diff --git "a/data/test/1700-1799/bodmer_sammlung05_1742.jsonl" "b/data/test/1700-1799/bodmer_sammlung05_1742.jsonl" new file mode 100644--- /dev/null +++ "b/data/test/1700-1799/bodmer_sammlung05_1742.jsonl" @@ -0,0 +1,877 @@ +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":0,"date":1742,"orig":"Sammlung Critiſcher, Poetiſcher, und anderer geiſtvollen Schriften, Zur Verbeſſerung des Urtheiles und des Witzes in den Wercken der Wolredenheit und der Poeſie.","norm":"Sammlung kritischer, poetischer, und anderer geistvollen Schriften, zur Verbesserung des Urteiles und des Witzes in den Werken der Wohlredenheit und der Poesie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6803998947143555} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":1,"date":1742,"orig":"Fuͤnftes Stuͤck.","norm":"Fünftes Stück.","lang_fastText":"cs","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"et","lang_de":0,"norm_lmscore":5.468400001525879} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":2,"date":1742,"orig":"Zuͤrich, Bey Conrad Orell und Comp. 1742.","norm":"Zürich, bei Conrad Orell und Comp. 1742.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.171599864959717} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":3,"date":1742,"orig":"Des Hrn. von Mauvillon Briefe Von der Sprache und der Poeſie Der Deutſchen.","norm":"Des Hrn. von Mauvillon Briefe von der Sprache und der Poesie der Deutschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.106900215148926} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":4,"date":1742,"orig":"Aus dem Franzoͤſiſchen uͤberſezt, und mit Zeugniſſen und Anmerckungen vermehret, worinnen deſſelben Urtheile durch das eigene Geſtaͤndniß der beruͤhmteſten deutſchen Kunſtrichter bekraͤftiget werden.","norm":"Aus dem Französischen übersetzt, und mit Zeugnissen und Anmerkungen vermehret, worin desselben Urteile durch das eigene Geständnis der berühmtesten deutschen Kunstrichter bekräftiget werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.472300052642822} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":5,"date":1742,"orig":"Des Herrn von Mauvillon Brief von der Sprache der Deutſchen.","norm":"Des Herrn von Mauvillon Brief von der Sprache der Deutschen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.230199813842773} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":6,"date":1742,"orig":"NUnmehr will ich euch, mein wertheſter Freund, meine Gedancken von der Sprache und der Gelehrſamkeit der Deutſchen in den ſchoͤnen Wiſſenſchaften offenhertzig erklaͤren.","norm":"Nunmehr will ich euch, mein wertester Freund, meine Gedanken von der Sprache und der Gelehrsamkeit der Deutschen in den schönen Wissenschaften offenherzig erklären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559500217437744} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":7,"date":1742,"orig":"Werdet ihr mir nicht Danck davor wiſſen?","norm":"Werdet ihr mir nicht Dank davor wissen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.169600009918213} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":8,"date":1742,"orig":"Oder ſeyd ihr uͤber dieſe Stuͤcke ſo ſchwierig, als eure Landsleute insgemeine ſind?","norm":"Oder seid ihr über diese Stücke so schwierig, als eure Landsleute insgemein sind?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8597002029418945} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":9,"date":1742,"orig":"Jch fuͤrchte ſchier, ja.","norm":"Ich fürchte schier, ja.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cs","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.996799945831299} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":10,"date":1742,"orig":"Jch kan mir ſchon vorſtellen, daß ihr mir den Verweis gebet, den ein junger Sclave beym Petronius einem frechen jungen Menſchen gegeben hat:","norm":"Ich kann mir schon vorstellen, dass ihr mir den Verweis Gebet, den ein junger Sklave beim Petronius einem frechen jungen Menschen gegeben hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9019999504089355} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":11,"date":1742,"orig":"Tu lacticuloſus nec mu nec ma arguͤtas!","norm":"Tu lacticulosus nec mu nec ma argütas!","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"sk","lang_cld3":"co","lang_de":0,"norm_lmscore":7.744100093841553} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":12,"date":1742,"orig":"Was wollet ihr ſagen, ihr koͤnnet mit groſſer Muͤhe zwey Worte in dem Deutſchen plappern, und ihr wollet euch zum Richter in dieſer Sprache aufwerffen?","norm":"Was wollet ihr sagen, ihr könnet mit großer Mühe zwei Worte in dem Deutschen plappern, und ihr wollet euch zum Richter in dieser Sprache aufwerfen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531000137329102} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":13,"date":1742,"orig":"So uͤbel gegruͤndet dieſer Verweis waͤre, wuͤrde er mich doch nicht ſonderlich befremden.","norm":"So übel gegründet dieser Verweis wäre, würde er mich doch nicht sonderlich befremden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9720001220703125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":14,"date":1742,"orig":"Schier alle Deutſchen geben dieſe rechtliche Antwort denen Auslaͤndern, die uͤber ihre Sprache urtheilen wollen.","norm":"Schier alle Deutschen geben diese rechtliche Antwort denen Ausländern, die über ihre Sprache urteilen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.026100158691406} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":15,"date":1742,"orig":"Sie werffen euch gleich vor, ihr verſtehet ſie ja nicht.","norm":"Sie werfen euch gleich vor, ihr verstehet sie ja nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.062300205230713} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":16,"date":1742,"orig":"Wuͤrdet ihr ſie beſſer reden, als Cicero Latein geredet hat, ſo verſteher ihr ſie nicht, wenn ihr ſie nicht erhebet.","norm":"Würdet ihr sie besser reden, als Cicero Latein geredet hat, so Versteher ihr sie nicht, wenn ihr sie nicht erhebet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2322998046875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":17,"date":1742,"orig":"Uebereinſtimmende Zeugniſſe und Anmerckungen.","norm":"Übereinstimmende Zeugnisse und Anmerkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558300018310547} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":18,"date":1742,"orig":"Sie wiſſen indeſſen wohl, was neulich ein Bel Eſprit (denn ich wuͤrde ihn doch beſchimpfen, wenn ich ihn auf Deutſch einen witzigen Kopf nennen wollte) behauptet hat, daß die Oeſterreichiſche oder die Schweitzeriſche Mundart ſo ſchoͤn deutſch ſey, als die Meißniſche:","norm":"Sie wissen indessen wohl, was neulich ein Bel Esprit (denn ich würde ihn doch beschimpfen, wenn ich ihn auf Deutsch einen witzigen Kopf nennen wollte) behauptet hat, dass die Österreichische oder die Schweizerische Mundart so schön deutsch sei, als die Meißenische:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914899826049805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":19,"date":1742,"orig":"Und ſie koͤnnen wider den Ausſpruch dieſes Richters nichts einwenden.","norm":"Und sie können wider den Ausspruch dieses Richters nichts einwenden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7407000064849854} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":20,"date":1742,"orig":"Denn er ſagr ja von ſich:","norm":"Denn er sagr ja von sich:","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.832900047302246} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":21,"date":1742,"orig":"Avec des peines infinies je ſuis parvenu à jargonner l’Allemand.","norm":"Avec des peines infinies je suis parvenu à jargonner l' Allemand.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.979899883270264} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":22,"date":1742,"orig":"Unendlich ſchwere Pein hat mich ſo viel gelehret, Daß man gebrochen Deutſch aus meinem Munde hoͤret.","norm":"Unendlich schwere Pein hat mich so viel gelehrt, Dass man gebrochen Deutsch aus meinem Munde höret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.141900062561035} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":23,"date":1742,"orig":"(Vielleicht bin ich der erſte Deutſche, der aus franzoͤſiſchen Briefen etwas in deutſche Verſe uͤberſezt.)","norm":"(Vielleicht bin ich der erste Deutsche, der aus französischen Briefen etwas in deutsche Verse übersetzt.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6880998611450195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":24,"date":1742,"orig":"Wer ſo viel kan, der iſt gewiß im Stande, zu urtheilen, ob der Meißner oder der Bayer das beſte Deutſch ſprechen, ſo wie ein Deutſcher, der etwa an der Garonne, mit ſehr leichter Muͤhe, ein Cadedis gelernet haͤtte, nachdem faͤhig ſeyn wuͤrde, uͤber den Vaugelas Noten zu machen.","norm":"Wer so viel kann, der ist gewiss im Stande, zu urteilen, ob der Meißner oder der Bayer das beste Deutsch sprechen, so wie ein Deutscher, der etwa an der Garonne, mit sehr leichter Mühe, ein Cadedis gelernt hätte, nachdem fähig sein würde, über den Vaugelas Noten zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.910299777984619} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":25,"date":1742,"orig":"Beluſtigungen des Witzes und Verſtandes.","norm":"Belustigungen des Witzes und Verstandes.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.456500053405762} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":26,"date":1742,"orig":"Heumonat 1741.","norm":"Heumonat 1741.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ro","lang_cld3":"sr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.962800025939941} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":27,"date":1742,"orig":"Bl. 25.","norm":"Bl. 25.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"kk","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.404699802398682} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":28,"date":1742,"orig":"Aber nur ein wenig Geduld, ſo will ich euch uͤberzeugen, daß ich dieſen Filtz nicht verdiene.","norm":"Aber nur ein wenig Geduld, so will ich euch überzeugen, dass ich diesen Filz nicht verdiene.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.700299978256225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":29,"date":1742,"orig":"Jch bekenne, es ſind viel Auslaͤnder, und vornehmlich viel Franzoſen, welche kein deutſches Wort verſtehen, und doch von dieſer Sprache nach ihrem Kopfe reden.","norm":"Ich bekenne, es sind viel Ausländer, und vornehmlich viel Franzosen, welche kein deutsches Wort verstehen, und doch von dieser Sprache nach ihrem Kopfe reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.943399906158447} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":30,"date":1742,"orig":"Sie ſagen nie was gutes von ihr, und wenn man nachſinnet, woher das komme, ſieht man bald, daß ſie aus anderer Leute Munde reden, oder daß ſie dieſe Sprache nur aus Verdruſſe verachten, weil ſie dieſelbe nicht haben lernen koͤnnen.","norm":"Sie sagen nie was Gutes von ihr, und wenn man nachsinnet, woher das komme, sieht man bald, dass sie aus anderer Leute Munde reden, oder dass sie diese Sprache nur aus Verdrusse verachten, weil sie dieselbe nicht haben lernen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4899001121521} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":31,"date":1742,"orig":"Da ich mir eine Ehre darinnen ſuche, daß ich nichts ohne Beweis vorbringe, ſo will ich auch meine Urtheile auf weit feſtere Gruͤnde ſetzen.","norm":"Da ich mir eine Ehre darinnen suche, dass ich nichts ohne Beweis vorbringe, so will ich auch meine Urteile auf weit festere Gründe setzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559800148010254} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":32,"date":1742,"orig":"Jhr ſollet mir zum wenigſten zugeſtehen, daß ich keinen Schluß auf die ungewiſſen Vorurtheile des Poͤbels ſetze, ſondern einige Einſicht in die Natur der Sache ſelbſt zum Grund lege.","norm":"Ihr sollet mir zum wenigsten zugestehen, dass ich keinen Schluss auf die ungewissen Vorurteile des Pöbels setze, sondern einige Einsicht in die Natur der Sache selbst zum Grund lege.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.887499809265137} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":33,"date":1742,"orig":"Die meiſten Deutſchen, nemlich ſolche, die es in den Wiſſenſchaften nicht hoch gebracht haben, wollen behaupten, daß ihre Sprache ſo alt ſey, als die lateiniſche.","norm":"Die meisten Deutschen, nämlich solche, die es in den Wissenschaften nicht hochgebracht haben, wollen behaupten, dass ihre Sprache so alt sei, als die lateinische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.803200006484985} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":34,"date":1742,"orig":"Andere, die mehr Einſicht haben, geſtehen, daß man allererſt um das Jahr 1350. angefangen, die deutſche Sprache mit einiger Richtigkeit zu reden; daß ſie zuvor nur ein wuͤſter u. rauher Miſchmaſch geweſen ſey, unzaͤhlige Mundarten ſeyn durch einander vermiſcht worden, vornehme Leute haben ſie nicht geredet, ſie ſey auch aus den oͤffentlichen Urkunden verbannet geweſen.","norm":"Andere, die mehr Einsicht haben, gestehen, dass man allererst um das Jahr 1350 . angefangen, die deutsche Sprache mit einiger Richtigkeit zu reden; dass sie zuvor nur ein wüster u. rauer Mischmasch gewesen sei, unzählige Mundarten sein durcheinander vermischt worden, vornehme Leute haben sie nicht geredet, sie sei auch aus den öffentlichen Urkunden verbannet gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.730000019073486} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":35,"date":1742,"orig":"Noch andere glauben, man habe ſchon im Jahr 1235. oder 1236. angefangen, ſie auf den Reichstagen, in den Reichskammern, und der Reichscantzley zu gebrauchen.","norm":"Noch andere glauben, man habe schon im Jahr 1235 . oder 1236 . angefangen, sie auf den Reichstagen, in den Reichskammern, und der Reichscantzley zu gebrauchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.551400184631348} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":36,"date":1742,"orig":"Man fuͤhrt zum Beweiſe die Conſtitution von Mainz an, welche in Goldaſts Sammlung deutſcher Urkunden enthalten iſt.","norm":"Man führt zum Beweise die Konstitution von Mainz an, welche in Goldasts Sammlung deutscher Urkunden enthalten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.848299980163574} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":37,"date":1742,"orig":"Critiſche Beytraͤge. XVIII. Stuͤck. Art. V. Bl. 271.","norm":"Kritische Beyträge. XVIII. Stück. Art. V. Bl. 271.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"vi","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.880000114440918} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":38,"date":1742,"orig":"Da aber unſere deutſche Sprache in ihrem Alter uͤber andere, ſo gar uͤber die griechiſche und lateiniſche Sprache, hinaufſteigt. ꝛc. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Es ſind die Denckmaale der aͤlteſten und eisgrauen Zeiten der deutſchen Sprache ſehr wenig, und diejenigen, welche die verzehrende Zeit noch uͤbrig gelaſſen hat, ſind ſo beſchaffen, daß man ihre unſtreitige Richtigkeit leicht in Zweifel ziehen kan.","norm":"Da aber unsere deutsche Sprache in ihrem Alter über andere, so gar über die griechische und lateinische Sprache, hinaufsteigt. etc. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ es sind die Denkmale der ältesten und eisgrauen Zeiten der deutschen Sprache sehr wenig, und diejenigen, welche die verzehrende Zeit noch übrig gelassen hat, sind so beschaffen, dass man ihre unstreitige Richtigkeit leicht in Zweifel ziehen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.210100173950195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":39,"date":1742,"orig":"Hernach ſo iſt auch ihre Beſchaffenheit, Verfaſſung, und ihr Jnhalt ſo dunckel, raͤtzelhaft, und verwirrt, daß man beynahe einen Weiſſagergeiſt noͤthig hat, wenn man etwas davon errathen will. ‒ ‒ ‒ ‒ Von den Zeiten Carls des Groſſen an iſt an der Verbeſſerung dieſer Heldenſprache tapfer gearbeitet worden.","norm":"Hernach so ist auch ihre Beschaffenheit, Verfassung, und ihr Inhalt so dunkel, rätselhaft, und verwirrt, dass man beinahe einen Weissagergeist nötig hat, wenn man etwas davon erraten will . ‒ ‒ ‒ ‒ von den Zeiten Karls des Großen an ist an der Verbesserung dieser Heldensprache tapfer gearbeitet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593999862670898} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":40,"date":1742,"orig":"Und obgleich in denen dieſem Kayſer naͤhern Zeiten die deutſche Sprache noch rauh genug ausſiehet, und noch wenig gepuzt erſcheinet; ſo erkennt man doch aus denen von dieſen Zeiten her noch uͤbrigen Denckmaalen und Schriften, daß man zu ihrer Verbeſſerung Hand angeleget habe.","norm":"Und obgleich in denen diesem Kaiser nähern Zeiten die deutsche Sprache noch rau genug aussieht, und noch wenig geputzt erscheinet; so erkennt man doch aus denen von diesen Zeiten her noch übrigen Denkmale und Schriften, dass man zu ihrer Verbesserung Hand angelegt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.63730001449585} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":41,"date":1742,"orig":"Allein die Authenticitaͤt derer Stuͤcke, welche dieſer Sammler zuſammengeleſen hat, ſcheint mir um etwas verdaͤchtig, und man thut wohl, wenn man ſich nicht allzu ſtarck darauf verlaͤßt.","norm":"Allein die Authentizität derer Stücke, welche dieser Sammler zusammengelesen hat, scheint mir um etwas verdächtig, und man tut wohl, wenn man sich nicht allzu stark darauf verlässt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232600212097168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":42,"date":1742,"orig":"Nichtsdeſtoweniger iſt die deutſche Sprache unter allen Europaͤiſchen Sprachen, ſo fern ſie nach ihrem gegenwaͤrtigen Zuſtande betrachtet werden, die aͤlteſte.","norm":"Nichtsdestoweniger ist die deutsche Sprache unter allen europäischen Sprachen, sofern sie nach ihrem gegenwärtigen Zustande betrachtet werden, die älteste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.387300014495849} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":43,"date":1742,"orig":"Sie iſt die aͤlteſte, ſagt Gracian, aber auch die roheſte.","norm":"Sie ist die älteste, sagt Gracian, aber auch die rohste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.262100219726562} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":44,"date":1742,"orig":"Gracian hat nicht unrecht, mein Freund, welches ich euch aber ins Ohr ſage.","norm":"Gracian hat nicht Unrecht, mein Freund, welches ich euch aber ins Ohr sage.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.723499774932861} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":45,"date":1742,"orig":"Die Barbarey einer Sprache beſteht eigentlich in der Haͤrtigkeit ihrer Woͤrter und der beſchwerlichen Ausſprache.","norm":"Die Barbarei einer Sprache besteht eigentlich in der Härtigkeit ihrer Wörter und der beschwerlichen Aussprache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.101500034332275} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":46,"date":1742,"orig":"Der erſte von dieſen beyden Maͤngeln bezieht ſich auf die Ohren, der andere auf die Lungen.","norm":"Der erste von diesen beiden Mängeln bezieht sich auf die Ohren, der andere auf die Lungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.444999933242798} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":47,"date":1742,"orig":"Jch bin nunmehr eine ziemlich lange Zeit in Deutſchland, und dennoch habe ich meine Ohren noch nicht ſo ſteif und gefroren machen koͤnnen, daß ſie nicht auf Anhoͤren der meiſten deutſchen Woͤrter ein Schauer uͤberfalle; und meine Lungen ſind von euren K und H erſchrecklich aufgetrucknet worden.","norm":"Ich bin nunmehr eine ziemlich lange Zeit in Deutschland, und dennoch habe ich meine Ohren noch nicht so steif und gefroren machen können, dass sie nicht auf Anhören der meisten deutschen Wörter ein Schauer überfalle; und meine Lungen sind von euren K und H erschrecklich aufgetrocknet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.626200199127197} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":48,"date":1742,"orig":"Hiervon kan nachgeſehen werden (Critiſche Beytraͤge Stuͤck XIX. Art. II. Bl. 367.)","norm":"Hiervon kann nachgesehen werden (Kritische Beiträge Stück XIX. Art. II. Bl. 367.)","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.378600120544434} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":49,"date":1742,"orig":"J. D. Grubers Schreiben aus Hannover, den angeblich in deutſcher Sprache abgefaſſeten Maynziſchen Reichs-Abſchied vom Jahr 1235. betreffend.","norm":"J. D. Grubers Schreiben aus Hannover, den angeblich in deutscher Sprache abgefassten Mainzischen Reichsabschied vom Jahr 1235 . betreffend.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.55079984664917} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":50,"date":1742,"orig":"Man wirfft mir ein:","norm":"Man wirft mir ein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134099960327148} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":51,"date":1742,"orig":"Dieſen Einwurff hat Fr. A. Aepin zur Vertheidigung der nieder- oder plattdeutſchen Sprache gemachet, in einer kleinen Schrift:","norm":"Diesen Einwurf hat Fr. A. Aepin zur Verteidigung der nieder- oder plattdeutschen Sprache gemacht, in einer kleinen Schrift:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2316999435424805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":52,"date":1742,"orig":"De Linguæ Saxoniæ inferioris neglectu atque contemtu injuſto.","norm":"De Linguae Saxoniae inferioris neglectu atque contemtu injusto.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.9542999267578125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":53,"date":1742,"orig":"Jn dem II. Stuͤcke der Critiſchen Beytraͤge, wo dieſe Schrift in einem Auszuge mitgetheilet wird, heißt es auf der 322ſten Seite: Diejenigen, welche etwas baͤuriſches im Plattdeutſchen zu finden gedencken, verweiſet er auf das Urtheil ihrer eigenen Ohren, in denen unmaßgeblich das tiefſte Plattdeutſch ſo zierlich klaͤnge, als das ſchoͤnſte Meißniſche.","norm":"In dem II. Stücke der kritischen Beiträge, wo diese Schrift in einem Auszuge mitgeteilt wird, heißt es auf der 322sten Seite: Diejenigen, welche etwas bäurisches im Plattdeutschen zu finden gedenken, verweiset er auf das Urteil ihrer eigenen Ohren, in denen unmaßgeblich das tiefste Plattdeutsch so zierlich klänge, als das schönste Meißenische.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.937399864196777} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":54,"date":1742,"orig":"„Dieſe Woͤrter ſcheinen euch nur darum hart, weil ihr gewohnt ſeyd, andere, die euch ſanfter duͤncken, zu hoͤren; fuͤr einen Deutſchen aber ſind jene ſo wenig anſtoͤſſig, als dieſe.„","norm":"„Diese Wörter scheinen euch nur darum hart, weil ihr gewohnt seid, andere, die euch sanfter dünken, zu hören; für einen Deutschen aber sind jene so wenig anstößig, als diese . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.602399826049805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":55,"date":1742,"orig":"Wenn dem alſo iſt, ſo bleibt mir nichts weiter uͤbrig zu ſagen, als daß die Deutſchen nothwendig ſchußfreye Ohren haben muͤſſen; denn ihr werdet mich zu keinen Zeiten uͤberreden, daß Woͤrter, die in ſtrif, ſtraf, miſch, maſch, tiſch, taſch, ruft, luft, kinn, kan, kom, brick, brack, ausgehen, ſonderlich ſanft klingen, und daß eine Sprache, in welcher dergleichen Endungen gantz haͤufig angetroffen werden, den Ohren anſtaͤndig ſey, wofern ſie nicht mit einem Pantzer angethan ſind.","norm":"Wenn dem also ist, so bleibt mir nichts weiter übrig zu sagen, als dass die Deutschen notwendig Schussfreie Ohren haben müssen; denn ihr werdet mich zu keinen Zeiten überreden, dass Wörter, die in strif, straf, misch, Masche, Tisch, Tasche, ruft, Luft, Kinn, kann, komme, Brick, brach, ausgehen, sonderlich sanft klingen, und dass eine Sprache, in welcher dergleichen Endungen ganz häufig angetroffen werden, den Ohren anständig sei, sofern sie nicht mit einem Panzer angetan sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945400238037109} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":56,"date":1742,"orig":"Man ſagt, in Leipzig ſey eine Geſellſchaft gelehrter Leute, welche unaufhoͤrlich bemuͤht ſeyn, die deutſche Sprache vollkommener zu machen.","norm":"Man sagt, in Leipzig sei eine Gesellschaft gelehrter Leute, welche unaufhörlich bemüht sein, die deutsche Sprache vollkommener zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.016900062561035} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":57,"date":1742,"orig":"Jch will glauben, daß ſie ſelbige reicher machen werden, aber ich zweifle ſehr, daß ſie ihre Natur aͤndern werder, die darinnen beſteht, daß ſie rauh und barbariſch iſt.","norm":"Ich will glauben, dass sie selbige reicher machen werden, aber ich zweifle sehr, dass sie ihre Natur ändern Werder, die darinnen besteht, dass sie rau und barbarisch ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.133699893951416} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":58,"date":1742,"orig":"Sonſt fraget es ſich, mit was vor Recht dieſe Herrn ihre Ausſpruͤche vor Geſetze aufdringen wollen.","norm":"Sonst fraget es sich, mit was vor Recht diese Herrn ihre Aussprüche vor Gesetze aufdringen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.474299907684326} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":59,"date":1742,"orig":"Wer hat ſie zu Richtern uͤber die deutſche Sprache geſetzet?","norm":"Wer hat sie zu Richtern über die deutsche Sprache gesetzt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.280799865722656} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":60,"date":1742,"orig":"Niemand als ſie ſelber.","norm":"Niemand als sie selber.","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.13040018081665} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":61,"date":1742,"orig":"Auf was vor einen Grund verlangen ſie, daß man es auf ihre Entſcheidung ankommen laſſe?","norm":"Auf was vor einen Grund verlangen sie, dass man es auf ihre Entscheidung ankommen lasse?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.285699844360352} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":62,"date":1742,"orig":"Vielleicht wegen ihrer Geſchicklichkeit, und weil ſie uns ſagen, daß man in Sachſen beſſer Deutſch redet, als an andern Orten des deutſchen Reiches?","norm":"Vielleicht wegen ihrer Geschicklichkeit, und weil sie uns sagen, dass man in Sachsen besser Deutsch redet, als an anderen Orten des deutschen Reiches?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123600006103516} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":63,"date":1742,"orig":"Aber die Oeſterreicher raͤumen ihnen dieſes nicht ein.","norm":"Aber die Österreicher räumen ihnen dieses nicht ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315000057220459} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":64,"date":1742,"orig":"Sie behaupten hingegen, daß man die reine Sprache bey ihnen antreffe, und daß man unter ihnen gelehrte Maͤnner kenne, die das Richteramt in dieſer Streitſache ſchon vertreten koͤnnen.","norm":"Sie behaupten hingegen, dass man die reine Sprache bei ihnen antreffe, und dass man unter ihnen gelehrte Männer kenne, die das Richteramt in dieser Streitsache schon vertreten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.223800182342529} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":65,"date":1742,"orig":"Die Bayern, die Brandenburger, ja die Schweitzer ſelber haben eine rechtmaſſige Anſprache auf dieſes Vorrecht.","norm":"Die Bayern, die Brandenburger, ja die Schweizer selber haben eine rechtmassige Ansprache auf dieses Vorrecht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.068999767303467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":66,"date":1742,"orig":"Es geht ſchwer zu, daß eine Nation, die ſo viel Provinzen, die einander nichts zu befehlen haben, in ſich enthaͤlt, ſich den Ausſpruͤchen etlicher weniger Gelehrten unterziehe.","norm":"Es geht schwer zu, dass eine Nation, die so viel Provinzen, die einander nichts zu befehlen haben, in sich enthält, sich den Aussprüchen etlicher weniger Gelehrten unterziehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.503499984741211} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":67,"date":1742,"orig":"Da die Deutſchen ſich in ihren Staatsangelegenheiten ſo ſchlecht mit einander verſtehen, werden ſie uͤber grammatiſche Schwierigkeiten noch ſtaͤrcker mit einander uneins werden.","norm":"Da die Deutschen sich in ihren Staatsangelegenheiten so schlecht miteinander verstehen, werden sie über grammatische Schwierigkeiten noch stärker miteinander uneins werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.314700126647949} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":68,"date":1742,"orig":"Mit den Franzoſen hat es desfalls eine andere Beſchaffenheit, ſie machen nur eine Nation aus, ſo groß ihr Reich gleich ſeyn mag; und die franzoͤſiſche Academie iſt von dem Landesherrn dazu bevollmaͤchtiget, daß ſie dem Gebrauche der Sprache Schrancken ſetze.","norm":"Mit den Franzosen hat es desfalls eine andere Beschaffenheit, sie machen nur eine Nation aus, so groß ihr Reich gleich sein mag; und die französische Akademie ist von dem Landesherrn dazu bevollmächtiget, dass sie dem Gebrauche der Sprache Schranken setze.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5609002113342285} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":69,"date":1742,"orig":"Man muß ihren Ausſpruͤchen Folge leiſten, oder in der ſranzoͤſiſchen Sprache unerfahren heiſſen.","norm":"Man muss ihren Aussprüchen Folge leisten, oder in der französischen Sprache unerfahren heißen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3028998374938965} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":70,"date":1742,"orig":"Diejenigen Mitglieder der deutſchen Geſellſchaft in Leipzig, welche im Jahr 1732. die Critiſchen Beytraͤge angefangen, ſchreiben in der Vorrede von der Abſicht ihrer Bemuͤhungen, wie folget:","norm":"Diejenigen Mitglieder der deutschen Gesellschaft in Leipzig, welche im Jahr 1732 . die kritischen Beiträge angefangen, schreiben in der Vorrede von der Absicht ihrer Bemühungen, wie folget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.016200065612793} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":71,"date":1742,"orig":"„Sie ſchmeicheln ſich nicht, daß ſie dadurch die Ueberbleibſele des altfranckiſchen Geſchmacks gaͤntzlich und auf einmahl ausrotten werden: Sie wollen nur nach dem Maaſſe ihres Vermoͤgens auch etwas dazu beytragen. ‒ ‒ ‒ ‒ Man wird das allmaͤhlige Wachsthum der deutſchen Sprache, den Fleiß unſrer Landesleute dieſelbe zu beſſern, die Vollkommenheit, ſo ſie ſchon erlanget, die Fehler, ſo einige von ihnen begangen, und die Mittel, ſelbige zu vermeiden, als in einem kurtzen Begriff beyſammen antreffen.„","norm":"„Sie schmeicheln sich nicht, dass sie dadurch die Überbleibsel des altfranckischen Geschmacks gänzlich und auf einmal ausrotten werden: Sie wollen nur nach dem Maße ihres Vermögens auch etwas dazu beitragen . ‒ ‒ ‒ ‒ Man wird das allmähliche Wachstum der deutschen Sprache, den Fleiß unserer Landesleute dieselbe zu besseren, die Vollkommenheit, so sie schon erlanget, die Fehler, so einige von ihnen begangen, und die Mittel, selbige zu vermeiden, als in einem kurzen Begriff beisammen antreffen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509699821472168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":72,"date":1742,"orig":"Critiſche Beytraͤge.","norm":"Kritische Beiträge.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.625899791717529} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":73,"date":1742,"orig":"Stuͤck XV. Act. VII. Bl. 423.","norm":"Stück XV. Act. VII. Bl. 423.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"fi","lang_cld3":"vi","lang_de":0,"norm_lmscore":5.268199920654297} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":74,"date":1742,"orig":"Wenn alle Provinzen in Deutſchland ſo buchſtabieren ſollen, wie ſie ausſprechen, ſo wird die Anzahl der Rechtſchreibung unzaͤhlig ſeyn.","norm":"Wenn alle Provinzen in Deutschland so buchstabieren sollen, wie sie aussprechen, so wird die Anzahl der Rechtschreibung unzählig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.130599975585937} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":75,"date":1742,"orig":"Ein Meißner z. E. wird ein P. ſchreiben, wo der Schleſier ein B. ſetzet; Ein Schwabe wird ein J. ſetzen, wo der Oberſachſe ein aͤ. ſetzet; Ein Thuringer wird ein O. ſchreiben, wo der Schleſter ein A. ſchreibet.","norm":"Ein Meißner z. E. wird ein P. schreiben, wo der Schlesier ein B. setzet; ein Schwabe wird ein J. setzen, wo der Obersachse ein ä. setzet; ein Thüringer wird ein O. schreiben, wo der Schlester ein A. schreibet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.743799924850464} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":76,"date":1742,"orig":"Doch was braucht es mehr, als daß man im gemeinen Leben nur auf die verſchiedenen Mundarten acht gebe?","norm":"Doch was braucht es mehr, als dass man im gemeinen Leben nur auf die verschiedenen Mundarten acht gebe?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.418799877166748} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":77,"date":1742,"orig":"Da wird der Schweitzer an ſtatt Bein, Boan, an ſtatt auſſen, guſe; der Meißner, an ſtatt es regnet, es reint, an ſtatt ein Buͤrger, ein Perger; der Schleſier, an ſtatt mit dem Gelde, mit dem Galle, an ſtatt ein Bube, ein Buͤbla ſagen.","norm":"Da wird der Schweizer anstatt Bein, Boan, anstatt außen, Geuse; der Meißner, anstatt es regnet, es reint, anstatt ein Bürger, ein Perger; der Schlesier, anstatt mit dem Gelde, mit dem Galle, anstatt ein Bube, ein Bübla sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.093200206756592} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":78,"date":1742,"orig":"Ein Maͤrcker wird das eu wie oi ausſprechen, z. E. Loßt oich die Muͤh nicht roien; und das o wie a, z. E. olle oire Sarge werfet uf den Herren; denn er ſarget fuͤr oich.","norm":"Ein Märker wird das eu wie oi aussprechen, z. E. Lost oich die Mühe nicht rojen; und das o wie a, z. E. olle eure Sarge werfet auf den Herren; denn er sarget für oich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.706500053405762} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":79,"date":1742,"orig":"Und kurtz, ſie werden von einander ungemein unterſchieden ſeyn.","norm":"Und kurz, sie werden voneinander ungemein unterschieden sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.500400066375732} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":80,"date":1742,"orig":"Wollten wir noch vollends die Oeſterreicher dazu nehmen:","norm":"Wollten wir noch vollends die Österreicher dazu nehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.730199813842773} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":81,"date":1742,"orig":"Hilf Himmel!","norm":"Hilf Himmel!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"hu","lang_de":0.667,"norm_lmscore":8.650500297546387} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":82,"date":1742,"orig":"was wuͤrde das fuͤr eine Barbarey werden.","norm":"was würde das für eine Barbarei werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.785900115966797} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":83,"date":1742,"orig":"Da wuͤrde man bey einem geſchriebenen Blatte erſt fragen muͤſſen; was es fuͤr eine Sprache ſey? ‒ ‒ ‒ ‒ Uns ſcheint alſo die Regel, daß man die Rechtſchreibung nach der Ausſprache einrichten muͤſſe, ſehr gefaͤhrlich zu ſeyn, ehe und bevor man diejenige Provinz in Deutſchland ausfuͤndig gemacht hat, deren Mundart die beſte iſt; und nach welcher ſich alle andere richten muͤſſen.","norm":"Da würde man bei einem geschriebenen Blatte erst fragen müssen; was es für eine Sprache sei? ‒ ‒ ‒ ‒ uns scheint also die Regel, dass man die Rechtschreibung nach der Aussprache einrichten müsse, sehr gefährlich zu sein, ehe und bevor man diejenige Provinz in Deutschland ausfindig gemacht hat, deren Mundart die beste ist; und nach welcher sich alle andere richten müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359499931335449} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":84,"date":1742,"orig":"Sehet was uͤber dieſe Stelle in der Anmerckung (a) angefuͤhrt worden iſt.","norm":"Sehet was über diese Stelle in der Anmerkung (a) angeführt worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.556099891662598} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":85,"date":1742,"orig":"Wobey ich nur anzumercken bitte, daß hier allein von der der deutſchen Sprache gantz eigenen Ausſprache die Frage iſt, ob ſie in Vergleichung mit andern Sprachen rauh oder wohlflieſſend ſey?","norm":"Wobei ich nur anzumerken bitte, dass hier allein von der der deutschen Sprache ganz eigenen Aussprache die Frage ist, ob sie in Vergleichung mit anderen Sprachen rau oder wohlfließend sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.802000045776367} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":86,"date":1742,"orig":"Davon aber haben das Recht und die Fahigkeit zu urtheilen, alle diejenigen, die Ohren und Lungen haben.","norm":"Davon aber haben das Recht und die Fahigkeit zu urteilen, alle diejenigen, die Ohren und Lungen haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.056300163269043} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":87,"date":1742,"orig":"Vielleicht ſieht man damit auf Carl Guſtav Heraͤus, Kayſerlichen Rath, auch Medaillen- und Antiquitaͤten-Juſpector, deſſen Vorſchlag zu Errichtung einer deutſchen Sprachgeſellſchaft, ſeinen zu Nuͤrnberg A. 1721. in groß Octav zum andern mahl zuſammengedruckten Gedichten angehaͤnget, auch in den Critiſchen Beytraͤgen Stuͤck’ II. Art. VII. Bl. 267. zu finden iſt, wo er unter anderm alſo ſpricht:","norm":"Vielleicht sieht man damit auf Carl Gustav Heräus, Kaiserlichen Rat, auch Medaillen- und Antiquitäten-Juspector, dessen Vorschlag zu Errichtung einer deutschen Sprachgesellschaft, seinen zu Nürnberg A. 1721 . in groß Oktav zum anderen Mal zusammengedrückten Gedichten angehängt, auch in den kritischen Beiträgen Stück II. Art . VII . Bl . 267. zu finden ist, wo er unter anderem also spricht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.964399814605713} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":88,"date":1742,"orig":"„Wie es im Reden ein ſchweres Begehren ſeyn wuͤrde, daß alle angebohrne Mundarten ſollten in der Ausſprache ſich nach einer allein veraͤndern; wie es auch, des unterſchiedenen Geſchmackes wegen, ein unausgemachter Streit werden wuͤrde; ob z. E. die Ausſprache eines Schleſiers, oder eines Holſteiners, der Hochdeutſch redet, angenehmer ſey?","norm":"„Wie es im Reden ein schweres Begehren sein würde, dass alle angeborene Mundarten sollten in der Aussprache sich nach einer allein verändern; wie es auch, des unterschiedenen Geschmackes wegen, ein unausgemachter Streit werden würde; ob z. E. die Aussprache eines Schlesiers, oder eines Holsteiners, der Hochdeutsch redet, angenehmer sei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.872300148010254} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":89,"date":1742,"orig":"So iſt dennoch nicht zu leugnen, daß, ſo wohl der Niederſachſe, als der Schleſier, wenn ſie eine gute Feder fuͤhren, in der Orthographie und in den Grundſaͤtzen der Sprache einander gleich kommen werden.„","norm":"So ist dennoch nicht zu leugnen, dass, so wohl der Niedersachse, als der Schlesier, wenn sie eine gute Feder führen, in der Orthographie und in den Grundsätzen der Sprache einander gleich kommen werden . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.424200057983398} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":90,"date":1742,"orig":"Der Hr. Hof- und Ceremonien-Rath Joh. Ulrich Koͤnig bekennt in dem Vorbericht zu Hrn. D. Steinbachs deutſchem Woͤrterbuch:","norm":"Der Hr. Hof- und Ceremonien-Rath Joh. Ulrich König bekennt in dem Vorbericht zu Hrn. D. Steinbachs deutschem Wörterbuch:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8730998039245605} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":91,"date":1742,"orig":"„Ehe noch einige Geſellſchaften in unſrem Vaterlande ſich hervorthaten, hatten ſchon viele einzele gelehrte Leute manches zur Aufnahm und Erklaͤrung unſrer Sprache beygetragen, ob es gleich nur Stuͤckwerck zu nennen iſt.","norm":"„Ehe noch einige Gesellschaften in unserem Vaterlande sich hervortaten, hatten schon viele einzelne gelehrte Leute manches zur Aufnahm und Erklärung unserer Sprache beigetragen, ob es gleich nur Stückwerk zu nennen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.578700065612793} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":92,"date":1742,"orig":"Man kan den Schweizern, den Schwaben, und den Rheinlaͤndern den Ruhm nicht abſtreiten, daß ſie die erſten geweſen, die hierinne einen Verſuch gewaget haben.","norm":"Man kann den Schweizern, den Schwaben, und den Rheinländern den Ruhm nicht abstreiten, dass sie die ersten gewesen, die hierin einen Versuch gewagt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.5636000633239746} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":93,"date":1742,"orig":"Wer nur einigermaſſen weiß, was in Zuͤrch und Tuͤbingen, in Augſpurg und Franckfurt von ſolcher Art Buͤchern, ſchon in der Mitte und zu Ende des ſechszehnten Jahrhunderts, zum Vorſchein gekommen iſt, der wird mir ſeine Beyſtimmung in dieſem Stuͤcke ſchwerlich verſagen.","norm":"Wer nur einigermaßen weiß, was in Zürich und Tübingen, in Augsburg und Frankfurt von solcher Art Büchern, schon in der Mitte und zu Ende des sechzehnten Jahrhunderts, zum Vorschein gekommen ist, der wird mir seine Beistimmung in diesem Stücke schwerlich versagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.093800067901611} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":94,"date":1742,"orig":"Der „gelehrte Conrad Geßner allein ſchrieb ſchon damahls ſo viel zur Erlaͤuterung unſrer Mutterſprache, daß wir es ihm nicht genug verdancken koͤnnen. ꝛc.„","norm":"Der „gelehrte Conrad Geßner allein schrieb schon damals so viel zur Erläuterung unserer Muttersprache, dass wir es ihm nicht genug verdanken können . etc . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.306900024414062} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":95,"date":1742,"orig":"Bey dieſer Beſchaffenheit der Sachen koͤnnte man ohne die groͤſte Ungerechtigkeit die Gelehrten dieſer Provinzen Deutſchlandes ihres Rechtes und Arbitrii uͤber die Sprache nicht entſetzen.","norm":"Bei dieser Beschaffenheit der Sachen könnte man ohne die größte Ungerechtigkeit die Gelehrten dieser Provinzen Deutschlands ihres Rechtes und Arbitrii über die Sprache nicht entsetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.711100101470947} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":96,"date":1742,"orig":"Jch muß hier noch die Antung beyruͤcken, welche ein Gelehrter Schweitzer ſchon A. 1708. wegen des eigenmaͤchtig angemaßten Richteramts einiger Hochdeutſchen in der Vorrede zu Laurembergs Acerra philologica gethan hat:","norm":"Ich muss hier noch die Antung beyrücken, welche ein Gelehrter Schweizer schon A. 1708 . wegen des eigenmächtig angemaßten Richteramts einiger Hochdeutschen in der Vorrede zu Laurembergs Acerra philologica getan hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.980000019073486} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":97,"date":1742,"orig":"„Der „iſt mir ein kleiner Geiſt, der um orthographiſcher Fehler willen ein Ungewitter erreget, ſonderlich in der deutſchen Sprache, da wir eben kein unwiderſprechliches Modell haben, wie hergegen in der lateiniſchen und griechiſchen; und da noch kein Papſt eroͤrtert hat, ob das Meißniſche, Hollſteiniſche oder Alplaͤndiſche Deutſch das beſte ſey, wenn ſolche Nationen daruͤber diſputieren wollten, wie ſie denn koͤnnten, eine ſo wohl, als die andere.","norm":"„Der „ist mir ein kleiner Geist, der um orthographischer Fehler Willen ein Ungewitter erreget, sonderlich in der deutschen Sprache, da wir eben kein unwidersprechliches Modell haben, wie hingegen in der lateinischen und griechischen; und da noch kein Papst erörtert hat, ob das Meißenische, holsteinische oder Alpländische Deutsch das Beste sei, wenn solche Nationen darüber disputieren wollten, wie sie denn könnten, eine so wohl, als die andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826700210571289} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":98,"date":1742,"orig":"Alſo wenn um der beliebten Kuͤrtze willen etwa ein zuſammengeſeztes Wort, welches eben in keinem Opitz oder Schottel ꝛc. zu finden iſt, vorkoͤmmt, oder wenn ein bekanntes franzoͤſiſches oder lateiniſches, ſo man mit drey deutſchen oder einem dunckeln deutſchen haͤtte geben, und ſich daruͤber eine halbe Viertelſtunde beſinnen ſollen ꝛc. ſo wuͤrde mir der wiederum ein muͤſſiger Criticus ſeyn, der Weile haͤtte, einen Proceß daruͤber zu fuͤhren, und koͤnnte ich nicht ſehen, was er gewinnen wuͤrde.","norm":"Also wenn um der beliebten Kürze willen etwa ein zusammengesetztes Wort, welches eben in keinem Opitz oder Schottel etc. zu finden ist, vorkommt, oder wenn ein bekanntes französisches oder lateinisches, so man mit drei deutschen oder einem dunklen deutschen hätte geben, und sich darüber eine halbe Viertelstunde besinnen sollen etc. so würde mir der wiederum ein müßiger Criticus sein, der Weile hätte, einen Prozess darüberzuführen, und könnte ich nicht sehen, was er gewinnen würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.98799991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":99,"date":1742,"orig":"Z. Ex.","norm":"Z. Ex.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"kk","lang_de":0,"norm_lmscore":6.019000053405762} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":100,"date":1742,"orig":"„Wenn ich ſage Object, nicht aber mit etlichen Neulingen Vorwurff, ſo rede ich hier um ein nahmhaftes deutlicher, als ſie; denn es muß einer erſt wiſſen, was Object iſt, bevor er wiſſen kan, was ich durch Vorwurff verſtehe:","norm":"„Wenn ich sage Objekt, nicht aber mit etlichen Neulingen Vorwurf, so rede ich hier um ein namhaftes deutlicher, als sie; denn es muss einer erst wissen, was Objekt ist, bevor er wissen kann, was ich durch Vorwurf verstehe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.192999839782715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":101,"date":1742,"orig":"Sonſt doͤrfte er wohl, wie jener, den Satz:","norm":"Sonst dürfte er wohl, wie jener, den Satz:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.835000038146973} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":102,"date":1742,"orig":"Der Verdienſt Chriſti iſt der Vorwurff des Glaubens, uͤberſetzen:","norm":"Der Verdienst Christi ist der Vorwurf des Glaubens, übersetzen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.718599796295166} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":103,"date":1742,"orig":"Exprobratio fidei eſt meritum Chriſti.","norm":"Exprobratio fidei est meritum Christi.","lang_fastText":"it","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"el-Latn","lang_de":0,"norm_lmscore":5.889100074768066} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":104,"date":1742,"orig":"Dergleichen giebt es unzaͤhlig viel, wodurch die deutſche Sprache bisher nicht verſchoͤnert, ſondern wohl verdunkelt, und halb arabiſch gemachet worden iſt.","norm":"Dergleichen gibt es unzählig viel, wodurch die deutsche Sprache bisher nicht verschönert, sondern wohl verdunkelt, und halb arabisch gemacht worden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.362800121307373} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":105,"date":1742,"orig":"Wer des Herrn von Stuben erg, Harsdoͤrfers ꝛc. Ueberſetzungen lieſt, der iſt oͤfters genoͤthiget uͤber die lateiniſche, italieniſche ꝛc.","norm":"Wer des Herrn von Stuben Erg, Harsdörfers etc. Übersetzungen liest, der ist öfters genötigt über die lateinische, italienische etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.008600234985352} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":106,"date":1742,"orig":"Originale zu gehen, damit er die Ueberſetzung daraus verſtehen lerne.","norm":"Originale zu gehen, damit er die Übersetzung daraus verstehen lerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.646500110626221} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":107,"date":1742,"orig":"Genug hiervon.„","norm":"Genug hiervon . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":9.200799942016602} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":108,"date":1742,"orig":"Damit die es Urtheil nicht verkehrt und mißgedeutet werde, ſo bitte ich nochmahls, ſich zu erinnern, daß daſſelbe ſchon A. 1708. ausgeſprochen worden, und vor dieſelben Zeiten ſich trefflich wohl ſchicket.","norm":"Damit die es Urteil nicht verkehrt und missgedeutet werde, so bitte ich nochmals, sich zu erinnern, dass dasselbe schon A. 1708 . ausgesprochen worden, und vor dieselben Zeiten sich trefflich wohl schicket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.535799980163574} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":109,"date":1742,"orig":"Die Muͤhe, welche alle Nationen haben, das Deutſche zu lernen, iſt ein ſtarcker Beweis ſeiner Barbarie.","norm":"Die Mühe, welche alle Nationen haben, das Deutsche zu lernen, ist ein starker Beweis seiner Barbarie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.567800045013428} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":110,"date":1742,"orig":"Jch kenne Franzoſen, welche mehr als vierzig Jahre in dieſem Lande ſind, und doch nicht drey Worte auf Deutſch ſagen koͤnnen.","norm":"Ich kenne Franzosen, welche mehr als vierzig Jahre in diesem Lande sind, und doch nicht drei Worte auf Deutsch sagen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.156199932098389} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":111,"date":1742,"orig":"Wer iſt Schuld daran?","norm":"Wer ist schuld daran?","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.102900028228759} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":112,"date":1742,"orig":"Sie oder die Sprache?","norm":"Sie oder die Sprache?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.893499851226807} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":113,"date":1742,"orig":"Sie nicht, denn wer will ſich einbilden, daß ſich nicht unter einer ſolchen Menge Leute einige finden, welche nicht eine ſo gelenkige Zunge und einen ſo lebhaften Kopf haben, daß ſie eine Sprache reden lernen, wofern ſolche geredet werden kan?","norm":"Sie nicht, denn wer will sich einbilden, dass sich nicht unter einer solchen Menge Leute einige finden, welche nicht eine so gelenkige Zunge und einen so lebhaften Kopf haben, dass sie eine Sprache reden lernen, sofern solche geredet werden kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.866300106048584} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":114,"date":1742,"orig":"Jch vor mein Theil bekenne, daß ich ungemeine Muͤhe gehabt habe, in eurer Sprache ſchnattern zu lernen.","norm":"Ich vor mein Teil bekenne, dass ich ungemeine Mühe gehabt habe, in eurer Sprache schnattern zu lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.898200035095215} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":115,"date":1742,"orig":"Derowegen muß man nur dieſelbe dieſer beſchwerlichen Arbeit anklagen.","norm":"Derowegen muss man nur dieselbe dieser beschwerlichen Arbeit anklagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.635799884796143} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":116,"date":1742,"orig":"Jezo will ich noch andere Beweisthuͤmer bringen.","norm":"Jetzt will ich noch andere Beweistümer bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.078000068664551} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":117,"date":1742,"orig":"Jn dem II. Stuͤcke der Critiſchen Beytraͤge, wo Fr. A. Aepins Abhandlung von dem Vorzuge der plattdeutſchen Mundart in einem Auszuge vorgeleget wird, heißt es Bl. 320. unter anderm:","norm":"In dem II. Stücke der kritischen Beiträge, wo Fr. A. Aepins Abhandlung von dem Vorzuge der plattdeutschen Mundart in einem Auszuge vorgelegt wird, heißt es Bl. 320. unter anderem:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.127299785614014} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":118,"date":1742,"orig":"„Dieſem ſetzet er noch als eine Vortrefflichkeit bey, daß ein Oberſachſe, wenn „er auch zwanzig Jahre Plattdeutſch lernte, doch weder im Reden noch Schreiben gantz ohne Tadel ſeyn wuͤrde.","norm":"„Diesem setzet er noch als eine Vortrefflichkeit bei, dass ein Obersachse, wenn „er auch zwanzig Jahre Plattdeutsch lernte, doch weder im Reden noch Schreiben ganz ohne Tadel sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.634900093078613} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":119,"date":1742,"orig":"Wenn dem ſo iſt, ſo zeiget dieſes wohl die Schwierigkeiten der Mundart an, allein die Schoͤnheit wird memand daraus wahrnehmen.","norm":"Wenn dem so ist, so zeiget dieses wohl die Schwierigkeiten der Mundart an, allein die Schönheit wird memand daraus wahrnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.631100177764893} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":120,"date":1742,"orig":"Neben der rauhen Ausſprache giebt denjenigen, die ſich auf die deutſche Sprache legen, nur damit ſie die Buͤcher verſtehen, ohne daß ſie eben darinnen reden lernen, die ſchwere Zuſammenſetzung viel zu ſchaffen.","norm":"Neben der rauen Aussprache gibt denjenigen, die sich auf die deutsche Sprache legen, nur damit sie die Bücher verstehen, ohne dass sie eben darinnen reden lernen, die schwere Zusammensetzung viel zu schaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.926400184631348} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":121,"date":1742,"orig":"Dieſe Beſchwerde iſt ſo groß, daß weder das Griechiſche noch das Hebraͤiſche dem menſchlichen Verſtand etwas ſo ſchweres zumuthet.","norm":"Diese Beschwerde ist so groß, dass weder das Griechische noch das Hebräische dem menschlichen Verstand etwas so Schweres zumutet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2204999923706055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":122,"date":1742,"orig":"Man zeige mir in dieſen beyden Sprachen eine Schwierigkeit, welche derjenigen zu vergleichen ſey, die man mit euren Vorſetzwoͤrtern an, zu, auf, durch, aus, und andern hat, die ſich von dem Zeitworte trennen laſſen, und ſich zwar ſo weit von ihm trennen laſſen, daß man ſie oft zu Ende einer Seite ſuchen muß, ehe man den Verſtand in der Rede finden kan.","norm":"Man zeige mir in diesen beiden Sprachen eine Schwierigkeit, welche derjenigen zu vergleichen sei, die man mit euren Vorsetzwörtern an, zu, auf, durch, aus, und anderen hat, die sich von dem Zeitworte trennen lassen, und sich zwar so weit von ihm trennen lassen, dass man sie oft zu Ende einer Seite suchen muss, ehe man den Verstand in der Rede finden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363399982452393} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":123,"date":1742,"orig":"Andremahl ſetzet man ſie mitten in einem Satze der Rede, oft vorne am Zeitwort, dem ſie zukommen, ohne daß man deßwegen eine ſichere und allgemeine Regel habe, wie man damit verfahren ſolle.","norm":"Andere Mal setzet man sie mitten in einem Satze der Rede, oft vorne am Zeitwort, dem sie zukommen, ohne dass man deswegen eine sichere und allgemeine Regel habe, wie man damit verfahren solle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.880199909210205} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":124,"date":1742,"orig":"Bald bedeuten ſie etwas, bald was anders.","norm":"Bald bedeuten sie etwas, bald was anders.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"nl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.86929988861084} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":125,"date":1742,"orig":"Zum Exempel, Ver giebt den Zeitwoͤrtern, zu welchen es geſetzet wird, ich weiß nicht wie vielerley Bedeutungen.","norm":"Zum Exempel, Ver- gibt den Zeitwörtern, zu welchen es gesetzt wird, ich weiß nicht wie vielerlei Bedeutungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.477499961853027} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":126,"date":1742,"orig":"Setzet es zu ſaufen, ſo wird es bedeuten ſich zu Tode ſaufen.","norm":"Setzet es zu saufen, so wird es bedeuten sich zu Tode saufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.130099773406982} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":127,"date":1742,"orig":"Greifen heißt ſo viel als nehmen, ſaget vergreifen, ſo iſt das ſo viel, als eine Sache nicht am rechten Orte noch mit Recht nehmen.","norm":"Greifen heißt so viel als nehmen, sagt vergreifen, so ist das so viel, als eine Sache nicht am rechten Orte noch mit Recht nehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.247000217437744} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":128,"date":1742,"orig":"Ver zu geben geſezt, vergeben, heißt verzeihen.","norm":"Ver- zu geben gesetzt, vergeben, heißt verzeihen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.179800033569336} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":129,"date":1742,"orig":"Jhr ſehet, wie viel verſchiedene Bedeutungen dieſes Vorſetzwort den Zeitwoͤrtern giebt, zu denen es geſtellt wird: Bald macht es, daß ſie mehr, bald daß ſie das Gegentheil von dem ſagen, was ſie ſonſt ordentlich ſagen.","norm":"Ihr sehet, wie viel verschiedene Bedeutungen dieses Vorsetzwort den Zeitwörtern gibt, zu denen es gestellt wird: Bald macht es, dass sie mehr, bald dass sie das Gegenteil von dem sagen, was sie sonst ordentlich sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.458700180053711} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":130,"date":1742,"orig":"Jm Franzoͤſiſchen iſt es anders, das Vorſetzwort Des heißt allemahl das Gegentheil, und niemahls was anders, apprendre, deſapprendre; unir, deſunir, &c.","norm":"Im Französischen ist es anders, das Vorsetzwort des heißt allemal das Gegenteil, und niemals was anders, apprendre, desapprendre; unier, desunir, etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420199871063232} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":131,"date":1742,"orig":"Mir iſt nicht bekannt, daß ſich bisdahin jemand gewaget haͤtte, dieſe Verſetzungen an gewiſſe Regeln zu binden; welches doch nicht unmoͤglich waͤre.","norm":"Mir ist nicht bekannt, dass sich bisdahin jemand gewagt hätte, diese Versetzungen an gewisse Regeln zu binden; welches doch nicht unmöglich wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.287799835205078} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":132,"date":1742,"orig":"Etwas weniges davon iſt in Boͤdickers Grundſaͤtzen der deutſchen Sprache IV. St. §. 56. 57. und 58. Bl. 356. zu finden.","norm":"Etwas weniges davon ist in Bödickers Grundsätzen der deutschen Sprache IV. St. §. 56. 57. und 58. Bl. 356. zu finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.115699768066406} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":133,"date":1742,"orig":"Dahin gehoͤrt auch die mannigfaltige Verſetzung der Perſonswoͤrtgen bey den Zeitwoͤrtern; wovon ebenfalls Boͤdicker in dem III. St. §. 41. und dabey Friſchens Anmerkungen Bl. 291. nachzuſehen ſind.","norm":"Dahin gehört auch die mannigfaltige Versetzung der Personswörtgen bei den Zeitwörtern; wovon ebenfalls Bödicker in dem III. St. §. 41. und dabei Frischens Anmerkungen Bl. 291. nachzusehen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.998700141906738} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":134,"date":1742,"orig":"Die Deutſchen ſuchen einen Ruhm darinnen, daß ſie ihre Sprache mit fremden Woͤrtern nicht vermiſchen.","norm":"Die Deutschen suchen einen Ruhm darinnen, dass sie ihre Sprache mit fremden Wörtern nicht vermischen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6717000007629395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":135,"date":1742,"orig":"Vor etlichen Jahren ſagte man nicht vier Worte im Deutſchen, daß man nicht zwey franzoͤſiſche haͤtte mitlauffen laſſen.","norm":"Vor etlichen Jahren sagte man nicht vier Worte im Deutschen, dass man nicht zwei französische hätte mitlaufen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.328499794006348} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":136,"date":1742,"orig":"Das war damahls die herrſchende Mode.","norm":"Das war damals die herrschende Mode.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.695199966430664} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":137,"date":1742,"orig":"Die Gelehrten verwarffen dieſen Mißbrauch, eine unendliche Menge platter Narrenpoſſen kam zum Vorſchem, womit man ihn laͤcherlich machen wollte.","norm":"Die Gelehrten verwarfen diesen Missbrauch, eine unendliche Menge platter Narrenpossen kam zum Forschem, womit man ihn lächerlich machen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172599792480469} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":138,"date":1742,"orig":"Ein groſſer Herr machte ein Staatsgeſchaͤfte daraus, und verbot bey einer ſtarken Geldſtraffe, daß franzoͤſiſche Woͤrter unter die deutſchen gemiſcht wuͤrden.","norm":"Ein großer Herr machte ein Staatsgeschäfte daraus, und verbot bei einer starken Geldstraffe, dass französische Wörter unter die deutschen gemischt würden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8659000396728525} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":139,"date":1742,"orig":"Was entſtuhnd daher?","norm":"Was entstand daher?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"eo","lang_cld3":"en","lang_de":0.333,"norm_lmscore":7.3850998878479} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":140,"date":1742,"orig":"Man mußte fuͤr die ausgemerzten Woͤrter neue erfinden, man vermehrte die Schwierigkeiten und Undeutlichkeiten, weil dieſe neugepraͤgten Woͤrter aus vielen andern zuſammengeſezt ſind, die ſo zuſammengeſezt nur eine fluͤchtige und allgemeine Bedeutung formieren.","norm":"Man musste für die ausgemerzten Wörter neue erfinden, man vermehrte die Schwierigkeiten und Undeutlichkeiten, weil diese neugeprägten Wörter aus vielen anderen zusammengesetzt sind, die so zusammengesetzt nur eine flüchtige und allgemeine Bedeutung formieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6940999031066895} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":141,"date":1742,"orig":"Zum Exempel, die Deutſchen brauchten vor dieſem unſer Wort Lakey, einen Hausgenoſſen zu bezeichnen, der ſeinem Herrn folget, wenn er ausgehet: izt ſagen ſie Nachtreter.","norm":"Zum Exempel, die Deutschen brauchten vor diesem unser Wort Lakai, einen Hausgenossen zu bezeichnen, der seinem Herrn folget, wenn er ausgehet: jetzt sagen sie Nachtreter.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.940499782562256} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":142,"date":1742,"orig":"Jſt etwas weniger beſtimmtes auf der Welt?","norm":"Ist etwas weniger bestimmtes auf der Welt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.88730001449585} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":143,"date":1742,"orig":"Fragt man nach der Urſache dieſer Ausmerzung, ſo ſagen ſie uns: Unſre Sprache hat einen ſolchen Ueberfluß an eigenen Woͤrtern, daß ſie des Beyſtandes anderer Sprachen nicht noͤthig hat.","norm":"Fragt man nach der Ursache dieser Ausmerzung, so sagen sie uns: Unsere Sprache hat einen solchen Überfluss an eigenen Wörtern, dass sie des Beistandes anderer Sprachen nicht nötig hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.874599933624267} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":144,"date":1742,"orig":"Das iſt falſch.","norm":"Das ist falsch.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"qu","lang_cld3":"pl","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.1628000736236572} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":145,"date":1742,"orig":"Die deutſche Sprache iſt bey allem ihrem Ueberfluſſe gantz arm.","norm":"Die deutsche Sprache ist bei allem ihrem Überflusse ganz arm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.540900230407715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":146,"date":1742,"orig":"Wie reimt ſich das zuſammen?","norm":"Wie reimt sich das zusammen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.101900100708008} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":147,"date":1742,"orig":"Jch will es ſagen.","norm":"Ich will es sagen.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.532700061798095} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":148,"date":1742,"orig":"Es giebt in dieſer Sprache viele Woͤrter, die nur eine Sache bedeuten; hingegen giebt es unzaͤhlige Sachen, die im Deutſchen keinen Nahmen haben, und die man mit fremden Woͤrtern benennen muß, oder doch mit Umſchreibungen oder zuſammengeſezten Woͤrtern.","norm":"Es gibt in dieser Sprache viele Wörter, die nur eine Sache bedeuten; hingegen gibt es unzählige Sachen, die im Deutschen keinen Namen haben, und die man mit fremden Wörtern benennen muss, oder doch mit Umschreibungen oder zusammengesetzten Wörtern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.324899911880493} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":149,"date":1742,"orig":"Was die Deutſchen vermag, die auslaͤndiſchen Woͤrter zu verwerffen, iſt nichts anders, als daß die deutſche Endung etwas ſo ſonderbares hat, daß ſie mit den Endungen der fremden Woͤrter nicht zurechte kommen kan.","norm":"Was die Deutschen vermag, die ausländischen Wörter zu verwerfen, ist nichts anders, als dass die deutsche Endung etwas so Sonderbares hat, dass sie mit den Endungen der fremden Wörter nicht zurechte kommen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.018400192260742} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":150,"date":1742,"orig":"Jm Franzoͤſiſchen findet man die fremden Endungen zu ſeinem Gebrauche ſehr bequem, man macht nur eine kleine Aenderung daran; kurtz man giebt ihnen ein franzoͤſiſches Ausſehen, daß es ſchwer faͤllt, ihren Urſprung zu erkennen.","norm":"Im Französischen findet man die fremden Endungen zu seinem Gebrauche sehr bequem, man macht nur eine kleine Änderung daran; kurz man gibt ihnen ein französisches Aussehen, dass es schwerfällt, ihren Ursprung zu erkennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.568299770355225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":151,"date":1742,"orig":"Da nun die franzoͤſiſche Sprache viele ſanfte und leichte Endungen hat, ſo kan ſie ſich die Woͤrter anderer Sprachen eigen machen, und ſie ſo geſchickt naturaliſieren, daß man daͤchte, ſie haͤtten ihr von Alters her zugehoͤret.","norm":"Da nun die französische Sprache viele sanfte und leichte Endungen hat, so kann sie sich die Wörter anderer Sprachen eigen machen, und sie so geschickt naturalisieren, dass man dächte, sie hätten ihr von Alters her zugehöret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.378600120544434} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":152,"date":1742,"orig":"Mit dem Deutſchen hat es eine andere Bewandtniß.","norm":"Mit dem Deutschen hat es eine andere Bewandtnis.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.154000043869018} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":153,"date":1742,"orig":"Die Endungen darinnen ſind in ſehr kleiner Anzahl, und ſind daneben ſo wild, daß man unmoͤglich fremde Woͤrter darauf pfropfen kan.","norm":"Die Endungen darinnen sind in sehr kleiner Anzahl, und sind daneben so wild, dass man unmöglich fremde Wörter darauf pfropfen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.826300144195557} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":154,"date":1742,"orig":"Alle deutſchen Zeitwoͤrter, nicht ein einziges ausgenommen, enden auf en, die meiſten Hauptwoͤrter auf aft, und die Beywoͤrter auf lich.","norm":"Alle deutschen Zeitwörter, nicht ein einziges ausgenommen, enden auf en, die meisten Hauptwörter auf aft, und die Beiwörter auf lich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.089300155639648} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":155,"date":1742,"orig":"Jn Anſehung der erſten helffen ſie ſich ziemlich gut, indem ſie nur iren hinten an alle fremden Zeitwoͤrter ſetzen; allein dieſe iren kommen ſo haͤufig wieder, daß ſie eine ſehr widerliche Gleichheit im Tone verurſachen.","norm":"In Ansehung der ersten helfen sie sich ziemlich gut, indem sie nur irren hinten an alle fremden Zeitwörter setzen; allein diese irren kommen so häufig wieder, dass sie eine sehr widerliche Gleichheit im Tone verursachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.179299831390381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":156,"date":1742,"orig":"Was die Hauptwoͤrter und Beywoͤrter belangt, ſo ſie aus den fremden Sprachen nehmen, ſo haben ſie im Deutſchen keine angenehmere Wuͤrckung, weil man genoͤthiget iſt, ihnen ihre eigene Endung zu laſſen, welches einen laͤcherlichen Uebelton verurſachet.","norm":"Was die Hauptwörter und Beiwörter belangt, so sie aus den fremden Sprachen nehmen, so haben sie im Deutschen keine angenehmere Wirkung, weil man genötigt ist, ihnen ihre eigene Endung zu lassen, welches einen lächerlichen Übelton verursachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.302999973297119} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":157,"date":1742,"orig":"Dieſer gluͤckliche Umſtand fuͤr die deutſche Sprache hat ſich ſeit der Zeit inſoweit geaͤndert, daß der Selbſthalter der deutſchen Heldenſprache vor noͤthig geachtet hat, ſeine angebohrnen Herren und Landesfuͤrſten durch folgenden mehr laͤcherlichen als unehrerbietigen Verweis beſchaͤmt zu machen:","norm":"Dieser glückliche Umstand für die deutsche Sprache hat sich seit der Zeit insoweit geändert, dass der Selbsthalter der deutschen Heldensprache vor nötig geachtet hat, seine angeborenen Herren und Landesfürsten durch folgenden mehr lächerlichen als unehrerbietigen Verweis beschämt zu machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.337200164794922} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":158,"date":1742,"orig":"„Wenn auch Attila, ſagt er, ſeine unſtreitig barbariſche Sprache ſo geliebet, daß er ſie auszubreiten und ſeinen Ueberwundenen anfzudringen geſucht; um wie viel iſt dieſer wilde Sieger nicht einigen Printzen uͤberlegen, die ihre Mutterſprache eher ausrotten, als ausbreiten; lieber ſelbſt verachten und vergeſſen, als andern anzupreiſen und ſie fortzupflantzen ſuchen?","norm":"„Wenn auch Attila, sagt er, seine unstreitig barbarische Sprache so geliebt, dass er sie auszubreiten und seinen Überwundenen anfzudringen gesucht; um wie viel ist dieser wilde Sieger nicht einigen Prinzen überlegen, die ihre Muttersprache eher ausrotten, als ausbreiten; lieber selbst verachten und vergessen, als anderen anzupreisen und sie fortzupflanzen suchen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1774001121521} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":159,"date":1742,"orig":"Wie ſchlecht muß man nicht von ſeinem Vaterlande urtheilen, wenn man auch nur in dieſem Stuͤcke ein Feind deſſelben ſeyn, und die Sprache einer Handvoll armſeliger Fluͤchtlinge, die bey uns Brodt und Schutz geſuchet haben, ſeiner eigenen vorziehen kan:","norm":"Wie schlecht muss man nicht von seinem Vaterlande urteilen, wenn man auch nur in diesem Stücke ein Feind desselben sein, und die Sprache einer Handvoll armseliger Flüchtlinge, die bei uns Brot und Schutz gesucht haben, seiner eigenen vorziehen kann:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.604300022125244} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":160,"date":1742,"orig":"Da doch Barbarn auch die Sprache des Landes, welches ſie verlaſſen hatten, noch beybehalten und beliebet haben.„","norm":"Da doch Barbaren auch die Sprache des Landes, welches sie verlassen hatten, noch beibehalten und beliebet haben . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178500175476074} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":161,"date":1742,"orig":"Sehet Baylens verdeutſchtes Woͤrterbuch im Artickel Attilius (F) *","norm":"Sehet Baylens verdeutschtes Wörterbuch im Artikel Attilius (F) *","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.014599800109863} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":162,"date":1742,"orig":"Heraͤus in ſeinen Gedancken von Errichtung einer deutſchen Sprach-Geſellſchaft ſagt von der Einfuͤhrung guter Woͤrter: „Dabey iſt die billige Behutſamkeit zu gebrauchen, daß man 1.) alle fremde Worte, wenn ſie mit gleichem Nachdruck nicht koͤnnen gegeben werden, inſonderheit die Kunſtworte nicht eigenſinnig verbanne, wie ſich einige der Fruchtbringenden Geſellſchaft zum Nachtheil des erſten guten Abſehens mit Auswechslung des Worts Ueberſetzer fuͤr einen Circkel, Tagleuchter fuͤr ein Fenſter ꝛc. laͤcherlich gemacht.","norm":"Heräus in seinen Gedanken von Errichtung einer deutschen Sprach-Gesellschaft sagt von der Einführung guter Wörter: „Dabei ist die billige Behutsamkeit zu gebrauchen, dass man 1.) alle fremde Worte, wenn sie mit gleichem Nachdruck nicht können gegeben werden, in Sonderheit die Kunstworte nicht eigensinnig verbanne, wie sich einige der fruchtbringenden Gesellschaft zum Nachteil des ersten guten Absehens mit Auswechslung des Worts Übersetzer für einen Zirkel, Tagleuchter für ein Fenster etc. lächerlich gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.409299850463867} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":163,"date":1742,"orig":"Sondern dieſelben vielmehr nach dem Beyſpiel aller andern Voͤlcker, mit Verleihung des Buͤrgerrechts in die deutſche Sprache aufnehme, und mit deutſchen Buchſtaben gleichſam in einer gleichen Tracht mit andern ununterbrochenen Zeilen auffuͤhre.„","norm":"Sondern dieselben vielmehr nach dem Beispiel aller anderen Völker, mit Verleihung des Bürgerrechts in die deutsche Sprache aufnehme, und mit deutschen Buchstaben gleichsam in einer gleichen Tracht mit anderen ununterbrochenen Zeilen aufführe . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.532599925994873} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":164,"date":1742,"orig":"Siehe das II. Stuͤck der Critiſchen Dichtkunſt Bl. 278. Jn demſelben Tone lautet, was der Herr von Leibnitz in ſeinen Gedancken von Verbeſſerung der deutſchen Sprache §. 15. 16. und 17. aufgezeichnet hat, wo es heißt: „Jn Anſehung derjenigen Woͤrter, die uns mangeln, haͤtte man fuͤrnehmlich auf deren Erſetzung, oder wenn ſie ſchon verhanden, aber vergeſſen und unbekannt, auf deren Wiederbringung zu gedencken, und wo ſich dergleichen nichts ergeben will, einigen guten Woͤrtern der Auslaͤnder das Buͤrgerrecht zu verſtatten.","norm":"Siehe das II. Stück der kritischen Dichtkunst Bl . 278. In demselben Tone lautet, was der Herr von Leibnitz in seinen Gedanken von Verbesserung der deutschen Sprache § . 15. 16. und 17. aufgezeichnet hat, wo es heißt: „In Ansehung derjenigen Wörter, die uns mangeln, hätte man vornehmlich auf deren Ersetzung, oder wenn sie schon vorhanden, aber vergessen und unbekannt, auf deren Wiederbringung zu gedenken, und wo sich dergleichen nichts ergeben will, einigen guten Wörtern der Ausländer das Bürgerrecht zu verstatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.739200115203857} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":165,"date":1742,"orig":"So hat es demnach die Meinung nicht, daß man in der Sprache zum Puritaner werde, und mit einer aberglaͤubiſchen Furcht ein fremdes, aber bequemes Wort, als eine Todſuͤnde vermeide, dadurch aber ſich ſelbſt entkraͤfte, und ſeiner Rede den Nachdruck nehme; denn ſolche allzu groſſe Scheinreinigkeit iſt einer durchbrochenen Arbeit zu vergleichen, daran der Meiſter ſo lange feilet und beſſert, bis ſie endlich gar verſchwaͤchet, welches denen geſchieht, die an der Perfectie-Kranckheit, wie es die Hollaͤnder nennen, daniederliegen.","norm":"So hat es demnach die Meinung nicht, dass man in der Sprache zum Puritaner werde, und mit einer abergläubischen Furcht ein fremdes, aber bequemes Wort, als eine Todsünde vermeide, dadurch aber sich selbst entkräfte, und seiner Rede den Nachdruck nehme; denn solche allzu große Scheinreinigkeit ist einer durchbrochenen Arbeit zu vergleichen, daran der Meister so lange feilet und bessert, bis sie endlich gar verschwächet, welches denen geschieht, die an der Perfectie-Kranckheit, wie es die Holländer nennen, daniederliegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.696499824523926} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":166,"date":1742,"orig":"Jch erinnere mich gehoͤrt zu haben, daß wie in Franckreich auch dergleichen Reinduͤnckler aufgekommen, welche in der That, wie Verſtaͤndige anizo erkennen, die Sprache nicht wenig aͤrmer gemacht; da ſolle die gelehrte Jgfr. von Journay, des beruͤhmten Montagne Pflegetochter geſagt haben:","norm":"Ich erinnere mich gehört zu haben, dass wie in Frankreich auch dergleichen Reindünkle aufgekommen, welche in der Tat, wie Verständige anizo erkennen, die Sprache nicht wenig ärmer gemacht; da solle die gelehrte Jgfr . von Journay, des berühmten Montagne Pflegetochter gesagt haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032899856567383} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":167,"date":1742,"orig":"Was dieſe Leute ſchreiben, waͤre un bouillon d’eau claire, nemlich ohne Unreinigkeit und ohne Kraft.„","norm":"Was diese Leute schreiben, wäre un bouillon d'eau Kläre, nämlich ohne Unreinigkeit und ohne Kraft . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.593900203704834} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":168,"date":1742,"orig":"Der Hr. Baron von Leibnitz ſagt in der oben angefuͤhrten Schrift §. 59.","norm":"Der Hr. Baron von Leibnitz sagt in der oben angeführten Schrift §. 59.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.774099826812744} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":169,"date":1742,"orig":"„Es kan zwar endlich eine jede Sprache, ſie ſey ſo arm als ſie wolle, alles geben.","norm":"„Es kann zwar endlich eine jede Sprache, sie sei so arm als sie wolle, alles geben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.52370023727417} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":170,"date":1742,"orig":"Allein obſchon alles endlich durch Umſchweife und Beſchreibungen bedeutet werden kan, ſo verliert ſich doch bey ſolcher Weitſchweifigkeit alle Luſt, aller Nachdruck in dem der redet, und in dem der hoͤrt; dieweil das Gemuͤthe zu lange aufgehalten wird, und es herauskoͤmmt, als wenn man einen, der viele ſchoͤne Palaͤſte beſehen will, bey einem jeden Zimmer lange aufhalten, und durch alle Winkel herumſchleppen wollte.„","norm":"Allein obschon alles endlich durch Umschweife und Beschreibungen bedeutet werden kann, so verliert sich doch bei solcher Weitschweifigkeit alle Lust, aller Nachdruck in dem der redet, und in dem der hört; dieweil das Gemüte zu lange aufgehalten wird, und es herauskommt, als wenn man einen, der viele schöne Paläste besehen will, bei einem jeden Zimmer lange aufhalten, und durch alle Winkel herumschleppen wollte . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.845600128173828} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":171,"date":1742,"orig":"Jrre ich nicht, ſo iſt dieſes die wahre Urſache, daß die Deutſchen den auslaͤndiſchen Woͤrtern keinen Platz in ihrer Sprache einraͤumen wollen, wenn dieſe ihnen gleich anſtaͤndig genug ſind.","norm":"Irre ich nicht, so ist dieses die wahre Ursache, dass die Deutschen den ausländischen Wörtern keinen Platz in ihrer Sprache einräumen wollen, wenn diese ihnen gleich anständig genug sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.916500091552734} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":172,"date":1742,"orig":"Es iſt ein bloſſer Eigenruhm, daß die deutſche Sprache ſo reich ſey, daß ſie nicht noͤthig habe, etwas von fremden zu entlehnen.","norm":"Es ist ein bloßer Eigenruhm, dass die deutsche Sprache so reich sei, dass sie nicht nötig habe, etwas von fremden zu entlehnen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9193999767303462} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":173,"date":1742,"orig":"Die reichſten Sprachen ſind voll fremder Ausdruͤcke, die griechiſche Sprache ſelbſt iſt davon nicht geſaͤubert.","norm":"Die reichsten Sprachen sind voll fremder Ausdrücke, die griechische Sprache selbst ist davon nicht gesäubert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.821700096130371} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":174,"date":1742,"orig":"Ein vornehmer Verſtaͤndiger in derſelben, der Hr. Dacier, ſagt es; und wenn man die Muͤhe nehmen will, ſich in der deutſchen Sprache umzuſehen, ſo wird man bald wahrnehmen, daß viele Woͤrter darinnen, die man ihr ohne Bedencken als ihr eigen zuſpricht, von dem Lateiniſchen entſpringen.","norm":"Ein vornehmer Verständiger in derselben, der Hr. Dacier, sagt es; und wenn man die Mühe nehmen will, sich in der deutschen Sprache umzusehen, so wird man bald wahrnehmen, dass viele Wörter darinnen, die man ihr ohne Bedenken als ihr eigen zuspricht, von dem Lateinischen entspringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.27370023727417} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":175,"date":1742,"orig":"Es iſt offenbar, daß Schreiben von Scribere; Leſen von Legere; Arm von Armus; Spatzieren von Spatiari, kommen:","norm":"Es ist offenbar, dass Schreiben von Scribere; Lesen von Legere; Arm von Armus; Spazieren von Spatiari, kommen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.733399868011475} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":176,"date":1742,"orig":"Und ſo iſt es mit noch unzaͤhligen beſchaffen.","norm":"Und so ist es mit noch unzähligen beschaffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.104400157928467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":177,"date":1742,"orig":"Derſelbe Hr. von Leibnitz hat uns einen Probierſtein gewieſen, daran wir den Reichthum einer Sprache pruͤffen koͤnnen: „Diejenige Sprache, ſagt er, iſt die reichſte und bequemſte, welche am beſten mit woͤrtlicher Ueberſetzung zurechte kommen kan, und dem Original Fuß vor Fuß zu folgen vermag:","norm":"Derselbe Hr. von Leibnitz hat uns einen Probierstein gewiesen, daran wir den Reichtum einer Sprache prüfen können: „Diejenige Sprache, sagt er, ist die reichste und bequemste, welche am besten mit wörtlicher Übersetzung zurechte kommen kann, und dem Original Fuß vor Fuß zu folgen vermag:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.502099990844727} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":178,"date":1742,"orig":"Allein bey der deutſchen Sprache iſt hierinn kein geringer Abgang zu ſpuͤren.„","norm":"Allein bei der deutschen Sprache ist hierin kein geringer Abgang zu spüren . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.357200145721435} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":179,"date":1742,"orig":"Jch kan bey dieſem Anlaſſe nicht umhin zu zeigen, in welchen Widerſpruch einige neuere deutſche Sprachrichter mit ihren ungewiſſen Urtheilen und Lobeserhebungen von der Vollkommenheit der deutſchen Sprache gegen einander zerfallen.","norm":"Ich kann bei diesem Anlasse nicht umhin zu zeigen, in welchen Widerspruch einige neuere deutsche Sprachrichter mit ihren ungewissen Urteilen und Lobeserhebungen von der Vollkommenheit der deutschen Sprache gegen einander zerfallen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.706500053405762} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":180,"date":1742,"orig":"Stieler in ſeinem Stammbaum der deutſchen Sprache ſagt:","norm":"Stieler in seinem Stammbaum der deutschen Sprache sagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.656599998474121} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":181,"date":1742,"orig":"„Daß unſer hochwerthes Deutſch ſchon izo dem majeſtaͤtiſchen Lateine, dem unerſchoͤpflichen Griechiſchen, dem leichtflieſſenden Franzoͤſiſchen, und dem tiefſinnigen Welſchen und Spaniſchen die Spitze bieten kan.","norm":"„Dass unser hochwertes Deutsch schon jetzt dem majestätischen Latein, dem unerschöpflichen Griechischen, dem leichtfließenden Französischen, und dem tiefsinnigen Welschen und Spanischen die Spitze bieten kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.295300006866455} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":182,"date":1742,"orig":"Gleichwohl iſt noch vieles zuruͤckgelaſſen.„","norm":"Gleichwohl ist noch vieles zurückgelassen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.63070011138916} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":183,"date":1742,"orig":"Siehe Critiſche Beytraͤge XIII. Stuͤck Bl. 6.","norm":"Siehe kritische Beiträge XIII. Stück Bl. 6.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"mt","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.96999979019165} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":184,"date":1742,"orig":"Nach dieſem Ausſpruche giebt die deutſche Sprache an Majeſtaͤt, unerſchoͤpflichem Reichthum, Leichtfluͤſſigkeit und Tiefſinnigkeit keiner andern nichts nach; und doch iſt ſie bey allen dieſen Vollkommenheiten noch mangelhaft.","norm":"Nach diesem Ausspruche gibt die deutsche Sprache an Majestät, unerschöpflichem Reichtum, Leichtflüssigkeit und Tiefsinnigkeit keiner anderen nichts nach; und doch ist sie bei allen diesen Vollkommenheiten noch mangelhaft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5106000900268555} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":185,"date":1742,"orig":"Cramer in ſeinem Woͤrterbuche ſagt:","norm":"Cramer in seinem Wörterbuche sagt:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.963699817657471} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":186,"date":1742,"orig":"„Die deutſche Sprache iſt als eine Grundſprache, an ſich regelmaͤſſig und vollkommen. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Ob es gleich allerdings zuviel gethan waͤre, wenn man ſagen wollte, daß ſie zu gegenwaͤrtigen Zeiten in der allerhoͤchſten und vollkommenſten Bluͤthe ſtuͤhnde, alſo daß ſie niemahls hoͤher getrieben werden koͤnnte:","norm":"„Die deutsche Sprache ist als eine Grundsprache, an sich regelmäßig und vollkommen . ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ob es gleich allerdings zu viel getan wäre, wenn man sagen wollte, dass sie zu gegenwärtigen Zeiten in der allerhöchsten und vollkommensten Blüte stünde, also dass sie niemals höher getrieben werden könnte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.185800075531006} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":187,"date":1742,"orig":"So iſt doch ſo viel ausgemacht, daß ſie derſelben faſt taͤglich naͤher ruͤcket. ‒ ‒ ‒ ‒ Man wird mit Vergnuͤgen gewahr, wie ſich faſt alle Meſſen die Anzahl deutſcher Schriften (aber weniger Originale) vermehret, welche in der That fuͤr Muſter einer ſchoͤnen Schreibart in gebundener und ungebundener Rede gelten, und den netten Ausarbeitungen ſinnreicher Auslaͤnder an die Seite geſtellt werden (koͤnnen).","norm":"So ist doch so viel ausgemacht, dass sie derselben fast täglich näher rücket . ‒ ‒ ‒ ‒ Man wird mit Vergnügen gewahr, wie sich fast alle Messen die Anzahl deutscher Schriften (aber weniger Originale) vermehret, welche in der Tat für Muster einer schönen Schreibart in gebundener und ungebundener Rede gelten, und den netten Ausarbeitungen sinnreicher Ausländer an die Seite gestellt werden (können).","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796800136566162} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":188,"date":1742,"orig":"Unſre Landsleute werden immer begieriger, dieſelbigen zu leſen, und legen das laͤcherliche Vorurtheil allmaͤhlig ab, als wenn nur allein in den Schriften der Griechen und Roͤmer, der Jtaliener und Franzoſen etwas kluges, etwas erbauliches, und etwas aufgewecktes anzutreffen waͤre.","norm":"Unsere Landsleute werden immer begieriger, dieselbigen zu lesen, und legen das lächerliche Vorurteil allmählich ab, als wenn nur allein in den Schriften der Griechen und Römer, der Italiener und Franzosen etwas Kluges, etwas Erbauliches, und etwas Aufgewecktes anzutreffen wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.711400032043457} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":189,"date":1742,"orig":"Siehe das XI. Stuͤck der Critiſchen Beytraͤge.","norm":"Siehe das XI. Stück der kritischen Beiträge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.416600227355957} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":190,"date":1742,"orig":"Wenn aber die meiſten von dieſen neuherauskommenden deutſchen Schriften keine Originale, ſondern Ueberſetzungen ſind, ſo iſt die Frage, wieferne dieſelben, wenn man ſie an dem von Hrn. Leibnitzen angewieſenen Probierſteine pruͤfet, eine Probe von dem Reichthum der deutſchen Sprache ablegen.","norm":"Wenn aber die meisten von diesen neuherauskommenden deutschen Schriften keine Originale, sondern Übersetzungen sind, so ist die Frage, wiefern dieselben, wenn man sie an dem von Hrn. Leibnetzen angewiesenen Probiersteine prüfet, eine Probe von dem Reichtum der deutschen Sprache ablegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.801799774169922} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":191,"date":1742,"orig":"Und es waͤre zu wuͤnſchen, daß die Deutſchen durch das Vorurtheil, welches Hrn. Cramer ſo laͤcherlich vorkoͤmmt, verleitet wuͤrden, das Kluge und Aufgeweckte in den Schriften der Griechen und Roͤmer ꝛc. eifriger zu ſuchen, welches ſie auch darinnen eher und haͤufiger als bey den Deutſchen finden wuͤrden; alsdann wollte ich ihnen dieſes laͤcherliche Vorurtheil und dieſen nuͤtzlichen Jrrthum gerne verzeihen.","norm":"Und es wäre zu wünschen, dass die Deutschen durch das Vorurteil, welches Hrn. Cramer so lächerlich vorkommt, verleitet würden, das Kluge und Aufgeweckte in den Schriften der Griechen und Römer etc. eifriger zu suchen, welches sie auch darinnen eher und häufiger als bei den Deutschen finden würden; alsdann wollte ich ihnen dieses lächerliche Vorurteil und diesen nützlichen Irrtum gerne verzeihen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.992000102996826} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":192,"date":1742,"orig":"Das dritte Zeugniß iſt des ungenannten Verfaſſers der Abhandlung von der Natur der deutſchen Sprache in dem VIII. Stuͤcke der Critiſchen Beytraͤge Bl. 624.","norm":"Das dritte Zeugnis ist des ungenannten Verfassers der Abhandlung von der Natur der deutschen Sprache in dem VIII. Stücke der kritischen Beiträge Bl. 624.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.986299991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":193,"date":1742,"orig":"„Es iſt mit der deutſchen Sprache noch nicht zu der Vollkommenheit gediehen, die man doch erlangen kan und wird. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Es iſt nicht zu leugnen, daß wir noch zuweilen einen Mangel an guten Woͤrtern verſpuͤren, welchen man ſonderlich bey dem Ueberſetzen mercket; und es fehlt uns insbeſondere an genugſamen zufaͤlligen Nahmen oder Beywoͤrtern, dadurch man geſchickt wird, kurtz, deutlich und hinlaͤnglich ſich auszudruͤcken.","norm":"„Es ist mit der deutschen Sprache noch nicht zu der Vollkommenheit gediehen, die man doch erlangen kann und wird . ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ es ist nicht zu leugnen, dass wir noch zuweilen einen Mangel an guten Wörtern verspüren, welchen man sonderlich bei dem Übersetzen merkt; und es fehlt uns insbesondere an genugsamen zufälligen Namen oder Beiworten, dadurch man geschickt wird, kurz, deutlich und hinlänglich sich auszudrücken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.115600109100342} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":194,"date":1742,"orig":"Dannenhero man unnoͤthige Woͤrter abſchaffen, und neue einfuͤhren muß, die entweder von guten deutſchen Woͤrtern zu machen, aus den veralteten und Provinzialwoͤrtern herauszuſuchen, oder von fremden anzunehmen ſind.„","norm":"Dannenher man unnötige Wörter abschaffen, und neue einführen muss, die entweder von guten deutschen Wörtern zu machen, aus den veralteten und Provinzialwörtern herauszusuchen, oder von fremden anzunehmen sind . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.342199802398682} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":195,"date":1742,"orig":"Jch wuͤrde euch zu verdruͤßlich fallen, wenn ich mich weiter uͤber dieſe Materie einlaſſen wollte.","norm":"Ich würde euch zu verdrießlich fallen, wenn ich mich weiter über diese Materie einlassen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.090099811553955} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":196,"date":1742,"orig":"Ehe ich aber ſchlieſſe, muß ich euch ein Paar Worte von den Schoͤnheiten der deutſchen Sprache ſagen; denn es ſind nicht alles Maͤngel in derſelben.","norm":"Ehe ich aber schließe, muss ich euch ein paar Worte von den Schönheiten der deutschen Sprache sagen; denn es sind nicht alles Mängel in derselben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.077899932861328} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":197,"date":1742,"orig":"Das Deutſche hat die Freyheit, wie das Lateiniſche, daß es ſeine Wortfuͤgungen aͤndern kan.","norm":"Das Deutsche hat die Freiheit, wie das Lateinische, dass es seine Wortfügungen ändern kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.999900102615356} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":198,"date":1742,"orig":"Jch habe davon in meinem Briefe von der franzoͤſiſchen Sprache ein Paar Worte geſagt.","norm":"Ich habe davon in meinem Briefe von der französischen Sprache ein paar Worte gesagt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.427999973297119} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":199,"date":1742,"orig":"Hr. M.","norm":"Hr. M.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"de","lang_de":0.333,"norm_lmscore":3.965100049972534} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":200,"date":1742,"orig":"Schwabe hat noch erſt neulich in ſeiner Ueberſetzung von Rollins Anweiſung in dem eilften Abſchnitte des Hauptſtuͤcks, welches von Erlernung der deutſchen Sprache handelt, von den Maͤngeln der deutſchen Sprache alſo geurtheilet:","norm":"Schwabe hat noch erst neulich in seiner Übersetzung von Rollins Anweisung in dem elften Abschnitte des Hauptstücks, welches von Erlernung der deutschen Sprache handelt, von den Mängeln der deutschen Sprache also geurteilt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.724899768829346} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":201,"date":1742,"orig":"„Es fehlt dieſer Sprache die Kraft kurtz und nachdruͤcklich zu reden; ſie weiß gemeinen Woͤrtern keine erhabene Bedeutung zu geben; ſie hat fuͤr die gebundene und ungebundene Rede nur einerley Woͤrter, ſie iſt gar zu ſehr gebunden, und laͤßt ſelten die Freyheit zu, die Woͤrter zu verſetzen; ſie muß ſich in ihren Zeitwoͤrtern ſo vieler Huͤlfswoͤrter bedienen; ſie muß die Schoͤnheiten entbehren, welche die Participia und Gerundia in eine Sprache bringen koͤnnen, und deswegen iſt ſie vieler Vortheile beraubt, welche die Hauptſchoͤnheit der griechiſchen und lateiniſchen Sprache ausmacheten.","norm":"„Es fehlt dieser Sprache die Kraft kurz und nachdrücklich zu reden; sie weiß gemeinen Wörtern keine erhabene Bedeutung zu geben; sie hat für die gebundene und ungebundene Rede nur einerlei Wörter, sie ist gar zu sehr gebunden, und lässt selten die Freiheit zu, die Wörter zu versetzen; sie muss sich in ihren Zeitwörtern so vieler Hilfswörter bedienen; sie muss die Schönheiten entbehren, welche die Participia und Gerundia in eine Sprache bringen können, und deswegen ist sie vieler Vorteile beraubt, welche die Hauptschönheit der griechischen und lateinischen Sprache ausmachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.205699920654297} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":202,"date":1742,"orig":"Siehe das XVIII. Stuͤck der cririſchen Beytraͤge.","norm":"Siehe das XVIII. Stück der cririschen Beiträge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.116799831390381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":203,"date":1742,"orig":"Von dieſem letzten Mangel muß ich noch ein par Zeugniſſe anfuͤhren.","norm":"Von diesem letzten Mangel muss ich noch ein par Zeugnisse anführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.438199996948242} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":204,"date":1742,"orig":"Jn dem XIX. Stuͤcke der critiſchen Beytraͤge, wo Hofmanns Buͤcher von der Zufriedenheit nach der neuen und verbeſſerten Auflage angeprieſen werden, heißt es unter anderm Bl. 511.","norm":"In dem XIX. Stücke der kritischen Beiträge, wo Hofmanns Bücher von der Zufriedenheit nach der neuen und verbesserten Auflage angepriesen werden, heißt es unter anderem Bl. 511.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.26200008392334} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":205,"date":1742,"orig":"„Es iſt bey ihm nichts ungewoͤhnliches, daß er durch die Mittelwoͤrter kuͤrtzer zu ſchreiben, und zween Saͤtze in eins zu ziehen ſuchet.","norm":"„Es ist bei ihm nichts Ungewöhnliches, dass er durch die Mittelwörter kürzer zu schreiben, und zweien Sätze in eins zu ziehen suchet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.652400016784668} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":206,"date":1742,"orig":"Wie aber dieſes im Dentſchen noch nicht recht klingen will, ob ſich gleich unterſchiedene, ſonderlich in Verſen, bemuͤhet haben, ſolches einzufuͤhren:","norm":"Wie aber dieses im Datschen noch nicht recht klingen will, ob sich gleich unterschiedene, sonderlich in Versen, bemühet haben, solches einzuführen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.378600120544434} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":207,"date":1742,"orig":"So hat auch der Herausgeber dieſes geaͤndert, anſtatt, daß es alſo in den alten Ausgaben auf der 20ſten Seite heißt:","norm":"So hat auch der Herausgeber dieses geändert, anstatt, dass es also in den alten Ausgaben auf der 20sten Seite heißt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.242199897766113} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":208,"date":1742,"orig":"Die Fantaſey, durch die Sinne gereitzt, und durch die heftigen Begierden betrogen, half kraͤftig zu dieſer Unordnung: Steht in der neuen:","norm":"Die Fantasy, durch die Sinne gereizt, und durch die heftigen Begierden betrogen, half kräftig zu dieser Unordnung: Steht in der neuen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.20959997177124} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":209,"date":1742,"orig":"Die Fantaſey wurde durch die Sinne gereitzt und durch die heftigen Begierden betrogen, beyde aber halffen kraͤftig zu dieſer Unordnung.","norm":"Die Fantasy wurde durch die Sinne gereizt und durch die heftigen Begierden betrogen, beide aber halfen kräftig zu dieser Unordnung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.09660005569458} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":210,"date":1742,"orig":"Welches denn auch weit verſtaͤndlicher klinget. ꝛc. ꝛc. Hergegen auf der 448ſten Seite in der Beantwortung wegen der Unvollkommenheit der deutſchen Sprache, wird der Mangel der Schoͤnheit, welche die Participia in eine Sprache bringen, damit beantwortet:","norm":"Welches denn auch weit verständlicher klinget . etc. etc. Hergegen auf der 448sten Seite in der Beantwortung wegen der Unvollkommenheit der deutschen Sprache, wird der Mangel der Schönheit, welche die Participia in eine Sprache bringen, damit beantwortet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.219399929046631} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":211,"date":1742,"orig":"„Unſre Poeten haben bereits den Gebrauch der Mittelwoͤrter vielmahlen ſo gluͤcklich gewaget, daß es kein Zweifel iſt, unſre Sprache werde ſich endlich auch dazu bequemen.„","norm":"„Unsere Poeten haben bereits den Gebrauch der Mittelwörter vielmals so glücklich gewagt, dass es kein Zweifel ist, unsere Sprache werde sich endlich auch dazu bequemen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7957000732421875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":212,"date":1742,"orig":"Allein die Schuld liegt nicht an der Sprache, angeſehen dieſelbe zu des groſſen Opitzens Zeiten und zuvor ſo wohl in gebundener als ungebundener Rede den freyen und uneingeſchraͤnckten Gebrauch der Mittelwoͤrter gehabt hat, wie in dem Wercke von den poetiſchen Gemaͤhlden, und in dem 2ten Theile der critiſchen Dichtkunſt mit mehrerm dargethan worden:","norm":"Allein die Schuld liegt nicht an der Sprache, angesehen dieselbe zu des großen Opitzens Zeiten und zuvor so wohl in gebundener als ungebundener Rede den freien und uneingeschränkten Gebrauch der Mittelwörter gehabt hat, wie in dem Werke von den poetischen Gemälden, und in dem 2ten Teile der kritischen Dichtkunst mit mehrerem dargetan worden:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03849983215332} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":213,"date":1742,"orig":"Und wenn man Hoffnung machen darf, daß ſie ſich auch in Zukunft dazu bequemen werde, ſo geſtehet man zu, daß die Natur der Sprache dem Gebrauche derſelben nicht im Wege ſtehe.","norm":"Und wenn man Hoffnung machen darf, dass sie sich auch in Zukunft dazu bequemen werde, so gesteht man zu, dass die Natur der Sprache dem Gebrauche derselben nicht im Wege stehe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.208300113677978} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":214,"date":1742,"orig":"Man hat alſo dieſen Abgang, und den Widerſtand, den die Einfuͤhrung derſelben in die deutſche Sprache bisdahin erlitten, alleine der Nachlaͤſſigkeit einiger ſeichten Koͤpfe zu dancken, die emer affectierten wohlflieſſenden Waſchhaftigkeit den Nachdruck aufgeopfert haben.","norm":"Man hat also diesen Abgang, und den Widerstand, den die Einführung derselben in die deutsche Sprache bisdahin erlitten, alleine der Nachlässigkeit einiger seichten Köpfe zu danken, die Emmer affektierten wohlfließenden Waschhaftigkeit den Nachdruck aufgeopfert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.495200157165527} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":215,"date":1742,"orig":"Neben dieſem Vortheil hat die deutſche Sprache noch dieſen, daß ſie reicher iſt, ungeachtet ſie nicht gleich ſo viel Sachen mit eigenen Nahmen geben kan.","norm":"Neben diesem Vorteil hat die deutsche Sprache noch diesen, dass sie reicher ist, ungeachtet sie nicht gleich so viel Sachen mit eigenen Namen geben kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.24560022354126} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":216,"date":1742,"orig":"Ferner hat ſie das Privilegium, daß ſie ſich nicht an gewiſſe Ausdruͤcke vor andern binden darf.","norm":"Ferner hat sie das Privilegium, dass sie sich nicht an gewisse Ausdrücke vor anderen binden darf.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.239500045776367} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":217,"date":1742,"orig":"Zum Exempel wenn man ſagen will:","norm":"Zum Exempel wenn man sagen will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.660799980163574} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":218,"date":1742,"orig":"Man hat ihn getoͤdet, ſo kan man wohl ſagen, man hat ihn abgethan.","norm":"Man hat ihn getötet, so kann man wohl sagen, man hat ihn abgetan.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.4189000129699707} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":219,"date":1742,"orig":"Die Lateiner ſagten:","norm":"Die Lateiner sagten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.943699836730957} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":220,"date":1742,"orig":"Man hat ihn kalt gemachet; und im Deutſchen bedient man ſich dieſes Ausdruckes ebenfalls, und noch vieler andern, die eben daſſelbe ſagen.","norm":"Man hat ihn kalt gemacht; und im Deutschen bedient man sich dieses Ausdruckes ebenfalls, und noch vieler anderen, die eben dasselbe sagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.363399982452393} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":221,"date":1742,"orig":"Was der Deutſche ausdruͤcken kan, das druͤckt er auf verſchiedene Weiſe aus, und darf weder die Puriſten noch die ſpitzfuͤndigen Koͤpfe fuͤrchten, die nichts als tadeln koͤnnen, und mehr auf dem halten, was in der Sprache neu, als auf dem, was darinnen bequem und brauchbar iſt.","norm":"Was der Deutsche ausdrücken kann, das drückt er auf verschiedene Weise aus, und darf weder die Puristen noch die spitzfindigen Köpfe fürchten, die nichts als tadeln können, und mehr auf dem halten, was in der Sprache neu, als auf dem, was darinnen bequem und brauchbar ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.097300052642822} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":222,"date":1742,"orig":"Die Deutſchen koͤnnen in ihrer Sprache ma Sororité ſagen, wenn ſie alle ihre Bruͤder und Schweſtern andeuten wollen; ma Valetterie, wenn ſie ſagen wollen, alle meine Knechte.","norm":"Die Deutschen können in ihrer Sprache ma Sororite sagen, wenn sie alle ihre Brüder und Schwestern andeuten wollen; ma Valetterie, wenn sie sagen wollen, alle meine Knechte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8429999351501465} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":223,"date":1742,"orig":"Nichts ſteht ihnen im Wege, daß ſie in dem gemeinen Umgange Woͤrter ſchmieden, und niemand widerſezt ſich ihnen, ſtatt daß unter unſren Franzoſen allemahl irgend ein kleiner Hofmeiſter iſt, der euch bey allen Redensarten ins Wort faͤllt, euch zu erinnern, daß dieſes und jenes Wort dem herrſchenden Gebrauche zuwider laͤuft.","norm":"Nichts steht ihnen im Wege, dass sie in dem gemeinen Umgange Wörter schmieden, und niemand widersetzt sich ihnen, statt dass unter unseren Franzosen allemal irgendein kleiner Hofmeister ist, der euch bei allen Redensarten ins Wort fällt, euch zu erinnern, dass dieses und jenes Wort dem herrschenden Gebrauche zuwider läuft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.63040018081665} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":224,"date":1742,"orig":"Er ſagt daſelbſt:","norm":"Er sagt daselbst:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"vi","lang_cld3":"fr","lang_de":0.333,"norm_lmscore":5.721099853515625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":225,"date":1742,"orig":"Man kan auf Deutſch ſagen; den Menſchen hat Gott gemachet, und, Gott hat den Menſchen gemachet.","norm":"Man kann auf Deutsch sagen; den Menschen hat Gott gemacht, und, Gott hat den Menschen gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6136999130249023} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":226,"date":1742,"orig":"Hingegen muͤſſen wir ſagen:","norm":"Hingegen müssen wir sagen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.18910002708435} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":227,"date":1742,"orig":"Dieu a fait l’homme.","norm":"Dieu a fait l'homme.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.666200160980225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":228,"date":1742,"orig":"Jn der deutſchen Sprache geht es auch an, ſo wohl als in der griechiſchen, daß man ein Wort aus viel andern zuſammenſetzen, und dieſe zuſammengeſezten Woͤrter ohne Ende vermehren kan.","norm":"In der deutschen Sprache geht es auch an, so wohl als in der griechischen, dass man ein Wort aus viel anderen zusammensetzen, und diese zusammengesetzten Wörter ohne Ende vermehren kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.174499988555908} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":229,"date":1742,"orig":"Sie iſt voller verkleinernder Woͤrter, und es iſt kaum ein Wort, aus welchem ſie mittelſt Zuſetzung der Sylbe gen, oder lein, nicht ein verkleinerndes machen koͤnne.","norm":"Sie ist voller verkleinernder Wörter, und es ist kaum ein Wort, aus welchem sie mittels Zusetzung der Silbe gen, oder lein, nicht ein verkleinerndes machen könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764699935913086} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":230,"date":1742,"orig":"Waͤre ſie bey allen dieſen Vortheilen ſo ſanft, ſo zierlich, und ſo praͤchtig, als die franzoͤſiſche, ſo koͤnnte ſie der griechiſchen und der lateiniſchen beykommen.","norm":"Wäre sie bei allen diesen Vorteilen so sanft, so zierlich, und so prächtig, als die französische, so könnte sie der griechischen und der lateinischen beikommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.11299991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":231,"date":1742,"orig":"Aber weit gefehlt, daß ihr dieſe Eigenſchaften zukommen.","norm":"Aber weit gefehlt, dass ihr diese Eigenschaften zukommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844600200653076} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":232,"date":1742,"orig":"Jhre verkleinernden Woͤrter ſind oͤfters harter, als die urſpruͤnglichen; und es iſt etwas widerliches, daß man auf eine ungemeine Weiſe mit der Bruſt arbeiten muß, die meiſten deutſchen Woͤrter auszuſprechen, es ſey denn, daß man ein gebohrner Deutſcher ſey.","norm":"Ihre verkleinernden Wörter sind öfters harter, als die ursprünglichen; und es ist etwas Widerliches, dass man auf eine ungemeine Weise mit der Brust arbeiten muss, die meisten deutschen Wörter auszusprechen, es sei denn, dass man ein geborener Deutscher sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.126599788665771} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":233,"date":1742,"orig":"Die Gewohnheit eurer Deutſchen, die Auslaͤnder, die ihre Sprache reden wollen, ins Angeſicht auszulachen, iſt auch nicht das rechte Mittel ihnen einen Muth zu machen.","norm":"Die Gewohnheit eurer Deutschen, die Ausländer, die ihre Sprache reden wollen, ins Angesicht auszulachen, ist auch nicht das rechte Mittel ihnen einen Mut zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.923500061035156} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":234,"date":1742,"orig":"Jch habe Deutſche geſehen, die ſich ſehr breit damit macheten, daß es andern Nationen ſo ſauer wird, ihre Sprache zu reden; und die aus Furcht, daß ſie keine wuͤrcklichen Schoͤnheiten darinnen finden moͤgten, ſich damit behalffen, daß ſie dieſen Fehler als etwas ſchoͤnes anprieſen.","norm":"Ich habe Deutsche gesehen, die sich sehr breit damit machten, dass es anderen Nationen so sauer wird, ihre Sprache zu reden; und die aus Furcht, dass sie keine wirklichen Schönheiten darinnen finden möchten, sich damit behalfen, dass sie diesen Fehler als etwas Schönes anpriesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.161300182342529} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":235,"date":1742,"orig":"Viel deutſche Gelehrte haben mir gantz dreuſte geſagt, die franzoͤſiſche Sprache verdiente nicht, daß man ſie lernete, weil ſie ſo gar leicht waͤre.","norm":"Viel deutsche Gelehrte haben mir ganz dreiste gesagt, die französische Sprache verdiente nicht, dass man sie lernte, weil sie so gar leicht wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.936999797821045} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":236,"date":1742,"orig":"Sonſt hatte ich allezeit geglaubt, die allzu ſchweren und muͤhſamen Sprachen verdienten nicht, daß man ſich bemuͤhete, ſie zu lernen.","norm":"Sonst hatte ich allezeit geglaubt, die allzu schweren und mühsamen Sprachen verdienten nicht, dass man sich bemühte, sie zu lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.654300212860107} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":237,"date":1742,"orig":"Der Fuͤrſt von … ſagte eines Tages zu mir, es verdroͤſſe ihn, daß er Franzoͤſiſch gelernt haͤtte, weil es allzu gemein worden waͤre.","norm":"Der Fürst von … sagte eines Tages zu mir, es verdrösse ihn, dass er Französisch gelernt hätte, weil es allzu gemein worden wäre.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.547100067138672} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":238,"date":1742,"orig":"Demnach muͤßte man im Gegentheil nur die unbekannten Sprachen lernen, und alſo haͤtte dieſer Herr das Bas-Breton lernen ſollen.","norm":"Demnach müsste man im Gegenteil nur die unbekannten Sprachen lernen, und also hätte dieser Herr das Bas-Breton lernen sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.227200031280518} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":239,"date":1742,"orig":"Jhre Hoheit war weit nicht der Meinung derjenigen Gelehrten, welche ſich bemuͤheten, eine Sprache zu erfinden, die aus ſehr wenig leichten Woͤrtern beſtuͤhnde, damit alle Nationen ohne Dollmetſchen mit einander handeln koͤnnten.","norm":"Ihre Hoheit war weit nicht der Meinung derjenigen Gelehrten, welche sich bemühten, eine Sprache zu erfinden, die aus sehr wenig leichten Wörtern bestünde, damit alle Nationen ohne Dolmetschen miteinander handeln könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5528998374938965} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":240,"date":1742,"orig":"Zu dem Ende haͤtte man gegen alle vier Winde Leute ausſchiken muͤſſen, welche dieſe Sprache vollkommentlich beſeſſen, damit ſie in ſelbiger die Leute unterrichteten, die zur Kaufmannſchaft gewidmet waren, oder auf Geſandtſchaften ſollten gebraucht werden.","norm":"Zu dem Ende hätte man gegen alle vier Winde Leute ausschicken müssen, welche diese Sprache vollkommentlich besessen, damit sie in selbiger die Leute unterrichteten, die zur Kaufmannschaft gewidmet waren, oder auf Gesandtschaften sollten gebraucht werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298500061035156} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":241,"date":1742,"orig":"Waͤre dieſes Vorhaben ausgefuͤhrt worden, ſo duͤrfte der Wieneriſche Hof nicht junge Leute nach Conſtantinopel ſchicken, die tuͤrckiſche Sprache zu lernen.","norm":"Wäre dieses Vorhaben ausgeführt worden, so dürfte der Wienerische Hof nicht junge Leute nach Konstantinopel schicken, die türkische Sprache zu lernen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.384699821472168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":242,"date":1742,"orig":"Der groſſe Herr, von dem ich geredet habe, haͤtte vermuthlich dieſes Vornehmen und dieſe Sprache mit noch groͤſſerer Hitze verworffen, weil ſie zweifelsfrey noch weit gemeiner worden waͤre, als die franzoͤſiſche Sprache.","norm":"Der große Herr, von dem ich geredet habe, hätte vermutlich dieses Vornehmen und diese Sprache mit noch größerer Hitze verworfen, weil sie zweifelsfrei noch weit gemeiner worden wäre, als die französische Sprache.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.824699878692627} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":243,"date":1742,"orig":"Man kan nicht leugnen, daß die ernſthaften Sprachen, wie die deutſche von dieſer Art iſt, nicht ſollten langſam und deutlich geredet werden.","norm":"Man kann nicht leugnen, dass die ernsthaften Sprachen, wie die deutsche von dieser Art ist, nicht sollten langsam und deutlich geredet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.020599842071533} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":244,"date":1742,"orig":"Jndeſſen reden die Sachſen mit einer geſchwinden Ueberweltzung der Woͤrter, welche etwas ſtammelndes mit ſich fuͤhrt; und alle andere Deutſchen koͤnnen ſie nicht verſtehen.","norm":"Indessen reden die Sachsen mit einer geschwinden Überwälzung der Wörter, welche etwas Stammelndes mit sich führt; und alle andere Deutschen können sie nicht verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.163400173187256} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":245,"date":1742,"orig":"Sie thun dieſes, damit ſie ihrer Sprache etwas ſanftes mittheilen, das ihr nicht eigen iſt, und ſie verderbt.","norm":"Sie tun dieses, damit sie ihrer Sprache etwas Sanftes mitteilen, das ihr nicht eigen ist, und sie verderbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.204999923706055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":246,"date":1742,"orig":"Man muß den Franzoſen und den Jtalienern das Lebhafte und das Sanftflieſſende in der Sprache laſſen; aber das Deutſche und das Spaniſche muß man mit Ernſt und Hoheit reden, wenn man ſie nach ſeiner Wuͤrde reden will; ſonſt bekommen ſie durch eine Fluͤſſigkeit der Ausſprache, die ihnen nicht natuͤrlich iſt, ein gantz laͤcherliches Ausſehen.","norm":"Man muss den Franzosen und den Italienern das Lebhafte und das Sanftfliessende in der Sprache lassen; aber das Deutsche und das Spanische muss man mit Ernst und Hoheit reden, wenn man sie nach seiner Würde reden will; sonst bekommen sie durch eine Flüssigkeit der Aussprache, die ihnen nicht natürlich ist, ein ganz lächerliches Aussehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.070899963378906} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":247,"date":1742,"orig":"Der oben angezogene Verfechter des Plattdeutſchen Fr. A. Aepin hat daruͤber eine Antung gemachet:","norm":"Der oben angezogene Verfechter des Plattdeutschen Fr. A. Aepin hat darüber eine Antung gemacht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.210700035095215} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":248,"date":1742,"orig":"„Die Meißner ſind von der wahren Ausſprache ſo ſehr abgewichen, daß man glauben ſollte, es waͤren nicht Nachkommen der tapfern Deutſchen; ſondern vielmehr ſchwache Weibsbilder. ‒ ‒ ‒ Will man nach dem Beweiſe fragen, ſo iſt es dieſer, daß man faſt in allen Worten ein gar nicht maͤnnliches Geziſch nach Art der Franzoſen hoͤren laſſe, und alſo das maͤnnliche Weſen der deutſchen Sprache gantz unterdruͤcke, nachdem man ſich ſo ſtarck auf das Franzoͤſiſche geleget.„","norm":"„Die Meißner sind von der wahren Aussprache so sehr abgewichen, dass man glauben sollte, es wären nicht Nachkommen der tapferen Deutschen; sondern vielmehr schwache Weibsbilder . ‒ ‒ ‒ Will man nach dem Beweise fragen, so ist es dieser, dass man fast in allen Worten ein gar nicht männliches Gezisch nach Art der Franzosen hören lasse, und also das männliche Wesen der deutschen Sprache ganz unterdrücke, nachdem man sich so stark auf das Französische gelegt . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.499899864196777} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":249,"date":1742,"orig":"Und etwas weiterhin:","norm":"Und etwas weiterhin:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":8.080300331115723} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":250,"date":1742,"orig":"„Da Niederſachſen gegen Norden liegt, ſo ſollte man eher meinen, daß die Einwohner von Natur zu einer ernſthaften und maͤnnlichen, oder, wie ſie die Veraͤchter nennen, rauhen und harten Sprache geneigt waͤren, als zu der faſt weibiſchen und ziſchenden Meißner Mundart.„","norm":"„Da Niedersachsen gegen Norden liegt, so sollte man eher meinen, dass die Einwohner von Natur zu einer ernsthaften und männlichen, oder, wie sie die Verächter nennen, rauen und harten Sprache geneigt wären, als zu der fast weibischen und zischenden Meißner Mundart . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.985400199890137} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":251,"date":1742,"orig":"Des Herrn von Mauvillon Brief von den deutſchen Poeten.","norm":"Des Herrn von Mauvillon Brief von den deutschen Poeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009300231933594} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":252,"date":1742,"orig":"EUre Nachbarn haben ſich bisdahin eingebildet, eure Sprache waͤre Schuld daran, daß ihr keine guten Poeten haͤttet.","norm":"Eure Nachbarn haben sich bisdahin eingebildet, eure Sprache wäre schuld daran, dass ihr keine guten Poeten hättet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.82610011100769} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":253,"date":1742,"orig":"Jn dieſen Gedancken ſteht der Urheber der Juͤdiſchen Briefe, der, wiewohl er ſonſt viel gutes hat, ſich in dieſem, wie in viel andern Dingen, betrogen hat.","norm":"In diesen Gedanken steht der Urheber der jüdischen Briefe, der, wiewohl er sonst viel Gutes hat, sich in diesem, wie in viel anderen Dingen, betrogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.566999912261963} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":254,"date":1742,"orig":"Giebt es denn eine Sprache in der Welt, die einen treflichen Poeten aus einem Menſchen machen koͤnne, der von Natur kein Geſchicke dazu hat?","norm":"Gibt es denn eine Sprache in der Welt, die einen trefflichen Poeten aus einem Menschen machen könne, der von Natur kein Geschicke dazu hat?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.114299774169922} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":255,"date":1742,"orig":"Man muͤßte thoͤrigt ſeyn, wenn man dieſes nur gedencken wollte.","norm":"Man müsste töricht sein, wenn man dieses nur Gedenken wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.462600231170654} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":256,"date":1742,"orig":"Und wie kan man begreiffen, daß eine Sprache ſey, die erhabenen Geiſtern im Wege ſtehe, und ſie hindere, daß ſie ſich nicht emporſchwingen koͤnnen?","norm":"Und wie kann man begreifen, dass eine Sprache sei, die erhabenen Geistern im Wege stehe, und sie hindere, dass sie sich nicht emporschwingen können?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.732100009918213} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":257,"date":1742,"orig":"Demnach muͤſſen es eure Poeten nicht der deutſchen Sprache zur Laſt legen, daß ſie in einem ſo ſchlechten Anſehen ſtehen.","norm":"Demnach müssen es eure Poeten nicht der deutschen Sprache zur Last legen, dass sie in einem so schlechten Ansehen stehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.21120023727417} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":258,"date":1742,"orig":"Es fehlt ihr weder an Nachdruck noch an Ausdruͤkungen.","norm":"Es fehlt ihr weder an Nachdruck noch an Ausdrückungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.481900215148926} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":259,"date":1742,"orig":"Sie klingt zwar nicht lieblich in den Ohren; aber was thut das dem ſchoͤnen Gedanken, und der geſchickten Ausbildung derſelben?","norm":"Sie klingt zwar nicht lieblich in den Ohren; aber was tut das dem schönen Gedanken, und der geschickten Ausbildung derselben?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.148200035095215} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":260,"date":1742,"orig":"Beſteht etwann die Schoͤnheit der Poeſie uͤberhaupt nur in der Lieblichkeit der Sprache; und nicht vielmehr in gruͤndlichen Gedancken, in artigen und geſchickten Ausbildungen?","norm":"Besteht etwan die Schönheit der Poesie überhaupt nur in der Lieblichkeit der Sprache; und nicht vielmehr in gründlichen Gedanken, in artigen und geschickten Ausbildungen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.958000183105469} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":261,"date":1742,"orig":"Wer darf nun behaupten, daß die deutſche Sprache ſich zu dieſen Sachen nicht ſchicke?","norm":"Wer darf nun behaupten, dass die deutsche Sprache sich zu diesen Sachen nicht schicke?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.948800086975098} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":262,"date":1742,"orig":"Hat ſie denn eine Abneigung dagegen?","norm":"Hat sie denn eine Abneigung dagegen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.4463000297546382} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":263,"date":1742,"orig":"Und woher koͤmmt dieſe?","norm":"Und woher kommt diese?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.482399940490723} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":264,"date":1742,"orig":"Was fehlt Deutſchland denn, daß es keine groſſen Poeten hervorbringt?","norm":"Was fehlt Deutschland denn, dass es keine großen Poeten hervorbringt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.259699821472168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":265,"date":1742,"orig":"Nichts als Geiſt.","norm":"Nichts als Geist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.621300220489502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":266,"date":1742,"orig":"Haltet mir es zu gut, was ich zum Beweiſe deſſen ſagen muß.","norm":"Haltet mir es zu gut, was ich zum Beweise dessen sagen muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032700061798096} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":267,"date":1742,"orig":"Die Deutſchen ſind anſehnliche Maͤnner, ſie ſind groß, wohlgeſtaltet, und von ſtarcken Gliedmaſſen; aber mit ihrer Verguͤnſtiguug zu ſagen, das Spruͤchwort luͤget ſie noch nicht an, homo longus, raro ſapiens.","norm":"Die Deutschen sind ansehnliche Männer, sie sind groß, wohlgestaltet, und von starken Gliedmaßen; aber mit ihrer Vergünstiguug zu sagen, das Sprüchwort lüget sie noch nicht an, homo longus, raro sapiens.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7565999031066895} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":268,"date":1742,"orig":"Die Natur hat ſie mit den Vortheilen des Coͤrpers zum Ueberfluſſe begabet, es waͤre zuviel geweſen, wenn ſie ihnen auch noch Witz und Geiſt eben ſo reichlich zugetheilt haͤtte.","norm":"Die Natur hat sie mit den Vorteilen des Körpers zum Überflusse begabt, es wäre zu viel gewesen, wenn sie ihnen auch noch Witz und Geist eben so reichlich zugeteilt hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.838600158691406} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":269,"date":1742,"orig":"Sie iſt zu klug, als daß ſie ſo viele treffliche Sachen zuſammen nur bey einer Nation anwende, welche ohne das zum Hochmuth gar zuſehr geneigt iſt.","norm":"Sie ist zu klug, als dass sie so viele treffliche Sachen zusammen nur bei einer Nation anwende, welche ohne das zum Hochmut gar Zuseher geneigt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.223800182342529} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":270,"date":1742,"orig":"Uebereinſtimmende Zeugniſſe und Anmerckungen.","norm":"Übereinstimmende Zeugnisse und Anmerkungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558300018310547} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":271,"date":1742,"orig":"Dieſe Anklage wegen Mangels an Geiſt beziehet ſich nur auf die Wercke der Poeſie und Beredſamkeit.","norm":"Diese Anklage wegen Mangels an Geist bezieht sich nur auf die Werke der Poesie und Beredsamkeit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5524001121521} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":272,"date":1742,"orig":"Man iſt nicht ſo unbeſcheiden, daß man der gantzen deutſchen Nation, oder einem jeden Gliede derſelben insbeſondere die Faͤhigkeit geiſtreich zu ſeyn und zu werden hiermit abſprechen wolle:","norm":"Man ist nicht so unbescheiden, dass man der ganzen deutschen Nation, oder einem jeden Gliede derselben insbesondere die Fähigkeit geistreich zu sein und zu werden hiermit absprechen wolle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.895999908447266} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":273,"date":1742,"orig":"Man glaͤubt gar gerne, daß unter denen, die nicht ſchreiben, ſich viele befinden, die weit beſſer im Stande waͤren, die Ehre des deutſchen Witzes zu retten, als die groſſe Zahl derjenigen iſt, die ſich bisdahin eigenmaͤchtig zu Verfechtern des deutſchen Geſchmacks aufgeworffen, und durch eine Menge Schriften dieſe Anklage zwar zu zernichten geſucht, aber in Wahrheit groͤſtentheils damit noch mehr geſtaͤrcket, und gleichſam gerechtfertiget haben.","norm":"Man glaubt gar gerne, dass unter denen, die nicht schreiben, sich viele befinden, die weit besser im Stande wären, die Ehre des deutschen Witzes zu retten, als die große Zahl derjenigen ist, die sich bisdahin eigenmächtig zu Verfechtern des deutschen Geschmacks aufgeworfen, und durch eine Menge Schriften diese Anklage zwar zu zernichten gesucht, aber in Wahrheit größtenteils damit noch mehr gestärkt, und gleichsam gerechtfertigt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5005998611450195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":274,"date":1742,"orig":"Wenn das bloſſe Vorhaben ein Urtheil von dem Witze und dem Geiſt einer gantzen Nation in Vergleichung mit andern zu faͤllen, nicht ſchon an ſich ſelbſt ſtrafbar iſt; ſo moͤgte ich wohl wiſſen, wie einer, der dieſes Vorhaben wuͤrcklich auszufuͤhren geſinnet iſt, es anderſt anſtellen koͤnne, als daß er ſein Urtheil auf die Art und Beſchaffenheit derjenigen gedruͤckten Schriften gruͤnde, die von andern als Muſter der geiſtreichen Schreibart und als Probſtuͤcke des feinen Witzes angeprieſen werden.","norm":"Wenn das bloße Vorhaben ein Urteil von dem Witze und dem Geist einer ganzen Nation in Vergleichung mit anderen zu fällen, nicht schon an sich selbst strafbar ist; so möchte ich wohl wissen, wie einer, der dieses Vorhaben wirklich auszuführen gesinnt ist, es anders anstellen könne, als dass er sein Urteil auf die Art und Beschaffenheit derjenigen gedrückten Schriften gründe, die von anderen als Muster der geistreichen Schreibart und als Probstücke des feinen Witzes angepriesen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.748000144958496} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":275,"date":1742,"orig":"Und dann gilt bey dergleichen Urtheilen auch das bekannte; à potiori fit denominatio:","norm":"Und dann gilt bei dergleichen Urteilen auch das bekannte; à potiori fit denominatio:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.244699954986572} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":276,"date":1742,"orig":"Wobey dennoch wohl beſtehen kan, daß das eine und andere Stuͤcke unter einer groſſen Menge ſchlechtes Zeugs etwann wohl ein Beweißthum von der Faͤhigkeit des deutſchen Witzes abgeben koͤnnte, wenn derſelbe beſſer gepfleget und angebauet wuͤrde:","norm":"Wobei dennoch wohl bestehen kann, dass das eine und andere Stücke unter einer großen Menge schlechtes Zeugs etwan wohl ein Beweistum von der Fähigkeit des deutschen Witzes abgeben könnte, wenn derselbe besser gepflegt und angebaut würde:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.434000015258789} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":277,"date":1742,"orig":"Faſt auf die Weiſe, wie es geſchehen kan, daß in einem Garten, wenn er nicht mehr gebauet wird, das Unkraut in kurtzer Zeit ſo maͤchtig wird und uͤberhand nimmt, daß auch das aͤuſſerliche Anſehen eines nach gewiſſen Regeln eingetheilten Gartens gaͤntzlich verlohren geht, obgleich noch hier und dar mitten unter dem Unkraut eine und andere zierliche Bluhme hervorſprießt.","norm":"Fast auf die Weise, wie es geschehen kann, dass in einem Garten, wenn er nicht mehr gebaut wird, das Unkraut in kurzer Zeit so mächtig wird und überhandnimmt, dass auch das äußerliche Ansehen eines nach gewissen Regeln eingeteilten Gartens gänzlich verloren geht, obgleich noch hier und dar mitten unter dem Unkraut eine und andere zierliche Blume hervorsprießt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.078800201416016} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":278,"date":1742,"orig":"Jſt im uͤbrigen dem Herrn von Mauvillon in dieſem Paragraphus die Sprache nicht ſanft genug gefloſſen, ſo will ich zu ſeiner Entſchuldigung, und der deutſchen Nation, d. i. denjenigen, die ſich das Anſehen derſelben eigenmaͤchtig anmaſſen, zum Troſt erinnerlich zu Gemuͤthe fuͤhren, was in dem III. St. der Critiſchen Beytraͤge in der Zuſchrift an Hrn. Abt Mosheim geleſen wird:","norm":"Ist im Übrigen dem Herrn von Mauvillon in diesem Paragraphus die Sprache nicht sanft genug geflossen, so will ich zu seiner Entschuldigung, und der deutschen Nation, d. i. denjenigen, die sich das Ansehen derselben eigenmächtig anmaßen, zum Trost erinnerlich zu Gemüte führen, was in dem III. St. der kritischen Beiträge in der Zuschrift an Hrn. Abt Mosheim gelesen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.902299880981445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":279,"date":1742,"orig":"„Wie gute Aerzte nicht allezeit die gelindeſten Wege in ihren Curen gehen; ſondern auch zuweilen mit Feuer und Eiſen dem Uebel ſteuren muͤſſen:","norm":"„Wie gute Ärzte nicht allezeit die gelindesten Wege in ihren Kuren gehen; sondern auch zuweilen mit Feuer und Eisen dem Übel steuern müssen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.883900165557861} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":280,"date":1742,"orig":"So muß auch ein tiefgewurzeltes Uebel in der Schreibart, Poeſie, und Beredſamkeit oftmahls durch eine ſatiriſche Lauge angegriffen, und dadurch auf das nachdruͤcklichſte ausgerottet werden. ‒ ‒ ‒ Und wie ſehr waͤre es zu wuͤnſchen, daß ſchon unſre Vorfahren uns dergeſtalt aufgeraͤumt haͤtten.„","norm":"So muss auch ein tiefgewurzeltes Übel in der Schreibart, Poesie, und Beredsamkeit oftmals durch eine satirische Lauge angegriffen, und dadurch auf das nachdrücklichste ausgerottet werden . ‒ ‒ ‒ und wie sehr wäre es zu wünschen, dass schon unsere Vorfahren uns dergestalt aufgeräumt hätten . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.655900001525879} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":281,"date":1742,"orig":"Scimus & hanc veniani petimusque damusque viciſſim.","norm":"Scimus & hanc veniani petimusque damusque vicissim.","lang_fastText":"tr","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.9156999588012695} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":282,"date":1742,"orig":"Ruͤhmet die Geſtalt der Deutſchen, ihre Staͤrke, ihre Leibeskraͤfte; ich will euch das alles einraͤumen:","norm":"Rühmet die Gestalt der Deutschen, ihre Stärke, ihre Leibeskräfte; ich will euch das alles einräumen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.647900104522705} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":283,"date":1742,"orig":"Aber ſaget mir nicht, daß ſie Geiſt und Witz haben, wenn ich mit euch eins werden ſoll.","norm":"Aber sagt mir nicht, dass sie Geist und Witz haben, wenn ich mit euch eins werden soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.7095999717712402} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":284,"date":1742,"orig":"Mithin muͤſſet ihr euch auch nicht einbilden, daß nur die Franzoſen auf dieſe Weiſe von euren Nation urtheilen.","norm":"Mithin müsset ihr euch auch nicht einbilden, dass nur die Franzosen auf diese Weise von euren Nation urteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.05620002746582} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":285,"date":1742,"orig":"Das eben angefuͤhrte lateiniſche Spruͤchwort iſt aus einem ſpaniſchen Scribenten hergenommen, der es bey einer gleichen Gelegenheit angezogen hat.","norm":"Das eben angeführte lateinische Sprüchwort ist aus einem spanischen Skribenten hergenommen, der es bei einer gleichen Gelegenheit angezogen hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.039599895477295} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":286,"date":1742,"orig":"Wollet ihr es lieber auf das Zeugniß eines Engellaͤnders ankommen laſſen, ſo vernehmet, was der Verfaſſer des Maͤhrgens von der Tonne, der bey jedermann ſo viel gilt, dazu ſagt:","norm":"Wollet ihr es lieber auf das Zeugnis eines Engländers ankommen lassen, so vernehmt, was der Verfasser des Mährgens von der Tonne, der bei jedermann so viel gilt, dazusagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.333899974822998} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":287,"date":1742,"orig":"Dieſe Anmerckung Hrn. D. Swifts kan denjenigen zur Nachricht dienen, die ſich auf die Erfindung der Buchdruckerey zur Ablehnung der Anklage von dem Mangel des deutſchen Witzes mit groſſem Vertrauen beruffen.","norm":"Diese Anmerkung Hrn. D. Swifts kann denjenigen zur Nachricht dienen, die sich auf die Erfindung der Buchdruckerei zur Ablehnung der Anklage von dem Mangel des deutschen Witzes mit großem Vertrauen berufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.488399982452393} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":288,"date":1742,"orig":"So ſagt Hr.","norm":"So sagt Hr.","lang_fastText":"da","lang_py3langid":"da","lang_cld3":"is","lang_de":0,"norm_lmscore":4.974400043487549} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":289,"date":1742,"orig":"Magiſter Schwabe in der Vorrede zu ſeinen Beluſtigungen Bl. 6.","norm":"Magister Schwabe in der Vorrede zu seinen Belustigungen Bl. 6.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.238800048828125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":290,"date":1742,"orig":"„Es iſt genug, daß wir verſichert ſind, ſie wuͤrden uns unſre duͤrftige Erfindungskraft nicht ſo vielmahls erzehlen koͤnnen, wenn ſie nicht von uns gelernet haͤtten, uns einerley Sache auf tauſend Bogen kund zu thun; ſo daß alſo ihr Vorwurff, „wenn er gedruckt wird, zugleich innerlich ſeine Widerlegung allezeit mit ſich fuͤhret.„","norm":"„Es ist genug, dass wir versichert sind, sie würden uns unsere dürftige Erfindungskraft nicht so vielmals erzählen können, wenn sie nicht von uns gelernt hätten, uns einerlei Sache auf tausend Bogen kund zu tun; so dass also ihr Vorwurf, „wenn er gedruckt wird, zugleich innerlich seine Widerlegung allezeit mit sich führt . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.788400173187256} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":291,"date":1742,"orig":"Mit eben dieſer Vorſtellung hat Hr. Prof. Gottſched in ſeiner Anmerck. zu dem Art. Bouhours den Unglaubigen den deutſchen Witz ſichtbar machen wollen:","norm":"Mit eben dieser Vorstellung hat Hr. Prof. Gottsched in seiner Anmerke . zu dem Art. Bouhours den Ungläubigen den deutschen Witz sichtbar machen wollen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.433199882507324} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":292,"date":1742,"orig":"„Die Deutſchen, ſagt er, haben an dem Schießpulver und Geſchuͤtze, an der Buchdruckerey, an dem Kupferſtechen, an den Fernglaͤſern, an dem Porcellan, u. a. m. ſolche Proben ihres Witzes abgeleget, daß keine andere Nation ihnen eben ſo viel und eben ſo witzige Entdeckungen aufweiſen kan. ꝛc.„","norm":"„Die Deutschen, sagt er, haben an dem Schießpulver und Geschütze, an der Buchdruckerei, an dem Kupferstechen, an den Ferngläsern, an dem Porzellan, u. a. m. solche Proben ihres Witzes abgelegt, dass keine andere Nation ihnen ebenso viel und eben so witzige Entdeckungen aufweisen kann . etc . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4654998779296875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":293,"date":1742,"orig":"Es iſt niemandem jemahls in den Sinn gekommen, den Deutſchen die Faͤhigkeit zu mechaniſchen Erfindungen, auf die man oͤfters von ungefehr und zufaͤlliger Weiſe geraͤth, ſtreitig zu machen.","norm":"Es ist niemandem jemals in den Sinn gekommen, den Deutschen die Fähigkeit zu mechanischen Erfindungen, auf die man öfters von ungefähr und zufälligerweise gerät, streitig zu machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.236499786376953} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":294,"date":1742,"orig":"Aber laß mir das einen ſeltſamen Schluß ſeyn:","norm":"Aber lass mir das einen seltsamen Schluss sein:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.315999984741211} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":295,"date":1742,"orig":"Es ſind Deutſche geweſen, welche die Buchdruckerey, das Schießpulver ꝛc. erfunden haben; hiemit muͤſſen die deutſche Poeten und Redner geiſtreiche Koͤpfe ſeyn; und wer dieſes nicht zugeben will, der laͤſtert die deutſche Nation.","norm":"Es sind Deutsche gewesen, welche die Buchdruckerei, das Schießpulver etc. erfunden haben; hiermit müssen die deutsche Poeten und Redner geistreiche Köpfe sein; und wer dieses nicht zugeben will, der lästert die deutsche Nation.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.124300003051758} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":296,"date":1742,"orig":"„Die ſchoͤnſten Erfindungen ſind in denen Zeiten gemacht worden, da die Unwiſſenheit auf das hoͤchſte geſtiegen geweſen, zum Exempel der Compaß, das Schießpulver, die Buchdrukerey, und dieſe hat die dummeſte Nation, nemlich die D. … aus der Finſterniß an den Tag hervorgezogen.„","norm":"„Die schönsten Erfindungen sind in denen Zeiten gemacht worden, da die Unwissenheit auf das höchste gestiegen gewesen, zum Exempel der Kompass, das Schießpulver, die Buchdruckerei, und diese hat die dümmste Nation, nämlich die D. … aus der Finsternis an den Tag hervorgezogen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.700500011444092} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":297,"date":1742,"orig":"Jch habe nicht einen Buchſtaben aus dem meinigen hinzugeſetzet; indeſſen ſehet ihr wohl, daß man nicht deutlicher reden kan.","norm":"Ich habe nicht einen Buchstaben aus dem meinigen hinzugesetzt; indessen sehet ihr wohl, dass man nicht deutlicher reden kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.716300010681152} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":298,"date":1742,"orig":"Aber warum haben die Deutſchen nicht ſo viel Witz, als andere Nationen?","norm":"Aber warum haben die Deutschen nicht so viel Witz, als andere Nationen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.085400104522705} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":299,"date":1742,"orig":"Jſt der Himmelsſtrich Schuld?","norm":"Ist der Himmelsstrich Schuld?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.268400192260742} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":300,"date":1742,"orig":"Traͤgt dieſer etwas dazu bey?","norm":"Trägt dieser etwas dazu bei?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.236899852752685} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":301,"date":1742,"orig":"Oder ihr gewoͤhnlicher Tranck?","norm":"Oder ihr gewöhnlicher Trank?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.972499847412109} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":302,"date":1742,"orig":"Nein, denn wie viel Deutſche giebt es nicht, die nur Wein aus Champagne trincken, und die doch deßwegen nicht eine Unze mehr Witzes haben.","norm":"Nein, denn wie viel Deutsche gibt es nicht, die nur Wein aus Champagne trinken, und die doch deswegen nicht eine Unze mehr Witzes haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.714099884033203} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":303,"date":1742,"orig":"Der beſte Grund, den man hievon geben kan, wird wohl dieſer ſeyn, daß es nicht der Geſchmack der Deutſchen ſey, Geiſt zu haben, daher diejenigen unter ihnen, welche Geiſt haben, denſelben verabſaͤumen, und gemeiniglich verderben, indem ſie ſich auf eitele Wiſſenſchaften von elendem Geſchmacke legen.","norm":"Der beste Grund, den man hiervon geben kann, wird wohl dieser sein, dass es nicht der Geschmack der Deutschen sei, Geist zu haben, daher diejenigen unter ihnen, welche Geist haben, denselben verabsäumen, und gemeiniglich verderben, indem sie sich auf eitle Wissenschaften von elendem Geschmacke legen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.484000205993652} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":304,"date":1742,"orig":"Eure meiſten Gelehrten beſchaͤftigen ſich Anagrammata, oder, was noch kindiſcher iſt, Chronogrammata zu verfertigen.","norm":"Eure meisten Gelehrten beschäftigen sich Anagrammata, oder, was noch kindischer ist, Chronogrammate zu verfertigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.392300128936768} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":305,"date":1742,"orig":"Eure arbeitſamen deutſchen Koͤpfe werden ein Woͤrterbuch gantz durchblaͤtern, damit ſie eine ſolche ſcharfſinnige Ueberſchrift herausbringen.","norm":"Eure arbeitsamen deutschen Köpfe werden ein Wörterbuch ganz durchblättern, damit sie eine solche scharfsinnige Überschrift herausbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.130599975585937} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":306,"date":1742,"orig":"Man daͤchte, ſie ſuchten eine geſchickte, gut lateiniſche Ausdruͤckung, aber an ſtatt deſſen ſehen ſie ſich nach einem Worte um, darinnen ein L ein M oder ein D iſt.","norm":"Man dächte, sie suchten eine geschickte, gut lateinische Ausdrückung, aber anstatt dessen sehen sie sich nach einem Worte um, darinnen ein L ein M oder ein D ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.821899890899658} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":307,"date":1742,"orig":"Wenn wir demnach irgend eine ſolche Aufſchrift antreffen, muͤſſen wir in derſelben vielmehr das Jahr des Herrn, als den Gedancken ſuchen.","norm":"Wenn wir demnach irgendeine solche Aufschrift antreffen, müssen wir in derselben vielmehr das Jahr des Herrn, als den Gedanken suchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.446400165557861} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":308,"date":1742,"orig":"Dieſe einzige Anmerckung Hr. Mauvillons zernichtet auf einmahl das weitlaͤuftige Gewaͤſche einiger Verfechter des deutſchen Witzes, womit ſie auf den Vorzug in einigen Theilen der Gelehrſamkeit, und auf die Faͤhigkeit, witzig und geiſtreich zu werden, trotzen; z. Ex. wenn es in dem Schreiben an den Verfaſſer der Beytraͤge Hrn. Gottſched, in dem XXIII. Stuͤcke Bl. 518. heißt:","norm":"Diese einzige Anmerkung Hr. Mauvillons zernichtet auf einmal das weitläufige Gewäsche einiger Verfechter des deutschen Witzes, womit sie auf den Vorzug in einigen Teilen der Gelehrsamkeit, und auf die Fähigkeit, witzig und geistreich zu werden, trotzen; z. Ex. wenn es in dem Schreiben an den Verfasser der Beiträge Hrn. Gottsched, in dem XXIII. Stücke Bl. 518. heißt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.77869987487793} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":309,"date":1742,"orig":"Dieß hat den deutſchen Witz gedaͤmpfet, nicht erſtickt.","norm":"Dies hat den deutschen Witz gedämpft, nicht erstickt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066999912261963} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":310,"date":1742,"orig":"Desgleichen:","norm":"Desgleichen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915999889373779} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":311,"date":1742,"orig":"‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Zum Baue groͤßrer Wercke Fehlt oft die Kuͤhnheit nur, und nicht des Geiſtes Staͤrcke.","norm":"‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ zum Baue größerer Werke fehlt oft die Kühnheit nur, und nicht des Geistes Stärke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.404500007629394} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":312,"date":1742,"orig":"Ferner Bl. 520.","norm":"Ferner Bl. 520.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"da","lang_de":0,"norm_lmscore":7.988900184631348} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":313,"date":1742,"orig":"Sprich, iſt der Erde drum ein Baum zur Laſt erzeuget, Der noch die Aeſte nicht voll reifer Fruͤchte beuget:","norm":"Sprich, ist der Erde darum ein Baum zur Last erzeuget, der noch die Äste nicht voll reifer Früchte beuget:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.89300012588501} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":314,"date":1742,"orig":"Und wiederum Bl. 521.","norm":"Und wiederum Bl. 521.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.037199974060059} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":315,"date":1742,"orig":"Wenn mein Lied ſchallen wird; ſingſt du vielleicht nicht mehr.","norm":"Wenn mein Lied schallen wird; singst du vielleicht nicht mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.987100124359131} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":316,"date":1742,"orig":"Jn demſelben Tone laͤßt ſich der deutſche Luſtigmacher Hr. Schwabe in der Vorrede zu ſeinen Beluſtigungen Bl. 6. vernehmen:","norm":"In demselben Tone lässt sich der deutsche Lustigmacher Hr. Schwabe in der Vorrede zu seinen Belustigungen Bl. 6. vernehmen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890699863433838} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":317,"date":1742,"orig":"„Jhr Vorzug iſt, daß ſie einige Jahre fruͤher auf die Ausbreitung der ſchoͤnen Wiſſenſchaften gedacht haben, als wir; aber auch NB. einige Jahre fruͤher, als wir, derſelben Verfall ſehen werden.„","norm":"„Ihr Vorzug ist, dass sie einige Jahre früher auf die Ausbreitung der schönen Wissenschaften gedacht haben, als wir; aber auch NB . einige Jahre früher, als wir, derselben Verfall sehen werden . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.184800148010254} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":318,"date":1742,"orig":"Eine Weiſſagung, die ſich ohne Zweifel auf eine geheime Abrede der deutſchen Nation gruͤndet, daß ſie erſt dann wolle anfangen witzig werden, wenn die Franzoſen den guten Geſchmack verlieren.","norm":"Eine Weissagung, die sich ohne Zweifel auf eine geheime Abrede der deutschen Nation gründet, dass sie erst dann Wolle anfangen witzig werden, wenn die Franzosen den guten Geschmack verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.140100002288818} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":319,"date":1742,"orig":"Und auf der 10ten Seite ſagt eben dieſer Vorredner: „Waͤren wir ſo zeitig, als andere, auf die Ausbreitung der ſchoͤnen Wiſſenſchaften in unſrer Mutterſprache gerathen:","norm":"Und auf der 10ten Seite sagt eben dieser Vorredner: „Wären wir so zeitig, als andere, auf die Ausbreitung der schönen Wissenschaften in unserer Muttersprache geraten:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.009799957275391} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":320,"date":1742,"orig":"So wuͤrden vielleicht diejenigen izo von uns lernen muͤſſen, welche wir uns zu Muſtern bey Befoͤrderung der freyen Kuͤnſte vorſtellen.„","norm":"So würden vielleicht diejenigen jetzt von uns lernen müssen, welche wir uns zu Mustern bei Beförderung der freien Künste vorstellen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.024499893188477} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":321,"date":1742,"orig":"Man giebt gerne zu, daß die Deutſchen Geiſt und Witz haben, und zeigen koͤnnten; aber man bedauret dabey, daß diejenigen, welche die Ehre des deutſchen Witzes zu behaupten bisdahin uͤbernommen haben, groͤſtentheils dieſelbe zu Schanden gemachet, und zu dergleichen unbeliebigen Urtheilen Anlaß gegeben haben.","norm":"Man gibt gerne zu, dass die Deutschen Geist und Witz haben, und zeigen könnten; aber man bedauert dabei, dass diejenigen, welche die Ehre des deutschen Witzes zu behaupten bisdahin übernommen haben, größtenteils dieselbe zu Schanden gemacht, und zu dergleichen unbeliebigen Urteilen Anlass gegeben haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.713399887084961} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":322,"date":1742,"orig":"Man geſtehet ihnen einen groſſen Vorzug an Gelehrtheit zu, aber aus denen bisherigen Proben kan man nicht ſchlieſſen, daß der Geſchmack fuͤr das Witzige und Geiſtreiche noch zur Zeit allgemein ſey.","norm":"Man gesteht ihnen einen großen Vorzug an Gelehrtheit zu, aber aus denen bisherigen Proben kann man nicht schließen, dass der Geschmack für das Witzige und Geistreiche noch zur Zeit allgemein sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823200225830078} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":323,"date":1742,"orig":"Jch kan dieſes mit dem Beyfalle eines deutſchen Schriftverfaſſers bekraͤftigen:","norm":"Ich kann dieses mit dem Beifalle eines deutschen Schriftverfassers bekräftigen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.209400177001953} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":324,"date":1742,"orig":"Jn dem IX. Stuͤcke der Critiſchen Beytraͤge auf der 165ſten Seite, wo der Antilongin recenſiert wird, heißt es: „Der gute Geſchmack iſt bey uns Deutſchen noch nicht ſo allgemein, daß man ſich ferner keine Muͤhe geben duͤrfte, ihn mehr und mehr empor zu bringen.","norm":"In dem IX. Stücke der kritischen Beiträge auf der 165sten Seite, wo der Antilongen rezensiert wird, heißt es: „Der gute Geschmack ist bei uns Deutschen noch nicht so allgemein, dass man sich ferner keine Mühe geben dürfte, ihn mehr und mehr empor zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.501399993896484} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":325,"date":1742,"orig":"Wir wollen nur unſre Poeſie anſehen.","norm":"Wir wollen nur unsere Poesie ansehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.606100082397461} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":326,"date":1742,"orig":"Was fuͤr wunderlich Zeug koͤmmt nicht darinnen noch taͤglich zum Vorſchein?","norm":"Was für wunderlich Zeug kommt nicht darinnen noch täglich zum Vorschein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.01200008392334} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":327,"date":1742,"orig":"Und wer ſiehet nicht, daß dieſes die Ueberbleibſel des altfraͤnckiſchen Geſchmacks ſind?","norm":"Und wer sieht nicht, dass dieses die Überbleibsel des altfränkischen Geschmacks sind?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.565899848937988} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":328,"date":1742,"orig":"Woher ruͤhret aber ſolches?","norm":"Woher rühret aber solches?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.373300075531006} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":329,"date":1742,"orig":"Von nichts anders, als weil unter den Schriften unſrer Dichter, die wir Anfaͤngern als Muſter anpreiſen, noch viel rauſchendes Flittergold anzutreffen iſt.„","norm":"Von nichts anders, als weil unter den Schriften unserer Dichter, die wir Anfängern als Muster anpreisen, noch viel rauschendes Flittergold anzutreffen ist . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.374599933624268} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":330,"date":1742,"orig":"Man hat noch erſt im Jahre 1735. zu Breßlau und Leipzig eine verbeſſerte Sammlung von J. Chr. Guͤnthers deutſchen und lateiniſchen Gedichten herausgegeben, und iſt dabey ſorgfaͤltig geweſen, alle die Acroſticha, die in dieſes Poeten erſten Jahren noch gantz gelaͤuftig waren, als Proben des deutſchen Witzes von dem Untergange zu retten, wie Bl. 17. 82. 91. 100. 179. 231. ꝛc. zu ſehen iſt.","norm":"Man hat noch erst im Jahre 1735 . zu Breslau und Leipzig eine verbesserte Sammlung von J. Chr. Günthers deutschen und lateinischen Gedichten herausgegeben, und ist dabei sorgfältig gewesen, alle die Akrosticha, die in dieses Poeten ersten Jahren noch ganz geläuftig waren, als Proben des deutschen Witzes von dem Untergange zu retten, wie Bl. 17. 82. 91. 100. 179. 231. etc. zu sehen ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.508399963378906} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":331,"date":1742,"orig":"Es iſt wohl wahr, daß dieſer Dichter ſelbſt bey reifern Jahren das abgeſchmackte Weſen dieſer Kunſt verlachet, und ſeine ehemahlige Thorheit bekennet hat, womit er die Nahmen vor die Lieder geflochten, und oft um ein A. drey Stunden auf und nieder gegangen:","norm":"Es ist wohl wahr, dass dieser Dichter selbst bei reiferen Jahren das abgeschmackte Wesen dieser Kunst verlachet, und seine ehemalige Torheit bekennet hat, womit er die Namen vor die Lieder geflochten, und oft um ein A. drei Stunden auf und niedergegangen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.263700008392334} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":332,"date":1742,"orig":"Aber was muß ein fremder von dem allgemeinen Geſchmacke der deutſchen Nation dencken, wenn er auch in den neueſten Sammlungen und Herausgaben der beſten deutſchen Dichter dergleichen abgeſchmacktes Zeug mit der groͤſten Sorgfalt aufbehalten ſiehet?","norm":"Aber was muss ein fremder von dem allgemeinen Geschmacke der deutschen Nation Denken, wenn er auch in den neuesten Sammlungen und Herausgaben der besten deutschen Dichter dergleichen abgeschmacktes Zeug mit der größten Sorgfalt aufbehalten sieht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.883399963378906} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":333,"date":1742,"orig":"Denn daß Guͤnther unter den beſten Poeten, die nach dem Geſchmacke der deutſchen Nation ſind, einen hohen Rang verdiene, wird niemand zweifeln, wer folgenden Gottſchediſchen Ausſpruch geleſen hat:","norm":"Denn dass Günther unter den besten Poeten, die nach dem Geschmacke der deutschen Nation sind, einen hohen Rang verdiene, wird niemand zweifeln, wer folgenden Gottschedischen Ausspruch gelesen hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.703100204467773} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":334,"date":1742,"orig":"„Woher koͤmmt es, daß die deutſche Nation, die bey Canitzens und bey Guͤnthers Gedichten ſo eifrig geweſen, ſie zu kauffen und zu leſen, und andern anzupreiſen, daß man in kurtzer Zeit ſo viele Auflagen machen muͤſſen, nur im Abſehen auf das eintzige Paradies Milrons ſo phlegmatiſch geworden?„","norm":"„Woher kommt es, dass die deutsche Nation, die bei Canitzens und bei Günthers Gedichten so eifrig gewesen, sie zu kaufen und zu lesen, und anderen anzupreisen, dass man in kurzer Zeit so viele Auflagen machen müssen, nur im Absehen auf das einzige Paradies Milrons so phlegmatisch geworden? „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.782700061798096} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":335,"date":1742,"orig":"Einer von euren Scribenten hat das Hertz gehabt dieſe Chronogrammata, die er gelehrte Sinngebuhrten nennet, zu vertheidigen.","norm":"Einer von euren Skribenten hat das Herz gehabt diese Chronogrammate, die er gelehrte Sinngeburten nennt, zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.443600177764893} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":336,"date":1742,"orig":"Er klagt ſich, daß gewiſſe Leute ſo unvernuͤnftig ſeyn, und dieſe ſchoͤnen Erfindungen Lappereyen heiſſen; und er behauptet gegen jedermann, daß ſie, wenn ſie kurtz ſind, und ſich vor die Sache gut ſchicken, ihren gewiſſen Werth haben.","norm":"Er klagt sich, dass gewisse Leute so unvernünftig sein, und diese schönen Erfindungen Lappereyen heißen; und er behauptet gegen jedermann, dass sie, wenn sie kurz sind, und sich vor die Sache gut schicken, ihren gewissen Wert haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037099838256836} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":337,"date":1742,"orig":"Er fuͤhrt zum Beweiſe deſſen das Chronogramma an, das im vergangenen Jahr auf den Herzog von Lothringen und Großherzog von Toſcana gemacht worden, der die kaiſerlichen Voͤlcker in Ungarn als oberſter General angefuͤhrt hatte, VIVat CæſarIs ſVpreMVs bellI DVX. Jn welchen Worten die Jahrzahl von 1737. enthalten iſt, da der Herzog in Ungarn hatte commandieren ſollen.","norm":"Er führt zum Beweise dessen das Chronogramme an, das im vergangenen Jahr auf den Herzog von Lothringen und Großherzog von Toscana gemacht worden, der die kaiserlichen Völker in Ungarn als oberster General angeführt hatte, VIVat CaesarIs sVpreMVs bellI DVX. In welchen Worten die Jahrzahl von 1737 . enthalten ist, da der Herzog in Ungarn hatte kommandieren sollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.536099910736084} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":338,"date":1742,"orig":"Trutz ſey euch gebothen, daß ihr in dieſem Chronogramma was weiters, als das Jahr des Herrn finden werdet.","norm":"Trutz sei euch geboten, dass ihr in diesem Chronogramme was Weiteres, als das Jahr des Herrn finden werdet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.908299922943115} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":339,"date":1742,"orig":"Jndeſſen hat der hamburgiſche Zeitungsſchreiber es vor einen unwiderſprechlichen Beweiß gegen diejenigen angefuͤhrt, welche dieſe abgeſchmackten Erfindungen verlachen.","norm":"Indessen hat der hamburgische Zeitungsschreiber es vor einen unwidersprechlichen Beweis gegen diejenigen angeführt, welche diese abgeschmackten Erfindungen verlachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.081399917602539} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":340,"date":1742,"orig":"Saget mir doch, ob man eben viel Witzes vonnoͤthen habe, wenn man eine arithmetiſche Zahl in viel verſchiedenen Woͤrtern, die aus allerley Buchſtaben beſtehen, herausbringen ſoll, und ob dergleichen Entdeckungen der menſchlichen Geſellſchaft groſſen Nutzen bringen.","norm":"Sagt mir doch, ob man eben viel Witzes vonnöten habe, wenn man eine arithmetische Zahl in viel verschiedenen Wörtern, die aus allerlei Buchstaben bestehen, herausbringen soll, und ob dergleichen Entdeckungen der menschlichen Gesellschaft großen Nutzen bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.326000213623047} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":341,"date":1742,"orig":"Jſt das ein groſſes Lob vor einen Feldherrn, daß man in etlichen Woͤrtern, welche wenig oder nichts von ſeinen Heldenthaten melden, das Jahr ausfindet, in welchem er den Generalſtab gefuͤhrt hat?","norm":"Ist das ein großes Lob vor einen Feldherrn, dass man in etlichen Wörtern, welche wenig oder nichts von seinen Heldentaten melden, das Jahr ausfindet, in welchem er den Generalstab geführt hat?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64709997177124} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":342,"date":1742,"orig":"Man muß kein groſſer Kuͤnſtler ſeyn, eine ſolche herrliche Geburt auf die Welt zu bringen; es braucht weiter nichts, als ein wenig Geduld, Woͤrter auszuklauben, und man wird mehr als genug herausbringen, ſofern man nur die Sprache verſteht, in welcher man reden will.","norm":"Man muss kein großer Künstler sein, eine solche herrliche Geburt auf die Welt zu bringen; es braucht weiter nichts, als ein wenig Geduld, Wörter auszuklauben, und man wird mehr als genug herausbringen, sofern man nur die Sprache versteht, in welcher man reden will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8778998851776123} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":343,"date":1742,"orig":"Jch kenne einen andern deutſchen Poeten, der ſich noch erſt neulich einen groſſen Nahmen unter ſeinen Landsleuten erworben hat.","norm":"Ich kenne einen anderen deutschen Poeten, der sich noch erst neulich einen großen Namen unter seinen Landsleuten erworben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.712599992752075} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":344,"date":1742,"orig":"Dieſer hat ſich erkuͤhnet in einer neuen Sammlung poetiſcher Geburten, die erſt dieſes Jahr ans Licht getreten, eine ernſthafte Schutzſchrift fuͤr eine andere Gattung Sinnſpiele des falſchen Witzes zu verfertigen, worinnen er behauptet, daß diejenigen, welche keinen Geſchmack daran finden, fuͤr gewiſſenloſe Religions-Spoͤtter muͤſſen angeſehen werden.","norm":"Dieser hat sich erkühnt in einer neuen Sammlung poetischer Geburten, die erst dieses Jahr ans Licht getreten, eine ernsthafte Schutzschrift für eine andere Gattung Sinnspiele des falschen Witzes zu verfertigen, worin er behauptet, dass diejenigen, welche keinen Geschmack daran finden, für gewissenlose Religionsspötter müssen angesehen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.022799968719482} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":345,"date":1742,"orig":"Dieſer iſt mit Nahmen der groſſe Triller, der in dem neulichſt herausgegebenen 3ten Theile ſeiner Gedichte, auf der 500. Seite folgendes Muſter von einem geiſtreichen Wortſpiel gar geſchickt anbringt:","norm":"Dieser ist mit Namen der große Triller, der in dem neulichst herausgegebenen 3ten Teile seiner Gedichte, auf der 500. Seite folgendes Muster von einem geistreichen Wortspiel gar geschickt anbringt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.644100189208984} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":346,"date":1742,"orig":"Benennt man, Naſſau, dich ſonſt von den naſſen Auen, So machſtu itzt gewiß die Deutung offenbar; Und ſtellten ſich auch nicht die naſſen Auen dar, So kan man doch in dir die naſſen Auen ſchauen.","norm":"Benennt man, Nassau, dich sonst von den nassen Auen, so machst jetzt gewiss die Deutung offenbar; und stellten sich auch nicht die nassen Auen dar, so kann man doch in dir die nassen Auen schauen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.449100017547607} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":347,"date":1742,"orig":"Der Genius, der uͤber die Noten waltet, hat ihm dazu die folgende aus der beſondern Mildigkeit verliehen, nach welcher er die Trilleriſchen Anmerckungen mit allerhand Seltenheiten zu bereichern pfleget:","norm":"Der Genius, der über die Noten waltet, hat ihm dazu die folgende aus der besonderen Milde verliehen, nach welcher er die Trillerischen Anmerkungen mit allerhand Seltenheiten zu bereichern pflegt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.036399841308594} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":348,"date":1742,"orig":"Luſus hic ingenii & verborum, quod probe ſcimus, quem nimium faſtidiunt, & præter rem adſpernantur horriduli quidam noſtri ævi Catones, & intonſi impexique Timones; ſic non injurii ſolum in optimos quosvis Auctores veteres profanos, ſed & impii adeo atque blasphemi in ipſam Scripturam Sacram utriusque Teſtamenti; in qua quippe creberrime acutos ejusmodi verborum luſus paſſim occurrere, contra naſutos hos & frigidos cenſores, magno eruditionis apparatu pridem liquidiſſime oſtenſum fuit a Viris magnis, Grotio, Bocharto, Vitringa, Glaſſio, Blackwallo, Gatakero, Oleario, & aliis; & noviſſime a Reverendo Michaeli Halenſi, peculiari Diſſertatione.","norm":"Lusus hic ingenii & verborum, quod probe scimus, quem nimium fastidiunt, & praeter rem adspernantur horriduli quidam nostri aevi Catones, & intonsi impexique Timones; sic non injurii solum in optimos quosvis Auctores veteres profanos, sed & impii adeo atque blasphemi in ipsam Scripturam Sacram utriusque Testamenti; in qua quippe creberrime acutos ejusmodi verborum lusus passim occurrere, contra nasutos hos & frigidos censores, magno eruditionis apparatu pridem liquidissime ostensum fuit a Viris magnis, Grotio, Bocharto, Vitringa, Glassio, Blackwallo, Gatakero, Oleario, & aliis; & novissime a Reverendo Michaeli Halensi, peculiari Dissertatione.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.376999855041504} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":349,"date":1742,"orig":"Sed hac de re nos alibi plenius.","norm":"Sed hac de re nos alibi plenius.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"es","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.451099872589111} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":350,"date":1742,"orig":"Eant nunc & deteſtentur omnes ingenii luſus inſulſi Criticaſtri, imprimis Alpini.","norm":"Eant nunc & detestentur omnes ingenii lusus insulsi Criticastri, imprimis Alpini.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.377299785614014} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":351,"date":1742,"orig":"Und daß Hr. D. Triller von der Vortrefflichkeit der Wortſpiele eine innerliche Ueberzeugung habe, erhellet aus gar vielen Proben, die in ſeinen Gedichten hier und da zu finden ſind.","norm":"Und dass Hr. D. Triller von der Vortrefflichkeit der Wortspiele eine innerliche Überzeugung habe, erhellet aus gar vielen Proben, die in seinen Gedichten hier und da zu finden sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.496200084686279} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":352,"date":1742,"orig":"Jch will zur Bekraͤftigung deſſen nur einige von den beſten Exempeln anfuͤhren.","norm":"Ich will zur Bekräftigung dessen nur einige von den besten Exempeln anführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.406000137329102} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":353,"date":1742,"orig":"Jn dem erſten Theile ſeiner Gedichte, in der Zueignungsſchrift an Hrn. Brockes:","norm":"In dem ersten Teile seiner Gedichte, in der Zueignungsschrift an Hrn. Brockes:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.390999794006348} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":354,"date":1742,"orig":"Serenus deſſen Lied Sirenen trotzen kan, Wird auch mit allem Recht in dieſe Reih geſtellet.","norm":"Serenus dessen Lied Sirenen trotzen kann, wird auch mit allem Recht in diese Reih gestellt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.089799880981445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":355,"date":1742,"orig":"Eben daſelbſt:","norm":"Eben daselbst:","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ht","lang_cld3":"ht","lang_de":0,"norm_lmscore":6.824999809265137} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":356,"date":1742,"orig":"Daß ſich die Bluhmen auch zuſammen bruͤnſtig freyhn, Und durch des Zephyrs Gunſt in Stand der Ehe treten,","norm":"Dass sich die Blumen auch zusammen brünstig freyhn, und durch des Zephirs Gunst in Stand der Ehe treten,","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.828999996185303} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":357,"date":1742,"orig":"Beſingen de Croix und Royen im Latein, Sind ſie ſchon, wie es ſcheint, zur Hochzeit nicht gebeten.","norm":"Besingen de Croix und Royen im Latein, sind sie schon, wie es scheint, zur Hochzeit nicht gebeten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.668300151824951} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":358,"date":1742,"orig":"Jn eben dieſem Gedichte: Vom Vater, Sohn u. Geiſt, u. von des Glaubens Grund Hat Faithfull Thaͤt ein Buch in Verſen fuͤrgetragen, Dieß macht nun Wagner zwar in deutſchen Reimen kund, Allein ſie klingen meiſt, wie ein noch neuer Wagen.","norm":"In eben diesem Gedichte: Vom Vater, Sohn u. Geist, u. von des Glaubens Grund hat Faithfull täte ein Buch in Versen vorgetragen, dies macht nun Wagner zwar in deutschen Reimen kund, allein sie klingen meist, wie ein noch neuer Wagen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.785099983215332} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":359,"date":1742,"orig":"Jn dem Gedichte von der Zeugung des Menſchen I. Th. Bl. 164.","norm":"In dem Gedichte von der Zeugung des Menschen I. Th. Bl. 164.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259799957275391} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":360,"date":1742,"orig":"Doch weil die Wuͤrmer gar zu klein, So mußten groſſe Goͤnner ſeyn.","norm":"Doch weil die Würmer gar zu klein, so mussten große Gönner sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298799991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":361,"date":1742,"orig":"Jn dem IIIten Th. Bl. 312.","norm":"In dem IIIten Th. Bl. 312.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.510499954223633} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":362,"date":1742,"orig":"Und Wolf mit deſſen Wiſſenſchaft Faſt alle Hohen Schulen pralen, Ob ihm der Neid mit heilger Liſt Gleich lange widerſtanden iſt.","norm":"Und Wolf mit dessen Wissenschaft fast alle hohen Schulen prahlen, ob ihm der Neid mit heiliger List gleich lange widerstanden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.14709997177124} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":363,"date":1742,"orig":"Da nun Hrn. D. Trillers Gedichte, wie er ſelbſt und die gelehrten Zeitungsſchreiber einhellig ruͤhmen, von der deutſchen Nation begierig aufgekauft und geleſen werden, was muß wohl ein Fremder von dem Geſchmacke der deutſchen Nation urtheilen?","norm":"Da nun Hrn. D. Trillers Gedichte, wie er selbst und die gelehrten Zeitungsschreiber einhellig rühmen, von der deutschen Nation begierig aufgekauft und gelesen werden, was muss wohl ein Fremder von dem Geschmacke der deutschen Nation urteilen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.116799831390381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":364,"date":1742,"orig":"Allein ihr werdet einwenden, nicht alle Deutſchen geben ſich Muͤhe mit dieſem abgeſchmackten Zeuge. Gut: Aber ich behaupte hingegen, daß es ihnen in allen Arten der zierlichen Gelehrtheit an Geſchmack, oder, wenn ich es herausſagen ſoll, an Witz mangelt.","norm":"Allein ihr werdet einwenden, nicht alle Deutschen geben sich Mühe mit diesem abgeschmackten Zeuge. Gut: Aber ich behaupte hingegen, dass es ihnen in allen Arten der zierlichen Gelehrtheit an Geschmack, oder, wenn ich es heraussagen soll, an Witz mangelt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6859002113342285} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":365,"date":1742,"orig":"Ehe ich dieſes beweiſe, muß ich euch bitten, folgendes anzumercken.","norm":"Ehe ich dieses beweise, muss ich euch bitten, folgendes anzumerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.148399829864502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":366,"date":1742,"orig":"Es iſt kein Wunder, daß eure Landsleute nicht geiſtreich ſeyn.","norm":"Es ist kein Wunder, dass eure Landsleute nicht geistreich sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.069799900054932} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":367,"date":1742,"orig":"Man haͤlt in dieſem Lande ſehr wenig auf Geiſt, und dieſes iſt eben kein Mittel, den Witz in Schwang zu bringen.","norm":"Man hält in diesem Lande sehr wenig auf Geist, und dieses ist eben kein Mittel, den Witz in Schwang zu bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.763199806213379} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":368,"date":1742,"orig":"Jn Deutſchland ſind ein geiſtreicher Kopf und ein Clausnarre eines, was das andere.","norm":"In Deutschland sind ein geistreicher Kopf und ein Klauschnarre eines, was das andere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.296199798583984} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":369,"date":1742,"orig":"Der Pedant und der wahre Gelehrte werden hier allzu gerne mit einander vermiſcht.","norm":"Der Pedant und der wahre Gelehrte werden hier allzu gerne miteinander vermischt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.297100067138672} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":370,"date":1742,"orig":"Eure Gedanken ſeyn die ſchoͤnſten auf der Welt, ſie ſeyn auf das geiſtreichſte ausgebildet; wofern ihr nicht ſechs Woͤrter im Lateiniſchen, vier im Griechiſchen, und vier im Hebraͤiſchen plappert, ſo wird man meinen, man thue euch viel Ehre an, wenn man euch einen artigen Pantalon heißt.","norm":"Eure Gedanken sein die schönsten auf der Welt, sie sein auf das geistreichste ausgebildet; sofern ihr nicht sechs Wörter im Lateinischen, vier im Griechischen, und vier im Hebräischen plappert, so wird man meinen, man tue euch viel Ehre an, wenn man euch einen artigen Pantalon heißt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6097002029418945} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":371,"date":1742,"orig":"Jch kan und will mich nicht gar tief in dieſe Unterſuchung hineinlaſſen, in was Werth in Deutſchland der Geiſt, wenn er gleich der Gelehrſamkeit beraubet iſt, gehalten werde.","norm":"Ich kann und will mich nicht gar tief in diese Untersuchung hineinlassen, in was Wert in Deutschland der Geist, wenn er gleich der Gelehrsamkeit beraubet ist, gehalten werde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.069200038909912} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":372,"date":1742,"orig":"Das iſt indeſſen gewiß, daß abgeſchmackte Poſſenreiſſer und Luſtigmacher nicht allein vor geiſtreich wollen angeſehen ſeyn, ſondern auch wuͤrcklich noch einen groſſen Beyfall finden.","norm":"Das ist indessen gewiss, dass abgeschmackte Possenreißer und Lustigmacher nicht allein vor geistreich wollen angesehen sein, sondern auch wirklich noch einen großen Beifall finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.086599826812744} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":373,"date":1742,"orig":"Jch verweiſe meine Leſer auf den Heumonat der Beluſtigungen Bl. 36.","norm":"Ich verweise meine Leser auf den Heumonat der Belustigungen Bl. 36.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.789000034332275} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":374,"date":1742,"orig":"Jn dieſem Lande ſteigt niemand empor, als die Hofnarren.","norm":"In diesem Lande steigt niemand empor, als die Hofnarren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.936299800872803} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":375,"date":1742,"orig":"Die Begierde dergleichen zu haben, iſt etwas recht auſſerordentliches.","norm":"Die Begierde dergleichen zu haben, ist etwas recht Außerordentliches.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.87089991569519} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":376,"date":1742,"orig":"Ein jeder Fuͤrſt hat zween oder drey in ſeinen Dienſten.","norm":"Ein jeder Fürst hat zweien oder drei in seinen Diensten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.418399810791016} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":377,"date":1742,"orig":"Bey einigen von den groͤſſeſten iſt es eine recht eintraͤgliche Bedienung, der foͤderſte Hofnarre, wie im tuͤrckiſchen Serraglio das Haupt der Verſchnittenen zu ſeyn.","norm":"Bei einigen von den größten ist es eine recht einträgliche Bedienung, der föderst Hofnarre, wie im türkischen Serraglio das Haupt der Verschnittenen zu sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.810999870300293} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":378,"date":1742,"orig":"Die Freyherrn und die bloſſen Edelleute in dieſem Lande haben insgemeine einen Lakey, der bey ihnen die Stelle eines Hofnarren vertritt, wiewohl er eben dieſen Titel nicht fuͤhrt; denn die herrſchenden Fuͤrſten behalten das Recht vor ſich, Patenten fuͤr einen Hofnarren zu ertheilen.","norm":"Die Freiherrn und die bloßen Edelleute in diesem Lande haben insgemein einen Lakai, der bei ihnen die Stelle eines Hofnarren vertritt, wiewohl er eben diesen Titel nicht führt; denn die herrschenden Fürsten behalten das Recht vor sich, Patenten für einen Hofnarren zu erteilen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.163000106811523} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":379,"date":1742,"orig":"Auf was vor hohe Gedancken koͤnnen Leute von dieſem Schrote, die nicht wiſſen, was denken iſt, die in den Tag hinein plaudern, und mit lauter Salbadereyen angeſtochen kommen, vornehme Herren fuͤhren?","norm":"Auf was vor hohe Gedanken können Leute von diesem Schrote, die nicht wissen, was denken ist, die in den Tag hinein plaudern, und mit lauter Salbadereien angestochen kommen, vornehme Herren führen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.412099838256836} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":380,"date":1742,"orig":"Werden ſie dieſelben lehren, wie man gerecht, großmuͤthig, milde, nuͤchtern, ſittſam, ſeyn ſoll?","norm":"Werden sie dieselben lehren, wie man gerecht, großmütig, milde, nüchtern, sittsam, sein soll?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.092400074005127} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":381,"date":1742,"orig":"Ach nein.","norm":"Ach nein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.887099981307983} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":382,"date":1742,"orig":"Sie wiſſen von dieſen Eigenſchaften allzu wenig, als daß ſie ſich eine Ehre darinnen ſuchen ſollten, jemanden dazu anzufuͤhren.","norm":"Sie wissen von diesen Eigenschaften allzu wenig, als dass sie sich eine Ehre darinnen suchen sollten, jemanden dazu anzuführen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.80649995803833} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":383,"date":1742,"orig":"Ein geiſtreicher Mann iſt in Deutſchland ein Menſch, der zu einem Hofnarren gebohren iſt; und ein Hofnarre iſt ein Thier, das mehr Stockſchlaͤge kriegt, als ein Hund, den man zu kleinen Kuͤnſten abrichten will.","norm":"Ein geistreicher Mann ist in Deutschland ein Mensch, der zu einem Hofnarren geboren ist; und ein Hofnarre ist ein Tier, das mehr Stockschläge kriegt, als ein Hund, den man zu kleinen Künsten abrichten will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9932000637054443} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":384,"date":1742,"orig":"Das iſt izo die Neigung der deutſchen Herren, ſie brauchen den Stock gerne, und man muß bekennen, daß ſie geſchickt damit umzugehen wiſſen. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Hiervon nimmt nun der Verfaſſer Anlaß, mit etlichen Erempeln zu beweiſen, daß die deutſchen Fuͤrſten eine rechte Freude daran haben, die Leute bis auf den Tod zu pruͤgeln.","norm":"Das ist jetzt die Neigung der deutschen Herren, sie brauchen den Stock gerne, und man muss bekennen, dass sie geschickt damit umzugehen wissen . ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ hiervon nimmt nun der Verfasser Anlass, mit etlichen Erempeln zu beweisen, dass die deutschen Fürsten eine rechte Freude daran haben, die Leute bis auf den Tod zu prügeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.723999977111816} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":385,"date":1742,"orig":"Jhr ſehet alſo, zu was vor Poſten man geiſtreiche Koͤpfe in Deutſchland tuͤchtig haͤlt, wiewohl diejenige, die auf dieſen Poſten ſtehen, nicht allemahl geiſtreiche Koͤpfe ſind.","norm":"Ihr sehet also, zu was vor Posten man geistreiche Köpfe in Deutschland tüchtig hält, wiewohl diejenige, die auf diesen Posten stehen, nicht allemal geistreiche Köpfe sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.942299842834473} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":386,"date":1742,"orig":"Man muß es bekennen, es giebt in Deutſchland mehr Gelehrte, als in vielen andern Laͤndern; aber geiſtreich zu ſeyn iſt ihnen verboten, falls ſie nicht vor Narren angeſehen ſeyn wollen.","norm":"Man muss es bekennen, es gibt in Deutschland mehr Gelehrte, als in vielen anderen Ländern; aber geistreich zu sein ist ihnen verboten, falls sie nicht vor Narren angesehen sein wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.17609977722168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":387,"date":1742,"orig":"Ein geſchickter Profeſſor, der in der gelehrten Welt wohlbekannt iſt, wollte einmahl zeigen, daß er Geiſt haͤtte.","norm":"Ein geschickter Professor, der in der gelehrten Welt wohlbekannt ist, wollte einmal zeigen, dass er Geist hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.690200090408325} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":388,"date":1742,"orig":"Sogleich foderte man von ihm, daß er Hofnarr wuͤrde, und der Fuͤrſt noͤthigte ihn mit Gewalt dazu.","norm":"Sogleich forderte man von ihm, dass er Hofnarr würde, und der Fürst nötigte ihn mit Gewalt dazu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.510799884796142} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":389,"date":1742,"orig":"Einer von meinen Freunden hatte Gedancken bey dieſer Gelegenheit eine Comoͤdie zu ſchreiben, die den Titel fuͤhren ſollte:","norm":"Einer von meinen Freunden hatte Gedanken bei dieser Gelegenheit eine Komödie zu schreiben, die den Titel führen sollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2600998878479} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":390,"date":1742,"orig":"Der Hofnarre wider ſeinen Willen.","norm":"Der Hofnarre wider seinen Willen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.426199913024902} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":391,"date":1742,"orig":"Jch hintertrieb es mit allen erſinnlichen Vorſtellungen der Klugheit.","norm":"Ich hintertrieb es mit allen ersinnlichen Vorstellungen der Klugheit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.027299880981445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":392,"date":1742,"orig":"Es iſt hier nichts neues, daß ein Hofnarre, der den Titel eines ſolchen fuͤhret, zugleich Profeſſor in der Philoſophie, oder in der Beredtſamkeit iſt.","norm":"Es ist hier nichts Neues, dass ein Hofnarre, der den Titel eines solchen führt, zugleich Professor in der Philosophie, oder in der Beredsamkeit ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.514800071716309} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":393,"date":1742,"orig":"Da die Wiſſenſchaften auf dieſe Weiſe entweihet und verhudelt werden, ſo iſt es nicht moͤglich, daß das Naturell keinen Schaden davon empfange, und daß man nicht mit der Muttermilch eine unuͤberwindliche Abneigung gegen die Wiſſenſchaften, und alles, was geiſtreich iſt, in ſich ſauge.","norm":"Da die Wissenschaften auf diese Weise entweihet und verhudelt werden, so ist es nicht möglich, dass das Naturell keinen Schaden davon empfange, und dass man nicht mit der Muttermilch eine unüberwindliche Abneigung gegen die Wissenschaften, und alles, was geistreich ist, in sich sauge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.912400007247925} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":394,"date":1742,"orig":"Jn Franckreich hat man dieſes nicht zu befuͤrchten.","norm":"In Frankreich hat man dieses nicht zu befürchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.357999801635742} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":395,"date":1742,"orig":"Daſelbſt haͤlt man den Geiſt hoch, wenn er gleich der Gelehrſamkeit beraubet iſt.","norm":"Daselbst hält man den Geist hoch, wenn er gleich der Gelehrsamkeit beraubet ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.1427998542785645} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":396,"date":1742,"orig":"Ludewig der vierzehnte war ein ſo groſſer Feind der Zotenreiſſer, und Luſtigmacher, als er hingegen ein bekannter Beſchuͤtzer aller geiſtreichen Maͤnner war, die er auch von den Pritſchmeiſtern wohl zu unterſcheiden wußte.","norm":"Ludewig der vierzehnte war ein so großer Feind der Zotenreißer, und Lustigmacher, als er hingegen ein bekannter Beschützer aller geistreichen Männer war, die er auch von den Pritschmeistern wohl zu unterscheiden wusste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911499977111816} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":397,"date":1742,"orig":"Aber der Geſchmack der Deutſchen Fuͤrſten iſt uͤberhaupt ſo beſchaffen, daß ſie zwey Dinge, die an Art ſo verſchieden ſind, mit einander vermiſchen, und ſich nur das ſchmecken laſſen, was unter den Wercken des Geiſtes am ungeſaltzenſten und matteſten iſt.","norm":"Aber der Geschmack der Deutschen Fürsten ist überhaupt so beschaffen, dass sie zwei Dinge, die an Art so verschieden sind, miteinander vermischen, und sich nur das schmecken lassen, was unter den Werken des Geistes am ungesalzensten und mattesten ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.087500095367432} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":398,"date":1742,"orig":"Jn Franckreich liebet man das, was der Witz feines und leckeres hat; nur dadurch kan man ſich hervorthun.","norm":"In Frankreich liebet man das, was der Witz feines und leckeres hat; nur dadurch kann man sich hervortun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.448400020599365} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":399,"date":1742,"orig":"Wer nur Geiſt hat, iſt bey allen Franzoſen willkommen, und kan ſie nur vor ſeine Goͤnner anſehen.","norm":"Wer nur Geist hat, ist bei allen Franzosen willkommen, und kann sie nur vor seine Gönner ansehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27209997177124} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":400,"date":1742,"orig":"Er hat keinen andern Titel noͤthig, als daß er ein geiſtreicher Kopf ſey, ſo wird ihm jedermann wohlgewogen werden.","norm":"Er hat keinen anderen Titel nötig, als dass er ein geistreicher Kopf sei, so wird ihm jedermann wohlgewogen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.258800029754639} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":401,"date":1742,"orig":"Das iſt der Geſchmack der franzoͤſiſchen Nation uͤberhaupt; und niemand wird meines Bedunckens ſo unvernuͤnftig ſeyn, und ihm nicht den Vorzug vor dem Geſchmacke der Deutſchen geben; denn es iſt gewiß, daß man nichts geſchicktes ausrichten kan, wenn man es ohne Geiſt vornimmt.","norm":"Das ist der Geschmack der französischen Nation überhaupt; und niemand wird meines Bedünkens so unvernünftig sein, und ihm nicht den Vorzug vor dem Geschmacke der Deutschen geben; denn es ist gewiss, dass man nichts Geschicktes ausrichten kann, wenn man es ohne Geist vornimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.045499801635742} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":402,"date":1742,"orig":"Die gelehrteſten Wercke taugen nichts, wenn ſie nicht mit Witze verfertiget ſind; und der groͤſte Lehrer wird nur ein verdruͤßlicher Schmierer ſeyn, wenn er ſeine Beleſenheit ohne Geiſt auskramet; ſo wie der groͤſſeſte Weltweiſe nur ein langweiliger Schwatzer ſeyn wird, wenn er ſeine Schlußreden nicht mit Geiſt wuͤrtzet, ob ſie gleich ſonſt buͤndig ſind.","norm":"Die gelehrtesten Werke taugen nichts, wenn sie nicht mit Witze verfertiget sind; und der größte Lehrer wird nur ein verdrusslicher Schmierer sein, wenn er seine Belesenheit ohne Geist auskramet; so wie der größte Weltweise nur ein langweiliger Schwatzer sein wird, wenn er seine Schlussreden nicht mit Geist würzet, ob sie gleich sonst bündig sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.691400051116943} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":403,"date":1742,"orig":"Der Geiſt iſt das Vermoͤgen des Verſtandes, das macht, daß wir das, was wir ſagen, mit Anmuth ſagen, und das, was wir thun, mit guter Art thun.","norm":"Der Geist ist das Vermögen des Verstandes, das macht, dass wir das, was wir sagen, mit Anmut sagen, und das, was wir tun, mit guter Art tun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":2.802900075912475} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":404,"date":1742,"orig":"Es iſt die geſchickte Wahl, das feine Weſen, das ſcharfſinnige Urtheil, kurtz etwas nicht genug beſtimmtes, das unſren Gedancken und Begriffen eine gewiſſe Zierlichkeit mittheilet; das auszieret, was die Vernunft erfindet, und ausſchmuͤcket, was der Verſtand hervorbringt.","norm":"Es ist die geschickte Wahl, das feine Wesen, das scharfsinnige Urteil, kurz etwas nicht genug Bestimmtes, das unseren Gedanken und Begriffen eine gewisse Zierlichkeit mitteilet; das auszieret, was die Vernunft erfindet, und ausschmücket, was der Verstand hervorbringt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.071199893951416} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":405,"date":1742,"orig":"Aber es iſt nicht genug, daß man erklaͤre, was Geiſt ſey, es giebt verſchiedene Arten dieſes Geiſtes, welche man von einander, oder beſſer zu ſagen, von etwas, das ihm aͤhnlich iſt, unterſcheiden muß.","norm":"Aber es ist nicht genug, dass man erkläre, was Geist sei, es gibt verschiedene Arten dieses Geistes, welche man voneinander, oder besser zu sagen, von etwas, das ihm ähnlich ist, unterscheiden muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.671200037002563} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":406,"date":1742,"orig":"Es iſt eine Art rauhes Geiſtes, von welchem die platten und eckelhaften Poſſen und Zoten entſtehen, die doch auch gewiſſen Leuten angenehm ſind, welche ſelbſt nur dieſe Geiſtesart beſitzen.","norm":"Es ist eine Art raues Geistes, von welchem die platten und ekelhaften Possen und Zoten entstehen, die doch auch gewissen Leuten angenehm sind, welche selbst nur diese Geistesart besitzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.416200160980225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":407,"date":1742,"orig":"Dieſe iſt derjenigen gantz ungleich, welche die Franzoſen haben wollen, und die ich oben erklaͤrt habe.","norm":"Diese ist derjenigen ganz ungleich, welche die Franzosen haben wollen, und die ich oben erklärt habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6620001792907715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":408,"date":1742,"orig":"Unter dem rauhen und dem feinen Geiſt herrſchet der Unterſchied, daß jener die Miltze, und dieſer das Hertz ruͤhret; jener das wilde Gelaͤchter, dieſer die Verwunderung erwecket; der erſte einen Augenblick Luſt machet, hernach Verdruß verurſachet, da hingegen der andere ein reines und deſto gruͤndlicheres Ergetzen mit ſich fuͤhret.","norm":"Unter dem rauen und dem feinen Geist herrschet der Unterschied, dass jener die Milz, und dieser das Herz rühret; jener das wilde Gelächter, dieser die Verwunderung erwecket; der erste einen Augenblick Lust macht, hernach Verdruss verursachet, da hingegen der andere ein reines und desto gründlicheres Ergötzen mit sich führt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.55620002746582} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":409,"date":1742,"orig":"Da nun die groſſen Herren in Deutſchland auf dieſe lezte Eigenſchaft nicht viel halten, ſo erforſchet auch niemand ſich ſelber, ob er nicht etwa dieſelbe von der guͤtigen Natur empfangen habe; man ſtreitet nur um den Vorzug, wer die platteſten Pritſchmeiſterpoſſen ſagen kan.","norm":"Da nun die großen Herren in Deutschland auf diese letzte Eigenschaft nicht viel halten, so erforschet auch niemand sich selber, ob er nicht etwa dieselbe von der gütigen Natur empfangen habe; man streitet nur um den Vorzug, wer die plattesten Pritschmeisterpossen sagen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.760200023651123} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":410,"date":1742,"orig":"Wie oft hoͤret man dieſe vornehmen Deutſchen uͤber den ungeheureſten Einfall eines elenden Luſtigmachers in ein erſchreckliches Gelaͤchter ausbrechen?","norm":"Wie oft höret man diese vornehmen Deutschen über den ungeheuersten Einfall eines elenden Lustigmachers in ein erschreckliches Gelächter ausbrechen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.178500175476074} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":411,"date":1742,"orig":"Das iſt ihr Geſchmack, und wer ihr Freund ſeyn will, muß mitmachen.","norm":"Das ist ihr Geschmack, und wer ihr Freund sein will, muss mitmachen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.598900079727173} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":412,"date":1742,"orig":"Deßwegen wundert mich nicht mehr, daß in euren Poeten ſolche Jedermannsgedancken, und ſo grobe Ausdruͤcke ſind.","norm":"Deswegen wundert mich nicht mehr, dass in euren Poeten solche Jedermannsgedancken, und so grobe Ausdrücke sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.570000171661377} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":413,"date":1742,"orig":"Guͤnther, einer der geſchaͤtzteſten iſt damit angefuͤllet.","norm":"Günther, einer der geschätztesten ist damit angefüllt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144899845123291} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":414,"date":1742,"orig":"Leſet ſeine Ode auf das Gluͤcke, die vor eines ſeiner beſten Stuͤcke gehalten wird; ihr werdet darinnen einen Beweis meiner Meinung finden.","norm":"Leset seine Ode auf das Glücke, die vor eines seiner besten Stücke gehalten wird; ihr werdet darinnen einen Beweis meiner Meinung finden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.061500072479248} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":415,"date":1742,"orig":"Jch werde die lezte Strophe dieſer Ode nie vergeſſen; ſie hat etwas allzu ſonderbares, daß ich ſie hier nicht anfuͤhren ſollte; Vielleicht habet ihr niemahls Zeit gehabt, ſie genau zu betrachten.","norm":"Ich werde die letzte Strophe dieser Ode nie vergessen; sie hat etwas allzu Sonderbares, dass ich sie hier nicht anführen sollte; vielleicht habet ihr niemals Zeit gehabt, sie genau zu betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.076499938964844} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":416,"date":1742,"orig":"Jch bitte nur die Frauensperſonen, denen ihr etwa meinen Brief zeigen moͤgtet, daß ſie ſich an gewiſſen purſchmaͤſſigen Worten nicht aͤrgern, die ich mich genoͤthiget ſehe, zu brauchen, wenn ich des Poeten Meinung ausdruͤcken ſoll.","norm":"Ich bitte nur die Frauenspersonen, denen ihr etwa meinen Brief zeigen möchtet, dass sie sich an gewissen burschmässigen Worten nicht ärgern, die ich mich genötigt sehe, zu brauchen, wenn ich des Poeten Meinung ausdrücken soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.868000030517578} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":417,"date":1742,"orig":"Sie muͤſſen ſich erinnern, daß ich aus dem Deutſchen uͤberſetze, nun wiſſen ſie wohl, daß in dieſer Sprache dergleichen Zeug nichts neues iſt.","norm":"Sie müssen sich erinnern, dass ich aus dem Deutschen übersetze, nun wissen sie wohl, dass in dieser Sprache dergleichen Zeug nichts Neues ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.221399784088135} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":418,"date":1742,"orig":"Nachdem Guͤnther zuerſt auf eine ziemlich froſtige Weiſe auf das Gluͤcke geſtichelt, uͤberlaͤuft ihm die Galle, und er bricht gantz entruͤſtet in dieſe Worte aus: Tiens, ſagt er zu ihm, voicy tes plus beaux titres.","norm":"Nachdem Günther zuerst auf eine ziemlich frostige Weise auf das Glücke gestichelt, überläuft ihm die Galle, und er bricht ganz entrüstet in diese Worte aus: Diens, sagt er zu ihm, voicy tes plus beaux Titres.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.172599792480469} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":419,"date":1742,"orig":"Tu n’es qu’une girouette, une femmellette aveugle, une voie de perdition, une garce à laquais, une ſorcière, la ſœur de la folie, une hableuſe, une trompeuſe:","norm":"Tu n' es qu'une girouette, une femmellette aveugle, une voie de perdition, une garce à laquais, une sorciere, la soeur de la folie, une hableuse, une trompeuse:","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":4.338399887084961} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":420,"date":1742,"orig":"& qui eſt ce qui me punira comme Athée, par ce que je te blasphême!","norm":"& qui est ce qui me punira comme Athee, par ce que je te blaspheme!","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.688700199127197} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":421,"date":1742,"orig":"Jch weiß wohl, daß der arme Guͤnther keine Urſache gehabt, mit dem Gluͤcke wohlzufrieden zu ſeyn; und daß er dem Colletet gleich war, von dem man ſagt, er ſey von einer Kuͤche in die andere gegangen, einen Biſſen Brod zu betteln; allein ich kan ihm, die Wahrheit zu bekennen, ſeine poͤbelhaften Ausdruͤcke nicht verzeihen, und ich moͤgte ihn wohl fragen, in welchem Lumpenhauſe er dieſe Schreibart an ſich genommen habe.","norm":"Ich weiß wohl, dass der arme Günther keine Ursache gehabt, mit dem Glücke wohl zufrieden zu sein; und dass er dem Kollett gleich war, von dem man sagt, er sei von einer Küche in die andere gegangen, einen Bissen Brot zu betteln; allein ich kann ihm, die Wahrheit zu bekennen, seine pöbelhaften Ausdrücke nicht verzeihen, und ich möchte ihn wohl fragen, in welchem Lumpenhause er diese Schreibart an sich genommen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.954799890518188} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":422,"date":1742,"orig":"Was vor eine Ungleichheit zwiſchen Guͤnthers Verſen, und denen, welche Rouſſau auf eben dieſes Gluͤcke geſchrieben hat!","norm":"Was vor eine Ungleichheit zwischen Günthers Versen, und denen, welche Roussau auf eben dieses Glücke geschrieben hat!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.927199840545654} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":423,"date":1742,"orig":"Jn was vor Anſehen Guͤnther bey der deutſchen Nation ſtehe, hat uns Hr. Gottſched oben (D) belehret.","norm":"In was vor Ansehen Günther bei der deutschen Nation stehe, hat uns Hr. Gottsched oben (D) belehret.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.032100200653076} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":424,"date":1742,"orig":"Deſſen ungeachtet kan ich das Urtheil, welches Hr.","norm":"Dessen ungeachtet kann ich das Urteil, welches Hr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.234600067138672} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":425,"date":1742,"orig":"Mauvillon von ſeiner poetiſchen Niedertraͤchtigkeit gefaͤllet hat, mit einheimiſchen Zeugniſſen bekraͤftigen.","norm":"Mauvillon von seiner poetischen Niederträchtigkeit gefällt hat, mit einheimischen Zeugnissen bekräftigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.290999889373779} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":426,"date":1742,"orig":"Jn dem XIV. St. der Critiſchen Beytraͤge, wo Guͤnthers Gedichte beurtheilet werden, heißt es Bl. 186.","norm":"In dem XIV. St. der kritischen Beiträge, wo Günthers Gedichte beurteilet werden, heißt es Bl. 186.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589099884033203} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":427,"date":1742,"orig":"„Seine Kenntniß in den wahren Regeln der Dichtkuuſt war ſehr mittelmaͤſſig, ſeine Beurtheilungskraft ſehr ſeicht und unfaͤhig, das wilde Feuer der Fantaſie zu maͤſſigen.„","norm":"„Seine Kenntnis in den wahren Regeln der Dichtkuust war sehr mittelmäßig, seine Beurteilungskraft sehr seicht und unfähig, das wilde Feuer der Fantasie zu mäßigen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.581500053405762} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":428,"date":1742,"orig":"Und auf der 188ſten Seite:","norm":"Und auf der 188sten Seite:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.299200057983398} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":429,"date":1742,"orig":"„Was die Gedichte ſelbſt anlanget, ſo haben ſie faſt durchgehends ein ſehr flieſſendes Weſen, ein richtiges Sylbenmaaß, und eine richtigere, regelmaͤſſigere Sprache, als man in vielen unſrer Dichter anmercket.","norm":"„Was die Gedichte selbst anlanget, so haben sie fast durchgehend ein sehr fließendes Wesen, ein richtiges Silbenmaß, und eine richtigere, regelmäßigere Sprache, als man in vielen unserer Dichter anmerket.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.491000175476074} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":430,"date":1742,"orig":"Allein was das innere anlanget, ſo ſind viele, ja die meiſten Stuͤcke einem Quodlibet aͤhnlicher, als einem ordentlichen und vernuͤnftig zuſammenhangenden Wercke.","norm":"Allein was das innere anlanget, so sind viele, ja die meisten Stücke einem Quodlibet ähnlicher, als einem ordentlichen und vernünftig zusammenhängenden Werke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.063099861145019} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":431,"date":1742,"orig":"Oft ſcheint der Reim, und nicht der Poet den Vers gemacht zu haben:","norm":"Oft scheint der Reim, und nicht der Poet den Vers gemacht zu haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.70989990234375} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":432,"date":1742,"orig":"Jndem er nicht anders ausſieht, als ob er lauter Bouts-rimez gemachet, oder die Einfaͤlle im huͤbneriſchen Reimregiſter geſuchet haͤtte. ‒ ‒ ‒ ‒ Ja auch in ſeinen Todesgedancken hat er das geiſtliche mit dem weltlichen, die Bibel mit den Fabeln der Heiden ſo durch einander gemenget, daß man „nicht wiſſen kan, ob er als ein Heide oder als ein Chriſt habe ſterben wollen.","norm":"Indem er nicht anders aussieht, als ob er lauter Bouts-rimez gemacht, oder die Einfälle im hübnereschen Reimregister gesucht hätte . ‒ ‒ ‒ ‒ Ja auch in seinen Todsgedanken hat er das geistliche mit dem weltlichen, die Bibel mit den Fabeln der Heiden so durcheinander gemengt, dass man „nicht wissen kann, ob er als ein Heide oder als ein Christ habe sterben wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7795000076293945} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":433,"date":1742,"orig":"Hernach weiß er ſelbſt in den erhabenſten Oden nicht den Wohlſtand, und das ſo genannte πρέπον zu beobachten.„","norm":"Hernach weiß er selbst in den erhabensten Oden nicht den Wohlstand, und das so genannte πρέπον zu beobachten . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.2941999435424805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":434,"date":1742,"orig":"Jn dem XXIV. St. derſelben Critiſchen Beytraͤge, in den Anmerckungen uͤber Clercs Gedancken von der Poeſie Bl. 589. ſtehet:","norm":"In dem XXIV. St. derselben kritischen Beiträge, in den Anmerkungen über Clercs Gedanken von der Poesie Bl. 589. steht:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.088200092315674} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":435,"date":1742,"orig":"„Was ich von Hofmannswaldau ſage, das gilt auch von einigen neuern, als Amthorn, Guͤnthern, und ein Paar noch lebenden Dichtern [vielleicht Triller und Gottſched] theils von ſchwuͤlſtiger, theils von niedriger Schreibart.","norm":"„Was ich von Hofmannswaldau sage, das gilt auch von einigen neueren, als Amthorn, Günther, und ein Paar noch lebenden Dichtern [vielleicht Triller und Gottsched] teils von schwülstiger, teils von niedriger Schreibart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080900192260742} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":436,"date":1742,"orig":"Wohl dem, der von Jugend auf auf gute Muſter verfallen iſt. z. E. auf den Virgil, Horatz, Opitz, Canitz.„","norm":"Wohl dem, der von Jugend auf auf gute Muster verfallen ist. z. E. auf den Virgil, Horatz, Opitz, Canitz . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.271200180053711} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":437,"date":1742,"orig":"Und wer ſich an dieſen Zeugniſſen noch nicht ſattigen will, der leſe in dem XXIV. St. der Crit.","norm":"Und wer sich an diesen Zeugnissen noch nicht Satin will, der lese in dem XXIV. St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.702600002288818} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":438,"date":1742,"orig":"Beytraͤge Art. III. Bl. 63. den Verſuch einer Critick uͤber die guͤntheriſche Ode: Eugen iſt fort!","norm":"Beiträge Art. III. Bl. 63. den Versuch einer Kritik über die güntherische Ode: Eugen ist fort!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.959099769592285} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":439,"date":1742,"orig":"Jhr Muſen nach ꝛc., wo er folgende und dergleichen critiſche Ausſpruͤche bey der Menge antreffen wird:","norm":"Ihr Musen nach etc., wo er folgende und dergleichen kritische Aussprüche bei der Menge antreffen wird:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.4506001472473145} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":440,"date":1742,"orig":"Dieſe Kleinigkeiten koͤnnen das Bathos nicht bergen: Dieſes iſt ein poͤbelhafter Ausdruck: Dieſes iſt Guͤnthers groͤſter und gewoͤhnlichſter Fehler, daß er auch in der praͤchtigſten Rede, ſeinem Saryr bisweilen zu meckern erlaubt:","norm":"Diese Kleinigkeiten können das Bathos nicht bergen: Dieses ist ein pöbelhafter Ausdruck: Dieses ist Günthers größter und gewöhnlichster Fehler, dass er auch in der prächtigsten Rede, seinem Saryr bisweilen zu meckern erlaubt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.423900127410889} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":441,"date":1742,"orig":"Der gantze Einfall iſt Flittergold, das hieher nicht gehoͤrt:","norm":"Der ganze Einfall ist Flittergold, das hierher nicht gehört:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.099599838256836} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":442,"date":1742,"orig":"Da iſt ein Galimatias, hier ein Phoͤbus:","norm":"Da ist ein Galimathias, hier ein Phöbus:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48960018157959} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":443,"date":1742,"orig":"Bald plaudert er, wie ein Fieberhafter, bald aber ſchimpſet er beynahe, wie ein Schotenhuͤter:","norm":"Bald plaudert er, wie ein Fieberhafter, bald aber schimpfet er beinahe, wie ein Schotenhüter:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.769499778747559} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":444,"date":1742,"orig":"Ein ſolches abentheurliches Phoͤbus harte noch gefehlt. ꝛc. ꝛc.","norm":"Ein solches abenteuerliches Phöbus harte noch gefehlt. etc. etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.9893999099731445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":445,"date":1742,"orig":"„Der Poͤbel betet in deinem ſchlechteſten Wercke das Wohlergehen an, er nennt dich Großmuth, Dapferkeit, Klugheit, Standhaftigkeit:","norm":"„Der Pöbel betet in deinem schlechtesten Werke das Wohlergehen an, er nennt dich Großmut, Tapferkeit, Klugheit, Standhaftigkeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.483099937438965} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":446,"date":1742,"orig":"Er beraubet die Tugend ihrer eigenſten Titel, und leget ſie einem Laſter, das dir angenehm iſt, bey.","norm":"Er beraubet die Tugend ihrer eigensten Titel, und leget sie einem Laster, das dir angenehm ist, bei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.892199993133545} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":447,"date":1742,"orig":"Jn ſeinen falſchen Lehrſaͤtzen machet er allemahl vortreffliche Helden aus deinen ſtrafwuͤrdigſten Lieblingen.„","norm":"In seinen falschen Lehrsätzen macht er allemal vortreffliche Helden aus deinen strafwürdigsten Lieblingen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.94290018081665} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":448,"date":1742,"orig":"Die franzoͤſiſche Sprache iſt zu ſittſam, als daß ſie ſolche Ausdruͤcke, wie Guͤnthers ſind, vertragen koͤnnte, am allerwenigſten kan ſie dieſes in einer ernſthaften und erhabenen Ode.","norm":"Die französische Sprache ist zu sittsam, als dass sie solche Ausdrücke, wie Günthers sind, vertragen könnte, am allerwenigsten kann sie dieses in einer ernsthaften und erhabenen Ode.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.921799898147583} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":449,"date":1742,"orig":"Wenn wir von luſtigen Sachen ſchreiben wollen, ſo haben wir eine abſonderliche Sprache vor dieſelben, nemlich des Marots ſeine:","norm":"Wenn wir von lustigen Sachen schreiben wollen, so haben wir eine absonderliche Sprache vor dieselben, nämlich des Marots seine:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.665999889373779} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":450,"date":1742,"orig":"Aber im Deutſchen laͤuft alles unter einander, das Ernſtliche mit dem Poſſierlichen; das Hohe mit dem Kriechenden, und das Praͤchtige mit dem Luſtigen.","norm":"Aber im Deutschen läuft alles untereinander, das Ernstliche mit dem Possierlichen; das Hohe mit dem Kriechenden, und das Prächtige mit dem Lustigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.753900051116943} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":451,"date":1742,"orig":"Alle Ausdruͤcke ſind da gleich gut, und man macht da keinen Unterſchied zwiſchen proſaiſchen und poetiſchen Redensarten.","norm":"Alle Ausdrücke sind da gleich gut, und man macht da keinen Unterschied zwischen prosaischen und poetischen Redensarten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.424799919128418} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":452,"date":1742,"orig":"Man findet oft unter einem Dutzend Verſe, die ſo ſchwulſtig ſind, als des Pindarus, ein poͤbelhaftes Spruͤchwort.","norm":"Man findet oft unter einem Dutzend Verse, die so schwulstig sind, als des Pindarus, ein pöbelhaftes Sprüchwort.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.256899833679199} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":453,"date":1742,"orig":"Die Sprache iſt nicht Schuld daran, ſondern diejenigen, welche ſolches ohne Geſchmack und ohne Urtheilskraft anbringen.","norm":"Die Sprache ist nicht Schuld daran, sondern diejenigen, welche solches ohne Geschmack und ohne Urteilskraft anbringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.874800205230713} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":454,"date":1742,"orig":"Und wenn die deutſche Welt ſie deßwegen nicht beſtraffet, ſo ruͤhrt dieſes daher, daß die Leſer eben ſo wenig Scharfſinnigkeit haben, als die Poeten, und, giebt man ihnen nur ein Blat voll Reimen mit abentheurlichen und platten Ausdruͤcken zuſammengekuppelt, daß ſie daruͤber lachen muͤſſen, ſich im geringſten nichts um das bekuͤmmern, was wir geſchickte Formeln und Redensarten, auserleſene Ausdruͤcke, feine Wahl, u. ſ. w. heiſſen Jch will mithin nicht leugnen, daß man in euren Poeten nicht hier und da etliche treffliche Stellen antreffe, doch ſind ſolche ſehr duͤnne geſaͤet.","norm":"Und wenn die deutsche Welt sie deswegen nicht bestrafet, so rührt dieses daher, dass die Leser ebenso wenig Scharfsinnigkeit haben, als die Poeten, und, gibt man ihnen nur ein Blatt voll Reimen mit abenteuerlichen und platten Ausdrücken zusammengekuppelt, dass sie darüber lachen müssen, sich im Geringsten nichts um das bekümmern, was wir geschickte Formeln und Redensarten, auserlesene Ausdrücke, feine Wahl, u. s. w. heißen Ich will mithin nicht leugnen, dass man in euren Poeten nicht hier und da etliche treffliche Stellen antreffe, doch sind solche sehr dünne gesät.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.429599761962891} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":455,"date":1742,"orig":"Eine Strophe in Guͤnthers Ode auf Gott hat mir ſo wohl gefallen, daß mich die Luſt angekommen, ſie in franzoͤſiſche Verſe zu uͤberſetzen.","norm":"Eine Strophe in Günthers Ode auf Gott hat mir so wohl gefallen, dass mich die Lust angekommen, sie in französische Verse zu übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.469699859619141} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":456,"date":1742,"orig":"Vielleicht iſt es euch nicht zuwider, daß ich euch dieſe Ueberſetzung zeige.","norm":"Vielleicht ist es euch nicht zuwider, dass ich euch diese Übersetzung zeige.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.082300186157227} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":457,"date":1742,"orig":"Hier iſt ſie, und damit ihr deſto leichter urtheilen koͤnnet, ob ſie der Urkunde gemaͤß ſey, ſo will ich mit eurer Erlaubniß ſelbige beyfuͤgen.","norm":"Hier ist sie, und damit ihr desto leichter urteilen könnet, ob sie der Urkunde gemäß sei, so will ich mit eurer Erlaubnis selbige beifügen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.265100002288818} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":458,"date":1742,"orig":"Jn dem Heumonat der Leipzigiſchen Beluſtigungen, in dem Schreiben an Hrn. M.","norm":"In dem Heumonat der Leipzigischen Belustigungen, in dem Schreiben an Hrn. M.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.844099998474121} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":459,"date":1742,"orig":"Schwabe wegen der Unnuͤtzlichkeit ſeines Vorhabens Bl. 20. wird uͤber dieſe Stelle folgende geiſtreiche Anmerckung gemachet: „Jch wollte dieſe Schreibart die Sprache der Freundſchaft, zur Nachahmung der Sprache des Schertzes, nennen; welche ein gewiſſer neuer Briefſchreiber an ſeinen Landsleuten gantz beſonders erhebt, und es den Deutſchen als einen groſſen Fehler vorwirft, daß ſie dergleichen nicht haͤtten.","norm":"Schwabe wegen der Unnützlichkeit seines Vorhabens Bl. 20. wird über diese Stelle folgende geistreiche Anmerkung gemacht: „Ich wollte diese Schreibart die Sprache der Freundschaft, zur Nachahmung der Sprache des Scherzes, nennen; welche ein gewisser neuer Briefschreiber an seinen Landsleuten ganz besonders erhebt, und es den Deutschen als einen großen Fehler vorwirft, dass sie dergleichen nicht hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.743800163269043} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":460,"date":1742,"orig":"Die Deutſchen, ſagt er, ſchreiben die ernſthafteſten Oden, und die luſtigſten Gedichte, in einerley Versart.","norm":"Die Deutschen, sagt er, schreiben die ernsthaftesten Oden, und die lustigsten Gedichte, in einerlei Versart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.421899795532227} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":461,"date":1742,"orig":"Wir aber haben eine beſondere marotiſche Schreibart, in welcher wir nur ſchertzen.","norm":"Wir aber haben eine besondere marotische Schreibart, in welcher wir nur scherzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.499000072479248} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":462,"date":1742,"orig":"Wenn ſie, mein Herr, etwa dieſe Sprache noch nicht kennen, ſo will ich ſie ihnen doch ὡς ἐν παρόδω, ut φιλέλληνες loquuntur, erklaͤren.","norm":"Wenn sie, mein Herr, etwa diese Sprache noch nicht kennen, so will ich sie ihnen doch ὡς ἐν παρόδω, ut φιλέλληνες loquuntur, erklären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":3.293600082397461} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":463,"date":1742,"orig":"Stellen ſie ſich eine Sammlung altfraͤnckiſcher, poͤbelhafter, und wider die Grammatick verſtoſſender Woͤrter und Redensarten vor.","norm":"Stellen sie sich eine Sammlung altfränkischer, pöbelhafter, und wider die Grammatik verstoßender Wörter und Redensarten vor.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.012899875640869} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":464,"date":1742,"orig":"Sie ſey alſo noch ein Grad ſchlechter, als dasjenige, was wir im Deutſchen die Hans-Sachſen-Schreibart nennen, welcher wir uns bisweilen zum Lachen bedienen; allein „die ein Dichter alsdann ſtarck gebrauchen muͤßte, wenn er das ſicherſte Mittel haben wollte, uns unertraͤglich zu werden.","norm":"Sie sei also noch ein Grad schlechter, als dasjenige, was wir im Deutschen die Hans-Sachsen-Schreibart nennen, welcher wir uns bisweilen zum Lachen bedienen; allein „die ein Dichter alsdann stark gebrauchen müsste, wenn er das sicherste Mittel haben wollte, uns unerträglich zu werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05210018157959} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":465,"date":1742,"orig":"Wenn Sie ſich dieſe Schreibart einbilden, mein Herr, ſo haben ſie dasjenige, was die Groͤſſe gewiſſer auslaͤndiſcher Dichter, und einen Theil von dem Ruhme ihrer Nation ausmachet.","norm":"Wenn Sie sich diese Schreibart einbilden, mein Herr, so haben sie dasjenige, was die Größe gewisser ausländischer Dichter, und einen Teil von dem Ruhme ihrer Nation ausmachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.902200222015381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":466,"date":1742,"orig":"Jch weiß nicht, ob nach dem Urtheile der gantzen Nation, oder nur bloß nach dem Ausſpruche des groſſen Kunſtrichters, der vielleicht auch den Homer und Deſpreaux tadelt, daß ſie die Batrachomyomachie und das Pult nicht in marotiſchen Verſen geſchrieben haben. ꝛc.„","norm":"Ich weiß nicht, ob nach dem Urteile der ganzen Nation, oder nur bloß nach dem Ausspruche des großen Kunstrichters, der vielleicht auch den Homer und Despreaux tadelt, dass sie die Batrachomyomachie und das Pult nicht in marotischen Versen geschrieben haben . etc . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.798699855804443} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":467,"date":1742,"orig":"Jch muß die kleine Bosheit dieſes anſehnlichen Luſtigmachers ein wenig beleuchten.","norm":"Ich muss die kleine Bosheit dieses ansehnlichen Lustigmachers ein wenig beleuchten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.540800094604492} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":468,"date":1742,"orig":"Es iſt eben ſo laͤcherlich, wenn er die marotiſche Sprache als altfraͤnkiſch, niedertraͤchtig und poͤbelhaft anſchwaͤrtzen will, als wenn einer ſich uͤber die Hofleute Franciſcus des erſten erzoͤrnen wollte, daß ſie nicht in der itzigen neumodiſchen Kleidung auftreten.","norm":"Es ist eben so lächerlich, wenn er die marotische Sprache als altfränkisch, niederträchtig und pöbelhaft anschwärzen will, als wenn einer sich über die Hofleute Franciscus des ersten erzürnen wollte, dass sie nicht in der jetzigen neumodischen Kleidung auftreten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.336299896240234} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":469,"date":1742,"orig":"Die marotiſche Sprache iſt bey den Franzoſen diejenige, welche an dem Hofe des beſagten Koͤnigs geredet worden.","norm":"Die marotische Sprache ist bei den Franzosen diejenige, welche an dem Hofe des besagten Königs geredet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.250599861145019} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":470,"date":1742,"orig":"Sie war ſo bequem ſchertzhafte und und ſatiriſche Gedancken darinnen einzukleiden, und Marot hatte ſie zu dieſem Ende ſo geſchickt gebraucht, daß ſie als eine todte Sprache noch heutzutage in ſeinen Schriften erlernet, und noch zu demſelben Ende angewendet wird.","norm":"Sie war so bequem scherzhafte und und satirische Gedanken darinnen einzukleiden, und Marot hatte sie zu diesem Ende so geschickt gebraucht, dass sie als eine tote Sprache noch heutzutage in seinen Schriften erlernet, und noch zu demselben Ende angewendet wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310500144958496} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":471,"date":1742,"orig":"La Bruͤyere hat davon geurtheilet:","norm":"La Brüyere hat davon geurteilt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.369800090789795} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":472,"date":1742,"orig":"„Marot ſcheint im Abſehen auf ſeine Redensarten und Ausdruͤcke erſt ſeit Ronſards Zeit gelebet zu haben; zwiſchen ihm und uns iſt nur ein Unterſchied von etlichen Woͤrtern.„","norm":"„Marot scheint im Absehen auf seine Redensarten und Ausdrücke erst seit Ronsards Zeit gelebt zu haben; zwischen ihm und uns ist nur ein Unterschied von etlichen Wörtern . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.331699848175049} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":473,"date":1742,"orig":"Sofern iſt es, daß dieſe Sprache poͤbelhaft ſey, oder wider die Grammatick verſtoſſe, wiewohl ſie ihre eigene Grammatick hat.","norm":"Sofern ist es, dass diese Sprache pöbelhaft sei, oder wider die Grammatik verstoße, wiewohl sie ihre eigene Grammatik hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.057600021362305} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":474,"date":1742,"orig":"Man findet im Marot einen gantz herrlichen und praͤchtigen Ausdruck, der ihn mitten in dem artigen und zierlichen Schertze unterſtuͤzt, von welchem er der Vater iſt, und zugleich das Muſter giebt.","norm":"Man findet im Marot einen ganz herrlichen und prächtigen Ausdruck, der ihn mitten in dem artigen und zierlichen Scherze unterstützt, von welchem er der Vater ist, und zugleich das Muster gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.914100170135498} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":475,"date":1742,"orig":"Dieſen Character giebt ihm Boileau:","norm":"Diesen Charakter gibt ihm Boileau:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.394800186157227} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":476,"date":1742,"orig":"Imitez de Marot l’elegant badinage.","norm":"Imitez de Marot l'elegant Badinage.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"ca","lang_de":0,"norm_lmscore":5.836299896240234} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":477,"date":1742,"orig":"Zu der marotiſchen Schreibart wird Marots Geiſt, nicht nur ſeine Worte erfodert.","norm":"Zu der marotischen Schreibart wird Marots Geist, nicht nur seine Worte erfordert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.633699893951416} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":478,"date":1742,"orig":"Dieſer war ſehr fein und ſehr anmuthig.","norm":"Dieser war sehr fein und sehr anmutig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.180200099945068} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":479,"date":1742,"orig":"Jn allem, was er ſagt, iſt Anmuth, und ſeine gemeinſten Gedancken werden durch die Ausbildung geſchmuͤckt.","norm":"In allem, was er sagt, ist Anmut, und seine gemeinsten Gedanken werden durch die Ausbildung geschmückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.102399826049805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":480,"date":1742,"orig":"Alſo heißt man die angenehme Leichtigkeit, die natuͤrliche Flieſſendheit, die aus Marots Geiſt, als ihrer wahren Quelle entſprang, aus Danckbarkeit die marotiſche Schreibart, weil ſie ihm ſo gar eigenthuͤmlich war.","norm":"Also heißt man die angenehme Leichtigkeit, die natürliche Fliessendheit, die aus Marots Geist, als ihrer wahren Quelle entsprang, aus Dankbarkeit die marotische Schreibart, weil sie ihm so gar eigentümlich war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.037000179290771} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":481,"date":1742,"orig":"Alles in ſeinen Gedichten gehoͤrt dem Naturell zu, nichts der Bemuͤhung, nemlich einer Bemuͤhung, die ſich ſelber verrathe und mercken laſſe.","norm":"Alles in seinen Gedichten gehört dem Naturell zu, nichts der Bemühung, nämlich einer Bemühung, die sich selber verrate und merken lasse.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.746600151062012} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":482,"date":1742,"orig":"Jn dieſem Stuͤcke haben ihn die anmuthigſten Koͤpfe unter den franzoͤſiſchen Poeten fuͤr ihren Lehrmeiſter erkennt; als der Hr. de la Fontaine, der Abt Chaulieu ꝛc. Jch bin verſichert, daß dieſe geiſtreiche Koͤpfe in ihrem Gebrauche der alten marotiſchen Sprache am allerwenigſten derauf geſehen haben, daß ſie die Miltze ihrer Leſer durch den ungewoͤhnlichen und veralterten Klang derſelben beluſtigten.","norm":"In diesem Stücke haben ihn die anmutigsten Köpfe unter den französischen Poeten für ihren Lehrmeister erkennt; als der Hr. de la Fontäne, der Abt Chaulieu etc. Ich bin versichert, dass diese geistreiche Köpfe in ihrem Gebrauche der alten marotischen Sprache am allerwenigsten darauf gesehen haben, dass sie die Milz ihrer Leser durch den ungewöhnlichen und veralterten Klang derselben belustigten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.774499893188477} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":483,"date":1742,"orig":"Das veralterte und aus der Gewohnheit gekommene in dieſer Sprache dienete ihnen mithin, den Schertz durch ein merckliches Kennzeichen von dem Ernſt zu unterſcheiden; ſo wie dem Harlekin auf dem Schauplatze eine abſonderliche an Schnitte und Farbe eigene Kleidung affectirt iſt.","norm":"Das veralterte und aus der Gewohnheit gekommene in dieser Sprache diente ihnen mithin, den Scherz durch ein merkliches Kennzeichen von dem Ernst zu unterscheiden; so wie dem Harlekin auf dem Schauplatze eine absonderliche an Schnitte und Farbe eigene Kleidung affektiert ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1381001472473145} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":484,"date":1742,"orig":"Nun iſt es ein Zeichen des guten Geſchmackes, und ein Beweisthum des Reichthums der franzoͤſiſchen Sprache, daß man nicht genoͤthiget iſt, zum Schertze eben die Sprache zu brauchen, welche man zum Ernſte anwendet:","norm":"Nun ist es ein Zeichen des guten Geschmackes, und ein Beweistum des Reichtums der französischen Sprache, dass man nicht genötigt ist, zum Scherze eben die Sprache zu brauchen, welche man zum Ernste anwendet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9205000400543213} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":485,"date":1742,"orig":"Wie es einen Mangel anzeiget, wo man eine ernſthafte und an ſich ſelbſt maͤnnliche Sprache hat, wie die deutſche eine ſolche iſt, die man auch zum Schertze und zu Poſſen brauchen muß, aber ſie eben dadurch mißbraucht, und entweihet; maſſen es ſchwerlich geſchehen kan, daß ſich nicht an einige Worte und Redensarten etwas veraͤchtliches nnd laͤcherliches mit anhaͤnge.","norm":"Wie es einen Mangel anzeiget, wo man eine ernsthafte und an sich selbst männliche Sprache hat, wie die deutsche eine solche ist, die man auch zum Scherze und zu Possen brauchen muss, aber sie eben dadurch missbraucht, und entweihet; Maßen es schwerlich geschehen kann, dass sich nicht an einige Worte und Redensarten etwas Verächtliches und Lächerliches mit anhänge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.582099914550781} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":486,"date":1742,"orig":"Mit was vor einer Stirne darf man denn ſagen, daß Marot nicht ein Haar beſſer ſchreibe, als Hans Sachſe; daß ſo wenig wir ſonſt aus unſrem Hans Sachſe machen, wir ihn doch nicht geringer ſchaͤtzen duͤrffen, als den altvaͤteriſchen Marot: Hr. Gottſched hat dieſes in der Anmerckung zu dem Artickel Aretin vorgegeben.","norm":"Mit was vor einer Stirn darf man denn sagen, dass Marot nicht ein Haar besser schreibe, als Hans Sachse; dass so wenig wir sonst aus unserem Hans Sachse machen, wir ihn doch nicht geringer schätzen dürfen, als den altväterischen Marot: Hr. Gottsched hat dieses in der Anmerkung zu dem Artikel Aretin vorgegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.317599773406982} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":487,"date":1742,"orig":"Er meint vielleicht, der widerliche Klang, oder die ungewoͤhnliche und altfraͤnckiſche Redensart in Hans Sachſens Sprache machen ſeine Gedichte ſo verwerfflich und veraͤchtltch; aber das thut es nicht, ſondern das arme und abgeſchmackte Zeug, das Hans Sachſe darinnen vortraͤgt, welches ſo beſchaffen iſt, daß es in die flieſſendſte gottſchediſche Schreibart uͤberſezt Verdruß und Ekel gebaͤhren muß.","norm":"Er meint vielleicht, der widerliche Klang, oder die ungewöhnliche und altfränkische Redensart in Hans Sachsens Sprache machen seine Gedichte so verwerflich und verächtltch; aber das tut es nicht, sondern das arme und abgeschmackte Zeug, das Hans Sachse darinnen vorträgt, welches so beschaffen ist, dass es in die fließendste gottschedische Schreibart übersetzt Verdruss und Ekel gebären muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.693699836730957} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":488,"date":1742,"orig":"Da wir hingegen nur Marots Gedancken uns bekannt machen muͤſſen, die anmuthigſte Luſt davon zu empfangen.","norm":"Da wir hingegen nur Marots Gedanken uns bekannt machen müssen, die anmutigste Lust davon zu empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.85260009765625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":489,"date":1742,"orig":"Man betrachte z. Ex. nur einen von ſeinen ſatyriſchen Sendbriefen an ſeine Tadler, ſo wird man ſehen, wie fein und ſtarck er an Witz geweſen; wir koͤnnen daran abnehmen, wie er ſeine ungeſchickten Richter wuͤrde aufgezogen haben, wenn er ihre ungereimten Urtheile von ihm gewußt haͤtte.","norm":"Man betrachte z. Ex. nur einen von seinen satirischen Sendbriefen an seine Tadler, so wird man sehen, wie fein und stark er an Witz gewesen; wir können daran abnehmen, wie er seine ungeschickten Richter würde aufgezogen haben, wenn er ihre ungereimten Urteile von ihm gewusst hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134900093078613} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":490,"date":1742,"orig":"Was endlich diejenige Art Schertzes anbelangt, da man etwas durch eine Vergroͤſſerung kleiner Dinge laͤcherlich zu machen ſucht, wie Homer und Boileau gethan haben, ſo iſt ja offenbar, daß man zu dieſem Ende nicht eine veraltete marotiſche, ſondern eine praͤchtige heroiſche Sprache fuͤhren muß, wenn man nicht mit Fleiſſe ſeine Abſichten verderben, und nicht die Sache, ſondern ſich ſelbſt, zum Gelaͤchter machen will.","norm":"Was endlich diejenige Art Scherzes anbelangt, da man etwas durch eine Vergrößerung kleiner Dinge lächerlich zu machen sucht, wie Homer und Boileau getan haben, so ist ja offenbar, dass man zu diesem Ende nicht eine veraltete marotische, sondern eine prächtige heroische Sprache führen muss, wenn man nicht mit Fleiße seine Absichten verderben, und nicht die Sache, sondern sich selbst, zum Gelächter machen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6707000732421875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":491,"date":1742,"orig":"Damit man nicht ſagen koͤnne daß Hr. von Mauvillon ohne Grund nur ſeiner bloſſen Luſt ein Genuͤgen zu thuu, die Schwachheiten der deutſchen Poeten aufdecke; ſo will ich mit Anfuͤhrung eines Dutzent Exempel zeigen, wie ſo gar ſehr die deutſchen Dichter dieſer poetiſchen Kranckheit, die man die fallende Sucht nennen kan, unterworffen ſeyn.","norm":"Damit man nicht sagen könne dass Hr. von Mauvillon ohne Grund nur seiner bloßen Lust ein Genügen zu tu, die Schwachheiten der deutschen Poeten aufdecke; so will ich mit Anführung eines Dutzend Exempel zeigen, wie so gar sehr die deutschen Dichter dieser poetischen Krankheit, die man die fallende Sucht nennen kann, unterworfen sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.951900005340576} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":492,"date":1742,"orig":"Amthor laͤßt den Jupiter auf ſeinen Adler ſteigen, einen kraͤhenden Hahn mit ſeinem Donner zu uͤbertaͤuben.","norm":"Amthor lässt den Jupiter auf seinen Adler steigen, einen krähenden Hahn mit seinem Donner zu übertäuben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.940199851989746} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":493,"date":1742,"orig":"Komm nur!","norm":"Komme nur!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"af","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.373199939727783} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":494,"date":1742,"orig":"Verziehe nicht den Adler zu beſteigen, Und heiß als deutſcher Jupiter Doch einſt des eiteln Hahns Geplaͤrr Vor deines Donners Knall und Drohen ſchweigen.","norm":"Verziehe nicht den Adler zu besteigen, und heiß als deutscher Jupiter doch einst des eitlen Hahns Geplärr vor deines Donners Knall und Drohen schweigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.487299919128418} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":495,"date":1742,"orig":"Jn der Zeile, die unmittelbar auf dieſe folget, traͤgt er ihm das wuͤrdige Geſchaͤfte auf: Schleuß ihn in ſeinen Keficht ein.","norm":"In der Zeile, die unmittelbar auf diese folget, trägt er ihm das würdige Geschäfte auf: Schließe ihn in seinen Käfig ein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043099880218506} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":496,"date":1742,"orig":"Es iſt bey dieſem Poeten nichts ungewohntes, daß er die Woͤrter und Redensarten aus der Haushaltungsſprache in die Heroiſche und Virgiliſche verſetzet:","norm":"Es ist bei diesem Poeten nichts ungewohntes, dass er die Wörter und Redensarten aus der Haushaltungssprache in die Heroische und Virgilische versetzet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.2153000831604} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":497,"date":1742,"orig":"Wenn Cynthia die Flucht nach Latmus Hoͤle nimmt, Und nicht der kleinſte Stern in ſeiner Ampel glimmt.","norm":"Wenn Cynthia die Flucht nach Latmus Höhle nimmt, und nicht der kleinste Stern in seiner Ampel glimmt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.800099849700928} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":498,"date":1742,"orig":"*","norm":"*","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":499,"date":1742,"orig":"‒ Nach erhaltnem Zweck ſchien auch das Buͤndniß aus: Drum war vor Daͤnemarck izt niemand mehr zu Haus.","norm":"‒ Nach erhaltenem Zweck schien auch das Bündnis aus: Darum war vor Dänemark jetzt niemand mehr zu Haus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.6203999519348145} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":500,"date":1742,"orig":"* Wahr iſts, die Glocke ſchien gefaͤhrlich gnug gegoſſen. *","norm":"* Wahr ist es, die Glocke schien gefährlich genug gegossen . *","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.163300037384033} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":501,"date":1742,"orig":"Ein alter Wunderbau, den man Carthago hieß, Worinn der Tyrier ſich haͤuslich niederließ.","norm":"Ein alter Wunderbau, den man Karthago hieß, worin der Tyrier sich häuslich niederließ.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.174799919128418} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":502,"date":1742,"orig":"Dadurch wird oͤfters der Wohlſtand auf eine poſſierliche Art verletzet:","norm":"Dadurch wird öfters der Wohlstand auf eine possierliche Art verletzet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6819000244140625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":503,"date":1742,"orig":"Bis Dewitz auch dem Feind noch in die Flancken brach, Und mit der Daͤhnen Daus der Schweden Koͤnig ſtach.","norm":"Bis Dewitz auch dem Feind noch in die Flanken brach, und mit der denen Daus der Schweden König stach.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.854400157928467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":504,"date":1742,"orig":"* Die Mannheit Gothenburgs war izo gnug verſchnitten. *","norm":"* Die Mannheit Gothenburgs war jetzt genug verschnitten . *","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.365499973297119} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":505,"date":1742,"orig":"Der kluge Steuermann muß ſelber unterliegen, Und uͤber Kopf und Hals dem Meer in Rachen fliegen.","norm":"Der kluge Steuermann muss selber unterliegen, und über Kopf und Hals dem Meer in Rachen fliegen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.48769998550415} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":506,"date":1742,"orig":"Dieſes iſt Amthors Schreibart.","norm":"Dieses ist Amthors Schreibart.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.4797000885009775} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":507,"date":1742,"orig":"Jſt es eben diejenige, von welcher Hr. Gottſched in dem eilften Hauptſtuͤcke ſeines Verſuches einer Dichtkunſt fuͤr die Deutſchen §. 14. ſagt, es ſey die rechte, welche ſich zu einem Heldengedichte ſchicke; Amthor habe damit die edle Einfalt Virgils voͤllig erreicht?","norm":"Ist es eben diejenige, von welcher Hr. Gottsched in dem elften Hauptstücke seines Versuches einer Dichtkunst für die Deutschen §. 14. sagt, es sei die rechte, welche sich zu einem Heldengedichte schicke; Amthor habe damit die edle Einfalt Virgils völlig erreicht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.115200042724609} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":508,"date":1742,"orig":"Neukirchs Telemach redet durchgehends eben dieſe Sprache:","norm":"Neukirchs Telemach redet durchgehend eben diese Sprache:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.801499843597412} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":509,"date":1742,"orig":"Jndem ſie weint und ſeufzt, kommt auf den Waſſerwogen Hier eine Ruderbanck und dort ein Maſt geflogen.","norm":"Indem sie weint und seufzt, kommt auf den Wasserwogen hier eine Ruderbank und dort ein Mast geflogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.049300193786621} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":510,"date":1742,"orig":"Wenn es wahr ſeyn ſoll, wie es Hr. Prof. Gottſched in dem eben angezogenen Hauptſt. §. 17. bezeuget, daß Neukirch Opitzen in der heroiſchen Schreibart weit uͤbertroffen habe, ſo muß man es von dieſer verſtehen.","norm":"Wenn es wahr sein soll, wie es Hr. Prof. Gottsched in dem eben angezogenen Hauptst. §. 17. bezeuget, dass Neukirch Opitzen in der heroischen Schreibart weit übertroffen habe, so muss man es von dieser verstehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.004799842834473} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":511,"date":1742,"orig":"Hr. Pietſch iſt auch damit angeſteckt:","norm":"Hr. Pietsch ist auch damit angesteckt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"lb","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.646100044250488} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":512,"date":1742,"orig":"Er ſuchte ſeinen Tod und der erboßte Haufen, Der blutbegierig war, muß kaltes Waſſer ſaufen.","norm":"Er suchte seinen Tod und der erboste Haufen, der blutbegierig war, muss kaltes Wasser saufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.335899829864502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":513,"date":1742,"orig":"*","norm":"*","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":514,"date":1742,"orig":"‒ ‒ ‒ Der Scharlach, der dich traͤgt, Hat unſre Treue dir mit Hertzen uͤberlegt.","norm":"‒ ‒ ‒ der Scharlach, der dich trägt, hat unsere Treue dir mit Herzen überlegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277900218963623} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":515,"date":1742,"orig":"*","norm":"*","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"ja","lang_de":0,"norm_lmscore":null} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":516,"date":1742,"orig":"‒ ‒ ‒ Wo man das Nacht kan nennen, Wo Fackeln, Ampeln, Licht, u. tauſend Hertzen brennen.","norm":"‒ ‒ ‒ wo man das Nacht kann nennen, wo Fackeln, Ampeln, Licht, u. tausend Herzen brennen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.401999950408935} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":517,"date":1742,"orig":"Man wird keine groſſe Muͤhe haben in den Meiſterſtuͤcken des Hr. Prof. Gottſcheds ſelber dergleichen Plattigkeiten mit Hofmannswaldauiſcher Hoheit vermiſcht anzutreffen.","norm":"Man wird keine große Mühe haben in den Meisterstücken des Hr. Prof. Gottscheds selber dergleichen Plattigkeiten mit Hofmannswaldauischer Hoheit vermischt anzutreffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.3420000076293945} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":518,"date":1742,"orig":"Jn einer Serenate deſſelben ſinget die Schamhaftigkeit:","norm":"In einer Serenate desselben singet die Schamhaftigkeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.232200145721435} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":519,"date":1742,"orig":"Der Mangel der critiſchen Freyheit und der Critick in einem Lande iſt ein gewiſſes und untruͤgliches Kennzeichen, daß die Seribenten deſſelben ſich nach dem herrſchenden Geſchmacke richten; und aus einer bloͤden Gefaͤlligkeit allen ihren Ruhm in dem Beyfalle des groſſen Haufens ſuchen, deſſen Geſchmack gantz verderbt iſt.","norm":"Der Mangel der kritischen Freiheit und der Kritik in einem Lande ist ein gewisses und untrügliches Kennzeichen, dass die Seribenten desselben sich nach dem herrschenden Geschmacke richten; und aus einer blöden Gefälligkeit allen ihren Ruhm in dem Beifalle des großen Haufens suchen, dessen Geschmack ganz verderbt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.726099967956543} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":520,"date":1742,"orig":"So lange ein Krancker ſeine Kranckheit nicht erkennt, ſo iſt keine Hoffnung zu ſeiner Geneſung:","norm":"Solange ein kranker seine Krankheit nicht erkennt, so ist keine Hoffnung zu seiner Genesung:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.737400054931641} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":521,"date":1742,"orig":"Wie ſollte aber der zur Erkenntniß ſeines verderbten Zuſtandes koͤnnen gebracht werden, der alle Erinnerungen nicht nur in den Wind ſchlaͤgt, ſondern noch daruͤber zoͤrnet?","norm":"Wie sollte aber der zur Erkenntnis seines verderbten Zustandes können gebracht werden, der alle Erinnerungen nicht nur in den Wind schlägt, sondern noch darüber zürnet?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.466000080108643} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":522,"date":1742,"orig":"Jch finde in dem XII. St. der Critiſchen Beytraͤge auf der 614ten Seite ein offenhertziges Bekenntniß von der Nothwendigkeit einer geſunden Critick:","norm":"Ich finde in dem XII. St. der kritischen Beiträge auf der 614ten Seite ein offenherziges Bekenntnis von der Notwendigkeit einer gesunden Kritik:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.47100019454956} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":523,"date":1742,"orig":"„Es iſt mit allen Veraͤnderungen des Geſchmacks ſo gegangen, daß die critiſchen Kenner zuerſt den Anfang dazu gemacht haben.","norm":"„Es ist mit allen Veränderungen des Geschmacks so gegangen, dass die kritischen Kenner zuerst den Anfang dazu gemacht haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7571001052856445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":524,"date":1742,"orig":"Man critiſiere alſo alle Arten der Gedichte ſo ſcharf, als man kan.","norm":"Man kritisiere also alle Arten der Gedichte so scharf, als man kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.400000095367432} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":525,"date":1742,"orig":"Wenn es nur nach guten Regeln geſchieht; ſo wird man immer vielen die Augen oͤffnen, und einer gantzen Nation dienen.","norm":"Wenn es nur nach guten Regeln geschieht; so wird man immer vielen die Augen öffnen, und einer ganzen Nation dienen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.621200084686279} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":526,"date":1742,"orig":"Ohne Zweifel hat die Critick der franzoͤſiſchen Academie uͤber den Cid des Corneille den Geſchmack der gantzen Nation mehr gebeſſert, als hundert ſchlechte Stuͤcke vor der Zeit ihn verwoͤhnt hatten.","norm":"Ohne Zweifel hat die Kritik der französischen Akademie über den Cid des Corneille den Geschmack der ganzen Nation mehr gebessert, als hundert schlechte Stücke vor der Zeit ihn verwöhnt hatten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.81879997253418} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":527,"date":1742,"orig":"Geſchieht es gleich nicht in einem Jahre, ſo iſt es gar kein Wunder.","norm":"Geschieht es gleich nicht in einem Jahre, so ist es gar kein Wunder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.632500171661377} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":528,"date":1742,"orig":"Eine Kranckheit, die langſam entſtanden iſt, muß auch langſam geheilet werden.„","norm":"Eine Krankheit, die langsam entstanden ist, muss auch langsam geheilt werden . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.38700008392334} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":529,"date":1742,"orig":"Wie es um die Critick in Deutſchland ſtehe, das kan man aus der Geſchichte der deutſchen Critick in dem I. Stuͤcke dieſer Sammlung erſehen, und daraus abnehmen, wie viel Grund die ſtoltze Ausſage habe:","norm":"Wie es um die Kritik in Deutschland stehe, das kann man aus der Geschichte der deutschen Kritik in dem I. Stücke dieser Sammlung ersehen, und daraus abnehmen, wie viel Grund die stolze Aussage habe:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758699893951416} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":530,"date":1742,"orig":"„Wenigſtens bezeigen doch die haͤufigen Criticken, welche in Deutſchſand ſo ofte zum Vorſchein kommen, daß die Wahrheit aus unſren Grentzen ſo gantz und gar noch nicht verwieſen iſt.„ XV. St. der Crit. Beyt. Bl. 423.","norm":"„Wenigstens bezeigen doch die häufigen Kritiken, welche in Deutschsand so ofte zum Vorschein kommen, dass die Wahrheit aus unseren Grenzen so ganz und gar noch nicht verwiesen ist . „XV. St. der Crit. Beyt. Bl. 423.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.870200157165527} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":531,"date":1742,"orig":"Keine Laſter, keine Flecken, Sollen mir das Liljenkleid Unberuͤhrter Reinigkeit Durch der Liebe Schmutz bedecken, Der auch Schnee zu Dinte macht.","norm":"Keine Laster, keine Flecken, sollen mir das Lilienkleid unberührter Reinheit durch der Liebe Schmutz bedecken, der auch Schnee zu Tinte macht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.279699802398682} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":532,"date":1742,"orig":"Was willſt du mit dem Schatten zancken?","norm":"Was willst du mit dem Schatten zanken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.64169979095459} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":533,"date":1742,"orig":"Beweiß an ſtaͤrckern deine Macht; Wer wird dir in der Hoͤlle dancken?","norm":"Beweis an stärkeren deine Macht; wer wird dir in der Hölle danken?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.8246002197265625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":534,"date":1742,"orig":"Ach!","norm":"Ach!","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"gd","lang_de":0,"norm_lmscore":3.069200038909912} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":535,"date":1742,"orig":"Haſt du dieß noch nicht bedacht?","norm":"Hast du dies noch nicht bedacht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.824700117111206} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":536,"date":1742,"orig":"Du kommſt nut Donner, Blitz und Sturm; Wer iſt der groſſe Feind?","norm":"Du kommst Nut Donner, Blitz und Sturm; wer ist der große Feind?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.295400142669678} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":537,"date":1742,"orig":"Ein Wurm.","norm":"Ein Wurm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.122499942779541} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":538,"date":1742,"orig":"Hr. von Mauvillon hat die geprieſene guͤntheriſche Strophe durch ſeine Ueberſetzung viel ertraͤglicher gemacht, und ihr manche Schoͤnheit mitgetheilet, die ſie in dem Originale nicht hat.","norm":"Hr. von Mauvillon hat die gepriesene güntherische Strophe durch seine Übersetzung viel erträglicher gemacht, und ihr manche Schönheit mitgeteilt, die sie in dem Originale nicht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.886000156402588} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":539,"date":1742,"orig":"Der Gedancke iſt kuͤhn und edel; aber er iſt nicht eben ſo neu; ſondern dem Heil.","norm":"Der Gedanke ist kühn und edel; aber er ist nicht eben so neu; sondern dem Heil.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4567999839782715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":540,"date":1742,"orig":"Dichter David abentlehnet, deſſen Gedichte eine Quelle des Erhabenen ſind.","norm":"Dichter David abentlehnet, dessen Gedichte eine Quelle des Erhabenen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186600208282471} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":541,"date":1742,"orig":"Mithin, wenn ich die Wahrheit geſtehen ſoll, ſo deucht mich die guͤntheriſche Ausbildung dieſes Gedanckes zu frech; Jnſonderheit kan ich die Zeile, Ach!","norm":"Mithin, wenn ich die Wahrheit gestehen soll, so deucht mich die güntherische Ausbildung dieses Gedankes zu frech; Insonderheit kann ich die Zeile, Ach!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.209099769592285} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":542,"date":1742,"orig":"Haſt du dieß noch nicht bedacht? die um etwas unverſchaͤmt iſt, nicht vertragen.","norm":"Hast du dies noch nicht bedacht? die um etwas unverschämt ist, nicht vertragen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.064599990844727} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":543,"date":1742,"orig":"Ueberſetzung.","norm":"Übersetzung.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":2.934600114822387} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":544,"date":1742,"orig":"Grand Dieu, ta juſtice eternelle Veut-elle ſe mettre en courroux Contre moi, figure mortelle, Ombre trop vile pour tes coups?","norm":"Grand Dieu, ta justice eternelle Veut-elle se mettre en courroux Contre moi, figure mortelle, Ombre trop viele pour tes coups?","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.478400230407715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":545,"date":1742,"orig":"Arme plutôt ta main fatale Contre ta puiſſance infernale, Qui brave la foudre & l’eclair! Mais à quoi bon ce bruit de guerre, Ces dards, ces carreaux, ce tonnerre, Quand ton Ennemi n’eſt qu’un Ver?","norm":"Arme plutot ta main fatale Contre ta puissance infernale, Qui brave la foudre & l'eclair! Mais à quoi bon ce bruit de guerre, Ces dards, ces carreaux, ce tonnerre, Quand Ton Ennemi n' est qu'un Ver-?","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.261499881744385} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":546,"date":1742,"orig":"Vielleicht hat kein Franzoſe noch den Einfall gehabt, deutſche Verſe in franzoͤſiſche zu uͤberſetzen.","norm":"Vielleicht hat kein Franzose noch den Einfall gehabt, deutsche Verse in französische zu übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.31279993057251} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":548,"date":1742,"orig":"Jch erinnere mich bey dieſer Gelegenheit, daß der Verfaſſer der juͤdiſchen Briefe etwas angemercket hat, das ein ziemlich billiges Vorurtheil wider den deutſchen Parnaß erwecken muß.","norm":"Ich erinnere mich bei dieser Gelegenheit, dass der Verfasser der jüdischen Briefe etwas angemerkt hat, das ein ziemlich billiges Vorurteil wider den deutschen Parnass erwecken muss.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3343000411987305} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":549,"date":1742,"orig":"Er ſagt, daß eure Poeten kein groſſes Anſehn verdienen, ſcheine ihm vornehmlich daher glaubwuͤrdig, weil nicht einer von ihnen weder ins Franzoͤſiſche, noch ins Jtalieniſche, noch ins Engliſche, noch ins Spaniſche, noch in ſonſt eine Sprache uͤberſezt ſey; da hingegen Milton, Boileau, Pope, Racine, Taſſo, Moliere, und ſchier alle angeſehene Poeten in die meiſten Europeiſchen Sprachen uͤberſetzet worden.","norm":"Er sagt, dass eure Poeten kein großes Ansehen verdienen, scheine ihm vornehmlich daher glaubwürdig, weil nicht einer von ihnen weder ins Französische, noch ins Italienische, noch ins Englische, noch ins Spanische, noch in sonst eine Sprache übersetzt sei; da hingegen Milton, Boileau, Pope, Racine, Tasso, Molière, und schier alle angesehene Poeten in die meisten europäischen Sprachen übersetzet worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.854000091552734} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":550,"date":1742,"orig":"Ja, man hat eure Geſchichtſchreiber und Rechtsgelahrten, die deſſen werth waren, uͤberſetzet, wiewohl dieſes eben nicht beweiſet, daß alle die, ſo uͤberſetzet worden, gleich trefflich ſeyn, weil in Wahrheit nur allzu viele Federn ſind, die ſchlimme Wercke ums Lohn uͤberſetzen.","norm":"Ja, man hat eure Geschichtsschreiber und Rechtsgelahrten, die dessen wert waren, übersetzet, wiewohl dieses eben nicht beweiset, dass alle die, so übersetzet worden, gleich trefflich sein, weil in Wahrheit nur allzu viele Federn sind, die schlimme Werke ums Lohn übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.080699920654297} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":551,"date":1742,"orig":"Was aber eure Poeten anlangt, ſo iſt es keine ſo leichte Arbeit, ſie zu uͤberſetzen, weil ſie ſelber ſich ſchier alleine mit Ueberſetzen behelffen.","norm":"Was aber eure Poeten anlangt, so ist es keine so leichte Arbeit, sie zu übersetzen, weil sie selber sich schier alleine mit Übersetzen behelfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.9484000205993652} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":552,"date":1742,"orig":"Sie ſind meiſtens ſelbſt Ueberſetzer: Zeiget mir einen Schoͤpfer auf eurem Parnaſſe; ich will ſagen, zeiget mir einen deutſchen Poeten, der ein vortreffliches Werck, das ein Aufſehen in der Welt gemacht, aus ſeinem Eigenthum hervorgebracht habe.","norm":"Sie sind meistens selbst Übersetzer: Zeiget mir einen Schöpfer auf eurem Parnasse; ich will sagen, zeiget mir einen deutschen Poeten, der ein vortreffliches Werk, das ein Aufsehen in der Welt gemacht, aus seinem Eigentum hervorgebracht habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41510009765625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":553,"date":1742,"orig":"Jch fodere euch darauf heraus.","norm":"Ich fordere euch darauf heraus.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.884799957275391} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":554,"date":1742,"orig":"Dieſe Anmerckung des Verfaſſers der juͤdiſchen Briefe dienet in der That den Stoltz einiger deutſchen Kunſtrichter zu demuͤthigen, und ihnen wegen ihrer ruhmraͤthigen Großſprechereyen den Mund zu ſtopfen; da ſie ſich nicht ſcheuen, die beruͤhmteſten Nahmen der alten und neuen Verfaſſer fremder Nationen durch ungeſchickte Vergleichungen zu verkleinern, um durch dieſe Verkleinerung ihre poetiſchen Helden zu erheben.","norm":"Diese Anmerkung des Verfassers der jüdischen Briefe dient in der Tat den Stolz einiger deutschen Kunstrichter zu demütigen, und ihnen wegen ihrer ruhmredigen Großsprechereien den Mund zu stopfen; da sie sich nicht scheuen, die berühmtesten Namen der alten und neuen Verfasser fremder Nationen durch ungeschickte Vergleichungen zu verkleinern, um durch diese Verkleinerung ihre poetischen Helden zu erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5295000076293945} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":555,"date":1742,"orig":"Es wird auch den deutſchen Kunſtrichtern ſchwer fallen, dieſe Gleichguͤltigkeit fremder Nationen fuͤr die deutſchen Schriften ſo zu erklaͤren, daß es dem wahren Werth derſelben nichts benimmt; da die Deutſchen im Gegentheil bey ihrem Stoltze ſo erpicht ſind, den fremden Scribenten ihre Gedancken gleichſam aus dem Munde zu nehmen, und in ihre Sprache einzukleiden.","norm":"Es wird auch den deutschen Kunstrichtern schwerfallen, diese Gleichgültigkeit fremder Nationen für die deutschen Schriften so zu erklären, dass es dem wahren Wert derselben nichts benimmt; da die Deutschen im Gegenteil bei ihrem stolze so erpicht sind, den fremden Skribenten ihre Gedanken gleichsam aus dem Munde zu nehmen, und in ihre Sprache einzukleiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.348700046539307} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":556,"date":1742,"orig":"Hr. Magiſter Schwabe hat in der Vorrede zu ſeinen Beluſtigungen Bl. 6. eine triftige Apologie der deutſchen Poeten gegen dieſe Anklage miteinflieſſen laſſen.","norm":"Hr. Magister Schwabe hat in der Vorrede zu seinen Belustigungen Bl. 6. eine triftige Apologie der deutschen Poeten gegen diese Anklage miteinfließen lassen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.893700122833252} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":557,"date":1742,"orig":"Sie lautet alſo:","norm":"Sie lautet also:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.05709981918335} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":558,"date":1742,"orig":"„Was die ſo genannten Schoͤpfer unter den „erfindſamen Franzoſen betrifft, ſo werden ihrer, wenn man die Benennung in ihrem eigentlichen Verſtande nimmt, wohl eben keine groͤſſere Anzahl ſeyn, als unter unſren Landesleuten.","norm":"„Was die so genannten Schöpfer unter den „erfindsamen Franzosen betrifft, so werden ihrer, wenn man die Benennung in ihrem eigentlichen Verstande nimmt, wohl eben keine größere Anzahl sein, als unter unseren Landesleuten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.134500026702881} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":559,"date":1742,"orig":"Jhr beruͤhmteſter Satirenſchreiber Boileau hat die Gedancken des Horatz und Juvenals ſo gut zu uͤberſetzen, und fuͤr ſeine eigene auszugeben gewußt, als es unſer geſchickte Satirenſchreiber Rachel gekonnt hat; ihr beſter Fabeldichter, la Fontaine, hat nicht mehr eigenes, als unſer Herr von Hagedorn; und ihr groſſer Corneille hat noch weniger Antheil an ſeinem ſchoͤnen Trauerſpiele, Cid, als ſich unſer groſſe Befoͤrderer der deutſchen Schaubuͤhne von ſeinem ſterbenden Cato aus Beſcheidenheit zugeeignet.","norm":"Ihr berühmtester Satirenschreiber Boileau hat die Gedanken des Horatz und Juvenals so gut zu übersetzen, und für seine eigene auszugeben gewusst, als es unser geschickte Satirenschreiber Rachel gekonnt hat; ihr bester Fabeldichter, la Fontäne, hat nicht mehr eigenes, als unser Herr von Hagedorn; und ihr großer Corneille hat noch weniger Anteil an seinem schönen Trauerspiele, Cid, als sich unser große Beförderer der deutschen Schaubühne von seinem sterbenden Cato aus Bescheidenheit zugeeignet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861199855804443} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":560,"date":1742,"orig":"Was fuͤr eine Pralerey iſt es denn nicht, wenn man ſich mit ſeinem erfindungsreichen Geiſte in der Dichtkunſt ſo viel weiß?","norm":"Was für eine Prahlerei ist es denn nicht, wenn man sich mit seinem erfindungsreichen Geiste in der Dichtkunst so viel weiß?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.8125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":561,"date":1742,"orig":"Man darf nur einmahl ein wenig unterſuchen, was fuͤr eigenthuͤmliche Fruͤchte die franzoͤſiſche Dichtkunſt getragen hat, und was fuͤr Arten von Gedichten als eingebohrne bey ihnen anzuſehen ſind.","norm":"Man darf nur einmal ein wenig untersuchen, was für eigentümliche Früchte die französische Dichtkunst getragen hat, und was für Arten von Gedichten als eingeborene bei ihnen anzusehen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.515900135040283} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":562,"date":1742,"orig":"Sollte es nicht gewiſſermaſſen der Abſchaum des Witzes ſeyn?","norm":"Sollte es nicht gewissermaßen der Abschaum des Witzes sein?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255300045013428} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":563,"date":1742,"orig":"Denn was iſt es wohl anders, das ſie in der Poeſie erſonnen haben, als Endreime, ein Rondeau, ein Virelay?","norm":"Denn was ist es wohl anders, das sie in der Poesie ersonnen haben, als Endreime, ein Rondeau, ein Virelay?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.113200187683105} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":564,"date":1742,"orig":"Wahrhaftig dieſes ſind recht beneidenswuͤrdige Erfindungen des franzoͤſiſchen Witzes!","norm":"Wahrhaftig dieses sind recht beneidenswürdige Erfindungen des französischen Witzes!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.083899974822998} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":565,"date":1742,"orig":"Welcher vernuͤnftige Deutſche wollte ihnen dieſe Vorzuͤge nicht gern alleine laſſen?","norm":"Welcher vernünftige Deutsche wollte ihnen diese Vorzüge nicht gern alleine lassen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.785099983215332} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":566,"date":1742,"orig":"Wer wollte ihnen nicht gern die Ehre goͤnnen, noch mehr dergleichen Schoͤnheiten und Seltſamkeiten auszuſinnen?„","norm":"Wer wollte ihnen nicht gern die Ehre gönnen, noch mehr dergleichen Schönheiten und Seltsamkeiten auszusinnen? „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.331299781799316} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":567,"date":1742,"orig":"Jch muß uͤber die ſeltſame Art dieſer Vertheidigung unumganglich zwo beſondere Anmerckungen beyfuͤgen, um zu zeigen, wie geſchickt dieſer Verfaſſer iſt, die Streitfrage zu verdrehen.","norm":"Ich muss über die seltsame Art dieser Verteidigung unumganglich zwei besondere Anmerkungen beifügen, um zu zeigen, wie geschickt dieser Verfasser ist, die Streitfrage zu verdrehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.013800144195557} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":568,"date":1742,"orig":"Die erſte iſt, daß er der Benennung eines poetiſchen Schoͤpfers einen weitlaͤuftigern und unbeſtimmtern Verſtand andichtet, und dann auf den Grund des comiſchen Spruͤchleins, Nil dictum eſt, quod non dictum ſit prius, die Moͤglichkeit eines ſolchen poetiſchen Schoͤpfers unter den Menſchen, und hiemit auch unter den Franzoſen, durchaus laͤugnet.","norm":"Die erste ist, dass er der Benennung eines poetischen Schöpfers einen Weitläufigern und unbestimmteren Verstand andichtet, und dann auf den Grund des komischen Sprüchleins, Nil dictum est, quod non dictum sit prius, die Möglichkeit eines solchen poetischen Schöpfers unter den Menschen, und hiermit auch unter den Franzosen, durchaus leugnet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.357100009918213} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":569,"date":1742,"orig":"Die zweyte Anmerckung iſt, daß er die Frage von vortrefflichen poetiſchen und andern geiſtreichen Schriften auf die Erfindung von gewiſſen Arten der Gedichte ablencket, und durch dieſe Verdrehung der franzoͤſiſchen Nation zur Laſt legen will, daß ſie ihre geruͤhmte Erfindungskraft uͤbel genug anwende.","norm":"Die zweite Anmerkung ist, dass er die Frage von vortrefflichen poetischen und anderen geistreichen Schriften auf die Erfindung von gewissen Arten der Gedichte ablenket, und durch diese Verdrehung der französischen Nation zur Last legen will, dass sie ihre gerühmte Erfindungskraft übel genug anwende.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.531000137329102} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":570,"date":1742,"orig":"Bisdahin hat jedermann die virgiliſche Aeneis, (eben wie die Satiren des Deſpreaux,) fuͤr ein eigenthuͤmliches Werck dieſes beruͤhmten Verfaſſers angeſehen, ob er gleich das homeriſche Gedichte ſich zum Muſter genommen, und manches ſchoͤnes Stuͤcke daraus in ſein Werck uͤbergetragen, und ſich gantz eigen zu machen gewußt hat.","norm":"Bisdahin hat jedermann die virgilische Aeneis, (eben wie die Satiren des Despreaux,) für ein eigentümliches Werk dieses berühmten Verfassers angesehen, ob er gleich das homerische Gedichte sich zum Muster genommen, und manches schönes Stücke daraus in sein Werk übergetragen, und sich ganz eigen zu machen gewusst hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.991799831390381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":571,"date":1742,"orig":"Und man fodert nicht ein mehrers von der deutſchen Nation, als daß ſie eben dergleichen poetiſche Schoͤpfer, als Maro geweſen, unter ihren Landesleuten aufweiſe.","norm":"Und man fordert nicht ein mehreres von der deutschen Nation, als dass sie eben dergleichen poetische Schöpfer, als Maro gewesen, unter ihren Landesleuten aufweise.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.421999931335449} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":572,"date":1742,"orig":"Allein es ſind nicht alle Deutſche ſo ungerecht und ſolche Pocher, als Hr. Magiſter Schwabe iſt.","norm":"Allein es sind nicht alle Deutsche so ungerecht und solche Pocher, als Hr. Magister Schwabe ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.060200214385986} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":573,"date":1742,"orig":"Jn dem 11ten St. der Crit.","norm":"In dem 11ten St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.097300052642822} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":574,"date":1742,"orig":"Beytraͤge auf der 205ten Seite lieſt man:","norm":"Beiträge auf der 205ten Seite liest man:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.460899829864502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":575,"date":1742,"orig":"„Die Deutſchen ſind zuweilen ſelbſt ſo beſcheiden „g weſen, den Auslaͤndern die Ehre der Erfindung zuzuſchreiben.„","norm":"„Die Deutschen sind zuweilen selbst so bescheiden „g Wesen, den Ausländern die Ehre der Erfindung zuzuschreiben . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.263199806213379} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":576,"date":1742,"orig":"Und in der Vorrede zu dem erſten St. der Crit.","norm":"Und in der Vorrede zu dem ersten St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.562699794769287} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":577,"date":1742,"orig":"Beytraͤge wird folgendes Bekenntniß abgeleget: „So weit es unſre Nation in Vertilgung der alten Barbarey, und in Abſchaffung des vormahligen ſcythiſchen und gothiſchen Geſchmackes in allerley Dingen gebracht: So wenig kan ſich dieſelbe ruͤhmen, daß ſie es darinnen ihren ſuͤdlichen und weſtlichen Nachbarn, ich meine „den Jtalienern, Franzoſen, Hollaͤndern, und Engellaͤndern, alldereit gleich gethan haͤtte.","norm":"Beiträge wird folgendes Bekenntnis abgelegt: „So weit es unsere Nation in Vertilgung der alten Barbarei, und in Abschaffung des vormaligen skythischen und gotischen Geschmackes in allerlei Dingen gebracht: So wenig kann sich dieselbe rühmen, dass sie es darinnen ihren südlichen und westlichen Nachbarn, ich meine „den Italienern, Franzosen, Holländern, und Engländern, alldereit gleich getan hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.559299945831299} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":578,"date":1742,"orig":"Und dieſes iſt gar kein Wunder.","norm":"Und dieses ist gar kein Wunder.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.262400150299072} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":579,"date":1742,"orig":"Es gehoͤrt mehr als ein Jahrhundert dazu, wenn ein gantzes Volck aus ſeiner natuͤrlichen Rauhigkeit nnd Barbarey geriſſen werden ſoll. ‒ ‒ Franckreich iſt ſpaͤter, als die Jtaliener, zu demjenigen Grade der Vollkommenheit gelanget, den wir bisher dieſem Volck haben zugeſtehen muͤſſen. ‒ ‒ ‒ ‒ Wir Deutſchen haben uns hundert Jahre ſpaͤter beſonnen, ſeit dem nemlich der unſterbliche Opitz ‒ ‒ ‒ einen gantz andern Geſchmack eingefuͤhret hat. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Doch Opitz iſt noch nicht hundert Jahre todt, und es fehlt noch viel daran, daß wir uns andern benachbarten Voͤlckern an die Seite ſetzen koͤnnten.","norm":"Es gehört mehr als ein Jahrhundert dazu, wenn ein ganzes Volk aus seiner natürlichen Rauigkeit und Barbarei gerissen werden soll . ‒ ‒ Frankreich ist später, als die Italiener, zu demjenigen Grade der Vollkommenheit gelangt, den wir bisher diesem Volk haben zugestehen müssen . ‒ ‒ ‒ ‒ wir Deutschen haben uns hundert Jahre später besonnen, seit dem nämlich der unsterbliche Opitz ‒ ‒ ‒ einen ganz anderen Geschmack eingeführt hat . ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ doch Opitz ist noch nicht hundert Jahre tot, und es fehlt noch viel daran, dass wir uns anderen benachbarten Völkern an die Seite setzen könnten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.6928000450134277} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":580,"date":1742,"orig":"Die Anzahl ſchoͤner Schriften in unſrer Mutterſprache iſt noch ſehr klein.","norm":"Die Anzahl schöner Schriften in unserer Muttersprache ist noch sehr klein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.128799915313721} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":581,"date":1742,"orig":"Die Meiſterſtuͤcke unſrer Poeten erſtrecken ſich nur erſt bis auf die kleinern Gattungen der Gedichte, ja auch darinn ſind die regelmaͤſſigen und untadelichen noch nicht ſehr haͤufig zu haben.","norm":"Die Meisterstücke unserer Poeten erstrecken sich nur erst bis auf die kleineren Gattungen der Gedichte, ja auch darin sind die regelmäßigen und untadeligen noch nicht sehr häufig zu haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915299892425537} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":582,"date":1742,"orig":"Die Beredſamkeit hat gleichfalls kaum die Kinderſchuhe vertreten, muß auch noch etwa ein halbes Jahrhundert Zeit haben, ehe ſie zu einem maͤnnlichen Alter gelangen wird. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Seichte Geiſter ſehen alle unſre Scherben vor Edelgeſteine an; Wer aber die wahren Vollkommenheiten der Auslaͤnder nach den Regeln der Vernunft und Kunſt kennen gelernet, der kan ſich nicht enthalten, unſren Eigenduͤnckel mit Erbarmen, und die daher entſtehende Nachlaͤſſigkeit mit einigem Unwillen anzuſehen.","norm":"Die Beredsamkeit hat gleichfalls kaum die Kinderschuhe vertreten, muss auch noch etwa ein halbes Jahrhundert Zeit haben, ehe sie zu einem männlichen Alter gelangen wird . ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ seichte Geister sehen alle unsere Scherben vor Edelgesteine an; wer aber die wahren Vollkommenheiten der Ausländer nach den Regeln der Vernunft und Kunst kennen gelernt, der kann sich nicht enthalten, unseren Eigendünkel mit Erbarmen, und die daher entstehende Nachlässigkeit mit einigem Unwillen anzusehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.724899768829346} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":583,"date":1742,"orig":"Und in eben dieſem erſten St. auf der 137ſten Seite ſtehet folgendes Zeugniß:","norm":"Und in eben diesem ersten St. auf der 137sten Seite steht folgendes Zeugnis:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.99459981918335} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":584,"date":1742,"orig":"„So ſchmeichelhaft es unſrer Eigenliebe klinget, wenn wir es unſrem Vaterlande in dem iztlaufenden Jahrhundert zum Lobe nachſagen, daß darinnen alle Kuͤnſte und Wiſſenſchaften auf den hoͤch- „ſten Gipfel der Vollkommenheit gebracht worden: So wenig kan man dieſes glauben, wenn man dieſelben ſtuͤckweiſe durchgehet, und die vermeinten Meiſterſtuͤcke, die daſſelbe hervorgebracht, mit critiſchen Augen betrachtet.","norm":"„So schmeichelhaft es unserer Eigenliebe klinget, wenn wir es unserem Vaterlande in dem iztlaufenden Jahrhundert zum Lobe nachsagen, dass darinnen alle Künste und Wissenschaften auf den höch- „sten Gipfel der Vollkommenheit gebracht worden: So wenig kann man dieses glauben, wenn man dieselben stückweise durchgehet, und die vermeinten Meisterstücke, die dasselbe hervorgebracht, mit kritischen Augen betrachtet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.842599868774414} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":585,"date":1742,"orig":"Wer ſollte es z. Ex. nicht dencken, daß wir in der Poeſie, nach einer ſolchen Menge von Poeten, als Deutſchland aufweiſen kan, einen groſſen Vorrath ſchoͤner Muſter haͤtten, die wir in allen Gattungen der Gedichte zeigen koͤnnten?","norm":"Wer sollte es z. Ex. nicht denken, dass wir in der Poesie, nach einer solchen Menge von Poeten, als Deutschland aufweisen kann, einen großen Vorrat schöner Muster hätten, die wir in allen Gattungen der Gedichte zeigen könnten?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.816699981689453} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":586,"date":1742,"orig":"Gleichwohl fehlt es uns in den allerwichtigſten Theilen derſelben, ich will nicht ſagen an vollkommenen, ſondern nur an ertraͤglichen Proben.","norm":"Gleichwohl fehlt es uns in den allerwichtigsten Teilen derselben, ich will nicht sagen an vollkommenen, sondern nur an erträglichen Proben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.371600151062012} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":587,"date":1742,"orig":"Jn Heldengedichten haben wir noch nichts, als den Wittekind; wieviel aber von demſelben zu halten ſey, wollen wir mit eheſtem in einem eigenen Artickel anzeigen.","norm":"In Heldengedichten haben wir noch nichts, als den Wittekind; wie viel aber von demselben zu halten sei, wollen wir mit ehestem in einem eigenen Artikel anzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152999877929687} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":588,"date":1742,"orig":"Jn Tragoͤdien haben wir noch nichts in oͤffentlichem Drucke, als Lohenſteins und des aͤltern Gryphii Stuͤcke: die wir auch bey Gelegenheit nach den Regeln unterſuchen wollen.","norm":"In Tragödien haben wir noch nichts in öffentlichem Drucke, als Lohensteins und des älteren Gryphii Stücke: Die wir auch bei Gelegenheit nach den Regeln untersuchen wollen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.837500095367432} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":589,"date":1742,"orig":"Jn Comoͤdien haben wir auſſer ein Par Stuͤcken von gedachtem Gryphius, nichts als Riemers und Weiſens Comoͤdien, ſo in einigen Ruhm gekommen ſind.","norm":"In Komödien haben wir außer ein Par Stücken von gedachtem Gryphius, nichts als Riemers und Weisens Komödien, so in einigen Ruhm gekommen sind.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.398099899291992} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":590,"date":1742,"orig":"Gleichwohl ſind auch dieſe ſo ſchlecht nach den theatraliſchen Regeln eingerichtet, daß man ſich wundern muß, wie ſie ſich ſo lange in der einmahl erlangten Hochachtung erhalten koͤnnen.","norm":"Gleichwohl sind auch diese so schlecht nach den theatralischen Regeln eingerichtet, dass man sich wundern muss, wie sie sich so lange in der einmal erlangten Hochachtung erhalten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.749900102615356} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":591,"date":1742,"orig":"Alle dieſe Stuͤcke aber ſind in dem vorigen Jahrhundert verfertiget worden, und da wir in den 30. Jahren des itzigen, anſtatt dieſer unvollkommenen Verſuche was beſſers ſollten geliefert haben; ſo haben wir nichts als etliche Schocke Opern aufzuweiſen; eine poetiſche Mißgeburt ꝛc.","norm":"Alle diese Stücke aber sind in dem vorigen Jahrhundert verfertiget worden, und da wir in den 30. Jahren des jetzigen, anstatt dieser unvollkommenen Versuche was Besseres sollten geliefert haben; so haben wir nichts als etliche Schocke Opern aufzuweisen; eine poetische Missgeburt etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.186800003051758} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":592,"date":1742,"orig":"Will aber jemand ein neueres Zeugniß, ſo kan ich aus dem XXII. St. der Beytraͤge eins anfuͤhren:","norm":"Will aber jemand ein neueres Zeugnis, so kann ich aus dem XXII. St. der Beiträge eins anführen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.221399784088135} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":593,"date":1742,"orig":"Es heißt daſelbſt auf der 466ſten Seite:","norm":"Es heißt daselbst auf der 466sten Seite:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.512499809265137} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":594,"date":1742,"orig":"„Jch weiß es nicht zu ſagen, wie mir meine Landsleute, die Deutſchen, in „Anſehung ihres Geſchmacks vorkommen.","norm":"„Ich weiß es nicht zu sagen, wie mir meine Landsleute, die Deutschen, in „Ansehung ihres Geschmacks vorkommen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.670100212097168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":595,"date":1742,"orig":"Sie bezeigen eine Neigung zu allen Arten des Sinnreichen, eben ſo wohl als ihre Vorgaͤnger die Alten, und ihre Nachbarn, die uͤbrigen Europeer:","norm":"Sie bezeigen eine Neigung zu allen Arten des Sinnreichen, eben so wohl als ihre Vorgänger die Alten, und ihre Nachbarn, die übrigen Europeer:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.502799987792969} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":596,"date":1742,"orig":"Aber hierinnen finde ich einen groſſen Unterſchied, daß jene allemahl ſelbſt gearbeitet, und ſich dabey keine Regeln vorgeſchrieben, als ſolche, die theils die geſunde Vernunft, und die Bequemlichkeit in der Ausarbeitung, theils der Wohlſtand in der Ausuͤbung, erfoderten.","norm":"Aber hierinnen finde ich einen großen Unterschied, dass jene allemal selbst gearbeitet, und sich dabei keine Regeln vorgeschrieben, als solche, die teils die gesunde Vernunft, und die Bequemlichkeit in der Ausarbeitung, teils der Wohlstand in der Ausübung, erforderten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.758500099182129} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":597,"date":1742,"orig":"Dieſe aber ſcheinen ſich faſt vor eigenen Arbeiten zu fuͤrchten, und laſſen ſich an ſclaviſchen Nachahmungen und Ueberſetzungen begnuͤgen; legen ſich aber dabey ſo ſchwere und faſt nicht zu uͤberſteigende Regeln auf, daß ſie mit Widerwillen arbeiten, ſchwer und unverſtaͤndlich werden, endlich auch der Natur Gewalt thun.„","norm":"Diese aber scheinen sich fast vor eigenen Arbeiten zu fürchten, und lassen sich an sklavischen Nachahmungen und Übersetzungen begnügen; legen sich aber dabei so schwere und fast nicht zu übersteigende Regeln auf, dass sie mit Widerwillen arbeiten, schwer und unverständlich werden, endlich auch der Natur Gewalt tun . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.586599826812744} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":598,"date":1742,"orig":"Jch laſſe nun meine Leſer ſelbſt urtheilen, ob Hr. Mauvillon nicht beſcheidener von unſren deutſchen Poeten und ihren Unvollkommenheiten geredet habe, als dieſe deut chen Kunſtrichter ſelbſt.","norm":"Ich lasse nun meine Leser selbst urteilen, ob Hr. Mauvillon nicht bescheidener von unseren deutschen Poeten und ihren Unvollkommenheiten geredet habe, als diese deut chen Kunstrichter selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.952400207519531} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":599,"date":1742,"orig":"Ehe ich aber dieſe Anmerckung beſchlieſſe, muß ich noch etwas mit zweyen Worten uͤber die aus Hrn. M.","norm":"Ehe ich aber diese Anmerkung beschließe, muss ich noch etwas mit zweien Worten über die aus Hrn. M.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.610300064086914} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":600,"date":1742,"orig":"Schwaben Vorrede zu ſeinen Beluſtigungen oben angefuͤhrte Vergleichung Rachels mit Boileau, Hagedorns mit la Fontaine, und Gottſcheds mit Corneille anmercken.","norm":"Schwaben Vorrede zu seinen Belustigungen oben angeführte Vergleichung Rachels mit Boileau, Hagedorns mit la Fontäne, und Gottscheds mit Corneille anmerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.043700218200684} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":601,"date":1742,"orig":"Was den Hrn. von Hagedorn anlanget, ſo wird er hier mit la Fontaine in eine Linie geſezt; in dem XXII. St. der Beytr. Bl. 299. u. f. aber weit unter den Stoppe, der ein eben ſo ſchlechter Fabeldichter als Triller iſt, hinuntergeſetzet: Beydemahl mit Unrecht, wie er ſelbſt erkennt.","norm":"Was den Hrn. von Hagedorn anlanget, so wird er hier mit la Fontäne in eine Linie gesetzt; in dem XXII. St. der Beytr. Bl. 299. u. f. aber weit unter den Stoppe, der ein ebenso schlechter Fabeldichter als Triller ist, hinuntergesetzt: Beide Mal mit Unrecht, wie er selbst erkennt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.138899803161621} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":602,"date":1742,"orig":"Und wer des Hrn. von Hagedorn und Stoppens Fabeln mit Verſtande und critiſcher Einſicht geleſen hat, wird das verkehrte und haͤmiſche Urtheil, welches in dem angezogenen Orte der Beytraͤge Bl. 300. 304. u. 306. gefaͤllet wird, nicht ohne Verdruß leſen.","norm":"Und wer des Hrn. von Hagedorn und Stoppens Fabeln mit Verstande und kritischer Einsicht gelesen hat, wird das verkehrte und hämische Urteil, welches in dem angezogenen Orte der Beiträge Bl. 300. 304. u. 306. gefällt wird, nicht ohne Verdruss lesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.967100143432617} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":603,"date":1742,"orig":"Jm uͤbrigen ſchaͤme ich mich fuͤr die deutſche Nation, daß ſie an Schwaben einen ſo ungeſchickten Verfechter hat, der Gottſcheden, weil er aus de Champs und Addiſſons Tragoͤdien ſeinen deutſchen Cato zuſammengeleimt, und beyde verderbt hat, zu einem Corneille machen will:","norm":"Im Übrigen schäme ich mich für die deutsche Nation, dass sie an Schwaben einen so ungeschickten Verfechter hat, der Gottsched, weil er aus de Champs und Addissons Tragödien seinen deutschen Cato zusammengeleimt, und beide verderbt hat, zu einem Corneille machen will:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8480000495910645} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":604,"date":1742,"orig":"Eben ſo laͤcherlich, als wenn ein Schuͤlerknabe, der einmahl ad imitationem Ciceronis componiert hat, ſich ſchmeicheln wollte, daß ihm Cicero in der Zierlichkeit der lateiniſchen Schreibart weichen muͤßte.","norm":"Eben so lächerlich, als wenn ein Schülerknabe, der einmal ad imitationem Ciceronis komponiert hat, sich schmeicheln wollte, dass ihm Cicero in der Zierlichkeit der lateinischen Schreibart weichen müsste.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.861000061035156} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":605,"date":1742,"orig":"Der ungenannte Verſaſſer des poetiſchen Schreibens uͤber die Lettres Germaniques in dem XXIII. St. der Beytr. muß Bl. 520. u. 521. wenn er auf die deutſchen Schoͤpfer koͤmmt, ſeine Zuflucht zu einem Schweitzer., dem philoſophiſchen Hrn. Haller, nehmen, ſonſt weiß er keinen anzufuͤhren, wiewohl er Gottſched gern an Hallers ſtatt angefuͤhrt haͤtte, wenn er ſolches von ſeinem Gewiſſen haͤtte erhalten koͤnnen.","norm":"Der ungenannte Versasser des poetischen Schreibens über die Lettres Germaniques in dem XXIII . St. der Beytr . muss Bl . 520. u. 521. wenn er auf die deutschen Schöpfer kommt, seine Zuflucht zu einem Schweizer ., dem philosophischen Hrn. Haller, nehmen, sonst weiß er keinen anzuführen, wiewohl er Gottsched gern an Hallers statt angeführt hätte, wenn er solches von seinem Gewissen hätte erhalten können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.690800189971924} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":606,"date":1742,"orig":"Man wird vielleicht glauben, weil eure Poeten ſind gantz und gar auf das Ueberſetzen geleget haben, daß ſie in dieſem Stuͤcke Wunder gethan haͤtten.","norm":"Man wird vielleicht glauben, weil eure Poeten sind ganz und gar auf das Übersetzen gelegt haben, dass sie in diesem Stücke Wunder getan hätten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.30679988861084} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":607,"date":1742,"orig":"Jm geringſten nicht.","norm":"Im Geringsten nicht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.9618000984191895} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":608,"date":1742,"orig":"Sie haben die beſten Franzoͤſiſchen, Engliſchen und Jtaliaͤniſchen Originale verderbt.","norm":"Sie haben die besten Französischen, Englischen und italienischen Originale verderbt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.881499767303467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":609,"date":1742,"orig":"Unſre dramatiſche Gedichte beweiſen dieſes nur allzu mercklich; man kennet ſie in eurer Sprache nicht mehr.","norm":"Unsere dramatische Gedichte beweisen dieses nur allzu merklich; man kennet sie in eurer Sprache nicht mehr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.851399898529053} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":610,"date":1742,"orig":"Es ſind ungefehr dieſelben Begriffe, aber ungemein matt ausgedruͤcket.","norm":"Es sind ungefähr dieselben Begriffe, aber ungemein matt ausgedrückt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.877799987792969} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":611,"date":1742,"orig":"Jch muß doch zur Befeſtigung dieſer Anklage ein Paar Exempel von dergleichen deutſchen Ueberſetzungen beybringen.","norm":"Ich muss doch zur Befestigung dieser Anklage ein paar Exempel von dergleichen deutschen Übersetzungen beibringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.216599941253662} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":612,"date":1742,"orig":"Hr. Gottſched uͤberſezt das bekannte Horatziſche","norm":"Hr. Gottsched übersetzt das bekannte Horatzische","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.061100006103516} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":613,"date":1742,"orig":"Nil tanti eſt, ergo fungar vice Cotis; acutum Reddere quæ ferrum valet, exſors ipſa ſecandi,","norm":"Nil tanti est, ergo fungar vice Cotis; acutum Reddere quae ferrum valet, exsors ipsa secandi,","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":6.129700183868408} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":614,"date":1742,"orig":"folgendermaſſen:","norm":"folgendermaßen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"hu","lang_de":0.333,"norm_lmscore":4.024899959564209} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":615,"date":1742,"orig":"Doch Grillen! weg damit!","norm":"Doch Grillen! weg damit!","lang_fastText":"nl","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.9029998779296875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":616,"date":1742,"orig":"Jch trachte, den Poeten Hinfort ein Sporn zu ſeyn, ein Wetzſtein ihrer Floͤten.","norm":"Ich trachte, den Poeten hinfort ein Sporn zu sein, ein Wetzstein ihrer Flöten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934199810028076} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":617,"date":1742,"orig":"Wenn er Horatzen mit Fleiſſe haͤtte verkleiden und laͤcherlich machen wollen, ſo haͤtte er es kaum beſſer treffen koͤnnen.","norm":"Wenn er Horatzen mit Fleiße hätte verkleiden und lächerlich machen wollen, so hätte er es kaum besser treffen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8144001960754395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":618,"date":1742,"orig":"Das exſors ipſa ſecandi, welches doch der Grund von dieſer horatziſchen Vergleichung iſt, iſt gaͤntzlich aus der Acht gelaſſen worden.","norm":"Das exsors ipsa secandi, welches doch der Grund von dieser horatzischen Vergleichung ist, ist gänzlich aus der Acht gelassen worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.116700172424316} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":619,"date":1742,"orig":"Und der Wetzſtein der Floͤten koͤnnte nicht poſſierlicher ſeyn.","norm":"Und der Wetzstein der Flöten könnte nicht possierlicher sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5482001304626465} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":620,"date":1742,"orig":"Jch muß auch der ſchoͤnen Stelle des Boileau erwaͤhnen:","norm":"Ich muss auch der schönen Stelle des Boileau erwähnen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.951300144195557} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":621,"date":1742,"orig":"Allein ihr wuͤrdet mich einer Uebereilung bezuͤchtigen, wenn ich nicht ein Exempel davon anfuͤhrete.","norm":"Allein ihr würdet mich einer Übereilung bezichtigen, wenn ich nicht ein Exempel davon anführte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.288400173187256} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":622,"date":1742,"orig":"Derowegen muß ich euch zeigen, daß ich ohne Hitze ſchreibe, und euch meinen Satz beweiſen.","norm":"Derowegen muss ich euch zeigen, dass ich ohne Hitze schreibe, und euch meinen Satz beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.589000225067139} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":623,"date":1742,"orig":"Jch will euch aber nur ein einziges Muſter vor Augen legen, denn ich habe keine Luſt mich hieruͤber weitlaͤuftig einzulaſſen, welches nur euch und auch mir beſchwerlich ſeyn wuͤrde.","norm":"Ich will euch aber nur ein einziges Muster vor Augen legen, denn ich habe keine Lust mich hierüber weitläufig einzulassen, welches nur euch und auch mir beschwerlich sein würde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.226699829101562} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":624,"date":1742,"orig":"Jch will den angeſehnſten von allen euren Ueberſetzern ausleſen.","norm":"Ich will den angesehensten von allen euren Übersetzern auslesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.141799926757812} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":625,"date":1742,"orig":"Unter dieſen Herren gehoͤrt Neukirchen ohne Zweifel der erſte Rang; ſeine Ueberſetzung des Telemachs hat ihm einen groſſen Nahmen gemachet.","norm":"Unter diesen Herren gehört Neukirchen ohne Zweifel der erste Rang; seine Übersetzung des Telemachs hat ihm einen großen Namen gemacht.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.006499767303467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":626,"date":1742,"orig":"Dieſer Poet war bey einem jungen Printzen Hofmeiſter geweſen, dem zu gefallen er dieſe Arbeit uͤber ſich genommen, und mit hiſtoriſchen und moraliſchen Anmerckungen bereichert hat.","norm":"Dieser Poet war bei einem jungen Prinzen Hofmeister gewesen, dem zu gefallen er diese Arbeit über sich genommen, und mit historischen und moralischen Anmerkungen bereichert hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.066800117492676} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":627,"date":1742,"orig":"Er mochte ſie nicht vollends zum Stande bringen, er war noch nicht weit uͤber die Helfte, als er im Kopf verruͤcket ward.","norm":"Er mochte sie nicht vollends zum Stande bringen, er war noch nicht weit über die Hälfte, als er im Kopf verrücket wurde.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.518799781799316} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":628,"date":1742,"orig":"So unvollendet ſie iſt, wird ſie doch von den Deutſchen ungemein geprieſen, und vor ein Meiſterſtuͤcke angeſehen.","norm":"So unvollendet sie ist, wird sie doch von den Deutschen ungemein gepriesen, und vor ein Meisterstücke angesehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.085899829864502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":629,"date":1742,"orig":"Jch will eurer Nation ihr Urtheil nicht wiederſprechen; ſondern glauben, daß Neukirch dieſes Lob verdiene, allermaſſen man hier nicht gewohnt iſt, beſſere Ueberſetzungen zu ſehen, als die ſeine iſt.","norm":"Ich will eurer Nation ihr Urteil nicht wiedersprechen; sondern glauben, dass Neukirch dieses Lob verdiene, allermaßen man hier nicht gewohnt ist, bessere Übersetzungen zu sehen, als die seine ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6230998039245605} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":630,"date":1742,"orig":"Aber ich kan mich nicht enthalten zu ſagen, daß des Herrn von Fenelon Werck in dieſer Ueberſetzung viel verlohren , und Hr. Neukirch ihm oͤfters ſolche Linien geliehen hat, welche wahrhaftig ſeinen Werth nicht erheben.","norm":"Aber ich kann mich nicht enthalten zu sagen, dass des Herrn von Fénelon Werk in dieser Übersetzung viel verloren, und Hr. Neukirch ihm öfters solche Linien geliehen hat, welche wahrhaftig seinen Wert nicht erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.910299777984619} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":631,"date":1742,"orig":"Jch finde eine ſolche Stelle im erſten B. wo Calypſo den Sohn Ulyſſes inſtaͤndig erſucht, daß er ihr ſeine Begebenheiten erzehlete.","norm":"Ich finde eine solche Stelle im ersten B. wo Calypso den Sohn Ulysses inständig ersucht, dass er ihr seine Begebenheiten erzählte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.10200023651123} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":632,"date":1742,"orig":"Der junge Fuͤrſt will ihr ungeduldiges Verlangen ſtillen, und faͤngt die Erzehlung ſeiner Geſchichte mit dieſen Worten an. ꝛc. Dieſes alles wird von dem Herrn von Fenelon ſo geſchickt vorgeſtellet, daß man ſich einbildet, man hoͤre Telemachen ſelber reden.","norm":"Der junge Fürst will ihr ungeduldiges Verlangen stillen, und fängt die Erzählung seiner Geschichte mit diesen Worten an. etc. Dieses alles wird von dem Herrn von Fénelon so geschickt vorgestellt, dass man sich einbildet, man höre Telemachen selber reden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.25570011138916} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":633,"date":1742,"orig":"Jm Neukirch ſehen wir nichts dergleichen.","norm":"Im Neukirch sehen wir nichts dergleichen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.531599998474121} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":634,"date":1742,"orig":"Man daͤchte er haͤtte dieſe Stelle verdrehen wollen, damit ſie poſſierlich herauskaͤme.","norm":"Man dächte er hätte diese Stelle verdrehen wollen, damit sie possierlich herauskäme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.476900100708008} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":635,"date":1742,"orig":"Seine Worte lauten auf franzoͤſiſch: ‒ ‒ ‒ Mes malheurs, repondit Telemaque à la Deeſſe, ſont trop longs & trop pleins de lamentations, pour meriter votre curioſité.","norm":"Seine Worte lauten auf Französisch: ‒ ‒ ‒ Mes malheurs, repondit Telemaque à la Deesse, sont trop longs & trop pleins de lamentations, pour meriter votre curiosite.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.30620002746582} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":636,"date":1742,"orig":"Non non, reprit-elle, avec flatterie, je meurs d’envie de les entendre.","norm":"Non non, reprit-elle, avec flatterie, je meurs d' envie de les entendre.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.091100215911865} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":637,"date":1742,"orig":"Elie le preſſa encore longtems avant que de pouvoir le faire parler, tant il avoit le cœur ſerré: Mais enfin il ſe laiſſa perſuader; ET A CE QU’ON DIT ET QU’ON CROIT, IL PARLA DE LA SORTE.","norm":"Elie le pressa encore longtems avant que de pouvoir le faire parler, tant il avait le cœur serre: Mais enfin il se laissa persuader; ET A CE QU' ON DIT ET QU' ON CROIT, IL PARLA DE LA SORTE.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.021299839019775} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":638,"date":1742,"orig":"Ma bile alors s’échauffe, & je brule d’écrire: Et s’il ne m’eſt permis de le dire au papier; J’irai croiſer la terre, & comme ce Barbier, Faire dire aux roſeaux par un nouvel organe, Midas, le Roi Midas a des oreilles d’Ane.","norm":"Ma bile alors s' echauffe, & je brule d' écrire: Et s'il ne m' est permis de le dire au Papier; J'irai croiser la terre, & comme ce Barbier, faire dire aux roseaux par un nouvel organe, Midas, le Roi Midas a des oreilles d' Ohne.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.115699768066406} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":639,"date":1742,"orig":"Wie viel verliehret dieſes nicht an Schoͤnheit und Farbe in der Satyre, welche in der gottſchediſchen Dichtkunſt die erſte iſt?","norm":"Wie viel verlieret dieses nicht an Schönheit und Farbe in der Satire, welche in der gottschedischen Dichtkunst die erste ist?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.93209981918335} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":640,"date":1742,"orig":"Bl. 556.","norm":"Bl. 556.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"kk","lang_de":0,"norm_lmscore":4.581699848175049} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":641,"date":1742,"orig":"Ja ſollt es einſt geſchehn, daß unſre Dichterſchaar So lang an Ohren waͤr, als vormahls Midas war:","norm":"Ja sollt es einst geschehen, dass unsere Dichterschaar so lang an Ohren wäre, als vormals Midas war:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.5183000564575195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":642,"date":1742,"orig":"So wuͤrde man, wie dort, aus den beſchilften Roͤhren Den Ruf:","norm":"So würde man, wie dort, aus den beschilften Röhren den Ruf:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.7154998779296875} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":643,"date":1742,"orig":"Dies tolle Volck hat Eſelsohren! hoͤren.","norm":"Dies tolle Volk hat Eselsohren! hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.398200035095215} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":644,"date":1742,"orig":"Die Gottſchediſche Ueberſetzung in der deutſchen Jphigenie machet, daß ein Held, welcher in der Geſchichte nicht als ein Zwitter bekannt geworden, ein Toͤchterlein empfaͤngt:","norm":"Die Gottschedische Übersetzung in der deutschen Jphigenie macht, dass ein Held, welcher in der Geschichte nicht als ein Zwitter bekannt geworden, ein Töchterlein empfängt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.360899925231934} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":645,"date":1742,"orig":"Theſée avec Helene uni ſecrettement Fit ſucceder l’hymen à ſon enlevement, Une Fille en ſortit.","norm":"Thesee avec Helene uni secrettement Fit succeder l'hymen à son enlevement, Une Fille en sortit.","lang_fastText":"fr","lang_py3langid":"fr","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":6.200699806213379} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":646,"date":1742,"orig":"&c. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒","norm":"& c. ‒ ‒ ‒ ‒ ‒","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"ur","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":3.782500028610229} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":647,"date":1742,"orig":"Als vormahls Theſeus einſt mit Helenen entgieng, Und aus geheimer Lieb’ ein Toͤchterlein empfieng.","norm":"Als vormals Theseus einst mit Helene entging, und aus geheimer Liebe ein Töchterlein empfing.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.807799816131592} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":648,"date":1742,"orig":"Es iſt mehr als wahrſcheinlich, daß nicht Theſeus, ſondern Helena aus geheimer Liebe ein Toͤchterlein empfangen habe.","norm":"Es ist mehr als wahrscheinlich, dass nicht Theseus, sondern Helena aus geheimer Liebe ein Töchterlein empfangen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.996799945831299} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":649,"date":1742,"orig":"Ueberhaupt iſt die deutſche Jphigenia ſo beſchaffen, daß ſie zu einem Beweiſe dienet, wie Hr. Prof. Gottſched die Franzoſen ſo treulich uͤberſetzet, als die Franzoſen, nach ſeinem Sagen, die Griechen und Lateiner uͤberſetzen.","norm":"Überhaupt ist die deutsche Jphigenia so beschaffen, dass sie zu einem Beweise dient, wie Hr. Prof. Gottsched die Franzosen so treulich übersetzet, als die Franzosen, nach seinem Sagen, die Griechen und Lateiner übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.281700134277344} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":650,"date":1742,"orig":"Jch werde darum auch naͤchſtens die Muͤhe nehmen, und die Jphigenia des Racine und die gottſchediſche Ueberſetzung gegen einander halten, und in deutlichen Proben zeigen, wie oft der Franzoſe in ſeinem Ueberſetzer gefunden oder vermißt wird; denn dieſe Arbeit iſt fuͤr eine Anmerckung zu weitlaͤuftig.","norm":"Ich werde darum auch nächstens die Mühe nehmen, und die Jphigenia des Racine und die gottschedische Übersetzung gegen einander halten, und in deutlichen Proben zeigen, wie oft der Franzose in seinem Übersetzer gefunden oder vermisst wird; denn diese Arbeit ist für eine Anmerkung zu weitläufig.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.523799896240234} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":651,"date":1742,"orig":"Nur kan ich es hier nicht ungeantet laſſen, daß dieſe deutſchen Puriſten erſt neulich dem beruͤhmten Bayle ein Woͤrterbuch zugeleget haben.","norm":"Nur kann ich es hier nicht ungeantet lassen, dass diese deutschen Puristen erst neulich dem berühmten Bayle ein Wörterbuch zugelegt haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.649499893188477} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":652,"date":1742,"orig":"Jn dem XIX. St. der Critiſchen Beytraͤge, auf der 519ten Seite heißt es:","norm":"In dem XIX. St. der kritischen Beiträge, auf der 519ten Seite heißt es:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116000175476074} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":653,"date":1742,"orig":"„Der ſel. Hr. Neukirch hat auf dem deutſchen Parnaß ſchon vorlaͤngſt einen ſolchen Rang erhalten, daß man alles, was aus ſeiner Feder gefloͤſſen iſt, nicht ohne Beyfall und Ergetzung zu leſen pfleget.","norm":"„Der sel. Hr. Neukirch hat auf dem deutschen Parnass schon vorlängst einen solchen Rang erhalten, dass man alles, was aus seiner Feder geflossen ist, nicht ohne Beifall und Ergötzung zu lesen pflegt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.23960018157959} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":654,"date":1742,"orig":"Und im XIII. St. Bl. 125.","norm":"Und im XIII. St. Bl. 125.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.7941999435424805} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":655,"date":1742,"orig":"„Daß Neukirch einer von unſren ſtaͤrckſten Poeten geweſen, das iſt einem jeden Liebhaber deutſcher Gedichte bekannt. ‒ ‒ ‒ Denn ſeitdem er in Berlin, nach dem Exempel des groſſen Canitz, die Natur zur Fuͤhrerinn genommen, hat er allen alten Kuͤnſten gute Nacht gegeben, und die Exempel der beſten franzoͤſiſchen Poeten ſo gluͤcklich nachgeahmet, daß er ſie in vielen Stuͤcken uͤbertroffen.„","norm":"„Dass Neukirch einer von unseren stärksten Poeten gewesen, das ist einem jeden Liebhaber deutscher Gedichte bekannt . ‒ ‒ ‒ denn seitdem er in Berlin, nach dem Exempel des großen Canitz, die Natur zur Führerin genommen, hat er allen alten Künsten gute Nacht gegeben, und die Exempel der besten französischen Poeten so glücklich nachgeahmt, dass er sie in vielen Stücken übertroffen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.759699821472168} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":656,"date":1742,"orig":"Zwar findet ſich in dem XXIV. St. Art. II. Bl. 605. ein Urtheil, das dem eben angefuͤhrten gaͤntzlich widerſpricht; [welches in dieſen Beytraͤgen eben nicht gar ungewohnt iſt,]; denn ob er gleich ein groſſer Dichter Deutſchlands genennet wird, der aller Hochachtung werth ſey, ſo heißt es doch von ſeinem deutſchen Telemach:","norm":"Zwar findet sich in dem XXIV. St. Art. II. Bl. 605. ein Urteil, das dem eben angeführten gänzlich widerspricht; [welches in diesen Beiträgen eben nicht gar ungewohnt ist,]; denn ob er gleich ein großer Dichter Deutschlands genannt wird, der aller Hochachtung wert sei, so heißt es doch von seinem deutschen Telemach:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.945300102233887} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":657,"date":1742,"orig":"„Allein es ſind darinn ſo viel matte Ausdruͤcke, langgedehnte Perioden, und ſolche Unrichtigkeiten im Sylbenmaaſſe, daß wir mit Recht wuͤnſchen koͤnnen, daß Neukirch die Arbeit 20. Jahre eher angefangen haben moͤchte.„","norm":"„Allein es sind darin so viel matte Ausdrücke, langgedehnte Perioden, und solche Unrichtigkeiten im Silbenmaße, dass wir mit Recht wünschen können, dass Neukirch die Arbeit 20. Jahre eher angefangen haben möchte . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.428999900817871} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":658,"date":1742,"orig":"Doch wird er von Hrn. Prof. Gottſcheden in eben dieſem XXIV. St. auf der 659ſten Seite unter die groſſen Dichter Deutſchlandes gezehlt.","norm":"Doch wird er von Hrn. Prof. Gottsched in eben diesem XXIV. St. auf der 659sten Seite unter die großen Dichter Deutschlands gezählt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.259300231933594} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":659,"date":1742,"orig":"Hier irret Hr. Mauvillon, und mag ihn wohl zum Theil die Nachricht, welche in dem XIII. St. der Crit.","norm":"Hier irret Hr. Mauvillon, und mag ihn wohl zum Teil die Nachricht, welche in dem XIII. St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9060001373291025} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":660,"date":1742,"orig":"Beytraͤge Bl. 123. vorkoͤmmt, betrogen uud verfuͤhret haben.","norm":"Beiträge Bl. 123. vorkommt, betrogen und verführet haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.753699779510498} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":661,"date":1742,"orig":"Es wird aber dieſelbe in dem XXIV. St. Art. II. Bl. 601. widerruffen.","norm":"Es wird aber dieselbe in dem XXIV. St. Art. II. Bl. 601. widerrufen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.27400016784668} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":662,"date":1742,"orig":"Jch kan die Leſer desfalls neben dem wenigen, ſo Hr. Mauvillon anfuͤhret, auf die genauere critiſche Unterſuchung verweiſen, die in der neuen Critiſchen Dichtkunſt Hrn. Prof. Breitingers im 2ten Theile, in dem Abſchnitt von der Ueberſetzung Bl. 182. u. f. zu finden iſt.","norm":"Ich kann die Leser desfalls neben dem wenigen, so Hr. Mauvillon anführet, auf die genauere kritische Untersuchung verweisen, die in der neuen kritischen Dichtkunst Hrn. Prof. Breitingers im 2ten Teile, in dem Abschnitt von der Übersetzung Bl. 182. u. f. zu finden ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.075799942016602} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":663,"date":1742,"orig":"Und wer ein Muſter von dem Neukirchiſchen gereinigten Feuer und Geſchmack gepruͤft ſehen will, der ziehe gedachten Verfaſſers Werck von den Gleichniſſen, und daſelbſt den lezten Abſchnitt zu Rathe.","norm":"Und wer ein Muster von dem Neukirchischen gereinigten Feuer und Geschmack geprüft sehen will, der ziehe gedachten Verfassers Werk von den Gleichnissen, und daselbst den letzten Abschnitt zu Rate.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.734300136566162} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":664,"date":1742,"orig":"Und wie man ſagt und glaubt hat er alſo geſprochen.","norm":"Und wie man sagt und glaubt hat er also gesprochen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.092599868774414} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":665,"date":1742,"orig":"Ha, wie zierlich iſt dieſes!","norm":"Ha, wie zierlich ist dieses!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.403800010681152} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":666,"date":1742,"orig":"Es hat etwas ſo poſſierliches in ſich, das mich aus mich ſelber ſetzt.","norm":"Es hat etwas so Possierliches in sich, das mich aus mich selber setzt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.103600025177002} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":667,"date":1742,"orig":"Es gehoͤrt ein gluͤckliches Naturell dazu, wenn man das Poſſierliche mit dem Erhabenen geſchickt vermiſchen ſoll; und eben in dieſem Stuͤcke ſind die deutſchen Poeten vortrefflich.","norm":"Es gehört ein glückliches Naturell dazu, wenn man das Possierliche mit dem Erhabenen geschickt vermischen soll; und eben in diesem Stücke sind die deutschen Poeten vortrefflich.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.577600002288818} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":668,"date":1742,"orig":"Wenn ich dieſe Worte Neukirchs leſe, ſo duͤnckt es mich, ich leſe ein Maͤhrgen im La Fontaine, in welchem nicht viel uͤbrige Wahrſcheinlichkeit iſt; und wo dieſer ſcharfſinnige Verfaſſer mir ſagt, daß er vor die Geſchichte nicht gut ſtehen wolle, welches er in ſeiner marotiſchen Schreibart ſo vortraͤgt, er gebe ſie, wie er ſie eingenommen habe.","norm":"Wenn ich diese Worte Neukirchs lese, so dünkt es mich, ich lese ein Mähren im La Fontäne, in welchem nicht viel übrige Wahrscheinlichkeit ist; und wo dieser scharfsinnige Verfasser mir sagt, dass er vor die Geschichte nicht gut stehen wolle, welches er in seiner marotischen Schreibart so vorträgt, er gebe sie, wie er sie eingenommen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.633600234985352} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":669,"date":1742,"orig":"Das Mißtrauen, welches La Fontaine dadurch bey dem Leſer erwecket, beluſtiget ihn eben ſo ſehr, als die Geſchichte ſelbſt.","norm":"Das Misstrauen, welches La Fontäne dadurch bei dem Leser erwecket, belustiget ihn ebenso sehr, als die Geschichte selbst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.955399990081787} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":670,"date":1742,"orig":"Aber was in einem Maͤhrgen artig iſt, das iſt in einem heroiſchen und ernſtlichen Gedichte, wie Neukirchs ſeines iſt, etwas recht ſcheußliches.","norm":"Aber was in einem Mähren artig ist, das ist in einem heroischen und ernstlichen Gedichte, wie Neukirchs seines ist, etwas recht Scheußliches.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.823400020599365} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":671,"date":1742,"orig":"Jch wuͤrde niemahls fertig werden, wertheſter Freund, wenn ich alle die platten Stellen ausſetzen ſollte, die ich in euren beruͤhmteſten Poeten geleſen habe.","norm":"Ich würde niemals fertig werden, wertester Freund, wenn ich alle die platten Stellen aussetzen sollte, die ich in euren berühmtesten Poeten gelesen habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.630799770355225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":672,"date":1742,"orig":"Jch weis deren noch eine Menge im Neukirchen, im Opitzen , im Gottſcheden, im Kahnitzen; Brocks ſelbſt iſt davon nicht gereiniget, ungeachtet er vielleicht deren am wenigſten hat, indem er ſich den Geſchmack an die frantzoͤſiſchen und engliſchen Poeten gewoͤhnt hat:","norm":"Ich weiß deren noch eine Menge im Neukirchen, im Opitzen, im Gottsched, im Kahnitzen; Brocks selbst ist davon nicht gereinigt, ungeachtet er vielleicht deren am wenigsten hat, indem er sich den Geschmack an die französischen und englischen Poeten gewöhnt hat:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.310500144958496} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":673,"date":1742,"orig":"Und ich kan ihm die Stelle nicht verzeihen, wo er den milden Ueberfluß eines gewiſſen Jahres damit in ein hohes Licht ſetzen wollen, daß er angezeiget hat, man habe das paar Lerchen um zween Dreyer bekommen koͤnnen.","norm":"Und ich kann ihm die Stelle nicht verzeihen, wo er den milden Überfluss eines gewissen Jahres damit in ein hohes Licht setzen wollen, dass er angezeigt hat, man habe das paar Lerchen um zweien Dreyer bekommen können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.116700172424316} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":674,"date":1742,"orig":"Jch muß dieſe Anmerckung wiedmen, den Vater der deutſchen Poeſie, den groſſen Opitz, und ſeinen getreuen Schuͤler den Canitz, aus dem Haufen der matten Poeten Deutſchlandes zu ſondern, und zum Theil gegen den Hr. Mauvillon zu vertheidigen.","norm":"Ich muss diese Anmerkung widmen, den Vater der deutschen Poesie, den großen Opitz, und seinen getreuen Schüler den Canitz, aus dem Haufen der matten Poeten Deutschlands zu sondern, und zum Teil gegen den Hr. Mauvillon zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8333001136779785} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":675,"date":1742,"orig":"Opitz hat das Zeugniß des groſſen Leibnitzen verdienet; dieſer ſagt von ihm in den Gedancken von der Verbeſſerung der deutſchen Sprache:","norm":"Opitz hat das Zeugnis des großen Leibnetzen verdienet; dieser sagt von ihm in den Gedanken von der Verbesserung der deutschen Sprache:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.4842000007629395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":676,"date":1742,"orig":"„Der treffliche Opitz, ſo bey uns, wie Virgil bey den Roͤmern, der erſte und lezte ſeines Schrots und Korns geweſen.„","norm":"„Der treffliche Opitz, so bei uns, wie Virgil bei den Römern, der erste und letzte seines Schrots und Korns gewesen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.011099815368652} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":677,"date":1742,"orig":"Dieſer vortreffliche Opitz iſt bald 80. Jahre in Deutſchland faſt unbekannt geblieben, bis die Zuͤrchiſchen Kunſtverſtaͤndigen den Werth deſſelben angeprieſen; welches ſo viel gefruchtet hat, daß die Deutſchen allmaͤhlig angefangen, ſeinen Vorzug vor einer groſſen Menge ſchlechter Poeten von ſchlimmem Geſchmacke zu erkennen; wie dann Hr. Prof. Gottſched in der Vorrede zu den Crit.","norm":"Dieser vortreffliche Opitz ist bald 80. Jahre in Deutschland fast unbekannt geblieben, bis die Zürichischen Kunstverständigen den Wert desselben angepriesen; welches so viel gefruchtet hat, dass die Deutschen allmählich angefangen, seinen Vorzug vor einer großen Menge schlechter Poeten von schlimmem Geschmacke zu erkennen; wie dann Hr. Prof. Gottsched in der Vorrede zu den Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9471001625061035} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":678,"date":1742,"orig":"Beytraͤgen folgendes Zeugniß von ihm abgeleget:","norm":"Beiträgen folgendes Zeugnis von ihm abgelegt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.469699859619141} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":679,"date":1742,"orig":"„Der unſterbliche Opitz hat in allem, was unſre Sprache, und die edelſten unter allen freyen Kuͤnſten angehet, einen gantz andern Geſchmack eingefuͤhret.","norm":"„Der unsterbliche Opitz hat in allem, was unsere Sprache, und die edelsten unter allen freien Künsten angehet, einen ganz anderen Geschmack eingeführt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.359799861907959} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":680,"date":1742,"orig":"Er ſahe damahls die Muſter der Franzoſen und Niederlaͤnder ſchon in groſſer Vollkommenheit vor Augen, und da er mit den alten Griechen und Roͤmern durch ihre Schriften ſo viel Bekanntſchaft hatte, ſo ſchmerzte es ihn, die Schriften ſeiner Nation noch in ſo unfoͤrmlicher Geſtalt, und ſeine Mutterſprache in ſolcher Rauhigkeit zu ſehen.","norm":"Er sah damals die Muster der Franzosen und Niederländer schon in großer Vollkommenheit vor Augen, und da er mit den alten Griechen und Römern durch ihre Schriften so viel Bekanntschaft hatte, so schmerzte es ihn, die Schriften seiner Nation noch in so unförmlicher Gestalt, und seine Muttersprache in solcher Rauigkeit zu sehen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.123000144958496} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":681,"date":1742,"orig":"Er gieng daher einen zu ſeiner Zeit in Deutſchland gantz neuen Weg, und brach allen ſeinen Nachfolgern ſo gluͤcklich die Bahn, daß wir die groſſe Veraͤnderung, ſo dadurch entſtanden, nicht genugſam bewundern koͤnnen.","norm":"Er ging daher einen zu seiner Zeit in Deutschland ganz neuen Weg, und brach allen seinen Nachfolgern so glücklich die Bahn, dass wir die große Veränderung, so dadurch entstanden, nicht genügsam bewundern können.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.990600109100342} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":682,"date":1742,"orig":"Doch Opitz iſt noch nicht 100. Jahre todt, und wir ſind mit der Ausfuͤhrung eines ſo groſſen Werckes, als die Verbeſſerung des Geſchmacks der Deutſchen iſt, kaum bis auf die Helfte gekommen.„","norm":"Doch Opitz ist noch nicht 100. Jahre tot, und wir sind mit der Ausführung eines so großen Werkes, als die Verbesserung des Geschmacks der Deutschen ist, kaum bis auf die Hälfte gekommen . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7729997634887695} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":683,"date":1742,"orig":"Ohne Zweifel verſiehet er durch den ungewiſſen Ausdruck kaum bis auf die Helfte, einen ziemlichen Grad weniger, als die Helfte: Deutſchland hat noch keinen Poeten, der Opitzen in allen Stuͤcken gleichkomme, und wenige, die ihn auch in den ſchlechteſten uͤbertreffen.","norm":"Ohne Zweifel versieht er durch den ungewissen Ausdruck kaum bis auf die Hälfte, einen ziemlichen Grad weniger, als die Hälfte: Deutschland hat noch keinen Poeten, der Opitzen in allen Stücken gleichkomme, und wenige, die ihn auch in den schlechtesten übertreffen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.077000141143799} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":684,"date":1742,"orig":"Canitz, Haller, und Brockes, und der leztere zwar nur in einigen Stuͤcken, haben ſich ſeiner Hoͤhe genaͤhert.","norm":"Canitz, Haller, und Brockes, und der letztere zwar nur in einigen Stücken, haben sich seiner Höhe genähert.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.890699863433838} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":685,"date":1742,"orig":"Was zwar den aͤuſſerlichen Aufputz des Verſes, und die Richtigkeit des Sylbenmaaſſes anlangt, geſtehe ich gerne, daß die Neuern mehr Kuͤnſtlichkeit zeigen, und will dieſes nicht in die Rechnung bringen.","norm":"Was zwar den äußerlichen Aufputz des Verses, und die Richtigkeit des Silbenmaßes anlangt, gestehe ich gerne, dass die Neueren mehr Künstlichkeit zeigen, und will dieses nicht in die Rechnung bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.611299991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":686,"date":1742,"orig":"Jch mag insbeſondere einraͤumen, daß ſeine Sprache und ſein Sylbenmaaß in den Ueberſetzungen mehr Reinigkeit und Putz haben koͤnnten, wiewohl er eben darinnen manche Eigenſchaft, manche Metapher, in die deutſche Sprache heruͤbergebracht hat, deren Gruͤndlichkeit, Kraft und Nachdruck noch von den wenigſten deutſchen Poeten und Kunſtrichtern erkannt worden.","norm":"Ich mag insbesondere einräumen, dass seine Sprache und sein Silbenmaß in den Übersetzungen mehr Reinheit und Putz haben könnten, wiewohl er eben darinnen manche Eigenschaft, manche Metapher, in die deutsche Sprache herübergebracht hat, deren Gründlichkeit, Kraft und Nachdruck noch von den wenigsten deutschen Poeten und Kunstrichtern erkannt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.53380012512207} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":687,"date":1742,"orig":"Jch rede hier nur von dem, was das Weſen der Dichtung eigentlich ausmachet.","norm":"Ich rede hier nur von dem, was das Wesen der Dichtung eigentlich ausmachet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.239099979400635} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":688,"date":1742,"orig":"Darinn beſteht Opitzens Staͤrcke; die geſchickt angebrachten Bilder, die Neuigkeit in denſelben, die Zierlichkeit in den Gedancken, ſein poetiſches Naturell, das ſich in die Ausbildung der ſchlechteſten Materien ergieſſet, die Verbindung ſeiner poetiſchen Vorſtellungen zu einem Ende, das er ſtets im Geſichte behaͤlt, die genaue Uebereinſtimmung der Affecte, die er erwecket, mit dem Vorhaben und den Sachen; das ſind die Dinge, die ihn uͤber alle andern Poeten erheben.","norm":"Darin besteht Opitzens Stärke; die geschickt angebrachten Bilder, die Neuigkeit in denselben, die Zierlichkeit in den Gedanken, sein poetisches Naturell, das sich in die Ausbildung der schlechtesten Materien ergießet, die Verbindung seiner poetischen Vorstellungen zu einem Ende, das er stets im Gesichte behält, die genaue Übereinstimmung der Affekte, die er erwecket, mit dem Vorhaben und den Sachen; das sind die Dinge, die ihn über alle anderen Poeten erheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.220399856567383} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":689,"date":1742,"orig":"Und dieſe finden wir in ſeinem Veſuvius, dem Lobgedichte auf den Koͤnig in Polen, Zlatna, und andern Gedichten, wo er nach ſeinem eigenen freyen Geiſte geſchrieben hat.","norm":"Und diese finden wir in seinem Vesuv, dem Lobgedichte auf den König in Polen, Zlatna, und anderen Gedichten, wo er nach seinem eigenen freien Geiste geschrieben hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.584400177001953} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":690,"date":1742,"orig":"Was Hrn. Mauvillon vermocht hat, ihn wegen eingemiſchter poſſierlicher Einfaͤlle oder Ausdruͤcke unter ernſtliche mit Gottſched und Neukirchen in eine Linie zu ſtellen, ſind vermuthlich einige Stellen im Lob des Kriegesgottes Mars, wo man ſich aber erinnern muß, daß dieſes nur ein ironiſches Lob iſt; das Geſpoͤtte herrſchet darinnen, doch ſo, daß es zu keiner baͤuriſchen Grobheit hinunterfaͤllt.","norm":"Was Hrn. Mauvillon vermocht hat, ihn wegen eingemischter possierlicher Einfälle oder Ausdrücke unter ernstliche mit Gottsched und Neukirchen in eine Linie zu stellen, sind vermutlich einige Stellen im Lob des Kriegsgottes Mars, wo man sich aber erinnern muss, dass dieses nur ein ironisches Lob ist; das Gespötte herrschet darinnen, doch so, dass es zu keiner bäurischen Grobheit hinunterfällt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.701700210571289} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":691,"date":1742,"orig":"Der Poet ſagt darum ſelbſt in der Zuſchrift: Abſit à nobis illicita verborum Laſcivia. ‒ ‒ Ariſtophani, Plauto, Juvenali ſuam linguam relinquamus.","norm":"Der Poet sagt darum selbst in der Zuschrift: Absit à nobis illicita verborum Lascivia . ‒ ‒ Aristophani, Plauto, Juvenali suam linguam relinquamus.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"fr","lang_de":0,"norm_lmscore":5.65910005569458} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":692,"date":1742,"orig":"Chriſtiano parcius delirandum eſt.","norm":"Christiano parcius delirandum est.","lang_fastText":"hu","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":7.405600070953369} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":693,"date":1742,"orig":"Aber wie koͤmmts daß eure Nation nicht ein eintziges theatraliſches Stuͤcke, das nur einigen Werth habe, aus ihrem Eigenthum an den Tag bringen kan?","norm":"Aber wie kömmts dass eure Nation nicht ein einziges theatralisches Stücke, das nur einigen Wert habe, aus ihrem Eigentum an den Tag bringen kann?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.102799892425537} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":694,"date":1742,"orig":"Wo wollte ſie es hernehmen?","norm":"Wo wollte sie es hernehmen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.399800062179565} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":695,"date":1742,"orig":"Eure Poeten legen ſich ſchier allein auf kleine Gedichte, und oͤfters auf elendes Zeug.","norm":"Eure Poeten legen sich schier allein auf kleine Gedichte, und öfters auf elendes Zeug.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.24459981918335} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":696,"date":1742,"orig":"Die Gedichte, die Brockes geſchrieben, gehoͤren zu der liriſchen Art; ſeine Vorgaͤnger haben kaum was anders gemachet, als Hochzeitgedichte, etliche falſchgenannte Oden, etliche Weihnachts- und andre Geſaͤnge; dazu kommen dann noch die Arien, und hoͤher haben es die deutſchen Muſen mit allem ihrem Beſtreben nicht bringen moͤgen; nemlich, was Originale anlangt.","norm":"Die Gedichte, die Brockes geschrieben, gehören zu der lyrischen Art; seine Vorgänger haben kaum was anders gemacht, als Hochzeitgedichte, etliche falschgenannte Oden, etliche Weihnachts- und andere Gesänge; dazu kommen dann noch die Arien, und höher haben es die deutschen Musen mit allem ihrem Bestreben nicht bringen mögen; nämlich, was Originale anlangt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.959400177001953} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":697,"date":1742,"orig":"Jch weis kein Land, wo die Schwoͤſtern des Apollo ſich ſo unverſchaͤmt feil bieten, als in dieſem.","norm":"Ich weiß kein Land, wo die Schwestern des Apollo sich so unverschämt feilbieten, als in diesem.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.537799835205078} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":698,"date":1742,"orig":"Kein Schuſter haͤlt Hochzeit, der nicht ſein Hochzeitgedichte nett und zierlich gedruͤckt bekomme.","norm":"Kein Schuster hält Hochzeit, der nicht sein Hochzeitgedichte nett und zierlich gedrückt bekomme.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.599400043487549} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":699,"date":1742,"orig":"Jch bekraͤftige dieſes mit einem Zeugniſſe aus dem X. St. der Crit.","norm":"Ich bekräftige dieses mit einem Zeugnisse aus dem X. St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.362800121307373} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":700,"date":1742,"orig":"Beytr. Bl. 274.","norm":"Beytr. Bl. 274.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":5.907100200653076} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":701,"date":1742,"orig":"„Es iſt Hrn. Gottſched nichts weniger in Sinn gekommen, als die heutige deutſche Schaubuͤhne mit allen ihren Staatsactionen und Poſſenſpielen zu vertheidigen.","norm":"„Es ist Hrn. Gottsched nichts weniger in Sinn gekommen, als die heutige deutsche Schaubühne mit allen ihren Staatsaktionen und Possenspielen zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.350200176239014} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":702,"date":1742,"orig":"Die gute Tragoͤdie und Comoͤdie iſt noch zur Zeit in Deutſchland nicht recht zu Hauſe.","norm":"Die gute Tragödie und Komödie ist noch zur Zeit in Deutschland nicht recht zu Hause.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.015399932861328} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":703,"date":1742,"orig":"Was fuͤr elendes Zeug wird nicht von den gemeinen Comoͤdianten uͤberall aufgefuͤhret?","norm":"Was für elendes Zeug wird nicht von den gemeinen Komödianten überall aufgeführt?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.3414998054504395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":704,"date":1742,"orig":"Und wer kan es leugnen, daß oft noch weniger Verſtand und Ordnung, Geſchmack und gute Sitten darinnen herrſchen, als in den heutigen Opern? ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ Dieſe Art Schauſpiele iſt noch ſo gemein in Deutſchland nicht, daß man ſie NB. unſre deutſche Schaubuͤhne nennen koͤnnte.","norm":"Und wer kann es leugnen, dass oft noch weniger Verstand und Ordnung, Geschmack und gute Sitten darinnen herrschen, als in den heutigen Opern? ‒ ‒ ‒ ‒ ‒ diese Art Schauspiele ist noch so gemein in Deutschland nicht, dass man sie NB . unsere deutsche Schaubühne nennen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.306300163269043} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":705,"date":1742,"orig":"Sie iſt noch gleichſam als ein Gaſt auf fremdem Boden anzuſehen; ſo lange wir uns mit lauter Ueberſetzungen fremder Stuͤcke behelffen muͤſſen.","norm":"Sie ist noch gleichsam als ein Gast auf fremdem Boden anzusehen; solange wir uns mit lauter Übersetzungen fremder Stücke behelfen müssen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.688799858093262} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":706,"date":1742,"orig":"Denn der deutſchen Originale giebt es leider! noch ſo wenige, daß man kaum eine Woche lang gute deutſche Stuͤcke wuͤrde ſpielen koͤnnen.„","norm":"Denn der deutschen Originale gibt es leider! noch so wenige, dass man kaum eine Woche lang gute deutsche Stücke würde spielen können . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.387599945068359} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":707,"date":1742,"orig":"Jn dem XIX. St. der Crit.","norm":"In dem XIX. St. der Crit.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.193900108337402} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":708,"date":1742,"orig":"Beytraͤge Bl. 443.","norm":"Beiträge Bl. 443.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"sv","lang_cld3":"cy","lang_de":0,"norm_lmscore":6.605800151824951} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":709,"date":1742,"orig":"„Was diejenigen betrifft, die ſich auf. die Dichtkunſt le- „gen; ſo iſt es freylich eine lange Zeit her in Deutſchland dabey geblieben, daß man ſich bey den Reimarten, dem Sylbenmaſſe, dem Wohlklang, der Wortfuͤgung, und kurtz um die aͤuſſerliche Geſtalt der Verſe Muͤhe gegeben.„","norm":"„Was diejenigen betrifft, die sich auf . die Dichtkunst le- „gen; so ist es freilich eine lange Zeit her in Deutschland dabei geblieben, dass man sich bei den Reimarten, dem Silbenmaße, dem Wohlklang, der Wortfügung, und kurz um die äußerliche Gestalt der Verse Mühe gegeben . „","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.796899795532227} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":710,"date":1742,"orig":"Sonſt kan man nachſehen in der Anm. (N).","norm":"Sonst kann man nachsehen in der Anm. (N).","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"gd","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.602499961853027} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":711,"date":1742,"orig":"Jn Franckreich iſt der Druck die Klippe, woran die mittelmaͤſſigen Poeten gemeiniglich ſcheitern.","norm":"In Frankreich ist der Druck die Klippe, woran die mittelmäßigen Poeten gemeiniglich scheitern.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.571000099182129} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":712,"date":1742,"orig":"Hier iſt es anderſt.","norm":"Hier ist es anders.","lang_fastText":"es","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"es","lang_de":0,"norm_lmscore":2.790199995040893} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":713,"date":1742,"orig":"Da man hier ohne Geſchmack lieſt, ſo laͤuft niemand in Gefahr, der etwas in den Druck giebt.","norm":"Da man hier ohne Geschmack liest, so läuft niemand in Gefahr, der etwas in den Druck gibt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201000213623047} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":714,"date":1742,"orig":"Darum iſt auch keine Nation, die eine ſo groſſe Anzahl Poeten und Redner aufweiſen koͤnne, wie dieſe.","norm":"Darum ist auch keine Nation, die eine so große Anzahl Poeten und Redner aufweisen könne, wie diese.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.788300037384033} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":715,"date":1742,"orig":"Die Redner erinnern mich hier an die laͤcherliche Gewohnheit, die allhier herrſchet, auf jedes Begraͤbniß eine Leichrede zu halten, auf das Abſterben eines Hufſchmieds ſowohl, als eines Generals.","norm":"Die Redner erinnern mich hier an die lächerliche Gewohnheit, die allhier herrschet, auf jedes Begräbnis eine Leichrede zu halten, auf das Absterben eines Hufschmieds sowohl, als eines Generals.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.964099884033203} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":716,"date":1742,"orig":"Geſtern gieng ich in eine Kirche hinein, in der Hoffnung daß ich uͤber einen moraliſchen Lehrſatz wuͤrde predigen hoͤren.","norm":"Gestern ging ich in eine Kirche hinein, in der Hoffnung dass ich über einen moralischen Lehrsatz würde predigen hören.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.059000015258789} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":717,"date":1742,"orig":"Aber ich fand mich uͤbel betrogen.","norm":"Aber ich fand mich übel betrogen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424600124359131} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":718,"date":1742,"orig":"Man hielt eine Leichrede auf ein Bauerweib, das vor zween Tagen geſtorben war.","norm":"Man hielt eine Leichrede auf ein Bauernweib, das vor zweien Tagen gestorben war.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7758002281188965} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":719,"date":1742,"orig":"Der Redner lobete ihre Treue gegen ihren Ehmann, ihre Haͤuslichkeit und ſ. w. Ach, ſagte er, wie geſchickt wußte ſie nicht die Kuͤhe zu melken!","norm":"Der Redner lobte ihre Treue gegen ihren Ehemann, ihre Häuslichkeit und s. w. Ach, sagte er, wie geschickt wusste sie nicht die Kühe zu melken!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.958399772644043} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":720,"date":1742,"orig":"Jhre Haͤnde, die doch von vielem Arbeiten gantz hart waren, verurſachten dieſen armen Thieren nicht den geringſten Schmertzen.","norm":"Ihre Hände, die doch von vielem Arbeiten ganz hart waren, verursachten diesen armen Tieren nicht den geringsten Schmerzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.191699981689453} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":721,"date":1742,"orig":"Sie war auch ſo reinlich, daß man niemahls das kleinſte Staͤubgen in der Milch gefunden, welche man bey ihr gekaufet hatte.","norm":"Sie war auch so reinlich, dass man niemals das kleinste Stäuben in der Milch gefunden, welche man bei ihr gekauft hatte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.364699840545654} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":722,"date":1742,"orig":"Jhr muͤſſet mir doch geſtehen, mein wertheſter Herr, daß die Poeſie und die Beredtſamkeit, ſo ſie zu dieſem Gebrauche angewendet werden, nothwendig vieles von ihrer Wuͤrde verliehren muͤſſen; und daß den Poeten, ſowohl als den Rednern, nothwendig etwas von der Niedertraͤchtigkeit ihrer Materien ankleben muß, da denn die groben und poͤbelhaften Gedancken, welche ſie damit an ſich genommen haben, ſich hernach auch in hoͤhern Materien einſchleichen werden.","norm":"Ihr müsset mir doch gestehen, mein wertester Herr, dass die Poesie und die Beredsamkeit, so sie zu diesem Gebrauche angewendet werden, notwendig vieles von ihrer Würde verlieren müssen; und dass den Poeten, sowohl als den Rednern, notwendig etwas von der Niederträchtigkeit ihrer Materien ankleben muss, da denn die groben und pöbelhaften Gedanken, welche sie damit an sich genommen haben, sich hernach auch in höheren Materien einschleichen werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.875099897384643} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":723,"date":1742,"orig":"Warum finden denn die Deutſchen nicht ſo viel Geſchmack an den Wiſſenſchaften, als an der Kriegeskunſt?","norm":"Warum finden denn die Deutschen nicht so viel Geschmack an den Wissenschaften, als an der Kriegeskunst?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.731800079345703} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":724,"date":1742,"orig":"Glauben ſie, es ſey genug, daß eine Nation kriegeriſch ſey, wenn ſie von der andern geehret, und von der Nachwelt gelobet werden ſolle?","norm":"Glauben sie, es sei genug, dass eine Nation kriegerisch sei, wenn sie von der anderen geehrt, und von der Nachwelt gelobet werden solle?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.704699993133545} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":725,"date":1742,"orig":"Oder bilden ſie ſich ein, wie die alten Gothen, daß ein Volck, welches den Kuͤnſten und Wiſſenſchaften ergeben iſt, keine guten Soldaten haben koͤnne?","norm":"Oder bilden sie sich ein, wie die alten Goten, dass ein Volk, welches den Künsten und Wissenschaften ergeben ist, keine guten Soldaten haben könne?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.499300003051758} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":726,"date":1742,"orig":"Und daß alle diejenige, welche ſich in ihrer Kindheit vor der Ruthe gefuͤrchtet haben, in ihrem maͤnnlichen Alter den Muth niemahls haben werden, einen gezuͤckten Degen zu trotzen?","norm":"Und dass alle diejenige, welche sich in ihrer Kindheit vor der Rute gefürchtet haben, in ihrem männlichen Alter den Mut niemals haben werden, einen gezückten Degen zu trotzen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.396299839019775} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":727,"date":1742,"orig":"Jch halte ſie vor vernuͤnftiger; denn ſie wiſſen wohl, daß keine Nation den Griechen und den Roͤmern an kriegeriſchem Muth und Kunſt gleich gekommen, und daß dennoch keine Nation die Wiſſenſchaften mehr geliebet hat, als dieſe beyden.","norm":"Ich halte sie vor vernünftiger; denn sie wissen wohl, dass keine Nation den Griechen und den Römern an kriegerischem Mut und Kunst gleich gekommen, und dass dennoch keine Nation die Wissenschaften mehr geliebt hat, als diese beiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.588099956512451} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":728,"date":1742,"orig":"Was ſoll man indeſſen davon dencken, daß man hier ſo wenig Gelegenheit hat, ſich in den Kuͤnſten vollkommen zu machen, und daß man ſo nachlaͤſſig iſt die geſchickten Koͤpfe zu einem edeln Eifer anzureitzen?","norm":"Was soll man indessen davon denken, dass man hier so wenig Gelegenheit hat, sich in den Künsten vollkommen zu machen, und dass man so nachlässig ist die geschickten Köpfe zu einem edlen Eifer anzureizen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.84060001373291} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":729,"date":1742,"orig":"Und was ſoll ich von der Verachtung ſagen, welche gewiſſe vornehme Herren gegen die Gelehrten haben, von den verhaßten Nahmen, womit ſie dieſelben belegen, und dem Schimpfe, den ſie ihnen damit erweiſen, daß ſie dieſelben mit ihren Hofnarren in eine Linie ſetzen?","norm":"Und was soll ich von der Verachtung sagen, welche gewisse vornehme Herren gegen die Gelehrten haben, von den verhassten Namen, womit sie dieselben belegen, und dem Schimpfe, den sie ihnen damit erweisen, dass sie dieselben mit ihren Hofnarren in eine Linie setzen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.016200065612793} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":730,"date":1742,"orig":"Jn Franckreich pflegt man gewiſſe Preiſe aufzuſetzen, die Gelehrten zu einem ruͤhmlichen Wettſtreit aufzumuntern; und vielleicht muntert ſie nichts ſo ſehr auf, als die Hochachtung, in der ſie bey der gantzen Nation ſtehen, und die Ehrbeweiſungen, ſo ſie von den Groſſen insbeſondere empfangen.","norm":"In Frankreich pflegt man gewisse Preise aufzusetzen, die Gelehrten zu einem rühmlichen Wettstreit aufzumuntern; und vielleicht muntert sie nichts so sehr auf, als die Hochachtung, in der sie bei der ganzen Nation stehen, und die Ehrbeweisungen, so sie von den Großen insbesondere empfangen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5345001220703125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":731,"date":1742,"orig":"Zeiget mir in Deutſchland eine einzige Stiftung, wie diejenigen ſind, die wir in Franckreich zum Aufnehmen der Wiſſenſchaften haben.","norm":"Zeiget mir in Deutschland eine einzige Stiftung, wie diejenigen sind, die wir in Frankreich zum Aufnehmen der Wissenschaften haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.201700210571289} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":732,"date":1742,"orig":"Zeiget mir in dieſer groſſen Anzahl von fuͤrſtlichen Landesherren im Roͤmiſch deutſchen Reiche drey oder vier, welche die Wiſſenſchaften oͤffentlich in Schutz nehmen, und mit ihrer Freygebigkeit diejenigen aufmuntern, die ſich vor andern hervorthun.","norm":"Zeiget mir in dieser großen Anzahl von fürstlichen Landesherren im Römisch deutschen Reiche drei oder vier, welche die Wissenschaften öffentlich in Schutz nehmen, und mit ihrer Freigebigkeit diejenigen aufmuntern, die sich vor anderen hervortun.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.478300094604492} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":733,"date":1742,"orig":"Jch bin es zufrieden, daß die Fuͤrſten den Krieg lieben; daß ſie ihre Truppen fleiſſig muſtern, daß ſie dieſelben ſorgfaͤltig kleiden, ſorgfaͤltig exercieren, ſorgfaͤltig unterhalten, ich habe nichts dagegen:","norm":"Ich bin es zufrieden, dass die Fürsten den Krieg lieben; dass sie ihre Truppen fleißig mustern, dass sie dieselben sorgfältig kleiden, sorgfältig exerzieren, sorgfältig unterhalten, ich habe nichts dagegen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.368000030517578} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":734,"date":1742,"orig":"Aber man entweihe die Wiſſenſchaften nicht, man beſchimpfe ſie nicht in ſo weit, daß man Hofnarren auf Profeſſorcathedern ſtelle.","norm":"Aber man entweihe die Wissenschaften nicht, man beschimpfe sie nicht insoweit, dass man Hofnarren auf Professorkathedern stelle.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.956099987030029} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":735,"date":1742,"orig":"Die regierenden Fuͤrſten, und vornehmlich die, welche Helden heiſſen wollen, muͤſſen niemahls vergeſſen, was Horatz ſagt:","norm":"Die regierenden Fürsten, und vornehmlich die, welche Helden heißen wollen, müssen niemals vergessen, was Horatz sagt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.948800086975098} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":736,"date":1742,"orig":"Vor Agamemnon haben dapfere Maͤnner gelebet, derer Nahmen doch mit ihnen untergangen ſeyn, weil kein Scribent ſie der Nachwelt bekannt gemachet hat.","norm":"Vor Agamemnon haben tapfere Männer gelebt, derer Namen doch mit ihnen untergegangen sein, weil kein Scribent sie der Nachwelt bekannt gemacht hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.058599948883057} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":737,"date":1742,"orig":"Ein Fuͤrſt muß die Gelehrten werth halten, ſie ſchuͤtzen, und, wenn ich es ſagen darf, ehren, wo nicht aus Zuneigung, doch aus Politick; denn ſie muͤſſen ihn mit der kuͤnftigen Welt bekannt machen, und ihnen iſt ihr Ruhm und ihr Nahme anvertraut.","norm":"Ein Fürst muss die Gelehrten wert halten, sie schützen, und, wenn ich es sagen darf, ehren, wo nicht aus Zuneigung, doch aus Politik; denn sie müssen ihn mit der künftigen Welt bekannt machen, und ihnen ist ihr Ruhm und ihr Nahme anvertraut.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.628499984741211} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":738,"date":1742,"orig":"Jch wuͤrde zuweit verfaͤllen, wenn ich allen denen Betrachtungen, ſo mir uͤber dieſe Materie in den Sinn kommen, Platz geben wollte.","norm":"Ich würde zu weit verfällen, wenn ich allen denen Betrachtungen, so mir über diese Materie in den Sinn kommen, Platz geben wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.240900039672852} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":739,"date":1742,"orig":"Jch fuͤhle und empfinde noch viele Wahrheiten, die ich bey mir ſelbſt behalten muß, ein kuͤhnerer Menſch, als ich bin, mag ſie zu Papier bringen.","norm":"Ich fühle und empfinde noch viele Wahrheiten, die ich bei mir selbst behalten muss, ein kühnerer Mensch, als ich bin, mag sie zu Papier bringen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.828900098800659} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":740,"date":1742,"orig":"Anfang des Briefes von dem Fortgang der Philoſophie in Deutſchland.","norm":"Anfang des Briefes von dem Fortgang der Philosophie in Deutschland.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.166900157928467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":741,"date":1742,"orig":"JCh habe euer Schreiben dieſen Augenblick empfangen, und ich beantworte es ohne einigen Anſtand, um ſo viel lieber, weil der Medicus mir wegen einer kleinen Unpaͤßlichkeit, die mich geſtern Abends angeſtoſſen, das Leſen und ſtarcke Nachdencken verboten hat.","norm":"Ich habe euer Schreiben diesen Augenblick empfangen, und ich beantworte es ohne einigen Anstand, um so viel lieber, weil der Medikus mir wegen einer kleinen Unpässlichkeit, die mich gestern Abends angestoßen, das Lesen und starke Nachdenken verboten hat.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.643099784851074} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":742,"date":1742,"orig":"Jch konnte wohl vorherſehen, daß ihr mit demjenigen, was ich von euren Poeten geſchrieben habe, nicht gar wohl zufrieden ſeyn wuͤrdet; indeſſen glaubte ich nicht, damit ich offenhertzig mit euch rede, daß ihr die Muͤhe nehmen wuͤrdet, ſie zu vertheidigen.","norm":"Ich konnte wohl vorhersehen, dass ihr mit demjenigen, was ich von euren Poeten geschrieben habe, nicht gar wohl zufrieden sein würdet; indessen glaubte ich nicht, damit ich offenherzig mit euch rede, dass ihr die Mühe nehmen würdet, sie zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.809099912643432} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":743,"date":1742,"orig":"Jhr meinet, ihr habet mich rechtſchaffen widerleget, daß ihr in einer Gegenbeſchuldigung die franzoͤſiſchen Poeten deſſen bezuͤchtiget, was ich von den Deutſchen geſagt habe, nemlich daß ſie bloſſe Ueberſetzer waͤren.","norm":"Ihr meinet, ihr habet mich rechtschaffen widerleget, dass ihr in einer Gegenbeschuldigung die französischen Poeten dessen bezichtiget, was ich von den Deutschen gesagt habe, nämlich dass sie bloße Übersetzer wären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.894499778747559} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":744,"date":1742,"orig":"Jhr ſaget, unſre Poeten ſeyn nichts anders, nur mit dem Unterſchiede, daß ſie die Alten uͤberſetzet haben, anſtatt daß die Deutſchen nur die Neuern uͤberſetzen.","norm":"Ihr sagt, unsere Poeten sein nichts anders, nur mit dem Unterschiede, dass sie die Alten übersetzet haben, anstatt dass die Deutschen nur die Neueren übersetzen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.539700031280518} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":745,"date":1742,"orig":"Jch beziehe mich hier auf die obige gantze Anm. N.","norm":"Ich beziehe mich hier auf die obige ganze Anm. N.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.915999889373779} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":746,"date":1742,"orig":"Und ich wundere mich, daß Schwabe, da er hier zum voraus ſeine voͤllige Abfertigung empfangen hat, doch noch ſo keck ſeyn, und eine ſo elende Ausflucht wieder hervorſuchen duͤrfen.","norm":"Und ich wundere mich, dass Schwabe, da er hier zum voraus seine völlige Abfertigung empfangen hat, doch noch so keck sein, und eine so elende Ausflucht wieder hervorsuchen dürfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.7519001960754395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":747,"date":1742,"orig":"Wenn ihr nicht ein guter Freund, ſondern ein Widerſacher waͤret, ſo wuͤrde ich euch mit aller Aufrichtigkeit ſagen, daß die deutſche Nation, wofern ſie keinen beſſern Verfechter hat, als euch, zum wenigſten was die Feder anlangt, in groſſer Gefahr ſteht, den Proceß zu verliehren.","norm":"Wenn ihr nicht ein guter Freund, sondern ein Widersacher wäret, so würde ich euch mit aller Aufrichtigkeit sagen, dass die deutsche Nation, sofern sie keinen besseren Verfechter hat, als euch, zum wenigsten was die Feder anlangt, in großer Gefahr steht, den Prozess zu verlieren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.517699956893921} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":748,"date":1742,"orig":"Jſt es moͤglich, daß ihr nicht begriffen habet, daß den Geſchmack der Alten wieder zu eineuern, und ſie einigemahl nachzuahmen, gantz was anders iſt, als ſie zu uͤberſetzen?","norm":"Ist es möglich, dass ihr nicht begriffen habet, dass den Geschmack der Alten wieder zu eineuern, und sie einige Mal nachzuahmen, ganz was anders ist, als sie zu übersetzen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.795199871063232} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":749,"date":1742,"orig":"Wenn ihr den Telemach anfuͤhret, als eine Ueberſetzung der Odyſſee, und damit den Neukirch retten wollet, ſo muß ich mit eurer Verguͤnſtigung zweifeln, daß ihr jemahls den Homer geleſen habet.","norm":"Wenn ihr den Telemach anführet, als eine Übersetzung der Odyssee, und damit den Neukirch retten wollet, so muss ich mit eurer Vergünstigung zweifeln, dass ihr jemals den Homer gelesen habet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558199882507324} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":750,"date":1742,"orig":"Dieſer griechiſche Poet hat dem Hr. von Fenelon nichts weiter geliehen, als den Stof zu ſeinem Wercke.","norm":"Dieser griechische Poet hat dem Hr. von Fénelon nichts weiter geliehen, als den Stoff zu seinem Werke.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.742099761962891} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":751,"date":1742,"orig":"Etliche Linien, die im Homer hier und da zerſtreut ſind, waren die Grundfeſte, worauf dieſer gelehrte Prelat ſeinen ſchoͤnen Roman gebauet hat, welchen man allezeit bewundern wird, es mag Voltairen noch ſo ſehr verdrieſſen.","norm":"Etliche Linien, die im Homer hier und da zerstreut sind, waren die Grundfeste, worauf dieser gelehrte Prälat seinen schönen Roman gebaut hat, welchen man allezeit bewundern wird, es mag Voltairren noch so sehr verdrießen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.255099773406982} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":752,"date":1742,"orig":"Die Proſa in demſelben gleicht ſchier der Pracht und Majeſtaͤt der Poeſie.","norm":"Die Prosa in demselben gleicht schier der Pracht und Majestät der Poesie.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.084700107574463} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":753,"date":1742,"orig":"Jch ſage es noch einmahl, Homer hat dem Ertzbiſchof von Cambrai nur die Nahmen und Character derjenigen geliehen, welche er in ſeinem Werck aufgefuͤhrt; denn er hat uͤbrigens in den meiſten Handlungen, die er von ihnen erzehlt, nichts mit dem griechiſchen Poeten gemein.","norm":"Ich sage es noch einmal, Homer hat dem Erzbischof von Cambrai nur die Namen und Charakter derjenigen geliehen, welche er in seinem Werk aufgeführt; denn er hat übrigens in den meisten Handlungen, die er von ihnen erzählt, nichts mit dem griechischen Poeten gemein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.165299892425537} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":754,"date":1742,"orig":"Aber wozu dienet es, daß ich mich hieruͤber aufhalte?","norm":"Aber wozu dient es, dass ich mich hierüber aufhalte?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.900399923324585} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":755,"date":1742,"orig":"Jſt dieſes jemanden verborgen?","norm":"Ist dieses jemanden verborgen?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"nl","lang_cld3":"de","lang_de":0.667,"norm_lmscore":7.063199996948242} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":756,"date":1742,"orig":"Und kan man es leugnen, wofern man nicht freywillig taub ſeyn will?","norm":"Und kann man es leugnen, sofern man nicht freiwillig taub sein will?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"cy","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.022600173950195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":757,"date":1742,"orig":"Jch ſage euch ohne Umweg, entweder widerleget mich beſſer, oder menget euch nicht ins Widerlegen; denn ich ſchaͤme mich wahrhaftig fuͤr euch, daß ihr ſo ſchlechte Gruͤnde vorbringet.","norm":"Ich sage euch ohne Umweg, entweder widerleget mich besser, oder menget euch nicht ins Widerlegen; denn ich schäme mich wahrhaftig für euch, dass ihr so schlechte Gründe vorbringet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.764800071716309} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":758,"date":1742,"orig":"Folget mir, und uͤberlaſſet euren Poeten die Sorge, ſich ſelber zu vertheidigen.","norm":"Folget mir, und überlasset euren Poeten die Sorge, sich selber zu verteidigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.098499774932861} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":759,"date":1742,"orig":"Sind ihre Wercke gut, ſo wird alles, was ich von ihnen geſagt habe, und noch weiter ſagen koͤnnte, ihnen nicht den geringſten Nachtheil bringen:","norm":"Sind ihre Werke gut, so wird alles, was ich von ihnen gesagt habe, und noch weiter sagen könnte, ihnen nicht den geringsten Nachteil bringen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.274499893188477} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":760,"date":1742,"orig":"Aber wenn ſie nichts taugen, ſo werde ich trutz allen denen recht behalten, welche gerne das Gegentheil behaupten wollten.","norm":"Aber wenn sie nichts taugen, so werde ich Trutz allen denen recht behalten, welche gerne das Gegenteil behaupten wollten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.800899982452393} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":761,"date":1742,"orig":"Niemahls wird die boshafte Neigung eines Kunſtrichters dem Ruhm eines geſchickten Werckes im Lichte ſtehen; die Welt wird es ſchon gegen die Ungerechtigkeit eines Zoilus zu raͤchen wiſſen.","norm":"niemals wird die boshafte Neigung eines Kunstrichters dem Ruhm eines geschickten Werkes im Lichte stehen; die Welt wird es schon gegen die Ungerechtigkeit eines Zoilus zu rächen wissen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.401800155639648} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":762,"date":1742,"orig":"Aber wenn ein Werck elend iſt, ſo wird es kein Cicero mit aller ſeiner Wohlredenheit gegen den mittelmaͤſſigſten heutigen Ariſtarch ſchuͤtzen.","norm":"Aber wenn ein Werk elend ist, so wird es kein Cicero mit aller seiner Wohlredenheit gegen den mittelmäßigsten heutigen Aristarch schützen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6894001960754395} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":763,"date":1742,"orig":"Aber wir wollen die Poeten gehen laſſen, und von euren Weltweiſen reden. ꝛc. ꝛc.","norm":"Aber wir wollen die Poeten gehen lassen, und von euren Weltweisen reden. etc. etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558599948883057} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":764,"date":1742,"orig":"Kurtze Abhandlung von den Dichtungen uͤberhaupt.","norm":"Kurze Abhandlung von den Dichtungen überhaupt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.103499889373779} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":765,"date":1742,"orig":"DJe Dichtung hat nicht allein Platz in der gebundenen Schreibart: auch die ungebundene kan reich an Dichtungen ſeyn; und es giebt eine Poeſie in der proſaiſchen Rede.","norm":"Die Dichtung hat nicht allein Platz in der gebundenen Schreibart: auch die ungebundene kann reich an Dichtungen sein; und es gibt eine Poesie in der prosaischen Rede.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.267499923706055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":766,"date":1742,"orig":"Ein munterer Scribent bildet nicht allein die reichen Wercke, welche ihm die Natur vor Augen leget, mit ſeiner Feder nach: Seinem ſtolzen Sinn iſt auch der weite Umkreis der Natur viel zu enge:","norm":"Ein munterer Scribent bildet nicht allein die reichen Werke, welche ihm die Natur vor Augen leget, mit seiner Feder nach: Seinem stolzen Sinn ist auch der weite Umkreis der Natur viel zu enge:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.22100019454956} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":767,"date":1742,"orig":"Er ſucht ſich neue Spuren,","norm":"Er sucht sich neue Spuren,","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.738800048828125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":768,"date":1742,"orig":"Und fliegt in eine Welt des Epicurus hin, Und macht ſich ein Geſchoͤpf, von dem man nie geleſen, Das kuͤnftig nicht ſeyn wird, noch jemahls iſt geweſen.","norm":"Und fliegt in eine Welt des Epigurus hin, und macht sich ein Geschöpf, von dem man nie gelesen, das künftig nicht sein wird, noch jemals ist gewesen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.195499897003174} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":769,"date":1742,"orig":"Als der groſſe Alexander durch ſeine ſieghafte Waffen die gantze Erden bezwungen, beklagte er mit Thraͤnen, daß nicht mehr Welten waͤren, an deren Beſiegung er ſeinen groſſen Muth und ſeine unuͤberwindliche Macht ferner verſuchen koͤnnte.","norm":"Als der große Alexander durch seine sieghafte Waffen die ganze Erden bezwungen, beklagte er mit Tränen, dass nicht mehr Welten wären, an deren Besiegung er seinen großen Mut und seine unüberwindliche Macht ferner versuchen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.057899951934814} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":770,"date":1742,"orig":"Aber ein lebhafter Kopf bauet ſich ſelbſt in ſeiner erhizten Phantaſie neue Welten, die er mit neuen Einwohnern bevoͤlckert, welche von einer fremden Natur ſind, und eigenen Geſetzen folgen.","norm":"Aber ein lebhafter Kopf bauet sich selbst in seiner erhitzten Phantasie neue Welten, die er mit neuen Einwohnern bevölkert, welche von einer fremden Natur sind, und eigenen Gesetzen folgen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.244400024414062} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":771,"date":1742,"orig":"Er dichtet ſich neue Perſonen und neue Begegniſſen: Bald giebt er den Todten das Leben wieder, und verbindet ſie in allerley Unterredungen; bald ſchencket er den leb- und vernunftloſen Geſchoͤpfen die Rede; bald fuͤhret er die menſchlichen Neigungen und Zufaͤlle, als ſo viele Individua und Perſonen, vor uns auf; bald giebt er den Fabeln und Maͤhrchen einen groſſen Schein der Wahrheit; bald faͤllt er in eine Entzuͤckung, und mahlet uns die ſeltſamſten Erſcheinungen vor das Geſicht, ꝛc.","norm":"Er dichtet sich neue Personen und neue Begegnungen: Bald gibt er den Toten das Leben wieder, und verbindet sie in allerlei Unterredungen; bald schenket er den leb- und vernunftlosen Geschöpfen die Rede; bald führt er die menschlichen Neigungen und Zufälle, als so viele Individua und Personen, vor uns auf; bald gibt er den Fabeln und Märchen einen großen Schein der Wahrheit; bald fällt er in eine Entzückung, und malt uns die seltsamsten Erscheinungen vor das Gesicht, etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.29010009765625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":772,"date":1742,"orig":"Alle dieſe und andere dergleichen Arten von Dichtungen ſind nun allein erfunden worden, gemeine und bekannte Gedancken, auf eine ungemeine, neue und ergetzende Art auszudruͤcken u. vorzubilden.","norm":"Alle diese und andere dergleichen Arten von Dichtungen sind nun allein erfunden worden, gemeine und bekannte Gedanken, auf eine ungemeine, neue und ergötzende Art auszudrücken u. vorzubilden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.02400016784668} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":773,"date":1742,"orig":"Aber dieſe Freyheit der Dichtung iſt nicht ohne Geſetze; denn ſonſt muͤßte man alle Traͤumereyen und Ausſchweifungen verruͤckter Sinnen vor geiſtreich und ſcharfſinnig erklaͤren.","norm":"Aber diese Freiheit der Dichtung ist nicht ohne Gesetze; denn sonst müsste man alle Träumereien und Ausschweifungen verrückter Sinnen vor geistreich und scharfsinnig erklären.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.232100009918213} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":774,"date":1742,"orig":"Jch wuͤrde mich von meinem gegenwaͤrtigen Vorhaben allzuweit verſteigen, wenn ich hier alle Grundregeln der Dichtung in ihrer ordentlichen Verknuͤpfung, wie ſie aus einander hergeleitet werden, anfuͤhren wollte:","norm":"Ich würde mich von meinem gegenwärtigen Vorhaben allzu weit versteigen, wenn ich hier alle Grundregeln der Dichtung in ihrer ordentlichen Verknüpfung, wie sie auseinander hergeleitet werden, anführen wollte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.084799766540527} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":775,"date":1742,"orig":"ich verſpare dieſe Unterſuchung in mein vorgenommenes groſſes Werck.","norm":"ich verspare diese Untersuchung in mein vorgenommenes großes Werk.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.641200065612793} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":776,"date":1742,"orig":"Zu meinem gegenwaͤrtigen Zweck wird es genug ſeyn, daß ich bloß die allererſten Grundregeln einer guten Dichtung hier ausſetze, und hernach mit einigen Exempeln erlaͤutere.","norm":"Zu meinem gegenwärtigen Zweck wird es genug sein, dass ich bloß die allerersten Grundregeln einer guten Dichtung hier aussetze, und hernach mit einigen Exempeln erläutere.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.516300201416016} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":777,"date":1742,"orig":"1. Der Zweck der Dichtung iſt, daß ſie auf eine ergetzende Art unterrichte:","norm":"1. Der Zweck der Dichtung ist, dass sie auf eine ergötzende Art unterrichte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.904799938201904} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":778,"date":1742,"orig":"‒ ‒ ‒ ‒ ‒ quod & riſum movet, Et quod prudenti vitam conſilio monet.","norm":"‒ ‒ ‒ ‒ ‒ quod & risum movet, Et quod prudenti vitam consilio Monat.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":4.9791998863220215} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":779,"date":1742,"orig":"2. Die gantze Dichtung muß einen myſtiſchen Sinn haben.","norm":"2. Die ganze Dichtung muss einen mystischen Sinn haben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.593400001525879} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":780,"date":1742,"orig":"3. Sie muß wahrſcheinlich ſeyn, und ſich gruͤnden entweder auf wahrhafte und aͤhnliche Begebenheiten, oder wenigſtens auf einen angenommenen allgemeinen Wahn.","norm":"3. Sie muss wahrscheinlich sein, und sich gründen entweder auf wahrhafte und ähnliche Begebenheiten, oder wenigstens auf einen angenommenen allgemeinen Wahn.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.206099987030029} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":781,"date":1742,"orig":"4. Das gantze Syſtema der Dichtung muß in allen ſeinen verbluͤhmten oder figuͤrlichen Umſtaͤnden genau zuſammenſtimmen, ſo daß kein Umſtand den andern umſtoſſe.","norm":"4. Das ganze Systema der Dichtung muss in allen seinen verblümten oder figürlichen Umständen genau zusammenstimmen, so dass kein Umstand den anderen umstoße.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.978700160980225} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":782,"date":1742,"orig":"5. Alle figuͤrliche Umſtaͤnde der Dichtung muͤſſen ihre beſondere Bedeutung haben, die den myſtiſchen Sinn des gantzen Syſtematis vollkommen machen.","norm":"5. Alle figürliche Umstände der Dichtung müssen ihre besondere Bedeutung haben, die den mystischen Sinn des ganzen Systematis vollkommen machen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.21560001373291} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":783,"date":1742,"orig":"Folglich muͤſſen keine leere und unnuͤtzliche Umſtaͤnde geduldet werden.","norm":"Folglich müssen keine leere und unnützliche Umstände geduldet werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.993299961090088} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":784,"date":1742,"orig":"6. Die Aehnlichkeiten der Bilder des erdichteten Syſtematis und des myſtiſchen Syſtematis muͤſſen nicht allzu nahe, und nicht allzu entfernt ſeyn: hiemit muͤſſen ſie nach denen Grundſaͤtzen eingerichtet ſeyn, die ich droben von dem Scharfſinnigen uͤberhaupt gegeben.","norm":"6. Die Ähnlichkeiten der Bilder des erdichteten Systematis und des mystischen Systematis müssen nicht allzu nahe, und nicht allzu entfernt sein: hiermit müssen sie nach denen Grundsätzen eingerichtet sein, die ich droben von dem Scharfsinnigen überhaupt gegeben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.415900230407715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":785,"date":1742,"orig":"Sehet im erſten St. gegenwaͤrtiger Sammlung bl. 93.","norm":"Sehet im ersten St. gegenwärtiger Sammlung bl. 93.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"lb","lang_de":0.667,"norm_lmscore":6.9934000968933105} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":786,"date":1742,"orig":"An dergleichen regelmaͤſſigen Dichtungen kan ein Autor die Kraͤfte ſeines Geiſtes am beſten pruͤffen:","norm":"An dergleichen regelmäßigen Dichtungen kann ein Autor die Kräfte seines Geistes am besten prüfen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.754899978637695} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":787,"date":1742,"orig":"Und der muß in der ſcharfſinnigen Schreibart geuͤbte Sinne haben, der in dergleichen Dichtungen gluͤcklich ſeyn, und Leuten von gutem Geſchmack gefallen will.","norm":"Und der muss in der scharfsinnigen Schreibart geübte Sinne haben, der in dergleichen Dichtungen glücklich sein, und Leuten von gutem Geschmack gefallen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.298799991607666} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":788,"date":1742,"orig":"Wie ſich der Hamburgiſche Patriot nicht geringer, als einer von den groͤſten Geiſtern Deutſchlands zu ſeyn beduͤnckt; alſo hat er auch die Kuͤhnheit gehabt, ſeine Scharfſinnigkeit in dieſer Art Schriften zu verſuchen; aber er hat auch in dieſem Stuͤcke ſeine Schwaͤche aufgedeckt, und ſich ungluͤcklich verrathen, daß er zu ſo hohen Dingen nicht abgerichtet ſey.","norm":"Wie sich der Hamburgische Patriot nicht geringer, als einer von den größten Geistern Deutschlands zu sein bedünkt; also hat er auch die Kühnheit gehabt, seine Scharfsinnigkeit in dieser Art Schriften zu versuchen; aber er hat auch in diesem Stücke seine Schwäche aufgedeckt, und sich unglücklich verraten, dass er zu so hohen Dingen nicht abgerichtet sei.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.462800025939941} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":789,"date":1742,"orig":"Wir wollen zum Beweiſe deſſen das allegoriſche Raritaͤten,-Cabinet deſſelben, wovon er im CLIII. St. unter dieſem Nahmen Meldung thut, mit aufmerckſamen Augen betrachten.","norm":"Wir wollen zum Beweise dessen das allegorische Raritäten,-Cabinet desselben, wovon er im CLIII. St. unter diesem Namen Meldung tut, mit aufmerksamen Augen betrachten.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.05810022354126} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":790,"date":1742,"orig":"Jn demſelben befinden ſich verſchiedene allegoriſche Jnſtrumente u. Maſchinen, die nach des Patrioten Vorgeben groͤſtentheils eine Erfindung der Sineſen und Jndianer ſind, von denen ſie ihm geſchenckt worden.","norm":"In demselben befinden sich verschiedene allegorische Instrumente u. Maschinen, die nach des Patrioten Vorgeben größtenteils eine Erfindung der Chinesen und Indianer sind, von denen sie ihm geschenkt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.489099979400635} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":791,"date":1742,"orig":"Nach dem Jnventario, welches im LXXXVII. St. befindlich iſt, ſind die merckwuͤrdigſten darunter folgende:","norm":"Nach dem Jnventario, welches im LXXXVII. St. befindlich ist, sind die merkwürdigsten darunter folgende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.843900203704834} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":792,"date":1742,"orig":"Ein Wetterglas, den guten und ſchlechten Geſchmack aller Scribenten und anderer vorkommenden Perſonen zu erkennen; eine philoſophiſche Uhr, welche von der Laͤnge oder Kuͤrtze des menſchlichen Lebens die eigentlichſte Rechnung giebt; ein Pe-kad-en-noſch, die Aufrichtigkeit des Hertzens zu pruͤffen; und ein blaues Waſſer, das den Unterſchied der menſchlichen Leidenſchaften auf eine verwundernswuͤrdige Art anzeiget.","norm":"Ein Wetterglas, den guten und schlechten Geschmack aller Skribenten und anderer vorkommenden Personen zu erkennen; eine philosophische Uhr, welche von der Länge oder Kürze des menschlichen Lebens die eigentlichste Rechnung gibt; ein Pe-kad-en-nosch, die Aufrichtigkeit des Herzens zu prüfen; und ein blaues Wasser, das den Unterschied der menschlichen Leidenschaften auf eine verwundernswürdige Art anzeiget.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.6620001792907715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":793,"date":1742,"orig":"Dazu koͤmmt dann ferners das im CLIII. St. angezogene Traumkuͤſſen, und der im LXXXVII. St. geruͤhmte Univerſal-Schnupftoback fuͤr das Gedaͤchtniß, ꝛc. ꝛc.","norm":"Dazu kommt dann ferners das im CLIII. St. angezogene Traumküssen, und der im LXXXVII. St. gerühmte Universal-Schnupftobak für das Gedächtnis, etc. etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.308800220489502} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":794,"date":1742,"orig":"Man beliebe erſtlich uͤberhaupt anzumercken, daß alle dieſe Erfindungen ſelbſt nach der Abſicht des Erfinders keinen andern Nutzen haben koͤnnen, als die Entdeckungen des Patrioten uͤber den moraliſchen Zuſtand des Menſchen wahrſcheinlich zu machen; nun ſind aber ſeine Entdeckungen ſo beſchaffen, daß niemandem in den Sinn kommen wird, die Moͤglichkeit derſelben von einer uͤbernatuͤrlichen oder magiſchen Wunderkraft herzuleiten; angeſehen ein jeder anderer gemeiner Menſch mittelſt ſeiner fuͤnf Sinnen u. einer kleinen Gabe natuͤrliches Verſtands, ohne die Huͤlfe dieſer oder anderer dergleichen Zauber-Maſchinen, eben dieſelbigen und noch wichtigere Entdeckungen machen koͤnnte.","norm":"Man beliebe erstlich überhaupt anzumerken, dass alle diese Erfindungen selbst nach der Absicht des Erfinders keinen anderen Nutzen haben können, als die Entdeckungen des Patrioten über den moralischen Zustand des Menschen wahrscheinlich zu machen; nun sind aber seine Entdeckungen so beschaffen, dass niemandem in den Sinn kommen wird, die Möglichkeit derselben von einer übernatürlichen oder magischen Wunderkraft herzuleiten; angesehen ein jeder anderer gemeiner Mensch mittels seiner fünf Sinnen u. einer kleinen Gabe natürliches Verstands, ohne die Hilfe dieser oder anderer dergleichen Zauber-Maschinen, eben dieselbigen und noch wichtigere Entdeckungen machen könnte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.5721001625061035} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":795,"date":1742,"orig":"Folglich haben dieſe ſeltſamen Erfindungen nicht mehr Grund ihrer Nothwendigkeit, als wenn einer einen Haſen mit einer Hellparten erſtechen, oder eine Laſt von wenigen Pfunden mit einem groſſen Hebzeuge bewegen wollte.","norm":"Folglich haben diese seltsamen Erfindungen nicht mehr Grund ihrer Notwendigkeit, als wenn einer einen Hasen mit einer Hellparten erstechen, oder eine Last von wenigen Pfunden mit einem großen Hebzeuge bewegen wollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.6921000480651855} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":796,"date":1742,"orig":"Mithin iſt es auch fuͤr den Character eines ernſthaften Patrioten hoͤchſtungeziemend, daß er ſich durch dergleichen angemaßte verborgene Kuͤnſte bey dem aberglaͤubigen Poͤbel ſuche ein Anſehen zu machen; und dergleichen unnoͤthige Erfindungen koͤnnen oͤfters mit Recht den Verdacht erwecken, daß ein ſolcher moraliſcher Taſchenſpieler an wahrer Einſicht und Kundſchaft des menſchlichen Hertzens groſſen Abgang leide, weil er gemuͤſſiget iſt, ſeine, obgleich ziemlich kahlen und fluͤchtigen, Entdeckungen mit dergleichen auſſerordentlichen und zauberiſchen Erfindungen zu beglaubigen.","norm":"Mithin ist es auch für den Charakter eines ernsthaften Patrioten höchstungeziemend, dass er sich durch dergleichen angemaßte verborgene Künste bei dem abergläubigen Pöbel suche ein Ansehen zu machen; und dergleichen unnötige Erfindungen können öfters mit Recht den Verdacht erwecken, dass ein solcher moralischer Taschenspieler an wahrer Einsicht und Kundschaft des menschlichen Herzens großen Abgang leide, weil er gemüßigt ist, seine, obgleich ziemlich kahlen und flüchtigen, Entdeckungen mit dergleichen außerordentlichen und zauberischen Erfindungen zu beglaubigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.053400039672852} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":797,"date":1742,"orig":"Allein nach dieſer allgemeinen Anmerckung uͤber die relatife Nothwendigkeit und den Nutzen dieſer Erfindungen wollen wir dieſe Wunder-Maſchinen abſonderlich pruͤffen, und den Grund ihrer innerlichen Wahrſcheinlichkeit unterſuchen.","norm":"Allein nach dieser allgemeinen Anmerkung über die relative Notwendigkeit und den Nutzen dieser Erfindungen wollen wir diese Wunder-Maschinen absonderlich prüfen, und den Grund ihrer innerlichen Wahrscheinlichkeit untersuchen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.424900054931641} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":798,"date":1742,"orig":"Die erſte von dieſen wunderbaren Maſchinen iſt das philoſophiſche Thermometer, oder das Wetterglas des Verſtandes, welches die Hitze und Kaͤlte deſſelben nach ihren verſchiedenen Graden aufs genaueſte anzeigen ſoll:","norm":"Die erste von diesen wunderbaren Maschinen ist das philosophische Thermometer, oder das Wetterglas des Verstandes, welches die Hitze und Kälte desselben nach ihren verschiedenen Geraden aufs genaueste anzeigen soll:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.834799766540527} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":799,"date":1742,"orig":"Deſſen Erfindung u. Zuruͤſtung wird im XXXIV. St. weitlaͤuftig beſchrieben:","norm":"Dessen Erfindung u. Zurüstung wird im XXXIV. St. weitläufig beschrieben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.628499984741211} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":800,"date":1742,"orig":"Und man darf ſich nur ein gewoͤhnliches Thermometer, deſſen Roͤhre mit einem him̃elblauen Saft angefuͤllet iſt, in ſeinem Sinne vorſtellen, ſo wird man mich der Muͤhe einer weitlaͤuftigen Beſchreibung gerne uͤberheben.","norm":"Und man darf sich nur ein gewöhnliches Thermometer, dessen Röhre mit einem himmelblauen Saft angefüllt ist, in seinem Sinne vorstellen, so wird man mich der Mühe einer weitläufigen Beschreibung gerne überheben.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.512199878692627} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":801,"date":1742,"orig":"Der Unterſchied lieget in der ſeltſamen Wuͤrckung, maſſen der himmelblaue Saft in dieſem Thermometer nach dem Grade ſteiget oder faͤllt, nach dem die Scribenten oder auch die Redenden in ihrem Vortrage die Staͤrke eines geſunden Verſtandes mehr oder weniger zeigen und beweiſen.","norm":"Der Unterschied liegt in der seltsamen Wirkung, maßen der himmelblaue Saft in diesem Thermometer nach dem Grade steiget oder fällt, nach dem die Skribenten oder auch die Redenden in ihrem Vortrage die Stärke eines gesunden Verstandes mehr oder weniger zeigen und beweisen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.846700191497803} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":802,"date":1742,"orig":"So ſtieg in dem Verſuch, welchen der Vetter des Patrioten angeſtellt, der blaue Saft bey Leſung Virgils um einige Grade empor; hergegen ſanck er ziemlich tief in der Roͤhre, ſo bald derſelbe anſtatt Virgils eine alte Logick zur Hand nahm.","norm":"So stieg in dem Versuch, welchen der Vetter des Patrioten angestellt, der blaue Saft bei Lesung Virgils um einige Grade empor; hingegen sank er ziemlich tief in der Röhre, so bald derselbe anstatt Virgils eine alte Logik zur Hand nahm.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.585599899291992} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":803,"date":1742,"orig":"Eine froſtige und recht abentheurliche Dichtung, die niemand zweifeln laͤßt, daß nicht der Erfinder derſelben, aus Mangel eines geſunden Witzes, einer durch Kunſt zubereiteten Maſchine beduͤrfte, den guten und ſchlimmen Geſchmack zu unterſcheiden!","norm":"Eine frostige und recht abenteuerliche Dichtung, die niemand zweifeln lässt, dass nicht der Erfinder derselben, aus Mangel eines gesunden Witzes, einer durch Kunst zubereiteten Maschine bedürfte, den guten und schlimmen Geschmack zu unterscheiden!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.888199806213379} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":804,"date":1742,"orig":"Jch habe nicht einmahl noͤthig zu erinnern, daß dieſe abentheurliche Maſchine in Abſicht auf ihre Wuͤrckung gegen alle Wahrſcheinlichkeit anlaͤuft.","norm":"Ich habe nicht einmal nötig zu erinnern, dass diese abenteuerliche Maschine in Absicht auf ihre Wirkung gegen alle Wahrscheinlichkeit anläuft.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.101699829101562} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":805,"date":1742,"orig":"Doch ich will aus Freygebigkeit zugeben, daß die Verfertigung einer ſolchen nicht allerdings unmoͤglich waͤre; was wuͤrde eine ſolche zur Verbeſſerung des Geſchmaks vor Dienſte thun?","norm":"Doch ich will aus Freigebigkeit zugeben, dass die Verfertigung einer solchen nicht allerdings unmöglich wäre; was würde eine solche zur Verbesserung des Geschmacks vor Dienste tun?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.39709997177124} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":806,"date":1742,"orig":"Wo iſt immer ein Menſch ſo gar dumm und ohne Geſchmack, der nicht eben ſo gut, als eine Maſchine, den mechaniſchen Ausſpruch zu thun wiſſe, das iſt gut, ſchlimm, munter, matt, froſtig, ſeichte, ꝛc.","norm":"Wo ist immer ein Mensch so gar dumm und ohne Geschmack, der nicht ebenso gut, als eine Maschine, den mechanischen Ausspruch zu tun wisse, das ist gut, schlimm, munter, matt, frostig, seichte, etc.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.855199813842773} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":807,"date":1742,"orig":"Aber ſeine Urtheile mit Gruͤnden zu befeſtigen, und die Gruͤnde deſſen anzuzeigen, was nothwendig gefallen muß, und warum es gefallen muß, das iſt eine Verrichtung, wozu etwas mehr als eine bloſſe Maſchine erfodert wird.","norm":"Aber seine Urteile mit Gründen zu befestigen, und die Gründe dessen anzuzeigen, was notwendig gefallen muss, und warum es gefallen muss, das ist eine Verrichtung, wozu etwas mehr als eine bloße Maschine erfordert wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.092999935150146} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":808,"date":1742,"orig":"Eine gute Logick iſt das rechte Thermometer des Verſtandes, dieſe raͤumet den Kopf auf, daß man von der Schoͤnheit eines Vortrags mit Vernunft u. gruͤndlicher Einſicht urtheilen kan; ohne dieſelbe ſind alle unſre Urtheile nicht vernuͤnftiger, als des patriotiſchen Wetterglaſes.","norm":"Eine gute Logik ist das rechte Thermometer des Verstandes, diese räumet den Kopf auf, dass man von der Schönheit eines Vortrags mit Vernunft u. gründlicher Einsicht urteilen kann; ohne dieselbe sind alle unsere Urteile nicht vernünftiger, als des patriotischen Wetterglases.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.154600143432617} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":809,"date":1742,"orig":"Und wie kindiſch iſt die Dichtung von dergleichen zauberiſchen Jnſtrumenten, wo man nicht einmahl die Faͤhigkeit hat, ihren Nuzen durch die Anwendung und die Wuͤrckung ſelbſt wahrſcheinlich zu machen!","norm":"Und wie kindisch ist die Dichtung von dergleichen zauberischen Instrumenten, wo man nicht einmal die Fähigkeit hat, ihren Nutzen durch die Anwendung und die Wirkung selbst wahrscheinlich zu machen!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8480000495910645} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":810,"date":1742,"orig":"Was hat denn der Patriot durch Beyhuͤlfe dieſes Thermometers vor wichtige Endeckungen gemachet?","norm":"Was hat denn der Patriot durch Beihilfe dieses Thermometers vor wichtige Endeckungen gemacht?","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.223400115966797} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":811,"date":1742,"orig":"Jch finde davon auſſer ruhmraͤthigen Großſprechereyen nicht das wenigſte; und es gilt auch diesfalls, was Horatz von den Maſchinen in den Trauerſpielen lehret:","norm":"Ich finde davon außer ruhmredigen Großsprechereien nicht das wenigste; und es gilt auch diesfalls, was Horatz von den Maschinen in den Trauerspielen lehrt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.9527997970581055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":812,"date":1742,"orig":"Nec Deus interſit, niſi dignus vindice nodus inciderit.","norm":"Nec Deus intersit, nisi dignus vindice nodus inciderit.","lang_fastText":"la","lang_py3langid":"la","lang_cld3":"la","lang_de":0,"norm_lmscore":5.373899936676025} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":813,"date":1742,"orig":"Wenn wir inzwiſchen unſre Gedancken auf den allegoriſchen u. verdeckten Sinn dieſer Dichtung richten, ſo finden wir, daß dieſelbe auch in dieſer Abſicht nicht genug Wahrſcheinlichkeit hat: zumahlen da dieſe gantze Dichtung nichts mehrers ſagen will, als, der Patriot beſitze eine gute Beurtheilungskraft, und eine Fertigkeit in Unterſcheidung guter und ſchlimmer Gedancken, d. i. einen feinen Geſchmack:","norm":"Wenn wir inzwischen unsere Gedanken auf den allegorischen u. verdeckten Sinn dieser Dichtung richten, so finden wir, dass dieselbe auch in dieser Absicht nicht genug Wahrscheinlichkeit hat: zumal da diese ganze Dichtung nichts mehreres sagen will, als, der Patriot besitze eine gute Beurteilungskraft, und eine Fertigkeit in Unterscheidung guter und schlimmer Gedanken, d. i. einen feinen Geschmack:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8821001052856445} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":814,"date":1742,"orig":"Ein Satz, der nicht durch eine gezwungene und unnatuͤrliche Erfindung und Vorſtellung, ſondern durch wuͤrckliche Proben ſeine Glaubwuͤrdigkeit erhaͤlt!","norm":"Ein Satz, der nicht durch eine gezwungene und unnatürliche Erfindung und Vorstellung, sondern durch wirkliche Proben seine Glaubwürdigkeit erhält!","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.03350019454956} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":815,"date":1742,"orig":"Da nun dieſe mangeln, ſo wird die bloſſe großſprecheriſche Wiederholung deſſelben unter einer unnatuͤrlichen Allegorie von ſchlechter Kraft ſeyn; zu geſchweigen daß darinnen der groͤſte Theil von dem Zuſammenhange der hiſtoriſchen Umſtaͤnde gantz muͤſſig iſt, und keinen myſtiſchen Sinn ertragen kan.","norm":"Da nun diese mangeln, so wird die bloße großsprecherische Wiederholung desselben unter einer unnatürlichen Allegorie von schlechter Kraft sein; zu geschweigen dass darinnen der größte Teil von dem Zusammenhang der historischen Umstände ganz müßig ist, und keinen mystischen Sinn ertragen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.1427001953125} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":816,"date":1742,"orig":"Damit ich nur einen einzigen beruͤhre, ſo kan ich nicht errathen, was dieſe Worte fuͤr eine geheime Bedeutung haben:","norm":"Damit ich nur einen einzigen berühre, so kann ich nicht erraten, was diese Worte für eine geheime Bedeutung haben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.516400098800659} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":817,"date":1742,"orig":"Jch habe mir von eben der Art und Groͤſſe ein Gehaͤuſe und Glas machen laſſen, man kan es ſehr gemaͤchlich in der Taſche tragen, und in einem dazu verfertigten ſchildkroͤtenen Futteral mit ſich fuͤhren.","norm":"Ich habe mir von eben der Art und Größe ein Gehäuse und Glas machen lassen, man kann es sehr gemächlich in der Tasche tragen, und in einem dazu verfertigten Schildkröten Futteral mit sich führen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.014800071716309} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":818,"date":1742,"orig":"Jch weiß nicht, was das figuͤrliche ſchildkroͤtene Futteral des guten Geſchmacks, noch auch was die figuͤrliche Taſche ſey, darinnen man denſelben gemaͤchlich tragen kan.","norm":"Ich weiß nicht, was das figürliche Schildkröten Futteral des guten Geschmacks, noch auch was die figürliche Tasche sei, darinnen man denselben gemächlich tragen kann.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.663000106811523} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":819,"date":1742,"orig":"Mithin hat mich die folgende Anmerckung merckwuͤrdig beduͤnckt:","norm":"Mithin hat mich die folgende Anmerkung merkwürdig bedünkt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":7.469200134277344} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":820,"date":1742,"orig":"Wie alle groſſe Erfindungen von ungefehr ihren Urſprung haben; ſo habe ich auch hierdurch bloß von ungefehr eine Maſchine zu Stande gebracht, die mit Recht ein Probierſtein der geſunden Vernunft iſt, welche man zu dieſen Zeiten mehrentheils nur vergebens ſuchet.","norm":"Wie alle große Erfindungen von ungefähr ihren Ursprung haben; so habe ich auch hierdurch bloß von ungefähr eine Maschine zu Stande gebracht, die mit Recht ein Probierstein der gesunden Vernunft ist, welche man zu diesen Zeiten mehrenteils nur vergebens suchet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.070099830627441} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":821,"date":1742,"orig":"Jch meines Orts koͤñte ihm desfalls keinen Glauben zuſtellen, wenn er es gleich mit einem Eyde erhaͤrten wollte, daß er dieſe Erfindung von ungefehr gemachet, weil mir der Ort bekannt iſt, wo ſich das Original von dieſer gluͤcklichen Copie findet.","norm":"Ich meines Orts könnte ihm desfalls keinen Glauben zustellen, wenn er es gleich mit einem Eide erhärten wollte, dass er diese Erfindung von ungefähr gemacht, weil mir der Ort bekannt ist, wo sich das Original von dieser glücklichen Kopie findet.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.277200222015381} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":822,"date":1742,"orig":"Addiſſon beſchreibet im 281ſten Bl. des Zuſehers in einem Traume die Anatomie des Hertzens einer Verbuhlten; daſelbſt findet ſich dieſe Stelle:","norm":"Addisson beschreibet im 281sten Bl. des Zusehers in einem Traume die Anatomie des Herzens einer Verbuhlten; daselbst findet sich diese Stelle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.055300235748291} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":823,"date":1742,"orig":"Es weis ein jeder Anfaͤnger in der Zergliederkunſt/ daß das Pericardium oder der Hertzbeutel einen duͤnnen roͤthlichen Saft in ſich enthaͤlt/ der von den Ausduͤnſtungen des Hertzens entſtehen ſoll/ welche ſich hier/ indem ſie nicht weiter koͤnnen, in dieſe Feuchtigkeit verwandeln.","norm":"Es weiß ein jeder Anfänger in der Zergliederkunst / dass das Pericardium oder der Herzbeutel einen dünnen rötlichen Saft in sich enthält / der von den Ausdünstungen des Herzens entstehen soll / welche sich hier / indem sie nicht weiter können, in diese Feuchtigkeit verwandeln.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.787300109863281} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":824,"date":1742,"orig":"Als wir nun dieſen Saft unterſuchten/ ſo fanden wir/ daß er alle die Eigenſchaften desjenigen Weingeiſtes an ſich hatte, der zu den Wetterglaͤſern gebraucht wird/ um die Veraͤnderungen des Wetters anzuzeigen.","norm":"Als wir nun diesen Saft untersuchten / so fanden wir / dass er alle die Eigenschaften desjenigen Weingeistes an sich hatte, der zu den Wettergläsern gebraucht wird / um die Veränderungen des Wetters anzuzeigen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.433300018310547} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":825,"date":1742,"orig":"Jch muß hier einen gewiſſen Verſuch nicht uͤbergehen/ welchen einer aus der Geſellſchaft uns mit dieſem Safte gemacht zu haben verſicherte/ indem er eine groſſe Menge deſſelben bey dem Hertzen einer vordem zergliederten Buhlerinn gefunden haͤtte.","norm":"Ich muss hier einen gewissen Versuch nicht übergehen / welchen einer aus der Gesellschaft uns mit diesem Safte gemacht zu haben versicherte / indem er eine große Menge desselben bei dem Herzen einer vordem zergliederten Buhlerin gefunden hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.756899833679199} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":826,"date":1742,"orig":"Er verſicherte uns/ daß er ihn noch die Stunde in einer duͤnnen glaͤſernen Roͤhre/ welche nach Art eines Wetterglaſes gemacht waͤre, eingeſchloſſen haͤtte: Allein an ſtatt daß er daraus die Veraͤnderungen des Wetters ſehen ſollte; ſo zeigte er ihm nur den Zuſtand derer Perſonen an/ welche in das Zimmer traͤten/ allwo dieſe Roͤhre hienge.","norm":"Er versicherte uns / dass er ihn noch die Stunde in einer dünnen gläsernen Röhre / welche nach Art eines Wetterglases gemacht wäre, eingeschlossen hätte: Allein anstatt dass er daraus die Veränderungen des Wetters sehen sollte; so zeigte er ihm nur den Zustand derer Personen an / welche in das Zimmer träten / wo diese Röhre hinge.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.911600112915039} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":827,"date":1742,"orig":"Er verſicherte zugleich/ daß er bey Herannahung eines Federhutes/ eines geſtickten Kleides/ und eines Paares Handſchuh mit goldenen Franſen mercklich ſtiege:","norm":"Er versicherte zugleich / dass er bei Herannahung eines Federhutes / eines gestickten Kleides / und eines Paares Handschuh mit goldenen Fransen merklich stiege:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.662899971008301} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":828,"date":1742,"orig":"Sobald hingegen eine verzauſete Perruͤke/ ein Paar ſchmutzige Schuhe/ oder ein altfraͤnckiſches Kleid hinein kaͤme/ ſo fiele ſelbiger.","norm":"Sobald hingegen eine zauste Perücke / ein Paar schmutzige Schuhe / oder ein altfränkisches Kleid hineinkäme / so fiele selbiger.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8765997886657715} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":829,"date":1742,"orig":"Ja/ er gieng ſo weit/ daß er uns ſagte:","norm":"Ja / er ging so weit / dass er uns sagte:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"da","lang_de":0.667,"norm_lmscore":4.857699871063232} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":830,"date":1742,"orig":"Wenn er daneben ſtuͤhnde/ und laut zu lachen anfienge/ ſogleich ſtiege der Saft in die Hoͤhe/ ſaͤncke aber den Augenblick nieder, ſobald er wieder ernſthaft ausſaͤhe.","norm":"Wenn er daneben stünde / und laut zu lachen anfinge / sogleich stiege der Saft in die Höhe / sänke aber den Augenblick nieder, sobald er wieder ernsthaft aussähe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.333300113677978} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":831,"date":1742,"orig":"Kurtz er ſagte uns/ er koͤnnte es vermittelſt dieſer Erfindung ſehr wohl wiſſen/ ob er einen klugen Mann oder einen Gecken bey ſich im Zimmer haͤtte.","norm":"Kurz er sagte uns / er könnte es vermittels dieser Erfindung sehr wohl wissen / ob er einen klugen Mann oder einen Gecken bei sich im Zimmer hätte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.877500057220459} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":832,"date":1742,"orig":"Dieſes laͤßt ſich der Zuſchauer in einem Traume erzehlen, und jedermann muß mir zugeben, daß es eine Coquette trefflich characteriſirt; aber der Patriot nimmt ſich mehrere Freyheit heraus, er thut wachend, was jener kaum unter der Dichtung eines Traumes hat vorbringen duͤrffeu.","norm":"Dieses lässt sich der Zuschauer in einem Traume erzählen, und jedermann muss mir zugeben, dass es eine Kokette trefflich charakterisiert; aber der Patriot nimmt sich mehrere Freiheit heraus, er tut wachend, was jener kaum unter der Dichtung eines Traumes hat vorbringen dürffeu.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.497900009155273} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":833,"date":1742,"orig":"Jch bitte nun meine Leſer, daß ſie die Muͤhe nehmen, und dieſe Stelle mit der 34. No. des Patrioten vergleichen: ſie ſind einander ſo aͤhnlich, als die beyden Soſier in dem Amphitruo, und ich waͤre bald auf die Gedancken gerathen, die Erzehlung des Zuſchauers muͤſſe prophetiſch von dem Patrioten verſtanden werden.","norm":"Ich bitte nun meine Leser, dass sie die Mühe nehmen, und diese Stelle mit der 34. No. des Patrioten vergleichen: Sie sind einander so ähnlich, als die beiden Soßier in dem Amphitryon, und ich wäre bald auf die Gedanken geraten, die Erzählung des Zuschauers müsse prophetisch von dem Patrioten verstanden werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.578400135040283} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":834,"date":1742,"orig":"Jndeſſen wenn ſie vorwitzig ſind zu wiſſen, ob er ſich etwas auf dieſe Erfindung einbilde, ſo duͤrffen ſie nur die 52ſte No. einſehen, in welcher uns die zweyte von dieſen Maſchinen beſchrieben wird, die genau zeiget, wer am meiſten nach der geſunden Vernunft und der Vorſchrift eines guten Gewiſſens lebe.","norm":"Indessen wenn sie vorwitzig sind zu wissen, ob er sich etwas auf diese Erfindung einbilde, so dürfen sie nur die 52ste No. einsehen, in welcher uns die zweite von diesen Maschinen beschrieben wird, die genau zeiget, wer am meisten nach der gesunden Vernunft und der Vorschrift eines guten Gewissens lebe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.784599781036377} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":835,"date":1742,"orig":"Er nennet ſie die Philoſophiſche Uhr.","norm":"Er nennt sie die philosophische Uhr.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"fr","lang_de":0.667,"norm_lmscore":5.506400108337402} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":836,"date":1742,"orig":"Sie iſt einer gemeinen Taſchenuhrnicht ungleich: ſie hat ein Zieferblat mit zween ſtaͤhlernen Zeigern: der aͤuſſere Cirkel iſt in 360. Grade vertheilet; dreyſſig machen einen philoſophiſchen Monath/ und jeder Grad einen philoſophiſchen Tag.","norm":"Sie ist einer gemeinen Taschenuhrnichte ungleich: Sie hat ein Zieferblatt mit zweien stählernen Zeigern: Der äußere Zirkel ist in 360. Grade verteilet; Dreißig machen einen philosophischen Monat / und jeder Grad einen philosophischen Tag.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.863999843597412} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":837,"date":1742,"orig":"Der innere Cirkel/ der einen gantzen philoſophiſchen Tag anweiſet/ iſt in 24. Stunden eingetheilt.","norm":"Der innere Zirkel / der einen ganzen philosophischen Tag anweiset / ist in 24. Stunden eingeteilt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.657899856567383} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":838,"date":1742,"orig":"Der Gebrauch derſelben iſt folgender:","norm":"Der Gebrauch derselben ist folgender:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.263199806213379} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":839,"date":1742,"orig":"Man bringt ſie demjenigen/ deſſen Leben man unterſuchen will/ ſo nahe/ daß ſeine Ausduͤnſtungen dieſelbe erreichen/ und von demſelben Augenblick an giebt ſie die philoſophiſche Nachricht/ wie lange derſelbe Menſch gelebet.","norm":"Mann bringt sie demjenigen / dessen Leben man untersuchen will / so nahe / dass seine Ausdünstungen dieselbe erreichen / und von demselben Augenblick an gibt sie die philosophische Nachricht / wie lange derselbe Mensch gelebt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.144999980926514} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":840,"date":1742,"orig":"Ein muͤſſiges Leben deutet ſie an durch ihre Unbeweglichkeit:","norm":"Ein müßiges Leben deutet sie an durch ihre Unbeweglichkeit:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.032599925994873} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":841,"date":1742,"orig":"Ein boͤſes offenbaret ſich durch das Zuruͤcklauffen des Zeigers: Ein tugendhaftes kan man daraus erkennen/ wenn ſich der Zeiger von Stunden zu Stunden ꝛc. vorwaͤrts beweget/ nach dem Maaſſe/ als einer in der Tugend alt geworden.","norm":"Ein böses offenbaret sich durch das Zurücklaufen des Zeigers: Ein tugendhaftes kann man daraus erkennen / wenn sich der Zeiger von Stunden zu Stunden etc. vorwärts beweget / nach dem Maße / als einer in der Tugend alt geworden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.000100135803223} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":842,"date":1742,"orig":"Wundert euch, wo man dergleichen ſeltſame Uhren verfertige, ſo kan ich euch ſagen, daß der Patriot ſeine in Mecca gekauft hat; der Meiſter davon heiſſet Joaphat Ebn Jophzdhail.","norm":"Wundert euch, wo man dergleichen seltsame Uhren verfertige, so kann ich euch sagen, dass der Patriot seine in Mekka gekauft hat; der Meister davon heißt Joaphat Ebn Jophzdhail.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.496699810028076} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":843,"date":1742,"orig":"Dieſe Dichtung iſt von demſelben Schrot und Korn, wie die vorhergehende:","norm":"Diese Dichtung ist von demselben Schrot und Korn, wie die vorhergehende:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.129700183868408} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":844,"date":1742,"orig":"Und der Patriot iſt gegen ſeinen Schoͤpfer ungerecht, daß er ſeine Vernunft, die ein zulaͤngliches Mittel iſt, das Gute und Boͤſe in moraliſchen Handlungen zu unterſcheiden, gegen eine mechaniſch-philoſophiſche Sackuhr vertauſchen will, die ihm dieſen Unterſchied ohne ſein Nachdencken zeigen ſoll.","norm":"Und der Patriot ist gegen seinen Schöpfer ungerecht, dass er seine Vernunft, die ein zulängliches Mittel ist, das Gute und Böse in moralischen Handlungen zu unterscheiden, gegen eine mechanisch-philosophische Sackuhr vertauschen will, die ihm diesen Unterschied ohne sein Nachdenken zeigen soll.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.321499824523926} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":845,"date":1742,"orig":"Er machet ſich auch recht laͤcherlich, weñ er die Urſachen dieſer mechaniſchen Wuͤrckungen entdecken und wahrſcheinlich machen will.","norm":"Er macht sich auch recht lächerlich, wenn er die Ursachen dieser mechanischen Wirkungen entdecken und wahrscheinlich machen will.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.938300132751465} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":846,"date":1742,"orig":"Wie muß es hergehen, daß die Ausduͤnſtungen auf einer Uhr durch den Eindruck einer gemeſſenen Bewegung nicht allein den Unterſchied laſterhafter, muͤſſiger und tugendhafter Leute zeigen, ſondern auch die Grade des einen und des andern bemerken.","norm":"Wie muss es hergehen, dass die Ausdünstungen auf einer Uhr durch den Eindruck einer gemessenen Bewegung nicht allein den Unterschied lasterhafter, müßiger und tugendhafter Leute zeigen, sondern auch die Grade des einen und des anderen bemerken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.509399890899658} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":847,"date":1742,"orig":"Jch moͤgte wohl auch den Unterſchied tugendhafter und laſterhafter Ausduͤnſtungen kennen; Aber wann der Patriot den aͤchten Meiſter dieſer Uhr entdecken will, ſo muß er Mecca in Hamburg verwandeln, und er wird der Joaphat Ebn Jophzdhail leibhaftig ſeyn.","norm":"Ich möchte wohl auch den Unterschied tugendhafter und lasterhafter Ausdünstungen kennen; Aber wann der Patriot den ächten Meister dieser Uhr entdecken will, so muss er Mekka in Hamburg verwandeln, und er wird der Joaphat Ebn Jophzdhail leibhaftig sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.875800132751465} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":848,"date":1742,"orig":"Die Gedancken zu dieſer Erfindung mag er wohl den Schweitzeriſchen Zuſehern abgekauft haben; ich finde in einem Blatte derſelben folgende Stelle:","norm":"Die Gedanken zu dieser Erfindung mag er wohl den schweizerischen Zusehern abgekauft haben; ich finde in einem Blatte derselben folgende Stelle:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.3902997970581055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":849,"date":1742,"orig":"Geſezt aber/ daß du dein Leben bringeſt bis auf 70. Jahre/ wie kurtz wird dieſer Periodus ſeyn/ wenn du diejenige Zeit/ welche du nur zur Unterhaltung deines Lebens aufgewendet haſt/ abrechneſt.","norm":"Gesetzt aber / dass du dein Leben bringest bis auf 70. Jahre / wie kurz wird dieser Periodus sein / wenn du diejenige Zeit / welche du nur zur Unterhaltung deines Lebens aufgewendet hast / abrechnest.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.756499767303467} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":850,"date":1742,"orig":"Ziehe die folgenden Jahre von der Summe deines Lebens ab/ ſo werden dir nur etliche wenige uͤberbleiben:","norm":"Ziehe die folgenden Jahre von der Summe deines Lebens ab / so werden dir nur etliche wenige überbleiben:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.152500152587891} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":851,"date":1742,"orig":"30. Jahre ſind verfloſſen uͤber dem Schlaffen.","norm":"30. Jahre sind verflossen über dem Schlafen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.188499927520752} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":852,"date":1742,"orig":"4. Jahre uͤber dem An- und Auskleiden.","norm":"4. Jahre über dem An- und Auskleiden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.270599842071533} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":853,"date":1742,"orig":"10. Jahre uͤber dem Eſſen und Trincken.","norm":"10. Jahre über dem Essen und trinken.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.420599937438965} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":854,"date":1742,"orig":"6. Jahre uͤber den Gemuͤtheszerſtreuungen.","norm":"6. Jahre über den Gemütesserstreuungen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.918499946594238} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":855,"date":1742,"orig":"Und ich koͤnnte ſehr klar zeigen, daß die gantze 52ſte No. aus zween Diſcurſen der Schweitzer zuſammengeſchmelzt iſt.","norm":"Und ich könnte sehr klar zeigen, dass die ganze 52ste No. aus zweien Diskursen der Schweizer zusammengeschmälzt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.572500228881836} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":856,"date":1742,"orig":"No. 74. koͤmmt eine neue magiſche Maſchine zum Vorſchein, durch deren Mittel er entdecken kan, ob die Worte und Meinungen, oder der Mund und das Hertz mit einander uͤbereinſtimmen.","norm":"No. 74. kommt eine neue magische Maschine zum Vorschein, durch deren Mittel er entdecken kann, ob die Worte und Meinungen, oder der Mund und das Herz miteinander übereinstimmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.41949987411499} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":857,"date":1742,"orig":"Dieſe Maſchine heiſſet Pe-kad-en-noſch oder die Gemuͤthesproͤbe; ſie iſt ihm von einem Chineſiſchen Philoſophen, Nahmens Bramin-quam-bo-ni verehrt worden.","norm":"Diese Maschine heißt Pe-kad-en-nosch oder die Gemüthespröbe; sie ist ihm von einem chinesischen Philosophen, Namens Bramin-quam-bo-ni verehrt worden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.836299896240234} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":858,"date":1742,"orig":"Jch will mich nicht mit derſelben Beſchreibung verweilen; denn ich gedencke, daß man meine Gedancken von der Art dieſer Dichtung aus dem was ich bisher erinnert habe, ſchon errathen koͤnne.","norm":"Ich will mich nicht mit derselben Beschreibung verweilen; denn ich gedenke, dass man meine Gedanken von der Art dieser Dichtung aus dem was ich bisher erinnert habe, schon erraten könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.47760009765625} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":859,"date":1742,"orig":"Nur kan ich nicht unangemerckt laſſen, daß mir das Bekaͤnntniß des Patrioten, da er geſtehet, daß er ein magiſches Jnſtrument beduͤrffe, um zu wiſſen, ob er ſelbſt rede, was er dencket, oder ob Mund und Hertz mit einander uͤbereinſtimme, recht albern vorkoͤmmt.","norm":"Nur kann ich nicht unangemerkt lassen, dass mir das Bekenntnis des Patrioten, da er gesteht, dass er ein magisches Instrument bedürfe, um zu wissen, ob er selbst rede, was er denket, oder ob Mund und Herz miteinander übereinstimme, recht albern vorkommt.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.415699958801269} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":860,"date":1742,"orig":"Das vierte magiſche Geheimniß iſt ein himmelblaues Waſſer, wovon er im V. St. folgendes erzehlet:","norm":"Das vierte magische Geheimnis ist ein himmelblaues Wasser, wovon er im V. St. folgendes erzählt:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.882400035858154} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":861,"date":1742,"orig":"Jm Jahre 1722. den 6ten May empfieng ich durch einen Schiffer/ von einem meiner vertrauten Freunde in China/ einem groſſen Chymiſten/ Nahmens Miram Tanſi/ ein Schreiben/ nebſt einer kleinen Flaſche mit himmelblauem Waſſer: daſſelbe ſtaͤrcket das Geſicht auf ſolche Weiſe/ daß man eine beſtaͤndige Ausduͤnſtung aus dem Gehirne der Menſchen/ und in derſelben die Leidenſchaften des Gemuͤthes/ figuͤrlich ſehen/ auch verſchiedene Creaturen in der Luft/ welche darinn/ wie Fiſche im Waſſer/ ſchwimmen/ auf das kenntbareſte entdecken koͤnne.","norm":"Im Jahre 1722. den 6ten Mai empfing ich durch einen Schiffer / von einem meiner vertrauten Freunde in China / einem großen Chymisten / namens Miram Tansi / ein Schreiben / nebst einer kleinen Flasche mit himmelblauem Wasser: Dasselbe stärket das Gesicht auf solche Weise / dass man eine beständige Ausdünstung aus dem Gehirne der Menschen / und in derselben die Leidenschaften des Gemütes / figürlich sehen / auch verschiedene Kreaturen in der Luft / welche darin / wie Fische im Wasser / schwimmen / auf das kenntbareste entdecken könne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.781799793243408} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":862,"date":1742,"orig":"Und wenn der Herr Patriot dieſes Waſſer aus Nova-Zembla haͤtte herkommen laſſen, wo ſonſt die ſchwartzen Kuͤnſte zur groͤſten Vollkommenheit gebracht ſind; ſo muß er doch nicht glauben, daß die Deutſchen ſo dumm ſeyn, daß ſie dergleichen abentheurliche Erzehlungen im Ernſte aufnehmen.","norm":"Und wenn der Herr Patriot dieses Wasser aus Nova-Zembla hätte herkommen lassen, wo sonst die schwarzen Künste zur größten Vollkommenheit gebracht sind; so muss er doch nicht glauben, dass die Deutschen so dumm sein, dass sie dergleichen abenteuerliche Erzählungen im Ernste aufnehmen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.935500144958496} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":863,"date":1742,"orig":"Er wird wohl der erſte ſeyn, der vorgiebt, daß die Leidenſchaften des Gemuͤthes figuͤrlicher Weiſe aus dem Gehirne ausdaͤmpfen.","norm":"Er wird wohl der erste sein, der vorgibt, dass die Leidenschaften des Gemütes figürlicher Weise aus dem Gehirne ausdämpfen.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.934400081634521} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":864,"date":1742,"orig":"Den dritten Tag, nachdem er bemeldetes Wunder- Waſſer empfangen, that er damit die erſte Probe bey einer Sechswoͤchnerinn; davon er uns die Wuͤrckungen in ſelbiger No. alſo beſchreibet:","norm":"Den dritten Tag, nachdem er bemeldetes Wunder-Wasser empfangen, tat er damit die erste Probe bei einer Sechswöchnerin; davon er uns die Wirkungen in selbiger No. also beschreibet:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.716100215911865} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":865,"date":1742,"orig":"Hier ward ich mit groſſer Verwunderung gewahr/ daß in dem Zimmer die Luft voll haͤßlicher Thiere/ wovon einige wie Baſilisken/ andere wie Chimaͤren/ und die dritte Sorte wie laͤngliche feurige Schlangen/ gebildet waren.","norm":"Hier wurde ich mit großer Verwunderung gewahr / dass in dem Zimmer die Luft voll hässlicher Tiere / wovon einige wie Basilisken / andere wie Chimären / und die dritte Sorte wie längliche feurige Schlangen / gebildet waren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.4054999351501465} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":866,"date":1742,"orig":"Jch bin ſicher, daß niemand ſo leicht errathen haͤtte, welche Gemuͤthes-Leidenſchaften hierunter ſollen vorgebildet ſeyn; wenn der Patriot nicht ſorgfaͤltig geweſen waͤre, No. 8. uns zu unterrichten, daß dieſes Ungeziefer den Neid, die Eitelkeit, und die Schmaͤhſucht vorſtellen ſollte.","norm":"Ich bin sicher, dass niemand so leicht erraten hätte, welche Gemütes-Leidenschaften hierunter sollen vorgebildet sein; wenn der Patriot nicht sorgfältig gewesen wäre, No. 8. uns zu unterrichten, dass dieses Ungeziefer den Neid, die Eitelkeit, und die Schmähsucht vorstellen sollte.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.362199783325195} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":867,"date":1742,"orig":"Durch die Augen der meiſten Anweſenden kamen ploͤtzlich aus dem Gehirne einige ſehr uͤbelgebildete Figuren mit dicken Koͤpfen und langen Ohren zum Vorſchein.","norm":"Durch die Augen der meisten Anwesenden kamen plötzlich aus dem Gehirne einige sehr übelgebildete Figuren mit dicken Köpfen und langen Ohren zum Vorschein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.934700012207031} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":868,"date":1742,"orig":"Jhr werdet euch uͤber die verborgene Aehnlichkeit verwundern, wenn ich euch aus No. 8. lehre, daß die Unwiſſenheit unter dieſem dickkoͤpfigten Bilde mit Eſels- Ohren, welches durch die Augen aus dem Gehirne hervorgekommen, abgemahlet iſt.","norm":"Ihr werdet euch über die verborgene Ähnlichkeit verwundern, wenn ich euch aus No. 8. Lehre, dass die Unwissenheit unter diesem dickköpfigen Bilde mit Esels-Ohren, welches durch die Augen aus dem Gehirne hervorgekommen, abgemalt ist.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.558599948883057} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":869,"date":1742,"orig":"Dieſe winckten dem herumfliegenden Ungeziefer/ worauf die kleinen Baſilisken in die Augen/ die Chimaͤren in die Ohren/ und die Schlangen in den Mund/ ihren Einzug hielten/ ꝛc. Dieſes Hieroglyphicum ſoll euch zu verſtehen geben, daß der Neid, die Eitelkeit und die Schmaͤhſucht von der Unwiſſenheit ernehret werden.","norm":"Diese winkten dem herumfliegenden Ungeziefer / worauf die kleinen Basilisken in die Augen / die Chimären in die Ohren / und die Schlangen in den Mund / ihren Einzug hielten / etc. Dieses Hieroglyphicum soll euch zu verstehen geben, dass der Neid, die Eitelkeit und die Schmähsucht von der Unwissenheit ernähret werden.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":3.716200113296509} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":870,"date":1742,"orig":"Aber ihr werdet es izo noch kaum verſtehen, nachdem ich euch den myſtiſchen Sinn dieſer Dichtung allbereit erklaͤret habe.","norm":"Aber ihr werdet es jetzt noch kaum verstehen, nachdem ich euch den mystischen Sinn dieser Dichtung allbereits erkläret habe.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.8277997970581055} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":871,"date":1742,"orig":"Zu dieſen ſeltſamen Erfindungen gehoͤret auch das im CLIII. St. gemeldete Japaniſche in reicher Seide mit Gold bordirte Kraͤuterkuͤſſen, welches die wunderbare Wuͤrckung hat, daß es, wenn man es beym Schlaffengehen unter das Hauptkuͤſſen leget, die wichtigſten Betrachtungen des Tages dem Gemuͤthe in einem lehrreichen Nachtgeſichte vorſtellet; und von welchem der Patriot ruͤhmet, daß alle die ſinnreichen Traͤume und Geſichter, die in ſeinen Blaͤttern vorkommen, Proben von der geſegneten Wuͤrckung dieſes Traumkuͤſſens ſeyn.","norm":"Zu diesen seltsamen Erfindungen gehöret auch das im CLIII. St. gemeldete Japanische in reicher Seide mit Gold bordierte Kräuterküssen, welches die wunderbare Wirkung hat, dass es, wenn man es beim Schlaffengehen unter das Hauptküssen leget, die wichtigsten Betrachtungen des Tages dem Gemüte in einem lehrreichen Nachtgesichte vorstellet; und von welchem der Patriot rühmet, dass alle die sinnreichen Träume und Gesichter, die in seinen Blättern vorkommen, Proben von der gesegneten Wirkung dieses Traumküssens sein.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.9618000984191895} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":872,"date":1742,"orig":"Wer dieſen groſſen Vorrath von ſo vielen zauberiſchen Maſchinen anſiehet, der wuͤrde den Patrioten eher vor einen kleinen Hexenmeiſter, als vor einen Patrioten halten, und ſich bereden, daß er bey dem Gebrauche aller dieſer Jnſtrumente zu weit ſeltſamern Entdeckungen, als in ſeinen Blaͤttern zu finden ſind, eben keiner Vernunft vonnoͤthen habe: zumahlen da dieſe Maſchinen ihm eben denjenigen Dienſt leiſten muͤſſen, den andere Menſchen von ihrer Vernunft empfangen, ſo daß wer ſeinem vornehmen Exempel folgen will, alle ſeine Sorge darauf wenden muß, daß er ohne Vernunft vernunftmaͤſſig handeln lerne.","norm":"Wer diesen großen Vorrat von so vielen zauberischen Maschinen ansieht, der würde den Patrioten eher vor einen kleinen Hexenmeister, als vor einen Patrioten halten, und sich bereden, dass er bei dem Gebrauche aller dieser Instrumente zu weit seltsameren Entdeckungen, als in seinen Blättern zu finden sind, eben keiner Vernunft vonnöten habe: zumal da diese Maschinen ihm eben denjenigen Dienst leisten müssen, den andere Menschen von ihrer Vernunft empfangen, so dass wer seinem vornehmen Exempel folgen will, alle seine Sorge darauf wenden muss, dass er ohne Vernunft vernunftmäßig handeln lerne.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.751399993896484} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":873,"date":1742,"orig":"Endlich muß ich des Univerſal-Schnupftobacks fuͤr das Gedaͤchtniß nicht vergeſſen, welcher fuͤr eine Europaͤiſche Erfindung des Polymnemons ausgegeben und im LXXXVII. St. beſchrieben wird.","norm":"Endlich muss ich des Universal-Schnupftobaks für das Gedächtnis nicht vergessen, welcher für eine europäische Erfindung des Polymnemons ausgegeben und im LXXXVII. St. beschrieben wird.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.759399890899658} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":874,"date":1742,"orig":"Dieſem wird die Kraft beygeleget, das moraliſche Gedaͤchtniß zu ſtaͤrcken, und vor dem Uebel einer muthwilligen Vergeſſenheit zu bewahren.","norm":"Diesem wird die Kraft beigelegt, das moralische Gedächtnis zu stärken, und vor dem Übel einer mutwilligen Vergessenheit zu bewahren.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":4.100599765777588} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":875,"date":1742,"orig":"Polymnemon bedienet ſich dieſer Erfindung allein durch eine geſchickte Beſchreibung der damit verrichteten moraliſchen Wundercuren, die muthwillige Vergeſſenheit ſeines vorigen Standes, ſeiner Zuſagen und Verbindlichkeiten auf eine lebhafte Weiſe laͤcherlich zu machen:","norm":"Polymnemon bedienet sich dieser Erfindung allein durch eine geschickte Beschreibung der damit verrichteten moralischen Wunderkuren, die mutwillige Vergessenheit seines vorigen Standes, seiner Zusagen und Verbindlichkeiten auf eine lebhafte Weise lächerlich zu machen:","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":5.651299953460693} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":876,"date":1742,"orig":"Jn welcher Abſicht ich auch dieſe Erfindung nicht mißbilligenkan, und iſt uͤberhaupt der gantze Brief davon nicht uͤbel abgefaſſet.","norm":"In welcher Absicht ich auch diese Erfindung nicht mißbilligenkan, und ist überhaupt der ganze Brief davon nicht übel abgefasst.","lang_fastText":"de","lang_py3langid":"de","lang_cld3":"de","lang_de":1.0,"norm_lmscore":6.26170015335083} +{"basename":"bodmer_sammlung05_1742","par_idx":877,"date":1742,"orig":"E N D E.","norm":"E N D E.","lang_fastText":"en","lang_py3langid":"en","lang_cld3":"sq","lang_de":0,"norm_lmscore":5.160200119018555}