd vrtheilen laſſen/ ob nicht dieſer Ofer viel bequemer ſey zu allem ſchmeltzen/ als ein gemeyner Wind-Ofen oder Blasbalg?","norm":"Nun will ich es einem jedweder / der im Feuer künstelt / heimstellen / und urteilen lassen / ob nicht dieser Offer viel bequemer sei zu allem schmelzen / als ein gemeiner Windofen oder Blasbalg?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2226,"date":1659,"orig":"Dann ſo du etwas hartfluͤſſiges in eim Wind-Ofen ſchmeltzen wilt/ wie lang muß ſolches ſtehen ehe es in Fluß kompt?","norm":"Dann so du etwas hartflüssiges in einem Windofen schmelzen willst / wie lang muss solches stehen ehe es in Fluss kommt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.173999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2227,"date":1659,"orig":"Wie viel Zeit vnd Kohlen koſtet es?","norm":"Wie viel Zeit und Kohlen kostet es?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.338099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2228,"date":1659,"orig":"So du dann fuͤr dem Geblaͤs ſchmeltzeſt/ muſtu allzeit jemand bey dir haben/ der dir ſolchen ziehe/ vnd muſt allzeit ſorgen/ daß der Tiegel von dem Wind/ wann jhme die Kohlen entgangen/ zerbreche/ vnd dein Gut ins Fewer lauffe:","norm":"So du dann für dem Gebläse schmelzest / musst du allzeit jemand bei dir haben / der dir solchen ziehe / und musst allzeit sorgen / dass der Tiegel von dem Wind / wann ihm die Kohlen entgangen / zerbreche / und dein Gut ins Feuer laufe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013299942016602} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2229,"date":1659,"orig":"Auch blaſen ſich die Tiegel leichtlich uͤmb/ oder faͤllt der Deckel ab/ vnd Vnreinigkeit in den Tiegel/ wiewol ſo viel nicht angelegen iſt/ wann Metallen geſchmoltzen werden/ daß Kohlen in den Tiegel fallen/ ſo man aber Salia vnd Mineralien ſchmeitzet/ ohne welche die Metallen im Guß keine Verbeſſerung erlangen/ leyden ſie keine Kohlen/ ſondern lauffen dann uͤber/ vnd giebt groſſe Hindernuͤs/ welches allhier in dieſem Ofen nicht zu foͤrchten/ dann der Wind von vnten auff rings uͤmb den Tiegel gehet/ vnd kan man auch allzeit darzu ſehen/ weilen dieſelbe ſo tieff nicht mit Kohlen doͤrffen begraben ſeyn/ gleich wie bey den gemeynen Wind-Oefen/ vnd fuͤr dem Geblaͤs geſchehen muß: Allhier aber kan dem Zeug ſchmeltzen/ wann der Tiegel ſchon nur halb in den Kohlen ſtehet/ vnd der Deckel frey vnd vnbedeckt iſt/ vnd darff man auch keines Gehuͤlffens/ der den Blasbalg ziehet/ ſondern man regieret das Fewer mit dem Regiſter/ giebet ſolchen Grad/ als man ſelber haben will/ gleich als wann man ſolches in einem Sack haͤtte/ vnd ſo viel darauß nehmen koͤnte/ als man bedarff.","norm":"Auch blasen sich die Tiegel leichtlich um / oder fällt der Deckel ab / und Unreinheit in den Tiegel / wiewohl so viel nicht angelegen ist / wann Metallen geschmolzen werden / dass Kohlen in den Tiegel fallen / so man aber Salia und Mineralien schmitzet / ohne welche die Metallen im Guss keine Verbesserung erlangen / leiden sie keine Kohlen / sondern laufen dann über / und gibt große Hindernis / welches allhier in diesem Ofen nicht zu fürchten / dann der Wind von unten auf rings um den Tiegel geht / und kann man auch allzeit dazu sehen / weilen dieselbe so tief nicht mit Kohlen dürfen begraben sein / gleich wie bei den gemeinen WindÖfen / und für dem Gebläse geschehen muss: Allhier aber kann dem Zeug schmelzen / wann der Tiegel schon nur halb in den Kohlen steht / und der Deckel frei und unbedeckt ist / und darf man auch keines Gehilfen / der den Blasbalg ziehet / sondern man regieret das Feuer mit dem Register / gibt solchen Grad / als man selber haben will / gleich als wann man solches in einem Sack hätte / und so viel daraus nehmen könnte / als man Bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2230,"date":1659,"orig":"Will derhalben dieſen Ofen allen denjenigen/ die jhr Gluͤck im Fewer ſuchen/ hoch commendiret haben/ daß ſie danſelben wol auffbawen/ daß er ſtarck blaſe/ vnd mit dem Regiſter recht verſehen/ auff daß das Fewer behoͤrlich moͤge regiert werden/ ſo bin ich verſichert/ daß viel guts damit werde außgerichtet/ vnd manchen damit auff die Bein geholffen werden.","norm":"Will derethalben diesen Ofen allen denjenigen / die ihr Glück im Feuer suchen / hoch kommentieret haben / dass sie danselben wohl aufbauen / dass er stark blase / und mit dem Register recht versehen / auf dass das Feuer behörlich möge regiert werden / so bin ich versichert / dass viel Gutes damit werde ausgerichtet / und manchen damit auf die Bein geholfen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705999851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2231,"date":1659,"orig":"CAP. II.","norm":"CAP. II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.891300201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2232,"date":1659,"orig":"Wie man allerhand Ertz vnd Berg-arten probiren/ in jhren Halt finden ſoll.","norm":"Wie man allerhand Erz und Bergarten probieren / in ihren Halt finden soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.123199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2233,"date":1659,"orig":"ERtz vnd Bergwerck zu probiren iſt nun allenthalben bekant genug/ derohalben nicht noͤthig etwas weiters davon zu ſchreiben/ weilen allbereyt vor langer zeit vnterſchiedliche beruͤhmbte Bergleuthe vnd Probierer/ als Georgius Agricola, Lazarus Ercker/ vnd andere mehr/ deutlich vnd außfuͤhrlich genug davon geſchrieben/ an welcher Schrifften ich den guͤnſtigen leſer will gewieſen haben.","norm":"Erz und Bergwerk zu probieren ist nun allenthalben bekannt genug / derohalben nicht nötig etwas Weiteres davon zu schreiben / weilen allbereyt vor langer Zeit unterschiedliche berühmte Bergleute und Probierer / als Georgius Agricola, Lazarus Ercker / und andere mehr / deutlich und ausführlich genug davon geschrieben / an welcher Schriften ich den günstigen Leser will gewiesen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860799789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2234,"date":1659,"orig":"Sonderlich hat der weitberuͤmbte Lazarus Ercker/ ein ſchoͤn Buch laſſen außgehen/ welches ſehr deutlich vom vnterſcheyd der wilden vnd milden Ertzen ſolche zu probiren lehret/ alſo daß das geringſte nichts daran zu tadeln iſt: gleichwol findet ſich in der Prob/ daß er vnd ſeine Vorfahren noch nicht alles gewuſt haben/ oder wol gewuſt/ vnd nicht haben ſchreiben/ oder gemeyn machen wollen.","norm":"Sonderlich hat der weitberühmte Lazarus Ercker / ein schön Buch lassen ausgehen / welches sehr deutlich vom unterscheid der wilden und milden Erzen solche zu probieren lehrt / also dass das geringste nichts daran zu tadeln ist: gleichwohl findet sich in der Probe / dass er und seine Vorfahren noch nicht alles gewusst haben / oder wohl gewusst / und nicht haben schreiben / oder gemein machen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2235,"date":1659,"orig":"Deme ſey nun wie jhm wolle/ ſo findet ſich in der That/ daß das beſte noch vnbeſchrieben iſt/ vnd villeicht auch ſo bald/ wegen der vndanckbaren Welt/ nicht wird beſchrieben werden.","norm":"Dem sei nun wie ihm wolle / so findet sich in der Tat / dass das beste noch unbeschrieben ist / und vielleicht auch so bald / wegen der undankbaren Welt / nicht wird beschrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014900207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2236,"date":1659,"orig":"Wiewol die fuͤrnehmſte vnd warhaffte Philoſophi eynhellig melden/ daß die vnvollkommene Metallen/ als Bley/ Zinn/ Eyſen/ Kupffer/ vnd Queckſilber in jhrem innerſten gut Silber vnd Gold ſeyn/ gleichwol ſolches ſchier von nieman bishero geglaubt/ oder die Warheit in der That alſo durch Vnachtſſambkeit vnd Vngeſchickligkeit gefunden worden/ ſondern hat ſich ein jedweder mit demjenigen benuͤgen laſſen/ was er von ſeinen Vorfahren gehoͤret vnd geſehen; Nemblich/ wenn nichts auff der Capellen mit dem Bley geblieben/ fuͤr vnhaͤltig geachtet; da doch die Capellen prob fuͤr das rechte Examen der Metallen/ (welche bishero ſchier von jedermann darfuͤr gehalten worden/) der Philoſophorum nicht/ ſondern nur der Bergleuthen vnd gemeynen Probirern jhr Prob iſt/ welches mir viel Philoſophi werden Zeugnus geben/ als Iſaacus Hollandus, vnd fuͤrnemblich Paracelſus an vielen Orthen/ da er von den Metallen ſchreibet/ ſonderlich in ſeinem Buͤchlein/ daß er Vexationem Alchymiſtarum nennet/ in welchem die gantze gruͤndliche Eygenſchafft aller Metallen/ vnd jhrer Verbeſſerung deutlich genug beſchrieben iſt:","norm":"Wiewohl die fürnehmste und wahrhafte Philosophie einhellig melden / dass die unvollkommene Metallen / als Blei / Zinn / Eisen / Kupfer / und Quecksilber in ihrem innersten gut Silber und Gold sein / gleichwohl solches schier von niemand bisher geglaubt / oder die Wahrheit in der Tat also durch Vnachtssambkeit und Ungeschicklichkeit gefunden worden / sondern hat sich ein jedweder mit demjenigen begnügen lassen / was er von seinen Vorfahren gehöret und gesehen; nämlich / wenn nichts auf der Kapellen mit dem Blei geblieben / für vnhältig geachtet; da doch die Kapellen prob für das rechte Examen der Metallen / (welche bisher schier von jedermann dafür gehalten worden /) der Philosophorum nicht / sondern nur der Bergleuten und gemeinen Probierern ihr Probe ist / welches mir viel Philosophie werden Zeugnis geben / als Isaacus Hollandus, und vornehmlich Paracelsus an vielen Orten / da er von den Metallen schreibet / sonderlich in seinem Büchlein / dass er Vexationem Alchymistarum nennt / in welchem die ganze gründliche Eigenschaft aller Metallen / und ihrer Verbesserung deutlich genug beschrieben ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.225900173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2237,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon ein jedweder ſolches nicht verſtehet/ ſchadet nicht/ es ſoll ſo gemeyn auch nicht werden/ ſo ſchlecht vnd gering auch die Kunſt iſt/ welcher außdruͤcklich meldet/ daß die gemeyne Metallen/ durch Ablegung jhrer Vureinigkeit viel gut Silber vnd Gold halten:","norm":"Ob nun schon ein jedweder solches nicht verstehet / schadet nicht / es soll so gemein auch nicht werden / so schlecht und gering auch die Kunst ist / welcher ausdrücklich meldet / dass die gemeine Metallen / durch Ablegung ihrer Voreinigkeit viel gut Silber und Gold halten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9644999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2238,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolche Ablegung vnd Saͤuberung der gemeynen Metallen geſchehe/ ſagt er nicht/ ſondern ruͤhmet vnd lobt das Bley ſehr/ als einen Meiſter ſolches zu verꝛichten/ dahero allzeit von den vnverſuchten Alchymiſten geglaubt/ daß es nur das gemeyne Bley ſey/ vnd ſein Waſſer nicht gekennet/ (durch welches er doch nicht allein andere Metallen/ ſondern auch ſich ſelber waͤſchet vnd reiniget) haben gemeynt/ wann ſie Zinn/ Eyſen/ oder Kupffer mit Bley auff einer Capellen laſſen abgehen/ daß ſolches die rechte Waſchung were/ vnd nicht gemercket/ daß jhr Bley kein Gemeynſchafft mit Zinn vnd Eyſen in ſtarckem Fewer leydet/ ſondern dieſelbe alſo ſchwartz vnd vnſauber/ ohn einige Verbeſſerung wieder von ſich ſtoͤßt/ wie jederman wol bewuſt iſt.","norm":"Wie aber solche Ablegung und Säuberung der gemeinen Metallen geschehe / sagt er nicht / sondern rühmet und lobt das Blei sehr / als einen Meister solches zu verrichten / daher allzeit von den unversuchten Alchimisten geglaubt / dass es nur das gemeine Blei sei / und sein Wasser nicht gekannt / (durch welches er doch nicht allein andere Metallen / sondern auch sich selber wäscht und reiniget) haben gemeint / wann sie Zinn / Eisen / oder Kupfer mit Blei auf einer Kapellen lassen abgehen / dass solches die rechte Waschung wäre / und nicht gemerkt / dass ihr Blei kein Gemeinschaft mit Zinn und Eisen in starkem Feuer leidet / sondern dieselbe also schwarz und unsauber / ohne einige Verbesserung wieder von sich stößt / wie jedermann wohl bewusst ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2239,"date":1659,"orig":"Dieſes aber kan das gemeyne Bley/ wann Ertz oder Berg-arten/ die vollkommen Silber vnd Gold halten/ auff was Weiſe es auch ſey/ jhme zugeſetzet/ vnd im Fewer eynverleibet werden/ es mit derſelben Vnreinigkeit auff der Capellen eyngehet/ vnd laͤßt das Silber vnd Gold allein zuruͤck auff der Capellen ſitzen/ welches die Bergleuth abgetrieben heiſſen:","norm":"Dieses aber kann das gemeine Blei / wann Erz oder Bergarten / die vollkommen Silber und Gold halten / auf was Weise es auch sei / ihm zugesetzt / und im Feuer einverleibet werden / es mit derselben Unreinheit auf der Kapellen eyngehet / und lässt das Silber und Gold allein zurück auf der Kapellen sitzen / welches die Bergleute abgetrieben heißen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.563399791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2240,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches auff dieſe Weiſe; weilen Silber vnd Gold von Natur von jhrem Sulphure ſuperfluo gewaſchen/ vnd gereinigt ſeyn/ alſo daß dieſelben auch hinfuͤrter ſich nicht wieder mit den vnvollkommenen Metallen/ (welche noch voller vnreinen vnd vnzeitigen groben Sulphuris ſtecken/) radicaliter vermiſchen wollen/ zwar mit denſelben ſich gern vnterſchmeltzen vnd mengen laſſen; ſo bald aber hernach ſolche mixtur in das Fewer kompt/ ſo arbeit der verbrennliche Sulphur der gemeynen Metallen/ in ſeinem eygenen Queckſilber/ macht ſolchen zu einer Schlacken/ welche Schlacken ſo die mixtur auff guten Capellen ſteht/ weil ſie ſich von dem Metall ſcheydet/ in die poroſe materi der Capellen ſchlucket vnd eyngehet/ welches anff einem beſtaͤndigen von guter Etden gemachten Treibſcherben nicht geſchicht/ ſondern/ ob ſich dieſelbe ſchon von dem Metall ſcheydet/ gleichwol in die Erden nicht gehet/ ſondern darauff als ein bruͤchig oder Schlack-weſen ſtehen bleibt; auff der Capellen aber/ weilen ſolche von lucker-Holtz oder Beinaſchen gemacht/ leichtlich eyngehen kan:","norm":"Und geschieht solches auf diese Weise; weilen Silber und Gold von Natur von ihrem Sulphure superfluo gewaschen / und gereinigt sein / also dass dieselben auch hinfort sich nicht wieder mit den unvollkommenen Metallen / (welche noch voller unreinen und unzeitigen groben Sulphuris stecken /) radicaliter vermischen wollen / zwar mit denselben sich gern Unterschmelzen und mengen lassen; so bald aber hernach solche Mixtur in das Feuer kommt / so Arbeit der verbrennliche Sulphur der gemeinen Metallen / in seinem eigenen Quecksilber / macht solchen zu einer Schlacken / welche Schlacken so die Mixtur auf guten Kapellen steht / weil sie sich von dem Metall scheidet / in die poröse Materie der Kapellen schlucket und eyngehet / welches auf einem beständigen von guter Etden gemachten Treibscherben nicht geschieht / sondern / ob sich dieselbe schon von dem Metall scheidet / gleichwohl in die Erden nicht geht / sondern darauf als ein brüchig oder Schlack-Wesen stehen bleibt; auf der Kapellen aber / weilen solche von lucker-Holtz oder Beinaschen gemacht / leichtlich eingehen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50029993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2241,"date":1659,"orig":"Gehet derohalben allgemach ſo viel das Fewer zu Glett oder Schlacken macht/ in die Capellen/ ſo lang vnd viel bis alles Bley/ das bey dem Silber oder Gold war/ mit den andern vnvollkommenen Metallen/ welche ſich damit vereynigen/ zu Schlacken worden/ ſich in die Capellen verkrochen hat/ vnd das fein Silber vnd Gold allein ſitzen bleibt.","norm":"Gehet derohalben allgemach so viel das Feuer zu Glatt oder Schlacken macht / in die Kapellen / so lang und viel bis alles Blei / das bei dem Silber oder Gold war / mit den anderen unvollkommenen Metallen / welche sich damit vereinigen / zu Schlacken worden / sich in die Kapellen verkrochen hat / und das fein Silber und Gold allein sitzen bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.276299953460693} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2242,"date":1659,"orig":"Dann dieſe Natur hat das Bley/ wann es in einem flachen Geſchirꝛ oben Hitz befindet/ vnd vnten Kalt ſtehet/ daß es alles zu Glett wird/ geſchicht ſolches auff guter Compacter Erden/ ſo bleibt der Glett ſtehen/ vnd wird endlich zu einem gelben durchſichtigen Vitro, wann kein andere Metallen dabey ſeyn:","norm":"Dann diese Natur hat das Blei / wann es in einem flachen Geschirr oben Hitze befindet / und unten kalt steht / dass es alles zu Glatt wird / geschieht solches auf guter kompakter Erden / so bleibt der Glatt stehen / und wird endlich zu einem gelben durchsichtigen Vitro, wann kein andere Metallen dabei sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.043600082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2243,"date":1659,"orig":"So aber andere Metallen als Kupffer/ Eyſen oder Zinn dabey ſeyn/ ſo faͤrbet ſich auch das Vitrum davon/ vnd wird gruͤn/ roth/ ſchwartz vnd weiß/ nachdem des Metalls viel oder wenig dabey geweſen.","norm":"So aber andere Metallen als Kupfer / Eisen oder Zinn dabei sein / so färbet sich auch das Vitrum davon / und wird grün / rot / schwarz und weiß / nachdem des Metalls viel oder wenig dabei gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2244,"date":1659,"orig":"So aber ſolches geſchicht auff einer Capellen/ die von lucker Aſchen gemacht iſt/ ſo findet die Schlacken oder.","norm":"So aber solches geschieht auf einer Kapellen / die von locker Aschen gemacht ist / so findet die Schlacken oder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.7546000480651855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2245,"date":1659,"orig":"Glett poros, darinn ſie gehet/ ſo lang bis alles Bley eyngangen/ welches daſſelbe nit gethan haͤtte/ ſondern wol darauff were ſtehen blieben/ wann es nit zu Glett worden were.","norm":"Glatt poros, darin sie geht / so lang bis alles Blei Eingang / welches dasselbe nicht getan hätte / sondern wohl darauf wäre stehen blieben / wann es nicht zu Glatt worden wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.16510009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2246,"date":1659,"orig":"Iſt alſo das Abtreiben nichts anders/ als ein Verwandlung des Bleys mit ſeinem vnvollkommenen Zuſatz in ein Schlacken/ welche in die Capellen gehet/ vnd das Silber vnd Gold/ welches zu keiner Schlacken/ wegen ſeiner reinen Natur/ hat werden koͤnnen/ ſauber vnd fein zuruͤck bleibt.","norm":"Ist also das Abtreiben nichts anders / als ein Verwandlung des Bleis mit seinem unvollkommenen Zusatz in ein Schlacken / welche in die Kapellen geht / und das Silber und Gold / welches zu keiner Schlacken / wegen seiner reinen Natur / hat werden können / sauber und fein zurückbleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895999908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2247,"date":1659,"orig":"Dieſer Vnterꝛicht moͤchte manchem vnnoͤtig zu ſeyn vorkommen/ weilen das Abtreiben allbereyt uͤberall gemeyn vnd bekant iſt; der ſoll wiſſen/ daß er nicht vnnoͤthig/ ſondern ſehr noͤthig iſt zu wiſſen:","norm":"Dieser Unterricht möchte manchem unnötig zu sein Vorkommen / weilen das Abtreiben allbereyt überall gemein und bekannt ist; der soll wissen / dass er nicht unnötig / sondern sehr nötig ist zu wissen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.48390007019043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2248,"date":1659,"orig":"Dann der mehrertheil die mit Abtreiben uͤmbgehen/ nicht wiſſen wie es hergehe mit dem Abtreiben/ ſondern vermeynen das Bley lauffe alſo corporaliſch mit dem Kupffer vnd anderm Zuſatz in die Capellen/ weilen es ſich wieder corporaliſch darauß ſchmeltzen laͤßt/ vnd nit in einer Glettgeſtalt außkompt:","norm":"Dann der Mehrerteil die mit Abtreiben ümbgehen / nicht wissen wie es hergehe mit dem Abtreiben / sondern vermeinen das Blei laufe also körperlich mit dem Kupfer und anderem Zusatz in die Kapellen / weilen es sich wieder körperlich daraus schmelzen lässt / und nicht in einer Glättgestalt auskommt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.082499980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2249,"date":1659,"orig":"Es iſt zwar auch nicht noͤthig ſolchen Leuten viel Vnterꝛicht davon zu thun/ weilen ſie ſolchen zu jhrem Werck nicht vonnoͤthen haben/ ſondern nur jhr Arbeit ohne Nachdencken hinweg thun/ als ein ander Handwerck; Iſt aber nur denen zu lieb geſchrieben/ welche keinen fleiß ſparen die Natur zu durchſuchen/ vnd nach einem Philoſophiſchen Abtreiben trachten/ den Vnterſcheyd bey der Arbeit auß dieſem Diſcurs zu erlernen.","norm":"Es ist zwar auch nicht nötig solchen Leuten viel Unterricht davon zu tun / weilen sie solchen zu ihrem Werk nicht vonnöten haben / sondern nur ihr Arbeit ohne nachdenken hinwegtun / als ein ander Handwerk; ist aber nur denen zu lieb geschrieben / welche keinen Fleiß sparen die Natur zu durchsuchen / und nach einem philosophischen Abtreiben trachten / den Unterscheid bei der Arbeit aus diesem Diskurs zu erlernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706299781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2250,"date":1659,"orig":"Was aber nun das Ander bisher doͤch vngemeyne (davon Meldung geſchehen) fuͤr ein Abtreiben ſey/ dardurch vielmehr Silber vnd Gold erhalten wird/ als durch bekandte vnd gemeyne Weiſe/ gehoͤret noch nicht jederman zu wiſſen/ vnd gemeyn zu ſeyn/ iſt genug daß man Anleytung darzu habe/ daß ſolches der Kunſt moͤglich ſey:","norm":"Was aber nun das Ander bisher doch ungemeine (davon Meldung geschehen) für ein Abtreiben sei / dadurch vielmehr Silber und Gold erhalten wird / als durch bekannte und gemeine Weise / gehöret noch nicht jedermann zu wissen / und gemein zu sein / ist genug dass man Anleitung dazu habe / dass solches der Kunst möglich sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.734399795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2251,"date":1659,"orig":"Doch ſo viel zur Nachrichtung ſoll ich nicht verhalten/ wann du Zinn/ Eyſen/ oder Kupffer dahin bringen kanſt/ daß dieſelbe ſich mit dem Waſſer des Saturni radicaliter vniren/ vnd die Gewalt des Fewers miteinander außſtehen koͤnnen/ ſo wird das Bley ein Scheydung machen/ das Gold vnd Silber auß obgedachten imperfecten Metallen zu ſich nehmen/ vnd auff der Capellen hernach reichlich zuruͤck laſſen/ ſonſten wirſtu wenig oder gar nichts auß jhnen bringen/ dann ob du ſchon dieſelbe mit Bley/ nach Lehr der Probierer/ anſiedeſt/ vnd verſchlackeſt/ ſo richteſtu doch nichts damit auß/ dann Zinn vnd Eyſen/ welche ſehr Gold- vnd Silberꝛeich ſeyn/ bleiben nicht bey dem Bley in ſtarckem Fewer/ ſondern ſetzen ſich wegen jhres zu viel habenden Sulphurs oben auff/ als ein Haut oder Schlacken/ gleich wie ein Fettigkeit auf gemeynem Waſſer/ vnd giebt keine Scheydung/ doch außgenommen ſolches Zinn oder Eyſen/ welches im erſten Schmeltzen auß der minera Lunæ vnd Solis kommen iſt.","norm":"Doch so viel zur Nachrichtung soll ich nicht verhalten / wann du Zinn / Eisen / oder Kupfer dahin bringen kannst / dass dieselbe sich mit dem Wasser des Saturni radicaliter unieren / und die Gewalt des Feuers miteinander ausstehen können / so wird das Blei ein Scheidung machen / das Gold und Silber aus obgedachten Imperfekten Metallen zu sich nehmen / und auf der Kapellen hernach reichlich zurücklassen / sonsten wirst du wenig oder gar nichts aus ihnen bringen / dann ob du schon dieselbe mit Blei / nach Lehre der Probierer / ansiedest / und verschlackest / so richtest doch nichts damit aus / dann Zinn und Eisen / welche sehr Gold- und Silberreich sein / bleiben nicht bei dem Blei in starkem Feuer / sondern setzen sich wegen ihres zu viel habenden Sulfurs oben auf / als ein Haut oder Schlacken / gleich wie ein Fettigkeit auf gemeinem Wasser / und gibt keine Scheidung / doch ausgenommen solches Zinn oder Eisen / welches im ersten schmelzen aus der Minera Lunae und Solis kommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245900154113769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2252,"date":1659,"orig":"Alſo macht bisweilen ein Laborant vngefehr ein gute Prob/ in deme er vnwiſſend einen guten Weg trifft; weilen es aber ohne Verſtand iſt hergangen/ vnd ſeines Thuns kein Rationes geben kan/ ſo will es hernach alſo nit mehr angehen/ ſondern bleibet damit ſtecken.","norm":"Also macht bisweilen ein Laborant ungefähr ein gute Probe / in dem er unwissend einen guten Weg trifft; weilen es aber ohne Verstand ist hergegangen / und seines Tuns kein Rationes geben kann / so will es hernach also nicht mehr angehen / sondern bleibt damit stecken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.370500087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2253,"date":1659,"orig":"Wann die Chymici oder andere die mit Abtreiben ümbgehen/ den Sachen ein wenig nachdaͤchten/ inſonderheit die Vrſach ſuchten/ warumb jhr Bley/ welches einmal abgetrieben/ ſein Silber zuruͤck gelaſſen/ vnd wieder auß der Capellen geſchmeltzet iſt/ noch Silber halte/ ſie wuͤrden leichtlich auff einen guten Grund gelangen; ſo lang man aber ſolcher Vrſach vnwiſſend bleibt/ ſo lang man nichts guts auß den vnvollkommenen Metallen zu hoffen hat.","norm":"Wann die Chymici oder andere die mit Abtreiben ümbgehen / den Sachen ein wenig nachdächten / in Sonderheit die Ursache suchten / warum ihr Blei / welches einmal abgetrieben / sein Silber zurückgelassen / und wieder aus der Kapellen geschmältst ist / noch Silber halte / sie würden leichtlich auf einen guten Grund gelangen; solang man aber solcher Ursache unwissend bleibt / so lang man nichts Gutes aus den unvollkommenen Metallen zu hoffen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.582399845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2254,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun von eim beſondern bishero noch gantz geheimen probieren/ vnd Abtreiben der Metallen geſagt.","norm":"Dieses sei nun von einem besonderen bisher noch ganz geheimen probieren / und Abtreiben der Metallen gesagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.276100158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2255,"date":1659,"orig":"Das gemeyne/ welches allenthalben im Schwang gehet/ anbelangend/ iſt nicht noͤthig etwas davon zu melden/ weilen Lazarus Ercker ſolches außfuͤhrlich genug beſchrieben hat.","norm":"Das gemeine / welches allenthalben im Schwang geht / anbelangend / ist nicht nötig etwas davon zu melden / weilen Lazarus Ercker solches ausführlich genug beschrieben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.033100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2256,"date":1659,"orig":"Weiters iſt noch ein Weg ohne Bley die Ertz vnd Berg-arten zu verſuchen/ was fuͤr Metall ſie fuͤhren; nemblich/ mit Venediſchen/ oder ſonſt fluͤſſigem Glas/ in deme man des Ertzes oder Berg-art 1. oder 2. Granen klein pulveriſirt/ vnd vnter 1. Loth klein gepulvert Glas miſchet/ ſolches in eim verdeckten Tiegel ſchmeltzt vnd außgeußt/ ſo wird das Glas die Berg-art gantz vnd gar zu ſich nehmen/ auffſolviren/ vnd ſich davon faͤrben/ an welcher Farb man erkennen kan/ was die Berg-art oder Ertz fuͤr ein Metall halte/ darnach man ferner ſein probieren mit dem Bley anſtellen kan/ wann man nemblich zuvor weiß/ was darinn iſt.","norm":"Weiters ist noch ein Weg ohne Blei die Erz und Bergarten zu versuchen / was für Metall sie führen; nämlich / mit Venetischen / oder sonst flüssigem Glas / in dem man des Erzes oder Bergart 1. oder 2. Granen klein pulverisiert / und unter 1. Lot klein gepulvert Glas mischet / solches in einem verdeckten Tiegel schmelzt und außgeußt / so wird das Glas die Bergart ganz und gar zu sich nehmen / auffsolviren / und sich davon färben / an welcher Farbe man erkennen kann / was die Bergart oder Erz für ein Metall halte / danach man ferner sein Probieren mit dem Blei anstellen kann / wann man nämlich zuvor weiß / was darin ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.041500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2257,"date":1659,"orig":"Vnd dienet dieſe Vor-probe ſehr wol auff die allerwildeſte Berg-arten/ als Blutſtein/ Schmirgel/ Granaten/ ſchwartz vnd rothen Talck/ ꝛc. welche offtermals viel Silber vnd Gold halten/ vnd gleichwol nicht ins Bley gehen wolle/ derohaben manche Bergart die ſehr reich am Gold iſt/ hinweg geworffen/ vnd nicht geachtet wird/ weilen ſolche nicht probirt kan werden: Wann man aber verſichert iſt/ durch ein ſolche Vor-prob/ was darinnen ſey/ ſo darff man deſto kuͤhner hernach ſuchen/ ſolche zurecht zu bringen.","norm":"Und dient diese Vor- probe sehr wohl auf die wildeste Bergarten / als Blutstein / Schmirgel / Granaten / schwarz und roten Talk / etc. welche öftermals viel Silber und Gold halten / und gleichwohl nicht ins Blei gehen wolle / derohaben manche Bergart die sehr reich am Gold ist / hinweggeworfen / und nicht geachtet wird / weilen solche nicht probiert kann werden: Wann man aber versichert ist / durch ein solche Vorprobe / was darinnen sei / so darf man desto kühner hernach suchen / solche zurechtzubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.607500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2258,"date":1659,"orig":"Vnd ſeynd dieſes die Farben:","norm":"Und sind dieses die Farben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.288099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2259,"date":1659,"orig":"Wird das Glas Meergruͤn davon/ ſo iſt nur Kupffer darinn:","norm":"Wird das Glas Meergrün davon / so ist nur Kupfer darin:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.149199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2260,"date":1659,"orig":"Wird es Grasgruͤn/ ſo iſt Kupffer vnd Eyſen zugleich darinn:","norm":"Wird es Grasgrün / so ist Kupfer und Eisen zugleich darin:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.162399768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2261,"date":1659,"orig":"Wird es Roſtgelb davon/ ſo haͤlt der Stein Eyſen:","norm":"Wird es Rostgelb davon / so hält der Stein Eisen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.01930046081543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2262,"date":1659,"orig":"Wird es Bleichgelb/ ſo haͤlt es Zinn:","norm":"Wird es Bleichgelb / so hält es Zinn:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.962600231170654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2263,"date":1659,"orig":"So aber Goldgelb oder Rubinroth/ Silber:","norm":"So aber Goldgelb oder Rubinrot / Silber:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"no","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.949399948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2264,"date":1659,"orig":"Blaw oder Saphirfarb/ fein Gold: Sinaragdenfarb/ Gold vnd Silber zugleich: Ametiſtenfarb/ Gold/ Silber/ Kupffer vnd Eyſen zugleich.","norm":"Blau oder Saphirfarbe / fein Gold: Sinaragdenfarb / Gold und Silber zugleich: Ametistenfarb / Gold / Silber / Kupfer und Eisen zugleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2265,"date":1659,"orig":"Vber dieſe Farben bekompt bisweilen das Glas noch andere Farben/ nach dem vnterſchiedliche Metallen/ des einen mehr als des andern/ in der Bergart iſt/ welches durch Vbung muß erlernet/ vnd ſein probieren hernach mit dem Bley angeſtellet werden.","norm":"Über diese Farben bekommt bisweilen das Glas noch andere Farben / nach dem unterschiedliche Metallen / des einen mehr als des anderen / in der Bergart ist / welches durch Übung muss erlernet / und sein Probieren hernach mit dem Blei angestellt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756199836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2266,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen Vorproben mit Salpeter/ ſo wol auff allerley Ertz vnd Bergarten/ als Metallen gemacht werden; Vnd giebt ſonderlich Zinn/ Eyſen/ vnd Kupffer reichlich/ daß aber hernach ſolches in dem Bley nichts geben will/ folget nicht/ als wann nichts darinn were/ ſondern zeiget klaͤrlich an/ daß das gemeyne Bley der rechte Probmeiſter der Metallen nicht ſey; dann ſo ers were/ wuͤrde er in groſſem dasjenige was in kleinem darinn gefunden wird herauß bringen koͤnnen; Vnd geſchicht die Prob alſo:","norm":"Auch können Vorproben mit Salpeter / so wohl auf allerlei Erz und Bergarten / als Metallen gemacht werden; und gibt sonderlich Zinn / Eisen / und Kupfer reichlich / dass aber hernach solches in dem Blei nichts geben will / folget nicht / als wann nichts darin wäre / sondern zeiget klärlich an / dass das gemeine Blei der rechte Probmeister der Metallen nicht sei; dann so er es wäre / würde er in großem dasjenige was in kleinem darin gefunden wird herausbringen können; und geschieht die Probe also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.740799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2267,"date":1659,"orig":"Man machet ein mixtur von 1. Theil guten Sulphur:","norm":"Man macht ein Mixtur von 1. Teil guten Sulphur:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.276500225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2268,"date":1659,"orig":"2. Theilen reinen Weinſtein/ vnd 4. Theilen wol gelaͤuterten Salpeter/ von welcher unc. j. man dragm.","norm":"2. Teilen reinen Weinstein / und 4. Teilen wohl geläuterten Salpeter / von welcher unc. j. man dragm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.086400032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2269,"date":1659,"orig":"j. kleiu gepulveriſirt Ertz oder Metall miſchet/ thut ſolches zuſammen in einen Tiegel/ ſtecket ein gluͤend Eyſen oder Kohlen dareyn/ ſo entzuͤnd ſich die mixtur, vnd giebt ein gewaltig ſchnell vnd heiß Fewer/ dardurch das Ertz oder Metall zu Schlacken wird; Was aber nicht zu Schlacken wird/ muß wieder mit ſolcher mixtur gebrand werden/ bis alles verzehret iſt; ſolche Schlacken oder Saltz/ darinn das Ertz oder Metall vezehret iſt/ muß man in einem ſtarcken Tiegel ſo lang flieſſen laſſen/ bis ein Vitrum darauß wird/ ſolches außgoſſen/ ſo find ſich ein klein Korn Gold oder Silber/ welches das Ertz oder Metall hat von ſich geben/ vnd ſo du nun recht damit uͤmbgēheſt/ vnd triffſt/ wirſt du deinen Luſt daran ſchen/ doch keinen Nutzen daran haben/ in dem ſolche Arbeit in groſſem nicht zu thun iſt/ auch der Salpeter zu koͤſtlich darzu faͤllet/ iſt nur darumb angezeigt/ auff daß man ſehe/ daß beynahe alles Zinn/ Eyſen vnd Kupffer/ Gold halte/ ob es ſchon keines auff der Capellen giebt mit Abtreiben.","norm":"j. Kleie gepulverisirt Erz oder Metall mischet / tut solches zusammen in einen Tiegel / stecket ein glühend Eisen oder Kohlen darein / so entzünde sich die Mixtur, und gibt ein gewaltig schnell und heiß Feuer / dadurch das Erz oder Metall zu Schlacken wird; was aber nicht zu Schlacken wird / muss wieder mit solcher Mixtur Gebrand werden / bis alles verzehret ist; solche Schlacken oder Salz / darin das Erz oder Metall vezehret ist / muss man in einem starken Tiegel so lang fließen lassen / bis ein Vitrum daraus wird / solches ausgossen / so finde sich ein klein Korn Gold oder Silber / welches das Erz oder Metall hat von sich geben / und so du nun recht damit ümbgehest / und triffst / wirst du deinen Lust daran schen / doch keinen Nutzen daran haben / in dem solche Arbeit in großem nicht zu tun ist / auch der Salpeter zu köstlich dazu fället / ist nur darum angezeigt / auf dass man sehe / dass beinahe alles Zinn / Eisen und Kupfer / Gold halte / ob es schon keines auf der Kapellen gibt mit Abtreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.867400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2270,"date":1659,"orig":"Vnd darff jhm niemand eynbilden/ als wann dieſe Arbeit ein Tranſmutation were/ gantz nicht/ es iſt nur ein außbringen vnd ſcheyden/ darnach man ſeine Rechnung auff andere Weiſe außzubringen machen kan.","norm":"Und darf ihm niemand einbilden / als wann diese Arbeit ein Transmutation wäre / ganz nicht / es ist nur ein ausbringen und scheiden / danach man seine Rechnung auf andere Weise auszubringen machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.960700035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2271,"date":1659,"orig":"Wol muß man ſich vorſehen/ daß man dieſe mixtur nicht mit dem Tiegel auff Kohlen ſetze/ vnd verpuffe/ ſondern von oben anzuͤnde/ ſonſten wuͤrde ſie ſchlagen als ein aurum fulminans, vnd Gefahr darbey ſeyn.","norm":"Wohl muss man sich vorsehen / dass man diese Mixtur nicht mit dem Tiegel auf Kohlen setze / und verpuffe / sondern von oben anzünde / sonsten würde sie schlagen als ein aurum fulminans, und Gefahr dabei sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850900173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2272,"date":1659,"orig":"Sonſten kan man auch leichtfluͤſſige Ertz mit nach folgender mixtur probieren vnd auch capellieren. ℞. 1. Theil Saͤggeſpaͤhn von duͤrꝛem Linden-Holtz.","norm":"Sonsten kann man auch leichtflüssige Erz mit nach folgender Mixtur probieren und auch capellieren . ℞ . 1. Teil Säggespähn von dürrem Lindenholz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.297599792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2273,"date":1659,"orig":"2. Theil Schwefel/ vnd acht oder neun Theil reinen Salpeter/ mach ſtratum ſupra ſtratum in eim Tiegel/ nimb zu eylff oder zwoͤlff Theil dieſer mixtur, tin Theil klein gerieben Ertzes/ zuͤnde es an/ ſo fleußt das Ertz zuſammen in ein Korn/ wann es nicht gar zu vnrein iſt/ ſo verzehret dieſes ſchnelle Fewer das vnreine/ vnd laͤßt das Silber oder Gold fein liegen.","norm":"2. Teil Schwefel / und acht oder neun Teil reinen Salpeter / mache stratum supra stratum in einem Tiegel / nimm zu elf oder zwölf Teil dieser Mixtur, tin Teil klein gerieben Erzes / zünde es an / so fließt das Erz zusammen in ein Korn / wann es nicht gar zu unrein ist / so verzehret dieses schnelle Feuer das unreine / und lässt das Silber oder Gold fein liegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.210999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2274,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon dieſe Prob keinen Nutzen bringt/ ſo bringt ſie doch auch keinen Schaden/ vnd iſt nicht vergeblich hieher geſetzt/ ſondern hat ſeine Betendung vnd Anleytung zu andern Dingen.","norm":"Ob nun schon diese Probe keinen Nutzen bringt / so bringt sie doch auch keinen Schaden / und ist nicht vergeblich hierher gesetzt / sondern hat seine Betendung und Anleitung zu anderen Dingen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094900131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2275,"date":1659,"orig":"CAP. 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III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.316800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2276,"date":1659,"orig":"Vom ſchmeltzen der Ertz vnd Metallen.","norm":"Vom Schmelzen der Erz und Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8358001708984375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2277,"date":1659,"orig":"DIe Ertz vnd Metallen in groſſem zu ſchmeltzen/ vnd zu gut zu machen/ gehoͤret hieher nicht/ dann ſolche Arbeit in dieſem Ofen nicht kan gethan werden/ ſondern iſt bey andern in jhren Berg-Buͤchern weitlaͤufftig beſchrieben worden.","norm":"Die Erz und Metallen in großem zu schmelzen / und zu gutzumachen / gehöret hierher nicht / dann solche Arbeit in diesem Ofen nicht kann getan werden / sondern ist bei anderen in ihren Berg-Büchern weitläufig beschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205999851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2278,"date":1659,"orig":"CAP. 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IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.231599807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2279,"date":1659,"orig":"Vom ſcheyden der Metallen.","norm":"Vom Scheiden der Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.074900150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2280,"date":1659,"orig":"DAs ſcheyden der Metallen iſt ein alte vnd ſehr nuͤtzliche ſchoͤne Kunſt/ dardurch ein Metall von dem andern kuͤnſtlich geſcheyden wird:","norm":"Das Scheiden der Metallen ist ein alte und sehr nützliche schöne Kunst / dadurch ein Metall von dem anderen künstlich gescheiten wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.361400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2281,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolche Scheydung gemeyniglich auff viererley Weiſe vnd Wege; als durch Aqua-fort, Cimenta, Guß mit Schwefel vnd Bley/ vnd auch durch Antimonium:","norm":"Und geschieht solche Scheidung gemeiniglich auf viererlei Weise und Wege; als durch Aqua-fort, Cimenta, Guss mit Schwefel und Blei / und auch durch Antimonium:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9532999992370605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2282,"date":1659,"orig":"Welche viererley Weiſe vnd Wege der kunſtreiche Probierer vnd Bergmann Lazarus Ercker/ ſchoͤn vnd wol mit allen Vmbſtaͤnden beſchrieben hat/ welche Beſchreibung im geringſten nicht zu ſchelten/ vnd auch wenig zu verbeſſern iſt/ ob ſchon noch einige noͤtige Handgriff darzu koͤnten geſetzt werden/ ſo iſts doch ſo viel nicht/ daß man ſolche Beſchreibung/ welche an ſich ſelber deutlich genug iſt/ wiederholen/ vnd auß einem alten Buch ein newes machen ſolte.","norm":"Welche viererlei Weise und Wege der kunstreiche Probierer und Bergmann Lazarus Ercker / schön und wohl mit allen Umständen beschrieben hat / welche Beschreibung im Geringsten nicht zu schelten / und auch wenig zu verbessern ist / ob schon noch einige nötige Handgriff dazu könnten gesetzt werden / so ist es doch so viel nicht / dass man solche Beschreibung / welche an sich selber deutlich genug ist / wiederholen / und aus einem alten Buch ein neues machen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22730016708374} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2283,"date":1659,"orig":"Vnd beſtehet ſolche Scheydung nur allein in den dreyen fuͤrnembſten Metallen/ als Gold/ Silber/ vnd Kupffer.","norm":"Und bestehet solche Scheidung nur allein in den drei fürnehmsten Metallen / als Gold / Silber / und Kupfer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422200202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2284,"date":1659,"orig":"In Scheydung anderer Metallen hat er nichts ſonderliches gedacht.","norm":"In Scheidung anderer Metallen hat er nichts Sonderliches gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.703999996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2285,"date":1659,"orig":"Auch werden nur die zween modi von den 4. als dieſe/ durch ſtarck Waſſer vnd Cimenten/ mehrentheils gebraucht/ weilen ſolche am leichteſten zu thun ſeyn; Die andern 2. als durch den Guß mit Sulphur vnd Bley/ wie auch mit Antimonio werden wenig gethan/ welches zu verwundern iſt/ da doch die Metallen viel leichter als durch Aq. F. oder Cimentiren dardurch koͤnnen geſcheyden werden/ weil darfuͤr gehalten wird/ als wann der Schwefel vnd Antimonium rauben ſolte/ da es doch nur dem Scheyder an Geſchickligkeit mangelt/ welcher den Schwefel vnd Antimonium nicht kennet/ dahero auch dieſelben nicht zu regieren weiß/ muß alſo der vnſchuldige Schwefel vnd Antimonium vrſach ſeyn/ daß ſolche compendiosè Scheydung vnterlaſſen bleibet.","norm":"Auch werden nur die zweien modi von den 4. als diese / durch stark Wasser und Zementen / mehrenteils gebraucht / weilen solche am leichtesten zu tun sein; die anderen 2. als durch den Guss mit Sulphur und Blei / wie auch mit Antimonio werden wenig getan / welches zu verwundern ist / da doch die Metallen viel leichter als durch Aq. F. oder Zimentieren dadurch können gescheiten werden / weil dafür gehalten wird / als wann der Schwefel und Antimonium rauben sollte / da es doch nur dem Scheider an Geschicklichkeit mangelt / welcher den Schwefel und Antimonium nicht kennet / daher auch dieselben nicht zu regieren weiß / muss also der unschuldige Schwefel und Antimonium Ursache sein / dass solche compendiose Scheidung unterlassen bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117099761962891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2286,"date":1659,"orig":"Doch muß ich auch bekennen/ daß ohne dieſen Ofen ich ſelber nicht gern darmit ſcheyden wolte:","norm":"Doch muss ich auch bekennen / dass ohne diesen Ofen ich selber nicht gern damit scheiden wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.149600028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2287,"date":1659,"orig":"Dann es nicht fehlet/ wann man allzeit mit der Naſen bey ſolchem Geſtanck des Schwefels vnd Antimonii ſeyn muß/ (welches dañ in den gemeynen Windoͤfen/ vnd auch vor dem Geblaͤs nicht anders ſeyn kan) welcher mit dem Athem attrahirt wird/ mit der Zeit nichts guts geben kan/ weilen Lung vnd Leber/ wie auch das Hirn vnd Hertz mercklich dadurch beſchaͤdiget wird: Iſt derohalben kein Wunder/ daß dieſe beyde modi ſeynd geſchewet worden/ vnd noch auff dieſen Tag gehaſſet werden/ auch darumb/ weilen ſie etwas mehr Fleiß vnd Wiſſenſchafft erfordern/ als die zween erſte Wege.","norm":"Dann es nicht fehlet / wann man allzeit mit der Nasen bei solchem Gestank des Schwefels und Antimonii sein muss / (welches dann in den gemeinen Windöfen / und auch vor dem Gebläse nicht anders sein kann) welcher mit dem Atem attrahiert wird / mit der Zeit nichts Gutes geben kann / weilen Lunge und Leber / wie auch das Hirn und Herz merklich dadurch beschädiget wird: Ist derohalben kein Wunder / dass diese beide modi sind gescheut worden / und noch auf diesen Tag gehasst werden / auch darum / weilen sie etwas mehr Fleiß und Wissenschaft erfordern / als die zweien erste Wege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.003600120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2288,"date":1659,"orig":"Nun aber/ weilen dieſer Ofen an Tag kommen/ in welchem man ohne Gefahr des Geſtancks vnd gifftigen Rauchs gemaͤchlich ſchmeltzen kan/ trag ich kein zweyffel/ dieſe 2. letzte modi werden hinfoͤrder (weilen ſie die nuͤtzlichſten ſeyn) den erſten vorgezogen/ vnd mehr gebrauchet werden/ als vor dieſem geſchehen iſt.","norm":"Nun aber / weilen dieser Ofen an Tag kommen / in welchem man ohne Gefahr des Gestanks und giftigen Rauchs gemächlich schmelzen kann / trage ich kein Zweifel / diese 2. letzte modi werden hinfördere (weilen sie die nützlichsten sein) den ersten vorgezogen / und mehr gebraucht werden / als vor diesem geschehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.786600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2289,"date":1659,"orig":"Dann wer das Antimonium recht kennet/ vnd mit jhme weiß uͤmbzugehen/ der kan nicht allein das Gold von ſeinen Zuſatzen leichtlich mit kleinem Koſten in kurtzer zeit damit/ ohne allen Verluſt deſſelben/ geſchwind rein vnd fein machen/ ſondern kan auch das verguͤlde Silber nuͤtzlich vnd compendiosè damit viel beſſer/ als durch Schwefel/ Bley/ vnd ander Zuſaͤtze/ in groſſer Menge/ ohn einigen Verluſt des Golds vnd Silber ſcheyden:","norm":"Dann wer das Antimonium recht kennet / und mit ihm weiß umzugehen / der kann nicht allein das Gold von seinen Zusatze leichtlich mit kleinem Kosten in kurzer Zeit damit / ohne allen Verlust desselben / geschwind rein und fein machen / sondern kann auch das vergolde Silber nützlich und compendiose damit viel besser / als durch Schwefel / Blei / und ander Zusätze / in großer Menge / ohne einigen Verlust des Golds und Silber scheiden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640999794006348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2290,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſes die nuͤtzlichſte Scheydung des Goldes vom Silber im Guß/ die mir bekant iſt/ weilen anders keine Koſten angeleget werden/ als an Kohlen/ dann das Antimonium bezahlet ſich ſelber/ weilen keines gefunden/ daß nicht ſo viel Gold bey ſich fuͤhret/ als es koſtet/ welches Gold dann dem Scheyder zu Nutzen kompt/ vnd dadurch alſo ſich ſelber bezahlet/ vnd liegt nur allein daran/ wie man das Antimonium wieder von dem Gold vnd Silber bringe/ dann ſolches nicht durch verblaſen (wie bishero im Brauch geweſen/) ſondern durch eine Seygerung geſchehen muß/ alſo daß das Antimonium behalten/ vnd wieder zu dergleichen Arbeit koͤnne gebraucht/ vnd nicht hinweg geblaſen werden/ welchs niemand zu nutzen kompt.","norm":"Und ist dieses die nützlichste Scheidung des Goldes vom Silber im Guss / die mir bekannt ist / weilen anders keine Kosten angelegt werden / als an Kohlen / dann das Antimonium bezahlet sich selber / weilen keines gefunden / dass nicht so viel Gold bei sich führt / als es kostet / welches Gold dann dem Scheider zu Nutzen kommt / und dadurch also sich selber bezahlet / und liegt nur allein daran / wie man das Antimonium wieder von dem Gold und Silber bringe / dann solches nicht durch Verblasen (wie bisher im Brauch gewesen /) sondern durch eine Seigerung geschehen muss / also dass das Antimonium behalten / und wieder zu dergleichen Arbeit könne gebraucht / und nicht hinweggeblasen werden / welches niemand zu nutzen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.841700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2291,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolche Seygerung zugehet/ wird ſein Stelle bekommen.","norm":"Wie aber solche Seigerung zugehet / wird sein Stelle bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.27269983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2292,"date":1659,"orig":"Vber dieſe 4. erzehlte Wege/ iſt noch ein anderer/ Gold/ Silber vnd Kupffer ohne Guß voneinander zu ſcheyden/ welcher noch niemalen an Tag kommen/ vnd die vorigen alle weit uͤbertrifft/ uͤber die maſſen nuͤtzlich vnd foͤrderlich/ vnd ſolches nur mit Sp. Sal. nitroſo.","norm":"Über diese 4. erzählte Wege / ist noch ein anderer / Gold / Silber und Kupfer ohne Guss voneinander zu scheiden / welcher noch niemals an Tag kommen / und die vorigen alle weit übertrifft / über die maßen nützlich und förderlich / und solches nur mit Sp. Sal. nitroso.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.700699806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2293,"date":1659,"orig":"Nemblich/ daß man einen Spiritum Salis rectificatum, welchen man mit wenig Koſten in copia, durch mein 1. vnd 2. Ofen zurichten kan/ mit gemeynem Salpeter/ den man darinn zergehen laͤßt/ ſtaͤrcke/ vnd das Gold dabey Silber vnd Kupffer iſt/ granulirt hineyn legen/ vnd in einen Kolben auff einem warmen Sand ſolviren laſſen/ ſo ſolvirt ſich das Gold vnd Kupffer/ vnd das Silber bleibt liegen/ die ſolution geuſt man ab von dem Silberkalck/ vnd thut einen guͤldiſchen Niederſchlag darzu/ vnd laͤßt es miteinander auffkochen/ ſo geſchicht ein ſcheydung/ vnd faͤllt alles Gold pur vnd rein/ als gefeylet oder gemahlen/ ſo ſchoͤn von Farb vnd Glantz/ daß man damit ſchreiben vnd mahlen koͤnte/ vnd das Kupffer bleibt bey dem Waſſer/ welches/ ſo man will/ auch auß dem Waſſer ſcheyden kan/ doch iſts beſſer/ daß man das Aqua Reg. davon ziehe/ vnd zu dergleichen Arbeit wieder gebrauche:","norm":"nämlich / dass man einen Spiritum Salis rectificatum, welchen man mit wenig Kosten in copia, durch mein 1. und 2. Ofen zurichten kann / mit gemeinem Salpeter / den man darin zergehen lässt / stärke / und das Gold dabei Silber und Kupfer ist / granuliert hineinlegen / und in einen Kolben auf einem warmen Sand solvieren lassen / so solviert sich das Gold und Kupfer / und das Silber bleibt liegen / die Solution geust man ab von dem Silberkalk / und tut einen güldischen Niederschlag dazu / und lässt es miteinander aufkochen / so geschieht ein Scheidung / und fällt alles Gold pur und rein / als gefeilt oder gemahlen / so schön von Farbe und Glanz / dass man damit schreiben und malen könnte / und das Kupfer bleibt bei dem Wasser / welches / so man will / auch aus dem Wasser scheiden kann / doch ist es besser / dass man das Aqua Reg. davon ziehe / und zu dergleichen Arbeit wieder gebrauche:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.817800045013428} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2294,"date":1659,"orig":"Das niedergefallene Gold nimpt man auß/ waͤſchet ſolches mit gemeynem Waſſer ab/ vnd macht daſſelbe trocken/ gehet ihme im ſchmeltzen gantz nichts ab/ vnd iſt das feineſte vnd ſchoͤnſte Gold/ das immer zu machen iſt:","norm":"Das niedergefallene Gold nimmt man aus / wäscht solches mit gemeinem Wasser ab / und macht dasselbe trocken / geht ihm im Schmelzen ganz nichts ab / und ist das feinste und schönste Gold / das immer zu machen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7256999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2295,"date":1659,"orig":"Dann kein Gold ſo fein durch Aq. fort in der Quart kan gemacht werden/ vnd auch kein feiners durch Antimonium.","norm":"Dann kein Gold so fein durch Aq. fort in der Quart kann gemacht werden / und auch kein Feiners durch Antimonium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6579999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2296,"date":1659,"orig":"Iſt alſo dieſer modus vor all den andern hoch zu preyſen/ vnd nicht allein darumb/ weil er nicht viel koſtet/ ſondern auch darumb/ weil kem groſſe Muͤh vnd Zeit darzu erfordert wird/ vnd das ſchoͤnſte Gold davon kompt; deßgleichen auß andern ſcheyden nicht kommen kan.","norm":"Ist also dieser modus vor all den anderen hochzupreisen / und nicht allein darum / weil er nicht viel kostet / sondern auch darum / weil kam große Mühe und Zeit dazu erfordert wird / und das schönste Gold davon kommt; desgleichen aus anderen scheiden nicht kommen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314499855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2297,"date":1659,"orig":"Den Silberkalch aber/ welcher in dem Scheydkolben iſt liegen blieben/ nimb herauß/ fuͤß jhn ab/ vnd mach jhn trucken/ vnd las in einem Tiegel ein wenig Salis Tartari flieſſen/ wirff mit einem Loͤffel immer ein wenig von dieſem Silberkalch hineyn/ ſo wird das Silber alſobalden in ein corpus gehen/ vnd nichts verlohren werden; Auch kan es nicht ſchaden/ daß man denſelben alſobald er auß dem Kolben genommen/ alſo naß mit Lixivio Salis Tartari kochet/ vnd die Feuchtigkeit davon laͤßt duͤnſten/ das trockene hernach in einem Tiegel ſchmeltzet/ geht auch gantz nichts verlohren.","norm":"Den Silberkalch aber / welcher in dem Scheidkolben ist liegen blieben / nimm heraus / Füße ihn ab / und mache ihn trocken / und las in einem Tiegel ein wenig Salis Tartari fließen / wirf mit einem Löffel immer ein wenig von diesem Silberkalch hinein / so wird das Silber alsobald in ein corpus gehen / und nichts verloren werden; auch kann es nicht schaden / dass man denselben alsobald er aus dem Kolben genommen / also nass mit Lixivio Salis Tartari kochet / und die Feuchtigkeit davon lässt dünsten / das trockene hernach in einem Tiegel schmelzet / geht auch ganz nichts verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.213200092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2298,"date":1659,"orig":"Ohne dieſes Mittel aber laͤßt ſich ein ſolcher Silberkalch/ der im Aq. Reg. geweſen/ fuͤr ſich allein nicht ſchmeltzen/ ſondern giebt ein bruͤchige maſſam, einem weißgelben Horn gleich/ derentwegen ſie auch von den Chymicis Luna cornua genennet wird/ daran auch von vielen gekuͤnſtelt worden/ wie ſolche ohne verluſt wieder in ein corpus zu bringen/ welches allhie deutlich vnterwieſen wird:","norm":"Ohne dieses Mittel aber lässt sich ein solcher Silberkalch / der im Aq. Reg. gewesen / für sich allein nicht schmelzen / sondern gibt ein brüchige massam, einem weißgelben Horn gleich / derentwegen sie auch von den Chymicis Luna cornua genannt wird / daran auch von vielen gekünstelt worden / wie solche ohne Verlust wieder in ein corpus zu bringen / welches allhier deutlich unterwiesen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.28819990158081} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2299,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man keinen Spiritum Salis hat/ kan man ein gemeyn Aq. reg. von Aq. fort.","norm":"Und so man keinen Spiritum Salis hat / kann man ein gemein Aq. reg. von Aq. fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.702000141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2300,"date":1659,"orig":"vnd Sale Armoniaco gemacht/ nehmen/ thut gleich viel/ koſtet aber dreymahl mehr als mit Spir.","norm":"und Sale Armoniaco gemacht / nehmen / tut gleich viel / kostet aber dreimal mehr als mit Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.479300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2301,"date":1659,"orig":"Salis nitroſo gethan.","norm":"Salis nitroso getan.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.346399784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2302,"date":1659,"orig":"Vnd iſt auch dieſer Weg den andern weit vorzuziehen/ weil er zu allem Gold/ wie hoch oder gering es ſey/ kan gebraucht werden/ wann nur des Goldes mehr als des Silbers iſt/ auff daß das Aq. reg. angreiffen vnd ſolviren kan.","norm":"Und ist auch dieser Weg den anderen weit vorzuziehen / weil er zu allem Gold / wie hoch oder gering es sei / kann gebraucht werden / wann nur des Goldes mehr als des Silbers ist / auf dass das Aq. reg. angreifen und solvieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8547000885009775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2303,"date":1659,"orig":"Auff daß man aber wol mercke vnd gewahr werde/ wie vortheilhafftig dieſes ſcheyden gegen andere ſey/ ſo will ichs dem Kunſtſuchenden ein wenig entwerffen.","norm":"Auf dass man aber wohl merke und gewahr werde / wie vorteilhaftig dieses scheiden gegen andere sei / so will ich es dem Kunstsuchenden ein wenig entwerfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2304,"date":1659,"orig":"Wiltu durch die Quart mit Aq. fort. ſcheyden/ ſo muſtu zuvorn fein Silber machen/ welches du dem Gold zuſetzeſt/ nemblich 2. oder 3. Theil fein Silber gegen 1. Theil vnſauber Gold/ vnd haſtu erſtlich die Muͤh vnd Koſten das Silber fein zu brennen/ mit dem Gold zuſammen zu ſchmeltzen vnd granuliren/ darnach die menge des Aqua fort. anzuwenden/ vnd ſo viel Silber auffzuloͤſen/ zu faͤllen/ abzuſuͤſſen/ vnd zu ſchmeltzen/ vnd gleichwol auch das Gold abzuſuͤſſen/ zu trucknen/ vnd ſchmeltzen/ wie viel Muͤhe/ Arbeit vnd Koſten erfordert dieſes ſcheyden/ mehr als das meynige?","norm":"Willst du durch die Quart mit Aq. fort. scheiden / so musst du zuvor fein Silber machen / welches du dem Gold zusetzest / nämlich 2. oder 3. Teil fein Silber gegen 1. Teil unsauber Gold / und hast du erstlich die Mühe und Kosten das Silber fein zu brennen / mit dem Gold zusammenzuschmelzen und granulieren / danach die Menge des Aqua fort . anzuwenden / und so viel Silber aufzulösen / zu fällen / abzusüßen / und zu schmelzen / und gleichwohl auch das Gold abzusüßen / zu trocknen / und schmelzen / wie viel Mühe / Arbeit und Kosten erfordert dieses scheiden / mehr als das meinige?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.749800205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2305,"date":1659,"orig":"Wiltu durch Cimenten das Gold fein machen/ ſo haſtu die Muͤhe zu granuliren/ vnd Koſten der Cimentbuͤchſen/ vnd in einem grad continuirlichen/ langdaurigen Fewers/ welches viel Zeit vnd Kohlen bedarff/ vnd kan auch auff einmal nicht fein außkommen/ ſondern muß bisweilen zum 2. vnd 3. mahl/ nach dem es vnſauber/ vnd duͤnn granulirt iſt/ wieder auffs new angeſetzt vnd eimentirt werden.","norm":"Willst du durch Zementen das Gold fein machen / so hast du die Mühe zu granulieren / und Kosten der Cimentbüchsen / und in einem gerade kontinuierlichen / langdaurigen Feuers / welches viel Zeit und Kohlen bedarf / und kann auch auf einmal nicht fein auskommen / sondern muss bisweilen zum 2. und 3. Mal / nach dem es unsauber / und dünn granuliert ist / wieder aufs neu angesetzt und eimentirt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475599765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2306,"date":1659,"orig":"Vberſchlage nun was fuͤr Zeit/ Muͤhe/ vnd Koſten ein ſolches ſcheyden erfordere?","norm":"Überschlage nun was für Zeit / Mühe / und Kosten ein solches scheiden erfordere?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2118000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2307,"date":1659,"orig":"Wiltu ſolches mit Schwefel vnd Antimonio thun/ welches zwar ein guter Weg iſt/ vnd nicht viel koſtet/ wann du das Gold vom Antimonio ohne verblaſen wieder ſepariren kanſt/ doch dreymahl mehr Wercks vnd Muͤhe finden wirſt/ bis du all dein Gold vnd Silber wieder auß den Schlacken/ oder Blackmal/ wie es die Scheyder nennen/ des Antimon. herauß geſeygert vnd zu gut gemacht wirſt haben.","norm":"Willst du solches mit Schwefel und Antimonio tun / welches zwar ein guter Weg ist / und nicht viel kostet / wann du das Gold vom Antimonio ohne verblasen wieder separieren kannst / doch dreimal mehr Werks und Mühe finden wirst / bis du all dein Gold und Silber wieder aus den Schlacken / oder Blackmal / wie es die Scheider nennen / des Antimon . heraus geseigert und zu gut gemacht wirst haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33620023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2308,"date":1659,"orig":"Sihe nun/ vnd uͤberlege es/ welches dir am bēſten zu thun anſtehet/ dardurch du dein Gold am geſchwindeſten vnd leichteſten rein vnd fein macheſt; Ich zweyfle nicht/ du wirſt dieſen Weg den andern weit vorziehen vnd gebrauchen.","norm":"Siehe nun / und überlege es / welches dir am besten zu tun anstehet / dadurch du dein Gold am geschwindesten und leichtesten rein und fein machest; Ich zweifle nicht / du wirst diesen Weg den anderen weit vorziehen und gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089499950408935} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2309,"date":1659,"orig":"Auch giebt dieſe Weiſe ein ſehr groſſen Vortheil im verguͤlden Silber zu ſcheyden/ indeme man daſſelbe nicht darff fein brennen/ ſondern nur granuliren vnd mit Waſſer ſcheyden/ wann das Kupffer/ welches bey dem Silber iſt/ ſchon etwas raubet/ ſo kan es doch leichtlich mit dieſem Saltz gefaͤllet werden.","norm":"Auch gibt diese Weise ein sehr großen Vorteil im vergülden Silber zu scheiden / indem man dasselbe nicht darf fein brennen / sondern nur granulieren und mit Wasser scheiden / wann das Kupfer / welches bei dem Silber ist / schon etwas raubet / so kann es doch leichtlich mit diesem Salz gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.539000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2310,"date":1659,"orig":"Auch giebts eine ſchoͤne Scheydung auff vergůld Silber/ das Gold mit obgemeldtem Spir. ſalis nitroſo abzukochen/ vnd hernach mit dieſem Niederſchlag gefaͤllt/ iſt ein ſauber vnd gantz nuͤtzlich vnd leicht Werck.","norm":"Auch gibt es eine schöne Scheidung auf vergolde Silber / das Gold mit obgemeldetem Spir . salis nitroso abzukochen / und hernach mit diesem Niederschlag gefällt / ist ein sauber und ganz nützlich und leicht Werk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.552000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2311,"date":1659,"orig":"Vnd uͤber dieſe nuͤtzliche Scheydungen/ ſo kan auß einem gemeynen kuͤpffertgen Silber damit Gold gefaͤllet werden.","norm":"Und über diese nützliche Scheidungen / so kann aus einem gemeinen kupferten Silber damit Gold gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.675600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2312,"date":1659,"orig":"Zum verguͤldten Silber aber im Guß das Gold davon zu ſcheyden/ iſt meines wiſſens kein leichterer vnd geringkoͤſtiger Weg/ als mit Schwefel oder Antimonio, ſo man die rechte Handlung davon hat/ damit man dann in wenig Zeit ein groſſe Quantitaͤt kan ſcheyden vnd zu recht bringen.","norm":"Zum vergüldeten Silber aber im Guss das Gold davon zu scheiden / ist meines Wissens kein leichterer und geringköstiger Weg / als mit Schwefel oder Antimonio, so man die rechte Handlung davon hat / damit man dann in wenig Zeit ein große Quantität kann scheiden und zu Recht bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.668000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2313,"date":1659,"orig":"Kanſtu aber mit dem Antimonio oder Schwefel nicht wol uͤmbgehen/ dazu ſonſten dieſer Ofen ſehr dienen kan/ ſo las ſie zu frieden/ vnd bleibe bey dem gebraͤuchlichſten/ das du gewohnet biſt/ auff daß du mir hernach/ wann es nicht gelingen will/ keine ſchuld gebeſt/ daß ich dich/ der ichs doch gut vnd zum beſten gemeynet/ nicht wol vnterꝛichtet haͤtte.","norm":"Kannst du aber mit dem Antimonio oder Schwefel nicht wohl ümbgehen / dazu sonsten dieser Ofen sehr dienen kann / so las sie zu Frieden / und bleibe bei dem gebräuchlichsten / das du gewohnt bist / auf dass du mir hernach / wann es nicht gelingen will / keine Schuld gebest / dass ich dich / der ich es doch gut und zum besten gemeint / nicht wohl unterrichtet hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314199924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2314,"date":1659,"orig":"CAP. V.","norm":"CAP. V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.958899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2315,"date":1659,"orig":"Vom ſcheyden der geringen Metallen.","norm":"Vom Scheiden der geringen Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.682700157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2316,"date":1659,"orig":"WIe man Zinn von Bley/ vnd Kupffer von Eyſen ſcheyden ſoll/ daß beyde Metallen erhalten werden/ iſt bishero noch von niemand beſchrieben worden/ vnd wegen jhrer verbrennlichen Natur/ bey mir fuͤr vnmoͤglich gehalten/ welches auch die Muͤhe nicht bezahlen wuͤrde/ weilen es geringſchaͤtzige Metallen ſeyn/ wann man viel Vnkoſten/ als Fewer vnd Arbeit daran wenden ſolte/ derowegen nicht viel davon zu ſchreiben iſt.","norm":"Wie man Zinn von Blei / und Kupfer von Eisen scheiden soll / dass beide Metallen erhalten werden / ist bisher noch von niemand beschrieben worden / und wegen ihrer Verbrennlichen Natur / bei mir für unmöglich gehalten / welches auch die Mühe nicht bezahlen würde / weilen es geringschätzige Metallen sein / wann man viel Unkosten / als Feuer und Arbeit daran wenden sollte / derowegen nicht viel davon zu schreiben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310699939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2317,"date":1659,"orig":"Wie man aber das Silber vnd Gold vom Zinn/ deſſen es gemeynlich zimlich viel hålt/ ohne verluſt deſſelben ſcheyden koͤnne/ iſt von vielen darnach getrachtet/ aber dem wenigern Theyl gelungen; Gleichwol wann man ſeine Natur vnd Eygenſchafft betrachtet/ die moͤgligkeit zu finden iſt.","norm":"Wie man aber das Silber und Gold vom Zinn / dessen es gemeinlich ziemlich viel halt / ohne Verlust desselben scheiden könne / ist von vielen danach getrachtet / aber dem wenigeren Teil gelungen; Gleichwohl wann man seine Natur und Eigenschaft betrachtet / die Möglichkeit zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6479997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2318,"date":1659,"orig":"Wiewol ich nun ſolches niemalen in groſſem gethan/ aber in kleinem den Niederſchlag verſuchet/ las ich mir vorſtehen/ daß es in groſſem mit viel Centnern zugleich mit groſſem profit vnd nutzen koͤnte practicirt werden/ indeme man daſſelbe in einem beſondern Ofen/ der alſo zugerichtet/ wann das Silber vnd Gold darinn in groſſer hitz mit Bley vnd Halbkopff niedergeſchlagen/ durch den ſtich ſo tieff ablaſſen koͤnte/ als noͤtig waͤre/ alſo daß vngefehr von 10. Theylen 1. Theil zuruͤck in dem Ofen bliebe/ welchen zehenden Theil man auch beſonder durch den ſtich aufffangen vnd zu ruͤck legen/ vnd in demſelben Ofen wieder auffs new Zinn niederſchlagen/ vnd durch den ſtich ablaſſen bis auff den Koͤnig/ welcher Koͤnig dann wieder beſonder zu dem Erſten muͤſte abgeſtochen werden/ vnd ſolche Arbeit ſo lang continuirt/ bis man der Koͤnige ſo viel haͤtte/ daß man den Ofen davon koͤnte voll ſetzen/ ſolche Koͤnige dann allein auffs new wieder niederſchlagen/ ſo kaͤme das Silber vnd Gold in die enge/ welches man dann hernach leichtlich von dem uͤbrigen Zinn koͤnte rein machen vnd ſcheyden:","norm":"Wiewohl ich nun solches niemals in großem getan / aber in kleinem den Niederschlag versucht / las ich mir vorstehen / dass es in großem mit viel Zentnern zugleich mit großem profit und nutzen könnte praktiziert werden / indem man dasselbe in einem besonderen Ofen / der also zugerichtet / wann das Silber und Gold darin in großer Hitze mit Blei und Halbkopf niedergeschlagen / durch den Stich so tief ablassen könnte / als nötig wäre / also dass ungefähr von 10. Teilen 1. Teil zurück in dem Ofen bliebe / welchen zehnten Teil man auch besondere durch den Stich auffangen und zu rück legen / und in demselben Ofen wieder aufs neu Zinn niederschlagen / und durch den Stich ablassen bis auf den König / welcher König dann wieder besondere zu dem Ersten müsste abgestochen werden / und solche Arbeit so lang kontinuiert / bis man der Könige so viel hätte / dass man den Ofen davon könnte voll setzen / solche Könige dann allein aufs neu wieder niederschlagen / so käme das Silber und Gold in die enge / welches man dann hernach leichtlich von dem übrigen Zinn könnte rein machen und scheiden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.203000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2319,"date":1659,"orig":"Alſo auff dieſe weiſe meyne ich ſolte man ein nuͤtzlich Werck anſtellen koͤnnen/ vnd verliehret das Zinn wenig an ſeinem Gewicht/ verbrennet ſich nur etwas zu Zinn-aſchen/ vnd raucht etwas hinweg; Daß aber Bley vnd Halbkopff darzu kompt/ ſchadet dem Zinn auch nichts/ weilen doch ſonſten dem Zinn/ Bley/ wann es verarbeytet wird/ zugeſetzet/ vnd der Halbkopff ſich gantz vnd gar wieder davon ſeparirt:","norm":"Also auf diese Weise meine ich sollte man ein nützlich Werk anstellen können / und verlieret das Zinn wenig an seinem Gewicht / verbrennet sich nur etwas zu Zinnaschen / und raucht etwas hinweg; dass aber Blei und Halbkopf dazukommt / schadet dem Zinn auch nichts / weilen doch sonsten dem Zinn / Blei / wann es verarbeitet wird / zugesetzt / und der Halbkopf sich ganz und gar wieder davon separiert:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328999996185303} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2320,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man noch beſſer thun wolte/ koͤnte man alte Kandeln vnd Schuͤſſeln/ die ſchon Bley bey ſich haͤtten/ an ſtatt new Zinn nehmen/ vnd mit Halbkopff allein niederſchlagen/ vnd das Silber vnd Gold davon ſcheyden; das uͤbrige weil es kein alteration durch das niederſchlagen empfaͤngt/ hernach wieder verkauffen oder verarbeiten laſſen/ welches nach meinem erachten keinen geringen nutzen bringen wuͤrde.","norm":"Und so man noch besser tun wollte / könnte man alte Kandeln und Schüsseln / die schon Blei bei sich hätten / anstatt neu Zinn nehmen / und mit Halbkopf allein niederschlagen / und das Silber und Gold davon scheiden; das übrige weil es kein Alteration durch das Niederschlagen empfängt / hernach wieder verkaufen oder verarbeiten lassen / welches nach meinem erachten keinen geringen nutzen bringen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2321,"date":1659,"orig":"CAP. 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als einer damit fortkompt/ iſt derhalben auch niemand zu verdencken/ ein zweyffel in ein Ding zu ſetzen/ da ſo wenig Apparentz der Warheit geſpuͤret wird: Dieſem ſey nun wie jhm wolle/ ſo weiſt vns die Experientz/ daß ſolches der Natur vnd Kunſt moͤglich zu thun ſey/ ob ſchon ſolches ſelten getroffen wird.","norm":"Dieses ist ein harter Knopf / welcher mit keinem stumpfen Pfriemen kann aufgelöst werden / indem so viel und mancherlei opiniones vor viel hundert Jahren gewesen / und noch täglich sein / also dass der mehrenteils Menschen / hintan gesetzt aller Glaubwürdigen Philosophorum einhelliger Bezeug- und Bekräftigung der Wahrheit / gleichwohl solches auf den heutigen Tag nicht glauben oder zustehen können / sonderlich aber darum / weilen allenthalben genug am Tag ist / dass allzeit hundert die danach suchen / eher verderben / als einer damit fortkommt / ist derethalben auch niemand zu verdenken / ein Zweifel in ein Ding zu setzen / da so wenig Apparentz der Wahrheit gespürt wird: Diesem sei nun wie ihm wolle / so weist uns die Experientz / dass solches der Natur und Kunst möglich zu tun sei / ob schon solches selten getroffen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2324,"date":1659,"orig":"Wie plump vnd vngereymbt wuͤrde es ſtehen wann jemand halsſtarꝛig darauff halten/ vnd verbleiben wolte/ daß kein Himmel oder Hoͤlle waͤre/ weilen er ſolche nicht geſehen?","norm":"Wie plump und ungereimt würde es stehen wann jemand halsstarrig darauf halten / und verbleiben wollte / dass kein Himmel oder Hölle wäre / weilen er solche nicht gesehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.564599990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2325,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand antworten vnd ſagen/ ſolches haͤtten wir vrſach zu glauben/ weil es vns von Gott durch die Propheten vnd Apoſteln iſt geoffenbahret worden/ dieſes aber nur durch die Philoſophos, welche mehrentheils vnglaubige Heyden geweſen/ denen man alſo nicht ſchuldig zu glauben waͤre.","norm":"Möchte jemand antworten und sagen / solches hätten wir Ursache zu glauben / weil es uns von Gott durch die Propheten und Aposteln ist geoffenbart worden / dieses aber nur durch die Philosophos, welche mehrenteils ungläubige Heiden gewesen / denen man also nicht schuldig zu glauben wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845399856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2326,"date":1659,"orig":"Ob ſchon der mehrentheyl/ die davon geſchrieben/ Heyden ſeynd geweſen/ (wiewol vnter den Chriſten auch viel treffliche Maͤnner deßgleichen gethan haben/) ſo ſeynd ſie vnd jhre Schrifften/ welche von der Seligkeit nicht handeln/ darumb nicht zu verachten; Waͤre jhnen Chriſtus geprediget worden/ villeicht haͤtten ſie Ihn angenommen/ weilen auß jhren Schrifften genugſamb blicket/ daß ſie Gottsfoͤrchtige fromme Maͤnner geweſen/ welche/ ob ſie ſchon Chriſtum mit dem Mund nicht bekant/ gleichwol ſeinen Willen mit Werck vnd That vollbracht/ vnd wir/ die wir Chriſtum genug kennen wollen/ verlaͤugnen denſelben mir der That.","norm":"Ob schon der mehrentheyl / die davon geschrieben / Heiden sind gewesen / (wiewohl unter den Christen auch viel treffliche Männer desgleichen getan haben /) so sind sie und ihre Schriften / welche von der Seligkeit nicht handeln / darum nicht zu verachten; wäre ihnen Christus gepredigt worden / vielleicht hätten sie ihn angenommen / weilen aus ihren Schriften genugsam blicket / dass sie Gottesfürchtige fromme Männer gewesen / welche / ob sie schon Christus mit dem Mund nicht bekannt / gleichwohl seinen Willen mit Werk und Tat vollbracht / und wir / die wir Christus genug kennen wollen / verleugnen denselben mir der Tat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2327,"date":1659,"orig":"Dann nicht alle/ die ſprechen Herr/ Herr/ werden eyngehen in das Reich Gottes/ ſondern die den Willen meines Watters thun/ ſagt Chriſtus.","norm":"Dann nicht alle / die sprechen Herr / Herr / werden eingehen in das Reich Gottes / sondern die den Willen meines Wattes tun / sagt Christus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03350019454956} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2328,"date":1659,"orig":"Wann ſie boͤſe Menſchen geweſen waͤren/ warumb ſolten ſie ſo viel Muͤh vnd Arbeit auff ſich genommen haben/ jhren neben Naͤheſten zum beſten/ ſo ſchoͤne Buͤcher die zur Zucht vnd Ehrbarkeit vermahnen/ geſchrieben haben?","norm":"Wann sie böse Menschen gewesen wären / warum sollten sie so viel Mühe und Arbeit auf sich genommen haben / ihren neben Nähesten zum besten / so schöne Bücher die zur Zucht und Ehrbarkeit vermahnen / geschrieben haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.278200149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2329,"date":1659,"orig":"Haͤtten ſie nicht ſolche Muͤhe ſparen koͤnnen/ vnd jhr Leben mit vnnuͤtzem ſchlampampen/ gleich wie jetziger Zeit der mehrertheil derjenigen thut/ welche vns zum guten Leben vnd Wandel vermahnen ſolten/ zubringen koͤnnen?","norm":"Hätten sie nicht solche Mühe sparen können / und ihr Leben mit unnützem schlampampen / gleich wie jetziger Zeit der Mehrerteil derjenigen tut / welche uns zum guten Leben und Wandel vermahnen sollten / zubringen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2330,"date":1659,"orig":"Welches aber auß jhren Schrifften nicht zu mercken/ daß ſie ſolche heylloſe Leuth geweſen 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Männer gewesen / welche die Kunst alle zum höchsten beteuert / und wahr zu sein geschrieben haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371300220489502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2334,"date":1659,"orig":"Was ſolte doch dieſe Leuth darzu bewegt haben/ durch jhr ſchreiben die Menſchen auff ein Irꝛweg zu bringen? die doch viel zu from darzu geweſen.","norm":"Was sollte doch diese Leute dazu bewegt haben / durch ihr schreiben die Menschen auf ein Irrweg zu bringen? die doch viel zu fromm dazu gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.476799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2335,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſchon von fuͤrnehmen Leuthen keine Schrifften davon waͤren/ ſo findet man doch lebendige Zeugnuͤs/ daß die Kunſt kein Fabel/ ſondern ein pur lautere Warheit iſt.","norm":"Und wann schon von fürnehmen Leuten keine Schriften davon 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2340,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand fragen:","norm":"Möchte jemand fragen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2341,"date":1659,"orig":"Warumb ſteheſtu der Kunſt alſo fuͤr?","norm":"Warum stehest der Kunst also für?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.686299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2342,"date":1659,"orig":"Haſtu dann auch jemahlen etwas warhafftiges darinn geſehen oder gefunden?","norm":"Hast du dann auch jemals etwas Wahrhaftiges darin gesehen oder gefunden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.353300094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2343,"date":1659,"orig":"Deme geb ich zur Antwort/ daß ich zwar niemahlen im geringſten keine projection zur Verbeſſerung der Metallen/ oder einige andere transmutation derſelben geſehen/ viel weniger ſelber gethan habe.","norm":"Dem gebe ich zur Antwort / dass ich zwar niemals im Geringsten keine Projektion zur Verbesserung der Metallen / oder einige andere Transmutation derselben gesehen / viel weniger selber getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551700115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2344,"date":1659,"orig":"Gleichwol weiß ich/ vnd bin verſichert/ daß ſolches wahr iſt/ vnd wahr ſeyn muß/ indeme ich nicht nur eins/ ſondern vielmahl durch huͤlff des Fewers/ mit eim Metall auß dem andern/ welches kein Gold vnd Silber auff der Capellen ließ/ gut/ vnd in allen Proben beſtaͤndig Gold vnd Silber gebracht haben:","norm":"Gleichwohl weiß ich / und bin versichert / dass solches wahr ist / und wahr sein muss / indem ich nicht nur eins / sondern vielmal durch Hilfe des Feuers / mit einem Metall aus dem anderen / welches kein Gold und Silber auf der Kapellen ließ / gut / und in allen Proben beständig Gold und Silber gebracht haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.966300010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2345,"date":1659,"orig":"Welches zwar alſo nicht zu verſtehen/ als wann ein vnvollkommen Metall das ander ſolte zu Gold vnd Silber machen koͤnnen/ da es doch ſelber nur koht vnd dreck iſt in ſeinem aͤuſſerſten/ gegen das Gold zu rechnen/ wie wolte es dann ein ander gemeyn vnd gering Metall verbeſſern koͤnnen? ſondern alſo muß verſtanden werden:","norm":"Welches zwar also nicht zu verstehen / als wann ein unvollkommen Metall das ander sollte zu Gold und Silber machen können / da es doch selber nur Kot und dreck ist in seinem äußersten / gegen das Gold zu rechnen / wie wollte es dann ein ander gemein und gering Metall verbessern können? sondern also muss verstanden werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889500141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2346,"date":1659,"orig":"Gleich wie ein Waſſer/ oder Safft ver Vegetabilien ein anders/ ſo ſie zuſammen gekocht/ reinigen kan/ gleich als wann man Zucker/ Honig/ oder ander Safft eines Kraus/ mit gemeyn Waſſer auffkochet/ vnd mit Eyerweiß laͤutert vnd reiniget/ daß der vegetabiliſche Safft ſchoͤn klar vnd ſauber dardurch werde; Alſo kan vnd muß es auch mit den Mineraliſchen Saͤfften vnd Metallen geſchehen/ wann wir nur wuͤſten/ was fuͤr Waſſer/ vnd was fuͤr ein Eyerweiß wir jhnen zuſetzen ſolten/ die die vnſauberen Metallen/ in welchen jhr Gold vnd Silber/ gleich als in einer ſchwartzen Huͤlſſen gefangen vnd verborgen liegt/ genugſamb reinigen vnd waſchen koͤnnen? daß dieſelbe jhr vnſichtlich Gold vnd Silber herauß geben muͤſſen/ welches dann eygentlich kein Gold vnd Silber gemacht iſt/ ſondern nur daſſelbe auß dem dreck herauß geſucht.","norm":"Gleich wie ein Wasser / oder Saft ver Vegetabilien ein anders / so sie zusammen gekocht / reinigen kann / gleich als wann man Zucker / Honig / oder ander Saft eines Kraus / mit gemein Wasser aufkochet / und mit Eierweiß läutert und reiniget / dass der vegetabilische Saft schön klar und sauber dadurch werde; also kann und muss es auch mit den mineralischen Säften und Metallen geschehen / wann wir nur wüssten / was für Wasser / und was für ein Eierweiß wir ihnen zusetzen sollten / die die unsauberen Metallen / in welchen ihr Gold und Silber / gleich als in einer schwarzen Hülsen gefangen und verborgen liegt / genugsam reinigen und waschen können? dass dieselbe ihr unsichtlich Gold und Silber herausgeben müssen / welches dann eigentlich kein Gold und Silber gemacht ist / sondern nur dasselbe aus dem dreck heraus gesucht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2342000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2347,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand fragen/ wie iſt es dann moͤglich/ daß von Zinn/ Eyſen/ Kupffer vnd Bley durch waſchen/ wie du es nenneſt/ Gold vnd Silber kan gebracht werden/ da dieſelben doch in dem beſten Examen der Capellen/ wie es in gemeyn gehalten wird/ nichts vn ſich geben?","norm":"Möchte jemand fragen / wie ist es dann möglich / dass von Zinn / Eisen / Kupfer und Blei durch Waschen / wie du es nennest / Gold und Silber kann gebracht werden / da dieselben doch in dem besten Examen der Kapellen / wie es in gemein gehalten wird / nichts und sich geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162399768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2348,"date":1659,"orig":"Demſelben iſt allbereyt oben bey dem probieren geantwortet/ vnd geſagt/ daß die Prob auff den Capellen die beſte Prob nicht ſey/ auff alle Wetallen/ darff derowegen allhier keiner weytern Beantwortung/ ſondern will den Kunſtbegierigen an Paracelſi Vexirbuch der Alchymiſten gewieſen haben/ da er finden wird/ daß noch ein andere Waſchung oder Reinigung der Metallen ſeyn muͤſſe/ von welcher die Bergleuth noch nichts wiſſen.","norm":"Demselben ist allbereyt oben bei dem probieren geantwortet / und gesagt / dass die Probe auf den Kapellen die beste Probe nicht sei / auf alle Wetallen / darf derowegen allhier keiner weitern Beantwortung / sondern will den Kunstbegierigen an Paracelsi Vexirbuch der Alchimisten gewiesen haben / da er finden wird / dass noch ein andere Waschung oder Reinigung der Metallen sein müsse / von welcher die Bergleute noch nichts wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2349,"date":1659,"orig":"Zu fernerm Vnterꝛicht ſo mercke diß Exempel: Wann ein Bergmann ein Kupffer Ertz antrifft/ vnd ſolches will zu recht bringen/ ſo braucht er ſeine Kunſt vnd Wiſſenſchafft/ die er von ſeinen Vorfahren erlernet/ auffs beſte als er kan/ ſolches zu recht/ vnd in ein Metalliſche Form vnd Geſtalt zu bringen/ bricht erſtlich daſſelbe zu ſtuͤcken/ vnd roͤſtet es/ auff daß der hinderliche grobe Schwefel zum theil davon komme/ darnach ſchmeltzet er ein Stein darauß/ wie ſie es nennen/ weiters laͤſſet er den Stein wieder durchs Fewer gehen/ vnd ziehet ſolchem durch Bley ſein bey ſich habendes Gold vnd Silber herauß/ darnach macht er ſchwartz/ vnd endlich gar roth/ vnd gut Kupffer davon/ welches ſein letztes Werck iſt/ weilen daſſelbe geſchmeidig zu verarbeyten vnd zu verkauffen bereyt iſt.","norm":"Zu fernerem Unterricht so merke dies Exempel: Wann ein Bergmann ein Kupfer Erz antrifft / und solches will zu Recht bringen / so braucht er seine Kunst und Wissenschaft / die er von seinen Vorfahren erlernet / aufs beste als er kann / solches zu Recht / und in ein metallische Form und Gestalt zu bringen / bricht erstlich dasselbe zu stücken / und röstet es / auf dass der hinderliche grobe Schwefel zum Teil davon komme / danach schmelzet er ein Stein daraus / wie sie es nennen / weiteres lässt er den Stein wieder durchs Feuer gehen / und ziehet solchem durch Blei sein bei sich habendes Gold und Silber heraus / danach macht er schwarz / und endlich gar rot / und gut Kupfer davon / welches sein letztes Werk ist / weilen dasselbe geschmeidig zu verarbeiten und zu verkaufen bereit ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.093699932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2350,"date":1659,"orig":"Hernach kompt der Kuͤnſtler/ vnd macht noch ein Scheydung/ davon dann Gold vnd Silber außkompt/ von welcher allhie anregung geſchehen/ die bishero noch von wenigen gepracticiret vnd gefunden iſt worden.","norm":"Hernach kommt der Künstler / und macht noch ein Scheidung / davon dann Gold und Silber auskommt / von welcher allhier Anregung geschehen / die bisher noch von wenigen gepracticiret und gefunden ist worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1596999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2351,"date":1659,"orig":"Auch ſagt obgedachter Paracelſus in demſelben Buͤchlein/ daß Gott der Allmaͤchtige etlichen Menſchen viel einen naͤhern vnd beſſern Weg gezeiget habe/ wie man Gold vnd Silber ohn alles Bergwerck bawen/ allein durch kuͤnſtliche Seygerung auß den vnvollkommenen Metallen/ als Eyſen/ Kupffer/ Zinn/ vnd Bley/ erlangen koͤnne/ den Weg aber ſolches zu thun/ beſchreibet er nicht von Wort zu Wort/ ſondern ſagt/ daß er denſelben in den 7. Regeln/ da er von der Metallen Natur vnd Weſen ſchreibet/ genugſam gezeiget habe/ darauß es derjenige/ deme es Gott goͤnnet/ erlernen kan.","norm":"Auch sagt obgedachter Paracelsus in demselben Büchlein / dass Gott der Allmächtige etlichen Menschen viel einen nähern und besseren Weg gezeigt habe / wie man Gold und Silber ohne alles Bergwerk bauen / allein durch künstliche Seigerung aus den unvollkommenen Metallen / als Eisen / Kupfer / Zinn / und Blei / erlangen könne / den Weg aber solches zu tun / beschreibet er nicht von Wort zu Wort / sondern sagt / dass er denselben in den 7. Regeln / da er von der Metallen Natur und Wesen schreibet / genügsam gezeigt habe / daraus es derjenige / dem es Gott gönnet / erlernen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.88700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2352,"date":1659,"orig":"Dieſe Saͤuber- vnd Waſchung der vnreinen Metallen/ halte ich fuͤr die leichteſte vnd bekanteſte Verbeſſerung derſelben/ weilen ichs ſelber in kleinen Proben darinn gemacht habe.","norm":"Diese Säuber- und Waschung der unreinen Metallen / halte ich für die leichteste und bekannteste Verbesserung derselben / weilen ich es selber in kleinen Proben darin gemacht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3414998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2353,"date":1659,"orig":"Nun zweyfle ich auch nicht/ Gott werde durch die Natur manchem Kuͤnſtler noch mehr Wege gezeigt haben/ dadurch die geringeren Metallen zu verbeſſeru ſeyn:","norm":"Nun zweifle ich auch nicht / Gott werde durch die Natur manchem Künstler noch mehr Wege gezeigt haben / dadurch die geringeren Metallen zu verbesseru sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.247099876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2354,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel: Gleich wie man ein vnſauber Erdgewaͤchs durch die Diſtillation reinigen vnd ſaͤubern kan/ daß es nach Ablegung ſeiner ſchwaͤrtze vnd Vnſauberkeit einen newen/ klaren/ vnd ſchoͤnglaͤntzenden Leib bekommet:","norm":"Als zum Exempel: Gleich wie man ein unsauber Erdgewächs durch die Destillation reinigen und säubern kann / dass es nach Ablegung seiner Schwärze und Unsauberkeit einen neuen / klaren / und schönglänzenden Leib bekommet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061399936676025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2355,"date":1659,"orig":"Als/ wann man ein gemeyn braun oder ſchwartz vnd vnanſehnlich Succinum oder Agſtein durch einen Retorten diſtillirt/ ſo macht das Fewer eine Scheydung/ die vnnuͤtze Waͤſſerigkeit Scheydet ſich auff eine/ vnd das brennende Oleum, deßgleichen auch das Sal volatile auff ein andere ſeyten/ vnd das allervnreineſte bleibet zuruͤck/ als ein tode Erde im Retorten:","norm":"Als / wann man ein gemein braun oder schwarz und unansehnlich Succinum oder Agstein durch einen Retorten destilliert / so macht das Feuer eine Scheidung / die unnütze Wässerigkeit scheidet sich auf eine / und das brennende Oleum, desgleichen auch das Soll volatile auf ein andere Seiten / und das unreinste bleibt zurück / als ein Tode Erde im Retorten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2356,"date":1659,"orig":"Nun iſt in ſo kurtzer Zeit/ vnd wenig Muͤhe vnd Arbeit der Diſtillation ſchon ein groſſe Enderung vnd Verbeſſerung geſchehen/ wiewol das Oleum noch ſchwartz/ ſtinckend/ vnd vnſauber iſt; Wann man aber daſſelbe mit eim reinmachenden Waſſer/ als Spir.","norm":"Nun ist in so kurzer Zeit / und wenig Mühe und Arbeit der Destillation schon ein große Änderung und Verbesserung geschehen / wiewohl das Oleum noch schwarz / stinkend / und unsauber ist; Wann man aber dasselbe mit einem reinmachenden Wasser / als Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271599769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2357,"date":1659,"orig":"Salis, wiederumb auffs new in einer reinen glaͤſernen Retorten diſtillirt/ ſo macht der Spir.","norm":"Salis, wiederum aufs neu in einer reinen gläsernen Retorten destilliert / so macht der Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.792600154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2358,"date":1659,"orig":"Salis wieder eine Scheydung/ vnd gehet das Oleum nach hinterlaſſung ſeiner ſchwaͤrtze vnd geſtanck/ viel klaͤrer uͤber/ als es zuvorn war/ welches dann/ ſo es vonnoͤthen/ noch einmahl mit friſchem Spir.","norm":"Salis wieder eine Scheidung / und geht das Oleum nach Hinterlassung seiner Schwärze und Gestank / viel klarer über / als es zuvor war / welches dann / so es vonnöten / noch einmal mit frischem Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.641900062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2359,"date":1659,"orig":"Salis kan rectificirt werden/ ſo lang/ bis es ſo ſchoͤn vnd helle/ als ein klar Waſſer/ vnd ſo lieblich am Geruch/ als Ambra vnd Biſam worden iſt: welche Veraͤnderung aber auß einer harten materi ein weyche vnd fluͤſſige gemacht hat/ die der erſten an Form/ Geſtalt/ auch Namen gantz vngleich/ (mancher ſagen moͤchte/) welches wahr iſt/ aber ſolche fluͤſſige materi oder Oleum iſt wol wieder durch Kunſt in die haͤrte zu bringen/ alſo/ daß ſie den Namen des vorigen Dings/ darauß ſie gemacht iſt/ wiederumb erlange; nemblich wann man ſolches duͤnne Oleum, welches auff die hoͤchſte Reynigung durch die Diſtillation gebracht worden/ mit rein vnd friſchem Spir.","norm":"Salis kann rektifiziert werden / so lang / bis es so schön und helle / als ein klar Wasser / und so lieblich am Geruch / als Ambra und Bisam worden ist: welche Veränderung aber aus einer harten Materie ein Weiche und flüssige gemacht hat / die der ersten an Form / Gestalt / auch Namen ganz ungleich / (mancher sagen möchte /) welches wahr ist / aber solche flüssige Materie oder Oleum ist wohl wieder durch Kunst in die härte zu bringen / also / dass sie den Namen des vorigen Dings / daraus sie gemacht ist / wiederum erlange; nämlich wann man solches dünne Oleum, welches auf die höchste Reinigung durch die Destillation gebracht worden / mit rein und frischem Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299399852752685} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2360,"date":1659,"orig":"Salis in ein Glas thut/ vnd zuſammen digerirt/ ſo erlange das duͤnne Oleum wieder ſo viel Saltz auß dem Spir.","norm":"Salis in ein Glas tut / und zusammen digeriert / so erlange das dünne Oleum wieder so viel Salz aus dem Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.663599967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2361,"date":1659,"orig":"Salis, als jhme zu ſeiner Haͤrtung vnd Coagulation vonnoͤthen iſt/ vnd wird wieder hart/ als ein ander Succinum, aber ſo ſchoͤn vnd durchſichtig an Farb/ daß ſich darob zu verwundern/ daß ein ſolche ſchoͤne materi, in einem ſo ſchwartzen Weſen verborgen iſt/ welcher 1. Loth mehr werth iſt/ als des ſchwartzen etliche Pfund/ aber kaum der 8. oder 10. theyl des ſchwartzen Succini am Gewicht/ welcher Abgang dann nichts anders als Vnreinigkeit geweſen iſt.","norm":"Salis, als ihm zu seiner Härtung und Koagulation vonnöten ist / und wird wieder hart / als ein ander Succinum, aber so schön und durchsichtig an Farbe / dass sich darob zu verwundern / dass ein solche schöne Materie, in einem so schwarzen Wesen verborgen ist / welcher 1. Lot mehr wert ist / als des schwarzen etliche Pfund / aber kaum der 8. oder 10. Teil des schwarzen Succini am Gewicht / welcher Abgang dann nichts anders als Unreinheit gewesen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.007900238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2362,"date":1659,"orig":"Alſo vnd auff gleiche weiſe/ ſolten villeicht auch wol vnſaubere ſchwartze Metallen koͤnnen gereyniget/ vnd zur Verbeſſerung gebracht werden/ wann wir nur wuͤſten/ wie man erſtlich durch die Diſtillation oder Sublimation jhre ſchwaͤrtze vnd Vnſauberkeit davon/ vnd hernach das zarte Weſen oder Blum derſelben wiederumb haͤrten/ vnd in ein metalliſche Geſtalt bringen ſolte.","norm":"Also und auf gleiche weise / sollten vielleicht auch wohl unsaubere schwarze Metallen können gereinigt / und zur Verbesserung gebracht werden / wann wir nur wüssten / wie man erstlich durch die Destillation oder Sublimation ihre Schwärze und Unsauberkeit davon / und hernach das zarte Wesen oder Blum derselben wiederum härten / und in ein metallische Gestalt bringen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2363,"date":1659,"orig":"Was fuͤr ſchoͤne Metallen ſolten wol darauß werden?","norm":"Was für schöne Metallen sollten wohl daraus werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.237899780273437} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2364,"date":1659,"orig":"Wann aber jemand ſagen woͤchte/ wie daß es vnmoͤglich waͤre/ die Metallen gleich als die Vegetabilien durch die Diſtillation zu reinigen/ der ſehe vnd betrachte den Ofen im Erſten Theyl dieſes Buchs/ welcher nicht den Bauren/ Birn darinn zu braten/ ſondern den Chymicis die Metallen dardurch zu veraͤndern/ beſchrieben iſt.","norm":"Wann aber jemand sagen wöge / wie dass es unmöglich wäre / die Metallen gleich als die Vegetabilien durch die Destillation zu reinigen / der sehe und betrachte den Ofen im ersten Teil dieses Buchs / welcher nicht den Bauern / Birnen darin zu braten / sondern den Chymicis die Metallen dadurch zu verändern / beschrieben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4567999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2365,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun oben in beyden Exempeln die Verbeſſerung der Metallen einfaͤltig iſt fuͤrgetragen/ alſo iſt es auch moͤglich durch ein fermentation die kleine Metallen zu reinigen.","norm":"Gleich wie nun oben in beiden Exempeln die Verbesserung der Metallen einfältig ist vorgetragen / also ist es auch möglich durch ein Fermentation die kleine Metallen zu reinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2366,"date":1659,"orig":"Dann gleich wie ein junger Heffel oder Geſt/ wann er einen ſuͤſſen außgekochten oder gepreßten vegetabiliſchen Safft wird zugeſetzt/ denſelben auffgehen vnd heben macht/ nach welcher Hebung oder fermentation hernach der Safft ein wehrhafftige Natur vnd Verbeſſerung erlanget/ weilen dardurch die Vnreinigkeit des Gewaͤchſes geſchieden wird/ wie bey dem Wein/ Bier/ Meth vnd andern Getraͤncken zu ſehen/ welche Beſtaͤndigkeit ſie aber allein durch das jaͤren/ dardurch ſich der Safft gelaͤutert vnd verbeſſert hat/ erlanget haben/ vnd jhnen zuvorn vnmoͤglich geweſen waͤre/ gegen die Elementen zu beſtehen/ ſondern haͤtten in wenig Tagen verſchimlen/ ſtinckend werden/ vnd verderben muͤſſen/ da ſie doch nun viel Jahre vnverdorben beſtehen koͤnnen: Alſo wann wir auff die Metailen ein bequaͤme fermentation finden koͤnten/ wuͤrden dieſelben gleichermaſſen gereinigt/ vnd zur Beſtaͤndigkeit verwandelt koͤnnen werden/ alſo daß ſolche hernach ſo leichtlich nicht wuͤrden roſten oder ſchimlich werden/ ſondern gegen Fewer vnd Waſſer beſtehen koͤnnen; wann ſie nemblichen zuvor Waſſer vnd Fewer haben außgeſtanden: Alſo muſte erſtlich die Welt mit Waſſer vntergehen/ foͤrterhin aber ſoll dieſelbe mit Fewer verzehret/ vnd wir oder vnſere Leiber nicht weniger alſo putrificiren vnd zuvorn verweſen muͤſſen/ vnd durchs Fewer diſtillirt vnd clarificirt werden/ ehe wir Gottes Angeſicht zu beſehen/ bequaͤm vnd wuͤrdig werden.","norm":"Dann gleich wie ein junger Heffel oder Gest / wann er einen süßen ausgekochten oder gepressten vegetabilischen Saft wird zugesetzt / denselben aufgehen und heben macht / nach welcher Hebung oder Fermentation hernach der Saft ein wahrhaftige Natur und Verbesserung erlanget / weilen dadurch die Unreinheit des Gewächses geschieden wird / wie bei dem Wein / Bier / Met und anderen Getränken zu sehen / welche Beständigkeit sie aber allein durch das jähren / dadurch sich der Saft geläutert und verbessert hat / erlanget haben / und ihnen zuvor unmöglich gewesen wäre / gegen die Elementen zu bestehen / sondern hätten in wenig Tagen verschimmeln / stinkend werden / und verderben müssen / da sie doch nun viel Jahre unverdorben bestehen können: Also wann wir auf die Metailen ein bequeme Fermentation finden könnten / würden dieselben gleichermaßen gereinigt / und zur Beständigkeit verwandelt können werden / also dass solche hernach so leichtlich nicht würden rosten oder schimmlig werden / sondern gegen Feuer und Wasser bestehen können; wann sie nämlichen zuvor Wasser und Feuer haben ausgestanden: Also musste erstlich die Welt mit Wasser untergehen / förterhin aber soll dieselbe mit Feuer verzehret / und wir oder unsere Leiber nicht weniger also putrificiren und zuvor verwesen müssen / und durchs Feuer destilliert und clarificirt werden / ehe wir Gottes Angesicht zu besehen / bequem und würdig werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.974599838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2367,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey von der Metalliſchen fermentation geſagt/ dardurch dieſelben geſchieden vnd verbeſſert werden koͤnnen.","norm":"Dieses sei von der Metallischen Fermentation gesagt / dadurch dieselben geschieden und verbessert werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.581399917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2368,"date":1659,"orig":"Die Metallen werden auch geſchieden/ gereinigt vnd zur Verbeſſerung gebracht/ als bey der Milch zu ſehen/ wann ſolche lang ſtehet in natuͤrlicher Waͤrme/ daß ſich das beſte/ als der Room/ darinn die Butter ſtecket/ oben auff ſetzet/ vnd ſich von dem Kaͤſe vnd Molcken ſcheydet/ vnd je waͤrmer die Milch ſtehet/ je baͤlder ſolche Scheydung geſchicht: Alſo auch mit der Metallen Scheydung bewandt/ wann nemblich dieſelbe in behoͤrliche Waͤrme geſetzt werden/ daß ſie alſo per ſe, vnd ohne zuthun anderer dingen (doch daß es Metallen ſeyn/ die in ein Milch geſtalt oder Kurꝛ zuvorn gebracht ſeyen) mit der Zeit eine Scheydung geben/ vnd das reineſte ſich von dem vnreinen ſcheydet/ vnd alſo ein reicher Schatz dardurch offenbaret wird.","norm":"Die Metallen werden auch geschieden / gereinigt und zur Verbesserung gebracht / als bei der Milch zu sehen / wann solche lang steht in natürlicher Wärme / dass sich das beste / als der Rom / darin die Butter stecket / oben auf setzet / und sich von dem Käse und Molken scheidet / und je wärmer die Milch steht / je bälder solche Scheidung geschieht: Also auch mit der Metallen Scheidung bewandt / wann nämlich dieselbe in behörliche Wärme gesetzt werden / dass sie also per se, und ohne Zutun anderer Dingen (doch dass es Metallen sein / die in ein Milch Gestalt oder Kur zuvor gebracht seien) mit der Zeit eine Scheidung geben / und das reinste sich von dem unreinen scheidet / und also ein reicher Schatz dadurch offenbaret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475299835205078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2369,"date":1659,"orig":"Vnd gleich wie die Milch im Winter in der Kaͤlte/ ohne zugethane Waͤrme/ ſich nicht gerne ſcheydet/ ſondern lang ſtehen muß: Alſo auch die Metallen thun/ wann jhnen nicht mit Fewer geholffen wird/ gleich wie bey dem Eyſen zu ſehen/ daß in langer Zeit in der Erden ſolches ohne zuthun menſchlicher Hülff in Gold gezeitiget wird.","norm":"Und gleich wie die Milch im Winter in der Kälte / ohne zugetane Wärme / sich nicht gerne scheidet / sondern lang stehen muss: Also auch die Metallen tun / wann ihnen nicht mit Feuer geholfen wird / gleich wie bei dem Eisen zu sehen / dass in langer Zeit in der Erden solches ohne zutun menschlicher Hilfe in Gold gezeitigt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.445400238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2370,"date":1659,"orig":"Dann vielmahl Eyſen-Ertz gefunden/ darinn aͤderderlein von gutem gedigenen Gold geſehen werden/ alſo durchwachſen/ daß es eine luſt zu ſehen iſt/ welche Goldaͤderlein ſich durch die centraliſche Waͤrme/ von dem groͤberen jrꝛdiſchen vnzeitigen Sulphure geſchieden haben.","norm":"Dann vielmal Eisenerz gefunden / darin äderderlein von gutem gediegenen Gold gesehen werden / also durchwachsen / dass es eine Lust zu sehen ist / welche Goldäderlein sich durch die centralische Wärme / von dem gröberen irdischen unzeitigen Sulphure geschieden haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82859992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2371,"date":1659,"orig":"Vnd wird gemeyniglich bey ſolchem Eyſen-Ertz kein Vitriol gefunden/ indeme ſolcher durch ſein contrarium allbereyt geſchieden/ vnd in ein Beſſerung iſt verwandelt worden.","norm":"Und wird gemeiniglich bei solchem Eisenerz kein Vitriol gefunden / indem solcher durch sein contrarium allbereyt geschieden / und in ein Besserung ist verwandelt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.090099811553955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2372,"date":1659,"orig":"Zu ſolcher Scheydung aber in der Erden die Natur ein ſehr lange Zeit haben muß/ welches die Kunſt in kurtzer Zeit verꝛichten kan/ gleich als man mit der Milch thut/ wann man bald Butter im Winter davon haben will/ ſetzet man ſolche an ein warmen Ort/ ſo giebt ſie jhren Room bald von ſich/ vnd ſo man ſolches noch baͤlder verꝛichten will/ ſo gebraucht man einen Niederſchlag darzu/ mit acidis, davon das Sal urinoſum in der Milch getoͤdet vnd die principia geſchieden werden/ alſo daß die Butter/ vnd das dickere als der Kaͤſe auff ein ſeyten/ vnd das duͤnnere/ als Molcken/ auff ein andere ſeyten weichet/ daß alſo in einer Viertelſtund im kochen ſolche Scheydung geſchehen kan/ welches ſonſten ohne zuthun der ſaͤure in etlichen Wochen kaum haͤtte geſchehen koͤnnen.","norm":"Zu solcher Scheidung aber in der Erden die Natur ein sehr lange Zeit haben muss / welches die Kunst in kurzer Zeit verrichten kann / gleich als man mit der Milch tut / wann man bald Butter im Winter davon haben will / setzet man solche an ein warmen Ort / so gibt sie ihren Rom bald von sich / und so man solches noch bälder verrichten will / so gebraucht man einen Niederschlag dazu / mit acidis, davon das Soll urinosum in der Milch getötet und die principia geschieden werden / also dass die Butter / und das dickere als der Käse auf ein Seiten / und das dünnere / als Molken / auf ein andere Seiten weichet / dass also in einer Viertelstunde im Kochen solche Scheidung geschehen kann / welches sonsten ohne Zutun der säure in etlichen Wochen kaum hätte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.36460018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2373,"date":1659,"orig":"Kan nun das bey den vegetabiliſchen vnd animaliſchen Dingen geſchehen/ warumb ſolte ſolches nicht auch bey den mineraliſchen geſchehen koͤnnen?","norm":"Kann nun das bei den vegetabilischen und animalischen Dingen geschehen / warum sollte solches nicht auch bei den mineralischen geschehen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.280700206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2374,"date":1659,"orig":"Warrumb ſolte nicht Gold vnd Silber in Bley/ Zinn/ Eyſen vnd Kupffer ſeyn/ ob man ſchon keines darinn ſehen kan?","norm":"warum sollte nicht Gold und Silber in Blei / Zinn / Eisen und Kupfer sein / ob man schon keines darin sehen kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.043000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2375,"date":1659,"orig":"Solten die kleine Metallen nicht eben ſo wol etwas guts bey ſich haben/ als die Vegetabilia vnd Animalia, da ſie doch viel beſtaͤndiger gegen jhnen zu rechnen ſeyn?","norm":"sollten die kleine Metallen nicht eben so wohl etwas Gutes bei sich haben / als die Vegetabilia und Animalia, da sie doch viel beständiger gegen ihnen zu rechnen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2376,"date":1659,"orig":"Worauß will man beweiſen/ daß Bley/ Zinn/ Eyſen vnd Kupffer zu ſolcher perfection kommen ſeyn/ als die Natur gewolt?","norm":"Woraus will man beweisen / dass Blei / Zinn / Eisen und Kupfer zu solcher Perfektion kommen sein / als die Natur gewollt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.006700038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2377,"date":1659,"orig":"Die Natur ſuchet allzeit jhre Kinder zur perfection zu bringen/ vnd die geringe Metallen ſeynd nicht perfect:","norm":"Die Natur suchet allzeit ihre Kinder zur Perfektion zu bringen / und die geringe Metallen sind nicht perfekt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.309199810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2378,"date":1659,"orig":"Warumb ſolte man der Natur nicht zu huͤlffe kommen/ vnd dieſelbe verbeſſern koͤnnen?","norm":"warum sollte man der Natur nicht zu Hilfe kommen / und dieselbe verbessern können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128099918365478} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2379,"date":1659,"orig":"Dieſes aber muß wol obſervirt werden/ was bey den Metallen die Theilen zuſammen halte/ auff daß man wiſſe/ wie ſolches Band koͤnne auffgeloͤſet/ vnd die partes zertrennet werden.","norm":"Dieses aber muss wohl observiert werden / was bei den Metallen die Teilen zusammen halte / auf dass man wisse / wie solches Band könne aufgelöst / und die partes zertrennet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.534299850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2380,"date":1659,"orig":"Allhier bey der Milch haͤlt ein Sal urinoſum (beſſer kan ichs nicht verdeutſchen) die Butter/ Kaͤſe vnd Waſſer zuſammen/ welches mit ſaͤure/ als ſeinem contrario, muß getoͤdet werden/ auff daß die Scheydung folge; Bey dem Eyſen aber haͤlt ein vitrioliſch Saltz die Theilen zuſammen/ welches mit ſeinem contrario, ſcilicet Sale nitroſo, vel urinoſo, muß getoͤdet werden/ auff daß die Scheydung folge.","norm":"Allhier bei der Milch hält ein Soll urinosum (besser kann ich es nicht verdeutschen) die Butter / Käse und Wasser zusammen / welches mit säure / als seinem contrario, muss getötet werden / auf dass die Scheidung folge; bei dem Eisen aber hält ein vitriolisch Salz die Teilen zusammen / welches mit seinem contrario, scilicet Sale nitroso, vel urinoso, muss getötet werden / auf dass die Scheidung folge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932600021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2381,"date":1659,"orig":"Wer derhalben dem Eyſen ſein uͤbriges Saltz nehmen kan/ es geſchehe gleich via humida vel ſicca, der wird ein gereinigt Eyſen finden/ welches der Roſt ſo bald hernach nicht wird verzehren koͤnnen.","norm":"Wer derethalben dem Eisen sein übriges Salz nehmen kann / es geschehe gleich via humida vel sicca, der wird ein gereinigt Eisen finden / welches der Rost so bald hernach nicht wird verzehren können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.436600208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2382,"date":1659,"orig":"Auch hat das bloſſe Fewer ohn alles zuthun in Verwandlung der Metallen mehr Krafft als man meynet/ wird doch durchs Fewer auß Eyſen/ Stahl/ vnd hinwieder auß Stahl/ Eyſen/ nach dem man damit procedirt.","norm":"Auch hat das bloße Feuer ohne alles zutun in Verwandlung der Metallen mehr Kraft als man meinet / wird doch durchs Feuer aus Eisen / Stahl / und hinwieder aus Stahl / Eisen / nach dem man damit prozediert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.040900230407715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2383,"date":1659,"orig":"Weiſt vns doch die taͤgliche Erfahrung/ daß durchs Fewer mancherley Veraͤnderung vnd Verbeſſerungen geſchehen/ warumb ſolte dann ſolches nicht auch in den Metallen/ nach guter Erkaͤntnuͤs der Naturen/ vnd huͤlff eines fleiſſigen vnd guten Chymici geſchehen koͤnnen?","norm":"Weist uns doch die tägliche Erfahrung / dass durchs Feuer mancherlei Veränderung und Verbesserungen geschehen / warum sollte dann solches nicht auch in den Metallen / nach guter Erkenntnis der Naturen / und Hilfe eines fleißigen und guten Chymici geschehen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.394400119781494} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2384,"date":1659,"orig":"Wer ſolte glauben/ daß in einem Ey ein lebendiger Vogel mit aller ſeiner geſtalt; oder in eim vnanſehnlichen Samen ein Kraut mit Stengel/ ſchoͤnen Blumen vnd Farben/ wie auch lieblichem Geruch (wanns nicht ſo bekant vnd gemeyn waͤre) ſolte verborgen ſeyn?","norm":"Wer sollte glauben / dass in einem Ei ein lebendiger Vogel mit aller seiner Gestalt; oder in einem unansehnlichen Samen ein Kraut mit Stängel / schönen Blumen und Farben / wie auch lieblichem Geruch (wann es nicht so bekannt und gemein wäre) sollte verborgen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99370002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2385,"date":1659,"orig":"Warumb ſolten nicht auch die metalla embryonata, welche jhre Vollkommenheit noch nicht erlanget/ durch Kunſt vnd Huͤlff des Fewers koͤnnen gezeitiget werden?","norm":"Warum sollten nicht auch die metalla embryonata, welche ihre Vollkommenheit noch nicht erlanget / durch Kunst und Hilfe des Feuers können gezeitigt werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.068099975585937} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2386,"date":1659,"orig":"Wird doch ein vnreiffer ſaurer Apffel vnd Birn/ durch der Sonnen Waͤrme/ in eine liebliche vnd wolgeſchmackte Frucht gezeitiget?","norm":"Wird doch ein unreifer saurer Apfel und Birnen / durch der Sonnen Wärme / in eine liebliche und wolgeschmackte Frucht gezeitigt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.448200225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2387,"date":1659,"orig":"Welches etliche vnverdroſſene Leuth gemercket/ dergleichen operationes ins Werck geſtellet/ vnd befunden/ daß etliche Metallen/ wann ſie noch nicht durchs Fewers gewalt zerſtoͤret ſeyn/ durch ein linde vnd bequaͤme Waͤrme an jhrem Halt/ ſehr koͤnnen verꝛeichert werden/ alſo/ daß auch nach ſolcher digeſtion im ſchmeltzen/ noch einmal ſo viel Gold oder Silber erlanget wird/ als ſonſten durch gemeyne weiſe des ſchmeltzens hat koͤnnen außgebracht werden:","norm":"Welches etliche unverdrossene Leute gemerkt / dergleichen operationes ins Werk gestellt / und befunden / dass etliche Metallen / wann sie noch nicht durchs Feuers Gewalt zerstöret sein / durch ein linde und bequeme Wärme an ihrem Halt / sehr können verreichert werden / also / dass auch nach solcher Digestion im Schmelzen / noch einmal so viel Gold oder Silber erlanget wird / als sonsten durch gemeine weise des Schmelzens hat können ausgebracht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.570799827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2388,"date":1659,"orig":"Ja/ was noch mehr iſt/ hab ich geſehen/ daß ein gemeyn Bley-Ertz/ auff ſolche weiſe iſt digerirt worden/ daß es hernach nicht allein reichlicher am Silber/ ſondern auch zimlich an Gold geſchuͤttet hat/ da doch zuvorn im geringſten kein Gold in der gemeynen Prob darinn zu finden war.","norm":"Ja / was noch mehr ist / habe ich gesehen / dass ein gemein Bleierz / auf solche weise ist digeriert worden / dass es hernach nicht allein reichlicher am Silber / sondern auch ziemlich an Gold geschüttet hat / da doch zuvor im Geringsten kein Gold in der gemeinen Probe darin zu finden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2389,"date":1659,"orig":"Vnd laͤſſet ſich ſolche Arbeit auch im groſſen thun/ vnd mit vielen Centnern zugleich eynſetzen vnd digeriren/ welches denen die Bley-Bergwerck haben vnd bawen koͤnnen/ keinen geringen Nutzen bringen wuͤrde/ wann ſie ſolches wuͤſten ins Werck zu ſtellen.","norm":"Und lässt sich solche Arbeit auch im großen Tun / und mit vielen Zentnern zugleich einsetzen und digerieren / welches denen die Blei-Bergwerk haben und bauen können / keinen geringen Nutzen bringen würde / wann sie solches wüsten ins Werk zu stellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.747700214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2390,"date":1659,"orig":"Doch iſt dieſes dabey zu wiſſen/ daß ſich nicht ein jeder Bley-Ertz mit Gold verreichert/ doch aber alle mit Silber/ welches diejenigen erfahren/ die es verſuchen werden.","norm":"Doch ist dieses dabei zu wissen / dass sich nicht ein jeder Bleierz mit Gold verreichert / doch aber alle mit Silber / welches diejenigen erfahren / die es versuchen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.403600215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2391,"date":1659,"orig":"Dieſer vnd dergleichen Arbeyten ſeynd ſehr viel in der Natur/ welches ein Vnverſtaͤndiger/ deme nichts durch die Hand gangen/ nicht wol glauben vnd begreiffen kan.","norm":"Dieser und dergleichen arbeiten sind sehr viel in der Natur / welches ein Unverständiger / dem nichts durch die Hand gegangen / nicht wohl glauben und begreifen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.736800193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2392,"date":1659,"orig":"Ach daß wir Menſchen doch beſſer vnd fleiſſiger in dem groſſen Buch/ welches Gott der Allmaͤchtige mit ſeiner Hand auff die vier groſſe Blaͤtter der Elementen geſchrieben hat/ ſtudirten vnd ſuchten/ wir wuͤrden viel Wunderwerck vnd Geheimnuͤſſe darinn finden/ doch nicht durch muͤſſig gehen/ ſondern durch ſchweiß des Angeſichts wird Kunſt vnd Gut erlanget/ vnd heiſſet billich/ ora & labora.","norm":"Ach dass wir Menschen doch besser und fleißiger in dem großen Buch / welches Gott der Allmächtige mit seiner Hand auf die vier große Blätter der Elementen geschrieben hat / studierten und suchten / wir würden viel Wunderwerk und Geheimnisse darin finden / doch nicht durch müßig gehen / sondern durch schweiß des Angesichts wird Kunst und Gut erlanget / und heißt billig / ora & labora.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2393,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen die Metallen veraͤndert werden durch ein gradation, welche einem Propf- oder Impfwerck der Baͤum kan verglichen werden.","norm":"Auch können die Metallen verändert werden durch ein Gradation, welche einem Propf- oder Impfwerk der Bäume kann verglichen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2394,"date":1659,"orig":"Dann/ wie jederman bewuſt iſt/ daß man ein klein Zweiglein oder nur ein Aug von einem fruchtbaren Baum/ einem wilden Baum eynverleibet/ daß der wilde Baum gantz vnd gar keine wilde/ ſondern hinfoͤrter gute vnd wolgeſchmacke Fruͤchten/ nachdeme man darauff Geimpffet hat/ herfuͤr bringt:","norm":"Dann / wie jedermann bewusst ist / dass man ein klein Zweiglein oder nur ein Auge von einem fruchtbaren Baum / einem wilden Baum einverleibet / dass der wilde Baum ganz und gar keine wilde / sondern hinförter gute und Wohlgeschmacke Früchten / nachdem man darauf Geimpft hat / herfür bringt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889400005340576} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2395,"date":1659,"orig":"Wie bey dem Eyſen zu ſehen/ wann daſſelbe mit einem Spir. acido, darinn ein fermentum tingens Vener. iſt/ durch die Solution zu Kupffer wird/ vnd ohne zweyffel Kupffer zu Silber/ vnd Silber zu Gold/ wann man den Weg wuͤſte/ durch appropriirte fermenta jhme zu helffen.","norm":"Wie bei dem Eisen zu sehen / wann dasselbe mit einem Spir . acido, darin ein fermentum tingens Vener . ist / durch die Solution zu Kupfer wird / und ohne Zweifel Kupfer zu Silber / und Silber zu Gold / wann man den Weg wüste / durch appropriierte fermenta ihm zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.590700149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2396,"date":1659,"orig":"Iſt auch ſolch transmutation einer digeſtion gleich/ als wann ein Pferd oder Ochs Gras iſſet/ vnd digerirt/ auß welchem digeſto die Natur Ochſen vnd Pferden Fleiſch machet/ vnd in des Menſchen Magen das Ochſenfleiſch zu Menſchenfleiſch digeriret wird.","norm":"Ist auch solch Transmutation einer Digestion gleich / als wann ein Pferd oder Ochs Gras isst / und digeriert / aus welchem digesto die Natur Ochsen und Pferden Fleisch macht / und in des Menschen Magen das Ochsenfleisch zu Menschenfleisch digerieret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2397,"date":1659,"orig":"Es kan auch das beſſere theil von dem geringern geſchieden werden/ durch attrahirung gleicher Naturen/ gleich als wann man einem ſchwefelhaltigen Metall im ſchmeltzen Eyſen zuſchlaͤget/ ſo friſt ſich der Schwefel an dē Eyſen (mit welchem er groͤſſer gemeynſchafft hat/ vnd jhm mehr Liebe zutraͤgt/ als mit demjenigen Metall er gebohren iſt) vnd laͤſſet alſo ſein Metall reiner fallen/ dann es ſonſten ohne zuthun Eyſens haͤtte thun koͤnnen/ wie bey dem ſchwefelhaͤltigen Bley-Ertz zu ſehen/ welchem man im ſchmeltzen Eyſen zuſetzet/ daß das Metall geſchmeidig/ vnd nicht ſchwartz vnd bruͤchig herauß kompt.","norm":"Es kann auch das bessere Teil von dem geringeren geschieden werden / durch Attrahierung gleicher Naturen / gleich als wann man einem schwefelhaltigen Metall im Schmelzen Eisen zuschlägt / so frisst sich der Schwefel an de Eisen (mit welchem er größer Gemeinschaft hat / und ihm mehr Liebe zuträgt / als mit demjenigen Metall er geboren ist) und lässt also sein Metall reiner fallen / dann es sonsten ohne zutun Eisens hätte tun können / wie bei dem schwefelhaltigen Bleierz zu sehen / welchem man im Schmelzen Eisen zusetzet / dass das Metall geschmeidig / und nicht schwarz und brüchig herauskommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2398,"date":1659,"orig":"Wann man dann wuͤſte/ was man weiters dem geſchmeidigen Metall ſolte im fluß zuſetzen/ daß der uͤbrige vnnuͤtze vnd verbrennliche Sulphur auch geſchieden wuͤrde/ ſo muͤſte ohne zweiffel das Metall noch reiner dardurch werden/ als es zuvorn geweſen iſt:","norm":"Wann man dann wüsste / was man weiteres dem geschmeidigen Metall sollte im Fluss zusetzen / dass der übrige unnütze und verbrennliche Sulphur auch geschieden würde / so müsste ohne Zweifel das Metall noch reiner dadurch werden / als es zuvor gewesen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6981000900268555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2399,"date":1659,"orig":"Weilen wir aber ſolches nicht zu thun wiſſen/ ſo bleiben die Metallen wie ſie ſeyn/ vnd werden nichts verbeſſert.","norm":"Weilen wir aber solches nicht zu tun wissen / so bleiben die Metallen wie sie sein / und werden nichts verbessert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9517998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2400,"date":1659,"orig":"Vnd hat Gott der Allmaͤchtige/ gleich wie in all ſeinen wercken/ auch allhier gar wol gethan/ daß Er ſolche Wiſſenſchafft vns verborgen haͤlt; dann/ ſo ſolches zu thun bekant waͤre/ wuͤrden die Geitzigen alles Bley/ Eyſen/ Kupffer vnd Zinn auffkauffen/ das Gold vnd Silber herauß zu ziehen/ vnd den armen Handwercksleuthen vnd Bawren ſolche Metallen/ jhre Werckzeug darauß zu machen/ gar zu thewer vnd uͤbel zu bekommen ſeyn: welches aber Gott nicht haben will/ daß alle Metallen ſolten verwůſtet/ vnd in Gold verwandelt werden.","norm":"Und hat Gott der Allmächtige / gleich wie in all seinen Werken / auch allhier gar wohlgetan / dass Er solche Wissenschaft uns verborgen hält; dann / so solches zu tun bekannt wäre / würden die Geizigen alles Blei / Eisen / Kupfer und Zinn aufkaufen / das Gold und Silber herauszuziehen / und den armen Handwerksleuten und Bauern solche Metallen / ihre Werkzeug daraus zu machen / gar zu teuer und übel zu bekommen sein: Welches aber Gott nicht haben will / dass alle Metallen sollten verwüstet / und in Gold verwandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.962699890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2401,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun ein Gleichnuͤs geben iſt bey dem ſchmeltzen etlicher Metallen/ daß jhr ſuperfluum Sulphur benommen/ vnd der beſte vnd reineſte Theil derſelben erhalten kan werden; Alſo iſt es auch moͤglich den reinern theil von dem vnreinern/ durch ſeines gleichen/ attrahirender weiſe herauß zu bringen/ alſo daß ſich gleich zu ſeinem gleichen/ dem beſſern Theil geſellet/ vnd das vnreineſte zuruͤck/ als ein heteroneum, geſtoſſen wird/ wie ſolches ſo wol viâ humidâ als viâ ſiccâ koͤnte demonſtrirt werden.","norm":"Gleich wie nun ein Gleichnis geben ist bei dem Schmelzen etlicher Metallen / dass ihr superfluum Sulphur benommen / und der beste und reinste Teil derselben erhalten kann werden; also ist es auch möglich den reineren Teil von dem unreineren / durch seinesgleichen / attrahierender weise heraus zu bringen / also dass sich gleich zu seinem gleichen / dem besseren Teil gesellet / und das unreinste zurück / als ein Heteroneume, gestoßen wird / wie solches so wohl via humida als via sicca könnte demonstriert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4766998291015625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2402,"date":1659,"orig":"Als ein Exempel im naſſen Wege zu ſchen:","norm":"Als ein Exempel im nassen Wege zu schen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.33620023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2403,"date":1659,"orig":"Wann man ein vnrein Gold oder Silber in ſeinem menſtruo ſolvirt/ vnd gemeyn Mercur. dareyn thut/ vntereinander ſchuͤttelt vnd kochet/ ſo ziehet der Mercur. das Gold oder Silber/ welches zuvor gantz vnrein vnd vnſichtlich in dem Waſſer/ mit vieler terreſtritaͤt vermiſcht war/ gantz ſchoͤn/ rein/ vnd ſauber zu ſich/ alſo daß ein geſchwinde Scheydung gemacht wird/ vnd thut der gemeyne Mercur. ſolches auch auff truckene weiſe/ indem man ein Gold- oder Silberhaltige Erden mit ſawrem Waſſer anfeuchtet/ vnd zuſammen ſo lang reibet/ bis der Mercur. das beſſer Theil darauß gezogen hat/ von welchem Mercur. hernach die taube Erde mit gemeyn Waſſer abgewaſchen/ vnd der Mercur. wann er getrucknet/ durch ein Leder von dem Gold oder Silber/ welches er zu ſich genommen hatte/ kan geſchieden werden:","norm":"Wann man ein unrein Gold oder Silber in seinem menstruo solviert / und gemein Merkur . darein tut / untereinander schüttelt und kochet / so ziehet der Merkur . das Gold oder Silber / welches zuvor ganz unrein und unsichtlich in dem Wasser / mit vieler terrestrität vermischt war / ganz schön / rein / und sauber zu sich / also dass ein geschwinde Scheidung gemacht wird / und tut der gemeine Merkur . solches auch auf trockene weise / indem man ein Gold- oder Silberhaltige Erden mit saurem Wasser anfeuchtet / und zusammen so lang reibet / bis der Merkur . das besser Teil daraus gezogen hat / von welchem Merkur . hernach die taube Erde mit gemein Wasser abgewaschen / und der Merkur . wann er getrocknet / durch ein Leder von dem Gold oder Silber / welches er zu sich genommen hatte / kann geschieden werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2404,"date":1659,"orig":"Vnd hat der Mercur. ſolche Eygenſchafft/ daß er allzeit auß der Erden nur ein Metall/ vnd auch das beſte auff einmahl herauß zeucht/ vnd ſo daſſelbe herauß gezogen/ auch endlich das ſchlechtere zu ſich nimmet:","norm":"Und hat der Merkur . solche Eigenschaft / dass er allzeit aus der Erden nur ein Metall / und auch das Beste auf einmal herauszieht / und so dasselbe herausgezogen / auch endlich das schlechtere zu sich nimmt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.427599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2405,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel: Wann in einer Erden Gold/ Silber/ Kupffer vnd Eyſen waͤre/ ſo wuͤrde der Mercur. erſtlich nur das Gold allein zu ſich nehmen/ vnd hernach das.","norm":"Als zum Exempel: Wann in einer Erden Gold / Silber / Kupfer und Eisen wäre / so würde der Merkur . erstlich nur das Gold allein zu sich nehmen / und hernach das.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339600086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2406,"date":1659,"orig":"Silber/ dann das Kupffer/ vnd das Eyſengantz vngern/ wegen ſeiner Vnreinigkeit: Zinn vnd Bley aber auch gern; am allerliebſten aber das Gold/ wegen ſeiner Reinigkeit/ an welcher es dem Mercur. fuͤr ander Metallen am gleicheſten iſt.","norm":"Silber / dann das Kupfer / und das Eysengantz ungern / wegen seiner Unreinheit: Zinn und Blei aber auch gern; am allerliebsten aber das Gold / wegen seiner Reinheit / an welcher es dem Merkur . für ander Metallen am gleichsten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.498600006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2407,"date":1659,"orig":"CAP. VII.","norm":"CAP. VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.617499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2408,"date":1659,"orig":"Ein andere Demonſtration im Truckenen Wege.","norm":"Ein andere Demonstration im trockenen Wege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.9980998039245605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2409,"date":1659,"orig":"SEtze vnter eine Muffel eine gute Capellen/ mit Bley zu treiben/ vnd ſetze auch darzu ein Korn Gold/ ſo gantz fein iſt/ doch daß du daſſelbige zuvor wol waͤgeſt/ vnd das Gewicht behalteſt; Las alſo das Gold mit dem Bley auff der Capellen blicken/ ſo wird dein Bley in die Capellen gehen/ vnd das Gold bleichgelb darauff ſtehen bleiben; welche bleiche dann nichts anders verurſacht/ als das Silber/ welches das Gold im treiben auß dem Bley gezogen hat.","norm":"Setze unter eine Muffel eine gute Kapellen / mit Blei zu treiben / und setze auch dazu ein Korn Gold / so ganz fein ist / doch dass du dasselbe zuvor wohl wägest / und das Gewicht behaltest; las also das Gold mit dem Blei auf der Kapellen blicken / so wird dein Blei in die Kapellen gehen / und das Gold bleichgelb darauf stehen bleiben; welche bleiche dann nichts anders verursacht / als das Silber / welches das Gold im Treiben aus dem Blei gezogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.853300094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2410,"date":1659,"orig":"Moͤchteſtu villeicht ſagen:","norm":"Möchtest vielleicht sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.6855998039245605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2411,"date":1659,"orig":"Das glaub vnd weiß ich wol/ daß das Gold mit Bley abgetrieben/ nothwendig ſchwerer vnd bleicher herauß kommen muß/ weilen das Bley Silber haͤlt/ vnd ſolches im abtreiben zuruͤck bey dem Gold bleibt/ dardurch es ſein Gewicht vnd bleiche Farb erlanget?","norm":"Das glaube und weiß ich wohl / dass das Gold mit Blei abgetrieben / notwendig schwerer und bleicher herauskommen muss / weilen das Blei Silber hält / und solches im Abtreiben zurück bei dem Gold bleibt / dadurch es sein Gewicht und bleiche Farbe erlanget?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495800018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2412,"date":1659,"orig":"Darauff ich antworte/ daß es zwar nicht ohne ſey/ daß das Bley im abtreiben auff der Capellen etwas Silber laſſe/ welches dann/ ſo Gold dabey abgetrieben wird/ ſich damit vermiſchet/ vnd ſolches ſo wol an Farb aͤndert/ als am Gewicht vermehret.","norm":"Darauf ich antworte / dass es zwar nicht ohne sei / dass das Blei im Abtreiben auf der Kapellen etwas Silber lasse / welches dann / so Gold dabei abgetrieben wird / sich damit vermischet / und solches so wohl an Farbe ändert / als am Gewicht vermehret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.608500003814697} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2413,"date":1659,"orig":"Gleichwol weißt das Gewicht auß/ vnd bezeuget/ daß mehr Silber zuruͤck bey dem Gold bleibt/ wann das Bley darmit abgehet/ als wann daſſelbe allein wird abgetrieben.","norm":"Gleichwohl weißt das Gewicht aus / und bezeuget / dass mehr Silber zurück bei dem Gold bleibt / wann das Blei damit abgehet / als wann dasselbe allein wird abgetrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.127399921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2414,"date":1659,"orig":"Darauß zu beweiſen/ daß das Gold ſeines gleichen im Fewer auß andern Metallen zu ſich ziehet/ vnd mercklich davon vermehret wird/ wie es dann ſolches auch im naſſen Weg thut/ indem man Gold in ſeinem menſtruo ſolvirt/ vnd Kupffer dabey zugleich ſolviret vnd digeriret/ daß ein gut theil Golds vom Kupffer durch das Gold zu ſich gezogen/ vnd vom uͤbrigen Kupffer geſchieden wird:","norm":"Daraus zu beweisen / dass das Gold seinesgleichen im Feuer aus anderen Metallen zu sich ziehet / und merklich davon vermehret wird / wie es dann solches auch im nassen Weg tut / indem man Gold in seinem menstruo solviert / und Kupfer dabei zugleich solvieret und digerieret / dass ein gut Teil Golds vom Kupfer durch das Gold zu sich gezogen / und vom übrigen Kupfer geschieden wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2581000328063965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2415,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon ſolche Arbeit keinen groſſen nutzen bringt/ ſo wird doch die Moͤgligkeit darinn geſpuͤret.","norm":"Ob nun schon solche Arbeit keinen großen nutzen bringt / so wird doch die Möglichkeit darin gespürt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.614799976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2416,"date":1659,"orig":"Wer aber ein ſolch menſtruum wuͤſte/ dardurch das Gold in ſeiner zu ſich ziehenden Krafft vnd Natur vermehret/ vnd das Kupffer darinn krafftlos koͤnte gemacht werden/ daß es deſto leichter ſein einverleibtes Gold zu laſſen gezwungen wuͤrde/ dem folte villeicht noch wol ſeine Muͤhe koͤnnen bezahlet werden; vnd noch viel beſſer/ wann man Gold vnd Kupffer in einem mineraliſchen truckenen Waſſer im Fewer durcheinander ſchmeltzte/ wuͤrde ſich das Gold von dem Kupffer vermehren koͤnnen/ vnd Paracelſi Wort nicht vergeblich geſprochen ſeyn/ da er ſchreibet:","norm":"Wer aber ein solch menstruum wüste / dadurch das Gold in seiner zu sich ziehenden Kraft und Natur vermehret / und das Kupfer darin kraftlos könnte gemacht werden / dass es desto leichter sein einverleibtes Gold zu lassen gezwungen würde / dem fohlte vielleicht noch wohl seine Mühe können bezahlet werden; und noch viel besser / wann man Gold und Kupfer in einem mineralischen trockenen Wasser im Feuer durcheinander schmälzte / würde sich das Gold von dem Kupfer vermehren können / und Paracelsi Wort nicht vergeblich gesprochen sein / da er schreibet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137700080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2417,"date":1659,"orig":"Wann die Metallen im ſtarcken Fewer durcheinander geſchmoltzen/ vnd auff ſeine Zeit darinn verharꝛen/ daß die vnvollkommene vergehen vnd zu nicht werden/ vnd vollkommene an jhrer ſtatt bleiben ſollen.","norm":"Wann die Metallen im starken Feuer durcheinander geschmolzen / und auf seine Zeit darin verharren / dass die unvollkommene vergehen und zu nicht werden / und vollkommene an ihrer statt bleiben sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665500164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2418,"date":1659,"orig":"Welches ohne zweyffel/ ſo recht damit verfahren/ dem Kuͤnſtler kein geringen nutzen bringen wuͤrde.","norm":"Welches ohne Zweifel / so recht damit verfahren / dem Künstler kein geringen Nutzen bringen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.349400043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2419,"date":1659,"orig":"Dann ich ſelber mit Warheit ſagen kan/ daß ich mehr als einmal durch Mart. die Lun. habe wollen compact machen/ vnd mir mein Gold auß dem Eyſen einen Zuwachs/ gutes beſtaͤndiges Goldes/ an ſtatt Lun. fixę, die ich ſuchte/ geben hat.","norm":"Dann ich selber mit Wahrheit sagen kann / dass ich mehr als einmal durch Mart. die Lun . habe wollen kompakt machen / und mir mein Gold aus dem Eisen einen Zuwachs / gutes beständiges Goldes / anstatt Lun . fixe, die ich suchte / geben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.16349983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2420,"date":1659,"orig":"Vnd kompt bisweilen einem Kuͤnſtler etwas guts in die Hand/ das er nicht verſtehet/ oder merckt/ wie allhie bey der.","norm":"Und kommt bisweilen einem Künstler etwas Gutes in die Hand / das er nicht verstehet / oder merkt / wie allhier bei der.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.75600004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2421,"date":1659,"orig":"Luna fixa gemeldet/ darumb man allzeit wol in acht nehmen ſoll/ wann man mit den Metallen uͤmbgehet/ vnd etwan einen Zuwachs findet/ wovon derſelbe komme; dann der mehrentheil Laboranten nicht anders meynen/ wann ſie bisweilen die Lunam durch Martem, Blutſtein/ Magneten/ Schmirgel/ Galmey/ rothen Talck/ Granaten/ Antimon.","norm":"Luna fixa gemeldet / darum man allzeit wohl in Acht nehmen soll / wann man mit den Metallen ümbgehet / und etwan einen Zuwachs findet / wovon derselbe komme; dann der Mehranteil Laboranten nicht anders meinen / wann sie bisweilen die Lunam durch Martem, Blutstein / Magneten / Schmirgel / Galmey / roten Talk / Granaten / Antimon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.381499767303467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2422,"date":1659,"orig":"Auripigment.","norm":"Auripigment.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.040299892425537} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2423,"date":1659,"orig":"Sulphur, Silices vnd andere dergleichen Bergarten/ in welchen vnzeitig/ vnd auch zeitig/ fluͤchtig vnd fix Gold verborgen iſt/ lange Zeit gemartert haben/ vnd dieſelbe in der Prob Gold giebt/ daß daſſelbe Gold durch huͤlff ſolcher Bergarten auß der Lun. worden ſey/ welches aber nicht iſt/ ſondern die Luna hat ſolches auß den Bergarten/ in welchen es fluͤchtig vnd vnſichtig lag/ herauß gezogen/ fix vnd corporaliſch gemacht.","norm":"Sulphur, Silices und andere dergleichen Bergarten / in welchen unzeitig / und auch zeitig / flüchtig und fix Gold verborgen ist / lange Zeit gemartert haben / und dieselbe in der Probe Gold gibt / dass dasselbe Gold durch Hilfe solcher Bergarten aus der Lun . worden sei / welches aber nicht ist / sondern die Luna hat solches aus den Bergarten / in welchen es flüchtig und unsichtig lag / herausgezogen / fix und körperlich gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59089994430542} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2424,"date":1659,"orig":"Doch will ich nicht wiederſtreitten/ daß auß einer jedwedern Luna (die doch ſelber in jhrem innerſten dem Gold nicht ſehr vngleich iſt) nicht ſolte Gold durch die gerechte Kunſt der Alchymia koͤnnen gezogen werden:","norm":"Doch will ich nicht wiederstreiten / dass aus einer jedweden Luna (die doch selber in ihrem innersten dem Gold nicht sehr ungleich ist) nicht sollte Gold durch die gerechte Kunst der Alchimie können gezogen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.434800148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2425,"date":1659,"orig":"Aber durch Cimentiren mit obgedachten Mineralien im geringſten nicht; Vnd iſt ſolches Gold nicht auß der Luna, ſondern auß den Bergarten in die Lunam durch ſolche Arbeit gebracht worden.","norm":"Aber durch Zimentieren mit obgedachten Mineralien im Geringsten nicht; und ist solches Gold nicht aus der Luna, sondern aus den Bergarten in die Lunam durch solche Arbeit gebracht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.970099925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2426,"date":1659,"orig":"Dieſe Arbeit/ die bisweilen nicht ohne nutzen/ iſt zuvergleichen einem Samen/ den man in ein vnfoͤrmliche Erden leget/ dariun verfaulen laͤſſet/ welcher auß angeborner Natur ſeines gleichen auß der Erden zeucht/ vnd hundertfaͤltig dardurch vermehret wird.","norm":"Diese Arbeit / die bisweilen nicht ohne nutzen / ist zuvergleichen einem Samen / den man in ein unförmliche Erden leget / dariun verfaulen lässt / welcher aus angeborener Natur seinesgleichen aus der Erden zieht / und hundertfältig dadurch vermehret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.481299877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2427,"date":1659,"orig":"Es muß aber ſolche Metalliſche Erden auch mit bequaͤmen Mineraliſchen Waſſern befeuchtet werden/ vnd wann die Feuchtigkeit mit der Zeit durch das ſtarcke Fewer wird verzehret vnd außgetrocknet/ wiederumb mit friſchem oder newem Waſſer erquicket/ welches die Philoſophi inceriren nennen/ wann ſolches nicht geſchehe/ wuͤrde die Erden krafftlos/ vnd zur Frucht fortbringung vntuͤchtig werden; vnd ſoll ein ſolches Waſſer auch die Natur haben/ daß es mit der Erden zu einer Fettigkeit werde/ vnd Waſſer vnd Erden einander gern annehmen vnd behalten/ gleich wie zu ſehen/ wann man auff einen magern Sand/ nur ein gemeyn Regenwaſſer wolte gieſſen/ vnd darinn Saͤen/ ſo wuͤrde ein kleine Sonnenhitz das Waſſer bald von dem Sand außziehen/ vnd der Same in dem Sand verbrennen muͤſſen/ vnd keine Vermehrung oder Wachsthumb darauff folgen koͤnnen:","norm":"Es muss aber solche metallische Erden auch mit bequemen mineralischen Wassern befeuchtet werden / und wann die Feuchtigkeit mit der Zeit durch das starke Feuer wird verzehret und ausgetrocknet / wiederum mit frischem oder neuem Wasser erquicket / welches die Philosophie inceriren nennen / wann solches nicht geschehe / würde die Erden kraftlos / und zur Frucht Fortbringung untüchtig werden; und soll ein solches Wasser auch die Natur haben / dass es mit der Erden zu einer Fettigkeit werde / und Wasser und Erden einander gern annehmen und behalten / gleich wie zu sehen / wann man auf einen mageren Sand / nur ein gemein Regenwasser wollte gießen / und darin Säen / so würde ein kleine Sonnenhitze das Wasser bald von dem Sand ausziehen / und der Same in dem Sand verbrennen müssen / und keine Vermehrung oder Wachstum darauf folgen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9359002113342285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2428,"date":1659,"orig":"So aber Kuͤh- oder Schaafmiſt mit dem Sand vermiſchet werden/ ſo koͤnte das Waſſer in demſelben ein Haltung haben/ vnd die Sonne ſo leichtlich nicht außtrockenen; Alſo vnd auff ſolche weiſe muß dein Waſſer vnd Erden auch beyſammen gehalten werden/ daß der Same nicht darinn verbrenne:","norm":"So aber Küh- oder Schafmist mit dem Sand vermischet werden / so könnte das Wasser in demselben ein Haltung haben / und die Sonne so leichtlich nicht austrocknen; also und auf solche weise muss dein Wasser und Erden auch beisammen gehalten werden / dass der Same nicht darin verbrenne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886199951171875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2429,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſolche Arbeit wol gethan wird/ ſo gehet es nicht leer ab/ dem Laboranten werden ſeine Muͤhe vnd Kohlen wol bezalet.","norm":"Und wann solche Arbeit wohl getan wird / so geht es nicht leer ab / dem Laboranten werden seine Mühe und Kohlen wohl bezahlet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.98799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2430,"date":1659,"orig":"Es erfordert aber ein ſolch Werck einen ſonderbahren Fleiß vnd gute Auffſicht/ auff daß die Erde allezeit in bequaͤmer Hitze vnd Naͤſſe erhalten werde.","norm":"Es erfordert aber ein solch Werk einen sonderbaren Fleiß und gute Aufsicht / auf dass die Erde allezeit in bequemer Hitze und Nässe erhalten werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.368299961090088} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2431,"date":1659,"orig":"Dann zu viel Waſſer vertraͤncket das Erdreich/ vnd zu wenig/ hindert die action oder Wachsthumb.","norm":"Dann zu viel Wasser vertränket das Erdreich / und zu wenig / hindert die Aktion oder Wachstum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157400131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2432,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ein ſolche Arbeit eine von meinen beſten/ die mir bekant ſeyn/ auß den geringern Metallen gut vnd beſtaͤndig Gold vnd Silber zu bringen/ erſordert aber ſehr gute Gefaͤß/ darinn der Samen mit der Erden vnd Waſſer ſeine Zeit in bequaͤmer hitze koͤnne erhalten werde.","norm":"Und ist ein solche Arbeit eine von meinen besten / die mir bekannt sein / aus den geringeren Metallen gut und beständig Gold und Silber zu bringen / erfordert aber sehr gute Gefäß / darin der Samen mit der Erden und Wasser seine Zeit in bequemer Hitze könne erhalten werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793799877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2433,"date":1659,"orig":"Ich zweifle auch nicht/ es ſolte ſich ein ſolche Arbeit auch im groſſen (wiewolen ichs niemalen verſucht) thun laſſen:","norm":"Ich zweifle auch nicht / es sollte sich ein solche Arbeit auch im großen (wiewolen ich es niemals versucht) tun lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.209099769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2434,"date":1659,"orig":"Vnd glaube/ daß die geringere Metallen/ vnd ſonderlich der Saturnus, welcher ſich vor all anderen Metallen darzu bequaͤmet/ ſich nicht allein auff ſolche weiſe im Gold vnd Silber/ ſondern villeicht auch in eine Medicin zeitigen laſſe:","norm":"Und glaube / dass die geringere Metallen / und sonderlich der Saturnus, welcher sich vor all anderen Metallen dazu bequemet / sich nicht allein auf solche weise im Gold und Silber / sondern vielleicht auch in eine Medizin zeitigen lasse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.330399990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2435,"date":1659,"orig":"Giebt derhalben einem Chymico kein geringe Frewd/ wann jhm Gott der Allmaͤchtige ein ſolch Philoſophiſches Werck auß Gnaden ſehen laͤſſet.","norm":"Gibt derethalben einem Chymico kein geringe Freude / wann ihm Gott der Allmächtige ein solch philosophisches Werk aus Gnaden sehen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.414000034332275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2436,"date":1659,"orig":"Derohalben wol zu zuſehen/ wann man ſo viel erlanget/ wie man ſolches anlege.","norm":"Derohalben wohl zuzusehen / wann man so viel erlanget / wie man solches anlege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.897500038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2437,"date":1659,"orig":"Dann was Gott bisweilen einem giebet/ will Er darumb nicht/ daß jederman auch wiſſen vnd haben ſoll; dann mir ſelber wiederfahren iſt/ daß ich ein nuͤtzliches Werck gefunden/ vnd ſolches nicht fuͤr mich allein behalten/ ſondern einem andern auch habe zeigen wollen/ daß ich hernach ſolches nicht allein jenem nicht habe weiſen/ ſondern auch ſelber hernach niemalen thun koͤnnen.","norm":"Dann was Gott bisweilen einem gibt / will er darum nicht / dass jedermann auch wissen und haben soll; dann mir selber widerfahren ist / dass ich ein nützliches Werk gefunden / und solches nicht für mich allein behalten / sondern einem anderen auch habe zeigen wollen / dass ich hernach solches nicht allein jenem nicht habe weisen / sondern auch selber hernach niemals tun können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6209001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2438,"date":1659,"orig":"Dahero auch mancher nicht vnbillich bedencken traͤgt/ von etwas nuͤtzliches zu ſchreiben:","norm":"Daher auch mancher nicht unbillig bedenken trägt / von etwas Nützliches zu schreiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.319200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2439,"date":1659,"orig":"Dann theils alſo beſchaffen/ wann ſie nur alles/ was jhr Naͤheſter hat/ zu ſich reiſſen/ vnd ohne Muͤh/ Arbeit vnd Koſten groſſe Heimlichkeiten von andern erlangen koͤnten/ im geringſten ſolches zuthun ſich nicht ſcheweten:","norm":"Dann teils also beschaffen / wann sie nur alles / was ihr Nähester hat / zu sich reißen / und ohne Mühe / Arbeit und Kosten große Heimlichkeiten von anderen erlangen könnten / im geringsten solches zutun sich nicht scheweten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388199806213379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2440,"date":1659,"orig":"Dahero beſſer geſchwiegen/ vnd einen andern ſelber ſuchen laſſen/ ſo wird man erfahren/ was es fuͤr Muͤhe/ Sorg/ Koſten/ vnd beſchwerliche Arbeit etwas guts zu erfinden/ erfordert/ vnd hernach ſo vnverſchambt von andern wichtige Sachen/ fuͤr ein Danckhab/ ſo leichtlich nicht begehren doͤrffen.","norm":"Daher besser geschwiegen / und einen anderen selber suchen lassen / so wird man erfahren / was es für Mühe / Sorge / Kosten / und beschwerliche Arbeit etwas Gutes zu erfinden / erfordert / und hernach so vnverschambt von anderen wichtige Sachen / für ein Dankhab / so leichtlich nicht begehren dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.386099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2441,"date":1659,"orig":"Will derohalben auch hiemit jedermaͤnniglich/ ſo wol gros als geringe Stands- Perſonen/ welchen dieſes mein Schreiben zu leſen moͤchte fuͤrkommen/ zum allerhoͤchſten gebaͤten haben/ daß ſie mich doch mit vielem ſchreiben/ fragen vnd begehren/ wollen zu frieden laſſen/ vnd mir mein gut thun nicht zur Vnruhe machen/ ſondern mit demjenigen/ was ich jederman/ dems Gott goͤnnen wird/ zur guten Nachrichtung geſchrieben habe/ zu frieden ſeyn.","norm":"Will derohalben auch hiermit jedermänniglich / so wohl groß als geringe Stands-Personen / welchen dieses mein Schreiben zu lesen möchte vorkommen / zum allerhöchsten gebeten haben / dass sie mich doch mit vielem schreiben / fragen und begehren / wollen zu Frieden lassen / und mir mein guttun nicht zur Unruhe machen / sondern mit demjenigen / was ich jedermann / dem Gott gönnen wird / zur guten Nachrichtung geschrieben habe / zu Frieden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2442,"date":1659,"orig":"Dann mir nicht moͤglich waͤre/ wann ich auch ſonſt anders nichts zu thun haͤtte/ daß ich jederman auff ſeine Fragen antworten/ vnd ſeinem begehren genug thun koͤnte.","norm":"Dann mir nicht möglich wäre / wann ich auch sonst anders nichts zu tun hätte / dass ich jedermann auf seine Fragen antworten / und seinem begehren genug tun könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05049991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2443,"date":1659,"orig":"Es wolle jhm auch niemand eynbilden/ als wann ich guͤldene Berge beſaͤſſe/ vnd andern ſolche auch verheiſſen wolte; gantz nicht:","norm":"Es wolle ihm auch niemand einbilden / als wann ich güldene Berge besäße / und anderen solche auch verheißen wollte; ganz nicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.865600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2444,"date":1659,"orig":"Dann was ich allhie geſchrieben/ iſt nur darumb geſchehen/ auff daß die Natur etlicher maſſen durch dieſe meine Diſcurſen von Veraͤnderung der geringen Metallen in beſſere/ doch nur in kleinem/ entdecket wuͤrde.","norm":"Dann was ich allhier geschrieben / ist nur darum geschehen / auf dass die Natur etlicher maßen durch diese meine Diskursen von Veränderung der geringen Metallen in bessere / doch nur in kleinem / entdecket würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.127600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2445,"date":1659,"orig":"Dann ich niemalen dergleichen Dinge/ im groſſen/ davon Nutzen kommen moͤchte/ verſuchet/ oder gepracticiret habe/ ſondern nur allein in kleinen Tiegelen die Warheit vnd moͤglichkeit zu ſehen/ ſolche Arbeit ohne Nutzen gethan habe/ vnd auch nur zu dem Ende davon geſchrieben/ auff daß man ſehen moͤge/ daß auß den geringern Metallen/ beſſere zu bringen/ der wahren Kunſt zu thun moͤglich ſey.","norm":"Dann ich niemals dergleichen Dinge / im großen / davon Nutzen kommen möchte / versucht / oder gepracticiret habe / sondern nur allein in kleinen Tiegeln die Wahrheit und Möglichkeit zu sehen / solche Arbeit ohne Nutzen getan habe / und auch nur zu dem Ende davon geschrieben / auf dass man sehen möge / dass aus den geringeren Metallen / bessere zu bringen / der wahren Kunst zu tun möglich sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430799961090088} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2446,"date":1659,"orig":"Wer aber Zeit vnd Gelegenheit (deren ich bishero noch gemangelt) ſolche Arbeit im groſſen anzuſtellen haben kan/ dem iſt es nicht gewehret zu verſuchen/ ob Nutzen damit zu erlangen.","norm":"Wer aber Zeit und Gelegenheit (deren ich bisher noch gemangelt) solche Arbeit im großen anzustellen haben kann / dem ist es nicht gewehrt zu versuchen / ob Nutzen damit zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551000118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2447,"date":1659,"orig":"Ich fuͤr mein Perſon muß ſo lang zufrieden ſeyn/ bis mir Gott einmal in einen bequemen Orth/ ſolche Dinge im groſſen zu verſuchen/ obs gelingen wolte/ Nutzen damit zu thun/ meine ſaure vnd vielfaͤltige ſchwere Arbeiten vnd Koſten/ die ich viel Jahr her daran gewendet/ einmal zu genieſſen/ vnd wiederumb ein Ergetzlichkeit dargegen zu haben/ helffen moͤchte.","norm":"Ich für mein Person muss so lang zufrieden sein / bis mir Gott einmal in einen bequemen Ort / solche Dinge im großen zu versuchen / obs gelingen wollte / Nutzen damit zu tun / meine saure und vielfältige schwere Arbeiten und Kosten / die ich viel Jahr her daran gewendet / einmal zu genießen / und wiederum ein Ergötzlichkeit dagegen zu haben / helfen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.728300094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2448,"date":1659,"orig":"Auff ein andere Weiſe werden die Metallen verwandelt von einer Geſtalt in die andere/ nemblich durch einen tingirenden Metalliſchen Geiſt/ wie bey dem auro fulminante zu ſehen/ wann ſolches auff einem remen pallirten Metalliſchen Blech einen Blitz oder Schlag thut/ ein guͤldiſche Tinctur in ſolchem Augenblick ſich in das Metall dringot/ vnd ſolches zu Gold tingirt/ ohne Verletzung deſſelben/ vnd ſo zu etlich malen/ auff demſelben Orth das aurum fulminans ſchlaͤgt/ ſo gehet vnd dringet die guͤldiſche Tinetur tieff hineyn in das Blech/ alſo das es den Strich haͤlt.","norm":"Auf ein andere Weise werden die Metallen verwandelt von einer Gestalt in die andere / nämlich durch einen tingierenden metallischen Geist / wie bei dem auro fulminante zu sehen / wann solches auf einem remen ballerten metallischen Blech einen Blitz oder Schlag tut / ein güldische Tinktur in solchem Augenblick sich in das Metall dringot / und solches zu Gold tingiert / ohne Verletzung desselben / und so zu etlich malen / auf demselben Ort das aurum fulminans schlägt / so geht und dringet die güldische Tinetur tief hinein in das Blech / also das es den Strich hält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321400165557861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2449,"date":1659,"orig":"Deßgleichen geſchicht auch im naſſen Weg/ wann man nemblich von nitro, vnd etlichen Mineralien/ einen gradirenden Spiritum diſtillirt/ dareyn laminas Metallorum leget/ daß dieſelbe darvon alſo penetrirt werden/ vnd ein andere Geſtalt erlangen/ nachdeme der Spiritus geweſen iſt:","norm":"Desgleichen geschieht auch im nassen Weg / wann man nämlich von nitro, und etlichen Mineralien / einen gradierenden Spiritum destilliert / darein laminas Metallorum leget / dass dieselbe davon also penetriert werden / und ein andere Gestalt erlangen / nachdem der Spiritus gewesen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.049300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2450,"date":1659,"orig":"Vnd ſo jemand meynen moͤchte/ daß ein ſolche gradation im Schlage-Gold auff andere Metallen/ kein wahre Verwandlung were/ ſondern nur ein Anſtrich/ der kan die Gewißheit erfahren/ wann er etlich mal ein Schlag-Gold darauff fulminiren laͤßt/ ſo wird er ſehen/ daß das Metall nicht nur oben auff verguͤldet/ ſondern tieff hineyn gradiret iſt.","norm":"Und so jemand meinen möchte / dass ein solche Gradation im Schlagegold auf andere Metallen / kein wahre Verwandlung wäre / sondern nur ein Anstrich / der kann die Gewissheit erfahren / wann er etlich Mal ein Schlaggold darauf fulminiren lässt / so wird er sehen / dass das Metall nicht nur oben auf vergüldet / sondern tief hinein gradieret ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2451,"date":1659,"orig":"Dergleichen auch wird man gewiß der Warheit/ welche durch ein naſſen Spiritum geſchicht/ wann man ſolche Metallen/ die darinn gradiret/ auff die Prob ſetzet.","norm":"Dergleichen auch wird man gewiss der Wahrheit / welche durch ein nassen Spiritum geschieht / wann man solche Metallen / die darin gradieret / auf die Probe setzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.226099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2452,"date":1659,"orig":"Allhier wird klaͤrlich geſehen/ was die Metallen eins in das ander wuͤrcken koͤnnen/ wann ſie Geiſtlich gemachet ſeyn.","norm":"Allhier wird klärlich gesehen / was die Metallen eins in das ander wirken können / wann sie Geistlich gemacht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.162199974060059} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2453,"date":1659,"orig":"Dann/ ein Geiſt iſt ein wunderlich Ding/ hat groſſe Gewalt/ welches ein Vngeuͤbter im Fewer nicht glauben kan.","norm":"Dann / ein Geist ist ein wunderlich Ding / hat große Gewalt / welches ein Ungeübter im Feuer nicht glauben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2454,"date":1659,"orig":"Vnd bezeugen ſolche Gradirung der Metallen/ auß einem geringen in ein hoͤhers/ nicht allein die aͤltere vnd juͤngere Philoſophi, ſondern auch die Bergleuth/ welches ſie auß taͤglicher Erfahrung wahrgenommen/ daß die Mineraliſche Duͤnſte oder Spiritus in andere Metallen eyngehen/ vnd dieſelben in ein ander vnd beſſer Metall verwandeln/ wie bey Lazaro Ercker zu ſehen/ da er außdruͤcklich bezeuget/ daß das Eyſen in natuͤrlich Kupffer verwandelt werde/ in gruͤnen geſaltzenen Waſſern/ vnd daß er geſehen habe in einer Gruben/ daß die Fartheſpen/ Thonnaͤgel/ vnd ander Eyſenwerck mit der Zeit alſo von einem Kupffer-Geiſt ſeynd penetrirt/ vnd zu einem beſtaͤndigen guten Kupffer worden.","norm":"Und bezeugen solche Gradierung der Metallen / aus einem geringen in ein höheres / nicht allein die ältere und jüngere Philosophie, sondern auch die Bergleute / welches sie aus täglicher Erfahrung wahrgenommen / dass die Mineralische Dünste oder Spiritus in andere Metallen eingehen / und dieselben in ein ander und besser Metall verwandeln / wie bei Lazaro Ercker zu sehen / da er ausdrücklich bezeuget / dass das Eisen in natürlich Kupfer verwandelt werde / in grünen gesalzenen Wassern / und dass er gesehen habe in einer Gruben / dass die Fahrtespen / Thonnägel / und ander Eisenwerk mit der Zeit also von einem Kupfergeist sind penetriert / und zu einem beständigen guten Kupfer worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193399906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2455,"date":1659,"orig":"Ich verlaͤugne nicht/ daß die Metalliſche Solutiones auff etlichen Metallen ſich anſchlagen/ dieſelben verguͤlden/ verſilbern/ vnd verkuͤpffern/ aber darumb nicht gradiren; Wie dann bekant genug iſt/ wann man Eyſen in ein Vitrioliſch Waſſer legt/ ſolches von dem Vitriol-Waſſer nicht zu Kupffer wird/ ſondern nur das Kupffer auß dem Vitriol zu ſich ziehet; davon allhier nicht diſputiret wird/ ſondern angezeyget/ daß es moͤglich ſey/ die Metallen durch einen durchdringenden tingirenden Geiſt zuveraͤndern:","norm":"Ich verleugne nicht / dass die Metallische Solutiones auf etlichen Metallen sich anschlagen / dieselben vergülden / versilbern / und verkupfern / aber darum nicht gradieren; wie dann bekannt genug ist / wann man Eisen in ein Vitriolisch Wasser legt / solches von dem Vitriolwasser nicht zu Kupfer wird / sondern nur das Kupfer aus dem Vitriol zu sich ziehet; davon allhier nicht disputieret wird / sondern angezeigt / dass es möglich sei / die Metallen durch einen durchdringenden tingierenden Geist zuverändern:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.850900173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2456,"date":1659,"orig":"Darumb ich noch einmal ſage/ daß den Metalliſchen Geiſtern ſehr viel zu thun moͤglich ſey/ darvon allhier nicht mehr zu ſchreiben.","norm":"Darum ich noch einmal sage / dass den metallischen Geistern sehr viel zu tun möglich sei / davon allhier nicht mehr zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2457,"date":1659,"orig":"Man ſehe an ein Erde/ wie grob vnd vnkraͤfftig dieſelbe ſey/ vnd darneben auch ein Waſſer/ wie hell vnd klar/ auch gewaltſamb/ vnd noch reiner vnd gewaltiger die Lufft ſey/ welche auß dem Waſſer/ vnd das Waſſer auß der Erden entſprungen; kan das Waſſer bisweilen nicht gantze Laͤnder uͤberſchwaͤmmen/ Staͤdt vnd Doͤrffer hinweg fuͤhren/ vnd die Lufft nicht allein ſtarcke Haͤuſer uͤmbwerffen/ ſondern auch wann dieſelben in der Hoͤlen der Erden/ ſo ſie nicht auß kan/ auff viel Meilwegs lang den Erdboden ſchuͤtteln/ bewegen/ vnd bißweilen gantze Staͤdte vnd groſſe Berge uͤbern Hauffen werffen/ vnd viel Menſchen dardurch verderben/ vnd alles natuͤrlicher weiſe:","norm":"Man sehe an ein Erde / wie grob und unkräftig dieselbe sei / und daneben auch ein Wasser / wie hell und klar / auch gewaltsam / und noch reiner und gewaltiger die Luft sei / welche aus dem Wasser / und das Wasser aus der Erden entsprungen; kann das Wasser bisweilen nicht ganze Länder überschwämmen / Stät und Dörfer hinwegführen / und die Luft nicht allein starke Häuser umwerfen / sondern auch wann dieselben in der Höhlen der Erden / so sie nicht aus kann / auf viel Meilwegs lang den Erdboden schütteln / bewegen / und bisweilen ganze Städte und große Berge übern Haufen werfen / und viel Menschen dadurch verderben / und alles natürlicherweise:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.166200160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2458,"date":1659,"orig":"Aber vielmehr Schaden thut der Wind/ welcher durch Kunſt mit dem Nitro gemachet wird/ welches im geringſten keinen Beweis bedarff.","norm":"Aber vielmehr Schaden tut der Wind / welcher durch Kunst mit dem Nitro gemacht wird / welches im Geringsten keinen Beweis Bedarf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2459,"date":1659,"orig":"Geſchicht nun ſolcher Gewalt durch die groͤbere Elementen/ wie viel ſie auch Macht vnd Gewalt haben/ dannoch jhnen nicht moͤglich iſt/ ohne Verletzung durch ein Compact-Metall/ will geſchweigen harten Stein vnd Glas zu gehen/ welches aber dem Fewergeiſt zu thun nicht ſchwer iſt.","norm":"Geschichte nun solcher Gewalt durch die gröbere Elementen / wie viel sie auch Macht und Gewalt haben / dennoch ihnen nicht möglich ist / ohne Verletzung durch ein Compact-Metall / will geschweigen harten Stein und Glas zu gehen / welches aber dem Feuergeist zu tun nicht schwer ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.620699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2460,"date":1659,"orig":"Weilen dann bekant genug daß die Krafft der Sonnen oder Fewers/ durch alle Metallen vnd allerhaͤrteſte Stein vnd Glaͤſer/ wegen ſeiner ſubtilen Durchdringenheit vnverhindert/ vnd vngezwungen gern durchgehet; Warumb ſolte dann auch nicht ein ſubtiler Metalliſcher durchdringender Spiritus in der Hitze/ durch Gewalt des Fewers/ die aller compacteſte corpora penetriren/ verbeſſern/ vnd in ein ander Geſtalt bringen koͤnnen?","norm":"Weilen dann bekannt genug dass die Kraft der Sonnen oder Feuers / durch alle Metallen und härteste Stein und Gläser / wegen seiner subtilen Durchdringenheit unverhindert / und ungezwungen gern durchgehet; warum sollte dann auch nicht ein subtiler Metallischer durchdringender Spiritus in der Hitze / durch Gewalt des Feuers / die aller kompakteste corpora penetrieren / verbessern / und in ein ander Gestalt bringen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.530700206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2461,"date":1659,"orig":"Wie allhier bey dem auro fulminanti vnd gradir-Waſſern zu ſehen iſt.","norm":"Wie allhier bei dem auro fulminanti und Gradierwassern zu sehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5472002029418945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2462,"date":1659,"orig":"Derohalben gantz nicht zu zweiffeln/ daß nicht ein Mineraliſche tingirende Krafft/ ſo wol in naſſer als truckener Geſtalt/ die harte Metallen in beſſere zu veraͤndern Macht habe.","norm":"Derohalben ganz nicht zu zweifeln / dass nicht ein Mineralische tingierende Kraft / so wohl in nasser als trockener Gestalt / die harte Metallen in bessere zu verändern Macht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.456099987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2463,"date":1659,"orig":"Es koͤnnen die Metallen auch gereiniget werden auff ſolche Weiſe/ wie man den gemeynen Tartarum, Vitriolum, vnd andere Salia reiniget/ nemblich mit Zuthun viel Waſſers.","norm":"Es können die Metallen auch gereinigt werden auf solche Weise / wie man den gemeinen Tartarum, Vitriolum, und andere Salia reiniget / nämlich mit Zutun viel Wassers.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.45550012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2464,"date":1659,"orig":"Dann genugſamb bekant iſt/ daß man durch ſolviren vnd coaguliren mit einer groſſen Quantitaͤt Waſſers/ den gruͤnen Vitriolum, alſo von ſeinem Zuſatz/ nemblich Eyſen vnd Kupffer reinigen kan/ daß er gantz bleibet/ vnd als ein Alaun anzuſehen iſt/ welche Reinigung dann nichts anders iſt als ein Scheydung des Metalls von dem Sale, indeme man ſehr viel Waſſers zuthut/ dardurch das Sal geſchwaͤchet/ vnd nothhalben ſein bey ſich habendes Metall/ in Geſtalt eines Schlams muß fallen laſſen/ vnd iſt ſolcher Schlam nicht vnnuͤtz oder vntuͤchtig/ ſondern der beſte Theil des Vitriols/ nemblich Eyſen/ Kupffer vnd Schwefel/ dardurch das weiſſe Saltz gruͤn worden war.","norm":"Dann genugsam bekannt ist / dass man durch solvieren und koagulieren mit einer großen Quantität Wassers / den grünen Vitriolum, also von seinem Zusatz / nämlich Eisen und Kupfer reinigen kann / dass er ganz bleibt / und als ein Alaun anzusehen ist / welche Reinigung dann nichts anders ist als ein Scheidung des Metalls von dem Sale, indem man sehr viel Wassers zutut / dadurch das Soll geschwächt / und nothalben sein bei sich habendes Metall / in Gestalt eines Schlamms muss fallen lassen / und ist solcher Schlamm nicht unnütz oder untüchtig / sondern der beste Teil des Vitriols / nämlich Eisen / Kupfer und Schwefel / dadurch das weiße Salz grün worden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.045599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2465,"date":1659,"orig":"Wie dann nun durch eine ſolche Scheydung auß dem Vitriol koͤnnen Metall gemacht werden/ die in einem hoͤhern Grad der Perfection zu rechnen ſeyn/ als Salia; Alſo auch mit den Metallen geſchicht/ auß welchen das beſſere vnd perfecteſte Theil von dem geringern gefaͤllt/ vnd geſchieden wird.","norm":"Wie dann nun durch eine solche Scheidung aus dem Vitriol können Metall gemacht werden / die in einem höheren Grad der Perfektion zu rechnen sein / als Salia; also auch mit den Metallen geschieht / aus welchen das bessere und perfekteste Teil von dem geringeren gefällt / und geschieden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.444900035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2466,"date":1659,"orig":"Mit dem Tartaro aber geſchicht die Reinigung zwar auch durch viel Waſſers/ aber ſein beſtes Theil faͤllt nicht davon/ gleich wie bey dem Vitriolo ſondern der geringſte Theil deſſelben faͤllt vnd ſcheydet ſich davon/ dardurch der Tartarus vnrein vnd ſchwartz worden war.","norm":"Mit dem Tartaro aber geschieht die Reinigung zwar auch durch viel Wassers / aber sein bestes Teil fällt nicht davon / gleich wie bei dem Vitriolo sondern der geringste Teil desselben fällt und scheidet sich davon / dadurch der Tartarus unrein und schwarz worden war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452700138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2467,"date":1659,"orig":"Mercke wol auff dis Exempel.","norm":"Merke wohl auf dies Exempel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ms","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.280399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2468,"date":1659,"orig":"Es kan der gemeyne Weinſtein/ wie er auß den Faͤſſern kompt/ durch etlichmal ſolviren vnd coaguliren mit ſo viel Waſſers/ daß nur der Weinſtein darinn zergehet/ ſchoͤn/ hell/ klar vnd weiß gemachet werden/ weilen allezeit/ vnd ein jedwederer Solution mit reinem Waſſer/ derſelbige je laͤnger je weiſſer vnd ſchoͤner wird/ alſo/ daß auch nicht allein ein weiſſer/ ſondern auch ein jedweder haͤßlicher/ roter Weinſtein/ in ſchoͤne durchſichtige Cryſtallen kan gebracht werden/ vnd ſonderlich behend durch ein Niederſchlag.","norm":"Es kann der gemeine Weinstein / wie er aus den Fässern kommt / durch etliche Mal solvieren und koagulieren mit so viel Wassers / dass nur der Weinstein darin zergehet / schön / hell / klar und weiß gemacht werden / weilen allezeit / und ein jedweder Solution mit reinem Wasser / derselbige je länger je weißer und schöner wird / also / dass auch nicht allein ein weißer / sondern auch ein jedweder hässlicher / roter Weinstein / in schöne durchsichtige Kristallen kann gebracht werden / und sonderlich behände durch ein Niederschlag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.722400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2469,"date":1659,"orig":"Vnd iſt der Schlamm/ welcher das ſchoͤne weiſſe Saltz dunckel vnd vnſauber gemacht hat/ nichts anders/ als ein vngeſchmack/ vnkraͤfftig/ hoͤltzicht Weſen/ welches ſich mit dem anſchieſſen oder coagultren des Tartari in den Weinfaͤſſern damit vermiſchet/ vnd nun durch Solvirung deſſelben wieder davon geſchieden hat.","norm":"Und ist der Schlamm / welcher das schöne weiße Salz dunkel und unsauber gemacht hat / nichts anders / als ein Ungeschmack / unkräftig / höltzicht Wesen / welches sich mit dem anschießen oder coagultren des Tartari in den Weinfässern damit vermischet / und nun durch Solvierung desselben wieder davon geschieden hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.503399848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2470,"date":1659,"orig":"Dieſe Gleichnuͤs nun dieſer beyden Salien/ nemblich Vitrioli vnd Tartari, iſt nicht uͤmb ſonſt/ ſondern darumb gegeben/ auff daß man den Vnterſcheyd der Faͤllung darauß erkennen lerne.","norm":"Diese Gleichnis nun dieser beiden Salien / nämlich Vitriole und Tartari, ist nicht um sonst / sondern darum gegeben / auf dass man den Unterscheid der Fällung daraus erkennen lerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720600128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2471,"date":1659,"orig":"Dann bey etlichen Metallen ſcheydet ſich das geringere Theil von dem beſſern/ vnd das beſſere bleibt; bey etlichen ſcheydet ſich das beſſere/ vnd faͤllt zu Boden/ vnd das geringere bleibt/ nach dem das beſſere oder geringere die Oberhand hat; dann bey dem Vitriol iſt das beſſere Theil/ nemblich Eyſen/ vnd Kupffer das wenigſte/ vnd faͤllt zu Boden/ geſchieden von dem mehrern vnd geringern Theil des Saltzes:","norm":"Dann bei etlichen Metallen scheidet sich das geringere Teil von dem besseren / und das bessere bleibt; bei etlichen scheidet sich das bessere / und fällt zu Boden / und das geringere bleibt / nach dem das bessere oder geringere die Oberhand hat; dann bei dem Vitriol ist das bessere Teil / nämlich Eisen / und Kupfer das wenigste / und fällt zu Boden / geschieden von dem mehreren und geringeren Teil des Salzes:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2472,"date":1659,"orig":"Bey dem Tartaro ſcheydet ſich das geringe vnd mindere von dem mehrern vnd beſſern Theil/ vnd das mehrer vnd beſſer Theil bleibet ſchoͤn/ hell/ ſauber vnd klar.","norm":"Bei dem Tartaro scheidet sich das geringe und mindere von dem mehreren und besseren Teil / und das mehrerer und besser Teil bleibt schön / hell / sauber und klar.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910200119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2473,"date":1659,"orig":"Alſo auch mit den Metallen geſchicht.","norm":"Also auch mit den Metallen geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.100500106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2474,"date":1659,"orig":"Darumb ein jedweder/ der ſich darinn bemuͤhen will/ wol zuſehen ſoll/ was er ſcheyde/ ob der beſſer vnd geringer Theil des Metalls fallen oder geſchieden ſoll werden; ohne ſolche Erkaͤntnus iſt es beſſer vnterwegen bleiben laſſen/ als vnnuͤtze vnd verlorne Arbeit gethan.","norm":"Darum ein jedweder / der sich darin bemühen will / wohl zusehen soll / was er Scheide / ob der besser und geringer Teil des Metalls fallen oder geschieden soll werden; ohne solche Erkäntnus ist es besser unterwegen bleiben lassen / als unnütze und verlorene Arbeit getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.926400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2475,"date":1659,"orig":"Vnd wolle ſich auch jederman huͤten/ der etwas in ſolcher Arbeit vermeynt zu erlangen/ daß er ja im geringſten keine corꝛofiviſche Waſſer/ ſie haben gleich Namen wie ſie wollen/ als Aq. fort. Aq. reg. Sp. Salis, Vitrioli, Aluminis, Aceti, vnd dergleichen zu ſeiner Solution nehme/ welche im geringſten nichts guts koͤnnen außrichten/ ſondern alles bis in den Grund hineyn verderben/ vnd dieſen Worten Glauben vnd Gehoͤr geben:","norm":"Und wolle sich auch jedermann hüten / der etwas in solcher Arbeit vermeint zu erlangen / dass er ja im Geringsten keine corrofivische Wasser / sie haben gleich Namen wie sie wollen / als Aq. fort. Aq. reg. Sp. Salis, Vitriole, Aluminis, Aceti, und dergleichen zu seiner Solution nehme / welche im Geringsten nichts Gutes können ausrichten / sondern alles bis in den Grund hinein verderben / und diesen Worten Glauben und Gehör geben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.527299880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2476,"date":1659,"orig":"Auß Metaller/ durch Metallen/ vnd mit Metallen werden gute vnd beſtaͤndige Metallen.","norm":"Aus Metaller / durch Metallen / und mit Metallen werden gute und beständige Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.979000091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2477,"date":1659,"orig":"Auch werden die Metallen gereiniget/ gezeitiget/ vnd jhr guts vom boͤſen geſchieden/ durch das nitrum, dardurch das Sulphur ſuperfluum comburens von dem puro verbrennet vnd conſummiret wird.","norm":"Auch werden die Metallen gereinigt / gezeitigt / und ihr Gutes vom bösen geschieden / durch das nitrum, dadurch das Sulphur superfluum comburens von dem puro verbrennet und konsumieret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.711599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2478,"date":1659,"orig":"Alle dieſe erzehlte verbeſſerungen der Metallen geſchehen nur particulariter.","norm":"Alle diese erzählte Verbesserungen der Metallen geschehen nur particulariter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.947999954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2479,"date":1659,"orig":"Dann ein jedweder Medicina particularis, ſo wol auff Menſchen als Metallen/ macht ſeine Scheydung vnd Verbeſſerung durch Ablegung des ſuperflui.","norm":"Dann ein jedweder Medicina particularis, so wohl auf Menschen als Metallen / macht seine Scheidung und Verbesserung durch Ablegung des superflui.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.783699989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2480,"date":1659,"orig":"Ein univerſalis Medicina aber hergegen thut ſein Verbeſſerung durch Staͤrckung vnd Augmentirung des ſo wol animaliſchen als mineraliſchen humidi radicalis, welches hernach ſelber auß eygener Krafft ſeine widerwaͤrtige Theilen von ſich werffen kan.","norm":"Ein universalis Medicina aber hingegen tut sein Verbesserung durch Stärkung und Augmentierung des so wohl animalischen als mineralischen humidi radikales, welches hernach selber aus eigener Kraft seine widerwärtige Teilen von sich werfen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9558000564575195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2481,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen: Du giebſt wol gleichnuſſe genug/ lehreſt aber nicht wie man thun ſoll?","norm":"Möchte jemand sagen: Du gibst wohl gleichnusse genug / lehrest aber nicht wie man tun soll?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.620999813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2482,"date":1659,"orig":"Ich hab genug gelehret/ ja mehr als du glaubeſt/ ob du es ſchon nicht alſo nach deinem Willen verſteheſt/ ſo weiß ich gewiß/ daß nach meinem Tod/ wañ mein Leib verweſen iſt/ erſt meine Lehre wird angenehm werden/ vnd geſpuͤhret/ daß ich nicht eytele Ehre vnd vergaͤngliche Dinge/ ſondern allein meinem Naͤchſten auß ſchuldiger Pflicht/ ſo viel mir zugelaſſen/ damit zu dienen vnd helffen/ geſucht habe.","norm":"Ich habe genug gelehrt / ja mehr als du glaubest / ob du es schon nicht also nach deinem Willen verstehest / so weiß ich gewiss / dass nach meinem Tod / wann mein Leib verwesen ist / erst meine Lehre wird angenehm werden / und gespürt / dass ich nicht Eitele Ehre und vergängliche Dinge / sondern allein meinem Nächsten aus schuldiger Pflicht / so viel mir zugelassen / damit zu dienen und helfen / gesucht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9822998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2483,"date":1659,"orig":"Daß aber jemand meynen moͤchte/ weilen ich ſo freygebig im ſchreiben bin/ viel von mir zu erforſchen/ oder erfahren/ der ſoll wiſſen/ daß ſolches zwar auß guter Meynung/ gleichwol aber nicht darumb geſchehen iſt mehr Muͤh vnd Arbeit auff mich zu laden/ dann es mir nicht moͤglich were/ einem jedwedern auff ſein Schreiben zu antworten/ vñ alle Menſchen reich zu machen/ der ich doch ſelber nicht reich bin/ auch Reichthumb niemalen geſucht/ vnd auch nimmermehr ſuchen werde.","norm":"Dass aber jemand meinen möchte / weilen ich so freigebig im Schreiben bin / viel von mir zu erforschen / oder erfahren / der soll wissen / dass solches zwar aus guter Meinung / gleichwohl aber nicht darum geschehen ist mehr Mühe und Arbeit auf mich zu laden / dann es mir nicht möglich wäre / einem jedweden auf sein Schreiben zu antworten / und alle Menschen reich zu machen / der ich doch selber nicht reich bin / auch Reichtum niemals gesucht / und auch nimmermehr suchen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.615600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2484,"date":1659,"orig":"Dann ob ich ſchon dieſer Dingen wie gemeldet/ auß Gnaden Gottes/ Erkaͤntnuͤs habe/ vnd in kleinem gute Proben darinn gefunden/ ſo hab ich doch ſolche Dinge noch bishero niemalen in groſſem angeſtellt vnd practiciret/ reich damit zu werden/ ſondern mich allzeit mit demjenigen begnuͤgen laſſen/ damit mich Vnwuͤrdigen Gott der Allmaͤchtige verſorget hat.","norm":"Dann ob ich schon dieser Dingen wie gemeldet / aus Gnaden Gottes / Erkenntnis habe / und in kleinem gute Proben darin gefunden / so habe ich doch solche Dinge noch bisher niemals in großem angestellt und praktiziert / reich damit zu werden / sondern mich allzeit mit demjenigen begnügen lassen / damit mich unwürdigen Gott der Allmächtige versorgt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.512599945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2485,"date":1659,"orig":"Will auch einen jedwedern er ſey wer er wolle/ keinen außgenommen/ hiemit trewlich gewarnet haben/ wann jhme Gott der Herꝛ etwas zeiget/ daß er ja nicht dardurch hofffaͤrtig/ vndanckbar/ vnd ein Vergeſſer Gottes Genaden werde/ ſondern dem Allmaͤchtigen reichen Geber/ ohne vnterlas an ſeinen Gliedern den beduͤrfftigen beyſpringe/ vnd nach Vermoͤgen helffe/ auff daß jhme ſein Gut nicht zur Verdamnus/ ſondern zur Seligkeit dienen moͤge Auch las dich nicht verdrieſſen/ vnd kehre dich nicht daran/ wann du uͤmb dasjenig das dir Gott giebt/ geneydet vnd gehaſſet wirſt/ es iſt der boͤſen Welt Brauch/ der Geitzige vnd Hoffaͤrtige goͤnnet niemand nichts guts als jhme ſelber/ der doch gedencken ſolte/ daß er auch nichts auff die Welt gebracht habe/ vnd wieder ſo viel mit darvon nehmen werde.","norm":"Will auch einen jedweden er sei wer er wolle / keinen ausgenommen / hiermit treulich gewarnt haben / wann ihm Gott der Herr etwas zeiget / dass er ja nicht dadurch hoffärtig / undankbar / und ein Vergesser Gottes Gnaden werde / sondern dem Allmächtigen reichen Geber / ohne unterlass an seinen Gliedern den bedürftigen beispringe / und nach Vermögen helfe / auf dass ihm sein Gut nicht zur Verdammnis / sondern zur Seligkeit dienen möge auch las dich nicht verdrießen / und kehre dich nicht daran / wann du um dasjenige das dir Gott gibt / geneidet und gehasst wirst / es ist der bösen Welt Brauch / der Geizige und Hoffärtige gönnet niemand nichts Gutes als ihm selber / der doch Gedenken sollte / dass er auch nichts auf die Welt gebracht habe / und wieder so viel mit davon nehmen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.960000038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2486,"date":1659,"orig":"Sihe du nur zu/ daß du wol Haußhalteſt/ mit demjenigen das dir Gott beſcheret/ vnd daſſelbige recht vnd wol anlegeſt:","norm":"Siehe du nur zu / dass du wohl Haushaltest / mit demjenigen das dir Gott beschert / und dasselbe recht und wohl anlegest:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307600021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2487,"date":1659,"orig":"Thue recht vnd ſchewe niemand.","norm":"Tue recht und scheue niemand.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.279399871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2488,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug von der Particular-Verbeſſerung der Metallen geſagt/ ſo viel ich Erkaͤntnus davon trage.","norm":"Dieses sei nun genug von der Particularverbesserung der Metallen gesagt / so viel ich Erkäntnus davon trage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.831999778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2489,"date":1659,"orig":"Anbelangend aber das Univerſale, davon ſo viel geſagt vnd geſchrieben wird/ kan ich nicht wol davon vrtheilen/ dieweilen ich kein Prob davon geſehen hab/ ſo viel aber vermercke ich in andern geringen Veraͤnderungen der Metallen daß ſolches in der Natur ſeyn muͤſſe/ ob ſchon ich oder du ſolches nit wiſſen/ ſo muͤſſen wir doch zufrieden ſeyn mit demjenigen/ das vns Gott giebet; Vielleicht iſt es dem Menſchen nicht allezeit nutz zur Seligkeit gar zu viel wiſſen/ dann gemeynlich viel wiſſen vnd viel haben macht hoffaͤrtig/ vnd Hoffart bringt zum Teuffel/ der denſelben auch erdacht hat/ darvor vns GOTT behuͤten wolle.","norm":"Anbelangend aber das Universale, davon so viel gesagt und geschrieben wird / kann ich nicht wohl davon urteilen / dieweilen ich kein Probe davon gesehen habe / so viel aber Vermerke ich in anderen geringen Veränderungen der Metallen dass solches in der Natur sein müsse / ob schon ich oder du solches nicht wissen / so müssen wir doch zufrieden sein mit demjenigen / das uns Gott gibt; vielleicht ist es dem Menschen nicht allezeit Nutz zur Seligkeit gar zu viel wissen / dann gemeinlich viel wissen und viel haben macht hoffärtig / und Hoffart bringt zum Teufel / der denselben auch erdacht hat / davor uns GOTT behüten wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.282299995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2490,"date":1659,"orig":"CAP. VIII.","norm":"CAP. VIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.807400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2491,"date":1659,"orig":"Was von dem Lapide Philoſ. zu halten.","norm":"Was von dem Lapide Philos. zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.763000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2492,"date":1659,"orig":"WEilen ſchon vor 1000.","norm":"Weilen schon vor 1000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.78410005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2493,"date":1659,"orig":"Jahren her/ ſehr viel Hocherfahrne/ ſo wol Juͤdiſche/ Haͤydniſche/ als Chriſtliche kuͤnſtliche Maͤnner/ daß ein ſolch Philoſophiſche Medicin/ Menſchen vnd Metallen dardurch auff die hoͤchſte Geſundheit zu bringen/ durch des Menſchen Gefchickligkeit vnd Kunſt zu machen moͤglich ſey/ nicht allein geglaubt/ ſondern auch mit vielen greifflichen vnd beweißlichen rationibus klaͤrlich dargethan vnd bekraͤfftiget haben/ davon vnzaͤhliche viel Buͤcher in allerhand Sprachen/ ſo wol warhaffte als verfaͤlſchte/ auff den heutigen Tag/ allenthalben zu finden: Alſo iſt es nicht noͤtig/ daß von mir etwas weiters davon geſchrieben werde/ vnd auch darumb/ weilen mir dergleichen Werck gantz vnbekant iſt/ ob ich zwar von vielen offtermals gehoͤret/ wie daß hie vnd dort bisweilen ſich einer gefunden/ der vnvollkommene Metallen/ vnd inſonderheit das Bley in beſtaͤndig Gold/ durch die Projection einer zugerichten Medicin/ ſolle verwandelt haben; So hab ich doch ſolche Diſcurſen allzeit in jhrem Werth bletben laſſen/ vnd mich niemalen hoch darumb bekuͤmmert oder bemuͤhet/ ein ſolch groſſes Werck vnter die Haͤnde zu nehmen/ vnd zu verfertigen; vnd hat mich nicht allein davon abgeſtrecket die Menge ſo vieler/ ſo wol der Gelaͤhrten als Vngelaͤhrten/ vnter hohen vnd niedern Stands-Perſonen/ vngluͤcklicher Außgang vnd Verderben in ſolcher hohen Kunſt: Sondern habe mir auch niemalen eynbilden koͤnuen/ daß ein ſolche kraͤfftige vnd wunderthaͤtige Medicin (wie derſelben zugeſchrieben) in rerum natura zu finden were; wiewolen mir vielmalen in meinen laboribus wunderbarliche Sachen vnd Anleytungen in ſolchem Werck ſeynd begegnet/ gleichwolen/ wegen Manglung der Zeit vnd Gelegenheit/ niemalen vnter die Haͤnde zu nehmen vnterſtehen doͤrfſen/ ſo lang vnd viel bis mir ohngefehr das Gluͤck/ indeme ich etwas anders vnd geringers geſuchet/ den Glauben in die Hand geben/ vnd ſolches moͤglich zu ſeyn bewieſen.","norm":"Jahren her / sehr viel Hocherfahrene / so wohl jüdische / Heidnische / als Christliche künstliche Männer / dass ein solch philosophische Medizin / Menschen und Metallen dadurch auf die höchste Gesundheit zu bringen / durch des Menschen Geschicklichkeit und Kunst zu machen möglich sei / nicht allein geglaubt / sondern auch mit vielen greiflichen und beweislichen rationibus klärlich dargetan und bekräftiget haben / davon unzählige viel Bücher in allerhand Sprachen / so wohl wahrhafte als verfälschte / auf den heutigen Tag / allenthalben zu finden: Also ist es nicht nötig / dass von mir etwas Weiteres davon geschrieben werde / und auch darum / weilen mir dergleichen Werk ganz unbekannt ist / ob ich zwar von vielen öftermals gehöret / wie dass hie und dort bisweilen sich einer gefunden / der unvollkommene Metallen / und in Sonderheit das Blei in beständig Gold / durch die Projektion einer zugereichten Medizin / solle verwandelt haben; so habe ich doch solche Diskursen allzeit in ihrem Wert bletben lassen / und mich niemals hoch darum bekümmert oder bemühet / ein solch großes Werk unter die Hände zu nehmen / und zu verfertigen; und hat mich nicht allein davon abgestreckt die Menge so vieler / so wohl der Gelehrten als Ungelehrten / unter hohen und niederen Standspersonen / unglücklicher Ausgang und Verderben in solcher hohen Kunst: Sondern habe mir auch niemals einbilden könuen / dass ein solche kräftige und wundertätige Medizin (wie derselben zugeschrieben) in rerum natura zu finden wäre; wiewolen mir vielmals in meinen laboribus wunderbarliche Sachen und Anleitungen in solchem Werk sind begegnet / gleichwohlen / wegen Manglung der Zeit und Gelegenheit / niemals unter die Hände zu nehmen unterstehen dörfsen / so lang und viel bis mir ungefähr das Glück / indem ich etwas anders und geringeres gesucht / den Glauben in die Hand geben / und solches möglich zu sein bewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245299816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2494,"date":1659,"orig":"Dann ich viel Zeit/ Muͤh vnd Koſten von vielen Jahren her dem Gold ſeine Tinctur vnd Animam zu extrahiren/ (weilen ein gute Medicin darauß zu machen) angewendet habe/ vnd auch endlich ſo weit gebracht/ daß es mir gelungen/ vnd geſehen/ wann dem Gold ſein beſtes Theil entzogen/ daß das uͤbrige hinfoͤrder kein Gold mehr iſt/ vnd im geringſten das Fewer/ wie zu vorn/ nicht mehr beſtehen kan:","norm":"Dann ich viel Zeit / Mühe und Kosten von vielen Jahren her dem Gold seine Tinktur und Animam zu extrahieren / (weilen ein gute Medizin daraus zu machen) angewendet habe / und auch endlich so weit gebracht / dass es mir gelungen / und gesehen / wann dem Gold sein bestes Teil entzogen / dass das Übrige hinfördere kein Gold mehr ist / und im Geringsten das Feuer / wie zu vorn / nicht mehr bestehen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.211400032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2495,"date":1659,"orig":"Darauß ich dann gemuthmaſſet/ wann man ſolche außgezogene Krafft des Goldes wieder in ein Fewer-beſtaͤndiges Weſen bringen koͤnte/ daß es nicht wol fehlen muͤſte/ hernach wieder ein geringer Metall damit in Gold zu verwandeln; welches aber zu verſuchen/ dieſer mein gegenwaͤrtiger Zuſtand in der Frembde nicht hat zulaſſen wollen/ derowegen ohne meinen Willen/ wiewol ich uͤmb obgemeldter Vrſachen vnd Anleytung/ einen ſonderlichen Luſt vnd Muth darzu bekommen/ die Hand gleichwol davon hab laſſen muͤſſen:","norm":"Daraus ich dann gemutmaßt / wann man solche ausgezogene Kraft des Goldes wieder in ein Feuerbeständiges Wesen bringen könnte / dass es nicht wohl fehlen müsste / hernach wieder ein geringer Metall damit in Gold zu verwandeln; welches aber zu versuchen / dieser mein gegenwärtiger Zustand in der Fremde nicht hat zulassen wollen / derowegen ohne meinen Willen / wiewohl ich um obgemeldeter Ursachen und Anleitung / einen sonderlichen Lust und Mut dazubekommen / die Hand gleichwohl davon habe lassen müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.506700038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2496,"date":1659,"orig":"Vnd darneben auch wieder zuruͤck gedacht/ wann ich mich erinnert/ daß die Philoſophi ſchreiben ein ſolche Medicin nicht auß dem gemeynen/ ſon dern auß einem beſondern Gold muͤſte bereytet werden. Hab hernach aber einen Acetum Philoſophorum auff gemeyn roth Kupffer goſſen/ zu verſuchen/ ob es auch ein Tinctur darauß ziehen wolte/ welches dann auch geſchehen/ alſo daß beynah alles Kupffer als ein weiſſe Erden durch Digerirung ſich von der Tinctur geſchieden hat/ welche Erden ich wieder in ein corpus zu ſchmeltzen verſucht habe/ aber im geringſten nicht moͤglich geweſen/ ſondern als ein tode Erden ohne Fluß iſt liegen blieben.","norm":"Und daneben auch wieder zurückgedacht / wann ich mich erinnert / dass die Philosophie schreiben ein solche Medizin nicht aus dem gemeinen / son deren aus einem besonderen Gold müsste bereitet werden . Hab hernach aber einen Acetum Philosophorum auf gemein rot Kupfer gossen / zu versuchen / ob es auch ein Tinktur daraus ziehen wollte / welches dann auch geschehen / also dass beinahe alles Kupfer als ein weiße Erden durch Digerierung sich von der Tinktur geschieden hat / welche Erden ich wieder in ein corpus zu schmelzen versucht habe / aber im Geringsten nicht möglich gewesen / sondern als ein Tode Erden ohne Fluss ist liegen blieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.829800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2497,"date":1659,"orig":"Darauß ich abermal im Glauben bin geſtaͤrcket worden/ daß ein ſolche Medicin koͤnte bereytet werden.","norm":"Daraus ich abermals im Glauben bin gestärkt worden / dass ein solche Medizin könnte bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.39109992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2498,"date":1659,"orig":"Vnd ob ich ſchon in ſolcher Arbeit nicht bin fortgefahren/ vnd vernommen/ was darauß werden moͤchte/ ſo zweyfle ich doch nicht/ wann man den Sachen fleiſſig nachdaͤchte/ vnd das Werck in die Haͤnde nehme/ daß nicht auffs wenigſt ein gute Medicin auff Menſchen/ wo nicht auff Metallen/ ſolte koͤnnen darauß gemacht werden.","norm":"Und ob ich schon in solcher Arbeit nicht bin fortgefahren / und vernommen / was daraus werden möchte / so zweifle ich doch nicht / wann man den Sachen fleißig nachdächte / und das Werk in die Hände nehme / dass nicht aufs wenigste ein gute Medizin auf Menschen / wo nicht auf Metallen / sollte können daraus gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066400051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2499,"date":1659,"orig":"Beſtehet nun das Leben/ Schoͤne/ Fluß vnd Guͤtigkeit der Metallen in einer ſo kleinen Quantitaͤt/ ja kaum in dem 100. Theil des Gewichts/ vñ das uͤbrige/ ſo jhme dieſes entzogen/ kein Metall mehr/ ſondern ein krafftloſe vnfluͤſſige tode Erden bleibet:","norm":"Bestehet nun das Leben / Schöne / Fluss und Gütigkeit der Metallen in einer so kleinen Quantität / ja kaum in dem 100. Teil des Gewichts / und das übrige / so ihm dieses entzogen / kein Metall mehr / sondern ein kraftlose unflüssige Tode Erden bleibt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.976099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2500,"date":1659,"orig":"Wer wolte zweyffeln/ daß ſolche außgezogene Krafft vnd Leben des Metalls/ wann es zuvor wieder corporaliſch vnd fix gemacht wuͤrde/ nicht wieder ein Metalliſch corpus ſolte wollen annehmen/ vnd in ein beſſers verwandeln?","norm":"Wer wollte Zweifeln / dass solche ausgezogene Kraft und Leben des Metalls / wann es zuvor wieder körperlich und fix gemacht würde / nicht wieder ein Metallisch corpus sollte wollen annehmen / und in ein besseres verwandeln?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.09060001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2501,"date":1659,"orig":"Ich fuͤr mein Perſon bilde mir nun gaͤntzlich eyn/ vnd glaube faͤſtiglich/ wegen oberzehlten beweglichen Vrſachen/ daß ein ſolche Medicin/ auß mineraliſchen vnd metalliſchen Dingen/ dardurch die geringere Metallen im Fluß/ in beſſere tranſmutiret/ koͤnte durch Kunſt gemacht werden.","norm":"Ich für mein Person bilde mir nun gänzlich ein / und glaube festig / wegen oberzählten beweglichen Ursachen / dass ein solche Medizin / aus mineralischen und metallischen Dingen / dadurch die geringere Metallen im Fluss / in bessere transmutieret / könnte durch Kunst gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7769999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2502,"date":1659,"orig":"(Es wolle jhme niemand eynbilden/ als wann ich allhie auff das Gold oder Kupffer wolte gewieſen haben/ weilen ich erzehle/ wie es mir damit ergangen; gantz nicht.","norm":"(Es wolle ihm niemand einbilden / als wann ich allhier auf das Gold oder Kupfer wollte gewiesen haben / weilen ich erzähle / wie es mir damit ergangen; ganz nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.969900131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2503,"date":1659,"orig":"Dann ich wol weiß/ daß noch andere ſubjecta gefunden werden/ die voller Tinctur ſeyn/ vnd ſich gern handlen laſſen.)","norm":"Dann ich wohl weiß / dass noch andere subjecta gefunden werden / die voller Tinktur sein / und sich gern handeln lassen.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.879000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2504,"date":1659,"orig":"Vnd ob es ſchon ſo gemeyn nicht iſt/ vnd gar ſelten darzu gelangen wird/ ſo iſt es doch nicht der Natur vnd Kunſt/ ſondern vnſerer Vngeſchicklichkeit/ ſchaͤndlichen teuffeliſchen Geitz vnd Hoffart/ wie auch boͤſem/ vnbusfertigem/ Gottloſen Leben/ die Vrſach vnd Schuld ſolcher Verhindernus zu zulegen.","norm":"Und ob es schon so gemein nicht ist / und gar selten dazu gelangen wird / so ist es doch nicht der Natur und Kunst / sondern unserer Ungeschicklichkeit / schändlichen teuflischen Geiz und Hoffart / wie auch bösem / unbußfertigem / Gottlosen Leben / die Ursache und Schuld solcher Verhindernis zuzulegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537899971008301} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2505,"date":1659,"orig":"Vnd darff jhm niemand eynbilden/ daß er dergleichen Dinge wuͤrdig ſey/ ſo lang er auff boͤſem Wege wandelt/ GOTT vnd ſein Wort verachtet/ ſeinen Naͤchſten haſſet/ vnd jhme ſelber viel zurechnet.","norm":"Und darf ihm niemand einbilden / dass er dergleichen Dinge würdig sei / so lang er auf bösem Wege wandelt / GOTT und sein Wort verachtet / seinen Nächsten hasset / und ihm selber viel zurechnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.542699813842773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2506,"date":1659,"orig":"Sagt mancher/ das kompt auff vnſer Leben vnd Wandel nicht an; Eſt iſt ein Werck der Kunſt vnd Natnr:","norm":"Sagt mancher / das kommt auf unser Leben und Wandel nicht an; Est ist ein Werk der Kunst und Natnr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.270100116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2507,"date":1659,"orig":"Die Haͤyden haben doch ſolche Wiſſenſchafft gehabt/ die vns in Frombkeit nicht gleich geweſen/ weilen ſie von dem wahren Gott nichts gewuſt haben: Ergò, ſo kan mir mein boͤs thun vnd laſſen/ nicht hinderlich oder befoͤrderlich darzu ſeyn/ ſondern beſtehet allein ſolche Kunſt im Wiſſen vnd Erkaͤntnus der Sachen?","norm":"Die Heiden haben doch solche Wissenschaft gehabt / die uns in Frombkeit nicht gleich gewesen / weilen sie von dem wahren Gott nichts gewusst haben: Ergo, so kann mir mein bös tun und lassen / nicht hinderlich oder beförderlich dazu sein / sondern bestehet allein solche Kunst im Wissen und Erkäntnus der Sachen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.699399948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2508,"date":1659,"orig":"O du armer vnd blinder Menſch/ wie biſtu auff einem ſo boͤſen Wege!","norm":"O du armer und blinder Mensch / wie bist du auf einem so bösen Wege!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.037700176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2509,"date":1659,"orig":"Meyneſtu daß dieſe Haͤydniſche Philoſophi den wahren Gott nicht ſolten gekaͤnnt haben?","norm":"Meinest dass diese heidnische Philosophie den wahren Gott nicht sollten gekannt haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2510,"date":1659,"orig":"Ja gewiß/ vnd ohne zweyffel beſſer als du/ ob jhnen ſchon Chriſtus nicht iſt geprediget worden/ ſo haben ſie jhn doch auß ſeinen Wercken in der Natur erkant/ vnd jhr Leben/ Wandel vnd Thun darnach angeſtellet/ vnd ſolche hohe Gaben Gottes erlanget/ bewahret/ wol angeleget/ vnd nicht mißhraucht/ ſondern jhrem Naͤchſten mit guter Lehr vnd Vnterricht gedienet vnd geholffen: Du aber/ der du dich beſſer zu ſeyn vermeyneſt/ als dein Naͤchſter/ jhn verachteſt/ ſeinen Splitter ſiheſt/ vnd deines groſſen Balcken im Auge nicht gewahr wirſt/ in Geitz/ Hoffart/ Haß/ Neyd/ Wolluſt/ vnd andern Vntugenden dein Leben zubringeſt/ meynſtu daß Gott nicht ein Aug darauff habe/ vnd dich in deinem Vorhaben verhindern koͤnne?","norm":"Ja gewiss / und ohne Zweifel besser als du / ob ihnen schon Christus nicht ist gepredigt worden / so haben sie ihn doch aus seinen Werken in der Natur erkannt / und ihr Leben / Wandel und Tun danach angestellt / und solche hohe Gaben Gottes erlanget / bewahret / wohl angelegt / und nicht mißhraucht / sondern ihrem Nächsten mit guter Lehre und Unterricht gedient und geholfen: Du aber / der du dich besser zu sein vermeinest / als dein Nächster / ihn verachtest / seinen Splitter siehst / und deines großen Balken im Auge nicht gewahr wirst / in Geiz / Hoffart / Hass / Neid / Wollust / und anderen Untugenden dein Leben zubringest / meinst du dass Gott nicht ein Auge darauf habe / und dich in deinem Vorhaben verhindern könne?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.605299949645996} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2511,"date":1659,"orig":"Gott weiß wol daß den geitzigen/ hoffaͤrtigen/ falſchen Chriſten ſo viel nicht gebuͤhret.","norm":"Gott weiß wohl dass den geizigen / hoffärtigen / falschen Christen so viel nicht gebühret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026800155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2512,"date":1659,"orig":"Darumb ein jedweder/ der ein ſolch hohes Werck ſuchet/ zuvorn wol zuſehe/ vnd ſich pruͤfe/ mit was Haͤnden er ſolches angreiffe.","norm":"Darum ein jedweder / der ein solch hohes Werk suchet / zuvor wohl zusehe / und sich prüfe / mit was Händen er solches angreife.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7870001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2513,"date":1659,"orig":"Dann gewiß vnd wahr iſt/ daß der Gottloſe/ ob er ſchon noch ſo ſehr laͤufft/ nimmermehr darzu gelangen wird/ dann es ein Gabe Gottes/ vnd nicht der Menſchen iſt.","norm":"Dann gewiss und wahr ist / dass der Gottlose / ob er schon noch so sehr läuft / nimmermehr dazu gelangen wird / dann es ein Gabe Gottes / und nicht der Menschen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593400001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2514,"date":1659,"orig":"Alſo haſtu meine Meynung verſtanden/ was ich von der univerſal Mediein halte/ vnd hat mich darzu beweget/ dasjenige/ was ich im Gold/ Kupffer/ vnd auch andern Mineralien vnd Metallen geſehen hab.","norm":"Also hast du meine Meinung verstanden / was ich von der universal Mediein halte / und hat mich dazu beweget / dasjenige / was ich im Gold / Kupfer / und auch anderen Mineralien und Metallen gesehen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797100067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2515,"date":1659,"orig":"Will es aber fuͤr kein Evangelium gehalten haben/ dann ein Menſch leichtlich trꝛen kan/ vnd jhme etwas eynbilden/ das nicht iſt noch werden kan.","norm":"Will es aber für kein Evangelium gehalten haben / dann ein Mensch leichtlich trren kann / und ihm etwas einbilden / das nicht ist noch werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4653000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2516,"date":1659,"orig":"Derowegen nichts gewiſſes davon zu halten/ bis daß inans vom Anfang bis zum Ende vollkoͤmlich außgewuͤrcket habe/ vnd dannoch nicht verſichert iſt/ daß er dasjenige/ ſo er einmal gethan/ wieder thun koͤnne.","norm":"Derowegen nichts Gewisses davon zu halten / bis dass inans vom Anfang bis zum Ende vollkommen ausgewirkt habe / und dennoch nicht versichert ist / dass er dasjenige / so er einmal getan / wieder tun könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.534800052642822} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2517,"date":1659,"orig":"Dann es bisweilen gar wunderbarlich in ſolchen Dingen hergehet/ daß man einmal auff einem guten Wege iſt/ hernach wieder ſolchen verlieret/ vnd auch nimmer wieder finden kan; welches ohne Zweyffel mir nicht allein/ ſondern noch vielen alſo wiederfahren iſt.","norm":"Dann es bisweilen gar wunderbarlich in solchen Dingen hergehet / dass man einmal auf einem guten Wege ist / hernach wieder solchen verlieret / und auch nimmer wieder finden kann; welches ohne Zweifel mir nicht allein / sondern noch vielen also widerfahren ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.958499908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2518,"date":1659,"orig":"Derentwegen man nicht zu fruͤhe uͤber etwas/ daß ſich wol anſehen laͤßt/ gloriiren ſoll/ dann gar leichtlich ein Hindernus eynfallen kan/ welches alle geſchoͤpffte Hoffnung auff einmal in Brunnen ſencket.","norm":"Derentwegen man nicht zu frühe über etwas / dass sich wohl ansehen lässt / gloriieren soll / dann gar leichtlich ein Hindernis einfallen kann / welches alle geschöpfte Hoffnung auf einmal in Brunnen senket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2027997970581055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2519,"date":1659,"orig":"Vnd iſt das allerbeſte/ daß man Gott/ neben fleiſſiger Arbeit/ embſig anruffe vnd bitte/ daß er zu vnſerm Thun vnd Beruff ſeinen zeitlichen Segen vnd Gedeyen geben wolle/ daß wirs allhier wol gebrauchen vnd anlegen/ vnd hernacher einmal zur Ergetzligkeit all vnſerer vielfaltig gehabten Sorg/ Müh/ Arbeit vnd Vnruhe/ mildiglich/ ohn all vnſern Verdienſt/ auß lauter Gnad vnd Barmhertzigkeit/ die ewige Ruh vnd Seligkeit verleyhen wolle/ Amen.","norm":"Und ist das allerbeste / dass man Gott / neben fleißiger Arbeit / emsig anrufe und bitte / dass er zu unserem Tun und Beruf seinen zeitlichen Segen und Gedeihen geben wolle / dass wir es allhier wohl gebrauchen und anlegen / und hernach einmal zur Ergötzlichkeit all unserer vielfaltig gehabten Sorge / Mühe / Arbeit und Unruhe / mildiglich / ohne all unsern Verdienst / aus lauter Gnade und Barmherzigkeit / die ewige Ruhe und Seligkeit verleihen wolle / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.714300155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2520,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2521,"date":1659,"orig":"IX.","norm":"IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bg","lang_de":0,"norm_lmscore":2.233599901199341} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2522,"date":1659,"orig":"Ob die Mineralia, oder kleinere Metallen/ als Antimonium, Arſenicum, Auripigmentum, Koboltum, Zincum, Sulphur, vnd dergleichen/ auch zu Metallen werden/ vnd was fuͤr Metallen ſie geben?","norm":"Ob die Mineralia, oder kleinere Metallen / als Antimonium, Arsenicum, Auripigmentum, Koboltum, Zincum, Sulphur, und dergleichen / auch zu Metallen werden / und was für Metallen sie geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.133299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2523,"date":1659,"orig":"VNter den Chymicis iſt ein lange Zeit hero viel diſputirens geweſen/ ob dieſe vorgeſetzte Mineralien auch auß denſelben principiis, davon die Metallen generirt/ jhren Vrſprung haben/ vnd auch vnter die Metalliſche Geſchlechter moͤgen gezehlet werden/ darinn ſie dann auff den heutigen Tag noch nicht einig ſeyn/ weilen der eine ſolches darfuͤr haͤlt vnd annimpt/ der ander dargegen verwirfft/ alſo/ daß ein junger angehender Liebhaber der Chymiæ nicht wiſſen kan/ welchem Hauffen er beyfallen ſoll.","norm":"Unter den Chymicis ist ein lange Zeit her viel Disputierens gewesen / ob diese vorgesetzte Mineralien auch aus denselben principiis, davon die Metallen generiert / ihren Ursprung haben / und auch unter die Metallische Geschlechter mögen gezählt werden / darin sie dann auf den heutigen Tag noch nicht einig sein / weilen der eine solches dafür hält und annimmt / der ander dagegen verwirft / also / dass ein junger angehender Liebhaber der Chymiae nicht wissen kann / welchem Haufen er beifallen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.541200160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2524,"date":1659,"orig":"Weil aber ſolche erkaͤntnus vnd Wiſſenſchafft nicht wenig zur Verbeſſerung der Metallen dienet/ ſo hab ich nicht vnterlaſſen koͤnnen meine Meynung/ welche auff die Experientz gegruͤndet/ allhier zu entdecken/ vnd hoffe vielen auß dem Traum damit zu helffen.","norm":"Weil aber solche erkäntnus und Wissenschaft nicht wenig zur Verbesserung der Metallen dient / so habe ich nicht unterlassen können meine Meinung / welche auf die Experientz gegründet / allhier zu entdecken / und hoffe vielen aus dem Traum damit zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.288899898529053} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2525,"date":1659,"orig":"Diejenige die darfuͤr halten/ daß ſolche Mineralien auß einem andern Grund herkommen/ als die Metallen/ iſt zu verwundern/ auß was ſchlechtem Fundament ſie ſolches behaupten wollen; indeme ſie ſagen/ haͤtten Metallen darauß ſollen werden/ warumb iſt es dann nicht geſchehen/ vnd geſchicht noch nicht?","norm":"Diejenige die dafür halten / dass solche Mineralien aus einem anderen Grund herkommen / als die Metallen / ist zu verwundern / aus was schlechtem Fundament sie solches behaupten wollen; indem sie sagen / hätten Metallen daraus sollen werden / warum ist es dann nicht geschehen / und geschieht noch nicht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4207000732421875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2526,"date":1659,"orig":"Indeme man befindet/ daß ſolche allezeit Mineralia bleiben/ vnd keine Metallen darauß werden?","norm":"Indem man befindet / dass solche allezeit Mineralia bleiben / und keine Metallen daraus werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.044000148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2527,"date":1659,"orig":"Dieſe ſollen wiſſen/ daß es mit dem wachſen der Metallen viel ein ander Gelegenheit hat/ als mit dem wachſen der Vegetabilien/ die in einer kleinen Zeit wachſen/ vnd auch wieder vergehen:","norm":"Diese sollen wissen / dass es mit dem Wachsen der Metallen viel ein ander Gelegenheit hat / als mit dem Wachsen der Vegetabilien / die in einer kleinen Zeit wachsen / und auch wieder vergehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.687900066375732} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2528,"date":1659,"orig":"Welches mit den Metallen hergegen nicht geſchicht/ oder geſchehen kan/ dann alles was lang beſtaͤndig ſeyn ſoll/ auch langſamb zur Beſtaͤndigkeit gelangen muß/ laut des Sprichworts: Quod citò fit, citò perit.","norm":"Welches mit den Metallen hingegen nicht geschieht / oder geschehen kann / dann alles was lang beständig sein soll / auch langsam zur Beständigkeit gelangen muss / laut des Sprichworts: Quod cito fit, cito perit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081999778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2529,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht ſolches nicht allein bey den Vegetabilien vnd Metallen/ ſondern auch bey den Animalien.","norm":"Und geschieht solches nicht allein bei den Vegetabilien und Metallen / sondern auch bei den Animaleien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.434000015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2530,"date":1659,"orig":"Gleich wie bey etlichen Kraͤutern zu ſehen/ die in einem halben Jahr zu jhrer hoͤchſten Volkommenheit kommen/ vnd auch wiederumb deſto baͤlder vergehen.","norm":"Gleich wie bei etlichen Kräutern zu sehen / die in einem halben Jahr zu ihrer höchsten Vollkommenheit kommen / und auch wiederum desto bälder vergehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496200084686279} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2531,"date":1659,"orig":"Diejenigen aber welche mehr Zeit zu jhrer Perfection bedoͤrffen/ deſto laͤnger hernach auch weren koͤnnen.","norm":"Diejenigen aber welche mehr Zeit zu ihrer Perfektion bedürfen / desto länger hernach auch wären können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.506700038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2532,"date":1659,"orig":"Ein Schwamm auß einem faulen Holtz kan in 1. oder 2. Naͤchten gros werden/ vnd auch wieder in ſo kleiner Zeit vergehen; welches ein Eychen-Baum nicht thun wird.","norm":"Ein Schwamm aus einem faulen Holz kann in 1. oder 2. Nächten groß werden / und auch wieder in so kleiner Zeit vergehen; welches ein Eigen-Baum nicht tun wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8821001052856445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2533,"date":1659,"orig":"Ein Ochs oder Pferd kan in 2. oder 3. Jahren ſeine vollkommene Groͤſſe erlangen/ lebet aber ſelten laͤnger als 20. oder 24. Jahr/ hergegen ein Menſch wol 24. Jahr vonnoͤthen hat/ ehe er ſeine Staͤrcke vnd Groͤſſe erlanget/ vnd auch wol 60.80. oder 100. Jahr hernach wieder leben kan.","norm":"Ein Ochs oder Pferd kann in 2. oder 3. Jahren seine vollkommene Größe erlangen / lebet aber selten länger als 20. oder 24. Jahr / hingegen ein Mensch wohl 24. Jahr vonnöten hat / ehe er seine Stärke und Größe erlanget / und auch wohl 60.80 . oder 100. Jahr hernach wieder leben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643099784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2534,"date":1659,"orig":"Alſo auch mit den Metallen muß verſtanden werden/ welche viel hundert oder tauſend Jahr weren koͤnnen/ conſequenter auch ein lange Zeit zu jhrer Vollkommenheit haben vonnoͤthen gehabt.","norm":"Also auch mit den Metallen muss verstanden werden / welche viel hundert oder tausend Jahr wären können / konsequenter auch ein lange Zeit zu ihrer Vollkommenheit haben vonnöten gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6234002113342285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2535,"date":1659,"orig":"Weilen dann die Metallen ſo lange Zeit zu jhrem wachſen erforderen/ vnd kein Menſch/ ob er ſchon etliche hundert Jahr lebete/ jhren Anfang vnd Ende ſehen kan/ ſo iſt auch nicht zu widerſtreitten/ dieſelbe ehe ſie Metallen worden/ zuvorn Miner. geweſen ſeyn.","norm":"Weilen dann die Metallen so lange Zeit zu ihrem wachsen erfordern / und kein Mensch / ob er schon etliche hundert Jahr lebete / ihren Anfang und Ende sehen kann / so ist auch nicht zu widerstreiten / dieselbe ehe sie Metallen worden / zuvor Miner . gewesen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4653000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2536,"date":1659,"orig":"Inſonberheit/ weilen allzeit bey den Gaͤngen der Metallen/ ſonderlich/ wann ſolche nicht gedigen vnd fein ſeyn/ auch Mineralien gefunden werden/ wie auch die Bergleuth/ wann ſie Mineralien antreffen/ gute Hoffnung zu Metallen haben/ vnd dieſelbe ein Mantel oder Decke der Metallen nennen/ wie dann ſelten Mineralien ohne Metallen oder Metallen ohne Mineralien gefunden werden/ vnd auch niemalen Mineralien angetroffen/ die nicht etwas/ es ſey ſo wenig oder viel es wolle/ beſtaͤndiges Gold vnd Silber bey ſich fuͤhren vnd halten/ dahero die Mineralien recht vnd wol fuͤr ein vnzeitige Geburt der Metallen zu halten ſeyn/ weilen offenbahr genug iſt/ daß ſolche Mineralien durch ſonderbare Handgriffe mit Fewer dahin koͤnnen gebracht werden/ daß dieſelbe hernach ein zimliche Quantitaͤt Silber oder Gold im ſchmeltzen von ſich geben.","norm":"Insonberheit / weilen allzeit bei den Gängen der Metallen / sonderlich / wann solche nicht gediegen und fein sein / auch Mineralien gefunden werden / wie auch die Bergleute / wann sie Mineralien antreffen / gute Hoffnung zu Metallen haben / und dieselbe ein Mantel oder Decke der Metallen nennen / wie dann selten Mineralien ohne Metallen oder Metallen ohne Mineralien gefunden werden / und auch niemals Mineralien angetroffen / die nicht etwas / es sei so wenig oder viel es wolle / beständiges Gold und Silber bei sich führen und halten / daher die Mineralien recht und wohl für ein unzeitige Geburt der Metallen zu halten sein / weilen offenbar genug ist / dass solche Mineralien durch sonderbare Handgriffe mit Feuer dahin können gebracht werden / dass dieselbe hernach ein ziemliche Quantität Silber oder Gold im Schmelzen von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127900123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2537,"date":1659,"orig":"Wann dann ſolche Mineralien auß keiner metalliſchen Wurtzel herſproͤſſen/ wie ſolten dann Metallen darauß koͤnnen gebracht werden?","norm":"Wann dann solche Mineralien aus keiner metallischen Wurzel hersprössen / wie sollten dann Metallen daraus können gebracht werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9243998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2538,"date":1659,"orig":"Weilen auß einem jungen Kind kein Ochs/ oder auß einem jungen Kalb kein Menſch werden kan/ ſondern allzeit gleich ſeines gleichen herfuͤr bringet.","norm":"Weilen aus einem jungen Kind kein Ochs / oder aus einem jungen Kalb kein Mensch werden kann / sondern allzeit gleich seinesgleichen herfür bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.464000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2539,"date":1659,"orig":"Iſt derohalben gruͤndlich darfuͤr zu halten/ daß obgenandte Miner alien gegen die Metallen nicht anders als vnzeitige Fruͤchten zu achten/ welche jhr vollkommene Reyffe noch nicht erlanget/ vnd jhr vnnuͤtze Terꝛeſtritaͤt noch nicht von ſich geleget haben.","norm":"Ist derohalben gründlich dafürzuhalten / dass genannte Miner alien gegen die Metallen nicht anders als unzeitige Früchten zu achten / welche ihr vollkommene Reife noch nicht erlanget / und ihr unnütze Terrestrität noch nicht von sich gelegt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.276800155639648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2540,"date":1659,"orig":"Dann wann ein Ey nicht zum Vogel prædeſtiniret/ vnd ſolcher Natur theilhafftig were/ wie ſolte durch die Waͤrme ein Vogel darauß koͤnnen gebruͤtet werden?","norm":"Dann wann ein Ei nicht zum Vogel prädestinieret / und solcher Natur teilhaftig wäre / wie sollte durch die Wärme ein Vogel daraus können gebrütet werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.260900020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2541,"date":1659,"orig":"Alſo auch wann die Mineralien keiner metalliſchen Natur theilhafftig weren/ wie ſolten Metallen darauß durchs Fewers huͤlffe koͤnnen gezeitiget werden?","norm":"Also auch wann die Mineralien keiner metallischen Natur teilhaftig wären / wie sollten Metallen daraus durchs Feuers Hilfe können gezeitigt werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.888800144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2542,"date":1659,"orig":"Moͤchte mancher ſagen/ daß er dergleichen Prob (wie nemblich auß den geringen Miner alien vnd Metallen gute Metallen gebracht werden) niemalen geſehen habe/ derohalben auch nicht glauben koͤnne.","norm":"Möchte mancher sagen / dass er dergleichen Probe (wie nämlich aus den geringen Miner alien und Metallen gute Metallen gebracht werden) niemals gesehen habe / derohalben auch nicht glauben könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.395100116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2543,"date":1659,"orig":"Der ſol wiſſen/ daß viel Dinge in der Natur/ welche dem mehrentheil noch vnbekant ſeyn vnd frembd fuͤrkommen.","norm":"Der soll wissen / dass viel Dinge in der Natur / welche dem Mehranteil noch unbekannt sein und fremd vorkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.367000102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2544,"date":1659,"orig":"Thut derohalben derjenig nicht allein ſehr thoͤricht/ ſondern auch gantz vnrecht/ daß er etwas verlaͤugnet daß er nicht verſtehet/ weiß/ oder kan.","norm":"Tut derohalben derjenige nicht allein sehr töricht / sondern auch ganz Unrecht / dass er etwas verleugnet dass er nicht verstehet / weiß / oder kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03879976272583} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2545,"date":1659,"orig":"Zeigt vns doch die taͤgliche Erfahrung in der Alchymia, daß durch wegnehmung des uͤbrigen Sulphurs/ es geſchehe auff was weiſe vnd wege es immer wolle/ (deren vnterſchiedliche im Brauch) ſo wol die Mineralien als geringe Metallen augenſcheinlich in einen hoͤhern grad der Vollkommenheit verſetzet werden.","norm":"Zeigt uns doch die tägliche Erfahrung in der Alchimie, dass durch Wegnehmung des übrigen Sulfurs / es geschehe auf was weise und Wege es immer wolle / (deren unterschiedliche im Brauch) so wohl die Mineralien als geringe Metallen augenscheinlich in einen höheren gerade der Vollkommenheit versetzet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003600120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2546,"date":1659,"orig":"Warumb ſolte dann das Hertz nicht glauben/ vnd der Mund ſprechen/ was die Augen ſehen?","norm":"warum sollte dann das Herz nicht glauben / und der Mund sprechen / was die Augen sehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7153000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2547,"date":1659,"orig":"Bezeuge vnd bethewre derohalben auß gegruͤndter Experientz/ daß faſt auß allen Mineralien vnd geringern Metallen beſtaͤndige Metallen/ als Gold vnd Silber/ durch die vnverfaͤlſchte Kuſt der Alchymia, doch auß einem mehr vnd weniger/ auch leichter vnd ſchwerlicher/ als auß dem andern/ zu bringen ſey.","norm":"Bezeuge und beteure derohalben aus gegrünter Experientz / dass fast aus allen Mineralien und geringeren Metallen beständige Metallen / als Gold und Silber / durch die unverfälschte Kost der Alchimie, doch aus einem mehr und weniger / auch leichter und schwerlicher / als aus dem anderen / zu bringen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.579699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2548,"date":1659,"orig":"Dann eſt iſt nimmer die Nacht ſo finſter/ es iſt noch ein wenig Liecht oder Schein darunter verborgen/ welche durch ein Speculum concavum darauß kan colligiret/ vnd in die Enge zuſammen gebracht werden/ vnd iſt kein Element ſo rein/ es iſt der andern Elementen etwas theilhafftig/ auch kein Ding ſo boͤſe/ es iſt noch etwas gutes darinn.","norm":"Dann est ist nimmer die Nacht so finster / es ist noch ein wenig Licht oder Schein darunter verborgen / welche durch ein Speculum concavum daraus kann colligiret / und in die Enge zusammen gebracht werden / und ist kein Element so rein / es ist der anderen Elementen etwas teilhaftig / auch kein Ding so böse / es ist noch etwas Gutes darin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.177800178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2549,"date":1659,"orig":"Et è contra.","norm":"Et e contra.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.305699825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2550,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun auß der Lufft die verborgene Sonnenſtrahlen koͤnnen colligiret werden/ alſo koͤnnen auch auß den imperfecten Metallen vnd Miner perfectè Metallen/ welche weit darinn zertheilet vnd verſtrewet ſeyn/ durch das Fewer vnd Geſchickligkeit eines geuͤbten Kuͤnſtlers (wann nemblich dieſelbe mit jhrem behoͤrlichen ſolvente vnd mineraliſchen Waſſern oyngeſetzet/ vnd durch die Hitze des Fewers die partes homogeneæ conjungiret vnd behalten/ vnd die partes heterogeneæ abgeworffen vnd geſchieden) zuſammen getrieben/ vnd herauß gebracht werden.","norm":"Gleich wie nun aus der Luft die verborgene Sonnenstrahlen können colligiret werden / also können auch aus den Imperfekten Metallen und Miner perfecte Metallen / welche weit darin zerteilet und verstreuet sein / durch das Feuer und Geschicklichkeit eines geübten Künstlers (wann nämlich dieselbe mit ihrem Behörlichen solvente und mineralischen Wassern oyngesetzet / und durch die Hitze des Feuers die partes homogene konjungieret und behalten / und die partes heterogene abgeworfen und geschieden) zusammen getrieben / und herausgebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405900001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2551,"date":1659,"orig":"Alſo/ daß es nicht/ noͤtig mit groſſer Gefahr ſeines Lebens nach Oſt- oder Weſt- Indien zu lauffen/ Gold vnd Silber in den new-gefundenen Inſuln zu ſuchen/ vnd zu holen/ ſondern es koͤnte allhier bey vns in Deutſchland/ wann Gott der Allmaͤchtige einmal ſeinen Zorn fallen laſſen/ vnd die wolverdiente/ ſchroͤckliche/ vnd verderbliche/ lang erlittene Ruthe des Kriegs-weſens wegnehmen/ vnd ein gewuͤnſchten vnd beſtaͤndigen Frieden auß Gnaden verleyhen wolte/ viel Gold vnd Silber ohne Bergwerck bawen erhalten werden/ weilen allenthalben genug alt Zinn/ Kupffer/ Eyſen/ vnd Bley gefunden/ darinnen die Bergleuth ohne jhr Wiſſen einen Schatz gelaſſen.","norm":"Also / dass es nicht / nötig mit großer Gefahr seines Lebens nach Ost- oder West-Indien zu laufen / Gold und Silber in den neugefundenen Inseln zu suchen / und zu holen / sondern es könnte allhier bei uns in Deutschland / wann Gott der Allmächtige einmal seinen Zorn fallen lassen / und die wohlverdiente / schreckliche / und verderbliche / lang erlittene Rute des Kriegswesens wegnehmen / und ein gewünschten und beständigen Frieden aus Gnaden verleihen wollte / viel Gold und Silber ohne Bergwerk bauen erhalten werden / weilen allenthalben genug alt Zinn / Kupfer / Eisen / und Blei gefunden / darinnen die Bergleute ohne ihr Wissen einen Schatz gelassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.762899875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2552,"date":1659,"orig":"Soll ſich derohalben niemand arm ſchaͤtzen vnd klagen/ daß er nichts habe/ der allein hat zu klagen/ ja iſt aͤrmer als arm/ ob er ſchon Reichthumb beſitzet (welches er doch leichtlich durch widerwaͤrtiges Gluͤck mit dem Ruͤcken anzuſehen/ kan gezwungen werden) wann er Gott in ſeinen Creaturen vnd Wercken nicht kennet/ liebet/ vnd dafuͤr dancket.","norm":"Soll sich derohalben niemand arm schätzen und klagen / dass er nichts habe / der allein hat zu klagen / ja ist ärmer als arm / ob er schon Reichtum besitzet (welches er doch leichtlich durch widerwärtiges Glück mit dem Rücken anzusehen / kann gezwungen werden) wann er Gott in seinen Kreaturen und Werken nicht kennet / liebet / und dafür danket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.977499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2553,"date":1659,"orig":"Was iſt bey dem gemeynen Mann veraͤchtlicher vnd vnachtſamer als Bley vnd alt Eyſen?","norm":"Was ist bei dem gemeinen Mann verächtlicher und unachtsamer als Blei und Alteisen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831600189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2554,"date":1659,"orig":"Welche doch ſo hoch bey denen/ die ſie kennen/ geachtet werden/ indeme ſie bequaͤm ſeyn zu gebrauchen/ wann man mit mineraliſchem Eyerweiß ♃ vnd ♀ waſchen will:","norm":"Welche doch so hoch bei denen / die sie kennen / geachtet werden / indem sie bequem sein zu gebrauchen / wann man mit mineralischem Eierweiß ♃ und ♀ waschen will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831699848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2555,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolches Waſchwerck hergehe/ iſt dem vngeuͤbtem vnd vnerfahrnen im Fewer uͤbel zu bedeuten; doch ſoll durch Gleichnuſſen etlicher maſſen entdecket werden.","norm":"Wie aber solches Waschwerk hergehe / ist dem ungeübtem und unerfahrenen im Feuer übel zu bedeuten; doch soll durch Gleichnussen etlicher Maßen entdecket werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.588799953460693} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2556,"date":1659,"orig":"Sihe an den Antimonium, wie ſchwartz vnd vnrein er iſt/ wann er auß der Erden kompt:","norm":"Siehe an den Antimonium, wie schwarz und unrein er ist / wann er aus der Erden kommt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.145100116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2557,"date":1659,"orig":"So er aber durch die Bergleuthe auß der minera geſchmeltzet/ vnd von ſeinem vnnuͤtzen Berg/ wie es andere nennen (welcher doch jhme zu Nutz von der Natur/ zu Huͤlff ſeiner Reinigung geben iſt/ laut des Sprichworts:","norm":"So er aber durch die Bergleute aus der Minera geschmältst / und von seinem unnützen Berg / wie es andere nennen (welcher doch ihm zu Nutz von der Natur / zu Hilfe seiner Reinigung geben ist / laut des Sprichworts:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.73829984664917} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2558,"date":1659,"orig":"Deus & natura nihil faciunt fruſtra,) geſaͤubert iſt/ ſo erlanget er alſobalden ein beſſer Corpus, welches den Metallen ſchon gleicher ſihet/ als die Minera, ſo man aber hernach ſolches Corpus oder Antimonium weiters mit Sale Tartari ſchmeltzet/ ſo toͤdet das Sal Tartari den vnzeitigen vnd verbrennlichen Schwefel/ vnd macht denſelben von dem reineſten Mercurialiſchen Theil des Antimonii ledig/ vnd zu einer Schlacken/ alſo/ daß im ſchmeltzen abermal eine Scheydung geſchicht/ vnd ein Theil deſſelben ſchoͤn weiß/ doch bruͤchig zu grund/ vnd das leichteſte Theil/ als der verbrennliche Sulphur mit dem Sale Tart. oben auff ſitzet/ welche/ wann ſie nach der Außgieſſung in ein Gießbukel erkaltet/ durch ein Schlag mit einem Hammer voneinander koͤnnen ſepariret werden/ welchen die Chymici einen Koͤ nig nennen.","norm":"Deus & natura nihil faciunt frustra,) gesäubert ist / so erlanget er alsobald ein besser Corpus, welches den Metallen schon gleicher sieht / als die Minera, so man aber hernach solches Corpus oder Antimonium weiteres mit Sale Tartari schmelzet / so tötet das Soll Tartari den unzeitigen und Verbrennlichen Schwefel / und macht denselben von dem reinsten Merkurialischen Teil des Antimonii ledig / und zu einer Schlacken / also / dass im Schmelzen abermals eine Scheidung geschieht / und ein Teil desselben schön weiß / doch brüchig zu Grund / und das leichteste Teil / als der verbrennliche Sulphur mit dem Sale Tarte . oben auf sitzet / welche / wann sie nach der Ausgießung in ein Gießbuckel erkaltet / durch ein Schlag mit einem Hammer voneinander können separieret werden / welchen die Chymici einen Kö nig nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.339000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2559,"date":1659,"orig":"Solcher Koͤnig iſt abermal viel ſchoͤner/ als der erſte Guß auß der rohen Minera; vnd iſt dieſes die Reinigung des Antimonii, ſo bey den Chymicis im Brauch vnd bekant iſt.","norm":"Solcher König ist abermals viel schöner / als der erste Guss aus der rohen Minera; und ist dieses die Reinigung des Antimonii, so bei den Chymicis im Brauch und bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593500137329102} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2560,"date":1659,"orig":"So man aber noch etwas weiters wuͤſte zuzuſetzen/ daß noch ein Reinigung zum drittenmal geſchehe/ ſo koͤnte es nicht fehlen/ es wuͤrde der Koͤnig davon nicht allein ſchoͤner vnd weiſſer/ ſondern auch geſchmeidiger/ compacter/ vnd fixer ſeyn.","norm":"So man aber noch etwas Weiteres wüste zuzusetzen / dass noch ein Reinigung zum dritten Male geschehe / so könnte es nicht fehlen / es würde der König davon nicht allein schöner und weißer / sondern auch geschmeidiger / kompakter / und fixer sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.234099864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2561,"date":1659,"orig":"Iſt es moͤglich geweſen auß dem ſchwartzen Antimonin einen weiſſen regulum zu machen/ warumb ſolte es auch nicht moͤglich ſeyn auß ſolchem Regul. ein geſchmeidig Metall zu machen?","norm":"Ist es möglich gewesen aus dem schwarzen Antimonin einen weißen regulum zu machen / warum sollte es auch nicht möglich sein aus solchem Regel . ein geschmeidig Metall zu machen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751699924468994} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2562,"date":1659,"orig":"CAP. X.","norm":"CAP. X.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.121099948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2563,"date":1659,"orig":"Noch auff ein andere Weiſe den uͤbrigen Sulphur von dem Antimonio zu ſcheyden.","norm":"Noch auf ein andere Weise den übrigen Sulphur von dem Antimonio zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.695199966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2564,"date":1659,"orig":"MIſche zu einem Theil pulveriſirten Antimonii, 1. halben Theil Salpeter/ vnd zuͤnde ſolche mixtur mit einer gluͤenden Kohlen an/ ſo brennet der Sulphur Antimonii mit dem Salpeter hinweg/ vnd wird ein braune maſſa darauß/ welche/ ſo dieſelbe in eim guten Tiegel ein Stund mit ſtarckem Fewer ſchmeltzet/ einen Koͤnig dem vorigen/ welcher mit Sale Tartari gemacht iſt/ gantz gleich giebt/ doch nicht ſo viel.","norm":"Mische zu einem Teil pulverisierten Antimonii, 1. halben Teil Salpeter / und zünde solche Mixtur mit einer glühenden Kohlen an / so brennet der Sulphur Antimonii mit dem Salpeter hinweg / und wird ein braune massa daraus / welche / so dieselbe in einem guten Tiegel ein Stunde mit starkem Feuer schmelzet / einen König dem vorigen / welcher mit Sale Tartari gemacht ist / ganz gleich gibt / doch nicht so viel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32859992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2565,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan auch ein Scheydung mit gleichem Gewicht Antimonii, Tartari crudi, vñ nitri, zuſammen gemiſcht/ vnd angezuͤnd/ vnd geſchmoltzen/ gemachet werden/ iſt auch eben gut.","norm":"Desgleichen kann auch ein Scheidung mit gleichem Gewicht Antimonii, Tartari crudi, und nitri, zusammen gemischt / und Angezünde / und geschmolzen / gemacht werden / ist auch eben gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.386199951171875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2566,"date":1659,"orig":"Weiters kan noch auff ein andere Weiſe auß dem Antimonio ein Scheydung gemacht werden/ alſo/ daß man kleine Stuͤcklein Eyſen 1. Theil in ein ſtarcken Tiegel thut/ vnd in eim Wind-Ofen ſtarck gluͤen laͤſſet/ darnach 2. Theil Antimonii darzu gethan/ vnd wol fluͤſſen laͤſſet/ ſo greifft der uͤbrige verbrennliche Sulphur Antimonii lieber in das Eyſen/ als in ein ſulphuriſch Metall/ vermiſchet ſich damit/ vnd laͤßt alſo ſeinen reinen ☿ vnd Sulphur oder regulum fallen/ welches vngefaͤhr die Helffte/ ſo viel/ als des Antimonii geweſen ſeyn wird.","norm":"Weiters kann noch auf ein andere Weise aus dem Antimonio ein Scheidung gemacht werden / also / dass man kleine Stücklein Eisen 1. Teil in ein starken Tiegel tut / und in einem Windofen stark glühen lässt / danach 2. Teil Antimonii dazugetan / und wohl fließen lässt / so greift der übrige verbrennliche Sulphur Antimonii lieber in das Eisen / als in ein sulphurisch Metall / vermischet sich damit / und lässt also seinen reinen ☿ und Sulphur oder regulum fallen / welches ungefähr die Hälfte / so viel / als des Antimonii gewesen sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.916399955749512} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2567,"date":1659,"orig":"Dieſe viererley Weiſe vnd Wege/ den anzuͤndlichen Sulphur von dem Antimonio zu ſcheyden/ ��eynd gemeyn vnd bekant genug/ habe ſolche nicht hieher geſchrieben/ als wann es eine groſſe Kunſt were ſolches zu thun/ oder andere ſolches lehren wollen/ gantz nicht/ iſt nur geſchehen/ auff daß man ſaͤhe/ auff was Weiſe vnd Wege ſich die ſulphuriſche Mineralien reinigen vnd verbeſſern.","norm":"Diese viererlei Weise und Wege / den Anzündlichen Sulphur von dem Antimonio zu scheiden / sind gemein und bekannt genug / habe solche nicht hierher geschrieben / als wann es eine große Kunst wäre solches zu tun / oder andere solches lehren wollen / ganz nicht / ist nur geschehen / auf dass man sähe / auf was Weise und Wege sich die sulphurische Mineralien reinigen und verbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2568,"date":1659,"orig":"Welche zwar noch ein kleine Verbeſſerung iſt/ doch der Weg vnd Anfang darzu gezeyget/ vnd nicht allein zu dem Antimonio, ſondern auch zu dieſen beyden/ Arſenico vnd Auripigmento, wiewol Arſenic.","norm":"Welche zwar noch ein kleine Verbesserung ist / doch der Weg und Anfang dazu gezeigt / und nicht allein zu dem Antimonio, sondern auch zu diesen beiden / Arsenico und Auripigmento, wiewohl Arsenik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.507999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2569,"date":1659,"orig":"vnd Auripigment. ſich alſo mit dem Salpeter/ Weinſtein vnd Eyſen nicht geben wollen/ ſondern ſeynd zu fluͤchtig/ muß derohalben in verſchloſſen Tiegeln mit Oel/ oder andern fetten Dingen geſchehen/ geben auch nun ſolchen Koͤnig als das Antimonium.","norm":"und Auripigment . sich also mit dem Salpeter / Weinstein und Eisen nicht geben wollen / sondern sind zu flüchtig / muss derohalben in verschlossen Tiegeln mit Öl / oder anderen fetten Dingen geschehen / geben auch nun solchen König als das Antimonium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.786799907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2570,"date":1659,"orig":"Dieſe Koͤnige geben dem ♃ eine Haͤrte/ guten Klang vnd Dichtigkeit.","norm":"Diese Könige geben dem ♃ eine Härte / guten Klang und Dichtigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.054500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2571,"date":1659,"orig":"Wann vnter 1. Pf. 1. oder 2. Loth geſchmoltzen wird/ guten Haußrath davon zu machen/ vnd geben in der Seygerung gut vnd beſtaͤndig Gold.","norm":"Wann unter 1. Pf. 1. oder 2. Lot geschmolzen wird / guten Hausrat davon zu machen / und geben in der Seigerung gut und beständig Gold.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.048999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2572,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun allhier angezeigt vnd gelehret/ ein gemeyne Saͤuberung des Antimonii, alſo muß auch verſtanden werden/ mit allen andern Mineralien vnd vnvollkommenen Metallen/ als Wißmuth/ Zinck/ Gallmay/ ♄/ ♃/ ♂ vnd ♀ ſolche von jhrem zu viel habenden Sulphur zu reinigen vnd waſchen/ alſo/ daß beſtaͤndige Metallen/ als Gold vnd Silber/ mit Nutzen darauß koͤnnen gebracht werden.","norm":"Gleich wie nun allhier angezeigt und gelehrt / ein gemeine Säuberung des Antimonii, also muss auch verstanden werden / mit allen anderen Mineralien und unvollkommenen Metallen / als Wismut / Zink / Gallmay / ♄ / ♃ / ♂ und ♀ solche von ihrem zu viel habenden Sulphur zu reinigen und waschen / also / dass beständige Metallen / als Gold und Silber / mit Nutzen daraus können gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2573,"date":1659,"orig":"Will hiemit das Metalliſche Waſch-werck beſchlieſſen/ vnd den Chymicis das nitrum, Tartarum, Silices, vnd Bley befohlen haben/ ich weiß/ wer dieſe 4. kennen lernet/ jhme hernach ſeine Muͤhe/ Arbeit vnd Koſten/ die er an die Alchymia gewendet/ nicht vnbezahlt bleiben werden.","norm":"Will hiermit das metallische Waschwerk beschließen / und den Chymicis das nitrum, Tartarum, Silices, und Blei befohlen haben / ich weiß / wer diese 4. kennen lernet / ihm hernach seine Mühe / Arbeit und Kosten / die er an die Alchimie gewendet / nicht unbezahlt bleiben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349699974060059} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2574,"date":1659,"orig":"Dieſes aber iſt zu beklagen/ vnd zum Werck ein groſſe Hindernus/ daß man nicht allenthalben gute vnd beſtaͤndige Erden/ die in den ♄ vnd Salia halten kan/ findet/ dann ohne dem alten ♄ iſt wenig oder gar nichts/ meines wiſſens/ in Seygerung vnd Reinigung der Metallen zu thun.","norm":"Dieses aber ist zu beklagen / und zum Werk ein große Hindernis / dass man nicht allenthalben gute und beständige Erden / die in den ♄ und Salia halten kann / findet / dann ohne dem alten ♄ ist wenig oder gar nichts / meines Wissens / in Seigerung und Reinigung der Metallen zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4166998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2575,"date":1659,"orig":"Wolle derhalben ein jedweder/ der etwas in dieſem Dinge zu thun geſinnet iſt/ fuͤrs erſte uͤmb gute Erde uͤmbſehen/ welche den ♄ 24. Stunden halten kan/ darnach Jovem uͤmb Rath fragen/ was Vulcanus mit ♂ machen ſoll/ der jhm dann ſagen wird/ wie viel er leyden muß/ ehe er die Cron erlanget.","norm":"Wolle derethalben ein jedweder / der etwas in diesem Dinge zu tun gesinnt ist / fürs Erste um gute Erde umsehen / welche den ♄ 24. Stunden halten kann / danach Jovem um Rat fragen / was Vulcanus mit ♂ machen soll / der ihm dann sagen wird / wie viel er leiden muss / ehe er die Krone erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2576,"date":1659,"orig":"CAP. XI. De Tinctura Solis & Antimonii.","norm":"CAP. XI. De Tinctura Solis & Antimonii.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.771699905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2577,"date":1659,"orig":"WEilen man bisweilen/ ſo man aͤuſſerlich mit probieren vnd ſchmeltzen uͤmbgeher/ einen boͤſen mineraliſchen Dunſt (wiewol es bey meinem Schmeltz-Ofen nicht geſchehen kan) mit dem Athem hinderſich in den Leib ziehet/ vnd leichtlich ein Alteration dardurch erlanget/ ſo will ich dem fleiſſigen Laboranten hieher ein gute Medicin beſchreiben/ die er im Nothfall/ ſo wol præſervativè als curativè, gebrauchen kan.","norm":"Weilen man bisweilen / so man äußerlich mit probieren und schmelzen ümbgeher / einen bösen mineralischen Dunst (wiewohl es bei meinem Schmelzofen nicht geschehen kann) mit dem Atem hindersich in den Leib ziehet / und leichtlich ein Alteration dadurch erlanget / so will ich dem fleißigen Laboranten hierher ein gute Medizin beschreiben / die er im Notfall / so wohl präservative als kurative, gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2578,"date":1659,"orig":"Nemblich auß dem Gold vnd Antimonio einen durchſichtigen Rubin-roten vnd Fewer beſtaͤndigen/ ſolvirlichen Stein zu machen.","norm":"nämlich aus dem Gold und Antimonio einen durchsichtigen Rubinroten und Feuer beständigen / Solvierlichen Stein zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.428699970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2579,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht alſo:","norm":"Und geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.696000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2580,"date":1659,"orig":"℞.","norm":"℞.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.127200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2581,"date":1659,"orig":"Ein Loht fein Gold/ ſolvire daſſelbe in aq. reg. vnd præcipitire ſolches mit liquore Silicum, wie oben im 2. Theil zu finden/ ſuͤſſe den Calcem ab/ vnd mach jhn trucken/ ſo iſt er zu dieſem Werck bereytet.","norm":"Ein Loht fein Gold / solviere dasselbe in aq. reg. und präzipitiere solches mit liquore Silicum, wie oben im 2. Teil zu finden / süße den Calcem ab / und mache ihn trocken / so ist er zu diesem Werk bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2582,"date":1659,"orig":"Darnach nimb klein pulveriſirten regul.","norm":"Danach nimm klein pulverisierten regul.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.240900039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2583,"date":1659,"orig":"Martis, wie kurtz oben bey den Mineralien zu machen iſt gelehret/ vnd miſche 3. Theilen reinen Salpeter darunter/ ſetze dieſe mixtur in einem Tiegel zwiſchen gluͤende Kohlen/ doch nicht gar zu heiß/ bis der Tiegel allgemach ergluͤet/ dann gieb ſtarck Schmeltz-Fewer/ ſo wird ein Purpur-farbe maſſa auß dem reg. Ant. vnd nitro werden/ die nimbauß/ las erkalten/ pulveriſire dieſelbe klein/ vnd miſche zu 3. oder 4. Theilen derſelben 1. Theil oben bereytes Gold-kalchs/ ſetze dieſelbe in obbeſchriebenen Wind Ofen/ in eim guten bedeckten Tiegel/ vnd las die maſſam zuſammen ſchmeltzen wie ein Metall/ ſo wird das nitrum antimoniatum dem Goldkalck im ſchmeltzen zu ſich nehmen/ ſolviren/ vnd ein Ametiſten-farbige maſſa darauß werden/ dieſe las ſo lang im Fewer ſtehen vnd flieſſen/ bis die gantze maſſa ſchoͤndurchfichtig als ein Rubin worden iſt/ welches man kan erfahren/ wann man bisweilen mir einem krummen reinen Drath in den Tiegel greifft/ vnd ein wenig von der maſſa herauß nimbt.","norm":"Martis, wie kurz oben bei den Mineralien zu machen ist gelehrt / und mische 3. Teilen reinen Salpeter darunter / setze diese Mixtur in einem Tiegel zwischen glühende Kohlen / doch nicht gar zu heiß / bis der Tiegel allgemach erglüht / dann gib stark Schmeltz-Fewer / so wird ein Purpurfarbe massa aus dem reg . Ant . und nitro werden / die nimbauß / las erkalten / pulverisiere dieselbe klein / und mische zu 3. oder 4. Teilen derselben 1. Teil oben bereites Gold-kalchs / setze dieselbe in obbeschriebenen Wind Ofen / in einem guten bedeckten Tiegel / und las die massam zusammen schmelzen wie ein Metall / so wird das nitrum antimoniatum dem Goldkalk im Schmelzen zu sich nehmen / solvieren / und ein Ametisten-farbige massa daraus werden / diese las so lang im Feuer stehen und fließen / bis die ganze massa schöndurchsichtig als ein Rubin worden ist / welches man kann erfahren / wann man bisweilen mir einem krummen reinen Draht in den Tiegel greift / und ein wenig von der massa heraus nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267300128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2584,"date":1659,"orig":"Vnd wann mitlerweil die maſſa dick vnd vnfluͤſſig wuͤrde/ ſo muß man ein ſtuͤcklein Salis nitri, oder Tart. darzu werffen/ dardurch die maſſa wieder einen Fluß erlanget/ vnd muß ſolches ſo offt/ als es noͤthig iſt/ geſchehen.","norm":"Und wann mittlerweile die massa dick und unflüssig würde / so muss man ein Stücklein Salis nitri, oder Tarte . dazu werfen / dadurch die massa wieder einen Fluss erlanget / und muss solches so oft / als es nötig ist / geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059599876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2585,"date":1659,"orig":"Wann nun deine maſſa auff die hoͤchſte Rubin-roͤthe kommen iſt/ ſo geuß dieſelbe alſo heiß auß in einen reinen kuͤpffernen Moͤrſel/ vnd las erkalten/ ſo wird dieſelbe in Farb/ Geſtalt/ vnd Anſehen einem Orientaliſchen Rubin gantz gleich ſeyn.","norm":"Wann nun deine massa auf die höchste Rubin-Röte kommen ist / so gieß dieselbe also heiß aus in einen reinen kupfernen Mörser / und las erkalten / so wird dieselbe in Farbe / Gestalt / und Ansehen einem orientalischen Rubin ganz gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257699966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2586,"date":1659,"orig":"Welche man alſo warm pulveriſiren muß/ die ſonſten die Lufft an ſich ziehet vnd feucht wird/ vnd in einer Phiol mit Spiritu Vini ſeine Tinctur herauß ziehen/ ſo bleibt das Gold mit dem Antimonio als ein natuͤrlicher Schneeweiſſer zarter Talck liegen/ welches man mit rein Waſſer auß dem Glas ſchwencken/ abſuͤſſen/ vnd truckneu kan:","norm":"Welche man also warm pulverisieren muss / die sonsten die Luft an sich ziehet und feucht wird / und in einer Phiole mit Spiritu Vini seine Tinktur herausziehen / so bleibt das Gold mit dem Antimonio als ein natürlicher Schneeweißer zarter Talk liegen / welches man mit rein Wasser aus dem Glas schwenken / absüßen / und truckneu kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.370299816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2587,"date":1659,"orig":"Giebt mit ſtarckem Fewer ein gelb vitrum, vnd wird kein Gold darinn geſehen/ welches gleichwol mit huͤlff Eyſen-feylig vnd Kupffer kan darauß niedergeſchlagen oder gefaͤllet werden/ auß welchem ♂ vnd ♀ das ☉ ſeine Farbe wieder erlanget/ doch nicht mit Nutzen/ ſondern zimlichem Abgang.","norm":"Gibt mit starkem Feuer ein gelb vitrum, und wird kein Gold darin gesehen / welches gleichwohl mit Hilfe Eysen-feylig und Kupfer kann daraus niedergeschlagen oder gefällt werden / aus welchem ♂ und ♀ das ☉ seine Farbe wieder erlanget / doch nicht mit Nutzen / sondern ziemlichem Abgang.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.373199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2588,"date":1659,"orig":"Der Spir.","norm":"Der Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.973799705505371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2589,"date":1659,"orig":"Vini tinctus wird von der Tinct. abſtrahiret/ ſo hat man eine kraͤfftige Medicin/ die in vielen ſchweren Kranckheiten zu gebrauchen iſt.","norm":"Vini tinctus wird von der Tinct . abstrahieret / so hat man eine kräftige Medizin / die in vielen schweren Krankheiten zu gebrauchen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.951300144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2590,"date":1659,"orig":"Ob allhier jemand meynen wolre/ daß dieſe beſchriebene Medicin oder Tinctura Solis nicht perſe were/ ſondern auch zugleich die Tinctura Salis nitri vel Tart. welcher darzu gebrauchet/ mit vnter were/ der ſoll wiſſen/ das des nitri ſo viel nicht darzu kompt/ vnd wann ſchon die Tinctura Salis nitrivel Tartari mit darzu kaͤme/ was koͤnte ſie darbey fuͤr Schaden bringen/ weilen dieſelbe fuͤr ſich allein ein gute Medicin iſt.","norm":"Ob allhier jemand meinen wolre / dass diese beschriebene Medizin oder Tinctura Solis nicht perse wäre / sondern auch zugleich die Tinctura Salis nitri vel Tarte . welcher dazu gebraucht / mitunter wäre / der soll wissen / das des nitri so viel nicht dazukommt / und wann schon die Tinctura Salis nitrivel Tartari mit dazukäme / was könnte sie dabei für Schaden bringen / weilen dieselbe für sich allein ein gute Medizin ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5792999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2591,"date":1659,"orig":"Vnd halt ich gaͤntzlich darfuͤr/ daß dieſe Tinctura ☉ viel beſſer ſey/ als diejenige/ welche im 2. Theil zu machen ſind gelehret worden.","norm":"Und halte ich gänzlich dafür / dass diese Tinctura ☉ viel besser sei / als diejenige / welche im 2. Teil zu machen sind gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2592,"date":1659,"orig":"Es kan auch dieſer Rubin alſo fuͤr ſich allein/ mit bequemen vehiculis, gebrauchet werden/ iſt an ſich ſelber ein kraͤfftige Medicin/ oder man kan denſelben an ein feuchte Lufft legen/ vnd in einen rothen liquorem flieſſen laſſen/ iſt nicht geringer zur Medicin als die Tinctura ſelbſten.","norm":"Es kann auch dieser Rubin also für sich allein / mit bequemen vehiculis, gebraucht werden / ist an sich selber ein kräftige Medizin / oder man kann denselben an ein feuchte Luft legen / und in einen roten liquorem fließen lassen / ist nicht geringer zur Medizin als die Tinctura selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2895002365112305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2593,"date":1659,"orig":"Dann allhier das Gold vnd reineſte Theil des Antimonii, ohn alle corꝛoſiviſche Waſſer/ in ein potabilitaͤt gebracht ſeyn.","norm":"Dann allhier das Gold und reinste Teil des Antimonii, ohne alle corrosivische Wasser / in ein potabilität gebracht sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368500232696533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2594,"date":1659,"orig":"Es iſt zu verwundern/ daß die Salia im ſchmeltzen ſolche Macht haben/ die Metallen zu zerſtoͤren/ zu verbeſſern/ vnd in ein ander Geſtalt zu verwandlen.","norm":"Es ist zu verwundern / dass die Salia im Schmelzen solche Macht haben / die Metallen zu zerstören / zu verbessern / und in ein ander Gestalt zu verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8856000900268555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2596,"date":1659,"orig":"Habe hernach mit fleiß dieſelbe Arbeit wieder verſucht vnd eyngeſetzet/ iſt mir aber nicht alſo wiederfahren wie erſt/ ſondern hat zwar eine aͤnderung gemachet/ aber das Gold iſt ſo fluͤchtig nicht worden/ gieb deme die ſchuld/ weilen ich nicht eygentlich gewuſt das Gewicht dieſes Saltzes/ welches dareyn vngefaͤhr kommen war.","norm":"Habe hernach mit Fleiß dieselbe Arbeit wieder versucht und eingesetzt / ist mir aber nicht also widerfahren wie erst / sondern hat zwar eine Änderung gemacht / aber das Gold ist so flüchtig nicht worden / gib dem die schuld / weilen ich nicht eigentlich gewusst das Gewicht dieses Salzes / welches darein ungefähr kommen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.68179988861084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2597,"date":1659,"orig":"Vnd haben mich bewegt dieſe Hiſtorie hieher zu ſetzen/ dieſe 2. Vrſachen/ erſtlich/ daß ein Laborant ſehen moͤge/ wie leichtlich an einem kleinen ding etwas koͤnne uͤberſehen werden/ dardurch der gantze Proceß verlohren werde.","norm":"Und haben mich bewegt diese Historie hierher zu setzen / diese 2. Ursachen / erstlich / dass ein Laborant sehen möge / wie leichtlich an einem kleinen Ding etwas könne übersehen werden / dadurch der ganze Prozess verloren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.93120002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2598,"date":1659,"orig":"Zum andern auch zur Verſicherung der Philoſophorum Schrifften/ welche ſchreiben/ daß das Gold durch Kunſt wiederumb zuruͤck in ein geringern Grad dem ♄ gleich koͤnne gebracht werden/ welches mir bey dieſer Arbeit wiederfahren iſt/ vnd ſolle viel ſchwerer ſeyn/ das Gold zu zerſtoͤren/ vnd einem geringern Metall gleich zu machen/ als ein gering Metall in Gold zu verwandeln.","norm":"Zum anderen auch zur Versicherung der Philosophorum Schriften / welche schreiben / dass das Gold durch Kunst wiederum zurück in ein geringeren Grad dem ♄ gleich könne gebracht werden / welches mir bei dieser Arbeit widerfahren ist / und solle viel schwerer sein / das Gold zu zerstören / und einem geringeren Metall gleichzumachen / als ein gering Metall in Gold zu verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440299987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2599,"date":1659,"orig":"Welches mich auch erfrewet/ vnd in meinem Hertzen gut thut/ daß ich ſolche Prob mit meinen Augen geſehen/ vnd mit meinen Haͤnden getaſtet habe/ davon die vermeynte Philoſophi nichts hoͤren wollen/ ja groſſe Buͤcher dargegen ſchreiben/ vnd weiß nicht auß was Halsſtarꝛigkeit ſtand halten wollen/ daß das Gold vnmoͤglich zu zerſtoͤren/ oder auß ſeiner Natur zu bringen ſey/ welches doch ein pur lautere Luͤgen iſt.","norm":"Welches mich auch erfreuet / und in meinem Herzen guttut / dass ich solche Probe mit meinen Augen gesehen / und mit meinen Händen getastet habe / davon die vermeinte Philosophie nichts hören wollen / ja große Bücher dagegen schreiben / und weiß nicht aus was Halsstarrigkeit standhalten wollen / dass das Gold unmöglich zu zerstören / oder aus seiner Natur zu bringen sei / welches doch ein pur lautere Lügen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035399913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2600,"date":1659,"orig":"Dann ich das Gegentheil (wanns die Noth erforderte) nicht nur auff einerley/ ſondern auff vnterſchiedliche weiſe darthun koͤnte.","norm":"Dann ich das Gegenteil (wann es die Not erforderte) nicht nur auf einerlei / sondern auf unterschiedliche weise dartun könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536900043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2601,"date":1659,"orig":"Ich weiß nicht was ſolche Leut dahin dringet/ ein ding zu verachten vnd haſſen/ welches ſie doch im geringſten nicht kennen:","norm":"Ich weiß nicht was solche Leute dahin dringet / ein Ding zu verachten und hassen / welches sie doch im Geringsten nicht kennen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.731800079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2602,"date":1659,"orig":"Ich fuͤr mein Perſon/ was ich nicht weiß vnd verſtehe/ das las ich vngeurtheilet/ vnd in ſeinem werth bleiben.","norm":"Ich für mein Person / was ich nicht weiß und verstehe / das las ich ungeurteilt / und in seinem wert bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.673099994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2603,"date":1659,"orig":"Wie koͤnnen ſolche Leut mit Warheit die Veraͤnderungen der Metallen verlaͤugnen/ da ſie doch jhr Lebens-zeit kein Kohlen oder Zang in den Haͤnden gehabt/ ſolches zu verſuchen?","norm":"Wie können solche Leute mit Wahrheit die Veränderungen der Metallen verleugnen / da sie doch ihr Lebenszeit kein Kohlen oder Zange in den Händen gehabt / solches zu versuchen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.114799976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2604,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen/ die uͤmblauffende Gold-kaͤfer/ die im geringſten nichts wiſſen oder koͤnnen/ der wahren Alchymia keinen geringen Schandfleck anhaͤncken (indeme ſie hier vnd dort die Leut beliegen vnd betriegen) vnd Gold wollen machen lehren/ da ſie doch ſelber in Armuth leben/ wann ſie nicht vngefehr einen leicht-glaubenden Reichen/ der des Geldes zu viel hat/ vnd etwas ſonderliches auß jhnen zu erfahren vermeynet/ antreffen/ vnd das Maul-Futter/ vnd Kleyder alſo erſchnappen/ offtermalen mit ſchmalen Bislein vor lieb nehmen muͤſten/ wiewol deren zum theil auff geitziger Leut Beutel/ als geſchilderte Papegeyen/ mit koͤſtlichen Kleydern praͤchtig vnd hochmuͤthig hereyn traben/ ſolche Land-laͤuffer man billich haſſen/ meyden vnd vertreiben ſolte; hergegen aber die vnſchuldige vnd Koͤnigliche Kunſt Alchymiam darumb nicht verachten.","norm":"Ich muss bekennen / die umlaufende Goldkäfer / die im Geringsten nichts wissen oder können / der wahren Alchimie keinen geringen Schandfleck anhäncken (indem sie hier und dort die Leute beliehen und betrügen) und Gold wollen machen lehren / da sie doch selber in Armut leben / wann sie nicht ungefähr einen leicht-glaubenden Reichen / der des Geldes zu viel hat / und etwas Sonderliches aus ihnen zu erfahren vermeinet / antreffen / und das Maulfutter / und Kleider also erschnappen / oftmals mit schmalen Bisslein vor lieb nehmen müssten / wiewohl deren zum Teil auf geiziger Leute Beutel / als geschilderte Papageien / mit köstlichen Kleidern prächtig und hochmütig herein traben / solche Landläufer man billig hassen / meiden und vertreiben sollte; hingegen aber die unschuldige und königliche Kunst Alchymiam darum nicht verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4730000495910645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2605,"date":1659,"orig":"Es iſt ein ſehr groſſe Thorheit/ damit etliche Geldbegierige Lent gleichſamb bezaubert ſeyn/ vnd alles das ſie haben/ auff ein vngegruͤndte Hoffnung bald reicher zu werden/ herauß geben vnd anlegen/ vnd wann es nicht gluͤcket/ hernacher ſelber mangel leyden muͤſſen/ mit ſolchen man (wann es auß Geitz geſchicht) kein mitleyden haben ſolte.","norm":"Es ist ein sehr große Torheit / damit etliche Geldbegierige lehnt gleichsam bezaubert sein / und alles das sie haben / auf ein ungegrünte Hoffnung bald reicher zu werden / herausgeben und anlegen / und wann es nicht glücket / hernach selber Mangel leiden müssen / mit solchen man (wann es aus Geiz geschieht) kein mitleiden haben sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5746002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2606,"date":1659,"orig":"Bisweilen aber ſuchet mancher durch die Alchymiam Reichthumb zu erlangen/ nicht eygentlich uͤmbs Geitzes willen/ ſondern vielmehr daß er die Haͤnde beſſer ruͤhren/ vnd die Natur deſto fuͤglicher ergruͤnden moͤchte/ ſolchen Leuten nun iſt deſto weniger zu verargen/ wann ſie von loſen Buben betrogen/ vnd uͤmb das jhrige gebracht werden.","norm":"Bisweilen aber suchet mancher durch die Alchymiam Reichtum zu erlangen / nicht eigentlich ums Geizes Willen / sondern vielmehr dass er die Hände besser rühren / und die Natur desto füglicher ergründen möchte / solchen Leuten nun ist desto weniger zu verargen / wann sie von losen Buben betrogen / und um das ihrige gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2607,"date":1659,"orig":"Doch iſt es auch ein groſſe Vnbedachtſamkeit/ ſich weiters zu entbloͤſſen/ als man leyden kan.","norm":"Doch ist es auch ein große Unbedachtsamkeit / sich weiteres zu entblößen / als man leiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7932000160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2608,"date":1659,"orig":"CAP. 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XIII. De Speculis.","norm":"CAP. XIII. 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metalliſchen Speculi concavi gedacht habe; vnd denſelben aber nit jederman gieſſen/ polliren/ vnd verfertigen kan/ ſo will ich derſelben Bereytung/ wie ich am beſten gefunden/ hieher ſetzen.","norm":"Und dabei auch eines metallischen Speculi concavi gedacht habe; und denselben aber nicht jedermann gießen / polieren / und verfertigen kann / so will ich derselben Bereitung / wie ich am besten gefunden / hierhersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.031199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2617,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht alſo:","norm":"Und geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.696000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2618,"date":1659,"orig":"Erſtlich muͤſſen gute Formen gemacht werden von gutem Haar-laim/ wie hernach im Fuͤnfften Theil ſoll gelehret werden/ in ſolcher Form vnd geſtalt/ als man den Spiegel haben will/ vnd iſt das fuͤrnembſte gethan/ wann die Form nach dem Cireul recht geſchnitten iſt/ dann ſo ſolches nicht iſt/ ſo iſt er zu ſolchem Werck vntuͤchtig/ weilen er ſeine radios nicht wol zuſammen in die enge ſamlet/ vnd von ſich wirfft/ welches alles auff die Form ankompt/ ob dieſelbe wol oder uͤbel gemacht ſey.","norm":"Erstlich müssen gute Formen gemacht werden von gutem Haar-laim / wie hernach im fünften Teil soll gelehrt werden / in solcher Form und Gestalt / als man den Spiegel haben will / und ist das fürnehmste getan / wann die Form nach dem Cireul recht geschnitten ist / dann so solches nicht ist / so ist er zu solchem Werk untüchtig / weilen er seine radios nicht wohl zusammen in die enge sammelt / und von sich wirft / welches alles auf die Form ankommt / ob dieselbe wohl oder übel gemacht sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495100021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2619,"date":1659,"orig":"Dann ein Spiegel gieſſen vnd pallieren iſt keine kunſt/ kaus ein jedweder Glockengieſſer thun/ aber einen guten Spiegel formen/ auß gutem Zeug oder mixtur gieſſen vnd wol pallieren/ halt ich fuͤr eine Kunſt.","norm":"Dann ein Spiegel gießen und Pallien ist keine Kunst / kauf ein jedweder Glockengießer tun / aber einen guten Spiegel formen / aus gutem Zeug oder Mixtur gießen und wohl Pallien / halte ich für eine Kunst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2620,"date":1659,"orig":"Anbelangend zum erſten die Formen/ wie ſolche nach dem Circkel ſollen gemacht werdẽ/ auß freyer Hand mit einem außgeſchnittenen ſcharpffen Eyſen/ damit dieſelben nach rechter proportion geſchnitten/ iſt mit ſo wenig Worten nicht zu beteuden.","norm":"Anbelangend zum ersten die Formen / wie solche nach dem Zirkel sollen gemacht werden / aus freier Hand mit einem ausgeschnittenen scharfen Eisen / damit dieselben nach rechter Proportion geschnitten / ist mit so wenig Worten nicht zu beteuden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.863500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2621,"date":1659,"orig":"Will derohalben den guͤnſtigen Leſer an ſolche Auctores, die weitlaͤufftig davon ſchreiben/ als Archimedem, Johannem Baptiſtam Portam vnd andere/ gewieſen haben.","norm":"Will derohalben den günstigen Leser an solche Auctores, die weitläufig davon schreiben / als Archimedem, Johannes Baptistam Portam und andere / gewiesen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.637800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2622,"date":1659,"orig":"Wer aber dieſelben Scribenten nicht hat/ oder nicht verſtehen kan/ der ſehe daß er eine Kngel bekomme/ die wol vnd corꝛect gedrehet ſey/ vnd forme ſeinen Spiegel daruͤber/ alſo/ erſtlich mache eine mixtur von Maͤhl vnd geſiebter Holtzaſchen/ vnd waͤlgere dieſelbe mit einem runden Holtz zwiſchen 2. gleich-dicke ſchmale Hoͤltzer/ gleich wie man einen Teig von Maͤhl vnd Butter waͤlgert/ Paſteten vnd Tarten darauß zu machen/ vnd muͤſſen die Hoͤltzer/ darauff du waͤlgerſt/ eben ſo dick oder ein wenig dicker ſeyn/ als der Spiegel/ den du gieſſen wilt/ ſeyn ſoll Darnach ſetze einen Circkel darauff/ vnd zeichne dir ein ſtuͤck ab/ ſo gros vnd breit du einen Spiegel haben wilt/ vnd ſchneid mit einem Meſſer ſolchen herauß/ vnd lege jhn auff die Kugel/ welches die Gieſſer einen Dicken nennen/ beſtrewe denſelben auß einem Sieb oder Tuͤchlein mit vngeloͤſchtein Kalck/ vnd lege darnach den zugerichten Haar-laim vngefehr 2. zwerch Finger dick daruͤber/ vnd ſo das ſtuͤck gros iſt/ muͤſſen kleine Eyſen oder Drat Creutzweiſe dareyn geleget werden/ welche die Form halten/ daß dieſelbe ſich nicht biege oder breche.","norm":"Wer aber dieselben Skribenten nicht hat / oder nicht verstehen kann / der sehe dass er eine Kngel bekomme / die wohl und korrekt gedreht sei / und forme seinen Spiegel darüber / also / erstlich mache eine Mixtur von Mähl und gesiebter Holzaschen / und wälgere dieselbe mit einem runden Holz zwischen 2. gleichdicke schmale Hölzer / gleich wie man einen Teig von Mähl und Butter wälgert / Pasteten und Tarten daraus zu machen / und müssen die Hölzer / darauf du wälgerst / eben so dick oder ein wenig dicker sein / als der Spiegel / den du gießen willst / sein soll danach setze einen Zirkel darauf / und zeichne dir ein Stück ab / so groß und breit du einen Spiegel haben willst / und schneide mit einem Messer solchen heraus / und lege ihn auf die Kugel / welches die Gießer einen Dicken nennen / bestreue denselben aus einem Sieb oder Tüchlein mit vngelöschtein Kalk / und lege danach den zugereichten Haar-laim ungefähr 2. zwerch Finger dick darüber / und so das Stück groß ist / müssen kleine Eisen oder Draht Kreuzweise darein gelegt werden / welche die Form halten / dass dieselbe sich nicht biege oder breche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9328999519348145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2623,"date":1659,"orig":"Wann nun das eine Theil der Form auff der Kugel an der Soñ/ oder anderm Fewerwarmen orth etwas erhartet vnd trucken worden iſt/ ſo nimbt man daſſelbe mit dem Dicken von der Kugel ab/ leget es auff eine hoͤle/ darauff es allenthalben fein wol ruhe/ mit dem Dicken uͤberſich/ ſtrewet daruͤber auß einem Tuͤchlein/ wie oben geſagt/ gepulverten Kalck oder Kohlen-geſtieb/ vnd machet das ander Theil der Formen auch darauff/ ſetzet dieſelbe an die Sonne oder zum Fewer/ daß dieſelbe fein langſam trucken werde/ vnd nicht reiſſe/ wann ſolche trucken/ ſo nimb beyde Theilen der Formen voneinander/ vnd den Dicken herauß/ ſetze beyde ſtuͤck der Formen mit dem innerſten Theil gegeneinander/ doch daß auffs wenigſte ein gute zwerch Hand darzwiſchen moͤge/ vnd lege erſtlich nur ein wenig lebendige Kohlen darzwiſchen/ auff daß die Form gantz trucken werde/ wann ſie noch nicht were/ darnach mehr tode darzu/ vnd je laͤnger je mehr/ bis uͤber die Formen hin/ vnd las dieſelbe auff der glatten ſeytten wol ergluͤen/ wann aber die Form gros vnd dick were/ ſo kan ein Fewer-dieſelbe nicht genug brennen/ ſondern muͤſſen mehr Kohlen beygelegt werden/ ſo lang bis die Form inwendig auff der glatten ſeytten weiß gluͤe/ darnach las das Fewer allgemach außgehen/ vnd die Form erkalten/ doch nicht gantz/ ſondern nur ſo weit daß man dieſelbe antaſten koͤnne/ vnd ſtreich rein geſiebte Aſchen mit 🜄 angefeucht/ mit einem zarten Pinſel behend daruͤber/ welche Aſchen die kleinen loͤcher vnd riſſe/ da die Haar außgebrennt ſeyn/ wieder dicht zumachet/ vnd die Form glatt davon wird/ darnach lege beyde ſeytten/ wann ein Inguß dareyn geſchnitten/ fein ſauber/ auff daß nichts vnreines hineyn falle/ wieder auffeinander/ vnd binde dieſelbe fein gemachſam mit ♀ oder ♂ Drat zuſammen/ vnd ſchmiere mit Haar-laim ring uͤmb die Form die oͤffnung/ da dieſelbe zuſammen treffen/ wol zu/ vnd ſetze einen Inguß oder erdenen Trichter darauff/ vnd darnach die Form in truckenen Sand bis oben zu/ vnd vnterdeſſen du die Form brenneſt/ vnd zurichteſt/ muſtu deine mixtur oder Metall eynſetzen vnd ſchmeltzen laſſen/ auff daß der Guß in die noch warme Form geſchehe/ wann nun das Metall wol gefloſſen/ vnd treibet/ ſo wirff ein Tuͤchlein durch Wachs gezogen dareyn/ indeme ſolches brennet/ ſo geuß vnter derſelben Flamm das Metall in die warme Form/ vnd ſihe zu/ daß keine Kohlen oder etwas anders in dem Ofen in den Tiegel gefallen/ vnd das gieſſen verhindere/ oder mit dem Metall in die Form komme/ vnd den Spiegel verderbe.","norm":"Wann nun das eine Teil der Form auf der Kugel an der Sonn / oder anderem Feuerwarmen Ort etwas erharrtet und trocken worden ist / so nimmt man dasselbe mit dem Dicken von der Kugel ab / leget es auf eine Hölle / darauf es allenthalben fein wohl ruhe / mit dem Dicken über sich / streuet darüber aus einem Tüchlein / wie oben gesagt / gepulverten Kalk oder Kohlen-gestieb / und macht das ander Teil der Formen auch darauf / setzet dieselbe an die Sonne oder zum Feuer / dass dieselbe fein langsam trocken werde / und nicht reiße / wann solche trocken / so nimm beide Teilen der Formen voneinander / und den Dicken heraus / setze beide Stück der Formen mit dem innersten Teil gegeneinander / doch dass aufs wenigste ein gute zwerch Hand dazwischen möge / und lege erstlich nur ein wenig lebendige Kohlen dazwischen / auf dass die Form ganz trocken werde / wann sie noch nicht wäre / danach mehr Tode dazu / und je länger je mehr / bis über die Formen hin / und las dieselbe auf der glatten Seiten wohl erglühen / wann aber die Form groß und dick wäre / so kann ein Fewer- dieselbe nicht genug brennen / sondern müssen mehr Kohlen beigelegt werden / so lang bis die Form inwendig auf der glatten Seiten weiß glüh / danach las das Feuer allgemach ausgehen / und die Form erkalten / doch nicht ganz / sondern nur so weit dass man dieselbe antasten könne / und Streiche rein gesiebte Aschen mit 🜄 angefaucht / mit einem zarten Pinsel behände darüber / welche Aschen die kleinen löcher und risse / da die Haar ausgebrannt sein / wieder dicht zumachet / und die Form glatt davon wird / danach lege beide Seiten / wann ein Inguß darein geschnitten / fein sauber / auf dass nichts uUnreineshhineinfalle / wieder aufeinander / und binde dieselbe fein gemachsam mit ♀ oder ♂ Draht zusammen / und schmiere mit Haar-laim ring um die Form die Öffnung / da dieselbe zusammen treffen / wohl zu / und setze einen Inguß oder erdenen Trichter darauf / und danach die Form in trockenen Sand bis oben zu / und unterdessen du die Form brennest / und zurichtest / musst du deine Mixtur oder Metall einsetzen und schmelzen lassen / auf dass der Guss in die noch warme Form geschehe / wann nun das Metall wohl geflossen / und treibet / so wirf ein Tüchlein durch Wachs gezogen darein / indem solches brennet / so gieß unter derselben Flamm das Metall in die warme Form / und siehe zu / dass keine Kohlen oder etwas anders in dem Ofen in den Tiegel gefallen / und das gGießenverhindere / oder mit dem Metall in die Form komme / und den Spiegel verderbe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106100082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2624,"date":1659,"orig":"Wann nun der Spiegel goſſen/ ſo las denſelben erkalten in der Form/ wann der Zeug im kalt werden nicht ſchwindet; ſo es aber ein ſolche mixtur were/ die im kalt werden ſchwinde/ vnd kleiner wuͤrde/ ſo muß man den Spiegel nach dem Guß alſobalden auß der Form nehmen/ vnd mit einem Erden oder Eyſen warm Gefaͤs bald zudecken/ vnd darunter erkalten laſſen/ welcher ſonſten/ wann er beginne kalt zu werden vnd ſchwinden wolte/ vnd wegen der Form nicht koͤnte/ zu ſtuͤcken ſpringen wuͤrde.","norm":"Wann nun der Spiegel gossen / so las denselben erkalten in der Form / wann der Zeug im kalt werden nicht schwindet; so es aber ein solche Mixtur wäre / die im kalt werden schwinde / und kleiner würde / so muss man den Spiegel nach dem Guss alsobald aus der Form nehmen / und mit einem Erden oder Eisen warm Gefäß bald zudecken / und darunter erkalten lassen / welcher sonsten / wann er beginne kalt zu werden und schwinden wollte / und wegen der Form nicht könnte / zu stücken springen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217999935150146} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2625,"date":1659,"orig":"Was dieſes aber fuͤr Metallen ſeyn/ die nach dem Guß kleiner werden vnd ſchwinden/ wirſtu hernach hoͤren.","norm":"Was dieses aber für Metallen sein / die nach dem Guss kleiner werden und schwinden / wirst du hernach hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2626,"date":1659,"orig":"Dieſes gieſſen iſt nun der gemeyne Weg/ Formen zu machen/ der ſich die Kupffergieſſer auch gebrauchen/ vnd die Spiegel wol auff ſolche weiſe koͤnnen gegoſſen werden/ wann man nur etwas darinn geuͤbet iſt.","norm":"Dieses gießen ist nun der gemeine Weg / Formen zu machen / der sich die Kupfergiesser auch gebrauchen / und die Spiegel wohl auf solche weise können gegossen werden / wann man nur etwas darin geübt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831299781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2627,"date":1659,"orig":"Sonſten ſeynd noch andere Weg zu gieſſen/ als daß man ein Patron von Holtz oder Bley mache/ alſo wie der Spiegel ſeyn ſolle/ vnd dieſelbe Patron in ein Gieß-ſand von Spaat/ Ziegelmaͤhl vnd anderer zarten Erden forme/ gleich wie die Kupffer-Gieſſer im brauch haben/ laͤſſet ſich aber nicht mit groſen ſtuͤcken thun/ ſondern koͤnnen nur kleine Ding auff dieſe weiſe goſſen werden/ derohalben nicht mehr davon zu ſagen noͤtig iſt.","norm":"Sonsten sind noch andere Weg zu gießen / als dass man ein Patron von Holz oder Blei mache / also wie der Spiegel sein solle / und dieselbe Patron in ein Gießsand von Spat / Ziegelmehl und anderer zarten Erden forme / gleich wie die Kupfergiesser im Brauch haben / lässt sich aber nicht mit großen stücken tun / sondern können nur kleine Ding auf diese Weise gossen werden / derohalben nicht mehr davon zu sagen nötig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.577300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2628,"date":1659,"orig":"Die dritte weiſe zu formen/ (welche die beſte/ doch aber hergegen/ wann man nicht darinn geuͤbet iſt/ am ſchwerlichſten zu treffen iſt/) geſchicht alſo: Mache von Wachs einen Teig/ oder Patron durch waͤlgern zwiſchen zweyen Hoͤltzern/ gleich oben bey den erſten formen geſagt/ vnd lege dieſelbe auff die Kugel/ daß ſich das waͤchſene Blat darnach forme/ vnd las an einem kalten ort erharten/ nimb dieſelbe ab/ vnd ſtreich mit einem zarten Pinſel nachfolgende mixtur darauff/ vnd las im Schatten trucknen/ darnach lege von Haar-laim ein oder zwey zwerch Fingers dick ein Kleyd rings uͤmb die waͤchſene Patron herumb/ vnd las auch trucknen/ ſo iſt die Form bereyt vnd fertig; das Wachs wieder herauß zu bringen/ thue jhm alſo/ ſchneide mit einem Meſſer in die erdene Form ein rund loch eines Fingers dick/ bis auff das Wachs/ vnd ſtelle darnach die Form/ wann ſie zuvorn wol trucken iſt/ bey ein Kohlfewer/ mit dem loch vnterſich/ ſo wird das Wachs darinn ſchmeltzen/ vnd zu dem loch herauß lauffen/ in welche Form/ die nicht darff gebrand werden/ aber noch warm iſt/ du dein Metall gieſſen ſolt/ faͤllt gar fein vnd wol darinn/ muß aber der zarte Anſtrich auff das Wachs wol bereytet ſeyn/ daß er/ wann das Wachs außgeſchmeltzet wird/ nicht abfalle/ vnd mit herauß lauffe/ vnd das Wachs in die erdene Form dringe/ vnd ſolche vntuͤchtig zu gieſſen mache.","norm":"Die dritte weise zu formen / (welche die beste / doch aber hingegen / wann man nicht darin geübt ist / am schwerlichsten zu treffen ist /) geschieht also: Mache von Wachs einen Teig / oder Patron durch wälgern zwischen zweien Hölzern / gleich oben bei den ersten formen gesagt / und lege dieselbe auf die Kugel / dass sich das wächserne Blatt danach forme / und las an einem kalten Ort erharrten / nimm dieselbe ab / und Streiche mit einem zarten Pinsel nachfolgende Mixtur darauf / und las im Schatten trocknen / danach lege von Haar-laim ein oder zwei zwerch Fingers dick ein Kleid rings um die wächserne Patron herum / und las auch trocknen / so ist die Form bereit und fertig; das Wachs wieder herauszubringen / tue ihm also / schneide mit einem Messer in die erdene Form ein rund loch eines Fingers dick / bis auf das Wachs / und stelle danach die Form / wann sie zuvor wohl trocken ist / bei ein Kohlfeuer / mit dem loch vntersich / so wird das Wachs darin schmelzen / und zu dem loch herauslaufen / in welche Form / die nicht darf Gebrand werden / aber noch warm ist / du dein Metall gießen sollt / fällt gar fein und wohl darin / muss aber der zarte Anstrich auf das Wachs wohl bereitet sein / dass er / wann das Wachs außgeschmeltzet wird / nicht abfalle / und mit herauslaufe / und das Wachs in die erdene Form dringe / und solche untüchtig zu gießen mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084099769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2629,"date":1659,"orig":"Vnd wird der Anſtrich alſo zugerichtet.","norm":"Und wird der Anstrich also zugerichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.079999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2630,"date":1659,"orig":"Brenne ein wolgeſchleimbten Laim in einem Hafners Ofen auff die roͤthe/ darnach pulveriſire denſelben/ vnd ſchleime das feineſte mit Waſſer davon/ alſo daß du ein gantz zart vnd vnbegreifflich Pulver erlangeſt/ ſolches mach trucken/ vnd brenne daſſelbe noch einmal in einem Hafners Ofen ſehr ſtarck/ vnd nimbs auß/ reib ſolches mit Regenwaſſer vnd ſublimirten Salmiac auff einem Reibſtein wol an/ gleich wie die Mahler jhre Farben anreiben/ in ſolcher dicke/ daß man darmit mahlen koͤnte/ ſo iſt die mixtur bereytet.","norm":"Brenne ein wohlgeschleimten Laim in einem Hafners Ofen auf die röte / danach pulverisiere denselben / und schleime das feinste mit Wasser davon / also dass du ein ganz zart und unbegreiflich Pulver erlangest / solches mache trocken / und brenne dasselbe noch einmal in einem Hafners Ofen sehr stark / und nimbs aus / reib solches mit Regenwasser und sublimierten Salmiak auf einem Reibstein wohl an / gleich wie die Maler ihre Farben anreiben / in solcher dicke / dass man damit malen könnte / so ist die Mixtur bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.922900199890137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2631,"date":1659,"orig":"Der Salmiac haͤlt das zarte Pulver beyſammen/ vnd machet daß es mit dem Wachs nicht außlauffe.","norm":"Der Salmiak hält das zarte Pulver beisammen / und macht dass es mit dem Wachs nicht auslaufe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340700149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2632,"date":1659,"orig":"Der zarte Anſtrich oder gebrandte Erden giebt einen glatten vnd reinen Guß.","norm":"Der zarte Anstrich oder gebrandete Erden gibt einen glatten und reinen Guss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804699897766113} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2633,"date":1659,"orig":"CAP.","norm":"CAP.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2634,"date":1659,"orig":"XIV. Folget nun die mixtur oder Metall/ davon man die Spiegel geuſſet.","norm":"XIV. Folget nun die Mixtur oder Metall / davon man die Spiegel gießet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.31059980392456} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2635,"date":1659,"orig":"ES werden zu den Spiegeln vnterſchiedliche ja vielerhand mixturen vnd Metallen gebrauchet/ iſt aber immer eine beſſer als die andere/ dann je haͤrter dieſelbe mixtur iſt/ je beſſer die Spiegel werden/ dann je haͤrter ein Metall oder Glas/ je beſſer vnd reiner es ſich ſchleiffen vnd pollieren laͤſſet.","norm":"Es werden zu den Spiegeln unterschiedliche ja vielerhand Mixturen und Metallen gebraucht / ist aber immer eine besser als die andere / dann je härter dieselbe Mixtur ist / je besser die Spiegel werden / dann je härter ein Metall oder Glas / je besser und reiner es sich schleifen und polieren lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9552998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2636,"date":1659,"orig":"Vnd iſt nicht genug/ daß die mixtur hart vnd glaſicht/ ſondern auch auff dem ſtrich weiß ſey/ dann ſo die mixtur roth iſt/ welches von zu viel Kupffer/ oder ſchwartz/ von zu viel Eyſen/ oder dunckel von zu viel Zinn kompt/ ſo giebt es keine natuͤrliche repræſentation, ſondern aͤndert die Farben vnd Geſtalten nach ſeiner eygen Farb/ als wann zu viel Kupffer bey iſt/ ſo giebt er alle ding viel roͤther als ſie von Natur ſeyn/ vnd ſo von andern zu verſtehen/ welches dann nicht taug/ muß derohalben das Metall ſehr weiß ſeyn/ wann es natuͤrlich weiſen ſoll.","norm":"Und ist nicht genug / dass die Mixtur hart und glasig / sondern auch auf dem strich weiß sei / dann so die Mixtur rot ist / welches von zu viel Kupfer / oder schwarz / von zu viel Eisen / oder Dunkel von zu viel Zinn kommt / so gibt es keine natürliche Repräsentation, sondern ändert die Farben und Gestalten nach seiner eigen Farbe / als wann zu viel Kupfer bei ist / so gibt er alle Ding viel röter als sie von Natur sein / und so von anderen zu verstehen / welches dann nicht taug / muss derohalben das Metall sehr weiß sein / wann es natürlich weisen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05049991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2637,"date":1659,"orig":"Doch wann die Spiegel nur zum brennen/ anzuͤnden/ oder anderm gebrauch ſollen gebraucht werden/ ſo iſt nichts daran gelegen wie die Farb/ ſondern genug daß der Zeug nur hart ſey/ vnd ſich wol pollieren laſſe.","norm":"Doch wann die Spiegel nur zum Brennen / anzünden / oder anderem Gebrauch sollen gebraucht werden / so ist nichts daran gelegen wie die Farbe / sondern genug dass der Zeug nur hart sei / und sich wohl polieren lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342100143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2638,"date":1659,"orig":"Will derohalben eine Mixtur, welche ich vnter allen fuͤr die beſte befunden hab/ hieher ſetzen.","norm":"Will derohalben eine Mixtur, welche ich unter allen für die beste befunden habe / hierhersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2639,"date":1659,"orig":"Nimb duͤnn geſchlagen roth Kupfferblech ſo viel du wilt/ in kleine ſtuͤcke geſchnitten 1. Theil/ darzu ¼ theil weiſſen Arſenici, mach die Blech naß mit liquore Salis Tartari, vnd mach mit dem gepulverten Arſenicum vnd Kupfferblech immer ein leg vmb die andere/ oder ſtrewe den Arſenic. uͤber die Kupfferblech/ ſo lang bis der Tiegel voll ſey/ darnach geuß Leinoͤhl darzu/ daß das Kupffer mit dem Arſenico bedecket ſey:","norm":"Nimm dünn geschlagen rot Kupferblech so viel du willst / in kleine stücke geschnitten 1. Teil / dazu ¼ Teil weißen Arsenici, mache die Blech nass mit liquore Salis Tartari, und mache mit dem gepulverten Arsenicum und Kupferblech immer ein leg um die andere / oder streue den Arsenik . über die Kupferblech / so lang bis der Tiegel voll sei / danach gieß Leinöhl dazu / dass das Kupfer mit dem Arsenico bedecket sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.626399993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2640,"date":1659,"orig":"Vnd lutire einen Deckel beheb auff den Tiegel/ las das lutum trucken werden/ vnd ſetze denſelben in ein Sand-Capell/ daß nur das oberſte vom Deckel herauß ſehe/ mach allgemach ein klein Fewerlein darauff/ vnd je laͤnger je groͤſſer/ ſo lang bis der Sand ſo heiß werde/ daß alles Oel davon rauchen koͤnne/ ſo wird vnterdeſſen das Oel an dem Kupffer einen reinen grund machen/ vnd den Arſen. halten/ daß er alſo in die ♀ blech eyngehe/ gleich wie ein Oel in ein trucken Leder/ oder ſetze den Tiegel mit dem Arſenico, Oel vnd Kupffer vnter einen Roſter/ vnd lege Fewer auff den Roſter allgemach/ bis das Oel mit dem Arſenic.","norm":"Und lutire einen Deckel beheb auf den Tiegel / las das lutum trocken werden / und setze denselben in ein Sandkapelle / dass nur das oberste vom Deckel heraus sehe / mache allgemach ein klein Feuerlein darauf / und je länger je größer / so lang bis der Sand so heiß werde / dass alles Öl davon rauchen könne / so wird unterdessen das Öl an dem Kupfer einen reinen Grund machen / und den Arsen . halten / dass er also in die ♀ blech eyngehe / gleich wie ein Öl in ein trocken Leder / oder setze den Tiegel mit dem Arsenico, Öl und Kupfer unter einen Roster / und lege Feuer auf den Roster allgemach / bis das Öl mit dem Arsenik.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.376999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2641,"date":1659,"orig":"bey dem ♀ koche/ vnd allgemach verꝛauche/ las darnach erkalten/ vnd brich den Tiegel auff/ ſo wirſtu das ♀ finden von allerhand Farben/ inſonderheit wann du an ſtatt arſenici, auripigmentum genommen haſt/ vnd auffgeſchwollen/ oder noch dreymal ſo dick/ als es zuvorn geweſen/ vnd gantz bruͤchig oder friabel ſeyn/ ſolches ♀ nimb 1. Theil/ vnd 2. Theil Meſſing/ ſchmeltz dieſe beyde mit ſchnellem Fewer zuſammen/ alſo daß mit erſt der Meſſing flieſſe/ darnach das bruͤchig Kupffer darzu gethan/ vnd zuſammen flieſſe vnd außgoſſen werde/ ſo haſtu ein Metall/ welches ſo hart iſt/ daß mans mit keiner Feylen arbeiten kan/ vnd iſt doch nicht ſehr bruͤchig/ ſondern wie ein gehaͤrter Stahl/ darauß man viel Dinge gieſſen/ vnd an ſtate ſtaͤhleren Inſtrumenten gebrauchen kan.","norm":"bei dem ♀ koche / und allgemach verrauche / las danach erkalten / und brich den Tiegel auf / so wirst du das ♀ finden von allerhand Farben / in Sonderheit wann du anstatt arsenici, auripigmentum genommen hast / und aufgeschwollen / oder noch dreimal so dick / als es zuvor gewesen / und ganz brüchig oder friabel sein / solches ♀ nimm 1. Teil / und 2. Teil Messing / Schmelz diese beide mit schnellem Feuer zusammen / also dass mit erst der Messing fließe / danach das brüchig Kupfer dazugetan / und zusammen fließe und ausgossen werde / so hast du ein Metall / welches so hart ist / dass man es mit keiner Feilen arbeiten kann / und ist doch nicht sehr brüchig / sondern wie ein Gehärte Stahl / daraus man viel Dinge gießen / und an state stählern Instrumenten gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06790018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2642,"date":1659,"orig":"Dieſes harten Metalls nimb 3. Theil/ vnd 1. Theil gut fein Zinn/ darunter kein Bley iſt/ gieſſe beyde zuſammen/ ſo iſt dein Zeug oder Metall fertig/ Spiegel davon zu gieſſen:","norm":"Dieses harten Metalls nimm 3. Teil / und 1. Teil gut fein Zinn / darunter kein Blei ist / gieße beide zusammen / so ist dein Zeug oder Metall fertig / Spiegel davon zu gießen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2643,"date":1659,"orig":"Dieſer Zeug iſt ein ſehr hart vnd weiſſes Metall/ giebt ſehr ſchoͤne vnd gute Spiegel.","norm":"Dieser Zeug ist ein sehr hart und weißes Metall / gibt sehr schöne und gute Spiegel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.126299858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2644,"date":1659,"orig":"Wer aber ſo viel Wercks vnd Arbeit nicht thun will/ der gieſſe ſeine Spiegel von 3. Theilen roth Kupffer/ vnd 1. Theil fein Zinn/ vnd ein halb Theil weiſſen Arſenic. giebt auch gute Spiegel/ brechen aber bald/ ſo wol im gieſſen als in der Pollierung/ darumb man deſto fuͤrſichtiger damit uͤmbgehen muß/ wann ſie gantz bleiben ſollen.","norm":"Wer aber so viel Werks und Arbeit nicht tun will / der gieße seine Spiegel von 3. Teilen rot Kupfer / und 1. Teil fein Zinn / und ein halb Teil weißen Arsenik . gibt auch gute Spiegel / brechen aber bald / so wohl im Gießen als in der Polierung / darum man desto vorsichtiger damit ümbgehen muss / wann sie ganz bleiben sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.047100067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2645,"date":1659,"orig":"Allhier muß ich etwas notabels oder denckwuͤrdiges vermelden/ welches vielleicht noch wenige obſerviret haben/ vnd doch eines fleiſſigen nachdenckens wol wuͤrdig.","norm":"Allhier muss ich etwas notabel oder denkwürdiges vermelden / welches vielleicht noch wenige observieret haben / und doch eines fleißigen Nachdenkens wohl würdig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.498700141906738} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2646,"date":1659,"orig":"Nemblich dieſes: Zu verwundern iſt es/ daß der mehrentheil Menſchen vnd diejenigen noch/ die ſonderlich viel vermeynen zu wiſſen/ ſo falſch vnd vnwarhafftig von der Metallen Eygenſchafften halten vnd meynen.","norm":"nämlich dieses: Zu verwundern ist es / dass der Mehranteil Menschen und diejenigen noch / die sonderlich viel vermeinen zu wissen / so falsch und unwahrhaftig von der Metallen Eigenschaften halten und meinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.92549991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2647,"date":1659,"orig":"Oben im Andern Theil dieſes Buchs/ da ich von den ſubtilen Spiritibus geſchrieben/ allbereyt etwas Meldung geſchehen iſt/ daß die Metallen jhre poros haben/ weilen Zeugnuͤs vorhanden/ daß ſolche ſubtile Spiritus, als Cornu Cervi, Tartari, Fuliginis, Capillorum, wie auch bisweilen die ſulphuriſche Spirit. der Mineraliſchen Saltzen durch Zinnerne Gefaͤſen hinſchlucken vnd verꝛauchen/ welches aber nit ein jedweder alſobalden im erſten anſehen begreiffen/ vnd glauben kan:","norm":"Oben im anderen Teil dieses Buchs / da ich von den subtilen Spiritibus geschrieben / allbereyt etwas Meldung geschehen ist / dass die Metallen ihre poros haben / weilen Zeugnis vorhanden / dass solche subtile Spiritus, als Cornu Cervi, Tartari, Fuliginis, Capillorum, wie auch bisweilen die sulphurische Spirit . der mineralischen Salzen durch Zinnerne Gefäßen hinschlucken und verrauchen / welches aber nicht ein jedweder alsobald im ersten ansehen begreifen / und glauben kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.138599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2648,"date":1659,"orig":"Solche nun in jhrem ſchwachẽ Glauben zu ſtaͤrcken/ wird dieſer Diſcurs verꝛichten.","norm":"Solche nun in ihrem schwachen Glauben zu stärken / wird dieser Diskurs verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.200900077819824} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2649,"date":1659,"orig":"Geuß von rothem Kupffer zwey Kugeln/ vnd von feinem Zinn/ da kein Bley bey iſt/ auch zwey Kugeln in dieſelbe Form/ da die von Kupffer eyngegoſſen ſeyn worden/ vnd wiege dieſe vier Kugeln/ nemblich die zwey von Kupffer/ vnd zwey von Zinn zuſammen/ vnd mercke wol das Gewicht: Darnach ſchmeltze dieſe vier Kugeln in einem Tiegel zuſammen/ auff daß aber nicht viel vom Zinn hinweg rauche/ ſo las mit erſt die kuͤpfferne ſchmeltzen/ vnd wirff die zinnerne hernach/ vnd geuß wieder Kugeln in dieſelbe Form davon/ ſo werden keine vier mehr an der Zahl herauß kommen/ ſondern nicht wol drey/ vnd werden dieſe drey Kugeln eben ſo viel woͤgen/ was zuvorn die vier gewogen haben.","norm":"Gieß von rotem Kupfer zwei Kugeln / und von feinem Zinn / da kein Blei bei ist / auch zwei Kugeln in dieselbe Form / da die von Kupfer eingegossen sein worden / und wiege diese vier Kugeln / nämlich die zwei von Kupfer / und zwei von Zinn zusammen / und merke wohl das Gewicht: Danach schmelze diese vier Kugeln in einem Tiegel zusammen / auf dass aber nicht viel vom Zinn hinweg rauche / so las mit erst die kupferne schmelzen / und wirf die zinnerne hernach / und gieß wieder Kugeln in dieselbe Form davon / so werden keine vier mehr an der Zahl herauskommen / sondern nicht wohl drei / und werden diese drei Kugeln ebenso viel wögen / was zuvor die vier gewogen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.394499778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2650,"date":1659,"orig":"Sage mir nun/ wann die Metallen keine poros haben/ wovon die Veraͤnderung der groͤſſe ſey herkommen?","norm":"Sage mir nun / wann die Metallen keine poros haben / wovon die Veränderung der Größe sei herkommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.882500171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2651,"date":1659,"orig":"Vnd dieſes iſt zu wiſſen/ daß alle Metallen noch poros haben/ doch eins mehr als das ander/ Gold am wenigſten/ darnach Silber/ nach dem Silber Queckſilber/ nach dem Queckſilber Bley/ dann Kupffer/ darnach Eyſen/ vnd endlich Zinn/ welches am allermeiſten poros hat.","norm":"Und dieses ist zu wissen / dass alle Metallen noch poros haben / doch eins mehr als das ander / Gold am wenigsten / danach Silber / nach dem Silber Quecksilber / nach dem Quecksilber Blei / dann Kupfer / danach Eisen / und endlich Zinn / welches am allermeisten poros hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.573800086975098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2652,"date":1659,"orig":"Wann wir nun ſo kuͤnſtlich weren/ vnd die Metallen uͤmbwenden/ zerſtoͤren/ vnd zu nichts/ vnd auß ſolchem nichts hernach wieder ein ichts oder etwas machen koͤnten/ ſo wuͤrden die Metallen hinfuͤrter ſo poroſe nicht mehr ſeyn.","norm":"Wann wir nun so künstlich wären / und die Metallen umwenden / zerstören / und zu nichts / und aus solchem nichts hernach wieder ein ichts oder etwas machen könnten / so würden die Metallen hinfort so poröse nicht mehr sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2653,"date":1659,"orig":"Gleich wie ein Kind/ wann man jhme ſeinen Willen laͤſſet/ vnd nicht zuͤchtiget/ das boͤſe ab/ vnd das gute anwehnet/ ſo bleibt es zu allen Dingen vntuͤchtig/ hergegen ſo es vnter der Ruthen ſtreng gehalten/ zuͤchtig/ ehrbar/ gelehrt/ vnd tugendſam wird: Alſo auch mit den Metallen/ wann dieſelben alſo bleiben/ wie ſie auß der Erden kommen/ vnd nicht wol geſotten/ gebraten/ vnd gehechelt werden/ ſo bleiben ſie vnfix/ ſo aber dieſelbe verbrochen/ zerſtoͤret/ corꝛumpiret/ vnd wiederumb regeneriret werden/ ſo ſind ſie viel edler als ſie vor der Zerſtoͤrung waren.","norm":"Gleich wie ein Kind / wann man ihm seinen Willen lässt / und nicht züchtiget / das böse ab / und das gute anwehend / so bleibt es zu allen Dingen untüchtig / hingegen so es unter der Ruten streng gehalten / züchtig / ehrbar / gelehrt / und tugendsam wird: Also auch mit den Metallen / wann dieselben also bleiben / wie sie aus der Erden kommen / und nicht wohl gesotten / gebraten / und gehechelt werden / so bleiben sie unfix / so aber dieselbe verbrochen / zerstöret / korrumpieret / und wiederum regenerieret werden / so sind sie viel edler als sie vor der Zerstörung waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.529200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2654,"date":1659,"orig":"Wie auch vnſere Leiber einmal muͤſſen vergehen/ vnd wiederumb aufferſtehen vnd clarificiret werden/ ehe ſie Gottes Angeſicht werden anſchawen koͤnnen.","norm":"Wie auch unsere Leiber einmal müssen vergehen / und wiederum auferstehen und clarificiret werden / ehe sie Gottes Angesicht werden anschauen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32390022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2655,"date":1659,"orig":"Darumb Paracelſus ſehr wol ſaget/ Wann es moͤglich were/ daß man den Metallen in einer Stunden jhren Leib hundert mal nehme/ ſo koͤnnen ſie doch nicht ohne Leiber ſeyn/ ſondern nehmen wieder ein andere newe vnd beſſere geſtalt an ſich/ als ſie vor der Zerſtoͤrung hatten:","norm":"Darum Paracelsus sehr wohl sagt / Wann es möglich wäre / dass man den Metallen in einer Stunden ihren Leib hundertmal nehme / so können sie doch nicht ohne Leiber sein / sondern nehmen wieder ein andere neue und bessere Gestalt an sich / als sie vor der Zerstörung hatten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.972799777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2656,"date":1659,"orig":"Vnd iſt wol geſagt:","norm":"Und ist wohl gesagt:","lang_fastText":"hi","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":5.755199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2657,"date":1659,"orig":"Unius corruptio alterius generatio; weilen des einen Vngluͤck (ſcilicet corporis ſulphurei ſuperflui abſterben/) des andern Gluͤck/ (ſcilicet animæ mercurialis reſurrectio) iſt.","norm":"Unius corruptio alterius generatio; weilen des einen Unglück (scilicet corporis sulphurei superflui absterben /) des anderen Glück / (scilicet animae mercurialis resurrectio) ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.5756001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2658,"date":1659,"orig":"Dann ohne Zerſtoͤrung kan keine wahre Verbeſſerung der Metallen geſchehen.","norm":"Dann ohne Zerstörung kann keine wahre Verbesserung der Metallen geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.258600234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2659,"date":1659,"orig":"Derohalben dahin muß getrachtet werden/ wie die Metallen auß jhrer geſtalt in ein vngeſtalt/ oder vnanſehnlich/ vnachtſam Weſen gebracht werden/ auß welchem verderbten Metall hernach durch Abſcheydung des vnnuͤtzen/ vnd ſchaͤdlichen terꝛeſtriſchen verbrennlichen Sulphuris ein reine Mercurialiſche Form herfuͤr gehe.","norm":"Derohalben dahin muss getrachtet werden / wie die Metallen aus ihrer Gestalt in ein ungestalt / oder unansehnlich / unachtsam Wesen gebracht werden / aus welchem verderbten Metall hernach durch Abscheidung des unnützen / und schädlichen terrestrischen Verbrennlichen Sulphuris ein reine Mercurialische Form herfür gehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4274001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2660,"date":1659,"orig":"Davon ein mehrers bey den Amauſis.","norm":"Davon ein mehreres bei den Amausis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9507999420166025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2661,"date":1659,"orig":"CAP. XV.","norm":"CAP. XV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ms","lang_de":0,"norm_lmscore":6.498600006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2662,"date":1659,"orig":"Von Pollierung vnd Glattmachung der Spiegel.","norm":"Von Polierung und Glattmachung der Spiegel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032899856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2663,"date":1659,"orig":"WAnn ein Spiegel ſchon noch ſo wol gegoſſen/ vnd nach rechter Proportion formiret iſt/ vnd nicht wol polliert wird/ ſo iſt er keiner Wuͤrde/ dann in dem ſchleiffen jhme leichtlich an einem ort mehr als am andern kan genommen werden/ dardurch der Spiegel verdorben iſt.","norm":"Wann ein Spiegel schon noch so wohl gegossen / und nach rechter Proportion formiert ist / und nicht wohl poliert wird / so ist er keiner Würde / dann in dem schleifen ihm leichtlich an einem Ort mehr als am anderen kann genommen werden / dadurch der Spiegel verdorben ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.099400043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2664,"date":1659,"orig":"Sollen derohalben dieſelbe an einem Rad/ wie es die Zinn- oder Kupffer-Gieſſer gebrauchen/ erſtlich mit einem ſcharpffen Sandſtein das groͤbſte laſſen ablauffen/ darnach einen reinern Schleiff- oder Wetzſtein mit Waſſer daran halten/ bis er ſchoͤn vnd wol geſchliffen iſt.","norm":"Sollen derohalben dieselbe an einem Rad / wie es die Zinn- oder Kupfergiesser gebrauchen / erstlich mit einem scharfen Sandstein das gröbste lassen ablaufen / danach einen reineren Schleiff- oder Wetzstein mit Wasser daran halten / bis er schön und wohl geschliffen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.367499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2665,"date":1659,"orig":"Dann von dem Rad abgenommen/ denſelben uͤberzwerch auff einem kleinen hoͤltzern mit Leder beſchlagenen Raͤdlein/ darauff klein pulveriſirter Schmirgel geſtrichen/ ſo lang laſſen gegen halten/ bis alle die kleine ritzlein/ die er im uͤmblauffen an dem Dreh-ſtuhl bekommen/ gantz vnd gar nicht mehr geſehen werden/ ſondern einen Zwerch-ſtrich oder Fadem erlanget hat.","norm":"Dann von dem Rad abgenommen / denselben überzwerch auf einem kleinen hölzern mit Leder beschlagenen Rädlein / darauf klein pulverisierter Schmirgel gestrichen / so lang lassen gegen halten / bis alle die kleine Ritzlein / die er im Umlaufen an dem Drehstuhl bekommen / ganz und gar nicht mehr gesehen werden / sondern einen Zwergstrich oder Fadem erlanget hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178199768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2666,"date":1659,"orig":"Darnach ſoll man noch ein ander Raͤdlein mit Leder beſchlagen/ darauff ein rein-geſchleimbter Blutſtein vnd Zinn-Aſchen geſtrichen iſt/ haben/ vnd den Spiegel ſo lang dem erſten Faden nach daran halten/ bis er ſchoͤn vnd glantz genug iſt.","norm":"Danach soll man noch ein ander Rädlein mit Leder beschlagen / darauf ein reingeschleimter Blutstein und Zinnaschen gestrichen ist / haben / und den Spiegel so lang dem ersten Faden nach daran halten / bis er schön und Glanz genug ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.355299949645996} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2667,"date":1659,"orig":"Vnd muͤſſen ſolche Spiegel fuͤr feuchter Lufft/ davon ſie anlauffen/ wie auch fuͤr allerhand Athem/ behuͤtet vnd verwahret werden/ vnd ſo er ja angelauffen iſt/ nicht mit einem jedwedern woͤlln oder leinen Tuch/ ſondern mit einem reinen Bocken- oder Hirſch-Leder/ darauff ein wenig reiner Zinn/ Aſchen geſtrichen ſey/ auch nicht Creutzweiſe hin vnd her/ ſondern allzeit nur einen Strich uͤberzwerch/ gleich als er iſt pollieret worden/ abſtreichen vnd wieder ſchoͤn machen.","norm":"Und müssen solche Spiegel für feuchter Luft / davon sie anlaufen / wie auch für allerhand Atem / behütet und verwahret werden / und so er ja angelaufen ist / nicht mit einem jedweden wöllen oder leinen Tuch / sondern mit einem reinen Bocken- oder Hirschleder / darauf ein wenig reiner Zinn / Aschen gestrichen sei / auch nicht Kreuzweise hin und her / sondern allzeit nur einen Strich überzwerch / gleich als er ist polieret worden / abstreichen und wieder schön machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286099910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2668,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen ſolche Specula concava mit einem ſtuͤck Bley/ welches darnach gegoſſen/ mit Schmirgel vnd Waſſer geſchliffen/ vnd hernach mit einem reinern Schmirgel auff Bley/ vnd endlich mit Blutſtein vnd Zinn-aſchen glaͤntzicht gemacht werden.","norm":"Auch können solche Specula concava mit einem Stück Blei / welches danach gegossen / mit Schmirgel und Wasser geschliffen / und hernach mit einem reineren Schmirgel auf Blei / und endlich mit Blutstein und Zinnaschen gläntzicht gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351600170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2669,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auch nur mit Schleiff- vnd Wetz-ſteinen/ alſo daß man erſtlich einen groben/ vnd je laͤnger je zaͤrtern Stein nehme/ vnd zuletzt mit Zinn-Aſchen den Glantz geben.","norm":"Desgleichen auch nur mit Schleiff- und Wetzsteinen / also dass man erstlich einen groben / und je länger je Zärten Stein nehme / und zuletzt mit Zinnaschen den Glanz geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.671299934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2670,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan man das aͤuſſer Theil des Spiegels/ oder partem convexam auch ſchleiffen vnd pollieren/ giebt kleine Geſichter/ vnd wirfft die Strahlen voneinander/ oder verſpreytet dieſelbe/ hingegen der innere oder hole Theil ſamblet vnd gros machet/ auch die Geſtalt herauß wirfft.","norm":"Desgleichen kann man das äußer Teil des Spiegels / oder partem convexam auch schleifen und polieren / gibt kleine Gesichter / und wirft die Strahlen voneinander / oder spreitet dieselbe / hingegen der innere oder hole Teil sammelt und groß macht / auch die Gestalt herauswirft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.037300109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2671,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun geſagt/ wie man ein Speculum concavum, damit man die Sonnen-Strahlen ſamblet/ gieſſen/ ſchleiffen vnd pollieren ſoll.","norm":"Dieses sei nun gesagt / wie man ein Speculum concavum, damit man die Sonnenstrahlen sammelt / gießen / schleifen und polieren soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.476200103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2672,"date":1659,"orig":"Wiewol von obbeſchriebener Mixtur auch andere Geſtalten der Spiegel koͤnnen gemachet werden/ welche wunderliche Geſichter geben/ vnd auch ſonderliche Dinge darmit koͤnnen zuwege gebracht werden/ als da ſeyn Cylindrica, Pyramidalia, Parabolica, vnd andere Sectiones derſelben/ gehoͤret aber hieher nicht/ wiewol ich ſonſten/ wanns die Gelegenheit haͤtte leyden wollen/ gute Anleytung ſolche zu machen haͤtte geben koͤnnen/ dann ich nicht wenig Zeit vnd Koſten/ ſolcher Bereytung vnd Gebrauch zu ergruͤnden/ angeleget habe; Iſt aber vnter allen keiner/ welcher zu mehr handlungen kan gebrauchet werden/ als eben dieſer/ den ich allhier zu machen gelehret habe/ doch muß ſolcher auffs wenigſte zwey oder drey Spannen im Diametro haben/ wann man etwas fruchtbarliches damit ſoll außrichten/ wiewol einer von einer oder zwey Spannen auch viel radios ſamblet/ alſo daß man auch Zinn vnd Bley darmit in der Sonnen ſchmeltzen kan/ wann er gut iſt/ doch je groͤſſer je beſſer.","norm":"Wiewohl von obbeschriebener Mixtur auch andere Gestalten der Spiegel können gemacht werden / welche wunderliche Gesichter geben / und auch sonderliche Dinge damit können zuwege gebracht werden / als da sein Cylindrica, Pyramidalia, Parapolice, und andere Sectiones derselben / gehöret aber hierher nicht / wiewohl ich sonsten / wann es die Gelegenheit hätte leiden wollen / gute Anleitung solche zu machen hätte geben können / dann ich nicht wenig Zeit und Kosten / solcher Bereitung und Gebrauch zu ergründen / angelegt habe; ist aber unter allen keiner / welcher zu mehr Handlungen kann gebraucht werden / als eben dieser / den ich allhier zu machen gelehrt habe / doch muss solcher aufs wenigste zwei oder drei Spannen im Diametro haben / wann man etwas fruchtbarliches damit soll ausrichten / wiewohl einer von einer oder zwei Spannen auch viel radios sammelt / also dass man auch Zinn und Blei damit in der Sonnen schmelzen kann / wann er gut ist / doch je größer je besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321400165557861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2673,"date":1659,"orig":"Vnd ſollen auch ſolche Specula concava zu dieſem Werck nicht tieff ſeyn/ auff daß jhre radii deſto weiter vom Spiegel fallen/ vnd bequaͤm ſeyn/ etwas darmit außzurichten/ als vngefehr der zwantzigſte Theil einer Kugel/ oder auch wol der dreyſſigſte Theil noch beſſer/ wann du nur den Schnitt/ daran das meyſte Meiſterſtuͤck gelegen iſt/ wol vnd corꝛect zu machen weiſſeſt.","norm":"Und sollen auch solche Specula concava zu diesem Werk nicht tief sein / auf dass ihre radii desto weiter vom Spiegel fallen / und bequem sein / etwas damit auszurichten / als ungefähr der zwanzigste Teil einer Kugel / oder auch wohl der dreißigste Teil noch besser / wann du nur den Schnitt / daran das meiste Meisterstück gelegen ist / wohl und korrekt zu machen weißest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720799922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2674,"date":1659,"orig":"CAP. XVI. De Amauſis, oder Metalliſchen Glaͤſern.","norm":"CAP. XVI. De Amausis, oder metallischen Gläsern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.303100109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2675,"date":1659,"orig":"WAs anbelanget die Metalliſche Glaͤſer/ weilen dieſelbe auch zur Alchymia vnd Schmeltz-Kunſt gehoͤren/ vnd auch kein geringe Anleytung zu der Metallen Verbeſſerung zeigen/ auch ſchon vor langer Zeit von den fuͤrnembſten Philoſophis hoch vnd herꝛlich gehalten ſeyn.","norm":"Was anbelanget die Metallische Gläser / weilen dieselbe auch zur Alchimie und Schmelzkunst gehören / und auch kein geringe Anleitung zu der Metallen Verbesserung zeigen / auch schon vor langer Zeit von den fürnehmsten Philosophis hoch und herrlich gehalten sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.079800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2676,"date":1659,"orig":"Alſo hab ich nicht vnterlaſſen wollen/ weilen dieſelbe ſonderlich leicht in dieſem Ofen koͤnnen gemachet werden/ etwas davon zu ſchreiben/ vnd iſt alſo damit beſchaffen.","norm":"Also habe ich nicht unterlassen wollen / weilen dieselbe sonderlich leicht in diesem Ofen können gemacht werden / etwas davon zu schreiben / und ist also damit beschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.366199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2677,"date":1659,"orig":"Die Alten/ vnſere Vorfahren/ haben ohne zweyffel ſolche Metalliſche Glaͤſer vngefehr/ indeme ſie calcinirte Corpora haben reduciren wollen/ vnd im ſtarcken Fewer ein Glas darauß worden iſt/ gefunden/ wie dann der mehrentheil Secreten ohne ſuchen an Tag kommen/ indeme man etwas vermeynet zu machen/ vnd ſolches mißlinget/ vnd vngefehr etwas beſſers oder boͤſers darauß wird: Alſo vermeyne ich auch/ daß die Amauſen gefunden ſeyn.","norm":"Die Alten / unsere Vorfahren / haben ohne Zweifel solche metallische Gläser ungefähr / indem sie kalzinierte Corpora haben reduzieren wollen / und im starken Feuer ein Glas daraus worden ist / gefunden / wie dann der Mehranteil Sekreten ohne suchen an Tag kommen / indem man etwas vermeinet zu machen / und solches misslinget / und ungefähr etwas Besseres oder Böses daraus wird: Also vermeine ich auch / dass die Amausen gefunden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.10860013961792} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2678,"date":1659,"orig":"Es ſeye jhm nun wie jhm wolle/ ſo iſt es an deme/ daß vns ſolche Glaͤſer viel gutes offenbaret haben/ dann Iſaacus Hollandus außdruͤcklich meldet vnd ſaget/ Wann die Metallen zu Glaͤſern gemacht/ vnd wieder reducirt werden/ daß die Reduction viel edler vnd beſſer ſey/ als das Metall geweſen/ davon das Glas gemachet ſey:","norm":"Es sei ihm nun wie ihm wolle / so ist es an dem / dass uns solche Gläser viel Gutes offenbaret haben / dann Isaacus Hollandus ausdrücklich meldet und sagt / Wann die Metallen zu Gläsern gemacht / und wieder reduziert werden / dass die Reduktion viel edler und besser sei / als das Metall gewesen / davon das Glas gemacht sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450500011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2679,"date":1659,"orig":"Vnd ſaget/ daß Gold ein Tinctur gebe: Silber/ Gold: Kupffer/ Silber: vnd conſequenter eines jedwedern Metalls Glas ein beſſer vnd beſtaͤndiger Metall gebe/ wann es die Glaſen-geſtalt verlaſſe/ vnd wieder eine Metalliſche annehme.","norm":"Und sagt / dass Gold ein Tinktur gebe: Silber / Gold: Kupfer / Silber: und konsequenter eines jedweden Metalls Glas ein besser und beständiger Metall gebe / wann es die Glasegestalt verlasse / und wieder eine Metallische annehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649199962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2680,"date":1659,"orig":"Welches auch die Experientz wahr zu ſeyn bezeuget/ wiewol ich noch ſo viel nicht darinn gethan habe/ ſo iſt mir gleichwol kundbar/ daß die Metallen/ wann ſie zu einer toden Aſchen gemacht/ vnd die Aſchen zu einem durchſichtigen Glas/ vnd das Glas wieder zu einem Metall rechtmaͤſſig reducirt wird/ ohne nutzen ſolches nicht geſchicht/ wiewol ein Metall auff ſolche manier beſſer als das ander ſich geben will.","norm":"Welches auch die Experientz wahr zu sein bezeuget / wiewohl ich noch so viel nicht darin getan habe / so ist mir gleichwohl kündbar / dass die Metallen / wann sie zu einer Toden Aschen gemacht / und die Aschen zu einem durchsichtigen Glas / und das Glas wieder zu einem Metall rechtmäßig reduziert wird / ohne Nutzen solches nicht geschieht / wiewohl ein Metall auf solche Manier besser als das ander sich geben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470699787139893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2681,"date":1659,"orig":"Vnd iſt aber darbey zu wiſſen/ daß es keine gemeyne Glaͤſer oder Amauſæ, gleich wie dieſe bey den Goldſchmieden gefunden werden/ jhre Arbeit als Ringe vnd andere Kleinoder damit zu verziehren/ ſeyn muͤſſen:","norm":"Und ist aber dabei zu wissen / dass es keine gemeine Gläser oder Amausae, gleich wie diese bei den Goldschmieden gefunden werden / ihre Arbeit als Ringe und andere Kleinod damit zu verzieren / sein müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.239999771118164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2682,"date":1659,"orig":"Dann jene mit Zuſatz eines fluͤſſigen von Sand gemachten Glaſes/ dieſe aber durch Metalliſche Saͤffte zu Glaſen gemacht werden.","norm":"Dann jene mit Zusatz eines flüssigen von Sand gemachten Glases / diese aber durch metallische Säfte zu Glasen gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2515997886657715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2683,"date":1659,"orig":"Wiewol ich nicht laͤngne/ daß ein gemeyn Venediſch/ oder ander fluͤſſig Glas/ etliche Metallen/ als Kupffer vnd Zinn zu reinigen Macht haben/ aber bey weitem nicht alſo gleich wie die Metalliſche Saͤffte thun.","norm":"Wiewohl ich nicht längne / dass ein gemein Venedisch / oder ander flüssig Glas / etliche Metallen / als Kupfer und Zinn zu reinigen Macht haben / aber bei weitem nicht also gleich wie die Metallische Säfte tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186800003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2684,"date":1659,"orig":"Ich will nicht laͤugnen/ ſondern rund auß bekennen/ daß ich mehr als zwantzig Proben auff ſolche Arbeit gut befunden/ daß aber ſolches auch im groſſen ſich thun laſſe/ kan ich nicht wiſſen/ indeme ich niemalen ſolches verſuchet/ auch zweyffele/ daß Geſchirꝛe ſo gut koͤnnen gemacht werden/ die ein fluͤſſig Vitrum ſein behoͤrliche Zeit ohne durchbohren derſelben außhalten koͤnten/ dann ich viel Muͤhe vnd Arbeit ſolche Gefaͤs zu machen angewendet/ habe ſie aber bishero noch nicht finden koͤnnen.","norm":"Ich will nicht leugnen / sondern rund aus bekennen / dass ich mehr als zwanzig Proben auf solche Arbeit gut befunden / dass aber solches auch im großen sich tun lasse / kann ich nicht wissen / indem ich niemals solches versucht / auch zweifele / dass Geschirre so gut können gemacht werden / die ein flüssig Vitrum sein behörliche Zeit ohne Durchbohren derselben aushalten könnten / dann ich viel Mühe und Arbeit solche Gefäß zu machen angewendet / habe sie aber bisher noch nicht finden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244500160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2685,"date":1659,"orig":"Wer zeit vnd gelegenheit hat/ kan ſich darinn uͤben/ es iſt gewiß/ ſo er die rechte Handlung davon findet/ nicht wenig Frewde dardurch erlangen wird.","norm":"Wer Zeit und Gelegenheit hat / kann sich darin üben / es ist gewiss / so er die rechte Handlung davon findet / nicht wenig Freude dadurch erlangen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164100170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2686,"date":1659,"orig":"Dann ſo viel ich ſehe vnd ſpuͤhre/ wann man nur beſtaͤndige Tiegel darzu finden wuͤrde/ ein groſſes ſolte damit koͤnnen gewonnen werden.","norm":"Dann so viel ich sehe und spüre / wann man nur beständige Tiegel dazu finden würde / ein großes sollte damit können gewonnen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.088399887084961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2687,"date":1659,"orig":"Vnd hat ſolche Verbeſſerung der Metallen ſeine greiffliche Vrſachen/ indeme das Metall mit Fewer zu Aſchen gebrand wird/ ſich viel ſeines verderblichen Schwefels anzuͤndet vnd verbrennet/ (wie bey dem Bley/ Zinn/ vnd Kupffer augenſcheinlich geſpuͤret vnd geſehen wird/ daß im vmbruͤhren allzeit ohn vnterlas kleine Flaͤmmlein Fewer auffgehen/ verloͤſchen/ vnd wieder andere kommen.)","norm":"Und hat solche Verbesserung der Metallen seine greifliche Ursachen / indem das Metall mit Feuer zu Aschen Gebrand wird / sich viel seines verderblichen Schwefels anzündet und verbrennet / (wie bei dem Blei / Zinn / und Kupfer augenscheinlich gespürt und gesehen wird / dass im Umrühren allzeit ohne unterlass kleine Flämmlein Feuer aufgehen / verlöschen / und wieder andere kommen.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4257001876831055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2688,"date":1659,"orig":"Indeme nun hernach derſelbe Metalliſche Kalck mit ſtarckem Fewer reduciret wird/ ſo findet ſich durch kleine huͤlff eines Fluſſes das beſſere ſchwereſte Theil auff dem Boden/ vnd das leichtere geringſte hebet ſich uͤberſich/ vnd bleibt ein Schlacke oder Vitrum.","norm":"Indem nun hernach derselbe metallische Kalk mit starkem Feuer reduzieret wird / so findet sich durch kleine Hilfe eines Flusses das bessere schwerste Teil auf dem Boden / und das leichtere geringste hebet sich über sich / und bleibt ein Schlacke oder Vitrum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422100067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2689,"date":1659,"orig":"Dardurch alſo ein Scheydung des Metalls geſchicht nur blos beneficio ignis, welches der im Fewer Vnerfahrne jhme nicht haͤtte traͤumen laſſen.","norm":"Dadurch also ein Scheidung des Metalls geschieht nur bloß beneficio ignis, welches der im Feuer Unerfahrene ihm nicht hätte träumen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353000164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2690,"date":1659,"orig":"Sihe diß Exempel des verguͤlden Silbers/ wann ſolches durch den Guß ſoll geſchieden werden/ muß es nicht erſt durch den Sulphur commune gleichſamb zerſtoͤret/ vnd nach Verliehrung ſeiner Metalliſchen Geſtalt/ zu einer ſchwartzen Schlacken werden/ ehe es im Guß ſein bey ſich habendes Gold will fallen laſſen:","norm":"Siehe dies Exempel des vergülden Silbers / wann solches durch den Guss soll geschieden werden / muss es nicht erst durch den Sulphur commune gleichsam zerstöret / und nach Verlierung seiner metallischen Gestalt / zu einer schwarzen Schlacken werden / ehe es im Guss sein bei sich habendes Gold will fallen lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.615900039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2691,"date":1659,"orig":"Alſo vnd auff dieſe weiſe koͤnnen auch andere Metallen/ als Silber vom Kupffer/ vnd Kupffer von Eyſen voneinander geſchieden werden.","norm":"Also und auf diese Weise können auch andere Metallen / als Silber vom Kupfer / und Kupfer von Eisen voneinander geschieden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.076200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2692,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſihe an das Antimonium crudum, wie ſchwartz vnd dunckel iſt daſſelbe/ ſo aber ſolches durch Fewer zu einer grawen Aſchen verbrand/ vnd mit ſtarckem Fewer geſchmoltzen wird/ ſo ſcheydet ſich der reineſte Theil deſſelben von dem vnreinen/ vnd ſetzet ſich ſchoͤn weiß vnd fauber dem Silber gleich zu Boden/ das vnreineſte giebt ein Vitrum oder Schlacken/ welche Scheydung ohne zuvorhergehende aͤſcherung (ob ſchon das Antimonium lange Zeit im Guß geſtanden) nicht haͤtte geſchehen koͤnnen.","norm":"Desgleichen siehe an das Antimonium crudum, wie schwarz und dunkel ist dasselbe / so aber solches durch Feuer zu einer Gran Aschen verbrannt / und mit starkem Feuer geschmolzen wird / so scheidet sich der reinste Teil desselben von dem unreinen / und setzet sich schön weiß und sauber dem Silber gleich zu Boden / das unreinste gibt ein Vitrum oder Schlacken / welche Scheidung ohne zuvorhergehende Äscherung (ob schon das Antimonium lange Zeit im Guss gestanden) nicht hätte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2693,"date":1659,"orig":"Siheſt du nun/ was das Fewer allein in den Metallen fuͤr aͤnderung machen kan/ glaube derohalben faͤſtiglich/ ſo du dem Fewer auch wuͤrdeſt zu huͤlff kommen/ deine Muͤhe vnd Arbeit nicht vnbelohnt bleiben wuͤrde.","norm":"Siehst du nun / was das Feuer allein in den Metallen für Änderung machen kann / glaube derohalben festig / so du dem Feuer auch würdest zu Hilfe kommen / deine Mühe und Arbeit nicht unbelohnt bleiben würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.45419979095459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2694,"date":1659,"orig":"Kanſt dich derohalben darinn uͤben/ findeſt allhier Anleytung genug darzu/ deßgleichen wird dir dieſer Schmeltz-Ofen darbey trewliche Huͤlffe leyſten/ dann ohne dieſen Ofen es vnmoͤglich iſt/ mit dergleichen Arbeiten koͤnnen zu rechte kommen/ wie dich die Erfahrung beſſer lehren/ vnd meine Wort bezeugen/ vnd bekraͤfftigen wird.","norm":"Kannst dich derohalben darin üben / findest allhier Anleitung genug dazu / desgleichen wird dir dieser Schmelzofen dabei treuliche Hilfe leisten / dann ohne diesen Ofen es unmöglich ist / mit dergleichen Arbeiten können zu rechte kommen / wie dich die Erfahrung besser lehren / und meine Wort bezeugen / und bekräftigen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.786600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2695,"date":1659,"orig":"Weilen allhier nur der Amauſen zu Verbeſſerung der Metallen gedacht worden/ kan ich gleichwol nicht vnterlaſſen/ auch etwas der andern Amauſen oder gefaͤrbten Glaͤſern zu gedencken/ welche zur Zierat gebrauchet/ vnd ſolche Edelgeſtein genennet werden.","norm":"Weilen allhier nur der Amausen zu Verbesserung der Metallen gedacht worden / kann ich gleichwohl nicht unterlassen / auch etwas der anderen Amausen oder gefärbten Gläsern zu gedenken / welche zur Zierrat gebraucht / und solche Edelgestein genannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.833000183105469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2696,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon dieſer Glaͤſer Bereytung vnd derſelben Beſchreibung nicht viel nutzen bringen moͤchte; ſo iſt es doch ein ſehr ſchoͤne vnd luſtige Arbeit.","norm":"Ob nun schon dieser Gläser Bereitung und derselben Beschreibung nicht viel nutzen bringen möchte; so ist es doch ein sehr schöne und lustige Arbeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.937699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2697,"date":1659,"orig":"Vnd mir auch nicht vnwiſſend/ daß ſo wol hohe als nieder Stands-Perſonen ſolche Wiſſenſchafft lang geſuchet/ vnd noch lieben vnd ſuchen/ nicht etwas nutzliches darinn zu finden/ ſondern nur recreationis gratia ſich darinn geuͤbet/ aber bishero noch nicht auff den rechten Weg gelangen koͤnnen:","norm":"Und mir auch nicht unwissend / dass so wohl hohe als nieder Standspersonen solche Wissenschaft lang gesucht / und noch lieben und suchen / nicht etwas Nützliches darin zu finden / sondern nur recreationis gratia sich darin geübt / aber bisher noch nicht auf den rechten Weg gelangen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.458499908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2698,"date":1659,"orig":"Da doch in vnterſchiedlichen Sprachen ſolche Kunſt weitlaͤufftig iſt beſchrieben vnd an Tag geben.","norm":"Da doch in unterschiedlichen Sprachen solche Kunst weitläufig ist beschrieben und an Tag geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.055699825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2699,"date":1659,"orig":"Vnd hat nur daran gemangelt/ daß ſie den Cryſtall oder Kießling nicht haben wiſſen fluͤſſig zu machen/ vnd ſeine behoͤrliche Faben zu geben/ ſondern haben ſich gehudelt mit dem Bley Glas von 1. Theil Cryſtall oder Kießling/ vnd drey oder vier Theilen Minie oder Bleyweiß gemacht/ da doch ſolche Glaͤſer gantz nichts taugen/ dann dieſelbe nicht allein ſehr weych ſeyn/ vnd ſich nit pollieren laſſen/ ſondern ſeynd auch ſchwer/ weilen ſie von Bley gemacht ſeyn/ vnd kan kein Farb als gelb allein vnd gruͤn wol darmit gemacht werden/ dann ein jedweder Vitrum, das von Kießling oder Cryſtall mit Minie oder Bleyweiß per ſe, ohne andere zugethane Farben geſchmeltzet wird/ eine gelbe Farb/ die das Bley giebet/ empfaͤnget/ ſolche gelbe dann/ die allzeit darbey iſt/ viel hindert/ vnd andere Farben veraͤndert/ die jhme zugeſetzet werden.","norm":"Und hat nur daran gemangelt / dass sie den Kristall oder Kießling nicht haben wissen flüssig zu machen / und seine behörliche Faben zu geben / sondern haben sich gehudelt mit dem Blei Glas von 1. Teil Kristall oder Kießling / und drei oder vier Teilen Minie oder Bleiweiß gemacht / da doch solche Gläser ganz nichts taugen / dann dieselbe nicht allein sehr weich sein / und sich nicht polieren lassen / sondern sind auch schwer / weilen sie von Blei gemacht sein / und kann kein Farbe als gelb allein und grün wohl damit gemacht werden / dann ein jedweder Vitrum, das von Kießling oder Kristall mit Minie oder Bleiweiß per se, ohne andere zugetane Farben geschmältst wird / eine gelbe Farbe / die das Blei gibt / empfängt / solche gelbe dann / die allzeit dabei ist / viel hindert / und andere Farben verändert / die ihm zugesetzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.990300178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2700,"date":1659,"orig":"Kan alſo auff ſolche weiſe kein guter Stein von Bley vnd Kießling gemacht werden/ wie viel Fleiß vnd Koſten man auch daran wenden wolte.","norm":"Kann also auf solche weise kein guter Stein von Blei und Kießling gemacht werden / wie viel Fleiß und Kosten man auch daran wenden wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.711299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2701,"date":1659,"orig":"Dieſe Bley-Glaͤſer aber koͤnnen mit Zuſatz Venetiſchem Glas/ Zinn-Aſchen vnd Farben in ſolche Amauſen geſchmeitzet werden/ die die Goldſchmiede zu jhrem amauſiren des Goldes zu gebrauchen pflegen/ ſonſten weiß ich wenig gutes darmit zu ſchaffen.","norm":"Diese Bleigläser aber können mit Zusatz Venetischem Glas / Zinnaschen und Farben in solche Amausen geschmitzt werden / die die Goldschmiede zu ihrem amausiren des Goldes zu gebrauchen pflegen / sonsten weiß ich wenig Gutes damit zu schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.248199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2702,"date":1659,"orig":"Will derohalben beſchreiben/ wie man auß Kießling oder Cryſtall allein/ ohne Bleyweiß oder Minie/ mit Zuſatz Metalliſcher Farben/ Steine ſchmeltzen ſoll/ die an Farbe vnd ſchoͤne den natuͤrlichen nicht allein gleich ſeyn/ ſondern auch dieſelbe uͤbertreffen:","norm":"Will derohalben beschreiben / wie man aus Kießling oder Kristall allein / ohne Bleiweiß oder Minie / mit Zusatz metallischer Farben / Steine schmelzen soll / die an Farbe und schöne den natürlichen nicht allein gleich sein / sondern auch dieselbe übertreffen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.131899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2703,"date":1659,"orig":"Doch nicht haͤrter als ein Glas/ dann ob ſchon der Cryſtall etwas haͤrter iſt als ein Glas/ ſo verliehret er doch ein theil ſeiner haͤrte im ſchmeltzen/ vnd wird einem Glas gleich/ doch noch ſo hart/ daß man in ein ander Glas darmit ſchneiden kan/ vnd laſſen ſich ſehr wol ſchneiden vnd pollieren/ alſo daß dieſelbe den Orientaliſchen/ behalben die haͤrte die jhnen mangelt/ im geringſten nichts bevor geben/ vnd koͤnnen nicht allein Steine auff allerhand Art vnd Geſtalt/ Gold/ Silber/ wie auch andere Metalliſche Arbeit/ auch Holtzwerck vnd Gemaͤhlde damit ſchoͤn gezieret werden/ ſondern man kan auß derſelben maſſa allerhand Gefaͤß/ als Saltzfaͤſſer/ Meſſerhaͤfften/ kleine Becher/ vnd dergleichen gieſſen vnd ſchneiden/ auch kan man Bildnuͤſſe/ Antiquitaͤten vnd dergleichen Raritaͤten von Stein/ Silber/ Gold oder anderm Geſchmeid fein nachgieſſen oder drucken/ alſo daß man anders nicht ſehen kan/ als were es von dem allerkuͤnſtlichſten Meiſter von freyer Hand auß einem ſtuͤck Edelgeſtein geſchnitten vnd bereytet/ welches dem Anſchawenden kein geringe delectation giebt.","norm":"Doch nicht härter als ein Glas / dann ob schon der Kristall etwas härter ist als ein Glas / so verlieret er doch ein Teil seiner Härte im Schmelzen / und wird einem Glas gleich / doch noch so hart / dass man in ein ander Glas damit schneiden kann / und lassen sich sehr wohl schneiden und polieren / also dass dieselbe den Orientalischen / behalben die härte die ihnen mangelt / im Geringsten nichts bevor geben / und können nicht allein Steine auf allerhand Art und Gestalt / Gold / Silber / wie auch andere metallische Arbeit / auch Holzwerk und Gemälde damit schön geziert werden / sondern man kann aus derselben massa allerhand Gefäß / als Salzfässer / Messerheften / kleine Becher / und dergleichen gießen und schneiden / auch kann man Bildnisse / Antiquitäten und dergleichen Raritäten von Stein / Silber / Gold oder anderem Geschmeide fein nachgießen oder drucken / also dass man anders nicht sehen kann / als wäre es von dem künstlichsten Meister von freier Hand aus einem Stück Edelgestein geschnitten und bereitet / welches dem Anschauenden kein geringe delectation gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.970799922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2704,"date":1659,"orig":"Vnd werden dieſelbe alſo bereytet: Erſtlich/ muſtu ſchoͤne weiſſe Cryſtallen oder Kießlingſteine/ die keine rothe/ ſchwartze oder anderer Farben/ Aderen haben/ ſondern durchauß ſchoͤn weiß ſeyn/ in Baͤchen oder Sanden ſuchen/ vnd in einem verdeckten Tiegel wol außgluͤen/ vnd alſo gluͤend in ein kalt Waſſer werffen/ ſo verſchricken dieſelbe/ werden muͤrb/ vnd laſſen ſich hernach gern pulveriſiren vnd klein machen/ dann wann dieſelbe nicht erſt gegluͤet vnd geloͤſcht weren/ ſo wuͤrden ſie im pulveriſiren viel Schaden vnd Hindernuͤs bringen/ indeme dieſelbe/ wann ſie ſo hart weren/ von dem Moͤrſel durchſtoſſen etwas abreiben/ vnd dardurch verunreiniget wuͤrden/ iſt derohalben viel daran gelegen/ wann man etwas ſchoͤnes machen will/ daß man ſauber darmit uͤmbgehe.","norm":"Und werden dieselbe also bereitet: Erstlich / musst du schöne weiße Kristallen oder Kießlingsteine / die keine rote / schwarze oder anderer Farben / Adern haben / sondern durchaus schön weiß sein / in Bächen oder Sanden suchen / und in einem verdeckten Tiegel wohl ausglühen / und also glühend in ein Kaltwasser werfen / so verschrecken dieselbe / werden mürb / und lassen sich hernach gern pulverisieren und klein machen / dann wann dieselbe nicht erst geglüht und gelöscht wären / so würden sie im Pulverisieren viel Schaden und Hindernis bringen / indem dieselbe / wann sie so hart wären / von dem Mörser durchstoßen etwas abreiben / und dadurch verunreiniget würden / ist derohalben viel daran gelegen / wann man etwas Schönes machen will / dass man sauber damit ümbgehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2705,"date":1659,"orig":"Zu ſolchen pulveriſirten Kießligen ſoltu gleiches Gewicht reines Salis Tartari miſchen/ vnd zum gebrauch bewahren/ vnd ſoll auch das Sal Tartari nicht in kuͤpffern vnd eyſern Keſſeln/ welches auch Hindernuͤs bringen wuͤrde/ ſondern in erdenen verglaſirten Geſchirꝛen gemach et werden.","norm":"Zu solchen pulverisierten Kießligen sollst du gleiches Gewicht reines Salis Tartari mischen / und zum Gebrauch bewahren / und soll auch das Soll Tartari nicht in kupfern und eisern Kesseln / welches auch Hindernis bringen würde / sondern in erdenen verglasierten Geschirren gemach et werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2706,"date":1659,"orig":"Wann du nun ſolche maſſam zu Edelgeſteinen ſchmeltzen wilt/ ſo muſtu zuvorn ein ſolche Farbe/ die du haben wilt/ darunter miſchen/ vnd hernach in ein guten Tiegel/ der doch die helffte nicht voll ſeyn ſoll/ wol verdecket/ ſo lang in der groͤſten Glut ſtehen laſſen/ bis alles Sal Tartari von dem Kießling verꝛauchet/ vnd der Kießling mit der Farb zu einem fluͤſſigen Weſen einem Glas gleich worden iſt.","norm":"Wann du nun solche massam zu Edelgesteinen schmelzen willst / so musst du zuvor ein solche Farbe / die du haben willst / darunter mischen / und hernach in ein guten Tiegel / der doch die Hälfte nicht voll sein soll / wohl verdecket / so lang in der größten Glut stehen lassen / bis alles Soll Tartari von dem Kießling verrauchet / und der Kießling mit der Farbe zu einem flüssigen Wesen einem Glas gleich worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874199867248535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2707,"date":1659,"orig":"Vnd ſolſt auch in wehrendem ſchmeltzen bisweilen mit einem reinen eyſern Drat in den Tiegel greiffen/ ein wenig von der maſſa, welche an dem Drat hangen bleibet/ herauß nehmen/ vnd beſehen/ ob dieſelbe genug geſtanden/ vnd keine Blaͤslein vnd Sandkoͤrnlein mehr darinn zu ſpuͤhren/ ��ondern ſich geſetzet/ vnd dicht zuſammen gefloſſen ſey.","norm":"Und sollst auch in währendem schmelzen bisweilen mit einem reinen eisern Draht in den Tiegel greifen / ein wenig von der massa, welche an dem Draht hingen bleibt / herausnehmen / und besehen / ob dieselbe genug gestanden / und keine Bläslein und Sandkörnlein mehr darin zu spüren / sondern sich gesetzt / und dicht zusammen geflossen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.115600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2708,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ alſobalden außnehmen/ vnd den Tiegel ſampt dem gefloſſenen Stein darinn vnter einem gluͤenden erdenen oder eyſern Geſchirꝛ laſſen erkalten/ dann ſo ſolches nicht geſchehe/ ſo wuͤrde die maſſa in viel kleine ſtuͤcke in dem Tiegel zerſpringen/ vnd hernach nicht tauglich ſeyn/ etwas groſſes darauß zu ſchneiden/ auch darff man die gefloſſene maſſam nicht außgieſſen/ welche anders wieder Lufft fangen/ vnd blaͤſicht werden wuͤrde/ ſo man aber nichts darauß zu ſchneiden geſinnet/ ſondern darauß Bildnuͤſſe vnd Pfenninge nachgieſſen wolte/ ſo iſt nicht noͤthig/ daß man ſolche in dem Tiegel erkalten laſſe/ ſondern kan dieſelbe/ wann ſie in dem Fewer ſeine gaͤhre erlanget/ alſo heiß außgieſſen in einen reinen kuͤpffern Moͤrſel/ ſo bleibet nichts an dem Tiegel hangen/ ſondern wird alles ohne Abgang erhalten.","norm":"Wann solches geschehen / alsobald ausnehmen / und den Tiegel samt dem geflossenen Stein darin unter einem glühenden erdenen oder eisern Geschirr lassen erkalten / dann so solches nicht geschehe / so würde die massa in viel kleine stücke in dem Tiegel zerspringen / und hernach nicht tauglich sein / etwas Großes daraus zu schneiden / auch darf man die geflossene massam nicht ausgießen / welche anders wieder Luft fangen / und blasig werden würde / so man aber nichts daraus zu schneiden gesinnt / sondern daraus Bildnisse und Pfennige nachgießen wollte / so ist nicht nötig / dass man solche in dem Tiegel erkalten lasse / sondern kann dieselbe / wann sie in dem Feuer seine gehre erlanget / also heiß ausgießen in einen reinen kupfern Mörser / so bleibt nichts an dem Tiegel hängen / sondern wird alles ohne Abgang erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2709,"date":1659,"orig":"Dieſe außgegoſſene maſſam, kan man/ ſo man will hernach pulveriſiren/ oder nur in kleine Stuͤcklein brechen/ vnd darauß gieſſen oder drucken was man will.","norm":"Diese ausgegossene massam, kann man / so man will hernach pulverisieren / oder nur in kleine Stücklein brechen / und daraus gießen oder drucken was man will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2710,"date":1659,"orig":"Diejenige aber die in dem Tiegel bleibet/ wann ſie kalt iſt worden/ kan der Tiegel davon abgeſchlagen/ vnd auß dem Steine hernach kleine oder groſſe Steinlein geſchnitten/ vnd formiret werden.","norm":"Diejenige aber die in dem Tiegel bleibt / wann sie kalt ist worden / kann der Tiegel davon abgeschlagen / und aus dem Steine hernach kleine oder große Steinlein geschnitten / und formiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9822998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2711,"date":1659,"orig":"So man aber Pfenninge/ Bildnuͤſſe/ oder andere Dinge davon will nachgieſſen oder drucken/ ſo muß man den Pfenning/ oder was man nach-machen will/ mit dem Ruͤcken in ein eyſern Ring/ der eines Zwerch-fingers weiter iſt als der Pfenning/ auff ein glattes Holtz oder Stein legen/ vnd auff die Bildnus ein wenig zarten Trippel/ oder ander gut Gieß-Sand daruͤber durch ein ſehr zart Tuͤchlein baͤutelen vnd ſtrewen/ alſo dick/ daß eben die Patron ein wenig damit bedecket ſey/ darnach muß man einen angefeuchten guten Gieß-Sand/ der wol beyſammen haͤlt/ vnd mit Waſſer/ als ein Cupellen-Aſchen angefeuchtet ſey/ darauff thun/ vnd fein gemachſamb/ auff daß ſich die Patron in dem Ring nicht verꝛucke/ hart eyndrucken oder ſchlagen: Darnach den Ring mit der Patron uͤmbwenden/ vnd mit einer Meſſer-Spitz die Patron ein wenig auffheben/ mit den Fingern oder einem kleinen Zaͤnglein ergreiffen vnd auffnehmen/ ſo bleibet die Bildnuͤs des Pfennings auff dem Gieß-Sand in dem Ring/ welchen man an die Sonne/ oder bey das Fewer ſetzen vnd trucken machen ſoll.","norm":"So man aber Pfennige / Bildnisse / oder andere Dinge davon will nachgießen oder drucken / so muss man den Pfennig / oder was man nach- machen will / mit dem Rücken in ein eisern Ring / der eines Zwergfingers weiter ist als der Pfennig / auf ein glattes Holz oder Stein legen / und auf die Bildnis ein wenig zarten Trippel / oder ander gut Gießsand darüber durch ein sehr zart Tüchlein beutele und streuen / also dick / dass eben die Patron ein wenig damit bedecket sei / danach muss man einen Angefeuchte guten Gießsand / der wohl beisammen hält / und mit Wasser / als ein Cupellen-Aschen angefeuchtet sei / darauf tun / und fein gemachsam / auf dass sich die Patron in dem Ring nicht verrücke / hart eindrucken oder schlagen: Danach den Ring mit der Patron umwenden / und mit einer Messerspitz die Patron ein wenig aufheben / mit den Fingern oder einem kleinen Zänglein ergreifen und aufnehmen / so bleibt die Bildnis des Pfennings auf dem Gießsand in dem Ring / welchen man an die Sonne / oder bei das Feuer setzen und trocken machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734600067138672} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2712,"date":1659,"orig":"Wann man nun die Bildnus nach-drucken will/ ſo muß man den Ring mit der Form vnter einen Muffel ſetzen/ vnd ſtarck Fewer geben/ alſo/ daß der Ring durchauß mit der Form gluͤe/ dann herauß nehmen vnd zuſehen/ ob nicht etwas von der Form geriſſen/ vnd Schaden gelitten haͤtte/ iſt dieſelbe gut/ ſo legt man groͤblicht zerbrochen oben gemachtes Glas ſo dick darauff/ daß man meynet genug zu ſeyn/ wann es gefloſſen/ die Bildnus vnd Form außzufuͤllen/ vnd ſetzet ſolche wieder vnter den Muffel/ giebt ſo ſtarck Fewer/ bis daß das Glas auff der Form anfaͤngt zu ſchmeltzen vnd zuſammen zu fincken/ dann muß man ein breyt glatt Eyſen mit einem Stiel haben/ welches auch etwas warm/ oder gar gluͤend ſeyn ſoll/ vnd nachdeme der Ring mit einer Zangen auß dem Ofen genommen/ alſobalden fein gemachſam darauff drucken/ vnd das Glas wol in die Form preſſen/ vnd darnach alſobalden vnter ein gluͤendes Geſchirꝛ von Eyſen oder Erden/ wie oben geſagt/ ſetzen/ vnd darunter erkalten laſſen/ vnd nach der Erkaltung außnehmen/ vnd die Bildnus von der Form oder Erden ledig machen/ welche/ ſo man wol damit uͤmbgangen/ ſo perfect vnd ſcharpff wird gefallen ſeyn/ als immer die Patron ſelbſten geweſen iſt/ alſo/ daß niemand anders vrtheylen kan/ vnd darfuͤr an ſicht/ als wann durch einen Pitſchierſchneider auß einem Edelgeſtein ſolch Bildnuͤs oder Pfenning geſchnitten were/ welches fuͤrwahr ein ſchoͤnes Kunſtſtuͤck iſt/ dadurch viel ſchoͤne Antiquitaͤten oder Raritaͤten/ mit wenig Koſten leichtlich koͤnnen nachpoſiret werden.","norm":"Wann man nun die Bildnis nachdrucken will / so muss man den Ring mit der Form unter einen Muffel setzen / und stark Feuer geben / also / dass der Ring durchaus mit der Form glüh / dann herausnehmen und zusehen / ob nicht etwas von der Form gerissen / und Schaden gelitten hätte / ist dieselbe gut / so legt man gröblich zerbrochen oben gemachtes Glas so dick darauf / dass man meinet genug zu sein / wann es geflossen / die Bildnis und Form auszufüllen / und setzet solche wieder unter den Muffel / gibt so stark Feuer / bis dass das Glas auf der Form anfängt zu schmelzen und zusammen zu Finken / dann muss man ein breit glatt Eisen mit einem Stiel haben / welches auch etwas warm / oder gar glühend sein soll / und nachdem der Ring mit einer Zangen aus dem Ofen genommen / alsobald fein gemachsam darauf drucken / und das Glas wohl in die Form pressen / und danach alsobald unter ein glühendes Geschirr von Eisen oder Erden / wie oben gesagt / setzen / und darunter erkalten lassen / und nach der Erkaltung ausnehmen / und die Bildnis von der Form oder Erden ledig machen / welche / so man wohl damit Umgang / so perfekt und scharf wird gefallen sein / als immer die Patron selbst gewesen ist / also / dass niemand anders verteilen kann / und dafür an Sicht / als wann durch einen Pitschierschneider aus einem Edelgestein solch Bildnis oder Pfennig geschnitten wäre / welches fürwahr ein schönes Kunststück ist / dadurch viel schöne Antiquitäten oder Raritäten / mit wenig Kosten leichtlich können nachposieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.713900089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2713,"date":1659,"orig":"CAP. XVII. Folget nun/ wie/ oder womit man obgedachte Maſſam, oder Paſtam, faͤrben/ oder dem Edelgeſtein gleich machen ſoll.","norm":"CAP. XVII. Folget nun / wie / oder womit man obgedachte Massam, oder Pastam, färben / oder dem Edelgestein gleich machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073100090026855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2714,"date":1659,"orig":"DIe Farben/ welche der Maſſa im ſchmeltzen zugeſetzet werden/ muͤſſen von Metallen oder Mineralien gemacht ſeyn/ als nemblich von Kupffer/ Eyſen/ Silber/ Gold/ Wißmuth/ Magneſia vnd Granaten.","norm":"Die Farben / welche der Massa im Schmelzen zugesetzt werden / müssen von Metallen oder Mineralien gemacht sein / als nämlich von Kupfer / Eisen / Silber / Gold / Wismut / Magnesia und Granaten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7617998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2715,"date":1659,"orig":"Dieſe geben Farben/ ob aber ſonſten noch andere Mineralien ſeyn moͤchten/ die Farben geben/ iſt mir vnbewuſt/ gemeyn Kupffer giebt Meergruͤn/ Kupffer auß Eyſen gemacht; Grasgruͤn/ Granaten; Schmaragdgruͤn/ Eyſen; Gelb/ oder Hyacintenfarb Silber; weiß/ gelb/ gruͤn vnd Granatenfarb/ Gold; ſchoͤn Himmelblaw/ Wißmuth; gemeyn blaw/ Magneſia; Ametiſtenfarb: Vnd ſo man zwey oder dreyerley dieſer Farben zuſammen miſchet/ giebts auch andere Farben/ dann Gold vnd Silber giebt Ametiſten/ Kupffer vnd Eyſen; Bleichgruͤn/ Wißmuth vnd Magneſia; ein Purpurfarb/ Silber/ vnd Magneſia; vielerley Farben zugleich als ein Opalus.","norm":"Diese geben Farben / ob aber sonsten noch andere Mineralien sein möchten / die Farben geben / ist mir unbewusst / gemein Kupfer gibt Meergrün / Kupfer aus Eisen gemacht; Grasgrün / Granaten; Smaragdgrün / Eisen; Gelb / oder Hyacintenfarb Silber; weiß / gelb / grün und Granatenfarbe / Gold; schön Himmelblau / Wismut; gemein blau / Magnesia; Ametistenfarb: Und so man zwei oder dreierlei dieser Farben zusammen mischet / gibt es auch andere Farben / dann Gold und Silber gibt Ametisten / Kupfer und Eisen; Bleichgrün / Wismut und Magnesia; ein Purpurfarben / Silber / und Magnesia; vielerlei Farben zugleich als ein Opalus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164100170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2716,"date":1659,"orig":"Auch kan man Bildnuͤſſen drucken von vnterſchiedlichen Farben/ alſo/ daß man die gefaͤrbte Maſſam in kleine Stuͤcklein gebrochen/ miſche/ vnd auff die Form lege/ ſchmeltze vnd drucke/ giebt ſchoͤne Pfenninge/ vnd ſo man die Maſſam, ſie ſey gruͤn/ roth/ gelb/ oder blaw Opac/ oder vndurſichtig haben will/ ſo ſetze man nur etwas calcis Jovis zu/ macht dieſelbe dunckel/ vnd giebt jhnen einen Leib/ darauff die Farben ſtehen.","norm":"Auch kann man Bildnissen drucken von unterschiedlichen Farben / also / dass man die gefärbte Massam in kleine Stücklein gebrochen / mische / und auf die Form lege / schmelze und drucke / gibt schöne Pfennige / und so man die Massam, sie sei grün / rot / gelb / oder blau opak / oder vndursichtig haben will / so setze man nur etwas calcis Jovis zu / macht dieselbe dunkel / und gibt ihnen einen Leib / darauf die Farben stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3541998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2717,"date":1659,"orig":"Als wann man wolte einen Tuͤrckois/ oder Lapidem Lazuli machen/ kan man mit der blawen Farb/ welche auß Marcaſita Argentea, oder nur auß den Kraupen/ Zaforam genannt/ gemacht iſt/ die Maſſam faͤrben/ vnd zugleich mit Calce Jovis eynſetzen/ vnd vntereinander ſchmeltzen/ wann man dann etwas daraus drucken will/ zuvorn gemahlen Gold auff die Patron hin vnd her zettelen/ vnd das Glas darauff legen/ ſchmeltzen vnd drucken/ giebt ſo ſchoͤne Steine mit Goldaͤderlein durchzogen/ als ein natuͤrlicher Lapis Lazuli, welches luſtig anzuſehen iſt:","norm":"Als wann man wollte einen Türckois / oder Lapidem Lazuli machen / kann man mit der blauen Farbe / welche aus Markasite Argentea, oder nur aus den Kraupen / Zaforam genannt / gemacht ist / die Massam färben / und zugleich mit Calce Jovis einsetzen / und untereinander schmelzen / wann man dann etwas daraus drucken will / zuvor gemahlen Gold auf die Patron hin und her zettele / und das Glas darauf legen / schmelzen und drucken / gibt so schöne Steine mit Goldäderlein durchzogen / als ein natürlicher Lapis Lazuli, welches lustig anzusehen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752999782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2718,"date":1659,"orig":"Es muß aber ein Goldkalck ſeyn/ welcher im Fewer ſeinen Glantz nicht verleuret/ als dieſer/ welcher per Mercurium gemacht worden/ aber noch beſſer iſt derjenige/ welcher auß dem Aqua Regis iſt præcipitiret/ davon obenbey dem Scheyden gedacht worden.","norm":"Es muss aber ein Goldkalk sein / welcher im Feuer seinen Glanz nicht verlieret / als dieser / welcher per Mercurium gemacht worden / aber noch besser ist derjenige / welcher aus dem Aqua Regis ist präzipitieret / davon obenbey dem scheiden gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6641998291015625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2719,"date":1659,"orig":"CAP. XVIII.","norm":"CAP. XVIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.512800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2720,"date":1659,"orig":"Von Bereytung der Farben/ damit die Maſſa Silicum vel Cryſtalli gefaͤrbet wird.","norm":"Von Bereitung der Farben / damit die Massa Silicum vel Crystalli gefärbt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.730000019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2721,"date":1659,"orig":"KVpffer wird durch außgluͤen vnd abloͤſchen im kalten Waſſer auß den Laminis gemacht/ davon zu Ende dieſes Buchs im Fuͤnfften Theil mehr zuleſen/ deſſen drey/ vier/ fuͤnff/ oder ſechs Granen unc. j. Maſſæ Meergruͤn faͤrben.","norm":"Kupfer wird durch Ausglühen und ablöschen im kalten Wasser aus den Laminis gemacht / davon zu Ende dieses Buchs im fünften Teil mehr zulesen / dessen drei / vier / fünf / oder sechs Granen unc. j. Massae Meergrün färben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.839900016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2722,"date":1659,"orig":"Eyſen wird durch die Reverberation in einen Crocum gebrand/ deſſen vier/ fuͤnff/ ſieben bis auff zehen Granen unc. j. Maſſæ gelb/ oder Hyaeinthenfarb machen.","norm":"Eisen wird durch die Reverberation in einen Crocum Gebrand / dessen vier / fünf / sieben bis auf zehn Granen unc. j. Massae gelb / oder Hyaeinthenfarb machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.983099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2723,"date":1659,"orig":"Silber wird in Aqua-Fort ſolvirt/ vnd mit Liquore Silicum præcipitiret/ abgeſuͤſſet vnd getrucknet/ davon ein/ zwey/ drey/ bis auff fuͤnff oder ſechs Granen auff unc. j. genommen/ giebt gemiſchte Farben.","norm":"Silber wird in Aquafort solviert / und mit Liquore Silicum präzipitieret / abgesüßt und getrocknet / davon ein / zwei / drei / bis auf fünf oder sechs Granen auf unc . j. genommen / gibt gemischte Farben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.084199905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2724,"date":1659,"orig":"Gold wird in Aqua Regis ſolvirt/ mit Liquore Silicum præcipitirt/ abgeſuͤßt vnd getrucknet/ davon vier/ fuͤnff/ ſechs/ ſieben/ bis auff Scrup. ſemis auff ein unc.","norm":"Gold wird in Aqua Regis solviert / mit Liquore Silicum präzipitiert / abgesüßt und getrocknet / davon vier / fünf / sechs / sieben / bis auf Scrub . semis auf ein unk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.989999771118164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2725,"date":1659,"orig":"Maſſæ cryſtallorum genommen/ giebt die ſchoͤnſte Saphyr:","norm":"Massae crystallorum genommen / gibt die schönste Saphir:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.858399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2726,"date":1659,"orig":"So man aber des Goldes/ welches mit Regulo Martis Nitroſo in einen ſolvirlichen Rubin geſchmoltzen iſt/ zu unc. j. drey/ vier/ fuͤnff/ oder ſechs Granen nimbt/ werden uͤber die maſſen ſchoͤne Rubinen darauß; Magneſia wird mir gepulvert/ vnter unc. j. ſechs/ acht/ 10. oder 14. Granen genommen/ giebt Ametiſten.","norm":"So man aber des Goldes / welches mit Regulo Martis Nitroso in einen Solvierlichen Rubin geschmolzen ist / zu unc . j. drei / vier / fünf / oder sechs Granen nimmt / werden über die Maßen schöne Rubinen daraus; Magnesia wird mir gepulvert / unter unc . j. sechs / acht / 10. oder 14. Granen genommen / gibt Ametisten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.411300182342529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2727,"date":1659,"orig":"Marcaſita Argentea wird in Aqua Regis ſolvirt/ vnd mit Liquore Silicum præcipitirt/ abgeſuͤßt/ vnd getrucknet/ davon ein/ zwey/ drey/ vier oder fuͤnff Granen zu unc. j. Maſſæ genommen/ giebt auch Saphyren/ aber ſo natuͤrlich nicht als das Gold/ ſo man aber die Marcaſiten nicht zu einem calce machen will/ ſo kan man nur Zaforam nehmen/ gehoͤren aber zu unc. j. fuͤnff ſechs/ acht oder zehen Granen.","norm":"Markasite Argentea wird in Aqua Regis solviert / und mit Liquore Silicum präzipitiert / abgesüßt / und getrocknet / davon ein / zwei / drei / vier oder fünf Granen zu unc. j. Massae genommen / gibt auch Saphiren / aber so natürlich nicht als das Gold / so man aber die Markasiten nicht zu einem calce machen will / so kann man nur Zaforam nehmen / gehören aber zu unc. j. fünf sechs / acht oder zehn Granen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2728,"date":1659,"orig":"Die Bohemiſche oder Orientaliſche Granaten werden nur gepulvert/ vnd vnter unc. j. Maſſæ, ſechs/ acht/ zwoͤlff/ bis auff Scrup. j. genommen/ macht die allerſchoͤneſte gruͤne Steine Schmaragden gantz natuͤrlich gleich.","norm":"Die Bohemische oder orientalische Granaten werden nur gepulvert / und unter unc. j. Massae, sechs / acht / zwölf / bis auf Scrup. j. genommen / macht die schönste grüne Steine Schmaragden ganz natürlich gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.46120023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2729,"date":1659,"orig":"Von andern Miſchungen der Farben iſt nichts eygentlichs zu ſchreiben/ ſondern muß durch die Vbung erlernet werden.","norm":"Von anderen Mischungen der Farben ist nichts Eigentliches zu schreiben / sondern muss durch die Übung erlernet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.518099784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2730,"date":1659,"orig":"Was ſonſten mehr mit ſolchen gefaͤrbten Kißlingen oder Cryſtallen koͤnte gethan oder gemacht werden/ will ſich hieher zu ſetzen nit ſchicken:","norm":"Was sonsten mehr mit solchen gefärbten Kißlingen oder Kristallen könnte getan oder gemacht werden / will sich hierher zu setzen nicht schicken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.539100170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2731,"date":1659,"orig":"Doch noch einen Uſum kan ich nit hinterhalten/ weilen derſelbe dē boͤſen Geſichte dienet/ welches gemeynlich von vielem wachen/ vnd des Fewers Hitze vnd Rauch geſchwaͤchet wird/ vnd geſchicht alſo/ mache dir von Wachs ein Patron/ nach dem Circkel geformt als ein Brillen-Glas/ doch ſo gros vngefaͤhr/ als ein gemeyner Tiſch-Teller/ welche Formen der Glaͤſer von den Opticis Lentes genennet werden/ darnach ſchlag einen guten Haar-laim daruͤber/ ſtreiche die waͤchſene Patron mit Oel an/ vnd ſchlage fein dicht vnd behaͤb eine gute/ fewer-beſtaͤndige wol bereytete Tiegel-Erden eines fingersdick darumb/ las dieſelbe daran trucken werden/ oͤffne dieſelbe/ las bey dem Fewer das Wachs herumb lauffen/ vnd brenne die Form in einem Hafners Ofen/ ſo iſt dieſelbe bereytet/ welche du mit deinem zugerichten Glas ſolſt außfuͤllen/ vnd im Wind-Ofen dareyn flieſſen laſſen/ erkalten/ vnd die Erden davon ſchleiffen/ ſo haſtu ein Stuͤck Criſtall oder Glas in ſolcher Geſtalt als die Form geweſen iſt/ welche hernach auf beyden Seytten in einer eyſernen Schuͤſſel gleich die Brillen geſchnitten/ glatt gemacht/ vnd muß in einen ſtarcken Drath gefaſſet werden/ ſo hat man eine ſchoͤne Lentem cryſtallinam mit wenig Koſten vnd Muͤhe erlanget/ welche ſonſten nicht wol moͤglich ſo gros von einem Cryſtall koͤnte gemacht werden:","norm":"Doch noch einen Usum kann ich nicht hinterhalten / weilen derselbe de bösen Gesichte dient / welches gemeinlich von vielem wachen / und des Feuers Hitze und Rauch geschwächt wird / und geschieht also / mache dir von Wachs ein Patron / nach dem Zirkel geformt als ein Brillenglas / doch so groß ungefähr / als ein gemeiner Tischteller / welche Formen der Gläser von den Opticis Lentes genannt werden / danach Schlag einen guten Haar-laim darüber / streiche die wächserne Patron mit Öl an / und schlage fein dicht und beheb eine gute / feuerbeständige wohl bereitete Tiegel-Erden eines fingersdick darum / las dieselbe daran trocken werden / öffne dieselbe / las bei dem Feuer das Wachs herumlaufen / und brenne die Form in einem Hafners Ofen / so ist dieselbe bereitet / welche du mit deinem zugereichten Glas sollst ausfüllen / und im Windofen darein fließen lassen / erkalten / und die Erden davon schleifen / so hast du ein Stück Kristall oder Glas in solcher Gestalt als die Form gewesen ist / welche hernach auf beiden Seiten in einer eisernen Schüssel gleich die Brüllen geschnitten / glatt gemacht / und muss in einen starken Draht gefasst werden / so hat man eine schöne Lentem crystallinam mit wenig Kosten und Mühe erlanget / welche sonsten nicht wohl möglich so groß von einem Kristall könnte gemacht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487599849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2732,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man will/ kan man das Glas gruͤn faͤrben/ iſt dem Geſicht nicht vnannehmlich/ welches Glas auff einen hoͤltzern gedraͤheten Fus kan geſtellt/ vnd zum Gebrauch accommodiret werden.","norm":"Und so man will / kann man das Glas grün färben / ist dem Gesicht nicht unannehmlich / welches Glas auf einen hölzern gedrehten Fuß kann gestellt / und zum Gebrauch akkommodieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022900104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2733,"date":1659,"orig":"Vnd dient ein ſolches Glas nicht allein bey Nacht mit Huͤlffe einer Kertzen/ weit uͤmbſich zu ſehen/ vnd ein hell Liecht vnd Schein in ein Kammer damit zu machen/ ſondern iſt auch ſehr gut/ die Sonnenſtralen damit zu fangen/ die Mineralien damit zu figiren/ auch zum anzuͤnden vnd brennen zu gebrauchen/ die Gemaͤhlde damit zu vergroͤſſern/ gleich als mit einem Speculo concavo zu geſchehen pfleget/ vnd was dergleichen ſchoͤne Nutzbarkeiten mehr ſeyn/ die man damit verꝛichten kan/ halte derohalben ein ſolches Glas/ wann es ohne Fehler bereytet iſt/ eben ſo gut/ als ein Speculum concavum, weilen man eben daſſelbige (wann es gros iſt) damit thun kan/ was dem Speculo zu thun moͤglich/ doch in der Reflexion iſt noch etwas Vnterſcheyd.","norm":"Und dient ein solches Glas nicht allein bei Nacht mit Hilfe einer Kerzen / weit ümbsich zu sehen / und ein hell Licht und Schein in ein Kammer damit zu machen / sondern ist auch sehr gut / die Sonnenstrahlen damit zu fangen / die Mineralien damit zu figieren / auch zum Anzünden und brennen zu gebrauchen / die Gemälde damit zu vergrößern / gleich als mit einem Speculo concavo zu geschehen pflegt / und was dergleichen schöne Nutzbarkeiten mehr sein / die man damit verrichten kann / halte derohalben ein solches Glas / wann es ohne Fehler bereitet ist / ebenso gut / als ein Speculum concavum, weilen man eben dasselbe (wann es groß ist) damit tun kann / was dem Speculo zu tun möglich / doch in der Reflexion ist noch etwas Unterscheid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047599792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2734,"date":1659,"orig":"Gleicherweiſe kan auch ein ſolch glaͤſern Inſtrument auf noch geringere Weiſe/ Muͤhe vnd Koſten verfertiget werden/ nemblich/ wann man von einem geſchliffenen Spiegel Glas zwo groſſe Scheiben/ Circkel-rund/ gleicher Groͤſſe mit einem Diamant außſchneidet/ vnd in einem darzu gemachten Oefelein/ uͤber einem Stein/ der die Form oder Schnitt nach dem Circkel perfect habe/ gleich oben bey dem Speculo concavis gelehret/ allgemaͤchlich mit dem Fewer erweiche/ vnd ſo lang darauff in der Hitze liegen laſſe/ bis daß ſich dieſelbe dicht vnd wol/ wie ein warm Wachs auff den Stein geleget haben/ dann las das Fewer allgemach erkalten/ vnd nimb deine Glaͤſer herauß/ ſo werden ſie ein Geſtalt haben als ein Speculum concavum, koͤnnen auch/ ſo man will/ mit einem Folio auff der convexen Seytten uͤberleget werden/ thun eben dasjenige/ was ein gegoſſen Speculum Metallicum concavum auch thut/ nur ſo deutlich geben ſie jhre reflectiones nicht/ vnd brechen auch bald/ zu dieſem Inſtrument aber ſeynd ſie ſehr bequaͤm/ vnd werden alſo zuſammen gemacht:","norm":"Gleicherweise kann auch ein solch gläsern Instrument auf noch geringere Weise / Mühe und Kosten verfertiget werden / nämlich / wann man von einem geschliffenen Spiegel Glas zwei große Scheiben / Circkel-rund / gleicher Größe mit einem Diamant ausschneidet / und in einem dazu gemachten Öflein / über einem Stein / der die Form oder Schnitt nach dem Zirkel perfekt habe / gleich oben bei dem Speculo concavis gelehrt / allgemächlich mit dem Feuer erweiche / und so lang darauf in der Hitze liegen lasse / bis dass sich dieselbe dicht und wohl / wie ein warm Wachs auf den Stein gelegt haben / dann las das Feuer allgemach erkalten / und nimm deine Gläser heraus / so werden sie ein Gestalt haben als ein Speculum concavum, können auch / so man will / mit einem Folio auf der konvexen Seiten überleget werden / tun eben dasjenige / was ein gegossen Speculum Metallicum concavum auch tut / nur so deutlich geben sie ihre reflectiones nicht / und brechen auch bald / zu diesem Instrument aber sind sie sehr bequem / und werden also zusammen gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252900123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2735,"date":1659,"orig":"Man bindet dieſelben mit den hohlen Theilen oder Baͤuchen mit einem Bindfaden Creutzweiß wol uͤbereinander/ oder zuſammen/ vnd ſchneidet mit einem Diamant an der einen Seytten am end der Glaͤſer ein klein Loch/ ohngefaͤhr einer groſſen Erbeis gros dareyn/ ſetzet ein zinnernes Schraͤublein darauff/ vnd machet rings herumb die Glaͤſer mit einer Waſſerkuͤtt wol dicht zuſammen/ wie auch das zinnerne Schraͤublein in das Loͤchlein/ das du gemacht haſt/ wol vnd faͤſt eyngekuͤttet ſeyn muß/ darnach legt man einen kuͤpffernen oder ſilbernen Band oder Raͤyf herumb/ der die Glaͤſer vnverꝛuͤckt beyſammen halten koͤnne/ vnd auch alſo gemacht ſey/ daß man das Glas auf einen Fus eynſchrauben oder accommodiren koͤnne.","norm":"Mann bindet dieselben mit den hohlen Teilen oder Bäuchen mit einem Bindfaden Kreuzweiß wohl übereinander / oder zusammen / und schneidet mit einem Diamant an der einen Seiten am Ende der Gläser ein klein Loch / ungefähr einer großen Erbeiß groß darein / setzet ein zinnernes Schräublein darauf / und macht rings herum die Gläser mit einer Wasserkitt wohl dicht zusammen / wie auch das zinnerne Schräublein in das Löchlein / das du gemacht hast / wohl und fest eingekittet sein muss / danach legt man einen kupfernen oder silbernen Band oder Räyf herum / der die Gläser unverrückt beisammen halten könne / und auch also gemacht sei / dass man das Glas auf einen Fuß einschrauben oder akkommodieren könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031300067901611} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2736,"date":1659,"orig":"Wann nun alles wol verꝛichtet/ nemblich verkuͤttet/ vnd mit einem Ring vmbgeben/ ſo ſchneidet man die Baͤnder/ damit die Glaͤſer zuvorn zuſammen gehalten/ ehe dieſelbe mit Kuͤtt/ vnd einem Reiß verwahret worden/ fein dicht an dem kuͤpffern Raͤyf glatt ab/ vnd fuͤllet mit einem Trichterlein ſchoͤn hell vnd klar gediſtillirten Brandenwein in die zuſammen gemachte Glaͤſer bis oben an voll/ macht mit dem Schraͤublein wol zu/ vnd ſetzet ſolches hin zum gebrauch/ thut eben dasjenige was ein Criſtalline Scheiben thun kan/ vnd koſtet nicht halb ſo viel Muͤhe vnd Koſten/ vnd koͤnnen damit die Metallen geſchmoltzen werden/ vnd iſt ein Luſt zu ſehen/ wann dieſelben im Diametro vngefaͤhr eines Fus breyt ſeyn/ vnd gegen perſpectiviſche Gemaͤhlde oder Kupfferſtuͤck gehalten werden/ wie gros vnd deutlich dieſelben zu erkennen ſeyn.","norm":"Wann nun alles wohl verrichtet / nämlich verkittet / und mit einem Ring umgeben / so schneidet man die Bänder / damit die Gläser zuvor zusammen gehalten / ehe dieselbe mit Kitt / und einem Reis verwahret worden / fein dicht an dem kupfern Räyf glatt ab / und füllt mit einem Trichterlein schön hell und klar gedistillirten Branntwein in die zusammen gemachte Gläser bis oben an voll / macht mit dem Schräublein wohl zu / und setzet solches hin zum Gebrauch / tut eben dasjenige was ein kristalline Scheiben tun kann / und kostet nicht halb so viel Mühe und Kosten / und können damit die Metallen geschmolzen werden / und ist ein Lust zu sehen / wann dieselben im Diametro ungefähr eines Fuß breit sein / und gegen perspektivische Gemälde oder Kupferstück gehalten werden / wie groß und deutlich dieselben zu erkennen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2737,"date":1659,"orig":"Auch kan man bey Nacht noch ein angezuͤndte Kertzen darhinder ſetzen/ wirfft ein ſolch groſſes Liecht vn̄ Glantz von ſich/ daß ein groſſes Gemach ſo liecht davon wird/ als wann die Sonn hineyn ſchiene/ vnd ſonſten noch viel andere nuͤtzliche vnd kurtzweilige Sachen koͤnnen damit getrieben werden/ welche nicht noͤthig hieher zu ſetzen.","norm":"Auch kann man bei Nacht noch ein angezündete Kerzen dahinter setzen / wirft ein solch großes Licht und Glanz von sich / dass ein großes Gemach so Licht davon wird / als wann die Sonne hineinschiene / und sonsten noch viel andere nützliche und kurzweilige Sachen können damit getrieben werden / welche nicht nötig hierher zu setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643199920654297} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2738,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan man bey Noth an einem jedwedern Orth ohne Kertzen den verſpreitten Tag oder Liecht auß der Lufft colligiren vnd zuſammen bringen/ alſo; daß man eine Schrifft wie klein dieſelbe geſchrieben iſt/ deutlich leſen vnd ſehen kan.","norm":"Desgleichen kann man bei Not an einem jedweden Ort ohne Kerzen den spreiten Tag oder Licht aus der Luft zolligeren und zusammen bringen / also; dass man eine Schrift wie klein dieselbe geschrieben ist / deutlich lesen und sehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.452199935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2739,"date":1659,"orig":"Dieſer vnd dergleichen viel kuͤnſtlicher vnd nuͤtzlicher Arbeiten koͤnnen in dieſem Schmeltz-Ofen ſehr fuͤglich gethan werden/ die nicht noͤtig allhier zu erzehlen oder zu beſchreiben/ vnd das Buch viel zu gros machen wuͤrden/ was derohalben noch uͤbrig/ vnd von der Metallen vnd Ertz probierung/ Schmeltzung/ abtreiben fein machen/ vnd Scheydung noch zu ſagen were/ kann/ wanns Gott zulaͤſſet/ auff ein andere Zeit wol geſchehen.","norm":"Dieser und dergleichen viel künstlicher und nützlicher Arbeiten können in diesem Schmelzofen sehr füglich getan werden / die nicht nötig allhier zu erzählen oder zu beschreiben / und das Buch viel zu groß machen würden / was derohalben noch übrig / und von der Metallen und Erz Probierung / Schmelzung / abtreiben fein machen / und Scheidung noch zu sagen wäre / kann / wann es Gott zulässt / auf ein andere Zeit wohl geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.548399925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2740,"date":1659,"orig":"Wolle derohalben der Kunſtliebende auff dieſes mal mit dieſem wenigen vor lieb nemmen/ vnd auff ſein Zeit ein beſſers erwarten: Darneben mein Schreiben in gutem verſtehen/ dann ich ſolches nicht gethan/ die Alten in jhrem probieren/ abtreiben/ ſchmeltzen vnd ſeygern der Metallen zu reformiren/ gar nicht/ ſondern hab nur meine Experientz auch wollen bekand machen/ vnd dardurch Anleytung geben/ den Sachen beſſer nachzudencken/ als bishero geſchehen iſt:","norm":"Wolle derohalben der Kunstliebende auf dieses Mal mit diesem wenigen vor lieb nehmen / und auf sein Zeit ein besseres Erwarten: Daneben mein Schreiben in gutem verstehen / dann ich solches nicht getan / die Alten in ihrem probieren / abtreiben / schmelzen und seigern der Metallen zu reformieren / gar nicht / sondern habe nur meine Experientz auch wollen bekannt machen / und dadurch Anleitung geben / den Sachen besser nachzudenken / als bisher geschehen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.210400104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2741,"date":1659,"orig":"Dann ich wol weiß/ daß bisweilen die Berg- Leute den kleinen Proben zu viel trawen/ wann ſie nichts finden/ das Ertz fuͤr vntuͤchtig halten/ da doch bisweilen ſolche ſehr reich an Gold vnd Silber ſeyn/ vnd vngebawet liegen bleiben.","norm":"Dann ich wohl weiß / dass bisweilen die Berg-Leute den kleinen Proben zu viel trauen / wann sie nichts finden / das Erz für untüchtig halten / da doch bisweilen solche sehr reich an Gold und Silber sein / und ungebaut liegen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4593000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2742,"date":1659,"orig":"Da doch H. Joannes Matheſius in ſeiner Sarepta außdruͤcklich vermeldet/ daß bisweilen ein Ertz in kleinen Proben gantz nichts halte/ in groſſem Fewer aber reichlich ſchuͤtte/ darumb ſich auff ſolche Proben nicht allzeit zu verlaſſen iſt/ weilen die taͤgliche Erfahrung klaͤrlich beweiſet/ daß zum oͤfftern groͤblich darinn gefehlet wird.","norm":"Da doch H. Joannes Mathesius in seiner Sarepta ausdrücklich vermeldet / dass bisweilen ein Erz in kleinen Proben ganz nichts halte / in großem Feuer aber reichlich schütte / darum sich auf solche Proben nicht allzeit zu verlassen ist / weilen die tägliche Erfahrung klärlich beweiset / dass zum Öfteren gröblich darin gefehlt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.213300228118896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2743,"date":1659,"orig":"Vnd ſolches nicht allein an den Ertzen vnd Bergarten/ welche auß der Tieffe der Erden/ mit groſſer Muͤhe vnd Koſten geſuchet werden/ ſondern geſchicht auch bey den laͤttichten vnd ſandichten Wercken/ die viel Gold vnd Silber in leichter flaͤmmlein Geſtalt mit ſich fuͤhren/ welches dann in kleinem vnd groſſem probieren vnd ſchmeltzen/ wie auch mit ſchlemmen vnd Merc. weilen das Gold weit darinn zertheilet/ flammicht vnd leicht iſt/ nicht mit nutzen kan herauß gebracht werden/ mit beſondern Waſſern aber gantz leichtlich/ ohne Fewer vnd Schmeltzen außzuziehen iſt.","norm":"Und solches nicht allein an den Erzen und Bergarten / welche aus der Tiefe der Erden / mit großer Mühe und Kosten gesucht werden / sondern geschieht auch bei den lettigen und sandigen Werken / die viel Gold und Silber in leichter Flämmlein Gestalt mit sich führen / welches dann in kleinem und großem probieren und schmelzen / wie auch mit schlemmen und Merk . weilen das Gold weit darin zerteilet / flammicht und leicht ist / nicht mit nutzen kann herausgebracht werden / mit besonderen Wassern aber ganz leichtlich / ohne Feuer und schmelzen auszuziehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2744,"date":1659,"orig":"Dann mir ſehr wol bewuſt/ daß bey den mehrentheil Fluͤſſen in Deutſchland/ vnd ohne Zweyffel auch anderer Theilen Europæ dergleichen laͤttichte vnd ſandichte Wercken gefunden werden/ darauß ein ehrliches mit außlaugen ohn groſſe Muͤhe vnd Koſten kan erlanget werden.","norm":"Dann mir sehr wohl bewusst / dass bei den Mehranteil Flüssen in Deutschland / und ohne Zweifel auch anderer Teilen Europae dergleichen lettige und sandige Werken gefunden werden / daraus ein ehrliches mit auslaugen ohne große Mühe und Kosten kann erlanget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170499801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2745,"date":1659,"orig":"Vnd was ich ſonſten in Verbeſſerung der Metallen in Gleichnuͤs-weiſe hab fuͤrgetragen/ ſeynd keine Traͤume/ vnd ſol jhme niemand eynbilden/ als wann es vnmoͤgliche Dinge weren/ dann der Kunſt iſt es wol moͤglich der Natur zu helffen/ jhr angefangenes Werck ohne Hindernus hinauß zu fuͤhren vnd zu vollbringen.","norm":"Und was ich sonsten in Verbesserung der Metallen in Gleichnisweise habe vorgetragen / sind keine Träume / und soll ihm niemand einbilden / als wann es unmögliche Dinge wären / dann der Kunst ist es wohl möglich der Natur zu helfen / ihr angefangenes Werk ohne Hindernis hinauszuführen und zu vollbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.588099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2746,"date":1659,"orig":"Derohalben es nur am Wiſſen gelegen iſt/ dann ſo man der Metallen Natur vnd eygenſchafft kennet/ dieſelbe leichtlich hernach zu ſcheyden/ reinigen vnd verbeſſern moͤglich ſeyn wird.","norm":"Derohalben es nur am Wissen gelegen ist / dann so man der Metallen Natur und Eigenschaft kennet / dieselbe leichtlich hernach zu scheiden / reinigen und verbessern möglich sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.293099880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2747,"date":1659,"orig":"Vas ich von der univerſal Medicin geſchrieben hab/ iſt nicht geſchehen/ als wann ich dieſelbe wolte lehren machen/ welches doch in meiner Macht vnd Gewalt nicht iſt/ ſondern habe nur wollen anzeigen/ was mich zu glauben bewegt habe/ eine ſolche Medicin in rerum naturâ zu ſeyn.","norm":"Vas ich von der universal Medizin geschrieben habe / ist nicht geschehen / als wann ich dieselbe wollte lehren machen / welches doch in meiner Macht und Gewalt nicht ist / sondern habe nur wollen anzeigen / was mich zu glauben bewegt habe / eine solche Medizin in rerum natura zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.534200191497803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2748,"date":1659,"orig":"Die uͤbrige Proceſſen aber von den gefaͤrbten Cryſtallen oder Glaͤſern/ wie auch von den metalliſchen Spiegeln/ hab ich darumb mit in dieſes Buch gebracht/ weilen dieſelben leichtlich in dieſem Ofen koͤnnen bereytet/ vnd auch bisweilen in etlichen laboribus zu gebrauchen ſehr dienſtlich vnd nuͤtzlich erfunden werden.","norm":"Die übrige Prozessen aber von den gefärbten Kristallen oder Gläsern / wie auch von den metallischen Spiegeln / habe ich darum mit in dieses Buch gebracht / weilen dieselben leichtlich in diesem Ofen können bereitet / und auch bisweilen in etlichen laboribus zu gebrauchen sehr dienstlich und nützlich erfunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837200164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2749,"date":1659,"orig":"Daß aber ſonſten kein andere Proceſſen mehr von Handlung der Metallen weiters allhier eyngefuͤhret/ hat ſeine ſonderliche Vrſachen/ doch was allhier auff dißmal außgelaſſen/ kan auff ein andere vnd hequaͤmere Zeit noch wol beygebracht werden.","norm":"Dass aber sonsten kein andere Prozessen mehr von Handlung der Metallen weiteres allhier eingeführt / hat seine sonderliche Ursachen / doch was allhier auf diesmal ausgelassen / kann auf ein andere und hequämere Zeit noch wohl beigebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.249300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2750,"date":1659,"orig":"Soll alſo auff dißmal dabey beruhen.","norm":"Soll also auf diesmal dabei beruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.37030029296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2751,"date":1659,"orig":"Ende des Vierdten Theils.","norm":"Ende des vierten Teils.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.152699947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2752,"date":1659,"orig":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder Philoſophiſcher Oefen/ Fuͤnffter Theil:","norm":"FURNI PHILOSOPHICI, Oder philosophischer Öfen / Fünfter Teil:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.696899890899658} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2753,"date":1659,"orig":"Darinnen von des Fuͤnfften Ofens wunderbarlichen Natur vnd Eygenſchafft/ deßgleichen auch etlicher nothduͤrfftigen/ zu den vorhergehenden vier Oefen gehoͤrigen Inſtrumenten vnd Materialien/ leichtliche Zurichtung vnd Bereytung/ kuͤrtzlich/ doch deutlich gehandelt wird.","norm":"Darinnen von des fünften Ofens wunderbarlichen Natur und Eigenschaft / desgleichen auch etlicher notdürftigen / zu den vorhergehenden vier Öfen gehörigen Instrumenten und Materialien / leichtliche Zurichtung und Bereitung / kürzlich / doch deutlich gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19980001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2754,"date":1659,"orig":"CAPUT PRIMUM.","norm":"CAPUT PRIMUM.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.1875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2755,"date":1659,"orig":"Von Bereytung des Ofens.","norm":"Von Bereitung des Ofens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259900093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2756,"date":1659,"orig":"DIeſen Ofen anbelangend/ davon doch in Præfatione des erſten Theils dieſes Buchs im geringſten kein Meldung oder Verheiſſung gethan worden/ wie ich auch nicht Willens geweſen/ deſſelben in dieſem fuͤnfften vnd letzten Theil zu gedencken/ ſondern hatte mir nur allein von Bereytung etlicher jrꝛdenen vnd glaͤſernen Gefaͤſen/ vnd andern zu den vorhergehenden vier Theilen/ nothduͤrfftigen vnd gehoͤrigen Dingen zu handeln vorgenommen.","norm":"Diesen Ofen anbelangend / davon doch in Praefatione des ersten Teils dieses Buchs im Geringsten kein Meldung oder Verheißung getan worden / wie ich auch nicht Willens gewesen / desselben in diesem fünften und letzten Teil zu gedenken / sondern hatte mir nur allein von Bereitung etlicher irdenen und gläsernen Gefäßen / und anderen zu den vorhergehenden vier Teilen / notdürftigen und gehörigen Dingen zu handeln vorgenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.979300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2757,"date":1659,"orig":"Weilen ich aber betrachtet vnd gut gefunden/ daß ſeine Stelle in dieſem letzten Theil/ (da ich doch zuvorn ein andere darzu erwoͤhlet hatte) vnd ſonderlich darumb/ weilen keines andern Ofens hierinn gedacht/ nicht uͤbel kommen ſolte; Alſo will ich dem ſuchenden Kuͤnſtler zur Nachrichtung/ ſo viel ich thun darff/ vnd mir zugelaſſen iſt/ ſeine uͤberauß wunderbarliche Art vnd Eygenſchafft zu entdecken nichtverſchweigen.","norm":"Weilen ich aber betrachtet und gut gefunden / dass seine Stelle in diesem letzten Teil / (da ich doch zuvor ein andere dazu erwählt hatte) und sonderlich darum / weilen keines anderen Ofens hierin gedacht / nicht übel kommen sollte; also will ich dem suchenden Künstler zur Nachrichtung / so viel ich tun darf / und mir zugelassen ist / seine überaus wunderbarliche Art und Eigenschaft zu entdecken nichtverschweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798500061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2758,"date":1659,"orig":"Wiewol ich gewiß bin/ daß jhrer ſich mehr/ als an allen meinen andern Schrifften/ daran ſtoſſen/ vnd aͤrgern werden/ vnd ſonderlich diejenigen/ welche die Natur noch nicht durchſucht haben.","norm":"Wiewohl ich gewiss bin / dass ihrer sich mehr / als an allen meinen anderen Schriften / daran stoßen / und ärgern werden / und sonderlich diejenigen / welche die Natur noch nicht durchsucht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934199810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2759,"date":1659,"orig":"Doch kan ich es gleich/ wol nicht laſſen/ weilen ich dargegen auch nicht zweiffele/ daß es bey etlichen fleiſſigen Nachſuchern der Natur vnd Kunſt/ nicht vnannehmlich ſeyn werde.","norm":"Doch kann ich es gleich / wohl nicht lassen / weilen ich dagegen auch nicht zweifele / dass es bei etlichen fleißigen Nachsuchern der Natur und Kunst / nicht unannehmlich sein werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.105100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2760,"date":1659,"orig":"Dann ich mit Warheit bethewre/ daß vnter allen meinen Secreten/ da ich Hoffnung zu etwas gutes in habe/ dieſes mir am allerliebſten ſeye/ dann ich allbereyt wunderliche Dinge darinn geſehen habe/ bin ich auch gaͤntzlicher Hoffnung/ daß mir Gott der Allmaͤchtige weitern Segen darzu verleyhen werde.","norm":"Dann ich mit Wahrheit beteure / dass unter allen meinen Sekreten / da ich Hoffnung zu etwas Gutes in habe / dieses mir am allerliebsten sei / dann ich allbereyt wunderliche Dinge darin gesehen habe / bin ich auch gänzlicher Hoffnung / dass mir Gott der Allmächtige weiteren Segen dazu verleihen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094600200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2761,"date":1659,"orig":"Was nun dieſes fuͤr ein wunderbarlicher Ofen ſeye/ wie er gemacht vnd gebraucht werde/ iſt nicht viel davon zu ſchreiben/ dann er nicht wie andere Oefen auffgebawt wird/ ſondern findet ſich allenthalben von der Natur bereytet/ vnd dienet auch nur allein der Natur in jhrem Vorhaben/ vnd ſonſten zu gantz nichts anders/ dann allein ein ſolches Menſtruum, welches nicht allein Gold/ Silber/ vnd alle andere Metallen vnd Mineralien/ ja alle Edel- vnd Vnedel-geſtein-geſtein/ auch das Glas ſelbſt ohn alle corroſiv vnd ſtrepitu aufloͤſet/ darinn gemacht wird/ vnd iſt doch der Ofen ſelber des Menſtrui, vnd das Menſtruum des Ofens Vrſprung vnd Herkommen.","norm":"Was nun dieses für ein wunderbarlicher Ofen sei / wie er gemacht und gebraucht werde / ist nicht viel davon zu schreiben / dann er nicht wie andere Öfen aufgebaut wird / sondern findet sich allenthalben von der Natur bereitet / und dient auch nur allein der Natur in ihrem Vorhaben / und sonsten zu ganz nichts anders / dann allein ein solches Menstruum, welches nicht allein Gold / Silber / und alle andere Metallen und Mineralien / ja alle Edel- und Vnedel-gestein-gestein / auch das Glas selbst ohne alle korrosiv und strepitu auflöst / darin gemacht wird / und ist doch der Ofen selber des Menstrui, und das Menstruum des Ofens Ursprung und Herkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9284000396728525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2762,"date":1659,"orig":"Was nun das fuͤr ein wunderbarlicher Ofen ſey/ der auß eygener Krafft ein ſolches Koͤnigliches Menſtruum, (der doch zuvor ſelber das Menſtruum geweſen iſt) ohne alle Muͤhe vnd Arbeit gar bald vnd leichtlicht herfuͤr bringt/ iſt leicht zu erachten/ daß es kein gemeyner Ofen ſey/ dadurch man andere Dinge diſtillire/ vnd gleichwol ein ſo kraͤfftiges/ doch nicht corꝛoſiviſches Waſſer dargiebet.","norm":"Was nun das für ein wunderbarlicher Ofen sei / der aus eigener Kraft ein solches Königliches Menstruum, (der doch zuvor selber das Menstruum gewesen ist) ohne alle Mühe und Arbeit gar bald und leichtlich herfür bringt / ist leicht zu erachten / dass es kein gemeiner Ofen sei / dadurch man andere Dinge destilliere / und gleichwohl ein so kräftiges / doch nicht corrosivisches Wasser dargibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.016200065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2763,"date":1659,"orig":"Gewißlich muß es kein gemeynes/ vnd von jederman bekandres Waſſer ſeyn/ dann ſolches das einige iſt/ welches mir bekant/ das nicht corꝛoſiviſch/ vnd doch mehr thun kan/ als alle corꝛoſiven/ dann vnter allen corꝛoſiviſchen Waſſern/ wie ſie auch moͤgen genennet werden/ als Aqua Fortis, Aqua Regis, Spiritus Vitrioli, Salis, Aluminis vel Nitri, ſo maͤchtig nicht iſt/ daß es Gold vnd Silber zugleich/ will geſchweigen alle andere harte/ von den ſtaͤrckeſten corꝛoſiven/ vnzerſtoͤrliche Dinge (wie ſie auch Nahmen haben) aufleſe.","norm":"Gewisslich muss es kein gemeines / und von jedermann bekandres Wasser sein / dann solches das einige ist / welches mir bekannt / das nicht corrosivisch / und doch mehr tun kann / als alle korrosiven / dann unter allen korrosivischen Wassern / wie sie auch mögen genannt werden / als Aqua Fortis, Aqua Regis, Spiritus Vitrioli, Salis, Aluminis vel Nitri, so mächtig nicht ist / dass es Gold und Silber zugleich / will geschweigen alle andere harte / von den stärksten korrosiven / unzestörliche Dinge (wie sie auch Namen haben) auflese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2764,"date":1659,"orig":"Welches fuͤrwahr ein groſſes Wunderwerck der Natur iſt/ daß ein ſolch geringſchaͤtzig/ vnachtſamb/ allenthalben findlich vnd verwuͤrflich Weſen/ ein ſolches vngemeynes/ viel-geſuchtes vnd wenig erlangtes Werck verꝛichten kan.","norm":"Welches fürwahr ein großes Wunderwerk der Natur ist / dass ein solch geringschätzig / unachtsam / allenthalben feindlich und würflich Wesen / ein solches ungemeines / vielgesuchtes und wenig erlangtes Werk verrichten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.661200046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2765,"date":1659,"orig":"Ich weiß nicht was mich ſo kuͤhn gemacht hat/ davon zu ſchreiben/ in deme ich wol weiß/ daß ich bey denjenigen die es kennen/ groſſen Vndanck/ als wann ich zu offen/ vnd bey denen/ die nichts davon wiſſen/ Verlaͤumbdung vnd Verachtung/ (gleich als wann ich keine Warheit geſchrieben haͤtte) erlangen werde.","norm":"Ich weiß nicht was mich so kühn gemacht hat / davon zu schreiben / in dem ich wohl weiß / dass ich bei denjenigen die es kennen / großen Undank / als wann ich zu offen / und bei denen / die nichts davon wissen / Verleumdung und Verachtung / (gleich als wann ich keine Wahrheit geschrieben hätte) erlangen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.365900039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2766,"date":1659,"orig":"Dieſe vrſach mich billich ſolte von ſolchem ſchreiben abgehalten haben/ troͤſte mich aber wieder dargegen/ weilen ich ein ſehr nuͤtzlich Werck/ daß manchen von ſeinem Irꝛthumb auf einen guten Weg bringen moͤchte/ gethan habe.","norm":"Diese Ursache mich billig sollte von solchem schreiben abgehalten haben / tröste mich aber wieder dagegen / weilen ich ein sehr nützlich Werk / dass manchen von seinem Irrtum auf einen guten Weg bringen möchte / getan habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.262599945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2767,"date":1659,"orig":"Dann der mehren-theil vnter den Chymicis nicht glauben/ daß noch ein anders Menſtruum, als obgedachte ſcharpffe corꝛoſiviſche Spiritus, die Metallen darmit auffzuloͤſen/ (weilen jhnen die Natur in jhrem Vermoͤgen verdeckt iſt) ſeyn koͤnne.","norm":"Dann der mehrentheil unter den Chymicis nicht glauben / dass noch ein anders Menstruum, als obgedachte scharfe corrosivische Spiritus, die Metallen damit aufzulösen / (weilen ihnen die Natur in ihrem Vermögen verdeckt ist) sein könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.473499774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2768,"date":1659,"orig":"Da doch die Philoſophi einhellig ruffen/ daß man durch corꝛoſiviſch ſpiritus nichts fruchtbarlichs bey den Metallen verꝛichten koͤnne/ ſondern ſolche nur ein Verderben bey jhnen verurſachen/ wie auch noch taͤglich die Erfahrenheit genug bezeuget/ daß ſolche ſolutiones, die mit Aqua Forti oder Aqua Regis, oder andern ſpiritibus gemacht ſeyn/ allzumal die Haͤnde Faͤrben/ welches ein vera ſolutio Philoſophica aber nicht thut/ darauß bewieſen wird/ daß ſolche ſolutiones, die die Haͤnde faͤrben/ vnter die wahre Philoſophiſche ſolutiones nicht gehoͤren/ ſondern als ſchaͤdlich zu verwerffen/ vnd als Gifft zu fliehen ſeyn.","norm":"Da doch die Philosophie einhellig rufen / dass man durch corrosivisch spiritus nichts fruchtbarlichs bei den Metallen verrichten könne / sondern solche nur ein Verderben bei ihnen verursachen / wie auch noch täglich die Erfahrenheit genug bezeuget / dass solche solutiones, die mit Aqua Forti oder Aqua Regis, oder anderen spiritibus gemacht sein / allzumal die Hände Färben / welches ein vera solutio Philosophica aber nicht tut / daraus bewiesen wird / dass solche solutiones, die die Hände färben / unter die wahre Philosophische solutiones nicht gehören / sondern als schädlich zu verwerfen / und als Gift zu fliehen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027999877929687} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2769,"date":1659,"orig":"Habe derohalben vielen Irꝛenden zur Nachrichtung allhier davon etwas melden wollen.","norm":"Habe derohalben vielen Irrenden zur Nachrichtung allhier davon etwas melden wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.077400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2770,"date":1659,"orig":"Wolle derohalben jhme niemand eynbilden/ als wann ein ſolch geringſchaͤtzig Weſen nicht mehr als corꝛoſiviſche Spiritus verꝛichten ſolte; Ich/ fuͤr mein Perſon/ habe mir ſelber von erſt nicht eynbilden koͤnnen/ daß in einem ſo veraͤchtlichen Menſtruo ſolche Kraͤfften verborgen weren/ ſo lang vnd viel/ bis ich durch die Erperientz/ die Warheit vnd Moͤglichkeit geſehen vnd erfahren habe/ vnd gehet allhier eben alſo zu/ gleich wie es nun in der gantzen Welt hergehet/ nemblich/ daß von jederman nur das anſehnliche geliebet vnd geſucht/ hergegen aber das geringe verworffen/ vnd nicht geacht wird/ da doch die Natur all jhr Weſen in Schlechtheit verꝛichtet/ man muß ſich derowegen nicht daran kehren/ vnd ein Ding gering achten/ weilen es nicht bekant vnd gros iſt.","norm":"Wolle derohalben ihm niemand einbilden / als wann ein solch geringschätzig Wesen nicht mehr als corrosivische Spiritus verrichten sollte; Ich / für mein Person / habe mir selber von erst nicht einbilden können / dass in einem so verächtlichen Menstruo solche Kräften verborgen wären / so lang und viel / bis ich durch die Erperientz / die Wahrheit und Möglichkeit gesehen und erfahren habe / und geht allhier eben also zu / gleich wie es nun in der ganzen Welt hergehet / nämlich / dass von jedermann nur das ansehnliche geliebt und gesucht / hingegen aber das geringe verworfen / und nicht geachtet wird / da doch die Natur all ihr Wesen in Schlechtheit verrichtet / man muss sich derowegen nicht daran kehren / und ein Ding gering achten / weilen es nicht bekannt und groß ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2771,"date":1659,"orig":"Die Juͤden aͤrgerten ſich auch an Chriſto/ weilen Er ſo aͤrmlich gebohren vnd gering lebete/ welcher doch alles in allem war/ ſie ſahen vnd merckton wol/ daß Er ſolche Zeichen vnd Wunder thaͤte/ welche kein anderer/ als der verheiſſene Meſſias thun konte/ dannoch blieben ſie bey jhrer halsſtarꝛigkeit beharꝛlich/ nur darumb/ weil ſeine Geſtalt ſo veraͤchtlich war/ vnd ſo Er nicht menſchliche Natur/ vnd eine geringe Geſtalt haͤtte an ſich genommen/ ſo haͤtte Er vnſer Mittler vnd Verſoͤhner zwiſchen Gott nicht ſeyn koͤnnen/ dann durch den Fall Adams waren wir gantz von Gott geſchieden/ alſo daß wir in Suͤnden verhaͤrtet/ vnd der Hoͤllen vnd Tode gantz ergeben/ weilen der Geiſt Gottes von vns gewichen/ allzeit haͤtten verbleiben muͤſſen.","norm":"Die Juden ärgerten sich auch an Christo / weilen er so ärmlich geboren und gering lebete / welcher doch alles in allem war / sie sahen und Merkton wohl / dass Er solche Zeichen und Wunder täte / welche kein anderer / als der verheißene Messias tun konnte / dennoch blieben sie bei ihrer Halsstarrigkeit beharrlich / nur darum / weil seine Gestalt so verächtlich war / und so Er nicht menschliche Natur / und eine geringe Gestalt hätte an sich genommen / so hätte er unser Mittler und Versöhner zwischen Gott nicht sein können / dann durch den Fall Adams waren wir ganz von Gott geschieden / also dass wir in Sünden verhärtet / und der Höllen und Tode ganz ergeben / weilen der Geist Gottes von uns gewichen / allzeit hätten verbleiben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.43090009689331} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2772,"date":1659,"orig":"Da aber das ſuͤſſe Manna vnd liebliche Thaw/ von oben herab auff vnſere truckene Hertzen fiele/ ſolche mit ſeinem Gnadenreichen Wort/ vnd vergieſſung ſeines thewren Bluts erquickete vnd befeuchtete/ alſobalden wurden wir wiederumb bequaͤm den Geiſt Gottes zu empfangen/ welches vns zuvorn vnmoͤglich war.","norm":"Da aber das süße Manna und liebliche Tau / von oben herab auf unsere trockene Herzen fiele / solche mit seinem gnadenreichen Wort / und Vergießung seines teuren Bluts erquickte und befeuchtete / alsobald wurden wir wiederum bequem den Geist Gottes zu empfangen / welches uns zuvor unmöglich war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.957699775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2773,"date":1659,"orig":"Alſo ſiehet man klaͤrlich/ daß durch den Allerverachteſten vnſere Verſoͤhnung geſchehen muſte.","norm":"Also sieht man klärlich / dass durch den Verachtesten unsere Versöhnung geschehen musste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.533299922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2774,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun die uͤbelgelaͤhrte Phariſeer vnd Hoheprieſter/ ſich an dem armen vnd vnachtſamen Zimmermans Sohn ſtieſſen/ vnd jhn fuͤr den wahren Meſſiam nicht erkennen wolten.","norm":"Gleich wie nun die übelgelehrte Pharisäer und Hohepriester / sich an dem armen und unachtsamen Zimmermans Sohn stießen / und ihn für den wahren Messiam nicht erkennen wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.654200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2775,"date":1659,"orig":"Alſo wuͤrde es auch geſchehen/ wann man das Menſtruum univerſale mit Namen nennete/ niemand etwas davon halten wuͤrde/ weilen es von jederman vnachtſamb/ verworffen/ vnd allenthalbent im Koth ſtecken bleibt/ (will nicht hoffen/ weilen ich die Verniedrigung Chriſti allhie angezogen/ daß es mir uͤbel auffgenommen werden ſolte dann dieſer mein Diſcurs nicht zu Chriſti Verkleinerung/ ſondern viel mehr zu ſeiner Ehre gereichet/ indeme Er/ vnter allen Menſchen Kindern/ der alleraͤrmſte vnd veraͤchtlichſte/ dannoch das gantze menſchliche Geſchlecht/ welches ſonſt kein anderer thun konte/ von allen Banden des Teufels erloͤſen muſte) alſo auch der Mercurius univerſalis, deme an Veraͤchtlichkeit in der gantzen Welt nichts vorgehet/ wann er erſt ſelber durch den magern Tod uͤberwunden iſt/ dem metalliſchen Geſchlecht zu gut mit ſeiner Herꝛligkeit wieder auffſtehet.","norm":"Also würde es auch geschehen / wann man das Menstruum universale mit Namen nannte / niemand etwas davon halten würde / weilen es von jedermann unachtsam / verworfen / und allenthalbent im Kot stecken bleibt / (will nicht hoffen / weilen ich die Verniedrigung Christi allhier angezogen / dass es mir übel aufgenommen werden sollte dann dieser mein Diskurs nicht zu Christi Verkleinerung / sondern viel mehr zu seiner Ehre gereichet / indem Er / unter allen Menschen Kindern / der allerärmste und verächtlichste / dennoch das ganze menschliche Geschlecht / welches sonst kein anderer tun konnte / von allen Banden des Teufels erlösen musste) also auch der Mercurius universalis, dem an Verächtlichkeit in der ganzen Welt nichts vorgehet / wann er erst selber durch den mageren Tod überwunden ist / dem metallischen Geschlecht zu gut mit seiner Herrlichkeit wieder aufstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2776,"date":1659,"orig":"Allhier koͤnte ich wol einige Gleichnuͤſſen eynfuͤhren/ meinen Diſcurs deſto beſſer zu erlaͤutern/ wie nemblich/ ein Medium, oder Mediator, zwey widerwaͤrtige Naturen vereynigen kan/ als wann man/ nemblich/ vom Wein oder Vrin/ ſeinen reinen Spiritum abſtrahiret/ vnd ſolchen nach der Reinigung mit ſeinem eygenen Saltze/ wiederumb vereynigen wolte/ ob ſchon beyde/ ſo wol der Spiritus als Saltz/ zuvorn eines Herkommens/ dannoch dieſelbe ohne ein Medium, nemblich Waſſer/ nimmermehr koͤnnen conjungirt werden/ vnd iſt allhier das Waſſer loco mediatoris.","norm":"Allhier könnte ich wohl einige Gleichnissen einführen / meinen Diskurs desto besser zu erläutern / wie nämlich / ein Medium, oder Mediator, zwei widerwärtige Naturen vereinigen kann / als wann man / nämlich / vom Wein oder Vrin / seinen reinen Spiritum abstrahieret / und solchen nach der Reinigung mit seinem eigenen Salze / wiederum vereinigen wollte / ob schon beide / so wohl der Spiritus als Salz / zuvor eines Herkommens / dennoch dieselbe ohne ein Medium, nämlich Wasser / nimmermehr können konjungiert werden / und ist allhier das Wasser loco mediatoris.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.453700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2777,"date":1659,"orig":"Vor dem Fall Adams war Gott mit jhme/ nach Vbertrettung aber ſeines Gebotts/ wiche die Gemeynſchafft Gottes wieder von jhm/ vnd bliebe jhme nichts uͤbriges als Erden vnd Koth/ welches vnterworffen iſt Jammer vnd Noth/ zeitlichem vnd ewigem Tode/ ſo lang bis Chriſtus Menſch worden/ vnd ſich als einen Verſoͤhner ins Mittel gelegt: Haͤtte nun Chriſtus kein beyde Naturen gehabt/ wie haͤtte Er vns vereynigen koͤnnen.","norm":"Vor dem Fall Adams war Gott mit ihm / nach Übertretung aber seines Gebots / wiche die Gemeinschaft Gottes wieder von ihm / und bliebe ihm nichts Übriges als Erden und Kot / welches unterworfen ist Jammer und Not / zeitlichem und ewigem Tode / so lang bis Christus Mensch worden / und sich als einen Versöhner ins Mittel gelegt: Hätte nun Christus kein beide Naturen gehabt / wie hätte er uns vereinigen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061600208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2778,"date":1659,"orig":"Gleicherweiſe allhier/ bey oberzehlten Exempeln/ das Waſſer beyder Naturen theilhafftig iſt/ ohne welches ſonſten der ſubtile Spiritus mit dem fixen Saltze nicht kan vereynigt werden.","norm":"Gleicherweise allhier / bei oberzählten Exempeln / das Wasser beider Naturen teilhaftig ist / ohne welches sonsten der subtile Spiritus mit dem fixen Salze nicht kann vereinigt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557700157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2779,"date":1659,"orig":"Wann es mir geziembte vnd gut were/ viel Worte davon zu machen/ ſo koͤnte ich leichtlich das Philoſophiſche Werck/ mit der Empfaͤngnus/ Menſchwerdung Geburt/ Leben/ Leyden/ Tod vnd Aufferſtehung Chriſti vergleichen/ welches aber nicht noͤthig iſt/ hab es doch nicht laſſen koͤnnen/ etwas davon zu melden/ moͤchte wol wuͤntſchen/ daß ich die irꝛdiſche Wunderwercke mit den Him̄liſchen nur ein wenige vergleichen doͤrffte/ ich weiß dem vnglaubigen Thomas wuͤrden die Augen geoͤffnet/ will ſich aber nicht ſchicken/ wiewol Moyſes/ Daniel/ Joſeph/ vnd noch etliche andere Propheten/ der natuͤrlichen Philoſophia vnd Magia, dadurch ſo wol die him̄liſche als jrdiſche Wunderwercke erkant werden/ nicht vnerfahren geweſen/ vnd an etlichen Orten ſich damit haben hoͤren laſſen/ welches vnter tauſenden nicht einer/ der jhre Buͤcher lieſet/ in acht nimbt.","norm":"Wann es mir geziemte und gut wäre / viel Worte davon zu machen / so könnte ich leichtlich das philosophische Werk / mit der Empfängnis / Menschwerdung Geburt / Leben / Leiden / Tod und Auferstehung Christi vergleichen / welches aber nicht nötig ist / habe es doch nicht lassen können / etwas davon zu melden / möchte wohl wünschen / dass ich die irdische Wunderwerke mit den Himmlischen nur ein wenige vergleichen dürfte / ich weiß dem ungläubigen Thomas würden die Augen geöffnet / will sich aber nicht schicken / wiewohl Moses / Daniel / Joseph / und noch etliche andere Propheten / der natürlichen Philosophia und Magia, dadurch so wohl die himmlische als irdische Wunderwerke erkannt werden / nicht unerfahren gewesen / und an etlichen Orten sich damit haben hören lassen / welches unter tausenden nicht einer / der ihre Bücher liest / in Acht nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754799842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2780,"date":1659,"orig":"Beſchließlich/ daß Gott der Allmaͤchtige/ nicht nur das Groſſe vnd Anſehnliche liebe/ ſondern vielmehr niederſtuͤrtze/ vnd das Geringe erhebe/ dann Gott traͤgt kein Anſehen der Perſon oder ſeiner Creaturen/ davon viel Exempel koͤnten beygebracht werden.","norm":"Schließlich / dass Gott der Allmächtige / nicht nur das Große und Ansehnliche liebe / sondern vielmehr niederstürze / und das Geringe erhebe / dann Gott trägt kein Ansehen der Person oder seiner Kreaturen / davon viel Exempel könnten beigebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.101799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2781,"date":1659,"orig":"Die Welt/ die nur das anſehenliche ſuchet vnd liebet/ vrtheilet von allen Dingen falſch/ darnach man ſich nicht richten ſoll/ ſondern faͤſtiglich glauben/ daß das allerfuͤrnembſte/ durch gantz geringe vnd vnachtſame Dinge/ verꝛichtet werde.","norm":"Die Welt / die nur das ansehenliche suchet und liebet / verteilet von allen Dingen falsch / danach man sich nicht richten soll / sondern festig glauben / dass das fürnehmste / durch ganz geringe und unachtsame Dinge / verrichtet werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2782,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte wol von dieſem vnachtſamen Menſtruo univerſali ſeinem geringen Herkommen/ groſſen Kraͤfften/ vnd wunderbarlichem Weſen/ dadurch alle Metallen/ Mineralien/ vnd Lapides, ſine ſtrepitu radicaliter ſolvirt/ unirt/ vnd figiret werden/ deren ſolutio die Haͤnde nicht faͤrbet/ conjunctio vnzertrennlich/ fixatio vnverbrennlich iſt/ ein mehrers ſchreiben koͤnnen/ weilen mir aber nicht vnbewuſt/ daß man durch ſchreiben jhme nur ſelber Muͤhe vnd Arbeit/ ja noch wol Haß/ Neyd/ vnd Feindſchafft auff den Hals ladet/ iſt es bey dieſem verblieben/ dann ſo man nur die Moͤglichkeit der Natur vnd Kunſt meynt zu entdecken/ iſt mancher nicht zufrieden darmit/ ſondern meynet/ er muͤſſe alſobalden alles wiſſen/ haben/ vnd bey jederman bekant machen/ will man aber nicht damit herauß/ ſo folget die Feindſchafft/ vnd ſo ſolche Menſchen nur ein wenig wuͤſten/ wie vielmal einer die Haͤnde verbrennen muß/ ehe er etwas gutes erlanget/ ſie wuͤrden anderſt geſinnet ſeyn/ als ſie thun.","norm":"Ich hätte wohl von diesem unachtsamen Menstruo universali seinem geringen Herkommen / großen Kräften / und wunderbarlichem Wesen / dadurch alle Metallen / Mineralien / und Lapides, sine strepitu radicaliter solviert / uniert / und figiert werden / deren solutio die Hände nicht färbet / conjunctio vnzertrennlich / fixatio unverbrennlich ist / ein mehreres schreiben können / weilen mir aber nicht unbewusst / dass man durch Schreiben ihm nur selber Mühe und Arbeit / ja noch wohl Hass / Neid / und Feindschaft auf den Hals ladet / ist es bei diesem verblieben / dann so man nur die Möglichkeit der Natur und Kunst meint zu entdecken / ist mancher nicht zufrieden damit / sondern meinet / er müsse alsobald alles wissen / haben / und bei jedermann bekannt machen / will man aber nicht damit heraus / so folget die Feindschaft / und so solche Menschen nur ein wenig wüsten / wie vielmal einer die Hände verbrennen muss / ehe er etwas Gutes erlanget / sie würden anders gesinnt sein / als sie tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50029993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2783,"date":1659,"orig":"Wolle ſich derhalben der Kunſtliebende mit dieſem Diſcurs genuͤgen laſſen/ vnd zufrieden ſeyn/ daß jhme angezeygt/ was die Kunſt mit der Natur vermag/ vnd ſelber in der Forcht Gottes fleiſſig ſuchen/ ſo zweyffele ich nicht/ wann es auß guter Meynung geſchicht/ ſeine Muͤhe vnd Arbeit werde jhm zu ſeiner Zeit reichlich belohnet werden.","norm":"Wolle sich derethalben der Kunstliebende mit diesem Diskurs genügen lassen / und zufrieden sein / dass ihm angezeigt / was die Kunst mit der Natur vermag / und selber in der fürchtet Gottes fleißig suchen / so zweifele ich nicht / wann es aus guter Meinung geschieht / seine Mühe und Arbeit werde ihm zu seiner Zeit reichlich belohnet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3028998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2784,"date":1659,"orig":"CAP. II.","norm":"CAP. II.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.891300201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2785,"date":1659,"orig":"Von Auff-bawung der Oefen.","norm":"Von Auff-bawung der Öfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.226099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2786,"date":1659,"orig":"WIe man von Steinen vnd Laimen/ die Diſtillir-oͤfen zum erſten vnd andern Theil auffbawen ſolle/ iſt nicht noͤthig viel davon zu ſchreiben/ dann ſolcher Buͤcher ſehr viel gefunden werden/ die weitlaͤufftig davon handeln/ darumb ſolches allhier nicht wiederholet wird:","norm":"Wie man von Steinen und Leimen / die Distillir-öfen zum ersten und anderen Teil aufbauen solle / ist nicht nötig viel davon zu schreiben / dann solcher Bücher sehr viel gefunden werden / die weitläufig davon handeln / darum solches allhier nicht wiederholet wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.033299922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2787,"date":1659,"orig":"Doch iſt/ ſo viel zu wiſſen/ daß ein vnterſchied muß gehalten werden in Auff-bawung der Oefen/ dann ſolche Oefen darinnen keine ſtarcke Fewer gemacht werden/ keine ſo ſtarcke Mauren vonnoͤthen haben/ als diejenigen/ darinnen mit groſſem Fewer/ viel ſublimirt/ diſtillirt/ oder geſchmoltzen wird.","norm":"Doch ist / so viel zu wissen / dass ein Unterschied muss gehalten werden in Auff-bawung der Öfen / dann solche Öfen darinnen keine starke Feuer gemacht werden / keine so starke Mauren vonnöten haben / als diejenigen / darinnen mit großem Feuer / viel sublimiert / destilliert / oder geschmolzen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.765500068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2788,"date":1659,"orig":"Zum ſublimiren vnd diſtilliren kan man nur gemeyne Ziegelſteine/ von Laimen gebrand/ nehmen/ ſolche fein dicht mit gutem Luto ſchlieſſend oder bindend auffeinander ſetzen/ vnd auch die Mauren zimlich dick machen/ auf daß ſolche die Waͤrme deſto beſſer vnd laͤnger halten vnd vertragen koͤnne/ dann ſo man ſolches uͤberſicht/ hat man allzeit daran zu flicken/ dann die Waͤnde bekommen leichtlich Spalten oder Riſſe/ dadurch die Regierung des Fewers verhindert wird/ derowegen man wol thut/ wann man eyſerne Raͤyfe oder Baͤnder darumb leget/ ſo hat man des auffreiſſens des Ofens nicht zu beſorgen/ vnd giebt langwaͤrende vnd beſtaͤndige Oefen.","norm":"Zum sublimieren und destillieren kann man nur gemeine Ziegelsteine / von Leimen Gebrand / nehmen / solche fein dicht mit gutem Luto schließend oder bindend aufeinander setzen / und auch die Mauren ziemlich dick machen / auf dass solche die Wärme desto besser und länger halten und vertragen könne / dann so man solches Übersicht / hat man allzeit daran zu flicken / dann die Wände bekommen leichtlich Spalten oder Risse / dadurch die Regierung des Feuers verhindert wird / derowegen man wohltut / wann man eiserne Räyfe oder Bänder darum leget / so hat man des Aufreissens des Ofens nicht zu besorgen / und gibt langwährende und beständige Öfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270100116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2789,"date":1659,"orig":"So man aber Schmeltzoͤfen machen will/ dienen dieſe Steine nicht wol darzu/ dann ſie in groſſer Hitze ſchmeltzen/ vnd nicht lang beſtehen koͤnnen/ derowegen man dieſelbe von guter Fewer-beſtaͤndigen Erden/ davon die Schmeltztiegel vnd andere Gefaͤſe/ die viel Fewer vertragen muͤſſen/ davon hernach zu finden iſt/ in darzu gemachte hoͤltzerne oder blecherne Formen bereyten/ vnd darnach brennen muß/ vnd nachdeme der Ofen ſeyn ſoll/ rund oder viereckicht/ muͤſſen auch die Formen/ dareyn die Erden gedruckt/ geſtaltet ſeyn/ alſo/ daß deren 6. oder 8. ein Lege machen/ doch darff der gantze Ofen nicht von ſolchen Steinen auffgemawret werden/ ſondern nur ſo weit oder hoch als die Kohlen zu liegen kommen/ das uͤbrige kan nur mit gemeynen Steinen vollends außgemacht werden.","norm":"So man aber Schmelzöfen machen will / dienen diese Steine nicht wohl dazu / dann sie in großer Hitze schmelzen / und nicht lang bestehen können / derowegen man dieselbe von guter Feuerbeständigen Erden / davon die Schmelztiegel und andere Gefäße / die viel Feuer vertragen müssen / davon hernach zu finden ist / in dazu gemachte hölzerne oder blecherne Formen bereiten / und danach brennen muss / und nachdem der Ofen sein soll / rund oder viereckig / müssen auch die Formen / darein die Erden gedruckt / gestaltet sein / also / dass deren 6. oder 8. ein Lege machen / doch darf der ganze Ofen nicht von solchen Steinen aufgemauert werden / sondern nur so weit oder hoch als die Kohlen zu liegen kommen / das Übrige kann nur mit gemeinen Steinen vollends ausgemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8267998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2790,"date":1659,"orig":"CAP. III.","norm":"CAP. III.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.316800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2791,"date":1659,"orig":"Wie man den Lutum zurichten ſoll/ mit welchem die Oefen auffgeſetzt werden.","norm":"Wie man den Lutum zurichten soll / mit welchem die Öfen aufgesetzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.105000019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2792,"date":1659,"orig":"EIn ſolcher Laimen kan auf viel vnterſchiedliche weiſe zugerichtet werden/ dann immer einer ſein Lutum anders als der ander zubereytet:","norm":"Ein solcher Leimen kann auf viel unterschiedliche weise zugerichtet werden / dann immer einer sein Lutum anders als der ander zubereitet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.262199878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2793,"date":1659,"orig":"Etliche miſchen vnter geſiebten Laimen/ geſchlagen Ochſen/ Kuͤhen oder Hirſchenhaar/ oder auch wol die Spraͤwer von Gerſten/ Agen von Flachs/ Scheerwolle/ Pferdenmiſt/ vnd dergleichen andere dinge/ die den Laimen beyſammen halten daß er nicht reiſſe/ darzu thun ſie auch geſiebten Sand/ wann der Laimen zu fett iſt/ vnd arbeyten ſolche mixtur mit Waſſer wol vntereinander/ auff ſolche Haͤrte/ als zum bawen vonnoͤten iſt/ vnd haͤlt dieſe mixtur ſehr wol/ vnd reiſſet nicht/ wird aber mit der zeit gantz muͤrb/ dann die Haar/ oder Spraͤwer verbrennen ſich/ dardurch der Laimen luͤck vnd bruͤchig wird/ vnd nicht halten kan.","norm":"Etliche mischen unter gesiebten Leimen / geschlagen Ochsen / K��hen oder Hirschenhaar / oder auch wohl die Spräwer von Gersten / Agen von Flachs / Scherwolle / Pferdenmist / und dergleichen andere Dinge / die den Leimen beisammen halten dass er nicht reiße / dazutun sie auch gesiebten Sand / wann der Leimen zu fett ist / und arbeiten solche Mixtur mit Wasser wohl untereinander / auf solche Härte / als zum Bauen vonnöten ist / und hält diese Mixtur sehr wohl / und reißet nicht / wird aber mit der Zeit ganz mürb / dann die Haar / oder Spräwer verbrennen sich / dadurch der Leimen lück und brüchig wird / und nicht halten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.831600189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2794,"date":1659,"orig":"Etliche laſſen ſolche verbrennliche dinge herauß/ vnd miſchen oder temperiren den Laimen vnd Sand nur allein mit Saltzwaſſer/ vnd bawen darmit jhre Oefen/ haͤlt ſehr wol/ verbrennet nicht ſo bald/ wie der erſten/ vnd reiſſet gleichwol auch nicht/ dann das Saltz bindet vnd verhindert das reiſſen/ darzu iſt auch gut die Lacke oder Saltzwaſſer/ welches von eyngeſaltzen Fiſch oder Fleiſch uͤberbleibt/ weilen das Blut auch mit binden hilfft:","norm":"Etliche lassen solche verbrennliche Dinge heraus / und mischen oder temperieren den Leimen und Sand nur allein mit Salzwasser / und bauen damit ihre Öfen / hält sehr wohl / verbrennet nicht so bald / wie der ersten / und reißet gleichwohl auch nicht / dann das Salz bindet und verhindert das Reißen / dazu ist auch gut die Lacke oder Salzwasser / welches von eingesalzen Fisch oder Fleisch überbleibt / weilen das Blut auch mit binden hilft:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256100177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2795,"date":1659,"orig":"So man aber das Caput mortuum, wie es genennet wird/ vom Vitriolo oder Aqua-forti haben kan/ ſolches mit Waſſer weich machet/ vnd vnter den Laimen vnd Sand miſchet/ thut man beſſer/ dann dieſes Lutum gantz nicht reiſſet/ vnd ſehr wol im Fewer haͤlt/ damit man auch Retorten/ Kolben von Erden/ oder Glas lutiren oder beſtreichen kan/ die man zum diſtilliren gebrauchen will/ auch koͤnnen die fugen des Retorten vnd Recipienten damit bewahret werden; haͤlt wol/ vnd laͤßt ſich/ nach der Diſtillation/ mit einem naſſen Tuch/ daß man darumb leget/ wieder gern erweichen vnd abmachen/ wie auch dieſer thut/ dareyn Saltz kommen iſt/ andere aber/ darinn kein Saltz kom̄t/ ſeynd uͤbel zu erweichen/ vnd werden bisweilen die Glaͤſer damit zerbrochen/ ſo man aber dieſe oberzehlte Dinge nicht haben kan/ ſo iſt genug den Laimen vnd Sand/ nur mit einem Saltzwaſſer bereytet/ haͤlt wol die Oefen damit auffzubawen.","norm":"So man aber das Caput mortuum, wie es genannt wird / vom Vitriolo oder Aqua - forti haben kann / solches mit Wasser weich macht / und unter den Leimen und Sand mischet / tut man besser / dann dieses Lutum ganz nicht reißet / und sehr wohl im Feuer hält / damit man auch Retorten / Kolben von Erden / oder Glas lutiren oder bestreichen kann / die man zum Destillieren gebrauchen will / auch können die fugen des Retorten und Rezipienten damit bewahret werden; hält wohl / und lässt sich / nach der Destillation / mit einem nassen Tuch / dass man darum leget / wieder gern erweichen und abmachen / wie auch dieser tut / darein Salz kommen ist / andere aber / darin kein Salz kommt / sind übel zu erweichen / und werden bisweilen die Gläser damit zerbrochen / so man aber diese oberzählte Dinge nicht haben kann / so ist genug den Leimen und Sand / nur mit einem Salzwasser bereitet / hält wohl die Öfen damit aufzubauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2796,"date":1659,"orig":"Sonſten thun auch etliche Hammerſchlag/ geſtoſſen Glas/ Kißling/ vnd noch andere dergleichen Dinge vnter den Laimen/ in meynung daß er deſto beſſer im Fewer halten ſoll/ iſt aber nicht noͤthig zu den Oefen zu gebrauchen; doch ſo man Glaͤſer/ darinn zu ſcheyden/ oder darauß zu diſtilliren/ darmit beſchlagen will/ kan es nicht ſchaden/ ſondern/ iſt gut/ dann ſonderlich der Hammerſchlag/ weilen das Saltz daran arbeitet/ wol bindet/ vnd lang haͤlt.","norm":"Sonsten tun auch etliche Hammerschlag / gestoßen Glas / Kißling / und noch andere dergleichen Dinge unter den Leimen / in Meinung dass er desto besser im Feuer halten soll / ist aber nicht nötig zu den Öfen zu gebrauchen; doch so man Gläser / darin zu scheiden / oder daraus zu destillieren / damit beschlagen will / kann es nicht schaden / sondern / ist gut / dann sonderlich der Hammerschlag / weilen das Salz daran arbeitet / wohl bindet / und lang hält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.414400100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2797,"date":1659,"orig":"CAP. IV.","norm":"CAP. IV.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.231599807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2798,"date":1659,"orig":"Wie man weiters die Fugen bewahren ſoll/ daß die ſubtile Spiritus nicht durchgehen.","norm":"Wie man weiteres die Fugen bewahren soll / dass die subtile Spiritus nicht durchgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82450008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2799,"date":1659,"orig":"DIeſes obbeſchriebene Lutum iſt gut genug/ die Fugen an den diſtillir- oder ſublimir- Gefaͤſen des erſten Theils darmit zu verwahren/ da die Spiritus Lufft haben vnd ſteigen koͤnnen/ derohalben nicht durchzugehen ſuchen.","norm":"Dieses obbeschriebene Lutum ist gut genug / die Fugen an den distillir- oder sublimir-Gefässen des ersten Teils damit zu verwahren / da die Spiritus Luft haben und steigen können / derohalben nicht durchzugehen suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.754199981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2800,"date":1659,"orig":"Bey den andern Oefen aber/ darinnen penetrirliche Spiritus gemacht werden/ iſt er nicht gut genug/ dann er nicht genug haͤlt/ ſondern laͤſſet die volatiliſche Spiritus durchgehen/ welches ein groſſer Schade ſeyn wuͤrde/ wann der beſte Theil verlohren gienge/ derenthalben man einen andern darzu haben muß/ doch wann ſolcher wol trucken worden iſt/ vnd man mit einem Pinſel/ klein gerieben oder gemahlen/ vngeloͤſchten Kalck mit Leinoͤhl daruͤber herſtreicht/ alſo daß der luͤcke Laimen ſolches wol in ſich ſchlucke/ ſo wird das Lutum davon hart/ vnd laͤſſet keine Spiritus durchgehen/ iſt aber nach der diſtillation nicht wol wieder abzuthun/ dann er das Waſſer nicht gern annehmen will/ vnd ſich erweichen laſſen/ welcher aber ſonſten ſehr wol haͤlt/ derowegen man nur den Laimen mit Eyerweiß anmachen kan/ auff ein Tuͤchlein ſtreichen/ vnd die Fugen damit verbinden; ſo man aber ein ſolche dilation thaͤte/ das der Hals des Recipienten vor groſſer hitze ſolte zu heiß werden/ vnd die Tuͤcher verbrennen/ ſo muß man einen Hals oder Roͤhren von guter Erden oder Glas/ zwiſchen dem Diſtilliergefaͤß vnd Recipienten legen/ auff daß das Lutum nicht durch die Hitze verderbe/ vnd der Spiritus außgehe vnd verlohren werde.","norm":"Bei den anderen Öfen aber / darinnen penetrirliche Spiritus gemacht werden / ist er nicht gut genug / dann er nicht genug hält / sondern lässt die volatilische Spiritus durchgehen / welches ein großer Schade sein würde / wann der beste Teil verloren ginge / derenthalben man einen anderen dazu haben muss / doch wann solcher wohl trocken worden ist / und man mit einem Pinsel / klein gerieben oder gemahlen / ungelöschten Kalk mit Leinöhl darüber herstreicht / also dass der Lücke Leimen solches wohl in sich schlucke / so wird das Lutum davon hart / und lässt keine Spiritus durchgehen / ist aber nach der Destillation nicht wohl wieder abzutun / dann er das Wasser nicht gern annehmen will / und sich erweichen lassen / welcher aber sonsten sehr wohl hält / derowegen man nur den Leimen mit Eierweiß anmachen kann / auf ein Tüchlein streichen / und die Fugen damit verbinden; so man aber ein solche Dilation täte / das der Hals des Rezipienten vor großer Hitze sollte zu heiß werden / und die Tücher verbrennen / so muss man einen Hals oder Röhren von guter Erden oder Glas / zwischen dem Destilliergefäß und Rezipienten legen / auf dass das Lutum nicht durch die Hitze verderbe / und der Spiritus ausgehe und verloren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.718400001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2801,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen die Fugen mit Ochſenblaſen/ die in geſchlagen Eyerweiß genetzet/ oder auch nur Steiffſel auff Pappier geſtrichen/ vnd etlichmal uͤbereinander gebunden/ verwahret werden/ haͤlt alle ſubtile Spiritus, doch muͤſſen ſie nicht corꝛoſiviſch ſeyn; zu denen corꝛoſiviſchen aber dienet am beſten dieſer/ darunter die Remanentz/ davon ein Aqua-fortis diſtilliret iſt/ gemiſchet/ vnd wann er trucken/ mit Leinoͤhl vnd Kalck uͤberſtreichen.","norm":"Auch können die Fugen mit Ochsenblasen / die in geschlagen Eierweiß genetzt / oder auch nur Steiffsel auf Papier gestrichen / und etliche Mal übereinander gebunden / verwahret werden / hält alle subtile Spiritus, doch müssen sie nicht corrosivisch sein; zu denen korrosivischen aber dient am besten dieser / darunter die Remanenz / davon ein Aqua- fortis destillieret ist / gemischt / und wann er trocken / mit Leinöhl und Kalk überstreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.614799976348877} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2802,"date":1659,"orig":"Solcher vnd dergleichen werden viel vnd mancherley gebraucht/ nachdeme man jhrer vonnoͤthen hat.","norm":"Solcher und dergleichen werden viel und mancherlei gebraucht / nachdem man ihrer vonnöten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.579100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2803,"date":1659,"orig":"CAP. 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V.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.958899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2804,"date":1659,"orig":"Ein ander Lutum auff gebrochene Glaͤſer.","norm":"Ein ander Lutum auf gebrochene Gläser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.131400108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2805,"date":1659,"orig":"ES kompt bisweilen/ daß ein Recipient oder ander Glas von ſtoſſen/ fallen/ oder hitze einen Riß bekompt/ vnd doch ſonſten noch gut iſt; ſolche ritze aber/ wann die Glaͤſer hernach wieder in der diſtillation warm werden/ fortgehen/ groͤſſer werden/ vnd endlich gar zerbrechen/ deme vorzukommen/ mache einen duͤnnen Lutum von Leinohl/ vngeloͤſchten Kalck vnd Mini/ ſtreich jhn auff ein Tuͤchlein/ leg es daruͤber/ vnd las es truckenen/ darnach wieder ein anders darauff/ vnd wann der Riß gros iſt/ kan es nicht ſchaden/ daß deren Tuͤchlein 3. oder 4. auffeinander kommen/ haͤlt deſto ſtaͤrcker/ vnd laͤſſet nicht weiters eynreiſſen/ oder man kan Eyerweiß zu Waſſer klopffen/ leinen Tuͤchlein darinn netzen/ vnd auff den Riß legen/ dann alſobald geſiebten guten vngeloͤſchten Kalck darauf zetteln/ mit der Hand hart darauf drucken/ vnd wieder ein ander Tuͤchlein/ mit Eyerweiß genetzet/ darauff/ mit Kalck beſtrewet/ alſo laſſen trucken werden/ haͤlt auch ſehr wol/ doch wird dieſes lieber von den corꝛoſiviſchen Spiritibus angegriffen/ als das erſte.","norm":"Es kommt bisweilen / dass ein Recipient oder ander Glas von stoßen / fallen / oder Hitze einen Riss bekommt / und doch sonsten noch gut ist; solche ritze aber / wann die Gläser hernach wieder in der Destillation warm werden / fortgehen / größer werden / und endlich gar zerbrechen / dem vorzukommen / mache einen dünnen Lutum von Leinohl / ungelöschten Kalk und Mini / Streiche ihn auf ein Tüchlein / leg es darüber / und las es trockenen / danach wieder ein anders darauf / und wann der Riss groß ist / kann es nicht schaden / dass deren Tüchlein 3. oder 4. aufeinander kommen / hält desto stärker / und lässt nicht weiteres einreißen / oder man kann Eierweiß zu Wasser klopfen / leinen Tüchlein darin netzen / und auf den Riss legen / dann alsobald gesiebten guten ungelöschten Kalk darauf zetteln / mit der Hand hart darauf drucken / und wieder ein ander Tüchlein / mit Eierweiß genetzt / darauf / mit Kalk bestreuet / also lassen trocken werden / hält auch sehr wohl / doch wird dieses lieber von den korrosivischen Spiritibus angegriffen / als das erste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249899864196777} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2806,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2807,"date":1659,"orig":"Man muß den Kalck nicht mit dem Eyerweiß miſchen/ vnd auff Tuͤchlein ſtreichen/ wie etliche thun/ es taug gantz nichts/ dann das Eyerweiß wird hart von dem Kalck/ ehe es recht vntereinander gemiſchet wird/ derohalben nicht ankleben oder halten will/ ſondern muß alſo erſt das naſſe Tuͤchlein/ vnd hernach auff das Tuͤchlein der Kalck geſtrewet werden/ wann das Tuͤchlein ſchon auff dem Glas liget/ alſo/ daß der Kalck nicht auff das Glas/ ſondern zwiſchen die beyde Tuͤchlein komme.","norm":"Man muss den Kalk nicht mit dem Eierweiß mischen / und auf Tüchlein streichen / wie etliche tun / es taug ganz nichts / dann das Eierweiß wird hart von dem Kalk / ehe es recht untereinander gemischt wird / derohalben nicht ankleben oder halten will / sondern muss also erst das nasse Tüchlein / und hernach auf das Tüchlein der Kalk gestreut werden / wann das Tüchlein schon auf dem Glas liegt / also / dass der Kalk nicht auf das Glas / sondern zwischen die beide Tüchlein komme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.379899978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2808,"date":1659,"orig":"CAP. VI.","norm":"CAP. VI.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.315199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2809,"date":1659,"orig":"Wie man die ſubtile Spiritus bewahren ſoll daß dieſelben/ wann ſie bereytet ſind/ nicht verꝛiechen.","norm":"Wie man die subtile Spiritus bewahren soll dass dieselben / wann sie bereitet sind / nicht verriechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.404900074005127} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2810,"date":1659,"orig":"DIe Glaͤſer darinn die Spiritus gemeynlich behalten werden/ pflegt man mit einem Stoͤpffel von Kurck oder Wachs/ vnd endlich mit einer Blaſen uͤberbunden/ zu bewahren/ iſt zwar gut zu etlichen Spiritibus, die das Kurck oder Wachs nit angreiffen/ dann alle corꝛoſiviſche Spiritus, als Vitrioli, Aluminis, Salis communis, Salis nitri, &c. zerfreſſenden Kurck/ vnd alle Vrinoſiſche/ als Cornu-cervi, Tartari, Salis-armoniaci, Urinæ, Vini, &c. erweichen das Wachs/ vnd gehen durch/ vnd ob man ſchon noch andere Stoͤpffel machen koͤnte/ die beyderley Spiritus halten koͤnten/ ſo iſt es doch muͤheſamb/ allzeit ſo viel Werck zu haben/ die Glaͤſer auff- vnd zu zumachen. Habe derohalben den dingen beſſer nachgedacht/ vnd Glaͤſer machen laſſen/ oben mit einem Faltz/ dareyn ſich ein Deckel ſchlieſſe/ wie beygeſetzte Figur außweiſet/ [als zum Exempel/ A der Deckel/ B das Glas/ C der Heber/ damit man die Spiritus herauß hebe] in welchem Faltz man Mercurium currentem leget/ vnd den Deckel darauff ſetzet/ ſo laufft alſobald der Mercurius neben dem Deckel in dem Faltz herumb/ vnd ſchlenſſet ſo dicht/ daß auch das allergeringſte nicht außriechen kan/ dann der Spiritus gehet nicht durch den Mercurium.","norm":"Die Gläser darin die Spiritus gemeinlich behalten werden / pflegt man mit einem Stöpsel von Kork oder Wachs / und endlich mit einer Blasen überbunden / zu bewahren / ist zwar gut zu etlichen Spiritibus, die das Kork oder Wachs nicht angreifen / dann alle corrosivische Spiritus, als Vitriole, Aluminis, Salis communis, Salis nitri, & c. zerfressenden Kork / und alle Vrinosische / als Cornu-cervi, Tartari, Salisarmoniaci, Urinae, Vini, & c. erweichen das Wachs / und gehen durch / und ob man schon noch andere Stöpsel machen könnte / die beiderlei Spiritus halten könnten / so ist es doch mühsam / allzeit so viel Werk zu haben / die Gläser auff- und zuzumachen . Habe derohalben den Dingen besser nachgedacht / und Gläser machen lassen / oben mit einem Falts / darein sich ein Deckel schließe / wie beigesetzte Figur ausweiset / [als zum Exempel / A der Deckel / B das Glas / C der Heber / damit man die Spiritus heraushebe] in welchem Falts man Mercurium currentem leget / und den Deckel darauf setzet / so lauft alsobald der Mercurius neben dem Deckel in dem Falts herum / und schlensset so dicht / dass auch das allergeringste nicht außriechen kann / dann der Spiritus geht nicht durch den Mercurium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2811,"date":1659,"orig":"(NB.)","norm":"(NB.)","lang_fastText":"pl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":8.916199684143066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2812,"date":1659,"orig":"So aber der Spiritus gar zu corꝛoſiviſch were/ wuͤrde er mit der Zeit den Mercurium in dem Faltz auch zu Waſſer machen/ welches aber in langer Zeit nicht geſchicht/ vnd ſo ſolches geſchaͤhe/ kan er einmal vernewert werden/ darzu iſt auch nicht noͤthig/ daß man corꝛoſiviſchen Spiritibus ſolche Ehr anthue/ vnd ſo fleiſſig bewahre/ weilen dieſelben ſo koͤſtlich nicht ſeyn: Die volatiliſche/ welche von den corꝛoſiviſchen abſtrahiret ſeyn/ greiffen den Mercurium nicht an/ vnd noch viel weniger die urinoſichen/ derentwillen mehrentheils dieſe Glaͤſer erfunden ſeyn; koͤnnen alſo auff dieſe weiſe die allerſubtileſten Spiritus, ohne einige verliehrung jhrer Kraͤfften/ ſo lange man will/ wol vnd gut behalten werden/ vnd weil man aber auß ſolchen Glaͤſern die Spiritus, wann man deren vonnoͤthen hat/ nicht außgieſſen kan/ dann auß dem Ranfft der Mercurius mit fallen wuͤrde/ alſo muß man ein Glaͤslein darzu machen laſſen/ an geſtalt eines Hebers/ damit man die Weine auß den Faͤſſern hebet/ doch kleiner/ mit einem Baͤuchlein vnd ſehr ſpitzigen Muͤndlein; welches Glas man in den Spiritum haͤlt/ vnd ſo viel hineyn laͤſſet gehen/ als man haben oder gebrauchen will/ vnd wann man mit dem Finger das obertheil des Glaͤsleins zuhaͤlt/ ſo laufft nichts herauß/ vnd kan man auß dem Glaͤslein den Spiritum in ein beſonder Glaͤslein lauffen laſſen vnd gebrauchen; den uͤbrigen Spiritum muß man dann alſobald wieder zudecken/ ſo bleibt er allzeit gut/ vnd ſo offt man etwas davon gebrauchen will/ ſolches mit dem Glaͤſern Heberlein herauß nehmen.","norm":"So aber der Spiritus gar zu corrosivisch wäre / würde er mit der Zeit den Mercurium in dem Falts auch zu Wasser machen / welches aber in langer Zeit nicht geschieht / und so solches geschähe / kann er einmal erneuert werden / dazu ist auch nicht nötig / dass man korrosivischen Spiritibus solche Ehre Andy / und so fleißig bewahre / weilen dieselben so köstlich nicht sein: Die volatilische / welche von den korrosivischen abstrahieret sein / greifen den Mercurium nicht an / und noch viel weniger die urinosichen / derentwillen mehrenteils diese Gläser erfunden sein; können also auf diese Weise die subtilsten Spiritus, ohne einige Verlierung ihrer Kräften / so lange man will / wohl und gut behalten werden / und weil man aber aus solchen Gläsern die Spiritus, wann man deren vonnöten hat / nicht ausgießen kann / dann aus dem Ranft der Mercurius mit fallen würde / also muss man ein Gläslein dazu machen lassen / an Gestalt eines Hebers / damit man die Weine aus den Fässern hebet / doch kleiner / mit einem Bäuchlein und sehr spitzigen Mündlein; welches Glas man in den Spiritum hält / und so viel hinein lässt gehen / als man haben oder gebrauchen will / und wann man mit dem Finger das Oberteil des Gläsleins zuhält / so lauft nichts heraus / und kann man aus dem Gläslein den Spiritum in ein besondere Gläslein laufen lassen und gebrauchen; den übrigen Spiritum muss man dann alsobald wieder zudecken / so bleibt er allzeit gut / und so oft man etwas davon gebrauchen will / solches mit dem Gläsern Heberlein herausnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.681600093841553} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2813,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun der beſte Weg/ der mir bewuſt/ ſubtile Spiritus vor exhaliren zu behalten.","norm":"Dieses ist nun der beste Weg / der mir bewusst / subtile Spiritus vor exhalieren zu behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0278000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2814,"date":1659,"orig":"Wiewol dieſes auch nicht boͤs iſt/ wann man ſolche in Glaͤſern bewahret/ darauff geſchlieffene Staͤmpffel von Glas gemacht ſeyn; halten auch alle Spiritus, koſten aber viel mehr als die erſten/ weilen das ſchleiffen muͤheſam iſt/ vnd geſchicht ſolches alſo.","norm":"Wiewohl dieses auch nicht bös ist / wann man solche in Gläsern bewahret / darauf geschliffene Stämpffel von Glas gemacht sein; halten auch alle Spiritus, kosten aber viel mehr als die ersten / weilen das Schleifen mühsam ist / und geschieht solches also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690499782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2815,"date":1659,"orig":"CAP. VII.","norm":"CAP. VII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.617499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2816,"date":1659,"orig":"Wie wan die Stoͤpffel von Glas in die Glaͤſer ſchleiffen ſoll/ die Spiritus darinn zu halten.","norm":"Wie wann die Stöpsel von Glas in die Gläser schleifen soll / die Spiritus darin zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470099925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2817,"date":1659,"orig":"LAſſe dir in einer Glashuͤtten allerhand Flaͤſchen/ gros vnd klein blaſen/ mit einem ſtarcken Hals vnd Mund/ darzu auch glaͤſerne Stoͤpffel/ die ſich dareyn ſchicken/ vnd wann du die Stoͤpffel dicht machen vnd ſchleiffen wilt/ ſo accommodire dieſelben in ein Holtz gefaſſet an ein Traͤhebanck/ las ſolchen vmblauffen/ vnd halte die Flaͤſche mit dem Mund dargegen/ alſo daß der Stoͤpffel/ der zuvor mit gemahlen Schmirgel vnd Waſſer angefeuchtet ſey/ juſt in der Flaͤſchen Mund gehe/ vnd darinn herumb lauffe/ vnd muß zum oͤfftern die Flaͤſche/ die man in den Haͤnden hat/ von dem Stoͤpffel/ der an der Traͤhebanck faͤſt iſt/ abgenommen werden/ mit einem Pinſel oder Feder mehr angefeuchten Schmirgel daran thun/ vnd laſſen vmblauffen/ ſo offt wiederholet das anſtreichen des Schmirgels/ bis du ſiheſt/ daß der Stoͤpffel ſich wol in die Flaͤſche ſchlieſſe/ wann ſolches geſchehen/ ſo fege den Schmirgel mit einem reinen Tuͤchlein ſchoͤn vnd ſauber auß der Flaͤſchen Mund vnd Stoͤpffel/ vnd ſtreiche abgeſchabten Trippel oder ein ander fein geſchleimte Erden mit Waſſer oder Oel angefeuchtet daran/ vnd las wieder ſo lang ſchleiffen mit oͤffterm anſtreichen des naſſen Trippels/ bis der Stoͤpffel gantz glatt vnd hell palliert iſt; wann ſolches geſchehen/ ſo binde denſelben mit einem Band an die Flaͤſche/ auff daß er nicht verwechſelt werde/ damit man die Glaͤſer dicht zu macht/ das kein Spiritus darbey außgehen mag.","norm":"Lasse dir in einer Glashütten allerhand Fläschchen / groß und klein blasen / mit einem starken Hals und Mund / dazu auch gläserne Stöpsel / die sich darein schicken / und wann du die Stöpsel dicht machen und schleifen willst / so akkommodiere dieselben in ein Holz gefasst an ein Trähebanck / las solchen umlaufen / und halte die Flasche mit dem Mund dagegen / also dass der Stöpsel / der zuvor mit gemahlen Schmirgel und Wasser angefeuchtet sei / just in der Fläschchen Mund gehe / und darin herumlaufe / und muss zum Öfteren die Flasche / die man in den Händen hat / von dem Stöpsel / der an der Trähebanck fest ist / abgenommen werden / mit einem Pinsel oder Feder mehr Angefeuchte Schmirgel daran tun / und lassen umlaufen / so oft wiederholet das Anstreichen des Schmirgels / bis du siehst / dass der Stöpsel sich wohl in die Flasche schließe / wann solches geschehen / so fege den Schmirgel mit einem reinen Tüchlein schön und sauber aus der Fläschchen Mund und Stöpsel / und streiche abgeschabten Trippel oder ein ander fein geschleimte Erden mit Wasser oder Öl angefeuchtet daran / und las wieder so lang schleifen mit öfterem anstreichen des nassen Triels / bis der Stöpsel ganz glatt und hell palliert ist; wann solches geschehen / so binde denselben mit einem Band an die Flasche / auf dass er nicht verwechselt werde / damit man die Gläser dicht zu macht / das kein Spiritus dabei ausgehen mag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2818,"date":1659,"orig":"Auff daß du aber ſo viel von dem Stoͤpffel vnd Flaͤſchen nicht ſchleiffen darffſt/ ſo las dir von Kupffer eine Form machen/ darein der Glaͤſern Zapffen/ wann er noch weich iſt/ vnd erſt auß dem Ofen kompt/ geſtoſſen/ vnd fein rund werde; deßgleichen kan man auch ein Gegenhuͤlſen von Kupffer machen laſſen/ welchen man in der Flaͤſchen Mund ſtecke/ vnd denſelben damit rund mache/ weil er noch weich iſt/ auff daß man hernach den Stoͤpffel in das Glas deſto eher vnd leichter dicht machen koͤnne:","norm":"Auf dass du aber so viel von dem Stöpsel und Fläschchen nicht schleifen darfst / so las dir von Kupfer eine Form machen / darein der Gläsern Zapfen / wann er noch weich ist / und erst aus dem Ofen kommt / gestoßen / und fein rund werde; desgleichen kann man auch ein Gegenhülsen von Kupfer machen lassen / welchen man in der Fläschchen Mund stecke / und denselben damit rund mache / weil er noch weich ist / auf dass man hernach den Stöpsel in das Glas desto eher und leichter dicht machen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.715199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2819,"date":1659,"orig":"[Als bey Exempel/ A der Stoͤpffel/ B das Glas]","norm":"[Als bei Exempel / A der Stöpsel / B das Glas]","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.532400131225586} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2820,"date":1659,"orig":"Vnd ſo du wol damit weiſt uͤmbzugehen/ koͤnnen ſie gar geſchwind behaͤb gemacht werden:","norm":"Und so du wohl damit weist umzugehen / können sie gar geschwind beheb gemacht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.013500213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2821,"date":1659,"orig":"Weilen aber nicht ein jedweder eine Traͤhebanck hat/ daran er den Stoͤpffel auff das Glas ſchleiffe/ ſo kan man nur alſo thun/ iſt eben gut/ gehet aber etwas laͤngſamer zu/ iſt aber dagegen auch wieder ſicherer/ als das vorige mit der Banck/ daran bisweilen/ wann man zu ſehr eylet/ die Glaͤſer warm werden vnd ſpringen.","norm":"Weilen aber nicht ein jedweder eine Trähebanck hat / daran er den Stöpsel auf das Glas Schleife / so kann man nur also tun / ist eben gut / geht aber etwas langsamer zu / ist aber dagegen auch wieder sicherer / als das vorige mit der Bank / daran bisweilen / wann man zu sehr eilet / die Gläser warm werden und springen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.679500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2822,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht alſo; man macht ein beſonder Inſtrument von Holtz oder Eyſen/ darinn man die Flaͤſche faſſen kan/ ſetzet dieſelbe hineyn/ ſchraubet das Inſtrument fein lind zuſammen/ auff daß die Flaͤſche/ welche in Tuͤcher gewickelt/ nicht davon zerbreche/ vnd weilen das Inſtrument auff ein Banck geſchraubet/ kan es ſich nicht bewegen/ ſondern muß vnverꝛuckt ſtehen bleiben.","norm":"Und geschieht also; man macht ein besondere Instrument von Holz oder Eisen / darin man die Flasche fassen kann / setzet dieselbe hinein / schraubet das Instrument fein lind zusammen / auf dass die Flasche / welche in Tücher gewickelt / nicht davon zerbreche / und weilen das Instrument auf ein Bank geschraubt / kann es sich nicht bewegen / sondern muss unverrückt stehen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2823,"date":1659,"orig":"Darnach machet man den Zapffen in ein beſonder Holtz [als bey Exempel/ A der Treiber mit dem Recip.","norm":"Danach macht man den Zapfen in ein besondere Holz [als bei Exempel / A der Treiber mit dem Recip.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.657599925994873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2824,"date":1659,"orig":"vnd B das Glas mit dem andern Recip.]","norm":"und B das Glas mit dem anderen Recip.]","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.136799812316895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2825,"date":1659,"orig":"(welches ſich in der mitte voneinander thut/ vnd wieder zuſchrauben laͤſſet) auch faͤſt/ vnd ſtreich auff den Zapffen Schmirgel/ mit Waſſer angefeuchtet/ wie oben gemeldet; nimb das Inſtrument/ dareyn der Zapffen gefaſſet/ mit beyden Haͤnden/ vnd reibet damit den Zapffen in der Flaͤſchen Hals ſtaͤtig uͤmb vnd uͤmb/ gleich als wie die Kupffer gieſſer thun/ wann ſie die Kranen dicht machen/ die man in die Wein- oder Bierfaͤſſer ſtecket/ vnd muß ſolches vmbreiben ſo lang geſchehen/ bis der Stoͤpffel wol dareyn ſchlieſſe; darnach auffs new wieder mit Trippel gethan/ ſo wird es dicht vnd gut/ gleich als wann es an einer Traͤhebanck gethan were.","norm":"(welches sich in der Mitte voneinander tut / und wieder zuschrauben lässt) auch fest / und Streiche auf den Zapfen Schmirgel / mit Wasser angefeuchtet / wie oben gemeldet; nimm das Instrument / darein der Zapfen gefasst / mit beiden Händen / und reibet damit den Zapfen in der Fläschchen Hals stetig um und um / gleich als wie die Kupfer Gießer tun / wann sie die Kranen dicht machen / die man in die Wein- oder Bierfässer stecket / und muss solches umreiben so lang geschehen / bis der Stöpsel wohl darein schließe; danach aufs neu wieder mit Trippel getan / so wird es dicht und gut / gleich als wann es an einer Trähebanck getan wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.092400074005127} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2826,"date":1659,"orig":"Auff dieſe weiſe muͤſſen auch die groſſen glaͤſernen Recipienten/ zu dem erſten Ofen gehoͤrig/ ineiander geſchliffen werden/ auff daß man dieſelben nicht verlutiren darff/ wie oben davon gedacht worden.","norm":"Auf diese Weise müssen auch die großen gläsernen Rezipienten / zu dem ersten Ofen gehörig / ineiander geschliffen werden / auf dass man dieselben nicht verlutiren darf / wie oben davon gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334700107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2827,"date":1659,"orig":"Deßgleichen werden auch die Stoͤpffel in die Phyolen geſchliffen/ darinn man etwas figiren will/ auff daß man ſolche nicht verlutiren darff/ ſondern nur den Stoͤpffel dareyn ſetzet/ vnd ein bleyern Huͤtlein darauf haͤncket/ wofern die Spiritus durch uͤbel regierung des Fewers zu ſtarck getrieben wuͤrden/ daß Glas nicht zerſpringe/ ſondern den Stoͤpffel etwas auffhehen vnd lufft ſchoͤpffen koͤnnen/ weilen dann ſolcher mit einem bleyern Huͤtlein beſchweret iſt/ alſobald wieder darauff ſitzet/ vnd die Phyol wieder geſchloſſen iſt.","norm":"Desgleichen werden auch die Stöpsel in die Phiolen geschliffen / darin man etwas figieren will / auf dass man solche nicht verlutiren darf / sondern nur den Stöpsel darein setzet / und ein bleiern Hütlein darauf henket / sofern die Spiritus durch übel Regierung des Feuers zu stark getrieben würden / dass Glas nicht zerspringe / sondern den Stöpsel etwas auffhehen und Luft schöpfen können / weilen dann solcher mit einem bleiern Hütlein beschweret ist / alsobald wieder darauf sitzet / und die Phyol wieder geschlossen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.964700222015381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2828,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſer modus die Phyolen zu ſtopffen/ viel beſſer/ als wann ſolches mit Kurck/ Wachs/ Schwefel oder andern dingen geſchehen were; dann wann ja uͤberſehen wird/ daß das Fewer zu ſtarck gehet/ gleichwol das Glas nich brechen kan/ ſondern ſo offt der Spiritus zu viel werden/ der Stoͤpffel nur ein wenig außlaͤſſet/ vnd das Glas gantz bleibet.","norm":"Und ist dieser modus die Phiolen zu stopfen / viel besser / als wann solches mit Kork / Wachs / Schwefel oder anderen Dingen geschehen wäre; dann wann ja übersehen wird / dass das Feuer zu stark geht / gleichwohl das Glas nicht brechen kann / sondern so oft der Spiritus zu viel werden / der Stöpsel nur ein wenig auslässt / und das Glas ganz bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.161499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2829,"date":1659,"orig":"Wiewol nun dieſer modus beſſer als der bekandte iſt/ ſo iſt doch noch ein beſſerer/ die Spiritus zu halten/ vnd doch kein Glas brechen kan.","norm":"Wiewohl nun dieser modus besser als der bekannte ist / so ist doch noch ein besserer / die Spiritus zu halten / und doch kein Glas brechen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3927998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2830,"date":1659,"orig":"Nemblich dieſer/ daß man eine krumme glaͤſerne Roͤhren machen laſſe/ nach beygeſetzter Figur; in welches Bauch man ein oder zwey Loth Mercurii vivi leget/ vnd ſetzet dieſe Sackroͤhren mit dem Mercurio auff die Phyol/ darinn die materi zu figiren iſt/ [als zum Exempel/ A die Sackroͤhre/ B die Phyol/ vnd oben von dem bleyerne Huͤtlein A, mit der Phyol B vermeldet iſt/] vnd verlutire ſolche auff die Phyol/ darinn deine materi zu figiren iſt/ ſo kan die Phyol nimmermehr brechen.","norm":"nämlich dieser / dass man eine krumme gläserne Röhren machen lasse / nach beigesetzter Figur; in welches Bauch man ein oder zwei Lot Mercurii vivi leget / und setzet diese Sackröhren mit dem Mercurio auf die Phyol / darin die Materie zu figieren ist / [als zum Exempel / A die Sackröhre / B die Phyol / und oben von dem bleierne Hütlein A, mit der Phyol B vermeldet ist /] und verlutire solche auf die Phyol / darin deine Materie zu figieren ist / so kann die Phyol nimmermehr brechen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2831,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2832,"date":1659,"orig":"Dieſe oberzehlte weiſe die Glaͤſer vor dem brechen zu bewahren/ ſeynd zwar an ſich ſelber gut/ bey denen/ die auff keinem rechten Wege ſeynd/ vnd ſich mit allerhand diſtillirten Spiritibus, der Salien/ Mineralien vnd Metallen zu figiren martelen vnd quaͤlen; welche/ ſo dieſelbe ſchon durch lange zeit mit vielem koſten fix gemacht/ dannoch dasjenige nicht thun/ was von jhnen verhoffet wird/ in dem ſolche fixationes durch gewalt vnd zwang geſchehen ſeyn/ die der Natur entgegen; wo man aber etwas nuͤtzliches in figirung der Geiſter zu hoffen hat/ muß die Natur gefolgt werden/ vnd nicht alſo plump dareyn gedapt/ dann nur die Vnweiſen in jhrer vermeynten Tinctur viel Glaͤſer zerbrechen; die Philoſophi aber nicht/ dann alles das mit gewalt geſchicht/ iſt der Natur entgegen/ vnd alles was mit der Natur gehet/ geſchicht auß Liebe; derohalben all diejenigen jrꝛen/ vnd zu keinem guten Ende nimmermehr gelangen werden/ die jhre fixationes mit gewalt vermeynen zu verꝛichten.","norm":"Diese oberzählte weise die Gläser vor dem Brechen zu bewahren / sind zwar an sich selber gut / bei denen / die auf keinem rechten Wege sind / und sich mit allerhand destillierten Spiritibus, der Salien / Mineralien und Metallen zu figieren martelen und quälen; welche / so dieselbe schon durch lange Zeit mit vielem kosten fix gemacht / dennoch dasjenige nicht tun / was von ihnen verhoffet wird / in dem solche fixationes durch Gewalt und zwang geschehen sein / die der Natur entgegen; wo man aber etwas Nützliches in Figierung der Geister zu hoffen hat / muss die Natur gefolgt werden / und nicht also plump darein getapt / dann nur die Unweisen in ihrer vermeinten Tinktur viel Gläser zerbrechen; die Philosophie aber nicht / dann alles das mit Gewalt geschieht / ist der Natur entgegen / und alles was mit der Natur geht / geschieht aus Liebe; derohalben all diejenigen irren / und zu keinem guten Ende nimmermehr gelangen werden / die ihre fixationes mit Gewalt vermeinen zu verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.155700206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2834,"date":1659,"orig":"Dann ſehet doch an/ wie viel wunderbarliche Inſtrumenta von Gold/ Silber/ Kupffer/ Eyſen/ Zinn vnd Bley/ wie auch von Erden/ Glas/ Stein/ vnd andern Materialien formirten Geſchirꝛen/ hat man doch geſucht den armen Mercurium mit gemeynem Gold vnd Silber zu figiren/ vnd Fewerbeſtaͤndig zu machen/ aber niemals hat geluͤcken wollen/ weilen beyde nicht zuſammen gehoͤren/ vnd keine angebohrne Liebe zuſammen tragen; dann ob ſchon der Mercurius den Metallen anhaͤngt/ oder die Metallen jhme/ ſo geſchicht doch ſolches nicht/ als wann dieſelbe zuſammen gehoͤrten/ vnd eins dem andern zur Verbeſſerung vnd Fortpflantzung helffen koͤnte/ gantz nicht/ weilen genug bekant iſt/ wann ſolche conjunctio das Fewer empfindet/ der Mercurius im geringſten nicht bey dem Gold/ Silber oder andern Metallen bleiben will/ noch kan/ ſondern ſich gaͤntzlich davon ſcheydet/ welches genug anzeigt/ daß kein angebohrne Liebe zur Vermehrung bey jhnen ſey/ vnd auch nimmermehr werden kan; diejenige Dinge aber/ die zuſammen gehoͤren/ lieben auch einander/ vnd weichen nicht wieder voneinander/ wann dieſelbe auch noch ſo fluͤchtig weren/ gleich wie der Mercurius bey dem Gold vnd Silber communi thut/ ſondern halten alſo zuſammen/ daß auch das Fewer mit all ſeiner Macht ſo ſtarck nicht iſt/ ſolche wieder zu trennen oder ſcheyden: darumb man wol in acht nehmen muß/ wann man etwas figiren will/ ob es auch zuſammen gehoͤre oder nicht/ findet man ſolches/ ſo darff man ſich nicht vmbſehen/ wo man Glaͤſer mit langen Haͤlſen hernehmen woͤlle/ dieſelben zu figiren/ ſie werden ſich ſelber halten vnd binden/ weilen eins zum andern gehoͤret; ſo du aber ſolche Dinge nicht kenneſt/ ſo bleibſtu beſſer davon/ vnd laſſe dein kochen verbleiben/ dann doch nichts gutes daraus kommen wird/ wie ich vnd andere ſolches mit ſchaden genug erfahren haben/ vnd noch taͤglich von vnzaͤhlichen erfahren wird; daß du mich aber beſſer verſteheſt/ was zuſammen gehoͤre vnd ſich im Fewer behalte/ ſo mercke dieſes.","norm":"Dann sehet doch an / wie viel wunderbarliche Instrumenta von Gold / Silber / Kupfer / Eisen / Zinn und Blei / wie auch von Erden / Glas / Stein / und anderen Materialien formierten Geschirren / hat man doch gesucht den armen Mercurium mit gemeinem Gold und Silber zu figieren / und Feuerbeständig zu machen / aber niemals hat glücken wollen / weilen beide nicht zusammen gehören / und keine angeborene Liebe zusammen tragen; dann ob schon der Mercurius den Metallen anhängt / oder die Metallen ihm / so geschieht doch solches nicht / als wann dieselbe zusammen gehörten / und eins dem anderen zur Verbesserung und Fortpflanzung helfen könnte / ganz nicht / weilen genug bekannt ist / wann solche conjunctio das Feuer empfindet / der Mercurius im Geringsten nicht bei dem Gold / Silber oder anderen Metallen bleiben will / noch kann / sondern sich gänzlich davon scheidet / welches genug anzeigt / dass kein angeborene Liebe zur Vermehrung bei ihnen sei / und auch nimmermehr werden kann; diejenige Dinge aber / die zusammen gehören / lieben auch einander / und weichen nicht wieder voneinander / wann dieselbe auch noch so flüchtig wären / gleich wie der Mercurius bei dem Gold und Silber communi tut / sondern halten also zusammen / dass auch das Feuer mit all seiner Macht so stark nicht ist / solche wieder zu trennen oder scheiden: darum man wohl in Acht nehmen muss / wann man etwas figieren will / ob es auch zusammen gehöre oder nicht / findet man solches / so darf man sich nicht umsehen / wo man Gläser mit langen Hälsen hernehmen wolle / dieselben zu figieren / sie werden sich selber halten und binden / weilen eins zum anderen gehöret; so du aber solche Dinge nicht kennest / so bleibst besser davon / und lasse dein kochen Verbleiben / dann doch nichts Gutes daraus kommen wird / wie ich und andere solches mit schaden genug erfahren haben / und noch täglich von unzähligen erfahren wird; dass du mich aber besser verstehest / was zusammen gehöre und sich im Feuer behalte / so merke dieses.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.668900012969971} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2835,"date":1659,"orig":"Nemblich/ ſo jemand gemeyn Regen- oder ander Waſſer auff Gold/ Silber oder ein ander Metall gieſſen wolte/ in meynung/ ſolche beyde zuſammen zu figiren; wuͤrde nicht jederman ſeiner ſpotten/ vnd ſagen/ daß er ein naͤrꝛiſch Werck vor haͤtte?","norm":"nämlich / so jemand gemein Regen- oder ander Wasser auf Gold / Silber oder ein ander Metall gießen wollte / in Meinung / solche beide zusammen zu figieren; würde nicht jedermann seiner spotten / und sagen / dass er ein närrisch Werk vorhätte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.710000038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2836,"date":1659,"orig":"Ich glaub ja/ er muͤſte dann ſelber ein Narꝛ ſeyn.","norm":"Ich glaube ja / er müsste dann selber ein Narr sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"az","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.320400238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2837,"date":1659,"orig":"Siehe nun/ lieber Sucher der Kunſt/ wie vnverſtaͤndig doch in dieſen nichtigen Dingen gehandelt wird/ dann der mehrentheil Zeit bey den Geldgeitzigen Alchymiſten mit ſolchem Lumpenwerck zugebracht wird/ dahero ſie auch eynernden was ſie geſaͤet haben/ vnd endlich nach viel erlittener Muͤhe/ Arbeit/ Geſtanck vnd wachen/ das Werck als vntuͤchtig muͤſſen liegen oder ſtehen laſſen.","norm":"Siehe nun / lieber Sucher der Kunst / wie unverständig doch in diesen nichtigen Dingen gehandelt wird / dann der Mehranteil Zeit bei den Geldgeizigen Alchimisten mit solchem Lumpenwerk zugebracht wird / daher sie auch einernten was sie gesät haben / und endlich nach viel erlittener Mühe / Arbeit / Gestank und wachen / das Werk als untüchtig müssen liegen oder stehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.526899814605713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2838,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon eben kein gemeyn Waſſer dazu genommen wird/ ſo habe ich doch vielmahl geſehen vnd gehoͤrt/ daß etliche den Maͤyen-Taw/ im Maͤrtzen gefallen Schnee oder Regenwaſſer/ Item/ welches von den Sternbutzen/ etlichen Kraͤutern/ Thieren vnd andern zu ſolchem Werck vntuͤchtigen dingen gediſtillirt worden/ fuͤr jhr Menſtruum gehalten/ vnd darinn geſudelt.","norm":"Ob nun schon eben kein gemein Wasser dazu genommen wird / so habe ich doch vielmal gesehen und gehört / dass etliche den Mäyen-Taw / im Märzen gefallen Schnee oder Regenwasser / Item / welches von den Sternbutzen / etlichen Kräutern / Tieren und anderen zu solchem Werk untüchtigen Dingen gedistillirt worden / für ihr Menstruum gehalten / und darin gesudelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.78439998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2839,"date":1659,"orig":"Wie nun dieſe oberzehlte Dinge vnmoͤglich mit einem Metall radicaliter zu conjungiren ſeyn/ alſo wird auch in Ewigkeit nichts gutes daraus koͤnnen gemacht werden/ dann ſie ſo weit voneinander ſeyn; vnd iſt eben als wolt einer ein hohe oder lange Leyter auffſteygen/ welche viel ſproſſen haͤtte/ vnd von der vnterſten auff die oberſte ſchreitten/ welches dann nicht geſchehen wuͤrde; alſo iſt auch vnmoͤglich/ Dinge zuſammen zu fuͤgen/ die weit in jhrer Natur voneinander ſeyn.","norm":"Wie nun diese oberzählte Dinge unmöglich mit einem Metall radicaliter zu konjungieren sein / also wird auch in Ewigkeit nichts Gutes daraus können gemacht werden / dann sie so weit voneinander sein; und ist eben als wollt einer ein hohe oder lange Leyter aufsteigen / welche viel sprossen hätte / und von der untersten auf die oberste schreiten / welches dann nicht geschehen würde; also ist auch unmöglich / Dinge zusammenzufügen / die weit in ihrer Natur voneinander sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6194000244140625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2840,"date":1659,"orig":"Gleich wie man aber allgemach ohne gefahr ein ſehr hohe Leyter gantz gemaͤchlich/ wann man nemblich/ von einem ſproſſen auff den andern ſchreittet/ auffſteygen kan.","norm":"Gleich wie man aber allgemach ohne Gefahr ein sehr hohe Leyter ganz gemächlich / wann man nämlich / von einem sprossen auf den anderen schreitet / aufsteigen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.178100109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2841,"date":1659,"orig":"Alſo auch geſchicht/ wann man ja die extrema, welches doch vnnoͤthig/ wolte zuſammen bringen/ erſtlich das jenige in eine ſolche materi, die jhme am naͤchſten verwand/ bringen muͤſte; hernacher ſolche wieder mit einer/ die jhme am naͤchſten were/ vnd alſo fortan/ ſolte es wol geſchehen koͤnnen/ aber in einer ſehr langen Zeit/ ohne nutzen vnd gewinn.","norm":"Also auch geschieht / wann man ja die extrema, welches doch unnötig / wollte zusammen bringen / erstlich dasjenige in eine solche Materie, die ihm am nächsten verwandt / bringen müsste; hernach solche wieder mit einer / die ihm am nächsten wäre / und also fortan / sollte es wohl geschehen können / aber in einer sehr langen Zeit / ohne nutzen und Gewinn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.358799934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2842,"date":1659,"orig":"Derohalben man ſolche Dinnge zuſammen ſetzen ſolte/ die einander nahe verwand ſeyn/ ſo wird ſich eines des andern erfrewen/ gern empfangen/ uͤberwinden vnd behalten.","norm":"Derohalben man solche Dinge zusammen setzen sollte / die einander nahe verwandt sein / so wird sich eines des anderen erfreuen / gern empfangen / überwinden und behalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.971799850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2843,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel/ es iſt ein einiges Saltz/ welches ein jedweder gemeyn Waſſer corporaliſch zu machen/ vnd in ein hart corpus ſelbigem Saltze gleich/ zu coaguliren vnd figiren macht hat/ welches ſonſten kein ander Saltz thun kan; deßgleichen kan daſſelbe Saltz nur von einem einigen Mineral/ welches doch zuvorn gantz vnhaͤltig/ in kurtzer zeit mit dem Mineral figiret werden.","norm":"Als zum Exempel / es ist ein einiges Salz / welches ein jedweder gemein Wasser körperlich zu machen / und in ein hart corpus selbigem Salze gleich / zu koagulieren und figieren macht hat / welches sonsten kein ander Salz tun kann; desgleichen kann dasselbe Salz nur von einem einigen Mineral / welches doch zuvor ganz vnhältig / in kurzer Zeit mit dem Mineral figiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496699810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2844,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen die Mineralien durch Metallen/ vnd die Metallen (dieſes letzte ich zwar noch niemahls gethan) durch eine ſolche materi, die beſſer iſt als ein Metall/ ohne zweyfel fix vnd in allen Proben beſtaͤndig gemachet werden.","norm":"Auch können die Mineralien durch Metallen / und die Metallen (dieses letzte ich zwar noch niemals getan) durch eine solche Materie, die besser ist als ein Metall / ohne Zweifel fix und in allen Proben beständig gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611499786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2845,"date":1659,"orig":"Daß es aber darumb noͤthig ſeyn ſolte/ wann man Mineralien oder Metallen figiren wolte/ erſt zu vnterſt anzufangen das Waſſer in ein Saltz/ vnd das Saltz in ein Mineral zuverwandeln/ nein gantz nicht/ man darff ſolchen weiten Weg nicht nehmen/ ſondern nur anfangen an ſolchon Dingen/ da die Natur allbereyt jhr beſtes an gethan/ vnd daran weiters zu arbeyten auffgehoͤret hat/ dann ſolte Hoffnung ſeyn/ wann keine widerwaͤrtige Naturen zuſammen geſetzet wuͤrden/ daß etwas gutes daraus werden moͤchte ſonſten gantz nicht/ ſihe an/ wie gern die Natur doch helffen will/ wann jhr nur dasjenige geben wird/ deme ſie helffen kan.","norm":"Dass es aber darum nötig sein sollte / wann man Mineralien oder Metallen figieren wollte / erst zu unterst anzufangen das Wasser in ein Salz / und das Salz in ein Mineral zuverwandeln / nein ganz nicht / man darf solchen weiten Weg nicht nehmen / sondern nur anfangen an solchon Dingen / da die Natur allbereyt ihr Bestes angetan / und daran weiteres zu arbeiten aufgehört hat / dann sollte Hoffnung sein / wann keine widerwärtige Naturen zusammen gesetzt würden / dass etwas Gutes daraus werden möchte sonsten ganz nicht / siehe an / wie gern die Natur doch helfen will / wann ihr nur dasjenige geben wird / dem sie helfen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387700080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2846,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel:","norm":"Als zum Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.274099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2847,"date":1659,"orig":"Mache ein rein Saltz durch ſolviren vnd coaguliren auß dem gebrandten Tartaro, (bilde dir aber nicht eyn/ daß dieſes Saltz dasjenige ſey/ davon ich kurtz oben gedacht/ gantz nicht/ dann noch ein anders vnd beſſers iſt) vnd waͤge ſolches nach dem außgluͤen/ vnd behalt das Gewicht/ darnach gieſſe halb ſo ſchwer/ als das Saltz gewogen/ rein Regenwaſſer darauff/ auff daß du aber keinen argwohn habeſt/ daß das Waſſer etwas vnreines bey ſich gehabt/ ſo diſtillire ſolches zuvorn/ vnd ſetze das Saltz mit dem Waſſer in einen Sand oder Balneum, abſtrahire das Waſſer fein linde davon/ gieſſe ſolches wieder darauff/ ziehe es wieder davon/ vnd ſolches auffgieſſen vnd abſtrahiren thue ſo offt vnd lang/ bis es genug iſt/ oder bis all dein Waſſer verlohren iſt; dann nimb das Saltz auß dem Kolben/ gluͤe ſolches auß/ vnd waͤge es/ ſo wirſtu befinden/ daß es am Gewicht wird zugenommen haben; vnd iſt ſolches gewicht oder zuwachs nicht anders als Waſſer geweſen.","norm":"Mache ein rein Salz durch solvieren und koagulieren aus dem gebrandeten Tartaro, (bilde dir aber nicht ein / dass dieses Salz dasjenige sei / davon ich kurz oben gedacht / ganz nicht / dann noch ein anders und besseres ist) und wäge solches nach dem Ausglühen / und behalte das Gewicht / danach gieße halb so schwer / als das Salz gewogen / rein Regenwasser darauf / auf dass du aber keinen argwohn habest / dass das Wasser etwas Unreines bei sich gehabt / so destilliere solches zuvor / und setze das Salz mit dem Wasser in einen Sand oder Balneum, abstrahiere das Wasser fein linde davon / gieße solches wieder darauf / ziehe es wieder davon / und solches aufgießen und abstrahieren tue so oft und lang / bis es genug ist / oder bis all dein Wasser verloren ist; dann nimm das Salz aus dem Kolben / glüh solches aus / und wäge es / so wirst du befinden / dass es am Gewicht wird zugenommen haben; und ist solches Gewicht oder Zuwachs nicht anders als Wasser gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.792399883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2848,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2849,"date":1659,"orig":"Die cohobierung des Waſſers uͤber dem Saltz muß aber ſehr offt geſchehen.","norm":"Die cohobierung des Wassers über dem Salz muss aber sehr oft geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.165200233459473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2850,"date":1659,"orig":"Sihe/ alſo kan durch Kunſt das Waſſer zu einem Saltz werden/ vnd ſo fortan.","norm":"Siehe / also kann durch Kunst das Wasser zu einem Salz werden / und so fortan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.720900058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2851,"date":1659,"orig":"So du das nicht glauben kanſt/ daß auß einem greifflichen Weſen/ ein ander greiffliches vnd fixers werden kan/ wie ſoltu dann glauben koͤnnen/ daß ein vngreiffliches Weſen/ als die Sonn/ oder nur das Fewer/ greifflich vnd fix/ davon in meinem Tractaͤtlein/ De Auro Potabili vero, etwas Meldung geſchehen/ vnd hernach in libro de Generatione Metallorum, ein mehrers (geliebt es Gott) folgen ſoll/ werden koͤnne?","norm":"So du das nicht glauben kannst / dass aus einem greiflichen Wesen / ein ander greifliches und Fixers werden kann / wie sollst du dann glauben können / dass ein vngreiffliches Wesen / als die Sonne / oder nur das Feuer / greiflich und fix / davon in meinem Traktätlein / De Auro Potabili vero, etwas Meldung geschehen / und hernach in libro de Generatione Metallorum, ein mehreres (geliebt es Gott) folgen soll / werden könne?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60290002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2852,"date":1659,"orig":"Dann dieſes muſtu wiſſen/ daß ſich die Elementa mit jhren Fruͤchten circuliren/ ſich eins in das andere verwandelt/ ſich eins von dem andern nehret vnd erhaͤlt; als Erden giebt Waſſer/ Waſſer giebt Lufft/ Lufft machet Fewer/ vnd Fewer wird wieder zu Erden; wann es rein iſt/ wird auch ein reine Erden daraus/ ꝛc. Auff daß du aber wol verſteheſt/ wie dasjenige/ das ſoll figirt werden/ muͤſſe von einem andern/ darzu es ſonderbahre Liebe vnd Freundſchafft trage/ gehalten werden/ ſo mercke dis grobe/ doch deutlich Exempel:","norm":"Dann dieses musst du wissen / dass sich die Elementa mit ihren Früchten zirkulieren / sich eins in das andere verwandelt / sich eins von dem anderen nähret und erhält; als Erden gibt Wasser / Wasser gibt Luft / Luft macht Feuer / und Feuer wird wieder zu Erden; wann es rein ist / wird auch ein reine Erden daraus / etc. Auf dass du aber wohl verstehest / wie dasjenige / das soll figiert werden / müsse von einem anderen / dazu es sonderbare Liebe und Freundschaft trage / gehalten werden / so merke dies grobe / doch deutlich Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.181300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2853,"date":1659,"orig":"Wann ein Ackermann etwas in die Erden ſaͤen will/ daß es ſich darinn vermehren ſolle/ ſo iſt es jhme nicht gleich/ in was Erden er ſeinen Samen lege/ ſondern er waͤhlet jhme eine ſolche Erden/ die auch bequaͤm ſey zur Vermehrung ſeines Saamens/ als ein ſolche/ die nicht zu trucken noch zu naß ſey; dann ſo er in lautern Sand ſeinen Saamen legen wolte/ wuͤrde derſelbe darinn nicht koͤnnen fort kommen/ ſondern verdorꝛen vnd gantz verderben; ſo er aber ſolchen in ein Waſſer legte/ verfaulen vnd gleicherweiſe verderben.","norm":"Wann ein Ackermann etwas in die Erden säen will / dass es sich darin vermehren solle / so ist es ihm nicht gleich / in was Erden er seinen Samen lege / sondern er wählet ihm eine solche Erden / die auch bequem sei zur Vermehrung seines Samens / als ein solche / die nicht zu trocken noch zu nass sei; dann so er in lauteren Sand seinen Samen legen wollte / würde derselbe darin nicht können fort kommen / sondern verdorren und ganz verderben; so er aber solchen in ein Wasser legte / verfaulen und gleicherweise verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.373199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2854,"date":1659,"orig":"Dann ein jedweders/ das ſoll erhalten werden vnd bleiben/ in ſeiner gleichmaͤſſigen Temperatur beſtehen muß/ vnd je gleichmaͤſſiger Temperatur/ je beſtaͤndiger Weſen.","norm":"Dann ein jedwedes / das soll erhalten werden und bleiben / in seiner gleichmäßigen Temperatur bestehen muss / und je gleichmäßiger Temperatur / je beständiger Wesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251500129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2855,"date":1659,"orig":"Weilen dann zu Fortwachſung vnd Vermehrung der vegetabilien eine Feuchtigkeit noͤthig/ ohne welches ſie nicht fortwachſen koͤnnen/ vnd ob ſchon der Saame in einem naſſen Sand laͤge/ vnd hernach die warmen Sonnenſtrahlen hart darauff fielen/ ſo wuͤrde das Waſſer gar leichtlich durch die hitze derſelben außgetrieben/ vnd der Saamen in dem truckenen Sande verbrennen vnd verderben/ weilen das Waſſer mit dem Sand keine gemeynſchafft hat/ vnd von jhme nichtkan gehalten werden/ dardurch der Saamen ſeine Nahrung vnd Wachsthumb behielte/ ſo aber in dem Sande ein bequaͤmes Saltz iſt/ daran ſich der Regen halten/ vnd vor der Sonnenhitz ohn außgetrieben bleiben kan/ ſo haͤlt der Sand das Saltz/ vnd das Saltz das Waſſer/ dadurch die Fruchtſeine Nahrung hat.","norm":"Weilen dann zu Fortwachsung und Vermehrung der Vegetabilien eine Feuchtigkeit nötig / ohne welches sie nicht fortwachsen können / und ob schon der Same in einem nassen Sand läge / und hernach die warmen Sonnenstrahlen hart darauf fielen / so würde das Wasser gar leichtlich durch die Hitze derselben ausgetrieben / und der Samen in dem trockenen Sande verbrennen und verderben / weilen das Wasser mit dem Sand keine Gemeinschaft hat / und von ihm nichtkann gehalten werden / dadurch der Samen seine Nahrung und Wachstum behielte / so aber in dem Sande ein bequemes Salz ist / daran sich der Regen halten / und vor der Sonnenhitze ohne ausgetrieben bleiben kann / so hält der Sand das Salz / und das Salz das Wasser / dadurch die Fruchtsein Nahrung hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.545599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2856,"date":1659,"orig":"Es gilt aber nicht gleich/ was es fuͤr ein Saltz ſeye/ dann ob ſchon Chriſtus bey Lucæ 14.","norm":"Es gilt aber nicht gleich / was es für ein Salz sei / dann ob schon Christus bei Lucae 14.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.32919979095459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2857,"date":1659,"orig":"v. ult. ſaget:","norm":"v. ult. sagt:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":5.540599822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2858,"date":1659,"orig":"Wann das Erdreich nicht geſaltzen iſt/ ſo iſt es dumm/ vnd kan keine Frucht bringen; ſo iſts doch kein gemeyn Saltz gemeynet/ dann etliche Salia, als Sal commune, Vitrioli, Aluminis vnd dergleichen/ den Gewaͤchſen nicht allein keinen nutzen bringen/ ſondern auch gantz ſchaͤdlich ſeyn/ vnd das Wachsthumb wegen jhrer trucknen vnd ſcharpffen Natur verhindern/ hergegen aber die urinoſiſche Salien daſſelbe befoͤrderen.","norm":"Wann das Erdreich nicht gesalzen ist / so ist es dumm / und kann keine Frucht bringen; so ist es doch kein gemein Salz gemeint / dann etliche Salia, als Soll commune, Vitriole, Aluminis und dergleichen / den Gewächsen nicht allein keinen nutzen bringen / sondern auch ganz schädlich sein / und das Wachstum wegen ihrer trocknen und scharfen Natur verhindern / hingegen aber die urinosische Salien dasselbe befördere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2859,"date":1659,"orig":"Welches die Bawren beſſer verſtehen/ als offtermals die vermeynte Philoſophia:","norm":"Welches die Bauern besser verstehen / als öftermals die vermeinte Philosophia:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.497000217437744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2860,"date":1659,"orig":"Dann wann ein Erdreich vnfruchtbar iſt/ wiſſen ſie jhme mit den Excrementis der Thieren zu helffen/ welches dann nichts anders iſt/ als ein urinoſiſch Saltz mit einem Schwefel vermiſchet/ davon die Erden fett vnd fruchtbar gemacht wird/ auff ſolche weiſe/ wie oben gemeldet/ nemblich/ dem Regenwaſſer ein vehiculum zu geben/ daß es ſo leichtlich nicht von der Sonnen wird außgetrucknet/ vnd liebet auch ein jedweder Saamen/ welcher in einem Sale urinoſo vnd Sulphure beſtehet/ gern ſeines gleichen/ davon er ſeine Nahrung hat vnd geneuſt/ welches ſo wol bey den Gelaͤhrten als Vngelaͤhrten wenig in acht genommen wird; die Bawern ſeynd zu entſchuldigen/ daß ſie nicht mehr wiſſen/ als was ſie von jhren Vorfahren geſehen/ vnd als ein Handwerck nachthun; andere aber/ deren Namen ich nicht beſchaͤmen will/ die ſich ruͤhmen/ vnd ein Titul fuͤhren etwas in der Natur zu verſtehen; ſolten billich beſſer vrſach vom Wachsthumb aller Dingen zu geben wiſſen/ als ſie thun/ welches fuͤrwar eine Schande iſt/ daß die Bawren in ſolchen Dingen mehr verſtehen/ als die Gelaͤhrten.","norm":"Dann wann ein Erdreich unfruchtbar ist / wissen sie ihm mit den Excrementis der Tieren zu helfen / welches dann nichts anders ist / als ein urinosisch Salz mit einem Schwefel vermischet / davon die Erden fett und fruchtbar gemacht wird / auf solche weise / wie oben gemeldet / nämlich / dem Regenwasser ein vehiculum zu geben / dass es so leichtlich nicht von der Sonnen wird ausgetrocknet / und liebet auch ein jedweder Samen / welcher in einem Sale urinoso und Sulphure bestehet / gern seinesgleichen / davon er seine Nahrung hat und genaust / welches so wohl bei den Gelehrten als Ungelehrten wenig in Acht genommen wird; die Barn sind zu entschuldigen / dass sie nicht mehr wissen / als was sie von ihren Vorfahren gesehen / und als ein Handwerk nachtun; andere aber / deren Namen ich nicht beschämen will / die sich rühmen / und ein Titel führen etwas in der Natur zu verstehen; sollten billig besser Ursache vom Wachstum aller Dingen zu geben wissen / als sie tun / welches fürwahr eine Schande ist / dass die Bauern in solchen Dingen mehr verstehen / als die Gelehrten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8317999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2861,"date":1659,"orig":"Jederman kan das wol ſagen/ der Miſt duͤnget vnd macht wachſen/ aber wie er wachſen macht/ wird geſchwiegen; wann kein Sal nitroſum in dem Miſtwere/ gewißlich wuͤrde er nicht fruchtbar machen/ dann genugſamb bewuſt iſt/ daß auß allen Excrementis animalium, ein guter Salpeter kan gemacht werden/ beſtehet alſo die Gutthat des Miſts nur allein im Sale urinoſo, welches darinn iſt/ vnd nicht in dem Strohe oder Huͤlſen.","norm":"Jedermann kann das wohl sagen / der Mist dünget und macht wachsen / aber wie er wachsen macht / wird geschwiegen; wann kein Soll nitrosum in dem Mistwere / gewisslich würde er nicht fruchtbar machen / dann genugsam bewusst ist / dass aus allen Excrementis animalium, ein guter Salpeter kann gemacht werden / bestehet also die Guttat des Mists nur allein im Sale urinoso, welches darin ist / und nicht in dem Stroh oder Hülsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.440100193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2862,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen/ muß dann eben ein ſolches Saltz dem Wachsthumb der Vegetabilien dienen vnd helffen/ das in dem Miſt der Animalien iſt/ warumb thut es nicht auch ein ander Saltz darauff iſt allbereit ſchon oben geantwortet/ daß gleich ſeinem gleichen helffen kan vnd muß/ vnd ein contrarium das ander verderbe:","norm":"Möchte jemand sagen / muss dann eben ein solches Salz dem Wachstum der Vegetabilien dienen und helfen / das in dem Mist der Animaleien ist / warum tut es nicht auch ein ander Salz darauf ist allbereits schon oben geantwortet / dass gleich seinem gleichen helfen kann und muss / und ein contrarium das ander verderbe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2863,"date":1659,"orig":"Dann die Erfahrung bezeuget daß ein jedweder Saamen nicht in einem Sale acido, ſondern in einem Sale urinoſo mit Sulphure vermiſcht beſtehet/ darumb er auch ſeines gleiches ſuchet vnd liebet.","norm":"Dann die Erfahrung bezeuget dass ein jedweder Samen nicht in einem Sale acido, sondern in einem Sale urinoso mit Sulphure vermischt bestehet / darum er auch seines Gleiches suchet und liebet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493199825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2864,"date":1659,"orig":"Der ſolches nun nicht weiß oder glauben will/ der kan es verſuchen/ vnd diſtilliren per Retortam, ein Pfund Saamen eines Krauts/ welches er will/ ſo wird er befinden/ daß kein Spiritus acidus, ſondern ein phlegma mit vielem Oel vnd Sale volatili uͤbergehet; alſo/ daß der gantze Recipient davon weiß uͤberzogen wird/ welches kein Wurtzel oder Stiel des Krauts thun wird; dann die edleſte Krafft/ Geruch vnd Geſchmack der wachſenden Dingen gehet bey allen Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien in den Saamen/ vnd hat die vorſichtige Natur daran jhr beſtes gethan/ daß ſie/ nemblich/ das beſte theil in den Saamen ordiniret hat/ der auch das meiſte außſtehen vnd leyden muß/ vnd wird der Saamen/ wie geſagt/ von ſeines gleichen vnterhalten/ ernehret vnd geſpeiſet.","norm":"Der solches nun nicht weiß oder glauben will / der kann es versuchen / und destillieren per Retortam, ein Pfund Samen eines Krauts / welches er will / so wird er befinden / dass kein Spiritus acidus, sondern ein Phlegma mit vielem Öl und Sale volatili übergehet; also / dass der ganze Recipient davon weiß überzogen wird / welches kein Wurzel oder Stiel des Krauts tun wird; dann die edelste Kraft / Geruch und Geschmack der wachsenden Dingen geht bei allen Vegetabilien / Animaleien und Mineralien in den Samen / und hat die vorsichtige Natur daran ihr Bestes getan / dass sie / nämlich / das beste Teil in den Samen ordinieret hat / der auch das meiste ausstehen und leiden muss / und wird der Samen / wie gesagt / von seinesgleichen unterhalten / ernähret und gespeist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014500141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2865,"date":1659,"orig":"Dieſer Diſcurs haͤtte wol allhier koͤnnen auſſen gelaſſen bleiben/ iſt aber nur darumb geſchehen/ auff daß man des wachſens aller Dingen Vrſach erkenne/ vnd auch dasjenige von attrahirung oder figirung aller Dingen deſto beſſer koͤnne verſtanden werden.","norm":"Dieser Diskurs hätte wohl allhier können außen gelassen bleiben / ist aber nur darum geschehen / auf dass man des Wachsens aller Dingen Ursache erkenne / und auch dasjenige von Attrahierung oder Figierung aller Dingen desto besser könne verstanden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.950200080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2866,"date":1659,"orig":"Muͤſſen alſo zum Beſchluß alle wachſende vnd vermehrende/ ſo wol vegetabiliſche/ animaliſche als mineraliſche Dinge auß angebohrner Liebe/ vnd nicht auß Zwang vnd Trang/ geſchehen/ gleich bey den vermeynten Chymiſten taͤglich gethan wird; vnd iſt auch kein wunder/ daß ſo viele jhr gewuͤnſchtes Ende nicht erlangen/ weilen ſie gegen die Natur jhr Werck anſtellen/ vnd zu vollfuͤhren vermeynen.","norm":"Müssen also zum Beschluss alle wachsende und vermehrende / so wohl vegetabilische / animalische als mineralische Dinge aus angeborener Liebe / und nicht aus Zwang und Tranig / geschehen / gleich bei den vermeinten Chymisten täglich getan wird; und ist auch kein Wunder / dass so viele ihr gewünschtes Ende nicht erlangen / weilen sie gegen die Natur ihr Werk anstellen / und zu vollführen vermeinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.432400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2867,"date":1659,"orig":"Derohalben auch ein jedweder/ der etwas zu figiren geſinnet iſt/ zuſehe/ was er jhme zuſetze/ dardurch ſolches gehaleen werde/ dann ohne ein haltung iſt es vnmoͤglich das geringſte zu figiren/ das Fewer thut zwar ſein beſtes/ aber es kan dem nicht helffen/ das gegen die Natur iſt; vnd wann es etwas antrifft/ das nich nach der Natur ordiniret oder conſtruirt iſt/ verzehret vnd verderbet es ſolches gaͤntzlich/ vnd kan nichts gegen das Fewer beſtehen/ als allein dasjenige/ das wol vnd rechtmaͤſſig zuſammen gehoͤret; darnach ſich ein jedweder zu richten/ vnd ſein fixation anzuſtellen (auff daß er nicht verlohren Muͤhe vnd Arbeit zu lohn bekomme) wiſſen wird.","norm":"Derohalben auch ein jedweder / der etwas zu figieren gesinnt ist / zusehe / was er ihm zusetze / dadurch solches gehaleen werde / dann ohne ein Haltung ist es unmöglich das geringste zu figieren / das Feuer tut zwar sein bestes / aber es kann dem nicht helfen / das gegen die Natur ist; und wann es etwas antrifft / das nicht nach der Natur ordinieret oder konstruiert ist / verzehret und verderbet es solches gänzlich / und kann nichts gegen das Feuer bestehen / als allein dasjenige / das wohl und rechtmäßig zusammen gehöret; danach sich ein jedweder zu richten / und sein Fixation anzustellen (auf dass er nicht verloren Mühe und Arbeit zu Lohn bekomme) wissen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.001599788665771} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2868,"date":1659,"orig":"CAP. VIII.","norm":"CAP. VIII.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.807400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2869,"date":1659,"orig":"Wie man gute beſtaͤndige Tiegel machen ſoll.","norm":"Wie man gute beständige Tiegel machen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.353400230407715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2870,"date":1659,"orig":"WEilen man zum vierdten Ofen gute Tiegel vonnoͤthen hat/ vnd ſolche nicht allenthalben zu bekommen ſeyn/ alſo achte ich gut jhre Bereytung zu beſchreiben/ dann ich wol weiß/ daß manchem offtermals ſolche mangeln/ vnd ſich mit vntuͤchtigem gut behelffen muß/ da dann nicht allein vielmahls groſſer ſchaden gelitten wird/ wann dieſelben im Fewer nicht halten/ ſondern reiſſen/ vnd das Metall außlaufft/ ſondern auch gantz verdrießlich iſt/ wann man das außgelauffene Metall in der Aſchen ſuchen/ vnd ſein vorhabend Werck auffs newe wieder anfangen muß.","norm":"Weilen man zum vierten Ofen gute Tiegel vonnöten hat / und solche nicht allenthalben zu bekommen sein / also achte ich gut ihre Bereitung zu beschreiben / dann ich wohl weiß / dass manchem öftermals solche mangeln / und sich mit untüchtigem gut behelfen muss / da dann nicht allein vielmals großer schaden gelitten wird / wann dieselben im Feuer nicht halten / sondern reißen / und das Metall auslauft / sondern auch ganz verdrießlich ist / wann man das ausgelaufene Metall in der Aschen suchen / und sein vorhabend Werk aufs neue wieder anfangen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2871,"date":1659,"orig":"Es iſt ein groſſer Irꝛthumb vnd Thorheit (bey den Chymicis, Goldſchmieden/ Scheydern vnd andern/ die Tiegel gebrauchen) bishero geweſen/ daß ſie/ nemblich/ jhnen eyngebildet/ als wann nirgends gute Erden/ Tiegel davon zu machen/ als in Heſſen zu bekommen were; haben derohalben die Heſſiſche/ wie auch Ibſer Tiegel vnd Erden mit groſſem Vnkoſten holen laſſen/ vnd nicht gedacht/ daß allenthalben dergleichen gute Erden in Deutſchland mehr zu finden were/ welches ein groſſe Einfaͤltigkeit der Menſchen iſt.","norm":"Es ist ein großer Irrtum und Torheit (bei den Chymicis, Goldschmieden / Scheidern und anderen / die Tiegel gebrauchen) bisher gewesen / dass sie / nämlich / ihnen eingebildet / als wann nirgends gute Erden / Tiegel davon zu machen / als in Hessen zu bekommen wäre; haben derohalben die Hessische / wie auch Ibser Tiegel und Erden mit großem Unkosten holen lassen / und nicht gedacht / dass allenthalben dergleichen gute Erden in Deutschland mehr zu finden wäre / welches ein große Einfältigkeit der Menschen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304299831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2872,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen/ daß die Heſſiſche Erden ſehr gut iſt/ Retorten/ Tiegel/ Muͤffel/ vnd andere Gefaͤs/ die im ſtarcken Fewer halten ſollen/ davon zu machen/ wie auch die Gibſer vnd Waldenburgiſche ſehr geprieſen vnd geſuchet werden:","norm":"Ich muss bekennen / dass die Hessische Erden sehr gut ist / Retorten / Tiegel / Muffel / und andere Gefäß / die im starken Feuer halten sollen / davon zu machen / wie auch die Gipser und Waldenburgische sehr gepriesen und gesucht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6834001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2873,"date":1659,"orig":"Vnd ſolches darumb/ weilen man nicht gewuſt/ daß an andern Oertern dergleichen gute Erden auch zu finden ſeye:","norm":"Und solches darum / weilen man nicht gewusst / dass an anderen Orten dergleichen gute Erden auch zu finden sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.398600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2874,"date":1659,"orig":"Nun aber vor wenig Jahren haben ſich eynige vnterſtanden von Erden (die auß Franckreich vnd Engelland in Holland gebracht wird) Tiegel vnd dergleichen Gefaͤſen (die im Fewer halten ſollen) zu machen; vnd ſeynd nicht zu verachten/ halten im Fewer ziemlich wol/ koͤnnen aber nur Metallen vnd nicht wol Salia (weilen ſolche nicht ſo compact als die Heſſiſche/ ſondern ſehr luͤck vnd poros ſeyn) darinn geſchmoltzen werden/ derohalben die Heſſiſche/ wann ſie am rechten Orth herkommen/ noch bis dato den Preiß behalten haben/ welche nicht allein die Metallen/ ſondern auch alle Salia viel beſſer halten.","norm":"Nun aber vor wenig Jahren haben sich einige unterstanden von Erden (die aus Frankreich und England in Holland gebracht wird) Tiegel und dergleichen Gefäßen (die im Feuer halten sollen) zu machen; und sind nicht zu verachten / halten im Feuer ziemlich wohl / können aber nur Metallen und nicht wohl Salia (weilen solche nicht so kompakt als die Hessische / sondern sehr lück und poros sein) darin geschmolzen werden / derohalben die Hessische / wann sie am rechten Ort herkommen / noch bis dato den Preis behalten haben / welche nicht allein die Metallen / sondern auch alle Salia viel besser halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2875,"date":1659,"orig":"Vnd ob man ſchon dieſelbe Erden/ davon die Tiegel in Heſſen gemacht werden/ an andere Oerter hat bringen laſſen/ hat es doch ſolche gute Tiegel nicht geben wollen/ darumb mancher gemeynt/ daß es der Lufft vnd Gelegenheit des Landes thun muͤſſe/ welches doch nicht iſt/ ſondern hat jhnen nur gemangelt die bereytung vnd brennung; dann in Heſſen das Holtz ſo thewer nicht iſt/ wie in Holland/ daſelbſten ſparen ſie kein Fewer/ jhre Tiegel damit dicht vnd bis auff Steinhart zu brennen welches ein kleines Fewer von Turff nicht thun will.","norm":"Und ob man schon dieselbe Erden / davon die Tiegel in Hessen gemacht werden / an andere Orte hat bringen lassen / hat es doch solche gute Tiegel nicht geben wollen / darum mancher gemeint / dass es der Luft und Gelegenheit des Landes tun müsse / welches doch nicht ist / sondern hat ihnen nur gemangelt die Bereitung und Brennung; dann in Hessen das Holz so teuer nicht ist / wie in Holland / daselbst sparen sie kein Feuer / ihre Tiegel damit dicht und bis auf Steinhart zu brennen welches ein kleines Feuer von Turf nicht tun will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.368500232696533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2876,"date":1659,"orig":"Derohalben die Tiegel/ die nicht hart genug gebrand ſeyn/ nicht alle Dinge halten koͤnnen/ wie die Heſſiſche thun.","norm":"Derohalben die Tiegel / die nicht hart genug Gebrand sein / nicht alle Dinge halten können / wie die Hessische tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.325399875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2877,"date":1659,"orig":"Eben ein ſolcher Irꝛthumb wird begangen/ wegen der Kannen/ Potten vnd andern Geſchirꝛen/ welche bey Coͤlln zu Frechheimb/ Sieburg vnd andern Orten gemachet/ vnd ſchier durch gantz Europam verfuͤhret werden/ indeme man jhre Guͤtigkeit nur der Erden/ vnd nicht der Arbeit vnd machens zugeleget; nun aber wird den Sachen beſſer nachgedacht/ vnd befunden/ daß ein gute Erden/ allein ſtarck durch Fewer ſeine haͤrte vnd ſteinichte Natur/ vnd nicht von dem Orth da ſie gegraben wird/ erlangen; vnd iſt wol glaͤublich/ daß ſolche gut ſteinerne Gefaͤs mit der Zeit an andern Orthen zu machen/ weilen es wol thunlich iſt/ auch wird einen Anfang nehmen/ dann ein jedweder Erden/ die im brennen weiß bleibt/ giebt zwar in kleiner glut nur luͤcke Tiegel vnd Kannen/ mit ſehr ſtarckem vnd langwehrendem Fewer/ aber gantz compacte/ einem Glaſe gleich/ dichte vnd glatte Geſchirꝛe/ inſonderheit wann man gemeyn Saltz haͤuffig darauff wirfft/ wann der Ofen am allerheiſſeſten iſt/ welches Saltz dann den jrꝛdenen Gefaͤſen/ (ob ſie ſchon inwendig compact genug gebrand ſeyn) noch zum uͤberfluß außwendig eine glaͤtte/ als wann ſolche verglaſuret weren/ die dann alle Spiritus deſto beſſer halten/ anbrennet.","norm":"Eben ein solcher Irrtum wird begangen / wegen der Kannen / Botten und anderen Geschirren / welche bei Köln zu Frechheim / Sieburg und anderen Orten gemacht / und schier durch ganz Europam verführet werden / indem man ihre Gütigkeit nur der Erden / und nicht der Arbeit und machen es zugelegt; nun aber wird den Sachen besser nachgedacht / und befunden / dass ein gute Erden / allein stark durch Feuer seine Härte und steinige Natur / und nicht von dem Ort da sie gegraben wird / erlangen; und ist wohl glaublich / dass solche gut steinerne Gefäß mit der Zeit an anderen Orten zu machen / weilen es wohl tunlich ist / auch wird einen Anfang nehmen / dann ein jedweder Erden / die im Brennen weiß bleibt / gibt zwar in kleiner Glut nur Lücke Tiegel und Kannen / mit sehr starkem und langwehrendem Feuer / aber ganz compacte / einem Glase gleich / dichte und glatte Geschirre / in Sonderheit wann man gemein Salz häufig darauf wirft / wann der Ofen am heißesten ist / welches Salz dann den irdenen Gefäßen / (ob sie schon inwendig kompakt genug Gebrand sein) noch zum Überfluss auswendig eine glätte / als wann solche verglasiert wären / die dann alle Spiritus desto besser halten / anbrennet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46120023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2878,"date":1659,"orig":"Derohalben niemand zweyfeln ſoll/ daß auß anderer Erden/ die ſich weiß brennet/ nicht eben dergleichen gute Geſchirꝛ/ an allen Orthen/ mit ſehr ſtarckem Fewer ſolten koͤnnen gebrand werden/ vnd je weiſſer ſich die Erden brennet/ je beſſer Tiegel vnd ſchoͤnere Kannen davon zu machen ſeyn.","norm":"Derohalben niemand Zweifeln soll / dass aus anderer Erden / die sich weiß brennet / nicht eben dergleichen gute Geschirr / an allen Orten / mit sehr starkem Feuer sollten können Gebrand werden / und je weißer sich die Erden brennet / je besser Tiegel und schönere Kannen davon zu machen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2879,"date":1659,"orig":"Weilen aber in Bereytung der Erden ein groſſer Vnterſchied iſt/ wann Tiegel die ins Fewer gehoͤren/ oder Kannen/ die auſſer dem Fewer naſſe dinge halten muͤſſen/ daraus ſollen gemacht werden/ ſo will ich beyder Bereytung/ nemblich/ der Kannen/ die zum erſten vnd andern Ofen/ vnd auch der Tiegel/ die im vierdten Ofen zu gebrauchen noͤthig ſeyn/ beſchreiben.","norm":"Weilen aber in Bereitung der Erden ein großer Unterschied ist / wann Tiegel die ins Feuer gehören / oder Kannen / die außer dem Feuer nasse Dinge halten müssen / daraus sollen gemacht werden / so will ich beider Bereitung / nämlich / der Kannen / die zum ersten und anderen Ofen / und auch der Tiegel / die im vierten Ofen zu gebrauchen nötig sein / beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.810100078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2880,"date":1659,"orig":"Welches dann alſo geſchicht/ wann man eine reine vnd weiſſe Erden probieren will/ ob ſie gut ſey/ vnd ſich hart brennen laſſe/ ſo muß man derſelben ein ſtuͤcklein/ eines Huͤnereyes gros/ alſo vnbereytet in ein groſſe Glut werffen/ vnd darauff achtung geben/ ob dieſelbe bald oder langſamb zerfaͤllt oder zerſpringet/ bleibt ſie beyſammen/ ob ſie ſchon viel riſſe bekompt/ iſt nicht angelegen/ vnd zerfaͤllet nicht gantz in ein Pulver ſo iſt ſolche gut zu verarbeyten/ darauff man ſich verlaſſen darff/ wann die mixtur nur wol gemachet wird/ welches das Meiſterſtuͤck iſt.","norm":"Welches dann also geschieht / wann man eine reine und weiße Erden probieren will / ob sie gut sei / und sich hart brennen lasse / so muss man derselben ein Stücklein / eines Hühnereies groß / also unbereitet in ein große Glut werfen / und darauf Achtung geben / ob dieselbe bald oder langsam zerfällt oder zerspringet / bleibt sie beisammen / ob sie schon viel risse bekommt / ist nicht angelegen / und zerfällt nicht ganz in ein Pulver so ist solche gut zu verarbeiten / darauf man sich verlassen darf / wann die Mixtur nur wohl gemacht wird / welches das Meisterstück ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094500064849853} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2881,"date":1659,"orig":"Die Erden/ davon Recipienten/ Flaͤſchen vnd Kannen ſollen gebrand werden/ bedarff keiner beſonderlichen Bereytung/ anders/ als wie die Haͤffner all jhre Erden zurichten/ nemblich/ weilen ſie gemeyniglichen zu fett iſt/ mit reinem geſiebtem fluͤſſigem Sande vermenget/ mit Fuͤſſen getretten/ vnd endlich mit den Haͤnden wieder wol durchwuͤrcket/ vnd davon gemacht was man bedarff/ an der Sonnen oder an einem andern warmen Orth ſehr wol trucknen laſſen/ darnach mit groſſer gewalt des Fewers/ auch ſo man will/ mit zuwerffung Saltzes/ 24. oder 30. Stunden lang hart gebrennet/ giebt ſehr gute compacte Geſchirꝛ/ welche alle Naͤſſigkeiten/ beynahe ſo wol als Glaͤſer/ halten.","norm":"Die Erden / davon Rezipienten / Fläschchen und Kannen sollen Gebrand werden / bedarf keiner besonderlichen Bereitung / anders / als wie die Häfner all ihre Erden zurichten / nämlich / weilen sie gemeiniglichen zu fett ist / mit reinem gesiebtem flüssigem Sande vermenget / mit Füßen getreten / und endlich mit den Händen wieder wohl durchwirket / und davon gemacht was man bedarf / an der Sonnen oder an einem anderen warmen Ort sehr wohl trocknen lassen / danach mit großer Gewalt des Feuers / auch so man will / mit Zuwerfung Salzes / 24. oder 30. Stunden lang hart gebrannt / gibt sehr gute compacte Geschirr / welche alle Nässigkeiten / beinahe so wohl als Gläser / halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.394999980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2882,"date":1659,"orig":"Will man aber Schmeltztiegel/ Treibſchaͤrben/ Muͤffel/ Deckel auff die Tiegel/ oder andere Geſchirꝛ (die gros Fewer ſollen außſtehen) daraus machen/ ſo muß man etwas mehr Fleiß anwenden die Erden zuzurichten/ wie folget:","norm":"Will man aber Schmelztiegel / Treibscherben / Muffel / Deckel auf die Tiegel / oder andere Geschirr (die Großfeuer sollen ausstehen) daraus machen / so muss man etwas mehr Fleiß anwenden die Erden zuzurichten / wie folget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288400173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2883,"date":1659,"orig":"Erſtlich muß man die Erden laſſen an der Sonnen/ oder andern warmen Orth/ wol trucken werden/ mit einem hoͤltzern Hammer klein zerklopffen/ durch ein groͤblicht Sieb gehen laſſen; vnd zu einem theil dieſer geſiebter Erden/ 2. 3. oder bisweilen wol 4. theil (nach dem die Erde fett iſt) ſolche Erden/ welche zuvorn in einem Haͤffners-Ofen gegebrand iſt/ gepuͤlvert/ vntermaͤngen/ mit Waſſer anfeuchten/ vnd einen Tag oder Nacht alſo liegen vnd ſich durchweichen laſſen; darnach mit Fuͤſſen wol durcheinander getretten/ vnd endlich auch wol mit den Haͤnden durcharbeitet/ ſo iſt ſie fertig/ darauß zu machen was man will/ vnd wann man Tiegel vnd Treibſchaͤrben daraus machen will/ muß man groſſe vnd kleine Patronen oder Formen von Holtz traͤhen laſſen/ daruͤber man ſolche zurichte/ dann ein ſolche Erden/ die im Fewer wol halten ſoll/ ſehr mager muß bereytet werden/ die ſich dann nicht wol auff einem Stuhl will traͤhen laſſen/ derohalben uͤber hoͤltzerne Formen gemeynlich geſchlagen wird/ welches alſo hergehet:","norm":"Erstlich muss man die Erden lassen an der Sonnen / oder anderen warmen Ort / wohl trocken werden / mit einem hölzern Hammer klein zerklopfen / durch ein gröblich Sieb gehen lassen; und zu einem Teil dieser gesiebter Erden / 2. 3. oder bisweilen wohl 4. Teil (nach dem die Erde fett ist) solche Erden / welche zuvor in einem Häfners-Ofen gegebrand ist / gepulvert / untermengen / mit Wasser anfeuchten / und einen Tag oder Nacht also liegen und sich durchweichen lassen; danach mit Füßen wohl durcheinander getreten / und endlich auch wohl mit den Händen durcharbeitet / so ist sie fertig / daraus zu machen was man will / und wann man Tiegel und Treibscherben daraus machen will / muss man große und kleine Patronen oder Formen von Holz trähen lassen / darüber man solche zurichte / dann ein solche Erden / die im Feuer wohl halten soll / sehr mager muss bereitet werden / die sich dann nicht wohl auf einem Stuhl will trähen lassen / derohalben über hölzerne Formen gemeinlich geschlagen wird / welches also hergehet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.113699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2884,"date":1659,"orig":"Man drucket mit den Haͤnden ein ſtuͤck bereytter Erden uͤmb die Form/ welche man in der einen Hand haͤlt/ vnd mit der andern die Erden vmbſchlaͤget/ oder man ſetzet die Form zwiſchen die Beine/ ſo hat man beyde Haͤnde frey/ vnd kan deſto beſſer den Tiegel uͤber das Holtz formen; es muß aber die hoͤltzerne Form zuvorn in einem geſiebten reinen Sand vmbgewaͤltzet werden/ ſonſten wuͤrde die Erden ſich hart an das Holtz haͤncken/ vnd der Tiegel nicht gantz oder vnzerbrochen davon koͤnnen abgenommen werden; vnd wann die Erden wol mit den Haͤuden uͤber die Patron geformet iſt/ ſo klopffet oder ſchlaͤget man ſolches weiters/ mit einem darzu gemachten glatten Holtze/ beſſer vnd fein dicht daran/ von welchem ſchlagen die Tiegel ſtarck vnd gut werden; vnd nimmet darnach den gemachten Tiegel von der Patron ab/ ſetzet ſolchen auff Bretter/ erſtlich an die Lufft/ vnd hernach an die Sonne oder Fewer zu trucknen/ vnd endlich koͤnnen dieſelbe in der erſten Kammer des Ofens/ oder bey einem Haͤfner gebrand werden; ſonſten wann man nur Metallen vnd keine Salia darinn ſchmeltzen will/ ſo iſt es nicht noͤthig/ daß ſolche gebrand werden/ ſondern iſt genug/ daß dieſelben wol trucken ſeyn; doch wann ſie vngebrand ſollen gebraucht werden/ muß man das Fewer von oben fein langſam angehen laſſen/ auff daß dieſelben nicht/ wegen gaͤhlinger hitze/ zu ſtuͤcken ſpringen.","norm":"Man drucket mit den Händen ein Stück bereiter Erden um die Form / welche man in der einen Hand hält / und mit der anderen die Erden umschlägt / oder man setzet die Form zwischen die Beine / so hat man beide Hände frei / und kann desto besser den Tiegel über das Holz formen; es muss aber die hölzerne Form zuvor in einem gesiebten reinen Sand umgewälzt werden / sonsten würde die Erden sich hart an das Holz henken / und der Tiegel nicht ganz oder unzerbrochen davon können abgenommen werden; und wann die Erden wohl mit den Häuten über die Patron geformt ist / so klopfet oder schlägt man solches weiteres / mit einem dazu gemachten glatten Holze / besser und fein dicht daran / von welchem schlagen die Tiegel stark und gut werden; und nimmt danach den gemachten Tiegel von der Patron ab / setzet solchen auf Bretter / erstlich an die Luft / und hernach an die Sonne oder Feuer zu trocknen / und endlich können dieselbe in der ersten Kammer des Ofens / oder bei einem Häfner Gebrand werden; sonsten wann man nur Metallen und keine Salia darin schmelzen will / so ist es nicht nötig / dass solche Gebrand werden / sondern ist genug / dass dieselben wohl trocken sein; doch wann sie vngebrand sollen gebraucht werden / muss man das Feuer von oben fein langsam angehen lassen / auf dass dieselben nicht / wegen gählinger Hitze / zu stücken springen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.704699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2885,"date":1659,"orig":"Auff daß man aber nicht allzeit zu viel oder zu wenig Erden vmb die Patron ſchlage/ vnd der eine Tiegel dicker oder duͤnner werde als der ander/ ſo muß man den erſten/ der wol gemacht iſt/ in ein Wag-ſchalen legen/ vnd ſo ſchwer als er waͤgt/ Erden dargegen auffziehen vnd abwaͤgen/ dann wieder alſo/ ſo lang bis daß man ſo viel Stuͤcke Erden/ als man Tiegel machen will/ abgewogen hat/ ſo wird immer ein Tiegel ſo ſtarck als der ander/ vnd darff man an der Form die Erden nicht beſchneiden/ wann man zu viel daran geſchlagen haͤtte/ vnd gehet auch deſto ſchneller fort.","norm":"Auf dass man aber nicht allzeit zu viel oder zu wenig Erden um die Patron schlage / und der eine Tiegel dicker oder dünner werde als der ander / so muss man den ersten / der wohl gemacht ist / in ein Wagschalen legen / und so schwer als er wägt / Erden dagegen aufziehen und abwägen / dann wieder also / so lang bis dass man so viel Stücke Erden / als man Tiegel machen will / abgewogen hat / so wird immer ein Tiegel so stark als der ander / und darf man an der Form die Erden nicht beschneiden / wann man zu viel daran geschlagen hätte / und geht auch desto schneller fort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815199851989746} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2886,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun ein guter Weg/ ſtarcke vnd beſtaͤndige Tiegel zu machen/ gehoͤret aber viel Muͤhe vnd Arbeit darzu/ derentwegen ich den Sachen beſſer nachgedacht/ vnd die nachfolgende Weiſe erfunden/ welche der vorigen weit vorzuziehen iſt/ dann nicht allein die Tiegel viel beſſer vnd ſtaͤrcker dadurch gemacht werden/ ſondern man auch in einer Stund mehr/ als auff die bekandte vnd erſte Weiſe in 3. oder 4. Stunden kaum geſchehen/ zurichten kan; vnd geſchicht auff dieſe Weiſe.","norm":"Dieses ist nun ein guter Weg / starke und beständige Tiegel zu machen / gehöret aber viel Mühe und Arbeit dazu / derentwegen ich den Sachen besser nachgedacht / und die nachfolgende Weise erfunden / welche der vorigen weit vorzuziehen ist / dann nicht allein die Tiegel viel besser und stärker dadurch gemacht werden / sondern man auch in einer Stunde mehr / als auf die bekannte und erste Weise in 3. oder 4. Stunden kaum geschehen / zurichten kann; und geschieht auf diese Weise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.710400104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2887,"date":1659,"orig":"Man laͤſſet eine Patron/ ſo gros der Tiegel werden ſoll/ daruͤber ich die Tiegel zu ſchlagen gelehret hab/ wie die Figur mit dem Buchſtaben A anzeygen wird/ von gutem Moͤſſing gieſſen/ darzu auch eine Huͤlſen/ wie mit B angewieſen/ darinn der Kern oder Patron des Tiegels ſchlieſſe/ doch alſo/ daß der Kern nicht zu tieff in Huͤlſen gehe/ ſondern auffs wenigſte eines Fingers dick/ nicht auff den Grund reiche/ vnd wann man ſehr groſſe Tiegel machen will/ muͤſſen die Boͤden noch dicker werden/ wie dich dann die Vbung lehren wird.","norm":"Man lässt eine Patron / so groß der Tiegel werden soll / darüber ich die Tiegel zu schlagen gelehrt habe / wie die Figur mit dem Buchstaben A Anzeigen wird / von gutem Messing gießen / dazu auch eine Hülsen / wie mit B angewiesen / darin der Kern oder Patron des Tiegels schließe / doch also / dass der Kern nicht zu tief in Hülsen gehe / sondern aufs wenigste eines Fingers dick / nicht auf den Grund reiche / und wann man sehr große Tiegel machen will / müssen die Böden noch dicker werden / wie dich dann die Übung lehren wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.253900051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2888,"date":1659,"orig":"Wann man nun Tiegel machen will/ ſo ſchlaͤgt man die Erden vmb die Patron/ gleich oben bey der gemeynen Weiß beſchrieben iſt/ vnd nimbt ſolches wieder davon/ laͤßt denſelben an der Lufft halb drucken werden/ darnach/ wann man ſolcher ſo viel auß dem groben gemacht/ als man haben will/ ſo macht man die Kernen von dem Sand vnd Erden fein rein vnd ſauber/ vnd ſchmieret denſelben mit einer Speckſchwarten oder Schwaͤmlein/ welches in Oel genetzet ſey/ deßgleichen das aͤuſſerſte Theil der Formen inwendig allenthalben wol/ vnd ſtecket in die Huͤlſen den halb außgemachten vnd halb druckenen Tiegel/ vnd ſetzet den Kern darauff/ vnd ſchlaͤgt mit einem ſchweren hoͤltzern Hammer zwey oder dreymal hart auff den Stiel des Kerns/ ſo treib ſich durch das ſchlagen die Erden allenthalben fein dicht vnd glatt in die Patron/ wann ſolches geſchehen/ ſo ziehe den Kern heraus/ vnd kehr die Huͤlſe/ darinn der Tiegel ſtecken bleibt/ vmb/ vnd ſtos dieſelbe ein wenig auff eine ſeytten auff die Banck/ darauff du die Tiegel ſchlaͤgeſt/ vnd halt die Hand vnter/ ſo faͤllt er dir dareyn/ welchen du hinſetzen/ truckenen vnd brennen kanſt/ gleich bey dem erſten geſagt iſt/ giebt uͤber die maſſen gute/ wol geproportionirte/ glatte vnd beſtaͤndige Tiegel/ ſo wol allerley Metallen/ als Mineralien vnd Salien/ darinn fuͤglich zu ſchmeltzen/ dergleichen an Guͤte/ mir niemalen/ ſo lang ich mit Tiegeln vmbgangen bin/ zu Handen kommen ſeyn/ darauff man ſich wol verlaſſen mag/ wann ſie nur wol von guter Erden geſchlagen ſind/ vnd kan man allhier/ gleich oben bey dem erſten vermeldet/ erſtlich einen machen/ vnd denſelben in die Wagelegen/ vnd die Erden darnach abwaͤgen/ formen vnd ſchlagen; laͤßt ſich gar geſchwind thun/ vnd iſt eine ſaubere vnd luſtige Arbeit/ daß man ſeine Tiegel alſo leichtlich/ ſo gros oder klein/ als man will/ ſelber zurichten vnd bereyten kan/ deßgleichen koͤnnen auch die Treibſchaͤrben/ in dergleichen Formen/ ſehr wol vnd gut gemacht werden; doch daß der Kern darnach geſtallt ſey/ dann er nur flach/ gleich/ wie man Teſten oder Cupellen damit pflegt zu ſchlagen/ vnd nicht laͤnglicht/ wie die beygeſetzte Figur/ A vnd B, anzeyget/ ſeyn ſolle/ vnd koͤnnen in einer Form/ ſo wol die Cupellen als Treibſchaͤrben/ geſchlagen werden.","norm":"Wann man nun Tiegel machen will / so schlägt man die Erden um die Patron / gleich oben bei der gemeinen Weiß beschrieben ist / und nimmt solches wieder davon / lässt denselben an der Luft halb drucken werden / danach / wann man solcher so viel aus dem groben gemacht / als man haben will / so macht man die Kernen von dem Sand und Erden fein rein und sauber / und schmieret denselben mit einer Speckschwarten oder Schwämmlein / welches in Öl genetzt sei / desgleichen das äußerste Teil der Formen inwendig allenthalben wohl / und stecket in die Hülsen den halb ausgemachten und halb drucken Tiegel / und setzet den Kern darauf / und schlägt mit einem schweren hölzern Hammer zwei oder dreimal hart auf den Stiel des Kerns / so treibe sich durch das schlagen die Erden allenthalben fein dicht und glatt in die Patron / wann solches geschehen / so ziehe den Kern heraus / und kehre die Hülse / darin der Tiegel stecken bleibt / um / und Stoß dieselbe ein wenig auf eine Seiten auf die Bank / darauf du die Tiegel schlägst / und halte die Hand unter / so fällt er dir darein / welchen du hinsetzen / trockenen und brennen kannst / gleich bei dem ersten gesagt ist / gibt über die Maßen gute / wohl geproportionirte / glatte und beständige Tiegel / so wohl allerlei Metallen / als Mineralien und Salien / darin füglich zu schmelzen / dergleichen an Güte / mir niemals / so lang ich mit Tiegeln umgangen bin / zu Händen kommen sein / darauf man sich wohl verlassen mag / wann sie nur wohl von guter Erden geschlagen sind / und kann man allhier / gleich oben bei dem ersten vermeldet / erstlich einen machen / und denselben in die Wagelegen / und die Erden danach abwägen / formen und schlagen; lässt sich gar geschwind tun / und ist eine saubere und lustige Arbeit / dass man seine Tiegel also leichtlich / so groß oder klein / als man will / selber zurichten und bereiten kann / desgleichen können auch die Treibscherben / in dergleichen Formen / sehr wohl und gut gemacht werden; doch dass der Kern danach Gestalt sei / dann er nur flach / gleich / wie man Testen oder Cupellen damit pflegt zu schlagen / und nicht länglich / wie die beigesetzte Figur / A und B, anzeiget / sein solle / und können in einer Form / so wohl die Cupellen als Treibscherben / geschlagen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2889,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt aber zu mercken/ daß man die Treibſchaͤrben/ viel leichtlicher als die Tiegel auf dieſe Weiſe machen kan/ dann man nur die Erden abwieget/ vnd zuſammen gerollt an der Lufft trucknen laͤßt/ darnach immer ein Stuͤcklein nach dem andern in die Huͤlſen legt/ vnd mit dem obern Theil hart hineyn ſchlaͤgt/ giebt ſich genug nach dem Kern/ weilen ſolcher nicht tief/ ſondern nur flach iſt/ vnd gehen auch gar gern herauß/ wann man/ nemblich/ die Form vmbkehret/ vnd ein wenig an einem Orth auff die Banck ſtoͤſſet; doch ſo man die Erden gar zu hart in die Forme ſchluͤge/ vnd ein Theil derſelben ſich zwiſchen der Banck vnd Form neben herauß ſchluͤge/ ſo muß man allzeit mit einem Meſſer ſolches abſchneiden/ welches ſo es nicht geſchaͤhe/ der Tiegel oder Schaͤrben ſich an den Ring halten/ vnd nicht gern außgehen wuͤrde/ welches die uͤbung genug lehren wird; dann es nicht moͤglich iſt/ alles ſo gar deutlich zu beſchreiben.","norm":"Dieses ist aber zu merken / dass man die Treibscherben / viel leichtlicher als die Tiegel auf diese Weise machen kann / dann man nur die Erden abwieget / und zusammen gerollt an der Luft trocknen lässt / danach immer ein Stücklein nach dem anderen in die Hülsen legt / und mit dem oberen Teil hart hineinschlägt / gibt sich genug nach dem Kern / weilen solcher nicht tief / sondern nur flach ist / und gehen auch gar gern heraus / wann man / nämlich / die Form umkehret / und ein wenig an einem Ort auf die Bank stößt; doch so man die Erden gar zu hart in die Forme schlüge / und ein Teil derselben sich zwischen der Bank und Form neben herausschlüge / so muss man allzeit mit einem Messer solches abschneiden / welches so es nicht geschähe / der Tiegel oder Scherben sich an den Ring halten / und nicht gern ausgehen würde / welches die Übung genug lehren wird; dann es nicht möglich ist / alles so gar deutlich zu beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.866199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2890,"date":1659,"orig":"Doch dieſes nimb wol in acht/ daß du die Tiegel oder Schaͤrben nicht zu weich ſchlaͤgeſt/ vnd darnach ſolche nicht gantz auß der Formen bringen kanſt/ ſondern dieſelbe zuvorn halb trucken macheſt/ ſo ſchlagen ſich ſolche deſto dichter/ vnd gehen auch deſto lieber gantz herauß; alſo/ daß man 100. kan ſchlagen/ darunter nicht einer mißlinget/ wann man fleiſſig damit (nach meiner Lehr) vmbgehet; vnd iſt dieſes auch zu mercken/ daß man die Erden/ welche man von den Boͤden/ die zu viel neben außgeſchlagen iſt/ abſchneidet/ nicht vnter die andere thue/ vnd ſolche damit verderbe; dann weilen die Formen mit Oel angeſtrichen werden/ vnd die Erden die zwiſchen außgehet/ im ſchlagen mehr oder weniger ſchmutzig davon wird/ vnd nimmermehr ſich wieder wol vereinigen laͤßt/ ſondern im brennen voneinander gehet/ vnd nicht haͤlt/ dadurch die Tiegel vngantz vnd vntuͤchtig davon wuͤrden: Alſo ſoll man ſolche abſchniplein allein legen/ vnd die Oefen darmit außflicken/ wann ſolche von groſſer Hitze geſchmoltzen ſeyn/ oder man kan Deckel auff die Tiegel (auß der Hand/ oder in Formen geſchlagen) darauß machen/ ſo gehet nichts verlohren/ weilen man doch Deckel zu den Tiegeln haben muß/ vnd gantz nicht zu entrathen ſeyn/ wann man etwas ſaubers thun will.","norm":"Doch dieses nimm wohl in acht / dass du die Tiegel oder Scherben nicht zu weich schlägst / und danach solche nicht ganz aus der Formen bringen kannst / sondern dieselbe zuvor halb trocken machest / so schlagen sich solche desto dichter / und gehen auch desto lieber ganz heraus; also / dass man 100. kann schlagen / darunter nicht einer misslinget / wann man fleißig damit (nach meiner Lehre) umgehet; und ist dieses auch zu merken / dass man die Erden / welche man von den Böden / die zu viel neben ausgeschlagen ist / abschneidet / nicht unter die andere tue / und solche damit verderbe; dann weilen die Formen mit Öl angestrichen werden / und die Erden die zwischen ausgehet / im Schlagen mehr oder weniger schmutzig davon wird / und nimmermehr sich wieder wohl vereinigen lässt / sondern im Brennen voneinander geht / und nicht hält / dadurch die Tiegel unganz und untüchtig davon würden: Also soll man solche abschniplein allein legen / und die Öfen damit ausflicken / wann solche von großer Hitze geschmolzen sein / oder man kann Deckel auf die Tiegel (aus der Hand / oder in Formen geschlagen) daraus machen / so geht nichts verloren / weilen man doch Deckel zu den Tiegeln haben muss / und ganz nicht zu entraten sein / wann man etwas Sauberes tun will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932300090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2891,"date":1659,"orig":"Anbelanget die Muͤffeln/ vnd andere nothwendige Bereytſchafften/ zum Diſtilliren oder Schmeltzen gehoͤrig/ koͤnnen uͤber hoͤltzernen Patronen geformt werden/ nemblich alſo/ daß man von Holtz ein ſolche Patron machen laſſe/ wie der Muͤffel oder ein ander Geſchirꝛ ſeyn ſoll/ vnd von wol gearbeyteter Erden/ mit einem Kupfferdrath uͤber zwey gleiche Hoͤltzerblaͤtter ſchneide/ auß welchen Blaͤttern hernach man mit einẽ Meſſer ein ſtuͤck Erden außſchneidet/ vnd uͤber die Form leget/ vnd daruͤber erharten laͤßt/ dann abgenommen/ vnd folgends hart getrucknet vnd gebrand/ vnd wann etwas weiters/ mit außſchneiden oder anflicken/ daran mehr zu thun iſt/ kan ſolches/ wann die Erden noch nicht trucken/ ſondern nur ein wenig erhartet iſt/ geſcheſchen.","norm":"Anbelanget die Muffeln / und andere notwendige Bereitschaften / zum Destillieren oder schmelzen gehörig / können über hölzernen Patronen geformt werden / nämlich also / dass man von Holz ein solche Patron machen lasse / wie der Muffel oder ein ander Geschirr sein soll / und von wohl gearbeiteter Erden / mit einem Kupferdraht über zwei gleiche Hölzerblätter schneide / aus welchen Blättern hernach man mit einen Messer ein Stück Erden ausschneidet / und über die Form leget / und darüber erharrten lässt / dann abgenommen / und folgendes hart getrocknet und Gebrand / und wann etwas Weiteres / mit ausschneiden oder anflicken / daran mehr zu tun ist / kann solches / wann die Erden noch nicht trocken / sondern nur ein wenig erharrtet ist / gescheschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291600227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2892,"date":1659,"orig":"Vnd kan jhme alſo auff dieſe Weiſe ein jedweder ohne groſſen Koſten/ Muͤhe vnd Arbeit/ alle Erdenwercken/ die er vonnoͤthen hat/ ſelber zurichten/ bereyten vnd brenuen/ ſo weiß er was er hat/ vnd wie ſeine Tiegel gemacht ſeyn; dann diejenige/ die Tiegel oder andere Dingen auff den Kauff machen/ achten nicht ob ſie halten oder nicht/ wann bisweilen/ welches ſehr offt geſchicht im trucknen/ der Tiegel ein Riß oder andern Mangel bekompt/ ſtreichen ſie ſolchen mit ein wenig duͤnner Erden wieder zu/ brennens vnd verkauffens:","norm":"Und kann ihm also auf diese Weise ein jedweder ohne großen Kosten / Mühe und Arbeit / alle Erdenwerken / die er vonnöten hat / selber zurichten / bereiten und brenuen / so weiß er was er hat / und wie seine Tiegel gemacht sein; dann diejenige / die Tiegel oder andere Dingen auf den Kauf machen / achten nicht ob sie halten oder nicht / wann bisweilen / welches sehr oft geschieht im Trocknen / der Tiegel ein Riss oder anderen Mangel bekommt / streichen sie solchen mit ein wenig dünner Erden wieder zu / Brennens und Verkaufens:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304399967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2893,"date":1659,"orig":"Wann aber ſolche Tiegel in die Hitze kommen/ ſo koͤnnen ſie nicht halten/ ſondern reiſſen/ vnd laufft offtermals einem zu groſſem Schaden/ ſein Metall in die Aſchen/ welches (ohne Abgang) ſchwerlich alles wieder gefunden wird/ wie fleiſſig man auch mit dem waſchen weiß uͤmbzugehen; derohalben beſſer iſt/ erſtlich etwas fleiß angewendet/ ſeine Tiegel zu machen/ als hernach ſeine Kretz zu waſchen.","norm":"Wann aber solche Tiegel in die Hitze kommen / so können sie nicht halten / sondern reißen / und lauft öftermals einem zu großem Schaden / sein Metall in die Aschen / welches (ohne Abgang) schwerlich alles wieder gefunden wird / wie fleißig man auch mit dem waschen weiß umzugehen; derohalben besser ist / erstlich etwas Fleiß angewendet / seine Tiegel zu machen / als hernach seine Kretz zu waschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2894,"date":1659,"orig":"Doch iſt es auch nicht moͤglich/ daß alle Tiegel eben wol halten ſolten/ dann man nimmer ſo wol vnd fleiſſig damit vmbgehet/ es mißrathen etliche/ welche man dann auch zu beſondern Dingen/ da ſo viel nicht an gelegen iſt/ vnd die beſten zu guten Metallen gebrauchen kan.","norm":"Doch ist es auch nicht möglich / dass alle Tiegel eben wohl halten sollten / dann man nimmer so wohl und fleißig damit umgehet / es missraten etliche / welche man dann auch zu besonderen Dingen / da so viel nicht angelegen ist / und die besten zu guten Metallen gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.295100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2895,"date":1659,"orig":"Auch wolle jhme niemand eynbilden/ als wann dieſe Tiegel auff ſolche Weiſe (wie allhier beſchrieben) gemacht/ alle Dinge halten vnd vertragen ſolten/ nein/ gantz nicht/ es ſind zwar die beſten/ die ich jemalen geſehen hab; gleichwol iſt nur noch kein Erden zu Handen kommen/ die mir Bleyglaͤtt/ oder aber das Sal Tartari hat lang im Fewer halten wollen/ dann gemeynlich alle Erden (ſo viel mir bewuſt) iſt von der Glaͤtt/ wie auch von dem Sale Tartari, in groſſer Hitze nicht frey iſt/ ſondern davon verſchluckt vnd durchbohret wird/ welches zu vielen nutzbaren Wercken ein groſſer Schaden iſt/ daß ſolche (dieſer Vrſachen halben) vngethan muͤſſen liegen bleiben.","norm":"Auch wolle ihm niemand einbilden / als wann diese Tiegel auf solche Weise (wie allhier beschrieben) gemacht / alle Dinge halten und vertragen sollten / nein / ganz nicht / es sind zwar die besten / die ich jemals gesehen habe; gleichwohl ist nur noch kein Erden zu Händen kommen / die mir Bleiglätte / oder aber das Soll Tartari hat lang im Feuer halten wollen / dann gemeinlich alle Erden (so viel mir bewusst) ist von der Glätte / wie auch von dem Sale Tartari, in großer Hitze nicht frei ist / sondern davon verschluckt und durchbohret wird / welches zu vielen nutzbaren Werken ein großer Schaden ist / dass solche (dieser Ursachen halben) ungetan müssen liegen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428500175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2896,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug vom Tiegelmachen gelehret/ einer/ deme ſeine ſachen angelegen ſeyn/ wird wol fleiß anwenden/ hinfuͤrter ſeine Tiegel ſelber zu machen/ darauff er ſich dann am beſten zu verlaſſen hat/ vnd jhne ſeine Muͤhe vnd Arbeit/ die er daran wendet/ nicht gerewet.","norm":"Dieses sei nun genug vom Tiegelmachen gelehrt / einer / dem seine Sachen angelegen sein / wird wohl Fleiß anwenden / hinfort seine Tiegel selber zu machen / darauf er sich dann am besten zu verlassen hat / und ihn seine Mühe und Arbeit / die er daran wendet / nicht gereuet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.20989990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2897,"date":1659,"orig":"Wie nun die Teſten vnd Cupellen in obbeſchriebenen Formen ſollen geſchlagen/ iſt nicht noͤthig davon zu ſchreiben/ dann ſolche arbeiten (ſchon vor viel Jahren) von vnterſchiedlichen fleiſſigen Maͤnnern/ vnd inſonderheit von dem weitberuͤhmten/ vnd in ſolchen dingen hocherfahrnen kuͤnſtlichen Probierer/ Lazaro Erckern/ weitlaͤufftig vnd ſehr außfuͤhrlich geſchehen/ alſo daß ich jhre Schrifften (in Teſten vnd Cupellen machen) nicht zu verbeſſern weiß/ ſondern den Liebhabern an ſolche Auctores will gewieſen haben/ darinn ein jedweder trewlichen vnterꝛicht/ zu gutem contentament/ finden wird:","norm":"Wie nun die Testen und Cupellen in obbeschriebenen Formen sollen geschlagen / ist nicht nötig davon zu schreiben / dann solche arbeiten (schon vor viel Jahren) von unterschiedlichen fleißigen Männern / und in Sonderheit von dem weitberühmten / und in solchen Dingen hocherfahrenen künstlichen Probierer / Lazaro Erkern / weitläufig und sehr ausführlich geschehen / also dass ich ihre Schriften (in Testen und Cupellen machen) nicht zu verbessern weiß / sondern den Liebhabern an solche Auctores will gewiesen haben / darin ein jedweder treulichen Unterricht / zu gutem contentament / finden wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.654300212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2898,"date":1659,"orig":"Doch ſeynd noch beſondere Teſten zu machen/ davon villeicht noch wenige wiſſen/ vnd gantz nicht gemeyn ſeyn/ darauff ſich das Bley im abtreiben veredelt/ wann es wieder darauß geſchinoltzen wird; davon allhier nicht zu ſagen/ ſondern der Zeit vnd Fortun ſoll vorbehalten bleiben.","norm":"Doch sind noch besondere Testen zu machen / davon vielleicht noch wenige wissen / und ganz nicht gemein sein / darauf sich das Blei im Abtreiben veredelt / wann es wieder daraus geschinoltzen wird; davon allhier nicht zu sagen / sondern der Zeit und Fortun soll vorbehalten bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.966300010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2899,"date":1659,"orig":"CAP. IX.","norm":"CAP. IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.452300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2900,"date":1659,"orig":"Vom glaſuren der jrꝛdenen Inſtrumenten/ davon im erſten vnd andern Theil gedacht worden.","norm":"Vom glasuren der irdenen Instrumenten / davon im ersten und anderen Teil gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.585400104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2901,"date":1659,"orig":"WEilen man nit allenthalben gute Glashuͤtten/ ſeine Inſtrumenten/ zum erſten Ofen gehoͤrig/ zu machen/ haben kan; alſo erfordert die Noth/ daß man ſolche von Erden mache/ vnd hernach wol verglaſure/ vnd ſind dann bisweilen dieſe von Erden beſſer/ als Glaͤſernen zu gebrauchen/ ſonderlich/ wann ſie von guter Erden/ welche die Spiritus nicht eynſchlucket/ gebrand ſeyn; wie dan ſolcher Erden/ welche ſich in ein ſteinicht Weſen brennen laͤßt/ allenthalben genug gefunden wird/ vnd mangelt nur allein an der Erfahrenheit/ ſolche zu bereyten vnd backen; davon oben allbereyt etwas Meldung geſchehen iſt/ daß nemblich/ die Erden durch ſtarck Fewer alſo compact vnd dicht koͤnne gebrand werden.","norm":"Weilen man nicht allenthalben gute Glashütten / seine Instrumenten / zum ersten Ofen gehörig / zu machen / haben kann; also erfordert die Not / dass man solche von Erden mache / und hernach wohl glasure / und sind dann bisweilen diese von Erden besser / als Gläsernen zu gebrauchen / sonderlich / wann sie von guter Erden / welche die Spiritus nicht eynschlucket / Gebrand sein; wie dann solcher Erden / welche sich in ein steinig Wesen brennen lässt / allenthalben genug gefunden wird / und mangelt nur allein an der Erfahrenheit / solche zu bereiten und backen; davon oben allbereyt etwas Meldung geschehen ist / dass nämlich / die Erden durch stark Feuer also kompakt und dicht könne Gebrand werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706500053405762} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2902,"date":1659,"orig":"So man aber zu ſolchem ſtarcken Brand nicht gelangen kan/ weilen der gemeynen Haͤffners-Oefen/ darinn die Kochpotten vnd ander jrꝛdener Hausrath gebrand wird/ nicht darzu dienen/ weilen eine ſolche ſtarcke Hitze darinn nicht kan gemacht werden/ vnd auch niemand/ vmb wenig Geſchirꝛ (die er vonnoͤthen hat) einen ſolchen Ofen auffbawen will/ welches den Koſten auch nicht außtragen wuͤrde; alſo iſt noch ein ander guter Weg/ ein jedweder gemeyne Erden (doch nicht rothen Laimen) ſchoͤn glatt vnd wol zu glaſuren/ die dann auch (wann es wol gethan iſt) nicht zu verachten ſeyn ſonderlich wann die Glaſur von ſolchen Dingen gemacht iſt/ die im kalt werden (nach dem brennen) gantz bleibet/ vnd nicht reiſſet/ vnd von ſcharpffen Geiſtern nicht angetaſtet wird/ wie das Bleyglas thut/ ſondern ſo wol die ſubtile als corꝛoſiviſche Spiritus wol halte/ vnd nicht durchgehen laſſe/ gleich wie die jetzt new-erfundene weiſſe Glaſuren/ welche in Italia vnd Holland ſchon gantz gemeyn ſeyn/ thun koͤnnen:","norm":"So man aber zu solchem starken Brand nicht gelangen kann / weilen der gemeinen HäfnersÖfen / darin die Kochbotten und ander irdener Hausrat Gebrand wird / nicht dazu dienen / weilen eine solche starke Hitze darin nicht kann gemacht werden / und auch niemand / um wenig Geschirr (die er vonnöten hat) einen solchen Ofen aufbauen will / welches den Kosten auch nicht austragen würde; also ist noch ein ander guter Weg / ein jedweder gemeine Erden (doch nicht roten Leimen) schön glatt und wohl zu glasuren / die dann auch (wann es wohl getan ist) nicht zu verachten sein sonderlich wann die Glasur von solchen Dingen gemacht ist / die im kalt werden (nach dem Brennen) ganz bleibt / und nicht reißet / und von scharfen Geistern nicht angetastet wird / wie das Bleiglas tut / sondern so wohl die subtile als corrosivische Spiritus wohl halte / und nicht durchgehen lasse / gleich wie die jetzt neuerfundene weiße Glasuren / welche in Italia und Holland schon ganz gemein sein / tun können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.243899822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2903,"date":1659,"orig":"Wann man dann ſeine Erden (durch Mangel des Brenn-Ofens) nicht ſteinicht kan brennen laſſen/ ſo muß man ſolche von guter Erden laſſen zurichten/ vnd mit gutem Zinn glas/ vnd nicht mit gemeynem Pott-loth oder Bley-Ertz glaſuren laſſen/ welches dann nicht viel koſtet/ doch je mehr man Zinn-aſchen vnter die Glaſur nimbt/ je beſſer ſolche wird/ dann das Zinn/ wann es zur Aſchen mit Bley verbrennet wird/ mit den corꝛoſiviſchen Geiſtern keine Gemeynſchafft mehr hat/ derohalben gute vnd beſtaͤndige Glaſuren giebt.","norm":"Wann man dann seine Erden (durch Mangel des Brennofens) nicht steinig kann brennen lassen / so muss man solche von guter Erden lassen zurichten / und mit gutem Zinn glas / und nicht mit gemeinem Pottlot oder Bleierz glasuren lassen / welches dann nicht viel kostet / doch je mehr man Zinnaschen unter die Glasur nimmt / je besser solche wird / dann das Zinn / wann es zur Aschen mit Blei verbrennet wird / mit den korrosivischen Geistern keine Gemeinschaft mehr hat / derohalben gute und beständige Glasuren gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202600002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2904,"date":1659,"orig":"So man aber ſo viel Koſten vnd Muͤhe auff ſolche weiſe Glaſur nicht wenden will/ ſo kan man nur mit gemeynein Venediſchen gepuͤlverten Glaſe glaſuren/ haͤlt auch ſehr wol/ will aber im brennen ein ziembliche Hitze haben/ derohalben nit in allen Haͤffners-Oeffen flieſſen will/ darumb man ein wenig Borꝛas vnter das Glas miſchen ſoll/ ſo fleußt es hernach gern in den gemeynen Haͤffners-Oefen/ vnd giebt gar eine gute Glaſur/ oder man muß die jrꝛdene Geſchirꝛ mit Glas allein alſo vngebrand mit Waſſer angefeucht/ anmengen/ vnd damit ſelbe uͤbergieſſen/ auff daß das Glas allenthalben wol daran haͤngen bleibe/ darnach ſehr wol laſſen trucken werden/ vnd auf einen Hauffen fein dicht uͤber einander legen/ oder ineinander ſtecken/ auff daß ſie keinen groſſen Platz oder Raum eynnehmen (wie die Haͤfner mit den gemeynen Potten/ vnd Schuͤſſeln auch zu thun pflegen) vnd dann den Hauffen verglaſurte.","norm":"So man aber so viel Kosten und Mühe auf solche weise Glasur nicht wenden will / so kann man nur mit gemeynein Venetischen gepulverten Glase glasuren / hält auch sehr wohl / will aber im Brennen ein ziembliche Hitze haben / derohalben nicht in allen Häfners-Öfen fließen will / darum man ein wenig Borras unter das Glas mischen soll / so fließt es hernach gern in den gemeinen HäfnersÖfen / und gibt gar eine gute Glasur / oder man muss die irdene Geschirr mit Glas allein also vngebrand mit Wasser angefaucht / anmengen / und damit selbe übergießen / auf dass das Glas allenthalben wohl daran hängen bleibe / danach sehr wohl lassen trocken werden / und auf einen Haufen fein dicht übereinander legen / oder ineinander stecken / auf dass sie keinen großen Platz oder Raum einnehmen (wie die Häfner mit den gemeinen Botten / und Schüsseln auch zu tun pflegen) und dann den Haufen verglasiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005899906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2905,"date":1659,"orig":"Geſchirꝛ/ er ſey gleich gros oder klein/ mit gebrandten Mawerſteinen rings herumb vmblegen/ doch das oben ein Loch bleibe/ dardurch man Kohlen werffen koͤnne; vnd muͤſſen die Steine auch einer zwerch handbreyt von den Geſchirꝛen abliegen/ alſo/ daß die Kohlen (zwiſchen den Steinen vnd Geſchirꝛen) hinunter bis auff den Boden vnverhindert fallen koͤnnen; wann nun ſolches ſpacium mit guten truckenen Holtzkohlen außgefuͤllet iſt/ ſo leget man zu oberſt auff den Hauffen toder Kohlen etliche lebendige/ vnd laͤßt alſo das Fewer von oben an allgemach hinunter brennen/ ſo haben die Geſchirꝛ keine noth zu ſpringen/ ſonderlich/ wann ſie zuvorn wol trucken ſeyn; wann nun das Fewer wol iſt angegangen/ ſo leget man das Loch oben uͤber dem Ofen mit Steinen zu/ vnd laͤßt das Fewer ſo lang brennen als es kan/ vnd die Geſchirꝛ ſo lang alſo ſtehen/ bis ſolche von ſich ſelber wol erkaltet ſeyn/ darnach nimbt man ſie auß.","norm":"Geschirr / er sei gleich groß oder klein / mit gebrandeten Maresteinen rings herum umlegen / doch das oben ein Loch bleibe / dadurch man Kohlen werfen könne; und müssen die Steine auch einer zwerch Handbreit von den Geschirren abliegen / also / dass die Kohlen (zwischen den Steinen und Geschirren) hinunter bis auf den Boden unverhindert fallen können; wann nun solches spacium mit guten trockenen Holzkohlen ausgefüllt ist / so leget man zu oberst auf den Haufen toter Kohlen etliche lebendige / und lässt also das Feuer von oben an allgemach hinunter brennen / so haben die Geschirr keine Not zu springen / sonderlich / wann sie zuvor wohl trocken sein; wann nun das Feuer wohl ist angegangen / so leget man das Loch oben über dem Ofen mit Steinen zu / und lässt das Feuer so lang brennen als es kann / und die Geschirr so lang also stehen / bis solche von sich selber wohl erkaltet sein / danach nimmt man sie aus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2906,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2907,"date":1659,"orig":"So aber der Hauffen ſehr gros were/ muͤſte man noch einmal Kohlen zuwerffen/ wann die erſten verbrand ſeyn/ ſonſten wuͤrden dieſe Potten (welche inwendig geſtanden) nicht genug gebrand/ vnd das Glas wol gefloſſen ſeyn; derohalben man ſelber zuſchen muß/ wie viel Fewer vonnoͤthen ſeye/ vnd wann man wol damit vmbgehet/ ſo brennen vnd glaſuren ſich die Geſchirꝛ auff dieſe Weiſe viel beſſer/ als in einem gemeynen Haͤfners-Ofen/ doch hat es mehr Gefahr im brechen/ als in einem auffgemawerten Ofen/ vnd wann man nur Tiegel/ oder andere kleine Geſchirꝛe von Erden brennen will/ vnd ſolcher nicht viel ſeyn/ kan man ſelbe nur in einem Schmeltz- oder Diſtillir-Ofen/ nut Kohlen vmbſchuͤttet/ ſetzen/ vnd das Fewer von oben angehen laſſen/ brennet ſich ſehr wol; dann ich alſo bishero noch alle meine Tiegel/ vnd andere diſtillir-Geſchirꝛ gebrand vnd verglaſuret hab/ vnd keine bey den Haͤfnern brennen laſſen.","norm":"So aber der Haufen sehr groß wäre / müsste man noch einmal Kohlen zuwerfen / wann die ersten verbrannt sein / sonsten würden diese Botten (welche inwendig gestanden) nicht genug Gebrand / und das Glas wohl geflossen sein; derohalben man selber zuschen muss / wie viel Feuer vonnöten sei / und wann man wohl damit umgehet / so brennen und glasuren sich die Geschirr auf diese Weise viel besser / als in einem gemeinen Häfners-Ofen / doch hat es mehr Gefahr im Brechen / als in einem aufgemauerten Ofen / und wann man nur Tiegel / oder andere kleine Geschirre von Erden brennen will / und solcher nicht viel sein / kann man selbe nur in einem Schmeltz- oder Destillierofen / Nut Kohlen umschüttet / setzen / und das Feuer von oben angehen lassen / brennet sich sehr wohl; dann ich also bisher noch alle meine Tiegel / und andere distillir-Geschirr Gebrand und verglasiert habe / und keine bei den Häfnern brennen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2908,"date":1659,"orig":"Vnd iſt alſo dieſe Manier zu brennen vnd glaſuren/ ein guter Behelff/ wann man keine Oefen hat/ die Hitze genug geben koͤnnen/ alſo allerhand Erden-Gefaͤs/ innerhalb drey oder vier ſtunden lang/ wol durchauß hart gebraͤnd/ vnd glatt glaſuret werden.","norm":"Und ist also diese Manier zu brennen und glasuren / ein guter Behelf / wann man keine Öfen hat / die Hitze genug geben können / also allerhand Erden-Gefäß / innerhalb drei oder vier Stunden lang / wohl durchaus hart gebränd / und glatt glasuret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2909,"date":1659,"orig":"Doch iſt dieſes auch darbey in acht zu nehmen/ daß die Erden/ welche alſo geſchwind ſoll gebrand werden/ an ſich ſelber wol gut ſeye/ vnd das Fewer vertragen koͤnne/ ſonſten wuͤrden ein Theil derſelben zerſpringen/ vnd zerbrochen außkommen; doch wer den vierdten Ofen mit Kammern auffgeſetzet hat/ der gebraucht ſich derſelben/ vnd brenne vnd glaſure ſolche in der erſten Kammer/ ſo gehet er ſicherer/ wiewol dieſer oberzehlter Weg/ zu brennen vnd glaſuren/ auch nicht zu verwerffen iſt/ vnd alles Erdenwerck (wann man vorſichtig mit dem Fewer vmbgehet) wol damit kan gebrand vnd glaſuret werden.","norm":"Doch ist dieses auch dabei in Acht zu nehmen / dass die Erden / welche also geschwind soll Gebrand werden / an sich selber wohl gut sei / und das Feuer vertragen könne / sonsten würden ein Teil derselben zerspringen / und zerbrochen auskommen; doch wer den vierten Ofen mit Kammern aufgesetzt hat / der gebraucht sich derselben / und brenne und glasure solche in der ersten Kammer / so geht er sicherer / wiewohl dieser oberzählter Weg / zu brennen und glasuren / auch nicht zu verwerfen ist / und alles Erdenwerk (wann man vorsichtig mit dem Feuer umgehet) wohl damit kann Gebrand und glasuret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4704999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2910,"date":1659,"orig":"Will derohalben einen jedwedern auch darbey gewarnet haben/ wann er ja auff dieſe Weiſe brennen will/ daß er das Fewer wol zu regieren wiſſe/ vnd den Sachen nicht zu viel oder wenig thue; vnd wann ers durch Vngeſchickligkeit verſihet/ daß jhme ſeine Gefaͤſe brechen/ mir die Schuld nicht gebe/ als wann ich jhme die Warheit nicht geſchrieben haͤtte/ ſondern jhme ſelber den Faͤhler zurechnen/ den Schaden fuͤr Lehrgeld nehmen/ vnd auff ein andermal fleiſſiger zuſehen/ was er thue vnd mache.","norm":"Will derohalben einen jedweden auch dabei gewarnt haben / wann er ja auf diese Weise brennen will / dass er das Feuer wohl zu regieren wisse / und den Sachen nicht zu viel oder wenig tue; und wann er es durch Ungeschicklichkeit versieht / dass ihm seine Gefäße brechen / mir die Schuld nicht gebe / als wann ich ihm die Wahrheit nicht geschrieben hätte / sondern ihm selber den Fehler zurechnen / den Schaden für Lehrgeld nehmen / und auf ein andermal fleißiger zusehen / was er tue und mache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.734099864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2911,"date":1659,"orig":"Weiters ſeynd mir noch viel vnterſchiedliche andere Glaſuren (von ſchoͤnen Farben) bekand/ die bishero noch nicht gemeyn worden ſind/ vnd auch nicht dienen gemeyn zu machen/ dieweilen ein groſſes Geheimnus dahinden ſtecket.","norm":"Weiters sind mir noch viel unterschiedliche andere Glasuren (von schönen Farben) bekannt / die bisher noch nicht gemein worden sind / und auch nicht dienen gemein zu machen / dieweilen ein großes Geheimnis dahinten stecket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2912,"date":1659,"orig":"Dann wer ſo weit kommen iſt/ daß er die Metall alſo weiß zu zurichten/ vnd in ein Glas zu bringen/ welches die farb des Metalls behaͤlt/ vnd doch Glas iſt/ vnd auf der Erden gleich wie ein ander Glas hafftet/ vnd haͤlt/ da hat fuͤrwahr kein geringes Kunſtſtuͤck geſunden werden/ vnd mag den Sachen wol fleiſſig nachdencken/ vnd ſich darinn uͤben/ ich zweyffele nicht/ wann es Gott nicht ſonderlich verhindert/ jhm leichtlich ein Liecht moͤge auffgehen.","norm":"Dann wer so weit kommen ist / dass er die Metall also weiß zuzurichten / und in ein Glas zu bringen / welches die Farbe des Metalls behält / und doch Glas ist / und auf der Erden gleich wie ein ander Glas haftet / und hält / da hat fürwahr kein geringes Kunststück gesunden werden / und mag den Sachen wohl fleißig nachdenken / und sich darin üben / ich zweifele nicht / wann es Gott nicht sonderlich verhindert / ihm leichtlich ein Licht möge aufgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2913,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſind auch noch andere ſchoͤne Glaſuren/ damit man die Erde uͤberziehen vnd ſchmuͤcken kan/ als wann ſie mit einem Edelgeſtein uͤberzogen weren; weilen aber jetzund mein Vorbaben nicht iſt von ſolchen Dingen zu handeln/ ſo ſoll es bey dieſem verbleiben; doch noch eine Glaſur will ich den Medicis offenbaren/ damit ſie/ ohne Muͤhe vnd Arbeit/ vielen Menſchen von langwuͤrigen kranckheiten helffen koͤnnen.","norm":"Desgleichen sind auch noch andere schöne Glasuren / damit man die Erde überziehen und schmücken kann / als wann sie mit einem Edelgestein überzogen wären; weilen aber jetzund mein Vorbaben nicht ist von solchen Dingen zu handeln / so soll es bei diesem verbleiben; doch noch eine Glasur will ich den Medicis offenbaren / damit sie / ohne Mühe und Arbeit / vielen Menschen von langwürigen Krankheiten helfen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2914,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht alſo: Laſſe dir von einem Haͤfner etliche kleine Becherlein (von guter weiſſer Erden) fein glatt zubereyten vnd brennen/ darnach ſoltu in einem ſtarcken groſſen Tiegel uachfolgends Glas flieſſen laſſen/ vnd wann es wol gefloſſen iſt/ immer ein Tiegelein (welches zuvorn in eim beſondern Oefelein gluͤend gemacht ſeyn) hineyn mit den Zangen in das gefloſſene Glas duncken/ vnd auch ein Weil darinn/ oder vnter dem Glas halten/ ſo zeucht ſich das Glas wol vnd fein in die Erden/ dann auß genommen/ vnd alſobald in das Neben-Oefelein/ darinn es zuvorn gluͤend gemacht worden iſt/ ſetzen/ vnd ein anders auch alſo eynduncken/ außnehmen/ vnd in den Kuͤhl-Ofen ſetzen/ ſo lang vnd offt/ bis alle verglaſuret ſind; dann ſoltu das gluͤende Oefelein/ darinn die verglaſurte Becherlein ſtehen/ allenthalben wol zumachen/ daß kein Wind dareyn ſchlage/ vnd alſo von ſich ſelber laſſen erkalten/ ſo bleibt die Glaſur ſchoͤn glatt vnd gantz; welches ſonſten nicht geſchaͤhe/ wann ſolche alſobalden an die kalte Lufft geſetzet wuͤrden; vnd wird das Glas alſo darzu gemacht:","norm":"Und geschieht also: Lasse dir von einem Häfner etliche kleine Becherlein (von guter weißer Erden) fein glatt zubereiten und brennen / danach sollst du in einem starken großen Tiegel uachfolgends Glas fließen lassen / und wann es wohl geflossen ist / immer ein Tiegellein (welches zuvor in einem besonderen Öflein glühend gemacht sein) hinein mit den Zangen in das geflossene Glas dünken / und auch ein Weil darin / oder unter dem Glas halten / so zieht sich das Glas wohl und fein in die Erden / dann aus genommen / und alsobald in das NebenÖflein / darin es zuvor glühend gemacht worden ist / setzen / und ein anders auch also eintunken / ausnehmen / und in den Kühlofen setzen / so lang und oft / bis alle verglasiert sind; dann sollst du das glühende Öflein / darin die verglasiert Becherlein stehen / allenthalben wohl zumachen / dass kein Wind darein schlage / und also von sich selber lassen erkalten / so bleibt die Glasur schön glatt und ganz; welches sonsten nicht geschähe / wann solche alsobald an die kalte Luft gesetzt würden; und wird das Glas also dazu gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.056300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2915,"date":1659,"orig":"Nimb zwey Theil Antimonii crudi, vnd ein Theil nitri puri, reib beyde wol vnter einander/ thue die mixtur in einen Tiegel/ vnd zuͤnde dieſelbe mit einem gluͤenden Eyſen an/ ſo verbrennet der Salpeter mit dem Schwefel des Antimonii, vnd wird ein braune Maſſa daraus/ welche du alſo warm mit einem Spatel auß dem Tiegel nehmen ſolt/ vnd kalt werden laſſen; darnach in einen andern ſtarcken Tiegel anderthalb/ oder ein gantze Stund verdeckt/ wol flieſſen laſſen/ ſo wird ein Vitrum daraus/ dareyn die gluͤende Tiegelein/ mit jhren Deckelein darzu gemacht ſollen geſtecket vnd verglaſuret werden.","norm":"Nimm zwei Teil Antimonii crudi, und ein Teil nitri puri, reib beide wohl untereinander / tue die Mixtur in einen Tiegel / und zünde dieselbe mit einem glühenden Eisen an / so verbrennet der Salpeter mit dem Schwefel des Antimonii, und wird ein braune Massa daraus / welche du also warm mit einem Spatel aus dem Tiegel nehmen sollt / und kalt werden lassen; danach in einen anderen starken Tiegel anderthalb / oder ein ganze Stunde verdeckt / wohl fließen lassen / so wird ein Vitrum daraus / darein die glühende Tiegellein / mit ihren Decklein dazu gemacht sollen gesteckt und verglasiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.989699840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2916,"date":1659,"orig":"CAP. X. Folget nun der Gebrauch dieſer verglaſurten Tiegeln.","norm":"CAP . X. Folget nun der Gebrauch dieser verglasierten Tiegeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.678199768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2917,"date":1659,"orig":"ES iſt kund genug/ daß vnter allen Vomitiven/ das Antimonium den Preiß vnd Vorzug behalten/ derowegen vielerhand Bereytungen von den Medicis erfunden/ ſolches bequaͤm zu machen/ daß es vnſchaͤdlich zu gebrauchen ſey.","norm":"Es ist kund genug / dass unter allen Vomitiven / das Antimonium den Preis und Vorzug behalten / derowegen vielerhand Bereitungen von den Medicis erfunden / solches bequem zu machen / dass es unschädlich zu gebrauchen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963500022888184} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2918,"date":1659,"orig":"Wiewol ich deren ſelber in dem erſten vnd andern Theil dieſes Buchs gedacht/ vnd den uſum darneben etlicher maſſen kuͤrtzlich beſchrieben/ wie ich dann gern bekennen will/ daß ein Bereytung der andern vorzuziehen/ ſo beweißt gleichwol die Erfahrenheit/ daß das Antimonium, wann es in ein Vitrum gebracht/ Meiſter genug iſt/ den Magen vnd Daͤrmen des Menſchen/ von allem Schleim vnd boͤſen humoribus, ohne Gefahr/ (wann esrecht gebrauchet wird) per vomitum & ſeceſſum, genugſamb zu reinigen vnd zu ſaͤubern/ dardurch dann mancher ſchweren Kranckheit vorzukommen/ vnd auch/ wann ſie ſchon vorhanden/ gluͤcklich kan gewehret werden.","norm":"Wiewohl ich deren selber in dem ersten und anderen Teil dieses Buchs gedacht / und den usum daneben etlicher Maßen kürzlich beschrieben / wie ich dann gern bekennen will / dass ein Bereitung der anderen vorzuziehen / so beweist gleichwohl die Erfahrenheit / dass das Antimonium, wann es in ein Vitrum gebracht / Meister genug ist / den Magen und Därmen des Menschen / von allem Schleim und bösen humoribus, ohne Gefahr / (wann esrecht gebraucht wird) per vomitum & secessum, genugsam zu reinigen und zu säubern / dadurch dann mancher schweren Krankheit vorzukommen / und auch / wann sie schon vorhanden / glücklich kann gewehrt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.516200065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2919,"date":1659,"orig":"Daß aber mancher ſagen moͤchte/ daß dieſe Præparation des Antimonii gar gering vnd ſchlecht/ derohalben nicht wol zu gebrauchen were/ der ſoll wiſſen/ daß das Antimonium keiner groſſen Præparation vonnoͤthen hat/ wann es purgiren ſoll/ dann ſo jhme ſeine Mildigkeit benommen/ vnd fix gemacht wird/ ſolches hernach keine vomitus noch fedes machen will; darff ſich derhalben niemand ſchewen/ die vorgeſchriebene Præparation oder Glasmachung des Antimonii zu gebrauchen; es iſt kein Gefahr darbey/ alſo daß mans auch jungen Kindern/ von ein oder zweyen Jahren/ ſicherlich geben darff doch nicht in forma pulveris, ſondern nur die Krafft mit Zucker/ Honig/ ſuͤſſem oder ſauren Wein/ zuvorn daraus extrahiret/ vnd alſo geben/ zeucht auß allen viſceribus des gantzen Leibes das ſchaͤdliche herauß/ vnd fuͤhret ſolches entweder uͤberſich oder vnterſich/ ohne Nachtheil oder Schaden des Leibes auß dem Menſchen/ davon an andern Orthen ein mehrers geſchrieben iſt/ vnd allhier nicht noͤthig weiters daſſelbe zu wiederholen.","norm":"Dass aber mancher sagen möchte / dass diese Präparation des Antimonii gar gering und schlecht / derohalben nicht wohl zu gebrauchen wäre / der soll wissen / dass das Antimonium keiner großen Präparation vonnöten hat / wann es purgieren soll / dann so ihm seine Milde benommen / und fix gemacht wird / solches hernach keine vomitus noch fades machen will; darf sich derethalben niemand scheuen / die vorgeschriebene Präparation oder Glasmachung des Antimonii zu gebrauchen; es ist kein Gefahr dabei / also dass man es auch jungen Kindern / von ein oder zweien Jahren / sicherlich geben darf doch nicht in forma pulveris, sondern nur die Kraft mit Zucker / Honig / süßem oder sauren Wein / zuvor daraus extrahieret / und also geben / zieht aus allen visceribus des ganzen Leibes das schädliche heraus / und führt solches entweder über sich oder untersiech / ohne Nachteil oder Schaden des Leibes aus dem Menschen / davon an anderen Orten ein mehreres geschrieben ist / und allhier nicht nötig weiteres dasselbe zu wiederholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2920,"date":1659,"orig":"Wann man dann dieſe Becherlein zum purgiren gebrauchen will/ ſo geußt man ein oder zwey unc.","norm":"Wann man dann diese Becherlein zum purgieren gebrauchen will / so gießt man ein oder zwei unk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2921,"date":1659,"orig":"Wein darinn/ vnd laͤßt denſelben an einem warmen Orth uͤber Nacht darinn ſtehen/ ſo extrahirt der Wein/ ſo viel als noͤthig/ auß der Glaſur/ welcher/ ſo er nuͤchtern gedruncken wird/ das ſeinige eben ſo wol verꝛichtet/ als wann der Wein uͤber einem gepuͤlverten vitro Antimonii, wie es auch moͤchte gemacht ſeyn/ geſtanden haͤtte/ vnd iſt auch viel ſaͤuberer zu gebrauchen/ als das pulveriſirt Vitrum Antimonii; dann ſo man jemand damit purgiren will/ ſo ſchickt man jhme ein ſolches Becherlein nach Haus/ mit Befehl/ daß der Patient zwey oder drey Loͤffel vol ſeines ordinari Trinckweins dareyn gieſſen/ vnd uͤber Nacht an einem warmen Orth ſtehen laſſen/ vnd folgenden Tag/ denſelben zuvorn lawlecht gemacht/ außdrincken/ vnd ſich weiters wie es gehoͤrt/ vnd auch jhme darneben ſoll vorgeſagt werden/ darauff verhalten wolle; welches dann dem Patienten viel annehmlicher zu nehmen iſt/ wann er allein ſeinen gewoͤhnlichen Trinckwein/ der nur uͤber Nacht in einem reinen glatten Becherlein (welches er ſelber zuvorn ſaͤubern kan/ ſo er will) in ſeinem Haus geſtanden hat/ welches dann meines Erachtens viel ſaͤuberer hergehet/ als ein groſſer Becher voll uͤbelriechendes Trancks/ gegen ſeinen Willen offtermals vnachtſamblich zuſammen gebrawet/ eynzuſchwelgen.","norm":"Wein darin / und lässt denselben an einem warmen Ort über Nacht darin stehen / so extrahiert der Wein / so viel als nötig / aus der Glasur / welcher / so er nüchtern getrunken wird / das seinige eben so wohl verrichtet / als wann der Wein über einem gepulverten vitro Antimonii, wie es auch möchte gemacht sein / gestanden hätte / und ist auch viel Säuberer zu gebrauchen / als das pulverisiert Vitrum Antimonii; dann so man jemand damit purgieren will / so schickt man ihm ein solches Becherlein nach Haus / mit Befehl / dass der Patient zwei oder drei Löffel voll seines ordinari Trinkweins darein gießen / und über Nacht an einem warmen Ort stehen lassen / und folgenden Tag / denselben zuvor lawlecht gemacht / austrinken / und sich weiteres wie es gehört / und auch ihm daneben soll vorgesagt werden / darauf verhalten wolle; welches dann dem Patienten viel annehmlicher zu nehmen ist / wann er allein seinen gewöhnlichen Trinkwein / der nur über Nacht in einem reinen glatten Becherlein (welches er selber zuvor säubern kann / so er will) in seinem Haus gestanden hat / welches dann meines Erachtens viel Säuberer hergehet / als ein großer Becher voll übelriechendes Tranks / gegen seinen Willen öftermals vnachtsamblich zusammen gebraut / Einzuschwellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815499782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2922,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ein ſolches Becherlein nicht nur einmal/ ſondern gar vielmal zu gebrauchen; vnd wann der Wein letztlich ja nicht genug extrahiren wolte/ ſo kan man das Becherlein mit dem Wein in ein heiß kochend Waſſer ein Weil ſtehen laſſen/ ſo extrahirt der Wein deſto beſſer/ vnd operirt auch deſto ſtaͤrcker/ wann es vonnoͤthen iſt; wie dann derjenige/ der es andern gebrauchen will/ guten Verſtand davon zu nehmen/ oder zu geben haben ſoll/ vnd iſt ein ſolches Becherlein einem fuͤr ſeine gantze Haushaltung/ fuͤr all ſein Lebtag genug zu gebrauchen/ doch daß ſolches nicht in allen Kranckheiten/ ſondern nur bey jungen vnd ſtarcken Menſchen/ vnd auch/ wo die innerliche principal- Glieder nicht verletzet ſeyn/ ſoll gebraucht werden.","norm":"Und ist ein solches Becherlein nicht nur einmal / sondern gar vielmal zu gebrauchen; und wann der Wein letztlich ja nicht genug extrahieren wollte / so kann man das Becherlein mit dem Wein in ein heiß kochend Wasser ein Weil stehen lassen / so extrahiert der Wein desto besser / und operiert auch desto stärker / wann es vonnöten ist; wie dann derjenige / der es anderen gebrauchen will / guten Verstand davon zu nehmen / oder zu geben haben soll / und ist ein solches Becherlein einem für seine ganze Haushaltung / für all sein Lebtag genug zu gebrauchen / doch dass solches nicht in allen Krankheiten / sondern nur bei jungen und starken Menschen / und auch / wo die innerliche principal-Glieder nicht verletzet sein / soll gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2923,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen auch ſolche Becherlein noch auff ein andere Weiſe/ ohne das Antimonium, verglaſurt/ vnd zum purgiren gebraucht werden/ als folget.","norm":"Und können auch solche Becherlein noch auf ein andere Weise / ohne das Antimonium, verglasiert / und zum purgieren gebraucht werden / als folget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2925,"date":1659,"orig":"Wie dann mit nechſtem/ wann die fuͤnff Theile vermehret/ weitlaͤufftiger ſoll bewieſen werden/ was purgiren ſey/ vnd wie alle Purgantien jhre Wuͤrckung als ein Gifft verꝛichten.","norm":"Wie dann mit nächstem / wann die fünf Teile vermehret / weitläufiger soll bewiesen werden / was purgieren sei / und wie alle Purgantien ihre Wirkung als ein Gift verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.920899868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2926,"date":1659,"orig":"Es weren zwar noch andere Glaſuren/ die nicht uͤbel ſolten auffgenommen werden/ wann ſie beſchrieben wuͤrden/ weil aber allhier mein Fuͤrhaben nicht iſt von Mechanicis, ſondern nur allein etwas wenige zu den vorhergehenden Oefen gehoͤrige Inſtrumenten Glaſurung zu handeln/ ſo ſoll es auff dismal dabey beruhen.","norm":"Es wären zwar noch andere Glasuren / die nicht übel sollten aufgenommen werden / wann sie beschrieben würden / weil aber allhier mein Vorhaben nicht ist von Mechanicis, sondern nur allein etwas wenige zu den vorhergehenden Öfen gehörige Instrumenten Glasurung zu handeln / so soll es auf diesmal dabei beruhen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.209099769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2927,"date":1659,"orig":"Weil allhier von dem Purgiren gedacht/ vnd das Antimonium vnd Auripigmentum darinn zu gebrauchen befohlen wird/ vnd ohne Zweyffel von vielen vor ſchaͤdlich gehalten/ vnd verworffen moͤchte werden/ ſonderlich darumb/ weil dieſelbe bey dem gemeynen Poͤfel/ vnd vnverſtaͤndigen Medicis fuͤr groſſe Gifft außgeruffen werden: Alſo habe ich nicht vmbgehen koͤnnen/ den Vnwiſſenden dieſer Dingen zu guter Erkaͤndnus zu helffen/ vnd bekand zu machen was purgiren ſey/ vnd auß was Krafft ſolches geſchehe.","norm":"Weil allhier von dem Purgieren gedacht / und das Antimonium und Auripigmentum darin zu gebrauchen befohlen wird / und ohne Zweifel von vielen vor schädlich gehalten / und verworfen möchte werden / sonderlich darum / weil dieselbe bei dem gemeinen Pöbel / und unverständigen Medicis für große Gift ausgerufen werden: Also habe ich nicht umgehen können / den Unwissenden dieser Dingen zu guter Erkändnus zu helfen / und bekannt zu machen was purgieren sei / und aus was Kraft solches geschehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5030999183654785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2928,"date":1659,"orig":"Vnd ob ich ſchon wol weiß/ daß dieſe meine Schrifften nicht von allen alſobald werden angenommen vnd gut geheiſſen werden/ ſo bin ich darumb nicht erſchrocken die Warheit zu ſagen/ indem ich wol weiß/ daß allenthalben noch viel fleiſſige Menſchen/ die der Natur/ vnd jhrem Vermoͤgen taͤglich nachſuchen/ vnd zu Dienſt jhres Naͤchſten zu gebrauchen gedencken/ gefunden werden/ welche ſich dann nicht ſchaͤmen werden/ das jhnen vnbewuſt iſt zu lehrnen/ vnd zweyffele auch nicht/ daß deren nicht allbereyt an vielen Orthen zu finden/ die wol ein mehrers wiſſen vnd verſtehen/ als daß ſie bey jederman ſagen doͤrffen/ weil ſie Forcht tragen/ daß ſie fuͤr Ketzer in der Mediciu von andern auß Neyd außgeſchriehen wuͤrden; derentwegen mancher lieber ſtillſchweiget/ krumm eben vnd gleich ſeyn laͤſſet/ als daß er etwas newes vnd vngemeynes an Tag geben/ vnd der Katzen die Schell anhaͤngen ſolte.","norm":"Und ob ich schon wohl weiß / dass diese meine Schriften nicht von allen alsobald werden angenommen und gutgeheißen werden / so bin ich darum nicht erschrocken die Wahrheit zu sagen / indem ich wohl weiß / dass allenthalben noch viel fleißige Menschen / die der Natur / und ihrem Vermögen täglich nachsuchen / und zu Dienst ihres Nächsten zu gebrauchen Gedenken / gefunden werden / welche sich dann nicht schämen werden / das ihnen unbewusst ist zu lernen / und zweifele auch nicht / dass deren nicht allbereyt an vielen Orten zu finden / die wohl ein mehreres wissen und verstehen / als dass sie bei jedermann sagen dürfen / weil sie Fürchtet tragen / dass sie für Ketzer in der Mediciu von anderen aus Neid außgeschriehen würden; derentwegen mancher lieber stillschweiget / krumm eben und gleich sein lässt / als dass er etwas Neues und Ungemeines an Tag geben / und der Katzen die Schell anhängen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758200168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2929,"date":1659,"orig":"Iſt aber nicht recht gethan/ was man zu Gottes Ehre/ vnd ſeines Naͤchſten Nutzen thun kan/ ſoll man nicht vnterlaſſen/ man muß Gott mehr foͤrchten als die Menſchen.","norm":"Ist aber nicht recht getan / was man zu Gottes Ehre / und seines Nächsten Nutzen tun kann / soll man nicht unterlassen / man muss Gott mehr fürchten als die Menschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.351399898529053} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2930,"date":1659,"orig":"Derhalben ich meine Meynung vnbefoͤrcht vielen zur Nachrichtung an Tag geben will/ vnd diejenige die es nicht begreiffen/ verſtehen oder glauben koͤnnen/ nach Gebrauch der boͤſen Welt/ bis daß ſie ſelbermuͤd/ vnd mit der Zeit ein beſſers lernen vnd verſtehen werden/ daruͤber murꝛen vnd zancken laſſen.","norm":"Derethalben ich meine Meinung vnbeförcht vielen zur Nachrichtung an Tag geben will / und diejenige die es nicht begreifen / verstehen oder glauben können / nach Gebrauch der bösen Welt / bis dass sie selbermüd / und mit der Zeit ein besseres Lernen und verstehen werden / darüber murren und zanken lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.057799816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2931,"date":1659,"orig":"Beynahe in allen Buͤchern der alten vnd newen Medicorum, da von purgiren gedacht wird/ findet man ſchier einerley Stimm vnd Meynung/ nemblich dieſes Kraut/ Safft/ Gummi/ Saamen/ Wurtzeln ꝛc. hat die Natur vnd Eygenſchafft zu purgiren/ vnd etliche wuͤrcken vnd purgiren nach jhrer Meynung im erſten vnd andern/ etliche im 3. vnd 4. gradu, auß welchen vielerley Compoſitiones, die jetziger Zeit in allen Apotheken bereytet/ vnd Adminiſtriret werdet/ jhr Herkommen erlanget; vnd will immer einer den andern verbeſſern/ erklaͤren/ vnd corꝛigiren/ dardurch vnzaͤhlig viel Bereytungen ſolcher Purgantien erfunden vnd beſchrieben ſind.","norm":"Beinahe in allen Büchern der alten und neuen Medicorum, da von purgieren gedacht wird / findet man schier einerlei Stimme und Meinung / nämlich dieses Kraut / Saft / Gummi / Samen / Wurzeln etc. hat die Natur und Eigenschaft zu purgieren / und etliche wirken und purgieren nach ihrer Meinung im ersten und anderen / etliche im 3. und 4. gradu, aus welchen vielerlei Compositiones, die jetziger Zeit in allen Apotheken bereitet / und Administrieret werdet / ihr Herkommen erlanget; und will immer einer den anderen verbessern / erklären / und korrigieren / dadurch unzählig viel Bereitungen solcher Purgantien erfunden und beschrieben sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.319300174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2932,"date":1659,"orig":"Vnd wann mans beym Liecht beſihet/ ſo wird in der That befunden/ daß gemeyniglich ſolche Compoſitiones von vielen ingredientien weniger guts thun/ als ein einiges deren ingredientien die darinn begriffen/ wann es allein genommen/ thun koͤnte/ vnd iſt dieſes die Vrſach/ daß kein ſimplex, ob es ſchon auch purgiret/ den andern in der Natur gleich iſt/ ſondern differiret entweder in Sale, ☿ oder Sulphure, welche Vngleichheit dann offtmals der angebornen wuͤrckung hinderlich vnd ſchaͤdlich iſt/ alſo wann widerwaͤrtige Naturen zugleich in dem Magen zuſammen kommen/ eines in das ander wuͤrcket vnd ſtreittet/ dardurch jhre Kraͤfften veraͤndert werden/ vnd ſolches nicht thun/ was eins von jhnen haͤtte allein verrichten koͤnnen/ welches auch von Tag zu Tag von vielen gemercket wird/ vnd gern einen andern methodum angeben wolten/ wann ſie es thun doͤrfften/ vnd nicht foͤrchteten/ daß ſie von dem groͤſſern Hauffen außgeruffen/ gehaſſet/ verachtet vnd vertrieben wuͤrden; bleiben alſo bey dem groſſen Hauffen/ haͤngen den Mandel nach dem Wind/ fahren auff der alten Geygen hinauß/ laſſen Nacht vnd Tag werden/ vnd nehmen das geſetzte Geld fuͤr das Recipe, dencken/ wann ſie nur nach der alten Gewohnheit gethan/ ſie haben alles verantwortet/ es gehe gleich dem Patienten wie es wolle/ wie ſich dann etliche außdruͤcklich verlauten laſſen/ daß ſie lieber mit den Alten irꝛen vnd toͤden/ als mit den Juͤngern/ die den Sachen beſſer nachgeforſcht/ den Krancken helffen wolten.","norm":"Und wann man es beim Licht besehet / so wird in der Tat befunden / dass gemeiniglich solche Compositiones von vielen Ingredientien weniger Gutes tun / als ein einiges deren Ingredientien die darin begriffen / wann es allein genommen / tun könnte / und ist dieses die Ursache / dass kein simplex, ob es schon auch purgieret / den anderen in der Natur gleich ist / sondern differieret entweder in Sale, ☿ oder Sulphure, welche Ungleichheit dann oftmals der angeborenen Wirkung hinderlich und schädlich ist / also wann widerwärtige Naturen zugleich in dem Magen zusammen kommen / eines in das ander wirket und streitet / dadurch ihre Kräften verändert werden / und solches nicht tun / was eins von ihnen hätte allein verrichten können / welches auch von Tag zu Tag von vielen gemerkt wird / und gern einen anderen methodum angeben wollten / wann sie es tun dürften / und nicht fürchteten / dass sie von dem größeren Haufen ausgerufen / gehasst / verachtet und vertrieben würden; bleiben also bei dem großen Haufen / hängen den Mandel nach dem Wind / fahren auf der alten Geigen hinaus / lassen Nacht und Tag werden / und nehmen das gesetzte Geld für das Recipe, denken / wann sie nur nach der alten Gewohnheit getan / sie haben alles verantwortet / es gehe gleich dem Patienten wie es wolle / wie sich dann etliche ausdrücklich verlauten lassen / dass sie lieber mit den Alten irren und töten / als mit den Jüngeren / die den Sachen besser nachgeforscht / den Kranken helfen wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9644999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2933,"date":1659,"orig":"Welches fuͤrwahr ein groſſer Frevel/ Hoffart vnd Halsſtarꝛigkeit der Menſchen iſt/ welches nicht ſeyn ſolte; dann bekant genug iſt/ daß ſich die Elementen von Jahr zu Jahr vmb der Menſchen Suͤnden willen verboͤſern/ vnd veraͤndert werden/ darzu auch die ſimplicien bey vns in Deutſchland viel geringer an Kraͤfften/ als in Italia vnd Hiſpania, will geſchweigen in Cræcia, Arabia vnd Perſia, da die aͤltere Medici gelebet vnd geſchrieben haben/ wie auch jetziger zeit die Kranckheiten viel vnheilbares/ als vor dieſem/ erfunden werden.","norm":"Welches fürwahr ein großer Frevel / Hoffart und Halsstarrigkeit der Menschen ist / welches nicht sein sollte; dann bekannt genug ist / dass sich die Elementen von Jahr zu Jahr um der Menschen Sünden Willen verbösern / und verändert werden / dazu auch die simplicien bei uns in Deutschland viel geringer an Kräften / als in Italia und Hispania, will geschweigen in Craecia, Arabia und Persia, da die ältere Medici gelebt und geschrieben haben / wie auch jetziger Zeit die Krankheiten viel Unheilbares / als vor diesem / erfunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1774001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2934,"date":1659,"orig":"Vnd dannoch wil man den alten Medicis die mehr als vor 1000.","norm":"Und dennoch will man den alten Medicis die mehr als vor 1000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2935,"date":1659,"orig":"Jahren in andern Theilen der Welt gewohnet/ vnd vor dieſem geſchrieben haben/ nachgehen vnd folgen/ vnd im geringſten den jetzigen Zuſtand des Menſchen/ wie auch der vegetabilien vnd anderer materialien/ die zur Medicin gebraucht werden/ nicht erkennen/ vnd jhre Tugenden vnd Kraͤfften erſuchen/ ſondern behelffen ſich mit der alten Geygen/ es helffe oder helffe nicht/ ſo werden doch auffs wenigſte die viſiten bezahlt/ vnd werden alſo gegen einem Samaritaner allezeit wol hundert Prieſter vnd Leviten gefunden/ denen auch ohne zweiffel ein ſolches Vrtheil/ wie dem Prieſter vnd Leviten bey dem Evangeliſten zu ſeiner Zeit einmal wird vorgeleſen werden/ vnd keine Entſchuldigung/ als wann man nicht beſſer gewuſt haͤtte/ heiffen wird/ welches fuͤrwar denen/ die ſich einer guten Conſcientz ruͤhmen/ beſſer zu Hertzen gehen ſolte.","norm":"Jahren in anderen Teilen der Welt gewohnt / und vor diesem geschrieben haben / nachgehen und folgen / und im Geringsten den jetzigen Zustand des Menschen / wie auch der Vegetabilien und anderer Materialien / die zur Medizin gebraucht werden / nicht erkennen / und ihre Tugenden und Kräften ersuchen / sondern behelfen sich mit der alten Geigen / es helfe oder helfe nicht / so werden doch aufs wenigste die Visiten bezahlt / und werden also gegen einem Samaritaner allezeit wohl hundert Priester und Leviten gefunden / denen auch ohne Zweifel ein solches Urteil / wie dem Priester und Leviten bei dem Evangelisten zu seiner Zeit einmal wird vorgelesen werden / und keine Entschuldigung / als wann man nicht besser gewusst hätte / heißen wird / welches fürwahr denen / die sich einer guten Conscientz rühmen / besser zu Herzen gehen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.998600006103516} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2936,"date":1659,"orig":"Es ſey nun dem allem wie jhm wolle/ ſo iſt es gewiß vnd vnfehlbar/ daß ein jedweder ſeines Thuns wird Rechenſchafft geben/ vnd ſeine Buͤrde tragen muͤſſen; dechalben man wol zuſehen ſoll/ was man thue oder laſſe/ dann Gott nicht mit jhm ſchertzen laͤſſet/ ſondern zu ſeiner zeit die Spoͤtter vnd Veraͤchter der Warheit wol wird zu finden wiſſen/ welches man mercken ſoll.","norm":"Es sei nun dem allem wie ihm wolle / so ist es gewiss und unfehlbar / dass ein jedweder seines Tuns wird Rechenschaft geben / und seine Bürde tragen müssen; dechalben man wohl zusehen soll / was man tue oder lasse / dann Gott nicht mit ihm scherzen lässt / sondern zu seiner Zeit die Spötter und Verächter der Wahrheit wohl wird zu finden wissen / welches man merken soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851200103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2937,"date":1659,"orig":"Nun haͤtte dieſe Erinnerung wol koͤnnen verbleiben/ in dem ich wol weiß/ daß ſie von dem mehrern Theil nit wird gehoͤret werden/ ſo hat es doch vmb der Jugend willen nicht ſollen verſchwiegen bleiben/ ſondern bekand gemacht werden/ daß man zum purgiren ſo vielerley ſpecies vnd ingredientien nit vonnoͤthen hat/ wann man nur jhre Eygenſchafft verſtehet/ vnd den ſachen nachdenckt/ ſo wird man befinden/ daß ein ſimplex, wann es wol gebrauchet wird/ eben das vnd noch mehr thun kan/ als vielerley Gehaͤcks vntereinander/ da eins dem andern ſeine Krafft benimbt/ veraͤndert vnd verꝛingert.","norm":"Nun hätte diese Erinnerung wohl können verbleiben / in dem ich wohl weiß / dass sie von dem mehreren Teil nicht wird gehöret werden / so hat es doch um der Jugend willen nicht sollen verschwiegen bleiben / sondern bekannt gemacht werden / dass man zum purgieren so vielerlei species und Ingredientien nicht vonnöten hat / wann man nur ihre Eigenschaft verstehet / und den Sachen nachdenkt / so wird man befinden / dass ein simplex, wann es wohl gebraucht wird / eben das und noch mehr tun kann / als vielerlei Gehecks untereinander / da eins dem anderen seine Kraft benimmt / verändert und verringert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2938,"date":1659,"orig":"Weil aber die groſſe Recepten allenthalben ſo gemeyn wordẽ/ doͤrffte ſich niemand vnterſtehen in die Apothek zu ſchreiben/ wann er anders thaͤte/ ſondern wuͤrde alſobalden die nachrede haben/ als wann er nichts verſtuͤnde/ vnd derentwegen den Zettel nit haͤtte groͤſſer machen koͤnnen; in Summa/ die Welt will betrogen/ vnd fuͤr Augen gedienet ſeyn/ wer ſolches nicht kan oder thun will/ der muß es entgelten.","norm":"Weil aber die große Rezepten allenthalben so gemein worden / dürfte sich niemand unterstehen in die Apotheke zu schreiben / wann er anders täte / sondern würde alsobald die nachrede haben / als wann er nichts verstünde / und derentwegen den Zettel nicht hätte größer machen können; in Summa / die Welt will betrogen / und für Augen gedient sein / wer solches nicht kann oder tun will / der muss es entgelten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.294099807739258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2939,"date":1659,"orig":"Wil derhalben kuͤrtzlich meine Meynung von ſolchen Dingen die den Menſchen purgiren/ auß was Krafft vnd Eygenſchafft ſie ſolches verꝛichten/ beſchreiben/ hoffende/ weil es etlichen frembd moͤchte vorkommen/ vnd dergleichen noch nicht bey andern gemeyn iſt/ mir gleichwol nicht uͤbel ſolle auffgenommen/ ſondern im beſten erkand werden.","norm":"Will derethalben kürzlich meine Meinung von solchen Dingen die den Menschen purgieren / aus was Kraft und Eigenschaft sie solches verrichten / beschreiben / hoffende / weil es etlichen fremd möchte vorkommen / und dergleichen noch nicht bei anderen gemein ist / mir gleichwohl nicht übel solle aufgenommen / sondern im besten erkannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.175600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2940,"date":1659,"orig":"Etliche vnd der mehrer Theil halten darfuͤr/ daß die Purgantien kein Gifft ſeyn/ ſondern auß angeborner Krafft die boͤſe humores auß dem Leib ziehen/ ein jedweders nach ſeiner proprietaͤt: daher entſtanden/ daß man ſagt/ dieſes purgans reinigt das Haupt/ ziehet pituitam auß dem Haupt herunter/ vñ fuͤhret ſolches auß/ jenes aber purgiret melancholiam, ein anders choleram oder bilem, &c. Dahero ſo vieterley compoſitiones ſpecierum electuariorum, pilularum vnd dergleichen eyngefuͤhret worden/ welches ich auch vor dieſem habe geglaubt/ daß ein jedweder humor mit ſeinem eygenen appropriato purgante muͤſte außgefuͤhret werden/ vnd koͤnte nicht andes ſeyn; hernach aber da ich geſehen habe/ daß mit einem eynigen guten mineraliſchen purgante alle ſchaͤdliche humores zugleich koͤndten außgefuͤhret werden/ vnd nicht noͤthig war/ daß man ſo vielerley vnterſchiedliche Compoſitionen gebrauchte; ſo hab ich alle ſolche weitlaͤufftige Dinge ſtehen laſſen/ vnd mich allein an etliche wenige Metallen vñ Mineralien gehalten/ als da iſt ☽/ ♂ vnd Antimonium, welche ſo ſie wol zugerichtet/ Meiſter genug ſeyn/ alles zu thun was von einem guten vnd vnſchaͤdlichen purgante zu erwarten iſt:","norm":"Etliche und der mehrerer Teil halten dafür / dass die Purgantien kein Gift sein / sondern aus angeborener Kraft die böse Humores aus dem Leib ziehen / ein jedwedes nach seiner Proprietät: daher entstanden / dass man sagt / dieses purgans reinigt das Haupt / ziehet pituitam aus dem Haupt herunter / und führt solches aus / jenes aber purgieret melancholiam, ein anders choleram oder bilem, & c. Daher so vieterley compositiones specierum electuariorum, pilularum und dergleichen eingeführt worden / welches ich auch vor diesem habe geglaubt / dass ein jedweder humor mit seinem eigenen appropriato purgante müsste ausgeführt werden / und könnte nicht andes sein; hernach aber da ich gesehen habe / dass mit einem einigen guten mineralischen purgante alle schädliche Humores zugleich könnten ausgeführt werden / und nicht nötig war / dass man so vielerlei unterschiedliche Kompositionen gebrauchte; so habe ich alle solche weitläufige Dinge stehen lassen / und mich allein an etliche wenige Metallen und Mineralien gehalten / als da ist ☽ / ♂ und Antimonium, welche so sie wohl zugerichtet / Meister genug sein / alles zu tun was von einem guten und unschädlichen purgante zu erwarten ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317200183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2941,"date":1659,"orig":"Weil man dann ſein vorhaben mit wenigen erlangen kan/ warumb ſol man ſich an die Vielheit hangen/ vnd jhm ſelber Muͤhe anthun?","norm":"Weil man dann sein Vorhaben mit wenigen erlangen kann / warum soll man sich an die Vielheit hängen / und ihm selber Mühe antun?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.596700191497803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2942,"date":1659,"orig":"Wann aber ja jemand ſagen wolte/ die vegetabilien weren ſicherer zu gebrauchen/ als die Metallen/ vnd purgirten linder; ſo kan ers doch nicht beweiſen/ ſondern gibt nur ſeine Thorheit vnd Vnwiſſenheit an Tag: wie koͤud ein linder purgans als das Sal Martis, wañ es wol iſt zugerichtet/ gefunden werden/ deßgleichen auch ein Sal ☽/ doch nicht dasjenige/ welches mit Spir. nitri gemacht iſt.","norm":"Wann aber ja jemand sagen wollte / die Vegetabilien wären sicherer zu gebrauchen / als die Metallen / und purgierten linder; so kann er es doch nicht beweisen / sondern gibt nur seine Torheit und Unwissenheit an Tag: wie köud ein linder purgans als das Soll Martis, wann es wohl ist zugerichtet / gefunden werden / desgleichen auch ein Soll ☽ / doch nicht dasjenige / welches mit Spir. nitri gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627999782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2943,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wuͤrcken auch ſehr gelind die antimoniata, wann ſie wol zugerichtet vnd gebrauchet werden/ alſo daß ſie/ ohne Gefahr/ Kindern von einem halben Jahr koͤnnen eyngegeben werden.","norm":"Desgleichen wirken auch sehr gelind die antimoniata, wann sie wohl zugerichtet und gebraucht werden / also dass sie / ohne Gefahr / Kindern von einem halben Jahr können eingegeben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.777200222015381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2944,"date":1659,"orig":"Vnd iſt gewiß/ wann ein ſolch mineraliſch purgans ja zu lind eyngegeben wuͤrde/ daß es liegen bliebe vnd nicht operirte/ man gleichwol im geringſten keine Gefahr/ gleich wie bey den vegetabilien/ daruͤber zu erwarten haͤtte.","norm":"Und ist gewiss / wann ein solch mineralisch purgans ja zu lind eingegeben würde / dass es liegen bliebe und nicht operierte / man gleichwohl im Geringsten keine Gefahr / gleich wie bei den Vegetabilien / darüber zu erwarten hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.857699871063232} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2945,"date":1659,"orig":"Derhalben viel beſſer iſt/ daß man bey der Sicherheit bleibe/ als mit vnnoͤthigen Dingen ſich ſchleppe.","norm":"Derethalben viel besser ist / dass man bei der Sicherheit bleibe / als mit unnötigen Dingen sich schleppe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.830999851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2946,"date":1659,"orig":"Etliche ſind der Meynung/ dz die purgantien jhre Wuͤrckung volbringen durch eine fermentation/ gleich als wañ ein Aqua-fort auf ein Sal tartari gegoſſen wird:","norm":"Etliche sind der Meinung / dass die purgantien ihre Wirkung vollbringen durch eine Fermentation / gleich als wann ein Aqua-fort auf ein Soll tartari gegossen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411200046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2947,"date":1659,"orig":"Was aber davon zu halten/ will ich nicht diſputiren/ ſondern einem jedwedern ſeine Meynung druͤber laſſen/ doch ich fuͤr mein Perſon kan es noch nit begreiffen/ das weiß ich aber wol/ daß alle Speiß vñ Tranck/ wann ſolche in den Magen kommen/ gleichſamb anfangen zu fermentiren vnd kochen/ durch welche fermentation dann die Speiß dahin bereytet wird/ daß ein ſcheydung puri ab impuro drauff erfolgen kan/ vnd were auch vnmoͤglich ohne eine ſolche fermentation in ſo kurtzer Zeit die Speiß vnd Tranck alſo zu verwandeln; dann ein jedweder fermentation ein Auffſchlieſſung vnd Vorbereytung zur Scheydung aller Dingen iſt/ wie ſolches auff viel Weiß vnd Wege zu beweiſen were.","norm":"Was aber davon zu halten / will ich nicht disputieren / sondern einem jedweden seine Meinung drüber lassen / doch ich für mein Person kann es noch nicht begreifen / das weiß ich aber wohl / dass alle Speise und Trank / wann solche in den Magen kommen / gleichsam anfangen zu fermentieren und kochen / durch welche Fermentation dann die Speise dahin bereitet wird / dass ein Scheidung puri ab impuro drauf erfolgen kann / und wäre auch unmöglich ohne eine solche Fermentation in so kurzer Zeit die Speise und Trank also zu verwandeln; dann ein jedweder Fermentation ein Aufschließung und Vorbereitung zur Scheidung aller Dingen ist / wie solches auf viel Weiß und Wege zu beweisen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.863399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2948,"date":1659,"orig":"Daß aber die purgantien auch auf ſolche Weiß ſolten im Magen fermentiren/ gleich wie ſolche Dinge thun/ welche die Natur zur Nahrung annimbt/ las ich in ſeinem werth bleiben/ meines Erachtens kan es nicht wol ſeyn/ in deme ein ſolche fermentation mit derjenigen/ welche bey der Speiß vnd Tranck geſchiehet/ nicht uͤbereyn kompt/ jene præparirt die Speiß zur ſcheydung vnd nutrimento, dieſe aber gibt kein nutrimentum, ergò iſt ſie der erſten nicht gleich; jene iſt der Natur annehmlich/ flaͤrcket vnd erhaͤlt dieſelbe/ dieſe aber ſchwaͤchet vnd toͤdet/ durch jene ziehen die Glieder an ſich/ durch dieſe werden ſie vom Vberfluß entbunden; haben alſo diſe beyde fermẽtationes keine gemeynſchafft.","norm":"Dass aber die purgantien auch auf solche Weiß sollten im Magen fermentieren / gleich wie solche Dinge tun / welche die Natur zur Nahrung annimmt / las ich in seinem wert bleiben / meines Erachtens kann es nicht wohl sein / in dem ein solche Fermentation mit derjenigen / welche bei der Speise und Trank geschieht / nicht überein kommt / jene präpariert die Speise zur Scheidung und nutrimento, diese aber gibt kein nutrimentum, ergo ist sie der ersten nicht gleich; jene ist der Natur annehmlich / flärcket und erhält dieselbe / diese aber schwächet und tötet / durch jene ziehen die Glieder an sich / durch diese werden sie vom Überfluss entbunden; haben also diese beide Fermentation keine Gemeinschaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2949,"date":1659,"orig":"Bleibe derhalben noch ſo lang bey meiner meynung dz nemlich die purgãtien als ein Gifft operirẽ/ ſo lang/ bis ich ein beſſers vnterꝛicht werde.","norm":"Bleibe derethalben noch so lang bei meiner Meinung das nämlich die purgatien als ein Gift operieren / so lang / bis ich ein besseres Unterricht werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2042999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2950,"date":1659,"orig":"Die gebraͤuchliche purgantien halt ich darvor/ daß dieſelbe nicht in einer vngleichen Temperatur ſtehen/ ſondern nur crud/ vnd von der Natur noch nit ſo weit außgezeitiget ſeyn/ daß dieſelbe koͤnnen von des Menſchen Natur angenommen/ vnd zum nutrimento digerirt werden/ weil bewieſen kan werden/ daß dieſelbe/ durch ein geringe digeſtion in etlichen warmen menſtruis, als ſonderlich durch den Alkah: dahin koͤnnen gebracht werden/ daß ſie nicht mehr purgiren/ ſondern der Natur gantz annehmlich zu genieſſen ſeyn/ wie dann auch zu ſehen bey allen vnzeitigen Fruͤchten welche purgiren/ wann ſie aber zeitig ſeyn im geringſten nicht/ ſondern ins nutriment gehen.","norm":"Die gebräuchliche purgantien halte ich davor / dass dieselbe nicht in einer ungleichen Temperatur stehen / sondern nur krud / und von der Natur noch nicht so weit außgezeitiget sein / dass dieselbe können von des Menschen Natur angenommen / und zum nutrimento digeriert werden / weil bewiesen kann werden / dass dieselbe / durch ein geringe Digestion in etlichen warmen menstruis, als sonderlich durch den Alkah: dahin können gebracht werden / dass sie nicht mehr purgieren / sondern der Natur ganz annehmlich zu genießen sein / wie dann auch zu sehen bei allen unzeitigen Früchten welche purgieren / wann sie aber zeitig sein im Geringsten nicht / sondern ins Nutriment gehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438799858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2951,"date":1659,"orig":"Weil ich aber die purgantien Gifft genennet/ vnd doch eygentlich kein Gifft in der Natur iſt/ muß es alſo verſtanden werden/ ſie ſeyen ein Gifft dem Menſchen/ dann bekand genug/ das was dem einem ein Gifft/ offtmals einem andern ein Medicin ſey; vnd ſind alle Gifft eygentlich kein Gifft/ ſondern nur ein Weſen/ welches der einen Natur nuͤtzlich/ vnd der andern ſchaͤdlich iſt/ entweder zu heiß oder zu kalt/ oder in ſeinen principiis ſo weit vnterſchieden/ dardurch es mit dieſem oder jenem keine Gemeynſchafft hat/ von jhme nicht angenommen oder geliebet wird/ dardurch es ſchaden leydet/ vnd jhme auff dieſe Weiß ein Gifft iſt.","norm":"Weil ich aber die purgantien Gift genannt / und doch eigentlich kein Gift in der Natur ist / muss es also verstanden werden / sie seien ein Gift dem Menschen / dann bekannt genug / das was dem einem ein Gift / oftmals einem anderen ein Medizin sei; und sind alle Gift eigentlich kein Gift / sondern nur ein Wesen / welches der einen Natur nützlich / und der anderen schädlich ist / entweder zu heiß oder zu kalt / oder in seinen principiis so weit unterschieden / dadurch es mit diesem oder jenem keine Gemeinschaft hat / von ihm nicht angenommen oder geliebt wird / dadurch es schaden leidet / und ihm auf diese Weiß ein Gift ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8109002113342285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2952,"date":1659,"orig":"Dann Gifft eygentlich nur demjenigen kan Gifft genennet werden/ welchen es ſucht zuverderben/ vnd wann es andern ſolches nit thut/ iſt es jhnen auch kein Gifft/ dann etwas welches dem einen ein Medicin iſt/ kan dem andern ein Gifft ſeyn.","norm":"Dann Gift eigentlich nur demjenigen kann Gift genannt werden / welchen es sucht zuverderben / und wann es anderen solches nicht tut / ist es ihnen auch kein Gift / dann etwas welches dem einen ein Medizin ist / kann dem anderen ein Gift sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.167500019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2953,"date":1659,"orig":"Sage derhalben/ daß alle purgantien jhre Wuͤrckung als ein Gifftverꝛichten; ein jedweder Gifft aber/ es beſtehe gleich in Hitze oder Kaͤlte/ iſt nichts anders als ein widerwaͤtiges weſen der Natur.","norm":"Sage derethalben / dass alle purgantien ihre Wirkung als ein Giftverrichten; ein jedweder Gift aber / es bestehe gleich in Hitze oder Kälte / ist nichts anders als ein widerwätiges Wesen der Natur.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.179399967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2954,"date":1659,"orig":"Dann alle vegetabilien/ animalien vnd mineralien/ welche nicht gar zu heiß oder kalt ſeyn/ kan die Natur des menſchen vertragen/ vnd ſolches zu einem nutriment annehmen/ alle andere aber die in vngleichen Qualitaͤten beſtehen/ wann ſie in Leib genommen/ von der Natur nicht gelitten/ ſondern als ein Feind oder Gifft mit Gewalt von ſich geſtoſſen werden.","norm":"Dann alle Vegetabilien / animalien und Mineralien / welche nicht gar zu heiß oder kalt sein / kann die Natur des Menschen vertragen / und solches zu einem Nutriment annehmen / alle andere aber die in ungleichen Qualitäten bestehen / wann sie in Leib genommen / von der Natur nicht gelitten / sondern als ein Feind oder Gift mit Gewalt von sich gestoßen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2955,"date":1659,"orig":"Vnd iſt alſo ein jedweder vegetabile, animale oder minerale, welches entweder zu kalt oder warm/ dem humido radicali ein Feind vnd Gifft; dann weil des Menſchen Leben in gleichen principiis beſtehet/ will es darinn erhalten werden; ſo bald aber etwas anders ſolche Gleichheit antaſt/ es ſey gleich Hitze oder Kaͤlte/ ſo giebt es ein Zerſtoͤrung/ vnd auß der Zerſtoͤrung muß nothwendig der Tod folgen; dann der Tod aller Dingen iſt nichts anders als ein Zertrennung vnd Auffloͤſung der dreyen principien.","norm":"Und ist also ein jedweder vegetabile, animale oder minerale, welches entweder zu kalt oder warm / dem humido radikale ein Feind und Gift; dann weil des Menschen Leben in gleichen principiis bestehet / will es darin erhalten werden; so bald aber etwas anders solche Gleichheit antaste / es sei gleich Hitze oder Kälte / so gibt es ein Zerstörung / und aus der Zerstörung muss notwendig der Tod folgen; dann der Tod aller Dingen ist nichts anders als ein Zertrennung und Auflösung der drei Prinzipien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.33519983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2956,"date":1659,"orig":"Ehe aber ſolche tria principia durch ein widerwaͤrtiges vnd feindſeliges Weſen zerſtoͤret werden/ thun ſie zuvor jhr beſtes (wofern der Feind nicht gar zu geſchwind vnd ſtarck iſt) ſich dafuͤr zu beſchuͤtzen/ vnd ſo viel es moͤglich iſt/ den feind abzuwenden; iſt nun die Natur ſtaͤrcker als das Gegentheil oder Gifft/ ſo treibt ſie jhren feind wiederumb von ſich/ es geſchehe gleich uͤberſich oder vnterſich/ per vomitũ oder per ſeceſſum, vnd gebraucht zu ſolchem abtreiben nicht die beſte Geiſter oder reineſte gebluͤt/ ſondern zu erſt nur die uͤberfluͤſſige vnnuͤtze humores, wofern aber der feind zu gros/ vñ ſolcher boͤſen humoren nit genug weren das Gifft außzutreiben/ ſo bleibet es dannoch nicht dabey/ die Natur giebt es nit verlohren/ ſondern ſchicket noch mehr vnd ſtaͤrckere Gegenwehr daſſelbe außzutreiben/ alſo daß bisweilen auch das gute Gebluͤt daran muß/ vnd nit geſpahret wird die Natur zu defendiren/ vnd in jhrer Gleichheit zu behalten/ wie man ſiehet/ wann bisweilen durch Vnvorſichtigkeit ein purgans zu ſtarck gegeben wird/ daß zwar erſtlich die vorſichtige Natur nur waͤſſerige geſaltzene/ verbrand vnd vnreine jrꝛdiſche ſchaͤdliche Feuchtigkeiten gerne dargegen ſchicket/ ſo aber ſolcher nicht genug ſeyn/ vnd das Gifft noch anhaͤlt dem humido radicali zu zuſetzen/ laͤßt ſie auch endlich/ doch vngern/ gut Gebluͤt folgen/ dem feind zu widerſtehen.","norm":"Ehe aber solche tria principia durch ein widerwärtiges und feindseliges Wesen zerstöret werden / tun sie zuvor ihr bestes (sofern der Feind nicht gar zu geschwind und stark ist) sich dafür zu beschützen / und so viel es möglich ist / den Feind abzuwenden; ist nun die Natur stärker als das Gegenteil oder Gift / so treibt sie ihren Feind wiederum von sich / es geschehe gleich über sich oder untersiech / per vomitu oder per secessum, und gebraucht zu solchem abtreiben nicht die beste Geister oder reinste geblüht / sondern zuerst nur die überflüssige unnütze Humores, sofern aber der Feind zu groß / und solcher bösen humoren nicht genug wären das Gift auszutreiben / so bleibt es dennoch nicht dabei / die Natur gibt es nicht verloren / sondern schicket noch mehr und stärkere Gegenwehr dasselbe auszutreiben / also dass bisweilen auch das gute Geblüt daran muss / und nicht gespart wird die Natur zu defendieren / und in ihrer Gleichheit zu behalten / wie man sieht / wann bisweilen durch Unvorsichtigkeit ein purgans zu stark gegeben wird / dass zwar erstlich die vorsichtige Natur nur wässerige gesalzene / verbrannt und unreine irdische schädliche Feuchtigkeiten gerne dagegen schicket / so aber solcher nicht genug sein / und das Gift noch anhält dem humido radikale zuzusetzen / lässt sie auch endlich / doch ungern / gut Geblüt folgen / dem Feind zu widerstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.099800109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2957,"date":1659,"orig":"Vnd haͤlt ſich aber vnterdeſſen in ſolchem Streit das reineſte vnd geſundeſte Blut vmb das Hertz herumb/ als einem centro des Lebens/ bey ſammen/ ſo lang bis der Feind außgetrieben/ vnd es wieder Ruhe vnd Fried iſt/ dañ theilet die Natur wiederumb auß/ vnd giebt einem jedwederm Glied/ was jhme zugehoͤret/ vnd nach dem es vonnoͤten hat.","norm":"Und hält sich aber unterdessen in solchem Streit das reinste und gesündeste Blut um das Herz herum / als einem centro des Lebens / bei sammen / so lang bis der Feind ausgetrieben / und es wieder Ruhe und Frieden ist / dann teilet die Natur wiederum aus / und gibt einem jedwedem Glied / was ihm zugehöret / und nach dem es vonnöten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.808599948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2958,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ein ſolcher Streit/ welcher durch ein Gifft/ daß gegen das Leben ſtreittet/ dardurch der microcoſmus von ſeinen uͤberfluͤſſigen vnd ſchaͤdlichen humoribus purgiret vnd gereiniget wird/ nichts anders/ als ein ſtreit/ welcher dem ſo in macrocoſmo taͤglich an allen Orthen geſchiehet/ zu vergleichen:","norm":"Und ist ein solcher Streit / welcher durch ein Gift / dass gegen das Leben streitet / dadurch der microcosmus von seinen überflüssigen und schädlichen humoribus purgieret und gereinigt wird / nichts anders / als ein Streit / welcher dem so in macrocosmo täglich an allen Orten geschieht / zu vergleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.248400211334228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2959,"date":1659,"orig":"Dann wann ein frembder feind etwan in ein Koͤnigreich einfaͤlt/ ſolches zu ruiniren/ den Koͤnig zu toͤden/ vnd den Raub daraus zu holen/ vor hat/ vnd ſo bald er auff die Graͤntzen kompt/ vnd der Koͤnig/ auff welchen es angegeſehen iſt/ die groſſe Gefahr ſeines Leibs vnd Lebens/ wie auch des gantzen Koͤnigreichs vermercket/ was thut er?","norm":"Dann wann ein fremder Feind etwan in ein Königreich Einfalt / solches zu ruinieren / den König zu töten / und den Raub daraus zu holen / vorhat / und so bald er auf die Grenzen kommt / und der König / auf welchen es angegesehen ist / die große Gefahr seines Leibs und Lebens / wie auch des ganzen Königreichs vermerket / was tut er?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.685400009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2960,"date":1659,"orig":"Alſobald berufft er ſeine Raͤth/ Edle vnd Ritterſchafft zuſammen/ welche dann alſobald erſcheinen/ weil ſie auch in der Gefahr ſtecken/ vnd uͤberlegt die gegenwaͤrtige noth mit jhnen/ vnd nach einhaͤlligem ſinn wird beſchloſſen/ alſobald die Trumm zu ruͤhren/ Volck anzunehmen/ vnd dem Feind bey Zeiten zu begegnen; ſolches wichtige Werck aber/ weil daran Land vnd Leut/ ja das Heyl des gantzen Koͤnigreichs gelegen/ vnd billich daß es vorſichtig vorgenommen werde/ auch nicht jederman zu trawen; ſo ſchaffet der Koͤnig des Landes Anordnung/ daß von dem Hof etliche verſtaͤndige vnd behertzte Maͤnner/ welche Glieder des Reichs ſind/ die Knechte die gegen den Feind ſtreitten ſollen/ durch den Trummelſchlag zu verſamlen/ vnd gegen jhn anzuziehen/ vnd laufft gemeyniglich zu ſolchem Trummelſchlag erſtlich das aller vnnuͤtzlichſte Volck/ welches Vatter vnd Mutter nicht hat folgen/ vnd nit arbeyten wollen/ jhr Gut verzehrt/ vnd dem Land/ in dem ſie den Frommen das Brod vor dem Maul hinweg freſſen/ nur ſchaͤdlich ſeyn/ herzu/ vnd laͤßt ſich annehmen dem Feind zu begegnen/ vñ jhn wieder auß dem Land zu ſchlagen; wann nun der Steit angehet/ ſo wird durch des Feindes Schwerd der mehrer Theil ſolcher Boͤſen Buben erſchlagen/ vnd endlich der Feind durch ſie uͤberwunden vnd außgetrieben.","norm":"Alsobald beruft er seine Rät / Edle und Ritterschaft zusammen / welche dann alsobald erscheinen / weil sie auch in der Gefahr stecken / und überlegt die gegenwärtige Not mit ihnen / und nach einhelligem Sinn wird beschlossen / alsobald die Trumm zu rühren / Volk anzunehmen / und dem Feind beizeiten zu begegnen; solches wichtige Werk aber / weil daran Land und Leute / ja das Heil des ganzen Königreichs gelegen / und billig dass es vorsichtig vorgenommen werde / auch nicht jedermann zu trauen; so schaffet der König des Landes Anordnung / dass von dem Hof etliche verständige und beherzte Männer / welche Glieder des Reichs sind / die Knechte die gegen den Feind streiten sollen / durch den Trommelschlag zu versammeln / und gegen ihn anzuziehen / und lauft gemeiniglich zu solchem Trommelschlag erstlich das aller unnützlichste Volk / welches Vater und Mutter nicht hat folgen / und nicht arbeiten wollen / ihr Gut verzehrt / und dem Land / in dem sie den Frommen das Brot vor dem Maul hinweg fressen / nur schädlich sein / herzu / und lässt sich annehmen dem Feind zu begegnen / und ihn wieder aus dem Land zu schlagen; wann nun der Steit angehet / so wird durch des Feindes Schwert der mehrerer Teil solcher Bösen Buben erschlagen / und endlich der Feind durch sie überwunden und ausgetrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.73330020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2961,"date":1659,"orig":"Wofern aber der Feind ſo gros were/ daß jhm durch die freywillige Knechte/ die ſich fuͤr Geld haben laſſen annehmen/ nicht genugſamer Widerſtand koͤnte gethan werden/ ſo erfordet die Noth/ daß der Koͤnig auch Hausgeſeſſene fromme Buͤrger vnd Buͤrgerskinder auffmahnet/ ſie wollen oder wollen nit/ den Feind vollends zu toͤden vnd außzutreiben/ da es dañ auch nit lehr abgehet/ es bleiben im Streit auch ſolche Maͤnner/ welche dem Land nicht ſchaͤdlich/ ſondern nutzlich ſeyn geweſen/ vnd kan gleichwol nit anders ſeyn/ ſoll der Koͤnig erhalten/ vnd das Land von dem Feind geſaͤubert werden/ ob ſchon etliche gute Maͤnner auß dẽ Land verlohren werden/ der Koͤnig gleichwol durch gut Regiment jhre Stell bald wieder mit andern erfuͤllen kan; diejenige aber/ welche ſich fuͤr Geld zu erſt haben laſſen annehmen/ werden nicht bedawret oder beklaget/ ob jhrerſchem keiner wieder kompt/ dann ſie doch nur ſchaͤdliche Leuthe des Landes geweſen ſind/ vmb deren willen auch Gott den Feind ins Land geſchicket hat; dann Krieg kompt nicht uͤber vns wegen vnſers frommen Lebens/ ſondern wegen Verachtung Goͤttliches Worts/ Suͤnd vnd Laſter/ die offentlich vnd vngeſtraft im Land getrieben vnd gelitten werden; vnd gleich wie in ſolchem Streit allzeit die Frommen auch mit leyden muͤſſen/ ob ſie ſchon nicht alle tod geſchlagen werden/ als die Gottloſen: Alſo gehet es auch in der kleinen Welt mit dem Menſchen zu/ wann purgiret wird/ daß nicht allein die boͤſe humores in ſolchem Streit/ ſondern auch bisweilen/ wañ das purgans zu ſtarck iſt/ gute Geiſter vnd Kraͤfften des Leibes mit durchgehen vnd verlohren werden/ welche aber hernach bald wieder durch die gute Anordnung der Natur vom uͤbrigen guten Gebluͤt erſtattee werden.","norm":"Sofern aber der Feind so groß wäre / dass ihm durch die freiwillige Knechte / die sich für Geld haben lassen annehmen / nicht genugsamer Widerstand könnte getan werden / so erfordet die Not / dass der König auch Hausgesessene fromme Bürger und Bürgerskinder aufmahnet / sie wollen oder wollen nicht / den Feind vollends zu töten und auszutreiben / da es dann auch nicht lehr abgehet / es bleiben im Streit auch solche Männer / welche dem Land nicht schädlich / sondern nützlich sein gewesen / und kann gleichwohl nicht anders sein / soll der König erhalten / und das Land von dem Feind gesäubert werden / ob schon etliche gute Männer aus den Land verloren werden / der König gleichwohl durch gut Regiment ihre Stelle bald wieder mit anderen erfüllen kann; diejenige aber / welche sich für Geld zuerst haben lassen annehmen / werden nicht bedauert oder beklagt / ob jhrerschem keiner wieder kommt / dann sie doch nur schädliche Leute des Landes gewesen sind / um deren Willen auch Gott den Feind ins Land geschickt hat; dann Krieg kommt nicht über uns wegen unseres frommen Lebens / sondern wegen Verachtung göttliches Worts / Sünde und Laster / die öffentlich und ungestraft im Land getrieben und gelitten werden; und gleich wie in solchem Streit allzeit die Frommen auch mit leiden müssen / ob sie schon nicht alle tot geschlagen werden / als die Gottlosen: Also geht es auch in der kleinen Welt mit dem Menschen zu / wann purgieret wird / dass nicht allein die böse Humores in solchem Streit / sondern auch bisweilen / wann das purgans zu stark ist / gute Geister und Kräften des Leibes mit durchgehen und verloren werden / welche aber hernach bald wieder durch die gute Anordnung der Natur vom übrigen guten Geblüt erstatte werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951700210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2962,"date":1659,"orig":"Vnd gleich wie ein ſolcher feindlicher Eynfall ins Land nit ohngefaͤhr/ ſondern durch Gottes Gebott vnd Trieb/ der uͤber alle Koͤnigreiche zu gebieten hat/ wegen vnſerer Suͤnden kompt/ dardurch er die Menſchen muſtert/ die Boͤſen abſchafft vnd ſtrafet/ vnd die From̃en ſchuͤtzet vnd ſchirmet:","norm":"Und gleich wie ein solcher feindlicher Einfall ins Land nicht ungefähr / sondern durch Gottes Gebot und Trieb / der über alle Königreiche zu gebieten hat / wegen unserer Sünden kommt / dadurch er die Menschen mustert / die Bösen abschafft und strafet / und die Frommen schützet und schirmet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2963,"date":1659,"orig":"Alſo geſchiehet auch/ wann der Medicus ſiehet/ daß die boͤſe humores durch uͤberfluͤſſig vnd vnordentliches Eſſen vnd Trincken bey dem Menſchen uͤberhand genommen/ dadurch das humidum radicale obruirt/ vnd vnterdruckt moͤchte werden/ giebt er ein purgans, ſolche ſchaͤdliche humores von den guten zu ſcheyden vnd außzutreiben/ dardurch das humidum radicale wiederumb Lufft bekompt/ vnd gute Ordnung vnd Regiment im Leib halten kan.","norm":"Also geschieht auch / wann der Medikus sieht / dass die böse Humores durch überflüssig und unordentliches Essen und trinken bei dem Menschen überhandgenommen / dadurch das humidum radikale obruiert / und unterdrückt möchte werden / gibt er ein purgans, solche schädliche Humores von den guten zu scheiden und auszutreiben / dadurch das humidum radikale wiederum Luft bekommt / und gute Ordnung und Regiment im Leib halten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2964,"date":1659,"orig":"Vnd iſt allhier der Medicus, welcher in der kleinen Welt das boͤſe außmuſtert/ vnd gut Ordnung vnd Regiment beſtellet/ auf daß das Gebaͤw des Menſchen beſtehe/ vnd nicht von boͤſen humoribus zerbrochen werde/ eben alſo/ gleich wie Gott/ der in der groſſen gantzen Welt uͤber die Koͤnigreiche vnd Fuͤrſtenthummer herꝛſchet/ vnd gebietet/ nach ſeinem Willen/ wie ers gut achtet/ anſtellet vnd aͤndert/ auff daß allenthalben ſeine Macht/ Gewalt/ Straf der Boͤſen/ vnd Schutz der From̃en geſpuͤhret vnd erkant werde.","norm":"Und ist allhier der Medikus, welcher in der kleinen Welt das böse ausmustert / und gut Ordnung und Regiment bestellet / auf dass das Gebäude des Menschen bestehe / und nicht von bösen humoribus zerbrochen werde / eben also / gleich wie Gott / der in der großen ganzen Welt über die Königreiche und Fürstentümer herrschet / und gebietet / nach seinem Willen / wie er es gut achtet / anstellet und ändert / auf dass allenthalben seine Macht / Gewalt / Straf der Bösen / und Schutz der Frommen gespürt und erkannt werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.524499893188477} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2965,"date":1659,"orig":"Dieſer Diſeurs vnd Vergleichnus der kleinen Welt mit der groſſen iſt nur darumb geſchehen/ auff daß man ſehe was purgiren ſey/ vnd auß was Krafft es geſchehe/ nemblich als ein Gifft vnd Feind des Lebens/ dargegen ſich die Natur des Menſchen ſtellet/ ſtreittet/ vnd in ſolchem ſtreit/ (wann der Feind nit gar zu ſtarck iſt) das boͤſe auß dem Menſchen gebracht wird.","norm":"Dieser Diseurs und Gleichnis der kleinen Welt mit der großen ist nur darum geschehen / auf dass man sehe was purgieren sei / und aus was Kraft es geschehe / nämlich als ein Gift und Feind des Lebens / dagegen sich die Natur des Menschen stellet / streitet / und in solchem Streit / (wann der Feind nicht gar zu stark ist) das böse aus dem Menschen gebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8414998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2966,"date":1659,"orig":"Vnd iſt zu wiſſen/ daß nicht ein einiges purgans ohne Gifft iſt/ daß ſeine Wuͤrckung nicht als ein Gifft gegen den Menſchen vollbringe/ vnd je ſtaͤrcker Gifft/ je ſtaͤrcker vnd vehementer das purgans, je kleiner Gifft/ je linder das purgans.","norm":"Und ist zu wissen / dass nicht ein einiges purgans ohne Gift ist / dass seine Wirkung nicht als ein Gift gegen den Menschen vollbringe / und je stärker Gift / je stärker und vehementer das purgans, je kleiner Gift / je linder das purgans.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7052001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2967,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen/ ich glaube nicht daß alle purgantien Gifft ſeyn/ das glaub ich aber wol/ daß das Antimonium vnd Auripigmentum, die du befohlen haſt zugebrauchen/ groſſe Gifft ſeyn; weil ſchier jederman ſolche darfuͤr haͤlt/ vnd zu ſeyn glaubt; daß aber rhabarbarum, foliaſenæ, mechoacana, manna, aloe, caſſia, fiſtula, vnd dergleichen lind purgirende dinge auch Gifft ſeyn ſolten/ kan ich nicht glauben/ weil ſolche purgantien taͤglich von den Medicis ordiniret/ von den Krancken gebrauchet/ vnd doch nicht fuͤr Gifft erkant werden; vom Gebrauch des Antimonii aber/ hab ich wol gehoͤrt/ daß er ſchaͤdlich ſeyn ſolle.","norm":"Möchte jemand sagen / ich glaube nicht dass alle purgantien Gift sein / das glaube ich aber wohl / dass das Antimonium und Auripigmentum, die du befohlen hast zu gebrauchen / große Gift sein; weil schier jedermann solche dafür hält / und zu sein glaubt; dass aber rhabarbarum, foliasenae, mechoacana, manna, aloe, cassia, fistula, und dergleichen lind purgierende Dinge auch Gift sein sollten / kann ich nicht glauben / weil solche purgantien täglich von den Medicis ordinieret / von den Kranken gebraucht / und doch nicht für Gift erkannt werden; vom Gebrauch des Antimonii aber / habe ich wohl gehört / dass er schädlich sein solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8744001388549805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2968,"date":1659,"orig":"Darauff gib ich zur antwort/ daß obgedachte linde purgantien/ wann ſie nur operiren/ vnd nicht liegen bleiben/ dem menſchen keinen ſchaden ſondern vielmehr nutzen/ in dem ſie die uͤberfluͤſſige humores außfuͤhren/ zufuͤgen koͤnnen; ſo ſie aber liegen bleiben/ vnd nit operiren/ ſo iſt genug bekand/ was dem Menſchen fuͤr Vnheil vnd Schaden darauß entſtehet/ weil ſie der Natur entgegen/ vnd kein Gemeynſchafft mit dem nutrimento haben/ vnd derentwegen jhre malitiam allgemach an dem Menſchen uͤben/ vnd nicht ſchnell vnd behend gleich wie das Antimonium thut/ wann es zu viel auff einmal eyngenom̃en wird; ſo es aber rechtmaͤſſig gebrauchet wird/ kan es gantz keinen Schaden thun/ vnd ob es ſchon zu lind gegeben wird/ daß es nit operiret per vomitũ oder ſeceſſum, ſo thut es gleichwol im geringſten keinen ſchaden/ ſondern treibet vnd fuͤhret das boͤſe/ ſo viel es kan/ auffs wenigſte vnſichtlicher Weiſe/ wie auch durch den Schweiß/ Vrin vnd Speychel auß/ alſo daß es nimmer vergeblich gebrauchet wird/ welches man von andern purgantien/ wie lind ſie auch purgiren/ nicht ſagen kan.","norm":"Darauf gib ich zur Antwort / dass obgedachte linde purgantien / wann sie nur operieren / und nicht liegen bleiben / dem Menschen keinen schaden sondern vielmehr nutzen / in dem sie die überflüssige Humores ausführen / zufügen können; so sie aber liegen bleiben / und nicht operieren / so ist genug bekannt / was dem Menschen für Unheil und Schaden daraus entstehet / weil sie der Natur entgegen / und kein Gemeinschaft mit dem nutrimento haben / und derentwegen ihre malitiam allgemach an dem Menschen üben / und nicht schnell und behände gleich wie das Antimonium tut / wann es zu viel auf einmal eingenommen wird; so es aber rechtmäßig gebraucht wird / kann es ganz keinen Schaden tun / und ob es schon zu lind gegeben wird / dass es nicht operiret per vomitu oder secessum, so tut es gleichwohl im Geringsten keinen schaden / sondern treibet und führt das böse / so viel es kann / aufs wenigste unsichtlicher Weise / wie auch durch den Schweiß / Vrin und Speichel aus / also dass es nimmer vergeblich gebraucht wird / welches man von anderen purgantien / wie lind sie auch purgieren / nicht sagen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026599884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2969,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſes die Vrſach/ daß die linde purgationes, wann ſie liegen bleiben/ koͤnnen Schaden thun/ vnd die ſtarcke/ welche auß den Mineralien gemacht werden/ gantz nicht: die lind-purgirende/ welches vegetabilien ſeyn/ als Wurtzeln/ Kraͤuter/ Saamen/ Saͤffte vnd dergleichen Dinge/ haben ſchier eine Gemeynſchafft mit andern Vegetabilien/ die ein nutrimentum geben/ vnd von des menſchen Natur angenommen werden/ nur weil ſie noch eynige qualitates mitfuͤhren/ welche der Natur entgegen/ ſo moͤgen ſie nicht wie andere Kochkraͤuter/ ohne auffruhr zu machen/ genoſſen werden/ ſondern bewegen vnd erꝛegen ſtreitt/ wann ſie eyngenommen/ wie oben geſagt/ werden derhalben wieder ſampt den boͤſen humorib. die ſie im ſtreit ergriffen/ von der Natur uͤbewunden vnd außgeſtoſſen.","norm":"Und ist dieses die Ursache / dass die linde purgationes, wann sie liegen bleiben / können Schaden tun / und die starke / welche aus den Mineralien gemacht werden / ganz nicht: Die lindpurgierende / welches Vegetabilien sein / als Wurzeln / Kräuter / Samen / Säfte und dergleichen Dinge / haben schier eine Gemeinschaft mit anderen Vegetabilien / die ein nutrimentum geben / und von des Menschen Natur angenommen werden / nur weil sie noch einige qualitates mitführen / welche der Natur entgegen / so mögen sie nicht wie andere Kochkräuter / ohne Aufruhr zu machen / genossen werden / sondern bewegen und erregen Streit / wann sie eingenommen / wie oben gesagt / werden derethalben wieder samt den bösen humorib . die sie im Streit ergriffen / von der Natur übewunden und ausgestoßen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2970,"date":1659,"orig":"Die mineraliſche purgantien aber haben/ ohne ſonderbare vorhergehende Bereytung/ gantz keine Gemeynſchafft mit dem nutrimento des Menſchen/ derhalben ſie auch/ wann ſie eyngenommen/ nicht gelitten/ ſondern alſobald mit Gewalt beſtritten vnd außgejagt werden:","norm":"Die mineralische purgantien aber haben / ohne sonderbare vorhergehende Bereitung / ganz keine Gemeinschaft mit dem nutrimento des Menschen / derethalben sie auch / wann sie eingenommen / nicht gelitten / sondern alsobald mit Gewalt bestritten und ausgejagt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.232900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2971,"date":1659,"orig":"So ſie aber durchs Fewer gezeitiget/ vnd durch Kunſt dahin gebracht werden/ daß ſie jhre Rauhigkeit verlohren haben/ ſo koͤnnen ſie ohne Vnterſcheyd zu allen Zeiten/ nicht als ein Feind; ſondern als ein groſſer Freund/ das humidum radicale zu ſtaͤrcken/ gebraucht/ vnd groſſe Wunder damit außgerichtet werden.","norm":"So sie aber durchs Feuer gezeitigt / und durch Kunst dahin gebracht werden / dass sie ihre Rauigkeit verloren haben / so können sie ohne Unterscheid zu allen Zeiten / nicht als ein Feind; sondern als ein großer Freund / das humidum radikale zu stärken / gebraucht / und große Wunder damit ausgerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.521900177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2972,"date":1659,"orig":"Deßgleichen koͤnte man faſt alle vegetabiliſche vnd animaliſche purgantien durchs Fewer/ vnd ſonderlich durch den Alkaheſt, in kurtzer Zeit dahin bringen/ daß fie jhre Wildigkeit verlieren/ vnd in eine der Natur ſehr liebliche Annehmlichkeit/ zur Staͤrckung vnd nicht zum Streit oder purgiren taͤglich ohne Schaden koͤnnen genoſſen werden:","norm":"Desgleichen könnte man fast alle vegetabilische und animalische purgantien durchs Feuer / und sonderlich durch den Alkahest, in kurzer Zeit dahin bringen / dass fie ihre Wildigkeit verlieren / und in eine der Natur sehr liebliche Annehmlichkeit / zur Stärkung und nicht zum Streit oder purgieren täglich ohne Schaden können genossen werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827099800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2973,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen bey dem newen Wein oder Moſt/ wann ſolcher gedruncken wird/ da er noch ſuͤß iſt/ vnd nicht fermentirt hat/ daß er alſobald einen Streit vnd Geruͤmpel im Leib anſtellet/ vnd duͤnnleibig machet; wann er ſich aber durch die fermentation gereyniget/ vnd ſeinen tartarum von ſich geleget hat/ ſolches nicht mehr thut/ ſondern zu einem lieblichen geſunden Tranck wird; wie dann auch der Tarturus, welcher ſich in der fermentation davon geſchieden/ zu allen Zeiten/ wann er eyngenommen wird/ daſſelbige thut/ was ein andere cruda materia der vegetabilien/ vnd den Leib purgiret.","norm":"Wie zu sehen bei dem neuen Wein oder Most / wann solcher getrunken wird / da er noch süß ist / und nicht fermentiert hat / dass er alsobald einen Streit und Gerümpel im Leib anstellet / und dünnleibig macht; wann er sich aber durch die Fermentation gereinigt / und seinen tartarum von sich gelegt hat / solches nicht mehr tut / sondern zu einem lieblichen gesunden Trank wird; wie dann auch der Tarturus, welcher sich in der Fermentation davon geschieden / zu allen Zeiten / wann er eingenommen wird / dasselbe tut / was ein andere krude materia der Vegetabilien / und den Leib purgieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735300064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2974,"date":1659,"orig":"Bey den vegetabiliſchen iſt dieſes in acht zu nehmen/ daß etliche derſelben/ als rhabarbarum, mechoaca, vnd andere lind-purgirende Wurtzeln oder Kraͤuter/ nur durch gemeyne extraction, mit dem Spirituvini dahin gebracht werden/ daß ſolches extractum in dieſer kleinen Arbeit ſeine purgirende Krafft ſchier gantz verlieret/ vñ weniger operiret/ als das Rhabarbarum crudum ſelbſten vor der Extraction zu thun pflegt/ derhalben man ſolches mercken ſoll/ wann man extractiones von lind-purgirenden Dingen machen will/ daß der Spir. vini nicht lang dabey bleibe/ ſondern alſobald nach der extraction wieder davon abſtrahirt werde/ dann der Spir. vini corꝛigirt die cruditaͤt/ vnd macht ſolche der Natur vertraͤglicher; hartpurgirenden Dingen aber/ als da iſt agaricus, helleborus, ſcammonea, gummi gotte, vnd dergleichen/ ſchadet der Spir. vini ſo leichtlich nicht/ dieſe laſſen ſich ſo bald nicht durch gedachte extraction alteriren/ wie obgedachte lind-purgirende.","norm":"Bei den vegetabilischen ist dieses in Acht zu nehmen / dass etliche derselben / als rhabarbarum, mechoaca, und andere lindpurgierende Wurzeln oder Kräuter / nur durch gemeine Extraktion, mit dem Spirituvini dahin gebracht werden / dass solches extractum in dieser kleinen Arbeit seine purgierende Kraft schier ganz verlieret / und weniger operiret / als das Rhabarbarum crudum selbst vor der Extraktion zu tun pflegt / derethalben man solches merken soll / wann man Extraktiones von lind-purgierenden Dingen machen will / dass der Spir . vini nicht lang dabei bleibe / sondern alsobald nach der Extraktion wieder davon abstrahiert werde / dann der Spir . vini korrigiert die Krudität / und macht solche der Natur verträglicher; hartpurgierenden Dingen aber / als da ist agaricus, helleborus, scammonea, gummi Gotte, und dergleichen / schadet der Spir . vini so leichtlich nicht / diese lassen sich so bald nicht durch gedachte Extraktion alterieren / wie obgedachte lindpurgierende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.885799884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2975,"date":1659,"orig":"Vnd iſt ſolches kein Wunder/ daß die Vegetabilien ſich durch des Fewers Krafft alteriren/ vnd ohne Bewegung des Leibs koͤnnen gebraucht werden; weil auch nicht allein die Metallen/ ſondern auch die allergifftigſte Mineralien/ als arſenicum, coboltum, vnd andere mercurialiſche Berg- Arten dahin zu bringen ſeyn/ daß ſie nicht allein der Natur im geringſten nicht entgegen ſind/ vnd vomitus machen/ ſondern auch ohne alle Bewegung zur Staͤrckung des humidi radicalis ohne Gefahr als liebliche vnd nuͤtzliche Medicamenten taͤglich koͤnnen genommen werden/ davon auff ein andermahl an einem andern Orth ein mehrers; habe dieſes nur zur Defenſion meiner purgir-Becherlein wollen anzeigen/ auff daß niemand meynen moͤchte/ daß ſie mehr Schaden thun ſolten/ als ein ander purgans, weil alle purgantien Gifft ſeyn/ vnd gegen das Leben ſtreitten/ wann ſie ohne Verſtand/ vnd zu viel gebrauchet werden/ wie auß dieſem Diſcurs zu lernen iſt.","norm":"Und ist solches kein Wunder / dass die Vegetabilien sich durch des Feuers Kraft alterieren / und ohne Bewegung des Leibs können gebraucht werden; weil auch nicht allein die Metallen / sondern auch die giftigste Mineralien / als arsenicum, coboltum, und andere mercurialische Berg-Arten dahin zu bringen sein / dass sie nicht allein der Natur im Geringsten nicht entgegen sind / und vomitus machen / sondern auch ohne alle Bewegung zur Stärkung des humidi radikales ohne Gefahr als liebliche und nützliche Medikamenten täglich können genommen werden / davon auf ein andermal an einem anderen Ort ein mehreres; habe dieses nur zur Defension meiner Purgier-Becherlein wollen anzeigen / auf dass niemand meinen möchte / dass sie mehr Schaden tun sollten / als ein ander purgans, weil alle purgantien Gift sein / und gegen das Leben streiten / wann sie ohne Verstand / und zu viel gebraucht werden / wie aus diesem Diskurs zu lernen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.245699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2976,"date":1659,"orig":"Ob nun ſchon nicht ein jedweder ſolches mercken/ vnd verſtehen kan/ daran iſt nichts gelegen/ was ich allhier geſchrieben/ koͤndte ich wol weitlaͤufftig bekraͤfftigen/ es wills aber allhier die Zeit nicht leyden/ ſoll gleichwol nicht fuͤr ein Evangelium gehalten vnd angenommen/ ſondern einem jedwedern ſeine Meynung vnd judicium daruͤber gelaſſen werden.","norm":"Ob nun schon nicht ein jedweder solches merken / und verstehen kann / daran ist nichts gelegen / was ich allhier geschrieben / könnte ich wohl weitläufig bekräftigen / es will es aber allhier die Zeit nicht leiden / soll gleichwohl nicht für ein Evangelium gehalten und angenommen / sondern einem jedweden seine Meinung und judicium darüber gelassen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262599945068359} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2977,"date":1659,"orig":"Daß aber mancher ſagen moͤchte/ wann dem alſo iſt/ wie du ſchreibeſt/ daß die Natur das boͤſe vnd uͤberfluͤſſige von allen Orten des Leibes gegen ein purgans ſchicket/ wann es eyngenommen wird/ daſſelbe außzutreiben/ warumb vertreiben dann die purgantien nit alle Kranckheiten/ welche mehrentheils von Vberfluß der boͤſen Humoren entſtehen?","norm":"Dass aber mancher sagen möchte / wann dem also ist / wie du schreibest / dass die Natur das böse und überflüssige von allen Orten des Leibes gegen ein purgans schicket / wann es eingenommen wird / dasselbe auszutreiben / warum vertreiben dann die purgantien nicht alle Krankheiten / welche mehrenteils von Überfluss der bösen Homoren entstehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.667799949645996} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2978,"date":1659,"orig":"Dann bisweilen ſehr offt vnd vielmals purgirt wird/ vnd gehet gleichwol die Kranckheit nicht hinweg/ noch vermindert ſich.","norm":"Dann bisweilen sehr oft und vielmals purgiert wird / und geht gleichwohl die Krankheit nicht hinweg / noch vermindert sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.022600173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2979,"date":1659,"orig":"Dieſer ſoll wiſſen/ daß alle vegetabiliſche purgantien/ wie ſtarck ſie ſonſt auch ſeyn moͤchten/ viel ein ander Natur vnd Eygenſchafft/ als die Mineralien/ im purgiren haben/ mit welchen/ ob ſchon noch ſo offt darmit purgirt wird/ gleichwol ſolches nicht/ welches mit den Mineralien geſchiehet/ kan verꝛichtet werden:","norm":"Dieser soll wissen / dass alle vegetabilische purgantien / wie stark sie sonst auch sein möchten / viel ein ander Natur und Eigenschaft / als die Mineralien / im purgieren haben / mit welchen / ob schon noch so oft damit purgiert wird / gleichwohl solches nicht / welches mit den Mineralien geschieht / kann verrichtet werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328400135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2980,"date":1659,"orig":"Dann weil wir taͤglich/ zu vnſerer Nahrung vnd des Lebens Vnterhalt/ vegetabilen gebrauchen/ dadurch vnſer Natur von Jugend auff darzu gewohnet wird/ dieſelbe gern auff vnd annimpt/ vnd zu jhrem nutrimento gebraucht:","norm":"Dann weil wir täglich / zu unserer Nahrung und des Lebens Unterhalt / vegetabilen gebrauchen / dadurch unser Natur von Jugend auf dazu gewohnt wird / dieselbe gern auf und annimmt / und zu ihrem nutrimento gebraucht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.363800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2981,"date":1659,"orig":"Wann dann nun ein ſolch vegetabiliſch purgans dem Menſchen beygebracht wird/ ſo ſchleichet ſein Gifft allgemach eyn/ ſich mit dem nutrimento zu vereynigen/ macht jhm einen Anhang mit ſeines gleichen/ vnd wird alſo von der Natur nur fuͤr einen halben Feind erkant vnd angenommen/ derhalben ſie auch keinen ſolchen Ernſt gebrauchet/ ſolchem zu widerſtehen/ gleich wie ſie bey den Mineralien thut/ welche fuͤr allgemeyne Erbfeind gehalten werden/ derentwegen mit aller Macht alle jhre uͤberfluͤſſige humores jhm zu begegnen/ vnd außzutreiben/ gegen jhn ſchicket/ vnd alſo derſelben darmit entlediget wird/ welches aber bey den Vegetabiliſchen purgantibus nicht geſchiehet/ derowegen ſie auch keine fixe oder ſchwere Kranckheiten/ ob man ſchon noch ſo offt darmit purgirt/ antaſten oder curiren/ ſondern den Leib nur offt ſchwaͤchen vnd verderben:","norm":"Wann dann nun ein solch vegetabilisch purgans dem Menschen beigebracht wird / so schleichet sein Gift allgemach ein / sich mit dem nutrimento zu vereinigen / macht ihm einen Anhang mit seinesgleichen / und wird also von der Natur nur für einen halben Feind erkannt und angenommen / derethalben sie auch keinen solchen Ernst gebraucht / solchem zu widerstehen / gleich wie sie bei den Mineralien tut / welche für allgemeine Erbfeind gehalten werden / derentwegen mit aller Macht alle ihre überflüssige Humores ihm zu begegnen / und auszutreiben / gegen ihn schicket / und also derselben damit entlediget wird / welches aber bei den Vegetabilischen purgantibus nicht geschieht / derowegen sie auch keine fixe oder schwere Krankheiten / ob man schon noch so oft damit purgiert / antasten oder kurieren / sondern den Leib nur oft schwächen und verderben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2982,"date":1659,"orig":"Jene aber nicht allein ſolchen nicht ſchwaͤchen/ ſondern augenſcheinlich ſtaͤrcken/ vnd von aller Vberfluͤſſigkeit reinigen/ vnd außkehren.","norm":"Jene aber nicht allein solchen nicht schwächen / sondern augenscheinlich stärken / und von aller Überflüssigkeit reinigen / und auskehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.065100193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2983,"date":1659,"orig":"Moͤchte nun jemand ſagen/ weil die Mineralien groͤſſere Gifft vnd ſtaͤrckere Purgantien ſeyn als die Vegetabilien/ ſo muͤſſen ſie nothwendig auch deſto ſchaͤdlicher ſeyn; gantz nicht/ ſondern die Vegetabiliſche Purgantien ſind ſchaͤdlicher/ vnd mehr zu ſchewen als die Mineralien/ weil ſie vnter Geſtalt eines Freunds eynſchleichen/ inheimiſche Kriege im Leib anrichten/ vnd denſelben ſchwaͤchen; dieſe aber als offenbahre Feind auff den Frontiren bleiben/ vnd nur einen außlaͤndiſchen Krieg machen/ von der Natur nicht angenommen/ ſondern bald/ ehe ſie ſo weit eyngelaſſen/ da ſie ſchaden (gleich wie bey den Vegetabilien geſchicht) im Leib thun koͤnnen/ außgeſtoſſen vnd vertrieben werden.","norm":"Möchte nun jemand sagen / weil die Mineralien größere Gift und stärkere Purgantien sein als die Vegetabilien / so müssen sie notwendig auch desto schädlicher sein; ganz nicht / sondern die Vegetabilische Purgantien sind schädlicher / und mehr zu scheuen als die Mineralien / weil sie unter Gestalt eines Freunds einschleichen / inheimische Kriege im Leib anrichten / und denselben schwächen; diese aber als offenbare Feind auf den Frontieren bleiben / und nur einen ausländischen Krieg machen / von der Natur nicht angenommen / sondern bald / ehe sie so weit eingelassen / da sie schaden (gleich wie bei den Vegetabilien geschieht) im Leib tun können / ausgestoßen und vertrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.162799835205078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2984,"date":1659,"orig":"Sage derhalben mit Warheit/ daß die Mineraliſche Purgantien/ damit viel ſchwere Kranckheiten gluͤcklich abzuwenden/ viel lieblicher/ ſicherer vnd annehmlicher/ als die Vegetabilien/ zu gebrauchen ſeyn.","norm":"Sage derethalben mit Wahrheit / dass die Mineralische Purgantien / damit viel schwere Krankheiten glücklich abzuwenden / viel lieblicher / sicherer und annehmlicher / als die Vegetabilien / zu gebrauchen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2985,"date":1659,"orig":"Es mag nun ein anderer ſagen oder glauben was er will/ ſo bleibe ich bey dieſer Meynung/ welche ich auß langwieriger Vbung/ vnd fleiſſiges Auffmercken wahr zu ſeyn befunden habe/ vnd zweyffele auch gantz nicht/ es werde ins kuͤnfftige ſolches von andern fleiſſigen Medicis auch gut zu ſeyn gemercket vnd bekennet werden.","norm":"Es mag nun ein anderer sagen oder glauben was er will / so bleibe ich bei dieser Meinung / welche ich aus langwieriger Übung / und fleißiges Aufmerken wahr zu sein befunden habe / und zweifele auch ganz nicht / es werde ins Künftige solches von anderen fleißigen Medicis auch gut zu sein gemerkt und bekennet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2986,"date":1659,"orig":"Doch dieſes vor allem wol in acht genommen/ daß die Mineraliſche Purgantien/ wann ſie dieſes/ welches ich jhnen zugeſchrieben/ wol verꝛichten ſollen/ auß guten ſubjectis fleiſſig bereytet/ vnd fuͤrſichtig muͤſſen gebrauchet werden/ dabey es auff dieſesmahl beruhen ſoll.","norm":"Doch dieses vor allem wohl in Acht genommen / dass die Mineralische Purgantien / wann sie dieses / welches ich ihnen zugeschrieben / wohl verrichten sollen / aus guten subjectis fleißig bereitet / und vorsichtig müssen gebraucht werden / dabei es auf diesmal beruhen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7104997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2987,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun geſagt/ daß alle Purgantien Gifft ſeyn/ vnd jhre Operation im Leib als ein Gifft beweiſen/ daß aber alle Gifften auch purgiren ſolten/ iſt gantz nicht gemeynet; dann zwiſchen gifftigen Dingen ein Vnterſcheyd muß gemacht werden/ inmaſſen die gebraͤuchliche purgirende/ ſo wol Animaliſche vnd Mineraliſche als Begetabiliſche Dinge ſo ein groſſes Gifft nicht ſeyn/ daß ſie in wenig Stunden den Menſchen toͤden ſolten/ weil jhr Gifft nicht Volatiliſch vnd Spiritualiſch/ ſondern Corporaliſch iſt/ Hergegen aber ſolche Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien/ die ſchnell toͤden/ ein ander vnd ſchaͤdlicher Gifft ſeyn/ weil ſie viel cruder oder rauher ſeyn/ als die bekandte vnd gebraͤuliche purgantien/ vnd darzu jhr Gifft in einer Volatilitaͤt beſtehet/ derenthalben ſie alſobald dem Hertzen zu eylen/ vnd den Spiritum vitalem binden/ toͤden/ vnd das natuͤrliche Fewer im Hertzen/ durch jhre groſſe vngleiche Kaͤlte außloͤſchen.","norm":"Dieses sei nun gesagt / dass alle Purgantien Gift sein / und ihre Operation im Leib als ein Gift beweisen / dass aber alle Giften auch purgieren sollten / ist ganz nicht gemeint; dann zwischen giftigen Dingen ein Unterscheid muss gemacht werden / inmassen die gebräuchliche purgierende / so wohl animalische und Mineralische als Begetabilische Dinge so ein großes Gift nicht sein / dass sie in wenig Stunden den Menschen töten sollten / weil ihr Gift nicht Volatilisch und Spiritualisch / sondern Körperlich ist / Hergegen aber solche Vegetabilien / Animaleien und Mineralien / die schnell töten / ein ander und schädlicher Gift sein / weil sie viel kruder oder rauer sein / als die bekannte und gebräuliche purgantien / und dazu ihr Gift in einer Volatilität bestehet / derenthalben sie alsobald dem Herzen zu eilen / und den Spiritum vitalem binden / töten / und das natürliche Feuer im Herzen / durch ihre große ungleiche Kälte auslöschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2988,"date":1659,"orig":"Vnd wiewol ein groſſes Fewer ein kleines auch außloͤſchen kan/ ſo befindet ſich doch nicht daß die hitzige Giffte ſo gefaͤhrlich ſeyn als die kalte/ vnd auch nicht ſo viel hitzige gefunden werden als kalte/ vnd laſſen ſich auch faſt alle hitzige Giffte gern als ein purgans, dem Leben ohne Schaden/ wiederumb außtreiben; alle kalte Gifften aber/ ſo wol vegetabiliſche/ animaliſche/ als Mineraliſche/ alſo nicht/ ſondern gehen mit groſſer Schnelligkeit zum Hertzen/ vnd uͤberwaͤltigen den Spir. vitalem; wie zu ſehen bey den gifftigen Kraͤutern/ welche an kalten finſtern Orthen wachſen/ als der napellus, cicuta, vnd etliche Schwaͤmme/ vnd dergleichen mehr andere/ allzeit an ſchattechten vnd kalten/ vnd nimmermehr/ oder gar ſelten an warmen Orthen/ da ſie von der Sonn corꝛigiret wuͤrden/ wachſen; wie ſich auch die Kroͤtten vnd Schlangen in dicken vnd finſtern Hecken vnd Speluncken auffhalten; deßgleichen ſind auch die allergifftigſte Giffte etliche Mineralien oder vnzeitige Metallen/ welche noch nicht von dem centraliſchen Fewer außgezeitiget ſeyn/ als weiß vnd roth arſenicum, cakimia, coboltum, zincum, biſinuthum, vnd alle vnzeitige Ertzen oder merein laliſche ſubſtantien/ welche noch vnreyff/ vnd in jhrem primo ente liegen/ die dann eben ſo wol vnd noch kraͤfftiger vnd ſchneller als vierfuͤſſige Gethier/ Voͤgel vnd Menſchen toͤden/ als die kalte vegetabilien vnd animalien: vnd ob ſchon das antimonium, auripigmentum, ſandaraca, ☿ vulgi, auch vnter die Giffte gerechnet werden (wie ſie dann auch ſeyn vor jhrer Præparation) ſo toͤden ſie doch alſo nit/ weil ſie beſſer von dem centraliſchen Fewer gezeitiget/ vnd waͤrmer von Natur ſeyn/ als die erſtgemeldte/ laſſen ſich derhalben von der Natur gern wieder außtreiben/ vnd ſind als purgantia zu gebrauchen.","norm":"Und wiewohl ein großes Feuer ein kleines auch auslöschen kann / so befindet sich doch nicht dass die hitzige Gifte so gefährlich sein als die kalte / und auch nicht so viel hitzige gefunden werden als kalte / und lassen sich auch fast alle hitzige Gifte gern als ein purgans, dem Leben ohne Schaden / wiederum austreiben; alle kalte Giften aber / so wohl vegetabilische / animalische / als Mineralische / also nicht / sondern gehen mit großer Schnelligkeit zum Herzen / und überwältigen den Spir . vitalem; wie zu sehen bei den giftigen Kräutern / welche an kalten finsteren Orten wachsen / als der napellus, cicuta, und etliche Schwämme / und dergleichen mehr andere / allzeit an schattechten und kalten / und nimmermehr / oder gar selten an warmen Orten / da sie von der Sonne korrigieret würden / wachsen; wie sich auch die Kröten und Schlangen in dicken und finsteren Hecken und Spelunken aufhalten; desgleichen sind auch die giftigste Gifte etliche Mineralien oder unzeitige Metallen / welche noch nicht von dem centralischen Feuer außgezeitiget sein / als weiß und rot arsenicum, cakimia, coboltum, zincum, bisinuthum, und alle unzeitige Erzen oder merein lalische substantien / welche noch unreif / und in ihrem primo ente liegen / die dann eben so wohl und noch kräftiger und schneller als vierfüßige Getier / Vögel und Menschen töten / als die kalte Vegetabilien und animalien: und ob schon das antimonium, auripigmentum, Sandarak, ☿ vulgi, auch unter die Gifte gerechnet werden (wie sie dann auch sein vor ihrer Präparation) so töten sie doch also nicht / weil sie besser von dem centralischen Feuer gezeitigt / und wärmer von Natur sein / als die erstgemeldete / lassen sich derethalben von der Natur gern wieder austreiben / und sind als purgantia zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8323001861572275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2989,"date":1659,"orig":"Deßgleichen auch die Maͤyenwuͤrm/ Scorpionen/ cantharides, vnd etliche Geſchlechte der Viperen/ welche ſich an warmen Orthen auffhalten/ fuͤr Gifft gehalten/ vnd gleichwol durch die Bereytung dahin gebracht werden/ daß man ſie als ein Medicin (doch wann vorſichtig damit wird vmbgangen) in etlichen Kranckheiten ohne Schaden vnd Nachtheil des Lebens/ gebrauchen kan/ vnd ſolches darumb weil ſie warm ſeyn; dann bekand genug iſt/ das caro viperina durch den Schweiß purgiret/ die cantharides duꝛch den urin/ Maͤyenwuͤrm aber per vomitum, ſeceſſum, ſudorem, & urinam gewaltig:","norm":"Desgleichen auch die Mäyenwürm / Skorpionen / cantharides, und etliche Geschlecht der Vipern / welche sich an warmen Orten aufhalten / für Gift gehalten / und gleichwohl durch die Bereitung dahin gebracht werden / dass man sie als ein Medizin (doch wann vorsichtig damit wird umgangen) in etlichen Krankheiten ohne Schaden und Nachteil des Lebens / gebrauchen kann / und solches darum weil sie warm sein; dann bekannt genug ist / das caro viperina durch den Schweiß purgieret / die cantharides durch den Urin / Mäyenwürm aber per vomitum, secessum, sudorem, & urinam gewaltig:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.485799789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2990,"date":1659,"orig":"doch will ich niemand rathen/ daß er leichtlich dergleichen ſtarck vnd ſchnellwuͤrckende Dinge in Leib nehme/ dañ gar bald den ſachen darmit zu viel kan gethan werden/ es were dann/ daß man dieſelbe durch den wunderbarlichen Alkaheſt zu corꝛigiren wuͤſte; davon im 1. Theil Op. Min. Meldung gethan; darumb beſſer vnd ſicherer iſt/ daß man ſich an die bekandte Medicamenten halte/ als mit Gefahr des Patienten vnbekandte verſuche oder probire.","norm":"doch will ich niemand raten / dass er leichtlich dergleichen stark und schnellwirkende Dinge in Leib nehme / dann gar bald den Sachen damit zu viel kann getan werden / es wäre dann / dass man dieselbe durch den wunderbarlichen Alkahest zu korrigieren wüsste; davon im 1. Teil Op. Min. Meldung getan; darum besser und sicherer ist / dass man sich an die bekannte Medikamenten halte / als mit Gefahr des Patienten Unbekannte versuche oder probiere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.029699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2991,"date":1659,"orig":"Vnd iſt dieſe Erinnerung nur darumb geſchehen/ dardurch zu beweiſen/ daß das antimonium nicht zu gifftig zum purgiren ſey/ vnd derhalben wol ſicher/ vñ auch viel ſicheter als ein einig purgans der vegetabilien ohne Nachtheil vnd Schaden des Leibs/ wann es wol vnd mit verſtand præparirt vnd gebraucht wird/ zu Außfuͤhrung der boͤſen humorum, gluͤcklich moͤge genom̃en weꝛden.","norm":"Und ist diese Erinnerung nur darum geschehen / dadurch zu beweisen / dass das antimonium nicht zu giftig zum purgieren sei / und derethalben wohl sicher / und auch viel Sichter als ein einig purgans der Vegetabilien ohne Nachteil und Schaden des Leibs / wann es wohl und mit Verstand präpariert und gebraucht wird / zu Ausführung der bösen humorum, glücklich möge genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.724599838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2992,"date":1659,"orig":"Daß aber bey den gemeynen Medicis darfuͤr gehalten wird/ als wann dieſes purgans pituitã, ein anders melancholiam oder bilẽ purgiren/ vnd eben nur ſolche humores, vnd keine andere wegnehmen ſolte/ befindet ſich alſo nit/ dann ob ſchon etliche lindpurgirende ſpecies nicht genaw ſuchen/ ſondern erſtlich nur ein duͤnne feuchtigkeit/ vnd keine ſchwere humores außfuͤhren/ ſo geſchiehet es nur darumb/ weil jhr Gifft nicht gros iſt/ vnd die Natur mit kleinem Widerſtand ſolches kan außtreiben/ ſo aber ein ſolches purgans folgends wieder gebrauchet wird/ vnd keine waͤſſerige humores mehr vorhanden ſeyn/ ſo ſuchet es nicht allein (gleich wie es erſtlich gethan hat) was in venis meſaraicis vnd andern nahgelegenen Orthen ſchaͤdliches iſt/ ſondern gehet weiter/ vnd ſuchet was der Natur zuwider/ vnd fuͤhret folches auch auß/ was ein andere ſtarckwuͤrckende Purgation zu thun pflegt/ doch nit auff einmal/ ſondern zu vnterſchiedlichen mahlen/ vnd koͤnnen alſo durch ein gantz gelind purgans, wañ es etlich mahl nacheinander gebraucht wird/ alle ſchaͤdliche humores, doch die fixere außgenommen/ außgefuͤhret werden; hergegen wann das allerſtaͤrckeſte purgans, welches ſonſt die allerſchwereſte humores pfleget außzufuͤhren/ in kleinerer doſi gebraucht wird/ ſolches eben ſo wol erſtlich nur ein ſchlechte Feuchtigkeit/ vnd im geringſten kein bilem außfuͤhret/ vnd wann es ſchon folgends wieder alſo in geringem Gewicht gebrauchet wird/ es gleichwol nur gelind operiret/ vnd nur dasjenige/ welches in der naͤheliegt/ vnd gern fort will/ mit ſich nim̃et: So offt vnd ſo lang nun die Natur einem ſolchen purganti mit wenigen kan widerſtehen/ gebraucht ſie nicht der viele; ſo aber ein ſtarck purgans in groͤſſerer quantitaͤt wird eyngegeben/ ſo kan die Natur mit wenigen humorib, pituitoſis einem ſo ſtarcken Feind nit widerſtehen/ ſondern ſuchet alles herfuͤr/ was ſie nur entbehren kan/ jhren Feind außzutreiben/ dardurch alſo auff einmal durch ein ſtarck purgans alle ſchaͤdliche humores koͤnnen außgefuͤhret werden/ vnd wann ſolche humores auff einmal außgefuͤhret ſeyn/ ſo iſt nicht mehr geſchehen/ als wann durch ein lind purgans zu vnterſchielich mahlen ſolches geſchehen were.","norm":"Dass aber bei den gemeinen Medicis dafür gehalten wird / als wann dieses purgans pituita, ein anders melancholiam oder bellen purgieren / und eben nur solche Humores, und keine andere wegnehmen sollte / befindet sich also nicht / dann ob schon etliche lindpurgierende species nicht genau suchen / sondern erstlich nur ein dünne Feuchtigkeit / und keine schwere Humores ausführen / so geschieht es nur darum / weil ihr Gift nicht groß ist / und die Natur mit kleinem Widerstand solches kann austreiben / so aber ein solches purgans folgendes wieder gebraucht wird / und keine wässerige Humores mehr vorhanden sein / so suchet es nicht allein (gleich wie es erstlich getan hat) was in venis mesaraicis und anderen nahgelegenen Orten schädliches ist / sondern geht weiter / und suchet was der Natur zuwider / und führt solches auch aus / was ein andere starkwirkende Purgation zu tun pflegt / doch nicht auf einmal / sondern zu unterschiedlichen malen / und können also durch ein ganz gelind purgans, wann es etlich Mal nacheinander gebraucht wird / alle schädliche Humores, doch die fixere ausgenommen / ausgeführt werden; hingegen wann das stärkste purgans, welches sonst die schwerste Humores pflegt auszuführen / in kleinerer dose gebraucht wird / solches eben so wohl erstlich nur ein schlechte Feuchtigkeit / und im Geringsten kein bilem ausführet / und wann es schon folgendes wieder also in geringem Gewicht gebraucht wird / es gleichwohl nur gelind operiret / und nur dasjenige / welches in der naheliegt / und gern fort will / mit sich nimmt: So oft und so lang nun die Natur einem solchen purganti mit wenigen kann widerstehen / gebraucht sie nicht der viele; so aber ein stark purgans in größerer Quantität wird eingegeben / so kann die Natur mit wenigen humorib, pituitosis einem so starken Feind nicht widerstehen / sondern suchet alles herfür / was sie nur entbehren kann / ihren Feind auszutreiben / dadurch also auf einmal durch ein stark purgans alle schädliche Humores können ausgeführt werden / und wann solche Humores auf einmal ausgeführt sein / so ist nicht mehr geschehen / als wann durch ein lind purgans zu vnterschielich malen solches geschehen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992300033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2993,"date":1659,"orig":"Wer nun daran zweyffelt/ der kan es verſuchen/ ſo wird er befinden/ daß ich die Warheit geſchrieben habe; dann ich mit fleiß den Grund davon hab wiſſen wollen/ vnd ſo wol an mir ſelber als vielen andeꝛn zu etlich mahlen verſucht/ vnd gefunden/ daß die allerſtaͤrckeſte purgantien, wie auch das antimonium ſelbſten/ wann es in kleinerer doſi gegeben wird/ als ſonſten gebraͤuchlich/ im geringſten nicht ſtarck operiret/ auch keine vomitus machet/ ſondern nur vnterſich gantz lind/ als ein ander gelind purgans, eben daſſelbige zu vnterſchiedlichen mahlen/ was es ſonſt in groͤſſerer doſi auff einmal thun kan/ verꝛichte.","norm":"Wer nun daran zweifelt / der kann es versuchen / so wird er befinden / dass ich die Wahrheit geschrieben habe; dann ich mit Fleiß den Grund davon habe wissen wollen / und so wohl an mir selber als vielen andern zu etlich malen versucht / und gefunden / dass die stärkste purgantien, wie auch das antimonium selbst / wann es in kleinerer dose gegeben wird / als sonsten gebräuchlich / im Geringsten nicht stark operiret / auch keine vomitus macht / sondern nur untersiech ganz lind / als ein ander gelind purgans, eben dasselbe zu unterschiedlichen malen / was es sonst in größerer dose auf einmal tun kann / verrichte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.253200054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2994,"date":1659,"orig":"Daß aber jemand meynen moͤchte/ wann das antimonium alſo zu etlich mahlen in kleinerem Gewicht gebrauchet/ ſolches nicht thun koͤnte/ was es ſonſten in groͤſſerer doſi (wann es vomitus macht) thaͤte/ iſt auch nicht alſo; dann ob ſchon das antimonium oder ein ander purgans, welches zugleich vomitus machet/ durch das vomiren mehr wegnehmen vnd außfegen kan/ als ein gelind purgans zu etlichen mahlen nit haͤtte thun koͤnnen/ ſo folget darumb nit/ als wann ein gelind purgans niteben ſo wol dasjenige durch etliche mahl gelind vnterſich/ was ein ſtarck purgans auff einmal mit gewalt uͤberſich/ wegnehmen ſolte vnd koͤnte.","norm":"Dass aber jemand meinen möchte / wann das antimonium also zu etlich malen in kleinerem Gewicht gebraucht / solches nicht tun könnte / was es sonsten in größerer dose (wann es vomitus macht) täte / ist auch nicht also; dann ob schon das antimonium oder ein ander purgans, welches zugleich vomitus macht / durch das vomieren mehr wegnehmen und ausfegen kann / als ein gelind purgans zu etlichen malen nicht hätte tun können / so folget darum nicht / als wann ein gelind purgans niteben so wohl dasjenige durch etliche Mal gelind untersiech / was ein stark purgans auf einmal mit Gewalt über sich / wegnehmen sollte und könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443699836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2995,"date":1659,"orig":"Vnd iſt nur dieſer Vnterſchied darinnen/ daß ein ſtarck purgans auff einmal ſo viel/ als ein gelindes zu etlich mahlen eyngenommen/ verꝛichten kan:","norm":"Und ist nur dieser Unterschied darinnen / dass ein stark purgans auf einmal so viel / als ein gelindes zu etlich malen eingenommen / verrichten kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.094099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2996,"date":1659,"orig":"Derohalben ich fuͤrs beſte achte/ wann der Patient ſo ſtarck iſt/ daß er ein ſtarck purgans oder vomitivum vertragen kan/ daß man jhn nicht zu viel mahl mit gelinden purgantibus quaͤle; ſo aber die Gelegenheit vnd Kranckheit kein ſtarck purgans wolte zulaſſen/ ſind die linde am beſten zu gebrauchen:","norm":"Derohalben ich fürs Beste achte / wann der Patient so stark ist / dass er ein stark purgans oder vomitivum vertragen kann / dass man ihn nicht zu viel Mal mit gelinden purgantibus quäle; so aber die Gelegenheit und Krankheit kein stark purgans wollte zulassen / sind die linde am besten zu gebrauchen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2997,"date":1659,"orig":"Vnd zum Beſchluß/ ſo kan ein gantz gelind purgierend vegetabile (wann es zu ſtarck auff einmahl gegeben wird) eben ſo wol vomitus, vnd ein ſtarck antimoniatum vomitivum (ſo es in kleinerm Gewicht gegeben) gelinde ſedes machen.","norm":"Und zum Beschluss / so kann ein ganz gelind purgierend vegetabile (wann es zu stark auf einmal gegeben wird) eben so wohl vomitus, und ein stark antimoniatum vomitivum (so es in kleinem Gewicht gegeben) gelinde sedes machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.871699810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2998,"date":1659,"orig":"Welches ich zu guter Nachrichtung meines Naͤchſten nicht habe verſchweigen wollen/ hoffende/ ob es ſchon erſtlich etwas frembd ſcheinet/ es ſolle dannoch mit der zeit gut vnd wahr befunden werden.","norm":"Welches ich zu guter Nachrichtung meines Nächsten nicht habe verschweigen wollen / hoffende / ob es schon erstlich etwas fremd scheinet / es solle dennoch mit der Zeit gut und wahr befunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525100231170654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":2999,"date":1659,"orig":"Will hiermit auff dismahl den Fuͤnfften Theil der Philoſophiſchen Oefen beſchlieſſen/ wiewol ich gern noch etwas ſonderlichs von kuͤnſtlichen Oefen wolte eyngebracht haben/ will ſich aber nicht ſchicken/ ſondern ſoll an einem andern Orth/ davon ſchmeltzung/ abtreiben vnd ſeygerung der Metallen gehandelt wird/ ein mehrers vnd beſſers folgen/ dann der naͤchſte vnd beſte Weg/ die Metallen in groſſem zu ſchmeltzen noch nicht bekand iſt/ ob ſchon von dem mehrentheil Bergleuthen dafuͤr gehalten wird/ daß ſie keine groͤſſere Meiſter werden koͤnten; ſo wolt ich doch leichtlich beweiſen/ daß nicht halb ſo viel muͤhe/ arbeit/ vnd koſten/ als ſie anlegen/ mehr vnd beſſer Metall in kuͤrtzerer zeit koͤnte auß den Ertzen/ zu groſſem vortheil der Bergleuthen/ gebracht werden.","norm":"Will hiermit auf diesmal den Fünften Teil der philosophischen Öfen beschließen / wiewohl ich gern noch etwas Sonderliches von künstlichen Öfen wollte eingebracht haben / will sich aber nicht schicken / sondern soll an einem anderen Ort / davon Schmelzung / abtreiben und Seigerung der Metallen gehandelt wird / ein mehreres und besseres folgen / dann der nächste und beste Weg / die Metallen in großem zu schmelzen noch nicht bekannt ist / ob schon von dem Mehranteil Bergleuten dafür gehalten wird / dass sie keine größere Meister werden könnten; so wollte ich doch leichtlich beweisen / dass nicht halb so viel Mühe / Arbeit / und kosten / als sie anlegen / mehr und besser Metall in kürzerer Zeit könnte aus den Erzen / zu großem Vorteil der Bergleuten / gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188499927520752} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3000,"date":1659,"orig":"Davon zu einer gelegenenzeit ein mehrers.","norm":"Davon zu einer Gelegenenzeit ein mehreres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.245200157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3001,"date":1659,"orig":"Wolle derhalben der guͤnſtige Leſer/ auff dismahl/ mit dieſem meinem kleinen talento vor lieb nehmen/ wann ich ſpuͤhre/ daß dis wenige wird angenehm ſeyn/ will ich meinem Naͤchſten mit einem viel beſſern vnd angenehmern Werck zu dienen/ nicht vnterlaſſen/ ſondern ſolche nuͤtzliche vnd ſchoͤne ſecreten an Tag geben/ daß ſich maͤnniglich darob verwundern wird/ wo ſolche bisher ſo lang/ entweder auß Vnwiſſenheit/ oder auß Mißgunſt der Menſchen/ haben koͤnnen verborgen bleiben.","norm":"Wolle derethalben der günstige Leser / auf diesmal / mit diesem meinem kleinen talento vor lieb nehmen / wann ich spüre / dass dies wenige wird angenehm sein / will ich meinem Nächsten mit einem viel besseren und angenehmeren Werk zu dienen / nicht unterlassen / sondern solche nützliche und schöne sekreten an Tag geben / dass sich männiglich darob verwundern wird / wo solche bisher so lang / entweder aus Unwissenheit / oder aus Missgunst der Menschen / haben können verborgen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.544400215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3002,"date":1659,"orig":"APPEND IX.","norm":"APPEND IX.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":6.179500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3003,"date":1659,"orig":"NAchdeme ich vor zwey Jahren habe angefangen meine new-erfundene Oefen zu beſchreiben/ vnd bekant zu machen/ in welcher Beſchreibung etitcher Secreten vnd Kunſtſtuͤcken (die ich doch niemahlen gemeyn zu machen geſinnet war) gedacht worden.","norm":"Nachdem ich vor zwei Jahren habe angefangen meine neuerfundene Öfen zu beschreiben / und bekannt zu machen / in welcher Beschreibung etitcher Sekreten und Kunststücken (die ich doch niemals gemein zu machen gesinnt war) gedacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442299842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3004,"date":1659,"orig":"Gleichwol ich dieſe zeithero von vielen/ wegen communicirung derſelben/ ſo wol muͤndlich als ſchrifftlich/ viel vnruhe vnd muͤhe habe erleyden muͤſſen.","norm":"Gleichwohl ich diese seither von vielen / wegen communicirung derselben / so wohl mündlich als schriftlich / viel Unruhe und Mühe habe erleiden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.223100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3005,"date":1659,"orig":"Derohalben ich hiermit will erinnert vnd ermahnet haben/ daß niemand hinfuͤrter mir/ wie auch jhme ſelber weiters muͤhſamb vnd laͤſtig im ſchreiben oder fragen ſeyn wolle/ dann ich ohne ſonderbahre Vrſach etwas mehrers/ als dieſe nachfolgende Stuͤcke/ bekand vnd offenbahr zu machen nicht geſinnet bin.","norm":"Derohalben ich hiermit will erinnert und ermahnet haben / dass niemand hinfort mir / wie auch ihm selber weiteres mühsam und lästig im Schreiben oder fragen sein wolle / dann ich ohne sonderbare Ursache etwas mehreres / als diese nachfolgende Stücke / bekannt und offenbar zu machen nicht gesinnt bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988900184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3006,"date":1659,"orig":"Darnach man ſich richten/ vnd die Zeit erwarten kan/ bis die fuͤnff Theile einmahl (geliebt es Gott) corꝛigirt/ verbeſſert oder vermehret werden/ herauß kommen; da es dann an vielen ſchoͤnen vnd nuͤtzlichen Kunſtſtuͤcken/ welche vmb ſonderbahre Vrſachen/ in dem erſten Druck zuruͤck gehalten/ nicht mangeln wird.","norm":"Danach man sich richten / und die Zeit erwarten kann / bis die fünf Teile einmal (geliebt es Gott) korrigiert / verbessert oder vermehret werden / herauskommen; da es dann an vielen schönen und nützlichen Kunststücken / welche um sonderbare Ursachen / in dem ersten Druck zurückgehalten / nicht mangeln wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.159800052642822} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3007,"date":1659,"orig":"Vnd ſind dieſes die Secreten/ welche ich/ meinem Naͤchſten zum beſten/ vnterdeſſen mitzutheilen habe eyngewilliget/ doch mit ſolcher Erinnerung/ weilen der mehrentheil derſelben alſo beſchaffen/ daß man in kurtzer Zeit (wann Gott ſeinen Segen dazu gibt) einen groſſen Reichthumb/ mit Ehren vnd gutem Gewiſſen/ ohne ſeines Naͤchſten nachtheil vnd ſchaden/ darmit gewinnen kan; alſo wolle derjenige wol zuſehen/ wie er damit vmbgehe vnd ſolches gebrauche/ vnd fuͤr allen dingen der Armen vnd Duͤrff/ tigen darbey ja nicht vergeſſen/ auff daß jhme ſein Reichthumb zu Gottes Ehren vnd ſeiner Seelen Seligkeit/ vnd nicht zur ewigen Verdamnuͤs gereichen moͤge.","norm":"Und sind dieses die Sekreten / welche ich / meinem Nächsten zum besten / unterdessen mitzuteilen habe eingewilligt / doch mit solcher Erinnerung / weilen der Mehranteil derselben also beschaffen / dass man in kurzer Zeit (wann Gott seinen Segen dazugibt) einen großen Reichtum / mit Ehren und gutem Gewissen / ohne seines Nächsten Nachteil und schaden / damit gewinnen kann; also wolle derjenige wohl zusehen / wie er damit umgehe und solches gebrauche / und für allen Dingen der Armen und dürfe / digen dabei ja nicht vergessen / auf dass ihm sein Reichtum zu Gottes Ehren und seiner Seelen Seligkeit / und nicht zur ewigen Verdammnis gereichen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263999938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3008,"date":1659,"orig":"1. Alle Kornfruͤchten/ alß Habern/ Gerſten/ Rocken/ Weytzen wie auch alle Oepffel/ Bieren/ Kirſchen/ Pflaumen/ vnd andere dergleichen Baumfruͤchten/ durch eine beſondere Fermentation zu bereyten/ daß dieſelbe in der diſtillation einen lieblichen/ reinen vnd guten Spiritum geben/ deme/ welcher auß Weinmutter gebrand iſt/ an lieblichkeit vnd ſtaͤrcke nicht viel bevor gibt/ vnd ſehr wenig zu machen koſtet/ vnd uͤber dieſes/ wann der Brandtenwein davon diſtilliret iſt/ auß dem hinterſtelligen/ durch zuthun behoͤrlichen dingen/ iſt es Korn/ ein gut Bier/ oder Eſſig; ſind es Fruͤchten/ einen guten Tranck (dem Wein gleich) zu machen/ alſo daß man doppelten nutzen davon zu genieſſen hat/ dadurch man nicht allein ſeine Nahrung reichlich haben/ ſondern auch ein ehrliches darbey fuͤr die Seinigen aufflegen kan.","norm":"1. Alle Kornfrüchten / als Habern / Gersten / Rocken / Weizen wie auch alle Äpfel / Bieren / Kirschen / Pflaumen / und andere dergleichen Baumfrüchten / durch eine besondere Fermentation zu bereiten / dass dieselbe in der Destillation einen lieblichen / reinen und guten Spiritum geben / dem / welcher aus Weinmutter Gebrand ist / an Lieblichkeit und Stärke nicht viel bevor gibt / und sehr wenig zu machen kostet / und über dieses / wann der Brantwein davon destillieret ist / aus dem hinterstelligen / durch Zutun Behörlichen Dingen / ist es Korn / ein gut Bier / oder Essig; sind es Früchten / einen guten Trank (dem Wein gleich) zu machen / also dass man doppelten nutzen davon zu genießen hat / dadurch man nicht allein seine Nahrung reichlich haben / sondern auch ein ehrliches dabei für die Seinigen auflegen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.072299957275391} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3009,"date":1659,"orig":"2. Auß etlichen Korn-vnd Baumfruͤchten einen lieblichen geſunden Tranck/ dem Frantzoͤſichen/ Rheiniſchen/ vnd Spaniſchen Wein nicht ſehr vngleich zu machen/ welcher ſich viel Jahr halten kan/ vnd beſtaͤndig bleibet.","norm":"2. Aus etlichen Korn-vnd Baumfrüchten einen lieblichen gesunden Trank / dem Französischen / Rheinischen / und Spanischen Wein nicht sehr ungleich zu machen / welcher sich viel Jahr halten kann / und beständig bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.017600059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3010,"date":1659,"orig":"3. Guten Brandtenwein/ auß geringen vnd doch bekanten dingen/ zu machen/ welcher in allen proben dem Rheiniſchen oder Frantzoͤſiſchen Brandtenwein gleich iſt/ vnd doch nicht halb ſo viel koſtet.","norm":"3. Guten Brantwein / aus geringen und doch bekannten Dingen / zu machen / welcher in allen proben dem Rheinischen oder französischen Brantwein gleich ist / und doch nicht halb so viel kostet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.391600131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3011,"date":1659,"orig":"4. Auß Honig guten Zucker vnd Weinſtein/ welcher dem Zucker auß Weſt- Indien/ vnd dem Rheiniſchen Weinſtein auß Deutſchland gantz gleich iſt/ mit ſehr wenig koſten zu machen/ alſo daß ein Pfund Zucker kaum 8. oder 10. ſtuͤber/ vnd ein Pfund groben weiſſen Weinſtein kaum 2. ſtuͤber zu ſtehen kompt.","norm":"4. Aus Honig guten Zucker und Weinstein / welcher dem Zucker aus West-Indien / und dem rheinischen Weinstein aus Deutschland ganz gleich ist / mit sehr wenig kosten zu machen / also dass ein Pfund Zucker kaum 8. oder 10. Stüber / und ein Pfund groben weißen Weinstein kaum 2. Stüber zu stehen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.624300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3012,"date":1659,"orig":"5. Einen jedwedern ſchlechten vnreinen Weinſtein/ auff eine beſondere weiſe/ ohne ahgang/ zu reinigen/ vnd in groſſe Cryſtallen ſchieſſen machen/ daß ein Pfund kein 6. ſtuͤber zu machen koſtet.","norm":"5. Einen jedweden schlechten unreinen Weinstein / auf eine besondere Weise / ohne ahgang / zu reinigen / und in große Kristallen schießen machen / dass ein Pfund kein 6. Stüber zu machen kostet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.166900157928467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3013,"date":1659,"orig":"6. Dem Honig ſeinen vnlieblichen Geruch vnd Geſchmack zu benehmen/ daß man hernach darauß guten lieblichen Brandtenwein/ welcher gantz nicht nach dem Honig ſchmaͤcket/ diſtilliren/ vnd guten lieblichen Meth/ an geſchmack einem guten Wein gleich machen kan/ auß welchem Wein hernach alles/ was mit einem natuͤrlichen Wein gethan wird/ kan verꝛichtet werden.","norm":"6. Dem Honig seinen unlieblichen Geruch und Geschmack zu benehmen / dass man hernach daraus guten lieblichen Brantwein / welcher ganz nicht nach dem Honig schmecket / destillieren / und guten lieblichen Met / an Geschmack einem guten Wein gleich machen kann / aus welchem Wein hernach alles / was mit einem natürlichen Wein getan wird / kann verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.521999835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3014,"date":1659,"orig":"7.","norm":"7.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.926900029182434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3015,"date":1659,"orig":"Von Roſinen vnd Corinthen einen lieblichen/ ſchoͤnen/ klaren vnd viel Jahren beſtaͤndigen Meth zu machen/ der einem guten Seck oder andern Spaniſchen Weinen in allen dingen gantz gleich iſt/ auß welchem auch guter klarer Eſſig wird/ der gar wenig koſtet.","norm":"Von Rosinen und Korinthen einen lieblichen / schönen / klaren und viel Jahren beständigen Met zu machen / der einem guten Seck oder anderen spanischen Weinen in allen Dingen ganz gleich ist / aus welchem auch guter klarer Essig wird / der gar wenig kostet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624000072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3016,"date":1659,"orig":"8.","norm":"8.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.9600000381469722} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3017,"date":1659,"orig":"An ſolchen Orthen/ da die Weintrauben in der wilde wachſen/ nicht gebawete werden vnd ſawer bleiben/ gleichwol guten Wein vnd Eſſig darauß zu machen.","norm":"An solchen Orten / da die Weintrauben in der wilde wachsen / nicht gebaute werden und sauer bleiben / gleichwohl guten Wein und Essig daraus zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8744001388549805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3018,"date":1659,"orig":"9. Deßgleichen von Johanns-traͤublein/ Saurachbeerlein/ Himbeeren/ Brombeeren/ Kreutzbeeren/ Roſen vnd Hagendornbutten/ vnd andern dergleichen Heckenfruͤchten/ gute/ liebliche vnd geſunde Gedraͤucke/ welche ſich Jahr vnd Tag halten koͤnnen/ zu machen.","norm":"9. Desgleichen von Johanns-träublein / Saurachbeerlein / Himbeeren / Brombeeren / Kreuzbeeren / Rosen und Hagendornbutten / und anderen dergleichen Heckenfrüchten / gute / liebliche und gesunde Gedräucke / welche sich Jahr und Tag halten können / zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5218000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3019,"date":1659,"orig":"10.","norm":"10.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.53980004787445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3020,"date":1659,"orig":"Item/ wie man alle truͤbe/ lange/ rothe/ ſchimlichte/ ſaure vnd andere mangelhaffte Weine/ leichtlich wieder zu recht bringen ſoll.","norm":"Item / wie man alle trübe / lange / rote / schimmlige / saure und andere mangelhafte Weine / leichtlich wieder zu Recht bringen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.261799812316894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3021,"date":1659,"orig":"11. Auß etlichen Vegetabilien/ die allenthalben gern wachſen/ einen guten/ klaren/ Lieblichen vnd beſtaͤndigen Eſſig/ dem Frantzoͤſiſchen nicht ſehr vngleich/ in groſſer menge zu machen/ daß ein Ohm nicht ein Thaler zu ſtehen kompt.","norm":"11. Aus etlichen Vegetabilien / die allenthalben gern wachsen / einen guten / klaren / Lieblichen und beständigen Essig / dem französischen nicht sehr ungleich / in großer Menge zu machen / dass ein Ohm nicht ein Taler zu stehen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3022,"date":1659,"orig":"12. In den mehrentheil kalten Laͤndern Europæ (doch außgenommen etliche von den kaͤlteſten) da ſonſten kein Wein kan zeitig werden; gute liebliche/ ſuͤſſe vnd beſtaͤndige geſunde Weine wachſen machen/ welche andern guten Weinen/ die in warmen Laͤndern/ als Deutſchland/ Franckreich/ Spanien oder Italien/ gewachſen/ an guͤte/ lieblichkeit vnd beſtaͤndigkeit nicht viel bevor geben.","norm":"12. In den Mehranteil kalten Ländern Europae (doch ausgenommen etliche von den kältesten) da sonsten kein Wein kann zeitig werden; gute liebliche / süße und beständige gesunde Weine wachsen machen / welche anderen guten Weinen / die in warmen Ländern / als Deutschland / Frankreich / Spanien oder Italien / gewachsen / an Güte / Lieblichkeit und Beständigkeit nicht viel bevor geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8165998458862305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3023,"date":1659,"orig":"13. Den Wein auß bergichten/ von den Revieren weit abgelegenen Landen/ die wegen manglung der Schifffahrten vnd Thewrung der Axfuhren/ nicht koͤnnen fort gebracht werden/ mit einem ſolchen Vortheil zu verfuͤhren/ alſo daß 10. Fuder nicht ſo viel als anders 1. Fuder zu verfuͤhren koſtet/ damit man ein groſes gewinnen/ vnd die außlaͤndiſchen Weine/ in abgelegenen Landen guten kauff drincken kan.","norm":"13. Den Wein aus bergigen / von den Revieren weit abgelegenen Landen / die wegen manglung der Schifffahrten und Teuerung der Axfuhren / nicht können fort gebracht werden / mit einem solchen Vorteil zu verführen / also dass 10. Fuder nicht so viel als anders 1. Fuder zu verführen kostet / damit man ein großes gewinnen / und die ausländischen Weine / in abgelegenen Landen guten Kauf trinken kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236499786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3024,"date":1659,"orig":"14.","norm":"14.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.9932999610900881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3025,"date":1659,"orig":"Auß altem Kupffer gut Spaniſchgruͤn/ in groſer menge/ mit ſehr geringem koſten zu machen/ alſo/ daß auch 1. Pfund kaum 6. ſtuͤber zu machen koſtet.","norm":"Aus altem Kupfer gut Spanischgrün / in großer Menge / mit sehr geringem kosten zu machen / also / dass auch 1. Pfund kaum 6. Stüber zu machen kostet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.959700107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3026,"date":1659,"orig":"15. Auff eine gantz vnbekante weiſe/ Eſſig leichtlich zu diſtilliren/ alſo compendioſè, daß auch eine gantze Ohme keinen halben Thaler vnkoſten dazu erfordert/ damit man viel nuͤtzliche dinge verꝛichten kan/ vnd vnter ſolchen das Spaniſchgruͤn gantz leichtlich zu candiliſiren vnd cryſtalliſiren/ daß auch ein Pfund keinen halben Thaler zu ſtehen kompt.","norm":"15. Auf eine ganz Unbekannte weise / Essig leichtlich zu destillieren / also compendiose, dass auch eine ganze Ohme keinen halben Taler Unkosten dazu erfordert / damit man viel nützliche Dinge verrichten kann / und unter solchen das Spanischgrün ganz leichtlich zu candilisiren und kristallisieren / dass auch ein Pfund keinen halben Taler zu stehen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.524799823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3027,"date":1659,"orig":"16. Auß dem Vrin einen reinen vnd ſtarcken Spiritum, ohne muͤhe/ arbeit vnd koſten/ gantz geſchwind zu machen/ alſo/ daß auch 20. oder 30. Pfund fuͤr einen Thaler koͤnnen gemacht werden/ damit viel wunderliche vnd nuͤtzliche dinge in Medicina, Alchymia vnd Mechanicis, koͤnnen verꝛichtet werden; vnter andern/ ein ſchoͤner Himmelblawer Vitriol von dem Kupffer/ zur Medicina vnd Alchymia dienſtlich/ vnd das Silber alſo fluͤſſig darmit gemacht wird/ daß man allerhand glaͤſerne Gefaͤſſe/ als Schuͤſſel/ Teller/ Leuchter/ Saltzfaͤſſer/ Trinckbecher/ vnd anderen Hausrath zum zierath/ damit in-vnd außwendig verſilbern kan/ welche nach dem geſicht fuͤr ſilberne Geſchirꝛ erkant werden.","norm":"16. Aus dem Vrin einen reinen und starken Spiritum, ohne Mühe / Arbeit und kosten / ganz geschwind zu machen / also / dass auch 20. oder 30. Pfund für einen Taler können gemacht werden / damit viel wunderliche und nützliche Dinge in Medicina, Alchimie und Mechanicis, können verrichtet werden; unter anderen / ein schöner Himmelblauer Vitriol von dem Kupfer / zur Medicina und Alchimie dienstlich / und das Silber also flüssig damit gemacht wird / dass man allerhand gläserne Gefäße / als Schüssel / Teller / Leuchter / Salzfässer / Trinkbecher / und anderen Hausrat zum Zierrat / damit in-vnd auswendig versilbern kann / welche nach dem Gesicht für silberne Geschirr erkannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.773399829864502} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3028,"date":1659,"orig":"17. Den Spiritum Salis in groſſer quantitaͤt zu machen/ mit ſehr geringem koſten/ daß auch ein Pfund kaum 6. ſtuͤber zu machen koſtet/ vnd zu viel nuͤtzlichen laboribus, ſo wol in Medicina, Alchymia, als andern Kuͤnſten/ kan angewendet werden/ als vnter andern dieſe folgende ſtuͤcke.","norm":"17. Den Spiritum Salis in großer Quantität zu machen / mit sehr geringem kosten / dass auch ein Pfund kaum 6. Stüber zu machen kostet / und zu viel nützlichen laboribus, so wohl in Medicina, Alchimie, als anderen Künsten / kann angewendet werden / als unter anderen diese folgende stücke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3592000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3029,"date":1659,"orig":"18. Das Gold von dem Silber abzukochen/ daß das Geſchmeyd gantz bleibet; auch Silber-vnd Kupfferhaltig Gold damit zu ſolviren vnd ſcheyden/ rein auß dem Waſſer faͤllen/ vnd das Waſſer wieder zu dergleichen Arbeit mehrmahlen zu gebrauchen/ alſo/ daß vnter allen ſcheydungen der Metallen im naſſen wege/ kein nuͤtzlicher vnd profitlicher zu finden iſt/ vnd das Gold auff dieſe weiſe auf den hoͤchſten halt gebracht wird.","norm":"18. Das Gold von dem Silber abzukochen / dass das Geschmeide ganz bleibt; auch Silber-vnd Kupferhaltig Gold damit zu solvieren und scheiden / rein aus dem Wasser fällen / und das Wasser wieder zu dergleichen Arbeit mehrmals zu gebrauchen / also / dass unter allen Scheidungen der Metallen im nassen Wege / kein nützlicher und profitlicher zu finden ist / und das Gold auf diese Weise auf den höchsten halte gebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088200092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3030,"date":1659,"orig":"19.","norm":"19.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.823600053787231} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3031,"date":1659,"orig":"Auß allen Laͤtten vnd Sand/ wie auch auß Kießlingſteinen/ Quartzen vnd andern Bergarten/ welche angeflogen/ flaͤmmicht vnd leicht Gold halten/ vnd derentwegen mit nutzen weder mit waſchen oder Mercurio, noch ſchmeltzen kan außgebracht werden/ das Gold leichtlich außzulaugen vnd zu gut zu machen/ damit an ſolchen orten/ da dergleichen Sanden/ Laͤtten/ oder Steine gefunden/ auch groſſes kan gewonnen werden.","norm":"Aus allen Letten und Sand / wie auch aus Kiesslingsteinen / Quarzen und anderen Bergarten / welche angeflogen / flämmicht und leicht Gold halten / und derentwegen mit nutzen weder mit waschen oder Mercurio, noch schmelzen kann ausgebracht werden / das Gold leichtlich auszulaugen und zu gutzumachen / damit an solchen Orten / da dergleichen Sanden / Letten / oder Steine gefunden / auch großes kann gewonnen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.831699848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3032,"date":1659,"orig":"20. Auff eine beſondere/ geheyme/ bishero vnbekandte weiſe alle wilde Bergarten/ wie ſie auch moͤgen Namen haben/ kuͤnſtlich zu probieren/ vnd den rechten halt zu finden/ welches auff gemeyne weiſe vnmoͤglich zu thun iſt.","norm":"20. Auf eine besondere / geheime / bisher Unbekannte weise alle wilde Bergarten / wie sie auch mögen Namen haben / künstlich zu probieren / und den rechten halte zu finden / welches auf gemeine weise unmöglich zu tun ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.999000072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3033,"date":1659,"orig":"Vnd dienet ſolche Kunſt an denen Orten/ da Bergwerck ſeyn; dann offtermalen ein wild Gold-Ertz/ wann es nach gemeyner weiſe probieret/ vnd nichts darinn gefunden wird/ vngebawet liegen bleibet/ vnd niemand zu nutzen kompt; vnd werden bisweilen auch an ſolchen Orten/ da keine Bergwerck ſeyn/ vnterſchiedlicher art vnd ſorten glimmer/ rothe vnd weiſſe Talcken gefunden/ welche auff gemeyne weiſe nichts oder gar wenig geben/ vnd gleichwol oftermals viel Silber vnd Gold darinn verborgen ſtecket/ vnd verlohren bleibet/ welches doch mit groſſem nutzen koͤnte heraus geſchmeltzet werden.","norm":"Und dient solche Kunst an denen Orten / da Bergwerk sein; dann oftmals ein wild Goldertz / wann es nach gemeinerweise probieret / und nichts darin gefunden wird / ungebaut liegen bleibt / und niemand zu nutzen kommt; und werden bisweilen auch an solchen Orten / da keine Bergwerk sein / unterschiedlicher Art und Sorten glimmer / rote und weiße Talken gefunden / welche auf gemeine weise nichts oder gar wenig geben / und gleichwohl öftermals viel Silber und Gold darin verborgen stecket / und verloren bleibt / welches doch mit großem nutzen könnte heraus geschmältst werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7540998458862305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3034,"date":1659,"orig":"21. Ein ſchoͤn compendium, vnd uͤber die maſſen nuͤtzliche invention, welche noch bey niemand im gebrauch geweſen; wie man allerhand Ertz/ auff eine ſehr profitliche weiſe/ in groſſer menge ſchmeltzen ſoll:","norm":"21. Ein schön compendium, und über die Maßen nützliche Invention, welche noch bei niemand im Gebrauch gewesen; wie man allerhand Erz / auf eine sehr profitliche weise / in großer Menge schmelzen soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6168999671936035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3035,"date":1659,"orig":"Alſo/ daß man in einem Tage in einem Stichofen mehr Ertz ſchmeltzen/ als auff die bekante weiſe in 8. Tagen kaum geſchehen kan/ dadurch viel vnkoſten erſpahret/ vnd jaͤhrlich ein groſes/ mehr als ſonſten/ kan gewonnen werden.","norm":"Also / dass man in einem Tage in einem Stichofen mehr Erz schmelzen / als auf die bekannte weise in 8. Tagen kaum geschehen kann / dadurch viel Unkosten ersparet / und jährlich ein großes / mehr als sonsten / kann gewonnen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468900203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3036,"date":1659,"orig":"22. Deßgleichen ſolche Wercke/ die von dem ſchmeltzen kommen/ auff viel ein beſſere weiſe abzutreiben/ vnd das Silber auß dem Bley zu ſcheyden.","norm":"22. Desgleichen solche Werke / die von dem schmelzen kommen / auf viel ein bessere weise abzutreiben / und das Silber aus dem Blei zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.553599834442139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3037,"date":1659,"orig":"23. Auch die Ertze an ſolchen Orten/ da keine Holtzkohlen zu bekommen/ oder wann ſie zu bekommen ſeyn/ immer ſo wol durch Steinkohlen/ in groſſer menge/ zu ſchmeltzen; ein geſchwinde vnd nuͤtzliche arbeit.","norm":"23. Auch die Erze an solchen Orten / da keine Holzkohlen zu bekommen / oder wann sie zu bekommen sein / immer so wohl durch Steinkohlen / in großer Menge / zu schmelzen; ein geschwinde und nützliche Arbeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.026400089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3038,"date":1659,"orig":"24. Alle ſulphuriſche/ arſenicaliſche/ antimonialiſche/ koboltiſche vnd andere gifftige vnd fluͤchtige Ertzen/ welche/ wegen jhrer fluͤchtigkeit/ nicht im Fewer zu halten oder zu ſchmeltzen ſeyn/ durch eine beſondere arth/ eines Ciments oder Roſt-ofens zu binden vnd figiren/ daß ſie hernach im ſchmeltzen jhr Silber vnd Gold gern von ſich geben/ vnd mit groſem nutzen erhalten werden.","norm":"24. Alle sulphurische / arsenicalische / antimonialische / Koboldtische und andere giftige und flüchtige Erzen / welche / wegen ihrer Flüchtigkeit / nicht im Feuer zu halten oder zu schmelzen sein / durch eine besondere Art / eines Ciments oder Rost - Ofens zu binden und figieren / dass sie hernach im Schmelzen ihr Silber und Gold gern von sich geben / und mit großem nutzen erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.791299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3039,"date":1659,"orig":"25. Durch den guß das leichte vnd flaͤmmichte Gold vnd Silber auß dem Sand/ Laͤtten/ Kißlingſteinen oder andern armen Bergarten/ mit nutzen außzuſchmeltzen.","norm":"25. Durch den Guss das leichte und flämmichte Gold und Silber aus dem Sand / Letten / Kißlingsteinen oder anderen armen Bergarten / mit nutzen auszuschmelzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.336599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3040,"date":1659,"orig":"26. Auß etlichen geringen oder vnvollkommenen Metallen vnd Mineralien jhr vnſichtlich Gold/ welches durch gemeyn vnd bekand abtreiben nicht geſpuͤhret wird/ mit groſſem nutzen/ auff ein befondere vnd geheyme weiſe/ heraus zu ſchmeltzen.","norm":"26. Aus etlichen geringen oder unvollkommenen Metallen und Mineralien ihr unsichtlich Gold / welches durch gemein und bekannt abtreiben nicht gespürt wird / mit großem nutzen / auf ein besondere und geheime weise / heraus zu schmelzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.455900192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3041,"date":1659,"orig":"27. Das außgeſchmeltzte Silber vnd Gold auff eine gantz geſchwinde vnd vnkoͤſtliche weiſe/ durch den guß voneinander zu ſcheyden; alſo daß man in einem Tage in einem Ofen/ durch eine Perſon/ etlich 100. Marck kan ſcheyden laſſen/ koſtet nicht halb ſo viel muͤhe vnd arbeit/ vnd anlag/ als durch das Aq. fort. oder Ctmenten.","norm":"27. Das außgeschmeltzte Silber und Gold auf eine ganz geschwinde und unköstliche weise / durch den Guss voneinander zu scheiden; also dass man in einem Tage in einem Ofen / durch eine Person / etlich 100. Mark kann scheiden lassen / kostet nicht halb so viel Mühe und Arbeit / und anlag / als durch das Aq. fort. oder Ctmenten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.783599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3042,"date":1659,"orig":"28. Deßgleichen kan auch ander verarbeytet Gold/ als Ketten vnd dergleichen ander Guͤldengeſchmeyd/ gar geſchwind auff den hoͤchſten halt/ wie auch das Gold vom verguͤldeten Silber/ durch den guß geſchieden werden/ alſo/ daß leichter 100. Marck auff dieſe weiſe/ als auff die bekande 20. mit groſſem vortheil vnd erſpahrung vieler zeit vnd koſten/ zu ſcheyden ſeyn.","norm":"28. Desgleichen kann auch ander verarbeitet Gold / als Ketten und dergleichen ander Güldengeschmeide / gar geschwind auf den höchsten halte / wie auch das Gold vom vergüldeten Silber / durch den Guss geschieden werden / also / dass leichter 100. Mark auf diese Weise / als auf die bekande 20. mit großem Vorteil und Ersparung vieler Zeit und kosten / zu scheiden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990600109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3043,"date":1659,"orig":"29.","norm":"29.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.196500062942505} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3044,"date":1659,"orig":"Auß einem jedwedern Bley viel mehr ☽ zu ſeygern/ als durch die Cupellen Prob darinn gefunden wird.","norm":"Aus einem jedweden Blei viel mehr ☽ zu seigern / als durch die Cupellen Probe darin gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2600998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3045,"date":1659,"orig":"30.","norm":"30.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.268500089645385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3046,"date":1659,"orig":"Auß einem jedwedern alten Eyſen gut Gold außzuſchmeltzen/ welches zwar ein ſo groſſes nicht geben kan/ dannoch denen/ welche mit wenig zu frieden ſeyn/ ein ehrlicher vnterhalt ſeyn kan.","norm":"Aus einem jedweden alten Eisen gut Gold auszuschmelzen / welches zwar ein so großes nicht geben kann / dennoch denen / welche mit wenig zu Frieden sein / ein ehrlicher Unterhalt sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.683000087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3047,"date":1659,"orig":"31. Deßgleichen auß allem ♃ vnd ♀/ doch auß einem mehr als auß dem andern/ ☽ vnd ☉ außzuſeygern.","norm":"31. Desgleichen aus allem ♃ und ♀ / doch aus einem mehr als aus dem anderen / ☽ und ☉ auszuseigern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.591700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3048,"date":1659,"orig":"32. Alle Ertze zeitigen/ daß ſie mehr Silber vnd Gold geben im ſchmeltzen: auß dtm Antimonio, Arſenico, vnd Auripigmento jhr Silber vnd Gold außziehen.","norm":"32. Alle Erze zeitigen / dass sie mehr Silber und Gold geben im Schmelzen: aus dm Antimonio, Arsenico, und Auripigmento ihr Silber und Gold ausziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098199844360352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3049,"date":1659,"orig":"33. Ex Venere Sulphur extrancum ſepariren/ auff daß Cupido, jhr Kind gebohren werde.","norm":"33. Ex Venere Sulphur extrancum separieren / auf dass Cupido, ihr Kind geboren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.001999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3050,"date":1659,"orig":"34. Den gebrauchten Teſten das Silber/ welches im abtreiben dareyn gangen/ ohne ſchmeltzen oder andere muͤhe vnd koſten/ zu benehmen.","norm":"34. Den gebrauchten Testen das Silber / welches im Abtreiben darein gegangen / ohne schmelzen oder andere Mühe und kosten / zu benehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.79010009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3051,"date":1659,"orig":"35. In allen Landen vnd an allen Orthen/ vielerhand ſchoͤne erdene Geſchirꝛ/ dem Porcellein nicht ſehr vngleich oder geringer/ welche das Fewer vnd alle Spiritus halten/ mit wenig koſten zu machen.","norm":"35. In allen Landen und an allen Orten / vielerhand schöne erdene Geschirr / dem Porcellein nicht sehr ungleich oder geringer / welche das Feuer und alle Spiritus halten / mit wenig kosten zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.955100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3052,"date":1659,"orig":"36. Ein vnbekanter Alann/ welcher alle Farben erhoͤhet/ ſchoͤner vnd beſtaͤndig machet.","norm":"36. Ein unbekannter Alan / welcher alle Farben erhöhet / schöner und beständig macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.026700019836426} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3053,"date":1659,"orig":"Iſt ſonderlich zum Carmoſſin/ Scharlacken/ vnd andern koͤſtlichen Farben zu gebrauchen.","norm":"Ist sonderlich zum Carmossin / Scharlacken / und anderen köstlichen Farben zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.326399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3054,"date":1659,"orig":"Dazu einen beſtaͤndigen Keſſel/ welcher die Farben nicht alterirt/ mit kleinem koſten zu machen.","norm":"Dazu einen beständigen Kessel / welcher die Farben nicht alteriert / mit kleinem kosten zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.465799808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3055,"date":1659,"orig":"37. Allerhand ſchoͤne Mahlerfarben/ auff eine vnkoͤſtliche weiſe zu machen/ als Purpurlacca, von vielerley Farben/ Schmalten/ Ultramarinum, Cinober/ vnd inſonderheit eine ſchoͤne weiſſe Farb/ dergleichen noch bey niemand geſehen/ welche den ſchoͤneſten Perlein gleich iſt: wie auch Gold vnd Silber/ auff eine leichte weiſe zu mahlen.","norm":"37. Allerhand schöne Malerfarben / auf eine unköstliche weise zu machen / als Purpurlacke, von vielerlei Farben / Schmalten / Ultramarinum, Cinober / und in Sonderheit eine schöne weiße Farbe / dergleichen noch bei niemand gesehen / welche den schönsten Perllein gleich ist: wie auch Gold und Silber / auf eine leichte weise zu malen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6381001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3056,"date":1659,"orig":"Ende des Fuͤnfften Theils.","norm":"Ende des fünften Teils.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.620100021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3057,"date":1659,"orig":"Johann Rudolph Glaubers Apologetiſche Schrifften/ in dreyhundert zwey vnd achtzig Aphoriſmos außgeſetzt:","norm":"Johann Rudolph Glaubers Apologetische Schriften / in dreihundert zweiundachtzig Aphorismus ausgesetzt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179999828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3058,"date":1659,"orig":"Darinnen die Perſonalia, vnd andere zu leſen verdrießliche dinge/ außgelaſſen worden; Hingegen aber nur dasjenige/ was gewißhafften Medicis, fleiſſigen Nachforſchern der Natur/ vnd frommen Haußvaͤttern zu wiſſen noͤthig/ beygebracht wird:","norm":"Darinnen die Personalia, und andere zu lesen verdrießliche Dinge / ausgelassen worden; hingegen aber nur dasjenige / was Gewisshaften Medicis, fleißigen Nachforschern der Natur / und frommen Hausvätern zu wissen nötig / beigebracht wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3059,"date":1659,"orig":"Auff begehren verfertiget Durch Johann Mackele/ der Artzeney Doctoren.","norm":"Auf begehren verfertiget durch Johann Makele / der Arznei Doktoren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.880799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3060,"date":1659,"orig":"1. DIe Panacæa Antimonii muß durch huͤlffe eines Fewrigen ſaltzigen liquoris, welcher Alkaheſt genant wird/ bereytet werden.","norm":"1. Die Panacaea Antimonii muss durch Hilfe eines Feurigen salzigen liquoris, welcher Alkahest genannt wird / bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.067699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3061,"date":1659,"orig":"2. Alkaheſt lautet ſchier-Algar-heiß/ oder Al-zu-heiß; kompt alſo der Nahme mit dem Weſen uͤbereyn.","norm":"2. Alkahest lautet schier-Algar-heiß / oder Al-zu-heiß; kommt also der Nahme mit dem Wesen überein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4461002349853525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3062,"date":1659,"orig":"3.","norm":"3.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.702999949455261} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3063,"date":1659,"orig":"Dann ſolcher liquor anders nichts/ als ein lauter Fewriges 🜄 iſt/ durch welches groſſe verborgene Hitze/ die Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien/ wann ſie darmit oder darinn ſeine zeit digerirt/ alſo corꝛigiret/ gezeitiget vnd verbeſſert werden/ daß ſie zu heylſamen oder kraͤfftigen Medicamenten werden/ welches ohne ſolches Fewrige Waſſer nicht haͤtte geſchehen koͤnnen.","norm":"Dann solcher liquor anders nichts / als ein lauter Feuriges 🜄 ist / durch welches große verborgene Hitze / die Vegetabilien / Animaleien und Mineralien / wann sie damit oder darin seine Zeit digeriert / also korrigieret / gezeitigt und verbessert werden / dass sie zu heilsamen oder kräftigen Medikamenten werden / welches ohne solches FfeurigeWasser nicht hätte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.761099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3064,"date":1659,"orig":"4. Iſt alſo ſolches Menſtruum anders nichts/ als ein Fewriger von Vrinoſiſchen Salien bereyteter liquor, welcher ſolche kraͤfften beweiſet/ als jhme in dem Tractaͤtlein von den Kiſſelſteinen zugeſchrieben worden.","norm":"4. Ist also solches Menstruum anders nichts / als ein Feuriger von Vrinosischen Salien bereiteter liquor, welcher solche Kräften beweiset / als ihm in dem Traktätlein von den Kesselsteinen zugeschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.262899875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3065,"date":1659,"orig":"5. Dieſes Menſtruum kan mehr als auß einem ſubjecto bereytet werden; nicht allein auß dem allgemeynen Erdſaltz oder Salniter/ ſondern auch auß aller Vegetabilien/ vnd ſonderlich des Tartari fixem Saltz/ kan es zugerichtet werden.","norm":"5. Dieses Menstruum kann mehr als aus einem subjecto bereitet werden; nicht allein aus dem allgemeinen Erdsaltz oder Salniter / sondern auch aus aller Vegetabilien / und sonderlich des Tartari fixem Salz / kann es zugerichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793099880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3066,"date":1659,"orig":"6. Iſt nichts daran gelegen/ worauß er bereytet werde/ wann er nur ſolche Tugenden beſitzt/ die jhme zugelegt ſeyn.","norm":"6. Ist nichts daran gelegen / woraus er bereitet werde / wann er nur solche Tugenden besitzt / die ihm zugelegt sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.823500156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3067,"date":1659,"orig":"7. Weil das allgemeyne Erdſaltz/ vnd fixe Saltz der Vegetabilien einerley Natur vnd Weſens iſt/ wann man ſie darnach Tractiret oder zurichtet.","norm":"7. Weil das allgemeine Erdsaltz / und fixe Salz der Vegetabilien einerlei Natur und Wesens ist / wann man sie danach Traktiert oder zurichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.358799934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3068,"date":1659,"orig":"8. Auß einem Sali tartari kan ein natuͤrlich Erdſaltz oder Salniter werden/ vnd auß einem Erdſaltz oder Salniter ein fixes Saltz einem Sale tartari gleich; auß einem Spiritu vini ein Sal tartari, vnd auß einem Sale tartari ein Spiritus vini; auß einem Aceto vini ein Niter/ vnd auß einem Niter ein corroſiviſcher Eſſig.","norm":"8. Aus einem Sali tartari kann ein natürlich Erdsaltz oder Salniter werden / und aus einem Erdsaltz oder Salniter ein fixes Salz einem Sale tartari gleich; aus einem Spiritu vini ein Soll tartari, und aus einem Sale tartari ein Spiritus vini; aus einem Aceto vini ein Nieter / und aus einem Nieter ein corrosivischer Essig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3069,"date":1659,"orig":"9. Solche Salien ſo beyder Naturen theilhafftig/ werden billich von den alten Philoſophis hermaphroditæ genennet.","norm":"9. Solche Salien so beider Naturen teilhaftig / werden billig von den alten Philosophis hermaphroditae genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8246002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3070,"date":1659,"orig":"10. Niemand darff ſich an ſein gering Herkommen kehren/ vnd ſolches darumb klein achten/ es iſt doch nichts daran gelegen/ woher das gute komme/ wann es nur gut iſt/ vnd wir ſolches zu vielem gutem gebrauchen koͤnnen.","norm":"10. Niemand darf sich an sein gering Herkommen kehren / und solches darum klein achten / es ist doch nichts daran gelegen / woher das gute komme / wann es nur gut ist / und wir solches zu vielem gutem gebrauchen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3071,"date":1659,"orig":"11. Das gute ſolte deſto mehr/ weil es auß veraͤchtlichen/ vnd geringſchaͤtzigen Dingen herkommen/ vnd nun gut worden/ hoch geachtet werden.","norm":"11. Das gute sollte desto mehr / weil es aus verächtlichen / und geringschätzigen Dingen herkommen / und nun gut worden / hoch geachtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138400077819824} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3072,"date":1659,"orig":"12 Die Natur vnd wahre Kunſt braucht allezeit zu jhrem Intent nur geringſchaͤtzige oder vnachtſame Dinge/ vnd kompt gluͤcklich zu jhrem vorhaben.","norm":"12 die Natur und wahre Kunst braucht allezeit zu ihrem Intent nur geringschätzige oder unachtsame Dinge / und kommt glücklich zu ihrem vorhaben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9633002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3073,"date":1659,"orig":"13. Wann man ſolches Menſtruum auß dem Erdſaltz machen will/ ſo muß man folches Saltz durch außlaugung gemeynen Waſſers auß guter fruchtbarer Erden außlaugen/ coaguliren/ vnd mit zuthun der Kohlen/ oder anderer Vegetabiliſchen Sulphuren figiren oder calciniren/ ſo lang bis es in der Lufft in einen Fewrigen liquorem fleußt.","norm":"13. Wann man solches Menstruum aus dem Erdsaltz machen will / so muss man solches Salz durch Auslaugung gemeinen Wassers aus guter fruchtbarer Erden auslaugen / koagulieren / und mit Zutun der Kohlen / oder anderer Vegetabilischen Sulphuren figieren oder kalzinieren / so lang bis es in der Luft in einen Feurigen liquorem fließt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347300052642822} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3074,"date":1659,"orig":"14. Den Salpeter thut man in einen Tiegel laͤßt jhn uͤber einem Kohlfewer wol ſchmeltzen/ vnd wirfft immer ein ſtuͤcklein Kohlen nach dem andern drauf/ vnd laͤßt ſie verbrennen/ ſo lang vnd viel/ bis die Kohlen nicht mehr auf dem gefloſſenen Salpeter brennen wollen/ ſondern vnverzehrt darauff ligen bleiben/ ſo iſt das Niter figirt vnd bereytet/ ein ſolches wunderbarliches Waſſer draus zu werden/ welches alſo geſchiehet; weil der fixe Salpeter noch in dem Tiegel fließt/ muß er in einen reinen Kuͤpffern glatten Moͤrſel außgegoſſen werden/ daß er darinnen erkalte; dann pulveriſirt/ vnd in einen Keller oder ſonſt an einen feuchten orth auff glaͤſerne Schalen gelegt/ zerflieſſen laſſen/ ſo erlangt man ein ſolch Fewriges Waſſer/ welches ſolche wunderbarliche Tugenden/ ſo wol in bereytung der Metalliſchen/ als Vegetabiliſchen vnd Animaliſchen Medicamenten/ beweiſet.","norm":"14. Den Salpeter tut man in einen Tiegel lässt ihn über einem Kohlfeuer wohl schmelzen / und wirft immer ein Stücklein Kohlen nach dem anderen drauf / und lässt sie verbrennen / so lang und viel / bis die Kohlen nicht mehr auf dem geflossenen Salpeter brennen wollen / sondern unverzehrt darauf liegen bleiben / so ist das Nieter figiert und bereitet / ein solches wunderbarliches Wasser draus zu werden / welches also geschieht; weil der fixe Salpeter noch in dem Tiegel fließt / muss er in einen reinen Kupfern glatten Mörser ausgegossen werden / dass er darinnen erkalte; dann pulverisiert / und in einen Keller oder sonst an einen feuchten Ort auf gläserne Schalen gelegt / zerfließen lassen / so erlangt man ein solch feuriges Wasser / welches solche wunderbarliche Tugenden / so wohl in Bereitung der Metallischen / als Vegetabilischen und Animalischen Medikamenten / beweiset.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.634500026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3075,"date":1659,"orig":"15.","norm":"15.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.067600011825561} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3076,"date":1659,"orig":"Wann man den liquorem nitri fixi zur verbeſſerung der Metallen gebrauchen wil/ ſo ſoll man das Niter durch den Regulum Antimonii figiren:","norm":"Wann man den liquorem nitri fixi zur Verbesserung der Metallen gebrauchen will / so soll man das Nieter durch den Regulum Antimonii figieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0644001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3078,"date":1659,"orig":"Es kan ſolche figirung auch wol in verdeckten Tiegeln/ ohne Glaͤſer/ geſchehen/ iſt auch gut/ nur daß man das Fewer wol Regiere/ vnd erſtlich nicht zu heyß mache/ auf daß das Niter nicht verꝛauche/ ehe es fix worden/ ſondern allgemach des Fewers gewohne/ vnd bey dem Regulo Antimonii fix werde.","norm":"Es kann solche Figierung auch wohl in verdeckten Tiegeln / ohne Gläser / geschehen / ist auch gut / nur dass man das Feuer wohl Regiere / und erstlich nicht zu heiß mache / auf dass das Nieter nicht verrauche / ehe es fix worden / sondern allgemach des Feuers gewohne / und bei dem Regulo Antimonii fix werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.761499881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3079,"date":1659,"orig":"16. Wil man dieſes Menſtruum auß dem tartato machen/ ſo miſcht man vnter einen Theil klein pulveriſirter weiſſer Kißlingſtein 6. oder 8. Theil reines Salis tartari, vnd ſchmeltzet ſolche mixtur in einem verdecktem Tiegel wohl vntereinander/ gieſſet es auß in einen glatten Moͤrſel/ laͤſt es kalt werden/ vnd pulveriſiret ſolche weiſſe vnd durchſichtige Maſſam, thut dieſelbe in einen glaͤſern Kolben/ vnd uͤbergieſſet ſie mit Regenwaſſer/ laßt ſolches in einem warmen Sand auffkochen/ ſo ſolvirt das Waſſer nur allein das Sal tartari, vnd laͤßt die Kißlinge als einen ſchlamm ligen/ welcher zugleich alle vnreinigkeit des Salis tartari, die zuvor durch das gemeyne ſolviren vnd filtriren nicht hat koͤnnen geſchieden werden/ in ſich ziehet vnd bey ſich behaͤlt/ alſo daß das Sal tartari dardurch von aller Vnreinigkeit auffs allerhoͤchſte entbunden vnd gereiniget wird.","norm":"16. Will man dieses Menstruum aus dem tartato machen / so mischt man unter einen Teil klein pulverisierter weißer Kißlingstein 6. oder 8. Teil reines Salis tartari, und schmelzet solche Mixtur in einem verdecktem Tiegel wohl untereinander / gießet es aus in einen glatten Mörser / lässt es kalt werden / und pulverisieret solche weiße und durchsichtige Massam, tut dieselbe in einen gläsern Kolben / und übergießet sie mit Regenwasser / lasst solches in einem warmen Sand aufkochen / so solviert das Wasser nur allein das Soll tartari, und lässt die Kißlinge als einen schlamm liegen / welcher zugleich alle Unreinigkeit des Salis tartari, die zuvor durch das gemeine solvieren und filtrieren nicht hat können geschieden werden / in sich ziehet und bei sich behält / also dass das Soll tartari dadurch von aller Unreinheit aufs allerhöchste entbunden und gereinigt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76230001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3080,"date":1659,"orig":"Solche Solution ſoll man filtriren/ vnd in einem Kolben das Waſſer wieder davon abſtrahiren/ alſo daß ein Fewriger ſchoͤner Cryſtalliſcher liquor zuruͤck im Glas bleibe; welches die beſte bereytung iſt/ die Vegetabilien oder Animalien in gute Medicamenta damit zubringen.","norm":"Solche Solution soll man filtrieren / und in einem Kolben das Wasser wieder davon abstrahieren / also dass ein Feuriger schöner Kristallischer liquor zurück im Glas bleibe; welches die beste Bereitung ist / die Vegetabilien oder Animaleien in gute Medikamente damit zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.889999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3081,"date":1659,"orig":"17. Man ſoll das Kraut/ Wurtzel oder Saamen in einem ſteinern Moͤrſel gantz klein ſtoſſen/ vnd in einem Koͤlblein mit ſolchem Fewrigem Menſtruo uͤbergieſſen/ alſo daß das Kraut wol damit angefeuchtet ſey/ vnd in einem Sand etliche tagen zuſammen kochen oder digeriren laſſen/ ſo wird auß dem Kraut vnd Menſtruo ein dicker Safft/ wann ſolches geſchehen/ ſo muß man einen wol dephlegmirten Spiritum vini, ohngefehr ſo viel als des liquoris iſt/ darauff gieſſen/ wol vntereinander ſchuͤtteln/ vnd in gantz gelinder waͤrme/ auff daß der Spiritus vini nicht erhaliere/ ſo lang zuſammen digeriren laſſen/ bis daß eine Scheydung geſchehe/ vnd ſich der Alkaheſt mit den fecibus zu boden des Glaſes/ vnd der Spiritus vini ſampt der Krafft vnd Tugend des Krauts oben darauff ſetze/ vnd ſich hinfort/ wie offt man auch ſolche wieder vntereinander ſchuͤttelt/ dennoch nicht vermiſche/ ſondern ein jedweder allein vnvermengt bleibe; welches man alſo zuſammen auß dem Koͤlblein in ein Zuckerglas gieſſen/ vnd ſich darinn ſoll ſetzen laſſen; alsdann die Medicin oder Krafft des Krauts/ welches der Spiritus Vini zu ſich genommen/ ſauber von dem Alkaheſt, welcher die feces des Krauts bey ſich behalten/ abgieſſen/ ſo hat man die Krafft vnd Tugend des Krauts wol corꝛigiret vnd gezeitiget vollkoͤmlich in dem Spiritu Vini, welchen man in lindem balneo von der eſſentiâ des Krauts abziehen/ vnd die Medicin/ welche als ein rother Safft groſſer kraͤfften zuruͤck geblieben/ bewahren/ vnd darzu ſie von Gott vnd der Natur geordnet/ gebrauchen kan: den liquorem Alkaheſt aber/ mit den fecibus des Krauts vermen get/ ſoll man in einem jrdenen Geſchirꝛ außgluͤen/ auf daß aller Geſchmack vnd Geruch des Krauts/ welchen er bey ſich behalten/ davon weiche/ vnd hernach mit Waſſer ſolviren/ filtriren/ vnd wieder auff einen liquorem abziehen/ ſo iſt er wieder ſo gut/ als er zuvor geweſen/ kan alſo ſo offt man will/ vnverhindert/ dergleichen Medicamenta zu machen/ wieder gebraucht werden.","norm":"17. Man soll das Kraut / Wurzel oder Samen in einem steinern Mörser ganz klein stoßen / und in einem Kolblein mit solchem Feurigem Menstruo übergießen / also dass das Kraut wohl damit angefeuchtet sei / und in einem Sand etliche Tagen zusammen kochen oder digerieren lassen / so wird aus dem Kraut und Menstruo ein dicker Saft / wann solches geschehen / so muss man einen wohl dephlegmierten Spiritum vini, ungefähr so viel als des liquoris ist / darauf gießen / wohl untereinander schütteln / und in ganz gelinder wärme / auf dass der Spiritus vini nicht erhaliere / so lang zusammen digerieren lassen / bis dass eine Scheidung geschehe / und sich der Alkahest mit den fecibus zu Boden des Glases / und der Spiritus vini samt der Kraft und Tugend des Krauts oben darauf setze / und sich hinfort / wie oft man auch solche wieder untereinander schüttelt / dennoch nicht vermische / sondern ein jedweder allein unvermengt bleibe; welches man also zusammen aus dem Kolblein in ein Zuckerglas gießen / und sich darin soll setzen lassen; alsdann die Medizin oder Kraft des Krauts / welches der Spiritus Vini zu sich genommen / sauber von dem Alkahest, welcher die Fezes des Krauts bei sich behalten / abgießen / so hat man die Kraft und Tugend des Krauts wohl korrigieret und gezeitigt vollkommen in dem Spiritu Vini, welchen man in lindem balneo von der essentia des Krauts abziehen / und die Medizin / welche als ein roter Saft großer Kräften zurückgeblieben / bewahren / und dazu sie von Gott und der Natur geordnet / gebrauchen kann: Den liquorem Alkahest aber / mit den fecibus des Krauts Gemmen geht / soll man in einem irdenen Geschirr ausglühen / auf dass aller Geschmack und Geruch des Krauts / welchen er bei sich behalten / davon weiche / und hernach mit Wasser solvieren / filtrieren / und wieder auf einen liquorem abziehen / so ist er wieder so gut / als er zuvor gewesen / kann also so oft man will / unverhindert / dergleichen Medikamente zu machen / wieder gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.579100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3082,"date":1659,"orig":"18. Die Animalien werden gleicherweiß in einem ſteinern Moͤrſel klein geſtoſſen/ mit dem Alkaheſt uͤbergoſſen/ digerirt/ vnd per Spiritum Vini geſchieden.","norm":"18. Die Animaleien werden gleicherweiß in einem steinern Mörser klein gestoßen / mit dem Alkahest übergossen / digeriert / und per Spiritum Vini geschieden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.049399852752685} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3083,"date":1659,"orig":"19. Die Metallen aber muͤſſen zuvor in jhren eygenen menſtruis corroſivis ſolviret/ præcipitiret/ abluirt oder edalcorirt/ exſiccirt/ vnd darnach erſt mit dem Alkaheſt uͤbergoſſen/ digerirt/ per Spiritum Vini geſchieden/ vnd in die potabilitaͤt gebracht werden.","norm":"19. Die Metallen aber müssen zuvor in ihren eigenen menstruis korrosives solvieret / präzipitieret / abluirt oder edalcorirt / exsiccirt / und danach erst mit dem Alkahest übergossen / digeriert / per Spiritum Vini geschieden / und in die potabilität gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.223499774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3084,"date":1659,"orig":"20. Die Mineralien aber welche ſich puͤlveren laſſen/ darff man nicht ſolviren/ vnd in einen calcem bringen/ ſondern allein nach der pulveriſirung/ mit dem Alkaheſt uͤbergieſſen/ digeriren/ vnd per Spiritum Vini ſepariren.","norm":"20. Die Mineralien aber welche sich pülveren lassen / darf man nicht solvieren / und in einen calcem bringen / sondern allein nach der Pulverisierung / mit dem Alkahest übergießen / digerieren / und per Spiritum Vini separieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3085,"date":1659,"orig":"21.","norm":"21.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":1.862599968910217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3086,"date":1659,"orig":"Doch kan man die Metallen auch/ wann man will/ mit eim wenig Reguli Antimonii im guß verſetzen/ auff daß dieſelbe bruͤchig werden/ vnd ſich puͤlveren laſſen/ alsdann mit dem Menſtruo uͤbergieſſen/ ſolviren/ digeriren/ vnd in einer Medicin præpariren; iſt auch gut: Oder/ man kan ſolche mit Reguli Antimonii verſetzte Metallen/ mit 3. mahl ſo viel Nitri puri vermiſchen/ vnd in einem Glaͤſern oder jrdenen Geſchieꝛ im truckenen Weg ſolviren/ digeriren/ figiren/ vnd hernach mit Spiritu Vini in eine Medlein bringen/ iſt auch gut/ vnd laͤſt ſich wol vnd beſſer thun im truckenen Weg als im naſſen bey den Vegetabilien vnd Animalien geſchehen.","norm":"Doch kann man die Metallen auch / wann man will / mit einem wenig Reguli Antimonii im Guss versetzen / auf dass dieselbe brüchig werden / und sich pülveren lassen / alsdann mit dem Menstruo übergießen / solvieren / digerieren / und in einer Medizin präparieren; ist auch gut: Oder / man kann solche mit Reguli Antimonii versetzte Metallen / mit 3. Mal so viel Nitri puri vermischen / und in einem Gläsern oder irdenen Geschirr im trockenen Weg solvieren / digerieren / figieren / und hernach mit Spiritu Vini in eine Medlein bringen / ist auch gut / und lässt sich wohl und besser tun im trockenen Weg als im nassen bei den Vegetabilien und Animaleien geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.754000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3088,"date":1659,"orig":"23.","norm":"23.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":1.9507999420166011} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3089,"date":1659,"orig":"Dieſer Fewrige liquor iſt im geringſten kein Corꝛoſiv/ ſondern ein Feind vnd Verderber aller Corꝛoſiven/ weil er dieſelben toͤdet vnd jhnen jhr Corꝛoſiv vertreibet.","norm":"Dieser Feurige liquor ist im Geringsten kein Korrosiv / sondern ein Feind und Verderber aller Korrosiven / weil er dieselben tötet und ihnen ihr Korrosiv vertreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3090,"date":1659,"orig":"24. Mit dem Salpeter werden die Sulphuriſche/ (aber nicht alle Metallen oder Mineralien) zu ſchlacken gemacht/ auß welchen per Spir.","norm":"24. Mit dem Salpeter werden die Sulphurische / (aber nicht alle Metallen oder Mineralien) zu schlacken gemacht / aus welchen per Spir.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.576200008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3091,"date":1659,"orig":"Vini eine Metalliſche Tinctura kan gezogen werden.","norm":"Vini eine Metallische Tinctura kann gezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.985099792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3092,"date":1659,"orig":"25. Solche Schlacken ſeynd gantz Fewrig/ derohalben ziehen ſie die Lufft gern an ſich/ vnd werden zu oͤhl.","norm":"25. Solche Schlacken sind ganz feurig / derohalben ziehen sie die Luft gern an sich / und werden zu Öl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.971399784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3093,"date":1659,"orig":"26. Der cremor, ſo auß den gebrandten Corallen durch das Waſſer gezogen/ iſt nicht vmb ein Haar beſſer/ als wann er auß einem calce vivâ waͤre gemacht worden/ ob er ſchon in etlichen Apotheken in geheimb gehalten wird.","norm":"26. Der cremor, so aus den gebrandeten Korallen durch das Wasser gezogen / ist nicht um ein Haar besser / als wann er aus einem calce viva wäre gemacht worden / ob er schon in etlichen Apotheken in geheim gehalten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.32450008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3094,"date":1659,"orig":"27. Gebrandte Corallen/ Perlen/ Perlenmutter/ vnd andere Schneckenhaͤuſer/ ſo wol dieſe ſo auß dem Meer als ſuͤſſen Revieren kommen/ wann ſie gebrand werden/ geben einen natuͤrlichen Kalck/ deme/ ſo von ſteinen gebrandt/ gantz gleich.","norm":"27. Gebrandete Korallen / Perlen / Perlenmutter / und andere Schneckenhäuser / so wohl diese so aus dem Meer als süßen Revieren kommen / wann sie Gebrand werden / geben einen natürlichen Kalk / dem / so von Steinen gebrandet / ganz gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918300151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3095,"date":1659,"orig":"28. Das Zinn wird hart gegoſſen/ durch einen Reg. Antimon. deſſen man vnter 12. theil Zinn einen theil Regali ſchmeltzet; mehr leydet es nicht/ wird ſonſten zubruͤchig/ vnd laͤſſet ſich nicht arbeyten:","norm":"28. Das Zinn wird hart gegossen / durch einen Reg. Antimon . dessen man unter 12. Teil Zinn einen Teil Regali schmelzet; mehr leidet es nicht / wird sonsten zubrüchig / und lässt sich nicht arbeiten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.898600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3096,"date":1659,"orig":"Wann man auch nur 1. ℔. Reg. vnter 20. ℔. Zinn ſchmeltzet/ es hart genug wird:","norm":"Wann man auch nur 1. ℔. Reg. unter 20. ℔. Zinn schmelzet / es hart genug wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.663700103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3097,"date":1659,"orig":"Es thuts auch der Zinck oder Sprauter immer ſo wol als der Reg. Antimon. vnd koſtet keine muͤhe/ fleußt auch lieber als der Reg.","norm":"Es tut es auch der Zink oder Sprauter immer so wohl als der Reg. Antimon. und kostet keine Mühe / fließt auch lieber als der Reg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.085999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3098,"date":1659,"orig":"29. Die weiſſe Glaſuren werden gemacht von Bleyglett vnd Zinnafchen/ Kießling vnd Pottaſchen.","norm":"29. Die weiße Glasuren werden gemacht von Bleyglett und Zinnafchen / Kießling und Pottaschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.426899909973144} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3099,"date":1659,"orig":"30. De Vitriol gibt dem Spiritui Salis keinen mangel/ wann er damit bereytet worden.","norm":"30. De Vitriol gibt dem Spiritui Salis keinen Mangel / wann er damit bereitet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.352499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3100,"date":1659,"orig":"31. Wann ein Metall vnter einer Muffel geroͤſtet wird/ ſo gibt es einen calcem von ſchwerem weſen/ vnd keine flores, welche leicht ſind/ vud durch die ſublimation bereytet werden.","norm":"31. Wann ein Metall unter einer Muffel geröstet wird / so gibt es einen calcem von schwerem Wesen / und keine flores, welche leicht sind / und durch die Sublimation bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3101,"date":1659,"orig":"32. Die Eſſentia Vini kan einen jedwedern vnzeitigen Wein in der fermentation auß krafft ſeiner Fewrigen Natur vnd Eygenſchafft zeitigen/ vnd in einen lieblichen/ beſtaͤndigen vnd guten geſunden Wein verwandeln; vnd iſt zu ſolchem Werck nichts anders oder beſſers zu finden.","norm":"32. Die Essenz Vini kann einen jedweden unzeitigen Wein in der Fermentation aus Kraft seiner feurigen Natur und Eigenschaft zeitigen / und in einen lieblichen / beständigen und guten gesunden Wein verwandeln; und ist zu solchem Werk nichts anders oder besseres zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.194300174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3102,"date":1659,"orig":"34. Von dieſem kuͤnſtlichem Werck/ kan einer nicht mit ehren in der ſtille ſeinem Nechſten ohne ſchaden oder hindernus eine gute Nahrung haben.","norm":"34. Von diesem künstlichem Werk / kann einer nicht mit ehren in der stille seinem Nächsten ohne schaden oder Hindernis eine gute Nahrung haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.484700202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3103,"date":1659,"orig":"35. Nach dem man das eine Fuder durch das ander verſtaͤrcket/ ſo kan daſſelbe ſich nicht allein einem andern ſtarcken vnd guten Weine gleich halten/ ſondern auch verkaufft werden/ vnd auch thewrer als die 2. geringe oder ſaure Fuder.","norm":"35. Nach dem man das eine Fuder durch das ander verstärkt / so kann dasselbe sich nicht allein einem anderen starken und guten Weine gleich halten / sondern auch verkauft werden / und auch teurer als die 2. geringe oder saure Fuder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565800189971924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3104,"date":1659,"orig":"36. Iſt eine edle Kunſt an ſolchen orthen zu gebrauchen/ da die Weine ſelten zeitig werden/ ſich nicht halten/ oder verfuͤhret werden koͤnnen.","norm":"36. Ist eine edle Kunst an solchen Orten zu gebrauchen / da die Weine selten zeitig werden / sich nicht halten / oder verführet werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942500114440918} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3105,"date":1659,"orig":"37. Wann man Brandtenwein auß allerhand Fruͤchten machen wil/ ſo nimbt man fuͤr Korn/ was man wil/ es ſey gleich Habern/ Gerſten/ Rocken/ Weitzen/ Dinckel/ darzu/ weichet ſolche etliche tage mit ſuͤſſem Waſſer eyn/ legt es hinauß zu wachſen/ gleich wie man das Maltz zurichtet/ Bier darauß zu Brawen/ vnd wendet ſolches bey rechter zeit/ auff daß es nicht zu heiß werde vnd verderbe:","norm":"37. Wann man Brantwein aus allerhand Früchten machen will / so nimmt man für Korn / was man will / es sei gleich Habern / Gersten / Rocken / Weizen / Dinkel / dazu / weichet solche etliche Tage mit süßem Wasser ein / legt es hinaus zu wachsen / gleich wie man das Malz zurichtet / Bier daraus zu Brauen / und wendet solches bei rechter Zeit / auf dass es nicht zu heiß werde und verderbe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.769199848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3106,"date":1659,"orig":"Wann es nun wol außgewachſen iſt/ ſo thut ſolch gemaltzet Korn weit voneinander/ daß es bald kalt vnd nicht in ſich ſawer werde/ will man aber alſobald davon anſetzen/ ſo nimbt man ſo viel darvon als man diſtilliren wil/ kochet es ſo lang in einem Keſſel mit Waſſer/ bis das Korn auffbaͤrſtet/ darnach ſchuͤttet mans in ein hoͤltzern Geſchirꝛ/ laͤſſet es lawlicht werden/ thut ein wenig junge Bierhefen darzu/ vnd machet es jehrend/ wann es genug gejohren hat/ ſo in 2. oder 3. tagen auffs laͤngſte geſchicht/ ſo brennet oder diſtilliret man ſolches Korn in einem gemeynen Brennkeſſel zu Brandtenwein:","norm":"Wann es nun wohl ausgewachsen ist / so tut solch gemaltst Korn weit voneinander / dass es bald kalt und nicht in sich sauer werde / will man aber alsobald davon ansetzen / so nimmt man so viel davon als man destillieren will / kochet es so lang in einem Kessel mit Wasser / bis das Korn aufberstet / danach schüttet man es in ein hölzern Geschirr / lässt es laulich werden / tut ein wenig junge Bierhefen dazu / und macht es jährend / wann es genug gejohren hat / so in 2. oder 3. Tagen aufs längste geschieht / so brennet oder destillieret man solches Korn in einem gemeinen Brennkessel zu Brantwein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.875500202178955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3107,"date":1659,"orig":"Das jenige ſo im Keſſel bleibet iſt dem viehe/ Ochſen/ Kuͤhen/ vnd Schweinen gut/ ſelbige darmit Feiſt zumachen/ ber uͤbergeſtiegene Brandtewein muß Rectificirt werden/ wie ein anderer/ vnd wird auff dieſe weiß viel lieblicher vnd wolgeſchmackter/ als ein anderer Kornbrandtenwein.","norm":"Dasjenige so im Kessel bleibt ist dem Viehe / Ochsen / Kühen / und Schweinen gut / selbige damit Feist zumachen / ber übergestiegene Branntwein muss Rektifiziert werden / wie ein anderer / und wird auf diese weiß viel lieblicher und wolgeschmackter / als ein anderer Kornbrandtenwein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.688499927520752} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3108,"date":1659,"orig":"38.","norm":"38.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.107000112533569} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3109,"date":1659,"orig":"Man kan auch wol das Korn nur ſchroten/ mit Waſſer anſetzen/ vnd in einem Keſſel der in eim andern mit Waſſer gefuͤllet ſtehe/ diſtilliren/ ſo brennt es auch nicht an.","norm":"Man kann auch wohl das Korn nur schroten / mit Wasser ansetzen / und in einem Kessel der in einem anderen mit Wasser gefüllt stehe / destillieren / so brennt es auch nicht an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.452400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3110,"date":1659,"orig":"Das außgewachſen Korn gibt beſſer.","norm":"Das ausgewachsen Korn gibt besser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.707599639892578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3111,"date":1659,"orig":"39. Wann man dieſen Brandtenwein einem Weinbrandtenwein am geſchmack will gleich machen/ ſo kan man ſolchen uͤber Weinhefen Rectificiren/ ſo erlanget er wegen des ol. vini, ſo haͤuffig in der Hefen iſt/ einen natuͤrlichen Weinhefen geſchmack/ iſt auch in allen dingen darfuͤr zunehmen vnd zugebrauchen.","norm":"39. Wann man diesen Brantwein einem Weinbrandtenwein am Geschmack will gleich machen / so kann man solchen über Weinhefen Rektifizieren / so erlanget er wegen des ol. vini, so häufig in der Hefen ist / einen natürlichen Weinhefen Geschmack / ist auch in allen Dingen dafür zunehmen und zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470600128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3112,"date":1659,"orig":"40.","norm":"40.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.910200119018554} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3113,"date":1659,"orig":"Wann man wil/ ſo darff man das außgewachſene Korn eben nicht zuvor kochen/ ehe man es zu jehren anſtellet/ ſondern kan es nur alſo warm/ wie es vom hauffen kompt in eine Buͤtten mit laulechtem Waſſer uͤbergieſſen/ ſo faͤnget das Korn auß eygener krafft alſobalden an zujehren/ vnd darff keine Hefen ſolches damit zujehren zubringen oder anzuſetzen/ gibt aber ſo einen lieblichen Brandtewein nicht/ als wann es zuvorn gekochet iſt:","norm":"Wann man will / so darf man das ausgewachsene Korn eben nicht zuvor kochen / ehe man es zu jähren anstellet / sondern kann es nur also warm / wie es vom Haufen kommt in eine Bütten mit laulechtem Wasser übergießen / so fängt das Korn aus eigener Kraft alsobald an zujähren / und darf keine Hefen solches damit zujähren zubringen oder anzusetzen / gibt aber so einen lieblichen Branntwein nicht / als wann es zuvor gekocht ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.275300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3114,"date":1659,"orig":"In welchem kochen jhme dem Korn ſein wilder geſchmack benommen wird/ welchen der Brandtewein ſonſten behielte/ darzu gibt es auch mehr Brandtewein/ wann das Korn durch das kochen bis auffs auffborſten vor der Diſtillation entſchloſſen worden.","norm":"In welchem kochen ihm dem Korn sein wilder Geschmack benommen wird / welchen der Branntwein sonsten behielte / dazugibt es auch mehr Branntwein / wann das Korn durch das Kochen bis aufs aufbarsten vor der Destillation entschlossen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.732500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3115,"date":1659,"orig":"41. Dis iſt ein ſchoͤn vnd nuͤtzliches Stuͤck/ viel damit zugewinnen/ wann mans recht angreiffet/ vnd ins groſſe thut.","norm":"41. Dies ist ein schön und nützliches Stück / viel damit zugewinnen / wann man es recht angreift / und ins Große tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.250400066375732} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3116,"date":1659,"orig":"42. Ein guter Spiritus ardens, er ſey gleich von Wein oder Korn gemachet/ kan auff der See nicht vmbfallen/ dann keine Weine auff der See vmbfallen/ als diejenige/ da wenig Spiritus innen iſt:","norm":"42. Ein guter Spiritus ardens, er sei gleich von Wein oder Korn gemacht / kann auf der See nicht umfallen / dann keine Weine auf der See umfallen / als diejenige / da wenig Spiritus innen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.397799968719482} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3117,"date":1659,"orig":"Starcke Weine aber nimmermehr ſo leichtlich/ dann je mehr Spiritus in dem Getraͤnck ſeyn/ je ſaͤuberer der Getranck iſt (es ſey gleich Wein/ Bier oder Meth) vor dem Seewaſſer.","norm":"starke Weine aber nimmermehr so leichtlich / dann je mehr Spiritus in dem Getränk sein / je Säuberer der Getränk ist (es sei gleich Wein / Bier oder Met) vor dem Seewasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.322199821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3118,"date":1659,"orig":"43. Iſt der Spiritus im Wein der Præſervator oder Schuͤtzer des Weins/ der doch mit einer groſſen quantitaͤt Waſſers vmbgeben vnd geſchwaͤchet iſt/ daß der Wein gut bleibet/ vnd ſolchen vor dem vmbfallen bewahren kan/ warumb ſolte er ſich dann auch nicht ſelber ſchuͤtzen koͤnnen/ wann er mit vielem Waſſer nicht geſchwaͤchet iſt/ ſondern ſeine voͤllige macht vnd ſtaͤrcke hat.","norm":"43. Ist der Spiritus im Wein der Praeservator oder Schützer des Weins / der doch mit einer großen Quantität Wassers umgeben und geschwächt ist / dass der Wein gut bleibt / und solchen vor dem Umfallen bewahren kann / warum sollte er sich dann auch nicht selber schützen können / wann er mit vielem Wasser nicht geschwächt ist / sondern seine völlige macht und Stärke hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6519999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3119,"date":1659,"orig":"44. Ein concentrirtes Leben kan ja vielmehr außſtehen/ als ein außgelaſſenes oder außgetheiltes vnd geſchwaͤchtes Leben.","norm":"44. Ein konzentriertes Leben kann ja vielmehr ausstehen / als ein ausgelassenes oder ausgeteiltes und geschwächtes Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.065899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3120,"date":1659,"orig":"45. Die guͤte des Reiniſchen Weins beſtehet in ſeiner lieblichkeit/ vnd nicht in der ſtaͤrcke.","norm":"45. Die Güte des rheinischen Weins bestehet in seiner Lieblichkeit / und nicht in der Stärke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.032100200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3121,"date":1659,"orig":"46. Ein Frantzoͤſiſcher Wein iſt viel ſtaͤrcker/ als ein Reiniſcher/ aber nicht ſo lieblich vnd geſund/ deßgleichen ein Vngariſcher/ Griechiſcher/ Italiaͤniſcher/ Spaniſcher/ ꝛc. auch ſtaͤrcker/ aber beyweitem einem Reiniſchen an lieblichkeit/ guͤts vnd geſundheit nicht zuver gleichen/ ob ſie ſchon vielmahlen ſtaͤrcker ſeyn/ als der Reiniſche.","norm":"46. Ein französischer Wein ist viel stärker / als ein Rheinischer / aber nicht so lieblich und gesund / desgleichen ein ungarischer / Griechischer / Italienischer / Spanischer / etc. auch stärker / aber beyweitem einem Rheinischen an Lieblichkeit / güts und Gesundheit nicht zuver gleichen / ob sie schon vielmals stärker sein / als der Rheinische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3122,"date":1659,"orig":"47. Obwohl ein ſtarck Bier auch einen ſtarcken Eſſig gibt/ ſo kan doch nimmermehr ein Weineſſig darauß werden.","norm":"47. Obwohl ein stark Bier auch einen starken Essig gibt / so kann doch nimmermehr ein Weinessig daraus werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.175099849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3123,"date":1659,"orig":"48. Zwiſchen Bier vnd Weineſſig/ ob ſie ſchon beyde ſtarck ſind/ iſt eine groſſe vngleichheit/ wann man beyde gegen einander probiret.","norm":"48. Zwischen Bier und Weinessig / ob sie schon beide stark sind / ist eine große Ungleichheit / wann man beide gegen einander probieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695400238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3124,"date":1659,"orig":"49. Zu einem auffrichtigen Weineſſig gehoͤren dieſe zwo Proben; erſtlich/ wann man denſelben ſchuͤttelt in einem Probglaͤslein/ daß er alſobald wiederumb klar iſt/ vnd keinen Schaum/ Geſt oder Blaͤslein oben auff ligen laͤßt/ wie der Biereſſig thut/ er ſey gleich ſo ſtarck als er wolle/ behaͤlt er doch ſolche art/ daß er ſchaͤumet wann er bewegt wird/ gleich als Bier/ davon er gemacht/ auch thut hergegen ein Weineſſig kein blaͤslein ſitzen laſſet.","norm":"49. Zu einem aufrichtigen Weinessig gehören diese zwei Proben; erstlich / wann man denselben schüttelt in einem Probgläslein / dass er alsobald wiederum klar ist / und keinen Schaum / Gest oder Bläslein oben aufliegen lässt / wie der Bieressig tut / er sei gleich so stark als er wolle / behält er doch solche Art / dass er schäumet wann er bewegt wird / gleich als Bier / davon er gemacht / auch tut hingegen ein Weinessig kein Bläslein sitzen lasst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283999919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3125,"date":1659,"orig":"50. Die ander Prob iſt/ wann man einen Weineſſig kochet/ daß er je laͤnger je ſtaͤrcker wird.","norm":"50. Die ander Probe ist / wann man einen Weinessig kochet / dass er je länger je stärker wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.307000160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3126,"date":1659,"orig":"Ratio iſt dieſe; weilen ein natuͤrliche jhm angeborne Saͤurigkeit darinn iſt/ ſo nicht volatiliſch/ bey dem Biereſſig aber ſeine Saͤure in einer volatilitaͤt beſtehet/ vnd im kochen weg gehet; je laͤnget er kochet/ je ſchlapper er wird: dis ſeyn die zwo vornembſten vnd gewiſſeſten Proben auff Eſſige.","norm":"Ratio ist diese; weilen ein natürliche ihm angeborene Säurigkeit darin ist / so nicht volatilisch / bei dem Bieressig aber seine Säure in einer Volatilität bestehet / und im Kochen weggeht; je länget er kochet / je schlapper er wird: dies sein die zwei vornehmsten und gewissesten Proben auf Essige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.459799766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3127,"date":1659,"orig":"51.","norm":"51.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.761899948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3128,"date":1659,"orig":"Wann man in ein Tonn vngefehr 2. oder 3. gute handvoll Buch-rein geſiebte Aſchen mit ein wenig Bier anfruͤchtet/ vnd in das ſaure Bier ſchuͤttet/ wol vntereinander ſchuͤttelt/ 8. tag ligen laͤſt/ ſo wird die Aſche ratione Salis, ſo darinn iſt/ die Saͤure in dem Bier zu Boden ſchlagen/ vnd das Bier wieder drincklich machen.","norm":"Wann man in ein Ton ungefähr 2. oder 3. gute Handvoll Buch-rein gesiebte Aschen mit ein wenig Bier anfrüchtet / und in das saure Bier schüttet / wohl untereinander schüttelt / 8. tag liegen lässt / so wird die Asche ratione Salis, so darin ist / die Säure in dem Bier zu Boden schlagen / und das Bier wieder drincklich machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3129,"date":1659,"orig":"52. Es thut auch wol dieſes/ wann das Bier nicht gar zu ſauer iſt/ wann man eine gute handvoll geſiebter Aſchen in ein tuͤchlein bindet/ oben zum Spunden hineyn in das Bier haͤncket/ vnd allezeit darinnen hangen laͤſſet/ bewahret vor Saͤure/ vnd darff man das Bier nicht bewegen vnd truͤb machen; Auch wann man etliche Handvoll Weitzen in das Bier legt/ zeucht auch die ſaͤurigkeit an ſich/ deßgleichen thuns auch Eyerſchalen/ Krebsaugen/ Schneckenhaͤuſer/ Seemuſcheln/ gebrandter Kalchſtein/ vnd dergleichen dinge/ ſo die ſaͤurigkeit gern an ſich ziehen/ vnd in eine ſuͤſſe verwandeln.","norm":"52. Es tut auch wohl dieses / wann das Bier nicht gar zu sauer ist / wann man eine gute Handvoll gesiebter Aschen in ein Tüchlein bindet / oben zum Spunden hinein in das Bier henket / und allezeit darinnen hängen lässt / bewahret vor Säure / und darf man das Bier nicht bewegen und trüb machen; auch wann man etliche Handvoll Weizen in das Bier legt / zieht auch die Säurigkeit an sich / desgleichen Tuns auch Eierschalen / Krebsaugen / Schneckenhäuser / Seemuscheln / gebrandeter Kalchstein / und dergleichen Dinge / so die Säurigkeit gern an sich ziehen / und in eine süße verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053599834442139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3130,"date":1659,"orig":"53. Die bereytung der animæ oder quintæ Eſſentiæ vini, ſo zu verbeſſerung der Wein zu gebrauchen/ iſt eine ſolch herꝛliches vnd nuͤtzliches ſtuͤck/ dergleichen vielleicht niemand in 100. Jahren gewuſt hat.","norm":"53. Die Bereitung der animae oder quintae Essentiae vini, so zu Verbesserung der Wein zu gebrauchen / ist eine solch herrliches und nützliches Stück / dergleichen vielleicht niemand in 100. Jahren gewusst hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804100036621094} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3131,"date":1659,"orig":"54.","norm":"54.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.366100072860717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3132,"date":1659,"orig":"Auß einem Ohm Hefen kan immer ſo viel nutzen oder mehr gemacht werden/ als auß einem Ohm guten Weins.","norm":"Aus einem Ohm Hefen kann immer so viel nutzen oder mehr gemacht werden / als aus einem Ohm guten Weins.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.454599857330322} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3133,"date":1659,"orig":"55. Dann auß der vnachtſamen Hefen nicht allein ein guter drincklicher Wein gepreſt kan werden/ der leichtlich zu Eſſig zu machen/ ſondern es kan auch ein guter Spiritus davon diſtilliret/ vnd auß dem dicken der Weinſtein gezogen/ vnd endlich der Reſt zu Pottaſchen gebrand werden.","norm":"55. Dann aus der unachtsamen Hefen nicht allein ein guter drincklicher Wein gepresst kann werden / der leichtlich zu Essig zu machen / sondern es kann auch ein guter Spiritus davon destillieret / und aus dem dicken der Weinstein gezogen / und endlich der Rest zu Pottaschen Gebrand werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027200222015381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3134,"date":1659,"orig":"56. Die Animæ vini wird alſo bereytet; Erſtlich ſoll man eine gute Weinhefen/ die nicht in ſtinckenden Faͤſſern gelegen/ ſondern noch friſch vnd von gutem geſchmack iſt/ auß einer ſolchen Kuͤpffern veſic, nach dem gebrauch vnd modo, wie ſie in dem op. vegetab. beſchrieben/ auf daß die Hefen nicht anbrennen/ vnd das oleum ſtinckend von werde/ diſtilliren/ vnd fein ſtarck vnd kochend/ darzu gute kuͤhlung gehoͤrt/ den Spiritum ſampt dem oleo uͤbergehen laſſen ſo lang vnd viele/ bis das uͤbergehende noch weißlicht vnd truͤb gehet/ auch ein ſtarcken Weingeruch hat/ darnach das zuruͤck gebliebene/ darinnen nur der Weinſtein noch iſt/ auß dem Keſſel nehmen/ vnd nach meiner beſchreibung ſo zu Nuͤrnberg bey Herꝛn Endnern Gedruckt/ den Weinſtein darauß ziehen/ weiters friſche Hefen in den Keſſel thun/ vnd alſo darmit verfahren/ ſo lang vnd viel/ bis du ein gut theil uͤbergeſtiegen Spiritus vnd olei haſt/ welchen Spir. du auß einer reinen verzinnten Veſic rectificiren/ vnd in der diſtillation viel Saltz zu dem Spiritui in den Keſſel thun ſollſt; Wann nun der Spiritus uͤber/ ſo nimb den Reſt auß dem Keſſel/ las denſelben in einen reinen kuͤpffern verzinnten Keſſel ſtehen/ bis er kalt worden/ ſo wirſtu oben auff ſchwimmen ſehen ein gelb lieblich vnd ſtarck riechend oleum, auch ein theil am Boden gefallen finden/ ſamble ſolches fleiſſig zuſammen/ vnd bewahre es bis du deſſen ein guten theil haſt/ welches du hernach mit Sp. Sal. (wie ſolches in meinem opere vegetab. außfuͤhrlich gelehret wird) von ſeinem/ auß der Hefen vnd kuͤpffern Keſſel gezogenen vnlieblichen geſchmack reinigen muſt.","norm":"56. Die Animae vini wird also bereitet; Erstlich soll man eine gute Weinhefen / die nicht in stinkenden Fässern gelegen / sondern noch frisch und von gutem Geschmack ist / aus einer solchen Kupfern vesic, nach dem Gebrauch und modo, wie sie in dem op. vegetab . beschrieben / auf dass die Hefen nicht anbrennen / und das oleum stinkend von werde / destillieren / und fein stark und kochend / dazu gute Kühlung gehört / den Spiritum samt dem oleo übergehen lassen so lang und viele / bis das übergehende noch weißlich und trüb geht / auch ein starken Weingeruch hat / danach das zurück gebliebene / darinnen nur der Weinstein noch ist / aus dem Kessel nehmen / und nach meiner Beschreibung so zu Nürnberg bei Herrn Endnern gedruckt / den Weinstein daraus ziehen / weiteres frische Hefen in den Kessel tun / und also damit verfahren / so lang und viel / bis du ein gut Teil übergestiegen Spiritus und olei hast / welchen Spir . du aus einer reinen verzinnten Vesic rektifizieren / und in der Destillation viel Salz zu dem Spiritui in den Kessel tun sollst; wann nun der Spiritus über / so nimm den Rest aus dem Kessel / las denselben in einen reinen kupfern verzinnten Kessel stehen / bis er kalt worden / so wirst du oben aufschwimmen sehen ein gelb lieblich und stark riechend oleum, auch ein Teil am Boden gefallen finden / samble solches fleißig zusammen / und bewahre es bis du dessen ein guten Teil hast / welches du hernach mit Sp. Sal. (wie solches in meinem opere vegetab . ausführlich gelehrt wird) von seinem / aus der Hefen und kupfern Kessel gezogenen unlieblichen Geschmack reinigen musst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.193299770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3135,"date":1659,"orig":"57. Will man ſolches oleum auß einem newen Wein zurichten/ welches in meiner Pharmacop.","norm":"57. Will man solches oleum aus einem neuen Wein zurichten / welches in meiner Pharmacop.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.368100166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3136,"date":1659,"orig":"Spag. zumachen gelehret/ ſo kan man es auch thun/ vnd bekompt man ein lieblichers oleum als auß den Hefen.","norm":"Spag . zumachen gelehrt / so kann man es auch tun / und bekommt man ein lieblicheres oleum als aus den Hefen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.76140022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3137,"date":1659,"orig":"58. Dieſes reinen/ oder durch den Spir. Sal. rectificirten olei vini nimb ein theil/ vnd des allerſtaͤrckeſten Spiritus vini oleo liſati 3. oder 4. theil: gieß beyde zuſammen/ vnd ſchwencke ſie ein wenig vntereinander/ ſo wird der Spir. ſein eygen oleum in ſich ſchlucken/ daß man ſolches nicht mehr ſehen oder erkennen kan/ ſondern auß beyden ein liebliche Eſſentia werden/ welches die warhaffte anima vini iſt.","norm":"58. Dieses reinen / oder durch den Spir. Sal. rektifizierten olei vini nimm ein Teil / und des stärksten Spiritus vini oleo lisati 3. oder 4. Teil: gieße beide zusammen / und schwenke sie ein wenig untereinander / so wird der Spir. sein eigen oleum in sich schlucken / dass man solches nicht mehr sehen oder erkennen kann / sondern aus beiden ein liebliche Essenz werden / welches die wahrhafte anima vini ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3138,"date":1659,"orig":"59. Mit dieſer Eſſentiâ oder animâ vini ſind alle geringe ſaure Weine/ an Staͤrcke/ Farb/ vnd Geruch zu verbeſſern/ vnd Aepffel vnd Biernmoͤſte/ wie auch ein Honigwaſſer (wann jhme ſein vnlieblicher geruch wie in dem opere vegetab. zu ſehen) zu vorn benommen/ vnd es mit behoͤrlichem gewicht Weinſtein/ verſaͤuret worden/ zu beſtaͤndigen/ guten vnd wolgeſchmackten taurhafften (einem guten Wein gleich) lieblichen Getraͤncken zuverwandlen moͤglich.","norm":"59. Mit dieser Essenz oder anima vini sind alle geringe saure Weine / an Stärke / Farbe / und Geruch zu verbessern / und Äpfel und Biernmöste / wie auch ein Honigwasser (wann ihm sein unlieblicher Geruch wie in dem opere vegetab . zu sehen) zu vorn benommen / und es mit behörlichem Gewicht Weinstein / versäuert worden / zu beständigen / guten und wolgeschmackten tourhaften (einem guten Wein gleich) lieblichen Getränken zuverwandeln möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.249199867248535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3140,"date":1659,"orig":"61. Wann ein Wein dieſe drey Tugenden vnd Eygenſchafften hat/ als nemblich/ ein gute Farb/ lieblichen Geruch/ vnd annemblichen Geſchmack/ ſo kan er fuͤr einen außbund vnd guten Wein beſtehen/ welche drey Eygenſchafften dieſe anima vini einem jedwedern geringem Wein vollkoͤmblich geben kan.","norm":"61. Wann ein Wein diese drei Tugenden und Eigenschaften hat / als nämlich / ein gute Farbe / lieblichen Geruch / und annemblichen Geschmack / so kann er für einen Ausbund und guten Wein bestehen / welche drei Eigenschaften diese anima vini einem jedweden geringem Wein vollkommen geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716599941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3141,"date":1659,"orig":"62. Ein guter lieblicher vnd annemblicher Weingeruch/ iſt das beſte an dem Wein/ vnd macht ein vnterſchied zwiſchen den Rheiniſchen vnd Frantzoͤſichen Weinen.","norm":"62. Ein guter lieblicher und annemblicher Weingeruch / ist das Beste an dem Wein / und macht ein Unterschied zwischen den Rheinischen und französischen Weinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114699840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3142,"date":1659,"orig":"63.","norm":"63.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.730700016021728} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3143,"date":1659,"orig":"Dieſe Eſſentia vini muß den Weinen nach rechtem gewicht in der fermentation gegeben werden.","norm":"Diese Essenz vini muss den Weinen nach rechtem Gewicht in der Fermentation gegeben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2941999435424805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3144,"date":1659,"orig":"64. Nicht ein Spir. vini, ſondern des Weins oleum (wie bey all andern vegetabilien allein der geruch in dem oleo verſamblet zu ſehen) dem Wein vnd andern Getraͤncken/ wie auch allen von Korn vnd Obs diſtillirten Waͤffern einen lieblichen Weingeſchmack geben kan.","norm":"64. Nicht ein Spir. vini, sondern des Weins oleum (wie bei all anderen Vegetabilien allein der Geruch in dem oleo versammelt zu sehen) dem Wein und anderen Getränken / wie auch allen von Korn und ob es destillierten Wässern einen lieblichen Weingeschmack geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.180500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3145,"date":1659,"orig":"65.","norm":"65.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.065099954605102} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3146,"date":1659,"orig":"Wann man einem Ohm Apffel oder Birn-Moſt/ auch 1. oder 2. Vntzen mit etlichen ℔. Spir. vini gibt/ vnd mit jaͤhren laͤßt/ ſo erlanget der Apffelwein durch den Spir. vini (wann es auch gleich nur ein Spiritus auß den zuruͤck gebliebenen außgepreßten Apffelhuͤlſen were) eine ſolche Staͤrcke vnd Krafft wegen des Spir. ardentis, vnd wegen der animæ vini einen ſolchen natuͤrlichen Weingeſchmack vnd geruch/ als wann er am Rhein oder Moſel gewachſen were/ wird auch eben ſo geſund vnd annemblich zu trincken ſeyn/ als ein natuͤrlicher von Trauben gemacht.","norm":"Wann man einem Ohm Apfel oder Birnmost / auch 1. oder 2. Unzen mit etlichen ℔ . Spir . vini gibt / und mit jähren lässt / so erlanget der Apfelwein durch den Spir . vini (wann es auch gleich nur ein Spiritus aus den zurück gebliebenen ausgepressten Apfelhülsen wäre) eine solche Stärke und Kraft wegen des Spir . ardentis, und wegen der animae vini einen solchen natürlichen Weingeschmack und Geruch / als wann er am Rhein oder Mosel gewachsen wäre / wird auch eben so gesund und annemblich zu trinken sein / als ein natürlicher von Trauben gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.450399875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3147,"date":1659,"orig":"66. Alle Puncten/ deren in dem Miraculo mundi gedacht werden/ ſeynd mit viel beſſerm nutzen/ durch huͤlff eines gemeynen Saltzes oder Weinſteins zuthun/ als mit dem Salpeter.","norm":"66. Alle Punkten / deren in dem Miraculo mundi gedacht werden / sind mit viel Besserem nutzen / durch Hilfe eines gemeinen Salzes oder Weinsteins zutun / als mit dem Salpeter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.961400032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3148,"date":1659,"orig":"67. Es wird der gantzen Welt bald offenbahr werden/ daß ob mein Nitrum das wahre ſolvens Univerſale ſey.","norm":"67. Es wird der ganzen Welt bald offenbar werden / dass ob mein Nitrum das wahre solvens universale sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.240900039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3149,"date":1659,"orig":"68. Der Wein/ ſo auß den Hefen gepreßt wird/ vnd der Spiritus, ſo in der diſtillation uͤbergehet/ ſeynd das geringſte/ der Weinſtein vnd liebliches Oehl aber das beſte.","norm":"68. Der Wein / so aus den Hefen gepresst wird / und der Spiritus, so in der Destillation übergehet / sind das geringste / der Weinstein und liebliches Öl aber das Beste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.636300086975098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3150,"date":1659,"orig":"69. Pan. Antimon.","norm":"69. Pan. Antimon.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"jv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.163099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3151,"date":1659,"orig":"Wann ſie recht gebraucht wird/ purgiert nicht/ ſondern thut Wunder in Medicin.","norm":"Wann sie recht gebraucht wird / purgiert nicht / sondern tut Wunder in Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.094399929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3152,"date":1659,"orig":"70. Sie iſt gut/ wann ſie wohl præparirt/ vnd das menſtruum univerſale auß dem Nitro gehet/ vnd kan mehr außrichten/ als jhme noch jemahlen zugeſchrieben worden.","norm":"70. Sie ist gut / wann sie wohl präpariert / und das menstruum universale aus dem Nitro geht / und kann mehr ausrichten / als ihm noch jemals zugeschrieben worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3153,"date":1659,"orig":"71.","norm":"71.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.094399929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3154,"date":1659,"orig":"Auß einem jedwedern Ohm vnachtſamer Hefen/ wann nemblich der Wein herauß gepreßt/ der Spir. uͤbergezogen/ der Weinſtein vnd Oleum extrahirt/ vnd der Reſt zu Pottaſchen gebrand/ in 6. 7. 8. oder mehr Reichsthaler werth außzubringen/ vnd in groſſer quantitaͤt/ alſo daß ein einiger Knecht wochentlich/ ſo er anders auch Hefen vnd bereytſchafft hat/ in 100. Thaler gewinnen koͤnte/ welches die warheit iſt/ wie wenig es gleich glauben moͤchten.","norm":"Aus einem jedweden Ohm unachtsamer Hefen / wann nämlich der Wein heraus gepresst / der Spir. übergezogen / der Weinstein und Oleum extrahiert / und der Rest zu Pottaschen Gebrand / in 6. 7 . 8. oder mehr Reichstaler wert auszubringen / und in großer Quantität / also dass ein einiger Knecht wöchentlich / so er anders auch Hefen und Bereitschaft hat / in 100. Taler gewinnen könnte / welches die Wahrheit ist / wie wenig es gleich glauben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.61899995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3155,"date":1659,"orig":"72. Alle Ertze/ vnd ſonderlich ☉. ☽. ☿. vnd ♄. ſind fuͤglich mit einem fixen Saltz zu ſchmeltzen/ vnd in guß zu ſcheyden.","norm":"72. Alle Erze / und sonderlich ☉. ☽. ☿. und ♄. sind füglich mit einem fixen Salz zu schmelzen / und in Guss zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.033100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3156,"date":1659,"orig":"73. Das gemeyne Saltz ſchmeltzet vnd ſcheydet die Metallen im guß gar nicht.","norm":"73. Das gemeine Salz schmelzet und scheidet die Metallen im Guss gar nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.235099792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3157,"date":1659,"orig":"74. Alle Ertze/ ſie halten gleich Schwebel/ oder nicht/ fuͤhren doch den Stein/ Berg/ oder Quartz darinnen das Ertz gewachſen; dann ſo ſie deren keines fuͤhrten/ ſo koͤnte man ſolche nicht Ertz/ ſondern Metallen nennen.","norm":"74. Alle Erze / sie halten gleich Schwäbel / oder nicht / führen doch den Stein / Berg / oder Quarz darinnen das Erz gewachsen; dann so sie deren keines führten / so könnte man solche nicht Erz / sondern Metallen nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.007999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3158,"date":1659,"orig":"75. Weilen bey allen Ertzen Zuſaͤtze gebraucht werden ſollen/ welche den groben ⚴. wie auch Berg/ oder Stein ſolviren/ vnd von dem Metall ſepariren/ ſo wird kein beſſerer fluß gefunden/ als ein Sal fixum, es werde gleich von Holtz/ Salpeter vnd Weinſtein gemacht/ welches Saltz einen jedwedern Stein/ vnd auch brennenden Schwebel im guß ſolvirt/ vnd zu Schlacken macht.","norm":"75. Weilen bei allen Erzen Zusätze gebraucht werden sollen / welche den groben ⚴. wie auch Berg / oder Stein solvieren / und von dem Metall separieren / so wird kein besserer Fluss gefunden / als ein Soll fixum, es werde gleich von Holz / Salpeter und Weinstein gemacht / welches Salz einen jedweden Stein / und auch brennenden Schwäbel im Guss solviert / und zu Schlacken macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834400177001953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3159,"date":1659,"orig":"76. Wann die vnreinigkeit bey dem Ertz durch das Sal fixum ſolvirt/ ſo muß nothwendig das Metall ſo in dem Ertz geweſen/ ſich davon ſcheyden/ vnd in einen Koͤnig fallen.","norm":"76. Wann die Unreinigkeit bei dem Erz durch das Soll fixum solviert / so muss notwendig das Metall so in dem Erz gewesen / sich davon scheiden / und in einen König fallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9253997802734375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3160,"date":1659,"orig":"77.","norm":"77.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.344300031661987} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3161,"date":1659,"orig":"Wann Lazarus Ertzer gemeyn Saltz oben auff den fluß vnd Ertz zulegen befiehlet/ geſchicht auch/ das Ertz damit fluͤſſig zumachen/ (NB.","norm":"Wann Lazarus Ertzer gemein Salz oben auf den Fluss und Erz zulegen befiehlt / geschieht auch / das Erz damit flüssig zumachen / (NB.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.564000129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3162,"date":1659,"orig":"Dann gemeyn Saltz weder Schwebel noch Stein angreifft vnd ſolvirt) ſondern es geſchicht allein vmb dieſer vrſachen/ nemblich dem fixen fluß zuwehren/ daß er nicht auß dem Tiegel lauffe im ſchmeltzen/ vnd durch das Saltz/ als ein contrarium, gegen den fluß darnieder gehalten werde.","norm":"Dann gemein Salz weder Schwäbel noch Stein angreift und solviert) sondern es geschieht allein um dieser Ursachen / nämlich dem fixen Fluss zuwehren / dass er nicht aus dem Tiegel laufe im Schmelzen / und durch das Salz / als ein contrarium, gegen den Fluss danieder gehalten werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.893700122833252} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3163,"date":1659,"orig":"78.","norm":"78.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.071599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3164,"date":1659,"orig":"Stein oder Kißling/ Sand oder dergleichen/ wie auch brennender Sulphur, werden durch huͤlff eines Salis fixi in ein durchſichtiges Waſſer zumachen gelehret/ in ſecundâ parte fernorum.","norm":"Stein oder Kißling / Sand oder dergleichen / wie auch brennender Sulphur, werden durch Hilfe eines Salis fixi in ein durchsichtiges Wasser zumachen gelehrt / in secunda parte fernorum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.166200160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3165,"date":1659,"orig":"79. Der Ofen davon im 2. Punct Miraculi mundi gedacht/ iſt nicht allein zu guten ☉ vnd ☾ Ertzen fuͤglich zugebrauchen/ ſondern auch ſonſten zu vielen andern Chymiſchen laboribus ſehr bequaͤm/ dann man nicht allein darinn ſchmeltzen/ abtreiben/ vnd roͤſten kan/ ſondern man kan eimentiren calciniren/ reverberiren/ Metalla, Stein vnd Ertze auff mancherley weiſe/ alles zugleich mit einem Fewer.","norm":"79. Der Ofen davon im 2. Punkt Miraculi mundi gedacht / ist nicht allein zu guten ☉ und ☾ Erzen füglich zu gebrauchen / sondern auch sonsten zu vielen anderen Chemischen laboribus sehr bequem / dann man nicht allein darin schmelzen / abtreiben / und rösten kann / sondern man kann eimentiren kalzinieren / reverberiren / Metalla, Stein und Erze auf mancherlei weise / alles zugleich mit einem Feuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3166,"date":1659,"orig":"80. All dieweil der Salpeter auß vnachtſamen dingen leichtlich in copiâ zu zeugen/ wie im erſten/ zweyten vnd dritten Theil/ Deutſchlandes wolfahrt weitlaͤufftiger zuſehen/ ſo kan derhalben niemand ſich außreden/ als wann dieſer Proceß/ die fluͤchtige Ertze darmit zu zeitigen/ zu thewer fallen ſolte.","norm":"80. All dieweil der Salpeter aus unachtsamen Dingen leichtlich in copia zu zeugen / wie im ersten / zweiten und dritten Teil / Deutschlands Wohlfahrt weitläufiger zusehen / so kann derethalben niemand sich ausreden / als wann dieser Prozess / die flüchtige Erze damit zu zeitigen / zu teuer fallen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3167,"date":1659,"orig":"81. Ein Scheyd-arbeyt mit Salpeter vnd Regulo ♁. welche in einer viertel ſtunden geſchehen kan/ iſt dem abtreiben durch das Bley darzu ſchier ein gantzer tag gehoͤret/ vorzuziehen.","norm":"81. Ein Scheid-Arbeit mit Salpeter und Regulo ♁ . welche in einer viertel Stunden geschehen kann / ist dem abtreiben durch das Blei dazu schier ein ganzer tag gehöret / vorzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.711100101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3168,"date":1659,"orig":"82. Die Schlacken allein/ wann ſie rechtmaͤſſig reducirt werden/ geben mehr ☉/ als auß dem ☽ zuerlangen.","norm":"82. Die Schlacken allein / wann sie rechtmäßig reduziert werden / geben mehr ☉ / als aus dem ☽ zuerlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.019199848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3169,"date":1659,"orig":"83.","norm":"83.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.680799961090088} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3170,"date":1659,"orig":"Dieſe Reduction geſchicht auff den gluͤende Kohlen in einem Windoͤffelein/ wann nemblich ſolche Salpeter-ſchlacken eintzelecht darauff geſtrewet werden/ ſo verbrennt der Salpeter/ vnd macht zugleich auch mitverbrennen den groben ⚴ des ♁ nij, dardurch er verbeſſert/ vnd guͤldiſch wird.","norm":"Diese Reduktion geschieht auf den glühende Kohlen in einem Windöffelein / wann nämlich solche Salpeter-schlacken eintzelecht darauf gestreut werden / so verbrennt der Salpeter / und macht zugleich auch mitverbrennen den groben ⚴ des ♁ nij, dadurch er verbessert / und güldisch wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.154600143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3171,"date":1659,"orig":"84. Wann man/ im ſcheyden das ☉ vom ☽ die Granulirte/ vnd mit Schwebel gezinterte Silberne Maſſam mit dem zuſatz des ♁. ſchmeltzet/ vnd mit Eyſenfeylig die Koͤnige faͤllet/ daß man den Salpeter nur gar davon laſſe.","norm":"84. Wann man / im Scheiden das ☉ vom ☽ die Granulierte / und mit Schwäbel gezenterte silberne Massam mit dem Zusatz des ♁. schmelzet / und mit Eysenfeylig die Könige fället / dass man den Salpeter nur gar davon lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.217800140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3172,"date":1659,"orig":"Dann wann man nit wol damit vmbgehen kan/ er die Maſſam hartfluͤſſig macht/ darumb man ſolchen davon laſſen kan/ weilen die Koͤnige doch wol zufaͤllen/ wann ſchon kein Salpeter dabey gebraucht wird.","norm":"Dann wann man nicht wohl damit umgehen kann / er die Massam hartflüssig macht / darum man solchen davon lassen kann / weilen die Könige doch wohl zufällen / wann schon kein Salpeter dabei gebraucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3173,"date":1659,"orig":"85.","norm":"85.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.55839991569519} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3174,"date":1659,"orig":"Wann man nicht gern mit dem ♁. vmbgehet/ oder den Salpeter ſparen will/ die gefaͤllte Koͤnige damit rein zumachen/ ſo kan man der gezinterten Silber-maſſæ an ſtatt des ♁. die helffte mit Schwebel gezintert Bley oder Glett/ zuſetzon vnd ſchmeltzen/ ſcheydet das ☉ eben ſo wol im guß von dem ☽/ als das ♁.","norm":"Wann man nicht gern mit dem ♁. umgehet / oder den Salpeter sparen will / die gefällte Könige damit reinzumachen / so kann man der gezenterten Silber-massae anstatt des ♁. die Hälfte mit Schwäbel gezentert Blei oder Glatt / zusetzon und schmelzen / scheidet das ☉ eben so wohl im Guss von dem ☽ / als das ♁.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.584499835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3175,"date":1659,"orig":"86. Es muͤſſen aber dieſe Koͤnige/ ſo mit gezintertem Glett gemacht/ nicht in Tiegeln/ durch den Salpeter/ rein gemacht werden/ wie die jenige/ ſo durch huͤlff des Antimonii gefaͤllt/ ſondern ſie muͤſſen auff Teſten mit ♄ abgetrieben werden.","norm":"86. Es müssen aber diese Könige / so mit gezentertem glatt gemacht / nicht in Tiegeln / durch den Salpeter / reingemacht werden / wie diejenige / so durch Hilfe des Antimonii gefällt / sondern sie müssen auf Testen mit ♄ abgetrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791100025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3176,"date":1659,"orig":"87. Wer aber mit dem ♁.","norm":"87. Wer aber mit dem ♁.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368899822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3177,"date":1659,"orig":"wol vmbzugehen weiß/ der thut beſſer als mit ♄. dann das ♁. das ☉ vom ☽ leichter ſcheydet/ als das gezinterte Glett thut.","norm":"wohl umzugehen weiß / der tut besser als mit ♄. dann das ♁ . das ☉ vom ☽ leichter scheidet / als das gezenterte glatt tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2164998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3178,"date":1659,"orig":"88. Das ſcheyden der Metallen durch das Aqua-fort, ſo allenthalben gemeyn vnd gebraͤuchlich/ iſt ſehr koſtbahr: Dieweilen aber bishero Ihrer wenige geweſen/ welche das ſcheyden im guß ſich vnterſtehen oder verſuchen doͤrffen/ Theils/ weilen ſie vermeynet/ ſolches vnmoͤglich zuſeyn/ Theils haben die moͤglichkeit zwar angenommen/ aber wegen der manglung der handgriffe ſolches doch nicht werckſtellig machen koͤnnen.","norm":"88. Das Scheiden der Metallen durch das Aqua-fort, so allenthalben gemein und gebräuchlich / ist sehr kostbar: Dieweilen aber bisher Ihrer wenige gewesen / welche das Scheiden im Guss sich unterstehen oder versuchen dürfen / Teils / weilen sie vermeinet / solches unmöglich zu sein / Teils haben die Möglichkeit zwar angenommen / aber wegen der manglung der Handgriffe solches doch nicht werckstellig machen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918300151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3179,"date":1659,"orig":"89. Daß nun dieſer trockene modus viel nutzen bringen/ vnd gros Geld im ſcheyden erſpahret werden kan/ koͤnte man bey ſolchen Bergwercken erfahren; da Wochentlich ein tauſend oder mehr Marck ☽ von ☉ geſchieden wird.","norm":"89. Dass nun dieser trockene modus viel nutzen bringen / und groß Geld im Scheiden ersparet werden kann / könnte man bei solchen Bergwerken erfahren; da Wöchentlich eintausend oder mehr Mark ☽ von ☉ geschieden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.050700187683105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3180,"date":1659,"orig":"90. Es koͤnte auch ſolches ſcheyden viel nutzen bringen/ in groſſen Muͤntzen/ dadurch viel geſchieden wird.","norm":"90. Es könnte auch solches scheiden viel nutzen bringen / in großen Münzen / dadurch viel geschieden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.590199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3181,"date":1659,"orig":"91. Wann das gezinterte ☽ mit gezintertem Glett/ an ſtatt des ♁ geſchmoltzen wird/ ſo darff man die faͤllung der Koͤnigen nicht durch das Eyſenfeylig verrichten/ ſondern mit Bleyſtaub/ ſo zwiſchen zweyen ſchuͤffeln/ oder in einem Malder durchs zwingen/ bereytet worden/ ſchicket ſich beſſer zum abtreiben auff den Cupellen/ als wann die Koͤnige mit ♂ weren præcipitirt worden/ welche ſo gern auff den Cupellen mit Bley nicht abgehen/ als wann ſie mie Bleyſtaub gefaͤllet.","norm":"91. Wann das gezenterte ☽ mit gezentertem glatt / anstatt des ♁ geschmolzen wird / so darf man die Fällung der Königen nicht durch das Eysenfeylig verrichten / sondern mit Bleistaub / so zwischen zweien schiffeln / oder in einem Malter durchs Zwingen / bereitet worden / schicket sich besser zum Abtreiben auf den Cupellen / als wann die Könige mit ♂ wären präzipitiert worden / welche so gern auf den Cupellen mit Blei nicht abgehen / als wann sie mie Bleistaub gefällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5065999031066895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3182,"date":1659,"orig":"92.","norm":"92.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.419100046157837} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3183,"date":1659,"orig":"Wann man durch den Bleyſtaub dasjenige ☽/ ſo mit zuſatz des ♁. geſchmoltzen iſt/ præcipitirt/ ſo laſſen ſich die Koͤnige eben ſo wol durch den Salpeter fein machen/ als mit Bley auff Teſten.","norm":"Wann man durch den Bleistaub dasjenige ☽ / so mit Zusatz des ♁. geschmolzen ist / präzipitiert / so lassen sich die Könige eben so wohl durch den Salpeter fein machen / als mit Blei auf Testen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7778000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3184,"date":1659,"orig":"93. Das Blackmahl/ davon das ☉ gefaͤllet/ wird hernacher auff Teſten ins Bley getraͤnckt/ vnd abgetrieben/ ſo erlangt man beynahe alles ☽ wieder/ vnd wird den 100. Marcken ☽ kaum ein Loth abgangen ſeyn.","norm":"93. Das Blackmal / davon das ☉ gefällt / wird hernach auf Testen ins Blei getränkt / und abgetrieben / so erlangt man beinahe alles ☽ wieder / und wird den 100. Marken ☽ kaum ein Lot abgegangen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.881899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3185,"date":1659,"orig":"94. Geſetzet es giengen 3. 4. 5. oder 6. Loth ☽ ab/ ſo iſt doch der modus im truckenen Weg nuͤtzlicher/ als der im naſſen/ dann dieſer abgang des ☽ kein abgang kan genennet werden/ weilen derſelbe nicht verlohren/ ſondern au den Tiegeln hangen bleibt/ welcher hernacher durch gros ſchmeltzen wieder kan gefunden werden.","norm":"94. Gesetzt es gingen 3. 4 . 5. oder 6. Lot ☽ ab / so ist doch der modus im trockenen Weg nützlicher / als der im nassen / dann dieser Abgang des ☽ kein Abgang kann genannt werden / weilen derselbe nicht verloren / sondern au den Tiegeln hängen bleibt / welcher hernach durch groß schmelzen wieder kann gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.692699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3186,"date":1659,"orig":"95. Die Præcipitation geſchehe durch Eyſenfeylig/ oder aber durch Bleyſtaub/ ſo ſoll man zum Niederſchlag mehr nicht als halb ſo viel Eyſenfeylig/ oder Bleyſtaub nehmen/ als gros oder ſchwer der Koͤnig fallen ſoll.","norm":"95. Die Präzipitation geschehe durch Eysenfeylig / oder aber durch Bleistaub / so soll man zum Niederschlag mehr nicht als halb so viel Eysenfeylig / oder Bleistaub nehmen / als groß oder schwer der König fallen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043200016021728} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3187,"date":1659,"orig":"96. Wann der Niederſchlag oben auff in dem Tiegel/ auf die geſchmoltzene Maſſam gezettelt/ ſo ſoll derſelbe mit einem gluͤendem eyſern Haacken vnter geruͤhret werden/ aber nicht tieff/ ſondern nur oben auff/ auf daß die faͤllung/ daß ☉ auß dem ☽. von oben an allgemach niederſchlage.","norm":"96. Wann der Niederschlag oben auf in dem Tiegel / auf die geschmolzene Massam gezettelt / so soll derselbe mit einem glühendem eisern Haken untergerührt werden / aber nicht tief / sondern nur oben auf / auf dass die Fällung / dass ☉ aus dem ☽. von oben an allgemach niederschlage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263800144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3188,"date":1659,"orig":"27. Dann ſo man den Niederſchlag mit dem eyſern Haacken bis auff den bodem des Tiegels ſtracks vnterꝛuͤhren wolte/ ſo wuͤrde alles ☉ in dem Koͤnig nicht kommen/ ſondern noch etwas zuruͤck in der Maſſa bleiben; dann der eyſerne Haacken allein niederſchlaͤgt/ wann auch ſonſten nichts anders gebraucht wuͤrde.","norm":"27. Dann so man den Niederschlag mit dem eisern Haken bis auf den bodem des Tiegels stracks unterrühren wollte / so würde alles ☉ in dem König nicht kommen / sondern noch etwas zurück in der Massa bleiben; dann der eiserne Haken allein niederschlägt / wann auch sonsten nichts anders gebraucht würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813300132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3189,"date":1659,"orig":"98. Was aber der eyſern Haacken niederſchlaͤgt/ das iſt nicht ſo gut/ als dasjenige/ ſo von oben herab/ durch das Eyſenfeylig oder Bleyſtaub gethan iſt.","norm":"98. Was aber der eisern Haken niederschlägt / das ist nicht so gut / als dasjenige / so von oben herab / durch das Eysenfeylig oder Bleistaub getan ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629499912261963} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3190,"date":1659,"orig":"99.","norm":"99.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.689800024032592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3191,"date":1659,"orig":"Vnd ſoll dieſes auch gemercket werden/ wann man die gezinterte ☽ durch das ♁. geſchmeltzet vnd faͤllet/ wiewol die arbeyt auch verꝛichtet/ vnd alles ☉ auß dem ☽ gefallet worden/ ſo wird doch das uͤbrige ☽/ davon das ☉ gefaͤllet/ noch etwas weniges ☉ halten/ wann es abgetrieben/ oder fein gemacht iſt.","norm":"Und soll dieses auch gemerkt werden / wann man die gezenterte ☽ durch das ♁ . geschmältst und fället / wiewohl die Arbeit auch verrichtet / und alles ☉ aus dem ☽ gefallet worden / so wird doch das übrige ☽ / davon das ☉ gefällt / noch etwas weniges ☉ halten / wann es abgetrieben / oder fein gemacht ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956299781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3192,"date":1659,"orig":"100. Die vrſach deſſen iſt das ♁ welches alles ☽ guͤldiſch macht/ wann es damit Tractiret wird/ alſo daß man durch huͤlff des ♁ ein jedweder ☽ darinnen ſonſten gar kein ☉ iſt/ guͤldiſch machen kan.","norm":"100. Die Ursache dessen ist das ♁ welches alles ☽ güldisch macht / wann es damit Traktiert wird / also dass man durch Hilfe des ♁ ein jedweder ☽ darinnen sonsten gar kein ☉ ist / güldisch machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.305500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3193,"date":1659,"orig":"101. Dieſes wird allein darumb vermeldet/ daß/ wann etwan jemand dieſes ſcheyden gebrauchen wolte/ vnd nach vollendetem ſcheyden/ wann alles wol daraus gefaͤllt/ das uͤbrige ☽ etwan noch wenig guͤldiſch ſeyn wuͤrde/ derſelbe nicht gedencken muͤſte/ daß das ſcheyden nicht wol gethan/ vnd dieſes ☉ von dem jenigen zuruͤck geblieben/ vnd nicht recht gefaͤllet were/ daß ſonſten haͤtte ſollen herauß kommen.","norm":"101. Dieses wird allein darum vermeldet / dass / wann etwan jemand dieses scheiden gebrauchen wollte / und nach vollendetem scheiden / wann alles wohl daraus gefällt / das übrige ☽ etwan noch wenig güldisch sein würde / derselbe nicht Gedenken müsste / dass das Scheiden nicht wohlgetan / und dieses ☉ von demjenigen zurückgeblieben / und nicht recht gefällt wäre / dass sonsten hätte sollen herauskommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3194,"date":1659,"orig":"102. Es kan zwar auch geſchehen/ daß auß vnfleiß etwas von dem jenigen ☉/ ſo in dem ☽ iſt/ zuruͤck bleibt/ vnd nicht rein herauß kompt/ welches aber dem Laboranten/ vnd nicht dem Proceß zu zumeſſen iſt.","norm":"102. Es kann zwar auch geschehen / dass aus Unfleiß etwas von demjenigen ☉ / so in dem ☽ ist / zurückbleibt / und nicht rein herauskommt / welches aber dem Laboranten / und nicht dem Prozess zuzumessen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868800163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3195,"date":1659,"orig":"103. Das gezinterte ☽ kan von anfang bis zum ende vollkomblich innerhalb 4. ſtunden geſcheyden vnd gefaͤllet werden/ wann auch 50. der Marcken in dem Tiegel ſeyn ſolten.","norm":"103. Das gezenterte ☽ kann von Anfang bis zum Ende vollkomblich innerhalb 4. Stunden gescheiten und gefällt werden / wann auch 50. der Marken in dem Tiegel sein sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03410005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3196,"date":1659,"orig":"104.","norm":"104.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.430500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3197,"date":1659,"orig":"Diß iſt ein ſolches nuͤtzliches ſtuͤck/ darmit in kurtzem ein guter Nutzen zu machen/ da guͤldiſch zu ſcheyden iſt.","norm":"Dies ist ein solches nützliches Stück / damit in kurzem ein guter Nutzen zu machen / da güldisch zu scheiden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8597002029418945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3198,"date":1659,"orig":"105. Wann das ☽ mit dem Niederſchlag gefaͤllet/ vnd mit dem gluͤendem Haacken vmbgeruͤhret/ ſo iſt es gar gut/ wann man auch die Maſſam mit dem Halbkopff beweget.","norm":"105. Wann das ☽ mit dem Niederschlag gefällt / und mit dem glühendem Haken umgerührt / so ist es gar gut / wann man auch die Massam mit dem Halbkopf beweget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415500164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3199,"date":1659,"orig":"106. Der Halbkopff iſt ein erden halbe Kugel/ welcher an einem krummen eyſen Haacken faͤſt gemacht/ vnd man zuvorn/ ehe man die Maſſam in dem Tiegel darmit bewegen wil/ in einem beſondern Fewer gluͤend machen ſoll/ vnd alsdann damit in den Tiegel greiffen/ die Maſſam damit niedertrucken/ vnd ſolches zu 5. oder 6. mahlen wiederholen/ wordurch die gantze Maſſa in dem Tiegel bewegt/ vnd gleichſam ſchwappent wird/ vnd ſcheydet ſich in dieſem ſchwappen der ☉ Koͤnig deſto beſſer vom dem ☽.","norm":"106. Der Halbkopf ist ein Erden halbe Kugel / welcher an einem krummen Eisen Haken fest gemacht / und man zuvor / ehe man die Massam in dem Tiegel damit bewegen will / in einem besonderen Feuer glühend machen soll / und alsdann damit in den Tiegel greifen / die Massam damit Niederdrucken / und solches zu 5. oder 6. malen wiederholen / wodurch die ganze Massa in dem Tiegel bewegt / und gleichsam schwappend wird / und scheidet sich in diesem schwappen der ☉ König desto besser vom dem ☽.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111999988555908} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3200,"date":1659,"orig":"107. Dann wann die Maſſa mit dem eyſen Haacken zu offt oder lang beweget wird/ ſo friſt die Maſſa immer ein theil von dem Haacken/ vnd macht den Koͤnig zu gros/ welches der Erden Halbkopff nicht thun kan.","norm":"107. Dann wann die Massa mit dem Eisen Haken zu oft oder lang beweget wird / so frisst die Massa immer ein Teil von dem Haken / und macht den König zu groß / welches der Erden Halbkopf nicht tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35699987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3201,"date":1659,"orig":"108.","norm":"108.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.4702999591827393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3202,"date":1659,"orig":"Wann man in dieſer Arbeyt etwan die ☉ Koͤnige zu groß gemacht/ ſo ſoll man dieſelbe auffs new granuliren/ mit Schwebel zintern/ vnd mit ♂ oder ♄ faͤllen/ ſo kompt das ☉ enger zuſammen/ alſo/ wann in 100. Marck ☽/ 100. 50. oder nur 25. oder 10. quint ☉ wehren/ ſo kan die helffte von dem ☉ fein herauß gefaͤllt werden; die andere helffte wird mit ☽ vermiſcht ſeyn/ welches man hernach mit Aqua-fort vollends ſcheyden/ oder aber bey ander ☽/ welches noch zu ſcheyden iſt/ vermengen/ vnd darmit ſcheyden kan.","norm":"Wann man in dieser Arbeit etwan die ☉ Könige zu groß gemacht / so soll man dieselbe aufs neu granulieren / mit Schwäbel zentern / und mit ♂ oder ♄ fällen / so kommt das ☉ enger zusammen / also / wann in 100. Mark ☽ / 100. 50. oder nur 25. oder 10. quint ☉ wehren / so kann die Hälfte von dem ☉ fein heraus gefällt werden; die andere Hälfte wird mit ☽ vermischt sein / welches man hernach mit Aqua-fort vollends scheiden / oder aber bei ander ☽ / welches noch zu scheiden ist / vermengen / und damit scheiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901199817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3203,"date":1659,"orig":"109. Dieſes ſcheyden iſt eine ſchoͤne luſtige Arbeyt/ will aber fleiſſige Leuthe haben/ die mit dem ſchmeltzen/ vnd faͤllen wol vmbzugehen wiſſen.","norm":"109. Dieses scheiden ist eine schöne lustige Arbeit / will aber fleißige Leute haben / die mit dem schmelzen / und fällen wohl umzugehen wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3744001388549805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3204,"date":1659,"orig":"110.","norm":"110.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.01799988746643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3205,"date":1659,"orig":"Dieſe herꝛliche Kunſt koͤnte groſſen nutzen bringen/ bey allen ☽ vnd ☉ Bergwercken/ oder groſſen Muͤntzen/ dann viel allein am Scheydwaſſer dardurch erſparet wuͤrde.","norm":"Diese herrliche Kunst könnte großen nutzen bringen / bei allen ☽ und ☉ Bergwerken / oder großen Münzen / dann viel allein am Scheidwasser dadurch ersparet würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.833499908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3206,"date":1659,"orig":"111. Wer mit ſolcher ſcheydung wol weiß vmbzugehen/ der kan auß jedwederm ☽/ das ſonſten kein ☉ haͤlt/ auff dieſe weiſe ☉ heraus faͤllen/ welches durch ♁ oder wann er guͤldiſch iſt/ hineyn gebracht wird.","norm":"111. Wer mit solcher Scheidung wohl weiß umzugehen / der kann aus jedwedem ☽ / das sonsten kein ☉ hält / auf diese Weise ☉ heraus fällen / welches durch ♁ oder wann er güldisch ist / hineingebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.739299774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3207,"date":1659,"orig":"112. Wer dieſen Proceß thun kan/ der kan die andern all verſtehen vnd nachthun.","norm":"112. Wer diesen Prozess tun kann / der kann die anderen all verstehen und nachtun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.454800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3208,"date":1659,"orig":"113. Das Nitrum hat macht alle Metallen particulariter zuverbeſſern.","norm":"113. Das Nitrum hat macht alle Metallen particulariter zuverbessern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.168300151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3209,"date":1659,"orig":"114. Die Metallen wachſen in dem fixen liquore Nitri & ſilicum, von welchem in 2. parte fumorum, in die hoͤhe/ ſpannen hoch/ den Kraͤutern oder Baͤumen gleich/ mit ſtaͤmmen/ aͤſten vnd zweygen.","norm":"114. Die Metallen wachsen in dem fixen liquore Nitri & silicum, von welchem in 2. parte fumorum, in die Höhe / spannen hoch / den Kräutern oder Bäumen gleich / mit Stämmen / Ästen und Zweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.241700172424316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3211,"date":1659,"orig":"116. ☉ ſoll in 🜄 R. ſolvirt/ vnd alſo damit procedirt werden/ wie bey dem Eyſen gelehrt ☽/ ♀/ ♄/ ♃/ koͤnnen in 🜄 ſolvirt/ vnd obgeſchriebener maſſen in calces gebracht werden/ gibt ein jeder Metall ein gewaͤchs nach ſeiner art; als ☉ gelb/ ☽ blaw/ ♀ gruͤn/ ♄ vnd ♃ weiß; iſt eine ſchoͤne ſpeculation, vnd gibt nachdenckens einem/ der in Metallicis laborirt/ hat auch feinen beſondern nutzen.","norm":"116. ☉ soll in 🜄 R. solviert / und also damit prozediert werden / wie bei dem Eisen gelehrt ☽ / ♀ / ♄ / ♃ / können in 🜄 solviert / und geschriebener maßen in calces gebracht werden / gibt ein jeder Metall ein Gewächs nach seiner Art; als ☉ gelb / ☽ blau / ♀ grün / ♄ und ♃ weiß; ist eine schöne Spekulation, und gibt Nachdenkens einem / der in Metallice laboriert / hat auch feinen besonderen nutzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.164599895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3212,"date":1659,"orig":"116. Das ☉ ziehet auß dem Bley oder andern vnvollkommenen Metallen/ das guͤldiſche weſen zu ſich/ vermehret ſich vnd wird ſchwerer: wann ſie miteinander in einem behaͤb zugedecktem Tiegel 24. ſtunden in einem ſtaͤtem vnd lindem Fewer ſtehen.","norm":"116. Das ☉ ziehet aus dem Blei oder anderen unvollkommenen Metallen / das güldische Wesen zu sich / vermehret sich und wird schwerer: wann sie miteinander in einem beheb zugedecktem Tiegel 24. Stunden in einem stetem und lindem Feuer stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.656400203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3213,"date":1659,"orig":"117. Wann die Faͤrber jhre ſchoͤne Farben mit Weinſtein vnd Pottaſchen machen koͤnten/ wuͤrden ſie gewißlich ſo ein gros Geld fuͤr das Aqua-fort, ſo ſie haͤufflich verbrauchen/ nicht vnnuͤtzlich verliehren.","norm":"117. Wann die Färber ihre schöne Farben mit Weinstein und Pottaschen machen könnten / würden sie gewisslich so ein groß Geld für das Aqua-fort, so sie häuflich verbrauchen / nicht unnützlich verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.995800018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3214,"date":1659,"orig":"118.","norm":"118.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.691900014877319} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3215,"date":1659,"orig":"Wahr iſt es/ daß die Salia fixa, das Oehl vnd Waſſer gern mit dem Kihnruß vermengen/ vnd einander gern annehmen machen/ wie ſolches bekant genug iſt.","norm":"Wahr ist es / dass die Salia fixa, das Öl und Wasser gern mit dem Kihnruß vermengen / und einander gern annehmen machen / wie solches bekannt genug ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6579999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3216,"date":1659,"orig":"119. Wie das Sal fixum dem Kihnruß einen Ingreß macht/ daß er von dem Waſſer gern angenommen wird/ alſo thut er auch bey dem Oehl. wann man nur ein Loth Salis fixi vnter ein ℔. Kihnruß miſchet/ der Kihnruß deſto ehender ſich mit dem Oehl miſchet vnd vereyniget.","norm":"119. Wie das Soll fixum dem Kihnruß einen Ingress macht / dass er von dem Wasser gern angenommen wird / also tut er auch bei dem Öl . wann man nur ein Lot Salis fixi unter ein ℔. Kihnruß mischet / der Kihnruß desto eher sich mit dem Öl mischet und vereiniget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46560001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3217,"date":1659,"orig":"120. Etliche Drucker gebrauchen zur jhrer Druckſchwaͤrtze an ſtatt des Kihnruſſes/ eine ſchwartz gebrandte Weinhefen/ vnd befinden ſie viel beſſer/ als der Kihnruß.","norm":"120. Etliche Drucker gebrauchen zur ihrer Druckschwärze anstatt des Kienrusses / eine schwarz gebrandete Weinhefen / und befinden sie viel besser / als der Kihnruß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.886199951171875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3218,"date":1659,"orig":"121.","norm":"121.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.104399919509887} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3219,"date":1659,"orig":"Dieſe gieſſen auff die ſchwartz gebrandte Weinhefen heiß Waſſer/ vnd ziehen das fixe Weinſtein Saltz heraus/ gibt eine uͤberauß ſcharpffe Laugen/ damit ſie jhre Schrifft vom ſchmutz rein machen.","norm":"Diese gießen auf die schwarz gebrandete Weinhefen heiß Wasser / und ziehen das fixe Weinstein Salz heraus / gibt eine überaus scharfe Laugen / damit sie ihre Schrift vom Schmutz rein machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.725800037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3220,"date":1659,"orig":"122. Das ſchwartze machen ſie auff Ballen/ laſſens trucken werden/ vnd gebrauchens an ſtatt des Kihnruſſes jhre Druckerſchwaͤrtz daraus zu machen.","norm":"122. Das schwarze machen sie auf Ballen / Lassens trocken werden / und Gebrauchens anstatt des Kienrusses ihre Druckerschwerts daraus zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.95359992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3221,"date":1659,"orig":"123. Dieſes thun ſie darumb/ dieweilen dieſe ſchwaͤrtze weges des Salis fixi, ſo dabey iſt/ ſich lieber mit dem Oehl miſchet/ als der Kihnruß.","norm":"123. Dieses tun sie darum / dieweilen diese schwärze Weges des Salis fixi, so dabei ist / sich lieber mit dem Öl mischet / als der Kihnruß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.45989990234375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3222,"date":1659,"orig":"124. Der Solution Lunæ gehet kein eynige ſchwartze Farb vor/ koſtet nicht viel; dann wann man 1. Loth ☽ in 🜄 ſolvirt/ ſo gieß man ein gantz ℔. gemeyn 🜄 bey/ darmit man im Faͤrben weit reychen kan/ geſtalt ein gantzer Fuchsbeltz beſtaͤndig Kohlſchwartz zu machen/ kaum ein Kopffſtuͤck koſtet.","norm":"124. Der Solution Lunae geht kein einige schwarze Farbe vor / kostet nicht viel; dann wann man 1. Lot ☽ in 🜄 solviert / so gieße man ein ganz ℔ . gemein 🜄 bei / damit man im Färben weit reichen kann / Gestalt ein ganzer Fuchsbelts beständig Kohlschwarz zu machen / kaum ein Kopfstück kostet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.188600063323975} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3223,"date":1659,"orig":"125. Niemand iſt genoͤhtiget/ ſeine ſchwaͤrtze auß dem ☽ zu machen/ es thuts ein gemeyner ☿ eben alſo.","norm":"125. Niemand ist genötigt / seine Schwärze aus dem ☽ zu machen / es tut es ein gemeiner ☿ eben also.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.563899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3224,"date":1659,"orig":"126. Der Miſt vnd Vrin/ vnd was dieſem anhaͤngig/ iſt eine vnreine Materia, welche von allen Narꝛen geſchewet vnd verachtet/ hergegen von allen wahren Philoſophis ſehr æſtimiret wird.","norm":"126. Der Mist und Vrin / und was diesem anhängig / ist eine unreine Materie, welche von allen Narren gescheut und verachtet / hingegen von allen wahren Philosophis sehr ästimieret wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.717199802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3225,"date":1659,"orig":"127. Sie verachtens aber darumb/ weilen ſie nicht wiſſen/ noch verſtehen/ was groſſe Krafft darinnen verborgen.","norm":"127. Sie achtens aber darum / weilen sie nicht wissen / noch verstehen / was große Kraft darinnen verborgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.970900058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3226,"date":1659,"orig":"128. Die Philoſophi ruffen alle/ daß das edle Perlein/ ſo wol die particular, als auch Univerſal Medicin in dem Miſt muͤſſe geſucht/ vnd darauß gezogen werden.","norm":"128. Die Philosophie rufen alle / dass das edle Perllein / sowohl die partikular, als auch Universal Medizin in dem Mist müsse gesucht / und daraus gezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7565999031066895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3227,"date":1659,"orig":"129. Es haben auch die alte Medici gewuſt/ daß viel gutes in den Excrementis verborgen/ dahero bey vielen Kranckheiten/ ſo wohl in- als aͤuſſerlich ſolchen Recommendirt.","norm":"129. Es haben auch die alte Medici gewusst / dass viel Gutes in den Excrementis verborgen / daher bei vielen Krankheiten / so wohl in- als äußerlich solchen Rekommandiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.107500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3228,"date":1659,"orig":"130. Das edle Univerſal vnd Particular Perlein iſt nicht auß der Thier oder Menſchen Miſt/ ſondern auß ſolchem Miſt/ der durch Kunſt/ entweder auß Vegetabilien/ Animalien/ oder Mineralien bereytet wird/ zu extrahiren.","norm":"130. Das edle Universal und Partikular Perllein ist nicht aus der Tier oder Menschen Mist / sondern aus solchem Mist / der durch Kunst / entweder aus Vegetabilien / Animaleien / oder Mineralien bereitet wird / zu extrahieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.251399993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3229,"date":1659,"orig":"131. Salpeter kan auß dem Urin bereytet werden; wann er dann zu Salpeter worden iſt/ als dann kan er Fruchtbarkeit bringen/ zuvorn aber/ ehe der Urin durch die zeit in der Lufft dahin gebracht worden/ iſt er zum Tuͤngen gantz vntauglich/ verbrennet vnd toͤdet alles Gewaͤchs durch ſeine ſchaͤrpffe/ wo er hin kompt.","norm":"131. Salpeter kann aus dem Urin bereitet werden; wann er dann zu Salpeter worden ist / als dann kann er Fruchtbarkeit bringen / zuvor aber / ehe der Urin durch die Zeit in der Luft dahin gebracht worden / ist er zum Thingen ganz untauglich / verbrennet und tötet alles Gewächs durch seine Schärfe / wo er hinkommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.933199882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3230,"date":1659,"orig":"132. Dasjenige aber/ ſo peralvum gehet/ iſt dem Urin gantz vngleich/ weilen es ohne eynige weitere verbeſſerung alſobald Fruchtbarkeit erwecket.","norm":"132. Dasjenige aber / so peralvum geht / ist dem Urin ganz ungleich / weilen es ohne einige weitere Verbesserung alsobald Fruchtbarkeit erwecket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.85260009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3231,"date":1659,"orig":"133. Die fettigkeit des Miſtes oder der Excrementen/ bringt alleine den Wachsthumb/ vnd der Urin gar nicht.","norm":"133. Die Fettigkeit des Mistes oder der Excrementen / bringt alleine den Wachstum / und der Urin gar nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.890900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3232,"date":1659,"orig":"134.","norm":"134.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.815599918365478} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3233,"date":1659,"orig":"Dieſer Miſt/ davon die alte Philoſophi ſo viel geſchrieben/ iſt ein ſolcher Miſt/ wie er auß den Viehſtaͤllen genommen/ vnd auff die Felder zum Duͤngen gebraucht wird/ nicht/ ſondern es muß ein ſolcher Miſt ſeyn/ welcher nicht durch der Thier Maͤgen/ ſondern durch die Kunſt in ein ſolch Miſtes geſtalt/ verwandelt worden.","norm":"Dieser Mist / davon die alte Philosophie so viel geschrieben / ist ein solcher Mist / wie er aus den Viehställen genommen / und auf die Felder zum Düngen gebraucht wird / nicht / sondern es muss ein solcher Mist sein / welcher nicht durch der Tier Mägen / sondern durch die Kunst in ein solch Mistes Gestalt / verwandelt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.549099922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3234,"date":1659,"orig":"135. Man muß die alten Philoſophen fuͤr ſo grob nicht anſehen/ als wann ſie den gemeynen bekandten Kuͤh-Schaaff-oder Menſchen-Miſt zu jhrem groſſen Werck gebrauchet haͤtten.","norm":"135. Man muss die alten Philosophen für so grob nicht ansehen / als wann sie den gemeinen bekannten Küh-Schaaff- oder Menschenmist zu ihrem großen Werk gebraucht hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.970699787139893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3235,"date":1659,"orig":"136. Der Miſt iſt eine auffgeſchloſſen Materia, die ſich handeln/ vnd jhre Kraͤfften von ſich ſcheyden laͤßt.","norm":"136. Der Mist ist eine aufgeschlossen Materie, die sich handeln / und ihre Kräften von sich scheiden lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.826499938964844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3236,"date":1659,"orig":"137 Ein jedweder Kraut/ wann es verweſet/ vnd zu Miſt worden/ es geſchehe gleich ſolche verweſung durch die Leiber der Thier in kurtzer/ oder aber durch die Fruͤchte Erden in langer zeit/ iſt ſo gut zu Duͤngung der Felder/ als das ander/ welche Duͤngung dann anders nichts iſt/ als eine rechte Medicin auff alle wachſende Erdfruͤchten/ ſelbige dardurch zu ſtaͤrcken/ laben/ vnd bey guter geſundheit zu vnterhalten.","norm":"137 Ein jedweder Kraut / wann es verweset / und zu Mist worden / es geschehe gleich solche Verwesung durch die Leiber der Tier in kurzer / oder aber durch die Früchte Erden in langer Zeit / ist so gut zu Düngung der Felder / als das ander / welche Düngung dann anders nichts ist / als eine rechte Medizin auf alle wachsende Erdfrüchten / selbige dadurch zu stärken / laben / und bei guter Gesundheit zu unterhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38129997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3237,"date":1659,"orig":"138. Den Vegetabiliſchen gewaͤchſen kan kein beſſer Artzney begebracht werden/ als eben ein verfault Vegetabile, oder ſtinckender Miſt/ daraus das Vegetabile ſein labſall/ ſtaͤrcke/ vnd leben ztehet/ ſich dardurch vermehret vnd fortpflantzet.","norm":"138. Den Vegetabilischen Gewächsen kann kein besser Arznei Begebrag werden / als eben ein verfault Vegetabile, oder stinkender Mist / daraus das Vegetabile sein Labsal / Stärke / und leben ztehet / sich dadurch vermehret und fortpflanzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3238,"date":1659,"orig":"139. So man auß den Vegetabilien eine Mediein zu den Menſchlichen Leibern bereyten wolte/ welches ohne vorhergehende Faͤulnus nicht moͤglich iſt:","norm":"139. So man aus den Vegetabilien eine Mediein zu den menschlichen Leibern bereiten wollte / welches ohne vorhergehende Fäulnis nicht möglich ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.012800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3239,"date":1659,"orig":"ſo ſoll jhme doch niemand eynbilden/ daß dieſe Faͤulnus/ ſo in der Thieren leiber/ oder ſonſten durch lange zeit an feuchten orthen geſchehen/ zu dieſem Werck tuͤchtig ein Mediein fuͤr Menſchen daraus zu machen.","norm":"so soll ihm doch niemand einbilden / dass diese Fäulnis / so in der Tieren Leiber / oder sonsten durch lange Zeit an feuchten Orten geschehen / zu diesem Werk tüchtig ein Mediein für Menschen daraus zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.742400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3240,"date":1659,"orig":"140. Es ſoll vnd muß eine viel andere Faͤulnus vorgehen/ ehe die wahre Eſſentia von den vnnuͤtzen Huͤlſen ſeparirt/ vnd extrahirt werden kan.","norm":"140. Es soll und muss eine viel andere Fäulnis vorgehen / ehe die wahre Essenz von den unnützen Hülsen separiert / und extrahiert werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.153900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3241,"date":1659,"orig":"141. Es iſt ein jedweder Vegetabile, Animale, oder Minerale innerhalb dreyer ſtunden lang zeit in einem reinen verſchloſſenen erden oder glaͤſern Geſchirꝛ vmbzukehren/ vnd durch eine kuͤnſtliche Faͤulnus in eine ſolche Subflantz zubringen/ welche an farb/ geſtalt/ geruch/ vnd allem anſehen nach einem Menſchen/ oder Viehkoth zuvergleichen/ auß welcher dann hernacher ein Edle-Medicin fuͤr Menſchliche Leiber leichtlich zu extrahiren.","norm":"141. Es ist ein jedweder Vegetabile, Animale, oder Minerale innerhalb dreier Stunden lang Zeit in einem reinen verschlossenen Erden oder gläsern Geschirr umzukehren / und durch eine künstliche Fäulnis in eine solche Subflantz zubringen / welche an Farbe / Gestalt / Geruch / und allem ansehen nach einem Menschen / oder Viehkot zuvergleichen / aus welcher dann hernach ein Edle-Medizin für menschliche Leiber leichtlich zu extrahieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.484799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3242,"date":1659,"orig":"142.","norm":"142.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.5678999423980713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3243,"date":1659,"orig":"Daher haben alte Philoſophi jhre Materiam, zu jhrer Medicin dienſtlich/ in dem Miſt zu ſuchen gelehret/ aber keinen ſolchen Miſt verſtanden/ wie er von den Bawren zum Feldduͤngen gebraͤuchlich.","norm":"Daher haben alte Philosophie ihre Materiam, zu ihrer Medizin dienstlich / in dem Mist zu suchen gelehrt / aber keinen solchen Mist verstanden / wie er von den Bauern zum Felddüngen gebräuchlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.335499763488769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3244,"date":1659,"orig":"143. Daß ſie aber jhre Materiam ein Miſt genennet/ iſt geſchehen wegen der gleichnus oder gemeynſchafft ſo dieſelbe mit dem Viehemiſt hat/ dann ſelbige/ ob ſie auß Kraͤutern/ Thieren/ oder Mineralien bereytet wird/ allezeit einerley geſtalt/ geruch/ vnd farb/ vnd zwar eines Menſchenkots mit ſich bringt/ darumb ſie dann auch Miſt genennet worden.","norm":"143. Dass sie aber ihre Materiam ein Mist genannt / ist geschehen wegen der Gleichnis oder Gemeinschaft so dieselbe mit dem Viehmist hat / dann selbige / ob sie aus Kräutern / Tieren / oder Mineralien bereitet wird / allezeit einerlei Gestalt / Geruch / und Farbe / und zwar eines Menschenkots mit sich bringt / darum sie dann auch Mist genannt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6504998207092285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3245,"date":1659,"orig":"144. Dann kein Vegetabile, Animale, oder Minerale ſein innerſte beſte krafft Univerſaliter herauß gibt/ wann es nicht zuvor einem ſtinckendem Miſt gleich gemacht worden.","norm":"144. Dann kein Vegetabile, Animale, oder Minerale sein innerste beste Kraft Universaliter herausgibt / wann es nicht zuvor einem stinkendem Mist gleich gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.443600177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3246,"date":1659,"orig":"145. Weilen nun in dem bekanten Miſt der Thier/ die beſte Krafft in einem ſulphuriſchen Saltz/ davon die Vegetabilien jhre Nahrung/ Medicin/ oder Fruchtbarkeit haben/ beſtehet/ vnd dann der Philoſophorum jhr Miſt jenem gleich ſeyn ſoll/ ſo muß auch nothwendig derſelbe in einem ſolchem Saltz beſtehen.","norm":"145. Weilen nun in dem bekannten Mist der Tier / die beste Kraft in einem sulfurischen Salz / davon die Vegetabilien ihre Nahrung / Medizin / oder Fruchtbarkeit haben / bestehet / und dann der Philosophorum ihr Mist jenem gleich sein soll / so muss auch notwendig derselbe in einem solchem Salz bestehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80210018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3247,"date":1659,"orig":"146. Dann die Krafft der Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien beſtehet im geringſten nicht in dem gantzen Coͤrper/ ſondern vielmehr in der Animâ, ſo in dem Coͤrper verborgen iſt.","norm":"146. Dann die Kraft der Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien bestehet im Geringsten nicht in dem ganzen Körper / sondern vielmehr in der Anima, so in dem Körper verborgen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693900108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3248,"date":1659,"orig":"147. Obwohlen nun der reineſte vnd wenigſte theil des Coͤrpers ein Saltz iſt:","norm":"147. Obwohl nun der reinste und wenigste Teil des Körpers ein Salz ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1894001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3249,"date":1659,"orig":"ſo iſt doch ſolches Saltz noch grob/ vnd Terꝛeſtriſch/ vnd wohnet die wahre Anima, oder Lebenskrafft darinnen verborgen/ wie eine lebendige Seele vnſichtbar in des Menſchen Coͤrper/ welcher durch fleiß vnd geſchickligkeit muß herauß gezogen/ ſichtlich vnd Corporaliſch gemacht werden/ ehe daß etwas gutes in Medicina damit außzurichten.","norm":"so ist doch solches Salz noch grob / und terrestrisch / und wohnet die wahre Anima, oder Lebenskraft darinnen verborgen / wie eine lebendige Seele unsichtbar in des Menschen Körper / welcher durch Fleiß und Geschicklichkeit muss herausgezogen / sichtlich und körperlich gemacht werden / ehe dass etwas Gutes in Medicina damit auszurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3250,"date":1659,"orig":"148.","norm":"148.","lang_fastText":"uk","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.449800014495849} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3251,"date":1659,"orig":"Dieſe ſehr kuͤnſtliche vnd Philoſophiſche vmbkehrung oder Faͤulnuͤß der Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien/ ſo innerhalb dreyer ſtunden lang verꝛichtet werden kan/ iſt die jenige/ durch welche die alte vnd newe Philoſophi zu gewuͤntſchter Medicin gelanget/ vnd auch bis hieher in hoͤchſter geheimb gehalten haben.","norm":"Diese sehr künstliche und philosophische Umkehrung oder Fäulnis der Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien / so innerhalb dreier Stunden lang verrichtet werden kann / ist diejenige / durch welche die alte und neue Philosophie zu gewünschter Medizin gelangt / und auch bis hierher in höchster geheim gehalten haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.363500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3252,"date":1659,"orig":"149. Wann ein Vegetabile, Animale, oder Minerale, auff dieſe Secrete weiſe auffgeſchloſſen/ ſo iſt an der geſtalt/ geruch/ vnd geſchmack zwiſchen dieſen dreyen kein vnterſchied/ ſondern das eine thut/ was das ander auch thut/ gleiche wuͤrckung/ ſo wol in Medicinâ, als auch in Chymiâ.","norm":"149. Wann ein Vegetabile, Animale, oder Minerale, auf diese Secrete weise aufgeschlossen / so ist an der Gestalt / Geruch / und Geschmack zwischen diesen drei kein Unterschied / sondern das eine tut / was das ander auch tut / gleiche Wirkung / sowohl in Medicina, als auch in Chymia.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.07390022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3253,"date":1659,"orig":"150. Dann das Metalliſche nicht nur ein Medicin iſt/ andern Metalliſchen geſchlechten/ ſelbige dardurch zu verbeſſern/ ſondern es kompt auch zu huͤlff den Animaliſchen/ vnd Vegetabiliſchen Kranckheiten/ Duͤnget eben ſo wol/ vnd macht Fruchtbar die Vegetabilien/ gleich wie ein gemeyner Miſt/ der durch die Leiber der Thier/ oder durch ander Faͤulnus geworden.","norm":"150. Dann das Metallische nicht nur ein Medizin ist / anderen metallischen Geschlechtern / selbige dadurch zu verbessern / sondern es kommt auch zu Hilfe den Animalischen / und Vegetabilischen Krankheiten / Dünget eben so wohl / und macht Fruchtbar die Vegetabilien / gleich wie ein gemeiner Mist / der durch die Leiber der Tier / oder durch ander Fäulnis geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.287300109863281} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3254,"date":1659,"orig":"151. Deßgleichen die jenige Medicin/ ſo auß den Vegetabilien auff dieſe geheyme weiſe bereytet wird/ nicht allein den Krancken Vegetabilien/ oder Animalien/ ſondern auch den Metallen zu huͤlff kompt/ vnd Univerſaliter darinn wuͤrcket.","norm":"151. Desgleichen diejenige Medizin / so aus den Vegetabilien auf diese geheime weise bereitet wird / nicht allein den Kranken Vegetabilien / oder Animaleien / sondern auch den Metallen zu Hilfe kommt / und Universaliter darin wirket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3255,"date":1659,"orig":"152. Ein Vegetabile laͤßt ſich in ein Minerale verwandlen.","norm":"152. Ein Vegetabile lässt sich in ein Minerale verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886300086975098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3256,"date":1659,"orig":"153. Wer innerhalb dreyer ſtunden ein jedweder Vegetabile oder Animale nicht vmbkehren kan/ daß es Mineraliſch/ vnd einen Natuͤrlichen ⚴ dem gemeynen Mineraliſchen ⚴ gleich/ von ſich giebet/ derſelbige iſt noch weit von etwas gutes.","norm":"153. Wer innerhalb dreier Stunden ein jedweder Vegetabile oder Animale nicht umkehren kann / dass es Mineralisch / und einen Natürlichen ⚴ dem gemeinen Mineralischen ⚴ gleich / von sich gibt / derselbige ist noch weit von etwas Gutes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468599796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3257,"date":1659,"orig":"154. Dann ſo ein Vegetabile oder Animale durch dieſen obgedachten geheymen Philoſophiſchen weg vmbgekehrt wird/ daſſelbe eben ſo wol ein jedweder ☽ faͤrbet/ als ein vmbgekehrtes Metall.","norm":"154. Dann so ein Vegetabile oder Animale durch diesen obgedachten geheimen Philosophischen weg umgekehrt wird / dasselbe eben so wohl ein jedweder ☽ färbet / als ein umgekehrtes Metall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.669600009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3258,"date":1659,"orig":"155. Obwohlen ein jedweder gemeyner Miſt einen Salpeter fuͤhret/ welcher ein Sal Univerſale mag genennet werden/ ſo iſt doch ſolcher gemeyner Salpeter der jenige gar nicht/ deſſen hier gedacht wird/ ſondern es iſt gar ein ander Saltz/ welches gar wenige kennen.","norm":"155. Obwohl ein jedweder gemeiner Mist einen Salpeter führt / welcher ein Soll universale mag genannt werden / so ist doch solcher gemeiner Salpeter derjenige gar nicht / dessen hier gedacht wird / sondern es ist gar ein ander Salz / welches gar wenige kennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502099990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3259,"date":1659,"orig":"156. Dieſes Salterræ univerſale iſt in allen Dingen zufinden/ aber nirgends beſſer oder leichter in copiâ zuerlangen/ als auß den Vegetabilien/ gleichwol aber gar nicht durch verfaͤulung derſelben/ noch viel weniger durch verbrennung.","norm":"156. Dieses Salterrae universale ist in allen Dingen zu finden / aber nirgends besser oder leichter in copia zuerlangen / als aus den Vegetabilien / gleichwohl aber gar nicht durch Fäulung derselben / noch viel weniger durch Verbrennung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364699840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3260,"date":1659,"orig":"157. Dann die Verfaͤulung langſam zugehet/ die Verbrennung aber das beſte wegtreibet/ alſo daß von 100. ℔.","norm":"157. Dann die Verfäulung langsam zugehet / die Verbrennung aber das Beste wegtreibet / also dass von 100. ℔.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.261099815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3261,"date":1659,"orig":"Holtz kaum ½ ℔. Saltz in der Aſchen bleibt/ welches Saltz doch noch bey weitem keine gemeynſchafft hat mit dem vnſerigen/ deſſen viel ℔. in dreyen ſtunden/ ohne verbrennen oder verfaͤulen daraus zu ziehen.","norm":"Holz kaum ½ ℔. Salz in der Aschen bleibt / welches Salz doch noch bei weitem keine Gemeinschaft hat mit dem unsrigen / dessen viel ℔. in drei Stunden / ohne verbrennen oder verfaulen daraus zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651400089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3262,"date":1659,"orig":"158. Obwohlen Weltuͤndig genug/ daß ein jedweder faͤulnus zum Miſt/ oder verbrennung zur Aſchen/ das Erdreich Fett machet oder Duͤnget/ ſo iſt es doch der rechte Weg nicht/ in copiâ etwas profitliches außzurichten/ dann/ wie geſagt/ das verfanlen gar zu langſamb zugehet/ vnd im verbrennen gar zu wenig uͤberbleibt/ vnd meyſt alles im Rauch hinweg gehet.","norm":"158. Obwohl Weltündig genug / dass ein jedweder Fäulnis zum Mist / oder Verbrennung zur Aschen / das Erdreich Fett macht oder Dünget / so ist es doch der rechte Weg nicht / in copia etwas profitliches auszurichten / dann / wie gesagt / das verfanlen gar zu langsam zugehet / und im Verbrennen gar zu wenig überbleibt / und meist alles im Rauch hinweggeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.786600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3263,"date":1659,"orig":"159. Vnd wann man gleich das Holtz auff dieſe weiſe verbrennen wolte/ daß der weg rauchende Spiritus nicht verlohren/ ſondern behalten wuͤrde/ wie bey der kuͤnſtlichen Holtzpreſſen zu ſehen/ ſo wird doch der weniger theil erhalten.","norm":"159. Und wann man gleich das Holz auf diese Weise verbrennen wollte / dass der weg rauchende Spiritus nicht verloren / sondern behalten würde / wie bei der künstlichen Holzpressen zu sehen / so wird doch der weniger Teil erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406899929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3264,"date":1659,"orig":"160. Dann die bleibende Kohlen/ wann ſie zu Aſchen verbrennen/ zu nichte gehen/ vnd der Edle Sulphur verbrennet darinnen/ welches nicht ſeyn ſoll/ ſondern mit zu einem Saltz/ weilen er die beſte ſubſtantz des Holtzes iſt/ werden muß/ vnd daß alſo dem Kraut/ Holtz/ oder dergleichen Vegetabile in dieſer Faͤulnus nichts/ als allein ſeine Feuchtigkeit entgehe; der gantze Reſt aber behalten/ vnd zu einem Edlen fruchtbringenden Saltz bereytet werde.","norm":"160. Dann die bleibende Kohlen / wann sie zu Aschen verbrennen / zunichte gehen / und der Edle Sulphur verbrennet darinnen / welches nicht sein soll / sondern mit zu einem Salz / weilen er die beste Substanz des Holzes ist / werden muss / und dass also dem Kraut / Holz / oder dergleichen Vegetabile in dieser Fäulnis nichts / als allein seine Feuchtigkeit entgehe; der ganze Rest aber behalten / und zu einem Edlen fruchtbringenden Salz bereitet werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.11870002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3265,"date":1659,"orig":"161. Hinter dieſer vmbkehrung oder Philoſophiſcher Faͤulnus ſtecket ein groſſes geheymnus/ welches von den Alten mit groſſem fleiß verborgen vnd Secret gehalten worden.","norm":"161. Hinter dieser Umkehrung oder Philosophischer Fäulnis stecket ein großes Geheimnis / welches von den Alten mit großem Fleiß verborgen und Sekret gehalten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8267998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3266,"date":1659,"orig":"162.","norm":"162.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.291500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3267,"date":1659,"orig":"Dieſe art alle ding zur Faͤulnus zu bringen/ gehet allen andern bevor.","norm":"Diese Art alle Ding zur Fäulnis zu bringen / geht allen anderen bevor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.082799911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3268,"date":1659,"orig":"163. Etliche ding/ ſo wol vnter den Vegetabilien/ Animalien/ als Mineralien/ begeben ſich gar ſchwerlich in die putrefaction, vnd etliche laſſen ſich gar nicht/ weder durch Kunſt/ noch durch gewalt/ wiederumb erweichen/ oder putrificiren.","norm":"163. Etliche Ding / so wohl unter den Vegetabilien / Animaleien / als Mineralien / begeben sich gar schwerlich in die Putrefaktion, und etliche lassen sich gar nicht / weder durch Kunst / noch durch Gewalt / wiederum erweichen / oder putrificiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3269,"date":1659,"orig":"164. Als zum Exempel/ bey den Vegetabilien ein Holtzkohl/ bey den Animalien ein gebrand Beyn oder Knochen/ vnd bey den Animalien Metallen das feine ☉.","norm":"164. Als zum Exempel / bei den Vegetabilien ein Holzkohl / bei den Animaleien ein Gebrand Bein oder Knochen / und bei den Animaleien Metallen das feine ☉.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.918600082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3270,"date":1659,"orig":"165. Durch dieſe weiſe aber ſeynd dieſe Stuͤcke in dreyen ſtunden ohne abgang dahin zu bringen/ daß ein ſulphuriſcher liquor daraus wird.","norm":"165. Durch diese weise aber sind diese Stücke in drei Stunden ohne Abgang dahin zu bringen / dass ein sulphurischer liquor daraus wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514200210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3271,"date":1659,"orig":"166. Die Kohlen bleiben ſo wol in aquâ forti, als aquâ Regiâ beſtaͤndig.","norm":"166. Die Kohlen bleiben so wohl in aqua forti, als aqua Regia beständig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"cy","lang_cld3":"cy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.9822001457214355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3272,"date":1659,"orig":"167. Iſt alſo ein gemeyn Holtzkohlen ſo wol im Fewer als Waſſer/ vnd allen Corꝛoſiven beſtaͤndiger/ als das beſte feine ☉.","norm":"167. Ist also ein gemein Holzkohlen so wohl im Feuer als Wasser / und allen Korrosiven beständiger / als das beste feine ☉.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.337999820709228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3273,"date":1659,"orig":"168. Dennoch kan ſie innerhalb drey ſtunden lang zeit in einen ſolchen liquotem putrificirt werden/ daß ſie durch ein Papier laufft/ gibt ein wunderbarliche Solution uͤberauß groſſe kraͤfften/ ſo wol in Medicinâ als Alchymiâ.","norm":"168. Dennoch kann sie innerhalb drei Stunden lang Zeit in einen solchen liquotem putrificirt werden / dass sie durch ein Papier lauft / gibt ein wunderbarliche Solution überaus große Kräften / so wohl in Medicina als Alchimie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.275599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3274,"date":1659,"orig":"169. Dann dieſer liquor ein jedweder fein ☽ alſobalden verguͤldet/ auch nicht allein die geringe Metallen/ ſondern auch die vollkommene/ als ☉ vnd ☽ in ſich ſchlucket/ wie im gemeynen Waſſer ein gemeyn Saltz.","norm":"169. Dann dieser liquor ein jedweder fein ☽ alsobald vergüldet / auch nicht allein die geringe Metallen / sondern auch die vollkommene / als ☉ und ☽ in sich schlucket / wie im gemeinen Wasser ein gemein Salz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.79580020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3275,"date":1659,"orig":"170. Wann ſolches geſchehen/ hat man eine wunderbarliche Solution, damit ſo ſo wol in Alchymiâ, als Medicinâ wunder dinge außzurichten.","norm":"170. Wann solches geschehen / hat man eine wunderbarliche Solution, damit so so wohl in Alchimie, als Medicina Wunder Dinge auszurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916800022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3276,"date":1659,"orig":"171. Die Holtzkohlen/ obwohl ſie jhre gruͤne durchs Fewer verlohren/ ſo erlangen ſie dennoch ſolche vollkomlich wieder in der putrefaction, alſo daß der liquor grasgruͤn davon wird.","norm":"171. Die Holzkohlen / obwohl sie ihre grüne durchs Feuer verloren / so erlangen sie dennoch solche vollkomlich wieder in der Putrefaktion, also dass der liquor grasgrün davon wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.473899841308594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3277,"date":1659,"orig":"172.","norm":"172.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.960299968719482} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3278,"date":1659,"orig":"Dieſer grasgruͤne liquor iſt an ſich ſelber eine groſſe Medicin/ ein recht vmbgekehrtes Fewer/ oder coagulirte Sonnenſtrahlen.","norm":"Dieser grasgrüne liquor ist an sich selber eine große Medizin / ein recht umgekehrtes Feuer / oder koagulierte Sonnenstrahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.604899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3279,"date":1659,"orig":"173. Vnd weilen er gantz Fewrig/ iſt er von den Alten der gruͤne Loͤw genand worden/ ſo aber dem hungerigen gruͤnen Loͤwen/ die klare Sonn vorgeworffen wird/ ſo verſchlucket er dieſelbe im Augenblick/ vnd wird wunder ſtoltz davon.","norm":"173. Und weilen er ganz Feurig / ist er von den Alten der grüne Löwe genannt worden / so aber dem hungrigen grünen Löwen / die klare Sonne vorgeworfen wird / so verschlucket er dieselbe im Augenblick / und wird Wunder stolz davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259799957275391} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3280,"date":1659,"orig":"174. Wann dieſer Loͤw hernacher nur mit rechtmaͤſſigem Fewer bis zum vollkommenem alter geſpeiſet wird/ alsdann iſt ſein Blut ein Artzney fuͤr alle vnheylbare Kranckheiten.","norm":"174. Wann dieser Löwe hernach nur mit rechtmäßigem Feuer bis zum vollkommenem alter gespeist wird / alsdann ist sein Blut ein Arznei für alle unheilbare Krankheiten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.799300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3281,"date":1659,"orig":"175. Durch dieſe geheyme putrefaction koͤnnen wunderliche dinge zuwegen gebracht werden.","norm":"175. Durch diese geheime Putrefaktion können wunderliche Dinge zuwegen gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.42710018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3282,"date":1659,"orig":"176. Ein einiges ℔. vmbgekehrtes Vegetabile, Animale, oder Minerale beſitzet mehr Medicinaliſche Tugenden vnd Kraͤfften/ als ſonſten des ohnuͤmbgekehrten etliche 100. Pfunden.","norm":"176. Ein einiges ℔. umgekehrtes Vegetabile, Animale, oder Minerale besitzet mehr Medizinalesche Tugenden und Kräften / als sonsten des unumgekehrten etliche 100. Pfunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.623199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3283,"date":1659,"orig":"177. Weilen ſo wol das vmbgekehrte Vegetabile, vnd Animale, als Minerale an Tugend/ Krafft/ Geſtalt/ Farb/ Geruch/ vnd Wuͤrckung/ einander gantz gleich/ alſo kan ein ſolches Saltz billich das wahre Sal Mundi Univerſale genennet/ vnd auch dafuͤr gehalten werden.","norm":"177. Weilen so wohl das umgekehrte Vegetabile, und Animale, als Minerale an Tugend / Kraft / Gestalt / Farbe / Geruch / und Wirkung / einander ganz gleich / also kann ein solches Salz billig das wahre Soll Mundi Universale genannt / und auch dafür gehalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.953100204467773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3284,"date":1659,"orig":"178. Wann ein Vegetabile, Animale, oder Minerale ſich von etwas vermehren oder verbeſſern ſoll/ ſo muß es beynahe ſeines gleichen ſeyn/ auff daß es daſſelbige gern annehme/ vnd nahrung darauß ziehe.","norm":"178. Wann ein Vegetabile, Animale, oder Minerale sich von etwas vermehren oder verbessern soll / so muss es beinahe seinesgleichen sein / auf dass es dasselbe gern annehme / und Nahrung daraus ziehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.005199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3285,"date":1659,"orig":"179. Der Vegetabilien nahrung/ vermehrung/ oder beſte Mediein ſeynd verfaulte Vegetabilien/ dann vnverweſt koͤnnen ſie nichts helffen/ wann ſie auch viel Jahren trucken vnd vnverweſt bey jhnen ligen ſolten/ wann ſie aber verweſt beygethan werden/ alsdann die Wurtzel der Vegetabilien auß den verweſten oder verſaͤulten Vegetabilien jhre nahrung oder vermehrung zihet/ daraus zunimbt/ wachſet vnd ſich multipliciret.","norm":"179. Der Vegetabilien Nahrung / Vermehrung / oder beste Mediein sind verfaulte Vegetabilien / dann unverwest können sie nichts helfen / wann sie auch viel Jahren trocken und unverwest bei ihnen liegen sollten / wann sie aber verwest beigetan werden / alsdann die Wurzel der Vegetabilien aus den verwesten oder versäulten Vegetabilien ihre Nahrung oder Vermehrung ziehet / daraus zunimmt / wachset und sich multiplizieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.143400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3286,"date":1659,"orig":"180. Es ſey nun gleich die verweſung in der Animalien Leiber geſchehen/ oder ſonſten durch Kunſt dahin gebracht/ iſt dem Vegetabili gleich viel/ wann es ſich davon nehren oder Multipliciren kan.","norm":"180. Es sei nun gleich die Verwesung in der Animaleien Leiber geschehen / oder sonsten durch Kunst dahin gebracht / ist dem Vegetabile gleich viel / wann es sich davon nähren oder Multiplizieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.790900230407715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3287,"date":1659,"orig":"181.","norm":"181.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.154900074005127} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3288,"date":1659,"orig":"Eben alſo iſt es mit der Animaliſchen Nahrung vnd vermehrung zuverſtehen/ wann dieſelbe ſich nehren/ vermehren vnd wachſen ſollen/ jhnen etwas muß geben werden/ davon ſie nahrung vnd vermehrung zihen koͤnnen/ es ſeyen gleich Vegetabilien oder Animalien ſolche zuvorn/ wann ſie grob ſeyn/ durchs Fewers huͤlffe/ gekocht/ gebacken/ gebraten/ oder in eine ſolche Subſtantz bereytet/ daß ſie von dem Magen koͤnnen angenommen/ behalten/ vnd vollends dahin digerirt oder putrificirt werden/ auff daß das Animale ſeine Nahrung oder vermehrung daraus zihen moͤge.","norm":"Eben also ist es mit der animalischen Nahrung und Vermehrung zu verstehen / wann dieselbe sich nähren / vermehren und wachsen sollen / ihnen etwas muss geben werden / davon sie Nahrung und Vermehrung ziehen können / es seien gleich Vegetabilien oder Animaleien solche zuvor / wann sie grob sein / durchs Feuers Hilfe / gekocht / gebacken / gebraten / oder in eine solche Substanz bereitet / dass sie von dem Magen können angenommen / behalten / und vollends dahin digeriert oder putrificirt werden / auf dass das Animale seine Nahrung oder Vermehrung daraus ziehen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3289,"date":1659,"orig":"182.","norm":"182.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.150399923324585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3290,"date":1659,"orig":"Geben alſo die verfaulte tode Vegetabilien den wachſenden lebendigen jhre beſte nahrung vnd Medicin.","norm":"Geben also die verfaulte Tode Vegetabilien den wachsenden lebendigen ihre beste Nahrung und Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.03249979019165} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3291,"date":1659,"orig":"183. Daß aber die verweſte Animalien/ eben ſo wol vnd noch beſſer als die Vegetabilien/ der Vegetabilien nahrung/ ſpeiſe vnd vermehrung ſeyn koͤnnen/ iſt zwar nicht jederman/ doch ſehr wenigen bekand/ aber gar nicht im gebrauch.","norm":"183. Dass aber die verweste Animaleien / eben so wohl und noch besser als die Vegetabilien / der Vegetabilien Nahrung / speise und Vermehrung sein können / ist zwar nicht jedermann / doch sehr wenigen bekannt / aber gar nicht im Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8414998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3292,"date":1659,"orig":"184. Daß aber die vmbgekehrte Metallen vnd Mineralien den Vegetabilien auch eine nahrung vnd beſſer Medicin/ als die Vegetabilien vnd Animalien/ ſeyn ſolten/ iſt niemand bekand als allein denen/ welche in der Natur wol erfahren.","norm":"184. Dass aber die umgekehrte Metallen und Mineralien den Vegetabilien auch eine Nahrung und besser Medizin / als die Vegetabilien und Animaleien / sein sollten / ist niemand bekannt als allein denen / welche in der Natur wohl erfahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.564499855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3293,"date":1659,"orig":"185. Deßgleichen Nutriren vnd Multipliciren ſo wol die Vegetabilien/ als Animalien (bekanter weiſe) die Animalien.","norm":"185. Desgleichen Nutrieren und Multiplizieren so wohl die Vegetabilien / als Animaleien (bekannterweise) die Animaleien.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.579400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3294,"date":1659,"orig":"186. Daß aber die Mineralia ſolches auch thun/ iſt noch wenigen bekant.","norm":"186. Dass aber die Mineralia solches auch tun / ist noch wenigen bekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.547599792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3295,"date":1659,"orig":"187.","norm":"187.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.11459994316101} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3296,"date":1659,"orig":"Eben alſo vnbekant iſt es geblieben/ bis auff dieſe ſtund/ vnd wird auch ſo bald nicht gemeyn werden/ daß ſich die Mineralien von den Vegetabilien vnd Animalien/ nehren vnd vermehren ſolten.","norm":"Eben also unbekannt ist es geblieben / bis auf diese stand / und wird auch so bald nicht gemein werden / dass sich die Mineralien von den Vegetabilien und Animaleien / nähren und vermehren sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151899814605713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3297,"date":1659,"orig":"188. Daß aber ſolches wahr ſey/ findet man verdeckter weiſe bey den wahren Philoſophis genugſam beſchrieben.","norm":"188. Dass aber solches wahr sei / findet man verdeckter weise bei den wahren Philosophis genügsam beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.445099830627441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3298,"date":1659,"orig":"189. Dann ſo ein Medicin/ Univerſale ſoll genennet werden/ ſo muß ſi auch nothwendig Univerſaliter Wuͤrcken/ ſie ſey gleich bereytet/ worauß ſie wolle/ vnd den Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien zu huͤlffe kommen/ ſolche ſpeiſen/ nehren vnd vermehren/ oder ſo ſie dieſes nicht thut/ auch des nahmens Univerſale nich wuͤrdig iſt.","norm":"189. Dann so ein Medizin / Universale soll genannt werden / so muss sie auch notwendig Universaliter Wirken / sie sei gleich bereitet / woraus sie wolle / und den Vegetabilien / Animaleien und Mineralien zu Hilfe kommen / solche speisen / nähren und vermehren / oder so sie dieses nicht tut / auch des Namens universale nicht würdig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5528998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3299,"date":1659,"orig":"190. Ob ſchon bekant/ daß die Animalia kraͤfftiger als die Vegetabilien/ vnd die Mineralia maͤchtiger als die Animalien/ ſo werden doch die Vegetabilen am ſicherſten gebraucht weilen ſie ehender vnd leichter dahin zu verwandeln/ daß ſie Univerſaliter nehren vnd vermehren.","norm":"190. Ob schon bekannt / dass die Animalia kräftiger als die Vegetabilien / und die Mineralia mächtiger als die Animaleien / so werden doch die Vegetabilen am sichersten gebraucht weilen sie eher und leichter dahin zu verwandeln / dass sie Universaliter nähren und vermehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.042900085449219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3300,"date":1659,"orig":"191. Laͤſt man zu/ daß die Animalien den Vegetabilien eine beſſere ſpeiſe vnd vermehrung als die Vegetabilien ſelbſten ſeyn koͤnnen/ ſo muß man auch zulaſſen/ daß die Mineralia noch eine beſſere oder allerbeſte darzu ſeyn muͤſſen.","norm":"191. Lässt man zu / dass die Animaleien den Vegetabilien eine bessere speise und Vermehrung als die Vegetabilien selbst sein können / so muss man auch zulassen / dass die Mineralia noch eine bessere oder allerbeste dazu sein müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993199825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3301,"date":1659,"orig":"192.","norm":"192.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.56850004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3302,"date":1659,"orig":"Wann man die Vegetabilia durch Vegetabilia Miſtet oder Duͤnget/ ſo kan ſolchte tuͤng nur etliche Jahren wehren/ das erſte Jahr iſt ſie am kraͤfftigſten/ das ander ſchon geringer/ das dritte noch geringer/ vnd ſo fort an.","norm":"Wann man die Vegetabilia durch Vegetabilia mistet oder Dünget / so kann solche tüng nur etliche Jahren wehren / das erste Jahr ist sie am kräftigsten / das ander schon geringer / das dritte noch geringer / und so fort an.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6616997718811035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3303,"date":1659,"orig":"193. So aber die Duͤngung durch Animalien geſchicht/ als Beiner/ Hoͤrner/ Klawen/ Wollen/ Haut/ Haar vnd Fleiſch der Thier/ ſo kan ſie noch einmal ſo lange wehren vnd gegen halten als die Vegetabiliſche/ welches niemand wiederꝛeden wird.","norm":"193. So aber die Düngung durch Animaleien geschieht / als Beiner / Hörner / Klan / Wollen / Haut / Haar und Fleisch der Tier / so kann sie noch einmal so lange wehren und gegen halten als die Vegetabilische / welches niemand wiederreden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.194200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3304,"date":1659,"orig":"194. Vnd ſo man die Vegetabilien als Korn/ Wein/ vnd alles Kraut vnd gras mit Mineralien als einem Sulphuriſchem Saltz/ Duͤnget/ ſo bleibet ſolche Duͤng gern 3. oder 4. mahl laͤnger als die Vegetabiliſche oder Animaliſche; welches/ obwohlen es noch zur zeit bey dem gemeynen Mann vnbekant/ auch bey den Alten Philoſophis vmb gewiſſer vrſachen willen allzeit in hoͤchſter geheimb gehalten worden; dannoch bey dieſen letzten Zeiten/ vnd grundſuppen der boͤſen Welt/ (darinn alle heimlichkeiten offenbahr werden ſollen) mit der zeit vollends herauß kommen vnd bekant werden wird.","norm":"194. Und so man die Vegetabilien als Korn / Wein / und alles Kraut und Gras mit Mineralien als einem Sulphurischem Salz / Dünget / so bleibt solche Düng gern 3. oder 4. Mal länger als die Vegetabilische oder Animalische; welches / obwohl es noch zur Zeit bei dem gemeinen Mann unbekannt / auch bei den Alten Philosophis um gewisser Ursachen Willen allzeit in höchster geheim gehalten worden; dennoch bei diesen letzten Zeiten / und Grundsuppen der bösen Welt / (darin alle Heimlichkeiten offenbar werden sollen) mit der Zeit vollends herauskommen und bekannt werden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377099990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3305,"date":1659,"orig":"195. Die Mineraliſche fettigkeit iſt der Erden fruchtbarer als die Vegetabiliſche.","norm":"195. Die Mineralische Fettigkeit ist der Erden fruchtbarer als die Vegetabilische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991300106048584} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3306,"date":1659,"orig":"196. Alle wachſende dinge ſind an denen orthen/ da etwan die Erden mit Bergwachs/ Steinkohlen/ oder dergleichen Fettigkeit imprægnirt iſt/ ſehr wolgeſchmackt/ vnd kraͤfftig.","norm":"196. Alle wachsende Dinge sind an denen Orten / da etwan die Erden mit Bergwachs / Steinkohlen / oder dergleichen Fettigkeit imprägniert ist / sehr wolgeschmackt / und kräftig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860199928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3307,"date":1659,"orig":"197. In gantz Deutſchland iſt kein wolgeſchmackter Fleiſch der Thier als vmb Luͤttig/ da der grund allenthalben voll Bergwachs/ Steinkohlen/ oder dergleichen Mineraliſchen fettigkeiten erfuͤllet/ zufinden.","norm":"197. In ganz Deutschland ist kein wolgeschmackter Fleisch der Tier als um Lüttig / da der Grund allenthalben voll Bergwachs / Steinkohlen / oder dergleichen mineralischen Fettigkeiten erfüllet / zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.35890007019043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3308,"date":1659,"orig":"198. Von ſolcher Fettigkeit hat das Gras ſeine nahrung/ vnd wird alſo durch das Gras dem Vihe beygebracht.","norm":"198. Von solcher Fettigkeit hat das Gras seine Nahrung / und wird also durch das Gras dem Viehe beigebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.320899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3309,"date":1659,"orig":"199. Die eynfache Mineraliſche kraͤfften ſeynd doppelte Vegetabiliſche kraͤfften.","norm":"199. Die einfache mineralische Kräften sind doppelte Vegetabilische Kräften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.962600231170654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3310,"date":1659,"orig":"200. Die Vegetabiliſche aber in die weite zerſtrewte Mineraliſche kraͤfften.","norm":"200. Die Vegetabilische aber in die weite zerstreute mineralische Kräften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6184000968933105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3311,"date":1659,"orig":"201. Gleich wie nun die Animalia den Vegetabilien in kraͤfften vorgehen.","norm":"201. Gleich wie nun die Animalia den Vegetabilien in Kräften vorgehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.483099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3312,"date":1659,"orig":"202. Alſo gehen auch die Mineralien den Animalien vnd Vegetabilien vor.","norm":"202. Also gehen auch die Mineralien den Animaleien und Vegetabilien vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.546999931335449} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3313,"date":1659,"orig":"203.","norm":"203.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.616300106048584} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3314,"date":1659,"orig":"Dann bey den Mineralien aller Vegetabilien lieblicher geruch/ anmuͤtiger geſchmack/ vnd alle farben vollkomblich zu finden.","norm":"Dann bei den Mineralien aller Vegetabilien lieblicher Geruch / anmutiger Geschmack / und alle Farben vollkomblich zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.962299823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3315,"date":1659,"orig":"204. Wie dann ſolche Farben/ Geruch/ Gſchmack/ vnd Tugenden/ realiter darauß zu bringen/ vnd ad oculum zu demonſtriren/ wann man allein ſolche Magneten leget/ welche attrahiren/ vnd das verborgene ſichtbar machen.","norm":"204. Wie dann solche Farben / Geruch / Geschmack / und Tugenden / realiter daraus zu bringen / und ad oculum zu demonstrieren / wann man allein solche Magneten leget / welche attrahieren / und das verborgene sichtbar machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.519000053405762} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3316,"date":1659,"orig":"205. Nach deme der Magnet iſt/ nach deme zieht er auch an ſich/ vnd nur ſeines gleichen/ vnd ſonſten nichts anders.","norm":"205. Nachdem der Magnet ist / nach dem zieht er auch an sich / und nur seinesgleichen / und sonsten nichts anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3317,"date":1659,"orig":"206. Wann ein Menſch oder ein ander Animale, von dergleichen Vegetabilien/ (welche auß dem Sale Sulphurato gewachſen) ſich nehret/ oder ſpeiſet/ wachſet/ zunimbt/ vnd ſich verm ehret; warumb ſolte dann gedachtes Sal Sulphuratum, davon ſich die Vegetabilien vnd Animalien nehren vnd vermehren/ nicht auch ſeines gleichen/ die Metallen vermehren vnd verbeſſern/ oder jhnen eine Medicina Univerſalis, (wie den Vegetabilien vnd Animalien) ſeyn koͤnnen?","norm":"206. Wann ein Mensch oder ein ander Animale, von dergleichen Vegetabilien / (welche aus dem Sale Sulphurato gewachsen) sich nähret / oder speist / wachset / zunimmt / und sich m ehret; warum sollte dann gedachtes Soll Sulphuratum, davon sich die Vegetabilien und Animaleien nähren und vermehren / nicht auch seinesgleichen / die Metallen vermehren und verbessern / oder ihnen eine Medicina Universalis, (wie den Vegetabilien und Animaleien) sein können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8678998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3318,"date":1659,"orig":"207. Kan ein Minerale (als dieſes Sal Sulphuratum) zu einem Vegetabile, vnd Animale werden/ ſelbe in jhrer natur vnd weſen vermehren/ warumb ſolte es dann auch nit die Metallen vermehren oder verbeſſern koͤnnen?","norm":"207. Kann ein Minerale (als dieses Soll Sulphuratum) zu einem Vegetabile, und Animale werden / selbe in ihrer Natur und Wesen vermehren / warum sollte es dann auch nicht die Metallen vermehren oder verbessern können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.599299907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3319,"date":1659,"orig":"Dann hierauß allbereyt genugſam erwieſen/ daß auß den Mineralien/ Vegetabilien vnd Animalien werden.","norm":"Dann hieraus allbereyt genügsam erwiesen / dass aus den Mineralien / Vegetabilien und Animaleien werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9039998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3320,"date":1659,"orig":"Warumb ſolten dann auch nicht auß den Vegetabilien (die Animalien vnd Mineralien) vnd auß den Animalien (die Vegetabilien vnd Mineralien) zu machen ſeyn?","norm":"Warum sollten dann auch nicht aus den Vegetabilien (die Animaleien und Mineralien) und aus den Animaleien (die Vegetabilien und Mineralien) zu machen sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.800400018692016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3321,"date":1659,"orig":"208. Iſt alſo ein jedweder Vegetabile Animale, oder Minerale, wann es ad primam Materiam, id eſt, Sal Sulphureum, gebracht worden/ bequaͤm darauß zu machen was man ſelber wil.","norm":"208. Ist also ein jedweder Vegetabile Animale, oder Minerale, wann es ad primam Materiam, id est, Soll Sulphureum, gebracht worden / bequem daraus zu machen was man selber will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.145800113677978} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3322,"date":1659,"orig":"209. Nicht der gemeyne/ noch der auff eine Secrete weiſe verfaulte Miſt/ ſondern das darinnen verborgen Univerſal Saltz/ laͤſt ſich verwandeln/ vnd verwandelt oder verbeſſert auch andere dinge.","norm":"209. Nicht der gemeine / noch der auf eine Secrete weise verfaulte Mist / sondern das Darinnen verborgen Universal Salz / lässt sich verwandeln / und verwandelt oder verbessert auch andere Dinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3323,"date":1659,"orig":"210. Hierauß iſt genugſam zu ſehen/ daß groſſe heimlichkeiten in dem verachtetem Miſt verborgen.","norm":"210. Hieraus ist genügsam zu sehen / dass große Heimlichkeiten in dem verachtetem Mist verborgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.22599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3324,"date":1659,"orig":"211.","norm":"211.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.192300081253051} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3325,"date":1659,"orig":"Auß einem Vegetabili, wann es durch die Spagiriſche kunſt vmbgekehrt wird/ kan es nicht allein ſeines gleichen den Vegetabilien ſondern auch den Animalien vnd Mineralien/ ein Medicin vnd verbeſſerung ſeyn.","norm":"Aus einem Vegetabile, wann es durch die Spagirische Kunst umgekehrt wird / kann es nicht allein seinesgleichen den Vegetabilien sondern auch den Animaleien und Mineralien / ein Medizin und Verbesserung sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9567999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3326,"date":1659,"orig":"212. Dahero beweißlich/ daß in einem ſtinckendem Miſt/ oder verfaultem Gras oder Kraut/ ein Univerſal Medicin verborgen.","norm":"212. Daher beweislich / dass in einem stinkendem Mist / oder verfaultem Gras oder Kraut / ein Universal Medizin verborgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.287499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3327,"date":1659,"orig":"213. Es iſt moͤglich/ auß den Vegetabilien die hoͤchſte Univerſal Medicin/ auff Menſchen vnd Metallen zu bereyten/ im Nothfall.","norm":"213. Es ist möglich / aus den Vegetabilien die höchste Universal Medizin / auf Menschen und Metallen zu bereiten / im Notfall.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.669000148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3328,"date":1659,"orig":"214. Sonſten iſt noch ein anderer naͤherer Weg hierzu.","norm":"214. Sonsten ist noch ein anderer näherer Weg hierzu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.805300235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3329,"date":1659,"orig":"215. Dann die Vegetabilien beſſer vnd lieber mit den Vegetabilien/ die Animalia mit den Animalien/ vnd Mineralia mit Mineralien ſich pahren/ vermehren/ oder multipliciren/ als die Vegetabilien mit den Mineralien/ oder Mineralien mit den Vegetabilien thun.","norm":"215. Dann die Vegetabilien besser und lieber mit den Vegetabilien / die Animalia mit den Animaleien / und Mineralia mit Mineralien sich paaren / vermehren / oder multiplizieren / als die Vegetabilien mit den Mineralien / oder Mineralien mit den Vegetabilien tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.158100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3330,"date":1659,"orig":"216. Das Vegetabiliſche Reiche kan mit dem Mineraliſchen in Freundſchafft vereiniget werden.","norm":"216. Das Vegetabilische Reiche kann mit dem Mineralischen in Freundschaft vereiniget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.406300067901611} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3331,"date":1659,"orig":"217. Wird derohalben nochmahlen mit wahrheit vnd gewiſſer Experientz geſagt/ wann ein Vegetabile, oder Animale, durch die wahre Kunſt in ſein erſtes Weſen wieder zuruͤck gebracht wird/ daß es einem zuruͤck ad primam materiam gebrachtem Metall in allen dingen gleich ſeyn wird.","norm":"217. Wird derohalben nochmals mit Wahrheit und gewisser Experientz gesagt / wann ein Vegetabile, oder Animale, durch die wahre Kunst in sein erstes Wesen wieder zurückgebracht wird / dass es einem zurück ad primam materiam gebrachtem Metall in allen Dingen gleich sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.254300117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3332,"date":1659,"orig":"218. Allein der Salpeter welcher auß den verfaulten Vegetabilien kompt/ iſt zeugnus genug/ daß auch in dem gemeynem faulem Miſt etwas den Mineralien gut/ verborgen ſtecke.","norm":"218. Allein der Salpeter welcher aus den verfaulten Vegetabilien kommt / ist Zeugnis genug / dass auch in dem gemeinem faulem Mist etwas den Mineralien gut / verborgen stecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756700038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3333,"date":1659,"orig":"219. Der brennende Sulphur aber/ welcher einem Mineraliſchen Sulphur gantz gleich iſt/ vnd innerhalb wenig ſtunden lang zeit auß einem jedwederem Vegetabili zu bereyten/ bezeuget ſolches vollkomlich.","norm":"219. Der brennende Sulphur aber / welcher einem Mineralischen Sulphur ganz gleich ist / und innerhalb wenig Stunden lang Zeit aus einem jedwedem Vegetabile zu bereiten / bezeuget solches vollkomlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802199840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3334,"date":1659,"orig":"220. Wer nicht weiß noch verſtehet/ was in dem verachtetem (das iſt/ zuruͤck gebrachten Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien) ſtecket/ der darff ſich keiner wahren Philoſophy ruͤhmen/ ſondern weiß ſo viel davon zu ſagen als der Blinde von Farben.","norm":"220. Wer nicht weiß noch verstehet / was in dem verachtetem (das ist / zurück gebrachten Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien) stecket / der darf sich keiner wahren Philosophie rühmen / sondern weiß so viel davon zu sagen als der Blinde von Farben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.18310022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3335,"date":1659,"orig":"221.","norm":"221.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.241199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3336,"date":1659,"orig":"Das Sal Eſſentiale Univerſale iſt ſo wol in den Vegetabilien vnd Animalien/ als Mineralien zu finden.","norm":"Das Soll Essentiale Universale ist so wohl in den Vegetabilien und Animaleien / als Mineralien zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.990200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3337,"date":1659,"orig":"222. Vnd dieweilen die Vegetabilia vnd Animalia noch ſo hart nicht verſchloſſen/ als die Mineralia, deſto leichter iſt darzu zugelangen.","norm":"222. Und dieweilen die Vegetabilia und Animalia noch so hart nicht verschlossen / als die Mineralia, desto leichter ist dazu zugelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.818699836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3338,"date":1659,"orig":"223. Dann alle Vegetabilien geben ohne zuthun oder huͤlfe der Animalien einen guten Salpeter/ vnd die Animalien ohne zuthun der Vegetabilien vnd Mineralien/ geben ſolchen auch.","norm":"223. Dann alle Vegetabilien geben ohne zutun oder hülfe der Animaleien einen guten Salpeter / und die Animaleien ohne Zutun der Vegetabilien und Mineralien / geben solchen auch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593400001525879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3339,"date":1659,"orig":"224.","norm":"224.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.166899919509887} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3340,"date":1659,"orig":"Eben alſo kan auch auß den Mineralien/ (als Saltz vnd Schwebel) ohne einiges zuthun/ oder huͤlfe der Vegetabilien/ oder Animalien ein guter Salpeter bereytet werden.","norm":"Eben also kann auch aus den Mineralien / (als Salz und Schwäbel) ohne einiges zutun / oder hülfe der Vegetabilien / oder Animaleien ein guter Salpeter bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.594299793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3341,"date":1659,"orig":"225. Es ſtecket auch der Salpeter in aller Erden/ Lufft/ Waſſer vnd Fewer verborgen.","norm":"225. Es stecket auch der Salpeter in aller Erden / Luft / Wasser und Feuer verborgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94189977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3342,"date":1659,"orig":"226.","norm":"226.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.467700004577636} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3343,"date":1659,"orig":"Die 3. vnterſchiedene Reiche der groſſen Welt/ als das Vegetabiliſche/ Animaliſche/ vnd Mineraliſche/ ſeynd ſo weit nicht von einander/ daß ſie nicht in Natur vnd Weſen einander ſolten koͤnnen gleich werden.","norm":"Die 3. unterschiedene Reiche der großen Welt / als das Vegetabilische / Animalische / und Mineralische / sind so weit nicht voneinander / dass sie nicht in Natur und Wesen einander sollten können gleich werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337100028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3344,"date":1659,"orig":"227. Dieweilen wir das jenige/ davon wir herkommen/ darinnen wir leben/ davon wir vns ernehren vnd vnterhalten/ dareyn wir wiederumb verwandelt werden/ nicht erkennen/ noch begreiffen/ was darhinder verborgen ſtecket/ nichts wollen noch begehren zu wiſſen/ ſondern auß Hochmuth verachten; ſo bleiben vns die groſſe Secreta der Natur verhorgen.","norm":"227. Dieweilen wir dasjenige / davon wir herkommen / darinnen wir leben / davon wir uns ernähren und unterhalten / darein wir wiederum verwandelt werden / nicht erkennen / noch begreifen / was dahinter verborgen stecket / nichts wollen noch begehren zu wissen / sondern aus Hochmut verachten; so bleiben uns die große Secreta der Natur verhorn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2758002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3345,"date":1659,"orig":"228. Die Vegetabilia, Animalia, vnd Mineralia muͤſſen durch einen kunſtlichen Magen zu Miſt verfaulet/ oder ad primam materiam (auß welcher ein Medicin auff Menſchen vnd Metallen zuverfertigen) zuruͤck gebracht werden.","norm":"228. Die Vegetabilia, Animalia, und Mineralia müssen durch einen kunstlichen Magen zu Mist verfaulet / oder ad primam materiam (aus welcher ein Medizin auf Menschen und Metallen zuverfertigen) zurückgebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.273799896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3346,"date":1659,"orig":"229. Eine ſolche zuruͤck bringung aller dingen ad primam materiam, iſt einem erfahrnem Chymico, in wenig ſtunden zu thun moͤglich.","norm":"229. Eine solche zurück Bringung aller Dingen ad primam materiam, ist einem erfahrenem Chymico, in wenig Stunden zu tun möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.087699890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3347,"date":1659,"orig":"230. Wird nochmahlen geſagt/ wann ein hartes compactes Metall wieder zuruͤck ad primammateriam (darzu viel zeit/ muͤhe/ vnd koſten gehoͤrt) vnd ein Vegetabile (innerhalb dreyen ſtunden) auch ſo weit gebracht wird/ das beyde alsdann/ einerley geruch/ geſchmack/ geſtalt/ krafft vnd wurckung in Medicinâ haben.","norm":"230. Wird nochmals gesagt / wann ein hartes kompaktes Metall wieder zurück ad primammateriam (dazu viel Zeit / Mühe / und kosten gehört) und ein Vegetabile (innerhalb drei Stunden) auch so weit gebracht wird / das beide alsdann / einerlei Geruch / Geschmack / Gestalt / Kraft und wurckung in Medicina haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.106299877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3348,"date":1659,"orig":"231. So man aber auß der primâ Materiâ Vegetabilium Metalliſche geſtalten herfuͤr bringen wolte/ ſo muͤſte auch ein Metalliſcher Saame dareyn geſaͤet werden/ vnd nach art des Saamens alsdann auch ein Metalliſches augmentum oder multiplication, erfolgen wuͤrde; dann was man ſaͤet/ daſſelbige man auch eynerndet.","norm":"231. So man aber aus der prima Materie Vegetabilium Metallische gestalten herfür bringen wollte / so müsste auch ein Metallischer Same darein gesät werden / und nach Art des Samens alsdann auch ein Metallisches augmentum oder Multiplikation, erfolgen würde; dann was man säet / dasselbe man auch einerntet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3349,"date":1659,"orig":"232. Es wachſen auß einer Erden/ neben einander vielerley art vnd geſchlechten der Kraͤuten als ſuͤß/ ſaur/ bitter/ ſcharpff/ kalt/ hitzig/ gruͤn/ gelb/ roth/ vnd allerley farben/ geſchmacken/ geſtalten/ vnd kraͤfften allein auß einem verfaultem vnd in primam materiam zuruͤck gebrachtem Vegetabili.","norm":"232. Es wachsen aus einer Erden / nebeneinander vielerlei Art und Geschlechtern der Krauten als süß / sauer / bitter / scharf / kalt / hitzig / grün / gelb / rot / und allerlei Farben / Geschmacke / gestalten / und Kräften allein aus einem verfaultem und in primam materiam zurück gebrachtem Vegetabile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.47569990158081} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3350,"date":1659,"orig":"233. So aber die Mineralien oder Metallen darauß ſolten multiplicirt werden/ welches gar wol moͤglich/ ſo muͤſte ſolche multiplication nicht geſchehen/ wie bey den Vegetabilien vnd Animalien/ ſondern allein das reineſte ſulphuriſche Saltz der Vegetabilien (welches gemeynſchafft mit den Mineralien hat) von den vnnuͤtzen fecibus geſchieden/ vnd ein Metalliſcher Saame dareyn geſaͤct werden.","norm":"233. So aber die Mineralien oder Metallen daraus sollten multipliziert werden / welches gar wohl möglich / so müsste solche Multiplikation nicht geschehen / wie bei den Vegetabilien und Animaleien / sondern allein das reinste sulphurische Salz der Vegetabilien (welches Gemeinschaft mit den Mineralien hat) von den unnützen fecibus geschieden / und ein Metallischer Same darein gesägt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064300060272217} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3351,"date":1659,"orig":"234. Als dann der Metalliſche Saame/ einem Vegetabiliſchen gleich/ ſich daraus nehren vnd vermehren koͤnte.","norm":"234. Als dann der Metallische Same / einem Vegetabilischen gleich / sich daraus nähren und vermehren könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.719799995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3352,"date":1659,"orig":"235. Die prima materia der Animalien iſt kraͤfftiger als der Vegetabilien/ der Mineralien aber am aller kraͤfftigſten.","norm":"235. Die prima materia der Animaleien ist kräftiger als der Vegetabilien / der Mineralien aber am aller kräftigsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.172500133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3353,"date":1659,"orig":"236. Vnd wann die primæ materiæ dieſer dreyen Reichen/ als Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien gegen einander gehalten werden/ ſind dieſelbe an geſchmack vnd tugend einander nicht vngleich.","norm":"236. Und wann die primae materiae dieser drei Reichen / als Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien gegen einander gehalten werden / sind dieselbe an Geschmack und Tugend einander nicht ungleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837200164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3354,"date":1659,"orig":"237. Doch die Animaliſche den Vegetabiliſchen/ vnd die Mineraliſche den Animaliſchen etwas vorzuziehen.","norm":"237. Doch die Animalische den Vegetabilischen / und die Mineralische den Animalischen etwas vorzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3355,"date":1659,"orig":"238. Dann der Animalien Sal eſſentiale univerſale viel ſchoͤner als der Vegetabilien vnd der Mineralien noch ſchoͤner vnd hoͤher an der Farb gefunden wird.","norm":"238. Dann der Animaleien Soll essentiale universale viel schöner als der Vegetabilien und der Mineralien noch schöner und höher an der Farbe gefunden wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.30620002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3356,"date":1659,"orig":"239. Obwohlen die prima materia Vegetabilium ſchoͤn roth vnd gelb von Farben erſcheinet/ ſo kan doch durch oͤffter ſolviren vnd coaguliren ſolche Farb an dem Sale Eſſentiali geſchieden werden/ daß das Saltz ſchoͤn klar vnd weiß wird/ wie ein gemeyner gelaͤuterter Salpeter anzuſehen.","norm":"239. Obwohl die prima materia Vegetabilium schön rot und gelb von Farben erscheinet / so kann doch durch öfter solvieren und koagulieren solche Farbe an dem Sale Essentiali geschieden werden / dass das Salz schön klar und weiß wird / wie ein gemeiner geläuterter Salpeter anzusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617700099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3357,"date":1659,"orig":"240. Die prima materia Animalium aber laͤſt ſeine roͤthe gar nicht gehen/ wie man gleich damit vmbgehen wuͤrde/ ſondern behaͤlt dieſelbe/ vnd ſchießt zwar auch ſtralicht an wie ein Salpeter aber nicht weiß/ ſondern ſchoͤn goldgelb/ hoͤher an Farb als ein Vranien-Apffel/ welches luſtig anzuſehen iſt; bevor wann dieſelbe nicht von fleiſch der Animalien/ ſondern von den Haaren/ Klawen/ Hoͤrnern/ oder dergleichen ſuperfluis naturæ bereyt worden.","norm":"240. Die prima materia Animalium aber lässt seine röte gar nicht gehen / wie man gleich damit umgehen würde / sondern behält dieselbe / und schießt zwar auch strahlig an wie ein Salpeter aber nicht weiß / sondern schön goldgelb / höher an Farbe als ein Vranien-Apffel / welches lustig anzusehen ist; bevor wann dieselbe nicht von Fleisch der Animaleien / sondern von den Haaren / Klan / Hörnern / oder dergleichen superfluis naturae bereit worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.250899791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3358,"date":1659,"orig":"241. Dann allezeit in dem ſuperfluo naturæ mehr Krafft befunden wird als in der Natur ſelbſten; Wie zu ſehen bey einem Baum/ welcher an kraͤfften vnd tugenden dieſer Erden/ daraus er gewachſen/ weit vorgehet.","norm":"241. Dann allezeit in dem superfluo naturae mehr Kraft befunden wird als in der Natur selbst; Wie zu sehen bei einem Baum / welcher an Kräften und Tugenden dieser Erden / daraus er gewachsen / weit vorgehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.31279993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3359,"date":1659,"orig":"242. Wann jemand ein gute Medicin auß den Animalien bereyten wil/ ſo nehme er kein Fleiſch oder Blut/ ſondern nur die Haar/ Hoͤrner/ Zaͤhn/ vnd Klawen/ als ſuperflua des Fleiſches vnd Blutes.","norm":"242. Wann jemand ein gute Medizin aus den Animaleien bereiten will / so nehme er kein Fleisch oder Blut / sondern nur die Haar / Hörner / Zähne / und Klan / als superflua des Fleisches und Blutes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.762899875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3360,"date":1659,"orig":"243. Ein Pfund Haar oder Hoͤrner Duͤnget mehr/ als ſonſten 10. Pfunden des beſten Vegetabilis nicht thun koͤnte.","norm":"243. Ein Pfund Haar oder Hörner Dünget mehr / als sonsten 10. Pfunden des besten Vegetabiles nicht tun könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.784299850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3361,"date":1659,"orig":"244.","norm":"244.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.604300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3362,"date":1659,"orig":"Auß einem Pfund Haar der Animalien/ iſt innerhalb dreyen ſtunden beynahe ein halbes Pfund Salis Eſſentialis zuerlangen/ einem gemeynem Salpeter gleich an zuſehen/ doch hoch von Farben/ deme kaum das Gold an ſchoͤne zuvergleichen/ dann ein einiges Loth dieſes Saltzes ein groſſe quantitaͤt Waſſers goldgelb Faͤrben kan.","norm":"Aus einem Pfund Haar der Animaleien / ist innerhalb drei Stunden beinahe ein halbes Pfund Salis Essentialis zuerlangen / einem gemeinem Salpeter gleich anzusehen / doch hoch von Farben / dem kaum das Gold an schöne zuvergleichen / dann ein einiges Lot dieses Salzes ein große Quantität Wassers goldgelb Färben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.47160005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3363,"date":1659,"orig":"245. Alſo einen hochgradirten Sulphur das Sal Eſſentiale Animalium fuͤhret/ welches wenigen bekand iſt.","norm":"245. Also einen hochgradierten Sulphur das Soll Essentiale Animalium führt / welches wenigen bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.951399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3364,"date":1659,"orig":"246. Was nun dieſes Saltz fuͤr Kraͤfften beſitze/ kan jeder leichtlich erachten.","norm":"246. Was nun dieses Salz für Kräften besitze / kann jeder leichtlich erachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.888599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3365,"date":1659,"orig":"247. Ein ſolches Edle guͤldiſche Saltz erlanget man allein durch ein Secretes Philoſophiſches Fewer welches die Principia gar nicht zerſtoͤret/ ſondern dieſelbe geſaͤmptlich rein von jhren fecibus ſcheydet.","norm":"247. Ein solches Edle güldische Salz erlanget man allein durch ein Sekretes Philosophisches Feuer welches die Principia gar nicht zerstöret / sondern dieselbe gesämptlich rein von ihren fecibus scheidet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.627099990844727} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3366,"date":1659,"orig":"248. Die Natur iſt gar reich von Schaͤtzen/ es kompt aber niemand darzu/ es ſey jhme dann eine Thuͤr geoͤffnet/ ohne welche er nur die aͤuſſere Huͤlſen/ den innern Kern aber nimmermehr zu ſehen bekompt.","norm":"248. Die Natur ist gar reich von Schätzen / es kommt aber niemand dazu / es sei ihm dann eine Tür geöffnet / ohne welche er nur die äußere Hülsen / den inneren Kern aber nimmermehr zu sehen bekommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980000019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3367,"date":1659,"orig":"249. Daher ein ſolches Goldfarbes Sal Eſſentiale Animalium viel mehr thun kan als ein Sal Eſſentiale Vegetabilium, nicht allein in Duͤngung der Vegetabilien/ ſondern auch in Medicinâ, bey den ſchwachen Menſchlichen Coͤrpern.","norm":"249. Daher ein solches Goldfarbe Soll Essentiale Animalium viel mehr tun kann als ein Soll Essentiale Vegetabilium, nicht allein in Düngung der Vegetabilien / sondern auch in Medicina, bei den schwachen menschlichen Körpern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237899780273437} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3368,"date":1659,"orig":"250. Es wird kein einiges Subjectum weiter vnter den Vegetabilien/ Animalien/ oder Mineralien gefunden welches alle ding lieber wachſen macht/ als ein Eſſentiale von den Haaren des Menſchen oder anderer Thieren bereytet.","norm":"250. Es wird kein einiges Subjectum weiter unter den Vegetabilien / Animaleien / oder Mineralien gefunden welches alle Ding lieber wachsen macht / als ein Essentiale von den Haaren des Menschen oder anderer Tieren bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.124100208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3369,"date":1659,"orig":"251. Welche durch eine beſonder Secrete weiſe vmbgekehrte Haar/ oder Goldgelbes ſchoͤne Sal Eſſentiale, leichtlich fuͤr eine der groͤſten Medicin aller Vegetabilien/ vnd Animalien zuhalten wehre.","norm":"251. Welche durch eine besondere Secrete weise umgekehrte Haar / oder goldgelbes schöne Soll Essentiale, leichtlich für eine der größten Medizin aller Vegetabilien / und Animaleien zuhalten wehre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.230500221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3370,"date":1659,"orig":"252. Wiewohl in andern Vegetab. Animal.","norm":"252. Wiewohl in anderen Vegetab . Animal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"af","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.736800193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3371,"date":1659,"orig":"vnd Mineralien auch groſſe Kraͤfften verborgen ſeyn.","norm":"und Mineralien auch große Kräften verborgen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.57390022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3372,"date":1659,"orig":"253. Die vnzeitige Weine im Faß zu zeitigen/ geſchicht alſo:","norm":"253. Die unzeitige Weine im Fass zu zeitigen / geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.2692999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3373,"date":1659,"orig":"Man rectificirt einen Spiritum Vini, oder nur Hefen-Brandtenwein per ſe aufs beſte/ daß er fein ſtarck werde/ denſelben gieß man hernach auff einen weiß gebrandten Weinſtein/ oder nur gebrandte Weinhefen:","norm":"Man rektifiziert einen Spiritum Vini, oder nur Hefen-Brandtenwein per se aufs beste / dass er fein stark werde / denselben gieße man hernach auf einen weiß gebrandeten Weinstein / oder nur gebrandete Weinhefen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808499813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3374,"date":1659,"orig":"iſt des Spiritus viel/ ſo muß man auch viel calcinirten Weinſtein dareyn thun/ nemblich auf ein jedweder ℔.","norm":"ist des Spiritus viel / so muss man auch viel kalzinierten Weinstein darein tun / nämlich auf ein jedweder ℔.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88670015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3375,"date":1659,"orig":"Spiritus, 4. Loth gebraͤndten pulveriſirten Weinſtein/ vnd als den noch einmal in einem kleinen Keſſelein uͤbergezogen/ ſo nimbt der Brandtewein von der gebrandten Weinhefen/ oder Weinſtein eine ſonderliche ſtaͤrcke zu ſich/ vnd wird gantz Fewrig werden.","norm":"Spiritus, 4. Lot gebrandeten pulverisierten Weinstein / und als den noch einmal in einem kleinen Kesseleien übergezogen / so nimmt der Branntwein von der gebrandeten Weinhefen / oder Weinstein eine sonderliche stärke zu sich / und wird ganz feurig werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75570011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3376,"date":1659,"orig":"254. Dieſes ſtarcken Brandteweins/ thut man ſo viel in den Newen-jaͤhrenden Moſt/ als man will.","norm":"254. Dieses starken Branntweins / tut man so viel in den Neuen-jährenden Most / als man will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.230500221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3377,"date":1659,"orig":"255. So man viel dareyn thut/ ſo wird auch der Wein deſto ſtaͤrcker; doch ſoll man auch nicht gar zuviel hineyn thun/ auff daß der Wein wol jaͤhren koͤnne; dann ſo der Wein nicht jaͤhren thaͤte/ ſo wuͤrde man an dem Weinſchmacken/ das Brandtewein dareyn kommen wehre/ vnd wuͤrde vnlieblich davon ſeyn.","norm":"255. So man viel darein tut / so wird auch der Wein desto stärker; doch soll man auch nicht gar zu viel hineintun / auf dass der Wein wohl jähren könne; dann so der Wein nicht jähren täte / so würde man an dem Weinschmacken / das Branntwein darein kommen wehre / und würde unlieblich davon sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.578700065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3378,"date":1659,"orig":"256. Zu einem jedwedern Franckfurter Ohm/ als vngefehr 120. gemeyner mittelmaͤſſigen Kannen/ ſoll man vier Maß dieſes ſtarcken Spiritus nehmen/ ſo erlangt der ſaure Wein ſtaͤrcke genug daß er fuͤr einen guten Wein paſſiren kan/ vnd zeitiget alſo dieſer Fewrige Spiritus den vnreyſſen Wein in dem Faß/ daß ein edler/ geſunder/ lieblicher/ vnd beſtaͤndiger Wein darauß werde.","norm":"256. Zu einem jedweden Frankfurter Ohm / als ungefähr 120. gemeiner mittelmäßigen Kannen / soll man vier Maß dieses starken Spiritus nehmen / so erlangt der saure Wein stärke genug dass er für einen guten Wein passieren kann / und zeitiget also dieser feurige Spiritus den vnreyssen Wein in dem Fass / dass ein edler / gesunder / lieblicher / und beständiger Wein daraus werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229000091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3379,"date":1659,"orig":"257.","norm":"257.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.835900068283081} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3380,"date":1659,"orig":"Nimbt man zu einem Ohm weniger als vier Maß dieſes Spiritus, ſo bleibt der Wein auch geringer.","norm":"Nimmt man zu einem Ohm weniger als vier Maß dieses Spiritus, so bleibt der Wein auch geringer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3381,"date":1659,"orig":"258. Vnd ſo man auff ein Ohm newen Wein 6. oder 8. Maß ſtarcken Spiritus nehme/ vnd darmit jaͤhren/ ſo wuͤrde der Wein auch zweymal ſo ſtarck/ vnd ſtaͤrcker als man jhn drincken koͤnte.","norm":"258. Und so man auf ein Ohm neuen Wein 6. oder 8. Maß starken Spiritus nehme / und damit jähren / so würde der Wein auch zweimal so stark / und stärker als man ihn trinken könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168600082397461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3382,"date":1659,"orig":"259. Solche uͤberſtarcke Weine koͤnte man gebrauchen/ andere alte verſchlagene matte Weine darmit zuverſtaͤrcken/ wann nemblich von dieſem uͤberſtarcken Wein/ ein halb Ohm/ auff einen gantzen Ohm geringen Wein gethan wuͤrde.","norm":"259. Solche überstarke Weine könnte man gebrauchen / andere alte verschlagene matte Weine damit zuverstärken / wann nämlich von diesem überstarken Wein / ein halb Ohm / auf einen ganzen Ohm geringen Wein getan würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3383,"date":1659,"orig":"260. Koͤnnen alſo durch huͤlffe eines ſolchen Spiritus nicht allein die newe Weine verbeſſert/ ſondern auch die alte geringe Weine wieder erfriſchet/ vnd verbeſſert weiden.","norm":"260. Können also durch Hilfe eines solchen Spiritus nicht allein die neue Weine verbessert / sondern auch die alte geringe Weine wieder erfrischet / und verbessert weiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69890022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3384,"date":1659,"orig":"261. Dieſes muß man alſo verſtehen/ daß in Herbſtzeiten alle geringe Weine verſtaͤrcket werden/ wann man den Spiritum jaͤhren laͤſt/ die alten Weine aber koͤnnen alſo/ vnd auff dieſe weiſe nicht verſtaͤrcket werden/ weilen dieſelbe nicht jaͤhren/ vnd ohne das jaͤhren ſoll man keinen Spiritum vnter die Weine thun/ dann nichts gutes darauß wird.","norm":"261. Dieses muss man also verstehen / dass in Herbstzeiten alle geringe Weine verstärkt werden / wann man den Spiritum jähren lässt / die alten Weine aber können also / und auf diese Weise nicht verstärkt werden / weilen dieselbe nicht jähren / und ohne das jähren soll man keinen Spiritum unter die Weine tun / dann nichts Gutes daraus wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.480800151824951} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3385,"date":1659,"orig":"262. So man aber die alte ſchlechte Weine ſtaͤrcker machen vnd verbeſſern wolte/ ſo muͤßte man ſolches mit einem verjohrnen uͤberſtarck gemachten newen Wein (darunter mehr Spiritus im jaͤhren kommen/ als in einen ſolchen/ den man alſo drincken wolte) verꝛichten.","norm":"262. So man aber die alte schlechte Weine stärker machen und verbessern wollte / so müsste man solches mit einem verjohrnen überstark gemachten neuen Wein (darunter mehr Spiritus im jähren kommen / als in einen solchen / den man also trinken wollte) verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60699987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3386,"date":1659,"orig":"263. Auff dieſe weiſe kan man alle Jahr zu Herbſtzeiten die newe Weine verbeſſern/ vnd auch ein theil newer Weine uͤberſtarck machen/ damit man die alte geringe Weine hernach durch das gantze Jahr verbeſſern kan.","norm":"263. Auf diese Weise kann man alle Jahr zu Herbstzeiten die neue Weine verbessern / und auch ein Teil neuer Weine überstark machen / damit man die alte geringe Weine hernach durch das ganze Jahr verbessern kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057499885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3387,"date":1659,"orig":"264. Vnd dieſes Saltz/ davon der ſtarcke Brandtewein abgezogen/ kan man wieder außgluͤen/ iſt wieder ſo gut/ als es zuvorn geweſen/ vnd kan alſo zum oͤfftern zu ſolcher arbeyt gebraucht werden/ alſo daß dieſe verſtaͤrckung der geringen Weinen gar wenig koſtet/ vnd doch viel gutes damit außgerichtet werden kan.","norm":"264. Und dieses Salz / davon der starke Branntwein abgezogen / kann man wieder ausglühen / ist wieder so gut / als es zuvor gewesen / und kann also zum Öfteren zu solcher Arbeit gebraucht werden / also dass diese Verstärkung der geringen Weinen gar wenig kostet / und doch viel Gutes damit ausgerichtet werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.021999835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3388,"date":1659,"orig":"265. Dann alles was zu dieſer verbeſſerung gebraucht wird/ man ſelber/ nemb lich den Spiritum auß der Hefen/ vnd kan man ſolche Hefen nicht beſſer anbringen/ als daß man den Spiritum davon ziehet/ vnd andere Weine im Herbſt darmit verſtaͤrcket.","norm":"265. Dann alles was zu dieser Verbesserung gebraucht wird / man selber / Nehm lich den Spiritum aus der Hefen / und kann man solche Hefen nicht besser anbringen / als dass man den Spiritum davon ziehet / und andere Weine im Herbst damit verstärkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.368899822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3389,"date":1659,"orig":"266. Deßgleichen kan man ſolche Hefen/ davon der Brandtewein gezogen/ trucknen/ in einem Haͤffners Ofen weißbrennen/ vnd den Rectificirten Spiritum noch einmal daruͤber abſtrahiren/ daß er Fewrig wird.","norm":"266. Desgleichen kann man solche Hefen / davon der Branntwein gezogen / trocknen / in einem Häfners Ofen Weißbrennen / und den Rektifizierten Spiritum noch einmal darüber abstrahieren / dass er feurig wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.425099849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3390,"date":1659,"orig":"267. So man aber die Weine etwan lieblicher verſtaͤrcken wil/ ſo kan man die alte ſchlechte Weinen diſtilliren/ vnd den uͤbergehenden Spiritum (welcher viel lieblicher ſeyn wird/ als ein Brandtewein/ auß der Hefen gemacht) zu Herbſtzeiten mit newem Wein oder Moſt jaͤhren laſſen/ gibt uͤberauß liebliche Weine.","norm":"267. So man aber die Weine etwan lieblicher verstärken will / so kann man die alte schlechte Weinen destillieren / und den übergehenden Spiritum (welcher viel lieblicher sein wird / als ein Branntwein / aus der Hefen gemacht) zu Herbstzeiten mit neuem Wein oder Most jähren lassen / gibt überaus liebliche Weine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3391,"date":1659,"orig":"268. Vnd werden die newe Weine auch viel ehender klar/ als andere Weine/ da kein Spiritus mit gejohren ſeyn.","norm":"268. Und werden die neue Weine auch viel eher klar / als andere Weine / da kein Spiritus mit gejohren sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.135200023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3392,"date":1659,"orig":"269. Die vrſach iſt dieſe/ weilen alle Weine einen ſauren Weinſtein haben/ davon die Weine jhre liebliche ſaͤure bekommen/ aber immer der eine Wein mehr als der ander/ nach deme der orth/ da der Wein gewachſen vnd zeitig worden iſt.","norm":"269. Die Ursache ist diese / weilen alle Weine einen sauren Weinstein haben / davon die Weine ihre liebliche säure bekommen / aber immer der eine Wein mehr als der ander / nach dem der Ort / da der Wein gewachsen und zeitig worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.980199813842773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3393,"date":1659,"orig":"270. Dann je zeitiger die Weine/ je weniger Weinſteine ſie haben/ je vnzeitiger aber/ je mehr Weinſtein.","norm":"270. Dann je zeitiger die Weine / je weniger Weinsteine sie haben / je unzeitiger aber / je mehr Weinstein.","lang_fastText":"sl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.986000061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3394,"date":1659,"orig":"271. Die Spanniſche Weine haben gar keinen Weinſtein/ weilen die Trauben uͤberzeitig reyff werden.","norm":"271. Die spanische Weine haben gar keinen Weinstein / weilen die Trauben überzeitig reif werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.220900058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3395,"date":1659,"orig":"272. Die Frantzoͤſiſche haben zwar etwas/ doch kaum halb ſo viel/ als die Teutſche Weine/ die nimmer/ oder doch ſelten ſo uͤberzeitig werden/ als die Spaniſche/ oder einige Frantzoͤſiſche.","norm":"272. Die französische haben zwar etwas / doch kaum halb so viel / als die Deutsche Weine / die nimmer / oder doch selten so überzeitig werden / als die Spanische / oder einige französische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22790002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3396,"date":1659,"orig":"273. Gleich wie nun die Rheiniſche/ vnd andere Teutſche Weine wegen jhrer lieblichen ſaͤure/ viel anmuͤthiger zu drincken ſeyn/ als die fette Spaniſche/ oder Frantzoͤſiſche; alſo ſeynd auch hingegen die jenige Weine/ welche gar zur ſauer vnd vnzeitig geblieben/ deſto vnlieblicher/ vnd haben gar zu viel ſauren Weinſtein bey ſich/ welcher durch ſeine ſaͤure die Weine ringert/ vnd vnlieblich zu drincken macht.","norm":"273. Gleich wie nun die Rheinische / und andere Deutsche Weine wegen ihrer lieblichen säure / viel anmutiger zu trinken sein / als die fette Spanische / oder französische; also sind auch hingegen diejenige Weine / welche gar zur sauer und unzeitig geblieben / desto unlieblicher / und haben gar zu viel sauren Weinstein bei sich / welcher durch seine Säure die Weine ringet / und unlieblich zu trinken macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903500080108643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3397,"date":1659,"orig":"274.","norm":"274.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.645999908447265} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3398,"date":1659,"orig":"Darzu haben auch alle ſolche ſaure Weine/ weilen ſie nicht recht zeitig ſeyn/ wenig Spiritus, vnd werden darumb ſo leichtlich ſchimlicht/ zaͤhe/ lang/ vnd konicht/ vnd verderben.","norm":"Dazu haben auch alle solche saure Weine / weilen sie nicht recht zeitig sein / wenig Spiritus, und werden darum so leichtlich schimmlig / zähe / lang / und konicht / und verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.249000072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3399,"date":1659,"orig":"275. So man aber einen Spiritum Tartariſatum darmit jaͤhren laͤſt/ ſo erlangt der Wein durch den Spiritum ſeine ſtaͤrcke/ vnd durch den gebrandten Weinſtein/ daruͤber der Spiritus abſtrahirt/ vnd eine Fewrige krafft daraus gezogen/ einen Niederſchlag der uͤbrigen ſaͤure.","norm":"275. So man aber einen Spiritum Tartarisatum damit jähren lässt / so erlangt der Wein durch den Spiritum seine Stärke / und durch den gebrandeten Weinstein / darüber der Spiritus abstrahiert / und eine feurige Kraft daraus gezogen / einen Niederschlag der übrigen säure.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3400,"date":1659,"orig":"276. Dann ein gebrandter Weinſtein/ oder Weinhefen aller ſaͤure entgegen iſt/ alſo daß man auch einem ſauren Eſſig ſeine ſaͤure damit benehmen kan/ wann mans hineyn thut.","norm":"276. Dann ein gebrandeter Weinstein / oder Weinhefen aller säure entgegen ist / also dass man auch einem sauren Essig seine Säure damit benehmen kann / wann man es hineintut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.444300174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3401,"date":1659,"orig":"277. Darumb toͤdet das Fewrige weſen/ ſo der Spiritus auß den gebrandten Weinhefen gezogen/ die groͤbſte ſaͤure in dem Wein/ daß dieſelbe in geſtalt eines Weinſteins zu boden faͤllt.","norm":"277. Darum tötet das Feurige Wesen / so der Spiritus aus den gebrandeten Weinhefen gezogen / die gröbste säure in dem Wein / dass dieselbe in Gestalt eines Weinsteins zu Boden fällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.818399906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3402,"date":1659,"orig":"278. Kan alſo fuͤglich durch den Spiritum vini Alcoliſatum die ſaͤure in den vnzeitigen Weinen niedergefaͤllt/ vnd auch zugleich dardurch verſtaͤrcket werden/ welches wahr vnd gewiß iſt.","norm":"278. Kann also füglich durch den Spiritum vini Alcolisatum die säure in den unzeitigen Weinen niedergefällt / und auch zugleich dadurch verstärkt werden / welches wahr und gewiss ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.170899868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3403,"date":1659,"orig":"279. Die verbeſſerung des Apffel vnd Biern-Weins iſt eine herꝛliche vnd nuͤtzliche Kunſt an denen orthen/ da wegen groſſer kaͤlte kein Wein wachſen kan.","norm":"279. Die Verbesserung des Apfel und Biern-Weins ist eine herrliche und nützliche Kunst an denen Orten / da wegen großer Kälte kein Wein wachsen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065100193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3404,"date":1659,"orig":"280.","norm":"280.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.583800077438354} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3405,"date":1659,"orig":"Wann man die Aepffel oder Bieren geſtampfft/ vnd außgepreßt/ ſo kan man die Trebern mit Waſſer anfenchten/ damit jaͤhren laſſen/ vnd einen Brandtewein daraus diſtilliren wird ſehr lieblich.","norm":"Wann man die Äpfel oder Bieren gestampft / und ausgepresst / so kann man die Trebern mit Wasser anfechten / damit jähren lassen / und einen Branntwein daraus destillieren wird sehr lieblich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6539998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3406,"date":1659,"orig":"281. Dieſen kan man mit dem Apffel- oder Birn-Moſt jaͤhren laſſen/ ſo erlangt der Apffelwein dardurch eine ſtaͤrcke/ alſo daß er hernacher ohn verderben viel Jahr bleiben kan.","norm":"281. Diesen kann man mit dem Apffel- oder Birnmost jähren lassen / so erlangt der Apfelwein dadurch eine stärke / also dass er hernach ohne verderben viel Jahr bleiben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3407,"date":1659,"orig":"282. Vnd ob er ſchon nicht gar ſo lieblich werden ſolte/ als ein Rheiniſcher Wein/ ſo iſt daran nicht ſo viel gelegen/ vnd dennoch an ſolchen kalten Oerthern eine herꝛliche vnd nuͤtzliche Kunſt/ welche niemand mit wahrheit verachten kan.","norm":"282. Und ob er schon nicht gar so lieblich werden sollte / als ein rheinischer Wein / so ist daran nicht so viel gelegen / und dennoch an solchen kalten Örtern eine herrliche und nützliche Kunst / welche niemand mit Wahrheit verachten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.67549991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3408,"date":1659,"orig":"283. So ein Apffelwein mit ſeinem eygenem Spiritu verbeſſert wird/ ſo macht er hernach kein grimmen im Bauch mehr/ wie ein ander gemeyner Apffelwein/ weilen der Fewrige Spiritus die cruditaͤt im jaͤhren præcipitirt vnd uiedergefaͤllt hat.","norm":"283. So ein Apfelwein mit seinem eigenem Spiritu verbessert wird / so macht er hernach kein grimmen im Bauch mehr / wie ein ander gemeiner Apfelwein / weilen der feurige Spiritus die Krudität im jähren präzipitiert und uiedergefällt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.679299831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3409,"date":1659,"orig":"284. Die Traͤbern von den gepreßten Aepffeln oder Birn geben zimlich viel Spiritus, ſie brennen aber gern im Keſſel an; ſolchem vorzukommen/ wird hierunten ein Modus angezeigt.","norm":"284. Die Trebern von den gepressten Äpfeln oder Birnen geben ziemlich viel Spiritus, sie brennen aber gern im Kessel an; solchem vorzukommen / wird hier unten ein Modus angezeigt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.439899921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3410,"date":1659,"orig":"285. Die Traͤbern/ davon der Spiritus gezogen/ ſeynd noch gut fuͤr das Viehe/ vnd geht nichts verlohren/ ſondern wird alles zu nutzen gebracht.","norm":"285. Die Trebern / davon der Spiritus gezogen / sind noch gut für das Viehe / und geht nichts verloren / sondern wird alles zu nutzen gebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.856299877166748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3411,"date":1659,"orig":"286. Wann man Birn oder Aepffel zu preſſen hat/ ſo ſoll man von den Birn ein theil preſſen/ ohngefehr ſo viel/ daß man einen kleinen Keſſel damit anfuͤllen kan; darnach ſoll man dieſen gepreßten ſuͤſſen Birn-Moſt auffs Fewer zu kochen ſetzen/ vnd ſo viel vngepreßte gantze Birn oder Aepffel in den Birn Moſt thun/ daß ſie ſich wol darinn regen/ vnd alle mit Moſt uͤberdeckt ſeyn/ alsdann ſo lang kochen laſſen/ bis ſie weich ſeyn/ doch nicht auffborſten.","norm":"286. Wann man Birnen oder Äpfel zu pressen hat / so soll man von den Birnen ein Teil pressen / ungefähr so viel / dass man einen kleinen Kessel damit anfüllen kann; danach soll man diesen Gepressten süßen Birnmost aufs Feuer zu kochen setzen / und so viel ungepresste ganze Birnen oder Äpfel in den Birnen Most tun / dass sie sich wohl darin regen / und alle mit Most überdeckt sein / alsdann so lang kochen lassen / bis sie weich sein / doch nicht aufbarsten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.340099811553955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3412,"date":1659,"orig":"Hernacher ſolche weiche Aepffel auß dem Keſſel genommen/ vnd mit dem auffkochen der Aepffel oder Birn/ ſo lang verfahren/ bis man alles Obs alſo weich gekocht hat/ vnd wann der Moſt im Keſſel abnimbt/ vnd weniger wird/ ſoll der Keſſel wieder mit andern dergleichen Moſt auffgefuͤllt werden.","norm":"Hernach solche weiche Äpfel aus dem Kessel genommen / und mit dem Aufkochen der Äpfel oder Birnen / so lang verfahren / bis man alles Ob es also weich gekocht hat / und wann der Most im Kessel abnimmt / und weniger wird / soll der Kessel wieder mit anderen dergleichen Most aufgefüllt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.889800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3413,"date":1659,"orig":"287. Vnd ſo man gar kein Preß haͤtte/ ein wenig Birn zupreſſen/ vnd den reſt Birn vnd Aepffel darinnen weich zu kochen; ſo ſoll man nur ein wenig guten Honig verſchaumen/ laͤutern/ vnd kochen/ gleich als wann man ein Meth darauß machen wolte/ darinn kan man die Birn vnd Aepffel weich kochen.","norm":"287. Und so man gar kein Press hätte / ein wenig Birnen zupressen / und den Rest Birnen und Äpfel darinnen weich zu kochen; so soll man nur ein wenig guten Honig verschaumen / läutern / und kochen / gleich als wann man ein Met daraus machen wollte / darin kann man die Birnen und Äpfel weich kochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3414,"date":1659,"orig":"288. Vnd wann man des gekochten Obſts ſo viel hat/ als man vermeynet zu haben:","norm":"288. Und wann man des gekochten Obsts so viel hat / als man vermeinet zu haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325300216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3415,"date":1659,"orig":"ſo fuͤllt man ſelbiges in Faͤſſer/ doch daß dieſelbige eine Zwerg-hand laͤhr bleiben/ ſitzet oben darauff ein wenig jung Bierhefen/ ſo fangen die Aepffel vnd Birn in den Faͤſſern an zu jaͤhren/ vnd werden ſelber duͤnn/ vnd je laͤnger ſie jaͤhren/ je mehr Moſt davon wird.","norm":"so füllt man selbiges in Fässer / doch dass dieselbige eine Zwerg-Hand leer bleiben / sitzet oben darauf ein wenig jung Bierhefen / so fangen die Äpfel und Birnen in den Fässern an zu jähren / und werden selber dünn / und je länger sie jähren / je mehr Most davon wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8643999099731445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3416,"date":1659,"orig":"Endlich verzehrt ſich in dem Obſt/ alles was gut iſt/ vnd wird zum Wein/ vnd bleibt nichts uͤbrig/ als die ſchaͤlen/ kuͤrbs/ oder kern/ ſo in dem Obſt geweſen/ welches ſich wie ein ander Hefen zu boden ſetzt.","norm":"Endlich verzehrt sich in dem Obst / alles was gut ist / und wird zum Wein / und bleibt nichts übrig / als die schälen / kürbs / oder kern / so in dem Obst gewesen / welches sich wie ein ander Hefen zu Boden setzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751200199127197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3417,"date":1659,"orig":"289. Wann der Wein davon abgetruncken/ ſo gibt ſolche Hefen einen guten Spiritum, andere dergleichen getraͤncke im jaͤhren darmit zuverſtaͤrcken; durch dieſes preſſen/ erlangt man auß dem Obſt/ mit geringerer muͤhe/ faſt noch ein mahl ſo viel Weins/ als durch das gemeyne preſſen/ da viel in den Traͤbern ſtecken bleibt.","norm":"289. Wann der Wein davon abgetrunken / so gibt solche Hefen einen guten Spiritum, andere dergleichen Getränke im jähren damit zuverstärken; durch dieses pressen / erlangt man aus dem Obst / mit geringerer Mühe / fast noch ein Mal so viel Weins / als durch das gemeine pressen / da viel in den Trebern stecken bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.597599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3418,"date":1659,"orig":"290. Vnd kan auff dieſe weiß ein jedweder Haußvatter/ fuͤr ſich vnd die ſeinigen/ jhme fuͤr das gantze Jahr auß zu Trincken/ mit geringer muͤhe/ einen herꝛlichen Weintranck in ſein Hauß machen/ vnd das nicht allein auß allem Obſt/ ſonder auch auß allen andern Hecken/ vnd Baumfruͤchten/ als Kirſchen/ Maulbeeren/ Himbeeren/ Pflaumen/ vnd dergleichen andern mehr; geben einen lieblichen vnd beſtaͤndigen Tranck/ wann ein Spiritus in dem jaͤhren beygeſetzet wird.","norm":"290. Und kann auf diese weiß ein jedweder Hausvater / für sich und die seinigen / ihm für das ganze Jahr auszutrinken / mit geringer Mühe / einen herrlichen Weintrank in sein Haus machen / und das nicht allein aus allem Obst / sonder auch aus allen anderen Hecken / und Baumfrüchten / als Kirschen / Maulbeeren / Himbeeren / Pflaumen / und dergleichen anderen mehr; geben einen lieblichen und beständigen Trank / wann ein Spiritus in dem jähren beigesetzt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.551799774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3419,"date":1659,"orig":"291. Es duͤrffen aber die Kirſchen/ Pflaumen/ vnd dergleichen fruͤchten nicht gekocht werden/ ſondern man pfluͤcket nur die ſtiehle davon/ fuͤllet die Faͤſſer damit an/ vnd gieß einen alten Apffel oder Birnwein daruͤber/ ſo fangen ſie ſelber an zu jaͤhren/ vnd zihet der Wein allen ſafft auß den fruͤchten zu ſich/ wird wieder friſch/ vnd ſo gut als er erſt gepreßt were.","norm":"291. Es dürfen aber die Kirschen / Pflaumen / und dergleichen Früchten nicht gekocht werden / sondern man pflücket nur die Stille davon / füllt die Fässer damit an / und gieße einen alten Apfel oder Birnwein darüber / so fangen sie selber an zu jähren / und ziehet der Wein allen Saft aus den Früchten zu sich / wird wieder frisch / und so gut als er erst gepresst wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.602499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3420,"date":1659,"orig":"292. Die Pflaumen geben im preſſen keinen ſafft/ dann dieſelbe gar zu fleiſchachtig/ vnd ſonſten auff keinerley weiß beſſer zu einem guten Tranck zu machen ſeyn/ auff dieſe weiſe/ in einem halben Jahr hat ſich alles verzehrt/ vnd iſt zu Wein worden/ auſſer allein die kern/ vnd huͤlſen/ welche ſich zu boden geſetzet haben/ davon man auch einen guten Spiritum diſtilliren kan.","norm":"292. Die Pflaumen geben im Pressen keinen Saft / dann dieselbe gar zu fleischachtig / und sonsten auf keinerlei weiß besser zu einem guten Trank zu machen sein / auf diese Weise / in einem halben Jahr hat sich alles verzehrt / und ist zu Wein worden / außer allein die kern / und hülsen / welche sich zu Boden gesetzt haben / davon man auch einen guten Spiritum destillieren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.936200141906738} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3421,"date":1659,"orig":"293. So man keinen alten oder newen Apffel- oder Birnwein haͤtte/ dieſe Fruͤchten darmit zu uͤbergieſſen/ ſo koͤnte man ein Honigwaſſer gebrauchen/ thut es auch/ doch daß allezeit ein Spiritus im jaͤhren mit beygeſetzet werde/ ſo es nicht geſchaͤhe/ moͤchte leichtlich der Tranck ſauer vnd zu Eſſig werden/ welches der Spiritus ardens verhindert/ wann man aber etwan Eſſig vonnoͤthen hat/ ſo kan man etwas von dem Apffelwein mit Sauerteig anſetzen/ vnd jaͤhren laſſen/ ſo hat man bald guten Eſſig.","norm":"293. So man keinen alten oder neuen Apffel- oder Birnwein hätte / diese Früchten damit zu übergießen / so könnte man ein Honigwasser gebrauchen / tut es auch / doch dass allezeit ein Spiritus im jähren mit beigesetzt werde / so es nicht geschähe / möchte leichtlich der Trank sauer und zu Essig werden / welches der Spiritus ardens verhindert / wann man aber etwan Essig vonnöten hat / so kann man etwas von dem Apfelwein mit Sauerteig ansetzen / und jähren lassen / so hat man bald guten Essig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.91510009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3422,"date":1659,"orig":"294.","norm":"294.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.774699926376342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3423,"date":1659,"orig":"Wolte man aber die Getraͤncke noch lieblicher haben/ ſo muͤſte man eine Eſſentiam vini, oder eines andern lieblichen Krauts mit jaͤhren laſſen/ ſo wuͤrde der Tranck einen Weingeſchmack bekommen.","norm":"Wollte man aber die Getränke noch lieblicher haben / so müsste man eine Essentiam vini, oder eines anderen lieblichen Krauts mit jähren lassen / so würde der Trank einen Weingeschmack bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271699905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3424,"date":1659,"orig":"295. In manglung der Eſſentiæ vini kan man eine liebliche Eſſentiam auß Lindenbluͤt/ Hollunderbluͤt/ vnd dergleichen lieblichen Kraͤutern zurichten.","norm":"295. In manglung der Essentiae vini kann man eine liebliche Essentiam aus Lindenblüte / Hollunderblüt / und dergleichen lieblichen Kräutern zurichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706399917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3425,"date":1659,"orig":"296. Es kan auch ein jedweder geringer Wein in der kaͤlte concentrirt werden/ alſo daß man eine gute Eſſentiam, (andere geringe Weine damit zuverbeſſern) erlanget; wann man ſelbige in die groſſe kaͤlte/ leget daß ſie gefrieren/ ſo weicht der Spiritus vini, vnd gehet in die mitte des Faſſes/ wann man dann ein Loch durch das Eyß bohret/ ſo laufft der Spiritus vini herauß/ vnd iſt viel lieblicher als ein ander/ der per diſtillationem bereytet iſt.","norm":"296. Es kann auch ein jedweder geringer Wein in der Kälte konzentriert werden / also dass man eine gute Essentiam, (andere geringe Weine damit zuverbessern) erlanget; wann man selbige in die große Kälte / leget dass sie gefrieren / so weicht der Spiritus vini, und geht in die Mitte des Fasses / wann man dann ein Loch durch das Eis bohret / so lauft der Spiritus vini heraus / und ist viel lieblicher als ein ander / der per distillationem bereitet ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8871002197265625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3426,"date":1659,"orig":"297. Das nimmer etwas in dem Keſſel anbrennen/ vnd den Spiritum uͤbelriechend machen koͤnne/ geſchicht alſo:","norm":"297. Das nimmer etwas in dem Kessel anbrennen / und den Spiritum übelriechend machen könne / geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.433599948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3427,"date":1659,"orig":"Man laͤſt von Holtz ein theil runde ſtaͤnglein machen/ eines kleinen fingers dick/ ſo hoch/ daß ſie von dem boden des Keſſels bis an den Hals deſſelben reichen/ vnd durchbort auff beyden enden die Hoͤtzlein/ zieht ein ſchnuͤrlein dardurch/ vnd reichet dieſer runden Hoͤltzlein ſo vil zuſammen/ als noͤthig iſt/ den Keſſel innwendig darmit zu vmbſtellen.","norm":"Man lässt von Holz ein Teil runde Stänglein machen / eines kleinen Fingers dick / so hoch / dass sie von dem Boden des Kessels bis an den Hals desselben reichen / und durchbohrt auf beiden enden die Hötzlein / zieht ein Schnürlein dadurch / und reichet dieser runden Hölzlein so viel zusammen / als nötig ist / den Kessel inwendig damit zu umstellen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901700019836426} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3428,"date":1659,"orig":"Deßgleichen haͤncket man auch ſo viel ſolcher Hoͤltzlein zuſammen/ daß man den bodem des Keſſels damit belegen moͤge.","norm":"Desgleichen henket man auch so viel solcher Hölzlein zusammen / dass man den bodem des Kessels damit belegen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.709700107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3429,"date":1659,"orig":"Wann man nun etwas diſtilliren will/ das dick iſt/ vnd nicht wol moͤglich/ nach gemeyner weiſe/ ohne anbrennen zu diſtilliren/ ſo richtet man ſein Diſtillirkeſſel alſo zu.","norm":"Wann man nun etwas destillieren will / das dick ist / und nicht wohl möglich / nach gemeinerweise / ohne anbrennen zu destillieren / so richtet man sein Distillirkessel also zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3430,"date":1659,"orig":"Man wickelt oder wallet die aneinander gereichete Hoͤltzlein auffeinander/ vnd ſtecket ſolche oben zu dem Keſſel hineyn/ thut ſie voneinander/ vnd ſtellt ſie rings herumb in dem Keſſel/ darnach legt er auch den bodem dareyn/ ſo iſt der Keſſel fertig.","norm":"Man wickelt oder wallet die aneinander gereichte Hölzlein aufeinander / und stecket solche oben zu dem Kessel hinein / tut sie voneinander / und stellt sie rings herum in dem Kessel / danach legt er auch den bodem darein / so ist der Kessel fertig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.927000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3431,"date":1659,"orig":"Wann man nun etwas dickes diſtilliren will/ ſo muß man daſſelbe in einen leinen ſtarcken Sack gieſſen/ welcher in dem Keſſel hangen/ vnd eben ſo weit vnd hoch ſeyn ſoll/ als der Keſſel weit vnd hoch iſt zu dem Hals zu.","norm":"Wann man nun etwas Dickes destillieren will / so muss man dasselbe in einen leinen starken Sack gießen / welcher in dem Kessel hingen / und eben so weit und hoch sein soll / als der Kessel weit und hoch ist zu dem Hals zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.533100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3432,"date":1659,"orig":"Dieſer Sack ſoll oben mit einem ſtricklein vmbgefaſſet ſeyn/ daß man denſelben nach der Diſtillation darmit wieder auß dem Keſſel heben moͤge.","norm":"Dieser Sack soll oben mit einem Stricklein umgefasst sein / dass man denselben nach der Destillation damit wieder aus dem Kessel heben möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.372099876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3433,"date":1659,"orig":"Wann unn dieſer Sack in dem Keſſel liegende gefuͤllet/ ſo laufft das duͤnne dardurch/ vnd gibt ſich vmb den Sack herumb/ alſo daß der Sack nirgends an dem Keſſel ruͤhren koͤnne/ ſondern allenthalben das duͤnne/ ſo von dem dicken auß dem Sack gelauffen/ vnd ſo hoch der Sack voll/ ſo hoch auch zwiſchen dem Sack/ vnd Keſſel/ das duͤnne ſeyn ſoll.","norm":"Wann unn dieser Sack in dem Kessel liegende gefüllt / so lauft das dünne dadurch / und gibt sich um den Sack herum / also dass der Sack nirgends an dem Kessel rühren könne / sondern allenthalben das dünne / so von dem dicken aus dem Sack gelaufen / und so hoch der Sack voll / so hoch auch zwischen dem Sack / und Kessel / das dünne sein soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8572998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3434,"date":1659,"orig":"Wann alles ſo zugerichtet/ ſo ſetzet man den Helm auff den Keſſel/ vnd macht das Fewer von anfang klein/ daß es fein langſam warm werde.","norm":"Wann alles so zugerichtet / so setzet man den Helm auf den Kessel / und macht das Feuer von Anfang klein / dass es fein langsam warm werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128699779510498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3435,"date":1659,"orig":"Wann dann das dick in dem Sack warm worden/ ſo gehet der Spiritus mit dem jenigen/ ſo in dem naſſen iſt/ lieblich vnd gantz ohne braͤntzelen uͤber.","norm":"Wann dann das dick in dem Sack warm worden / so geht der Spiritus mit demjenigen / so in dem nassen ist / lieblich und ganz ohne bräntzelen über.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.819799900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3436,"date":1659,"orig":"Vnd wann keine Spiritus mehr gehen/ ſo nimbt man den Hut von dem Keſſel/ macht den Sack an den Hacken/ ſo an einem ſtarcken ſtrick faſt gemacht/ vnd zihet denſelben auff einer Cutorꝛollen auß dem Keſſel in ein Geſchirꝛ/ darinnen er außgelaͤrt werden ſoll/ vnd laͤſt vnten auß dem Krahnen das naſſe/ ſo vmb den Sack geſtanden/ auch herauß lauffen/ ſo iſt der Keſſel gelaͤrt/ in welchem man alſobaldeu einen andern dergleichen gefuͤllten Sack wieder ſtellet/ vnd anfaͤngt zu diſtilliren.","norm":"Und wann keine Spiritus mehr gehen / so nimmt man den Hut von dem Kessel / macht den Sack an den Hacken / so an einem starken strick fast gemacht / und ziehet denselben auf einer Cutorrollen aus dem Kessel in ein Geschirr / darinnen er außgelärt werden soll / und lässt unten aus dem Kranen das nasse / so um den Sack gestanden / auch heraus laufen / so ist der Kessel gelehrt / in welchem man alsobaldeu einen anderen dergleichen gefüllten Sack wieder stellet / und anfängt zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.556099891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3437,"date":1659,"orig":"298. Zu wehrender Diſtillation laͤhrt man den erſten Sack auß/ vnd fuͤllet jhn wieder mit dergleichen gut/ vnd mit ſolcher Diſtillation faͤhrt man ſo lang fort/ als man etwas zu diſtilliren hat.","norm":"298. Zu währender Destillation lehrt man den ersten Sack aus / und füllt ihn wieder mit dergleichen gut / und mit solcher Destillation fährt man so lang fort / als man etwas zu destillieren hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796500205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3438,"date":1659,"orig":"299.","norm":"299.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.723599910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3439,"date":1659,"orig":"Dieſe arbeit gehet ſchleuͤniger fort/ als eine andere gemeyne vnd bekandte Diſtillation, welches die erfahrung bezeugen wird.","norm":"Diese Arbeit geht schleuniger fort / als eine andere gemeine und bekannte Destillation, welches die Erfahrung bezeugen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.46150016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3440,"date":1659,"orig":"300. Dergleichen Dillation iſt ſehr nuͤtzlich bey denen dingen/ welche gern anbrennen/ als allerhand Weinhefen/ Bier/ Meth/ vnd dergleichen Getraͤncken jhre Heefen.","norm":"300. Dergleichen Dilation ist sehr nützlich bei denen Dingen / welche gern anbrennen / als allerhand Weinhefen / Bier / Met / und dergleichen Getränken ihre Häfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.196300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3441,"date":1659,"orig":"301. Die Erbſen laſſen ſich auch auff dieſe weiſe diſtilliren ohne anbrennen/ welche ſonſten gar nicht zu diſtilliren ſeyn/ vnd doch zweymal ſo viel Spiritus geben/ als Rocken/ Haber/ Gerſten/ oder Weitzen.","norm":"301. Die Erbsen lassen sich auch auf diese Weise destillieren ohne anbrennen / welche sonsten gar nicht zu destillieren sein / und doch zweimal so viel Spiritus geben / als Rocken / Hafer / Gersten / oder Weizen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.347700119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3442,"date":1659,"orig":"302. Ein Univerſal Medicin kan nichts anders ſeyn/ als ein reines concentrirtes vnd figirtes Fewer.","norm":"302. Ein Universal Medizin kann nichts anders sein / als ein reines konzentriertes und figiertes Feuer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7058000564575195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3443,"date":1659,"orig":"303. Alles das jenige/ ſo etwas geringes verbeſſern ſoll/ muß nothwendig beſſer ſeyn/ als das jenige/ ſo dardurch verbeſſert wird.","norm":"303. Alles dasjenige / so etwas Geringes verbessern soll / muss notwendig besser sein / als dasjenige / so dadurch verbessert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2743000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3444,"date":1659,"orig":"304. Deßgleichen das jenige/ davon alle dinge jhr Leben haben/ viel beſſer ſeyn muß/ als das gemeyne Leben ſelbſten.","norm":"304. Desgleichen dasjenige / davon alle Dinge ihr Leben haben / viel besser sein muss / als das gemeine Leben selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665200233459473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3445,"date":1659,"orig":"305. Weilen nun das Leben der gantzen Welt anſaͤnglich ſeinen vrſprung allein von Gott hat/ vnd Univerſaliter alle ding der Welt beherſchet/ aber doch nur particulariter in oder bey den Geſchoͤpffen empfunden/ gemercket/ vnd geſpuͤhret wird.","norm":"305. Weilen nun das Leben der ganzen Welt anfänglich seinen Ursprung allein von Gott hat / und Universaliter alle Ding der Welt beherrschet / aber doch nur particulariter in oder bei den Geschöpfen empfunden / gemerkt / und gespürt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3446,"date":1659,"orig":"Vnd obwol nun ſolches particular-fuͤncklein des Lebens bey den Geſchoͤpffen vnd Creaturen/ als Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien/ durch den fluch mit vieleler Terreſtritaͤt vnd vnreinem Coͤrper beflecket/ oder gebunden iſt.","norm":"Und obwohl nun solches particular-füncklein des Lebens bei den Geschöpfen und Kreaturen / als Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien / durch den Fluch mit vieleler Terrestrität und unreinem Körper beflecket / oder gebunden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.676799774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3447,"date":1659,"orig":"Dennoch wird kein Kraͤutlein/ Wuͤrmlein/ oder Steinlein gefunden/ darinnen nicht ein fuͤncklein Goͤttlicher Krafft geſpuͤhret/ oder gefunden wird/ doch das eine dieſer/ vnd das ander jener Natur vnd Eygenſchafft theilhafftig iſt/ dardurch das Menſchliche Geſchlecht/ Nahrung/ Leben/ vnd Geſundheit ſtuͤckweiß haben vnd erlangen kan.","norm":"Dennoch wird kein Kräutlein / Würmlein / oder Steinlein gefunden / darinnen nicht ein Fünklein göttlicher Kraft gespürt / oder gefunden wird / doch das eine dieser / und das ander jener Natur und Eigenschaft teilhaftig ist / dadurch das menschliche Geschlecht / Nahrung / Leben / und Gesundheit stückweiß haben und erlangen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.913700103759766} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3448,"date":1659,"orig":"306. Dieweilen aber gegen das Centrum eines Circuls/ die circumferentz deſſelben im geringſten nicht zuvergleichen/ dann das Centrum auß jhme ſelber/ die circumferentz aber auß dem Centro kompt.","norm":"306. Dieweilen aber gegen das Zentrum eines Circuls / die circumferentz desselben im Geringsten nicht zuvergleichen / dann das Zentrum aus ihm selber / die circumferentz aber aus dem Centro kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.475500106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3449,"date":1659,"orig":"307. Alſo auch von der Univerſal vnd Particular Medicin zuverſtehen/ das Univerſale als ein Centrum der Particularien oder Circumferentien billich vorzuziehen.","norm":"307. Also auch von der Universal und partikular Medizin zu verstehen / das Universale als ein Zentrum der Particularien oder Circumferentien billig vorzuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.509200096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3450,"date":1659,"orig":"308. Alles kompt/ vnd hat ſeinen Vhrſprung von nichts anders/ als von Elementen.","norm":"308. Alles kommt / und hat seinen Ursprung von nichts anders / als von Elementen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422500133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3451,"date":1659,"orig":"309. Vnd obwohl das eine Element ſich von dem andern nehret/ vnd das eine immer in das ander circulariter ſich verwandelt; ſo iſt dennoch das eine dem andern au guͤte/ oder dignitaͤt vorzuziehen; die ſubtilere oder oͤbere nemblich dem groͤbſten vnterſten/ vnd ſeynd doch nur Elementa, vnd alles daraus/ oder dardurch generiret oder gebohren wird/ als Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien nicht beſtaͤndig ſeynd/ ſondern dem Tod vnd aller vergaͤnglichkeit vnterworffen.","norm":"309. Und obwohl das eine Element sich von dem anderen nähret / und das eine immer in das ander circulariter sich verwandelt; so ist dennoch das eine dem anderen au Güte / oder Dignität vorzuziehen; die subtilere oder obere nämlich dem gröbsten untersten / und sind doch nur Elementa, und alles daraus / oder dadurch generieret oder geboren wird / als Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien nicht beständig sind / sondern dem Tod und aller Vergänglichkeit unterworfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.925099849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3452,"date":1659,"orig":"310. Dieweilen nun das Verderbte dem Verderbten nicht helffen/ noch der Tod/ die Toden lebendig machen kan: Alſo iſt es auch vergeblich/ daß die Circumſerentz huͤlff bey der Circumferentz ſuchet/ ſondern muß vnd ſoll allein bey dem Centro geſucht vnd gefunden werden.","norm":"310. Dieweilen nun das Verderbte dem Verderbten nicht helfen / noch der Tod / die Toden lebendig machen kann: Also ist es auch vergeblich / dass die Circumserentz Hilfe bei der Zirkumferenz suchet / sondern muss und soll allein bei dem Centro gesucht und gefunden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195000171661377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3453,"date":1659,"orig":"311. Weilen dann alle Creaturen/ nichts außgenommen/ lauter Circumferentia ſeyn/ ſo kan auch kein Circumferentz ohne das Centrum der andern Circumferentz helffen/ oder in noͤthen beyſtehen/ muß alſo das Centrum der Elementen geſucht werden.","norm":"311. Weilen dann alle Kreaturen / nichts ausgenommen / lauter Circumferentia sein / so kann auch kein Zirkumferenz ohne das Zentrum der anderen Zirkumferenz helfen / oder in Nöten beistehen / muss also das Zentrum der Elementen gesucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3454,"date":1659,"orig":"312. Dieſes iſt in deme zu finden/ daraus alle Vegetabilien/ Animalien/ vnd Mineralien jhren vhrſprung vnd herkommen haben.","norm":"312. Dieses ist in dem zu finden / daraus alle Vegetabilien / Animaleien / und Mineralien ihren Ursprung und herkommen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026100158691406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3455,"date":1659,"orig":"313. Es iſt das Centrum concentratum omnium Elementorum.","norm":"313. Es ist das Zentrum concentratum omnium Elementorum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.920000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3456,"date":1659,"orig":"314. Es wird Saltz genennet: vnd iſt das Sal mundi, vnd wird von den Philoſophis, Sal Eſſentiale Univerſale genennet.","norm":"314. Es wird Salz genannt: und ist das Soll mundi, und wird von den Philosophis, Soll Essentiale Universale genannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.270100116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3457,"date":1659,"orig":"315.","norm":"315.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.952199935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3458,"date":1659,"orig":"Deſſen kan man allenthalben haben ſo viel man begehrt.","norm":"Dessen kann man allenthalben haben so viel man begehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.0868000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3459,"date":1659,"orig":"316.","norm":"316.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.045599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3460,"date":1659,"orig":"Solches Saltz iſt darumb noch nicht die Medicina Univerſalis; weilen Es/ ob es wol ein Centrum concentratum Elementorum genennet wird/ dennoch mit Elementiſchen vnreinigkeiten noch bedecket/ vnd der tanſende Theil deſſelben noch keine Quinta Eſſentia, ſondern vielmehr ein Coͤrper/ wohnung oder Huͤlſen der Quintæ Eſſentiæ zunennen.","norm":"Solches Salz ist darum noch nicht die Medicina Universalis; weilen es / ob es wohl ein Zentrum concentratum Elementorum genannt wird / dennoch mit Elementtischen Unreinigkeiten noch bedecket / und der tansende Teil desselben noch keine Quinta Essenz, sondern vielmehr ein Körper / Wohnung oder Hülsen der Quintae Essentiae zunennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793900012969971} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3461,"date":1659,"orig":"317. Eine ſolche Quinta Eſſentia Centri concentrati Elementornm, wird von dem Hermes ein Voͤgelein genant/ das tag vnd nacht flieget/ vnd doch nicht muͤde wird.","norm":"317. Eine solche Quinta Essenz Centri concentrati Elementornm, wird von dem Hermes ein Vögelein genannt / das tag und Nacht flieget / und doch nicht müde wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.155600070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3462,"date":1659,"orig":"Plato nennet es aliquid divinum oder Animam Mundi.","norm":"Plato nennt es aliquid divinum oder Animam Mundi.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.280799865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3463,"date":1659,"orig":"Sendivogius nennets ein Lebens ſpeis der Lufft/ vnd im Meer das fiſchlein Echineis.","norm":"Sendivogius nennet ein Lebens speis der Luft / und im Meer das Fischlein Echineis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.295300006866455} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3464,"date":1659,"orig":"318. Hermes ein Vatter aller Philoſophen gibt in ſeiner Schmaragdiniſchen Tafel zuverſtehen/ daß ein Vogel in der Lufft/ vnd ein Fiſch im Waſſer einer Natur vnd weſen ſeyn koͤnnen vnd muͤſſen.","norm":"318. Hermes ein Vater aller Philosophen gibt in seiner Schmaragdinischen Tafel zu verstehen / dass ein Vogel in der Luft / und ein Fisch im Wasser einer Natur und Wesen sein können und müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.622200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3465,"date":1659,"orig":"319. Sendivogius ſagt/ daß in der Lufft ein Lebens ſpeiſe verborgen/ deſſen ein einiger coagulirter Tropffen mehr werth ſey/ als die gantze Welt.","norm":"319. Sendivogius sagt / dass in der Luft ein Lebens Speise verborgen / dessen ein einiger koagulierter Tropfen mehr wert sei / als die ganze Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.833899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3466,"date":1659,"orig":"320. Vnd wann Er es das fiſchlein Echineis nennt/ ſo ſagt er; ob wohl es ſehr klein/ dennoch ſey es mit ſolcher vnglaublicher ſtaͤrcke begabet/ daß auch ein groſſes Schiff/ wann es mit vollen Segeln faͤhrt/ durch dieſes kleine Fiſchlein/ wann es nur auff das Ruder ſitzet/ kan auffgehalten werden.","norm":"320. Und wann er es das Fischlein Echineis nennt / so sagt er; ob wohl es sehr klein / dennoch sei es mit solcher unglaublicher Stärke begabt / dass auch ein großes Schiff / wann es mit vollen Segeln fährt / durch dieses kleine Fischlein / wann es nur auf das Ruder sitzet / kann aufgehalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3467,"date":1659,"orig":"321.","norm":"321.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.756499767303467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3468,"date":1659,"orig":"Einige haben vermeynt/ dieſes Voͤgelein wuͤrde mit dem liebliche Maͤyenthaw/ oder fruchtbaren Norts-regen herunter fallen/ vnd ſich greiffen laſſen/ derhalben ſie viel hundert ℔.","norm":"Einige haben vermeint / dieses Vögelein würde mit dem liebliche Mäyenthaw / oder fruchtbaren Norts-regen herunterfallen / und sich greifen lassen / derethalben sie viel hundert ℔.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.769700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3469,"date":1659,"orig":"Thaw oder Regenwaſſer eyngekocht/ in meynung dieſes Voͤgelein zuerlangen/ aber kaum ein wenig Saltz gefunden/ welches Saltz doch nicht das Voͤgelein ſelber/ ſondern nur ein Feder ein deſſelben geweſen/ vnd daher nichts außgerichtet/ bis daß Neptunus ſich jhrer erbarmt/ vnd jhnen ein orth im Meer gezeiget/ da ſich das Fiſchlein auffhaͤlt/ vnd am leichteſten zu fangen.","norm":"Tau oder Regenwasser eingekocht / in Meinung dieses Vögelein zuerlangen / aber kaum ein wenig Salz gefunden / welches Salz doch nicht das Vögelein selber / sondern nur ein Feder ein desselben gewesen / und daher nichts ausgerichtet / bis dass Neptun sich ihrer erbarmt / und ihnen ein Ort im Meer gezeigt / da sich das Fischlein aufhält / und am leichtesten zu fangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.924699783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3470,"date":1659,"orig":"322. Dann viel leichter kan man ein Wurffgarn machen/ das auff den tieffen grund des Meers faͤllt/ ein Fiſchlein damit zufangen/ als in der hoͤchſten Lufft ein kleines Voͤgelein; darumb die Philoſophi darnach getrachtet/ wie ſie ein ſolches Garn bekaͤmen/ ein Wurff darmit in die See zu thun.","norm":"322. Dann viel leichter kann man ein Wurfgarn machen / das auf den Tiefen Grund des Meers fällt / ein Fischlein damit zufangen / als in der höchsten Luft ein kleines Vögelein; darum die Philosophie danach getrachtet / wie sie ein solches Garn bekämen / ein Wurf damit in die See zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.470200061798096} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3471,"date":1659,"orig":"323. Endlich haben ſie vom Saturno bericht vnd Information erlangt/ wie ein ſolch Garn bey dem hellen Mondſchein zuverfertigen.","norm":"323. Endlich haben sie vom Saturn Bericht und Information erlangt / wie ein solch Garn bei dem hellen Mondschein zuverfertigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6971001625061035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3472,"date":1659,"orig":"324. Vnd da ſie das Garn fertig/ vnd einen Wurff damit ins Meer gethan/ auch das Fiſchlein ertappet/ vnd heraus gezogen/ haben ſie es in dem groſſen Garn/ darin̄ es ſich verſtecket/ doch nit zu ſehen bekommen koͤnnen/ haͤttens derohalben auch nit geglaubt/ daß ſie es gefangen/ wann ſie deſſen von Neptuno nicht weren verſichert/ vnd zugleich berichtet worden/ daß ſolches Fiſchlein ſich vnſichtbar machen/ ja in allerley geſtalten vnd farben verwandeln koͤnte.","norm":"324. Und da sie das Garn fertig / und einen Wurf damit ins Meer getan / auch das Fischlein ertappet / und herausgezogen / haben sie es in dem großen Garn / darin es sich verstecket / doch nicht zu sehen bekommen können / hätten es derohalben auch nicht geglaubt / dass sie es gefangen / wann sie dessen von Neptuno nicht wären versichert / und zugleich berichtet worden / dass solches Fischlein sich unsichtbar machen / ja in allerlei gestalten und Farben verwandeln könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3473,"date":1659,"orig":"325. Da ſie nun geſehen/ daß ſie ohne weitere huͤlfe der Goͤtter nichts außrichten koͤnten/ haben ſie Jovem angeruffen/ daß Er jhnen doch wolte behuͤlfflich ſeyn; So hat ſich Jupiter erweichen laſſen/ vnd alſobald dem Fiſchlein bey ſeinem fulmine gebotten/ ſich ſichtbar zumachen/ heraus auß dem Garn zugehen/ vnd den Philoſophis zugehorſamen.","norm":"325. Da sie nun gesehen / dass sie ohne weitere hülfe der Götter nichts ausrichten könnten / haben sie Jovem angerufen / dass Er ihnen doch wollte behilflich sein; so hat sich Jupiter erweichen lassen / und alsobald dem Fischlein bei seinem fulmine geboten / sich sichtbar zumachen / heraus aus dem Garn zugehen / und den Philosophis Zugehörsamen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412099838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3474,"date":1659,"orig":"326. Da ſie es nun ſahen/ konten ſie wider nicht glauben/ (weilen ſeine geſtalt nicht anſehnlich) daß es das rechte wehre; ſo bald es aber von den Philoſophis gewaſchen/ wurde es uͤberauß ſchoͤn/ alſo daß die Philoſophi ſich dafuͤr entſatzten/ kuͤſten es auß Hertzensfrewden/ vnd hielten es in groſſen ehren; dann alle Farben welche in der gantzen Welt ſeyn moͤchten/ wurden davon geſehen; kein Regenbogen in der Lufft/ kein Pfauwenſchwantz/ kein Gold/ Silber/ Corall/ Perlein/ vnd Edelgeſtein an Farbe ſchoͤner zuvergleichen were; ſie dancketen Neptuno, Saturno, vnd Jovi, welche jhnen behuͤlfflich geweſen/ vnd ſchieden voneinander; ſpeculiren aber noch taͤglich uͤber die ſchoͤne Farben/ woher das Fiſchlein ſolche bekommen.","norm":"326. Da sie es nun sahen / konnten sie wieder nicht glauben / (weilen seine Gestalt nicht ansehnlich) dass es das rechte wehre; so bald es aber von den Philosophis gewaschen / wurde es überaus schön / also dass die Philosophie sich dafür entsatzten / Küsten es aus Hertzensfrewden / und hielten es in großen ehren; dann alle Farben welche in der ganzen Welt sein möchten / wurden davon gesehen; kein Regenbogen in der Luft / kein Pfauenschwanz / kein Gold / Silber / Koralle / Perllein / und Edelgestein an Farbe schöner zuvergleichen wäre; sie dankten Neptuno, Saturn, und Jovi, welche ihnen behilflich gewesen / und schieden voneinander; spekulieren aber noch täglich über die schöne Farben / woher das Fischlein solche bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.455599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3475,"date":1659,"orig":"327. Es iſt aber nicht zuverwundern/ woher es ſo mancherley ſchoͤner Farben erlanget/ iſt es nicht lang genug im Meer geweſen/ vnd hat ſich von den beſten Perlen/ Edelgeſteinen/ Gold/ vnd Silber/ deſſen das Meer voll iſt/ genehret/ ja viel hundert tauſend mahl auß der Lufft durch den lieblichen Regen/ die Univerſal Lebensſpeiß genoſſen/ davon es ja billich ſchoͤn vnd ſtarck werden muͤſſen.","norm":"327. Es ist aber nicht zuverwundern / woher es so mancherlei schöner Farben erlanget / ist es nicht lang genug im Meer gewesen / und hat sich von den besten Perlen / Edelgesteinen / Gold / und Silber / dessen das Meer voll ist / genährt / ja viel hunderttausendmal aus der Luft durch den lieblichen Regen / die Universal Lebensspeis genossen / davon es ja billig schön und stark werden müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.319900035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3476,"date":1659,"orig":"328. Dahero ſeine ſchoͤne Signatur vns angezeiget/ daß auch ſeine Kraͤfften der Signatur gemaͤß ſchoͤn vnd gut ſeyn muͤſſen.","norm":"328. Daher seine schöne Signatur uns angezeigt / dass auch seine Kräften der Signatur gemäß schön und gut sein müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.792500019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3477,"date":1659,"orig":"329. Wann der Moſt im kochen nur nicht anbrennt/ ſo bekompt er gar keinen boͤſen geſchmack/ ſonderlich wann er in verzinten Keſſeln concentrirt wird.","norm":"329. Wann der Most im Kochen nur nicht anbrennt / so bekommt er gar keinen bösen Geschmack / sonderlich wann er in verzinnten Kesseln konzentriert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.408699989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3478,"date":1659,"orig":"330. Vnd wann man es noch beſſer thun wolte/ ſo koͤnte man den Moſt in einem verzinten Keſſel/ der in einem andern in ſiedendem Waſſer ſtuͤnde/ eynkochen/ koſtet ein klein wenig mehr Holtz.","norm":"330. Und wann man es noch besser tun wollte / so könnte man den Most in einem verzinnten Kessel / der in einem anderen in siedendem Wasser stünde / einkochen / kostet ein klein wenig mehr Holz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.435800075531006} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3479,"date":1659,"orig":"331. Man kan die concentrirte Moͤſte/ wann ſie wieder in Waſſer ſolvirt ſeyn/ mit Schwebel wiederumb klar machen/ wann nemblich der gemeyne Schwebel zuvorn in die weiſe gebracht worden.","norm":"331. Man kann die konzentrierte Möste / wann sie wieder in Wasser solviert sein / mit Schwäbel wiederum klarmachen / wann nämlich der gemeine Schwäbel zuvor in die weise gebracht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.87939977645874} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3480,"date":1659,"orig":"332.","norm":"332.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.025300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3481,"date":1659,"orig":"Auch kan ſolcher Niederſchlag durch einen fixen Sulphur, nemblich durch weiſſe Kißlingſteine/ wann dieſelbe zuvor in ein klar Waſſer gebracht/ davon im zweyten Theil Furnorum geſchrieben/ vnd liquor ſilicum genant worden/ verꝛichtet werden/ deſſen ein wenig davon in Wein zertrieben/ vnd in ein gros Faß mit truben Wein geſchuͤttet/ vntereinander geruͤttelt/ macht den gantzen Wein Milchfarb/ dann der liquor ſilicum ſcheydet ſich/ vnd wird zu einem ſehr zarten pulver/ welches allen ſchlamm/ geſchmack/ vnd farb auß dem truͤben Wein an ſich ziehet/ vnd damit zu boden faͤlt/ alſo daß die Wein ſchoͤn hell vnd klar davon werden.","norm":"Auch kann solcher Niederschlag durch einen fixen Sulphur, nämlich durch weiße Kißlingsteine / wann dieselbe zuvor in ein klar Wasser gebracht / davon im zweiten Teil Furnorum geschrieben / und liquor silicum genannt worden / verrichtet werden / dessen ein wenig davon in Wein trieben / und in ein groß Fass mit trüben Wein geschüttet / untereinander gerüttelt / macht den ganzen Wein Milchfarbe / dann der liquor silicum scheidet sich / und wird zu einem sehr zarten pulver / welches allen schlamm / Geschmack / und Farbe aus dem trüben Wein an sich ziehet / und damit zu Boden fällt / also dass die Wein schön hell und klar davon werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3482,"date":1659,"orig":"333/ So man aber ein Zinn in Spiritu Salis ſolvirt/ vnd neben den Kißlingſteinen zum fuͤllen gebraucht/ ſo faͤlt der ſchlamm deſto geſchwinder/ dann das Zinn allein gut iſt/ alle truͤbe/ vnd vngeſchmackte Wein darmit klar vnd lieblich zumachen/ vnd hat das Zinn ein ſolche Natur/ allen Accidentaliſchen geſchmack vnd Farb nicht allein auß allem Wein/ ſondern auch/ auß allem Bier/ Meth/ vnd Waſſer zuziehen/ vnd zu bodem zufaͤllen/ dehme nichts vorgehet/ alſo daß mit einem kleinem Glaͤslein ſolvirtem Zinn/ ein zimblich Faß Wein klar zumchen iſt.","norm":"333 / So man aber ein Zinn in Spiritu Salis solviert / und neben den Kißlingsteinen zum Füllen gebraucht / so fällt der schlamm desto geschwinder / dann das Zinn allein gut ist / alle trübe / und vngeschmackte Wein damit klar und lieblich zumachen / und hat das Zinn ein solche Natur / allen Accidentalischen Geschmack und Farbe nicht allein aus allem Wein / sondern auch / aus allem Bier / Met / und Wasser zuziehen / und zu bodem zufällen / Dämme nichts vorgehet / also dass mit einem kleinem Gläslein solviertem Zinn / ein ziemlich Fass Wein klar zumchen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808199882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3483,"date":1659,"orig":"334. Es attrahirt ſo Kraͤfftig/ daß man auch ein ſtinckende Miſtlacken darmit klar machen/ vnd allen geſtanck darinnen niederfaͤllen kan.","norm":"334. Es attrahiert so kräftig / dass man auch ein stinkende Mistlacken damit klarmachen / und allen Gestank darinnen niederfallen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.632900238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3484,"date":1659,"orig":"335. Ein ſolvirt Bley thut es auch/ aber das Zinn iſt zu den Weinen beſſer/ welches die kuͤnſtliche Scharlackenfaͤrber auch erfahren/ in deme ſie ein ſolvirt Zinn in dem Keſſel zu dem Alaun vnd Weinſtein gieſſen/ das Lacken damit attrahirent zumachen/ auff daß es die thewre Farbe Concinilli deſto reiner auß dem Waſſer ziehe/ vnd nichts davon verlohren gehe.","norm":"335. Ein solviert Blei tut es auch / aber das Zinn ist zu den Weinen besser / welches die künstliche Scharlakenfärber auch erfahren / in dem sie ein solviert Zinn in dem Kessel zu dem Alaun und Weinstein gießen / das Lacken damit attrahierend zumachen / auf dass es die teure Farbe Concinilli desto reiner aus dem Wasser ziehe / und nichts davon verloren gehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.90500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3485,"date":1659,"orig":"136. Iſt alſo rath genug/ ſolche gelbe/ die der Moſt in der Concentration erlanget/ wieder daraus zufaͤllen.","norm":"136. Ist also Rat genug / solche gelbe / die der Most in der Konzentration erlanget / wieder daraus zufällen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.978099822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3486,"date":1659,"orig":"337. Deßgleichen iſt das auch ein guter Niederſchlage auff alle getraͤnck/ Wein/ Bier/ Meth/ vnd Eſſige/ wann man einen Theil reinen Sand oder Kißlingen mit 2. Theilen Silberglett im Tiegel wol zuſammen ſchmeltzet/ daß ein gelbes Glas daraus wird; darnach ſolches Glas außgegoſſen/ gepuͤlvert/ vnd mit zweymal ſo viel Salpeter oder gebrandten Weinſtein vermiſcht/ noch einmal geſchmoltzen/ außgegoſſen/ vnd gepuͤlvert/ ſo laͤſt ſich alles in Waſſer ſolviren/ deſſen man nach gelegenheit der ſach ein wenig davon zu den truͤben Weinen/ oder Methen thut/ wol vntereinander ſchuͤttelt/ vnd allen ſchlamm/ farb/ oder truͤbe/ wie auch vnlieblichen geruch vnd geſchmack zu boden faͤlt/ alſo daß kein beſſerer Niederſchlag zufinden.","norm":"337. Desgleichen ist das auch ein guter Niederschlage auf alle Getränk / Wein / Bier / Met / und Essige / wann man einen Teil reinen Sand oder Kißlingen mit 2. Teilen Silberglett im Tiegel wohl zusammen schmelzet / dass ein gelbes Glas daraus wird; danach solches Glas ausgegossen / gepulvert / und mit zweimal so viel Salpeter oder gebrandeten Weinstein vermischt / noch einmal geschmolzen / ausgegossen / und gepulvert / so lässt sich alles in Wasser solvieren / dessen man nach Gelegenheit der Sache ein wenig davon zu den trüben Weinen / oder Methan tut / wohl untereinander schüttelt / und allen schlamm / Farbe / oder trübe / wie auch unlieblichen Geruch und Geschmack zu Boden fällt / also dass kein besserer Niederschlag zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012499809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3487,"date":1659,"orig":"338. Die ſuͤſſe kan ſich im kochen nicht vmbkehren/ noch ſaure feces daraus werden/ wie offt ſolches kochen auch geſchicht:","norm":"338. Die süße kann sich im Kochen nicht umkehren / noch saure Fezes daraus werden / wie oft solches kochen auch geschieht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.890100002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3488,"date":1659,"orig":"Was ſuͤß iſt/ das iſt ſuͤß/ vnd bleibet ſuͤß/ vnd wird nicht ſawer.","norm":"Was süß ist / das ist süß / und bleibt süß / und wird nicht sauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.069200038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3489,"date":1659,"orig":"339. Auch wird das ſawre im kochen nicht ſuͤß; iſt dann ſuͤß vnd ſawer beyſammen/ ſo bleibt das ſuͤſſe im kochen ſuͤß/ vnd das ſaure ſauer.","norm":"339. Auch wird das Saure im Kochen nicht süß; ist dann süß und sauer beisammen / so bleibt das süße im Kochen süß / und das saure sauer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3490,"date":1659,"orig":"340. Vnd weilen das ſaure meiſt ein Weinſtein iſt/ vnd man die ſaͤure nicht gern zuviel darbey hat/ ſo kan ſolche gar wol geſchieden werden.","norm":"340. Und weilen das saure meist ein Weinstein ist / und man die säure nicht gern zu viel dabei hat / so kann solche gar wohl geschieden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649499893188477} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3491,"date":1659,"orig":"341. Nemblich/ wann man auff den Concentrirten ſafft nur lawlecht Waſſer ſchuͤttet/ denſelben damit zu ſolviren.","norm":"341. nämlich / wann man auf den konzentrierten Saft nur lawlecht Wasser schüttet / denselben damit zu solvieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.804900169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3492,"date":1659,"orig":"342. Dieſes lawlechte Waſſer nimbt nur den ſuͤſſen ſafft an ſich/ vnd laͤſt den ſawren Weinſtein ligen vnauffſolvirt.","norm":"342. Dieses lawlechte Wasser nimmt nur den süßen Saft an sich / und lässt den sauren Weinstein liegen vnauffsolvirt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.787199974060059} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3493,"date":1659,"orig":"343.","norm":"343.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.632200002670288} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3494,"date":1659,"orig":"Dieſe Solution gibt hernacher einen viel ſuͤſſern Wein/ als er geweſen/ wann er nicht Concentrirt worden.","norm":"Diese Solution gibt hernach einen viel süßeren Wein / als er gewesen / wann er nicht konzentriert worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589499950408935} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3495,"date":1659,"orig":"344. Dann weilen der Weinſtein vnſolvirt liegen bleibt/ vnd nicht wieder vnter die Solution kompt/ geſtalt Kaltwaſſer keinen Weinſtein ſolvirt/ ſo kan es ja nicht fehlen/ der Wein muß ſuͤſſer werden.","norm":"344. Dann weilen der Weinstein unsolviert liegen bleibt / und nicht wieder unter die Solution kommt / Gestalt Kaltwasser keinen Weinstein solviert / so kann es ja nicht fehlen / der Wein muss süßer werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9542999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3496,"date":1659,"orig":"345. So man aber auß dem Concentrirten Moſt/ wieder einen ſolchen ſawerlichen Moſt wie er vor der Concentration geweſen/ machen wolte/ ſo muͤſte man mit warmen Waſſer den Weinſtein mit dem ſuͤſſen Waſſer im kochen auffſolviren/ ſo bekaͤme man eben einen ſolchen Wein/ wie er ſonſten geworden were/ ehe er Concentrirt.","norm":"345. So man aber aus dem Konzentrierten Most / wieder einen solchen sarilichen Most wie er vor der Konzentration gewesen / machen wollte / so müsste man mit warmen Wasser den Weinstein mit dem süßen Wasser im Kochen auffsolviren / so bekäme man eben einen solchen Wein / wie er sonsten geworden wäre / ehe er konzentriert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.309800148010254} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3497,"date":1659,"orig":"346. Einen guten lieblichen klaren Meth zubereyten/ nehme einen guten friſchen Honig/ der weiſſe ſey/ welcher allezeit beſſer iſt/ als der braune/ vnd thut zu jedweder Maß Honig 6. Maß Waſſer/ kocht es zuſammen in einem Keſſel auff/ vnd wann der Honig zergangen vnd kocht/ ſo wirfft er viel Schaum auff/ welchen man abnehmen ſoll/ vnd wann er ſo lang gekocht/ daß er gar kein ſchaum mehr auffwirfft/ ſo kocht man doch noch ſo lang/ bis daß er wieder auff die Honigdicke kompt/ alsdann man wieder ſo viel ander Waſſer zu thut/ als man haben wil/ nach deme der Meth ſchwach oder ſtarck ſeyn ſoll.","norm":"346. Einen guten lieblichen klaren Met zubereiten / nehme einen guten frischen Honig / der weiße sei / welcher allezeit besser ist / als der braune / und tut zu jedweder Maß Honig 6. Maß Wasser / kocht es zusammen in einem Kessel auf / und wann der Honig zergangen und kocht / so wirft er viel Schaum auf / welchen man abnehmen soll / und wann er so lang gekocht / dass er gar kein Schaum mehr aufwirft / so kocht man doch noch so lang / bis dass er wieder auf die Honigdicke kommt / alsdann man wieder so viel ander Wasser zu tut / als man haben will / nach dem der Met schwach oder stark sein soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.822700023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3498,"date":1659,"orig":"347.","norm":"347.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.836299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3499,"date":1659,"orig":"Wann zu einer Maß Honig 6. Maß Waſſer kommen/ ſo wird ein mittelmaͤſſiger Meth daraus/ ſoll er aber fetter werden/ ſo thut man weniger Waſſer bey.","norm":"Wann zu einer Maß Honig 6. Maß Wasser kommen / so wird ein mittelmäßiger Met daraus / soll er aber fetter werden / so tut man weniger Wasser bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.984799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3500,"date":1659,"orig":"Vnd wann man ſo ſtarcke Meth nicht ſucht/ thut man mehr Waſſer bey/ vnd kochet den gereinigten Honig damit auff/ ſo wirfft er auffs new einen Schaum von ſich/ den man abnimbt/ vnd gießt das Honigwaſſer durch ein wollen oder leinen Tuch/ damit der uͤbrige ſchlamm zuruͤck bleibe; das durchgelaſſen Honigwaſſer thut man in ein rein Faß/ wann es noch laulecht iſt/ vnd ſetzet oben darauff ein paar Loͤffel voll juͤnge Bierhefen/ ſo faͤngt er an zu jaͤhren/ vnd wann er am beſten jaͤhren iſt/ ſo gieſtman in ein jeder Ohm etliche ℔.","norm":"Und wann man so starke Met nicht sucht / tut man mehr Wasser bei / und kochet den gereinigten Honig damit auf / so wirft er aufs neu einen Schaum von sich / den man abnimmt / und gießt das Honigwasser durch ein wollen oder leinen Tuch / damit der übrige schlamm zurückbleibe; das durchgelassen Honigwasser tut man in ein rein Fass / wann es noch laulecht ist / und setzet oben darauf ein paar Löffel voll junge Bierhefen / so fängt er an zu jähren / und wann er am besten jähren ist / so giestman in ein jeder Ohm etliche ℔.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5117998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3501,"date":1659,"orig":"Spiritus Vini, oder in manglung deſſen einen von Obſt/ Kraͤutern/ Blumen/ oder nur Korn gemachten Spiritum dareyn/ ſo faͤllet/ oder præcipitirt der Spiritus den ſchlamm deſto beſſer auß dem Meth/ daß er deſto heller vnd klarer werde/ ſtaͤrcket auch denſelben/ vnd macht/ daß er ſich deſto beſſer halte/ vnd nimmer leichtlich ſawer werde.","norm":"Spiritus Vini, oder in manglung dessen einen von Obst / Kräutern / Blumen / oder nur Korn gemachten Spiritum darein / so fället / oder präzipitiert der Spiritus den schlamm desto besser aus dem Met / dass er desto heller und klarer werde / stärket auch denselben / und macht / dass er sich desto besser halte / und nimmer leichtlich sauer werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.270699977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3502,"date":1659,"orig":"348. Will mann dann dem Meth einen beſondern guten geſchmack machen/ ſo haͤnckt man in einem ſaͤcklein gepuͤlverte Kraͤuter oder Gewuͤrtz hineyn/ nach deme ein jeder ſolchen gern hat.","norm":"348. Will Mann dann dem Met einen besonderen guten Geschmack machen / so hängt man in einem Säcklein gepulverte Kräuter oder Gewürz hinein / nach dem ein jeder solchen gern hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.82390022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3504,"date":1659,"orig":"350. Vnd wann man ſchmaͤckt/ daß der Meth geſchmack vnd geruch genug von den Aromatibus empfangen/ ſo nimbt man das ſaͤcklein wiedeer herauß.","norm":"350. Und wann man schmeckt / dass der Met Geschmack und Geruch genug von den Aromatibus empfangen / so nimmt man das Säcklein wieder heraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.057899951934814} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3505,"date":1659,"orig":"351. Die beſte Aromata aber/ dem Meth einen lieblichen geruch vnd geſchmack zu geben/ ſeynd dieſe; Zimmet/ Naͤglein/ Cardamom/ Calmus/ Zitwer/ Galgant/ vnd dergleichen/ nach dem es einem jedwedern gefaͤllt.","norm":"351. Die beste Aromata aber / dem Met einen lieblichen Geruch und Geschmack zu geben / sind diese; Zimt / Näglein / Cardamom / Kalmus / Zitwer / Galgant / und dergleichen / nach dem es einem jedweden gefällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.921599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3506,"date":1659,"orig":"352. Will man aber den Meth noch beſſer machen/ ſo kan man im jaͤhren/ oder auch nach dem jaͤhren einen Schwamm/ welcher in einem Spiritu vini aromatiſato getraͤncket/ daran ein Kugel von Zinn goſſen/ hangen ſoll/ in die mitte des Faſſes haͤncken/ ſo ziehet der Meth allgemach einen lieblichen geruch/ vnd geſchmack daraus/ haͤlt ſich wol/ vnd bleibet klar/ lieblich/ kraͤfftig vnd gut.","norm":"352. Will man aber den Met noch besser machen / so kann man im jähren / oder auch nach dem jähren einen Schwamm / welcher in einem Spiritu vini aromatisato getränkt / daran ein Kugel von Zinn gossen / hingen soll / in die Mitte des Fasses henken / so ziehet der Met allgemach einen lieblichen Geruch / und Geschmack daraus / hält sich wohl / und bleibt klar / lieblich / kräftig und gut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.984099864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3507,"date":1659,"orig":"353. Dieſes ſoll bey dem Meth machen in acht genommen werden; Nemblich/ daß man das kochen in einem flachen Keſſel verꝛichte/ der Verzinnet ſey/ vnd nur das Fewer vnten an dem boden deſſelben kommen moͤge/ ſo kan der Honig im Keſſel nicht anbrennen/ von welchem Keſſel in dem erſten Deutſchlandes Wolfahrt bey Concentrirung der Weine gehandelt.","norm":"353. Dieses soll bei dem Met machen in Acht genommen werden; nämlich / dass man das Kochen in einem flachen Kessel verrichte / der Verzinnet sei / und nur das Feuer unten an dem Boden desselben kommen möge / so kann der Honig im Kessel nicht anbrennen / von welchem Kessel in dem ersten Deutschlands Wohlfahrt bei Konzentrierung der Weine gehandelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.507299900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3508,"date":1659,"orig":"354. Durch das eynkochen vergehet dem Honig ſein vnlieblicher geruch/ alſo daß man ſo liebliche Getraͤncke daraus machen kan/ welche dem guten Wein nichts bevor geben/ ſo man aber ſolches thun wil/ ſo muß man auch dem Honig ein liebliche ſaͤwre beybringen/ ſonſten ſchmaͤcket er gar lapp.","norm":"354. Durch das Einkochen vergehet dem Honig sein unlieblicher Geruch / also dass man so liebliche Getränke daraus machen kann / welche dem guten Wein nichts bevor geben / so man aber solches tun will / so muss man auch dem Honig ein liebliche säure beibringen / sonsten schmecket er gar lapp.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956099987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3509,"date":1659,"orig":"355.","norm":"355.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.561100006103515} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3510,"date":1659,"orig":"Die Reinſigkeit kan jhme leichtlich geben werden/ wann man in einem Rectificirtem Spiritu Salis, ſo viel Weinſtein ſolvirt/ als er ſolviren kan/ alsdann in den Meth ſchuͤttet/ vnd damit klaren laͤſt/ ſo wird der Wein fein weinlecht/ vnd klart ſich auch ſchoͤn hell davon.","norm":"Die Reinsigkeit kann ihm leichtlich geben werden / wann man in einem Rektifiziertem Spiritu Salis, so viel Weinstein solviert / als er solvieren kann / alsdann in den Met schüttet / und damit klaren lässt / so wird der Wein fein weinlecht / und klart sich auch schön hell davon.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.611700057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3511,"date":1659,"orig":"356. Es iſt eine vnmoͤgligkeit/ daß ein Spiritus von etwas im kochen verꝛiechen ſolte/ wann es noch nicht gejohren hat; dann im kochen nichts/ als ein vngeſchmack ſimpel Waſſer hinweg gehet/ vnd gar keine Spiritus noch ſuͤſſigkeit/ welches ja allen Menſchen/ die nur etwas weniges wiſſen/ bekand genug iſt.","norm":"356. Es ist eine Unmöglichkeit / dass ein Spiritus von etwas im Kochen verriechen sollte / wann es noch nicht gejohren hat; dann im Kochen nichts / als ein Ungeschmack simpel Wasser hinweggeht / und gar keine Spiritus noch Süßigkeit / welches ja allen Menschen / die nur etwas weniges wissen / bekannt genug ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.435999870300293} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3512,"date":1659,"orig":"357. Die Concentrirte Weine koͤnnen keinen guten Wein geben/ es ſey dann/ daß man per præcipitationem jhme ſeinen/ im Concentriren erlangten geſchmack wieder benehme.","norm":"357. Die konzentrierte Weine können keinen guten Wein geben / es sei dann / dass man per praecipitationem ihm seinen / im Konzentrieren erlangten Geschmack wieder benehme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.122200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3513,"date":1659,"orig":"358. Wann ſolcher Concentrirten Moͤſte viel in Holland kaͤmen/ ſie ſolten mit bahrem Gelde die Ohm fuͤr 12. 16. 18. in 24. Thaler/ nach deme ſie wol bereytet/ vnd der Concentrirte Kornſafft fuͤr 8. 10. in 12. Thaler bezahlt werden.","norm":"358. Wann solcher Konzentrierten Möste viel in Holland kämen / sie sollten mit barem Gelde die Ohm für 12. 16. 18. in 24. Taler / nach dem sie wohl bereitet / und der konzentrierte Kornsaft für 8. 10. in 12. Taler bezahlt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.714099884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3514,"date":1659,"orig":"359. Alle Hoͤcker wiſſen wol/ wie das jaͤhren zuverhindern/ daß die Moͤſte das gantze Jahr durch ſuͤß bleiben/ vnd nicht zu jaͤhren begehren.","norm":"359. Alle Höcker wissen wohl / wie das jähren zuverhindern / dass die Möste das ganze Jahr durch süß bleiben / und nicht zu jähren begehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.549699783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3515,"date":1659,"orig":"360.","norm":"360.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.656500101089477} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3516,"date":1659,"orig":"Wann ſie nemblich dieſelbe in ſolche Faͤſſer fuͤllen/ welche wol mit Schwebel bereytet ſeyn.","norm":"Wann sie nämlich dieselbe in solche Fässer füllen / welche wohl mit Schwebel bereitet sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.656700134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3517,"date":1659,"orig":"361. Dann der Schwebel hindert/ daß kein Moſt jaͤhren kan/ welches eine ſchlechte Kunſt iſt/ koſtet auch wenig/ oder ſchier gantz nichts.","norm":"361. Dann der Schwäbel hindert / dass kein Most jähren kann / welches eine schlechte Kunst ist / kostet auch wenig / oder schier ganz nichts.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.820700168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3518,"date":1659,"orig":"362.","norm":"362.","lang_fastText":"zh","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.568000078201294} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3519,"date":1659,"orig":"Wann dann jemand zu Herbſtzeiten einige Moͤſte ein zukochen willens/ koͤnte er nicht allein ſein eygen gewaͤchs zuſammen/ ſondern von andern/ ſo viel nehmen/ vnd alſo mit Schwebel verhalten/ als er ſelber wolte/ hernacher im Winter aber/ wann er nichts anders zuthun haͤtte/ ein Faß nach dem andern Concentriren.","norm":"Wann dann jemand zu Herbstzeiten einige Möste ein Zukochen Willens / könnte er nicht allein sein Eigengewächs zusammen / sondern von anderen / so viel nehmen / und also mit Schwäbel verhalten / als er selber wollte / hernach im Winter aber / wann er nichts anders zutun hätte / ein Fass nach dem anderen Konzentrieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948599815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3520,"date":1659,"orig":"363.","norm":"363.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.188899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3521,"date":1659,"orig":"Dieſer Schwebelrauch bleibet nicht bey den Moͤſten/ ſondern gehet im Concentriren wieder weg; ſchadet oder hindert alſo bey dem verhalten der Moͤſte das allergeringſte nicht.","norm":"Dieser Schwäbelrauch bleibt nicht bei den Mösten / sondern geht im Konzentrieren wieder weg; schadet oder hindert also bei dem Verhalten der Möste das allergeringste nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5355000495910645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3522,"date":1659,"orig":"364. Die ſuͤſſe Moͤſte am beſten zu erhalten/ daß ſie nicht jaͤhren koͤnnen/ geſchicht alſo:","norm":"364. Die süße Möste am besten zu erhalten / dass sie nicht jähren können / geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.174300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3523,"date":1659,"orig":"Vor der Herbſtzeit/ ohngefehr 8. oder 10. Tage vor dem Laͤſen/ ſoll man ſolche Faͤſſer/ darinn man die Moͤſte bewahren wil/ mit einer guten ſchnidt Schwebel eynbrennen zuſpuͤnden/ vnd den Schwebel in das Faß kriechen laſſen/ uͤber 3. Tagen ſolches noch einmal thun/ vnd wieder uͤber 3. Tagen zum dritten mahl wiederholet/ hernacher den ſuͤſſen Moſt dareyn fuͤllen/ doch daß die Pfeiffe oder Roͤhren des Trichters/ welche in das Faß gehet/ mit Tuͤcheren vmbwunden ſey/ daß kein Schwebelrauch im eynfuͤllen des Moſtes neben der Pfeiffen des Trichters außgehen moͤge/ ſondern in dem Faß bey dem Moſt zuverbleiben gezwungen ſey; ſo bald das Faß bis oben an voll iſt/ macht man das Spundloch beheb zu/ daß gar kein Lufft in das Faß gehen moͤge/ ſo hat der Moſt kein macht zu jaͤhren/ ſondern bleibt alſo ſuͤß ligen/ ſo lang man ſelber will.","norm":"Vor der Herbstzeit / ungefähr 8. oder 10. Tage vor dem Läsen / soll man solche Fässer / darin man die Möste bewahren will / mit einer guten Schnitt Schwäbel einbrennen zuspunden / und den Schwäbel in das Fass kriechen lassen / über 3. Tagen solches noch einmal tun / und wieder über 3. Tagen zum dritten Mal wiederholet / hernach den süßen Most darein füllen / doch dass die Pfeife oder Röhren des Trichters / welche in das Fass geht / mit Tüchern umwunden sei / dass kein Schwäbelrauch im Einfüllen des Mostes neben der Pfeifen des Trichters ausgehen möge / sondern in dem Fass bei dem Most zuverbleiben gezwungen sei; so bald das Fass bis oben an voll ist / macht man das Spundloch beheb zu / dass gar kein Luft in das Fass gehen möge / so hat der Most kein macht zu jähren / sondern bleibt also süß liegen / so lang man selber will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6691999435424805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3524,"date":1659,"orig":"365.","norm":"365.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.925100088119507} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3525,"date":1659,"orig":"Man ſoll wol zuſehen/ daß der Schwebelrauch in dem Faß bey dem Moſt verbleibe/ vnd im eynfuͤllen/ des Moſtes nicht verlohren gehe.","norm":"Man soll wohl zusehen / dass der Schwäbelrauch in dem Fass bei dem Most verbleibe / und im Einfüllen / des Mostes nicht verloren gehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735799789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3526,"date":1659,"orig":"366. Dann ſo man ſolches auß vnachtſamkeit uͤberſehe/ daß der Schwebel nicht in dem Faß bliebe/ vnd man doch den Spund hart auff das Faß ſchluͤge/ wuͤrde der Moſt auß mangel des Schwebels anfangen zujaͤhren/ dem Faß den Bodem außſtoſſen/ vnd dardurch ſchaden geſchehen.","norm":"366. Dann so man solches aus Unachtsamkeit übersehe / dass der Schwäbel nicht in dem Fass bliebe / und man doch den Spund hart auf das Fass schlüge / würde der Most aus Mangel des Schwebelse anfangen zujähren / dem Fass den Boden ausstoßen / und dadurch schaden geschehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237800121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3527,"date":1659,"orig":"367. Auff dieſe weiſe wird viel Frantzoͤſiſcher Moſtverhalten/ vnd alſo in frembde Laͤnder verfuͤhret/ davon Jaͤhrlichs in die Statt Ambſterdam etlich tauſend Faͤſſer gebracht werden/ allein zu dem ende/ andere alte verlegene Weine wieder damit zum jaͤhren zubringen/ vnd zuerfriſchen/ welche ſtumme Weine genant werden/ weil ſie nicht ſpraͤchen koͤnnen/ wann man ſie Trincket/ es ſey dann daß ſie jaͤhren vnd Spiritus erlangen/ vnd andern gejohren Weinen gleich werden.","norm":"367. Auf diese Weise wird viel französischer Mostverhalten / und also in fremde Länder verführet / davon jährliches in die Stadt Amsterdam etlich tausend Fässer gebracht werden / allein zu dem Ende / andere alte verlegene Weine wieder damit zum jähren zubringen / und zuerfrischen / welche stumme Weine genannt werden / weil sie nicht sprächen können / wann man sie Trinket / es sei dann dass sie jähren und Spiritus erlangen / und anderen gejohren Weinen gleich werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3528,"date":1659,"orig":"368. Die groſſen Weinhaͤndler bewahren ſolche ſtumme oder verhaltene Weine von einem Jahr in das ander/ allezeit im Vorꝛath/ wann ſie etwan geringe Weine wieder damit verfriſchen wollen/ ſie ſolche darzu bereyt haben.","norm":"368. Die großen Weinhändler bewahren solche stumme oder verhaltene Weine von einem Jahr in das ander / allezeit im Vorrat / wann sie etwan geringe Weine wieder damit verfrischen wollen / sie solche dazu bereit haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.863699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3529,"date":1659,"orig":"369. Sonſten kan man auch die Newe Moͤſte auff andere weiſe verhalten/ nemblich alſo; So bald ſie außgepreſt/ fuͤllet man ſolche in Faͤſſer/ die mit Schwebel wol bereytet/ macht das Spund darauff/ laͤſt den Moſt 1. oder 2. Naͤchte ſtill ligen/ ſo ſetzet ſich die Hefen zu Bodem/ alsdann ziehet man den klaren Moſt von der Hefen/ auff ein ander mit Schwebel zugerichtetes Faß/ laͤſt ſolches 1. Nacht oder 2. wieder ſtill ligen/ ſo ſetzet er wieder Hefen/ davon man den klaren Moſt zum 2. oder 3. mahl abzieht/ vnd laͤſt alſo denſelben in einem/ mit Schwebel wol verſehenem/ vnd verſpundetem Faß ligen/ ſo bleibt er ſo lang ſuͤß/ als man wil.","norm":"369. Sonsten kann man auch die Neue Möste auf andere weise verhalten / nämlich also; so bald sie ausgepresst / füllt man solche in Fässer / die mit Schwäbel wohl bereitet / macht das Spund darauf / lässt den Most 1. oder 2. Nächte still liegen / so setzet sich die Hefen zu Boden / alsdann ziehet man den klaren Most von der Hefen / auf ein ander mit Schwäbel zugerichtetes Fass / lässt solches 1. Nacht oder 2. wieder still liegen / so setzet er wieder Hefen / davon man den klaren Most zum 2. oder 3. Mal abzieht / und lässt also denselben in einem / mit Schwäbel wohl versehenem / und verspundetem Fass liegen / so bleibt er so lang süß / als man will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.719399929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3530,"date":1659,"orig":"370. Etliche bringen die Hefen/ davon die Moͤſte jaͤhrend werden/ auff dieſe weiſe von den Moͤſten.","norm":"370. Etliche bringen die Hefen / davon die Möste jährend werden / auf diese Weise von den Mösten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3531,"date":1659,"orig":"Sie laſſen groſſe ſpitzige leinen Saͤcke machen/ haͤncken ſolche nach der Reyfe auff/ darunter ſie eine Rinne legen/ den klaren Moſt/ ſo durch die Saͤcke laufft/ zu empfangen; Wann die Saͤcke mit Moſt gefuͤllet worden/ vnd durchgelauffen/ welches man ſo offt wiederholet/ bis daß man ſuͤſſen Moſt genug hat/ vnd ſoll derſelbe in geſchwebelten Faͤſſern bewahret werden/ bleibt gantz hell vnd klar/ vnd das gantze Jahr durch/ lieblich vnd ſuͤß zu trincken/ iſt in Teutſchland/ vor dieſem nicht im gebrauch geweſen/ dann allein vor etlichen Jahren ſolcher modus auß Italia herauß an der Fuͤrſten Hoͤfe gekommen/ wird jetzunder viel gethan/ vnd nicht alleine fuͤr die jenige zutrincken bewahret/ welche nicht gern ſtarcke Weine Trincken/ ſondern auch andere harte Weine darmit zuverſuͤſſen/ vnd lieblicher zumachen.","norm":"Sie lassen große spitzige leinen Säcke machen / henken solche nach der Reife auf / darunter sie eine Rinne legen / den klaren Most / so durch die Säcke lauft / zu empfangen; wann die Säcke mit Most gefüllt worden / und durchgelaufen / welches man so oft wiederholet / bis dass man süßen Most genug hat / und soll derselbe in geschwäbelten Fässern bewahret werden / bleibt ganz hell und klar / und das ganze Jahr durch / lieblich und süß zu trinken / ist in Deutschland / vor diesem nicht im Gebrauch gewesen / dann allein vor etlichen Jahren solcher modus aus Italia heraus an der Fürsten Höfe gekommen / wird jetzund viel getan / und nicht alleine für diejenige zutrinken bewahret / welche nicht gern starke Weine trinken / sondern auch andere harte Weine damit zuversüßen / und lieblicher zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081699848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3532,"date":1659,"orig":"371.","norm":"371.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.48799991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3533,"date":1659,"orig":"Dieſer modus iſt zwar gut/ nimbt aber mehr muͤhe/ als die vorige beyde/ welche man in groſſer menge practiſiren kan.","norm":"Dieser modus ist zwar gut / nimmt aber mehr Mühe / als die vorige beide / welche man in großer Menge practisiren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.71120023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3534,"date":1659,"orig":"372.","norm":"372.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.9551000595092773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3535,"date":1659,"orig":"Seynd alſo mittel vnd wege genug/ viel Moͤſte zu Concentriren/ nicht allein im Herbſt/ ſondern auch das gantze Jahr/ wann man zeit vnd gelegenheit hat/ ſolches zu thun.","norm":"Sind also Mittel und Wege genug / viel Möste zu konzentrieren / nicht allein im Herbst / sondern auch das ganze Jahr / wann man Zeit und Gelegenheit hat / solches zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3536,"date":1659,"orig":"373. Der koſten oder die muͤhe zur Concentrirung des Korns iſt ſehr gering/ vnd kan das Werck gar nicht verthewren.","norm":"373. Der kosten oder die Mühe zur Konzentrierung des Korns ist sehr gering / und kann das Werk gar nicht teuren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3541998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3537,"date":1659,"orig":"374. Ein gemeyn Bier verdirbt nicht/ vnd kan ſich ein gantzes Jahr vnd laͤnger halten/ welches mehrere theil doch nur Waſſer iſt; wie ſolte dann der Kornſafft verderben/ davon alles Waſſer wieder verkocht/ vnd weg geduͤnſtet worden?","norm":"374. Ein gemein Bier verdirbt nicht / und kann sich ein ganzes Jahr und länger halten / welches mehrere Teil doch nur Wasser ist; wie sollte dann der Kornsaft verderben / davon alles Wasser wieder verkocht / und weg gedünstet worden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9928998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3538,"date":1659,"orig":"375. Halten ſich doch etliche Bier/ wann ſie wol fett gemacht/ vnd kein Korn vnd Hopffen darbey geſparet wird/ etliche Jahren lang/ wie die Weine ja auch nicht verderben/ wann ſie tauſend Meil uͤber Meer nach Oſt-Indien gefuͤhret werden.","norm":"375. Halten sich doch etliche Bier / wann sie wohl fett gemacht / und kein Korn und Hopfen dabei gespart wird / etliche Jahren lang / wie die Weine ja auch nicht verderben / wann sie tausend Meil über Meer nach Ost-Indien geführt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595900058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3539,"date":1659,"orig":"376. Es wird auß Ambſterdam allein durch die Oſt-Indiſche Schifffahrt Jaͤhrlichs fuͤr viel tauſend Guͤlden wehrt Braunſchweigiſche Momme (iſt ein ſtarck Bier ſo nach Oſt-Indien gebracht wird/ vnd daſelbſten ſich lange zeit haͤlt vnd gut bleibet.","norm":"376. Es wird aus Amsterdam allein durch die Ost-Indische Schifffahrt Jährliches für viel tausend Gülden wert Braunschweigische Momme (ist ein stark Bier so nach Ost-Indien gebracht wird / und daselbst sich lange Zeit hält und gut bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2322998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3540,"date":1659,"orig":"377. Vnd ob ſchon ſolches Bier etwas ſtaͤrcker gemacht iſt/ als ein gemeyn Bier/ ſo iſt doch der ſechſte Theil darvon kaum Kornſafft/ das uͤbrige iſt ja Waſſer.","norm":"377. Und ob schon solches Bier etwas stärker gemacht ist / als ein gemein Bier / so ist doch der sechste Teil davon kaum Kornsaft / das Übrige ist ja Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1468000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3541,"date":1659,"orig":"378. Auch kompt ein dick fettes Bier/ Jopenbier genant/ von Dantzig in Holland zuverkauffen/ welches je aͤlter je beſſer wird/ vnd ſich wol zehen oder mehr Jahren lang halten kan/ daß doch nur ein Bier/ vnd kein Honigdicker ſafft iſt.","norm":"378. Auch kommt ein dick fettes Bier / Jopenbier genannt / von Danzig in Holland zuverkaufen / welches je älter je besser wird / und sich wohl zehn oder mehr Jahren lang halten kann / dass doch nur ein Bier / und kein Honigdicker Saft ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3542,"date":1659,"orig":"379. Warumb ſolte dann ein Kornſafft/ davon alles Waſſer wieder geſcheiden/ ſich nicht auch halten koͤnnen?","norm":"379. warum sollte dann ein Kornsaft / davon alles Wasser wieder gescheiten / sich nicht auch halten können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.954100131988525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3543,"date":1659,"orig":"380. Lazarus Ercker beſchreibet allein/ wie man den Salpeter auß den Vieheſtaͤllen/ vnd anderer Erden außlaugen/ vnd zu Salpeter kochen ſolle/ es wird aber das geringſte nicht bey jhme gefunden/ da er anweiſung thut/ auß Holtz laub/ vnd Gras/ wie auch gemeynem Kochſaltz/ vnd andern Vegetabiliſchen/ Animaliſchen/ vnd Mineraliſchen dingen ein Salpeter zumachen.","norm":"380. Lazarus Ercker beschreibet allein / wie man den Salpeter aus den Viehställen / und anderer Erden auslaugen / und zu Salpeter kochen solle / es wird aber das geringste nicht bei ihm gefunden / da er Anweisung tut / aus Holz Laub / und Gras / wie auch gemeinem Kochsalz / und anderen Vegetabilischen / Animalischen / und Mineralischen Dingen ein Salpeter zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3544,"date":1659,"orig":"381. Die Concentration des Holtzes iſt von Niemanden zuvorn practiſiret worden ſondern iſt meine Invention.","norm":"381. Die Konzentration des Holzes ist von Niemanden zuvor practisiret worden sondern ist meine Invention.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3545,"date":1659,"orig":"382. Ein jedweder Werck oder Arbeyt muß ſich ſelber verthaͤtigen/ vnd ſeinen Meiſter loben.","norm":"382. Ein jedweder Werk oder Arbeit muss sich selber verteidigen / und seinen Meister loben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.461900234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3546,"date":1659,"orig":"Errata","norm":"Errata","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":5.139800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3547,"date":1659,"orig":"Fol. 289. in Tit. pro gewißhafft lege Gewiſſenhafft.","norm":"Fol. 289. in Tit. pro Gewisshaft lege gewissenhaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.53950023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3548,"date":1659,"orig":"Fol. 293.","norm":"Fol. 293.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":5.171899795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3549,"date":1659,"orig":"Aphor. 34. omittatur nicht.","norm":"Aphor. 34. omittatur nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.5954999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3550,"date":1659,"orig":"Fol. 296.","norm":"Fol. 296.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":7.397200107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3551,"date":1659,"orig":"Aphor. 58. oleoliſati lege alcoliſati.","norm":"Aphor. 58. oleolisati lege alcolisati.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"sm","lang_de":0,"norm_lmscore":7.653299808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3552,"date":1659,"orig":"Ende der außgeſetzten Aphoriſmorum.","norm":"Ende der ausgesetzten Aphorismorum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.451000213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3553,"date":1659,"orig":"De AURI TINCTURA Sive AURO POTABILI VERO Was ſolche ſey/ vnd wie dieſelbe von einem falſchen vnd Sophiſtiſchen Auro Potabili zu vnterſcheyden vnd zu erkennen.","norm":"De AURI TINCTURA Sive AURO POTABILI VERO was solche sei / und wie dieselbe von einem falschen und Sophistischen Auro Potabili zu unterscheiden und zu erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.925600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3554,"date":1659,"orig":"Auch wie ſolche auff Spagiriſche weiſe zugerichtet vnd bereytet:","norm":"Auch wie solche auf Spagirische weise zugerichtet und bereitet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.775000095367432} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3555,"date":1659,"orig":"Vnd wozu ſolche in Medicina koͤnne gebraucht werden.","norm":"Und wozu solche in Medicina könne gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.639699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3556,"date":1659,"orig":"DE AUROPOTABILI.","norm":"DE AUROPOTABILI.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"eu","lang_de":0,"norm_lmscore":7.020299911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3557,"date":1659,"orig":"ES iſt kund vnd offenbahr/ daß alle wahre Philoſophi, vor viel hundert Jahren her/ ſich hoch bemuͤhet haben/ jhren Leib von zufaͤlligen Kranckheiten zu retten/ vnd jhr Leben in Geſundheit zu erlaͤngern.","norm":"Es ist kund und offenbar / dass alle wahre Philosophie, vor viel hundert Jahren her / sich hoch bemühet haben / ihren Leib von zufälligen Krankheiten zu retten / und ihr Leben in Gesundheit zu Erlangern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256199836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3558,"date":1659,"orig":"Dahero ſie geſucht vnd fleiſſig nachgedacht/ worinn ſolche Rettung vnd Erlaͤngerung beſtuͤnde.","norm":"Daher sie gesucht und fleißig nachgedacht / worin solche Rettung und Erlängerung bestünde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.312600135803223} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3559,"date":1659,"orig":"Haben derowegen die Vegetabilien, Animalien vnd Mineralien vnter die Hand genommen/ ſolche mit groſſem Fleiß durch das Fewer anatomiret, vnd examiniret, was fuͤr Kraͤfften darinnen zu finden.","norm":"Haben derowegen die Vegetabilien, Animaleien und Mineralien unter die Hand genommen / solche mit großem Fleiß durch das Feuer anatomieret, und examinieret, was für Kräften darinnen zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4120001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3560,"date":1659,"orig":"Aber vnter allen oͤbern vnd vntern Creaturen nichts gefunden/ darinn ein groͤſſere Harmonia vnd Freundſchafft geſpuͤret wuͤrde/ als zwiſchen der Sonn/ Gold/ Menſchen vnd Wein.","norm":"Aber unter allen Obern und unteren Kreaturen nichts gefunden / darin ein größere Harmonia und Freundschaft gespürt würde / als zwischen der Sonne / Gold / Menschen und Wein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.21120023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3561,"date":1659,"orig":"Dann bekant genug iſt/ daß die Elementiſche warme Sonn das Leben aller Dingen verurſacht.","norm":"Dann bekannt genug ist / dass die Elementtische warme Sonne das Leben aller Dingen verursacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.122499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3562,"date":1659,"orig":"Dahero ſie dann das Gold/ welches nichts anders iſt/ als ein Terreſtriſche Sonne/ oder ein Coagulirtes vnd Compactes fixe Corpus auß den Sonnen-Stralen gewuͤrcket/ durch Huͤlff des Weins mit dem Menſchen zuvereinigen geſucht haben.","norm":"Daher sie dann das Gold / welches nichts anders ist / als ein terrestrische Sonne / oder ein Koaguliertes und kompaktes fixe Corpus aus den Sonnenstrahlen gewirkt / durch Hilfe des Weins mit dem Menschen zuvereinigen gesucht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.311500072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3563,"date":1659,"orig":"(In dieſer meiner Rede aber moͤchte ſich mancher ſtoſſen/ vnd nicht begreiffen oder glauben koͤnnen/ daß das Gold der Sonnen Kind/ oder von der Sonnen-Stralen ein greiffliches Metalliſch Weſen worden ſey.","norm":"(In dieser meiner Rede aber möchte sich mancher stoßen / und nicht begreifen oder glauben können / dass das Gold der Sonnen Kind / oder von der Sonnenstrahlen ein greifliches metallisch Wesen worden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.936500072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3564,"date":1659,"orig":"Vnd ſagen/ wie iſt es muͤglich daß die Waͤrme von der Sonnen/ welche doch vnbegreifflich/ vnd kein Corpus hat/ zu einem leiblichen vnd fixen Weſen werden kan?","norm":"Und sagen / wie ist es möglich dass die Wärme von der Sonnen / welche doch unbegreiflich / und kein Corpus hat / zu einem leiblichen und fixen Wesen werden kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894100189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3565,"date":1659,"orig":"Inſonderheit die jenigen/ welche der Metaltallen vnd Mineralien generation keine Erkaͤndnuͤs haben.","norm":"Insonderheit diejenigen / welche der Metaltallen und Mineralien Generation keine Erkändnüs haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.827000141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3566,"date":1659,"orig":"Wiewol ich allhier nicht fuͤrgenommen weitlaͤufftig von der Metallen Herkommen vnd Gebaͤhrung zu ſchreiben.","norm":"Wiewohl ich allhier nicht vorgenommen weitläufig von der Metallen Herkommen und Gebärung zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.972700119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3567,"date":1659,"orig":"Weilen ich mich aber vnterſtanden zu beweiſen/ daß der Sonnen Natur vnd Eygenfchafft als ein lebendigmachende Krafft in dem Gold (ſo es zuvorn zerſtoͤret/ vnd wieder geiſtlich gemacht worden) zu finden vnd herauß zu ziehen/ auch zu des Menſchen Geſundheit in ein lebendigmachende Medicin koͤnne bereytet vnd gebracht werden.","norm":"Weilen ich mich aber unterstanden zu beweisen / dass der Sonnen Natur und Eigenschaft als ein lebendigmachende Kraft in dem Gold (so es zuvor zerstöret / und wieder geistlich gemacht worden) zu finden und heraus zu ziehen / auch zu des Menschen Gesundheit in ein lebendigmachende Medizin könne bereitet und gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685200214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3568,"date":1659,"orig":"Alſo kan ich nicht vnterlaſſen auffs wenigſte den Vnwiſſenden vnd Vnglaubigen die Wahrheit/ durch ein oder zwey Exempel vnd Gleichnuͤſſen zu zeygen.","norm":"Also kann ich nicht unterlassen aufs wenigste den Unwissenden und Ungläubigen die Wahrheit / durch ein oder zwei Exempel und Gleichnissen zu zeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.385000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3569,"date":1659,"orig":"Wiewol ich ſolches durch viel vnd mancherley Handgreiffliche Rationes beweiſen koͤnte/ wird aber vmb der Kuͤrtze willen allhier vnterlaſſen.","norm":"Wiewohl ich solches durch viel und mancherlei handgreifliche Rationes beweisen könnte / wird aber um der Kürze willen allhier unterlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.662099838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3570,"date":1659,"orig":"Wer aber der Metallen Natur vnd Eygenſchafft zu wiſſen ſuchet/ der leſe mein Tractaͤtlein De generatione Mineralium, dann weiß ich gewiß/ er wird den Zweiffel fallen laſſen/ vnd meinen Worten beyfallen.","norm":"Wer aber der Metallen Natur und Eigenschaft zu wissen suchet / der lese mein Traktätlein De generatione Mineralium, dann weiß ich gewiss / er wird den Zweifel fallen lassen / und meinen Worten beifallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7382001876831055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3571,"date":1659,"orig":"Den jenigen aber welche noch obſtinat in jhrer Meynung bleiben/ will ich zwo Fragen fuͤrſtellen ſolche zu beantworten:","norm":"Denjenigen aber welche noch obstinat in ihrer Meinung bleiben / will ich zwei Fragen vorstellen solche zu beantworten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.614500045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3572,"date":1659,"orig":"Erſtlich/ wovon es komme wann man einen Liquorem viſcoſum Mineralium, in einem offenen glaͤſern Geſchirꝛ lang an die Sonne ſetzet/ daß er ſich in quantitate & qualitate vermehre.","norm":"Erstlich / wovon es komme wann man einen Liquorem viscosum Mineralium, in einem offenen gläsern Geschirr lang an die Sonne setzet / dass er sich in quantitate & qualitate vermehre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.143499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3573,"date":1659,"orig":"Ob ſolches nun von der Sonnen herkomme oder wovon anders?","norm":"Ob solches nun von der Sonnen herkomme oder wovon anders?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9029998779296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3574,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen die Vermehrung des Gewichts kaͤme von der Lufft her/ weilen dieſelbe alles in ſich hat vnd mit ſich fuͤhret.","norm":"Möchte jemand sagen die Vermehrung des Gewichts käme von der Luft her / weilen dieselbe alles in sich hat und mit sich führt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.685400009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3575,"date":1659,"orig":"Darauff ich wiederumb frage/ ob dann die Lufft nicht durch die Sonn imprægniret vnd gefchwaͤngert ſey/ vnd ob auch die Lufft etwas in ſich habe/ welches ſie nicht durch die Aſtra zuvoren erlanget?","norm":"Darauf ich wiederum frage / ob dann die Luft nicht durch die Sonne imprägnieret und geschwängert sei / und ob auch die Luft etwas in sich habe / welches sie nicht durch die Astra zuvoren erlanget?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7835001945495605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3576,"date":1659,"orig":"Weiters zu fernerm Beweiß/ ſo ſetze einen ſolchen Liquorem in einen kalten Keller/ oder ſonſten an eine feuchte Lufft/ ſo wirſtu befinden/ daß ſich das Gewicht im geringſten nicht vermehren wird/ gleich wie es in der Sonnen oder ſeinem Vicario des Fewers-Waͤrme geſchicht.","norm":"Weiters zu fernerem Beweis / so setze einen solchen Liquorem in einen kalten Keller / oder sonsten an eine feuchte Luft / so wirst du befinden / dass sich das Gewicht im Geringsten nicht vermehren wird / gleich wie es in der Sonnen oder seinem Vicario des Feuers-Wärme geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.273600101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3577,"date":1659,"orig":"Es wird wol ein ſolcher Liquor ein ſchlechte Feuchtigkeit an ſich ziehen/ welche aber/ ſo bald ſie die Waͤrme empfindet/ wieder davon gehet/ vnd laͤßt den Liquorem in ſolchem Gewicht als er zuvorn geweſen.","norm":"Es wird wohl ein solcher Likör ein schlechte Feuchtigkeit an sich ziehen / welche aber / so bald sie die Wärme empfindet / wieder davon geht / und lässt den Liquorem in solchem Gewicht als er zuvor gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639200210571289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3578,"date":1659,"orig":"Noch ein anders vnd mercklichers Exempel; Solvire ein ſchwefelhafftig vnd vnzeitig Metall/ als Eyſen/ Kupffer/ oder Zinck in Aquaforti, oder einem andern Spiritu acido, abſtrahire den Spiritum wieder davon/ gluͤe es auß/ doch nicht zu ſtarck/ alſo daß nur die Spiritus wieder davon riechen/ nimb ſein Gewicht in acht/ vnd zeichne es auff/ ſetze darnach ſolchen metalliſchen Calcem in einem Tiegel in ein Fewer/ daß das Metall doch nicht ſchmeltze oder weg rauche/ ſondern der Tiegel mit dem Metall nur dunckel gluͤe/ las ſolchen drey oder vier Wochen alſo ſtehen/ nimbs auß vnd wieg es wieder/ ſo wirſtu befinden/ daß dein Metall viel ſchwerer worden/ als er zuvorn geweſen iſt.","norm":"Noch ein anders und merklicheres Exempel; Solviere ein schwefelhafftig und unzeitig Metall / als Eisen / Kupfer / oder Zink in Aquaforti, oder einem anderen Spiritu acido, abstrahiere den Spiritum wieder davon / glüh es aus / doch nicht zu stark / also dass nur die Spiritus wieder davon riechen / nimm sein Gewicht in acht / und zeichne es auf / setze danach solchen metallischen Calcem in einem Tiegel in ein Feuer / dass das Metall doch nicht schmelze oder wegrauche / sondern der Tiegel mit dem Metall nur dunkel glüh / las solchen drei oder vier Wochen also stehen / nimbs aus und wieg es wieder / so wirst du befinden / dass dein Metall viel schwerer worden / als er zuvor gewesen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3579,"date":1659,"orig":"Noch beſſer kanſtu ſolches vernehmen:","norm":"Noch besser kannst du solches vernehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.219099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3580,"date":1659,"orig":"Setze ein ſolches ſulphuriſch Metall/ oder Kupffer/ oder ein anders mit 16. oder 18. ſchwerem Bley auff eine außgegluͤete Capellen/ von Holtz oder Bein-Aſchen gemacht/ in einen probier-Ofen/ doch wieg zuvorn die Capellen/ Kupffer vnd Bley/ daß du gewiß weiſt wie ſchwer ſie ſeyn/ ehe dann du ſie in den Ofen ſetzeſt/ las alſo das Kupffer mit dem Bley abgehen/ doch nicht zu heiß/ nimb dieſelbe auß/ wieg ſie wiederumb nach der Erkaltung/ ſo wirſtu befinden/ daß dein Capellen viel ſchwerer (wiewol viel Bley im Abtreiben/ im Rauch weg gangen) als ſie zuvorn ehe ſie in das Fewer kommen/ mit ſampt dem Kupffer vnd Bley gewogen/ ſeyn wird.","norm":"Setze ein solches sulphurisch Metall / oder Kupfer / oder ein anders mit 16. oder 18. schwerem Blei auf eine ausgeglühte Kapellen / von Holz oder Beinaschen gemacht / in einen Probier-Ofen / doch wieg zuvor die Kapellen / Kupfer und Blei / dass du gewiss weist wie schwer sie sein / ehe dann du sie in den Ofen setzest / las also das Kupfer mit dem Blei abgehen / doch nicht zu heiß / nimm dieselbe aus / wieg sie wiederum nach der Erkaltung / so wirst du befinden / dass dein Kapellen viel schwerer (wiewohl viel Blei im Abtreiben / im Rauch weggegangen) als sie zuvor ehe sie in das Feuer kommen / mit samt dem Kupfer und Blei gewogen / sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025899887084961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3581,"date":1659,"orig":"Iſt nun die Frage/ wovon ſolche ſchwaͤre herkommen/ ob nicht die Hitze des Fewers ſich durch Huͤlffe des auffgeſchloſſenen Metalls in ein greiffliches Metalliſch corpus figirt habe?","norm":"Ist nun die Frage / wovon solche schwäre herkommen / ob nicht die Hitze des Feuers sich durch Hilfe des aufgeschlossenen Metalls in ein greifliches metallisch corpus figiert habe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.810100078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3582,"date":1659,"orig":"Dahero glaublich/ wann wir wuͤſten ein bequaͤme matricem zu legen/ darinnen ſich die Sonnenſtralen/ wie auch die Hitze von gemeynem Fewer fangen/ vnd coaguliren koͤnten/ eben ſo wol Metalla uͤber der Erden generirt wuͤrden als in der Erden.","norm":"Daher glaublich / wann wir wüsten ein bequeme matricem zu legen / darinnen sich die Sonnenstrahlen / wie auch die Hitze von gemeinem Feuer fangen / und koagulieren könnten / eben so wohl Metalla über der Erden generiert würden als in der Erden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.824100017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3583,"date":1659,"orig":"Moͤchte jemand ſagen/ diß were noch wol zu glauben/ daß die Hitze eines gemeynen Holtz oder Kohlen Fewers/ etwas metalliſch mit ſich fuͤhret/ vnd alſo durch Huͤlff eines gefloſſenen Metalls zu einem Coͤrper werden koͤnte/ daß aber ſolches auch durch die Sonnen geſchehen ſolte/ were nicht wol anzunehmen.","norm":"Möchte jemand sagen / dies wäre noch wohl zu glauben / dass die Hitze eines gemeinen Holz oder Kohlen Feuers / etwas metallisch mit sich führt / und also durch Hilfe eines geflossenen Metalls zu einem Körper werden könnte / dass aber solches auch durch die Sonnen geschehen sollte / wäre nicht wohl anzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.087100028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3584,"date":1659,"orig":"Der nun ſolcher Meynung iſt/ kan es auff folgende Weiß probiren/ vnd wahr zu ſeyn befinden/ ſetze ein außgegluͤete Capellen mit ſampt dem Bley vnd Kupffer an die Sonnen/ richte ein ſpeculum Concavum darauff mit der Sonn/ alſo daß die radii Solis juſt da ſie ſich colligiren, vnd in ein Centrum fallen/ die Capellen beruͤhren vnd erhitzen.","norm":"Der nun solcher Meinung ist / kann es auf folgende Weiß probieren / und wahr zu sein Befinden / setze ein ausgeglühte Kapellen mit samt dem Blei und Kupfer an die Sonnen / richte ein speculum Concavum darauf mit der Sonne / also dass die radii Solis just da sie sich zolligeren, und in ein Zentrum fallen / die Kapellen berühren und erhitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.279399871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3585,"date":1659,"orig":"Du muſt aber allzeit den Spiegel in der Hand halten/ vnd ſolchen wiſſen zu treiben vnd wenden nach dem die Sonn ſteyget/ auff daß die Sonnen-Hitz nimmer von der Capellen abweiche/ die Capellen erkalte/ dardurch das Werck verhindert wuͤrde/ wann nun ſolches wol in acht genommen/ ſo wird das Werck eben ſo wol abgehen/ als wann es in einem gluͤenden Ofen geſchehen were.","norm":"Du musst aber allzeit den Spiegel in der Hand halten / und solchen wissen zu treiben und wenden nachdem die Sonne steiget / auf dass die Sonnenhitze nimmer von der Kapellen abweiche / die Kapellen erkalte / dadurch das Werk verhindert würde / wann nun solches wohl in Acht genommen / so wird das Werk eben so wohl abgehen / als wann es in einem glühenden Ofen geschehen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3586,"date":1659,"orig":"Der Spiegel aber muß auffs wenigſte im Diametro zwey Fuß breyt/ vnd auch nit zu hohl vnd tieff ſeyn/ ſondern vngefehr der 18. oder 20. Theil einer Kugel/ auff daß er ſeine radios deſto weiter von ſich werffe.","norm":"Der Spiegel aber muss aufs wenigste im Diametro zwei Fuß breit / und auch nicht zu hohl und tief sein / sondern ungefähr der 18. oder 20. Teil einer Kugel / auf dass er seine radios desto weiter von sich werfe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.666299819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3587,"date":1659,"orig":"Muß auch wol vnd correct geſchliffen vnd polliret ſeyn/ auff daß er ſeine Sralen deſto beſſer colligire, vnd in einen kleinen punctum bringe.","norm":"Muss auch wohl und korrekt geschliffen und polieret sein / auf dass er seine Schralen desto besser zolligere, und in einen kleinen punctum bringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.457499980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3588,"date":1659,"orig":"Wie aber ſolche Spiegel gemacht werden/ gehoͤret hieher nicht/ wer aber Luſt darzu hat/ mag in Beſchreibung meines vierdten Kunſt-Ofens nach ſuchen/ darinnen er genugſamen Bericht finden wird/ wie ſolche vnd andere Art Spiegel ſo wol von Metall als von Glas gegoſſen/ geſchliffen/ polliret/ vnd zu vielen Kuͤnſten vnd Haͤndeln koͤnnen gebraucht werden.)","norm":"Wie aber solche Spiegel gemacht werden / gehöret hierher nicht / wer aber Lust dazu hat / mag in Beschreibung meines vierten Kunst-Ofens nach suchen / darinnen er genugsamen Bericht finden wird / wie solche und andere Art Spiegel so wohl von Metall als von Glas gegossen / geschliffen / polieret / und zu vielen Künsten und Händeln können gebraucht werden.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340499877929687} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3589,"date":1659,"orig":"Dieſer Parentheſis vnd Demonſtration, haͤtte wol koͤnnen vermitten bleiben/ iſt aber nur darumb geſchehen/ auff daß deſto leichter koͤnne geglaubt werden/ daß das Gold ſeinen Vrſprung von der Sonnen genommen/ auch deroſelben gute Eygenſchafften vnd Kraͤfften verborgen vnd verſchloſſen in ſich habe/ vnd durch Huͤlff der Kunſt Alchymia wiederumb in ſolches koͤnne vnd muͤſſe gebracht werden/ welches es vor der Coagulation iſt geweſen.","norm":"Dieser Parenthese und Demonstration, hätte wohl können vermitten bleiben / ist aber nur darum geschehen / auf dass desto leichter könne geglaubt werden / dass das Gold seinen Ursprung von der Sonnen genommen / auch derselben gute Eigenschaften und Kräften verborgen und verschlossen in sich habe / und durch Hilfe der Kunst Alchimie wiederum in solches könne und müsse gebracht werden / welches es vor der Koagulation ist gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.61959981918335} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3590,"date":1659,"orig":"Nemblich in einen erwaͤrmenden vnd lebendigmachenden penetrirlichen Geiſt/ ſol es anders ins Menſchen Leichnam wuͤrcken/ vnd etwas gutes außrichten koͤnnen.","norm":"nämlich in einen erwärmenden und lebendigmachenden Penetrierlichen Geist / soll es anders ins Menschen Leichnam wirken / und etwas Gutes ausrichten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.368599891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3591,"date":1659,"orig":"Derohalben die Alten viel Fleiß angewendet haben/ das Gold in ein ſolches ſpiritualiſch Weſen zu bringen.","norm":"Derohalben die Alten viel Fleiß angewendet haben / das Gold in ein solches spiritualisch Wesen zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.466899871826172} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3592,"date":1659,"orig":"Haben aber nichts finden koͤnnen/ dardurch ſolches am fuͤglichſten haͤtte geſchehen koͤnnen als durch den Wein; aber nicht den gemeynen/ ſondern durch ſeinen reinen vnd puren Geiſt/ welcher durch die diſtillation von ſeinem Coͤrper geſcheyden worden.","norm":"Haben aber nichts finden können / dadurch solches am füglichsten hätte geschehen können als durch den Wein; aber nicht den gemeinen / sondern durch seinen reinen und puren Geist / welcher durch die Destillation von seinem Körper gescheiten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238999843597412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3593,"date":1659,"orig":"Deßgleichen haben ſie auch nicht das gemeyne Gold wie es auß den Steinen geſchmoltzen/ oder auß der Erden vnd Sand gewaſchen wird/ zu ſolchem Werck genommen/ ſondern daſſelbe durch das Fewer zuvorn wol vnd fein gereiniget/ darnach ſolches wiederumb lebendig gemacht/ vnd Philoſophicè auffgeſchloſſen; Aber nicht durch Corroſiviſche Spiritus, gleich wie jetziger Zeit die vermeynte Philoſophi damit zu ſudlen/ ſondern die Natur hat jhnen ein ander Waſſer dargegeben freywillig ohne Zwang der diſtillation; damit haben ſie das Gold uͤmbgewend/ ſein innerſt herauß/ vnd ſein aͤuſſerſt hineyn/ vnd ſolches bequaͤm gemacht/ ſeine animam oder tincturam von ſeinem vnnuͤtzen groben ſchwartzen Coͤrper zu ſepariren.","norm":"Desgleichen haben sie auch nicht das gemeine Gold wie es aus den Steinen geschmolzen / oder aus der Erden und Sand gewaschen wird / zu solchem Werk genommen / sondern dasselbe durch das Feuer zuvor wohl und fein gereinigt / danach solches wiederum lebendig gemacht / und Philosophice aufgeschlossen; Aber nicht durch Corrosivische Spiritus, gleich wie jetziger Zeit die vermeinte Philosophie damit zu sudeln / sondern die Natur hat ihnen ein ander Wasser dargegeben freiwillig ohne Zwang der Destillation; damit haben sie das Gold Umgewende / sein innerst heraus / und sein äußerst hinein / und solches bequem gemacht / seine animam oder tincturam von seinem unnützen groben schwarzen Körper zu separieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.707900047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3594,"date":1659,"orig":"Dann ſie genugſam geſehen/ daß ein Compactum Corpus auri keine Gemeynſchafft oder ingreß habe/ ſich mit dem Spiritu Vitali zuvereynigen.","norm":"Dann sie genügsam gesehen / dass ein Compactum Corpus auri keine Gemeinschaft oder Ingress habe / sich mit dem Spiritu Vitali zuvereinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6519999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3595,"date":1659,"orig":"Derohalben ſie nur allein des Goldes allerꝛeineſten Theil welches ſeine Farb iſt zu jhrem Elixir geſucht haben.","norm":"Derohalben sie nur allein des Goldes reinsten Teil welches seine Farbe ist zu ihrem Elixier gesucht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.653500080108643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3596,"date":1659,"orig":"Solche reine vnd ſaubere tinctur mit dem Spiritu Vini conjungiret, zuſammen Volatiliſch gemacht/ vnd ſolche beyde radicaliter uniret, alſo daß keines von dem andern durchs Fewer zu ſcheyden were.","norm":"Solche reine und saubere Tinktur mit dem Spiritu Vini konjungieret, zusammen Volatilisch gemacht / und solche beide radicaliter uniret, also dass keines von dem anderen durchs Feuer zu scheiden wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.401400089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3597,"date":1659,"orig":"Entweder beyde zugleich erheblich/ oder durch lange digeſtion in einen fixen Stein zu bringen/ welchen ſie dann fuͤr den groͤſten Schatz aller vergaͤnglichen Dingen dieſer Welt nicht vnbillich geacht haben.","norm":"Entweder beide zugleich erheblich / oder durch lange Digestion in einen fixen Stein zu bringen / welchen sie dann für den größten Schatz aller vergänglichen Dingen dieser Welt nicht unbillig geachtet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628900051116943} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3598,"date":1659,"orig":"Weilen dann von den Philoſophis allzeit darfuͤr gehalten/ vnd wahr befunden worden/ daß kein hoͤher Medicin vnter der Sonnen zu finden ſey/ als wenn die Seele des Goldes vnd Weins/ recht auff Philoſophiſche Weiß zuſammen vereynigt/ ſpiritualiſch vnd hinwiederumb fix vnd vnzertrennlich gemacht werden.","norm":"Weilen dann von den Philosophis allzeit dafür gehalten / und wahr befunden worden / dass kein höher Medizin unter der Sonnen zu finden sei / als wenn die Seele des Goldes und Weins / recht auf philosophische Weiß zusammen vereinigt / spiritualisch und hinwiederum fix und unzertrennlich gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.729100227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3599,"date":1659,"orig":"Auch daß keines ohne das ander zu einer wahren Medicin, als nemblich/ das Gold ohne Spiritus Vini nicht Volatiliſch/ vnd der Spiritus Vini ohne das Gold nicht corporaliſch oder fix koͤnnt gemacht werden.","norm":"Auch dass keines ohne das ander zu einer wahren Medizin, als nämlich / das Gold ohne Spiritus Vini nicht Volatilisch / und der Spiritus Vini ohne das Gold nicht körperlich oder fix könnt gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.614200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3600,"date":1659,"orig":"Alſo iſt es nicht vnbillich/ daß wir Nachkoͤmblingen ſolcher thewren Maͤnner/ jhren Worten vnd Lehr beyfallen/ vnd Glauben geben.","norm":"Also ist es nicht unbillig / dass wir Nachkömblingen solcher teuren Männer / ihren Worten und Lehre beifallen / und Glauben geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.073400020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3601,"date":1659,"orig":"Nicht aber vmb jhrer authoritaͤt vnd beruͤmbten Namens willen/ ſondern nicht mehr als vnſere eygene Augen vnd Haͤnde bezeugen koͤnnen/ welches dann die rechte Prob iſt/ dardurch man die Warheit von der Vnwarheit vnterſcheyden kan.","norm":"Nicht aber um ihrer Autorität und berühmten Namens Willen / sondern nicht mehr als unsere eigene Augen und Hände bezeugen können / welches dann die rechte Probe ist / dadurch man die Wahrheit von der Unwahrheit unterscheiden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1203999519348145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3602,"date":1659,"orig":"Weilen mir dann von Gott dem Herrn ſolcher Medicin Bereytung gegeben iſt/ vnd mir nicht vnwiſſend/ daß der Menſch jhme nicht ſelbſten/ ſondern ſeinen Naͤchſten zu Dienſte erſchaffen ſey.","norm":"Weilen mir dann von Gott dem Herrn solcher Medizin Bereitung gegeben ist / und mir nicht unwissend / dass der Mensch ihm nicht selbst / sondern seinen Nächsten zu Dienste erschaffen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973299980163574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3603,"date":1659,"orig":"Alſo hab ich mir fuͤrgenommen/ deren Bereytung vnd Gebrauch auffs kuͤrtzſte zubeſchreiben:","norm":"Also habe ich mir vorgenommen / deren Bereitung und Gebrauch aufs kürzte zubeschreiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.396999835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3604,"date":1659,"orig":"Doch alſo/ daß die Perlein nicht fuͤr die Schwein geworffen werden.","norm":"Doch also / dass die Perllein nicht für die Schwein geworfen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5569000244140625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3605,"date":1659,"orig":"Sondern nur denen die Gottes vnd der Natur Wunderwerck zu erlernen viel Muͤhe koſten/ vnd Fleiß angewendet haben/ welche dann ohne Zweiffel dieſes mein Schreiben/ wol verſtehen werden.","norm":"Sondern nur denen die Gottes und der Natur Wunderwerk zu erlernen viel Mühe kosten / und Fleiß angewendet haben / welche dann ohne Zweifel dieses mein Schreiben / wohl verstehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.701399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3606,"date":1659,"orig":"Hergegen andere/ welche die Kohlen/ noch nicht kennen/ wol vngekoſt bleiben laſſen.","norm":"Hergegen andere / welche die Kohlen / noch nicht kennen / wohl ungekost bleiben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.217700004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3607,"date":1659,"orig":"Wolle ſich derohalben niemand verwundern oder beſchweren/ daß in der Bereytung etwas kuͤrtzlich gehandelt wird/ dann mir dieſe Wiſſenſchafft (welche ich nicht mit ſchlaffen oder muͤſſig gehen/ ſondern durch viel ſawre Muͤhe vnd Schweiß meines Angeſichts/ von Gott durch embſiges bitten vnd ſuchen erlanget) viel zu lieb iſt den Vnwuͤrdigen alſo gleich einen Papp vorzukaͤwen/ vnd eynzuſtreichen/ ſolche durdurch zu profaniren.","norm":"Wolle sich derohalben niemand verwundern oder beschweren / dass in der Bereitung etwas kürzlich gehandelt wird / dann mir diese Wissenschaft (welche ich nicht mit schlafen oder müßig gehen / sondern durch viel saure Mühe und Schweiß meines Angesichts / von Gott durch emsiges Bitten und suchen erlanget) viel zu lieb ist den unwürdigen also gleich einen Papp vorzukäuen / und einzustreichen / solche durdurch zu profanieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.856500148773193} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3608,"date":1659,"orig":"Sondern meine Meynung iſt nur daſſelbe den Gottsfuͤrchtigen zu offenbahren/ welchen es dann klaͤrlich genug ſeyn wird.","norm":"Sondern meine Meinung ist nur dasselbe den Gottesfürchtigen zu offenbaren / welchen es dann klärlich genug sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.161499977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3609,"date":1659,"orig":"Auch wolle ſich niemand an meinem geringen vnd ſchlechtem Stylo aͤrgern oder ſtoſſen/ welchen ich allhier gebrauche/ weilen er nicht zierlich nach der Redens-Kunſt herpranget/ gleich wie die verblendte Welt nun ſuchet vnd haben will.","norm":"Auch wolle sich niemand an meinem geringen und schlechtem Stylo ärgern oder stoßen / welchen ich allhier gebrauche / weilen er nicht zierlich nach der Redenskunst herpranget / gleich wie die verblendete Welt nun suchet und haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.798600196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3610,"date":1659,"orig":"Mir aber wol bewuſt/ daß die Warheit nicht viel zierlicher Wort vnd langes Geſchwaͤtzes vonnoͤthen hat/ ſondern kan eben ſo wol mit wenig vnd ſchlechten einfaͤltigen Worten/ vnd noch viel beſſer als durch viel verwirꝛliche Sophiſtiſche Diſcurſen dargegeben werden.","norm":"Mir aber wohl bewusst / dass die Wahrheit nicht viel zierlicher Wort und langes Geschwätzes vonnöten hat / sondern kann eben so wohl mit wenig und schlechten einfältigen Worten / und noch viel besser als durch viel gewirrliche Sophistische Diskursen dargegeben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223199844360352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3611,"date":1659,"orig":"Ehe ich aber die Bereytung in die Hand nehme/ will ich zuvorn kuͤrtzlich erinnern/ wie ein wahrer Spagyrus ſoll vnd muͤſſe beſchaffen ſeyn/ welcher ein ſolches Werck zubereyten ſich vnterſtehen will; auff daß er ſich wol zuvorn erkenne/ ob er auch bequaͤm oder nicht dazu ſey.","norm":"Ehe ich aber die Bereitung in die Hand nehme / will ich zuvor kürzlich erinnern / wie ein wahrer Spagyrus soll und müsse beschaffen sein / welcher ein solches Werk zubereiten sich unterstehen will; auf dass er sich wohl zuvor erkenne / ob er auch bequem oder nicht dazu sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.480999946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3612,"date":1659,"orig":"Dann es nicht genug iſt ein Fewer anzublaſen/ oder ein Kraͤuter Waſſer zu diſtilliren wiſſen/ ſondern rechte vnd gruͤndliche Erkaͤntnuͤs der obern vnd vntern Elementen Fruͤchten haben/ auch vor allen Dingen Gottsfuͤrchtig dabey ſeyn/ dann nicht nur allein viel ſchwaͤtzens/ vnd wenig wiſſen machet einen guten Chymicum, wie in folgenden zu ſehen iſt.","norm":"Dann es nicht genug ist ein Feuer anzublasen / oder ein Kräuter Wasser zu destillieren wissen / sondern rechte und gründliche Erkenntnis der oberen und unteren Elementen Früchten haben / auch vor allen Dingen gottesfürchtig dabei sein / dann nicht nur allein viel Schwätzens / und wenig wissen macht einen guten Chymicum, wie in folgenden zu sehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252299785614014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3613,"date":1659,"orig":"Niemand kan es laͤugnen/ daß von allen Standsperſonen ſolche Kunſt von viel Jahren her geſucht/ vnd noch taͤglich mit viel Muͤhe vnd Koſten embſig geſucht wird/ aber von den wenigſten gefunden.","norm":"Niemand kann es leugnen / dass von allen Standspersonen solche Kunst von viel Jahren her gesucht / und noch täglich mit viel Mühe und Kosten emsig gesucht wird / aber von den wenigsten gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.199999809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3614,"date":1659,"orig":"Vnd wundert mich gar nicht/ daß ſolche edle Gabe Gottes bishero noch nicht gemeyn worden iſt.","norm":"Und wundert mich gar nicht / dass solche edle Gabe Gottes bisher noch nicht gemein worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3615,"date":1659,"orig":"Dann ſo viel ich noch gekennt/ welche darnach geſtrebet/ beynahe alle/ wenig außgenommen/ vnzeitig darzu gangen.","norm":"Dann so viel ich noch gekannt / welche danach gestrebt / beinahe alle / wenig ausgenommen / unzeitig dazu gegangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.827300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3616,"date":1659,"orig":"Dann eynige verlieſſen ſich auff jhr gros Reichthumb/ weilen ſie ein ſchoͤn Laboratorium bawen/ viel Laboranten halten/ die voͤlle der Mineralien/ Glaͤſer vnd Kohlen kauffen koͤnten/ dardurch ſie vermeynten/ ſie wolten vnd koͤnten die Kunſt mit Gewalt vom Himmel zu ſich reiſſen.","norm":"Dann einige verließen sich auf ihr groß Reichtum / weilen sie ein schön Laboratorium bauen / viel Laboranten halten / die Völle der Mineralien / Gläser und Kohlen kaufen könnten / dadurch sie vermeinten / sie wollten und könnten die Kunst mit Gewalt vom Himmel zu sich reißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.300300121307373} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3617,"date":1659,"orig":"Dachten aber nicht an die Wort des Apoſtels:","norm":"Dachten aber nicht an die Wort des Apostels:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.857100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3618,"date":1659,"orig":"Non eſt currentis, neque volentis, ſed Dei miſerentis.","norm":"Non est currentis, neque volentis, sed Dei miserentis.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.093599796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3619,"date":1659,"orig":"Andere waren ſolche/ welcher groͤſte Kunſt vnd Wiſſenſchafft/ in frembden Sprachen beſtunde/ vnd wegen zierliches Schwaͤtzens bey den Menſchen vor andern in groſſem Anſehen waren.","norm":"Andere waren solche / welcher größte Kunst und Wissenschaft / in fremden Sprachen bestünde / und wegen zierliches Schwätzens bei den Menschen vor anderen in großem Ansehen waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.764800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3620,"date":1659,"orig":"Solche meynten/ jhnen allein gehoͤrte ſolche Kunſt zu/ vnd es koͤnte nicht fehlen/ durch jhre vermeynte Weißheit vnd Geſchickligkeit muͤſten jhnen alle Elementen gehorſam ſeyn/ vnd zu jhrem Werckſchicken vnd dienen.","norm":"Solche meinten / ihnen allein gehörte solche Kunst zu / und es könnte nicht fehlen / durch ihre vermeinte Weisheit und Geschicklichkeit müssten ihnen alle Elementen Gehorsam sein / und zu ihrem Werkschicken und Dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.846199989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3621,"date":1659,"orig":"Betrachteten aber nicht Chriſti Wort/ den Kleinen haſtu offenbaret/ welches den Groſſen vnd Weiſen verborgen war.","norm":"Betrachteten aber nicht Christi Wort / den Kleinen hast du offenbaret / welches den Großen und Weisen verborgen war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424600124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3622,"date":1659,"orig":"Vnd meynen ſolche Menſchen/ daß ſie das Gras wachſen hoͤren/ da ſie doch im geringſten die Erden daraus es waͤchſet/ nicht kennen.","norm":"Und meinen solche Menschen / dass sie das Gras wachsen hören / da sie doch im Geringsten die Erden daraus es wächst / nicht kennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.668399810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3623,"date":1659,"orig":"Vnd wann jhnen die Kunſt ohne Muͤhe vnd Arbeit nicht wie eine gebratene Taube alſobalden will ins Maul fliegen/ doͤrffen ſie ſich nicht ſchaͤmen/ fromme Gottsfuͤrchtige Philoſophos zu ſchaͤnden vnd zu ſchmaͤhen/ als wann ſie lauter Luͤgen geſchrieben haͤtten/ vnd die Kunſt gantz vnwahrhafftig were/ nur jhre Vngeſchickligkeit vnd Vnwiſſenheit dardurch zu vermaͤnteln vnd bedecken/ vnd wollen von den Menſchen nicht darfuͤr geſehen ſeyn/ die ſie ſeyn.","norm":"Und wann ihnen die Kunst ohne Mühe und Arbeit nicht wie eine gebratene Taube alsobald will ins Maul fliegen / dürfen sie sich nicht schämen / fromme gottesfürchtige Philosophos zu schänden und zu schmähen / als wann sie lauter Lügen geschrieben hätten / und die Kunst ganz unwahrhaftig wäre / nur ihre Ungeschicklichkeit und Unwissenheit dadurch zu vermachteln und bedecken / und wollen von den Menschen nicht dafür gesehen sein / die sie sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.476900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3624,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſolche Leuthe den verborgenen Verſtand ſo wol als den Buchſtaben der Philoſophen verſtuͤnden/ wuͤrden ſie viel anders davon vrtheilen als ſie thun.","norm":"Und wann solche Leute den verborgenen Verstand so wohl als den Buchstaben der Philosophen verstünden / würden sie viel anders davon urteilen als sie tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.59250020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3625,"date":1659,"orig":"Aber weilen jhre Augen durch den Hoffart verblendet ſeyn/ iſt es kein Wunder/ daß ſie nach der Huͤlſen tappen/ vnd den Kern ligen laſſen/ vnd alſo zu keinem gewuͤnſchten Ende kommen koͤnnen.","norm":"Aber weilen ihre Augen durch den Hoffart verblendet sein / ist es kein Wunder / dass sie nach der Hülsen tappen / und den Kern liegen lassen / und also zu keinem gewünschten Ende kommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899799823760986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3626,"date":1659,"orig":"Die dritte Sorte ſolcher Menſchen beſtehet in allerhand Gold-begierigen Leuten/ welche ohne Muͤhe vnd Arbeit ſuchen ſchnell reich zu werden/ meynen alſo wann ſie von den vmblauffenden Betriegeren/ deren ſich dann allenthalben viel finden/ vnd ſich Chymicos nennen laſſen/ da ſie doch nicht wiſſen was Chymia ſey/ auch Meiſter vnd Schuͤler zugleich eben geſchickt vnd gelehrt ſeyn/ keiner von beyden im geringſten der Mineralien Metallen/ vnd anderen Dingen Natur vnd Eygenſchafften/ will geſchweigen/ der Philoſophorum Meynung verſtehet.","norm":"Die dritte Sorte solcher Menschen bestehet in allerhand Gold-begierigen Leuten / welche ohne Mühe und Arbeit suchen schnell reich zu werden / meinen also wann sie von den umlaufenden Betrügern / deren sich dann allenthalben viel finden / und sich Chymicos nennen lassen / da sie doch nicht wissen was Chymia sei / auch Meister und Schüler zugleich eben geschickt und gelehrt sein / keiner von beiden im Geringsten der Mineralien Metallen / und anderen Dingen Natur und Eigenschaften / will geschweigen / der Philosophorum Meinung verstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.405200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3627,"date":1659,"orig":"Vnd wann man mit ſolchen Leuthen von Natur vnd Eygenſchafft der Metallen diſcurriret, wiſſen ſie im geringſten nichts mehrs/ als was ſie etwan geleſen haben/ ſprechen alſo ſtehet/ da geſchrieben/ alſo verhaͤlt ſich der Proceßſo/ muß man thun/ ſolche materi muß es ſeyn/ vnd kein andere/ hangen alſo an dem Buchſtaben/ vnd gedencken nicht/ ob vielleicht jhr Proceß- vnd particular Schreiber ſelbſten nichts gewuſt/ vnd nur von hoͤr-ſagen oder leſen anderer Buͤcher/ geſchrieben habe.","norm":"Und wann man mit solchen Leuten von Natur und Eigenschaft der Metallen diskurrieret, wissen sie im Geringsten nichts Mehrs / als was sie etwan gelesen haben / sprechen also steht / da geschrieben / also verhält sich der Proceßso / muss man tun / solche Materie muss es sein / und kein andere / hingen also an dem Buchstaben / und Gedenken nicht / ob vielleicht ihr Proceß- und partikular Schreiber selbst nichts gewusst / und nur von Hörsagen oder lesen anderer Bücher / geschrieben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.520999908447266} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3628,"date":1659,"orig":"Vnd wann einer ſolchen Leuten ſchon warhafftigen Bericht von Natur der Mineralien vnd Metallen thaͤte/ vnd jhnen von Wort zu Wort der Chymiæ Heimligkeiten offenbarte/ wuͤrden ſie es doch nicht glauben vnd annehmen/ ſondern als eine Thorheit/ weilen die Natur ſo ſchlecht vnd keine langwierige/ koſtbare vnd muͤheſame Labores erforderte verachten.","norm":"Und wann einer solchen Leuten schon wahrhaftigen Bericht von Natur der Mineralien und Metallen täte / und ihnen von Wort zu Wort der Chymiae Heimlichkeiten offenbarte / würden sie es doch nicht glauben und annehmen / sondern als eine Torheit / weilen die Natur so schlecht und keine langwierige / kostbare und mühsame Labores erforderte verachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.624300003051758} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3629,"date":1659,"orig":"Von ſolchen vnd dergleichen Leuten wird von den geitzigen Menſchen gros Reichthumb geſucht; doͤrffen wol fuͤr einen geſchriebenen Proceß/ welcher doch keiner Lauß werth iſt/ viel hundert oder tauſend bezahlen.","norm":"Von solchen und dergleichen Leuten wird von den geizigen Menschen groß Reichtum gesucht; dürfen wohl für einen geschriebenen Prozess / welcher doch keiner Laus wert ist / viel hundert oder tausend bezahlen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.304999828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3630,"date":1659,"orig":"Meynen alſo die Kunſt mit Geld zu kauffen:","norm":"Meinen also die Kunst mit Geld zu kaufen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.079999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3631,"date":1659,"orig":"Dencken aber nicht ſo der Verkaͤuffer etwas gutes haͤtte/ daß er ſolches ſelber thun/ vnd des andern Geld nicht begehren wuͤrde.","norm":"denken aber nicht so der Verkäufer etwas Gutes hätte / dass er solches selber tun / und des anderen Geld nicht begehren würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2540998458862305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3632,"date":1659,"orig":"Doch kan es wol ſeyn/ daß bisweilen ein Kuͤnſtler ein gut Secretum von andern erlanget/ oder ſelbſten erfunden/ vnd keine Mittel hat ſolches ins Werck zu ſtellen/ vnd derohalben andere die es vermoͤgen vmb Huͤlff anſprechen muß/ dann nicht allzeit Kunſt vnd Geld beyſammen iſt.","norm":"Doch kann es wohl sein / dass bisweilen ein Künstler ein gut Secretum von anderen erlanget / oder selbst erfunden / und keine Mittel hat solches ins Werk zu stellen / und derohalben andere die es vermögen um Hilfe ansprechen muss / dann nicht allzeit Kunst und Geld beisammen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.483699798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3633,"date":1659,"orig":"Wann es alſo beſchaffen/ thun wolhabende Leute nicht vnrecht/ wann ſie frommen Kuͤnſtlern die Hand reychen/ vnd hergegen wiederumb Gottes Segen erwarten.","norm":"Wann es also beschaffen / tun wohlhabende Leute nicht Unrecht / wann sie frommen Künstlern die Hand reichen / und hingegen wiederum Gottes Segen erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.853700160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3634,"date":1659,"orig":"Aber wol iſt zu zuſehen mit weme man ſich anlege/ auff daß man nicht einen Pfenning mit einem Guͤlden erkauffe/ vnd endlich mit groſſem Schaden vnd Spott drauß ſcheyden muͤſſe.","norm":"Aber wohl ist zuzusehen mit wem man sich anlege / auf dass man nicht einen Pfennig mit einem Gülden erkaufe / und endlich mit großem Schaden und Spott daraus scheiden müsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098999977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3635,"date":1659,"orig":"Welcher Menſch/ der nur ein geſund Aug offen haͤtte/ ſolte wol alſo blind ſeyn/ vnd nicht mercken vnd ſehen koͤnnen/ daß es mit ſolchen hoffaͤrtigen auffgeblaſenen vnd geitzigen Leuten/ vnd jhrem Thun verlohren Wercke muͤſſe ſeyn/ wiewol Gott der Allmaͤchtig die Sonn ſo wol uͤber die Gottloſen als Frommen ſcheinen laͤßt/ aber niemals gehoͤret vnd erfahren worden/ daß ein wahrer Philoſophus ſich mit vielem Schwaͤtzen/ vnd Luͤgen beholffen haͤtte/ ſondern ſein Werck in Eynfalt vnd Stille verꝛichtet.","norm":"Welcher Mensch / der nur ein gesund Auge offen hätte / sollte wohl also blind sein / und nicht merken und sehen können / dass es mit solchen hoffärtigen aufgeblasenen und geizigen Leuten / und ihrem Tun verloren Werke müsse sein / wiewohl Gott der Allmächtig die Sonne so wohl über die Gottlosen als Frommen scheinen lässt / aber niemals gehöret und erfahren worden / dass ein wahrer Philosophus sich mit vielem Schwätzen / und Lügen beholfen hätte / sondern sein Werk in Einfalt und Stille verrichtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.71750020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3636,"date":1659,"orig":"Aber am allermeyſten iſt zuverwunderen/ daß die Gelaͤhrteſten vnd Weiſeſten dieſer Welt ſo ſtarꝛ blind ſeyn/ (da ſie doch ſonſten in allem weltlichem Thun vnd Weſen die Geſchickſten vnd Kluͤgſten ſeyn/) ſich alſo mit der Naſen von ſolchen Sophiſten am Narꝛenſeyl laſſen herumb fuͤhren.","norm":"Aber am allermeisten ist zuverwundere / dass die Gelehrtesten und Weisesten dieser Welt so starr blind sein / (da sie doch sonsten in allem weltlichem Tun und Wesen die Geschickesten und Klügsten sein /) sich also mit der Nasen von solchen Sophisten am Narrenseil lassen herumführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298699855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3637,"date":1659,"orig":"Aber die vierdte Art der Suchenden/ ſeynd viel anders beſchaffen als die oberzehlte.","norm":"Aber die vierte Art der Suchenden / sind viel anders beschaffen als die oberzählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.015299797058105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3638,"date":1659,"orig":"Welche nicht gros Anſehens/ zeitliche guͤter/ oder andere vergaͤngliche Dinge der Welt/ ſondern nur allein Gottes Ehre vnd jhres Naͤchſten Nutzen ſuchen.","norm":"Welche nicht groß Ansehens / zeitliche Güter / oder andere vergängliche Dinge der Welt / sondern nur allein Gottes Ehre und ihres Nächsten Nutzen suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.869800090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3639,"date":1659,"orig":"Behelffen ſich in ſchlechten Kleydern/ geringer Speis vnd Tranck/ achten keines Hoffarts noch Keichthumbs/ leben fromb vnd Gottsfuͤrchtig/ an ſtatt guͤldener Ring ſtecken ſie die Finger in die Kohlen/ aͤuſſern ſich vieler Menſchen Geſellſchafft/ vnd Schwaͤtzens/ betrachten der Natur Heimligkeiten/ ſuchens vnd findens auch/ dann jhr Vertrawen ſteht zu Gott/ von welchem ſie auch Huͤlffe erlangen/ verlaſſen ſich nicht auff beruͤhmte Scribenten vnd Buͤcher/ die Kunſt daraus zu erlernen/ ſondern dencken vnd glauben/ daß Gott noch ſo Reich vnd Guͤtig ſey/ als er vor tauſend Jahren geweſen/ vnd jhr Lehrmeiſter eben ſo wol ſeyn koͤnne/ als der alten verſtorbenen Philoſophen/ welche auch jhre Kunſt erſtlich von Gott durch embſiges bitten auß Gnaden erlanget haben.","norm":"Behelfen sich in schlechten Kleidern / geringer Speis und Trank / achten keines Hoffart noch Keichthumbs / leben fromm und gottesfürchtig / anstatt güldener Ring stecken sie die Finger in die Kohlen / äußeren sich vieler Menschen Gesellschaft / und Schwätzens / betrachten der Natur Heimlichkeiten / Suchens und findens auch / dann ihr Vertrauen steht zu Gott / von welchem sie auch Hilfe erlangen / verlassen sich nicht auf berühmte Skribenten und Bücher / die Kunst daraus zu erlernen / sondern denken und glauben / dass Gott noch so Reich und Gütig sei / als er vor tausend Jahren gewesen / und ihr Lehrmeister eben so wohl sein könne / als der alten verstorbenen Philosophen / welche auch ihre Kunst erstlich von Gott durch emsiges Bitten aus Gnaden erlanget haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160399913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3640,"date":1659,"orig":"Dieſe nun ſeynd die jenigen/ welchen viel Kuͤnſte zufallen/ ja mehr als ſie ſuchen vnd begehren.","norm":"Diese nun sind diejenigen / welchen viel Künste zufallen / ja mehr als sie suchen und begehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.288000106811523} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3641,"date":1659,"orig":"Vnd wann ſie ſolche erlangen/ wird jhnen auch gegeben zuwiſſen/ wie fie ſolche gebrauchen vnd anlegen ſollen.","norm":"Und wann sie solche erlangen / wird ihnen auch gegeben zuwissen / wie fie solche gebrauchen und anlegen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.893400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3642,"date":1659,"orig":"Dieſes ſey nun genug geſagt vom Vnterſcheyd deren/ welche die Kunſt ſuchen.","norm":"Dieses sei nun genug gesagt vom Unterscheid deren / welche die Kunst suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.028999805450439} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3643,"date":1659,"orig":"Kan ſich derowegen ein jedweder pruͤfen/ vnter welchen Hauffen er koͤnne gerechnet werden.","norm":"Kann sich derowegen ein jedweder prüfen / unter welchen Haufen er könne gerechnet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.216700077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3644,"date":1659,"orig":"Gewißlich/ ſo er den letzten nicht wird gleich ſeyn/ jhn noch ſein gros Reichthumb/ noch viel Schwaͤtzens vnd vermeynte Gelehrtheit/ auch kein falſche Welt-klugheit vnd practicken im geringſten nicht helffen wird.","norm":"Gewisslich / so er den letzten nicht wird gleich sein / ihn noch sein groß Reichtum / noch viel Schwätzens und vermeinte Gelehrtheit / auch kein falsche Welt-Klugheit und Praktiken im Geringsten nicht helfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.655300140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3645,"date":1659,"orig":"Dann die Kunſt eine Gabe Gottes vnd nicht des Menſchen iſt/ von welchem allein alles Gute herkompt.","norm":"Dann die Kunst eine Gabe Gottes und nicht des Menschen ist / von welchem allein alles Gute herkommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.851099967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3646,"date":1659,"orig":"Weilen dann nun genugſamb gehoͤrt/ wie ein Spagyrus beſchaffen ſeyn ſol/ der die Fruͤchte des Sonnen-Baums genieſſen wolle: Alſo will ich nun beſchreiben/ wie ſolche durch eines erfahrnen vnd wolgeuͤbten Kuͤnſtlers Hand muͤſſe zubereytet werden.","norm":"Weilen dann nun genugsam gehört / wie ein Spagyrus beschaffen sein soll / der die Früchte des Sonnen-Baums genießen wolle: Also will ich nun beschreiben / wie solche durch eines erfahrenen und wohlgeübten Künstlers Hand müsse zubereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19789981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3647,"date":1659,"orig":"Vnd wie eine Vera Tinctura Solis, von einem falſchen vnd Sophiſtiſchen Auro Potabili zu vnterſcheyden vnd zu erkennen ſey.","norm":"Und wie eine Vera Tinctura Solis, von einem falschen und Sophistischen Auro Potabili zu unterscheiden und zu erkennen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1894001960754395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3648,"date":1659,"orig":"Auch wie ſolche zur Geſundheit des Menſchen vnd Abwendung vieler Kranckheiten/ koͤnne mit Nutzen vnd Ehren gebraucht werden.","norm":"Auch wie solche zur Gesundheit des Menschen und Abwendung vieler Krankheiten / könne mit Nutzen und Ehren gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.122399806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3649,"date":1659,"orig":"Vnd verhaͤlt ſich mit der Bereytung alſo:","norm":"Und verhält sich mit der Bereitung also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.264900207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3650,"date":1659,"orig":"Nimb ein Theil lebendig Gold/ vnd drey Theile lebendigen Mercurium, doch nicht des gemeynen/ ſondern deſſen/ welchen die Philoſophi kennen vnd lieb haben/ auch allenthalben ohne Muͤhe vnd Koſten zu bekommen iſt.","norm":"Nimm ein Teil lebendig Gold / und drei Teile lebendigen Mercurium, doch nicht des gemeinen / sondern dessen / welchen die Philosophie kennen und lieb haben / auch allenthalben ohne Mühe und Kosten zu bekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.652599811553955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3652,"date":1659,"orig":"So ſolches geſchehen/ muß man alle Feuchtigkeit davon ziehen/ ſo wird eine weiſſe truckene Maſſa zuruͤck bleiben/ welche ſich dann in wenig Stunden in linder Waͤrme/ (nach Erſcheinung vieler ſchoͤnen Farben) wiederumb in eine Gruͤne verwandlen wird/ die der Erſten an Schoͤne weit vorgehet vnd uͤbertrifft.","norm":"So solches geschehen / muss man alle Feuchtigkeit davon ziehen / so wird eine weiße trockene Massa zurückbleiben / welche sich dann in wenig Stunden in linder Wärme / (nach Erscheinung vieler schönen Farben) wiederum in eine Grüne verwandeln wird / die der Ersten an Schöne weit vorgehet und übertrifft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.946800231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3653,"date":1659,"orig":"Auff ſolche Gruͤne muß man einen reinen dephlegmirten Spiritum Vini gieſſen/ alſo daß er zwey oder drey zwerg Finger daruͤber ſtehe/ vnd in einem Glas mit einem langen Hals/ auff eine gelinde Waͤrme ſtellen/ ſo wird das wol auffgeſchloſſen/ vnd bereyte gruͤne Gold den Spiritum Vini alſobalden wegen groſſer Liebe vnd Freundſchafft zu ſich ziehen/ gleich als ein truckner Schwamm gemeyn Waſſer/ vnd ſein allerbeſte Eſſentz oder Seele/ als ein blutrote Farb jhme einverleiben/ dardurch alſo der Gruͤne ſeine lebendigmachende Tinctur vnd wachſende Krafft entzogen/ vnd in eine Roͤte verwandelt wird.","norm":"Auf solche Grüne muss man einen reinen dephlegmierten Spiritum Vini gießen / also dass er zwei oder drei Zwergfinger darüber stehe / und in einem Glas mit einem langen Hals / auf eine gelinde Wärme stellen / so wird das wohl aufgeschlossen / und bereite grüne Gold den Spiritum Vini alsobald wegen großer Liebe und Freundschaft zu sich ziehen / gleich als ein truckner Schwamm gemein Wasser / und sein allerbeste Essenz oder Seele / als ein blutrote Farbe ihm einverleiben / dadurch also der Grüne seine lebendigmachende Tinktur und wachsende Kraft entzogen / und in eine Röte verwandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.727700233459473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3654,"date":1659,"orig":"Das uͤbrige Corpus aber/ welches nicht Tinctur iſt/ bleibt als ein Aſchenfarbes Pulver zuruͤck ligen.","norm":"Das übrige Corpus aber / welches nicht Tinktur ist / bleibt als ein Aschenfarbe Pulver zurückliegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.762499809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3655,"date":1659,"orig":"Den tingirten Spiritum muß man abgieſſen/ filtriren, vnd in Balneo in einem glaͤſern Kolben von der Farb abſtrahiren, ſo wird ſein fewrige Eſſentz ſich mit der Tinctura Auri conjungiren vnd verbinden/ alſo daß nur ein Feuchtigkeit gleich als ein vngeſchmack Waſſer uͤbergehet/ die Krafft aber deſſelben ſampt der Tinctura Solis als ein blutrothes/ fewriges/ fluͤſſiges/ vnd fluͤchtiges Saltz zuruͤck bleiben.","norm":"Den tingierten Spiritum muss man abgießen / filtrieren, und in Balneo in einem gläsern Kolben von der Farbe abstrahieren, so wird sein feurige Essenz sich mit der Tinctura Auri konjungieren und verbinden / also dass nur ein Feuchtigkeit gleich als ein Ungeschmack Wasser übergehet / die Kraft aber desselben samt der Tinctura Solis als ein blutrotes / feuriges / flüssiges / und flüchtiges Salz zurückbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086400032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3656,"date":1659,"orig":"Deſſen rothen Loͤwen ein einiges Gran ein gantze Vntz Spiritus Vini, oder andern Liquoris Blutrot machen kan/ dann es ſolvirt ſich in allen Feuchtigkeiten gar gern/ vnd kan alſo in forma liquida als ein Panacea, in vielen langwuͤrigen/ vnd von den Medicis verlaſſenen Kranckheiten mit Ehren gebraucht werden.","norm":"Dessen roten Löwen ein einiges Gran ein ganze Vntz Spiritus Vini, oder anderen Liquoris Blutrot machen kann / dann es solviert sich in allen Feuchtigkeiten gar gern / und kann also in forma Liquida als ein Panacea, in vielen langwürigen / und von den Medicis verlassenen Krankheiten mit Ehren gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.295000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3657,"date":1659,"orig":"Wie nun ein ſolche Tinctura zu erkennen/ ob ſie recht vnd wol ſey zubereytet/ alſo daß ſie fuͤr ein Aurum Potabile koͤnne erkant vnd gehalten werden/ will ich kuͤrtzlich offenbaren.","norm":"Wie nun ein solche Tinctura zu erkennen / ob sie recht und wohl sei zubereitet / also dass sie für ein Aurum Potabile könne erkannt und gehalten werden / will ich kürzlich offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88040018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3658,"date":1659,"orig":"Tinctura oder Anima Auri, iſt keine von den geringſten Medicamenten/ ſondern naͤchſt dem Lapide Philoſophorum die fuͤrnembſte Medicin/ dann zwiſchen beyden nur dieſer Vnterſcheyd iſt/ nemblich/ daß dieſe beſchriebene Anima Auri noch Volatiliſch/ vnd keinen ingreß hat/ in vollkommenen Metallen zu wuͤrcken/ vnd ſolche in das beſte vnd beſtaͤndigſte Gold zuverwandelen/ welches dem Lapidi Philoſophorum zu thun geglaubt wird/ ſondern iſt eine reine extrahirte Eſſentia, vnd beſter Theil des Goldes/ aber noch fluͤchtig/ vnzeitig/ vnd im Fewer gantz vnbleiblich.","norm":"Tinctura oder Anima Auri, ist keine von den geringsten Medikamenten / sondern nächst dem Lapide Philosophorum die fürnehmste Medizin / dann zwischen beiden nur dieser Unterscheid ist / nämlich / dass diese beschriebene Anima Auri noch Volatilisch / und keinen Ingress hat / in vollkommenen Metallen zu wirken / und solche in das beste und beständigste Gold zuverwandele / welches dem Lapidi Philosophorum zu tun geglaubt wird / sondern ist eine reine extrahierte Essenz, und bester Teil des Goldes / aber noch flüchtig / unzeitig / und im Feuer ganz vnbleiblich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.345799922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3659,"date":1659,"orig":"Hergegen der Lapis Philoſopho rum ſelbſten gantz fix vnd Fewer beſtaͤndig/ welche Beſtaͤndigkeit er dann allein durch lange Zeit des Kochens erlanget hat.","norm":"Hergegen der Lapis Philosopho rum selbst ganz fix und Feuer beständig / welche Beständigkeit er dann allein durch lange Zeit des Kochens erlanget hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.586400032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3660,"date":1659,"orig":"Daß aber ein ſolche fluͤchtige Tinctura Solis vnd roter Leo, nicht in ein fixen vnd beſtaͤndigen Salamander oder tingirenden Stein/ vnd Univerſal Medicin durch des Fewers Huͤlff vnd Verſtand eines erfahrnen Chymiſten/ ſolte koͤnnen gebracht werden/ kan ich nicht wiſſen/ dann ich nicht weiter mit dieſem Werck kommen bin/ als ich oben beſchrieben habe:","norm":"Dass aber ein solche flüchtige Tinctura Solis und roter Leo, nicht in ein Fixen und beständigen Salamander oder tingierenden Stein / und Universal Medizin durch des Feuers Hilfe und Verstand eines erfahrenen Chymisten / sollte können gebracht werden / kann ich nicht wissen / dann ich nicht weiter mit diesem Werk kommen bin / als ich oben beschrieben habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.96750020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3661,"date":1659,"orig":"Vnd weilen ich dann ſolches nicht verſucht/ auch kein Zeugnuͤs davon geben kan.","norm":"Und weilen ich dann solches nicht versucht / auch kein Zeugnis davon geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.421899795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3662,"date":1659,"orig":"Wer aber ſo weit kompt/ daß er die wahre Tincturam Auri extrahiren kan/ mag ſich darnach weiter darinn uͤben/ ob etwas beſſers daraus koͤnne gemacht werden/ oder nicht.","norm":"Wer aber so weit kommt / dass er die wahre Tincturam Auri extrahieren kann / mag sich danach weiter darin üben / ob etwas Besseres daraus könne gemacht werden / oder nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.49970006942749} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3663,"date":1659,"orig":"Dann dieſes mein Schreiben vnterweiſet nicht mehr/ als ein gut Medicin auß dem Gold zu machen/ das uͤbrige iſt mir ſelbſten noch vnbekant.","norm":"Dann dieses mein Schreiben unterweiset nicht mehr / als ein gut Medizin aus dem Gold zu machen / das übrige ist mir selbst noch unbekannt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.90369987487793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3664,"date":1659,"orig":"Weilen dann kundbar genug iſt/ daß ſchier ein jedweder/ (welcher kaum einen Brandtenwein/ oder Kraͤuterwaſſer diſtilliren kan/) Aurum Potabile verkauffet.","norm":"Weilen dann kündbar genug ist / dass schier ein jedweder / (welcher kaum einen Brantwein / oder Kräuterwasser destillieren kann /) Aurum Potabile verkaufet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3665,"date":1659,"orig":"Auch mancher ſich nicht ſchaͤmen darff/ nur ein gemeyn gelb oder rothgefaͤrbtes Waſſer/ den Vnwiſſenden/ die ſolcher Dingen keine Erkaͤntnuͤs haben anzuſchwaͤtzen/ vnd vmb gros Geld zuverkauffen.","norm":"Auch mancher sich nicht schämen darf / nur ein gemein gelb oder rotgefärbtes Wasser / den Unwissenden / die solcher Dingen keine Erkenntnis haben anzuschwatzen / und um groß Geld zuverkaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.584499835968018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3666,"date":1659,"orig":"Andere aber ſuchen nicht alſo zubetriegen/ ſondern jrꝛen in jhrer Eynfalt/ in deme ſie nur gemeyn Gold in Aqua Regis, oder Spiritu Salis auffſolviren/ ſolchen wiederumb davon abſtrahiren, bis auff die truckne Spiritus, darnch mit Spiritu Vini extrahiren (wie ſie es nennen.)","norm":"Andere aber suchen nicht also zubetrügen / sondern irren in ihrer Einfalt / in dem sie nur gemein Gold in Aqua Regis, oder Spiritu Salis auffsolviren / solchen wiederum davon abstrahieren, bis auf die trockne Spiritus, dang mit Spiritu Vini extrahieren (wie sie es nennen.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142600059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3667,"date":1659,"orig":"Iſt aber im geringſten kein Extraction, dann der Spiritus Vini, durch Huͤlff der zuruͤck gebliebenen ſcharpffen Geiſter etwas von dem corporaliſchen Gold auffſolviret/ vnd ſich gelb davon faͤrbet.","norm":"Ist aber im Geringsten kein Extraktion, dann der Spiritus Vini, durch Hilfe der zurück gebliebenen scharfen Geister etwas von dem körperlichen Gold auffsolviret / und sich gelb davon färbet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.384600162506103} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3668,"date":1659,"orig":"Welches ſie Aurum Potabile nennen/ da doch ſolches wann der Spiritus Vini davon abſtrahiret, wiederumb in ein Gold kan geſchmoltzen werden.","norm":"Welches sie Aurum Potabile nennen / da doch solches wann der Spiritus Vini davon abstrahieret, wiederum in ein Gold kann geschmolzen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.850299835205078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3669,"date":1659,"orig":"Vnd kan ein ſolches vermeyntes Aurum Potabile, nichts mehr thun/ als ein gemahlen oder gepuͤlverter Gold Kalck/ der von dem Archeo Stomachi, nicht wird angenommen/ ſondern mit den Excrementis wieder ſo gut/ als es eyngenommen/ davon gehet.","norm":"Und kann ein solches vermeintes Aurum Potabile, nichts mehr tun / als ein gemahlen oder gepulverter Gold Kalk / der von dem Archeo Stomachi, nicht wird angenommen / sondern mit den Excrementis wieder so gut / als es eingenommen / davon geht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580900192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3670,"date":1659,"orig":"Andere aber betriegen ſich ſelbſten/ vnd andere vnwiſſend/ in deme ſie einen Gold- Kalck machen/ ſolchen durch ſonderbare Spiritus vnd Menſtrua zu extrahiren vermeynen.","norm":"Andere aber betrügen sich selbst / und andere unwissend / in dem sie einen Gold-Kalk machen / solchen durch sonderbare Spiritus und Menstrua zu extrahieren vermeinen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107999801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3671,"date":1659,"orig":"Aber ſelbſten nicht wiſſen/ daß jhre Spiritus welche ſie lang auff dem Gold-Kalck ſiehen haben/ ſich von der Waͤrme/ von eygener Natur roth faͤrben/ ſolchen ſie dann abgieſſen/ vnd fuͤr ein Aurum Potabile darꝛeichen.","norm":"Aber selbst nicht wissen / dass ihre Spiritus welche sie lang auf dem Goldkalk siechen haben / sich von der Wärme / von eigener Natur rot färben / solchen sie dann abgießen / und für ein Aurum Potabile darreichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682600021362305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3672,"date":1659,"orig":"Wann ſie aber den zuruͤck-gebliebenen Calcem wiederumb ſchmaͤltzten vnd wuͤgen/ wuͤrden ſie befinden/ daß im geringſten demſelben noch an dem Gewicht vnd Farb/ etwas entzogen were.","norm":"Wann sie aber den zurückgebliebenen Calcem wiederum schmälzten und wügen / würden sie befinden / dass im Geringsten demselben noch an dem Gewicht und Farbe / etwas entzogen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.206600189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3673,"date":1659,"orig":"Welches ſie auch leichtlich alſo erfahren koͤnten/ wann ſie jhren Spiritum allein auff gelinde Waͤrme/ oder aber nur etwas laͤnger in der Kaͤlte hinſtaͤllten/ ſolcher von ſich ſelbſten/ eben ſo wol roth werden wuͤrde/ als haͤtte er uͤber einem Gold-Kalck geſtanden.","norm":"Welches sie auch leichtlich also erfahren könnten / wann sie ihren Spiritum allein auf gelinde Wärme / oder aber nur etwas länger in der Kälte hinstellten / solcher von sich selbst / eben so wohl rot werden würde / als hätte er über einem Goldkalk gestanden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.047800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3674,"date":1659,"orig":"Vnd iſt die Vrſach ſolcher Roͤthe/ (welches ſie nicht verſtehen/) ein Sal Volatile Urinoſum, es werde gleich von dem Urin ſelbſten/ oder Sale Armoniaco, Tartaro, Cornu Cervi, Capillis, oder andern Dingen bereytet/ welches ſo es einen Sulphur antrifft/ ſolchen in ſeiner Farb erhoͤhet.","norm":"Und ist die Ursache solcher Röte / (welches sie nicht verstehen /) ein Soll volatile Urinosum, es werde gleich von dem Urin selbst / oder Sale Armoniaco, Tartaro, Cornu Cervi, Capillis, oder anderen Dingen bereitet / welches so es einen Sulphur antrifft / solchen in seiner Farbe erhöhet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.693600177764893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3675,"date":1659,"orig":"Weilen dann ſolche Kuͤnſtler gemeyniglich dergleichen Salia dem Spiritu Vini zuſetzen/ in welchem ein Sulphur (wie bekant iſt) ruhet/ der dann dadurch erhoͤhet/ vnd alſo in eine Roͤthe verwandelt wird.","norm":"Weilen dann solche Künstler gemeiniglich dergleichen Salia dem Spiritu Vini zusetzen / in welchem ein Sulphur (wie bekannt ist) ruhet / der dann dadurch erhöhet / und also in eine Röte verwandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.903299808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3676,"date":1659,"orig":"Deßgleichen gehets auch denen/ die jhr Tinctur durch diſtillirte Olea wollen extrahiren, welche auch ein Sal Volatile mit ſich fuͤhren/ als da iſt Oleum Succini, Cinnamomi, Caryophyllorum, Fuliginis, vnd dergleichen viel andere mehr.","norm":"Desgleichen geht es auch denen / die ihr Tinktur durch destillierte Olea wollen extrahieren, welche auch ein Soll volatile mit sich führen / als da ist Oleum Succini, Cinnamomi, Caryophyllorum, Fuliginis, und dergleichen viel andere mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3677,"date":1659,"orig":"Vnd daß auch ein ſolche vermeynte Tinctur vnd Aurum Potabile, krafftlos ſey/ bezeuget die taͤgliche Erfahrung/ vnd iſt nicht Noth weiter davon zu melden.","norm":"Und dass auch ein solche vermeinte Tinktur und Aurum Potabile, kraftlos sei / bezeuget die tägliche Erfahrung / und ist nicht Not weiter davon zu melden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3678,"date":1659,"orig":"Daß aber kein andere gute Medicamenten auß dem corporaliſchen Golde ſolten koͤnnen gemacht werden/ auſſer dieſer Tinctura, ſage ich nicht.","norm":"Dass aber kein andere gute Medikamenten aus dem körperlichen Golde sollten können gemacht werden / außer dieser Tinctura, sage ich nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.18090009689331} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3679,"date":1659,"orig":"Dann ſo daſſelbe durch ſuͤſſe bequaͤme Menſtrua ſolviret wird/ alſo/ daß es ſich nicht wieder davon præcipitiren laͤßt/ kan es auch wol das ſeinige mit Verwunderung in vielen vnheylbaren Kranck heiten beweiſen.","norm":"Dann so dasselbe durch süße bequeme Menstrua solvieret wird / also / dass es sich nicht wieder davon präzipitieren lässt / kann es auch wohl das seinige mit Verwunderung in vielen unheilbaren krank heiten beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.396100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3680,"date":1659,"orig":"Aber gleichwol beſſer das lebhaffte Metall zur Artzney/ als das gemeyne genommen.","norm":"Aber gleichwohl besser das lebhafte Metall zur Arznei / als das gemeine genommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.604800224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3681,"date":1659,"orig":"Ein wahres Aurum Potabile aber/ muß nicht nur allein den Namen vnd den Schein/ oder Geſtalt eines gelb oder rothgefaͤrbten Waſſers haben/ dergleichen dann jetziger Zeit/ an vielen Orten/ von vnerfahrnen vnd vermeynten Chymicis verkaufft werden.","norm":"Ein wahres Aurum Potabile aber / muss nicht nur allein den Namen und den Schein / oder Gestalt eines gelb oder rotgefärbten Wassers haben / dergleichen dann jetziger Zeit / an vielen Orten / von unerfahrenen und vermeinten Chymicis verkauft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442599773406982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3682,"date":1659,"orig":"Sondern es muß auch gemaͤß ſeines Namens/ mit guͤldiſcher Eygenſchafft vnd Krafft begabet ſeyn/ alſo daß man genugſam ſpuͤren kan/ daß es von Gold gemacht/ vnd doch im geringſten mit ſchmeltzen durchs Fewer keins darinnen zu finden ſey/ ſondern fluͤchtig/ Spiritualiſch vnd Penetrirlich erfunden/ alſo/ daß es ein ingreß habeins Menſchen Leib zu wircken/ der Spiritus Vitalis dardurch geſtaͤrcket vnd ermuntert werde/ dardurch ſeine Feinde zu uͤberwinden vnd außzutreiben.","norm":"Sondern es muss auch gemäß seines Namens / mit güldischer Eigenschaft und Kraft begabt sein / also dass man genügsam spüren kann / dass es von Gold gemacht / und doch im Geringsten mit schmelzen durchs Feuer keins darinnen zu finden sei / sondern flüchtig / Spiritualisch und Penetrirlich erfunden / also / dass es ein Ingress habeins Menschen Leib zu wirken / der Spiritus Vitalis dadurch gestärkt und ermuntert werde / dadurch seine Feinde zu überwinden und auszutreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388800144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3683,"date":1659,"orig":"Vnd weiters alle vnvollkommene Metallen/ inſonderheit den Mercurium, Saturnum vnd Lunam, in beſtaͤndig Gold zu verwandeln Macht haben.","norm":"Und weiteres alle unvollkommene Metallen / in Sonderheit den Mercurium, Saturnum und Lunam, in beständig Gold zu verwandeln Macht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.388299942016602} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3684,"date":1659,"orig":"Doch nicht als ein fixe Tinctur, damit man projection auff gefloſſene Metallen/ mit groſſem Nutzen thun kan.","norm":"Doch nicht als ein fixe Tinktur, damit man Projektion auf geflossene Metallen / mit großem Nutzen tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.927999973297119} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3685,"date":1659,"orig":"Sondern nur allein ein Muͤgligkeit der Verbeſſerung durch Digerirung in naſſer Geſtalt geſpuͤret wird; Alſo/ daß ſich nur ein Theil von dem vnzeitigen Metall in ein beſſers verwandelt.","norm":"Sondern nur allein ein Mügligkeit der Verbesserung durch Digerierung in nasser Gestalt gespürt wird; also / dass sich nur ein Teil von dem unzeitigen Metall in ein besseres verwandelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.054200172424316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3686,"date":1659,"orig":"Dann dieſe Tinctura oder Sal Auri, welche ich zubereyten gelehret habe/ gantz fluͤchtig iſt/ vnd kein Gewalt des Fewers erwarten will.","norm":"Dann diese Tinctura oder Soll Auri, welche ich zubereiten gelehrt habe / ganz flüchtig ist / und kein Gewalt des Feuers erwarten will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.351900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3687,"date":1659,"orig":"Sondern in kleiner Hitz/ als ein Wachs zwar ſchmeltzet/ aber doch allgemach als ein fewriges rothes Saltz ſublimiret vnd auffſteigt/ welches man in Spiritu Vini ſolviren, vnd als ein gute Medicin gebrauchen kan.","norm":"Sondern in kleiner Hitze / als ein Wachs zwar schmelzet / aber doch allgemach als ein feuriges rotes Salz sublimieret und aufsteigt / welches man in Spiritu Vini solvieren, und als ein gute Medizin gebrauchen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.272299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3688,"date":1659,"orig":"Auch ſoll ein wolbereytetes Aurum Potabile, im koſten auf der Zungen nit ſcharpff/ herb/ vnd aſtringirent ſeyn/ gleich wie ein Solutio Auri, oder eines andern Metalls zu ſeyn pflegt.","norm":"Auch soll ein wohlbereitetes Aurum Potabile, im Kosten auf der Zungen nicht scharf / herb / und astringirent sein / gleich wie ein Solutio Auri, oder eines anderen Metalls zu sein pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.87529993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3689,"date":1659,"orig":"Soll auch die Haͤnde/ Nagel vnd Haut nicht ſchwartz oder braun faͤrben/ ſondern dieſelbe ſchoͤner machen.","norm":"Soll auch die Hände / Nagel und Haut nicht schwarz oder braun färben / sondern dieselbe schöner machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6153998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3690,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kein Metall/ es ſey Kupffer/ Eyſen/ Zinn oder Bley/ roſtig oder ſchwartz/ ſondern viel heller als es an jhm ſelber iſt/ machen.","norm":"Desgleichen kein Metall / es sei Kupfer / Eisen / Zinn oder Blei / rostig oder schwarz / sondern viel heller als es an ihm selber ist / machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081099987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3691,"date":1659,"orig":"Auch muß das Corpus Solis nicht wiederumb nach der Extraction koͤnnen reducirt werden/ auch nicht ein weiſſes Gold/ welches durch Aqua Regis, oder Antimonium wieder ſeine Farb erlangen kan/ zuruͤck bleiben/ ſondern eine Aſchen-farbe Erden/ die in geringer Hitz/ gleich als ein Arſenicum ſich auffſublimire/ vnd die Capellen nicht mehr beſtehen koͤnne.","norm":"Auch muss das Corpus Solis nicht wiederum nach der Extraktion können reduziert werden / auch nicht ein weißes Gold / welches durch Aqua Regis, oder Antimonium wieder seine Farbe erlangen kann / zurückbleiben / sondern eine Aschen-Farbe Erden / die in geringer Hitze / gleich als ein Arsenicum sich auffsublimire / und die Kapellen nicht mehr bestehen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.772299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3692,"date":1659,"orig":"Wann nun ſolches iſt/ muß man glauben/ daß die Tinctura von dem Gold kommen ſey.","norm":"Wann nun solches ist / muss man glauben / dass die Tinctura von dem Gold kommen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.125999927520752} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3693,"date":1659,"orig":"Wann aber ſolche oberzehlte Eygenſchafften darinnen nicht zu ſpuͤren vnd beweißlich ſeyn/ ſo iſt es meines Erachtens/ fuͤr kein wahres Aurum Potabile anzunehmen.","norm":"Wann aber solche oberzählte Eigenschaften darinnen nicht zu spüren und beweislich sein / so ist es meines Erachtens / für kein wahres Aurum Potabile anzunehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.048399925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3694,"date":1659,"orig":"Sondern vielmehr ein Sophiſtiſch Aurum Potabile.","norm":"Sondern vielmehr ein Sophistisch Aurum Potabile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.186500072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3695,"date":1659,"orig":"Darfuͤr ſich ein jedweder zu huͤten wiſſen wird.","norm":"Dafür sich ein jedweder zu hüten wissen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.955599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3696,"date":1659,"orig":"Vom Gebrauch dieſer guͤldiſchen Medicin.","norm":"Vom Gebrauch dieser güldischen Medizin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.07409954071045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3697,"date":1659,"orig":"WEilen oben bewieſen/ daß das Gold ſeinen Vrſprung von der Sonnen habe/ vnd als eine jrꝛdiſche Sonn mit vnglaublichen Kraͤfften von GOTT begabet ſey.","norm":"Weilen oben bewiesen / dass das Gold seinen Ursprung von der Sonnen habe / und als eine irdische Sonne mit unglaublichen Kräften von GOTT begabt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310200214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3698,"date":1659,"orig":"Dann in jhme verſchloſſen/ aller Vegetabilien, Animalien, vnd Mineralien Kraͤfften.","norm":"Dann in ihm verschlossen / aller Vegetabilien, Animaleien, und Mineralien Kräften.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.978799819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3699,"date":1659,"orig":"Aber im geringſten ſich nicht offenbaren/ es werde dann Philoſophicè zerlegt/ vmbgewandt/ vnd ſein innerſtes vnd reineſter Theil von den groͤbern geſcheyden/ alſo daß es ſeine Kraͤfften/ welche zuvorn in jhme verborgen waren/ offenbarlich beweiſen koͤnne.","norm":"Aber im Geringsten sich nicht offenbaren / es werde dann Philosophice zerlegt / umgewandt / und sein innerstes und reinster Teil von den gröberen gescheiten / also dass es seine Kräften / welche zuvor in ihm verborgen waren / offenbarlich beweisen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424699783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3700,"date":1659,"orig":"Dieſe meine Rede moͤchte manchem vnwarhafftig zu ſeyn fuͤrkommen/ weilen ich ſage/ daß das Gold wiederumb in ein ſubtiles vnd der menſchlichen Natur annehmliches Weſen:","norm":"Diese meine Rede möchte manchem unwahrhaftig zu sein Vorkommen / weilen ich sage / dass das Gold wiederum in ein subtiles und der menschlichen Natur annehmliches Wesen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.795100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3701,"date":1659,"orig":"Auch in aller Vegetabilien, Animalien vnd Mineralien Kraͤfften/ effectivè zubeweiſen koͤnne gebracht werden.","norm":"Auch in aller Vegetabilien, Animaleien und Mineralien Kräften / effective zubeweisen könne gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.808199882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3702,"date":1659,"orig":"Ich muß zwar bekennen/ daß dieſer/ welcher von dem Vulcano zu keinem Philoſopho gemacht worden/ ſolches nicht wol begreiffen/ oder viel weniger glauben koͤnne.","norm":"Ich muss zwar bekennen / dass dieser / welcher von dem Vulcano zu keinem Philosopho gemacht worden / solches nicht wohl begreifen / oder viel weniger glauben könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014699935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3703,"date":1659,"orig":"Aber wer wolte jhme ſelbſten ſo viel Muͤhe auffladen/ vnd alle ſtreitige Sachen durch begreiffliche rationes ſchlichten.","norm":"Aber wer wollte ihm selbst so viel Mühe aufladen / und alle streitige Sachen durch begreifliche rationes schlichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.128200054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3704,"date":1659,"orig":"Welches zu thun mir wol muͤglich were/ wird aber allhier vmb der Kuͤrtze willen vnterlaſſen.","norm":"Welches zu tun mir wohl möglich wäre / wird aber allhier um der Kürze willen unterlassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.954999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3705,"date":1659,"orig":"Aber zu beſſerer Nachrichtung vnd Beweiß meiner Wort/ kan der Kunſtſuchende nachſchlagen in meinem zweyten Kunſt- Ofen/ darinnen er finden wird/ wie auß dem Antimonio vnd gemeynem Schwefel/ nicht allein vieler vnterſchiedlicher Vegetabilien Krafft vnd Tugend/ ſondern auch deroſelben eygentlicher vnd natuͤrlicher Geruͤch/ koͤnne durch Huͤlff des Fewers von einem erfahrnen Chymico herfuͤr gebracht werden/ welches doch im geringſten vor jhrer radicaliſcher ſolution in jhnen nicht zu ſpuͤren war.","norm":"Aber zu besserer Nachrichtung und Beweis meiner Wort / kann der Kunstsuchende nachschlagen in meinem zweiten Kunst-Ofen / darinnen er finden wird / wie aus dem Antimonio und gemeinem Schwefel / nicht allein vieler unterschiedlicher Vegetabilien Kraft und Tugend / sondern auch derselben eigentlicher und natürlicher Gerüche / könne durch Hilfe des Feuers von einem erfahrenen Chymico herfür gebracht werden / welches doch im Geringsten vor ihrer radicalischer Solution in ihnen nicht zu spüren war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.763500213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3706,"date":1659,"orig":"Kan nun ſolches an einem ſtinckenden vnvollkommenen Mineral gethan vnd befunden werden?","norm":"Kann nun solches an einem stinkenden unvollkommenen Mineral getan und befunden werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38730001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3707,"date":1659,"orig":"Wie viel mehr an einem perfecten vnd von der Natur außgekochten Metall?","norm":"Wie viel mehr an einem perfekten und von der Natur ausgekochten Metall?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3708,"date":1659,"orig":"Wann wir gute Nachforſcher der Natur weren/ vnd vns im Fewer zu ſuchen ſo bald nicht verdruͤſſe/ ſo doͤrfften wir ſo viel Buͤchſen vnd Kannen nicht in die Apotheken ſetzen/ auch ſo viel Geld vnd Koſten an innheimiſche/ vnd frembde außlaͤndiſche Kraͤuter vnd Materialien nicht wenden/ ſondern wir wuͤrden viel einen naͤhern Weg finden/ wie aller Vegetabilien, Animalien, vnd Mineralien Kraͤffte/ in etlichen wenigen gewiß beyſammen zu haben muͤglich were.","norm":"Wann wir gute Nachforscher der Natur wären / und uns im Feuer zu suchen so bald nicht Verdrusse / so dürften wir so viel Büchsen und Kannen nicht in die Apotheken setzen / auch so viel Geld und Kosten an inheimische / und fremde ausländische Kräuter und Materialien nicht wenden / sondern wir würden viel einen nähern Weg finden / wie aller Vegetabilien, Animaleien, und Mineralien Kräfte / in etlichen wenigen gewiss beisammen zu haben möglich wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.60099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3709,"date":1659,"orig":"Weilen dann zum oͤfftern erwehnet/ daß ein wolbereyte Tinctura Solis, inſonderheit/ wann ſie iſt fix gemacht/ aller Vegetabilien, Animalien, vnd Mineralien Kraͤffte/ beyſammen vollkoͤmlich haben koͤnne: Alſo ſolten auch alle Kranckheiten conſequenter damit koͤnnen vertrieben werden/ daß das erſte wahr ſey/ vnd das ander folgen muͤſſe/ bekenne ich/ aber mit Vnterſcheyd zuverſtehen.","norm":"Weilen dann zum Öfteren erwähnt / dass ein wohlbereite Tinctura Solis, in Sonderheit / wann sie ist fix gemacht / aller Vegetabilien, Animaleien, und Mineralien Kräfte / beisammen vollkommen haben könne: Also sollten auch alle Krankheiten konsequenter damit können vertrieben werden / dass das erste wahr sei / und das ander folgen müsse / bekenne ich / aber mit Unterscheid zu verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.933000087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3710,"date":1659,"orig":"Dann Chiragra vnd Podagra iſt mancherley/ deßgleichen Lepræ vnd Calculus nicht einerley/ dann bey einem iſt es eine veralte vnd vnheilbare/ bey dem andern aber eine newlich entſtandene vnd leicht curierliche Kranckheit.","norm":"Dann Chiragra und Podagra ist mancherlei / desgleichen Leprae und Calculus nicht einerlei / dann bei einem ist es eine veralte und unheilbare / bei dem anderen aber eine neulich entstandene und leicht kurierliche Krankheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.493199825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3711,"date":1659,"orig":"Welcher darff dann ſo frech ſeyn/ vnd alle Kranckheiten ohne Vnterſcheyd durch eine Medicin zu geneſen verſprechen?","norm":"Welcher darf dann so frech sein / und alle Krankheiten ohne Unterscheid durch eine Medizin zu genesen versprechen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9664998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3712,"date":1659,"orig":"Solches niemand mit Warheit thun kan/ wann er ſchon den Lapidem Philoſophorum ſelbſten beſaͤſſe.","norm":"Solches niemand mit Wahrheit tun kann / wann er schon den Lapidem Philosophorum selbst besäße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.087900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3713,"date":1659,"orig":"Dann jederman wol bewuſt iſt/ daß bis weilen ein Blaſenſtein vom Menſchen abgehet/ oder darauß durch den Schnitt genommen wird/ welcher ſo hart iſt/ daß er auch mit keinem Aqua fort kan ſolviret werden.","norm":"Dann jedermann wohl bewusst ist / dass bisweilen ein Blasenstein vom Menschen abgehet / oder daraus durch den Schnitt genommen wird / welcher so hart ist / dass er auch mit keinem Aqua fort kann solvieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694499969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3714,"date":1659,"orig":"Welcher Medicin (die doch nicht corꝛoſiviſch ſeyn ſoll/) iſt ſolches zu thun muͤglich?","norm":"Welcher Medizin (die doch nicht corrosivisch sein soll /) ist solches zu tun möglich?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.704400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3715,"date":1659,"orig":"Keiner gewißlich; Ob ſchon etliche Scribenten jhrer Medicin in ſolches zulegen/ vnd zu thun verſprechen/ erfolget aber das Gegentheil/ welches jederman mehr als zu viel bewuſt iſt.","norm":"Keiner gewisslich; ob schon etliche Skribenten ihrer Medizin in solches zulegen / und zu tun versprechen / erfolget aber das Gegenteil / welches jedermann mehr als zu viel bewusst ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.405300140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3716,"date":1659,"orig":"Iſt derohalben nicht genug/ daß man mehr verſpricht als man halten kan/ man ſagt verheiſſen macht Schuld/ welches aber mancher nicht in acht nimbt/ vnter deſſen wird die Warheit von dem Gegentheil vnterdruckt/ vnd die Hoffnung gutes Succeß Chymiſcher Medicamenten dardurch auffgehoben/ welches nicht ſeyn ſolt/ ſondern viel beſſer were/ wenig verheiſſen vnd viel gehalten/ vnd das Werck den Meiſter ſelber loben laſſen.","norm":"Ist derohalben nicht genug / dass man mehr verspricht als man halten kann / man sagt verheißen macht Schuld / welches aber mancher nicht in Acht nimmt / unter dessen wird die Wahrheit von dem Gegenteil unterdrückt / und die Hoffnung gutes Success Chemischer Medikamenten dadurch aufgehoben / welches nicht sein sollt / sondern viel besser wäre / wenig verheißen und viel gehalten / und das Werk den Meister selber loben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7241997718811035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3717,"date":1659,"orig":"Dann wie wolte es muͤglich ſeynkoͤnnen/ daß ein Medicin geiſtlicher Weiſe/ in die aͤuſſeſte Theil des Leibes/ als in Haͤnde vnd Fuͤſſe gehen koͤnte/ daſelbſten ein hartes ſteinichtes coagulirtes Weſen zu ſolviren, welches auſſer dem Leib mit keinem corroſiv kan uͤberwaͤltigt werden?","norm":"Dann wie wollte es möglich Seinkönnen / dass ein Medizin geistlicher Weise / in die äusseste Teil des Leibes / als in Hände und Füße gehen könnte / daselbst ein hartes steiniges koaguliertes Wesen zu solvieren, welches außer dem Leib mit keinem korrosiv kann überwältigt werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478799819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3718,"date":1659,"orig":"Es hat ein gute Medicin genug zu thun/ wann ſie eine Materiam, Viſcoſam, Tartaream, Salinoſam, welche noch nicht gaͤntzlich erhartet/ in ſolcheu Orthen antaſtet/ ſolviret, erduͤnnert/ vnd außtreibt.","norm":"Es hat ein gute Medizin genug zu tun / wann sie eine Materiam, Viscosam, Tartaream, Salinosam, welche noch nicht gänzlich erharrtet / in solcheu Orten antastet / solvieret, erdünnert / und austreibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121500015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3719,"date":1659,"orig":"Ebener maſſen ſolches mit dem Nieren- vnd Blaſen-Stein verſtanden muß werden.","norm":"Ebener maßen solches mit dem Nieren- und Blasenstein verstanden muss werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.44379997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3720,"date":1659,"orig":"Nach ſolcher Meynung vnd Weiß zu verſteben/ will ich meiner Tincturæ Solis auch zuſchreiben Chiragram, Podagram, Nieren- vnd Blaſen Stein/ bey Jungen vnd Alten zu ſolviren vnd außzutreiben/ doch nach Gelegenheit der Patienten/ wann es vonnoͤthen iſt/ eine gute Purgation/ auch wol aͤuſſerliche natuͤrliche/ oder durch Kunſt bereytete warme Baͤder dabey gebraucht/ alſo daß man der Natur zu huͤlff komme/ deſto ſchleuniger das jhrige zu verꝛichten.","norm":"Nach solcher Meinung und Weiß zu Stäben / will ich meiner Tincturae Solis auch zuschreiben Chiragram, Podagram, Nieren- und Blasen Stein / bei Jungen und Alten zu solvieren und auszutreiben / doch nach Gelegenheit der Patienten / wann es vonnöten ist / eine gute Purgation / auch wohl äußerliche natürliche / oder durch Kunst bereitete warme Bäder dabei gebraucht / also dass man der Natur zu Hilfe komme / desto schleuniger das ihrige zu verrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3721,"date":1659,"orig":"Vnd vor allen dingen/ Gottes vnergruͤndlichen Rath vnd Vorhaben nicht hindan geſetzt.","norm":"Und vor allen Dingen / Gottes unergründlichen Rat und Vorhaben nicht hintan gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.137199878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3722,"date":1659,"orig":"Dann bisweilen vns GOTT ein ſchwere Kranckheit/ entweder zur Zucht oder Straff aufflegt/ welche durch keine Medicin oder andere menſchliche Huͤlff vnd Rath/ kan hinweg genommen werden/ es ſey dann/ daß Gottes Zorn erſt durch ein demuͤtiges vnd bußfertiges Hertz (welches die beſte Medicin iſt) gelindert vnd verſoͤhnet ſey.","norm":"Dann bisweilen uns GOTT ein schwere Krankheit / entweder zur Zucht oder Strafe auflegt / welche durch keine Medizin oder andere menschliche Hilfe und Rat / kann hinweggenommen werden / es sei dann / dass Gottes Zorn erst durch ein demütiges und bußfertiges Herz (welches die beste Medizin ist) gelindert und versöhnet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743599891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3723,"date":1659,"orig":"Deßgleichen alle Kranckheiten/ welche von corꝛumpirtem Gebluͤt herkommen/ als alle Geſchlecht des Auſſatzes/ Frantzoſen/ vnd andere Beſchmeiſſungen mehr/ wie ſie auch Namen haben moͤgen/ neben behoͤrlichem Gebrauch guter Purgantien vnd ſchweißtreibenden Medicamenten/ welchen muͤſſen; dann das Blut im gantzen Leib fuͤr allen andern Artzneyen dardurch gereinigt vnd vernewert wird.","norm":"Desgleichen alle Krankheiten / welche von korrumpiertem Geblüt herkommen / als alle Geschlecht des Aussatzes / Franzosen / und andere Beschmeissungen mehr / wie sie auch Namen haben mögen / neben behörlichem Gebrauch guter Purgantien und schweißtreibenden Medikamenten / welchen müssen; dann das Blut im ganzen Leib für allen anderen Arzneien dadurch gereinigt und erneuert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.661600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3724,"date":1659,"orig":"Auch benimbt ſie alle Obſtructiones des Miltzes/ der Leber/ Nieren/ vnd an andern Orten des gantzen Leibes/ wegen ſeiner erwaͤrmenden/ durch-dringenden/ duͤnmach enden/ vnd außtreibenden Krafft/ davon ſonſten viel ſchwere Kranckheiten vnd Schmertzen entſtehen.","norm":"Auch benimmt sie alle Obstructiones des Miltzes / der Leber / Nieren / und an anderen Orten des ganzen Leibes / wegen seiner erwärmenden / durchdringenden / dünnmache enden / und austreibenden Kraft / davon sonsten viel schwere Krankheiten und Schmerzen entstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.505799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3725,"date":1659,"orig":"Alle fliegende vnd ploͤtzlich anfallende Kranckheiten/ als Epilepſia, Peſtis, vnd alle Geſchlechte der Fieber/ werden dardurch in kurtzer Zeit radicaliter hinweg genommen.","norm":"Alle fliegende und plötzlich anfallende Krankheiten / als Epilepsia, Pestis, und alle Geschlecht der Fieber / werden dadurch in kurzer Zeit radicaliter hinweggenommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759200096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3726,"date":1659,"orig":"Auch befoͤrdert dieſe Tinctura der Weiber verhaltene Monat-Zeit/ bey Jungen vnd Alten/ wunderbarlicher vnd vnglaublicher Weiß/ inſonderheit wann ſie aͤuſſerlich auch darneben nach Gebuͤhr recht gebraucht wird.","norm":"Auch befördert diese Tinctura der Weiber verhaltene Monatszeit / bei Jungen und Alten / wunderbarlicher und unglaublicher Weiß / in Sonderheit wann sie äußerlich auch daneben nach Gebühr recht gebraucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.173699855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3727,"date":1659,"orig":"Dardurch manches Weib welches von allen Medicis verlaſſen/ erhalten kan werden/ die ſonſten jaͤmmerlich vnd elendiglich ohne Huͤlff vnd Troſt/ mit gefundem Hertzen ſterben muͤſte.","norm":"Dadurch manches Weib welches von allen Medicis verlassen / erhalten kann werden / die sonsten jämmerlich und elendiglich ohne Hilfe und Trost / mit gesundem Herzen sterben müsste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4278998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3728,"date":1659,"orig":"Erwaͤrmet/ reiniget/ vnd ſaͤubert die Mutter vor all andern Artzneyen/ macht ſolche bequaͤm/ vmb alles zu thun dazu ſie von Gott geordiniret iſt.","norm":"Erwärmet / reiniget / und säubert die Mutter vor all anderen Arzneien / macht solche bequem / um alles zu tun dazu sie von Gott geordiniret ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5914998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3729,"date":1659,"orig":"Vnd befreyet dieſelbe von allen ſchaͤdlichen Zufaͤllen/ dardurch die Fruchtbarkeit verhindert/ viel vnd mancherley vnbekandte ſchwere Kranckheiten/ vnd endlich der Tod entſtehet.","norm":"Und befreiet dieselbe von allen schädlichen Zufällen / dadurch die Fruchtbarkeit verhindert / viel und mancherlei Unbekannte schwere Krankheiten / und endlich der Tod entstehet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.580399990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3730,"date":1659,"orig":"Bey den Hydropicis fuͤhret es das Waſſer durch den Urin auß/ vnd wegen ſeiner temperirten Waͤrme/ entbindet es die innerliche vnd aͤuſſerliche Theilen/ des mit Waſſer uͤberſchwemmten vnd vertrunckenen Leibs durch exſiceiren.","norm":"Bei den Hydropicis führt es das Wasser durch den Urin aus / und wegen seiner temperierten Wärme / entbindet es die innerliche und äußerliche Teilen / des mit Wasser überschwemmten und vertrunkenen Leibs durch exsiceiren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900199890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3731,"date":1659,"orig":"Gleich als die Sonne durch jhre warme Stralen ein Gefaͤß mit Waſſer außtrucknet/ dardurch alſo der Leib ſeine vorige temperatur vnd Geſundheit erlanget.","norm":"Gleich als die Sonne durch ihre warme Strahlen ein Gefäß mit Wasser austrocknet / dadurch also der Leib seine vorige temperatur und Gesundheit erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424600124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3732,"date":1659,"orig":"Weiters Particulariter von andern Kranckheiten zu handeln/ duͤncket mich nicht noͤthig zu ſeyn/ dann dieſe Tinctura zu allen Kranckheiten/ ohn Vnterſcheyd als ein allgemeyne Medicin/ bey Jungen vnd Alten ohne Gefahr ſicherlich vnd nuͤtzlich zu gebranchen iſt:","norm":"Weiters Particulariter von anderen Krankheiten zu handeln / dünket mich nicht nötig zu sein / dann diese Tinctura zu allen Krankheiten / ohne Unterscheid als ein allgemeine Medizin / bei Jungen und Alten ohne Gefahr sicherlich und nützlich zu gebranchen ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973800182342529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3733,"date":1659,"orig":"Nicht allein ſolche abzuwenden/ vnd dem Leib die verlorne Geſundheit wieder zu geben/ ſondern auch als ein bewehrtes Præſervativ, ſolchen fuͤr allen zufaͤlligen Kranckheiten zu bewahren/ vnd auff ſeine beſtimpte Zeit in Geſundheit zuerhalten.","norm":"Nicht allein solche abzuwenden / und dem Leib die verlorene Gesundheit wiederzugeben / sondern auch als ein bewehrtes Präservativ, solchen für allen zufälligen Krankheiten zu bewahren / und auf seine bestimmte Zeit in Gesundheit zu erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.976799964904785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3734,"date":1659,"orig":"Vnd iſt die Doſis 3. 6. 9. bis auff 12. oder mehr/ den Kindern aber 1. 2. 3. Tropffen mit bequaͤmen Vehiculis oder nur mit Wein oder Bier/ alle Morgen nuͤchtern/ bisweilen auch nach Gelegenheit der Kranckheit zu etlich mahlen/ des Tags wiederhol et/ vnd alſo bis zur Beſſerung damit verfolget.","norm":"Und ist die Dosis 3. 6 . 9. bis auf 12. oder mehr / den Kindern aber 1. 2 . 3. Tropfen mit bequemen Vehiculis oder nur mit Wein oder Bier / alle Morgen nüchtern / bisweilen auch nach Gelegenheit der Krankheit zu etlich malen / des Tags wiederhol et / und also bis zur Besserung damit verfolget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.051400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3735,"date":1659,"orig":"So aber nun ein oder ander Spoͤtter dieſes mein Schreiben ſich villeicht vnterſtuͤnde zu verachten/ (dann allezeit der Satan mit ſeiner hoffaͤrtigen vnd luͤgenhafftigen Geſellſchafft/ nichts anders kan vnd ſuchet/ als das Gute zuverhindern) ſo ſoll ſich doch niemand daran kehren/ ſondern faͤſtiglich glauben/ daß einmal die Zeit kommen wird/ (welche auch vielleicht ſchon fuͤr der Thuͤr iſt) daß der brennende Zorn Gottes/ ſolche ſtinckende Boͤcke gleich wie Stoppeln vnd Sprew verbrennen wird/ dargegen aber die Schafe/ welche jhrem Herꝛn jhr Futter mit guter Milch vnd Wolle/ als mit einem ſchuldigen Talento, reichlich bezahlen/ wol vnverſehrt beſtehen werden.","norm":"So aber nun ein oder ander Spötter dieses mein Schreiben sich vielleicht unterstünde zu verachten / (dann allezeit der Satan mit seiner hoffärtigen und lügenhaften Gesellschaft / nichts anders kann und suchet / als das Gute zuverhindern) so soll sich doch niemand daran kehren / sondern festig glauben / dass einmal die Zeit kommen wird / (welche auch vielleicht schon für der Tür ist) dass der brennende Zorn Gottes / solche stinkende Böcke gleich wie Stoppeln und Spreu verbrennen wird / dagegen aber die Schafe / welche ihrem Herrn ihr Futter mit guter Milch und Wolle / als mit einem schuldigen Talento, reichlich bezahlen / wohl unversehrt bestehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.232900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3736,"date":1659,"orig":"Will hiemit beſchlieſſen/ verhoffentlich meinem Nechſten damit gedienet zu haben.","norm":"Will hiermit beschließen / verhoffentlich meinem Nächsten damit gedient zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.856900215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3737,"date":1659,"orig":"Vnd zweiffelt mir nicht/ wer dieſe guͤldiſche Medicin recht vnd wol gebrauchet/ ſich wol dabey befiuden wird/ inſonderheit/ wann er zuvorn ſein Hertz vnd Gemuͤth gegen GOTT erhebet/ ſeine Suͤnden erkennet/ vnd den Schoͤpffer vnd Vrſprung alles Guten/ vmb Huͤlff/ Segen vnd Benedeyung ſeiner Gaben/ in kindlicher Demuth embſig erſuchet/ vnd anrufft.","norm":"Und zweifelt mir nicht / wer diese güldische Medizin recht und wohl gebraucht / sich wohl dabei befiuden wird / in Sonderheit / wann er zuvor sein Herz und Gemüt gegen GOTT erhebet / seine Sünden erkennt / und den Schöpfer und Ursprung alles Guten / um Hilfe / Segen und Benedeiung seiner Gaben / in kindlicher Demut emsig ersuchet / und anruft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.267499923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3738,"date":1659,"orig":"Welcher guͤtige vnd barmhertzige Vatter/ vns allen ſeinen duͤrfftigen Kindern/ allhie zeitliche Wolfahrt/ Geſundheit des Leibs/ vnd dort das ewige Leben auß Gnaden verleyhen wolle/ AMEN.","norm":"Welcher gütige und barmherzige Vater / uns allen seinen dürftigen Kindern / allhier zeitliche Wohlfahrt / Gesundheit des Leibs / und dort das ewige Leben aus Gnaden verleihen wolle / AMEN.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8221001625061035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3739,"date":1659,"orig":"Ende des Auri Potabili.","norm":"Ende des Auri Potabili.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":6.447700023651123} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3740,"date":1659,"orig":"Des Teutſchlandts Wolfahrt Erſter Theil.","norm":"Des Deutschlands Wohlfahrt Erster Teil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.984000205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3741,"date":1659,"orig":"Darinnen von des Weins/ Korns vnd Holtzes Concentrirung, ſampt deroſelben Nutzlichern (als bishero geſchehenen) Gebrauch/ gehandelt wird.","norm":"Darinnen von des Weins / Korns und Holzes Konzentrierung, samt derselben Nützlicheren (als bisher geschehenen) Gebrauch / gehandelt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.363399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3742,"date":1659,"orig":"VORREDE.","norm":"VORREDE.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":5.343100070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3743,"date":1659,"orig":"WANN man der Alten Sprichwoͤrter/ als gute vnterweiſungen annehmen ſolte/ Muſte man auch dieſes (als nicht von den geringſten eines) wie billig auch nicht verwerffen/ welches alſo lautet/ Wer nicht wil hoͤren/ der muß hernacher fuͤhlen/ Das iſt ſo viel zu ſagen/ Wann Jemand gewarnet/ er aber ſolches verachtet vnd nicht annimbt/ vnd daruͤber zu ſchaden kompt/ ſagt Jederman es iſt jhm recht geſchehen/ warumb hat er trewe warnung nicht angenommen/ wer ſoll jhme Jetzunder helffen?","norm":"WANN man der Alten Sprichwörter / als gute Unterweisungen annehmen sollte / Musste man auch dieses (als nicht von den geringsten eines) wie billig auch nicht verwerfen / welches also lautet / Wer nicht will hören / der muss hernach fühlen / Das ist so viel zu sagen / Wann jemand gewarnt / er aber solches verachtet und nicht annimmt / und darüber zu Schaden kommt / sagt jedermann es ist ihm recht geschehen / warum hat er treue Warnung nicht angenommen / wer soll ihm Jetzund helfen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271599769592285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3744,"date":1659,"orig":"Alſo geht es gar vielen die alſo ſicher dahin leben/ vnd nicht weiters ſehen als was jhnen vor den fuͤſſen liegt/ vnd im geringſten nicht auch an daß kuͤnfftige gedencken/ ſo lang vnd viel bis daß ſie ploͤtzlich uͤberfallen werden/ vnd guter Rath zu ſpath kompt.","norm":"Also geht es gar vielen die also sicher dahin leben / und nicht weiteres sehen als was ihnen vor den Füßen liegt / und im Geringsten nicht auch an dass künftige Gedenken / so lang und viel bis dass sie plötzlich überfallen werden / und guter Rat zu spat kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531899929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3745,"date":1659,"orig":"Weilen dann niemand ſo ſchlecht/ welcher nicht klaͤrlich ſihet in was fůr gefaͤhrlichen zeiten wir Jetzunder ſo ſorgloß dahin leben/ der Alten Lehr gantz nicht betrachtende/ wann ſie ſagen:","norm":"Weilen dann niemand so schlecht / welcher nicht klärlich sieht in was für gefährlichen Zeiten wir Jetzund so sorglos dahin leben / der Alten Lehre ganz nicht betrachtende / wann sie sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4552001953125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3746,"date":1659,"orig":"Ein weiſer Mann ſoll es ſo weit nicht kommen laſſen/ daß er ſagen muß/ Ey wer haͤtt doch gedacht daß dieſes geſchehen ſolte/ welches aber Jetzunder (leyder) mehr als zu viel geſchicht/ vnd nichts mehrers als die ſicherheit (dardurch gar viel betrogen werden) ſolches vervrſacht.","norm":"Ein weiser Mann soll es so weit nicht kommen lassen / dass er sagen muss / Ei wer hätte doch gedacht dass dieses geschehen sollte / welches aber Jetzund (leider) mehr als zu viel geschieht / und nichts mehreres als die Sicherheit (dadurch gar viel betrogen werden) solches verursacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.123799800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3747,"date":1659,"orig":"Wann dann nun Je vnd allwegen/ die vorſichtigkeit von allen Verſtaͤndigen iſt hochgehalten/ vnd als ein Mannliche that geprieſen/ die ſicherheit aber als ein leichtſinniges weiber werck ſehr geſcholten worden.","norm":"Wann dann nun je und allerwegen / die Vorsichtigkeit von allen Verständigen ist hochgehalten / und als ein Mannliche tat gepriesen / die Sicherheit aber als ein leichtsinniges Weiber Werk sehr gescholten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.430799961090088} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3748,"date":1659,"orig":"Warumb wollen wir dann die Gluͤckliche Vorſichtigkeit/ der vngluͤcklichen Sicherheit nit vorziehen?","norm":"Warum wollen wir dann die glückliche Vorsichtigkeit / der unglücklichen Sicherheit nicht vorziehen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.722400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3749,"date":1659,"orig":"Weißt vns doch der Weiſe Mann auff die Ameyſen zu ſehen/ von Ihnen zu lernen/ wie dieſelbe im Sommer ſo fleiſſig arbeiten vnd eintragen/ daß ſie den Winter zu leben haben.","norm":"Weißt uns doch der Weise Mann auf die Ameisen zu sehen / von Ihnen zu lernen / wie dieselbe im Sommer so fleißig arbeiten und eintragen / dass sie den Winter zu leben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063099861145019} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3750,"date":1659,"orig":"Thuns doch auch die kleinen Bienen/ wie auch meiſt alle Gethier/ bis auff die kleinſte Maus zu/ vnd tragen im Sommer/ von den uͤberfluß welcher doch auff dem Feld liegen bliebe vnd verduͤrbe/ auff daß ſie im kalten Winter wol davon leben moͤchten/ jhre wobnung voll.","norm":"Tuns doch auch die kleinen Bienen / wie auch meist alle Getier / bis auf die kleinste Maus zu / und tragen im Sommer / von den Überfluss welcher doch auf dem Feld liegen bliebe und verdürbe / auf dass sie im kalten Winter wohl davon leben möchten / ihre wobnung voll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.29449987411499} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3751,"date":1659,"orig":"Allein wir Menſchen ſeynd ſo faul vnd vnachtſam/ daß vns auch die Thier beſchaͤmen vnd ſagen koͤnten/ Ihr vnvorſichtige faule Menſchen/ Lernet doch von vns haushalten/ vnd ſchaͤmbt euch darumb nicht/ Ob wir ſchon ſo klein ſeyn.","norm":"Allein wir Menschen sind so faul und unachtsam / dass uns auch die Tier beschämen und sagen könnten / Ihr unvorsichtige faule Menschen / Lernet doch von uns haushalten / und schämt euch darum nicht / Ob wir schon so klein sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.867599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3752,"date":1659,"orig":"Der Hochmuth aber der gemeynlich vor dem fall kompt/ kan nicht wol zu laſſen das ein groſſer von einem kleinen lerne.","norm":"Der Hochmut aber der gemeinlich vor dem Fall kommt / kann nicht wohl zu lassen das ein großer von einem kleinen lerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3302998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3753,"date":1659,"orig":"Gleichwol habe Ich mich vnterſtanden/ Gott vnd der Hohen Obrigkeit/ wie auch dem Lieben Vatterland zu Ehren/ vnd meinem Naͤchſten zu Dienſte/ Eine gitte Erinnerung oder anweiſung zu thun/ wie daß wir bey dieſen noch guten zeiten/ da allenthalben/ durch gantz Teutſchland von allen Notturfften/ als Wein/ Korn vnd andern dingen/ die fuͤlle vnd uͤberfluß/ ſolchen uͤberfluß nicht vnnuͤtzlich verderben laſſen.","norm":"Gleichwohl habe Ich mich unterstanden / Gott und der hohen Obrigkeit / wie auch dem Lieben Vaterland zu Ehren / und meinem Nächsten zu Dienste / Eine gitte Erinnerung oder Anweisung zu tun / wie dass wir bei diesen noch guten Zeiten / da allenthalben / durch ganz Deutschland von allen Notturfften / als Wein / Korn und anderen Dingen / die fülle und Überfluss / solchen Überfluss nicht unnützlich verderben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061999797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3754,"date":1659,"orig":"Sondern nach guter Joſephiſcher Haushaltung/ ſelbige in kuͤnfftige thewre Zeiten/ in Vorꝛath wol bewahren vnd auffhalten ſolten vnd koͤnten.","norm":"Sondern nach guter Josephischer Haushaltung / selbige in künftige teure Zeiten / in Vorrat wohl bewahren und aufhalten sollten und könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.896100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3755,"date":1659,"orig":"Wer glaubt nicht/ das bey mannes gedencken von Wein vnd Korn durch das gantze Hoch Teutſchland/ kein groͤſſerer Vorꝛath/ vnd wolfeylere Zeit/ als jetzunder iſt/ geweſen ſey?","norm":"Wer glaubt nicht / das bei Mannes Gedenken von Wein und Korn durch das ganze Hoch Deutschland / kein größerer Vorrat / und wohlfeilere Zeit / als jetzund ist / gewesen sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928599834442139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3756,"date":1659,"orig":"Kan man nicht an vielen Orthen drey Malter des beſten Korns fuͤr ein Reichsthaler haben?","norm":"Kann man nicht an vielen Orten drei Malter des besten Korns für ein Reichstaler haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.75029993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3757,"date":1659,"orig":"Iſt der Wein nicht ſo vnwehrt an vielen Orthen/ daß er in Kellern/ das Korn aber auff den Soldern liegt vnd verdirbt/ ſolte man dann nicht dieſe Zeit in acht nehmen vnd betrachten/ wann ein ding am allervnwehrteſten iſt/ ſoll mans am beſten bewahren.","norm":"Ist der Wein nicht so Unwert an vielen Orten / dass er in Kellern / das Korn aber auf den Solden liegt und verdirbt / sollte man dann nicht diese Zeit in Acht nehmen und betrachten / wann ein Ding am unwertesten ist / soll man es am besten bewahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481800079345703} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3758,"date":1659,"orig":"Ja ſagt mancher/ wo ſoll ich mit hin/ meine Kelder vnd Solder ſeynd voll/ ich kan nichts mehr legen/ vnd wann ich ſchon mehr legen koͤnte/ zu was ende ſolte ichs thun?","norm":"Ja sagt mancher / wo soll ich mit hin / meine Kelter und Solde sind voll / ich kann nichts mehr legen / und wann ich schon mehr legen könnte / zu was Ende sollte ich es tun?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083799839019775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3759,"date":1659,"orig":"Wann wůrde ich ſolches wieder verkauffen koͤnnen? weilen Jederman ſelber genug hat/ ſolte mir nur ligen vnd verderben; Darumb beſſer daß es einem andern als mir verdirbt: ſolche vnd dergleichen Reden gehen herumb/ Ja mancher Gottloſe Menſch noch darzu flucht vnd wuͤnſcht/ daß das wetter hineyn ſchlagen vnd verbrennen muͤſſe/ weilen er kein geld dafuͤr loͤſen kan.","norm":"Wann wurde ich solches wieder verkaufen können? weilen jedermann selber genug hat / sollte mir nur liegen und verderben; darum besser dass es einem anderen als mir verdirbt: Solche und dergleichen Reden gehen herum / Ja mancher gottlose Mensch noch dazu flucht und wünscht / dass das Wetter hineinschlagen und verbrennen müsse / weilen er kein Geld dafür lösen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.771500110626221} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3760,"date":1659,"orig":"Solte wol Gott ſolches gefallen? wuͤrde er vnrecht thun wann er ein groſſe thewrung darauff ſchicken thaͤte?","norm":"Sollte wohl Gott solches gefallen? würde er Unrecht tun wann er ein große thewrung darauf schicken täte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.1869001388549805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3761,"date":1659,"orig":"Geſchicht daß nicht allezeit/ weſſen dings eingroſſer uͤberfluß/ deſſen ein groſſer mangel bald darauff folget?","norm":"Geschichte dass nicht allezeit / wessen Dings Eingrosser Überfluss / dessen ein großer Mangel bald darauf folget?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.0971999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3762,"date":1659,"orig":"Haben wir dann einen buͤrgen daß ſolches vns nicht auch bald widerfahren kan?","norm":"Haben wir dann einen bürgen dass solches uns nicht auch bald widerfahren kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084799766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3763,"date":1659,"orig":"Derhalben man billig die Reiche gaben Gotees nicht alſo vnnuͤtzlich verderben laſſen/ ſondern fleiſſig bewahren/ vnd zuſammen halten ſolte.","norm":"Derethalben man billig die Reiche gaben Gottes nicht also unnützlich verderben lassen / sondern fleißig bewahren / und zusammen halten sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.73330020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3764,"date":1659,"orig":"Thun wirs nicht/ ſo wirds Gott thun/ deſſen wir aber nicht lachen werden.","norm":"Tun wir es nicht / so wird es Gott tun / dessen wir aber nicht lachen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433400154113769} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3765,"date":1659,"orig":"Deme nun ſo viel můglich vorzukommen/ daß der uͤberfluß von Wein vnd Korn bis auff kuͤnfftige thewre Zeiten moͤchte erhalten vnd bewahret werden/ habe ich dieſes Buͤchlein von Concentrirung der Vegetabilien, Animalien, Mineralien vnd Metallen, darinnen des Teutſchlandts wolfahrt/ wie auch der Allgemeyne Schatz vnd Reichthumb der gantzen Welt beſtehet/ Jederman dargelegt/ vollkomblich offenbahrt/ vnd bekant gemacht.","norm":"Dem nun so viel möglich vorzukommen / dass der Überfluss von Wein und Korn bis auf künftige teure Zeiten möchte erhalten und bewahret werden / habe ich dieses Büchlein von Konzentrierung der Vegetabilien, Animaleien, Mineralien und Metallen, darinnen des Deutschlands Wohlfahrt / wie auch der allgemeine Schatz und Reichtum der ganzen Welt bestehet / Jedermann dargelegt / vollkomblich offenbart / und bekannt gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3766,"date":1659,"orig":"Dann welches Land in Europa oder der gantzen Welt iſt mit Wein/ Korn/ Mineralien vnd Metallen gleich wie Teutſchland ſo uͤberfluͤſſig von Goet geſegnet?","norm":"Dann welches Land in Europa oder der ganzen Welt ist mit Wein / Korn / Mineralien und Metallen gleich wie Deutschland so überflüssig von Gott gesegnet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.806600093841553} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3767,"date":1659,"orig":"Weilen dann der uͤberfluß eine Nauſeam oder uͤbertruß vervrſacht/ als habe ich den uͤberfluß von Wein/ Korn/ Mineralien vnd Metallen, deren Teutſchland vor allen andern Laͤndern in Europa excellirt, auff daß ſolcher nicht wegen der menge auß vnachtſambkeit oder verachtung ligen vnd verderben moͤchte/ in die Engte zu bringen/ gut gefunden.","norm":"Weilen dann der Überfluss eine Nauseam oder Überdruss verursacht / als habe ich den Überfluss von Wein / Korn / Mineralien und Metallen, deren Deutschland vor allen anderen Ländern in Europa exzelliert, auf dass solcher nicht wegen der Menge aus Unachtsamkeit oder Verachtung liegen und verderben möchte / in die Engte zu bringen / gut gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3768,"date":1659,"orig":"Wann dann ſolche vnwehrte dinge in die Engte gebracht/ ſo kompt der vnnuͤtzte theil davon/ vnd verſamlet ſich der Edelſte theil zuſammen.","norm":"Wann dann solche unwerte Dinge in die Engte gebracht / so kommt der vnnützte Teil davon / und versammelt sich der edelste Teil zusammen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.033999919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3769,"date":1659,"orig":"Welcher dann hernach nit ſo leichtlich verderben kan/ als wann gut vnd boͤß noch beyeinander were/ vnd dieſes ſo wol bey den Mineralien vnd Metallen, als bey Wein/ Korn vnd Holtz zuverſtehen/ dann wann das Waſſer von dem Wein vnd Bier geſchieden/ vnd die beſte theilen Concentrirt, werden/ ſo koͤnnen dieſelbe ſich ſo lang halten/ als man ſelber will.","norm":"Welcher dann hernach nicht so leichtlich verderben kann / als wann gut und böse noch beieinander wäre / und dieses so wohl bei den Mineralien und Metallen, als bei Wein / Korn und Holz zu verstehen / dann wann das Wasser von dem Wein und Bier geschieden / und die beste teilen konzentriert, werden / so können dieselbe sich so lang halten / als man selber will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.233699798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3770,"date":1659,"orig":"Vnd wann man deren Noͤtig/ als dann wieder dieſelbe mit Waſſen extendiren oder anlaͤngen/ ſo weit man auch wil/ vnd laſſen ſich allezeit Sechs fuder Wein/ in einem fuͤderigen Faß: bewahren vnd auffhalten/ welches einige Faß dann/ wie leichtlich zu erachten/ nicht ſo viel platz im Keller eynnimbt/ als 6. die er ſonſten haͤtte haben muͤſſen/ vnd koſt ein einiges Faß auch nicht ſo viel mit binden zu vnterhalten/ als die Sechſe/ zehrt jhnen auch nichts davon eyn/ daß er wieder aufffůllen muß wie ſonſten beym Wein geſchicht/ vnd hat man auch dieſen groſſen vortheil bey den Concentrirten ſaͤfften/ daß wann man ſelbige im vorꝛath hat/ alle Herbſtzeit 4. 6. 8. oder mehr wochen/ ehender newe Weine davon machen/ vnd noch eins ſo thewer verkauffen kan/ als wann ſie verkaufft werden/ wann die Trauben zeitig/ vnd Jederman newe Weine ſelber hat.","norm":"Und wann man deren Nötig / als dann wieder dieselbe mit Wassen extendieren oder anlangen / so weit man auch will / und lassen sich allezeit Sechs Fuder Wein / in einem füderigen Fass: bewahren und aufhalten / welches einige Fass dann / wie leichtlich zu erachten / nicht so viel platz im Keller einnimmt / als 6. die er sonsten hätte haben müssen / und kost ein einiges Fass auch nicht so viel mit binden zu unterhalten / als die sechs / zehrt ihnen auch nichts davon ein / dass er wieder auffüllen muss wie sonsten beim Wein geschieht / und hat man auch diesen großen Vorteil bei den konzentrierten Säften / dass wann man selbige im Vorrat hat / alle Herbstzeit 4. 6 . 8. oder mehr Wochen / eher neue Weine davon machen / und noch eins so teuer verkaufen kann / als wann sie verkauft werden / wann die Trauben zeitig / und jedermann neue Weine selber hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378099918365478} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3771,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3772,"date":1659,"orig":"Zu dieſem werck gehoͤret aber ein beſonder Kuͤnſtlich Inſtrument/ damit man die Jaͤhrende Moͤſte bald jaͤhrend vnd Klar machen kan.","norm":"Zu diesem Werk gehöret aber ein besondere künstlich Instrument / damit man die Jährende Möste bald jährend und klar machen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.330100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3773,"date":1659,"orig":"Vnd ſeynd auch ſonſten noch vielmehr nuͤtzliche vortheil bey den Concentrirten Moͤſten zu haben/ welche alle hieher zu ſetzen vnnoͤtig/ Bey dem Concentrirten Bier hat man gleicherweiß viel Vortheil/ dann man allezeit 8. Tonnen Korn (wann es Concentrit, in ein Tonne hinlegen vnd bewahren kan/ bedarff ſich auch nicht beſorgen/ daß jhm ſein Korn auff dem Solder lebend wird vnd zum Fenſter hinauß fleugt.","norm":"Und sind auch sonsten noch vielmehr nützliche Vorteil bei den Konzentrierten Mösten zu haben / welche alle hierher zu setzen unnötig / Bei dem konzentrierten Bier hat man gleicherweiß viel Vorteil / dann man allezeit 8. Tonnen Korn (wann es Concentrit, in ein Tonne hinlegen und bewahren kann / Bedarf sich auch nicht besorgen / dass ihm sein Korn auf dem Solde lebend wird und zum Fenster hinausfliegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.402900218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3774,"date":1659,"orig":"Allhier ſteckt es im Faß/ kans uͤber 10. oder 20. Jahren herauß nehmen/ vnd gebrauchen nach ſeinem belieben/ gibt viel beſſere geſundere vnd lieblicher Bier (dann es in der Concentrirung, lang gekocht) als das Maltz thut.","norm":"Allhier steckt es im Fass / kann es über 10. oder 20. Jahren herausnehmen / und gebrauchen nach seinem belieben / gibt viel bessere gesündere und lieblicher Bier (dann es in der Konzentrierung, lang gekocht) als das Malz tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.73330020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3775,"date":1659,"orig":"Der nun bey wohlfeylen zeiten/ das Korn Einkaufft/ Concentrirt, vnd hinlegt bis auff thewre Zeit/ der kan viel daran gewinnen/ vnd thut ein ſolcher nicht allein jhme vnd den ſe nen mit ehren vnd auch andern ohne ſchaden groſſen Nutzen/ ſondern er thut auch ein ſtuͤck der Liebe vnd barmhertzigkeit/ gegen ſeinen Naͤchſten/ wann er jhm in noͤthen beyſtehet/ ſein Korn abnimbt/ vnd bezahlt/ daß er das geld zu fernern vnterhalt ſeines Hauſes anlegen vnd nutzen darmit ſchaffen kan.","norm":"Der nun bei wohlfeilen Zeiten / das Korn einkauft / Konzentriert, und hinlegt bis auf teure Zeit / der kann viel daran gewinnen / und tut ein solcher nicht allein ihm und den se einen mit ehren und auch anderen ohne schaden großen Nutzen / sondern er tut auch ein Stück der Liebe und Barmherzigkeit / gegen seinen Nächsten / wann er ihm in Nöten beistehet / sein Korn abnimmt / und bezahlt / dass er das Geld zu ferneren Unterhalt seines Hauses anlegen und nutzen damit schaffen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41540002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3776,"date":1659,"orig":"Alſo geſchicht durch dieſe Concentration des Weins vnd Korns niemand zu kurtz/ ſondern beyderſeits dem Kauffer vnd Verkauffer nutzen vnd gutes/ welches billig von Hohen vnd Niedern Standsperſonen in Obacht ſolte genommen werden.","norm":"Also geschieht durch diese Konzentration des Weins und Korns niemand zu kurz / sondern beiderseits dem Käufer und Verkaufer nutzen und gutes / welches billig von Hohen und Niederen Standspersonen in Obacht sollte genommen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.911799907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3777,"date":1659,"orig":"Es ſolten auch billig Fuͤrſten vnd Herꝛen/ Kaͤyſer vnd Koͤnige/ wie auch andere Herꝛſchafften vnd Respublicæ jhre Proviant Haͤuſer vnd Feſtungen darmit verſehen laſſen/ bey Thewrer zeit den Armen wieder vom uͤberfluß zukommen laſſen/ wůrden gar kein ſchaden/ ſondern allezeit noch gutennutzen davon haben.","norm":"Es sollten auch billig Fürsten und Herren / Kaiser und Könige / wie auch andere Herrschaften und Respublicae ihre Proviant Häuser und Festungen damit versehen lassen / bei teurer Zeit den Armen wieder vom Überfluss zukommen lassen / wurden gar kein Schaden / sondern allezeit noch Gutennutzen davon haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.731200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3778,"date":1659,"orig":"Bey Concentrirung des Holtzes in Salpeter iſt nicht geringerer ſondern noch ein viel mehrer nutzen als bey Wein vnd Korn/ dann man das Holtz vmbſonſt haben/ vnd mit gar geringen koſten zu Salpeter machen kan/ welcher ja ohne ſchaden in den Zeug-haͤuſern/ ſo lang man ſelber will/ (dann er nicht verderben kan) auff behalten/ vnd ſo mans noͤtig zu Pulver mit Kohlen vnd Schwefel (welcher auch nicht verdirbt) machen kan/ vnd iſt gar vnnoͤtig/ ja ſehr ſchaͤdlich/ daß man in den Feſtungen/ ein ſolche groſſe quantitet Schießpulver bewahrt/ ſeynd nicht Exempla genug/ wie daß auß vnvorſichtigkeit ſolche Pulver-thůrn/ oder auch wol durch den blitzen/ angangen/ gantze Staͤtt mit viel hundert Menſchen im augenblick uͤmbgekehrt vnd getoͤdet haben.","norm":"Bei Konzentrierung des Holzes in Salpeter ist nicht geringerer sondern noch ein viel mehrerer nutzen als bei Wein und Korn / dann man das Holz umsonst haben / und mit gar geringen kosten zu Salpeter machen kann / welcher ja ohne schaden in den Zeughäusern / so lang man selber will / (dann er nicht verderben kann) auf behalten / und so man es nötig zu Pulver mit Kohlen und Schwefel (welcher auch nicht verdirbt) machen kann / und ist gar unnötig / ja sehr schädlich / dass man in den Festungen / ein solche große Quantität Schießpulver bewahrt / sind nicht Exempla genug / wie dass aus Unvorsichtigkeit solche Pulver-thurn / oder auch wohl durch den blitzen / angegangen / ganze Stät mit viel hundert Menschen im Augenblick umgekehrt und getötet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349100112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3779,"date":1659,"orig":"Deme allen iſt durch dieſes mittel vorzukommen/ wann man nemblich die requiſita, als Salpeter/ Schwefel vnd Kohlen/ vnd nicht daß zubereytete Schießkraut/ verwahret/ wann wir dann den Salpeter haͤuffig auß dem Holtz zeugen koͤnnen/ ſo fehlet auch nicht daß man die Kohlen vnd Schwefel bewahren/ vnd wann es die noth erfordert/ als dann zu Kraut mache vnd gebrauche.","norm":"Dem allen ist durch dieses Mittel vorzukommen / wann man nämlich die requisita, als Salpeter / Schwefel und Kohlen / und nicht dass zubereitete Schießkraut / verwahret / wann wir dann den Salpeter häufig aus dem Holz zeugen können / so fehlet auch nicht dass man die Kohlen und Schwefel bewahren / und wann es die Not erfordert / als dann zu Kraut mache und gebrauche.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.459000110626221} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3780,"date":1659,"orig":"Auch darumb iſt die Concentrirung des Holtzes in Salpeter beſſer oder eintraͤglicher/ als dieſe von Wein vnd Korn/ dieweilen zu allen Zeiten die in Teutſchland allenthalben mit groſſen hauffen liegende Mineralien, die fuͤr nichts geacht werden (weilen ſie kein fix vnd Corporaliſch Gold vnd Silber halten) darmit zu figiren, vnd das beſſere theil daraus zu bringen/ ſondern auch der bekanten geringern Metallen Ihren Sulphur ſuperfloum darmit zu verbrennen/ vnd in beſſere zu verwandlen/ wie auch die perfecta Metalla als Gold vnd Silber darmit zu zerſtoͤhren/ vnd das beſſere theil wieder in die Engte zu bringen/ (davon der folgende zweyte/ dritte vnd vierdte Theil dieſes Buchs handlen wird) dem nitro zu thun moͤglich iſt/ alſo daß die Concentrirung des Holtzes/ in einen Salpeter oder Weinſtein/ welche beyde in groſſer quantitet ſo wol allezeit zu verkauffen/ als ſelbſten (wann mans weiß) zu verbrauchen vnſern Vatterland dem Edlen Teutſchland (da des Holtzes allenthalben ein groſſer uͤberfluß/ vnd gleichſamb vmbſonſt zu haben iſt) ein groſſes auffkommen (wann ſie ſelber wollen) ſo wol gegen jhre kuͤnfftige/ als gegenwertige Feinden/ ſeyn kan.","norm":"Auch darum ist die Konzentrierung des Holzes in Salpeter besser oder einträglicher / als diese von Wein und Korn / dieweilen zu allen Zeiten die in Deutschland allenthalben mit großen Haufen liegende Mineralien, die für nichts geachtet werden (weilen sie kein fix und körperlich Gold und Silber halten) damit zu figieren, und das bessere Teil daraus zu bringen / sondern auch der bekannten geringeren Metallen Ihren Sulphur Superflaum damit zu verbrennen / und in bessere zu verwandeln / wie auch die perfecta Metalla als Gold und Silber damit zu zerstören / und das bessere Teil wieder in die Engte zu bringen / (davon der folgende zweite / dritte und vierte Teil dieses Buchs handeln wird) dem nitro zu tun möglich ist / also dass die Konzentrierung des Holzes / in einen Salpeter oder Weinstein / welche beide in großer Quantität so wohl allezeit zu verkaufen / als selbst (wann man es weiß) zu verbrauchen unsern Vaterland dem Edlen Deutschland (da des Holzes allenthalben ein großer Überfluss / und gleichsam umsonst zu haben ist) ein großes aufkommen (wann sie selber wollen) so wohl gegen ihre künftige / als gegenwärtige Feinden / sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3781,"date":1659,"orig":"Wer dann nun viel Holtz hat/ der kan auch viel Reichthumb haben wann er hand anlegen will/ vnd darff ſich niemand beſorgen daß der Salpeter vnwerth oder vnverkaufflich werden wird/ vnd wann gleich ſolches geſchehen ſolte/ ſo habe ich allbereyt in meiner Explication uͤber mein Miraculum Mundi, ſo viel ans Licht geben; vnd gebe auch in den drey folgenden Theilen dieſes Buchs/ weiters ſo viel anleytung/ wie nemblich ſolcher mit gutem nutzen zu verbrauchen/ alſo daß ſich immer noch Einige finden werden/ welche denſelben ſuchen/ vnd zu jhrem nutzen zu gebrauchen wiſſen.","norm":"Wer dann nun viel Holz hat / der kann auch viel Reichtum haben wann er Hand anlegen will / und darf sich niemand besorgen dass der Salpeter Unwert oder vnverkaufflich werden wird / und wann gleich solches geschehen sollte / so habe ich allbereyt in meiner Explikation über mein Miraculum Mundi, so viel ans Licht geben; und gebe auch in den drei folgenden Teilen dieses Buchs / weiteres so viel Anleitung / wie nämlich solcher mit gutem nutzen zu verbrauchen / also dass sich immer noch einige finden werden / welche denselben suchen / und zu ihrem nutzen zu gebrauchen wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.639999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3782,"date":1659,"orig":"Wer nun Augen zu ſehen hat der ſehe/ dann es wird die Zeit kommen (welche allgemach einhertritt) daß mans wird noͤtig haben/ wann man etwas hat oder weiß/ wie es dann viel beſſer etwas gutes wiſſen/ als groſſe guͤter (welche man nit mit ſich tragen/ vñ weder jhme noch den ſeinigen darmit helffen kan) zu beſitzen.","norm":"Wer nun Augen zu sehen hat der sehe / dann es wird die Zeit kommen (welche allgemach einhertritt) dass man es wird nötig haben / wann man etwas hat oder weiß / wie es dann viel besser etwas Gutes wissen / als große Güter (welche man nicht mit sich tragen / und weder ihm noch den seinigen damit helfen kann) zu besitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.631899833679199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3783,"date":1659,"orig":"Wol deme welcher alsdann ſagen kan mit dem Philoſopho:","norm":"Wohl dem welcher alsdann sagen kann mit dem Philosopho:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.386199951171875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3784,"date":1659,"orig":"Omnia mecum porto.","norm":"Omnia mecum porto.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.863699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3785,"date":1659,"orig":"O wie vnrecht wird gegen den Lieben Gott geſprochen vnd gethan/ wañ man jhme beſchuldigt/ als wañ er etliche Laͤnder da kein Wein/ nicht viel Korn/ keine Citronen vnd Pomerantzen wachſen/ nicht genugſam verſehen haͤtte.","norm":"O wie Unrecht wird gegen den Lieben Gott gesprochen und getan / wann man ihm beschuldigt / als wann er etliche Länder da kein Wein / nicht viel Korn / keine Zitronen und Pomeranzen wachsen / nicht genügsam versehen hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.721799850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3786,"date":1659,"orig":"Da doch eben ſo wol groſſe Schaͤtze/ wann ſie nur erkant wuͤrden/ darinn zu finden.","norm":"Da doch eben so wohl große Schätze / wann sie nur erkannt würden / darin zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.924099922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3787,"date":1659,"orig":"Dann ja aufs wenigſt Holtz darinn iſt/ welches ja den Armen vnd Reichen/ ohne zuthun der geringſten muͤhe/ koſten oder arbeyt/ tag vnd nacht daher waͤchſet/ als wolte es ſagen/ Thue ich nicht das meynige/ Stelle ich mich dir nicht vor augen/ daß du mich ſolſt anſehen/ Gottes guͤtigkeit darauß zu erlernen/ vnd mit Danckſagung zu gebrauchen/ Kan ſich alſo kein Land gegen das ander erheben/ als wann es beſſer als ein anders/ auch keins ſich beklagen/ als wann es zu wenig von Gott geſegnet/ dann jedes genug hat/ wann es ſich nur will benůgen laſſen.","norm":"Dann ja aufs wenigste Holz darin ist / welches ja den Armen und Reichen / ohne Zutun der geringsten Mühe / kosten oder Arbeit / tag und Nacht daher wächst / als wollte es sagen / Tue ich nicht das meinige / Stelle ich mich dir nicht vor Augen / dass du mich sollst ansehen / Gottes Gütigkeit daraus zu erlernen / und mit Danksagung zu gebrauchen / Kann sich also kein Land gegen das ander erheben / als wann es besser als ein anders / auch keins sich beklagen / als wann es zu wenig von Gott gesegnet / dann jedes genug hat / wann es sich nur will beugen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1828999519348145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3788,"date":1659,"orig":"Auch dieſe Laͤnder darinn auch garkein Holtz waͤchſet/ Ebenmaͤſſig den andern gleich/ Reichlich von Gott geſegnet ſeyn/ wie zu ſehen in Island vnd andern weit gegen North entlegenen Laͤndern/ da das Korn/ vnd was ſie ſonſten zur Notturfft haben muͤſſen/ von andern Laͤndern jhnen ſolches muß zugefuͤhrt werden/ dargegen ſie Stockfiſche wieder verkauffen/ vnd alſo gleichwol wann ſchon weder baum noch hecken/ weder Wein noch Korn darinn waͤchſt/ dannoch kein Mangel leyden/ ſondern von Gott eben wohl geſegnet ſeyn vnd Vaͤtterlich ernehret werden.","norm":"Auch diese Länder darin auch garkein Holz wächst / Ebenmäßig den anderen gleich / Reichlich von Gott gesegnet sein / wie zu sehen in Island und anderen weit gegen Nord entlegenen Ländern / da das Korn / und was sie sonsten zur Notdurft haben müssen / von anderen Ländern ihnen solches muss zugeführt werden / dagegen sie Stockfische wieder verkaufen / und also gleichwohl wann schon weder Baum noch hecken / weder Wein noch Korn darin wächst / dennoch kein Mangel leiden / sondern von Gott eben wohl gesegnet sein und väterlich ernähret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.583600044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3789,"date":1659,"orig":"Haben ſie ſchon kein Holtz/ ſo haben ſie die Steinkohlen (dann daſelbſt das Erdreich ſehr Sulphuriſch iſt/ vnd bey dem Berg Hekla welcher ſtaͤttig inwendig brennt/ fewer/ rauch/ vnd aſchen außwirfft/ Jaͤhrlich von den Inwohnern ein groſſe Summa Schwefel außgezogen/ vnd zu jhrem vnterhalt in vnſere Laͤnder verkaufft wird.","norm":"Haben sie schon kein Holz / so haben sie die Steinkohlen (dann daselbst das Erdreich sehr Sulphurisch ist / und bei dem Berg Hekla welcher stetig inwendig brennt / Feuer / rauch / und Aschen auswirft / Jährlich von den Inwohnern ein große Summa Schwefel ausgezogen / und zu ihrem Unterhalt in unsere Länder verkauft wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.681700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3790,"date":1659,"orig":"Nun moͤchte mir leichtlich vorgeworffen vnd geſagt werden/ wann dann das nitrum ein Subjectum univerſale ſeyn ſolte/ vnd in allen dingen zu finden/ ſo muͤſte es dann auch in den Stockfiſchen/ weilen kein Holtz daſelbſten waͤchſet/ ebenmaͤſſig zu finden ſeyn/ ſonſten man ſagen koͤute/ daß es nicht univetſal, weilen es in dieſem vnd Jenen Landen nicht zu finden.","norm":"Nun möchte mir leichtlich vorgeworfen und gesagt werden / wann dann das nitrum ein Subjectum universale sein sollte / und in allen Dingen zu finden / so müsste es dann auch in den Stockfischen / weilen kein Holz daselbst wächst / ebenmäßig zu finden sein / sonsten man sagen köute / dass es nicht univetsal, weilen es in diesem und jenen Landen nicht zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.222000122070312} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3791,"date":1659,"orig":"Deme nun auch auß dem traum zu helffen/ ſo berichte ich das nicht allein daß Nitrum in den Fiſchen/ wie allbereyt oben geſagt/ aber doch nicht ſo maͤchtig als in andern Subjectis, als Holtz/ Wein vnd Korn/ dagegen aber iſt es deſto maͤchtiger in den Steinen daͤvon das gantze Land groſſe Schaͤtze geben koͤnte/ wann mans wuͤſte herauß zu bringen/ dann in den Steinen die ſich zu Kalck brennen laſſen (welches auch ohne Holtz/ als mit Torff oder Steinkohlen geſchehen kan) eben ſo Reichlich das nitrum verborgen/ als in dem Holtz vnd andern Vegetabiliſchen gewaͤchſen/ mangelt allein daß mans weiß heraus zu bringen.","norm":"Dem nun auch aus dem Traum zu helfen / so berichte ich das nicht allein dass Nitrum in den Fischen / wie allbereyt oben gesagt / aber doch nicht so mächtig als in anderen Subjectis, als Holz / Wein und Korn / dagegen aber ist es desto mächtiger in den Steinen Devon das ganze Land große Schätze geben könnte / wann man es wüste heraus zu bringen / dann in den Steinen die sich zu Kalk brennen lassen (welches auch ohne Holz / als mit Torf oder Steinkohlen geschehen kann) eben so Reichlich das nitrum verborgen / als in dem Holz und anderen Vegetabilischen Gewächsen / mangelt allein dass man es weiß heraus zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.426000118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3792,"date":1659,"orig":"Wann man ein ſolches rauhe vnd wilde Land/ da gantz nichts waͤchſet/ gegen ein ander gut Land/ da alles genug waͤchſet/ in einer Philoſophiſchen Wagſchahlen/ gegen einander aufziehen ſolte.","norm":"Wann man ein solches raue und wilde Land / da ganz nichts wächst / gegen ein ander gut Land / da alles genug wächst / in einer Philosophischen Wagschalen / gegen einander aufziehen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.693299770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3793,"date":1659,"orig":"Koͤnte dieſes rauhe Land/ leichtlich/ das fruchtbarſte wegen ſeiner verborgenen ſchaͤtze in der Erden vnd Stein/ uͤberziehen/ vnd den Vorzug bekommen.","norm":"könnte dieses raue Land / leichtlich / das fruchtbarste wegen seiner verborgenen schätze in der Erden und Stein / überziehen / und den Vorzug bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.381400108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3794,"date":1659,"orig":"Darumb niemand ſich gegen Gott zu beklagen hat/ der Kleine hat die geſchwindigkeit/ gegen den Langſamen groſſen/ der Schwache/ legt ſeinen verſtand gegen des Starcken macht/ der Arme hat ſeine ruhe vnd gedult gegen des Reichen ſorgen/ vnd ſo fortan bey allem Gethier ſolches zuverſtehen iſt.","norm":"Darum niemand sich gegen Gott zu beklagen hat / der Kleine hat die Geschwindigkeit / gegen den Langsamen großen / der Schwache / legt seinen verstand gegen des starken macht / der Arme hat seine ruhe und Geduld gegen des Reichen sorgen / und so fortan bei allem Getier solches zu verstehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.567999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3795,"date":1659,"orig":"Man betrachte es wol/ ſo wird man finden daß Gott allenthalben/ vnd Jederman genug gethan/ vnd ſich kein einige Creatur zu beklagen hat.","norm":"Man betrachte es wohl / so wird man finden dass Gott allenthalben / und jedermann genug getan / und sich kein einige Kreatur zu beklagen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3797,"date":1659,"orig":"Darauß zu ſehen daß darumb nicht alles vntůchtig/ ſo vnanſehlich vnd man nicht kennt:","norm":"Daraus zu sehen dass darum nicht alles untüchtig / so vnansehlich und man nicht kennt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.422399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3798,"date":1659,"orig":"Es wirfft ein Bawer offtermals ein Stein nach der Kuhe/ welcher mehr werth iſt als die Kuhe/ vnd doch (weilen er nicht bekant iſt) nichts geacht wird.","norm":"Es wirft ein Bauer öftermals ein Stein nach der Kuh / welcher mehr wert ist als die Kuh / und doch (weilen er nicht bekannt ist) nichts geachtet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.435299873352051} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3799,"date":1659,"orig":"Muß man alſo nicht allezeit auff das aͤuſſerſte ſondern vielmehr auff das innerſte eines dings ſehen/ darzu die Alchymia (als ein Werckzeug die wahre Philoſophiam darmit zu bawen) vns die Thuͤr oͤffnet/ das Innerſte aller dingen zu beſehen/ vnd auch zuerlangen.","norm":"Muss man also nicht allezeit auf das äußerste sondern vielmehr auf das innerste eines Dings sehen / dazu die Alchimie (als ein Werkzeug die wahre Philosophiam damit zu bauen) uns die Tür öffnet / das Innerste aller Dingen zu besehen / und auch zuerlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.038300037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3800,"date":1659,"orig":"Wer das Fewer wol kennt vnd zugebrauchen weiß/ wird kein mangel leyden/ der es aber nicht kennt/ hat nicht viel vergeſſen/ vnd wird die verborgene Schaͤtze der Natur wol vngefunden laſſen.","norm":"Wer das Feuer wohl kennt und zu gebrauchen weiß / wird kein Mangel leiden / der es aber nicht kennt / hat nicht viel vergessen / und wird die verborgene Schätze der Natur wohl ungefunden lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3801,"date":1659,"orig":"Darauß kan ein jedweder ſchen/ was wir Teutſchen fuͤr maͤchtige Schåtze vnwiſſent beſitzen/ vnd vns nicht zu nutz machen wiſſen: welches/ wann andere Nationen nicht auch/ vns Teutſchen gleich/ in dieſer ſach bis dato vnerfahren geweſen (daß wir mehr auff freſſen/ ſauffen/ muͤſſig gehen als auff gute Kuͤnſt vnd Wiſſenſchafften vns legten) wir leichtlich von jhnen hoͤren muͤſten.","norm":"Daraus kann ein jedweder schen / was wir Deutschen für mächtige Schatze unwissend besitzen / und uns nicht zu Nutz machen wissen: welches / wann andere Nationen nicht auch / uns Deutschen gleich / in dieser Sache bis dato unerfahren gewesen (dass wir mehr auffressen / saufen / müßig gehen als auf gute Künste und Wissenschaften uns legten) wir leichtlich von ihnen hören müssten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756400108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3802,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber bey allen Nationen, jetziger zeit gute tugenden vnd ſitten ab/ die boͤſe dargegen zu nehmen/ darff kein Eſel den andern Lang Ohr heiſſen.","norm":"Dieweilen aber bei allen Nationen, jetziger Zeit gute Tugenden und Sitten ab / die böse dagegen zu nehmen / darf kein Esel den anderen Lang Ohr heißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.127600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3803,"date":1659,"orig":"Nun weiß ich/ daß mancher vnerfahrne Bachant, das gelaͤchter mit dieſen meinen vorgeben haben/ vnd ſagen werde zu ſeines gleichen:","norm":"Nun weiß ich / dass mancher unerfahrene Bachant, das Gelächter mit diesen meinen vorgeben haben / und sagen werde zu seinesgleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3804,"date":1659,"orig":"Siehe mein Bruder doch was Glauber ſchreibt/ er will ein ſafft auß dem Holtz vnd Steinen preſſen/ vnd Salpeter darauß machen/ was haͤltſtu davon/ wollen wir nicht lieber eins trincken/ oder ein Dicketack ſpielen/ als dieſe ding leſen/ ich kans nicht glauben daß es wahr ſey; Jener aber der ſeine weißheit auß gleichem Becher getruncken/ vnd auch nichts mehrers weiß/ den groͤſſern hauffen alsdann auch beyfallen muß.","norm":"Siehe mein Bruder doch was Glauber schreibt / er will ein Saft aus dem Holz und Steinen pressen / und Salpeter daraus machen / was hältst davon / wollen wir nicht lieber eins trinken / oder ein Ticktack spielen / als diese Ding lesen / ich kann es nicht glauben dass es wahr sei; jener aber der seine Weisheit aus gleichem Becher getrunken / und auch nichts mehreres weiß / den größeren Haufen alsdann auch beifallen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3805,"date":1659,"orig":"Was haben doch ſolche Leuth/ uͤber mein Tractaͤtlein Miraculum Mundi genannt/ fuͤr mancherley Judici. gehen laſſen?","norm":"Was haben doch solche Leute / über mein Traktätlein Miraculum Mundi genannt / für mancherlei Judici . gehen lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.848100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3806,"date":1659,"orig":"Nun aber alle puncten zu puncten Explicirt vnd bewieſen ſeyn/ ziehen ſie jhre Laſter-Maͤuler eyn/ vnd ſtehen da wie butter in der Sonnen/ vnd můſſen ſich ſchaͤmen/ daß ſie bey groſſen Herꝛen ſolche falſche Judicia geben haben.","norm":"Nun aber alle Punkten zu Punkten expliziert und bewiesen sein / ziehen sie ihre Lastermäuler ein / und stehen da wie butter in der Sonnen / und müssen sich schämen / dass sie bei großen Herren solche falsche Judicia geben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.123799800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3807,"date":1659,"orig":"Welches bey dieſem Werck villeicht auch wol geſchehen moͤchte.","norm":"Welches bei diesem Werk vielleicht auch wohl geschehen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8506999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3808,"date":1659,"orig":"Dieſes aber was ich hierin von Concentrirung des Weins/ Korns vnd Holtzes geſchrieben/ nicht beſſer wird wahr zu machen oder zu beweiſen ſeyn/ als wann ich ſolche Concentration vor augen zeigen werde/ als dann die verwunderung ein ende hat/ vnd der vnglauben verloͤſchen wird.","norm":"Dieses aber was ich hierin von Konzentrierung des Weins / Korns und Holzes geschrieben / nicht besser wird wahr zu machen oder zu beweisen sein / als wann ich solche Konzentration vor Augen zeigen werde / als dann die Verwunderung ein Ende hat / und der Unglauben verlöschen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022600173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3809,"date":1659,"orig":"Vnd was ich allhier geſchrieben/ darff man gar wol fuͤr die Experimentirte wahrheit annehmen vnd glauben/ dann ich zu keinem andern ende dieſe nuͤtzliche Wiſſenſchafften herauß geben/ als meinem Naͤchſten darmit zu dienen.","norm":"Und was ich allhier geschrieben / darf man gar wohl für die experimentierte Wahrheit annehmen und glauben / dann ich zu keinem anderen Ende diese nützliche Wissenschaften herausgeben / als meinem Nächsten damit zu dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.906199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3810,"date":1659,"orig":"Wers nun glauben/ vnd ſich des glaubens auch theilhafftig machen kan/ der wird Ehr vnd Nutzen/ der vnglaubige aber Schand vnd Schaden davon haben.","norm":"Wer es nun glauben / und sich des Glaubens auch teilhaftig machen kann / der wird Ehre und Nutzen / der ungläubige aber Schande und Schaden davon haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.614200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3811,"date":1659,"orig":"Will alſo hiermit Propheceyen oder vorſagen/ daß durch dieſes Stůck allein/ den Salpeter in Copia zu machen/ vnd zu Metalliſcher arbeit zu gebrauchen/ uͤberauß groſſe Schaͤtze vnſerm Vatterland zu kommen werden/ wann wirs nur nicht ſelber verſaͤumen oder verſchlaffen.","norm":"Will also hiermit Prophezeien oder vorsagen / dass durch dieses Stuck allein / den Salpeter in Copia zu machen / und zu metallischer Arbeit zu gebrauchen / überaus große Schätze unserem Vaterland zu kommen werden / wann wir es nur nicht selber versäumen oder verschlafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613699913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3812,"date":1659,"orig":"Laͤſt mich Gott noch ein einiges Jahr leben/ ſo wird manchem durch den Salpeter geholffen/ ſolte es aber Gottes will nicht ſeyn/ ſolche zeit zu erleben/ muͤſte man gedencken/ daß Gott der Allmaͤchtige vns Teutſchen wie dem Moſi das gelobte Land gezeiget/ aber vmb der Suͤnden vnd Vnglaubens willen/ den Eyngang verſchloſſen.","norm":"Lässt mich Gott noch ein einiges Jahr leben / so wird manchem durch den Salpeter geholfen / sollte es aber Gottes will nicht sein / solche Zeit zu erleben / müsste man Gedenken / dass Gott der Allmächtige uns Deutschen wie dem Mosi das gelobte Land gezeigt / aber um der Sünden und Unglaubens Willen / den Eingang verschlossen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.900300025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3813,"date":1659,"orig":"Auff das ich aber meinem Naͤchſten vollkomblich diene/ vnd er ſich gar nicht zu beklagen habe/ als wann ich jhme (weilen ich die Holtz Preſſe/ neben andern zugehoͤrigen Inſtrumenten nicht beſchrieben) nur halb gedient haͤtte/ ſolchen aber nun auch genug zu thun/ ſo thue ich zu wiſſen/ das alle requiſita, zu obgedachter Concentrirung, des Weins Korns vnd Holtzes/ vollkomlich bey mir zu ſehen.","norm":"Auf das ich aber meinem Nächsten vollkomblich diene / und er sich gar nicht zu beklagen habe / als wann ich ihm (weilen ich die Holz Presse / neben anderen zugehörigen Instrumenten nicht beschrieben) nur halb gedient hätte / solchen aber nun auch genug zu tun / so tue ich zu wissen / das alle requisita, zu obgedachter Konzentrierung, des Weins Korns und Holzes / vollkomlich bei mir zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.866000175476074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3814,"date":1659,"orig":"Iſt nun Jemand an ſolcher Concentration gelegen/ vnd er ſeinen Wein/ Korn oder Holtz zu nutzen bringen will/ ſo wird er wol wiſſen/ was jhme hierinn weiters zu thun mangelt/ vnd wie er den Mangel durch den gegenwaͤrtigen augenſchein des Wercks/ erſtatten ſoll.","norm":"Ist nun Jemand an solcher Konzentration gelegen / und er seinen Wein / Korn oder Holz zu nutzen bringen will / so wird er wohl wissen / was ihm hierin weiteres zu tun mangelt / und wie er den Mangel durch den gegenwärtigen Augenschein des Werks / erstatten soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3815,"date":1659,"orig":"Es werden aber ſolche Inſtrumenta laͤnger nicht/ als Sechs Monath (von Primo Martij dieſes 1656.","norm":"Es werden aber solche Instrumenta länger nicht / als sechs Monat (von Primo März dieses 1656.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.483699798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3816,"date":1659,"orig":"Jahrs bis auff den September an zurechnen) zu ſehen ſeyn.","norm":"Jahrs bis auf den September anzurechnen) zu sehen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.827600002288818} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3817,"date":1659,"orig":"Dann ich mich nicht allzeit mit viel vnruhe zu ſchleppen ſonderen einmahl zu ruhe zu begeben/ willens:","norm":"Dann ich mich nicht allzeit mit viel Unruhe zu schleppen sondern einmal zu Ruhe zu begeben / Willens:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3541998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3818,"date":1659,"orig":"Darnach dann ein jedweweder ſich wird zu richten haben.","norm":"Danach dann ein jedweweder sich wird zu richten haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.319699764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3819,"date":1659,"orig":"Die drey Reſtirende Theil de Concentratione Mineralium & Metallorum betreffende/ ſollen geliebts Gott auch bald folgen.","norm":"Die drei Restierende Teil de Konzentration Mineralium & Metallorum betreffende / sollen geliebtes Gott auch bald folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.218000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3820,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber ſolche Concentration allein durch das nitrum geſchehen muß/ vnd ohne das ſelbige wann mans nicht guthlauff zeigen kan/ niemand nutzen von haben wird.","norm":"Dieweilen aber solche Konzentration allein durch das nitrum geschehen muss / und ohne das selbige wann man es nicht Gutlauf zeigen kann / niemand nutzen von haben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.022600173950195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3821,"date":1659,"orig":"Alſo iſt das Notwendigſte fuͤrs erſte ſich vmb den Salpeter zu zeugen zu bemuͤhen.","norm":"Also ist das Notwendigste fürs Erste sich um den Salpeter zu zeugen zu bemühen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.4054999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3822,"date":1659,"orig":"Wann man ſolchen dann in Copia haben kan/ wird man auch in den Mineralien vnd Metallen mit Nutzen zu recht kommen koͤnnen/ vnd ehender gar nicht.","norm":"Wann man solchen dann in Copia haben kann / wird man auch in den Mineralien und Metallen mit Nutzen zu Recht kommen können / und eher gar nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.574999809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3823,"date":1659,"orig":"Verſichere nochmahlen/ daß mit dem Nitro wunder dinge in Metalliſchen laboribus außzurichten/ ja zehen mahl mehr/ als ich dem ſelben in meinem Miraculo Mundi zu geſchrieben habe/ oder hinfuͤrter jhm zuſchreiben darff.","norm":"Versichere nochmals / dass mit dem Nitro Wunder Dinge in Metallischen laboribus auszurichten / ja zehnmal mehr / als ich demselben in meinem Miraculo Mundi zugeschrieben habe / oder hinfort ihm zuschreiben darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.452700138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3824,"date":1659,"orig":"Dann alles ſo zu der wahren Alchymia noͤtig/ in jhme/ durch jhne/ vnd mit jhme/ vollkoͤmblich zuverꝛichten.","norm":"Dann alles so zu der wahren Alchimie nötig / in ihm / durch ihn / und mit ihm / vollkommen zuverrichten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.928800106048584} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3825,"date":1659,"orig":"Will hiermit dieſe Vorꝛed beſchlieſſen/ vnd was in dieſem Tractaͤtlein etwan wegen kurtzer Beſchreibung/ abgehen oder mangeln ſolte/ wird hernacher die Oculariſche Demonſtration vollkomlich erſtatten/ alſo daß man genugſam darmit wird zu recht kommen koͤnnen.","norm":"Will hiermit diese Vorrede beschließen / und was in diesem Traktätlein etwan wegen kurzer Beschreibung / abgehen oder mangeln sollte / wird hernach die Ocularische Demonstration vollkomlich erstatten / also dass man genügsam damit wird zu Recht kommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.967800140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3826,"date":1659,"orig":"Darbey es auch dißmahlen verbleibet.","norm":"Dabei es auch diesmal verbleibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.768700122833252} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3827,"date":1659,"orig":"Des Teutſchlandts Wolfahrt.","norm":"Des Deutschlands Wohlfahrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.80649995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3828,"date":1659,"orig":"Erſter Theil.","norm":"Erster Teil.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":4.323200225830078} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3829,"date":1659,"orig":"IM Nahmen der Allerheiligſten Dreyeinigkeit fange ich an zubeſchreiben die groſſe wunderwerck Gottes/ ſeine gegen das duͤrfftige vnd arme Menſchliche Geſchlecht tragende Gnad vnd Barmhertzigkeit/ Jedermaͤnniglich bekant zu machen/ vnd alles ohne einige Hinterhaltung ꝛc. Vnſer aller Vatter vnd Barmhertzige Gott Schoͤpffer Himmels vnd der Erden/ fuͤhre vnd regiere dieſes werck/ daß es gereiche zu ſeiner Goͤttlichen Ehr vnd vnſer aller Scelen Seligkeit/ Amen.","norm":"IM Namen der allerheiligsten Dreieinigkeit fange ich an zubeschreiben die große Wunderwerk Gottes / seine gegen das dürftige und arme menschliche Geschlecht tragende Gnade und Barmherzigkeit / Jedermänniglich bekannt zu machen / und alles ohne einige Hinterehaltung etc. Unser aller Vater und barmherzige Gott Schöpfer Himmels und der Erden / führe und regiere dieses Werk / dass es gereiche zu seiner göttlichen Ehre und unser aller Scelen Seligkeit / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3830,"date":1659,"orig":"Nun will ich das Teutſchlandt vor mich nehmen/ vnd beſehen was fuͤr Reicher vnd uͤber Reicher Segen Gottes darinn zu finden/ vnd erſtlich von dem Wein (als einem Stuͤck der Edelſten Geſchoͤpffen Gottes) einen anfang machen.","norm":"Nun will ich das Deutschland vor mich nehmen / und besehen was für Reicher und über Reicher Segen Gottes darin zu finden / und erstlich von dem Wein (als einem Stück der edelsten Geschöpfen Gottes) einen Anfang machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071199893951416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3831,"date":1659,"orig":"Vnd wie vndanckbar wir vns gegen den Geber alles guten erzeigen/ vnd ſeine Guͤtigkeit ſo ſchaͤndlich mißbrauchen/ anzeigen vnd beweiſen.","norm":"Und wie undankbar wir uns gegen den Geber alles guten erzeigen / und seine Gütigkeit so schändlich missbrauchen / anzeigen und beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053100109100342} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3832,"date":1659,"orig":"Was der Wein fuͤr ein edel Geſchoͤpff Gottes ſey/ wie er gezihlet vnd gehandelt wird/ iſt Jederman bekant genug/ vnd darff allhier weilen ſolches von vielen andern vorlaͤngſt geſchehen/ vnd auch der taͤgliche gebrauch deſſelben vns genugſam bezeuget/ keines beſchreibens.","norm":"Was der Wein für ein edel Geschöpf Gottes sei / wie er gezielt und gehandelt wird / ist jedermann bekannt genug / und darf allhier weilen solches von vielen anderen vorlängst geschehen / und auch der tägliche Gebrauch desselben uns genügsam bezeuget / keines Beschreibens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3414998054504395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3833,"date":1659,"orig":"Nur dis allein iſt noͤtig zu berichten/ wie nemblich derſelbe auff eine viel beſſere weiſe als bishero geſchehen/ auff daß mehr nutzen von komme/ zu Tractiren.","norm":"Nur dies allein ist nötig zu berichten / wie nämlich derselbe auf eine viel bessere weise als bisher geschehen / auf dass mehr nutzen von komme / zu traktieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.147900104522705} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3834,"date":1659,"orig":"Dann Jederman bekant genug iſt/ daß derſelbe/ der Reinſte vnd allergeſundeſte vnd Edelſte Tranck vnter allen mag genennet werden/ vnd ſonderlich iſt er ein labung der Alten vnd Kalten/ die zarte Jugend aber ſolte billig denſelben meyden/ weilen er zu fruͤhe genoſſen/ leichtlich die Leber erhitzet vnd vertrucknet/ davon hernach vielerhand Kranckheiten entſtehen/ vnd endlich ein fruͤher Tod.","norm":"Dann jedermann bekannt genug ist / dass derselbe / der Reinste und gesündeste und edelste Trank unter allen mag genannt werden / und sonderlich ist er ein Labung der Alten und Kalten / die zarte Jugend aber sollte billig denselben meiden / weilen er zu frühe genossen / leichtlich die Leber erhitzet und vertrocknet / davon hernach vielerhand Krankheiten entstehen / und endlich ein früher Tod.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.45550012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3835,"date":1659,"orig":"Iſt alſo kein ding ſo gut/ es kan auch ſchaden thun/ vnd hergegen kein ding ſo boͤs/ es nutzet noch zu etwas/ nach deme es gebraucht wird/ wie allhierbey dem Wein zu ſehen/ welcher wann er maͤſſig vnd zur bequaͤmen zeit genoſſen wird/ nicht allein die Speis im Magen wol degerirt oder kocht/ ſondern auch das Hertz/ Hirn vnd lebliche Geiſter angenſcheinlich ſtaͤrcket/ vermehret/ vnd ein rein vnd geſund Blut vnd Fleich generiret.","norm":"Ist also kein Ding so gut / es kann auch schaden tun / und hingegen kein Ding so bös / es nutzet noch zu etwas / nach dem es gebraucht wird / wie allhierbey dem Wein zu sehen / welcher wann er mäßig und zur bequemen Zeit genossen wird / nicht allein die Speis im Magen wohl degerirt oder kocht / sondern auch das Herz / Hirn und lebliche Geister angenscheinlich stärket / vermehret / und ein rein und gesund Blut und Fleich generieret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478799819946289} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3836,"date":1659,"orig":"Im gegentheil aber/ wann er zu viel vnd vnordentlich gebraucht/ derſelbe den Magen/ wie auch Lung vnd Leber uͤber ſchwemmet/ mit vielen boͤſen Feuchtigkeiten anfuͤllet vnd verſtopffet/ alſo daß dieſelbe jhr officium, darzu ſie von Gott vnd der Natur geordnet/ nicht wol verꝛichten koͤnnen/ darauß dann mancherley Kranckheiten entſtehen/ Dann wegen ſeiner Spiritualiſchen Krafft vnd hitzigen Natur vnd Eygenſchafft/ das Hertz vnd Hirn ſehr angreifft vnd ſchwaͤchet/ der Spiritus Vitalis dardurch gleichſamb uͤbermannt vnd verſticket wird/ wie zu ſehen bey einem Fewer/ da allzeit das groͤſſere das kleinere vntertrucket oder uͤberwindet/ Alſo daß ſolche Menſchen die taͤglich im Luder ligen/ herumb gehen wie die newgebohrne Kaͤlber oder Gaͤnſe/ die nirgends zu taugen/ weder Gott noch jhnen ſelber/ oder andern nutz feyn.","norm":"Im Gegenteil aber / wann er zu viel und unordentlich gebraucht / derselbe den Magen / wie auch Lunge und Leber über schwemmet / mit vielen bösen Feuchtigkeiten anfüllet und verstopfet / also dass dieselbe ihr officium, dazu sie von Gott und der Natur geordnet / nicht wohl verrichten können / daraus dann mancherlei Krankheiten entstehen / Dann wegen seiner Spiritualeschen Kraft und hitzigen Natur und Eigenschaft / das Herz und Hirn sehr angreift und schwächet / der Spiritus Vitalis dadurch gleichsam übermannt und versticket wird / wie zu sehen bei einem Feuer / da allzeit das größere das kleinere unterdrücket oder überwindet / Also dass solche Menschen die täglich im Luder liegen / herumgehen wie die Neugeborene Kälber oder Gänse / die nirgends zu taugen / weder Gott noch ihnen selber / oder anderen Nutz fein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.283999919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3837,"date":1659,"orig":"Welches ein groſſe ſchand iſt/ daß ein Menſch als die Edelſte Creatur/ ſich ſelber zu einem tummen Thier macht/ da er doch eygentlich zu dem Ende erſchaffen/ daß er Gott loben vnd preiſen/ Ihme taͤglich vor ſeine groſſe erzeigte Gnad vnd Barmhertzigkeit fleiſſig dancken/ ſeinem Naͤchſten dienen vnd helffen/ vnd nicht als ein vnvernuͤnfftig Viehe alſo wild dahin leben ſolte.","norm":"Welches ein große Schande ist / dass ein Mensch als die Edelste Kreatur / sich selber zu einem tumben Tier macht / da er doch eigentlich zu dem Ende erschaffen / dass er Gott loben und preisen / Ihm täglich vor seine große erzeigte Gnade und Barmherzigkeit fleißig danken / seinem Nächsten dienen und helfen / und nicht als ein unvernünftig Viehe also wild dahin leben sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342800140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3838,"date":1659,"orig":"Aber was ſoll ich ſagen/ das alte Sprichwort lantet/ Qualis Rex, Talis grex, Wie die Alten ſungen/ ſo zwitzern auch die Jungen.","norm":"Aber was soll ich sagen / das alte Sprichwort lahntet / Qualis Rex, Talis grex, wie die Alten sangen / so zwitzern auch die Jungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.38640022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3839,"date":1659,"orig":"Wann ſie von den Eltern von Laſtern abzuſtehen vermahnet wuͤrden/ wie jener Krebs ſeiner Mutter/ welche jhre Tochter/ daß ſie alſo zu ruͤckwerts gienge/ ermahnete vorwarts zu gehen/ eine antwort bekommen:","norm":"Wann sie von den Eltern von Lastern abzustehen vermahnet würden / wie jener Krebs seiner Mutter / welche ihre Tochter / dass sie also zu rückwärts ginge / ermahnte vorwärts zu gehen / eine Antwort bekommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.942200183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3840,"date":1659,"orig":"Ey lieber Vatter oder Mutter/ gehe du vorher/ vnd zeige mirwie ich thun ſoll/ ſo will ich dir dann folgen.","norm":"Ei lieber Vater oder Mutter / gehe du vorher / und zeige mirwie ich tun soll / so will ich dir dann folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931399822235107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3841,"date":1659,"orig":"Alſo auch allhier zuverſtehen/ wann die Eltern der Jugend mit guter Lehr vnd Exempelen vorgiengen/ wuͤrde manches Kind erhalten vnd auff gute Wege gefuͤhret/ das ſonſten durch ſein Gottloß vnd Viehiſch Leben dem Teuffel zufaͤhret.","norm":"Also auch allhier zu verstehen / wann die Eltern der Jugend mit guter Lehre und Exempeln vorgingen / würde manches Kind erhalten und auf gute Wege geführt / das sonsten durch sein Gottlos und Viehisch Leben dem Teufel zufährt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.17140007019043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3842,"date":1659,"orig":"Iſt das nicht vor Gott vnd allen Verſtaͤndigen Menſchen eine grewliche vnd abſchewliche Vntugend vnd Laſter/ auß dem Ebenbild Gottes eine Larve des Teuffels machen.","norm":"Ist das nicht vor Gott und allen Verständigen Menschen eine gräuliche und abscheuliche Untugend und Laster / aus dem Ebenbild Gottes eine Larve des Teufels machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2600998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3843,"date":1659,"orig":"Ich rede allhier nicht gegen eine ſolche Trunckenheit/ welche bisweilen einen frommen Menſchen uͤberfaͤllt/ da er ſich nicht vorgeſehen/ vnd jhme hernach leyd iſt/ daß er den Wein ſeinen Meiſter hat werden laſſen/ wie dem Loth vnd andern mehr wiederfahren iſt/ ſondern allein von ſolchen/ die jhr taͤglichs Werck hie von machen/ ſich in ſolchem Saͤwiſchen Leben taͤglich beluſtigen/ vnd vorſaͤtzlicher weiß die edlen Gaben Gottes vnnuͤtzlich verſchwemmen vnd mißbrauchen.","norm":"Ich rede allhier nicht gegen eine solche Trunkenheit / welche bisweilen einen frommen Menschen überfällt / da er sich nicht vorgesehen / und ihm hernach leid ist / dass er den Wein seinen Meister hat werden lassen / wie dem Lot und anderen mehr widerfahren ist / sondern allein von solchen / die ihr tägliches Werk hie von machen / sich in solchem Säwischen Leben täglich belustigen / und vorsätzlicher weiß die edlen Gaben Gottes unnützlich verschwemmen und missbrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098599910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3844,"date":1659,"orig":"Wie ſolte Gott ein wolgefallen an ſolchem Weſen haben/ wann der Reiche Weinſchlauch alle Maalzeit ſo viel Kannen oder Maſen/ ohne durſt allein zum Wolluſt vnd dienſte des Bauchs eynſchlaucht/ auch andere zu ſolchem Laſter/ Mißbrauch vnd vnnuͤtzlicher verſchwendung der Gaben Gottes anrettzet/ oder gar zwinget/ vnd mit Gewalt eyngeuſt/ dem Armen/ Alten vnd Krancken Lazaro aber/ zur Labung nicht einen eynigen Tropffen vor die Thuͤr gibt.","norm":"Wie sollte Gott ein wohlgefallen an solchem Wesen haben / wann der Reiche Weinschlauch alle Mahlzeit so viel Kannen oder Massen / ohne Durst allein zum Wollust und Dienste des Bauchs einschlauch / auch andere zu solchem Laster / Missbrauch und unnützlicher Verschwendung der Gaben Gottes anrätst / oder gar zwinget / und mit Gewalt eyngeust / dem Armen / Alten und Kranken Lazaro aber / zur Labung nicht einen einigen Tropfen vor die Tür gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9369001388549805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3845,"date":1659,"orig":"Wie kan Gott ſolches thun laͤnger anſchen/ vnd vngeſtrafft hingehen laſſen?","norm":"Wie kann Gott solches tun länger anschen / und ungestrafft hingehen lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.52810001373291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3846,"date":1659,"orig":"Wird nicht offtermals bey einer Sauffmaalzeit/ ſo viel Wein ohne durſt in Leib genoͤtiget/ darmit man lange Zeit maͤſſig haͤtte leben koͤnnen.","norm":"Wird nicht öftermals bei einer Sauffmaalzeit / so viel Wein ohne Durst in Leib genötigt / damit man lange Zeit mäßig hätte leben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.315999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3847,"date":1659,"orig":"Ja offtermahlen ſo vnbehoͤrlich oder muthwilliglich verſchuͤttet/ alſo daß ſolche Leuth ſchier bis uͤber die Knoͤchel in dem Wein trampffen.","norm":"Ja oftmals so vnbehörlich oder mutwillig verschüttet / also dass solche Leute schier bis über die Knöchel in dem Wein trampffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.121500015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3848,"date":1659,"orig":"Was ſoll man viel ſagen?","norm":"Was soll man viel sagen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.7444000244140625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3849,"date":1659,"orig":"Es iſt leyder bekant genug/ daß aber ſage ich/ vnd glaube faͤſtiglich/ daß Gott (ehe mans meynen moͤchte) leichtlich ſolchem vnchriſtlichen Weſen (wie bey Lohts vnd Nohe zeiten/ da ſie aſſen vnd truncken/ trawten vnd lieſſen ſich trawen/ ſo lang bis jhnen das Fewer vnd Waſſer uͤber den Kopff gienge) ein ende machen werde.","norm":"Es ist leider bekannt genug / dass aber sage ich / und glaube festig / dass Gott (ehe man es meinen möchte) leichtlich solchem unchristlichen Wesen (wie bei Lots und Nohe Zeiten / da sie aßen und trunken / trauten und ließen sich trauen / so lang bis ihnen das Feuer und Wasser über den Kopf ginge) ein Ende machen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3850,"date":1659,"orig":"Man hebe die Augen nur ein wenig auff/ ſo wird man ſehen/ was fuͤr eine ſchwartze vnd finſtere Wolcken/ uͤber vns Teutſchen ſchwebet:","norm":"Man hebe die Augen nur ein wenig auf / so wird man sehen / was für eine schwarze und finstere Wolken / über uns Deutschen schwebet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518700122833252} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3851,"date":1659,"orig":"Seynd dann vnſere Naſen von dem Sauff Catarrhen verſtopffet/ daß ſie einen ſolchen bittern Rauch/ der vom brand vnſers Nachbawren Hauſes hergehet/ nicht riechen?","norm":"Sind dann unsere Nasen von dem Sauf Katarrhen verstopfet / dass sie einen solchen bitteren Rauch / der vom Brand unseres Nachbarn Hauses hergehet / nicht riechen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.68779993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3852,"date":1659,"orig":"Solte man nicht glauben daß ein fewer/ wann oͤhl hineyn goſſen wird/ nicht groͤſſer werden ſolte?","norm":"Sollte man nicht glauben dass ein Feuer / wann Öl hineingossen wird / nicht größer werden sollte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3853,"date":1659,"orig":"Der es nicht glaubt/ wird es fuͤhlen muͤſſen.","norm":"Der es nicht glaubt / wird es fühlen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.843900203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3854,"date":1659,"orig":"Wol deme welcher bey zeiten glaubt/ vnd von Sodoma vnd Gomorꝛa außgeht/ ehe jhn das Fewer erhaſchet.","norm":"Wohl dem welcher beizeiten glaubt / und von Sodoma und Geomora ausgeht / ehe ihn das Feuer erhaschet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.19789981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3855,"date":1659,"orig":"Es iſt bekant genug/ daß die Trunckenheit ein Wurtzel ſey aller Laſter/ dann ein Ttrunckner Menſch weiß nicht was er thut/ iſt ſeiner ſelber nicht maͤchtig/ hat ſeine fuͤnff Sinne nicht mehr.","norm":"Es ist bekannt genug / dass die Trunkenheit ein Wurzel sei aller Laster / dann ein Trunkener Mensch weiß nicht was er tut / ist seiner selber nicht mächtig / hat seine fünf Sinne nicht mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.535999774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3856,"date":1659,"orig":"Iſt jhme eben als wann er Gifft in den Leib bekommen haͤtte:","norm":"Ist ihm eben als wann er Gift in den Leib bekommen hätte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.449299812316894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3857,"date":1659,"orig":"Wie manche Suͤnd wird vollbracht in Trunckenheit/ die ſonſten vnterlaſſen bliebe bey Nuͤchterheit? mancher faͤlt ſich zu Tod/ oder wird ſelber Tod geſchlagen/ was groſſe Vnzucht/ Hurerey/ vnd Ehebruch/ von Jungen vnd Alten bey dem Trunck/ geſchehen/ iſt Jederman bekant genug/ ein Trincker verſaufft nicht allein ſeine Geſundheit/ ſondern verlichret darbey die edle Zeit/ die vnwiederbringlich iſt.","norm":"Wie manche Sünde wird vollbracht in Trunkenheit / die sonsten unterlassen bliebe bei Nüchterhit? mancher fällt sich zu Tod / oder wird selber Tod geschlagen / was große Unzucht / Hurerei / und Ehebruch / von Jungen und Alten bei dem Trunk / geschehen / ist jedermann bekannt genug / ein Trinker versauft nicht allein seine Gesundheit / sondern verlichret dabei die edle Zeit / die unwiederbringlich ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360099792480469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3858,"date":1659,"orig":"Wie offt thut einer etwas in Trunckenheit/ daß jhn hernacher wann er wieder Nuͤchtern worden/ ſehr gerewet/ Schand vnd Schaden von hat.","norm":"Wie oft tut einer etwas in Trunkenheit / dass ihn hernach wann er wieder Nüchtern worden / sehr gereuet / Schande und Schaden von hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.517199993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3859,"date":1659,"orig":"Solte alſo billig ein Jedweder Menſch die Trunckenheit als ein Wurtzel aller Laſter/ davon ſo viel boͤſes entſtehet/ ſchewen aͤrger als den Satan ſelber/ vnd ſich ſo viel muͤglich der Maͤſſigkeit befleiſſigen.","norm":"Sollte also billig ein jedweder Mensch die Trunkenheit als ein Wurzel aller Laster / davon so viel Böses entstehet / scheuen ärger als den Satan selber / und sich so viel möglich der Mäßigkeit befleißigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.08430004119873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3860,"date":1659,"orig":"Ja moͤcht mancher ſagen wie kan ich das laſſen/ wann ich bey guter Geſellſchafft bin/ daß ich nicht ſolte mit trincken/ vnd die gute Geſundheiten beſcheyd thun/ es wehre gegen Reputation, welche vor allen dingen muß erhalten werden.","norm":"Ja möchte mancher sagen wie kann ich das lassen / wann ich bei guter Gesellschaft bin / dass ich nicht sollte mit trinken / und die gute Gesundheiten Bescheid tun / es wehre gegen Reputation, welche vor allen Dingen muss erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.389999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3861,"date":1659,"orig":"Ey lieber was ein ſchoͤne Reputation erhaͤlteſtu damit/ wann du auß einem vernuͤnfftigen Menſchen/ ein volle Saw vnd vnvernuͤnfftig Thier machſt?","norm":"Ei lieber was ein schöne Reputation erhältst damit / wann du aus einem vernünftigen Menschen / ein volle Sau und unvernünftig Tier machst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.179500102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3862,"date":1659,"orig":"Was geht dich eines andern ſein thun an/ da du doch nur fuͤr dich vnd dein thun Rechenſchafft einmal geben darffſt?","norm":"Was geht dich eines anderen sein tun an / da du doch nur für dich und dein tun Rechenschaft einmal geben darfst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.103099822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3863,"date":1659,"orig":"Welchen Mißbrauch ich in Parentheſi, weilen es die materi mit bracht/ ein wenig anzuruͤhren/ nicht vmbgehen koͤnnen/ verhoffentlich auffs wenigſte etwas gutes damit verꝛichtet zu haben/ helffe was helffen kan/ wann ein jeder ſein beſtes thut/ es helffe gleich oder nicht/ ſo hat er vor Gott vnd Menſchen genug gethan.","norm":"Welchen Missbrauch ich in Parenthese, weilen es die Materie mitbrachte / ein wenig anzurühren / nicht umgehen können / verhoffentlich aufs wenigste etwas Gutes damit verrichtet zu haben / helfe was helfen kann / wann ein jeder sein Bestes tut / es helfe gleich oder nicht / so hat er vor Gott und Menschen genug getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353199958801269} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3864,"date":1659,"orig":"Wollen nun in Gottes Nahmen in vnſerer vorgenommenen materi fort fahren/ vnd ſehen wie der Sach zu helffen/ daß auß dem Wein mehr nutzen als bishero geſchehen/ zu erlangen.","norm":"Wollen nun in Gottes Namen in unserer vorgenommenen Materie fort fahren / und sehen wie der Sache zu helfen / dass aus dem Wein mehr nutzen als bisher geschehen / zu erlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808599948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3865,"date":1659,"orig":"Erſtlich muß man vor allen dingen wiſſen/ wann man etwas verbeſſern will/ was es eygentlich ſey/ vnd in was fuͤr theilen oder anfaͤngen daſſelbe beſtehe.","norm":"Erstlich muss man vor allen Dingen wissen / wann man etwas verbessern will / was es eigentlich sei / und in was für Teilen oder Anfängen dasselbe bestehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.091100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3866,"date":1659,"orig":"Den Wein nun betreffent/ ſo beſtehet derſelbe wie andere Vegetabilien auch in tribus principiis.","norm":"Den Wein nun betreffend / so bestehet derselbe wie andere Vegetabilien auch in tribus principiis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784800052642822} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3867,"date":1659,"orig":"Nemblich in einem Sale, Mercurio, & Sulphure, wie es die Philoſophi nennen/ der Mercurius die vngeſchmacke feuchtigkeit oder naͤſſe/ der Sulphur ſein Spiritus ardens.","norm":"nämlich in einem Sale, Mercurio, & Sulphure, wie es die Philosophie nennen / der Mercurius die Ungeschmack Feuchtigkeit oder nässe / der Sulphur sein Spiritus ardens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.407899856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3868,"date":1659,"orig":"Welches man alſo erfahren kan/ man ſetze ein Kolben mit Wein in ein Balneum, vnd las in gelinder waͤrme uͤber gehen was gehen will (doch daß die theilen wann ſie ſich in der diſtillation veraͤndern/ abſonderlich gefangen werden) als wann des Weins 12. Maß wehren/ ſo geht vngefaͤhr eine Maß uͤber von ſeinem Spiritu, welcher die Anima oder Leben des Weins iſt/ hernach folget ein vngeſchmack Waſſer/ deſſen vngefaͤhr 10. Maſen/ im grund des Glaſes bleibt zuruͤck eine dicke vnd ſaure materi, ſo ein Weinſtein oder Saltz des Weins iſt/ auch vngefaͤhr eine Kanne oder Maß.","norm":"Welches man also erfahren kann / man setze ein Kolben mit Wein in ein Balneum, und las in gelinder wärme übergehen was gehen will (doch dass die teilen wann sie sich in der Destillation verändern / absonderlich gefangen werden) als wann des Weins 12. Maß wehren / so geht ungefähr eine Maß über von seinem Spiritu, welcher die Anima oder Leben des Weins ist / hernach folget ein Ungeschmack Wasser / dessen ungefähr 10. Massen / im Grund des Glases bleibt zurück eine dicke und saure Materie, so ein Weinstein oder Salz des Weins ist / auch ungefähr eine Kanne oder Maß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.817999839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3869,"date":1659,"orig":"Auß dieſen dreyen ſtuͤcken beſteht ein jedweder Wein; Doch einer des einen oder andern principii (nach deme er Reiff oder vnreiff/ da oder dort gewachſen) mehr als des andern theilhafftig.","norm":"Aus diesen drei stücken besteht ein jedweder Wein; doch einer des einen oder anderen principii (nach dem er reif oder unreif / da oder dort gewachsen) mehr als des anderen teilhaftig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3870,"date":1659,"orig":"Zum exempel/ ein ſaurer oder vnzeitiger Wein hat allzeit mehr tartari vnd weniger Spiritus als zeitiger Wein/ ein gantz zeitiger Wein aber hergegen viel Spiritus vnd wenig tartari, wie bey den Spaniſchen vnd andern Außlaͤndiſchen Weinen zu ſehen/ welche allzeit ſuͤß ſeyn vnd bleiben/ vnd gar keine ſaͤure oder Weinſtein bey ſich haben/ die Vrſach iſt dieſe/ weilen ſie von der Sonnen in dieſen hitzigen Landen da ſie gewachſen/ gantz zeitig worden/ vnd der ſaͤure Tartarus oder Saltz des Weins zu einem ſuͤſſen Zucker/ von der Sonnen gekocht worden/ dahero ſelbige Wein in obbeſchriebener Prob gar keine ſaͤure zuruͤck laſſen wie vnſere Teutſche Weine/ auch noch einmahl ſo viel Spiritus geben/ vnd kaum halb ſo viel Waſſer oder Feuchtigkeit.","norm":"Zum Exempel / ein saurer oder unzeitiger Wein hat allzeit mehr tartari und weniger Spiritus als zeitiger Wein / ein ganz zeitiger Wein aber hingegen viel Spiritus und wenig tartari, wie bei den Spanischen und anderen ausländischen Weinen zu sehen / welche allzeit süß sein und bleiben / und gar keine säure oder Weinstein bei sich haben / die Ursache ist diese / weilen sie von der Sonnen in diesen hitzigen Landen da sie gewachsen / ganz zeitig worden / und der säure Tartarus oder Salz des Weins zu einem süßen Zucker / von der Sonnen gekocht worden / daher selbige Wein in obbeschriebener Probe gar keine säure zurücklassen wie unsere Deutsche Weine / auch noch einmal so viel Spiritus geben / und kaum halb so viel Wasser oder Feuchtigkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3871,"date":1659,"orig":"Als wann von einem ſauren Wein der zwantzigſte theil Spiritus komt/ ſo komt von einem zeitigen Teutſchen Wein vngefaͤhr den 12. theil/ eines Spaniſchen aberder 6. theil Spiritus vnd 4. theil Waſſer/ 1. theil waſſer/ 1. theil fœces, aber kein Weinſtein.","norm":"Als wann von einem sauren Wein der zwanzigste Teil Spiritus kommt / so kommt von einem zeitigen Deutschen Wein ungefähr den 12. Teil / eines Spanischen aberder 6. Teil Spiritus und 4. Teil Wasser / 1. Teil Wasser / 1. Teil foeces, aber kein Weinstein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3872,"date":1659,"orig":"Von einem guten Teutſchen Wein aber/ wie geſagt/ 1. theil Spiritus, 10. theil Waſſer vnd 1. theil Weinfaͤure.","norm":"Von einem guten Deutschen Wein aber / wie gesagt / 1. Teil Spiritus, 10. Teil Wasser und 1. Teil Weinfäure.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.434999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3873,"date":1659,"orig":"Wann man dann dieſes weiß/ ſo iſt der Sache bald zu helffen/ vnd kan zu allen Zeiten/ ſie ſey gleich wie ſie wolle/ warm oder kalt/ guter beſtaͤndiger Wein werden/ Alſo daß man ſich gar nicht zu beklagen/ als wann Gott daß eine Jahr gnaͤdiger were/ als daß ander/ Es mangelt an Gottes Gnaden vnd Barmhertzigkeit gar nicht/ ſondern allein an vns ſelber/ weilen wir nichts wiſſen/ auch nichts lernen wollen/ vnd der Natur durch Kunſt zu huͤlff zu kommen vns nicht befleiſſigen.","norm":"Wann man dann dieses weiß / so ist der Sache bald zu helfen / und kann zu allen Zeiten / sie sei gleich wie sie wolle / warm oder kalt / guter beständiger Wein werden / Also dass man sich gar nicht zu beklagen / als wann Gott dass eine Jahr gnädiger wäre / als dass ander / Es mangelt an Gottes Gnaden und Barmherzigkeit gar nicht / sondern allein an uns selber / weilen wir nichts wissen / auch nichts lernen wollen / und der Natur durch Kunst zu Hilfe zu kommen uns nicht befleißigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.906199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3874,"date":1659,"orig":"Kan alſo der Natur/ wann ſie in ihrer Arbeit verhindert/ vnd das Gewaͤchs nicht zur perfection bringen kan/ durch Kunſt gar wol geholffen werden.","norm":"Kann also der Natur / wann sie in ihrer Arbeit verhindert / und das Gewächs nicht zur Perfektion bringen kann / durch Kunst gar wohl geholfen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.884099960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3875,"date":1659,"orig":"Nemblichen wann der Kuͤnſtier das jenige ſo der Wein von Natur zu viel hat/ hinweg thut/ vnd das jenige ſo er mangelt oder zu wenig hat/ bey thut.","norm":"nämlichen wann der Künsttier dasjenige so der Wein von Natur zu viel hat / hinwegtut / und dasjenige so er mangelt oder zu wenig hat / bei tut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.168700218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3876,"date":1659,"orig":"Zum Exempel/ ein geringer Wein/ ſo von der Sonnen nicht genugſamb außgekocht/ hat all zu viel ſaͤure vnd Waſſer/ vnd wenig Spiritus, Wann man einem ſolchen geringen Wein im Jaͤhren etwas Spiritus beyſetzt/ vnd mit Jaͤhren laͤſt/ ſo kan er durch ein ſolchen fewrigen Spiritum in dem Faß zeitig werden/ ſo wol als an der Sonne in dein Weinſtock/ vnd alſo alle Jahr gute Weine wachſen/ wann man zu helffen weiß.","norm":"Zum Exempel / ein geringer Wein / so von der Sonnen nicht genugsam ausgekocht / hat allzu viel säure und Wasser / und wenig Spiritus, Wann man einem solchen geringen Wein im Jähren etwas Spiritus beisetzt / und mit Jähren lässt / so kann er durch ein solchen feurigen Spiritum in dem Fass zeitig werden / so wohl als an der Sonne in dein Weinstock / und also alle Jahr gute Weine wachsen / wann man zu helfen weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.421299934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3877,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3878,"date":1659,"orig":"Es ſoll aber ſolcher Spiritus kein gemeyner Brandtewein ſeyn/ ſondern ein liebliche vnd reine Eſſentia Vini, ſo ich in meinem opere Vegetabili zu machen beſchrieben habe.","norm":"Es soll aber solcher Spiritus kein gemeiner Branntwein sein / sondern ein liebliche und reine Essenz Vini, so ich in meinem opere Vegetabile zu machen beschrieben habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240399837493896} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3879,"date":1659,"orig":"Vnd je mehr man dieſes Spirirus mit Jaͤhren laͤſt/ je ſtaͤrcker auch der Wein wird/ dann die ſtaͤrcke des Weins allein in dem Spiritu beſtehet/ die ſaͤure aber in der menge des Saltzes oder Weinſteins.","norm":"Und je mehr man dieses Spirirus mit Jähren lässt / je stärker auch der Wein wird / dann die Stärke des Weins allein in dem Spiritu bestehet / die säure aber in der Menge des Salzes oder Weinsteins.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300899982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3880,"date":1659,"orig":"Wann man dann die Moͤſte auff dieſe weiß verſtaͤrcket/ koͤnnen ſie hernach lange zeit vnverdorben liegen/ vnd wohin man will verfuͤhret werden/ alſo daß man nimmer ſchaden an leyden darff/ wie ſonſten geſchicht/ wann er nicht zeitig wird/ vnd kan man alſo von einem gewaͤchſe 3. 4. oder mehrerley Weine machen/ allein durch zuthun des Spiritus, nach deme man deſſelben viel oder wenig darmit hat Jaͤhren laſſen.","norm":"Wann man dann die Möste auf diese weiß verstärkt / können sie hernach lange Zeit unverdorben liegen / und wohin man will verführet werden / also dass man nimmer schaden an leiden darf / wie sonsten geschieht / wann er nicht zeitig wird / und kann man also von einem Gewächse 3. 4. oder mehrerlei Weine machen / allein durch Zutun des Spiritus, nach dem man desselben viel oder wenig damit hat Jähren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.212500095367432} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3881,"date":1659,"orig":"Auff ein andere weiſe iſt auch ein Jedweder Saͤurer Wein beſtaͤndig gut zu machen/ nemblich alſo:","norm":"Auf ein andere weise ist auch ein Jedweder Säurer Wein beständig gutzumachen / nämlich also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.656199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3882,"date":1659,"orig":"Im Weinleſen oder Herbſt/ muß man den außgepreßten Moſt oder Traubenſafft in beſondern Gefaͤſſen kochen/ vnd die vnnuͤtze feuchtigkeit oder vngeſchmack Waſſer davon dunſten laſſen/ vnd deſſen ſo viel man ſelber wil/ oder man den Wein ſtarck zu haben ſuchet/ dann in ſolcher abrauchung der ůbrigen feuchtigkeit gehet nichts hinweg als ein pur lauter vngeſchmack Waſſer/ die Suͤſſigkeit/ wie auch die ſaͤure bleibt als ein dicker Safft einem Honig gleich/ zuruͤck/ darinn alle Kraͤfften vnd tugenden des Weins vollkoͤmlich beyſammen Concentrirt ſeyn/ welche auch wann man will/ wieder koͤnnen vnd muͤſſen erſcheinen/ ſo proportionaliter ein gemeyn Waſſer bey gethan wird/ vnd darmit Jaͤhret.","norm":"Im Weinlesen oder Herbst / muss man den ausgepressten Most oder Traubensaft in besonderen Gefäßen kochen / und die unnütze Feuchtigkeit oder Ungeschmack Wasser davon dunsten lassen / und dessen so viel man selber will / oder man den Wein stark zu haben suchet / dann in solcher Abrauchung der übrigen Feuchtigkeit geht nichts hinweg als ein pur lauter Ungeschmack Wasser / die Süßigkeit / wie auch die säure bleibt als ein dicker Saft einem Honig gleich / zurück / darin alle Kräften und Tugenden des Weins vollkommen beisammen konzentriert sein / welche auch wann man will / wieder können und müssen erscheinen / so Proportionalliter ein gemein Wasser bei getan wird / und damit Jähret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565100193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3883,"date":1659,"orig":"Vnd dienet ein ſolche Concentration des newen vngejoͤhrnen Weins oder Moſtes darzu/ nemblich/ daß man zu allen Zeiten dieſelbe mit Nutzen/ in weit abgelegene Laͤnder verſuͤhren vnd zu Geld machen kan/ welches ſonſten nicht haͤtte geſchehen koͤnnen.","norm":"Und dient ein solche Konzentration des neuen vngejöhrnen Weins oder Mostes dazu / nämlich / dass man zu allen Zeiten dieselbe mit Nutzen / in weit abgelegene Länder verführen und zu Geld machen kann / welches sonsten nicht hätte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705999851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3884,"date":1659,"orig":"Dann genugſamb bekant/ daß bißweilen die Weine wegen eines kalten Sommers/ gantz vnzeitig vnd Sauer bleiben/ keine gute beſtaͤndige Wein darauß werden koͤnnen/ die dann wann ſie ein Jahr alt ſeyn/ ſchimlen vnd verderben/ weilen ſie nicht genug Spiritus haben/ daher die Welnzihler offt groſſen Schaden leyden/ wann ſie das gantze Jahr durch/ mit Bawung des Weins kuͤmmerlich gelebet/ vnd ſich mit Waſſer vnd Brod bey ſchwerer Arbeit beholffen/ ſtaͤtig der Hoffnung lebende ein ſtuͤck Geld auß dem Wein zu loͤſen/ darmit ſie Kleyder vnd andere Notturfft ins Haus (wann er wol gerathen vnd etwas gelten will) kauffen moͤchten/ wann aber der Wein vmbſchlaͤget vnd ſauer bleibt/ koͤnnen ſie nicht allein ſelbigen nicht verkauffen/ dann er die Fracht vnd das Fuhrlohn nicht bezahlt/ oder ſo ſie ihn ja verkauffen/ ſo gilt er wenig/ alſo daß ſie jhre Bawkoſten nicht wieder von haben muͤgen/ wo bleibt Eſſen/ Trincken/ Kleyder vnd andere Notturfft ſo ins Haus gehoͤret?","norm":"Dann genugsam bekannt / dass bisweilen die Weine wegen eines kalten Sommers / ganz unzeitig und Sauer bleiben / keine gute beständige Wein daraus werden können / die dann wann sie ein Jahr alt sein / schimmeln und verderben / weilen sie nicht genug Spiritus haben / daher die Welnzihler oft großen Schaden leiden / wann sie das ganze Jahr durch / mit Bauung des Weins kümmerlich gelebt / und sich mit Wasser und Brot bei schwerer Arbeit beholfen / stetig der Hoffnung lebende ein Stück Geld aus dem Wein zu lösen / damit sie Kleider und andere Notdurft ins Haus (wann er wohl geraten und etwas gelten will) kaufen möchten / wann aber der Wein umschlägt und sauer bleibt / können sie nicht allein selbigen nicht verkaufen / dann er die Fracht und das Fuhrlohn nicht bezahlt / oder so sie ihn ja verkaufen / so gilt er wenig / also dass sie ihre Baukosten nicht wieder von haben mögen / wo bleibt Essen / trinken / Kleider und andere Notdurft so ins Haus gehöret?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064000129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3885,"date":1659,"orig":"Muͤſſen gleichwol auffs kuͤnfftige Jahr/ die Weingaͤrten wieder zu bawen vorgenommen werden/ ſie nehmen gleich vnter deſſen jhre Nahrung oder Notturfft wo ſie wollen.","norm":"Müssen gleichwohl aufs künftige Jahr / die Weingärten wieder zu bauen vorgenommen werden / sie nehmen gleich unter dessen ihre Nahrung oder Notdurft wo sie wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.355899810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3886,"date":1659,"orig":"Was rath wann ſolcher boͤſen Jahr etliche auff ein ander kommen?","norm":"Was Rat wann solcher bösen Jahr etliche auf ein ander kommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.80780029296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3887,"date":1659,"orig":"Muͤſſen die arme Leut hunger mit Weib vnd Kindern leyden/ oder im Krieg ziehen vnd ſich Tod ſchlagen oder bißweilen gar verzweiffelt/ ſtehlen vnd ſich hencken laſſen/ dann die jetzige Welt ſehr vnbarmhertzig gegen die Armen iſt/ keiner dem andern in Noͤten auß Chriſtlicher Lieb beyſpringen will.","norm":"Müssen die arme Leute Hunger mit Weib und Kindern leiden / oder im Krieg ziehen und sich Tod schlagen oder bisweilen gar verzweifelt / stehlen und sich henken lassen / dann die jetzige Welt sehr unbarmherzig gegen die Armen ist / keiner dem anderen in Nöten aus christlicher Liebe beispringen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3888,"date":1659,"orig":"Es macht aber bißweilen auch die vndanckbarkeit der Menſchen/ daß mancher nicht leyhen oder helffen darff/ in deme mancher wann jhme in Noͤten außgeholffen worden/ wieder geben oder mit Arbeit abverdienen ſoll/ er zuruͤck laufft/ vnd nicht zahlen will/ dardurch jener ſein Geld verlihret/ vnd uͤbel angelegt hat/ vnd hernacher ſich ſchewet mehr fort zu helffen.","norm":"Es macht aber bisweilen auch die Undankbarkeit der Menschen / dass mancher nicht leihen oder helfen darf / in dem mancher wann ihm in Nöten ausgeholfen worden / wieder geben oder mit Arbeit abverdienen soll / er zurücklauft / und nicht zahlen will / dadurch jener sein Geld verlieret / und übel angelegt hat / und hernach sich scheuet mehr fortzuhelfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.054999828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3889,"date":1659,"orig":"Dieſen uͤbeln nun allen vor zu kommen/ vnd den armen Haͤckern zu helffen/ daß ſie alle Jahr/ jhre Weine wol verkauffen koͤnnen/ vnd nimmer ſchaden an leyden/ kan fuͤglich geſchehen durch dieſe meine Concentration, oder wegduͤnſtung des Waſſers in die Honig dicke/ welche hernach wol kan in abgelegene Oerter da kein Wein waͤchſt verfuͤhret vnd thewer verkaufft werden.","norm":"Diesen üblen nun allen vorzukommen / und den armen Häckern zu helfen / dass sie alle Jahr / ihre Weine wohl verkaufen können / und nimmer schaden an leiden / kann füglich geschehen durch diese meine Konzentration, oder Wegdünstung des Wassers in die Honig dicke / welche hernach wohl kann in abgelegene Orte da kein Wein wächst verführet und teuer verkauft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5594000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3890,"date":1659,"orig":"Die Jenige aber welche die Concentrirte Weine kauffen/ ſchon wiſſen werden/ wie ſie ſolche mit Waſſer wieder anlaͤngern/ vnd zu guten Weinen machen ſollen:","norm":"Diejenige aber welche die Konzentrierte Weine kaufen / schon wissen werden / wie sie solche mit Wasser wieder Anlangern / und zu guten Weinen machen sollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.166900157928467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3891,"date":1659,"orig":"Wird alſo durch dieſe Kunſt beyden geholffen/ dem Haͤcker daß er ſeine Moͤſte alſo bald zu Geld machen/ dem Kauffman aber daß er die Weine leichter zu ſich bringen kan/ vnd ſo viel vnkoſten ahn Fuhrlohn nicht hencken darff.","norm":"Wird also durch diese Kunst beiden geholfen / dem Häcker dass er seine Möste also bald zu Geld machen / dem Kaufmann aber dass er die Weine leichter zu sich bringen kann / und so viel Unkosten ahn Fuhrlohn nicht henken darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9475998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3892,"date":1659,"orig":"Die Sach ein wenig klaͤrlicher zuverſtehen/ wollen wir eine Rechnung auffſetzen/ vnd beſehen was fuͤr Nutzen ein ſolche Concentrirung geben kan.","norm":"Die Sache ein wenig klärlicher zu verstehen / wollen wir eine Rechnung aufsetzen / und besehen was für Nutzen ein solche Konzentrierung geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.094099998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3893,"date":1659,"orig":"Geſetzt der Wein geraͤthet nicht wohl/ vnd bleib ſauer vnd ſchlap/ alſo daß ein Fraͤnckiſcher Eymer oder halbe Franckfurter Ohm/ kaum einen Guͤlden oder auffs hoͤchſte einen Thaler gelden kan.","norm":"Gesetzt der Wein gerettet nicht wohl / und bleibe sauer und schlap / also dass ein Fränkischer Eimer oder halbe Frankfurter Ohm / kaum einen Gülden oder aufs höchste einen Taler gelten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5152997970581055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3894,"date":1659,"orig":"Ein ſolcher Wein bezahlt das Fuhrlohn nicht uͤber 10. oder 12. Meilen zu verfuͤhren/ dann er im außzapffen dem Wirth abfaͤlt/ Kanigt oder ſauer wird/ alſo daß er ſolchen nicht verkauffen kan/ ſondern ſchaden daran leyden muß/ darfuͤr er ſich ein ander mahl huͤtet/ vnd kein ſolchen ſauren Wein mehr kaufft/ bleibt alſo ein ſolcher geringer Wein dem Haͤcker liegen/ welches jhme ein groſſer Schad iſt/ weilen ſeine gantze Wohlfart daran gelegen/ Die Reichen aber wann ſchon ein ſaurer Wein waͤchſet/ ſo leyden ſie doch kein ſchaden wie die Armen/ dann ſie noch andere vnd beſſere im Vorꝛath liegen haben/ darmit ſie den geringen vnterſtechen vnd verbeſſern/ oder ſie laſſen ſolche geringe Weine liegen bis zu einem guten Herbſt/ alsdann ſie dieſe mit dem guten Jaͤhren laſſen/ ſo werden ſie auch verkaufflich/ aber doch kleiner Nutzen darbey/ dann wie viel der ſaure Wein geringer iſt als er billig ſeyn ſolte/ vnd er gleich vnter guten Wein geſtochen wird/ ſo viel deſto geringer der gute wird/ vnd wird bisweilen einer mit dem andern verderbt/ Dann ſo viel der ſaure Wein von dem guten huͤlffe erlangt/ ſo viel gutes entgehet auch dem guten: Alſo daß bey ſolcher verbeſſerung allzeit/ wie mans auch macht/ kein ſonderlichen Nutzen ſeyn kan.","norm":"Ein solcher Wein bezahlt das Fuhrlohn nicht über 10. oder 12. Meilen zu verführen / dann er im außzapffen dem Wirt abfällt / Kanigt oder sauer wird / also dass er solchen nicht verkaufen kann / sondern schaden daran leiden muss / dafür er sich ein ander Mal hütet / und kein solchen sauren Wein mehr kauft / bleibt also ein solcher geringer Wein dem Häcker liegen / welches ihm ein großer Schad ist / weilen seine ganze Wohlfahrt daran gelegen / Die Reichen aber wann schon ein saurer Wein wächst / so leiden sie doch kein Schaden wie die Armen / dann sie noch andere und bessere im Vorrat liegen haben / damit sie den geringen Unterstechen und verbessern / oder sie lassen solche geringe Weine liegen bis zu einem guten Herbst / alsdann sie diese mit dem guten Jähren lassen / so werden sie auch verkauflich / aber doch kleiner Nutzen dabei / dann wie viel der saure Wein geringer ist als er billig sein sollte / und er gleich unter guten Wein gestochen wird / so viel desto geringer der gute wird / und wird bisweilen einer mit dem anderen verderbt / Dann so viel der saure Wein von dem guten Hilfe erlangt / so viel Gutes entgehet auch dem guten: Also dass bei solcher Verbesserung allzeit / wie man es auch macht / kein sonderlichen Nutzen sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.848400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3895,"date":1659,"orig":"Zum Exempeln meine Meynung deſto beſſer zuverſtehen/ man lege in zwo Wagſchalen 2. ſtuͤck Guͤlden Muͤntz/ jedes fuͤr 25. Thaler gemuͤntzet/ das eine aber ſein voͤllig Gewicht nicht haͤtte/ ſondern vmb 4. Reichsth. zu leicht wehre/ vnd derenthalben nicht koͤnte außgeben werden/ vnd du wolteſt von dem einen ſo wichtig ſo viel abnehmen/ daß beyde einander gleich wuͤrden/ welches zwar geſchehen koͤnte/ aber nicht mit Nutzen/ ſondern vielmehr mit Schaden/ dann ſo viel du dem wichtigen ſtuͤck benehmeſt/ vnd dem vnwichtigen zuſetzeſt/ ſo viel vnguͤldiger ſelbes hernach ſeyn wuͤrde/ alſo daß beyde darmit verdorben vnd vnaußgeblich wuͤrden/ was haͤtte man dann fuͤr einen Nutzen davon?","norm":"Zum Exempeln meine Meinung desto besser zu verstehen / man lege in zwei Waagschalen 2. Stück Gülden Münze / jedes für 25. Taler gemünzt / das eine aber sein völlig Gewicht nicht hätte / sondern um 4. Reichst . zu leicht wehre / und derenthalben nicht könnte ausgeben werden / und du wolltest von dem einen so wichtig so viel abnehmen / dass beide einander gleich würden / welches zwar geschehen könnte / aber nicht mit Nutzen / sondern vielmehr mit Schaden / dann so viel du dem wichtigen Stück benehmest / und dem unwichtigen zusetzest / so viel ungültiger selbes hernach sein würde / also dass beide damit verdorben und vnaußgeblich würden / was hätte man dann für einen Nutzen davon?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257699966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3896,"date":1659,"orig":"Alſo auch mit dem Wein zuverſtehen/ wann einer zwey Fuder gewuͤnne/ vnd das Fuder 20. Reichsth. gelden muͤſte wann es ſolte verkaufft werden/ das ander aber nur 10 Reichsth. wehrt vnd nicht fuͤr einen verkaufflichen Wein koͤnte angenommen werden/ der Kauffman aber das geringe Fuder vnter das beſſere miſchet/ daß ſie einander gleich werden/ wuͤrde das gute Fuder nicht vmb ein gutes verꝛingert?","norm":"Also auch mit dem Wein zu verstehen / wann einer zwei Fuder gewinne / und das Fuder 20. Reichst . gelten müsste wann es sollte verkauft werden / das ander aber nur 10 Reichst . wert und nicht für einen verkauflichen Wein könnte angenommen werden / der Kaufmann aber das geringe Fuder unter das bessere mischet / dass sie einander gleich werden / würde das gute Fuder nicht um ein gutes verringert?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.552700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3897,"date":1659,"orig":"Das ringere aber vmb ein kleines verbeſſert werden? welche Verbeſſerung dann gar nicht befuͤrderlich ſeyn wuͤrde.","norm":"Das ringere aber um ein kleines verbessert werden? welche Verbesserung dann gar nicht beförderlich sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.329999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3898,"date":1659,"orig":"Die meynige aber allezeit nuͤtzlich/ in deme man mit den ſauren Weinen keine gute verderben darff/ ſondern nur die ſaure vnd uͤbrige Feuchtigkeit durch Kunſt davon ſcheydet/ vnd alſo das gute in ſich vnd durch ſich ſelber Concentriret vnd in die Engte bringet.","norm":"Die meinige aber allezeit nützlich / in dem man mit den sauren Weinen keine gute verderben darf / sondern nur die saure und übrige Feuchtigkeit durch Kunst davon scheidet / und also das Gute in sich und durch sich selber Konzentrieret und in die Engte bringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.565899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3899,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3900,"date":1659,"orig":"Man kan/ wann man will/ von dem ſuͤſſen Moſt nur einen vierdten/ fuͤnfften oder ſechſten Theil weg rauchen.","norm":"Man kann / wann man will / von dem süßen Most nur einen vierten / fünften oder sechsten Teil weg rauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3901,"date":1659,"orig":"Vnd alſobalden Jaͤhren laſſen/ ſo werden ſie vmb ſo viel deſto beſſer/ als viel Waſſer davon abgedunſtet iſt: Will man dann noch zum uͤberfluß etwas quintæ eſſentiæ Vini mit Jaͤhren laſſen/ ſo bekompt man deſto beſſere Weine.","norm":"Und alsobald Jähren lassen / so werden sie um so viel desto besser / als viel Wasser davon abdünsten ist: Will man dann noch zum Überfluss etwas quintae essentiae Vini mit Jähren lassen / so bekommt man desto bessere Weine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.8678998947143555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3902,"date":1659,"orig":"Dieſe weiß iſt gut an ſolchen orten zu gebrauchen/ da die Weine gemeyniglich ſauer bleiben/ wo ſie aber von Natur zeitig werden/ doͤrffen ſie der Kunſt nicht.","norm":"Diese weiß ist gut an solchen Orten zu gebrauchen / da die Weine gemeiniglich sauer bleiben / wo sie aber von Natur zeitig werden / dürfen sie der Kunst nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.347899913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3903,"date":1659,"orig":"Sonſten koͤnnen die Moͤſte bis auff Honig dicke concentrirt werden zum verfuͤhren/ gehen vngefehr ſechs Ohm Wein/ in ein eyniges Faß/ welche Ohm Concentrirten Weinſaffts hernach wo vnd wann man will/ mit zuthun fuͤnff Ohmen Waſſers/ welche jhme in der Concentration entgangen/ wieder 6. Ohmen Wein geben/ einer ſolchen Staͤrcke vnd Guͤte gleich er geworden were/ wann er nicht Concentrirt, ſondern wie er von der Preß kommen/ zu Wein verjohren haͤtte.","norm":"Sonsten können die Möste bis auf Honig dicke konzentriert werden zum Verführen / gehen ungefähr sechs Ohm Wein / in ein einiges Fass / welche Ohm konzentrierten Weinsafts hernach wo und wann man will / mit zutun fünf Ohmen Wassers / welche ihm in der Konzentration entgangen / wieder 6. Ohmen Wein geben / einer solchen Stärke und Güte gleich er geworden wäre / wann er nicht konzentriert, sondern wie er von der Press kommen / zu Wein verjähren hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913400173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3904,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3905,"date":1659,"orig":"Will man aber auß dem Weinſafft einen beſſern Wein machen als er von anfang vor der Concentrirung haͤtte geben koͤnnen/ ſo muß man keine 5. Ohmen ſondern nur 4 Ohmen Waſſer zuſetzen/ vnd wann man nur 3. Ohmen zuſetzte/ wuͤrde der Wein noch vmb einen Grad beſſer/ Alſo daß mans machen kan wie man ſelber will/ ſtarck/ noch ſtaͤrcker/ mittelmaͤſſige Weine/ nach deme viel oder wenig Waſſer bey gethan wird.","norm":"Will man aber aus dem Weinsaft einen besseren Wein machen als er von Anfang vor der Konzentrierung hätte geben können / so muss man keine 5. Ohmen sondern nur 4 Ohmen Wasser zusetzen / und wann man nur 3. Ohmen zusetzte / würde der Wein noch um einen Grad besser / Also dass man es machen kann wie man selber will / stark / noch stärker / mittelmäßige Weine / nach dem viel oder wenig Wasser bei getan wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.648200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3906,"date":1659,"orig":"Kan auch bey allen Mixturen (wann mans haben kan) ein Anima Vini mit bey gethan werden/ die Weine deſto ehender klar vnd hell darmit zu machen.","norm":"Kann auch bei allen Mixturen (wann man es haben kann) ein Anima Vini mit bei getan werden / die Weine desto eher klar und hell damit zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.834700107574463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3907,"date":1659,"orig":"Dann ein Jedwedere quinta Eſſentia Vini, wann ſie mit newen Weinen oder Moͤſten fermentiret, ſelbige in kurtzer Zeit ſehr hell vnd klar macht/ ſonderlich wann ſie Tartariſiret, dann der Spiritus Vini keinen Tartarum leydet/ ſondernin der fermentation præcipitiret, oder von ſich ſtoͤſt/ dardurch dann der Wein hell vnd klar wird.","norm":"Dann ein Jedweder quinta Essenz Vini, wann sie mit neuen Weinen oder Mösten fermentieret, selbige in kurzer Zeit sehr hell und klarmacht / sonderlich wann sie Tartarisiret, dann der Spiritus Vini keinen Tartarum leidet / sondernin der Fermentation präzipitieret, oder von sich stößt / dadurch dann der Wein hell und klar wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.616799831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3908,"date":1659,"orig":"Wie nun ein quinta Eſſentia Vini Tartariſata bereytet wird/ iſt nicht noͤtig allhier zu wiederholen/ weilen ſolches an vnterſchiedlichen Orten meiner allbereit herauß gegebenen Schrifften beſchrieben/ vnd inſonderheit in dem Opere Vegetabili.","norm":"Wie nun ein quinta Essenz Vini Tartarisata bereitet wird / ist nicht nötig allhier zu wiederholen / weilen solches an unterschiedlichen Orten meiner allbereits heraus gegebenen Schriften beschrieben / und in Sonderheit in dem Opere Vegetabile.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.565999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3909,"date":1659,"orig":"Auch iſt es nicht noͤtig/ daß ein Jedweder wiſſe wie die Concentrirte Weinſaͤffte mit Waſſer vnd quinta Eſſentia Tartariſata angeſetzet vnd klar gemacht werden:","norm":"Auch ist es nicht nötig / dass ein Jedweder wisse wie die Konzentrierte Weinsäfte mit Wasser und quinta Essenz Tartarisata angesetzt und klargemacht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.193699836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3910,"date":1659,"orig":"Man laſſe ſich dißmahlen benuͤgen/ daß man weiß wie die Moͤſte zu Concentriren oder in die Engte zu bringen/ auff daß dieſelbe auff die Fuhr koͤnnen verkaufft vnd zu Geld gemacht werden/ die Kauffleut ſo ſolche kauffen/ moͤgen darfuͤr ſorgen/ wie ſie ſolche zu recht bringen/ der Haͤcker oder Weinzihler thun iſt es gantz nicht/ jhre Koͤpffe koͤnnen ſolche ding nicht faſſen/ es werden ſich aber wol Leute finden/ die darmit vmbzugehen wiſſen/ wann ſie nur die Weinſaͤffte haben koͤnnen/ welche Weinſaͤffte ein Jedweder/ wann er nur die Keſſel hat/ genugſam machen kan/ doch kan auch nicht ein Jedweder Bawer jhme ſolche Keſſel zeugen/ iſt auch nicht Rathſam/ dann vmb ein wenig Weins willen ſolche Vnkoſten nicht außtraͤglich zu machen/ der es aber thun wil vnd thun kan/ wird groſſen Nutzen davon haben.","norm":"Man lasse sich diesmal begnügen / dass man weiß wie die Möste zu konzentrieren oder in die Engte zu bringen / auf dass dieselbe auf die Fuhr können verkauft und zu Geld gemacht werden / die Kaufleut so solche kaufen / mögen dafür sorgen / wie sie solche zu Recht bringen / der Häcker oder Weinzihler tun ist es ganz nicht / ihre Köpfe können solche Ding nicht fassen / es werden sich aber wohl Leute finden / die damit umzugehen wissen / wann sie nur die Weinsäfte haben können / welche Weinsäfte ein Jedweder / wann er nur die Kessel hat / genügsam machen kann / doch kann auch nicht ein Jedweder Bauer ihm solche Kessel zeugen / ist auch nicht ratsam / dann um ein wenig Weins Willen solche Unkosten nicht außträglich zu machen / der es aber tun will und tun kann / wird großen Nutzen davon haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3911,"date":1659,"orig":"Man thue es nun oder thue es nicht/ kan mir weder Nutzen oder Schaden bringen/ iſt mir genug daß ich dem gemeynen Haͤckersmann offenbahret/ wie er ſeine Weine zu allen zeiten zu Geld machen koͤnne/ ſie gerahten gleich wie ſie wollen.","norm":"Man tue es nun oder tue es nicht / kann mir weder Nutzen oder Schaden bringen / ist mir genug dass ich dem gemeinen Häckersmann offenbaret / wie er seine Weine zu allen Zeiten zu Geld machen könne / sie geraten gleich wie sie wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125899791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3912,"date":1659,"orig":"Zu beſſerer Nachricht/ wil ich das Werck ein wenig uͤberſchlagen/ vnd anzeigen was fuͤr Nutzen bey dieſer Concentration zugewarten.","norm":"Zu besserer Nachricht / will ich das Werk ein wenig überschlagen / und anzeigen was für Nutzen bei dieser Konzentration zugewarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.714099884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3913,"date":1659,"orig":"Erſtlich wollen wir die Moͤſte an einen ſolchen Ort kauffen/ wo ſie ohne das gering vnd wollfeil fallen/ 12. Eymer oder 6. Ohmen fuͤr 12. Reichsth. eynkaufft/ dieſe 12. Eymer oder 6. Ohmen wollen wir Concentriren in ein Ohm Honig dicken ſafft/ die koſten (wann man die Keſſel hat) ſolche zu Concentriren, ſeynd ſehr gering/ moͤchten vngefehr fuͤr einen halben Thaler an Holtz betragen/ dannoch wollen wir ein gantzen Thaler ſetzen/ das Faß dareyn der Saft gefuͤllt wird fuͤr ein halben Thaler rechnen/ das Fuhrlohn in 40. Meilen weg zu bringen 6. Reichsth. macht zuſammen 19½. Reichsth. ein Ohm Concentrirten Weins mit allen vnkoſten/ ſolchen zu Concentriren, vnd uͤber 40. Meilwegs zu fuͤhren.","norm":"Erstlich wollen wir die Möste an einen solchen Ort kaufen / wo sie ohne das gering und wollfeil fallen / 12. Eimer oder 6. Ohmen für 12. Reichst . einkauft / diese 12. Eimer oder 6. Ohmen wollen wir Konzentrieren in ein Ohm Honig dicken Saft / die kosten (wann man die Kessel hat) solche zu Konzentrieren, sind sehr gering / möchten ungefähr für einen halben Taler an Holz betragen / dennoch wollen wir ein ganzen Taler setzen / das Fass darein der Saft gefüllt wird für ein halben Taler rechnen / das Fuhrlohn in 40. Meilen wegzubringen 6. Reichst . macht zusammen 191/2. Reichst . ein Ohm konzentrierten Weins mit allen Unkosten / solchen zu Konzentrieren, und über 40. Meilwegs zu führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420499801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3914,"date":1659,"orig":"Wann man dann ſelbigen hat an einem ſolchen Orth da die Weine thewer ſeynd/ ſo kan man zu allen Zeiten des Jahrs ſolche Saͤffte wieder mit zuthun Waſſers/ zu guten Weinen Jaͤhren laſſen/ vnd gibt ein Ohm ſolches Saffts wann er zuvorn von 6. Ohmen Moſts gemacht worden/ auch wieder 6. Ohmen Weins/ ſo gut als der Moſt geweſen/ vor den Concentriren.","norm":"Wann man dann selbigen hat an einem solchen Ort da die Weine teuer sind / so kann man zu allen Zeiten des Jahrs solche Säfte wieder mit zutun Wassers / zu guten Weinen Jähren lassen / und gibt ein Ohm solches Safts wann er zuvor von 6. Ohmen Mosts gemacht worden / auch wieder 6. Ohmen Weins / so gut als der Most gewesen / vor den Konzentrieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3915,"date":1659,"orig":"Wil man aber den Wein ſtaͤrcker oder beſſer haben als er von der Preß kommen vnd vor der Concentration haͤtte werden koͤnnen/ ſo muß man nicht ſo viel Waſſer bey ſetzen als jhme in der Concentration entgangen/ ſondern weniger/ vnd auß der Ohm Safft ſo auß 6. Ohmen Moſt gemacht/ nur 4. Ohm Wein machen/ ſo wird derſelbe deſto beſſer/ ſonderlich wann man die quintam Eſſentiam Vini darbey zu appliciren weiß.","norm":"Will man aber den Wein stärker oder besser haben als er von der Press kommen und vor der Konzentration hätte werden können / so muss man nicht so viel Wasser beisetzen als ihm in der Konzentration entgangen / sondern weniger / und aus der Ohm Saft so aus 6. Ohmen Most gemacht / nur 4. Ohm Wein machen / so wird derselbe desto besser / sonderlich wann man die quintam Essentiam Vini dabei zu applizieren weiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3916,"date":1659,"orig":"Wann man nun auß der Ohm ſafft ſo vor der Concentration ſechs Ohm Moſt geweſen/ nur 4. Ohm Wein macht/ ſo muß er nothwendig vmb die helffte beſſer werden als er ſonſten geworden were er gewachſen/ vnd auch wie deſto beſſer ſich halten vnd verſchenckt werden kan.","norm":"Wann man nun aus der Ohm Saft so vor der Konzentration sechs Ohm Most gewesen / nur 4. Ohm Wein macht / so muss er notwendig um die Hälfte besser werden als er sonsten geworden wäre er gewachsen / und auch wie desto besser sich halten und verschenkt werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.509699821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3917,"date":1659,"orig":"Iſt nun an einem ſolchen Orth/ der 40. Meilen von den Wein Laͤndern abgelegen/ ein Ohm nur 12. Thaler werth/ vnd du machſt auß 6. Ohmen geringer Weinen nur 4. Ohm/ die Ohm fuͤr 12. Thaler gerechnet/ macht 48. Reichsth. 19½. davon gezogen/ bleiben gewinn 28½. Reichsth.","norm":"Ist nun an einem solchen Ort / der 40. Meilen von den Wein Ländern abgelegen / ein Ohm nur 12. Taler wert / und du machst aus 6. Ohmen geringer Weinen nur 4. Ohm / die Ohm für 12. Taler gerechnet / macht 48. Reichst . 191/2 . davon gezogen / bleiben Gewinn 281/2. Reichst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.325799942016602} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3918,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt gar gut Kauff gerechnet/ dann ein Ohm gutes Weins an ſolchen Orten die 40. Meil von Wein Laͤndern gelegen/ nicht nur 12. ſondern gern 24. Thaler gelden kan vnd muß.","norm":"Dieses ist gar gut Kauf gerechnet / dann ein Ohm gutes Weins an solchen Orten die 40. Meil von Wein Ländern gelegen / nicht nur 12. sondern gern 24. Taler gelten kann und muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.637499809265137} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3919,"date":1659,"orig":"Iſt alſo der Gewinn von einem einigen Fuder geringen Weins der ſonſten vielleicht gelegen vnd verderben muͤſſen/ uͤber die 50. Thaler auffs wenigſte.","norm":"Ist also der Gewinn von einem einigen Fuder geringen Weins der sonsten vielleicht gelegen und verderben müssen / über die 50. Taler aufs wenigste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.400599956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3920,"date":1659,"orig":"Da kan man nun ſehen was fuͤr Nutzen ein ſolche Concentrirung geben kan: Vnd hat man nicht allein bey ſolcher Arbeit dieſen Vortheil/ daß man ſeine Moͤſte alſobalden zu Geld machen kan/ ſondern auch noch dieſen Vortheil das Geld dafuͤr alſobalden wider anlegen/ vnd uͤbers Jahr andern Nutzen darmit ſchaffen kan.","norm":"Da kann man nun sehen was für Nutzen ein solche Konzentrierung geben kann: Und hat man nicht allein bei solcher Arbeit diesen Vorteil / dass man seine Möste alsobald zu Geld machen kann / sondern auch noch diesen Vorteil das Geld dafür alsobald wieder anlegen / und übers Jahr anderen Nutzen damit schaffen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2245001792907715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3921,"date":1659,"orig":"Der Kauffmann hat dieſen Vortheil/ daß er kein Waſſer einen ſo weiten Weg fuͤhren vnd verzollen darff/ auch dieſen/ daß er ſeine Weine ſo ſtarck machen kan als er ſelber will/ iſt fuͤrwar ein groſſer vortheil/ in einem Ohmigen Faß 6. Ohm Weins uͤber Land fuͤhren/ werden alſo nicht allein die Vnkoſten vnd Fuhrlohn ſo auff die 5. Ohmen gangen/ erſpahret/ ſonder darff ſich der Kauffmann auch nicht beſorgen/ daß jhme der Safft von den Fuhrleuten vnter wegs (wie es zugeſchehen pfleget) verderbt/ Wein herauß/ vnd Waſſer dargegen wieder hineyn goſſen werde.","norm":"Der Kaufmann hat diesen Vorteil / dass er kein Wasser einen so weiten Weg führen und verzollen darf / auch diesen / dass er seine Weine so stark machen kann als er selber will / ist fürwahr ein großer Vorteil / in einem Ohmigen Fass 6. Ohm Weins über Land führen / werden also nicht allein die Unkosten und Fuhrlohn so auf die 5. Ohmen gegangen / ersparet / sonder darf sich der Kaufmann auch nicht besorgen / dass ihm der Saft von den Fuhrleuten unter Wegs (wie es zugeschehen pflegt) verderbt / Wein heraus / und Wasser dagegen wieder hineingossen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202199935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3922,"date":1659,"orig":"Welche Gefahr die Saͤffte gantz nicht außſtehen doͤrffen/ auch bey guten Wein Jahren in Copia hingelegt werden koͤnnen/ bis man jhrer bedarff/ dann ſie nicht verderben wann ſie in guten Faͤſſern wol vermacht behalten werden:","norm":"Welche Gefahr die Säfte ganz nicht ausstehen dürfen / auch bei guten Wein Jahren in Copia hingelegt werden können / bis man ihrer bedarf / dann sie nicht verderben wann sie in guten Fässern wohl vermacht behalten werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.81850004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3923,"date":1659,"orig":"Kan jhme auff dieſe weiß ein Weinhaͤndler einen groſſen Schatz vnd Vorꝛath von Weinen bey wohlfeylen Jahren eynlegen/ vnd hernach bey boͤſen Jahren dieſelbe zu Weine machen/ groſſe Gewinn davon haben.","norm":"Kann ihm auf diese weiß ein Weinhändler einen großen Schatz und Vorrat von Weinen bei wohlfeilen Jahren einlegen / und hernach bei bösen Jahren dieselbe zu Weine machen / große Gewinn davon haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.992400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3924,"date":1659,"orig":"Die herꝛliche Kunſt habe ich darumb beſchrieben/ auff daß der gemeyne Haͤckermann ſeine Moͤſte gleich zu Geld machen/ vnd nicht dieſelbe darff liegen laſſen/ bis ein Fuhrmann kompt vnd darnach fragt/ ſondern kan ſein Geld in die Haußhaltung wol anlegen/ vnd Nutzen mit ſchaffen.","norm":"Die herrliche Kunst habe ich darum beschrieben / auf dass der gemeine Häckermann seine Möste gleich zu Geld machen / und nicht dieselbe darf liegen lassen / bis ein Fuhrmann kommt und danach fragt / sondern kann sein Geld in die Haushaltung wohl anlegen / und Nutzen mit schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.361299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3925,"date":1659,"orig":"Wird hierdurch alſo nicht allein dem Haͤcker vnd Kauffmann geholffen/ ſondern auch allen denen welche an ſolchen Orten wohnen da kein Wein waͤchſt/ ſelbigen durch dieſes Mittel auch gut kauff zu trincken:","norm":"Wird hierdurch also nicht allein dem Häcker und Kaufmann geholfen / sondern auch allen denen welche an solchen Orten wohnen da kein Wein wächst / selbigen durch dieses Mittel auch gut Kauf zu trinken:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.041600227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3926,"date":1659,"orig":"Dann wann jhme ein guter Buͤrger ein Ohm oder halbe des Safftes bringen laͤſt/ kan er jhm im Hauß/ ſolchen mit Waſſer anſetzen/ ſtarck oder gelinde Weine darauß machen/ auch die Newe vnd noch Jaͤhrende ſuͤſſe Moͤſte/ das gantze Jahr durch machen/ wann es jhme gelegen vnd zu paß kompt/ auch Medieinaliſche Kraͤuterwein von machen/ wann er will zu allen Zeiten des Jahrs wann ers noͤtig hat/ welches ſonſten ohne die Saͤffte zu thun vnmuͤglich/ weilen die ſuͤſſe Moͤſte ſich uͤber Land nicht fuͤhren laſſen/ ſondern Jaͤhren vnd auß dem Faß lauffen/ welches alles allhter nicht zu befoͤrchten.","norm":"Dann wann ihm ein guter Bürger ein Ohm oder halbe des Saftes bringen lässt / kann er ihm im Haus / solchen mit Wasser ansetzen / stark oder gelinde Weine daraus machen / auch die Neue und noch Jährende süße Möste / das ganze Jahr durchmachen / wann es ihm gelegen und zu pass kommt / auch Medieinalische Kräuterwein von machen / wann er will zu allen Zeiten des Jahrs wann er es nötig hat / welches sonsten ohne die Säfte zu tun unmöglich / weilen die süße Möste sich über Land nicht führen lassen / sondern Jähren und aus dem Fass laufen / welches alles Alter nicht zu befürchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7606000900268555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3927,"date":1659,"orig":"Vermeyne alſo manchem mit dieſer Communication ein gut Werck gethan zu haben/ es werde nun gleich gelobt oder geſcholten die da verſtehen was darhinder ſteckt/ werdens gewiß nicht verachten/ ſondern jhnen guten Nutzen darmit verſchaffen.","norm":"Vermeine also manchem mit dieser Kommunikation ein gut Werk getan zu haben / es werde nun gleich gelobt oder gescholten die da verstehen was dahinter steckt / werden es gewiss nicht verachten / sondern ihnen guten Nutzen damit verschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3928,"date":1659,"orig":"Nun iſt noch uͤbrig die Inſtrumenta vnd Keſſel/ worin die Saͤffte Concentrirt werden/ zu beſchreiben/ ohne welche die Concentrirung nicht geſchehen kan.","norm":"Nun ist noch übrig die Instrumenta und Kessel / worin die Säfte konzentriert werden / zu beschreiben / ohne welche die Konzentrierung nicht geschehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342599868774414} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3929,"date":1659,"orig":"So auff dieſe weiß geſchicht:","norm":"So auf diese weiß geschieht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.160499572753906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3930,"date":1659,"orig":"Erſtlich laſt dir einem Kuͤpffern Keſſel machen ſo groß du haben wilt/ nach deme du viel oder wenig Moͤſte zu Concentriren vermeyneſt/ gantz plat von ebenem Boden/ mit einer zargen oder Ranfft vngefaͤhr einer Spannen hoch/ vnd laſſe ſolchen inwendig mit gutem Zinn/ vnd nicht mit Bley/ fein wol vnd dick verzinnen/ ſetze denſelben auff einen Ofen welche diegroͤſſe des Keſſels habe/ nur blos auff das Gemaͤwer/ alſo daß die Flam vom Holtz gar nicht zu dem Ranft des Keſſels/ ſondern nur allein den boden des Keſſels beruͤhren kan/ das gemaͤwer darf nur 2. ſchuh hoch auffgemawret ſeyn/ forn mit einer Eyſern oder ſteinen Thuͤr/ dardurch das Holtz in den Ofen gelegt/ vnd das Fewer regieret wird/ zu hinderſt an dem Ofen ſoll ein Loch ſeyn/ ſo gros daß das Fewer vnter dem Keſſel zu brennen lufft genug haben moͤge/ das Loch ſol alſo gemacht ſeyn/ daß man ſolches mit einem breiten Stein/ wans noͤtig zulegen/ vnd das Fewer darmit regiren kan/ auff daß nicht die Saͤffte zu ſtarck kochen/ uͤberlauffen/ oder anbrennen koͤnnen/ vnd darff man die Saͤffte ſo lang mit Holtz kochen/ daß ſie bey nahe dick werden/ alsdann ſoll man/ wan der Keſſel laͤrer wird/ immer wieder Moſt nachgieſſen/ ſo lang bis der Keſſel beynahe voll dicken Saffts iſt/ alsdann muß man die Lufftloͤcher/ ſo wol vnten als oben am Ofen gantz zu machen/ daß kein Flamm vnter dem Keſſel ſey/ ſondern allein ein ſanffte Gluth/ bey welcher die Saͤffte vollends auff Honig dick ſollen gebracht werden/ ſo brennen ſie nicht an/ vnd werden lieblich als Zucker/ welche dann durch einen Kranen/ ſo am Keſſel ſeyn ſoll/ alſo warm herauß gelaſſen/ vnd wieder newe Moͤſte hineyn gethan werden/ vnd alſo darmit ſo lang auff dem Fewer gelaſſen/ bis ſelbige auch zur rechten Honig dicken worden/ alsdann auch außgelaſſen vnd alſo mit ſolcher Concentrirung fort gefahren ſo lang man Moſte hat.","norm":"Erstlich lässt dir einem Kupfern Kessel machen so groß du haben willst / nach dem du viel oder wenig Möste zu konzentrieren vermeinest / ganz platt von ebenem Boden / mit einer Zargen oder Ranft ungefähr einer Spannen hoch / und lasse solchen inwendig mit gutem Zinn / und nicht mit Blei / fein wohl und dick verzinnen / setze denselben auf einen Ofen welche diegrösse des Kessels habe / nur bloß auf das Gemäuer / also dass die Flam vom Holz gar nicht zu dem Ranft des Kessels / sondern nur allein den Boden des Kessels berühren kann / das Gemäuer darf nur 2. Schuh hoch aufgemauert sein / vorn mit einer eisern oder Steinen Tür / dadurch das Holz in den Ofen gelegt / und das Feuer regieret wird / zu hinderst an dem Ofen soll ein Loch sein / so groß dass das Feuer unter dem Kessel zu brennen Luft genug haben möge / das Loch soll also gemacht sein / dass man solches mit einem breiten Stein / wann es nötig zulegen / und das Feuer damit regieren kann / auf dass nicht die Säfte zu stark kochen / überlaufen / oder anbrennen können / und darf man die Säfte so lang mit Holz kochen / dass sie bei nahe dick werden / alsdann soll man / wann der Kessel Lehrer wird / immer wieder Most nachgießen / so lang bis der Kessel beinahe voll dicken Safts ist / alsdann muss man die Luftlöcher / so wohl unten als oben am Ofen ganz zu machen / dass kein Flamm unter dem Kessel sei / sondern allein ein sanfte Glut / bei welcher die Säfte vollends auf Honig dick sollen gebracht werden / so brennen sie nicht an / und werden lieblich als Zucker / welche dann durch einen Kranen / so am Kessel sein soll / also warm herausgelassen / und wieder neue Möste hineingetan werden / und also damit so lang auf dem Feuer gelassen / bis selbige auch zur rechten Honig dicken worden / alsdann auch ausgelassen und also mit solcher Konzentrierung fort gefahren so lang man Moste hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.899400234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3931,"date":1659,"orig":"Die Saͤffte aber ſollen nicht alſo heiß wie ſie auß dem Keſſel lauffen/ in Faͤſſer gethan werden/ wuͤrden ſelbige zerſprengen wann man ſie zuſpuͤndete/ offen gelaſſen/ wuͤrden ſie wegen der verhaltenen duͤnſte/ ſo nicht auß koͤnten/ wieder auß dem Faß lauffen/ derhalben zuvor in einem offenen hoͤltzern Faß abkuͤhlen laſſen/ ehe man ſolch einfuͤllet/ als dann zugeſpuͤnd/ ſo koͤnnen ſie ſo lang gut bleiben als man will/ vnd verderben nicht.","norm":"Die Säfte aber sollen nicht also heiß wie sie aus dem Kessel laufen / in Fässer getan werden / würden selbige zersprengen wann man sie zuspundete / offen gelassen / würden sie wegen der verhaltenen dünste / so nicht aus könnten / wieder aus dem Fass laufen / derethalben zuvor in einem offenen hölzern Fass abkühlen lassen / ehe man solch einfüllet / als dann zugespünd / so können sie so lang gut bleiben als man will / und verderben nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.35099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3932,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3933,"date":1659,"orig":"Allhier muß ich noch ein gut Stuͤcklein noͤtig zu wiſſen/ beyſetzen: Nemblichen dieſes/ wann die Saͤffte nur ein Wochen oder drey gelegen/ vnd man ſolche hernach mit Laulichten Waſſer ſolvirt, ſo bleibt der uͤbrig Tartarus davon der Wein were ſaͤuer worden/ zuruͤck vnſolvirt ligen/ in Geſtalt klein vnd groſſer Cryſtallen/ ſo mit kaltem Waſſer abgewaſchen vnd fuͤr Weinſtein zu gebrauchen/ dann er auch nichts anderſt iſt/ welches dem Wein auch zu gut kompt/ vnd viel beſſer wird/ als wann dieſelbe Cryſtalli Tartari mit heiſſem Waſſer auch auffſolvirt/ vnd mit vnter die Weine kommen wehren.","norm":"Allhier muss ich noch ein gut Stücklein nötig zu wissen / beisetzen: nämlichen dieses / wann die Säfte nur ein Wochen oder drei gelegen / und man solche hernach mit Laulichen Wasser solviert, so bleibt der übrig Tartarus davon der Wein wäre säuer worden / zurück unsolviert liegen / in Gestalt klein und großer Kristallen / so mit kaltem Wasser abgewaschen und für Weinstein zu gebrauchen / dann er auch nichts anders ist / welches dem Wein auch zu gut kommt / und viel besser wird / als wann dieselbe Crystalli Tartari mit heißem Wasser auch auffsolvirt / und mit unter die Weine kommen wehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3934,"date":1659,"orig":"Gehet alſo nichts verlohren/ dann ſolcher angeſchloſſener Weinſtein iſt immer ſo viel werth als der Safft ſelber; Koͤnnen alſo die Saure Weine von jhrer Saͤurigkeit entbunden/ vnd lieblich gemacht werden/ welches fuͤrwar ein groſſe vnd nuͤtzliche Kunſt iſt/ die mancher jhme wol wird zu Nutz machen.","norm":"Gehet also nichts verloren / dann solcher angeschlossener Weinstein ist immer so viel wert als der Saft selber; Können also die Saure Weine von ihrer Säurigkeit entbunden / und lieblich gemacht werden / welches fürwahr ein große und nützliche Kunst ist / die mancher ihm wohl wird zu Nutz machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513500213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3935,"date":1659,"orig":"Nun zweiffele ich gar nicht/ es werden ſich Naßweiſe Spoͤtter finden/ welche viellerhand gegenwuͤrffe beybringen werden/ denen ich jetzunder ehe daß ſie ſolche eynbringen/ genugſam begegnen koͤnte/ befinde es aber gar nicht noͤtig einem Jedwedern Eſel zu gefallen weitlaͤufftige Buͤcher zu machen/ Wer dieſes nicht verſtehen kan (daß doch ſo klaͤrlich beſchrieben) dem wuͤrde nicht nutzen auch ein weitlaͤufftigers.","norm":"Nun zweifele ich gar nicht / es werden sich Nassweise Spötter finden / welche vielerhand Gegenwürfe beibringen werden / denen ich jetzund ehe dass sie solche einbringen / genügsam begegnen könnte / befinde es aber gar nicht nötig einem jedweden Esel zu gefallen weitläufige Bücher zu machen / Wer dieses nicht verstehen kann (dass doch so klärlich beschrieben) dem würde nicht nutzen auch ein weitläufigeres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.13100004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3936,"date":1659,"orig":"Wer Luſt zu dieſem Werck hat/ wird den Sachen ſchon weiters nachdencken/ dann ich jetzunder kein Zeit habe weitlaͤufftiger zu ſchreiben.","norm":"Wer Lust zu diesem Werk hat / wird den Sachen schon weiteres nachdenken / dann ich jetzund kein Zeit habe weitläufiger zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5578999519348145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3937,"date":1659,"orig":"Wer aber von dieſer Kunſt einen mehreren Bericht ſuchet/ der leſe meine Explication uͤber den Appendicem des fuͤnfften Ofens/ wie auch mein Opus Vegetabile, ſo wird er ein mehrers von dergleichen Kuͤnſten finden/ auch wann jhme daran gelegen/ er die Oefen vnd Keſſel zu ſolchem Werck gehoͤrig/ ſampt den Handgriffen/ gar wol bey mir wird zu ſehen bekommen koͤnnen.","norm":"Wer aber von dieser Kunst einen mehreren Bericht suchet / der lese meine Explikation über den Appendicem des fünften Ofens / wie auch mein Opus Vegetabile, so wird er ein mehreres von dergleichen Künsten finden / auch wann ihm daran gelegen / er die Öfen und Kessel zu solchem Werk gehörig / samt den Handgriffen / gar wohl bei mir wird zu sehen bekommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.595399856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3938,"date":1659,"orig":"Dieſes aber allein muß ich allhier ein wenig anruͤhren/ wann etwan einige vnerfahrne Leuth nicht verſtehen ſolten/ was ich von den tribus principiis oben vermeldet/ daß nemblich ein jedweder Wein in ſolchen beſtehen muͤſſe/ nemblich in einem Saltz/ Waſſer/ vnd Spiritu, ſage das mit Warheit vngeſcheucht/ wer nur dieſe drey principia nach der Kunſt zu Conjungiren weiß/ der kan jhme an allen Orten einen guten Wein machen.","norm":"Dieses aber allein muss ich allhier ein wenig anrühren / wann etwan einige unerfahrene Leute nicht verstehen sollten / was ich von den tribus principiis oben vermeldet / dass nämlich ein jedweder Wein in solchen bestehen müsse / nämlich in einem Salz / Wasser / und Spiritu, sage das mit Wahrheit ungescheucht / wer nur diese drei principia nach der Kunst zu Konjungieren weiß / der kann ihm an allen Orten einen guten Wein machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3368000984191895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3939,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3940,"date":1659,"orig":"Niemand bilde jhme aber eyn/ daß etwas gutes darauß werden ſolte/ wann man ſchon einen Weinſtein mit Waſſer vnd Spiritu Vini vermiſcht/ gantz nicht/ es gehoͤren andere Handgriffe darzu/ welche zu offenbahren gar nicht Rathſam/ man nehme vorlieb dismal mit dieſem/ ein ander mal moͤchte Gott etwas beſſers beſcheren.","norm":"Niemand bilde ihm aber ein / dass etwas Gutes daraus werden sollte / wann man schon einen Weinstein mit Wasser und Spiritu Vini vermischt / ganz nicht / es gehören andere Handgriffe dazu / welche zu offenbaren gar nicht ratsam / man nehme vorlieb diesmal mit diesem / ein ander Mal möchte Gott etwas Besseres bescheren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.771100044250488} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3941,"date":1659,"orig":"Wil hoffen es werde mir niemand/ der Gott vnd ſeine Naͤchſten liebet/ etwas fuͤr uͤbel auffnehmen/ weilen ich dieſe herꝛliche vnd nuͤtzliche Kunſt alſo offentlich beſchreibe.","norm":"Will hoffen es werde mir niemand / der Gott und seine Nächsten liebet / etwas für übel aufnehmen / weilen ich diese herrliche und nützliche Kunst also öffentlich beschreibe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.497600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3942,"date":1659,"orig":"Was ſol ein Liecht vnter der Banck verſteckt/ man ſol es auff den Tiſch ſetzen/ der es hat/ auff daß Jederman die Wunder Gottes darbey ſehen vnd erkennen moͤge/ zu welchem Ende allein ich dieſe Muͤhe auff mich genommen/ ſolche ſchoͤne Wiſſenſchafften gemeyn zu machen/ zweiffele nicht/ daß alle die Jenigen ſo jhren Naͤchſten lieben/ ſich mit mir frewen/ daß jhnen gutes wiederfaͤhrt:","norm":"Was soll ein Licht unter der Bank versteckt / man soll es auf den Tisch setzen / der es hat / auf dass jedermann die Wunder Gottes dabei sehen und erkennen möge / zu welchem Ende allein ich diese Mühe auf mich genommen / solche schöne Wissenschaften gemein zu machen / zweifele nicht / dass alle diejenigen so ihren Nächsten lieben / sich mit mir freuen / dass ihnen gutes widerfährt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.097599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3943,"date":1659,"orig":"Die Neydiſchen aber/ welche niemand als jhnen allein etwas goͤnnen/ ob ſie es ſchon nicht gern ſehen/ dannoch wann ſie anderſt fuͤr Chriſten wollen gehalten ſeyn/ darmit zu frieden ſeyn koͤnnen/ der Menſch lebt ein kleine Zeit/ der Tod iſt gewiß/ die Stund aber gar vngewiß.","norm":"Die Neidischen aber / welche niemand als ihnen allein etwas gönnen / ob sie es schon nicht gern sehen / dennoch wann sie anders für Christen wollen gehalten sein / damit zu Frieden sein können / der Mensch lebt ein kleine Zeit / der Tod ist gewiss / die Stunde aber gar ungewiss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.466100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3944,"date":1659,"orig":"Darumb mancher ſeine Rechnung uͤbel machet/ vnd ans Ende nicht gedencket/ bis daß er ploͤtzlich uͤberfallen/ vnd am guten verkuͤrtzt wird/ darumb der alte Spruch wol in acht zu nehmen:","norm":"Darum mancher seine Rechnung übel macht / und ans Ende nicht gedenkt / bis dass er plötzlich überfallen / und am guten verkürzt wird / darum der alte Spruch wohl in Acht zu nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.139599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3945,"date":1659,"orig":"Wer ſtirbt ehe er ſtirbt/ der ſtirbt nicht wann er ſtirbt.","norm":"Wer stirbt ehe er stirbt / der stirbt nicht wann er stirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.666999816894531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3946,"date":1659,"orig":"Jetzunder im Leben gutes thun/ geht ſicherer als auff anderer Menſchen guts thun ſich verlaſſen/ ſo nach dem Leben geſchehen ſolte/ welches gar vngewiß iſt.","norm":"Jetzund im Leben gutes tun / geht sicherer als auf anderer Menschen Gutes tun sich verlassen / so nach dem Leben geschehen sollte / welches gar ungewiss ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.372900009155273} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3947,"date":1659,"orig":"Nach meiner Meynung iſt diß das ſicherſte/ wer ſeinem Naͤchſten etwas guts zu thun geſinnet/ daß ers bey ſeinen Lebzeiten thue/ vnd nicht auff kuͤnfftige Zeiten auffſchiebe/ ſo ſihet er wie es darmit zugeht.","norm":"Nach meiner Meinung ist dies das sicherste / wer seinem Nächsten etwas Gutes zu tun gesinnt / dass er es bei seinen Lebzeiten tue / und nicht auf künftige Zeiten aufschiebe / so sieht er wie es damit zugeht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.926899909973144} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3948,"date":1659,"orig":"Es ſeynd viel gute dinge von vnſern Vor-Eltern zu Gottes Ehren/ vnd Troſt der Armen geſtifft/ werden aber leyder Jetziger Zeit ſchaͤndlich mißbraucht/ vnd vnnuͤtzlich verſchwendet/ welche boͤſe haußhaltung aber nicht lang (ſo vns eine kurtze Zeit beweiſen vnd wahr machen doͤrffte) alſo wird beſtehen koͤnnen.","norm":"Es sind viel gute Dinge von unsern Voreltern zu Gottes Ehren / und Trost der Armen gesteift / werden aber leider jetziger Zeit schändlich missbraucht / und unnützlich verschwendet / welche böse Haushaltung aber nicht lang (so uns eine kurze Zeit beweisen und wahr machen dürfte) also wird bestehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645400047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3949,"date":1659,"orig":"Das Ander Capittel.","norm":"Das Ander Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.667,"norm_lmscore":10.544899940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3950,"date":1659,"orig":"Von dem Korn.","norm":"Von dem Korn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6468000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3951,"date":1659,"orig":"Wie daſſelbige zu Concentriren/ vnd mit Menge auß dem Land/ vnd Geld wieder dagegen hineyn zu bringen/ gelehret vnd angewieſen wird.","norm":"Wie dasselbe zu Konzentrieren / und mit Menge aus dem Land / und Geld wieder dagegen hineinzubringen / gelehrt und angewiesen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.684899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3952,"date":1659,"orig":"IM vorhergehenden Erſten Capittel/ habe ich gelehrt/ wie man die vnwehrte Weine Concentriren oder in die Engte bringen moͤge/ auff daß dieſelbe fuͤglich auß dem Land in weit abgelegene Laͤnder da keine weine wachſen/ koͤnnen gefuͤhret vnd zu Geld gemacht werden/ durch welches ſtuͤck ſolche Laͤnder da die Weine haͤuffig wachſen/ vnd bisweilen ſich keine Kauffleut zu finden/ die Eynwohner groſſen Nutzen von haben koͤnnen.","norm":"IM vorhergehenden ersten Kapitel / habe ich gelehrt / wie man die unwerte Weine Konzentrieren oder in die Engte bringen möge / auf dass dieselbe füglich aus dem Land in weit abgelegene Länder da keine weine wachsen / können geführt und zu Geld gemacht werden / durch welches Stück solche Länder da die Weine häufig wachsen / und bisweilen sich keine Kaufleut zu finden / die Einwohner großen Nutzen von haben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.883399963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3953,"date":1659,"orig":"Nun iſt Jederman bekant/ daß in vielen orthen Teutſchlandes/ ſonderlich in Francken vnd anſtoſſenden Herꝛſchafften/ das liebe Korn ſo vnwehrt/ daß man nicht weiß wohin darmit/ verdirbt den guten Leuten mit hauffen auff dem Soller/ dann nirgends kein abzug iſt/ weilen allenthalben genuͤg waͤchſet/ vnd ſo es ja auff dem Waſſer in die Niderlanden/ da es wol gelden koͤnte/ ſolte gefuͤhret werden/ ſo verthewren die Zoͤlle vnd Fuhrlohn daſſelbe/ alſo daß es auch mit Nutzen nicht geſchehen kan/ da ſitzen dann die gute Lent/ haben Wein vnd Korn die fuͤlle/ aber kein Geld/ daß fie der Obrigkeit die Stewer vnd Schatzung bezahlen koͤnnen/ muͤſſen alſo bey all jhren groſſen Gaben Gottes vnd Reichthumb/ groſſen Mangel leyden/ koͤnnen nicht ſo viel verkauffen/ daß ſie jhr Geſind als Knecht vnd Maͤgde darmit bezahlen oder vnterhalten/ welches fuͤrwar uͤber vns vndanckbare Menſchen ein ſonderbahre groſſe Strafe Gottes iſt dann bey den Kriegszeiten da allenthalben mangel War/ rieff Jedermann/ wann Gott nur Fried geben wolte/ man ein viel beſſer Leben als vor dieſem getrieben/ anſtellen wolte:","norm":"Nun ist jedermann bekannt / dass in vielen Orten Deutschlandes / sonderlich in Franken und anstoßenden Herrschaften / das liebe Korn so Unwert / dass man nicht weiß wohin damit / verdirbt den guten Leuten mit Haufen auf dem Soller / dann nirgends kein Abzug ist / weilen allenthalben genüg wächst / und so es ja auf dem Wasser in die Niederlanden / da es wohl gelten könnte / sollte geführt werden / so teuren die Zölle und Fuhrlohn dasselbe / also dass es auch mit Nutzen nicht geschehen kann / da sitzen dann die gute lehnt / haben Wein und Korn die fülle / aber kein Geld / dass fie der Obrigkeit die Steuer und Schatzung bezahlen können / müssen also bei all ihren großen Gaben Gottes und Reichtum / großen Mangel leiden / können nicht so viel verkaufen / dass sie ihr Gesinde als Knecht und Mägde damit bezahlen oder unterhalten / welches fürwahr über uns undankbare Menschen ein sonderbare große Strafe Gottes ist dann bei den Kriegszeiten da allenthalben Mangel war / rief jedermann / wann Gott nur Frieden geben wollte / man ein viel besser Leben als vor diesem getrieben / anstellen wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.321300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3954,"date":1659,"orig":"So bald aber der liebe Friede erſchienen/ iſt man viel aͤrger vnd Gottloſer worden als vor dieſem geweſen/ vnd hat jhnen Gott von allem einen groſſen uͤberfluß geben/ daruͤber ſie ſo ſatt ſeyn/ daß ſie gegen Gott murꝛen vnd auch Geld haben wollen/ wie die Kinder Iſrael gegen Moyſen gethan.","norm":"So bald aber der liebe Friede erschienen / ist man viel ärger und Gottloser worden als vor diesem gewesen / und hat ihnen Gott von allem einen großen Überfluss geben / darüber sie so satt sein / dass sie gegen Gott murren und auch Geld haben wollen / wie die Kinder Israel gegen Moysen getan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.279699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3955,"date":1659,"orig":"Nun iſt es nicht ohn/ wann die Obrigkeit von den Vnterthanen an ſtatt Geld/ welches ſie nicht haben/ kein Wein vnd Korn fuͤr Stewer vnd Schatzung nehmen wollen/ vnd jene doch bezahlen/ vnd nicht wiſſen wo ſie es nehmen ſollen/ daß es ſchmertzen muß/ wann man ſolche groſſe Schaͤtze vor jhm liegen hat/ vnd nicht zu genieſſen weiß/ ſondern vor ſeinen Angen muß verderben laſſen.","norm":"Nun ist es nicht ohne / wann die Obrigkeit von den Untertanen anstatt Geld / welches sie nicht haben / kein Wein und Korn für Steuer und Schatzung nehmen wollen / und jene doch bezahlen / und nicht wissen wo sie es nehmen sollen / dass es Schmerzen muss / wann man solche große Schätze vor ihm liegen hat / und nicht zu genießen weiß / sondern vor seinen Ahnen muss verderben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7042999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3956,"date":1659,"orig":"Auff die Soller zu ſchuͤtten/ in kuͤnfftige Zeit bewahren/ iſt vorlaͤngſt allbereyt geſchehen/ Liegen alle Soller voll vnd verderben/ da iſt allenthalben ein gros Klagen vnd ſeufftzen.","norm":"Auf die Soller zu schütten / in künftige Zeit bewahren / ist vorlängst allbereyt geschehen / Liegen alle Soller voll und verderben / da ist allenthalben ein groß Klagen und seufzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328400135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3957,"date":1659,"orig":"Die Vrſach dieſer wollfeylen Zeit iſt dieſe/ Nach dem Friedenſchluß vnd Abdanckung der Voͤlcker/ haben ſich ſo viel Officirer, ſo des Kriegs muͤde geweſen/ Pferd vnd Geld gehabt/ nidergeſchlagen/ vnd von den außgeſchoͤpfften vnd Geld mangelenden/ vmb ein gar geringes groſſe Guͤter erkaufft/ mit ernſt angefangen die wohl außgeruhede Laͤnder in Baw zu bringen/ welche dann alſo reichlich getragen/ daß daruͤber zu verwundern geweſt.","norm":"Die Ursache dieser wohlfeilen Zeit ist diese / Nach dem Friedenschluss und Abdankung der Völker / haben sich so viel Offizier, so des Kriegs müde gewesen / Pferd und Geld gehabt / niedergeschlagen / und von den ausgeschöpften und Geld Mangelenden / um ein gar geringes große Güter erkauft / mit ernst angefangen die wohl außgeruhede Länder in Bau zu bringen / welche dann also reichlich getragen / dass darüber zu verwundern gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.715199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3958,"date":1659,"orig":"Da nun die Eynwohnen etwas Geld fuͤr jhre Guͤter von den Officireren empfangen/ haben ſie gleicherweiß nicht vnterlaſſen die Hand auch wieder an den Pflug zu legen/ ſeynd alſo in wenig Jahren die Laͤnder mit Kern Fruͤchten alſo erfuͤllt/ daß man jetzunder nicht weiß/ was man damit machen ſolle:","norm":"Da nun die Einwohnen etwas Geld für ihre Güter von den Officireren empfangen / haben sie gleicherweiß nicht unterlassen die Hand auch wieder an den Pflug zu legen / sind also in wenig Jahren die Länder mit Kern Früchten also erfüllt / dass man jetzund nicht weiß / was man damit machen solle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643599987030029} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3959,"date":1659,"orig":"Dann in weit abgelegene Laͤnder/ da das Korn angenehm were/ zu verfuͤhren/ leyden die Zoll vnd Fuhrlohn nicht/ auff Soller zu ſchuͤtten/ leydet die Lufft nicht wie in Egypten bey Joſephs Zeiten/ daß die Lufft Nitroſiſch vnd præſervirent/ trucken vnd keiner Corruption wie die vnſerige vnterworffen iſt.","norm":"Dann in weit abgelegene Länder / da das Korn angenehm wäre / zu verführen / leiden die Zoll und Fuhrlohn nicht / auf Soller zu schütten / leidet die Luft nicht wie in Ägypten bei Josephs Zeiten / dass die Luft Nitrofisch und präservierend / trocken und keiner Korruption wie die unsere unterworfen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836299896240234} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3960,"date":1659,"orig":"Was rath dann?","norm":"Was Rat dann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"id","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.504799842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3961,"date":1659,"orig":"Soll man dann alles verlohren geben vnd den Muht fallen laſſen/ an der Huͤlff Gottes verzagen wie die Iſraeliten.","norm":"Soll man dann alles verloren geben und den Mut fallen lassen / an der Hilfe Gottes verzagen wie die Israeliten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.010000228881836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3962,"date":1659,"orig":"Daß ſey fern/ es iſt nimmer die Noht ſo gros/ Gott kan retten/ vnd je groͤſſer die Noht/ je naͤher Gott (wann man jhn anderſt begehrt) die Zeit iſt noch nicht kommen geweſt/ wie bey den Iſraeliten in Manglung des Waſſers/ zu Samaria in groſſen Hungersnoht/ zu Cana in Galilea in Manglung des Weins/ Gott weiß ſeine Zeit/ wann wir ſelbe nur erwarten koͤnnen vnd nicht verzagen/ ſondern vnſern Troſt vnd huͤlffe allein bey jhme vnd ſonſt bey niemand anders ſuchen vnd erwarten: die auff jhn trawen/ Laͤſt er nicht zu ſchanden werden noch in Noͤten ſtecken/ wie bey Daniel/ Elia/ Job/ Loth/ Noach/ vnd andern vielen Heiligen zu ſehen/ wie wunderbarlich Gott die ſeinigen retten kan.","norm":"Dass sei fern / es ist nimmer die Not so groß / Gott kann retten / und je größer die Not / je näher Gott (wann man ihn anders begehrt) die Zeit ist noch nicht kommen gewesen / wie bei den Israeliten in Manglung des Wassers / zu Samaria in großen Hungersnot / zu Kana in Galilea in Manglung des Weins / Gott weiß seine Zeit / wann wir selbe nur erwarten können und nicht verzagen / sondern unsern Trost und Hilfe allein bei ihm und sonst bei niemand anders suchen und erwarten: Die auf ihn trauen / Lässt er nicht zu Schanden werden noch in Nöten stecken / wie bei Daniel / Elia / Job / Lot / Noach / und anderen vielen Heiligen zu sehen / wie wunderbarlich Gott die seinigen retten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.639599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3963,"date":1659,"orig":"Warumb ſolte dann Gott in diſen betruͤbten Zeiten nicht auch helffen koͤnnen/ ſeine Allmaͤchtige vnd huͤlffliche Hand iſt jhme ja nicht verkuͤrtzt/ ſeine vnendliche Barmhertzigkeit hat ja kein Ende/ ſeine Vaͤtterliche Liebe gegen ſeine duͤrfftige Kinder wird ja alle Tag wieder ernewet:","norm":"warum sollte dann Gott in diesen betrübten Zeiten nicht auch helfen können / seine Allmächtige und hilfliche Hand ist ihm ja nicht verkürzt / seine unendliche Barmherzigkeit hat ja kein Ende / seine väterliche Liebe gegen seine dürftige Kinder wird ja alle Tag wieder erneuet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.793499946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3964,"date":1659,"orig":"Mangelt alſo an jhme nicht/ ſondern an vns daß wir ſo vngedultig ſeyn vnd nicht glauben koͤnnen.","norm":"Mangelt also an ihm nicht / sondern an uns dass wir so ungeduldig sein und nicht glauben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107999801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3965,"date":1659,"orig":"Es wird die Zeit kommen (welche allbereyt vor der Thuͤr iſt) daß allenthalben die Fuͤlle/ auch kein Mangel an Geld ſeyn wird.","norm":"Es wird die Zeit kommen (welche allbereyt vor der Tür ist) dass allenthalben die Fülle / auch kein Mangel an Geld sein wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951399803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3966,"date":1659,"orig":"Aber das Gewiſſen wird einmal auffwachen/ der nagende Wurm anfangen zu beiſſen/ vnd die Gottloſe Schaar in groſſer mennigte vntergehen/ darumb weilen ſie die Frommen nicht neben ſich leyden/ jhre Hertzen voll Gifft vnd Gall/ jhre Haͤnde beſudelt mit Menſchen Blut/ jhr Sinne vnd Gedancken boͤs zu thun gerichtet/ jhre Fuͤß auff boͤſen Wegen Wandlen/ vnd den wahren Gott weder fuͤrchten noch ehren:","norm":"Aber das Gewissen wird einmal aufwachen / der nagende Wurm anfangen zu beißen / und die gottlose Schar in großer mennigte untergehen / darum weilen sie die Frommen nicht neben sich leiden / ihre Herzen voll Gift und Gall / ihre Hände besudelt mit Menschen Blut / ihr Sinne und Gedanken bös zu tun gerichtet / ihre Füße auf bösen Wegen Wandeln / und den wahren Gott weder fürchten noch ehren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.348999977111816} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3967,"date":1659,"orig":"Darumb ſage ich kan ein ſolches Weſen nicht laͤnger beſtehen/ die Zeit ſo allbereyt vor der Thuͤr iſt wird ein groſſe veraͤnderung in der gantzen Welt machen.","norm":"Darum sage ich kann ein solches Wesen nicht länger bestehen / die Zeit so allbereyt vor der Tür ist wird ein große Veränderung in der ganzen Welt machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.349899768829346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3968,"date":1659,"orig":"Die Art iſt dem Baum an den Stamm geſetzet.","norm":"Die Art ist dem Baum an den Stamm gesetzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3969,"date":1659,"orig":"Die Lampen ſeynd verloſchen/ das Oehl verbrennet/ der Braͤutgam wird kommen den groͤſten hauffen ſpielend vnd ſchlaffend finden/ die Thuͤr/ hinder jhm zuthun/ vnd die Spieler/ Truckenbold/ Hurer vnd Geitzhaͤlſe drauſſen in der Finſternus ſtehen laſſen.","norm":"Die Lampen sind verloschen / das Öl verbrennet / der Bräutigam wird kommen den größten Haufen spielend und schlaffend finden / die Tür / hinter ihm zutun / und die Spieler / Truckenbold / Hurer und Geizhälse draußen in der Finsternis stehen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.218599796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3970,"date":1659,"orig":"Was ich allhier geſchrieben/ iſt auß guter Meynung geſchehen: Will hoffen daß es mehr guts als boͤſes wuͤrcken oder verurſachen werde.","norm":"Was ich allhier geschrieben / ist aus guter Meinung geschehen: Will hoffen dass es mehr Gutes als böses wirken oder verursachen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.573400020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3971,"date":1659,"orig":"Ich weiß es werden manchem die Augen geoͤffnet/ daß er ſehen kan/ in was fuͤr einer Babyloniſchen Verwirꝛung die Welt jetzunder ſteht.","norm":"Ich weiß es werden manchem die Augen geöffnet / dass er sehen kann / in was für einer babylonischen Verwirrung die Welt jetzund steht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.564899921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3972,"date":1659,"orig":"Gott helffe den Frommen vnd bekehre die Boͤſen/ Amen.","norm":"Gott helfe den Frommen und bekehre die Bösen / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.978800058364868} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3973,"date":1659,"orig":"Folget der Proceß.","norm":"Folget der Prozess.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.976900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3974,"date":1659,"orig":"ERſtlich macht man ein Maltz von Geſtern/ Weitzen/ Habern/ Speltzen/ oder wovon man will vnd trucknet ſolches an der Sonnen oder Lufft/ oder auch im warmen Backofen/ aber gar nicht auff Doͤrꝛen nach gemeyner weiß der Brawer/ daran ſich der Rauch vom Holtz haͤncket/ vnd das Maltz ſchwartz vnd bitter machet/ daraus (wie leichtlich zu ermeſſen) nichts gutes kan gemacht werden/ dann der Holtz-rauch auff dieſe weiß ſich an das naſſe Maltz haͤncket/ vnd das Bier ſo hernach daraus gebrawet wird/ ſehr vngeſund/ bitter vnd vngeſchmack machet.","norm":"Erstlich macht man ein Malz von gestern / Weizen / Habern / Spelzen / oder wovon man will und trocknet solches an der Sonnen oder Luft / oder auch im warmen Backofen / aber gar nicht auf Dörren nach gemeiner weiß der Brauer / daran sich der Rauch vom Holz henket / und das Malz schwarz und bitter macht / daraus (wie leichtlich zu ermessen) nichts Gutes kann gemacht werden / dann der Holtzrauch auf diese weiß sich an das nasse Malz henket / und das Bier so hernach daraus gebraut wird / sehr ungesund / bitter und Ungeschmack macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.972599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3975,"date":1659,"orig":"So das Maltz aber an der Lufft/ Sonnen oder warmen Ofen getrucknet/ wird es von dem Holtz-rauch nicht vngeſchmack/ ſondern bleibt lieblich vnd ſuͤß.","norm":"So das Malz aber an der Luft / Sonnen oder warmen Ofen getrocknet / wird es von dem Holtzrauch nicht Ungeschmack / sondern bleibt lieblich und süß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.697000026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3976,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3977,"date":1659,"orig":"Sonſten kan das außgewachſen Korn/ wann es auff dem Soller nur ein wenig Windtrucken worden/ in den Keſſeln oder Pfannen/ darinn das Bier eyngeſotten wird/ ſauber vnd geſchwind getrucknet werden: muß aber mit einem Holtz ſtetig vmbgeruͤhret werden/ auff daß es allenthalben die Hitze empfinde vnd trucken werden moͤge:","norm":"Sonsten kann das ausgewachsen Korn / wann es auf dem Soller nur ein wenig Windrucken worden / in den Kesseln oder Pfannen / darin das Bier Eingesottene wird / sauber und geschwind getrocknet werden: muss aber mit einem Holz stetig umgerührt werden / auf dass es allenthalben die Hitze empfinde und trocken werden möge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.673399925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3978,"date":1659,"orig":"Doch ſol das Fewer zum Maltz trucknen/ vnter dem Keſſel nicht gros ſeyn/ auff daß das Korn nicht verbrenne vnd vngeſchmack werde.","norm":"Doch soll das Feuer zum Malz trocknen / unter dem Kessel nicht groß sein / auf dass das Korn nicht verbrenne und Ungeschmack werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.364299774169922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3979,"date":1659,"orig":"Solches Maltz ſoll man ſchroten gleich wie ein ander Maltz zum Bierbrawen gemahlen wird/ nit zu grob/ auch nicht zu klein; Bleibt es zu grob/ vnd die Koͤrner gantz/ ſo kan das Waſſer die Krafft vnd Safft im brawen nicht herauß ziehen/ bleibt in den Trebern/ vnd kompt dem Viehe zu nutz: Wird es zu klein gemahlen/ ſo papt es im brawen auf einander/ vnd laͤßt das Bier nicht durchlauffen.","norm":"Solches Malz soll man schroten gleich wie ein ander Malz zum Bierbrauen gemahlen wird / nicht zu grob / auch nicht zu klein; bleibt es zu grob / und die Körner ganz / so kann das Wasser die Kraft und Saft im Brauen nicht herausziehen / bleibt in den Trebern / und kommt dem Viehe zu Nutz: Wird es zu klein gemahlen / so papt es im Brauen aufeinander / und lässt das Bier nicht durchlaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.608099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3980,"date":1659,"orig":"Derohalben man in allem Fleiß anwenden ſoll/ daß der Sach nicht zu viel noch zu wenig gethan werde.","norm":"Derohalben man in allem Fleiß anwenden soll / dass der Sache nicht zu viel noch zu wenig getan werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.741499900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3981,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ ſo brawet man ein Bier darauß/ wie ein jedweder gewohnt/ oder ſeine Geſchirꝛ/ Keſſel vnd Buͤtten zu laſſen:","norm":"Wann solches geschehen / so brat man ein Bier daraus / wie ein jedweder gewohnt / oder seine Geschirr / Kessel und Bütten zu lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.225399971008301} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3982,"date":1659,"orig":"Dann etliche auff das geſchroten Maltz ſiedheiß Waſſer gieſſen/ vnter einander mengen/ ein Zeit darauff ſtehen laſſen zu Extrahiren; Alsdann abzapffen/ ein ander ſiedend Waſſer darauff gieſſen/ zudecken/ vnd Extrahiren laſſen/ abzapffen.","norm":"Dann etliche auf das Geschrote Malz siedheiß Wasser gießen / untereinander mengen / ein Zeit darauf stehen lassen zu extrahieren; Alsdann abzapfen / ein ander siedend Wasser darauf gießen / zudecken / und Extrahieren lassen / abzapfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.752200126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3983,"date":1659,"orig":"Vnd ſolches auffgieſſen vnd abzapffen ſoll ſo offt vnd lang geſchehen/ bis das Waſſer keine Suͤſſigkeit mehr auß dem Maltz ziehen kan/ ſondern nur bloſſe vngeſchmacke Treber zuruͤck bleiben/ welche dem Viehe gehoͤren/ ſelbe damit zu maͤſten.","norm":"Und solches aufgießen und abzapfen soll so oft und lang geschehen / bis das Wasser keine Süßigkeit mehr aus dem Malz ziehen kann / sondern nur bloße Ungeschmack Treber zurückbleiben / welche dem Viehe gehören / selbe damit zu mästen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.353000164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3984,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3985,"date":1659,"orig":"Andere aber welche die bereytſchafft das Maltz in Buͤtten mit heiſſem Waſſer zu uͤbergieſſen vnd den Safft heraus zu ziehen/ nicht haben/ die mengen das geſchroten Maltz in hoͤltzern Buͤtten wol mit kaltem oder lawen Waſſer an/ laſſens etliche ſtunde erweichen:","norm":"Andere aber welche die Bereitschaft das Malz in Bütten mit heißem Wasser zu übergießen und den Saft herauszuziehen / nicht haben / die mengen das Geschrote Malz in hölzern Bütten wohl mit kaltem oder lauen Wasser an / Lassens etliche Stunde erweichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535399913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3986,"date":1659,"orig":"Darnach thun ſie ſolches in einen Keſſel vnd ſo viel Waſſer darzu/ daß das Maltz im kochen nicht kan anbrennen/ kochens ein halbe ſtund oder laͤnger/ gieſſens auß auff ſtrohe ſo darzu gemacht im Buͤtten liegt/ vnd laſſen das Bier ablauffen/ uͤbergieſſens wieder mit ſiedheiſſem Waſſer wie oben geſagt/ laſſens auch ablauffen:","norm":"Danach tun sie solches in einen Kessel und so viel Wasser dazu / dass das Malz im Kochen nicht kann anbrennen / Kochens ein halbe stand oder länger / Gießens aus auf Stroh so dazu gemacht im Bütten liegt / und lassen das Bier ablaufen / Übergiessens wieder mit siedheißem Wasser wie oben gesagt / Lassens auch ablaufen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.733799934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3987,"date":1659,"orig":"Daß thun ſie ſo offt/ bis kein ſuͤſſigkeit von dem Maltz kan mehr außgezogen werden.","norm":"Dass tun sie so oft / bis kein Süßigkeit von dem Malz kann mehr ausgezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.913300037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3988,"date":1659,"orig":"Dieſe weiß Bier zu machen dient nur denen/ welche ſich behelffen muͤſſen vnd keine Geſchirꝛ haben:","norm":"Diese Weißbier zu machen dient nur denen / welche sich behelfen müssen und keine Geschirr haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.057400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3989,"date":1659,"orig":"Die erſte weiß aber iſt beſſer/ vnd laͤſt ſich ins groſſe thun.","norm":"Die erste weiß aber ist besser / und lässt sich ins große tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.394499778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3990,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3991,"date":1659,"orig":"Dieſes muß man aber in acht nehmen/ wann der beſte Safft das erſte mahl vom Maltz abgezapft/ vnd wieder auffs newe ſiedend Waſſer auffgoſſen vnd abgezogen worden/ ſo kan man der erſten vnd zweyten Abzug/ darinn die beſte Krafft des Korns ſeyn wird/ nach vnd nach in dem flachen Keſſel eynkochen/ vnd in die Engte bringen:","norm":"Dieses muss man aber in Acht nehmen / wann der beste Saft das erste Mal vom Malz abgezapft / und wieder aufs neue siedend Wasser aufgossen und abgezogen worden / so kann man der ersten und zweiten Abzug / darin die beste Kraft des Korns sein wird / nach und nach in dem flachen Kessel einkochen / und in die Engte bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.741799831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3992,"date":1659,"orig":"Der dritte vnd vierdte uͤberguß vnd abzug wird zwar auch noch gut ſeyn/ aber nicht fett genug zum eynkochen/ weilen wenig Krafft darinn iſt/ wuͤrde das Fewer mehr werth ſeyn/ damit mans eynkochen muͤſte/ als der Safft ſo davon kommen wuͤrde.","norm":"Der dritte und vierte Überguss und Abzug wird zwar auch noch gut sein / aber nicht fett genug zum Einkochen / weilen wenig Kraft darin ist / würde das Feuer mehr wert sein / damit man es einkochen müsste / als der Saft so davon kommen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9191999435424805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3993,"date":1659,"orig":"Derohalben dieſer Nachlauff auff andere weiſe muß verbraucht werden:","norm":"Derohalben dieser Nachlauf auf andere weise muss verbraucht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.264599800109863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3994,"date":1659,"orig":"Nemblich alſo/ wann man ein ſolche Arbeit vnter handen hat/ ſo macht man etliche Gebraͤwe nacheinander/ was fuͤr Nachlauff von dem erſten Gebraͤw kompt/ ſchuͤttet man an ſtatt Waſſers auff das Maltz/ vnd procedirt darmit wie oben geſagt/ allzeit den Vorlauff als das beſte/ kan man gleich in den abrauch Keſſel thun/ vnd auff Honig dicke kochen/ deßgleichen auch den zweyten Lauff; Der dritte vnd vierdte Lauff/ darinnen wenig Kraffts ſeyn wird/ kan wie oben geſagt/ an ſtatt Waſſers/ auff die dritte Braw/ der Nachlauff von dem dritten auff das vierdte Maltz an ſtatt Waſſer gegoſſen/ vnd alſo zu gut gebracht werden; Dann ſonſten zu viel Holtz koſten wuͤrde/ die Nachlaͤuffe zur dicke zu bringen.","norm":"nämlich also / wann man ein solche Arbeit unter Händen hat / so macht man etliche Gebräue nacheinander / was für Nachlauf von dem ersten Gebräu kommt / schüttet man an statt Wassers auf das Malz / und prozediert damit wie oben gesagt / allzeit den Vorlauf als das beste / kann man gleich in den abrauche Kessel tun / und auf Honig dicke kochen / desgleichen auch den zweiten Lauf; der dritte und vierte Lauf / darinnen wenig Kraft sein wird / kann wie oben gesagt / anstatt Wassers / auf die dritte Brau / der Nachlauf von dem dritten auf das vierte Malz anstatt Wasser gegossen / und also zu gut gebracht werden; dann sonsten zu viel Holz kosten würde / die Nachläufe zur dicke zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3995,"date":1659,"orig":"Auff dieſe weiſe koſten die Saͤffte ſehr wenig Holtz vnd Muͤhe zu machen.","norm":"Auf diese Weise kosten die Säfte sehr wenig Holz und Mühe zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9430999755859375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3996,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3997,"date":1659,"orig":"Die Keſſel zu ſolcher Arbeit/ die außgezogene Saͤffte in Honigdicke zu verkochen ſeynd oben in dem Erſten Capittel bey Concentrirung der Weine allbereyt beſchrieben.","norm":"Die Kessel zu solcher Arbeit / die ausgezogene Säfte in Honigdicke zu verkochen sind oben in dem ersten Kapitel bei Konzentrierung der Weine allbereyt beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3998,"date":1659,"orig":"Wer nicht meine Meynung wol daraus verſtehen kan/ der wird ſich bewerben muͤſſen bey mir die oͤfen/ Keſſel vnd andere darzu gehoͤrige Inſtrumenten/ wie auch die Handgriffe zu ſehen/ deme ich ſonſten nicht zu helffen weiß:","norm":"Wer nicht meine Meinung wohl daraus verstehen kann / der wird sich bewerben müssen bei mir die Öfen / Kessel und andere dazugehörige Instrumenten / wie auch die Handgriffe zu sehen / dem ich sonsten nicht zu helfen weiß:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.407899856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":3999,"date":1659,"orig":"Dann weitlaͤufftiger von dergleichen dingen zu ſchreiben/ will die Zeit dismal nicht zulaſſen.","norm":"Dann weitläufiger von dergleichen Dingen zu schreiben / will die Zeit diesmal nicht zulassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.278800010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4000,"date":1659,"orig":"Die Saͤffte ſoll man/ wann ſie dick genug gekocht/ auß dem Keſſel ſchoͤpffen/ oder durch den Kranen ſo daran ſeyn ſoll/ abzapffen/ kalt werden laſſen/ vnd in Tonnen fuͤllen/ wol zuſpunden/ daß kein Lufft darzu kompt/ ſo halten ſie ſich ſo lang man will vnd verderben nicht.","norm":"Die Säfte soll man / wann sie dick genug gekocht / aus dem Kessel schöpfen / oder durch den Kranen so daran sein soll / abzapfen / kalt werden lassen / und in Tonnen füllen / wohl zuspunden / dass kein Luft dazukommt / so halten sie sich so lang man will und verderben nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.033899784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4001,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4002,"date":1659,"orig":"Im Kochen muß man wol zuſehen/ daß die Saͤffte nicht anbrennen noch uͤberlauffen/ welches durch die Regiſter an dem Ofen (dardurch das Fewer wie mans haben wil regiert wird) kan verhindert werden.","norm":"Im Kochen muss man wohl zusehen / dass die Säfte nicht anbrennen noch überlaufen / welches durch die Register an dem Ofen (dadurch das Feuer wie man es haben will regiert wird) kann verhindert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996500015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4003,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt der kuͤrtzſte Weg die Krafft auß dem Korn zu ziehen vnd in die Engte zu bringen/ wann man wol darmit vmbgehet/ nichts von den Saͤfften verſchuͤttet oder ſonſten verlohren wird/ ſo geben 8. Tonnen Maltz 1. Tonnen Safft/ in welcher Tonnen Safft alle Krafft beyſammen iſt/ ſo in den 8. Tonnen Korn geweſen:","norm":"Dieses ist der kürzte Weg die Kraft aus dem Korn zu ziehen und in die Engte zu bringen / wann man wohl damit umgehet / nichts von den Säften verschüttet oder sonsten verloren wird / so geben 8. Tonnen Malz 1. Tonnen Saft / in welcher Tonnen Saft alle Kraft beisammen ist / so in den 8. Tonnen Korn gewesen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.288099765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4004,"date":1659,"orig":"Die Huͤlſen oder Treber gibt man dem Viehe.","norm":"Die Hülsen oder Treber gibt man dem Viehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.475200176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4005,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4006,"date":1659,"orig":"Wer aber die Huͤlſen auff ein andere weiß zu Nutzen bringen kan/ der thut beſſer/ vnd kan auß den Huͤlſen davon die Saͤffte gezogen ſeyn/ ſo viel Nutzen ſchaffen als das Korn gekoſt hat/ alſo daß man die Saͤffte gantz vmbſonſt haben kan/ wann mans weiß: Davon hernach ein mehrers.","norm":"Wer aber die Hülsen auf ein andere weiß zu Nutzen bringen kann / der tut besser / und kann aus den Hülsen davon die Säfte gezogen sein / so viel Nutzen schaffen als das Korn gekost hat / also dass man die Säfte ganz umsonst haben kann / wann man es weiß: davon hernach ein mehreres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.199600219726562} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4007,"date":1659,"orig":"Dieſe Saͤffte betreffend/ ſo ſeynd ſelbe die gantze Krafft des Korns/ vnd kan man hernach daraus/ wann man will/ Bier vnd Brandtewein/ auch an ſtatt Honigs/ Pfeſfer Kuchen von backen/ ſeynd viel lieblicher als wann ſie mit Honig gemacht wehren.","norm":"Diese Säfte betreffend / so sind selbe die ganze Kraft des Korns / und kann man hernach daraus / wann man will / Bier und Branntwein / auch anstatt Honigs / Pfesfer Kuchen von backen / sind viel lieblicher als wann sie mit Honig gemacht wehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.554699897766113} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4008,"date":1659,"orig":"Vnd koͤnnen ſolche Saͤffte an denen Orten bereytet werden/ da das Korn wollfeyl vnd nicht zu verſchicken iſt/ die Bawren nicht wiſſen was ſie damit thun ſollen/ nicht verkauffen koͤnnen/ ſondern auf hauffen liegt vnd verdirbt.","norm":"Und können solche Säfte an denen Orten bereitet werden / da das Korn wohlfeil und nicht zu verschicken ist / die Bauern nicht wissen was sie damit tun sollen / nicht verkaufen können / sondern auf Haufen liegt und verdirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730899810791016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4009,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen die Saͤffte mit beſſerm Vortheil vnd Nutzen gemacht werden/ wo man das Holtz wol haben kan/ ſo wird der Gewinn deſto groͤſſer.","norm":"Auch können die Säfte mit besserem Vorteil und Nutzen gemacht werden / wo man das Holz wohl haben kann / so wird der Gewinn desto größer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119900226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4010,"date":1659,"orig":"Dieſes Werck deſto beſſer zuverſtehen zu geben/ wird dieſer uͤberſchlag thun: Geſetzt ich nehme acht Tonnen Korn/ maltzte ſolches vnd brawete es zu Bier auff obgeſchriebene weiß/ vnd braͤchte 1. Tonnen guten Safft davon/ welchen ich uͤber Waſſer oder Land ja viel beſſer verſchicken koͤnte als 8. Tonnen Korn/ vnd auch wol 2. oder 3. mahl ſo viel darauß loͤſen koͤnte als auß 8. Malter Korn.","norm":"Dieses Werk desto besser zu verstehen zu geben / wird dieser überschlag tun: Gesetzt ich nehme acht Tonnen Korn / malzte solches und brate es zu Bier auf geschriebene weiß / und brächte 1. Tonnen guten Saft davon / welchen ich über Wasser oder Land ja viel besser verschicken könnte als 8. Tonnen Korn / und auch wohl 2. oder 3. Mal so viel daraus lösen könnte als aus 8. Malter Korn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.388700008392334} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4011,"date":1659,"orig":"Warumb?","norm":"Warum?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.435899972915649} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4012,"date":1659,"orig":"Auß Vrſach weilen die groͤſte Arbeit allbereyt geſchehen/ vnd hernach kein ſonderbahre Muͤhe mehr koſtet Bier darauß zu machen/ wie dieſes Exempel bezeuget:","norm":"Aus Ursache weilen die größte Arbeit allbereyt geschehen / und hernach kein sonderbare Mühe mehr kostet Bier daraus zu machen / wie dieses Exempel bezeuget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2006001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4013,"date":1659,"orig":"Geſetzt ich kauffte 8. Tonnen an einem ſolchem Orth da daſſelbe/ vnd zugleich das Holtz wol zu bekommen/ darzu auch nahend an einem Schiffreichen Fluß/ als in Francken am Maͤyn/ Schwaben am Necker/ Heſſen vnd Braunſchweig an der Weſer/ Sachſen vnd Meiſſen an der Elb/ an dieſen Orthen iſt allzeit das Korn vnd Holtz wol zu bekommen.","norm":"Gesetzt ich kaufte 8. Tonnen an einem solchem Ort da dasselbe / und zugleich das Holz wohl zu bekommen / dazu auch nahend an einem Schiffreichen Fluss / als in Franken am Mäyn / Schwaben am Necker / Hessen und Braunschweig an der Weser / Sachsen und Meißen an der Elb / an diesen Orten ist allzeit das Korn und Holz wohl zu bekommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4014,"date":1659,"orig":"Wann ein Malter oder Ton Korn 1. Reichsth. koſt/ ſo machen 8. Malter 8. Reichsth.","norm":"Wann ein Malter oder Ton Korn 1. Reichst . kost / so machen 8. Malter 8. Reichst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6153998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4015,"date":1659,"orig":"1. Reichsth.","norm":"1. Reichst.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.182400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4016,"date":1659,"orig":"Holtz/ 1. Guͤlden Arbeits Lohn/ vnd geben dann 8. Tonnen Korn 1. Tonnen Safft/ welchen ich in Daͤnnene Faͤſſer fuͤlle wie den Honig/ auff daß er fuͤr trucken wahr geht/ vnd nicht fuͤr Wein oder Bier auff den Zoͤllen angeſehen wird/ bezahle dieſelbe nach dem Centner/ wie andere truckne Wahren: Geſetzt ein Tonne koſt an die Seeſtatt zu bringen 2. Guͤlden/ ſo machen alle vnkoſten/ mit dem Korn/ Fracht oder Fuhrlohn/ Fewer vnd Arbeit/ 12. Guͤlden/ ſeynd 8. Reichsth.","norm":"Holz / 1. Gülden Arbeite es Lohn / und geben dann 8. Tonnen Korn 1. Tonnen Saft / welchen ich in Dännene Fässer fülle wie den Honig / auf dass er für trocken wahr geht / und nicht für Wein oder Bier auf den Zöllen angesehen wird / bezahle dieselbe nach dem Zentner / wie andere trockne Wahren: Gesetzt ein Tonne kost an die Seestatt zu bringen 2. Gülden / so machen alle Unkosten / mit dem Korn / Fracht oder Fuhrlohn / Feuer und Arbeit / 12. Gülden / sind 8. Reichst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472799777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4017,"date":1659,"orig":"vnd gibt mir ein ſolche Ton hernach auffs wenigſte acht Tonnen des beſten Biers/ 10. etwas geringer/ oder auch wol 12. nach deme man das Bier gut haben will.","norm":"und gibt mir ein solche Ton hernach aufs wenigste acht Tonnen des besten Biers / 10. etwas geringer / oder auch wohl 12. nach dem man das Bier gut haben will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.963699817657471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4018,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt gewiß/ daß ein Ton Korn allzeit mehr gut Bier gibt als ein Tonne/ wann mans genaw ſuchen wolte/ gern 1½.","norm":"Dieses ist gewiss / dass ein Ton Korn allzeit mehr gut Bier gibt als ein Tonne / wann man es genau suchen wollte / gern 11/2.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.065899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4019,"date":1659,"orig":"Ton gut Bier: Geſetzt es geb nur 1. Ton/ vnd die Ton Bier koͤnte verkauft werden fuͤr 3. Reichsth. ſo wuͤrden die 8. Tonnen Korn welche mit allen vnkoſten an die Orth da das Korn oder Bier thewr iſt/ nur 8. Thaler zu bringen gekoſt/ wieder vor 24. Reichsthaler koͤnnen verkauft werden/ 8. davon gezogen/ bleiben noch 16. Reichsth. gewinn/ oder uͤberſchuß/ welches auf 8. Tonnen Korn ja genug iſt.","norm":"Ton gut Bier: Gesetzt es gebe nur 1. Ton / und die Ton Bier könnte verkauft werden für 3. Reichst . so würden die 8. Tonnen Korn welche mit allen Unkosten an die Ort da das Korn oder Bier teuer ist / nur 8. Taler zu bringen gekost / wieder vor 24. Reichstaler können verkauft werden / 8. davon gezogen / bleiben noch 16. Reichst . Gewinn / oder Überschuss / welches auf 8. Tonnen Korn ja genug ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.382199764251709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4020,"date":1659,"orig":"Geſetzt das Korn were thewrer/ die Saͤfte koſteten mehr an die See zu bringen als allhier gerechnet/ vnd wuͤrden an 8. Tonnen Korn oder einer Tonnen Saft nur 8. Thaler gewinn uͤber alle vnkoſten/ ſo were es doch genug/ vnd haͤtte man noch dieſen Vortheil neben dem Gewinn/ daß man ſein Korn durch dieſes Mittel/ ſo ſonſten da liegen vnd verderben muͤſte/ vor andern verkauffen vnd an den Mann bringen koͤnne.","norm":"Gesetzt das Korn wäre teurer / die Säfte kosteten mehr an die See zu bringen als allhier gerechnet / und würden an 8. Tonnen Korn oder einer Tonnen Saft nur 8. Taler Gewinn über alle Unkosten / so wäre es doch genug / und hätte man noch diesen Vorteil neben dem Gewinn / dass man sein Korn durch dieses Mittel / so sonsten da liegen und verderben müsste / vor anderen verkaufen und an den Mann bringen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116899967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4021,"date":1659,"orig":"Auch hat man dieſen Nutzen davon/ daß man das Korn bey wolfeylen zeiten eynkauffen/ Concentriren/ in Tonnen dahin legen/ bis zu thewren Zeiten/ ſo darff man nicht ſorgen/ daß die Maͤus vnd Ratzen ſolches freſſen/ wuͤrmicht wird/ oder ſonſten verdirbt:","norm":"Auch hat man diesen Nutzen davon / dass man das Korn bei wohlfeilen Zeiten einkaufen / Konzentrieren / in Tonnen dahin legen / bis zu teuren Zeiten / so darf man nicht sorgen / dass die Mäuse und Ratzen solches fressen / wurmig wird / oder sonsten verdirbt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.527299880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4022,"date":1659,"orig":"Braucht auch ſo viel platz nicht darzu wie zum Korn/ dann wo allhier eine Tonne Saft liegt/ muͤſten dort 8. Tonnen Korn liegen.","norm":"Braucht auch so viel platz nicht dazu wie zum Korn / dann wo allhier eine Tonne Saft liegt / müssten dort 8. Tonnen Korn liegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4899001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4023,"date":1659,"orig":"Vnd geſchicht durch dieſes Mittel der Herꝛſchafft vnd den Vnterthanen zu gleich groſſe Huͤlff/ dann die Herꝛſchafft kan von den Vnterthanen/ wann ſie an ſtatt ſchatzung vnd Stewer Korn nimbt/ bezahlt werden; Die Vnterthauen aber koͤnnen durch diß Mittel jhrer Obrigkeit die ſchuldige Gebuͤhr entrichten/ doͤrffen das Vieh auß dem Stall nicht verkauffen/ noch Geld auf Renthen nehmen/ Weib vnd Kind verpfaͤnden/ vnd braucht gar keine Muͤhe/ anderſt als daß die Herꝛſchaft ein Brawerey anſtellt/ darinn das Korn gemaltzet/ gebrawet/ vnd zu Safften Concentrirt wird/ das Holtz haben ſie ſelber/ vnd koſt ſie keinen Pfenning.","norm":"Und geschieht durch dieses Mittel der Herrschaft und den Untertanen zu gleich große Hilfe / dann die Herrschaft kann von den Untertanen / wann sie anstatt Schatzung und Steuer Korn nimmt / bezahlt werden; die Untertauen aber können durch dies Mittel ihrer Obrigkeit die schuldige Gebühr entrichten / dürfen das Vieh aus dem Stall nicht verkaufen / noch Geld auf Renten nehmen / Weib und Kind verpfänden / und braucht gar keine Mühe / anders als dass die Herrschaft ein Brauerei anstellt / darin das Korn gemaltst / gebraut / und zu saften konzentriert wird / das Holz haben sie selber / und kost sie keinen Pfennig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4024,"date":1659,"orig":"Kan alſo einem Land hierdurch geholffen werden/ daß nimmer weder an Geld/ Victualien, noch andern notduͤrftigen Dingen Mangel darinn iſt:","norm":"Kann also einem Land hierdurch geholfen werden / dass nimmer weder an Geld / Viktualien, noch anderen notdürftigen Dingen Mangel darin ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.157100200653076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4025,"date":1659,"orig":"Dann wann die Saͤfte nur an die Seeſtaͤtt koͤnnen gebracht werden/ ſelbige mit viel tauſenden Tonnen koͤnnen verkaufft werden/ an ſolche Herꝛſchaften oder Kauffleuth/ welche nach Oſt- vnd Weſt-Indien handlen/ welche dann zu allen Zeiten auf Schiffen/ ja mitten im Sommer oder Hundstagen/ wann ſie nur Hopffen vnd Waſſer haben/ gut Bier auß machen koͤnnen/ ſo jhnen viel Rathſamer/ dann da ein Ton dieſes Safts liegt/ da muͤſſen ſonſten 8. Tonnen Bier liegen/ ſo jhnen bisweilen ſauer wird vnd verdirbt/ welches ſie hierbey auch nicht zu befoͤrchten haben:","norm":"Dann wann die Säfte nur an die Seestätte können gebracht werden / selbige mit viel tausenden Tonnen können verkauft werden / an solche Herrschaften oder Kaufleut / welche nach Ost- und Westindien handeln / welche dann zu allen Zeiten auf Schiffen / ja mitten im Sommer oder Hundstagen / wann sie nur Hopfen und Wasser haben / gut Bier aus machen können / so ihnen viel Ratsamer / dann da ein Ton dieses Safts liegt / da müssen sonsten 8. Tonnen Bier liegen / so ihnen bisweilen sauer wird und verdirbt / welches sie hierbei auch nicht zu befürchten haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.515900135040283} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4026,"date":1659,"orig":"Vnd ſeynd ſolche Bier ſo auß den Saͤften durch zuthun eines Hopffen Waſſers gemacht/ auch viel geſunder als andere Bier/ weilen das Fewer im eynkochen des Safts alle cruditet verzehret oder Corrigiret hat/ welches ein jedwederer leichtlich erachten vnd glauben kan.","norm":"Und sind solche Bier so aus den Säften durch Zutun eines Hopfen Wassers gemacht / auch viel gesunder als andere Bier / weilen das Feuer im Einkochen des Safts alle cruditet verzehret oder Korrigieret hat / welches ein jedweder leichtlich erachten und glauben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.766900062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4027,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen dieſe Saͤfte gar wol vnd mit groſſem Nutzen verkaufft vnd gebracht werden/ an denen Orthen da das Korn oder Bier wegen viele der Menſchen allzeit thewer iſt/ als in Holland vnd angraͤntzenden Orthen:","norm":"Auch können diese Säfte gar wohl und mit großem Nutzen verkauft und gebracht werden / an denen Orten da das Korn oder Bier wegen viele der Menschen allzeit teuer ist / als in Holland und angrenzenden Orten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.5015997886657715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4028,"date":1659,"orig":"Wann die Brawer ſolche Saͤfte haben koͤnten/ dieſelbe gewißlich auß dem Korn das Bier mit groſſen vnkoſten nicht brawen wuͤrden/ dann ſie nicht allein keinen ſo groſſen platz/ Keſſel/ noch auch ſo viel Menſchen beduͤrftig ſeyn wuͤrden/ als ſonſten ein gemeyn Bier-brawen erfordert.","norm":"Wann die Brauer solche Säfte haben könnten / dieselbe gewisslich aus dem Korn das Bier mit großen Unkosten nicht brauen würden / dann sie nicht allein keinen so großen platz / Kessel / noch auch so viel Menschen bedürftig sein würden / als sonsten ein gemein Bier-Brauen erfordert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.69350004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4029,"date":1659,"orig":"Steckt alſo in dieſen Saͤften das Holtz/ darmit ſonſten das Bier auß dem Korn muſte gezogen werden/ wie auch die Arbeit zum brawen/ welche auch ſchon darinn iſt:","norm":"Steckt also in diesen Säften das Holz / damit sonsten das Bier aus dem Korn musste gezogen werden / wie auch die Arbeit zum Brauen / welche auch schon darin ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4030,"date":1659,"orig":"Vnd haben ſolche Braͤwer welche dieſe Saͤfte zu Bier machten/ auch dieſen groſſen Vortheil/ daß ſie mitten in den Hunds-Tagen beym heiſſen Sommerwetter/ gut Bier ohne Gefahr machen koͤnnen/ das es jhnen nicht ſauer wird:","norm":"Und haben solche Bräuer welche diese Säfte zu Bier machten / auch diesen großen Vorteil / dass sie mitten in den Hundstagen beim heißen Sommerwetter / gut Bier ohne Gefahr machen können / das es ihnen nicht sauer wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443999767303467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4031,"date":1659,"orig":"Dann jederman der weiß was Bier brawen iſt/ gar wol weiß/ daß man bisweilen genug zu thun hat auſſer den Hundstagen Bier ohne ſauer werden zu brawen:","norm":"Dann jedermann der weiß was Bier brauen ist / gar wohl weiß / dass man bisweilen genug zu tun hat außer den Hundstagen Bier ohne sauer werden zu brauen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.967599868774414} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4032,"date":1659,"orig":"Hierbey man aber die geringſte ſorge nicht haben darff/ dann im durchlauffen uͤber den Trebern/ werden gemeyniglich die Bier im Sommer ſauer/ oder wann ſie ſtehen vnd abkuͤhlen ſollen zum anſetzen: welches alles allhier ſchon gethan/ vnd an ſolchen Orthen da die Arbeiter/ wie auch das Holtz vnd der Platz zu brawen gut Kauff iſt.","norm":"Hierbei man aber die geringste Sorge nicht haben darf / dann im Durchlaufen über den Trebern / werden gemeiniglich die Bier im Sommer sauer / oder wann sie stehen und abkühlen sollen zum Ansetzen: Welches alles allhier schon getan / und an solchen Orten da die Arbeiter / wie auch das Holz und der Platz zu brauen gut Kauf ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.680300235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4033,"date":1659,"orig":"Welches allhier zu gleich auch von dem Wein kan verſtanden werden.","norm":"Welches allhier zugleich auch von dem Wein kann verstanden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643799781799316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4034,"date":1659,"orig":"Iſt dieſes alſo ein Werck das groſſen Nutzen geben kan/ ſo wol dem Kauffer als Verkauffer/ der Verkauffer kan darbey ſein Korn fuͤr ein redlichen preiß an den Mann bringen vnd zu Geld machen:","norm":"Ist dieses also ein Werk das großen Nutzen geben kann / so wohl dem Käufer als Verkaufer / der Verkaufer kann dabei sein Korn für ein redlichen Preis an den Mann bringen und zu Geld machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.113800048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4035,"date":1659,"orig":"Der Kauffer kan zu allen zeiten des Jahrs gut geſund Bier machen/ darff keine andere Koſten darzu anwenden/ als einen Menſchen zu haben der die Saͤffte mit Hopffenwaſſer anſetzet/ Jaͤhrend macht/ vnd in Tonnen fuͤllt/ da er ſonſten viel Menſchen/ groſſe Keſſel/ vnd hoͤltzere Kuffen/ wie auch groſſen platz zum Brawen/ darzu viel Fewer gehoͤrt (ſo an ſolchen Orthen auch thewer iſt) haben muͤſte/ welches bey dieſen Saͤfften alles kan erſpahrt werden.","norm":"Der Käufer kann zu allen Zeiten des Jahrs gut gesund Bier machen / darf keine andere Kosten dazu anwenden / als einen Menschen zu haben der die Säfte mit Hopfenwasser ansetzet / Jährend macht / und in Tonnen füllt / da er sonsten viel Menschen / große Kessel / und höltzere Kufen / wie auch großen platz zum Brauen / dazu viel Feuer gehört (so an solchen Orten auch teuer ist) haben müsste / welches bei diesen Säften alles kann erspart werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.605999946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4036,"date":1659,"orig":"Man betrachte was das fuͤr ein herꝛliches vnd nuͤtzliches Werck ſeyn wuͤrde/ wann ſolche Saͤffte in groſſen Staͤtten vnd ſonderlich an ſolchen Orthen/ da die Haͤuſer/ Holtz vnd Arbeit thewer ſeyn/ zu verkauffen wehren/ koͤnte ein jedweder Hauß Vatter jhme etliche Tonnen ſolches Safts eynkauffen/ vnd in ſeinem Hauß in einem kleinen Keſſel dieſelbe nach ſeinem belieben mit Hopffen Waſſer aufſolviren/ vnd zum Bier machen/ ſo fett oder mager/ ſo bitter oder ſuͤß als er ſelber wolte/ vnd fein in ſeinen eygenen reinen Faͤſſern dahin legen/ vnd das Jahr uͤber mit den ſein gen davon trincken/ auch gute Medicinaliſche Kraͤnterbier davon zu richten.","norm":"Man betrachte was das für ein herrliches und nützliches Werk sein würde / wann solche Säfte in großen Stätten und sonderlich an solchen Orten / da die Häuser / Holz und Arbeit teuer sein / zu verkaufen wehren / könnte ein jedweder Haus Vater ihm etliche Tonnen solches Safts einkaufen / und in seinem Haus in einem kleinen Kessel dieselbe nach seinem belieben mit Hopfen Wasser aufsolviren / und zum Bier machen / so fett oder mager / so bitter oder süß als er selber wollte / und fein in seinen eigenen reinen Fässern dahin legen / und das Jahr über mit den sein gen davon trinken / auch gute Medizinalesche Kränterbier davon zu richten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6209001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4037,"date":1659,"orig":"Solte daß nicht beſſer ſeyn/ als ſolche Bier bey den Brawern nehmen muͤſſen/ welches bisweilen zu Jung/ zu Alt/ oft ſauer vnd vnklar/ uͤbel gekocht/ uͤbel riechend/ an ſtat Hopffen mit Aloe, Kellers hals/ Laͤuß-Kraut/ Bilſen-Kraut:","norm":"Sollte dass nicht besser sein / als solche Bier bei den Brauern nehmen müssen / welches bisweilen zu Jung / zu Alt / oft sauer und unklar / übel gekocht / übel riechend / an statt Hopfen mit Aloe, Kellers Hals / Läus-Kraut / Bilsenkraut:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.753499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4038,"date":1659,"orig":"Dann ſolche vnd dergleichen ſchaͤdliche Dinge/ an etlichen Orthen die Brawer an ſtatt Hopffen das Bier darmit bitter vnd ſtarck zu machen/ vmb des ſchaͤndlichen Gewins willen betruͤglicher weiß vnter das Bier brawen.","norm":"Dann solche und dergleichen schädliche Dinge / an etlichen Orten die Brauer anstatt Hopfen das Bier damit bitter und stark zu machen / um des schändlichen Gewinns willen betrüglicher weiß unter das Bier brauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791200160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4039,"date":1659,"orig":"Darumb alle die jenigen ſo von ſolchen Bieren viel trincken/ nimmer geſund ſeyn koͤnnen/ ſondern aufs wenigſte an Waſſerichen oder feuchten Orten den Schormund oder Schurbauch/ eine Melancoliſche Kranckheit/ ſo von dergleichen vngeſunden Bieren/ welche die innerliche Viſcera des Leibs vnd principalſte Glieder verſtopffen/ vnd ſolche Kranckheit cauſiren oder eynfuͤhren.","norm":"Darum alle diejenigen so von solchen Bieren viel trinken / nimmer gesund sein können / sondern aufs wenigste an Wasserichen oder feuchten Orten den Schormund oder Schurbauch / eine Melancolische Krankheit / so von dergleichen ungesunden Bieren / welche die innerliche Viscera des Leibs und principalste Glieder verstopfen / und solche Krankheit kausieren oder einführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.979899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4040,"date":1659,"orig":"Dieſe art Bier aber ſo auß den Saͤften mit guten Hopffen bereytet ſeyn/ nicht allein ſolche Kranckheiten nicht vervrſachen/ ſondern denſelben wegen jhrer Reinigkeit vnd Klarheit wiederſtehen/ vnd dafuͤr den Menſchen præſerviren, ſonderlich wann man die Saͤffte auß ſolchem Maltz das nicht mit Holtzrauch/ ſondern an der Lufft getrucknet worden/ machen laͤſt/ vnd dem Bier in der fermentation zu helffen weiß/ daß ſich aller Schlamm vnd Hefen nieder ſchlaͤget/ ſo bekompt man ein Bier/ daß geſunder vnd lieblicher iſt als mancher Wein/ der oftermals geſchwekelt oder ſonſten an Kalckichten Orten gewachſen.","norm":"Diese Art Bier aber so aus den Säften mit guten Hopfen bereitet sein / nicht allein solche Krankheiten nicht verursachen / sondern denselben wegen ihrer Reinheit und Klarheit widerstehen / und dafür den Menschen präservieren, sonderlich wann man die Säfte aus solchem Malz das nicht mit Holzrauch / sondern an der Luft getrocknet worden / machen lässt / und dem Bier in der Fermentation zu helfen weiß / dass sich aller Schlamm und Hefen niederschlägt / so bekommt man ein Bier / dass gesunder und lieblicher ist als mancher Wein / der öftermals geschwekelt oder sonsten an kalkigen Orten gewachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.995699882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4041,"date":1659,"orig":"Solche Bier aber beſchweren das Haupt nicht/ machen keine Wind/ blehen den Leib nicht auff wie andere Bier: Verhalten auch den Urin nicht/ ſondern befuͤrdern denſelben/ vnd halten einen natuͤrlichen offenen Leib.","norm":"Solche Bier aber beschweren das Haupt nicht / machen keine Wind / blähen den Leib nicht auf wie andere Bier: Verhalten auch den Urin nicht / sondern befördern denselben / und halten einen natürlichen offenen Leib.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.325300216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4042,"date":1659,"orig":"Seynd alſo ohne zuthun Medicinaliſcher Kraͤuter/ an ſich ſelbſten Medicinaliſch/ lieblich/ wolgeſchmack vnd geſund; Dergleichen ohne dieſes Mittel auß keinem Korn zu brawen muͤglich.","norm":"Sind also ohne zutun Medicinalischer Kräuter / an sich selbst Medicinalisch / lieblich / Wohlgeschmack und gesund; Dergleichen ohne dieses Mittel aus keinem Korn zu brauen möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7683000564575195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4043,"date":1659,"orig":"Von ſolchen Bieren iſt was zu halten/ vnd wuͤrde mancher offt Bier trincken/ wann er dergleichen haben koͤnte/ vnd die truͤbe vnd vngeſunde geſchwefelte Weine liegen laſſen.","norm":"Von solchen Bieren ist was zu halten / und würde mancher oft Bier trinken / wann er dergleichen haben könnte / und die trübe und ungesunde geschwefelte Weine liegen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230299949645996} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4044,"date":1659,"orig":"Wie ich dann dergleichen geſunde Bier in meinem Hauß/ ueben dem Wein/ zu ſpeiſen willens.","norm":"Wie ich dann dergleichen gesunde Bier in meinem Haus / üben dem Wein / zu speisen Willens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7993998527526855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4045,"date":1659,"orig":"Ich koͤnte ein viel mehrers von ſolchen Bieren/ daß auß den Saͤfften bereytet/ ſchreiben/ die Zeit leydet es aber nicht/ es iſt dißmal genug geſagt:","norm":"Ich könnte ein viel mehreres von solchen Bieren / dass aus den Säften bereitet / schreiben / die Zeit leidet es aber nicht / es ist diesmal genug gesagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4046,"date":1659,"orig":"Das uͤbrige kan hierauß genommen vnd verſtanden werden/ was allhier nicht geſchrieben/ zweiffele nicht es werdens gute Haußhalter vnterfangen/ die Saͤfte zu machen/ vnd an ſolche oͤrter zu verſenden/ da ſie auf die groſſe Schiffarten in Menge koͤnnen verkaufft vnd angebracht werden/ dardurch den Korn-Laͤndern groß Geld ins Land kommen kan.","norm":"Das Übrige kann hieraus genommen und verstanden werden / was allhier nicht geschrieben / zweifele nicht es werden es gute Haushalter Unterfangen / die Säfte zu machen / und an solche Orte zu versenden / da sie auf die große Schifffahrten in Menge können verkauft und angebracht werden / dadurch den Korn-Ländern groß Geld ins Land kommen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4047,"date":1659,"orig":"Es werdens die Bier-Braͤwer in groſſen Staͤtten auch nicht verwerffen/ welche dieſe Saͤfte gegen guter Bezahlung gern annehmen.","norm":"Es werden es die Bier-Bräwer in großen Stätten auch nicht verwerfen / welche diese Säfte gegen guter Bezahlung gern annehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.405300140380859} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4048,"date":1659,"orig":"Es werden auch Fuͤrſten Herꝛn vnd groſſe Staͤtte/ ſolche Saͤffte in Copia bereyten/ vnd in jhre Feſtungen oder Proviant Haͤuſer zum Schatz vnd Vorꝛath hinlegen laſſen bis daß ſie es einmal noͤtig haben moͤchten.","norm":"Es werden auch Fürsten Herrn und große Städte / solche Säfte in Copia bereiten / und in ihre Festungen oder Proviant Häuser zum Schatz und Vorrat hinlegen lassen bis dass sie es einmal nötig haben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.797399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4049,"date":1659,"orig":"Auch werden gute Hauß-Vaͤtter ſolches nicht vnterlaſſen/ fuͤr kuͤnftige thewre Zeiten einen Vorꝛath fuͤr die jhrige aufflegen/ vnd in Zeit der Noth angreiffen vnd ſich darmit erhalten.","norm":"Auch werden gute Hausväter solches nicht unterlassen / für künftige teure Zeiten einen Vorrat für die ihrige auflegen / und in Zeit der Not angreifen und sich damit erhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.627900123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4050,"date":1659,"orig":"Es werden auch die Kriegs-Generalen vnd Feld-Oberſten ſich derſelben befleiſſen/ mit ſich ins Feld fuͤhren/ vnd in dem Laͤger wieder mit Waſſer extendiren, vnd zu gut Bier machen/ ſo doͤrffen ſie kein Waſſer mit zu Feld fuͤhren/ dann ſolches allenthalben genug zu bekommen/ der Hopffen iſt auch nicht ſchwer:","norm":"Es werden auch die Kriegsgeneralen und Feldobersten sich derselben befleißen / mit sich ins Feld führen / und in dem Lager wieder mit Wasser extendieren, und zu gut Bier machen / so dürfen sie kein Wasser mit zu Feld führen / dann solches allenthalben genug zu bekommen / der Hopfen ist auch nicht schwer:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.020299911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4051,"date":1659,"orig":"Kan alſo in Feld-Laͤgern dieſe Kunſt viel gutes thun: wie auch in Feſtungen die ſich einer Belaͤgerung beſorgen muͤſſen.","norm":"Kann also in Feldlägern diese Kunst viel Gutes tun: wie auch in Festungen die sich einer Belagerung besorgen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.75} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4052,"date":1659,"orig":"In Summa/ es iſt nicht zu beſchreiben/ was fuͤr groſſer Nutzen an allen Orten/ bey Krieg oder Friedens Zeiten/ dieſe Saͤfte außrichten koͤnnen.","norm":"In Summa / es ist nicht zu beschreiben / was für großer Nutzen an allen Orten / bei Krieg oder Friedens Zeiten / diese Säfte ausrichten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551400184631348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4053,"date":1659,"orig":"Solte derohalbe billig ein jedwedere Herꝛſchaft/ welche jhre Vnterthanen lieb hat/ ſolche Saͤfte in Vorꝛath machen/ vnd auff den Nohtfall bewahren laſſen.","norm":"Sollte derohalben billig ein jedweder Herrschaft / welche ihre Untertanen lieb hat / solche Säfte in Vorrat machen / und auf den Notfall bewahren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.441500186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4054,"date":1659,"orig":"Es moͤchte aber mancher vorwerffen vnd ſagen/ er ſehe vnd ſpuͤre zwar/ daß dieſes Werck ſehr nuͤtzlich vnd gut ſeyn muͤſſe/ aber nicht wol ein Jedwederer die Keſſel zum Concentriren derſelben zeugen koͤnte:","norm":"Es möchte aber mancher vorwerfen und sagen / er sehe und spüre zwar / dass dieses Werk sehr nützlich und gut sein müsse / aber nicht wohl ein Jedweder die Kessel zum Konzentrieren derselben zeugen könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.855100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4055,"date":1659,"orig":"Deme gebe ich zur antwort/ daß auch nicht noͤtig/ daß ein Jedwederer ſolche Concentrirung vnter Handen nehme/ wann in Jedwederer Statt nur einer iſt der es thut/ kan allen ſeinen Nachbawren das Korn abnehmen/ verfuͤhren/ vnd zu Geld machen: thuns jhrer mehr/ ſo iſt es deſto beſſer fuͤr ſie ſelber/ bringen deſto mehr Geld darmit ins Land/ vnd darff ſich niemand befoͤrchten/ wann er ſolcher Saͤffte ein tauſend Tonnen/ darinn 8. tauſend Tonnen Korn ſtecken/ an eine See-Satt braͤchte/ daß er ſelbige nicht alſo balden Contant bezahlt kriegte.","norm":"Dem gebe ich zur Antwort / dass auch nicht nötig / dass ein Jedweder solche Konzentrierung unter Händen nehme / wann in jedweder Stadt nur einer ist der es tut / kann allen seinen Nachbarn das Korn abnehmen / verführen / und zu Geld machen: Tuns ihrer mehr / so ist es desto besser für sie selber / bringen desto mehr Geld damit ins Land / und darf sich niemand befürchten / wann er solcher Säfte ein tausend Tonnen / darin 8. tausend Tonnen Korn stecken / an eine See-Satt brächte / dass er selbige nicht also bald Contant bezahlt kriegte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.549200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4056,"date":1659,"orig":"Was kan tauſend Tonnen machen in einer Volckreichen Statt/ da alle Tag etlich tauſend Tonnen Bier getruncken werden?","norm":"Was kann tausend Tonnen machen in einer Volkreichen Stadt / da alle Tag etlich tausend Tonnen Bier getrunken werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.404099941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4057,"date":1659,"orig":"Braͤcht gleich jemand viel tauſend Tonnen an ſolche oͤrter/ wuͤrde nicht lang Marck halten doͤrffen/ ſondern reiſſend hinweg gehen/ von denen die wiſſen wie ſie zu Bier wieder zu machen.","norm":"Brächt gleich jemand viel tausend Tonnen an solche Orte / würde nicht lang Mark halten dürfen / sondern reißend hinweggehen / von denen die wissen wie sie zu Bier wieder zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.18149995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4058,"date":1659,"orig":"Mich duͤnckt es were ja beſſer das liebe Korn auff dieſe weiß zu Geld zu machen/ als liegen vnd verderben laſſen/ welches vor Gott eine groſſe Suͤnd/ vnd vor den Menſchen ein Schand were.","norm":"Mich dünkt es wäre ja besser das liebe Korn auf diese weiß zu Geld zu machen / als liegen und verderben lassen / welches vor Gott eine große Sünde / und vor den Menschen ein Schande wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.893499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4059,"date":1659,"orig":"Moͤchte weiters eyngeworffen vnd geſagt werden/ wann das Bier auß den Saͤften zu machen ſolte practiſirt werden/ daß an den Orten da man der Herꝛſchafft ein gewiſſes fuͤr ein Ton Bier zu trincken muß erlegen/ ſolches nicht ſolte geſtattet werden/ auß den Saͤften Bier zu machen/ dardurch der Herꝛſchafft die Intraten oder Impoſten benommen wuͤrden.","norm":"Möchte weiteres eingeworfen und gesagt werden / wann das Bier aus den Säften zu machen sollte practisirt werden / dass an den Orten da man der Herrschaft ein gewisses für ein Ton Bier zu trinken muss erlegen / solches nicht sollte gestattet werden / aus den Säften Bier zu machen / dadurch der Herrschaft die Entraten oder Imposten benommen würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223299980163574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4060,"date":1659,"orig":"Dem iſt auch bald zu helffen/ wann die Herꝛſchafft an ſtat des Biers/ die Saͤfte verpachtede/ ſo koͤnte jhnen auch nichts entgehen/ vnd bekaͤmen daß jhrige eben ſo wol auß den Saͤſten/ als ſonſten von dem Bier.","norm":"Dem ist auch bald zu helfen / wann die Herrschaft anstatt des Biers / die Säfte verpachtete / so könnte ihnen auch nichts entgehen / und bekämen dass ihrige eben so wohl aus den Säften / als sonsten von dem Bier.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.371399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4061,"date":1659,"orig":"Welches auch bey den Weinſaͤften ſol verſtanden werden.","norm":"Welches auch bei den Weinsäften soll verstanden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331600189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4062,"date":1659,"orig":"Allhier kan nun ein Jedwederer ſehen/ daß niemand durch die Saͤfte ſchaden/ ſondern vielmehr viel tauſenden Nutzen von kommen kan:","norm":"Allhier kann nun ein Jedweder sehen / dass niemand durch die Säfte schaden / sondern vielmehr viel tausenden Nutzen von kommen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.104100227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4063,"date":1659,"orig":"Derohalben billig eie jedwedere Herꝛſchafft oder Obrigkeit mit allem ernſt jhre Vnterthanen dahin halten ſolte daß ſie auß jhrem Korn/ welches ſie nicht verkauffen koͤnnen/ ſolche Saͤfte kochten/ vnd Geld dargegen ins Land braͤchten/ were ja beſſer als dieſelbe alſo bloß vnd Nackend daher ſchlampampen/ Hunger vnd Noth leyden laſſen.","norm":"Derohalben billig eie jedweder Herrschaft oder Obrigkeit mit allem ernst ihre Untertanen dahin halten sollte dass sie aus ihrem Korn / welches sie nicht verkaufen können / solche Säfte kochten / und Geld dagegen ins Land brächten / wäre ja besser als dieselbe also bloß und Nackend daher schlampampen / Hunger und Not leiden lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9268999099731445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4064,"date":1659,"orig":"Dann wuͤrde nirgends kein Mangel im Land ſeyn/ ſondern ſo wol die Vnterthanen als Herꝛſchafft genug haben:","norm":"Dann würde nirgends kein Mangel im Land sein / sondern so wohl die Untertanen als Herrschaft genug haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.778900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4065,"date":1659,"orig":"Zu welchem Ende ich dieſe Muͤhe auff mich genommen habe/ dieſe ſchoͤne vnd nuͤtzlich Kunſt zu offenbahren.","norm":"Zu welchem Ende ich diese Mühe auf mich genommen habe / diese schöne und nützlich Kunst zu offenbaren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.682300090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4066,"date":1659,"orig":"Vnd ob ich ſchon von niemand nichts gegen Offenbahrung dieſer nuͤtzlichen Kunſt zu erwarten haben ſolte (wie es dann jetzunder bey der vndanckbahren Welt hergehet) ſo habe ich doch den willen Gottes erfuͤllt/ vnd meinem Naͤchſten Chriſtliche Lieb erzeigt vnd gutes gethan/ darmit ich kan zu frieden ſeyn:","norm":"Und ob ich schon von niemand nichts gegen Offenbahrung dieser nützlichen Kunst zu erwarten haben sollte (wie es dann jetzund bei der undankbaren Welt hergehet) so habe ich doch den Willen Gottes erfüllt / und meinem Nächsten christliche Liebe erzeigt und gutes getan / damit ich kann zu Frieden sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.314899921417236} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4067,"date":1659,"orig":"Nicht zweiffelende/ mir Gott als ein Belohner alles guten/ ſolches an einem andern Orth vnvergolten nicht laſſen wird.","norm":"Nicht Zweifelende / mir Gott als ein Belohner alles guten / solches an einem anderen Ort unvergolten nicht lassen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.288599967956543} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4068,"date":1659,"orig":"Kan auch gar wol darauff Propheceyen/ wann dieſe meine gute Lehr vnd Ermahnung in acht genommen/ daß in kurtzem manches Land ſich wieder erholen/ Klein vnd Groß ſich wol darbey befinden werden/ ſonderlich die jenige/ welche mit erſten zugreiffen/ vnd dieſe handlung anſtellen/ ehe es gemeyn wird/ groſſe Schaͤtze darmit ſamlen werden/ welche nun Gott durch dieſes Mittel geſegnet/ darneben der Armen ja nicht vergeſſen/ ſondern den Segen zu Gottes Ehren/ vnd der armen verlaſſenen Witriben vnd Waͤyſen Erquickung anlegen vnd bewahren wollen.","norm":"Kann auch gar wohl darauf Prophezeien / wann diese meine gute Lehre und Ermahnung in Acht genommen / dass in kurzem manches Land sich wieder erholen / Klein und groß sich wohl dabei befinden werden / sonderlich diejenige / welche mit ersten zugreifen / und diese Handlung anstellen / ehe es gemein wird / große Schätze damit sammeln werden / welche nun Gott durch dieses Mittel gesegnet / daneben der Armen ja nicht vergessen / sondern den Segen zu Gottes Ehren / und der armen verlassenen Witriben und Waisen Erquickung anlegen und bewahren wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.815899848937988} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4069,"date":1659,"orig":"Dann man die Schaͤtze vnd Reichthuͤmer nirgends beſſer auff das kuͤnfftige allhier im zeitlichen (als vnter die Armen getheilt) bewahren kan/ ſo hat man ſich nicht zu beſorgen/ daß Diebe vnd Moͤrder einem dieſelbe abnehmen/ ſondern wird nachmahlen ſelbige in jener Welt zehenfaͤltig wieder finden.","norm":"Dann man die Schätze und Reichtümer nirgends besser auf das künftige allhier im zeitlichen (als unter die Armen geteilt) bewahren kann / so hat man sich nicht zu besorgen / dass Diebe und Mörder einem dieselbe abnehmen / sondern wird nachmals selbige in jener Welt zehenfältig wieder finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7667999267578125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4070,"date":1659,"orig":"Das Dritte Capittel.","norm":"Das Dritte Kapitel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.876299858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4071,"date":1659,"orig":"De Concentratione Vegetabilium.","norm":"De Konzentration Vegetabilium.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.03279972076416} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4072,"date":1659,"orig":"IN den zwey vorhergehenden Theilen oder Capitulen iſt gelehret worden/ wie der Wein vnd das Korn durch Kunſt zu Concentriren/ vnd groſſer Nutzen dardurch ſoll geſchafft werden.","norm":"IN den zwei vorhergehenden Teilen oder Capitolen ist gelehrt worden / wie der Wein und das Korn durch Kunst zu konzentrieren / und großer Nutzen dadurch soll geschafft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.017000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4073,"date":1659,"orig":"Nun iſt noch uͤbrig/ die Gewaͤchſe der Kraͤuter/ Hecken/ Straͤuch vnd groſſen Baͤume/ wie dieſelbe wann ſie uͤberfluͤſſig ſtehen/ vnd ſonſten nicht zu Nutzen zu bringen/ auch Concentrirt/ oder in die Engte gebracht werden/ dardurch man gleicher weiß groſſen Nutzen/ wie vom vnwehrten Wein vnd Korn/ haben kan.","norm":"Nun ist noch übrig / die Gewächse der Kräuter / Hecken / Strauch und großen Bäume / wie dieselbe wann sie überflüssig stehen / und sonsten nicht zu Nutzen zu bringen / auch konzentriert / oder in die Engte gebracht werden / dadurch man gleicher weiß großen Nutzen / wie vom unwerten Wein und Korn / haben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.613399982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4074,"date":1659,"orig":"Nun iſt Jederman bekant/ daß vnter allen Vegetabiliſchen gewaͤchſen keines vnwehrter oder geringer geacht wird/ als eben das Gras auff dem Feld/ die wilde Hecken/ Straͤuche/ vnd auch groſſe Baͤume/ ſonderlich wann dieſelbe von den Menſchen weit abgelegen/ da ſie ſolche nicht gebrauchen koͤnnen/ wachſen; gantz nichts geacht werden/ auch niemand wegen der abgelegenheit Nutzen von haben kan/ ſondern blos da ſtehen/ in die Wilde hineyn wachſen/ endlich wieder vmbfallen vnd verderben.","norm":"Nun ist jedermann bekannt / dass unter allen Vegetabilischen Gewächsen keines unwerter oder geringer geachtet wird / als eben das Gras auf dem Feld / die wilde Hecken / Sträucher / und auch große Bäume / sonderlich wann dieselbe von den Menschen weit abgelegen / da sie solche nicht gebrauchen können / wachsen; ganz nichts geachtet werden / auch niemand wegen der Abgelegenheit Nutzen von haben kann / sondern bloß da stehen / in die Wilde hinein wachsen / endlich wieder umfallen und verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9918999671936035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4075,"date":1659,"orig":"Wie zu ſehen in den groſſen Wildnuͤſſen des Teutſchlands/ als Speſſert/ Steigerwald/ Odenwald/ Tuͤhringer vnd Boͤhmerwald/ Hartzwald/ vnd auch andern Laͤndern/ da zehen mahl mehr Holtz liegt vnd verfaullt/ als von den Menſchen verbraucht wird/ oder zu nutzen kompt.","norm":"Wie zu sehen in den großen Wildnissen des Deutschlands / als Spessert / Steigerwald / Odenwald / Thüringer und Böhmerwald / Harzwald / und auch anderen Ländern / da zehnmal mehr Holz liegt und verfault / als von den Menschen verbraucht wird / oder zu nutzen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.19890022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4076,"date":1659,"orig":"Darumb weilen niemanden bishero gewuſt/ was man darmit machen oder thun koͤnne/ als was zum Bawen der Haͤuſer/ wie auch zum verbrennen/ zum Kochen/ Brawen/ Backen/ vnd andern Notturfften der Menſchen ſoll verbraucht werden/ vns nahe bey den Staͤtten oder Doͤrffern ſtehet/ da Menſchen wohnen/ auff daß mans nicht zu weit zu holen hat/ da dann in groſſen Waͤldern vom ſtetigem Gebrauch der Menſchen/ das Holtz von Jahren zu Jahren zimlich verbrauchet wird/ vnd kein platz hat da zu liegen vnd zu verfaulen.","norm":"Darum weilen niemanden bisher gewusst / was man damit machen oder tun könne / als was zum Ban der Häuser / wie auch zum Verbrennen / zum Kochen / Brauen / Backen / und anderen Notturfften der Menschen soll verbraucht werden / uns nahe bei den Stätten oder Dörfern steht / da Menschen wohnen / auf dass man es nicht zu weit zu holen hat / da dann in großen Wäldern vom stetigem Gebrauch der Menschen / das Holz von Jahren zu Jahren ziemlich verbrauchet wird / und kein platz hat da zu liegen und zu verfaulen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230599880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4077,"date":1659,"orig":"Das jenige Holtz aber ſo weit von Menſchen abgelegen/ auff hohen Bergen da niemand hin kompt/ waͤchſet/ kan auch von niemand gebraucht werden:","norm":"Dasjenige Holz aber so weit von Menschen abgelegen / auf hohen Bergen da niemand hin kommt / wächst / kann auch von niemand gebraucht werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.559500217437744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4078,"date":1659,"orig":"Muß alſo daſſelbige ſtehen vnd den wilden Thieren als Baͤhren vnd Woͤlffen (zu groſſen ſchaden anderer guten oder nuͤtzlichen Thier/ als Herſchen/ Rehen/ Schweinen/ Schafen ꝛc.) eine Wohnung ſeyn.","norm":"Muss also dasselbe stehen und den wilden Tieren als Bären und Wölfen (zu großen schaden anderer guten oder nützlichen Tier / als herrschen / Rehen / Schweinen / Schafen etc.) eine Wohnung sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7357001304626465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4079,"date":1659,"orig":"Wer ſoll es aber aͤndern? ſoll man ſolch groſſe Waͤlder vmb der wilden Thier willen/ jhnen jhre Wohnung zu verſtoͤhren/ abhawen/ verfaulen laſſen/ oder anzuͤnden/ vnd vnnuͤtzlich verbrennen?","norm":"Wer soll es aber ändern? soll man solch große Wälder um der wilden Tier Willen / ihnen ihre Wohnung zu verstören / abhauen / verfaulen lassen / oder anzünden / und unnützlich verbrennen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328800201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4080,"date":1659,"orig":"Daß thut niemand/ dann groſſe Arbeit dazu gehoͤren wuͤrde/ ſolche groſſe Wildnuſſen abzuhawen: Weilen dann ſonſten kein ander Nutzen von zu erwarten/ als allein die wilde Thier darmit auß zu reuthen/ niemanden ſich deſſen vnterſtehet:","norm":"Dass tut niemand / dann große Arbeit dazugehören würde / solche große Wildnussen abzuhauen: Weilen dann sonsten kein ander Nutzen von zu erwarten / als allein die wilde Tier damit aus zu reuten / niemanden sich dessen unterstehet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.893400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4081,"date":1659,"orig":"Were auch gar nicht rathſam ſolche vngehewre Wildnuſſen anzuſtecken vnd zuverbrennen (wie in alten Hiſtorien zu leſen das vielmahls geſchehen/ allein das vngeziefer vnd ſchaͤdliche Gethier darauß zuvertreiben (iſt gefaͤhrlich/ vnd zu beſorgen daß ein ſolcher groſſer Brand weiter gehen moͤchte/ als man jhme zu gelegte Dann dergleichen mehr geſchehen/ daß man etwan eine Heyden anſtecken wollen/ ſolches Fewer in die Waͤlde fortgelauffen/ vnd groſſe ſtuͤck Waͤlder verbrand/ vnd groſſen ſchaden den Benachtbarten vervrſacht:","norm":"Wäre auch gar nicht ratsam solche ungeheure Wildnussen anzustecken und zuverbrennen (wie in alten Historien zu lesen das vielmals geschehen / allein das Ungeziefer und schädliche Getier daraus zuvertreiben (ist gefährlich / und zu besorgen dass ein solcher großer Brand weiter gehen möchte / als man ihm zu gelegte Dann dergleichen mehr geschehen / dass man etwan eine Heiden anstecken wollen / solches Feuer in die Walde fortgelaufen / und große Stück Wälder verbrannt / und großen schaden den Benagbarten verursacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.482500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4082,"date":1659,"orig":"Welches abbrennen dann gar nicht rathſam.","norm":"Welches abbrennen dann gar nicht ratsam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.020699977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4083,"date":1659,"orig":"Das abhawen vnd verfaulen zu laſſen auch wegen des groſſen koſtens die darauff gehen wuͤrden/ gar nicht muͤglich:","norm":"Das Abhauen und verfaulen zu lassen auch wegen des großen Kostens die darauf gehen würden / gar nicht möglich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6381001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4084,"date":1659,"orig":"Muͤſſen alſo den wilden vnd ſchaͤdlichen Thieren/ wie auch den Moͤrdern vnd Raͤubern jhre Wohnung verbleiben:","norm":"Müssen also den wilden und schädlichen Tieren / wie auch den Mördern und Räubern ihre Wohnung verbleiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8383002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4085,"date":1659,"orig":"Dann ob wol bisweilen an ſolche oͤrter Glashuͤtten aufgericht werden/ ſo koͤnnen ſie doch ſo viel Holtz nicht verbrennen/ daß die Waͤlde lichter dardurch werden/ wann ſchon in einer jedwedern Glashuͤtten taͤglichen 20. Wagen Holtz verbrand wuͤrden:","norm":"Dann ob wohl bisweilen an solche Orte Glashütten aufgerecht werden / so können sie doch so viel Holz nicht verbrennen / dass die Walde lichter dadurch werden / wann schon in einer jedweden Glashütten täglichen 20. Wagen Holz verbrannt würden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.882999897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4086,"date":1659,"orig":"Darzu gebrauchen die Glasmacher das Holtz nicht wie es da ſteht nach einander/ ſondern hawen allein das allergeradeſte vnd glatteſte Buͤchen Holtz herauß/ auff daß ſie daſſelbige deſto beſſer ſpalten oder klieben koͤnnen/ vnd laſſen die ſtraͤuche vnd knortzeriche Eychen vnd Buͤchen baͤume wol ſtehen:","norm":"Dazu gebrauchen die Glasmacher das Holz nicht wie es da steht nach einander / sondern hauen allein das geradeste und glatteste Büchen Holz heraus / auf dass sie dasselbe desto besser spalten oder klieben können / und lassen die Strauche und knortzeriche Eichen und Büchen bäume wohl stehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.687699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4087,"date":1659,"orig":"Alſo daß durch das Glasmachen nur die beſte Baͤume außgeſucht/ die Hecken vnd ſtraͤuche darinn ſich die wilde Thier am fuͤglichſten auffhalten koͤnnen/ nicht einmal begehren/ welche jhnen dann auch kein Nutz ſeyn koͤnnen/ weilen ſie auch die ſchoͤnſte aͤſte von den Buͤchen baͤumen liegen vnd verderben laſſen/ vnd allein die gute Staͤmme zu jhren Glasmachen gebrauchen koͤnnen: vnd darzu ſetzen die Glasmacher jhre Huͤtten nicht in die weit abgelegene Wildnuͤſſen/ ſondern je naͤher ſie ſolche auffrichten koͤnnen/ je lieber es jhnen iſt/ dann ſie jhre Nahrung von den Menſchen haben muͤſſen.","norm":"Also dass durch das Glasmachen nur die beste Bäume ausgesucht / die Hecken und Strauche darin sich die wilde Tier am füglichsten aufhalten können / nicht einmal begehren / welche ihnen dann auch kein Nutz sein können / weilen sie auch die schönste äste von den Büchen bäumen liegen und verderben lassen / und allein die gute Stämme zu ihren Glasmachen gebrauchen können: und dazu setzen die Glasmacher ihre Hütten nicht in die weit abgelegene Wildnissen / sondern je näher sie solche aufrichten können / je lieber es ihnen ist / dann sie ihre Nahrung von den Menschen haben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.25570011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4088,"date":1659,"orig":"Auch wird bisweilen viel Holtz verbraucht bey den Bergwercken/ vnd ſonderlich da man Eyſen ſchmeltzet/ darzu dann viel Kohlen gehoͤren/ aber wie bey dem Glasmachen geſagt/ alſo auch allhier ſoll verſtanden werden/ daß nemblich ſolche Schmeltzhuͤtten/ nimmer auff hohe Berge oder weit abgelegene Wildnuͤſſen geſetzet werden/ die Vrſach iſt/ weilen ſie auch Menſchen darzu gebrauchen/ auch Waſſer die Blasbaͤlge darmit zu treiben/ haben muͤſſen/ vnd der Orth auch alſo beſchaffen ſeyn muß/ das man mit Wagen alle Notturfft beybringen/ vnd daß geſchmoltzen Eyſen wieder nach den Staͤtten verfuͤhren kan:","norm":"Auch wird bisweilen viel Holz verbraucht bei den Bergwerken / und sonderlich da man Eisen schmelzet / dazu dann viel Kohlen gehören / aber wie bei dem Glasmachen gesagt / also auch allhier soll verstanden werden / dass nämlich solche Schmelzhütten / nimmer auf hohe Berge oder weit abgelegene Wildnissen gesetzt werden / die Ursache ist / weilen sie auch Menschen dazu gebrauchen / auch Wasser die Blasebälge damit zu treiben / haben müssen / und der Ort auch also beschaffen sein muss / das man mit Wagen alle Notdurft beibringen / und dass geschmolzen Eisen wieder nach den Stätten verführen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.160600185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4089,"date":1659,"orig":"Darzu verbrennen die Schmeltzer zu jhren Kohlen brennen/ auch nicht alles Holtz wie es jhnen vorkompt/ ſondern laſſen die Hecken vnd Buͤſche auch ſtehen/ dann ſie keine Kohlen davon brennen koͤnnen.","norm":"Dazu verbrennen die Schmelzer zu ihren Kohlen brennen / auch nicht alles Holz wie es ihnen vorkommt / sondern lassen die Hecken und Büsche auch stehen / dann sie keine Kohlen davon brennen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.550600051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4090,"date":1659,"orig":"Verbleiben alſo die groſſe Wildnuſſen (ob ſchon an vielen Orten Glas-vnd Schmeltz-huͤtten auffgebawet) dan- noch vnangetaſt/ weilen niemand ſolche zu gebrauchen weiß/ ſo ſtehen.","norm":"Verbleiben also die große Wildnussen (ob schon an vielen Orten Glas-vnd Schmelz-Hütten aufgebaut) dan- noch vnangetast / weilen niemand solche zu gebrauchen weiß / so stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.903900146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4091,"date":1659,"orig":"Nach deme ich aber all mein Lebtag die groſſe Wunderwerck Gottes in Obacht genommen/ die heimlichkeiten der Natur zu erforſchen/ mich keinen fleiß/ Muͤhe vnd koſten habe abhalten laſſen/ vnd auß der Natur erlernet/ daß Gott ein gerechter Haußhalter iſt/ vnd gar nichts machet/ ſchaffet oder thut/ ohne ſonderbahre vrſachen/ welches vns Menſchen/ ſo mehrentheils dem Viehe gleich/ ohne Erkaͤntnus Gottes oder ſeiner Wercken/ dahin leben/ gleich gilt vnd krum/ krum ſeyn laſſen:","norm":"Nachdem ich aber all mein Lebtag die große Wunderwerk Gottes in Obacht genommen / die Heimlichkeiten der Natur zu erforschen / mich keinen Fleiß / Mühe und kosten habe abhalten lassen / und aus der Natur erlernet / dass Gott ein gerechter Haushalter ist / und gar nichts macht / schaffet oder tut / ohne sonderbare Ursachen / welches uns Menschen / so mehrenteils dem Viehe gleich / ohne Erkäntnus Gottes oder seiner Werken / dahin leben / gleich gilt und krumm / krumm sein lassen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049600124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4092,"date":1659,"orig":"Gantz nicht betrachtende/ daß der Menſch zu viel einem andern Ende/ als das vnvernuͤnfftige Vieh/ von Gott dem Herꝛen erſchaffen ſey/ den Alten Spruch (Gott vnd die Natur machen oder ſchaffen nichts vergeblich) gar nicht in acht nehmen.","norm":"Ganz nicht betrachtende / dass der Mensch zu viel einem anderen Ende / als das unvernünftige Vieh / von Gott dem Herren erschaffen sei / den Alten Spruch (Gott und die Natur machen oder schaffen nichts vergeblich) gar nicht in Acht nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.416500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4093,"date":1659,"orig":"Wann dann dieſes wahr iſt (wie es dann niemand laͤugnen kan) ſo ſehen wir ja/ daß die groſſe Wildnuſſen gantz nicht vnnuͤtz oder vergeblich da ſtehen/ ſondern ja zu etwas gutes nuͤtzlich ſeyn muͤſſen/ wie ſie dann auch ſeyn/ nemblichen ein uͤberauß groſſer Schatz/ dereñ die jhn kennen vnd gut zu machen wiſſen/ wie ich dann ſolches klaͤrlich beweiſen vnd der blinden vnd verſtockten Welt vor Augen legen wil/ alſo daß die Spoͤtter/ Veraͤchter/ vnd vnerfahrne der natuͤrlichen Philoſophiæ, ſo allein durchs Fewer vnd nicht auß dem Ariſtotele ſoll vnd muß erlernet vnd ſtudiret werden/ vnd daß das Fewer der rechte Lehrmeiſter aller natuͤrlichen Kuͤnſten ſey/ vnd verbleibe (ſie wollen oder wollen nicht) dennoch zulaſſen vnd nach geben muͤſſen.","norm":"Wann dann dieses wahr ist (wie es dann niemand leugnen kann) so sehen wir ja / dass die große Wildnussen ganz nicht unnütz oder vergeblich da stehen / sondern ja zu etwas Gutes nützlich sein müssen / wie sie dann auch sein / nämlichen ein überaus großer Schatz / deren die ihn kennen und gutzumachen wissen / wie ich dann solches klärlich beweisen und der blinden und verstockten Welt vor Augen legen will / also dass die Spötter / Verächter / und unerfahrene der natürlichen Philosophiae, so allein durchs Feuer und nicht aus dem Aristoteles soll und muss erlernet und studiert werden / und dass das Feuer der rechte Lehrmeister aller natürlichen Künsten sei / und verbleibe (sie wollen oder wollen nicht) dennoch zulassen und nachgeben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.931700229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4094,"date":1659,"orig":"Welchem auch das Fewer/ er ſey gleich ſonſten in frembden Sprachen (die doch in Philoſophia ſecretiori nicht helffen oder nutzen koͤnnen) ſo hoch erfahren als er immer wolle/ nicht kent/ noch ſeine groſſe Krafft verſtehet/ nicht das geringſte in wichtigen Dingen nimmermehr außrichten oder zu wegen bringen wird.","norm":"Welchem auch das Feuer / er sei gleich sonsten in fremden Sprachen (die doch in Philosophia secretiori nicht helfen oder nutzen können) so hoch erfahren als er immer wolle / nicht kennt / noch seine große Kraft verstehet / nicht das Geringste in wichtigen Dingen nimmermehr ausrichten oder zu wegen bringen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.687699794769287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4095,"date":1659,"orig":"Darumb ſage ich/ ſolte man billig ſolche Leute die in der Natur erfahren ſeyn (hinderwerts bey groſſen vnd kleinen nicht verachten oder verkleinern/ vorgebende was man einem ſolchen glauben ſolte/ der doch auff Hohen Schulen kein Doctor worden.","norm":"Darum sage ich / sollte man billig solche Leute die in der Natur erfahren sein (Hinderwerts bei großen und kleinen nicht verachten oder verkleinern / vorgebende was man einem solchen glauben sollte / der doch auf hohen Schulen kein Doktor worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.359799861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4096,"date":1659,"orig":"Ich geſtehe das gern/ daß ich niemahlen auff Hohen Schulen geweſen/ auch niemahlen drauff begehrt/ wann ſolches geſchehen/ ich vielleicht zu ſolcher Erkaͤntnus der Natur/ ſo ich jetzunder (ohne Ruhm zu melden) beſitze/ nimmermehr kommen were:","norm":"Ich gestehe das gern / dass ich niemals auf hohen Schulen gewesen / auch niemals drauf begehrt / wann solches geschehen / ich vielleicht zu solcher Erkäntnus der Natur / so ich jetzund (ohne Ruhm zu melden) besitze / nimmermehr kommen wäre:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.916800022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4097,"date":1659,"orig":"Reuhet mich alſo gantz nicht/ daß ich von Jugend auff die Hand in die Kohlen geſtecket/ vnd dardurch die verborgene Heimlichkeiten der Natur erfahren habe.","norm":"Reihet mich also ganz nicht / dass ich von Jugend auf die Hand in die Kohlen gesteckt / und dadurch die verborgene Heimlichkeiten der Natur erfahren habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531199932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4098,"date":1659,"orig":"Ich ſuche niemand zuvertreiben/ habe auch niemahlen darnach getrachtet groſſer Herꝛen Brod zu eſſen/ ſondern viel lieber ſolches durch mein eygen Hand/ neben Betrachtung dieſes Spruchs (ALTERIUS NON SIT QUI SUUS ESSE POTEST) Ehrlich zu erwerben.","norm":"Ich suche niemand zuvertreiben / habe auch niemals danach getrachtet großer Herren Brot zu essen / sondern viel lieber solches durch mein eigen Hand / neben Betrachtung dieses Spruchs (ALTERIUS NON SIT QUI SUUS ESSE POTEST) Ehrlich zu erwerben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716800212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4099,"date":1659,"orig":"Werde alſo einen andern gar wol ſeyn laſſen wer er iſt/ vnd jhme ruͤckswegs nicht faͤlſchlich uͤbel nachreden/ wann ers mir ſchon zuvorn gethan hat.","norm":"Werde also einen anderen gar wohl sein lassen wer er ist / und ihm rückswegs nicht fälschlich übel nachreden / wann er es mir schon zuvor getan hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694300174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4100,"date":1659,"orig":"Das Werck muß ſeinen Meiſter loben/ vnd nicht viel zierliche Sophiſtiſche Geſchwaͤtz vnd ſchoͤne Kleyder/ welche mehr den Weibern als wahren Philofophis zulaͤſſig.","norm":"Das Werk muss seinen Meister loben / und nicht viel zierliche Sophistische Geschwätz und schöne Kleider / welche mehr den Weibern als wahren Philosofis zulässig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973700046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4101,"date":1659,"orig":"Was ſoll ich ſagen?","norm":"Was soll ich sagen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":1.858999967575073} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4102,"date":1659,"orig":"Das alte Sprichwort fehlet nimmermehr:","norm":"Das alte Sprichwort fehlet nimmermehr:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.642499923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4103,"date":1659,"orig":"Ars non habet oſorem niſi ignorantem.","norm":"Ars non habet osorem nisi ignorantem.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.402699947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4104,"date":1659,"orig":"Neydet doch ein Nachbawer den andern/ vnd wird jhme mißguͤnſtig/ wann einer ein ſtuͤck Brod mehr hat als der ander/ vnd dieſes bey allen Staͤnden vnd Faculteten zuverſtehen/ iſt der alte Lauff der verderbten Welt/ welchen weder ich noch Jemand aͤndern wird.","norm":"Neidet doch ein Nachbar den anderen / und wird ihm missgünstig / wann einer ein Stück Brot mehr hat als der ander / und dieses bei allen Ständen und Fakultäten zu verstehen / ist der alte Lauf der verderbten Welt / welchen weder ich noch Jemand ändern wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037499904632568} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4105,"date":1659,"orig":"Darbey es dann ſein verbleibens hat.","norm":"Dabei es dann sein Verbleibens hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.104700088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4106,"date":1659,"orig":"Auff daß ich nun wieder zu meiner Concentration des Holtzes komme/ ſo kan ich mit warheit ſagen/ will es auch mit der That beweiſen/ daß in den vnachtſamen Holtz ein uͤberauß groſſer Schatz der Welt verborgen ſtecke/ ja immer ſo groß vnd groͤſſer/ als in dem Wein oder Korn: Darumb/ weilen Wein vnd Korn mit groſſer Muͤhe vnd Arbeit durch Menſchen Haͤnde muß herfuͤr gebracht werden: Dieſes aber/ nemblich Laub vnd Gras/ Hecken vnd Stauden/ allerhand groſſe vnd kleine Baͤume/ von Natur ſich ſelber beſaͤhmen/ fortwachſen/ gros werden/ vnd ſich in infinitum vermehren/ darumb ſage ich daß mehr Nutzen als von Korn vnd Wein/ von zu machen ſey/ wann mans nur weiß durch Kunſt dahin zu bringen.","norm":"Auf dass ich nun wieder zu meiner Konzentration des Holzes komme / so kann ich mit Wahrheit sagen / will es auch mit der Tat beweisen / dass in den unachtsamen Holz ein überaus großer Schatz der Welt verborgen stecke / ja immer so groß und größer / als in dem Wein oder Korn: Darum / weilen Wein und Korn mit großer Mühe und Arbeit durch Menschen Hände muss herfür gebracht werden: Dieses aber / nämlich Laub und Gras / Hecken und Stauden / allerhand große und kleine Bäume / von Natur sich selber besämen / fortwachsen / groß werden / und sich in infinitum vermehren / darum sage ich dass mehr Nutzen als von Korn und Wein / von zu machen sei / wann man es nur weiß durch Kunst dahin zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.848700046539307} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4107,"date":1659,"orig":"Weilen dann nun dieſes Buͤchlein als erſte Theil De Concentratione rerum, allein von den Vegetabiliſchen verbeſſerung tractiret, vnd allbereyt von Wern vnd Korn ſolches beſchehen/ alſo wil ich im Namen Gottes/ auch das Holtz-Laub vnd Gras/ vor mich nehmen/ vnd die uͤberauß groſſe vnd bisher verborgene Schaͤtze vnd Reichthumber der Welt jederman vor Augen legen vnd bekant machen.","norm":"Weilen dann nun dieses Büchlein als erste Teil De Konzentration rerum, allein von den Vegetabilischen Verbesserung traktiert, und allbereyt von Wern und Korn solches geschehen / also will ich im Namen Gottes / auch das Holtz-Laub und Gras / vor mich nehmen / und die überaus große und bisher verborgene Schätze und Reichtumber der Welt jedermann vor Augen legen und bekannt machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.854899883270264} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4108,"date":1659,"orig":"Der Allmaͤchtige/ Weiſe vnergruͤndliche vnd Barmhertzige Vatter aller Creaturen Himmels vnd der Erden/ Waſſers vnd Lufft/ regiere vnd leyte meine Hand/ auch Sinn vnd Gedancken/ daß ich nichts anders allhier ſchreibe oder lehre/ als was zu ſeines Goͤttlichen Nahmens ehre/ zu aller Menſchen Heil vnd Seeligkeit gereichen oder gedeyen moͤge/ Amen.","norm":"Der Allmächtige / Weise unergründliche und Barmherzige Vater aller Kreaturen Himmels und der Erden / Wassers und Luft / regiere und leite meine Hand / auch Sinn und Gedanken / dass ich nichts anders allhier schreibe oder Lehre / als was zu seines göttlichen Namens ehre / zu aller Menschen Heil und Seligkeit gereichen oder gedeihen möge / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.695799827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4109,"date":1659,"orig":"Ju den zwey vorhergehenden Theilen oder Capitulen iſt gelehrt worden/ wie die Saͤfte des Weins vnd Korns durch Kunſt zu Concentriren vnd in die Engte zu ziehen/ vnd fuͤglich an ſolche oͤrter zu bringen da man Geld fuͤr haben kan.","norm":"Ju den zwei vorhergehenden Teilen oder Capitolen ist gelehrt worden / wie die Säfte des Weins und Korns durch Kunst zu konzentrieren und in die Engte zu ziehen / und füglich an solche Orte zu bringen da man Geld für haben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.537899971008301} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4110,"date":1659,"orig":"Allhier aber moͤchte die Frag fallen/ wie die Saͤfte der Kraͤuter/ Hecken/ Standen vnd groſſen Baͤumen herauß zu preſſen/ vnd wann ſie herauß/ was ſie doch (dieweilen ſie weder zu eſſen noch zu trincken taugen/ wie dieſe auß den Korn vnd Wein) fuͤr Nutzen geben koͤnnen?","norm":"Allhier aber möchte die Frag fallen / wie die Säfte der Kräuter / Hecken / Standen und großen Bäumen heraus zu pressen / und wann sie heraus / was sie doch (dieweilen sie weder zu essen noch zu trinken taugen / wie diese aus den Korn und Wein) für Nutzen geben können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4111,"date":1659,"orig":"Darauff ich zuverſtehen gebe/ daß zwar kein Speiß oder Trank darauß werden kan/ aber doch andere ding/ welche der Menſch auch nicht entrahten kan:","norm":"Darauf ich zu verstehen gebe / dass zwar kein Speise oder Trank daraus werden kann / aber doch andere Ding / welche der Mensch auch nicht entraten kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.324100017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4112,"date":1659,"orig":"Nemblich gute Medicamenten/ wie auch gut Gold vnd Silber/ darfuͤr man neben dem Wein vnd Korn/ auch nothwendige Kleyder/ vnd was ſonſten dem Menſchen neben dem eſſen vnd trincken mangelt/ zeugen vnd reichlich ſchaffen kan: Alſo daß man ja an keinem Ding mangal haͤtte/ der guͤtige GOTT ſeine duͤrftige Kinder ſo reichlich vnd weißlich verſorget hat/ alſo daß wir billig dem lieben GOTT fuͤr ſeine gnaͤdigſte vnd Vaͤtterlich Vorſorge ohne vnterlaß loben vnd preiſen/ vnd nicht alſo vndanckbarlich die groſſen Gaben vnd Gnaden/ ſo er vns vnwuͤrdigen ohne alle vnſere verdienſt/ auch ohne vnterſcheyd der Perſon taͤglichs verleyhet/ vnwuͤrdig empfangen/ vnnuͤtzlich verſchwenden vnd verderben ſolten.","norm":"nämlich gute Medikamenten / wie auch gut Gold und Silber / dafür man neben dem Wein und Korn / auch notwendige Kleider / und was sonsten dem Menschen neben dem essen und trinken mangelt / zeugen und reichlich schaffen kann: Also dass man ja an keinem Ding mangal hätte / der gütige GOTT seine dürftige Kinder so reichlich und weißlich versorgt hat / also dass wir billig dem lieben GOTT für seine gnädigste und väterlich Vorsorge ohne unterlass loben und preisen / und nicht also undankbarlich die großen Gaben und Gnaden / so er uns unwürdigen ohne alle unsere verdienst / auch ohne unterscheid der Person tägliches verleihet / unwürdig empfangen / unnützlich verschwenden und verderben sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179999828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4113,"date":1659,"orig":"Nun zum Werck zu ſchreyten/ ſo ſolte ich billig zum Erſten lehren/ wie die Saͤfte auß dem Laub vnd Gras/ wie auch Hecken vnd groſſen Baͤumen/ zu preſſen/ vnd alsdann auch weiters berichten/ wozu dieſelbige dienten/ oder mit Nutzen zu gebrauchen weren.","norm":"Nun zum Werk zu schreiten / so sollte ich billig zum Ersten lehren / wie die Säfte aus dem Laub und Gras / wie auch Hecken und großen Bäumen / zu pressen / und alsdann auch weiteres berichten / wozu dieselbige dienten / oder mit Nutzen zu gebrauchen wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.996500015258789} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4114,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber niemand ſo Naͤrꝛiſch ſeyn wird/ Geld oder Gelds werth/ Muͤhe oder Arbeit in etwas anzulegen oder auff zu wenden (wann er nicht zuvor weiß/ was er damit thun oder Nutzen ſchaffen kan) alſo iſt es nothwendig zuvorn/ ehe man den modum die Saͤfte zu preſſen/ lehre/ zu zeigen wo zu ſelbige dienen/ oder was Nutzen man davon zu erwarten (auff daß kein vergebene Arbeit gethan werde) haben moͤchte.","norm":"Dieweilen aber niemand so Närrisch sein wird / Geld oder Gelds wert / Mühe oder Arbeit in etwas anzulegen oder aufzuwenden (wann er nicht zuvor weiß / was er damit tun oder Nutzen schaffen kann) also ist es notwendig zuvor / ehe man den modum die Säfte zu pressen / Lehre / zu zeigen wo zu selbige dienen / oder was Nutzen man davon zu erwarten (auf dass kein vergebene Arbeit getan werde) haben möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468200206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4115,"date":1659,"orig":"Deme nun vollend genug zu thun/ ſo berichte ich/ daß aller Vegetabiliſche Saͤffte beſte Krafft/ ein Saltz ſey/ ſo von den Medicis vnd Philoſophis, Sal Eſſentiale genennet wird/ deſſen Saltzes alle Vegetabiliſche gewaͤchſe theilhafftig/ doch daß das eine reicher als das ander/ welches die Erfahrung bezeuget:","norm":"Dem nun vollende genug zu tun / so berichte ich / dass aller Vegetabilische Säfte beste Kraft / ein Salz sei / so von den Medicis und Philosophis, Soll Essentiale genannt wird / dessen Salzes alle Vegetabilische Gewächse teilhaftig / doch dass das eine reicher als das ander / welches die Erfahrung bezeuget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.598400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4116,"date":1659,"orig":"Dann alle die jenige Kraͤuter welche keinen ſonderbahren geſchmack haben/ als Lattich/ Wurtzel/ Kohl/ Kappes/ Ruͤben vnd dergleichen dinge/ wenig Saltz bey ſich fuͤhren/ darumb dieſelbe ſo leichtlich verfaulen oder verderben.","norm":"Dann alle diejenige Kräuter welche keinen sonderbaren Geschmack haben / als Lattich / Wurzel / Kohl / Kappes / Rüben und dergleichen Dinge / wenig Salz bei sich führen / darum dieselbe so leichtlich verfaulen oder verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446499824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4117,"date":1659,"orig":"Die jenigen aber ſo ſcharf vnd biſſig auf der Zungen ſeyn/ gleich wie der Aron, Perſicaria, Tabacum, Kellershals Pfefferkrant/ Loͤffelkt aut/ alle arten der Kreſſen/ Meerꝛettich/ Zwibeln/ Knoblauch/ Senfft/ vnd dergleichen:","norm":"Diejenigen aber so scharf und bissig auf der Zungen sein / gleich wie der Aron, Persicaria, Tabacum, Kellershals Pfefferkrant / Löffelkt aut / alle arten der Kressen / Meerrettich / Zwiebeln / Knoblauch / Senfft / und dergleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.80210018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4118,"date":1659,"orig":"Wie auch alle bittere Kraͤuter Carduus benedictus, Abſynthium, oder Wermuth/ Erdrauch Eſula vnd dergleichen/ geben mehr Saltz.","norm":"Wie auch alle bittere Kräuter Carduus benedictus, Absynthium, oder Wermut / Erdrauch Esula und dergleichen / geben mehr Salz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.996399879455566} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4119,"date":1659,"orig":"Auch geben viel Saltz alle Vegetabiliſche gewaͤchs die von Natur ſauer ſeynd/ als vnzeitige Weintrauben/ ſaure Aepffel/ Kieſchen/ Schlehen/ Creutzbeeren/ Him- vnd Brambeeren/ wann ſie noch vnzeitig/ auch die Saurachbeerlein/ Johannes Traͤublein ꝛc. vnd immer das eine Geſchlecht mehr/ oder ein anders Genaturtes Saltz von ſich geben/ welche veraͤnderung oder vngleichheit/ accidentaliter bekommen/ aber doch allzumahl im Grund der Natur einander gleich ſeyn.","norm":"Auch geben viel Salz alle Vegetabilische Gewächs die von Natur sauer sind / als unzeitige Weintrauben / saure Äpfel / Kieschen / Schlehen / Kreuzbeeren / Him- und Brambeeren / wann sie noch unzeitig / auch die Saurachbeerlein / Johannes Traublein etc. und immer das eine Geschlecht mehr / oder ein anders Genaturtes Salz von sich geben / welche Veränderung oder Ungleichheit / accidentaliter bekommen / aber doch allzumal im Grund der Natur einander gleich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.063000202178955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4120,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4121,"date":1659,"orig":"Etlicher Kraͤuter Saltz/ vnd inſonderheit deren welche bitter ſeyn/ als Card.","norm":"Etlicher Kräuter Salz / und in Sonderheit deren welche bitter sein / als Card.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.927800178527832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4122,"date":1659,"orig":"Benedictus, Abſynthium, Fumaria vnd dergleichen/ geben nach der Außpreſſung/ wann der Safft gereinigt/ das Phlegma abſtrahirt, die Remanentz an einem kalten Orth ſchieſt/ das erſte mal einen natuͤrlichen Salpeter/ welcher auff der Kohlen ſich alſobald entzuͤnd vnd brennt/ wie ein ſolcher Salpeter/ der auß der Erden/ ſo in alten Vieheſtaͤllen gegraben/ gezogen vnd geſotten worden.","norm":"Benedictus, Absynthium, Fumaria und dergleichen / geben nach der Auspressung / wann der Saft gereinigt / das Phlegma abstrahiert, die Remanenz an einem kalten Ort schießt / das erste Mal einen natürlichen Salpeter / welcher auf der Kohlen sich alsobald entzünde und brennt / wie ein solcher Salpeter / der aus der Erden / so in alten Viehställen gegraben / gezogen und gesotten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.938700199127197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4123,"date":1659,"orig":"Andere ſo nicht bitter/ ſondern eine durchtringende ſchaͤrpffe mit ſich fuͤhren/ als die Geſchlechte der Kreſſen vnd jhres gleichen/ geben ein beiſſig volatiliſch Saltz nach der außpreſſung/ gantz fluͤchtig vnd nicht brennend/ wie dieſe auß den bittern Kraͤutern/ dieſe hergegen von ſauren Gewaͤchſen/ als Aretoſa, Berber. Rib. vnzeitige Trauben/ Creutz oder Stachelbeeren/ zahme vnd wilde ſaure Aepffel/ vnd andere noch vnzeitige ſaure Fruͤchten/ geben wieder ein ander Saltz/ nemblich Weinſaͤuerlich/ als einem natuͤrlichen Weinſtein/ am Geſchmack/ Tugend/ Kraft vnd Eygenſchaft gantz gleich.","norm":"Andere so nicht bitter / sondern eine durchdringende Schärfe mit sich führen / als die Geschlecht der Kressen und ihresgleichen / geben ein bissig volatilisch Salz nach der Auspressung / ganz flüchtig und nicht brennend / wie diese aus den bitteren Kräutern / diese hingegen von sauren Gewächsen / als Aretosa, Berber. Rib. unzeitige Trauben / Kreuz oder Stachelbeeren / zahme und wilde saure Äpfel / und andere noch unzeitige saure Früchten / geben wieder ein ander Salz / nämlich Weinsäuerlich / als einem natürlichen Weinstein / am Geschmack / Tugend / Kraft und Eigenschaft ganz gleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.200200080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4124,"date":1659,"orig":"Ob wohlen nun dieſe drerley arten Saltze/ am geſchmack einander vngleich/ ſo kan doch das eine dem andern gleich/ gar leichtlich verwandelt werden/ als das jenige Weinſaͤurige wird zu Salpeter/ vnd das Salpeteriſche wird zu Weinſtein.","norm":"Ob wohlen nun diese drerley arten Salze / am Geschmack einander ungleich / so kann doch das eine dem anderen gleich / gar leichtlich verwandelt werden / als dasjenige Weinsäurige wird zu Salpeter / und das Salpeterische wird zu Weinstein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.566100120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4125,"date":1659,"orig":"Das dritte vnd fluͤchtigſte/ auß den Kreſſen/ Senfften/ Meerwurtzel/ Pfefferkraut/ Aron, &c. werden leichtlich entweder zu Salpeter oder Weinſtein vmbgekehrt oder verwandlet/ nach deme ein jedweder ſolches zu haben ſucht vnd begehrt.","norm":"Das dritte und flüchtigste / aus den Kressen / Sänften / Meerwurzel / Pfefferkraut / Aron, & c. werden leichtlich entweder zu Salpeter oder Weinstein umgekehrt oder verwandelt / nach dem ein jedweder solches zu haben sucht und begehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3429999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4126,"date":1659,"orig":"Das fluͤchtigſte nun betreffend/ thut daſſelbige das ſeinige in Medicina, davon in meinen anderen Schrifften bereyts bericht gethan/ vnd auſſer der Medicin ſonſten wenig Nutzen kan.","norm":"Das flüchtigste nun betreffend / tut dasselbe das seinige in Medicina, davon in meinen anderen Schriften bereits Bericht getan / und außer der Medizin sonsten wenig Nutzen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.522500038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4127,"date":1659,"orig":"Die zwey andere ſorten aber/ als das Nitroſiſche vnd Tartariſche/ ſeynd zu vielen andern haͤndeln/ als zum faͤrben der Lacken/ der Weinſtein/ der Salpeter zum Buͤchſenpulver vnd zu verwandlung der Metallen in beſſere/ vnd dergleichen andern Kuͤnſten (wie in meiner Explication uͤber mein Miraculum Mundi außfuͤhrlich bewieſen) zugebrauchen.","norm":"Die zwei andere Sorten aber / als das Nitrofische und Tartarische / sind zu vielen anderen Händeln / als zum Färben der Lacken / der Weinstein / der Salpeter zum Büchsenpulver und zu Verwandlung der Metallen in bessere / und dergleichen anderen Künsten (wie in meiner Explikation über mein Miraculum Mundi ausführlich bewiesen) zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.41349983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4128,"date":1659,"orig":"Weilen dann dieſe zwey art Saltze durch die gantze Welt in groſſer quantitet verbrauchet werden/ vnd man kaum ſo viel hierbey bringen kan als man noͤtig/ dardurch beyde Saltz zu allen zeiten jhr gut Geld werth ſeyn/ vnd an den Mann zu bringen/ vnd inſonderheit der Salpeter bald noch eins ſo thewer als der Weinſtein verkaufft wird.","norm":"Weilen dann diese zwei Artsalze durch die ganze Welt in großer Quantität verbrauchet werden / und man kaum so viel hierbei bringen kann als man nötig / dadurch beide Salz zu allen Zeiten ihr gut Geld wert sein / und an den Mann zu bringen / und in Sonderheit der Salpeter bald noch eins so teuer als der Weinstein verkauft wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.50029993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4129,"date":1659,"orig":"Alſo macht man ſein Rechnung billig dahin/ daß man auß den Kraͤuter vnd Holtz ſaͤften einen Salpeter mache/ welcher vnter allen ſalien am thewerſten kan verkaufft werden.","norm":"Also macht man sein Rechnung billig dahin / dass man aus den Kräuter und Holz Säften einen Salpeter mache / welcher unter allen salien am teuersten kann verkauft werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4130,"date":1659,"orig":"Wofern man aber des Salpeters zu viel haͤtte/ daß man nicht wuͤſte womit hin/ alsdann koͤnte man auch Weinſtein auß den Saͤften machen:","norm":"Sofern man aber des Salpeters zu viel hätte / dass man nicht wüsste womit hin / alsdann könnte man auch Weinstein aus den Säften machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5355000495910645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4131,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber der Salpeter ſo bald nicht wohlfeyl werden kan/ ſo thut man auch am beſten/ allein Salpeter auß den Saͤften zu bereyten/ ſonderlich weilen derſelbe zu allen Zeiten zu verbeſſerung der geringen Metallen mit Nutzen zu gebrauchen/ vnd deſſen nimmermehr zu viel ſeyn wird/ wuͤrd auch beſſer damit angebracht/ als zum Buͤchſenpulver machen/ wann ſolche boͤſe Kunſt/ damit ſo viel Menſchen getoͤdet werden/ nicht allbereyt bekant/ ſolte man lieber Mangel leyden/ dann nur den Salpeter/ wil geſchweigen das Buͤchſenpulver darauß zu machen/ beſchreiben.","norm":"Dieweilen aber der Salpeter so bald nicht wohlfeil werden kann / so tut man auch am besten / allein Salpeter aus den Säften zu bereiten / sonderlich weilen derselbe zu allen Zeiten zu Verbesserung der geringen Metallen mit Nutzen zu gebrauchen / und dessen nimmermehr zu viel sein wird / würde auch besser damit angebracht / als zum Büchsenpulver machen / wann solche böse Kunst / damit so viel Menschen getötet werden / nicht allbereyt bekannt / sollte man lieber Mangel leiden / dann nur den Salpeter / will geschweigen das Büchsenpulver daraus zu machen / beschreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2758002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4132,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber mein auſſehen gantz vnd gar nicht durch den Salpeter jemands Anlas zu geben einiges leyd zu thun/ ſondern vielmehr meinem Naͤchſten gutes darmit zu beweiſen/ gerichtet: wie ich dann allbereyt viel nuͤtzlich Kuͤnſte darmit zu verꝛichten in meinem Miraculo Mundi vnd deren Explication klaͤrlich beſchrieben/ vnd weyters in verbeſſerung vnd Concentrirung der geringern Metallen/ in den folgenden andern Dritten vnd Vierdten Theil dieſes Buchs ebenmaͤſſig durch den Salpeter zu thun/ angewieſen wird.","norm":"Dieweilen aber mein Aussehen ganz und gar nicht durch den Salpeter jemandes Anlas zu geben einiges leidzutun / sondern vielmehr meinem Nächsten gutes damit zu beweisen / gerichtet: wie ich dann allbereyt viel nützlich Künste damit zu verrichten in meinem Miraculo Mundi und deren Explikation klärlich beschrieben / und weiters in Verbesserung und Konzentrierung der geringeren Metallen / in den folgenden anderen Dritten und vierten Teil dieses Buchs ebenmäßig durch den Salpeter zu tun / angewiesen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.021399974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4133,"date":1659,"orig":"Alſo verhoffe ich daß mirs ja niemand/ wann ich anlas gebe den Salpeter in Copia, auß dem Holtz vnd andern dingen zu zeugen/ fuͤr uͤbel auffnehmen werde/ dardurch fuͤrs erſte nicht allein das jenige Kraut/ Gras vnd Holtz/ ſo doch liegt vnd verdirbt/ niemand zu Nutzen kompt/ dem Vatterland (wann er nur verkaufft werden ſolte) ein groſſer Schatz eyngebracht wird:","norm":"Also verhoffe ich dass mir es ja niemand / wann ich anlas gebe den Salpeter in Copia, aus dem Holz und anderen Dingen zu zeugen / für übel aufnehmen werde / dadurch fürs Erste nicht allein dasjenige Kraut / Gras und Holz / so doch liegt und verdirbt / niemand zu Nutzen kommt / dem Vaterland (wann er nur verkauft werden sollte) ein großer Schatz eingebracht wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.044899940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4134,"date":1659,"orig":"ſondern es kan auch derſelbe (wie bey meinem Miraculo Mundi, vnd auch Concentration der Mineraliſchen vnd Metalliſchen Geſchlechten zu ſehen) zu vielen nuͤtzlichen Kuͤnſten verbraucht vnd angewendet werden/ alſo daß man ſo man nicht gern wolte/ gar kein Schießpulver darauß machen doͤrffte.","norm":"sondern es kann auch derselbe (wie bei meinem Miraculo Mundi, und auch Konzentration der Mineralischen und metallischen Geschlechtern zu sehen) zu vielen nützlichen Künsten verbraucht und angewendet werden / also dass man so man nicht gern wollte / gar kein Schießpulver daraus machen dürfte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.781599998474121} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4135,"date":1659,"orig":"Vnd finden ſich uͤber dieſe oberzehlte Tugenden vnd wuͤrckungen des Salpeters/ taͤglich mehr vnd mehr Secreten ſo dardurch zu wegen zu bringen/ welche ſo man ſolche alle allhier erzehlen ſolte/ die gantze Welt ſich uͤber verwundern wuͤrde.","norm":"Und finden sich über diese oberzählte Tugenden und Wirkungen des Salpeters / täglich mehr und mehr Sekreten so dadurch zu wegen zu bringen / welche so man solche alle allhier erzählen sollte / die ganze Welt sich über verwundern würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.988500118255615} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4136,"date":1659,"orig":"Welches aber vnnoͤtig/ mehr Wort davon zu machen/ dann allbereyt ſo viel bewieſen iſt/ vnd von mir in offenen Druck gangen/ darauß man leichtlich ſehen kan/ daß noch ein mehrers/ ſo mir vnd andern vnbewuſt/ darhinder ſtecken muͤſſe.","norm":"Welches aber unnötig / mehr Wort davon zu machen / dann allbereyt so viel bewiesen ist / und von mir in offenen Druck gegangen / daraus man leichtlich sehen kann / dass noch ein mehreres / so mir und anderen unbewusst / dahinter stecken müsse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.84630012512207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4137,"date":1659,"orig":"Mag alſo der Salpeter/ trutz aller ſeiner Feind vnd vnwiſſenden Spoͤtter/ ein Subjectum Univerſale, vnd ein wunder ding aller wunder dingen mit Warheit genennet werden.","norm":"Mag also der Salpeter / Trutz aller seiner Feind und unwissenden Spötter / ein Subjectum universale, und ein Wunder Ding aller Wunder Dingen mit Wahrheit genannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.493100166320801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4138,"date":1659,"orig":"Vnd ob wohlen viel vnerfahrne die Naſen daruͤber geruͤmpfft/ vnd wiederlegen wollen/ daß es das wahre Subjectum vnd Solvens Univerſale nicht ſeyn ſolte:","norm":"Und ob wohlen viel unerfahrene die Nasen darüber gerümpft / und widerlegen wollen / dass es das wahre Subjectum und Solvens universale nicht sein sollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.886000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4139,"date":1659,"orig":"Alle die jenigen aber ſo ſolches vermeynen/ haben nicht viel vergeſſen/ vnd iſt jhnen der Salpeter ein ſolch frembd Thier/ als wann es erſt vor einem Jahr auß Africa zu vns were gebracht worden.","norm":"Alle diejenigen aber so solches vermeinen / haben nicht viel vergessen / und ist ihnen der Salpeter ein solch fremd Tier / als wann es erst vor einem Jahr aus Afrika zu uns wäre gebracht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8979997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4140,"date":1659,"orig":"Solche Naſeweiſe Freveler/ ſolten viel ehender die Karten oder Wuͤrffel/ neben dem vnterſchied zwiſchen guten vnd geringen Wein/ zu erkennen wiſſen/ als vom Salpeter vnd ſeiner verborgenen Natur vnd Krafft etwas zu vrtheilen.","norm":"Solche Naseweise Freveler / sollten viel eher die Karten oder Würfel / neben dem Unterschied zwischen guten und geringen Wein / zu erkennen wissen / als vom Salpeter und seiner verborgenen Natur und Kraft etwas zu urteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9653000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4141,"date":1659,"orig":"Daß ſage ich jhnen vnter die Augen/ vnd nicht hinterwerts gleich wie ſie thun/ haben ſie etwas dargegen zu ſagen/ ſo ſolten ſie es ſchrifftlich herauß geben/ bin Gott Lob Manns genug meine im Grund der Natur wol fundirte Schrifften zu defendiren, vnd jhre grundloſe Sophiſtiſche Meynung zu Boden zu legen Wann das nitrum nicht das wahre Subjectum univerſale ſeyn ſolte/ ſo muͤſte der jenige der ſolches wiederſtreitet/ ein anders oder beſſers herfuͤr geben/ welches er aber gar wol wird laſſen muͤſſen.","norm":"Dass sage ich ihnen unter die Augen / und nicht hinterwärts gleich wie sie tun / haben sie etwas dagegen zu sagen / so sollten sie es schriftlich herausgeben / bin Gott Lob Manns genug meine im Grund der Natur wohl fundierte Schriften zu defendieren, und ihre grundlose Sophistische Meinung zu Boden zu legen wann das nitrum nicht das wahre Subjectum universale sein sollte / so müsste derjenige der solches wiederstreitet / ein anders oder besseres herfür geben / welches er aber gar wohl wird lassen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508900165557861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4142,"date":1659,"orig":"Wann es kein Subjectum univerſale were/ wie ſolte daſſelbige dann ſo haͤuffig in allen dingen zu finden ſeyn: Habens nicht bey ſich alle Vegetabiliſche Gewaͤchſe/ Animaliſche Geſchoͤpffe/ ſo wol vnter der Erden/ in den Waſſern/ wie auch in der Lufft vnd auff der Erden/ ſondern auch in den Steinen vnd innerſten Kluͤfften der Berge/ ſelbige haͤuffig gefunden/ wie ich in dieſen Tractaͤtlein beweiſen vnd wahr machen will.","norm":"Wann es kein Subjectum universale wäre / wie sollte dasselbe dann so häufig in allen Dingen zu finden sein: Habens nicht bei sich alle Vegetabilische Gewächse / Animalische Geschöpfe / sowohl unter der Erden / in den Wassern / wie auch in der Luft und auf der Erden / sondern auch in den Steinen und innersten Klüften der Berge / selbige häufig gefunden / wie ich in diesen Traktätlein beweisen und wahr machen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.733399868011475} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4143,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich daß er ſey in allen Vegetabiliſchen Gewaͤchſen/ iſt allbereyt oben geſagt/ daß jhre Saͤfte einen natuͤrlichen Salpeter von ſich geben:","norm":"Und erstlich dass er sei in allen Vegetabilischen Gewächsen / ist allbereyt oben gesagt / dass ihre Säfte einen natürlichen Salpeter von sich geben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.938199996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4144,"date":1659,"orig":"Aber noch beſſer vnd begreifflicher zu beweiſen/ ſo frage ich/ wo von der Salpeter ins gemeyn hergebracht werde/ wird er nicht gezogen auß ſolcher Erden/ welche auß den Vieheſtaͤllen gegraben/ darinn er mit langer Zeit von den Excrementen der Thier ſich hineyn gezogen/ coagulirt, vnd endlich mit Waſſer darauß gelaugt vnd zum Salpeter geſotten worden.","norm":"Aber noch besser und begreiflicher zu beweisen / so frage ich / wo von der Salpeter ins gemein hergebracht werde / wird er nicht gezogen aus solcher Erden / welche aus den Viehställen gegraben / darin er mit langer Zeit von den Excrementen der Tier sich hinein gezogen / koaguliert, und endlich mit Wasser daraus gelaugt und zum Salpeter gesotten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.244900226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4145,"date":1659,"orig":"Kan jemand dieſes laͤugnen?","norm":"Kann jemand dieses leugnen?","lang_fastText":"sv","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.02180004119873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4146,"date":1659,"orig":"Ich glaub keiner.","norm":"Ich glaube keiner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7108001708984375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4147,"date":1659,"orig":"Wann man nun zugibt/ daß der Salpeter auß den Vieheſtaͤllen gezogen wird/ ſo iſt die Frag/ wie er dareyn kommen?","norm":"Wann man nun zugibt / dass der Salpeter aus den Viehställen gezogen wird / so ist die Frag / wie er darein kommen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.883299827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4148,"date":1659,"orig":"Nemblich durch den Urin vnd Excrementa der Thier/ ſo denſelben hineyn gebracht.","norm":"nämlich durch den Urin und Excrementa der Tier / so denselben hineingebracht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.77400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4149,"date":1659,"orig":"Iſt wieder die Frag/ woher dann die Excrementen der Thier anders als von den Dingen welche ſie geſſen vnd truncken haben/ herkommen? von Waſſer kan er nicht kommen/ weilen ſie doch anderſt nichts tricken/ ſo muß er dann von jhren eſſen herkommen/ welches anders nichts dann Vegetabiliſche gewaͤchſe/ als Gras vnd Kraͤuter/ darinn er dann nothwendig zuvorn muß geweſen ſeyn/ ehe ſie von dem Vieh genoſſen worden; Dann wann der Salpeter nicht zuvorn darinn geweſen/ haͤtte er in den Leibern der Thier gar nicht darzu werden koͤnnen.","norm":"Ist wieder die Frag / woher dann die Excrementen der Tier anders als von den Dingen welche sie gegessen und trunken haben / herkommen? von Wasser kann er nicht kommen / weilen sie doch anders nichts trecken / so muss er dann von ihren essen herkommen / welches anders nichts dann Vegetabilische Gewächse / als Gras und Kräuter / darin er dann notwendig zuvor muss gewesen sein / ehe sie von dem Vieh genossen worden; dann wann der Salpeter nicht zuvor darin gewesen / hätte er in den Leibern der Tier gar nicht dazu werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5528998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4150,"date":1659,"orig":"Dann die Maͤgen des Viehes nichs anders haben darzu helffen koͤnnen/ als die Kraͤuter zur putrefaction zu bringen/ welches die Bawren ins gros auch thun/ wann ſie groſſe hauffen Stroh/ Gras/ Blaͤtter von den Baͤumen/ vnd dergleichen Dinge in eine feuchte Gruben zuſammen ſchuͤtten/ vnd jhre Zeit darinn liegen vnd verfaulen laſſen/ vnd hernach jhre Felder darmit Duͤngen/ gleich ſonſten mit den Excrementen der Thier ins gemeyn zu geſchehen pfleget.","norm":"Dann die Mägen des Viehes nichs anders haben dazu helfen können / als die Kräuter zur Putrefaktion zu bringen / welches die Bauern ins groß auch tun / wann sie große Haufen Stroh / Gras / Blätter von den B��umen / und dergleichen Dinge in eine feuchte Gruben zusammen schütten / und ihre Zeit darin liegen und verfaulen lassen / und hernach ihre Felder damit Düngen / gleich sonsten mit den Excrementen der Tier ins gemein zu geschehen pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373400211334228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4151,"date":1659,"orig":"Wann dann nun ſolches verfaulte Gras oder Strohe/ das Feld (den Excrementen der Thier gleich) Duͤngt vnd Fruchtbar machet/ ſo muß ja auch Salpeter darinn ſeyn:","norm":"Wann dann nun solches verfaulte Gras oder Stroh / das Feld (den Excrementen der Tier gleich) Düngt und Fruchtbar macht / so muss ja auch Salpeter darin sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.777500152587891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4152,"date":1659,"orig":"Dann der Salpeter vnd nicht der Miſt das Feld Duͤnget/ welches ich allbereyt in meinem Miraculo Mundi dargethan vnd bewieſen hab/ ſo allhier auch gelten vnd gut ſeyn wird vnd muß.","norm":"Dann der Salpeter und nicht der Mist das Feld Dünget / welches ich allbereyt in meinem Miraculo Mundi dargetan und bewiesen habe / so allhier auch gelten und gut sein wird und muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.928899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4153,"date":1659,"orig":"Will alſo dieſen gern ſehen/ der ſo vermeſſentlich erkennen wolte/ daß das Sal Eſſentiale kein nitrum ſeyn oder werden koͤnte.","norm":"Will also diesen gern sehen / der so vermessentlich erkennen wollte / dass das Soll Essentiale kein nitrum sein oder werden könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.158599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4154,"date":1659,"orig":"Nun wollen wir auch die Thier auff dem Feld/ die Fiſch im Waſſer/ vnd die Voͤgel in der Lufft beſuchen/ vnd beſehen ob ſie nicht auch ein natuͤrlichen Salpeter bey ſich haben/ vnd daß jhr Sal Eſſentiale, nicht deme ſo in den Vegetabilien iſt/ gleich ſeyn vnd zu Nitro werden koͤnne.","norm":"Nun wollen wir auch die Tier auf dem Feld / die Fisch im Wasser / und die Vögel in der Luft besuchen / und besehen ob sie nicht auch ein natürlichen Salpeter bei sich haben / und dass ihr Soll Essentiale, nicht dem so in den Vegetabilien ist / gleich sein und zu Nitro werden könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.711599826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4155,"date":1659,"orig":"Erſtlich vnd vor allen muß dieſes gelten vnd ſtatt finden/ daß alle das jenige/ ſo die Felder Duͤnget/ einen Salpeter ich ſich haben muͤſſe:","norm":"Erstlich und vor allen muss dieses gelten und stattfinden / dass alle dasjenige / so die Felder Dünget / einen Salpeter ich sich haben müsse:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.095399856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4156,"date":1659,"orig":"Dann alle Fruchtbarkeit der Erden allein vnd einig von jhme herꝛuͤhret/ welches vnwiederſpraͤchlich.","norm":"Dann alle Fruchtbarkeit der Erden allein und einig von ihm herrühret / welches unwidersprechlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.142000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4157,"date":1659,"orig":"Daß nun die Animalia, Voͤgel vnd Fiſch auch ſolcher Krafft theilhafftig/ beweiſe ich darauß:","norm":"Dass nun die Animalia, Vögel und Fisch auch solcher Kraft teilhaftig / beweise ich daraus:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.684999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4158,"date":1659,"orig":"Erſtlich iſt nicht vngemeyn/ daß die Gaͤrtner die Hoͤrner/ Knochen/ Klawen oder Beine der Thier verſamblen/ vnd zu den Wurtzeln der Baͤume legen/ vnd mit Erden zudecken/ darumb weilen dieſelbe ſehr Fruchtbar machen/ vnd ſolches geſchicht durch die gantze Welt.","norm":"Erstlich ist nicht ungemein / dass die Gärtner die Hörner / Knochen / Klan oder Beine der Tier versamblen / und zu den Wurzeln der Bäume legen / und mit Erden zudecken / darum weilen dieselbe sehr Fruchtbar machen / und solches geschieht durch die ganze Welt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.672699928283691} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4159,"date":1659,"orig":"Kauffen die Gaͤrtner nicht die Huͤner Federn/ Huͤner vnd Taubenmiſt/ wie auch das abſchabſel bey den Gerbern/ als Haut vnd Haar der Thier/ vnd bringens auff die Gaͤrten ſelbige darmit zu Duͤngen?","norm":"kaufen die Gärtner nicht die Hühner Federn / Hühner und Taubenmist / wie auch das abschabsel bei den Gerbern / als Haut und Haar der Tier / und Bringens auf die Gärten selbige damit zu düngen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.698599815368652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4160,"date":1659,"orig":"Kauffen nicht die Wein-Gaͤrtner in vielen Orthen da ſie es nur haben koͤnnen/ den abwurff oder abgang von den Kam-machern/ damit ſie die Weinſtoͤcke beſſer als wann es mit Miſt geſchehen were/ auff 9. oder 10. Jahr Duͤngen?","norm":"kaufen nicht die Weingärtner in vielen Orten da sie es nur haben können / den Abwurf oder Abgang von den Kamm-Machern / damit sie die Weinstöcke besser als wann es mit Mist geschehen wäre / auf 9. oder 10. Jahr Düngen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.498400211334228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4161,"date":1659,"orig":"Kauffen nicht die Gaͤrtner die abſchnipſeln bey den Schneidern oder Kleydermachern mit groſſen Saͤcken/ vnd Duͤngen jhre Kohl-Gaͤrten damit?","norm":"kaufen nicht die Gärtner die abschnipseln bei den Schneidern oder Kleidermachern mit großen Säcken / und Düngen ihre Kohlgärten damit?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.991199970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4162,"date":1659,"orig":"Wann kein Salpeter oder Fruchtbarkeit darinn were/ warumb ſolten ſie ſo viel Geld dafuͤr geben?","norm":"Wann kein Salpeter oder Fruchtbarkeit darin wäre / warum sollten sie so viel Geld dafür geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331200122833252} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4163,"date":1659,"orig":"Dieſe Dinge moͤchten den vnerfahrnen frembd oder vnglaubig vorkommen/ weilen ſolche Duͤngung nicht allenthalben gebraͤuchlich:","norm":"Diese Dinge möchten den unerfahrenen fremd oder ungläubig vorkommen / weilen solche Düngung nicht allenthalben gebräuchlich:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.18120002746582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4164,"date":1659,"orig":"Der jenige aber ſo es nicht glauben will oder kan/ der erkuͤndige ſich nur zu Coͤllen am Rhein/ ſo wird er befinden daß ich die Warheit geſagt habe.","norm":"Derjenige aber so es nicht glauben will oder kann / der erkundige sich nur zu Zöllen am Rhein / so wird er befinden dass ich die Wahrheit gesagt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.262700080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4165,"date":1659,"orig":"Dieſe Gaͤrmer nun/ gebrauchen dieſe Dinge nur auß alten herkommen/ weilen ſie es geſehen von jhren Vor-Eltern/ wiſſen aber keine Vrſachen zu geben/ warumb ſie es thun/ als allein daß ſie wohl damit Duͤngen koͤnnen.","norm":"Diese Germer nun / gebrauchen diese Dinge nur aus alten herkommen / weilen sie es gesehen von ihren Voreltern / wissen aber keine Ursachen zu geben / warum sie es tun / als allein dass sie wohl damit Düngen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.793000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4166,"date":1659,"orig":"Ich aber ſage/ daß der Salpeter ſo darinn iſt/ ſolche Duͤngung vervrſacht/ ſtecket alſo ein viel groͤſſere quantitet nitri in den ſuperfluis naturæ animalium, als in jhren Excrementis.","norm":"Ich aber sage / dass der Salpeter so darin ist / solche Düngung verursacht / stecket also ein viel größere Quantität nitri in den superfluis naturae animalium, als in ihren Excrementis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.677700042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4167,"date":1659,"orig":"Welches ich daher beweiſen wil:","norm":"Welches ich daher beweisen will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7256999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4168,"date":1659,"orig":"Erſtlich geben ſie vor ein Malter-Sack gefeylte Hoͤrner ein Halben Reichsthaler/ da ſie doch vier oder fuͤnff ſolcher Saͤcke/ von den beſten Schaaff oder Kuͤhemiſt dafuͤr haben koͤnten.","norm":"Erstlich geben sie vor ein Malter-Sack gefeilte Hörner ein halben Reichstaler / da sie doch vier oder fünf solcher Säcke / von den besten Schaf oder Kühemist dafür haben könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85290002822876} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4169,"date":1659,"orig":"Zum andern geben ſie fuͤr einen Karn abſchabſel der Fellen/ den Gerbern mehr als ein Reichsthaler/ da ſie gern drey oder vier Karn Miſt fuͤr haben koͤnten.","norm":"Zum anderen geben sie für einen Karen abschabsel der Fellen / den Gerbern mehr als ein Reichstaler / da sie gern drei oder vier Karen Mist für haben könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.216599941253662} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4170,"date":1659,"orig":"Die Lappen bey den Klydermachern/ erkauffen ſie den Sack fuͤr einen viertels Thaler:","norm":"Die Lappen bei den Kleidermachern / erkaufen sie den Sack für einen Viertels Taler:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.046800136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4171,"date":1659,"orig":"So dann kein Krafft darinn were/ warumb ſolten ſie ſo viel fuͤr geben?","norm":"So dann kein Kraft darin wäre / warum sollten sie so viel für Geben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.664400100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4172,"date":1659,"orig":"Iſt alſo dieſes auch erwieſen/ allein durch den Gebrauch der gemeynen Leut als Bawren vnd Gaͤrtner.","norm":"Ist also dieses auch erwiesen / allein durch den Gebrauch der gemeinen Leute als Bauern und Gärtner.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848800182342529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4173,"date":1659,"orig":"Wans aber nicht auß der Schul gechwaͤtzet were/ koͤnte ich beweiſen/ daß in jedwedern Centner/ der Thier/ Voͤgel vnd Fiſch Beiner vnd abfall/ mehr als zehen pfund Salpeter ſtecke.","norm":"Wann es aber nicht aus der Schule gechwätzet wäre / könnte ich beweisen / dass in jedweden Zentner / der Tier / Vögel und Fisch Beiner und Abfall / mehr als zehn Pfund Salpeter stecke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5304999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4174,"date":1659,"orig":"Welches aber vnnoͤtig allhier gemeyn zu machen.","norm":"Welches aber unnötig allhier gemein zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.158599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4175,"date":1659,"orig":"Nun iſt uͤbrig zu beweiſen/ daß der Salpeter nicht allein in allen Vegetabiliſchen vnd Animaliſchen Subjectis haͤuffig verborgen/ ſondern auch in den Steinen/ groſſen Felſen vnd Kluͤfften der Bergen/ wie auch an vielen Orthen nur auff dem ebenen Feld begraben vnd zu gut gemacht wird/ welches niemand laͤugnen kan.","norm":"Nun ist übrig zu beweisen / dass der Salpeter nicht allein in allen Vegetabilischen und Animalischen Subjectis häufig verborgen / sondern auch in den Steinen / großen Felsen und Klüften der Bergen / wie auch an vielen Orten nur auf dem ebenen Feld begraben und zu gut gemacht wird / welches niemand leugnen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890399932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4176,"date":1659,"orig":"Weilen es allenthalben bekant genug/ vnd ich viel dergleichen Orth anzeigen koͤnte wañ es noͤtig were.","norm":"Weilen es allenthalben bekannt genug / und ich viel dergleichen Ort anzeigen könnte wann es nötig wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.296299934387207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4177,"date":1659,"orig":"Welcher von dieſem Erd.","norm":"Welcher von diesem Erde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.426599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4178,"date":1659,"orig":"Saltz ein mehrers wiſſen wil/ der leſe der alten Natur-Kuͤndiger Buͤcher/ ſo wird ers weitlaͤufftig darinnen finden:","norm":"Salz ein mehreres wissen will / der lese der alten Naturkundiger Bücher / so wird er es weitläufig darinnen finden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.617300033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4179,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber nicht ein jedwederer ſolche Buͤcher hat/ noch verſtehen kan/ ſo wil ich zum uͤberfluß/ noch einen beweiß hierbey ſetzen/ nemblichen woher dieſer Salpeter komme ſo ſich in mittelmaͤſſigen feuchten Haͤuſern an den Gewoͤlbern vnd Waͤnden der alten Mauren anhaͤngt/ oder herauß waͤchſet/ Ob ſolcher nicht von dem Kalch (als gebrandten Steinen) ſo zu Gemaͤuer gebraucht worden/ herkomme?","norm":"Dieweilen aber nicht ein jedweder solche Bücher hat / noch verstehen kann / so will ich zum Überfluss / noch einen Beweis hierbei setzen / nämlichen woher dieser Salpeter komme so sich in mittelmäßigen feuchten Häusern an den Gewölben und Wänden der alten Mauren anhängt / oder herauswächst / Ob solcher nicht von dem Kalch (als gebrandeten Steinen) so zu Gemäuer gebraucht worden / herkomme?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.640500068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4180,"date":1659,"orig":"Vnd nicht allein alle Kalchſteine/ ſondern auch alle Geſchlecht des wachſenden Tropfſteins/ ſo bey den Waſſern wachſen.","norm":"Und nicht allein alle Kalchsteine / sondern auch alle Geschlecht des wachsenden Tropfsteins / so bei den Wassern wachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.236499786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4181,"date":1659,"orig":"Item alle gewaͤchs des Meers/ als da ſeynd Corallen/ Perlemutter/ Muſcheln/ vnd andere arth der See-ſchnecken/ ſo nach dem außgluͤhen in der Lufft zerfallen/ viel Salpeter in ſich haben/ vnd leichtlich in Copia darauß zu ziehen weren/ wans bekant gemacht wuͤrde.","norm":"Item alle Gewächs des Meers / als da sind Korallen / Perlemutter / Muscheln / und andere Art der See-Schnecken / so nach dem Ausglühen in der Luft zerfallen / viel Salpeter in sich haben / und leichtlich in Copia daraus zu ziehen wären / wann es bekannt gemacht würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4182,"date":1659,"orig":"So aber nicht noͤtig/ ſondern allein allhier von den Vegetabiliſchen Dingen zu handlen/ jhre Saͤffte herauß zu preſſen/ zu Concentriren/ vnd groſſen Nutzen darmit zu machen/ ich vor mich genommeu habe.","norm":"So aber nicht nötig / sondern allein allhier von den Vegetabilischen Dingen zu handeln / ihre Säfte herauszupressen / zu konzentrieren / und großen Nutzen damit zu machen / ich vor mich genommeu habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4183,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber allhier gehoͤrt/ daß der Salpeter in allen dingen/ als Kraͤutern/ Hoͤltzern/ vierfuͤſſigen vnd krichenden Thieren/ auch Voͤgeln in der Lufft/ vnd Fiſchen in den Waſſern/ wie auch in allen Elementen/ als Erden/ Waſſer/ Lufft vnd Fewer begriffen/ ſo iſt er der wahre Spiritus Mundi Univerſalis, ohne welchen nichts leben noch ſeyn kan: Er iſt ein Gebaͤhrer vnd wieder Zerſtoͤhrer aller dingen/ in jhme iſt alles in allem/ welches ich mit dem Vhralten Philoſopho Hermete Triſmegiſto in meinem Miraculo Mundi bewieſen.","norm":"Dieweilen aber allhier gehört / dass der Salpeter in allen Dingen / als Kräutern / Hölzern / vierfüßigen und kriechenden Tieren / auch Vögeln in der Luft / und Fischen in den Wassern / wie auch in allen Elementen / als Erden / Wasser / Luft und Feuer begriffen / so ist er der wahre Spiritus Mundi Universalis, ohne welchen nichts leben noch sein kann: Er ist ein Gebärer und wieder Zerstörer aller Dingen / in ihm ist alles in allem / welches ich mit dem uralten Philosopho Härmte Trismegisto in meinem Miraculo Mundi bewiesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015699863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4184,"date":1659,"orig":"Als verhoffe ich daß niemand laͤnger daran zweiffeln/ oder der greiflichen erkanten Warheit ſo halsſtarꝛig ſich weiters wiederſetzen werde.","norm":"Als verhoffe ich dass niemand länger daran zweifeln / oder der greiflichen erkannten Wahrheit so halsstarrig sich weiteres wiedersetzen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3383002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4185,"date":1659,"orig":"Wann ichs vmb der kuͤrtze willen nicht vnterlieſſe/ wolte gar leichtlich viel mehr Rationes beybringen koͤnnen/ iſt aber mit dieſem genug/ wer daruͤber noch obſtinat verbleibet/ deme iſt nimmermehr zu helffen/ wann auch Hermes ſelber wieder auffſtuͤnde/ vnd davon lehrete.","norm":"Wann ich es um der Kürze willen nicht unterließe / wollte gar leichtlich viel mehr Rationes beibringen können / ist aber mit diesem genug / wer darüber noch obstinat verbleibet / dem ist nimmermehr zu helfen / wann auch Hermes selber wieder aufstünde / und davon lehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.329400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4186,"date":1659,"orig":"Darbey es auch verbleiben wird.","norm":"Dabei es auch verbleiben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.735499858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4187,"date":1659,"orig":"Hiermit iſt nun genugſam bewieſen/ daß der Salpeter ein Subjectum Univerſale, vnd in allen dingen zu finden ſey.","norm":"Hiermit ist nun genügsam bewiesen / dass der Salpeter ein Subjectum universale, und in allen Dingen zu finden sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.291500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4188,"date":1659,"orig":"Darauß man genugſam glauben kan/ daß er auch im Holtz ſeyn muͤſſe/ darzu ſtaͤrcker/ maͤchtiger/ vnd allbereyt Corporaliſcher/ greiflicher/ vnd ſichtlicher als in keinem andern Subjecto, darumb auch darinn ſoll geſucht/ vnd durch Kunſt herauß gezogen werden.","norm":"Daraus man genügsam glauben kann / dass er auch im Holz sein müsse / dazu stärker / mächtiger / und allbereyt körperlicher / greiflicher / und sichtlicher als in keinem anderen Subjecto, darum auch darin soll gesucht / und durch Kunst herausgezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.547399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4189,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber ein ſolche außziehung nicht ehender geſchehen kan/ bis daß zuvorn auß den Hoͤltzern die Saͤfte herauß gepreßt/ auß welchen dann der Salpeter hernach zu finden/ kan vorgenommen werden/ alſo beſtehet die groͤſte Kunſt in außpreſſung der Saͤfte/ welches aber auff eine andere weiß zugehen muß als mit den Kraͤutern.","norm":"Dieweilen aber ein solche Ausziehung nicht eher geschehen kann / bis dass zuvor aus den Hölzern die Säfte heraus gepresst / aus welchen dann der Salpeter hernach zu finden / kann vorgenommen werden / also bestehet die größte Kunst in Auspressung der Säfte / welches aber auf eine andere weiß zugehen muss als mit den Kräutern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2399001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4190,"date":1659,"orig":"Darumb ich ſolche preſſen werde zurichten/ vnd in fall der Noth ſolches preſſen/ wann es ohne meinen ſchaden begehrt ſolte werden/ zeigen kan:","norm":"Darum ich solche pressen werde zurichten / und in Fall der Not solches pressen / wann es ohne meinen schaden begehrt sollte werden / zeigen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.276999950408935} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4191,"date":1659,"orig":"Dann ſolche Real wercke Jederman offenbarlich vor die Naſen zu legen/ iſt gar nicht noͤthig/ ſolche groſſe Secreten den vnwuͤrdigen gemeyn zu machen/ vnd ſonderlich auch vmb des Mißbrauchs willen ſo dardurch ſolte geſchehen koͤnnen.","norm":"Dann solche Real Werke jedermann offenbarlich vor die Nasen zu legen / ist gar nicht nötig / solche große Sekreten den unwürdigen gemein zu machen / und sonderlich auch um des Missbrauchs willen so dadurch sollte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.589000225067139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4192,"date":1659,"orig":"Derhalben mirs niemand in argem auffnehmen wird/ daß ich ſolche hohe dinge in guter obacht halte.","norm":"Derethalben mir es niemand in argem aufnehmen wird / dass ich solche hohe Dinge in guter Obacht halte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.454699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4193,"date":1659,"orig":"Es iſt genug daß ich dieſes geoffenbart/ worinn ſolche groſſe Schaͤtze verborgen/ die niemand zu Nutzen kommen/ vnd doch ſo leichtlich zu erlangen weren.","norm":"Es ist genug dass ich dieses offenbart / worin solche große Schätze verborgen / die niemand zu Nutzen kommen / und doch so leichtlich zu erlangen wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.681000232696533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4194,"date":1659,"orig":"Dann man ſehe doch an die maͤchtige Gehoͤltze nur in Teutſchland/ wie daß daſelbſten an vielen Orthen das Holtz gar nicht geacht wird/ Iſt niemand der etwas darmit bishero Nutzen zu ſchaffen gewuſt hat/ auſſer dieſem daß in etlichen Orthen Pottaſchen von gebrand worden/ dabey man doch wenig Nutzen gehabt/ weilen deſſelben ſo viel nicht kan verkauft werden/ als man wohl machen koͤnte/ dann ſolche Pottaſchen nirgends anders als von den Faͤrbern vnd Saͤyfenſiedern gebraucht wird.","norm":"Dann man sehe doch an die mächtige Gehölze nur in Deutschland / wie dass daselbst an vielen Orten das Holz gar nicht geachtet wird / Ist niemand der etwas damit bisher Nutzen zu schaffen gewusst hat / außer diesem dass in etlichen Orten Pottaschen von Gebrand worden / dabei man doch wenig Nutzen gehabt / weilen desselben so viel nicht kann verkauft werden / als man wohl machen könnte / dann solche Pottaschen nirgends anders als von den Färbern und Säyfensiedern gebraucht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387199878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4195,"date":1659,"orig":"Darzu habe ich noch niemanden geſehen oder gehoͤrt/ welcher recht darmit were vmbgangen vnd groſſen Nutzen von gehabt haͤtte/ dann bisweilen in die 10. oder 20. groſſe Baͤume ſeynd verbrant worden/ welche kaum ein hundert pfund Pottaſchen geben haben/ ſo uͤber 5. oder 6. Thaler nicht hat koͤnnen verkaufft werden/ vnd wann man uͤberlegt/ was fuͤr groſſe Muͤhe vnd Arbeit (ſo viel Holtz zu Aſchen zu verbrennen/ eynzuſieden in ein ſchwartz Saltz/ das ſchwartze Saltz hernach in beſondern oͤfen anßgebluͤhet/ daß es weiß/ graw/ gruͤn oder blawe werde) zu einem ſolchen werck gehoͤre/ ſo muß man ſich daruͤber verwundern/ wie doch die Jenigen ſo es thun/ oder thun laſſen/ ſo viel Holtz gegen einem ſo geringen Nutzen/ moͤgen verbrennen laſſen.","norm":"Dazu habe ich noch niemanden gesehen oder gehört / welcher recht damit wäre umgangen und großen Nutzen von gehabt hätte / dann bisweilen in die 10. oder 20. große Bäume sind verbrannt worden / welche kaum einhundert Pfund Pottaschen geben haben / so über 5. oder 6. Taler nicht hat können verkauft werden / und wann man überlegt / was für große Mühe und Arbeit (so viel Holz zu Aschen zu verbrennen / einzusieden in ein schwarz Salz / das schwarze Salz hernach in besonderen Öfen anßgeblühet / dass es weiß / grau / grün oder blaue werde) zu einem solchen Werk gehöre / so muss man sich darüber verwundern / wie doch diejenigen so es tun / oder tun lassen / so viel Holz gegen einem so geringen Nutzen / mögen verbrennen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1350998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4196,"date":1659,"orig":"Was ſoll man aber ſagen?","norm":"Was soll man aber sagen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.478600025177002} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4197,"date":1659,"orig":"Das Holtz haben ſie vmbſonſt/ vnd iſt beſſer ein halb Ey als ein ledige Schalen/ wie man ſagt: Wuͤſten ſie etwas anders oder beſſers auß zumachen/ ſie vnterlieſſens vielleicht auch nicht.","norm":"Das Holz haben sie umsonst / und ist besser ein halb Ei als ein ledige Schalen / wie man sagt: Wüssten sie etwas anders oder besseres aus zumachen / sie unterließen vielleicht auch nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.925899982452393} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4198,"date":1659,"orig":"Wie viel hundert Centner Holtz muͤſſen ſie verbrennen/ ehe ſie ein Centner Pottaſchen machen/ ſo aber die Saͤft darauß gepreßt vnd zu Salpeter geſotten wuͤrden/ koͤnnen ſie zehen mal mehr nutzen/ mit viel geringerer Muͤhe auß dem Holtz machen.","norm":"Wie viel hundert Zentner Holz müssen sie verbrennen / ehe sie ein Zentner Pottaschen machen / so aber die Säfte daraus gepresst und zu Salpeter gesotten würden / können sie zehnmal mehr nutzen / mit viel geringerer Mühe aus dem Holz machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.752600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4199,"date":1659,"orig":"Zu beſſern beweis dient dieſer uͤberſchlag/ geſetzet/ hundert pſund Holtz geben 20. pfund Saft/ die 20. pfund Saft geben nur 4. oder 5. pfund Salpeter/ vnd kan ein gemeyner oder mittelmaͤſſiger Eychen oder Buͤchenbaum gar wol zehen Wagen Holtz geben: Wann nun ein Wagen Holtz zwantzig Centner woͤge/ der Centner 5. pfund Salpeter gibt/ ſo bringt ein einiger Wagen der zwantzig Centner ſchwer/ 100. pfund Salpeter: Wann der Baum dann zehen Wagen Holtz gibt/ ſo muß er auch zehen Centner Salpeter geben/ den Centner Salpeter nur fuͤr 20. Reichsthaler gerechnet/ machte ein einiger Baum 200. Reichsthaler Nutzen.","norm":"Zu besseren Beweis dient dieser überschlag / gesetzt / hundert psund Holz geben 20. Pfund Saft / die 20. Pfund Saft geben nur 4. oder 5. Pfund Salpeter / und kann ein gemeiner oder mittelmäßiger Eichen oder Büchenbaum gar wohl zehn Wagen Holz geben: Wann nun ein Wagen Holz zwanzig Zentner wöge / der Zentner 5. Pfund Salpeter gibt / so bringt ein einiger Wagen der zwanzig Zentner schwer / 100. Pfund Salpeter: Wann der Baum dann zehn Wagen Holz gibt / so muss er auch zehn Zentner Salpeter geben / den Zentner Salpeter nur für 20. Reichstaler gerechnet / machte ein einiger Baum 200. Reichstaler Nutzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.76039981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4200,"date":1659,"orig":"Nun wollen wirs aber ſo hoch nicht rechnen/ oder ſo genaw ſuchen/ ſondern ſagen hundert pfund Holtz gibt nur drey pfund Salpeter/ der Wagen Holtz zu 20. Centnern gerechnet geben 60. pfund Salpeter/ der Baum 10.","norm":"Nun wollen wir es aber so hoch nicht rechnen / oder so genau suchen / sondern sagen hundert Pfund Holz gibt nur drei Pfund Salpeter / der Wagen Holz zu 20. Zentnern gerechnet geben 60. Pfund Salpeter / der Baum 10.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.617599964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4201,"date":1659,"orig":"Wagen Holtz/ macht alſo ein Baum 600. pfund Salpeter/ den Centner Salpeter nur fuͤr 10. Reichsth gerechnet/ gibt er gleichwolen 60. Thaler werth Salpeter.","norm":"Wagen Holz / macht also ein Baum 600. Pfund Salpeter / den Zentner Salpeter nur für 10. Reichst gerechnet / gibt er gleichwohlen 60. Taler wert Salpeter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.082200050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4202,"date":1659,"orig":"Die Koſten zu ſolcher Arbeit ſeynd ſehr gering/ derohalben die Arbeit deſto außtraͤglicher ſeyn kan: Vnd wann ja der Salpeter/ durch dieſe meine Invention, ſolte bis auff zehen Reichsthaler kommen (daß doch ſo bald noch nicht geſchehen wird) were gleichwol noch groſſer Nutzen darbey/ ja zehenmal beſſer als Pottaſchen auß dem Holtz gemacht.","norm":"Die Kosten zu solcher Arbeit sind sehr gering / derohalben die Arbeit desto austraglicher sein kann: Und wann ja der Salpeter / durch diese meine Invention, sollte bis auf zehn Reichstaler kommen (dass doch so bald noch nicht geschehen wird) wäre gleichwohl noch großer Nutzen dabei / ja zehnmal besser als Pottaschen aus dem Holz gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.452899932861328} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4203,"date":1659,"orig":"Wer aber den Salpeter zu Metalliſcher Concentration (davon die nachfolgende drey theil dieſes Buchs handlen ſollen) ſelber zuverbrauchen weiß/ derſelbe wird ſich nicht befoͤrchten doͤrffen/ daß jhme ſein Salpeter liegen bleiben vnd nicht Nutzen ſchaffen ſolte.","norm":"Wer aber den Salpeter zu metallischer Konzentration (davon die nachfolgende drei Teil dieses Buchs handeln sollen) selber zuverbrauchen weiß / derselbe wird sich nicht befürchten dürfen / dass ihm sein Salpeter liegen bleiben und nicht Nutzen schaffen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.989699840545654} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4204,"date":1659,"orig":"Da ſihet der guͤnſtige Leſer/ was bisweilen fuͤr groſſe Schaͤtze vor Augen liegen/ vnd auß vnwiſſenheit noch nicht erkant oder zu guten gebracht werden.","norm":"Da sieht der günstige Leser / was bisweilen für große Schätze vor Augen liegen / und aus Unwissenheit noch nicht erkannt oder zu guten gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.693900108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4205,"date":1659,"orig":"Wer kan wiſſen zu was ende Gott der Allmaͤchtige in dieſen letzten boͤſen zeiten/ ſolche groſſe verborgenheiten an den Tag kommen laͤſt/ daruͤber wir vnſere Koͤpff nicht brechen/ ſondern dem lieben Gott allein darfuͤr/ daß er vns ſolche Geheimnuſſen zu troſt vieler Menſchen eroͤffenet hat/ Lob vnd Danck ſagen wollen.","norm":"Wer kann wissen zu was Ende Gott der Allmächtige in diesen letzten bösen Zeiten / solche große Verborgenheiten an den Tag kommen lässt / darüber wir unsere Köpf nicht brechen / sondern dem lieben Gott allein dafür / dass er uns solche Geheimnissen zu Trost vieler Menschen eröffnet hat / Lob und Dank sagen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.122700214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4206,"date":1659,"orig":"Darneben bittende/ daß er vns auch ſein Vaͤtterliches Gedeyen (auff daß wir ſolche groſſe Gaben rechtmaͤſſig anlegen vnd gebrauchen moͤgen) auß Gnaden darzu verleyhen wolle.","norm":"Daneben bittende / dass er uns auch sein väterliches Gedeihen (auf dass wir solche große Gaben rechtmäßig anlegen und gebrauchen mögen) aus Gnaden dazu verleihen wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.770199775695801} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4207,"date":1659,"orig":"Wann aber etwan einige jhnen eynbilden ſolten/ als wans vnnoͤtig/ ein ſolche Kunſt zu offenbahren/ weilen durch den Salpeter das Buͤchſenpulver/ vnd durch das Buͤchſenpulver viel Staͤtte vnd Feſtungen vmbgekehrt werden/ vnd allezeit nur boͤſes/ als Brand vnd Todſchlag/ davon zu erwarten.","norm":"Wann aber etwan einige ihnen einbilden sollten / als wann es unnötig / ein solche Kunst zu offenbaren / weilen durch den Salpeter das Büchsenpulver / und durch das Büchsenpulver viel Städte und Festungen umgekehrt werden / und allezeit nur Böses / als Brand und Totschlag / davon zu erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478099822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4208,"date":1659,"orig":"Deme geb ich zur Antwort/ daß dieſe meine Entdeckung/ dieſer groſſen vnd nuͤtzlichen Wiſſenſchaft/ zu ſolchem ende daß boͤſes dardurch kommen ſolte/ gar nicht von mir geſchehen/ ſondern vielmehr darumb/ auff daß wann wir in vnſerm lieben Vatterland/ etwan wieder Außlaͤndiſche Feinde (welches ſich darfuͤr ſchier anlaͤſſet) bekommen ſolten/ wir dann mit gleicher Wehr/ denſelben begegnen/ vnd vns defendiren moͤchten.","norm":"Dem gebe ich zur Antwort / dass diese meine Entdeckung / dieser großen und nützlichen Wissenschaft / zu solchem Ende dass böses dadurch kommen sollte / gar nicht von mir geschehen / sondern vielmehr darum / auf dass wann wir in unserem lieben Vaterland / etwan wieder ausländische Feinde (welches sich dafür schier anlässt) bekommen sollten / wir dann mit gleicher Wehr / denselben begegnen / und uns defendieren möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178400039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4209,"date":1659,"orig":"Auch weiters vnd mehrentheils darumb/ auff daß durch dieſes Mittel die groſſe Wildnuſſen von den uͤberfluͤſſigen Straͤuchen vnd Buͤſchen/ etwas geſaͤubert/ vnd die Dieb vnd Moͤrder/ wie auch wilde Thier/ ſo viel gelegenheit ſich darinn zu enthalten/ hinfuͤro nicht mehr haben moͤchten.","norm":"Auch weiteres und mehrenteils darum / auf dass durch dieses Mittel die große Wildnussen von den überflüssigen Sträuchern und Büschen / etwas gesäubert / und die Dieb und Mörder / wie auch wilde Tier / so viel Gelegenheit sich darin zu enthalten / hinfür nicht mehr haben möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385900020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4210,"date":1659,"orig":"Auch darumb/ auff daß viel tauſend Menſchen deſto beſſer an die Koſt zu kommen/ auß dem vnnuͤtzen Holtz gut Gold vnd Silber zu machen/ geholffen wuͤrde:","norm":"Auch darum / auf dass viel tausend Menschen desto besser an die Kost zu kommen / aus dem unnützen Holz gut Gold und Silber zu machen / geholfen würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.462900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4211,"date":1659,"orig":"Dann durch diß Mittel koͤnte allein viel tauſend Jaͤhrlichs in vnſern Teutſchen Landen/ ohne hindernus oder einigen Schaden des Naͤchſten/ Ehrlich erworben/ vnd den Inwohnern zum beſten erhalten werden.","norm":"Dann durch dies Mittel könnte allein viel tausend Jährliches in unsern Deutschen Landen / ohne Hindernis oder einigen Schaden des Nächsten / Ehrlich erworben / und den Inwohnern zum besten erhalten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.445499897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4212,"date":1659,"orig":"Vnd doͤrffte man nicht einen einigen Baum vmbhawen/ wann man nicht gern wolte/ ſondern allein die uͤbrige aͤſte/ die Doͤrner vnd Hecken/ ſo zwiſchen den Baͤumen wachſen/ vnd dem Wild/ vnd inſonderheit den Hirſchen/ den Durchgang beuehmen/ den wilden Thiren aber als Garn (dardurch jhnen der Hirſch nicht entlauffen kan) behalten wird:","norm":"Und dürfte man nicht einen einigen Baum umhauen / wann man nicht gern wollte / sondern allein die übrige äste / die Dornen und Hecken / so zwischen den Bäumen wachsen / und dem Wild / und in Sonderheit den Hirschen / den Durchgang beuehmen / den wilden Tieren aber als Garn (dadurch ihnen der Hirsch nicht entlaufen kann) behalten wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468699932098389} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4213,"date":1659,"orig":"Daß uͤbrige vnd gerathe Holtz aber/ dannoch alles zum Bauwerck oder erhaltung der Thier-Jachten/ kan ſtehen vnd verſchont bleiben.","norm":"Dass übrige und gerate Holz aber / dennoch alles zum Bauwerk oder Erhaltung der Tier-Jachten / kann stehen und verschont bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.239099979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4214,"date":1659,"orig":"Wuͤrden auch durch dieſes Mittel die Baͤume Lufft bekommen/ vnd deſto beſſer in die hoͤhe wachſen koͤnnen:","norm":"Würden auch durch dieses Mittel die Bäume Luft bekommen / und desto besser in die Höhe wachsen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.511000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4215,"date":1659,"orig":"Das Wild auch/ wann jhnen die Straͤuche weggeraͤumbt/ deſts beſſere Weyd vnd Nahrung finden/ auch den Woͤlffen zuentlauffen/ ſo jhnen die dickt Straͤuche/ Doͤrner vñ Hecken ſonſten verhinderten/ einen deſto freyern Lauff dardurch bekommen wuͤrde.","norm":"Das Wild auch / wann ihnen die Sträucher weggeräumt / Tests bessere weit und Nahrung finden / auch den Wölfen zuentlaufen / so ihnen die dickt Sträucher / Dornen und Hecken sonsten verhinderten / einen desto Freiern Lauf dadurch bekommen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.714099884033203} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4216,"date":1659,"orig":"Vnd wann man auch an ſolchen Orthen/ da groſſes gehoͤltz ſo den Menſchen zu keinem Nutzen gereichen kan/ auch ſchon der groſſen Baͤume ein theil weg hawen vnd zu dieſem Werck verbrauchen ſolte/ wuͤrde man gleichwol nicht uͤbel/ ſondern noch ſehr wol daran thun/ vnd dannoch Holtzung genug ſeyn vnd bleiben.","norm":"Und wann man auch an solchen Orten / da großes Gehölz so den Menschen zu keinem Nutzen gereichen kann / auch schon der großen Bäume ein Teil weghauen und zu diesem Werk verbrauchen sollte / würde man gleichwohl nicht übel / sondern noch sehr wohl daran tun / und dennoch Holzung genug sein und bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286099910736084} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4217,"date":1659,"orig":"Dann man ſehe doch an den Speſſert/ Odenwald/ Hartzwald/ Thuͤringer vnd Boͤhmerwald/ vnd andere dergleichen groſſe Wildnuſſen/ da gantz Teutſchland ſolcher allenthalben voll iſt/ ob mans daran auch mercket/ daß durch das Glasmachen vnd Ertzſchmeltzen das Holtz gemindert werde?","norm":"Dann man sehe doch an den Spessert / Odenwald / Harzwald / Thüringer und Böhmerwald / und andere dergleichen große Wildnussen / da ganz Deutschland solcher allenthalben voll ist / ob man es daran auch merkt / dass durch das Glasmachen und Erzschmelzen das Holz gemindert werde?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5920000076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4218,"date":1659,"orig":"Dann was dieſe Jahre abgehawen/ waͤchſet ins kuͤnfftige doch wieder/ vnd iſt nicht muͤglich/ wann tauſend vnd noch tauſend dergleichen Preſſen/ den Safft auß dem Holtz zu preſſen/ angerichtet wuͤrden/ einiger Schaden oder nachtheil darvon kommen koͤnte.","norm":"Dann was diese Jahre abgehauen / wächst ins Künftige doch wieder / und ist nicht möglich / wann tausend und noch tausend dergleichen Pressen / den Saft aus dem Holz zu pressen / angerichtet würden / einiger Schaden oder Nachteil davon kommen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.910600185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4219,"date":1659,"orig":"Warumb ſolte mans dann vnterlaſſen? groſſe Fuͤrſtenthuͤmber wuͤrden dardurch mercklich verbeſſert werden/ vnd doch keines dem andern zu ſchaden.","norm":"warum sollte man es dann unterlassen? große Fürstentum würden dadurch merklich verbessert werden / und doch keines dem anderen zu schaden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.658999919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4220,"date":1659,"orig":"Sage derolben nochmalen/ daß Gott der Allmaͤchtige etwas ſonderlichs mit vns vor hat/ weilen er vns ſolche uͤberauß groſſe Mittel in die Haͤnde gibt/ villeicht die Zeit kommen doͤrffte/ daß wirs noͤtig haben moͤchten:","norm":"Sage derolben nochmal / dass Gott der Allmächtige etwas Sonderliches mit uns vorhat / weilen er uns solche überaus große Mittel in die Hände gibt / vielleicht die Zeit kommen dürfte / dass wir es nötig haben möchten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.111100196838379} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4221,"date":1659,"orig":"Dann man leſe vnd beſehe der Alten vnd Newen Scribenten Schrifften vnd Hiſtorien/ ſo wird man finden/ ſo offt in eim Land ein ſonderbare groſſe Wohlfeylung kommen/ bald darauff ein groſſe Thewrung erfolgt iſt: Gleichſam als wann Gott der Allmaͤchtige die wenige Frommen/ ſo noch vnter dem groſſen hauffen der Gottloſen leben/ warnen wolte/ daß ſie ſich mit dem uͤberfluß/ auff ein zeitlang verſorgen ſolten.","norm":"Dann man lese und besehe der Alten und Neuen Skribenten Schriften und Historien / so wird man finden / so oft in einem Land ein sonderbare große Wohlfeilung kommen / bald darauf ein große Teuerung erfolgt ist: Gleichsam als wann Gott der Allmächtige die wenige Frommen / so noch unter dem großen Haufen der Gottlosen leben / warnen wollte / dass sie sich mit dem Überfluss / auf ein Zeitlang versorgen sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015699863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4222,"date":1659,"orig":"Vnd ein gewiſſes omen, worinn der uͤberfluß/ bald hernach der Mangel darauff folgen kan.","norm":"Und ein gewisses omen, worin der Überfluss / bald hernach der Mangel darauf folgen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.845699787139893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4223,"date":1659,"orig":"Es darffs nicht viel Exempla anzuziehen/ dann dieſes gar zu bekant iſt.","norm":"Es darf es nicht viel Exempla anzuziehen / dann dieses gar zu bekannt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.0447998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4224,"date":1659,"orig":"Derenthalben ich die Concentration des Weins/ Korns vnd Holtzes/ mein Patriam, das liebe Teutſchland/ vor zukuͤnfftigem Mangel/ ſo leichtlich bald (welches Gott verhuͤten wolle) geſchehen koͤnte/ zu Proviantiren vnd zu verſorgen/ beſchreiben muͤſſen.","norm":"Derenthalben ich die Konzentration des Weins / Korns und Holzes / mein Patriam, das liebe Deutschland / vor zukünftigem Mangel / so leichtlich bald (welches Gott verhüten wolle) geschehen könnte / zu Proviantieren und zu versorgen / beschreiben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.619500160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4225,"date":1659,"orig":"Es werde nun gleich angenommen oder nicht/ ſo habe ich mein Gewiſſen erleichtert/ vnd mein von Gott verliehens Talentum nicht begraben/ ſondern nach Gottes befehl meinem Naͤchſten zum beſten herfuͤr geben wollen:","norm":"Es werde nun gleich angenommen oder nicht / so habe ich mein Gewissen erleichtert / und mein von Gott verliehen Talentum nicht begraben / sondern nach Gottes Befehl meinem Nächsten zum Besten herfür geben wollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.042300224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4226,"date":1659,"orig":"Ich ſorge aber es werde wenig fruͤchten/ dann die Stcherheit bey vns Teutſchen jetziger Zeit gar zu gros iſt:","norm":"Ich sorge aber es werde wenig Früchten / dann die Stcherheit bei uns Deutschen jetziger Zeit gar zu groß ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.445400238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4227,"date":1659,"orig":"Man kan nicht glauben daß das Fewer warm iſt vnd brennet/ bis daß man fuͤhlet/ Dann iſt es aber zu ſpath/ vnd hilfft kein ſchwimmen/ wann einem das Waſſer ſchon ans Maul gehet/ ſo der Krampff darzu kompt.","norm":"Man kann nicht glauben dass das Feuer warm ist und brennet / bis dass man fühlet / Dann ist es aber zu spat / und hilft kein schwimmen / wann einem das Wasser schon ans Maul geht / so der Krampf dazukommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846799850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4228,"date":1659,"orig":"Darumb bey zeiten Fewer vnd Waſſer geflohen/ oder ſich dafuͤr bewahrt/ als muthwilliger vnd vnachtſamer weiß darinn vmbkommen vnd verderben.","norm":"Darum beizeiten Feuer und Wasser geflohen / oder sich dafür bewahrt / als mutwilliger und unachtsamer weiß darin umkommen und verderben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.058300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4229,"date":1659,"orig":"Ich weiß dieſe meine guthertzige Ermahnung/ wird einmal noch platz finden/ vnd zu Hertzen genommen werden/ wann aber nur nicht das alte Sprichwort ſo gemeyn were: Sero ſapiunt phryges, Wann die Kuhe auß dem Stall iſt/ wil man ſelben crſt zu machen.","norm":"Ich weiß diese meine gutherzige Ermahnung / wird einmal noch platz finden / und zu Herzen genommen werden / wann aber nur nicht das alte Sprichwort so gemein wäre: Sero sapiunt phryges, wann die Kuh aus dem Stall ist / will man selben crst zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.705399990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4230,"date":1659,"orig":"Ich habe das meinige gethan/ darbey ich mich getroͤſte.","norm":"Ich habe das meinige getan / dabei ich mich tröste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.982500076293945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4231,"date":1659,"orig":"Solte nun jemand dieſen meinen Schrifften glauben zuſtellen/ vnd ein oder die andere Concentration, entweder des Weins/ Korns oder Holtzes/ vnter Hand nehmen/ ſo verſichere ich denſelben/ das alles ſo ich in dieſem Buͤchlein geſchrieben/ die pur lautere Warheit iſt/ ohne einige hinterhaltung dargegeben.","norm":"Sollte nun jemand diesen meinen Schriften glauben zustellen / und ein oder die andere Konzentration, entweder des Weins / Korns oder Holzes / unter Hand nehmen / so versichere ich denselben / das alles so ich in diesem Büchlein geschrieben / die pur lautere Wahrheit ist / ohne einige Hinterehaltung dargegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.860899925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4232,"date":1659,"orig":"Nur daß ich die Preſſen zu dem Holtz vmb gewiſſer Vrſachen willen nicht habe beſchreiben wollen:","norm":"Nur dass ich die Pressen zu dem Holz um gewisser Ursachen Willen nicht habe beschreiben wollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.064099788665771} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4233,"date":1659,"orig":"Dann ſo ich ſolches gethan/ eben ſo bald die Kunſt an meine Feinde als Freunde haͤtte kommen moͤgen/ welches gar nicht rahtſam/ dann ich ohne daß/ durch mein gut thun mir nur Feinde vnd Feindſchaft gemachet/ vnd je mehr ich manchem guts gethan/ je groͤſſer Feind er mir hernach worden iſt.","norm":"Dann so ich solches getan / eben so bald die Kunst an meine Feinde als Freunde hätte kommen mögen / welches gar nicht ratsam / dann ich ohne dass / durch mein guttun mir nur Feinde und Feindschaft gemacht / und je mehr ich manchem Gutes getan / je größer Feind er mir hernach worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.365900039672852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4234,"date":1659,"orig":"Wie dann neben andern (deren Namen ich vmb gewiſſer Vrſachen willen jetzunder verſchweige) inſonderheit der Gottloſe Farner/ vnd mein geweſener Jung Anthoni Niſſen, ſo noch heutiges Tags fuͤr mein gut thun/ ſo ich jhnen erzeiget/ herumb lauffen/ meine jhnen auff guten Glauben anvertrawte Secreten, hie vnd dort anbieten vnd verkauffen/ mich vnd meine Schrifften/ die ſie doch nicht verſtehen/ noch darzu auffs aͤrgſte laͤſtern vnd verachten/ vnd daß jenige vor das jhrige außgeben/ vnd ſich gros darmit machen/ welches zu ergruͤnden mir viel ſaure Muͤhe vnd Arbeit gemacht hat.","norm":"Wie dann neben anderen (deren Namen ich um gewisser Ursachen Willen jetzund verschweige) in Sonderheit der Gottlose Farne / und mein gewesener jung Anthoni Nissen, so noch heutiges Tags für mein guttun / so ich ihnen erzeiget / herumlaufen / meine ihnen auf guten Glauben anvertraute Sekreten, hie und dort anbieten und verkaufen / mich und meine Schriften / die sie doch nicht verstehen / noch dazu aufs ärgste lästern und verachten / und dass jenige vor das ihrige ausgeben / und sich groß damit machen / welches zu ergründen mir viel saure Mühe und Arbeit gemacht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533699989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4235,"date":1659,"orig":"Kan mich aber nicht genug verwundern/ daß noch ſolche Leut mit jhnen zuhalten/ ſeyn wollen.","norm":"Kann mich aber nicht genug verwundern / dass noch solche Leute mit ihnen zuhalten / sein wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179100036621094} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4236,"date":1659,"orig":"Ich zwyffele aber gar nicht/ die Rach (welche ich Gott befohlen) zu gewiſſer Zeit nicht auſſen bleiben werde.","norm":"Ich zweifele aber gar nicht / die Rache (welche ich Gott befohlen) zu gewisser Zeit nicht außen bleiben werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808199882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4237,"date":1659,"orig":"Darumb ſage ich/ daß dieſes groſſe Secretum auß dem Holtzſafft einen guten Salpeter zu ſieden/ Ich noch nicht gemeyn zu machen geſinnet/ wolte ſonſten die Preſſe auch beſchrieben haben:","norm":"Darum sage ich / dass dieses große Secretum aus dem Holtzsafft einen guten Salpeter zu sieden / Ich noch nicht gemein zu machen gesinnt / wollte sonsten die Presse auch beschrieben haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.411600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4238,"date":1659,"orig":"Vnd wann man die Preſſe ſchon ſehe vnd zu machen wuͤſte/ vnd doch die Laͤuterung vnd Concentrirung des Safftes jhme verborgen/ er gleiwol nicht darmit zu recht kommen wuͤrde; Darumb ohne mein ſonderbahre Information ſo leichtlich das Werck nicht gemeyn werden kan.","norm":"Und wann man die Presse schon sehe und zu machen wüste / und doch die Läuterung und Konzentrierung des Saftes ihm verborgen / er gleiwol nicht damit zu recht kommen würde; darum ohne mein sonderbare Information so leichtlich das Werk nicht gemein werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.76669979095459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4239,"date":1659,"orig":"Dannoch ſage ich/ daß dieſes Holtzpreſſen/ ob ſchon es vor ein gering ding anzuſehen/ ſo iſt es doch beſſer als vorhergehende beyde/ von Wein vnd Korn/ welche mit groſſem fleiß/ Muͤhe vnd Koſten muͤſſen erbawet werden/ das Holtz aber ohn einigen Koſten vnd Muhe daher waͤchſt in fuͤlle zum uͤberfluß:","norm":"Dennoch sage ich / dass dieses Holzpressen / ob schon es vor ein gering Ding anzusehen / so ist es doch besser als vorhergehende beide / von Wein und Korn / welche mit großem Fleiß / Mühe und Kosten müssen erbaut werden / das Holz aber ohne einigen Kosten und Mühe daher wächst in fülle zum Überfluss:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.722400188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4240,"date":1659,"orig":"Nun zweyffele ich nicht/ daß mancher dieſem vnerhoͤrten vnd uͤberauß nuͤtzlichem Werck weyters nachſinnen/ vnd Gedancken ſchoͤpffen moͤchte/ ob dann nicht auch auß andern Subjectis die leichtlich zu erlangen/ ein guter Salpeter zu zeugen.","norm":"Nun zweifele ich nicht / dass mancher diesem unerhörten und überaus nützlichem Werk weiters nachsinnen / und Gedanken schöpfen möchte / ob dann nicht auch aus anderen Subjectis die leichtlich zu erlangen / ein guter Salpeter zu zeugen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186500072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4241,"date":1659,"orig":"Denen ein wenig Nachrichtung zu geben/ ich nit wol vnterlaſſen kan.","norm":"Denen ein wenig Nachrichtung zu geben / ich nicht wohl unterlassen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.667200088500977} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4242,"date":1659,"orig":"Nemblichen daß es muͤglich auch daß gemeyne Bergk vnd Seeſaltz/ durch Kunſt alſo vmbzukehren vnd zuverwandlen/ daß ein natuͤrlicher Salpeter darauß werden kan.","norm":"nämlichen dass es möglich auch dass gemeine Berg und Seesalts / durch Kunst also umzukehren und zuverwandeln / dass ein natürlicher Salpeter daraus werden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.546199798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4243,"date":1659,"orig":"Davon aber nicht noͤtig weitere Nachricht zu geben/ iſt genug daß ich dieſes mit dẽ Holtz an Tag gegeben.","norm":"Davon aber nicht nötig weitere Nachricht zu geben / ist genug dass ich dieses mit den Holz an Tag gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.809999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4244,"date":1659,"orig":"Dieſes ſage ich aber/ daß Gott allenthalben ſeine Allmacht ſehen laͤſt/ wo er kein Holtz gibt/ da gibt er doch Stein vnd Bein/ welche auch Salpeter geben/ wo kein Fewer dannoch Waſſer:","norm":"Dieses sage ich aber / dass Gott allenthalben seine Allmacht sehen lässt / wo er kein Holz gibt / da gibt er doch Stein und Bein / welche auch Salpeter geben / wo kein Feuer dennoch Wasser:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299399852752685} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4245,"date":1659,"orig":"Vnd iſt gewiß daß auß einem jedwedern Seewaſſer/ durch gewiſſe Kunſt vnd Erfahrenheit/ ein guter Salpeter in Copia zu machen muͤglich.","norm":"Und ist gewiss dass aus einem jedweden Seewasser / durch gewisse Kunst und Erfahrenheit / ein guter Salpeter in Copia zu machen möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837900161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4246,"date":1659,"orig":"Wann dann weiters jemand eynwerffen vnd ſagen moͤchte/ (weilen ich Stand halte/ daß das nitrum in allen Orthen der Welt/ aber merentheils in Holtz vnd Steinen gefunden werde/ da doch einige Laͤnder da weder Holtz noch Stein/ ſondern ein Moraſſiſcher Bodem/ darauff nur Gras waͤchſet/ zu finden) wie dann ſolches ſeyn koͤnte/ oder worinnen er an ſolchen Orthen dann muͤſte geſucht werden?","norm":"Wann dann weiteres jemand einwerfen und sagen möchte / (weilen ich Stand halte / dass das nitrum in allen Orten der Welt / aber mehrenteils in Holz und Steinen gefunden werde / da doch einige Länder da weder Holz noch Stein / sondern ein Morassischer Boden / darauf nur Gras wächst / zu finden) wie dann solches sein könnte / oder worin er an solchen Orten dann müsste gesucht werden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438399791717529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4247,"date":1659,"orig":"Darauff berichte ich/ daß allbereyt oben bewieſen/ daß auß dem Gras der Salpeter haͤuffig koͤnne gezogen werden/ darzu aber gar nicht noͤtig/ daß man das gute Gras dem Vieh entztehe/ vnd ſolches zum Salpeter machen gebrauche/ dann Kaͤß vnd Butter/ ſo von dem Gras gemacht/ leichtlich mehr werth ſeyn koͤnte/ als der Salpeter ſo davon gemacht wuͤrde:","norm":"Darauf berichte ich / dass allbereyt oben bewiesen / dass aus dem Gras der Salpeter häufig könne gezogen werden / dazu aber gar nicht nötig / dass man das gute Gras dem Vieh entstehe / und solches zum Salpeter machen gebrauche / dann Käse und Butter / so von dem Gras gemacht / leichtlich mehr wert sein könnte / als der Salpeter so davon gemacht würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.982100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4248,"date":1659,"orig":"Der ſolt wiſſen/ daß Gott gegen ſeine Geſchoͤpff ſo vnweißlich nicht handelt/ wann er dem einen den Segen gibt/ dem andern dargegen ſolchen nimbt oder entzeucht; gar nicht/ dann er iſt Reich allen ſeinen Geſchoͤpffen genug zu geben/ vnd lautet bey jhme gar nicht/ wie bey jetziger verkehrten Welt (des einen zunehmen iſt des ander abnehmen) ſondern er wil daß alle genug haben/ ſich vermehren/ verbeſſern/ vnd zur perfection gelangen.","norm":"Der sollt wissen / dass Gott gegen seine Geschöpf so unweißlich nicht handelt / wann er dem einen den Segen gibt / dem anderen dagegen solchen nimmt oder entseucht; gar nicht / dann er ist Reich allen seinen Geschöpfen genug zu geben / und lautet bei ihm gar nicht / wie bei jetziger verkehrten Welt (des einen zunehmen ist des ander abnehmen) sondern er will dass alle genug haben / sich vermehren / verbessern / und zur Perfektion gelangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.340199947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4249,"date":1659,"orig":"Iſt alſo nicht noͤtig/ daß dem Viehe ſein Futter entzogen/ vnd Salpeter davon gemacht werde/ Dann ſolcher ohne daß auß andern Subjectis, welche weder Menſchen noch Viehe zu guten kommen/ in groſſer Menge zu zeugen iſt.","norm":"Ist also nicht nötig / dass dem Viehe sein Futter entzogen / und Salpeter davon gemacht werde / Dann solcher ohne dass aus anderen Subjectis, welche weder Menschen noch Viehe zu guten kommen / in großer Menge zu zeugen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.008100032806396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4250,"date":1659,"orig":"Dann in dergleichen ſuͤmpffigen ebenen Laͤndern/ da kein Berg noch Thal/ kein Holtz noch Stein iſt/ hat Gott der Allmaͤchtige als ein Vorſichtiger Haus-Vatter/ die Inwohner mit einer beſondern/ vnd mit vielen kleinen Wuͤrtzlein durchwachſener Erden (ſo die Inwohner Torff nennen) vnd zum Kochen/ Brawen vnd andern Nothwendigkeiten/ an ſtatt Holtzes gebrauchen/ Reichlich begabet vnd geſegnet/ alſo daß ſie des Holtzes (wiewol ſolches von andern Orthen die fuͤlle herbey gebracht wird) gar wol entbehren koͤnnen/ vnd haͤlt derſelbige Torff eben ein ſolches Sal Eſſentiale in ſich wie das Holtz/ darauß dann der Salpeter haͤuffig kan gezogen werden.","norm":"Dann in dergleichen sumpfigen ebenen Ländern / da kein Berg noch Tal / kein Holz noch Stein ist / hat Gott der Allmächtige als ein vorsichtiger Hausvater / die Inwohner mit einer besonderen / und mit vielen kleinen Würzlein durchwachsener Erden (so die Inwohner Torf nennen) und zum Kochen / Brauen und anderen Notwendigkeiten / anstatt Holzes gebrauchen / Reichlich begabt und gesegnet / also dass sie des Holzes (wiewohl solches von anderen Orten die fülle herbeigebracht wird) gar wohl entbehren können / und hält derselbige Torf eben ein solches Soll Essentiale in sich wie das Holz / daraus dann der Salpeter häufig kann gezogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256700038909912} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4251,"date":1659,"orig":"Die Stein betreffende/ ſeynd ſelbige zwar nicht an ſolchen Orthen zu finden/ gleichwol hat Gott der Allmaͤchtige das Land mit etwas dergleichen verſehen/ daß ſie der Steine (Kalch darauß zu brennen) auch gar wol entbehren koͤnnen/ nemblich die Secmuſcheln oder Schnecken-haͤuſer/ welche das vngeſtuͤmme Meer bisweilen wie groſſe Berge den Inwohnern zu Nutzen an das Vfer wirfft/ deſſen ſie ſich gebrauchen/ vnd mit Torff zu Kalch brennen/ jhre Gemaͤner ſo von Ziegeln gemacht auffſetzen.","norm":"Die Stein betreffende / sind selbige zwar nicht an solchen Orten zu finden / gleichwohl hat Gott der Allmächtige das Land mit etwas dergleichen versehen / dass sie der Steine (Kalch daraus zu brennen) auch gar wohl entbehren können / nämlich die Secmuscheln oder Schnecken-Häuser / welche das ungestüme Meer bisweilen wie große Berge den Inwohnern zu Nutzen an das Ufer wirft / dessen sie sich gebrauchen / und mit Torf zu Kalch brennen / ihre Gemäner so von Ziegeln gemacht aufsetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535399913787842} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4252,"date":1659,"orig":"Alſo daß ich nicht ſiehe (ob ſchon weder Holtz noch Steine in ſolchen Laͤndern wachſen) weniger Salpeter ſolte koͤnnen gezengt werden/ als in ſolchen Laͤndern da Holtz vnd Steine die fuͤlle/ vnd ſolches bald beſſer als in keinem Land in gantz Europa.","norm":"Also dass ich nicht siehe (ob schon weder Holz noch Steine in solchen Ländern wachsen) weniger Salpeter sollte können gezengt werden / als in solchen Ländern da Holz und Steine die fülle / und solches bald besser als in keinem Land in ganz Europa.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5346999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4253,"date":1659,"orig":"Dann der Torff gegen das Holtz zu rechnen/ viel wohlfeyler iſt/ auch viel mehr Safft gibt/ vnd ſich leichtlicher herauß preſſen laͤſt/ als auß dem Holtz.","norm":"Dann der Torf gegen das Holz zu rechnen / viel wohlfeiler ist / auch viel mehr Saft gibt / und sich leichtlicher herauspressen lässt / als aus dem Holz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4254,"date":1659,"orig":"Darumb ich vollkoͤmblich beweiſe/ daß nicht ein einiger Orth in der gantzen Welt zu nennen oder zu finden/ da der Salpeter nicht haͤuffig ſolte koͤnnen gezeugt werden.","norm":"Darum ich vollkommen beweise / dass nicht ein einiger Ort in der ganzen Welt zu nennen oder zu finden / da der Salpeter nicht häufig sollte können gezeugt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.438899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4255,"date":1659,"orig":"Vnd wann ich gleich ſagte/ daß in der gantzen Welt kein Orth zu finden/ an welchen leichtlicher der Salpeter haͤuffig/ gleichſamb ohne ſonderbahren Koſten zu zeugen/ als eben in den Nidrigſt gelegenen Laͤndern des Teutſchlands (als Braband/ Holland/ Seeland/ Flandern/ Frießland/ Gruͤningerland/ Embderland/ vnd dergleichen flachen an der Teutſchen See/ Beld genant/ gelegenen Laͤndern) ſo wolte ich nicht daran liegen/ ſondern mit Warheit ſolches bezeugen koͤnnen/ wann es noͤtig were.","norm":"Und wann ich gleich sagte / dass in der ganzen Welt kein Ort zu finden / an welchen leichtlicher der Salpeter häufig / gleichsam ohne sonderbaren Kosten zu zeugen / als eben in den Niedrigst gelegenen Ländern des Deutschlands (als Braband / Holland / Seeland / Flandern / Friesland / Grüningerland / Embderland / und dergleichen flachen an der Deutschen See / Belt genannt / gelegenen Ländern) so wollte ich nicht daran liegen / sondern mit Wahrheit solches bezeugen können / wann es nötig wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303999900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4256,"date":1659,"orig":"Doch auff daß meine Schriften/ den vnerfahrnen nicht ſo gar frembd vorkommen moͤchten/ finde ich noͤtig ſelbige/ auff daß man die Koͤpf nicht daruͤber (wie ſolches muͤglich ſeyn koͤnte) verbrechen doͤrffte/ vor Jedermaͤnniglich mit der Warheit zu bekraͤftigen/ ſage dis nochmahlen/ daß der Salpeter/ wann man denſelben zugebrauchen weiß/ dieweilen des Leibes gute Geſundheit/ wie auch Ehr vnd zeitlicher Reichthumb/ (wie ſolches in den drey folgenden Theilen klaͤrlich ſol bewieſen werden) uͤberfluͤſſig dadurch zu erlangen) billig fuͤr den groͤſten Schatz der Welt von allen Verſtaͤndigen zu halten.","norm":"Doch auf dass meine Schriften / den unerfahrenen nicht so gar fremd vorkommen möchten / finde ich nötig selbige / auf dass man die Köpfe nicht darüber (wie solches möglich sein könnte) Verbrechen dürfte / vor Jedermänniglich mit der Wahrheit zu bekräftigen / sage dies nochmals / dass der Salpeter / wann man denselben zu gebrauchen weiß / dieweilen des Leibes gute Gesundheit / wie auch Ehre und zeitlicher Reichtum / (wie solches in den drei folgenden Teilen klärlich soll bewiesen werden) überflüssig dadurch zu erlangen) billig für den größten Schatz der Welt von allen Verständigen zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.619800090789795} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4257,"date":1659,"orig":"Wann nun das zugegeben/ ſo muß man auch weiters gelten laſſen/ daß das jenige Subjectum, darauß er gezogen wird/ auch zu æſtimiren, vnd nicht zuverachten ſey- Weilen ich dann allerbereyt genugſam bewieſen daß in Hoch-Teutſchland das Holtz (ſo allenthalben in abundantia reichlich ſolches geben kan) allhier aber in dieſen Niederlanden der Torff (auff daß ja dieſes andern Laͤndern nichts vorgebe) ſolches geben muß:","norm":"Wann nun das zugegeben / so muss man auch weiteres gelten lassen / dass dasjenige Subjectum, daraus er gezogen wird / auch zu ästimieren, und nicht zuverachten sey-Weilen ich dann bereit genügsam bewiesen dass in Hoch-Teutschland das Holz (so allenthalben in abundantia reichlich solches geben kann) allhier aber in diesen Niederlanden der Torf (auf dass ja dieses anderen Ländern nichts vorgebe) solches geben muss:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4258,"date":1659,"orig":"Vnd nicht allein der Torff ſelber/ ſondern auch nur ſeine von Jederman bishero vngeachte/ an allen Orten mit groſſen Hauffen hinweg geworffene Aſchen.","norm":"Und nicht allein der Torf selber / sondern auch nur seine von jedermann bisher ungache / an allen Orten mit großen Haufen hinweg geworfene Aschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.761499881744385} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4259,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4260,"date":1659,"orig":"Solche Torff Aſchen kan nicht wie Holtz Aſchen zum waſchen (Laugen darauß zu machen) gebraucht werden/ darumb ſie als vnnuͤtz von Jederman weggeſchuͤttet wird.","norm":"Solche Torf Aschen kann nicht wie Holz Aschen zum Waschen (Laugen daraus zu machen) gebraucht werden / darum sie als unnütz von jedermann weggeschüttet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.558000087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4261,"date":1659,"orig":"Dann in dieſer Aſchen ein abſonderlich Saltz haͤuffig ſteckt/ welches Saltz durch Kunſt vmb zuwenden/ vnd zu Salpeter zu machen/ muͤglich.","norm":"Dann in dieser Aschen ein absonderlich Salz häufig steckt / welches Salz durch Kunst um zuwenden / und zu Salpeter zu machen / möglich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.36899995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4262,"date":1659,"orig":"Wird alſo auß Vnwiſſenheit/ mit der Torff-Aſchen eine grauſame Summa vnzeitiges Salpeters (ſo dem Land groſſen Nutzen geben koͤnte) vnfuͤrſichtig hinweg geworffen.","norm":"Wird also aus Unwissenheit / mit der Torfaschen eine grausame Summa unzeitiges Salpeters (so dem Land großen Nutzen geben könnte) unvorsichtig hinweggeworfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9903998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4263,"date":1659,"orig":"Daß man jhme aber eynbilden moͤchte/ wann man das Saltz auß der Torff-Aſchen außgelaugt/ ſolches alſobalden Salpeter ſeyn wuͤrde/ daß darff niemand gedencken/ dann noch Kunſt darzu muß gebraucht werden/ ehe ſolches Saltz vmbgekehrt/ vnd zu einem brennenden Salpeter werden kan: Welche Vmbkehrung oder Verwandlung nicht noͤtig allhier offenbar vor Jederman zu machen/ dann ſonſten eben ſo bald ſolche Edle vnd dem Land uͤberauß eyntraͤgliche vnd nuͤtzliche Kunſt/ den Feinden als Freunden zu theil werden moͤchte.","norm":"Dass man ihm aber einbilden möchte / wann man das Salz aus der Torfaschen ausgelaugt / solches alsobald Salpeter sein würde / dass darf niemand Gedenken / dann noch Kunst dazu muss gebraucht werden / ehe solches Salz umgekehrt / und zu einem brennenden Salpeter werden kann: Welche Umkehrung oder Verwandlung nicht nötig allhier offenbar vor jedermann zu machen / dann sonsten eben so bald solche Edle und dem Land überaus einträgliche und nützliche Kunst / den Feinden als Freunden zuteilwerden möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.932700157165527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4264,"date":1659,"orig":"Dieſem nun vorzukommen/ nicht beſſer geſchehen kan/ als mit diſcretion darinn zu diſponiren, oder zu zuſehen/ wohin ſolche Wiſſenſchafften gelangen/ vnd nicht vnvorſichtlichen fuͤr danckbare vnd wuͤrdige/ als fuͤr vndanckbare vnd vnwuͤrdige/ ſolche gleich gemeyn zu machen.","norm":"Diesem nun vorzukommen / nicht besser geschehen kann / als mit Diskretion darin zu disponieren, oder zuzusehen / wohin solche Wissenschaften gelangen / und nicht venvorsichtlichen für dankbare und würdige / als für undankbare und unwürdige / solche gleich gemein zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.350900173187256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4265,"date":1659,"orig":"Nun kan ein Jedweder/ Verſtaͤndiger hierauß ſehen/ daß Gott kein Anſehen der Perſohn/ noch Koͤnigreichen vnd Fuͤrſtenthumber trage/ Eins mehr/ als das ander verſorge oder liebe/ Es ſeynd alle ſeine Geſchoͤpff vnd gleiche Erben ſeiner Guͤter vnd Gnad/ wann ſie nur ſelber wollen/ vnd ſich nicht halſtarꝛig dagegen ſetzen/ die Goͤttliche Gnad verwerffen/ muthwilliger weiß verachten oder verſaͤumen.","norm":"Nun kann ein Jedweder / Verständiger hieraus sehen / dass Gott kein Ansehen der Person / noch Königreichen und Fürstentümer trage / Eins mehr / als das ander versorge oder liebe / Es sind alle seine Geschöpf und gleiche Erben seiner Güter und Gnade / wann sie nur selber wollen / und sich nicht halsstarrig dagegen setzen / die göttliche Gnade verwerfen / mutwilliger weiß verachten oder versäumen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.169600009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4266,"date":1659,"orig":"Davon ein mehrers in dem folgenden Theil de Concentratione Mineralium.","norm":"Davon ein mehreres in dem folgenden Teil de Konzentration Mineralium.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.509099960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4267,"date":1659,"orig":"Dieſes dient noch zu ſagen/ daß nicht allein alle Laͤnder/ ob ſchon kein Holtz/ kein Stein/ kein Laub vnd Gras daſelbſten/ oder ouch gar kein Erden oder Grund eines Lands zu finden/ wie bey Gruͤnland/ da man in dem Meer keinen Grund finden kan/ die Wallfiſche gefangen werden/ den Kauflenthen wegen des Schmaltzes oder Thran ſo ſie darauß ſchmeltzen/ ein groſſes eyntragen: vnd wuͤſten ſie das uͤbrige Fleiſch vnd Beine zu Nutzen zu bringen oder zu Salpeter zu machen/ ſie wuͤrden ſolches hoͤher achten/ als das Schmaltz oder Thran ſelber/ vmb weſſen willen groſſe Muͤhe gethan/ vnd noch eyferig dahin geſchiffet wird ſolches abzuholen:","norm":"Dieses dient noch zu sagen / dass nicht allein alle Länder / ob schon kein Holz / kein Stein / kein Laub und Gras daselbst / oder auch gar kein Erden oder Grund eines Lands zu finden / wie bei Grünland / da man in dem Meer keinen Grund finden kann / die Walfische gefangen werden / den Kauflenden wegen des Schmalzes oder Tran so sie daraus schmelzen / ein großes eintragen: und wüssten sie das übrige Fleisch und Beine zu Nutzen zu bringen oder zu Salpeter zu machen / sie würden solches höher achten / als das Schmalz oder Tran selber / um wessen Willen große Mühe getan / und noch eifrig dahin geschifft wird solches abzuholen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.377799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4268,"date":1659,"orig":"Dann in eines einigen Wallfiſch Fleiſch vnd Beinen/ wol 20. 30. 40. 50. bis in 100. Centner Salpeter ſtecket/ ſo doch niemand zu Nutzen kompt.","norm":"Dann in eines einigen Wallfisch Fleisch und Beinen / wohl 20. 30. 40. 50. bis in 100. Zentner Salpeter stecket / so doch niemand zu Nutzen kommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8979997634887695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4269,"date":1659,"orig":"Wie auch in gleichen das Ingewant der Stockfiſche in Ißland vnd Norwegen/ bald mehr werth als die Stockfiſche ſelber.","norm":"Wie auch in gleichen das Ingewant der Stockfische in Island und Norwegen / bald mehr wert als die Stockfische selber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.130599975585937} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4270,"date":1659,"orig":"Daß ſolches wahr ſey/ oder daß in den Animalien viel Salpeter ſtecke/ kan ich gar leichtlich beweiſen: Suchen die Salpeter Sieder nicht dieſe Erden in alten Kirchhoͤfen/ wann ſie nur darzu komme koͤnnen/ vor anderer Erden?","norm":"Dass solches wahr sei / oder dass in den Animaleien viel Salpeter stecke / kann ich gar leichtlich beweisen: Suchen die Salpeter Sieder nicht diese Erden in alten Kirchhöfen / wann sie nur dazukomme können / vor anderer Erden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.2846999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4271,"date":1659,"orig":"Wie dann auch der beruͤhmte Berckmann Lazarus Ercker in ſeinem Probir-Buch/ da er vom Salpeter ſchreibt/ ſolche andern vorzeucht.","norm":"Wie dann auch der berühmte Bergmann Lazarus Ercker in seinem Probirbuch / da er vom Salpeter schreibt / solche anderen Vorzeug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.265600204467773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4272,"date":1659,"orig":"Vnd iſt nicht frembd/ daß noch kuͤrtzlich in Pohlen gegen Moſcovien gelegen/ da vor langer Zeit groſſe Schlachten geſchehen/ viel tauſend Menſchen tod geblieben/ vnd nach der Schlacht ſolche toden/ weilen die Zahl ſehr gros war/ deſto leichter zu begraben/ zuſammen in groſſe tieffe hohle Berge geworffen worden/ daſelbſten durch lange Zeit verweſet/ vnd nun auffgethan vnd groſſe quantitet Salpeter darauß gezogen wird.","norm":"Und ist nicht fremd / dass noch kürzlich in Polen gegen Moscovien gelegen / da vor langer Zeit große Schlachten geschehen / viel tausend Menschen tot geblieben / und nach der Schlacht solche Toden / weilen die Zahl sehr groß war / desto leichter zu begraben / zusammen in große tiefe hohle Berge geworfen worden / daselbst durch lange Zeit verweset / und nun aufgetan und große Quantität Salpeter daraus gezogen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.15749979019165} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4273,"date":1659,"orig":"Wann nicht der Werth darinn were/ die Jenige ſo den Salpeter darauß ziehen/ wuͤrden ſo viel tauſenden nicht fuͤr eine vnnuͤtze tode Aſchen geben/ kan man leichtlich erachten.","norm":"Wann nicht der Wert darin wäre / diejenige so den Salpeter daraus ziehen / würden so viel tausenden nicht für eine unnütze Tode Aschen geben / kann man leichtlich erachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.713099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4274,"date":1659,"orig":"Dieſes hindan geſetzt/ man Probire es alſo/ Man nehme ein Geſchirꝛ voll Ochſen/ Kalbs/ oder einers andern Thiers Bluth/ ſetze es an ein warm Orth daß es verfaulet/ vnd gleichſam verweſet zu Erden/ Lauge hernch ſolche Erden mit Waſſer auß/ vnd koche es bis auff ein Haͤutlein/ Laſſe es in der Kaͤlte ſchieſen/ ſo wird man ein natuͤrlichen Salpeter finden.","norm":"Dieses hintan gesetzt / man Probiere es also / Man nehme ein Geschirr voll Ochsen / Kalbs / oder Einers anderen Tiers Blut / setze es an ein warm Ort dass es verfaulet / und gleichsam verweset zu Erden / Lauge hernch solche Erden mit Wasser aus / und koche es bis auf ein Häutlein / Lasse es in der Kälte schie��en / so wird man ein natürlichen Salpeter finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551199913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4275,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4276,"date":1659,"orig":"Es iſt zwar ſonſten ein naͤherer Weg ins groß auß dem Bluth der Thier Salpeter zu machen (welches an ſeinen Orth vnd nicht hieher gehoͤrt) man mache ſeine Rechnung/ wañ in einer groſſen Statt Jaͤhrlichs nur 10000 Ochſen/ ohne die Kaͤlber/ Schwein/ Schaafe/ vnd Boͤcke geſchlachtet werden/ vnd das Blut als vnnuͤtz hinweg geworffen wird (dann 100. Pfund Blut leichtlich 5. 6. 7. 8. oder mehr Pfund Salpeter geben koͤnnen) wie viel Centner Salpeter man darauß haͤtte machen koͤnnen?","norm":"Es ist zwar sonsten ein näherer Weg ins groß aus dem Blut der Tier Salpeter zu machen (welches an seinen Ort und nicht hierher gehört) man mache seine Rechnung / wann in einer großen Stadt jährliches nur 10000 Ochsen / ohne die Kälber / Schwein / Schafe / und Böcke geschlachtet werden / und das Blut als unnütz hinweggeworfen wird (dann 100. Pfund Blut leichtlich 5. 6. 7 . 8. oder mehr Pfund Salpeter geben können) wie viel Zentner Salpeter man daraus hätte machen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285200119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4277,"date":1659,"orig":"Aber noch beſſer zu beweiſen/ daß in allen Animalien/ Fiſchen vnd Voͤgeln/ viel Salpeter ſey/ geſchicht alſo:","norm":"Aber noch besser zu beweisen / dass in allen Animaleien / Fischen und Vögeln / viel Salpeter sei / geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.309700012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4278,"date":1659,"orig":"Man lege ein Thier/ Vogel oder Fiſch/ an ein Warm Orth/ darauffs nicht regnen kan/ vnd las es faulen/ ſo Wachſen Wuͤrme auß denſelbigen/ ſolche ſamble zuſammen ein Pfund oder mehr oder weniger/ thue ſelbige in ein Glas mit einem engen Hals/ ſtelle dieſelbige Wuͤrmer (das Glas nur mit einem Papier oben zugeſtopfft) an die Sonne/ doch nicht gar zu heiß/ ſo werden dieſelbige in wenig Tagen zu einem Waſſer werden/ Solches Waſſer ſchuͤtte auß dem Glas in ein kuͤpffern verzinnte Pfann/ vnd verſchaume ſolches mit geklopfften Eyerweiß/ gleich wie bey den Vegetabiliſchen Saͤften geſchicht/ Den klaren Safft las allgemach außduͤnſten bis er oben auff ein Haͤutlein bekompt/ wie bey den Kraͤutern-Spften auch gelehret worden.","norm":"Man lege ein Tier / Vogel oder Fisch / an ein warm Ort / darauf nicht regnen kann / und las es faulen / so Wachsen Würmer aus denselbigen / solche samble zusammen ein Pfund oder mehr oder weniger / tue selbige in ein Glas mit einem engen Hals / stelle dieselbige Würmer (das Glas nur mit einem Papier oben zugestopft) an die Sonne / doch nicht gar zu heiß / so werden dieselbige in wenig Tagen zu einem Wasser werden / Solches Wasser schütte aus dem Glas in ein kupfern verzinnte Pfanne / und verschaume solches mit geklopften Eierweiß / gleich wie bei den Vegetabilischen Säften geschieht / Den klaren Saft las allgemach ausdünsten bis er oben auf ein Häutlein bekommt / wie bei den Kräutern-Spften auch gelehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.168099880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4279,"date":1659,"orig":"Stelle hərnach ſolchen in ei kalten Keller/ ſo wird ein natuͤrlicher Salpeter anſchieſſen/ ſonderlich wann der Saft zuvorn ein Zeitlang an der Lufft geſtanden:","norm":"Stelle hernach solchen in ei kalten Keller / so wird ein natürlicher Salpeter anschießen / sonderlich wann der Saft zuvor ein Zeitlang an der Luft gestanden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.652400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4280,"date":1659,"orig":"Davon hernach ein mehrers ſoll geſagt werden.","norm":"Davon hernach ein mehreres soll gesagt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8780999183654785} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4281,"date":1659,"orig":"Deßgleichen kan mans auch probiren mit andern Jungen Gebruͤth/ auß Fleiſch/ durch Faͤulnuͤs entſtandenen Wuͤrmen/ oder auch mit den Kaͤß-maden/ So wird man befinden/ daß die Animalien auch viel Salpeter geben.","norm":"Desgleichen kann man es auch probieren mit anderen Jungen Gebrüht / aus Fleisch / durch Fäulnis entstandenen Würmern / oder auch mit den Käß-maden / So wird man befinden / dass die Animaleien auch viel Salpeter geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4282,"date":1659,"orig":"Kan alſo nichts gefunden werden/ darinnen das Sal Univerſale Mundi nicht zu finden.","norm":"Kann also nichts gefunden werden / darinnen das Soll universale Mundi nicht zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.912099838256836} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4283,"date":1659,"orig":"In etlichen aber das Saltz ehender als in andern zu Salpeter wird/ in etlichen allbereyt zu Salpeter von Natur geworden iſt.","norm":"In etlichen aber das Salz eher als in anderen zu Salpeter wird / in etlichen allbereyt zu Salpeter von Natur geworden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.780200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4284,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel/ Das Sal Eſſentiale vel Univerſale Vgetabilium Animalium & Mineralium, iſt zwar an ſich Nitroſiſch/ aber nicht ehender brennend/ bis daß es zuvorn auß der Lufft ein Leben oder animam gezogen/ vnd ziehet auch immer daß eine Saltz ſolches Leben lieber vnd ehender zu ſich/ als das ander/ nach dem es von Natur darzu gebohren iſt/ vnd je Volatiliſcher vnd Vrinoſiſcher die Salia ſeyn/ je geſchwinder ſie zu Salpeter werden:","norm":"Als zum Exempel / Das Soll Essentiale vel universale Vgetabilium Animalium & Mineralium, ist zwar an sich Nitrofisch / aber nicht eher brennend / bis dass es zuvor aus der Luft ein Leben oder animam gezogen / und ziehet auch immer dass eine Salz solches Leben lieber und eher zu sich / als das ander / nach dem es von Natur dazu geboren ist / und je Volatilischer und Vrinosischer die Salia sein / je geschwinder sie zu Salpeter werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.092199802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4285,"date":1659,"orig":"Je Corꝛoſiviſcher aber je vnlieber vnd langſamer.","norm":"Je Corrosivischer aber je unlieber und langsamer.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"bs","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":7.570099830627441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4286,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber der Salpeter ein Saltz beyder Naturen/ als der Vrinoſiſchen vnd Corꝛoſiviſchen theilhafftig iſt/ vnd gleichſam auß beyden von Natur auch generirt worden/ alſo kan ein Erfahrner der Natur den Salien bald zu Huͤlff kommen/ vnd daraus machen was er ſelber wil vnd luͤſtet/ vnd iſt kein Saltz in rerum natura, ſo nicht durch Kunſt zu Salpeter ſolte koͤnnen gemacht werden/ vnd inſonderheit die Jenigen Salia, ſo im Fewer ſich auff ſublimiren/ auch dieſes von Urin vnd Koth aller Animalien/ Auch von den Animalien/ Vegetabilien vnd Mineralien ſelbſten/ gar leichtlich zu Salpeter werden.","norm":"Dieweilen aber der Salpeter ein Salz beider Naturen / als der Vrinosischen und Korrosiveschen teilhaftig ist / und gleichsam aus beiden von Natur auch generiert worden / also kann ein Erfahrener der Natur den Salien bald zu Hilfe kommen / und daraus machen was er selber will und lüstet / und ist kein Salz in rerum natura, so nicht durch Kunst zu Salpeter sollte können gemacht werden / und in Sonderheit diejenigen Salia, so im Feuer sich auf sublimieren / auch dieses von Urin und Kot aller Animaleien / Auch von den Animaleien / Vegetabilien und Mineralien selbst / gar leichtlich zu Salpeter werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.334199905395508} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4287,"date":1659,"orig":"Hernacher ein andern grad.","norm":"Hernach ein anderen gerade.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.980100154876709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4288,"date":1659,"orig":"Die fixere Salia, ſo im Fewer von den Vegetabiliſchen/ Animaliſchen vnd Mineraliſchen Dingen zuruͤck bleiben.","norm":"Die fixere Salia, so im Feuer von den Vegetabilischen / Animalischen und mineralischen Dingen zurückbleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.791500091552734} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4289,"date":1659,"orig":"Im dritten grad aber am ſchwerlichſten/ die Salia acida mineralia, als Sal Commune, Seeſaltz/ Bergſaltz/ Alaun vnd Vitriol/ Doch alles der Kunſt muͤglich/ ſolche durch das Fewer vñ Lufft vmzubkehren vnd zu Salpeter zu machen/ aber durch viel laͤngere Zeit/ als auß den obernenten Volatiliſchen vnd Vrinoſiſchen.","norm":"Im dritten gerade aber am schwerlichsten / die Salia acida mineralia, als Soll Commune, Seesalts / Bergsalts / Alaun und Vitriol / Doch alles der Kunst möglich / solche durch das Feuer und Luft umzubekehren und zu Salpeter zu machen / aber durch viel längere Zeit / als aus den ernennten Volatileschen und Vrinosischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4654998779296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4290,"date":1659,"orig":"Darumb jhme niemand eynbilden wolle/ wann ich ſchreibe/ daß dieſes oder jenes Saltz koͤnne zu Salpeter gemacht werden/ daß ſolches ſo bald es nur außgelaugt oder Calcinirt worden/ es alſobalden guter brennender Salpeter ſeyn koͤnne/ ſondern gehoͤrt zuvorn eine Zeit darzu/ bis daß es auß der Lufft ſein Leben oder Animam ziehet/ vnd brennend von werde.","norm":"Darum ihm niemand einbilden wolle / wann ich schreibe / dass dieses oder jenes Salz könne zu Salpeter gemacht werden / dass solches so bald es nur ausgelaugt oder Calciniert worden / es alsobald guter brennender Salpeter sein könne / sondern gehört zuvor eine Zeit dazu / bis dass es aus der Luft sein Leben oder Animam ziehet / und brennend von werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665800094604492} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4291,"date":1659,"orig":"Es iſt bekant genug/ das meiſt aller Salpeter der vor dieſem gemacht worden/ allein auß den alten Schaaff vnd andern Vieheſtaͤllen auß der Erden gelaugt/ vnd hernach zu Salpeter geſotten worden Warumb aber auß den alten Vieheſtaͤllen/ vnd nicht auch auß den newen?","norm":"Es ist bekannt genug / das meist aller Salpeter der vor diesem gemacht worden / allein aus den alten Schaf und anderen Viehställen aus der Erden gelaugt / und hernach zu Salpeter gesotten worden warum aber aus den alten Viehställen / und nicht auch aus den neuen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.659999847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4292,"date":1659,"orig":"Darumb/ weilen nicht allein der alte Stall durch laͤnge der Zeit mehr Urin vnd Saltz auß den Excrementis der Thier zu ſich gezogen/ vnd mehr Salpeter geben konnen als die Newe: Sondern viel mehr darumb/ weilen die Salia von den Excrementis der Thier durch laͤnge der Zeit die Lufft an ſich gezogen/ vnd jhr animam empfangen koͤnnen/ ſo die friſche Salia der Thier nicht gethan haben:","norm":"Darum / weilen nicht allein der alte Stall durch Länge der Zeit mehr Urin und Salz aus den Excrementis der Tier zu sich gezogen / und mehr Salpeter geben Konen als die Neue: Sondern viel mehr darum / weilen die Salia von den Excrementis der Tier durch Länge der Zeit die Luft an sich gezogen / und ihr animam empfangen können / so die frische Salia der Tier nicht getan haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064000129699707} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4293,"date":1659,"orig":"Dann man koche/ ſiede oderbrate/ die ſtercora vnd urinam Animalium wie man wolle/ ſo wird doch kein Salpeter darauß werden/ es ſey dann daß ſolche zuvorn auß der Lufft jhr Leben geſchoͤpffet haben.","norm":"Dann man koche / siede oderbrate / die stercora und urinam Animalium wie man wolle / so wird doch kein Salpeter daraus werden / es sei dann dass solche zuvor aus der Luft ihr Leben geschöpft haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.880799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4294,"date":1659,"orig":"Man nehme einen guten Salpeter/ miſche ſolchen mit Erden/ vnd diſtillire per retortam ein Waſſer davon/ ſo wird ein ſolches ſcharpffes Corꝛoſiviſch Waſſer uͤberſteigen/ damit man die Metallen/ Steine vnd andere Mercurialiſche harte Ding zu Waſſer auffloͤſen kan/ da doch zuvorn der Salpeter gar nicht Corꝛoſiviſch geweſen/ ſondern von dem Fewer eine ſolche Corꝛoſiviſche Natur erlangt.","norm":"Man nehme einen guten Salpeter / mische solchen mit Erden / und destilliere per retortam ein Wasser davon / so wird ein solches scharfes Corrosivisch Wasser übersteigen / damit man die Metallen / Steine und andere Mercurialische harte Ding zu Wasser auflösen kann / da doch zuvor der Salpeter gar nicht Corrosivisch gewesen / sondern von dem Feuer eine solche Corrosivische Natur erlangt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.216400146484375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4295,"date":1659,"orig":"Oder man nehme einen guten Salpeter/ Calcinire denſelben in einem Tiegel mit einer brennenden Kohlen oder andern anſteckenden Dingen/ ſo wird ein ſolch fewrig fix Saltz (aber nicht Corꝛoſiviſch) zuruͤck bleiben/ welches alle fette Oehl/ Schmaltz vnd Sulphuriſche Dinge aufloͤſet/ dem vorigen Corꝛoſiviſchen Spiritui gantz contrari; Dann was dieſes fixe Vrinoſiſche Saltz ſolvirt, laͤſt der Spiritus acidus liegen/ vnd was der Spiritus acidus ſolvirt, laſt das fixe Saltz liegen/ vnd ſeynd doch beyde auß einem Subjecto durchs Fewer bereytet.","norm":"Oder man nehme einen guten Salpeter / Calciniere denselben in einem Tiegel mit einer brennenden Kohlen oder anderen ansteckenden Dingen / so wird ein solch feurig fix Salz (aber nicht Corrosivisch) zurückbleiben / welches alle fette Öl / Schmalz und Sulphurische Dinge auflöst / dem vorigen Korrosiveschen Spiritui ganz contrari; dann was dieses fixe Vrinosische Salz solviert, lässt der Spiritus acidus liegen / und was der Spiritus acidus solviert, lässt das fixe Salz liegen / und sind doch beide aus einem Subjecto durchs Feuer bereitet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.047200202941894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4296,"date":1659,"orig":"Darauß zu ſehen/ daß der Salpeter Hermaphrodiſch vnd beyder Naturen theilhafftig/ weilen er dareyn kan verwandelt werden:","norm":"Daraus zu sehen / dass der Salpeter Hermaphrodisch und beider Naturen teilhaftig / weilen er darein kann verwandelt werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.204699993133545} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4297,"date":1659,"orig":"Dann die Philoſophi einhellig bezeugen/ in was ein Ding verwandelt wird/ auß ſolchen es auch herkommen ſeye.","norm":"Dann die Philosophie einhellig bezeugen / in was ein Ding verwandelt wird / aus solchen es auch herkommen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861700057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4298,"date":1659,"orig":"Wann ich nun den uͤbergeſtiegenen Spiritum acidum zu dem Sali fixo gieſſe/ ſo verliehren beyde Theil jhr Natur vnd Weſen/ der Corꝛoſiviſche Spiritus verliehret ſeine Schaͤrpffe/ vnd das fixe fewrige Saltz ſeine fewrigkeit/ vnd wird auß beyden wieder ein Sal Hermaphroditicum, doch nicht alſobalden/ ſondern muͤſſen zuvorn jhre Zeit an der Luft ſtehen/ vnd wieder ein brennendes Leben oder Animam (welches ſie im Fewer verlobren haben) an ſich ziehen:","norm":"Wann ich nun den übergestiegenen Spiritum acidum zu dem Sali fixo gieße / so verlieren beide Teil ihr Natur und Wesen / der Corrosivische Spiritus verlieret seine Schärfe / und das fixe feurige Salz seine Feurigkeit / und wird aus beiden wieder ein Soll Hermaphroditicum, doch nicht alsobald / sondern müssen zuvor ihre Zeit an der Luft stehen / und wieder ein brennendes Leben oder Animam (welches sie im Feuer Verlobern haben) an sich ziehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306300163269043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4299,"date":1659,"orig":"Doch geſchicht ein ſolche animirung viel ehender als von andern contrariis, weilen dieſe beyde contraria allbereyt ſchon einmal Salpeter geweſen ſeyn.","norm":"Doch geschieht ein solche Animierung viel eher als von anderen contrariis, weilen diese beide contraria allbereyt schon einmal Salpeter gewesen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.554200172424316} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4300,"date":1659,"orig":"Jene aber/ welche es es noch nicht geweſen/ vnd erſt werden ſollen/ muͤſſen deſto laͤnger in der Lufft ſeyn.","norm":"Jene aber / welche es es noch nicht gewesen / und erst werden sollen / müssen desto länger in der Luft sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.067299842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4301,"date":1659,"orig":"Welches denen zur Nachrichtung dienet/ die jhnen etwan eynbilden moͤchten/ daß die Salia ohne die Lufft koͤnten zu Salpeter animirt werden.","norm":"Welches denen zur Nachrichtung dient / die ihnen etwan einbilden möchten / dass die Salia ohne die Luft könnten zu Salpeter animiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.547399997711182} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4302,"date":1659,"orig":"Auff daß ich aber beweiſe vnd vollkoͤmblich darthue/ daß die Salia jhr Leben auß der Lufft (ohne einigen Zuwachs des Gewiches) vnd ſonſten nirgends anders her haben koͤnnen/ dient dieſes Exempel:","norm":"Auf dass ich aber beweise und vollkommen dartue / dass die Salia ihr Leben aus der Luft (ohne einigen Zuwachs des Gewiches) und sonsten nirgends anders herhaben können / dient dieses Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.934599876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4303,"date":1659,"orig":"Man nehme ein Pfund Honig oder Zucker/ ſolvire denſelben mit 10. Pfund Waſſers/ ſetze ſolches Honigwaſſer etliche Wochen an ein warme Luft/ ſo wird der Honig oder Zucker dem Waſſer ein Magnet ſeyn/ vnd auß der Lufft ein Leben zu ſich ziehen/ ohne einigen Zuwachs des Gewichts oder Maß/ zu einem ſauren Eſſig werden:","norm":"Man nehme ein Pfund Honig oder Zucker / solviere denselben mit 10. Pfund Wassers / setze solches Honigwasser etliche Wochen an ein warme Luft / so wird der Honig oder Zucker dem Wasser ein Magnet sein / und aus der Luft ein Leben zu sich ziehen / ohne einigen Zuwachs des Gewichts oder Maß / zu einem sauren Essig werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2266998291015625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4304,"date":1659,"orig":"Wird alſo das Waſſer durch Huͤlff des Honigs/ Zuckers/ Korns oder andern Vegetabiliſchen Saffts/ (auß Krafft des darinnen verborgenen vnd an ſich ziehenden Eſſentialiſchen Saltzes) mit zu gutem Eſſig.","norm":"Wird also das Wasser durch Hilfe des Honigs / Zuckers / Korns oder anderen Vegetabilischen Safts / (aus Kraft des darinnen verborgenen und an sich ziehenden Essentialeschen Salzes) mit zu gutem Essig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.473899841308594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4305,"date":1659,"orig":"Moͤchte man aber gedenckẽ/ daß der Honig/ Oepffel oder Kornſafft/ eine verborgene Saͤure bey ſich gehabt/ welche ſich in der warmen Lufft offenbahret vnd herfuͤr gethan haͤtte/ vnd nicht auß der Lufft ſelber kommen waͤre.","norm":"Möchte man aber Gedenken / dass der Honig / Äpfel oder Kornsaft / eine verborgene Säure bei sich gehabt / welche sich in der warmen Luft offenbaret und herfür getan hätte / und nicht aus der Luft selber kommen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.40500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4306,"date":1659,"orig":"Deme das contrarium zu beweiſen/ geſchicht alſo:","norm":"Dem das contrarium zu beweisen / geschieht also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.156400203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4307,"date":1659,"orig":"Man nehme ein Pfund Honig/ Zucker/ oder einen andern Vegetabiliſchen Safft/ diſtillire in einer Retorten denſelben uͤber/ ſo wird von einem Pfund Honig/ oder Zucker vngefehr 10. oder 12. Loth vngeſchmack Waſſer/ vnd vngefehr auch ſo viel ſauer Waſſer uͤberſteigen/ der Reſt von dem Pfund iſt ein tode Aſchen/ Dieſer uͤbergeſtiegene Eſſig ſampt dem phlegma wigt noch kein Pfund/ darzn er kaum ſo ſauer iſt als jene 10. Pfund/ ſo mit zuthun Waſſer gemacht worden.","norm":"Man nehme ein Pfund Honig / Zucker / oder einen anderen Vegetabilischen Saft / destilliere in einer Retorten denselben über / so wird von einem Pfund Honig / oder Zucker ungefähr 10. oder 12. Lot Ungeschmack Wasser / und ungefähr auch so viel sauer Wasser übersteigen / der Rest von dem Pfund ist ein Tode Aschen / Dieser übergestiegene Essig samt dem Phlegma wiegt noch kein Pfund / darzn er kaum so sauer ist als jene 10. Pfund / so mit zutun Wasser gemacht worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716800212860107} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4308,"date":1659,"orig":"Darauß bewieſen/ daß keine ſaͤure mehr in dem Honig geweſen/ als was in der diſtillation uͤbergangen/ weilen die Remanentz keinen Geſchmack behalten/ vnd wann gleich ſolche uͤbergeſtiegene Saͤure ſo ſcharpff were als ein aqua fort, (welches doch kaum ſo ſauer iſt als ein gemeyner Eſſig) ſo koͤnte ſolche kaum 10. ℔. Waſſer ſo ſauer machen/ als ein ſolcher Eſſig/ welcher auß der Lufft durch das Sal Eſſent.","norm":"Daraus bewiesen / dass keine säure mehr in dem Honig gewesen / als was in der Destillation übergangen / weilen die Remanenz keinen Geschmack behalten / und wann gleich solche übergestiegene Säure so scharf wäre als ein aqua fort, (welches doch kaum so sauer ist als ein gemeiner Essig) so könnte solche kaum 10. ℔. Wasser so sauer machen / als ein solcher Essig / welcher aus der Luft durch das Soll Essent.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.537600040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4309,"date":1659,"orig":"Veget. gezogen iſt/ darauß nu genugſam bewieſen/ daß ſie ſaͤure/ der Honig Magnetiſcher Weiſe als ſein Leben auß der Lufft gezogen hat.","norm":"Veget . gezogen ist / daraus nun genügsam bewiesen / dass sie säure / der Honig magnetischer Weise als sein Leben aus der Luft gezogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.1645002365112305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4310,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun allhier das Sal Eſſent.","norm":"Gleich wie nun allhier das Soll Essent.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.11769962310791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4311,"date":1659,"orig":"Vegetab. dem toden Waſſer ein Magnet worden/ einen ſauren Eſſig-Geiſt auß der Lufft zuziehen.","norm":"Vegetab . dem Toden Wasser ein Magnet worden / einen sauren Essig-Geist aus der Luft zuziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3815999031066895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4312,"date":1659,"orig":"(Doch ſoll dieſes auch gemercket werden/ daß der Spir. oder anima Mundi univerſalis in vielerhand geſtalten auß der Lufft kan gezogen vnd gefangen werden.","norm":"(Doch soll dieses auch gemerkt werden / dass der Spir. oder anima Mundi universalis in vielerhand gestalten aus der Luft kann gezogen und gefangen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.640999794006348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4313,"date":1659,"orig":"Allhier bey dem Exempel von Eſſig/ ziecht er ein Spiritum, der bequaͤm iſt auß den Vegetabiliſchen liquoribus, einen Eſſig zu machen/ an ſich/ bey den Hermaphroditicis Salibus einen Spiritum Nitroſum, bey dem Wein/ Bier vnd Meth (wann man will) einen Spiritum Ardentem, Doch alles auß der Lufft/ dann ohne die Lufft kein Wein oder Bier fermentiren kan/ vnd ohne die fermentation nit muͤglich/ daß ein Spir. ardens koͤnne generirt werden/ welcher hernacher ſich leichtlich vmbkehren vnd zu Eſſig machen laͤſt/ der Eſſig auch leichtlich zu Salpeter wird/ der Salpeter wieder in einen Spiritum ardentem oder acetum zuverwandlen muͤglich iſt/ Dann alles Leben nur einen einigen Anfang vnd Herkommen hat/ vnd von einer Natur in die andere durch Kunſt kan gebracht werden.)","norm":"Allhier bei dem Exempel von Essig / ziecht er ein Spiritum, der bequem ist aus den Vegetabilischen liquoribus, einen Essig zu machen / an sich / bei den Hermaphroditicis Salibus einen Spiritum Nitrosum, bei dem Wein / Bier und Met (wann man will) einen Spiritum Ardentem, doch alles aus der Luft / dann ohne die Luft kein Wein oder Bier fermentieren kann / und ohne die Fermentation nicht möglich / dass ein Spir. ardens könne generiert werden / welcher hernach sich leichtlich umkehren und zu Essig machen lässt / der Essig auch leichtlich zu Salpeter wird / der Salpeter wieder in einen Spiritum ardentem oder acetum zuverwandeln möglich ist / Dann alles Leben nur einen einigen Anfang und Herkommen hat / und von einer Natur in die andere durch Kunst kann gebracht werden.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.946700096130371} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4314,"date":1659,"orig":"Alſo ſoll auch bey Zeugung des Salpeters verſtanden werden/ Nemblich daß alle Salien der Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien ehe ſie Magnetiſcher Weiſe ein Leben auß der Luft ziehen vnd zu Salpeter werden/ tode Salia ſeyn/ Dann vnter allen Salien kein einiges mag lebendig genant werden/ als der eintzige Salpeter (von den Philoſophis der wachende Drach genant) ſo zuvorn auch tod geweſen/ vnd auß der Lufft ſein Leben gezogen hat.","norm":"Also soll auch bei Zeugung des Salpeters verstanden werden / nämlich dass alle Salien der Vegetabilien / Animaleien und Mineralien ehe sie magnetischer Weise ein Leben aus der Luft ziehen und zu Salpeter werden / Tode Salia sein / Dann unter allen Salien kein einiges mag lebendig genannt werden / als der einzige Salpeter (von den Philosophis der wachende Drach genannt) so zuvor auch tot gewesen / und aus der Luft sein Leben gezogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.630799770355225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4315,"date":1659,"orig":"Weilen dann hierauß klaͤrlich bewieſen/ daß aller Dingen Leben auß der Lufft kompt/ Daß jenige aber ſo nicht an die Lufft kompt/ des Lebens nicht theilhafftig werden kan/ vnd auch dieſes ſo allbereyt das Leben empfangen hat/ vnd jhme die Lufft entzogen wird/ ſolches wieder verſticket vnd abſtirbt.","norm":"Weilen dann hieraus klärlich bewiesen / dass aller Dingen Leben aus der Luft kommt / Dass jenige aber so nicht an die Luft kommt / des Lebens nicht teilhaftig werden kann / und auch dieses so allbereyt das Leben empfangen hat / und ihm die Luft entzogen wird / solches wieder versticket und abstirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085000038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4316,"date":1659,"orig":"Daher aller Dingen tod/ nemblich auß der Zuruͤckhaltung oder Benehmung der Lufft (darinn aller Dingen Leben beſtehet/ es geſchehe gleich aufwaſſerley Weiſe es auch ſeyn moͤge) ſeinen Vhrſprung her hat/ wie zu ſehen bey dem obangezogenen Exempel mit dem Eſſig/ wann der Honig oder Zucker nicht mit Waſſer erduͤnnert oder angefeuchtet worden/ er an ſich ſelber nimmer zu Eſſig haͤtte werden koͤnnen.","norm":"Daher aller Dingen Tod / nämlich aus der Zurückhaltung oder Benehmung der Luft (darin aller Dingen Leben bestehet / es geschehe gleich aufwasserley Weise es auch sein möge) seinen Ursprung herhat / wie zu sehen bei dem obangezogenen Exempel mit dem Essig / wann der Honig oder Zucker nicht mit Wasser erdünnert oder angefeuchtet worden / er an sich selber nimmer zu Essig hätte werden können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4317,"date":1659,"orig":"Gleich wie auch kein Weintrauben/ Aepffel/ Birn/ Gerſten/ Haber oder Weitzen/ wann ſie nicht ins Waſſer gebracht/ alſo trucken liegende zu Eſſig werden koͤnten/ dann die Lufft jhr Leben in das trucken vnd verſchloſſen Corpus nicht haͤtte eynbringen koͤnnen.","norm":"Gleich wie auch kein Weintrauben / Äpfel / Birnen / Gersten / Hafer oder Weizen / wann sie nicht ins Wasser gebracht / also trocken liegende zu Essig werden könnten / dann die Luft ihr Leben in das trocken und verschlossen Corpus nicht hätte einbringen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.044400215148926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4318,"date":1659,"orig":"Dann die Jenige ſo den Eſſig ins gros machen/ wiſſen wol daß die warme Lufft ſolchen machet/ Derohalben ſie die Faͤſſer Sommerszeit an die Sonne/ vnd Winters in die warme Stuben legen/ vnd hinten vnd forn an dem Bodem Loͤcher machen/ auff daß die Lufft hineyn gehen/ den Wein/ Bier oder Meth/ bald zu Eſſig machen koͤnne:","norm":"Dann diejenige so den Essig ins groß machen / wissen wohl dass die warme Luft solchen macht / Derohalben sie die Fässer Sommerszeit an die Sonne / und Winters in die warme Stuben legen / und hinten und vorn an dem Boden Löcher machen / auf dass die Luft hineingehen / den Wein / Bier oder Met / bald zu Essig machen könne:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642899990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4319,"date":1659,"orig":"Sie wiſſen auch dieſes/ daß ein guter ſtarcker Eſſig/ wann derſelbe lang verſperꝛet vnd ohne Lufft ligt/ wieder erſtirbt/ abſtehet vnd verdirbt.","norm":"Sie wissen auch dieses / dass ein guter starker Essig / wann derselbe lang versperret und ohne Luft liegt / wieder erstirbt / abstehet und verdirbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.352200031280518} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4320,"date":1659,"orig":"Wann dann eben ſo wolbey andern Subjectis, vnd allhier bey dem Salpeter inſonderheit ſolches zuverſtehen/ koͤnnen wir ſagen/ Je mehr warme Lufft zu dem Wein oder Bier kompt/ Je bald er ſaurer Eſſig daraus wird/ vnd je mehr warme Lufft zu den Salien kompt/ Je geſchwinder dieſelbe jhr Leben auß der Lufft an ſich ziehen vnd zu Salpeter werden.","norm":"Wann dann eben so wolbey anderen Subjectis, und allhier bei dem Salpeter in Sonderheit solches zu verstehen / können wir sagen / Je mehr warme Luft zu dem Wein oder Bier kommt / Je bald er saurer Essig daraus wird / und je mehr warme Luft zu den Salien kommt / Je geschwinder dieselbe ihr Leben aus der Luft an sich ziehen und zu Salpeter werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269800186157227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4321,"date":1659,"orig":"Derentwegen die Salpeterſieder jhre außgezogene Erden bisweilen uͤmbgraben/ vnd mit Waſſer begieſſen/ auff daß die Lufft deſto beſſer in die truckne Erden wircken/ vnd Salpeter dareyn bringen kan/ Welches aber noch gar langſam zugehet/ vnd eben zuvergleichen/ als wann man die Weintrauben oder Oepffel ein wenig preßte/ vnd Stiel vnd Butzen an die Lufft ſetzte/ Eſſig darauß zu machen/ oder das Korn nur klein ſchrotete/ mit Waſſer anfeuchtete/ hinſetzte/ Eſſig zu werden/ welches zwar geſchehen wuͤrde/ aber viel langſamer als wann der Wein/ Bier oder ander Getraͤnck ohne Treber oder Huͤlſen hingelegt wuͤrde.","norm":"Derentwegen die Salpetersieder ihre ausgezogene Erden bisweilen umgraben / und mit Wasser begießen / auf dass die Luft desto besser in die trockne Erden wirken / und Salpeter darein bringen kann / Welches aber noch gar langsam zugehet / und eben zuvergleichen / als wann man die Weintrauben oder Äpfel ein wenig presste / und Stiel und Putzen an die Luft setzte / Essig daraus zu machen / oder das Korn nur klein schrotete / mit Wasser anfeuchtete / hinsetzte / Essig zu werden / welches zwar geschehen würde / aber viel langsamer als wann der Wein / Bier oder ander Getränk ohne Treber oder Hülsen hingelegt würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894199848175049} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4322,"date":1659,"orig":"So auch bey dem Salpeter in acht zu nehmen/ Dann je mehr die Lufft die Salia beruͤhret/ Je geſchwinder ſie zu lebendigem Salpeter werden.","norm":"So auch bei dem Salpeter in Acht zu nehmen / Dann je mehr die Luft die Salia berühret / Je geschwinder sie zu lebendigem Salpeter werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.725800037384033} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4323,"date":1659,"orig":"Wie an den alten Mauren zu ſehen die etwas feucht ſtehen/ außwendig der Calx viva lebendig vnd zu Salpeter wird/ inwendig in der Mauren dahin die Lufft nicht kommen kan/ hergegen gar nicht geſchicht.","norm":"Wie an den alten Mauren zu sehen die etwas feucht stehen / auswendig der Calx viva lebendig und zu Salpeter wird / inwendig in der Mauren dahin die Luft nicht kommen kann / hingegen gar nicht geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.071000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4324,"date":1659,"orig":"Wann ich dann dieſes weiß/ daß die Treber bey dem Wein vnd Korn nicht/ ſondern nur der duͤnne Safft/ ſo durchs preſſen oder Huͤlff des Waſſers darauß gezogen/ zu Eſſig wird/ ſo ſiehe ich auch dieſes/ daß nicht die Holtzaſchen oder Calx via, oder dergleichen Calcinata, ſondern nur daß darinnen verborgen Saltz/ zu Salpeter werden kan/ vnd nicht die tode huͤlſen.","norm":"Wann ich dann dieses weiß / dass die Treber bei dem Wein und Korn nicht / sondern nur der dünne Saft / so durchs pressen oder Hilfe des Wassers daraus gezogen / zu Essig wird / so siehe ich auch dieses / dass nicht die Holzaschen oder Calx via, oder dergleichen Calcinata, sondern nur dass darinnen verborgen Salz / zu Salpeter werden kann / und nicht die Tode hülsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748199939727783} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4325,"date":1659,"orig":"Dieweilen dann die Calcinata, wann ſelbige mit Waſſer angefeuchtet/ an die warme Lufft gelegt werden/ mit langer Zeit/ auß der Lufft ein Leben ziehen vnd zu Salpeter werden/ die Aſchen vnd Kalch aber als tode Erden/ nimmermehr ein Salpeter geben koͤnnen/ ſondern den einen als den andern weg/ tode Erden verbleiben: weilen nun dann ſolche tode Erden zum Salpeter machen gantz nichts dienet/ ſondern vielmehr hinderlich iſt/ daß die Lufft nicht zu dem Saltz kommen kan/ ſo ſcheyde ich ſolche davon/ behalte das Saltz/ kehre ſolches durch die Lufft vmb/ vñ mache es Salpeter/ zu doch mit zuthun Waſſer/ darinnen das Saltz ſolvirt, vnd bequaͤmer gemacht wird/ das Leben auß der Lufft zu ziehen/ welches in truckner Geſtalt gar langſam haͤtte geſchehen koͤnnen.","norm":"Dieweilen dann die Calcinata, wann selbige mit Wasser angefeuchtet / an die warme Luft gelegt werden / mit langer Zeit / aus der Luft ein Leben ziehen und zu Salpeter werden / die Aschen und Kalch aber als Tode Erden / nimmermehr ein Salpeter geben können / sondern den einen als den anderen weg / Tode Erden verbleiben: weilen nun dann solche Tode Erden zum Salpeter machen ganz nichts dient / sondern vielmehr hinderlich ist / dass die Luft nicht zu dem Salz kommen kann / so Scheide ich solche davon / behalte das Salz / kehre solches durch die Luft um / und mache es Salpeter / zu doch mit zutun Wasser / darinnen das Salz solviert, und bequemer gemacht wird / das Leben aus der Luft zu ziehen / welches in truckner Gestalt gar langsam hätte geschehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.06790018081665} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4326,"date":1659,"orig":"Wann dann die durchs Fewer zugerichte Salia mit Waſſer zerlaſſen oder ſolvirt, vnd das Waſſer vnd Saltz durch ſonderbahre Inſtrumenten in ein immerwehrende bewegung/ auch eine waͤrme zu gleich eyngebracht wird/ alſo daß das geringſte ſtaͤubige oder atomus von den Salien durch dieſes Mittel vnauffhoͤrlich die warme Lufft empfindet/ vnd davon animirt wird: Dieweilen die warme Lufft vnd bewegung an allen Orten das Saltz beruͤhren vnd lebendig machen kan/ ſo geſchicht in vier Wochenzeit mehr operation, als ſonſten wann das Saltz noch bey der Erden auff hauffen laͤge/ in einem gantzen Jahr nicht geſchehen koͤnte/ vnd beſtehet die immerwehrende bewegung vnd warm machung/ allein in einem hoͤltzern Inſtrument/ welches fuͤr vnd fuͤr das geſaltzen Waſſer auß eygener Krafft vnd trieb beweget vnd warm machet/ alſo daß man von Wochen zu Wochen/ die Wuͤrckung mercken vnd ſpuͤhren kan/ koſtet auch das Inſtrument nicht viel/ vnd kan man ſolcher Faͤſſer ſo viel mit Saltzwaſſer hinſetzen vnd zu Salpeter werden laſſen als man ſelber wil/ kan ein einiger Menſch ſolcher Faͤſſer gemaͤchlich 100. oder mehr regieren/ vnd in ſteter bewegung vnd waͤrme vnterhalten.","norm":"Wann dann die durchs Feuer Zugerichte Salia mit Wasser zerlassen oder solviert, und das Wasser und Salz durch sonderbare Instrumenten in ein immerwährende Bewegung / auch eine wärme zu gleich eingebracht wird / also dass das geringste staubige oder atomus von den Salien durch dieses Mittel unaufhörlich die warme Luft empfindet / und davon animiert wird: Dieweilen die warme Luft und Bewegung an allen Orten das Salz berühren und lebendig machen kann / so geschieht in vier Wochenzeit mehr Operation, als sonsten wann das Salz noch bei der Erden auf Haufen läge / in einem ganzen Jahr nicht geschehen könnte / und bestehet die immerwährende Bewegung und warm Machung / allein in einem hölzern Instrument / welches für und für das gesalzen Wasser aus eigener Kraft und trieb beweget und warm macht / also dass man von Wochen zu Wochen / die Wirkung merken und spüren kann / kostet auch das Instrument nicht viel / und kann man solcher Fässer so viel mit Salzwasser hinsetzen und zu Salpeter werden lassen als man selber will / kann ein einiger Mensch solcher Fässer gemächlich 100. oder mehr regieren / und in steter Bewegung und wärme unterhalten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083399772644043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4327,"date":1659,"orig":"Alſo daß dieſes Werck gar wol ſo lang man wil/ geheimb zu halten iſt.","norm":"Also dass dieses Werk gar wohl so lang man will / geheim zu halten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.973100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4328,"date":1659,"orig":"Wie man nun das Saltz durchs Fewer/ ehe es mit Waſſer ſolvirt, vnd in die Circulier Faͤſſer gefuͤllt wird/ muͤſſe in ein Magnetiſch vnd an ſich ziehendes Weſen gebracht/ vnd die Faͤſſer zugerichtet vnd formiret werden.","norm":"Wie man nun das Salz durchs Feuer / ehe es mit Wasser solviert, und in die Zirkulier Fässer gefüllt wird / müsse in ein Magnetisch und an sich ziehendes Wesen gebracht / und die Fässer zugerichtet und formiert werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.031400203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4329,"date":1659,"orig":"Laͤſt ſich durch ſchreiben ſo wol nicht geben/ ſondern muͤſſen ſo wol die handgriffe das Saltz Magnetiſch zu machen/ als die Inſtrumenten inwendig mit allen anhaͤngen beſichtiget werden/ iſt alles gar leicht zubegreiffen vnd nachzuthun/ ja viel leichter als das grobe werck mit anſetzen auff hauffen/ es geſche gleich mit welchen Subjectis es wolle/ vnd iſt auch ein reine Arbeit/ Darff keines außlaugens/ noch eynſiedens/ daun ſich alles ſelber klaͤrt vnd perfectionirt, ohne hinderung oder ſtillſtehung des Wercks zu Salpeter coagulirt, Fuͤrwar eine uͤberauß ſchoͤne vnd nuͤtzliche Invention, auß welcher viel andere jhren Vhrſprung haben koͤnnen.","norm":"Lässt sich durch Schreiben so wohl nicht geben / sondern müssen so wohl die Handgriffe das Salz Magnetisch zu machen / als die Instrumenten inwendig mit allen anhängen besichtigt werden / ist alles gar leicht zubegreifen und nachzutun / ja viel leichter als das grobe Werk mit ansetzen auf Haufen / es gesche gleich mit welchen Subjectis es wolle / und ist auch ein reine Arbeit / Darf keines Auslaugens / noch Einsiedens / tauen sich alles selber klärt und perfektioniert, ohne Hinderung oder Stillstehung des Werks zu Salpeter koaguliert, Fürwahr eine überaus schöne und nützliche Invention, aus welcher viel andere ihren Ursprung haben können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7657999992370605} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4330,"date":1659,"orig":"Vnd weilen dann allhier bewieſen/ die Anima Mundi, welche die tode Salia Lebendig vnd zu Salpeter machet/ kein Gewicht oder zuwachs den Salien gebe/ vnd doch ſolche groſſe Krafft habe/ ein tod Saltz lebendig zu machen.","norm":"Und weilen dann allhier bewiesen / die Anima Mundi, welche die Tode Salia Lebendig und zu Salpeter macht / kein Gewicht oder Zuwachs den Salien gebe / und doch solche große Kraft habe / ein tot Salz lebendig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.423999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4331,"date":1659,"orig":"Welches Leben anderſt nichts iſt/ als das wahre Avicula Hermetis, ſo hernach wieder auß dem Salpeter durch Kunſt kan gezogen werden/ vnd leichtlich fuͤr das edelſte Geſchoͤpff Gottes (auſſer des Menſchen Seele) vnter allen Geſchoͤpffen zu halten.","norm":"Welches Leben anders nichts ist / als das wahre Avicula Herrmetis, so hernach wieder aus dem Salpeter durch Kunst kann gezogen werden / und leichtlich für das edelste Geschöpf Gottes (außer des Menschen Seele) unter allen Geschöpfen zu halten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.313899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4332,"date":1659,"orig":"Auff daß ich dieſes noch klaͤrlicher bedeute/ ſo ſage ich/ daß die Salia durch huͤlff des Fewers vnd Kunſt muͤſſen zuvorn Magnetiſch gemacht werden/ ehe ſie auß der Lufft ein Leben an ſich ziehen koͤnnen.","norm":"Auf dass ich dieses noch klärlicher bedeute / so sage ich / dass die Salia durch Hilfe des Feuers und Kunst müssen zuvor magnetisch gemacht werden / ehe sie aus der Luft ein Leben an sich ziehen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.404699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4333,"date":1659,"orig":"Wann dann nun das fluͤchtige allgemeyne Leben der groſſen Welt/ durch die Salien gefangen/ vnd gleichſam gebunden worden/ vnd die tode Salia zu lebendigem Salpeter gemacht hat/ ſo iſt es doch darinn vnſichtbar/ vnd wegen des groben Saltz leibs/ ſeine Kraͤften gar wenig kan ſpuͤhren laſſen.","norm":"Wann dann nun das flüchtige allgemeine Leben der großen Welt / durch die Salien gefangen / und gleichsam gebunden worden / und die Tode Salia zu lebendigem Salpeter gemacht hat / so ist es doch darin unsichtbar / und wegen des groben Salz-Leibs / seine Kräften gar wenig kann spüren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.954800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4334,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4335,"date":1659,"orig":"Wann man aber ſolches Leben/ wieder auß dem Salpeter ziehen/ Corporaliſch vnd ſichtlich machen kan/ ſo hat man ein ſolches wunderbahrliches weſen/ deßgleichen in rerum Natura ſchwerlich zu finden/ dann ein ſolcher rother lieblicher liquor im erſten anſehen gefunden wird daß ein einiger tropff davon/ tauſend theil gemeyn Waſſer Goldgelb faͤrbet (fix habe ichs noch nicht) gebrauche es aber in Medicina, vnd finde wunder Dinge darinn/ vnd kan ſolches Voͤgelein (nach meinem wiſſen) durch kein Subjectum wieder auß dem Nitro gezogen werden/ als durch ein Kuͤnſtlich von Schaaffellen gemachtes Garn.","norm":"Wann man aber solches Leben / wieder aus dem Salpeter ziehen / Körperlich und sichtlich machen kann / so hat man ein solches wunderbares Wesen / desgleichen in rerum Natura schwerlich zu finden / dann ein solcher roter lieblicher liquor im ersten ansehen gefunden wird dass ein einiger tropf davon / tausend Teil gemein Wasser Goldgelb färbet (fix habe ich es noch nicht) gebrauche es aber in Medicina, und finde Wunder Dinge darin / und kann solches Vögelein (nach meinem wissen) durch kein Subjectum wieder aus dem Nitro gezogen werden / als durch ein Künstlich von Schaffellen gemachtes Garn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7617998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4336,"date":1659,"orig":"Ich halte es vor ein hohes Geheimnus/ vnd fuͤr das jenige Werck/ ſo der curioſe Jaſon, durch huͤlff der Chymiſchen Kunſt-erfahrnen Medeæ, dem Drachen abgejagt/ vnd Aureum Vellus genant hat.","norm":"Ich halte es vor ein hohes Geheimnis / und für dasjenige Werk / so der kuriose Jason, durch Hilfe der Chemischen Kunsterfahrenen Medeae, dem Drachen abgejagt / und Aureum Vellus genannt hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.099400043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4337,"date":1659,"orig":"Es wolle jhme aber niemand eynbilden/ als wann ich allhier von einer ſolchen tinctur welche auß dem nitro fixo mit Spir. Vini (gleich wie auch auß dem Sale Tartari gezogen wird) meldung thaͤte/ gantz nicht.","norm":"Es wolle ihm aber niemand einbilden / als wann ich allhier von einer solchen Tinktur welche aus dem nitro fixo mit Spir. Vini (gleich wie auch aus dem Sale Tartari gezogen wird) Meldung täte / ganz nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.11460018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4338,"date":1659,"orig":"Jenes kein vera tinctura iſt/ ſondern der Spiritus Vini ſich durch das Sal fixum nur alterirt oder gefaͤrbt hat/ dieſes aber die warhaffte innerſte vnd verborgene Tinctura, Krafft oder Leben des nitri iſt/ einer guͤldiſchen Natur/ aber gantz fluͤchtig/ mit welcher ein einiger tropffe einen Reichsthaler verguͤldet/ als wann er mit Ducaten Gold uͤberzogen were/ vnd alterirt ſich ſolche tinctur von keinem contrario Menſtruo, es ſey gleich Corꝛoſiviſch oder Vrinoſiſch/ wans auch ein aqua fort oder liquor Salis Tartari ſelber ſeyn ſolte/ welches gleichen ſonſten in rerum natura nicht zu finden.","norm":"Jenes kein vera tinctura ist / sondern der Spiritus Vini sich durch das Soll fixum nur alteriert oder gefärbt hat / dieses aber die wahrhafte innerste und verborgene Tinctura, Kraft oder Leben des nitri ist / einer güldischen Natur / aber ganz flüchtig / mit welcher ein einiger tropfe einen Reichstaler vergüldet / als wann er mit Dukaten Gold überzogen wäre / und alteriert sich solche Tinktur von keinem contrario Menstruo, es sei gleich Corrosivisch oder Vrinosisch / wann es auch ein aqua fort oder liquor Salis Tartari selber sein sollte / welches gleichen sonsten in rerum natura nicht zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6975998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4339,"date":1659,"orig":"Dann ſo man auß Vegetabiliſchen dingen eine ſchoͤne Farb mit Sp. Vini außzoͤge/ es were gleich die ſchoͤne Farb Coutſenilie, Saffran/ Goldblumen/ vnd was dergleichen ſeyn moͤchte/ vnd goͤſſe nur einen einigen tropffen aquæ fortis darzu/ wuͤrde ſich die Farb alſobalden veraͤndern vnd bleycher werden/ vnd ſo man mehr darzu thaͤte/ gar ſich verlieren: Oder man lieſſe einen tropffen liquoris Salis Tartari dareyn fallen/ wuͤrde ſich ſolche auch veraͤndern/ vnd Dunckel braun davon werden.","norm":"Dann so man aus Vegetabilischen Dingen eine schöne Farbe mit Sp. Vini auszöge / es wäre gleich die schöne Farbe Coutsenilie, Safran / Goldblumen / und was dergleichen sein möchte / und gösse nur einen einigen Tropfen aquae fortis dazu / würde sich die Farbe alsobald verändern und bleicher werden / und so man mehr dazutäte / gar sich verlieren: Oder man ließe einen Tropfen liquoris Salis Tartari darein fallen / würde sich solche auch verändern / und Dunkel braun davon werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.778500080108643} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4340,"date":1659,"orig":"Dieſe vera tinctura Nitri oder anima Mundi aber von beyden contrariis kein veraͤnderung leyden.","norm":"Diese vera tinctura Nitri oder anima Mundi aber von beiden contrariis kein veränderung leiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.455699920654297} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4341,"date":1659,"orig":"Vnd wann man auch eine Metalliſche tinct. haͤtte/ wans auch von Gold ſelber ſeyn ſolte/ wuͤrde ſie dieſes Examen doch nicht außſtehen koͤnnen/ ſondern ſich entweder von dem Spiritu acido, oder Sale fixo præcipitiren, vnd auß dem Menſtruo fallen/ dieſe aber in allen Proben beſtaͤndig bleiben/ vnd beyde Contraria außſtehen kan.","norm":"Und wann man auch eine Metallische tinct . hätte / wann es auch von Gold selber sein sollte / würde sie dieses Examen doch nicht ausstehen können / sondern sich entweder von dem Spiritu acido, oder Sale fixo präzipitieren, und aus dem Menstruo fallen / diese aber in allen Proben beständig bleiben / und beide Contraria ausstehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.148499965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4342,"date":1659,"orig":"Sage derohalben nochmahlen/ daß mehr im Nitro ſtecket/ als jhme viel tauſend eynbilden koͤnnen/ weilen es aber ſo ein veracht ding iſt/ macht niemand rechnung daß was gutes darinn ſeyn koͤnne.","norm":"Sage derohalben nochmals / dass mehr im Nitro stecket / als ihm viel tausend einbilden können / weilen es aber so ein verachte Ding ist / macht niemand Rechnung dass was Gutes darin sein könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3541998863220215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4343,"date":1659,"orig":"Man leſe aber die vornembſte Philoſophos, ſo wird man finden/ daß ſie alle Ænigmaticè auff das Nitrum weiſen/ vnd ſolches einen Drachen nennen/ welches es auch iſt/ vnd durch ſeinen Bruder vnd Schweſter/ ehe er ſeinen Schatz fahren laſſe/ muͤſſe getoͤdet werden.","norm":"Man lese aber die vornehmste Philosophos, so wird man finden / dass sie alle Aenigmatice auf das Nitrum weisen / und solches einen Drachen nennen / welches es auch ist / und durch seinen Bruder und Schwester / ehe er seinen Schatz fahren lasse / müsse getötet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.468900203704834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4344,"date":1659,"orig":"Damit auff dismal genug.","norm":"Damit auf diesmal genug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.347999572753906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4345,"date":1659,"orig":"Was ich allhier gethan/ iſt dem Naͤchſten zu guter Nachricht geſchehen/ vnd auch nicht noͤtig/ ein mehrers davon zu ſchreiben:","norm":"Was ich allhier getan / ist dem Nächsten zu guter Nachricht geschehen / und auch nicht nötig / ein mehreres davon zu schreiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.766200065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4346,"date":1659,"orig":"Dann alle Buͤcher der Philoſophorum, vol davon ſeyn/ darunter Hermes vnd Baſilius wol die klaͤrſten/ Paracelſus auch offentlich ſchreibet/ die Alchymia hats im Nitro gefunden.","norm":"Dann alle Bücher der Philosophorum, voll davon sein / darunter Hermes und Basilius wohl die klarsten / Paracelsus auch öffentlich schreibet / die Alchimie hat es im Nitro gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.691199779510498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4347,"date":1659,"orig":"Auch iſt der newe Philoſophus Nuſement, welcher de Sale & Spiritu Mundi ein Tractaͤtlein geſchrieben/ wol werth zu leſen/ dahin ich den Curioſen Leſer wil gewieſen haben.","norm":"Auch ist der neue Philosophus Nusement, welcher de Sale & Spiritu Mundi ein Traktätlein geschrieben / wohl wert zu lesen / dahin ich den kuriosen Leser will gewiesen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.38070011138916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4348,"date":1659,"orig":"Sage alſo nochmahlen/ kans vnd will es auch beweiſen/ daß der Salpeter daß aller wunderbahrlichſte/ herꝛlichſte kraͤfftigſte/ vnd vnaußgruͤndlichſte Subjectum in der Welt ſey.","norm":"Sage also nochmals / kann es und will es auch beweisen / dass der Salpeter dass aller wunderbarlichste / herrlichste kräftigste / und unausgründlichste Subjectum in der Welt sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.636600017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4349,"date":1659,"orig":"Dieweilen es aber auß dem Miſt vnd faulen dingen herkompt/ achtet es der groſſe hauff der Narꝛen nicht/ daß kleine haͤufflein der Weiſen aber/ (weilen es jhnen bekant/ wozu es gut iſt) ſolches deſto mehr achten vnd lieb haben.","norm":"Dieweilen es aber aus dem Mist und faulen Dingen herkommt / achtet es der große Hauf der Narren nicht / dass kleine Häuflein der Weisen aber / (weilen es ihnen bekannt / wozu es gut ist) solches desto mehr achten und lieb haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.784599781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4350,"date":1659,"orig":"Ein mehrers vnd beſſers von ſeinen kraͤften/ wird der guͤnſtige Leſer in den folgenden drey theilen außſuͤhrlich beſchrieben finden.","norm":"Ein mehreres und besseres von seinen Kräften / wird der günstige Leser in den folgenden drei teilen ausführlich beschrieben finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.703000068664551} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4351,"date":1659,"orig":"O du vhrſprung alles guten/ du Schatz aller Schaͤtze/ verleyhe daß wir dieſen jrdiſchen vnd vergaͤnglichen Schatz recht vnd wol moͤgen anlegen/ vnd zu ſolchem Ende ſuchen vnd gebrauchen/ auff daß wir dich als das ewige Gut/ nicht dardurch verlieren/ ſonder vielmehr finden/ vnd einen gnaͤdigen vnd Barmhertzigen Vatter ewige behalten moͤgen/ Amen.","norm":"O du Ursprung alles guten / du Schatz aller Schätze / verleihe dass wir diesen irdischen und vergänglichen Schatz recht und wohl mögen anlegen / und zu solchem Ende suchen und gebrauchen / auf dass wir dich als das ewige Gut / nicht dadurch verlieren / sonder vielmehr finden / und einen gnädigen und barmherzigen Vater ewige behalten mögen / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8383002281188965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4352,"date":1659,"orig":"Erinnerung oder Zugab.","norm":"Erinnerung oder zugab.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4843997955322275} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4353,"date":1659,"orig":"IM Erſten Capittel dieſes erſten Theils der Concentrirung/ habe ich außfuͤhrlich beſchrieben/ wie die newe Weine oder Moͤſte in die Engte zu bringen/ fuͤglich in weit abgelegene oͤrter/ da kein Wein waͤchſt/ zu verfuͤhren/ daſelbſten wieder mit groſſem vortheil vnd Nutzen zu Wein zu machen/ gelehret.","norm":"IM ersten Kapitel dieses ersten Teils der Konzentrierung / habe ich ausführlich beschrieben / wie die neue Weine oder Möste in die Engte zu bringen / füglich in weit abgelegene Orte / da kein Wein wächst / zu verführen / daselbst wieder mit großem Vorteil und Nutzen zu Wein zu machen / gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.344799995422363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4354,"date":1659,"orig":"Darbey aber zuerinnern vergeſſen/ wie den Wein-ſaͤfften jhr geſchmack/ welchen ſie in der Concentrirung empfangen/ wann ſie mit warmen Waſſer auffgeloͤſt (auff daß die Wein ſo davon gemacht/ keinen frembden geſchmack behalten) in der fermentation gaͤntzlich zu benehmen/ ohne welche Kunſt mit dieſem Werck nicht wol zu recht zu kommen.","norm":"Dabei aber zuerinnern vergessen / wie den Wein-Säften ihr Geschmack / welchen sie in der Konzentrierung empfangen / wann sie mit warmen Wasser aufgelöst (auf dass die Wein so davon gemacht / keinen fremden Geschmack behalten) in der Fermentation gänzlich zu benehmen / ohne welche Kunst mit diesem Werk nicht wohl zu Recht zu kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.478700160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4355,"date":1659,"orig":"Berichte darauff/ daß der Niederſchlag zu dieſem Werck anders nichts ſey/ als ein wol purificiter gemeyner Schwefel/ deſſen man nach art vnd eygenſchafft der Saͤfte ein gewiſſes theil mit dem Wein-Jaͤhren laͤſſet/ ſo ziecht ſolcher Schwefel allen Schlamm/ frembden Geruch vnd Geſchmack auß dem Wein in der Jaͤhrung zu ſich/ vnd faͤlt zu boden: Darnach die Weme lieblich/ klar vnd wolgeſchmack werden.","norm":"Berichte darauf / dass der Niederschlag zu diesem Werk anders nichts sei / als ein wohl purificiter gemeiner Schwefel / dessen man nach Art und Eigenschaft der Säfte ein gewisses Teil mit dem Wein-Jähren lässt / so ziecht solcher Schwefel allen Schlamm / fremden Geruch und Geschmack aus dem Wein in der Jährung zu sich / und fällt zu Boden: Danach die Wem lieblich / klar und Wohlgeschmack werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.012700080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4356,"date":1659,"orig":"Weiters dient auch zu wiſſen/ weilen bey ſolchem Werck viel ſchlamm oder hefen (wie bey andern Weinen auch geſchicht) ſich ſcheydet vnd zu boden ſetzet/ ſelbige auch zu recht zu bringen/ auff daß man keinen ſchaden leyde/ ſondern der Gewinn deſto groͤſſer werde; Berichte darauff/ daß ſolcher ſchlamm oder hefen auff vnterſchiedliche weiß zu Nutzen zu bringen/ entweder durch Saͤcke den Wein davon zu preſſen/ zu Eſſig zu machen/ oder ein Spiritum davon zu ziehen/ vnd die dicke Remanentz mit Waſſer auffkochen/ den Weinſtein ſo darinn iſt ſolviren, vnd durch Saͤcke alſo herauß preſſen/ vnd zu Weinſtein anſchieſſen laſſen.","norm":"Weiters dient auch zu wissen / weilen bei solchem Werk viel schlamm oder hefen (wie bei anderen Weinen auch geschieht) sich scheidet und zu Boden setzet / selbige auch zu Recht zu bringen / auf dass man keinen schaden leide / sondern der Gewinn desto größer werde; Berichte darauf / dass solcher schlamm oder hefen auf unterschiedliche weiß zu Nutzen zu bringen / entweder durch Säcke den Wein davon zu pressen / zu Essig zu machen / oder ein Spiritum davon zu ziehen / und die dicke Remanenz mit Wasser aufkochen / den Weinstein so darin ist solvieren, und durch Säcke also herauspressen / und zu Weinstein anschießen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.01230001449585} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4357,"date":1659,"orig":"Weilen ich dann von ſolchen preſſen ein beſonder Tractaͤtlein geſchrieben/ vnd zu Nuͤrnberg in den Truck geben habe/ ſo iſt es vnnoͤttg/ allhier weiters davon meldung zu thun.","norm":"Weilen ich dann von solchen pressen ein besondere Traktätlein geschrieben / und zu Nürnberg in den Druck geben habe / so ist es vnnöttg / allhier weiteres davon Meldung zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.613100051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4358,"date":1659,"orig":"Kan alſo der guͤnſtige Leſer ſich daſelbſten bedienen:","norm":"Kann also der günstige Leser sich daselbst bedienen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ht","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.969399929046631} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4359,"date":1659,"orig":"Wird ſolches preſſen des Weins vnd Weinſteins/ wie auch Eſſig machens/ vmbſtaͤndig beſchrieben finden/ vnd wann er wol darmit vmbgehet/ guten Nutzen davon zu erwarten haben.","norm":"Wird solches pressen des Weins und Weinsteins / wie auch Essig machen es / vmbständig beschrieben finden / und wann er wohl damit umgehet / guten Nutzen davon zu erwarten haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8850998878479} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4360,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4361,"date":1659,"orig":"Wer aber den Weinſtein ſo in der hefen iſt/ uͤmbkehren vnd zu einem Salpeter zuverwandlen weiß (welches in garkurtzer Zeit geſchehen kan) derſelbe kan noch zweymal ſo viel nutzen von haben/ als wann er Weinſtein davon machet/ dann er die Hefen nicht preſſen darff/ welches ein groſſervortheil iſt.","norm":"Wer aber den Weinstein so in der hefen ist / umkehren und zu einem Salpeter zuverwandeln weiß (welches in garkurzer Zeit geschehen kann) derselbe kann noch zweimal so viel nutzen von haben / als wann er Weinstein davon macht / dann er die Hefen nicht pressen darf / welches ein grosservortheil ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808599948883057} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4362,"date":1659,"orig":"Ein ſolches Werck/ wie vnachtſam es moͤchte anzuſehen ſeyn/ dannoch Jaͤhrlichs an ſolchen Orthen/ da die gebrandte Hefen haͤuffig hinweg geſchuͤttet wird (einem etlich tauſend eynbringen koͤnte.","norm":"Ein solches Werk / wie unachtsam es möchte anzusehen sein / dennoch jährliches an solchen Orten / da die gebrandete Hefen häufig hinweg geschüttet wird (einem etlich tausend einbringen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.36840009689331} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4363,"date":1659,"orig":"Dann gewißlich an dem Mayn/ Necker vnd Rheinſtrom allein/ alle Jahr viel tauſent Centner Weinſtein mit der gebrandten Hefen vnachtſamer weiß (weilen wenigen bekant daß ein Weinſtein darinn/ vnd noch viel weniger wie er daraus zu ziehen) hinweg geworffen wird.","norm":"Dann gewisslich an dem Main / Necker und Rheinstrom allein / alle Jahr viel tausend Zentner Weinstein mit der gebrandeten Hefen unachtsamer weiß (weilen wenigen bekannt dass ein Weinstein darin / und noch viel weniger wie er daraus zu ziehen) hinweggeworfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.191800117492676} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4364,"date":1659,"orig":"Im andern Capittel dieſes Erſten Theils/ wird bey Concentrirung der Kornſaͤfte anregung gethan/ wie auß den zuruͤck gebliebenen Huͤlſen oder Trebern/ wann mans weiß/ beynahe ſo viel oder mehr Nutzen zu machen/ als das Korn von anfang gekoſtet/ alſo daß man die Saͤfte vmbſonſt zeugen koͤnne.","norm":"Im anderen Kapitel dieses ersten Teils / wird bei Konzentrierung der Kornsäfte Anregung getan / wie aus den zurück gebliebenen Hülsen oder Trebern / wann man es weiß / beinahe so viel oder mehr Nutzen zu machen / als das Korn von Anfang gekostet / also dass man die Säfte umsonst zeugen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4365,"date":1659,"orig":"Nun iſt bekant genug/ daß ſolche Treber/ ſo von den Bierbraͤwern zuruͤck bleiben/ anderſt zu nichts zugebrauchen/ als dem Vieh zu geben.","norm":"Nun ist bekannt genug / dass solche Treber / so von den Bierbräwern zurückbleiben / anders zu nichts zu gebrauchen / als dem Vieh zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.299200057983398} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4366,"date":1659,"orig":"Wann dann ein Malter Korns/ ankauffs ein halben Thaler koſtet/ wans auch ein gantzer ſeyn ſolte/ ſo koͤnnen die Treber ſo davon kommen/ uͤber ein achtels Thaler nicht werth ſeyn/ dann ſchwerlich dem Vieh zwey pfund Fleiſch von eim Malter davon zuwachſen wuͤrde/ welche zwey pfund kein achtels Thaler werth ſeyn.","norm":"Wann dann ein Malter Korns / Ankaufs ein halben Taler kostet / wann es auch ein ganzer sein sollte / so können die Treber so davon kommen / über ein Achtels Taler nicht wert sein / dann schwerlich dem Vieh zwei Pfund Fleisch von einem Malter davon zuwachsen würde / welche zwei Pfund kein Achtels Taler wert sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083099842071533} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4367,"date":1659,"orig":"So man aber ſelbige Treber nach arth vnd manier wie das Holtz/ zu Saͤften auß zu preſſen weiß/ ſo bekompt man noch viel gutes darauß/ alſo daß leichtlich ſo viel oder mehr Salpeter von kommen kan/ als das Korn von anfang gekoſtet/ hat man alſo die Korn-ſaͤfte vmbſonſt.","norm":"So man aber selbige Treber nach Art und Manier wie das Holz / zu Säften auszupressen weiß / so bekommt man noch viel Gutes daraus / also dass leichtlich so viel oder mehr Salpeter von kommen kann / als das Korn von Anfang gekostet / hat man also die Korn-Säfte umsonst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.236800193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4368,"date":1659,"orig":"Daß kan einem Gotts fuͤrchtigen vnd fleiſſigen Haußvatter eine reiche Nahrung geben/ ja Reichlich ſo viel/ daß er dem duͤrfftigen auch davon mit zutheilen hat.","norm":"Dass kann einem Gotts fürchten und fleißigen Hausvater eine reiche Nahrung geben / ja reichlich so viel / dass er dem dürftigen auch davon mit zuteilen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.919899940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4369,"date":1659,"orig":"Im dritten Capittel des erſten Theils/ bey Concentrirung des Holtzes/ wird nur allein des Holtzes zu preſſen vnd zu Salpeter zu ſieden/ gedacht.","norm":"Im dritten Kapitel des ersten Teils / bei Konzentrierung des Holzes / wird nur allein des Holzes zu pressen und zu Salpeter zu sieden / gedacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992499828338623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4370,"date":1659,"orig":"Dieweilen aber nicht allenthalben das Holtz uͤberfluͤſſig/ daß man ſolches entbehren vnd zu Salpeter machen kan/ ſo kan es gleichwol auch noch geſchehen/ daß auch ein groſſe quantitet Salpeter Jaͤhrlichs nur auß dem abgefallenen Laub vnd Blaͤttern der Baͤume/ wie auch auß dem wilden Gras/ ſo vnter den Baͤumen waͤchſt/ kan gemacht werden/ alſo daß man gar keinen Baum/ wann man nicht wil/ abhawen darff.","norm":"Dieweilen aber nicht allenthalben das Holz überflüssig / dass man solches entbehren und zu Salpeter machen kann / so kann es gleichwohl auch noch geschehen / dass auch ein große Quantität Salpeter Jährliches nur aus dem abgefallenen Laub und Blättern der Bäume / wie auch aus dem wilden Gras / so unter den Bäumen wächst / kann gemacht werden / also dass man gar keinen Baum / wann man nicht will / abhauen darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.583000183105469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4371,"date":1659,"orig":"Auch kan an ſolchen Orthen da viel Korn vnd wenig Holtz waͤchſt/ eben ſo wol der Salpeter auß dem Strohe bereytet werden.","norm":"Auch kann an solchen Orten da viel Korn und wenig Holz wächst / eben so wohl der Salpeter aus dem Stroh bereitet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9019999504089355} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4372,"date":1659,"orig":"Alſo daß kein Orth zu finden/ da man die materi Salpeter auß zumachen/ nicht finden ſolte.","norm":"Also dass kein Ort zu finden / da man die Materie Salpeter aus zumachen / nicht finden sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.527400016784668} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4373,"date":1659,"orig":"Darumb ich auch nicht vnterlaſſen kan/ allen frommen Haußvaͤttern/ Sie wohnen gleich in Staͤtten oder Doͤrffern/ ein gut Stuͤck vnd leichte Kunſt zu lehren/ damit ſie jhren Kindern ohne Muͤhe vnd koſten/ einen verborgenen Schatz (welchen die Diebe nicht ſtehlen koͤnnen) im Nothfall ſich darmit zu retten/ Gott vnd meiner im beſten darbey zugedencken/ verſamlen vnd verſpahren moͤgen.","norm":"Darum ich auch nicht unterlassen kann / allen frommen Hausvätern / Sie wohnen gleich in Stätten oder Dörfern / ein gut Stück und leichte Kunst zu lehren / damit sie ihren Kindern ohne Mühe und kosten / einen verborgenen Schatz (welchen die Diebe nicht stehlen können) im Notfall sich damit zu retten / Gott und meiner im besten dabei zugedenken / versammeln und versparen mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555200099945068} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4374,"date":1659,"orig":"Weilen ich nun in dieſen Tractaͤtlein/ den Reichen vnd Armen/ groſſen vnd kleinen/ drey ſchoͤne Kunſtſtuͤcke/ wie ſie nemblich den Wein/ das Korn vnd Holtz/ wol anlegen vnd zu Nutzen bringen ſollen/ gelehret.","norm":"Weilen ich nun in diesen Traktätlein / den Reichen und Armen / großen und kleinen / drei schöne Kunststücke / wie sie nämlich den Wein / das Korn und Holz / wohl anlegen und zu Nutzen bringen sollen / gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.300000190734863} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4375,"date":1659,"orig":"Denen aber welche weder Wein/ Korn oder Holtz haben/ nichts darmit geholffen iſt/ alſo habe ich gut befunden/ auch deren nicht zu vergeſſen/ die da nichts haben/ vnd dannoch gern jhr Weib vnd Kinder mit Gott vnd Ehren/ andern gleich/ auch ehrlich auffziehen vnd forthelffen wolten/ ein gutes ſtuͤcklein zu lehren.","norm":"Denen aber welche weder Wein / Korn oder Holz haben / nichts damit geholfen ist / also habe ich gut befunden / auch deren nicht zu vergessen / die da nichts haben / und dennoch gern ihr Weib und Kinder mit Gott und Ehren / anderen gleich / auch ehrlich aufziehen und forthelfen wollten / ein gutes Stücklein zu lehren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.400700092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4376,"date":1659,"orig":"Weil hoffen daß es zu Gottes ehren vnd vnſerer aller Seelen Seeligkeit gereichen werde.","norm":"Weil hoffen dass es zu Gottes ehren und unserer aller Seelen Seligkeit gereichen werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.934899806976318} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4377,"date":1659,"orig":"Erſtlich ſoll ein Junger anfahender Haußhalter Gott ſtetig vor Augen haben/ auch ſein Weib/ Kinder/ Geſind (wann er deren hat) Gottes Wort mit eyfer zu hoͤren/ ſeine Gebaͤt zu halten/ den Naͤchſten zu lieben/ auch darzu ermahnen/ vnd ſtetig vnterweiſen vnd vor Predigen Darnach ſoll er einen guten Vorſatz nehmen/ das jenige ſo er von ſeinen Eltern/ wie auch von ſeinem Weib empfangen/ wol vnd nuͤtzlich anzulegen/ auff daß daſſelbige nicht gemindert/ ſondern von Jahren zu Jahren rechtmaͤſſig zunehme vnd vermehret werde/ auff daß wann etwan Gott mit Kranckheiten heimſuchet/ oder mit Kinder ſegnet/ daß man allezeit etwas erſpahret habe/ vnd im Nothfall gebrauchen moͤge.","norm":"Erstlich soll ein Junger anfachender Haushalter Gott stetig vor Augen haben / auch sein Weib / Kinder / Gesinde (wann er deren hat) Gottes Wort mit Eifer zu hören / seine Gebet zu halten / den Nächsten zu lieben / auch dazu ermahnen / und stetig unterweisen und vor Predigen danach soll er einen guten Vorsatz nehmen / dasjenige so er von seinen Eltern / wie auch von seinem Weib empfangen / wohl und nützlich anzulegen / auf dass dasselbe nicht gemindert / sondern von Jahren zu Jahren rechtmäßig zunehme und vermehret werde / auf dass wann etwan Gott mit Krankheiten heimsuchet / oder mit Kinder segnet / dass man allezeit etwas ersparet habe / und im Notfall gebrauchen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.971399784088135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4378,"date":1659,"orig":"Als dann ſoll er weiters ſeine Hand nicht in die Schos legen/ ſondern fruͤhe vnd ſpath zur Arbeit außſtrecken/ vnd den Segen Gottes alsdann erwarten.","norm":"Als dann soll er weiteres seine Hand nicht in die Schoß legen / sondern frühe und spat zur Arbeit ausstrecken / und den Segen Gottes alsdann erwarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6579999923706055} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4379,"date":1659,"orig":"Auch wird jhnen nicht ſchaͤdlich ſeyn/ wann ſie meine gute Haushaltung (ſo ich meinen Kindern zur Lehr vnd guter Ermahnung geſchrieben) fleiſſig leſen/ vnd jhre Haußhaltung darnach anſtellen werden.","norm":"Auch wird ihnen nicht schädlich sein / wann sie meine gute Haushaltung (so ich meinen Kindern zur Lehre und guter Ermahnung geschrieben) fleißig lesen / und ihre Haushaltung danach anstellen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4380,"date":1659,"orig":"Vber dieſes will ich allhier denen welche nicht viel von jhren Eltern haben ererbet oder zuſammen gebracht/ eine gute Lehr geben/ wie ſie jhren Kindern einen Schatz/ ohne Muͤhe vnd Arbeit/ ſamblen vnd erſpahren ſollen.","norm":"Über dieses will ich allhier denen welche nicht viel von ihren Eltern haben ererbet oder zusammen gebracht / eine gute Lehre geben / wie sie ihren Kindern einen Schatz / ohne Mühe und Arbeit / samblen und ersparen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4685001373291025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4381,"date":1659,"orig":"Erſtlich ſoll man an ſeine Wohnung oder Behauſung gegen Nord-Oſten zu/ wann es ſich ſchicken will wo nicht an einer andern ſeyten des Hauſes/ ein ſchuppen oder uͤber-tach auffrichten/ alſo daß die Sonn vnd Lufft wohl (aber kein Rgen) hineyn kommen moͤge/ in welcher Schuppen man eine tieffe gruben machen/ vnd die außgegrabene Erden/ fein vmb die Schuppen ſchuͤtten ſoll/ ſolche zu erhoͤhen/ daß kein Regenwaſſer hineyn lauffen moͤge.","norm":"Erstlich soll man an seine Wohnung oder Behausung gegen Nord-Osten zu / wann es sich schicken will wo nicht an einer anderen Seiten des Hauses / ein Schuppen oder Über-Tag aufrichten / also dass die Sonne und Luft wohl (aber kein Ren) hineinkommen möge / in welcher Schuppen man eine tiefe gruben machen / und die ausgegrabene Erden / fein um die Schuppen schütten soll / solche zu erhöhen / dass kein Regenwasser hineinlaufen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392600059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4382,"date":1659,"orig":"Darnach ſoll er anfangen vnd ſamlen von Tag zu Tag/ von Jahren zu Jahren/ dieſe nachbeſchriebene dinge/ ſo lang vnd viel/ bis er einmal/ wann jhn ein Noth angehet/ ſolchen durchgraben/ vnd was jhme Gott im Schlaff fuͤr einen Schatz dahin beſcheret hat/ ſuchen vnd genieſſen.","norm":"Danach soll er anfangen und sammeln von Tag zu Tag / von Jahren zu Jahren / diese nachbeschrieben Dinge / so lang und viel / bis er einmal / wann ihn ein Not angehet / solchen durchgraben / und was ihm Gott im Schlaf für einen Schatz dahin beschert hat / suchen und genießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467100143432617} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4383,"date":1659,"orig":"Als alle ſcharpffe vnd bittere Kraͤuter ſo in den vngebanten Orthen an Hecken vnd Wegen wachſen/ vnd von dem Vieh nicht genoſſen werden/ als da ſeynd die Wolffs oder Hundsmilch/ Schirling/ Bilſenkraut/ Wermuth/ Erdrauch/ die grobe ſtengel von Taback (die doch weg geworffen werden) wann er bey dir gepflantzt wird.","norm":"Als alle scharfe und bittere Kräuter so in den ungebahnten Orten an Hecken und Wegen wachsen / und von dem Vieh nicht genossen werden / als da sind die Wolffs oder Hundsmilch / Schierling / Bilsenkraut / Wermut / Erdrauch / die grobe Stängel von Tabak (die doch weg geworfen werden) wann er bei dir gepflanzt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951300144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4384,"date":1659,"orig":"Item die harte Kohlſtraͤnche/ welche das Vieh nicht eſſen kan/ auch was ſonſten das Vieh in Troͤgen liegen laͤſt/ vnd nicht eſſen mag/ Danzapffen wann ſie zu bekommen/ wie auch im Herbſt das Laub vnter die Baͤumen zuſammen bringen/ Tauben vnd Huͤner/ wie auch anderer Vieh miſt/ wann du ſie haben kanſt) Huͤner vnd Voͤgel Federn: Darnach alle die Aſchen davon die Weiber Laugen gemacht/ auch andere welche ſie nicht zur Laugen noͤtig haben/ darzu werffen/ auch dieſe Laugen ſo die Weiber allbereyt gebrauchet/ damit gewaſchen/ vnd doch weg ſchuͤtten/ auch beygieſſen.","norm":"Item die harte Kohlstränge / welche das Vieh nicht essen kann / auch was sonsten das Vieh in Trögen liegen lässt / und nicht essen mag / Danzapffen wann sie zu bekommen / wie auch im Herbst das Laub unter die Bäumen zusammen bringen / Tauben und Hühner / wie auch anderer Vieh Mist / wann du sie haben kannst) Hühner und Vögel Federn: Danach alle die Aschen davon die Weiber Laugen gemacht / auch andere welche sie nicht zur Laugen nötig haben / dazu werfen / auch diese Laugen so die Weiber allbereyt gebraucht / damit gewaschen / und doch wegschütten / auch beygiessen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.451099872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4385,"date":1659,"orig":"Item den Ruß ſo auß dem Schornſtein kompt/ auch wann man ſchlachtet das Blut ſo mans nicht gebraucht/ auch die Haar von den Schweinen/ Hoͤrner vnd klawen von den Ochſen vnd Kuͤhen/ die Beiner ſo der Hund nicht eſſen mag/ zuſammen ſamlen vnd mit in die Gruben werffen/ vnd nicht allein dieſen abfall der in ſeinem Haus gemacht wird/ ſondern auch (die Gruben deſto ehender voll zu machen) den jenigen ſo bey den Nachbawren/ wann ſie jhn nicht zugebrauchen wiſſen/ auch begehren vnd mit zu dem ſeinigen werffen/ ſo kan man in ein oder zwey Jahren ein groſſe Gruben von ſolchen dingen voll machen/ in wehrender zeit aber ſol man den Urin im Haus verſamlen/ vnd auch in die Gruben gieſſen/ ſo mans aber zuwegen bringen kan/ bey den Nachbawren ſolchen ſamlen vnd mit beygebrauchen/ dann die dinge in der Gruben ſtaͤtig feucht ſeyn ſollen/ auff daß die Verſamlung deſto ehender verfaulen moͤge:","norm":"Item den Ruß so aus dem Schornstein kommt / auch wann man schlachtet das Blut so man es nicht gebraucht / auch die Haar von den Schweinen / Hörner und Klan von den Ochsen und Kühen / die Beiner so der Hund nicht essen mag / zusammen sammeln und mit in die Gruben werfen / und nicht allein diesen Abfall der in seinem Haus gemacht wird / sondern auch (die Gruben desto eher vollzumachen) denjenigen so bei den Nachbarn / wann sie ihn nicht zu gebrauchen wissen / auch begehren und mit zu dem seinigen werfen / so kann man in ein oder zwei Jahren ein große Gruben von solchen Dingen voll machen / in währender Zeit aber soll man den Urin im Haus versammeln / und auch in die Gruben gießen / so man es aber zuwegen bringen kann / bei den Nachbarn solchen sammeln und mit Beigebrauchen / dann die Dinge in der Gruben stetig feucht sein sollen / auf dass die Versammlung desto eher verfaulen möge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.797800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4386,"date":1659,"orig":"Kan man dann kein Urin haben/ ſoll man gemeyn Waſſer nehmen/ kan man aber Seewaſſer oder ſonſten geſaltzen Waſſer haben/ iſt es auch deſto beſſer:","norm":"Kann man dann kein Urin haben / soll man gemein Wasser nehmen / kann man aber Seewasser oder sonsten gesalzen Wasser haben / ist es auch desto besser:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.004799842834473} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4387,"date":1659,"orig":"Auch kan man bey den Kraͤmern/ die Haͤring vnd andere Fiſchlacke beſtellen vnd mitgebrauchen/ auch ſolchen Peckel/ daͤrinn das Fleiſch eyngeſaltzen gelegen/ wird alles zu Salpeter/ auch kan man beſtellen das Blut bey den Schlachtern/ von den Ochſen/ Kaͤlbern vnd Schafen/ gebrandte vnd zerfallene Kalchſteine.","norm":"Auch kann man bei den Krämern / die Hering und andere Fischlacke bestellen und mitgebrauchen / auch solchen Peckel / därinn das Fleisch eingesalzen gelegen / wird alles zu Salpeter / auch kann man bestellen das Blut bei den Schlachtern / von den Ochsen / Kälbern und Schafen / gebrandete und zerfallene Kalchsteine.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.953100204467773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4388,"date":1659,"orig":"Dieſe vnd dergleichen dinge/ wann ſie uͤbereinander verfaulen/ ſich vmbkehren vnd zu Salpeter werden.","norm":"Diese und dergleichen Dinge / wann sie übereinander verfaulen / sich umkehren und zu Salpeter werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827199935913086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4389,"date":1659,"orig":"Wann nun deine Gruben voll vnd wol verfanlet iſt/ ſo begieß es nicht mehr/ ſondern/ las ſo lang liegen bis alles wol trucken worden iſt.","norm":"Wann nun deine Gruben voll und wohl Fanlet ist / so begieß es nicht mehr / sondern / las so lang liegen bis alles wohl trocken worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.418200016021728} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4390,"date":1659,"orig":"Wann du dann Geld noͤtig haſt/ ſo ſiehe dich vmb einen Salpeterſieder vmb/ vnd dinge mit jhme/ was du jhme gebeſt dir den Salpeter darauß zu laugen/ eynzukochen/ vnd zuverkauffen.","norm":"Wann du dann Geld nötig hast / so siehe dich um einen Salpetersieder um / und Dinge mit ihm / was du ihm gebest dir den Salpeter daraus zu laugen / einzukochen / und zuverkaufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.963900089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4391,"date":1659,"orig":"Wann ſolches geſchehen/ ſo las ſolche Erden davon der Salpeter gezogen worden/ wieder in die Gruben werffen/ auch die uͤbrige Laugen ſo nicht zu Salpeter geſchoſſen/ wieder darzu gieſſen/ vnd ein Jahr oder zwey auffs wenigſt liegen/ doch bisweilen wann mans hat/ mit Urin, in ermangelung deſſen nur mit Regenwaſſer/ angefeucht/ ſo gibt ſolche Erde hernach wieder Salpeter/ aber nicht halb ſo viel als das erſte mahl.","norm":"Wann solches geschehen / so las solche Erden davon der Salpeter gezogen worden / wieder in die Gruben werfen / auch die übrige Laugen so nicht zu Salpeter geschossen / wieder dazu gießen / und ein Jahr oder zwei aufs wenigste liegen / doch bisweilen wann man es hat / mit Urin, in ermangelung dessen nur mit Regenwasser / angefaucht / so gibt solche Erde hernach wieder Salpeter / aber nicht halb so viel als das erste Mal.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.228499889373779} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4392,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4393,"date":1659,"orig":"Wann du aber das Geld nicht noͤtig haſt/ ſo las den Satz liegen/ doch ſo offt er trucken/ wieder begoſſen/ ſo waͤchſt der Salpeter/ vnd nimbt je laͤnger je mehr zu.","norm":"Wann du aber das Geld nicht nötig hast / so las den Satz liegen / doch so oft er trocken / wieder begossen / so wächst der Salpeter / und nimmt je länger je mehr zu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061600208282471} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4394,"date":1659,"orig":"Alſo daß du einen heimlichen Schatz ſamleſt/ vnd nicht weiſt wie du darzu kompſt.","norm":"Also dass du einen heimlichen Schatz sammelst / und nicht weist wie du dazu kompst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.755499839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4395,"date":1659,"orig":"Haſtu es nicht noͤtig/ ſo findens deine Kinder/ die Diebe werdens nicht hinweg tragen/ noch auch die Krieger nehmen.","norm":"Hast du es nicht nötig / so findens deine Kinder / die Diebe werden es nicht hinwegtragen / noch auch die Krieger nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4396,"date":1659,"orig":"Wann du dann die eine Gruben voll haſt/ kanſtu noch ein andere darneben machen/ auff daß ja von obbeſchriebenen Sachen nichts vnnuͤtzlich weggeworffen/ vnd verlohren werde.","norm":"Wann du dann die eine Gruben voll hast / kannst du noch ein andere daneben machen / auf dass ja von obbeschriebenen Sachen nichts unnützlich weggeworfen / und verloren werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773099899291992} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4397,"date":1659,"orig":"Vnd wann in jedwedern Dorff nur einer iſt/ der dieſes thut/ ſo kan in einem kleinen Land/ Jaͤhrlichs viel tauſend Centner Salpeter gleichſam gefunden/ vnd dem Land zum beſten angewendet werden/ alſo daß nimmer an Salpeter Mangel ſeyn kan.","norm":"Und wann in jedweden Dorf nur einer ist / der dieses tut / so kann in einem kleinen Land / Jährliches viel tausend Zentner Salpeter gleichsam gefunden / und dem Land zum besten angewendet werden / also dass nimmer an Salpeter Mangel sein kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.571100234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4398,"date":1659,"orig":"Wann dann der Salpeter da iſt/ ſo iſt auch Gold vnd Silber nicht weit.","norm":"Wann dann der Salpeter da ist / so ist auch Gold und Silber nicht weit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.6296000480651855} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4399,"date":1659,"orig":"Das merck vnd las dir befohlen ſeyn/ du wiſt ja einmal weiß werden/ vnd ſehen wie blind du vnd deines gleichen ſo lang geweſen.","norm":"Das merke und las dir befohlen sein / du wisst ja einmal weiß werden / und sehen wie blind du und deines gleichen so lang gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.454800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4400,"date":1659,"orig":"Dancke GOTT zum forderſten/ vnd hilff deinem Naͤchſten/ dann GOTT hat mirs geben/ Ich gebe es dir/ gib du deinem Naͤchſten auch was/ ſo iſt vns allen geholffen.","norm":"Danke GOTT zum Forderesten / und Hilfe deinem Nächsten / dann GOTT hat mir es geben / Ich gebe es dir / gib du deinem Nächsten auch was / so ist uns allen geholfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.747700214385986} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4401,"date":1659,"orig":"Der Einige vnd ewige Helffer aller Helffer/ wolle vns alleſampt helffen/ daß wir einmal auß dieſem Jammerthal/ da nichts als ſtuͤck vnd flickwerck iſt/ an ſolchen Orth kommen moͤgen/ da alles vollkommen vnd gut iſt/ vnd niemand anderer huͤlffe mehr noͤtig hat/ AMEN.","norm":"Der einige und ewige Helfer aller Helfer / wolle uns allesamt helfen / dass wir einmal aus diesem Jammertal / da nichts als Stück und Flickwerk ist / an solchen Ort kommen mögen / da alles vollkommen und gut ist / und niemand anderer Hilfe mehr nötig hat / AMEN.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945499897003174} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4402,"date":1659,"orig":"Ende des Erſten Theils Teutſchlands Wohlfart.","norm":"Ende des ersten Teils Deutschlands Wohlfahrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.069799900054932} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4403,"date":1659,"orig":"Des Teutſchlandts Wolfahrt Ander Theil.","norm":"Des Deutschlands Wohlfahrt Ander Teil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.156700134277344} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4404,"date":1659,"orig":"Darinnen begriffen/ wie die Mineralien/ durch das Nitrum zu Concentriren/ vnd in Metalliſche vnd beſſere Coͤrper zuverwandeln.","norm":"Darinnen begriffen / wie die Mineralien / durch das Nitrum zu konzentrieren / und in Metallische und bessere Körper zuverwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.046700000762939} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4405,"date":1659,"orig":"Vorꝛede an den Leſer.","norm":"Vorrede an den Leser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"da","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.2846999168396} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4406,"date":1659,"orig":"GVnſtiger Leſer; in dem Erſten Theil dieſes Buchs habe ich gelehrnet/ wie die Vegetabilien/ as Wein vnd Bier/ auf daß dieſelbige mehr nutzen braͤchten als bishero geſchehen/ zu concentriren/ vnd das Holtz zu Salpeter zu machen.","norm":"Günstiger Leser; in dem ersten Teil dieses Buchs habe ich gelernt / wie die Vegetabilien / as Wein und Bier / auf dass dieselbige mehr nutzen brächten als bisher geschehen / zu konzentrieren / und das Holz zu Salpeter zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.120800018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4407,"date":1659,"orig":"In dieſem 2. Theil ſol nun gelehret werden/ wie der Salpeter zugebrauchen/ vnd die Mineralien damit concentrirt vnd in Metalliſche Coͤrper koͤnnen gebracht werden/ vnd hat es mit dieſer Concentrirung der Mineralien ein ſolche beſchaffenheit.","norm":"In diesem 2. Teil soll nun gelehrt werden / wie der Salpeter zu gebrauchen / und die Mineralien damit konzentriert und in metallische Körper können gebracht werden / und hat es mit dieser Konzentrierung der Mineralien ein solche Beschaffenheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.074900150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4408,"date":1659,"orig":"Nemblich weilen die Mineralien zum theil wenig gebraucht werden/ vnd gleichſam als vnbekante dinge fuͤr vntůchtig ligen bleiben/ vnd niemand zu nutzen kommen/ da doch wann nur Leute weren/ die es verſtůnden/ dem Land groſſen nutzen davon kommen koͤnte; habe derohalben gut gefunden dem Vatterland ſolches bekant zu machen; zweyfele auch nit/ es werden ſich noch fleiſſige Menſchen/ finden die der ſach nachdencken/ ins werck richten/ vñ groſſen nutzen darauß holen/ welches ich wuͤntſchen moͤchte: will derohalben im Namen Gottes anfangen die Gaben Gottes (welche allenthalben vnerkant oder vngeacht liegen bleiben/ vnd niemand zu nutzen kommen) offenbahren/ vnd der welt fuͤr augen legen/ auf daß hinfůro dieſelbe beſſer erkant/ vnd dem Vatterland zu nutzen kommen moͤchten.","norm":"nämlich weilen die Mineralien zum Teil wenig gebraucht werden / und gleichsam als unbekannte Dinge für untüchtig liegen bleiben / und niemand zu nutzen kommen / da doch wann nur Leute wären / die es stunden / dem Land großen nutzen davon kommen könnte; habe derohalben gut gefunden dem Vaterland solches bekannt zu machen; zweifele auch nicht / es werden sich noch fleißige Menschen / finden die der Sache nachdenken / ins Werk richten / und großen nutzen daraus holen / welches ich wünschen möchte: will derohalben im Namen Gottes anfangen die Gaben Gottes (welche allenthalben unerkannt oder ungeachtet liegen bleiben / und niemand zu nutzen kommen) offenbaren / und der Welt für Augen legen / auf dass hinfuro dieselbe besser erkannt / und dem Vaterland zu nutzen kommen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.286799907684326} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4409,"date":1659,"orig":"Der Reiche vnd Alte Haußhalter/ vnſer allergnaͤdigſter Vatter/ gebe darzu ſeinen Goͤttlichen ſegen vnd gedeyen/ daß es gereiche zu ſeines heiligen Namens Ehren/ vnd vnſer aller Seelen Seligkeit/ Amen.","norm":"Der Reiche und Alte Haushalter / unser allergnädigster Vater / gebe dazu seinen göttlichen Segen und gedeihen / dass es gereiche zu seines heiligen Namens Ehren / und unser aller Seelen Seligkeit / Amen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4410,"date":1659,"orig":"Des Teutſchlandts Wollfahrt Ander Theil.","norm":"Des Deutschlands Wollfahrt Ander Teil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":11.07960033416748} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4411,"date":1659,"orig":"Erſtlich/ vom vnterſcheyd der Mineralien/ oder was vnter dem wort Mineralien verſtanden werde.","norm":"Erstlich / vom unterscheid der Mineralien / oder was unter dem Wort Mineralien verstanden werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.649400234222412} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4412,"date":1659,"orig":"NOn dem wort Minerale/ warumb alle Berg-arten vñ Metalliſche Ertze alſo genant/ ehe ſie in geſchmeidige Metallen durchs Fewer gebracht werden/ viel zu ſchreiben/ finde ich vnnoͤtig/ dann ſolches andere allbereyt gethan/ kan auch wenig zur ſach helffen.","norm":"Non dem Wort Minerale / warum alle Berg - arten und Metallische Erze also genannt / ehe sie in geschmeidige Metallen durchs Feuer gebracht werden / viel zu schreiben / finde ich unnötig / dann solches andere allbereyt getan / kann auch wenig zur Sache helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.008600234985352} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4413,"date":1659,"orig":"Dieſes aber allhier mein vorhabens iſt zu lehren/ wie ſolche vnachtſame Berg-arten oder Mineralien zu nutzen zubringen; ehe ich aber ſolches anfange/ wil ich zuvorn anzeigen vnd bekant machen die vielerhand ſorten vnd geſchlechten der Mineralien/ vnd hernach auch anweiſen/ wie dieſelbige in beſſere Coͤrper/ durch das Fewer vnd Kuͤnſtlers haͤnden zu bringen/ vnd dem Menſchlichen geſchlecht zu dienſte vnd nutzen kommen.","norm":"Dieses aber allhier mein Vorhabens ist zu lehren / wie solche unachtsame Bergarten oder Mineralien zu nutzen zubringen; ehe ich aber solches anfange / will ich zuvor anzeigen und bekannt machen die vielerhand Sorten und Geschlechtern der Mineralien / und hernach auch anweisen / wie dieselbige in bessere Körper / durch das Feuer und Künstlers Händen zu bringen / und dem menschlichen Geschlecht zu Dienste und nutzen kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.718299865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4414,"date":1659,"orig":"Vnter die Mineralien werden dieſe nachfolgende gezehlet oder gerechnet/ nemblich das Antimonium, Auripigmentum, Arſenicum, weiß/ gelb vnd roth/ der Kobolt/ Miſpickel/ Galmey/ Zinck/ Wißmuth oder Marcaſita argentea, item Marcaſita aurea, oder Gold- oder Kupffer kieß; auch der Vitriol vnd ſeines gleichen/ noch vnter die Mineralien kan geſetzet werden.","norm":"Unter die Mineralien werden diese nachfolgende gezählt oder gerechnet / nämlich das Antimonium, Auripigmentum, Arsenicum, weiß / gelb und rot / der Kobold / Misspickel / Galmey / Zink / Wismut oder Markasite argentea, item Marcasita aurea, oder Gold- oder Kupfer kies; auch der Vitriol und seinesgleichen / noch unter die Mineralien kann gesetzt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2399001121521} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4415,"date":1659,"orig":"Ob wol nun etliche vnter die Mineralien auch den Alaun/ Salpeter/ Sal-armoniacum, Sal gemmæ vnd dergleichen zehlen/ ſo kan ich doch ſolche Salien darfuͤr nicht erkennen/ noch darunter ſetzen/ weilen nichts Metalliſch darinn zu finden.","norm":"Ob wohl nun etliche unter die Mineralien auch den Alaun / Salpeter / Sal-armoniacum, Soll gemmae und dergleichen zählen / so kann ich doch solche Salien dafür nicht erkennen / noch darunter setzen / weilen nichts Metallisch darin zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.07420015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4416,"date":1659,"orig":"Setze derohalben allein dieſe vnter die Mineralien/ darinn ein Metalliſche Natur iſt/ vnd ſich auch mit den Metallen conjungiren, im Fewer zuſammen ſchmeltzen/ auch durch die Kunſt vnd Fewer/ gute geſchmeidige Metallen darauß zu ſcheyden ſeyn; dieſe wil ich allhier vor mich nehmen/ vnd ſehen/ was gutes darauß zu bringen ſey.","norm":"Setze derohalben allein diese unter die Mineralien / darin ein metallische Natur ist / und sich auch mit den Metallen konjungieren, im Feuer zusammen schmelzen / auch durch die Kunst und Feuer / gute geschmeidige Metallen daraus zu scheiden sein; diese will ich allhier vor mich nehmen / und sehen / was Gutes daraus zu bringen sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.264900207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4417,"date":1659,"orig":"Vnd Erſtlich von dem Antimonio.","norm":"Und Erstlich von dem Antimonio.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.192699909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4418,"date":1659,"orig":"DAs Antimonium iſt das Edelſte Mineral vnter allen/ nicht allein darumb/ weilen es gemeyniglich auch Gold bey ſich fuͤhret/ ſondern darumb/ weilen gute Medicamenten dem Menſchlichen geſchlecht zu dienſte darauß zu bereyten; hat ſeine eygene gaͤnge in dem Gebirge/ dieſes in Siebenbuͤrgen haͤlt ſehr viel Gold/ vnd wird fůr das beſte in Europa gehalten/ darnach das Vngariſch/ welches zum theil auch zimlich Gold haltet/ nach dieſem das Fichtenbergiſche/ bey dem Staͤttlein Gold-Gronach genant findig/ das Polniſche vnd andere an vielen oͤrtern Teutſchlands haͤlt kein oder gar wenig Gold/ etliches aber viel Silber/ werden ins gemeyn nicht geſucht noch gebraucht/ als bey den Schrift-gieſſern/ jhren Zeug fluͤſſig darmit zu machen.","norm":"Das Antimonium ist das edelste Mineral unter allen / nicht allein darum / weilen es gemeiniglich auch Gold bei sich führt / sondern darum / weilen gute Medikamenten dem menschlichen Geschlecht zu Dienste daraus zu bereiten; hat seine eigene Gänge in dem Gebirge / dieses in Siebenbürgen hält sehr viel Gold / und wird für das Beste in Europa gehalten / danach das ungarisch / welches zum Teil auch ziemlich Gold haltet / nach diesem das Fichtenbergische / bei dem Stättlein Gold-Gronach genannt findig / das Polnische und andere an vielen örtern Deutschlands hält kein oder gar wenig Gold / etliches aber viel Silber / werden ins gemein nicht gesucht noch gebraucht / als bei den Schrift-Giessern / ihren Zeug flüssig damit zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315700054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4419,"date":1659,"orig":"In Medicina wird es zwar von etlichen gebraucht vnd viel gutes darmit außgerichtet/ hat aber ſeine beſondere Feinde die es nicht verſtehen/ darumb es verhaſt/ vnd verworffen wird.","norm":"In Medicina wird es zwar von etlichen gebraucht und viel Gutes damit ausgerichtet / hat aber seine besondere Feinde die es nicht verstehen / darum es verhasst / und verworfen wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.734300136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4420,"date":1659,"orig":"Dannoch ſteckt mehr gutes dahinter/ als ſeine Feinde begreiffen koͤnnen/ wie an meiner Panacea zu ſehen/ davon in 2. parte Pharm.","norm":"Dennoch steckt mehr gutes dahinter / als seine Feinde begreifen können / wie an meiner Panacea zu sehen / davon in 2. parte Farm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.768099784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4421,"date":1659,"orig":"Spag. zu leſen.","norm":"Spag . zu lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cs","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.744999885559082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4422,"date":1659,"orig":"Vnd Baſilius Valentinus, ein guter Philoſophus, jhme zu Ehren einen Triumph-wagen beſchrieben hat/ der wol vnd gut zu leſen iſt; wie auß dem Antimonio ein Regulus gemacht/ vnd worzu er zu brauchen/ habe ich im 4. parte Furnorum beſchrieben/ vnd wie das Gold dardurch von allen Zuſatzen gereinigt/ vnd das Silber gradiret/ daß es guͤldiſch wird/ ich in der Explication uͤber mein Mirac.","norm":"Und Basilius Valentinus, ein guter Philosophus, ihm zu Ehren einen Triumphwagen beschrieben hat / der wohl und gut zu lesen ist; wie aus dem Antimonio ein Regulus gemacht / und wozu er zu brauchen / habe ich im 4. parte Furnorum beschrieben / und wie das Gold dadurch von allen Zusatze gereinigt / und das Silber gradieret / dass es güldisch wird / ich in der Explikation über mein Mirac.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.181099891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4423,"date":1659,"orig":"Mundi auch gelehret habe/ vnd was ſonſten noch weiters gutes in Metalliſcher arbeyt darmit außzurichten/ wird theils in dieſem Tractaͤtlein/ theils in den folgenden 3. vnd 4. Theil angezeigt werden/ wie ſolches auß dem Ertz per deſcenſum in Copia geſcheyden/ iſt bey Georgio Agricola vnd andern/ in ſeinem de re metallica zu ſehen/ vnd gehoͤret hieher nicht.","norm":"Mundi auch gelehrt habe / und was sonsten noch weiteres gutes in metallischer Arbeit damit auszurichten / wird teils in diesem Traktätlein / teils in den folgenden 3. und 4. Teil angezeigt werden / wie solches aus dem Erz per descensum in Copia gescheiten / ist bei Georgio Agricola und anderen / in seinem de re Metallice zu sehen / und gehöret hierher nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.533299922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4424,"date":1659,"orig":"De Arſenico.","norm":"De Arsenico.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"pt","lang_de":0,"norm_lmscore":7.427999973297119} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4425,"date":1659,"orig":"ARſenicum iſt auch eine gute Berg-art/ oder nuͤtzliches Minerale/ welches zu vielen haͤndeln gebrauchet wird/ hat auch ſeine beſondere gaͤnge in der Erden daraus es gewonnen/ vnd per aſcenſum vel deſcenſum auß dem Ertz getrieben/ vnd zum gebrauch gereinigt/ vnd wird weiß/ gelb vnd roth gefunden.","norm":"Arsenicum ist auch eine gute Bergart / oder nützliches Minerale / welches zu vielen Händeln gebraucht wird / hat auch seine besondere Gänge in der Erden daraus es gewonnen / und per ascensum vel descensum aus dem Erz getrieben / und zum Gebrauch gereinigt / und wird weiß / gelb und rot gefunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.385900020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4426,"date":1659,"orig":"Auch geben etliche Silber-Ertze im ſchmeltzen viel Arſenicum, den die Schmeltzer in Rauch-kammern Aufffangen vnd zu nutz machen/ wie bey Georgio Agricola zu ſehen.","norm":"Auch geben etliche Silbererze im Schmelzen viel Arsenicum, den die Schmelzer in Rauch-Kammern Auffangen und zu Nutz machen / wie bei Georgio Agricola zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.940000057220459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4427,"date":1659,"orig":"Deßgleichen geben auch die Kobolten Arſenicum, vnd etliche Gold-Ertze/ dieſer der von den Gold- Ertzen per deſcenſum geſcheyden wird/ iſt ſchoͤn roth vnd guͤldiſch/ dann die Bergleuth ſolches gewahr geworden/ wann ſie denſelben nicht zuvorn von dem Gold-Ertz ſcheyden/ ehe ſie ſchmeltzen/ ſolcher jhnen viel Gold raubet/ vnd im ſchmeltzen entfuͤhret/ daß ſie weniger bekommen als darinn iſt/ dann ſolcher Arſenic. ein vnzeitig Gold iſt/ der weiſſe aber ein vnzeitig Silber/ wie hernach ſoll bewieſen werden; ſteckt alſo mehr im dem veraͤchtlichem vnd gifftigem Arſenico, als man jhme eynbilden moͤchte; Es werden auch Medicamenten darauß bereytet/ aber nur zum Euſſerlichen gebrauch/ in alten gifftigen ſchaͤden/ Krebs vnd Fiſteln/ auch wird es zum Mahlen vnd Farben der Tuͤcher auch gebraucht/ davon in andern meinen Schrifften zu ſehen.","norm":"Desgleichen geben auch die Kobolden Arsenicum, und etliche Goldertze / dieser der von den Gold-Erzen per descensum gescheiten wird / ist schön rot und güldisch / dann die Bergleute solches gewahr geworden / wann sie denselben nicht zuvor von dem Goldertz scheiden / ehe sie schmelzen / solcher ihnen viel Gold raubet / und im Schmelzen entführet / dass sie weniger bekommen als darin ist / dann solcher Arsenik . ein unzeitig Gold ist / der weiße aber ein unzeitig Silber / wie hernach soll bewiesen werden; steckt also mehr im dem verächtlichem und giftigem Arsenico, als man ihm einbilden möchte; es werden auch Medikamenten daraus bereitet / aber nur zum äußerlichen Gebrauch / in alten giftigen Schäden / Krebs und Fisteln / auch wird es zum Malen und Farben der Tücher auch gebraucht / davon in anderen meinen Schriften zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.335000038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4428,"date":1659,"orig":"Von dem Auripigmento.","norm":"Von dem Auripigmento.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.813899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4429,"date":1659,"orig":"DIeſes Minerale iſte beynahe gleiches Weſen mit dem Arſenico, kompt aber nicht von Ertzen/ ſondern hat ſeine eygene gaͤnge darinnen es generirt wird/ iſt ein vnzeitig Ertz vnd haltet gemeynlich auch Gold/ iſt ſehr gifftig vnd fluͤchtig/ derohalben es wenig gebraucht wird/ als von den Mahlen/ laͤſt ſich mit dem Nitro auch figiren, vnd macht das Kupffer weiß vnd bruͤchig/ gleich wie der Arſenicum, vnd laͤßt ſich auß ſeiner gelbe in durchſichtige Rubinen ſublimiren/ zum Zierath gebraͤuchlich.","norm":"Dieses Minerale iste beinahe gleiches Wesen mit dem Arsenico, kommt aber nicht von Erzen / sondern hat seine eigene Gänge darinnen es generiert wird / ist ein unzeitig Erz und haltet gemeinlich auch Gold / ist sehr giftig und flüchtig / derohalben es wenig gebraucht wird / als von den Malen / lässt sich mit dem Nitro auch figieren, und macht das Kupfer weiß und brüchig / gleich wie der Arsenicum, und lässt sich aus seiner gelbe in durchsichtige Rubinen sublimieren / zum Zierrat gebräuchlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.215799808502197} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4430,"date":1659,"orig":"Vom Kobolt.","norm":"Vom Kobold.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"ru-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":5.092199802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4431,"date":1659,"orig":"DEr Kobolt iſt das allergifftigſte Mineral, ſo da mag gefunden werden/ ein vnzeitig Silber/ wie es dann gemeyniglich im ſchmeltzen gut Silber gibt/ doch das eine mehr als das ander/ etliches haͤlt auch gar keins/ vnd wird gebraucht die blawe ſchmalta mit zuſatz fluͤſſigen Sandes vnd Pott-aſchen daraus zu machen/ wann es aber Silber haͤlt/ wird ſolches heraus geſchmeltzet/ Es laͤſt ſich aber durch den Salpeter auch figiren, das es beſtaͤndig Silber gibt/ wie hernach folgen ſoll.","norm":"Der Kobold ist das giftigste Mineral, so da mag gefunden werden / ein unzeitig Silber / wie es dann gemeiniglich im Schmelzen gut Silber gibt / doch das eine mehr als das ander / etliches hält auch gar keins / und wird gebraucht die blaue schmalte mit Zusatz flüssigen Sandes und Pottaschen daraus zu machen / wann es aber Silber hält / wird solches heraus geschmältst / Es lässt sich aber durch den Salpeter auch figieren, das es beständig Silber gibt / wie hernach folgen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281099796295166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4432,"date":1659,"orig":"Von der Marcaſita Argentea oder Wißmuth.","norm":"Von der Markasite Argentea oder Wismut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.27869987487793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4433,"date":1659,"orig":"WIßmuth iſt auch ein bekantes Mineral, wird gemeyniglich bey den Silber Bergwercken gefunden/ wie auch der Kobolt/ doch iſt viel fixer als der Kobolt/ vnd auch nicht ſo gifftig/ laͤßt ſich auß ſeinem Ertz gar leicht/ mit einer kleinen Holtz-flamm ſchmeltzen/ vnd wird von den Zinn-gieſſern gebraucht/ das Zinn hart klingent vnd fluͤſſig darmit zu machen/ auß der ſchlacken oder kraupen wird auch eine blawe ſchmalda bereytet/ vnd von den Toͤpffern die damit glaſuren/ vnd glasblaſern/ blaw Glas damit machen/ Safferfarb genant/ haͤlt offtermals viel Silber/ vnd wird ſelten eyniges gefuuden daß gar kein Silber halten ſolte; wann man es dann ſo viel haͤlt/ daß das Silber mehr werth iſt/ als der Wißmuth kan verkaufft werden/ ſo ſcheyden ſie es herauß/ wo nicht/ bleibt es beyſamen/ dann ſo ein Centner kein 20. oder 30. Loth Silber haͤlt/ ſcheyden ſie es nicht/ weilen der Wißmuth ſo thewer kan verkauft werden/ Es laͤßt ſich aber das Silber auß dem Wißmuth durch den Salpeter ſcheyden/ daß der Wißmuth darnach noch gut bleibt/ vnd nicht verlohren geht/ wie ich in der Explication meines Miraculi Mundi gelehree habe.","norm":"Wismut ist auch ein bekanntes Mineral, wird gemeiniglich bei den Silber Bergwerken gefunden / wie auch der Kobold / doch ist viel fixer als der Kobold / und auch nicht so giftig / lässt sich aus seinem Erz gar leicht / mit einer kleinen Holtz-flamm schmelzen / und wird von den Zinn-Giessern gebraucht / das Zinn hart klingend und flüssig damit zu machen / aus der schlacken oder kraupen wird auch eine blaue schmalte bereitet / und von den Töpffern die damit glasuren / und Glasblasern / blau Glas damit machen / Safferfarb genannt / hält öftermals viel Silber / und wird selten einiges gefuuden dass gar kein Silber halten sollte; wann man es dann so viel hält / dass das Silber mehr wert ist / als der Wismut kann verkauft werden / so scheiden sie es heraus / wo nicht / bleibt es beisammen / dann so ein Zentner kein 20. oder 30. Lot Silber hält / scheiden sie es nicht / weilen der Wismut so teuer kann verkauft werden / Es lässt sich aber das Silber aus dem Wismut durch den Salpeter scheiden / dass der Wismut danach noch gut bleibt / und nicht verloren geht / wie ich in der Explikation meines Miraculi Mundi Gelehre habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846499919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4434,"date":1659,"orig":"De Marcaſita Aurea oder Gold-kieß.","norm":"De Markasite Aurea oder Gold-kieß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.262800216674805} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4435,"date":1659,"orig":"INter dem wort Marcaſita wird ein jedweder Kieß begriffen/ er fuͤhre gleich vas fuͤr Metall er wolle/ wann er Gold haͤlt/ wird er Gold-Ertz oder Goldkieß genant/ haͤlt er Kupffer/ Kupffer-kieß/ haͤlter nur Eyſen/ Eyſenkieß/ haͤlt er nur Schwebel/ Schwebei-kieß; Es halten oder fuͤhren aber alle Kieß Schwebel/ vnd bisweilen Arſenicum, vnd ſonderlich die Gold-kieſe/ auch geben gemeynlich alle Kieſe auch einen Vitriolum, vnd nach deme das Ertz oder Kieß ein Metall fuͤhret/ nach dem der Vitriol auch genaturt iſt/ entweder Kuͤpffericht oder Eyſen-haltig Es wird aber ſelten ein Kieß gefunden/ der gar ohne Metall iſt/ haͤlt er kein Gold vnd Silber oder Kupffer/ ſo haͤlt er aufs wenigſt Eyſen/ gibt einen Vitriol, der dann haͤuffig von den Faͤrbern gebraucht wird/ vnd man ſeiner in bereytung des Scheydwaſſers auch nicht entbehren kan.","norm":"Inter dem Wort Markasite wird ein jedweder Kies begriffen / er führe gleich vas für Metall er wolle / wann er Gold hält / wird er Goldertz oder Goldkieß genannt / hält er Kupfer / Kupffer-kieß / hälter nur Eisen / Eisenkies / hält er nur Schwäbel / Schwebei-kieß; es halten oder führen aber alle Kies Schwäbel / und bisweilen Arsenicum, und sonderlich die Gold-Kiese / auch geben gemeinlich alle Kiese auch einen Vitriolum, und nach dem das Erz oder Kies ein Metall führt / nach dem der Vitriol auch genaturt ist / entweder Kupferig oder Eisenhaltig es wird aber selten ein Kies gefunden / der gar ohne Metall ist / hält er kein Gold und Silber oder Kupfer / so hält er aufs wenigste Eisen / gibt einen Vitriol, der dann häufig von den Färbern gebraucht wird / und man seiner in Bereitung des Scheidwassers auch nicht entbehren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.117800235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4436,"date":1659,"orig":"Vom Zinck oder Speauter.","norm":"Vom Zink oder Speauter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.724900245666504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4437,"date":1659,"orig":"DEr Zinck iſt ein fluͤchtiges Mineral oder halb zeitig Metall/ wann es auß dem Ertz geſchmoltzen/ iſt viel ſchoͤner oder weiſſer als ein Zinn/ doch nicht ſo geſchmeydig vnd fluͤſſig wie das Zinn/ wird mehrentheils dem Zinn zugeſetzet/ ſelbiges damit ſchoͤner vnd auch haͤrter zu machen/ wird nicht viel bey vns Teutſchen gefunden/ es wird aber ein groſſe Quantitaͤt Jaͤhrlichs auß Oſt-India von den Kaufleuten zu vns gebracht:","norm":"Der Zink ist ein flüchtiges Mineral oder halb zeitig Metall / wann es aus dem Erz geschmolzen / ist viel schöner oder weißer als ein Zinn / doch nicht so geschmeidig und flüssig wie das Zinn / wird mehrenteils dem Zinn zugesetzt / selbiges damit schöner und auch härter zu machen / wird nicht viel bei uns Deutschen gefunden / es wird aber ein große Quantität jährliches aus Ost-India von den Kaufleuten zu uns gebracht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.780399799346924} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4438,"date":1659,"orig":"Wie er zur Medicin gebraucht wird/ habe ich in dem erſten Theil meiner Oefen vor dieſem beſchrieben/ iſt ein guͤldiſch/ doch vnzeitig Mineral, faͤrbt das rothe Kupffer gelb vnd macht Meſſing daraus/ wie der Calmey/ wie dann der Calmey auch anders nichts iſt als ein vnfluͤſſiger Zinck/ vnd der Zinck ein fluͤſſiger Calmey kan genent werden/ weil ſie einer natur vnd Eygenſchafft theilhafftig ſeyn.","norm":"Wie er zur Medizin gebraucht wird / habe ich in dem ersten Teil meiner Öfen vor diesem beschrieben / ist ein güldisch / doch unzeitig Mineral, färbt das rote Kupfer gelb und macht Messing daraus / wie der Calmey / wie dann der Calmey auch anders nichts ist als ein unflüssiger Zink / und der Zink ein flüssiger Calmey kann genannt werden / weil sie einer Natur und Eigenschaft teilhaftig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.055099964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4439,"date":1659,"orig":"Es bricht aber gemeynlich mit dem Zincke auch Bley/ wann es dann Bleyicht iſt/ ſo kan er zu dem Meſſingmachen nicht gebraucht werden/ es werde dann zuvorn das Bley davon geſcheyden/ wie zu Goßlar geſchicht/ da vnter dem Zinck-Ertz auch Bley bricht/ vnd den Nahmen eines Bley-ertzes hat/ da doch 4. mahl ſo viel Zinck in dem Ertz iſt/ als Bley/ dannoch verbrennen ſie den Zinck vmb das Bley zu haben/ welches auch etwas Silber fuͤhret/ vnd in dem ſchmeltzen raucht der Zinck nach ſeiner art als ein fluͤchtiges vnd verbrenliches Mineral davon/ vnd ſublimirt ſich an die waͤnde des Ofens/ alſo daß die Schmeltzer denſelben zum offtern abſtoſſen muͤſſen/ daß der Ofen nicht davon zuwachſe vnd enger werde/ das jenige ſo ſie abſtoſſen/ nennen ſie Calmey/ vnd vermehren vnd verwandlen das rothe Kupffer damit in Meſſing.","norm":"Es bricht aber gemeinlich mit dem Zinke auch Blei / wann es dann Bleyicht ist / so kann er zu dem Messingmachen nicht gebraucht werden / es werde dann zuvor das Blei davon gescheiten / wie zu Goßlar geschieht / da unter dem Zinck-Ertz auch Blei bricht / und den Namen eines Blei - Erzes hat / da doch 4. Mal so viel Zink in dem Erz ist / als Blei / dennoch verbrennen sie den Zink um das Blei zu haben / welches auch etwas Silber führt / und in dem schmelzen raucht der Zink nach seiner Art als ein flüchtiges und verbrenliches Mineral davon / und sublimiert sich an die wände des Ofens / also dass die Schmelzer denselben zum Öfteren abstoßen müssen / dass der Ofen nicht davon zuwachse und enger werde / dasjenige so sie abstoßen / nennen sie Calmey / und vermehren und verwandeln das rote Kupfer damit in Messing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.989200115203857} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4440,"date":1659,"orig":"Wird alſo auß vnerkaͤntnus ſelbigen Ertzes Jaͤhrlichs ein groſſe Quantitaͤt Zinckes verbrant vnd verlohren/ bisweilen ſamlen die Schmeltzer etwas von dem Zinck welcher gar ſchon iſt/ vnd ſolte man ſelbige Ertz gar mit beſſeren nutzen ſchmeltzen/ wann man den Zinck nicht alſo verbraͤnte/ vnd im rauch hinweg triebe; dieweilen aber den Menſchen die alte gewohnheit uͤbel zu benehmen/ muß mans alſo gehen laſſen/ ſo aber daſſelbige Ertz nach gebuͤhr tractiret/ vnd der Zinck behalten wuͤrde/ kaͤme ein viel groͤſſerer nutzen aus als jetzt geſchicht.","norm":"Wird also aus vnerkäntnus selbigen Erzes jährliches ein große Quantität Zinkes verbrannt und verloren / bisweilen sammeln die Schmelzer etwas von dem Zink welcher gar schon ist / und sollte man selbige Erz gar mit besseren nutzen schmelzen / wann man den Zink nicht also verbrennte / und im rauch hinwegtriebe; dieweilen aber den Menschen die alte Gewohnheit übel zu benehmen / muss man es also gehen lassen / so aber dasselbe Erz nach gebühr traktiert / und der Zink behalten würde / käme ein viel größerer nutzen aus als jetzt geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.945899963378906} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4441,"date":1659,"orig":"Dergleichen Zinck-Ertz findet ſich auch in Weſtphalen/ welches die Bergleuth fuͤr ein Bley-Ertz angeſehen/ weilen ein Bley-glantz eyngemiſcht iſt/ da ſie es aber ſchmeltzen wollen/ iſt es im Rauch hinweg gangen/ dahero ſie es nun ein Calmey-Ertz nennen/ vnd wird nicht gebrancht.","norm":"Dergleichen Zinck-Ertz findet sich auch in Westfalen / welches die Bergleute für ein Bleierz angesehen / weilen ein Bleyglantz eingemischt ist / da sie es aber schmelzen wollen / ist es im Rauch hinweggegangen / daher sie es nun ein Calmey-Ertz nennen / und wird nicht gebrancht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188499927520752} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4442,"date":1659,"orig":"Von dem Calmey.","norm":"Von dem Calmey.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4506001472473145} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4443,"date":1659,"orig":"DAs Calmey-Ertz bricht an vielen orthen in Teutſchland/ iſt aber keines ſo bekant/ als dieſes bey Aken, welches gar keinen Bley-glantz bey ſich fuͤhret/ wie jenes zu Goßlar vnd Weſtphalen/ dahero es gar bequaͤm zum dem Meſſingmachen/ vnd auch in groſſer Quantitaͤt daſelbſten bereytet wird/ vnd iſt Guͤldiſch darbey/ doch haͤlt ſo viel nicht/ daß mans mit nutzen heraus ziehen koͤnte/ Es iſt aber kein Mineral guͤldiſcher von Natur vnd weſen als der Calmey/ vnd wann er zeitig koͤnte gemacht werden/ wie ich dann nicht daran zweyfele das ſolches zu thun muͤglich/ wuͤrde man viel Gold daraus ziehen koͤnnen:","norm":"Das Calmey-Ertz bricht an vielen Orten in Deutschland / ist aber keines so bekannt / als dieses bei Aken, welches gar keinen Bleyglantz bei sich führt / wie jenes zu Goßlar und Westfalen / daher es gar bequem zum dem Messingmachen / und auch in großer Quantität daselbst bereitet wird / und ist Güldisch dabei / doch hält so viel nicht / dass man es mit nutzen herausziehen könnte / Es ist aber kein Mineral güldischer von Natur und Wesen als der Calmey / und wann er zeitig könnte gemacht werden / wie ich dann nicht daran zweifele das solches zu tun möglich / würde man viel Gold daraus ziehen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.304800033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4444,"date":1659,"orig":"was ſonſten auß dieſem Mineral weiters kan gemacht werden/ habe ich allbereyt in dem 1. vnd 2. Theil Furnorum beſchrieben/ vnd nicht noͤtig erachtet allhier ein mehrers davon zu ſchreiben.","norm":"was sonsten aus diesem Mineral weiteres kann gemacht werden / habe ich allbereyt in dem 1. und 2. Teil Furnorum beschrieben / und nicht nötig erachtet allhier ein mehreres davon zu schreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.822999954223633} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4445,"date":1659,"orig":"Von dem gemeynen Schwefel.","norm":"Von dem gemeinen Schwefel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.603700160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4446,"date":1659,"orig":"DEr Schwebel iſt das aller bekanteſte/ faſt gebraͤuchlichſte/ vnd aller verbrenlichſte Mineral vnter allen; wie er in Medicina vnd Alchymia zur ſcheydung der Metallen zugebrauchen/ iſt ſo wol in meinen vor dieſen außgebenen Schrifften als auch bey andern zu ſehen/ vnd dient allein dieſes allhier zu ſagen/ daß er ein anfaͤnger vnd wurtzel aller Metallen ſey/ dann ſelten ein Ertz gefunden/ dabey auch nicht der Schwefel zu ſehen/ Er wird in viel orten der Welt haͤuffig gemacht/ oder auß der Erden gezogen/ inſonderheit in Ißland/ in Italia, bey den allzeit brennenden Bergen/ Hekea vnd Veſuvio.","norm":"Der Schwäbel ist das aller bekannteste / fast gebräuchlichste / und aller verbrenlichste Mineral unter allen; wie er in Medicina und Alchimie zur Scheidung der Metallen zu gebrauchen / ist sowohl in meinen vor diesen außgebenen Schriften als auch bei anderen zu sehen / und dient allein dieses allhier zu sagen / dass er ein Anfänger und Wurzel aller Metallen sei / dann selten ein Erz gefunden / dabei auch nicht der Schwefel zu sehen / Er wird in viel Orten der Welt häufig gemacht / oder aus der Erden gezogen / in Sonderheit in Island / in Italia, bei den allzeit brennenden Bergen / Hekea und Vesuvio.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.487599849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4447,"date":1659,"orig":"Er wird auch an vielen orthen Teutſchlands auß den Kieſen per deſcenſum getrieben vnd bereytet/ alſo daß deſſen allenthalben die fuͤlle vmb ein kleines zubekommen iſt.","norm":"Er wird auch an vielen Orten Deutschlands aus den Kiesen per descensum getrieben und bereitet / also dass dessen allenthalben die fülle um ein kleines zubekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.130199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4448,"date":1659,"orig":"Dieſes ſeynd die vornembſte Mineralien/ welche mir bekant ſeyn/ vnd auch geſucht oder gebraucht werden.","norm":"Dieses sind die vornehmste Mineralien / welche mir bekannt sein / und auch gesucht oder gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.437300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4449,"date":1659,"orig":"Es finden ſich aber ſonſten uͤber dieſe noch/ ſo vielerhanden Berg-arten vnd Mineralien/ daß man ſie nicht alle zehlen oder nennen kan/ das eine haͤlt zugleich Schwefel vnd Arſenicum, das ander Kobolt vnd Schwefel/ das dritte Antimonium vnd Arſenicum, vnd dergleichen vielerhand mehr/ doch ſeynd dieſe oberzehlte die bekandieſte vnd gebraͤuchlichſte; darbey wir es vor dismal wollen verbleiben laſſen.","norm":"Es finden sich aber sonsten über diese noch / so vielerhand Bergarten und Mineralien / dass man sie nicht alle zählen oder nennen kann / das eine hält zugleich Schwefel und Arsenicum, das ander Kobold und Schwefel / das dritte Antimonium und Arsenicum, und dergleichen vielerhand mehr / doch sind diese oberzählte die bekandieste und gebräuchlichste; dabei wir es vor diesmal wollen verbleiben lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.827400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4450,"date":1659,"orig":"Nach deme ich nun angezeigt/ was Mineralien ſeyn/ vnd welche die vornembſte vnd bekanteſte/ So wil ich nun auch anzeigen vnd lehren/ wie dieſelbe durch huͤlffe des Salpeters vnd anderen Subjectis zu figiren, concentriren/ vnd Corporaliſch oder Metalliſch zu machen/ alſo/ auff daß dieſelbe dem Menſchen nuͤtzlich ſeyn koͤnnen/ die ſonſten vngeacht ligen bleiben.","norm":"Nachdem ich nun angezeigt / was Mineralien sein / und welche die vornehmste und bekannteste / So will ich nun auch anzeigen und lehren / wie dieselbe durch Hilfe des Salpeters und anderen Subjectis zu figieren, konzentrieren / und körperlich oder Metallisch zu machen / also / auf dass dieselbe dem Menschen nützlich sein können / die sonsten ungeachtet liegen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.642899990081787} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4451,"date":1659,"orig":"Vnd hat es eine ſolche beſchaffenheit mit der Concentrirung der Mineralien/ entweder ſie werden durch den Salpeter figirt oder gebunden/ daß ſie nicht ſo ſchnell im Fewer weg-rauchen vnd verbrand werden/ vnd das Fewer außſtehen vnd ſich ſchmeltzen laſſen/ oder ſie werden durch huͤlff der Metallen Corporaliſch gemacht/ daß ſie zu nutzen kommen/ entweder die Metallen darmit zu vermehren/ wie bey dem Kupffer vnd Calmey zu ſehen/ oder aber damit zu reinigen/ ſcheyden vnd verbeſſeren/ wie bey dem Schwefel/ Antimonio, Arſenico vnd andern ſoll gezeiget werden/ alſo daß ſolche Mineralien/ welche ſonſten offtermals in groſſer quantitaͤt da ligen/ vnd niemanden zu nutzen kommen/ hinfůhro auch gebraucht vnd nutzen ſchaffen moͤchten.","norm":"Und hat es eine solche Beschaffenheit mit der Konzentrierung der Mineralien / entweder sie werden durch den Salpeter figiert oder gebunden / dass sie nicht so schnell im Feuer weg-rauchen und verbrannt werden / und das Feuer ausstehen und sich schmelzen lassen / oder sie werden durch Hilfe der Metallen körperlich gemacht / dass sie zu nutzen kommen / entweder die Metallen damit zu vermehren / wie bei dem Kupfer und Calmey zu sehen / oder aber damit zu reinigen / scheiden und verbessern / wie bei dem Schwefel / Antimonio, Arsenico und anderen soll gezeigt werden / also dass solche Mineralien / welche sonsten öftermals in großer Quantität da liegen / und niemanden zu nutzen kommen / hinfuhro auch gebraucht und nutzen schaffen möchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106200218200684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4452,"date":1659,"orig":"Vnd erſtlich der Mineralien figirung per Nitrum betreffend/ ſo hat es eine ſolche beſchaffenheit darmit.","norm":"Und erstlich der Mineralien Figierung per Nitrum betreffend / so hat es eine solche Beschaffenheit damit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.517000198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4453,"date":1659,"orig":"Nemblich daß dieſelbe pulveriſirt/ mie gleichen gewicht Salpeter verpuft werden/ dardurch ein theil ſeines verbrenlichen vnd fluͤchtigen Sulphurs vertrieben wird/ vnd das Mineral das Fewer hernach deſto beſſer außſtehen/ ſich mit Bley anſieden/ vnd abtreiben laſſen kan/ von welch Arbeit allbereyt in meiner Explication uͤber mein Miraculum Mundi gehandelt/ vnd vnnoͤtig eracht ſelbe allhier zu wiederholen.","norm":"nämlich dass dieselbe pulverisiert / mie gleichen Gewicht Salpeter verpufft werden / dadurch ein Teil seines Verbrennlichen und flüchtigen Sulfurs vertrieben wird / und das Mineral das Feuer hernach desto besser ausstehen / sich mit Blei ansieden / und abtreiben lassen kann / von welch Arbeit allbereyt in meiner Explikation über mein Miraculum Mundi gehandelt / und unnötig erachte selbe allhier zu wiederholen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.003600120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4454,"date":1659,"orig":"Kan alſo das Arſenicum, Auripigmentum, Koboltum, Zincum Biſmutum, vnd andere fluͤchtige Mineralien/ durch die verpuͤffung des Salpeters etlicher maſſen figirt werden/ daß ſie ſich hernach im Fewer leyden vnd das jhrige herauß geben.","norm":"Kann also das Arsenicum, Auripigmentum, Koboltum, Zincum Bismutum, und andere flüchtige Mineralien / durch die Verpuffung des Salpeters etlicher Maßen figiert werden / dass sie sich hernach im Feuer leiden und das ihrige herausgeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.970200061798096} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4455,"date":1659,"orig":"Auff eine andere weiſe werden die fluͤchtige Mineralien Corporaliſch gemacht/ nemblich durch huͤlff der Metallen/ wann die Mineralien den Metallen rechtmaͤſſig beygefuͤgt/ vnd durch ein Cement-fewer miteinander vereyniget werden/ ſo gehet das fluͤchtige Mineral in das Metall/ vnd wird Metalliſch/ vnd iſt gleichſamb mit ein augmentum deſſelben/ wie bey dem Calmey zuſehen/ welcher dem rothen Kupffer zugeſetzet/ vnd Cementirt wird/ dareyn gehet/ daſſelbige vermehret/ vnd jhme einen zuwachs giebet/ vnd zu Meſſing machet/ da doch ſonſten durch gemeyn ſchmeltzen auß dem Calmey kein Metall zu bringen iſt.","norm":"Auf eine andere weise werden die flüchtige Mineralien körperlich gemacht / nämlich durch Hilfe der Metallen / wann die Mineralien den Metallen rechtmäßig beigefügt / und durch ein Cement-fewer miteinander vereiniget werden / so geht das flüchtige Mineral in das Metall / und wird Metallisch / und ist gleichsam mit ein augmentum desselben / wie bei dem Calmey zusehen / welcher dem roten Kupfer zugesetzt / und zementiert wird / darein geht / dasselbe vermehret / und ihm einen Zuwachs gibt / und zu Messing macht / da doch sonsten durch gemein schmelzen aus dem Calmey kein Metall zu bringen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088200092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4456,"date":1659,"orig":"Deßgleichen koͤnnen auch alle Arſenicalia durch Cementationes in das Kupffer gebracht/ vnd Corporaliſch gemacht werden/ faͤrben aber daſſelbige nicht gelb wie der Calmey/ ſondern weiß/ wird aber nicht geſchmeydig/ ſondern bruͤchig davon/ gleichwol nicht ohne nutzen/ dann ſo ſolches weiſſe Kupffer hernach durch gewiſſe niederſchlaͤge tractiret wird/ ſo kompt das Gold vnd Silber ſo in dem Arſenico geweſen in die Koͤnige/ welche dann auff den Teſt abgetrieben/ oder mit Salpeter rein gemacht werden ſollen/ da doch ſonſten durch ſchmeltzen auß dem Arſenico, Auripigmento oder Kobolt/ kein Metalliſch Corpus hette koͤnnen gebracht werden.","norm":"Desgleichen können auch alle Arsenikalia durch Cementationes in das Kupfer gebracht / und körperlich gemacht werden / färben aber dasselbe nicht gelb wie der Calmey / sondern weiß / wird aber nicht geschmeidig / sondern brüchig davon / gleichwohl nicht ohne nutzen / dann so solches weiße Kupfer hernach durch gewisse Niederschläge traktiert wird / so kommt das Gold und Silber so in dem Arsenico gewesen in die Könige / welche dann auf den Test abgetrieben / oder mit Salpeter reingemacht werden sollen / da doch sonsten durch Schmelzen aus dem Arsenico, Auripigmento oder Kobold / kein metallisch Corpus hätte können gebracht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360899925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4457,"date":1659,"orig":"Der Proceß iſt alſo:","norm":"Der Prozess ist also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"pl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.444600105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4458,"date":1659,"orig":"Man ſchneidet das Kupffer in kleine ſtuͤcken/ vnd feucht dieſelbe mit Lein-oͤhl an/ vnd beſtrewet ſie einem pulveriſirten Arſenico, Auripigmento, Kobolto oder anderm Realgari, vnd macht alſo in einem Tiegel Stratum ſuper Stratum, von dem Kupffer vnd Arſenico, decket vnd verlutiret denſelben wol/ ſetzet denſelben in Circul-fewer/ vnd je laͤnger je naͤher das Fewer gelegt/ bis endlich der Tiegel gluͤet/ alsdann wieder kalt werden laſſen/ findet man den Arſenicum in das Kupffer gekrochen/ davon es ſchwartz vnd bruͤchig geworden iſt/ welches gezinterte Kupffer ſich zu pulver machen laͤſt/ vnd hernach durch den Salpeter kan verpuffet werden/ ſo wird das fluͤchtige Gold vnd Silber ſo in dem Arſenico geweſen/ Corporaliſch/ vnd bleibet auff den Teſt ſtehen bey andern fixen Metallen/ alſo daß auf dieſe weiſe auß allem Arſenico, Auripigmento, Kobolto vnd andern fluͤchtigen gifftigen vnd veraͤchtlichen Mineralien gut vnd beſtaͤndig Gold vnd Silber zu bringen.","norm":"Mann schneidet das Kupfer in kleine stücken / und feucht dieselbe mit Leinöl an / und bestreuet sie einem pulverisierten Arsenico, Auripigmento, Kobolto oder anderem Realgare, und macht also in einem Tiegel Stratum super Stratum, von dem Kupfer und Arsenico, deckt und verlutiret denselben wohl / setzet denselben in Circul-fewer / und je länger je näher das Feuer gelegt / bis endlich der Tiegel glüht / alsdann wieder kalt werden lassen / findet man den Arsenicum in das Kupfer gekrochen / davon es schwarz und brüchig geworden ist / welches gezenterte Kupfer sich zu pulver machen lässt / und hernach durch den Salpeter kann verpuffet werden / so wird das flüchtige Gold und Silber so in dem Arsenico gewesen / Körperlich / und bleibt auf den Test stehen bei anderen fixen Metallen / also dass auf diese Weise aus allem Arsenico, Auripigmento, Kobolto und anderen flüchtigen giftigen und verächtlichen Mineralien gut und beständig Gold und Silber zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.903800010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4459,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4460,"date":1659,"orig":"Dieſe Arbeit iſt aber fuͤr vnerfahrne/ die im Fewer keinen beſcheyd vnd ſich zu huͤten wiſſen/ gar gefaͤhrlich/ darumb ein jeder zuſehe was er thue/ welcher nicht wol darmit weiß uͤmbzugehen/ der las es bleiben vnd meyde dieſe arbeit/ der aber im Fewer erfahren iſt/ kan ohne einige gefahr darmit zu recht kommen/ vnd guten nutzen dardurch erlangen/ dann manches Arſenicum oder Auripigmentum viel fluͤchtig Gold haͤlt/ vnd durchs gemeyne ſchmeltzen in Fewer nicht behalten wird/ ſondern gantz vnd gar davon fleugt/ ſo dieſelbe aber durch die Cementation in das Kupffer gebracht/ vnd in dem Kupffer durch den Salpeter figirt, vnd durch Bley oder Eyſen in Koͤnige gefaͤlt werden/ alsdann ſie das jenige herauß geben fix/ was ſie zuvorn vnfix vnd fluͤchtig bey ſich gefuͤhret.","norm":"Diese Arbeit ist aber für unerfahrene / die im Feuer keinen Bescheid und sich zu hüten wissen / gar gefährlich / darum ein jeder zusehe was er tue / welcher nicht wohl damit weiß umzugehen / der las es bleiben und meide diese Arbeit / der aber im Feuer erfahren ist / kann ohne einige Gefahr damit zu recht kommen / und guten nutzen dadurch erlangen / dann manches Arsenicum oder Auripigmentum viel flüchtig Gold hält / und durchs gemeine schmelzen in Feuer nicht behalten wird / sondern ganz und gar davon fliegt / so dieselbe aber durch die Zementation in das Kupfer gebracht / und in dem Kupfer durch den Salpeter figiert, und durch Blei oder Eisen in Könige gefällt werden / alsdann sie dasjenige herausgeben fix / was sie zuvor unfix und flüchtig bei sich geführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.454400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4461,"date":1659,"orig":"Wie nun ein ſolche Cementation vnd fixation per Nitrum, wie auch præcipitation der Koͤnige geſchehe/ wird auß nachfolgenden Proceſſen zuerkennen ſeyn.","norm":"Wie nun ein solche Zementation und Fixation per Nitrum, wie auch Präzipitation der Könige geschehe / wird aus nachfolgenden Prozessen zuerkennen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.438000202178955} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4462,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4463,"date":1659,"orig":"Dieſes aber ſoll man in acht nehmen/ daß immer das eine Mineral dem anderen in der außſeygerung oder außbringung ſeines Goldes oder Silbers wann es anders mit nutzen geſchehen ſoll/ zu huͤlff kommen muß/ alsdann ein jedweders das ſeinige hergibt/ vnd alſo die Außbeut deſto groͤſſer/ vnd muͤhe vnd koſten deſto beſſer bezahlet werden.","norm":"Dieses aber soll man in Acht nehmen / dass immer das eine Mineral dem anderen in der Ausseigerung oder Ausbringung seines Goldes oder Silbers wann es anders mit nutzen geschehen soll / zu Hilfe kommen muss / alsdann ein jedwedes das seinige hergibt / und also die Ausbeute desto größer / und Mühe und kosten desto besser bezahlet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.025199890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4464,"date":1659,"orig":"Zum Exempel/ ich habe probiret vnd gefunden ein Auripigmentum oder Arſenicum, welches auch guͤldiſch iſt/ vnd wolte ſolches gern zu recht bringen/ vnd nutzen darans nehmen/ ſo ſehe ich mich vmb ein Kupffer welches auch guͤldiſch iſt/ dann deren auch genug zu finden/ dareyn bringe ich durch das Cement meinen guͤldiſchen Arſenicum, vnd auf daß ich ſolches Kupffer mit dem Arſenico nicht auf dem Teſt darff abtreiben/ welches dann mehr koſten wuͤrde als das außbringen werth were/ ſo præcipitire oder faͤlle ich das Gold dareyn in einen kleinen Koͤnig/ vnd mache denſelben allein rein/ vnd erlange das Gold ſo in dem Arſenico vnd Kupffer geweſen/ vnd darff nicht alles Kupffer abtreiben; auf daß aber das niederfaͤllen des Koͤnigs deſto vortheilhafftiger ſey/ ſo procedire ich alſo:","norm":"Zum Exempel / ich habe probieret und gefunden ein Auripigmentum oder Arsenicum, welches auch güldisch ist / und wollte solches gern zu Recht bringen / und nutzen daran nehmen / so sehe ich mich um ein Kupfer welches auch güldisch ist / dann deren auch genug zu finden / darein bringe ich durch das Zement meinen güldischen Arsenicum, und auf dass ich solches Kupfer mit dem Arsenico nicht auf dem Test darf abtreiben / welches dann mehr kosten würde als das ausbringen wert wäre / so präzipitiere oder fälle ich das Gold darein in einen kleinen König / und mache denselben allein rein / und erlange das Gold so in dem Arsenico und Kupfer gewesen / und darf nicht alles Kupfer abtreiben; auf dass aber das Niederfallen des Königs desto vorteilhaftiger sei / so prozediere ich also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043200016021728} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4465,"date":1659,"orig":"Ich trachte nach einem guten Antimonio, welches von Natur auch guͤldiſch iſt/ deßgleichen nach einem ſolchen Eyſen das Gold haͤlt/ welche beyde/ ſo wol das Eyſen als das Antimonium man gar wol haben kan/ vnd richte die Seygerung alſo an; Erſtlich bringe ich den guͤldiſchen Arſenicum in das guͤldiſche Kupffer/ wann ichs haben kan/ ſolches pulveriſire ich/ vnd verpuͤffe es mit gleichem gewicht Salpeter/ ſo wird der Arſenic. etwas fixer/ vnd laͤſt ſich deſto beſſer im Fewer handlen/ ſo du aber in der Arbeit erfahren biſt/ kanſtu dein Salpeter erſparen/ vnd das mit Arſenic. gezinterte vnd gepuͤlverte Kupffer mit gleichem gewicht Antimonio ſchmeltzen/ ſetzt es von ſich ſelber einen Koͤnig/ ſo darff man keines Niederſchlags/ vnd wird ſolcher Koͤnig auf die ſeyten gelegt/ das uͤbrige aber wird mit gemeynen Eyſen zu einem Regulo gefaͤlt/ welcher ſein Nutzen auch gibt/ wie hernach folgen ſoll/ faͤlt aber von ſich ſelber kein Koͤnig/ ſo muß man die maſſam wieder in den Tiegel thun vnd ſchmeltzen/ vnd mit ein wenig Eyſen-feylig dieſelbe nieder ſchlagen/ mit einem gluͤenden Eyſern hacken uͤmbruͤhren/ wol ſchmeltzen laſſen/ vnd in den Gießpuckel gieſſen/ erkalten laſſen/ den Koͤnig abſchlagen/ darinn dann das Gold ſeyn wird/ daß der Arſenic, das Kupffer/ Antimonium vnd Eyſen bey ſich gehabt/ welcher Koͤnig dann entweder mit Salpeter im Tiegel oder mit Bley auf dem Teſt ſol abgetrieben werden/ ſo findet ſich das Gold ſo in obgedachten Mineralien verborgen geweſen; vnd wann man dieſe Seygerung noch vortheilhaftiger wilthun/ ſo kan man dem mit Arſenico gezinterten Kupffer etwas wenige mit Schwefel gezinterte Silber zuſetzen/ vnd alsdann mit Antimonio ſchmeltzen/ vnd mit Marte zu Koͤnigen faͤllen/ ſo ziehet das Silber das fluͤchtige Gold auß dem Arſenico vnd Antimonio deſto beſſer zu ſich/ vnd gibt deſto groͤſſern nutzen in der Seygerung.","norm":"Ich trachte nach einem guten Antimonio, welches von Natur auch güldisch ist / desgleichen nach einem solchen Eisen das Gold hält / welche beide / so wohl das Eisen als das Antimonium man gar wohl haben kann / und richte die Seigerung also an; Erstlich bringe ich den güldischen Arsenicum in das güldische Kupfer / wann ich es haben kann / solches pulverisiere ich / und verpuffe es mit gleichem Gewicht Salpeter / so wird der Arsenik . etwas fixer / und lässt sich desto besser im Feuer handeln / so du aber in der Arbeit erfahren bist / kannst du dein Salpeter ersparen / und das mit Arsenik . gezenterte und gepulverte Kupfer mit gleichem Gewicht Antimonio schmelzen / setzt es von sich selber einen König / so darf man keines Niederschlags / und wird solcher König auf die Seiten gelegt / das übrige aber wird mit gemeinen Eisen zu einem Regulo gefällt / welcher sein Nutzen auch gibt / wie hernach folgen soll / fällt aber von sich selber kein König / so muss man die massam wieder in den Tiegel tun und schmelzen / und mit ein wenig Eysen-feylig dieselbe niederschlagen / mit einem glühenden eisern hacken umrühren / wohl schmelzen lassen / und in den Gießpuckel gießen / erkalten lassen / den König abschlagen / darin dann das Gold sein wird / dass der Arsenik, das Kupfer / Antimonium und Eisen bei sich gehabt / welcher König dann entweder mit Salpeter im Tiegel oder mit Blei auf dem Test soll abgetrieben werden / so findet sich das Gold so in obgedachten Mineralien verborgen gewesen; und wann man diese Seigerung noch vorteilhaftiger wilthun / so kann man dem mit Arsenico gezenterten Kupfer etwas wenige mit Schwefel gezenterte Silber zusetzen / und alsdann mit Antimonio schmelzen / und mit Marte zu Königen fällen / so ziehet das Silber das flüchtige Gold aus dem Arsenico und Antimonio desto besser zu sich / und gibt desto größeren nutzen in der Seigerung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.567200183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4466,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4467,"date":1659,"orig":"So man aber nicht woll erfahren iſt in dieſer Arbeit/ ſo las man das Silber nur darvon/ vnd ſchmeltze dem Koͤnig ein wenig Silber zu/ vnd mache jhn als dann fein mit Salpeter/ ſo haͤlt ſich das Gold ſo in dem Koͤnig iſt/ an das zugeſetzte Silber/ vnd vermehret daſſelbige vmb ein gutes/ nach dem die Mineralien (ſo in der Seygerung gebraucht ſeyn worden) viel oder wenig gold gehalten haben/ vnd iſt dieſes ein ſolche Arbeit/ dardurch man ſeine Nahrung reichlich haben kan; Es wil aber einen geuͤbten Laboranten haben/ vnd keinen Farneriſchen ſtuͤmpler/ dann ich dieſen Proceß denen nicht vorſchreibe/ welche mit Fewer-arbeiten nicht wiſſen vmbzugehen/ ſondern denen/ welche geuͤbt vnd wol erfahren ſeyn/ ob wol die Arbeit ſo kuͤnſtlich nicht iſt/ ſo wird ſie doch nit ein jedweder nachthun koͤnnen/ darumb ich dieſe warne/ die nicht im Fewer erfahren ſeyn/ daß ſie deren Arbeit muͤſſig gehen/ vnd etwas anders thun/ oder in handen nehmen/ daß ſie verſtehen/ vnd nicht mir/ wann ſie fehlen/ die ſchuld zu legen/ als wann ich nicht trewlich geſchrieben/ ſondern jhrer vngeſchicklichkeit zu rechnen/ vnd die ſchuld geben muͤſſen.","norm":"So man aber nicht wohl erfahren ist in dieser Arbeit / so las man das Silber nur davon / und schmelze dem König ein wenig Silber zu / und mache ihn als dann fein mit Salpeter / so hält sich das Gold so in dem König ist / an das zugesetzte Silber / und vermehret dasselbe um ein gutes / nach dem die Mineralien (so in der Seigerung gebraucht sein worden) viel oder wenig Gold gehalten haben / und ist dieses ein solche Arbeit / dadurch man seine Nahrung reichlich haben kann; es will aber einen geübten Laboranten haben / und keinen Farnerischen stümpler / dann ich diesen Prozess denen nicht vorschreibe / welche mit Feuerarbeiten nicht wissen umzugehen / sondern denen / welche geübt und wohl erfahren sein / ob wohl die Arbeit so künstlich nicht ist / so wird sie doch nicht ein jedweder nachtun können / darum ich diese warne / die nicht im Feuer erfahren sein / dass sie deren Arbeit müßig gehen / und etwas anders tun / oder in Händen nehmen / dass sie verstehen / und nicht mir / wann sie fehlen / die schuld zu legen / als wann ich nicht treulich geschrieben / sondern ihrer Ungeschicklichkeit zu rechnen / und die schuld geben müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.887199878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4468,"date":1659,"orig":"Ich muß bekennen daß dieſe Arbeit etwas ſchwer zu thun iſt/ doch/ wann man nur fleiß anwendet/ vnd im Fewer arbeiten vnd vmbzugehen weiß/ ſo kan er doch wol damit zu recht kommen/ vnd guten nutzen darvon haben/ ſonderlich wann er gute Mineralien mit in die Seygerung brauchet.","norm":"Ich muss bekennen dass diese Arbeit etwas schwer zu tun ist / doch / wann man nur Fleiß anwendet / und im Feuer arbeiten und umzugehen weiß / so kann er doch wohl damit zu recht kommen / und guten nutzen davon haben / sonderlich wann er gute Mineralien mit in die Seigerung brauchet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357999801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4469,"date":1659,"orig":"Es moͤchtenun mancher ſagen/ woher nehme ich dann gute Mineralien/ wer ſagt mir/ welche guͤldiſch oder nicht guͤldiſch/ welche gut oder boͤß ſeyn/ auf daß ich in der Arbeit nicht fehle/ vnd verlohrne muͤhe vnd Arbeit thue.","norm":"Es möchtenun mancher sagen / woher nehme ich dann gute Mineralien / wer sagt mir / welche güldisch oder nicht güldisch / welche gut oder böse sein / auf dass ich in der Arbeit nicht fehle / und verlorene Mühe und Arbeit tue.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.268400192260742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4470,"date":1659,"orig":"Der ſoll wiſſen/ wann er ſo viel nicht weiß oder verſteht ein Mineral zu probiren vnd zuerfahren/ ob es guͤldiſch ſey/ ſo dient er auch nicht ein ſolches Seyger-werck vnterhanden zu nehmen/ vnd thaͤt viel beſſer daß ers bleiben lieſſe.","norm":"Der soll wissen / wann er so viel nicht weiß oder versteht ein Mineral zu probieren und zuerfahren / ob es güldisch sei / so dient er auch nicht ein solches Seiger-Werk vnterhanden zu nehmen / und täte viel besser dass er es bleiben ließe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.34660005569458} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4471,"date":1659,"orig":"Auf daß aber gleichwol zum uͤberfluß nichts an mir ermangele/ ſo wil ich auch hieher ſetzen wie die Mineralien zu probiren/ ob ſie guͤldiſch ſeyn/ vnd geſchicht alſo: Alle Rcalgaria, als Arſenicum, Auripigmentum, Kobolt vnd jhres gleichen/ muͤſſen erſtlich durch ein Cement ins Kupffer gebracht/ vnd alsdann (einem wilden Ertz gleich) mit Bley angeſotten vnd abgetrieben werden/ ſo findet ſich ein koͤrnlein Silber/ welches auf Gold muß probiret werden.","norm":"Auf dass aber gleichwohl zum Überfluss nichts an mir ermangele / so will ich auch hierhersetzen wie die Mineralien zu probieren / ob sie güldisch sein / und geschieht also: Alle Rcalgaria, als Arsenicum, Auripigmentum, Kobold und ihresgleichen / müssen erstlich durch ein Zement ins Kupfer gebracht / und alsdann (einem wilden Erz gleich) mit Blei angesotten und abgetrieben werden / so findet sich ein Körnlein Silber / welches auf Gold muss probieret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.480400085449219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4472,"date":1659,"orig":"Nach dem nun viel oder wenig außkompt/ nach deme man ſeine rechnung machen kan/ ob das Mineral Reich genug ſey zu obgedachter Seygerung zu gebrauchen/ das Kupffer kan auch nur mit Bley abgetrieben/ vnd das Slber-korn mit aqua-fort auf Gold probiret werden/ das Antimonium vnd Eyſen kan zuſammen auf einer Schirben vnterm Muffel/ oder in einen guten Tiegel im Wint-Ofen wol flieſſen vnd treiben/ doch daß des Antimonii 2. mal ſo viel ſey als des Eyſens/ ſo ſetzet ſich ein Koͤnig/ welchen man mit Bley auf einer Schirben anſieden/ vnd das angeſottene auf einer Capellen abgehen laſſen/ ſo findet ſich ein Silber-korn/ welches mit aqua-fort auf Gold ſoll verſuchet werden.","norm":"Nach dem nun viel oder wenig auskommt / nach dem man seine Rechnung machen kann / ob das Mineral Reich genug sei zu obgedachter Seigerung zu gebrauchen / das Kupfer kann auch nur mit Blei abgetrieben / und das Slber-korn mit Aqua-fort auf Gold probieret werden / das Antimonium und Eisen kann zusammen auf einer Scherben unterm Muffel / oder in einen guten Tiegel im Wint-Ofen wohl fließen und treiben / doch dass des Antimonii 2. Mal so viel sei als des Eisens / so setzet sich ein König / welchen man mit Blei auf einer Scherben ansieden / und das angesottene auf einer Kapellen abgehen lassen / so findet sich ein Silber-Korn / welches mit Aqua-fort auf Gold soll versucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882800102233887} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4473,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4474,"date":1659,"orig":"Dieſe proba iſt zwar gut/ aber kan leichtlich darinn gefehlet werden/ daß nichts daraus kompt/ wann ſchon zimlich Gold darinnen wehre/ dann das Antimonium laͤſt ſich mit Bley nicht gern abtreiben/ zertreibt die Capellen/ vnd zieht ſich das Probkorn durch die wildigkeit mit in die Capellen/ alſo daß die proben leichtlich falſch werden/ vnd man kein gewißheit davon haben kan; deme nun zu helffen/ geſchicht alſo/ wann 2. theil Antimonium mit ein theil Eyſen im Tiegel wol gefloſſen/ ſo ſol man ein wenig pulveriſirten trucknen Salpeter darauf werffen/ den Tiegel wieder zudecken/ vnd wol darmit flieſſen laſſen/ alsdann außgieſſen in ein mit Wachs geſchmireten Gießpuckel/ vnd nach der erkaltung den Koͤnig von den Schlacken ſchlagen/ jhme 2. 3. oder 4. mal ſo viel Bley zuſetzen/ als er wiegt/ vnd in einen Tiegel mit Salpeter den regulum Antimonii von dem Bley ziehen/ das Bley hernach abtreiben/ ſo gehet es rein ab/ vnd wird der rechte halbt gefunden; ob wol nun dieſe beſchreibung an ſich ſelber klar genug iſt/ ſo weiß ich doch wol das vnter 10. nicht einer ſolche verſteht oder begreiffen kan/ derohalben ich nothwendig ein wenig außfuͤhrlicher gehen/ vnd die verſchlackung des Reguli durch den Salpeter beſſer erklaͤren muß.","norm":"Diese proba ist zwar gut / aber kann leichtlich darin gefehlt werden / dass nichts daraus kommt / wann schon ziemlich Gold darinnen wehre / dann das Antimonium lässt sich mit Blei nicht gern abtreiben / treibt die Kapellen / und zieht sich das Probkorn durch die wildigkeit mit in die Kapellen / also dass die proben leichtlich falsch werden / und man kein Gewissheit davon haben kann; dem nun zu helfen / geschieht also / wann 2. Teil Antimonium mit ein Teil Eisen im Tiegel wohl geflossen / so soll man ein wenig pulverisierten trocknen Salpeter darauf werfen / den Tiegel wieder zudecken / und wohl damit fließen lassen / alsdann ausgießen in ein mit Wachs geschmierten Gießpuckel / und nach der Erkaltung den König von den Schlacken schlagen / ihm 2. 3. oder 4. Mal so viel Blei zusetzen / als er wiegt / und in einen Tiegel mit Salpeter den regulum Antimonii von dem Blei ziehen / das Blei hernach abtreiben / so geht es rein ab / und wird der rechte halbt gefunden; ob wohl nun diese Beschreibung an sich selber klar genug ist / so weiß ich doch wohl das unter 10. nicht einer solche versteht oder begreifen kann / derohalben ich notwendig ein wenig ausführlicher gehen / und die Verschlackung des Reguli durch den Salpeter besser erklären muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127500057220459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4475,"date":1659,"orig":"Zu dieſer Prob darff man kein groſſen Tiegel mit Eyſen nehmen/ ſondern allein ein Centner des kleinem Probir-gewichts/ vnd 2. Centner Antimonii, vnd alſo beyde wol zuſammenſchmeltzen/ vnd mit ein wenig Salpeter treiben laſſen/ ſo ſcheydet ſich der Koͤnig deſto beſſer von den Schlacken/ welchen man alſo mit Bley vnd Salpeter waſchen oder reinigen ſoll:","norm":"Zu dieser Probe darf man kein großen Tiegel mit Eisen nehmen / sondern allein ein Zentner des kleinem Probier-Gewichts / und 2. Zentner Antimonii, und also beide wohl zusammenschmelzen / und mit ein wenig Salpeter treiben lassen / so scheidet sich der König desto besser von den Schlacken / welchen man also mit Blei und Salpeter waschen oder reinigen soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.815299987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4476,"date":1659,"orig":"Setze dieſen Koͤnig/ der von dem:","norm":"Setze diesen König / der von dem:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.330100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4477,"date":1659,"orig":"Antimonio vnd Eyſen kommen iſt/ mit 3. mal ſo ſchwer Bley in einen reinen Tiegel/ vnd las es zuſammen zwiſchen kohlen im Wind-oͤfelein verdeckt/ daß keine kohlen dareyn fallen/ vnd das werck verderbe/ wol flieſſen/ alsdann nimb den deckel von dem Tiegel/ vnd trage mit einem Loͤffel ein wenig pulveriſirten Salpeter darauff/ decke den Tiegel wieder zu/ vnd huͤte dich daß du ja keine kohlen hineyn fallen laͤſt/ las ein wenig treiben/ ſo ziehet der Salpeter das Antimonium vnd Eyſen in ſich/ vnd wird hart davon/ wann ſolches geſchehen/ muß man wieder ein wenig Salpeter zu werffen/ vnd auch darmit flieſſen laſſen/ ſo ziehet ſich alles Antimonium, Eyſen vnd Bley in den Salpeter/ vnd wird zu Schlacken/ vnd bleibt ein theil des Bleyes vngeſchlacket/ darinn das Gold ſeyn ſoll/ daß das Antimonium vnd Eyſen in ſich gehabt hat/ welches dann auf einer Probir-Capellen vnterm Muffel ſol abgehen/ ſo findet ſich der rechte heldt.","norm":"Antimonio und Eisen kommen ist / mit 3. Mal so schwer Blei in einen reinen Tiegel / und las es zusammen zwischen kohlen im Wind-öfelein verdeckt / dass keine kohlen darein fallen / und das Werk verderbe / wohl fließen / alsdann nimm den deckel von dem Tiegel / und trage mit einem Löffel ein wenig pulverisierten Salpeter darauf / decke den Tiegel wieder zu / und hüte dich dass du ja keine kohlen hineinfallen lässt / las ein wenig treiben / so ziehet der Salpeter das Antimonium und Eisen in sich / und wird hart davon / wann solches geschehen / muss man wieder ein wenig Salpeter zu werfen / und auch damit fließen lassen / so ziehet sich alles Antimonium, Eisen und Blei in den Salpeter / und wird zu Schlacken / und bleibt ein Teil des Bleies ungeschlackt / darin das Gold sein soll / dass das Antimonium und Eisen in sich gehabt hat / welches dann auf einer Probir-Capellen unterm Muffel soll abgehen / so findet sich der rechte hält.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.548999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4478,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4480,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4481,"date":1659,"orig":"Wer auf dieſe weiſe mit Salpeter die Metallen waſchen oder Schlacken will/ muß wol zuſehen daß kein kohlen in den Tiegel fallen/ dann die kohlen verderben den handel/ præcipitiren das jenige wieder/ was der Salpeter zu ſich gezogen hat/ vnd wird die Arbeit vergeblich gethan:","norm":"Wer auf diese Weise mit Salpeter die Metallen waschen oder Schlacken will / muss wohl zusehen dass kein Kohlen in den Tiegel fallen / dann die kohlen verderben den Handel / präzipitieren dasjenige wieder / was der Salpeter zu sich gezogen hat / und wird die Arbeit vergeblich getan:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242000102996826} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4482,"date":1659,"orig":"Weiter iſt dieſes auch noͤtig zuberichten vnd anzuzeigen/ oder zubeweiſen/ das ein jedweder Arſenicum vnd Antimonium Gold fuͤhren/ doch das eine viel mehr als das ander/ vnd auch viel Kupffer vnd Eyſen guͤldiſch iſt/ ſo niemand weiß oder achtet/ oder auf gemeyne weiſe durch das abtreiben durch Bley mit nutzen herauß zu bringen/ dann mancher ſagen moͤchte/ woher ſol ich guͤldiſch Arſenicum, Antimonium, Kupffer vnd Eyſen nehmen/ wann was gutes darinn were/ andere wuͤrdens ſchon herauß ziehen/ vnd ſolches nicht an mich kommen laſſen; deme zu helffen/ gebe ich dieſe antwort/ wann ſchon die Bergleut wiſſen/ daß ein fluͤchtig Gold im Arſenico vnd Antimonio iſt/ ſo wiſſen ſie doch nicht ſolches mit nutzen herauß zu Seygeren/ es wuͤrde ſie viel mehr herauß zu ziehen koſten/ als das Gold werth were/ dann auf jhre weiſe alles im Rauch weg gehen wuͤrde/ vñ dieſes von dem Arſenico, Auripigmento, Kobolt vnd Antimonio zuverſtehen/ welches aber allhier durch den Salpeter gebunden/ vnd in dem eynbringen ins Kupffer bleiblich vnd fix gemacht werden.","norm":"Weiter ist dieses auch nötig zuberichten und anzuzeigen / oder zubeweisen / das ein jedweder Arsenicum und Antimonium Gold führen / doch das eine viel mehr als das ander / und auch viel Kupfer und Eisen güldisch ist / so niemand weiß oder achtet / oder auf gemeine weise durch das Abtreiben durch Blei mit nutzen heraus zu bringen / dann mancher sagen möchte / woher soll ich güldisch Arsenicum, Antimonium, Kupfer und Eisen nehmen / wann was Gutes darin wäre / andere würdens schon herausziehen / und solches nicht an mich kommen lassen; dem zu helfen / gebe ich diese Antwort / wann schon die Bergleut wissen / dass ein flüchtig Gold im Arsenico und Antimonio ist / so wissen sie doch nicht solches mit nutzen heraus zu Seigern / es würde sie viel mehr herauszuziehen kosten / als das Gold wert wäre / dann auf ihre Weise alles im Rauch weggehen würde / und dieses von dem Arsenico, Auripigmento, Kobold und Antimonio zu verstehen / welches aber allhier durch den Salpeter gebunden / und in dem einbringen ins Kupfer bleiblich und fix gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.901400089263916} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4483,"date":1659,"orig":"Daß nun bisweilen Gold in dem Kupffer iſt/ vnd doch nicht geachtet/ das kompt daher/ wann deſſelben nicht ſo viel darinnen iſt/ daß es die Seyger-koſten mit dem Bley bezahlen kan/ dann ſolches auf Teſten mit Bley abzutreiben wuͤrde gar viel koſten; derohalben zum oͤfftern Gold in dem Kupffer iſt/ vnd doch nicht mit nutzen herauß zu bringen.","norm":"Dass nun bisweilen Gold in dem Kupfer ist / und doch nicht geachtet / das kommt daher / wann desselben nicht so viel darinnen ist / dass es die Seiger-Kosten mit dem Blei bezahlen kann / dann solches auf Testen mit Blei abzutreiben würde gar viel kosten; derohalben zum Öfteren Gold in dem Kupfer ist / und doch nicht mit nutzen heraus zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4484,"date":1659,"orig":"Gleicherweiß hat es eine beſchaffenheit mit dem Eyſen/ dann zum oͤfftern Eyſen- Ertz gefunden wird das ſehr reich iſt/ vnd doch niemand ſolches weiß oder innen wird/ dann gemeynlich das Eyſen-ertz von groben Leuten herauß geſchmeltzet wird/ welche nicht nach Gold/ ſondern nur nach ſolchen Ertzen ſuchen/ die viel vnd gut geſchmeydig Eyſen geben/ vnd wann ſie ſchon wuͤſten das der Centner Eyſen etlich Loth Gold hielte (wie dann ſolches Eyſen zum oͤfftern gefunden wird) wie wolten ſie es herauſſer bringen?","norm":"Gleicherweiß hat es eine Beschaffenheit mit dem Eisen / dann zum Öfteren Eysen-Erz gefunden wird das sehr reich ist / und doch niemand solches weiß oder innen wird / dann gemeinlich das Eysen-ertz von groben Leuten heraus geschmältst wird / welche nicht nach Gold / sondern nur nach solchen Erzen suchen / die viel und gut geschmeidig Eisen geben / und wann sie schon wüssten das der Zentner Eisen etlich Lot Gold hielte (wie dann solches Eisen zum Öfteren gefunden wird) wie wollten sie es herausbringen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.373300075531006} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4485,"date":1659,"orig":"Dann mit abtreiben auff Teſten laſt ſich das Eyſen nicht handlen/ viel weniger mit Bley Seygern/ wie das Kupffer/ darumb kein wunder iſt/ daß wenige auß dem Eyſen etwas gutes ſuchen/ weil es ſich nicht wie Kupffer Seygern vnd abtreiben laͤſt.","norm":"Dann mit abtreiben auf Testen lässt sich das Eisen nicht handeln / viel weniger mit Blei Seigern / wie das Kupfer / darum kein Wunder ist / dass wenige aus dem Eisen etwas Gutes suchen / weil es sich nicht wie Kupfer Seigern und abtreiben lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.878200054168701} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4486,"date":1659,"orig":"Aber durch den Arſenicum Auripigmentum oder Antimonium es ſich gern handlen laͤſt/ vnd von ſich giebet was es hat; Vnd kan ein ſolches Eyſen das guͤldiſch iſt/ erſtlich mit Arſenico Cementirt werden/ wie oben bey dem Kupffer geſchehen/ vnd hernach mit Antimonio zu Koͤnigen gefaͤlt/ die Koͤnige mit Bley verſetzet/ vnd mit Salpeter geſchlacket/ abgetrieben/ ſo findet ſich mit guten nutzen/ was die vnachtſame Mineralien in ſich gehabt.","norm":"Aber durch den Arsenicum Auripigmentum oder Antimonium es sich gern handeln lässt / und von sich gibt was es hat; und kann ein solches Eisen das güldisch ist / erstlich mit Arsenico zementiert werden / wie oben bei dem Kupfer geschehen / und hernach mit Antimonio zu Königen gefällt / die Könige mit Blei versetzet / und mit Salpeter geschlackt / abgetrieben / so findet sich mit guten nutzen / was die unachtsame Mineralien in sich gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.99459981918335} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4487,"date":1659,"orig":"Vnd wann mans noch beſſer machen will/ ſo muß man dem Koͤnige an ſtatt des Bleyes etwas Gold zuſetzen/ vnd alsdann mit Salpeter den Regulum ſchiacken vnd von dem Gold ziehen/ ſo behaͤlt das zugeſetzte Gold das andere auß dem Koͤnig deſto lieber/ vnd vermehret ſich alſo davon vmb ein merckliches mehr/ als wann der Koͤnig uͤber Bley were geſchlacket worden.","norm":"Und wann man es noch besser machen will / so muss man dem Könige anstatt des Bleies etwas Gold zusetzen / und alsdann mit Salpeter den Regulum Schiaken und von dem Gold ziehen / so behält das zugesetzte Gold das andere aus dem König desto lieber / und vermehret sich also davon um ein merkliches mehr / als wann der König über Blei wäre geschlackt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26170015335083} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4488,"date":1659,"orig":"Die ſchlacken ſeynd auch nicht verlohren/ ſondern koͤnnen mit einer kohlen præcipitirt werden/ ſo laͤſt der Salpeter den zu ſich gezogenen Koͤnig wieder fallen/ welcher nach der erkaltung von den ſchlacken ſoll geſcheyden werden.","norm":"Die schlacken sind auch nicht verloren / sondern können mit einer kohlen präzipitiert werden / so lässt der Salpeter den zu sich gezogenen König wieder fallen / welcher nach der Erkaltung von den schlacken soll gescheiten werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.964399814605713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4489,"date":1659,"orig":"Dieſen Koͤnig kan man hernacher zu anderen Metalliſchen arbeiten nuͤtzlich anlegen/ das er aufs new wieder Gold von ſich giebet/ wie bald gelehret wird.","norm":"Diesen König kann man hernach zu anderen Metallischen arbeiten nützlich anlegen / das er aufs neu wieder Gold von sich gibt / wie bald gelehrt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.518499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4490,"date":1659,"orig":"Die ſchlacken aber iſt mehrentheils figirter Salpeter/ kan auch bewahret werden/ bis zu nachfolgender Metalliſchen arbeit/ ſo ein immerwehrendes Bergwerck genennet/ alſo daß gar nichts verlohren gehet/ ſondern alles zu nutzen gebracht wird.","norm":"Die schlacken aber ist mehrenteils figierter Salpeter / kann auch bewahret werden / bis zu nachfolgender metallischen Arbeit / so ein immerwährendes Bergwerk genannt / also dass gar nichts verloren geht / sondern alles zu nutzen gebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7617998123168945} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4491,"date":1659,"orig":"Iſt derohalben dieſe Seygerung fuͤrwar ein ſehr nuͤtzliche Arbeit/ damit mancher eine gute nahrung haben koͤnte/ vnd wann man nicht gern mit dem Arſenico oder Auripigmento vmbgehet/ vnd wegen ſeiner gifft ſolches ſchewet/ ſo kan man denſelben auch wol davon laſſen/ vnd das guͤldiſche Eyſen mit guͤldiſchen kieß Cementiren, vnd mit dem Antimonio ſchmeltzen/ vnd in Koͤnige faͤllen/ ſo kompt das fluͤchtige Gold ſo in dem kieß geweſen/ auch zu nutzen/ vnd gibt einen beywachs deme ſo auß dem Eyſen vnd Antimonio kommet.","norm":"Ist derohalben diese Seigerung fürwahr ein sehr nützliche Arbeit / damit mancher eine gute Nahrung haben könnte / und wann man nicht gern mit dem Arsenico oder Auripigmento umgehet / und wegen seiner Gift solches scheuet / so kann man denselben auch wohl davon lassen / und das güldische Eisen mit güldischen kies Zementieren, und mit dem Antimonio schmelzen / und in Könige fällen / so kommt das flüchtige Gold so in dem kies gewesen / auch zu nutzen / und gibt einen beywachs dem so aus dem Eisen und Antimonio kommet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022299766540527} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4492,"date":1659,"orig":"Vnd ſo man auch keinen guͤldiſchen kieß haͤtte/ kan dieſe Seygerung auch wol geſchehen/ auß dem Eyſen vnd Antimonio, dann ſo das Eyſen nur allein guͤldiſch iſt/ ſo kan dan noch die Arbeit mit guten vortheil verꝛichtet werden.","norm":"Und so man auch keinen güldischen kies hätte / kann diese Seigerung auch wohl geschehen / aus dem Eisen und Antimonio, dann so das Eisen nur allein güldisch ist / so kann dann noch die Arbeit mit guten Vorteil verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351900100708008} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4493,"date":1659,"orig":"Dieſe Seygerung oder außbringung des Goldes auß den fluͤchtigen Mineralien vnd vnachtſamen groben Metallen koͤnte manchen/ der nur etwas im Fewer arbeiten kan/ auf die Beyn helffen/ der ſonſten mangel leydet/ dann obgedachte guͤldiſche Mineralien allenthalben genug zu finden/ aber wegen jhrer vnſixitaͤt vnd vnzeitigung nicht von einem jedwedern koͤnnen Tractiret werden/ derohalben als vntůchtig verworffen ligen bleiben/ vnd niemanden zu nutzen kommen.","norm":"Diese Seigerung oder Ausbringung des Goldes aus den flüchtigen Mineralien und unachtsamen groben Metallen könnte manchen / der nur etwas im Feuer arbeiten kann / auf die Bein helfen / der sonsten Mangel leidet / dann obgedachte güldische Mineralien allenthalben genug zu finden / aber wegen ihrer vnsixität und vnzeitigung nicht von einem jedweden können traktiert werden / derohalben als untüchtig verworfen liegen bleiben / und niemanden zu nutzen kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.007400035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4494,"date":1659,"orig":"Ich weiß daß etliche den Kobolt vnd Wißmuth mit Salpeter zu figiren gewuſt/ vnd viel Silber darauß gezogen haben:","norm":"Ich weiß dass etliche den Kobold und Wismut mit Salpeter zu figieren gewusst / und viel Silber daraus gezogen haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.471499919891357} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4495,"date":1659,"orig":"Deßgleichen wiſſen auch etliche die Arſenicalia vnd Realgaria mit dem Salpeter zu binden/ das ſie ſich ſchmeltzen laſſen/ vnd jhr verborgenes Gold vnd Silber von ſich geben; der nun die Goldhaltende vnvollkommene Metallen darbey zu appliciren weiß/ der Arbeitet deſto gluͤcklicher/ vnd ſonderlich wann er nach guͤldiſchen Eyſen trachtet/ welches er vmb ein kleines haben kan/ vnd ſo er den Salpeter jhme ſelber zeuget/ koſtet jhme dieſe figirung oder Seygerung der fluͤchtigen Mineralien gar wenig/ vnd kan ein gute Außbeut davon kommen.","norm":"Desgleichen wissen auch etliche die Arsenikalia und Realgarja mit dem Salpeter zu binden / das sie sich schmelzen lassen / und ihr verborgenes Gold und Silber von sich geben; der nun die Goldhaltende unvollkommene Metallen dabei zu applizieren weiß / der Arbeitet desto glücklicher / und sonderlich wann er nach güldischen Eisen trachtet / welches er um ein kleines haben kann / und so er den Salpeter ihm selber zeuget / kostet ihm diese Figierung oder Seigerung der flüchtigen Mineralien gar wenig / und kann ein gute Ausbeute davon kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.366899967193603} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4496,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4497,"date":1659,"orig":"Wann aber noch beſſerer gewinn von dieſer Seyger-arbeit kommen ſoll/ ſo muß dieſelbe nicht in Tiegeln/ ſondern auf Herden geſchehen/ da dann ein groſſe menge der fluͤchtigen (durchs Nitrum figirten Mineralien) zugleich geſchmoltzen/ nieder in Koͤnige gefaͤllet/ die Koͤnige von den ſchlacken geſcheyden/ vnd auf friſche Herden durchs Nitrum gereinigt/ vnd zu nutz gemacht werden/ alſo daß man ſo viel profit davon haben koͤnte/ als auß manchem Bergwerck/ das mit groſſen koſten auß der tieffe der Erden muß geholet werden.","norm":"Wann aber noch besserer Gewinn von dieser Seiger-Arbeit kommen soll / so muss dieselbe nicht in Tiegeln / sondern auf Herden geschehen / da dann ein große Menge der flüchtigen (durchs Nitrum figierten Mineralien) zugleich geschmolzen / nieder in Könige gefällt / die Könige von den schlacken gescheiten / und auf frische Herden durchs Nitrum gereinigt / und zu Nutz gemacht werden / also dass man so viel profit davon haben könnte / als aus manchem Bergwerk / das mit großen kosten aus der Tiefe der Erden muss geholt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26140022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4498,"date":1659,"orig":"Es koͤnnen auch alle fluͤchtige vnzeitige Mineralien/ durch den Naſſen weg durch huͤlffe des Salpeters figirt werden/ daß ſie beſtaͤndig Gold vnd Silber von ſich geben/ dardurch immer ſo viel/ wo nicht ein mehrers erhalten wird/ als im truckenen weg/ vnd geſchicht alſo: ſolvire das fluͤchtige Mineral, Es ſey gleich Kobolt/ Zinck/ Wißmuth/ Calmey/ Arſenic, Auripigment, vnd jhres gleichen mit einem ſtarcken aqua-fort, vnd nach der Solution ziehe das aqua-fort wieder davon/ ſo bleibt ein weiſſer Kalck zuruͤck/ welcher durch das aqua-fort figirt iſt/ daß er ſich hernach mit Bley anſieden/ ſchlacken vnd abtreiben laͤſt; wer aber ſolchen mit dem Antimonio ſchmeltzet/ vnd mit guͤldiſchen Kupffer vnd Eyſen faͤllet/ der erlangt mehr Gold als durch das Bley/ kan aber nicht ein jedweder mit ſolcher Seygerung vmbgehen/ das anſieden/ ſchlacken auff Schirben/ vnd abtreiben auf Teſten iſt bekanter vnd leichter zu thun.","norm":"Es können auch alle flüchtige unzeitige Mineralien / durch den Nassen weg durch Hilfe des Salpeters figiert werden / dass sie beständig Gold und Silber von sich geben / dadurch immer so viel / wo nicht ein mehreres erhalten wird / als im Trockenen weg / und geschieht also: solviere das flüchtige Mineral, es sei gleich Kobold / Zink / Wismut / Calmey / Arsenik, Auripigment, und ihresgleichen mit einem starken Aqua-fort, und nach der Solution ziehe das Aqua-fort wieder davon / so bleibt ein weißer Kalk zurück / welcher durch das Aqua-fort figiert ist / dass er sich hernach mit Blei ansieden / schlacken und abtreiben lässt; wer aber solchen mit dem Antimonio schmelzet / und mit güldischen Kupfer und Eisen fället / der erlangt mehr Gold als durch das Blei / kann aber nicht ein jedweder mit solcher Seigerung umgehen / das Ansieden / schlacken auf Scherben / und abtreiben auf Testen ist bekannter und leichter zu tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823400020599365} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4499,"date":1659,"orig":"Es koͤnnen auch etliche Metallen durch das naſſe Fewer/ das iſt ſtarckes aquafort figirt werden/ daß ſie Gold vnd Silber im ſchlacken von ſich geben/ vnd inſonderheit das Zinn/ Queckſilber vnd Bley/ wann vom Zinn ein ſtarck aqua-fort nur einmal abgezogen wird/ ſo wird es ſo fix/ daß es in dem ſtarckſten Fewer nicht wegfleugt/ ſondern zu einem weiſſen Vitro flieſt/ wann es aber Gold von ſich geben ſoll/ ſo muͤſſen andere Metallen mit beygeſchmoltzen werden/ dareyn ſich das Gold begibet vnd Corporaliſch wird/ als da iſt Silber vnd Bley.","norm":"Es können auch etliche Metallen durch das nasse Feuer / das ist starkes Aquafort figiert werden / dass sie Gold und Silber im schlacken von sich geben / und in Sonderheit das Zinn / Quecksilber und Blei / wann vom Zinn ein stark Aqua-fort nur einmal abgezogen wird / so wird es so fix / dass es in dem starcksten Feuer nicht wegfliegt / sondern zu einem weißen Vitro fliest / wann es aber Gold von sich geben soll / so müssen andere Metallen mit beygeschmoltzen werden / darein sich das Gold begibt und körperlich wird / als da ist Silber und Blei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000699996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4500,"date":1659,"orig":"Wann das Bley in aqua-fort ſolviret, vnd mit Urin præcipitirt wird/ ſo erlangt es eine ſolche harte/ daß mans ſchwerlich im Tiegel ſchmeltzen kan/ ſo mans aber mit einem lixivio præcipitirt, ſo gibt es ein Vitrum, ſo es mit Saltzwaſſer gefaͤlt wird/ ſolches gantz gantz fluͤchtig wird/ dann das Sal Commune alle Metallen fluͤchtig machet/ hergegen das Nitrum, ſo wol im naſſen als truckenem weg ſelbige figiret, bindet vnd Fewer beſtaͤndig machet/ welches allhier geſetzt wird.","norm":"Wann das Blei in Aqua-fort solvieret, und mit Urin präzipitiert wird / so erlangt es eine solche harte / dass man es schwerlich im Tiegel schmelzen kann / so man es aber mit einem lixivio präzipitiert, so gibt es ein Vitrum, so es mit Salzwasser gefällt wird / solches ganz ganz flüchtig wird / dann das Soll Commune alle Metallen flüchtig macht / hingegen das Nitrum, so wohl im nassen als trockenem weg selbige figiert, bindet und Feuer beständig macht / welches allhier gesetzt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342199802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4501,"date":1659,"orig":"Dieſes zu bekraͤfftigen/ ſo ſehe man wie der Mercurius Vulgi ſo leicht Fewer-beſtaͤndig kan gemacht werden/ wann zum oͤfftern ein ſtarck aqua-fort davon abſtrahirt wird/ daß er ſich endlich gluͤen laͤſt/ ſo er aber mit Spiritu Salis getrieben wird/ er je laͤnger je fluͤchtiger wird/ iſt alſo vnter allen Salien kein einiges/ welches die Mineralien figirt, als das Edle Nitrum, ſo wol im naſſen als truckenen weg/ wie allbereyt bewieſen worden.","norm":"Dieses zu bekräftigen / so sehe man wie der Mercurius Vulgi so leicht Feuerbeständig kann gemacht werden / wann zum Öfteren ein stark Aqua-fort davon abstrahiert wird / dass er sich endlich glühen lässt / so er aber mit Spiritu Salis getrieben wird / er je länger je flüchtiger wird / ist also unter allen Salien kein einiges / welches die Mineralien figiert, als das Edle Nitrum, so wohl im nassen als trockenen weg / wie allbereyt bewiesen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.888000011444092} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4502,"date":1659,"orig":"Vnd dieſe figirung der fluͤchtigen vnd vnvolkommenen Metallen durch das Nitrum ſo wol im trucknen als naſſen wege/ jener ſo allein durch das Flammen-fewer von Holtz geſchicht/ viel vorzuziehen/ nicht allein darumb/ weilen daſſelbe viel ehender oder geſchwinder zugehet/ ſondern auch beſſer vnd beſtaͤndiger figirt.","norm":"Und diese Figierung der flüchtigen und unvollkommenen Metallen durch das Nitrum so wohl im Trocknen als nassen Wege / jener so allein durch das Flammen-Feuer von Holz geschieht / viel vorzuziehen / nicht allein darum / weilen dasselbe viel eher oder geschwinder zugehet / sondern auch besser und beständiger figiert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.900899887084961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4503,"date":1659,"orig":"Dann ſo man ein Arſenicum, Kobolt oder ander fluͤchtig Mineral allein durchs gemeyne Fewer wolte beſtaͤndig machen/ wie viel zeit wuͤrde darzu gehoͤren/ vielleicht wol etliche Monaten/ wo nicht ein gantzes oder halbes Jahr aufs wenigſte/ welches man aber hergegen per Nitrum in einem oder 2. Tagen verꝛichten kan/ dann ſo das fluͤchtig Mineral nur mit dem Nitro vermiſchet vnd verpuͤffet/ abgeſuͤſt/ wieder mit friſchem Nitro zu 2. oder 3. mahlen verpuͤffet wird/ es hernach ein ſtarckes ſchmeltz-fewer genugſam außſtehen kan/ oder ſo das Mineral nur in einem ſtarcken aqua-forti ſolvirt, vnd das aqua-fort davon abſtrahirt wird/ es alſobalden fix vnd Fewer beſtaͤndig iſt.","norm":"Dann so man ein Arsenicum, Kobold oder ander flüchtig Mineral allein durchs gemeine Feuer wollte beständig machen / wie viel Zeit würde dazugehören / vielleicht wohl etliche Monaten / wo nicht ein ganzes oder halbes Jahr aufs wenigste / welches man aber hingegen per Nitrum in einem oder 2. Tagen verrichten kann / dann so das flüchtig Mineral nur mit dem Nitro vermischet und verpuffet / abgesüßt / wieder mit frischem Nitro zu 2. oder 3. malen verpuffet wird / es hernach ein starkes schmeltzfewer genügsam ausstehen kann / oder so das Mineral nur in einem starken Aqua-Forti solviert, und das Aqua-fort davon abstrahiert wird / es alsobald fix und Feuer beständig ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.659900188446045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4504,"date":1659,"orig":"Eine ſolche groſſe krafft ſtecket in dem Salpeter verborgen/ welches die alten Philoſophi wol gewuſt/ vnd derohalben geſagt/ daß man zur fixation der fluͤchtigen Mineralien das allerſtaͤrckſte Fewer gebrauchen muͤſſe/ welches allein in dem Nitro verborgen/ vnd ſonſten nirgends zu finden iſt.","norm":"Eine solche große Kraft stecket in dem Salpeter verborgen / welches die alten Philosophie wohl gewusst / und derohalben gesagt / dass man zur Fixation der flüchtigen Mineralien das stärkste Feuer gebrauchen müsse / welches allein in dem Nitro verborgen / und sonsten nirgends zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.5278000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4505,"date":1659,"orig":"Das Centraliſche Fewer iſt den fluͤchtigen Mineralien vnd geringen Metallen zu zeitlich entgangen/ vnd hat dieſelbe vnzeitig verlaſſen/ welche dann durch vnſer Fewer vollends koͤnnen gezeitiget vnd figirt werden/ ſo wol durch das gemeyne Holtz fewer/ als auch durch den Salpeter.","norm":"Das Centralische Feuer ist den flüchtigen Mineralien und geringen Metallen zu zeitlich entgangen / und hat dieselbe unzeitig verlassen / welche dann durch unser Feuer vollends können gezeitigt und figiert werden / sowohl durch das gemeine Holz Feuer / als auch durch den Salpeter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.515200138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4506,"date":1659,"orig":"Hiermit vermeyne ich genug bewieſen zu haben daß der Salpeter ſo wol im trucknen als naſſen wege die Mineralien vnd Metallen figire, welches kein Verſtaͤndiger wiederlegen kan.","norm":"Hiermit vermeine ich genug bewiesen zu haben dass der Salpeter so wohl im Trocknen als nassen Wege die Mineralien und Metallen figiere, welches kein Verständiger widerlegen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.645699977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4507,"date":1659,"orig":"Weiters kan ich auch dieſes nicht verſchweigen daß der Salpeter auch fluͤchtig mache/ nicht allein die vnzeitige Mineralien/ ſondern auch die fixe Metallen/ alſo daß ſich dieſelbe gantz vnd gar ohne die feces welche ſchwaͤrtzlich zuruͤck bleiben/ einen gemeynen Schwefel oder Mercurio gleich/ auf ſublimiren oder diſtilliren laſſen.","norm":"Weiters kann ich auch dieses nicht verschweigen dass der Salpeter auch flüchtig mache / nicht allein die unzeitige Mineralien / sondern auch die fixe Metallen / also dass sich dieselbe ganz und gar ohne die Fezes welche schwärzlich zurückbleiben / einen gemeinen Schwefel oder Mercurio gleich / auf sublimieren oder destillieren lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.035099983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4508,"date":1659,"orig":"Nun kan ein jedweder verſtaͤndiger leichtlich erachten was fuͤr gutes durch eine ſolche diſtillation der Metallen zu hoffen.","norm":"Nun kann ein jedweder verständiger leichtlich erachten was für gutes durch eine solche Destillation der Metallen zu hoffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.461699962615967} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4509,"date":1659,"orig":"Dann weilen alle dinge durch die diſtillation (wie bekant genug iſt) aufs hoͤchſte gereinigt werden/ ſo kan man ja leichtlich ſein rechnung machen/ wann man von den vnreinen Metallen das reinere theil von dem vnreinen ſcheyden kan was man erlanget.","norm":"Dann weilen alle Dinge durch die Destillation (wie bekannt genug ist) aufs höchste gereinigt werden / so kann man ja leichtlich sein Rechnung machen / wann man von den unreinen Metallen das reinere Teil von dem unreinen scheiden kann was man erlanget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227499961853027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4510,"date":1659,"orig":"Ein mehrers allhier nicht/ weilen von ſolcher diſtillation oder reinigung der Metallen allbereyten in dem dritten Theil meiner Pharmacopææ Spagiricæ außfuͤhrlich gehandelt/ daſelbſten klaͤrlich bewieſen/ daß ein jedweder vnvolkommene Metall/ wann es diſtilliret wird/ ein fluͤchtiges Gold gibet/ vnd das ſolches fluͤchtige Gold gleichſam ohne muͤhe vnd koſten particulariter, (vnd vielleicht auch univerſaliter) welches letztere ich zwar nicht verſucht/ Corporaliſch zu machen ſey; dahin ich den begierigen Leſer der groſſen Hermetiſchen geheimniſſen vnd wahren Philoſophiſchen Arcanen wil gewieſen haben.","norm":"Ein mehreres allhier nicht / weilen von solcher Destillation oder Reinigung der Metallen allbereyten in dem dritten Teil meiner Pharmacopaeae Spagiricae ausf��hrlich gehandelt / daselbst klärlich bewiesen / dass ein jedweder unvollkommene Metall / wann es destillieret wird / ein flüchtiges Gold gibt / und das solches flüchtige Gold gleichsam ohne Mühe und kosten particulariter, (und vielleicht auch universaliter) welches letztere ich zwar nicht versucht / Körperlich zu machen sei; dahin ich den begierigen Leser der großen hermetischen Geheimnissen und wahren Philosophischen Arkanen will gewiesen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.602799892425537} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4511,"date":1659,"orig":"Auf daß man aber den vnterſcheyd der figirung oder concentrirung der fluͤchtigen Mineralien/ wie auch vnvollkommenen Metallen recht vernehme/ vnd begreiffen moͤge/ wieviel geſchwinder vnd leichter ſolche durch das Nitrum, als durch das gemeyne Fewer geſchehe/ dient ein Proceß zum Exempel hieher zu ſetzen/ darauß dann genugſam abzunehmen/ wie muͤheſam dieſe durch das Holtz/ vnd wie leicht jene durch das Nitroſiſche naſſe Fewer zuwegen zubringen ſeyn.","norm":"Auf dass man aber den unterscheid der Figierung oder concentrirung der flüchtigen Mineralien / wie auch unvollkommenen Metallen recht vernehme / und begreifen möge / wie viel geschwinder und leichter solche durch das Nitrum, als durch das gemeine Feuer geschehe / dient ein Prozess zum Exempel hierher zu setzen / daraus dann genügsam abzunehmen / wie mühsam diese durch das Holz / und wie leicht jene durch das Nitrofische nasse Feuer zuwegen zubringen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.557799816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4512,"date":1659,"orig":"Sonſten iſt es vnmuͤglich den Arſenicum, Auripigmentum, Koboltum vnd jhres gleichen/ ohne dem Salpeter zu figiren/ es ſey dann daß ſolche zuvorn in andere Metalliſche Corpora gebracht/ vnd mit denſelben durch das Kohlen-fewer geroͤſtet/ geaͤſchert/ geſchlacket vnd zerſtoͤhret/ vnd endlich durch ein gewaltiges Schmeltz-fewer durch Blaßbaͤlge wieder in Metalliſche geſtalten reducirt werden/ wann dann ſolches gethan ſoll werden/ muß es auf dieſe weiſe geſchehen:","norm":"Sonsten ist es unmöglich den Arsenicum, Auripigmentum, Koboltum und ihresgleichen / ohne dem Salpeter zu figieren / es sei dann dass solche zuvor in andere metallische Corpora gebracht / und mit denselben durch das Kohlenfeuer geröstet / geäschert / geschlackt und zerstöret / und endlich durch ein gewaltiges Schmeltz-fewer durch Blassbalge wieder in Metallische gestalten reduziert werden / wann dann solches getan soll werden / muss es auf diese Weise geschehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.551300048828125} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4513,"date":1659,"orig":"Erſtlich muß man den Kobolt/ Arſenicum oder dergleichen Goldhaltendes realgar durch die Cementation in das Kupffer oder Eyſen bringen/ wie oben allbereyt gelehret worden/ darnach muß man das mit realgaribus Cementirte Kupffer oder Bley klein pulveriſiren/ vnd mit Antimonio, Calmey/ Kieß oder Marcaſita vermiſchen/ vnd wann es mit nutzen ins groß geſchehen ſoll auf Herden/ daruͤber eine Flamm ſpielen moͤge/ allgemach ergluͤen/ vmbruͤhren/ vnd alſo zu einer aſchen roͤſten oder verbrennen/ wann ſolche nicht mehr raucht/ darzu aber etliche Tage gehoͤren/ alsdann in einen Stich-ofen wieder reduciren vnd in Metalliſche geſtalt bringen/ ſolche alsdann wieder aufs New auf dem Herd mit vmbruͤhren geroͤſt vnd zu Aſchen gebrant vnd die Aſchen durch das ſtarcke geblaͤs reducirt, ſo oft vnd viel die aͤſcherung vnd reducirung wiederholet/ bis daß nur ein kleiner Koͤnig ſich in der reduction findet/ vnd das ander alles ein vntuͤchtige ſchlacke verbleibet/ dieſen kleinen Koͤnig ſoll man alsdann mit Bley auf ein Teſt oder Treib-ſcherb gletten oder ſchlacken vnd abgehen laſſen/ ſo findet ſich das Gold vnd Silber ſo die fluͤchtige Mineralien bey ſich gehabt.","norm":"Erstlich muss man den Kobold / Arsenicum oder dergleichen Goldhaltendes realgar durch die Zementation in das Kupfer oder Eisen bringen / wie oben allbereyt gelehrt worden / danach muss man das mit realgaribus zementierte Kupfer oder Blei klein pulverisieren / und mit Antimonio, Calmey / Kies oder Markasite vermischen / und wann es mit nutzen ins groß geschehen soll auf Herden / darüber eine Flamm spielen möge / allgemach erglühen / umrühren / und also zu einer Aschen rösten oder verbrennen / wann solche nicht mehr raucht / dazu aber etliche Tage gehören / alsdann in einen Stichofen wieder reduzieren und in metallische Gestalt bringen / solche alsdann wieder aufs Neu auf dem Herd mit umrühren geöst und zu Aschen gebrannt und die Aschen durch das starke Gebläse reduziert, so oft und viel die Äscherung und reducirung wiederholet / bis dass nur ein kleiner König sich in der Reduktion findet / und das ander alles ein untüchtige schlacke verbleibet / diesen kleinen König soll man alsdann mit Blei auf ein Test oder Treib-Scherbe glätten oder schlacken und abgehen lassen / so findet sich das Gold und Silber so die flüchtige Mineralien bei sich gehabt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.351699829101562} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4514,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4515,"date":1659,"orig":"Dieſe Arbeit/ obwolen ſie etwas muͤheſam iſt/ dannoch wann ſie ins groß gethan wird/ guten nutzen bringen kan/ ſonderlich wann man die Mineralien vnd die Kohlen wol haben kan/ auch andere vnvollkommene Metallen/ als Bley/ Kupffer/ Eyſen vnd dergleichen zu dem werck mit vntergebrauchet/ alsdann auch deſto mehr Gold vnd Silber außgebracht wird.","norm":"Diese Arbeit / wohlen sie etwas mühsam ist / dennoch wann sie ins groß getan wird / guten nutzen bringen kann / sonderlich wann man die Mineralien und die Kohlen wohl haben kann / auch andere unvollkommene Metallen / als Blei / Kupfer / Eisen und dergleichen zu dem Werk mit untergebraucht / alsdann auch desto mehr Gold und Silber ausgebracht wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.750800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4516,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel:","norm":"Als zum Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.274099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4517,"date":1659,"orig":"Ich zintere das Kupffer oder Eyſen mit Arſenico, Kobolt oder andern gifftigen vnd fluͤchtigen realgaribus, oder nur mit Calmey/ welcher auch wol bindet/ ſchmeltze Antimonium, Wißmuth/ Zinck vnd Bley darunter/ ſo gibt es eine bruͤchige Maſſam, welche man aͤſcheren ſol/ entweder auf Herden wie allbereyt gelehret/ durch eine Holtzflamm/ welche daruͤber gehet/ vnd die Mixtur erwaͤrmet vnd zeitiget/ oder auch auff Kohlen in einen beſondern Ofen/ nemblich alſo: Mache von Fewer beſtaͤndigen ſteinen einen Ofen groß oder klein/ nach dem du viel thun wilt/ inwendig aufs wenigſte eines Fuſes weit/ vnd von dem bodem eines Fuſes hoch ſoll der Ofen vorn offen ſeyn/ daß man einen Roſt hineyn vnd auch heraus nehmen moͤge/ uͤber dem Roſt zweyer oder dreyer Fuß hoch/ ſoll ein Thuͤr gemacht ſeyn/ dardurch man die Kohlen in den Ofen werffen koͤnne/ vnd ſoll uͤber dem Ofen eine Rauch-kammer geſetzet werden darinn ſich der Metalliſche Rauch fangen oder anlegen/ auf daß er nicht weg fliege/ ſondern nach der erkaltung außgenommen werden moͤge/ wann nun alles fertig/ ſo fuͤlle den Ofen mit Kohlen/ vnd wann ſie wol angangen/ ſo trage immer ein ſtuͤck deiner Metalliſchen Mixtur darauf/ ſo wird es bald ſchmeltzen/ vnd alſo durch die gluͤende Kohlen lauffen/ vnd immer ſehr rauchen vnd aufffliegen in die Rauch-kammer/ was dann durch die Kohlen vnd Roſt flieſt vnd noch Metalliſch iſt/ ſoll vnter den Ofen der etwas ſchuͤſſig gemacht ſeyn ſoll/ vnd das Metall fuͤr dem Ofen in ein grube flieſſen koͤnne/ mit einem Eyſern Loͤffel auffgeſchoͤpffet/ vnd wieder auf die Kohlen getragen werden/ ſo lang vnd viel bis das dein Mixtur gantz zu Aſchen verbrant oder im Rauch auffgangen/ vnd auch zu Aſchen geworden/ vnd ſich in die Rauch-kammer ſublimirt hat/ welche Flores oder Metalliſchen Rauch man ſamlen vnd mit der Aſchen ſo durch den Roſt gefallen/ in einen Stich-ofen reduciren muß/ ſo wird ein theil davon wieder zu einem fluͤſſigen Metall werden/ doch bruͤchig/ welches Metall aufs newe in dem Roſt-ofen ſoll geaͤſchert vnd durch das geblaͤs reducirt werden/ dieſe aͤſcherung vnd reducirung ſoll ſo oft gethan werden/ bis das alles zu einer ſchlacken oder Glas worden iſt; alsdann ſoll man dieſe ſchlacken mit dem allerſtaͤrckſten Blas-fewer reduciren, ſo geben ſie einen kleinen Koͤnig/ welcher mit Bley muß abgegetrieben werden/ wie oben gelehrt.","norm":"Ich zentere das Kupfer oder Eisen mit Arsenico, Kobold oder anderen giftigen und flüchtigen realgaribus, oder nur mit Calmey / welcher auch wohl bindet / schmelze Antimonium, Wismut / Zink und Blei darunter / so gibt es eine brüchige Massam, welche man äschere soll / entweder auf Herden wie allbereyt gelehrt / durch eine Holtzflamm / welche darüber geht / und die Mixtur erwärmet und zeitiget / oder auch auf Kohlen in einen besonderen Ofen / nämlich also: Mache von Feuer beständigen Steinen einen Ofen groß oder klein / nach dem du viel tun willst / inwendig aufs wenigste eines Fußes weit / und von dem bodem eines Fußes hoch soll der Ofen vorn offen sein / dass man einen Rost hinein und auch herausnehmen möge / über dem Rost zweier oder dreier Fuß hoch / soll ein Tür gemacht sein / dadurch man die Kohlen in den Ofen werfen könne / und soll über dem Ofen eine Rauchkammer gesetzt werden darin sich der metallische Rauch fangen oder anlegen / auf dass er nicht wegfliege / sondern nach der Erkaltung ausgenommen werden möge / wann nun alles fertig / so fülle den Ofen mit Kohlen / und wann sie wohl angegangen / so trage immer ein Stück deiner Metallischen Mixtur darauf / so wird es bald schmelzen / und also durch die glühende Kohlen laufen / und immer sehr rauchen und auffliegen in die Rauchkammer / was dann durch die Kohlen und Rost fließt und noch metallisch ist / soll unter den Ofen der etwas schüssig gemacht sein soll / und das Metall für dem Ofen in ein Grube fließen könne / mit einem eisern Löffel aufgeschöpft / und wieder auf die Kohlen getragen werden / so lang und viel bis das dein Mixtur ganz zu Aschen verbrannt oder im Rauch aufgegangen / und auch zu Aschen geworden / und sich in die Rauchkammer sublimiert hat / welche Flores oder metallischen Rauch man sammeln und mit der Aschen so durch den Rost gefallen / in einen Stichofen reduzieren muss / so wird ein Teil davon wieder zu einem flüssigen Metall werden / doch brüchig / welches Metall aufs neue in dem Rostofen soll geäschert und durch das Gebläse reduziert werden / diese Äscherung und reducirung soll so oft getan werden / bis das alles zu einer schlacken oder Glas worden ist; alsdann soll man diese schlacken mit dem stärksten Blas-fewer reduzieren, so geben sie einen kleinen König / welcher mit Blei muss abgegetrieben werden / wie oben gelehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855000019073486} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4518,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4519,"date":1659,"orig":"Wofern aber auß der letztern ſchlacken/ das geblaͤs keinen Koͤnig machen koͤnte/ vnd alles ſchlacken verbliebe/ ſo were es ein zeichen daß zu viel Zinn darbey/ oder ſonſten zu viel Fewer gelitten/ derohalben man ſolcher ſchlacken/ wann ſie gemahlen/ entweder mit ein fluͤſſig Bley-Ertz oder glett zu miſchen/ vnd alsdann durch einen Stich-ofen gehen laſſen/ ſo ziehet das Bley das Gold vnd Silber auß der ſchlacken/ welches dann hernach kan abgetrieben werden.","norm":"Sofern aber aus der letzteren schlacken / das Gebläse keinen König machen könnte / und alles schlacken verbliebe / so wäre es ein Zeichen dass zu viel Zinn dabei / oder sonsten zu viel Feuer gelitten / derohalben man solcher schlacken / wann sie gemahlen / entweder mit ein flüssig Bleierz oder glatt zu mischen / und alsdann durch einen Stichofen gehen lassen / so ziehet das Blei das Gold und Silber aus der schlacken / welches dann hernach kann abgetrieben werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9756999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4520,"date":1659,"orig":"Wie nun der Roſt-ofen/ als auch Schmeltz- oder Stich-ofen zu dieſer Arbeit formiret oder geſtaltet/ kan ich allhier dismal nicht beyſetzen/ ſondern ſoll in dem dritten folgenden Theil/ darinn dergleichen Metalliſche Concentrirungen mehr gedacht vnd gelehret werden/ geſchehen/ vnd ſoll auch der guͤnſtige Leſer das wiſſen/ daß dieſe Seygerung oder Concenerirung der fluͤchtigen Mineralien nicht fuͤr dieſe geſchrieben/ die gar nichts vom ſchmeltzen der Ertzen wiſſen noch verſtehen/ ſondern allein vor dieſe/ welche mehr im Fewer gethan/ vnd des Seygerens oder ſchmeltzens guten verſtandt haben.","norm":"Wie nun der Rostofen / als auch Schmeltz- oder Stich - offen zu dieser Arbeit formiert oder gestaltet / kann ich allhier diesmal nicht beisetzen / sondern soll in dem dritten folgenden Teil / darin dergleichen metallische Konzentrierungen mehr gedacht und gelehrt werden / geschehen / und soll auch der günstige Leser das Wissen / dass diese Seigerung oder Concenerirung der flüchtigen Mineralien nicht für diese geschrieben / die gar nichts vom Schmelzen der Erzen wissen noch verstehen / sondern allein vor diese / welche mehr im Feuer getan / und des Seigerns oder Schmelzens guten verstand haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6072998046875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4521,"date":1659,"orig":"Ich weiß gar wol daß mancher Spoͤtter dieſe Arbeit verachten wird/ als wann es ein vnmuͤgliche ſache were/ ſolchen kan ichs nicht wehren/ Es werden aber ſich auch einige finden/ denen die Metalliſche Natur bekant iſt/ dieſes glauben/ vnd viel nutzen dardurch machen/ ſonderlich an ſolchen Orthen/ da man die Mineralien/ Kohlen vnd andere requiſita wol haben kan/ dann der groͤſte Koſten zu dieſer Concentration allein in den Kohlen beſtehet/ welches ja auch nichts zu bedeuten an denen Orten da groſſe Waͤlder ſeyn/ ſtehet nun einem jedwedern frey ſolches zu thun oder zu laſſen.","norm":"Ich weiß gar wohl dass mancher Spötter diese Arbeit verachten wird / als wann es ein unmögliche Sache wäre / solchen kann ich es nicht wehren / Es werden aber sich auch einige finden / denen die metallische Natur bekannt ist / dieses glauben / und viel nutzen dadurch machen / sonderlich an solchen Orten / da man die Mineralien / Kohlen und andere requisita wohl haben kann / dann der größte Kosten zu dieser Konzentration allein in den Kohlen bestehet / welches ja auch nichts zu bedeuten an denen Orten da große Wälder sein / steht nun einem jedweden frei solches zu tun oder zu lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.486199855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4522,"date":1659,"orig":"Ich aber ſage das/ daß dieſe Concentrirung/ wann mans verſtehet/ wol practicirt vnd außwircket/ einem immerwehrenden Bergwerck zuvergleichen iſt/ ſolte an manchem orth/ da die Mineralien zubekommen viel nutzen bringen koͤnnen:","norm":"Ich aber sage das / dass diese Konzentrierung / wann man es verstehet / wohl praktiziert und auswirket / einem immerwährenden Bergwerk zuvergleichen ist / sollte an manchem Ort / da die Mineralien zubekommen viel nutzen bringen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.046899795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4523,"date":1659,"orig":"Ich wil aber niemand dahin perſuadirn daß er ſolche Arbeit an ſolchen ort anſtellen/ da er alles thewer erkauffen muß/ vnd auch denen davon abrathen/ die keinen verſtand in ſolcher Arbeit haben/ wann es jhnen dann nicht gluͤcket/ das werck verderben/ mir dalsdann die ſchuld nicht zurechnen wollen; was ich allhier geſchrieben/ das iſt die warheit/ vnd laͤſt ſich von einem geuͤbten Laboranten gar wol mit nutzen thun/ darumb wie geſagt/ der vngeuͤbte wann er nicht vergebliche arbeit thun will/ davon bleiben ſol.","norm":"Ich will aber niemand dahin persuadieren dass er solche Arbeit an solchen Ort anstellen / da er alles teuer erkaufen muss / und auch denen davon abraten / die keinen verstand in solcher Arbeit haben / wann es ihnen dann nicht glücket / das Werk verderben / mir dalsdann die schuld nicht zurechnen wollen; was ich allhier geschrieben / das ist die Wahrheit / und lässt sich von einem geübten Laboranten gar wohl mit nutzen tun / darum wie gesagt / der ungeübte wann er nicht vergebliche Arbeit tun will / davon bleiben soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.171899795532227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4524,"date":1659,"orig":"Vnd was allhier vmb der kuͤrtze willen zuberichten/ vnterlaſſen/ wird der folgende 3. vnd 4. Theil de Concentratione Metallorum erſtatten/ wer aber dergleichen Concentrirung mit dem Salpeter zuverꝛichten weiß/ es geſchehe gleich durch die Flamm im trucknen weg/ oder durch die ſtarcke Waſſer im naſſen weg/ derſelbe wird mehr außrichten/ als mit dem Holtz-fewer/ hergegen koſtet das Holtz-fewer weniger als die Salpeterſchlackung.","norm":"Und was allhier um der Kürze willen zuberichten / unterlassen / wird der folgende 3. und 4. Teil de Konzentration Metallorum erstatten / wer aber dergleichen Konzentrierung mit dem Salpeter zuverrichten weiß / es geschehe gleich durch die Flamm im Trocknen weg / oder durch die starke Wasser im nassen weg / derselbe wird mehr ausrichten / als mit dem Holtzfewer / hingegen kostet das Holtzfewer weniger als die Salpeterschlackung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500100135803223} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4525,"date":1659,"orig":"Ach was habe ich mein lebtag fuͤr muͤheſame Arbeit vnd groſſe koſten angewendet dieſe dinge zuergruͤnden/ nun der ich ſo weit damit kommen bin/ daß es nutzen geben koͤnte/ ſo bin ich verdroſſen vnd vnbequaͤm mit ſtarckem Fewer mehr vmbzugehen/ oder daſſelbige zuvertragen/ gebe es alſo gern denen zum beſten die noch Juͤnger ſeyn/ vnd das Fewer beſſer außſtehen koͤnnen als ich.","norm":"Ach was habe ich mein Lebtag für mühsame Arbeit und große kosten angewendet diese Dinge zuergründen / nun der ich so weit damit kommen bin / dass es nutzen geben könnte / so bin ich verdrossen und unbequem mit starkem Feuer mehr umzugehen / oder dasselbe zuvertragen / gebe es also gern denen zum Besten die noch Jünger sein / und das Feuer besser ausstehen können als ich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.525700092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4526,"date":1659,"orig":"Auf daß aber dieſe aͤſcherung vnd reducirung dem vnerfahrnen nicht ſo gar vnmuͤglich oder frembd vorkommen moͤchte/ ſo will ich jhme einige vnwiderlegliche rationes vnd gruͤnde vorlegen/ darauß er genugſam ſehen vnd mercken kan/ daß ein ſolche aͤſcherung oder ſchlackung ein fundamenc auß der Natur habe/ vnd dieſes alſo:","norm":"Auf dass aber diese Äscherung und reducirung dem unerfahrenen nicht so gar unmöglich oder fremd vorkommen möchte / so will ich ihm einige unwiderlegliche rationes und gründe vorlegen / daraus er genügsam sehen und merken kann / dass ein solche Äscherung oder Schlackung ein fundamenc aus der Natur habe / und dieses also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.643499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4527,"date":1659,"orig":"Ein jedweder der nur ein wenig in Metallicis gethan vnd geſehen hat/ der weiß gar wol/ daß das Fewer die ſcheydung des beſſern von dem geringern theil geben oder wircken muß/ dann wann man in einer Mixtur Gold/ Silber/ Kupffer/ Eyſen/ Bley/ Zinn beyſammen geſchmoltzen haͤtte/ vnd ſolches im Fewer ſcheyden wolte/ ſo kan vnd will es nicht anders geſchehen/ als das ſolcher Mixtur etwas frembdes oder zerſtoͤrliches beygeſetzet wird dardurch die geringere theilen verderbt/ vnd auß jhrer Metalliſchen natur gebracht werden/ als da iſt der gemeyne Schwefel vnd ſeines gleichen/ welcher dann in die vnvolkom̃ene Metallen am erſten arbeitet/ ſelbige zerſtoͤrt oder zu ſchlacken macht/ wann ſolche dann kein Metall mehr ſeyn/ ſo laſſen ſie die gemeynſchafft der Metallen/ vnd miſchen ſich nicht mehr darmit/ vnd je Sulphuriſcher die Metallen/ je lieber der gemeyne Schwefel ſelbe zerſtoͤret vnd zu ſchlacken macht/ vnd je Edler die Metallen/ je weniger der Schwefel denſelben ſchadet oder zerſtoͤren kan/ vnd thut dieſes nicht allein der gemeyne Sulphur, ſondern es thut es auch das Fewer/ wie auch der Salpeter/ ſo wol im naſſen als truckenen weg; durch den Schwefel geſchicht es/ wann die Metalliſche Mixtur granulirt vnd darmit gezintert/ oder auß der Metalliſchen Natur gebracht wird/ alsdann geſchmoltzen vnd durch niederſchlaͤge in beſondere Koͤnige gefaͤllet oder gẽſcheyden wird/ dann der Schwefel macht die Maſſam ſchlackicht/ wann dann ſelbige geſchmoltzen wird/ immer das Edelſte darinnen ſich von den ſchlacken ſcheydet/ vnd ſich zu bodem ſetzet/ vnd nach dem Edelſten das jenige ſo auch gut/ aber doch geringer iſt als das erſte/ vnd ſo fortan von einem grad zum andern/ als von dem Gold zum Silber/ vom Silber zum Bley/ vom Bley zum Kupffer/ vom Kupffer zum Eyſen/ ꝛc. wie dann allbereyt meine beſchriebene Scheyd-kunſt lehret.","norm":"Ein jedweder der nur ein wenig in Metallice getan und gesehen hat / der weiß gar wohl / dass das Feuer die Scheidung des besseren von dem geringeren Teil geben oder wirken muss / dann wann man in einer Mixtur Gold / Silber / Kupfer / Eisen / Blei / Zinn beisammen geschmolzen hätte / und solches im Feuer scheiden wollte / so kann und will es nicht anders geschehen / als das solcher Mixtur etwas Fremdes oder störliches beigesetzt wird dadurch die geringere Teilen verderbt / und aus ihrer metallischen Natur gebracht werden / als da ist der gemeine Schwefel und seinesgleichen / welcher dann in die unvollkommene Metallen am ersten arbeitet / selbige zerstört oder zu schlacken macht / wann solche dann kein Metall mehr sein / so lassen sie die Gemeinschaft der Metallen / und mischen sich nicht mehr damit / und je Sulphurischer die Metallen / je lieber der gemeine Schwefel selbe zerstöret und zu schlacken macht / und je Edler die Metallen / je weniger der Schwefel denselben schadet oder zerstören kann / und tut dieses nicht allein der gemeine Sulphur, sondern es tut es auch das Feuer / wie auch der Salpeter / so wohl im nassen als trockenen weg; durch den Schwefel geschieht es / wann die Metallische Mixtur granuliert und damit gezentert / oder aus der metallischen Natur gebracht wird / alsdann geschmolzen und durch Niederschläge in besondere Könige gefällt oder genscheyden wird / dann der Schwefel macht die Massam schlackig / wann dann selbige geschmolzen wird / immer das Edelste darinnen sich von den schlacken scheidet / und sich zu bodem setzet / und nach dem Edelsten dasjenige so auch gut / aber doch geringer ist als das erste / und so fortan von einem gerade zum anderen / als von dem Gold zum Silber / vom Silber zum Blei / vom Blei zum Kupfer / vom Kupfer zum Eisen / etc. wie dann allbereyt meine beschriebene Scheid-Kunst lehrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.665299892425537} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4528,"date":1659,"orig":"Das Nitrum aber macht ſeine ſcheydung anders/ dann wann ein Metalliſche Maſſa im Tiegel geſchmoltzen/ derſelbe darauff getragen wird/ er alsdann das Sulphuriſche theil am erſten angreifft/ vnd zu ſchlacken macht/ darnach wieder das geringere Metall/ ſo lang vnd viel/ bis er alle vnvollkommene Metallen zu ſich gezogen/ vnd zu ſchlacken gemacht hat/ alsdann bleiben die vollkommene Metallen fein vnd ſauber gewaſchen liegen/ welche arbeit auch an vielen orten meiner Schriften zu finden.","norm":"Das Nitrum aber macht seine Scheidung anders / dann wann ein metallische Massa im Tiegel geschmolzen / derselbe darauf getragen wird / er alsdann das Sulphurische Teil am ersten angreift / und zu schlacken macht / danach wieder das geringere Metall / so lang und viel / bis er alle unvollkommene Metallen zu sich gezogen / und zu schlacken gemacht hat / alsdann bleiben die vollkommene Metallen fein und sauber gewaschen liegen / welche Arbeit auch an vielen Orten meiner Schriften zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.257100105285644} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4529,"date":1659,"orig":"Das Fewer verꝛicht ſeine ſchlackung oder zerſtoͤrung wieder auf eine andere weiſe/ als der Schwefel vnd Nitrum; dann ſo eine Metalliſche Mixtur vom Fewerleydet/ ſo verzehret ſich erſtlich das vnvollkommene theil/ vnd wird zu Aſchen/ daß beſſere aber haltet ſich zuſammen/ ſo lange noch etwas an jhme vnvollkommenes zu verzehren iſt/ ſo lang arbeit das Fewer darinn/ vnd laͤſt nicht nach bis alles zu Aſchen worden/ das beſtaͤndige aber bleibet vnverletzet ſtehen/ vnd von dem Fewer vnangetaſtet/ doch ſo des verſtoͤrlichen theils gar zu viel iſt gegen das vnzerſtoͤrliche/ ſo ſchlept es nicht allein das Silber/ ſondern bisweilen auch ein gut theil von dem Gold mit/ vnd macht ſolches zu Aſchen/ wann aber ſolche Aſchen mit ſtarckem Fewer geſchmoltzen wird/ ſo wird die Aſchen von dem vnvollkommen Metall zu einem Glas oder ſchlacken/ die Aſche des volkommen Metalls aber reducirt ſich wieder zu einem geſchmeidigen Coͤrper/ es ſey gleich Gold oder Silber/ nach deine die Metalliſche Mixtur geweſen iſt/ vnd ſo gemeldte ſchlacken mehr mit Fewer geſchmoltzen wird/ ſo laͤſt ſie wider einen Koͤnig fallen/ nemblich das Edelſte nach dem Golde vnd Silber/ nemblich Bley vnd Kupffer/ das Zinn vnd Eyſen bleiben gemeynlich ſchlacken/ wie dann im abtreiben oder ſcheydung der Metallen auf der Capellen/ die ſcheydung auch allein durch das Fewer geſchicht/ wann ſolches in die Mixtur wircket/ ſo macht es das Bley zu ſchlacken oder glett/ wann dann das Bley zu glett werden muß/ ſo verſchont es des Zinns/ Eyſens vnd Kupffer auch nicht/ weilen ſie auch verbrenlich vnd ſeines gleichen ſeyn/ ſondern macht dieſelbe mit jhme zu ſchlacken/ welche ſchlacken dann in das luͤcke Aſchen-geſchirꝛ oder Teſten kriechet/ vnd ſo lang alſ etwas darvon da iſt:","norm":"Das Feuer verrichtet seine Schlackung oder Zerstörung wieder auf eine andere weise / als der Schwefel und Nitrum; dann so eine Metallische Mixtur vom Fewerleydet / so verzehret sich erstlich das unvollkommene Teil / und wird zu Aschen / dass bessere aber haltet sich zusammen / so lange noch etwas an ihm unvollkommenes zu verzehren ist / so lang Arbeit das Feuer darin / und lässt nicht nach bis alles zu Aschen worden / das beständige aber bleibt unverletzt stehen / und von dem Feuer unangetastet / doch so des störlichen teils gar zu viel ist gegen das unzestörliche / so schleppt es nicht allein das Silber / sondern bisweilen auch ein gut Teil von dem Gold mit / und macht solches zu Aschen / wann aber solche Aschen mit starkem Feuer geschmolzen wird / so wird die Aschen von dem unvollkommen Metall zu einem Glas oder schlacken / die Asche des vollkommen Metalls aber reduziert sich wieder zu einem geschmeidigen Körper / es sei gleich Gold oder Silber / nach deine die Metallische Mixtur gewesen ist / und so gemeldete schlacken mehr mit Feuer geschmolzen wird / so lässt sie wieder einen König fallen / nämlich das Edelste nach dem Golde und Silber / nämlich Blei und Kupfer / das Zinn und Eisen bleiben gemeinlich schlacken / wie dann im Abtreiben oder Scheidung der Metallen auf der Kapellen / die Scheidung auch allein durch das Feuer geschieht / wann solches in die Mixtur wirket / so macht es das Blei zu schlacken oder glatt / wann dann das Blei zu glatt werden muss / so verschont es des Zinns / Eisens und Kupfer auch nicht / weilen sie auch verbrenlich und seinesgleichen sein / sondern macht dieselbe mit ihm zu schlacken / welche schlacken dann in das Lücke Aschen-Geschirr oder Testen kriechet / und so lang als etwas davon da ist:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.790599822998047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4530,"date":1659,"orig":"Das Gold vnd Silber aber welche durch das Fewer nicht wie die andern vnvollkommene Metallen kan zu Aſchen oder ſchlacken gemacht werden/ alsdann rein vnd ſauber auf der Capellen ſtehen bleiben; alſo ſoll auch von obgedachter aͤſcherung der fluͤchtigen Mineralien oder vnvollkommenen Metallen verſtanden werden/ wann ſie das Fewer leyden oder außſtehen/ ſie dann davon zu Aſchen vnd ſchlacken werden muͤſſen/ vnd wann ſchon in denſelbigen etwas gutes oder beſtaͤndiges iſt/ ſo hat doch der groͤſſere verbrenliche theil die uͤberhand/ vnd muß das gute auch mit zu Aſchen vnd ſchlacken werden/ welches aber hernach durch ſtarckes geblaͤs ſich von dem vntuͤchtigſten theil ſcheydet/ vnd wieder einen Metalliſchen Leib an ſich nimbt/ es ſey gleich Gold oder Silber.","norm":"Das Gold und Silber aber welche durch das Feuer nicht wie die anderen unvollkommene Metallen kann zu Aschen oder schlacken gemacht werden / alsdann rein und sauber auf der Kapellen stehen bleiben; also soll auch von obgedachter Äscherung der flüchtigen Mineralien oder unvollkommenen Metallen verstanden werden / wann sie das Feuer leiden oder ausstehen / sie dann davon zu Aschen und schlacken werden müssen / und wann schon in denselbigen etwas Gutes oder Beständiges ist / so hat doch der größere verbrenliche Teil die überhand / und muss das gute auch mit zu Aschen und schlacken werden / welches aber hernach durch starkes Gebläse sich von dem untüchtigsten Teil scheidet / und wieder einen metallischen Leib an sich nimmt / es sei gleich Gold oder Silber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.653800010681152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4531,"date":1659,"orig":"Auß dieſem diſcurs kan nun ein jedweder/ welcher nur ein wenig verſtand hat in Metalliſchen dingen/ genugſam ſehen/ daß obgedachte Metalliſche aͤſcherung vnd reducirung auß einem guten grund gehen/ wer aber dieſes nicht verſtehen noch begreiffen kan/ deme iſt auch nicht zu helffen.","norm":"Aus diesem Diskurs kann nun ein jedweder / welcher nur ein wenig verstand hat in metallischen Dingen / genügsam sehen / dass obgedachte metallische Äscherung und reducirung aus einem guten Grund gehen / wer aber dieses nicht verstehen noch begreifen kann / dem ist auch nicht zu helfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.343999862670898} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4532,"date":1659,"orig":"Ein beſſere erlaͤuterung aber wird der folgende 3. vnd 4. Theil dieſes Buchs eroͤffnen.","norm":"Ein bessere Erläuterung aber wird der folgende 3. und 4. Teil dieses Buchs eröffnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.548099994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4533,"date":1659,"orig":"Vnd weiter iſt dieß noch zu mercken/ daß noch andere wege ſeyn/ dardurch die Metallen zu ſchlacken gemacht/ vnd das beſſere theil auß der ſchlacken hernach gefaͤllet wird/ als nemblich Terꝛeſtriſche dinge/ welche zugleich Sulphuriſch ſeyn/ als da iſt aller Sand/ Kießling vnd dergleichen/ wann der mit Metalliſchen Calcibus gemiſchet/ vnd geſchmoltzen wird/ das geringere theil bey ſich behaͤlt/ vnd das beſſere fallen laͤſt/ wie bey einem Vitro Saturni zu ſehen; wann nemblich die Bleyaſchen mit Silicibus oder arena ſchmeltzet/ alles Bley mit dem kießling zu glas oder ſchlaͤcken wird/ das Silber oder Gold aber/ ſo in dem Bley geweſen/ als ein Koͤnig ſich davon ſcheydet/ vnd im guß zu boden ſitzet.","norm":"Und weiter ist dies noch zu merken / dass noch andere Wege sein / dadurch die Metallen zu schlacken gemacht / und das bessere Teil aus der schlacken hernach gefällt wird / als nämlich terrestrische Dinge / welche zugleich Sulphurisch sein / als da ist aller Sand / Kießling und dergleichen / wann der mit Metallischen Calcibus gemischt / und geschmolzen wird / das geringere Teil bei sich behält / und das bessere fallen lässt / wie bei einem Vitro Saturni zu sehen; wann nämlich die Bleiaschen mit Silicibus oder arena schmelzet / alles Blei mit dem kießling zu glas oder schlecken wird / das Silber oder Gold aber / so in dem Blei gewesen / als ein König sich davon scheidet / und im Guss zu Boden sitzet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006800174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4534,"date":1659,"orig":"Deßgleichen ſchlacken auch etliche Salien, als dieſe ſo von den gebrandten Aſchen außgezogen/ vnd Alcalia genent werden/ als da iſt gebrandte Wein-hefen/ Weinſtein/ Pott-aſch/ auß Holtz-aſchen geſotten/ vnd jhres gleichen/ dieſe ſolviren auch die Sulphuriſche theilen der Metallen am liebſten/ vnd die fixere als Gold vnd Silber laſſen ſie liegen/ machen alſo eine ſcheydung des guten vom boͤſem/ vnd machen uͤber-auß ſchoͤn; von welcher waſchung in dem folgenden dritten Theil außfuͤhrlicher ſoll gehandelt werden.","norm":"Desgleichen schlacken auch etliche Salien, als diese so von den gebrandeten Aschen ausgezogen / und Alkalia genannt werden / als da ist gebrandete Weinhefen / Weinstein / Pott-Asch / aus Holzaschen gesotten / und ihresgleichen / diese solvieren auch die Sulphurische teilen der Metallen am liebsten / und die fixere als Gold und Silber lassen sie liegen / machen also eine Scheidung des guten vom bösem / und machen überaus schön; von welcher Waschung in dem folgenden dritten Teil ausführlicher soll gehandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.505499839782715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4535,"date":1659,"orig":"Vber dieſes ſo zerſtoͤret vnd ſchlacket auch die vnvollkommene Metallen das Sal Commune, aber nicht auf ſolche manier wie das Alcali lavando, ſondern ſolvendo & extrahendo; Wann nemblich ein Metalliſcher Kalck oder ein Ertz gepuͤlvert/ mit Sale Commune gemiſchet vnd geſchmoltzen wird/ das Saltz das jenige Metall ſo es am liebſten angreifft/ ſolviret, vnd gleichſam zu ſchlacken macht/ als zum Exempel:","norm":"Über dieses so zerstöret und schlacket auch die unvollkommene Metallen das Soll Commune, aber nicht auf solche Manier wie das Alkali lavando, sondern solvendo & extrahendo; wann nämlich ein metallischer Kalk oder ein Erz gepulvert / mit Sale Commune gemischt und geschmolzen wird / das Salz dasjenige Metall so es am liebsten angreift / solvieret, und gleichsam zu schlacken macht / als zum Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.543099880218506} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4536,"date":1659,"orig":"Wann ich ein Ertz/ das Eyſen/ Kupffer/ Gold vnd Silber hielte/ alſo ſcheyden wolte/ vnd ſolches mit Saltz mengte vnd ſchmeltzte/ ſo wuͤrde das Saltz erſtlich nur das Eyſen zu ſich ziehen/ vnd die andere Metallen liegen laſſen/ ſo aber des Eyſens ſo viel in dem Ertz nicht were/ daß das Saltz ſich ſatt davon freſſen koͤnte/ ſo wuͤrde es auch von dem Kupffer ſolviren, vnd das Silber vnd Gold liegen laſſen/ dann gemeyn Saltz ein feind iſt des Silbers/ aber ein guter freund des Eyſens vnd Kupffers/ welche er im ſchmeltzen gern ſolvirt vnd zu ſich nimbt/ endweder ein jedweders allein/ oder beyde zugleich.","norm":"Wann ich ein Erz / das Eisen / Kupfer / Gold und Silber hielte / also scheiden wollte / und solches mit Salz mengte und schmälzte / so würde das Salz erstlich nur das Eisen zu sich ziehen / und die andere Metallen liegen lassen / so aber des Eisens so viel in dem Erz nicht wäre / dass das Salz sich satt davon fressen könnte / so würde es auch von dem Kupfer solvieren, und das Silber und Gold liegen lassen / dann gemein Salz ein Feind ist des Silbers / aber ein guter Freund des Eisens und Kupfers / welche er im Schmelzen gern solviert und zu sich nimmt / entweder ein jedwedes allein / oder beide zugleich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568699836730957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4537,"date":1659,"orig":"Wann man dann ſolche wieder ſcheyden will/ ſo muß man das geſchmoltzene weſen pulveriſiren/ vnd mit Waſſer uͤbergieſſen vnd kochen/ ſo gehet das Eyſen vnd Kupffer mit dem Saltz in das Waſſer/ vnd ſo man hernach ſtaͤbe-Eyſen darinn legt/ ſo ſchlaͤgt ſich das Kupffer daran nieder/ vnd bleibt das Eyſen in dem Saltz-waſſer/ vnd iſt ſo gut als ein Vitriol, darmit zu faͤrben/ wil ſich aber nicht Coaguliren, wie ein ander Vitriol, das Kupffer ſo ſich auß dem Saltz-waſſer an dem Eyſen niedergeſchlagen hat/ wird außgewaſchen vnd geſchmeltzt/ gibt gut ſein Kupffer/ vnd kan ſolches Kupffer auch zu beſſerem gebrauch angewendet werden als geſchmoltzen/ davon im 3. Theil ein mehrers.","norm":"Wann man dann solche wieder scheiden will / so muss man das geschmolzene Wesen pulverisieren / und mit Wasser übergießen und kochen / so geht das Eisen und Kupfer mit dem Salz in das Wasser / und so man hernach stäbe-Eysen darin legt / so schlägt sich das Kupfer daran nieder / und bleibt das Eisen in dem Salzwasser / und ist so gut als ein Vitriol, damit zu färben / will sich aber nicht Koagulieren, wie ein ander Vitriol, das Kupfer so sich aus dem Salzwasser an dem Eisen niedergeschlagen hat / wird ausgewaschen und geschmältst / gibt gut sein Kupfer / und kann solches Kupfer auch zu besserem Gebrauch angewendet werden als geschmolzen / davon im 3. Teil ein mehreres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.507900238037109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4538,"date":1659,"orig":"Durch dieſes mittel koͤnnen dieſe Kupffer-Ertze geſcheyden vnd zu gut gemacht werden/ welche Eyſen fuͤhren/ dardurch das Kupffer ſonſten vngeſchmeidig wird/ vnd nicht zugebrauchen/ darzu bishero die Bergleuth wenig rath gewuſt/ werden alſo an vielen orthen gute Kupffer-Bergwercke gefunden/ die wegen Eyſen-halts vngebawt liegen bleiben/ etliche haben das Eyſen mit Magneten außziehen wollen/ hat aber zu viel muͤhe gemacht/ vnd alſo kein gut thun woͤllen/ auf dieſe weiſe koͤnte es fuͤglich geſchehen/ wann man das gebrauchte Saltz-waſſer vnd niedergefaͤlte Kupffer zugebrauchen weiß/ dann das Saltz verbeſſert das Eyſen/ vnd das Eyſen das Saltz/ vnd animirt daſſelbige/ daß er hernacher mit geringer muͤhe vnd koſten durch-auß vnd ohne abgang zu gutem Salpeter kan verwandelt werden; Ja moͤchte mancher ſagen/ was nutzen kan ich davon haben/ wann ich ein pfund oder etliche Kupffer-Ertze mit Saltz eynſetze/ das Kupffer darauß zuziehen/ welches nichts machen kan/ dieſer ſol wiſſen/ das dieſe Arbeit mit viel 100. oder tauſent pfund zugleich auf Herden in beſondere Oefen koͤnte gethan/ vnd groſſer nutzen darmit geſchaffet werden/ vnd nicht nur alſo/ ſondern es kan ein ſolche Arbeit auch ohn einige Ofen oder Herde mit viel 100. oder 1000.","norm":"Durch dieses Mittel können diese Kupfererze gescheiten und zu gut gemacht werden / welche Eisen führen / dadurch das Kupfer sonsten ungeschmeidig wird / und nicht zu gebrauchen / dazu bisher die Bergleute wenig Rat gewusst / werden also an vielen Orten gute Kupferbergwerke gefunden / die wegen Eisen-Halts ungebaut liegen bleiben / etliche haben das Eisen mit Magneten ausziehen wollen / hat aber zu viel Mühe gemacht / und also kein guttun wollen / auf diese Weise könnte es füglich geschehen / wann man das gebrauchte Salzwasser und niedergefällte Kupfer zu gebrauchen weiß / dann das Salz verbessert das Eisen / und das Eisen das Salz / und animiert dasselbe / dass er hernach mit geringer Mühe und kosten durchaus und ohne Abgang zu gutem Salpeter kann verwandelt werden; Ja möchte mancher sagen / was nutzen kann ich davon haben / wann ich ein Pfund oder etliche Kupfererze mit Salz Einsätze / das Kupfer daraus zuziehen / welches nichts machen kann / dieser soll wissen / das diese Arbeit mit viel 100. oder tausend Pfund zugleich auf Herden in besondere Öfen könnte getan / und großer nutzen damit geschafft werden / und nicht nur also / sondern es kann ein solche Arbeit auch ohne einige Ofen oder Herde mit viel 100. oder 1000.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.145899772644043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4539,"date":1659,"orig":"Centnern zugleich unter dem freyen Himmel auf dem Feld/ oder in dem Walde/ da das Ertz vnd Saltz befindlich/ gethan werden/ alſo daß das Saltz des Ertzes/ vnd das Ertz des Saltzes Tiegel/ vnd das Holtz der Ofen vnd auch Fewer ſeyn muß; das las mir eine kuͤnſtliche außziehung des Kupffers auß den Ertzen ſeyn/ vnd ſonderlich auß dieſen/ die ſonſten wegen des Eyſens vngebraͤuchlich/ oder wegen des geringen halttes von Kupffer die ſchmeltz-koſten nicht bezahlen koͤnnnen/ allhier mit gutem vortheil außzuziehen ſeyn/ dann allenthalben ſolche arme Kupffer-Ertzen gefunden werden/ die da liegen bleiben/ vnd nicht geacht werden/ dann wann die Kupffer-Ertze arm an den haltt ſeyn/ vnd das wenige Kupffer ſo darinn iſt/ ſich wegen der menge des Bergs nicht zum Koͤnig geben will/ ſondern zu ſchlacken wird/ ſo kan es die ſchmeltz-koſten nicht außbringen/ muͤſſen alſo liegen bleiben; wie viel ſolcher Ertzen ſeynd mir in Teutſchland bekant/ die mit hauffen zubekommen/ doch niemand deren achtet/ weil (wie geſagt) ſelbige zu arm ſeyn/ vnd doch durch Saltz leichtlich koͤnten außgezogen/ vnd die muͤhe vnd das Saltz reichlich bezahlen/ ſonderlich an denen orthen/ deren viel in Teutſchland ſeyn/ da des Saltzes ſo viel iſt/ daß man nicht weiß ſolches anzuwenden/ wie Tirol/ Saltzburg/ Baͤyeren vnd Bergtes-gaden/ ſolches bezeugen/ da ſchier alle Berge des Saltzes voll ſeyn/ vnd der Kupffer daſelbſten auch kein magel gefunden wird/ vnd nicht allein daſelbſten/ ſondern durch gantz Teutſchland an vielen orthen Saltz geſotten/ vnd eines geringen kaufs zubekommen iſt.","norm":"Zentnern zugleich unter dem freien Himmel auf dem Feld / oder in dem Walde / da das Erz und Salz befindlich / getan werden / also dass das Salz des Erzes / und das Erz des Salzes Tiegel / und das Holz der Ofen und auch Feuer sein muss; das las mir eine künstliche Ausziehung des Kupfers aus den Erzen sein / und sonderlich aus diesen / die sonsten wegen des Eisens ungebräuchlich / oder wegen des geringen Haltes von Kupfer die Schmelzkosten nicht bezahlen können / allhier mit gutem Vorteil auszuziehen sein / dann allenthalben solche arme Kupfererzen gefunden werden / die da liegen bleiben / und nicht geachtet werden / dann wann die Kupfererze arm an den halt sein / und das wenige Kupfer so darin ist / sich wegen der Menge des Bergs nicht zum König geben will / sondern zu schlacken wird / so kann es die Schmelzkosten nicht ausbringen / müssen also liegen bleiben; wie viel solcher Erzen sind mir in Deutschland bekannt / die mit Haufen zubekommen / doch niemand deren achtet / weil (wie gesagt) selbige zu arm sein / und doch durch Salz leichtlich könnten ausgezogen / und die Mühe und das Salz reichlich bezahlen / sonderlich an denen Orten / deren viel in Deutschland sein / da des Salzes so viel ist / dass man nicht weiß solches anzuwenden / wie Tirol / Salzburg / Bäyeren und Bergtes-gaden / solches bezeugen / da schier alle Berge des Salzes voll sein / und der Kupfer daselbst auch kein magel gefunden wird / und nicht allein daselbst / sondern durch ganz Deutschland an vielen Orten Salz gesotten / und eines geringen Kaufs zubekommen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.712699890136719} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4540,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun allhier gelehret worden/ daß durch das ſchmeltzen mit gemeynem Saltz/ Eyſen vnd Kupffer fuͤglich auß den Ertzen koͤnne gezogen/ vnd durch die præcipitation wieder voneinander geſcheyden werden; alſo kan es auch geſchehen im naſſen weg durch das kochen/ wann nemblich das gemahlen Ertz mit einem ſtarcken Saltz-waſſer lang kochet/ ſolvirt ſich das Kupffer/ vnd gehet in das Saltz-waſſer/ darauß es dann wieder zu faͤllen vnd zu nutzen zu bringen iſt.","norm":"Gleich wie nun allhier gelehrt worden / dass durch das Schmelzen mit gemeinem Salz / Eisen und Kupfer füglich aus den Erzen könne gezogen / und durch die Präzipitation wieder voneinander gescheiten werden; also kann es auch geschehen im nassen weg durch das Kochen / wann nämlich das gemahlen Erz mit einem starken Salzwasser lang kochet / solviert sich das Kupfer / und geht in das Salzwasser / daraus es dann wieder zu fällen und zu nutzen zu bringen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.171199798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4541,"date":1659,"orig":"So man das Saltz zu einem Spiritu diſtillirt, ſo kan er nicht allein das Kupffer/ ſondern zugleich auch das Gold darmit auß den Ertzen ziehen/ vnd guten nutzen ſchaffen.","norm":"So man das Salz zu einem Spiritu destilliert, so kann er nicht allein das Kupfer / sondern zugleich auch das Gold damit aus den Erzen ziehen / und guten nutzen schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3140997886657715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4542,"date":1659,"orig":"Dieſe Arbeit iſt allbereit in den erſten Theil meines Operis Mineralis beſchrieben.","norm":"Diese Arbeit ist allbereits in den ersten Teil meines Operis Mineralis beschrieben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.119200229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4543,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4544,"date":1659,"orig":"Aber noch einen groͤſſern nutzen kan man machen/ wann man auß den Salien, vnd ſonderlich auß dem Nitro ein ſolches Waſſer bereytet/ daß wenig koſtet/ vnd doch auß den Ertzen alle Metallen darmit ſolviren vnd extrahiren kan/ ſo wol das Silber als das Gold vnd Kupffer in der Solution eins nach dem andern wieder darauß ins particulier kan gefaͤllet werden/ mit welchem Waſſer groſſer nutzen bey allen Berg artenkan gethan werden/ dann ſo man ſolches durch ein gemeyn aqua-fort thun wolte/ ſo zieht es nur das Silber vnd Kupffer herauß/ vnd laͤſt das Gold liegen/ will mans dann durch ein gemeyn Aqua-Regis thun/ ſo ziehet es nur das Gold vnd Kupffrr herauß/ vnd laͤſt das Silber ligen/ tang alſo nichts zum nutzen ſonderlich weil ſolche Waſſer nur einmal zugebrauchen ſeyn/ vnd bishero noch niemand das eine Metall von dem andern in den Solutionibus zu fallen gewuſt/ daß das Waſſer gut geblieben were/ vnd wieder zu dergleichen Arbeit haͤtte moͤgen gebraucht werden/ wie allhier bey dieſem geſchicht/ daß immer das eine Metall nach dem andern/ abſonderlich auß dem Waſſer zu faͤllen/ vnd doch das Waſſer an ſeiner kraͤffte nichts verliehret/ ſondern zu etlich mahlen wieder zugebrauchen iſt; fuͤrwar ein ſehr nuͤtzliche Invention die bey etlichen Berg arten vnd Ertzen/ allem ſchmeltzen weit vorzuziehen iſt/ dann wann etliche Metallen in einem Ertz beyſam̃en/ als Gold/ Silber/ Eyſen/ Bley/ wie ſolches gemeyniglich zu ſeyn pflegt/ vnd ſolche Metallen durchs Fewer herauß geſchmeltzet werden/ vnd ſeynd ſie doch noch beyeinander/ vnd machen noch viel muͤhe ſolche von einander zu ſcheyden.","norm":"Aber noch einen größeren nutzen kann man machen / wann man aus den Salien, und sonderlich aus dem Nitro ein solches Wasser bereitet / dass wenig kostet / und doch aus den Erzen alle Metallen damit solvieren und extrahieren kann / so wohl das Silber als das Gold und Kupfer in der Solution eins nach dem anderen wieder daraus ins particulier kann gefällt werden / mit welchem Wasser großer nutzen bei allen Berg artenkan getan werden / dann so man solches durch ein gemein Aqua-fort tun wollte / so zieht es nur das Silber und Kupfer heraus / und lässt das Gold liegen / will man es dann durch ein gemein Aqua-Regis tun / so ziehet es nur das Gold und Kupffrr heraus / und lässt das Silber liegen / tang also nichts zum Nutzen sonderlich weil solche Wasser nur einmal zu gebrauchen sein / und bisher noch niemand das eine Metall von dem anderen in den Solutionibus zu fallen gewusst / dass das Wasser gut geblieben wäre / und wieder zu dergleichen Arbeit hätte mögen gebraucht werden / wie allhier bei diesem geschieht / dass immer das eine Metall nach dem anderen / absonderlich aus dem Wasser zu fällen / und doch das Wasser an seiner Kräfte nichts verlieret / sondern zu etlich malen wieder zu gebrauchen ist; fürwahr ein sehr nützliche Invention die bei etlichen Berg arten und Erzen / allem schmelzen weit vorzuziehen ist / dann wann etliche Metallen in einem Erz beisammen / als Gold / Silber / Eisen / Blei / wie solches gemeiniglich zu sein pflegt / und solche Metallen durchs Feuer heraus geschmältst werden / und sind sie doch noch beieinander / und machen noch viel Mühe solche voneinander zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9781999588012695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4545,"date":1659,"orig":"Dann erſtlich muͤſſen ſie auf Teſten mit vielem Bley abgetrieben werden/ auff das die vnvollkommene Metallen davon kommen/ als da iſt Eyſen/ Kupffer/ Bley/ Zum/ wann ſie darbey ſeyn/ darnach muß das Gold von dem Silber auch beſonder durch Scheydwaſſer/ welche Arbeit nicht ein jedweder thun kan/ auch nicht allzeit die Werckſtatt vnd requiſita darzu hat/ wann er gleich ſolches zu thun wuͤſte.","norm":"Dann erstlich müssen sie auf Testen mit vielem Blei abgetrieben werden / auf das die unvollkommene Metallen davon kommen / als da ist Eisen / Kupfer / Blei / Zum / wann sie dabei sein / danach muss das Gold von dem Silber auch besondere durch Scheidwasser / welche Arbeit nicht ein jedweder tun kann / auch nicht allzeit die Werkstatt und requisita dazu hat / wann er gleich solches zu tun wüste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.779200077056885} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4546,"date":1659,"orig":"Auf dieſe weiſe aber bedarff er anders nichts als das Waſſer vnd etliche Glaͤſer/ darmit kan er das gantze werck verrichten/ vnd in der ſtille groſſen nutzen ſchaffen/ dann die Nachbahren jhme nicht anklagen koͤnnen/ daß er jhnen jhre Haͤuſer anſtecken oder verbrennen werde/ wann ſie keinen Blasbalg hoͤren/ oder keine Kohlen in das Hauß tragen ſehen.","norm":"Auf diese Weise aber bedarf er anders nichts als das Wasser und etliche Gläser / damit kann er das ganze Werk verrichten / und in der stille großen nutzen schaffen / dann die Nachbarn ihm nicht anklagen können / dass er ihnen ihre Häuser anstecken oder verbrennen werde / wann sie keinen Blasbalg hören / oder keine Kohlen in das Haus tragen sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.217999935150146} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4547,"date":1659,"orig":"Auch werden jhme die Schmiede nicht anklagen/ daß er jhnen die Kohlen verthewre/ wie dem kleinen Bawren geſchehen; deßgleichen wird er bey ſeiner Obrigkeit nicht in verdacht kommen/ daß er groſſe Reichthumben beſitze/ vnd mit groſſen Schatzungen/ Eynquartirungen der Soldaten uͤberlegt zu werden.","norm":"Auch werden ihm die Schmiede nicht anklagen / dass er ihnen die Kohlen verteure / wie dem kleinen Bauern geschehen; desgleichen wird er bei seiner Obrigkeit nicht in verdacht kommen / dass er große Reichtümer besitze / und mit großen Schatzungen / Einquartierungen der Soldaten überlegt zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.87060022354126} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4548,"date":1659,"orig":"Item/ wird er ſich von der boͤſen Weltenteuſſeren/ Gott vnd ſeinen Armen Naͤchſten dienen/ vnd ein ſtill vnd Ehrbar Leben fuͤhren koͤnnen.","norm":"Item / wird er sich von der bösen Weltenteusseren / Gott und seinen Armen Nächsten dienen / und ein still und ehrbar Leben führen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.345200061798096} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4549,"date":1659,"orig":"Er treibt jhm kein noth falſch Gewicht vnd Maß zu geben/ noch ein vnbilliger Wucherer zu werden/ viel weniger auß deſperation in den Krieg zu lauffen/ andere Tod vmbs Gelds wegen zu ſchlagen/ oder ſich ſelbſten Tod ſchlagen zu laſſen; oder vmbs eytelen Gewins willen uͤber dz gefaͤhrliche Meer nach Oſt-vnd Weſt-Indien zu Reyſen/ vnd auß manglung der Nahrung in ein Kloſter-leben zugehen/ in zwang oder vnſicherheit zu leben/ ſondern man kan ſein eygen Herꝛ ſeyn/ ſich von aller Gottloſer geſellſchafft ebenwohl bewahren/ zu Gottſeligen frommen Leuten geſellen/ die gaben Gottes mit Danckſagungen gebrauchen/ Gott zu Ehren bey gelegenheit auch froͤlich ſeyn/ dem duͤrfftigen beyſpringen/ die Wercke der Barmhertzigkeit an jhme veruͤben/ andern mit guten Exempelen vorgehen/ ein ſtilles vnd ruͤhiges leben fuͤhren/ Gott vnd ſeine Wunderwerck lehren erkennen/ der Natur heimlichkeiten erforſchen:","norm":"Er treibt ihm kein Not falsch Gewicht und Maß zu geben / noch ein unbilliger Wucherer zu werden / viel weniger aus Desperation in den Krieg zu laufen / andere Tod ums Gelds wegen zu schlagen / oder sich selbst Tod schlagen zu lassen; oder ums Eitelen Gewinns Willen über das gefährliche Meer nach Ost-vnd Westindien zu reisen / und aus manglung der Nahrung in ein Kloster-Leben zugehen / in zwang oder Unsicherheit zu leben / sondern man kann sein eigen Herr sein / sich von aller gottloser Gesellschaft ebenwohl bewahren / zu Gottseligen frommen Leuten gesellen / die gaben Gottes mit Danksagungen gebrauchen / Gott zu Ehren bei Gelegenheit auch fröhlich sein / dem dürftigen beispringen / die Werke der Barmherzigkeit an ihm ver��ben / anderen mit guten Exempeln vorgehen / ein stilles und ruhiges leben führen / Gott und seine Wunderwerk lehren erkennen / der Natur Heimlichkeiten erforschen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.23859977722168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4550,"date":1659,"orig":"Es darf auch ein junger Geſell vmb des guts willen kein alt Weib nehmen/ vnd ſich zu einem Deckel vnd Schlaven machen; man kan ſich auch vielmehr darmit frey machen/ wann man vom Tuͤrcken vnd Tartaren gefangen worden; man darff auch kein Teller-lecker/ Suppenfreſſer oder Schmarotziger Hoͤffling werden/ den Mantel nach dem Wind zu haͤncken/ vnd zu boͤſen dingen immer Ja zu ſagen/ falſch Vrtheil zu faͤllen/ ſein gewiſſen zubeſchweren/ Leib vnd Seel in die Helle zu ſtuͤrtzen/ noch ein Mammons-diener vnd Heuchler: der Medicus darff nicht auf vngluͤck warten Peſt vnd andere Kranckheiten wuͤnſchen/ das er deſto mehr gewinnen moͤchte.","norm":"Es darf auch ein junger Gesell um des Gutes willen kein alt Weib nehmen / und sich zu einem Deckel und Schlafen machen; man kann sich auch vielmehr damit frei machen / wann man vom Türken und Tartaren gefangen worden; man darf auch kein Teller-lecker / Suppenfresser oder Schmarotziger Höfling werden / den Mantel nach dem Wind zu henken / und zu bösen Dingen immer Ja zu sagen / falsch Urteil zu fällen / sein gewissen zubeschweren / Leib und Seele in die Helle zu stürzen / noch ein Mammons-Diener und Heuchler: Der Medikus darf nicht auf Unglück warten Pest und andere Krankheiten wünschen / das er desto mehr gewinnen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.170499801635742} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4551,"date":1659,"orig":"Der Juriſt darff keine boͤſe Sachen defendiren, ſein Hauß damit zubereichern.","norm":"Der Jurist darf keine böse Sachen defendieren, sein Haus damit zubereichern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.423999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4552,"date":1659,"orig":"Der Prediger darff ſich nicht fuͤrchten/ daß er abgeſetzt werde/ wann er die warheit ſagt.","norm":"Der Prediger darf sich nicht fürchten / dass er abgesetzt werde / wann er die Wahrheit sagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.673399925231934} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4553,"date":1659,"orig":"Es werden dich auch nicht die vnwiſſenden ſpoͤtter vnd haͤſſer der Alchymiæ einen Goldmacher nennen/ wann jhnen nicht bekant iſt/ daß du mit Metalliſchen dingen vmbgeheſt/ noch ſehen daß du viel ſchmeltzeſt oder blaſeſt/ welchen Spoͤttern man ſonſten allzeit im maul liegen muß/ wann man weitlaͤufftige Fewer-arbeiten verꝛichtet; In dieſem außziehen aber man aller dieſer vnd dergleichen vnruhe uͤberhaben ſeyn kan/ weilen alles in ſtille ohn einige weitlaͤufftigkeit kan verꝛichtet werden.","norm":"Es werden dich auch nicht die unwissenden Spötter und Hasser der Alchymiae einen Goldmacher nennen / wann ihnen nicht bekannt ist / dass du mit metallischen Dingen umgehest / noch sehen dass du viel schmelzest oder blasest / welchen Spöttern man sonsten allzeit im maul liegen muss / wann man weitläufige Feuerarbeiten verrichtet; in diesem ausziehen aber man aller dieser und dergleichen Unruhe überhaben sein kann / weilen alles in stille ohne einige Weitläufigkeit kann verrichtet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.205599784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4554,"date":1659,"orig":"Darumb billig alle fromme Chymici, ſo jhre zeit/ Haab vnd Gut vnnuͤtzlich oder vergeblich mit Phantaſtiſchen vnd Sophiſtiſchen Proceſſen verlohren/ Gott dem Allmaͤchtigen fuͤr ein ſolche herꝛliche vnd jederman nuͤtzliche Invention von hertzen dancken ſolten.","norm":"Darum billig alle fromme Chymici, so ihre Zeit / Hab und Gut unnützlich oder vergeblich mit Phantastischen und Sophistischen Prozessen verloren / Gott dem Allmächtigen für ein solche herrliche und jedermann nützliche Invention von Herzen danken sollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.080100059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4555,"date":1659,"orig":"Vnd dienet eine ſolche auß-ziehung des Goldes vnd Silbers nicht allein auf die Ertze vnd fluͤchtige oder wilde Berg-arten die allenthalben zu finden/ vnd keinem Menſchen zu ſchaden/ mit guten gewiſſen durch dieſes Waſſer zu figiren vnd außzuziehen/ ſondern es koͤnnen auch alle Metalliſche Mixturen ſie ſeyn gleich auß Ertzen geſchmoltzen/ oder ſonſten durch andere wege zuſammen kommen/ fuͤglich vnd gar leichtlich voneinander geſcheyden/ vnd ein jedweder Metall rein vnd ſauber behalten werden:","norm":"Und dient eine solche auß-ziehung des Goldes und Silbers nicht allein auf die Erze und flüchtige oder wilde Bergarten die allenthalben zu finden / und keinem Menschen zu schaden / mit guten Gewissen durch dieses Wasser zu figieren und auszuziehen / sondern es können auch alle Metallische Mixturen sie sein gleich aus Erzen geschmolzen / oder sonsten durch andere Wege zusammen kommen / füglich und gar leichtlich voneinander gescheiten / und ein jedweder Metall rein und sauber behalten werden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4556,"date":1659,"orig":"Als zum Exempel:","norm":"Als zum Exempel:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ca","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.274099826812744} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4558,"date":1659,"orig":"Deßgleichen iſt auch der Calx Solis nicht vergeblich zu ſchmeltzen/ ſondern auch noch nutzen darmit zu ſchaffen/ wann derſelbe mit einem Mercurio Saturni vel Lunæ amalgamirt wid/ er ein zuwachs auß dem Saturno & Luna erlanget/ ſonſten iſt es auch gut den Goldſchmieden darmit zuverguͤlden/ vnd den Mahlern/ wann jhme zuvorn ſein glantz geben wird/ darmit zu mahlen oder ſchreiben; kommen alſo auß dieſer Arbeit vielerley nutzen/ vnd wird ſo wol das Eyſen vnd Kupffer als Gold vnd Silber dardurch verbeſſert/ oder werther gemacht/ als das es ſonſten geweſen/ wann ſie auf die bekante weiß durch das Fewer voneinander weren geſcheyden worden.","norm":"Desgleichen ist auch der Calx Solis nicht vergeblich zu schmelzen / sondern auch noch nutzen damit zu schaffen / wann derselbe mit einem Mercurio Saturni vel Lunae amalgamiert Wit / er ein Zuwachs aus dem Saturn & Luna erlanget / sonsten ist es auch gut den Goldschmieden damit zuvergülden / und den Malern / wann ihm zuvor sein Glanz geben wird / damit zu malen oder schreiben; kommen also aus dieser Arbeit vielerlei nutzen / und wird so wohl das Eisen und Kupfer als Gold und Silber dadurch verbessert / oder werter gemacht / als das es sonsten gewesen / wann sie auf die bekannte weiß durch das Feuer voneinander wären gescheiten worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.674600124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4559,"date":1659,"orig":"Kan alſo auf dieſe weiſe nicht allein groſſer nutzen geſchafft weden das Gold vnd Silber auß den Ertzen vnd wilden Berg-arten zu ziehen/ oder die Maſſa Metallorum fuͤglich darmit voneinander zu ſcheyden/ ſondern es bringt dieſe ſcheydung auch beſſern nutzen als die bekante vnd gebraͤuchliche ſcheydung des Goldes vnd Silbers durch ein aqua-fort, da man erſtlich das werck fein brennen/ vnd von allen zuſatzen auf den Teſt reinigen/ vnd hernach erſt mit dem aqua-fort das Silber ſolviren vnd von dem Golde ſcheyden muß/ wann dieſes geſchehen/ alsdann entweder das ſolvirte Silber mit Kupffer vnd Waſſer faͤllen/ oder das aqua-fort davon abſtrahiren/ davon nicht allein kein weiterer nutzen zuerwarten/ als blos das Gold von dem Silber geſcheyden/ vnd die helffte des aquæ-fortis verlohren.","norm":"Kann also auf diese Weise nicht allein großer nutzen geschafft Weden das Gold und Silber aus den Erzen und wilden Bergarten zu ziehen / oder die Massa Metallorum füglich damit voneinander zu scheiden / sondern es bringt diese Scheidung auch besseren nutzen als die bekannte und gebräuchliche Scheidung des Goldes und Silbers durch ein Aqua-fort, da man erstlich das Werk fein brennen / und von allen Zusatze auf den Test reinigen / und hernach erst mit dem Aqua-fort das Silber solvieren und von dem Golde scheiden muss / wann dieses geschehen / alsdann entweder das solvierte Silber mit Kupfer und Wasser fällen / oder das Aqua-fort davon abstrahieren / davon nicht allein kein weiterer nutzen zuerwarten / als bloß das Gold von dem Silber gescheiten / und die Hälfte des aquae- fortis verloren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.121799945831299} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4560,"date":1659,"orig":"Allhier aber wird das meyſte theil Aquæfortis erhalten/ vnd darzu auch verbeſſert/ (wann Zinn oder Eyſen) bey der Maſſa geweſen/ ſondern der Crocus Martis bezahlet das Waſſer allein/ vnd iſt das Gruͤnſpan gewinn/ der Silber-kalch wird durch ſchmeltzen des Antimonii guͤldiſch/ der Gold-kalck wird durch den Saturnum & Lunam augmentirt, daß alſo der gewinn vier fach iſt/ auſſer deme daß das Gold vom Silber dardurch geſcheyden worden; dieſes laß mir ein kuͤnſtliches außziehen oder ſcheyden der Metallen ſeyn im naſſen weg:","norm":"Allhier aber wird das meiste Teil Aquaefortis erhalten / und dazu auch verbessert / (wann Zinn oder Eisen) bei der Massa gewesen / sondern der Crocus Martis bezahlet das Wasser allein / und ist das Grünspan Gewinn / der Silber-kalch wird durch Schmelzen des Antimonii güldisch / der Goldkalk wird durch den Saturnum & Lunam augmentiert, dass also der Gewinn vierfach ist / außer dem dass das Gold vom Silber dadurch gescheiten worden; dieses lass mir ein künstliches ausziehen oder scheiden der Metallen sein im nassen weg:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9770002365112305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4561,"date":1659,"orig":"Vnd wie dieſes ein ſehr vortheilhafftiger Modus die Metallen auß den Ertzen zuziehen/ vnd kuͤnſtlich voneinander zu ſcheyden/ im naſſen weg iſt/ alſo kan es auch getahn werden im truckenen weg durch den guß/ wann nemblich die Ertze mit Antimonio oder Bley geſchmoltzen/ vnd immer das eine Metall nach dem andern darauß gefaͤlt wird/ alſo daß man ſolche Maſſam gar nicht abtreiben/ vnd das fein gebrente mit dem Scheyd-waſſer voneinander ſcheyden darff/ ſondern wann alle Metallen in einem klumpen beyſammen geſchmoltzen weren/ ſo kan erſtlich das Gold/ darnach das Silber/ vnd letztlich auch das Kupffer herauß gefaͤllt/ vnd durch das Nitrum fein vnd geſchmeydig gemacht werden/ welches leicht vnd mit wenig muͤhe vnd koſten zuverꝛichten iſt/ alſo daß ſo wol durch den naſſen als truckenen weg/ durch huͤlffe des Salpeters alle Metallen ſehr Compendioſè vnd geſchwind voneinander zu ſcheyden.","norm":"Und wie dieses ein sehr vorteilhaftiger Modus die Metallen aus den Erzen zuziehen / und künstlich voneinander zu scheiden / im nassen weg ist / also kann es auch getan werden im Trockenen weg durch den Guss / wann nämlich die Erze mit Antimonio oder Blei geschmolzen / und immer das eine Metall nach dem anderen daraus gefällt wird / also dass man solche Massam gar nicht abtreiben / und das fein Gebrente mit dem Scheidwasser voneinander scheiden darf / sondern wann alle Metallen in einem klumpen beisammen geschmolzen wären / so kann erstlich das Gold / danach das Silber / und letztlich auch das Kupfer heraus gefällt / und durch das Nitrum fein und geschmeidig gemacht werden / welches leicht und mit wenig Mühe und kosten zuverrichten ist / also dass so wohl durch den nassen als trockenen weg / durch Hilfe des Salpeters alle Metallen sehr Compendiose und geschwind voneinander zu scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.928899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4562,"date":1659,"orig":"Geſetzet ich haͤtte in einer Maſſa Gold/ Silber/ Kupffer vnd Eyſen beyſammen/ vnd ich wolte dieſelbe bald rein vnd fein haben/ ſo kan ich ſolche nur mit Schwefel zintern/ vnd mit Satuno das eine Metall nach dem andern herauß faͤllen/ vnd die Koͤnige per Nitrum fein machen/ welche Maſſam leichtlich in einen tag mit 3. oder 4. Thaler vnkoſten zu ſcheyden iſt/ wann auch dieſelbe hundert pfund ſchwer were; ſo man aber des ſchmeltzens vnd niederfaͤllens der Metallen keinen verſtand haͤtte/ oder gute Tiegel vnd Ofen ermangelten/ ſo koͤnte man ſolche Maſſam granuliren, vnd mit dem Salpeter-waſſer aufloͤſen/ das Gold/ Silber vnd Kupffer beſonder her auß faͤllen/ vnd das Waſſer von dem Marte abziehen/ ſo bezahlet der Mars das Waſſer/ vnd der Calx Veneris die muͤhe/ vnd der zuwachs oder verbeſſerung/ ſo der Calx Solis & Lunæ in der reduction erlangen/ geben den gewinn/ vnd wird alſo das Gold vnd Silber vmbſonſt oder ohne koſten voneinander geſcheyden/ ſo wol im naſſen als auch in dem trucknen weg/ dann in dem trucknen weg durch den guß wird das Silber eben ſo wol in der Arbeit oder durchgieſſen mit dem Antimonio gradirt vnd guͤldiſch gemacht/ alſo/ wer wol darmit weiß uͤmbzugehen/ auß einem jedwedern gemeynen Silber/ das nicht guͤldiſch iſt/ durch dieſe Arbeit gut Gold kan gefaͤllet werden.","norm":"Gesetzt ich hätte in einer Massa Gold / Silber / Kupfer und Eisen beisammen / und ich wollte dieselbe bald rein und fein haben / so kann ich solche nur mit Schwefel zentern / und mit Satuno das eine Metall nach dem anderen heraus fällen / und die Könige per Nitrum fein machen / welche Massam leichtlich in einen Tag mit 3. oder 4. Taler Unkosten zu scheiden ist / wann auch dieselbe hundert Pfund schwer wäre; so man aber des Schmelzens und Niederfallens der Metallen keinen verstand hätte / oder gute Tiegel und Ofen ermangelten / so könnte man solche Massam granulieren, und mit dem Salpeterwasser auflösen / das Gold / Silber und Kupfer besondere her aus fällen / und das Wasser von dem Marte abziehen / so bezahlet der Mars das Wasser / und der Calx Veneris die Mühe / und der Zuwachs oder Verbesserung / so der Calx Solis & Lunae in der Reduktion erlangen / geben den Gewinn / und wird also das Gold und Silber umsonst oder ohne kosten voneinander gescheiten / sowohl im nassen als auch in dem trocknen weg / dann in dem trocknen weg durch den Guss wird das Silber eben so wohl in der Arbeit oder durchgießen mit dem Antimonio gradiert und güldisch gemacht / also / wer wohl damit weiß umzugehen / aus einem jedweden gemeinen Silber / das nicht güldisch ist / durch diese Arbeit gut Gold kann gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.098800182342529} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4563,"date":1659,"orig":"Dieſes alles haben wir dem lieben Gott zu dancken/ daß er vns das liebe Nitrum hat wachſen laſſen/ vnd noch mehr ſollen wir jhme dancken/ vnd vns erfrewen/ daß er durch gute Leute (als ſeine Werckzeug oder Inſtrument) wie ſolches Nitrum auß vnachtſamen dingen ſo haͤuffig zu zeugen/ der gantzen Welte vor augen legt vnd offenbahr machet.","norm":"Dieses alles haben wir dem lieben Gott zu danken / dass er uns das liebe Nitrum hat wachsen lassen / und noch mehr sollen wir ihm danken / und uns erfreuen / dass er durch gute Leute (als seine Werkzeug oder Instrument) wie solches Nitrum aus unachtsamen Dingen so häufig zu zeugen / der ganzen wählte vor Augen legt und offenbar macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.012400150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4564,"date":1659,"orig":"Nun weiß ich gewiß/ daß ich mit dieſer meiner vnterꝛichtung/ guter lehr vnd erinnerung mir aufs newe viel Neyder vnd Feinde machen werde/ wann ſie dieſes leſen/ vnd nichts darauß verſtehen oder lernen koͤnnen/ vnd vorgeben/ daß es keine warheit/ weilen ſie von ſolcher kuͤnſtlichen außziehung oder ſcheydung zuvorn noch nichts gehoͤret/ noch geſehen/ vnd ich auch ſo klar das werck nicht beſchrieben/ daß es ein jedweder Farneriſcher Eſel alſobalden verſtehen oder begreiffen kan/ ſolche boͤſe Menſchen (wann ſie anders Menſchen zu nennen ſeyn) muß ich ſo lang neyden laſſen als es jhnen Gott zulaͤſt.","norm":"Nun weiß ich gewiss / dass ich mit dieser meiner Unterrichtung / guter lehr und Erinnerung mir aufs neue viel Neider und Feinde machen werde / wann sie dieses lesen / und nichts daraus verstehen oder lernen können / und vorgeben / dass es keine Wahrheit / weilen sie von solcher künstlichen Ausziehung oder Scheidung zuvor noch nichts gehöret / noch gesehen / und ich auch so klar das Werk nicht beschrieben / dass es ein jedweder Farnerischer Esel alsobald verstehen oder begreifen kann / solche böse Menschen (wann sie anders Menschen zu nennen sein) muss ich so lang neiden lassen als es ihnen Gott zulässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328800201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4565,"date":1659,"orig":"Alle dinge haben jhre zeit/ vnd nehmen einmal ein Ende/ alſo werden meine Feinde auch noch einmal durch die rechte hand Gottes gefaͤlt vnd gedaͤmpffet werden/ welches nicht auſſen bleiben wird/ deſſen ich verſichert vnd getroſt bin.","norm":"Alle Dinge haben ihre Zeit / und nehmen einmal ein Ende / also werden meine Feinde auch noch einmal durch die rechte Hand Gottes gefällt und gedämpft werden / welches nicht außen bleiben wird / dessen ich versichert und getrost bin.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7571001052856445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4566,"date":1659,"orig":"Was fuͤr ein ſchaͤndeln haben doch die Ignoranten vnd Idioten uͤber mein Salpeter-zengung auß dem Holtz getrieben/ vnd treibens noch/ vnd haltens fuͤr eine Fabel.","norm":"Was für ein Schändelen haben doch die Ignoranten und Idioten über mein Salpeter-zengung aus dem Holz getrieben / und Treibens noch / und halten es für eine Fabel.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.56850004196167} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4567,"date":1659,"orig":"Es kan aber bey vnerfahrnen Menſchen nicht wol anders ſeyn/ welche keine erkaͤntnus der Natur haben/ auch im geringſten nicht wiſſen/ was der kunſt vnd Natur moͤglich oder nicht moͤglich ſey: weilen es die gelegenheit vnd Materi mitbringt/ ſo kan ich nicht laſſen etwas weiters als im Erſten Theil Teutſchlands Wohlfart geſchehen/ davon zu diſcuriren, In dem Erſten Theil dieſes Buchs habe ich bey Concentratione lignorum geſchrieben/ das auß allem Holtz durch eine beſondere Preſſe ein Safft koͤnne außgepreſt werden/ welcher Saffthernacher durch die Lufft vnd zeit zu einem guten Salpeter werden ſolle/ habe auch rationes beygeſetzet/ wie daß es der kunſt muͤglich daſſelbige zuverꝛichten/ was ſonſten die Natur wircket oder veꝛichtet; vnd daß der jenige Salpeter/ der ſonſten allenthalben auß den Viehe-ſtaͤllen gegraben wird/ anders nicht ſey/ als ein Sal Eſſentiale vegetabilium & Animalium, ſo durch die lange zeit/ vnd verborgene kraffte der Lufft vmbgekehrt vnd zu Salpeter verwandelt worden/ welches auch die pure lautere warheit iſt/ vnd von keinem verſtaͤndigen Menſchen kan wiederleget werden/ dann ſolches gar zu klar vnd offenbar iſt/ daß es auch die Bawren wiſſen vnd verſtehen/ ob ſchon mancher ſtoltzer Suppen freſſer oder Schmarotzer ſolches nicht begreiffen oder verſtehen kan/ vnd nicht genug zuverwunderen/ das mancher der ſonſten fuͤr viel-wiſſend wil gehalten ſeyn/ ſo gar nichts in Natuͤrlichen dingen verſtehet oder begreiffen kan.","norm":"Es kann aber bei unerfahrenen Menschen nicht wohl anders sein / welche keine erkäntnus der Natur haben / auch im Geringsten nicht wissen / was der Kunst und Natur möglich oder nicht möglich sei: weilen es die Gelegenheit und Materie mitbringt / so kann ich nicht lassen etwas Weiteres als im ersten Teil Deutschlands Wohlfahrt geschehen / davon zu diskurieren, in dem ersten Teil dieses Buchs habe ich bei Konzentration lignorum geschrieben / das aus allem Holz durch eine besondere Presse ein Saft könne ausgepresst werden / welcher Safternager durch die Luft und Zeit zu einem guten Salpeter werden solle / habe auch rationes beigesetzt / wie dass es der Kunst möglich dasselbe zuverrichten / was sonsten die Natur wirket oder verrichtet; und dass derjenige Salpeter / der sonsten allenthalben aus den Vieh-Ställen gegraben wird / anders nicht sei / als ein Soll Essentiale vegetabilium & Animalium, so durch die lange Zeit / und verborgene kraft der Luft umgekehrt und zu Salpeter verwandelt worden / welches auch die pure lautere Wahrheit ist / und von keinem verständigen Menschen kann widerleget werden / dann solches gar zu klar und offenbar ist / dass es auch die Bauern wissen und verstehen / ob schon mancher stolzer Suppen Fresser oder Schmarotzer solches nicht begreifen oder verstehen kann / und nicht genug zuverwundere / das mancher der sonsten für viel-wissend will gehalten sein / so gar nichts in natürlichen Dingen verstehet oder begreifen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119200229644775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4568,"date":1659,"orig":"Es gienge noch alles wol hin/ wann ſie ſchon dieſes darfuͤr ſie ſich außgeben nicht verſtunden/ wann ſie nur das jenige nicht tadelten oder verachteten/ ſo an ſich ſelbſten gut vnd mit der Natur vnd kunſt uͤbereinkompt/ vnd auch die Bawren ſolches verſtehen vnd mit haͤnden greiffen koͤnnen; Ich beruffe mich nochmahlen dahin/ vnd ſage/ was ich in dem Erſten Theil des Teutſchlands Wohlfart von zeugung des Salpeters auß dem Holtz geſchrieben/ die lautere vnwiederlegliche warheit ſey/ welches die zeit genugſam offenbaren wird; daß aber mancher meynen moͤchte/ wann ſie den Holtz-ſafft etliche tagen oder wochen in die Lufft gelegt/ alſobalden ein Salpeter darauß werden ſolte/ der fehlet weit/ vnd kan der Natur ſeine zeit nicht geben zu wircken; wuͤrde man einen Bawren nicht billiger-weiß einen Tuͤlpel vnd Eſel nennen koͤnnen oder doͤrffen/ wann er ſein Korn in die Erden geſaͤet/ vnd uͤber etliche tagen auf den Acker gienge zubeſehen ob ſein Korn noch nicht reyff vnd zeitig wehre?","norm":"Es ginge noch alles wohl hin / wann sie schon dieses dafür sie sich ausgeben nicht verstanden / wann sie nur dasjenige nicht tadelten oder verachteten / so an sich selbst gut und mit der Natur und Kunst übereinkommt / und auch die Bauern solches verstehen und mit Händen greifen können; Ich berufe mich nochmals dahin / und sage / was ich in dem ersten Teil des Deutschlands Wohlfahrt von Zeugung des Salpeters aus dem Holz geschrieben / die lautere unwiderlegliche Wahrheit sei / welches die Zeit genügsam offenbaren wird; dass aber mancher meinen möchte / wann sie den Holtz-safft etliche Tagen oder Wochen in die Luft gelegt / alsobald ein Salpeter daraus werden sollte / der fehlet weit / und kann der Natur seine Zeit nicht geben zu wirken; würde man einen Bauern nicht billiger-weiß einen Tölpel und Esel nennen können oder dürfen / wann er sein Korn in die Erden gesät / und über etliche Tagen auf den Acker ginge zubesehen ob sein Korn noch nicht reif und zeitig wehre?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.229800224304199} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4569,"date":1659,"orig":"Aſo auch in dieſem werck zuverſtehen/ dann alle ding ſeine zeit haben will/ ſo wol in zeugung der Animalien vnd Mineralien als Vegetabilien:","norm":"Aso auch in diesem Werk zu verstehen / dann alle Ding seine Zeit haben will / so wohl in Zeugung der Animaleien und Mineralien als Vegetabilien:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.320799827575684} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4570,"date":1659,"orig":"Darf alſo keines weitern beweiſes:","norm":"Darf also keines weiteren Beweises:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.247099876403809} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4571,"date":1659,"orig":"Ein jedwedere generation muß jhre behoͤrliche zeit haben/ es ſey auch worinn es wolle.","norm":"Ein jedweder Generation muss ihre behörliche Zeit haben / es sei auch worin es wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.426599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4572,"date":1659,"orig":"Daß nun mancher ſeinen kopff bemuͤhet die Preß zu finden/ deren ich in dem Erſten Theil Teutſchlands Wohlfart gedacht/ vnd doch nicht erfinden koͤnnen/ iſt kein wunder/ aber gleichwol die warheit/ daß ein ſolche Preß gar leichtlich zu machen/ dardurch taͤglich ein groſſe Quantitaͤt Safft auß allem Holtz zu preſſen/ es werde gleich glaubet oder nicht glaubet; dieweilen aber allbereyt einige ſolche Preſſen bey mir geſehen/ vnd ſolche auch gemacht/ das Holtz darmit gepreſt/ vnd der Lufft zeitig zu machen vorgelegt/ ſo kan es ſo gar lang mehr nicht anſtehen/ es muß ſich die warheit endlich offenbahren/ vnd vor den Spoͤttern vnd Ignoranten ſehen laſſen; Ich habe vermeynt gehabt das werck gar verbluͤmbt beſchrieben zu haben/ dennoch haben einige tiefſinnige Menſchen nicht allein die Preß/ ſondern auch die Circulir-gefaͤs meines naſſen werckes ergruͤbelt/ die kunſt beynahe von wort zu worten aufs Papier geſetzet/ vnd mir zugeſchickt/ vnd gefragt ob es nicht auf ſolche oder ſolche weiſe zugehen muͤſſe/ daruͤber ich mich verwundert habe/ weilen ich wol gewuſt/ das ſie die geringſte anleytung nicht gehabt/ als blos auß dem Erſten Theil Teutſchlands Wohlfarts beſchreibung; zweyffele auch nicht/ es werden ſich deren noch mehr bemuͤhen durch fleiſſige Speculationes darhinden zu kommen.","norm":"Dass nun mancher seinen Kopf bemühet die Press zu finden / deren ich in dem ersten Teil Deutschlands Wohlfahrt gedacht / und doch nicht erfinden können / ist kein Wunder / aber gleichwohl die Wahrheit / dass ein solche Press gar leichtlich zu machen / dadurch täglich ein große Quantität Saft aus allem Holz zu pressen / es werde gleich glaubet oder nicht glaubet; dieweilen aber allbereyt einige solche Pressen bei mir gesehen / und solche auch gemacht / das Holz damit gepresst / und der Luft zeitig zu machen vorgelegt / so kann es so gar lang mehr nicht anstehen / es muss sich die Wahrheit endlich offenbaren / und vor den Spöttern und Ignoranten sehen lassen; Ich habe vermeint gehabt das Werk gar verblümt beschrieben zu haben / dennoch haben einige tiefsinnige Menschen nicht allein die Press / sondern auch die Circulir-gefäs meines nassen Werkes ergrübelt / die Kunst beinahe von Wort zu Worten aufs Papier gesetzt / und mir zugeschickt / und gefragt ob es nicht auf solche oder solche weise zugehen müsse / darüber ich mich verwundert habe / weilen ich wohl gewusst / das sie die geringste Anleitung nicht gehabt / als bloß aus dem ersten Teil Deutschlands Wohlfahrt Beschreibung; zweifele auch nicht / es werden sich deren noch mehr bemühen durch fleißige Speculationes dahinten zu kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088500022888184} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4573,"date":1659,"orig":"Klaͤrer habe ich nicht ſchreiben doͤrffen/ vmb der vndanckbaren boͤſen Welt willen/ dann immer ſo bald ſolche herꝛliche Inventiones in der Feinde als Freunden haͤnde gelangen koͤnten; der ohalben beſſer ſtill geſchwiegen/ als uͤbel geſchrieben:","norm":"Klarer habe ich nicht schreiben dürfen / um der undankbaren bösen Welt Willen / dann immer so bald solche herrliche Inventiones in der Feinde als Freunden Hände gelangen könnten; der ohalben besser still geschwiegen / als übel geschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.627999782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4574,"date":1659,"orig":"Ich ſage aber nochmahlen/ daß ein ſolche Preß bey mir zu finden/ vñ auch viel kuͤnſtlicher vnd darzu vnkoͤſtlicher als man glauben oder jhme eynbilden moͤchte/ vnd werden noch taͤglichs mehr vnd beſſere Compendia darzu erfunden/ alſo daß man hinfuͤhro obgedachter Preſſen gar nicht mehr noͤtig hat/ das Holtz darmit zu preſſen/ ſondern es kan auch ein jedre eder Vegetabile vnd Animale ohn einige muͤhe vnd arbeit ohne einiges Preſſen vmbgekehrt/ vnd in kurtzer zeit zu gutem Salpeter verwandelt werden/ alſo daß man viel hundert Centner Salpeter durch eine einige Perſon/ auß lauterm Holtz/ Laub vnd Gras/ (da es wol zubekommen iſt) zeugen kan/ doch nicht die Perſon/ ſondern die Lufft die zeugung verꝛichtet/ die Perſon legt der Lufft nur das Subjectum dar/ darinn dieſelbe wircken/ vnd auß dem Subjecto Salpeter machen kan/ mehrers wird auf dismal nicht geſagt.","norm":"Ich sage aber nochmals / dass ein solche Press bei mir zu finden / und auch viel künstlicher und dazu unköstlicher als man glauben oder ihm einbilden möchte / und werden noch tägliches mehr und bessere Compendia dazu erfunden / also dass man hinfür obgedachter Pressen gar nicht mehr nötig hat / das Holz damit zu pressen / sondern es kann auch ein jedre Eder Vegetabile und Animale ohne einige Mühe und Arbeit ohne einiges Pressen umgekehrt / und in kurzer Zeit zu gutem Salpeter verwandelt werden / also dass man viel hundert Zentner Salpeter durch eine einige Person / aus lauterem Holz / Laub und Gras / (da es wohl zubekommen ist) zeugen kann / doch nicht die Person / sondern die Luft die Zeugung verrichtet / die Person legt der Luft nur das Subjectum dar / darin dieselbe wirken / und aus dem Subjecto Salpeter machen kann / mehreres wird auf diesmal nicht gesagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.20550012588501} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4575,"date":1659,"orig":"Man muß die Perlein nicht fuͤr die Schwein werffen/ vnd gar zu gemeyn machen.","norm":"Man muss die Perllein nicht für die Schwein werfen / und gar zu gemein machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.771200180053711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4576,"date":1659,"orig":"Aber nichts mehr wundert mich/ daß die jetzige Welt ſo gar faul vnd verdoſſen iſt/ der Natur heimlichkeiten zu erforſchen/ ſo man allein die eygenſchafft des wunderbarlichen Subjecti des Salpeters recht erkante/ ſo doͤrffte man ſo vieler Buͤcher in Alchymia zu leſen nicht/ dann viel wunder dinge auß jhme zubringen.","norm":"Aber nichts mehr wundert mich / dass die jetzige Welt so gar faul und dosen ist / der Natur Heimlichkeiten zu erforschen / so man allein die Eigenschaft des wunderbarlichen Subjecti des Salpeters recht erkannte / so dürfte man so vieler Bücher in Alchimie zu lesen nicht / dann viel Wunder Dinge aus ihm zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.669899940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4577,"date":1659,"orig":"Kurtz oben habe ich einer naſſen vnd truckenen außziehung des Goldes/ Silbers vnd andern Metallen/ durch huͤlff des Salpeters zu thun gedacht/ wann das Nitrum ſonſten zu nichts anders mehr nutz were/ ſo ſolte es jederman lieben/ vnd ſo viel muͤglich darnach trachten/ ſolches auß vnachtſamen dingen nicht allein in copia zu zeugen/ ſondern auch mit nutzen wiſſen zugebrauchen.","norm":"Kurz oben habe ich einer nassen und trockenen Ausziehung des Goldes / Silbers und anderen Metallen / durch Hilfe des Salpeters zu tun gedacht / wann das Nitrum sonsten zu nichts anders mehr Nutz wäre / so sollte es jedermann lieben / und so viel möglich danach trachten / solches aus unachtsamen Dingen nicht allein in copia zu zeugen / sondern auch mit nutzen wissen zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4278998374938965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4578,"date":1659,"orig":"Daß ich den Niederſchlag/ ſo wol im naſſen als trucknen weg des außzichens/ vnd voneinander ſcheydens der Metallen nicht ſo klar vnd offenbahr beſchrieben vnd gemeyn gemacht/ wolle mir niemand fuͤr uͤbel aufnehmen/ dann ich erhebliche vrſachen darzu habe/ ſolche herꝛliche Inventiones nicht gemeyn zu machen/ vnd einem jedwedern Eſel auf die Naſen zu haͤngen:","norm":"Dass ich den Niederschlag / so wohl im nassen als trocknen weg des außzichens / und voneinander Scheidens der Metallen nicht so klar und offenbar beschrieben und gemein gemacht / wolle mir niemand für übel aufnehmen / dann ich erhebliche Ursachen dazu habe / solche herrliche Inventiones nicht gemein zu machen / und einem jedweden Esel auf die Nasen zu hängen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.127799987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4579,"date":1659,"orig":"Es iſt genug daß ich angezeigt/ daß ſolche dinge zu thun muͤglich ſeyn/ Es iſt mir auch die Kunſt gar nicht an das hertz gewachſen/ vnd werde dieſelbe nicht mit mir vergraben laſſen/ Gott hat ſie mir geben daß ich andern darmit auch dienen vnd helffen ſoll/ welches ich auch zu thun willig vnd bereyt bin/ ab er darumb nicht jederman ohne vnterſcheyd/ ſondern allein denen/ welche auffrichtige Liebhaber der wunderwercken Gottes ſeyn/ vnd alles mit beſcheydenheit zu gebrauchen wiſſen/ vnd nicht meinen Feinden newe Waffen dardurch in die haͤnde zu geben.","norm":"Es ist genug dass ich angezeigt / dass solche Dinge zu tun möglich sein / Es ist mir auch die Kunst gar nicht an das Herz gewachsen / und werde dieselbe nicht mit mir vergraben lassen / Gott hat sie mir geben dass ich anderen damit auch dienen und helfen soll / welches ich auch zu tun willig und bereit bin / ab er darum nicht jedermann ohne unterscheid / sondern allein denen / welche aufrichtige Liebhaber der Wunderwerken Gottes sein / und alles mit Bescheidenheit zu gebrauchen wissen / und nicht meinen Feinden neue Waffen dadurch in die Hände zu geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.783100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4580,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte wol von dieſen dingen ſchweigen koͤnnen/ wuͤrde mir viel ruhe geſchafft haben/ Es iſt mir aber vnmuͤglich geweſen/ die wunderwercken Gottes zuverbergen/ daß ſie nicht an des Tages-liecht/ Gott zu Ehren kommen ſolten; wann es ſo weit kompt das man glaubt vnd es auch thun kan/ was allhier in dieſem 2. vnd folgenden 3. vnd 4. Theil beſchrieben vnd gelehret wird/ alsdann werden alle Spoͤtter vnd Feinde der warheit vor der gantzen Welt ſchamroth ſtehen muͤſſen/ vnd wird die vnverfaͤlſchte Alchymia wiederumb gruͤnen/ vnd in Ehren floriren/ ehender gantz nicht/ dann der Salpeter muß der Meiſter ſeyn/ ſagt Paracelſus in einem Capitel/ da er von dem Sale Commune ſchreibt vnd des Salpeters ruͤhmlich gedencket.","norm":"Ich hätte wohl von diesen Dingen schweigen können / würde mir viel Ruhe geschafft haben / Es ist mir aber unmöglich gewesen / die Wunderwerken Gottes zuverbergen / dass sie nicht an des Tageslicht / Gott zu Ehren kommen sollten; wann es so weit kommt das man glaubt und es auch tun kann / was allhier in diesem 2. und folgenden 3. und 4. Teil beschrieben und gelehrt wird / alsdann werden alle Spötter und Feinde der Wahrheit vor der ganzen Welt schamrot stehen müssen / und wird die unverfälschte Alchimie wiederum grünen / und in Ehren florieren / eher ganz nicht / dann der Salpeter muss der Meister sein / sagt Paracelsus in einem Kapitel / da er von dem Sale Commune schreibt und des Salpeters rühmlich gedenkt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.638899803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4581,"date":1659,"orig":"Es hat es auch Baſilius Valentinus trewlich gethan/ werden aber wenig gefunden die jhn verſtehen/ die Menſchen woͤllen gar zu hoch hinauß mit jhrer Kunſt/ vnd gehen der einfaͤltigen Natur gar nicht nach/ ſondern jhren eygenen hoffaͤrtigen geitzigen vnd Naͤrꝛiſchen koͤpffen/ darumb bleibt das gute vor jhnen verborgen; Gott haſſet was gros iſt/ vnd groß ſeyn will/ vnd liebet was ſchlecht/ gerecht vnd einfaͤltig iſt/ Gott hat ſich niemahlen in pracht vnd hoffart ſehen laſſen/ ſondern in geſtalt eines ſchoͤnen Liechtes/ eines Fewers/ eines nackenden Kindes geſtalt an ſich genommen/ ſeine herꝛlichkeit beſtehet in ſeiner groſſen krafft vnd Majeſtaͤt vnd nicht im Euſſerlichen anſehen:","norm":"Es hat es auch Basilius Valentinus treulich getan / werden aber wenig gefunden die ihn verstehen / die Menschen wollen gar zu hoch hinaus mit ihrer Kunst / und gehen der einfältigen Natur gar nicht nach / sondern ihren eigenen hoffärtigen geizigen und närrischen Köpfen / darum bleibt das gute vor ihnen verborgen; Gott hasset was groß ist / und groß sein will / und liebet was schlecht / gerecht und einfältig ist / Gott hat sich niemals in Pracht und Hoffart sehen lassen / sondern in Gestalt eines schönen Lichtes / eines Feuers / eines nackenden Kindes Gestalt an sich genommen / seine Herrlichkeit bestehet in seiner großen Kraft und Majestät und nicht im äußerlichen Ansehen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570700168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4582,"date":1659,"orig":"Wann der Salpeter dem Gold gleich anzuſehen were/ alsdann wuͤrde jederman luſt darzu haben ſolchen zu machen/ weilen er aber auß dem faulen Miſt vnd Koth außgezogen wird/ ſo kan er bey den Hoffaͤrtigen keinen platz finden/ wird nicht geachtet von den Narꝛen/ die Erfahrne aber lieben jhn nur deſto mehr/ Ich ruͤhme mich nicht viel zu wiſſen/ dan- noch habe ich ſo viel erfahren/ daß in rerum natura kein Subjectum zu finden/ daß in warheit dem Nitro in herꝛlichkeit nur zuvergleichen/ wil geſchweigen vorzuziehen ſeyn ſolte.","norm":"Wann der Salpeter dem Gold gleich anzusehen wäre / alsdann würde jedermann Lust dazu haben solchen zu machen / weilen er aber aus dem faulen Mist und Kot ausgezogen wird / so kann er bei den Hoffärtigen keinen platz finden / wird nicht geachtet von den Narren / die Erfahrene aber lieben ihn nur desto mehr / Ich rühme mich nicht viel zu wissen / dan- noch habe ich so viel erfahren / dass in rerum natura kein Subjectum zu finden / dass in Wahrheit dem Nitro in Herrlichkeit nur zuvergleichen / will geschweigen vorzuziehen sein sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255899906158447} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4583,"date":1659,"orig":"Es gedulte ſich der Kunſtliebende noch etwas auf die 2. folgende Theilen dieſes Buchs/ ſo wird man ſehen vnd bekennen muͤſſen/ daß was man zuvorn nicht geglaubt haͤtte; Ich will auch dieſen 2. Theil deſto kuͤrtzer machen/ auf das ich deſto ehender zu dem dritten vnd 4. kommen moͤge/ darinnen/ (wans Gott gefaͤllig) dem Menſchlichen geſchlecht viel nuͤtzliche Inventiones ſollen entdecket werden/ doch aber alſo/ wie es andere vor mir auch gethan/ vnd die Perlein nicht vor die Schweine geworffen werden/ dann man muß wiſſen/ daß es nicht rahtſam iſt alle Secreta gantz offentlich zubeſchreiben/ daß es ein jedweder Eſel verſtehen kan/ wuͤrde groſſer mißbrauch darauß entſtehen/ welches aber bey den vnwiſſenden vervrſacht einen vnglauben/ gleich als wann man nur Traͤume oder eytele Eynfaͤlle beſchrieben/ welches ich vor meine Perſon nicht aͤndern kan/ wers nicht glauben will/ was allhier geſchrieben/ der mag es bleiben laſſen/ Es iſt mir genug/ daß ich mein Talentum in warheit angelegt/ vnd auch alle meine Schrifften zu allen ſtunden wahr machen vnd beweiſen kan/ wann es noͤtig iſt iſt auch den frommen vnd Ehrlichen Liebhabern gar nicht gewehret weitere Information bey mir zu ſuchen/ doch nicht alſo/ das es mir zu ſchaden gereiche/ wie bey Farnern geſchehen/ welches mir wol ein warnung ſeyn wird/ ſo bald keinem Menſchen alſo leichtlich zu trawen/ ich habe dann zuvorn eine Maͤßte Saltz mit jhme aufgeſſen/ oder er habe ſolche Teſtimonia der Redlichkeit vnd frombkeit/ daß ich mich darmit Contentiret finde.","norm":"Es gedulde sich der Kunstliebende noch etwas auf die 2. folgende Teilen dieses Buchs / so wird man sehen und bekennen müssen / dass was man zuvor nicht geglaubt hätte; Ich will auch diesen 2. Teil desto kürzer machen / auf das ich desto eher zu dem dritten und 4. kommen möge / darinnen / (wann es Gott gefällig) dem menschlichen Geschlecht viel nützliche Inventiones sollen entdecket werden / doch aber also / wie es andere vor mir auch getan / und die Perllein nicht vor die Schweine geworfen werden / dann man muss wissen / dass es nicht ratsam ist alle Secreta ganz öffentlich zubeschreiben / dass es ein jedweder Esel verstehen kann / würde großer Missbrauch daraus entstehen / welches aber bei den unwissenden verursacht einen Unglauben / gleich als wann man nur Träume oder Eitele Einfälle beschrieben / welches ich vor meine Person nicht ändern kann / wer es nicht glauben will / was allhier geschrieben / der mag es bleiben lassen / Es ist mir genug / dass ich mein Talentum in Wahrheit angelegt / und auch alle meine Schriften zu allen Stunden wahr machen und beweisen kann / wann es nötig ist ist auch den frommen und ehrlichen Liebhabern gar nicht gewehrt weitere Information bei mir zu suchen / doch nicht also / das es mir zu schaden gereiche / wie bei Farnen geschehen / welches mir wohl ein Warnung sein wird / so bald keinem Menschen also leichtlich zu trauen / ich habe dann zuvor eine Mäste Salz mit ihm aufgessen / oder er habe solche Testimonia der Redlichkeit und frombkeit / dass ich mich damit Kontentieret finde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089600086212158} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4584,"date":1659,"orig":"Wolle ſich derohalben ſich niemand vergeblich bemuͤhen an mich zu ſchreiben/ dieſes oder jenes Stuͤck ſchrifftlich von mir zu begehren/ ich werde es gar nicht thun/ es were dann ein ſolche Perſon welche es vmb mich allbereyt verdienet/ oder noch in aufrichtigkeit gegen mich oder die meinigen verdienen wolte/ alsdann werde ich wiſſen was ich thun ſoll/ aber nimmer ſo Naͤrꝛiſch werden wie ich geweſen/ vnd jetzunder mit groſſem ſchaden empfinden muß; Sonſten wolte ich nichts liebers ſehen/ als daß jhrer viele das Nitrum zu zeugen ſich vnterſtunden/ alsdann were hoffnung daß die Edle vnd warhaffte Alchymia als ein Mutter aller freyen Kuͤnſten wieder erhoben/ vnd die Sophiſterey vnd betriegerey vnterdruckt werden moͤchte/ welches ohne das Nitrum nimmermehr geſchehen wird; (Ich rede aber allhier von der particular vnd nicht Univerſal tranſmutation der Metallen) zweyfele aber nicht es werden die Augen der blinden Welt einmal geoͤfnet/ das ſie gewahr wird wie leichtlich der Salpeter auß allen Vegetabiliſchen dingen in Copia zu zeugen/ vnd wie groß vnd maͤchtig ſeine krafft vnd tugend in Medicina vnd Alchymia ſey/ mehr wuͤnſche ich dismal nicht.","norm":"Wolle sich derohalben sich niemand vergeblich bemühen an mich zu schreiben / dieses oder jenes Stück schriftlich von mir zu begehren / ich werde es gar nicht tun / es wäre dann ein solche Person welche es um mich allbereyt verdienet / oder noch in Aufrichtigkeit gegen mich oder die meinigen verdienen wollte / alsdann werde ich wissen was ich tun soll / aber nimmer so Närrisch werden wie ich gewesen / und jetzund mit großem schaden empfinden muss; Sonsten wollte ich nichts Lieberes sehen / als dass ihrer viele das Nitrum zu zeugen sich Unterstunden / alsdann wäre Hoffnung dass die Edle und wahrhafte Alchimie als ein Mutter aller freien Künsten wieder erhoben / und die Sophisterei und Betrügerei unterdrückt werden möchte / welches ohne das Nitrum nimmermehr geschehen wird; (Ich rede aber allhier von der partikular und nicht Universal Transmutation der Metallen) zweifele aber nicht es werden die Augen der blinden Welt einmal geöffnet / das sie gewahr wird wie leichtlich der Salpeter aus allen Vegetabilischen Dingen in Copia zu zeugen / und wie groß und mächtig seine Kraft und Tugend in Medicina und Alchimie sei / mehr wünsche ich diesmal nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4585,"date":1659,"orig":"Auf das ich nun wieder zu meinem vorhaben komme/ vnd beweiſe vnd wahr mache/ daß groſſe dinge durch den Salpeter in verbeſſerung der Mineralien koͤnnen zuwegen gebracht werden/ ſo iſt es noͤtig das ich vor erſt das jenige ſo allbereyt in dieſem andern Theil geſchrieben/ etwas klaͤrer mache/ vnd den vnwiſſenden vnd vnglaubigen vor Augen lege/ worin der nutzen beſtehe/ davon allhier meldung geſchicht.","norm":"Auf das ich nun wieder zu meinem vorhaben komme / und beweise und wahr mache / dass große Dinge durch den Salpeter in Verbesserung der Mineralien können zuwegen gebracht werden / so ist es nötig das ich vorerst dasjenige so allbereyt in diesem anderen Teil geschrieben / etwas klarer mache / und den unwissenden und ungläubigen vor Augen lege / worin der nutzen bestehe / davon allhier Meldung geschieht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589799880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4586,"date":1659,"orig":"Vnd anfaͤnglich von zeugung des Salpeters iſt allbereyt genug geſchrieben/ daß derſelbe in groſſer menge allein auß dem vnnuͤtzen Holtz/ Straͤuchen vnd Buͤſchen/ die dem Land mehr ſchaͤdlich als nuͤtzlich ſeyn/ weilen ſich die wilde Thier darinnen verbergen/ vnd zu groſſen ſchaden des Wilds aufhalten/ vnd koſtet weiters nichts/ als allein in den Waͤlderen eine Huͤtten aufzubawen/ darunter das Holtz durch das Circulir-gefaͤß trucken ſtehen moͤge/ vnd kan ein einige Perſon ein groſſes werck Regieren/ koſtet nichts als blos die vnnuͤtze ſtraͤuche oder hecken/ oder in manglung deren/ nur die abgefallene Blaͤtter der Baͤumen; ſo man aber ein Saltz darzu beygebrauchet/ ſo wird daſſelbige durch huͤlffe des Holtzes auch zu Salpeter verwandlet/ vnd iſt der nutzen deſto groͤſſer/ man darff eben kein Koch-ſaltz nehmen/ wann mans nicht gut kauf haben kan/ ſo mans aber in copia haben kan/ wie an vielen orten Teutſchlands ſolches uͤberfluͤſſig gefunden wird/ thut man wol daran/ ſo mans aber nicht hat/ ſo gibt das Holtz allein Salpeter genug/ vnd darff man weiters keiner andern huͤlffe/ als das werck anſtellen/ vnd die Natur dareyn wircken vnd zu Salpeter machen laſſen.","norm":"Und anfänglich von Zeugung des Salpeters ist allbereyt genug geschrieben / dass derselbe in großer Menge allein aus dem unnützen Holz / Sträuchern und Büschen / die dem Land mehr schädlich als nützlich sein / weilen sich die wilde Tier darinnen verbergen / und zu großen schaden des Wilds aufhalten / und kostet weiteres nichts / als allein in den Wäldern eine Hütten aufzubauen / darunter das Holz durch das Circulir-gefäß trocken stehen möge / und kann ein einige Person ein großes Werk Regieren / kostet nichts als bloß die unnütze Strauche oder hecken / oder in manglung deren / nur die abgefallene Blätter der Bäumen; so man aber ein Salz dazu beigeberaucht / so wird dasselbe durch Hilfe des Holzes auch zu Salpeter verwandelt / und ist der nutzen desto größer / man darf eben kein Kochsalz nehmen / wann man es nicht gut Kauf haben kann / so man es aber in copia haben kann / wie an vielen Orten Deutschlands solches überflüssig gefunden wird / tut man wohl daran / so man es aber nicht hat / so gibt das Holz allein Salpeter genug / und darf man weiteres keiner anderen Hilfe / als das Werk anstellen / und die Natur darein wirken und zu Salpeter machen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.114099979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4587,"date":1659,"orig":"Gleich wie aber in gantz Teutſchland des Holtzes nirgends mangel iſt/ alſo gebricht auch kein Saltz/ findet man doch gantze Bergen voller Saltz/ welches vnmuͤglich zu conſumiren, vnd ſonderlich in dem Ertzſtifft Saltzburg/ Tirol/ Churfuͤrſtenthumb Baͤyeren/ Stift Berchts-Gaden/ daſelbſten auch des Holtzes neben dem Saltz ein uͤberflus zu finden:","norm":"Gleich wie aber in ganz Deutschland des Holzes nirgends Mangel ist / also gebricht auch kein Salz / findet man doch ganze Bergen voller Salz / welches unmöglich zu konsumieren, und sonderlich in dem Erzstift Salzburg / Tirol / Kurfürstentum Bäyeren / Stift Berchts-Gaden / daselbst auch des Holzes neben dem Salz ein Überfluss zu finden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629199981689453} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4588,"date":1659,"orig":"Solte man nicht groſſe ſchaͤtze vnd Reichthumben darauß machen koͤnnen?","norm":"Sollte man nicht große schätze und Reichtümer daraus machen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.331600189208984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4589,"date":1659,"orig":"da ligt das Saltz/ da ſtehen groſſe Wildnuſſen/ kommen keinen Menſchen zu nutze/ O wie vnachtſame Menſchen! wie wollen wirs einmal veraneworten/ das wir ſo haußgehalten haben? wehre es nicht Ruͤhmlicher/ daß man ſolche Schaͤtze zur Ehren Gottes gebrauchte/ als vnnuͤtzlich liegen zu laſſen/ koſtet es doch nicht viel anzuſtellen/ wodes Holtzes die fuͤlle iſt/ kan man ja leicht in den Waͤldern eine Huͤtten aufbawen/ vnd wo groſſe Waͤlder oder Holtzungen ſeyn/ da findet man auch die Mineralien/ ſo wol zeitig als vnzeitig/ die zeitige kunte man mit dem Holtz oder Kohlen außſchmeltzen/ die vnzeitigen mit dem Salpeter figiren oder zeitig machen/ vnd hernach das Gold vnd Silber auch durch den Salpeter davon ſcheyden.","norm":"da liegt das Salz / da stehen große Wildnussen / kommen keinen Menschen zu Nutze / O wie unachtsame Menschen! wie wollen wir es einmal Ahneworten / das wir so hausgehalten haben? wehre es nicht rühmlicher / dass man solche Schätze zur Ehren Gottes gebrauchte / als unnützlich liegenzulassen / kostet es doch nicht viel anzustellen / wodes Holzes die Fülle ist / kann man ja leicht in den Wäldern eine Hütten aufbauen / und wo große Wälder oder Holzungen sein / da findet man auch die Mineralien / so wohl zeitig als unzeitig / die zeitige konnte man mit dem Holz oder Kohlen ausschmelzen / die unzeitigen mit dem Salpeter figieren oder zeitig machen / und hernach das Gold und Silber auch durch den Salpeter davon scheiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.017600059509277} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4590,"date":1659,"orig":"Ich frage nun/ ob das nicht dem Vatterland einen groſſen Schatz vnd Reichthumb bringen ſolte/ vnd wann gleich nicht ein jedweder Land einen uͤberfluß von Holtz haͤtte/ ſo iſt aufs wenigſte viel Gras vnd Strohe daſelbſten/ welches eben ſo guten Salpeter gibt/ als das Holtz/ vnd wann auch keine Mineralien in allen Laͤndern/ welche man durch den Salpeter zeitigen/ vnd Gold vnd Silber darauß ziehen koͤnte/ ſo werden ſie doch in der Nachbarſchafft gefunden/ vnd wann man auch die außgeſchmeltzte Metallen darmit zeitigen ſolte/ wuͤrde man guten nutzen davon haben/ vnd wol beſſer thun/ als ſolche in den Haͤuſern/ an die Waͤnde haͤncken/ ſelbige darmit zu zieren/ vnd Hoffart darmit zu treiben.","norm":"Ich frage nun / ob das nicht dem Vaterland einen großen Schatz und Reichtum bringen sollte / und wann gleich nicht ein jedweder Land einen Überfluss von Holz hätte / so ist aufs wenigste viel Gras und Stroh daselbst / welches ebenso guten Salpeter gibt / als das Holz / und wann auch keine Mineralien in allen Ländern / welche man durch den Salpeter zeitigen / und Gold und Silber daraus ziehen könnte / so werden sie doch in der Nachbarschaft gefunden / und wann man auch die außgeschmeltzte Metallen damit zeitigen sollte / würde man guten nutzen davon haben / und wohl besser tun / als solche in den Häusern / an die Wände henken / selbige damit zu zieren / und Hoffart damit zu treiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802599906921387} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4591,"date":1659,"orig":"Ein einige vntz Goldes iſt beſſer wann der Feind koͤmpt/ als 1000. pfund Zinn oder Kupffer/ welches man muß liegen laſſen/ das Gold aber man mit ſich nehmen kan; von ſolcher Concentration dann im folgenden dritten Theil ſoll gelehret werden; vnd in dem 4. Theil/ wie auch das Gold vnd Silber zu Concentriren, das mans vor dem Feind verbergen/ vnd in einer andern geſtalt mit ſich nehmen/ oder an dem orth da es iſt bewahren kan/ daß es der Feind nicht nimbt.","norm":"Ein einige vntz Goldes ist besser wann der Feind kommt / als 1000 . Pfund Zinn oder Kupfer / welches man muss liegen lassen / das Gold aber man mit sich nehmen kann; von solcher Konzentration dann im folgenden dritten Teil soll gelehrt werden; und in dem 4. Teil / wie auch das Gold und Silber zu konzentrieren, das man es vor dem Feind verbergen / und in einer anderen Gestalt mit sich nehmen / oder an dem Ort da es ist bewahren kann / dass es der Feind nicht nimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.710700035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4592,"date":1659,"orig":"Dann es koͤmpt der Feind/ bisweilen ſehr ploͤtzlich vnd vnverſehens eyngefallen/ alſo das niemand nichts verbergen/ oder auch mit ſich nehmen kan.","norm":"Dann es kommt der Feind / bisweilen sehr plötzlich und unversehens eingefallen / also das niemand nichts verbergen / oder auch mit sich nehmen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.439700126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4593,"date":1659,"orig":"Ein jeder hat genug zu thun ſeinen eygenen Leib zu ſalviren:","norm":"Ein jeder hat genug zu tun seinen eigenen Leib zu salvieren:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263599872589111} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4594,"date":1659,"orig":"Was hilfft aber viel ſchreiben oder ſagen/ die Welt iſt nun ſo blind/ ja blinder/ vnd lebet in groͤſſerer vntugend/ vnd ſicherer als bey Noach vnd Loths zeiten; die Diebe aber brechen am aller erſten eyn/ wann die Menſchen ſchlaffen/ vnd nicht gute Wacht halten; O du Edle vorſichtigkeit/ wo biſtu doch hingekommen/ daß man dich in dem Vatterland nicht ſpuͤret?","norm":"Was hilft aber viel schreiben oder sagen / die Welt ist nun so blind / ja blinder / und lebet in größerer Untugend / und sicherer als bei Noach und Lots Zeiten; die Diebe aber brechen am allerersten ein / wann die Menschen schlafen / und nicht gute Wacht halten; O du Edle Vorsichtigkeit / wo bist du doch hingekommen / dass man dich in dem Vaterland nicht spüret?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.107200145721435} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4595,"date":1659,"orig":"Es geſchicht aber nichts ohne vrſach/ Gott weis wol was er thun will.","norm":"Es geschieht aber nichts ohne Ursache / Gott weiß wohl was er tun will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.453199863433838} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4596,"date":1659,"orig":"Er wahrnet vns ja genug/ wollen wir nicht zuſehen/ ſo iſt die ſchuld vnſer; Laſt vns doch vnſere Nachtbarſchafft das ſchoͤne Koͤnigreich Pohlen anſehen/ iſt es nicht in einem Jahr aufs Euſſerſte ruinirt, vnd ſo in kurtzer zeit den Barbariſchen voͤlckeren zum Raub worden?","norm":"Er warnet uns ja genug / wollen wir nicht zusehen / so ist die schuld unser; Last uns doch unsere Nachtbarschaft das schöne Königreich Polen ansehen / ist es nicht in einem Jahr aufs äußerste ruiniert, und so in kurzer Zeit den barbarischen Völkern zum Raub worden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.442399978637695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4597,"date":1659,"orig":"Wo ſeynd die Menſchen geblieben? die nicht durchs Schwert oder Peſt vmbkommen/ haben die Moſcowiter vnd Tartaren in harte dienſtbarkeit hinweg gefuͤhret/ Iſt deme nicht alſo?","norm":"Wo sind die Menschen geblieben? die nicht durchs Schwert oder Pest umkommen / haben die Moskowiter und Tartaren in harte Dienstbarkeit hinweggeführt / Ist dem nicht also?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3094000816345215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4598,"date":1659,"orig":"warumb laſſen wirs vns nicht zu hertzen gehen/ vnd ſtellen vnſer thun darnach/ daß vns ein ſolches ſchnell-lauffendes vnd verderbliches fewer nicht auch ertappe/ vnd in vnſer ſicherheit ergreiffe.","norm":"warum lassen wir es uns nicht zu Herzen gehen / und stellen unser tun danach / dass uns ein solches schnell-laufendes und verderbliches Feuer nicht auch ertappe / und in unser Sicherheit ergreife.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.524600028991699} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4599,"date":1659,"orig":"Iſt es nicht nahe genug bey vns?","norm":"Ist es nicht nahe genug bei uns?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.419899940490722} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4600,"date":1659,"orig":"Ich meyne es koͤnte nicht naͤher ſeyn/ dannoch ſind wir gutes muths/ ſtehen/ ſehen zu vnd lachen/ weil vnſers Nachbahren Hauß brennet/ gedencken nicht daß ein einiger fliegender Funcke von dem Wint auf vnſer Hauß getrieben/ ſelbiges auch anzuͤnden vnd verbrennen koͤnne.","norm":"Ich meine es könnte nicht näher sein / dennoch sind wir gutes Muts / stehen / sehen zu und lachen / weil unseres Nachbarn Haus brennet / Gedenken nicht dass ein einiger fliegender Funke von dem Wind auf unser Haus getrieben / selbiges auch anzünden und verbrennen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469299793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4601,"date":1659,"orig":"Bey Noach zeiten/ aſſen vnd truncken/ trauwten vnd lieſſen ſich trauwen/ ſo lang bis jhnen das Waſſer in das maul lieff/ da war es aber zu ſpaͤth uͤmbzukehren; Laſt vns doch dieſes behertzigen/ vnd nicht ſo gar in den Wint ſchlagen/ Es moͤchte die zeit kommen/ daß vns vnſere hinlaͤſſtgkeit gerewen moͤchte.","norm":"Bei Noach Zeiten / aßen und trunken / trauwten und ließen sich trauen / so lang bis ihnen das Wasser in das Maul lief / da war es aber zu spät umzukehren; Last uns doch dieses beherzigen / und nicht so gar in den Wind schlagen / Es möchte die Zeit kommen / dass uns unsere hinlässtgkeit gereuen möchte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.119500160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4602,"date":1659,"orig":"Ich ſage nochmalen/ wann wir nur das uͤberfluͤſſige Holtz zu Salpeter machten/ vnd zu gut braͤchten/ ſo wuͤrden wir groſſe Schaͤtze darmit ſamblen koͤnnen:","norm":"Ich sage nochmal / wann wir nur das überflüssige Holz zu Salpeter machten / und zu gut brächten / so würden wir große Schätze damit samblen können:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.307000160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4603,"date":1659,"orig":"Moͤchte mancher ſagen/ was hlfft es vns/ wann wir ſchon hoͤren oder leſen/ daß man auß dem Hol Salpeter machen/ vnd mit dem Salpeter in Metallicis viel gutes außrichten kan/ vnd wird vns der Modus ſolches zu thun vorgeſchrieben?","norm":"Möchte mancher sagen / was helft es uns / wann wir schon hören oder lesen / dass man aus dem Hole Salpeter machen / und mit dem Salpeter in Metallice viel Gutes ausrichten kann / und wird uns der Modus solches zu tun vorgeschrieben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.398099899291992} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4604,"date":1659,"orig":"Denen geb ich zur antwort/ daß es mir nicht zuſtehet/ ohne vnterſcheyd fuͤr jederman ſolche Kunſt gemeyn zu machen/ Ich muß wiſſen an weme ſolche Inventiones kommen:","norm":"Denen gebe ich zur Antwort / dass es mir nicht zustehet / ohne unterscheid für jedermann solche Kunst gemein zu machen / Ich muss wissen an wem solche Inventiones kommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.252999782562256} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4605,"date":1659,"orig":"Ich bin ja Erbietig den Freunden ſolches zu offenbahren/ aber nicht den Feinden/ Es ſolte billich ein jedweder Vatter fuͤr ſein Haußgeſind ſorgen/ wie im fall der Noth ſelbe zu retten oder zu ſchuͤtzen/ ja auch ein jedweder Fuͤrſt vnd Herꝛ ſeine Vnterthanen/ daruͤber er von Gott zum Schutz-Herꝛn geſetzet iſt: wann er das nicht thut/ wird ers hernachmahlen verantworten muͤſſen.","norm":"Ich bin ja Erbietteig den Freunden solches zu offenbaren / aber nicht den Feinden / Es sollte billig ein jedweder Vater für sein Hausgesinde sorgen / wie im Fall der Not selbe zu retten oder zu schützen / ja auch ein jedweder Fürst und Herr seine Untertanen / darüber er von Gott zum Schutzherrn gesetzt ist: wann er das nicht tut / wird er es hernachmals verantworten müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.108099937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4606,"date":1659,"orig":"Ich habe das meinige gethan/ Ein ander thue das ſeinige auch/ was ich habe/ das gebe ich/ mehrers kan ich nicht:","norm":"Ich habe das meinige getan / Ein ander tue das seinige auch / was ich habe / das gebe ich / mehreres kann ich nicht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.775700092315674} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4607,"date":1659,"orig":"Solte nicht mancher durch das außziehen der Metallen auß den Ertzen vnd Berg-arten/ wie auch figiren der fluͤchtigen Ertzen durch das Salpeter-waſſer viel Gold vnd Silber erlangen koͤnnen/ ſonderlich an denen orten/ da ſolche Berg-arten vnd Mineralien haͤuffig zu finden?","norm":"Sollte nicht mancher durch das Ausziehen der Metallen aus den Erzen und Bergarten / wie auch figieren der flüchtigen Erzen durch das Salpeterwasser viel Gold und Silber erlangen können / sonderlich an denen Orten / da solche Bergarten und Mineralien häufig zu finden?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.555500030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4608,"date":1659,"orig":"Vnd dienet ſolches Waſſer nicht allein zum außziehen des Goldes vnd Silbers auß den Ertzen/ welche man ſonſten durchs ſchmeltzen nicht herauß bringen kan/ ſondern man kan auch mit nutzen die groſſe Felſen/ kißling vnd gar arme Berg-arten darinn das Gold vnd Silber nur angeſchlagen ſtehet/ vnd durch keinerley weiß mit ſchmeltzen etwas darauß zu bringen/ mit nutzen außziehen/ vnd zu gut machen/ das außziehen hat auch ſein vortheil/ daß man zu einem Centner Ertz kaum 6. oder 8. pfund Waſſers vonnoͤthen hat/ das Silber oder Gold darmit außzuziehen/ vnd wann auch in 100. pfund ſchlicht nur 2. 3. 4. Loth Silber weren/ ſo koͤnten ſie doch mit nutzen herauß gezogen werden/ vnd ſonderlich dieſe welche Arſenicaliſch oder noch fluͤchtig ſeyn/ vnd das ſtarcke Fewer nicht ertragen koͤnnen/ ſondern durch das geblaͤs vertrieben werden/ dann durch das außziehen mit dem Waſſer wird das fluͤchtige zugleich figirt vnd gebunden/ daß es hernach das ſchmeltzen vertragen kan; daß deme alſo ſey/ kan ein jedweder leichtlich Probiren.","norm":"Und dient solches Wasser nicht allein zum Ausziehen des Goldes und Silbers aus den Erzen / welche man sonsten durchs Schmelzen nicht heraus bringen kann / sondern man kann auch mit nutzen die große Felsen / kißling und gar arme Bergarten darin das Gold und Silber nur angeschlagen steht / und durch keinerlei weiß mit schmelzen etwas daraus zu bringen / mit nutzen ausziehen / und zu gut machen / das ausziehen hat auch sein Vorteil / dass man zu einem Zentner Erz kaum 6. oder 8. Pfund Wassers vonnöten hat / das Silber oder Gold damit auszuziehen / und wann auch in 100. Pfund schlicht nur 2. 3 . 4. Lot Silber wären / so könnten sie doch mit nutzen herausgezogen werden / und sonderlich diese welche Arsenicalisch oder noch flüchtig sein / und das starke Feuer nicht ertragen können / sondern durch das Gebläse vertrieben werden / dann durch das Ausziehen mit dem Wasser wird das flüchtige zugleich figiert und gebunden / dass es hernach das Schmelzen vertragen kann; dass dem also sei / kann ein jedweder leichtlich Probieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.303899765014648} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4609,"date":1659,"orig":"Er nehme nur ein Arſenicum, vñ ſolvire denſelbigen in einem aqua-fort, ziehe das Waſſer wieder davon/ ſo wird das Arſenicum alſo bald ſich ſchmeltzen vnd gluͤen laſſen/ das Queckſilber iſt ja gar ein fluͤchtig Metall/ dennoch wann ein Salpeter-waſſer zu etlichen mahlen davon abſtrahirt iſt/ wird es endlich fix/ daß es ſich gluͤen laͤſt.","norm":"Er nehme nur ein Arsenicum, und solviere denselbigen in einem Aqua-fort, ziehe das Wasser wieder davon / so wird das Arsenicum also bald sich schmelzen und glühen lassen / das Quecksilber ist ja gar ein flüchtig Metall / dennoch wann ein Salpeterwasser zu etlichen malen davon abstrahiert ist / wird es endlich fix / dass es sich glühen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.362100124359131} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4610,"date":1659,"orig":"Ein Ziun iſt ſonſten ein weich/ fluͤſſig vnd fluͤchtig Metall/ ſo man aber ein ſtarck Waſſer davon abſtrahirt/ wird ſolches dardurch figirt/ das es gantz fix in dem groͤſten Fewer beſtehen kan.","norm":"Ein Ziun ist sonsten ein weich / flüssig und flüchtig Metall / so man aber ein stark Wasser davon abstrahiert / wird solches dadurch figiert / das es ganz fix in dem größten Feuer bestehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.748000144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4611,"date":1659,"orig":"Dann was ein Holtz oder Kohlen-fewer mit langer zeit thut/ das verꝛichtet das Salpeter-waſſer in wenig ſtunden.","norm":"Dann was ein Holz oder Kohlenfeuer mit langer Zeit tut / das verrichtet das Salpeterwasser in wenig Stunden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.150400161743164} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4612,"date":1659,"orig":"Moͤchte nun mancher ſagen/ wie kan das ſeyn/ wann die Berg-arten ſo arm ſeyn/ vnd dannoch mit 8. oder 10. pfund Waſſers das Silber vnd Gold ſo darinn/ mit nutzen ſolten außzuziehen ſeyn/ es koͤnten ja die 8. oder 10. pfund Waſſers 100. pfund Ertz kaum benetzen/ wuͤrden ſich dareyn verkriechen vnd verliehren; der ſol wiſſen das es gleichwol muͤglich/ was ich geſchrieben/ das iſt wahr/ ich kan es beweiſen vnd darthun; wie es aber gethan wird/ das iſt vnnoͤtig gemeyn zu machen/ vnd liegt freylich der Haas daſelbſten im Pfeffer begraben/ den nicht ein jedweder ſtracks herauß ziehen kan/ vnd wann ſchon durch das Waſſer das Gold vnd Silber auß dem Ertz gezogen/ ſo iſt erſt die Kunſt vonnoͤten wie das Gold vnd Silber rein darauß gefaͤlt/ vnd Corporaliſch gemacht wird/ welches ich billig fuͤr die Freunde hinterhalte vnd bewahre/ dann mit dieſem ſtuͤck allein werde ich die alte Freundſchafft bey vielen erneweren/ vnd auch noch mehr andere newe Freunde machen: darumb mich niemand verdencken wird/ daß ich ein ſolch herꝛliche Invention nicht gemeyn mache/ vnd den Feinden newe Waffen bereyte.","norm":"Möchte nun mancher sagen / wie kann das sein / wann die Bergarten so arm sein / und dennoch mit 8. oder 10. Pfund Wassers das Silber und Gold so darin / mit nutzen sollten auszuziehen sein / es könnten ja die 8. oder 10. Pfund Wassers 100. Pfund Erz kaum benetzen / würden sich darein verkriechen und verlieren; der soll wissen das es gleichwohl möglich / was ich geschrieben / das ist wahr / ich kann es beweisen und dartun; wie es aber getan wird / das ist unnötig gemein zu machen / und liegt freilich der Hase daselbst im Pfeffer begraben / den nicht ein jedweder stracks herausziehen kann / und wann schon durch das Wasser das Gold und Silber aus dem Erz gezogen / so ist erst die Kunst vonnöten wie das Gold und Silber rein daraus gefällt / und körperlich gemacht wird / welches ich billig für die Freunde hinterhalte und bewahre / dann mit diesem Stück allein werde ich die alte Freundschaft bei vielen erneuere / und auch noch mehr andere neue Freunde machen: darum mich niemand verdenken wird / dass ich ein solch herrliche Invention nicht gemein mache / und den Feinden neue Waffen bereite.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.807400226593018} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4613,"date":1659,"orig":"Vnd wann ich ſchon ſolches nicht achten/ vnd gantz deutlich alles beſchreiben wolte/ ſo wuͤrde ich mir doch eben ſo wol Feindſchafft dardurch machen/ als wann ichs nicht thaͤte/ dann nicht mu��glich iſt/ daß man den vnerfahrnen alles ſo klar vormahlen kan/ daß ſie es ſtracks nachthun ſolten/ verſuchen ſie es vnd koͤnnens nicht treffen/ ſo fluchen vnd wuͤnſchen ſie daß der vnd dieſer den Scribenten holen muͤchte/ als wann er zu dunckel geſchrieben/ vnd verachten das jenige/ daß doch lobens wuͤrdig iſt/ ſo man aber die muͤglichkeit nur zuverſtehen gibt/ vnd kein recipe machet/ ſo thun ſie keine verlohrne Arbeit/ vnd laſſen jhr fluchen vnd wuͤnſchen bleiben.","norm":"Und wann ich schon solches nicht achten / und ganz deutlich alles beschreiben wollte / so würde ich mir doch eben so wohl Feindschaft dadurch machen / als wann ich es nicht täte / dann nicht möglich ist / dass man den unerfahrenen alles so klar vormalen kann / dass sie es stracks nachtun sollten / versuchen sie es und können es nicht treffen / so fluchen und wünschen sie dass der und dieser den Skribenten holen möchte / als wann er zu dunkel geschrieben / und verachten dasjenige / dass doch Lobens würdig ist / so man aber die Möglichkeit nur zu verstehen gibt / und kein recipe macht / so tun sie keine verlorene Arbeit / und lassen ihr fluchen und wünschen bleiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.92710018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4614,"date":1659,"orig":"Moͤchte nun jemand ſagen oder fragen/ woher nehme ich ſolche Ertz vnd Berg arten/ darauß ich Gold vnd Silber ziehen kan/ wann dergleichen zu finden weren/ wuͤrden nicht da liegen/ vnd auf mich gewartet/ andere wuͤrdens vorlaͤngſt hinweg geholt vnd zu gut gemacht haben; darauf frage ich wieder/ wer die andere ſeyn die es vor dir ſolten weg-geholt haben:","norm":"Möchte nun jemand sagen oder fragen / woher nehme ich solche Erz und Berg arten / daraus ich Gold und Silber ziehen kann / wann dergleichen zu finden wären / würden nicht da liegen / und auf mich gewartet / andere würdens vorlängst hinweg geholt und zu gut gemacht haben; darauf frage ich wieder / wer die andere sein die es vor dir sollten weg-geholt haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6645002365112305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4615,"date":1659,"orig":"Wiſſen ſie nicht mehr als du/ vnd du nicht mehr als andere/ ſo thut jhr einander gar keinen ſchaden oder eyntrag in dieſem Werck/ vnd kan einer ſo viel als der ander/ Meyneſtu daß deren ſo viel ſeyn/ welche die Metalliſche Natur recht verſtehen? viel Schmeltzer gibt es wol/ finden ſie nichts/ ſo laſſen laſſen ſie es liegen vnd wiſſen weiters keinen rath mehr; Es wird bey manchen Ertz-ſchmeltzern mehr Silber in die Lufft geblaſen als auf dem Herd bleibet/ das weiß ich wol/ vnd dennoch bilden jhnen ſolche Leute eyn/ viel zu wiſſen/ vnd daß ſie keines Corꝛigirens vonnoͤten haͤtten; dieſen will ich auch kein newes eynfuͤhren/ Ein jedweder mag ſein Crtz ſo gut ſchmeltzen vnd ſcheyden/ als er weiß oder kan/ ſo er aber ſich des lehrnens nicht ſchaͤmet/ ſo koͤnte manchem geholffen werden.","norm":"Wissen sie nicht mehr als du / und du nicht mehr als andere / so tut ihr einander gar keinen schaden oder Eintrag in diesem Werk / und kann einer so viel als der ander / Meinest dass deren so viel sein / welche die metallische Natur recht verstehen? viel Schmelzer gibt es wohl / finden sie nichts / so lassen lassen sie es liegen und wissen weiteres keinen Rat mehr; es wird bei manchen Erz-Schmelzern mehr Silber in die Luft geblasen als auf dem Herd bleibt / das weiß ich wohl / und dennoch bilden ihnen solche Leute ein / viel zu wissen / und dass sie keines Korrigierens vonnöten hätten; diesen will ich auch kein neues einführen / Ein jedweder mag sein Crtz so gut schmelzen und scheiden / als er weiß oder kann / so er aber sich des Lernens nicht schämet / so könnte manchem geholfen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98330020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4616,"date":1659,"orig":"Meine meynung iſt allhier dahin gerichtet/ denen mit einem guten ſtuͤcklein zu dienen/ welche keine Ertz bawen noch ins groſſe ſchmeltzen koͤnnen/ ſondern gern in der ſtille ſich mit dieſen brocken oder abfall/ welchen die Schmeltzer nit zu nutzen bringen koͤnnen/ begnuͤgen laſſen/ vnd auch ein ehrliches ſtuͤck Brod darmit erwerben koͤnnen/ denen vermeyne ich darmit zu dienen/ die Reichen ſeynd vorhin ſatt/ haben genug/ vnd bedoͤrffen meiner lehr nicht/ der Arme aber ligt allenthalben huͤlff-los: Beruhet alſo die gantze Meiſterſchafft in dem außziehen/ wann wenig Waſſers darzu gebraucht wird/ vnd bernach in der faͤllung der Metallen/ daß das Waſſer gut bleibt/ vnd wieder zu gebrauchen iſt.","norm":"Meine Meinung ist allhier dahin gerichtet / denen mit einem guten Stücklein zu dienen / welche keine Erz bauen noch ins große schmelzen können / sondern gern in der stille sich mit diesen brocken oder Abfall / welchen die Schmelzer nicht zu nutzen bringen können / begnügen lassen / und auch ein ehrliches Stück Brot damit erwerben können / denen vermeine ich damit zu dienen / die Reichen sind vorhin satt / haben genug / und bedürfen meiner lehr nicht / der Arme aber liegt allenthalben hülff-los: Beruhet also die ganze Meisterschaft in dem ausziehen / wann wenig Wassers dazu gebraucht wird / und bernach in der Fällung der Metallen / dass das Wasser gut bleibt / und wieder zu gebrauchen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297500133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4617,"date":1659,"orig":"Der Armen Ertzen oder Berg arten findet man allenthalben genug die niemand achtet noch kennet.","norm":"Der Armen Erzen oder Berg arten findet man allenthalben genug die niemand achtet noch kennet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.780600070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4618,"date":1659,"orig":"Man ſolte einen jedwedern Kießling/ Felſen/ Quartz oder Hand-ſtein anſehen vnd wol betrachten/ weſſen eygenſchafft er ſey:","norm":"Man sollte einen jedweden Kießling / Felsen / Quarz oder Hand-Stein ansehen und wohl betrachten / wessen Eigenschaft er sei:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.861599922180176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4619,"date":1659,"orig":"Es wirfft mancher Bawer einen Stein nach der Kuhe/ vnd iſt der Stein mehr werth als die Kuhe.","norm":"Es wirft mancher Bauer einen Stein nach der Kuh / und ist der Stein mehr wert als die Kuh.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.478199958801269} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4620,"date":1659,"orig":"Ich hab zwar im Erſten Theil meines Operis Mineralis vor dieſem gelehret/ wie man durch den Spiritum Salis das Gold auß dem Kießlingſtein ziehen koͤnne/ aber bishero jhrer wenige etwas darinn gethan haben/ theils daß ſie den Spiritum Salis nicht haben machen koͤnnen/ theils denſelben nicht wieder von dem abgezogenen Gold zu bringen gewuſt/ auch keinen beſcheyd gehabt/ den außgezogenen Calcem Solis durchs Antimonium zu gieſſen/ welches ich bekenne/ das nicht jederman ſolches thun kan.","norm":"Ich habe zwar im ersten Teil meines Operis Mineralis vor diesem gelehrt / wie man durch den Spiritum Salis das Gold aus dem Kießlingstein ziehen könne / aber bisher ihrer wenige etwas darin getan haben / teils dass sie den Spiritum Salis nicht haben machen können / teils denselben nicht wieder von dem abgezogenen Gold zu bringen gewusst / auch keinen Bescheid gehabt / den ausgezogenen Calcem Solis durchs Antimonium zu gießen / welches ich bekenne / das nicht jedermann solches tun kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4461002349853525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4621,"date":1659,"orig":"Dieſes außziehen aber mit dem Salpeter-waſſer/ zeucht auch das Silber auß/ vnd wann daſſelbe darauß gefaͤlt/ hernacher das Waſſer wieder gut iſt zugebrauchen/ vnd iſt dieſes außziehen gegen jenes zuvergleichen/ wie ſchwartz vnd weiß/ oder nacht gegen tag zuhalten: darumb ſage ich es wol werth zu lernen iſt/ dann in Nothzeiten ſolches wiſſen viel nutzen ſchaffen kan/ das iſt ein gutes pfand welches ſeinen Herꝛen loͤſet/ ſagt das ſprichwort.","norm":"Dieses ausziehen aber mit dem Salpeterwasser / zieht auch das Silber aus / und wann dasselbe daraus gefällt / hernach das Wasser wieder gut ist zu gebrauchen / und ist dieses ausziehen gegen jenes zuvergleichen / wie schwarz und weiß / oder Nacht gegen tag zuhalten: darum sage ich es wohl wert zu lernen ist / dann in Notzeiten solches wissen viel nutzen schaffen kann / das ist ein gutes Pfand welches seinen Herren löset / sagt das Sprichwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.662700176239014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4622,"date":1659,"orig":"Man traͤgt nicht ſchwer an der Kunſt/ ſondern ſie traͤgt den Menſchen/ vnd macht ſolchen leicht vnd froͤlich/ dann man kan vnd darff ſich darauff verlaſſen/ ſie iſt beſſer als Gold vnd Edelgeſtein/ die man verlieren kan/ die Kunſt aber haͤlt vnd bleibt in das Grab hineyn/ vnd belohnet ſeinen Herꝛn reichlich.","norm":"Man trägt nicht schwer an der Kunst / sondern sie trägt den Menschen / und macht solchen leicht und fröhlich / dann man kann und darf sich darauf verlassen / sie ist besser als Gold und Edelgestein / die man verlieren kann / die Kunst aber hält und bleibt in das Grab hinein / und belohnet seinen Herrn reichlich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469699859619141} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4623,"date":1659,"orig":"Es dient auch dieſe ſcheydung auß allem Silber Gold zu ſcheyden/ wann es ſchon gar nicht verguͤldet iſt/ dann alles Silber Gold fuͤhret/ welches ein jedweder nicht darauß zu ſcheyden weiß/ wie wol manchen bekant/ das ein Silber Gold haͤlt/ wann es aber ſo viel nicht haͤlt daß es die koſten bezahlen kan/ ſo bleibt es darinnen/ vnd wird nirgends kein Gold vnd Silber geſcheyden/ als bey dem verguͤldten Silber/ ſo es daran hangende geſehen wird: Ander Silber wann es ſchon viel Gold haͤlt/ wird nicht geſcheyden/ da doch bisweilen groſſer nutzen darauß koͤnte gemacht werden.","norm":"Es dient auch diese Scheidung aus allem Silber Gold zu scheiden / wann es schon gar nicht vergüldet ist / dann alles Silber Gold führt / welches ein jedweder nicht daraus zu scheiden weiß / wie wohl manchen bekannt / das ein Silber Gold hält / wann es aber so viel nicht hält dass es die Kosten bezahlen kann / so bleibt es darinnen / und wird nirgends kein Gold und Silber gescheiten / als bei dem vergüldeten Silber / so es daran hangende gesehen wird: Ander Silber wann es schon viel Gold hält / wird nicht gescheiten / da doch bisweilen großer nutzen daraus könnte gemacht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4624,"date":1659,"orig":"Ich muß aber bekennen/ daß das gemeyne vnd bekante ſcheyden des Goldes von dem Silber ſehr muͤhſam faͤlt/ vnd auch die ſcheyd-koſten nicht ertragen kan/ wann nicht viel Gold in dem Silber iſt; dieſes mein ſcheyden aber iſt gar leicht vnd vnkoͤſtlich/ derohalben auf alles Silber mit nutzen zugebrauchen iſt/ wie wenig Gold auch darinnen ſeyn ſolte.","norm":"Ich muss aber bekennen / dass das gemeine und bekannte scheiden des Goldes von dem Silber sehr mühsam fällt / und auch die Scheid-Kosten nicht ertragen kann / wann nicht viel Gold in dem Silber ist; dieses mein Scheiden aber ist gar leicht und unköstlich / derohalben auf alles Silber mit nutzen zu gebrauchen ist / wie wenig Gold auch darinnen sein sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.202700138092041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4625,"date":1659,"orig":"Auf daß mans aber deſto beſſer verſtehen oder begreiffen moͤge/ ſo dient dieſer beweiß.","norm":"Auf dass man es aber desto besser verstehen oder begreifen möge / so dient dieser Beweis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01639986038208} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4626,"date":1659,"orig":"Wann durch ein aqua-fort das Gold von dem Silber ſoll geſcheyden werden/ ſo muß daſſelbe erſtlich mit Bley auf dem Teſt fein gebrant werden.","norm":"Wann durch ein Aqua-fort das Gold von dem Silber soll gescheiten werden / so muss dasselbe erstlich mit Blei auf dem Test fein gebrannt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836100101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4627,"date":1659,"orig":"Zu welcher fein-brennung erſtlich der Teſte/ Fewer/ das zugehoͤrige Bley/ die muͤhe vnd zeit muß angelegt werden/ vnd wann alles gethan ſo iſt das Bley mit dem Kupffer ſo bey dem Silber geweſen in den Teſt gekrochen/ vnd gleichſam verlohren/ darzu hat das Kupffer ein theil von dem Silber mit ſich in den Teſt geſchleppet; obwolen nun mit ſtarckem geblaͤs die Teſten wieder zu ſchmeltzen/ vnd ein theil des Bleyes/ Kupffer vnd Silbers ſo hineyn gangen wieder zuerlangen/ ſo koſtet doch ein ſolches ſchmeltzen bald ſo viel als die Metallen werth ſeyn/ ſo darauß kommen/ derohalben muͤheſam vnd koſtbar/ vnd wann alles dieſes geſchehen vnd das Silber fein gebrand worden/ ſo muͤſſen ſie daſſelbige granuliren, iſt wieder newer koſten/ darnach koͤnnen ſie es ſcheyden mit dem aqua-fort, wann es dann geſcheyden/ wird es zuſammen geſchmoltzen.","norm":"Zu welcher Fein-Brennung erstlich der Teste / Feuer / das zugehörige Blei / die Mühe und Zeit muss angelegt werden / und wann alles getan so ist das Blei mit dem Kupfer so bei dem Silber gewesen in den Test gekrochen / und gleichsam verloren / dazu hat das Kupfer ein Teil von dem Silber mit sich in den Test geschleppt; wohlen nun mit starkem Gebläse die Testen wieder zu schmelzen / und ein Teil des Bleies / Kupfer und Silbers so hineingegangen wieder zuerlangen / so kostet doch ein solches schmelzen bald so viel als die Metallen wert sein / so daraus kommen / derohalben mühsam und kostbar / und wann alles dieses geschehen und das Silber fein Gebrand worden / so müssen sie dasselbe granulieren, ist wieder neuer kosten / danach können sie es scheiden mit dem Aqua-fort, wann es dann gescheiten / wird es zusammen geschmolzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.060900211334228} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4628,"date":1659,"orig":"Aller dieſer arbeit hat man bey meiner ſcheydung gar nicht noͤtig/ vnd wird viel muͤhe/ arbeit/ koſten vnd zeit erſparet vnd gewonnen Dann wann ich Silber ſcheyden will/ es halte gleich viel oder wenig Gold/ wann es auch ſchon gar nicht verguͤldt iſt/ ſo ſchneyde ich ſolches mit einer Scheer zu ſtuͤcken fingers breyte vnd laͤngte/ alſo daß ichs in das Scheydglas bringen kan/ gluͤhe daſſelbige gelinde auß/ auf das der ſchmutz verbrennen vnd das Scheyd-waſſer angreiffen moͤge.","norm":"Aller dieser Arbeit hat man bei meiner Scheidung gar nicht nötig / und wird viel Mühe / Arbeit / kosten und Zeit ersparet und gewonnen dann wann ich Silber scheiden will / es halte gleich viel oder wenig Gold / wann es auch schon gar nicht vergüldet ist / so Schneide ich solches mit einer Scher zu stücken Fingers breite und längte / also dass ich es in das Scheidglas bringen kann / glühe dasselbe gelinde aus / auf das der Schmutz verbrennen und das Scheidwasser angreifen möge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.612599849700928} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4629,"date":1659,"orig":"Gieſſe das Waſſer darauf/ vnd laß Silber/ Gold vnd Kupffer ſolviren; darnach faͤlle ich das Gold darauß/ vnd hernach auch das Silber/ endlich auch das Kupffer/ welche arbeit vom anfang bis zum ende innerhalb 3. oder 4. ſtunden geſchehen kan/ vnd koſtet mehr nichts als das Waſſer/ vnd ein wenig Fewer das Waſſer warm zu halten daß es das Silber deſto lieber angreiffe vnd ſolvire.","norm":"Gieße das Wasser darauf / und lass Silber / Gold und Kupfer solvieren; danach fälle ich das Gold daraus / und hernach auch das Silber / endlich auch das Kupfer / welche Arbeit vom Anfang bis zum Ende innerhalb 3. oder 4. Stunden geschehen kann / und kostet mehr nichts als das Wasser / und ein wenig Feuer das Wasser warmzuhalten dass es das Silber desto lieber angreife und solviere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.546599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4630,"date":1659,"orig":"Wann nun die Metallen vonein ander geſcheyden vnd abgeſuͤßt/ ſo werden ſie geſchmoltzen/ darauß nun ein jedweder ſehen kan was fuͤr ein groſſer vnterſcheyd ſeye zwiſchen dem meynigen vnd dem gemeynen bekanten ſcheyden der Metallen vnd naſſen weg.","norm":"Wann nun die Metallen vonein ander gescheiten und abgesüßt / so werden sie geschmolzen / daraus nun ein jedweder sehen kann was für ein großer unterscheid sei zwischen dem meinigen und dem gemeinen bekannten scheiden der Metallen und nassen weg.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8821001052856445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4631,"date":1659,"orig":"Wann nun hier vnd dort/ einer ſich vnterſtunde dieſe ſcheydung anzuſtellen/ er wuͤrde groſſen nutzen vnd reichthumb darmit erwerben koͤnnen/ dann jhme kein anderer darinn wuͤrde vorkommen; vnd nicht allein mit dem verguͤldem/ ſondern auch allen andern vnverguͤldem Silber/ er allenthalben groſſen nutzen ſchaffen koͤnte/ dann kein Staͤttlein ſo klein iſt es gibt einen Silberſchmied darinnen/ welcher das alte Silber aufkaufft/ vnd auf ſeine weiſe ſcheydet/ welche aber ſehr muͤheſam vnd koſtbahr iſt; derowegen er viel lieber ſein Silber einen andern wuͤrde ſcheyden laſſen/ vnd die muͤhe vnd koſten erſpahren/ wann jemand ſich darzu wuͤrde finden laſſen; vnd weilen alles Kupffer ein verborgen Gold fuͤhret/ vnd das Kupffer bey meiner ſcheydung nicht hindert/ ſondern mit dem Silber auf-ſolviret wird/ ſo gibt es auch allezeit ſeinen zuwachs an Gold mit dar/ vnd macht den gewinn deſto groͤſſer/ vnd noch groͤſſerer gewinn darbey iſt/ wann man dem ſatz dz Scheydwaſſer zu machen einige ſpecies zuſetzet/ welche das Waſſer guͤldiſch machen; als da iſt Calmey/ Zinck/ Eyſen vnd Kupffer-Ertze/ ſo erlangt man ein ſolches Waſſer/ daß von ſich ſelber guͤldiſch/ vnd in dem ſcheyden ſein fluͤchtig Gold dem Silber gern folgen laͤſt/ vnd davon Corporaliſch wird/ alſo daß auch ſolches Silber welches allbereyt einmal geſcheyden vnd geſchmoltzen/ aufs new wieder Gold in dem ſcheyden geben wuͤrde/ wañ es mit einem ſolchen Scheydwaſſer ſolviret/ daß von gradirenden ſpeciebus iſt bereytet worden.","norm":"Wann nun hier und dort / einer sich Unterstunde diese Scheidung anzustellen / er würde großen nutzen und Reichtum damit erwerben können / dann ihm kein anderer darin würde vorkommen; und nicht allein mit dem vergüldem / sondern auch allen anderen vnvergüldem Silber / er allenthalben großen nutzen schaffen könnte / dann kein Stättlein so klein ist es gibt einen Silberschmied darinnen / welcher das alte Silber aufkauft / und auf seine weise scheidet / welche aber sehr mühsam und kostbar ist; derowegen er viel lieber sein Silber einen anderen würde scheiden lassen / und die Mühe und kosten ersparen / wann jemand sich dazu würde finden lassen; und weilen alles Kupfer ein verborgen Gold führt / und das Kupfer bei meiner Scheidung nicht hindert / sondern mit dem Silber auf-solviret wird / so gibt es auch allezeit seinen Zuwachs an Gold mit dar / und macht den Gewinn desto größer / und noch größerer Gewinn dabei ist / wann man dem Satz das Scheidwasser zu machen einige species zusetzet / welche das Wasser güldisch machen; als da ist Calmey / Zink / Eisen und Kupfererze / so erlangt man ein solches Wasser / dass von sich selber güldisch / und in dem scheiden sein flüchtig Gold dem Silber gern folgen lässt / und davon körperlich wird / also dass auch solches Silber welches allbereyt einmal gescheiten und geschmolzen / aufs neu wieder Gold in dem scheiden geben würde / wann es mit einem solchen Scheidwasser solvieret / dass von gradierenden speciebus ist bereitet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447199821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4632,"date":1659,"orig":"Gleich wie nun dieſes außziehen im naſſen weg durch das Salpeter-waſſer ein herꝛllche vnd nutzenbringende Kimſt iſt/ dardurch viel tauſendt jhre Nahrung haben koͤnnen/ vnd doch keiner dem andern ſchaden dardurch zufuͤget/ oder in ſeiner Nahrung eintrag thut/ eben ein ſolche außziehung oder ſcheydung kan auch gethan werden im truckenen weg/ wann nemblich die fluͤchtige Antimonialiſche Ertze/ (ſie halten gleich Gold/ Silber/ Kupffer/ Eyſen/ Zinn oder welche Metallen ſie wollen) mit 2. 3. oder 4. mal ſo viel Antimonii im Tiegel geſchmoltzen/ vnd mit dem Eyſen zu Koͤnigen gefaͤlt/ ſo erlangt man alles ſo in dem Ertz gut geweſen/ vndem jedes Metall beſonder/ dann wann das Antimonium auß dem Ertz die Metallen gezogen hat/ ſo faͤllet man erſtlich das Gold/ darnach das Silber/ vnd letzlich auch das Kupffer herauß/ mit gar geringem koſten vnd muͤhe/ alſo das man in einem Tag viel pfund Gold vnd Silber auß den Ertzen auf ſolche weiſe ziehen koͤnte mit kleinen Fewer/ dann das Antimonium penetrirt das Ertz wie ein Waſſer/ vnd ſolvirt das gute darinn/ vnd ſtoßt das jrdiſch von ſich/ vnd macht ſchlacken daranß/ das Metall aber laͤſt er in der præcipitation fallen in Metalliſcher geſtalt/ welches man durch den Salpeter abtreiben oder rein machen muß/ vnd wann man kein Antimonium zu dieſem werck haben kan/ ſo kan der gemeyne Sulphur ſolches auch thun/ wann nemblich das gemalen Ertz darmit vermiſchet/ vnd in einem verdeckten Tiegel geſchmoltzen/ vnd mit Eyſen præcipitirt, ſo faͤlt das gute Metall auch in Koͤnige/ vnd der Schwefel bleibt bey den ſchlacken/ es erfordert aber dieſe arbeit einen geuͤbten Schmeltzer/ welcher mit der præcipitation vmbzugehen weiß/ ſonſten wird er nicht zu recht kommen.","norm":"Gleich wie nun dieses ausziehen im nassen weg durch das Salpeterwasser ein herrllche und nutzenbringende Kimst ist / dadurch viel tausend ihre Nahrung haben können / und doch keiner dem anderen schaden dadurch zufüget / oder in seiner Nahrung Eintrag tut / eben ein solche Ausziehung oder Scheidung kann auch getan werden im Trockenen weg / wann nämlich die flüchtige Antimonialische Erze / (sie halten gleich Gold / Silber / Kupfer / Eisen / Zinn oder welche Metallen sie wollen) mit 2. 3. oder 4. Mal so viel Antimonii im Tiegel geschmolzen / und mit dem Eisen zu Königen gefällt / so erlangt man alles so in dem Erz gut gewesen / vndem jedes Metall besondere / dann wann das Antimonium aus dem Erz die Metallen gezogen hat / so fället man erstlich das Gold / danach das Silber / und letztlich auch das Kupfer heraus / mit gar geringem kosten und Mühe / also das man in einem Tag viel Pfund Gold und Silber aus den Erzen auf solche weise ziehen könnte mit kleinen Feuer / dann das Antimonium penetriert das Erz wie ein Wasser / und solviert das gute darin / und stoßt das irdisch von sich / und macht schlacken daranß / das Metall aber lässt er in der Präzipitation fallen in metallischer Gestalt / welches man durch den Salpeter abtreiben oder rein machen muss / und wann man kein Antimonium zu diesem Werk haben kann / so kann der gemeine Sulphur solches auch tun / wann nämlich das gemahlen Erz damit vermischet / und in einem verdeckten Tiegel geschmolzen / und mit Eisen präzipitiert, so fällt das gute Metall auch in Könige / und der Schwefel bleibt bei den schlacken / es erfordert aber diese Arbeit einen geübten Schmelzer / welcher mit der Präzipitation umzugehen weiß / sonsten wird er nicht zu recht kommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.854300022125244} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4633,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4634,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt von ſolchen Ertzen oder Berg-arten zuverſtehen/ welche Antimonialiſch/ Arſenicaliſch/ Koboltiſch/ Kieſich oder Sulphuriſch ſeyn/ da greifft das Antimonium vnd Sulphur gern an/ vnd ſolvirt im ſchmeltzen; Andere Ertze oder Berg-arten/ welche viel Berg-ſandt oder ſtein fuͤhren/ die laſſen ſie wol vnangetaſt/ als da ſind die Granaten/ Talcken vnd jhres gleichen/ wie dann auch im naſſen weg das Salpeterwaſſer nicht alle Ertze angreifft/ vnd das Gold vnd Silber darauß ziehet/ ſonderlich greifft das Waſſer dieſe nicht an/ die ſehr Schwefelhaltig ſeyn/ es ſey dann daß man den Schwefel zuvorn darvon roͤſte/ alsdann greift hernach das Waſſer an/ vnd ziehet die Metallen herauß/ vnd ſonſten gar nicht/ auch greift daß Waſſer nicht an die Granaten/ vnd andere Ertz oder Berg-arten/ welche im aͤuſſerlichen anſehen glatt vnd glaſicht ſeyn.","norm":"Dieses ist von solchen Erzen oder Bergarten zu verstehen / welche Antimonialisch / Arsenicalisch / Koboldtisch / Kiesich oder Sulphurisch sein / da greift das Antimonium und Sulphur gern an / und solviert im Schmelzen; andere Erze oder Bergarten / welche viel Berg-Sand oder Stein führen / die lassen sie wohl vnangetast / als da sind die Granaten / Talken und ihresgleichen / wie dann auch im nassen weg das Salpeterwasser nicht alle Erze angreift / und das Gold und Silber daraus ziehet / sonderlich greift das Wasser diese nicht an / die sehr Schwefelhaltig sein / es sei dann dass man den Schwefel zuvor davon röste / alsdann greift hernach das Wasser an / und ziehet die Metallen heraus / und sonsten gar nicht / auch greift dass Wasser nicht an die Granaten / und andere Erz oder Bergarten / welche im äußerlichen Ansehen glatt und glasig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.973400115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4635,"date":1659,"orig":"Darumb ſolche mit der groſſen gewalt des Fewers muͤſſen bezwungen vnd uͤberwaͤltiget werden.","norm":"Darum solche mit der großen Gewalt des Feuers müssen bezwungen und überwältiget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.735799789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4636,"date":1659,"orig":"Es ſeynd auch etliche Ertz vnd Berg-arten die weder in das Bley noch Antimonium gehen/ vnd das jhrige von ſich geben/ ſich anſieden vnd Capelliren laſſen/ ſondern ſeynd vnd bleiben glas vnd ſchlacken/ es ſey dann dz man mit einem groͤſſern vnd ſtarckern geblaͤs dieſelbe uͤbermanne/ alsdann laſſen ſie jhr Gold vnd Silber fallen/ dieſe aber kan man auch zwingen/ wann man jhnen im ſchmeltzen ein Pott-aſchen oder Saltz von Weinhefen oder Holtz-aſchen gemacht zuſetzet vnd ſchmeltzet/ ſo geben ſie ſich auch/ dann die fixe Salia ſolviren im guß alle ſteinichte Glas-artige Ertz vnd ſchlacken/ welches kein Fewer ſonſten thun kan/ gehoͤrt aber hieher nicht/ ſondern in dem folgenden 3. Theil dieſes Buchs/ iſt allhier allein davon meldung gethan worden/ den vnterſcheyd der Ertze vnd Berg-arten dardurch zuerkeñen geben/ dañ wann vngefehr einem ein ſolches Ertz vnterhanden kaͤme/ vnd weder mit dem Antimonio oder Salpeter-waſſer das Metall darauß ziehen koͤnte/ er nicht gedencken muͤſſe/ als wann das Ertz nichts hielte/ oder nicht recht darmit vmbgangen were/ ſondern des Ertzes Eygenſchafft vrſach angeweſen/ gleich wie nun die Sulphuriſche Ertze am liebſten ſich außziehen laſſen im guß durch den Antimonium, die ſteinichte aber nicht alſo/ auch ziehet das Salpeter-waſſer die ſteinichte lieber auß als die Sulphuriſche/ doch ſo der Sulphur davon geroͤſtet wird zieht das Waſſer auch auß/ aber doch lieber die angeflogene oder eyngeſprengte Quartzige/ ſandichte Arme Ertze die ſonſten weder durchs ſchmeltzen noch durch den Mercur. mit nutzen außzuziehen: auf daß man aber nimmer fehle/ ſo iſt es gut das man die zween wege wiſſe/ ſo wol dieſen im guß/ als den naſſen mit dem Waſſer/ vnd ſind beyde ſehr gut/ vnd nuͤtzlich auf die Ertze zugebrauchen/ vnd nicht allein auf die Ertze/ welche man nicht allenthalben haben kan/ ſondern es ſeynd beyde wege gar gut zugebrauchen in ſcheydung der Metalliſchen Mixturen/ es kommen gleich ſolche Mixturen auß den geſchmoltzen Ertzen/ oder durch vngluͤcklichen brandt der Haͤuſer/ oder ſonſten auß vnwiſſenheit Gold vnd Silber vnter Kupffer/ Zinn/ Eyſen vnd Bley/ ſo koͤnnen ſie auff dieſe beyde weiſen leichtlich voneinander geſcheyden werden/ daß keines von allen verlohren gehet; die alten haben das Silber vnd Gold von dem Kupffer nicht zu ſcheyden oder ſeygern gewuſt/ wie die jetzigen ſchmeltzer/ ſonder haben daſſelbige mit verarbeytet/ Stuͤcke vnd Klocken darauß goſſen/ deßgleichen haben ſie auch das ſcheyden mit dem aqua-fort nicht ſo viel gebraucht als jetzimder geſchicht/ wann ſchon in einer marck Silber eines Ducaten Goldes geweſen/ haben ſie doch ſolches nicht herauß geſchieden/ ſondern darmit vermuͤntzet/ welches die alte Muͤntzen außweiſen/ dann faſt alles Silber etwas Gold fuͤhret; vnd weilen die alten des ſcheydens nicht wol erfahren geweſen/ iſt alles Silber guͤldiſch vermuͤntzet oder verarbeytet worden/ es habens aber die Juͤngere ſeithero gewahr worden/ vnd alle Muͤntzen aufkaufft/ geſchieden vnd viel nutzen davon gehabt/ dann man in gantz Teutſchland nicht ein einigen Alten Thaler/ Schreckenberger/ Groſchen/ Kreutzer/ bis auf den geringſten pfenning oder heller zu/ mehr finden oder ſehen wird/ ſeynd allzumal aufgewechſelt/ vnd das Gold davon geſcheyden worden/ man findet aber noch allenthalben Silber genug deſſen die Marck ⅛ oder auch wol ¼ eines Ducaten Golds fuͤhret/ ſo wol in Muͤntzen als in geſchmeidt/ davon weilen das gemeyne ſcheyden durch das aqua fort zu hoch kompt/ vnd die geringe quantitaͤt des Goldes ſo darinn iſt die Scheyd-koſten nicht tragen kan/ welches aber gleicherweiß durch dieſen naſſen vnd trucknen Weg mit nutzen herauß zu ſcheyden iſt/ wann auch ſchon noch weniger als der ⅛ theil eines Ducaten in der Marck Silber were.","norm":"Es sind auch etliche Erz und Bergarten die weder in das Blei noch Antimonium gehen / und das ihrige von sich geben / sich ansieden und Kapellieren lassen / sondern sind und bleiben glas und schlacken / es sei dann dass man mit einem größeren und starken Gebläse dieselbe übermanne / alsdann lassen sie ihr Gold und Silber fallen / diese aber kann man auch zwingen / wann man ihnen im Schmelzen ein Pottaschen oder Salz von Weinhefen oder Holzaschen gemacht zusetzet und schmelzet / so geben sie sich auch / dann die fixe Salia solvieren im Guss alle steinige Glas-artige Erz und schlacken / welches kein Feuer sonsten tun kann / gehört aber hierher nicht / sondern in dem folgenden 3. Teil dieses Buchs / ist allhier allein davon Meldung getan worden / den unterscheid der Erze und Bergarten dadurch zuerkennen geben / dann wann ungefähr einem ein solches Erz vnterhanden käme / und weder mit dem Antimonio oder Salpeterwasser das Metall daraus ziehen könnte / er nicht Gedenken müsse / als wann das Erz nichts hielte / oder nicht recht damit umgangen wäre / sondern des Erzes Eigenschaft Ursache angewesen / gleich wie nun die Sulphurische Erze am liebsten sich ausziehen lassen im Guss durch den Antimonium, die steinige aber nicht also / auch ziehet das Salpeterwasser die steinige lieber aus als die Sulphurische / doch so der Sulphur davon geröstet wird zieht das Wasser auch aus / aber doch lieber die angeflogene oder eingesprengte Quartzige / sandige Arme Erze die sonsten weder durchs Schmelzen noch durch den Merkur . mit nutzen auszuziehen: auf dass man aber nimmer fehle / so ist es gut das man die zweien Wege wisse / so wohl diesen im Guss / als den nassen mit dem Wasser / und sind beide sehr gut / und nützlich auf die Erze zu gebrauchen / und nicht allein auf die Erze / welche man nicht allenthalben haben kann / sondern es sind beide Wege gar gut zu gebrauchen in Scheidung der Metallischen Mixturen / es kommen gleich solche Mixturen aus den geschmolzen Erzen / oder durch unglücklichen Brand der Häuser / oder sonsten aus Unwissenheit Gold und Silber unter Kupfer / Zinn / Eisen und Blei / so können sie auf diese beide weisen leichtlich voneinander gescheiten werden / dass keines von allen verloren geht; die alten haben das Silber und Gold von dem Kupfer nicht zu scheiden oder seigern gewusst / wie die jetzigen Schmelzer / sonder haben dasselbe mit verarbeitet / Stücke und Glocken daraus gossen / desgleichen haben sie auch das Scheiden mit dem Aqua-fort nicht so viel gebraucht als jetzimder geschieht / wann schon in einer Mark Silber eines Dukaten Goldes gewesen / haben sie doch solches nicht heraus geschieden / sondern damit vermünzt / welches die alte Münzen ausweisen / dann fast alles Silber etwas Gold führt; und weilen die alten des Scheidens nicht wohl erfahren gewesen / ist alles Silber güldisch vermünzt oder verarbeitet worden / es habens aber die Jüngere seither gewahr worden / und alle Münzen aufkauft / geschieden und viel nutzen davon gehabt / dann man in ganz Deutschland nicht ein einigen Alten Taler / Schreckenberger / Groschen / Kreuzer / bis auf den geringsten Pfennig oder heller zu / mehr finden oder sehen wird / sind allzumal ausgewechselt / und das Gold davon gescheiten worden / man findet aber noch allenthalben Silber genug dessen die Mark 1 / 8 oder auch wohl ¼ eines Dukaten Golds führt / so wohl in Münzen als in geschmiedet / davon weilen das gemeine scheiden durch das aqua fort zu hoch kommt / und die geringe Quantität des Goldes so darin ist die Scheid-Kosten nicht tragen kann / welches aber gleicherweiß durch diesen nassen und trocknen Weg mit nutzen heraus zu scheiden ist / wann auch schon noch weniger als der 1 / 8 Teil eines Dukaten in der Mark Silber wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.77269983291626} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4637,"date":1659,"orig":"Es halten auch alle Klocken viel Silber vnd Gold/ dann wie geſagt die alten das Gold vnd Silber gar nicht von dem Kupffer geſeygert haben/ vnd iſt das alte Zinn auch ſehr Gold-vnd Silber-reich geweſen/ ſo mit dem Kupffer zu Klocken vnd Stuͤcken iſt verſchmeltzet worden/ welches jhrer viel wiſſen/ daß Gold vnd Silber darinnen iſt/ her auß zubringen aber wiſſen ſie es jetzo nicht/ dann wegen des Zinns laͤſt ſich das Kupffer nicht wol abtreiben/ vnd viel weniger ſeygern/ vnd noch weniger mit aqua-forti ſcheyden/ auf dieſe meine weiſe aber/ ſo wol im naſſen als trucknen weg/ ſolches mit groſſem nutzen zu thun iſt; derohalben der jenige welcher dieſe wiſſenſchaft hat/ es ſey gleich durch den guß mit dem Antimonio, oder mit dem Waſſer/ kan bey den alten zerbrochen Glocken viel nutzen ſchaffen/ vnd wann er auch gantze kauffen ſolte/ das Gold vnd Silber darauß zu ziehen/ ſo wuͤrde er dennoch gar guten gewinn haben/ vnd hernacher wann das Gold vnd Silber herauß gezogen/ wieder andere davon gieſſen koͤnnen laſſen; in den Klocken iſt nicht allein das jenige Gold vnd Silber/ ſo in dem Kupffer vnd Zinn geweſen/ davon ſie gegoſſen ſeyn/ ſondern die alten haben den gebrauch gehabt/ wann ſie eine newe Klocken haben gieſſen wollen/ Gevattern/ Compers oder Zeugen daruͤber gebeten welche der Klocken einen Namen geben ehe dieſelbe getaufft/ gleich wie es in Tauffnung der kleinen Kindern jetzunder noch in Chriſtenthumb gebraͤuchlich/ daß der Gevatter ſeinen Paten daruͤber er ſtehet/ einen Gedaͤchtnis-pfennung eynbindet/ alſo haben die Alten in Tauffung der Klocken einige ſtuͤck Gold vnd Silber/ wann ſie noch in dem Ofen zerfloſſen geſtanden/ geworffen/ darmit anzuzeigen/ die liebe die ſie darzu haͤtten/ auch daß dieſelbige im guß deſto beſſer gerahten/ vnd deſto heller klingen ſolten; darumb ſage ich daß auß den alten Klocken etwas zu ſuchen iſt/ dann ſie ſeynd nimmer ohne Gold vnd Silber.","norm":"Es halten auch alle Glocken viel Silber und Gold / dann wie gesagt die alten das Gold und Silber gar nicht von dem Kupfer geseigert haben / und ist das alte Zinn auch sehr Gold-vnd Silberreich gewesen / so mit dem Kupfer zu Glocken und Stücken ist verschmelzet worden / welches ihrer viel wissen / dass Gold und Silber darinnen ist / her aus zubringen aber wissen sie es jetzt nicht / dann wegen des Zinns lässt sich das Kupfer nicht wohl abtreiben / und viel weniger seigern / und noch weniger mit Aqua-Forti scheiden / auf diese Meine weise aber / so wohl im nassen als trocknen weg / solches mit großem nutzen zu tun ist; derohalben derjenige welcher diese Wissenschaft hat / es sei gleich durch den Guss mit dem Antimonio, oder mit dem Wasser / kann bei den alten zerbrochen Glocken viel nutzen schaffen / und wann er auch ganze kaufen sollte / das Gold und Silber daraus zu ziehen / so würde er dennoch gar guten Gewinn haben / und hernach wann das Gold und Silber herausgezogen / wieder andere davon gießen können lassen; in den Glocken ist nicht allein dasjenige Gold und Silber / so in dem Kupfer und Zinn gewesen / davon sie gegossen sein / sondern die alten haben den Gebrauch gehabt / wann sie eine neue Glocken haben gießen wollen / Gevattern / Campers oder Zeugen darüber gebeten welche der Glocken einen Namen geben ehe dieselbe getauft / gleich wie es in Tauffnung der kleinen Kindern jetzund noch in Christentum gebräuchlich / dass der Gevatter seinen Paten darüber er steht / einen Gedächtnis-pfennung einbindet / also haben die Alten in Taufung der Glocken einige Stück Gold und Silber / wann sie noch in dem Ofen zerflossen gestanden / geworfen / damit anzuzeigen / die liebe die sie dazu hätten / auch dass dieselbige im Guss desto besser geraten / und desto heller klingen sollten; darum sage ich dass aus den alten Glocken etwas zu suchen ist / dann sie sind nimmer ohne Gold und Silber.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.051199913024902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4638,"date":1659,"orig":"Da ſihet der guͤnſtiger Leſer was fuͤr nutzen mit dieſer außziehung vnd faͤllung des Goldes vnd Silbers/ ſo wol im naſſen als trucknen wege durch den Salpeter zuverꝛichten/ nicht allein in Ertzten vnd Berg-arten/ ſondern auch in Metalliſchen Mixturen/ da ſonſten gar nichts außzubringen iſt.","norm":"Da sieht der günstiger Leser was für nutzen mit dieser Ausziehung und Fällung des Goldes und Silbers / so wohl im nassen als trocknen Wege durch den Salpeter zuverrichten / nicht allein in Ärzten und Bergarten / sondern auch in Metallischen Mixturen / da sonsten gar nichts auszubringen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.777500152587891} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4639,"date":1659,"orig":"Wer wolte den Salpeter nicht lieb haben?","norm":"Wer wollte den Salpeter nicht lieb haben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.720799922943115} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4640,"date":1659,"orig":"ſelbigen haͤuffig zeugen/ vnd nutzen darmit ſchaffen/ wann man weiß daß ſo viel gutes in Metallicis vnd Medicina mit jhme außzurichten?","norm":"selbigen häufig zeugen / und nutzen damit schaffen / wann man weiß dass so viel Gutes in Metallice und Medicina mit ihm auszurichten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.36460018157959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4641,"date":1659,"orig":"Ich thue das meynige/ vnd erbiete mich alles guten/ wird es nicht angenommen/ ſo habe ich keine ſchuld darinn/ Eines Menſchen leben iſt viel zu kurtz alles zu beſchreiben/ was gutes mit dem Salpeter zuverrichten/ vnd were auch nicht gut daß es viel wuͤſten/ die Welt iſt zu Gottloß vnd Teuffliſch/ da kein trew vnd glauben mehr gilt/ vnd nichts als alles boͤſe in dem ſchwang gehet/ es kan aber nicht lang mehr beſtehen/ Gott behuͤte die ſeinigen.","norm":"Ich tue das meinige / und erbiete mich alles guten / wird es nicht angenommen / so habe ich keine Schuld darin / Eines Menschen leben ist viel zu kurz alles zu beschreiben / was Gutes mit dem Salpeter zuverrichten / und wäre auch nicht gut dass es viel wüssten / die Welt ist zu Gottlos und Teuflisch / da kein Treu und Glauben mehr gilt / und nichts als alles böse in dem schwang geht / es kann aber nicht lang mehr bestehen / Gott behüte die seinigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.071300029754639} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4642,"date":1659,"orig":"Ich habe zwar vorgenommen gehabt noch viel ſchoͤne vnd nuͤtzliche Secreten in dieſem 2. Theil des Vatterlandes Wohlfarts/ ſo durch den Salpeter zuverꝛichten/ her auß zugeben/ weilen ich aber ſehe vnd ſpuͤre/ daß kein danck darbey zu haben/ vnd die jenigen ſo dem Vatterlandt ſchaͤdlich ſeyn/ angenehmer als dieſe ſo es wol meynen/ ſo breche ich deſto kuͤrtzer ab; Laß vns ſehen ob die Gottloſe gegen mich zuſammen geſchworne Teuffliſche vnd Moͤrderiſche geſellſchafft ein beſſers herauß geben werde?","norm":"Ich habe zwar vorgenommen gehabt noch viel schöne und nützliche Sekreten in diesem 2. Teil des Vaterlandes Wohlfahrt / so durch den Salpeter zuverrichten / her aus zugeben / weilen ich aber sehe und spüre / dass kein dank dabei zu haben / und diejenigen so dem Vaterland schädlich sein / angenehmer als diese so es wohl meinen / so breche ich desto kürzer ab; Lass uns sehen ob die Gottlose gegen mich zusammen Geschworene Teuflische und mörderische Gesellschaft ein besseres herausgeben werde?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.802000045776367} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4643,"date":1659,"orig":"Ich habe das meine gethan/ vnd werde noch ein mehrers thun wann mir Gott das leben laͤſt/ erkent es die boͤſe Welt nicht/ ſo wird es hernachmal Gott erkennen/ dann er kein boͤſes vngeſtraft vnd kein gutes wird vnbelohnt laſſen/ deſſen ich mich getroͤſte.","norm":"Ich habe das Meine getan / und werde noch ein mehreres tun wann mir Gott das leben lässt / erkennt es die böse Welt nicht / so wird es hernachmale Gott erkennen / dann er kein böses ungestraft und kein gutes wird unbelohnt lassen / dessen ich mich tröste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.171199798583984} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4644,"date":1659,"orig":"Weilen nun allhier des faͤllens oder præcipitirens der Metallen vnd Mineralien gedacht worden/ ſo ſihe ichs fuͤr gut an/ die vrſach ſolcher faͤllung anzuzeigen/ auf daß der Kunſt-liebende deſto beſſer fundament in dieſer ſach erlange.","norm":"Weilen nun allhier des Fällens oder Präzipitierens der Metallen und Mineralien gedacht worden / so siehe ich es für gut an / die Ursache solcher Fällung anzuzeigen / auf dass der Kunstliebende desto besser Fundament in dieser Sache erlange.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908599853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4645,"date":1659,"orig":"Wann etwas ſoll geſcheyden werden/ ſo muß es gebunden ſeyn/ ſonſten bedoͤrffte es keines ſcheydens oder losmachens/ dieweilen dann ein Metall das ander bindet/ ſo koͤnnen ſie nicht wieder voneinander gebracht werden/ als durch zerꝛeiſſung oder zerſtoͤrung der banden darmit ſie gebunden vnd einander eynverleibet ſeyn/ welche zerſtoͤrung durch das Fewer geſchehen muß/ ſo wol im trucknen als naſſen Weg/ im trucknen kan das Kupffer/ Zinn/ Eyſen/ Bley von Gold vnd Silber geſchieden werden/ wann dieſelbe beyſammen auff einen Teſt treiben/ ſo arbeitet der Sulphur, ſuperfluum vel Comburens bey den vnvollkommenen Metallen in ſich ſelber/ vnd macht ſeyn eygen Metall oder Corpus zu ſchlacken; weilen dann viel Bley darbey iſt/ ſo iſt ſolcher ſchlacken fluͤſſig/ vnd kreucht allgemach (ſo viel zu ſchlacken wird) in die luͤcke Teſten oder Herden/ das Gold vnd Silber aber/ welche keinen Sulphur ſuperfluum haben/ bleiben gewaſchen ſchoͤn hell vnd klar vnverletzt auf dem Teſt ſtehen.","norm":"Wann etwas soll gescheiten werden / so muss es gebunden sein / sonsten bedürfte es keines Scheidens oder Losmachens / dieweilen dann ein Metall das ander bindet / so können sie nicht wieder voneinander gebracht werden / als durch Zerreißung oder Zerstörung der banden damit sie gebunden und einander einverleibet sein / welche Zerstörung durch das Feuer geschehen muss / so wohl im Trocknen als nassen Weg / im Trocknen kann das Kupfer / Zinn / Eisen / Blei von Gold und Silber geschieden werden / wann dieselbe beisammen auf einen Test treiben / so arbeitet der Sulphur, superfluum vel Comburens bei den unvollkommenen Metallen in sich selber / und macht sein eigen Metall oder Corpus zu schlacken; weilen dann viel Blei dabei ist / so ist solcher schlacken flüssig / und kreucht allgemach (so viel zu schlacken wird) in die Lücke Testen oder Herden / das Gold und Silber aber / welche keinen Sulphur superfluum haben / bleiben gewaschen schön hell und klar unverletzt auf dem Test stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022500038146973} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4646,"date":1659,"orig":"Dieſes iſt nun eine ſcheydung des guten von dem boͤſen/ oder verbrenlichen von dem vnverbrenlichen/ bloß vnd allein durch das Fewer/ dardurch die vnvollkommene Metallen durch huͤlffe des Bleyes zu weichen ſchlacken werden/ vnd in die Capellen eynkriechen/ vnd alſo von den perfecten Coͤrpern geſcheyden werden/ welches gar leichtlich geſchicht/ vnd allenthalben bekant/ vnd gemeyn iſt/ vnd von den ſchmeltzern abtreiben genant wird.","norm":"Dieses ist nun eine Scheidung des guten von dem bösen / oder Verbrennlichen von dem unverbrennlichen / bloß und allein durch das Feuer / dadurch die unvollkommene Metallen durch Hilfe des Bleies zu weichen schlacken werden / und in die Kapellen einkriegen / und also von den perfekten Körpern gescheiten werden / welches gar leichtlich geschieht / und allenthalben bekannt / und gemein ist / und von den Schmelzern abtreiben genannt wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207600116729736} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4647,"date":1659,"orig":"In dieſer ſcheydung aber werden nur die vnvollkommene Metallen von den vollkommenen geſcheyden/ Gold vnd Silber aber bleiben beyſamen/ vnd wann ſolche auch voneinander ſollen geſcheyden werden/ ſo muß das eine von dem andern mit einem ſtarcken Salpeter-waſſer aufgeloͤſt vnd geſcheyden werden; Iſt es Silbers mehr als des Goldes/ ſo ſolvirt man das Silber mit gemeynem aqua-fort von Salpeter vnd Vitriol bereytet/ ſo bleibt das Gold liegen/ welches ſcheyden dann bey allen Berg-leuten/ Muͤntzern vnd Gold-ſchmieden gar gemeyn vnd bekant iſt; Iſt des Goldes aber mehr als des Silbers/ ſo ſolviren ſie das Gold mit Aqua Regis, ſo bleibt das Silber liegen/ Aqua- Regis iſt auch nichts anders als ein ſtarckes Salpeter-waſſer/ darinnen ein Salarmoniacum ſolvirt iſt/ dann gemeyn oder eynfach Salpeter-waſſer ſolvirt allein das Silber/ vnd laͤſt das Gold liegen/ ein Aqua-Regis aber ſolvirt allein Gold vnd laͤſt das Silber liegen/ koͤnnen ſie aber mit dem Aqua-Regis nicht vmbgehen/ ſo ſetzen ſie dem Gold ſo viel Silber zu im ſchmeltzen/ daß des Silbers dreymal ſo viel iſt als des Goldes/ vnd ſcheydens alsdann durch das Scheyd-waſſer/ welches ſie die quart nennen.","norm":"In dieser Scheidung aber werden nur die unvollkommene Metallen von den vollkommenen gescheiten / Gold und Silber aber bleiben beisammen / und wann solche auch voneinander sollen gescheiten werden / so muss das eine von dem anderen mit einem starken Salpeterwasser aufgelöst und gescheiten werden; ist es Silbers mehr als des Goldes / so solviert man das Silber mit gemeinem Aqua-fort von Salpeter und Vitriol bereitet / so bleibt das Gold liegen / welches scheiden dann bei allen Bergleuten / Müntzer und Goldschmieden gar gemein und bekannt ist; Ist des Goldes aber mehr als des Silbers / so solvieren sie das Gold mit Aqua Regis, so bleibt das Silber liegen / Aqua-Regis ist auch nichts anders als ein starkes Salpeterwasser / darinnen ein Salarmoniacum solviert ist / dann gemein oder einfach Salpeterwasser solviert allein das Silber / und lässt das Gold liegen / ein Aqua-Regis aber solviert allein Gold und lässt das Silber liegen / können sie aber mit dem Aqua-Regis nicht umgehen / so setzen sie dem Gold so viel Silber zu im Schmelzen / dass des Silbers dreimal so viel ist als des Goldes / und Scheidens alsdann durch das Scheidwasser / welches sie die Quart nennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.190299987792969} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4648,"date":1659,"orig":"Noch ein ander ſcheydung iſt bekant die durch die Cementa geſchicht/ wann nemblich vnterſchiedliche Metallen beyſammen ſeyn/ ſolche mit Vitriol, Saltz vnd Ziegelſtein/ wann ſie ein lage vmb die andere im Tiegel jhre gewiſſe zeit in ſtetter gluth beyeinander ſtehen/ ſo ziehet das Saltz vnd Vitriol die vnvollkommene Metallen zu ſich/ vnd laͤſt das perſecteſte/ nemblich das Gold allein liegen/ das Silber zieht das Cement auch an ſich/ gleich wie das Eyſen/ Kupffer vnd Bley/ dieſes ſcheyden aber wird allein auff vnrein Gold gebrauchet/ ſolches gantz fein zu machen.","norm":"Noch ein ander Scheidung ist bekannt die durch die Cementa geschieht / wann nämlich unterschiedliche Metallen beisammen sein / solche mit Vitriol, Salz und Ziegelstein / wann sie ein Lage um die andere im Tiegel ihre gewisse Zeit in steter Glut beieinander stehen / so ziehet das Salz und Vitriol die unvollkommene Metallen zu sich / und lässt das persecteste / nämlich das Gold allein liegen / das Silber zieht das Zement auch an sich / gleich wie das Eisen / Kupfer und Blei / dieses scheiden aber wird allein auf unrein Gold gebraucht / solches ganz feinzumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.520299911499023} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4649,"date":1659,"orig":"Noch ein ander ſcheydung geſchicht durch den Antimonium, vnd auch nur auf vnrein Gold ſolches von ſeinen zuſatzen rein zu machen; wieder ein ander ſcheydung geſchicht durch den guß/ wann nemblich Metalliſche Mixturen da Gold/ Silber/ Kupffer/ Eyſen/ Zinn vnd Bley beyſammen were/ vnd man ſolches voneinander ſcheyden wolte/ ſo wird die Metalliſche Mixtur granulirt/ mit Schwefel gezintert/ vnd das gezintert im Tiegel geſchmoltzen/ vnd alsdann durch niederſchlaͤge per Eyſen vel Bley immer das eine Metall nach dem andern gefaͤllet/ welche arbeit meines wiſſens von wenigen gethan wird/ auß vrſachen/ weilen ſie die Natur nicht verſtehen/ vnd keine vrſach wiſſen/ warumb daß eine Metall ehender oder lieber als das andere auß der Mixtur oder Metalliſcher Maſſa ſich ſcheydet vnd zu bodem faͤllet.","norm":"Noch ein ander Scheidung geschieht durch den Antimonium, und auch nur auf unrein Gold solches von seinen Zusatze reinzumachen; wieder ein ander Scheidung geschieht durch den Guss / wann nämlich metallische Mixturen da Gold / Silber / Kupfer / Eisen / Zinn und Blei beisammen wäre / und man solches voneinander scheiden wollte / so wird die Metallische Mixtur granuliert / mit Schwefel gezentert / und das gezentert im Tiegel geschmolzen / und alsdann durch Niederschläge per Eisen vel Blei immer das eine Metall nach dem anderen gefällt / welche Arbeit meines Wissens von wenigen getan wird / aus Ursachen / weilen sie die Natur nicht verstehen / und keine Ursache wissen / warum dass eine Metall eher oder lieber als das andere aus der Mixtur oder metallischer Massa sich scheidet und zu bodem fället.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.08620023727417} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4650,"date":1659,"orig":"Auf das aber der Kunſtliebende etwas nachricht darvon habe/ vnd vrſach bekomme der ſachen weiter nachzudencken/ vnd dieſe herꝛliche vnd nuͤtzliche kunſt lieb bekomme/ ſo wil ich die vrſach dieſer faͤllung anzeigen.","norm":"Auf das aber der Kunstliebende etwas Nachricht davon habe / und Ursache bekomme der Sachen weiter nachzudenken / und diese herrliche und nützliche Kunst lieb bekomme / so will ich die Ursache dieser Fällung anzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.250800132751465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4651,"date":1659,"orig":"Es iſt bekant genug/ daß gleich feines gleichen liebe/ vnd ſein vngleiches haſſe/ oͤhl miſchet ſich gern mit oͤhl/ vnd Waſſer miſchet ſich gern mit Waſſer/ vnd ohne Medium nicht mit oͤhl/ wann dann das eine Metall einer andern Natur iſt als ein anders/ ſo lieben die gleichen einander/ vnd die vngleichen haſſen einander/ wann dann vnterſchiedliche Metallen beyſammen ſeyn/ vnd man eine ſcheydung machen will/ ſo muß ſolches durch einen ſolchen zuſatz geſchehen/ der die vnvollkommene theilen liebe/ vnd die vollkommene theilen haſſet/ als zum Eyempel: der Schwefel liebet alle Metallen auſſer dem Golde/ welches er haſſet/ doch liebet er auch das eine vnvollkommene Metall mehr als das ander/ dann je mehr ſie ſeines gleichen/ vnd je vnvollkommer dieſelbe ſeyn/ je lieber er ſolche hat/ vnd im wiedrigen haßt er ſolche; wann nun der Schwefel durch zintern in die Maſſam gebracht wird/ ſo ſchewen ſich die Edelſte theilen/ vnd wolten gern auß der vnvollkommen vnd vnreinen geſellſchafft ſeyn/ koͤnnen aber ohne huͤlff ſich nicht herauß wickeln/ wann aber der Sulphuriſchen Maſſa ein ander Sulphuriſch oder vnvollkommen Metall beygeſetzet wird/ ſo greifft der Sulphur in daſſelbige/ vnd laͤſt den perfectern theil fallen/ doch ſo rein nicht daß er nicht einer weiteren reinigung bedoͤrffte/ wie ſolches in der explication uͤber mein Miraculum Mundi weiters zu ſehen/ dieſes wird niedergeſchlagen oder præcipitirt genant/ wann nemblich das beſſere theil von dem geringern auß einer Mixtur gefaͤllet oder geſcheyden wird.","norm":"Es ist bekannt genug / dass gleich feines gleichen liebe / und sein ungleiches hasse / Öl mischet sich gern mit Öl / und Wasser mischet sich gern mit Wasser / und ohne Medium nicht mit Öl / wann dann das eine Metall einer anderen Natur ist als ein anders / so lieben die gleichen einander / und die ungleichen hassen einander / wann dann unterschiedliche Metallen beisammen sein / und man eine Scheidung machen will / so muss solches durch einen solchen Zusatz geschehen / der die unvollkommene Teilen liebe / und die vollkommene Teilen hasset / als zum Eyempel: Der Schwefel liebet alle Metallen außer dem Golde / welches er hasset / doch liebet er auch das eine unvollkommene Metall mehr als das ander / dann je mehr sie seinesgleichen / und je vnvollkommer dieselbe sein / je lieber er solche hat / und im widrigen hasst er solche; wann nun der Schwefel durch zentern in die Massam gebracht wird / so scheuen sich die Edelste teilen / und wollten gern aus der unvollkommen und unreinen Gesellschaft sein / können aber ohne Hilfe sich nicht heraus wickeln / wann aber der Sulfurrischen Massa ein ander Sulphurisch oder unvollkommen Metall beigesetzt wird / so greift der Sulphur in dasselbe / und lässt den perfekteren Teil fallen / doch so rein nicht dass er nicht einer weiteren Reinigung bedürfte / wie solches in der Explikation über mein Miraculum Mundi weiteres zu sehen / dieses wird niedergeschlagen oder präzipitiert genannt / wann nämlich das bessere Teil von dem geringeren aus einer Mixtur gefällt oder gescheiten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.002600193023682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4652,"date":1659,"orig":"Gleicher weiſe hat es eine beſchaffenheit mit dem faͤllen oder ſcheyden in dem naſſen weg/ wann nemblich etliche Metallen oder alle beyſammen in ein Waſſer aufgeloͤft weren/ man immer das eine nach dem andern/ als das Edelſte vnd perfecteſte mit erſt faͤllen/ vnd hernach das 2. 3. vnd ſortan/ bis alle darauß gefaͤlt ſeyn/ dieſe herꝛliche vnd noch gantz vnbekante ſchoͤne Invention iſt die jenige/ darmit ich meinen frenuden zu dienen verhoffe.","norm":"Gleicherweise hat es eine Beschaffenheit mit dem fällen oder scheiden in dem nassen weg / wann nämlich etliche Metallen oder alle beisammen in ein Wasser aufgelöst wären / man immer das eine nach dem anderen / als das Edelste und perfekteste mit erst fällen / und hernach das 2. 3. und sortan / bis alle daraus gefällt sein / diese herrliche und noch ganz Unbekannte schöne Invention ist diejenige / damit ich meinen Freuden zu dienen verhoffe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7932000160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4653,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte die Kunſt gern etwas klaͤrer allhier herauß geben/ befinde es aber mehr ſchaͤdlich als nuͤtzlich; In deme meine Feinde/ verꝛaͤther vnd veraͤchter der Kunſt ſolche zugleich mit erlangten/ welche ſie doch nicht wuͤrdig ſeyn/ vnd billig ſorg getragen wird daß ſie vnter ſolche Gottloſe Schwein nicht komme; wer dieſes niederſchlags einen rechten verſtandt hat/ der kan guten Nutzen ſchaffen/ ſo er aber auß gewonheit ein ſolche arbeit nur hinweg thut/ vnd die vrſach nicht verſteht/ warumb dieſes oder jenes geſchehe/ der arbeitet wie ein Eſel im ſack tragen/ dann er nicht weiß was darinn iſt/ oder wohin er ſolchen tragen muß/ darumb ich noch ein klaͤrer Informatio thun will:","norm":"Ich hätte die Kunst gern etwas klarer allhier herausgeben / befinde es aber mehr schädlich als nützlich; in dem meine Feinde / Verräter und Verächter der Kunst solche zugleich mit erlangten / welche sie doch nicht würdig sein / und billig Sorge getragen wird dass sie unter solche gottlose Schwein nicht komme; wer dieses Niederschlags einen rechten verstand hat / der kann guten Nutzen schaffen / so er aber aus Gewohnheit ein solche Arbeit nur hinwegtut / und die Ursache nicht versteht / warum dieses oder jenes geschehe / der arbeitet wie ein Esel im sack tragen / dann er nicht weiß was darin ist / oder wohin er solchen tragen muss / darum ich noch ein klarer Informatio tun will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6031999588012695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4654,"date":1659,"orig":"Das Eyſen ſchlaͤget nieder oder præcipitirt das Kupffer auß der trucken vnd naſſen Solution, das Kupffer faͤllet das Silber ſo wol in der naſſen als trucknen Solution, der Mercurius faͤlt das Gold am liebſten/ vnd wiewol das Kupffer/ das Eyſen/ Zinn vnd Bley/ das Gold vnd Silber auch faͤllen/ ſo hat doch ein jedes Metall ſeine eygene faͤllung/ vnd uͤber das gehen die Saliniſche faͤllungen uͤber die Metalliſche/ vnd koͤnnen alle Metallen darmit præcipitirt oder niederſchlagen werden/ welches bis dato noch geheim geblieben iſt/ vnd faͤllet nicht allein das eine Metall das ander/ ſondern es verwandelt auch das eine das andere.","norm":"Das Eisen schlägt nieder oder präzipitiert das Kupfer aus der trocken und nassen Solution, das Kupfer fället das Silber so wohl in der nassen als trocknen Solution, der Mercurius f��llt das Gold am liebsten / und wiewohl das Kupfer / das Eisen / Zinn und Blei / das Gold und Silber auch fällen / so hat doch ein jedes Metall seine eigene Fällung / und über das gehen die Salinische Fällungen über die Metallische / und können alle Metallen damit präzipitiert oder niederschlagen werden / welches bis dato noch geheim geblieben ist / und fället nicht allein das eine Metall das ander / sondern es verwandelt auch das eine das andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.621699810028076} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4655,"date":1659,"orig":"Zum Exempel: Ich lege Kupffer-hlech in ein Solutionem Lunæ, ſie ſeyn gleich trucken oder naß ſolvirt/ ſo ſchlaͤgt ſich das Silber zwar an dem Kupffer nieder/ wann man aber guten verſtandt davon hat/ ſo gradirt das Silber in dem faͤllen darneben auch etwas von dem Kupffer in Silber/ vnd kompt mehr Silber herauß als in der Solution geweſen/ deßgleichen wann ich per Martem das Kupffer auß einer Solution Veneris faͤlle/ ſo ſchlaͤgt ſich zwar das Kupffer an dem Eyſen nieder/ es gradirt ſich aber auch ein theil Eyſen in Kupffer in der faͤllung/ welches die oͤfftere erfahrungen bezeugen/ vnd niemand ſolches in warheit wiederlegen kan; daß aber in ſolcher gradirung alle Eyſen zu Kupffer/ vnd alles Kupffer zu Silber werden ſolte/ das ſage ich nicht/ habs auch nicht erfahren/ glaube aber gar wol daß es durch reiterationes wol muͤglich zu thun ſeyn ſolte.","norm":"Zum Exempel: Ich lege Kupffer-hlech in ein Solutionem Lunae, sie sein gleich trocken oder nass solviert / so schlägt sich das Silber zwar an dem Kupfer nieder / wann man aber guten verstand davon hat / so gradiert das Silber in dem fällen daneben auch etwas von dem Kupfer in Silber / und kommt mehr Silber heraus als in der Solution gewesen / desgleichen wann ich per Martem das Kupfer aus einer Solution Veneris fälle / so schlägt sich zwar das Kupfer an dem Eisen nieder / es gradiert sich aber auch ein Teil Eisen in Kupfer in der Fällung / welches die öftere Erfahrungen bezeugen / und niemand solches in Wahrheit widerlegen kann; dass aber in solcher Gradierung alle Eisen zu Kupfer / und alles Kupfer zu Silber werden sollte / das sage ich nicht / habe es auch nicht erfahren / glaube aber gar wohl dass es durch reiterationes wohl möglich zu tun sein sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.136600017547607} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4656,"date":1659,"orig":"Der Mercurius ſchlaͤget das Gold am liebſten nieder/ aber nur im naſſen weg/ dann im trucknen er nicht beſtehen kan/ ſondern das Eyſen derbeſte niederſchlag darzu iſt/ Kupffer vnd Bley ſeynd auch gut/ doch Eyſen der beſte.","norm":"Der Mercurius schlägt das Gold am liebsten nieder / aber nur im nassen weg / dann im Trocknen er nicht bestehen kann / sondern das Eisen derbste Niederschlag dazu ist / Kupfer und Blei sind auch gut / doch Eisen der beste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.454500198364258} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4657,"date":1659,"orig":"Eines ſonderlichen niederſchlags des Silbers mit dem Mercurio muß ich allhier gedencken.","norm":"Eines sonderlichen Niederschlags des Silbers mit dem Mercurio muss ich allhier gedenken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.855299949645996} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4658,"date":1659,"orig":"Es haben die Chymici vor viel hundert Jahren den Zinober zu Silber gemacht/ aber ohne nutzen/ dann jhr Silber nicht auß dem Mercurio kame/ ſondern auß dem Silber ſo ſie dem Zinober beygeſetzt hatten; ſie nahmen einen gemeynen Zinober/ welcher von Queckſilber vnd Schwefel gemacht/ zerbrachen denſelben in kleinen ſtuͤcklein eines Nagels am Fingerbreyt gros/ vnd machten ein laag vmb die ander mit gefeyletem feinem Silber/ vnd ſetzten das werck wol verlutirt 2030. oder 40. ſtunden in ein linde waͤrme nahmens darnach auß/ ſo funden ſie den rothen Zinober ſchwartz/ trieben ſolchen mit Bley auf ein Teſt ab/ ſo funden ſie ſo ſchwer fein Silber als Queckſilber bey den Zinober geweſen.","norm":"Es haben die Chymici vor viel hundert Jahren den Zinnober zu Silber gemacht / aber ohne nutzen / dann ihr Silber nicht aus dem Mercurio kam / sondern aus dem Silber so sie dem Zinnober beigesetzt hatten; sie nahmen einen gemeinen Zinnober / welcher von Quecksilber und Schwefel gemacht / zerbrachen denselben in kleinen Stücklein eines Nagels am Fingerbreit groß / und machten ein lag um die ander mit gefeiltem feinem Silber / und setzten das Werk wohl verlutirt 2030 . oder 40. Stunden in ein linde wärme Namens danach aus / so fanden sie den roten Zinnober schwarz / trieben solchen mit Blei auf ein Test ab / so fanden sie so schwer fein Silber als Quecksilber bei den Zinnober gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.454800128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4659,"date":1659,"orig":"NB.","norm":"NB.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":3.688899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4660,"date":1659,"orig":"So viel Silber als ſie erlangten/ ſo viel gienge dieſem Silber/ ab welches ſie zugeſetzer hatten/ war alſo kein gewinn darbey/ vnd vermeynten (doch faͤlſchlich) der Mercurius haͤtte dem ingeſetzten Silber ſeine Animam herauß gezogen/ darumb es ſo fluͤchtig worden were/ welches zwar nicht gar ohn iſt/ daß der Queckſilber dem Silber ſeine Animam extrahiren vnd ſich darmit zu Silber machen kan/ hergegen aber daß das Animirte Silber gantz fluͤchtig wird/ wann es nicht durch andere Metallen wieder kan Animirt werden/ welches auch etliche getroffen/ vnd ſolches auß dem Bley zuwegen gebracht haben.","norm":"So viel Silber als sie erlangten / so viel ginge diesem Silber / ab welches sie Zugesetze hatten / war also kein Gewinn dabei / und vermeinten (doch fälschlich) der Mercurius hätte dem ingesetzten Silber seine Animam herausgezogen / darum es so flüchtig worden wäre / welches zwar nicht gar ohne ist / dass der Quecksilber dem Silber seine Animam extrahieren und sich damit zu Silber machen kann / hingegen aber dass das Animierte Silber ganz flüchtig wird / wann es nicht durch andere Metallen wieder kann animiert werden / welches auch etliche getroffen / und solches aus dem Blei zuwegen gebracht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.513899803161621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4661,"date":1659,"orig":"Dieſer arbeit aber welcher ich allhier gedencke iſt mehr ein Attrahirung oder niederfaͤllung des Silbers durch den Mercurium, wie dann ſolche faͤllung auch im naſſen weg geſchicht/ vnd gar leicht/ vnd darzu ohne zuwachs nicht/ wann man der zeit erwarten lan/ wann nemblich in einem aqua-forti ein theil fein Silber ſolviret wird/ vnd in die Solution zweymal ſo viel Regen waſſer als das aqua-fort geweſen/ gegoſſen wird/ vnd 3. oder 4. mal ſo viel Mercurius Vivi zu der ſolution Lunæ thut/ vnd etliche tagen oder wochen nur in der kaͤlte vnbewegt ſiehen laſſen/ ſo ſchlaͤgt ſich das Silber auß dem Waſſer an den Mercurium, vnd der Mercurius ſolvirt ſich in das Waſſer/ vnd geben zuſammen wunderbarliche gewaͤchſe/ als Berg vnd Thal luſtig anzuſehen/ wann dieſes gewaͤchs ein lange zeit alſo ſteht/ vnd man ſolches hernach abſuͤſt/ vnd mit Bley reducirt, ſo hat ſich das Silber vmb ein gutes auß dem Queckſilber augmentirt, es iſt aber doch kein gewinn darbey/ es were dann/ daß man ſolches gewaͤchs mehr als ein Jahr alſo wolte ſtehen vnd wachſen laſſen/ darzu man wenig Laboranten findon ſolte/ die ſo lang auf den gewinn warten wuͤrden/ ratio iſt dieſe/ das aqua-fort iſt ein naſſes vnd kaltes Fewer/ vnd zeitigt ſo wol als das truckene vnd heiſſe Fewer; wann es wol applicirt wird/ mehr thut als das truckne oder heiſſe Fewer; Es gehoͤrt aber ein erfahrner Artiſt darzu; haben doch einige der Alten Philoſophen jhre Medicinam Univerſalem durch das naſſe Fewer außgezeitiget/ wie bey dem Arthephio vnd andern zu ſehen; Sonſten haben die Philoſophi auß dem Nitroſiſchen Meer ein Secreter Waſſer/ Menſtruum oder Solvens univerſale gezogen/ vnd groſſe dinge darmit außgericht/ aber gar geheim gehalten/ vnd nur verdeckter weiſe ſolches beſchrieben/ in dem ſie gemeldet/ daß Saturnus auß dem Meer bey hellem Monſchein ſeyn geheim Waſſer geſchoͤpffet/ die ſchoͤpffung gehoͤret hieher nicht/ wird nur ſo viel angewieſen/ daß auß dem Nitro auch ein beſſers Menſtruum univerſale koͤnne gezogen werden/ als der Corꝛoſiviſche Spiritus Nitri, welches zwar alles ſolvirt, aber in Corꝛoſiviſcher geſtalt/ dieſes aber ſo der Saturnus bey dem hellen Monſchein ſchoͤpffet/ gantz keiner Corꝛoſiv theilhafftig/ ſondern lieblich vnd ſuͤß iſt/ vnd auch die haͤnde nicht netzet noch faͤrbet/ wie das Corꝛoſiviſche/ vnd wiewol ſolches Waſſer noch fluͤchtig vnd vnfix iſt/ ſo hat es doch die Natur andere fluͤchtige vnd vnfixe ding zu binden vnd fix zu machen/ welches zuverwundern iſt/ wie die Naturen einander lieben/ vnd eins in das ander verwandelt wird/ dieſes ſey genug erklaͤret von dem niederfaͤllen der Metallen/ ſo wol auß den trucknen als naſſen Solutionibus.","norm":"Dieser Arbeit aber welcher ich allhier gedenke ist mehr ein Attrahierung oder Niederfallung des Silbers durch den Mercurium, wie dann solche Fällung auch im nassen weg geschieht / und gar leicht / und dazu ohne Zuwachs nicht / wann man der Zeit erwarten lassen / wann nämlich in einem Aqua-Forti ein Teil fein Silber solvieret wird / und in die Solution zweimal so viel Regen Wasser als das Aqua-fort gewesen / gegossen wird / und 3. oder 4. Mal so viel Mercurius Vivi zu der Solution Lunae tut / und etliche Tagen oder Wochen nur in der Kälte unbewegt siechen lassen / so schlägt sich das Silber aus dem Wasser an den Mercurium, und der Mercurius solviert sich in das Wasser / und geben zusammen wunderbarliche Gewächse / als Berg und Tal lustig anzusehen / wann dieses Gewächs ein lange Zeit also steht / und man solches hernach absüßt / und mit Blei reduziert, so hat sich das Silber um ein gutes aus dem Quecksilber augmentiert, es ist aber doch kein Gewinn dabei / es wäre dann / dass man solches Gewächs mehr als ein Jahr also wollte stehen und wachsen lassen / dazu man wenig Laboranten findon sollte / die so lang auf den Gewinn warten würden / ratio ist diese / das Aqua-fort ist ein nasses und kaltes Feuer / und zeitigt so wohl als das trockene und heiße Feuer; wann es wohl appliziert wird / mehr tut als das trockne oder heiße Feuer; es gehört aber ein erfahrener Artist dazu; haben doch einige der Alten Philosophen ihre Medicinam Universalem durch das nasse Feuer außgezeitiget / wie bei dem Arthephio und anderen zu sehen; Sonsten haben die Philosophie aus dem Nitrofischen Meer ein Sekretär Wasser / Menstruum oder Solvens universale gezogen / und große Dinge damit ausgerecht / aber gar geheim gehalten / und nur verdeckter weise solches beschrieben / in dem sie gemeldet / dass Saturnus aus dem Meer bei hellem Mohnschein sein geheim Wasser geschöpft / die Schöpfung gehöret hierher nicht / wird nur so viel angewiesen / dass aus dem Nitro auch ein besseres Menstruum universale könne gezogen werden / als der Corrosivische Spiritus Nitri, welches zwar alles solviert, aber in Corrosivischer Gestalt / dieses aber so der Saturnus bei dem hellen Mohnschein schöpfet / ganz keiner Korrosiv teilhaftig / sondern lieblich und süß ist / und auch die Hände nicht netzet noch färbet / wie das Corrosivische / und wiewohl solches Wasser noch flüchtig und unfix ist / so hat es doch die Natur andere flüchtige und unfixe Ding zu binden und fix zu machen / welches zuverwundern ist / wie die Naturen einander lieben / und eins in das ander verwandelt wird / dieses sei genug erkläret von dem Niederfallen der Metallen / so wohl aus den trocknen als nassen Solutionibus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.292099952697754} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4662,"date":1659,"orig":"Ein mehrers wird durch ſchreiben niemand auß mir locken/ denen aber welche allbereyt vor dieſem meine Freunde geweſen/ vnd jetzt gegenwertig noch ſeyn oder werden moͤchten/ denen iſt nichts abgeſchlagen/ doch alles in diſcretion geſtellt.","norm":"Ein mehreres wird durch Schreiben niemand aus mir locken / denen aber welche allbereyt vor diesem meine Freunde gewesen / und jetzt gegenwärtig noch sein oder werden möchten / denen ist nichts abgeschlagen / doch alles in Diskretion gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9182000160217285} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4663,"date":1659,"orig":"Dann ſo jemand von Ooſt oder Weſten zu mir kaͤme/ vermeynen wuͤrde/ ich ſtracks alles liegen vnd ſtehen laſſen muͤſte/ vnd jhme aufwarten/ ſein begehren zuerfuͤllen/ das wuͤrde mir gar vngelegen kommen/ dann ich ſonſten auch zu thun habe; darumb ich dieſelbe will gewarnet haben/ daß ſie jhre Reyſe einſtellen/ ſo lang bis daß ſie zuvor bericht genommen/ ob es mir gelegen oder nicht were; dann mir ſolche dinge mehr wiederfahren/ daß mancher zu mir kommen/ dieſes oder jenes von mir zu wiſſen begehret/ da ich jhme geſagt/ daß ich keine zeit haͤtte mit jhme zu zubringen/ iſt er zoͤrnig davon gangen/ vnd mich bey allen anklagt/ daß ich vnbarmhertzig were/ vnd jhme ſein begehren nicht haͤtte geben wollen/ etliche auch auß boßheit vorgeben/ ich haͤtte ſelber nichts/ dann ſie nichts von mir erlangen koͤnten; ſolcher boͤſen findet man mehr/ die einem das Marck auß den beinen auß-ſaugen vnd nicht darnach fragen/ wann jhnen nur geholffen wuͤrde/ iſt ein groſſe vermeſſenheit oder grobheit eines Menſchen; Wie viel mahl ſeynd ſolche Menſchen zu mir kommen die mir freundliche worte geben/ vnd weilen ſie Euſſerlichem anſehen nach mir fuͤr from fuͤrkommen/ vnd ſich aller behoͤrlichen danckbarkeit gegen mich erbotten/ Ich dann jhnen Satisfaction geleyſtet/ ſie hernach doch durchgangen/ vnd keinen glauben gehalten: darumb das allerbeſte iſt/ daß man ſtillſchweige wann man etwas gutes hat/ ſo darff man nicht ſorgen daß man betrogen wird von denen die einem die Kunſt abſchwaͤtzen/ vnd hernach kein danck darfuͤr wiſſen/ Es gienge zwar hin wann ſie mit der Kunſt durchgiengen/ ob ſchon ſie vndanckbar blieben/ vnd ſolches nicht erkenneten/ vnd mir nicht thaͤten wie Farner gethan/ nach deme er alles von mir erlangt was er geſucht/ er hernacher ſolches gelaͤugnet/ mich vnd meine Schriften aufs hoͤchſte verkleinert/ vnd mir groſſen ſchaden gethan/ welches alles zu ſeiner zeit Gott ſchon richten wird.","norm":"Dann so jemand von Ost oder Westen zu mir käme / vermeinen würde / ich stracks alles liegen und stehen lassen müsste / und ihm aufwarten / sein Begehren zuerfüllen / das würde mir gar ungelegen kommen / dann ich sonsten auch zu tun habe; darum ich dieselbe will gewarnt haben / dass sie ihre Reise einstellen / so lang bis dass sie zuvor Bericht genommen / ob es mir gelegen oder nicht wäre; dann mir solche Dinge mehr widerfahren / dass mancher zu mir kommen / dieses oder jenes von mir zu wissen begehret / da ich ihm gesagt / dass ich keine Zeit hätte mit ihm zuzubringen / ist er zornig davon gegangen / und mich bei allen anklagt / dass ich unbarmherzig wäre / und ihm sein Begehren nicht hätte geben wollen / etliche auch aus Bosheit vorgeben / ich hätte selber nichts / dann sie nichts von mir erlangen könnten; solcher bösen findet man mehr / die einem das Mark aus den beinen aussaugen und nicht danach fragen / wann ihnen nur geholfen würde / ist ein große Vermessenheit oder Grobheit eines Menschen; wie viel Mal sind solche Menschen zu mir kommen die mir freundliche Worte geben / und weilen sie Äußerlichem ansehen nach mir für fromm vorkommen / und sich aller Behörlichen Dankbarkeit gegen mich erboten / Ich dann ihnen Satisfaktion geleistet / sie hernach doch durchgegangen / und keinen glauben gehalten: darum das allerbeste ist / dass man stillschweige wann man etwas Gutes hat / so darf man nicht sorgen dass man betrogen wird von denen die einem die Kunst abschwätzen / und hernach kein dank dafür wissen / Es ginge zwar hin wann sie mit der Kunst durchgienen / ob schon sie undankbar blieben / und solches nicht erkennten / und mir nicht täten wie Farne getan / nach dem er alles von mir erlangt was er gesucht / er hernach solches geleugnet / mich und meine Schriften aufs höchste verkleinert / und mir großen schaden getan / welches alles zu seiner Zeit Gott schon richten wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.811500072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4664,"date":1659,"orig":"Die Welt iſt nun ſo arg vnd falſch daß man ſich nicht genug bewahren oder huͤten kan/ man wird betrogen; gibt man einem Armen etwas/ ſo geht er hin/ vnd machts vmb ein kleines weiters gemeyn/ gibt man groſſen vnd reichen/ ſo achten ſie deiner nicht mehr/ wann ſie haben was ſie ſuchen/ vnd gebens noch wol vngeſchickten Laboranten vnter die haͤnde/ die das werck nicht verſtehen/ vnd ſolches verderben/ vnd dich beſchreyen/ du habeſt nicht offenhertzig Communicirt, oder der Proceß ſey nichts nuͤtze geweſen; was haſtu dann davon als muͤhe/ vnruhe vnd boͤſe nachrede?","norm":"Die Welt ist nun so arg und falsch dass man sich nicht genug bewahren oder hüten kann / man wird betrogen; gibt man einem Armen etwas / so geht er hin / und macht es um ein kleines weiteres gemein / gibt man großen und reichen / so achten sie deiner nicht mehr / wann sie haben was sie suchen / und Gebens noch wohl ungeschickten Laboranten unter die Hände / die das Werk nicht verstehen / und solches verderben / und dich beschreien / du habest nicht offenherzig kommuniziert, oder der Prozess sei nichts nütze gewesen; was hast du dann davon als Mühe / Unruhe und böse nachrede?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9842000007629395} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4665,"date":1659,"orig":"Darumb viel beſſer geſchwiegen/ vnd lieber alles mit dir ſterben laſſen/ als der vndanckbahren boͤſen Welt die Magnalia Dei zu offenbahren: wann ich nicht angefangen haͤtte des Teutſchlands Wohlfart zubeſchreiben/ wuͤrde es jetzunder wol bleiben laſſen; weilen ich aber ſolches zu vollenden verſprochen/ ſo wil ichs auch halten/ vnd mit erſtem den 3. vnd 4. Theil (wann Gott will) auch herauß geben/ vnd weilen in beyden folgenden Theilen die verbeſſerung oder Concentrirung der Metallen meyſt durch den Salpeter geſchicht/ ſo habe ich in dieſem andern Theil nochmahlen das jenige bekraͤfftigen wollen/ was in dem Erſten Theil von der Salpeter zeugung geſchrieben; bekraͤfftige vnd bethewre es nochmahlen/ daß ſolche Salpeter zeugung auß dem Holtz warhaftig vnd im grund der Natur fundirt ſey.","norm":"Darum viel besser geschwiegen / und lieber alles mit dir sterben lassen / als der undankbaren bösen Welt die Magnalia Dei zu offenbaren: wann ich nicht angefangen hätte des Deutschlands Wohlfahrt zubeschreiben / würde es jetzund wohl bleiben lassen; weilen ich aber solches zu vollenden versprochen / so will ich es auch halten / und mit erstem den 3. und 4. Teil (wann Gott will) auch herausgeben / und weilen in beiden folgenden Teilen die Verbesserung oder Konzentrierung der Metallen meist durch den Salpeter geschieht / so habe ich in diesem anderen Teil nochmals dasjenige bekräftigen wollen / was in dem ersten Teil von der Salpeter Zeugung geschrieben; bekräftige und beteure es nochmals / dass solche Salpeter Zeugung aus dem Holz wahrhaftig und im Grund der Natur fundiert sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.833199977874756} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4666,"date":1659,"orig":"Ich haͤtte nicht glauben koͤnnen/ daß in der Welt ſolche dumme Eſel weren/ die nicht ſo viel lichts in der Natur haben ſolten dieſes zubegreiffen/ daß auß Holtz Salpeter werden koͤnte; Nun habe ichs aber erfahren daß deren viel/ die fuͤr gros wollen angeſehen ſeyn/ vnd ſich darfuͤr nennen laſſen/ nicht allein daran gezweiffelt/ ob es der Kunſt zu thun muͤglich were/ ſondern oͤffentlich dargegen geſtritten/ vnd als ein vnmuͤglich werck außgeſchryen/ das moͤgen wol rechte Eſel ſeyn/ vnd nimbt mich ſehr wunder/ daß man ſolche Narꝛen hochgelehrt titulirt, die ſo gar nichts im Liecht der Natur verſtehen oder wiſſen.","norm":"Ich hätte nicht glauben können / dass in der Welt solche dumme Esel wären / die nicht so viel Lichts in der Natur haben sollten dieses zubegreifen / dass aus Holz Salpeter werden könnte; nun habe ich es aber erfahren dass deren viel / die für groß wollen angesehen sein / und sich dafür nennen lassen / nicht allein daran gezweifelt / ob es der Kunst zu tun möglich wäre / sondern öffentlich dagegen gestritten / und als ein unmöglich Werk ausgeschrien / das mögen wohl rechte Esel sein / und nimmt mich sehr Wunder / dass man solche Narren hochgelehrt tituliert, die so gar nichts im Licht der Natur verstehen oder wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.207399845123291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4667,"date":1659,"orig":"Ich kan nicht laſſen/ weil die gelehrten die warheit wiederſtreiten/ vnd andere davon ableyten vnd jrꝛ machen/ ſo will ich mit den vngelehrten vnd ſchlechten einfaͤltigen Bawers-Leuten ſolche uͤberzeugen/ welche gar wol wiſſen/ daß alles das jenige ſo verfaulet oder zu miſt wird/ das Feld duͤnge/ fett vnd fruchtbar mache/ das haben ſie auß langer erfahrung/ vnd komme gleich die faͤnlung her wo ſie wolle/ das Kraut vnd Graß ſo das Viehe iſſet/ vnd zu Miſt in jhrem Magen wird/ das halten ſie vor das beſte ding/ wann ſie aber nicht viel Viehe haben/ die viel Miſt machen/ vnd ſie doch des Miſtes auf jhr Feld viel haben muͤſſen/ ſo werffen ſie deſto mehr Strohe bey/ vnd in manglung des Strohes/ das jenige kleine Geſtraͤuch ſo auf den Heiden waͤchſt oder das Laub von den Baͤumen/ auf das ſolches mit verfaule vnd auch Miſt oder Duͤngung werde/ vnd befindens gut:","norm":"Ich kann nicht lassen / weil die gelehrten die Wahrheit wiederstreiten / und andere davon ableiten und irr machen / so will ich mit den ungelehrten und schlechten einfältigen Bauers-Leuten solche überzeugen / welche gar wohl wissen / dass alles dasjenige so verfaulet oder zu Mist wird / das Feld dünge / fett und fruchtbar mache / das haben sie aus langer Erfahrung / und komme gleich die fänlung her wo sie wolle / das Kraut und Gras so das Viehe isst / und zu Mist in ihrem Magen wird / das halten sie vor das beste Ding / wann sie aber nicht viel Viehe haben / die viel Mist machen / und sie doch des Mistes auf ihr Feld viel haben müssen / so werfen sie desto mehr Stroh bei / und in manglung des Strohes / dasjenige kleine Gesträuch so auf den Heiden wächst oder das Laub von den Bäumen / auf das solches mit verfaule und auch Mist oder Düngung werde / und Befindens gut:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.992400169372559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4668,"date":1659,"orig":"Wiſſen nun das die ſchlechte Bawren/ warumb wollens oder koͤnnens nicht auch die Scheingelehrten wiſſen? praͤchtig daher gehen/ groſſe Becher voll außſauffen/ andere verachten vnd verkleineren/ ſich ſelber groß achten/ vnd viel von ſich ſelber machen/ das koͤnnen ſie meiſterlich/ vnd wiſſen gewiß daß ſie viel piſſen wann ſie viel trincken/ das aber der Urin zu Salpeter wird/ das wiſſen ſie nicht; Nun muß ich fortfahren vnd den Einfaͤltigen vollends weiſen/ daß auch ein ſolcher faull-magen darinnen alles Holtz vmbgekehrt vnd verfanlet wird/ vnd eben ſo wol alles Holtz/ Laub vnd Graß in kurtzer zeit aufſchleuſt/ uͤmbwendet vnd zu Duͤngung machet (die Magen der Thier gleich) vnd ſolches in gar groſſer quantitaͤt; dann weilen in dem Erſten Theil Teutſchlands Wohlfarts allbereyt bewieſen/ vnd ſolches auch kein Menſch in der Welt wiederlegen kan/ daß das Sal Eſſentiale vel Naturæ nichts anders ſey als ein Salpeter/ doch nicht brennent/ es werde dann durch die Lufft animirt, vnd ſchoͤpffe zuvorn ſein leben darauß/ vnd nicht allein das Sal Eſſentiale Vegetabilium, wie ſolches klar vnd offenbar genug iſt.","norm":"Wissen nun das die schlechte Bauern / warum wollen es oder können es nicht auch die Scheingelehrten wissen? prächtig daher gehen / große Becher voll aussaufen / andere verachten und verkleinern / sich selber groß achten / und viel von sich selber machen / das können sie meisterlich / und wissen gewiss dass sie viel pissen wann sie viel trinken / das aber der Urin zu Salpeter wird / das wissen sie nicht; nun muss ich fortfahren und den Einfältigen vollends weisen / dass auch ein solcher faull-magen darinnen alles Holz umgekehrt und Fanlet wird / und eben so wohl alles Holz / Laub und Gras in kurzer Zeit ausschleust / umwendet und zu Düngung macht (die Magen der Tier gleich) und solches in gar großer Quantität; dann weilen in dem ersten Teil Deutschlands Wohlfahrt allbereyt bewiesen / und solches auch kein Mensch in der Welt widerlegen kann / dass das Soll Essentiale vel Naturae nichts anders sei als ein Salpeter / doch nicht brennend / es werde dann durch die Luft animiert, und schöpfe zuvor sein Leben daraus / und nicht allein das Soll Essentiale Vegetabilium, wie solches klar und offenbar genug ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128099918365478} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4669,"date":1659,"orig":"Dann alles das jenige daß fruchtbarkeit vnd wachsthumb giebet/ das iſt Nitroſiſch/ wann dann in den Mineralien als ſteinen kein Nitrum verborgen wehre/ warumb ſolten dann die Gaͤrtner den geleſchten Kalck auf das Feld bringen/ vnd an ſtatt Miſtes darmit Duͤngen? woher wuͤrde dann der Salpeter an den Alten Mauren ſonſten wachſen/ wann er nicht auß dem Kalck kaͤme/ warumb ſuchen die Salpeter-ſieder die alte verfallene Mauren vmb Salpeter daraus zu laugen/ wann nichts darinnen wehre? darauß iſt ja beweiſes genug/ daß in allen dingen Salpeter verborgen iſt/ dann das Sal Mundi oder Univerſale Eſſentiale nichts anders iſt/ als ein Salpeter/ wann es durch ſeine zeit das leben auß der Luft gezogen hat/ darzu mein Secretes Circulir-Inſtrument erfunden iſt/ ſolche animirung fuͤglich ins werck zu richten/ vnd ſeynd ſo ſehr die andere Salien, als da iſt das Sal gemmæ, Saltz auß dem Brunnen oder See-Waſſer gemacht: item alle Saltzen ſo auß dem Holtz-vnd Kalck-laugen geſotten: item der Alaun vnd Vitriol von dem Salpeter auch nicht viel vnterſcheyden/ ſondern koͤnnen gar leichtlich vmbgekehrt vnd zu Salpeter gemacht werden/ durch animirung der Lufft in meinem Circulir-gefaͤſſe; auff daß mans aber deſto beſſer begreiffen moͤge/ ſo wil ich dieſes Exempel hieher ſetzen.","norm":"Dann alles dasjenige dass Fruchtbarkeit und Wachstum gibt / das ist Nitrofisch / wann dann in den Mineralien als Steinen kein Nitrum verborgen wehre / warum sollten dann die Gärtner den gelaschten Kalk auf das Feld bringen / und anstatt Mistes damit Düngen? woher würde dann der Salpeter an den Alten Mauren sonsten wachsen / wann er nicht aus dem Kalk käme / warum suchen die Salpeter-Sieder die alte verfallene Mauren um Salpeter daraus zu laugen / wann nichts darinnen wehre? daraus ist ja Beweises genug / dass in allen Dingen Salpeter verborgen ist / dann das Soll Mundi oder universale Essentiale nichts anders ist / als ein Salpeter / wann es durch seine Zeit das Leben aus der Luft gezogen hat / dazu mein Sekretes Circulir-Instrument erfunden ist / solche Animierung füglich ins Werk zu richten / und sind so sehr die andere Salien, als da ist das Soll gemmae, Salz aus dem Brunnen oder Seewasser gemacht: item alle Salzen so aus dem Holtz-vnd Kalk-Laugen gesotten: item der Alaun und Vitriol von dem Salpeter auch nicht viel unterscheiden / sondern können gar leichtlich umgekehrt und zu Salpeter gemacht werden / durch Animierung der Luft in meinem Circulir-gefässe; auf dass man es aber desto besser begreifen möge / so will ich dieses Exempel hierhersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.158199787139893} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4670,"date":1659,"orig":"Solvire in einem aqua-forti ſo viel Stein-ſaltz oder Sal gemmæ, Mcer-ſaltz oder Quel-vnd gemeyn Koch-ſaltz/ oder Saltz auß Holtz-aſchen oder Kalck-ſtein gemacht/ als es zu ſich nehmen oder gern auf ſolviren will/ vnd laß es wieder erkalten/ ſo wird das Saltz nicht mehr koͤrnicht ſondern langhafft wie ein Salpeter anſchieſſen/ gieß das aqua-fort oder Salpeter-waſſer davon/ vnd ſolvire es noch einmal mit einer Kalcklangen vnd laß es ſchieſſen/ ſo ſchieſt ein natuͤrlicher Salpeter/ der da brennt ſo gut als ein anderer Salpeter/ der auß den Vieheſtaͤllen gezogen iſt/ mit dem Salpeter waſſer kan man wieder ander Koch-ſaltz oder Kraͤuter-oder Holtz-ſaltz ſolviren vnd ſchieſſen laſſen/ gibt wieder Salpeter/ vnd ſolches ſo oft thun biß das Salpeter-waſſer alles mit dem Saltz zu Salpeter worden iſt/ dieſes vmbkehren des Saltzes zu Salpeter geſchicht in etlichen ſtunden/ vnd were mit gutem nutzen zu thun/ wann man ſolche Arbeit anders als in glaͤſern thun koͤnte/ vnd ſolte man auß einem pfund Salpeter viel hundert Centner Salpeter zuwegen bringen/ wann man fuͤr vnd fuͤr ein theil des vmbgekehrten Saltzes wieder zu Waſſer diſtillirte vnd wieder ander Saltz darmit vmbkehrte.","norm":"Solviere in einem Aqua-Forti so viel Stein-saltz oder Soll gemmae, Mcer-saltz oder Quel-vnd gemein Kochsalz / oder Salz aus Holzaschen oder Kalk-Stein gemacht / als es zu sich nehmen oder gern auf solvieren will / und lass es wieder erkalten / so wird das Salz nicht mehr körnig sondern Langhaft wie ein Salpeter anschießen / gieße das Aqua-fort oder Salpeterwasser davon / und solviere es noch einmal mit einer Kalklangen und lass es schießen / so schießt ein natürlicher Salpeter / der da brennt so gut als ein anderer Salpeter / der aus den Viehställen gezogen ist / mit dem Salpeter Wasser kann man wieder ander Kochsalz oder Kräuter- oder Holtz-saltz solvieren und schießen lassen / gibt wieder Salpeter / und solches so oft tun bis das Salpeterwasser alles mit dem Salz zu Salpeter worden ist / dieses umkehren des Salzes zu Salpeter geschieht in etlichen Stunden / und wäre mit gutem nutzen zu tun / wann man solche Arbeit anders als in gläsern tun könnte / und sollte man aus einem Pfund Salpeter viel hundert Zentner Salpeter zuwegen bringen / wann man für und für ein Teil des umgekehrten Salzes wieder zu Wasser destillierte und wieder ander Salz damit umkehrte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.78380012512207} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4671,"date":1659,"orig":"Es iſt aber gar nicht noͤtig eine ſolche muͤhſame Arbeit anzufangen/ dann man viel leichter darzu kommen kan/ wann nemblich die Salia durch meine Circulation von der Lufft/ animirt/ vnd zu Salpeter in groſſer quantitaͤt außgebruͤtet werden/ welches Animiren oder außbruͤten gar leichtlich mit geringer Arbeit oder muͤhe der Menſchen/ ſondern allein durch die Lufft in groſſer menge geſchehen kan/ dann immer der eine Satzden andern anzuͤndet vnd animiret/ gleich wie ein wenig Sauer-teig einen groſſen Trog vol ſuͤſſen Teigs kan ſauer machen/ oder ein Loͤffel vol Hefen ein gantzes Gebraw Biers kan jaͤhren oder fermentirn machen/ alſo auch allhier zuverſtehen iſt/ vnd kan ein gemeyner Salpeter in andere Salia geſaͤet werden wie ein Vegetabiliſcher Sahme in die Erden/ daß er ſich in kurtzer zeit darauß vermehre/ vnd hundert oder tauſentfaͤltige fruͤchten bringe.","norm":"Es ist aber gar nicht nötig eine solche mühsame Arbeit anzufangen / dann man viel leichter dazukommen kann / wann nämlich die Salia durch meine Zirkulation von der Luft / animiert / und zu Salpeter in großer Quantität ausgebrütet werden / welches animieren oder ausbrüten gar leichtlich mit geringer Arbeit oder Mühe der Menschen / sondern allein durch die Luft in großer Menge geschehen kann / dann immer der eine Satzden anderen anzündet und animieret / gleich wie ein wenig Sauerteig einen großen Trog voll süßen Teigs kann sauer machen / oder ein Löffel voll Hefen ein ganzes Gebraw Biers kann jähren oder fermentieren machen / also auch allhier zu verstehen ist / und kann ein gemeiner Salpeter in andere Salia gesät werden wie ein Vegetabilischer Same in die Erden / dass er sich in kurzer Zeit daraus vermehre / und hundert oder tausentfältige Früchten bringe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.151000022888184} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4672,"date":1659,"orig":"Ja ſagen die faͤulen/ die lieber eſſen vnd trincken/ ſchlaffen vnd guter tagen ſich befleiſſigen/ wer kan ſo lang darauff warten?","norm":"Ja sagen die faulen / die lieber essen und trinken / schlafen und guter Tagen sich befleißigen / wer kann so lang darauf warten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.051599979400635} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4673,"date":1659,"orig":"O jhr faulentzer/ muͤſſig-gaͤnger vnd ſuppenfreſſer/ wie doͤrft jhr doch ewre faulheit ſo klar an tag geben/ wann jhr ewer geld auff wucher lehnet/ vnd etwan 4.5. oder 6. pro Cento Jaͤhrlichs daran gewint/ muſt jhr nicht ein gantzes Jahr darauf warten/ biß daß jhr den Zinß empfanget? vnd noch darzu in gefahr ſtehen/ ob der Debitor fallirt/ verdirbt/ vnd euch das Capital gar entnimt; wann jhr ewer Geld auf Haͤuſer-bawen leget/ vnd ſetzet einen Miet-mann hineyn/ groſſen profit außzuziehen/ kan er nicht verderben/ vnd euch mit dem Bethſtrohe bezahlen? Koͤnnen ewere Schiff nicht auf der See durch ſturm vnd vnwetter verſincken/ oder durch die See-raͤuber genommen werden? warumb habt jhr nit gedult wie ein Bawersmann der ſein korn in die Erde wirfft/ vnd beynahe ein Jahr darauff wartet/ biß er das außgeſaͤete vermehret wieder Eynerndtet/ vnd wann es gar woll gerahtet/ ſo kan er uͤber all ſein muͤhe vnd arbeit kaum 5. oder 6. pro Cento gewinnen/ muß ſich darzu noch beſorgen/ daß das Korn in der bluͤth erfrieret oder vom boͤſen wetter auf den Acker (wans bald reyff iſt) verderbet werde; kompt ein trucken Jahr ſo waͤchſt es nicht/ oder freſſens die Maͤuſe ab; In der Salpeter zeugung biſtu aller dieſer ſorgen frey/ vnd kan dir ein 100. Thaler wieder 2.3.","norm":"O ihr faulenzer / Müßiggänger und Suppenfresser / wie dürft ihr doch eure Faulheit so klar an tag geben / wann ihr euer Geld auf wucher lehnet / und etwan 4.5. oder 6. pro Cento jährliches daran gewinnt / musst ihr nicht ein ganzes Jahr darauf warten / bis dass ihr den Zins empfanget? und noch dazu in Gefahr stehen / ob der Debitor falliert / verdirbt / und euch das Kapital gar entnimmt; wann ihr euer Geld auf Häuser-Ban leget / und setzet einen Mit-Mann hinein / großen profit auszuziehen / kann er nicht verderben / und euch mit dem Bethstrohe bezahlen? Können eure Schiff nicht auf der See durch sturm und Unwetter versinken / oder durch die See-Räuber genommen werden? warum habt ihr nicht Geduld wie ein Barschmann der sein Korn in die Erde wirft / und beinahe ein Jahr darauf wartet / bis er das ausgesäte vermehret wieder Einerntet / und wann es gar wohl geratet / so kann er über all sein Mühe und Arbeit kaum 5. oder 6. pro Cento gewinnen / muss sich dazu noch besorgen / dass das Korn in der blüht erfrieret oder vom bösen Wetter auf den Acker (wann es bald reif ist) verderbet werde; kommt ein trocken Jahr so wächst es nicht / oder Fressens die Mäuse ab; in der Salpeter Zeugung bist du aller dieser sorgen frei / und kann dir ein 100. Taler wieder 2.3.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.932199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4674,"date":1659,"orig":"4. oder mehr Jaͤhrlichs nutzen ſchaffen/ vnd mit gutem gewiſſen niemanden zu ſchaden/ iſt kein wucher oder ſchinderey darbey/ dann wann du viel Salpeter haſt/ ſo kanſtu viel Gold vnd Silber außmachen/ er gilt allezeit ſein geld/ vnd wann du wilt/ ſo lehren dich meine Schriften ſo viel/ daß du dieſelbige ſelbſten in verbeſſerung vnd ſcheydung der Metallen mit gutem nutzen verbrauchen kanſt/ vnd gar keinen verkauffen darffſt wann du nicht wilt/ vnd darffſt dich dieſer arbeit oder handels gar nicht ſchaͤmen/ ein einiger Menſch kan ein groſſes werck Regiren/ vnd darffſt auch keinen groſſen Verlag darzu/ dann allein eine Huͤtten auffzurichten/ darunter der Salpeter-ſatz trucken ſeyn kan/ biſtu nahe bey groſſem gehoͤltz/ ſo machſtu dein Salver auß lauterem Holtz/ haſtu kein Holtz/ ſo machſtu jhn auß Pferd-Kuͤhe-oder andern Viehe-miſt/ oder du macheſt jhn auß dem Koch-ſaltz/ Laugen von Holtz-aſchen vnd Kalck gemacht; worauß du jhn macheſt/ kan er dich nicht viel koſten/ dann ein pfund Saltz gibt ein pfund Salpeter.","norm":"4. oder mehr Jährliches nutzen schaffen / und mit gutem Gewissen niemanden zu schaden / ist kein wucher oder Schinderei dabei / dann wann du viel Salpeter hast / so kannst du viel Gold und Silber ausmachen / er gilt allezeit sein Geld / und wann du willst / so lehren dich meine Schriften so viel / dass du dieselbige selbst in Verbesserung und Scheidung der Metallen mit gutem nutzen verbrauchen kannst / und gar keinen verkaufen darfst wann du nicht willst / und darfst dich dieser Arbeit oder Handels gar nicht schämen / ein einiger Mensch kann ein großes Werk regieren / und darfst auch keinen großen Verlag dazu / dann allein eine Hütten aufzurichten / darunter der Salpeter-Satz trocken sein kann / bist du nahe bei großem Gehölz / so machst dein Salver aus lauterem Holz / hast du kein Holz / so machst ihn aus Pferd-Kühe- oder anderen Viehe-mist / oder du machest ihn aus dem Kochsalz / Laugen von Holzaschen und Kalk gemacht; woraus du ihn machest / kann er dich nicht viel kosten / dann ein Pfund Salz gibt ein Pfund Salpeter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.088099956512451} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4675,"date":1659,"orig":"Es moͤchte mancher gedencken oder ſagen/ warumb thut Glauber dieſes werck nicht ſelber/ vnd behaͤlt den gewinn allein? deme gib ich zur antwort/ daß ich ſo geitzig nicht bin alles allein zu haben/ mag wol leyden das ein ander auch etwas hat/ ich thue es doch fuͤr mich/ ein anderer kan es vor ſich thun/ darzu werde ichs ſo gemeyn nicht machen/ ſondern ſehen wein ichs giebe/ daß es wol angelegt vnd nicht vnter die vnwurdige komme/ Es wird in den erſten 10. Jahren der Salpeter ſo wohlſeyl nicht werden/ daß er nicht noch mit gutem nutzen ſolte koͤnnen bereytet vnd verkauffet werden.","norm":"Es möchte mancher Gedenken oder sagen / warum tut Glauber dieses Werk nicht selber / und behält den Gewinn allein? dem gib ich zur Antwort / dass ich so geizig nicht bin alles allein zu haben / mag wohl leiden das ein ander auch etwas hat / ich tue es doch für mich / ein anderer kann es vor sich tun / dazu werde ich es so gemein nicht machen / sondern sehen Wein ich es giebe / dass es wohl angelegt und nicht unter die unwürdige komme / Es wird in den ersten 10. Jahren der Salpeter so Wohlseil nicht werden / dass er nicht noch mit gutem nutzen sollte können bereitet und verkaufet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1468000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4676,"date":1659,"orig":"Wer weiß wer ſo lang lebet/ vnd ſolte er gleich uͤber 20. oder 30. Jahren durch dieſe meine Invention wohlfeyl werden/ ſo hat man vnterdeſſen den nutzen davon gehabt/ vnd beſcheret hernach Gott etwas anders; ſo vnwerth aber wird er nimmer werden/ daß er nicht ſein Geld noch gelten ſolte/ vnd wann er auch gar kein Geld gelten wolte/ welches doch vnmuͤglich iſt das es dahin kommen ſolte/ ſo habe ich ſo viel anleytung geben in denen 1.2.","norm":"Wer weiß wer so lang lebet / und sollte er gleich über 20. oder 30. Jahren durch diese meine Invention wohlfeil werden / so hat man unterdessen den nutzen davon gehabt / und beschert hernach Gott etwas anders; so Unwert aber wird er nimmer werden / dass er nicht sein Geld noch gelten sollte / und wann er auch gar kein Geld gelten wollte / welches doch unmöglich ist das es dahin kommen sollte / so habe ich so viel Anleitung geben in denen 1.2.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03439998626709} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4677,"date":1659,"orig":"vnd 4. Theil meiner Ofen/ wie auch in der Explication uͤber mein Miraculum Mundi, in dein 2. vnd 3. Theil meiner Pharmacopœæ Spagyricæ, wie auch in dieſem 2. vnd folgenden 3. vnd 4. Theil des Teutſchlands Wohlfarts/ daß man ſolchen zu vielen nuͤtzlichen wercken verbrauchen vnd gewinn darmit machen kan Iſt alſo der Salpeter ein ſolches Edel Subjectum deſſen nimmer zu viel ſeyn kan/ darumb billig darnach ſolte getracht werden/ wie ſolcher in Copia zu zeugen/ vnd noch vielmehr wie er zu nuͤtzlichem gebrauch anzuwenden/ dann wunder dinge auß jhme zu bringen ſeyn; Er iſt das groͤſte gifft/ vnd wird doch die hoͤchſte Medicin auß jhme.","norm":"und 4. Teil meiner Ofen / wie auch in der Explikation über mein Miraculum Mundi, in dein 2. und 3. Teil meiner Pharmacopoeae Spagyricae, wie auch in diesem 2. und folgenden 3. und 4. Teil des Deutschlands Wohlfahrt / dass man solchen zu vielen nützlichen Werken verbrauchen und Gewinn damit machen kann ist also der Salpeter ein solches Edel Subjectum dessen nimmer zu viel sein kann / darum billig danach sollte Getrachte werden / wie solcher in Copia zu zeugen / und noch vielmehr wie er zu nützlichem Gebrauch anzuwenden / dann Wunder Dinge aus ihm zu bringen sein; er ist das größte Gift / und wird doch die höchste Medizin aus ihm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342299938201904} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4678,"date":1659,"orig":"Er iſt kalter als Eyß/ vnd doch warmer als kein Fewer ſeyn kan: Er iſt ein Gebehrer aller dingen/ vnd doch derſelben wieder zerſtoͤhrer.","norm":"Er ist kalter als Eis / und doch warmer als kein Feuer sein kann: Er ist ein Gebehrer aller Dingen / und doch derselben wieder Zerstörer.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631800174713135} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4679,"date":1659,"orig":"Er machet alles lebendig/ vnd toͤdet auch alles:","norm":"Er macht alles lebendig / und tötet auch alles:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.732100009918213} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4680,"date":1659,"orig":"Er iſt ſchwerer als Gold/ vnd auch leichter als der Windt.","norm":"Er ist schwerer als Gold / und auch leichter als der Wind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.258200168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4681,"date":1659,"orig":"Er iſt Fewer vnd auch Waſſer:","norm":"Er ist Feuer und auch Wasser:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.190899848937988} 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mögen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.298699855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4695,"date":1659,"orig":"O du lebendigmachendes Fewer erweiche/ ermuntere vnd erwaͤrme die hartnaͤckige ſchlaffende kalte Hertzen der faulen Menſchen/ auf daß ſie wacker/ vnverdroſſen vnd munter werden/ dich zu ſuchen/ erkennen vnd lernen/ auch in rechter demuth dich fuͤrchten/ vnd ohne heucheley ehren vnd dir dienen moͤgen!","norm":"O du lebendigmachendes Feuer erweiche / ermuntere und erwärme die hartnäckige schlaffende kalte Herzen der faulen Menschen / auf dass sie wacker / unverdrossen und munter werden / dich zu suchen / erkennen und lernen / auch in rechter Demut dich fürchten / und ohne Heuchelei ehren und dir dienen mögen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.778200149536133} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4696,"date":1659,"orig":"AMEN.","norm":"AMEN.","lang_fastText":"pt","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":4.361400127410889} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4697,"date":1659,"orig":"Erinnerung vnd kurtze wiederholung deren ſtuͤcken/ davon in dieſem Tractaͤtlein gehandelt.","norm":"Erinnerung und kurze Wiederholung deren stücken / davon in diesem Traktätlein gehandelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.290500164031982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4698,"date":1659,"orig":"AVff das der guͤnſtige Leſer jhme dieſes Buͤchlein deſto nuͤtzlicher machen moͤchte/ habe ich gut gefunden zum uͤberfluß die jenige Secreten deren ſo darinn gedacht/ jhme noch einmal vor augen zu legen/ vnd anzuweiſen/ worinn der nutzen eygentlich beſtehe.","norm":"Avff das der günstige Leser ihm dieses Büchlein desto nützlicher machen möchte / habe ich gut gefunden zum Überfluss diejenige Sekreten deren so darin gedacht / ihm noch einmal vor Augen zu legen / und anzuweisen / worin der nutzen eigentlich bestehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.262400150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4699,"date":1659,"orig":"Erſtlich iſt gelehret wie durch den Salpeter ſo wol im naſſen als trucknen weg alle fluͤchtige vnd vnreyffe Mineralien zu zeitigen/ daß dieſelbe im ſchmeltzen beſtaͤndig Silber vnd Gold von ſich geben.","norm":"Erstlich ist gelehrt wie durch den Salpeter so wohl im nassen als trocknen weg alle flüchtige und Unreife Mineralien zu zeitigen / dass dieselbe im Schmelzen beständig Silber und Gold von sich geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.0690999031066895} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4700,"date":1659,"orig":"Zum andern habe ich auch gelehret auf was weiß vnd manier die fluͤchtige Arſenicaliſche/ Koboltiſche vnd Antimonialiſche Goldfuͤhrende vnd Silber-Ertze gar leichtlich durch ein kuͤnſtliches ſchmeltzen vnd außziehen/ wie auch niederfaͤllens in Koͤnige/ vnd auch reinmachung oder abtreiben der Koͤnigen durch huͤlffe des Salpeters im trucknen weg zu gut zu machen/ vnd jhr verborgen vnd vnzeitig Gold vnd Silber mit nutzen darauß zu bringen.","norm":"Zum anderen habe ich auch gelehrt auf was weiß und Manier die flüchtige Arsenicalische / Koboldtische und Antimonialische Goldführende und Silbererze gar leichtlich durch ein künstliches schmelzen und ausziehen / wie auch Niederfallens in Könige / und auch Reinmachung oder abtreiben der Königen durch Hilfe des Salpeters im Trocknen weg zu gutzumachen / und ihr verborgen und unzeitig Gold und Silber mit nutzen daraus zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.773200035095215} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4701,"date":1659,"orig":"Zum dritten/ habe ich auch eines außziehens des Goldes vnd Silbers auß allen armen Ertzen/ welche das ſchmeltzen nicht außſtehen oder bezahlen koͤnnen/ durch ein Salpeter-waſſer kuͤnſtlich darauß zuziehen vnd gut zu machen erwehnet.","norm":"Zum dritten / habe ich auch eines Ausziehens des Goldes und Silbers aus allen armen Erzen / welche das Schmelzen nicht ausstehen oder bezahlen können / durch ein Salpeterwasser künstlich daraus zuziehen und gutzumachen erwähnt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.422800064086914} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4702,"date":1659,"orig":"Welcher Modus allem ſchmeltzen bey armen Ertzen weit vorzuziehen/ nicht allein darumb weilen ein ſolches außziehen ohne Schmeltz-fewer vnd Ofen geſchehen kan/ ſondern weilen in dieſer außziehung ein mehrers als durch das ſchmeltzen herauß gebracht/ vnd darneben das fluͤchtige zugleich durch das Salpeterwaſſer im außziehen figirt vnd behalten wird/ welches ſonſten im ſchmeltzen hinweg rauchet/ vnd uͤber das kan durch dieſen naſſen weg das Gold vnd Silber leichtlich auß allen gantz armen Berg-arten/ wie auch vnachtſamer Erden/ Staub/ Sand/ vnd Kießling-ſteinen darauß ſonſten weder durch ſchmeltzen/ oder mit Mercurio etwas außzubringen/ fuͤglich mit gutem nutzen außgezogen vnd zu gut gebracht werden: Alſo daß man faſt an allen orten der Welt da nur trucken Land iſt/ dergleichen Armen Gold vnd Silber haltende Erden/ Letten/ Sand/ Kißling-ſteine vnd dergleichen findet/ darauß mit nutzen Gold vnd Silber zu ziehen.","norm":"Welcher Modus allem schmelzen bei armen Erzen weit vorzuziehen / nicht allein darum weilen ein solches Ausziehen ohne Schmeltz-fewer und Ofen geschehen kann / sondern weilen in dieser Ausziehung ein mehreres als durch das Schmelzen herausgebracht / und daneben das flüchtige zugleich durch das Salpeterwasser im Ausziehen figiert und behalten wird / welches sonsten im Schmelzen hinweg rauchet / und über das kann durch diesen nassen weg das Gold und Silber leichtlich aus allen ganz armen Bergarten / wie auch unachtsamer Erden / Staub / Sand / und Kießling-steinen daraus sonsten weder durch Schmelzen / oder mit Mercurio etwas auszubringen / füglich mit gutem nutzen ausgezogen und zu gut gebracht werden: Also dass man fast an allen Orten der Welt da nur trocken Land ist / dergleichen Armen Gold und Silber haltende Erden / Letten / Sand / Kißling-steine und dergleichen findet / daraus mit nutzen Gold und Silber zu ziehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.610799789428711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4703,"date":1659,"orig":"Fuͤrwar eine herꝛliche kunſt/ welche an allen orten der gantzen Welt mit gutem nutzen gethan kan werden/ daran man doch nicht ſchwer tragen darf/ ſondern gar wol bis auf den nothfal bewahren kan.","norm":"Fürwahr eine herrliche Kunst / welche an allen Orten der ganzen Welt mit gutem nutzen getan kann werden / daran man doch nicht schwer tragen darf / sondern gar wohl bis auf den Notfall bewahren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.930799961090088} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4704,"date":1659,"orig":"Dieſes aber ſoll in acht genommen werden/ daß ein fette Erden oder Letten zuvorn ſoll außgegluͤth werden/ ehe ſie mit dem Salpeter-waſſer uͤbergoſſen wird/ dann ohne vn außgegluͤhet ſolche allzeit pappicht bleibt/ viel Waſſer verſchlingt/ vnd ſich nicht wil ſcheyden laſſen/ wann ſie aber außgegluͤth/ ſie ſich gern (einem ſand gleich) extrahiren laͤſt.","norm":"Dieses aber soll in Acht genommen werden / dass ein fette Erden oder Letten zuvor soll ausgeglüht werden / ehe sie mit dem Salpeterwasser übergossen wird / dann ohne und ausgeglüht solche allzeit pappig bleibt / viel Wasser verschlingt / und sich nicht will scheiden lassen / wann sie aber ausgeglüht / sie sich gern (einem Sand gleich) extrahieren lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.930300235748291} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4705,"date":1659,"orig":"Deß gleichen laſſen ſich auch alle Eyſen-Ertz oder Berg-arten/ welche guͤldiſch vnd viel Eyſen halten/ ſo gern nicht wie andere Ertze extrahiren vnd das Gold darauß faͤllen/ ſondern das Eyſen (wann deſſen zu viel darbey iſt) macht das Waſſer dick vnd pappicht wie ein letten/ darumb man zu ſolcher Solution zuvorn ein theil gemeyn Waſſer zugieſſen muß/ ſelbige darmit duͤnn zu machen/ auf daß ſich das Gold oder Silber deſto leichter darauß faͤllen laͤſt.","norm":"Des gleichen lassen sich auch alle Eisenerz oder Bergarten / welche güldisch und viel Eisen halten / so gern nicht wie andere Erze extrahieren und das Gold daraus fällen / sondern das Eisen (wann dessen zu viel dabei ist) macht das Wasser dick und pappig wie ein Letten / darum man zu solcher Solution zuvor ein Teil gemein Wasser zugießen muss / selbige damit dünn zu machen / auf dass sich das Gold oder Silber desto leichter daraus fällen lässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.501999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4706,"date":1659,"orig":"Die guͤldiſche Kupffer-Ertze muͤſſen zuvoren geroͤſtet werden wann ſie Sulphuriſch ſeyn/ wo nicht/ ſo laſſen ſie ſich vngeroͤſt gern Extrahiren.","norm":"Die güldische Kupfererze müssen zuvoren geröstet werden wann sie Sulphurisch sein / wo nicht / so lassen sie sich ungeöst gern Extrahieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.520899772644043} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4707,"date":1659,"orig":"Die ſandichte/ Quarzigte/ vnd hornſteiniche Berg-arten doͤrffen keiner vorbereytung/ als das gluͤhen vnd mahlen.","norm":"Die sandige / Quarzigte / und hornsteinige Bergarten dürfen keiner Vorbereitung / als das glühen und malen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.058000087738037} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4708,"date":1659,"orig":"Auch koͤnnen alle Gold-haltende Eyſen-oder Kupffer-Ertze durch das gemeyne Saltz ohne Ofen vnd Schmeltz-fewer/ vnterm freyen Himmel (wie oben bey den armen Kupffer-Ertzen allbereyt meldung geſchehen) mit viel 100. Centnern zugleich außgezogen/ vnd das Gold ſo mit dem Eyſen vnd Kupffer extrahiret, durch obgedachten naſſen niederſchlag auß der Solution mit groſſem nutzen vnd vortheil (weilen der niederſchlag weder dem Kupffer noch Eyſen an ſeiner geſchmeidigkeit ſchaden zufuͤget) gefaͤllet werden.","norm":"Auch können alle Gold-haltende Eysen- oder Kupfererze durch das gemeine Salz ohne Ofen und Schmeltz-fewer / unterm freien Himmel (wie oben bei den armen Kupfererzen allbereyt Meldung geschehen) mit viel 100. Zentnern zugleich ausgezogen / und das Gold so mit dem Eisen und Kupfer extrahieret, durch obgedachten nassen Niederschlag aus der Solution mit großem nutzen und Vorteil (weilen der Niederschlag weder dem Kupfer noch Eisen an seiner Geschmeidigkeit Schaden zufüget) gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.629000186920166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4709,"date":1659,"orig":"Deßgleichen iſt das Gold auß einem jedwederen Vitriol-Waſſer/ (wann etwas darinnen iſt) in Copia zu faͤllen/ alſo daß die faͤllung am geringſten dem Vitriol in ſeiner Natur vnd weſen nichts veraͤndert noch ſchadet/ ſo Compendiosè, daß ſolche faͤllung auch mit nutzen zugebrauchen/ wann auch nur ¼ eines Quintleins Gold in 100. pfunden Vitriol wehre.","norm":"Desgleichen ist das Gold aus einem jeden Vitriolwasser / (wann etwas darinnen ist) in Copia zu fällen / also dass die Fällung am geringsten dem Vitriol in seiner Natur und Wesen nichts verändert noch schadet / so Compendiose, dass solche Fällung auch mit nutzen zu gebrauchen / wann auch nur ¼ eines Quintleins Gold in 100. pfunden Vitriol wehre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497499942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4710,"date":1659,"orig":"Deßgleichen koͤnnen auch alle andere Mineraliſche Berg-waſſer alſo gefaͤlt werden.","norm":"Desgleichen können auch alle andere mineralische Bergwasser also gefällt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.447800159454346} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4711,"date":1659,"orig":"Wie nun das Saltz zum außziehen des Kupffers an allen orten/ vnd ſonderlich an des Meersgrentzenden Laͤndern leichtlich zu erlangen/ wird die Concentration des Saltzes auß den Waſſern/ davon in meinem Buͤchlein (Troſt der Seefahrenden genant/ meldung geſchehen) gute anleytung geben.","norm":"Wie nun das Salz zum Ausziehen des Kupfers an allen Orten / und sonderlich an des Meersgrentzenden Ländern leichtlich zu erlangen / wird die Konzentration des Salzes aus den Wassern / davon in meinem Büchlein (Trost der Seefahrenden genannt / Meldung geschehen) gute Anleitung geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.909299850463867} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4712,"date":1659,"orig":"Daß aber in dieſem Tractaͤtlein noch eines andern kuͤnſtlichen ſcheydens des Goldes vnd Silbers auß den vnvollkommenen Metallen/ darzu die Antimonialiſche ſchlacken bey oben gelehrter außziehung zuvererbern gemeldet/ vnd doch nicht geſchehen: wolle man nicht meynen als wann ſolches mit fleiß davon gelaſſen/ oder ſonſten auß vnachtſamkeit were vergeſſen worden/ gantz nicht.","norm":"Dass aber in diesem Traktätlein noch eines anderen künstlichen Scheidens des Goldes und Silbers aus den unvollkommenen Metallen / dazu die Antimonialische schlacken bei oben gelehrter Ausziehung zuvererben gemeldet / und doch nicht geschehen: wolle man nicht meinen als wann solches mit Fleiß davon gelassen / oder sonsten aus Unachtsamkeit wäre vergessen worden / ganz nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660999774932861} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4713,"date":1659,"orig":"Die vrſach iſt dieſe/ weilen mir dieſes Buͤchlein vnter der Feder groͤſſer geworden als ich vermeynt zu machen.","norm":"Die Ursache ist diese / weilen mir dieses Büchlein unter der Feder größer geworden als ich vermeint zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.932199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4714,"date":1659,"orig":"Derohalben ſolchen nuͤtzlichen Proceß in dem dritten folgenden Theil verwahren muͤſſen/ welcher ſo Gott will mit erſten auch herauß ſol geben werden/ ſo lang ſich der gůnſtiger Leſer gedulten wolle.","norm":"Derohalben solchen nützlichen Prozess in dem dritten folgenden Teil verwahren müssen / welcher so Gott will mit ersten auch heraus soll geben werden / so lang sich der günstiger Leser gedulden wolle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.97599983215332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4715,"date":1659,"orig":"Vnterdeſſen kan er ſich mit dieſen beyden Modis als naſſen vnd trucknen/ begnuͤgen vnd ſich darinn erluſtigen/ auch bey zeiten nach einer Quantitaͤt Salpeter trachten/ dann der folgende dritte Theil anders nichts mitbringen wird/ als ſolche Proceſſen welche durch den Salpeter muͤſſen gethan werden/ wer nun denſelben in Copia gut kauf zeugen kan/ derſelbe wird auch bey Concentrirungder Metallen deſto groͤſſeren nutzen zugewarten haben/ welches ich zur guten nachrichtung noch hierbey ſetzen wollen.","norm":"Unterdessen kann er sich mit diesen beiden Modis als nassen und trocknen / begnügen und sich darin erlustigen / auch beizeiten nach einer Quantität Salpeter trachten / dann der folgende dritte Teil anders nichts mitbringen wird / als solche Prozessen welche durch den Salpeter müssen getan werden / wer nun denselben in Copia gut Kauf zeugen kann / derselbe wird auch bei Concentrirungder Metallen desto größeren nutzen zugewarten haben / welches ich zur guten Nachrichtung noch hierbei setzen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.995999813079834} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4716,"date":1659,"orig":"Ein mehrers geliebts Gott/ im folgenden dritten vnd vierdten Theil.","norm":"Ein mehreres geliebtes Gott / im folgenden dritten und vierten Teil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.505099773406982} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4717,"date":1659,"orig":"Ende des Andern Theils Teutſchlands Wolfahrt.","norm":"Ende des anderen Teils Deutschlands Wohlfahrt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.841100215911865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4718,"date":1659,"orig":"Verzeichnuͤß deren Buͤcher welche in dieſem Andern Theil zufinden.","norm":"Verzeichnis deren Bücher welche in diesem anderen Teil zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.765999794006348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4719,"date":1659,"orig":"Philoſophiſcher Oefen","norm":"Philosophischer Öfen","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sl","lang_cld3":"cs","lang_de":0,"norm_lmscore":6.210999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4720,"date":1659,"orig":"Erſter Theil. 1","norm":"Erster Theil. 1","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0,"norm_lmscore":6.727099895477295} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4721,"date":1659,"orig":"Ander Theil.","norm":"Ander Teil.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"en","lang_de":0,"norm_lmscore":5.701000213623047} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4722,"date":1659,"orig":"45","norm":"45","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4723,"date":1659,"orig":"Dritter Theil. 156","norm":"Dritter Theil. 156","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.257100105285645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4724,"date":1659,"orig":"Vierdter Theil. 192","norm":"Vierter Theil. 192","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.446000099182129} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4725,"date":1659,"orig":"Fuͤnffter Theil. 247","norm":"Fünfter Theil. 247","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.465400218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4726,"date":1659,"orig":"Apologetiſche Schrifften Herꝛn Johann Rudolph Glaubers/ in Zweyhundert vnd achtzig Aphoriſmos geſetzet durch Herꝛu Johann Makle/ der Artzeuey Doctoren.","norm":"Apologetische Schriften Herrn Johann Rudolph Glaubers / in zweihundert und achtzig Aphorismus gesetzt durch Herru Johann Makle / der Artzeuey Doktoren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.491099834442139} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4727,"date":1659,"orig":"289","norm":"289","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.449299812316894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4728,"date":1659,"orig":"Auri Tincturam ſive Aurum potabile verum zu vnterſcheyden/ zuerkennen/ vnd in Medicina zugebrauchen.","norm":"Auri Tincturam sive Aurum potabile verum zu unterscheiden / zuerkennen / und in Medicina zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.514999866485596} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4729,"date":1659,"orig":"326","norm":"326","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.745800018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4730,"date":1659,"orig":"Teutſchlands Wohlfart Erſter Theil/ von Weins/ Korns vnd Holtzes Concentrirung.","norm":"Deutschlands Wohlfahrt Erster Teil / von Weins / Korns und Holzes Konzentrierung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.954400062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4731,"date":1659,"orig":"341","norm":"341","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.458000183105469} 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223","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.63640022277832} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4831,"date":1659,"orig":"verliehret durchs Fewer in der ſublimation vnd durch Salpeter ſeinen Gifft.","norm":"verlieret durchs Feuer in der Sublimation und durch Salpeter seinen Gift.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.269499778747559} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4832,"date":1659,"orig":"272","norm":"272","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.196599960327148} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4833,"date":1659,"orig":"was es fuͤr ein Mineral ſey.","norm":"was es für ein Mineral sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.813799858093262} 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vorzuziehen. 187 . 188","norm":"so trocken / welche den nassen in vielen Krankheiten nicht allein gleich / sondern auch denselben weit vorzuziehen . 187 . 188","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.001999855041504} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4855,"date":1659,"orig":"Baͤume von Metallen in einem Glas wachſen zumachen. 301 . 302","norm":"Bäume von Metallen in einem Glas wachsen zumachen . 301 . 302","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.121899604797363} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4856,"date":1659,"orig":"Balſam zumachen. 171 . 172","norm":"Balsam zumachen . 171 . 172","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.982900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4857,"date":1659,"orig":"uſus. 172","norm":"usus . 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brauen . 190 . 191","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.197199821472168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4871,"date":1659,"orig":"daß es nicht ſauer vnd zu Eſſig werde.","norm":"dass es nicht sauer und zu Essig werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.113100051879883} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4872,"date":1659,"orig":"295","norm":"295","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4873,"date":1659,"orig":"auß Saͤfften zumachen.","norm":"aus Säften zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.834700107574463} 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zu ſublimiren. 74","norm":"Crystallos Lunae in flores zu sublimiren . 74","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"gl","lang_de":0,"norm_lmscore":7.144800186157227} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4953,"date":1659,"orig":"Cryſtallorum Saturni & Jovis uſus.","norm":"Crystallorum Saturni & Jovis usus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.8709001541137695} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4954,"date":1659,"orig":"77","norm":"77","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4955,"date":1659,"orig":"D.","norm":"D.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":3.690500020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4956,"date":1659,"orig":"Daubenmiſt gut vorn Stein. 141","norm":"Daubenmist gut vorn Stein . 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ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.722499847412109} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4982,"date":1659,"orig":"Erbſen zu diſtilliren.","norm":"Erbsen zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.909600019454956} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4983,"date":1659,"orig":"317","norm":"317","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.9131999015808105} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4984,"date":1659,"orig":"Ertz probiren. 196 . 197","norm":"Erz probieren . 196 . 197","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eu","lang_cld3":"eu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":11.838800430297852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":4985,"date":1659,"orig":"ſchmeltzen. 201 . 292","norm":"schmelzen . 201 . 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zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.530200004577637} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5001,"date":1659,"orig":"389","norm":"389","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.720399856567383} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5002,"date":1659,"orig":"auß Zucker. ibid.","norm":"aus Zucker. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.48330020904541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5003,"date":1659,"orig":"auß Korn. ibid.","norm":"aus Korn . ibid.","lang_fastText":"ds","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.872600078582764} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5004,"date":1659,"orig":"Excrementen der Thiere/ woher ſie kommen. 377","norm":"Excrementen der Tiere / woher sie kommen . 377","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.268499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5005,"date":1659,"orig":"Extractum vomitivum. 175 . 176","norm":"Extractum vomitivum . 175 . 176","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.764500141143799} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5006,"date":1659,"orig":"zum Schweiß.","norm":"zum Schweiß.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.94159984588623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5007,"date":1659,"orig":"177 . 178","norm":"177 . 178","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":10.603599548339844} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5008,"date":1659,"orig":"Diureticum.","norm":"Diuretikum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.817199945449829} 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man / in Mangel eines Kessels / allerhand Dinge kochen / Bier / Met und Essig könne machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.173999786376953} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5029,"date":1659,"orig":"190 . 191","norm":"190 . 191","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":9.440400123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5030,"date":1659,"orig":"Faͤulnuͤß/ woher ſie entſtehe. 374","norm":"Fäulnis / woher sie entstehe . 374","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.660799980163574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5031,"date":1659,"orig":"Fiſch geben einen Salpeter. 387","norm":"Fisch geben einen Salpeter . 387","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.144700050354004} 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einerlei Natur . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.808300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5036,"date":1659,"orig":"Flores Auri. 37","norm":"Flores Auri. 37","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":7.690999984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5037,"date":1659,"orig":"Argenti. ibid .","norm":"Argenti . ibid.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.099199771881103} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5038,"date":1659,"orig":"Martis. ibid .","norm":"Martis. ibid.","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.754700183868408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5039,"date":1659,"orig":"Veneris. ibid .","norm":"Veneris. 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olca.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ru","lang_de":0,"norm_lmscore":9.268899917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5065,"date":1659,"orig":"170 . 171","norm":"170 . 171","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":11.310500144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5066,"date":1659,"orig":"Fluͤſſige dinge in einen Spiritum zu diſtilliren.","norm":"Flüssige Dinge in einen Spiritum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.74399995803833} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5067,"date":1659,"orig":"33 .","norm":"33.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":2.8290998935699463} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5068,"date":1659,"orig":"Fruͤchte bereyten zum diſtilliren.","norm":"Früchte bereiten zum 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5080,"date":1659,"orig":"Geld ins Land zubringen. 361 . 362","norm":"Geld ins Land zubringen . 361 . 362","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.8369998931884775} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5081,"date":1659,"orig":"Gerſten gibt in der diſtillation einen Spiritum ardentem. 163 . 164","norm":"Gersten gibt in der Destillation einen Spiritum ardentem . 163 . 164","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.184999942779541} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5082,"date":1659,"orig":"Geſchirꝛ von Holtz/ an ſtatt kuͤpffernen Veſiken/ Balneorum vnd andern Keſſeln zugebrauchen. 157 . 158","norm":"Geschirr von Holz / anstatt kupfernen Vesiken / Balneorum und anderen Kesseln zu gebrauchen . 157 . 158","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.035900115966797} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5083,"date":1659,"orig":"darinn man Bier/ Meth/ Eſſig vnd andere Getraͤnck kochen vnd brawen moͤge.","norm":"darin man Bier / Met / Essig und andere Getränk kochen und brauen möge.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.065400123596191} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5084,"date":1659,"orig":"161","norm":"161","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5085,"date":1659,"orig":"an ſtatt eines kuͤpffernen Keſſels/ Kolben darein zuſetzen/ vnd darauß zu diſtilliren/ auch zum digeriren/ extrahiren vnd figiren.","norm":"anstatt eines kupfernen Kessels / Kolben darein zusetzen / und daraus zu destillieren / auch zum digerieren / extrahieren und figieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.71120023727417} 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268","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.674300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5094,"date":1659,"orig":"Glattmachung der Spiegel. 236 . 237","norm":"Glattmachung der Spiegel . 236 . 237","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.8927998542785645} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5095,"date":1659,"orig":"Gleich ſolviret ſeines gleichen.","norm":"Gleich solvieret seinesgleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.771500110626221} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5096,"date":1659,"orig":"103","norm":"103","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5097,"date":1659,"orig":"Gold/ wann es die Animam verlohren/ was es ſey.","norm":"Gold / wann es die Animam verloren / was es 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5185,"date":1659,"orig":"in einem Zuber oder hoͤltzernen Geſchirꝛ/ in mangel eines Keſſels. 190 . 191","norm":"in einem Zuber oder hölzernen Geschirr / in Mangel eines Kessels . 190 . 191","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.229599952697754} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5186,"date":1659,"orig":"Kohlen geben Spiritus vnd flores.","norm":"Kohlen geben Spiritus und flores.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.76609992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5187,"date":1659,"orig":"91","norm":"91","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5188,"date":1659,"orig":"geben einen graßgruͤnen liquorem.","norm":"geben einen grassgrünen liquorem.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.857900142669678} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5189,"date":1659,"orig":"306","norm":"306","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5190,"date":1659,"orig":"welcher liquor von den Alten der gruͤne Loͤw genennet wird. ibid.","norm":"welcher liquor von den Alten der grüne Löwe genannt wird. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.336100101470947} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5191,"date":1659,"orig":"dieſer Loͤw verſchlucket die Sonn. ibid.","norm":"dieser Löwe verschlucket die Sonne . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.496600151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5192,"date":1659,"orig":"Seynd ſo wol im Fewer/ als Waſſer beſtaͤndiger/ als das beſte feine ☉. 306","norm":"Sind so wohl im Feuer / als Wasser beständiger / als das beste feine ☉. 306","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.182199954986572} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5193,"date":1659,"orig":"Korn gibt in der diſtillation einen Spiritum ardentem. 163 . 164","norm":"Korn gibt in der Destillation einen Spiritum ardentem . 163 . 164","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.249499797821045} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5194,"date":1659,"orig":"zu concentriren. 325 . 344 . 361","norm":"zu konzentrieren . 325 . 344 . 361","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.392300128936768} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5195,"date":1659,"orig":"mit Menge auß dem Lande zubringen. 361 . 362","norm":"mit Menge aus dem Lande zubringen . 361 . 362","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.758200168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5196,"date":1659,"orig":"warumb es ſich bey vns auf den Soͤllern nicht ſo lange fuͤr Corruption halte/ als in Egypten. 362 . 363","norm":"warum es sich bei uns auf den Söllern nicht so lange für Korruption halte / als in Ägypten . 362 . 363","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.929699897766113} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5197,"date":1659,"orig":"Kraͤuter geben einen ſauren Spiritum oder acetum.","norm":"Kräuter geben einen sauren Spiritum oder acetum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.508999824523926} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5198,"date":1659,"orig":"31","norm":"31","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5199,"date":1659,"orig":"deren vorbereytung zur diſtillation. 166 . 167","norm":"deren Vorbereitung zur Destillation . 166 . 167","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.680099964141846} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5200,"date":1659,"orig":"Koͤnnen corꝛigirt vnd jhren Gifft benommen werden durch den Alkaheſt. 276","norm":"Können korrigiert und ihren Gift benommen werden durch den Alkahest . 276","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.56879997253418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5201,"date":1659,"orig":"durch den Spiritum vini.","norm":"durch den Spiritum vini.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.598199844360352} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5206,"date":1659,"orig":"deſſen Name in den Apotheken. ibid.","norm":"dessen Name in den Apotheken . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"ht","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.554800033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5207,"date":1659,"orig":"Kugel zu den trucknen Baͤdern/ welche den naſſen in vielen Kranckheiten/ nicht allein gleich/ ſondern auch demſelben weit vorzuziehen. 187 . 188","norm":"Kugel zu den trocknen Bädern / welche den nassen in vielen Krankheiten / nicht allein gleich / sondern auch demselben weit vorzuziehen . 187 . 188","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.03879976272583} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5208,"date":1659,"orig":"L.","norm":"L.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0,"norm_lmscore":4.347799777984619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5209,"date":1659,"orig":"Lapis Philoſophorum. 220 . 221","norm":"Lapis Philosophorum. 220 . 221","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"sl","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":8.274100303649902} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5210,"date":1659,"orig":"was darvon zuhalten. ibid.","norm":"was davon zuhalten . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.569900035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5211,"date":1659,"orig":"Lapidis Calaminaris oleum.","norm":"Lapidis Calaminaris oleum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.365699768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5212,"date":1659,"orig":"26 . 27","norm":"26 . 27","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":9.995499610900879} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5213,"date":1659,"orig":"Calaminaris olei uſus.","norm":"Calaminaris olei usus.","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"et","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.406799793243408} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5214,"date":1659,"orig":"27 . 28","norm":"27 . 28","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":10.512700080871582} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5215,"date":1659,"orig":"Lapidum liquores vel olea. 144","norm":"Lapidum liquores vel olea . 144","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.034599781036377} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5216,"date":1659,"orig":"Leben der groſſen Welt/ durch die Salia zufangen. 392","norm":"Leben der großen Welt / durch die Salia zufangen . 392","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.449900150299072} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5217,"date":1659,"orig":"Auß dem Salpeter zuziehen. ibid.","norm":"Aus dem Salpeter zuziehen . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.355999946594238} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5218,"date":1659,"orig":"Lebens-Speiſe der Lufft. 319","norm":"Lebensspeise der Luft . 319","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.820099830627441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5219,"date":1659,"orig":"Leinwand gibt einen Spiritnm. 32","norm":"Leinwand gibt einen Spiritnm . 32","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.683199882507324} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5220,"date":1659,"orig":"Lignorum olea.","norm":"Lignorum olea.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.649700164794922} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5221,"date":1659,"orig":"170 . 171","norm":"170 . 171","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":11.310500144958496} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5222,"date":1659,"orig":"Liquor auß Zinck oder Spiauter zumamachen.","norm":"Likör aus Zink oder Spiauter zumamachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.690000057220459} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5223,"date":1659,"orig":"93","norm":"93","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5224,"date":1659,"orig":"Saturni & Jovis. 108","norm":"Saturni & Jovis . 108","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"bs","lang_de":0,"norm_lmscore":8.184700012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5225,"date":1659,"orig":"Saturni uſus in peſte. ibid .","norm":"Saturni usus in peste . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.257400035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5226,"date":1659,"orig":"Saturni uſus aͤuſſerlich. ibid.","norm":"Saturni usus äußerlich . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.938899993896484} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5227,"date":1659,"orig":"Jovis uſus innerlich. 108 . 109","norm":"Jovis usus innerlich . 108 . 109","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.7804999351501465} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5228,"date":1659,"orig":"Solis. 20","norm":"Solis. 20","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"id","lang_de":0,"norm_lmscore":5.598899841308594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5229,"date":1659,"orig":"Silicum.","norm":"Silicum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.799799919128418} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5230,"date":1659,"orig":"122","norm":"122","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5231,"date":1659,"orig":"deſſen uſus in Medicina. 123","norm":"dessen usus in Medicina . 123","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":6.713399887084961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5232,"date":1659,"orig":"Silicum gibt eine blutrothe Tinctur mit Spiritu vini. 123","norm":"Silicum gibt eine blutrote Tinktur mit Spiritu vini . 123","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.006999969482422} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5233,"date":1659,"orig":"Silicum ziehet auß dem Golde ſeine Farbe/ daß es weiß bleibet.","norm":"Silicum ziehet aus dem Golde seine Farbe / dass es weiß bleibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.894700050354004} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5234,"date":1659,"orig":"125","norm":"125","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5235,"date":1659,"orig":"arenæ vel ſilicum ziehet eine gute tinctur anß dem Golde. 128 . 129","norm":"arenae vel silicum ziehet eine gute Tinktur ans dem Golde . 128 . 129","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"tr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.596099853515625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5236,"date":1659,"orig":"Silicum macht Baͤume mit Farben von allen Metallen in wenig ſtunden wachſen.","norm":"Silicum macht Bäume mit Farben von allen Metallen in wenig Stunden wachsen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.615799903869629} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5237,"date":1659,"orig":"131","norm":"131","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5238,"date":1659,"orig":"lapidum. 144","norm":"lapidum . 144","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.668000221252441} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5239,"date":1659,"orig":"der Holtz-kohlen. 306","norm":"der Holzkohlen . 306","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.433099746704102} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5240,"date":1659,"orig":"darinnen der ſulphur des Holtzes concentrirt. ibid.","norm":"darinnen der sulphur des Holzes konzentriert . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.027900218963623} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5241,"date":1659,"orig":"gibt eine graßgruͤne ſolution. ibid .","norm":"gibt eine grassgrüne Solution . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.974400043487549} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5242,"date":1659,"orig":"vnd einen gruͤnen Loͤwen/ deſſen Gluth eine gute Artzney fuͤr alle vnheilbare Kranckheiten gibt. 306","norm":"und einen grünen Löwen / dessen Glut eine gute Arznei für alle unheilbare Krankheiten gibt . 306","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.958899974822998} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5243,"date":1659,"orig":"Liquoris Lunæ viridis in Alchymia & Mechanicis uſus.","norm":"Liquoris Lunae viridis in Alchimie & Mechanicis usus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":4.904699802398682} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5244,"date":1659,"orig":"75","norm":"75","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5245,"date":1659,"orig":"Silicum uſus.","norm":"Silicum usus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.32859992980957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5246,"date":1659,"orig":"130","norm":"130","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5247,"date":1659,"orig":"Lufft iſt in Egypten Nitroſiſch.","norm":"Luft ist in Ägypten Nitrofisch.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sw","lang_cld3":"fy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.890999794006348} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5248,"date":1659,"orig":"362","norm":"362","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.548500061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5249,"date":1659,"orig":"dahero præſervirt ſie das Getreyde auf den Soͤllern fuͤr Corruption. ibid .","norm":"daher präserviert sie das Getreide auf den Söllern für Korruption . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.298699855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5250,"date":1659,"orig":"bey vns iſt ſie nicht trucken. ibid.","norm":"bei uns ist sie nicht trucken. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.420599937438965} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5251,"date":1659,"orig":"gibt allen dingen das Leben.","norm":"gibt allen Dingen das Leben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.547999858856201} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5252,"date":1659,"orig":"390","norm":"390","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":3.796200037002563} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5253,"date":1659,"orig":"wann ſie warm/ machet Eſſig. ibid.","norm":"wann sie warm / macht Essig. ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"pl","lang_cld3":"hu","lang_de":0,"norm_lmscore":8.02079963684082} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5254,"date":1659,"orig":"auch Salpeter auß den Salien. ibid .","norm":"auch Salpeter aus den Salien . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.391200065612793} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5255,"date":1659,"orig":"Luna gibt ein oleum viride.","norm":"Luna gibt ein oleum viride.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"fo","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.402699947357178} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5256,"date":1659,"orig":"75","norm":"75","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5257,"date":1659,"orig":"cornua. 203","norm":"cornua . 203","lang_fastText":"fi","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":9.009300231933594} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5258,"date":1659,"orig":"wird verwandelt in beſtaͤndig Gold durch das Sal auri. 336","norm":"wird verwandelt in beständig Gold durch das Soll auri . 336","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.268099784851074} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5259,"date":1659,"orig":"Lunæ Cryſtallarum uſus. 73","norm":"Lunae Crystallarum usus . 73","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":6.378600120544434} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5260,"date":1659,"orig":"Florum uſus in Medicina.","norm":"Florum usus in Medicina.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":5.048099994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5261,"date":1659,"orig":"74","norm":"74","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5262,"date":1659,"orig":"liquoris viridis uſus in Alchymia & Mechanicis. 75","norm":"liquoris viridis usus in Alchimie & Mechanicis . 75","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":5.47760009765625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5263,"date":1659,"orig":"Spiritus Tartariſatus.","norm":"Spiritus Tartarisatus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.6793999671936035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5264,"date":1659,"orig":"113","norm":"113","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5265,"date":1659,"orig":"olcum & vitriolum.","norm":"olcum & vitriolum.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.523499965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5266,"date":1659,"orig":"145","norm":"145","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5267,"date":1659,"orig":"Lungen-Kranckheit zuvertreiben.","norm":"Lungenkrankheit zuvertreiben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.844699859619141} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5281,"date":1659,"orig":"Maͤgen der Thiere thun weiter nichts/ als daß ſie die Kraͤuter/ ꝛc. zur putrefaction bringen. 377 . 378","norm":"Mägen der Tiere tun weiter nichts / als dass sie die Kräuter / etc. zur Putrefaktion bringen . 377 . 378","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.312099933624268} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5282,"date":1659,"orig":"Marcaſita argentea was es fuͤr ein Mineral ſey.","norm":"Markasite argentea was es für ein Mineral sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.492300033569336} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5283,"date":1659,"orig":"401","norm":"401","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.249000072479248} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5284,"date":1659,"orig":"aurea, was es ſey.","norm":"aurea, was es sei.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":5.295100212097168} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5285,"date":1659,"orig":"402","norm":"402","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.062099933624268} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5286,"date":1659,"orig":"Mars gibt einen ſpiritum vnd oleum Tartariſatum. 110","norm":"Mars gibt einen spiritum und oleum Tartarisatum . 110","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"is","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.390800476074219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5287,"date":1659,"orig":"gibt ein oleum, welches in peſte, febribus, obſtructionibus vnd corruptione ſanguinis zugebrauchen.","norm":"gibt ein oleum, welches in peste, febribus, obstructionibus und corruptione sanguinis zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.059800148010254} 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ibid.","norm":"zu färben . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.120299816131592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5293,"date":1659,"orig":"Silicum vel Cryſtallorum, wie ſie zufaͤrben. 243 . 244","norm":"Silicum vel Crystallorum, wie sie zufärben . 243 . 244","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.9284000396728525} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5294,"date":1659,"orig":"Maſtix-oͤhl. 16","norm":"Mastix-öhl . 16","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":7.199699878692627} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5295,"date":1659,"orig":"Martis oleum. 21","norm":"Martis oleum . 21","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.618499755859375} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5296,"date":1659,"orig":"Mediein auß den floribus Cryſtallorum Lunæ. 74","norm":"Mediein auß den floribus Crystallorum Lunae . 74","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.57829999923706} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5297,"date":1659,"orig":"auß Kupffer aͤuſſerlich zugebrauchen.","norm":"aus Kupfer äußerlich zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.832499980926514} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5298,"date":1659,"orig":"77","norm":"77","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5299,"date":1659,"orig":"ex Marte. ibid .","norm":"ex Marte . ibid.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.243599891662598} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5300,"date":1659,"orig":"de Jove & Saturno. ibid .","norm":"de Jove & Saturn . ibid.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"pt","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":7.1468000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5301,"date":1659,"orig":"von Buͤchſen-Pulver.","norm":"von Büchsenpulver.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.482399940490723} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5302,"date":1659,"orig":"90","norm":"90","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5303,"date":1659,"orig":"von Menſchen-haar. 148","norm":"von Menschen-Haar . 148","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.200400352478027} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5304,"date":1659,"orig":"auß dem Golde. 230 . 231","norm":"aus dem Golde . 230 . 231","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"co","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.652299880981445} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5305,"date":1659,"orig":"Univerſalis, wie ſie muß wuͤrcken.","norm":"Universalis, wie sie muss würcken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.723100185394287} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5306,"date":1659,"orig":"307","norm":"307","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5307,"date":1659,"orig":"worinnen zufinden.","norm":"worin zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.082099914550781} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5308,"date":1659,"orig":"308","norm":"308","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5309,"date":1659,"orig":"wie ſie multiplicirt. ibid .","norm":"wie sie multipliziert . 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5321,"date":1659,"orig":"149 . 150","norm":"149 . 150","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":10.08430004119873} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5322,"date":1659,"orig":"Menſchendreck gibt Biſam.","norm":"Menschendreck gibt Bisam.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"no","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":8.725899696350098} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5323,"date":1659,"orig":"141","norm":"141","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5324,"date":1659,"orig":"Haar geben eine Medicin. 148","norm":"Haar geben eine Medizin . 148","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.736800193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5325,"date":1659,"orig":"Menſtruum alles aufzuloͤſen. 248 . 249","norm":"Menstruum alles aufzulösen . 248 . 249","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.109000205993652} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5326,"date":1659,"orig":"iſt ein Waſſer. ibid.","norm":"ist ein Wasser. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nn","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.760799884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5327,"date":1659,"orig":"nicht corꝛoſiviſch. ibid.","norm":"nicht corrosivisch . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.093200206756592} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5328,"date":1659,"orig":"Faͤrbet nicht die Haͤnde. 248 . 249","norm":"Färbet nicht die Hände . 248 . 249","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.287600040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5329,"date":1659,"orig":"iſt ein fewriger von urinoſichen Salien bereyteter liquor.","norm":"ist ein feuriger von urinosichen Salien bereiteter liquor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.562300205230713} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5330,"date":1659,"orig":"289","norm":"289","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.449299812316894} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5331,"date":1659,"orig":"kan auß allen Vegetabilien/ vnd ſonderlich des Tartari fixem Saltz zugerichtet werden. ibid.","norm":"kann aus allen Vegetabilien / und sonderlich des Tartari fixem Salz zugerichtet werden . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.761899948120117} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5332,"date":1659,"orig":"auß dem Tartaro zumachen.","norm":"aus dem Tartaro zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.710999965667725} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5333,"date":1659,"orig":"291","norm":"291","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.702300071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5334,"date":1659,"orig":"Mercurii ſpiritus Tartariſatus.","norm":"Mercurii spiritus Tartarisatus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":8.283499717712402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5335,"date":1659,"orig":"113","norm":"113","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5336,"date":1659,"orig":"oleum. 22","norm":"oleum . 22","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":9.824000358581543} 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.","norm":"Minerale Turbit . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":7.876299858093262} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5342,"date":1659,"orig":"dulcis. 79 . 80","norm":"dulcis . 79 . 80","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"zh","lang_de":0,"norm_lmscore":7.673099994659424} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5343,"date":1659,"orig":"wo er nicht recht zugericht/ ſondern als ein lauffender eyngegeben wird/ iſt er eine Roß Artzney.","norm":"wo er nicht recht zugerichtet / sondern als ein laufender eingegeben wird / ist er eine Ross Arznei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.601600170135498} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5344,"date":1659,"orig":"80","norm":"80","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5345,"date":1659,"orig":"wie er wieder auß dem Menſchen zujagen. ibid.","norm":"wie er wieder aus dem Menschen zujagen . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.796599864959717} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5346,"date":1659,"orig":"vertreibt die Laͤuſe. ibid.","norm":"vertreibt die Läuse . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.184100151062012} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5347,"date":1659,"orig":"kan durch das Sal auri in beſtaͤndig Gold verwandelt werden.","norm":"kann durch das Soll auri in beständig Gold verwandelt werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.073500156402588} 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corroſiva.","norm":"deren olea korrosive.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":7.225599765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5353,"date":1659,"orig":"20","norm":"20","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5354,"date":1659,"orig":"zu præcipitiren.","norm":"zu präzipitieren.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.480199813842773} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5355,"date":1659,"orig":"145","norm":"145","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0.333,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5356,"date":1659,"orig":"ſchmeltzen. 201","norm":"schmelzen . 201","lang_fastText":"oc","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":10.20419979095459} 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212","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.4766998291015625} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5361,"date":1659,"orig":"im truckenen weg. 213 . 214","norm":"im Trockenen weg . 213 . 214","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.618399620056152} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5362,"date":1659,"orig":"davon man Spiegel gieſſet. 234 . 235","norm":"davon man Spiegel gießet . 234 . 235","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.213800430297852} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5363,"date":1659,"orig":"in Medicamenta zubringen.","norm":"in Medikamente zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.816699981689453} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5379,"date":1659,"orig":"lieblichen geſchmack vnd geruch zugeben.","norm":"lieblichen Geschmack und Geruch zugeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8892998695373535} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5380,"date":1659,"orig":"322","norm":"322","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.886000156402588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5381,"date":1659,"orig":"Mineralia in ſpiritus & olea zubringen.","norm":"Mineralia in spiritus & olea zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.990200042724609} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5382,"date":1659,"orig":"105","norm":"105","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5383,"date":1659,"orig":"geben ein ſuͤſſes vnd blutrothes oleum.","norm":"geben ein süßes und blutrotes oleum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644599914550781} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5384,"date":1659,"orig":"20","norm":"20","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5385,"date":1659,"orig":"deren olea corroſiva.","norm":"deren olea korrosive.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ro","lang_de":0,"norm_lmscore":7.225599765777588} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5386,"date":1659,"orig":"20","norm":"20","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5387,"date":1659,"orig":"vnd Metalliſche/ ſubtile/ geſaltzene Geiſter laſſen ſich vermiſchen mit dem gemeynen ſuͤſſin Waſſer.","norm":"und Metallische / subtile / gesalzene Geister lassen sich vermischen mit dem gemeinen süßen Wasser.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.587800025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5388,"date":1659,"orig":"186","norm":"186","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5389,"date":1659,"orig":"koͤnne Metalla werden.","norm":"könne Metalla werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.728700160980225} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5390,"date":1659,"orig":"222 . 223","norm":"222 . 223","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":9.312199592590332} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5391,"date":1659,"orig":"zu welchen Metallen ſie werden koͤnnen. ibid.","norm":"zu welchen Metallen sie werden können . 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Febribus, Scorbuto, Lepra. ibid .","norm":"ist gut in peste, morbo Gallico, Febribus, Scorbuto, Lepra . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.523900032043457} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5400,"date":1659,"orig":"Miſt der Metallen.","norm":"Mist der Metallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.187899589538574} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5401,"date":1659,"orig":"302","norm":"302","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5402,"date":1659,"orig":"worinn er zufinden. ibid.","norm":"worin er zu finden . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.237199783325195} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5403,"date":1659,"orig":"der Philoſophorum.","norm":"der Philosophorum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"sl","lang_cld3":"tr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.689700126647949} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5404,"date":1659,"orig":"303","norm":"303","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5405,"date":1659,"orig":"iſt eine aufgeſchloſſene materia, die ſich handeln/ vnd jhre kraͤfften von ſich ſcheyden laͤſſet. ibid.","norm":"ist eine aufgeschlossene materia, die sich handeln / und ihre Kräften von sich scheiden lässt . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.908400058746338} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5406,"date":1659,"orig":"der Metallen iſt ein ſulphriſch fix Saltz.","norm":"der Metallen ist ein sulphrisch fix Salz.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.221099853515625} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5411,"date":1659,"orig":"der Vegetabilien/ Animalien vnd Mineralien/ hat einerley geruch vnd wuͤrckung in Medicina vnd Chymiâ. ibid .","norm":"der Vegetabilien / Animaleien und Mineralien / hat einerlei Geruch und Wirkung in Medicina und Chymia . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.694900035858154} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5412,"date":1659,"orig":"in drey ſtunden zumachen. 303 . 304","norm":"in drei Stunden zumachen . 303 . 304","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.951300144195557} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5413,"date":1659,"orig":"der Philoſophorum worinn er ſtecke? 305","norm":"der Philosophorum worin er stecke? 305","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"is","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.089699745178223} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5414,"date":1659,"orig":"von allen dingen fuͤhret einen Salpeter. ibid.","norm":"von allen Dingen führt einen Salpeter. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.62529993057251} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5415,"date":1659,"orig":"warumb er duͤnget.","norm":"warum er dünget.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.5843000411987305} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5416,"date":1659,"orig":"440","norm":"440","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.423699855804443} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5417,"date":1659,"orig":"Mixtur/ davon man die Spiegel gieſſet. 234 . 235","norm":"Mixtur / davon man die Spiegel gießet . 234 . 235","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.233200073242187} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5418,"date":1659,"orig":"Muͤffel zumachen. 263 . 264","norm":"Muffel zumachen . 263 . 264","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.443900108337402} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5419,"date":1659,"orig":"Modus præparandi ſalia ad recuperandum ſpiritum eorum volatilem.","norm":"Modus praeparandi salia ad recuperandum spiritum eorum volatilem.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":5.686299800872803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5420,"date":1659,"orig":"63","norm":"63","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5421,"date":1659,"orig":"ſpiritum tartari.","norm":"spiritum tartari.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":4.839200019836426} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5430,"date":1659,"orig":"Multiplicirung der Vegetabilien/ Animalien vnd Metallen. 309","norm":"Multiplizierung der Vegetabilien / Animaleien und Metallen . 309","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.430699825286865} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5431,"date":1659,"orig":"geſchicht Durch duͤngung vnd Miſt.","norm":"geschieht durch Düngung und Mist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.354400157928467} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5432,"date":1659,"orig":"308","norm":"308","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5433,"date":1659,"orig":"Muſti ſpiritus.","norm":"Musti spiritus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":5.905099868774414} 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Kießlingsteine. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.284500122070312} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5439,"date":1659,"orig":"mit Zinn in ſpiritu ſalis ſolvirt. ibid.","norm":"mit Zinn in spiritu salis solvirt . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"mt","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.725100040435791} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5440,"date":1659,"orig":"concentriren. 321 . 356 . 357","norm":"konzentrieren . 321 . 356 . 357","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.014100074768066} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5441,"date":1659,"orig":"ſuͤſſe vnd gut zuɯachen.","norm":"süße und gut zuwachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.94789981842041} 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+{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5446,"date":1659,"orig":"Naſſe weg Metallen zuſcheyden vnd ſchmeltzen. 212 . 213","norm":"Nasse weg Metallen zuscheiden und schmelzen . 212 . 213","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.548500061035156} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5447,"date":1659,"orig":"Niederſchlag der Metallen. 289 . 300","norm":"Niederschlag der Metallen . 289 . 300","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.541899681091309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5448,"date":1659,"orig":"zum Wein vnd Moſt. 320 . 321","norm":"zum Wein und Most . 320 . 321","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.36959981918335} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5449,"date":1659,"orig":"Nieren-Stein zuvertreiben. 338 . 339","norm":"Nierenstein zuvertreiben . 338 . 339","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.813199996948242} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5450,"date":1659,"orig":"Nitroſus Arſeniei ſpiritus.","norm":"Nitrosus Arseniei spiritus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"el","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":6.073299884796143} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5451,"date":1659,"orig":"85","norm":"85","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5452,"date":1659,"orig":"Nitrum durch den Regulum Antimonii zufigiren. 290 . 291","norm":"Nitrum durch den Regulum Antimonii zufigiren . 290 . 291","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.01509952545166} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5453,"date":1659,"orig":"Nitrum concentrirt Mineralia vnd Metallen.","norm":"Nitrum konzentriert Mineralia und 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422","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.314799785614014} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5457,"date":1659,"orig":"Nitri ſpiritus Antimonio acidus ſulphuratus.","norm":"Nitri spiritus Antimonio acidus sulphuratus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.633200168609619} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5458,"date":1659,"orig":"83","norm":"83","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5459,"date":1659,"orig":"ſpiritus Tartariſatus.","norm":"spiritus Tartarisatus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":9.01729965209961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5460,"date":1659,"orig":"83","norm":"83","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5461,"date":1659,"orig":"vel Aquæ-fortis ſpiritus ſulphureus.","norm":"vel Aquae- fortis spiritus sulphureus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":5.766900062561035} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5462,"date":1659,"orig":"84","norm":"84","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5463,"date":1659,"orig":"O.","norm":"O.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sm","lang_de":0,"norm_lmscore":3.577300071716308} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5464,"date":1659,"orig":"Obſtructiones viſcerum zuoͤffnen.","norm":"Obstructiones viscerum zuöffnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.059599876403809} 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ibid.","norm":"für Bauern und starke Leute . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.615699768066406} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5592,"date":1659,"orig":"Fuͤr kinder vnd alte. ibid.","norm":"Für Kinder und alte . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":6.953800201416016} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5593,"date":1659,"orig":"in Bechern.","norm":"in Bechern.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"kk","lang_de":0,"norm_lmscore":6.6890997886657715} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5594,"date":1659,"orig":"271 . 272","norm":"271 . 272","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":8.889800071716309} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5595,"date":1659,"orig":"der alten vnd newen Medicorum wird examiniret.","norm":"der alten und neuen Medicorum wird 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Öl.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.874899864196777} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5615,"date":1659,"orig":"149","norm":"149","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5616,"date":1659,"orig":"ohne diſtillation. ibid.","norm":"ohne Destillation . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"it","lang_cld3":"az","lang_de":0,"norm_lmscore":6.542900085449219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5617,"date":1659,"orig":"S.","norm":"S.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":2.961800098419189} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5618,"date":1659,"orig":"Saamen gibt einen ſauren ſpiritum oder acetum. 31","norm":"Samen gibt einen sauren spiritum oder acetum . 31","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.253499984741211} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5619,"date":1659,"orig":"deſſelben vorbereytung zur diſtillation. 166 . 167","norm":"desselben Vorbereitung zur Destillation . 166 . 167","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.36269998550415} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5620,"date":1659,"orig":"worauß er beſtehe.","norm":"woraus er bestehe.","lang_fastText":"ls","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.530600070953369} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5621,"date":1659,"orig":"261","norm":"261","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.178699970245361} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5622,"date":1659,"orig":"wie ſolches zu probiren. ibid.","norm":"wie solches zu probiren. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.804299831390381} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5623,"date":1659,"orig":"gibt kein Sal acidum von ſich. ibid.","norm":"gibt kein Soll acidum von sich. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.478199958801269} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5624,"date":1659,"orig":"ſondern ein Sal volatile vnd ein Oehl. ibid.","norm":"sondern ein Soll volatile und ein Oehl. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.285200119018555} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5625,"date":1659,"orig":"Sacchari oleum & ſpiritus. 150 . 151","norm":"Sacchari oleum & spiritus . 150 . 151","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.646200180053711} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5626,"date":1659,"orig":"Saͤffte von Wein. 357 . 58","norm":"Säfte von Wein . 357 . 58","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.416600227355957} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5627,"date":1659,"orig":"von Fruͤchten. 365","norm":"von Früchten. 365","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":10.18280029296875} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5628,"date":1659,"orig":"In Honig dicke zu machen vnd eynzukochen. ibid.","norm":"In Honig dicke zu machen und einzukochen . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.372200012207031} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5629,"date":1659,"orig":"Jaͤhrend zumachen.","norm":"Jährend zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.726900100708008} 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Kristallen schießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.286600112915039} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5639,"date":1659,"orig":"106","norm":"106","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5640,"date":1659,"orig":"auß gemeyn ſuͤß Waſſer zumachen.","norm":"aus gemein Süßwasser zumachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"ku","lang_de":0.667,"norm_lmscore":9.076199531555176} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5641,"date":1659,"orig":"259","norm":"259","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":5.485000133514404} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5642,"date":1659,"orig":"Salis communis ſpiritus ſulphureus volatilis & acidus.","norm":"Salis communis spiritus sulphureus volatilis & acidus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.484300136566162} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5643,"date":1659,"orig":"63","norm":"63","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5644,"date":1659,"orig":"Salis ſpiritum zu diſtilliren.","norm":"Salis spiritum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"eu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":6.587800025939941} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5645,"date":1659,"orig":"11","norm":"11","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5646,"date":1659,"orig":"deſſen uſus.","norm":"dessen usus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"zh","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.202700138092041} 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ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.963799953460693} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5652,"date":1659,"orig":"ſpiritus uſus in der Haußhaltung. 39 . 30","norm":"spiritus usus in der Haushaltung . 39 . 30","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8403000831604} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5653,"date":1659,"orig":"Armoniaci vel urinæ ſpiritus volatilis. 132","norm":"Armoniaci vel urinae spiritus volatilis . 132","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":6.382800102233887} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5654,"date":1659,"orig":"Ejusdem uſus. 138","norm":"Ejusdem usus . 138","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lv","lang_de":0.333,"norm_lmscore":9.36520004272461} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5655,"date":1659,"orig":"Armoniaci ſpiritus wuͤrcket von Vitriolo ein blutrothes oleum zu diſtilliren.","norm":"Armoniaci spiritus würcket von Vitriolo ein blutrotes oleum zu destillieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.575399875640869} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5656,"date":1659,"orig":"143","norm":"143","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5657,"date":1659,"orig":"volatilis uſus eſt in Medicina.","norm":"volatilis usus est in Medicina.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":5.049399852752685} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5658,"date":1659,"orig":"375","norm":"375","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5659,"date":1659,"orig":"Nitri vel Tartari uſus kompt in andern Sachen zu nutz. ibid.","norm":"Nitri vel Tartari usus kompt in anderen Sachen zu nutz. ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.922299861907959} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5660,"date":1659,"orig":"Salmiac. 132","norm":"Salmiac. 132","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"pl","lang_de":0,"norm_lmscore":8.291799545288086} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5661,"date":1659,"orig":"deſſen Spiritus. 132 . 133","norm":"dessen Spiritus. 132 . 133","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":8.018899917602539} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5662,"date":1659,"orig":"vnd Gebrauch.","norm":"und Gebrauch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"kk","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.510000228881836} 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Spiritum . 86","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.882699966430664} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5668,"date":1659,"orig":"vnd Kohlen geben einen Spiritum. 91","norm":"und Kohlen geben einen Spiritum . 91","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.346199989318848} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5669,"date":1659,"orig":"auch flores. ibid .","norm":"auch flores . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.468299865722656} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5670,"date":1659,"orig":"auß den Steinen zubringen.","norm":"aus den Steinen zubringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.467100143432617} 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ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.053999900817871} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5679,"date":1659,"orig":"auß voͤgel vnd fiſch.","norm":"aus Vögel und fisch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cs","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.346700191497803} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5680,"date":1659,"orig":"387","norm":"387","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":4.4507999420166025} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5681,"date":1659,"orig":"auß ſaͤfften zumachen. ibid.","norm":"aus Säften zumachen . ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.447000026702881} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5682,"date":1659,"orig":"in copia zumachen. 396","norm":"in copia zumachen . 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309","norm":"Soll sulphureum. 309","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lv","lang_de":0,"norm_lmscore":6.53000020980835} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5687,"date":1659,"orig":"was es ſey. ibid.","norm":"was es sei . ibid.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":6.020500183105469} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5688,"date":1659,"orig":"ein Vegetabile, Animale vnd Minerale fuͤhrt es bey ſich.","norm":"ein Vegetabile, Animale und Minerale führt es bei sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.380199909210205} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5689,"date":1659,"orig":"309","norm":"309","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5690,"date":1659,"orig":"ſtickt in Miſt vnd verfaultem Gras.","norm":"stickt in Mist und verfaultem Gras.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"lb","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.82289981842041} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5691,"date":1659,"orig":"309","norm":"309","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5692,"date":1659,"orig":"eſſentiale animalium fuͤhret einen hochgradirten Sulphur bey ſich.","norm":"essentiale animalium führt einen hochgradierten Sulphur bei sich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.822400093078613} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5693,"date":1659,"orig":"311","norm":"311","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":7.016799926757812} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5694,"date":1659,"orig":"Sulphuratum, welches das ſal effentiale univerſale bey ſich fuͤhret/ zuerlangen.","norm":"Sulphuratum, welches das soll essentiale universale bei sich führt / zuerlangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.549300193786621} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5695,"date":1659,"orig":"312","norm":"312","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":6.520400047302246} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5696,"date":1659,"orig":"Sal Tartari & Tartarus crudus gibt einen Spiritum. 120","norm":"Soll Tartari & Tartarus crudus gibt einen Spiritum. 120","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.757499694824219} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5697,"date":1659,"orig":"Sal Terræ univerſale.","norm":"Soll Terrae universale.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"ku","lang_de":0,"norm_lmscore":7.730500221252441} 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ibid.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.908100128173828} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5706,"date":1659,"orig":"Sand gibt flores vnd ſpiritus, mit zuthun Kohlen vnd Salpeter.","norm":"Sand gibt flores und spiritus, mit zutun Kohlen und Salpeter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.393499851226807} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5707,"date":1659,"orig":"92","norm":"92","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5708,"date":1659,"orig":"oder Kießling erlangt auß ſal tartari einen kraͤfftigen ſpiritum.","norm":"oder Kießling erlangt aus soll tartari einen kräfftigen spiritum.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.264100074768066} 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Tartaro.","norm":"von Antimonio & Tartaro.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lt","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.808300018310547} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5851,"date":1659,"orig":"114","norm":"114","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5852,"date":1659,"orig":"auß Corallen/ Perlen/ Krebsaugen vnd andern leicht ſolvirlichen Steinen der Thier vnd Fiſche.","norm":"aus Korallen / Perlen / Krebsaugen und anderen leicht Solvierlichen Steinen der Tier und Fische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.452400207519531} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5853,"date":1659,"orig":"119","norm":"119","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5854,"date":1659,"orig":"Diſtillatus von Corallen/ 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werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.243000030517578} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5858,"date":1659,"orig":"120","norm":"120","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5859,"date":1659,"orig":"Salis. 11","norm":"Salis. 11","lang_fastText":"eo","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"uk","lang_de":0,"norm_lmscore":7.36299991607666} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5860,"date":1659,"orig":"Salis uſus.","norm":"Salis usus.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"lt","lang_de":0,"norm_lmscore":8.07979965209961} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5861,"date":1659,"orig":"14","norm":"14","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"glauber_opera02_1659","par_idx":5862,"date":1659,"orig":"In der Kuͤchen vnd Haußhaltung. 29 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